013 2015

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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 13 I 169. Jahrgang I Dienstag, 17. Februar 2015

Missbrauch? Rechte?

Baustart

In Aeugst lodern Rechtsstreite zwischen der Gemeinde und einem Einwohner. > Seite 3

Neue Migros für das Zentrum Oberdorf in Affoltern: Eröffnung im Herbst 2016. > Seite 3

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55 Kandidierende Kantonsratswahlen im Säuliamt: Hoher Frauenanteil, höchstes Durchschnittsalter. > Seite 7

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Motto «Zoo» Der Maschwander Maskenball findet am kommenden Samstag in der Turnhalle statt. > Seite 6

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«Made in Säuliamt» Verein Ämtlerchorb: Gemeinsame Vermarktung von Produkten aus dem Knonauer Amt. > Seite 9

Delegierte und Betriebskommission ziehen Konsequenzen aus aktueller Situation Delegierte des Zweckverbandes nehmen die Spital-Oberaufsichtspflicht ernst Delegierte und Betriebskommission des Spitals beauftragen einen Experten zur lückenlosen Untersuchung von Geschäftsfällen der Jahre ab 2012. Eingesetzt wird eine Arbeitsgruppe, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Zudem soll auch die Betriebskommission erneuert werden. Delegierte und Betriebskommission des Spitals Affoltern haben unterschiedliche Vorstellungen über die Arbeitsweise der beiden Gremien. Die Delegierten sind mehrheitlich unzufrieden mit der strategischen Führung, was in jüngster Zeit in Rückzügen von Anträgen an der Delegiertenversammlung (DV) oder Rekursen gipfelte. Vor diesem Hintergrund und nicht zuletzt veranlasst durch den Bericht des Gemeindeamtes zur Ver-

pflichtungskreditkontolle trafen sich die Delegierten und die Mitglieder der Betriebskommission (BK) zu einer Aussprache. Resultate dieses Treffens sind ein Auftrag zur Untersuchung von Geschäftsfällen der Jahre ab 2012, die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, um die Zusammenarbeit zu verbessern, und die Einleitung der personellen Erneuerung der BK. Ziel der Zusammenkunft vom vergangenen 10. Februar war, die Zusammenarbeit der beiden Organe auf eine tragfähige Basis zu stellen. Die BK anerkennt, dass in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht wurden. So hat sie bei der Freigabe von Investitionen ihre Kompetenzen überschritten, Kreditüberschreitungen nicht der DV vorgelegt und Anträge nicht mit einer Vorlage dem Stimmvolk unterbreitet. Diese Beanstandungen haben eine Geschichte, wie das Gemeindeamt, das bis in

das Jahr 2006 die Verpflichtungskredite auf die Vereinbarkeit prüfte, festhält («Anzeiger» vom 20. Januar 2015). Ein Grund dafür wird in den diversen Personalwechseln in der Spitalführung gesehen, welche zu einem erheblichen Know-how-Verlust geführt haben. Im Ergebnis resultiert ein Vertrauensdefizit zwischen BK und DV. Beide Organe wissen um den dringenden Handlungsbedarf.

Delegierte und BK leiten eine umfassende Untersuchung ein Ohne Bereinigung der Vergangenheit wird das Vertrauensdefizit nicht beseitigt werden können. Das ist beiden Gremien klar. Deshalb werden sie gemeinsam einen externen Experten mit der Aufarbeitung der wesentlichsten Versäumnisse der vergangenen Jahre beauftragen. Ziel des abzulie-

fernden Berichtes wird es sein, die Grundlagen für die Genehmigung der Jahresrechnungen 2012, 2013 und 2014 zu liefern. Die Delegierten haben das Rücktrittsgesuch von BK-Präsidenten Walter Ess zustimmend zur Kenntnis genommen. Von seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin erhoffen sich die Delegieren den zügigen Aufbau eines funktionierenden BK-Teams. Die Delegierten beabsichtigen, die BK sukzessive zu erneuern und haben im Hinblick darauf von einer Mehrheit der BK-Mitglieder signalisiert erhalten, dass diese ihre Ämter zu gegebener Zeit zur Verfügung stellen werden.

Nicht auf die lange Bank schieben Der Weg in eine gedeihliche Zukunft des Spitals führt einzig über eine gute Zusammenarbeit zwischen BK und Delegierten. Vereinbart wurde deshalb

ein institutionalisierter Austausch. Die BK und die Spitalleitung sollen regelmässig über kommende Geschäfte, die Finanzen, personelle Fragen und die Entwicklung der Strategie informieren und mit den Delegierten diskutieren. Dafür haben die Delegierten einen Ausschuss eingesetzt, bestehend aus Susanne Leuenberger (Affoltern), Priska Metzger (Stallikon), Peter Hoppler (Aeugst), Christoph Kobel (Obfelden) und Frank Rutishauser (Bonstetten). Dringender Handlungsbedarf wird nicht nur bei der personellen Erneuerung, der strategischen Ausrichtung und der finanziellen Führung des Spitals, sondern auch im Informationsverhalten des Spitals gegenüber der Öffentlichkeit erkannt. So wird über das Vorgehen bezüglich des Referendums zum Beschluss über das OVAAreal in Kürze informiert. Erste Resultate werden im April erwartet. (pd.) anzeigen

Interessante Standpunkte Anlässlich einer Wahlveranstaltung der SP referierten am Freitagabend im Mettmenstetten Staatsrechtler Rainer J. Schweizer und SP-Nationalrat Martin Naef über die Frage «Demokratie und Rechtsstaat – ein Widerspruch?». Anhand von 15 Beispielen aus den letzten Jahren belegte Schweizer, wie der Bundesrat aber auch das Parlament und die Bundesverwaltung durch ihr Handeln oder Nichthandeln gegen die Verfassung oder gegen Bundesgerichtsurteile verstossen haben. Schweizer bemängelte zudem die fehlende Gewaltentrennung von Politik und Rechtssprechung. Jurist Naef, der sich selber als «Verfassungspatriot» bezeichnete, stimmte den von Schweizer zitierten Missständen voll und ganz zu. Er lokalisierte die Ursache des Übels im fehlenden Mut der Politiker, die sich inzwischen in einem Dauerwahlkampf befänden. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Lynn Tscharner (rechts) und Mitarbeiterin Cornelia Vollenweider: Kostüme und Utensilien für die Fasnacht. Der Kundenkreis erstreckt sich über den Bezirk hinaus. (Bild Werner Schneiter)

Wo sich die Narrenschaft für die 5. Jahreszeit ausrüsten kann Lynn Tscharner vermietet seit 48 Jahren Fasnachtskostüme Fertig Fasnacht, heisst es morgen am Aschermittwoch in katholischen Landen. Im Säuliamt hingegen steht das grosse Fasnachtswochenende bevor. Die Narrenschaft rüstet sich für die tollen Tage. Ausgerüstet wird sie bei

Lynn Tscharner in Dachlissen-Mettmenstetten, die seit rund 48 Jahren Fasnachtskostüme und -utensilien vermietet beziehungswerse verkauft – und eine reichhaltige Auswahl zu bieten hat. Vom Dirndl bis zum Burgfräu-

lein-Outfit, von der grimmigen Maske bis zur Schminke. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Listenfüller und Zugpferde Auf den Wahllisten stellen die meisten der etablierten Parteien sechs Personen zur Auswahl. Von den 55 Kandidierenden haben jedoch lediglich sechs eine Chance, ins Rathaus am Zürcher Limmatquai einziehen zu können. Der «Anzeiger» sprach mit den auf den hintersten Listenplätzen platzierten Bewerberinnen und Bewerbern. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 7

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