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NR. 11

November 2018

November 2018

www.metermagazin.com CHF 9.50

ATELIER Zu Besuch bei David Geckeler and Frank ­Michels in Berlin

MULTIMEDIA Wenn Wände klingen – das Neuste zum Thema Homeentertainment

14 Seiten

LICHT & RAUM: Drei Reportagen

N E T H C U LE E D A R A P klar & Poetisch, innovativ

ATELIER: Geckeler & Michels, Berlin MULTIMEDIA: Das Neuste SPEZIAL: Licht

LICHT & RAUM

WARUM TAGESLICHT ÜBERLEBENSWICHTIG IST. DREI REPORTAGEN.

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Togo chair. Design – Michel Ducaroy www.ligne-roset.com

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E D I T O R I A L

Kulturgut auf immer und ewig bewahren. Pflegen, reparieren, restaurieren, bei Bedarf Funktionen verbessern, verbrauchte Teile erneuern.

Foto: Bruno Helbling, Stuhl von Arne Jacobsen by Republik of Fritz Hansen über www.holmsweetholm.ch

Essenzielles «Raum & Licht», «Vieleck» und «Im Licht» – so lauten die Titel der Hauptreportagen dieser Ausgabe (ab Seite 46). Rein redaktionell hätte man diese natürlich aufgrund von Doubletten und Überschneidungen umbenennen müssen. Aber wir haben uns bewusst entschieden, dies so zu lassen, denn schliesslich hat jeder Autor und jede Autorin den richtigen Titel zum Text gewählt. Ausserdem sind Licht und Raum wohl die wichtigsten Ingredienzen der Architektur, denn ohne Licht kann es keine Raumwahrnehmung geben, und erst wenn das Licht gebrochen wird, kann es überhaupt gesehen werden. «Ohne Licht würde der Mensch nicht funktionieren», dies behauptet zumindest Carina Grafetstätter und untermalt ihre Behauptung im Interview ab Seite 73. «Licht inszeniert, erzeugt Atmosphäre und kann sehr emotional sein. Alles was wir sehen, unsere Wahrnehmung von Dingen, Räumen und Momenten, ist beeinflusst durch Licht», erklären ausserdem Timon und Melchior Grau, welche die von ihrem Vater gegründete Firma Tobias Grau in eine neue Ära führen werden. Ein Interview mit den beiden Kunststudenten finden Sie ab Seite 78. Licht ist also essenziell, und wenn es kein Tageslicht sein kann, dann gibt es Tausende von verschiedenen Leuchten, die das Tageslicht simulieren, die Räume zum Arbeiten bereit machen, zum Lesen, zum Schlafen oder einfach nur zum Sein. Einen Überblick über die Marktneuheiten finden Sie ab Seite 80. Sollte Ihnen bis dahin noch kein Licht aufgegangen sein, worum es bei Architektur und Design überhaupt geht, dann empfehle ich Ihnen auch einen Blick in unser Online-Magazin. Unter www.metermagazin.com finden Sie noch mehr Inspiration zu den Themen Architektur, Design und Wohnkultur. Gute Lektüre wünscht herzlichst

ANITA SIMEON LUTZ Chefredakteurin anita.simeon@archithema.ch

Das Ideale Heim im November 2018 — Editorial

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Barockes Stadthaus in Rottweil Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg

Die Holzmanufaktur Rottweil GmbH arbeitet in der Schweiz mit der holzmanufaktur SWISS AG zusammen. www.homa-rw.de Besuchen Sie uns auf folgenden Messen: 08.-10.11.2018 denkmal in Leipzig (D) 24.-26.01.2019 CULTURA SUISSE in Bern (CH) 11.10.18 07:41


I N H A LT Auslese

KUNTERBUNT

Seite 18

Köln

FABRIKUMBAU

Seite 46

18  Auslese –— Neuigkeiten aus Architektur, Design und Kunst. 24  Agenda –— Events im November. 26  Jubiläum –— Rückblick auf unser grosses Jubiläumsfest. 28  Prix Lignum –— Bauen mit Holz. 30  Design –— Interio erfindet sich neu. 32  Hotel –— Der Bayerische Hof in München ist die erste Adresse in der Stadt. 36  Unterwegs –— Der Zauberwald auf der Lenzerheide ist einfach magisch. 38  Bücher –— Inspirierende Lektüre für graue, kalte Herbsttage. 40  Atelier –— Zu Besuch bei Frank Michels und David Geckeler in Berlin.

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Architektur & Wohnen 46  Köln –— Aus einem hundert Jahre alten Backsteinbau schuf BeL Sozietät für Architektur ein luftiges Zuhause für eine junge Familie. 56  Binningen –— Bei diesem Einfamilienhaus spannen Lupo & Zuccarello Architekten spannende Räume auf. 66  Bottenwil –— Der Vorarlberger Architekt Juri Troy hat für eine Familie im Aargau einen inspirierenden Lebensraum geschaffen.

Spezial Licht 78  Tobias Grau –— Timon und Melchior Grau mischen den Familienbetrieb ein bisschen auf. 80  Leuchtenparade –— Licht und Schatten, herausragend integriert – und Wunderware Glas.

Fotos: Christian Schaulin, Katalin Deér, Marset

17  Mein Ideales Heim –— Zu Besuch bei Innenarchitektin Branca Good.

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NACHHALTIG

Seite 28

Entree

Im Licht: Juri Troy hat für eine Familie einen inspirierenden Lebensraum geschaffen. (Titelbild: Jürg Zimmermann)

Prix Lignum

Das Ideale Heim im November 2018 — Inhalt

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I N H A LT

MDF Italia

FAMILIENBANDE

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Visite

BOFFI GROUP

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Türen auf

WOHNGESCHICHTEN

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Inspiration 92  MDF Italia –— Wo Aufbruch und Tradition, Firma und Familie verschmelzen. Ein Besuch bei Cassinas, Besitzer der Designfirma MDF Italia. 106 Visite –— Der Küchenhersteller Boffi hat mit seinem Stil Designgeschichte geschrieben.

Standards 3 Editorial 15 Impressum 87 Wettbewerb 114 Prämien 130 Vorschau Dezember/Januar

Serviceguide 116 Profis 120 Service: Neues auf einen Blick 122 Die Experten 126 Designhotels 128 Adressen

110 Türen auf –— Wohngeschichten aus Osteuropa und der Schweiz.

98  Wenn Wände klingen –— Ein Haus am Bodensee wurde von medialoft mit den neusten Multiroom-Systemen ausgestattet. 102 Homeentertainment –— Sang- und klangvolle Anlagen die zudem noch gut aussehen.

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Hi-Fi

KLANGVOLL

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Fotos: Marion Nitsch, Boffi, Projektteam «Türen auf», Loewe

Spezial Hi-Fi

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A U S L E S E Jeremy und Cath Brown im Studio von Feldspar. Es liegt in Dovan, einer ländlichen Gegend im Südwesten Englands.

Die Stücke der neuen, handgefertigten Geschirrkollektion sind alltagstauglich und elegant.

FELDSPAR

Design aus Naturmaterialien London Design Fair Frühstücksschalen, Eierbecher, Suppenschüsseln, Pasta-Teller, Teekannen, Espressotassen, Kuchenplatten, Seifenschalen, Geschirr für Mittag- und Abendessen, Vasen – vielseitiger könnten die neuen handgefertigten Stücke von Jeremy und Cath Brown kaum sein. Im September gaben sie auf der London Design Week einen Einblick in ihr Handwerk und konnten beweisen, dass elegantes Design bodenständig genug sein kann, um sich für den alltäglichen Gebrauch zu eignen. Die Möglichkeit, auch den Lehm des eigenen Grundstücks als Rohmaterial verwenden zu können, hebt ihre Arbeiten auf ein neues nachhaltiges Level. Jeremy und Cath Brown entwerfen mit ihrer Marke «Feldspar» auch weitere, zeitlose Gebrauchsgegenstände aus möglichst nachhaltigen Materialien. www.feldspar.studio

Stimmungsmacher

Warme Eleganz

Nackte Wahrheit

«Bruto» ist italienisch und heisst roh. Kein typischer Name für einen Stuhl. Doch gerade weil er so unkonventionell ist, wirkt er authentisch. Das Gestell aus Stahldraht wird verbunden durch Leisten aus Eschenholz, ist belastbar und macht den Stuhl flexibel, sodass er sich problemlos stapeln lässt. www.moormann.de

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«Grand Life» heisst die neue OutdoorLounge- und Dining-Kollektion von Ethimo, entworfen von Christophe Pillet. Ihr Name steht für zeitloses Design, mediterrane Einflüsse, ästhetische Gemütlichkeit sowie für hohe Ansprüche an Qualität und Materialien. www.ethimo.com

Fotos: zVg

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Diese Leuchten können mehr als nur Licht spenden: Durch verschiedene Farbtonalitäten schaffen sie einzigartige Stimmungen im Raum, mit Farbschichten aus grünen, blauen oder bernsteinfarbenen Ringen. Aber auch im ausgeschalteten Zustand sind die Kristallkugeln Objekte mit Hinguck-Charakter. www.marset.com

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A U S L E S E

Die Lichtlösung wurde von Zumtobel in Zusammenarbeit mit dem Künstler entwickelt.

Der unterirdische Tunnel des Skyspace Lech öffnet den Blick auf den BiberkopfGipfel.

JAMES TURRELL

Made in Bali Schweizer Design mit balinesischer Seele: Diese Porzellanserie wird in Handarbeit auf der indonesischen Insel gefertigt. Dabei können neben leidenschaftlicher Manufaktur auch gerechte Arbeitsbedingungen und fairer Handel garantiert werden. Schwarzer Vulkansand gibt einigen der schönen Stücke ein individuelles Finish. www.atlascrafts.com

James Turrell gilt als einer der b­ edeutendsten Künstler der Gegenwart. Dass er im September «Skyspace-Lech» am österreichischen Arlberg eröffnete, ist eine Sensation. Mit Zumtobel als Partner wurde ein Lichterlebnisraum geschaffen, der eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass Licht und Farben die Gefühlswelt beeinflussen und so auf unser Denken und Handeln einwirken. Turrell verbindet Kunst im öffentlichen Raum mit der umgebenden, hochalpinen Landschaft des Arlbergs. Mit der Öffnung der Decke werden wir unserer eigenen Tiefenwahrnehmung beraubt. Das schafft Platz für Empfindsamkeit. Skyspace in Lech am Arlberg wurde durch den Verein «Horizon Field» realisiert und ist seit September der Öffentlichkeit zugänglich. www.skyspace-lech.com

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Geometrisch «Fifty» wirkt klassisch, ist aber ganz schön flexibel: rund, einzelne Halbkreise, versetzt in der Anordnung oder ovalförmig. So oder so verfügt er über starke räumliche Präsenz. Neben dem Material Marmor ist der Tisch auch in durchgefärbtem, weissem oder schwarzem Glas erhältlich. www.neocraft.com

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Wiedereröffnung Die Züricher Villa Bellerive ist wieder öffentlich zugänglich: Das Zentrum Architektur Zürich (ZAZ) bereichert die Räumlichkeiten in Zukunft mit einem bunten Rahmenprogramm und Ausstellungen zu den Themen Stadt, Raum und Architektur. Dabei versteht es sich vor allem als Ort des Forschens und Austauschs. www.zaz-bellerive.ch

Fotos: Florian Holzherr, Nadine Ottawa, zVg

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Unterirdische Lichtkunst Skyspace in Lech

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Traditionsreich Zelebrieren dieses Jahr beide ihr 90-jähriges Jubiläum: unser Magazin «Das Ideale Heim» und das Luzerner Möbelhaus Buchwalder-Linder. Das Luzerner Familienunternehmen feiert seinen Geburtstag mit Designklassikern und Neuheiten, die in den historischen Geschäftsräumen der Altstadt zu bewundern sind. www.buchwalder-linder.ch

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Minimalistisch Sebastian Herkner hat mit dem Holzstuhl 118 greifbares und ehrliches Design entworfen, ohne dabei an Eleganz einzubüssen. Die Vorderseiten der Stuhlbeine sind abgerundet und orientieren sich so an der hufeisenförmigen Sitzfläche. Deren Bespann besteht aus Rohrgeflecht, das in Handarbeit gefertigt wurde. www.thonet.de

Individualität auf 18 Meter Dieser 18 Meter lange Schrank erstreckt sich in der Überbauung Rebberg in Chur, vom Bad bis zum Schlafzimmer und ändert dabei seine Form und Funktion, vom Sitzbank, zum Flügeltürschrank bis zum Kopfende des Bettes.

Auch interessiert an individuellem Schweizer Qualitätshandwerk? www.18meter.ch

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A T E L I E R

Frank Michels und David Geckeler haben 2013 ihr Designstudio in Berlin gegrĂźndet.

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Das Ideale Heim im November 2018 — Atelier

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Geckeler Michels

«Wir waren schon mutig» Die Produkte des Berliner Designer-Duos GECKELER MICHELS vereinen grafische Formen mit einer Leidenschaft für verschiedene Technologien und innovative Konzepte. Interview: Carina Iten, Fotos: Mirjam Kluka

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Im Alltag fokussieren sich beide auf individuelle Arbeitsbereiche, jedoch wird jeder Schritt abgesprochen und diskutiert.

Ein buntes Sammelsurium an verschiedenen Gegenständen symbolisiert die gestalterische Welt, in der sich die beiden bewegen.

Das Studio der beiden Jungdesigner befindet sich in Berlin Neukölln.Ein Assistent sowie eine Praktikantin vervollständigen das Team.

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ir treffen David Geckeler und Frank Michels in ihrem Studio in Berlin Neukölln. Ein grosszügiger, heller Ladenraum, der zum modernen Studio umfunktioniert wurde. Eine schmale Holztreppe führt in einen herrlich unprätentiösen, fensterlosen Kellerraum, der den beiden Designern als Werkstatt dient. Hier sind noch erste Prototypen längst etablierter Möbel zu finden, wie etwa der «Panorama»Chair für das japanische Unternehmen Karimoku New Standard. Mit der kapriziösen Stuhlfamilie gehörten Geckeler Michels zu den Highlights der vergangenen Möbelmesse in Milano. Der stapelbare Stuhl aus japanischem Eichenholz orientiert sich optisch an einem klassischen Holzstuhl, spielt jedoch mit ausgeklügelten Details, wie etwa einer verkürzten Armlehne oder Kufen. Die Stuhlfamilie wird mit ihrer klaren Formsprache nicht nur ihren funktionalen Anforderungen gerecht, sondern zeigt sich dank einer grosszügigen Sitzfläche und einer sanft gebogenen Rückenlehne als bequemer Allrounder. Ein Blick durchs Portfolio zeigt eine erfrischend ungezwungene Ästhetik auf allen Ebenen. Die Produktentwürfe bedienen sich oft an grafischen Formen, wie es etwa der Sidetable «Bias» (Seite 44) zeigt. Momentan arbeiten Geckeler Michels erstmals an einer Softgood-Kollektion, bestehend aus verschiedenen Taschen. Wir haben uns zuletzt in Mailand bei Karimoku New Standard gesehen, was ist seither passiert? GECKELER MICHELS: Nachdem der «Panorama»-Chair lanciert wurde, hat uns Karimoku New Standard für weitere Möbel im Officebereich gebrieft an denen wir zurzeit arbeiten. Zudem haben wir dem italienischen Möbelhersteller Crassevig vorgeschlagen, einen Low-Chair, basierend auf

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Im Licht

Sichtbeton dort, wo das Haus in den Hang gefügt ist, darüber sitzt ein Holzriegelbau. Weiss­ tannenschindeln strukturieren die Fassade, bei der Garage eine horizontale Bretterschalung.

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Ein Haus, perfekt in die Landschaft gefügt, reckt sich genüsslich dem Licht entgegen. Der Vorarlberger Architekt Juri Troy hat es verstanden, für eine Familie einen inspirierenden Lebensraum zu schaffen. Text: Roland Merz Fotos: Jürg Zimmermann

Im ganzen Haus wechseln sich offene und geschlossene Flächen ab, und immer wieder wird man zum Licht geführt.

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Licht und Schatten Das Ideale Heim zeigt eine Auswahl an Leuchten, deren Ausdruck von einer geschickt gewählten Materialität unterstrichen wird. Redaktion: Anita Simeon Lutz, Mirjam Rombach

1 1 Santa & Cole: Designer Antoni Arola aus Barcelona hat mit «Lámina» eine Hängelampe entworfen, deren Schirm einem schwebenden Blatt Papier zu gleichen scheint. Die schlichte Kombination des Leuchtstreifens und des geschwungenen Schirms vereint die Vorteile des reflektierten Lichts mit atmosphärischen Schattenwürfen. www.santacole.com

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3 2 &tradition: Bis heute ist die «Bellevue AJ7» eine der bekanntesten Leuchten Arne Jacobsens. Sie vereint den Minimalismus der Moderne mit dem Funktionalismus des Bauhauses. Die geschwungene Silhouette strahlt schlichte Schönheit aus, die von neuen Farben und Materialien unterstrichen wird. «Bellevue» verkörpert Jacobsens Vorliebe für anmutige Linien und einfache, organische Formen. www.andtradition.com 3 Luceplan: Die Wandleuchte «Bulbullia» von Francisco Gomez Paz erinnert an die delikate Schönheit von Seifenblasen. Das Licht scheint körperlos, gefangen im Innern der Blasen. Jede hat in ihrer Mitte einen Kern, dessen dimmbare Lichtquelle eine warme, weiche Atmosphäre verbreitet. Frei gruppiert, lassen sich organisch wirkende Kombina­tionen arrangieren. www.luceplan.com

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4 Le Klint: Die Natur zum Vorbild nimmt die Leuchtenkollektion «Lamella». Entworfen vom Designduo Jonah Takagi und Hallgeir Homstvedt für den dänischen Leuchtenhersteller Le Klint, erinnert die Struktur der Oberfläche an Lamellen­ pilze. Die Designer interpretierten dafür eine alte, beinahe vergessenen Plissé-Technik neu. www.leklint.dk

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6 5 Muuto: Konsequent modern in Ausdruck und Funktion ist die «Beam Lamp». Die vom kanadischen Designer Tom Chung entworfene Leuchte ist dimmbar und in vier matten Aluminiumfarben erhältlich. Vor allem aber strahlt sie Licht aus beiden Zylinderenden. Platziert auf Tisch, Regal oder Fensterbrett ist sie so in der Lage, gleichzeitig Esstisch wie Flur zu beleuchten. www.muuto.com 6 Foscarini: Auch die Neuinterpretation der klassischen Leseleuchte «Birdie» erinnert an ein Bäumchen. Die neue Lackfarbe hat den funktionellen Vorteil, dass die Lampe durch eine leichte Berührung des Astes ein- und ausgeschaltet werden kann. «Birdie» ist neu neben den Farbtönen Kupfer und Grafit auch in Wassergrün erhältlich. www.foscarini.com 7 Ribag: Die Linsenpendelleuchte «Arva» lässt sich unauffällig in die Architektur integrieren oder inszeniert hervorheben. Für die neue «Arva Draft & Craft Collection» wird sie mit einer Blende kombiniert: Zur Auswahl stehen die Ledervarianten «Rancho Terra» und «Velluto Lava» sowie die Holzarten Eiche und Schwarznuss. Die Blenden können flexibel ausgetauscht werden. www.ribag.com

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Wunderware Glas Diese Leuchten können mehr als schönes Licht verbreiten: Funktion und Design gehen über das Gewöhnliche hinaus. Redaktion: Anita Simeon Lutz, Karla Vorkauf

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2 1 Licht im Raum: Frühling! Rufen die Farben der «Glass Moons», die kürzlich mit dem German Design Award ausgezeichnet wurden. Die mund­geblasenen Gläser gibt es auch in weiteren stimmigen Farbkombinationen. Auf technisch höchstem Stand ist das Leuchtsystem auf jeden Fall. www.licht-im-raum.de 2 Artemide: Diese Leuchte hat ausgleichende Wirkung auf den Menschen und die Natur. In dem nach alter venezianischer Tradition geblasenen Glas befindet sich eine RWB-Lichttechnologie, die das Wachstum von Pflanzen fördert und gleichzeitig Lichtqualität garantiert, die sich positiv auf unsere Stimmung auswirkt. www.artemide.com

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3 Fritz Hansen: Die Tischleuchten des dänischen Designers Bodil Kjaer werden neu aufgelegt – in zwei Grössen. Ihre Ehrlichkeit, Funktionalität und Zeitlosigkeit sind dabei genauso erhalten geblieben wie ihr Material Acrylglas. www.fritzhansen.com

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4 Nuura: «Miira» heisst die Kollektion dieser dänischen Leuchten. In sich trägt sie die typisch nordische Ausbalanciertheit. Produziert wird das mundgeblasene Glas in Schweden. Kombiniert mit mattgrauem Metall, schafft es Ruhe und Klarheit im Design. www.nuura.com 5 Fontana Arte: Stilvoll, aber nicht zu opulent wirkt die Deckenleuchtenfamilie «Pinecone». Bezeichnend ist der Diffusor des Designs von Paola Navone. Er entsteht, indem das Glas in einen Metallkorb geblasen wird, der die sonst gleichmässige Ausdehnung einschränkt. www.fontanaarte.com 6 Bonaldo: Diese Leuchten spielen nicht nur mit Licht, sondern auch mit Grafiken. Ihre charakterisch überlappende Anordnung ist zwar kontrastreich, bei genauerer Betrachtung aber auch harmonisch. Ihr vorrausgehender Erfolg als Tischlampen spricht für die ungewöhnliche Umsetzung. www.bonaldo.it

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7 Terzani: Jeder, der schon einmal tauchen war, weiss: Unter Wasser ausatmen, um dann zu beobachten, wie sich Luftblasen ihren Weg ins Licht bahnen, ist faszinierend. Ebenso der Anblick dieser Leuchten: Selbstbestimmt schwebend wirkt das neuste Design von «Manta». www.terzani.com 8 Nui Studio: Pflanzen verbessern unser Wohlwbefinden massgeblich – Im Aussen- und Innenraum. Leider hat nicht jeder einen grünen Daumen oder eine Wohnung mit ausreichend Tageslicht. «­Mygdal» sind Leuchten mit einem unabhängigen Ökosystem: Nach dem Einsetzen betreiben Pflanzen mithilfe des LED-Lichts Photosynthese. Giessen wird überflüssig, da Wasser nicht entweichen kann und im Kreislauf wiederverwertet wird. www.nui-studio.com

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Schon die Grosseltern Cassina feierten im Bosco ihre Familienfeste. Der Rückzugsort bietet Raum für entspannte Gespräche, etwa zwischen Umberto Cassina und seinem langjährigen Geschäftsführer Roberto Cappellini (rechts im Bild). Auf dem Gelände werden zahlreiche Tiere gehalten, darunter zwei ostafrikanische Watussirinder. Die Gehege der Witwenpfeifengänse hat Tierliebhaber Marco Cassina als Jugendlicher selbst gebaut.

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Seit Generationen trifft sich die Familie im Bosco, einem Landsitz nahe Mariano Comense in der Brianza.

Questioni di Famiglia Wo Aufbruch und Tradition, Firma und Familie verschmelzen – ein Besuch bei Cassinas, Besitzer der Designfirma MDF ITALIA . Redaktion und Text: Mirjam Rombach, Fotos: Marion Nitsch

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Das Ideale Heim 11/2018  

Das Ideale Heim 11/2018  

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