Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 10 I 169. Jahrgang I Freitag, 5. Februar 2016
Gute Noten
Amphibienwanderung
Umfassende, externe Revision bezeugt dem Haus zum Seewadel gute Buchführung. > Seite 3
Bald wieder eine Strassensperrung zwischen Maschwanden und Obfelden. > Seite 3
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Bierflaschen-Schläger Kein Freispruch: Obergericht schickt Täter aus dem Säuliamt zum Psychiater. > Seite 5
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Brisantes Thema Kindergarten-Rückstellungsgesuche: Informations- und Austauschabend. > Seite 7
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Rückbau Die alte Kiesaufbereitungsanlage der Agir AG am «Rüssspitz» muss weichen. > Seite 9
«Energiestadt» – eine erstrebenswerte Auszeichnung
Opfer haben oft Schuldgefühle
Die Gemeinden im Säuliamt auf dem Weg zum begehrten Label
Ein Räuber fordert mit vorgehaltener Handfeuerwaffe die Herausgabe des Geldes in der Kasse. Für drei Teams von Affoltemer Tankstellen wurde diese Situation Realität. Der finanzielle Schaden blieb in allen Fällen begrenzt, der psychische Schaden ist noch nicht absehbar. Denn zahlreiche Opfer von Raubüberfällen erleiden ein Trauma und haben noch Jahre später mit den psychischen Folgen, auch Schuldgefühlen, zu kämpfen. Keines der Opfer war deshalb bereit, mit dem «Anzeiger» über die Auswirkungen des Raubüberfalls zu sprechen. Dafür vermittelt der langjährige Polizist und Kriminalpräventionsexperte Markus Atzenweiler ein Bild, wie vielfältig und in manchen Fällen verheerend sich auch unblutig abgelaufene Raubüberfälle auf die Opfer auswirken können. (sals) ................................................... > Interview auf Seite 5
Um den Titel «Energiestadt» tragen zu dürfen, bedarf es auf kommunaler Ebene einige Anstrengungen. Das Label «Energiestadt» dürfen zwei von den 14 Gemeinden im Knonauer Amt beanspruchen. Elf Gemeinden sind Mitglieder im Trägerverein «Energiestadt». Die Gemeinde Rifferswil prüft den Beitritt zum Trägerverein. ................................................... von martin mullis Seit 1991 haben 400 Schweizer Städte und Gemeinden das Label Energiestadt erhalten. Im Säuliamt dürfen die Gemeinden Hedingen und Mettmenstetten den Titel bei der Innerortstafel anbringen. Um aber dieses Ziel zu erreichen, sind grössere Anstrengungen und zum Teil auch umfangreiche Massnahmen zu treffen. Zusammen mit externen Beraterinnen und Beratern, welche vom Trägerverein akkreditiert sind, wird von den Gemeinden einiges an energetischen Grundlagen erwartet. Fast 80 infrage kommende Massnahmen unterteilt in sechs Bereiche, listet der Katalog auf. Um die begehrte Auszeichnung zu erhalten, ist eine gewisse Anzahl Punkte zu erreichen. Entwicklungsplanung, Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, die Mobilität, die interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation heissen die energiepolitisch wichtigen
Gebiete, wo die Gemeinden sich engagieren können. Die Anstrengungen auf dem Weg zur Energiestadt lohnen sich für die Gemeinden auf vielfältige Art und Weise.
Wichtiger Beitrag zur Lebensqualität Doch der Weg dahin, ist mit Anstrengungen und einigem Aufwand gepflastert und verlangt von den Behörden nicht nur Durchhaltewillen, sondern auch Überzeugungsarbeit bei den Steuerzahlenden. Eine unverbindliche und kostenlose Input-Beratung liefert den Gemeinden einen ersten Überblick über die zu treffenden Vorkehrungen. Mit der Mitgliedschaft im Trägerverein Energiestadt beginnt der Prozess für den Erhalt der Bezeichnung Energiestadt. Mit den energiepolitischen Massnahmen leisten die Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Arbeitsplätze werden geschaffen und das Baugewerbe gefördert. Ein wichtiger Aspekt ist auch der öffentliche Verkehr und damit ein ausgewogenes Mobilitätsmanagement. In den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien erhalten die Gemeinden und ihre Einwohner Unterstützung, Beratung und zum Teil auch Förderbeiträge. Letztlich sichert eine unabhängige Labelkommission und ein Netz von ausgewiesenen Experten die Qualität des Labels Energiestadt. Marcel R. Streiff, Standortförderer im Säuliamt, nennt das Label «Energiestadt» überaus wertvoll für die Region. Immerhin
Der verantwortliche Gemeinderat Martin K. Schnorf vor dem Zertifikat Energiestadt der Gemeinde Mettmenstetten. (Bild Martin Mullis) sind die Nachhaltigkeitskriterien, zur Erreichung der vom Verein Standortförderung Knonauer Amt gesetzten Kernziele im Bereich Umwelt, ausgesprochen wichtig.
Kein Widerstand aus der Bevölkerung Neben Hedingen darf Mettmenstetten als zweite Gemeinde im Säuliamt stolz auf das Label «Energiestadt» sein. Gemeinderat Martin K. Schnorf, zuständig für Gesundheit und Umweltschutz, spürte bei der Umsetzung des Projektes keinerlei Widerstand. Sowohl von den Behörden als auch aus der Bevölkerung vernahm er praktisch ausschliesslich Zustimmung. Gemeinderat Schnorf spricht zwar von einem grossen Aufwand bei der Umsetzung
der Massnahmen, er bezeichnet aber das Label «Energiestadt» als Gemeinschaftsprojekt der politischen Gemeinde und der Schulen. Mettmenstetten durfte vor allem bei den öffentlichen Gebäuden starke, energetisch wertvolle Massnahmen vorweisen und profitierte auch bei der sehr guten Situation im öffentlichen Verkehr, so Martin Schnorf. Die übrigen Gemeinden im Bezirk Affoltern sind, mit Ausnahme der Gemeinde Rifferswil, Mitglieder des Trägervereins Energiestadt und haben damit einen ersten Schritt zur Erreichung des Labels gemacht. Der zuständige Gemeinderat von Rifferswil, Thomas Müller, prüft jedoch derzeit mit der Energiekommission ebenfalls einen Beitritt in den Trägerverein.
Dieses Jahr wurden in Affoltern drei Tankstellenshops ausgeraubt. Der verursachte Schaden ist vor allem psychischer Natur.
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Hergestellt wie vor mehreren tausend Jahren Die Passion der katholischen Kirche Bonstetten wird aus Bronze gegossen «Wenn man vorsichtig ist, dann kann ein Schmelztiegel für 50 Güsse benutzt werden», erklärt Ignaz Röllin von der Kunstgiesserei Bellform in Neuheim ZG. Dann greift er zum Flaschenzug und holt den mit Bronze, gefüllten Schmelztiegel, aus dem im Boden eingelassenen Schmelzofen. Zu dritt wird der Schmelztiegel in die richtige Position gebracht und Ignaz Röllin giesst vorsichtig die flüssige Bronze in die Formen. Durch die Frischluft beginnt die Bronze weiss zu glühen – die Werkstatt ist taghell erleuchtet. Die Szene gleicht einem letzten Aufbäumen der Bronze, vor dem Finden der definitiven Form. 14 so gegossene Relieftafeln werden die Passionsgeschichte in der neuen katholischen Kirche Bonstetten zeigen. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 9
500 05 Nach dem Guss wird die Bronze für die Wiederverwertung in Barren gegossen. (Bild Salomon Schneider)
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