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Das Augarten Magazin // 0 2•16

Julia Hanzl

EVE & EVE Sebastian Menschhorn

K AMMERMONSTER CHAMBER MONSTERS Atelier ALEX A

TEA PARTY


ECHT JE T Z T – SCHON WIEDER EIN JAHR UM? Geschäftsführer Mag. Thomas König

N EU H EI T EN 2016 Thema „Mad Hatter Tea Party" und das kaiserliche Frühstückssemmerl

W EI T ER E N EU H EI T EN KAVIAR-SERVICE und BERG_WASSER_590 m

K Ü N S T L ER P O R T R A I T Julia Hanzl, Figurine EVE & EVE und die Pink Ribbon Aktion

W EI H N AC H T S S O R T I M EN T Design MISTELZWEIG, FÖHRENBRUCH u. v. m.

P RO S I T N EUJ A H R ! Ein Silvester-Cocktail-Rezept von Reinhard Pohorec

AU G A R T EN I N S I D E Figurenformer Peter Mader und der Österreichische Musiktheaterpreis 2016

W EI T ER E I N S I D ES 123Consulting, Weiße Wochen, Vienna Design Week und Keramikmarkt

C L EM EN S H A I P L Barocke Weihnachten

AU G A R T EN C L AS S I C S Chinoiserien

AU G A R T EN C O O P ER AT I O N Hotel Arlberg, Kunsthistorisches Museum, Wien Gin und Normalzeit

AU G A R T EN A DV EN T K A L EN D ER Mit WEIN & CO, SCHOKOV, Park Hyatt, Wien Gin und DEMEL

G ES C H EN K T I P P S AU S ERS T ER H A N D MitarbeiterInnen von Augarten empfehlen ausgesuchte Stücke

P O R Z EL L A N M U S EU M Ausstellung „rund & bunt“ mit Daniel Spoerri

01 02 06 08 10 12 14 15 17 18 20 27 28 32

A N OT H ER Y E A R G O N E BY – F O R R E A L? CEO Mag. Thomas König

I N N OVAT I O N S 2016 “Mad Hatter Tea Party” theme and the imperial breakfast roll

M O R E I N N OVAT I O N S CAVIAR SERVICE and MOUNTAIN_WATER_590 m

ARTIST PORTR AIT Julia Hanzl, figurine EVE & EVE and the Pink Ribbon campaign

S EL EC T I O N F O R C H R I S T M AS Design MISTLETOE, PINE BRANCH and much more

C H EERS TO A N E W Y E A R ! A New Year's Eve cocktail recipe by Reinhard Pohorec

AU G A R T EN I N S I D E Figurine Sculptor Peter Mader and the Austrian Musical Theatre award

M O R E I N S I D ES 123Consulting, White Week, Vienna Design Week and ceramic market

C L EM EN S H A I P L Barocke Weihnachten

AU G A R T EN C L AS S I C S Chinoiseries

AU G A R T EN C O O P ER AT I O N Hotel Arlberg, Kunsthistorisches Museum, Wien Gin and Normalzeit

AU G A R T EN A DV EN T CA L EN DA R With WEIN & CO, SCHOKOV, Park Hyatt, Wien Gin and DEMEL

G I F T T I P S AT FI RS T H A N D Employees of Augarten recommend selected pieces

P O RC EL A I N M U S EU M Exhibition “round & colorful” with Daniel Spoerri


EVERY PIECE A WORK OF ART ECHT JETZT – SCHON WIEDER EIN JAHR UM? ANOTHER YEAR GONE BY – FOR REAL? Mittlerweile haben wir uns ja schon daran gewöhnt, dass uns bereits im August die Lebkuchen aus den Su-­ per­m arktregalen anlachen, aber dass nach diesem fantastischen September schon wieder quasi Weihnach­ ten droht, ist bedenklich. Das letzte Jahr ist wirklich dahingerast und wir im Augarten haben viele schöne Projekte und Kooperationen reali­ siert, die wir Ihnen hier gerne vor­stellen möchten. Besonders ans Herz legen darf ich Ihnen die Zusam­men­a rbeit mit der österreichischen Künstlerin Julia Hanzl und der „Pink Ribbon“-Brustkrebshilfe Österreich. Es wurde hier eine limitierte Edition von zehn Skulpturen geschaffen, wovon 30 Prozent des Verkaufserlöses an die gute Sache gehen, Näheres dazu auf Seite 8. Im kulinarischen Sektor konnten wir unsere Zusammenarbeit mit der Familie Schneider und dem Hotel Arlberg ***** in Lech intensivieren. Künftig werden Sie dort auf exklusivem Augarten-Porzellan dinieren. Die Sterneköche Franz Riedler und Patrick Tober haben uns zudem Einblicke in ihre Küche gewährt und einige Winterrezepte zum Nachkochen verraten (ab Seite 20). Eingehen darf ich auch auf diese schicke Vase, die ich gerade in Händen halte. Wir haben uns über­legt, dass doch die Mitarbeiter des Augartens ein Geschenk an ihre Lieben aus unserem Sortiment präsentieren sollen und somit eine kleine Entscheidungshilfe für Weihnachten geben können. Mein per­sönlicher Favorit ist die PINOCCHIO-Vase, die Philipp Bruni vor einigen Jahren für Augarten entworfen hat und die in verschiedenen Designs verfügbar ist. Für mich deshalb das ideale Geschenk, weil man dieses coole Stück auch ge­ trost einem Herrn schenken kann. Die geradlinige Form und der spielerische Charakter – sie lässt sich in jede Richtung kippen, ohne umzufal­len – geben dem Material Porzellan auf einmal eine sehr männliche Seite. Ich hoffe Sie haben Spaß beim Durchblättern und Lesen unseres Magazins und wir können Sie ein bisschen für den Herbst und vor allem für Weihnachten inspirieren. Gerne möchte ich Sie auch auf die Aktivitäten in unseren Augarten-Shops zu den Adventsamstagen hinweisen. Unser Team hat sich einige schöne Specials für Sie ausgedacht (Seite 28). Ich wünsche Ihnen geruhsame Weihnachten und ein gesundes 2017.

Over the years, we have grown accustomed to gingerbread appearing on supermarket shelves even as early as August, but it’s somewhat alarming to think that, after the mild September we had this year, Christmas is virtually just around the corner. The year has rushed by with great speed, and we at Augarten have realised many wonderful projects and collaborations, which we would like to present to you on the following pages. First and foremost, I would like to direct your attention to our collaboration with Austrian artist Julia Hanzl and the “Pink Ribbon Österreich” breast cancer charity. The limited edition of ten sculptures created in the process will be auctioned off, with 30 percent of the proceeds going to charity. For more on this, please see page 8. As regards the world of culinary delights, we have expanded our collaboration with the Schneider family and Hotel Arlberg***** in Lech. In future, your meals there will be served on exclusive Augarten tableware. The two star-cooks Franz Riedler and Patrick Tober let us have a look around their kitchen and revealed a few winter recipes for you to try at home (from page 20).

Herzlichst, Thomas König

Cordially, Thomas König

Allow me to say a few words about the stylish vase I’m holding in my hands. We came up with the idea that Augarten employees could present a gift for their loved ones from our range to offer some suggestions to you for Christmas. My personal favourite is the PINOCCHIO vase, designed by Philipp Bruni some years ago, which comes in various patterns. To me, it’s a perfect present because you can safely give the cool piece to a man as well. The plain shape and playful character – it can be tilted in any direction without tumbling over – lend the porcelain material a somewhat manly quality. I hope you will enjoy flipping through and reading our magazine, and that it will provide you with some inspiration for autumn and Christmas. I would also like to draw your attention to the events taking place in our Augarten shop on the Saturdays in Advent. Our team has come up with some very special ideas for you (page 28). I wish you a restful Christmas and a healthy 2017. 1


NEUHEITEN 2016

INNOVATIONS 2016


Danke an das Wiener Gartenbauamt.


ALICE IM ALICE IN AUGARTENLAND AUGARTENLAND

ENA Teekannen mit Tigerauge oder blauem Achat, 925 Sterling Silber und Deckel in Gold oder Weiß / ENA Teepot mit Tiger eye or blue agate, 925 Sterling silver and golden or white porcelain lid Mokkatassen ETERNITY (hellgrau, matt) oder HABSBURG (dunkelgrau, matt) mit 925 Sterling Silber Schmuckhenkel Moccacups ETERNITY (light grey, matt) or HABSBURG (dark grey, matt) with 925 Sterling silver handle

Wenn im ruhigen Wiener Augarten plötzlich ein märchenhaft fein gedeckter Tisch steht, mit köstlichen Cupcakes, Keksen, einer wunderschönen Torte und feinstem Porzellan, hat die Porzellanmanufaktur bestimmt etwas damit zu tun. Zusammen mit der Designerin Mary-Jane Breyten­ bach-Tucek und ihrem Mann Fred Tucek,den Inhabern des Ateliers ALEX A, hat Augarten zwei Kleinserien gestaltet. „Eine gemeinsame Freundin von uns und des Geschäftsführers der Porzellanmanufaktur Augarten besuchte unser Atelier. Was ein netter Besuch hätte sein sollen, wurde zu einem spannenden Brainstorming“, erzählt Mary-Jane den Beginn der Zusammenarbeit. Im Laufe des Abends kam es zu der Idee, die Schmuckdesigns mit Porzellan zu kombinieren. „In erster Linie sind wir Schmuckdesigner und arbeiten daher mit Edelsteinen und Edelmetallen. Wir wollten mit einer Applikation von einem Edelstein oder einem Edelmetall auch einen funktionellen Aspekt einbringen, nicht nur ein schönes Detail“, so die Schmuckdesignerin. Die technische Herausforderung war die Verbindung von Schmuckdetail mit dem Porzellan. „Hier haben die Mit­ arbeiter der Porzellanmanufaktur ihr ganzes Know-How eingebracht und uns als Designern auch das Gefühl vermittelt, dass nichts unmöglich ist. Diese positive Einstellung neuen Produkten gegenüber war für mich eine tolle Erfahrung. Augarten ist ein repräsentables Wiener Traditionsunternehmen, das sich offen gegenüber Neuem zeigt und seine fast 300-jährige Erfahrung zur Verfügung stellt. Für uns war es eine große Ehre, mit der Porzellanmanufaktur zu arbeiten“, schwärmt Mary-Jane Tucek-Breytenbach. Für die Inszenierung dieser außergewöhnlichen Zu­ sammenarbeit entschied sich die Designerin für das Thema der Mad Hatter Tea Party aus Alice im Wunderland. „Der verrückte Hutmacher, der zu seiner Tee-Party lädt, symboli­ siert die verrückte Idee unserer Stücke. Die Kombination Porzellan mit Metall – ‚Heavy Metal and a fine porcelain Tea Pot‘. Dieses märchenhafte, verrückte Thema aus Alice im Wunderland hat die Tassen mit Schmuckhenkel und die Teekannen mit Edelsteinknöpfen herrlich zur Geltung gebracht.“ 4

When you discover a magnificently set table somewhere in the tranquil Augarten in Vienna, boasting fabulously delicious cupcakes, biscuits, a splendid cake and the most exquisite porcelain, you are right to assume that the Porcelain Manufactory has something to do with it. In collaboration with designer Mary-Jane Breytenbach-Tucek and her husband Fred Tucek, co-owners of Atelier ALEX A, Augarten has created two small series. “A friend of ours came to visit our atelier and brought a friend along, who happened to be the CEO of the Augarten Porcelain Manufactory. What was simply meant to be a nice visit soon turned into an exciting brainstorming session”, Mary-Jane recounted the beginning of the collaboration. In the course of the evening, the idea of combining je­ wellery design with porcelain was born. “We are, first and foremost, jewellery designers, so we work with gemstones and precious metals. The idea was for the precious stone or metal applied to be more than just a pretty detail. It was to add a functional aspect as well”, according to the jewellery designer. The technical challenge lay in combining the ornamental detail with the porcelain. “This is where the staff of the Porcelain Manufactory came in. They supplied their considerable expertise and made us, the designers, feel that nothing was impossible. It was great to work with people who had such a positive attitude towards new pro­ ducts. Augarten is a traditional, representative Viennese company that is open to new input and brings almost 300 years of experience to the table. It was a great honour for us to be working with the Porcelain Manufactory”, Mary-Jane Breytenbach-Tucek enthused. To stage the extraordinary collaboration, the designer opted for the Mad Hatter Tea Party theme from Alice in Wonderland. “The Mad Hatter, who invites guests to a tea party, is a symbol for the crazy idea behind our pieces. The combination of porcelain and metal – ‘Heavy Metal and a Fine Porcelain Tea Pot’. This fabulously insane theme from Alice in Wonderland is simply a perfect means to highlight the cups with ornamental handles and the tea pots with gemstone knobs.”


Sieht man den ehemaligen Kaiser Franz Joseph I. auf Gemälden und manchmal auf Fotos, blickt man in ein durch und durch herrschaftliches Antlitz. Kein Wunder, wurde der kleine „Franzi“ schon früh in seine künftige Kaiserrolle hineinerzogen. Mit stolzen 68 Regierungsjahren auf dem österreichisch-ungarischen Thron übertraf er jeden anderen Regenten seiner Dynastie. So ehrwürdig Franz Joseph I. war, auch ein Kaiser musste frühstücken, um seinen Tag gut zu starten, besonders weil er fast täglich bereits um 6 Uhr morgens in seinem Arbeitszimmer saß. Eine besondere Vorliebe hatte der Kaiser für resche Handsemmeln. Dieses feine Wiener Weißgebäck wurde anlässlich seines Geburtstags am 18. August in allen Städten verteilt. Als launige Dekoration wurden für die kaiserliche Tafel Semmeln und andere Gebäckstücke aus Porzellan gestaltet, um sie in der berühmten kunstvoll gefalteten Lilien-Serviette zu platzieren. Des Kaisers hundertsten Todestag haben wir uns von der Porzellanmanufaktur Augarten zum Anlass genommen, dieses kunstvolle kleine Gebäck wieder aufzulegen. Täuschend echt liegt nun das „Wiener Semmerl“ aus feinstem Porzellan auf dem Tisch, doch nicht nur als reiner Ziergegenstand, wir haben ihm in Form einer Dose auch eine Funktion verliehen. Butter, Kekse, Zucker, Marmelade… oder was auch immer Sie möchten, findet in der Dose seine Auf bewahrung mit Witz und Charme.

Looking at the former Emperor Franz Joseph I on p ­ aintings and, in some cases, photos, one sees a countenance that is regal through and through. This is hardly surprising, given that little “Franzi” was brought up as an emperor-to-be from his early childhood on. Boasting 68 years in reign on the Austro-Hungarian throne, he outmatched all other rulers in his dynasty. As venerable as Franz Joseph I was, however, even an emperor had to eat breakfast to start the day, especially given that he was already at his desk at 6 o’clock almost every day. The Emperor was particularly fond of crusty bread rolls. On the occasion of his birthday, 18 August, the delicious Viennese white roll was given away for free in all the towns of the Empire. Bread rolls and other pastries were made from porcelain as decoration for the imperial table and placed on a napkin, famously folded in the ornate shape of a lily. In honour of the 100th anniversary of the Emperor’s death, we at the Augarten Porcelain Manufactory have decided to relaunch the artful little bread rolls. The “Wiener Semmerl” made of the finest porcelain not only serves as a decorative ornament on the table, it has a function as well: you can keep butter, biscuits, sugar, jam or whatever you wish in the charming box.

Herzlichen Dank an die Hofsilber- und Tafelkammer für die Leihe der Serviette K AISERLILIE

EIN KAISERLICHES AN IMPERIAL BREAKFAST ROLL FRÜHSTÜCKSSEMMERL

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DAS GOLD DES GOLD FROM THE KASPISCHEN CASPIAN SEA MEERES

Kaviar, Luxus in kleinen Perlen Caviar – luxury in the form of small pearls Wenn die Fischer nachts auf ’s Kaspische Meer hinausfahren, sind viele von ihnen auf der Jagd nach den Stören. Verschiedenste Arten dieses Fisches leben im Meer, das Russland umgibt, die uns den edlen Kaviar bescheren. Kaviar – die Speise der Reichen, die wie kaum ein anderes Lebensmittel Luxus und Dekadenz vermittelt, ist der Rogen des Störweibchens. Drei Arten des Kaviars werden unterschieden: Ossietra, Beluga und Sevruga. Die Gewinnung des Kaviars ist heikel, und nachdem der Rogen entnommen wurde, muss es mit der Verarbeitung schnell gehen. Lo­c k­ere Perlen und ein schöner Glanz sind wichtige Quali­ tätsmerkmale des Kaviars. Je zarter die Haut des kleinen Korns ist, desto besser und feiner ist sein Geschmack. Sehr heller bis silbergrauer oder goldbraun schimmernder Kaviar ist besonders wertvoll. Für ein exquisites Geschmackserlebnis sollte Kaviar als Malossol ausgezeichnet sein, russisch für „mild gesalzen“. Guter und hochwertiger Kaviar wird gerade nur so viel gesalzen, wie es für die bessere, aber dennoch sehr begrenzte, Haltbarkeit notwendig ist. Erst die Konservierung mit Salz macht die Kaviarperlen dunkel. Unbehandelter, fangfrischer Kaviar ist sehr hell und glasig. Dieser edlen Speise hat die Porzellanmanufaktur Augarten in Zusammenarbeit mit der Silberschmiede Jarosinski & Vaugoin und dem österreichischen Desig­ ner Gottfried Palatin eine exklusive Serviermöglichkeit geschaffen. So entstand unser edles K AVIAR-SERVICE, das auf sechs Personen ausgelegt ist. In die Schale BOLINA eingebettet – unter der Platte aus 925 Sterling Silber bzw. Silber vergoldet – hält Crushed Eis den Kaviar in der Dose LOL A sowie die sechs Schälchen – wahlweise für Hochprozentiges oder Beilagen jeder Art – erfrischend kühl. Das 6

K AVIAR-SERVICE beinhaltet weiters sechs kleine und einen großen Perlmuttlöffel wie auch ein Perlmuttmes­ ser, damit er sein feines Aroma behält, denn Silber verleiht dem Kaviar einen unangenehmen fischigen Nachgeschmack. Genießen Sie Luxus aus der neuesten Kreation aus dem Hause Augarten. W hen the fishermen go out to the Caspian Sea at night, many of them are looking for sturgeons. Bounded by Russia, Azerbaijan, Iran, Turkmenistan and Kazakhstan, the sea is home to many different species of this fish providing us with exquisite caviar. The food of the rich, which stands for luxury and decadence like no other foodstuff, is the roe of the female sturgeon. There are three types of caviar: ossietra, beluga and sevruga. The process of extracting the caviar is tricky, and after having removed the roe it must be processed very quickly. Loose pearls and a beautiful gloss are important signs of quality in caviar. The more tender the small grain’s membrane, the better and finer its taste. Caviar with a very light to silver-grey or golden-brown shimmer is particularly valuable. For an exquisite taste experience, caviar should be labelled malossol, which is Russian for “lightly salted”. Good, high-quality caviar is salted only as much as is required to increase the – still very limited – shelf life. Only the preservation with salt turns the caviar pearls dark. Unprocessed, freshly caught caviar is glassy and very light in colour. In collaboration with silver smiths Jarosinski & Vaugoin and Austrian designer Gottfried Palatin, the Augarten Porcelain Manufactory has created exclusive tableware for serving the precious foodstuff. Our elegant CAVIAR SERVICE is intended for six people. Inside the BOLINA bowl – beneath a plate made of 925 sterling silver or gold-plated silver – crushed ice keeps the caviar fresh and cool in the LOL A box. It comes with six cups, in which you can serve spirits or side dishes of any kind. Moreover, the CAVIAR SERVICE includes one large and six small spoons as well as a knife made from mother-other-of-pearl to ensure that the caviar maintains its delicate aroma, as silver gives it an unpleasant, fishy aftertaste. Enjoy the luxurious treat served in the latest creation by Augarten.


INSPIRIERT INSPIRED BY VON GESTEIN ROCK AND WATER UND WASSER BERG_WASSER_590 m 5,9 cm österreichisches Kulturgut MOUNTAIN_WATER_590 m a 5.9 cm cultural asset from Austria

„Die imposante Gebirgslandschaft sowie die ausgezeichnete Wasserqualität thematisieren meine Arbeit, den Trinkbecher BERG_WASSER.“ So beschrieb 2015 die aus Wien stammende Desig­­nerin und Künstlerin Hanna Burkart bei der Preisverleihung des von der Österreich Werbung ausgeschriebenen Kunstwettbewerbs „Nature Reloaded“ ihr Siegerobjekt. Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten hat vor einem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Preisträgerin den Porzellanbecher BERG_WASSER_1040 m mit einer Höhe von 10,40 cm umgesetzt, dessen Besonderheit in seiner Gegensätzlichkeit besteht (s. auch PORZELL AN.WIEN – Das Augarten Magazin // 03•15). 2016 erscheint als Erweiterung zum „hohen Berg – 1040 m“ der „niedrige Berg – 590 m“. Mit einer Höhe von 5,90 cm ist der kleine Porzellanbecher BERG_WASSER_590  m geeignet für z.B. Espresso oder Schnaps und die ideale Ergänzung zum großen Becher. In seiner Formensprache gleicht er dem Trinkbecher BERG_ WAS­SER_1040 m – mit Hammer und Meißel geschlagen erhielt er seinen schroffen Charakter. Der feine Werkstoff Porzellan und sein Herstellungsprozess verleihen dem Porzellanbecher jedoch eine angenehme Oberf läche, die dank seiner unglasierten Außenf läche rau und felsig anmutet und wie ein Stein immer wieder anders in der Hand seines Benutzers liegt. “The MOUNTAIN_WATER drinking cup ref lects Austria’s imposing alpine landscape as well as its outstanding water quality.” This is how designer and artist Hanna Burkart from Vienna described her work – which won first prize – at the award ceremony for the “Nature Reloaded” art competition sponsored by Österreich Werbung in 2015. A year ago, the Vienna Porcelain Manufactory Augarten created the MOUNTAIN_WATER_1040 m porcelain cup in close collaboration with the artist. It measures 10.4 cm in height and is remarkable for its contrariety (see also PORZELL AN.WIEN – Das Augarten Magazin // 03•15). In 2016, the original piece, the “high mountain with 1,040 m” is extended by the “small mountain with 590 m”. At a height of 5.9 cm, the small MOUNTAIN_WATER_590 m porcelain cup can be used for drinking e.g. espresso or brandy, and it complements the large cup perfectly. The language of form is consistent with the MOUNTAIN_WATER_1040 m drinking cup; hammer and chisel were used to lend the design its rugged character. Thanks to the delicate material and the associated manufacturing process, however, the porcelain cup is actually smoother to the touch than it looks. The unglazed surface evokes associations with a rugged rock and, like a stone, it feels different in the hand depending on how you hold it. 7


KUENSTLER PORTRAIT ARTIST PORTRAIT

Julia Hanzl Zehn Statuen hat Julia Hanzl in enger Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur Augarten kreiert, modelliert und bemalt. Jedes der 23 cm hohen Figurenpaare ist ein Unikat. EVE & EVE stehen einander in sinnlicher Umarmung gegenüber und sind durch die unterschiedliche künstlerische Gestaltung und Bemalung der Umgebung sowie der Korsagen einmalig. So bilden u.a. der paradiesische Baum der Versuchung mit Apfel und Schlange oder das Meer mit emporblickendem Fisch den Rahmen für die Statue und geben ihr jeweils eine einzigartige Atmosphäre. Das erotische Figurenpaar bedient sich aber auch der zarten Dekore der Manufaktur. Die verspielte BIEDERMEIER GIRLANDE in Rosa oder modern interpretiert in Grau sowie die berühmte WIENER ROSE lassen EVE & EVE zu einem Stück AUGARTEN werden. Mit Julia Hanzl führt die Porzellanmanufaktur Augarten eine 300 Jahre alte Tradition fort. „Die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlerin-

nen und Künstlern lag seit jeher im Bestreben des Traditionsunternehmens“, so Mag. Thomas König, „in den einzigartigen Stücken von Julia Hanzl und der Kooperation mit Pink Ribbon zeigen sich die Stärken der Porzellanmanufaktur, denn durch das Zusammenwirken verschiedener Perspektiven und Kompetenzen entsteht ein neues kreatives Produkt, das im Zeichen der guten Sache steht.“ Der 1. Oktober, internatio­n a­ler Tag des Brustkrebses, ist der Auftakt einer Reihe Veran­s tal­t ungen. Am 12. November werden die Vorsitzende der Pink Ribbon-Gesellschaft Österreich, Doris Kief haber, und „Look!“-Herausgeberin Uschi Pöttler-Fellner die Figur Nummer 1 – dekoriert mit der „Pink Ribbon“-Schleife – für den guten Zweck im Schloss Augarten versteigern. Ein Drittel des Verkaufserlöses der neun weiteren Unikate kommt ebenfalls der Brustkrebsforschung zugute und wird für die Sofort­h ilfe für Brustkrebspatientinnen verwendet.

EVE & Zwei weibliche Figuren in sinnlicher Umarmung für Pink Ribbon

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Ten statuettes have been created, modelled and painted by Julia Hanzl in close collaboration with the Augarten Porcelain Manufactory. Each of the 23 cm high pairs of figurines is one of a kind. EVE & EVE face each other in a sensual embrace, and differ in regard to the artistic composition and painting of the surroundings and the bodices. The paradisiacal tree of knowledge, for example, with the apple and the serpent, or the sea with a fish looking up from the water act as a frame for the statuette and lend it a unique atmosphere. However, the erotic pair of figurines also makes use of the Manufactory’s delicate patterns. The playful BIEDERMEIER GIRLANDE in pink or, in a modern interpretation, in grey as well as the famous WIENER ROSE turn EVE & EVE into a genuine AUGARTEN product. The collaboration with Julia Hanzl is in keeping with a 300-year-old tradition at the Augarten Porcelain Manufactory: “It has been at the heart of the company’s endeavours since its foundation to work with contemporary artists”, Thomas König explained. “The unique pieces by Julia Hanzl and the collaboration with Pink Ribbon showcase the strengths of the Porcelain Manufactory as they bring together different perspectives and competences to create a new artistic product for a good cause.” 1 October, the International Breast Cancer Awareness Day, marks the launch of a series of events. On 12 November, Doris Kief haber, Chairwoman of the Austrian Pink Ribbon Initiative, and Uschi Pöttler-Fellner, Editor of “Look!” magazine, will auction the figurine no. 1 – which bears the “pink ribbon” – for charity. A third of the proceeds from the sale of the other nine unique specimens will also go to breast cancer research: it will be used for emergency aid for breast cancer patients.

JULIA HANZL Die Mödlinger Bildhauerin Julia Hanzl entdeckte früh ihre Affinität zur Kunst und zum Kunsthandwerk. Ihre Kunst ist skurril, phantastisch, grotesk mit immenser Symbolkraft. Als sie vor fünf Jahren an Krebs erkrankte, lernte sie, das Leben mehr zu lieben. Aus dieser Zeit entwickelte sich ihr ganz eigener Stil, mit den zwei immer wie­d erkehrenden Themen Tod und Erotik. Die Fertigkeiten zum Modellieren ihrer Keramik erwarb sich Julia Hanzl autodidaktisch und an der Universität für angewandte Kunst Wien (www.juliahanzl.com). A sculptor from Mödling, Julia Hanzl discovered her affinity for art and artisanry at an early age. Her works are bizarre, fantastic, grotesque and charged with immense symbolic meaning. When she was diagnosed with cancer five years ago, she learned to love life more. This was when she developed her own individual style, which is dominated by two recurring themes: death and eroticism. Julia Hanzl acquired the skills to model her ceramic objects autodidactically and at the University of Applied Arts Vienna (www.juliahanzl.com).

Beim Verkauf des AUGARTEN Bechers, mit einer Grafik der EVE & EVE Figur, gehen zehn Prozent des Verkaufserlöses an die Österreichische Krebshilfe zuguns­t en der Pink Ribbon Aktion. Ten percent from the sales revenue of the AUGARTEN cup with a graphic oft he EVE & EVE figurine is being donated to the Austrian Cancer Aid to the benefit of the Pink Ribbon campaign.

& EVE Two female figurines in a sensual embrace for Pink Ribbon

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O schöne, herrliche Weihnachtszeit! Was bringst du Lust und Fröhlichkeit! Schenken Sie Ihren Lieben Freude mit einer kleinen Aufmerksamkeit aus dem Hause Augarten. Wir haben Ihnen einige beliebte Stücke aus unserem weihnachtlichen Sortiment zusammengestellt – Christbaumschmuck, Kaffee- oder Mokkatassen sowie Teelichthalter und andere stilvolle Accessoires.

Kollektion MISTELZWEIG  Teelichthalter ELISABETH FÖHRENZAPFEN, teilvergoldet  NUSS HÄLFTE, innen gold  Collection MISTLETOE Tea light holder ELISABETH PINE CONE, partly gilded NUT HALF, inside gold


O wonderful, delightful christmas time! Such joy and happiness you bring! Make your loved ones a present with a little gift from Augarten. We pieced together some favourites from our christmas assortment – christmas tree decorations, coffee oder teacups and also teacandle holders and many other fine and classy decoratios.

KEILER, Biskuit Kollektion FÖHRENBRUCH Leuchter mit Gemse SCHNEEFLÖCKCHEN, Biskuit Kompottschale Hirsch, 14 cm Dessertteller TERRA, Goldrand Mokkatasse TERRA, Goldrand WILD BOAR, Biscuit Collection PINE BRANCH Candlestick with Chamois SNOWFLAKE, Biscuit Dessert Bowl with Head of Stag, 14 cm Dessert Plate TERRA, gold rim Mocca Cup TERRA, gold rim


DREI ZWEI EINS PROSIT NEUJAHR! CHEERS TO A NEW YEAR!

Haben Sie schon einmal eine Nacht in Gold gefeiert? Have you ever celebrated a golden new year's eve party? Celebrate with Augarten a magic turn of the year with fancy golden pieces like the new CAVIAR SERVICE for six persons and the CHAMPAGNE BOWLS. For this special occation Reinhard Pohorec – star-barkeeper from the luxury hotel Park Hyatt in Vienna – created the “24 Carat” cocktail.

REINHARD POHOREC Reinhard Pohorec (27) ist enthusiastischer Professionist und international anerkannter Experte in der Welt der Sensorik, feinen Getränke und Speisen. Ursprünglich über das WSET Diploma in Wines and Spirits kommend, wurde Pohorec unter anderem mit den Titeln World Class Bartender Austria, Certified Advisor of Spirits, Mixology Newcomer of the Year, Innovativster Bartender des Jahres und Sake Somme­l­ier ausgezeichnet, des Weiteren ist er Österreichs erster und welt­j üngster Cognac Educator 12

sowie weltjüngster Sherry Educator des Consejo Regulador in Andalusien. Zusätzlich zur Gründung seiner unabhängigen Firma „Reinhard Pohorec e. U. - spirits journey“ ist er Bartender und Kreativkopf in der Boutique Bar „Tür 7“, Wien. Als Autor für diverse Drink- und Gourmetpublikationen, Lehrer und Trainer, ist seine Tätigkeit ein Ausdruck der tiefen Wertschätzung, Liebe und des Respekts gegenüber Produkten, den Menschen dahinter und der reichen Geschichte dieser Genusswelt.

Dank an das Park Hyatt Wien

Mit Augarten feiern Sie einen magischen Jahres­ wechsel in edlem Gold, mit dem K AVIARSERVICE für sechs Personen und den beliebten CH A MPAGNERSCHALEN. Für Ihre Silvesternacht hat ­R einhard Pohorec – Star-Barkeeper aus dem luxuri­ö­sen Park Hyatt Wien – den Cocktail „24 Carat“ kreiert.


24 CARAT Silvester-Cocktail-Rezept / Recipe ZUTATEN / INGREDIENTS: 30 ml Pontica Red Vermouth, 5 ml Safran-Tinktur /  saffron tincture, 5 ml Goldwasser / Goldwasser liqueur, 60 ml Champagner / champagne ZUBEREITUNG / METHOD: Alle Zutaten außer Champagner im Rührglas auf großen Eiswürfeln miteinander vermengen, den Champagner hinzugeben. In die vorgekühlte Augarten Champagner-Schale abseihen. / Put large ice cubes in a mixing glass, add all ingredients except champagne and mix, then add the champagne. Pour into the pre-cooled Augarten champagne cup.

REINHARD POHOREC Reinhard Pohorec is a young (27) enthusiastic professional and international expert in the sensory world, fine drinks and food. Starting his “spirits journey” via the WSET “Diploma in Wines and Spirits”, Pohorec was awarded the title World Class Bartender Austria, world’s youngest Cognac Educator and Sherry Educator by the Consejo Regulador in Jerez, Certified Advisor of Spirits, Mixology Newcomer of the Year, Sake Sommelier and Most Inno-

vative Bartender by renowned Falstaff Magazine. Having created the independent company “Reinhard Pohorec e.U. - spirits journey”, he is involved in the boutique bar “Tür 7” in Vienna, where he can also be found behind the stick. Pohorec' creative mind is besides writing for several drink and gourmet publications, teaching and spreading word of the deep love and respect for great produce and rich beverage history, is his live and passion.


AUGARTEN DESIGN, MARKT & SHOP

PETER MADER MACHT PETER MADER CUTS A FINE FIGURE EINE GUTE FIGUR Figurenabteilung – Wie entsteht der PAPAGENO? Figurines department: How is the PAPAGENO made? Von der Porzellanmasse zur anmutigen Figur braucht es viel Geschick und Erfahrung. Damit eine Figur aus Porzellan gefertigt werden kann, sind im Vorfeld viele Schritte notwendig. Vom Prototyp werden Formen für den Guss erstellt. Die Porzellanmasse, bestehend aus Feldspat, Quarz und Kaolin, wird mit Wasser angerührt und in die Gussform aus Gips eingegossen. Der Gips absorbiert nun das Wasser der Masse, das Stück trocknet von außen nach innen. Je nach Größe des gegossenen Teils, bleibt die Masse kürzer oder länger in der Form, bis eine gewisse Wandstärke erreicht ist. Der noch f lüssige Kern wird ausgegossen. Nachdem der Rohling noch in der Form geruht hat, wird er vom Figurenformer ausgeformt. Peter Mader, seine Kollegin Silvia Rohan oder unser Lehrling Tamba Jammeh, setzen nun die einzelnen Teile der Figuren zusammen. Richtig gelesen – unsere Figuren bestehen aus mehreren Einzelteilen, die im noch feuchten Zustand, kurz nach dem ausformen mit Porzellanmasse in cremiger Konsistenz aneinander garniert oder bossiert werden, so die Fachtermini für diesen Schritt. Beim PAPAGENO handelt es sich um eine völlig neue Figur nach historischem Vorbild. Er besteht aus fünf Teilen, die einzeln gegossen und garniert werden. (Ein SPANI­SCHER REITER setzt sich aus bis zu 60 Einzelteilen zusammen.) Die Nahtstellen werden, nachdem alle Teile aneinandergefügt sind, verstrichen und retuschiert. Nun darf die Figur trocknen und wird anschließend bei 850 Grad gebrannt, danach glasiert und ein weiteres Mal bei 1400 Grad gebrannt. In Weiß wäre sie nun fertig, folgt, wie bei unserem PAPAGENO, ein Farbkleid, darf das Stück in die Malerei und bekommt ihre bunte Veredelung. Der PAPAGENO ist auch die Statue für den österrei­ chischen Musiktheaterpreis, der bereits zum vierten Mal Künstlerinnen und Künstler aus Oper, Operette, Musical und Ballett auszeichnet und seit diesem Jahr von der Porzellanmanufaktur Augarten neu gestaltet und produ­ ziert wurde. In einer einfachen Goldbemalung wurde sie am 27. Juni im Wiener Ronacher an die sechzehn Preisträgerinnen und Preisträger übergeben. Zubin Mehta als berühmtester Preisträger wurde mit der Figurine für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In einer eigenen farbenprächtigen Bemalung gibt es den PAPAGENO auch im Verkaufssortiment der Porzel­ lanmanufaktur Augarten. 14

It takes a lot of skill and experience to turn porcelain paste into a graceful figurine. Before a figurine can be made from porcelain, a number of steps have to be completed first. Moulds are made for casting, based on a prototype. The porcelain paste, which consists of feldspar, quartz and kaolin, is mixed together with water and then poured into the plaster mould. The plaster absorbs the water contained in the paste – the piece dries from the outside in. Depending on the size of the cast part, the paste remains inside the mould for a shorter or longer period of time until it has reached a specific wall thickness. The still liquid core is poured out. Once the piece of greenware has rested in the mould, it is sculpted by the figurine sculptor. Peter Mader, his colleague, Silvia Rohan, or our apprentice, Tamba Jammeh, then put the individual parts of the figurine together. Yes, you read correctly! Our figurines are made up of several individual parts. A short time after having been removed from the mould, they are joined by hand while still damp, using porcelain paste of a creamy consistency. The PAPAGENO figurine is an entirely new one, based on a historical model. It consists of five parts, which are cast and joined individually. (A SPANISH RIDER may consist of up to 60 individual parts.) When all parts have been put together, the joins are smoothed and retouched. Now the figurine is left to dry. Then it is fired at 850 degrees Celsius, glazed and fired once more at 1,400 degrees Celsius. This completes the figurine in white. If, however, as is the case with our PAPAGENO, a coat of colour is added, the piece is taken to the paint shop, where the colour finish is applied. Incidentally, the PAPAGENO is also the statuette presented at the Austrian Music Theatre Award ceremony. Held for the fourth time in 2016, it honours artists from the worlds of opera, operetta, musical and ballet. The statuette was redesigned and manufactured by the Augarten Porcelain Manufactory this year. Painted in gold, it was presented to 16 award winners on 27 June 2016 at the Ronacher in Vienna. The most famous among the awardees was Zubin Mehta, who received the figurine in honour of his life’s work. A richly coloured version of the PAPAGENO is available as part of the Augarten Porcelain Manufactory’s product range.

© Österreichischer Musiktheaterpreis

INSIDE


1, 2, 3, ... FERTIG 1, 2, 3, ... READY IS THE WEBSHOP IST DER WEBSHOP Interview „123Consulting“ Ein Webshop für ein Traditionsunternehmen wie Augarten – was waren Ihre ersten G edanken zu der Aufgabenstellung? 123: Der erste Gedanke war: „Wie schaffen wir es nur die Produktliebe und unglaubliche Produktvielfalt digital auf die Straße zu bringen?“ Augarten Porzellan ist eine Marke mit starker Historie und einer qualitätsbewussten Käuferschicht. In diesem Zusammenhang kommen immer besondere Herausforderungen an das digitale Erschei­ nungsbild und die Service-Leistungen zu. Das Design, die Kunden-Nutzbarkeit (Usability) sowie die passenden Inhalte müssen perfekt zusammenspielen. Gemeinsam mit einem neuen Online-Shop ist das die absolute Königsdisziplin, wenn Sie so wollen. Aber zum Glück wächst man mit den Herausforderungen. Wie haben Sie sich im Vorfeld vorbereitet? 123: Es reicht nicht nur Augarten Produkte gesehen zu haben, man muss die Marke erleben. So war es für uns besonders wichtig, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu erfahren, wie viel Aufwand eigentlich hinter jedem einzelnen Stück in der Fertigung liegt. Zeitgleich haben wir uns internationale Marken angesehen, die sich mit ähnlichen Herausforderungen in der digitalen Produktanmutung beschäftigen. Die Technik als Fundament ist immer der wichtigste Part bei einem Online-Projekt – auch hier haben wir uns den Bestand sehr genau ansehen müssen, um eine effiziente Umsetzung zu ermöglichen. Wie haben Sie den Erstkontakt zu Augarten empfunden? 123: Sehr sympathisch und familiär. Für uns als Digital­ agentur ist es immer wichtig zu sehen, wie die Protagonisten hinter einer Marke aussehen und wie anschließend das Zusammenspiel funktioniert. Hier wird klarerweise auch der Erfolg und Misserfolg für ein Online-Projekt be­ stimmt. Bei Augarten hatten wir nach dem Workshop von Anfang an ein gutes Gefühl und das sagen wir jetzt nicht um den Anwesenden zu schmeicheln. Der Ersteindruck der offenen Kommunikationskultur hat sich nachhaltig für uns bestätigt und Vieles vereinfacht. Mit welchen Herausforderungen haben Sie „ gekämpf t“? 123: Wie bei allen spannenden Projekten entsteht die heiße und intensive Phase immer erst kurz vor dem Online-Gang, sprich Relaunch in diesem Fall. Auch wenn man sich bestmöglich aus der Erfahrung heraus auf die unterschiedlichen Szenarien einstellt, so kann man bestimm­t e Dinge einfach nicht vorhersehen. Mit diesem Zustand kämpfen wir generell immer und konkret bei Augarten hat uns die Größe des Sortiments bis zuletzt in Atem gehalten. Bilder, Texte, Variationen und die korrekte Produktmatrix für den Online-Shop. Darum schlagen wir vor, dass Sie am besten gleich einen Blick in den Shop werfen. Welches Stück würden Sie sich im Webshop kaufen? 123: Als Antwort auf diese Frage mussten wir doch ein wenig überlegen, gibt es doch so viele schöne und zeitlose Stücke. Aber im Zuge der Arbeiten und des gelungenen Sommerfestes der Porzellanmanufaktur gibt es für uns letztendlich ein Produkt, welches wir unmittelbar kaufen würden: Die schicken Champagner-Schalen in vierfacher Ausführung – dann hat man auch gleich etwas für Freunde und Gäste zum Anstoßen zu Hause. Begeisterte Blicke inklusive.

Sead Ahmetovic (www.viennadigital.com) und Harald Grabner (www.123consulting.at)

A web shop for a traditional company like Augarten – what were your initial ideas regarding the task at hand? 123: The first thought was: “How are we going to translate the dedication that goes into every single product into practice digitally?” Augarten Porcelain is a brand with a rich history and a quality-conscious consumer group. In a context such as this, there are always special challenges to consider regarding the digital profile and services. The design, usability and relevant contents must fit together perfectly. In conjunction with a new online shop, this means that you have to play all the tricks of your trade. But, fortunately, you grow with the challenges you are faced with. How did you prepare for the project beforehand? 123: We knew that it wouldn’t be enough to just take a look at Augarten products, we had to experience the brand. So it was especially important for us to take a look behind the scenes and discover how much effort goes into every single piece manufactured here. At the same time, we looked into international brands faced with similar challenges in presenting their products digitally. Technology is the basis of every online project and, as such, it is the most important aspect. We had to examine the existing infrastructure so as to be able to come up with an efficient implementation. Tell us something about your initial contact with Augarten – what was it like for you? 123: Very pleasant, informal and relaxed. For us as a digital agency, it’s always important to get to know the protagonists behind the brand and to learn about the interplay between the two. Naturally, this also determines the success or failure of an online project. After the workshop, we had a good feeling about Augarten from the outset, and we’re not just saying this to f latter them. The first impression of an open communication culture was confirmed many times over, and this has made things a lot easier for us. W hat were the big gest challenges? 123: As with all exciting projects, the critical and most intense stage is the time shortly before going live, or, as in the present case, the relaunch. Even though you plan for various scenarios based on your experience as best you can, there are some things you simply cannot foresee. This is generally the most challenging aspect of any project. In the case of Augarten, the sheer size of the product range kept us on our toes to the last – images, texts, variations and the correct product matrix for the online shop. We suggest you take a look at the shop yourself to get an impression. W hich piece would you buy in the web shop? 123: We would have to think about this for some time, as there are so many lovely and timeless pieces. But, in fact, there is a product we would buy on the spot, which is associated with our work for Augarten and the wonderful summer party: the stylish champagne cups in quadruplicate – that way, we would have something with which to toast our friends and guests at home. Excited looks all around included.

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AUGARTEN INSIDE

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Weiße Wochen 2016

White Week 2016

ZUGUNSTEN CONCORDIA SOZIALPROJEKTE

SALE FOR THE BENEFIT OF CONCORDIA SOZIALPROJEKTE

Augarten lud vom 30. Mai bis zum 4. Juni zur traditionellen „Weißen Woche“. Zehn Prozent des Verkaufserlöses kamen der Bäckerberufsschule im rumänischen Ploies¸ti zugute. Im August konnte der Scheck mit der Rekordsumme von 7.000 Euro im Beisein der Kinder aus Rumänien an ­C ONCORDIA Sozialprojekte übergeben werden.

Between 30 May and 4 June 2016, Augarten held the well-established “White Week” sale. Ten percent of the proceeds went to aid the bakery school in Ploies¸ti, Romania. In August, a cheque worth the record sum of 7,000 euro was handed over to CONCORDIA Sozialprojekte with children from Romania attending.

Vienna Design Week

Vienna Design Week

Seit Bestehen bringt die VIENNA DESIGN WEEK (30. 9. – 9. 10.) im Rahmen der Passionswege internationale und österreichische Designschaffende mit Wiener Produktionsunternehmen zusammen. In offenen Arbeitsprozessen wird frei von kommerziellen Zwängen experimentiert, kreiert und Wissen transferiert. Die Ergebnisse der je­ weiligen Zusammenarbeiten werden direkt vor Ort gezeigt. Beindruckt vom Jahrhunderte alten Reichtum an Formen und Dekoren der Wiener Porzellanmanufaktur wählte das Prager Designstudio DECHEM – Michaela Tomišková und Jakub Jand’ourek – eine Tischleuchte als Ausgangsobjekt. Ihr Sockel weist dabei die klassische Lampion-Vasenform von Augarten auf. Unter Verwendung der Techniken und Materialien der Manufaktur sowie dem Lieblings­ werkstoff der beiden Designschaffenden – Glas – erstrahlt Wiener Handwerkstradition in Form eines zeitgenössi­ schen Leuchtobjekts.

Ever since its launch ten years ago, the VIENNA DESIGN WEEK (29/9–9/10/2016) has held the “Passionswege” event to bring international and Austrian designers into contact with Viennese production companies, providing those involved with a space in which to experiment, be creative and exchange information free from any commercial restraints in open workf lows. The results of the respective collaborations are exhibited on site. Impressed by the Vienna Porcelain Manufactory’s centuries-old wealth of shapes and patterns, Michaela Tomišková and Jakub Jand’ourek from the DECHEM design studio in Prague chose a table lamp as inspiration for their work of art. The lamp’s base is shaped like the classic Chinese lantern-type vase from Augarten. Using the Manufactory’s techniques and materials as well as both designers’ favourite medium to work with, i.e. glass, traditional Viennese artisanship was brought to new life in the form of a modern lighting object.

Keramik & Porzellan im Augarten

Ceramics & Porcelain in the Augarten

Vom 7. bis 9. Oktober 2016 stand der älteste Barockgarten Wiens, der Augarten, abermals im Zeichen hoher Tonkunst. Rund 50 Austellerinnen und Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten in und vor der renommier­ ten Porzellanmanufaktur Augarten an drei Tagen ihre qualitativ hochwertigen Keramik- und Porzellanarbeiten. Neben Führungen durch das Porzellanmuseum, Schaumalen und Workshops in Porzellanmalerei hat erstmalig eine Expertin direkt vor Ort den Wert mitgebrachter Keramikstücke geschätzt. „Die erfolgreiche Premiere im letzten Herbst und die steigende Besucherzahl dieses Jahr haben uns Recht gegeben, die Veranstaltung als Fixpunkt in der Keramikszene zu etablieren“, so Gabriela Schmidle (GF MTS Wien).

From 7 to 9 October 2016, an event showcasing top-class clay craft was hosted in Vienna’s oldest baroque garden, the Augarten. Some 50 exhibitors from Austria and abroad presented their high-quality ceramics and porcelain wares for three days in and in front of the renowned Augarten Porcelain Manufactory. Besides guided tours through the Porcelain Museum, public painting sessions and workshops in porcelain painting, for the first time there was an expert present who appraised the value of ceramic pieces brought along by visitors on site. “The successful premiere last autumn and the increasing number of visitors this year have shown that we had the right idea in establishing the event as a fixture on the ceramics scene”, Gabriela Schmidle, Managing Director of event organiser MTS Wien, commented.


CLEMENS HAIPL

BAROCKE WEIHNACHTEN IN FRANKREICH

Die Fußball-EM 2016 verbindet auf fast zynische Weise zwei große Tragödien meiner Schulzeit: Sport und Französisch.

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n beiden Fächern (neben einigen anderen) musste ich zur Entscheidungsprüfung antre­ ten. Nicht, dass ich unsportlich oder sprachlich minderbegabt wäre – wie so oft lag es einfach an den handelnden Personen. Der Turnlehrer, ein stattlicher Mann von einem Meter fünfzig mit Schnurrbart, goutierte meine Art von Humor nicht. (OK, vielleicht hätte ich die 60 Meter nicht auf allen Vieren laufen sollen. Und, dass ich den Weitsprung rückwärts absolvierte, hat er eventuell als Provokation gedeutet. Die Klasse hat aber sehr gelacht und das war mir wichtig.) Also: „Nicht genügend“ in Leibesübung und Prüfung in 60 Meter, Weitsprung UND Hochsprung. Die habe ich dann klassisch und sehr langweilig erledigt und fiel gerade mal nicht in Turnen durch. Na bitte! Französisch: Quel Malheur. Ich war ein Jahr lang in den USA in der Schule gewesen und dachte auf Englisch. So, jetzt musste ich also deutsche Anweisungen auf Englisch überdenken und auf Französisch wiedergeben. Das ist schon unfair. Dann habe ich jedesmal „OK“ gesagt, wenn ich glaubte, etwas verstanden zu haben – was die sehr uncharmante Madame mit einem gebrüllten „NON! C’est d’accord!!!“, quittierte. Logisch, dass ich Frankreich lange gemieden habe. Wer lässt sich schon gerne demütigen? Zufällig bin ich aber vor einigen Jahren darauf gekommen, dass die meisten Franzosen sehr nett und gar nicht wie meine Lehrerin sind. Seitdem bin ich sehr gerne in der Grande Nation. Dort habe ich dann auch meine ehrliche Hochachtung vor der sagenhaften Verschwendungssucht des Barock entdeckt. Ich meine, wo wenn nicht in Versailles lässt sich besser verständlich machen, dass eben nicht alle Menschen gleich sind und dass Geld die Welt regiert? Ich möchte zumindest gleich reich sein. Und die Vorstellung, dass Menschen im Barock zwar güldenes Besteck, aber keine Toilette im herkömmlichen Sinn hatten, bereitet mir auch diebische Freude. Was mich wiederum zu Weihnachten bringt: Meine Schwiegermutter hatte mir – weil ich immer so kalte Füße habe – herrliche Fellschlapfen geschenkt. Das Problem: Fell haftet auf Parkett in etwa so gut wie Wasser auf einer Lotosblüte. Ich schlitterte durch die weihnachtliche Wohnung, dass es eine Freude war – für den Rest der Familie. Auf dem Weg zur Toilette hat es mich dann derart auf den Boden geknallt, dass ich erst „merde“ zischte, und dann zwei Wochen nicht gehen konnte. Das waren meine barocken Weihnachten in Frankreich. „Santé!“

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EIN HAUCH A TOUCH VON EXOTIK OF EXOTICISM

Die Entdeckung der Porzellanherstellung im 18. Jahrhundert kam einer künstlerisch-kulturellen Revolution gleich. Nicht nur für die Tisch- und Tafelkultur bot der Werk­s toff Porzellan eine Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten, auch die Kunstwelt wurde erheblich durch das „Weiße Gold“ be­ einf lusst. Die Anfänge der Porzellanherstellung in Europa wurden maßgeblich von der Manufaktur Du P ­ aquier in Wien beeinf lusst, war es doch die zweite Stätte nach Meißen, wo dieses besondere Material verarbeitet wurde. In der Wiener Manufaktur begann die Produktion eher langsam, nachdem Du Paquier erfolgreich Meißner Porzellanformer abgeworben hatte. Zunächst beschränkte man sich auf Einzelstücke und Wunschanfertigungen aus den Kreisen des Hochadels und natürlich des Kaiserhauses. Große Feste wurden mit reicher Porzellanzier ausge­ stattet. Zunehmend wuchs auch das Interesse unter dem Adel, sich sogenannte „Porzellan-Cabinette“ einrichten zu lassen. Das wohl berühmteste unter diesen, wofür die Manufaktur Du Paqiuer verantwortlich zeichnet, war das Dubsky-Zimmer im gleichnamigen Palais in Brünn, das in den Jahren 1720 bis 1735 gestaltet wurde. Heute sieht man es im Museum für Angewandte Kunst in Wien. Die Porzellane dieser Zimmer waren nicht nur prachtvoll ausgeformt, auch deren Bemalungen zeugten von außergewöhnlicher Kunstfertigkeit. Im Dubsky-Zimmer wird die Entwicklung der Malerei besonders schön sichtbar, denn in der ersten Zeit nach der Gründung hielt man sich noch an ostasiatische Motive. Eine starke Vorbildwirkung hatten Textilien, Tapeten und Lackarbeiten Chinas, aber auch Kakiemon-Porzellan aus Japan lieferte wichtige Inspirationen. Die Blumendekore – Chinoiserien – zeigen zumeist Utopien des fernen Indien, wie Ostasien im 18. Jahrhundert genannt wurde: indische Blumen, kombiniert mit Chrysanthemen, Päonien und Prunusblüten sowie fremdartigen Zweigen und Ästen. Zwischen diesen blütenreichen Fantasiegebilden tummeln sich exotische Vögel. Reiche Chinoiserien sind im Dekorrepertoire der Porzellanmanufaktur Augarten ebenfalls häufig zu finden. Eine besonders edle Variante ist die ROT-GR AUGOLD-CHINOISERIE. Ihre reduzierte Farbigkeit ver­leiht ihr ein besonders elegantes Aussehen. Die grauschat­ tierten, sehr fantasievollen Äste und Blätter wirken trotz der einfachen Farbigkeit lebendig. Die Blüten sind kunst­ voll in roten, grauen und schwarzen Schattierungen gehalten, goldene Akzente verleihen ihnen eine gewisse Pracht. Das Randdekor passt sich farblich den utopisch f loralen Bildern an. In zwei Reihen ziehen sich kleine schwarze Schuppen mit roter Zier und goldenen Blättchen um den Rand der Form BELVEDERE (oder Formnummer 114). Sie ist die älteste Form, die in der Porzellanmanufaktur Augarten nach wie vor hergestellt wird und datiert in die Zeit der Manufaktur Du Paquier, ebenso wie die ROT-GR AU-GOLD-CHINOISERIE, die ursprünglich INDISCHER LEBENSBAUM hieß. Die Form BELVEDERE mit ihrem außergewöhnlich geschwungenen Rand ist in der Herstellung besonders aufwändig und ihr ba­ rockes Aussehen harmoniert in angenehmer Weise mit den 18

wunderbaren Chinoiserien, die von den Malerinnen und Malern bei Augarten mit größter Präzision gefertigt werden. When the process for manufacturing porcelain was disco­ vered in Europe in the 18th century, this was like an artistic-cultural revolution. Not only did the material offer many uses for the dining and table culture, the “white gold” also had a major impact on the world of art. A main inf luence on the early porcelain production in Europe was the Du Paquier Manufactory in Vienna, which was the second company after Meißen to process the special material. Production was rather slow at first in the Viennese Manufactory after Du Paquier had successfully headhun­ ted porcelain moulders from Meißen. Initially, the manu­ facture was limited to individual items and custom-made objects for clients of the high nobility and, of course, the imperial family. Porcelain was used as lavish decoration for various festivities. Soon, the nobility became interested in having so-called “porcelain cabinets” made. The most famous among these, created by the Du Paquier Manufactory, was the Dubsky room in the city palace of the same name in Brno, which was designed in the years 1720 to 1735. Today, it is exhibited in the Museum of Applied Arts, Vienna. The porcelains in such rooms were not only splendidly moulded, the painted ornaments also displayed exceptional craftsmanship. The Dubsky room is a showcase for the development of porcelain painting: in the early days after the Manufactory’s foundation, East Asian motifs were still predominant. Textiles, wallpapers and lacquerware from China served as important inspirations, as did Kakiemon porcelain from Japan. The f lower patterns – chinoiseries – mostly displayed utopias from faraway India, as East Asia was called in the 18th century: Indian f lowers in combination with chrysanthemums, peonies and prunus blossoms as well as outlandish twigs and branches. Exotic birds romped about among the fantastic f lower patterns. Many richly decorated chinoiseries can be found among the Augarten Porcelain Manufactory’s range of patterns. A particularly splendid and beautiful example is the CHINOISERIE RED-GREY-GOLD. The reduced colours lend it an exceptionally elegant look. The grey-shaded, highly imaginative branches and leaves seem naturally vivid despite the simple colouring. The blossoms are skilfully painted in shades of red, grey and black while accents in gold impart a certain splendour to them. The border pattern is consistent in colour with the utopian f loral images. Small black scales with a red ornament and small gilded leaves are drawn in two rows around the edge of the BELVEDERE shape (or shape no. 114), which is the oldest shape that is still being produced at the Augarten Porcelain Manufactory. It dates back to the time of the Du Paquier Manufactory, as does the CHINOISERIE RED-GREY-GOLD pattern, which was originally called INDIAN TREE OF LIFE. The BELVEDERE shape with its extraordinary curved edge is especially elaborate to produce, and its baroque look goes perfectly together with the wonderful chinoiseries added by the painters at Augarten with the utmost precision.


AUGARTEN CLASSICS CHINOISERIEN  CHINOISERIES


Vegane Zucchini-Spaghetti mit Tofu-Bolognese

Lamm an Polenta mit karamellisierter Paprika und Gegrillter Zucchini

vegan courgette spaghetti with tofu bolognese sauce

lamm on polenta served with cara­m elised pepper and grilled courgette

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN / INGREDIENTS:

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN / INGREDIENTS:

500 g Tofu naturbelassen 4 Stk. Zwiebel 4–5 Stk. Knoblauchzehen 15 Stk. getrocknete Tomaten in Öl 1 Bund Basilikum Olivenöl Oregano Meersalz Pfeffer 400 g Tomatenmark 80 g Agavendicksaft 150 ml Rotwein ca. 8–10 Stk. Zucchini 120 g geröstete Mandeln

100 ml Milch, 100 ml Kalbsfond (oder Gef lügelfond) Salz, Pfeffer (frisch gemahlen) 75 g Maisgrieß (Polenta) 2 Eigelb 30 g Manchego (frisch gerieben) oder Parmesan 2 gelbe Paprikas, 2 rote Paprikas 1 Zucchin 50 g brauner Zucker 125 ml Orangensaft 2 TL Limettensaft 12 Lammkotelett 2 EL Olivenöl 4 Zweige Rosmarin 4 Zweige Thymian 2 Knoblauchzehen 0,5 Bund Kerbel

500 g tofu with no added f lavours 4 onions 4–5 cloves of garlic 15 dried tomatoes in oil 1 bunch of basil Olive oil Oregano Sea salt Pepper 400 g tomato puree 80 g agave nectar 150 ml red wine Approx. 8–10 courgettes 120 g roasted almonds

ZUBEREITUNG / METHOD: 1. Tofu in kleine Würfel schneiden oder mit einer Gabel zerbröseln. 2. Zwiebeln und Knoblauch schälen und in feine Würfel schnei­den. Die getrockneten Tomaten vom Öl abtropfen lassen und fein hacken. Das Basilikum entblättern und fein schneiden. Ca. 150 ml Olivenöl im Topf erhitzen und den Tofu unter leichtem Rühren goldgelb anbraten. Zwiebeln, Knoblauch und Oregano beifügen und ca. 5 Minuten mitbraten. Tomatenmark, getrocknete Tomaten und Aga­ vendicksaft hinzufügen und leicht ankara­mellisieren lassen. Alles zusammen mit Salz und Pfeffer würzen und den Basilikum zum Schluss untermengen. 3. Zucchini waschen und mit einem Spiralschneider oder einer Mandoline zu Spaghetti schneiden. Die geschnittenen Zucchini mit etwas Olivenöl und Meersalz vorsichtig abmischen und danacha in der heißen TofuBolognese ca. 1 Minute leicht köchelnd untermengen. 4. Die gerösteten Mandeln mit etwas Meersalz in einer Küchen­maschine grob mahlen, sodass sie wie Parmesan aussehen. 5. Zucchini-Bolognese in tiefen Pasta-Tellern anrichten und mit Mandeln bestreuen. Mit nativem Olivenöl toppen. 1 Cut tofu into small cubes or crumble with a fork. 2. Peel onions and cloves of garlic and cut into small cubes. Drain off oil from dried tomatoes and chop finely. Strip leaves off the basil and chop finely as well. Heat approx. 150 ml olive oil in a pot and stir the tofu lightly until golden brown. Add onions, garlic and oregano and fry for approx. 5 minutes. Add tomato puree, dried tomatoes and agave nectar. A llow to caramelise slightly. Season everything with salt and pepper. Finally, add the basil. 3. Wash the courgettes and cut to spaghetti shape with a spiral cutter or mandoline. Carefully mix the cut courgettes with a little olive oil and sea salt, then add to the hot tofu bolognese sauce and simmer for approx. 1 minute. 4. C oarsely grind the roasted almonds with a little sea salt in a food processor so that they look like Parmesan. 5. A rrange the courgette bolognese on pasta plates and sprinkle with almonds. Top off with a drizzle of native olive oil. 20

100 ml milk, 100 ml veal stock (or poultry stock) Salt, freshly ground pepper 75 g cornmeal (polenta) 2 egg yolks 30 g freshly grated Manchego or Parmesan 2 yellow peppers, 2 red peppers 1 courgette 50 g brown sugar 125 ml orange juice 2 tsp lime juice 12 lamb cutlets 2 tbsp olive oil 4 sprigs of rosemary 4 sprigs of thyme 2 cloves of garlic 1/2 bunch of chervil

ZUBEREITUNG / METHOD: 1. Milch mit Fond auf kochen, mit Salz und Pfeffer würzen, Maisgrieß einrühren. Bei kleiner Hitze ca. 2 Minuten kochen, vom Herd nehmen, Eigelb und Käse unterrühren. In eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Form streichen und im Kühlschrank fest werden lassen. 2. Paprika putzen, das Fruchtf leisch in Streifen schneiden. Zucker in einer Pfanne schmelzen, Orangensaft zugeben und bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis der Zucker gelöst ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Paprika­ streifen zugeben. Ca. 6 Minuten garen, mit Limettensaft abschmecken. Zucchini leicht an grillen. 3. B ackrohr auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Lamm mit Salz und Pfeffer würzen und in einer ofenfes­ ten Pfanne in 1 EL Oli­v enöl mit Kräu­t ern und halbierten Knoblauchzehen ca. 4 Minuten braten. 4. Polenta in Stücke schneiden, in 1 EL Olivenöl goldgelb anbraten. Kerbel abzupfen, hacken, über die Paprika geben. Fleisch evtl. aufschneiden, mit Polenta und Paprika anrichten. 1.  Pour stock into the milk and boil, season with salt and pepper, stir in cornmeal. Simmer for approx. 2 minutes, then take from the stove, mix in egg yolk and cheese. Spread on a baking tray lined with cling film and leave in the fridge to solidify. 2. C lean peppers and cut them into strips. Melt the sugar in a frying pan, add orange juice and boil at medium heat until sugar dissolves. Season with salt and pepper and add strips of pepper. Cook for approx. 6 minutes, adding the lime juice. Slightly grill the courgette. 3. Preheat the oven to 140 °C or gas mark 1. Season lamb with salt and pepper and bake in an oven-proof roasting pan for approx. 4 minutes in 1 tbsp of olive oil with herbs and cloves of garlic cut in half. 4. C ut polenta into pieces, fry in 1 tbsp of olive oil until golden. Pick the chervil leaves, chop and sprink le over peppers. Serve the cutlets of lamb with polenta and peppers.


AUGARTEN HOTEL ARLBERG

Cookies Biscuits ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN / INGREDIENTS: 300 g Butter 300 g Zucker 300 g brauner Zucker 4 Eier van. salz. Natron oder Backpulver 160 g Haselnüsse gerieben 300 g Kuvertüre geraspelt

300 g butter 300 g sugar 300 g brown sugar 4 eggs Baking soda or baking powder 160 g ground hazel nuts 300 g grated couverture chocolate

ZUBEREITUNG / METHOD: D as Mehl mit dem Backpulver in einer Rührschüssel mi­ 1.  schen. Die übrigen Zutaten – bis auf die Schokolade – hinzufügen. Einen Schuss Milch dazugeben und alles mit einem Mixer (Rührstäbe) zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schokolade grob hacken und zuletzt hinzugeben. 2. M ithilfe von 2 Teelöffeln walnussgroße Häufchen mit genügend Abstand (etwa 4 cm) auf das Backblech setzen (Blech nur dünn fetten und stäuben, die Plätzchen zerlaufen beim Backen). Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 10 Minuten backen. 3. D ie Plätzchen mithilfe des Backpapiers vom Blech ziehen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen. 1. M ix the f lour with the baking powder in a mixing bowl. Add remaining ingredients, except chocolate. Add a dash of milk and mix everything with a hand mixer (using beaters) until dough is smooth. Coarsely chop the chocolate and add last. 2. S pread a thin layer of butter on the baking tray and dust with f lour. Using two teaspoons, form walnut-sized balls and place them on the baking tray. Take care to leave enough space in between (approx. 4 cm), as the biscuits spread while baking. Bake in the preheated oven at 200 °C top/bottom heat for approx. 10 minutes. 3. Remove the biscuits and baking paper and let cool on a cake rack.

Das Hotel Arlberg ist eine Institution in Lech. Und hat in der Tradition des berühmten Ortes schon im­mer eine prägende Rolle gespielt. Durch eine pio­ nierhafte Auf bauarbeit legten vor über 50 Jahren Johann und Helga Schneider den Grundstein für diese Tradition. Heute sorgt bereits die nächste Generation, mit Hannes und Christiane Schneider dafür, dass dieses Lebenswerk sich beständig und innovativ weiterentwickelt. Seit jeher prägt Familie Schneider mit Begeisterung und Herz das Luxusdomizil Hotel Arlberg Lech***** durch wahre Gastlichkeit. Franz Riedler, Küchendirektor und Patrick Tober, Küchenchef servieren den Gästen ihre kulina­ rischen Kreationen auf feinstem Augarten Porzellan. Hotel Arlberg is a well-established institution in Lech. And it has always played a vital role in the tradition of the famous village. Over 50 years ago, Johann and Helga Schneider laid the foundation of the establishment’s pioneering path to success. Today, it’s the next generation, Hannes and Christiane, who see to it that the life’s work of the Schneider family continues to grow and develop further. From the early days, the proprietors’ approach to true hospitality has been one of dedication and warmth at the luxurious Hotel Arlberg Lech*****. Franz Riedler, Executive Chef, and Patrick Tober, Head Chef, serve guests their culinary creations on exclusive Augarten porcelain.

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COOPERATION KUNSTHISTORISCHES MUSEUM Interview mit Dr. Sabine Haag

Interview with Dr Sabine Haag

(Direktorin Kunsthistorisches Museum Wien)

(General Director, Kunsthistorisches Museum Wien)

& Mag. Thomas König

& Thomas König

(GF, Porzellanmanufaktur Augarten)

(CEO, Augarten Porcelain Manufactory)

Wie kam es zum Projekt KAMMERMONSTER und zu dem fast furchteinf lößenden Namen? Die Teile selbst sehen ja direkt niedlich aus. ;-) SH: Wir arbeiten schon länger mit Sebastian Menschhorn zusammen. Bei einem zwanglosen Mittagessen haben unser Kreativdirektor Stefan Zeisler und Sebastian Menschhorn die Idee geboren, die Kunstkammer in die Gegenwart zu verlängern, Objekte ins heute zu überset­zen. Die Kunstkammer ist mit Monstern wie Drachen und Schlangen reich bevölkert. Sie schrecken das Böse ab. Ihre Aufgabe ist zu beschützen – sie sind ambivalent aber gut zum Benützer. TK: Das Thema Monster hat die Manufaktur ja immer schon begleitet. Wenn man sich die teils furchteinf lößenden Entwürfe aus dem 18. Jahrhundert der Manu­ faktur betrachtet, ist dies ja symbolisch für den Umgang mit den Ängsten der damaligen Zeit und eine Art, diese in der Kunst zu verarbeiten. Bei einem Rundgang im KHM haben wir eben diese Symbolik in den Exponaten wiedergefunden und so kam Eines zum Anderen.

How did the CHAMBER MONSTERS project come about and why the rather fear-inducing name? The pieces are actually rather cure to look at. ;-) SH: We have been collaborating with Sebastian Mensch­ horn for some time now. At an informal lunch meeting, our Creative Director, Stefan Zeisler, and Sebastian Mensch­horn came up with the idea of bringing the tradition of the “chamber of curiosities” to the present, of translating existing objects of art into the here and now. There is an abundance of dragons and snakes to be found in the museum’s Kunstkammer. They ward off evil. Their task is to protect – they are ambivalent but help their owners. TK: Monsters have always been a subject of interest at Augarten. When you look at some of the Manufactory’s designs from the 18th century, it’s obvious that these terrifying images are symbolic of the way people dealt with their fears at the time, and a way of handling them by using art. At a tour through the Kunsthistorische Museum we found the same symbolism in the exhibits, and so one thing led to another.

Was hat Ihnen an der Idee KAMMERMONSTER besonders gefallen? SH: Die zeitgemäße Übersetzung des Kunstkammerge­d an­ kens in die Gegenwart, dass zwei traditionsreiche Kunst­ institutionen wie das Kunsthistorische Museum und die Porzellanmanufaktur Augarten zusammenarbeiten. TK: Charmant fanden wir die Idee, für das KHM eine Edition mit unseren Entwürfen zu machen und so Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verknüpfen und etwas Neues zu kreieren.

W hat particularly appealed to you about the CHAMBER MONSTERS idea? SH: The modern translation of the idea of a chamber of curiosities into the present, and that two traditional art institutions such as the Kunsthistorische Museum and the Porcelain Manufactory Augarten would be working together. TK: We were delighted by the idea of producing a series with our designs for the KHM and, in the process, of linking the past with the present to create something new.

Wie empfanden Sie die Z usammenarbeit mit Augarten als traditionsreiches Unternehmen, Frau Dr. Haag? SH: Die Zusammenarbeit war sehr angenehm, inspirierend und auf Augenhöhe. Beide Institutionen sind der höchs­ ten Qualität verpf lichtet und bringen das nötige Wissen mit. Der Raum für Kreativität ist dabei sehr wichtig und den konnte der junge, renommierte Designer Sebastian Menschhorn ausschöpfen.

W hat was the collaboration with the long-established company of Augarten like from your point of view, Dr Haag? SH: The collaboration was very pleasant, inspiring and on an equal footing. Both institutions are committed to the highest level of quality and brought the necessary expertise to the table. It’s very important in a context such as this to provide space for creativity, and the young, renowned designer, Sebastian Menschhorn, was able to make full use of this.

Und Herr Mag. König, mit einem Haus wie dem KHM, voller Geschichte? TK: Das KHM ist natürlich eine Institution in Österreich, aber auch in Europa. Die Porzellanmanufaktur mit Ihrer bald 300-jährigen Geschichte muss sich hierbei aber auch nicht verstecken (lacht!).

And for you, Mr König, working with an establishment such as the Kunsthistorische Museum – f illed with and full of histor y? TK: The Kunsthistorische Museum is, of course, an institution in Austria, and in Europe as well. But the Porcelain Manufactory with its almost 300-year-old history is not doing too badly in this regard either (laughs).

Haben Sie ein Lieblingsstück aus dieser Kleinserie? Wenn ja warum genau dieses? SH: Ein besonderes Stück ist für mich die LÖWENSCHALE, da sie vielseitig verwendbar und mit kleinen Details, wie z. B. die bemalten Krallen, ausgestattet ist. Das verleiht der Schale eine besondere Note. Bei allen drei Objekten ist mir aber besonders wichtig, den Unterschied zu den Objekten, die den Designer inspiriert haben, zu zeigen. Im Gegensatz zu den Kunstkammerobjekten, sind die Augarten-Objekte ausdrücklich zur Benutzung gedacht. Somit kann jede/jeder ein kleines Stück der Kunstkammer in seinen Alltag integrieren. TK: A ls Fan der Serie „Game of Thrones“ finde ich die DR ACHENDOSE mit dem Drachenkopf auf dem Deckel ganz fantastisch. Die schlichte, aber elegante Dekoration mit der Teilglasur wirkt sehr edel. 22

Is there an item of the small series that you like best? If so, why this one in particular? SH: I think the LION BOWL is remarkable because it can be used for many different purposes and because it was furnished with little details like the painted paws – this gives the bowl a very special touch. But, above all, it is important for me to show the difference between the three newly designed pieces and the ones that inspired the designer. Contrary to the items from the Kunstkammer, those produced by Augarten are expressly intended for use. This way, a little piece of the Kunstkammer can be integrated into everyday life. TK: Being a fan of the TV series “Game of Thrones”, I think the DR AGON BOX with the dragon head on the lid is simply fantastic. The plain yet elegant, partly glazed painting is very refined.


Foto: © Kunsthistorisches Museum Wien

LIEBENSWERTE LOVEABLE CHAMBER MONSTERS KAMMERMONSTER Vergangenheit und Gegenwart treffen sich in Kunst­objekten aus Porzellan past and present meet in objects of art made from porcelain

Sebastian Menschhorn kreuzt in der drei­t eiligen Por­z el­l an­ serie K AMMER­MONSTER Drachen, Löwen und Schlangen mit Porzellan aus dem Hause Augarten und macht sie so für den Alltag zugänglich. Drei Objekte aus der Kunstkammer des Kunst­h istorischen Museums Wien – entstanden im 16./17. Jahrhundert – standen Pate und dien­ten somit als Vorbild für LÖWENSCHALE, DR ACHENDOSE und SCHL ANGENTASSE. Am berühmtesten: die Drachenschale aus Lapislazuli von Gasparo Miseroni, entstanden um 1565/70 in Mailand. „Sie sind so lebendig die ‚Mons­ter‘: Drachen, Schlangen, Löwen – man bekommt den Eindruck, dass sie sich bewegen, dass sie leben“, so Sebastian Menschhorn. Der Drachenkopf des Henkels von Miseroni ziert nun den Deckel der Porzellandose von Menschhorn: „Formal habe ich einzelne Themen bzw. ‚Tiergattungen‘ übernommen und sie dann mit meiner Handschrift interpretiert.“ Die Löwenpranken der LÖWENSCHALE sowie die Schlangenhenkel der MOKK ATASSEN finden ebenfalls Anleihen in der Kunst­k ammer. „Inhaltlich fand ich es besonders spannend den beschützenden Charakter der Tiere mitzunehmen.“

Sebastian Menschhorn has combined dragons, lions and snakes with tableware from the Augarten Manufactory in the three-piece CHAMBER MONSTERS series, thereby making them accessible for everyday use. Three items from the Kunst­k ammer (Chamber of Curiosities) of the Kunsthistorische Museum Wien, created in the 16th/17th century, served as inspiration for the pieces LION BOWL, DR AGON BOX and SNAKE CUP. The most famous of these is a dragon bowl made of lapis lazuli by Gasparo Miseroni, crafted at around 1565-70 in Milan. “The pieces seem as vivid as the ‘monsters’ themselves: dragons, snakes, lions – you get the impression that they are moving, that they are alive”, Sebastian Menschhorn commented. The dragon head, which forms the handle on Miseroni’s piece, decorates the lid of Menschhorn’s porcelain box: “Formally speaking, I borrowed some of the themes and types of animal, and then interpreted them in my own way.” The lion paws of the LION BOWL and the snake handle of the mocha cups were also inspired by works from the Kunstkammer. “Content-wise, I found it particularly exciting to carry over the protective character of the animals.” 23


Gin in all its facets has definitely become THE in drink over the last couple of years. The nuances of this spirit range from foresty-tangy to f lowery. Combined with diverse types of tonic water – these, too, come in various aromas from tangy to f loral – gin has developed from a simple long drink to becoming a palatable philosophy. And that is what Achim, Tom and Florian – aka the “Kesselbrüder” – did one day while angling together: they philosophised about which gin would combine to create a rounded taste with which tonic water. “At first, our mixes weren’t all that glorious. The different types of gin in particular varied greatly in taste, and we tried to find out what we liked especially about gin. Soon after, the three of us attended our first distilling course”, Florian recoun­ ted the first steps towards WIEN GIN. In addition to the intensive and specialised distilling courses, they also completed a sommelier training course on spirits. “So, together with experienced master distillers we made our first attempt at distilling gin ourselves. As distilling is a hobby for the three of us, we only produce a small quantity of about 1,000 litres per batch, which we fill into 1,400 bottles”, according to Florian. The small quantity allows the three

friends to concentrate on what really counts when producing their Wien Gin, namely the quality. “We select the raw materials, that is to say, the herbals and botanicals, with the utmost care. It’s crucial to us to achieve a consistent level of quality in the taste of our gin. The amount of sun the juniper has been exposed to is of particular importance, as its taste acquires the proper degree of sweetness accordingly. When it isn’t sweet enough, it tastes both bitter and sour”, the hobby distiller explained. The name Wien Gin was chosen in honour of the three young men’s home town. “Like an ode to a really cool city”, Florian said, laughing. This was also the idea behind the collaboration with the Augarten Porcelain Manufactory. Sibylle and Kurt Hamtil from Metroverlag publishing house also run three shops selling products related to Vienna. That’s how they came up with the idea for a Viennese brand of gin. They first approached the “Kesselbrüder” and later initiated the collaboration with the Porcelain Manufactory. “Viennese craftwork is paramount in this set: we produce premium gin and Augarten manufactures a first-rate cup to go with it. Two companies that are committed to top-level craftsmanship”, “Kesselbru­ der” Florian was happy to declare.

DER GIN Die Anfänge des Gins reichen zurück in das 17. Jahrhundert, als der Arzt François de le Boë eine Arznei aus Wacholder­ beeren herstellte, den er Genever nannte. Als 1689 Wilhelm III. den englischen Thron bestieg, brachte er den Genever mit in seine neue Heimat. In Folge stellte er die Produktion dieses Schnapses steuerfrei. Da die Steuern auf eingeführte Spirituosen aus Frankreich sehr hoch waren, boomte die Genever-Herstellung. Seinen verkürzten Namen Gin erhielt der Genever von den britischen Soldaten, die das Getränk im Zuge des Holländisch-Spanischen Krieges auf die britische Insel brachten. Die Herstellung war nicht immer exakt geregelt, so kam es zu sehr starken, rauen Getreidedestillationen, die allesamt als „Gin“ durchgingen. Erst als der Ginkonsum stark anstieg, griff die Regierung ein und verankerte im sogenannten Gin Act die Qualität und Herstellung. 24

The origins of gin go back to the 17th century, when a physician called François de le Boë made a medicine from juniper berries which he called genever. When William III ascended to the throne of England in 1689, he brought genever with him to his new home. He exempted the production of this spirit from tax. As tax duties on imported spirits from France were very high, the production of genever boomed. The shortened version, gin, was first used by English soldiers who brought the drink with them to the British isles on their return from the Dutch War of Independence. The production wasn’t strictly regulated, so there emerged very strong, rough grain distillates, all of which passed for “gin”. The government only intervened when gin consumption increased markedly, stipulating the required quality and the production process in the so-called Gin Act.


COOPERATION WIEN GIN

„EINE ODE AN EINE GEILE AN ODE TO A REALLY COOL CITY! STADT!“ – WIEN GIN Das „IN“-Getränk der letzten Jahre ist sicherlich Gin mit all seinen Facetten. Von waldig herb bis hin zu blumig reichen die Nuancen dieser Spirituose. In Kombination mit den verschiedenen Tonic-Sorten – auch hier reichen die Aromen von herb bis f loral – ist Gin nicht mehr nur einfach ein Long Drink, sondern trinkbare Philosophie. So ging es auch Achim, Tom und Florian – alias die Kesselbrüder – als sie eines Tages beim Fischen zusammen saßen und darüber philoso­ phierten, welcher Gin mit welchem Tonic wohl eine geschmackvoll abgerundete Kombination ergeben würde. „Anfangs waren unsere Mischungen nicht so glorreich. Vor allem beim Gin merkten wir große Unterschiede, und wir versuchten herauszufinden, was wir am Gin besonders gut finden. Kurz darauf haben wir schon unseren ersten Brennkurs zu dritt besucht“, erzählt Florian von den ersten Schritten zum WIEN GIN. Zu den intensiven und spezifischen Brennkursen kamen Sommelier-Schulungen im Bereich Spirituosen hinzu. „Zusammen mit erfahrenen Brennmeistern haben wir also unseren ersten Versuch gewagt, selbst Gin zu brennen. Da wir alle drei das Brennen als Hobby machen, produzieren wir pro Batch nur eine kleine Menge von circa tausend Litern, die wir in 1400 Flaschen abfüllen“,

so Florian. Durch diese kleine Menge können sich die drei Freunde auf das Wesentliche bei der Produktion ihres Wien Gin konzentrieren, nämlich die Qualität. „Wir suchen die Rohstoffe, also Herbals und Botanicals, mit gewissenhafter Sorgfalt aus. Es ist uns wichtig, dass wir eine gleichbleibende Geschmacksqualität mit unserem Gin erreichen. Gerade beim Wacholder ist es wichtig, ob er viel Sonne bekommen hat, dadurch erhält sein Geschmack die richtige Süße, wenn er zu wenig süß ist, dann schmeckt er bitter und sauer“, erklärt der Hobbybrennmeister. Mit dem Namen WIEN GIN möchten die drei Burschen ihrer Heimatstadt ein Denkmal setzen. „Quasi eine Ode an eine geile Stadt“, lacht Florian. Das war auch der Hintergedanke bei der Kooperation mit der Porzellanmanufaktur Augarten. Sibylle und Kurt Hamtil vom Metroverlag, die auch drei Geschäfte betreiben, in denen wienspezifische Produkte angeboten werden, kamen als erste auf die Kesselbrüder zu, um im Weiteren eine Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur ins Leben zu rufen. „Wiener Handarbeit steht bei diesem Set im Vordergrund – wir machen Premium Gin und Augarten den passenden first class-Becher. Zwei Betriebe, die sich höchster Handwerks­ kunst verschrieben haben“, freut sich Florian von den Kesselbrüdern.


COOPERATION NORMALZEIT

EIN WAHRZEICHEN ÖSTERREICHS AN AUSTRIAN LANDMARK HAS BECOME A DESIGN PIECE WURDE ZUM DESIGNOBJEKT NORMALZEIT auf Porzellan NORMALZEIT on Porcelain

Schwarz und rot auf weiß, so präsentierte sich die Würfel­ uhr ein ganzes Jahrhundert lang, bis dieses Wahrzeichen Wiens mit Kultcharakter im 21. Jahrhundert zum Designobjekt erhoben wurde. Die erste dieser elektrischen Würfeluhren wurde 1907 an der Kreuzung Opernring/Kärntnerstraße installiert. Gesteuert wurde diese jedoch durch elektrische Impulse einer so genannten Mutteruhr in einer nahegelegenen Litfaßsäule. Mit der Einführung der MEZ – Normalzeit – durch den Wiener Gemeinderat wurden die Uhren am 1. Mai 1910 um 5 Minuten und 19 Sekunden zurückgestellt. Die von der Stadt Wien aufgestellten Würfeluhren eta­b­l ie­r ­t en sich in den letzten hundert Jahren von schlichten Zeitmessern zu Orientierungspunkten, Wegweisern und schließlich zum Designobjekt. Nun gibt es die „Normalzeit“ nicht nur, um die Zeit abzulesen, sondern auch für den kleinen Schwarzen aus hauchdünnem Manufakturporzellan. Es war die Idee der „Lichterloh Gruppe“, einem designermöbelaffinen Koope­ rativ von Dagmar Moser, Markus Pernhaupt und C ­ hristof Stein, NORMALZEIT als Marke in den Markt einführen, nachdem sie sich 2007 spontan entschieden, die Würfeluhren mit allen Schutzrechten von der Stadt Wien abkauften. Nach dem weltweiten Erfolg der tragbaren NORMALZEIT Armbanduhr im Jahre 2015, wurden unterschiedliche Unternehmen gebeten einen individuellen Beitrag zum Thema NORMALZEIT zu gestalten. Als Christof Stein an Mag. Thomas König herantrat, um ihn für die Kooperation zu gewinnen, war der Weg von der Idee zur Umsetzung nicht weit. „Als Spezialist für kundenspezifische Anfertigung war diese Aufgabe für die Porzellanmanufaktur Augarten überaus reizvoll“, so Thomas König, „denn die Stärken der Manufaktur und ihre Exklusivität zeigen sich im besonderen Maße in Zusammenarbeit mit anderen Kreativunternehmen.“ Das schlichte Design der Würfeluhr sollte sich im Projekt für NORMALZEIT wiederspiegeln. Man entschied sich daher für eine Mokkatasse in der Form 31 (YOUNG), einer eher jungen Form aus dem Repertoire der Porzellanmanufaktur. Ihre gerade zeitlose Linie harmoniert mit der einfachen Gestalt der Würfeluhr. Auf der Tasse findet sich der „Markenname“ NORMALZEIT, der durch das Ziffernblatt auf dem Spiegel der Untertasse verstärkt wird. Um das Rot des Schriftzuges und des Wappens aufzunehmen und das Design abzurunden, wurde die Tasse mit feinem Farb­ rand in Rot aus der Serie YOUNG@HEART gewählt. 26

Black and red on white – this is how the cube clock presented itself for a whole century, until the Viennese landmark with a cult status was elevated to a design piece in the 21st century. The first of these electric cube clocks was installed in 1907 at the crossroads of Opernring and Kärntnerstraße. It was controlled, however, by electrical impulses from a so-called master clock inside a nearby advertising column. When the Vienna City Council introduced the Central European Time – “Normalzeit” – on 1 May 1910, the clocks were set back 5 minutes and 19 seconds. Over a period of 100 years, the cube clocks erected by the City of Vienna developed from simple timepieces into landmarks, signposts and, finally, design pieces. Our Manufactory is delighted to present “NORMALZEIT” in the form of a single mocha cup made of wafer-thin porcelain. It was the “Lichterloh” group which first came up with the idea: the cooperative with an affinity for designer furniture, consisting of Dagmar Moser, Markus Pernhaupt and Christof Stein, suggested introducing NORMALZEIT to the market as a brand after they had spontaneously decided to buy the cube clocks including all associated proprietary rights from the City of Vienna in 2007. Following the worldwide success of the NORMALZEIT wrist watch in 2015, they asked various companies to create their own contribution to the brand. When Christof Stein approached Thomas König to promote the idea of collaborating on this project, it didn’t take long for the idea to become a reality. “As a specialist in custom-made manufacture, the concept appealed to the Augarten Porcelain Manufactory”, Thomas König explained, “because working together with other creative-industry companies highlights the Manufactory’s strengths as well as its exclusivity”. The product developed for the NORMALZEIT project was to ref lect the simple design of the cube clock. So Augarten Porcelain opted for the shape of the mocha cup 31 from the YOUNG range, a rather recent design in the Manufactory’s repertoire. The straight, timeless form is in line with the plain design of the cube clock. The cup bears the “brand name” NORMALZEIT and the cup indent of the saucer shows the famous clock face. Complementing the design, the cup from the YOUNG@HEART range with a delicate red rim was chosen to incorporate the red colour of the lettering and the coat of arms.


AUGARTEN ADVENTKALENDER 1. A dvent 26. 11. 2016

2. A dvent 3. 12. 2016

3. A dvent 10. 12. 2016

4. A dvent 17. 12. 2016

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WEIN & CO CHAMPAGNER­ VERKOSTUNG

SCHOKOV HEISSE SCHOKOLADE

PARK HYATT POP UP CAFÉ

WIEN GIN ODE AN EINE GEILE STADT

Ein Sommelier aus dem Hause WEIN & CO erzählt Wissenswertes über Champagner und dessen Feinheiten im Geschmack. Beim Kauf einer Champagnerschale schenken wir Ihnen die Personalisierung dazu.

Probieren Sie feinste heiße Schokolade aus dem Hause SCHOKOV. Beim Kauf eines Schoko- oder Frühstücksbe­ch­e rs schenken wir Ihnen eine Trinkschokolade am Stiel.

Ein Barista aus dem Park Hyatt***** Wien bereitet köstliche Kaffeespezialitäten für Sie zu und lassen Sie sich von unserm Gewinnspiel überraschen.

Die Kesselbrüder rocken unsere Filiale mit ihrem kultigen WIEN GIN und lassen uns ihre hippen Gin Cocktails verkosten.

Teilnehmende Filiale: AUGARTEN FL AGSHIPSTORE Spiegelgasse 3, 1010 Wien

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SCHAUMALEN

ADVENT, ADVENT EIN LICHTLEIN BRENNT

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[•\ EIERLIKÖRPUNSCH UND KEKSE Genießen Sie das erlesene Ambiente des Schlosses Augarten mit hausgemachtem Eierlikörpunsch und Keksen der K. u. K. Hofzuckerbäckerei DEMEL. Wir servieren Ihnen den Punsch in unserem Becher BERG_WASSER 590 m, den wir Ihnen an diesem Tag in einem einmaligen Setpreis um € 99,– anbieten. Teilnehmende Filiale: SCHLOSS AUGARTEN Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien Vielen Dank an unseren Partner:

Teilnehmende Filialen: SCHLOSS AUGARTEN Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien AUGARTEN LINZ Am Taubenmarkt, Arkade, 4020 Linz

Kaufen Sie ein Geschenk und lassen Sie es vor Ort von einem Maler aus der Manufaktur personalisieren. Dabei haben Sie die einmalige Gelegenheit dieses feine und traditionsreiche Handwerk zu entdecken! Teilnehmende Filiale: SCHLOSS AUGARTEN Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien

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STERNENREGEN

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Beim Kauf von drei unserer beliebten Christbaumstern-Anhänger, schenken wir Ihnen einen vierten dazu. Teilnehmende Filiale: AUGARTEN LINZ Am Taubenmarkt, Arkade, 4020 Linz AUGARTEN SALZBURG Alter Markt 11, 5020 Salzburg

Kombinieren Sie nach Lust und Laune aus unserem vielseiteigen Sortiment an stilvollen Teelichthaltern und lassen Sie ich beim Kauf von vier Stück, den preiswertesten von uns schenken. Teilnehmende Filialen: SCHLOSS AUGARTEN Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien AUGARTEN LINZ Am Taubenmarkt, Arkade, 4020 Linz AUGARTEN SALZBURG Alter Markt 11, 5020 Salzburg Vielen Dank an unsere Partner:


GIFT TIPS AT FIRST HAND

GESCHENKTIPPS AUS ANDREA GYALOG Malerin / Painter Heuer werde ich meiner Freundin zwei FÖHRENZAPFEN aus Porzellan für ihren Christbaum schenken, weil sie ihren Baum dieses Jahr in Weiß schmücken möchte. Die Föhrenzapfen machen sich bestimmt hübsch auf ihrem Baum und ich schenke ihr damit auch den Beginn einer kleinen Sammlung an Augarten Christbaumschmuck. I will give my friend two porcelain PINE CONES for her Christmas tree because she wants to decorate it in white this year. I’m sure the PINE CONES will look lovely on her tree. It’s also going to be the start of a small collection of Augarten Christmas tree decorations.

ARNOLD PÖSCHL Fotograf / Photographer Seit ein paar Jahren fotografiere ich die wunderschönen Produkte aus dem Hause Augarten und es sind wirklich schöne Stücke dabei. Die Dose LOL A von Gottfried Palatin in Gold und mit schwarzem Randdekor schenke ich meinem Bruder, der gerne nascht, so hat er eine stilvolle Dose für kleinen Sünden auf seinem Schreibtisch. I have been taking pictures of the beautiful Augarten products for some years now, and there are truly marvellous pieces among them. I will give the LOL A box by Gottfried Palatin in gold with a black border pattern to my brother. He has a sweet tooth, and the box will serve as a stylish container on his desk for his little indulgences.


ERSTER HAND ANGEL A WALLY Vertrieb / Sales Meine Mutter liebt die WIENER ROSE – sie ist ein Klassiker unter den Dekoren. Darum möchte ich sie in diesem Jahr mit einer WIENER ROSE-Jumbotasse überraschen, denn seit ihrem Urlaub in Frankreich liebt sie Café au Lait. My mother loves the WIENER ROSE – it’s a classic among the patterns. So I want to surprise her with a WIENER ROSE jumbo cup, because since her holiday in France she loves café au lait.

PETER MADER Figurenformer / Figurine Sculptor Meiner Freundin schenke ich diese Weihnachten die SCHLITTSCHUHLÄUFERIN in einfacher Bemalung. Es ist eine Figur aus der Zeit des Art Déco. Sie wirkt besonders lebendig. Für mich als Figurenformer ist es immer eine Freude, diese zarten, anmutigen Frauenfigurinen zu fertigen. So ist dieses Geschenk auch sehr persönlich. I will give my girlfriend the painted GIRL ON SK ATES as a present for Christmas this year. It’s a figurine from the art déco period. It looks particularly lifelike to me. In my job as a figurine sculptor I always enjoy making these delicate, graceful female figurines. So it’s also a very personal gift.

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JOSHUA BENZ Assistent der Museumsleitung / Executive Assistant, museum Obwohl ich im Museum arbeite und daher viel mit den „alten“ Stücken der Manufaktur zu tun habe, begeistern mich auch die neuen Kreationen wie die Figuren von MOSTLIKELY. Als Salz- und Pfefferstreuer sind sie ganz neu im Programm und ein tolles Geschenk für meine Schwester, die kürzlich in eine neue Wohnung gezogen ist. Even though I’m working in the museum and, as a result, mostly deal with the Manufactory’s “old” pieces, I’m a big fan of the new creations as well, such as the MOSTLIKELY figurines. A new addition to the range are salt and pepper shakers, which will make for a great gift for my sister, who recently moved to a new f lat.

ROMAN NEUHAUSER Produktionsleiter / Head of Production Ich bin ein Genießer und ein guter Gin, wie der Wien Gin der Kesselbrüder in unserem neuen GIN SET, ist ein besonderer Tropfen. Dieses Set schenke ich meinem besten Kumpel, damit wir es uns gemeinsam, nach einer anstrengenden Arbeitswoche, gut gehen lassen können. I enjoy the good things in life. And a fine gin, like the Kesselbrüder’s Wien Gin in our new GIN SET, is a superb spirit. I will give the set to my best mate so that we can have a good time and unwind together over a drink or two after an exhausting working week.


SNEZANA PAJKOVIC Expeditleitung / Head of Dispatch Seit es den V ULPINI Parfum-Flakon gibt, wün­s che ich mir dieses außergewöhnliche Stück. Mein Mann schenkt ihn mir heuer zu Weihnachten. Ich freue mich besonders, dass ich mir die Version mit den Wiener Rosen aussuchen durfte. Natürlich werde ich mein Lieblings­p arfum darin auf bewahren. Ever since the VULPINI flacon was introduced to our range of products, I wished I had one such extraordinary piece myself. My husband will give it to me as a present this Christmas. I am especially pleased that I will get the version with the WIENER ROSE pattern. Naturally, I will keep my favourite perfume in the beautiful bottle.

SUSANNE WOLF Verkauf in der Filiale Schloss Augarten /  Shop Assistant, Schloss Augarten shop Die MELONE von Josef Hoffmann ist mein absolutes Lieblingsstück – ein Klassiker des Art Déco! Ich selbst besitze das Mokkaservice in schwarz-weiß, die rot-weiße Tasse werde ich meiner Freundin schenken, die ebenfalls sehr begeistert von diesem verspielt, eleganten Service ist. The MELON by Josef Hoffmann is my all-time favourite piece – a true art deco classic! I own the mocca service in black and white myself, and will give the red-and-white cup to my friend, as she also adores the playful yet elegant service.


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PORCELAIN MUSEUM

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r u nd bu n&t Die 13. Sonderausstellung des Porzellanmuseums im Augarten stellt einen einfachen Gegenstand in den Fokus ihrer Betrachtungen: den Teller. Kein Alltag oder Festtag kommt ohne ihn aus. Bei Tisch ist er nicht nur Träger der Speisen, sondern auch lauter oder leiser Botschaften, die sich mit den gesellschaftlichen und kulturellen Gewohnheiten sowie den Dekor- und Kochkünsten verändern. In seiner häufigsten und funktionalsten Form schlicht­w eg rund, erhielt insbesondere die Ausführung in Porzellan im Laufe der Geschichte vielerlei Dekore, die einen Teller als dienstbar charakterisieren, einer Speise oder einem Besitzer zuordnen und das Auge seiner Gäste unterhalten wollten. Ausgehend vom Nutzen des Hand­t ellers über die Aura des Tellers aus kaiserlichem Service bis hin zu zeitgenössischen Interpretationen zeigt die Ausstellung Spielarten der Ästhetik rund um Fahne und Spiegel. Wie kommunikativ dieses unverzichtbare Objekt an einer Tafel sein kann, erläutert vor allem die Band­ breite der Dekore auf Desserttellern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Der aufwändige süße Gang stand seit der Renaissance im Mittelpunkt eines Festmahls. Im 18. Jahrhundert setzte sich mit der Erfindung des europäi­ schen Porzellans dieses exklusive neue, leicht formbare und bunt zu dekorierende Material auf dem Desserttisch für Service und figürliche Dekorationen schnell durch. Nicht zuletzt war das Dessert zum Amüsement der Gäste gedacht, die gelockerte Etikette am Ende des Mahls erhielt 32

Tellerbilder aus drei Jahrhunderten Three centuries of plate design 15. November 2016 – 25. Februar 2017 November 15, 2016 – February 25, 2017

durch die staunenswert bemalten Teller Gesprächsstoff. Das Auge isst bekanntlich mit, und Speisen munden besonders, wenn sie von geistreichem Gespräch und heiterem Gelächter begleitet werden. In Liebesgeschichten verwickelte Götter der Antike, Pfeile setzende Amoretten und opulente Blumen stellen die malerische Seite des runden Bildträgers dar. Von strenger Ornamentik, dramatischen Landschaften, wilden Jagdszenen bis hin zur Porträtfotografie reicht das erstaunlich ausdrucksstarke Spektrum der Gestaltungsmöglichkeiten. Kronen, Wappen und Initialen vermitteln Herkunft und Status des Gastgebers, während Miniaturkopien von Gemälden aus seinen Kunstsammlun­ gen ebenso guten Geschmack beweisen wie avantgardistische Ornamente und gewagte Farbklänge. Musterteller der kaiserlichen Porzellanmanufaktur zeigen die Sorgfalt bei der Auswahl des passenden Dekors. Kaum ein Element des Alltags eignet sich besser als Barometer des Zeitgeistes als die Ess- und Tafelkultur, durch den Teller sprichwörtlich auf den Punkt gebracht. Die Ausstellung zeigt feine festliche, aber auch all­ tagsbewährte historische und zeitgenössische Teller aus den eigenen Beständen des Porzellanmuseums im Augarten, die durch seltene Exponate privater Leihgeber, des MAK Wien, der Silberkammer Wien sowie des Volkskundemuseums Wien großzügig werden. Kuratiert von Dr. Claudia Lehner-Jobst wird die Ausstellung von Designer Sebastian Menschhorn in Szene gesetzt.


Design by Sebastian Menschhorn

d r un bu n&t

The thirteenth special exhibition of the Augarten Porcelain Museum focuses on an item indispensable to any day, high or low: the plate. Plates not only bear food at table but also convey more or less explicit messages, which have varied in accordance with social, cultural, aesthetic and culinary change. While the plate’s most typical and functional form has always simply been round, its decoration – in particular on porcelain – has displayed great diversity over the centuries. Décors can also be functional, indicating a plate’s ownership or the food to be eaten off it, or serving to delight the eye. The exhibition will explore the wide range of aesthetic variations played upon ledge and well by porcelain decorators past and present, ranging from the simplicity of the plain white sideplate through the special aura of imperial tableware to the creativity of contemporary interpretations. The plate’s potential for communication is perfectly exemplified by the range of décors on eighteenthand early nineteenth-century dessert plates. Ever since the Renaissance every festive banquet had culminated in an elaborate dessert course. Following the invention of European porcelain, the new and exclusive material with its incomparable potential for figural sculpture and colourful decoration rapidly became the medium of choice for dessert services and centrepieces. Furthermore, as dessert was the time for diversion and relaxation of etiquette, admirably decorated plates provided guests with entertaining subject matter for conversation. As we all know, good food is enhanced when the mind is nourished by witty conversation and the eye stimulated by visual impressions. No wonder that plates have been given such widely varying décors, from classical deities embroiled in amorous adventures, Cupid pre-

paring to fire his arrow to opulent f loral bouquets, wild hunting scenes and photographic portraits through to strictly non-representative ornamental patterns. While coronets, coats of arms and monogrammed initials remind guests of their host’s origins and social status, his or her good taste can also be underlined with miniature copies of paintings from the family art collection, avantgarde ornaments or striking colour combinations. Sampler plates from the Imperial Porcelain Manufactory demonstrate the care its patrons took when selecting their décors. No phenomenon provides a better barometer of the zeitgeist than a society’s approach to the pleasures of the table, in which the plate plays a central role. Historical and contemporary plates from the museum’s holdings are to be complemented with rare pieces generously loaned by private collectors, the Vienna MAK, the Imperial Silver Collection, and the Austrian Museum of Folk Life and Folk Art. The exhibition is being curated by Dr Claudia Lehner-Jobst and will be staged by the designer Sebastian Menschhorn.

V. o. n. u. und l. n. r.: Moderne Linien und Flächen, Elfriede Teufelhart für Augarten, um 1955 Goldblatt, Augarten, um 1955 • Traumgebilde, Franz von Zülow für Augarten, um 1925 • Imaridekor, Kaiserliche Manufaktur, 1744/1749 Teller aus dem Zarenservice, Kaiserliche Manufaktur, um 1793, Sammlung MM • Bogenschnitzender Amor nach Parmigianino, Kaiserliche Manufaktur, um 1828 • Antike Büsten, Kaiserliche Manufaktur, um 1795 • Gold- und Silberchinoiserie, Kaiserliche Manufaktur, um 1805 • Seufzerallee im Augarten, Kaiserliche Manufaktur, um 1801 • Hyacinthus orientalis, Kaiserliche Manufaktur, um 1828 • Grasdekor mit Monogramm FS., Kaiserliche Manufaktur, um 1809, Sammlung APR • Plastische Kohlblätter, Kaiserliche Manufaktur, um 1755 • Farbproben, Augarten, 1949


Museumsleiterin Marina Yolbulur-Nissim konnte für einen besonderen Aspekt der Ausstellung den renommierten Künstler Daniel Spoerri (geb. 1930) gewinnen. Spoerri gestaltet für das Porzellan­museum im Augarten ein tableau-piège. In der Tradition der von ihm begründeten Eat Art entsteht damit ein Fallenbild mit Teilen des berühmten Melonenservices für Mokka von Josef Hoffmann (um 1930). Fallenbilder spielen mit der Beliebigkeit eines Augenblicks, der als Kunstwerk in die Position eines Tafelbildes gebracht eine neue Perspektive auf den Wert des Zufälligen ermöglicht.


Marina Yolbulur-Nissim, Director of the Porcelain Museum, has engaged the celebrated artist Daniel Spoerri (b. 1930) to enrich the exhibition with a special contribution from his own ‘Eat Art’ tradition: a tableau-piège or ‘trap tableau’ made up of pieces from Josef Hoffmann’s famous ‘Melon’ coffee service (c. 1930). Spoerri’s ‘trap pictures’ play with the chance of the moment. When raised to the position of a work of art, the random creation sheds new light on the value of the fortuitous.


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SONJA ENGELMANN & ANDREA STRICKER Marketing und PR, Chefredaktion /editors of PORZELLAN.WIEN  Wir sind ausgesprochene Fans der CHAMPAGNER­ SCHALEN. Sie passen zu jedem Anlass und in den vielen Farben sind sie ein tolles Sammelobjekt. Um stilvoll auf jedes Augarten Magazin anstoßen zu können, mach wir uns die Schalen zum Weihnachtsgeschenk. We are big fans of the CHAMPAGNE BOWLS. They are suitable for every occasion, and as they come in many colours, they make for a great collector’s item. We will make a gift of it to ourselves, so as to have a stylish cup to toast each issue of the Augarten Magazine.

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PORZELLAN.WIEN Augarten Magazin 2/2016  
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