Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 2 I 170. Jahrgang I Freitag, 8. Januar 2016
Kein Salz
«Überwältigend»
Milder Winter: Pfadschlitten und Salzstreuer bisher weitgehend unbenutzt. > Seite 3
Die Reaktionen auf das «kulinarische Dorfportrait» in Bonstetten. > Seite 7
-
Müllberge
-
Was Schulhausabwarte nach Silvesterpartys vorfanden. > Seite 7
«Gestrandeter Wal» «Le Verseau» aus Stallikon ist in der Bretagne eine Touristenattraktion. > Seite 8
Mit 357 Geburten im Spital Affoltern lag das vergangene Jahr im Durchschnitt
................................................... von thomas stöckli Als «durchschnittliches Jahr» bezeichnet Miriam Bühlmann, leitende Hebamme am Spital Affoltern, das Geburtsjahr 2015. Über dem Durchschnitt seien jedoch die Zwillingsgeburten gewesen. Sechs waren es insgesamt, sonst sind es üblicherweise zwei oder drei pro Jahr. 27 % der Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt. «Tendenz steigend», sagt Miriam Bühlmann zur Entwicklung der vergangenen zehn Jahre. Zunehmend seien allerdings nicht die geplanten Kaiserschnitte, sondern jene aufgrund von Komplikationen. Ein Grund dafür sei die wachsende Anzahl von Kindern mit grossem Kopfumfang. Von den Spontangeburten ist mittlerweile jede vierte eine Wassergeburt. 45 Schwangere wählten 2015 die neue Option einer hebammengeleiteten Geburt in etwas intimerem Rahmen mit einer der Familie gegebenenfalls be-
Familienglück: Benjamin und Priscilla Sallin aus Ottenbach mit ihrem Timothée, geboren am 3. Januar 2016 – als viertes Kind im neuen Jahr. (Bild Thomas Stöckli)
reits von der Vorsorge bekannten Hebamme. Ein Arzt kommt hier nur bei Bedarf hinzu. Steigender Beliebtheit – vor allem bei Erstgebärenden – erfreuen sich die Familienzimmer. «Ich bin froh, dass wir das anbieten können», verrät Miriam Bühlmann. So könne der Vater schon an den ersten drei Tagen dabei sein und sich an der Pflege beteiligen. Im Gebärzimmer ist die Anwesenheit des Kindsvaters heute längst zum Standard geworden. Und auch wenn Mann sich oft hilflos fühlt, so sei sein emotionaler Support für die werdende Mutter doch äusserst wertvoll, betont die leitende Hebamme. Mit nur 20 Geburten im Januar hatte 2015 zögerlich begonnen. Auch wenn die Anzahl Geburten übers Jahr relativ gleichmässig verteilt ist, so lässt sich doch im Sommer eine Spitze ausmachen. Typisch ist zudem, dass Wetterumschwünge eine Ballung von Geburten zur Folge haben. «Wenn der Schnee kommt, können wir uns schon darauf einstellen ...», so Miriam Bühlmann. Das erste Baby 2016 kam am Neujahrsmorgen um 7.53 Uhr zur Welt. Das erste Mädchen folgte nach drei weiteren Buben erst am 6. Januar. Hier von einem Gegentrend zur Mädchenüberzahl vom vergangenen Jahr zu sprechen, wäre allerdings verfrüht. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 9
Hans-Ulrich Biglers erste Tage im Nationalrat
Christbaumbrand verursacht hohen Schaden
Als Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sind ihm viele Dossiers vertraut, der Parlamentsbetrieb noch weniger: Hans-Ulrich Bigler aus Affoltern, der nach der Wahl von
Beim Brand eines Christbaums ist am Dienstagabend in Wettswil ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken entstanden.
Ruedi Noser in den Nationalrat nachrückte, schilderte der Bezirks-FDP am Mittwoch im «LaMarotte» in Affoltern seine ersten Eindrücke in Bern. Eines seiner Kernanliegen: weniger Regulie-
rung. Bigler sitzt in zwei Kommissionen, was für einen Neuling eher die Ausnahme ist. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 9
Auftritt vor der Bezirks-FDP im «LaMarotte»: Neu-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler aus Affoltern. (Bild Werner Schneiter)
Viel Geld gesammelt Erfolgreiche Sternsingeraktion in Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden. > Seite 8
«Wenn es wirklich nötig ist, spielt die Solidarität in Bonstetten»
Die vier ersten Babys 2016 waren alle Buben Insgesamt erblickten im vergangenen Jahr 186 Mädchen und 171 Buben im Spital Affoltern erstmals das Licht der Welt. Der Spitzenwert von 392 Geburten aus dem Jahr 2014 wurde damit nicht übertroffen.
-
Kurz vor 19 Uhr brannte in einer Mehrfamilienhauswohnung ein Christbaum vollständig nieder, nachdem die Kerzen nochmals angezündet worden waren. Die Überreste des rasch abgebrannten Baumes konnten von den Bewohnern ins Freie befördert werden. Die umgehend ausgerückte Feuerwehr Unteramt sowie die Stützpunktfeuerwehr Affoltern mussten nicht mehr in Aktion treten. Durch die starke Rauchentwicklung und die enorme Hitze entstand erheblicher Gebäudeschaden. Die Bewohner entfernten sich selbstständig vom Gefahrenherd. Verletzt wurde niemand. Der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich rät dringend davon ab, die Kerzen der zwischenzeitlich stark ausgetrockneten Christbäume und Adventskränze nochmals anzuzünden. Sie stellen eine erhöhte Gefahr für einen Brandausbruch dar. (pd)
Bonstettens Gemeindepräsident Bruno Steinemann sieht den Entscheid zum Austritt aus dem Sozialdienst-Zweckverband per Ende 2017 als einen Schritt zur engeren Zusammenarbeit mit Wettswil und Stallikon. Das sagte er anlässlich des traditionellen Neujahrsapéros im Gemeindesaal. Dass Bonstetten dem unlängst gegründeten Verein Ämtler Standortförderung nicht beitritt, hat nach seinen Worten ebenfalls nichts mit fehlender Solidarität zu tun. «Wir nicken in Bonstetten nicht einfach alles ab. Wo es wirklich nötig ist, spielt die Solidarität», hielt Steinemann fest und verwies auf die beschlossene, vorübergehende Aufnahme von 50 Flüchtlingen.
Highlight Einheitsgemeinde Zu den Highlights in der Gemeinde zählt Bruno Steinemann die von den Stimmberechtigten beschlossene Einheitsgemeinde, die es nun umzusetzen gilt. «Ein so klares Resultat hätte ich nicht erwartet», sagte er. (-ter.) ................................................... > Berichte auf Seite 5 anzeigen
500 01 9 771661 391004