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/ 1 Dell F. Sanchez Das Geheimnis von Sepharad JĂźdische Wurzeln in Spanien und Lateinamerika


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Dell F. Sanchez

Das Geheimnis von Sepharad JĂźdische Wurzeln in Spanien und Lateinamerika


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Das Geheimnis von Sepharad

Dies ist die traurige Geschichte eines Volkes, das viele Jahrhunderte lang gejagt und verfolgt wurde, so dass es weder sich noch seine Väter richtig kennt. Dies ist das bestgehütete Geheimnis der letzten 500 Jahre. Es muss endlich aufgedeckt werden. Dies ist die wahre Geschichte über das Jahr 1492, über Christoph Kolumbus: Wer war er, wer finanzierte seine Reisen? Dieses Buch enthüllt das Hässliche der Vergangenheit. Das geschieht ausschließlich in einer Haltung von Trauer und Vergebung.

Für alle vertriebenen Kinder spanischer Juden auf der ganzen Welt, besonders für die in Amerika, die ihre Wurzeln verloren haben. Für Mark Fleckenstein, seine Frau Kathy und ihre Söhne James und Jacob, die mich in Zeiten der Verzweiflung mit ihrer Liebe unterstützt haben. Vor allem jedoch für meine geliebte Frau Helen, die Kind einer vergessenen sephardischen Familie ist und mir seit 35 Jahren als beste Freundin und geliebte Begleiterin treu zur Seite steht.


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Inhalt

Vorwort der Herausgeberin ............................................................. 9 Der Autor ...................................................................................... 11 Vorwort ......................................................................................... 13 Kapitel 1 ........................................................................................ 19 Ein geschichtlicher Überblick von Abraham bis König David – 2000 bis 965 v. Chr. Kapitel 2 ........................................................................................ 27 Von der Teilung des Königreichs bis zum babylonischen Exil – 965 bis 586 v. Chr. Kapitel 3 ........................................................................................ 35 Von Obadja bis zur Erfüllung der Prophezeiungen Jesu – 853 v. Chr. bis 70 n. Chr. Kapitel 4 ........................................................................................ 39 Von der Zerstörung des zweiten Tempels bis zur Zerstörung der sephardischen Bevölkerung – 70 bis 1492 Kapitel 5 ........................................................................................ 45 Der Holocaust des 15. Jahrhunderts rückt näher Kapitel 6 ........................................................................................ 55 Die Entscheidungen der Konzile gegen sephardische Juden in Spanien – 4. bis 7. Jahrhundert


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Kapitel 7 ........................................................................................ 67 Die Maßnahmen der katholischen Könige gegen die sephardischen Juden in Spanien – 8. bis 15. Jahrhundert Kapitel 8 ........................................................................................ 75 Das Jahr, in dem die Sepharden verschwanden – Mittelalter Kapitel 9 ........................................................................................ 89 Folter und das „Heilige Haus“ Kapitel 10 ...................................................................................... 95 Die Flut beginnt – Verlorene Wege und Wurzeln Kapitel 11 .................................................................................... 107 Familiennamen vor und nach der Inquisition Nachwort ..................................................................................... 121


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Vorwort der Herausgeberin

Oft reden wir davon, Unmögliches zu erwarten. Es ist ein Ausdruck unseres Glaubens. Aber erwarten wir es wirklich? Was, wenn tatsächlich das Unmögliche eintrifft? Reagieren wir darauf mit unseren menschlichen Möglichkeiten oder wagen wir, mit Gottes Hilfe das scheinbar Unmögliche anzugehen? Im Gebetshaus auf den Golanhöhen verabschiedete sich vor einiger Zeit eine Besucherin aus Corpus Christi/Texas und überreichte mir auf der Türschwelle noch ein Geschenk. Es war das Buch von Dr. Dell Sanchez The Last Exodus, also die Originalversion des vorliegenden Buchs. Beim Lesen wurde ich zutiefst berührt. El Shaddai, der mächtige Gott Israels, vergisst seine Verheißungen nicht. Wir wurden ja Zeugen, wie sich Gottes mächtige Hand ausstreckte und er in großer Zahl die „Vertriebenen Israels“ aus dem Norden sammelt. Wird sich nun derselbe Arm auch in die drei restlichen Himmelsrichtungen bewegen? Wird es bald zur Erfüllung der alten prophetischen Verheißung kommen? „Die Weggeführten dieses Heeres der Kinder Israel werden in Besitz nehmen, was den Kanaanitern gehört bis nach Zarpath hin; und die Weggeführten von Jerusalem, welche in Sepharad sind, die Städte des Südens.“ (Obadja 20) Das Buch von Sanchez bringt die Geschichte von Menschen zum Leben, die längst tot geglaubt wurden. Sephardische Juden oder Konvertierte wurden sie unter anderem genannt. Wer sind sie wirklich? Und welche göttliche Absicht steckt dahinter, wenn immer mehr solche sephardischen Juden aus Mexiko und Lateinamerika nach Israel heimkehren? Der Letzte Exodus aus dem Süden hat begonnen.


10 / Das Geheimnis von Sepharad Menschen aus allen Nationen lassen sich von Gott rufen. Andere folgen seiner Aufforderung mitzuhelfen. Dell Sanchez bezeichnet uns Schweizer Christen als „Geschwister der Alpen“, auch wenn es fast unmöglich klingt, dass Menschen aus dem Binnenland Schweiz das Anliegen der temperamentvollen sephardischen Juden unterstützen könnten. Aber solche Menschen gibt es tatsächlich. Nehmen Sie darum ebenfalls teil, Gottes Plan in unseren Tagen umzusetzen!

Sue Haueter Gründerin und Präsidentin von Volvieron del Sur


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Der Autor

Dell F. Sanchez hat mehrere Hochschulabschlüsse mit Schwerpunkt auf dem Gebiet des Sozialwesens. Seine Lehrtätigkeit erstreckt sich auf Fakultäten verschiedener Universitäten im Südwesten der USA. Dell F. Sanchez konnte mit und unter verschiedenen ethnischen Minderheiten Forschungsarbeiten vornehmen, zum Beispiel unter Hispanoamerikanern, amerikanischen Indianern und der älteren Bevölkerung der hispano- und afroamerikanischen Gemeinschaften. Eines seiner erfreulichsten Forschungsprojekte war das Sammeln von Basisdaten in einem spanischen Viertel in San Antonio, Texas. Diese Forschungsarbeit diente zur Finanzierung der vom Bildungsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika geleisteten Subventionen. Mit anderen Arbeiten wurden Hilfsprojekte für geistig Behinderte unterstützt. Dr. Sanchez hat in Mexiko, Polen, Schweden, Norwegen, Spanien und ganz Amerika Vorträge gehalten. Dreimal hat er Israel bereist, wobei er bei seiner letzten Reise eine Feldstudie und persönliche Interviews mit der israelischen Bevölkerung durchführte. Er ist der Gründer und vormalige Leiter der Firma Hispanic Community Educational Television. Zudem ist er geschäftsführender Produzent und Moderator der einstündigen Fernsehsendung Jubilee Alive sowie der halbstündigen spanischen Sendung Liberación. Beide Programme werden in San Antonio sowie in Süd- und Zentraltexas täglich ausgestrahlt. Dell Sanchez ist Verfasser mehrerer Monographien und veröffentlichte in diversen Fachzeitschriften Beiträge zum Thema Sozialarbei-


12 / Das Geheimnis von Sepharad terausbildung. Er entwickelte die Lehrpläne verschiedener Colleges und Universitäten. Außerdem übersetzte er etliche spanische Werke ins Englische und umgekehrt, eines davon aus dem Altspanischen mit umgangssprachlichen Begriffen aus dem Ladino, der Sprache der spanischen Juden. Überdies ist er Autor des Buchs On Wings of Angels – My Flight, das von Jubilee Alive Productions herausgegeben wird. Dell F. Sanchez war Teilnehmer einer Lateinamerika-Konferenz im Weißen Haus sowie eines Pastorenkongresses im Kapitol in Washington. Derzeit ist er Hauptpastor der Life Chapel, einer zweisprachigen, multikulturellen, charismatischen Gemeinde in San Antonio.


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Vorwort

Drei Themen werde ich in diesem Vorwort behandeln: Als Erstes möchte ich über das Motiv sprechen, das mich zu dieser ausgiebigen Forschungsarbeit getrieben hat. Zweitens muss ich sehr vorsichtig und doch deutlich eine Gegenerklärung zu einigen zentralen Fragen dieses Buches abgeben. Drittens werde ich dem Leser einen umfassenden Überblick über den eigentlichen Inhalt des Buches vermitteln. Der Grund, dieses Buch zu schreiben, liegt meines Erachtens auf der Hand. Immer schon empfand ich eine ganz besondere Liebe für Einzelpersonen oder auch ganze Gruppen von Menschen, die ihr Leben in der Ausnahmesituation des „ewig Schwächeren“ zu fristen haben. Das trifft auf jede Rasse oder Volksgruppe zu, die in der Gesellschaft, in der sie lebt, niedergehalten oder sogar Opfer von Hassverbrechen wird. Zu diesen Gruppen zählen die Afroamerikaner, die spanischstämmigen Lateinamerikaner, die amerikanischen Indianer, doch in allererster Linie die Juden Israels und des ganzen Erdkreises. Anfang bis Mitte der Neunzigerjahre hatte ich siebenmal Gelegenheit, nach Polen zu reisen. Zweimal besuchte ich Krakau und verliebte mich in diese alte Stadt. Doch widerfuhr mir jedes Mal etwas äußerst Sonderbares und Mystisches: Wenn ich mitten auf dem Krakauer Hauptplatz stand, brach ich in Tränen aus und weinte unaufhörlich, ohne zu wissen warum. Ich suchte den ganzen weiten Platz ab – auch die dunklen Ecken und engen Gässchen, um den Grund für meinen Tränenausbruch aufzuspüren. Ich betrat die große katholische Kathedrale am Platz und versuchte, in den Gesichtern der Menschen eine Erklärung für den tiefen Schmerz in meiner Seele zu finden. Doch ich konnte nicht ergründen, weshalb mir in dieser wunderschönen Stadt so traurig ums Herz wurde.


14 / Das Geheimnis von Sepharad Einige Jahre später ergab es sich, dass ich einmal allein zur Zerstreuung ins Kino ging. Während ich auf die Leinwand schaute, ohne vorher über den Inhalt des Films im Bilde gewesen zu sein, begriff ich plötzlich den eigentlichen Grund für meinen „Zusammenbruch“ auf dem Krakauer Hauptplatz. Bei dem Film handelte es sich um „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg, dem es wirklich gelungen ist, eine bedeutende Facette des jüdischen Holocausts aufzuzeigen, Hitlers Rache in den 1940er Jahren. Mir flossen die Tränen während des ganzen Films, in dem jene Plätze und Orte in Krakau gezeigt wurden, die ich damals weinend auf und ab gegangen war, und sah, wie auf ihnen Juden massakriert wurden. Viele der Überlebenden waren wie Rinder in Konzentrationslager in ganz Polen verfrachtet worden. Ich fühlte mich während des Films, als ob ich selbst mitten unter den Holocaustopfern gewesen wäre. Nun verstand ich, weshalb mir die Seele vor Traurigkeit und Schmerz fast zerrissen war. Nun verstand ich, dass es tatsächlich eine Verbindung zwischen mir und diesen Juden gab. Ich wusste nur noch nicht, welche. Einige Zeit später, an einem Frühlingsabend im Jahre 1996 nach dem Sonntagabendgottesdienst, eröffnete mir mein Vater, Delfino Sanchez II., seine jüngste Entdeckung in Zusammenhang mit der wahren Rassenzugehörigkeit seines Vaters, Delfino I. (Ich selbst bin Delfino III.) Mein Vater war bereits Mitte siebzig, als er ein gut gehütetes Familiengeheimnis aufdeckte: Sein Vater war als Kleinkind von dessen Vater zur Adoption freigegeben worden. Dieser war ein hochrangiger Offizier in der mexikanischen Armee – und zufällig ein Jude aus Spanien. Endlich begriff ich, weshalb der Sanchez-Clan so eigentümlich war, ganz besonders mein Vater. Ich stürzte mich in Nachforschungen, und tief in mir begann sich etwas zu regen, das später zu diesem Buch führen sollte. Ich habe folglich mit mehr als bloßem Intellekt geforscht. Leidenschaftlich war ich auf der Suche nach Wahrheit und Nähe, weil meine Seele plötzlich eine gewisse Verbindung zu einem weit entfernten Volk und Land hergestellt hatte. Und doch liegt noch ein weiter Weg vor mir, bis ich mit den kritischen Themen dieses Buches im Reinen bin.


Vorwort / 15 Im Zuge meiner Nachforschungen traf ich auf ein höchst alarmierendes und ebenso mysteriöses Phänomen: Zum Thema dieses Buches ist kaum Material zu finden. Zwar gibt es ganz allgemeine Berichte über das goldene Zeitalter der Juden in Spanien wie auch über die spanische Inquisition, doch keinen über deren Bezug und Bedeutung für die heutigen spanischstämmigen Lateinamerikaner. Das Mysteriöse daran ist, dass viele der Tatsachen, die ich in diesem Buch offen lege, von einem schweren, dunklen Schleier umhüllt sind. Einige der behandelten Themen scheinen nur schwer fassbar zu sein. Immer wieder überkommt einen das unheimliche Gefühl, dass die wenigen Menschen, die eigentlich die Wahrheit kennen, nicht wollen, dass sie ins Licht gerückt wird. Ich habe bemerkt, dass es auf beiden Seiten Personen und Institutionen gibt, die nicht bereit sind, über das Thema zu sprechen. Das heißt, auf der einen Seite sind die Opfer, die „das Geheimnis“ ganz hervorragend für sich behalten haben, während auf der anderen Seite die Verbrecher auf unnachahmliche Weise die Augen vor dieser Angelegenheit verschlossen halten. Im Frühling 1998 beschäftigte ich mich mit einer speziellen Nachforschung, die mich nach Israel führte. Mit Stift und Block ausgerüstet und von einem Kameramann begleitet, suchte ich in ganz Israel nach der Wahrheit. Von Norden nach Süden, vom Jordan bis ans Mittelmeer. Als ob ich nur noch wenige Tage zu leben hätte, versuchte ich der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Ich forschte überall – auf dem Marktplatz in Tel Aviv, auf den mystischen Höhen von Safed, dieser konservativ orthodoxen Stadt, im Zentrum des alten Jerusalem, in Masada und Beerscheba. Überall habe ich gesucht – und viel entdeckt. Ich habe herausgefunden, dass es tatsächlich in ganz Israel Juden gibt, deren Vorfahren in Spanien oder Portugal gelebt haben. Sie sprechen auch heute noch Spanisch und haben viele jüdisch-spanische Bräuche beibehalten. Man nennt sie „sephardische Juden“, „Sepharden“ oder „Sephardim“. Von allen Erkenntnissen ragte eine heraus, gleich der Festung Masada aus der Wüste: Die Israelis akzeptierten mich als einen „verlorenen Bruder“. Ich war völlig überwältigt, mit wie viel Güte Gott mir in diesem Augenblick begegnete.


16 / Das Geheimnis von Sepharad Ich wurde wie einer von ihnen behandelt – nicht wie ein gewöhnlicher Tourist oder neugieriger Schnüffler. Ich wurde von so manchem Fremden bei der Hand geführt. Es kam vor, dass jemand trotz Zeitdruck Halt machte und mich durch Orte und Wahrheiten führte, die vielen, und ganz bestimmt mir, verborgen gewesen waren. Ich fand das wunderbare Mosaik eines Volkes, einer Rasse vor, deren Zugehörige alle vor Tausenden von Jahren vertrieben worden waren. Sie mögen als Beduinen mit olivfarbener Haut ausgezogen, nach all den Jahrhunderten aber mit den prachtvollen Hautfarben und Kulturen der Länder, in die sie verstreut gewesen waren, zurückgekehrt sein. Als sie auszogen, sprachen die meisten nur eine Sprache. Als sie zurückkamen, sprachen sie die verschiedenen Sprachen aus ihren Regionen und lernten ihre alte Muttersprache Hebräisch wieder neu. Eines steht sicher fest: Keiner von ihnen war zur Rückkehr gezwungen worden, sondern jeder Einzelne war von einem tiefen seelischen Verlangen getrieben. Im Sommer desselben Jahres reiste ich auch nach Sepharad, was auf Hebräisch „Spanien“ bedeutet. Dort lernte ich die andere Seite der Geschichte Israels kennen. Aber nicht nur Israels, sondern auch vieler spanischstämmiger Lateinamerikaner, die heute in Mexiko, Lateinamerika und den Vereinigten Staaten leben. Zwei oder drei Dinge fand ich dort sehr bezeichnend. Zuerst einmal entdeckte ich überraschenderweise eine fast schon himmelschreiende Ignoranz gegenüber der Vergangenheit Spaniens bezüglich der Vergehen an Juden zur Zeit der spanischen Inquisition. Der Mangel an Wissen über die eigentlichen Gründer des Landes, nämlich die Juden Spaniens, also die sephardischen Juden, ist enorm. Noch bezeichnender aber ist, dass diese Tatsachen und Wahrheiten von Grund auf abgestritten werden. Beweise dafür fand ich in den meisten Nationalmuseen, Schlössern und unter der Arbeiterklasse des spanischen Volkes. Ich bin der Überzeugung, dass es vielleicht Millionen verlorener oder vergessener sephardischer Juden gibt, die für eine lebenswertere Zukunft ihre Vergangenheit kennen und überwinden lernen müssen. Ein Prophet aus alter Zeit namens Maleachi sagte, dass die Endzeit durch den „Geist des Elias“ gekennzeichnet sein würde, wodurch sich die Herzen der (Vor)väter den Kindern zuwenden würden und


Vorwort / 17 die Herzen der Kinder den Vätern. Obadja, ein anderer historischer Prophet, sah den Tag voraus, an dem die aus Jerusalem Verbannten – dem biblischen Königreich im Süden Israels – aus „Sepharad“ (nämlich Spanien) zurückkommen und die Dörfer und Städte in der Wüste Negev in Südisrael besetzen würden (Obadja 20). Wie bereits erwähnt, muss ich eins jedoch ganz deutlich machen, während wir in diesem Buch nach Antworten suchen. Ich möchte den geneigten Leser dringlich bitten zu verstehen, dass ich aufrichtig darum bemüht bin, die Fakten objektiv darzustellen, so unvoreingenommen, wie das einem Menschen überhaupt möglich ist. Es ist mir völlig klar, dass der Inhalt dieses Buches alle erdenklichen Emotionen, Fragen und Reaktionen hervorrufen wird. Das hat sicher seine Berechtigung, solange wir uns in einem Punkt einig sind: Es muss uns ein Herzensbedürfnis sein, alles zu unternehmen, um die Wahrheit zu suchen und zu finden. Dadurch und durch das Erreichen neuer Wahrheitsebenen müssen wir die Dinge schleunigst in Ordnung bringen und uns miteinander aussöhnen. So werden wir nicht nur eine Wiederholung des Verrats vermeiden, sondern auch unserem gottgegebenen Zweck und Schicksal gemäß der Zukunft entgegengehen können. Ich möchte dieses Vorwort mit einer Vorschau auf den eigentlichen Inhalt des Buches beenden. Der erste Teil des Buches gibt einen allgemeinen Überblick darüber, wer die Juden eigentlich sind. Mein Ziel ist es dabei, den Leser auf eine Entdeckungsreise zu schicken, um herauszufinden, wer diese sephardischen Juden sind, woher sie stammen und wie in aller Welt sie überhaupt nach Spanien gelangt sind. Der zweite Teil spricht von den Wurzeln des Antisemitismus und der Diaspora, mit anderen Worten davon, wie sich die Juden in die ganze Welt zerstreut haben. Ich lege aber meinen Schwerpunkt darauf, diese Hassverbrechen, Massaker und anderen Formen der Folter bis an ihren Ursprung zurückzuverfolgen, bis ins Mittelalter, mitten in die berüchtigte spanische Inquisition. Wir werden entdecken, welche Rolle Christoph Kolumbus zum Höhepunkt dieses Holocausts des 15. Jahrhunderts gespielt hat. Der dritte und letzte Teil dieses Buches zeigt die Wege auf, die die Juden Spaniens gingen, nachdem sie vom katholischen Königspaar Ferdinand und Isabella des Landes verwiesen worden waren.


18 / Das Geheimnis von Sepharad Wir werden diese Reisewege sowohl gen Osten als auch gen Westen zurückverfolgen. Ich werde mich bemühen, um dem Leser aufzuzeigen, wie diese flüchtenden Juden auf dem amerikanischen Kontinent landeten – viele von ihnen im Südwesten der Vereinigten Staaten. Im Schlussteil werde ich außerdem einige sephardische Familiennamen auflisten, bisweilen mit der hebräischen Bedeutungserklärung und einigen Worten zum Hintergrund. Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass es in diesem Buch nicht darum geht, gewisse Völker oder Institutionen aus der Vergangenheit, die in der Gegenwart fest verwurzelt sind, zum Schweigen zu bringen. Es ist mir ein Herzensanliegen, die Wahrheit herauszufinden und sie all denen mitzuteilen, die ihre Augen nicht weiter verschließen wollen und, wenn schon nicht die Vergangenheit verändern, dann aber bestimmt die Zukunft beeinflussen möchten.


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Kapitel 1

Ein geschichtlicher Überblick von Abraham bis König David 2000 bis 965 v. Chr.

Wenn wir herausfinden möchten, wie und wann die sephardischen Juden überhaupt „sephardisch“ wurden, müssen wir in der Geschichte weit zurückgehen. Die Ära, die einen ganzen Berg versteckter Wahrheiten zu diesem Thema am besten offen legt, ist die Zeit um das Jahr 1492 n. Chr. Wir müssen die andere Seite von 1492 betrachten und herausfinden, was Christoph Kolumbus eigentlich dazu veranlasst hat, überhaupt in die „Neue Welt“ zu segeln. Da wir ja zum Kern der Sache kommen wollen, müssen wir zuerst ins Jahr 1492 v. Chr. zurückgehen und an den Punkt zurückkehren, als Gott Mose die Zehn Gebote gab. Genau genommen müssen wir noch weiter zurück, ins Jahr 2000 v. Chr., als Gott einen Bund mit jener Person schloss, die später zum „Vater“ der hebräischen Nation wurde. Die Rede ist von Abraham. Ich werde mich aufrichtig darum bemühen, das Jahrtausend zwischen Abraham und König Salomo richtig einzustufen – denn hier machen wir die frühesten Begegnungen mit den vergessenen Menschen aus Sepharad. Vor den Propheten und Königen gab es in Israel Richter und Priester. Davor herrschten die Patriarchen als Gründerväter der Nation Israel. Der erste Vater dieser Nation war ein Mann namens Abram. Seine Frau hieß Sarai. Beide Namen bedeuten, dass sie keine Kinder


20 / Das Geheimnis von Sepharad hatten. Sarai war unfruchtbar und beide waren schon fortgeschrittenen Alters, als Gott mit Abram einen Bund über dessen Zukunft schloss, wonach eine ganze Nation seinen Lenden entspringen sollte. Teil dieses Bündnisses war, dass Abram seinem Heimatland, Ur in Chaldäa, den Rücken kehren musste, um das Land zu finden, in dem „Milch und Honig fließen“. Es sollte eine Glaubensreise werden, auf der er voll und ganz dem allmächtigen Gott verbunden und ihm gehorsam war. Dank seines vollkommenen Gehorsams gegenüber Gott beschenkte dieser ihn reich und änderte seinen Namen von Abram in Abraham, was so viel bedeutet wie „Vater vieler Kinder“. Sarais Name wurde in Sarah geändert, was ebenfalls ausdrückt, dass sie nicht mehr unfruchtbar, sondern Mutter vieler Kinder war. Gott hatte ihre Namen noch vor der Geburt des ersten Kindes geändert, einzig weil Abraham sich entschlossen hatte, Gott zu vertrauen. Nachdem Abraham Gott viele Jahre gedient hatte und recht wohlhabend geworden war, schenkte ihm Gott den versprochenen Sohn namens Isaak. Jetzt gab es also Vater und Sohn, die Gott dienten und aus denen ein ganzes Volk entstehen sollte. Isaak heiratete, und Gott schenkte ihm zwei Söhne, Esau und Jakob. Jakob heiratete wieder und hatte zwölf Söhne, die zu den zwölf Stammvätern Israels wurden. Sie hießen: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Sebulon, Issaschar, Dan, Gad, Asser, Naphtali, Josef und Benjamin. Auf dem Sterbebett aber verlangte Jakob, dass auch die beiden Söhne Josefs, Ephraim und Manasse, je einen Stamm gründen sollten. Dem Stamme Levis jedoch stand kein ererbtes Land zu, da dieser von Gott auferlegte Aufgaben bei der Tempelanbetung und anderen priesterlichen Verpflichtungen zu erfüllen hatte. Josef war der wichtigste unter Jakobs Söhnen, denn er wurde Vizekönig des Pharaos in Ägypten. Josef war es, dem es Gott auch erlaubte, während einer schrecklichen Hungersnot seine Familie durch den Umzug in die Provinz Goschen davon zu befreien. Die Hebräer lebten in Frieden und Wohlstand in Ägypten. Dort blieben sie auch, nachdem die Hungersnot in ihrem eigenen Land


Ein geschichtlicher Überblick von Abraham bis König David / 21 vorüber war. Unterdessen vermehrten sie sich um ein Vielfaches. Die neuen Pharaonen, die lange nach Josefs Tod regierten, hielten wenig von dessen Volk, weshalb sie es versklavten und ausbeuteten. Zwischen ca. 1600 und ca. 1400 v. Chr. wurden die Hebräer in Ägypten zu Sklaven gemacht. Doch dann erwählte Gott Mose, damit dieser sie im großen Exodus aus Ägypten und der grausamen Unterjochung führen sollte. Es wäre in wenigen Monaten möglich gewesen, über eine Million Hebräer in das Gelobte Land zu führen, aber aufgrund von Unstimmigkeiten, Zweifel und Unglauben dauerte es vierzig Jahre. Doch der Weg durch die Wildnis erwies sich als gute Schule für die Generation der unter Zwanzigjährigen, um in das Gelobte Land einzuziehen. In dieser unwirtlichen Einöde lehrte Gott sie alle Gesetze und Regeln, die für ein gesundes und harmonisches Zusammenleben untereinander und mit Gott nötig sind. Hier hieß Gott Mose auch einen tragbaren Tabernakel, die Bundeslade, fertigen und eine heilige Priesterschaft ins Leben rufen, deren Angehörige als Mittler zwischen den Menschen und dem Gott von Abraham, Isaak und Jakob dienen sollten. Vor seinem Tode ernannte Mose Jehoschua, besser bekannt unter dem Namen Josua, zu seinem Nachfolger. Er und Kaleb waren die einzigen über Zwanzigjährigen, denen Gott den Einzug in das Gelobte Land gewährte, was sie ihrer Tapferkeit und Gottesfurcht zu verdanken hatten. Nachdem sie den größten Teil des ihnen zugesprochenen Landes in Besitz genommen hatten, und nachdem das Erbe gemäß Moses Anweisungen aufgeteilt worden war, starb Josua im Jahr 1375 v. Chr. Nach Josuas Tod brach das Zeitalter der Richter an. Insgesamt wird von 13 Richtern berichtet, die im ganzen Land Recht vollzogen. Sie hießen: Elon, Schamgar, Barak, Gideon, Jair, Jephta, Abdon, Tola, Debora, Ehud, Simson, Ibzan und Othniel. Die Richterära dauerte etwa von 1375 bis 1050 v. Chr. Einer der größten Richter, wenn nicht der größte überhaupt, war Samuel. Er war auch Priester und Prophet. Als Prophet durfte er Saul, den ersten König Israels, salben. Doch blieb es ihm auch nicht erspart zu sehen, wie Saul den göttlichen Gehorsam verweigerte und auf Abwege geriet. Er lernte die Zerrissenheit des Mitwissers


22 / Das Geheimnis von Sepharad kennen, als er erfuhr, dass König Saul eine Hexe befragt und einen missglückten Mordanschlag gegen David verübt hatte, der zu seinem Nachfolger ernannt worden war. Schließlich jedoch starben Saul und seine Söhne in einer blutigen Auseinandersetzung, die eigentlich nie hätte ausgetragen werden dürfen. In diesem Kampf verlor die Armee Israels die Bundeslade an ihre Feinde, die Philister. Samuels Leben erstreckte sich von seiner Geburt im Jahre 1150 bis 1010 v. Chr., als König Saul starb und David zum König über Israel gesalbt wurde. David war ein Mann voller Eigenheiten und mit vielseitigen Begabungen. Als Hirte hütete er die Schafe seiner Vaters. Er konnte den Wolf, den Löwen und den Bären, der die Herde bedrohte, niederstrecken. Er war es auch, der es schaffte, den gefürchteten Riesen Goliath zu töten. David war wirklich ein Rätsel, vorsichtig ausgedrückt. Er war Harfenspieler und Psalmensänger, Schriftsteller und Dichter, und er betete Gott an. In allererster Linie aber war er der couragierteste Krieger, der die Armeen Israels je anführte. Keinem anderen König gelang es, das Gebiet Israels derart zu erweitern. Es kam so weit, dass Gott ihm wegen des Bluts an seinen Händen nicht erlaubte, ihm einen Tempel zu erbauen. David sparte deshalb alles Geld und alle Mittel für seinen Sohn Salomo, damit dieser den prächtigsten Tempel für Gott in Jerusalem bauen konnte. Salomo wurde also im Jahre 971 v. Chr. der Nachfolger Davids. Zu dem Zeitpunkt stand Israel auf der Höhe seiner Macht wie auch seines Einflusses und Wohlstandes. In der ganzen damals bekannten Welt wusste man um seine Größe. Die Herrscher anderer Länder kamen, um sich von Salomos phänomenaler Weisheit und seinem Wohlstand selbst zu überzeugen. König Salomo brauchte sich nicht allzu sehr vor Feinden zu fürchten, da David den großen Nationen genügend Respekt und Angst eingeflößt hatte. Deshalb widmete sich Salomo dem Schreiben, der Baukunst, den Geschäften und der Liebe. Er schrieb das Buch der Sprüche, das Hohelied und das Buch Kohelet („Prediger“). Er baute den herrlichen Tempel in Jerusalem, legte wunderschöne Parks und Gärten an, errichtete einen Palast und prachtvolle Ferienresidenzen.


Ein geschichtlicher Überblick von Abraham bis König David / 23 Neben allen seinen anderen Talenten und Fähigkeiten war Salomo ein weiser Geschäftsmann. Er war ein derart kreativer Unternehmer, dass in der Bibel im Buch der Könige geschrieben steht, er habe seine geschäftlichen Beziehungen bis weit über den Mittelmeerraum hinaus ausgedehnt. Es heißt: „Denn der König hatte eine Tarschischflotte auf dem Meer, zusammen mit den Schiffen Hirams. Einmal in drei Jahren kam die Tarschischflotte und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Perlhühner.“1 In einem anderen Buch des alten Testaments, dem zweiten Buch der Chronik, schreibt der Priester Esra parallel zum Buch der Könige: „Denn der König hatte eine Flotte, die mit den Leuten Hirams nach Tarschisch fuhr. Einmal in drei Jahren kam die Tarschischflotte und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Perlhühner.“2 Es muss unbedingt ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Tarschisch (oder Tarsis oder Tartessos) nichts Geringeres bedeutet als Spanien – so wie es auf Hebräisch Sepharad heißt. Ursprünglich hieß Spanien Tarsis, während Sepharad der hebräische Name für Spanien ist, der mit den Vorhersagungen des Propheten Obadja, fünf oder sechs Jahrhunderte vor der Geburt des Messias, eingeführt wurde. Der Prophet Jona war auf dem Weg nach Tarsis, als Gott ihm befahl, sich in die entgegengesetzte Richtung, nach Ninive, aufzumachen, um wider diese Stadt zu predigen. Folglich war Jonas zuvor gen Westen, gen Spanien, unterwegs gewesen. Das bedeutet, dass die ersten Juden bereits zu Zeiten von König Salomos Regentschaft um 971 v. Chr. nach Spanien kamen. Es besteht eine geringe Möglichkeit, dass die Juden schon seit König Davids Expansionspolitik mit Tarsis verbunden waren. Mancherorts heißt es, dass Tarsis der Name eines Schiffes gewesen sei. Andere sprechen von einem Personennamen und wieder andere glauben, dass es der Name eines bestimmten Frachtgutes sei. Alle Beweismittel belegen, dass es zwar im Alten Testament einen Mann namens Tarsis gab, doch dass im vorliegenden Fall die Rede von Spanien ist. Es wurde auch schon vermutet, dass sich Tarsis in Kleinasien befand, doch die verlässlichsten Gelehrtenmeinungen geben an, dass es sich um Spanien handelt.


24 / Das Geheimnis von Sepharad Interessanterweise wird Tarsis auf Hebräisch als „gelber Jaspis“ definiert. Der Begriff bedeutet auch „wertvoller Stein“. Wir sehen sofort die mögliche Verbindung zu diesem Land aus „gelbem Jaspis“ oder „wertvollem Stein“, den der Goldkönig Salomo während seiner Regentschaft abgebaut und verkauft hat. Was außerdem ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass nicht nur König Salomos Marine immer wieder nach Spanien fuhr, sondern auch die Flotte des Tyrerkönigs Hiram. Der Psalmist bestätigt, dass überall, in ganz Spanien wie auch auf anderen Inseln des Großen Meeres, Handel und Geschäfte getrieben wurden.3 Der Prophet Jeremia belegt überdies den Bestand an riesigen Mengen von Silber, die man aus Tarsis mitgebracht hatte.4 Der Prophet Hesekiel bekräftigt Jeremias Ausführungen über Handelsmessen, wo Silber, Eisen, Zinn und Blei gehandelt wurden, was schließlich auch auf die Geschichte Spaniens zutrifft.5 Bis zum heutigen Tage ist Spanien reich an Silber und wahrscheinlich mit Abstand der weltweit größte Produzent von Stahlschwertern. In einer überschwänglichen Prophezeiung sagt Jesaja eine Zeit voraus, in der die „Tarsisschiffe“ kommen werden „und deine Söhne von ferne herbringen samt ihrem Silber und Gold“.6 Und wieder ist es Hesekiel, der die Realität erkennt und beim Namen nennt, dass Spanien damals zwar ein sehr reiches Land war, aber um seine Reichtümer bangen musste.7 Zweifellos war Israel nicht die einzige Nation, die bereits ab 900 v. Chr. Geschäftsverbindungen zu Spanien hatte. Es bestand bereits damals eindeutig eine vollständige Gesellschaftsstruktur – eine völlig neue Gesellschaft, die aus dieser Geschäfts- und Handelswelt hervorgegangen war. Es muss eine Form von Recht und Ordnung mit Regeln und Richtlinien geherrscht haben, wonach Handel getrieben und Immobilien verwaltet wurden. Es gab zweifellos auch Militär, Bergbau, Landverwalter, religiöse Institutionen, Finanzinstitute, Transportmittel, Vertriebsunternehmer, „Marketing“ und alle möglichen Führungsformen, um reibungslose Abläufe innerhalb und außerhalb von Spanien aufrecht zu erhalten.


Ein geschichtlicher Überblick von Abraham bis König David / 25 Es gab nicht nur Bergbaumethoden, um Silber, Gold und andere Edel- und Halbedelsteine abzubauen, sondern man ging auch auf die Jagd, stellte Tierfallen und kannte jede Möglichkeit, Elfenbein, Affen, Pfauen und andere Lebewesen zu bekommen und zu transportieren. Doch nicht nur als Geschäftsleute, sondern auch als Finanzexperten ganzer Nationen und Königreiche haben sich die Juden seit jeher einen Namen gemacht. Sie waren zudem bekannt als Begüterte und als Betreiber von Leihhäusern. Es kann gar keinen Zweifel daran geben, dass die Juden durchaus die Anfänge der spanischen Zivilisation miterlebt haben. Gemäß weltlichen wie geistlichen Historikern waren es am allerehesten die Juden, die dieses phantastische Land namens Sepharad, oder eben Spanien, gegründet haben. Es fällt auf, dass die Juden, die Spanien besetzten, offenbar viel weniger an Politik interessiert waren als an Philosophie, Astronomie, Medizin, Musik und Finanzen. Das ist vielleicht der Hauptgrund, weshalb Spanien nie vollkommen von den Juden „geführt“ wurde, so wie von den Arabern und den katholischen Christen.

Anmerkungen 1 1. Könige 10,22, Einheitsübersetzung. 2 2. Chronik 9,21, Einheitsübersetzung. 3 Psalm 72,10, Luther. 4 Jeremia 10,9, Luther. 5 Hesekiel 27,25, Luther. 6 Jesaja 60,9, Luther. 7 Hesekiel 38,13, Luther.


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