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AllgäuerWirtschaftsmagazin

Allgäuer

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Wirtschaftsmagazin

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TITELBILD: KAINZ, KLEINE BILDER: STECA, REDLE, HACK

Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Reformen, Änderungen, Neuerungen – in der Politik sind dies viel strapazierte Begriffe. Aber auch in Wirtschaftskreisen werden solche Wörter gern in den Mund genommen. Eine kleine Reform – oder nennen wir es eine innovative Neuerung – steht auch beim Allgäuer Wirtschaftsmagazin an. Gemeint ist der neue Stellenmarkt in unserem Magazin, bei dem vor allem Führungskräfte in den Fokus rücken. Die zusätzliche Rubrik: sozusagen eine kleine »Reform« im Jahre vier unseres Erscheinens. Kommen wir zu einer großen Reform: 40 Jahre ist es her, dass in Bayern Landkreise zugeschnitten oder zusammengelegt wurden. Aus ehemals 143 Gebietskörperschaften sind zum 1. Juli 1972 genau 71 größere Landkreise geworden. Die Reform, die immer mit dem Namen des früheren bayerischen Innenministers Bruno Merk in Verbindung gebracht wird, hat zwischen Lech und Bodensee zu großen Veränderungen geführt. Landkreise wie Sonthofen, Kempten, Memmingen, Kaufbeuren, Marktoberdorf, Füssen oder Schongau im angrenzenden Oberbayern sind in größeren Einheiten aufgegangen. Lindau, ehemals kreisfrei, ist seit 40 Jahren Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis, der mit knapp 80 000 Einwohnern deutlich kleiner ist als die übrigen Landkreise in der Region. Was hat die Gebietsreform gebracht? Zunächst mal drei Landkreise, die das Allgäu im Namen tragen. Und zwei Kennzeichen, die von keiner Stadt abgeleitet werden können: OA steht fürs Oberallgäu und OAL fürs Ostallgäu. Wie schön, dass es im Unterallgäu beim MN geblieben ist, wenngleich ein Legauer oder ein Bad Grönenbacher, 40 Kilome-

ter von der Kreisstadt entfernt, sich kaum mit der Mindelheimer Abkürzung anfreunden mag. Die Politik hat mit der Verwaltungsreform – von 1972 bis 1978 sind von knapp 7 000 Kommunen noch gut 2 000 übrig geblieben – Operationen im großen Stil vorgenommen. Leider ist der Eingriff nicht allen Patienten gut bekommen. Denken wir an die kreisfreie Stadt Kaufbeuren und an den Landkreis Ostallgäu, denen der Klinikverbund in der bisherigen Form ständig Bauchweh und große Sorgenfalten bereitet, weil er jährlich ein hohes Defizit verursacht. Nach der Entscheidung des Verwaltungsrates, das Marktoberdorfer Krankenhaus zu schließen, und nach dem knapp gewonnenen Bürgerentscheid vom Frühjahr 2012, dass der Landkreis aus dem Verbund der Kliniken austreten soll, ist die Situation verfahrener denn je. Bleibt abzuwarten, wie die Krankenhauslandschaft im Ostallgäu in einigen Jahren aussehen wird. In Kaufbeuren ist das umfassende Angebot einer Schwerpunktklinik mit einer Fülle von Disziplinen schon vorgezeichnet. Aber in den vier anderen Krankenhäusern? Eines ist klar: Der Weg zur Spezialisierung ist unvermeidbar. Aber es darf zu keiner falsch verstandenen Zentralisierung kommen. Dass für alle Patienten der OAL-Kliniken – sogar im 40 Kilometer entfernten Füssen – das Essen von der Zentralküche aus Kaufbeuren herangekarrt wird, sorgt doch für einen bitteren Beigeschmack mit Blick auf das gern zitierte Patientenwohl. Man könnt’ grad meinen, die Benzinkosten spielen dabei keine Rolle. Trotz hoher Spritpreise wird 40 Jahre nach der Landkreisreform ein nostalgisch anmutendes Treffen vorbereitet. In

Bernbeuren kommt es zu einem Stelldichein mit Autos/Oldtimern, die noch ein Kennzeichen mit MOD, FÜS oder SOG haben. Das sind die drei ehemaligen Landkreise, die früher angrenzten und mit der Gebietsreform die Kennzeichen verloren haben. Treffpunkt ist am Samstag, 2. Juni, um 15 Uhr vor der Auerberghalle. Mit welchen Beiträgen wir in dieser Ausgabe des Allgäuer Wirtschaftsmagazins »auf-fahren«? Seien Sie gespannt und informieren sich auf den nächsten Seiten im Inhaltsverzeichnis. Es sind Berichte über viele innovative Unternehmen, die bei all den politischen und gesellschaftlichen Reformen gesund dastehen. Beiträge über Unternehmen, die in den Landkreisen vom Lech bis zum Bodensee ihre Wurzeln haben und die sich Reformen nicht verschließen. Haben Sie ein Anliegen zu unserem Magazin? Kritik oder »Reform«-Vorschläge? Dann lassen Sie uns das wissen – am besten per E-Mail an info@tt-verlag.de. Wir sind gespannt, wünschen aber zunächst eine informative, interessante Lektüre mit dieser Ausgabe des Allgäuer Wirtschaftsmagazins.

Ihr Johannes Jais Redaktion

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Inhalt 8

Kreative Werbeköpfe

Die 1995 von Robert Kainz gegründete Werbeagentur Kainz in Lindau hat sich ein Wort zur gelebten AgenturPhilosophie gemacht: »Bodenhaftung«. Auf dieser Basis lenken die drei Inhaber Robert Kainz, Markus Sänger und Thomas Caprano die Geschicke der Agentur. Das Ergebnis: Arbeiten, die kreativ, informativ und unterhaltsam die Produkte und Interessen ihrer Kunden ins rechte Licht rücken.

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Abfallwirtschaft

Mit einem großen Tag der Offenen Tür feiert der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) am 16. Juni sein 40-jähriges Bestehen. Grund genug für einen Blick in die Geschichte des ZAK – und damit auch in die Geschichte des Abfalls im Allgäu.

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Solarenergie

Der beste Photovoltaik-Netzwechselrichter der Welt stammt aus dem Hause des Memminger Elektronikunternehmens Steca: Der StecaGrid 3600 hat bei einem Test der führenden deutschen Fachzeitschrift für Solarstrom, »Photon Profi«, mit der Note »sehr gut« Platz eins erreicht. Er darf sich dank seiner innovativen Topologie als neuer Meister aller Klassen bezeichnen.

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WIRTSCHAFT und LEBEN im Allgäu Betriebssystem-Wechsel

Was 1998 als One-Woman-Show begann, ist heute eine gefragte Full-Service-Agentur. Die inzwischen siebenköpfige Stamm-Mannschaft der KAD Kongress Agentur von Petra Kreibich organisiert von Sulzberg aus Kongresse, Seminare, Tagungen und Incentives im Inund Ausland. Vor kurzem investierte das Unternehmen in eine neue EDV-Anlage und stellte kompromisslos das komplette System von Windows auf Mac um. Konzeptionell beraten und technisch betreuen lies sich KAD bei dieser konsequenten Umstellung von IT neubauer aus Kempten, einziger autorisierter Apple-Händler im Allgäu mit eigener Service-Werkstatt.

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Gastlichkeit

Das Kochwerk Ravensburg legt großen Wert auf Qualität. Was hier auf den Tisch kommt, ist frisch zubereitet, selbst gemacht und lecker. Die Gäste sollen schließlich zufrieden sein, egal ob sie zum Mittagstisch hierher kommen, in den Räumen des Kochwerks ihre Feste feiern oder mit dem Kochwerk im historischen Schwörsaal tafeln.

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Kommunikation

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit höchster journalistischer Qualität: Das ist der Anspruch der Kommunikationsagentur Jensen media GmbH mit Sitz in Memmingen. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1996 zu einer der bedeutendsten Fachpresseagenturen in Deutschland entwickelt, setzt aber auch in der Veranstaltungs- und Tourismus-PR immer wieder neue Maßstäbe.

32

Holzverarbeitung

Franz Bietsch hat noch immer die gleiche Begeisterung und die gleiche Liebe zum Beruf, mit der er sich 1985 in Ofterschwang-Westerhofen selbstständig gemacht hat. Was einst als Ein-Mann-Schreinerei begann, ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen mit rund 45 Mitarbeitern, tätig im Holzbau, als Zimmerer und Bauunternehmer – für private und öffentliche Auftraggeber in Bayern und Baden-Württemberg.

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Der Meisterbrief

Was bedeutet der Meisterbrief für den Einzelnen? Wir haben im südlichen Oberallgäu nachgefragt, welche Erfahrungen in den Betrieben gemacht wurden und Meinungen eingeholt.

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Gesundsheitsförderung

Drei Säulen bilden die Grundlage für das Konzept, mit dem das Projekt »Vital im Job« in der Arbeitswelt vor allem eines forcieren möchte: Nachhaltige Angebote zur Gesundheit. Dazu gehören Entspannungsphasen, Bewegung und vitalstoffreiche Ernährung.

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Personal

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Mitarbeiter einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens haben. Welche Strategien bei der Auswahl, aber auch bei der Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften nötig sind, um dauerhaft Erfolge zu haben, wissen die Personalentwicklungs-Experten der secum GmbH aus Kempten.


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Tagungen und Seminare

Das Landhaus Auf der Gsteig bei Lechbruck empfiehlt sich nicht nur als Top-Adresse für Golfer oder als Ausflugslokal für Freunde der guten Küche im heimelig eingerichteten Restaurant. Sondern erst recht für Tagungen abseits der Firma und geschäftigen Treibens.

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Golfen

Wer auf der 800 Meter hoch gelegenen Gsteig bei Lechbruck dem Golfsport nachgeht, der hat nicht nur einen traumhaften Blick auf das Alpenpanorama vom Karwendelgebirge über die Ammergauer Berge, Lechtaler Alpen und die Allgäuer Berge bis hinüber zum Grünten. Wer sich Auf der Gsteig entspannt, ist gleichsam Grenzgänger zwischen Schwaben und Oberbayern.

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Tipps von den Profis

Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten sind in bestimmten Grenzen steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Experten der Türkheimer Steuerberatungsgesellschaft Angele & Kollegen informieren.

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Unternehmergipfel Allgäu

Zwei Tage voller Energie und Inspiration mit höchstem Nutzwert verspricht der »1.Unternehmergipfel Allgäu«. Unter dem Motto »Perspektiven wechseln – neu orientieren« bekommen Unternehmer und Führungskräfte vom 14. bis 15. Juni hochkarätige Referenten, neue Impulse und die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und Networking geboten.

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Entspannung

Der Leiter des Alpspitz-Bade-Centers (ABC) in Nesselwang, André Weißenburger, ist stets darauf bedacht, dass seine Gäste ganzjährig, zu jeder Jahreszeit, Wellness pur und Freizeitspaß erleben können. Die neue Sauna-Attraktion, die »Seesauna«, trägt mit ihrer im Allgäu wohl einzigartigen Konzeption und ihrem besonderen Charme sicher dazu bei.

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Jubiläum

Die Familie Rainalter blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, vor allem was den Hanuselhof in Weitnau-Hellengerst betrifft. Genau das wird nun gefeiert. Denn es ist gar nicht so lange her, da war das heutige 4-Sterne Hotel ein typischer Allgäuer Bauernhof mit Milchviehhaltung. Wo früher Kühe auf saftigen Wiesen grasten, drehen heute begeisterte Golfer ihre Runden.

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Mitarbeiterbefragung

Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb zu stärken und somit auch die Motivation zu steigern, gehören mit zu den bedeutenden strategischen Zielen einer Mitarbeiterbefragung. Personalberaterin Susanne Fröhler, Inhaberin der Agentur PROFIT Personal & Projekt Management in Kempten, führt solche Befragungen durch.

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Strom aus Biomasse

Den regenerativen Energien fühlen sich Betreiber und Mitarbeiter im Heizkraftwerk Altenstadt – vor den Toren Schongaus gelegen – schon mehr als ein Jahrzehnt verpflichtet. Dort wird aus Biomasse Strom erzeugt. Jährlich sind es 90 Millionen Kilowattstunden, die ins Netz eingespeist werden. Ende 2012 soll in der Anlage die Ziffer von einer Milliarde Kilowattstunde erreicht werden.

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Sägewerk

So ganz genau lässt sich das Gründungsjahr des Sägewerks Poschenrieder in Grünenbach nicht festlegen. Denn der Großvater war auch noch in der Landwirtschaft und im Fischhandel tätig. Erst der Vater hat die Vorteile des Standortes erkannt und sich ausschließlich auf den Bereich Sägewerk spezialisiert. Sein Sohn Klaus-Dieter hat den Betrieb in den letzten Jahren zu dem gemacht, was er heute ist: Einer der modernsten holzverarbeitenden Betriebe der Region.

64

IT-Service

Die SKC IT Service GmbH in Lindau bietet keine »EDV von der Stange«. Vielmehr entwickeln Geschäftsführer Alfred Martin und sein junges Team individuelle Problemlösungen für Unternehmen und anspruchsvolle Anwender. Und das Unternehmen hat genügend Manpower, um guten und schnellen Service zu bieten – auch in »Notfällen«.

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Regenerative Energien

»Für die lebenswerte Zukunft nachfolgender Generation wird eine nachhaltige Energiewirtschaft entscheidend sein, die auf der Nutzung regenerativer Energiequellen beruht«, sagt Ralf Bernhart von der Firma WATEC-Hydro in Heimertingen und fügt hinzu: »Wasserkraft steht an herausragender Stelle unter den regenerativen Energien«.

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Ballonsport

Hoch oben über die herrliche Voralpenlandschaft gleiten – das fasziniert nicht nur die heimatverbundenen Mitglieder des Ballonsportclubs Voralpenland, sondern auch Fahrer aus ferneren Gefilden. Jedes Jahr um den 1. Mai blubbern beim »Eglofser Feuerzauber« morgens und abends zig Ballone wie Seifenblasen aus dem Tal nach oben und überziehen den Horizont mit bunten Punkten.

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Getreidemühle

Im Jahre 1925 erwarb Müllermeister Hermann Donath die Mühle in Stockheim bei Bad Wörishofen. Durch die Ernährungslehre von Pfarrer Sebastian Kneipp im nahen Kurort angeregt, wurden schon in den dreißiger Jahren spezielle Graham-Mehle und auf Süßquarzsteinen ermahlene Vollkornschrote zum Backen von Broten verwendet.

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WIRTSCHAFT und LEBEN im Allgäu 72

Veranstaltungen

Vielen Gästen noch als »Soldatenheim« bekannt, ist das Haus Oberallgäu in Sonthofen nunmehr seit über 40 Jahren eine feste Institution für Veranstaltungen, Feste und Messen aller Art. Im Frühjahr dieses Jahres wurde das facettenreiche Veranstaltungshaus mit dem GastroManagementPass ausgezeichnet und nimmt damit klar Stellung zu Qualität und Service.

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Golfsport

Wunderschön gelegen, nur unweit von der Stadt Memmingen entfernt, liegt der Golfclub Memmingen Gut Westerhart. Ob sportlich anspruchsvolles Golfspiel, perfekte Trainingsbedingungen oder ein entspanntes Natur- und Landschaftserlebnis: Auf Gut Westerhart wird man fündig. Ein 18-Loch-Platz inklusive 5+2Loch-Kurzplatz, eine Drivingrange sowie mehrere Puttinggreens und Pitchingbereiche bieten alles, was das Golferherz begehrt.

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Erlebnispädagogik

Seit der Gründung im Jahr 2000 setzt die Firma Bergwolf in Scheidegg, allen voran Geschäftsführer Alfred Essenwanger, alles daran, das kommunikative Miteinander von Menschen in sozialen Einrichtungen, Firmen, aber auch in Jugendeinrichtungen und Schulen zu fördern. Zum Vermitteln sozialer und emotionaler Kompetenzen nutzt er unter anderem den firmeneigenen Hochseilgarten und den Kletterwald.

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Film

Remigius Heubuch von der Cambodunum Film GmbH in Wildpoldsried, die bereits über 20 Jahre besteht, ist Filmemacher aus Leidenschaft. Spannender als durch das Trend-Medium »Film« können moderne Geschäftsvorgänge und Firmenpräsentationen, ob Werbespot, 3-D-Animation, Schulungs- oder Imagefilm, seiner Meinung nach kaum dargestellt werden.

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Kältetechnik

Kühlanlagen für den Gerätebau, Kühl- und Schankanlagen für die Gastronomie, Lüftungs- oder Klimaanlagen für die Industrie oder Wärmepumpen – 90 Prozent aller Projekte der Firma Fritz Kälte- und Klimatechnik in Hergensweiler sind individuelle Sonderanfertigungen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden konzipiert und realisiert werden.

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Architektur

Ob Industrie-, Gewerbe- oder Verwaltungsbau, öffentliche Gebäude oder privater Wohnungsbau – auf diesen Gebieten meistern sie alle Aufgaben, die Redle Architekten in Leutkirch. Besonders »zuhause« aber fühlen sie sich auf ihrem Lieblingsgebiet, dem Industrie- und Verwaltungsbau.

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Küche

Bei Rösle in Marktoberdorf wurde 2004 ein hauseigener Shop eröffnet. Hier ist seitdem das »El Dorado« für Hausfrauen, Hobbyköche und Küchenprofis, die qualitativ hochwertigste Küchengeräte schätzen. Besonderes Augenmerk erfährt derzeit zudem ein neuer Grill. Er kann nicht nur viel, er sieht auch gut aus. Daher wurde er u.a. auch mit dem »reddot design award« für gutes Produktdesign ausgezeichnet.

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Internet

Rund ein Fünftel der Zeit, die der Mensch im Internet verbringt, widmet er der Social-Media-Plattform Facebook. Etwa 20 Millionen Menschen allein in Deutschland sind bei Facebook registriert. Auch Unternehmen haben das soziale Netzwerk schon lange als wertvolles Marketinginstrument entdeckt. Doch lohnt sich eine sogenannte Facebook-Fanseite überhaupt?

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Werbung

Die Werbung erobert sich die dritte Dimension. Figuren, dreidimensionale Buchstaben und Aufsteller beleben nicht nur plane Flächen, sondern positionieren sich im Raum. Da muss alles perfekt sitzen. Dafür sorgt im Werbehaus Wangen jetzt eine neue vollautomatische Schneid- und Fräsmaschine. Sie eröffnet den Werbeprofis und ihren Kunden vielfältigste Möglichkeiten.

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Privatbank

Seit der letzten Finanzmarktkrise hat das Image der Banken erheblich Schaden genommen. Was können die Banken tun, um das Vertrauen der Kunden wieder zu erlangen? Die Gabler-Saliter Bank gibt eine ehrliche Antwort auf diese Frage. Als eine der wenigen echten Privatbanken, sieht sie ihre Aufgabe noch immer in ihren Dienstleistungen für das mittelständische Gewerbe, die Landwirtschaft oder Privatkunden.

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Recht im Alltag

Wissenswertes rund ums Arbeitszeugnis vom Kemptener Rechtsanwalt Roland Stemke.

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Wirtschaftsnachrichten in Kürze

111 Impressum 112 Stellenmarkt


Das Leben braucht kein Standby. Sondern ein Ziel. Die neuen Boxster Modelle. Ab dem 14.04.2012 bei uns im Porsche Zentrum Allgäu. Porsche Zentrum Allgäu Seitz Sportwagenzentrum GmbH Memminger Straße 132 87439 Kempten Tel.: +49 (0) 8 31 / 5 91 23 - 0 Fax: +49 (0) 8 31 / 5 91 23 - 15 www.porsche-kempten.de

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BILDER: KAINZ

Markus Sänger, Robert Kainz und omas Caprano.

Wissen, Können, »Wir sprechen die Sprache unserer Kunden – das zeichnet uns aus«. Die Fullservice-Agentur im Zentrum von Lindau hat sich ein Wort zur gelebten AgenturPhilosophie gemacht: BODENHAFTUNG. Auf dieser Basis lenken die drei Inhaber Robert Kainz, Markus Sänger und Thomas Caprano die Geschicke der Agentur. Das Ergebnis: Arbeiten, die kreativ, informativ und unterhaltsam die Produkte und Interessen ihrer Kunden ins rechte Licht rücken.

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ie 1995 von Robert Kainz gegründete KAINZ Werbeagentur zählt heute 28 feste Mitarbeiter und hat sich längst zum verlässlichen Kommunikations-Partner namhafter Unternehmen gemacht. Das Leistungsspektrum umfasst sämtliche Bereiche klassischer Marketing-Kommunikation: Komplette CI-und CD-Konzepte, Printmedien, Anzeigen- und TV-Kampagnen, Internetpräsenzen, Online-Marketing, Messeauftritte und Events bis hin zur ganzheitlichen Markenstrategie. Hierfür übernehmen einzelne Projektteams von der Beratung über die Konzeption bis hin zur Planung und Realisierung die jeweils erforderlichen Aufgaben. Und auch die Auswertung der Maßnahmen wird bei KAINZ großgeschrieben. Immer mit dem Ziel, noch besser zu werden und für den Kunden Maßnahmenpakete zu schnüren, die größtmöglichen Erfolg versprechen.

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Wissen Leidenschaft Markenaufbau und -führung braucht vor allem eins: Ein solides Fundament Einen ganz besonderen Service bietet die KAINZ Werbeagentur neuen Kunden zu Beginn jeder Zusammenarbeit. Was agenturintern als »Markentag« bezeichnet wird, ist für den Kunden ein intensives Frage-und Antwortspiel, bei dem er gemeinsam mit den Agenturinhabern seinem Produkt, seiner Marke »auf den Zahn fühlt«. Welche Werte transportiert die Marke? Wie sieht der Markt, wie sieht das Marktumfeld aus? Was verändert sich und wie können wir darauf reagieren? Fundierte Recherchearbeit ist im Vorfeld und während der Zusammenarbeit ein wichtiger Faktor für langfristigen Erfolg. Das gilt sowohl für bestehende, als auch für neue Kunden. Denn auch wenn es Branchen gibt, in denen die Agentur sich im Laufe der vergangenen 17 Jahre eine hohe Kompetenz und ein umfangreiches Fachwissen angeeignet hat, ist das Team offen für neue Herausforderungen. Das bringt immer wieder frischen Wind und Lebendigkeit in den Agenturalltag. Qualitäts-Freitag – Weiterbildung und Information auf die unterhaltsame Art Als Kommunikations-Dienstleister sieht die KAINZ Werbeagentur es als ihre Aufga-

be an, Trends aufzuspüren (ohne sie mitmachen zu müssen), zu reflektieren und ggf. zu integrieren. Daher sind Weiterbildung und Weiterentwicklung ein permanentes ema. Und eins, dem sie spielerisch und auf unterschiedliche Art und Weise begegnen. Der Qualitäts-Freitag beispielsweise findet in loser Folge in den Agenturräumen statt. Externe Referenten oder eigene Mitarbeiter greifen aktuelle Entwicklungen auf und regen zur Diskussion an. Diese interne Förderung ist fester Bestandteil des Agenturalltags und für die Inhaber unverzichtbar im Hinblick auf Mitarbeiterförderung und Motivation. A propos Motivation. Da zeigt sich die Geschäftsleitung immer wieder besonders kreativ. Aktuell wurde ein Besprechungszimmer zum »Agentur-Wohnzimmer« umgestaltet, in das sich Mitarbeiter zurückziehen können, um allein oder im Team zu spinnen und neue Ideen zu entwickeln. Das alles sind Angebote und Rituale, die das fördern, wofür eine Werbeagentur steht: Kommunikation. Menschen berühren und unvergessliche Augenblicke kreieren Feiern und Events zu veranstalten ist etwas, das die KAINZ Werbeagentur nicht nur »just for fun« in den eigenen Räumen be2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 9


Können

aufrichtig, beherzt, entflammbar, neugierig, pragmatisch, Referenzen treibt, sondern im großen Stil auch für Kunden. Ob das Produktneueinführungen sind oder Präsentationen im Rahmen von Messen, Fachsymposien oder Tagungen – Gelegenheiten für besondere Auftritte gibt es genügend. In Zusammenarbeit mit einer TochterAgentur konzipiert und realisiert die Agentur Veranstaltungen, die im Gedächtnis bleiben – und im Herzen der Besucher. Kunden wie Mercedes-Benz, Daimler, MTU, Iveco Magirus oder auch die Sparkasse Bodensee hatten bereits das Vergnügen, sich von dieser Seite der Agentur zu überzeugen. Global denken, lokal handeln Vor allem im Business-to-Business-Bereich gibt es Kunden die international agieren und die Agentur mit entsprechenden Aufgaben betreuen. Das erfordert zum einen landestypische Kenntnisse, aber auch kreative, leistungsfähige und verlässliche Partner vor Ort. Um diese Kunden auch über deutsche Grenzen hinaus gut betreuen zu können, ist KAINZ bereits seit dem Jahr 2000 Mitglied der Comvort-Gruppe . Dabei haben sich 145 inhabergeführte Agenturen aus 43 Ländern zu einem international agierenden Netzwerk zusammengeschlossen. So können Aufgaben wie Fotoshootings, Filmdrehs, Point-of-Sales-Maßnahmen etc. nach vorheriger Abstimmung an Ort und Stelle kostengünstig, schnell und nach entsprechenden »Landes-Spielregeln« abgewickelt werden. Das gibt den Kunden in Zeiten der Globalisierung die Sicherheit, an jedem Ort der Welt von professionellen Partnern und im Rahmen der definierten Design- und CI-Richtlinien betreut zu werden. Und die Agentur erweitert damit permanent ihr know-how auf internationaler Ebene. Der regelmäßige Austausch innerhalb des Netzwerkes ermöglicht jedem einzelnen Partner, über den Tellerrand hinauszusehen und seinen (kreativen) Horizont zu erweitern. Eine der größten Herausforderungen heißt: Dranbleiben Das einzig Beständige ist der Wandel. Im Kommunikationsmarkt wird das überdeutlich. Neue Kommunikationskanäle entstehen. Guerillamarketing löst bisherige Konzepte zwar nicht ab, findet aber immer mehr Anhänger. Und auch an Social Media kommt kaum ein Unternehmen mehr vorbei. Plattformen wie facebook, twitter, youtube & Co. haben den Markt revolutionär verändert. Das erfordert eine hohe Bereitschaft, umzudenken, sich weiter zu bilden, dranzubleiben, um jederzeit Antworten zu haben auf die Fragen der Kunden.

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geradlinig, menschlich, schnell,selbstbewusst. Referenzen Um hier stets am Puls der Zeit zu sein, setzt die KAINZ Werbeagentur stark auf Nachwuchsförderung. Jedes Jahr werden zwei Stellen an Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen vergeben. Damit bietet die Agentur jungen, ambitionierten Menschen die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln und bringt dadurch frische Impulse in die Agentur. Eine klassische win-win-Situation. Die neun Punkte-Strategie der KAINZ Werbeagentur Für jedes Unternehmen stellt sich im Laufe der Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur und immer dann, wenn es darum geht, sich nach innen und außen zu positionieren, die Frage: Wofür stehen wir? Was macht uns aus? Und vor allem: Was macht uns besonders? Auch die Mitarbeiter der KAINZ Werbeagentur haben sich diese Fragen gestellt und in einem inspirierenden Prozess Antworten darauf gefunden. Neun an der Zahl. Adjektive, die das Miteinander und die Firmenphilosophie charakterisieren. Hier sind sie: Aufrichtig, beherzt, entflammbar, geradlinig, menschlich, neugierig, pragmatisch, schnell, selbstbewusst. Und damit die Mitarbeiter auch immer wieder daran erinnert werden, zieren sie ganz dezent das Treppenhaus. Inspirierende Aussichten Nach dem Motto »Stillstand ist Rückschritt« hat sich die KAINZ Werbeagentur motivierende Ziele gesteckt. Allen voran gesundes Wachstum. Dazu gehört auch, den immer stärker werdenden Online-Bereich weiter auszubauen, immer besser zu werden und – immer dran zu bleiben. Am Kunden, an den Mitarbeitern. Am Puls der Zeit. Und dabei nie die Bodenhaftung zu verlieren. Michaela Krieg

KAINZ Werbeagentur Bregenzer Straße 55 88131 Lindau Telefon (08382) 9369-0 Telefax (08382) 9369-11 info@kainz.de www.kainz.de

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Der ZAK feiert Jubiläum:

Mülldeponie zum aktiven Umweltschutz Von der

Mit einem großen Tag der Offenen Tür feiert der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) am 16. Juni sein 40-jähriges Bestehen. Grund genug für einen Blick in die Geschichte des ZAK – und damit auch in die Geschichte des Abfalls im Allgäu.

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n den 1960er Jahren war Müll vor allem ein lästiges Übel, der in jeder Gemeinde auf nicht abgedichteten Müllkippen »entsorgt« wurde. Heute führt der ZAK rund 70 Prozent des Abfalls als Wertstoffe der Weiterverwertung zu. Die restlichen 30 Prozent liefern in hochmodernen Verbrennungsanlagen Wärme und Strom. Die Chronik zum Jubiläum des ZAK liest sich wie ein Lehrbuch für aktive und vor allem erfolgreiche Abfall- und Energiewirtschaft. In den vier Jahrzehnten seines Bestehens hat sich der Verband nicht nur zu einem innovativen Abfallverwerter entwickelt, sondern auch zu einem Vorreiter in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Zum Verbandsgebiet gehören die Stadt Kempten, der Landkreis Oberallgäu sowie der Landkreis Lindau. Der ZAK und seine 90 Mitarbeiter sind zuverlässige Partner für mehr als 290 000 Einwohner und für die Gewerbebetriebe in der Region.

I

1972

1974

Wie alles anfing: Die Geburtsstunde des ZAK

Es geht los: Baubeginn für Kemptens erste MVA

Bereits 1962 informiert sich der damalige Kemptener Oberbürgermeister August Fischer mit Bürgermeistern aus dem Landkreis über moderne Verbrennungsanlagen in der Schweiz. Eine solche Müllverbrennungsanlage – kurz MVA – soll auch in Kempten entstehen. 1972 werden im Rahmen der Gebietsreform die Landkreise Kempten und Sonthofen zum Landkreis Oberallgäu zusammengelegt. Die neue MVA muss der veränderten Situation angepasst werden – eine Aufgabe, die die Stadt Kempten nicht übernehmen kann. Für Planung und Bau der MVA Kempten wird 1972 der ZAK – damals unter dem Namen »Zweckverband MVA Kempten Stadt und Land« – gegründet.

Im April 1974 starten die Arbeiten für die erste Müllverbrennungsanlage in KemptenUrsulasried mit zwei Ofenlinien und einer Kapazität von 65 000 Tonnen pro Jahr. Eine spätere Abwärmenutzung ist bereits mit eingeplant.

fall künftig über die öffentliche Müllabfuhr. Für Bauschutt, Erdaushub und ähnliche unbrennbare Abfälle werden Ablagerungsplätze eingerichtet. Im Jahr 1976 beträgt das Müllaufkommen rund 240 Kilogramm pro Einwohner.

1977 Sammeln statt Verbrennen: Die Wertstoffsammlung beginnt Der ZAK beginnt mit der Wertstoffsammlung. Im Allgäu gibt es erstmals organisierte Sperrmülltermine, und die ersten Altglascontainer werden aufgestellt. Bis 1988 entstehen 130 Standorte, im Jubiläumsjahr 2012 stellt der Zweckverband mehr als 540 Wertstoffinseln für Altglas, Papier, Tetrapaks und Alu/Weißblech zur Verfügung. 1977 wird die Müllabfuhr erstmals über den ZAK organisiert. Die Abfuhr übernehmen bis heute private Firmen.

BILD: DORR

Die erste Müllverbrennungsanlage des ZAK entsteht in den Jahren 1974 bis 1976 und geht am 7. November 1975 in Betrieb.

70 Prozent des Abfalls führt der ZAK als Wertstoffe der Weiterverwertung zu.

1975/1976 Betriebsstart in der MVA: Das Aus für die Müllkippe Am 7. November 1975 geht die MVA Kempten in Betrieb. Ab 1976 werden alle Müllkippen in den Städten und Gemeinden geschlossen. Die Bewohner des Verbandsgebietes erhalten neue Müllgefäße und entsorgen ihren Ab-

Müllabfuhr in Schlaghosen – vom Alter des Fotos zeugt (nicht nur) die Mode…

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Auch der Bau der ersten Fernwärmeleitung ist in den Fotoarchiven des ZAK dokumentiert.

1982–1984

die Kapazitäten nicht mehr ausreichen und auch in der Region kein Platz für den Abfall ist, wird der Allgäuer Müll für teures Geld zunächst auf Nachbar-Deponien und später nach Verdun in Frankreich gebracht. Der ZAK reagiert: »Vermeiden – Verwerten – Entsorgen« heißt das neue Konzept. Die Wertstoffsammlung wird konsequent ausgebaut. Durch die damalige Krisensituation mussten die Müllgebühren stark erhöht werden. 1990 wird Gebhard Kaiser Verbandsvorsitzender des ZAK. Bis zum Jubiläumsjahr 2012 wird er siebenmal in seinem Amt bestätigt.

Müll heizt: Von der Verbrennung zur Energiegewinnung Die MVA Kempten wird von der Müllverbrennungsanlage zum Müllheizkraftwerk (MHKW) erweitert, eine dritte Ofenlinie kommt hinzu. 1982 beginnt der ZAK mit dem Bau des ersten Fernwärmenetzes im Allgäu, das bereits im Dezember 1983 Wärme liefert. Die Energie aus dem MHKW wird auch zur Stromerzeugung genutzt. Zum ersten Mal wird das Ziel formuliert, über die EnergieErlöse die Abfallgebühren zu senken. 1984 entsteht mit der Aufnahme des Landkreises Lindau das bis heute gültige Verbandsgebiet des ZAK.

1990/1991 Die Tonne ist voll: »Müll-Notstand« im Allgäu Das Müllheizkraftwerk in Ursulasried läuft an der Belastungsgrenze. Zwei von drei Ofenlinien müssen abgeschaltet werden. Da

1993 Erweitern und informieren: MHKW-Ausbau und ZAK-Kalender Das MHKW Kempten wird ausgebaut und modernisiert. Ein neuer Kompaktofen entsteht. Erstmals erscheint in diesem Jahr der ZAK-Kalender, bis heute eine der beliebtesten Publikationen des Zweckverbandes. Die Motive stammen aus einem Malwettbewerb an Allgäuer Schulen. Bis 2012 steigt die Auflage auf 28 000 Exemplare. Der ZAKKalender ist an Schulen, bei den Gemeinden, Wertstoffhöfen und Sparkassen erhältlich.

1994/1995 Bildtext: Die Allgäuer Zeitung berichtet über den »Müll-Notstand«.

1992 Sammeln und entsorgen: Startschuss für Biotonne und Wertstoffhöfe 1992 werden die Biotonnen eingeführt, und das Kompostwerk Kempten-Schlatt geht in Betrieb. Der erste Wertstoffhof eröffnet in Wiggensbach. 17 weitere folgen noch im gleichen Jahr, im Jahr darauf noch einmal zehn. 1994 gibt es bereits 35 Wertstoffhöfe im ZAK-Verbandsgebiet.

Die erste BiomüllVergärungsanlage Deutschlands geht in Betrieb In Burgberg-Rauhenzell entsteht Deutschlands erste Biomüll-Vergärungsanlage, welche 1995 in Betrieb genommen wird. Hier werden jährlich rund 10 000 Tonnen BioAbfälle verwertet. Neben Kompost erzeugt die Anlage Strom und Wärme. Das Fernwärmenetz des ZAK wird in den nächsten Jahren kontinuierlich erweitert. »Passend« zum 40-jährigen Bestehen verfügt Kempten 2012 über eine Fernwärmeleitung von rund 40 Kilometern Länge. 1995 Blech für Angela Merkel: Das Allgäu wird »Dosenfreie Zone« Abfallvermeidung ist Trumpf! Doch ohne die Mithilfe der Bürger kann der ZAK sein Erfolgskonzept nicht umsetzen – Grund genug für eine umfangreiche Informationskampagne im Verbandsgebiet. Bundesweit Aufsehen erregt die Aktion »Dosenfreie Zone im Allgäu«. Alle 49 Mitgliedsgemeinden sowie zehn Brauereien beteiligen sich an der Sammlung von leeren Getränkedosen. Unzählige davon tragen Freiwillige in Rucksäcken auf den Hochgrat bei Oberstaufen, wo sie in einer überdimensionalen Drahtdose landen. Diese wird später an die damalige Bundesumweltministerin Angela Merkel übergeben. So ist die

Erfolgsgeschichte in 14 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012


2001 1999 Auslöser für das Dosenpfand!? Die ZAK-Aktion »Dosenfreie Zone im Allgäu« geht bundesweit durch die Medien und findet viele Nachahmer.

spätere Einführung des Dosenpfands möglicherweise durch die »Dosenfreie Zone im Allgäu« entstanden… Im gleichen Jahr eröffnet der Wertstoffhof Kempten-Heussring in Kooperation mit der Firma Feneberg.

1996/1997

Hilfe für die Region: ZAK ist beim Jahrhunderthochwasser zur Stelle Die große Flut trifft das Allgäu: Beim »Jahrhunderthochwasser« an Pfingsten 1999 hilft der ZAK schnell und unbürokratisch. Der Hochwassermüll wird kostenlos abgeholt und verwertet – für Gemeinden und Bürger eine Ersparnis von rund 120 000 Euro. Der Zweckverband engagiert sich weiterhin an den Schulen und bringt ein Lehrerhandbuch heraus, mit dem Kindern ein sinnvoller Umgang mit Abfall nahe gebracht wird. Das Handbuch wird vom Bayerischen Kultusministerium ausgezeichnet.

»Neues« MHKW für den ZAK: Der Erfolg stellt sich ein

2000

Das Konzept des ZAK trägt Früchte: Bis 1996 sinkt die Restabfallmenge im Verbandsgebiet um mehr als 50 Prozent. Auch Oberstdorf bekommt nun einen eigenen Wertstoffhof. Am 4. Oktober 1996 geht das »neue«, modernisierte Müllheizkraftwerk mit Kompaktofenlinie und innovativer Rauchgasreinigung in Betrieb. Auch 2012 ist es immer noch eine der modernsten Anlagen in Europa. Die weltweit strengsten gesetzlichen Grenzwerte werden nach wie vor um durchschnittlich 97 Prozent unterschritten. Durch die Erlöse aus den Energie- und Wertstoffverkäufen des ZAK sinken 1997 erstmals die Abfallgebühren. Weitere fünf Gebührensenkungen werden in den nächsten Jahren folgen.

Hochmoderne Anlage: Neue Spitzenlastheizzentrale für Kempten

Chip in der Tonne: für die Bürger noch mehr Service Neue Abfalltonnen mit Ident-Chip werden eingeführt. Die Gefäße, die nun elektronisch jedem Nutzer zugeordnet werden können, stellt der ZAK kostenlos zur Verfügung. Durch das neue Verfahren geht der »Tonnenklau« erheblich zurück. Im neuen ZAK-Service-Center haben Bürger und Gewerbetreibende künftig einen festen Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Abfall und die Gebühren.

2005 Strom (nicht nur) aus dem Wald: Das HHKW Sonthofen Das Holzheizkraftwerk Sonthofen wird eingeweiht. Beteiligt sind der ZAK, die Allgäuer Kraftwerke GmbH, die Forstbetriebsgemeinschaft Oberallgäu und der Biomassehof Kempten. In der Anlage wird Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt.

Zur optimalen Nutzung und Auslastung des Kemptener Fernwärmenetzes wird die Spitzenlastheizzentrale des ZAK errichtet. Sie hat eine Kapazität von 20 Megawatt und kann flexibel mit Gas oder Öl befeuert werden.

Die Spitzenlastheizzentrale in Kempten-Ursulasried.

1998 Noch mehr Wärme: Start für das Holzheizkraftwerk Die alte Ofenlinie, die bis 1996 für die Müllverbrennung genutzt wurde, wird zum Holzheizkraftwerk (HHKW) umgerüstet. Nun können Altholz und Forstreste thermisch verwertet werden – es entsteht noch mehr Fernwärme und Energie. Unter dem Motto »Pro(st) Mehrweg« startet die Nachfolge-Aktion zur dosenfreien Zone. Diesmal geht es um die Sammlung von Kronkorken. Die Gemeinde Wildpoldsried sammelt die meisten Kronkorken pro Kopf, der ZAK richtet zur Belohnung ein Dorffest aus. In Sonthofen eröffnet der Wertstoffhof.

Sachen 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 15


2011 Das Erfolgskonzept geht weiter: Die Photovoltaik-Anlage Herzmanns

Gut gerüstet für die Schule mit den ZAK-Brotzeitdosen.

2007 Brotzeit: Gesundes Frühstück für ABC-Schützen Der ZAK stattet alle Schulanfänger im Verbandsgebiet mit umweltfreundlichen Brotzeitdosen aus. Ab 2009 werden die Dosen zusätzlich mit einem gesunden Frühstück gefüllt. Partner sind der Bioring Allgäu und der BUND Naturschutz.

2008/2009

Einst Hausmülldeponie, heute der vorerst letzte Mosaikstein im erfolgreichen Abfallwirtschafts- und Energiekonzept des ZAK: Die neue Photovoltaik-Anlage in Waltenhofen-Herzmanns erzeugt auf 4 400 Quadratmetern Fläche CO₂-freien Strom aus Sonnenlicht. Auch auf den Dächern verschiedener Wertstoffhöfen sowie der Biovergärungsanlage OA-Süd werden auf ca. 5 000 m² Photovoltaik Energie in Form von Strom erzeugt.

2010 Neues Domizil: Die ZAK-Verwaltung zieht um In der Dieselstraße 9 in Kempten entsteht das neue Zuhause der ZAK-Verwaltung. War der räumliche Abstand zum Müllheizkraftwerk bisher ziemlich groß, sind es jetzt gerade noch 400 Meter – eine gute Basis für schnelleres und effizienteres Arbeiten.

Auch in den Wintermonaten entsteht in Herzmanns umweltfreundlicher »Sonnenstrom«.

Neue Anlagen: Von der Vergärung bis zum Heizen mit Holz 2008 beginnt die Umrüstung des Kompostwerks Kempten-Schlatt zur Vergärungsanlage. Ein Jahr später wird die Anlage der Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Die Spitzenlastheizzentrale Kempten wird 2009 um ein neues Gebäude mit drei Kesseln erweitert und hat nun 50 Megawatt Leistung – optimale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes. In Scheidegg geht das neue Holzheizwerk in Betrieb. Beteiligt sind der ZAK, das Allgäuer Überlandwerk und die Allgäuer Kraftwerke GmbH. Das Werk versorgt Kliniken und Gewerbebetriebe mit umweltfreundlich erzeugter Wärme.

Abfall 16 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

Das neue ZAK-Verwaltungsgebäude in Kempten-Ursulasried.

In der Vergärungsanlage Oberallgäu Süd wird aus Bio- und Grünabfällen beste Allgäuer Komposterde sowie Strom und Wärme erzeugt.


2012

Im Jubiläumsjahr geht der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten in Sachen Klimaschutz weiter mit großen Schritten voran. 2012 ist der ZAK einer der größten »Umweltentlaster« im Allgäu: Modernste Anlagen erreichen eine CO₂-Einsparung von rund 71 000 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht etwa neun Prozent des gesamten CO₂-Ausstoßes der Stadt Kempten. Durch aktives Recycling auf den Wertstoffhöfen können jährlich weitere 22 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die mit Holz, Sonne und Wärme umweltfreundlich erzeugte Energie des ZAK ersetzt sage und schreibe 37 Millionen Liter Heizöl oder 37 Millionen Kubikmeter Erdgas. Insgesamt hat der ZAK allein seit 1990 rund 230 Millionen Euro in seine Abfall- und Energiekonzepte investiert – eine Investition für die Zukunft aller Bürger und Gewerbetreibenden in der Region. Der Erfolg spricht für sich. Susanne Dietz

BILDER: ZAK

40 Jahre ZAK: Klimaschutz als Zukunftsthema

Bauschuttdeponie Steinegaden.

40 Jahre ZAK Tag der Offenen Tür

Vergärungsanlage Kempten-Schlatt.

auf dem Gelände des Müllheizkraftwerks KemptenUrsulasried, Dieselstraße

Samstag 16. Juni von 10 bis 17 Uhr

Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten Dieselstraße 9 87437 Kempten Telefon (0831) 25282-10 zak@zak-kempten.de www.zak-kempten.de

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Weltweit die Nummer eins: der StecaGrid 3600 Der beste Photovoltaik-Netzwechselrichter der Welt stammt aus dem Hause des Memminger Elektronikunternehmens Steca: Der StecaGrid 3600 hat bei einem Test der führenden deutschen Fachzeitschrift für Solarstrom, »Photon Profi«, mit der Note »sehr gut« Platz eins erreicht. Er darf sich dank seiner innovativen Topologie als neuer Meister aller Klassen bezeichnen.«Wir setzen neue Maßstäbe im Bemühen der Solarenergie um höchstmögliche Effizienz und günstigen Strom für alle«, bringt es Geschäftsführer Michael Voigtsberger auf den Punkt. as sich auf dem Wechselrichtermarkt in den vergangenen zwei Jahren getan hat, war enorm. Die trafolosen Konzepte haben sich mit Ausnahme einiger Spezialanwendungen durchgesetzt. Es gibt eine Reihe von Topologien, die miteinander konkurrieren, sich aber im Wesentlichen kaum unterscheiden. Die Wirkungsgrade wurden mit jeder Modellgeneration um ein paar Zehntelprozentpunkte besser, die Ausstattungsvielfalt nahm zu, und die Geräte lernten, sich an Netzdienstleistungen zu beteiligen. Dann kam die Steca Elektronik GmbH. Ziel war einen Wechselrichter herzustellen – einen, der nicht alles kann und alles will, sondern zwei wesentliche Kriterien erfüllt: Er arbeitet mit bis dahin ungekannter Effizienz und lässt sich mit möglichst wenigen Teilen weitgehend automatisiert und

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Bester SolarWechselrichter der Welt kommt aus Memmingen 18 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

kostengünstig produzieren. Herausgekommen ist der StecaGrid 3 600, der durchaus das Prädikat »revolutionär« verdient. Mit einem Spitzenwirkungsgrad von 98,6 Prozent für die Netzeinspeisung in der Leistungsklasse bis 20 Kilowatt widerlegt er das Dogma, dass kleine Wechselrichter einen schlechteren Wirkungsgrad und höhere Produktionskosten pro Watt haben als große.


»Die Energiewende ist gesellschaftlich gewollt, leider ist sie in der Politik in noch nicht ausreichendem Maße angekommen.«

energie um höchstmögliche Effizienz und günstigen Strom für alle setze. In einer Stunde strahlt die Sonne mehr Energie auf die Erde, als die Weltbevölkerung in einem Jahr benötigt. Diese unerschöpfliche Energiequelle für den täglichen Strombedarf zu nutzen, ist die große Aufgabe der Gegenwart für die Zukunft. »Die Energiequellen der Zukunft sind regenerativ«, behauptet Michael Voigtsberger. Steca steht weltweit für Weitblick, Innovation und Initiative im Namen des Solarstroms.

BILDER: STECA

Das schaffen die Ingenieure aus Memmingen durch die clevere Kombination von bewährten Bauteilen zu einer komplett neuen Topologie »Coolcept«. Sie arbeiten mit zwei Tiefsetzstellern und einer Polwenderschaltung, was Schalt- und Durchlassverluste verringert. Alle Bauteile passen auf eine einzige Leiterplatte, ein Kühlkörper ist überflüssig, die Produktionskostenvorteile sind signifikant. Anfang März ging eine automatisierte Produktionslinie in Betrieb, die in der ersten Ausbaustufe 18 000 Wechselrichter pro Jahr fertigen kann. »Schon jetzt lässt sich sagen, dass mit den neuen StecaGrid 3000 und 3600 die Renditerechnung für kleinere Anlagen neu gemacht werden kann«, ist sich Michael Voigtsberger sicher. Als führender Anbieter von Produkten für die Solarelektronik setzt Steca bei der Regelung und Steuerung der Sonnenenergie international Maßstäbe. In den drei Marktsegmenten Photovoltaik Netzeinspeisung, Photovoltaik autarke Systeme und der Solarthermie steht die Marke Steca für Innovation und Weitblick. Konzeption, Entwicklung, Produktion und Vertrieb haben sich höchsten Qualitätsstandards verschrieben. »Wir betrachten die im eigenen Haus entwickelten Technologien außerdem stets unter dem Aspekt der einfachen Handhabung und daraus resultierenden Nutzbarkeit für die breite Basis der Bevölkerung – weltweit«, bringt es Peter Voigtsberger auf den Punkt. Gemeinsam mit seinem Bruder Michael leitet er die Geschicke des Unternehmens. Die Besonderheit des neuen StecaGrid 3 000 und 3 600 ist nach Michael Voigtsberger in einer »cleveren Kombination von bewährten Bauteilen« begründet. Sie seien zu einer Topologie zusammengeführt worden, die neue Maßstäbe im Bemühen der Solar-

»Wir sind Spezialist für die Entwicklung leistungsstarker Geräte, die Solarstrom netzkonform in Wechselstrom umwandeln.« Das kommt nicht von ungefähr: Seit über 20 Jahren entwickelt Steca Inverter-Technologien und Leistungselektronik für erhöhte Einsatzbedingungen. In kaum einer anderen Branche herrscht ein derartiger Kostendruck wie in der Solarbranche. Der Begriff »Energiewende« wird fast schon derart inflationär verwendet, dass seine Bedeutung für die breite

Michael Voigtsberger (li.) und Peter Voigtsberger zeigen das Innenleben des neuen StecaGrid 3600.

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»Die Energiequellen der Zukunft sind regenerativ.«

Als führender Anbieter von Produkten für die Solarelektronik setzt Steca bei der Regelung und Steuerung der Sonnenenergie international Maßstäbe.

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Masse verwässert. Das ist schade. »Für das, was in Deutschland und global passieren muss, um die Energieversorgung und –verteilung langfristig zu sichern, ist »Wende« schon fast eine Verniedlichung. »Revolution« würde besser passen«, sagt Voigtsberger. Nun ist es Aufgabe von Politik und Wirtschaft, transparent und umfassend zu kommunizieren, um die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. »Die Energiewende ist gesellschaftlich gewollt, leider ist sie in der Politik in noch nicht ausreichendem Maße angekommen.« Photovoltaikanlagen sind bereits in Kleinsystemen höchst effizient: Speziell auf Garagen und Carports aber auch auf Wohngebäuden kann mit einer kleinen Investition bereits ein bemerkenswerter Ertrag er-

zielt werden. Die übliche Konstellation bei der Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Privathauses sieht so aus: Der erzeugte Strom wird in das örtliche Netz eingespeist, der Betreiber erhält dafür laut Erneuerbare-Energien-Gesetz vom Netzbetreiber eine Vergütung. Den selbst benötigten Strom kauft man wiederum ein und zahlt den regulären Preis des Stromversorgers. Will man den erzeugten Strom selbst nutzen, spart man sich die Kosten für den Zukauf von Energie. »Wir wollten einen Wechselrichter herstellen, der schlank, effizient und kostengünstig ist und somit die breite Masse bedienen kann«, resümiert Voigtsberger. Strom solle möglichst da erzeugt werden, wo er auch verbraucht wird – nämlich dezentral beim Verbraucher. Seit der Gründung im Jahre 1976 hat das Unternehmen einen erfolgreichen Weg zurückgelegt. Unter Dietmar Voigtsberger entwickelte sich Steca vom Elektronik Zulieferer hin zum Full-Service Elektronik Dienstleister. Es entstehen die Produktbereiche »Kabeltechnik« und »Solarelektronik«. Ein weiterer Meilenstein war der Umzug in die neuen Räumlichkeiten Ende des vergangenen Jahres. Der ökologische Gedanke habe eine große Rolle gespielt. Durch den Einbau einer Grundwasser-Wärmepumpe und die Wärmerückgewinnung aus der Produktion könne man die Kosten für Energie deutlich senken und gleichzeitig Ressourcen schonen. Heute produziert Steca auf 29 000 Quadratmeter Produktionsfläche Dienstleistungen und Produkte für eine ökologische ZuHeike Zimmermann kunft.


cherheit mehr gegeben ist, gefährdet. Meiner Meinung nach werden verlässliche, langfristige Aussagen statt ad-hoc-Entscheidungen benötigt.

Aktuelles Das Erneuerbare-Energien-Gesetz war wegen seiner Verlässlichkeit bislang ein internationales Vorbild und Exportartikel. Der jetzt vorliegende Entwurf der Bundesregierung würde jedoch Unberechenbarkeit zum Gesetz machen. Steca-Geschäftsführer Michael Voigtsberger kritisiert die vorgesehene Kürzung der Solarförderung zum 1. April als »falschen Impuls«. Ist die beschlossene Energiewende gefährdet? Voigtsberger: Die Verteilung der Energieversorgung auf dezentrale, regenerative Quellen wird mit dieser Gesetzesänderung untergraben. Die erneuten Änderungen bei den Einspeisevergütungen greifen zu kurzfristig. Die Förderung für Anlagen, die ab diesem Datum neu installiert werden, sinkt – je nach Größe – um 20 bis 29 Prozent. Ab dem 1. Mai soll die Förderung monatlich weiter um 0,15 Cent pro Kilowattstunde sinken. Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler haben es nun wirklich geschafft die Energiewende ad absurdum zu führen und der Photovoltaikbranche den Schritt in die Unabhängigkeit verbaut. Was fordern Sie von den politischen Entscheidungsträgern? Voigtsberger: Die ständigen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes führen zu einer starken Verunsicherung bei den Endkunden. Auch die Photovoltaikbranche, weltweiter Technologieführer und ein Wachstumsmotor in Deutschland, wird durch die Tatsache, dass keine Planungssi-

In wie fern ist Ihr Unternehmen davon betroffen? Voigtsberger: Auf Steca Solar wirkt sich die Gesetzesänderung nicht so hart aus wie auf Unternehmen, die sich auf den Bau großer Solaranlagen auf freien Flächen spezialisiert haben. Diese trifft die bereits zum 1. April greifende Kürzung der Förderung für Freiflächenanlagen, die um 24,7 Prozent zurückgehen soll, besonders. Wir sind dagegen breit aufgestellt: Mit Produkten für gewerbliche und privat betriebene Anlagen aller Größenordnungen. Außerdem sind wir nicht nur im Geschäftsfeld »Netzeinspeisung« aktiv. Wir widmen uns auch der Entwicklung von Produkten für autarke PV Systeme in aller Welt und der Solarthermie.

zung, die bei allen Produktentwicklungen von Steca stets im Vordergrund standen und bis heute stehen. Besitzer von Altanlagen sollen zudem verpflichtet werden, durch staatlich geförderte Umrüstungen einen Beitrag zu mehr Netzstabilität zu leisten. Auch hier sehe ich Marktchancen durch das Angebot innovativer Geräte.

Mit dem neuen Wechselrichter StecaGrid 3600, der bei einem Test der führenden deutschen Fachzeitschrift für Solarstrom, »Photon Profi«, mit der Note »sehr gut« als weltbester seiner Art ausgezeichnet wurde, haben Sie ein Spitzengerät für den Einfamilienhausbereich entwickelt. Ist das die Technologie für die Zukunft? Voigtsberger: Ja. Dank der Coolcept-Topologie erreicht der Wechselrichter weltweit einmalige Effizienzwerte. Das sind Qualitätsmerkmale, die trotz der Kürzung der Einspeisevergütung überzeugen werden. Ich gehe davon aus, dass sich das Photovoltaik-Geschäft im Einfamilienhausbereich in Zukunft verstärkt auf den Eigenverbrauch konzentrieren wird. Bei Neuanlagen sollen nach den Vorgaben der Gesetzesänderung nur noch 85 bis 90 Prozent des erzeugten Stroms nach den Fördersätzen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes vergütet werden. Was heißt das? Voigtsberger: Den Rest sollen Erzeuger selbst verbrauchen oder vermarkten. Dadurch erhofft sich der Gesetzgeber einen Anreiz für eine noch wirtschaftlichere Nut-

Steca Elektronik GmbH Mammostraße 1 87700 Memmingen Telefon (08331) 8558-0 Telefax (08331) 8558-132 info@stecasolar.com www.steca.com

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Investition in

MehrWerte Marina Gröschl, Petra Eimansberger, Nicole Schönegger, Alexandra Leonhart, Brigitte Dammer, Petra Kreibich (v.li.n.re; nicht auf dem Bild: Verena Bartmann).

Was 1998 als One-Woman-Show begann, ist heute eine gefragte Full-Service-Agentur. Die inzwischen siebenköpfige Stamm-Mannschaft der KAD Kongress Agentur von Petra Kreibich organisiert von Sulzberg aus Kongresse, Seminare, Tagungen und Incentives im In- und Ausland. Vor Kurzem investierte das Unternehmen in eine neue EDV-Anlage und stellte kompromisslos das komplette System von Windows auf Mac um. Konzeptionell beraten und technisch betreuen lies sich KAD bei dieser konsequenten Umstellung von IT neubauer aus Kempten, einziger autorisierter Apple-Händler im Allgäu mit eigener Service-Werkstatt.

s gibt viele Gründe, warum wir uns für die Umstellung von Windows auf Mac entschlossen haben«, erzählt Geschäftsführerin Petra Kreibich und beschreibt die Fakten im Detail: »An erster Stelle stand für uns der Mehrwert für unsere Kunden sowie die zahlreichen Vorteile für uns als Dienstleister. Interaktivität ist in unserer Branche ein großes ema und wird immer häufiger verlangt. Der Trend geht weg davon, dass Teilnehmer eines Events frontal berieselt werden, sondern immer mehr dazu, mit iPhone oder iPad selbst interaktiv mitzumachen. Die Arbeit mit dem neuen Betriebssystem und der innovativen Hardware trägt hier einen wichtigen Teil zu unserer täglichen Arbeit bei.« Die Mitarbeiter von KAD schätzen vor allem die hohe Flexibilität an ihren Arbeitsplätzen und die intuitive Nutzung der Computer, die sich exakt auf die Bedürfnisse der Benutzer einstellen lassen. Neben ergonomischen Aspekten spielt zudem der Spaßfaktor eine wichtige Rolle. Apple-Computer sind jedoch nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch wichtige technische Vorteile in Bezug auf schnelle Kommunikation, Datensicherheit und Kompatibilität zu den immer häufiger verbreiteten mobilen Endgeräten von Apple. Mit modernen Apple-Produkten zu arbeiten ist zudem motivierend für das ganze Team und fördert die Kreativität jedes Einzelnen. Wir sind Profis und blicken gemeinsam auf über einhundert Jahre Erfahrung zurück«, so Petra Kreibich weiter. Doch die dynamische Unternehmerin legt nicht nur Wert auf innovatives Equipment und Know-how, sondern investiert auch in das Team: »Unser Personal ist aus der Branche und das wir uns regelmäßige weiterbilden ist für uns selbstverständlich. Daher sind wir in der Lage auch sehr große Veranstaltungen mit eigener Manpower zu stemmen, ohne Subunternehmer.«

Bilder: Sienz (1), KAd (5)

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Präsentation via iPad, Quickshots mit dem iPhone von der Wüste bis zum Gipfelkreuz…

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»Es gibt viele Gründe, warum wir uns für die Umstellung von Windows auf Mac entschlossen haben. An erster Stelle stand für uns der Mehrwert für unsere Kunden sowie die zahlreichen Vorteile für uns als Dienstleister.« Petra Kreiblich

Umstellung im laufenden Geschäftsbetrieb Ein EDV-System während des laufenden Geschäftsbetriebes umzustellen, klingt im ersten Moment riskant. Doch obwohl die Umstellung eine Woche vor Weihnachten über die Bühne ging und der Jahreswechsel praktisch vor der Tür stand, kann die Geschäftsführerin nur Positives berichten: »Die Umstellung erfolgte sensationell ruhig und vor allem sehr schnell, sodass wir uns ganz auf unsere Aufgaben konzentrieren konnten. Selbst die Integration von zwei weiteren Arbeitsplätzen in das Netzwerk verlief vollkommen reibungslos.« Innovatives Service-Konzept Seit über zehn Jahren ist IT neubauer als autorisierter Apple-Händler spezialisiert auf die immer beliebter werdenden Computer mit dem Apfel-Symbol. Geschäftsführer Ulf Neubauer schlägt in Bezug auf Service neue Wege ein und bietet seinen Kunden passgenaue Lösungen und ein innovatives Service-Konzept: »Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kunden nur das kaufen, was sie auch tatsächlich benötigen. Eine fundierte Beratung ist wichtig, damit nicht am Bedarf vorbei investiert wird. In unserer Service-Werkstatt übernehmen zertifizierte Apple-Techniker die Reparatur von Geräten, auf Wunsch sogar mit Priorisierung, wenn es eilig ist. »Selbstverständlich nehmen wir auch Geräte zur Reparatur an, die nicht bei uns gekauft wurden,« so Neubauer. Getreu dem Slogan »we keep IT simple« bietet das innovative Service-Konzept von IT neubauer darüber hinaus ein enormes Leis-

Petra Kreibich: »Ohne unsere ›Apple-Kollektion‹ gehen wir nirgendwo hin!«

tungsspektrum in Bezug auf Schulungen, aber auch schnelle Hilfe bei typischen Anwenderfragen. »Durch die Anschaffung unserer neuen Computer-Anlage haben wir nicht nur in unser eigenes Unternehmen investiert, sondern über einen in Kempten ansässigen Dienstleister wirtschaftlich in die Region investiert und damit einen weiteren Mehrwert geschaffen«, hebt Agentur-Chefin Petra Kreibich ihren ideellen Gedanken der regionalen Zusammenarbeit hervor. ora Engstler

»Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kunden nur das kaufen, was sie auch tatsächlich benötigen.« Ulf Neubauer

KAD Kongressagentur GmbH & Co. KG Alpenblickstraße 6 87477 Sulzberg Telefon (08376) 97563 Telefax (08376) 97564 info@kongressagentur.net www.kongressagentur.net

IT neubauer

Ulf Neubauer, Inhaber von IT neubauer in Kempten, hat sich bereits vor über zehn Jahren auf Apple spezialisiert.

Wiesstraße 13 b 87435 Kempten Telefon (0831) 523888-0 Telefax (0831) 523888-299 info@it-neubauer.de www.it-neubauer.de

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Feste

für Leib und Seele

Das Kochwerk Ravensburg legt großen Wert auf Qualität. Was hier auf den Tisch kommt, ist frisch zubereitet, selbstgemacht und lecker. Die Gäste sollen schließlich zufrieden sein, egal ob sie zum Mittagstisch hierher kommen, ob sie in den Räumen des Kochwerks ihre Feste feiern oder ob sie mit dem Kochwerk im historischen Schwörsaal tafeln.

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arm scheint die Frühlingssonne auf den Rücken, eine leichte Brise umweht die Nase. Die Terrasse des Kochwerks Ravensburg ist ein sonniges Plätzchen, um seine Mittagspause zu verbringen. Kleine Grüppchen sitzen an den Tischen, essen und halten noch ein Schwätzchen, bevor die Arbeit wieder ruft. Auch die, die drinnen im Restaurant mit seiner Wintergartenatmosphäre speisen, können im Halbrund des lichtdurchfluteten Raums den schönen Tag genießen. Die Mittagsgäste kommen gern hierher zum Essen, etliche von ihnen jeden Tag. »Die Gesichter kennen wir alle, von vielen wissen wir auch die Namen«, erzählt Betriebsleiterin und Hotelfachfrau Silke Mayer, bevor sie ein paar freundliche Worte mit dem Paar am Nebentisch wechselt. Seit zwei Jahren arbeitet Silke Mayer im Kochwerk Ravensburg. Damals hat die Liebenau Service GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau und Expertin im Gastronomiebereich, die Gaststätte Hessler übernommen und hier das Kochwerk eingerichtet.

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Selbstgemacht und lecker Zwischen sieben Gerichten können die Gäste täglich wählen. Sie werden in der Küche des Kochwerks gesund und frisch zubereitet mit Zutaten aus der Region, appetitlich angerichtet an der eke, wo man sich sein Essen abholt. Die Self-Service-Methode hat viele Vorteile. Es dauert nur wenige Minuten, bis die Gäste essen können. Das kommt jenen, die wenig Zeit haben, zupass. Die Komponenten seines Gerichtes kann der Gast ganz einfach selbst zusammenstellen – abweichend vom Vorschlag auf der Karte, wenn er will. Fisch, Fleisch und Vegetarisches sind dort zu finden, und an der Salatbar machen knackige Salate Appetit. Die Speisekarte ist variantenreich. Da Schnitzel und Cordon bleu zu den Lieblingsspeisen der Mittagsgäste gehören, nimmt Küchenchef Philipp Port natürlich auch sie gern mit in seine Auswahl auf. Bei der Zubereitung der Gerichte achtet der Küchenchef streng auf Qualität und Frische. Port und sein Team bringen keine Convenience-Produkte und »nichts aus der Tüte« auf den Tisch. Natürlich bereiten sie auch den Kartoffelsalat selbst zu – ausschließlich aus Sieglinde-Kartoffeln, wie er

verrät. Die Soßen werden »aus Knochen gezogen«. Das ist Philipp Port nicht nur seinen Gästen schuldig, sondern auch seinen drei Auszubildenden, die hier das Koch-Handwerk erlernen. Sie sollen ihren Beruf später richtig gut ausüben können. Verwandlung zum Festsaal Diese hohe Qualität schätzen nicht nur die Mittagsgäste unter der Woche, sondern auch diejenigen, die ein Fest im Kochwerk feiern. Hochzeiten, Taufen, Geburtstage oder Firmenfeiern richtet das engagierte Team dort aus. In solchen Fällen verwandelt sich das Restaurant in einen festlich dekorierten Saal, in dem bis zu 150 Personen Platz haben. Die Empore wird wahlweise zum Ort fürs Buffet, für Festeinlagen oder für Musik und Tanz. Wer hier feiert, kann sich auf eine umfassende Beratung und Betreuung der erfahrenen Kochwerk-Mitarbeiter verlassen.

»Dass der Gast zufrieden ist, hat für uns oberste Priorität.«

Umsorgt bis ins Detail »Es gibt einen einzigen Ansprechpartner vom ersten Anruf über alle Absprachen bis hin zum Ende der Feier, wenn der letzte

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Bei der Zubereitung der Gerichte achtet der Küchenchef streng auf Qualität und Frische.

Port und sein Team bringen keine Convenience-Produkte und »nichts aus der Tüte« auf den Tisch.

Feiern im historischen Rahmen Nicht nur die Räume des Kochwerks selbst laden ein zum Feiern. Wer sein Fest stilvoll im historischen Rahmen ausrichten will, wird vom Kochwerk-Team im spätgotischen Schwörsaal in der Mitte Ravensburgs verwöhnt. Der Schwörsaal liegt im ersten Stock des Waaghauses am Marienplatz, gleich neben dem historischen Rathaus. Das Waaghaus wurde Ende des 15. Jahrhunderts als städtisches Kaufhaus errichtet. 14 Holzstützen tragen die Decke des histori-

schen Saals, in dem Konzerte, Tagungen, Versammlungen oder eben besagte Feste stattfinden. Bis zu 350 Gäste können in dieser schönen Atmosphäre feiern und sich von den Kochwerk-Profis umsorgen lassen. Reich an Ideen Das Kochwerk-Team ist außerdem ein erfahrener Partner beim Event-Catering. Es hält ein breites Equipment bereit, vom Besteck über Geschirr bis zur Tischwäsche. Vor allem aber hat es viele Ideen. Eine Ritterhochzeit mit Braten, Brot und Krautsköpfen am Stück, ausgerichtet auf einer mittelalterlichen Burg? Ein Fünf-Gang-Menu zur Weinprobe im vierten Stock eines Gebäudes ohne Aufzug? »Das ist spannend«, erzählen Silke Mayer und Philipp Port mit einem Lachen. Sie und ihr Team lieben solche Herausforderungen: Außergewöhnliche Wünsche erfüllen, Speisen anders zubereiten und servieren als normalerweise, an Orten arbeiten, die logistisches Geschick und Spontaneität verlangen. Wenn die Kunden glücklich sind, ist es das Kochwerk-Team auch. Egal, ob beim Mittagstisch oder bei großen Feiern: »Dass der Gast zufrieden ist, hat für uns oberste Priorität.« Jutta Nichter-Reich

Kochwerk Ravensburg Silke Mayer Eywiesenstraße 7 88212 Ravensburg Telefon (0751) 24662 kochwerk@lise-gmhb.de www.kochwerk-rv.de

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Bilder: lieBenau/Stefan Soell (7), edmund möhrle (2), ChriStian SChwier/fotolia (1), Jutta niChter-reiCh (1), rené naBholz (1)

Gast den Saal verlässt«, sagt Silke Mayer. Selbstverständlich ist die Auswahl des Essens bei einem Fest das Wichtigste. Aber im Kochwerk denkt man auch noch ans kleinste Detail: Welche Farben sollen Tischdecken und Servietten haben, wie viele Besteckteile dürfen es sein? Soll jemand am Buffet servieren, wird an der Festtafel diniert? »Der Kunde gibt an, was er wünscht, wir unterstützen ihn und führen es aus.« Das gehört zu Silke Mayers Maximen. Die Kochwerk-Mitarbeiter zaubern zu solchen festlichen Gelegenheiten eine freundliche, schöne Atmosphäre, zu der es auch gehört, dass Kinder draußen Platz zum Spielen haben oder die Gäste auf der Sonnenterrasse Platz nehmen können. Ein Fest für Leib und Seele. Ganz nebenbei und praktisch: Parkplätze gibt es ums Kochwerk reichlich.


Leidenschaftlich. Gut. Beraten.

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Wenn es was zu sagen gibt… 28 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012


Bilder: Jensen Media (4), Giuseppe Ghedina (1), neil Cook (1)

»Die Verlage lechzen stets nach Neuigkeiten und wir helfen Ihnen dabei, diese zu finden«

Setzt voll auf journalistische Qualität: Agenturchef Ingo Jensen

Mit dem italienischen Spitzenferienort Cortina d'Ampezzo stürmt Jensen media die Gipfel.

… dann kommuniziert die Jensen media GmbH auf allen Kanälen. Die Agentur aus Memmingen ist Spezialist für Mittelstandskommunikation und bringt ihre Kunden in die Medien. 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 29


Seit 2006 ist Jensen media offizielle Pressestelle der Vierschanzentournee.

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»Wir wollen unsere Kunden nicht nur zufrieden stellen, wir wollen sie begeistern.« Ingo Jensen Geschäftsführer

30 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

resse- und Öffentlichkeitsarbeit mit höchster journalistischer Qualität. Das ist der Anspruch der Kommunikationsagentur Jensen media GmbH mit Sitz in Memmingen. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1996 zu einer der bedeutendsten Fachpresseagenturen in Deutschland entwickelt, setzt aber auch in der Veranstaltungs- und Tourismus-PR immer wieder neue Maßstäbe. Zu den Kunden der Jensen media GmbH zählen in erster Linie mittelständische Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, die meist Marktführer in ihren Nischen sind. »Wer als Unternehmer innovativ ist und eine führende Position einnimmt, der kann mit guten Fakten aufwarten. Wir generieren daraus die entsprechenden Unternehmensnachrichten, die in der Fachwelt, aber auch in den Medien vor Ort veröffentlicht werden«, sagt Agenturgründer und Geschäftsführer Ingo Jensen. Für seine Kunden realisiert Jensen media pro Jahr mehrere tausend Veröffentlichungen in

den unterschiedlichsten Medien mit einem Veröffentlichungswert von umgerechnet zehn Millionen Euro. Zweiseitige Fachberichte in wichtigen Branchenmedien oder halbseitige Veröffentlichungen im redaktionellen Teil der Süddeutschen Zeitung sind da genauso dabei wie der Abdruck auf der Titelseite im Bausparmagazin »Das Haus«, das allein über eine Auflage von zwei Millionen verfügt. »Wichtigster Aspekt bei unserer Arbeit ist die ehrliche Kommunikation mit dem Kunden. Wir sagen ihm gleich ins Gesicht, ob das angedachte ema für die Medien tauglich ist oder nicht. Wenn es aus journalistischer Sicht keinen Sinn macht, dann verzichten wieder lieber auf einen Auftrag. Diese Offenheit wird sehr geschätzt«, so Jensen, der sich bei der emeneinschätzung leicht tut. Er und seine Kollegen Roland Wiedemann und Michael Denkinger sind ausgebildete Redakteure, die über ein abgeschlossenes Volontariat bei der Allgäuer Zeitung/Augsburger Allgemeinen verfü-


Der Oberallgäuer Ferienort Bad Hindelang ist prominent in den überregionalen Medien präsent.

Seit elf Jahren gibt Jensen media das viersprachige Fensterbaufachmagazin FORUM OKNA heraus.

gen, das journalistische Handwerk also von der Pike auf gelernt haben. Wie die Kollegen in den Verlagen, so sind auch die Redakteure von Jensen media immer auf der Suche nach neuen emen. »Die Verlage lechzen stets nach Neuigkeiten und wir helfen ihnen dabei, diese zu finden«, so Michael Denkinger. Wenn dies gelingt, freuen sich alle Beteiligte: Die Verlage, weil sie ihren Lesern interessante Neuigkeiten bieten können, die Unternehmen, weil sie über prominente Veröffentlichungen ihren Bekanntheitsgrad steigern und Nachfrage generieren können, und natürlich die Crew von Jensen media, weil sie wieder einmal das Optimum herausgeholt hat. Der Erfolg gibt der Agentur Recht Nicht nur viele Top Firmen aus ganz Schwaben, sondern auch die Veranstalter von Großevents und führende Tourismusdestinationen vertrauen auf das Know-how von Jensen media. Die Agentur ist seit vielen Jahren offizielle Pressestelle der Vierschanzen-

tournee der Skispringer und brachte auch die Triathlon-Weltmeisterschaften 2010 in Immenstadt weltweit in die Medien. In der Tourismus-PR betreut Jensen media nicht nur den Oberallgäuer Ferienort Bad Hindelang, sondern auch den italienischen Spitzenferienort Cortina d’Ampezzo.

Jensen media GmbH Kommunikation Hemmerlestraße 4 87700 Memmingen Telefon (08331) 99188-0 Telefax (08331) 99188-10 info@jensen-media.de www.jensen-media.de

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Schreinerei, Zimmerei, Bauunternehmung:

Einer für alles! Was einst als Ein-Mann-Schreinerei begann, die Firma Bietsch in Ofterschwang, ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern, tätig im Holzbau, als Zimmerer und Bauunternehmer – für private und öffentliche Auftraggeber in Bayern und Baden-Württemberg.

Was ihn antreibt?

»Mein Beruf ist mein Hobby.«

32 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

BILDER: ENGSTLER

E

r ist ein Arbeitstier, der Franz Bietsch. Unermüdlich ist er im Einsatz, akquiriert, kalkuliert, plant – er macht nicht viele Worte, sondern packt zu. Und das noch immer mit der gleichen Begeisterung, mit der er sich 1985 in Ofterschwang-Westerhofen selbstständig gemacht hat. Flott wuchs der Ein-Mann-Betrieb; 1994 bereits gliederte Franz Bietsch der Schreinerei einen Zimmereibetrieb an und legte selbst drei Jahre später die Meisterprüfung in diesem Gewerk ab. Ein Haus vom Keller bis zum Dach komplett anbieten zu können, schien Franz Bietsch zu diesem Zeitpunkt einfach eine logische Angebotsergänzung. So übernahm er 1998 die Bauunternehmung ,Kühnelt und Linke‘ und legte im Jahr darauf die Prüfung zum Baumeister ab. Wenn der Bauherr es wünscht, tritt die Firma Bietsch auch als Generalunternehmer auf und kooperiert mit sorgfältig ausgesuchten Unternehmen anderer Gewerke, die die gleichen hohen Anforderungen an Qualität und Können stellen. Parallel zum immer umfangreicheren Leistungsspektrum wurden die Räumlichkeiten auf dem Betriebsge-


lände stetig erweitert, die Werkstatt vergrößert, Garagen und Lager gebaut, eine eigene Ausstellung eingerichtet. Auch wenn das Unternehmen noch immer Holzverarbeitung Bietsch heißt, ist es inzwischen um einiges mehr. Es besteht aus den Bereichen Schreinerei, Zimmerei, Fensterbau, Abbruch und Baugeschäft – und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Und das nicht nur im Allgäu, sondern von Bad Reichenhall bis Frankfurt, in ganz Bayern und in ganz Baden-Württemberg. Private Aufträge, etwa das Austauschen alter gegen neue Fenster, sind ihm ebenso willkommen wie Großaufträge, die erst nach öffentlichen Ausschreibungen vergeben werden. Oft genug erhält die Firma Bietsch den Zuschlag. Weil hier alles stimmt: der Preis, das Leistungsspektrum, die Flexibilität und Kompetenz, mit der auch diffizile Aufgabenstellungen realisiert werden, mit der Probleme und Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden. Häufig kann Franz Bietsch dank seiner langjährigen Erfahrung und seines fundierten Praxiswissens Lösungen anbieten, die den Bauherrn finanziell sogar entlasten. Immer wieder sucht der rührige Unternehmer neue Herausforderungen. Es macht ihm Spaß, sich in immer neue emen einzuarbeiten, sich immer wieder neue Bereiche und Einsatzfelder zu erobern. Als beispielsweise die Landespolizei Stuttgart für das neu errichtete Präsidium beschusssichere Fenster benötigte, da konnte nur ein Betrieb zum Zug kommen, dessen Inhaber eine entsprechende Zulassung und eine Beschuss-Prüfung vorweisen konnte. Franz Bietsch überlegte nicht lange und legte die Prüfung ab – um den Auftrag heimzuholen. »Wir haben jetzt die Zulassung für die Wi-

derstandsklasse 4«, erklärt er. »Mit Belastungen von einer Tonne sind die Fenster damals geprüft worden!« Zahlreiche uns bekannte Bauwerke sind es, an denen die Firma Bietsch beteiligt war. Darunter das Landratsamt in Sonthofen, die Spitalstiftung Sonthofen, das Krankenhaus Oberstdorf, das Empfangsgebäude der Erdinger Arena, das Gästehaus Ofterschwang, die Schlitten-Hütte Ofterschwang, das Feuerwehrhaus Wangen, die Behindertenwerkstatt Tannenhof in Ulm, der Sitz der Regierung von Oberbayern in München sowie das Landratsamt Freising. Mal kamen nur die Fenster von hier, mal gehörten auch Maurerarbeiten oder der komplette Innenausbau zum Auftrag, mal musste zuvor gar eine eigene Planung erstellt werden. Immer aber freuten sich die Auftraggeber über die gründliche und solide Handwerksarbeit, für die der Name Holzverarbeitung Bietsch seit Jahren steht. Den Acht-Stunden-Tag kennt Franz Bietsch nur vom Hörensagen. Selbst heute noch, da er längst von seinem Sohn FranzJosef unterstützt wird, ist er morgens der Erste im Büro und abends oft der Letzte, der heimgeht. Was ihn antreibt? »Mein Beruf ist mein Hobby«, erklärt er mit Nachdruck. »Anders ginge das auch gar nicht.« Kordula Küper

Bietsch Holzverarbeitung Westerhofen 44 87527 Ofterschwang Telefon (08321) 5798 Telefax: (08321) 1746 info@bietsch.de www.bietsch.de

2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 33


Der Meisterbrief Ausdruck fachlichen Könnens Nach der Lehrzeit freut sich jeder Auszubildende über den erfolgreichen Abschluss zum Gesellen seines Handwerkes. Doch wie soll es nun weitergehen? Mehr denn je ist der Meisterbrief Qualitäts- und Vertrauenssiegel für die Leistungen des Handwerks, sowohl für traditionelle Berufe als auch für Gewerke in denen neue Technologien gefragt sind. Warum das so ist, hat Redakteurin Thora Engstler bei Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu, Irmi Riezler und Kreishandwerksmeister Thorsten Lang nachgefragt. Allgäuer Wirtschaftsmagazin (AWM): Seit 2005 ist die Kreishandwerkerschaft Oberallgäu auch Außenstelle der Handwerkskammer für Schwaben. Außerdem werden die Meisterkurse Teil III und IV der Handwerkskammer durch die Kreishandwerkerschaft Oberallgäu organisiert und betreut. Was macht die Qualifikation zum Meister aus Ihrer Sicht so wichtig? orsten Lang: Ich denke hier geht es um die Grundeinstellung des Menschen an sich. Wenn ich heute einen Beruf erlerne, habe ich anschließend die Wahl, ob ich mit dem was ich erreicht habe zufrieden bin oder ob ich höher hinaus möchte. Wohin will ich im Leben? Mit dem Erwerb des Meisterbriefes

bilde ich mich in meinem Beruf weiter und habe außerdem die Möglichkeit Karriere im Handwerk zu machen. Das kann eine feste Anstellung als Meister sein, die Gründung oder Übernahme eines Betriebes – aber auch ein Sprungbrett, um an höheren Schulen weiterzulernen. Manchmal habe ich die Befürchtung, dass es in Vergessenheit geraten ist, dass der Meisterbrief ein guter Weg zum beruflichen Aufstieg sein kann. Wer den Meisterbrief in der Tasche hat, dem stehen Chancen auf die Weiterbildung zum Techniker oder gar ein Hochschulstudium offen. Irmi Riezler: Schulabgänger sind mit einer Ausbildung in einem Handwerksberuf gut beraten. Mit der anschließenden Option

sich weiterzubilden, auch in Form des sogenannten dualen Studiums, welches Studium und Lehre verbindet, stehen alle Wege offen. AWM: Gibt es einen Trend, der erkennen lässt das sich der Meisterbrief heutzutage lohnt? Riezler: Ja, die Meisterkurse sind tatsächlich sehr gefragt. Im letzten Jahr haben wir in Sonthofen statt wie bisher nur einmal im Jahr zwei Meistervorbereitungskurse – im Sommer und im Herbst – der Teile III und IV durchgeführt. Auch für dieses Jahr sind wieder zwei Kurse geplant. Lang: Grundsätzlich sind die Gründe für die Weiterbildung zum Meister sehr indivi-

NACHGEFRAGT Was bedeutet der Meisterbrief für den Einzelnen? Wir haben im südlichen Oberallgäu nachgefragt, welche Erfahrungen in den Betrieben gemacht wurden und Meinungen eingeholt. Unerlässliche Qualifikation für Ausbildungsbetriebe Thomas Himmelsbach (40) mit Ehefrau Nicole, Schreinerei Himmelsbach, Sonthofen

34 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

»Den Meisterkurs habe ich damals mit dem Ziel besucht, später einmal den Betrieb meines Vaters zu übernehmen. Seit 2008 führe ich zusammen mit meiner Frau nun das Unternehmen in der dritten Generation. Für die Übernahme alleine hätte ich vielleicht nicht unbedingt den Meisterbrief benötigt, aber um selbst auszubilden, ist diese Qualifikation einfach unerlässlich. Alle unsere Mitarbeiter – mit Ausnahme eines einzigen, haben alle bei uns die Lehre gemacht. In der Regel vergeben wir alle zwei Jahre eine Lehrstelle im Schreinerhandwerk.

Austausch der Meister innerhalb der Innung Peter Buhl (61), stellvertretender Kreishandwerksmeister, Zimmerei Buhl, Obermaiselstein, Obermeister der Zimmererinnung Oberallgäu


Irmi Riezler

Irmi Riezler ist Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu, die seit 2005 auch Außenstelle der Handwerkskammer Schwaben ist.

duell. Aber ich denke man kann schon einen konkreten Zusammenhang zur Wirtschaft herstellen. Nicht zu vergessen die Möglichkeiten, die sich einem im Ausland bieten. Durch unser extrem hohes Ausbildungsniveau genießen Handwerksmeister in vielen Ländern ein hohes Ansehen. Aber auch die Industrie bietet mit der angeschlossenen Weiterbildung zum Techniker attraktive Möglichkeiten für viele Handwerksberufe.

»Der Meisterbrief sagt aus, dass jemand seine Sache zu 100 Prozent beherrscht, und ist damit Ausdruck fachlichen Könnens in einem Handwerksberuf. Die Qualifikation zum Meister kostet Zeit und Geld. Eine Investition, die nicht jeder tätigen kann oder will. In manchen Gewerken wurde also die Meisterpflicht abgeschafft, mit dem Ziel, mehr Leute zur Selbstständigkeit zu bewegen. Aber wo bleibt da die Verantwortung? Der Weg vom Lehrling zum Gesellen bis hin zum Meister ist maßgeblich für die Berufserfahrung und Kompetenz. Nicht zu vergessen der Zusammenhalt und Austausch untereinander, der innerhalb der Innungen stattfindet. Hier organisieren sich die Handwerksmeister und nutzen die Innungen und Landesverbände als Sprachrohr, um gemeinsame Ziele zu verfolgen. Mit dem Weg-

AWM: Und die Betriebe? Was haben Inhaber davon, engagierte Meister einzustellen? Lang: In der Regel ist der Betriebsinhaber ja selbst Meister. Das heißt, er kann verantwortungsvolle Aufgaben an eine Fachkraft mit gleicher Qualifikation abgeben und sich damit selbst entlasten. Zusätzlich einen Meister einzustellen ist eher in größeren Betrieben ab etwa zwölf Mitarbeitern der Fall. Riezler: Man kann schon sagen, dass die überwiegende Zahl der Meisterkursteilnehmer konkrete Pläne verfolgt, sich selbstständig zu machen. Oft ist aber auch die Nachfolge im Unternehmen ein ema, wenn die nächste Generation den elterlichen oder einen anderen Betrieb übernehmen kann. Gerade deswegen ist es wichtig, in die Meisterausbildung von Mitarbeitern zu investieren. AWM: Es gibt Gewerke, in denen es keinen Meisterzwang mehr gibt. Wie sehen Sie das? Lang: Ziel dieser Novellierung war es, Handwerker vermehrt für die Selbstständigkeit zu gewinnen. Die Novellierung hat sich aber nicht unbedingt gerechnet, weil etwa die Hälfte der Betriebe die damals gegründet wurden, nicht mehr bestehen. Das ist vor allem auf planerische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse zurückzuführen, die einem Unternehmen ohne Meister häufig fehlen. Im Meisterkurs wird nicht nur spezifisches Wissen vermittelt, sondern mit Fächern wie Marketing, Buchhaltung, Pädagogik, Recht und vielem mehr die unternehmerische Wissensgrundlage gebildet, um ei-

fall des Meisterbriefes bilden sich immer mehr Einzelkämpfer heraus, was eine Ellenbogenwirtschaft leider begünstigt.«

Betriebswirtschaftliches Wissen als Basis für den Geschäftserfolg Tassilo Tröbelsberger (22) Friseursalon Tröbelsberger, Immenstadt

nen Betrieb mit Erfolg zu führen. Auch wer heute keinen Meistertitel führen muss, kann dennoch diese Qualifikation erwerben und sich damit wichtige Wettbewerbsora Engstler vorteile sichern.

»Wohin will ich im Leben? Mit dem Erwerb des Meistebriefes bilde ich mich in meinem Beruf weiter…« Thorsten Lang

BILDER: ENGSTLER

»Man kann sagen, dass die überwiegende Zahl der Meisterkursteilnehmer konkrete Pläne verfolgt, sich selbstständig zu machen.«

orsten Lang aus Sonthofen, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Oberallgäu, ist seit 2010 Kreishandwerksmeister der KHS Oberallgäu.

»Ich arbeite im Friseursalon meiner Familie, der von meinem Vater bereits in der dritten Generation geführt wird. Der Salon wurde vor rund 80 Jahren von meinem Urgroßvater gegründet und zählt heute acht Mitarbeiter. Den Meisterkurs habe ich 2010 in vier Monaten in Vollzeit absolviert. Unter anderem gehört heute die Ausbildung unserer Azubis mit zu meinen Aufgaben. Ganz gleich, ob ich den Betrieb einmal übernehme oder ob ich mich mit einem eigenen Geschäft selbstständige mache, habe ich im Meisterkurs grundlegendes Wissen erworben, das mir sonst fehlen würde. Wer selbst ein Geschäft führen möchte, muss über Dinge wie Betriebswirtschaft, Büroorganisation und Lehrlingsausbildung einfach Bescheid wissen, um erfolgreich zu sein. 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 35


Projekt »Vital im Job« als Angebot für Betriebe

Hey Chef, denk’ an die Gesundheit der Mitarbeiter! Drei Säulen bilden die Grundlage für das Konzept, mit dem das Projekt »Vital im Job« in der Arbeitswelt vor allem eines forcieren möchte: nämlich nachhaltige Angebote zur Gesundheit. Dazu gehören Entspannungsphasen, Bewegung und vitalstoffreiche Ernährung. Davon ist das Dreigestirn vom Projekt überzeugt. Und deswegen gehen Markus Grimm, Christian Löckher-Hiemer und Harry Richter in die Betriebe. Salopp formuliert ermuntern sie dazu: »Hey Chef, denk’ an die Gesundheit deiner Mitarbeiter«.

Auf diese drei Säulen ist das Konzept des Teams aufgebaut: Bewegung, Ernährung und Psyche.

36 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

Bilder: Jais (1), Vital im JoB (1)

D

ass Gesundheitsförderung im Unternehmen dringend angezeigt ist, belegen die drei Männer von »Vital im Job« mit Zahlen. Im Fehlzeiten-Report der deutschen Wirtschaft von 2010 ist nachzulesen, dass ein Mitarbeiter in Deutschland im Durchschnitt 17,6 Tage im Jahr krank ist. Die größte Zunahme der Arbeitsfehlzeiten ergibt sich im Bereich der psychischen Erkrankungen. Da betrug die Erkrankungsdauer im Schnitt 40,5 Tage. Im Jahre 2008 waren in der deutschen Wirtschaft 456,8 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage zu verzeichnen, die nach Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 43 Milliarden Euro verursachten. Gesunde und zufriedene Mitarbeiter seien ein unschätzbares Kapital, motivierte, produktive Mitarbeiter seien ein Gewinn für die Firma. Der Krankenstand lasse sich durch gezielte Förderung senken, erklärt Markus Grimm aus Füssen. Das Team von »Vital im Job« biete ein »ganzheitliches und nachhaltiges Konzept zur Gesundheitsförderung für Firmen« ab 20 Mitarbeitern an. Der 36-Jährige und seine zwei Mitstreiter kommen sowohl in der Region als auch deutschlandweit in die Betriebe; letztes Jahr ist er gar zu einer Gesundheitsförderung in ein Unternehmen an der Ostsee eingeladen worden. »Wir sind flexibel«, verdeutlicht Markus Grimm, dass auf spezielle Wünsche der Firmenchefs eingegangen wird. Module wie Bewegung, Ernährung oder Stressmanagement würden

Das Team von »Vital im Job«: Markus Grimm, Harry Richter und Christian Löckher-Hiemer. (v. li. n. re.)

auch einzeln angeboten. Es gebe kein starres Paket. Neben dem Firmenchef seien auch der Betriebs- bzw. Personalrat und der Betriebsarzt wichtige Säulen. Drei Profis mit Firmenerfahrung Die Arbeitswelt in den Betrieben kennen die drei Experten von »Vital im Job« aus eigener Erfahrung. Markus Grimm war 15 Jahre in der Druck- und Medienbranche tätig und war Abteilungsleiter bei zwei Druckereien. 2006 entschloss sich der Füssener zu einem Neuanfang. Er machte den Abschluss zum Heilpraktiker und Ernährungsberater. Seit 2008 ist er in der eigenen »Praxis am Lech« in der Spitalgasse tätig. Sein Steckenpferd ist die typgerechte Ernährung und ganzheitliche Schmerztherapie. Christian LöckherHiemer ist 49 Jahre und wohnt in Hohenschwangau. Der Verwaltungsfachwirt begann sein Berufsleben 1980 bei der Polizei. Intensiv befasst hat er sich mit Stressmanagement und Deeskalation. Zum Dreigestirn bei »Vital im Job« gehört auch der 47-

»Wir sind flexibel« Markus Grimm macht deutlich, dass auf spezielle Wünsche der Firmenchefs eingegangen wird.

jährige Harry Richter. Er arbeitet in Teilzeit als IT-Spezialist bei einer amerikanischen Software-Company in Heidelberg. Zudem praktiziert er seit 1996 als Massagetherapeut in seiner eigenen Praxis. Auch ist er Gastmasseur und Coach in einem Fünf-Sterne-Hotel im Tannheimer Tal. Sein Faible sind einfache, aber effektive Dehn- und Bewegungsübungen – speziell für die Wirbelsäule. Praktische Tipps für zwei bis fünf Minuten je Stunde, die Beschäftigte ohne Aufwand am Arbeitsplatz umsetzen können. Hey Chef, denk’ mal an die Gesundheit der Mitarbeiter. Und an »Vital im Job«. Johannes Jais

Vital im Job Spitalgasse 8 87629 Füssen Telefon (08362) 8836014 info@vital-im-job.de www.vital-im-job.de


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Lichtblitze in der Datenwüste Udo Schoellhammer, Leiter der M-net-Niederlassung in Kempten

Ob Echtzeitübertragung von Bild-, Audio- oder Videoanwendungen, Home Office-Anbindungen oder moderne Cloud-Dienste – tagtäglich zwängen sich Fluten pulsierender Datenströme im Sekundentakt durch das Internet. Im Angesicht breitbandhungriger Multimediaanwendungen stoßen herkömmliche Kupferleitungen jedoch schnell an Ihre Grenzen. Der regionale Telefon- und Internetanbieter M-net legt daher als einer der deutschlandweit aktivsten Teilnehmer beim Breitbandausbau den Datenturbo ein.

Auf den Datenautobahnen der Zukunft formt die Glasfaser – genauer gesagt, die sich darin ungehindert ausbreitenden Spektralfarben des Lichts – einen hochleistungsfähigen Übertragungskanal für die ultraschnelle Datenübertragung. Durch den blitzschnellen Transport der Daten mittels Milliarden Lichtimpulse avancieren die gläsernen Leitungen zum physikalisch schnellsten Übertragungsmedium der Welt. Mehrere Tausend Kilometer der haarfeinen Fasern schlängeln sich bereits durch bayerischen Boden. Auch in zahlreichen Regionen des Allgäus implementierte M-net in Kooperation mit lokalen Partnern die Hochgeschwindigkeits-Anbindungen an die Daten-Highways der Welt. Tausende Privathaushalte surfen so bereits mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s – wie sie selbst in vielen großen Metropolen Deutschlands heute noch nicht angeboten werden können – durch die digitalen Welten. Weitere Tausende werden bis zum Ende dieses Jahres folgen. Auch Unternehmen transferieren in den erschlossenen Allgäuer Gebieten störungsfrei und in sekundenschnelle giganti-

sche Datenmengen über Landesgrenzen und Kontinente hinweg. Die Zeiten, in denen man die Datenpakete quasi noch per Handschlag begrüßen konnte, gehören hier dank modernster Glasfasertechnologie endgültig der Vergangenheit an. „Die Hochleistungsanschlüsse der M-net heben nicht nur den digitalen Lebensstandard in der Region erheblich an“, betont Udo Schoellhammer, Leiter der M-net-

Hochleistungsanschlüsse werten die Attraktivität der Wirtschaftsstandorte im Allgäu entscheidend auf. Niederlassung in Kempten, „sondern werten zudem die Attraktivität der Wirtschaftsstandorte im Allgäu entscheidend auf.“ Insbesondere im Bereich der Bürokommunikation und Produktionsplanung wird mit steigendem Automatisierungsgrad und wachsender Informationsdichte der Ruf nach hochleistungsfähigen Internetanschlüssen immer lauter. Regionen, in denen wichtige

digitale Prozesse und Services aufgrund veralteter Internetanbindungen nicht abgewickelt werden können, werden so zunehmend den Kampf um die Ansiedlung wichtiger Arbeitsplätze und wertvoller Wirtschaftskraft verlieren. „Der Kupferklingeldraht aus vergangen Tagen kann den wachsenden infrastrukturellen Anforderungen der digitalen Gesellschaft auf Dauer nicht gerecht werden“, so Schoellhammer. „Der weitflächige Glasfaserausbau und damit einhergehende Einzug des schnellen Internets definiert daher einen elementaren Schlüsselfaktor um die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft des Landes sicherzustellen.“ So profitieren dank des bayernweiten Investitions-Programmes von M-net bereits heute neben großen Teilen des Allgäus auch Zehntausende Privat- und Geschäftskunden im Freistaat von der Breitbandtechnologie von morgen. Ob Sie sich im Anschlussgebiet von M-net befinden erfahren Sie online unter www.m-net.de.

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Bilder: Mark evans (1), Tänzel (2), deanProducTions (1)

Mit den richtigen Personen zum unternehmerischen Erfolg

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Mitarbeiter einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens haben. Welche Strategien bei der Auswahl, aber auch bei der Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften nötig sind, um dauerhaft Erfolge zu haben, wissen die Personalentwicklungs-Experten der secum GmbH aus Kempten.

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I

m Berufsleben ändert sich vieles sehr schnell. So stand in der Vergangenheit das Unternehmen mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt des Geschehens. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter sowie der demo-

graphische Wandel haben eine Veränderung mit sich gebracht. Heute wählt und bestimmt der talentierte Mitarbeiter zu welchen Unternehmen sie gehen. Unternehmen werden sich folglich mehr an den Talenten, Präferenzen, Werten und auch an den Lebensentwürfen der Mitarbeiter orientieren müssen. Doch mit den Personalstrategien von gestern wird ein Unternehmen in der modernen Hochgeschwindigkeitswelt kaum noch erfolgreich sein. Diese Botschaft ist aber längst noch nicht überall angekommen, vor allem im Allgäu gibt es noch sehr viel Nachholbedarf in Sachen Personalbeschaffung und -entwicklung, so Karl-Heinz Brunner, einer der beiden Firmenlenker der secum GmbH. Als langjähriger und erfahrener Personaltrainer und Berater weiß er sehr wohl, wovon er redet: »Fünfzig Prozent aller deutschen Beschäftigten kündigen, weil sie unzufrieden mit ihrem direkten Vorgesetzten sind. Andere wiederum leiden unter einer ständigen Unter- oder Überforderung, ihr Potenzial liegt brach. Die persönliche und berufliche Entwicklung dieser Menschen verkümmert. In der heutigen Zeit kann es sich aber kein Unternehmen, das auf Dauer erfolgreich sein will, leisten, dass wertvolle Ressourcen ungenutzt bleiben oder sogar zerstört werden.«

»Menschen lassen sich durch Worte steuern.«

Karl-Heinz Brunner, Geschäftsführer der Firma secum GmbH in Kempten, während einer Informationsveranstaltung zum ema »Personalentwicklung im Wandel der Zeit«. 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 39


»Wir konkurrieren nicht primär mit unseren Produkten und Dienstleistungen, sondern mit der Qualität unserer Mitarbeiter.«

Kleine Workshops und klare Stellenprofile »Und genau da wollen wir von secum uns einbringen. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Suche nach potenziellen Bewerbern, wir begleiten sie also bereits beim Personalauswahl-Prozess. Und damit wir den richtigen Bewerber auch bekommen, brauchen wir zunächst Stellenprofile«, erklärt er. Um herauszufinden, welche Motive und Kompetenzen speziell in diesem oder je-

Eigenschaften. Nach Auswertung aller Daten wird deutlich, ob eine bestimmte Person überhaupt geeignet ist, und falls ja, wo genau diese in einer Firma eingesetzt werden kann. Durch einen Abgleich wird also bestimmt, wo das ideale Arbeitsumfeld für diese Person ist. Die Vorteile dieser gezielten Vorgehensweise liegen klar auf der Hand: Reduzierung von Fehlbesetzungen, geringere Fluktuation, höhere Zufriedenheit bei den Mitarbeitern sowie Zeitersparnisse.

nem Job benötigt werden, organisiert Brunner deshalb Workshops in den Unternehmen. Die Teilnehmerzahl begrenzt er dabei auf fünf Personen, deren Aufgabe darin besteht, Jobmerkmale, Verhaltensmuster, Motive und Messkriterien bzgl. Erfolg auszuwählen, die der neue Bewerber mitbringen sollte, bzw. beurteilt wird. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass sich die Teilnehmer des Workshops nur auf die jeweils wichtigsten Merkmale konzentrieren. Denn eines müsse jedem klar sein: »Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht!« Anhand dieser gesammelten Kriterien wird dann ein prägnantes und aussagekräftiges Stellenprofil und -anzeige formuliert. Die Folge ist, dass auf eine solche Anzeige auch die richtigen Bewerber antworten, denn »Menschen lassen sich durch Worte steuern«. Davon ist Brunner überzeugt.

Karl-Heinz Brunner: »Leider werden die Kosten und Folgen von Fehlbesetzungen oft unterschätzt. So gibt es Unternehmen, die suchen tatsächlich jede Woche oder jeden Monat neue Arbeitskräfte, doch sie vergessen, dass sie mit ihrer Fehlstrategie einen immer größeren Imageverlust am Arbeitsmarkt erleiden. Gerade in einer ländlichen Region kann dies dazu führen, dass diese Unternehmen schließlich gar keine Bewerber mehr aus der Region bekommen.«

Der richtige Bewerber und sein ideales Umfeld Sind ein oder mehrere geeignete Bewerber dann gefunden, werden mit Hilfe des Assess-Verfahrens die Kompetenzen dieser Personen umfassend gemessen. Denk-, Arbeits- und Beziehungsstil spielen dabei eine wichtige Rolle. Bewertet werden dabei sowohl die angeborenen als auch die erlernten

40 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

Ein perfektes Ergebnis Die Firma secum setzt bei der Personalauswahl und Integration von Mitarbeitern noch auf eine weitere Methode, nämlich auf die Insights-Analyse. Diese soll Klarheit und Aufschluss darüber geben, warum und wie sich eine Person in bestimmten Arbeitsund Stresssituationen so und nicht anders verhält. Um ein ganzheitliches Bild von einem Menschen zu bekommen, werden daher die sozialen, traditionellen, ästhetischen, ökonomischen und die theoretischen Werte genauestens durchleuchtet. »In der Praxis verwenden wir sowohl die Assess- als auch die Insights-Analyse, denn beide zusammen sorgen für ein perfektes Ergebnis, auf das man sich verlassen kann«, erläutert Brunner, der neben seiner Tätigkeit als Bera-


ter vor kurzem noch ein Fernstudium zum Wirtschaftsmediator aufgenommen hat. Übrigens, wenn er in ein Unternehmen gerufen wird, schaut er sich zu allererst die Vorgesetzten an. »Diese müssen offen und bereit für Schulungen sein. Darüber hinaus sollten Personalexperten auch die Fähigkeit haben zu erkennen, ob es überhaupt Sinn macht, die Stärken und Potenziale eines bestimmten Menschen weiterzuentwickeln. Auch dies gehört zur Kunst eines Personalexperten.« Lob und Freundlichkeit Unternehmen sollten sich vielmehr um die Bindung ihrer Mitarbeiter kümmern, denn der Bindungsgrad hat einen entscheidenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, so lautet das Fazit einer Studie. Und wie steht es bei der Firma secum selbst? »Wir konkurrieren nicht primär mit unseren Produkten und Dienstleistungen, sondern mit der Qualität unserer Mitarbeiter – und von der sind wir absolut überzeugt«, schwärmt er voll des Lobes. Besonders viel Wert legt man bei secum auf Freundlichkeit. Nicht umsonst gehört die-

Um ein ganzheitliches Bild von einem Menschen zu bekommen, werden daher die sozialen, traditionellen, ästhetischen, ökonomischen und die theoretischen Werte genauestens durchleuchtet.

ses Merkmal auch zur Firmenphilosophie der Kemptener. »Es macht mich, ganz ehrlich gesagt, sehr stolz, wenn unsere eigenen Mitarbeiter von unseren Kunden ein dickes Lob bekommen, sei es nur für ein kurzes, aber freundlich geführtes Telefongespräch.« Und er fügt hinzu: »Wer versteht, dass das schöpferischste aller Talente das Talent ist, Mensch und Unternehmen zu führen und Talente richtig einzusetzen, gehört zu den Gewinnern. In dieser Philosophie liegt der Schlüssel für das Wachstum eines UnterRenate Leiprecht nehmens.«

Secum GmbH Lindauer Straße 4 87439 Kempten Telefon (0831) 960394-0 Telefax (0831) 960394-99 info@secum.de www.secum.de

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Im Landhaus Auf der Gsteig

Wo eine Tagung auch Entspannung bedeutet Lassen sich Arbeit und Erholung verbinden? Wenn Ambiente und Atmosphäre stimmen, sehr wohl. Wie im Landhaus Auf der Gsteig bei Lechbruck. Das empfiehlt sich nicht nur als Top-Adresse für Golfer oder als Ausflugslokal für Freunde der guten Küche im heimelig eingerichteten Restaurant. Sondern erst recht für Tagungen abseits der Firma und geschäftigen Treibens.

»Klein, aber fein« ist das Motto für Schulungen, Tagungen und Meetings in den beiden Räumen »Gsteig« und »Lech«.

Z

u Seminaren ziehen sich regelmäßig Firmen in das Landhaus Auf der Gsteig zurück. Dazu gehören Banken, Krankenkassen, Industriebetriebe, aber auch Handelsgeschäfte und Handwerker, zählt Manuela Kurpjuwait auf. Sie ist Geschäftsführerin im Landhaus Auf der Gsteig und sorgt mit 30 Frauen und Männern an 365 Tagen für das Wohl der Gäste. Zum Übernachten stehen 40 Betten zur Verfügung. Für Tagungen gibt es zwei Räume: Einer nimmt bis zu 23 Personen auf, der andere bis zu zwölf Personen. Wenn der geplante Erweiterungsbau im Landhaus Auf der Gsteig fertiggestellt ist, werden es 44 Zimmer mit 88 Betten sein. Dann wird auch die Zahl der Suiten auf sechs erhöht. Drei Zimmer werden behindertengerecht gestaltet. Die Eröffnung soll nach den Worten von Manuela Kurpjuwait 2014 erfolgen – zehn Jahre nach Fertigstellung des Landhauses Auf der Gsteig. Erweitert wird zugleich der Relax-Bereich. Zur Sauna und zum Whirlpool kommt noch eine kleine Badelandschaft hinzu. Im Restaurant, das bis zu 120 Plätze bietet, können sich die Gäste kulinarisch verwöhnen lassen. Gastronomie und Hotelbereich befinden sich da, wo früher Stallung

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In der Gastronomie im Landhaus wird Gastlichkeit großgeschrieben.

und Tenne des Bauernhofs von Wendelin Hack waren. Wo der Melkstand war, steht nun der Tresen. Herzstück im Landhaus auf der Gsteig ist freilich die Küche. Motto des Küchenchefs ist »Gehoben – aber nicht abgehoben«. Der Schwerpunk liegt auf bayerischen und mediterranen Gerichten. Gehoben, aber nicht abgehoben will sich das Landhaus Auf der Gsteig in allen Belangen den Gästen präsentieren. Auf 800 Meter Höhe wird die Ruhe abseits von Stadt und Dörfern als wohltuend empfunden. Für Entspannung sorgt neben den Angeboten im Haus und auf dem Golfplatz der traumhafte Ausblick zu den Bergen. Ein Ambiente, das bei Firmentagungen auch die Wertschätzung des Chefs gegenüber den Mitarbeitern ausdrückt und sich wohltuend von Standardkonferenzen in nüchternen Seminarräumen abhebt.

Der Relax-Bereich: Naturstein sorgt für ein angenehmes Gefühl zum Relaxen.

»Gehoben – aber nicht abgehoben.« Manuela Kurpjuwait, Geschäftsführerin im Landhaus Auf der Gsteig, über die Küche im Landhaus

Landhaus Auf der Gsteig Gsteig 1 86983 Lechbruck am See Telefon (08862) 9877-0 Telefax (08862) 9877-7 info@landhaus-gsteig.de www.landhaus-gsteig.de


Golfanlage Auf der Gsteig

Grenzgänger mit besten Aussichten Wer auf der 800 Meter hoch gelegenen Gsteig bei Lechbruck dem Golfsport nachgeht, der hat nicht nur einen traumhaften Blick auf das Alpenpanorama vom Karwendelgebirge über die Ammergauer Berge, Lechtaler Alpen und die Allgäuer Berge bis hinüber zum Grünten. Wer sich Auf der Gsteig entspannt, ist gleichsam Grenzgänger zwischen Schwaben und Oberbayern – und das mit besten Aussichten. Abschlag 1 bis Abschlag 9 liegen im Landkreis Weilheim-Schongau, Abschlag 10 bis 16 auf Ostallgäuer Flur und Abschlag 17 und 18 wieder in Oberbayern.

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Hektar groß ist die Golfanlage Auf der Gsteig, die sich sowohl auf Lechbrucker als auch auf Bernbeurener Flur erstreckt. Davon werden 50 Hektar für den Spielbetrieb genutzt. Die Flächen sind zur Inbetriebnahme im Jahr 2000 alle langfristig von Landwirten angepachtet worden, wie Geschäftsführer Wendelin Hack berichtet. Er war früher selbst Bauer Auf der Gsteig. Wendelin Hack, der bei den Arbeiten im Sekretariat und im Shop von seiner Frau Annemarie und Sohn Adrian unterstützt wird, ist zusammen mit Familie Krause (Lechbruck) und Familie Holzhey (Schongau) Gesellschafter der Anlage. Für die professionelle Platzpflege sind sieben Mitarbeiter im Einsatz und nahezu ganzjährig angestellt. Besonders arbeitsintensiv sind die »Grüns«, dort wird während der Saison täglich gemäht. »Die Golfspieler erwarten eine schnelle, glatte Oberfläche«, weiß Wendeln Hack aus Erfahrung. Wer eine Runde auf der 18-Loch-Anlage absolviert, braucht dafür ungefähr viereinhalb Stunden Zeit. Zu Fuß werden dabei zehn bis zwölf Kilometer zurückgelegt. Inmitten von altem Baumund Heckenbestand auf einer Gesamtfläche von 95 Hektar besteht die Anlage mit ei-

Perfekter Schlag aus dem Sandbunker

nem mittleren Schwierigkeitsgrad bei 5 600 Metern Länge und einer Spielvorgabe von 71 Schlägen seit zehn Jahren. Wendelin Hack (58) ist zugleich Präsident des Golfclubs Auf der Gsteig. Der zählt immerhin 560 Mitglieder. Die meisten kommen aus der Region zwischen Füssen, Reutte, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim, Peiting, Schongau und Marktoberdorf. Neben dem 18-Loch-Golfplatz stehen den Gästen und Mitgliedern eine großzügige Drivingrange mit zwei Pitching- und einem Putting Grün sowie drei kurzen Übungsbahnen zur Verfügung. Als Golflehrer konnte der Club Andy Riß aus dem Oberallgäu gewinnen, der ehemals der deutschen Nationalmannschaft angehörte. Er vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Grundlagen des Golfens. Übrigens: Zwei Stunden Golfschnuppern gibt es für 19 Euro (Termine unter: www.golf-gsteig.de/793.0.html). Schon diese Zeit reicht für Interessierte allemal aus, um mit dem Schläger einen Ball von Oberbayern nach Schwaben oder in die andere Richtung zu schlagen. Das gibt’s nur Auf der Gsteig – noch dazu mit besten Aussichten auf das Alpenpanorama. Johannes Jais

Bilder: landhaus auf der GsteiG (3), hack (2), Jais (1)

Von Westen betrachtet: die gepflegte Rasenfläche und das Landhaus Auf der Gsteig.

Auf der Gsteig zwischen Lechbruck und Bernbeuren: Manuela Kurpjuwait, Geschäftsführerin im Landhaus, mit Wendelin Hack, der die Golfanlage leitet und zudem als Präsident des Golfclubs fungiert.

Golfanlage Auf der Gsteig Gsteig 1 86983 Lechbruck am See Telefon (08862) 8520 Telefax (08862) 8518 info@golf-gsteig.de www.golf-gsteig.de

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Tipps von den Profis

Steuervorteile für Ehrenamtler

BILD: ANGELE & KOLLEGEN

Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten in bestimmten Grenzen steuerund sozialversicherungsfrei

m Allgäu gibt es sehr viele Vereine, die sich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke engagieren. Das Vereinsleben lebt von den Mitgliedern, Vorständen sowie Übungsleitern. Angele & Kollegen erklären, wie und in welcher Höhe Zuwendungen an die aktiv tätigen Mitglieder möglich sind.

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Ehrenamtspauschale Das Einkommensteuerrecht (§ 3 Nr. 26a des Einkommensteuergesetzes) nimmt Zuwendungen für ehrenamtliche Tätigkeiten bis zur Höhe von insgesamt 500 Euro pro Jahr aus der Steuerpflicht heraus. Damit sind solche Zuwendungen auch sozialversicherungsfrei. Voraussetzung ist, dass die Einnahmen aus Tätigkeiten für gemeinnützige Zwecke und an steuerbegünstigte Körperschaften erfolgen bzw. von diesen gezahlt worden sind. Die Pauschale ist ein Freibetrag, d. h. dass bei dessen Überschreitungen nur die darüber hinausgehenden Beträge steuerund sozialversicherungspflichtig sind.

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Übungsleiterpauschale Neben der Ehrenamtspauschale gewährt das Einkommensteuerrecht (§ 3 Nr. 26) des Einkommensteuergesetzes nebenberuflich im Dienst oder Auftrag einer öffentlichen oder öffentlich-rechtlichen Institution, eines gemeinnützigen Vereins, einer Kirche oder vergleichbaren Einrichtung tätigen Personen den so genannten Übungsleiterfreibetrag. Dieser beträgt 2 100 Euro pro Jahr. Die Übungsleiterpauschale ist auch sozialversicherungsfrei. Nur die darüber hinausgehende Zuwendung ist steuer- und sozialversicherungspflichtig. Die Übungsleiterpauschale gibt es nur für bestimmte Tätigkeiten im Rahmen der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke. Ehrenamtlich tätige Übungsleiter sind beispielsweise Trainer in Sportvereinen, Ausbildungsleiter oder Erzieher. Sie gilt auch für künstlerische Tätigkeiten oder für Personen, die in der Pflege behinderter, kranker oder alter Menschen tätig sind.

Das Einkommensteuerrecht (§ 3 Nr. 26a des Einkommensteuergesetzes) nimmt Zuwendungen für ehrenamtliche Tätigkeiten bis zur Höhe von insgesamt 500 Euro pro Jahr aus der Steuerpflicht heraus.

Angele & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft GmbH & Co. KG Irsinger Straße 3 86842 Türkheim Telefon (08245) 9602-0 www.angele-kollegen.de kanzlei@angele-kollegen.de


Powerfrau spricht auf Unternehmergipfel »Was ich will, das schaffe ich auch!« ist das Lebensmotto von Daniela A. Ben Said. Die Trainerin von Führungskräften der Topunternehmen ist eine der besten Coaches Deutschlands. Im Rahmen des Allgäuer Unternehmergipfels am 14. und 15. Juni wird die Powerfrau eine der Referenten sein. Festspielhaus Füssen

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aniela Ben Said gilt als eine der authentischsten Trainer Deutschlands. Die dreifache Buchautorin und Gewinnerin des Coaching Awards wird seit 2006 jährlich in die Top 100 der »excellent Speakers« gewählt. Sie ist Gründerin und Inhaberin des Unternehmens Quid agis und hat mit über 200 Seminartagen pro Jahr sowie zahlreichen Zusatzqualifikationen große Praxiserfahrung. Die Diplompsychologin und ausgebildete Psychotherapeutin begeistert durch klare, einfache und sofort umsetzbare Konzepte und Ideen, die sie mit ihrem Unternehmen selbst vorlebt. Manchmal braucht es einen klaren Impuls, um wieder zu wissen, wohin der eigene Weg führen soll. Die eigenen Ideen, Wünsche und Träume zu wecken ist das Anliegen von Daniela Ben Said. Die Powerfrau wird auf dem »1. Allgäuer Unternehmergipfel« zu Gast sein und mit ihrem Vortrag auch den Zuhörern in Füssen ihre Ideen weitergeben. Nach einem Vortrag von Daniela Ben Said ist es zunächst das Gefühl der Begeisterung, das die Köpfe ihres Publikums erfüllt. Erst später wird klar, dass die dynamische Rednerin mit ihrem Vortrag nicht nur begeistert, sondern auch etwas in ihren Zuhörern verändert hat. Viele bezeichnen ihre Vorträge als impulsgebend, manche sogar als lebensverändernd. Klar ist: Daniela Ben Said weiß mit ihren begeisternden Vorträgen neue Kraft zu wecken. Eine Begegnung mit Daniela Ben Said war schon für viele prägend. Durch ihr Auftreten und ihre Botschaften zieht sie die Menschen in ihren Bann und weckt in ih-

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nen fast vergessene Träume. Den Teilnehmern vermittelt sie einen tiefen Glauben an sich selbst und löst Impulse bei ihnen aus, an die sie kaum geglaubt hätten. »Die Zukunft gehört denjenigen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben« ist einer von ihren Sätzen und zeigt, wie wichtig Daniela Ben Said die Kraft der Träume ist. Sie sieht in ihnen eine der größten Antriebsfedern. Hochkarätig in allen Bereichen Zwei Tage voller Energie und Inspiration mit höchstem Nutzwert verspricht der »1. Unternehmergipfel Allgäu«. Unter dem Motto »Perspektiven wechseln – neu orientieren« bekommen Unternehmer und Führungskräfte vom 14. bis 15. Juni hochkarätige Referenten, neue Impulse und die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und Networking geboten. Unternehmer, Selbständige und Visionäre aus dem gesamtdeutschen Raum und dem angrenzenden Ausland werden an dem Unternehmer-Gipfel teilnehmen. Durch zahlreiche Vorträge sollen ihnen neue Perspektiven gezeigt, Impulse gegeben und neue Blickwinkel in Sachen Unternehmensführung, Motivation und Neu-Fokussierung eröffnet werden. Zwei Tage lang werden Coaches der Europäischen Trainerelite im Füssener Festspielhaus zu Gast sein. Trainer, die sonst Manager großer Unternehmen beraten, werden sich die Klinke in die Hand geben. Es werden Redner zu hören sein, die Bestsellerautoren sind, als Gastdozenten an Universi-

Daniela A. Ben Said


BILDER: ALLGÄUFÜRDICH

täten lehren und deren Seminare zum Teil schon eine halbe Million Menschen bewegt haben. Sie füllen Stadien, waren Spitzensportler, treten im Fernsehen auf und haben Preise für ihre Vorträge bekommen: Für jeden Geschmack der rund 500 erwarteten Teilnehmer soll etwas dabei sein. Veranstalter des Unternehmergipfels ist die »Allgäu für Dich GmbH« in Zusammenarbeit mit dem Marketingclub Allgäu. Neben hochkarätig besetzten Vorträgen »möchten wir den Teilnehmern auch zwei Genusstage bieten«, erklärt Organisatorin Andrea Lutzenberger. Im Gegensatz zu den sonst sehr rational organisierten Unternehmertreffen »ist hier alles ein bisschen anders.« So dürfen Teilnehmer auch exzellentes Essen und angenehmes Ambiente erwarten.

Der Nutzen des Unternehmergipfels geht weit über die hochkarätigen Vorträge hinaus: Durch Networking, Impulse und neue Ideen werden die Teilnehmer noch lange von den zwei Tagen profitieren können. Sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen wird dabei durch das Rahmenprogramm gefördert und ist ebenfalls ein zentrales Element des Gipfels. Mit dem Unternehmer-Gipfel Allgäu möchte der Marketing-Club Allgäu einen zukünftig jährlich stattfindenden Kongress etablieren. Er soll ein Forum für Unternehmer und Führungskräfte bieten und zu einer Leitveranstaltung in der Region werden. Manuel Hodrius

Kontakt – Information

Marketing-Club Allgäu e.V. Club-Sekretariat c/o Allgäuer Zeitungsverlag GmbH Heisinger Straße 14 87437 Kempten Telefon (0831) 206-400 Telefax (0831) 206-379 wenisch@azv.de Veranstalter

Allgäu für Dich GmbH Andrea Lutzenberger Hauptstraße 1 87488 Betzigau Telefon (0831) 51234814 info@unternehmer-gipfel.de

Gewinnen Sie Ihre Teilnahme am Allgäuer Unternehmergipfel! Unter allen Lesern verlost das Allgäuer Wirtschaftsmagazin eine Teilnahmekarte für den Unternehmergipfel im Wert von 895 Euro. Gewinnvoraussetzung ist die richtige Beantwortung der Frage:

»Zum wievielten Mal findet der Unternehmergipfel statt?« Um zu gewinnen, schicken Sie Ihre Antwort bis 15. Mai 2012 an: info@tt-verlag.de

Teilnehmen dürfen alle Leser des Allgäuer Wirtschaftsmagazins, die die Gewinnfrage richtig beantwortet haben. Mitarbeiter des TT-Verlags sowie deren Angehörige dürfen leider nicht teilnehmen. Um den Gewinn zusenden zu können, werden Name, Anschrift und E-Mail-Adresse benötigt. Die Daten werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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irekt am Ufer des Naturbadesees, der idyllisch in das Gelände des ABCs eingebettet ist, liegt die neue Seesauna, die aus einheimischen Hölzern errichtet wurde: außen Lärche, innen »gehackte« Fichte, eine spezielle Behandlung des Holzes, die es noch ursprünglicher erscheinen lässt. Die breite Panoramaverglasung beschert eine traumhafte Aussicht, lässt sie doch den Blick über den kristallklaren Natursee bis zur Alpspitze, dem Hausberg Nesselwangs, frei. Von der Saunabank aus haben müßige Saunaliebhaber das Gefühl, direkt über dem Wasser zu sitzen, während sie die wohlige Hitze der Sauna genießen können. Nach dem Saunagang dient der quellwassergespeiste See als natürliches RiesenTauchbecken und sorgt für angenehme, »eiskalte« Erfrischung – und lädt zu ein paar Schwimmzügen durch das kühle Nass ein. Im großen Saunagarten finden sich, je nach Lust und Laune, schattige und sonnige Liegeplätzchen zum Relaxen und Entspannen. Von der Sauna in den See, vom See in den duftenden Garten zum Sonnenbad – was könnte besser entspannen, die Gedanken beflügeln und die Seele aufatmen lassen?

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BILDER: BITSCH

Saunagänge und Sommersonne genießen – wie passt das zusammen? »Hervorragend«, bekräftigt André Weißenburger lachend. Als Leiter des Alpspitz-Bade-Centers (ABC) in Nesselwang ist er stets darauf bedacht, dass seine Gäste im ABC ganzjährig, zu jeder Jahreszeit, Wellness pur und Freizeitspaß erleben können. Die neue Sauna-Attraktion, die »Seesauna«, trägt mit ihrer im Allgäu wohl einzigartigen Konzeption und ihrem besonderen Charme sicher dazu bei.

Und ist Petrus mal nicht so gut gelaunt, finden die Gäste im »Ruhehaus« Erholung – mit ebenso herrlichem Blick auf Badesee und Saunagarten. Noch mehr Freizeitspaß Die Seesauna bildet natürlich längst nicht das einzige Highlight in der Saunalandschaft des ABCs. Die klassische, finnische Kelo-Sauna und die urige, Region typische »Allgäuer Stadelsauna«, die ebenfalls in den Saunagarten integriert sind, erfreuen sich schon längst vieler treuer Anhänger. Dampfbad, Sanarium oder die »Mentalsauna«, die absolutes Ruheerlebnis garantiert, erfrischen Körper, Geist und Seele. Temperaturen von etwa 40 bis 90 Grad Celsius als auch verschieden starke Aufgüsse halten für jeden »Schwitz- und Entspannungstyp« die richtige Sauna bereit. Massagen, Solarien, spezielle Kurse und Angebote, eine abwechslungsreiche Gastronomie sowie das Erlebnisbad für Jung und Alt, Groß und Klein locken immer mehr Besucher und Gäste ins Alpspitz-Bade-Center. Wellness pur oder Freizeitspaß – hier ist beides garantiert, bei jedem Wetter und für die ganze Familie. Karin Bitsch

Alpspitz-Bade-Center Nesselwang Badeseeweg 11 87484 Nesselwang Telefon (08361) 921620 www.abc-nesselwang.de info@abc-nesselwang.de


Gute

Qualität hat viele

Facetten

DRUCK UND MEDIEN

Holzer Druck und Medien · Druckerei und Zeitungsverlag GmbH + Co.KG Fridolin-Holzer-Straße 22+24 · 88171 Weiler im Allgäu · Telefon: +49 (0) 83 87 / 3 99 - 0 Fax: + 49 (0) 83 87 / 3 99 - 0 · E-Mail: info@druckerei-holzer.de · Internet: www.druckerei-holzer.de


Happy Birthday

600 Jahre sind schon ein stolzes Alter. Die Familie Rainalter blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, vor allem was die Geschichte des Hanusel Hofes betrifft. Genau das wird nun gefeiert. Denn, es ist gar nicht so lange her, da war das heutige 4-Sterne Hotel ein typischer Allgäuer Bauernhof mit Milchviehhaltung. Wo früher Kühe auf saftigen Wiesen grasten, drehen heute begeisterte Golfer ihre Runden. Die Familie Rainalter hat eine besonders charmante Idee, dieses stolze Familienjubiläum zusammen mit ihren Gästen zu feiern.

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ie Gastgeber freuen sich auf ein ereignisreiches Jahr. »Mit tollen Events wollen wir unser Jubiläum gebührend feiern«, freut sich Markus Rainalter. Gemeinsam mit seinen zwei Brüdern leitet er das Hotel als Familienbetrieb. Während er sich um das komplette Hotelmanagement kümmert, leitet sein Bruder Frank die komplette Haus- und Golfanlage. Wolfram Rainalter ist für das Restaurant zuständig. Wie es sich für einen richtigen Familienbetrieb gehört, sind auch die Eltern der Rainalters immer noch im Betrieb tätig. »Unsere Eltern Gerti und Alois sind die guten Geister des Hofes und überall dort zu finden, wo sie gebraucht werden. Unserer Mutter verdanken wir die hausgemachten Kuchen und die liebevolle Dekoration und unser Vater kümmert sich noch höchstpersönlich um die Neuanmeldungen für den Golfclub«, erklärt Markus Rainalter stolz. Eines wird sofort deutlich, die Betreiber des Hanusel Hofes sind alle mit Herzblut dabei. Selbst die kleinsten Familienmitglieder sind schon von Kindesbeinen an eng mit dem Betrieb verbunden. »Wir gehen alle gemeinsam durch dick und dünn – jeden Tag. Genau das macht uns so erfolgreich«, so Markus Rainalter. Unterstützt werden die Rainalters


von einem engagierten und ausgezeichneten Mitarbeiterteam. Rund 50 Mitarbeiter zählen inzwischen zum Team der Familie Rainalter.

wollen wir unser Jubiläum gebührend feiern.«

BILDER: HANUSELHOF

Die Geschichte des Hanusel Hof Ursprünglich war der Hanusel Hof ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb. Im Jahr 1971 mussten Gerti und Alois Rainalter die Landwirtschaft aus gesundheitlichen Gründen allerdings aufgeben. Um die Existenz des Hofes für die drei Söhne Frank, Markus und Wolfram zu sichern, wurde der aktive Betrieb in eine Nebenerwerbslandschaft umgewandelt. Aus dem typischen Allgäuer Bauernhof wurde schließlich das Vier-Sterne-Hotel Hanusel Hof mit dem hoteleigenen 18-Loch-Golfplatz »Golfclub Hellengerst«. Und in diesem Jahr darf gefeiert werden: »600 Jahre Familie Rainalter« (1412– 2012). Das Golfhotel Hanusel Hof wurde für das bevorstehende Familienjubiläum fleißig renoviert, umgebaut und erweitert. Um das Wohlfühl-Ambiente des im alpenländischen Stil eingerichteten Hotels zu unterstreichen hat das Interieur durch ein neues Farbkonzept, edle Stoffe und gemütliche Polster eine ganz neue Note erhalten. Für ei-

»Mit tollen Events,

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ne gemütliche Wärme an kalten Abenden wurde zudem die Hackschnitzelheizung modernisiert, um die Verwendung von regenerativen Energien weiter auszubauen und zu optimieren. »In den vergangenen 18 Geschäftsjahren haben wir rund zehn Millionen Euro investiert – Schritt für Schritt,« sagt Markus Rainalter. Als Familienunternehmen betreiben die Rainalters eine nachhaltige Geschäftspolitik, um damit auch in die Zukunft der nachfolgenden Generationen zu investieren. Aus diesem Grund legt die Hoteliersfamilie auch großen Wert auf die Verwendung von regionalen Produkten oder die Unterstützung von Firmen und Handwerkern, die aus der Region stammen. So werden allein in diesem Jahr rund 200 000 Euro für Umbauten und Neuinvestitionen für die Zusammenarbeit mit regionalen Firmen ausgegeben. Die Investitionen in moderne Anlagen und Geräte bekommen wiederum den Gästen zugute. Ob kulinarische Köstlichkeiten im hoteleigenen Restaurant, traumhafte Entspannung im Wellnessbereich oder sportliche Herausforderungen auf dem Golfplatz sorgen für eine stilvolle Wohlfühl-Atmosphäre. Allein der Golfplatz des Hanusel Hof zählt zu den anspruchsvollsten Plätzen im Allgäu. Das rund 1 000 Meter hoch liegende Weitnauer Hochplateau bietet atemberaubende Ausblicke auf den Allgäuer Hauptkamm, die Tiroler und die Schweizer Alpen. Die großzügige 55 Hektar große Golfanlage bietet so-

»Um das Firmenjubiläum dreht sich natürlich auch der wichtigste eigene Golf Cup des Jahres.« wohl Anfängern wie Fortgeschrittenen Golfern ideale Voraussetzungen. Es darf gefeiert werden… 600 Höhepunkte werden es in diesem Jubiläumsjahr zwar nicht sein, allerdings findet sich die Zahl in zahlreichen feierlichen Aktivitäten wieder. Um das Firmenjubiläum dreht sich natürlich auch der wichtigste eigene Golf Cup des Jahres. Am 20. und 21. Juli finden in Hellengerst die 18. Hanusel Hof Golf Open statt. Für dieses Turnier wird eigens kurzzeitig ein 600 Meter langes, erstes und einziges Par-6-Loch in Deutschland installiert, das natürlich nur an dem nicht vorgabewirksamen Turniertag bespielt wird. Die Teilnehmer erwartet an beiden Turniertagen ein ganz außergewöhnlicher Hole-in-One-

Die komplette Familie Rainalter. Gemeinsam sind sie immer für ihre Gäste da. Allgäu erleben und genießen, so lautet das Motto der Familienbande.

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Preis an Loch 18, nämlich nichts Geringeres als ein Oldtimer, ein Fiat 600. Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres stellt die Kunstausstellung zum ema »600 Hoinza« vom 9. November bis 2. Dezember dar. Dazu wird eine Installation des Allgäuer Holz- und Steinbildhauers Robert Liebenstein gezeigt. Der Künstler bedient sich den aus der Landwirtschaft bekannten Heuständer, um diese in einer geschwungenen Linie über das gesamte Gelände des Hanusel Hofes aufzustellen. Daneben stellen noch weitere renommierte Galleristen und Künstler im Hanusel Hof ihre Werke aus. Wie es sich für eine richtige Jubiläumsfeier gehört, so darf auch ein Gratulationsbuch nicht fehlen. Jeder Gast ist eingeladen, seine Gratulationswünsche darin zu verewigen. Unter den eingetragenen Gratulanten verlosen die Rainalters im Laufe des Jubiläumsjahres unterschiedliche Preise. Darüber hinaus erwartet jeden Gast, der den Rainalters persönlich gratuliert, eine kleine ExtraÜberraschung zum Anstoßen. Und wenn es nicht ganze 600 gute Gründe sind, dem Hanusel Hof einen Besuch abzustatten, so gibt es doch wenigstens einen. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Sina Weiß

eine 600-Stunden-Mitgliedschaft im Golfclub Hellengerst – plus neun Golf-Stunden (à 30 Minuten)t mit Golflehrerin Stephanie Lindlbauer – plus Schlägerset (für Einsteiger oder Anfänger)

Bekommen Sie mit dem Allgäuer Wirtschaftsmagazin den richtigen Drive! Zusammen mit dem Golfclub Hellengerst verlosen wir eine exklusive Mitgliedschaft auf Zeit. Der glückliche Gewinner genießt für zwei Monate alle Vorzüge des Golfclubs in Hellengerst. Ob leidenschaftlicher Golfspieler oder unerfahrener Anfänger – erleben Sie die Freude des Golfsports in einer einzigartigen Art und Weise. Als einer der höchstgelegenen Plätze Deutschlands bietet die 18-Loch-Golfanlage und der Par-71-Platz ideale Bedingungen für anspruchsvolle Golffreunde, und das nicht nur durch sein einzigartiges Alpenpanorama.

Nehmen Sie die sportliche Herausforderung an und schreiben Sie uns, warum gerade Sie Ihr Handicap verbessern wollen. Hanuselhof Helinger Straße 5 87480 Weitnau-Hellengerst Telefon (08378) 9200-0 Telefax (08378) 9200-19 info@hanusel-hof.de www.hanusel-hof.de

Schreiben Sie uns per Mail an: info@tt-verlag, oder per Post an: TT Verlag GmbH St.-Mang Platz 23 87435 Kempten Einsendeschluss ist der 31. Mai (Rechtsweg ist ausgeschlossen)

Stephanie Lindlbauer ist 24 Jahre alt und stammt aus Niederbayern. Seit 2011 ist sie als Golflehrerin in Hellengerst tätig. Ihre Lehre absolvierte sie in Europas größtem Golfresort in Bad Griesbach.

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Den Dingen auf den Grund gehen Mitarbeiterbefragung als Erfolgsinstrument Professionell durchgeführte Mitarbeiterbefragungen geben ein detailliertes Stimmungsbild ab und machen die tatsächlich gelebte Unternehmenskultur sichtbar. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb zu stärken und somit auch die Motivation zu steigern, gehören mit zu den bedeutenden strategischen Zielen einer Mitarbeiterbefragung. Personalberaterin Susanne Fröhler, Inhaberin der Agentur PROFIT Personal & Projekt Management in Kempten, führt als externe Dienstleisterin unter anderem solche professionellen Mitarbeiterbefragungen bei ihren Kunden durch.

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»Eine Mitarbeiterbefragung sollte unbedingt von einem externen Dienstleister durchgeführt werden, um wirklich brauchbare Erkenntnisse zu gewinnen.«

D

ie Zufriedenheit der Mitarbeiter ist Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Doch wie lässt sich feststellen, wie zufrieden die Menschen an ihren Arbeitsplätzen sind? Die Erfahrung zeigt, dass sich Arbeitnehmer nur selten offen sagen trauen, wo sie der Schuh in Bezug auf ihren Arbeitsplatz drückt. Doch Unternehmen können nur dann wirkungsvolle Veränderungen anstreben, wenn sie wissen, wo die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter liegen. »Eine Mitarbeiterbefragung sollte unbedingt von einem externen Dienstleister durchgeführt werden, um wirklich brauchbare Erkenntnisse zu gewinnen. Arbeitnehmer stehen einer Befragung durch externe Institutionen wesentlich offener gegenüber, als intern durchgeführten. Zudem fällt es manchem Mitarbeiter schwer, deutlich und frei heraus zu formulieren, was sie im Arbeitsalltag stört oder wo sie Verbesserungspotenzial sehen. Die anonymisierte und erfahrene Befragung durch einen externen Partner erzielt wesentlich deutlichere Ergebnisse«, erklärt Personalexpertin Susanne Fröhler die Hintergründe. Nicht nur Faktoren wie Anonymität, Datenschutz und Methodenkompetenz, sondern auch wirtschaftliche Gegebenheiten, eine zeiteffiziente Durchführung sowie die strategische Einbettung der Ergebnisse in nachfolgende Konzepte sind maßgeblich für den Erfolg einer Mitarbeiterbefragung. Aus Betroffenen Beteiligte machen Durch die hohe Methodenkompetenz und mit dem Ziel vor Augen, Verbesserungen im und damit für das Unternehmen herbeizuführen, wird den Sorgen und Nöten der Mitarbeiter auf den Grund gegangen: Was

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Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft Zuwenig Lob und Anerkennung im Job ist Gift für die Motivation von Mitarbeitern. Wer keine Wertschätzung von seinem Vorgesetzten erfährt, verliert über kurz oder lang die Begeisterung für seine tägliche Arbeit und damit auch die Identifikation zum Unternehmen. Die Folgen hieraus können

Auch Führungskräfte brauchen ein Feedback!

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»Die Ergebnisse der Befragung sind als objektive Ausgangsbasis eines längerfristigen Entwicklungsprozesses im Unternehmen zu sehen.«

für ein Unternehmen gravierend sein. Demotivation, destruktives Arbeiten, eingeschränkte Kreativitätsprozesse bis hin zur Fluktuation können die Konsequenzen sein. Die Mitarbeiterbefragung kann also auch ein wichtiger Schritt in Richtung Führungskräfteentwicklung sein. »Viele Chefs loben viel zu selten. Sie tun das nicht etwa, weil sie es nicht möchten, sondern weil sie gar nicht genau wissen, wie sie ein Lob richtig aussprechen. Hier helfen zum Beispiel individuelle Schulungen weiter, denn auch Führungskräfte brauchen ein Feedback«, so Personalmanagerin Fröhler. Welche Inhalte und Formate einer Mitarbeiterbefragung man auch immer wählt, entscheidend ist, dass mit der Befragung auch der Wille zu Veränderungen einhergehen sollte. Denn eine Mitarbeiterbefragung bringt nur dann den gewünschten Erfolg, wenn nach der Analysephase die notwendigen Veränderungen auch tatsächlich stattfinden. »Die Ergebnisse der Befragung sind als objektive Ausgangsbasis eines längerfristigen Entwicklungsprozesses im Unternehmen zu sehen« betont die Personalexpertin. In enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden entwickelt daher die Agentur PROFIT Personal & Projekt Management individuelle Konzepte, anhand derer Schritt für Schritt wirksame Veränderungen erzielt werden. ora Engstler

Bilder: NMedia/Fotolia (1), Wessel-FotograFie/Fotolia (1), Fröhler (10)

demotiviert die Mitarbeiter? Gibt es ungenutzte Chancen im Betrieb? Wo liegen die Problembereiche im Unternehmen und wie ist es um das Betriebsklima bestellt? Antworten auf diese und andere Fragen fördern das aktuelle Stimmungsbild der Beschäftigten zutage und machen Veränderungspotenzial sichtbar. »Eine Mitarbeiterbefragung ist keine Meinungsumfrage«, betont Fröhler mit Nachdruck und erklärt weiter: »Vielmehr geht es darum, aus Betroffenen Beteiligte zu machen und den Mitarbeitern eine Chance zu geben, an der Weiterentwicklung des Unternehmens mitzuarbeiten. Diese Gestaltungsmöglichkeit und die Option, eigene Ideen einbringen zu dürfen, erhöht die Motivation jedes Einzelnen.«


Nachgefragt Wo liegen die Vorteile einer externen Personalberatung? Wir haben uns umgehört und im Gespräch mit Peter Gutmann, Geschäftsführer der Gutmann Maschinenbau GmbH aus Aletshausen im Detail nachgefragt.

Allgäuer Wirtschaftsmagazin (AWM): In welcher Branche ist Ihr Unternehmen tätig? Peter Gutmann: Die Gutmann Maschinenbau GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der Maschinenbaubranche. Wir fertigen hochwertige Präzisionsteile für namhafte Hersteller aus der Automobil-, Anlagen- und Luftfahrtindustrie.

beiter langfristig ans Unternehmen zu binden, ist daher umso wichtiger. Ein weiterer Punkt ist, welche Unternehmenskultur gepflegt wird und welches Image eine Firma als Arbeitgeber hat. Im Bereich der Weiterbildung sollten Mitarbeiter auf veränderte oder neue Aufgaben vorbereitet werden, was letztendlich auch zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.

AWM: Sie sind schon seit geraumer Zeit Kunde bei der Personalberatung PROFIT Personal & Projekt Management von Susanne Fröhler. In welchem Bereich lassen Sie sich beraten? Gutmann: Wir arbeiten hauptsächlich im Bereich der Personalentwicklung und des strategischen Personalmanagements mit Frau Fröhler zusammen. Im Jahr 2011 hat sie unter anderem eine Mitarbeiterbefragung in unserem Unternehmen durchgeführt und vor Kurzem zum Beispiel ein Seminar für unsere Abteilungsleiter.

AWM: Wie war die Reaktion Ihrer Mitarbeiter auf die von Susanne Fröhler durchgeführte Mitarbeiterbefragung? Gutmann: Durchweg positiv. Mit ihrer sympathischen Art gelang es Frau Fröhler schnell das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen und sie davon zu überzeugen, dass nur durch offen und ehrlich beantwortete Fragen, eventuell gewünschte Veränderungen im Unternehmen herbeigeführt werden können. Zudem wurden die Mitarbeiter bereits im Vorfeld der Befragung über die Sicherung der Anonymität und des Datenschutzes informiert.

AWM: Was ist unter dem Begriff »Personalentwicklung« zu verstehen? Gutmann: Unternehmen haben es heute oft schwer qualifiziertes Personal zu bekommen. Die Sicherung des Besitzstandes an Fach- und Führungskräften, d. h. gute Mitar-

AWM: Was schätzen Sie besonders an der Zusammenarbeit mit PROFIT? Gutmann: Uns sind die pragmatische Vorgehensweise und die langjährigen Erfahrungen von Frau Fröhler auf dem Gebiet des strategischen und zukunftsorientierten Per-

sonalmanagements sehr zugutegekommen. Hervorzuheben ist ihr persönliches Engagement. Zu jederzeit war sie für alle Beteiligten ein kompetenter Ansprechpartner und Berater. Auch beim ema Weiterbildung hat sie uns mit einem informativen Workshop, mit wertvollen Anregungen und Tools überzeugt.

PROFIT – Personal & Projekt Management Inh. Susanne Fröhler Albert-Einstein-Straße 10 87437 Kempten Telefon (0831) 2513388 info@profit-personalmanagement.eu www.profit-personalmanagement.eu

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Wir wissen, wo sich die schönesten Immobilien verstecken!

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Bei Memmingen: Haus am See, Wfl. ca. 240 m², Grdst. ca. 1.597 m², Kamin, 585.000 EUR, ID-Nr. W-00N2R0

Bei Argenbühl: Landhaus m. Atelier, 3 WE, Wfl. ca. 380 m², Grdst. ca. 2.650 m², 795.000 EUR, ID-Nr. W-00D41U

Bei Oberstaufen: Tradition u. Design, Wfl. ca 300 m², Grdst. ca. 1.605 m², 1,05 Mio. EUR, ID-Nr. W-00UZUP

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Wie viel Energie in der Biomasse steckt Den regenerativen Energien – dem Schlagwort der heutigen Zeit – fühlen sich Betreiber und Mitarbeiter im Heizkraftwerk Altenstadt – vor den Toren Schongaus gelegen – schon mehr als ein Jahrzehnt verpflichtet. Dort wird aus Biomasse Strom erzeugt. Jährlich sind es 90 Millionen Kilowattstunden, die ins Netz eingespeist werden. Ende 2012 soll in der Anlage, die vor 13 Jahren als 60 Millionen Mark teure Pilotanlage in Betrieb ging und die zu den großen in Bayern gehört, die Ziffer von einer Milliarde Kilowattstunden erreicht werden.

B

islang wird die Biomasse, die im großen Kessel verfeuert wird, ausschließlich zur Produktion von Strom verwendet. Doch ist es das Bestreben von Gesellschafter Siegfried Schuster und Geschäftsführer Christian Grundner, auch Prozesswärme in Form von Heißwasser oder Dampf auszukoppeln. Diese kann jederzeit in unterschiedlichem Temperaturniveau angeboten werden. Vor diesem Hintergrund bietet sich insbesondere für industrielle Abnehmer die Chance, günstige und umweltfreundliche Energie zu beziehen. Die für eine Ansiedlung erforderlichen baurechtlichen Voraussetzungen können hergestellt werden. Vorhaben: Bau der Biomasse-Trocknung Die Geschäftsführer Schuster und Grundner beabsichtigen, auf dem Firmengelände

Herzstück ist die Feuerung, für die vor einigen Jahren ein neuer Wärmetauscher zur Dampferzeugung (hier noch auf dem Lkw) installiert wurde.

eine Biomasse-Trocknung zu bauen, die mit dem Dampf des Heizkraftwerkes betrieben wird. Diese entzieht dem Brennholz in kurzer Zeit mehr Feuchtigkeit als eine zweijährige Lagerung und macht es so zum idealen Brennstoff für viele Kachelöfen. Notwendig dafür ist der Bau einer 1 000 Quadratmeter großen Halle mit einer Trocknungskammer, wofür eine siebenstellige Summe investiert wird. Auch ist in der Überlegung, eventuell Fernwärme anzubieten, falls bei der anstehenden Gebäudesanierung in der fünf Kilometer entfernten Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Altenstadt auf diese Versorgung umgestellt wird. »Wir freuen uns, wenn wir von der Bundeswehrverwaltung zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden«, gibt Kraftwerks-Chef Siegfried Schuster zu verstehen.

Bilder: Heizkraftwerk altenstadt (3), JoHannes Jais (2)

Impression bei Nacht: Das Heizkraftwerk Altenstadt als moderner Industriekomplex.

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Das Biomasse-Kraftwerk leistet einen erheblichen Beitrag zur Klimabilanz. In den vergangenen 13 Jahren konnten 620000 Tonnen Kohlendioxidausstoß vermieden werden.

Der Blick nach oben: Die Stufen zum Kamin, der 36 Meter hoch ist.

Der Kesselwärter hat alles im Blick: Florian Schilcher vor einem halben Dutzend an Monitoren.

Mit der Energie, die im Heizkraftwerk Altenstadt erzeugt wird – in der Stunde sind es 11,2 Megawatt – kann der Strombedarf von 25 000 privaten Haushalten gedeckt werden. Dafür werden im Jahr 100 000 Tonnen Biomasse im Kessel verfeuert, der vor sechs Jahren in wesentlichen Bereichen erneuert wurde. Das Kraftwerk ist 8 300 Stunden im Jahr in Betrieb. Nur im Frühjahr und im Herbst wird es für eine Woche heruntergefahren, wenn Wartungen anstehen. Im Gegensatz zu Wind und zur Sonnenenergie, die stark witterungsabhängig sind, ist ein Holzheizkraftwerk grundlastfähig, d.h. es kann konstant Energie geliefert werden. In die Feuerung gelangt Material aus Durchforstung, Äste, Gebrauchtholz, Hackschnitzel, aber auch Schilf aus Seen- und Moorgebieten. Ungefähr ein Viertel der Menge ist naturbelassenes Holz. Das Heizkraftwerk bezieht das Material aus einem Radius von 60 Kilometern, der bis Kempten, Augsburg, Starnberg und Garmisch-Partenkirchen reicht. Außerdem fahren täglich 30 Kleinanlieferer aus der Umgebung vor; sie bringen Äste und Zweige, nachdem sie im Garten Bäume und Sträucher zugeschnitten haben.

nieure. Mit im Betrieb ist auch der Sohn des Gesellschafters, Bernhard Schuster (31), als Prokurist tätig. Das Biomasse-Kraftwerk leistet einen erheblichen Beitrag zur Klimabilanz. In den vergangenen 13 Jahren konnten 620 000 Tonnen Kohlendioxidausstoß vermieden werden – gemessen daran, dass die gleiche Menge Strom sonst durch fossile Brennstoffe erzeugt worden wäre. Erbaut worden war das Heizkraftwerk, das nahe der Bundesstraße 472 in einer Geländemulde an der Flurgrenze von Altenstadt und Schongau steht, in den Jahren 1997 bis 1999. Im Herbst 1999 wurde dort erstmals Strom produziert. Bauherr war Siegfried Schuster, der zudem eine Kranbaufirma in Peiting-Birkland führt. Das Biomasse-Kraftwerk war eine Pilotanlage und wurde damals vom Bund

ebenso finanziell gefördert wie vom Freistaat Bayern. Von 2006 bis 2011 war das Kraftwerk an die Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft verpachtet, ehe es Siegfried Schuster (65) im vergangenen Jahr wieder selbst übernommen hat. Johannes Jais

Heizkraftwerk Altenstadt GmbH & Co. KG Triebstraße 90 86972 Altenstadt Telefon (08861) 93082-0 Telefax (08861) 93082-33 christian.grundner@hkw-altenstadt.de

Energieerzeugung rund um die Uhr 27 Mitarbeiter sorgen dafür, dass im Heizkraftwerk Altenstadt alles rund läuft. Zum 24-Stunden-Betrieb gehört auch die Nachtschicht mit zwei Kesselwärtern. Die meisten Mitarbeiter haben einen technischen Beruf. Zur Mannschaft gehören drei Inge-

Bergeweise Material in der offenen Halle, das von einem großen Greifer zum Förderband gebracht wird: Christian Grundner (Geschäftsführer), Siegfried Schuster (Gesellschafter), dessen Sohn, Bernhard Schuster (Prokurist), sowie Kraftwerksspezialist Alfred Segmihler (v.li.n.re.). 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 61


Von illustren Anfängen

zu klarer Positionierung So ganz genau lässt sich das Gründungsjahr des Sägewerks Poschenrieder nicht festlegen. Denn der Großvater des heutigen Besitzers tummelte sich auch noch in der Landwirtschaft und im Fischhandel. Erst der Vater hat die Vorteile des Standortes erkannt und sich ausschließlich auf den Bereich Sägewerk spezialisiert. Sein Sohn, Klaus-Dieter Poschenrieder hat den Betrieb in Grünenbach im Allgäu in den letzten Jahren sukzessive erweitert, modernisiert und zu dem gemacht, was er heute ist: Einer der modernsten holzverarbeitenden Betriebe der Region mit 24 Mitarbeitern und einer klaren Ausrichtung: Mit kurzen Wegen und Holz aus der Region dem internationalen Wettbewerb standhalten.

K

laus-Dieter Poschenrieder liebt die direkten Wege. Sein Rundholz, Basismaterial für die vielseitige Weiterverarbeitung, bekommt er von regionalen Einschlagsunternehmen, vom Forstamt Leutkirch, von Forst-Betriebsgemeinschaften, von Waldbesitzer-Vereinigungen, aber auch von privaten Waldbesitzern. Dieser »direkte Weg zum Holz« spart Zeit und Kosten und erlaubt es dem Unternehmen, im internationalen Wettbewerb standzuhalten. Das war in den letzten Jahren nicht immer leicht. Durch den Bauboom in den USA hat auch in Europa die gesamte Branche aufgerüstet, was zu enormen Überkapazitäten geführt hat, die jetzt nicht mehr benötigt werden. Daher setzt Klaus-Dieter Poschenrieder sowohl im Holzeinkauf, als auch im Verkauf

Das Sägewerk Poschenrieder setzt sowohl im Holzeinkauf, als auch im Verkauf auf Regionalität. Die meisten seiner Hölzer stammen aus einem Umkreis von 20 Kilometer.

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auf Regionalität. Die meisten seiner Hölzer stammen aus einem Umkreis von 20 Kilometer. Wettbewerbsfaktor »Nummer 2«: Die Verwertung Die Stärke des Unternehmens ist die breitgefächerte Kundenstruktur und damit der Absatz unterschiedlicher Holzqualitäten. Denn nur so ist es möglich, den Waldbesitzern auch wirklich alles Holz abzunehmen. »Wir kaufen Rundholz von Fichten und Tannen in allen Güte- und Stärkeklassen«, so Klaus-Dieter Poschenrieder. Dadurch ist das Sägewerk in der Lage, unterschiedlichste Kunden und Einsatzbereiche zu bedienen. Denn nur ein kleiner Teil des Holzes ist 1 A-Qualität und damit tauglich für das Kerngeschäft, die Leistenproduktion. Darüber hinaus beliefert das Sägewerk Unternehmen aus der Verpackungsindustrie, dem Tiefbau, Gerüstbau und Schalungsbau. Aber auch Zimmereien, die aus unseren Hölzern massive Holzhäuser bauen, gehören zu den Kunden. So gelingt es dem Sägewerk Poschenrieder, so wenig wie möglich »Abfälle« zu produzieren. Ca. 60 000 Festmeter Rundholz werden hier pro Jahr verarbeitet. Davon sind ca. 80 Prozent Fichte und


20 Prozent Tanne. Das Kerngeschäft des Sägewerks liegt im Leistenbereich. Hier werden auch kleinste Querschnitte in bester Qualität produziert. Vieles liegt auf Lager und erlaubt schnelles Reagieren. Hier arbeiten Mensch und Maschine Hand in Hand Da Flexibilität eines der großen Vorteile des Unternehmens ist, stand Klaus-Dieter Poschenrieder 2010 vor einer wichtigen Entscheidung. Neben dem Austausch des Säumers musste auch die Sortierung umgebaut und erweitert werden, um bislang händisch durchgeführte Arbeiten maschinell zu bewältigen. Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, denn im Zuge dieser Modernisierung konnten einige Engpässe beseitigt und neue Kapazitäten geschaffen werden. Die Anlage ist längst im Einsatz und Klaus-Dieter Poschenrieder sichtlich stolz, wenn er durch seinen Betrieb führt. Der hoch moderne Maschinenpark wird von Mitarbeitern an Bildschirmen gesteuert und überwacht. Und auch weiterführende Arbeiten wie Trocknen, Keilzinken und Hobeln werden in einer Kombination aus Mensch & Maschine durchgeführt.

Das Sägewerk Poschenrieder in beeindruckenden Zahlen Rundholzplatz mit Werkeingangsvermessung überInfrarot und Ultraschall Sägewerk (Spaner/Kreissäge) Modernes Heizkraftwerk Fünf Trockenkammern (Gesamtkapazität 600 Kubikmeter) Stapelanlage für Schnittholz mit Durchlaufkappung 5 000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche für industriell getrocknetes Holz Hobelwerk Anlage zur Herstellung hochwertiger Leimholzprodukte (Keilzinkerei)

Ein großer Schritt in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit Schon heute werden die bei der Verarbeitung anfallenden Hackschnitzel und Sägespäne in der Papier- und Spanplattenindustrie verwendet. Die bei der Entrindung anfallenden Hobelspäne werden über ein Silo dem firmeneigenen Heizwerk zugeführt. Ein Traum von Klaus-Dieter Poschenrieder ist ein größeres Heizkraftwerk, mit dem er nicht nur Wärmeenergie für den eigenen Energiebedarf erzeugen kann, sondern auch elektrische Energie, die in ein regionales Netz eingespeist werden kann. Das wäre

nicht nur ein Riesenschritt in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit, sondern durchaus ein weiterer, ergänzender Unternehmenszweig. mk

Poschenrieder GmbH & Co. Schüttentobel 5 88167 Grünenbach Telefon (08383) 293 Telefax (08383) 7535 www.poschenrieder-holz.de info@poschenrieder-holz.de

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»Wir sind zu vielen Schandtaten bereit…«

BILDER: SKC IT SERVICE

Was Alfred Martin, Geschäftsführer der SKC IT Service GmbH in Lindau, so salopp ausdrückt, hat einen professionellen Hintergrund. Denn gemeint ist damit nichts weiter als die Tatsache, dass das Unternehmen keine »EDV von der Stange« bietet. Vielmehr entwickeln er und sein junges Team individuelle Problemlösungen für Unternehmen und anspruchsvolle Anwender.

Das Unternehmen hat genügend Manpower, um guten und schnellen Service zu bieten – auch in »Notfällen«.

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S

eit dem Gründungsjahr 1998 verbindet Alfred Martin zwei Dinge: Professionelle EDV-Lösungen und Kreativität. Denn die ist in allen Bereichen gefragt: Bei Neuanschaffung oder Aktualisierung der vorhandenen EDV, bei akuten Problemen, beim Webhosting, beim Implementieren von Inhouse-IT, bei der Einrichtung von Sicherheitssystemen oder bei der Programmierung von Webseiten. Das Unternehmen sieht sich als Komplettanbieter rund um EDV-Konzepte und -Service. Das wissen

auch renommierte Firmen zu schätzen. Die SKC IT Service GmbH ist unter anderem beim Weltkonzern Fujitsu vertraglicher Servicepartner und zuständig für EDV-Garantiefälle und -Service. Die drei Unternehmenssäulen: Dienstleistung – Produkte – Service Wohl jedes Unternehmen, gleich welcher Größe, stand schon einmal vor der Aufgabe, ein neues EDV-System zu installieren, bzw. ein vorhandenes auf den technisch neues-


und Fehler ggf. direkt zu beheben. Schöner Nebeneffekt: Häufig kann dem Kunden dabei gleich gezeigt werden, wie er dieses Problem künftig selbst beheben kann.

ten Stand zu bringen. Eine echte Herausforderung. Welche Hardware brauchen wir? Welche Software? Wie lange wird es dauern, bis alles reibungslos funktioniert? Welcher Netzwerkanbieter ist der richtige? Welche Arbeitsplätze müssen miteinander vernetzt sein? Wie sichern wir unsere Daten vor fremdem Zugriff? Was ist, wenn die Computer mitten in der Arbeit »abstürzen«? Fragen über Fragen, die nicht selten Grund dafür sind, wichtige Entscheidungen hinaus zu zögern. Oder dafür, sich den richtigen Partner zu suchen. Gut positioniert im selbst definierten »Nischenmarkt« Alfred Martin sieht sich mit seinem siebenköpfigen Team zwischen den ganz Großen und den sogenannten »PC-Doktoren«. Die Merkmale hat er von Beiden: Das große Leistungsspektrum der Großen, gepaart mit der Flexibilität und Individualität der »Kleinen«. Das ist vor allem im Service ein entscheidender Faktor. Das Unternehmen

hat genügend Manpower, um guten und schnellen Service zu bieten – auch in »Notfällen«. Mit speziellen Anwendertools sind die Fachleute der SKC IT Service GmbH in der Lage, direkt in den Kunden-PC einzugreifen, Ursachenforschung zu betreiben

»Wenn Sie wüssten, was wir können, hätten Sie uns schon eingespart« Mit dieser Aussage richtet sich Alfred Martin vor allem an Firmen, die aufgrund eines Umzugs oder Neubaus die Chance haben, von Anfang an alles exakt durchzuplanen. Daher gehört die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken wie Architektur, Elektrik oder Dienstleistern aus der Telekommunikation für die SKC IT Service GmbH zum Tagesgeschäft. Immer mit dem Ziel, dem Kunden die optimalen Möglichkeiten einer sinnvollen Investition aufzuzeigen. Hier sieht sich die SKC IT Service GmbH als klassisches Consultingunternehmen, das vom Konzept bis zur Installation und Inbetriebnahme alles aus einer Hand bietet. Das erfordert ein breites Wissen um technische Erfordernisse, standortbedingte Gegebenheiten und aktuelle Produkte. Auch in Sachen Sicherheit. SKC IT Service GmbH nutzt die besten Firewalls und arbeitet mit Hochsicherheits-Verschlüsselungen, um Datenmissbrauch zu verhindern. Bei all diesen Herausforderungen können sich die Kunden auf die Erfahrung der Spezialisten von SKC IT Service GmbH verlassen, die sie kompetent durch das Projekt begleiten. Das Team um Alfred Martin setzt sich aus IT-Systemkaufleuten, ITSystemelektronikern, Fachinformatikern für Systemintegration, Fachinformatikern für Anwendungsentwicklung sowie Informatikern zusammen. Und da es kaum eine schnelllebigere Branche gibt als die der IT, sind die Mitarbeiter regelmäßig auf Fortbildungen und Schulungen, um sich immer auf dem neuesten Stand zu halten. Die Zeichen stehen auf Expansion Soviel Professionalität spricht sich rum und hat positive Folgen. Die SKC IT Service GmbH zieht derzeit in neue Geschäftsräume und verdoppelt damit die verfügbare Bü-

Die Firma nutzt die besten Firewalls und arbeitet mit HochsicherheitsVerschlüsselungen, um Datenmissbrauch zu verhindern.

rofläche. Dabei realisiert das Unternehmen natürlich auch, was es seinen Kunden empfiehlt: sie nutzen den Umzug als Chance für weitere Optimierungen, um noch schneller und flexibler auf die Anforderungen der Kunden reagieren zu können. Schon heute können viele Probleme am Telefon gelöst werden. Mit neuer Software soll das in Zukunft noch besser und schneller gehen. Was die Erweiterung der Mitarbeiter betrifft, hat Alfred Martin einen klaren Plan: Mindestens Einer pro Jahr. Das heißt, ein Azubi oder ein neuer Mitarbeiter soll in Zukunft pro Jahr dazu kommen. Wie gesagt, die Zeichen stehen auf Expansion. Michaela Krieg

SKC IT Service GmbH Eggenwatt 12 88138 Weißensberg Telefon (08389) 92295-22 Telefax (08389) 92295-33 info@skc-it.de www.skc-it.de

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Innovation in Wasserkraft »Für die lebenswerte Zukunft nachfolgender Generation wird eine nachhaltige Energiewirtschaft entscheidend sein, die auf der Nutzung regenerativer Energiequellen beruht«, behauptet Ralf Bernhart und fügt hinzu: »Wasserkraft steht an herausragender Stelle unter den regenerativen Energien«.

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ATEC-Hydro hat es sich zum Ziel gesetzt, als einer der führenden Hersteller im Kaplanturbinenbau einen zukunftsrelevanten Beitrag zu leisten. In der 10-jährigen Firmengeschichte wurden über hundert Kleinst- und Kleinkraftwerke in Betrieb genommen, die sowohl in Deutschland als auch in Österreich, der Schweiz und in Italien umweltschonende Energie erzeugen. Die konsequente Folge: Letztes Jahr wurde in Fener (Italien) die größte Anlage seit Firmenbestehen ihrer Bestimmung übergeben. Zwei Kaplanturbinen mit einer Leistung von jeweils 750 Kilowatt sorgen für sauberen Strom. Von der Auftragsvergabe

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bis zur Inbetriebnahme wurden nur zehn Monate benötigt. In dieser Zeit musste eine Kraftwerksplanung, die Turbinenkonstruktion mit einem Laufraddurchmesser von zwei Meter und die anschließende Fertigung der Turbine mit der Vormontage im Werk in Heimertingen und der Endmontage in Fener organisiert und getätigt werden. »Wir verwenden ausschließlich in Deutschland gefertigte Einzelteile«, sagt Bernhart. Ob neue Wasserkraftanlagen oder die Modernisierung von alten Anlagen – WATEC Hydro liefert sämtliche Kompetenten, die für den Betrieb der Anlagen zur Energienutzung notwendig sind.

Das Unternehmen übernimmt für die Kunden die komplette Planung und Herstellung der Kaplanturbine. Mit dem eingebauten Permanent-Generator setzt WATECHydro neue Maßstäbe. Hierbei zählt es zu den wenigen Spezialunternehmen, die über das Know-how verfügen, eine Kaplanturbine mit Permanent-Generator produzieren zu können. »Dadurch ist uns die Marktführerschaft sicher«, resümiert Bernhart. Eine sorgfältige Analyse mit einer umfassenden Konzeption sowie einem zuverlässigen After-Sales-Service bilden die Rahmenbedingungen für die Kundenbeziehungen. »Die Erzeugung regenerativer Energie durch Wasserkraft kann weltweit und auch in Deutschland noch erheblich erweitert werden – nicht nur mit dem Neubau von Anlagen, sondern auch durch Modernisierung und Leistungssteigerung vorhandener Altanlagen«, ist sich Bernhart sicher. Mit der Herstellung modernster vertikalachsiger Kaplanturbinen, 56 Zentimeter über zwei Meter Laufraddurchmesser, im Leistungsbereich von einem bis 1 000 Kilowatt setzen erfahrende Mitarbeiter verschiedene Wasserkraftprojekte innovativ um – und das alles im Einklang mit der Natur. Die Nutzung von Wasserkraft wird seit vielen Jahrhunderten praktiziert. Heute ist die Wasserkraft im Vergleich zu Wind, Photovoltaik und Solarkollektoren führend, was den Wirkungsgrad betrifft. Mit einer Nutzungsdauer von über 80 Jahren liegt die Wasserkraft ebenfalls weit vor der Windkraft (20 Jahre), Photovoltaik (30 Jahre) und Solarkollektoren (20 Jahre). Dennoch ist in Deutschland der restriktive Umgang mit der Wasserkraft noch immer nicht aufgehoben und stellt den Planer vor schier unüberwindbare Probleme. Genehmigungszeiten für Neuprojekte bis zu zehn Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Sogar Maßnahmen zur Lebensdauerausweitung bestehender Anlagen werden behindert. »Die Wasserkraft wird in Deutschland komplett


oben: Im italienischen Fener wurde letztes Jahr die größte Anlage seit Firmenbestehen in Betrieb genommen. Die beiden Kaplanturbinen sorgen mit einer Leistung von jeweils 750 Kilowatt für regenerativen Strom.

BILDER: WATEC

links: In Engfurt wurde Anfang des Jahres die 100. Kaplanturbine ihrer Bestimmung übergeben. Das Bild zeigt Inhaber Ralf Bernhart bei der Abnahme mit Maria Vogl-Reichenspurner.

ignoriert. Politiker und Naturschützer scheinen kein Interesse daran zu haben, aber der Ruf nach erneuerbaren Energien ist in aller Munde«, merkt Bernhart kritisch an. So sind Genehmigungen oft mit hohen Auflagen verbunden, die wiederum die Kosten explodieren lassen. »Wer investiert in Wasserkraft, wenn sich die Anlage erst in 30 Jahren amortisiert?«, stellt er die Frage. Dennoch hält er an seiner Vision fest. »Wir haben uns zum Ziel gesetzt, regenerativen Strom ohne unnötige Belastungen für Mensch und Natur durch dezentralen Einsatz bestmöglich nutzbar zu machen. Die Wasserkraft ist aus unserer Sicht die beste Alternative«. Jedem Einbau einer Kaplanturbine geht eine umfangreiche Planung voraus, um später ein gutes Ergebnis zu erreichen. »Wir beachten neben Fallhöhe und Durchfluss immer die komplette Strömungsdynamik einer Wasserkraftanlage, um den Gesamtwirkungsgrad der Anlage möglichst groß zu halten. Dabei müssen sämtliche Wasserwege vom Einlauf über Feinrechen, Turbinenkammer, Saugrohr und Auslaufkanal unter-

sucht und optimal gestaltet werden«, so der Inhaber. Denn vom ersten Gedanken an den Umbau oder Neubau einer Wasserkraftanlage bis zur Inbetriebnahme ist es oft ein langer Weg. »Wir helfen unseren Kunden bei ihrer Entscheidung durch eine umfangreiche und fachkompetente Beratung.« »Wir bauen überwiegend Privatanlagen«, betont Bernhart. Dabei handelt es sich in der Regel um private Investoren. Nicht außer Acht lassen darf man die so genannten Kleinstwasserkraftwerke von Mühlen- und Sägebesitzer, die mit einer Modernisierung die Jahresleistung ihrer Anlage verdoppeln können. So geschehen in Engfurt in Oberbayern. Hier wurde Anfang des Jahres die 100. Turbine aus Heimertingen in Betrieb genommen. Die neue Kaplanturbine mit permanenterregten Synchrongenerator bringt nun eine Spitzenleistung von 165 Kilowatt und erzeugt somit bis zu 600 000 Kilowatt Strom pro Jahr. »Die Besonderheit des neu entwickelten Permanentgenerators ist, dass er mit starrer Drehzahl, und ohne

Regelelektronik, betrieben wird. Je mehr Poolpaare installiert sind, desto geringer kann die Drehzahl ausgelegt werden«, erklärt Bernhart. Maria Vogl-Reichenspurner ist begeistert. »Ich habe mich während der ganzen Zeit sehr gut aufgehoben gefühlt.« Interessierte müssen sich ein wenig gedulden. »Im Moment sind wir zu 100 Prozent ausgelastet,« sagt Bernhart. Die Planung und Projektierung dauert derzeit zwischen zehn und 15 Monaten. Dafür bittet er um Verständnis. »Wir wollen jedem Kunden von Anfang an die nötige Aufmerksamkeit entgegen bringen, die er sich wünscht. Dadurch entsteht am Ende ein Ergebnis mit dem jeder zufrieden ist. Das ist unser Ziel – zufriedene, begeisterte Kunden.« Heike Zimmermann

WATEC-Hydro e.K. Alpenstraße 22 87751 Heimertingen Telefon (08335) 989339-0 Telefax: (08335) 989339-11 info@watec-hydro.de www.watec-hydro.de

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Schweben in himmlischer Stille Hoch oben über die herrliche Voralpenlandschaft gleiten, verschneite Alpengipfel, sanfte Hügel und grüne Wiesen stets im Blick – das fasziniert nicht nur die heimatverbundenen Mitglieder des Ballonsportclubs Voralpenland, sondern auch Fahrer aus ferneren Gefilden. Jedes Jahr um den 1. Mai blubbern beim »Eglofser Feuerzauber« morgens und abends zig Ballone wie Seifenblasen aus dem Tal nach oben und überziehen den Horizont mit bunten Punkten.

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as sanfte Abheben vom Boden, die langsame Gewöhnung an die Höhe, die Stille, der grenzenlose Ausblick auf die Allgäuer Landschaft von weit oben – die Männer vom Ballonsportclub Voralpenland mit Sitz in Eglofs geraten ins Schwärmen, wenn sie erzählen, was sie am Ballonfahren so fasziniert. »Zwei Stunden lang funktioniert kein Handy und keiner geht dir auf den Geist«, grinst Reimar

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Schmid, einer von drei Ballonpiloten des Clubs und ergänzt: »Wenn der Tag mit Ballonfahren anfängt, kann danach kommen, was will.« Es sei ein Sport, der süchtig mache, versichern Herbert Drews und Werner Leutner. Einen Pilotenschein haben die beiden nicht, aber sie sind trotzdem mit Feuereifer bei der Sache, wann immer es ihnen ihre Zeit erlaubt. Bis man das Schweben hoch oben am Himmel genießen kann, gibt es beträchtlich Arbeit: Geräte warten, Gas temperieren, Wetter bei Spezialdiensten studieren, ein Team organisieren, eventuell Gäste anrufen, Verfolger auftreiben. Letztere sind bei den Ballonfahrern wichtige Leute. Sie fahren mit Auto und Hänger zum Zielort und sammeln die Fahrer samt Equipment wieder ein. Ballonfahren funktioniert nur im Team. Zehn Stunden Zeit können Vor- und Nachbereitung durchaus in Anspruch nehmen für eine zweistündige Fahrt. Es ist ein zeitaufwändiges Hobby, das auch eine gewisse


Bilder: BSC-Voralpenland (4), niChter-reiCh (2)

»Wenn der Tag mit Ballonfahren anfängt, kann danach kommen, was will.« Spontaneität verlangt. Aufsteigen geht schließlich nur bei schönem Wetter. Und Ballonfahren ist nichts für Langschläfer. Treffen um 4.15 Uhr sind nichts Außergewöhnliches. Unter den Nachfahren der Montgolfiers gebe es unterschiedliche Typen, sagen die Mitglieder des BSC. Sportlich Ehrgeizige beispielsweise oder Genießer, wie die rund 30 Mitglieder des BSC, eines eingetragenen Vereins. »Wir sind Romantikfahrer«, erklärt ihr Vorsitzender Helmut Scheuerle, »ballonbegeisterte Verrückte«. Scheuerle hat den Ballonsport in Eglofs heimisch gemacht, als er den Club-Sitz von Scheidegg ins württembergische Eglofs mitbrachte. Unter anderem dank Mitfahrern im Korb bessert der Club seine Kasse auf, um die Vereinskosten zu decken. Die vier Ballone des Clubs wurden gesponsert von einer heimischen Brauerei, von einem Sauerstoffwerk und von einer regionalen Bank. Mit der Ruhe und der Stille, die die Clubmitglieder so schätzen, ist es dieser Tage allerdings nicht weit her – zumindest solange sich die Fahrer nicht vom Wind am Himmel treiben lassen. 75 Teilnehmer haben sich in diesem Jahr zum Eglofser Ballontreffen angekündigt – im zehnten Jahr der Veranstaltung so viele wie noch nie. Es mussten sogar Absagen ausgesprochen werden. Seit Dezember war das Organisationsteam mit den Vorbereitungen beschäftigt. Das erste Ballonfahrer-Treffen hatte zum 20. Jubiläum des BSC stattgefunden, der 1983 in Scheidegg gegründet wurde. Zum Geburtstagstreffen kamen 20 Anhänger des Heißluft-Sports. Es war als einmalige Veranstaltung geplant, doch dann ließ der Strom der Zuschauer den Gedanken an eine Wiederholung keimen. Die Teilnehmer-

zahl stieg stetig, und mittlerweile hat sich der Eglofser Feuerzauber nach Angaben des BSC zum größten Ballontreffen Süddeutschlands gemausert. Das Rahmenprogramm für die Gäste wuchs mit. Dieses Jahr gibt es am Sonntag, den 29. April, am Startplatz ganztägige Bewirtung, eine Drachenflugschau, ein buntes Kinderprogramm, Fallschirmsprünge, Modellballonfahrten mit Sonderformen, Starts in den Sonnenuntergang und schließlich, wenn es dunkel ist, das »Allgäuglühen«, das der Veranstaltung als »Eglofser Feuerzauber« ihren Namen gab. Am Montag, 30. April, glühen Modellballone auf dem Dorfplatz. Die Ballonteams reisen aus ganz Europa an, unter anderem aus der Schweiz, aus Großbritannien und sogar aus Tschechien. Manche von ihnen sind seit dem ersten Mal dabei. Warum? Es seien das herrliche Allgäuer Voralpenland und die Bodenseenähe, was die Ballonfahrer locke, glauben sie beim BSC. Außerdem fühlten sich viele in Eglofs schon heimisch. Im Lauf der Zeit haben sich echte Freundschaften entwickelt – nicht nur zu den Mitgliedern des Ballonsportclubs, sondern auch zu Paten, die Teilnehmer während des Aufenthalts unter ihre Fittiche nehmen. Es geht familiär zu beim Eglofser Treffen, und das soll auch so bleiben. Jutta Nichter-Reich

BSC-Voralpenland e.V. www.bsc-voralpenland.de www.eglofser-feuerzauber.de

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Ein Familienunternehmen im Sinne Pfarrer Kneipps

Gesundes Korn

aus Stockheim

Die Landwirte müssen jedes Jahr eine Konformitätsbescheinigung vorlegen, in der bestätigt wird, dass sie kontrolliert und für in Ordnung befunden wurden.

Im Jahre 1925 erwarb Müllermeister Hermann Donath die Mühle in Stockheim bei Bad Wörishofen. Durch die Ernährungslehre von Pfarrer Sebastian Kneipp im nahen Kurort angeregt, wurden schon in den dreißiger Jahren spezielle Graham-Mehle und auf Süßquarzsteinen ermahlene Vollkornschrote zum Backen von Broten verwendet.

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urch seinen unermüdlichen Einsatz für die biologische Landkultur wurde es möglich, schon in den 50er Jahren Speisegetreide und Mühlenerzeugnisse in bester biologischer Qualität anzubieten. Bis zu seinem Tode im Jahre 1985 war für Hermann Donath die Förderung der gesunden Lebensweise eine Herzensangelegenheit. Er war es auch, der in Zusammenarbeit mit Heilpraktiker Emil Stramke die beiden speziellen Erzeugnisse Donath Sechskorn und Donath Sechskorn

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Getreidemischung entwickelte, die sich bis heute bei den Verbrauchern großer Beliebtheit erfreuen. Walter Donath, der 1952 in den Betrieb des Vaters eintrat und diesen seit dessen Tode leitet, setzt auf biologisch-dynamischen und organisch-biologischen Anbau, der strengsten Qualitätskontrollen unterliegt. Die Höfe, die teilweise seit mehr als vierzig Jahren an die Mühle liefern, arbeiten ohne Chemikalien, ohne Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel und erst recht oh-

ne Hormone. Sämtliche Anbauflächen befinden sich innerhalb der Bundesrepublik und sind entweder dem Demeter-Bund oder den Anbauverbänden für organisch biologischen Landbau angeschlossen. Sie arbeiten nach den biologischen Anbaurichtlinien dieser Verbände und werden von diesen beraten, betreut und von der halbstaatlichen Öko Kontrollstelle überwacht. Die Landwirte müssen jedes Jahr eine Konformitätsbescheinigung vorlegen, in der bestätigt wird, dass sie kontrolliert und für in Ordnung befunden wurden. Die Mühle ihrerseits muss wiederum nachweisen, dass diese Bestätigungen auch tatsächlich alle erbracht wurden. Lückenloser Herkunftsnachweis Das in der Mühle verarbeitete Getreide kann praktisch als rückstandsfrei bezeichnet werden. Jeder Getreideposten wird direkt vom Bauernhof zur Donath Mühle geholt, einzeln gelagert und nach sorgfältiger Qualitätsprüfung und Keimtest durch Frischluftwäsche sorgsam gepflegt und sauber gehalten. In jedem Fall kann durch die auf der Packung aufgestempelte Herkunftsnummer nachgewiesen werden, von welchem Hof das Getreide stammt. Die Kette vom Acker bis zum Haushalt ist geschlossen und verlässlich abgesichert. Deshalb wird


Die Kette vom Acker bis zum Haushalt ist geschlossen und verlässlich abgesichert. Deshalb wird auch Getreide aus den umgebenden Ländern trotz des Preisvorteils abgelehnt.

auch Getreide aus den umgebenden Ländern trotz des Preisvorteils abgelehnt: die Sicherheit der Herkunft und biologischen Wertigkeit ist hier meist nicht nachprüfbar. Der gesundheitsbewusste Endverbraucher weiß diesen selbstauferlegten strengen Maßstab zu schätzen. Im handwerklichen Familienbetrieb werden aus persönlich ausgewählten, qualitätsgeprüften und gesunden Getreideposten in speziell entwickelten Reinigungs- und Ausleseverfahren bei Erhaltung der Lebendigkeit keimfähige Speisegetreidesorten wie Sprießkornweizen, Sprießkornroggen, Sprießkornhafer und Sprießkorngerste bei einer verbürgten Reinheit von 999 Promill und mindestens 90 Prozent keimfähiger Körner hergestellt. Außerdem werden auf Süßquarzsteinen ermahlene Vollkornschrote (nach Pfarrer Kneipp) sowie in schonendem Mahlverfahren Feinmehle, Grieße und Kur – Weizenkleie sowie Kur-Dinkelkleie erzeugt. Spezialitäten der Mühle sind BioDonath Sechskorn (gebrauchsfertig aufgeschlossen) und Bio Donath Sechskorngetreidemischung (zum Selbstschroten), deren Bestandteile Sprießkornweizen, Sprießkornroggen, Vollgerste, Hafer, Hirse, Buchweizen und Kurkleie sind.

Dinkel für Allergiker Großer Beliebtheit erfreut sich auch Donath Dinkel Kern. Als Urform des Weizens zeichnet es sich durch seinen hohen Eiweißgehalt, seinen Reichtum an Vitaminen und Mineralstoffen aus und ist eine der wertvollsten Getreidearten. Vor allem Weizenallergiker können bedenkenlos Dinkel-Sechskorn und Dinkelkleie verzehren. Gerade wer sein Brot gerne selbst bäckt, verschiedene Mehlsorten ausprobieren und mit verschiedenen Mischungen experimentieren möchte, findet unter den acht Mehlsorten bestimmt seine Favoriten. Bei Kindern besonders beliebt der Weizen- oder Dinkelgrieß, aus welchem nicht nur der klassische Grießbrei sondern auch die unterschiedlichsten Grießspeisen bereitet werden können. Sorge bereitet Walter Donath die Verlagerung der Bioprodukte vom Reformhaus

in die großen Kaufhausketten. Die lückenlose Kontrolle, die er für seine Erzeugnisse bietet, ist dem Verbraucher dort nicht mehr garantiert. Wer unter gesunder Ernährung auch die Art und Weise des Anbaus versteht, der ist bei Produkten der Donath Mühle in allerbesten Händen und kann sich darauf verlassen, dass die Körner, das Mehl und die Getreidemischungen auch wirklich gesund sind. Die Produkte können in jedem Reformhaus oder direkt in der Mühle geKarin Donath kauft werden.

Bilder: Karin donath (5), donath Mühle (1)

Donath-Mühle GmbH Dorfstraße 9 86825 Bad Wörishofen-Stockheim Telefon (08247) 2112 Telefax (08247) 31549 donath-muehle@t-online.de www.donath-muehle.de Öffnungszeiten Mo bis Do 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr Fr 8 bis 12 Uhr

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Bilder: M. Andree/ZooMyArt (3), HeiMHuBer (2), Allgäu Pr (1), engstler (1)

Institution für Messen, Veranstaltungen und Feste Vielen Gästen noch als »Soldatenheim« bekannt, ist das Haus Oberallgäu in Sonthofen nunmehr seit über 40 Jahren feste Institution für Veranstaltungen, Feste und Messen aller Art. Im Frühjahr dieses Jahres wurde das facettenreiche Veranstaltungshaus mit dem GastroManagementPass ausgezeichnet und nimmt damit klar Stellung zu Qualität und Service. Ursula Hinkeldein, Pächterin und Geschäftsführerin des Haus Oberallgäu.

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Michaela Scheller, Sekretärin der Geschäftsleitung.


D

er GastroManagementPass versteht sich als Sicherungsinstrument der Hygiene- und Qualitätsstandards der Gastronomiebranche. Ziel ist es, dem Endverbraucher leicht erkennbar zu vermitteln, dass ein GMP-zertifizierter Betrieb entsprechende Qualifikationen in Bezug auf Hygiene, Unternehmensführung und ServiceQualität aufweist. »Diese Zertifizierung freut uns ganz besonders, weil wir damit den Beweis antreten, was die Qualität unseres kompletten Leistungsspektrums angeht«, berichtet Ursula Hinkeldein, Pächterin des Haus Oberallgäu.

Veranstaltungsplanung und Logistik Das Leistungsportfolio des Haus Oberallgäu sowie die Möglichkeiten sind vielfältig. Angefangen bei kleineren Meetings, Betriebsfeiern oder Seminaren bis hin zu großen Tagungen oder rauschenden Ballnächten mit bis zu 300 Personen ist der Gastronomiebetrieb inmitten der Kreisstadt begehrter Treffpunkt und Veranstaltungsort. Auch für private Feierlichkeiten, etwa im gemütlichen Restaurant, auf der sonnigen Terrasse, in der Kegelbahn oder mit zahlreichen Gästen im großen Saal, präsentiert das Haus ein breites Angebot. »Wir haben für jeden den richtigen Platz,« betont Ursula Hinkeldein und erzählt weiter: »Wir sind der Ansprechpartner in Sonthofen für Veranstaltungen jeglicher Art. Ganz gleich ob in unserem Restaurant, im Biergarten, in unseren Seminar- und Tagungsräumen – wir haben für jeden Anlass die passende Örtlichkeit und dazu den passenden Service.« Besonderen Wert legt Pächterin Hinkeldein auf das Gesamtkonzept jeder Veranstaltung, das mit den Kunden individuell erarbeitet wird. Dazu gehören sämtliche logistischen Abläufe,

die richtige Bestuhlung, die Koordination von Terminen und auch der Blick auf das Budget, das für die Veranstaltung kalkuliert wurde. Die verkehrsgünstige Lage des Hauses sowie die Nähe zur städtischen Tiefgarage und ein eigener großer Parkplatz machen das Haus zusätzlich attraktiv. So dürfen sich die Gäste des Haus Oberallgäu auf ein durchdachtes Komplettpaket freuen, welches die Individualität der Veranstaltung berücksichtigt und wichtige technische Elemente, wie Präsentations-, Licht-, und Tontechnik, beinhaltet. Nicht zuletzt deshalb ist das ehemalige »Soldatenheim« seit Jahren Veranstaltungsort vieler bekannter regionaler Messen und gern gebuchte Location für Ausstellungen, Kongresse und Hausmessen namhafter Allgäuer Unternehmen aus Handwerk und Industrie. Von Fingerfood bis zum Galamenü Besonderes Augenmerk liegt auf der Bewirtung, die dem Anlass entsprechend konzipiert wird. »Unsere Speisekarte lehnt sich generell an die Region an, jedoch liefern unsere zum Teil weitgereisten Köche eine sehr abwechslungsreiche Küche. Wir bieten neben unserer Speisekarte im Restaurant auch klassische Häppchen, warmes Buffet, mediterrane Gerichte und Galamenüs. Vom Schweinebraten bis zum Hummer ist praktisch alles machbar«, beschreibt Assistentin Michaela Scheller die kulinarische Vielfalt. Besonders stolz ist Chefin Ursula Hinkeldein auf ihr 15-köpfiges Team, das aus qualifizierten Servicekräften, erfahrenen Köchen und fleißigen helfenden Händen besteht: »Wir stellen uns auf den Kunden ein. Was wir unseren Kunden versprechen, das ora Engstler tun wir auch.«

»Wir haben für jeden den richtigen Platz.«

Haus Oberallgäu Richard-Wagner-Straße 14 87527 Sonthofen Telefon (08321) 4675 Telefax (08321) 83503 info@haus-oberallgaeu.de www.haus-oberallgaeu.de

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Golf

Wunderschön gelegen, nur unweit von der Stadt Memmingen entfernt, liegt der Golfclub Memmingen Gut Westerhart. Ob sportlich anspruchsvolles Golfspiel, perfekte Trainingsbedingungen oder ein entspanntes Natur- und Landschaftserlebnis: Auf Gut Westerhart wird man fündig. Ein 18Loch-Platz inklusive 5+2-LochKurzplatz, eine Drivingrange sowie mehrere Puttinggreens und Pitchingbereiche bieten alles, was das Golferherz begehrt.

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als Volkssport, wie Tennis oder Fußball?

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ereits bei der Ankunft fällt einem die malerische Landschaft auf. Alter Baumbestand zwischen den gepflegten Fairways. Kurz: Das Golferlebnis beginnt bereits bei Ankunft. Der Platz fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, ist vergleichsweise flach und daher ohne große körperliche Anstrengungen zu gehen. Wer allerdings glaubt, der Platz sei deshalb spielerisch leicht zu bewältigen, wird schnell eines Besseren belehrt. Lange Spielbahnen, abhängig von der Jahreszeit, begrenzt von hohem Rough und Busch- und Baumbewuchs, dazu viel Wasser und zahlreiche Bunker, verlangen einiges an golferischem Können und konzentriertem Spiel, will man einen guten Score ins Clubhaus bringen. Dennoch lässt der Platz auch Golfneulingen eine faire Chance auf ein gutes Ergebnis. Bestens aufgehoben sind im Golfclub Memmingen alle Golfer auch in sportlicher Hinsicht: Zwei Golflehrer, Wolfgang Bächle und Josef Weger, sind über die ganze Saison auf der Golfanlage engagiert, damit Anfänger, Fortgeschrittene und Könner jeden Alters das Golfspiel erlernen und verbessern können. Die großzügigen, modernen Übungseinrichtungen tun da ein Übriges. Alle Voraussetzungen für ein schönes und erfolgreiches Golfspiel sind also gegeben. Obwohl erst 1997 gegründet, hat der

Platz viele Freunde gefunden. Gründe dafür sind sicher der weit über Memmingen hinaus bekannt gute Pflegezustand und die freundliche, familiäre Atmosphäre. Und noch ein Argument: Das milde Klima rund um Memmingen lässt sehr häufig einen ganzjährigen Spielbetrieb zu. Zahlreiche Golfer wissen das zu schätzen. Untrennbar mit dem Golfclub ist ein Name verbunden: Hermann Kutter. Er war die Triebfeder für die Entwicklung des Vereins und Vorbild zugleich. Vor 15 Jahren hat er den Verein übernommen. Als Präsident lenkt er noch heute die Geschicke. Mit seinem Wirken und Engagement hat er geschaffen was der Golfclub Memmingen heute ist: Ein Verein für die ganze Familie. Seit März unterstützt Christian Montén als Manager Hermann Kutter in der Geschäftsführung. »Für mich ist die Philosophie »Golfen für jedermann« sehr wichtig, denn ich bin der Meinung, dass viele Menschen Interesse am Golfsport haben, doch den ersten Schritt in einen Golfclub nicht wagen«, betont Montén. »Mein Ziel wird sein, dass unser Verein als innovativ und serviceorientiert mit besten infrastrukturellen Rahmenbedingungen und Angeboten wahrgenommen wird. Es ist nicht entscheidend, wo man es lernt, sondern wie.« Und als G1 PGA Golfprofessional mit B-Trainer Lizenz weiß er, wovon er spricht.


Bilder: GolfcluB MeMMinGen (4)

Hermann Kutter, Präsident des Golfclubs

Sonnenterasse des Golfclubs

Wer meint, Golf sei kein richtiger Sport und ist nur etwas für reiche, alte Leute, der irrt sich gewaltig. Dennoch ist es die Meinung vieler, dass Golf viel zu teuer sei, langweilig noch hinzu, man sich kaum bewegt und die Reichen ohnehin unter sich sein wollen. »Vielleicht gehört ein wenig Mut dazu, einmal in einen Golfclub zu gehen und eine Schnupperstunde zu nehmen«, sagt Christian Montén. »Wenn aber einmal die Hemmschwelle überschritten ist, wird man schnell feststellen, dass hier Menschen wie du und ich spielen, mit all ihren Wehwehchen und Alltagsproblemen. Keineswegs die versnobten reichen Angeber, die mit ihrem Golf-Handicap prahlen.« Faszination »Golfen« – wer es erlernen möchte, oder zumindest einmal diesbezüglich erste Eindrücke für sich sammeln will, ist im Golfclub Memmingen bestens aufgehoben. Eines ist schon zuvor gewiss: wundervoll gepflegte Grünanlagen, professionelle Betreuung, interessante Trainingsmöglichkeiten sowie ein überaus gepflegtes Ambiente werden mit Sicherheit dazu beitragen, dass den Teilnehmer eines solchen Kurses die Liebe zum Golfsport niemals mehr loslassen wird. Die ersten Schritte unter professioneller Anleitung kann man bei einem Schnupperkurs machen. »Für alle, die mit dem Golfspielen beginnen oder einfach den Sport kennenlernen möchten, bieten wir Wochenendkurse zum Preis von 69 Euro an. Es ist ein wunderbares Hobby, das einen ein Leben lang begleiten kann«, ist sich Montén sicher. Golf ist Sport und Bewegung an der frischen Luft, gleichzeitig Erholung und Entspannung in freier Natur und ein Sport für alle Generationen. »Außer Schnupperund Anfängerseminaren sind in unserem vielfältigen Unterrichtsangebot natürlich auch Gruppen- oder Firmenkurse möglich«, betont der Golfmanager. Aber nicht

nur das: Hier können das erlangte Basiswissen bzw. die Spielfertigkeiten gefestigt werden und im Endeffekt hat jeder einzelne Schüler auch die Möglichkeit, in diesen entsprechenden Angeboten die Platzreife zu erlangen. Die Platzreife ist der »Führerschein« des Golfers. Diese erlangen die Teilnehmer an einem weiteren Wochenende für 99 Euro. »Die Platzreife schafft eine Basis in Technik und eorie, auf der man ein ganzes Leben lang aufbauen kann«, bringt es Montén auf den Punkt. Wer demzufolge ein wenig mehr über den herausragenden Sport erfahren will, kann sich gleichermaßen jederzeit auch in individuellen Trainings aus- oder weiterbilden lassen. Wer in Sachen Outfit noch unsicher ist, dem sei der hauseigene Pro Shop ans Herz gelegt. Hier findet man alles von Bekleidung über Schläger bis hin zu Zubehör. »Mit Beginn der Saison haben wir alle Artikel noch einmal kräftig reduziert«, betont

Montén. Ein Besuch lohnt also allemal. Und wer Fragen oder nähere Informationen braucht, ist im Sekretariat bei Silvia Schnurr und Gisela Müller bestens aufgehoben. Nach der Runde trifft man sich auf der Terrasse vor dem Clubhaus. Es herrscht eine familiäre, freundliche Atmosphäre, in der auch Gäste stets willkommen sind. Bedient wird man von Monika Perkovic, die sich auch gerne einmal die Zeit für einen kleinen Plausch nimmt. Das Clubrestaurant ist eine öffentliche Gaststätte. Bei einer Kapazität von 130 Sitzplätzen bieten die Räumlichkeiten nicht nur einen schönen Rahmen für Geselligkeit der Golfsportler und Siegesfeiern nach Golfturnieren, sondern auch ein gemütliches Ambiente für Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Die Speisekarte bietet eine gut bürgerliche Küche mit saisonalen Tagesgerichten. Heike Zimmermann

Golfclub Memmingen Gut Westerhart e.V. Westerhart 1b 87740 Buxheim Telefon (08331) 71016 Telefax (08331) 71018 gc-memmingen@t-online.de www.golfclub-memmingen.de

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Im Mittelpunkt steht der Mensch Seit der Gründung im Jahr 2000 setzt die Firma Bergwolf, allen voran Geschäftsführer Alfred Essenwanger, alles daran, das kommunikative Miteinander von Menschen in sozialen Einrichtungen, Firmen, aber auch in Jugendeinrichtungen und Schulen zu fördern. Der Sportwissenschaftler und Sportmanager hat sich das Vermitteln sozialer und emotionaler Kompetenzen auf die Fahnen geschrieben und nutzt dafür unter anderem den firmeneigenen Hochseilgarten und den Kletterwald. 76 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012


BILDER: BERGWOLF

»Man kann nicht nicht kommunizieren«

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eben ist Kommunikation. Getreu dem Sprichwort des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick ist jede Handlung des Menschen ein Ausdruck seiner Persönlichkeit. Und genau da setzt die Arbeit der Firma Bergwolf an. Kommunikationsprozesse bewusst zu machen und zu verbessern. Zu verstehen: Wie ticken wir? Wie funktioniert Führung? Wie gelingt Kommunikation auf eine Weise, dass sie uns persönlich, wie auch die Unternehmen, Schulen und andere Einrichtungen bereichert? Das sind emen, denen sich das Team rund um Alfred Essenwanger mit großem Engagement widmet. Zu diesem Team gehören drei feste Mitarbeiter und 30 freie Trainer. Der firmeneigene Hochseilgarten ist dabei ein Instrument von vielen. Aber eines, das in ganz besonderem Maße erlebnisund handlungsorientierte Lernmöglichkeiten bietet. Denn wer Grenzen überschreitet ist offen für neue Verhaltensweisen. Wenn auch das Erlebnis im Mittelpunkt steht – ohne fundierte Auswertung von Verhaltensund Reaktionsweisen am Ende des Tages, läuft bei Bergwolf nichts. Denn das ist die Basis für eine nachhaltige individuelle Persönlichkeitsentwicklung. Früh übt sich… Der Nachwuchs liegt Alfred Essenwanger sehr am Herzen. Unter dem Stichwort »Erlebnispädagogik« wird Kindern und Jugendlichen spielerisch und erlebnisorientiert vermittelt, was Teamerfahrung bedeutet und wie viel Positives sie bewirkt. Denn »Emotionen spielen eine große Rolle beim Erlernen sozialer Kompetenzen«, so Alfred Essenwanger. Deshalb freut er sich ganz besonders über die Kooperation mit den JUFA (Junge Familien) Gästehäusern Kempten, Bregenz und Meersburg. In dieser Kooperation sollen viele gemeinsame erlebnispädagogische Förderprogramme für Kinder und Jugendliche entstehen. Firmen wie MTU, Müller-Weingarten oder ALNO fördern mit Bergwolf den Nachwuchs, genau wie viele mittelständische Unternehmen. Für

die Auszubildenden dieser Unternehmen wurden spezielle Programme entwickelt, die es den jungen Erwachsenen ermöglichen, das eigene Verhalten zu reflektieren, um es positiv zu verändern und neue Verhaltensweisen daraus zu entwickeln. Alle diese Aktivitäten werden von erlebnispädagogisch ausgebildeten Sicherheitstrainern begleitet.

rem für die Qualifizierung von Personal durch die Zertifizierung von Ausbildungen, sowie die Normierung von Sicherheitsstandards in Seilgärten einsetzt. Hier möchte er Zeichen setzen. Sein aktuelles Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit einem Komitee aus Fachleuten den europäischen Sicherheitsstandard EN 15 567 weiter zu entwickeln – und durchzusetzen.

Ein Visionär setzt Zeichen Das Unternehmen mit Sitz in Scheidegg im Allgäu hat heute zwei Standbeine. Zum einen: In- und Outdoortrainings zur Persönlichkeitsentwicklung, Teambildung und Teamentwicklung, Kommunikation und Führung. Inklusive Events und erlebnispädagogische Veranstaltungen im Hochseilgarten und im Kletterwald. In unserer Zeit wird das ema Nachhaltigkeit immer wichtiger. Dass es sich dabei um eine Einstellung handelt, nicht nur um ein Wort, möchte Alfred Essenwanger klarmachen, indem er den Cherokee-Indianer und Medizinmann Robert Standing Bear für Workshops nach Deutschland holt. Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert in solchen interkulturellen Inputs für die Entwicklung unserer heutigen Normen und Werte für die Entfaltung einer positiven Zukunft. Darüber hinaus konzipiert Alfred Essenwanger Freizeitanlagen, Abenteuerparks und Hochseilgärten oder beispielsweise den Baumwipfelpfad in Scheidegg und berät ausführende Unternehmen in allen sicherheitsrelevanten Aspekten. Sowohl bei den Anlagen selbst, als auch bei der Auswahl der entsprechenden Kletterausrüstungen und Sicherheitssysteme. Dabei profitieren die Kunden von seiner langjährigen, praktischen Erfahrung mit den Geräten und ihren Einsatzmöglichkeiten im pädagogischen und kommunikativen Sinn. Sicherheit ist ein ema, auf das Alfred Essenwanger großen Wert legt. Das zeigt auch sein Engagement in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden und Gremien, in denen er sich unter ande-

Neue Ausrichtung und Konzentration auf Firmen Die »Arbeit« im Hochseilgarten und im Kletterwald bietet unzählige Metaphern zum Firmenalltag. Deshalb wird sich Bergwolf in Zukunft noch stärker auf Firmentrainings konzentrieren. Ziel ist es, Menschen in der Wirtschaft und hier vor allem auch in Führungspositionen einen bewussten und entschleunigten Umgang mit dem Firmenalltag und seinen täglichen Herausforderungen zu ermöglichen. emen wie Angstund Stressabbau oder auch Mobbing-Prävention spielen dabei eine zentrale Rolle. Denn Alfred Essenwanger ist sich sicher, dass diese Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der sozialen Netzwerke und des Klimas in Unternehmen leistet. Und damit nach neuesten Studien auch eine wichtige Säule für die Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter von Unternehmen Michaela Krieg darstellt.

Bergwolf Büro Am Durchlass 7 88175 Scheidegg Hochseilgarten Kurstraße 14 88175 Scheidegg Telefon (08381) 928489 Telefax (08381) 928696 hochseilgarten@bergwolf.de www.bergwolf.de

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»Veni, vidi, Video« – er kam, sah und drehte Filme. So auch kürzlich wieder für die Firma Multivac in Wolfertschwenden. Es galt, den Transport einer gewaltigen Verpackungsanlage in die USA und dort den Aufbau und die Funktion zu dokumentieren. Remigius Heubuch ist mit der Cambodunum Film GmbH in Wildpoldsried seit mehr als 20 Jahren Filmemacher aus Leidenschaft. Spannender als mit den Medien »Film« und »3DAnimation« können insbesondere technische Vorgänge oder Unternehmenspräsentationen seiner Meinung nach nicht dargestellt werden – ganz gleich, ob als Werbespot, Schulungs-, Dokumentations- oder Imagefilm.

BILDER: CAMBODUNUM FILM

Filmreif

G

’standene Männer, die sichtlich Spaß an der Arbeit haben und genau wissen, was zu tun ist. Ein Team, das optimal aufeinander eingespielt ist. Jeder Handgriff sitzt perfekt und wird dabei von einer rhythmisch exakt passenden Musik begleitet. Der für Laien, zugegeben eher langweilige Vorgang von Maschinentransport und -aufbau, wird dank Cambodunum Film zum kurzweiligen, unterhaltsamen Augenschmaus und zum visuellen Vergnügen.

Die Kunst guter Filme »Ein guter Kameramann muss wie ein stiller Beobachter fungieren, muss immer schon ein paar Sekunden im Voraus wissen, was gleich passiert und die Kamera stets bereit haben. Zudem darf er den täglichen Ablauf eines Betriebes nicht stören. Nicht immer einfach, doch nur so entstehen wirklich gute Bilder, oder sagen wir besser, aussagekräfti-

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technischem Verständnis und – das bezeichnet Heubuch als seine besondere Fähigkeit – ein Gefühl für die Bedürfnisse der Kunden. So ist er schon längst über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt, dreht Filme rund um den Globus und zählt weltweit agierende Unternehmen wie Bosch, Knauf und eben Multivac, zu seinem Kundenkreis.

Remigius Heubuch und sein Team »drehen nicht einfach nur Filme«, sie kreieren Kunstwerke in höchster Vollendung und Qualität: voller Charme, Esprit und Witz, dabei für jedermann verständlich.

ge Filme.« Solche Aussagen trifft Remigius Heubuch mit sprühender Euphorie, wobei man sofort das Bild des Firmenchefs mit geschulterter Kamera lebhaft vor Augen hat. Remigius Heubuch und sein Team »drehen nicht einfach nur Filme«, sie kreieren Kunstwerke in höchster Vollendung und Qualität: voller Charme, Esprit und Witz, dabei für jedermann verständlich. Was dabei erstaunt, ist, dass diese Kunstwerke darüber hinaus stets mit so wenig Aufwand und Kosten wie möglich geschaffen werden – und somit selbst für kleine Unternehmen erschwinglich sind. Wie vollbringt der Inhaber und Geschäftsführer der »Cambodunum Film GmbH«, Remigius Heubuch, gemeinsam mit seinem Team, versteht sich, dieses Kunststück? Zum einen dank seiner langjährigen Erfahrung in der Filmproduktion, zum anderen verfügt der gelernte Papierverarbeitungstechniker über ein hohes Maß an

»… und action« Die Firma Multivac, 1961 von Sepp Haggenmüller gegründet, ist Marktführer in der Herstellung von Verpackungsmaschinen und bietet Verpackungslösungen für unterschiedlichste Branchen und Unternehmen. Für eine neue Generation seiner Verpackungen gab ein Kunde aus USA mehrere komplette Verpackungsanlagen bei Multivac in Auftrag. Eine Aufgabe, die sowohl Multivac als auch Cambodunum Film vor große Herausforderungen stellte, denn schließlich werden nicht jeden Tag 50 Tonnen Edelstahl in Form von intelligenter Verpackungstechnik vom Münchener Flughafen in die USA geflogen, noch dazu mit steter Kamera-Präsenz. Die Verpackung der Anlage musste vorher exakt berechnet werden, damit das Fassungsvolumen – 260 Kubikmeter – der von der DHL gecharterten Boeing 747 nicht überschritten wurde. Die 42 Kisten, allein für eine der Anlagen, benötigten zwölf Lkw und passten teilweise zentimetergenau in den Flieger. Diverse Arbeitsabläufe, wie Abbau der Anlage bei Multivac, Verpackung einzelner Maschinenteile, Verladung und Abtransport, mussten in unterschiedlichen Sequenzen parallel gefilmt werden. Doch für erfolgsverwöhnte, routinierte Unternehmen kann letztlich keine Herausforderung zu hoch sein und so klappte alles »wie am Schnürchen«.

Außergewöhnliche Dreh-Bedingungen wurden durch Cambodunum Film mit Finesse gemeistert. Beispiel: Im Münchener Flughafengelände war nur ein Kameramann zugelassen. Also drehte Remigius Heubuch höchstpersönlich, setzte dabei jedoch zwei Kameras gleichzeitig ein und konnte somit die besten Szenen am Flughafen einfangen. Ursprünglich war lediglich ein Spot über die Aktivitäten in Deutschland geplant. Doch die Qualität von Cambodunum Film, dazu noch die überraschend kurze Drehzeit, war so überzeugend, dass Multivac auch die Dokumentation von Ankunft, Aufbau und Funktion der Spezialanlagen in USA bei Cambodunum Film beauftragte. Zwei von Erfolg gekrönte Unternehmen, eine spektakuläre Aktion und eine seit knapp zwanzig Jahren andauernde, fruchtbare Zusammenarbeit – was daraus entstand, kommt einer im wörtlichen Sinne filmreifen Glanzleistung gleich. Wer in den Genuss kommt, den kurzen, jedoch knackigen Film sehen zu dürfen, wünscht sich derer »Glanzstreifen« mehr! Karin Bitsch

Cambodunum Film GmbH Frohnschwenden 67 1⁄4 87499 Wildpoldsried Telefon (08304) 929409-0 Telefax (08304) 929409-43 info@cambodunum.com www.cambodunum.com

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Der Traum eines generationsübergreifenden Familienbetriebs … bei der Kälte- und Klimatechnik Fritz wird er jeden Tag gelebt Schon wenn man auf den Hof der Firma Fritz Kälte- und Klimatechnik fährt, spürt man diese freundliche Atmosphäre, dieses selbstverständliche Miteinander. Heinz Fritz und seine Frau Erika, die das Unternehmen 1979 gründeten, leben auf dem Firmengelände in einem alten Bauernhaus, das auch für geschäftliche Besprechungen offen steht. Sohn und Schwiegertochter samt Enkeln haben sich im nebengelegenen Betriebsgebäude ihr zuhause eingerichtet. Schon frühmorgens herrscht hier ein reges Treiben, denn dann dreht sich alles um das gemeinsam geführte Unternehmen.

K

ühlanlagen­für­den­Gerätebau,­Kühlund­Schankanlagen­für­die­Gastronomie,­ Lüftungs-­ oder­ Klimaanlagen für­ die­ Industrie­ oder­ Wärmepumpen­ –­ 90­Prozent­aller­Projekte­der­Firma­Fritz­Kälte-­und­Klimatechnik­sind­individuelle­Sonderanfertigungen,­die­in­enger­Zusammenarbeit­mit­dem­Kunden­konzipiert­und­realisiert­werden.­Die­Kunden­können­sich­von der­Planungsphase­bis­zur­Montage­jederzeit­auf­die­professionelle­Projektbetreuung des­Unternehmens­verlassen. Mit­den­drei­Kernbereichen:­Kältetechnik,­Klimatechnik­und­Lüftungsanlagen­ist der­Fachbetrieb­langjähriger,­verlässlicher Partner­ von­ Brauereien,­ Gastronomiebetrieben,­ Industrieunternehmen­ und­ des ­Lebensmittel-Einzelhandels­aus­der­Bodenseeregion­und­dem­Allgäu.­Den­kontinuierlichen­Erfolg­des­Unternehmens­führen­die Inhaber­auf­fünf­wesentliche­Punkte­zurück: Hohe­ Fachkompetenz,­ individuelle­ Problemlösungen­ gelebter­ Familiensinn, schneller,­zuverlässiger­Service­und­gutes Betriebsklima. Aber­ auch­ die­ regionale­ Ausrichtung des­ Unternehmens­ verlangt­ Höchstleistung.­»Hier­kennt­jeder­jeden«,­sagt­Dipl. Ing.­(FH)­Heinz­Fritz.­»Da­spricht­sich­Qualität­und­Zuverlässigkeit­schnell­rum.­Deshalb­können­und­wollen­wir­uns­keine­Fehler­leisten.«­

Exgeschützte Lüftung des Gefahrstofflagerraums

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»Unser 24-Stunden-Service funktioniert zu 100 Prozent« Auch­nach­Montage­und­Inbetriebnahme der­jeweiligen­Anlage­ist­die­Zusammenarbeit­mit­der­Firma­Fritz­nicht­zu­Ende.­Denn das­ Unternehmen­ garantiert­ seinen

­ unden­ einen­ perfekt­ funktionierenden­ K 24-Stunden-Service.­Darauf­ist­das­gesamte Team­sehr­stolz.­Denn­wer­kennt­sie­nicht, die­ Endloswarteschleifen­ in­ Callcentern. Nicht­so­bei­der­Firma­Fritz.­Ob­es­um­kurzfristige­Reparaturen,­»Notfälle«­oder­auch das­Liefern­von­Ersatzteilen­geht­–­schon am­Telefon­wird­das­Problem­eingekreist, manchmal­auch­gelöst,­auf­jeden­Fall­aber die­schnellst-­und­bestmögliche­Lösung­für den­ Kunden­ gefunden.­ Individuell­ und höchst­professionell.­Im­Büro­laufen­alle­Fäden­zusammen.­»Mit­der­Zeit­kennt­man seine­Kunden­ja­auch­immer­besser«,­sagt Erika­ Fritz,­ die­ gute­ Seele­ des­ Unternehmens,­die­mit­viel­Erfahrung,­Menschlichkeit­ und­ Fingerspitzengefühl­ den­ Innendienst­leitet.­Kunden­und­Mitarbeiter­profitieren­dabei­nicht­nur­von­ihrer­unkomplizierten­und­engagierten­Herzlichkeit,­sondern­auch­von­ihrer­über­30-jährigen­Erfahrung.­Die­ist­vor­allem­im­Sommer­gefragt, wenn­der­Service­täglich­zehn­Stunden­ausgebucht­ist­und­es­darum­geht,­jedem­Kunden­gerecht­zu­werden.­Erika­Fritz­weiß,­wie das­geht­und­findet­für­jeden­eine­zufriedenstellende­Lösung.­ Wärmepumpen – Das Steckenpferd des »Seniors« Während­seine­Frau­in­der­Verwaltung,­im Service­und­bei­der­Mitarbeiterbetreuung ihre­Stärken­ausspielt,­hat­Heinz­Fritz­den Rücken­frei,­sich­um­technologische­Weiterentwicklungen­zu­kümmern,­was­er­mit­Leidenschaft­ tut.­ Dabei­ ist­ die­ ökologische Nachhaltigkeit­seit­Jahren­ein­wichtiges­ema­für­ihn.­Nicht­verwunderlich,­dass­er­ein Steckenpferd­aus­seiner­Studienzeit­nie­aus


den Augen verloren und sein Wissen auf diesem Gebiet immer mehr vertieft hat: Wärmepumpen. In Zeiten rasant steigender Energiekosten sind sie eine Alternative, über die immer mehr Menschen und Unternehmen nachdenken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen können Betriebskosten erheblich gesenkt werden und zum anderen werden die Ressourcen geschont.

sich langsam auf die nächste Generation. Sohn Timo Fritz hat 1997 im elterlichen Betrieb seine Lehre als Kälteanlagenbauer begonnen. Seit 2006 ist er Meister seines Fachs. Er hat das große Glück, sich seine Position langsam erarbeiten zu können. Seine Ehefrau Sandra unterstützt ihn dabei seit zehn Jahren mit engagiertem Einsatz im Büro. Es heißt also auch beim Generationenwechsel

Das hat der Dipl. Ing. (FH) Heinz Fritz schon lange erkannt und aus den Erfahrungen der Klimatechnik die Luft/Wasser-Wärmepumpe in den Vordergrund gerückt. Inzwischen ist er ein viel gelobter und geschätzter Fachmann in diesem Bereich. Mit ihm am Tisch zu sitzen und sich diese hoch komplexe Technik erklären, bzw. skizzieren zu lassen, ist eine wahre Freude. Er kann sich gut und gern als DER Fachmann in diesem Bereich bezeichnen. Erdreich-Wärmepumpen, Luft-Wasserwärmepumpen oder LuftLuft-Wärmepumpen – die Kälte- und Klimatechnik Fritz entwickelt auch hier innovative Konzepte mit »Umkehr-Effekt«, das heißt jeder Kreislauf kann auch umgekehrt werden. So kann beispielsweise über ein 4-Wege-Umschaltventil die »Abfallenergie« aus der Kühlung anderweitig sinnvoll genutzt werden.

»bleib cool«. Vor allem dann, wenn »Altbewährtes« verändert und neu geordnet wird. Das ema EDV beispielsweise. Hier braucht es Toleranz und ebenfalls verlässliche Partner, die es verstehen, die Erfahrungen der »Alten« mit den Ideen und Plänen der »Jungen« sinnvoll zu verknüpfen. Immer mit dem Ziel, die Position des Unternehmens auch in der zweiten Generation zu stärken und weiter auszubauen. Mit der Firma SKC IT Service in Weißensberg hat das Unternehmen im EDV-Bereich einen Partner gefunden, der beide Interessen unter einen Hut bringt.

BILDER: FRITZ KÄLTETECHNIK

»Bleib cool« heißt das Unternehmensmotto Diese Gelassenheit und Einsatzfreude ist bei der Firma Fritz Programm und überträgt

Tue Gutes und rede darüber: Aktuelles »Vorzeigeprojekt« ist die Rose Plastic Die Kundenliste der Firma Fritz ist lang und voller bekannter Namen. Sie alle zu nennen würde hier zu weit führen. Aber auf ein aktuelles Projekt ist das Unternehmen besonders stolz: Das international agierende Verpackungsunternehmen Rose Plastic mit Sitz in Hergensweiler hat sich bei seiner Firmenerweiterung auf die Erfahrungen der

Die Rohre für die Luftverteilung sind in sieben Meter »luftiger Höhe«

Firma Fritz gebaut, die mit 13 verschiedenen technischen Positionen einen wesentlichen Beitrag im Bereich Kälte- und Klimatechnik geleistet hat. Das Projekt ging im letzten November an den Start und wird in diesem Sommer abgeschlossen sein. »Der Kunde kommt mit dem schlichten Anliegen ›ich hab da was zu kühlen‹ und erwartet eine perfekte Problemlösung von uns«. Das sind die täglichen Anforderungen. »90 Prozent unserer Arbeit sind Sonderanfertigungen«, so Heinz Fritz. Das langjährig eingespielte Team aus Meistern, Gesellen, Verwaltung und Service stellt sich jeden Tag aufs Neue diesen Herausforderungen. Das schweißt zusammen. Und so gibt es auch heute noch Mitarbeiter der ersten Stunde im Unternehmen. Mit diesem Team, der Unterstützung und Erfahrung der Firmengründer und dem »frischen Wind« der jungen Generation ist die Firma Fritz Kälteund Klimatechnik für die Zukunft bestens Michaela Krieg aufgestellt.

Kälte- und Klimatechnik Fritz GmbH Unternützenbrugg 2 88138 Hergensweiler Telefon (08388) 849 Telefax (08388) 819 info@kaelte-fritz.de www.kaelte-fritz.de 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 81


Immer ein spannender Prozess Gebäude, egal ob Industrie- oder Verwaltungsbauten, öffentliche oder private Gebäude, viele von ihnen erheben den Anspruch, einzigartig zu sein. Genau dieser Herausforderung stellt sich Redle Architekten in Leutkirch nicht nur gern, sondern auch erfolgreich.

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er Tätigkeitsschwerpunkt von Redle Architekten ist zurzeit der Bereich Industrie- und Verwaltungsbau, ein vielfältiges sowie anspruchvolles emengebiet. »Dass sich Bauherren mit sehr vagen Vorstellungen und Wünschen an uns wenden, kommt immer wieder mal vor«, erzählt Stefan Redle. »Als Architekten müssen wir deshalb zuhören, den Bauherren die richtigen Fragen stellen, Lücken erkennen und dafür sorgen, dass sie geschlossen werden. »Um diese Bedürfnisse herauszufinden, nehmen wir uns sehr viel Zeit.« Dabei versetzen sich er und sein Architektenteam in die Sicht ihrer Kunden und machen sich deren Bauvorhaben, egal ob Neubau, Anbau oder Sanierung, so zu eigen, als wäre es ihr eigenes. Ein Gespür für die Wünsche der Kunden zu haben betrachten sie als wichti-

ge Ausgangsbasis für eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ihnen und ihren Bauherren.

Bilder: redle (6), renate leiprecht (1)

Diplom-Ingenieur Stefan Redle, freier Architekt in Leutkirch

Ein passendes Gebäude für den Bauherrn Die Besonderheit bei der Planung von Industrie- und Gewerbebauten ist die Integration der spezifischen Produktions- und Logistikabläufe des Bauherrn in den Gebäudeentwurf. Über ausreichend Erfahrung und über das spezielle Know-how, das für diese komplexe Aufgabe nötig ist, verfügt Redle Architekten allemal. Funktionalität und eine ansprechende Gestaltung unter einen Hut zu bringen ist für sie »immer ein spannender Prozess«. Neben einer sorgfältigen Planung ihrer Projekte legen sie größten Wert darauf, Gebäude zu entwerfen, die auch »nach zehn Jahren noch frisch aussehen«. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die richtige Materialauswahl sowie die Reduzierung auf wenige, solide ausgeführte Gebäudedetails. Denn die Wartungsfreundlichkeit und die Minimierung von Unterhaltskosten von Gebäuden werden mehr und mehr zu emen des Bauherrn, der übrigens »immer im Mittelpunkt der Planung steht«. Stefan Redle: »Mit unseren Entwürfen und Planungen unterstützen wir den Bauherrn bei seinen Entscheidungen. Unsere Vorschläge verstehen wir immer als Empfehlungen, auf keinen Fall bevormunden wir den Bauherrn. Die letzte Entscheidung trifft er selbst, denn es soll ja das passende Gebäude für ihn sein.« Doch ganz egal mit welchen Bauaufgaben sie es zu tun haben, sie fühlen sich mit allen wohl. So umfasst das Leistungsspektrum die Projektentwicklung, Projektsteuerung, die Gebäudeplanung vom Entwurf bis zur Bauleitung, das Erstellen von Gutachten sowie die Energieberatung. Redle Architekten ist stark in der Praxis tätig, was der Qualität und der Wirtschaftlichkeit ihrer Arbeit zugute kommt. »Ein guter Gebäudeentwurf soll mehr sein als nur gutes Design. Er soll

darüber hinaus die Grundlage für ein solide konstruiertes Gebäude sein, das die Entwurfsqualität auch bei der baulichen Ausführung beibehält«, sagt er. Als reines Architekturbüro arbeiten sie unabhängig, bieten ihren Kunden Kostensicherheit und gewährleisten eine effektive Projektabwicklung. Kontinuierlich gewachsen In der Region rund um Ravensburg und Biberach hat Redle Architekten bereits zahlreiche Projekte realisiert: Logistik-, Produktions-, Pforten-, Verwaltungs- und Laborgebäude, aber auch öffentliche Gebäude reihen sich in die lange und bemerkenswerte Referenzliste ein. Dass das Büro in den zehn Jahren seines Bestehens schon viel erreicht hat, liegt vor allem auch daran, dass Stefan Redle eines immer im Auge behält, nämlich seine Mitarbeiter in sein Team vollständig zu integrieren. Und er ergänzt: »Wir planen langfristig und wachsen kontinuierlich.« Das Büro, das er von seinem Onkel, einem renommierten Architekten aus Leutkirch, im Jahre 2002 übernommen hat, bestand ursprünglich aus zwei Mitarbeitern. Heute beschäftigt er sechs Architektinnen und Architekten, zwei Bauzeichnerinnen, zwei Teamassistentinnen sowie eine Praktikantin. »Mit dieser Größe kann man nicht nur flexibel die unterschiedlichsten Bauprojekte angehen, sondern diese auch erfolgreich und termingerecht abwickeln«, erzählt er. Renate Leiprecht

Redle Architekten Bahnhofstraße 21 88299 Leutkirch Telefon (07561) 91396-0 Telefax (07561) 91396-60 info@redlearchitekten.de www.redlearchitekten.de

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Anzünden, zubereiten und genießen Kaum steigen die Temperaturen in Richtung zweistelligen Bereich, so werden sie wieder aktiv: die »Grillmeister der Nation«, die voller Vorfreude auf einen langen warmen Sommer mit Rollkragenpullover und Anorak die ersten Würstchen braten. Grillen ist mittlerweile Kult und wer mitreden will, der setzt sich intensiv mit dem richtigen Zubehör, der Vor- und Zubereitung und dem richtigen Grill auseinander.

B

ei Rösle in Marktoberdorf wurde 2004 der hauseigene Rösle-Shop gegründet – hier ist seitdem das El Dorado für Hausfrauen, Hobbyköche und Küchenprofis. Jeder, der beim Kochen qualitativ hochwertigste Küchengeräte schätzt, der mit Handwerkszeug arbeiten will, das mit viel Liebe zum Detail von Fachleuten für Fachleute konzipiert wurde, wird auf der 600 Quadratmeter großen Verkaufsfläche ins Schwärmen geraten. Über 700 Artikel aus dem Rösle Sortiment sind hier verfügbar, im größten Rösle-Shop weltweit können im Werksverkauf die hochwertigen Produkte zu günstigeren Preisen erworben werden – selbstverständlich bei zehnjähriger RösleGarantie. Um das Sortiment abzurunden, werden zusätzlich Haushaltswaren von zwanzig namhaften Herstellern wie beispielsweise Schott, Melitta oder Le Creuset angeboten; hochwertige Bettwäsche und Frottierwaren von Estella runden das Angebot ab.

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Kaum auf dem Markt wurde der Grill schon mit dem »reddot design award« ausgezeichnet.

Grillen für Genießer Immer auf dem neuesten Stand, immer auf die Wünsche der Kunden reagieren – das ist die Devise von Rösle, deshalb war es eigentlich nur selbstverständlich, dass sich Rösle auch mit dem ema »Grillen« beschäftigt hat; und wer Rösle kennt weiß, dass seit diesem Jahr ein Produkt auf dem Markt ist, das bis ins kleinste Detail durchdacht wurde und keine Wünsche offen lässt. Den Kugelgrill gibt es mit 50 und 60 Zentimetern Durchmesser und schon von außen betrachtet zeigt er seine Vorzüge: Das Deckelscharnier wurde so angebracht, dass es mit einer Hand schnell zu öffnen und zu schließen ist – ohne dass man sich die Fin-

ger verbrennt. Die ergonomische Höhe von vierundachtzig Zentimetern gewährleistet komfortables Arbeiten und die Leichtlaufräder mit Gummibereifung garantieren einen mühelosen Transport auch auf unebenem Untergrund. Auch das »Innenleben« des Kugelgrills birgt viele praktische Einzelheiten. Der extra große Garraum bietet ausreichend Platz für Zubehör – so können bis zu drei Hähnchenbräter aufgestellt werden und über den zusammenklappbaren Grillrost, der problemlos in die Spülmaschine passt, werden sich vor allem die Hausfrauen freuen. Zum Nachfüllen der Kohle kann dieser übrigens ebenfalls an den Seiten hochgeklappt werden – auch hier wurden wieder praktische Erfahrungen effektiv umgesetzt. Der Grill lässt tatsächlich keine Wünsche offen – wobei der Wort Grill das hochwertige Gerät nur unzureichend beschreibt. Eigentlich wird hier ein kleiner Backofen angeboten – denn neben dem herkömmlichen bekannten direkten Grillen auf dem Rost ist hier auch indirektes Grillen möglich und eröffnet somit eine Vielzahl neuer und kreativer Zubereitungsmöglichkeiten. Rollund Spießbraten, Spareribs und Roastbeef – alles ist möglich. Der Fantasie sind dabei kei-

ne Grenzen gesetzt und wen einmal das Grillfieber gepackt hat, bei dem wird zumindest im Sommer die Küche kalt bleiben. Damit das Grillgut auch wirklich perfekt wird, bietet Rösle 30 ebenso nützliche wie praktische Zubehörteile an. Von der Barbecue-Zange und Grillspießen bis zur Marinierspritze für die Profis, dem Pizzastein und dem Bratenthermometer kann sich jeder sein individuelles Grillwerkzeug zusammenstellen. Auch hier ist hohe Funktionalität und gute Gestaltung selbstverständlich. Kaum auf dem Markt wurde der Grill übrigens schon mit dem »reddot design award«, einer begehrten Anerkennung für gutes Produktdesign ausgezeichnet. Der »reddot design award« wird von einer Jury aus Fachkundigen an die Arbeiten verliehen, die eine herausragende Designqualität haben. Außerdem wurde der Rösle Kugelgrill mit dem Home and Trend Award für Design und Funktionalität ausgezeichnet. »Der Grill wird in diesem Jahr sicher auch die Attraktion auf dem Rösle-Stand bei der Allgäuer Festwoche sein«, ist sich der Vertriebsprojektleiter Reiner Overdick sicher. Karin Donath

RÖSLE GmbH & Co. KG

Bilder: donath (2), Felix holzer (2)

Johann-Georg-Fendt-Straße 38 87616 Marktoberdorf Telefon (8342) 9120 info@roesle.de www.roesle.de Das geschulte Fachpersonal berät kompetent und freundlich vor Ort und am Telefon von Mo bis Fr von 10 bis 18 Uhr und Sa von 10 bis 14 Uhr. Josef Mayer, Reiner Overdick, Peter Glaser, Marion Volpe, Anastasia Schlegel (v.re.n.li.). 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 85


Eund ein Fünftel der 2eit, die der Mensch im nternet Derbringt, widmet er der pocial Media Rlattform Facebook. Wtwa z I Millionen Menschen allein in 0 eutschland sind bei Facebook registriert. 4 as z I I ß in den Sp- als nternetAortal für ptudenten anfing, ist heute BreffAunkt für Menschen aller - ltersklassen, ? erufe und nteressen. - uch Snternehmen haben das soviale T etvwerk schon lange als wertDolles Marketinginstrument entdeckt. 0 och nicht nur groUe Snternehmen, auch der Mittelstand ist vunehmend Dertreten. 0 och lohnt sich eine sogenannte Facebook Fanseite überhauAtZ

m Januar verzeichnete die InternetPlattform rund 845 Millionen aktive Nutzer weltweit. Das Unternehmen, das seinen Gründer Mark Zuckerberg bereits zum Milliardär gemacht hat, steht in den Startlöchern zum Börsengang. Ganz gleich wie kritisch der Einzelne der Internetplattform gegenübersteht, so haben soziale Netzwerke de facto unsere Kommunikation und den Fluss von Informationen bereits spürbar verändert. Die Positionierung im sozialen Netzwerk kann daher für Unternehmen durchaus Vorteile bringen, auch regional betrachtet.

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Ein Schaufenster für die Kunden Auf der Facebook-Fanseite eines Unternehmens treffen sich Käufer und Interessierte, die sich über die Dienstleistungen und Produkte eines Anbieters austauschen. Die »Fans« einer Marke oder eines Produktes tauschen sich hier aktiv aus und teilen ihre Erfahrungen, Meinungen und Ideen. Ein Fundus nicht nur für Produktmanager und Marketingabteilungen, auch kleinere Betriebe haben hier die Chance, einen reichhaltigen Ideenpool für die Weiterentwicklung ihres Angebotes anzuzapfen.

Bild: Gerd AltmAnn-ShApeS-AllSilhouetteS.com/pixelio.de

Facebook


als Marketinginstrument

Aktualität ist Trumpf Regelmäßige Einträge und Aktualisierungen sind das oberste Gebot, damit die Nutzer der Facebook-Fanseite einer Firma die Treue halten. Die sogenannte »Pinnwand« muss regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden und interessante Inhalte liefern. Oft stellen Leser direkte Fragen auf der Pinnwand, anhand derer Unternehmen sehr einfach in Kommunikation mit ihrer Fangemeinde treten können. Das können simple Fragen zu Öffnungszeiten, aber auch komplexere emen sein, die in Verbindung mit dem Unternehmen stehen. Das Beantworten solcher Anfragen regt Diskussionen innerhalb der Community an und sorgt für Unterhaltungswert. Kurzum: Eine Unternehmensseite auf Facebook muss informativ sein und Spaß machen. Das Einrichten und Pflegen einer Fan-Seite ist nicht zwingend mit Kosten verbunden, kümmert man sich selbst um die Administration und Pflege. Jedoch die engagierte Pflege der Facebook-Präsenz durch Mitarbeiter oder auf-

GegelmäAige . inträge und - tualisierungen sind das oberste E ebot damit die ß utcer der FaReboo kFanseite einer Firma die Nreue Talten,

geschlossene Firmenchefs versteht sich als Schlüsselfaktor, um relevante und gern gelesene Inhalte für die Leser zu produzieren. Die Marke als Freund So gilt es nicht länger durch Werbung zu überzeugen, sondern als Marke zum Freund des Kunden zu werden. Kernziel ist der langfristige Aufbau und die Pflege der Kommunikation. In der Werbung sind es Unternehmen gewohnt, von sich aus stetig Informationen zu senden. Mit der Kommunikation über Facebook und Co. ist darüber hinaus auch das Zuhören möglich geworden. Was wollen die Verbraucher einem Unternehmen sagen? Interessierte Zuhörer werden schnell feststellen, wie gut ihre Produkte ankommen, was sich die Konsumenten wünschen und welche Ansprüche sie haben. Selbst Fragen zu stellen ist erlaubt und sinnvoll, am besten ganz kurz und knapp: »Welches unserer Produkte gefällt euch am besten?« Je nach Branche tun sich hier interessante Wettbewerbsvorteile auf – für das mittelständische Unternehmen genauso wie für die kleine Boutique in der Innenstadt. Aufwand und Nutzen abwägen Nicht jedes Unternehmen muss eine Facebook-Seite haben. Aber gerade für kleine Betriebe, angefangen beim italienischen Spezialitätenhandel bis hin zum stylischen Sportgeschäft kann

eine Fan-Page mit geringem Aufwand bereits sinnvoll sein. Vor allem wenn sie regional betrachtet bereits eine Art Kultcharakter genießen, der sich auf diese Weise medial pflegen lässt. Kunden bietet sich auf diese Weise eine Plattform, auf der sie schöne Erfahrungen mit dem Unternehmen und seinen Produkten teilen können und der Unternehmer vom öffentlichen Erfahrungsaustausch profitieren kann. Einfach nur des Trends wegen dabei zu sein ist nicht sinnvoll. Viel wichtiger ist es, selbst beurteilen zu können, ob die Entwicklung des Social Media Einfluss auf das eigene Unternehmen hat und ob sich Facebook in seiner Funktion als digitale Mundpropaganda auch im Kleinen vorteilhaft in ein bestehendes Marketingkonzept integrieren lässt. Vor allem kleine Unternehmen sollten sich nicht unnötig mit aufwändigen Analysen herumschlagen – hier hat die Freude am Umgang mit den sozialen Netzwerken einora Engstler deutig Vorrang.

Bild: Gerd AltmAnn-GrAphicxtrAs/pixelio.de

Ein nicht zu verachtender Vorteil ist die schnelle Verbreitung von eigenen Nachrichten – vorausgesetzt sie sind interessant und aufregend genug, um von den Fans untereinander geteilt und damit verbreitet zu werden. Das kann ein informativer Link, ein lustiges Video, eine Pressemitteilung, eine aufregende Geschichte oder die Einladung zu einer Veranstaltung sein. So wandelt sich die Unternehmens-Seite rasch zum persönlichen Schaufenster für die Nutzer – direkt vom Wohnzimmer aus erreichbar. Der enorme Einfluss von Facebook ist ein weiterer interessanter Effekt, der sich positiv auf das Suchmaschinen-Ranking einer Firmenwebseite auswirkt. Wer seinen Bekanntheitsgrad zusätzlich steigern möchte, kann in kostenpflichtige Anzeigenwerbung investieren und regional wie demographisch betrachtet passgenau seine Zielgruppe ansteuern.

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Die Werbung erobert sich die dritte Dimension. Figuren, dreidimensionale Buchstaben und Aufsteller beleben nicht nur plane Flächen, sondern positionieren sich im Raum. Da muss alles perfekt sitzen. Dafür sorgt im Werbehaus Wangen jetzt die Neue aus der Schweiz: eine vollautomatische Schneid- und Fräsmaschine. Sie eröffnet den Werbeprofis und ihren Kunden vielfältigste Möglichkeiten.

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ie Werbehaus Wangen GmbH & CoKG ist seit vielen Jahren ein kreativer Fullservice-Dienstleister in Sachen Werbung, ein erfahrener Partner mit großem Know-How in Offset-, Digital-, Textildruck sowie Werbetechnik. Geschäftsführer Uwe Schenkemeyer agiert stets auf der Höhe seiner Zeit. »Früher«, erzählt er, »klebte man eine Folie auf ein plattes Teil. Danach wurden zusätzlich die Ecken abgerundet. Heute passen wir Konturen exakt auf Figuren an.« Geformte Werbepylone, Leuchtreklamen, Logos oder Firmennamen erscheinen heutzutage häufig als Reliefs. Die Trägerplatten sind zuweilen aus mehreren Schichten und aus verschiedenen Materialien von Alu bis Plexiglas aufgebaut. Ein solcher Werbeträger macht einen wertigen Eindruck. Die neue Maschine im Werbehaus verarbeitet Platten bis zu einer Größe von 3,20 Meter auf 3,20 Meter, sie dürfen nur nicht dicker als 10 Zentimeter sein. Die »Zünd« kann fräsen, schneiden, nuten, perforieren und sämtliche Materialien bearbeiten – Stoff, Leder und Planen eingeschlossen. Die Schnitte für eine Schneiderei am Ort zum Beispiel stammen aus dem Werbehaus Wangen. Schnell Die neue Maschine schafft in kürzester Zeit, was früher in Handarbeit erledigt werden musste. »Wir schneiden jetzt 30 Fahnen statt drei in einer Stunde«, erzählt Schenkemeyer begeistert. Die Kapazität des Werbe-

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hauses ist damit um ein Vielfaches gestiegen. »Wir können sehr schnell reagieren«, sagt der Chef: »Das ist heute das A und O in der Werbung.« Außerdem freut er sich, dass seine Mitarbeiter dadurch massiv entlastet werden und ihre Zeit auf andere Arbeiten verwenden können. Vollautomatisch Die Daten der Kunden werden ins Programm der Maschine eingespeist, aufbereitet, gedruckt und beispielsweise auf Acrylglas geklebt. Die Schneide- und Fräsmaschine gleitet lautlos über die Platte, liest mit integrierter Kamera die Daten von einem Barcode auf dem Druck. Dort ist hinterlegt, was wie verarbeitet wird. Dann wählt die Zünd das richtige Werkzeug aus und macht sich ebenso lautlos an die Arbeit, schneidet, fräst oder nutet. Flexibel Ein V-Schnitt in verschiedenen Winkeln für einen Aufsteller aus Pappe? Für die Maschine ist das kein Problem. Man kann auch Möbel aus solchen Wabenplatten machen. Und es geht noch viel mehr: Eine Präsentationsmappe beispielsweise, deren eine Seite in Treppenform gestuft ist, Mappen, die das ema Bodensee im Wellenlinien-Relief umrahmen, geformte Werkzeug-Einlagen aus geschäumtem Material, Geschenkkartons als Unikat für ein bedrucktes TShirt zu einem akzeptablen Preis – Uwe Schenkemeyer sprüht vor Ideen. Die neue Schneid- und Fräsmaschine macht das Wer-

Bilder: WerBehaus Wangen (1), Jutta nichter-reich (3)

Schneller Schnitt


und tolle Formen »Wir können sehr schnell reagieren. Das ist heute das A und O in der Werbung.« behaus nicht nur schneller, sondern noch flexibler. Schon ab einem einzigen Stück kann produziert werden, genauso natürlich wie in kleinen und großen Serien. Kreativ Die größeren Dinge entstehen unter anderem für den Messebau der Kunden. Da werden beispielsweise Bilder auf Akustikdämmplatten montiert und in einen ansprechenden Rahmen eingepasst. Auf diese Weise sorgen sie nicht nur für eine angenehme Atmosphäre, sondern dienen gleichzeitig dem

Schallschutz. Den Neubau eines Kunden statteten die Wangener Werbeprofis mit der kompletten Innendeko aus. Funktionsbekleidung mit Werbedruck, Fahrzeugbeschriftungen, Fanshop-Artikel, Aussendungen, Flaggen und Banner, dreidimensional ausgefräste Firmennamen und vieles mehr – Werbung ist ein sehr vielfältiges Geschäft. »Wir setzen uns zusammen und besprechen, was der Kunde will«, sagt Uwe Schenkemeyer. »Wir steuern Ideen bei und machen den Rest.«

Werbehaus Wangen GmbH & Co. KG Lindauer Straße 9 88239 Wangen im Allgäu Telefon (07522) 9740-0 Telefax (07522) 9740-40 mail@werbehaus-wangen.de www.werbehaus-wangen.de

Jutta Nichter-Reich

Uwe Schenkemeyer erläutert Tanja Aurhammer (Medienberaterin Allgäuer Wirtschaftsmagazin) die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der neuen Maschine. 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 89


Bilder: Heidi Sanz (1), Saliter (1)

Dr.Jörg Gabler, Stefan Gabler und Christoph Breunig (v.li.n.re.)

Reine

Vertrauenssache

Seit der letzten Finanzmarktkrise hat das Image der Banken erheblich Schaden genommen. Dass die Banken ausgerechnet mit dem Wort Vertrauen in Ihren Werbeaussagen warben, erscheint im Kontext der anhaltenden Finanz- und Währungskrise denkwürdig. Was aber können die Banken tun, um das Vertrauen der Kunden wieder zu erlangen? Die Gabler-Saliter Bank gibt eine ehrliche Antwort auf diese Frage. Als eine der wenigen echten Privatbanken, sieht sie ihre Aufgabe noch immer in ihren Dienstleistungen für das mittelständische Gewerbe, die Landwirtschaft oder Privatkunden. Eine Unternehmensphilosophie, die inzwischen seit 184 Jahren Bestand hat.

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ie Saliterbank wurde bereits 1828 in Obergünzburg gegründet und wird dort von der Familie Gabler in der sechsten Generation geführt. Gemeinsam mit seinem Sohn Stefan Gabler leitet Jörg Gabler die Privatbank, die einst von Johann Michael Gabler mit einem simplen Geldverleih gegründet wurde. Vor zehn Jahren trat erstmals ein familienfremdes Mitglied in die Geschäftsleitung ein. Christoph Breunig ist, neben Stefan und Jörg Gabler, persönlich haftender Gesellschafter. Die Saliterbank zählt gemeinsam mit der Hafnerbank in Augsburg zu den einzigen Privatbanken im bayerischen Schwaben. Tradition und Werte haben für die Privatbankiers noch immer eine zentrale


»Wir haben als Privatbankiers auch eine

Verantwortung der Allgemeinheit gegenüber, die wir aus unserer Tradition heraus auch wahrnehmen wollen.« Dr. Jörg Gabler

Die Gabler-Saliterbank betreut heute Kundeneinlagen in Höhe von 128 Millionen Euro. Die Ausleihungen an Kunden belaufen sich auf derzeit 119 Millionen Euro. Das haftende Eigenkapital der Bank beträgt 14 Millionen Euro. Im Allgäu gibt es neben der Obergünzburger Hauptgeschäftsstelle drei weitere Filialen. Bedeutung. Daran erinnert jeden Tag aufs Neue ein alter Holztisch mit Marmorplatte im Büro des Senior-Chefs Dr. Jörg Gabler. »Dieser Tisch diente den Bankiers damals, den echten Wert von Münzen herauszufinden. So ließen Sie die Münze auf den Tisch springen und konnten am Klang bestimmen, ob der Taler aus reinem Silber oder nur aus einer billigen Legierung bestand«, erklärt der 81-jährige. Zwar werden solche Praktiken in der heutigen Zeit nicht mehr angewandt, aber die Privatbankiers sehen sich nach wie vor in der Pflicht, alle Bankgeschäfte überlegt und nachhaltig anzugehen. Dass mit dem anvertrauten Geld nicht wild spekuliert wird, dafür stehen die Inhaber nicht nur mit ihrem Wort sondern mit ihrem gesamten Privatvermögen. Dies ist nur ein Grund, warum die Saliterbank Gelder weitgehend in einer Vielzahl von Krediten an bekannte Privatkunden sowie an heimische, mittelständische Firmen ausgeliehen und damit das Risiko breit gestreut hat. »Das

Verleihen des eignen Geldes mache wachsam und demütig«, erzählt Gabler Senior. Daher vertrauen die Bankiers auf den alten Kaufmannstugenden. Die Sorge um das eigene Geld steht in einer ausgewogenen Balance zwischen einer guten Geldanlage und einer guten Rendite. Berechenbarkeit und Verlässlichkeit sind dabei die Kriterien, um die sich bei den Gablers alles dreht. Um bestehenden Vorbehalten in der Gesellschaft und bei den eigenen Kunden entsprechend zu begegnen, setzt die Saliterbank vor allem auf Transparenz und Verständlichkeit des Bankgeschäfts. Bei der Saliterbank ist das persönliche Profil des Kunden bei der Beratung wichtiger als der schnelle Verkaufserfolg. Intensive Beratungen klären den Kunden unmissverständlich auf. »Der Kunde entscheidet zur jeder Zeit selbst, wie wir ihn bei der Vermögensanlage begleiten sollen«, so der Privatbankier Christoph Breunig. Als persönlich haftender Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsführung ist es natür-

lich auch in seinem Interesse, wenn die Bank auf die bewährten Tugenden setzt. Auf den ersten Blick erscheint diese FirmenPhilosophie konservativ, langfristig bringt es aber sichere Stabilität für die Bank und die Anleger. Die Gablers sind eine alt eingesessenen Allgäuer Unternehmerfamilie und sowohl wirtschaftlich als auch sozial stark in der Region eingebunden. Durch die bäuerliche Verwurzelung der Bankiersfamilie zählt die Saliterbank ebenfalls viele Landwirte zu ihren Kunden. Gerade sie erleben immer wieder schwierige Zeiten und benötigen daher einen sicheren und verlässlichen Partner. Jeder Fehltritt würde sofort öffentlich und hätte für die Bank schwerwiegende Folgen. Damit zeigen die Privatbankiers ein hohes Maß an Verpflichtung und Verantwortung, und dass nicht nur gegenüber ihren Kunden sondern auch gegenüber ihren eigenen TuSina Weiß genden und Traditionen.

Gabler-Saliter Bankgeschäft KG Marktplatz 10 87634 Obergünzburg Telefon (0 83 72) 7 09 - 0 Telefax (0 83 72) 7 09 - 1 55 info@saliterbank.de www.gabler-saliter-bank.de

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Wissenswertes zum Arbeitszeugnis Das Arbeitszeugnis spielt im Wirtschaftsleben eine wichtige Rolle. Ein Zeugnis ist regelmäßig Bewerbungsunterlage und damit gleichzeitig Entscheidungsgrundlage für die Personalauswahl künftiger Arbeitgeber. Deshalb hat es Auswirkungen auf das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers. Dem Arbeitnehmer gibt es zugleich Aufschluss darüber, wie der Arbeitgeber seine Leistungen beurteilt. om Arbeitgeber wird dabei verlangt, dass er den Arbeitnehmer auf der Grundlage von Tatsachen beurteilt und, soweit das möglich ist, ein objektives Bild über den Verlauf des Arbeitsverhältnisses vermittelt (so BAG, Beschluss vom 9. September 2011, Az.: 3 AZB 35/2011 mit weiteren Nachweisen). Auch wenn das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass ein möglichst objektives Bild über den Verlauf des Arbeitsverhältnisses vermittelt werden soll, ändert dies nichts daran, dass das Arbeitszeugnis eine höchst subjektive Angelegenheit ist. So ist schon jede Bewertung subjektiv. Dies gilt aber ebenso auch für die Auswertung. Das heißt, sowohl bei dem das Zeugnis ausstellenden Arbeitgeber als auch bei dem für die Personalauswahl zuständigen Entscheidungsträger bei einem künftigen Arbeitgeber spielen subjektive Aspekte eine erhebliche Rolle. Dazu kommt noch die Wahrnehmung des Arbeitnehmers selber. Und hierbei darf nicht aus den Augen verloren werden, dass ein Arbeitszeugnis für den Arbeitnehmer eine deutlich höhere Relevanz hat als für den Arbeitgeber. Ein Arbeitszeugnis begleitet den Arbeitnehmer sein gesamtes Arbeitsleben lang, ein Arbeitgeber hingegen kann eine falsche Personalauswahl relativ unproblematisch schon während der Probezeit korrigieren. Gleichwohl bemüht sich der Gesetzgeber wie auch die Rechtsprechung um Verobjektivierung. Die nachfolgenden Ausführungen befassen sich zunächst mit der Rechtsgrundlage und erörtern des weiteren einige jüngere Urteile des BAG zum Arbeitszeugnis.

V Es darf nicht aus den Augen verloren werden, dass ein Arbeitszeugnis für den Arbeitnehmer eine deutlich höhere Relevanz hat als für den Arbeitgeber.

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Rechtsgrundlagen Rechtsgrundlage für das Arbeitszeugnis ist § 109 GewO. Danach hat der Arbeitnehmer bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Das Zeugnis muss mindestens Angaben zur Art und Dauer der Tätigkeit (einfaches Zeugnis) enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass sich die Angaben darüber hinaus auf Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis (qualifiziertes Zeugnis) erstrecken. Gemäß § 109 Abs. 2 GewO muss das Zeugnis klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen. Die Erteilung des Zeugnisses in elektronischer Form ist ausgeschlossen. Grundsatz der Zeugniswahrheit und Zeugnisklarheit Der Grundsatz der Zeugnisklarheit steht schon in § 109 Abs. 2 GewO. Der Grundsatz der Zeugniswahrheit wurde vom BAG entwickelt, er ergibt sich aber auch aus der Sache selbst. Nach einem Beschluss des BAG vom 9. September 2011 (Az.: 3 AZB 35/2011) erstreckt sich der Grundsatz der Zeugniswahrheit auf alle wesentlichen Tatsachen, die für die Gesamtbeurteilung des Arbeitnehmers von Bedeutung sind und an deren Kenntnis ein künftiger Arbeitgeber ein berechtigtes und verständiges Interesse haben kann. Dabei sind die Tätigkeiten des Arbeitnehmers so vollständig und genau zu beschreiben, dass sich ein künftiger Arbeitgeber ein klares Bild machen kann. Das BAG führt weiter aus, dass ein Arbeitszeugnis keine Formulierungen enthalten darf,


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Wir bieten Ihnen den Service einer R qualifizierten Redaktion: Das heißt individuelle Berichterstattung über Ihre Firma/Ihr Unternehmen. R Bei uns gibt es keine Berichte »von der Stange«, ein Mitglied unseres Redaktionsteams besucht Sie und begleitet Sie während des Auftrags. R Viel Zeit nehmen wir uns zudem für ein ansprechendes Layout (Grafik). R Die Endabstimmung erfolgt natürlich in Absprache mit Ihnen vor der Drucklegung. R Wir garantieren zudem die Verteilung von 10000 Magazinen im württembergischen und bayerischen Allgäu. R Alle Hefte werden im Übrigen personifiziert zugestellt – namentlich und direkt an die Entscheidungsträger aller Firmen. R Zusätzlich wird unser Heft auch über den Einzelhandel verkauft (u.a. 83 Feneberg-Filialen im Verbreitungsgebiet).

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Rufen Sie uns unverbindlich an, wir beraten Sie gerne! Ansprechpartner:Thomas Tänzel Telefon (0831) 960151-10, taenzel@tt-verlag.de Unsere nächste Ausgabe erscheint am 28. Juni, Redaktionsschluss ist am 4. Juni.

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Der Arbeitgeber entscheidet darüber, welche positiven oder negativen Leistungen er stärker hervorheben will als andere. Maßstab ist der eines wohlwollenden verständigen Arbeitgebers.

die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen. Abzustellen ist auf den objektiven Empfängerhorizont des Lesers des Zeugnisses. Es kommt nicht darauf an, welche Vorstellungen der Zeugnisverfasser mit seiner Wortwahl verbindet. In diesem Rahmen ist der Arbeitgeber grundsätzlich in der Formulierung frei, solange das Zeugnis nichts Falsches enthält. Der Arbeitgeber entscheidet deshalb auch darüber, welche positiven oder negativen Leistungen er stärker hervorheben will als andere. Maßstab ist der eines wohlwollenden verständigen Arbeitgebers. Daraus resultiert die in der Praxis häufig verwendete Formulierung, dass ein Arbeitnehmer Anspruch auf ein wohlwollend qualifiziertes Arbeitszeugnis habe. Praktische Empfehlungen Das Arbeitszeugnis sollte, sofern es sich nicht um ein Zwischenzeugnis handelt, auf den letzten Tag des Arbeitsverhältnisses datiert sein. Es sollte des weiteren vom Arbeitgeber bzw. einem entscheidungsbevollmächtigten Vorgesetzten unterschrieben sein. Dabei sind das Vertretungsverhältnis und die Funktion des Unterzeichners anzugeben, weil die Person und der Rang des Unterzeichnenden Aufschluss über die Wertschätzung des Arbeitnehmers und die Kompetenz des Ausstellers zur Beurteilung des Arbeitnehmers, und damit über die Richtigkeit der im Zeugnis getroffenen Aussagen gibt (BAG, Urteil vom 21. September 1999, Az.: 9 AZR 893/1998). Das Arbeitszeugnis ist zum Ende des Arbeitsverhältnisses, wie die Arbeitspapiere auch, für den Arbeitnehmer bereitzulegen. Nach dem Urteil des BAG vom 8. März 1995 (Az.: 5 AZR 848/1993) ist das Arbeitszeugnis eine Holschuld. Ist jedoch das Arbeitszeugnis zum Ende des Arbeitsverhältnisses noch nicht fertig, kann sich die Holschuld in eine Schickschuld verwandeln, wenn dem Arbeitnehmer es unzumutbar ist, das Zeugnis beispielsweise wegen eines

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Umzuges abzuholen. Gemäß Urteil des BAG vom 21. September 1999 (Az.: 9 AZR 893/1998) erfüllt der Arbeitgeber den Anspruch des Arbeitnehmers auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses auch mit einem Zeugnis, das er zweimal faltet, um den Zeugnisbogen in einen Geschäftsumschlag üblicher Größe unterzubringen, wenn das Originalzeugnis kopierfähig ist und die Knicke im Zeugnisbogen sich nicht auf den Kopien abzeichnen, beispielsweise durch Schwärzung. Um hierüber einen völlig überflüssigen Streit zu vermeiden, sollte daher ein Zeugnis generell aus rein praktischen Gründen ungeknickt ausgestellt und verschickt werden. Es besteht kein Anspruch auf eine Schlussformel, in welcher der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für die gute Zusammenarbeit dankt und ihm für die Zukunft alles Gute wünscht (BAG, Urteil vom 20. Februar 2001, Az.: 9 AZR 44/2000). Ob dieses Urteil auch in Zukunft so ausfallen wird, wenn die Praxis solche Schlussformeln erwartet und es als negativ auslegt, wenn diese fehlen, muss abgewartet werden. Überhaupt können Auslassungen gegen das Gebot von Zeugnisklarheit und Zeugniswahrheit verstoßen, wenn dadurch bei Lesern des Zeugnisses der Wahrheit nicht entsprechende Vorstellungen entstehen können. Ein Zeugnis darf deshalb dort keine Auslassungen enthalten, wo der verständige Leser eine positive Hervorhebung erwartet. Soweit für eine Berufsgruppe oder in einer Branche der allgemeine Brauch besteht, bestimmte Leistungen und Eigenschaften des Arbeitnehmers im Zeugnis zu erwähnen, kann die Nichterwähnung (beredetes Schweigen) ein erkennbarer Hinweis für den Zeugnisleser sein. So hat das BAG in seinem Urteil vom 12. August 2008 (Az.: 9 AZR 632/2007) entschieden, dass der fehlende Hinweis auf die Stressbelastbarkeit des Arbeitnehmers negativ aufgefasst werden kann, wenn eine solche Feststellung zum Handelsbrauch gehört. Das Gleiche gilt für das Führungsverhalten von Arbeitnehmern, denen Mitarbeiter im Unternehmen unterstellt waren. Gleichwohl sollten die Bewertungen nicht ausufern. Insbesondere sollten Wiederholungen und Übertreibungen vermieden. Hier könnte sonst unter Umständen das Gegenteil von dem erreicht werden, was man eigentlich bezweckt hatte. Wird ein Arbeitnehmer in höchsten Tönen gelobt und war gerade einmal 12 Monate beim Arbeitgeber beschäftigt, fragt sich jeder kritische Leser, warum ein so gelobter Mitarbeiter schon nach 12 Monaten aus dem Unternehmen

Rechtsanwalt Roland Stemke Residenzplatz 1 87435 Kempten Telefon (0831) 26991 Telefax (0831) 12359 www.ra-stemke.de rastemke@t-online.de

ausscheidet. Arbeitgeber sind daher gut beraten, wenn sie sich bei der Ausstellung des Zeugnisses sich an übliche Formulierungen halten. Bewährt hat sich bei der Leistungsbeurteilung folgender Satz: »Herr/Frau ... hat die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen/vollsten Zufriedenheit erfüllt.« Bei der Verhaltensbeurteilung hat sich folgender Satz bewährt: »Das Verhalten von Herrn/Frau ...gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war stets einwandfrei.« Wie ausführlich die Bewertung ausfällt, hängt letztlich aber von der im Betrieb ausgeübten Tätigkeit. Allerdings schützt einen Arbeitgeber auch die beste Absicht nicht vor Prozessen. Ein Arbeitgeber formulierte in einem Arbeitszeugnis, dass er den Arbeitnehmer als sehr interessierten und hochmotivierten Mitarbeiter kennengelernt habe. Dies veranlasste den Arbeitnehmer zu einem Prozess bis zum Bundesarbeitsgericht, weil er der Meinung war, durch die Formulierung »kennengelernt« würde aus Sicht eines objektiven Empfängers der gegenteilige Eindruck erweckt, nämlich man attestiere dem Arbeitnehmer in Wahrheit Desinteresse und fehlende Motivation. Dem erteilte das BAG im Urteil vom 15. November 2011 (Az.: 9 AZR 368/2010) eine klare Absage.

»Das Verhalten von Herrn/Frau … gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war stets einwandfrei.«


WIE–WO–WAS–WANN–WER–WARUM–WIE–WO–WAS–WANN–WER–WARUM–WIE–WO–WAS

Wirtschafts-Meldungen

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Sonthofen

Software-Hersteller mit Gold ausgezeichnet

»Seitz kickt«

Seit 2008 vergibt die Fachzeitschrift Top hotel den »Star Award« für die besten Produkte für die Hotellerie. Auch 2012 entschieden die Leser der Fachzeitschrift über die Vergabe der begehrten Auszeichnung. In diesem Jahr ging die Hotelsoftware hotline der Sonthofer HOTLINE GROUP mit der Schnittstellenplattform hotline connect24 an den Start. hotline connect24 versorgt automatisch alle Buchungsportale eines Hotels mit der sogenannten Echtzeitverfügbarkeit. Zudem können Besucher der hoteleigenen Homepage freie Zimmer suchen und direkt buchen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Internorga 2012 im Hospitality Press Club der Top hotel statt. Nach 2008 und 2010 wurde das Hotelprogramm hotline auch dieses Jahr ausgezeichnet und erhielt den Top hotel Preisverleihung in Hamburg: Die Hotelsoftware Star Award in Gold. Mit der neuen Programmgeneration des Moduls und den erhotline erhält für das Schnittstellenprogramm den Top hotel »Star Award« in Gold. weiterten Anbindungen zu Hotel Spider, caesar-data, Channelmanager.de sowie der neuen Schnittstelle zu Cultuzz liegt der Hotelsoftware-Hersteller wieder voll im Trend. Die Präsenz im Internet ist für den Hotelier eine der wichtigsten aber auch zeitraubendsten Aufgaben. Der Einsatz der Hotelsoftware von hotline verspricht eine signifikante Entlastung. Das ba führt zu einer Kostenreduzierung und zu besseren Internetdaten.

Im Fußball wie im Geschäftsleben zeigt sich immer wieder: in und mit einem starken Team läuft alles besser! Das Führungsteam der Seitz-Gruppe, mit Jörg Seitz an der Spitze, legt Wert darauf, das Gemeinschaftsgefühl im Sinne eines erfolgreichen Familienunternehmens und die Motivation seiner Mitarbeiter zu fördern. Wenn trotz hoher Anforderungen die Arbeit Spaß macht, ist auch die Leistung entsprechend hoch – im Autohaus oder auf dem Fußballfeld! Das Seitz-interne Fußballturnier im März in der »Werbe Blank Sports Arena« in Sonthofen bot einmal mehr Gelegenheit für Seitz-Mitarbeiter Teamgeist und sportliches Kräftemessen zu beweisen. Unter dem Motto »Seitz kickt« kämpften sechzehn Teams um Ruhm, Ehre und Pokale. Jörg Seitz begrüßte rund 300 Spieler und Fans, er-

Friedrichshafen

Positive Bilanz für Messe-Doppel am See Mit rund 16 700 Besuchern erreichte das Messe-Doppel »Fruchtwelt Bodensee« und »agrarwelt« einen neuen Spitzenwert. Die beiden jährlich parallel veranstalteten Fachmessen wurden mit 335 Ausstellern aus dreizehn Ländern einmal mehr zu einer Kommunikations- und Informationsplattform für Obsterzeuger, Landwirte und Brenner. Das emenspektrum der drei Messetage im Februar erstreckte sich vom Weltmarkt für Obst und landwirtschaftliche Produkte über den Erfindergeist der Industrie sowie der Präsentation neuer Sorten von Bioäpfeln und reichte bis hin zu Vorträgen über nachhaltiges Ressourcenmanagement, Biogas-Technologien und effiziente Hofübergabe. Gerade die Kombination aus umfangreichem Produktangebot und aktuellem Konferenzprogramm käme bei den Gästen gut an. Fachbesucher und Endverbraucher träfen hier auf kompetente Experten und erhielten Antworten auf ihre Fragen, hieß es von der Projektleitung. kb

öffnete das Turnier – und übernahm am Ende der Veranstaltung auch die Siegerehrung. Im spannenden Finale wurde das SeitzTeam aus Wangen Sieger. Auf Platz zwei landete das Team »Volkswagen Zentrum Kempten – Kempten 2 (Immenstädter Straße)«. Beim Spiel um Platz drei setzte sich das Volkswagen Zentrum Kempten gegen Isny durch. Alle Teams erhielten Silbermedaillen, das Siegerteam Goldmedaillen. Die drei Erstplatzierten freuten sich zusätzlich über einen Pokal. Mit einem gemeinsamen Abendessen konnte der Tag ausklingen – in dem Bewusstsein, dass Teamarbeit nicht nur Erfolg, sondern auch jede Menge Spaß kb und schöne Erlebnisse bringt! 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 95


Wirtschafts-Meldungen

Berlin

Sulzberg

Änderung bei Architekten

Software für Rügenwalder Mühle kommt aus dem Allgäu

Die Stundensätze von Architekten sind jetzt frei verhandelbar, die neue Architektenhonorarordnung enthält keine Regelungen mehr zur Höhe von Zeithonoraren. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein hin. Bei der Ermittlung von Stundensätzen werden nun unter anderem die Schwierigkeiten der Planungsleistung sowie die Erfahrung und das Spezialwissen des Architekten berücksichtigt. Im Ergebnis führe dies dann zu Stundensätzen zwischen 75 und 300 Euro. xl

Das Unternehmen Rügenwalder Mühle, bekannt für eine mehr als 175-jährige Erfahrung in der Wurstherstellung, setzt auf Wachstum. Als wichtiger Erfolgsmotor für die dauerhaft positive Entwicklung des Unternehmens wird neben einem hohen Anspruch an die eigene Qualität auch die effiziente Vertriebssteuerung gesehen. Vor Kurzem führte das Unternehmen die neue Vertriebssteuerungssoftware AIS der dC dataConnect EDV-Beratung aus Sulzberg ein und nutzt das neue System bereits erfolgreich für die Steuerung aller Außendienstaktivitäten. »Das neue Release von AIS macht ein plattformunabhängiges Arbeiten möglich, sodass die zum Teil exklusiv für Rügenwalder rekrutierten Dienstleister AIS teilweise auf Windows-basierten Tablet-PCs sowie dem iPad anwenden können«, erklärt Klaus Hennemuth, Geschäftsführer von dC dataConnect, die Besonderheiten der Software. Der AIS-Workflow macht dem Vertrieb eine exakte Erfassung der Gesamtsituation, die eigene Fragestellung zu Kundenbesuchen sowie die Einsicht in die umfassende Historie jedes besuchten Kunden möglich. Darüber hinaus sorgt AIS für mehr Transparenz im Vergütungssystem und vereinfacht somit die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren externen Vertriebspartnern. Die Implementierung bei allen externen Vertriebsdienstleistern der Rügenwalder Mühle nahm nur vier Monate in Anspruch. »Dank der fundierten Erfahrung der dataConnect-Berater konnten in dieser kurzen Zeit erfolgreich alle externen Personen integriert werden«, so Marc Rhode, Field Manager bei Rügenwalder Mühle. Seit über 15 Jahren entwickelt und implementiert die dC dataConnect EDV-Beratung skalierbare Software-Lösungen für operatives CRM und Vertriebs-Management und ist spezialisiert auf Hersteller von Markenartikeln im Bereich Fast Moving Consumer Goods. te

Kempten

Vitalhaus Dambeck feiert Im Oktober 1982 eröffnete Kurt Dambeck in Kempten sein Fachgeschäft für Orthopädietechnik. Das heutige Vitalhaus Dambeck in Kempten, Immenstadt und Sonthofen engagiert sich nun seit 30 Jahren mit hohem technischen Know-how für die Handicaps der Patienten. Mit der Eröffnung des ersten Allgäuer Testzentrums für Prothesen im Jahre 2004 setzte das Vitalhaus deutschlandweit Maßstäbe. 2007 eröffnete auf gut 300 Quadratmetern ein Zentrum für Bewegungsanalyse. Seit letztem Jahr ist Dambeck offizieller Orthopädietechniker des Deutschen Ski-Nationalmannschaft. Zu den Hauptgeschäftsfeldern des Unternehmens mit seinen rund 80 Mitarbeitern zählen Orthopädietechnik, Rehatechnik, Home-Care und das Sanitätshaus. te

Kaufbeuren

Adler neu in Kaufbeuren Im März öffnete im ehemaligen C&A-Haus in der Schraderstraße in Kaufbeuren ein neuer Adler Modemarkt seine Pforten. Zur Eröffnung gratulierte Bürgermeister Gerhard Bucher persönlich. Zahlreiche Kunden erschienen, um bei Live-Musik in der aktuellen Kollektion zu stöbern. Das reichhaltige Mode-Sortiment erstreckt sich dabei von Damen- und Herrenbekleidung, Trachten- und Kindermode über Sportbekb kleidung bis zu Schuhen.

96 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

Blaubeuren

Solarbranche schwächelt Wegen stornierter Aufträge und der schwachen Entwicklung der Solarbranche ist der Photovoltaik-Maschinenbauer Centrotherm in die roten Zahlen gerutscht. Nun soll ein Sparprogramm helfen: Von den weltweit 1 928 Mitarbeitern im Konzern sollen bis Mitte des Jahres rund 400 das Unternehmen verlassen, wie der Solar-Zulieferer aus Blaubeuren mitteilte. Vorstandssprecher Robert Hartung zeigte sich fürs Gesamtjahr aber nicht komplett pessimistisch. Denn im Bereich Solarzellen und -module habe Centrotherm zwischenzeitlich auch bereits neue Aufträge gewonnen. xl Sonthofen

Fitnessstudio Allgäu Gym unter neuer Leitung Das seit 1995 in Sonthofen bestehende und seit zwei Jahren unter dem Namen Allgäu Gym firmierende Fitnessstudio wurde im März vom langjährigen Inhaber Michael Mucha an seine Nachfolgerin Beatrix Glück übergeben. Die neue Inhaberin, die bereits seit vielen Jahren als Trainerin im Allgäu Gym Ansprechpartnerin für die Gäste ist, freut sich auf ihre neuen Aufgaben: »Als ausgebildete Fitness- und Gymnastiktrainerin liegt mir die kompetente Beratung und die fach- Beatrix Glück ist neue kundige, vor allem aber gesundheitsorientierte Betreuung meiner Inhaberin des Fitnessstudios Allgäu Gym in Gäste sehr am Herzen. Das Training im Fitnessstudio nach kompe- Sonthofen. tenter Anleitung ist eine zeitgemäße Form, selbst Verantwortung für sein körperliches Wohlgefühl und die eigene Vitalität zu übernehmen. Wer heute präventiv darauf achtet sich regelmäßig zu bewegen, trägt einen erheblichen Teil dazu bei, sich seine Selbständigkeit und Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu bewahren«, so Glück. Zwar plant die frischgebackene Unternehmerin das Studiokonzept weiter in Richtung Gesunderhaltung sowie Prävention auszubauen und langfristig zu verbessern, an der hohen Qualität und am zuvorkommenden Service soll sich für die Gäste des Allgäu Gym jedoch nichts ändern. te


Isny

Im Mai startet die Isnyer »GourmetWanderung« Am 12. Mai findet die erste Isnyer GourmetWanderung statt, eine kulinarische Führung mit naturkundlicher Wanderung durch Moor und Moränenland. Auf der Wanderung erkunden Gäste und Bürger das Naturschutzgebiet Bodenmöser, erklimmen den Menelzhofer Berg, genießen die Aussicht auf Nagelfluh- und Alpenkette vom Kapf und werden von Isnyer Gastgebern verwöhnt. »Mit der Isnyer GourmetWanderung verbinden wir Gourmetküchen mit dem Erleben qualitativer Landschaftsräume«, so Margret Kaiser, Leiterin des Büros für Tourismus bei der Isny Marketing GmbH. Die Isny Marketing hat in Zusammenarbeit mit der Isnyer Gästeführerin Petra Eyssel, dem Diplombiologen Dr. Stefan Hövel und den beteiligten Gastgebern die Route ausgearbeitet und Informationen über Landschaftsraum, Historie der teilnehmenden Häuser und der angebotenen Spezialitäten aufbereitet. Während der Hauptsaison von Mai bis Oktober findet die Wanderung jeden zweiten Samstag im Monat statt. Vom Parkplatz des Berghotels Jägerhof werden die Teilnehmer mit einem Kleinbus zum Hotel Hohe Linde gebracht. Von dort aus beginnt die viereinhalbstündige Führung. Nach einem Aperitif führt die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Bodenmöser zum Schloss Neutrauchburg, in dem der Zwischengang wartet. Auf den Hauptgang können sich die Teilnehmer im Allgäuer Terrassen Hotel freuen. Nach dem Aufstieg auf den Menelzhofer Berg und den Kapf werden die Wanderer abschließend mit einem Dessert im Berghotel Jägerhof verwöhnt. Buchungen sind beim Büro für Tourismus der Isny Marketing unter (0 75 62) 97 56 30 oder per E-Mail an info@isny-tourismus.de möglich. Termine: 12. Mai, 9. Juni, 14. Juli, 11. August, 8. September, 13. Oktober jeweils um 10 Uhr. Die Wanderung kostet 95 Euro pro Person, die Mindestteilnehmerzahl beträgt fünf Personen. ho

Einer für alles. Alles mit einem. Sämtliche Bauträger-Leistungen aus einer Hand Materialunabhängige Industriebauten jeder Art und Größe Wirtschaftlichkeit, Ausführungsqualität und Termintreue

Friedrichshafen

Frühjahrsmesse IBO in neuer Dimension Bei schönstem Frühlingswetter wurden auf der IBO, der großen Frühjahrsmesse am Bodensee, emen wie Urlaub, kulinarisches Grillen, festliche Mode, Sport und Bildung präsentiert. 704 Aussteller aus elf Ländern lockten mit ihren Produkten und Dienstleistungen etwa 72 600 Besucher an. Das Rahmenprogramm mit »MitmachAktionen«, Vorstellungen und Veranstaltungen sprach Jung und Alt, Groß und Klein gleichermaßen an. In elf Hallen bot die IBO als eine der größten Verbrauchermessen Süddeutschlands eine Mischung aus Produkt-, Informations- und Unterhaltungsangebot für alle Altersklassen. »Das Ergebnis der diesjährigen IBO stimmt uns sehr zufrieden. Das erneut erweiterte emenspektrum traf auf ein interessiertes Publikum,« bilanzierte Klaus Wellmann, Chef der Messe Friedrichshafen, und weiter: »Auch das vielfältige Angebot der gleichzeitig terminierten IBO-Schwestermesse »Urlaub, Freizeit, Reisen« kam bei den Besuchern sehr gut an und machte Lust auf ’s Verreisen.« kb

STAHLBAU

INDUSTRIEBAU

FERTIGUNGSSERVICE

ue ie ne d e i e S chür ellen .de B e s t g e b ro s e - w e r t e a g Im nen-we .visio www Biedenkapp Stahlbau GmbH Biedenkapp Industriebau GmbH Pettermandstr. 24 88239 Wangen im Allgäu T +49 (0) 75 22 97 02-0 F +49 (0) 75 22 97 02-88 www.biedenkapp-stahlbau.de www.biedenkapp-industriebau.de


Wirtschafts-Meldungen

Isny

Erolzheim

Neue Runde für Isny-Oper

Kindermöbel aus Naturholz im Aufwind

Jeden Sommer reisen junge Nachwuchskünstler aus aller Welt nach Isny, um die großen Dramen und kleinen Juwele der Opernliteratur auf die Bühne zu bringen. Opernliebhabern, die das Besondere suchen, will man hier frische, unverbrauchte Stimmen,

Einen deutlichen Trend zu Kindermöbeln aus Naturholz verzeichnet »Kohler – natürlich einrichten« in Erolzheim. Der Umsatz des auf Naturholzmöbel spezialisierten Einrichtungshauses stieg in den vergangenen zwei Jahren um rund 22 Prozent. Auch der Verband ÖkoControl spricht von einem Umsatzplus von 6,8 Prozent im Segment der natürlichen Kindermöbel und prognostiziert weitere Zuwächse. Laut Inhaber Peter Kohler liegt der Entwicklung ein gesteigertes Gesundheitsbewusstsein zugrunde: »Die gesundheitliche Unbedenklichkeit bei der Ausstattung von Kinder- und Jugendzimmern nimmt bei Eltern einen immer größeren Stellenwert ein«, beobachtete er. Besonders für den sensiblen Bereich des Schlafens und der Regeneration werde ein gesundes Umfeld angestrebt. Bereits vor geraumer Zeit hat das Einrichtungshaus sein Sortiment der Nachfrage angepasst und das Angebot im Segment der ökologischen Kindermöbel aus Vollholz erweitert. Zudem wurden die Erlenholz-Kindermöbel des badischen Herstellers WDL in das Lieferprogramm aufgenommen. WDL-Nordschwarzwald ist eine Tochtergesellschaft der Lebenshilfe e. V. und bietet Menschen mit Behinderungen Produktions-, Arbeits- und Förderstätten. Als Grund für den Erfolg der Produkte gilt die hohe Flexibilität der Möbel. So kann ein Kinderbett später mit wenigen Handgriffen zum Jugend-Sofa oder Schreibtisch umgebaut werden. ho

ungebremste Spiellust und pfiffige Inszenierungen bieten. Die Isny-Oper ist eine junge, moderne Oper zum Anfassen und Erleben. Für diesen Sommer steht die romantische Oper »Roméo et Juliette« aus dem 19. Jahrhundert von Charles François Gounods auf dem Programm. Basierend auf William Shakespeares Tragödie »Romeo und Julia« gelangt damit eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Literatur zur Aufführung. Die Premiere findet am 12. Juni statt, weitere Aufführungen sind für den 15. und 16. Juni jeweils um 20 Uhr auf der Freilichtbühne am Espantor geplant. Bei ungünstiger Witterung wird im Kurhaus am Park in Isny gespielt. Das Festivalkonzert findet am 17. Juni auf der Isnyer Festivalbühne statt. Karten sind im Vorverkauf bei der Isny Marketing im Büro für Tourismus unter (0 75 62) 97 56 30 und an der Abendkasse erhältlich. Infos auch auf isny-oper.de. ho

Leutkirch

Bürger bringen 1,1 Millionen Euro auf Beispielloses Bürgerengagement haben die Leutkircher an den Tag gelegt, um ihren Bahnhof zu erhalten. Sie haben eine Bürgerbahn-Genossenschaft gegründet und dazu aufgerufen, Anteile zu je 1 000 Euro zu kaufen. Dieses Ziel war bereits zu Weihnachten 2011 erreicht – und dabei hätten noch etliche ebenfalls spenden wollen. Daher entschied der Aufsichtsrat, weitere 111 Anteile auszugeben. Und diese sind nun seit 1. April auch bereits wieder ausverkauft und es gibt noch immer weitere auf der Warteliste. Die 650 Mitglieder der Genossenschaft werden alle auf einer Gedenktafel verewigt, die zur Eröffnung des sanierten Bahnhofs enthüllt wurde. Die Bahnhofsgebäude stammen aus dem Jahr 1889. Seit sie die Bahn nicht mehr nutzte, gab es vielerlei Diskussionen um die Zukunft des Baus. Nun soll im Bürgerbahnhof u. a. eine Hausbrauerei einziehen. Im damit einhergehenden Gastronomiebetrieb sollen 16 Vollzeitstellen und mindestens die gleiche Anzahl an Teilzeitstellen geschaffen werden. Das allein ist ein Problem. Die Tatsache, dass in der Region die Arbeitslosigkeit dauerhaft unter drei Prozent liegt, mache es auch vielen anderen Gastronomiebetrieben schwer, entsprechendes Personal zu finden, so der Vorstand der Bürgerbahnhofs-Genossenschaft. xl

Kötz

Designpreis »red dot« für Gartengerät Beim diesjährigen internationalen Design-Wettbewerb (red dot design award) wurde die Gras- und Strauchschere GS 3,7 Li Multi Cutter von AL-KO Geräte GmbH für das herausragende Design prämiert. »Unsere anspruchsvollen Kunden wollen sich abheben vom Alltäglichen, bei ihrer Kaufentscheidung legen sie des-

98 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

halb großen Wert auf das Äußere eines Produktes«, zeigte sich Antonio De Filippo, Geschäftsführer des AL-KO Unternehmensbereichs Garten und Hobby, erfreut über die besondere Auszeichnung. Beim red dot handelt es sich um ein weltweit anerkanntes Siegel, das für Designqualität auf hohem Niveau steht. Zudem besticht die handliche Gras- und Strauchsche-

re, die mit einem Akku ausgestattet ist, mit einem Gewicht von lediglich 550 Gramm. rl


Riezlern (Kleinwalsertal)

Handwerksmesse präsentierte ausgewählte Mode von Hilde Übelhör

Kulinarisches Aushängeschild

Mehr als 60 Gewerke zeigten auf der Internationalen Handwerksmesse im März ihre Leistungen und Innovationen vor. Bei dem unter dem Motto »von Lodengrün bis Abendrot« bayernweit laufenden Wettbewerb im Schneiderhandwerk überzeugte Hilde Übelhör aus Oberstdorf mit gleich zwei ihrer eingesandten Modellen. Beide Modelle, mit viel Liebe zum Detail angefertigt, erfüllten die anspruchsvollen Auswahlkriterien und wurden im Rahmen eines VIPAbends präsentiert und während der Messe ausgestellt. »Der erste Entwurf zeigt neben frechen Farben eine außergewöhnliche Schnittkonstruktion, bei der drapierte Rosen ausdrucksstark in Szene gesetzt wurden. Das zweite Modell ist ein neu interpretierter Plisseerock, der zusammen mit einem in Handdruck verzierten Ledermieder präsentiert wird«, erläutert Übelhör die beiden außergewöhnlichen Stücke. Mit ihrer Maßschneiderei und dem feinen Ladengeschäft für Trachtenbekleidung gilt die Oberstdorferin unter dem Namen »Stilspezial« seit Jahren als Geheimtipp für individuelle Alltags- und Businessmode mit alpenländischem Charme, traditionellen Original-Trachten und vielerlei Zubehör. te

Die »Walser Stuba« von Bettina und Jeremias Riezler überzeugte beim größten Kulinarik-Wettbewerb Österreichs durch Regionalität und Saisonalität sowie österreichischer Gastlichkeit und wurde zum »Genuss-Wirt des Jahres 2012« ernannt. Die Auszeichnung drücke die kulinarische Vielfalt und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Gastronomie und heimischen Bauern aus, wie der Vorarlberger Agrarlandesrat Erich Schwärzler erklärt. Schwärzler freut sich mit der Walser Stuba über das weitere kulinarische Aushängeschild in Vorarlberg, das bereits zwei Mal vom Restaurantführer »Gault Millau« ausgezeichnet wurde. Hier verwöhnt Jeremias Riezler seine Gäste mit frischen, regionalen Produkten, die das Kleinwalsertal, der Bregenzerwald und das Allgäu zur bieten haben. te

Waltenhofen Leutkirch

Neue Stadt-Schokolade Neu im Souvenirsortiment der Touristinfo und ein Schmankerl für Freunde hochwertiger Süßigkeiten ist die Leutkirch-Schokolade. Das Leutkirch-Logo und eine braune Allgäuer Kuh zieren den 70-Gramm-Riegel Bio-Milchschokolade. Das Häppchen für den gehobenen Genuss wurde gemeinsam von der Touristinfo und dem Kaffee- und Weinhaus Harr kreiert und wird dort als Souvenir oder als Geschenk verkauft. »Die feine Milchschokolade ist ein leckeres Andenken an Leutkirch und transportiert ein sympathisches Image«, sagt Julia Panzram von der Touristinfo Leutkirch. »Damit immer mehr Menschen Leutkirch noch süßer finden.« xl

SCALTEL AG erhält »Bayerischen Qualitätspreis« Seit 1993 verleiht das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie den »Bayerischen Qualitätspreis«. Die jährliche Auszeichnung dient der Anerkennung bayerischer Unternehmen, die herausragende Leistungen im Bereich Qualität und Qualitätsmanagement aufweisen. Neben Unternehmen können auch bayerische Gemeinden ausgezeichnet werden, die optimale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen und dabei konsequent auf Qualität achten. Nach überdurchschnittlich guten Ergebnissen im Jahre 2010 durften die SCALTEL-Vorstände Christian und Joachim Skala in diesem Jahr die begehrte Urkunde in Empfang nehmen. Das Waltenhofener Unternehmen erhielt den Preis für außergewöhnliche Erfolge im Bereich »unternehmensorientierte Dienstleistung«. Seit der Gründung im Jahre 1992 hat sich SCALTEL zu einem bundesweiten Netzwerkausrüster entwickelt, der eine Pionierrolle bei der Umsetzung innovativer IT-Technologien einnimmt. Zu den Dienstleistungen gehört unter anderem die Entwicklung zukunftsorientierter ITLösungen im Bereich der Netzwerk- und Kommunikationstechnologie. SCALTEL zählt mittelständische Unternehmen, Banken, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen zu seinen Kunden. Seit dem nun 20-jährigen Bestehen kann SCALTEL auf ein weiteres, erfolgreiches Jahr zurückblicken. Auch 2011 waren der hohe Anteil an Dienstleistungen im Projektgeschäft und der starke Anstieg der Wartungsaufträge im Bereich Services ausschlaggebend für ein sehr positives Ergebnis mit einem vorläufigen Umsatz von rund 18,6 Millionen Euro. kb 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 99

Wirtschafts-Meldungen

Oberstdorf/München


Schongau

»Übermorgenmacher« gestalten Zukunft

Nominierung für Reiter AG

»Übermorgenmacher« widmen sich der Technik, der Wissenschaft, der Forschung oder der Medizin, betreuen Projekte im sozialen Bereich oder in der Ökologie, suchen nach Verbesserungen für das tägliche Leben oder arbeiten daran, die Bildung im Land zu optimieren. Gemeinsam mit dem Südwestrundfunk rief die Landesregierung anlässlich des 60-jährigen Jubiläums Baden-Württembergs einen besonderen Wettbewerb ins Leben. Jeder in Baden-Württemberg lebende Bürger über sechzehn Jahren konnte mit einem spannenden Zukunftsprojekt daran teilnehmen. Aus den mehr als 500 Vorschlägen und Bewerbungen wählte die Jury 60 Gewinner aus. Bernd Sauter (Bild), Geschäftsführer von AZUR Solar aus Leutkirch, wurde mit seinem Eigenstromsystem AZUR Independa zu einem der 60 Übermorgenmacher des Landes Baden-Württemberg gekürt. Das Eigenstromsystem, das speziell auf Familien und kleine, mittelständische Unternehmen ausgelegt ist, macht den Verbraucher fast gänzlich unabhängig vom öffentlichen Stromnetz und damit von den stetig steigenden Strompreisen. Der Strom wird über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach selbst hergestellt, gespeichert, nach Bedarf verbraucht oder ins öffentliche Netz eingespeist. Nur, wenn die gespeicherte Energie nicht ausreicht, wird auf das öffentliche Stromnetz zugegriffen. kb

Die Reiter AG in Schongau ist spezialisiert auf die Beratung mittelständischer Familienunternehmen und setzt damit an der Schnittstelle zwischen Recht, Steuern, Ökonomie und Recht an. Sie praktiziert einen ganzheitlichen, auf jeden Klienten individuell zugeschnittenen Ansatz, der bestehende Vermögenswerte restrukturiert, sichert und nachhaltig optimiert. Dabei wird zwischen der privaten und unternehmerischen Planung unterschieden, um maximale Sicherheit für das meist über mehrere Generationen hinweg hart erwirtschaftete Privatvermögen zu gewährleisten. Nun wurde Reiter, ausgewählt aus über drei Millionen mittelständischer Firmen in Deutschland, für den »Großen Preis des Mittelstandes 2012« nominiert. Die Auszeichnung wurde von der Oskar-PatzeltStiftung 1995 ins Leben gerufen, um die Leistungen erfolgreicher, mittelständischer Unternehmen zu würdigen und hat sich seitdem laut einer Studie des »Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung« (isw) in Halle zum »bedeutendsten, deutschen Wirtschaftspreis« entwickelt. Und so kann sich Reiter-Vorstandsvorsitzender Christoph Reiter richtig freuen: »Nach einem Jahr der Superlative mit mehreren Auszeichnungen unserer Mitarbeiter als Jahrgangsbeste an der European Business School (EBS) und an der Deutschen Versicherungsakademie (DVA) erfüllt es mich mit Stolz, dieses Jahr mit meinem Team für den wichtigsten Wirtschaftspreis des Mittelstands nominiert zu sein. « kb

Isny

Hilfe für Heuschnupfengeplagte Mit dem Frühjahr startet für viele Allergiker auch die Heuschnupfenzeit. Eine neue Art der Linderung bietet der Isnyer Facharzt Dr. med. Andreas Frondorf: Er setzt mit der augmentierten Akupunktur nach Dr. med. Dusan Covic auf eine Verbindung der Methoden der Neuraltherapie und der Elektrostimulations-Akupunktur. Bei der augmentierten Akupunktur nach Covic handelt es sich um eine Sofortbehandlung bei Heuschnupfen, mit der zum Teil erstaunliche Wirkungen erzielt werden sollen. Die von dem Facharzt und Anästhesisten Covic, dem ehemaligen Chefarzt des Krankenhauses Konstanz, entwickelte Methode verspricht schnell, schmerzarm und ohne Nebenwirkungen eine Behandlung der Symptome. Die beste Wirkung entfalte die Behandlungsmethode, wenn sie innerhalb der ersten drei Tage nach Aufkommen der Beschwerden angewandt wird. Dann verspreche das Verfahren eine wochen- bis monatelange Beschwerdefreiheit oder Besserung, so Frondorf. Auch wenn normalerweise eine Behandlung pro Saison ausreiche, könne eine Wiederholung bei einer sehr lange dauernden Heuschnupfensaison erforderlich sein. Andreas Frondorf ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Akupunktur. Im Isnyer Gesundheitszentrum Dreikönig bietet er neben hausärztlicher Medizin alternative Heilverfahren an. Dabei ist es den Patienten möglich, sich selbst für den geho wünschten Weg zur Heilung zu entscheiden.

Eisen Fendt GmbH Bau- und Edelstähle 87616 Marktoberdorf Tel.: 08342 - 4000 - 0 www.eisen-fendt.de

Der Stahllieferant fürs Allgäu! 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 101

Wirtschafts-Meldungen

Leutkirch


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Wirtschaftsmagazin

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9 2 1 5 Allgäuer 01


Freude über die Design-Auszeichnung: Walter Wagner (Produktbereichsleiter Entwicklung der Baureihen 200 bis 700 Vario), Jan Weigand (Industrial Designer), Tom Maier (Brand Industrial Designer) und Dr. Heribert Reiter (Vice President und Geschäftsführer Entwicklung; v.li.n.re.).

Marktoberdorf/München

Fendt erhält »iF product design award« 2012 in Gold Fendt gilt mit seinen Traktoren und Erntemaschinen als führende High-Tech-Marke im Konzern AGCO (Your Agriculture Company) für Kunden mit höchsten Ansprüchen. Die neue Fendt-Baureihe »700 Vario« wurde im Februar in der BMW-Welt-München mit dem »iF product design award« 2012 in Gold ausgezeichnet. Der 700 Vario entwickelte sich seit der ersten Vorstellung 1998 zur meistverkauften Traktorenbaureihe der Welt mit stufenlosem Fahrantrieb. Kraft, Dynamik und Leistungsfähigkeit sind dabei die Aspekte, durch die sich ein Traktor auszeichnen muss. Das ema »Design« gewinnt darüber hinaus auch hier immer mehr an Bedeutung. »Der 700 Vario zeigt, sehr herausragend für diesen Bereich, ein eigenständiges und markantes Erscheinungsbild, bei dem Details fast ein wenig an das TruckerDesign aus den USA erinnern«, lautete die Aussage der Jury. Und Frauke Ludowig, die die Verleihung moderierte, gestand bei der PreisÜbergabe, sich fast in den 700 Vario verliebt zu haben. Der iF product

Memmingen

Allgäuer Technik in Angola Den Umbau von vier Flugzeugen hat die Fluggesellschaft Angola Air Service an die am Allgäu Airport in Memmingen ansässige Firma DoTec vergeben. Das Unternehmen hat sich auf die Wartung und Überholung von Passagierflugzeugen und Business-Jets sowie die Umrüstung in Spezialflugzeuge spezialisiert. In rund 5 000 Arbeitsstunden wurde nun der erste Jet, ein Passagierflugzeug des Typs Dornier 328, runderneuert und nach zwei Zwischenlandungen erreichte er kürzlich Luanda, die Hauptstadt von Angola. Drei weitere der 32-sitzigen Jets sollen in den nächsten sechs Monaten generalüberholt und ausgeliefert werden. Um die pünktliche Auslieferung gewährleisten zu können, hat das Unternehmen dafür auf Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt und seine Mitarbeiterzahl auf 24 verdoppelt. Mit dem Auftragsvolumen in mehrfacher Millionenhöhe – weitere Anfragen nach Umrüstungen sollen nach Unternehmensangaben bereits vorliegen – ist dem Start-up-Unternehmen, das erst im Juni 2011 die Zulassung zu einem luftfahrttechnischen Betrieb durch das Luftfahrt-Bundesamt xl erhalten hat, ein in der Branche beispielloser Start gelungen.

Bad Wurzach

Interkommunales Gewerbegebiet

Weixler-GaÇi

Bad Wurzach, Bad Waldsee, Bergatreute und Wolfegg wollen gemeinsam ein interkommunale Gewerbegebiet ausweisen. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen ist gegen diesen geplanten Oberschwäbischen Gewerbe- und Industriepark (OGI). Die Stadt Bad Wurzach will gegen dieses Urteil nun Berufung einlegen. Das hat der Gemeinderat der Stadt mehrheitlich so beschlossen, wie auch die Gremien der anderen Verbandsgemeinden. Damit geht die Sache nun vor den Verwaltungsgerichtshof nach Mannheim. Das Gericht sieht insbesondere Bedenken, da es sich beim ausgewählten Standort um ein Gebiet von herausragendem landschaftlichem Wert handele. In der Urteilsbegründung fänden sich jedoch Ungereimtheiten sagte Roland Bürkle (Bild), der Bürgermeister der Stadt Bad Wurzach, die die Klage anführt. Daher wolle man in die nächste Instanz. Wir müssen alles versuchen, hieß es unisono. Denn man wolle sich nicht in 20 Jahren vorwerfen lassen, man habe es nicht versucht. xl

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Wirtschafts-Meldungen

design award gilt als einer der bedeutendsten Designwettbewerbe weltweit. »So freut uns die Auszeichnung mit dem iF product design award 2012 in Gold für die neue 700 Vario Baureihe natürlich ganz besonders,« sagte Dr. Heribert Reiter (Vice President und Geschäftsführer Entwicklung) und sprach den Designern Tom Maier und Jan Weigand seinen Glückwunsch aus. kb


Wirtschafts-Meldungen

Betzigau

Memmingen

Neues Internet-Portal für regionale Anbieter

Vier Auszeichnungen für ein einziges Produkt

»Allgäu für Dich« heißt das neue Internetportal – ein »Lebens-Fühl-Portal« – für Dienstleistungen und Produkte aus dem alternativ ökologischen Sektor. »Die Angebote im Allgäu im Bereich Körper, Geist und Seele sind so vielfältig und zahlreich, wie in kaum einer anderen Region Andrea Lutzenberger (li.) und Maria Lichtner präsentieren Deutschlands«, weiß Maria ihr Portal »Allgäu für Dich« Lichtner und kam auf die Idee, gemeinsam mit Andrea Lutzenberger, dafür eine Plattform im Internet zu schaffen. Der große Unterschied zu bereits bestehenden Bio- und Heilportalen sei dabei der konsequent regionale Bezug: nur Anbieter vor Ort, sprich: aus dem Allgäu, können sich hier präsentieren. »Allgäu für dich« ist kein Online-Shop, sondern will der alternativen Szene die Möglichkeit geben, sich professionell im Internet darzustellen. Dazu bietet »Allgäu für Dich« zahlreiche MarketingAktionen und Werbemaßnahmen zur Bekanntmachung des Portals. So tritt »Allgäu für Dich« zum Beispiel als offizieller Veranstalter (mit anderen Partnern) des »Unternehmer-Gipfel Allgäu« im Festspielhaus Füssen (14./15. Juni; siehe auch Seite 46 in diesem Heft) auf. Interessierte Anbieter können sich unter allgaeu-fuer-dich.de informieren und eintragen. Portalstart für Endverbraucher ist Mitte Juni. kb

Bad Wurzach

Lissmac übernimmt Metallschleifmaschinensparte von Bütfering Schleiftechnik in Bechum Das in Bad Wurzach ansässige Unternehmen Lissmac Maschinenbau GmbH übernahm zum April die Metallschleifmaschinensparte von Bütfering Schleiftechnik in Bechum (Kreis Warendorf ). Bütfering soll als Tochter der Hamag AG mit deren weiterer Tochter Weeke Bohrsysteme zusammengefasst werden. Lissmac übernimmt in der Folge die Bütfering-Produktpalette des Sektors Metallschleifmaschinen und will diese unter dem Namen Steelmaster weiterführen. xl

Mit ihrem neuartigen Produkt, einem faltbaren Aufsatzrahmen, hat die Klaus Kunststofftechnik den ganz großen Wurf gelandet. Beim »German Design Award 2012« ist das Unternehmen aus Memmingen mit der

höchsten Auszeichnung, nämlich der Goldmedaille, belohnt worden. Die Jury lobte die intelligente Produktgestaltung, aber auch das verwendete Material, das vor allem in puncto Nachhaltigkeit, Ökoeffizienz und Wiederverwertung besticht. Dass ihr Aufsatzrahmen, der sowohl für den Transportals auch den Logistikbereich geeignet ist, neben dem »German Design Award«, auch mit dem »iF Material Award in Gold«, dem »iF Packaging Award« ausgezeichnet sowie als »Produkt des Jahres 2012« prämiert wurde, macht die Memminger ganz besonders stolz. Die Preise verstehe man als weitere Motivation, um auch in Zukunft an innovativen Produktentwicklungen zu arbeiten. rl

Immenstadt

Jubiläum für Allgäuschau In Immenstadt findet vom 17. bis 20. Mai auf dem Viehmarktplatz die zehnte Allgäuschau statt. Wie immer dreht sich bei der Regionalmesse alles um emen wie Landwirtschaft, Gesundheit, Leben, Genießen, Lifestyle, Haushalt, Technik, Bauen und Wohnen sowie Freizeit. Ein Rahmenprogramm gehört seit jeher zur Messe dazu, die von der Fetzer GmbH abwechselnd in Sonthofen und Immenstadt veranstaltet wird. Die Allgäuschau versteht sich als regionale Plattform für kleine als auch mittelständische Betriebe des Handwerks und des Handels, die sich hier einem breiten Publikum präsentieren können. Der Eintritt ist für die Besucher frei. te

104 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

Oberstdorf/Fischen

Oberstdorf Resort als bester Arbeitgeber ausgezeichnet Seit zehn Jahren ermittelt und prämiert »Top Job« herausragende Personalarbeit im deutschen Mittelstand. Oberstdorf Resort hat im Jubiläumsjahr zum zweiten Mal den Sprung in die Riege der ausgezeichneten Arbeitgeber geschafft. Vor allem der Einsatz in den Bereichen Mitarbeiterführung und Personalpolitik wurde gewürdigt. Der ehemalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement überreichte die Auszeichnung an die 100 besten Arbeitgeber. Susanne und Sebastian Reisigl vom Hotel Oberstdorf nahmen den Preis mit Stolz und dem Bewusstsein entgegen, dass die Philosophie der Unternehmensgruppe, großes Augenmerk auf zufriedene und motivierte Mitarbeiter zu legen, aufgegangen ist. Im Schnitt arbeiten 359 Mitarbeiter bei den 94 besten Arbeitgebern im Mittelstand. Fast jede dritte der »Top Job«-Firmen 2012 ist ein Familienunternehmen. Die Tatsache, dass darunter 14 Weltmarktführer und 21 nationale Marktführer sind, zeigt, dass gute Arbeitgeber auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Mehr als die Hälfte der Firmen zahlt ihren Mitarbeitern eine übertarifliche Entlohnung. te


Ravensburg

Kundenspiegel Sonthofen

Columbus Interactive auf Erfolgskurs

Das Marktforschungsinstitut MF Consulting Dieter Grett hatte bereits im vergangenen Oktober 912 Personen zu ihren Erfahrungen mit 78 Sonthofer Geschäften aus elf Branchen befragt. emen der Befragung waren unter anderem die Freundlichkeit, die Beratungsqualität sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Zufriedenheit der Befragten in puncto »Freundlichkeit« zählt mit 81,2 Prozent zum soliden Mittelfeld. Laut Grett ist das Ergebnis differenziert zu betrachten: Es gibt sowohl Firmen, die ihre Kunden sehr zufrieden stellten, aber auch Ausreißer, die extrem kritisch betrachtet werden. Unter den Banken holte sich die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd eG den ersten Platz unter fünf untersuchten Geldinstituten. Von den sieben untersuchten Bäckereien belegte mit einer Zufriedenheit von 92,9 Prozent die Bäckerei Wirthensohn den ersten Rang. Sieger in der Kategorie Bekleidung ist Platzhirsch Mode als eines von 13 Geschäften der Branche. In Sachen Einrichtung erhielt von sechs Einrichtungshäusern das Möbelhaus Lederle Topwertungen. te

Columbus Interactive entwickelt als Agentur seit 1996 maßgeschneiderte Lösungen für die Online-Kommunikation. »Alle unsere digitalen Projekte sind kreativ, zielführend und wirkungsvoll«, so Wolfgang Wagner (Bild), Gründer und Geschäftsführer von Columbus Interactive. Ein Team von achtzehn Spezialisten, das in allen Disziplinen des Online-Marketings zuhause ist, bietet von der Strategie bis zur Umsetzung alle Leistungen aus einer Hand. Betreut werden B2B- und B2C-Kunden im Bereich Websites, Social Media, E-Mail- und Mobile-Marketing. Zu den wichtigsten Kunden zählen Geberit, die Messe Friedrichshafen, VAUDE, das Versandhaus Walz oder die Wüstenrot Bausparkasse. Vor kurzem konnte als Kunde auch das Dornier Museum in Friedrichshafen gewonnen werden. kb

Wirtschafts-Meldungen

Sonthofen

Leutkirch

Solarpark-Gesellschaft gegründet

ADV 022/2012 AT

Die Stadt Leutkirch, die ENBW (Energie Baden-Württemberg), die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke OEW und die Energiegenossenschaft Leutkirch haben gemeinsam die Gesellschaft »Solarpark Leutkirch GmbH & Co. KG« gegründet. Diese hat den Solarpark an der A 96 von der EnBW Erneuerbare Energie gekauft und wird ihn künftig betreiben. Die EnBW hält derzeit 60 Prozent der Anteile, die OEW 20 und die Stadt und die Energiegenossenschaft je zehn Prozent. Am Solarpark sind nun über die Energiegenossenschaft und die Stadt die Leutkircher selbst, über die OEW ganz Oberschwaben und über die EnBW ganz Baden-Württemberg beteiligt. »Mehr geht in Sachen Bürgerbeteiligung nicht«, sagte Leutkirchs Bürgermeister Hand-Jörg Henle. xl

Europas Märkte. Ganz nah. Viel Bewegung im Angebot von GW: Die neue Produktlinie GW pro.line steht für tägliche Abfahrten, definierte Laufzeiten, fixe Qualitätsstandards und exklusive Premiumservices. Auf diese Weise bewegen wir Ihre Sendungen von Norwegen bis Griechenland, von Russland bis Portugal. In 47 Ländern Europas. Auf 10,5 Millionen Quadratkilometern. Erleben Sie selbst wie GW bewegt. Servicetelefon +49.8331.49825.0

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Kempten

148000 Euro für den guten Zweck

Sein oder Schein(welt)?

Im Januar wurde die Mineralbrunnen Krumbach GmbH in Kißlegg als Tochterunternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH ins Leben gerufen. Unter Geschäftsführer Uwe Frankfurter agiert sie seither als eigenständiges Unternehmen am Markt und kann bereits im ersten Quartal 2012 positive Nachrichten verbreiten: Durch eine groß angelegte Spendenaktion kamen 148 000 Euro für die Krumbach Familienstiftung zusammen. Je die Hälfte der Spende geht an »Die Arche« in München, da gerade in Großstädten die Armut bei Kindern und Jugendlichen ein Problem darstellt, und den 1987 gegründeten Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu e. V. in Immenstadt. Der Verein besteht derzeit aus 65 Mitgliedern. Die Aufgaben des Vereins werden von den Mitgliedern und dem gesamten Vorstand fast ausschließlich ehrenamtlich übernommen. Die Spende der Mineralbrunnen Krumbach ist die bisher höchste Summe, die der Verein erhielt. kb

Leutkirch

Umsatz gesteigert In den vergangenen drei Jahren ist es dem Leutkircher Milchverarbeitungsunternehmen Milei gelungen, das 40 Jahre alte Unternehmen wieder ins Plus zu führen. So konnte allein im letzten Jahr die Verschuldung um 20 Prozent reduziert werden. Im Vergleich zu 2009 habe man zudem den Umsatz um knapp 47 Prozent steigern können, so Geschäftsführer Rüdiger Fricke. 2009 verzeichnete das Unternehmen 75 Millionen Euro Umsatz, 2011 waren es 110 Millionen Euro. Fricke hat mit seinem Amtsantritt im Jahre 2009 das Working Capital Management und damit die Liquiditätssituation verbessert. Zudem optimierte er alle notwendigen Unternehmensprozesse nach Rentabilitätsgesichtspunkten. Misswirtschaft des früheren Managements habe die Restrukturierungen notwendig gemacht. Davon nicht betroffen war die Anzahl der Mitarbeiter. Diese wurde in den vergangenen Jahren von 165 auf 180 sogar leicht gesteigert. xl

106 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 2–2012

Nach dem Tanz über die »Spielwies’n« und dem Blick in die »Beziehungskiste« führt das eaterInKempten (TIK) 2012/13 in die »Scheinwelten«. »Das Spiel mit Sein und Schein ist ja im Grunde das ema des eaters, oft genug jedoch des wirklichen Lebens,« erklärte Nikola Stadelmann, künstlerische Direktorin des TIK, und läutete damit zugleich ihre dritte Saison im Kemptener eater ein. Dafür erntete sie Lob von allen Seiten, da sie bisher nicht nur ein vielseitiges und abwechslungsreiches eaterprogramm dargeboten, sondern auch das eater auf »gesunde und solide finanzielle Füße« gestellt habe. In der neuen Spielzeit bleibt

BILD: BITCH

Wirtschafts-Meldungen

Kißlegg

Scheinwelten: Vorstellung der Spielzeit 2012/13 des TIK.

Stadelmann ihrem Rezept treu und lässt sie wieder mit dem »Tanzherbst« beginnen. »Paradise für beginners« lautet der Titel der ersten Eigenproduktion unter der Choreographie von Caroline Finn, mit deren Uraufführung am 12. Oktober die eatersaison 2012/13 eröffnet wird. Eine Besonderheit gibt es dieses Mal vorweg: vom 19. bis 23. September findet im TIK das Kammermusikfestival Classix – Kammermusik »mit Paprika« aus Ungarn – statt. Zum Start der Meisterkonzerte am 7. Oktober konnte Dr. Franz Tröger die Württembergische Philharmonie gewinnen und bietet nicht nur damit erneut ein hochkarätiges Musik-Programm im TIK. Weitere Eigenproduktionen, die »Herzstücke« der neuen Spielzeit, sind »Enigma« (Premiere am 23. Februar 13), ein Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt unter der Regie von Oliver Karbus und »Die Tartuffe-Methode«, ein Ein-Mann-Stück frei nach Molière von und mit Michael Miensopust (Premiere am 10. Mai 13). Eine wunderbar spannende Schau in die Welt des (schönen) Scheins erwartet das Publikum in der kommenden Saison: Schauspiel-Klassiker von antik bis modern, Komödien, Krimis, Märchen, Lesungen und sogar ein wahnwitziges »Grusical« für die ganze Familie namens »Villa Irrsinn«. Die beliebten Schultheatertage am Ende der Saison dürfen nicht fehlen – und auch der Kemptener Jazzfrühling gastiert ebenfalls wieder im TIK. Informationen und Tickets unter (08 31) 96 07 88-0 oder im Internet unter theaterinkempten.de. kb

Bad Hindelang

Thomas Angerer bietet Franchise-Konzept mit Schnitzeln Der Wirt omas Angerer will künftig nicht nur Gästen seines Restaurants »Schnitzelalm« Schnitzel, sondern zudem auch Gastronomen sein gesamtes Konzept anbieten. Als der Wirt vor rund zehn Jahren in Bad Hindelang eröffnete, hatte er bereits das Ziel vor Augen, mehrere »Schnitzelalm«-Filialen zu betreiben. Das inzwischen bis ins Detail ausgefeilte Franchise-Konzept soll über die eigens gegründete Firma S1 concept vermarktet werden. Hier werden die Lizenznehmer samt Personal ausgebildet und in Schulungen für das Konzept fit gemacht. Angerer begann mit vier Mitarbeitern, heute beschäftigt er 23 Vollzeitkräfte. Schon bald soll in Bad Grönenbach ein weiteres Restaurant entstehen, dem Angerer sein Franchise-Konzept zur Verfügung stellt. te


Kaufbeuren

Bunte Socken – »in« oder »out«?

HAWE Hydraulik baut neues Werk

Wer im Licht der Öffentlichkeit steht oder in der Welt des Business das Sagen hat, muss zwangsläufig stets perfekt gekleidet sein und Stil beweisen. Den eigenen Stil zu finden und/oder zu kreieren, erfordert oft Zeit, Übung und Erfahrung. Das weiß Personal-Shopperin Sonja Grau aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Stil- und Modeexpertin. Sie wur- Sonja Grau mit ihrem Stammde durch vielfältige Reportagen in Funk und Fernsehen be- kunden und Ferrari-Piloten kannt. Achtzig Prozent ihrer Klientel besteht aus Personen Freddy Kremer, der mit seinem des öffentlichen Lebens, aus Prominenten und Geschäfts- neuen Ferrari »458 Italia GT3« leuten aus Film, Fernsehen, Politik, Wirtschaft, Sport und jüngst eine Testfahrt an der Algarve fuhr – dort, wo auch anderen Bereichen. Personen also, die zwar immer gut an- das erste Rennen der Saison gezogen sein müssen, denen jedoch in der Regel die Zeit Ende April stattfinden wird. fehlt, sich um die passende Kleidung zu kümmern. Nun holte sich auch Martina Regel, Moderatorin des Hessischen Rundfunks, Rat zum aktuellen Mode-ema »bunte Socken« bei Sonja Grau. »Einen allgemein gültigen Leitfaden gibt es für diesen farbigen Trend allerdings nicht«, so Grau. »Eine gehörige Portion modisches Einfühlungsvermögen und Selbstkritik sind bei der Umsetzung unabdingbar.« Das Telefoninterview wurde in der nachmittäglichen Hörfunk-Lifestyle-Sendung »Life« auf HR3 ausgestrahlt. kb

Immenstadt

Gold für Wandkalender von Eberl

Foto: © Margot Kessler/pixelio.de

Im 62. Jahr der »Internationalen Kalenderschau« in Stuttgart gelang Eberl, was noch kein Unternehmen zuvor geschafft hatte: Zum dritten Mal in Folge gab es Gold für die Mediengruppe aus Immenstadt. Aus der Taufe gehoben wurde die Allgäu-Kalendertrilogie mit dem Kalender »Cheese 2010«, es folgte »Heimatseiten 2011« und nun »Wanderwelten 2012«. Geebnet haben den Weg zum Triple die Designagentur Strichpunkt (Stuttgart und Berlin), die Allgäuer Fotografin Susanne Mölle und Eberl Print, für den Kalender federführend in der Unternehmensgruppe Eberl. Im »Haus der Wirtschaft« in Stuttgart präsentierte sich die Kalenderschau in neuem Gewand als »Gregor International Calendar Award«. Mit ihren Routentipps beteiligten sich am Kalender »Wanderwelten 2012« mehr als 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Noch einmal so viele waren es, die bei den Wanderkarten, den Inhalten und der technischen Herstellung mitwirkten. »Dass die drei Goldkalender insgesamt zu einem lebendigen Dialogforum zwischen Mitarbeitern, Freunden und Kunden geworden sind, darauf können wir richtig stolz sein«, freut sich Geschäftsführer Ulrich Eberl. te

HAWE Hydraulik SE ist ein führender Hersteller technologisch und qualitativ hochwertiger Hydraulik-Komponenten, -Lösungen und -Systemen für unterschiedlichste Bereiche des Maschinen- und Anlagenbaus. Rund 2 100 Mitarbeiter leisten ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg am Stammsitz in München, in sieben weiteren Werken in Deutschland und in einem internationalen Vertriebsnetz mit vierzehn Tochtergesellschaften. Der Standort Kaufbeuren ist für die Fertigung und Montage von Komponenten und Systemen für die Mobilhydraulik vorgesehen. Die Produkte werden in verschiedenen Anwendungen eingesetzt, beispielsweise in Baumaschinen, Kränen, Bohrgeräten und Kommunalfahrzeugen. Bisher wird bei HAWE Hydraulik in einer angemieteten Halle im Momm-Gewerbepark in Kaufbeuren produziert. Das neue Werk soll auf einem 145 000 Quadratmeter großen Grundstück an der B 12 entstehen. Geplant sind vier Hallen mit einer Brutto-Geschossfläche von rund 50 000 Quadratmetern, die bis zum zweiten Quartal 2014 fertiggestellt und bezogen werden sollen. Die Erdarbeiten wurden bereits im März begonnen, die Rohbauarbeiten sollen Mitte des Jahres starten. Nach Inbetriebnahme aller vier Hallen werden voraussichtlich 500 Mitarbeiter beschäftigt. Für die Ausbildung im neuen Werk Kaufbeuren sind etwa 50 Lehrlinge eingeplant. Bei steigenden Auftragseingängen könnte die Zahl der Arbeitsund Ausbildungsplätze jedoch deutlich gesteigert werden. kb

Wir brauchen Verstärkung! Unser Allgäuer Wirtschaftsmagazin hat inzwischen einen festen Platz in der Allgäuer Zeitungslandschaft. Das freut uns sehr – beschert uns aber auch zunehmend mehr Arbeit. Daher brauchen wir Verstärkung und suchen nach freien Mitarbeitern, die Lust haben, in unserem Team mitzuarbeiten. Wenn Sie gerne und gut schreiben und auch fotografieren können, wenn Sie Freude am Kennenlernen interessanter Menschen und dem Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Firmen im Großraum Allgäu/Oberschwaben haben, dann melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns, Sie bei einem persönlichen Treffen kennen zu lernen.

Freie Redaktionsmitarbeiter/innen gesucht

Erste Kontakte/Informationen: Verlagsleiter Thomas Tänzel, Telefon (08 31) 96 01 51 10. Bewerbungsunterlagen (idealerweise mit Arbeitsproben) bitte an TT Verlag GmbH, St.-Mang-Platz 1, 87435 Kempten.

Allgäuer Wirtschaftsmagazin

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Wirtschafts-Meldungen

Ulm


Wirtschafts-Meldungen

Karlsruhe/Augsburg

Pfronten-Weißbach

Bewerbung für »Förderpreis der Arbeitsschutz Aktuell«

Auszeit mit »fliegenden Edelsteinen«

Die »Arbeitsschutz Aktuell – das Präventionsforum« findet als Kongress mit Fachmesse alle zwei Jahre an wechselnden Standorten statt und wird von der Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI) e. V. als ideellem Träger gemeinsam mit der Firma Hinte ausgerichtet. Der Förderpreis der FASI wurde erstmals 2010 ausgelobt. Dieses Jahr steht der Fachkongress unter dem Motto »Sicher und gesund arbeiten – Vision Zero in der Praxis«. Die Bewerbungsfrist für den »Förderpreis der Arbeitsschutz Aktuell« in Augsburg läuft noch bis 31. Juli. Junge, innovative Unternehmen sind eingeladen, ihre Lösungen, Produkte oder Dienstleistungen dem Urteil einer Fachjury vorzustellen. Der Gewinner erhält nicht nur seine Präsentation in einem vollständig ausgestatteten Messestand beim dreitägigen Präventionsforum in Augsburg, sondern auch umfangreiche Werbe- und PRMaßnahmen vor, während und nach der Veranstaltung. Interessierte Unternehmen sollten nicht länger als fünf Jahre auf dem Markt sein und weniger als 50 Beschäftigte haben. Firmen und Selbständige mit eigenen Ideen im Angebotsbereich der Arbeitsschutz Aktuell können ihre Bewerbungsunterlagen einreichen bei: Hinte GmbH, Leitung Prävention und Gesundheit Elvira Freier, Bannwaldallee 50, 76185 Karlsruhe oder efreier@hinte-messe.de kb

Heimertingen

Große Ehre für Thoma Die Firma oma Metallveredelung aus Heimertingen hatte für ihre Hartchromanlage bereits 2009 den Umweltpreis erhalten. Nun kommt den Unterallgäuern in diesem Zusammenhang noch eine weitere Ehre zuteil: Am 5. und 6. Juni sind sie eingeladen, ihre Anlage bei der »Woche der Umwelt« im Garten von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, zu präsentieren. Rund 170 Aussteller werden zukunftsweisende Umweltund Naturschutzprojekte einem hochkarätigen Publikum aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vorstellen. Vorgeschlagen und ausgewählt wurde die Hartchromanlage durch das IPA Fraunhofer Institut in Stuttgart, mit dem sie gemeinsam geplant wurde. Das Projekt war zudem ein Modellprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. rl

Oy-Mittelberg

Kleine Schritte – große Wirkung, für Mensch und Umwelt Für die Geschäftsführer Ute Leube und Kurt Nübling sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Primavera Life in Oy-Mittelberg steht der Begriff Nachhaltigkeit für »einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und den Erhalt einer intakten Umwelt für zukünftige Generationen«. Sie setzen sich täglich dafür ein, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein fades Lippenbekenntnis bleibt, sondern auch umgesetzt wird. Schon das Gebäude von Primavera Life gilt als Parade-Beispiel für Nachhaltigkeit. Primavera Life ist seit mehr als 25 Jahren ein führender Hersteller naturreiner, ätherischer Öle, von Bio-Kosmetik sowie anderen WellnessProdukten und hat sich der Achtung gegenüber und dem Erhalt der Natur verpflichtet, was durch ein reichhaltiges Seminar- und Vortragsangebot in die Öffentlichkeit getragen wird. Letztlich kann jeder Einzelne seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Wie sehen die kleinen Schritte zur Nachhaltigkeit, zum Leben in Einklang mit der Natur aus? Zum »Tag der Umwelt« am 5. Juni beginnt bei Primavera Life die »Nachhaltigkeitswoche« mit Vorführungen und Wellness-Aktionen im Primavera Life-Shop, Fachvorträgen, einer Filmvorführung und offenen Diskussionen. Am 9. Juni endet die Aktionswoche mit einem fröhlichen Sommerfest, musikalischer Umrahmung und kulinarischen Köstlichkeiten. Nähere Informationen zum kompletten Programm vom 5. bis 9. Juni unter primaveralife.com oder Tel. (0 83 66) 8 98 80. kb

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Im März verwandelte sich das Gewächshaus von Blumen Hartmann in PfrontenWeißbach zum schon fünften Male in ein tropisches Paradies für Schmetterlinge. »Fliegende Edelsteine« heißen die geflügelten Tierchen dabei zurecht, ist doch ihre Farbenpracht, Vielfalt und Schönheit in der Natur fast einzigartig. Bunte Exoten aus Afrika, Asien und Südamerika finden in den Hartmann’schen Gewächshäusern für einige Monate Wirtpflanzen und Lebensraum. Auf der Suche nach Nektar flattern bunte Schmetterlinge von Blüte zu Blüte zwischen den Besuchern, verharren schon mal auf Hand oder Schulter. Bei etwa 25 Grad Celsius und subtropischer Feuchtigkeit können die »fliegenden Edelsteine« beobachtet und ihre Lebenszyklen erkundet werden. Ihre Entwicklung vom Ei über die Raupe zur Puppe und schließlich dem Schmetterling lässt sich unter sachkundiger Führung entdecken. In der »Kraftsein-Oase« wird für weiteres leibliches und seelisches Wohlbefinden der Besucher gesorgt, mit Kaffee und Kuchen und entspannenden Steinmassagen. Öffnungszeiten unter schmetterlingserlebniswelt.de. kb

Weingarten

Bodensee-Oberschwaben fehlen 12000 Fachkräfte Schon in diesem Jahr werden in BadenWürttemberg rund 230 000 Fachkräfte fehlen. Die Unternehmen suchen vor allem Techniker, Fach- und Betriebswirte, Meister und Fachkaufleute häufig vergeblich. In der Region Bodensee-Oberschwaben bietet sich ein ähnliches Bild, hier fehlen insgesamt 12 000 Fachkräfte. Folglich bleibt jede 17. offene Stelle in der Region unbesetzt. Damit stellt sich die Situation in der Region Bodensee-Oberschwaben ähnlich dar wie im Schnitt von Baden-Württemberg. Dies ergab eine Analyse des aktualisierten Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg. Die interaktive Webanwendung (fachkraefte-bw.de) vergleicht Fachkräfteangebot und -nachfrage in 105 Berufsgruppen und 17 Branchen in den zwölf Regionen Badenxl Württembergs.


Immenstadt-Kempten

Geheimnisse einer »Männerflüsterin«

HypoVereinsbank bekennt sich zur Region

Frauen und Männer sind verschieden, sie ticken anders und kommunizieren anders. Das ist in der Psychologie bewiesen und kein Geheimnis mehr. Wie jedoch kann die Kommunikation zwischen Männern und Frauen reibungslos und ohne Missverständnisse funktionieren? Wie findet »frau« die richtigen Worte für den Mann an ihrer Seite, sowohl im Business als auch im Privatleben? Gigi Sage weiß, wie’s geht, wie die Kommunikation mit »Mann« klappt. Sie gilt als »Männerflüsterin« und zeigt »Frau«, wie sie mit Männern in deren Sprache spricht. Dabei geht es nicht darum, sich gegenseitig verändern zu wollen, sondern sich zu ergänzen und die unterschiedlichen Stärken in der Kommunikation gemeinsam zu nutzen. Gigi Sage, Mutter von fünf Kindern, lebt in den USA und arbeitet seit 1985 als Trainerin, Beziehungs- und Lebensberaterin und Businesscoach. Sie begeistert durch ihre Bücher, Artikel und Fernsehauftritte. Nun kann man Gigi Sage zum ersten Mal live im Allgäu erleben. Die Vielharmonie GmbH lädt zu einem Abendvortrag und/oder Wochenend-Workshop mit Gigi Sage ins Primavera Life-Gebäude in Oy-Mittelberg vom 29. Juni bis 1. Juli. Anmeldungen und Informationen unter vielharmonie.com oder Tel. (0 83 66) 8 98 83 89. kb

Im Rahmen der Aktion »Grünes Allgäu – Banker packen’s an« engagieren sich Mitarbeiter der HypoVereinsbank freiwillig, ehrenamtlich und außerhalb ihrer Arbeitszeit für den Naturschutz in der Region. 30 Mitarbeiter haben letztes Jahr im Werdensteiner Moos Sträucher entfernt, um die Moor-Renaturierung anzukurbeln und den Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Darüber hinaus wurden 2 600 Euro an den Bund Naturschutz Kempten-Oberallgäu gespendet. Rund 1 100 Euro davon kamen als Projektspende durch den Verkauf von rund 550 ec-Motivkarten zusammen. »Seit Juli 2010 bieten wir als erste Bank am Standort eine ec-Karte mit Allgäu-Motiv an. Pro verkaufter Karte spenden wir zwei Euro für Projekte des Umwelt- und Naturschutzes vor Ort und unterstreichen so unser Bekenntnis zur Region«, betont Hans-Jürgen Ulm, Leiter des HypoVereinsbank-Filialverbundes Immenstadt und Verantwortlicher der Spendenaktion. Michael Frank, der seit Januar als neuer Leiter Privatkunden der HypoVereinsbank, Niederlassung Kempten fungiert, begrüßt diese Aktion ebenfalls. Frank ist mit 94 Mitarbeitern in den zehn Filialen der Niederlassung Kempten für die Betreuung von knapp 33 000 Privatkunden verantwortlich. kb

Kempten

Audi Zentrum unter neuer Leitung Das Motto »Vorsprung durch Technik« hat sich Audi auf die Fahne geschrieben. Es ist gleichzusetzen mit Leidenschaft, Überzeugung, Visionen, tiefinnerstem Antrieb. Bereits vor über 100 Jahren konzipierte August Horch, getrieben von Anspruch und Leidenschaft, »starke und gute Fahrzeuge für die gehobene Nachfrage«, die bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Mit dem Sinnbild »Vorsprung durch Technik« identifizieren sich auch technikverliebte Visionäre der Automobil-Branche wie etwa Inhaber und Mitarbeiter des Autohauses Seitz in Kempten – und Marold Kwittung, der seit Februar als neuer Niederlassungsleiter des Audi Zentrums Seitz in Kempten fungiert. Seinen Beruf hat er von der Pike auf gelernt, in Ingolstadt, Regensburg und Ulm sowohl bei Audi als auch VW gearbeitet – und somit war seine Karriere quasi vorgezeichnet. Als Niederlassungsleiter des Audi Zentrums Kempten

will der gebürtige Allgäuer nun »frischen Wind« im Autohaus wehen lassen. Die »wunderschöne, innovative Produktpalette« von Audi legt er bestehenden und neuen Kunden nur zu gerne ans Herz. Ob der spritzige A1 Sportback, der A3 als Cabriolet, ideal für den bevorstehenden Sommer, die Familien-Limousine, die Q-Reihe oder die sportlichen TT-Modelle – für jeden Geschmack, sprich: Auto-Typ bietet Audi das entsprechende Modell. »Vorsprung durch Technik« allein genügt Kwittung jedoch noch lange nicht. »Durch exzellenten Service, individuelle Beratung beziehungsweise Dienst am Kunden wollen wir ebenfalls Vorsprung erreichen.« kb

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Wirtschafts-Meldungen

Oy-Mittelberg


Wirtschafts-Meldungen

Sonthofen Leutkirch

»Wirtschaftsförderung Sonthofen ist Erfolgsmodell«

Freizeitpark scheint Wirklichkeit zu werden Der Center Parc, der in Leutkirch-Urlau, auf dem Gelände der ehemaligen Muna (Munitionslager) entstehen soll, rückt in greifbare Nähe. Zumindest hat das Regierungspräsidium nun die Änderung des Flächennutzungsplanes genehmigt. Damit hat der Bau des Center Parcs Allgäu eine weitere planungsrechtliche Hürde genommen. Derzeit läuft bei der Stadt noch das Bebauungsplanverfahren. Parallel dazu kümmert sich Center Parcs weiterhin um eine Finanzierung des Projekts. Sollte der Bebauungsplan im Sommer durch die Gemeinden Leutkirch und Altusried genehmigt werden, könnte man im Herbst mit den ersten vorbereitenden Arbeiten der Entmilitarisierung des ehemaligen Munitionslagers beginnen. Im Frühjahr 2013 würde dann der Startschuss für die eigentlichen Bauarbeiten fallen. xl

Biberach/Augsburg

Geschliffener Vollmer-Messeauftritt bei Fachschau GrindTec

BILD: VOLLMER

Mit einem positiven Feedback kehrte die Firma Vollmer aus Biberach von der GrindTec 2012 im März nach Hause. »Unser neuer Messeauftritt erntete viel Lob – das moderne und klare Design des Messestandes lud rund 1 000 Besucher dazu ein, sich über die neuesten Innovationen unserer Schleif- und Erodiermaschinen zu informieren«, sagt Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. Vier Leuchtstelen mit integrierten Bildschirmen wiesen den Weg zu den vier Kompetenzbereichen des oberschwäbische Technologie- und Dienstleistungsunternehmen: Rotationswerkzeuge, Kreissäge, Bandsäge und Dienstleistungen. Europas Leitmesse der Schleiftechnik verbuchte ein kräftiges Plus gegenüber 2010: Es beteiligten sich zwölf Prozent mehr Aussteller und es kamen 22 Prozent mehr Besucher als vor zwei Jah- Modernes und klares Messestand-Design ren – insgesamt 13 700. bei Vollmer auf der GrindTec. Die Vollmer Gruppe – mit Standorten in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, den USA, Brasilien, Japan und China – ist mit einem umfangreichen Maschinenprogramm als Spezialist für die Werkzeugbearbeitung in der Produktion und im Service weltweit tätig. jj

Nach der Ergee-Pleite hatte die Stadt Sonthofen die Wirtschaftsförderung Sonthofen GmbH gegründet, um durch der Umwandlung der früheren Textilfabrik eine Keimzelle für neue Arbeitsplätze zu schaffen. Laut Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl darf die Entwicklung der Wirtschaftsförderung Sonthofen inzwischen als Erfolgsgeschichte betrachtet werden. Seit 1999 ist auf dem ehemaligen Fabrikgelände das Technologie- und Dienstleistungszentrum Sontra ansässig, das schrittweise gemäß den Bedürfnissen neuer Betriebe umgebaut wurde und dessen vermietete Gesamtfläche rund 7 052 Quadratmeter beträgt. Im Sontra sei zwar nicht die Menge an Jobs entstanden, wie es sie zu Ergee-Zeiten gegeben hatte, dennoch erklärt Buhl das Konzept weitgehend als aufgegangen. Ende 2011 beschäftigten im Sontra 41 Unternehmen 131 Vollzeitund 16 Teilzeitmitarbeiter, womit die Immobilie eine Auslastung von 84 Prozent erreichte. Betrachtet man die fast 6,7 Millionen Euro Schulden bei Banken und der Stadt als Gesellschafter, verhält sich der wirtschaftliche Erfolg eher relativ. Buhl betont jedoch die volkswirtschaftliche Bedeutung: »Das Sontra erzielt eine hohe Wertschöpfung und ist eine Brutstätte für Firmengründungen«. Die Wirtschaftsförderung Sonthofen wickelt zudem weitere Projekte ab, darunter der Ausbau des Parkplatzangebots, die Starthilfe für das »Allgäu Outlet« (ehemals Kaufhaus Hager) sowie Solaranlagen für Schuldächer. te Sonthofen

Bad Waldsee

HYMER

Roel Nizet neuer HYMER-Vorstandsvorsitzender Zum April wurde Roel Nizet in den Vorstand der HYMER AG berufen. Der 49-jährige Niederländer verantwortet künftig beim führenden Freizeitfahrzeug-Hersteller Europas die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktion. Er übernimmt zum Mai den Vorstandsvorsitz von Dr. Josef Spichtig, der wieder an die Spitze des Aufsichtsrates wechselt. Gemeinsam mit Finanzvorstand Andreas Lobejäger soll ein Schwerpunkt der Arbeit Nizets sein, die strategischen Entwicklungen im HYMER-Konzern weiter voranzutreiben. Zum HYMER-Konzern gehören die Marken Hymer, Bürstner, der italienische Reisemobilhersteller Laika sowie Carado und Niesmann+Bischoff. xl

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Luftaufnahmen mittels Drohne Modellbau und Fotografie sind die beiden Hobbys von Eren Karaman aus Sonthofen. Mit der Investition in eine professionelle Foto-Drohne will der 20-jährige eine Marktlücke entdeckt haben. Die mit Technik gespickte Foto-Drohne ist schnell einsatzbereit und lässt sich ferngesteuert vom Boden aus bedienen. Auch die Fotokamera wird per Fernbedienung gesteuert. Auf einem Bildschirm sieht Karaman alles, was die Kamera im Blickfeld hat. So lassen sich vom Boden aus Luftbilder, Panoramaaufnahmen und hochaufgelöste Videos aus einer Höhe von rund 150 Metern aufnehmen. te


»Gipfelmotivation« Das Sprichwort »Wer rastet, der rostet« gilt vor allem im Job. Manager wollen mehr leisten, mehr erreichen und für sich und ihr Unternehmen das Maximum herausholen. Dazu braucht es klare und leicht umsetzbare Erfolgsstrategien. Top-Manager machen in erster Linie mit mentaler Stärke Karriere. Selbstmotivation sorgt dabei für Top-Leistung und führt zum persönlichen Durchbruch. omas Schlechter, Motivationsprofi und ehemaliger Ultrasportler, hat mit seiner »enerise-Methode« ein Programm für Führungskräfte entwickelt, das diese aus ihrem tiefsten Inneren heraus zu neuen Höchstleistungen anspornt. Eine klare Vision, Freude an der Arbeit, ein stählerner Wille, es zu schaffen, der Glaube an sich selbst, ein gesunder Körper und vor allem Entschlusskraft sind dabei die Hauptfaktoren. »Erfolgreiches Management ist Kopfsache,« erklärt Spitzenmotivator und Buchautor Schlechter. Einmal jährlich verrät Schlechter auf dem Gipfel der Zugspitze in seiner »Gipfelmotivation« die Geheimnisse einer Spitzenmotivation und legt dar, wie jeder eigene Ziele und Veränderungen garantiert erfolgreich umsetzen kann. Nähere Informationen zur diesjährigen »Gipfelmotivation«, die vom 15. bis 17. Juni stattfindet, unter www.gipfelmotivation.de. kb

Bad Hindelang

Optimistisch in die Zukunft Anlässlich des 10. Allgäuer Baufachkongresses in Oberstdorf zog Baumit eine positive Bilanz und wagte optimistische Blicke in die Zukunft. Der in Bad Hindelang ansässige Baustoffproduzent steigerte seinen Umsatz um rund fünf Millionen Euro auf 150 Millionen Euro und verzeichnet damit eine gute Marktentwicklung. Im Zuge von Modernisierungen, Baumaßnahmen, Renovierungen und energetischen Sanierungen steige auch die Nachfrage, so Geschäftsführer Ludwig A. Soukup, der das Unternehmen unangefochten als Partner der Baubranche betrachtet. Das Unternehmen stellte kürzlich auch sein neues Produkt Baumit-Life-Farbsystem vor, mit dem 888 Farbtöne und unterschiedliche Putzstrukturen dargestellt werden können. Als besonders innovativ gilt da-

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bei die mediale Komponente: Die Farbtöne können demnächst per App auf das Smartphone geladen oder im Internet betrachtet werden. Nicht nur am Stammsitz in Bad Hindelang wird in den Bau eines neuen Schulungsgebäudes investiert, auch am Standort Landsberg am Lech soll ein neues Bürogebäude entstehen. te

Kempten/Kaufbeuren/Michelsfeld

Modepark Röther eröffnet 25. Filiale Nach Kempten eröffnete der Modepark Röther am 26. April eine weitere Filiale in Kaufbeuren am Kemptener Tor und damit seine siebte Filiale in Bayern. Auf rund 6 600 Quadratmetern reine Verkaufsfläche soll hier eine attraktive und frische Mode nicht nur für Damen und Herren der Generation »50plus«, sondern für Modebewusste jeden Alters, Teens und Twens, Junge und Junggebliebene geboten werden. Das LadenbauTeam setzte das neue Modepark-RötherFlächen-Konzept um, das Multi-Label-Abteilungen als auch Shop-in-Shop-Bereiche beinhaltet, um die Welt der Marken optimal zu inszenieren. Das Familienunternehmen Modepark Röther will nicht nur durch sein breit gefächertes, ausgewähltes Sortiment, sondern ebenso durch einen exzellenten Service überzeugen. Kompetentes Fachpersonal steht den Kunden zu einer ausführlichen, individuellen Beratung zur Verfügung. Mit der Eröffnung in Kaufbeuren, der mittlerweile 25. Filiale, steht Modepark Röther, dessen Erfolgsgeschichte vor gut 40 Jahren mit einem kleinen Geschäft in Michelsfeld bei Schwäbisch Hall begann, für weiteres, dynamisches Wachstum im Fashion-Sektor. kb

Bad Hindelang

»Philosophie am Pass« In diesem Jahr steht die Veranstaltung »Philosophie am Pass« vom 9. bis 13. Mai unter dem ema »Liebe – Freundschaft – Kommunikation« und beinhaltet drei Seminartage mit einem entsprechenden Rahmenprogramm »rund um den Pass« beziehungsweise die Allgäuer Berge um den heilklimatischen Kurort Bad Hindelang. Die Gemeinde Bad Hindelang zeichnet während dieser Tage einen Schriftsteller, der sich um die Vermittlung von Philosophie an die Allgemeinheit verdient gemacht hat, mit dem »Meckatzer-PhilosophiePreis« aus. Der aus Billenhausen bei Krumbach (Schwaben) stammende Berliner Philosoph Prof. Dr. Wilhelm Schmid (Bild) wird den Preis persönlich entgegen nehmen und bei dieser Gelegenheit einen Festvortrag zum ema »Philosophie der Liebe und der Lebenskunst: Warum die Liebe so schwierig ist und wie sie dennoch gelingt« halten. Das Konzept zu »Philosophie am Pass« wurde von Dr. Rainer Jehl und Stefanie Fuchs in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hindelang entwickelt. Fuchs ist Inhaberin der Agentur Fuchs PR & Consulting in Kempten. Jehl war bis zu seinem Ruhestand leitend in den Einrichtungen von Kloster Irsee und als Direktor der Schwabenakademie Irsee tätig. Zuvor war er wissenschaftlicher Assistent am Martin-Grabmann-Forschungsinstitut für mittelalterliche eologie und Philosophie. Er wird auch die Laudatio auf den Preisträger halten. kb JÜRGEN BAUER/SUHRKAMP VERLAG

Wirtschafts-Meldungen

Ehrwald/Garmisch-Partenkirchen

Bad Honnef

Deutsche geben mehr Geld für Möbel aus Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr Möbel im Wert von 373 Euro gekauft. »Damit sind die Möbelausgaben in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen«, so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). »Nach einer Kaufzurückhaltung in den Krisenjahren haben die Deutschen im Jahr 2011 nachgeholt, auf was sie vorher verzichtet hatten«. Hinzu kommen noch etwa 150 Euro für die Ausstattung der Wohnung mit Textilien, Accessoires und Dekorationen. Möbel werden in Deutschland viel älter als Autos und sind langlebige Konsumgüter. Weil ihr durchschnittliches Alter recht hoch wird, sollten Verbraucher, so der VDM-Geschäftsführer, vor dem Möbelkauf die Qualität prüfen und das Design genau betrachten: »Es rechnet sich am Ende nie, in Möbel minderer Qualität zu investieren«, so Klaas. xl


Wirtschaftsmagazin

2_2012

IMPRESSUM Verlag TT VERLAG GmbH St.-Mang-Platz 1 87435 Kempten Telefon (08 31) 96 01 51-0 Telefax (08 31) 96 01 51-29 info@tt-verlag.de www.tt-verlag.de

Geschäftsführer (gesamtverantwortlich) omas Tänzel Redaktion Karin Bitsch Susanne Dietz Karin Donath ora Engstler Manuel Hodrius Johannes Jais Carolin Kober Michaela Krieg Renate Leiprecht Jutta Nichter-Reich Walter Notz Sylvia Novak Sabine Stodal Sina Weiß Maria Anna Weixler-Gaçi (08 31) 96 01 51-0 Medienberatung omas Tänzel Sabine Sauer Verena Köpf Tanja Aurhammer Peter Mäuerle

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Druckvorstufe und Druck Holzer Druck und Medien 88171 Weiler, Fridolin-Holzer-Str. 22 – 24 www.druckerei-holzer.de Magazin-Layout Brigitte Weixler, Jonas Falter 87437 Kempten, Füssener Straße 64 www.weixler-schuerger.de Anzeigen-Layout Katrin Rampp 87435 Kempten, Gerberstraße 18 www.composizione.de Bankverbindung Sparkasse Allgäu, Konto-Nr. 514 269 406 BLZ 733 500 00 Bezugspreis – Abonnement Einzelheft 4,90 Euro. »Allgäuer Wirtschaftsmagazin« im Einzelabonnement bei sechs Ausgaben – Inland: 27,90 Euro, Ausland: 38,40 Euro (jeweils inkl. Versand) ISSN 1868-3789 – Alle Rechte vorbehalten. © für Layout und Konzept: Maria Anna Weixler-Gaçi, © für Logo: TT VERLAG Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages. Jahresabonnements können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate vor Ablauf des Bezugszeitraumes) schriftlich beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen nicht die TT VERLAG Ansicht der Redaktion.

Weg von Klischees, hin zu Auszeichnungen Die Designgruppe Koop steht seit 1995 für funktionales, reduziertes und durchdachtes Design. Dabei haben die Gestaltungsvorschläge und Ideen des Teams um Designer Andreas Koop vor allem einen Hintergrund: Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Von Einzelmaßnahmen bis hin zu strategischen Konzepten und Neuausrichtungen begleitet es Unternehmen auf diesem Weg. Dabei wurden seither zahlreiche Arbeiten regelmäßig mit nationalen und internationalen Preisen gewürdigt. Im Jahr 2011 waren es elf nationale und internationale Auszeichnungen für die Arbeiten der Designergruppe Koop: So zum Beispiel gleich drei begehrte »red dot design awards«, wobei das Flurnamenbuch der Gemeinde Pfronten gar mit dem Titel »best of the best« ausgezeichnet wurde. Der Ortsprospekt der Gemeinde OyMittelberg erhielt neben dem »red dot« auch den »European Design Award« in Bronze. Weg von Klischees, immer blauen Himmeln und nie alternden Menschen, entstand dabei zum Beispiel ein Urlaubsplaner mit Gastgeberverzeichnis, der sowohl vor, während und nach dem Urlaub als ein wertvoller Begleiter fungieren soll. Ausdrucksstarke Bilder von echten Einheimischen, Sepia-Töne und die Reduzierung auf das Hauptthema Wandern verleihen der Broschüre unverwechselbaren Charme. Weitere Arbeiten und Auszeichnungen der Designergruppe Koop im Internet unter designergruppe-koop.de. kb

Köln

Betriebliche Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel Gibt es auf dem Arbeitsmarkt nicht genug geeignetes Personal, hilft es, die eigenen Reihen verstärkt zu qualifizieren – knapp zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland stimmen dieser Aussage laut einer Weiterbildungsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zu. Rund 83 Prozent der befragten Firmen haben 2010 ihre Beschäftigten weitergebildet. Die Mitarbeiter haben diese Chance auch genutzt: Im Schnitt nahm jeder Beschäftigte gut 29 Stunden an Seminaren und Informationsveranstaltungen teil – im Jahre 2007, zum Zeitpunkt der vorherigen IW-Befragung, waren es erst knapp 22 Stunden. Im Jahre 2010 bildete sich jeder Beschäftigte durchschnittlich zehn Stunden in der Freizeit weiter – fast ein Drittel der insgesamt in Workshops und Veranstaltungen verbrachten Zeit. Im Vergleich zu 2007 hat sich damit der Freizeitaufwand mehr als verdoppelt. Aber auch der Stundenumfang für Weiterbildung während der Arbeitszeit ist gestiegen – um 14 Prozent. xl

Isny

Sechs Millionen werden investiert Das Stephanuswerk in Isny hat schwierige Zeiten hinter sich, jüngst wurden rigide Sparmaßnahmen angekündigt, sowie eine Reduzierung der Belegschaft um 48 Mitarbeiter. Trotzdem blickt man positiv in die Zukunft. Nun steht das Ziel, eine zukunftsfähige Einrichtungen zu schaffen, im Blickfeld. Zum einen wolle man Synergien zwischen verschiedenen Bereichen wie denen des Bildungszentrums und des Rehabilitationszentrums nutzen, um wieder in die Gewinnzone zu kommen; geplant sind aber auch Investitionen in Bereichen, in denen der neue Leiter der Einrichtung, Rolf Jehle, die Zukunft sieht. So sind eine ganze Reihe an Umbaumaßnahmen auf dem Campus vorgesehen. Unter anderem will man mit dem Umbau des Werkstattladens mit Kiosk eine Art Begegnungsplatz schaffen, wo Behinderte und Nichtbehinderte zusammentreffen können. Außerdem soll ein neues Gästezentrum geschaffen werden, in dem behinderte Menschen zusammen mit ihren Angehörigen Urlaub machen können. Investiert wird auch in die Wohnheime für behinderte Menschen und in Gebäude-Energie. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt sechs Millionen Euro investiert werden. xl 2–2012 ––– AllgäuerWirtschaftsmagazin ––– 111

Wirtschafts-Meldungen

Allgäuer

Rückholz


Neu STELLEN Laut einer gemeinsamen Studie des Ifo-Instituts und Randstad nutzen bislang lediglich knapp zehn Prozent der Firmen soziale Netzwerke, um neue Mitarbeiter zu werben. Immer noch am weitesten verbreitet ist aus Sicht der befragten Personalchefs die klassische Stellenanzeige in den Printmedien.

BUTCH/FOTOLIA

Auch das Allgäuer Wirtschaftsmagazin bietet nun seinen Lesern einen eigenen Stellenmarkt an. Für punktuelles Suchen und Finden von Führungskräften in der Region.

Als regionales Wirtschaftsmagazin präsentiert sich unser Magazin mit dieser Ausgabe erstmals auch als Plattform zur effektiven Suche von Mitarbeitern auf Führungsebene.

Wir blicken auf eine 125-jährige Firmengeschichte. Unser Sitz ist das Dreiländereck Deutschland/Österreich/Schweiz. Wir zählen zu den führenden Printunternehmen im Allgäu. Zum baldmöglichsten Eintritt suchen wir eine/einen

Vertriebsmitarbeiter/in Unser Leistungsspektrum: Web-to-Print und Translation-Management-Lösungen, Druckvorstufe, Digitaldruck, Bogenoffsetdruck, Weiterverarbeitung sowie Lager- und Versandlogistik. Ihre Aufgaben: · Festigung und Ausbau bestehender Kundenbeziehungen · Gezielte Neukundenaquisition · Anwendungstechnische Beratung unserer Kunden · Markt- und kundenorientierte Ideen umsetzen Ihr Profil: · Selbstständiges, zielorientiertes und eigenverantwortliches Arbeiten · Hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit sind für Sie selbstverständlich · Kenntnisse über die Produktion von Druckobjekten · Verkaufsgeschick und Abschlusssicherheit · Selbstständige Arbeitsweise Wir bieten Ihnen: · Den Einstieg in ein innovatives Unternehmen mit langfristigen Perspektiven · Interessante Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung · Mitarbeit in einem leistungsorientierten Team. · Leistungsbezogene Vergütung Holzer Druck und Medien Druckerei und Zeitungsverlag GmbH + Co. KG Fridolin-Holzer-Straße 22 + 24 · 88171 Weiler im Allgäu Telefon (08387) 399-30 · E-Mail: p.rasthofer@druckerei-holzer.de

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DRUCK UND MEDIEN


MARKT

Jobs im Allgäu: Der neue Stellenmarkt für Führungskräfte

CONTRASTWERKSTATT/FOTOLIA

Neben Geschäftsführern und Unternehmensinhabern zählen auch leitende Angestellte und Mitarbeiter in verantwortungsvollen Führungspositionen zur unserer interessierten Leserschaft. Die Zustellung jeder einzelnen Ausgabe unseres Magazins erfolgt postalisch direkt an die Abonnenten aus dem Wirtschaftsraum Allgäu und sorgt somit für geringe Streuverluste von Stellenanzeigen. Inserate in unserer neuen »Stellenmarkt«-Rubrik sprechen die anvisierte Zielgruppe deutlich fokussierter an und stellen somit eine wirtschaftlich attraktive Alternative zur Mitarbeitersuche in den Printmedien dar. (te)

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Sie haben Fragen zu unserer neuen Rubrik oder möchten inserieren? Schreiben Sie uns per E-Mail an info@tt-verlag.de oder nehmen Sie unter telefonisch Kontakt auf. Ihr Ansprechpartner Thomas Tänzel freut sich auf Ihren Anruf!

(08 31) 96 01 51-10

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Allgäuer

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