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Nr. 01/2026 Januar–Februar

FLOTTENTRENDS 2026

Von der Fuhrparkverwaltung zur Mobilitätsregie

10–11

TRANSPORT.CH

Rückschau auf Schweizer Nutzfahrzeugmesse

32–42

GARAGENKONZEPTE

Vom Werkstattnetz zum digitalen Ökosystem

48–57

Die Kia-Elektromodelle

Dein neuer Kollege.

Der Volvo EX30 Worker.

Kompakt, wendig, robust. Der dynamische Elektro-Allrounder mit seinem Sortimo Innenausbau ist der verlässliche Partner für Handwerk und Gewerbe und bietet fortschrittliche Mobilität für Profis, die Wert auf Zuverlässigkeit legen.

NEUWAGEN 2026

Das Jahr 2026 bringt spannende Flottenthemen und neue Autos

2026 rücken Unternehmensflotten ins Zentrum der Klimadebatte. Halbierte Emissionen innerhalb weniger Jahre und der Weg zur Klimaneutralität bis 2050 verlangen messbare Resultate – und genau hier können Flotten liefern. Die Elektrifizierung verlässt dabei das starre «one size fits all». Das reine Elektroauto bleibt für viele Car-Policies gesetzt, vor allem bei planbaren Strecken und verlässlicher Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig gewinnen Plug-in- und Mildhybride an Gewicht, während bei Lieferwagen und schweren Nutzfahrzeugen MultiEnergy-Ansätze und alternative Kraftstoffe an Bedeutung zulegen. Die Flotte der Zukunft ist ein Mosaik – gesteuert entlang realer TCO über den gesamten Lebenszyklus, ohne die CO₂-Ziele aus den Augen zu verlieren.

Parallel dazu wird das Flottenmanagement nahezu vollständig digital. Fahrzeuge werden zu rollenden Sensoren, Telematik und Software wachsen zu integrierten Plattformen zusammen. Daten ermöglichen effizientere Routen, tiefere Verbräuche, weniger Unfälle und eine vorausschauende Wartung. KI unterstützt Alltagsentscheide, von

Ersatzzeitpunkten bis zu Kostenszenarien. Auch die Nutzung wird flexibler: Klassisches Leasing wird ergänzt durch Mid-Term-Mieten, Abos, Poolfahrzeuge und Corporate-Car-Sharing. Das Mobility-Budget etabliert sich – weniger Firmenwagen als Statussymbol, mehr passgenaue Mobilität.

Nachhaltigkeit, Sicherheit und Compliance verschmelzen dabei zu einem zentralen ESG-Thema. Strengere Regeln, neue Risiken in der Cybersecurity und der Schutz von Fahrerdaten verlangen eine engere Zusammenarbeit von Fleet, IT und Legal – bei gleichzeitiger Fokussierung auf die Driver Experience. Die Rolle des Fleet-Managers wird strategisch: weg von der Verwaltung, hin zur Orchestrierung von Mobilität, Daten und Risiken. Die Aufgabe ab 2026 ist klar: die Flotte vom Kostenzentrum zum messbaren Wettbewerbsvorteil zu machen.

Orientierung bietet ausserdem unser Neuwagenkalender, den wir gezielt aus Flottensicht für unsere Leser zusammengestellt haben – als praktische Entscheidungshilfe im sicherlich dynamischen Mobilitätsjahr 2026.

FLEET NEWS

06 Kolumne Auto-Schweiz

INHALT

07 24 Peugeot für Diebold Nixdorf

08 EU kippt Verbrenner-Aus

10 Flottentrends 2026

11 Car-Policy-Studie 2025

12 «Tankkarten haben Zukunft»

GREEN FLEET

14 Ladesäulen-Blockierer PRÄSENTATIONEN

16 Alfa Romeo Tonale

17 Alpine A390

18 BMW iX3

20 Peugeot 308

21 Toyota Bz4X

22 Renault Clio

AUTOTEST

24 Audi SQ6

25 Ford Ranger PHEV

26 Opel Grandland

TRANSPORTER

30 VW Caravelle

31 Mercedes-Benz Sprinter

32 «transport.ch» 2025 Rückschau

33 Marken von A bis Z

Geschäftsführer Giuseppe Cucchiara gcu@awverlag.ch

EU kippt Verbrenner-Aus: Schweizer Autobranche sieht Signalwandel

Die EU rückt vom strikten Verbrenner-Aus ab und öffnet die Tür für längere Übergangsfristen. In der Schweiz sorgt der Entscheid für Zustimmung, aber auch für neue Fragen zur Zukunft der Mobilität. aboutFLEET hat sich bei Entscheidungsträgern umgehört.

«Tankkarten haben Zukunft»

Melanie Falkenstern von Shell Fleet Solutions DACH, weiss, wie die Zukunft der Tankkarten aussehen soll: nachhaltiger, digitaler, elektrischer. Doch die Umsetzung scheitert oft an strukturellen Hürden.

Mitglied der Geschäftsleitung

Ein Unternehmen der ZT Medien AG

Herausgeber/Verlag

A&W Verlag AG

Riedstrasse 10

CH-8953 Dietikon

Telefon 043 499 18 60 info@awverlag.ch

www.aboutfleet.ch www.awverlag.ch

Jasmin Eichner je@awverlag.ch

Chefredaktor Michael Lusk (ml) ml@awverlag.ch

Redaktion Mario Borri (mb) Isabelle Riederer (ir) Giuseppe Loffredo (glo) Fabio Simeon (fs) Daniel Meyer, Lektorat

Leiterin Marketing & Events

Arzu Cucchiara ac@awverlag.ch

Assistentin der Geschäftsleitung

Amra Putinja ap@awverlag.ch

Sachbearbeiterin Administration

Priscilla Hitz ph@awverlag.ch

Berufslernende

Adam Akra

Alain Fontana

Layout Skender Hajdari

Abo-Service info@awverlag.ch

Preis Jahresabonnement: CHF 39.–(6 Ausgaben plus Transporter Guide, Fleet Guide und electric WOW)

Druck Printi Pronto AG Riedstrasse 10 CH–8953 Dietikon

aboutFLEET –die Schweizer Fachzeitschrift für Firmenfahrzeuge und Fuhrparkmanagement. 22. Jahrgang

© 2026 A&W Verlag AG. Alle Eigentums-, Verlags- und Nachdruckrechte bei A&W Verlag AG. Der Vertrieb sowie die Wiederverwendung des Inhalts sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags erlaubt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Offizielles Mitteilungsorgan des Gründer Helmuth H. Lederer (2004 – 2014, 2014)

Die «transport.ch» 2025 zog fast 30 000 Besucherinnen und Besucher an Anfang November war die «transport.ch» Mittelpunkt der Schweizer Branche für Nutzfahrzeuge und Automobil-Werkstattbedarf. Fast 30000 Besucherinnen und Besucher erlebten an der Leitmesse die neusten Trends, Produkte und Technologien.

Garagenkonzepte für Flotten: Vom Werkstattnetz zum digitalen Ökosystem

Unabhängige Werkstattnetze mit E-Kompetenz und digitalen Plattformen machen die Flotten in der Schweiz fit für 2026. aboutFLEET bietet auf den folgenden Seiten eine Übersicht der wichtigsten Anbieter von Garagenkonzepten für Flotten in der Schweiz mit ihren jeweiligen Schwerpunkten und Dienstleistungen.

FLEET MANAGEMENT

44 Rechtsfrage: Verweigerung der Fahrzeugherausgabe durch den Abschleppdienst

46 Dataforce-Statstik: Firmenwagengeschäft unter Druck & Aufwärtstrend bei bei leichten NfZ

50 BFE: Autos abschaffen? Für nachhaltige Mobilität ist das nicht zwingend der richtige Ansatz

GARAGENKONZEPTE

48 Garagenkonzepte für Flotten: Vom Werkstattnetz zum digitalen Ökosystem

51 Die Hostettler Autotechnik AG macht ihre Garagenkonzepte fit für den Flotten-Service

52 Die Derendinger AG bietet effiziente und transparente Flottenwartung

53 Bosch: Zukunft braucht Verlässlichkeit

53 ESA-Garagenkonzepte: Vier Partnerlösungen für ein starkes Schweizer Garagengewerbe

54 Eurorepar Car Service: Netzwerk mit Zukunft

55 Mit Just Drive durchstarten

SFFV

58 Mobilität mit Zukunft braucht Praxiswissen

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Der gesunde Menschenverstand hat sich durchgesetzt

Die Abstimmung im Kanton Zürich über die Mobilitätsinitiative verleiht Rückenwind.

Das Stimmvolk hat am 30. November die Mobilitätsinitiative im Kanton Zürich deutlich angenommen, nachdem sich dieses Jahr bereits die Stadt Lugano gegen flächendeckendes Tempo 30 gewehrt hatte. Damit bleibt Tempo 50 auf Hauptverkehrsachsen im Kanton Zürich die Regel.

Ein Etappensieg für die individuelle Mobilität

Davon profitieren alle, die auf Mobilität angewiesen sind: Private, Gewerbler, Transporteure und Pendler. Denn wer mit dem Auto oder dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist, will vor allem eines: schnell ankommen. Doch immer öfter herrschte auf Zürcher und Winterthurer Hauptstrassen Temporeduktion. Tempo 30 im Stadtgebiet drohte gar flächendeckend zur Norm zu werden –wie es auch in Lugano vorgesehen war. Dabei ist sonnenklar: Wenn der Verkehr auf den Hauptachsen fliesst, weicht er nicht in die Quartiere aus. Das bedeutet: weniger Lärm, weniger Gefahren, mehr Lebensqualität für alle, und der Verkehr wird kanalisiert.

Das hat die Stimmbevölkerung im Kanton Zürich begriffen und gleichzeitig unterstrichen, dass ihr die eigene Mobilität, der motorisierte Individualverkehr sowie ein funktionierender Güterverkehr ein grosses Bedürfnis sind. Und dafür braucht es ein leistungsfähiges Verkehrssystem mit klaren Regeln und leistungsfähigen Hauptverkehrsachsen. Deshalb wurde die Mobilitätsinitiative auch von einer breiten bürgerlichen Allianz und selbst der Kantonsregierung unterstützt. Auch Auto-Schweiz hat sich engagiert, weil Mobilität für die grosse Mehrheit im Land kein Luxus ist, sondern tägliche Realität: Vier von fünf Menschen pendeln täglich, mehr als die Hälfte davon mit dem Auto.

Ein wichtiges Signal für alle Autofahrer in der Schweiz

Das Abstimmungsergebnis ist nicht nur eine gute Nachricht für alle Autofahrer und ÖV-Nutzer im Kanton Zürich, sondern auch ein starkes Signal an die Automobilisten in der ganzen Schweiz. Es untermauert auch die Forderung des eidgenössischen Parlaments, mit der Motion Schilliger bei Tempo 30 keinen unkontrollierten Wildwuchs zu akzeptieren. Die Umsetzung des Parlamentsentscheids sieht vor, dass auf verkehrsorientierten Strassen generell Tempo 50 gilt. Allfällige Beschränkungen des Tempolimits sind unter klaren Auflagen möglich.

Sollen Automobilisten etwa draussen bleiben?

Das Abstimmungsergebnis sendet noch eine zweite, wichtigere Botschaft:

Es lohnt sich für Automobilisten, für die eigenen Interessen einzutreten. Abbau von öffentlichen Parkplätzen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Tempoblitzer und andere Massnahmen mehr: In manchen Gemeinden hat man als Automobilist den Eindruck, geschröpft zu werden oder am besten gleich ganz aus der Stadt verdrängt zu werden.

Dieser ideologisch motivierten Behinderung der Autofahrer in den Städten müssen wir nicht tatenlos zusehen. Wenn wir uns für unsere berechtigten Mobilitätsinteressen einsetzen, können wir gemeinsam etwas bewegen! Wir setzen uns deshalb auch in Zukunft für die Automobilisten ein und stehen für eine bezahlbare Mobilität sowie ein leistungsfähiges Strasseninfrastrukturnetz ein. ■

Thomas Rücker (50) ist Direktor von Auto-Schweiz, der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure. Diese engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität, bekennt sich zum Netto-null-Ziel 2050 und setzt sich für optimale Rahmenbedingungen auf dem Weg zur CO 2 -neutralen Mobilität ein.

Von Thomas Rücker, Direktor AutoSchweiz, Vereinigung Schweizer AutomobilImporteure.

24 neue Peugeot 5008 MHEV für Diebold Nixdorf – Vielseitigkeit trifft auf Innovation

Diebold Nixdorf, ein Unternehmen mit Wurzeln in der Tresorherstellung und heute ein globaler End-to-End-Anbieter für Services, Software, Hardware und Sicherheitslösungen, setzt auch bei der Mobilität auf Zukunft und Effizienz.

AP Automobile Schweiz durfte vor Kurzem 24 neue Peugeot 5008 MHEV an die Mitarbeiter von Diebold Nixdorf übergeben – das grossräumige SUV der neuesten Generation mit bis zu 7 Plätzen. Der neue Peugeot 5008 bietet nicht nur Komfort und Raum, sondern auch die Flexibilität, die im dynamischen Alltag von Diebold Nixdorf gefragt ist. Ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Der neue Peugeot 5008 steht für Eleganz, Raum und Innovation. Mit dem markanten Design und dem Peugeot-Panoramic-i-Cockpit inklusive 21-Zoll-HD-Display setzt er neue Mass-

mit 3-D-Navigation und 10 i-Toggles eine intuitive Bedienung ermöglicht. Komfortdetails wie schlüsselloser Zugang und Start, kabelloses Smartphone-Laden sowie HD-Rückfahrkamera mit Einparkhilfe unterstreichen die Premium-Philosophie.

Dein Experte für deine Flotte

Tom Lüthi

Waren wir richtig unterwegs?

Wieder ging ein Jahr zu Ende –und erneut stellte sich die zentrale Frage: Wie ist es uns als Verband gelungen, dieses intensive Jahr zu meistern? 2025 war für uns herausfordernd und zugleich lehrreich. Das 50-Jahr-Jubiläum, das Swiss Fleet Forum sowie zahlreiche Anlässe und Schulungen hatten uns bis an die Kapazitätsgrenzen geführt. Es war nicht immer einfach, allen Stakeholdern die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Wir sind ein Verband, der mehrheitlich ehrenamtlich getragen wird – und dennoch wollten wir unseren Mitgliedern im Jubiläumsjahr etwas Besonderes bieten. Rückblickend darf ich mit Stolz sagen: Das ist uns gelungen.

Wir sind überzeugt, mit unseren Aktivitäten die richtigen Hebel gefunden zu haben, um unserer Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und dem Gewerbe gerecht zu werden. Die Zukunft ist in vollem Gange, und unsere Strategie für die kommenden Jahre wird derzeit überarbeitet, getragen von der Überzeugung, dass der eingeschlagene Weg richtig war. Kurz gesagt: «Es chunnt guet!»

Mit Blick auf 2026 steht auch ein persönlicher Übergang bevor. Nach 14 Jahren im Präsidium wird an der Generalversammlung der Stab an eine jüngere Generation übergeben. Der Dank gilt bereits an dieser Stelle allen Mitgliedern für ihre Treue und ihr Vertrauen – und die Zuversicht, gemeinsam Mobilität mit Zukunft weiter zu gestalten. ■

EU kippt Verbrenner-Aus: Schweizer Autobranche sieht Signalwandel

Die EU rückt vom strikten Verbrenner-Aus ab und öffnet die Tür für längere Übergangsfristen. In der Schweiz sorgt der Entscheid für Zustimmung, aber auch für neue Fragen zur Zukunft der Mobilität. Text: Isabelle Riederer

Die EU hat ihr geplantes Verbot für neue Verbrennungsmotoren abgeschwächt und setzt statt eines fixen Ausstiegsdatums auf mehr technologische Offenheit. In der Schweiz sorgt der Entscheid für gemischte Reaktionen aus der Autobranche. Mit der Abkehr vom starren Verbrenner-Aus hat die EU einen industriepolitisch gewichtigen Schritt vollzogen. Statt ab 2035 nur noch Neuwagen ohne Emissionen zuzulassen, will Brüssel den Herstellern zusätzliche Spielräume geben – unter anderem durch längere Übergangsfristen und technologieoffenere Regelungen. Der Entscheid kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen europaweit deutlich langsamer wächst als erwartet.

Kehrtwende für Autobranche Für die Schweizer Automobilbranche ist die Kehrtwende ein wichtiges Signal, aber kein unmittelbarer Gamechanger. Thomas Rücker, Direktor von AutoSchweiz (Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure), begrüsst den Entscheid ausdrücklich: «Wir begrüssen

den Entscheid der EU-Kommission, der Automobilindustrie bei ihrer fundamentalen Transformation entgegenzukommen. Es war industriepolitisch falsch, bereits für 2035 Nullemissionen bei Neuwagen auszurufen.» Die EU gebe damit zu, dass Markt und Infrastruktur noch nicht bereit seien. Rücker fordert nun ein rasches Nachziehen der Schweizer Politik: «Statt Technologiezwang brauchen wir Rahmenbedingungen, die günstigen Strom, ausreichend Ladeinfrastruktur und Offenheit zur Entwicklung neuer Technologien ermöglichen.» Für die Branche ändere sich dennoch kurzfristig wenig, betont er. «Nach heutigem Stand der Technik führt kein Weg an der Elektrifizierung des Strassenverkehrs vorbei. Es ist schlicht die effizienteste und sauberste Antriebsform.» Problematisch bleibe allerdings, dass Schweizer Importeure als einzige in Europa weiterhin mit millionenschweren CO₂-Sanktionszahlungen rechnen müssten.

Stimmen aus dem Handel

Auch aus dem Handel kommt Zustimmung. Marc Eichenberger, Inhaber und Verwaltungsratspräsident von Kenny’s

Patrick Bünzli Präsident sffv

und Mercedes-Benz-Händler, sieht den Entscheid als pragmatischen Schritt: «Ich bin für Technologieoffenheit. Gerade die Hybridtechnologie wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Das aktuelle Signal der EU ist positiv, aber es bleibt eine Herausforderung. Wir wollen am Ende nämlich alle dasselbe, und das ist CO₂-Neutralität.» Hubert Waeber, Garagist, Unternehmer und Verwaltungsratspräsident der ESA (Einkaufsorganisation des Schweizerischen Automobil- und Motorfahrzeuggewerbes), spricht von einem wichtigen Signal

für die gesamte Branche: «Wir sind für Elektroautos, aber es braucht mehr Zeit und eine ausreichende Infrastruktur. Wir können nur das verkaufen, was die Kunden auch wollen.» Durch die gelockerte EU-Regelung hätten Kundinnen und Kunden nun wieder eine echte Wahl –von Plug-in-Hybriden über Vollhybride bis zu effizienten Verbrennern und vollelektrischen Modellen. Auch die AMAG, einer der grössten Autoimporteure der Schweiz, sieht sich durch die Entscheidung bestätigt. Dino Graf, Pressesprecher der AMAG Group, betont die grundsätzliche Haltung des Unternehmens: «Die AMAG war und ist immer für Technologieoffenheit. Es braucht Ziele, keine Wege.» Die Entscheidung der EU passe

zur Strategie der AMAG, stark in Elektromobilität und in klimaneutrale Zukunftstechnologien zu investieren. «Wir haben 2022 Helion übernommen, um unseren Kunden Komplettangebote für die Elektromobilität anzubieten. Und wir sind bei Synhelion investiert, weil es auch eine CO₂-freie Lösung für den Bestandesfuhrpark braucht.»

Transformation im Gang

Während die EU mit ihrem Kurswechsel eine Debatte neu entfacht, bleibt für die Schweiz vor allem eines klar: Die Transformation des Strassenverkehrs ist im Gang – aber nicht linear. Und sie wird nur gelingen, wenn Markt, Infrastruktur und Politik gemeinsam nachziehen. ■

Flotten 2026: Von der Fuhrparkverwaltung zur Mobilitätsregie

Ab 2026 treten Unternehmens- und Transportflotten in eine Phase tiefgreifender Veränderung ein. Es geht nicht mehr nur darum, ein Modell oder einen Leasingvertrag zu wählen, sondern die Mobilität insgesamt neu zu denken: Energie, Daten, Menschen, Risiken. Text: Giuseppe Loffredo

Mit Klimazielen, die auf halbierte Emissionen innerhalb von vier Jahren und Klimaneutralität bis 2050 abzielen, werden Flotten zu einem Schlüsselfeld, auf dem Unternehmen messbare Resultate liefern müssen. Die Elektrifizierung verabschiedet sich dabei vom Prinzip «one size fits all». Das reine Elektroauto bleibt in vielen Car-Policies im Zentrum – vor allem für Fahrer mit planbaren Strecken und gesicherter Ladeinfrastruktur. Gleichzeitig gewinnen Plug-in-Hybride, Mildhybride und bei Liefer wagen und schweren Nutzfahrzeugen Multi-Energy-Konzepte und alternative Kraftstoffe an Bedeutung. Flotten werden zu Mosaiken unterschiedlicher Technologien, die mit Blick auf die tatsächlichen TCO über den gesamten Lebenszyklus und ohne die CO₂-Ziele aus den Augen zu verlieren gesteuert werden müssen.

Digitalisierung

Das Flottenmanagement ist zudem von einer nahezu vollständigen Digitalisierung geprägt. Telematik, ManagementSoftware und Payment-Lösungen fliessen in integrierte Umgebungen zusammen, in denen jedes Fahrzeug zu einem rollenden Sensor wird. Die Daten ermöglichen optimierte Routen, tiefere Verbräuche und weniger Unfälle sowie eine Wartungsplanung, die vor dem Still -

stand ansetzt. KI hält Einzug in die Entscheide des Alltags: Sie empfiehlt, wann ein Fahrzeug ersetzt werden sollte, identifiziert riskante Verhaltensmuster und baut Kostenszenarien für unterschiedliche Einsatzprofile. Auch die Flexibilität verändert sich mit neuen Nutzungsmodellen. Das klassische Leasing bleibt, wird aber ergänzt durch Mid-Term-Mieten, modulare Abos, geteilte Poolfahrzeuge und Corporate-Car-Sharing-Lösungen. In operativen Flotten setzen sich dynamischere Modelle durch, um Spitzen in der Auslastung und temporäre Projekte abzufedern, während sich das Konzept des Mobility-Budgets zunehmend etabliert: weniger Firmenwagen als «Recht», mehr massgeschneiderte Kombinationen aus Auto, Bahn, Mikromobilität und On-Demand-Services. Für Unternehmen bedeutet das, schneller auf Personalwechsel, neue Projekte und sich laufend ändernde steuerliche Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit, Sicherheit und Compliance sind dabei immer stärker miteinander verflochten. Der Verkehr verursacht rund einen Viertel der gesamten Emissionen in Europa, und der Strassentransport allein steht für über 70 % der Emissionen des Sektors: Flotten werden zu einem der sichtbarsten Kapitel jeder ESG-Strategie. Gleichzeitig erfordern

Regeln für die Arbeit der Fahrer, Lenkund Ruhezeiten, Null-Emissions-Zonen und strengere technische Standards ein deutlich strukturierteres ComplianceManagement. Systeme zur Erkennung von Müdigkeit und Ablenkung, Fahrverhaltensanalysen und das prädiktive Monitoring des Fahrzeugzustands helfen, Unfälle zu verhindern und das Risikomanagement nachvollziehbar zu dokumentieren. Schliesslich wandelt sich auch die Wahrnehmung von Risiko, insbesondere in der digitalen Dimension. Vernetzte Fahrzeuge und Cloud-Plattformen eröffnen ein ganz neues Kapitel: Cybersecurity und Schutz der Fahrerdaten. Flottenverantwortliche müssen vermehrt mit IT und Legal zusammenspielen, klare Regeln für Zugriffe, Tracking und Datennutzung definieren und gleichzeitig die «Driver Experience» in den Mittelpunkt rücken. Intelligenteres Routing, Apps für ePOD und digitale Checklisten, weniger Bürokratie und transparente Feedbacks erleichtern einen sicheren Fahrstil. In diesem Umfeld wird die Rolle des FleetManagers eindeutig strategisch: von der reinen Fuhrparkverwaltung hin zur Regie von Mobilität, Daten und Risiken. Die eigentliche Herausforderung ab 2026 lässt sich auf einen Satz bringen: Die Flotte vom unvermeidlichen Kostenzentrum zu einem messbaren Wettbewerbshebel für das Unternehmen zu machen.

Car-Policy-Studie 2025: Zwischen Kostendruck, Elektrifizierung und neuen Regeln

2026 wird für viele Flotten zum Jahr der Neuorientierung. Die Marktstudie Car-Policy 2025 zeigt: Auch wenn zwei Drittel der Unternehmen ihre heutige Flottensituation positiv beurteilen, wächst der Druck, Mobilität noch strategischer und effizienter zu gestalten. Text: Dr. Marco Bazzi

Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant, den Anteil an Elektrofahrzeugen in den kommenden 12–18 Monaten zu erhöhen. Der E-Antrieb ist längst kein Experiment mehr – oft wird er zur Pflicht. 14 % der Firmen schreiben bestimmten Mitarbeitergruppen bereits Elektrofahrzeuge zwingend vor (2022: 3 %). Der Wandel vollzieht sich also schneller und verbindlicher als noch vor wenigen Jahren.

Steigende Kosten

Ein zentraler Treiber für 2026 ist der kostenseitige Transformationsdruck. Die Studie zeigt deutlich steigende Anschaffungspreise und Leasingkosten. Über alle Hierarchiestufen hinweg verschieben sich die Maximalwerte für Full-ServiceLeasing-Raten in höhere Bereiche, teils um mehr als 10 Prozentpunkte. Ähnliches gilt für die Höchstbeträge beim Fahrzeugpreis. Gleichzeitig reagieren Unternehmen mit längeren Nutzungsdauern: 61 % setzen mittlerweile auf 48 Monate Laufzeit, 21 % sogar auf 60 Monate. Das Ziel ist klar – Kosten glätten, Budgets stabilisieren, Planbarkeit erhöhen.

Restriktivere Policies

Parallel verschärfen viele Firmen ihre Car-Policies. In mehreren Funktionsbereichen sinkt die Wahlfreiheit bei Marke und Modell, während fixe Vorgaben zunehmen. Besonders im kaufmännischen und technischen Aussendienst steigt der Anteil der Unternehmen, die ein bestimmtes Modell vorgeben oder nur noch eine definierte Auswahl zulassen. Auch im mittleren Management hat sich die freie Wahl spürbar reduziert. Gründe dafür sind Kostenkontrolle, bessere Restwertsteuerung und der Wunsch nach einheitlichen Elektro- oder Hyb -

ridstrategien. Was früher als Benefit mit grosser Auswahl galt, wird immer häufiger zu einem klar geführten, strategischen Instrument.

Ladeinfrastruktur kostet

Mit der Elektrifizierung rücken Ladefragen ins Zentrum. Firmen, die keine Heim- oder Arbeitsplatzladepunkte bereitstellen, zahlen drauf: Der Kostenunterschied zwischen günstigem ACLaden (ca. 27 Rp./kWh) und Schnellladen unterwegs (ca. 80 Rp./kWh) kann über vier Jahre Mehrkosten von bis zu 10 000 Franken verursachen. Entsprechend investieren über die Hälfte der Unternehmen nun in Ladepunkte am Standort und fördern private Ladestationen. 2026 wird zum Jahr der Professionalisierung. Die Unternehmen stehen zwischen Kostendruck, Elektrifizierung und neuen policybasierten Steuerungsmechanismen. Klar ist: Wer Flotten aktiv entwickelt statt nur verwaltet, wird in diesem Transformationsjahr die Nase vorn haben. ■

Fleet Consulting: Expertenwissen für Flottenbetreiber

Als unabhängiges Unternehmen unterstützt die Fleet Consulting Unternehmen national und international bei der Gestaltung von wirtschaftlichen und nachhaltigen Mobilitätslösungen. Unser Team bringt fundiertes strategisches Branchen- und Prozesswissen mit, um Ergebnisse zu liefern, die unseren Kunden zum Erfolg verhelfen.

www.fleetconsulting.ch

«Tankkarten haben Zukunft»

Wie die Zukunft aussehen soll, wissen viele

Fuhrparkbetreiber längst: nachhaltiger, digitaler, elektrischer. Doch die Umsetzung der Transformation scheitert oft an strukturellen Hürden. aboutFLEET hat mit Melanie Falkenstern, Head of Shell Fleet Solutions DACH, über Herausforderungen gesprochen. Interview: Michael Lusk

Zu den grössten strukturellen Hürden bei der Umsetzung der Transformation gehören unübersichtliche Abrechnungen fürs Tanken und Laden, sich ändernde Mautregelungen und ein oft hoher administrativer Aufwand. Vor allem bei kleinen und mittleren Flotten sind digitale Planungstools, die einen Überblick über

Fahrzeuge, Verbrauch und Kosten bieten, oft noch Zukunftsmusik. Und ausgerechnet die Tankkarte soll all das auch in Zukunft lösen? Im Gespräch mit aboutFLEET spricht Melanie Falkenstern, Head of Shell Fleet Solutions DACH, darüber, wie Mobilitätslösungen rund um Tank- und Ladekarten die Transformation erleichtern können.

aboutFLEET: Frau Falkenstern, Anbieter werben gern mit «all in one» bei einer Tankkarte – denn viele Fuhrparkverantwortliche suchen nach integrierten Lösungen, die Verbrenner und elektrische Antriebe abdecken. Wunsch oder Wirklichkeit? Wie gelingt es, diesen hybriden Anforderungen gerecht zu werden? Melanie Falkenstern: In der Praxis ist die Nachfrage nach flexiblen, alltagstauglichen Kartenlösungen längst Realität. Laut der aktuellen Tankkarten-Studie von Dataforce setzen mehr als drei Viertel der Unternehmen in Deutschland bereits auf Tankkarten – besonders stark vertreten in Branchen wie Energie, Verkehr und Logistik, Gesundheitswesen oder auch der öffentlichen Verwaltung. Diese Unternehmen haben unterschiedliche Anforderungen und

Melanie Falkenstern, Head of Shell Fleet Solutions DACH.

Fuhrparkstrukturen. Was jedoch alle brauchen, ist vor allem eins: Einfachheit. Das heisst, eine zukunftsfähige Tank- und Ladekarte muss tatsächlich eine «All in one»-Lösung sein. Sie muss einen Mehrwert bieten und in ein ganzheitliches digitales Serviceangebot eingebettet sein, das auf den Flottenalltag zugeschnitten ist.

Die Flottentransformation steht für viele Betreiber noch auf der To-doListe. Stichwort Elektrifizierung: Wie gefragt sind denn Ladekarten, fällt E-Mobilität überhaupt schon ins Gewicht?

Das Interesse an nachhaltiger Mobilität ist definitiv vorhanden. Doch der Weg dorthin ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Laut unserem aktuellen Shell Fleet Solutions Stimmungsbarometer nennen 28 % der befragten Flottenmanager wirtschaftliche Unsicherheiten, weitere 26 % sehen politische Veränderungen als zentrale Einflussfaktoren für ihre Mobilitätsstrategie. Investitionen in neue Technologien wie Elektrofahrzeuge müssen deshalb sorgfältig geplant werden, um wirtschaftliche Stabilität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Trotzdem sehen wir Bewegung im Markt: Auch bei Transportern – also im Nutzfahrzeugbereich – steigt das Interesse an E-Mobilität. Wichtig ist es, Flottenkunden nicht nur beim Umstieg auf neue Antriebsformen zu begleiten, sondern sie ganz konkret im Alltag zu entlasten – mit Lösungen, die mit den Anforderungen wachsen. Das kann zum Beispiel in einer Tankkarten-App eine Routenplaner-Funktion mit festgelegten Ladestopps sein: Wie unsere aktuelle Elektromobilitätsstudie zeigt, ist für die meisten E-Fahrer Schnellladen entscheidend, 6 von 10 planen ihre Route gezielt nach Ladepunkten.

Digitale Tools sind in vielen kleinen und mittleren Flotten noch nicht Standard. Was spricht aus Ihrer Sicht dafür, den Schritt zur Digitalisierung jetzt zu gehen?

Tatsächlich setzen Branchen wie das verarbeitende Gewerbe, Handel und der Dienstleistungssektor, aber auch der Gesundheitssektor zunehmend auf digitale Tank- und Ladekartenlösungen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, ihre Flotten mit begrenzten Ressourcen effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können den Arbeitsalltag vereinfachen

und Kosten senken. Das bildet auch den Wunsch der E-Fahrer ab: So zeigt das Shell-Fleet-Solutions-Stimmungsbarometer 2025, dass 71 % der E-Fahrer sich eine einzige App für Laden und Fahren wünschen. Auch hier können digitale «All in one»-Lösungen den Alltag erleichtern.

Wenn es um die Akzeptanz von Tank- und Ladekarten geht, gibt es oft Unsicherheiten. Wie verlässlich sind Versprechungen eines flächendeckenden Akzeptanznetzes in Europa?

Die Akzeptanz ist für Flottenverantwortliche tatsächlich ein zentraler Aspekt. In der Dataforce-Ladekarten-Studie geben 79 % der Befragten an, dass eine hohe Akzeptanz für sie das wichtigste Auswahlkriterium bei einem Anbieter ist. Fast die Hälfte legt zudem Wert auf internationale Nutzbarkeit. Und auch bei klassischen Tankkarten zählt das Akzeptanznetzwerk zu den Top-Faktoren. Rund 20 % der Entscheider nennen es als ausschlaggebend. Eine Tank- und Ladekarte ist für Unternehmen also umso wertvoller, je grösser das Akzeptanznetz der Tank- und Ladestellen in Europa ist.

Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft werfen. Auf welche Trends und Entwicklungen im Flottensektor

müssen sich Anbieter von Mobilitätslösungen rund um Tankund Ladekarten einstellen?

In den kommenden Jahren wird sich zeigen, welche alternativen Antriebskonzepte die beste Wirtschaftlichkeit erzielen. Die Verkehrswende erfordert daher einen breit gefassten Ansatz. Dazu gehört zum einen der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und von E-Depot-Lösungen für Fuhrparks, zum anderen Treibstoffalternativen wie Bio-LNG und HVO.

Gerade im Schwerlastverkehr sehen wir viel Bewegung und Interesse an EFahrzeugen. Die Ladeinfrastruktur muss aber mit der Entwicklung Schritt halten. Es gilt, noch mutiger zu denken – zum Beispiel mit einem Ladenetzwerk, das öffentliche, halböffentliche und private Ladeinfrastruktur in ein gemeinsames Netz integriert und in ganz Europa mit einer Ladekarte genutzt werden kann. Hierbei spielt dann auch das wichtige Thema Maut eine Rolle: Lösungen, die in Zukunft die Mautabwicklung deutlich unkomplizierter und effizienter gestalten, werden gefragt sein. Aus unserer Sicht kommt es künftig darauf an, flexible und technologieoffene Lösungen anzubieten, die in allen Branchen und Flottengrössen funktionieren und einfach in Handhabung und Management sind. ■

Laden, Tanken und Managen mit einer Karte: Die Shell Card

Die Shell Card ist ein zentrales Steuerungsinstrument für das Flottenmanagement. Über das digitale Flottenportal des Shell Fleet Hub, eines Services für Shell-Card-Nutzer, lassen sich Tankkarten einfach online verwalten. Fahrer können mit der Shell-App mittels integrierter Routenplaner-Funktion ihre Strecke mit Tank- oder Ladestopps (inklusive Schnelladepunkten) im Voraus festlegen. In einem der grössten Akzeptanznetze Europas stehen Shell-Card-Nutzern über 26 000 Tankstellen und mehr als 1 Million Ladepunkte bei über 400 Betreibern mit Stationen in mehr als 22 Ländern zur Verfügung.

Lösungen gegen

Ladesäulen-Blockierer

Wenn Ladesäulen zu Parkplätzen werden, ist Ärger programmiert. Immer mehr E-Autos blockieren die Infrastruktur – und bringen selbst überzeugte StromerFahrer an ihre Grenzen. Text: Isabelle Riederer

Eigentlich wollte ich nur schnell mein Elektroauto laden. Stattdessen bekam ich eine kostenlose Geduldsprobe: Die einzige Ladesäule in meiner Nähe war belegt – und blieb es auch, obwohl das andere Auto längst fertiggeladen war. Laut App war die Säule frei, real stand da ein Wagen, der offensichtlich beschlossen hatte, den Platz als Dauerparkplatz zu betrachten. Beim ersten Mal ärgerte ich mich still. Beim zweiten Mal blieb ich daneben

stehen – ganze zwei Stunden. Ich wartete umsonst, fuhr unverrichteter Dinge nach Hause – mit leerem Akku und voller Wut. Doch was tun, wenn die Ladesäule blockiert wird? Darf man Bussen verteilen oder das Auto gar abschleppen lassen?

Rechtlich machtlos – was ist erlaubt? «Leider kann man nicht viel machen», erklärt Jane Nüssli von Shell, und weiter: «Solange sich das ladende Fahr-

Wenn ein vollgeladenes Elektroauto die Ladesäule blockiert, ist der Frust gross. Doch was kann man dagegen tun?

zeug an die geltende Parkordnung hält, kann leider nichts weiter unternommen werden.» Auch Olivier Tezgören von GoFast kennt das Problem: «Es gibt zurzeit keine griffige Handhabung zu diesem Problem. Wenn man mit Sicherheit davon ausgehen kann, dass der Ladevorgang abgeschlossen ist und das Auto den Stecker nicht mehr blockiert, kann man diesen vereinzelt herausziehen. In den meisten Fällen ist die Freigabe des Steckers aber nicht möglich.»

Die sicherste Variante: einen Standort mit mehreren Ladeplätzen oder den Besitzer des Fahrzeugs ausfindig zu machen. «Vielleicht sitzt er oder sie in einem nahe gelegenen Restaurant», sagt Tezgören.

Und was ist mit Bussen verteilen oder abschleppen lassen? Die Polizei ist nur auf öffentlichen Parkplätzen befugt, Bussen zu verteilen oder das Fahrzeug abschleppen zu lassen. Aber auch da wird es schwierig, denn offiziell steht da ein E-Auto auf einem Ladeplatz, nur dass es eben nicht mehr lädt. Noch komplizierter wird es auf privatem Grund – und was wenige wissen, viele öffentliche Ladestationen stehen auf privatem Grund. «Da dürfen weder die Polizei noch die Grundeigentümer Bussen verteilen», sagt Tezgören.

Blockiergebühr statt Bussgeld

Viele Betreiber versuchen diesem Pro -

In manchen Ländern, wie in Belgien, darf man nicht länger als 30 Minuten eine Ladesäule in Beschlag nehmen, ansonsten muss man auch hier eine Blockiergebühr bezahlen.

blem mittlerweile gegenzusteuern: Blockiergebühren, Push-Nachrichten, Erinnerungs-Apps. Wer zu lange steht, soll zahlen. Tezgören: «Bei GoFast fällt nach einer Stunde eine Blockiergebühr

in der Höhe von 25 Rappen pro Minute an.» Auch Tesla bittet Ladesäulen-Blockierer an seinen Superchargern zur Kasse. Wird das Fahrzeug innerhalb von fünf Minuten entfernt, wird die Gebühr erlassen. Wenn aber die Supercharger-Station zu 50 % oder mehr ausgelastet ist, kostet jede weitere Minuten 50 Rappen, bei einer Auslastung von 100 % steigt die Blockiergebühr auf einen Franken pro Minute. «Shell verrechnet aktuell keine Blockiergebühr an den eigenen Standorten in der Schweiz», so Jane Nüssli.

Ein bisschen Anstand, bitte! Die Elektromobilität lebt vom Teilen – von Strom, der Infrastruktur und von der Vernunft. Doch solange manche meinen, «laden» bedeute «parken mit Kabel», bleibt das System anfällig für Frust. Vielleicht braucht es strengere Regeln. Vielleicht mehr Blockiergebühren. Vielleicht neue Technologien. Vor allem aber braucht es mehr Anstand. Denn Ladesäulen sind keine Liegestühle. Wer fertig ist, soll Platz machen – für die Nächsten, die auch nur eines wollen: ein bisschen Strom und ein bisschen Frieden. ■

Die Konzeptberater der ESA helfen Ihnen gerne, das richtige Konzept für Ihren Betrieb zu finden. Sprechen Sie einfach mit Ihrem ESA-Gebietsleiter oder kontaktieren Sie Ihre ESA-Geschäftsstelle.

Olivier Tezgören von GoFast kennt das Problem. Die sicherste Variante, um Frust und Ärger zu vermeiden: «Einen Standort suchen mit mehreren Ladeplätzen.»

Für stilbewusste Flotten

Der facegeliftete Alfa Romeo Tonale Facelift mit 270 PS Plug - in - Hybrid liefert italienisches Design und modernisierte Technik. Gleichzeitig überzeugt er im Flottenalltag mit Effizienz, Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit. aboutFLEET ist den Italiener bereits gefahren. Text: Michael Lusk

Der neue Alfa Romeo Tonale präsentiert sich nach dem Facelift als frisches, aufgewertetes Kompakt-SUV, das italienisches Design mit funktionaler Alltagstauglichkeit für Flotten vereint. Die neu gezeichnete Frontpartie mit elegantem Scudetto, breiterer Spur und optionalen 19 - oder 20 -Zoll - Rädern sorgt für eine kraftvolle Präsenz auf der Strasse. Für Flottenbetreiber relevant sind auch die erweiterten Farboptionen, die eine individuelle Fahrzeugausstattung ohne Zusatzaufwand im Betrieb erlauben.

Hochwertiges Interieur

Im Innenraum setzt Alfa Romeo auf hochwertige Materialien und moderne Ergonomie. Digitales Cockpit und Infotainmentsystem bieten aktuelle Vernetzung, während adaptive Sitze, Klimaautomatik und zahlreiche Assistenzsysteme die Alltagstauglichkeit steigern. Besonders in Firmenflotten, in denen unterschiedliche Fahrer das Fahrzeug nutzen, erhöhen Komfort und intuitive Bedienung die Effizienz im Betrieb. Im Fokus für Flottenverantwortliche steht der Plug -in - Hybrid Q4 mit 270 PS Systemleistung. Die Kombination aus 1,3 - Liter-Turbobenziner und E- Motor an der Hinterachse ermöglicht Allradantrieb, nahtlose Leistungsentfaltung und eine rein elektrische Reichweite von rund 60 Kilometern. Das reduziert den Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr erheblich und senkt die CO₂- Bilanz, während längere Fahrten ohne Ladepause möglich bleiben. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in etwa 6,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h. Aus wirtschaftlicher Sicht überzeugt der Tonale Facelift mit geringen Betriebskosten im hybriden Alltag, flexibler Ladeoption bis 7,5 kW und mo -

deratem Wartungsaufwand. Für Unternehmen, die Wert auf gute TCO und Nachhaltigkeit legen, bieten die elektrischen Fahranteile spürbare Vorteile, etwa bei städtischen Emissionsvorgaben oder bei der Nutzung von Dienstwagenprivilegien.

Gute Fahrleistungen

Das Fahrverhalten zeigt sich ausgewogen: Lenkung und Fahrwerk bieten einen komfortbetonten SUV-Charakter, der für Geschäftsreisen, Pendelstrecken und gemischte Einsatzprofile optimal ist. Die Kombination aus sportlicher Optik, praxisnaher Leistung und Plug -in - Hybridtechnik macht den Tonale 270 PS zu einer interessanten Option. Insgesamt bietet der Alfa Romeo Tonale Facelift eine gelungene Balance zwischen Dynamik, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Für Flottenbetreiber sind vor allem die niedrigen Betriebskosten im Hybridbetrieb, die elektrische Reichweite und die moderne Ausstattung entscheidende Argumente, während Preis und TCO im Wettbewerbsumfeld gut einzuordnen sind. Damit eignet sich der Tonale sowohl für urbanen Einsatz als auch für längere Geschäftsfahrten. ■

Elegantes Statement für User-Chooser

Die Alpine A390 GT bringt 400 PS, Allrad und bis zu 555 km Reichweite in ein fünfsitziges Fastback-Format. In der Schweiz startet sie in Kürze. Für Flotten zählt nicht nur Effizienz, sondern auch Erlebnis. Wir haben die A390 bereits getestet. Text: Michael Lusk

Die Alpine A390 GT ist kein typisches Elektrofahrzeug für den Fuhrpark – und genau darin liegt ihr Reiz. Während viele elektrische Firmenwagen vor allem über Effizienz, Reichweite und Kosten argumentieren, fügt Alpine bewusst eine emotionale Ebene hinzu. Das fünfsitzige Fastback will nicht nur transportieren, sondern bewegen – fahrdynamisch wie auch im Markenauftritt. Für Flottenentscheider entsteht damit eine neue Kategorie zwischen rationalem Premium-EV und sportlichem Imageträger. Schon im Stand wirkt die A390 GT gespannt, fast lauernd. Die flache Silhouette, die breiten Schultern und die präzise gezeichneten Linien lassen keinen Zweifel am sportlichen Anspruch, ohne ins Exzentrische abzurutschen. Im Innenraum setzt Alpine auf eine klare, fahrerorientierte Gestaltung. Digitale Instrumente, ein zentral platziertes Infotainmentsys -

tem und hochwertige Materialien schaffen ein Umfeld, das sowohl repräsentativ als auch funktional bleibt – ein wichtiger Aspekt bei Management- und Poolfahrzeugen.

Reichweite, Laden und Alltagstauglichkeit

Die Technik der A390 GT folgt diesem Anspruch. Zwei Elektromotoren sorgen für elektrischen Allradantrieb und eine Systemleistung von 400 PS. Die Kraftentfaltung ist spontan, aber stets kontrolliert. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in rund 4,8 Sekunden, doch entscheidender für den Alltag ist die souveräne Elastizität, mit der die A390 GT Überholmanöver oder Autobahnauffahrten meistert. Dabei bleibt das Fahrverhalten jederzeit stabil, das Fahrwerk verbindet Präzision mit überraschendem Langstreckenkomfort. Mit einer NettoBatteriekapazität von 89 kWh erreicht

die A390 GT eine WLTP-Reichweite von bis zu 555 Kilometern. Damit eignet sie sich auch für längere Dienstfahrten ohne permanente Ladeplanung. An Schnellladesäulen sind Ladeleistungen von bis zu 190 kW möglich, was kurze Ladepausen erlaubt. Für den Firmenstandort ist AC-Laden mit bis zu 22 kW ein praktischer Vorteil im täglichen Betrieb.

Für User-Chooser statt Massen Trotz sportlicher Dachlinie bleibt die A390 GT ein vollwertiges fünfsitziges Fahrzeug mit nutzbarem Kofferraum. Assistenzsysteme, variable Fahrmodi und eine gut kalkulierbare Energieeffizienz unterstützen den Einsatz im Flottenalltag. Gleichzeitig reduziert der elektrische Antrieb Wartungsaufwand und Betriebskosten, was sich positiv auf die Total Cost of Ownership auswirkt. Aus Flottensicht ist die Alpine A390 GT kein Volumenmodell, sondern ein bewusstes Statement für UserChooser. Sie eignet sich für Unternehmen, die Elektromobilität nicht nur als Pflicht, sondern als Chance zur Differenzierung verstehen. Als Managementfahrzeug, repräsentativer Firmenwagen oder emotionaler Baustein im elektrifizierten Fuhrpark verbindet sie Wirtschaftlichkeit mit Charakter.

Die Alpine A390 GT zeigt, dass Flottenfahrzeuge nicht zwangsläufig austauschbar sein müssen. Sie beweist, dass sich elektrische Effizienz, Alltagstauglichkeit und Fahrfreude verbinden lassen – und dass genau darin ein neuer Mehrwert für moderne Unternehmen liegen kann. ■

Kraftvolle Front: Der iX3 zeigt die neue BMW-Designsprache.

Wenn Zukunft Fahrt aufnimmt: Der BMW iX3 elektrisiert

jede Sekunde

Der neue BMW iX3 zeigt eindrucksvoll, wie elektrisches Fahren Emotionen weckt – kraftvoll, präzise und so digital wie nie zuvor. Ein SUV, das Zukunft nicht verspricht, sondern spürbar macht. Text: Isabelle Riederer

Der neue BMW iX3 eröffnet als erstes Serienmodell der Neuen Klasse eine völlig neue Dimension der Elektromobilität: effizienter, dynamischer, digitaler und beeindruckend reichweitenstark zugleich. Auch optisch markiert das Erfolgsmodell ein neues Kapitel. Mit klaren, reduzierten Flächen, vertikalen BMW-Nieren und einem cWWert von 0,24 verbindet der iX3 moderne Eleganz mit funktionaler Aerodynamik. Die Proportionen – 4,78 Meter Länge, 1,90 Meter Breite und 1,64 Meter Höhe – verleihen ihm eine ausgewogene Präsenz. Dazu kommen die praktischen Tugenden eines SUV: 520 bis

1750 Liter Laderaum, ein 58-Liter-Frontfach und 2000 Kilogramm Anhängelast.

Elektrische Kraft, die unmittelbar berührt

Schon beim Anfahren spürt man das neue Kapitel der BMW-eDrive-Technologie. Zwei Motoren – eine präzise Synchronmaschine hinten und eine spontane Asynchronmaschine vorn – liefern 345 kW (469 PS) und 645 Nm. Der Sprint auf 100 km/h erfolgt in 4,9 Sekunden, kraftvoll und kontrolliert. Die neue Rundzellenbatterie (108,7 kWh) ermöglicht bis zu 805 Kilometer WLTP-Reichweite. An 800-Volt-Schnellladern fliessen in 10 Minuten bis zu 372 Kilometer zurück. Optionales 22-kW-AC-Laden sowie V2L, V2H und V2G machen den iX3 zudem zum vielseitigen Energiespeicher.

Digitales Erlebnis mit Gänsehautfaktor

Innen verschmelzen Technologie und Atmosphäre auf hohem Niveau. Das BMW Panoramic iDrive zieht sich über die gesamte Breite, ergänzt durch Central Display und 3-D-Head-up-Display. My Modes beeinflussen Klang, Licht und Grafik; Streaming-Apps und Ga -

ming sorgen unterwegs für Unterhaltung. Der Digital Key Plus erleichtert den Alltag. Das «Heart of Joy» – die neue Elektronikarchitektur mit enormer Rechenleistung – macht Bedienung, Infotainment und Assistenzsysteme schneller und natürlicher. Autobahnund Cityassistent unterstützen sanft und intuitiv.

Dynamik, die man spürt, bevor man sie misst

Auf der Ascari-Rennstrecke zeigt der iX3 sein volles Potenzial. Die neue Fahrdynamikregelung verteilt Kräfte in Millisekunden und verleiht dem SUV eine überraschende Leichtigkeit. Das Einlenken erfolgt spontan, die Linie bleibt stabil, das Herausbeschleunigen kontrolliert. 98 % aller Verzögerungen entstehen durch Rekuperation – effizient und angenehm feinfühlig. Das Fahrgefühl wirkt sportlich, harmonisch und souverän zugleich.

Nachhaltiger Fortschritt, der Substanz hat

Rund ein Drittel des Fahrzeugs besteht aus Sekundärmaterialien, die Produktion im Werk Debrecen erfolgt ohne fossile Energien. Der CO₂-Fussabdruck sinkt gegenüber dem Vorgänger um bis zu 34 %. Recycelte Kunststoffe, sekundäres Aluminium im Fahrwerk und eine effizienter gebaute Batterie unterstreichen den Anspruch an zukunftsfähige Mobilität. Der neue BMW iX3 kostet ab 78 000 Franken. ■

Digitaler Innenraum mit Panoramic iDrive und edlen Materialien.

Elektrisches Fahren im Kraftpaket

Der Audi Q3 SUV e-hybrid verbindet effiziente Plug-in-Power mit alltagstauglicher Reichweite, moderner Lichttechnologie und überraschend viel Raum. Ein kompaktes SUV, das digitale Klarheit und dynamische Präsenz vereint.

Der Audi Q3 SUV e-hybrid zeigt, wie effizient ein Kompakt-SUV heute sein kann. Sein Plug-inHybrid-Antrieb mit 200 kW kombiniert einen Benziner mit einer 25,7-kWhBatterie und ermöglicht bis zu 119 km rein elektrisches Fahren – ideal für den täglichen Arbeitsweg. An DCSchnellladesäulen lädt der Q3 mit bis zu 50 kW in nur 26 Minuten von 0 auf 80 %. So gelingt der Einstieg in den elektrifizierten Alltag besonders unkompliziert. Optisch wirkt der Q3 mar-

kant: breiter Singleframe, klare Linien und erstmals im Kompaktsegment digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit präziser Lichtsignatur.

Digitale Bühne und mehr Raumgefühl Im Innenraum bringt Audi die «Digital Stage» ins Kompaktsegment: Das Panoramadisplay aus Audi virtual cockpit plus und MMI Touchdisplay schafft ein übersichtliches, intuitives Bedienumfeld. Eine neue Lenkradbedieneinheit ersetzt den Gangwahlhebel und schafft Platz für zusätzlichen Stauraum und

eine 15-W-Ladeschale. Hochwertige Materialien, bis zu 30 Lichtfarben und optionale nachhaltige Stoffe prägen das Ambiente. Das adaptive Fahrwerk und die 6-Gang-S-tronic bieten ausgewogenen Komfort und Dynamik, moderne Assistenzsysteme unterstützen im Alltag – vom Müdigkeitsmonitor bis zu trainierbaren Parkmanövern.

Der Audi Q3 SUV e-hybrid verbindet Effizienz, Komfort und moderne Technik und zeigt, wie vielseitig elektrifiziertes Fahren im Kompaktsegment sein kann. Preis: ab 55 300 Franken. ■

Wortwechsel mit Michel Ballistreri, Head of Sales Audi Schweiz

Audi setzt neben reinen Elektroautos auf Plugin-Hybride (PHEV). Sind PHEV-Fahrzeuge überhaupt noch zeitgemäss und ist diese Technologie ursprünglich nicht als Übergang zur Elektromobilität gedacht?

Ja. Mit elektrischen Reichweiten von über 100 km sind moderne PHEV sehr alltagstauglich. Viele Pendler können einen grossen Teil des Jahres lokal emissionsfrei fahren, gleichzeitig bleibt man für längere Strecken dank der Kombination aus E-Antrieb und Verbrenner unabhängig und effizient.

Die Zulassungen von PHEV per November 2025 sind mit über 21 % im Plus zum Vorjahr. Woher kommt dieser Anstieg?

Unsere Kunden schätzen die hohe Flexibilität der PHEV. Sie wollen möglichst viele Fahrten elektrisch absolvieren, ohne auf Reichweite verzichten zu müssen. Zudem sind die Modelle preislich häufig auf dem Niveau reiner Verbrenner.

Auch bei Flotten scheinen PHEV-Modelle beliebt zu sein. Sind es in diesem Geschäftsbereich die gleichen Attribute, welche die PHEV-Modelle attraktiv machen?

Ja. Unternehmen profitieren von Effizienz, Reichweite und elektrischem Fahrkomfort. Gleichzeitig unterstützen PHEV sie dabei, interne Emissionsund Nachhaltigkeitsziele einzuhalten. ■

Markante Optik mit breitem Singleframe und digitalen Matrix-LED-Scheinwerfern.
Das Audi virtual cockpit plus schafft ein übersichtliches, intuitives Bedienumfeld.
Michel Ballistreri, Head of Sales Audi Schweiz.

Die französische Flottenalternative

Der neue Peugeot 308 SW Facelift kombiniert grosszügigen Innenraum, Plug-in-Hybrid-Technik mit bis zu 60 km elektrischer Reichweite, digitales Cockpit und Assistenzsysteme. Wir konnten bereits im französischen Kombi erste Fahreindrücke sammeln. Text: Michael Lusk

Der Peugeot 308 SW Facelift präsentiert sich als vielseitiger Kompaktkombi, der besonders für Flotten interessant ist. Optisch zeigt er eine neu gestaltete Front mit markantem Löwenemblem, schmalen Full-LEDScheinwerfern und klaren Linien, die den Kombi modern wirken lassen. Praktische Masse, 520 Liter Kofferraumvolumen und eine umlegbare Rückbank sorgen für Flexibilität bei Transportaufgaben.

Moderner Innenraum

Im Innenraum stehen Ergonomie, Materialqualität und moderne Technik im Vordergrund. Das digitale Fahrerdisplay mit 10-Zoll-Diagonale, das 10-Zoll-Infotainmentsystem mit Navigations- und Vernetzungsfunktionen sowie kabellose Smartphone-Integration verbessern Effizienz und Komfort für wechselnde Fahrer. Adaptive Sitze, Klimaautomatik und übersichtliche Ablagen erhöhen die Alltagstauglichkeit in Flottenfahrzeugen.

Sparsamer Plug-in-Hybrid Besonders interessant für Unternehmen ist die Plug-in-Hybrid-Version e-308 SW. Der Antrieb kombiniert einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit 180 PS und einen Elektromotor, was eine Systemleistung von 180 PS ermöglicht. Die rein elektrische Reichweite liegt bei bis zu 60 km, kombinierter Verbrauch nach WLTP bei 1,3–1,4 l/100 km und die CO₂-Emissionen werden auf rund 30 g/km gesenkt. Die Batterie lässt sich an Wechselstrom mit bis zu 7,4 kW laden, was kurze Ladezeiten im Unternehmensbetrieb erlaubt. Der Benzinmotor unterstützt Überlandfahrten ohne Einschränkung. Fahrverhalten und Handling sind ausgewogen: die Lenkung präzise, das Fahrwerk komfortabel mit leicht sportlicher Note. Der elektrische Antrieb sorgt für leise, emissionsfreie Stadtfahrten, während der Verbrennungsmotor bei längeren Strecken die Reichweite sichert. Damit bietet der 308 SW eine gute Balance aus Effizienz, Komfort und Wirtschaftlichkeit.

Geringe Betriebskosten Wirtschaftlich überzeugt der 308 SW durch geringe Betriebskosten, reduzierte Emissionen, attraktive Wartungsintervalle und mögliche steuerliche Vorteile. Der Preis liegt im Wettbewerbsumfeld vergleichbarer Kompaktkombis, die Total Cost of Ownership (TCO) sind besonders für innerstädtische Flotten und Pendlerfahrten interessant. ■

Für Flotten zählen vor allem Effizienz, Alltagstauglichkeit und flexible Nutzung. Das bietet der Peugeot 308 SW.

Toyotas Vorzeigestromer mit mehr Reichweite

Der neue Toyota bZ4X präsentiert sich mit erweitertem

Batterie - Portfolio, mehr Reichweite bis zu 569 km nach WLTP, schnellerer DC- Ladetechnik und komfortablerer Innenraumarchitektur. aboutFLEET hat den Newcomer aus Flottensicht unter die Lupe genommen.

Text: Michael Lusk

Der neue Toyota bZ4X erscheint zur Saison 2026 überarbeitet, stärker, effizienter und komfortabler. Die eTNGA-Plattform sorgt für hohe Karosseriesteifigkeit, niedrigen Schwerpunkt und kontrolliertes Handling – zentrale Faktoren für alltagstaugliche Flottenfahrzeuge. Das Aussendesign wurde aerodynamisch optimiert, die Akustik verbessert, was sowohl Effizienz als auch Fahrkomfort steigert. Das Cockpit ist modern gestaltet, das serienmässige 14-Zoll-Multimediasystem mit intuitiver Nutzerführung erleichtert den Fahreralltag. Komfort und Übersichtlichkeit sind bei wechselnden Fahrern besonders relevant, während die überarbeiteten Assistenzsysteme und die Batterievorbereitung zur Vorkonditionierung Ladeprozesse im Betriebsalltag effizienter machen.

Antrieb, Reichweite und Wirtschaftlichkeit

Toyota bietet den bZ4X mit zwei Batteriegrössen an: 57,7 kWh und 73,1 kWh. Die grössere Batterie liefert eine WLTPReichweite von 515 bis 569 Kilometern. Die Energieeffizienz liegt kombiniert bei etwa 13,5 kWh/100 km. Allradversionen erreichen eine Systemleistung von bis zu 252 kW (343 PS). Die Batterie kann mit bis zu 150 kW DC geladen werden, was kurze Ladezeiten im Unternehmensbetrieb ermöglicht. Das Fahrverhalten ist ruhig und vibrationsarm. Das Komfortfahrwerk dämpft Unebenheiten, während der elektrische Antrieb im Stadtverkehr leise arbeitet. Auf Überlandstrecken sorgt die hohe Reichweite für uneingeschränkten Betrieb, was den bZ4X besonders für Pendlerflotten und Langstreckenfahrten inter-

essant macht. Wirtschaftlich überzeugt der bZ4X durch niedrige Betriebskosten, reduzierten Wartungsaufwand und steuerliche Vorteile. Die Total Cost of Ownership hängen vom Ladeprofil und der Infrastruktur ab, doch die Reichweiten- und Ladeverbesserungen machen ihn zu einer praktikablen Option für zunehmend elektrifizierte Flotten. ■

Mehr Kraft, mehr Technik und mehr Klasse

Renault bringt den Clio in die sechste Generation –athletischer, moderner und effizienter denn je. Mit neuem Hybridantrieb, viel Hightech und mehr Platz positioniert er sich an der Spitze seiner Klasse. Text: Isabelle Riederer

Seit 35 Jahren gehört der Renault Clio zu den erfolgreichsten Kleinwagen Europas. Nun startet die sechste Generation – und sie tut es mit klaren Ambitionen. Mehr Platz, mehr Effizienz und spürbar mehr Technologie sollen den Clio weiter an die Spitze des B-Segments führen. Optisch zeigt er sich deutlich athletischer: Mit 4,12 Metern Länge, breiterer Spur, neuen LEDSignaturen und neuen 18-Zoll-Felgen wirkt der Clio markanter denn je.

Starker Auftritt, starke Antriebe Besonders tiefgreifend erneuert wurde das Motorenprogramm. Topmodell ist

der full hybrid E-Tech 160, dessen 1,8-Liter-Vierzylinder und zwei Elektromotoren zusammen 160 PS liefern. Er sprintet in 8,3 Sekunden auf 100 km/h und bleibt dabei mit 4,2 l/100 km und 96 g/km CO₂ bemerkenswert sparsam. Bis zu 80 % der Stadtfahrten absolviert der Clio elektrisch, die Reichweite kann bis zu 1000 Kilometer betragen. Alternativ gibt es den kompakten Franzosen auch mit dem neuen TCe 115. Der 1,2-Liter-Dreizylinder leistet 115 PS und ist wahlweise mit Schaltgetriebe oder einer neu entwickelten EDC-Automatik erhältlich.

Agil, komfortabel und intuitiv abgestimmt

Auf der Strasse wirkt der neue Clio deutlich erwachsener. Die direktere Lenkung und das fein abgestimmte Fahrwerk geben ihm eine bemerkenswerte Agilität – sowohl in der Stadt als auch auf kurvigen Landstrassen. Über die Multi-Sense-Funktion lässt sich das Fahrerlebnis zusätzlich individualisieren. Besonders gelungen ist der neue Smart-Modus: Er analysiert den Fahrstil und wählt automatisch zwischen Eco, Comfort und Sport.

Innenraum: ein grosser Schritt nach oben

Auch im Cockpit zeigt sich der Fortschritt deutlich. Der moderne und gut verarbeitete Innenraum macht Freude. Das 10,1 Zoll grosse Kombiinstrument und der 10,1-Zoll-Mitteltouchscreen sind gut ablesbar und intuitiv zu bedienen. Hochwertige Materialien und eine Ambientebeleuchtung mit 48 Farben veredeln den Clio zusätzlich. Das neue OpenR-link-System mit Google-Integration bietet Navigation, Sprachsteuerung und Zugang zu über 100 Apps. Der längere Radstand sorgt besonders im Fond für mehr Komfort. Der Kofferraum fasst bis zu 391 Liter und besitzt nun eine deutlich tiefere Ladekante. Ungewohnt sind die drei Schalter rechts hinter dem Lenkrad für Gangwahl, Scheibenwischer und Musikeinstellungen.

Sicherheit und Technik auf Topniveau Bis zu 29 Assistenzsysteme machen den Clio zu einem der modernsten Kleinwagen auf dem Markt. Neu an Bord sind unter anderem ein Rückfahr-Notbremsassistent und der Active Driver Assist, der Geschwindigkeit und Abstand intelligent anpasst – inklusive Kurven- und Kreisverkehrserkennung. Hochauflösende Kameras erleichtern das Manövrieren, und ein Nothalteassistent stoppt das Fahrzeug selbstständig, falls der Fahrer nicht reagiert. Renault bietet den Clio in drei Ausstattungen an, darunter die sportliche esprit-Alpine-Variante. Der neue Renault Clio kostet ab 19 900 Franken. ■

Die markante Front des neuen Renault Clio mit dynamischer Lichtsignatur.

Weltweit erster multiadaptiver Sicherheitsgurt debütiert im neuen Volvo EX60

Volvo Cars treibt die automobile Sicherheit weiter voran: Der schwedische Premium-Automobilhersteller führt im Volvo EX60 den multiadaptiven Sicherheitsgurt ein.

Mithilfe von Echtzeitdaten aus verschiedenen Fahrzeugsensoren passt sich der Gurt an unterschiedliche Insassen und Verkehrssituationen an – und hebt so den Schutz für die Passagiere auf die nächste Stufe. Die Innovation von Volvo wurde bereits jetzt zu einer der besten Erfindungen des Jahres 2025 gekürt. Der neue multiadaptive Sicherheitsgurt nutzt verschiedene Daten von Fahrzeugsensoren aussen wie innen für eine individuelle Anpassung der Gurtkraft. Nicht nur persönliche Eigenschaften wie Grösse, Gewicht, Körperform und Sitzposition werden hierbei berücksichtigt, sondern auch die jeweilige Verkehrssituation. So wird beispielsweise bei grösseren Insassen und einem schweren Unfall die Gurtkraft erhöht, um das Risiko einer Kopfverletzung zu verringern. Bei kleineren Insassen oder weniger schweren Unfällen wird dagegen die Gurtkraft verringert, um das Risiko von Rippenbrüchen zu verringern. Verantwortlich für die individuelle Anpassung ist die Erhöhung sogenannter lastbegrenzender Profile: Diese steuern die Kraft, die bei einem Unfall auf die Insassen wirkt. Over-the-Air-Updates sorgen zudem für kontinuierliche Verbesserungen – auch nach Auslieferung des Fahr-

zeugs. «Der weltweit erste multiadaptive Sicherheitsgurt ist ein weiterer Meilenstein für die automobile Sicherheit und ein grossartiges Beispiel dafür, wie wir Echtzeitdaten nutzen, um Millionen weiterer Menschenleben zu retten», erklärt Åsa Haglund, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre. «Dies ist eine bedeutende Weiterentwicklung des modernen Dreipunkt-Sicherheitsgurts, einer Erfindung von Volvo aus dem Jahr 1959, die schätzungsweise über eine Million Menschenleben gerettet hat.» Um die Innovationskraft des neuen multiadaptiven Sicherheitsgurts weiss auch das renommierte «TIME»-Magazin: Es kürte Volvos Erfindung zu einer der wichtigsten des Jahres 2025.

Sicherheit mit Daten verbessern Volvo Cars verfügt über umfangreiche Sicherheitsexpertise: Der schwedische Premium-Automobilhersteller betreibt seit mehr als fünf Jahrzehnten Sicherheitsforschung und besitzt eine Datenbank, die Daten zu über 80 000 in reale Unfälle verwickelten Fahrzeuginsassen umfasst und so die Komplexität der realen Welt abbildet. Diese Erfahrung dient als Fundament für die zahlreichen Sicherheitsinnovationen, die das Unter-

nehmen im Laufe der Jahre entwickelt hat, und für den wegweisenden VolvoCars-Sicherheitsstandard, der die offiziellen Testanforderungen übertrifft. Mit dem Ziel, sichere Autos für alle Menschen gleichermassen zu entwickeln, hat das Unternehmen neue Techniken erforscht, um unterschiedliche Personen in verschiedenen Unfallszenarien besser zu schützen. Entwickelt und getestet wurde der neue Sicherheitsgurt im Volvo Cars Safety Centre, das in diesem Jahr sein 25-Jahre-Jubiläum feiert. In diesem branchenführenden Crash-Labor können die Sicherheitsingenieure von Volvo Cars nahezu jeden Verkehrsunfall nachstellen und Tests durchführen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und so zu mehr Sicherheit im realen Leben führen. Mit dieser multifunktionalen Einrichtung hat Volvo Cars den Grundstein gelegt, um seine Position als führendes Unternehmen im Bereich der Fahrzeugsicherheit zu behaupten. ■

Mehr zur Weltpremiere des neuen Volvo EX60 am 21. Januar 2026 erfahren: www.volvocars.ch/EX60

Der sportliche Stromer im Winterhärtetest

Strahlender Sonnenschein und frisch gefallener Schnee. Die Bedingungen für den Wintertest mit dem Audi SQ6 e-tron quattro Sportback hätten nicht besser sein können. Die Route führte von Zürich über St. Gallen durchs Appenzell auf die Schwägalp am Fusse des Säntis und übers Toggenburg zurück: Beim Start zeigte der Bordcomputer bei vollem Akku 440 km Reichweite an (WLTP: 607 km). Nach 60 Autobahnkilometern mit Tempo 120 und 5 Grad Aussentemperatur blieben noch 340 km. Weiter gings über Land und durch Dörfer 25 km bergauf auf die Schwägalp. Fallende Temperaturen, zunehmend winterliche Strassen, gut 600 Höhenmeter und sportliche Fahrweise liessen die Reichweite bis auf 190 km schrumpfen. Erst die Abfahrt ins Toggenburg brachte dank Rekuperation ein paar Kilometer zurück. Nach der 180 km langen Winterrunde standen am Ende jedoch nur noch 100 km Reichweite zur Verfügung.

Aber auch beim Laden offenbarten sich die negativen Einflüsse von tiefen Temperaturen: Trotz wieder 5 Grad plus und 800-Volt-Architektur nahm der Ladevorgang der 100-kWh-Batterie auf 80 % rund eine Stunde in Anspruch. Das lag aber vermutlich auch daran, dass der Schnellladepark gut besucht war. Dennoch dauert das im Sommer halb so lang.

Weniger Reichweite, mehr Fahrspass Dafür legt der SQ6 e-tron quattro auf winterlicher Strasse eine ganz andere Qualität an den Tag. Sobald Schnee die

Volldigitales Cockpit, hochwertige Materialien und ausreichend Platz für Passagiere und Gepäck.

Der Audi SQ6 e-tron quattro Sportback zeigt bei winterlichen Verhältnissen zwei Gesichter: Das Topmodell der E-SUV-Baureihe geizt im aboutFLEET-Test mit Reichweite, bietet aber sicheren Fahrspass.

Text/Bilder: Mario Borri

Fahrbahn bedeckt, zeigt der elektrische Allradler, wie sicher ein schweres E-SUV auftreten kann und wie viel Fahrspass es machen kann. Das quattroSystem verteilt die Kraft der beiden zusammen 490 PS starken Elektromotoren präzise zwischen Vorder- und Hinterachse, wodurch der Sportback auch bei glatter Fahrbahn stabil und kontrolliert bleibt. Selbst kräftige Beschleunigung am Kurvenausgang führt nicht zu hektischen Korrekturen – die Traktion bleibt souverän. Das hohe Leergewicht von rund 2,5 Tonnen macht sich allerdings beim Bremsen bemerkbar: Der Wagen benötigt auf Schnee mehr Raum, um die Geschwindigkeit abzubauen.

Fazit: Licht und Schatten

Der Audi SQ6 e-tron quattro Sportback beweist im Schnee eindrucksvolle Fahrstabilität und Grip-Reserven, die dem quattro-Allradantrieb alle Ehre machen. Gleichzeitig zeigt der Wintertest, dass auch grosse Akkus bei Frost rasch Reichweite einbüssen (340 km reale Reichweite vs. 607 WLTP-km) und Laden länger dauert (60 vs. 30 min Werksangabe). Wer diese Faktoren einplant, erhält mit dem Top-E-Audi einen sicheren, leis-

Das Sportback-Coupéheck sieht nicht nur schnittig aus, es verbessert auch die Aerodynamik.

tungsstarken, mit einem Basispreis von über 100 000 Franken aber auch teuren Winterbegleiter. ■

Technische Daten/TCO

Technische Daten durch Touring Club Schweiz

Audi SQ6 SB e-tron quattro Hubraum

Leistung PS 490

Treibstoffverbrauch l/100 km

Stromverbrauch kWh/100 km 17,9

Listenpreis (Preis inkl. MwSt ) 103 800

Jahr

(in Franken)

Bei 30 000 km/Jahr und 36 Mt. Vertragsdauer; inkl. 3 Reifen-Sätze. Diesel: Fr 1.90 /l, Benzin: Fr. 1.80/l, Erdgas: Fr. 1.30/kg; Strom: Fr. 0.22/kWh; Versicherung: SB Vollkasko Fr. 1000.–; MFZ-Steuer gem. Kt. ZH; Fahrzeugpreis inkl. Automatik (wenn verfügbar) zzgl. Metallic-Lackierung. Alle TCO-Ergebnisse inkl. MwSt.

Am Fusse des Säntis herrschte schönstes Winterwetter.

Der Pick-up mit dem Doppelherz

Der Ford Ranger PHEV (Plug-in-Hybrid) verbindet Arbeitsqualitäten und Abenteuerlust mit einem kraftvollen E-Boost. Im aboutFLEET-Test: die Ausstattungsvariante Wildtrak in leuchtendem Orange. Text/Bilder: Mario Borri

Der Ford Ranger Wildtrak mit seinen 18-Zoll-Felgen und in Cyber Orange Metallic lackiert ist ein echter Hingucker. Unter dem markanten Blech arbeitet ein neuer Plug-in-Hybrid-Antrieb, der einen 2,3-Liter-EcoBoost-Benziner mit einem 75-kW-E-Motor kombiniert und so insgesamt 207 kW (281 PS) bereitstellt.

Hybridkraft mit Charakter Beide Motoren schieben den Pick-up kräftig an – das E-Aggregat liefert sofortiges Drehmoment, der Benziner unterstützt nahtlos. Ford gibt 43 km elektrische Reichweite an, im Test waren es gut 35. Wer mit dem 2,5-TonnenTrumm rein elektrisch unterwegs sein

möchte, braucht einen sanften Gasfuss, denn bei kräftigem Tritt mischt sich der Verbrenner sofort mit ein. Dennoch ist der 11,8-kWh-Stromspeicher schnell leer und der Durchschnittsverbrauch höher als die knapp 6 Liter Werksangabe. Im Test zeigte der Bordcomputer aber weniger als 8 Liter an – ein guter Wert für einen Riesen wie diesen.

Gross, breit, sperrig

Auch in der Stadt ist mit dem Ranger Vorsicht geboten. Der über 5 Meter lange und knapp 2 Meter breite Pick-up ist kein Cityflitzer. Doch mit den dicken Reifen, der hohen Bodenfreiheit und Allradantrieb ist über Randsteine fahren kein Pro -

blem. Auf Landstrasse und Autobahn gibt sich der grosse Wagen erstaunlich zahm, mit anständigem Komfort und erstaun licher Laufruhe. Offroad konnten wir den Plug-in-Ranger nicht testen.

Nützliche Details im Alltag

Praktisch ist die elektrisch bedienbare Abdeckung der Ladefläche (2600 Franken extra), die den Pick-up alltagstauglicher macht und die Pritsche dadurch vielseitiger nutzbar bleibt. Serienmässig ist die Steckdose an der Ladefläche, mit der externe Geräte betrieben werden können.

Fazit: Viel Spass, hoher Preis

Der Ford Ranger PHEV Wildtrak ist ein cooles Teil. Wer Platz hat und einen Pick-up braucht, erhält ein Fahrzeug, das als Gesamtpaket aus Kraft, Komfort und Funktionalität überzeugt. Ein Pritschenwagen, der Arbeit kann, Abenteuer liebt und mit E-Power einen bemerkenswert modernen Schritt geht. ■

Bei 30 000 km/Jahr und 36 Mt. Vertragsdauer; inkl. 3 Reifen-Sätze. Diesel: Fr 1.90 /l, Benzin: Fr. 1.80/l, Erdgas: Fr. 1.30/kg; Strom: Fr. 0.22/kWh; Versicherung: SB Vollkasko Fr. 1000.–; MFZ-Steuer gem. Kt. ZH; Fahrzeugpreis inkl. Automatik (wenn verfügbar) zzgl. Metallic-Lackierung. Alle TCO-Ergebnisse inkl. MwSt.

Der Ford Range Wildtrak ist mit seinen 18-Zoll-Felgen und der «Cyber Orange Metallic»-Lackierung ein echter Hingucker.
Nicht nur der Antrieb ist modern, auch das Cockpit mit grossem Touchscreen.

Potz Blitz: Opels neues Flaggschiff kann etwas

KILOMETER

Mit frischem Design, cleveren Details, viel

Platz und einem 195-PS-Plug-in-Hybrid startet der neue Opel Grandland in den sechsmonatigen aboutFLEET-Langzeittest.

Text/Bilder: Mario Borri

Die Vorfreude im aboutFLEETTestteam auf das neue OpelFlaggschiff war gross. Das 4,65 m lange SUV ist mit seinem VizorKühlergrill und den beleuchteten Opelblitzen ein cooles Design-Statement. Bei der Übernahme dann ein leichter Schock: Silber – ausgerechnet die bravste aller Farben. Wenigstens ist das Dach schwarz lackiert, das ist bei der GS-Ausstattung Standard.

Auf die inneren Werte hat die Aussenfarbe aber keinen Einfluss. Und dort gibts nichts zu meckern – im Gegenteil. Die sogenannte Pixel-Box – eine «Schmuckschatulle» mit durchsichtigem Deckel in der Mittelkonsole – ist ein echtes Highlight. Ebenso das Cockpit mit grossem Touchscreen und echten Tasten für Klima und Audio. Auch das Platzangebot ist sehr gut, vor allem im Fond. Der Kofferraum fasst geräumige 550 bis 1645 Liter.

Alltagstaugliche 70 km rein elektrische Reichweite

Der Plug-in-Hybrid leistet 195 PS und

kombiniert den Dreizylinder mit einem kräftigen E-Motor. Rein elektrisch gleitet der Grandland angenehm leise an, zieht bei Bedarf kräftig an und lässt sich entspannt durch Stadt und Land bewegen. Opel verspricht 85 km rein elektrische Reichweite, im Alltag lagen wir bisher bei 70 km – ein guter Wert, der viele tägliche Fahrten ohne Benzin erlaubt. Für längere Strecken ist der Hybridmodus perfekt. Er managt die beiden Antriebe so, dass die Gesamtreichweite möglichst gross und der Treibstoffverbrauch möglichst gering ist. Knapp 1000 km zeigt der Bordcomputer bei vollen Tanks (Benzin und Strom) an, der Durchschnittsverbrauch hat sich unter 5 Litern eingependelt.

Die Sitze machen den Unterschied beim Komfort

Das Fahrwerk ist komfortorientiert ausgelegt, ohne schwammig zu wirken. Ein echter Joker sind die AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken, Serie im GS) mit ihren vielfältigen Massage- und Einstellungsmöglichkeiten. Sie gehören zu den besten ihrer Klasse und machen längere Fahrten zum Komforterlebnis. Dazu kommen Features wie Ambientebeleuchtung, beheizbares Lenkrad, moderne Assistenzsysteme und das intuitive Infotainment.

Das Cockpit gefällt mit einer gelungenen Mischung aus digitaler und klassischer Bedienung.

Die LED-Leuchtleiste und der beleuchtete Opel-Blitz sind ein Hingucker.

Erstes Fazit: Ein tolles Gesamtpaket

Die Farbe ist Geschmackssache. Der neue Opel Grandland PHEV macht seine Sache bisher wirklich gut. Auf den ersten mehr als 8000 Testkilometern hat sich der neue Dauertester als komfortabler und sparsamer Begleiter erwiesen, mit dem jeder im aboutFLEETTeam gerne fährt. ■

Technische Daten/TCO

Technische Daten durch Touring Club Schweiz Opel Grandland PHEV

Bei 30 000 km/Jahr und 36 Mt. Vertragsdauer; inkl. 3 Reifen-Sätze. Diesel: Fr 1.90 /l, Benzin: Fr. 1.80/l, Erdgas: Fr. 1.30/kg; Strom: Fr. 0.22/kWh; Versicherung: SB Vollkasko Fr. 1000.–; MFZ-Steuer gem. Kt. ZH; Fahrzeugpreis inkl. Automatik (wenn verfügbar) zzgl. Metallic-Lackierung. Alle TCO-Ergebnisse inkl. MwSt.

Der neue Opel Grandland in «Kristall Silver»: Trotz coolen Designelementen etwas bieder.

Kia setzt neue Massstäbe in der Elektromobilität

EV3, EV4, EV5, EV6, EV9 und PV5 – was wie eine Zahlenreihe klingt, ist Kias stetig wachsende Modellpalette, die neue Massstäbe setzt. Für jedes Bedürfnis und nahezu jede Fahrzeuggrösse bietet Kia ein passendes Elektrofahrzeug. Bald ergänzt auch der Kleinwagen EV2 das Angebot.

Kia erweitert seine EV-Palette kontinuierlich und bietet Flottenkunden eine grosse Auswahl an effizienten Stromern.

EV3

Der kompakte EV3, Kias beliebtester EV 2025, überzeugt mit seinen kompakten Aussenmassen und überraschend grosszügigem Innenraum. Der EV3 setzt neue Massstäbe mit modernster Technologie und innovativem Interieur. Mit einer Reichweite von bis zu 605 Kilometern ist er besonders attraktiv. Wie alle Kia-EVs bietet auch der EV3 optional Vehicle-to-Load, um externe Geräte wie Laptop oder E-Bike direkt am Fahrzeug aufzuladen.

EV4

Der EV4 ist der erste EV von Kia aus europäischer Produktion. Vollständig

für europäische Strassen und Kunden entwickelt, überzeugt er mit stabilem Fahrverhalten, präziser Kurvenlage und ausgewogener Gewichtsverteilung. Mit bis zu 635 Kilometern Reichweite ist er Klassenbester und in zwei Karosserievarianten erhältlich.

EV5

Anfang 2026 sorgt der neue EV5 für Aufsehen. Das 4,61 Meter lange C-SUV kombiniert markantes SUV-Design mit Alltagstauglichkeit und modernster Technologie. Auf der E-GMP-Plattform konzipiert, bietet der EV5 Features wie das i-Pedal 3.0 für komfortables Fahren und das intelligente Rekuperationssystem «Smart Regeneration System Plus» für maximale Effizienz.

EV6

Der EV6 – «Car of the Year 2022» – erhielt kürzlich ein Facelift. Das bereits zuvor topmoderne 800-Volt-Fahrzeug erhielt eine grössere Batterie für noch mehr Effizienz und Reichweiten von bis zu 582 Kilometern. Dazu kommen eine neue LED-Lichtsignatur, die die Designphilosophie «Opposites United» unterstreicht, sowie technische Innovationen

wie Plug & Charge, Digital Key 2.0 und bis zu 650 PS.

EV9

Auch die GT-Version des Kia-Flaggschiffs EV9 feiert Premiere. Trotz seiner Grösse und des markanten Aussendesigns ist er überraschend aerodynamisch und erreicht Reichweiten von bis zu 563 Kilometern. Dank 800-VoltTechnologie ist die Batterie in weniger als 30 Minuten schnell geladen. Konfigurationen als 6- oder 7-Sitzer mit Relaxation- oder Swivelling-Seats ermöglichen maximale Flexibilität. Die Anhängelast von bis zu 2500 Kilogramm gehört zu den Topwerten.

PV5

Der PV5 – «Van of the Year 2025» und Guinness-Weltrekordhalter – ist das erste Modell der PBV-Reihe von Kia. Der vollelektrische Van überzeugt mit grosszügigem Raumangebot, modularer Bauweise und hoher Alltagstauglichkeit. Erhältlich in drei Grundvarianten (Cargo, Passenger und Chassis-Cab) bietet er Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen. Weitere Varianten folgen 2026.

EV2

Last, but not least: der EV2. Kürzlich auf der Brussels Motor Show vorgestellt, ist er der kleinste und günstigste Kia-EV –ohne Kompromisse bei Technologie und Fahrkomfort. Mit seiner breiten EV-Palette, modernster Technologie und nachhaltigen Konzepten bietet Kia nicht nur Privatkunden, sondern auch Flottenbetreibern massgeschneiderte Lösungen für eine effiziente, zukunftssichere und umweltfreundliche Mobilität. Kia steht für Vielfalt, Innovation und Verlässlichkeit – heute und in Zukunft. www.kia.ch

awverlag.ch

events@awverlag.ch

Nur Ford-Profis erkennen den Custom im neuen VW Caravelle.

Grösser, digitaler und erstmals rein elektrisch

Der neue VW Transporter wird mit und bei Ford gebaut und deshalb offiziell nicht T7 genannt. Macht aber nichts, denn die neue Generation hat in allen Belangen zugelegt, wie der Test des Personentransporters Caravelle zeigt.

Text/Bilder: Mario Borri

Eigentlich müsste der neue Caravelle T7 heissen. Schliesslich folgt er auf den T6.1 und läutet eine neue Generation ein. Doch weil er technisch vom Ford Transit Custom abstammt und im Ford-Werk in der Türkei gebaut wird, vermeidet VW die Bezeichnung. Am Charakter ändert das aber wenig – der Caravelle bleibt ein echter Grossraum-VW.

Aussen: Gewachsen und selbstbewusst

Die Neuauflage ist deutlich gewachsen, unter anderem 10 cm beim Radstand (Kurzversion neu 310 cm) und 15 cm in

mit Fenstern rundherum.

der Länge (515 cm). Trotz der Ford-Verwandtschaft bleibt der Caravelle optisch klar VW – sachlich, robust, mit präzisen Linien und serienmässigem LED-Licht.

Innen: Digitalisiert und mit Platz für 9

Im Cockpit dominieren digitale Instrumente und ein grosser Touchscreen, verständlich bedienbar und modern vernetzt. Die Materialanmutung ist zweckmässig, aber solide. Der Testwagen kam als 8-Sitzer (auch 9-Sitzer möglich) – und genau hier zeigt sich der Grössengewinn: mehr Schulterfreiheit, mehr Kopfraum, leichteres Ein- und Aussteigen. Die hinteren Sitzreihen bieten ein spürbar luftigeres Raumgefühl, ideal auch für längere Transfers.

Fahren: Kraftvoll, ruhig, souverän

Der getestete e-Caravelle mit 218 PS und 64-kWh-Batterie fährt sich erstaunlich leichtfüssig. Der Heckantrieb sorgt für spontanen Antritt, das neue Fahrwerk kombiniert Komfort mit guter Stabilität. Die Geräuschdämmung wirkt deutlich verbessert – selbst bei höherem Tempo bleibt es angenehm leise. Realistisch sind

rund 200 bis 250 km Reichweite, abhängig von Topografie und Beladung. Für die typischen Shuttle-Strecken reicht das problemlos, zumal Schnellladen zügig wieder Energie nachlegt.

Fazit und Preis

Mit seiner neuen Grösse, dem modernisierten Innenraum und dem kultivierten Elektroantrieb gelingt dem Caravelle der Schritt in eine neue Ära. Er ist kein T7 dem Namen nach, aber definitiv einer dem Gefühl nach. Besonders für professionelle Shuttle-Dienste ist der E-9-Sitzer eine attraktive, lokal emissionsfreie Lösung. Preislich startet der getestete VW eCaravelle bei knapp 70 000 Franken. ■

Im Cockpit dominieren digitale Instrumente und ein grosser Touchscreen. In Reihe 2 und 3 gibt es je 3 Einzelsitze.

Technische Daten/TCO

Technische Daten durch Touring Club Schweiz

VW Caravelle Life BEV RS 3100mm

Hubraum

Leistung PS 218

Treibstoffverbrauch l/100 km Stromverbrauch

Bei 30 000 km/Jahr und 36 Mt. Vertragsdauer; inkl. 3 Reifen-Sätze. Diesel: Fr 1.90 /l, Benzin: Fr. 1.80/l, Erdgas: Fr. 1.30/kg; Strom: Fr. 0.22/kWh; Versicherung: SB Vollkasko Fr. 1000.–; MFZ-Steuer gem. Kt. ZH; Fahrzeugpreis inkl. Automatik (wenn verfügbar) zzgl. Metallic-Lackierung. Alle TCO-Ergebnisse inkl. MwSt.

Der Caravelle ist Personentransporter

Der neue Mercedes-Benz Sprinter: Start in eine neue Transporter-Ära

Mercedes-Benz gewährt exklusive Einblicke in den kommenden Sprinter – und zeigt, wie sich seine leichten Nutzfahrzeuge vom historischen Lieferwagen bis zur Zukunft auf der «VAN.EA»-Plattform weiterentwickeln.

Text:

Der neue Mercedes-Benz Sprinter stand im Mittelpunkt eines exklusiven Blicks in die Zukunft der leichten Nutzfahrzeuge der Marke mit dem Stern. Unter dem Motto «Past meets Future» präsentierte MercedesBenz Vans im Markenlabor, wohin sich die Baureihe nach 30 Jahren Erfolgsgeschichte weiterentwickelt. Über 5 Millionen gebaute Einheiten haben den Sprinter zum Synonym für professionellen Transport gemacht – nun formt die Marke das nächste Kapitel.

130 Jahre Transporter-Geschichte auf einen Blick

Im öffentlichen Bereich der Eventhalle zeigte Mercedes drei Fahrzeuge, die 130 Jahre Nutzfahrzeuggeschichte verbinden: den originalgetreu restaurierten Benz-Combinations-Lieferungswa -

gen von 1899, das älteste fahrbare Nutzfahrzeug der Welt; daneben einen aktuellen Sprinter als Vertreter der Gegenwart. Im Zentrum stand jedoch «The Boulder»: eine 6,5 Meter lange Steinskulptur, die die Proportionen und die Designrichtung des kommenden Sprinter andeutet.

Anschauen, aber (noch) nicht darüber berichten

Anschliessend ging es in die streng gesicherte Geheimkammer des Markenlabors. Ohne Smartphones oder Wearables durften wir einen ersten Blick auf einen gewerblichen Transporter werfen, der auf der neuen, rein elektrischen «VAN.EA»-Plattform basiert. Berichten dürfen wir darüber nicht. Nur so viel: Das geheime Modell steht in direktem Bezug zur Personenvariante, die

Probefahrten mit dem ersten Sprinter von 1995 (Bild) und dem aktuellen Modell zeigen eindrücklich, wie sich der Stern-Transporter in 30 Jahren entwickelt hat.

Anfang 2026 als vollelektrischer VLE auf den Markt kommt.

Digitalisierung im Transporter-Alltag

Danach stellte uns Mercedes das neue Mercedes-Benz Operating System (MB. OS) für Nutzfahrzeuge vor. Die Softwareplattform, bereits aus den Personenwagen bekannt, hält Transporter per Over-the-Air-Updates aktuell. KIgestützte Funktionen, Cloud-Dienste und die Integration von DrittanbieterApps – etwa fürs Flottenmanagement –sollen die Effizienz im Arbeitsalltag steigern.

Probefahrten zwischen Vergangenheit und Moderne Zum Abschluss bot Mercedes Probefahrten an: mit dem aktuellen Sprinter ebenso wie mit einem Modell der ersten Generation von 1995. Der direkte Vergleich zeigte eindrücklich, wie sich Komfort, Fahrdynamik und technische Möglichkeiten in drei Jahrzehnten verändert haben – und macht gespannt auf den Sprinter von morgen. ■

130 Jahre Transporter-Geschichte – und ein Blick in die Zukunft: Aktueller Mercedes Sprinter, der Combinations-Lieferungswagen und «The Boulder».
Mario Borri
In Stein gemeisselt: So wird der Kühlergrill des neuen Mercedes-Benz Sprinter aussehen.

Die «transport.ch» 2025 zog fast 30 000 Besucher an

Die «transport.ch» war im November Mittelpunkt der Schweizer Branche für Nutzfahrzeuge und AutomobilWerkstattbedarf. Fast 30 000 Besucher erlebten die neusten Trends, Produkte und Technologien. Text:

Unter dem Motto «Hier fährt die Zukunft an» zeigte sich die «transport.ch» 2025 als echter Branchentreffpunkt. Fachleute, Unternehmerinnen, Mechaniker, Flottenbetreiber, Ausbildner und viele passionierte Fans nutzten die Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen, Innovationen live zu erleben und Kontakte zu pflegen.

Auch zahlreiche Werkstattausstatter für Lkw-Garagen waren vor Ort.

Elektromobilität und Digitalisierung im Fokus

Zahlreiche Premieren für die Schweiz und weltweit prägten das Messebild. Viele Aussteller hatten ihre Neuheiten gezielt für den Anlass vorbereitet und präsentierten Lösungen, die den Transport von morgen prägen: von elektrischen und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen über neue Diagnose- und Wartungssysteme bis hin zu digitalen Services und Logistikplattformen.

Aussteller zufrieden mit der geschäftlichen Nachfrage

Die «transport.ch» 2025 bestätigte damit ihre Rolle als Schaufenster einer dy-

namischen Branche, die Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienz vereint. Besucherinnen und Besucher lobten den direkten Austausch und die praxisnahen Demonstrationen, die das Messegelände über alle Tage hinweg belebt hielten. Die Aussteller wiederum zeigten sich von der Qualität und Fachkenntnis der Besucher beeindruckt und freuten sich über die geschäftliche Nachfrage.

Termin für «transport.ch» 2027 bereits fix

Die nächste Ausgabe der «transport. ch» findet vom 10. bis 13. November 2027 statt.

www.transport.ch/de/

Draussen wurde mit grossem Geschütz aufgefahren.
Praktisch jeder Lastwagenhersteller präsentierte einen Elektro-Lkw – hier Mercedes mit dem eActros.
Für Brummi-Fans gab es viel zu diskutieren.
Mario Borri

Vom Ladepionier zum Systemanbieter für die Transportbranche

An der «transport.ch» zeigte die AEW

Energie AG ihr breites Angebot an Ladelösungen für Transport- und ÖVBetriebe und unterstrich damit die wachsende Bedeutung intelligenter Infrastruktur im Nutzfahrzeugbereich.

Text/Bilder: Mario Borri

Die AEW Energie AG ist ein selbstständiges Energieunternehmen des Kantons Aargau und weit mehr als ein klassischer Versorger: Die AEW entwickelt, plant und betreibt umfassende Lösungen für die Elektromobilität von Geschäftskunden schweizweit – auch für Logistik-, Transport- und ÖV-Betriebe. Am Messestand zeigte Arian Rohs, Leiter Mobility Solutions, wie weit sich das Angebot in kurzer Zeit entwickelt hat. «Vor zwei Jahren war Ladeinfrastruktur für schwere E-Lkw oder E-Busse eher ein Randthema –und die AEW beinahe allein auf weiter Flur. Heute hingegen ist der Markt breiter geworden: Zahlreiche Anbieter haben das Potenzial entdeckt, Lade- und Depotlösungen für elektrische Nutzfahrzeuge zu verkaufen. Genau in diesem Umfeld setzt die AEW ein Zeichen», sagte Arian Rohs.

Arian Rohs (Mitte) mit seinem Team an der «transport.ch» 2025.

Lösungen für Transport und Logistik Für Logistik- und Transportunternehmen demonstrierte die AEW an der Messe ihre ganzheitliche Herangehensweise: Das Unternehmen liefert nicht nur Schnelllader und Depotinfrastruktur, sondern begleitet Projekte von der Bedarfsanalyse über die Netzanschlussprüfung bis zu Installation, Betrieb, Monitoring und 24/7-Support. Ziel ist es, Flottenbetreibern den Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge so einfach wie möglich zu machen – mit maximaler Fahrzeugverfügbarkeit und wirtschaftlichem Betrieb.

Fahrplanoptimiertes Laden für Busbetriebe

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts lag auf den Lösungen für den öffentlichen Verkehr. Busbetriebe stehen vor der Herausforderung, ihre Fahrzeuge nicht nur zuverlässig zu laden, sondern die Ladeprozesse eng mit dem Fahrplan zu verzahnen. Die AEW verfolgt dafür das Prinzip des fahrplanoptimierten Ladens: Ladezeiten werden so gesteuert, dass sie exakt zu den Einsatzfenstern der Busse passen. Das System berücksichtigt Pausen, Wendezeiten und Standzeiten im Depot. Damit entstehen

keine unnötigen Lastspitzen – und doch ist jedes Fahrzeug zur geplanten Abfahrt voll einsatzbereit. Für ÖV-Betriebe, die Effizienz und Pünktlichkeit als oberste Priorität haben, ist dieses Konzept zentral, aber auch für Gütertransportunternehmer.

Energy to go 2.0 – Schnellladen auch ohne starken Netzanschluss

Ein Highlight am AEW-Stand war die mobile Schnellladestation Energy to go 2.0. Sie kombiniert hohe Ladeleistung mit einem integrierten Batteriespeicher und eignet sich damit ideal für Standorte, an denen nur begrenzte Netzanschlussleistungen verfügbar sind. Die Station bietet flexible Batteriekapazitäten und verteilt die Leistung intelligent auf zwei Ladepunkte. Dank Speichersystem kann die maximale Ladeleistung trotz kleinem Netzanschluss abgerufen werden – ein Vorteil etwa für temporäre Einsatzorte, Baustellenlogistik oder Betriebe, die ihre Ladeinfrastruktur schrittweise ausbauen. Zudem ist die Station bidirektional und lässt sich modular erweitern, was ihr Einsatzspektrum nochmals vergrössert.

www.aew.ch/flotte

Diese Schnellladestation kann Lastwagen mit bis zu 400 kW aufladen.

V. l.:

Astara nutzt die «transport.ch» als Schaufenster der neuen Nutzfahrzeugwelt

Auf der «transport.ch» 2025 demonstrierte Astara eindrücklich, wie breit und alltagstauglich elektrische Nutzfahrzeuge heute sind – inklusive 4×4-Modellen, auf die grosse Schweizer Flotten schon lange warten. Text/Bilder: Mario Borri

Die «transport.ch» in Bern ist für die Schweizer Nutzfahrzeugbranche mehr als eine Messe –sie ist Bühne, Treffpunkt und Seismograf für kommende Trends. Entsprechend selbstbewusst fiel der Auftritt von Astara aus. «Wir wollen zeigen, was für unsere Kunden heute schon möglich ist – und wie breit wir aufgestellt sind», sagte Marco Monaco, Head of Key Account bei Astara.

Mit vielen Marken in Bern

Der Importeur trat mit einem Quer-

schnitt seiner vier Nutzfahrzeugmarken an: Nissan, Fiat Professional, Maxus und KGM. Die Besucherinnen und Besucher sollten nicht nur einzelne Modelle sehen, sondern die gesamte Bandbreite moderner Transportlösungen. Für Astara war es ein wichtiges Signal: «Elektromobilität ist bei den Nutzfahrzeugen keine Zukunftsvision mehr – sie ist Realität und mittlerweile in allen Grössenklassen und Ausführungen verfügbar», betonte Monaco.

Besonders im Fokus standen die elektrischen 4×4-Modelle – ein Thema mit

spezifischer Relevanz für die Schweiz. Astara wollte demonstrieren, dass E-Antriebe auch dort funktionieren, wo Schnee, Steigungen oder Anhängelasten zum Alltag gehören. Gerade grosse Flotten wie die Schweizerische Post, eine der grössten des Landes, hatten bislang keine elektrischen Allradoptionen bei ihrem bisherigen Partner – entsprechend gross ist das Interesse. Die Post hat bereits rund 200 elektrische Maxus «eDeliver» 7 AWD und mehrere Fiat E-Doblò 4×4 bestellt.

Auch Verbrennermodelle waren ausgestellt – hier der Fiat Ducato Diesel mit Brücke.
Der KGM Musso EV mit einem speziell für die Messe massgeschneiderten Sortimo-Boxenaufbau.

Astara als Lösungspartner – von einzelnen Vans bis zur Grossflotte Der Messeauftritt zeigte auch eine klare strategische Ausrichtung: Astara versteht sich nicht nur als Importeur, sondern als ganzheitlicher Mobilitätsanbieter. Dazu gehören Um- und Aufbauten – bis hin zu Speziallösungen wie Kaffeemaschinen-Fahrzeuge für Dallmayr oder Behindertentransporter für Behinderten-Transporte Zürich (BTZ), die Organisation hat bereits 20 vollelektrische Nissan Interstar bestellt. Marco Monaco: «Die Kunden wollen heute nicht nur ein Fahrzeug, sondern eine Lösung. Genau da unterstützen wir – von der Bestellung über die Individualisierung bis zur Flottenstrategie.» Nicht nur die Post gehört zu den Flottenkunden, auch die Swisscom setzt auf Astara, genauer gesagt auf den Fiat E-Ducato.

Die Modellpalette in Kürze:

Fiat Professional Fiat setzt stark auf Elektrifizierung: Der E-Ducato mit bis zu 424 km Reichweite und grossem Ladevolumen, der vielseitige E-Doblò mit cleveren «Magic»Funktionen sowie der E-Scudo als mittelgrosser Allrounder decken das professionelle Einsatzspektrum ab. Alle Modelle sind flexibel konfigurierbar und auch thermisch erhältlich, was für gemischte Flotten wichtig bleibt.

Nissan

Mit Interstar, Primastar und Townstar zeigt Nissan ein durchgängiges Grössenspektrum. Der Interstar überzeugt als Diesel oder Elektro mit bis zu 13 m³ Volumen und 3,5 t Gesamtgewicht. Der kompakte Townstar punktet elektrisch mit bis zu 297 km Reichweite – ideal für urbane Einsätze. «Gerade im Service -

bereich merken wir, wie beliebt die kompakten E-Lieferwagen werden», sagte Monaco.

Maxus

Die chinesische Marke positioniert sich klar als Elektrospezialist. Die Transporter «eDeliver» 5, 7 und 9 bieten Reichweiten zwischen 300 und 370 km und ein breites Laderaumspektrum. Mit dem «eDeliver» 7 AWD zeigte Maxus ein Modell, das besonders in alpinen Regionen gefragt ist. Dazu kommt der elektrische Pick-up «eTerron» 9 für schwere Einsätze.

KGM

Die Koreaner bedienen mit dem Musso Diesel klassische Gewerbekunden, liefern mit dem neuen Musso EV aber erstmals eine vollelektrische Pick-up-

Alternative mit Allrad – ein weiteres Zeichen dafür, dass robuste E-Nutzfahrzeuge jetzt im Markt angekommen sind.

Fazit: Vielfalt, Individualisierung und E-Kompetenz

Die Messepräsenz von Astara zeigte, wie breit der Wandel zur elektrischen Nutzfahrzeugmobilität inzwischen trägt. Dank vier Marken, zahlreichen Antriebsvarianten, Individualisierungsmöglichkeiten und einem Flat-Rate-Abo-Modell mit Arval kann Astara Flotten jeder Grösse bedienen – vom Handwerkerbetrieb bis zum nationalen Konzern. Monaco fasste es so zusammen: «Wir bieten nicht nur Fahrzeuge. Wir liefern Lösungen – und zwar so, dass sie im Schweizer Alltag funktionieren.»

www.astara.com

Ein vollelektrischer Nissan Interstar mit Spezialumbau für Behinderten-Transporte Zürich (BTZ).
Der Fiat E-Doblò ist der einzige kompakte E-Lieferwagen mit Allradantrieb – die Schweizerische Post hat schon zugeschlagen.
Astara deckt mit ihren Nutzfahrzeugmarken ein breites Spektrum an E-Mobilität ab.

Bridgestone: Starke Präsenz in mehreren Bereichen

Mit neuen Lkw-Reifen, starker Fachberatung und einem strategisch wichtigen Partner an der Seite nutzte Bridgestone die Messe, um seine Kompetenz von der Erstausrüstung bis zu einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft zu demonstrieren.

Text/Bilder:

In Halle 1.2 begrüssten Country Manager Urs Lüchinger und sein Team die Besuchenden am Bridgestone-Stand. Der Fokus dort lag klar auf der Nutzfahrzeugsparte: Vertreterinnen und Vertreter von Transport- und Busbetrieben informierten sich über die neusten Entwicklungen bei Lastwagenreifen. Besondere Aufmerksamkeit zogen die beiden neuen Modelle M-Steer 002 und M-Drive 002 auf sich. Sie wurden für den kombinierten Strassen- und Geländeeinsatz entwickelt und bieten dank optimierter Gummimischung, verstärkter Konstruktion und einem neuen Profildesign eine deutlich höhere Abriebfestigkeit und geringeren Rollwiderstand. Das steigert die Laufleistung und senkt zugleich den Treibstoffverbrauch – ein direkter Vorteil für Flotten,

die wirtschaftlich unterwegs sein müssen. Beide Reifen verfügen über robuste Karkassen, die mehrfach runderneuert werden können und damit zur Reduktion der Gesamtbetriebskosten beitragen.

Ein Messe-Nachbar als strategische Ergänzung

Nur wenige Schritte vom BridgestoneStand entfernt präsentierte sich mit Pneu Fahrni ein Unternehmen, das im Bereich Lastwagenreifen seit Jahren eine wichtige Rolle spielt – und das nicht nur als Messe-Nachbar, sondern als inhaltliche Ergänzung. Die Runderneuerungsspezialisten aus Niederwangen bei Bern demonstrierten, wie PremiumKarkassen – insbesondere solche von Bridgestone – ein zweites, drittes und sogar viertes Leben erhalten können. Fahrni setzt dabei auf modernste Inspektions- und Aufbereitungstechniken, wodurch runderneuerte Reifen eine Qualität erreichen, die Neureifen sehr nahekommt. Besonders deutlich wurde der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft: Während für einen Lastwagen-Neureifen rund 83 Liter Rohöl benötigt werden, kommt ein runderneuerter Reifen mit etwa 26 Litern aus. Das spart Ressourcen, reduziert CO₂-Emissionen und bietet Flotten eine äusserst wirtschaftliche Lösung. Dass Fahrni hauptsächlich mit Bridgestone-Karkassen arbeitet, unterstreicht die technische Kompatibilität und die gemeinsame Ausrichtung auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Kein Wunder, wirkte der Fahrni-Stand wie eine inhaltliche Erweiterung der Bridge -

stone-Präsenz – eine Partnerschaft, die den Kreis zwischen Premiumprodukt und nachhaltigem Lebenszyklus schliesst.

Personenwagensparte in der ESAHalle

Abseits der Nutzfahrzeugabteilung zeigte Bridgestone auch in der neuen Festhalle Präsenz – im Verbund der ESA. Hier standen die PW-Reifen im Vordergrund, besonders die BlizzakWinterreifenfamilie mit der EnlitenTechnologie. Diese optimiert die Reifenperformance wie beispielsweise die Bremsleistung auf nasser Fahrbahn und trägt damit sowohl zur Effizienz als auch zum verbesserten Fahrverhalten bei. Die doppelte Präsenz – einerseits im Nutzfahrzeugbereich, andererseits im PW-Segment – zeigte, wie breit Bridgestone heute aufgestellt ist.

www.bridgestone.ch

Die neuen Bridgestone-Lastwagenreifen M-Drive 002 (vorne) und M-Steer 002.
In der neuen Festhalle 4, unter dem Dach der ESA, zeigte Bridgestone seine PW-Reifen.
Urs Lüchinger (l.) und sein Team am Bridgestone-Stand in Halle 1.2.
Mario Borri

Bott Schweiz AG sagt Danke: Starker Auftritt an der «transport.ch»

Patrick Schneider und sein Team zeigten an vier Standorten in Bern Präsenz: mit Produkten, Gastfreundschaft und vielen Begegnungen –ein Messeauftritt ganz im Zeichen der Kundennähe.

Der Hauptstand der Bott Schweiz AG befand sich in Halle 3, dort wurden einige Produkte aus der breiten Palette des Fahrzeugeinrichters gezeigt. Unter anderem die Bott Vario 3, eine individualisierbare Signalisation, sowie nach Kundenwunsch gestaltbare Sitzbezüge.

Laden, entspannen, vernetzen

Auch eine mobile Ladestation mit 2500 Watt Leistung zog Interesse auf sich – eine Innovation für all jene

Handwerker, die Akkumaschinen im Einsatz haben. Parallel dazu lud das Bistro im Hauptstand Kunden und Partner ein, sich nach dem Messerundgang auszuruhen und zu verpflegen. In der neuen Festhalle setzte das Team mit einer mobilen Kaffeemaschine auf unkomplizierte Gastfreundschaft: Gratis-Kaffee für alle Besucher, serviert mit persönlicher Note. Mit einem weiteren Ausstellungsstück war man auch im Aussenbereich präsent.

Der «Bottifant» als Markenbotschafter Überall unterwegs: der «Bottifant» – ein Selfie-Star mit Jöh-Effekt und Süssigkeitenverteiler für Kinder. Damit stärkte Bott Schweiz nicht nur die Markenbekanntheit, sondern setzte auch auf emotionale Nähe und Familienfreundlichkeit auf der Messe.

Vier Standorte bei der «transport.ch» – das spricht für Engagement, Präsenz und Wertschätzung. Für das Team von

Immer auf die Kleinen

Der Stand von Citroën an der «transport.ch» wirkte wie ein farbiges Gegengewicht zur üblichen Messeschwere. Zwischen riesigen Sattelzugmaschinen und schweren Kranfahrzeugen zeigten die Franzosen wahre Grösse und präsentierten ihren kleinen Eroberer: den Citroën Ë-C3 Van.

Der kompakteste Vertreter des Citroën-Nutzfahrzeugprogramms richtet sich an alle, die täglich kurze Wege zurücklegen und auf wenig Raum viel laden müssen. So bietet der kleine Stromer auf einer Fahrzeuglänge von rund 4 Metern über 1200 Liter Ladevolumen und mehr als 300 Kilogramm Zuladung. Anstelle einer Sitzbank im Fond befindet sich hinter den Sitzen der ersten Reihe eine ebene und robuste Ladefläche inklusive Trennwand und Gepäcktrenngitter. Angetrieben von einem 83 kW/113 PS starken Elektromotor muss der Ë-C3 Van erst wieder nach rund 323 Kilometern (WLTP) an die Steckdose. Geladen wird entweder serienmässig mit 100 kW Gleichstrom oder alternativ über einen optionalen 11-kW-Onboard-Charger. Besonders auf Lieferdienste, Hand-

werker und urbane Logistikunternehmen zielt Citroëns Kleinster mit Nutzfahrzeugzulassung ab. Auf dem Citroën-Stand der «transport.ch» war dichtes Gedränge, denn der Ë-C3 Van war mit einem Stauraumkonzept von Sortimo ausgestattet –und randvoll mit Süssigkeiten gefüllt.

Das Bott-Schweiz-Team an der «transport.ch» mit Geschäftsführer Patrick Schneider (3. v. l.).

Bott Schweiz AG war der Auftritt eine eindrucksvolle Mischung aus Produktinnovation, Kundennähe und Service-Erlebnis. «Mit diesem Engagement wollen wir unserer Wertschätzung Ausdruck verleihen – wir sind hier für unsere Kunden und Partner», so Bott-Schweiz-Geschäftsführer Patrick Schneider. (mb)

www.bott-schweiz.ch/de

Ebenso süss der Fahrzeugpreis unterhalb der 20 000-Franken-Schwelle und noch süsser das 8-Jahre-Garantieversprechen. Ein deutliches Zeichen für das Vertrauen der Marke in ihre Technik. (ml)

www.citroen.ch

Citroën zeigte den Ë-C3 Van.

Carrosserie Hess setzt Akzente für Nutzfahrzeugflotten

Die Carrosserie Hess AG stellte ihr erweitertes Angebot für Auf- und Einbauten ins Zentrum – und zeigte, wie flexibel das Traditionsunternehmen heute Flottenkunden bedienen kann.

Zwar sorgte ein moderner Linienbus für Aufmerksamkeit, doch am grossen Stand in Halle 3 stand auch das Auf- und Einbaugeschäft für Nutzfahrzeuge im Fokus. Michel Birchmeier, Leiter Marketing und Kommunikation, sowie Nicola Marchionna, Leiter Nutzfahrzeuge, präsentierten das breite Portfolio. Hess könne heute praktisch jeden Kundenwunsch realisieren, betonte Birchmeier – unterstützt durch den hauseigenen Online-Konfigurator. Dieser erleichtert die Planung von Kofferaufbauten deutlich. Die digitale Lösung basiert auf der laufend aktualisierten Datenbank aller relevanten Fahrzeugmodelle, technischen Spezi -

fikationen und möglichen Aufbaukomponenten. Michel Birchmeier: «Damit lassen sich selbst komplexe Anforderungen – von Gewichtsoptimierung über Nutzlast bis hin zu elektrischen Zusatzsystemen – präzise abstimmen.»

Schweizweit präsent – und weiterwachsend

Die Carrosserie Hess AG ist ausser im Tessin und Graubünden in der ganzen Schweiz vertreten. Jüngster Ausbau: der neue Standort in Rothenburg, wo Hess die Filiale der Auto AG übernommen hat. Damit rückt das Unternehmen noch näher an Flottenkunden heran, die schnelle und individuelle Lösungen suchen.

Effizienz

Neues Angebot: Werbebeschriftungen

Neu im Portfolio sind professionelle Werbebeschriftungen. Damit begleitet Hess seine Kundschaft nun durchgehend – vom Fahrzeug über den Aufbau bis zum sichtbaren Markenauftritt. (mb)

www.hess-ag.ch

im Transport –

auf der letzten Meile, Kurzstrecken und im innerbetrieblichen Einsatz

Die Schweizer MCC-TEC AG entwickelt und realisiert seit 2014 innovative Prototypen sowie intelligente Klein- und Grossserien. Mit massgeschneiderten Aufbau- und Systemlösungen für die letzte Meile und innerbetriebliche Anwendungen liefert das Unternehmen schon heute praxisnahe Antworten auf die Mobilitätsfragen von morgen.

Kühlfahrzeuge für die letzte Meile mit maximierter Nutzlast Das Kerngeschäft der MCC-TEC liegt in der Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Leichtbau-Kühlfahrzeuge. «Im kommenden Jahr dürfen wir wiederum eine Flotte von über 100 Kühlfahrzeugen mit einer Nutzlast von rund 1400 kg realisieren», erklärt Christoph Harder, Geschäftsführer der MCC-TEC AG.

Kleinstfahrzeuge steigern innerbetriebliche Effizienz Doch nicht nur auf der letzten Meile

gilt «Zeit ist Geld»: Auch innerhalb von Firmenarealen, Werkhöfen oder Logistikzentren werden heute noch viele Wege zu Fuss zurückgelegt – ein unterschätzter Produktivitätsfaktor. «Mit individuell konfigurierten Mikro- und Kleinstfahrzeugen – mit oder ohne spezifische Auf- oder Anbauten – lässt

sich die Prozesseffizienz im innerbetrieblichen Bereich deutlich steigern», betont Harder. So wird aus unproduktiver Gehzeit ein effizienter Materialund Personentransport, der Betriebskosten senkt und Arbeitsabläufe beschleunigt. (ir)

www.mcc-tec.ch

Christoph Harder (l.) und Servicetechniker Timur Adiyarov.
Michel Birchmeier (l.), Leiter Marketing/Kommunikation, und Nicola Marchionna, Leiter Nutzfahrzeuge.

Jebsen & Jessen: Elektromobilität im Rampenlicht

An der «transport.ch» 2025 zeigte Jebsen & Jessen

Industrial Solutions, wie moderne Ladeinfrastruktur und ein kompakter Elektrobus zum schlüssigen Gesamtkonzept werden – und präsentierte sogar eine Weltneuheit.

Text/Bilder:

Jebsen & Jessen Industrial Solutions war auf der Messe mit einem klaren Fokus vertreten: Elektromobilität ganzheitlich denken – von Fahrzeugen über Ladehardware bis zu Planung und Service. Am Stand beantworteten Wolfgang Merz, Vorsitzender der Geschäftsleitung, und Fernando Guida, Vertriebsleiter Schweiz, Fragen von Interessenten und präsentierten die Ausstellungsstücke. Gezeigt wurde, wie das Unternehmen seit Jahren Busse und Nutzfahrzeuge elektrifiziert und die passende Ladeinfrastruktur dazu liefert.

Kompakter Elektrobus als Blickfang Vor der Halle präsentierte das Team einen wendigen Elektro-Minibus – einen Wisdom Motor Sigma 7, der für den urbanen Verkehr und flexible Shuttle-Einsätze ausgelegt ist. Jebsen & Jessen Schweiz bereitet den 7-Meter-Bus aktuell für die Zulassung im öffentlichen Verkehr vor.

Ladeinfrastruktur mit System Im Zentrum des Standes in der neuen Festhalle standen mehrere aktuelle Ladelösungen der Technologiepartner. Besonders im Fokus: die modularen DC-Systeme von Kempower, deren Leistungseinheiten abseits der Parkflächen platziert werden können und über Satelliten oder Control Units flexibel mehrere Anschlusspunkte versorgen. Jebsen & Jessen übernimmt dabei die gesamte Umsetzung – von der Planung über die Kabelführung bis zum Balancing in Hallen und Aussenbereichen. Dass Ladeprozesse zuverlässig funktionieren, bleibt ein Kernthema: Mit dem Monitoring-System Chargeye, Prozessoptimierung und abgestimmten Abläufen sorgt das Unternehmen dafür, dass

Fahrzeuge über Nacht tatsächlich vollgeladen bereitstehen.

Weltpremiere: Neue «Charging Box» Ein besonderer Moment des Messeauftritts war die Weltpremiere einer Innovation von Gresgying, die erstmals in der Schweiz präsentiert wurde: die «Charging Box». Das kompakte Gerät verbindet den modularen Charging Hub mit einem 10-Meter-CCS2-Kabel und erlaubt unterschiedliche Montagearten – Wand, Decke oder Trägerstrukturen. Es eignet sich für Betriebshöfe, Logistikflächen oder Garagen, wo Platz und Flexibilität entscheidend sind. Der Charging Hub liefert bis zu 960 kW Gesamtleistung und kann bis zu 12 Ladepunkte mit exakt verteilter Energie bedienen. Durch die innovative Doppel-Sternschaltung wird immer nur so viel Leistung bereitgestellt, wie das Fahrzeug gerade benötigt – ein Vorteil bei knappen Netzanschlüssen.

Service als Versprechen

Neben Technik betonte das Team auch den Serviceanspruch: Ein schweizweites Partnernetz, zertifizierte Ingenieure und das grösste Ersatzteillager für die betreffenden Ladesysteme im Land sorgen dafür, dass Hilfe schnell verfügbar ist – im Idealfall über Nacht. Das Angebot reicht von Remote-Analysen über präventive Wartung bis hin zu Schulungen für Fahrer und Betreiber.

www.jj-emobility.com/ch/de

Der Stand von Jebsen & Jessen in der neuen Festhalle.
V. l.: Fernando Guida, Wolfgang Merz und Philip Frei im Wisdom-Motor-Elektrobus.
Mario Borri

Peugeot setzt Fokus auf elektrische Nutzfahrzeuge

Mit einem klaren Fokus auf elektrische Nutzfahrzeuge präsentierte sich Peugeot an der «transport.ch» 2025 als Marke, die in der gewerblichen Elektromobilität immer breiter aufgestellt ist.

Im Mittelpunkt stand der Peugeot E-Expert. Gezeigt wurde auch der E-Partner mit 4×4-Antrieb, der speziell für anspruchsvolle Topografien und Baustellen entwickelt wurde. Die Allradlösung basiert auf einer Dangel-Umrüstung und schafft zusätzlichen Grip, ohne Nutzlast oder Reichweite einzuschränken. Damit eröffnet Peugeot dem E-Partner neue Einsatzfelder in Kommunen, im Handwerk oder im alpinen Raum. Der zweite Schwerpunkt war der E-Boxer, der als vielseitiges Nutzfahrzeug gezeigt wurde – unter anderem mit einer vollständig integrierten Sortimo-Werkstatteinrichtung. Die Variante kam besonders bei Fachbesuchern aus Bau, Sanitär und Montage gut an, da sie zeigt, wie sich ein vollelektrischer Transporter ohne Kompromisse in mobile Arbeitsumgebungen verwandeln lässt. Robust, geräumig und praxistauglich: Der E-Boxer demonstrierte in Bern, dass elektrische Grosstransporter längst mehr als eine Nischenlösung sind.

Ein weiteres Highlight war der E-Traveller, der auf der Messe in einer barrierefreien Konfiguration vorgestellt wurde. Der Fokus hier: Mobilität für alle. Die umgebaute Version mit modernem Liftund Sitzkonzept richtet sich an soziale Einrichtungen, Shuttle-Dienstleister und Gemeinden – Bereiche, in denen Geräuscharmut, Laufruhe und lokal emissionsfreier Betrieb besonders geschätzt werden. Gerade im Personentransport zeigte Peugeot, wie sehr Elektromobilität auf Komfort einzahlt.

Peugeot-Care-Garantie

Das umfassende Peugeot-Care-Garantieprogramm unterstrich diesen Anspruch zusätzlich. Für E-Partner, E-Expert und E-Boxer gewährt Peugeot bis zu 8 Jahre oder 160 000 Kilometer Garantie auf die zentralen Komponenten, sofern die Wartung über das Händlernetz erfolgt. Ein starkes Sicherheitsversprechen, das speziell Flottenkunden ansprach.

Premiere von Peugeot an der diesjährigen «transport.ch»

Zudem gab es von der französischen Marke mit dem Löwen im Logo eine Premiere: Dangel erweitert ab 2025 sein 4WD-Programm auf mittelgrosse elektrische Transporter wie den E-Expert. Die Lösung mit elektrifizierter Hinterachse und automatischer Kraftverteilung verbessert die Traktion auf schwierigem Untergrund – ein weiterer Schritt, um elektrische Nutzfahrzeuge breit einsetzbar zu machen. Der Hinweis darauf diente Peugeot vor allem als Ausblick, wohin sich das Angebot künftig erweitert. Wie wichtig die Messe für die Markenpräsenz ist, fasste Massimo Rizzo treffend zusammen: «Die ‹transport.ch› ist eine wichtige Plattform, um Kontakte zu knüpfen, dem Kunden Produkte näherzubringen und das Netzwerk zu erweitern.» (ml)

www.peugeot.ch

Massimo Rizzo (l.) und Giovanni Carta an der «transport.ch».

Vom Brummi zum Summi –Repower an der «transport.ch»

Die «transport.ch» in Bern gilt als das wichtigste Schaufenster der Schweizer Nutzfahrzeugbranche. Alle zwei Jahre trifft sich hier die Transportwelt – von Fahrzeugherstellern über Logistiker bis hin zu Energieunternehmen. Dieses Jahr war Repower erstmals mit einem eigenen Stand vertreten – und sorgte gleich für elektrisierende Impulse.

Das E-Mobility-Team präsentierte praxisnahe Lösungen für die Elektrifizierung des Schwer- und öffentlichen Verkehrs. Ein Thema, das spürbar an Fahrt gewinnt. Die zahlreichen Fachgespräche am Stand zeigten deutlich: Die Transportbranche ist aufgewacht. Immer mehr Unternehmen denken konkret über den Umstieg auf elektrische Flotten nach und suchen nach Partnern, die sie auf diesem Weg begleiten. «Wir haben eine grosse Offenheit gespürt», sagt Cornelia Eltrich, Marketingverantwortliche bei Repower E-Mobility. «Das Interesse war enorm. Vom kleinen Transportunternehmen bis zum grossen Flottenbetreiber. Viele wollten wissen, wie Ladeinfrastruktur im Depot in der Werkstatt oder auf dem Firmengelände effizient geplant und umgesetzt werden kann.»

Referat an GV von «bus.ch»

Ein besonderes Highlight setzte Andreas Wirtz, Co-Leiter E-Mobility bei Repower, mit seinem Referat an der Generalversammlung von «bus.ch». Unter dem pointierten Titel «Vom Brummi zum Summi – wie Repower die Busdepots der Schweiz elektrifiziert» zeigte er, wie Energie- und Verkehrswelt zunehmend

zusammenwachsen. Anhand konkreter Beispiele, etwa aus der Zusammenarbeit mit PostAuto, wurde deutlich, dass Elektromobilität im ÖV längst keine Zukunftsvision mehr ist, sondern Realität. Auch das Messepublikum reagierte positiv: Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich bei Repower über ganzheitliche Lade- und

Energielösungen zu informieren. Von Depotplanung über Lastmanagement bis hin zur Installation und Inbetriebnahme. Repower zeigte, dass nachhaltige Mobilität nur dann funktioniert, wenn Technik, Energieversorgung und Betrieb Hand in Hand gehen. (ml)

www.repower.com/emobility

Die Zukunft des Transports ist elektrisch – Cornelia Eltrich im Gespräch

Frau Eltrich, Ihr Fazit zur Messe?

Die «transport.ch» war für uns ein grosser Erfolg. Wir konnten nicht nur viele wertvolle Kontakte knüpfen, sondern auch spüren, dass der Wandel in der Branche angekommen ist. Elektromobilität ist kein Randthema mehr, sondern eine konkrete Investitionsentscheidung.

Was nehmen Sie von der Messe mit?

Vor allem Zuversicht. Die Offenheit und das Interesse der Besucher haben gezeigt, dass Repower mit ihren Lösungen genau am richtigen Punkt ansetzt. Wir unterstützen Unternehmen, den Weg in die elektrische Zukunft realistisch und wirtschaftlich zu gestalten. Ihr Ausblick?

Wir gehen mit Rückenwind nach Hause. Die Gespräche, die wir hier geführt haben, werden zu Projekten werden, davon bin ich überzeugt. Die Zukunft des Transports ist elektrisch, und wir sind bereit, sie mitzugestalten.

V. l. Dejan Stefanovic, Cornelia Eltrich, Andreas Wirtz, Reto Wullschleger.
Reto Wullschleger mit Kempower Satellit.

Schweizer Premiere auf dem Volkswagen-Nutzfahrzeuge-Stand

Volkswagen Nutzfahrzeuge feierte an der «transport.ch» die Schweizer Premiere des neuen Transporter Pritschenwagens mit Doppelkabine und zeigte weitere Varianten der aktuellen Nutzfahrzeugflotte.

Seit dem ersten VW T1 von 1950 gehört die Transporter-Doppelkabine mit Ladebrücke fest zum Angebot von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Besonders im Bau-, Forst- und Gartenbau ist sie aufgrund ihrer Robustheit und mangels Alternativen gefragt. Die verlängerte Kabine bietet Platz für bis zu sechs Personen, während Material und Geräte auf der Ladefläche transportiert werden. «Ohne Doppelkabiner wären zwei Fahrzeuge nötig – eines fürs Team und eines für die Ladung», erklärte Nicol Fleissner, Markenchefin VW Nutzfahrzeuge Schweiz. Ein zusätzlicher Transporter würde dann ungenutzt Parkraum blockieren.

Alleinstellungsmerkmal im Schweizer Markt

Fleissner betonte, wie wichtig die «Pritsche DoKa» im Modellprogramm sei. In der Schweiz sei kaum ein Konkurrenzmodell erhältlich – ein klarer Vorteil für VW Nutzfahrzeuge. Die technische Basis stammt vom «New Transporter», dessen Markteinführung mit 13 Karosserievarianten und 3 Antriebssystemen im Februar stattfand. Anfang 2026 er-

weitert Volkswagen das Angebot um die Pritschenwagen- und Chassis-Varianten mit Doppelkabine.

Viel Ladefläche, hohe Nutzlast

Die neue Pritschenwagen-Generation bietet eine 2169 mm lange und 1945 mm breite Ladefläche (4,2 m²) und bis zu 1073 kg Nutzlast. Serienmässig sind ein langer Radstand, 6 Sitzplätze und abklappbare Alubordwände verbaut. Der Transporter ist als Chassis für individuelle Aufbauten oder als kompletter Pritschenwagen ab Werk erhältlich. Die zulässige Anhängelast beträgt bis zu 2500 kg. Die Serienausstattung wurde deutlich erweitert: LED-Licht, 12-Zoll-Digitalcockpit, Infotainment mit 13-ZollTouchscreen, DAB+, Apple CarPlay, Android Auto und der Spurhalteassistent «Lane Assist» gehören nun zum Standard.

Am VW-Stand gab es einen Polizei-ID-Buzz, einen T1-Kastenwagen und weitere leichte Nutzfahrzeuge zu bestaunen.

Breite Motorenwahl:

Diesel und Elektro

Zur Auswahl stehen zwei TDI-Motoren mit 81 kW (110 PS) oder 110 kW (150 PS), Letzterer optional mit 4×4 und 8-GangAutomatik. Neu ergänzt eine vollelektrische Variante das Angebot: 100 kW (136 PS), 160 kW (218 PS) oder 210 kW (286 PS), jeweils mit 70-kWh-Batterie. Alle E-Transporter verfügen über ein 1-Gang-Automatikgetriebe und werden mit Heck- oder Allradantrieb erhältlich sein.

Preise und Verfügbarkeit

Der Transporter Pritschenwagen mit Doppelkabine startet bei 43 685 Franken, die Chassis-Version bei 43 010 Franken (jeweils exkl. MwSt.). Die Bestellsysteme sind seit Anfang November geöffnet. Ab Anfang 2026 stehen die neuen Modelle bei den Schweizer VW-Nutzfahrzeuge-Partnern. (pd/mb)

www.volkswagen-nutzfahrzeuge.com

Auch das grösste Modell von VW Nutzfahrzeuge, der Crafter, gibt es mit Pritsche und Doppelkabine sowie als Kastenwagen.

Startschuss für «GlassRep» – im Glashaus über den Dächern Zürichs

Knapp 60 Vertreterinnen und Vertreter von Flottenbetreibern, Leasinganbietern und Versicherungen (FLI) folgten der Einladung zum Kick-off von «GlassRep», dem neuen Reparaturnetzwerk für Autoglas. Text/Bilder: Mario Borri

An diesem Morgen glänzte Zürichs höchstes Glashaus symbolträchtig für das Tagesthema: Glas. Hoch oben im Restaurant Clouds begrüsste Daniel Fuchs, Leiter von «GlassRep», die Gäste. Neben den FLI nahmen auch Delegierte der Partnerfirmen Glas Trösch, Derendinger, Sika und Teroson teil, die das Netzwerk mit Schulungen und Reparaturausrüstung unterstützen. Ziel des Anlasses war es, die FLI für eine verstärkte Steuerung von Glasschäden an die rund 120 qualifizierten Karosseriepartner zu gewinnen. Fuchs skizzierte den Ablauf: Vorstellung von «GlassRep», mehrere Kurzreferate sowie ein Apéro riche mit Raum für Austausch und Networking.

«Eine Win-win-win-Situation» Anschliessend sprach Enzo Santarsiero, abtretender Managing Director von Axalta – André Koch und Mitbegründer von «GlassRep». Die Idee sei gemeinsam mit dem Karosserie-Beirat entstanden. «GlassRep» berücksichtige die Bedürfnisse von FLI, Karosseriebetrieben und Endkunden gleichermassen –eine «Win-win-win-Situation».

Warum ein Richtungswechsel nötig ist Der Handlungsdruck ist hoch: Moderne Frontscheiben mit Sensorik werden stetig teurer, die Reparaturquote bleibt tief, gleichzeitig steigen Kundenanforderungen und ökologische Erwartungen. Jährlich entstehen in der Schweiz rund 240 000 Glasschäden mit einem Schadenvolumen von über 300 Millionen Franken, doch aktuell werden nur rund 20 % der Scheiben repariert. «Reparieren, wo möglich – ersetzen, wo nötig», fasste Fuchs zusammen. Das Potenzial ist erheblich: Laut einer Empa-Studie spart jede Reparatur 15,4 Kilogramm CO₂. Würden 30 % aller Frontscheibenschäden repariert – das erklärte Ziel von «GlassRep» –, ergäbe dies eine Einsparung von rund 1000 Tonnen CO₂ pro Jahr.

Einheitlicher Rahmen für FLI

Das Netzwerk basiert auf einem schweizweit einheitlichen Modell. Ein definierter Durchschnittspreis pro Schaden schafft Transparenz und Planbarkeit, ein BonusMalus-System fördert hohe Reparaturquoten. Ergänzt wird dies durch ein unabhängiges Schadenmanagement sowie klare Qualitäts- und Servicevorgaben für die Partnerbetriebe, inklusive Schulungen, Audits und Zusatzleistungen wie Hol- und Bringservice.

Auch wirtschaftlich ist die Reparatur attraktiv: Sie dauert im Schnitt 0,6 Stunden, ein Scheibenersatz rund 3,1 Stunden. Häufig entfällt zudem die kostenintensive Kalibrierung. «Bei ‹GlassRep› verstärken sich Ökologie und Wirtschaftlichkeit», so Fuchs.

Kosten, CO₂ und Praxis

Die spannenden Referate beleuchteten Umweltwirkung, Kostenentwicklung und praktische Umsetzung. Die Reparatur gilt insbesondere im Scope-3-Bereich der Lieferkette als wirksamer CO₂-Hebel. Versichererseitig wurde der deutliche Kostenanstieg bei Glasschäden aufgezeigt sowie das Potenzial, durch gezielte Steuerung und neue Technologien die Reparaturquote zu erhöhen. Praxisberichte aus Karosseriebetrieben unterstrichen die Bedeutung von qualifizierten Mitarbeitenden und energieeffizienten Prozessen.

Appell zum Abschluss

Zum Abschluss appellierte Santarsiero an die FLI, den eingeschlagenen Weg aktiv mitzugehen: «2050 ist nicht mehr weit – jetzt ist es Zeit zu handeln.» Beim anschliessenden Apéro riche klang der Anlass mit Gesprächen und Vernetzung aus – ein symbolträchtiger Auftakt für ein Projekt, das das Glasschadenmanagement nachhaltig verändern will. ■

Enzo Santarsiero, Mitbegründer von «GlassRep», spricht von einer Win-win-win-Situation.
Daniel Fuchs, Leiter von «GlassRep», begrüsst die Gäste.
Knapp 60 Vertreterinnen und Vertreter von FLI folgten der Einladung in den Prime Tower.

Verweigerung der Fahrzeugherausgabe durch den Abschleppdienst

Herr X stellt seinen Firmenwagen unberechtigterweise auf einem privaten Parkplatz ab, da er in Eile ist und keinen freien Parkplatz findet. Als er nach drei Stunden zurückkehrt, stellt er fest, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wurde. Er kontaktiert das Abschleppunternehmen, welches ihm jedoch sein Fahrzeug nur gegen Bezahlung einer Gebühr von 600 Franken herausgeben will. Herr X fragt sich, ob dies rechtlich zulässig ist.

1. Ist das Abschleppen zulässig? Grundsätzlich dürfen Grundeigentümer und dinglich Berechtigte (z. B. Mieter oder Pächter eines privaten Parkplatzes) unberechtigt parkierte Fahrzeuge von ihrem Parkplatz oder aus einer Einfahrt abschleppen lassen. Die Abwehr einer sog. «verbotenen Eigenmacht» muss nach Art. 926 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) aber sofort erfolgen und zudem verhältnismässig sein.

Was «sofort» bedeutet, ist in der Literatur umstritten; von mehreren Stunden bis zu einem Tag nach Feststellung des Parkvergehens werden unterschiedliche Meinungen vertreten. Reagiert der Berechtigte nicht rechtzeitig, steht theoretisch nur noch eine gerichtliche Klage nach Art. 927 oder 928 ZGB gegen den Fahrzeughalter zur Verfügung, was allein schon aufgrund der Prozessdauer unpraktikabel ist. Der gerichtliche Weg dürfte nur bei verlassenen Fahrzeugen infrage kommen, welche vom Besitzer unberechtigt «entsorgt» wurden.

Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit ist es jedenfalls zulässig, ein Fahrzeug dann abschleppen zu lassen, wenn der Berechtigte den Parkplatz dringend selbst benötigt oder wenn eine Ausfahrt versperrt wird. Ist keine zeitliche Dringlichkeit geboten und sind mildere Massnahmen möglich,

müssen diese zuerst ergriffen werden. Ist der Aufenthaltsort des Fahrzeuglenkers in unmittelbarer Nähe bekannt oder kann er leicht kontaktiert werden, z. B. über eine am Fahrzeug angebrachte Visitenkarte mit Telefonnummer, muss der Lenker zuerst kontaktiert werden und muss ihm Gelegenheit gegeben werden, das falsch parkierte Fahrzeug wegzufahren. Nur wenn dies nicht oder nicht innert angemessener Zeit möglich ist – oder wenn der Lenker die Kooperation verweigert – darf das Fahrzeug abgeschleppt werden. Wenn der Berechtigte die Grenzen der Verhältnismässigkeit überschreitet, riskiert er, dass er anschliessend die Abschleppkosten vom Falschparker nicht zurückfordern kann. Ausserdem riskiert er, sich allenfalls wegen Sachentziehung nach Art. 141 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (STGB) strafbar zu machen, sofern dem Fahrzeuglenker durch das Abschleppen «ein erheblicher Nachteil entsteht», was von diesem aber zu belegen ist.

2. Wer trägt die Abschleppkosten? Die Abschleppkosten sind zunächst vom Berechtigten an das von ihm beauftragte Abschleppunternehmen zu bezahlen. Der Berechtigte kann die ihm entstandenen Kosten anschliessend als Schadenersatz vom fehlbaren Fahr-

Haben Sie als Leser eine aktuelle Rechtsfrage? Senden Sie uns diese an:

mlusk@awverlag.ch

zeuglenker (nicht vom Fahrzeughalter!) zurückfordern, jedenfalls im gerechtfertigten Umfang, wie sich sogleich zeigt. Hierzu muss der Auftraggeber nötigenfalls seine Forderung vor einem Zivilgericht gegen den Fahrzeuglenker durchsetzen.

Oftmals wird die Inkassoforderung auch an das Abschleppunternehmen abgetreten (sog. Forderungszession) und von diesem direkt geltend gemacht. Der Fahrzeuglenker muss aber nur dann an das Abschleppunternehmen eine Zahlung leisten, wenn dieses ihm die gültige Zession anzeigt und schriftlich belegen kann.

3. Höher der Abschleppgebühr Immer wieder machen Abschleppunternehmen horrende Forderungen und fragliche Zusatzgebühren geltend, welche in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt sind. Der Forderungsgläubiger (Auftraggeber oder bei Zession das Abschleppunternehmen) unterliegt dabei der Schadenminderungspflicht und kann nicht jeden Fantasiebetrag als Schaden geltend machen.

Die Zürcher Gerichte orientieren sich bei der Beurteilung an den Tarifen der Stadtpolizei Zürich, welche für das Abschleppen pauschal 200 Franken und zusätzlich eine Administrationsgebühr von 90 Franken für die Rückgabe des

Fahrzeugs veranschlagt. Da der Stadtratsbeschluss jedoch vom 6.7.1994 datiert, dürfte für heutige (private) Verhältnisse aufgrund der Teuerung vermutlich eine Gebühr in Höhe von 400 bis 450 Franken für private Abschleppunternehmen gerechtfertigt sein. Alles, was darüber hinausgeht verletzt die Schadenminderungspflicht und kann zivilrechtlich nicht geltend gemacht werden.

4. Unerlaubte Retention des Fahrzeugs

Die Verbindung der Zahlungsaufforderung mit dem Hinweis, dass andernfalls das Fahrzeug zurückbehalten wird (Retention), ist meines Erachtens zivilrechtlich unzulässig und stellt strafrechtlich eine verbotene Nötigung dar (Art. 181 StGB). In diesem Sinne urteilten auch bereits die Zürcher Gerichte. Auf ein gesetzliches oder vertragliches Retentionsrecht kann sich das Abschleppunternehmen nicht berufen. Zum Inkasso der Forderung genügt es ohne Weiteres, wenn das Abschleppunternehmen via das Fahrzeugkennzeichen den Halter ausfindig machen kann. Ausserdem können bei der Herausgabe des Fahrzeugs die Personalien des Lenkers aufgenommen werden. Anschliessend kann das Inkasso via Rechnung erfolgen. Eine Retention des Fahrzeugs zwecks Forderungsinkasso ist somit unverhältnismässig. In der Literatur gibt es aber auch vereinzelte Gegenmeinungen, welche dem Berechtigten – und bei einer Zession der Forderung auch dem Abschleppunternehmen – unter bestimmten Voraussetzungen ein Retentionsrecht zugestehen wollen, womit der Straftatbestand der Nötigung nicht erfüllt wäre. Falls das Abschleppunternehmen eine deutlich übersetzte Abschleppgebühr verlangt oder falls die Voraussetzungen einer Forderungszession nicht erfüllt sind und damit das Abschleppunternehmen gar nicht zum Forderungsinkasso ermächtigt ist, kann unter Umständen sogar der Tatbestand der Erpressung nach Art. 156 StGB erfüllt sein. Dies dürfte dann der Fall sein, wenn die verlangten Gebühren deutlich über den erwähnten ca. 400 bis 450 Franken liegen, welche die Behörden für ein Abschleppen verlangen. Die darüberliegende Gebührenhöhe ist nicht durch die erbrachte Abschleppdienstleistung gerechtfertigt und das Abschleppunternehmen versucht sich mit der Retention des Fahrzeugs unrechtmässig zu bereichern. Bei berufsmässigen Abschleppunternehmen ist sogar

der Tatbestand der gewerbsmässigen Erpressung denkbar, welche einem höheren Strafrahmen unterliegt.

Wird eine deutlich übersetzte Gebühr geltend gemacht, kann sich das Abschleppunternehmen weiter des Wuchers nach Art. 157 StGB strafbar machen, jedenfalls dann, wenn eine Zwangslage des Fahrzeuglenkers ausgenützt wird, dieser z. B. sein Fahrzeug dringend benötigt und dieses nur durch die Zahlung der übersetzten Gebühr sofort erhält.

Ob und welche Straftatbestände allenfalls erfüllt sein könnten, hängt stets von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.

5. Praxistipps

Wenn das eigene Fahrzeug abgeschleppt wurde, sollten einige Punkte beachtet werden:

Die Abschleppkosten sollten nicht vor Ort bar bezahlt werden. Stattdessen sollte der Lenker seine Personalien angeben und sich eine Rechnung ausstellen lassen. Es ist für den Berechtigten oder für das Abschleppunternehmen mühsam und kostspielig, das Forderungsinkasso auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Unter Umständen verzichtet der Berechtigte aus Kostengründen ganz darauf.

Falls die Inkassoforderung an das Abschleppunternehmen zediert wurde, sollte sich der Fahrzeuglenker im Zweifelsfall die originale Zessionsurkunde oder eine beglaubigte Kopie vorlegen lassen, um sicherzustellen, dass er keine unberechtigte Forderung bezahlt. Andernfalls trägt er das Risiko die Zahlung an den Berechtigten noch einmal leisten zu müssen und den bereits bezahlten Betrag vom Abschleppunternehmen auf dem Rechtsweg zurückfordern zu müssen.

Die Abschleppkosten sollten anschliessend im berechtigten Umfang bezahlt werden, jedoch maximal bis ca. 400 bis 450 Franken. Dies erhöht das Inkassorisiko für den Berechtigten, da er, falls die übersteigenden Kosten vom Gericht nicht gutgeheissen werden, die Prozesskosten übernehmen und eine Parteientschädigung für die Anwaltskosten des Fahrzeuglenkers entrichten muss. Der Berechtigte oder das Abschleppunternehmen wird allenfalls auf das Inkasso der Restforderung verzichten, da die Prozessrisiken zu hoch sind. Falls das Abschleppunternehmen die Herausgabe des Fahrzeugs verweigert oder von der vorgängigen Zahlung einer (übersetzten) Abschleppgebühr ab -

BÜHLMANN KOENIG & PARTNER ist eine auf Wirtschaftsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei mitten in Zürich. Klienten sind vornehmlich Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungs-, Industrie- und Konsumgütersektor. Die Kanzlei ist vorwiegend im Vertrags-, Finanz- und Gesellschaftsrecht tätig, sowohl beratend als auch prozessual.

BÜHLMANN KOENIG & PARTNER legt grossen Wert auf hochstehende Dienstleistungen zu fairen Preisen. Die Kanzlei ist stark international ausgerichtet und Mitglied von Lexlink, einem internationalen Verbund von kleineren wirtschaftsrechtlich fokussierten Anwaltskanzleien.

BÜHLMANN KOENIG & PARTNER AG Alfred-Escher-Str. 17 • CH-8002 Zürich Telefon +41 43 499 77 88 E-Mail info@bkp-legal.ch Website www.bkp-legal.ch

hängig macht, sollte der Lenker sofort die Polizei einschalten und Strafanzeige wegen (versuchter) Nötigung, Erpressung und/oder wegen Wuchers erheben. Allein der Beizug der Polizei oder der Hinweis auf die Einleitung eines Strafverfahrens kann bereits bewirken, dass das Fahrzeug sofort freigegeben wird. Den Abschleppunternehmen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen bewusst und sie riskieren für eine Forderung von wenigen hundert Franken in der Regel kein Strafverfahren.

Ist man als Parkplatzeigentümer oder Mieter selbst mit einem Falschparker konfrontiert, gilt es Ruhe zu bewahren und nicht überstürzt zu handeln. Zunächst sollte versucht werden, den Lenker zu kontaktieren und aufzufordern, das Fahrzeug umgehend wegzufahren. Nur wenn dies nicht möglich ist – oder aus anderen Gründen eine zeitliche Dringlichkeit vorliegt –, sollte ein Abschleppunternehmen beigezogen werden. Dies jedoch im Bewusstsein, dass das Inkasso der Abschleppgebühren mit rechtlichen Schwierigkeiten sowie zusätzlichen Kosten und Mühen verbunden sein kann. Als Auftraggeber kann sich der Berechtigte auch nicht auf die (ihm von Anfang an bekannte) übersetzte Gebühr des Abschleppunternehmens berufen und er muss diese Gebühr unter Umständen aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen. ■

Philipp Brunner, Rechtsanwalt | LL.M. Partner.

Firmenwagengeschäft bleibt unter Druck

Zum Jahresende hin bewegt sich der Schweizer Personenwagen-Markt weiter leicht unter Vorjahresniveau. Im November lag das Minus bei den Neuimmatrikulationen bei 2,7 %. Kumuliert über die ersten 11 Monate gab der Schweizer Markt um 3,5 % nach.

Die leichte Stabilisierung im Jahresverlauf geht dabei vor allem auf eine Belebung der privaten Nachfrage zurück. Dank eines Zuwachses von 2,7 % im November bewegen sich die Immatrikulationen kumuliert nun nahezu auf Vorjahresniveau (–0,2 %). Die gewerblichen Kanäle sind dagegen weiterhin unter Druck. Die Eigenzulassungen der Importeure und des Handels sackten im November um 14,7 % ab, Vermieter liessen 2,7 % weniger PW zu als vor einem Jahr. Auch das Geschäft mit Firmenwagen zeigt noch keine Anzeichen einer Erholung und gab um 6,1 % nach.

Stabilisierung bei ŠKODA, Kleinwagen Gewinner des Monats Kommen wir nun zur Marken- und Modellbetrachtung im Firmenwagensegment. Marktführer ŠKODA hat sich im November stabilisiert (+2 %), liegt aber kumuliert noch 12 % hinter dem Vorjahresniveau. Im abgelaufenen Monat war der Enyaq (212 Einheiten) in Fuhrparks stärker nachgefragt als der Octavia (170). Platz drei belegt der in diesem Jahr lancierte Elroq (160). Für VW (+12 %) als Nummer zwei bleibt der Tiguan mit 163 Einheiten das wichtigste Modell. Anders als in Deutschland oder Österreich konnte der ID.7 (29) noch nicht richtig Fuss fassen. BMW rutschte im November mit einem Minus von 23 % auf den dritten Platz ab. Während der X3 stark nachgefragt wurde (122 Einheiten, +100 %), verliert der X1 als Topmodell des letzten Jahres deutlich an Boden (102 Einheiten, –44 %). Erfolge im Flottenmarkt feierten im November dagegen Toyota (283 Einheiten, +16 %), Citroën (89, 218 %) sowie Opel (84, +65 %). Toyotas B-Segment Lineup (Aygo X, Yaris, Yaris Cross) machte im November 72 % der Flottenverkäufe aus. Auch Citroën (C3, Berlingo) und Opel (Frontera, Corsa, Mokka) konzentrierten sich auf Kleinwagen.

Ausblick auf 2026 Für 2026 sind keine grossen wirtschaftlichen Impulse zu erwarten. Die sehr niedrige Inflation und günstige Zinsen stehen einer Stagnation bei den Exporten gegenüber. Je -

Das Unternehmen Dataforce –der Flottenmarkt im Fokus

Mit Wissen, Informationen und der langjährigen Erfahrung von Dataforce erfolgreich auf dem Automobil- und Flottenmarkt agieren – das ist die Maxime des führenden Marktforschungs- und Beratungsinstituts für den deutschen und internationalen Flottenmarkt. Neben umfassenden Informationen zur Vertriebsunterstützung bietet Dataforce ein umfassendes Portfolio an Informations-, Marktforschungs- und Beratungsdienstleis tungen.

Christian Spahn

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doch wird sich der Markt besser als 2025 an die strengeren CO 2 -Ziele und die Automobilsteuer für E-Fahrzeuge anpassen. Anders als im Übergang 2024/25 gibt es auch keine vorgezogenen Käufe, die die Bilanz des Folgejahres belasten. Daher erwartet Dataforce ein leichtes Marktwachstum von etwa 3 %auf 240 000 PW. Bei den Firmenwagen werden die neuen, reichweitenstärkeren Elektromodelle den Absatz ankurbeln, sodass sich das Marktvolumen leicht auf 60 000 verbessert. ■

Aufholjagd bei leichten Nutzfahrzeugen

Der Schweizer Markt für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen hat sich in der zweiten Jahreshälfte deutlich erholt. Im Oktober (+13 %) und November (+12 %) wuchsen die Immatrikulationen zweistellig. Über die ersten 11 Monate bleibt aber ein Minus von 8 %.

Die Erholung betrifft vor allem die Flottenimmatrikulationen mit einem Plus von 13 % im November. Auffällig sind aber auch die gestiegenen Eigenzulassungen der Importeure und Händler (+14 %). Dieser Kanal ist als einziger auch kumuliert im Plus (6 %). Bei 26 % der taktisch zugelassenen LNF handelt es sich um Elektrotransporter.

Doch zurück zum Flottensegment. Hier zeigte sich die Entwicklung bei den Importeuren sehr volatil. Marktführer VW Nutzfahrzeuge erhöhte seine Auslieferungen um 49 %, Renault gelang sogar nahezu eine Verdoppelung, was die Marke im November vorbei an Ford und Mercedes auf Platz zwei katapultierte. Renault ist mit einem Marktanteil von 25 % die klare Nummer eins bei Elektrotransportern. Diese stehen im bisherigen Jahresverlauf für 24 % der Flottenverkäufe des Importeuers. Ein guter Monat gelang ausserdem Maxus, die sich mit 46 Auslieferungen im November in den Top-10-Herstellern platzierten und Opel hinter sich liessen. Maxus setzt zwar ebenfalls auf einen Mix aus Verbrennern und Elektrotransportern und liegt mit 26 % Elektroanteil (Januar–November) noch leicht vor Renault. Nicht vom Aufschwung profitie -

ren konnte im November Mercedes (–17 %), da der Sprinter fast 50 % weniger Immatrikulationen erreichte als noch im Vorjahr. Bei einem Elektroanteil von unter 8 % kommen hohe CO 2 -Sanktionen auf Mercedes zu. Auch der Toyota Proace (–12 %) und Proace City (–56 %) sanken in der Gunst der Fuhrparkleitenden, nur vom Pick-up Hilux konnte der Importeur mehr absetzen als im Vorjahresmonat. ■

Die Flottenlösungen für alle Marken

Garagenkonzepte für Flotten: Vom Werkstattnetz zum digitalen Ökosystem

Unabhängige Werkstattnetze mit E-Kompetenz und digitalen Plattformen machen die Flotten in der Schweiz fit für 2026. aboutFLEET bietet auf den folgenden Seiten eine Übersicht der wichtigsten Anbieter von Garagenkonzepten für Flotten in der Schweiz mit ihren Schwerpunkten und Dienstleistungen. Text: Giuseppe Loffredo

Eine Fahrzeugflotte zu managen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe: Kosten senken, Verfügbarkeit sichern, CO 2 reduzieren – und parallel die Strategie für alternative Antriebe und Digitalisierung klären. Gleichzeitig ist die Realität nüchtern: Steckerfahrzeuge kommen bei den Neuzulassungen auf rund ein Drittel Marktanteil, im Firmenwagenpark ist aber erst etwa jedes zwölfte Fahrzeug elektrisch. Für Flottenverantwortliche entsteht eine Lücke zwischen Anspruch und Alltag. Genau hier setzen Schweizer Garagenkonzepte an. In einem Markt mit mehreren tausend mehrheitlich unabhängigen Werkstätten bündeln sie Hunderte Betriebe zu Servicenetzen mit einheitlichen Standards, E-Kompetenz und digitalen Werkzeugen. Für Flottenbetreiber bedeutet das: weniger Koordination, mehr Transparenz – und ein

Partner, der sie durch die Transformation begleitet.

1. Flotten unter Druck: Kosten, CO 2 und Verfügbarkeit Flottenmanager sollen Fahrzeuge verfügbar halten, Budgets im Griff haben und Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Gleichzeitig arbeiten viele mit gemischten Fuhrparks aus Verbrennern, Hybriden und BEV. Ohne klare Prozesse und ein verlässliches Servicenetz steigt der Aufwand für Planung, Terminierung und interne Kommunikation schnell an.

2. Der Schweizer Garagenmarkt im Wandel: Netzwerk statt Einzelgarage Die Schweiz ist ein Garagenland. Die Mehrheit der Betriebe arbeitet markenunabhängig, viele sind inzwischen in strukturierte Werkstattkonzepte eingebunden. Netzwerke wie CarXpert, Gara-

ge Plus, Autofit, eGarage, Bosch Car Service, FleetPoint oder Konzepte der ESA definieren Qualitäts-, Weiterbildungsund Ausrüstungsstandards und entwickeln sich zu nationalen Servicenetzen mit klaren Leistungen und Ansprechpartnern. Für Flotten ist entscheidend, dass sich daraus greifbare Vorteile ergeben. Moderne Konzeptgaragen bieten weit mehr als klassische Wartung: Sie schnüren Pakete mit priorisierten Terminen, verlängerten Öffnungszeiten, Hol- und Bringservice, Ersatzfahrzeugen oder mobilem Service für einfache Arbeiten vor Ort. Weil das Netzwerk schweizweit nach denselben Standards arbeitet, lassen sich Fahrzeuge dort warten, wo sie tatsächlich im Einsatz sind – nicht nur am Hauptsitz. Für die angeschlossenen Betriebe bedeutet dies zusätzliche Flottenvolumen und eine höhere, besser planbare Auslastung, was sich direkt in mehr Umsatz niederschlägt.

3. Effizienz und Verfügbarkeit: Downtime, Prozesse und Logistik Jeder ungeplante Werkstattaufenthalt kostet Zeit und Geld. Garagenkonzepte setzen deshalb auf optimierte Abläufe und digitale Plattformen. Ein Beispiel ist das Kompetenzmodul «FLEET 1» von Derendinger in Kombination mit der

Plattform Guido. Flottenbetreiber können Aufträge digital auslösen, Angebote prüfen, Freigaben erteilen und den Status der Fahrzeuge verfolgen. Für die Werkstätten entsteht planbare Auslastung, für Flotten eine einfachere Steuerung – unterstützt durch eine schnelle Teile- und Reifenlogistik.

4. Lebensdauer, Restwert und Elektrifizierung der Flotten Gut gewartete Fahrzeuge bleiben länger zuverlässig und erzielen bessere Restwerte. Konzeptgaragen entwickeln dafür Wartungspläne, die sich an Fahrzeugtyp, Einsatzprofil und Kilometerleistung orientieren. Regelmässige Inspektionen, saisonale Checks und Reifenservices werden zu planbaren Paketen zusammengefasst. Digitale Wartungsprotokolle liefern einen lückenlosen Nachweis – ein Vorteil bei Leasinggesellschaften, Versicherern und im Remarketing. Bei der Elektromobilität stehen viele Flotten an einem Wendepunkt. Erste E-Fahrzeuge sind bereits im Bestand, doch es stellen sich Fragen zu Ladeinfrastruktur, Car-Policy und Schulung der Mitarbeitenden. Ga -

ragenkonzepte haben gezielt in E-Kompetenz investiert: Module wie «ev-service» von Derendinger oder das «eGarage»-Konzept von Hostettler Autotechnik ag sorgen dafür, dass Partnerbetriebe für Arbeiten an Hochvoltsystemen ausgebildet, ausgerüstet und laufend weitergebildet werden. So können sie Verbrenner, Hybrid- und Elektrofahrzeuge gleichermassen professionell betreuen. Gerade weil der Anteil elektrischer Firmenfahrzeuge noch vergleichsweise tief ist, eröffnet sich hier ein grosses Potenzial.

5. Digitaler Backbone und Kooperationen: Vom Servicepartner zum Netzwerk

Ohne digitale Werkzeuge lässt sich eine moderne Flotte kaum effizient steuern. Plattformen wie Guido und Telematiklösungen liefern Fahrzeugdaten in Echtzeit und helfen, Wartung und Reparaturen vorausschauend zu planen. In Kombination mit DMS und Reporting entsteht ein digitaler Backbone, der Kosten transparent macht und Entscheidungen datenbasiert unterstützt. Parallel dazu bauen viele Ga -

ragenkonzepte Kooperationen mit Leasinggesellschaften, Versicherern, Reifenanbietern und Schadensteuerern aus. Für Flottenbetreiber bedeutet das gebündelte Volumen, klar definierte Prozesse und weniger Schnittstellen im Tagesgeschäft. Wartung, Reifenmanagement, Karosserieschäden und Versicherungsfälle lassen sich so über standardisierte Abläufe und zum Teil über eine einzige Plattform abwickeln.

6. Fazit: Vom Reparaturbetrieb zum strategischen Flottenpartner Garagenkonzepte haben sich vom klassischen Reparaturbetrieb zu strategischen Partnern für Flotten entwickelt. Sie kombinieren die Nähe der lokalen Garage mit der Schlagkraft eines Netzwerks, E-Kompetenz und digitalen Plattformen. Wer seine Flotte fit für die kommenden Jahre machen will, sollte deshalb genau hinschauen: Welches Konzept bietet die passende Kombination aus Netzabdeckung, technischen Fähigkeiten und digitalem Rückgrat –und unterstützt die eigene Flottenstrategie nicht nur heute, sondern auch morgen? ■

Flottenunterhalt – einfach gemacht

Unterschiedliche Standorte, diverse Automarken, verschiedene Service-Partner – als Flottenverantwortlicher ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten und effizient zu arbeiten.

Das geht jetzt auch einfacher:

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Autos abschaffen? Für nachhaltige Mobilität ist das nicht zwingend der richtige Ansatz

Sie fahren auf den Firmenparkplatz –und finden keinen freien Platz, obwohl er kostenlos zugesichert ist. So geht es vielen Mitarbeitenden in der Schweiz in Betrieben ohne zeitgemässes Mobilitätsmanagement. Die Frage ist: Brauchen wir mehr Parkplätze oder Alternativen und Anreize für andere Formen betrieblicher Mobilität?

Klären wir zuerst ein Missverständnis: Nachhaltige betriebliche Mobilitätslösungen nehmen Mitarbeitenden nicht einfach das Auto weg. Für manche geht es nicht ohne. Gutes Mobilitätsmanagement erkennt das an und plant entsprechend. Gleichzeitig fahren viele trotz kurzer Distanz, guter ÖV-Anbindung oder machbarer Velostrecke mit dem Auto. Warum? Oft setzen Unternehmen ungewollt Fehlanreize, etwa mit kostenlosen Parkplätzen. Wird nur das Auto subventioniert, kommen mehr Mitarbeitende mit dem Auto – mit unnötigen CO₂-Emissionen, vollen Parkplätzen und der vertanen Chance, individuelle Mobilitätsbedürfnisse zu erkennen.

Klimaschutz und Arbeitskultur

In diesem Artikel geht es weniger um die bekannte Klimabelastung durch Personenverkehr, sondern darum, alte betriebliche Muster zu hinterfragen und eine oft übersehene Perspektive zu stärken: jene von Arbeitnehmenden, die in ihrem Betrieb nachhaltige Mobilität anstossen, damit zum Netto-nullZiel der Klimastrategie bis 2050 beitragen und zugleich die Arbeitskultur positiv verändern. Denn das kann jede und jeder von uns, wenn wir uns einsetzen.

Mobilität auf dem richtigen Weg dank Mitarbeitenden

Ein tolles Beispiel dafür, wie Mobilitätsmanagement aktiv zur Arbeitgeberattraktivität beiträgt und dabei hilft, Lernende anzuwerben, kommt von der Schmid Gruppe. Trotz der besonderen Bedingungen in der Baubranche, in der viel unterwegs sein dazugehört, setzt das Unternehmen auf konkrete Anreize. Lernende erhalten ein kostenloses Generalabonnement (GA) im Wert von 1980 Franken und werden so früh an den öffentlichen Verkehr herangeführt. Gleichzeitig profitieren auch Mitarbeitende von Unterstützung: Jährlich gibt es einen ÖV-Zustupf bis zu 400 Franken, einlösbar fürs Pendler-Abo oder Halbtax. Ergänzt wird das Ganze durch Elektroladestationen und einen «Bike to work»-Monat. Die Schmid Gruppe nimmt damit eine innovative Rolle in der Baubranche ein und positioniert sich als nachhaltiges Unternehmen, das die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden erkennt und ernsthaft unterstützt.

Hirslanden Klinik St. Anna

Was Mitarbeitende bewegen können, zeigt auch das Mobilitätsmanagement der Hirslanden Klinik St. Anna. Es wurde 2017 auf Wunsch der Belegschaft eingeführt und berücksichtigt unter anderem die Dienstzeiten. Mitarbeitende wählen zwischen ÖV, Velo/zu Fuss, einem Mix oder dem Auto und erhalten je nach Option Gutscheine oder – bei Bedarf – einen Parkplatz. Parkplätze gibt es jedoch nur für Personen ausserhalb eines definierten ÖV-Rayons. Seither hat sich der Autopendler-Anteil halbiert, die CO₂-Bilanz verbessert und wer mit dem Auto kommt, findet immer einen Platz.

Was Sie daraus mitnehmen können Ergreifen Sie die Initiative in Ihrem Unternehmen und gestalten Sie die Mobilität nachhaltiger mit. Wichtig dabei: Für nachhaltige Mobilität gibt es keine Lösung von der Stange – dafür umso mehr gute Beispiele und Best Practices, von denen sich lernen lässt. Erfahren Sie mehr über das Angebot von EnergieSchweiz und den Fachstellen für nachhaltige Mobilität in Unternehmen: Wir bieten niederschwellige Angebote wie kostenlose Kennenlerngespräche, einen Newsletter zu relevanten Themen und gute Möglichkeiten, sich mit anderen Akteurinnen und Akteuren in diesem Bereich zu vernetzen. ■

Guilherme profitiert bei der Schmid Gruppe von einem kostenlosen GA für Lernende. (Bild: Schmid Gruppe)
Mitarbeitende der Hirslanden Klinik St. Anna zu Fuss, mit dem Velo oder ÖV unterwegs. (Bild: Luzernmobil)
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Die Hostettler Autotechnik AG macht ihre Garagenkonzepte fit für den Flotten-Service

«Autofit» ist ein markenunabhängiges Konzept für freie Garagen, das auf Servicequalität, moderne Diagnosetechnik und ein einheitliches Erscheinungsbild setzt.

«Autofit» unterstützt rund 350 Garagen mit Schulungen, technischer Hotline und einem professionellen Ersatzteile-Service. «AutoPro» ist modular aufgebaut, verbindet rund 450 Garagen, die flexibel einzelne Bausteine wie Technik oder Betriebswirtschaft wählen. Es handelt sich hier oft um Markengaragen, die technische Unterstützung bei der Reparatur aller Marken suchen. «eGarage»-Partner sind befähigt, Elektrofahrzeuge zu reparieren, sie sind gut ausgebildet, kompetent und ausgerüstet für alle «Stromer» auf dem Markt.

Aus bekannten Konzept- werden «FleetPoint»-Partner So darf beispielsweise ein Autofit-Betrieb auch FleetPointStandort werden. Die Garage kann so neue Kundensegmente erschliessen. Für Flottenkunden ergibt sich durch das breite, etablierte Netz eine professionelle, transparente und effiziente Betreuung über das ganze Land. Flottenkunden

profitieren so von standardisierten Serviceleistungen, einfachen Tarifen und einem einheitlichen Qualitätsanspruch über das gesamte nationale Netzwerk. Die verschiedenen Konzepte bieten markenunabhängige Serviceleistungen nach Herstellervorgaben, wodurch die Herstellergarantie erhalten bleibt. Zahlreiche Vorteile für Flottenkunden dank nationalen Werkstattkonzepten:

www.fleetpoint.ch

Mobilität neu gedacht

Bei Movon finden Unternehmen zukunftsorientierte Mobilitätslösungen, die nachhaltig und flexibel sind –von der einfachen Fahrzeugfinanzierung bis zum Full-Service-Leasing mit umfassenden Service-Dienstleistungen inklusive Versicherungen, Tankkarten und Ladelösungen.

Wir haben auch für Ihr Unternehmen das passende, individualisierte Angebot. Mit Konzepten, die perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens abgestimmt sind, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

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Die Derendinger AG bietet effiziente und transparente Flottenwartung

Um Flottenverantwortlichen maximale Qualität, Transparenz und Prozesssicherheit zu garantieren, hat die Derendinger AG eine einzigartige Struktur geschaffen.

Nur Werkstätten, die Teil von carXpert oder Garage Plus sind, können überhaupt in die engere Auswahl für Fleet 1 kommen. Zudem muss jede Werkstatt zusätzlich ein separates Anforderungsprofil erfüllen, das speziell für die Bedürfnisse von Flottenbetreibern entwickelt wurde. Erst wenn beide Qualitätsstufen erfüllt sind, erhalten Werkstätten Zugang zum exklusiven Netzwerk Fleet 1 sowie zur digitalen Plattform Guido. Dieses zweistufige Qualitätsmodell garantiert ein schweizweit einheitliches, professionelles Serviceniveau und bildet die Basis für eine moderne, effiziente und wirtschaftliche Flottenwartung. In Verbindung mit Guido, der digitalen Plattform für alle Wartungs- und Reparaturprozesse, entsteht eine Lösung, die Kosten senkt, Transparenz schafft und den Betriebsalltag für eine Flotte deutlich vereinfacht.

1. carXpert und Garage Plus: Basis für professionelle Flottenwartung

Die Premium-Netzwerke carXpert und Garage Plus stehen seit Jahren für Qualität, Multimarkenkompetenz und strenge Prozessstandards. Werkstätten, die Teil dieser Netzwerke sind, erfüllen Anforderungen an Ausbildung, Diagnosekompetenz, Ausstattung und Servicequalität. Für den Beitritt zu Fleet 1 gilt daher eine klare Voraussetzung: Nur carXpert- oder Garage-Plus-Betriebe können sich bewerben. Dieses Fundament stellt sicher, dass alle zukünftigen Fleet-1-Partner bereits über ein professionelles Niveau verfügen, das Wartung nach Herstellervorgaben, Zugang zu Originalqualität oder OE-Teilen und die Fähigkeit zu transparenter Prozessführung einschliesst; so wie das digitale Servicebuch, die richtigen Richtzeiten und alle weiteren Anforderungen des Importeurs.

2. Ein separates Anforderungsprofil als zweite Zugangsstufe Neben der Zugehörigkeit zu carXpert oder Garage Plus müssen Betriebe ein eigenständiges und definiertes Fleet1-Anforderungsprofil erfüllen. Dieses Profil wurde gezielt für die Anforderungen von Flotten entwickelt und umfasst:

• Hohe Verfügbarkeit dank Derendinger und schnelle Reaktionsfähigkeit

• Konsequente Einhaltung aller Herstellervorgaben

• Nachweisbare Multimarken- und Diagnosekompetenz

• Transparente Preis- und Teilepolitik

• Interne Prozesse für digitale Freigaben und Prüfmechanismen

• Verbindliche Einhaltung der Dokumentations- und Qualitätsrichtlinien

Erst wenn dieses Qualitätsniveau erfüllt ist, erhält die Werkstatt Zugang zu Fleet 1 und Guido. Dieses zweistufige System stellt sicher, dass Werkstätten die Anforderungen moderner Flottenbetreiber erfüllen.

3. Fleet 1: Ein exklusives Netzwerk für höchste Zuverlässigkeit

Fleet 1 umfasst heute über 150 Partnerbetriebe in der ganzen Schweiz. Durch die Kombination aus den Werkstattkonzepten carXpert und Garage Plus und dem zusätzlichen Fleet-1-Kompetenzmodul bietet das Netzwerk ein schweizweit einheitliches Qualitätsniveau.

Die Vorteile für Flottenbetreiber:

• Wartung nach Herstellervorgaben

• Einsatz von Original- oder qualitativ gleichwertigen Teilen

• Klare, transparente Preisstrukturen

• Starkes regionales Netz für minimale Richtzeiten

• Vollständig dokumentierte Arbeiten für maximale Entscheidungssicherheit

• Zentrale und standardisierte Rechnungsstellung

• Zusatzauslastung in der Werkstatt

Fleet 1 schafft so eine zuverlässige Grundlage für Unternehmen, die sich auf planbare Kosten, professionelle Wartung und schnelle Verfügbarkeit verlassen müssen.

4. Guido: Die digitale All-in-OnePlattform für Flottenwartung

Nur Werkstätten, die das Fleet-1-Anforderungsprofil erfüllen, erhalten Zugang zu Guido, der digitalen Plattform, die alle Wartungsprozesse zentral steuert.

Guido bietet:

• Digitale Terminplanung

• Offertfreigaben und Kostenkontrolle

• Automatische oder manuelle Genehmigungsprozesse

• Echtzeitstatus von Arbeiten und Fahrzeugen

• Vollständige Transparenz über Teile und Arbeitszeiten

• Revisionssichere Historie aller durchgeführten Wartungen

Dank flexibler Workflows passt sich Guido an jede Organisationsform an. Der entscheidende Vorteil: Die Nutzung der Plattform ist kostenlos.

5. Kosteneffizienz durch starke Partnerschaften und klare Prozesse Derendinger ermöglicht Fleet-1-Partnern attraktive Konditionen auf:

• Ersatzteile

• Betriebsstoffe

• Reifen

• usw.

Für Unternehmen führt dies zu:

• Spürbaren Einsparungen bei laufenden Wartungskosten

• Höherer Budgetkontrolle

• Weniger ungeplanten Reparaturkosten

• Geringeren Richtzeiten und besserer Fahrzeugverfügbarkeit.

6. Eine Lösung für jede Flottengrösse Für kleine und mittlere Flotten

• einfache digitale Verwaltung

• transparente und kontrollierbare Kosten

• regionale Nähe durch ein breit aufgestelltes Netz

• ideal für Unternehmen, die Zeit und Ressourcen optimieren wollen

Für grosse Flotten und Mobilitätsanbieter

• Prozessautomatisierung für hohen Wartungsbedarf

• Integration in bestehende ERP- oder Flottenmanagementsysteme

• standardisierte Abläufe über die ganze Schweiz

• vollständige Transparenz über Kosten, Teile und Fahrzeughistorien

Dank der Kombination aus starkem Werkstattnetz und digitalem Prozessmanagement liefert Fleet 1 Skalierbarkeit ohne Kompromisse bei Qualität oder Effizienz.

Ein zweistufiges Qualitätsmodell Dieses Modell garantiert Flottenbetreibern schweizweit eine professionelle, transparente und wirtschaftliche Lösung für sämtliche Wartungsbedürfnisse. Derendinger bietet mit dieser Struktur eine einzigartige Kombination aus PremiumWerkstätten, strengen Qualitätsstandards und einer modernen digitalen Plattform, dank Guido, ideal für die Anforderungen moderner Mobilität.

www.garageplus.ch

www.carxpert.ch www.guido-mobility.ch

Zukunft braucht Verlässlichkeit

Flotten stehen unter Effizienzdruck. Ein verlässlicher Werkstattpartner mit klaren Standards gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.

Flottenverantwortliche sehen sich mit steigenden Anforderungen konfrontiert. Fahrzeuge müssen möglichst unterbrechungsfrei verfügbar sein, Kosten planbar bleiben und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Gleichzeitig verändern neue Antriebstechnologien und digitale Systeme die technischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Wahl eines stabilen und kompetenten Werkstattpartners an Relevanz. Bosch Car Service ist Teil eines international organisierten Servicenetzwerks mit langjähriger Erfahrung in der Fahrzeugtechnik. Die angeschlossenen Betriebe arbeiten nach einheitlichen Qualitäts- und Prozessstandards und greifen auf technische Entwicklungen sowie Schulungskon -

zepte eines global agierenden Unternehmens zurück.

Regional stark, national konsistent In der Schweiz sind die Werkstätten regional verankert und mit den lokalen Marktanforderungen vertraut. Für Flotten ergibt sich daraus eine Kombination aus standardisierten Abläufen und persönlicher Betreuung vor Ort. Die Leistungen sind markenunabhängig und decken unterschiedliche Antriebsarten ab – vom klassischen Verbrenner bis zum Elektrofahrzeug. Gerade bei grösseren oder geografisch verteilten Flotten sind konsistente Servicestandards entscheidend. Unterschiedliche Prozesse können Planung und Kostenkontrolle erschweren. Das Netzwerkmodell von Bosch Car Service zielt darauf ab,

vergleichbare Servicequalität an verschiedenen Standorten sicherzustellen. Bosch ist als Unternehmen in Stiftungsbesitz organisiert und auf langfristige Stabilität ausgerichtet. Investitionen in Technologie, Aus- und Weiterbildung sowie Prozesse stehen dabei im Vordergrund. Für Flottenverantwortliche kann diese langfristige Perspektive ein relevantes Kriterium bei der Partnerwahl sein. ■

ESA-Garagenkonzepte: Vier Partnerlösungen für ein starkes Schweizer Garagengewerbe

Die ESA unterstützt Garagisten in der ganzen Schweiz mit vier praxistauglichen Konzepten: le GARAGE, sympacar, CHECKBOX und garagino. Im Zentrum steht der Erfolg der Schweizer Garagisten, die auf flexible Konzeptlösungen vertrauen.

Die ESA agiert dabei bewusst im Hintergrund und bietet Unterstützung dort, wo sie im Garagenalltag wirklich gebraucht wird. Persönliche Beratung, praxistaugliche Module und optimale Konditionen bilden die Basis, um Garagenbetriebe zu stärken, ohne ihre unternehmerische Freiheit einzuschränken.

Vier Konzepte – ein Ziel: Betriebe stärken

Die vier Garagenkonzepte der ESA decken unterschiedliche Bedürfnisse ab und lassen den Garagen volle Flexibilität und unternehmerische Freiheit. le GA -

RAGE und sympacar unterstützen bei der Optimierung von Prozessen und der Steigerung der Kundenzufriedenheit. CHECKBOX und garagino helfen bei der effizienten Verwaltung und Wartung von Fahrzeugen und bieten praktische modulare Lösungen für den Werkstattalltag. Alle Bausteine sind modular aufgebaut und lassen sich einfach an die individuellen Anforderungen eines Betriebs anpassen. Dank des klaren, übersichtlichen Aufbaus wählen Garagisten nur die Leistungen, die zu ihrer Grösse, ihrem Standort und ihrer Situation passen – ohne unnötige Verpflichtungen. Die Vielfalt der Konzepte zeigt, wie die

ESA Garagisten befähigt, den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen, ihre Abläufe zu vereinfachen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Der regelmässige Austausch mit den Garagen stellt sicher, dass die Konzepte praxisnah bleiben und sich kontinuierlich weiterentwickeln – ein verlässliches Fundament für den modernen Garagenbetrieb. ■

Eurorepar Car Service: Netzwerk mit Zukunft

Eurorepar Car Service wächst in der Schweiz rasant. Die Marke bietet unabhängigen Werkstätten neue Chancen, starke Unterstützung und ein weltweit etabliertes Netzwerk.

Eurorepar Car Service hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der dynamischsten MehrmarkenWerkstattketten Europas entwickelt. Das Konzept stammt von Stellantis, besteht seit über 20 Jahren und zählt weltweit mehr als 6675 angeschlossene Werkstätten. Seit 2023 ist Eurorepar Car Service auch in der Schweiz aktiv und verzeichnet bereits über 40 Partnerbetriebe. Angeboten wird das Konzept hierzulande durch die Emil-Frey-Gruppe – inklusive aller Vorteile, von denen die angeschlossenen Eurorepar-CarService-Werkstätten profitieren können. Die Marke vereint ein breites Sortiment an Ersatzteilen, moderne digitale Lösungen sowie ein starkes internationales Netzwerk. Für Schweizer Werkstätten eröffnet sich damit eine attraktive Möglichkeit, sich zukunftssicher aufzustellen und gleichzeitig ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Besonders das umfangreiche Ersatzteilsortiment, das speziell für Fahrzeuge ausserhalb der Herstellergarantie entwickelt wurde, bietet ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Einstieg in das Eurorepar-Netz ist bewusst einfach gehalten. Werkstätten profitieren von einer klaren Markenidentität, professionellen Marketingmaterialien und tiefen Betriebskosten. Das Netzwerk richtet sich an Betriebe, die ihre Sichtbarkeit erhöhen, neue Kundengruppen erschliessen und effizienter arbeiten möchten. Gleichzeitig bleibt jeder Betrieb rechtlich und organisatorisch unabhängig – ein entscheidender Vorteil für Garagisten, die ihre unternehmerische Freiheit schätzen.

Kontinuierliches Wachstum In der Schweiz wächst Eurorepar Car Service kontinuierlich. Der Markt bietet grosses Potenzial: Die Zahl der Fahrzeu -

ge ausserhalb der Garantie steigt, und Kundinnen und Kunden suchen vermehrt nach preisbewussten, aber professionellen Alternativen zur Markenvertretung. Werkstätten, die sich frühzeitig positionieren, können sich in diesem Segment langfristig etablieren und neue Umsatzpotenziale erschliessen.

Für Garagen bringt das Netzwerk zahlreiche Vorteile: eine starke Marke, ein attraktives Teileprogramm, technische Unterstützung, Marketingpower und Zugang zu europaweiten Standards. In Kombination mit den Leistungen der Emil-Frey-Gruppe entsteht ein Gesamtpaket, das Werkstätten eine moderne, wirtschaftlich attraktive und zukunftsorientierte Positionierung ermöglicht.

Wenn Sie herausfinden möchten, welche konkreten Möglichkeiten Eurorepar Car Service Ihrem Betrieb bieten kann, freuen wir uns über eine unverbindliche Kontaktaufnahme. Gemeinsam klären wir, ob das Konzept zu Ihren Zielen passt.

Kontaktangaben:

EUROREPAR CAR SERVICE SCHWEIZ Zlatko Gojevic

EUROREPAR Car Service Manager

Phone: +41 79 798 05 39 Mail: ercs@psa-import.ch

Von links: Donato Bochicchio, Managing Director PCDOL & LOGEP; David Bercy, European Importers Marketing Manager; Cinzia Maiellaro, Head of Product Management & Konzepte; Joël Souchon, Direktor Customer Service PCDOL; Zlatko Gojevic, Eurorepar Car Service Manager.

Mit Just Drive durchstarten

Neues Jahr, neues Glück. Vielleicht als Mitglied von Just Drive? Mit Glück allein dreht sich jedoch kein Rädchen. Gut, hat Just Drive einiges mehr zu bieten.

Als Partner im Garagennetzwerk

Just Drive ist man Teil der Familie – bleibt jedoch unabhängig und profitiert zugleich von einem professionellen Auftritt. Garagen- und Fahrzeugbeschriftungen, Website, Briefpapier und Visitenkarten, Arbeitskleidung sowie ein umfangreiches Promopaket sind inklusive. Fotoshootings setzen Garage und Team perfekt in Szene, Rückvergütungen aus dem Ersatzteilumsatz und kostenlose Lieferpauschalen runden das Paket ab. Alles ist auf die Bedürfnisse der Garage zugeschnitten –zusätzlich bietet das Dach der LKQ Zugang zu LKQ Remote Support.

Attraktiv und flexibel

Besonders interessant ist das Just-Dri -

ve-Punkteprogramm. Partner wählen je nach Umsatzvereinbarung aus einem vielseitigen Angebot. Drucksachen, Branding, Arbeitskleidung, Promomaterial sowie Tools und Support sind nur ein Teil des umfassenden Programms, das individuell angepasst werden kann. Aber was ist eine Garage ohne zufriedene Kundschaft? Damit sich Kundinnen und Kunden voll auf den Fahrspass konzentrieren können, profitieren sie von freier Garagenwahl, bequemer Terminbuchung über die Just-Drive-Onlineplattform und Ersatzteilen in Erstausrüsterqualität – alles kompetent, einfach und kosteneffizient. Dabei sein ist alles: einfach den lokalen Grosshändler kontaktieren oder direkt über just-drive.ch anmelden. Gute Aus -

sichten für 2026: mehr Leistung, mehr Erfolg – Just Drive eben.

www.just-drive.ch

FÜR UNABHÄNGIGE GARAGENBETRIEBE

Keine Investitionskosten

Attraktive

Ersatzteilkonditionen

Individuelle

Dienstleistungspakete

Professioneller Auftritt Persönliche Unterstützung

Mit Just Drive ins neue Jahr

Die Schweizer Werkstattkonzepte im Überblick

Anbieter AMAG Import AG Bosch

Anzahl CH-Partner

Initialkosten (Fr.) 4800.–(Basis-Starterpaket) individuell, je nach Aussengestaltung je nach Umfang der Beschriftung je nach Umfang der Beschriftung

je nach Umfang der Beschriftung je nach Umfang der Beschriftung keine keine

Kosten pro Jahr (Fr.) Franchise: 4500.–Marketing: 1700.– 3828.– 3000.– 2640.– 1080.– 960.– keine keine

Abnahmeverpflichtungen keine keine gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung Umsatzziele keine ja individuell individuell individuell individuell individuell individuell

Werkstattausrüstung Werkstattausrüstung und Diagnosetechnik Technischer Support, Diagnosetechnik, Werkstattausrüstung Anforderungsprofil Anforderungsprofil Anforderungsprofil Anforderungsprofil Anforderungsprofil Anforderungsprofil

Schulung/ Weiterbildung ja, durch Amag Academy ja, bosch-training.ch empfohlen bei Derendinger AG empfohlen bei Derendinger AG empfohlen bei Derendinger AG empfohlen bei Derendinger AG Anforderungsprofil ja, Hochvoltkurse

Finanzierung ja ja individuell diverse Möglichkeiten für die Beschriftung diverse Möglichkeiten für die Beschriftung individuell keine keine

Bonusprogramm ja ja

individuell individuell individuell individuell individuell individuell

Technische Hotline ja, kostenlos ja, kostenlos ja ja ja ja ja ja

Mobilitätsgarantien ja ja ja ja ja ja ja ja

Werbung ja

Starke internationale Marke mit nationalen Kampagnen und flexibel anpassbarer regionaler Werbung für maximale Kundenreichweite.

ja, traditionelle Medien, digitale Medien, B2C und B2B

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POS-Material ja ja ja ja ja ja ja ja

Arbeitskleidung ja ja ja ja ja ja nein nein

Beschriftung gemäss CI/CD gemäss CI gemäss CI/CD gemäss CI/CD gemäss CI/CD gemäss CI/CD gemäss CI/CD gemäss CI/CD

Sonstiges/ Besonderheiten

Kontakt

Zugang zur kompletten Amag-Logistik und deren Dienstleistungen

Hanspeter Wetli Manager Sales Channel stop+go 079 212 53 08 hanspeter.wetli@ stopgo.ch

Modernes Werkstattkonzept mit führender Diagnosetechnik, kontinuierlicher Weiterbildung und digitalen Tools. Europaweit anerkannter Qualitätsstandard für nachhaltigen Erfolg.

Debora Cordeiro, Manager Garagenkonzepte Schweiz, debora.cordeiro@bosch.com

Romain Wyssen Head of Garage

Franchises Switzerland

Derendinger AG

M: +41 79 525 30 24

T: +41 31 379 82 45 romain.wyssen@ www.derendinger.ch

Romain Wyssen Head of Garage

Franchises Switzerland

Derendinger AG

M: +41 79 525 30 24

T: +41 31 379 82 45 romain.wyssen@ www.derendinger.ch

Romain Wyssen Head of Garage Franchises

Switzerland

Derendinger AG

M: +41 79 525 30 24

T: +41 31 379 82 45 romain.wyssen@ www.derendinger.ch

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Franchises

Switzerland

Derendinger AG

M: +41 79 525 30 24

T: +41 31 379 82 45 romain.wyssen@ www.derendinger.ch

Kompetenzmodul, ausschliesslich für bestehende Konzeptpartner Derendinger AG

Romain Wyssen Head of Garage

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M: +41 79 525 30 24

T: +41 31 379 82 45 romain.wyssen@ www.derendinger.ch

Kompetenzmodul, ausschliesslich für bestehende Konzeptpartner Derendinger AG

Romain Wyssen Head of Garage

Franchises Switzerland

Derendinger AG

M: +41 79 525 30 24

T: +41 31 379 82 45

romain.wyssen@ www.derendinger.ch Website www.stopgo.ch www.boschcarservice.ch www.carxpert.ch www.garageplus.ch www.unicar.ch www.autocoach.ch www.fleet1.ch www.ev-service.ch

FLEET MANAGEMENT Garagenkonzepte

42 (>6650 weltweit)

(2023 in der Schweiz)

CI Kostenberechnung nach Mindestanforderungen (3 Elemente). Ab ca. 2500.–.

2280.–(190.– pro Monat) 2640.– keine

2000.– Kaution (Rückvergütung nach nach Vertragsablauf und Einhaltung der Vertragsmodalitäten)

Komplettpaket: 2175.–Technik: 1400.–Marketing: 500.–Betriebswirtschaft:475.–keine keine

Ja, gemäss Bonusprogramm keine ja keine gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung gemäss Vereinbarung ja, gemäss Bonusprogramm keine ja keine ja nein ja keine ja

Werkstattausrüstung und Multimarken-Diagnosegerät Anforderungsprofil Anforderungsprofil Anforderungsprofil

Remote-DiagnoseGerät kostenfrei in Lizenzgebühr inbegriffen

Geräte, Einrichtungen und Werkzeuge für Elektrofahrzeuge

Anforderungsprofil Anforderungsprofil Anforderungsprofil

Ja, via Emil Frey Training Center esa-campus.ch esa-campus.ch esa-campus.ch ja, kostenfrei in Lizenzgebühr inbegriffen ja, kostenfrei in Lizenzgebühr inbegriffen ja, kostenfrei in Lizenzgebühr inbegriffen (je nach Modul) ja ja, gemäss Schulungsprogramm

In Ausarbeitung Konzept-Deal Konzept-Deal Konzept-Deal ja ja ja keine

Aussenbeschriftung, Arbeitskleider, Webseite sowie diverse Promotionsmaterialien

ja ja ja ja ja – ja – ja

ja nein nein nein ja ja ja, nach Modul ja ja

In Planung ja nein ja ja – ja, nach Modul keine ja, «CarHelpAssistance»

Ja, 360° Werbung –B2B & B2C auf allen Kanälen, kostenlos für die Händler ja ja ja nationale und regionale Werbung nationale und regionale Werbung ja, nach Modul ja nationale und regionale Werbung, Social-MediaKampagnen

Ja, inkl. Marketing- und Werbematerialien, Drucksachen (nicht verpflichtend) ja ja ja diverses Material (POS, Kommunikation, Give-aways etc.) POS, Kommunikationsmittel ja, nach Modul ja ja

Ja (nicht verpflichtend) ja ja ja ja nein ja, nach Modul keine ja, kostenlos ja ja ja ja obligatorisch mit definiertem CI optional erhältlich gemäss CI Optional erhältlich gemäss CI keine gemäss CI

Keine Exklusivbindung. Monatliche Aktionen. Teilnahme an Events und weitere Vorteilen. Logistikdienstleistungen durch die Emil Frey Betriebs AG. Persönliche Betreuung durch Innen- und Aussendienst. nur für ESAMitinhaber nur für ESAMitinhaber nur für ESAMitinhaber

Zlatko Gojevic Eurorepar Car Service Manager Schweiz zlatko.gojevic@ psa-import.ch ercs@psa-import.ch

Christian Galli Vertriebsleiter Garagenkonzepte christian.galli@ esa.ch

Christian Galli Vertriebsleiter Garagenkonzepte christian.galli@esa.ch

Christian Galli Vertriebsleiter Garagenkonzepte christian.galli@esa. ch

Das All-inclusive-Konzept für Multimarkenbetrieb mit umfassendem Support bei Technik, Betriebswirtschaft und Marketing

Claudia Beck Leitung Werkstattkonzepte 041 926 62 38 claudia.beck@autotechnik.ch

Das erste Werkstattkonzept für ElektroSpezialisten mit umfassender Ausbildung und spezifischen Zusatzleistungen

Claudia Beck Leitung

Werkstattkonzepte 041 926 62 38 claudia.beck@autotechnik.ch

Modulares Werkstattkonzept, auf den Kunden abgestimmt

Dieses Konzept bündelt die Kompetenz unabhängiger Garagen zu einem nationalen Netzwerk und macht dieses überregionalen Flotten zugänglich

Claudia Beck Leitung

Werkstattkonzepte 041 926 62 38 claudia.beck@autotechnik.ch

umsatzabhängiges Punkteprogramm, Kunde kann das Konzept individuell für sich zusammenstellen

Claudia Beck Leitung

Werkstattkonzepte 041 926 62 38 claudia.beck@autotechnik.ch

Tom Markwalder, Head of Business Development & Marketing

Mobilität mit Zukunft braucht Praxiswissen

50 Jahre Schweizer Mobilitätsverband sffv – das Jubiläumsjahr 2025 war ein willkommener Anlass zum Innehalten. Vor allem aber machte es deutlich, wie stark sich das Berufsbild im Flotten- und Mobilitätsmanagement verändert hat. Mobilität ist heute nicht mehr nur eine Frage von Fahrzeugen, sondern von Daten, Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung. Genau hier setzt der sffv an – mit einem klaren Anspruch: informieren, vernetzen und unterstützen. Text: Ralf Käser

Die Jubiläumsfeier im Juni 2025 bot Raum für Rückblick und Austausch. Gleichzeitig wurde klar: Der Bedarf an neutralem, praxisorientiertem Wissen wächst. Flottenverantwortliche stehen unter hohem Entscheidungsdruck, während sich Technologien, regulatorische Rahmenbedingungen und Nutzererwartungen laufend verändern. Der sffv versteht sich deshalb zunehmend als Orientierungsgeber in einem komplexer werdenden Markt. Diese Rolle wurde am Swiss Fleet Forum im September 2025 eindrücklich bestätigt. Mit über 170 Teilnehmenden entwickelte sich der Anlass erneut zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Branche. Diskutiert wurden nicht abstrakte Visionen, sondern konkrete Fragestellungen aus der Praxis: Wie entwickeln sich Kosten und Restwerte? Welche Infrastruktur ist sinnvoll? Wie lassen sich Daten im Fuhrpark besser nutzen? Der Mehrwert entstand dort, wo Fachwissen auf Erfahrung traf – und wo Diskussionen über Unternehmensund Branchengrenzen hinweg möglich wurden.

Vom Austausch zur Umsetzung

Der Blick nach vorn zeigt: Der sffv will nicht nur Debatten ermöglichen, sondern Umsetzung begleiten. Der langjährige Präsident Patrick Bünzli hat die inhaltliche und organisatorische Entwicklung des Verbandes über viele Jahre wesentlich geprägt und damit eine solide Grundlage für die heutige Ausrichtung geschaffen. Diese Linie wird mit dem neu formierten Vorstand

konsequent weitergeführt. Weiterbildung, praxisnahe Wissensaufbereitung und der gezielte Ausbau von Austauschformaten stehen dabei weiterhin im Zentrum. Ziel ist es, Mitglieder in ihrer täglichen Arbeit konkret zu unterstützen. Mit Formaten, die Mehrwert stiften und nicht zusätzliche Komplexität schaffen.

Aus- und Weiterbildung

Ein Kernangebot bleibt der CAS Flotten- & Mobilitätsmanagement an der OST, der Ende April 2026 – bei ausreichender Anzahl Anmeldungen – erneut startet. Der Lehrgang vermittelt fundiertes Fachwissen und verbindet strategische Fragestellungen mit konkreten Anwendungsbeispielen. Der hohe Praxisbezug und der intensive Austausch unter den Teilnehmenden sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren. Neu setzt der sffv mit der MobilitätsWerkstatt bewusst auf kürzere, fokussierte Lernformate. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, eigene Fragestellungen einzubringen und gemeinsam mit Fachpersonen Lösungen zu erarbeiten. Ergänzt wird dieses Angebot durch den bewährten Elektrifizierungslehrgang «electrify-now!», der 2026 zweimal durchgeführt wird und Unternehmen strukturiert auf dem Weg zur elektrifizierten Flotte begleitet.

SwissFleetForum

Mit dem Swiss Fleet Forum 2026 Ende August bleibt der persönliche Austausch ein zentraler Bestandteil der Verbandsarbeit. Denn Mobilität mit Zu -

kunft entsteht nicht am Reissbrett, sondern im Dialog zwischen Praxis, Bedürfnis und Möglichkeiten. Mobilität mit Zukunft entsteht nicht durch Schlagworte oder Einzelentscheidungen, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Wissen teilen und bereit sind, neue Wege zu gehen. Genau hier setzt der Schweizer Mobilitätsverband sffv an: als verlässlicher Partner für Praxiswissen, als Plattform für echten Austausch und als Impulsgeber für eine Mobilität, die wirtschaftlich tragfähig und zukunftsfähig ist. Informiert. Vernetzt. Unterstützt.

www.mobilitaetsverband.ch www.electrify-now.ch

sffv-Anlässe 2026

Aktuelle Events, Seminare, Round Tables und Quick-Infos unter www.mobilitaetsverband.ch

15.01.26 electrify-now! – Online-Infoveranstaltung 20.01.26 CAS Flotten- und Mobilitätsmanagement Online-Infoveranstaltung

27.01.26 MobilitätsWerkstatt – OnlineInfoveranstaltung 24.02.26 Quick-Info 03.03.26 electrify-now! – Online-Infoveranstaltung 11.03.26 CAS Flotten- und Mobilitätsmanagement Online-Infoveranstaltung

12.03.26 51. Mitgliederversammlung

24.03.26 MobilitätsWerkstatt – OnlineInfoveranstaltung 26.03.26 Mobility-Stammtisch, Baden 24.04.26 Start CAS Flotten-& Mobilitätsmanagement, St. Gallen 30.04.26 electrify-now! – Online-Infoveranstaltung 04.05.26 Start electrify-now! – Flottenmanagement elektrisch gemacht

DER AUFTAKT IST GEMACHT. Alle Informationen zum Netzwerk und Neuigkeiten bis zum o ziellen Start finden Sie auf: WWW.GLASSREP.CH

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