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ROI

Unternehmen, Kรถpfe, Zahlen, Fakten RETURN ON INVESTMENT

Das Wirtschaftsmagazin der Zentralschweiz

Beilage vom Montag, 14. November 2005


Die Welt wurde nicht von Menschen in Designeranzügen erschaffen.

Entdecken Sie, wozu Gott Ihren Körper mit Händen, Muskeln und Schweissdrüsen ausgestattet hat. In unseren grossen Bau- und Gartenmärkten finden Sie alles Nötige dazu. In jeder Menge, zum günstigsten Preis.

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Öffnungszeiten Mo., Di., Do.: 7.00-18.30 Uhr Samstag: 8.00-16.00 Uhr Abendverkauf: 7.00-21.00 Uhr Mi., Fr.:


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RETURN ON INVESTMENT

Inhalt 7 Verkaufsflächen wachsen rasant

27 Fachmärkte boomen

Marktsättigung bald erreicht?

«Media Markt» und «Hornbach» auf Kundenjagd

10 Neue Lieferanten für Dorfläden

32 Lokale Möbelhändler unter Druck

13 Der Kunde wird durchleuchtet

37 Coop setzt auf Vielfalt

14 Wichtiger Zulieferer des Detailhandels

40 Textilbranche auf Expansionskurs

15 Mit bewegten Bildern informieren

49 Preisbewusste junge Generation

17 Migros will an der Spitze bleiben

49 Attraktive Innenstädte

23 Bessere Kooperation

50 Lebensmittel aus der Zentralschweiz

24 Detaillisten behaupten sich

53 Who is who

Die meisten werden überleben

Konzentrationsprozess in der Möbelbranche

Zentralschweiz ist Hochburg der Marktforschung

Markt für Marken- und Ökoprodukte

Fenaco-Gruppe liefert hochwertige Agrarprodukte

Bison Systems AG geht neue Wege

Neue Konsumtrends zeichnen sich ab

Grösste private Arbeitgeberin in der Zentralschweiz

Detailhändler und Lieferanten sind gefordert

«Einkaufen» ist nicht bloss «Ware abholen»

Kleider für halb Europa aus der Zentralschweiz

Ladenmix muss stimmen

Viele innovative Produkte in den Regalen

Eine kleine Auswahl an innovativen Köpfen

26 Die «Smart Shopper» kommen Detailhandel muss flexibel reagieren

Impressum Beigelegt in der Neuen Luzerner Zeitung, Neuen Urner Zeitung, Neuen Schwyzer Zeitung, Neuen Obwaldner Zeitung, Neuen Nidwaldner Zeitung, Neuen Zuger Zeitung vom 14. November 2005. Erstellt von: akomag, Stans, und der Neuen Luzerner Zeitung AG

Bild Eveline Lochmatter

Konzept und Text: Paul Felber und Ronald Joho, akomag, Kommunikation & Medienmanagement AG, Stans Gestaltung und Produktion: Eveline Lochmatter (Text, Bilder), Silvia Zimmermann (Inserate) Koordination: Marlis Jungo

Herausgeberin: Neue Luzerner Zeitung AG; Erwin Bachmann, Delegierter des Verwaltungsrates, E-Mail: leitung@lzmedien.ch

Inserate: Publicitas AG, Hirschmattstrasse 36, 6002 Luzern, Telefon 041 227 57 57, Fax 041 227 56 66

Verlag: Jürg Weber, Geschäfts- und Verlagsleiter, Maihofstrasse 76, Postfach, 6002 Luzern, Telefon 041 429 52 52, Fax 041 429 53 78 E-Mail: verlag@neue-lzag.ch

Anzeigenleitung: Karl Angst

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Geiz ist nicht geil. Wer in Produkte «Aus der Region. Für die Region.» investiert, macht das Beste aus seinem Geld. Denn Produkte «Aus der Region. Für die Region.» stehen für maximale Frische, garantierte Qualität und umweltfreundliche Produktionsmethoden. Zudem leisten Sie mit dem Kauf jedes «Aus der Region. Für die Region.» Produktes einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Zentralschweizer Landwirtschaft.


ROI

RETURN ON INVESTMENT

Investitionen machen sich bezahlt

Ronald Joho (links) und Paul Felber

Der Zentralschweizer Wirtschaftsraum ist vielfältig

Wohl kein Wirtschaftsbereich betrifft die Bevölke-

und spannend. Unzählige innovative und erfolgreiche Unter-

rung so unmittelbar wie der Detailhandel. Fragen des Kon-

nehmen sind in der Region aktiv. Eine der wichtigsten Bran-

sums, des Verkehrs, der Raumplanung oder der Produktion

chen in der Zentralschweiz ist der Detailhandel – genauso

und der Qualität von Lebensmitteln wirken sich direkt auf

facettenreich wie die Region selbst. Im vergangenen Jahr

unseren Alltag aus. «ROI» zeigt Zusammenhänge auf.

haben wir unser Augenmerk auf die IT- und High-Tech-Branche gerichtet. In diesem Jahr bildet der Detailhandel das Schwerpunktthema des «ROI».

Bei einem Streifzug durch den Zentralschweizer Wirtschaftsraum spürt man, mit wie viel Engagement und Begeisterung in vielen Unternehmen gearbeitet wird. Die meisten

ROI, Return on Investment – oder: Investitionen

dieser Unternehmen stehen selten oder nie im Rampenlicht

machen sich bezahlt. Trotz stagnierendem Markt wird im

der Öffentlichkeit. «ROI» stellt stellvertretend einige Unter-

Detailhandel kräftig investiert. Bestehende Einkaufszentren

nehmen und Köpfe vor.

werden erneuert und ausgebaut, neue Zentren und Fachmärkte öffnen ihre Tore. Machen sich die Investitionen bezahlt? «ROI» ist dieser Frage nachgegangen.

Roland Joho und Paul Felber

Der Detailhandel gehört in den Zentralschweiz zu den führenden Branchen. Die grösste private Arbeitgeberin in der Region gehört dem Detailhandel an, die Migros Genossenschaft Luzern. Geschätzte 8 Milliarden Franken werden in den Fachgeschäften und Einkaufszentren der Zentralschweiz jährlich umgesetzt. Hinzu kommt die Wertschöpfung von mehreren Milliarden Franken durch Betriebe im Umfeld der Branche. «ROI» stellt die wichtigsten «Player» vor. 5


ROI

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Das Einkaufszenter «Zugerland» in Steinhausen nach der Neueröffnung im September 2005.

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Die Verkaufsflächen wachsen rasant Fast schon Schlag auf Schlag werden in der

Zentralschweiz bestehende Einkaufszentren renoviert und erweitert. Und es werden laufend neue Shopping-Hallen eröffnet. Ein Ende dieser Expansion ist nicht in Sicht, obwohl es deutliche Zeichen einer Marktsättigung gibt.

W

ie Pilze schiessen sie aus dem Boden: Im September feierte das Einkaufszenter Zugerland in Steinhausen seine Neueröffnung. Die Einkaufsfläche wurde nach Investitionen von über 150 Millionen Franken von 8200 auf 22 500 m2 mehr als verdoppelt. Zwei Wochen später öffnete das frisch renovierte Seedamm-Center in Pfäffikon seine Türen. Der Länderpark Stans soll ebenfalls ausgebaut werden, wobei für 120 Millionen Franken wiederum eine Verdoppelung der bisherigen Verkaufsfläche vorgesehen ist. Im März 2006 wird der neue Pilatusmarkt in Kriens (22 000 m2, über 30 Geschäfte, 1300 Parklätze) seinen Betrieb aufnehmen. Im nächsten Jahr möchten die Projektträger des grössten Einkaufscenters Ebisquare in Ebikon (40 000 m2 für den Detailhandel +30 000 m2 für Unterhaltung und Erholung) zum Spatenstich ansetzen. Die bestehenden Einkaufszentren in Emmen, Sursee und Schwyz haben solche Renovations- und Ausbauphasen bereits hinter sich. Und in der Nähe des Mythen-Centers in Schwyz ist im Oktober 2004 der Seewen Markt eröffnet worden, mit 15 000 m2 drei Viertel so gross wie das Mythen-Center.

Verlagerung an die Ränder Zu diesen eigentlichen Einkaufszentren gesellen sich spezifische Fachmarkzentren wie das im Frühling 2005 eröffnete Meierhöfli in Emmenbrücke (28 000 m2). Weitere Fachmarkt-Konzentrationen sind in Littau (Hornbach, Otto’s) , Kriens (Media Markt, Fust usw.), Ebikon und Sursee (MParc) und an den Rändern fast aller regionalen Zentren (Zug, Schwyz, Schattdorf/Altdorf) in den letzten Jahren entstanden. Der Möbelriese Ikea hat schon seit Jahren ein Projekt für Rothenburg in den Schubladen, das innert Monaten realisiert werden könnte, wenn sämtliche Einsprachen, unter anderem auch gegen den notwendigen Autobahnanschluss, vom Tisch wären.

Bild Eveline Lochmatter

Die Zentralschweizer Konsumenten werden also immer besser versorgt. Allein in den sieben grössten Einkaufszentren geben sie jährlich über 1,3 Milliarden Franken oder einen Sechstel ihres Shopping-Budgets aus. Rechnet man die Fachmärkte hinzu, kommt man auf eine Summe von über 2 Milliarden Franken. Der Detailhandel ver-

lagert sich mit den neuen Shopping-Hallen zusehends an die Ränder der grossen Agglomerationen. Als logische Folge schwindet die Zahl der kleineren Dorfläden. Früher gab es auf 1000 Haushalte eine Verkaufsstelle, heute ist es noch eine auf 2000 Haushalte. Die Zentralschweiz reiht sich ein in eine Entwicklung, wie sie für die ganze Schweiz seit rund zehn Jahren typisch ist. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Insgesamt sind in den nächsten fünf Jahren weitere 650 000 m2 Verkaufsfläche geplant, obwohl der Detailhandel offensichtlich gesättigt ist. Wachstum ist in der Branche sowieso nur noch im Rahmen der Bevölkerungsentwicklung möglich, umso mehr als die Haushaltausgaben immer weniger in die Kassen der Grossverteiler fliessen. 1980 gaben die Schweizer Konsumenten 43 Prozent des Haushaltbudgets für den Detailhandel aus, 2004 nur noch 31 Prozent.

Der exzellente Standort Matchentscheidend für die Anbieter wird deshalb die exzellente Wahl des Standortes. Die beiden Grossverteiler Migros und Coop lassen sich von der Grundregel leiten, dass gerade auf gesättigten Märkten nur noch Expansion das Rezept sein kann. Wer der Konkurrenz 1 Prozent Marktanteil abluchsen will, muss bereit sein, in zusätzliche 150 000 m2 Verkaufsfläche zu investieren. Die Folge dieses Kampfes ist ein dynamisches Flächenwachstum, wobei im stagnierenden Gesamtmarkt nichts als logisch ist, dass die Flächenproduktivität abnimmt. Die Anbieter selber sollten sich also gut überlegen, ob die ungehemmte Wachstumsstrategie wirklich aufgehen wird. Bei der Migros jedenfalls hat die Expansion mit den MParcs bis jetzt nicht die erhofften Resultate gebracht. Vielleicht bessert sich das, nachdem die Berater von McKinsey die Non-Food-Bereiche streng durchleuchtet haben.

Innenstädte leiden Während die Protagonisten der neuen Einkaufstempel davon ausgehen, dass der Markt letztlich alles wieder regeln wird, mehren sich auch kritische Stimmen. Fragezeichen gibt es aus gesellschaftlicher, ökologischer, politischer und raumplanerischer Optik. Die Konzentrierung des Angebots an Randlagen zwinge den Konsumen-

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ten, das Auto zu benützen, bemängelt etwa der Verkehrsclub der Schweiz (VCS). Der wiederum ist, weil er bei den meisten geplanten Einkaufszentren (ab 5000 m2 und 300 Parkplätzen) von seinem Verbandsbeschwerderecht rigoros Gebrauch macht, vielen Investoren ein rotes Tuch. Doch Kritik an der Entwicklung gibt es inzwischen auch aus den eigenen Reihen des Detailhandels. Eine Studie im Auftrag der Swiss Retail Federation (SRF) hat gezeigt: Durch die Verlagerung des grossflächigen Angebots an die Peripherie verlieren die Innenstädte als Einkaufsorte zusehends an Attraktivität. Die Besucherfrequenz in den Innenstädten hat allein von 2000 bis 2004 um 13 Prozent abgenommen. Deutlich geschrumpft ist auch der durchschnittliche Einkaufsbetrag pro Kunde, von 113 auf 88 Franken – ein Indiz, dass der Grosseinkauf immer seltener in der Innenstadt erledigt wird. Bequemer ist die Fahrt mit dem Auto genau dorthin, wo das Angebot an Parkplätzen am grössten ist. Auf die Betreiber der Einkaufszentren wächst deshalb der Druck von politischer Seite, hohe Parkplatzgebühren zu erheben. Umstritten bleibt dabei allerdings, wo allenfalls die Schmerzgrenze für den Konsumenten liegen könnte.

Lokaler Detailhandel (nicht immer) in der Defensive Dass der Bau eines Einkaufscenters am Rand nicht in jedem Fall den lokalen Detailhandel im Zentrum ausdünnt, zeigt sich in Stans. 25 Jahre nach dem Bau des Länderparks gibt es im Nidwaldner Hauptort 31 Läden mehr, 102 statt 71. Der nahe Länderpark sorgte offenbar für Impulse «Wir nutzten konsequent die Schwächen der grossflächigen Anbieter und besetzten die Nischen», sagt Ruedi Schoch von der Stanser Ladenvereinigung. Er muss allerdings einräumen, dass der Länderpark – primär ein Migros-Center mit wenig eingemieteten Fachhändlern – für viele Detaillisten kein direkter Konkurrent ist. Schwieriger wird es für den lokalen Detailhandel, wenn im Einkaufszenter selber viele Fachgeschäfte platziert sind, wie zum Beispiel im Mythen-Center (MCS) in Schwyz. Es bietet mit 56 Geschäften unter einem Dach eine Auswahl, wie man sie sonst nur in einer städtischen Einkaufsstrasse findet.

Einkaufszentren sind auch Begegnungsorte.

Bild Eveline Lochmatter

Die sieben grössten Einkaufszentren im Vergleich Einkaufszenter

Verkaufsfläche Umsatz 2004 in m2 in Mio. Fr.

Umsatz pro m2 in Fr.

Beschäftigte

Parkplätze

1 071

2400

Qualität ist entscheidend

Emmen Center

30 000

280

9 333

«Wir glauben aber nicht, dass das MCS direkt zum Ladensterben beiträgt», stellt MCS-Leiter Markus Schuler klar. Er verweist auf die Detaillistenvereinigung Pro Schwyz, die mit Aktionen und innovativen Ideen regelmässig in Erscheinung trete. Schuler glaubt, dass der Erfolg im Detailhandel letztlich nicht von der Grösse abhängt, sondern von der Fähigkeit des Anbieters, die spezifischen Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Das unterstreicht auch Schoch. «Massgebend ist immer die Qualität der eigenen Dienstleistung und nicht die Distanz zum nächsten Einkaufszenter.» Ob das als Aufmunterung für die Ebikoner Detaillisten gelten kann, die mit dem Bau von Ebisquare um ihre Existenz fürchten? ps

Zugerland

22 504 1)

122

14 910 *

450

1235

Seedamm

20 103

265

13 168

800

1500

9 930

211

10 587

600

1050

Metalli Zug

14 000

166

12 007

550

600

Surseepark

21 171 2)

170

16 950 *

450

1200

9 880

126

12 719

380

700

8

Mythen-Center

Länderpark Stans

* Umsatz pro m2 vor Umbau/Erweiterung 1) 8200 vor Umbau 2) 10 300 vor Umbau)


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Die meisten Dorfläden haben wieder einen Lieferanten gefunden Nach dem Ende von Usego stand das Schicksal von über 200 Dorfläden in der Zentralschweiz auf der Kippe. Inzwischen sind die Karten neu gemischt worden. Die meisten der verwaisten Primo und Visavis haben sich in «Marktplatz», Volg, Spar oder Denner umgewandelt und damit auch einen neuen Lieferanten gefunden. von Pirmin Schilliger

A

uf den 1. Oktober 2005 hat sich die Rewe-Tochter Usego definitiv aus dem Schweizer Detailhandel zurückgezogen. Davon betroffen waren in der Zentralschweiz rund 220 Primo- und Visavis-Läden sowie ein Dutzend freie Detaillisten. Die Befürchtungen, dass das Ende der traditionsreichen Usego unweigerlich ein breitflächiges Ladensterben auslösen würde, haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Rund 170 Detaillisten haben bei neuen Lieferanten Unterschlupf gefunden. Für die Volg-Gruppe, welche die Namensrechte «Primo» und «Visavis» übernommen hat, haben sich bis jetzt 52 ehemalige Usego-Kunden entschieden. Davon haben sich 29 in eigentliche Volg-Läden umgewandelt, 23 beziehen lediglich die Waren. Bis Ende 2006 will aber Volg noch weitere Detaillisten unter Vertrag haben, obwohl die Vorgaben gerade kleinere Läden abschrecken dürften: Der Lastwagen liefert nur, wenn die Bestellung mindestens einem Wert von 5500 Franken

bei den Trockenwaren und 800 Franken bei den Frischprodukten entspricht.

Spar, Denner und zwei Neue Exakt 26 Dorfläden haben neu bei Spar angedockt, wovon drei als Supermärkte und 23 unter dem kleinflächigeren Maxi-Konzept auftreten. «Wir haben nicht aktiv akquiriert; die Detaillisten haben selber bei uns angeklopft», erklärt Spar-Chef Guido Staubli. Spar liefert bereits bei Bestellungen von 4000 Franken. Vier bisherige Usego-Kunden operieren künftig als Denner-Satelliten. Nebst diesen etablierten Ketten versuchen auch zwei neue Organisationen die von der Usego hinterlassene Lücke zu schliessen. Besonders erfolgreich operiert die im Juni gestartete Marktplatz AG in Ruswil. Sie hat inzwischen 80 Detaillisten unter Vertrag, wie «Marktplatz»-Chef Guido Müller erklärt. Besonders attraktiv ist die neue

Belieferungsorganisation für die ganz Kleinen. Bereits ab einer Mindestbestellung von 2000 Franken beim Trockensortiment und 400 Franken bei den Frischprodukten ist ein Detaillist hier mit dabei. Genau aus diesem Grunde hat sich zum Beispiel Annemarie Hauger in Unterschächen UR für den «Marktplatz» entschieden. «Volg hätte uns zwar auch beliefert, aber zu schlechteren Konditionen. Wir hätten die Ware zusammen mit dem Laden in Spiringen erhalten und dann selber trennen müssen.» Jetzt macht die 54-Jährige, die seit 35 Jahren den Laden führt, mit frischem Elan und viel Herzblut weiter. «Wenn es uns nicht mehr gäbe, müssten die Leute mit dem Auto nach Altdorf fahren», sagt sie. Klar ist, dass das Geschäft auch ein soziale Funktion hat. Es ist ein Treffpunkt, wo sich die Leute die neusten Geschichten erzählen. «Ich kann mir unser Dorf ohne den Laden schlicht nicht vorstellen», sagt Annemarie Hauger.

Eine Überlebensfrage in Realp Warum «Marktplatz» den Detaillisten grosszügigere Konditionen als grössere Belieferungsorganisationen bieten kann, liegt an der Fokussierung auf die Zentralschweiz. «Wir fahren zwar bis ins Urserental und ins hinterste Entlebuch, aber ausserhalb der Zentralschweiz machen wir gar nichts, sonst würde unser Belieferungskonzept über den Haufen geworfen», so Müller. Froh über diesen Service ist Gaby Simmen vom Dorfladen in Realp. «Ohne den ‹Marktplatz› hätte ich den Laden schliessen müssen», sagt sie. Alle 170 Einwohner, von denen zwei Drittel über Sechzig sind, hätten dann zum Einkaufen mindestens nach Andermatt fahren müssen. Die Versorgung vor Ort ist gerade für ältere Menschen ohne eigenes Auto überlebensnotwendig. Der «Marktplatz» lässt die engagierte Detaillistin auch dann nicht im Stich, wenn sie nur eine ganz kleine Bestellung von weniger als 2000 Franken aufgibt. «Allerdings muss ich in diesem Fall einen Beitrag an die Transportkosten leisten.» Detailhandelsexperte Gotthard F. Wangler gibt dem «Marktplatz», obwohl er kleiner ist als die aufgelöste Usego, durchaus Erfolgschancen.

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«Klug ist es, sich auf eine bestimmte Region zu konzentrieren in einem Geschäft, wo die Dichte des belieferten Ladennetzes für die Logistikkosten entscheidend ist», sagt er. In diesem Punkt könnte die zweite Belieferungsorganisation Pro Trade & Retail an Grenzen stossen. Deren Chef Manfred Schulz möchte nämlich selbst die entlegensten Winkel in der ganzen Deutschschweiz beliefern, was happige Transportkosten verursachen dürfte. In der Zentralschweiz haben sich bisher nur acht Detaillisten für Pro Trade & Retail entschieden.

Gutes Beziehungsnetz Die besseren Karten hat hier der «Marktplatz». Müller, ein alter Hase im Lebensmitteldetailhandel, der viele Jahre bei Migros und Emmi tätig war, lässt beim Aufbau der neuen Einkaufsorganisation sein Beziehungsnetz zu den Grossisten spielen. Und er nutzt so gut als möglich bestehende Infrastrukturen: Die Mundo AG, die seit Jahren schon Hotels, Restaurants, Spitäler und Heime mit Früchte und Gemüse beliefert, verteilt die Frischprodukte. Die Fleischwaren werden von der lokalen Rottal Metzg in Ruswil produziert. Beim Trockensortiment kooperiert «Marktplatz» mit der Cadar SA, einem Grossisten aus der Westschweiz. Und die Warenverteilung besorgt die Bucher Transport AG in Emmen, die bereits für «Cargo Domino» aktiv ist. Zudem sei man bei den Produzenten auf viel Goodwill gestossen, lässt Müller durchblicken. Mit den gewähren Einkaufskonditionen, die nicht schlechter seien als für die Grossen, ist er jedenfalls zufrieden.

Unterstützung

Ein paar Dutzend ehemalige Usego-Kunden haben noch nicht bei neuen Serviceorganisationen angedockt. Hauptsächlich handelt es sich um kleinere Läden oder um Metzgereien, Molkereien und Bäckereien, bei denen die weiteren Lebensmittel nur ein Nebengeschäft sind. Einige holen jetzt ihre Ware selber bei Cash+Carry-Märkten, andere feilschen noch um neue Verträge. Nur ganz wenige haben bisher ihre Waffen gestreckt und aufgegeben. Das Schicksal von jenen Läden, deren jährliches Bestellvolumen kaum 200 000 Franken erreichte, dürfte auch mit den neuen Lieferanten und unter neuem Logo weiterhin auf der Kippe stehen.

Wo einem Dorfladen das Ende droht, regt sich zuweilen auch öffentliches Engagement. Nicht überall wollen die Kundinnen und Kunden der Entwicklung tatenlos zusehen. In Oberrüti AG im Freiamt haben sich diesen Herbst die Stimmbürger dafür ausgesprochen, den Dorfladen jährlich mit einem Beitrag von 25 000 Franken zu unterstützen. Dorfläden erfüllten nicht einfach eine wirtschaftliche, sondern ein wichtige soziale Funktion, begründeten die Befürworter. Dank dieser öffentlichen Finanzspritze bleibt der eben noch von der Schliessung bedrohte Volg weiter offen. ps

Rosina Maurer, Mitarbeiterin in Gaby Simmens Dorfladen in Realp. Dank des «Marktplatz»-Services kann der Laden überleben. Bild Paul Felber

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Frische, Vielfalt und Qualität . . .

. . . im Coop in Ihrer Nähe. In unseren 58 Verkaufsstellen in der Zentralschweiz freuen sich 2’130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Ihren Besuch.

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Der Kunde wird durchleuchtet Die Zentralschweiz ist die Hochburg der Marktforschung. Die vier Grössten der Branche – IHA-GfK, LINK Institut, AC Nielsen SA und DemoSCOPE – sind von hier aus tätig.

O

ft wissen sie besser Bescheid über das Verhalten der Kunden als diese selbst. Wie verhält er sich im Laden? Auf welche Produkte spricht er an? Wie muss das Sortiment im Regal gestaltet sein? Hat ein neues Produkt überhaupt eine Chance im Markt, findet es Käufer? Die Marktforschung liefert die Antworten. Die Branchenleader sind alle in der Zentralschweiz tätig.

IHA-GfK – die Nummer 1 IHA-GfK in Hergiswil ist mit ihren 370 festangestellten Mitarbeiter/innen und den 350 Telefonbefragerinnen nicht nur einer der grössten Arbeitgeber im Kanton Nidwalden, sondern auch gleichzeitig das führende Marktforschungsinstitut in der Schweiz. «Growth from Knowledge» – Wachstum dank Wissen – heisst ihr Leitsatz. IHA-GfK ist Mitglied der weltweit tätigen GfKGruppe. Mit einem Umsatz von knapp 90 Millionen Franken bestreitet sie rund 40 Prozent des Schweizer Marktforschungsumsatzes. Sie bietet Informationslösungen für alle wichtigen Branchen und für sämtliche Bereiche in Unternehmen. IHAGfK publiziert jährlich eine Erhebung über den

Detailhandel – Analysen, Strukturen und Trends. Das über 300 Seiten starke Handbuch ist so etwas wie die «Bibel des Detailhandels».

LINK – wöchentliche Befragungen Das LINK Institut in Luzern mit Standorten in Zürich und Lausanne sowie in Deutschland, Italien und Spanien beschäftigt in der Schweiz 75 Personen. Dazu kommen über 1000 freiberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Befragungen durchführen. LINK bietet eine breite Palette an Dienstleistungen, darunter so genannte Omnibus-Studien – wöchentlich 1000 telefonische Interviews, repräsentativ für die Schweiz. LINK verfügt auch über eigene Teststudios in stark frequentierten Einkaufsstrassen in den Fussgängerzonen von Luzern und Lausanne.

ACNielsen – «Homescan» ACNielsen Schweiz mit Sitz in Buchrain gehört zur weltweit tätigen ACNielsen-Gruppe. Das Unternehmen hat 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Stärke von ACNielsen sind Dienstleistungen für den Detailhandel und die Konsumgüterindustrie. Dazu gehört beispielswei-

Was wünscht der Kunde wirklich? Manchmal braucht es dazu keine Marktforschung.

se «Homescan». Es ist ein Panel mit einer repräsentativen Stichprobe von 3000 Haushaltungen, die das Kaufverhalten der Schweiz widerspiegeln. Alle Stichproben-Haushalte verfügen über einen Handscanner zum Erfassen ihrer Einkäufe. Täglich scannen die Haushalte die EAN-Codes der eingekauften Artikel ein und geben zusätzliche Informationen zu Menge, Preis, Promotionen sowie zur Wahl der Einkaufsstätte inklusive Benützung einer Kundenkarte oder der Bezahlungsart.

DemoSCOPE – «Retail-Radar» Das Marktforschungsinstitut DemoSCOPE in Adligenswil realisiert pro Jahr mit 90 Voll- und über 1000 Teilzeitbeschäftigten rund 750 Studien. Für den Detailhandel bietet DemoSCOPE unter anderem einen «Retail-Radar» an. Aufgrund von 6000 Interviews wird eine Segmentierung und genaue Analyse der Käuferschaft vorgenommen. Für 20 Kategorien – von Bekleidung bis zur Tiernahrung oder auch für Einkaufszentren – können die Kundenstrukturen visualisiert werden. Ergänzt wird der «Retail-Radar» mit Fragen zu wichtigen Kaufaspekten, zum Kundenkartenbesitz oder zur Sympathie mit Anbietern. pf

Bild Eveline Lochmatter

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fenaco liefert Agrarprodukte Die fenaco-Gruppe beliefert den Detailhandel mit Agrarprodukten, hauptsächlich mit

Getreide, Kartoffeln, Eiern, Obst, Gemüse und Fleisch. Die Produkte werden zum grössten Teil zuerst durch eigene Betriebe veredelt.

Von Paul Felber fenaco (fédération nationale coopérative agricole) steht für Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie. Als grösste schweizerische Unternehmensgruppe der Agrarwirtschaft beschäftigt sie 7654 Mitarbeitende, davon 1542 der ZentralHans Amrein, Leiter fenaco in schweiz. Ihre BesitRegion Zentralschweiz. zer sind 385 Landwirtschaftliche Genossenschaften (LANDI) mit 52'000 Einzelmitgliedern (Bauern). Der Hauptsitz der fenaco-Gruppe ist in Bern. Regionalsitze befinden sich nebst Bern (Mittelland) in Puidoux (Westschweiz), Winterthur (Ostschweiz) und in Sursee (Zentralschweiz).

Markante Umsatzsteigerung Die fenaco ist im Jahre 1993/94 aus dem Zusammenschluss von sechs landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbänden entstanden. «Als Folge eines notwendigen, gezielten und nachhaltigen Strukturanpassungsprozesses im harten und schwierigen Umfeld der Agrarwirtschaft hat sie, dank Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit, im Verlaufe der letzten Jahre laufend Marktanteile zugelegt und ihren Gesamtumsatz (exkl. LANDIFront) seit ihrer Gründung um rund eine Milliarde Franken erweitert», erklärt Hans Amrein, Mitglied der Konzernleitung fenaco-Gruppe und Leiter fenaco Region Zentralschweiz.

Ende des vergangenen Jahres betrug der Gesamtumsatz rund 4,1 Milliarden Franken, der Cash-Flow lag bei 192 Millionen Franken, der Gewinn bei knapp 50 Millionen Franken – dies bei einem Eigenkapitalanteil von 36,7 Prozent.

Hochwertige Agrarprodukte «Als moderne Selbsthilfeunternehmung der Schweizer Bauern verfolgt die fenaco-Gruppe als übergeordnetes Ziel, eine möglichst hohe Inlandproduktion von Lebensmitteln zu erhalten und dadurch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Schweizer Bauern zu sichern», definiert Hans Amrein als Strategie des Unternehmens. «In Partnerschaft mit den LANDI (landwirtschaftlichen Genossenschaften) versorgt sie die Landwirte mit allen Produktionsmitteln wie Sämereien, Futtermittel, Pflanzennahrung und anderen mehr, die sie benötigen, um gesunde, qualitativ hochwertige Schweizer Lebensmittel zu produzieren», so Hans Amrein. Gleichzeitig übernimmt die fenaco die Erzeugnisse der Bauern wie Getreide, Kartoffeln, Schlachtvieh, Eier, Mais, Gemüse, Obst und Weintrauben, veredelt diese und vermarktet sie, grösstenteils über die Kanäle der Grossverteiler, des Lebensmittel-Detailhandels und der Lebensmittelindustrie. Zur fenaco-Gruppe gehört auch die Lebensmittelkette «Volg». Unter der Marke AGROLA vertreibt sie in Zusammenarbeit mit den LANDI Heizöl, Diesel und Benzin.

LANDI-Läden Die LANDI (Landw. Genossenschaften) sind seit über 120 Jahren die dezentralen Handels-, Beratungs- und Betreuungs-Plattformen der Schweizer Bauern. «Im Interesse ihrer betriebswirtschaftlichen

Selbstbehauptung nutzt die LANDI ihr Beziehungsnetz im ländlichen Raum vermehrt und zusätzlich auch für eine beschränkte, aber gezielte Zusammenarbeit mit der übrigen Landbevölkerung», erklärt Hans Amrein. In letzter Zeit sind denn auch eine ganze Reihe neuer, einheitlich gestalteter LANDI-Läden in der Zentralschweiz entstanden. Die LANDI sei aber kein eigentlicher Lebensmittelladen – Ausnahmen seien die AGROLA-Tankstellen-Shops, beziehunsgweise die separaten Volg-Läden, betont Hans Amrein. Der LANDI-Laden beschränke sein Lebensmittelsortiment bewusst auf die Produkte aus «eigener bäuerlicher Scholle» wie Obst, Kartoffeln, Lagergemüse, Backmehl, Rapsöl, Bienenhonig, Weine und Spirituosen, Fruchtsäfte, Getränke usw. und finde seinen zusätzlichen Markt im «do-it und Freizeitbereich der bäuerlichen Kompetenz».

Einfach, bescheiden, bäuerlich Hans Amrein ist überzeugt: «Hier ist sie stark und anders als alle andern.» Alles, was der Bauer und die Bäuerin in Haus, Hof und Garten, in Feld, Wald und Wiese an Werkzeugen, Gerätschaften und Hilfsmitteln einsetze, geniesse seit Jahrhunderten «bäuerliche Kompetenz». Diese Kompetenz sei das eigentliche Erfolgsrezept der LANDI. «Hier nutzt sie gezielt ihre Chance und hat dabei beachtlichen Erfolg. Nicht in Konkurrenz zu den Grossverteilern, sondern als gezielte Ergänzung im ländlichen Raum», sagt der Leiter der fenaco Zentralschweiz. «Denn es gibt heute viele Produkte, zum Beispiel rund um die Nutz- und Kleintierhaltung, die praktisch nur noch in der LANDI erhältlich sind.» Das Ladenkonzept der LANDI definiert Hans Amrein so: «Einfach, bescheiden, bäuerlich, sympathisch und absolut preiswert.»

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Mit bewegten Bildern informieren Das IT-Unternehmen BISON Systems AG in Sursee ermöglicht mit ihrem «Point of

Information – P.O.I» neue Wege in der Kundeninformation. Auf Plasma-Bildschirmen werden die Kunden mit dynamischen Spots direkt am Verkaufsort über Produkte oder Aktionen informiert.

Die neue Informations- und Werbeform mit bewegten Bildern an der Verkaufsfront: «Point of Information – P.O.I.».

«Für den Werbe- und Marketingerfolg ist heute entscheidend, mit aktuellen Informationen und Botschaften im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein», sagt Thomas Knuchel von BISON Systems. «Point of Information» werde diesen Anforderungen in bisher nicht da gewesener Weise gerecht. Durch eine zentrale Verwaltung und eine vernetzte Infrastruktur können einzelne PlasmaDisplays unabhängig voneinander gesteuert und

aktualisiert werden, wie Thomas Knuchel erklärt. «Das System bietet dadurch die Möglichkeit, Information und Werbung dynamisch darzustellen. Es vereint klassische statische Inhalte, wie man sie von Plakaten kennt, mit Video-Spots oder Live-TV.» Bewegte Bilder bewirken eine höhere Aufmerksamkeit. Dieser Vorteil wird mit «Point of

Information» gezielt genutzt. Thomas Knuchel ist überzeugt: «Gerade bei der heutigen Informationsflut ist es enorm wichtig, aktuelle Informationen klar, schnell und optisch attraktiv darzustellen. Nur so werden sie wirklich beachtet.» «Point of Information» biete dazu eine optimale Plattform, um Werbung und Information richtig und wirkungsvoll zu platzieren. pf

Marktführerin

BISON Systems AG Zum Beispiel

Handel ist Wandel! Im Detailhandel steigen die unternehmerischen Anforderungen laufend. Die Kasse ist heute ein wichtiges Element in einem umfassenden Warenbewirtschaftungssystem. Sie ist so etwas wie das «Datenerfassungsterminal» an der Verkaufsfront, also am «Point of Sale». Die Firma BISON Systems AG in Sursee ist im Segment der Verkaufsstellen mit zwei bis vier Kassen pro Geschäft Marktführerin in der Schweiz.

Die BISON Systems AG zählt in der Schweiz zu den führenden IT-System-Integratoren. Die über 160 Mitarbeitenden des Unternehmens mit Hauptsitz in Sursee und Geschäftsstellen in Bern und Winterthur betreuen nebst zahlreichen mittelständischen Unternehmen auch Grossbetriebe wie Emmi Schweiz AG, fenaco, die Post oder das Kantonsspital Luzern.

Bereits heute integriert man bei BISON Systems die Zukunft. Die neuen Kassenlösungen beinhalten schon jetzt alle nötigen Datenstrukturen und Prozesse für den Einsatz von RFID-Tags als Nachfolger des Barcodes.

Im Geschäftsjahr 2004/2005 erzielte BISON Systems einen Umsatz von 86 Millionen Franken. Das Unternehmen ist im Besitz von PC-Ware Information Technologies AG, Leipzig (70%), und der BISON Holding, Sempach Station (30%).

Es gibt in der Zentralschweiz eine grosse Zahl erfolgreicher Unternehmen, die wenig im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen. «ROI» hat im Zusammenhang mit dem Detailhandel ein paar solche unternehmerische Rosinen herausgepickt und stellt sie kurz vor. Es sind Unternehmen, die eher im «Hintergrund» tätig sind: Bison Systems AG, Sursee («Point of Information» und Kassensysteme; Obrist Interior AG, Luzern (Ladenbau); MGA Informatik AG, Buochs (Informatik); ADT Sensormatic AG, Zug (Sicherheitssysteme und Warensicherung); sowie Folag AG, Sempach Station (Folien, roll-bags und Tragtaschen).

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www.teletell.ch

D i e N a c h r i c h t e n s e n d u n g « A k t u e l l » t ä g l i c h u m 1 8 . 3 0 U h r. S c h n e l l e r e u n d b e s s e r e I n f o s a u s d e r R e g i o n . M i t Te l e Te l l , dem Zentralschweizer Fernsehen. Zentralschweizer Fernsehen

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Die Migros will an der Spitze bleiben Die Migros setzt alles daran, um ihre Spitzenposition in der Zentralschweiz zu halten – unter anderem mit einem internen «Fitness-Programm», wie Ernst Weber, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Luzern, gegenüber «ROI» erklärt. Interview von Paul Felber Die Migros ist im Detailhandel führend in der Zentralschweiz. Wie gross ist ihr Marktanteil?

Ernst Weber: Die Zahlen werden für die Zentralschweiz nicht separat erhoben. Ich gehe davon aus, dass die Anteile etwa gleich sind wie die gesamtschweizerischen. Demnach haben wir im Lebensmittelbereich einen Marktanteil von ungefähr 25 Prozent. Im Non-Food-Sektor sind es etwa 12 Prozent. Gesamthaft hat die Migros Luzern einen Marktanteil von gut 18,5 Prozent. Im vergangenen Jahr konnten wir Marktanteile dazu gewinnen. Auf wessen Kosten?

Ernst Weber: Wie gesagt, die Zentralschweizer Zahlen werden nicht separat ausgewiesen. Aber analog der schweizerischen Entwicklung dürfte unser Zuwachs wohl auf Kosten von Coop gegangen sein. In erster Linie ist mir jedoch wichtig, dass wir, die Migros, wachsen. Nicht so sehr auf wessen Kosten dies passiert. Die Migros ist in der Zentralschweiz die grösste private Arbeitgeberin. Wie viele Leute beschäftigen Sie?

Ernst Weber: Zurzeit sind bei der Migros

Zentralschweiz gut 6000 Personen beschäftigt. Sie teilen sich 3600 Vollzeitstellen. Der Markt stagniert. Die Margen sinken. Wird sich dies auf die Zahl der Beschäftigten auswirken?

Ernst Weber: Eine stetig wachsende Zahl der Beschäftigten, wie dies in den letzten Jahren der Fall war, wird es bei der Migros mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben. Davon gehe ich aus. Sinkende Preise und sinkende Margen zwingen uns dazu, ständig nach Prozessverbesserungen zu suchen. In den nächsten drei bis vier Jahren müssen wir die Effizienz steigern. Es ist klar, dass sich dies auch auf die Zahl der Beschäftigten auswirken kann. Die Umsatzzahlen im Detailhandel stagnieren. Trotzdem setzen die Grossverteiler nach wie vor auf Flächenwachstum. Wird die Rechnung aufgehen?

Ernst Weber: Wer sein Ladennetz nicht permanent erneuert und teilweise auch ausbaut, hat im harten Konkurrenzkampf schlechte Karten. Die Migros Luzern hat diesbezüglich ihre Hausaufgaben gemacht. Wir haben den Surseepark erneuert und erweitert, die Erweiterung des Einkaufszenters Zugerland in Steinhausen wurde in diesem Herbst abgeschlossen. Das Mythen-Center in Schwyz ist erneuert worden, der «Rigi-Märt» in

Küssnacht wird derzeit saniert. Pläne bestehen für den Länderpark in Stans. Die Metalli Zug soll 2007/2008 saniert werden. Wir sind laufend daran, unsere Einkaufszentren auf dem neusten Stand zu halten. Natürlich haben und werden wir dabei auch unsere Verkaufsflächen ausbauen. Ich bin jedoch überzeugt, dass sich alle diese Investitionen lohnen. Steinhausen und Sursee etwa entwickeln sich sehr gut. Ich möchte auch betonen, dass wir nicht auf der grünen Wiese neue Verkaufsflächen hingestellt haben. Wir haben unsere bestehenden Kapazitäten lediglich stetig und massvoll erweitert. Ob letztlich zu viele Verkaufsflächen vorhanden sind, kann und will ich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass sich unsere Investitionen bezahlt machen. Bei uns, der Migros Luzern, stimmt der return on investment. Machen die Grossen mit ihren riesigen Investitionen in neue Verkaufsflächen nicht die kleinen Detaillisten kaputt?

Ernst Weber: Ich denke auch, dass wir von den Verkaufsflächen her langsam das Limit erreicht haben. Aber nicht die Grossen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen. In unseren Zentren gibt es genügend Beispiele für ein sinnvolles und erfolgreiches Nebeneinander. Viele Kleine profitieren beispielsweise ganz massiv von unseren Frequenzen. Und das ist auch gut und richtig so.

Mit ihrem Kulturprozent engagiert sich die Migros stark in Bildung, Kultur und Freizeit. Welche Strategien verfolgen Sie in diesem Bereich?

Ernst Weber: Zuerst möchte ich vorausschicken, dass die Migros auf dieses weltweit wohl einzigartige Engagement stolz ist. Das so genannte Kulturprozent der Migros ist umsatzbezogen. Im vergangen Jahr haben wir so in der Zentralschweiz knapp 6 Millionen Franken in Bildung, Kultur und Freizeit investiert. Unsere Klubschulen werden wir selbstverständlich weiterführen, auch die Kulturschaffenden dürfen weiterhin auf unsere Unterstützung zählen.

Ernst Weber, Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Luzern.

Unser Fitness- und Freizeitangebot wird laufend ausgebaut. Voraussichtlich im Frühling 2007 eröffnen wir in Oberkirch einen neuen Golfplatz. Dass dafür ein Bedarf besteht, zeigt die Warteliste von derzeit rund 400 Interessierten. Ernsthaft geprüft wird auch der Bau eines Fitnessparks auf der Luzerner Allmend.

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Zum Beispiel:

MGA Informatik AG, Buochs

Die MGA Informatik AG in Buochs bietet für den technischen Handel, den Grosshandel, für Produktionsbetriebe sowie für den Detailhandel Branchenlösungen auf der Basis von Microsoft Business Solutions-Navision an. Die MGA ist für Microsoft heute der grösste Navision-Partner in der Schweiz. Der Bereich Detailhandel ist im Verlaufe der letzten Jahre stetig ausgebaut und zu einem Standbein der Unternehmung geworden, wie Albert Gabriel, Mitglied der Geschäftsleitung, erklärt. Albert Gabriel hat mit Erich von Holzen zusammen das Unternehmen 1987 gegründet. Ursprünglich verkauften die beiden Jungunternehmer IBM-PCs und entwickelten eigene Software. Seit 1998 setzen sie auf Microsoft Navision und bieten auf dieser Basis für den Detailhandel massgeschneiderte Informatik an – vom Einkauf, Logistik und Lagerhaltung über die Auftragsbearbeitung und Verkauf – bis hin zum Finanz- und Rechnungswesen, alles in einer vollintegrierten Lösung. Zu ihren Kunden gehören in erster Linie mittelständische Unternehmen wie etwa die Glasi Hergiswil, aber auch grössere wie das Warenhaus Loeb in Bern oder die Sibir Haushalttechnik AG.

Das Unternehmen ist seit der Gründung kontinuierlich gewachsen. Im Verlaufe der vergangenen Jahre sind Niederlassungen in Lyss, Baar und Frauenfeld hinzugekommen. Der Umsatz beträgt

15 Millionen Franken. Die MGA Informatik AG beschäftigt 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – davon 35 am Hauptsitz in Buochs. pf

Eine neue Kundenlösung wird diskutiert (v.l.): Erika Escher, Albert Gabriel und Daniel Arnold.

Bild E. Ammon

Elektroinstallationen Telematik Informatik LichtFORMAT 24-Stunden-Service CKW Conex AG Hirschengraben 33, CH-6002 Luzern Telefon 041 249 54 11, Fax 041 249 54 22 info@ckwconex.ch, www.ckwconex.ch Ein Unternehmen der CKW-Gruppe


ROI

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Soll der Markt Entwicklung regeln? Ist die stürmische Entwicklung der Einkaufszentren und Fachmärkte aus raumplane rischer Sicht überhaupt sinnvoll. Experte Hansueli Remund vom Planteam S in Sempach, das bei vielen Projekten beratend mitgewirkt hat, versucht eine Antwort. Viele Einkaufszentren in der Zentralschweiz sind in den Sechziger- und Siebzigerjahren entstanden. Nach einer längeren Ruhephase erfolgte ab 1995 eine fast schon hemmungslose Entwicklung, die offenbar noch längst nicht an ihre Grenzen gestossen ist. Oder doch?

Hansueli Remund: Der begrenzende Faktor dieses Wachstums ist unser Strassennetz. Vielerorts ist es nämlich bereits am Kollabieren. Jede Gemeinde, die ein neues Einkaufszenter bewilligt, muss sich heute genau überlegen, wie viel zusätzlichen Verkehr ihre Strassen überhaupt noch vertragen. Tatsache aber ist, dass wir diesbezüglich vielerorts bereits am Anschlag sind. Wir haben in der Schweiz nicht amerikanische Verhältnisse mit schier unbegrenztem Raum, um das Strassennetz beliebig auszubauen. Dazu fehlen Geld, Platz und auch die politische Akzeptanz.

Die Grossverteiler argumentieren, dank den Einkaufszentren liessen sich Güter rationeller und umweltfreundlicher verteilen und billiger anbieten. Eine Lüge?

Hansueli Remund: Das stimmt nur aus der Optik der Anbieter. Für die Konsumenten hingegen wird der Einkauf so nicht rationeller, sondern zeitaufwändiger und teurer, denn sie müssen weitere Wege machen. Wer soll nun die weitere Entwicklung regeln, der Markt oder die Politik?

Hansueli Remund: Die Politik hat im Prinzip in den kantonalen und regionalen Richtplänen bereits festgelegt, wo Einkaufszentren und grosse Fachmärkte zulässig sind und wo nicht. Die Frage stellt sich bei konkreten Gesuchen immer wieder, ob man gewillt ist, diese Richtpläne ernst zu nehmen, oder ob man sie einfach an die neuen Wünsche anpasst. Ob das geschehen soll oder nicht, das ist letztlich ein politischer Entscheid. Ein Argument der Befürworter lautet: Wer gegen neue Einkaufszentren ist, verhindert Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze. Richtig oder falsch?

in der Zentralschweiz durch die Verlagerung des Detailhandels an die Ränder eine Verödung?

Hansueli Remund: Die beiden Grossverteiler Migros und Coop als Hauptakteure der bisherigen Entwicklung haben sich in vielen Orten durchaus raumplanungskonform verhalten. Sie haben eben nicht nur Einkaufszentren an den Rändern, sondern auch neue Läden mitten in den Zentren errichtet. Keine Verödung also?

Hansueli Remund: Das ist leider falsch. Denn für einen in einem Einkaufszentrum neu geschaffenen Arbeitsplatz gehen anderthalb Stellen im herkömmlichen Detailhandel verloren. Und was in den Zentren an neuen Umsätzen generiert wird, das wird anderswo eingebüsst.

Hansueli Remund: Es gibt natürlich bessere und schlechtere Beispiele. Lösungen wie etwa in Buchrain, Horw, Kriens, Meggen, Rothenburg oder Sursee können sich durchaus sehen lassen. Problematischer ist es in Emmenbrücke, der alte Kern an der Gerliswilstrasse ist zu schwach, um gegen die neuen Zentren bestehen zu können. Neu konkurrenziert werden die Siedlungskerne, falls Lidl und Aldi ihre Lebensmittel an den Siedlungsrändern anbieten.

Wo verträgt es in der Zentralschweiz noch neue Einkaufszentren?

Wie beurteilt der Raumplaner geplante Zentrum Ebisquare?

Hansueli Remund: Aus raumplanerischer Sicht ist die bereits dicht besetzte Region Emmen, wo zum Beispiel auch Carrefour noch ein grösseres Projekt realisieren möchte, wohl ausgereizt. Diskutieren lässt sich allenfalls noch über den Bau von gewissen Fachmärkten. Wie weit droht den Städten und Zentren

Einkaufszentren sind auf motorisierte Kunden ausgerichtet.

das

Hansueli Remund: Mit dem Autobahnanschluss und dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist das Projekt raumplanerisch vertretbar, weil damit der Verkehr bewältigt werden kann. Die Frage ist allerdings, ob die Verhältnismässigkeit stimmt. Das geplante Zentrum ist mit Blick auf das Einzugsgebiet eher an der oberen Grenze. ps

Bild Eveline Lochmatter

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PUBLIREPORTAGE

«In 40 Jahren musste die Alfred Mü Vom Ein-Mann-Betrieb zur Generalunternehmung mit 130 Mitarbeitenden – Interview mit dem Baarer Unternehmer Alfred Müller. Alfred Müller, Ihr Unternehmen ist 40 Jahre alt. Was bedeutet Ihnen dieser Geburtstag? Dieses Jahr ist für mich einfach eine weitere Etappe auf dem Weg der Firma. Aber natürlich freue ich mich, dass mein Unternehmen die letzten 40 Jahre trotz einiger Probleme so gut überstanden hat. Etwas stolz bin ich darauf, dass die Alfred Müller AG in diesem langen Zeitraum nie Personal abbauen musste, auch nicht in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Vom Ein-Mann-Betrieb hat sich die Alfred Müller AG zur schweizweit tätigen Generalunternehmung mit 130 Mitarbeitenden entwickelt. Wie war dieser Erfolg möglich? Ein Grund für den Erfolg war vermutlich, dass ich zu den ersten Anbietern von Stockwerkeigentum gehörte, nachdem dieses 1965 gesamtschweizerisch gesetzlich erlaubt worden war. Zudem habe ich mich von Anfang an bemüht, nur seriös zu arbeiten, was offensichtlich recht schnell erkannt wurde. Unseren Kunden gegenüber haben wir schon immer für

Preis, Termin und Qualität unserer Eigenheime und Bürogebäude gehaftet. Auch gegenüber unseren Partnern verhalten wir uns fair: In all den Jahren haben wir Rechnungen im Durchschnitt innert 14 Tagen bezahlt. Gab es auch schwierige Zeiten? Ja, die gab es auch, ein erstes Mal während der Erdölkrise in den Jahren 1974/1975. Der Bundesrat und die Nationalbank verhängten damals einen Kreditstopp – in der Folge brach die Bautätigkeit richtiggehend ein. Damals habe ich erkannt, dass eine Firma finanziell nie zu stark sein kann. Nur mit genügend Reserven kann sie langfristig überleben. Die Rezession in den Neunzigerjahren traf die Alfred Müller AG wiederum hart. Die enormen Abschreibungen auf unseren Immobilien in Höhe von rund 100 Millionen Franken konnten wir nur dank unserer gesunden finanziellen Basis verkraften. Wie hat sich das Tätigkeitsgebiet der Alfred Müller AG im Lauf der Zeit entwickelt?

Die Umgestaltung des ehemaligen Nobelhotels Grand Hôtel au Lac in Brunnen zu einer Wohnresidenz mit Appartements, Lofts, Atelier- und Büroräumen war das bisher grösste Umbau- und Renovationsprojekt der Alfred Müller AG.

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Die Alfred Müller AG soll auch in Zukunft ein Familienunternehmen bleiben. Alfred Müllers Söhne Christoph (links) und Michael arbeiten seit mehreren Jahren in der Firma und übernehmen sukzessive Bereiche der Firmenleitung.

Anfänglich war die Firma fast ausschliesslich im Wohnungsbau tätig. In den Siebziger Jahren entwickelte ich zusammen mit meinen Mitarbeitenden die ersten standardisierten, multifunktionalen Gewerbegebäude und brachte sie zu günstigen Konditionen auf den Markt. Diese Idee war ziemlich revolutionär: Es war damals üblich, dass jede Firma ihr eigenes Gebäude baute, das ihren Bedürfnissen entsprach. Diese Immobilien konnten nur schlecht umgenutzt werden. Mit unseren neuen Gewerbebauten hatten wir grossen Erfolg – bis heute haben wir über 1,2 Millionen Quadratmeter Geschäftsflächen in der ganzen Schweiz realisiert. Welches ist heute das wichtigste Standbein der Firma? Die Alfred Müller AG ist heute eine Generalunternehmung und ein Immobilienkonzern. Als Generalunternehmung sind wir seit etwa vier Jahren wieder schwergewichtig im Wohnungsbau tätig. Wir haben uns rechtzeitig neu orientiert, nachdem sich im Jahr 2001 eine Übersättigung im Büround Gewerbebau abzeichnete. Aufgegeben haben wir den Gewerbebau aber keinesfalls. Ne-

ben der eigentlichen Bautätigkeit ist für uns heute die Bewirtschaftung unseres Immobilienbestandes von enormer Bedeutung. Die beiden Standbeine Generalunternehmung und Immobilienbewirtschaftung sind etwa gleich stark. Die Alfred Müller AG ist eine gesamtschweizerisch tätige Generalunternehmung. Wie wichtig ist die Zentralschweiz für das Unternehmen? Die Zentralschweiz ist für uns ein sehr bedeutender Markt. Als Firma mit Hauptsitz in Baar sind wir natürlich im Kanton Zug besonders aktiv. Wir realisieren aber auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen regelmässig Projekte, besonders in den Kantonen Luzern, Nidwalden und Schwyz. Trotz ihres Marktgewichts ist die Alfred Müller AG eine Familienunternehmung geblieben. Warum? Als Firmengründer und -inhaber verfüge ich über eine grosse Entscheidungsfreiheit, was ich sehr schätze. Ich bin überzeugt, dass Familienunternehmen gegenüber börsenkotierten Unternehmen auch Vorteile haben. So konnte ich immer langfristig planen und denken und


ller AG nie Personal abbauen» musste mich nicht um den nächsten Quartalsabschluss kümmern. Wie soll sich Ihr Unternehmen in den nächsten Jahren entwickeln? Meine Söhne Christoph und Michael übernehmen sukzessive Bereiche der Firmenleitung, sodass sich der Generationenwechsel vollziehen wird. Mir ist es dabei ein Anliegen, meinen Söhnen so lange wie möglich beratend zur Seite stehen zu können. Für unsere Mitarbeitenden, Kunden und Partner wird dieser Wechsel keinen Einschnitt darstellen, denn die Vorstellungen von mir, meinen Söhnen, der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat stimmen bezüglich Unternehmensethik und -führung überein. Die Alfred Müller AG soll eine führende, schweizweit tätige Generalunternehmung bleiben und weiterhin eine aktive Immobilien-Investorin sein. Umsatzmässig möchten wir die heutige Grösse in etwa beibehalten.

Die Alfred Müller AG Die Alfred Müller AG ist ein unabhängiger Familienbetrieb mit einem bedeutenden Immobilienbestand. Mit rund 130 Mitarbeitenden erzielt sie einen Jahresumsatz von zirka 300 Millionen Franken und gehört damit zu den führenden Generalunternehmen in der Schweiz. Zur Firmengruppe gehören neben dem Hauptsitz in Baar Filialen in Marin-Neuchâtel und CamorinoTI sowie eine Niederlassung im Elsass. Haupttätigkeit der Alfred Müller AG ist der Bau und Verkauf von Hochbauten im Auftrag Dritter oder auf eigene Rechnung. Als bedeutende Immobilien-Investorin beteiligt sie sich aktiv oder still an Bauvorhaben. Seit ihrer Gründung im Jahr 1965 hat die Alfred Müller AG über 4000 Wohnungen und rund 1,2 Millionen Quadratmeter Nutzfläche für Büro, Handel, Gewerbe und Industrie realisiert.

Die Alfred Müller AG hat in der Zentralschweiz in den letzten Jahren attraktive Projekte realisiert. Zum Beispiel das Wohn- und Geschäftshaus Stadthof in Sursee (Bild oben) und die Überbauung Liebfrauenhof in Zug.

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RETURN ON INVESTMENT

Zum Beispiel:

Folag AG, Sempach Station

Obst und Gemüse werden heute mehrheitlich vom Kunden im Laden selbst abgepackt und gewogen – in hauchdünnen Beuteln von der Rolle. Die Firma Folag AG stellt diese Früchte- und Gemüsebeutel, so genannte «roll-bag» her. Die Produktion von Verpackungen wie Tragtaschen, Kassen- und Warenbeuteln oder Verpackungsfolien ist nebst den Bau- und Industrieprodukten sowie den Folien für Garten und Hobby eine Stärke des mittelständischen Unternehmens in Sempach Station. Die 1969 gegründete Folag AG beschäftigt heute rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit Beteiligungen an weiteren branchenverwandten Unternehmen erschliesst die Firma Märkte im In- und Ausland. Die Extrusionsanlagen am Hauptsitz in Sempach-Station haben eine Kapazität von über 1000 Tonnen Polyethylen monatlich. Polyethylen (PE) ist rezyklierbar und gilt als umweltschonend.

Reto Senn, Inhaber und Geschäftsführer der Folag AG.

Bild Emanuel Ammon

Die produzierten Mengen sind beeindruckend. In der Konfektion Garten und Hobby beispielsweise wird jährlich so viel Folie verarbeitet, dass man die Erde einmal darin einwickeln könn-

te – rund 41 000 Kilometer. Im Bereich Baufolien umfasst das Volumen gar ein Vielfaches davon. Die Folag AG hat in den letzten Jahren kräftig in Druck- und alternative Veredelungstechnologien

investiert. Dank ihrer hoch stehenden Logistik ist die Firma in der Lage, alle ihre Standardprodukte innert 24 Stunden auszuliefern. pf

«Beste Perspektiven für die berufliche Vorsorge» Zürichstrasse 16 6000 Luzern 6 Telefon 041 418 50 00 Fax 041 418 50 05 info@pkg.ch www.pkg.ch

PKG für KMU – die Pensionskasse für Macher.


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«Handelspartner müssen besser kooperieren» Detailhändler und Hersteller sollten verstärkt zusammenarbeiten, sagt Matthias von

Moos, Leiter PricewaterhouseCoopers, Zug. Von einem Austausch von Daten könnten beide Seiten massiv profitieren. Interview von Paul Felber Als Wirtschaftsprüfer und -berater verfolgen Sie den Detailhandel intensiv. Welche Trends stellen Sie fest?

Matthias von Moos: Der Wettbewerb ist für die Detaillisten eindeutig härter geworden. Ein stagnierender Konsum und sinkende Margen setzen den Detailhandel unter Druck. Der Trend hin zu Eigenmarken und einem Vordringen der Harddiscounter wird sich fortsetzen. Die Konsumenten werden zunehmend preisbewusster.

Betroffen ist aber nicht nur der Handel, auch die Lieferanten geraten unter Druck.

Matthias von Moos: Ja, das ist so. Konsumenten haben ihr Kaufverhalten in den letzten Jahren geändert, sie reagieren preissensitiv, sie wollen gewisse Produkte billig einkaufen. Dadurch wächst der Druck auf den Detailhandel, der durch den Markteintritt von neuen Harddiscountern noch verstärkt wird. Der Detailhandel wiederum, das ist nachvollziehbar, versucht einen Teil dieses Preisdruckes weiterzugeben. Von den Markenartikelherstellern werden tiefere Einstandspreise und höhere Werbezuschüsse verlangt. Die Markenartikelhersteller ihrerseits müssen sich entscheiden, ob sie weiterhin «nur» Markenartikel oder aber auch Eigenmarken herstellen wollen. Wenn sie sich auf Markenartikel beschränken, werden ihnen gewisse Absatzkanäle verbaut. Sie verlieren den Zugang zu den Kundinnen und Kunden. Anderseits: Wenn ein Hersteller Markenartikel und Eigenmarken produziert, wird er an Marge verlieren.

Detailhandel PwC erbringt für den Detailhandel u. a. folgende Beratungsdienstleistungen: – Supply Chain Management und Effective Customer Response (ECR) – Innovationsmanagement – Marken- und Reputationsmanagement – Strategieberatung – IFRS Compliance – Finanz- und Steuerberatung – Merger & Acquisition sowie Transaktionsberatung – Governance und Risikomanagement – Forensische und Business-RecoveryBeratung

Matthias von Moos, Leiter PriceWaterhouseCoopers, Zug.

Wie müssen sich die Detaillisten positionieren, um ihre Stellung im Markt zu behaupten?

Matthias von Moos: Die Detaillisten müssen um ihre Kunden kämpfen. Daher ist es notwendig, dass sie ihre Kundinnen und Kunden kennen, dass sie individuell auf ihre Wünsche eingehen können. Kunden schauen nicht ausschliesslich auf den Preis, wichtig ist ihnen das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das richtige Produkt zur rechten Zeit am richtigen Ort. Ein grosses Potenzial für den Detailhandel sehe ich in einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Detailhändlern. Die Zusammenarbeit durch den Austausch von Informationen und Prozessen, zum Beispiel durch Efficient Consumer Response (ECR), müsste meiner Meinung nach intensiviert werden. Im Vergleich zum Ausland hinkt hier der Schweizer Detailhandel hinterher. Es bestehen noch zu grosse Bedenken. Detaillisten zögern, sensible Daten an Lieferanten herauszugeben. Von einer verstärkten Zusammenarbeit würden jedoch beide Seiten profitieren. Hersteller könnten kostengünstiger produzieren, der Detailhändler wiederum hätte tiefere Lagerkosten. Ich gehe davon aus, dass auch in der Schweiz die psychologischen Barrieren abgebaut werden. Handelspartner-Kooperationen werden mittelfristig unumgänglich sein.

PricewaterhouseCoopers «Vernetztes Denken» ist ein Schlüsselbegriff bei PricewaterhouseCoopers. Vernetzt ist auch das Unternehmen selbst, das Dienstleistungen anbietet in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sowie Wirtschaftsberatung. Weltweit sind 130 000 Mitarbeitende in 148 Ländern für PricewaterhouseCoopers tätig. In der Zentralschweiz ist das Prüfungs- und Beratungsunternehmen mit selbstständigen Firmen in Luzern (85 Mitarbeiter) und Zug (47 Mitarbeiter) vertreten. Zu den Kunden gehören KMU, Finanzgesellschaften und Banken, nationale und internationale Grossunternehmen, Organisationen, der öffentliche Sektor sowie Privatpersonen. PricewaterhouseCoopers AG Werftestrasse 3 6005 Luzern Tel. 058 792 62 00 PricewaterhouseCoopers AG Grafenauweg 8 6304 Zug Tel. 058 792 68 00

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Erfolgreich in schwierigem Umfeld Der Detailhandel kann und muss sich in einem schwierigen Umfeld selbst behaupten,

meint der Schweizer Detaillistenverband (SDV). Die Politik könnte jedoch durchaus noch für bessere Rahmenbedingungen sorgen.

D

as «Ladensterben» geht weiter. Betroffen sind in erster Linie Lebensmittelgeschäfte in Randregionen und in Stadtquartieren. «Im Lebensmitteldetailhandel ist die Konkurrenz enorm gross», bestätigt Peter Kündig, Präsident des Schweizer Detaillistenverbandes. «Das Verschwinden von Lebensmittelgeschäften in kleineren Dörfern und Quartieren wird in den nächsten Jahren weitergehen und sich gesellschaftspolitisch noch vermehrt negativ bemerkbar machen. Personen, die nicht oder nicht mehr mobil sind, werden Mühe bekunden, ihren täglichen Bedarf zu decken.» Auch Heinz Bossert, Mitglied der Geschäftsleitung des SDV und Präsident des Luzerner Detaillistenverbandes (DVL), sieht in dieser Hinsicht eher düstere Zeichen am Horizont, will aber wie Präsident Kündig nicht schwarz malen.

Gemeinsames Marketing verbessern Die kleinen Detaillisten können sich durchaus in einem schwierigen Umfeld behaupten, sind beide überzeugt. «Wenn der Standort und das Sortiment, wenn die Qualität der Produkte und der Beratung stimmen», kann ein Detailhändler sehr erfolgreich am Markt tätig sein», hält Kündig fest. Detaillisten, die sich nicht direkt konkurren-

zieren, müssten zwingend vermehrt zusammenarbeiten. Der SDV-Präsident wünscht sich, «dass die Detaillisten öfter geschlossener auftreten. Das gemeinsame Marketing könnte an vielen Orten verbessert werden. Auch die Kommunikation gegenüber den Behörden müsste einheitlicher sein. Davon würden alle profitieren.» Heinz Bossert sieht ebenfalls noch Verbesserungspotenzial in den eigenen Reihen. «Die Shop-in-Shop-Konzepte beispielsweise bieten eine Möglichkeit, um gemeinsam den Marktauftritt zu stärken und vorhandenes Potenzial besser zu nutzen.» Bossert ist sich aber durchaus auch der Schwierigkeiten bewusst, die solche gemeinsamen Ladenkonzepte bieten können. Er will sie denn auch nicht als Allheilmittel anpreisen.

Soziale Kontakte, nicht bloss «Ware abholen» Gegen die Anpreisung von Allheilmitteln ist er nämlich generell etwas allergisch. «Ich kann all die guten Ratschläge von so genannten Experten, von Journalisten und Politikern bald nicht mehr hören», sagt er. Die Detaillisten wissen selbst am besten worauf es ankommt, auf Top-produkte, auf einen guten Service, auf kompetente Beratung, Flexibilität und Kundennähe.» Und sowohl Kündig als auch Bossert sind sich einig, dass die

Detaillisten Leistungen erbringen, die kein Fachmarkt oder Grossverteiler bieten kann, nämlich Kundennähe, eine persönliche Atmosphäre, Emotionen. «Viele Kunden schätzen die sozialen Kontakte beim Einkaufen im Laden. Bei den Fach- und Lebensmittelmärkten hingegen gibt es einen Niveauverlust des Einkauf- und Konsumverhaltens. Es herrscht eine Anonymität der Gestellkultur in riesigen Hallen, wo das Einkaufen zum blossen Warenabholen verkommt. Hier eine echte, kundennahe und persönliche Alternative zu bieten, ist die Chance der Kleinbetriebe», gibt Bossert seiner Überzeugung Ausdruck. Die Exponenten des SDV bedauern, dass die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Detaillisten oft unterschätzt wird. Es werde zu wenig wahrgenommen, was die Detaillisten als Arbeitgeber, als Steuerzahler, als Anbieter von Ausbildungsplätzen oder etwa als Sponsoren von Dorfvereinen leisteten. «Auch von der Politik häufig nicht», meint SDV-Präsident Kündig. Die Politik müsste mehr für den Detailhandel tun und zwar auf allen Ebenen. «Auflagen im Verkehrsbereich, zu restriktive Parkordnungen schaden den Detaillisten. Auch bei den Submissionen von öffentlichen Aufträgen könnte die Politik oft mit etwas mehr Fingerspitzengefühl agieren. Bei praktisch gleichen Preisen, müsste meiner Meinung nach ein Heimvorteil zum Tragen kommen», fordert Kündig. Heinz Bossert wünscht sich generell mehr Sensibilität und Wertschätzung der Politik gegenüber den Kleinst- und Mikrounternehmen.

Ladenöffnungszeiten flexibler handhaben

Qualität, kompetente Beratung und Kundennähe sind die ausgesprochenen Stärken der Detaillisten. Bild EL

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Ein heikles Thema sind für den SDV die Ladenöffnungszeiten. Präsident Kündig gib denn auch unumwunden zu, dass die Meinungen zwischen dem SDV und dem Schweizer Gewerbeverband (Gruppe Handel) auseinanderklaffen. «Das Spektrum reicht von den Befürwortern einer völligen Liberalisierung bis zu denjenigen, die um jeden Preis an strengen Regelungen festhalten wollen.» Kündig selbst plädiert in erster Linie für eine flexible Handhabung der bestehenden Rahmenbedingungen. Die heutigen Regelungen liessen nämlich einen recht grossen Spielraum für flexible Öffnungszeiten zu. Auch Bossert möchte erst die geltenden Gesetze sinnvoll und flexibel nutzen, allenfalls noch moderat liberalisieren. Eine völlige Öffnung – mit einem durchgehenden Sonntagsverkauf – lehnen beide strikte ab. «Diese Grenze darf nicht überschritten werden. Das wollen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht und unsere Mitglieder schon gar nicht», sind beide überzeugt.


ROI

Der Detaillist kennt seine Kunden und kann auf seine W端nsche eingehen.

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Bild Eveline Lochmatter

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RETURN ON INVESTMENT

Die «Smart-Shopper» kommen Die «Smart-Shopper» sind auf dem Vormarsch, und immer mehr Singles wollen auch

ausserhalb der offiziellen Ladenöffnungszeiten einkaufen. «Uns in der Schweiz geht es relativ gut. Die Kaufkraft ist nach wie vor vorhanden. Wir müssen alles unternehmen, dass es so bleibt», sagt Gotthard F. Wangler, Inhaber der Firma Wangler Consult in Luzern. Er kennt den Detailhandel aus langjähriger Erfahrung. Gewisse Diskussionen, wie sie heute geführt werden, sind für ihn denn auch nicht neu. So zum Beispiel die Frage nach der Sättigungsgrenze für Einkaufszentren auf der grünen Wiese. Er würde keine Prognose wagen, wie viele der geplanten Verkaufsflächen in der Zentralschweiz sich schliesslich als profitabel erweisen werden, meint er. «Schon vor 10 oder 20 Jahren hatte man das Gefühl, dass eine Grenze erreicht sei, dass es keine weiteren Einkaufszentren mehr verträgt. Gebaut wurde trotzdem. Und bis jetzt mit Erfolg.» Allerdings schränkt Wangler ein: «Wachstumschancen sehe ich in erster Linie noch für grossflächige Fachmärkte.» Auch das «Ladensterben» sei ein altbekanntes Phänomen, betont der Detailhandels-Experte.

«Es wird leider weitergehen. Davon bin ich überzeugt. In den Randregionen wird der Versorgungsgrad weiter abnehmen. In den regionalen Ballungszentren sehe ich jedoch grosse Chancen für echte Dienstleister, für Quartierversorger.»

Preis–Leistung muss stimmen

beim Billig-Discounter antreffen.» Auf diese neuen Trends müsse sich der Detailhandel einstellen, ist Wangler überzeugt. Zu den neuen Trends gehöre zudem, dass immer mehr Singles auch ausserhalb der offiziellen Ladenöffnungszeiten einkaufen möchten. Hier müsste der Detailhandel flexibpf ler reagieren.

Verändert sich das Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten – beispielsweise etwa durch den Markteintritt von Harddiscountern? Die «Geiz-ist-geil»-Kultur fehle in der Schweiz, meint Gotthard F. Wangler. «Zum Glück.» Aber es werde vermehrt auf den Preis geachtet, bestätigt er. Der Schweizer Konsument sei aber bereits heute ein «Smart-Shopper». Bei «Geiz ist geil» sei der Preis das einzige Kriterium, der «Smart-Shopper» differenziere. «Bei ihm muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen», so Wangler. «Wenn die Erreichbarkeit und die Qualität ansprechend sind, kann man durchaus einen Mercedes-Fahrer oder eine Frau im Pelzmantel

Gotthard F. Wangler Detailhandelsexperte

Beat Muff, Berater Firmenkunden

Verlässliche Signale bis ans Ziel

Wie weit Sie Ihre unternehmerischen Ziele auch stecken: Die Beraterinnen und Berater der LUKB begleiten Sie mit persönlichem Engagement. Sie empfangen die Signale des Marktes und zeigen Ihnen den Weg zum Erfolg. Das Ziel wird greifbar. Persönliches Engagement: www.lukb.ch oder 0844 822 811


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Fachmärkte in der Zentralschweiz Media Markt in Kriens und Hornbach in Littau sind typische Fachmärkte. Seit einigen Jahren sind sie in der Zentralschweiz präsent – beide sehr erfolgreich. «Ich bin doch nicht blöd» und «Es gibt immer was zu tun, Yippiejaja» sind als Werbebotschaften der beiden Fachmärkte Media Markt und Hornbach auf allen Kanälen präsent. Es gehört zur Strategie der beiden Unternehmen, den Verkauf ihrer Produkte im Tiefpreissegment mit intensiver Werbung zu begleiten.

Laptops sind ein «Renner» Der Media Markt in Kriens wurde im November 1998 eröffnet. Geschäftsführer ist Michel D. Esseiva. Er ist gleichzeitig Miteigentümer, denn jeder Media Markt wird als selbstständiges Unternehmen geführt. «Der Media Markt in Kriens ist eine Aktiengesellschaft. Wir bezahlen hier unsere Steuern», betont Michel D. Esseiva. «Die dezentrale Struktur und die Eigenverantwortung sind sicher eine unserer Stärken, neben unseren Preisen, dem Sortiment, der Beratung sowie dem Service natürlich.» Mit seinem Team erzielt er inzwischen einen Umsatz von rund 70 Millionen Franken jährlich.

jedenfalls ist man mit dem jüngsten Kind äusserst zufrieden. Der Markt in Littau gehört zu den umsatzstärksten in ganz Europa. Er bietet auf einer Fläche von 12 000 m2 120 000 Artikel – immer zu Tiefstpreisen. «Hornbach» hat in Littau 166 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 44 in Teilzeit oder als Aushilfen). In der Schweiz beschäftigt das Unternehmen 450 Personen, davon 33 am Hauptsitz in Sursee. Geschäftsführer der Hornbach Baumarkt (Schweiz) AG ist seit 2002 Klaus Becker. Er ist sehr erfreut über die guten Zahlen in Littau, und er hegt bereits weitere Expansionspläne. 2006/2007 soll in Galgenen der nächste Hornbach Bau- und Gartenmarkt der Zentralschweiz seine Tore öffnen. Worauf führt er den fulminanten Start in Littau zurück? «Er beruht sicher auf unserem Sortiment und unserer DauertiefpreisStrategie», ist Klaus Becker überzeugt. «Die Kun-

den haben den neuen Baumarkt schnell gut aufgenommen. Dies bestätigte sich bei der Flutkatastrophe im Sommer dieses Jahres. Viele Kunden haben mit ihren Bauprojekten zugewartet, bis wir wieder geöffnet hatten.»

Nummer 1 für Projekte Den Projektbezug erachtet Klaus Becker generell als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für sein Unternehmen. «Wir sind die Nummer 1 für Projekte. Eine grosse Bevorratung und Dauertiefpreise sind wichtig für Projekte, weil diese den Markt für den Kunden berechenbar machen. Bei Hornbach kann der Kunde nach Bedarf kaufen und muss nicht auf Angebote warten. Was nützt ein Angebot, wenn ich die Ware zurzeit gar nicht benötige? Und hier liegt noch ein weiterer Unterschied zu andern Bau- und Hobbymärkten, bei uns kauft auch der Profi.» pf

Michel D. Esseiva glaubt, auch weiterhin auf der Erfolgswelle reiten zu können. «Die Trends stimmen zuversichtlich. Der Absatz von Laptops beispielsweise ist enorm, allerdings ebenso der Preiszerfall. Im Bereich Fotografie findet eine eigentliche Pixel-Jagd statt. Kameras mit möglichst vielen Megapixeln sind im Trend. In den Sparten Musik, TV und Video verkaufen sich LCD- und Plasmabildschirme sehr gut, ebenso Harddisc-Recorder, MP-3-Player, portable DVDPlayer und portable Navigationssysteme.»

Hornbach fulminant gestartet Einen fulminanten Start hingelegt hat in der Zentralschweiz seit seiner Eröffnung 2002 auch der Bau- und Gartenmarkt Hornbach in Littau. Bei der europaweit tätigen Hornbach-Gruppe

Der Absatz von Laptops ist enorm, … allerdings auch der Preiszerfall.

Pflanzen so weit das Auge reicht – riesiges Angebot im Bau- und Gartenmarkt «Hornbach» in Littau.

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RETURN ON INVESTMENT

Darum braucht es die Grossen Da beginnen wir doch gleich mal mit der Begriffsdefinition, denn nicht überall wo Fachmarkt draufsteht, ist auch einer drin, und nicht jeder der sich als Fachmarkt werblich auslobt, kann die Anforderung an selbigen auch nur annähernd befriedigen.

Für den Zentralschweizer Konsumenten gibt es aus meiner Sicht in der Detailhandelslandschaft zwei klassische, erfolgreiche Vertreter der Fachmarktsparte, die diesen Begriff erlebbar machen, Media Markt, Kriens, und Hornbach, Littau.

Der Fachmarkt wird am besten definiert als Angebotsplattform mit tiefem, breitem sowie zielgruppen- oder bedarfsorientiertem Sortiment. Er verfügt über eine gute Warenpräsentation mit warenspezifischen Darstellungshilfsmitteln und hohem Selbstbedienungsgrad. Die Produkte und Dienstleistungen werden auf grosser Fläche übersichtlich und grosszügig präsentiert, begleitet von einer qualifizierten warenspezifischen Beratung, wenn sie gewünscht wird, sowie von gutem Service, wo erforderlich mit handwerklicher Kompetenz. Preislich herrscht eine differenzierte Preispolitik vor mit beachtlicher Sonderangebots- und Dauertiefpreispolitik, welche für die Betreiber tendenziell niedrigere Handelspannen mit sich bringt. Gleichzeitig agiert der Fachmarkt mit einer sehr hohen Werbeintensität mit einer Kosten-Umsatz-Relation, die im Vergleich zwischen klassischem Fachgeschäft und Fachmarkt bei etwa 1:3 liegt. Soweit der Begriff, frei nach Prof. Dr. Bruno Tietz.

Wenn ich eine Kaffeemaschine kaufen möchte, will ich als Konsument keine Rumpf-, Schrumpfoder Monosortimente, sondern das Markensortiment, das die Hersteller dieser Welt produzieren, und wenn es diese Modelle auch noch in verschiedenen Farben gibt, möchte ich sie live sehen und erleben können. Dabei will ich beim Besuch einer solchen Einkaufsstätte weder von verkaufsprämiengesteuerten Verkäufern noch von multitaskingfähigen so genannten Beratern, die von der Waschmaschine bis zum Notebook und dem Fotoapparat supponiert alles zu verstehen scheinen, belästigt werden. Bei Bedarf greife ich gerne auf die Fachkraft zurück, die mich ungezwungen und fachfraulich/-männisch bedient.

der Produkte. Ich kann den Föhn oder den Staubsauger persönlich ungestört ausprobieren. Ob gesuchte Tintenpatrone oder gewünschter Türknauf, an obigen Adressen kriege ich es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. «Kann ich für Sie bestellen» oder «gerade ausgegangen», hört man im echten Fachmarkt kaum. Und auch die menschliche Komponente geht nicht unter. In meinem Media Markt erlebe ich immer wieder, dass die Kunden zu «ihrem» Fachberater gehen. Man kennt sich!

Michel D. Esseiva, Geschäftsführer Media Markt, Kriens

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Darum braucht es die Kleinen Dem Schweizer Binnenhandel droht Ungemach. Aldi, Lidl und wie sie alle heissen mögen, die paneuropäisch agierenden Billigstanbieter, setzen ihre Invasionsdrohungen in die Tat um. Die einstige Hochpreis-Insel Schweiz wird in ihren Grundfesten erschüttert, die Kleinen werden darben und dabei jämmerlich untergehen. So tönt es immer wieder im Blätterwald oder in den elektronischen Informationssendungen. Sogar die sonst so selbstbewussten, helvetischen Grossverteiler-Giganten in Orange senken ihre Preise vorsorglich fast im Stundentakt und lancieren ungebremst – gleichsam in hektischer Torschlusspanik – neue Billig-Linien am laufenden Band. Substanziellen Stellenabbau und reduzierte Arbeitszeiten bei den Teilzeitangestellten schliessen Grossverteiler-Manager angesichts der drohenden Konkurrenz aus dem Ausland in Medien-Interviews nicht mehr aus. Und wo bleiben da die Stimmen der kleinen Anbieter, der noch unzähligen Lädeli in den Quartieren? Vergebens sucht man nach klagenden Kleingewerblern, die den drohenden Untergang ihrer Branchen prognostizieren. Preisbewusstsein ihrer Kunden erkannten nicht nur Kleinunternehmer in der Baubranche rasch, sondern auch die Handelsunternehmen in allen Ecken und Regionen unseres Landes.

In der Papeterie-Branche beispielsweise haben die Grossisten bereits vor Jahren «PrixGarantie»-Linien mit Erfolg eingeführt. Neben den hochwertigen Markenprodukten stehen – dem Trend des «geilen Geizes» gehorchend – in hoffnungsvollem Grün gepackte Büroartikel des Alltags im Regal. Zu Preisen notabene, die sogar die Grossverteiler erröten lassen. Allerdings belassen die Papeteristen ihre Reformbestrebungen nicht bloss auf der Preis-Seite, sondern legen unermüdlich auf der Leistungs-Seite Wert auf die individuelle Beratung ihrer nicht anonymisierten Kundschaft. Ob beim Eisenwarenhändler um die Ecke oder beim Lebensmittelhändler vis-à-vis: Auch der «geile Geizhals» findet nicht zuletzt beim kleinen Händler interessante Produkte zu interessanten Preisen, wenn er mal richtig rechnet. Vergleichen lohnt sich allemal. Ein Blick in die Statistik beweist zudem, wie unser Land wirtschaftlich beschaffen ist: Nur etwa 0,4% aller Unternehmen in der Schweiz beschäftigen mehr als 250 Personen. Von den 99,6% kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind 88% eigentliche Mikro-Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl von 1 bis 9 Personen. Die 300 000 KMU unseres Landes beschäftigen rund drei Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und bilden zudem fast drei Viertel der momentan rund 150 000 Lehrlinge aus!

So erstaunt es nicht, wenn Gewerbeverbandsdirektor Pierre Triponez konstatiert, dass die KMU «in ihrer Gesamtheit das weitaus grösste und stärkste Element bezüglich der Beschäftigung und Stabilität des Mittelstandes» darstellen. Es liegt zudem in der Natur dieser Beschaffenheit, dass in den Rezessionsjahren nach 1990 die Zahl der Beschäftigten in den Grossbetrieben um rund 14% gesunken ist, derweil sie bei den KMU praktisch stabil geblieben sei. Die kleinen Unternehmen dürfen nicht zuletzt auch deshalb auf ihre treuen Kundinnen und Kunden zählen, da sie sich persönlich kennen und entsprechend auf deren Wünsche individuell eintreten können, ohne gleich eine riesige Administrationsmaschinerie in Gang setzen zu müssen. Diese hohe Flexibilität und Nähe der Kleinen schätzt die Kundschaft eben sehr, denn sie ist «doch nicht blöd» …

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Globus Luzern in Feststimmung Und schliesslich sind im reichhaltigen kulinarischen Festtagsangebot in der ***delicatessa ebenfalls russische Köstlichkeiten und Spezialitäten, unter anderem aus St. Petersburg, zu entdecken – von besonderem Kaviar und Vodka über sibirischen Wildlachs, Chatka (bis zum klassischen Borschtsch (Randensuppe mit Meerrettich und Vodka).

In Anlehnung an diese unvergleichliche Pracht inszeniert Globus vom 27. Oktober bis 24. Dezember 2005 mit dem Thema St. Petersburg eine besonders festliche Bühne für lustvolles Schmücken, Dekorieren, Schenken und Geniessen. Mit einem Angebot, das in seiner Vielfalt und Opulenz die Sinne berauscht. St. Petersburg im Globus steht für stilvollen Genuss und überbordende Festfreude. Üppige Dekorationen mit viel Gold und Barockelementen, Kristall und Brokat verwandeln Raum und Tisch in ein zarengerechtes Ambiente. Gold dominiert ganz klar, dunkles Blauviolett, üppiges Rot oder auch Türkis setzen weitere attraktive Farbakzente. Damast, Seide und Velours bei Tischtextilien, Zierkissen oder Decken lassen jede Berührung zum sinnlichen Genuss werden. Im Rahmen der wiederum vielfältigen BaumschmuckThemen sind die russisch inspirierten Glasfiguren (vom Minizwiebelturm bis zum Samowar) sowie die dekorativen mundgeblasenen Kugeln mit russischem Dekor eine Augenweide der besonderen Art.

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Vor genau einem Jahr hat Globus Luzern den Gesamtumbau abgeschlossen und sich der Zentralschweizer Bevölkerung neu präsentiert. Heute können wir mit Stolz sagen, dass Globus Luzern sich auf der Erfolgsspur befindet und sich in die Herzen der Kunden geschlossen hat. Dies verpflichtet und gibt Globus Luzern zugleich die Bestätigung, dass man mit dem neuen Konzept den richtigen Weg eingeschlagen hat. Globus Luzern bietet Ihnen während der Vorweihnachtszeit den bekannten Kundenservice. Wir wollen Ihnen an Weihnachten einen inspirierenden, wertigen, kompetenten immer neuen Globus bieten. Im ganzen Haus finden Sie Geschenkideen, wobei die ausgesuchten Spezialitäten aus unserer ***delicatessa nicht zu vergessen sind. Geschäftsführer, Stephan Böger

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Mo bis Mi 9.00 bis 18.30 Do bis Fr 9.00 bis 21.00 Sa 9.00 bis 16.00 Sonntagsverkäufe: So, 11.+18.12. 11.00 bis 17.00

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Spielraum für lokale Möbelhändler wird enger Das Möbel-Mekka der Zentralschweiz liegt

in Emmenbrücke. Im Meierhöfli sind unter einem Dach gleich vier grosse Anbieter zu finden. Der Fachmarkt verdeutlicht den Konzentrationsprozess in der Branche, der kleineren Möbelfachhändlern nur noch wenig Platz zum Überleben lässt.

von Pirmin Schilliger

D

er Konsument betritt im Meierhöfli ein Möbelparadies, wo auf 19 500 Quadratmetern fast jeder Geschmack auf seine Rechnung kommen sollte. Der im Frühling 2005 eröffnete Komplex hat mehr als 200 Millionen Franken gekostet und beschäftigt über 300 Leute. Von den sechs grössten Möbelhändlern der Schweiz fehlen hier nur gerade Ikea und Micasa/Migros. Keine Angst gibt es bei den Beteiligten, sie könnten sich in die Quere kommen, im Gegenteil. «Die gegenseitige Nähe von Möbelhäusern befruchtet das Geschäft, und davon können alle nur profitieren», erklärt Interio-Chef Peter Blatter. Dies hätten Standorte wie Spreitenbach, Dübendorf oder Pratteln, wo jeweils mindestens ein halbes Dutzend Anbieter im Radius von wenigen hundert Metern um die Gunst der Käufer buhlen, eindrücklich bewiesen. Im Meierhöfli sind die Möbelhändler noch einen Schritt näher zusammengerückt. Sie teilen sich nicht bloss die Zufahrtsstrassen und Tiefgaragen, sondern auch das Dach.

Sehen und vergleichen Dass dieses Konzept bestens funktionieren kann, begründet Emil Bisig, Verleger von «Ideales Heim» und profunder Kenner der Möbelszene, mit dem modernen Einkaufsverhalten: «Die Leute fahren dorthin, wo sie am meisten sehen und am besten vergleichen können. Und sie denken sich: Je mehr Möbelhäuser an einem Ort, desto grösser die Chance, etwas Passendes zu finden.» TopTip-Chef Urs Meister verweist auf eine interne Analyse. Diese habe gezeigt, dass der Kunde im Schnitt drei Möbelhäuser aufsuche, bis er sich für einen Tisch oder ein Bett definitiv entscheide. In Emmenbrücke ist die Auswahl fast grenzenlos. Wer dabei im Meierhöfli selber nicht fündig wird, braucht nicht weit herumzufahren. Im Umkreis von fünf Kilometern finden sich auch Lipo, Diga, Fly, Otto’s, Märki und Micasa. Von den Top Twelve unter den Schweizer Möbelketten sind also nur Hubacher und Ikea nicht vertreten. Der schwedische Möbelriese möchte schon lange in Rothenburg bauen, ist sich aber mit dem VCS über die Zahl der Parkplätze nicht einig und war-

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tet auf den Bau einer noch von diversen Einsprachen abhängigen Autobahneinfahrt. Mit welchen Rezepten können angesichts der expansiven Möbelketten die kleineren Möbelgeschäfte überleben? Intakte Chancen räumt Bisig jenen traditionellen Fachhändlern ein, die sich klar im oberen Preissegment positionieren. Designmöbel machen in der Schweiz immerhin 8 Prozent des Gesamtmarktes aus, Tendenz steigend. Auf diese teure Nische fokussieren sich etwa Buchwalder-Linder und Marghitola in Luzern oder Bruno Wickart in Zug. Helmut Hillen vom Verband der Schweizer Möbelindustrie SEM ist überzeugt: «Design-Fachgeschäfte werden, wenn sie sich spezialisieren und die Topmarken führen, immer ihre Kundschaft haben.»

Persönliche Empfehlung ist die beste Werbung Schwieriger wird es hingegen für die regionalen Möbelgeschäfte, die sich im mittleren Segment auf lokale Kundschaft ausrichten. Sie können weder bei den Preisen noch bezüglich der Grösse mit den mächtigen Möbelketten mithalten. Trotzdem stehen sie beim Kampf um die Gunst des Konsumenten nicht aussichtslos da. «Der Konsument entscheidet aufgrund einer Mischung von Eindrücken, ob er sich zuerst in der Region umschauen oder gleich ins Möbel-Mekka nach Emmenbrücke pilgern soll», so Hillen. Dabei könnten die lokalen Verkäufer auf einen Vorteil zählen: «Bei den Möbeln wird die Hälfte der Kaufentscheide auf Grund von Empfehlungen, und nicht von Werbung getroffen.» Also ist es für den lokalen Möbelhändler entscheidend, dass er vom Kunden als besserer Partner wahrgenommen wird, als besserer jedenfalls als etwa Ikea oder Conforama. Das sollte ihm, um nur ein Beispiel zu nennen, bei Möbel Ulrich in Sursee nicht schwer fallen. «Wir beschäftigen ausschliesslich gelernte Fachleute wie Möbelschreiner, Innendekorationsnäherinnen und diplomierte Wohn- und Einrichtungsberaterinnen», erklärt Firmenchef Walter Ulrich. Diese Berufsleute garantierten eine perfekte Beratung und einen

Walter Ulrich, Mitglied der Geschäftsleitung von «ulrich erlebnis woh «Wir setzen auf gelernte Fachleute, perfekte Beratung und eine


ROI

hnen» in Sursee weiss, dass lokale Möbelhäuser weder bei den Preisen noch der Grösse mit den mächtigen Möbelketten mithalten können. e en einwandfreien Kundendienst.»

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Bild Emanuel Ammon

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ROI einwandfreien Kundendienst, Hauslieferung und Montage inbegriffen. Ulrich lädt seine Kunden zudem periodisch zu kulinarischen Events, in deren Rahmen Fachleute über Themen des Wohnens referieren.

Hohe Beratungskompetenz Möbel Stöckli in Willisau, mit 3000 m2 Ausstellungsfläche und zehn Mitarbeitern nicht ganz halb so gross wie Ulrich in Sursee, liefert auf Wunsch Möbel nach Mass und baut persönliche Wohnlösungen perfekt ein. «Die Kunden erwarten von uns Ideen, Inspirationen und eine hohe Beratungskompetenz», so Firmenchef Willi Stöckli. Thomas Isaak von Amrein Wohnen in Kriens stellt mit einem leichten Seitenhieb auf die Billigmöbelketten klar: «Wir verkaufen Möbel und nicht Rabatte.» Amrein setzt auf Qualitätsmarken und streicht heraus, dass Wohnen viel mit Persönlichkeit zu tun habe. Die Strategie, mit der man sich gegen die Grossen zu behaupten versucht, skizziert Isaak wie folgt: «Zuerst kommt der Kunde, dann das Produkt, dann unsere Dienstleistungen – und vielleicht steht bis dann der Preis nicht mehr im Vordergrund.»

Kunde erwartet Höchstleistung Das sind alles Rezepte, denen auch Hillen durchaus Erfolgschancen einräumt. «Letztlich machen nicht die Möbel, sondern die Menschen an der Verkaufsfront den Unterschied aus», begründet er. Dabei schwingt beim Käufer eine

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Top Twelve

Möbelhersteller

Durch Möbelhäuser zu pilgern, das scheint in der Schweiz unbestritten ein äusserst beliebtes Freizeitvergnügen zu sein. Alle grossen Möbelhändler expandieren deshalb munter weiter, auch wenn die Entwicklung des Gesamtmarktes eigentlich zur Vorsicht mahnen sollte. Denn die Verkaufszahlen waren zwei Jahre lang deutlich rückläufig, und 2004 gab es bloss ein leichtes Plus von 1,6 Prozent. Die zwölf grössten Möbelverkäufer beherrschen inzwischen 79 Prozent des Marktes, der mit den Wohnungseinrichtungen zusammen auf 3,687 Milliarden Franken geschätzt wird.

In der Schweiz gibt es über 50 Möbelhersteller, die einen geschätzten Umsatz von 1,2 Milliarden Franken (inklusive Büromöbel) tätigen. Davon entfallen auf Wohnmöbel 700 bis 800 Millionen Franken. Dass sich in der Zentralschweiz mehr als ein Dutzend Möbelfabriken konzentrieren, hat einen nahe liegenden Grund: der Waldreichtum. Viele verarbeitende Betriebe sind aus ehemaligen Schreinereien entstanden. Insgesamt handelt es sich um eine ausgeprägte KMU-Branche, wobei die Wellis in Willisau, die Perform Karl Schuler in Rothenthurm, Betschart in Muotathal und Zehnder in Einsiedeln die Grössten sind.

In der Zentralschweiz geht es um ein Kuchenstück von rund 370 Millionen Franken. Daran knabbern möchten auch die lokalen Fachhändler, die als eigentliche Verlierer der Fachmarkt-Expansion gehandelt werden. Ihr Anteil am gesamten Kuchen ist in den letzten Jahren nämlich von 40 auf 21 Prozent geschrumpft.

hohe Erwartungshaltung mit. Entscheidet er sich für lokale Möbelgeschäfte und besucht Bär (Altdorf), Egger (Eschenbach), Gallati (Sihlbrugg), Getzmann (Ebikon), Räber (Hitzkirch) oder eben die bereits erwähnten Amrein, Stöckli oder Ulrich, so will er in Sachen Beratung eine Höchstleistung. Für günstigere Preise nimmt er hingegen bei Ikea oder Conforama in diesem Punkt

Eine attraktive Ausstellung ist die Erfolgsbasis im Möbelhandel. Der Kunde will sehen und vergleichen.

Weitere Möbelhersteller, die sich teils auf bestimmte Segmente spezialisiert haben, sind die Schrankfabrik Eurostaro in Inwil, Dreisternmöbel Wolhusen, Horst Polstermöbel in Steinen, Möbelfabrik Muotathal, Karl Omlin AG in Sachseln, R-mann in Siebnen, Reinhart J. Söhne AG in Kerns sowie Willisau Tisch & Stuhl.

bewusst Abstriche in Kauf. Dabei wird der Spielraum für die regionalen Möbelgeschäfte in Zukunft noch enger. Denn auch unter den grossen Möbelketten gibt es Anbieter wie Pfister oder Märki, die auf die Qualitätsführerschaft setzen und immer mehr genau jene Tugenden anstreben, die bisher nur die lokalen Möbelgeschäfte ausspielen konnten.

Bild Emanuel Ammon

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Zum Beispiel:

ADT Sensormatic AG, Zug

Das Zuger Unternehmen ADT Sensormatic AG hat etwas gegen Diebe. Vor allem gegen Diebe in Warenhäusern. Sie sollen ihre Kreativität gar nicht erst ausleben können. Yvonne Klein, Geschäftsführerin von ADT Schweiz, ist überzeugt: «Inventurverlust durch Diebstahl ist eine der grössten und gleichzeitig unnötigsten Negativpositionen in der Jahresrechnung eines Detailhändlers.» Vollständig lasse sich Diebstahl in Warenhäusern zwar nie vermeiden, aber ganz massiv einschränken, erklärt sie. Das Sicherheitsunternehmen ADT wandelt bei seiner Tätigkeit auf den Spuren des weltbekannten Romandetektivs Sherlock Homes. Sensible Ladenbereiche, Design, Konzept, Sortiment oder Logistik werden auf Schwachstellen abgesucht und daraus die notwendigen Massnahmen abgeleitet. Das reicht von der Videoüberwachung bis zur eingebauten Warensicherung. Hier wiederum von der gut sichtbaren Sicherung zur Abschreckung – beispielsweise im Bereich Textilien – bis zur diskreten Sensor-Überwachung. Grosse Beachtung schenkt ADT auch der Schulung der Mitarbeiter. ADT in Zug gehört zur weltweit tätigen ADT Gruppe. In der Schweiz beschäftig das Unterneh-

men rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 42 am Hauptsitz in Zug. ADT ist ein Tochterunternehmen von Tyco Fire & Security. Es entwickelt, installiert und wartet elektronische Sicherheitssysteme für den Einzelhandel und Einbruchssicherheitssysteme für Geschäfts-, Amts- und Privatge-

bäude. Sensormatic ist eine führende Marke von ADT. Zu den ADT-Produkten in Europa zählen Alarmsysteme und integrierte Sicherheitsanlagen, die mit Raumzugangs-, CCTV-, elektronischen Artikelüberwachungs- und Etikettiersystemen verbunden werden. pf

Eingebaute Warensicherungen erschweren Dieben das Handwerk.

Bild Eveline Lochmatter

RUAG Aerospace steht für herausragende Leistungen in der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrt. Wir sind stolz darauf, als Entwicklungspartner von Airbus hochwertige Baugruppen für das neueste Grossraumflugzeug der Welt herzustellen. Ein Auftrag, der kürzlich mit einem Award für beste Lieferantenleistungen gekrönt wurde. Wir betrachten dieses Vertrauen der Firma Airbus als weitere Bestätigung dafür, auf dem richtigen Weg zu sein: Mit innovativen Lösungen stellen wir uns den Herausforderungen des Marktes. An Produktionsstandorten in der Schweiz und in Deutschland erbringen wir für unsere nationalen und internationalen Kunden Spitzenleistungen – jetzt und in Zukunft.

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Coop setzt auf Vielfalt Der wachsende Konkurrenzdruck im Detailhandel macht auch vor grossen Anbietern nicht Halt. Um für die Herausforderungen der Zukunft bereit zu sein, investierte Coop laufend in die Weiterentwicklung des Verkaufsstellennetzes und des Sortiments.

C

oop stellt an sich selber den Anspruch, die kundennächste Detailhändlerin der Schweiz zu sein. Diese hohe Messlatte kann nur mit einem gut ausgebauten und modernen Filialnetz erreicht werden. In der Zentralschweiz hat Coop 2004 deshalb in Rothenburg, Sursee und im seewen markt neue Verkaufsstellen eröffnet. Die Läden in Schattdorf, Horw, Küssnacht am Rigi und Erstfeld wurden modernisiert, im laufenden Jahr folgte die Totalrenovation von Coop Emmenbrücke. Zurzeit betreibt Coop in der Zentralschweiz mit über 2000 Mitarbeitenden 57 LebensmittelVerkaufsstellen sowie zwei Coop City Warenhäuser und acht Coop Bau + Hobby. Einen weiteren Meilenstein bildet im nächsten Jahr die Eröffnung des neuen Pilatus Marktes mit einem Coop Megastore, einem Coop Bau + Hobby, Coop City, Coop Vitality und Interdiscount. Wie immer gibt es auch eine Schattenseite. Grosse Investitionen können nur finanziert werden, wenn gleichzeitig die Effizienz weiter gestei-

gert wird. Davon ist die Zentralschweiz direkt betroffen. 2007 wird die Verteilzentrale Kriens im Rahmen der nationalen Logistikstrategie nach Dietikon verlagert.

Regionale Lieferanten Coop setzt auf ein sehr breit ausgebautes Sortiment. Um möglichst viele Kundenbedürfnisse abzudecken, wird unter einem Dach ein Mix aus Markenartikeln, Eigenmarke und Kompetenzmarken wie Coop Naturaplan angeboten. Coop hatte auch sehr früh erkannt, dass ein wachsender Markt für ökologische Lebensmittel entsteht, und entsprechende Produkte in sein Angebot aufgenommen. Daraus ist eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit regionalen Bio-Bauern und -Lieferanten entstanden. Mit der regionalen Bio-Milch aus dem Napfgebiet bietet Coop in Partnerschaft mit der Napfmilch AG und Bio Suisse beispielsweise in der ganzen Zentralschweiz erhältliche Bio-Milchprodukte an.

Globus

Manor

In Luzern steht der erste Globus der Schweiz, der nach der neuen Strategie «Globus to the TOP» umgebaut worden ist. Die Raumgestaltung ist grosszügig. Eine neuartige offene Warenpräsentation sorgt für Transparenz und stellt das Warenangebot in den Mittelpunkt. Der Entscheid der Unternehmensleitung, Luzern als erste Filiale neu zu gestalten und 12 Millionen Franken zu investieren, ist ein Bekenntnis zur Zentralschweiz und ihrer Bevölkerung. Und wie die ersten Zahlen zeigen, hat die Kundschaft die Botschaft verstanden.

Mit sechs Verkaufsstellen und 731 Mitarbeitenden ist die Zentralschweiz für Manor von grosser kommerzieller Bedeutung. Die Warenhauskette ist seit über 100 Jahren mit der Region verbunden, die Verkaufsstellen Willisau und Luzern gehören zu den allerersten des Konzerns. In Hochdorf betreibt Manor eine Verteilzentrale mit weiteren 184 Mitarbeitenden. In den Supermärkten Emmen und Luzern verkauft Manor verschiedene Lebensmittel aus lokaler Produktion, von Teigwaren über Bier und Käse bis hin zu Gemüse und Fisch.

Coop hat den Markt für ökologische Lebensmittel früh erkannt.

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Wärme im Abo Einen wichtigen Pfeiler in diesem umfangreichen Angebot bildet das Erdgas. Ob kochen, Auto fahren oder heizen – Erdgas ist vielseitig einsetzbar und umweltschonend. Gerade beim Heizen

bringt Erdgas viele Vorteile mit. So ist zum Beispiel eine Gasheizung äusserst platzsparend. Und dank dem unterirdischen Leitungsnetz, das laufend erweitert wird, fliesst das Gas direkt zum Kunden. Noch einfacher wird das Heizen mit dem Wärme-Contracting: Hier investiert ewl und übernimmt die ganze Arbeit. Der Kunde geniesst die wohlige Wärme quasi im Abonnement. Sowohl beim Contracting als auch bei den übrigen Dienstleistungen steht ewl energie wasser luzern seinen Kunden kompetent zur Seite – eine Stärke, die aus der Erfahrung gewachsen ist. ewl energie wasser luzern

ist das führende Energie-Dienstleistungsunternehmen im Raum Luzern. Zu den Produkten zählen Erdgas, Wasser, Strom, Wärme und Telekommunikation. Daneben sorgt ewl auch für umfassende Energieberatungen, Installationen und für einen 24Stunden-Service. Die privatrechtliche Aktiengesellschaft mit Holding-Struktur beschäftigt 240 Mitarbeitende. Im Jahr 2004 erreichte ewl einen Umsatz von 148 Millionen Franken.

«Wirtschaftlich und professionell»

Stephan Marty, Mitglied der Geschäftsleitung von ewl, ist überzeugt, dass Wärme-Contracting zukunftsweisend ist. Herr Marty, aus welchen Gründen soll ein Liegenschaftsbesitzer anstelle einer eigenen Heizungsanlage, bei ewl die Wärme übers Contracting beziehen?

Es sind zwei Gründe, die das Contracting für die Kundin und den Kunden attraktiv machen. Erstens der Komfort: Wer hat sich nicht schon mit seiner Heizung im Keller abgemüht, weil irgendetwas nicht so funktionierte, wie es sollte? Beim Contracting kümmert sich ewl Tag und Nacht professionell um den Unterhalt der Anlage. Dank der Fernüberwachung

bemerken wir Störungen meist schon vor der Kundschaft. Der zweite Grund betrifft die Wirtschaftlichkeit. Dank dem Contracting ist das Geld, welches für eine eigene Heizanlage aufgewendet werden müsste, frei für andere Investitionen. Im Contracting finanzieren wir die Heizung, der Kunde bezahlt die Wärme – eine Art Leasingsystem im Heizungsbereich. Wo ist ein solches Contracting sinnvoll und mit welchen Energien wird in diesen Anlagen geheizt?

Natürlich ist dieses Auslagern von Investition, Bau, Betrieb und Unterhalt einer Heizanlage für das Gewerbe und die Industrie interessant. Aber auch in Wohnüberbauungen ist WärmeContracting reizvoll. Nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus ökologischen Gründen: Geheizt werden kann nämlich nebst dem ökologischen Erdgas mit umweltschonenden Holz-Pellets, Erdwärme oder Abwärme. Alles in allem lohnt es sich in jedem Fall, diese noch ungewohnte, aber sinnvolle Art des Heizens zu prüfen.

Kompetente Beratung durch Markus Keiser, verantwortlich für das Wärmegeschäft von ewl.

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Ein gutes Pflaster für einen textilen Cluster Die Zentralschweiz ist zwar kein traditioneller Standort der Textilbranche. Trotzdem haben mit Charles Vögele, C&A und der Schild-Gruppe drei der fünf grössten Kleiderketten der Schweiz hier ihren Hauptsitz. Und alle drei befinden sich trotz Marktsättigung weiterhin auf forschem Expansionskurs.

C

harles Vögele, in Pfäffikon SZ angesiedelt, ist lange Zeit der unbestrittene Platzhirsch unter den Kleiderverkäufern in der Schweiz. Doch vor zwei Jahren wurde das Unternehmen, nachdem der Umsatz von 600 auf 450 Millionen geschrumpft war, von der schwedischen Kleiderkette Hennes & Mauritz als Nummer eins abgelöst. Branchenkenner befürchteten bereits, das Traditionshaus am oberen Zürichsee könnte ein Opfer des unerbittlichen Verdrängungskampfes auf dem gesättigten Markt werden. Doch Charles Vögele restrukturierte erfolgreich und schreibt inzwischen wieder schwarze Zahlen. Für Erholung sorgte vor allem auch die internationale Ausrichtung des Konzerns. Lediglich 160 der insgesamt 787 Läden befinden sich in der Schweiz. Charles Vögele ist auch in Deutschland, Benelux und Osteuropa präsent.

Zufall und günstige Steuern «Dass der Konzern in Pfäffikon seine Zentrale hat, hängt damit zusammen, dass die Gründerfamilie aus der Region stammt», erklärt Firmensprecher Renzo Radice. Kein Zufall sei es hingegen, sondern das Resultat der ausgezeichneten Rahmenbedingungen, dass das Unternehmen bis heute an diesem Standort festhalte. Zu den Gunstfaktoren gehören natürlich die vorteilhaften Steuern sowie die günstige Verkehrslage, wobei die Nähe zum Flughafen Zürich-Kloten ganz entscheidend ist. «Fast täglich gehen bei uns Geschäftspartner aus aller Welt ein und aus, und anderseits reisen unsere Einkaufsteams ständig in die Produktionsländer und an die internationalen Stoffund Modemessen», so Radice. Produzieren lässt Charles Vögele zu 55 Prozent in Asien (in Indien, Bangladesh, Indonesien und China) und zu 45 Prozent in Europa (Rumänien, baltische Staaten) inklusive Türkei. Viele Schlüsselpositionen in Pfäffikon werden mit Spezialisten und Fachkräften aus anderen Ländern besetzt. «Die schätzen es natürlich, hier auch einen attraktiven Wohnort vorzufinden», sagt Radice. Die Verankerung von Charles Vögele in der Region Zentralschweiz lässt sich mit ein paar Zah-

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Standorttreue Der traditionsreiche Wäschehersteller Calida in Sursee/Oberkirch blickt nach ein paar härteren Jahren seit der Übernahme des französischen Dessous-Herstellers Aubade wieder in eine bessere Zukunft. Wie Schild hält auch Calida dem alten Standort die Treue, obwohl die Produktion längst ausgelagert ist. Das Beispiel Calida zeigt auch: Wer als ursprünglicher Produzent heute herstellen lässt, kann im Textilgeschäft mit seinen globalen Produktionsketten durchaus eine gewisse Standorttreue wahren. Allerdings gewichten die einzelnen Firmen die Standortfrage höchst unterschiedlich. «Für uns als Detailhändler, der die Logistik nicht selber betreibt, ist der Standort des Firmensitzes nicht so wichtig», argumentiert Schild-Sprecherin Maja Amrein. Die Perosa AG hingegen, die ihre Zentrale in Littau hat und von dort ihre 30 Geschäfte für Dessous und Bademode in der Schweiz beliefert, legt grossen Wert auf Verkehrsgünstigkeit. «Letztlich spielte aber der Zufall eine grosse Rolle, dass wir uns hier angesiedelt haben», sagt Perosa-Chef Roger Schärer zur Standortwahl der Firma, die ihre Wurzeln in einer St.-Galler Strumpffabrik hat. len skizzieren: 850 der rund 7000 Mitarbeiter des Konzerns sind hier beschäftigt, 16 Filialen oder 10 Prozent der Schweizer Standorte hier verstreut. Dabei befindet sich in der Altstadt von Luzern das grösste Vögele-Flaggschiff überhaupt, mit rund 4000 m2 Verkaufsfläche. Dass jedoch Grösse allein noch wenig über den Erfolg aussagt, beweist Branchenprimus H & M. Er tätigt mehr als doppelt so viel Umsatz pro Quadratmeter (11 000 Fr.) wie Charles Vögele (5000 Fr.).

Kleider für halb Europa Trotzdem: Die börsenkotierte Charles Vögele ist wieder gut in Fahrt, wird aber als Nummer zwei auf dem Schweizer Kleidermarkt hart von C&A bedrängt. Die ursprünglich holländischdeutsche Kette konnte im März mit der Übernah-

Die Zentralschweizer Kleiderbranche befindet sich trotz Mark

me der Oviesse-Läden auf einen Schlag ihr eigenes Netz von 43 auf über 70 Geschäfte ausweiten. Nach der Integration dürfte C&A den Umsatz von 410 auf über 500 Millionen Franken gesteigert haben. Dabei sieht Retailchef Werner Schweiger spezifisch in der Zentralschweiz, wo C&A momentan acht Shops unterhält, noch Expansionspotenzial. Auf dem internationalen Modeparkett ist C&A eine Nummer grösser als Charles Vögele. «Europas Bekleidungshaus für die ganze Familie», wie die eigene Werbung formuliert, sorgt dafür, dass die Menschen von Portugal bis Polen beinahe einheitlich gewandet sind. Auch in Südamerika hat C&A ein dichtes Filialnetz gestrickt.


ROI

ktsättigunng auf forschem Expansionskurs.

Der Konzern generiert mit seinen 30 000 Mitarbeitern und 800 Läden einen Umsatz von über 8 Milliarden Franken. Der operative Hauptsitz ist zwar in Brüssel, aber in Zug hat die Cofra Holding AG ihr Domizil, unter deren Mantel die C&A-Besitzerfamilie Brenninkmeijer ein weites Beteiligungsnetz geflochten hat. «Stabile wirtschaftsfreundliche Verhältnisse, gute Infrastrukturen, ein gesunder Arbeitsmarkt und hohe Lebensqualität für Mitarbeitende», hebt Schweiger die Standortvorteile der Zentralschweiz für C&A hervor. Dass die günstigen Steuern in Zug dabei wohl ausschlaggebender Faktor sein dürften, will er nicht explizit betonen. Die Fäden als VR-Präsident des Imperi-

RETURN ON INVESTMENT

Bild Eveline Lochmatter

ums zieht der Wahlschweizer Erik A. M. Brenninkmeijer, unterstützt von rund einem Dutzend Namensträgern, die sich auch privat bevorzugt im Kanton Zug niedergelassen haben.

Noch ein paar Schweizer Socken In einer ähnlichen Expansionsphase wie C&A befindet sich die Schild-Gruppe. Sie hat im Oktober 2004 die Spengler-Filialen übernommen. Jetzt ist man voll mit deren Integration beschäftigt. Auch mit der im Franchising betriebenen spanischen Modekette Mango hat Schild nach Anlaufschwierigkeiten endlich Boden unter den Füssen gefasst. Das Unternehmen wird 2005 dank der Spengler-Akquisition die 200-

Millionen-Grenze deutlich übertreffen, ist aber weiterhin in einer Restrukturierungsphase. Schon länger getrennt hat sich Schild vom Modehaus Gränicher. Es wurde 2004 an den Geschäftsführer Ismail Caner verkauft. Schild-CEO Meinrad Fleischmann rechnet erst ab 2007 wieder mit schwarzen Zahlen. Im Unterschied zu Charles Vögele und C&A setzt er hundertprozentig auf den Schweizer Markt. Was den Firmensitz Luzern betrifft, so ist er in diesem Falle historisch bedingt: Lange Zeit wurden am Rotsee auch eigene Textilien produziert. Das ist jedoch längst Vergangenheit. «Von den verkauften Kleidern in den Schild-Läden stammen höchstens noch ein paar Socken aus der Schweiz», sagt Firmensprecherin Maja Amrein. ps

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PUBLIREPORTAGE

WTT Wissens- und Technologietran Ideen-Prüfstand ITZ …

Grundsätzlich lässt sich jede Idee, die an ITZ herangetragen wird, mit folgenden vier Fragen durchleuchten: Ist die Idee als Produkt oder Dienstleistung wirklich neu und hebt sie sich von anderen Ideen ab? In der Marketingstrategie wird ein solches Differenzierungsmerkmal USP (unique selling proposition), also ein einzigartiger Verkaufsvorteil genannt. ITZ überprüft Ihre Idee auf Einzigartigkeit und muss leider zu oft die Hoffnungen der Erfinder zerstören, da ähnliche oder sogar gleiche Ideen bereits auf dem Markt sind. Wesentlich erfreulicher sind Rückmeldungen, wie etwa in einer Expertise für den Swiss Technology Award, wo ITZ der Erfinderfirma für ein Produkt zur Verbesserung der Sicherheit im täglichen E-Mail-Verkehr klar bestätigen konnte, dass sie ein einzigartiges Produkt entwickelt habe, welches den Marktdurchbruch schaffen wird. Die zweite Fragestellung lautet: Hat diese Idee einen Markt? Die Realität zeigt, dass eine Idee aus verschiedenen Gründen keinen Markt finden wird. Der einfachste und am ehesten nachvollziehbare Grund ist, dass das Produkt bereits existiert. Schwerer zu verstehen ist, wenn eine Idee so innovativ ist, dass sie die Grenzen der Physik erreicht, die potenziellen Anwender nicht an die Umsetzung glauben und so die Finanzierung eines Prototyps nicht sichergestellt werden kann. Andere Ideen wiederum weisen einen viel zu kleinen Markt auf und die Produktion lohnt sich nicht oder der «Leidensdruck» bei den potenziellen Kunden

ist nicht gross genug, das Produkt einzusetzen. Viele nicht umsetzbare Erfindungen stammen aus dem Haushaltsbereich. Hier müssen wir unseren Ratsuchenden leider oft mitteilen, dass sich die Produktion dieser Haushaltshilfe nicht auszahlen wird. Frage drei lautet: Wer steht hinter dieser Idee? Viele gute Ideen werden nicht verwirklicht, weil meist eine Einzelperson dahinter steht. Sie kann allei-

ITZ hat ein neues Internetkleid

Unter www.itz.ch präsentiert sich ITZ moderner und mit noch interessanteren, übersichtlich aufbereiteten Informationen. Anton Lauber, CEO der Schurter AG und ITZPräsident, hat das Ziel des neuen Auftrittes auf den Punkt gebracht: «Finden statt suchen». Überzeugen Sie sich selbst davon, wie diese Zielsetzung umgesetzt wurde.

NOViDA Die Schweizerische Bauwissensdatenbank rund um das Ausschreiben. Feiern Sie mit uns den ersten Schritt von NOViDA in die Selbständigkeit und erleben Sie die spannende Geschichte, geschrieben von der WB DATA, der HTA Luzern und dem ITZ Horw. Dienstag, 22. November 2005, 16–19 Uhr Einladung und Anmeldung: www.itz.ch > Veranstaltungen

ne nicht genügend Ressourcen aufbringen, um die Idee zum Erfolg zu führen. Vielfach wollen Erfinder ihr Know-how auch nicht teilen, und es werden sicherheitshalber Patentanmeldungen getätigt, welche sich schnell als finanzielle Hypothek herausstellen, die nicht eingelöst werden kann und dazu führt, dass das Patent verfällt! Und darauf hat ein Marktteilnehmer gewartet, denn nun bekommt er die Idee kostenlos (Geduld bringt Rosen!). Finanzielle Mittel sind in solchen Fällen vielfach, aus genau diesen Gründen, nicht mehr zu akquirieren.

Die vierte und letzte Fragestellung heisst: Wer finanziert die Umsetzung einer Idee? Die Finanzierung scheitert zu 80% an einer der vorangegangenen Fragestellungen. Sind Sie also bereits bei dieser vierten Frage angekommen: Gratulation, Sie stehen vor der letzten Hürde. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Idee erfolgreich vermarkten können, rückt in greifbare Nähe. Was jetzt kommt, ist reine Fleissarbeit, so lancierten wir beispielsweise diverse Projektideen als KTI-Projekt, damit das Produkt mit Hilfe von Wirtschafts- und Wissenschaftspartnern (der Aufwand der Wissenschaft wird dabei von der KTI finanziert) entwickelt werden kann. Parallel werden die ersten Kunden gewonnen, und das weitere Wachstum kann mit einem Bankenkredit gesichert werden. Beachten Sie, dass sich Banken die gleichen vier Fragen stellen wie wir. Kommen Sie deshalb früh genug zu ITZ, wir helfen Ihnen, diese Fragen vorher gründlich abzuklären und entsprechende Dossiers vorzubereiten. Wir helfen Ihnen, Ihr Drehmoment auf den Boden zu bringen. Die Zukunft positiv mitgestalten …

ist eine wichtige Triebfeder für das Wirken von ITZ. Was beeinflusst unsere wirtschaftliche Zukunft? Hauptsächlich sind dies Innovationen und Marktentwicklungen, und diese

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Gewinnspiel Damit das Finden von Informationen noch mehr Spass macht, hat ITZ ein Gewinnspiel lanciert. Finden Sie die Antwort! Die ersten 100 Einsender erhalten einen attraktiven Preis. Viel Erfolg und nun: www.itz.ch

beiden Komponenten auf einen Nenner zu bringen, ist das Bestreben von ITZ. Oft sind es Impulse aus der Wirtschaft, die uns für ein Thema sensibilisieren. Im Falle des Detailhandels kam der Impuls von der Messe Luzern. Unsere Recherchen zeigten auf, welche Bedeutung der Detailhandel für die Zentralschweiz hat. Der Detailhandel steht nicht nur für das Handeln mit Produkten für den persönlichen Bedarf und für Arbeitsplätze, nein, der Detailhandel steht auch für Anbieter von unterschiedlichsten Dienstleistungen, Technologien und Innovationen. Und da sind wir Zentralschweizer top! Denken Sie an die unzähligen Unternehmen aus der Marktforschung, an IT-Firmen und Logistikunternehmen, welche ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit anbieten. Diese wiederum sind ebenso Kunden für viele kleinere Zulieferbetriebe; es wird also eine Kausalkette in Gang gesetzt, welche uns einen grossen und innovativen Binnenmarkt im Detailhandel öffnet. Wozu also in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt, und mit einem guten Binnenmarkt im Rücken ist es einfacher, den Erfolg im Export zu suchen. Zusammenfassend kann man sagen, dass im Zentralschweizer Detailhandel beide Komponenten, sowohl Markt- als auch Innovationspotenzial, in hohem Masse vorhanden sind, und diese Chance gilt es zu nutzen.


sfer Zentralschweiz

Preisverleihung Swiss Technology Award 2005 Zentralschweizer Delegation von links: Hans Werhonig (Medic Tools), Peter Beusch (Medic Tools), Nico Onda (NTB), René Moser (Medic Tools), Joana Filippi (VD Schwyz), Herberth Wey (Lucea), Hans Marti (VD Zug), Brigitte Fäh (VD Nidwalden), Gerhard Staufert (Lucea), Willy Küchler (ITZ), Franz G. Bucher (Medic Tools).

Regionale Innovationsstrategie für die Zentralschweiz …

Seit rund zehn Jahren gibt es eine Methode, mit deren Hilfe so genannte Regionale Innovationsstrategien (RIS) entwickelt werden können. Über 150 Regionen aus allen Ländern Europas haben bis heute durch diese Methode ihre Innovationskraft steigern können. In einem neuen Projekt kann nun auch die Zentralschweiz vom Wissen und den Erfahrungen aus diesen Regionen profitieren. Die Hochschule für Wirtschaft HSW Luzern, als Teilschule der Fachhochschule Zentralschweiz FHZ, nahm erfolgreich an der Ausschreibung teil. Unterstützt wurde sie dabei von den Zentralschweizer Kantonen und vielen wichtigen Innovationsträgern aus der Region. Nun

gilt es, diese Kräfte zu bündeln. Das Projekt fördert und intensiviert diese Anstrengungen mit dem einen Ziel: Dank einer erstarkten Innovationskultur wird die Zentralschweiz zu den innovativen Regionen Europas gehören. Push&Pull: Hochschulwissen für KMU

Mitte 2005 hat die KTI (Kommission für Technologie und Innovation des Bundes) eine neue Initiative gestartet, um den KMU den Zugang zu Forschungsresultaten an Universitäten und Hochschulen zu erleichtern. Das Projekt der Zentralschweiz, welches eine Projektgruppe aus Vertretern der Universität Luzern, der Fachhochschule Zentralschweiz und dem InnovationsTransfer Zentral-

schweiz erarbeitete, wurde berücksichtigt. In diesem Projekt werden wir die Arbeit des ITZ intensivieren, da es uns nun möglich sein wird, regionale Partner und Netzwerke in den Wissens- und Technologietransfer WTT mit einzubinden. Dadurch wird der WTT-Prozess zu den Wirtschaftspartnern kürzer und qualitativ besser. Ziel ist es, in der Zentralschweiz ein WTT-Netzwerk aufzubauen, welches den Wirtschaftspartnern einen einfachen und niederschwelligen Zugang zum Wissen aller Universitäten und Hochschulen gewährleistet. Abbau von Schwellenangst, Aufzeigen von Innovations- und Kooperationspotenzial, Ausnützen und Managen von vorhandenem Wissen sollen nicht nur «Schlagwörter» sein, sondern die Innovationsfähigkeit der KMU in der Zentralschweiz unterstützen. Swiss Technology Award 2005

Auch dieses Jahr gehörten wiederum drei Zentralschweizer Firmen zu den Preisgewinnern des Swiss Technology Award. An der Preisverleihung am 16. Februar im Kursaal Bern durften folgende Firmen die begehrte Trophäe entgegennehmen: Kein Warten mehr an Theken von Bibliotheken dank … der Firma Bibliotheca aus Zug, welche mit ihrer Entwicklung von RFID-Etiketten die Welt erobert, da sie die Administration in Bibliotheken für Bücher und neu auch für CD-/DVDDatenträger vereinfachen und revolutionieren. Die Firma hat in der Zwischenzeit ihre Anwendungen weltweit in berühmten Bibliotheken installiert. Das Aus für Glühbirnen und Halogenlampen …

läutet die Zuger Firma Lucea mit ihren konfektionierbaren LED Flachlichtquellen ein. Diese Erfindung war dem Bundesamt für Energie sogar einen Sondepreis wert. Diese flexiblen LED-Leuchtpaneele werden in Zukunft der Beleuchtung zu völlig neuartigen gestalterischen Möglichkeiten verhelfen und zudem einen wertvollen Beitrag zum Energiesparen leisten. Einen Beitrag zur Erforschung der Vogelgrippe …

liefert die Firma Medic Tools aus Zug mit ihrem Einweg-Homogenisa-

tor. Das sind hermetisch dichte Röhrchen für Laborversuche, welche eine Ansteckung von Laborpersonal mit den hochinfektiösen Inhalten verunmöglicht und so gefahrloses Forschen mit zudem höherer Qualität ermöglicht. Ein bunter Strauss von innovativen Ideen aus der Zentralschweiz, die ein gutes Zeugnis für unseren Wirtschaftsstandort ablegen. Gratulation nochmals an die ausgezeichneten Firmen: Bibliotheca RFID Library Systems AG Baarerstrasse 59, CH-6300 Zug www.bibliotheca-rfid.ch LUCEA AG, CH-6302 Zug www.lucea.ch Medic Tools AG Lüssiweg 8, CH-6304 Zug www.medictools.ch Veranstaltungen – Sightseeing mit ITZ …

ITZ organisiert professionell und erfolgreich Veranstaltungen, Seminare, Events und Kongresse. Zur beliebtesten Veranstaltungsreihe gehört seit 1996 der PraktikerTreff Innovation. Die Idee des PraktikerTreffs beinhaltet, dass die Protagonisten persönlich ihre erfolgreich umgesetzten, innovativen Strategien und Konzepte vorstellen. Durch das Zusammenbringen innovativer Personen, welche über ihre Erfahrungen im Umgang mit neuen Instrumenten, Methoden und Herausforderungen berichten, werden Impulse für die eigene betriebliche Praxis vermittelt. Lebhafte Diskussionen und interessante Kontakte entstehen an diesen Vorabendveranstaltungen. Ebenfalls als Highlight zu betrachten sind die durch ITZ organisierten Besichtigungen innovativer Firmen. Der Besuch bei der PILATUS Flugzeugwerke AG in Stans stiess auf ein so grosses Interesse, dass insgesamt fünf Besichtigungstermine durchgeführt werden konnten. ITZ wird auch im nächsten Jahr wieder zum Besuch einer interessanten, erfolgreichen Unternehmung einladen. Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.itz.ch

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PUBLIREPORTAGE Noch in den Kinderschuhen steckt die Produktion von synthetischen Kraftstoffen, den so genannten BTL- Kraftstoffen (Biomass to liquid). Der grosse Vorteil dieser Kraftstoffe liegt darin, dass ein breites Spektrum an Biomasse für die Herstellung eingesetzt werden und der Treibstoff, quasi massgeschneidert, für bestehende Motoren angepasst werden kann. Die EU fördert in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Automobilherstellern mit Grossprojekten (z. B. Renew und Chris-Gas) die Produktion von BTLTreibstoffen. Biotreibstoffe auf der Überholspur …

Die Ölpreise haben Höchststände erreicht, und es ist keine Entspannung in Sicht. Viele Experten machen den CO2-Austoss, welcher vor allem durch Benzin- und Dieselautos verursacht wird, für den rasanten Klimawandel und die damit verbundene Häufung von Naturkatastrophen verantwortlich. Weltweit sind alternative Treibstoffe wie Biogas, Biodiesel, Bioethanol oder Synthetische Kraftstoffe im Vormarsch. Die Schweiz hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, ihren Ausstoss an Treibhausgasen zu reduzieren. Das CO2Gesetz von 1999 beinhaltet die Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz um 10% gegenüber dem Stand von 1990. Demnach müssten jährlich rund 4 Millionen Tonnen weniger CO2 ausgestossen werden. Gasförmig …

Biogas entsteht in einem Gärprozess von organischem Material, also z. B. von Pflanzen, Grünabfällen, Speiseresten, Rüstabfällen, Gülle, Mist, Holz usw. Der Markt für Erdgasfahrzeuge sowie das Tankstellenetz wächst rasant. Bereits sind über 30 Modelle verschiedenster Autohersteller, auf dem Markt. Mit Erdgas fährt man viel «sauberer» und erst noch um einiges günstiger als mit Benzin oder Diesel. So kostet Erdgas umgerechnet auf Benzin in der Schweiz aktuell etwa 1 Franken pro Liter. Im Kanton Luzern sind Erdgasfahrzeuge zudem von der Strassenverkehrssteuer befreit. Flüssig …

Bekannte flüssige Biotreibstoffe sind Biodiesel und Bioethanol. Bei-

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de Treibstoffe werden dem konventionellen Diesel bzw. Benzin mit bis zu 10% Anteil beigemischt. Biodiesel wird in Europa vor allem aus Raps oder Sonnenblumen hergestellt. Auch aus Tierfett und Altspeisefett oder Altspeiseöl lässt sich Biodiesel gewinnen. Biodiesel ist insbesondere in Deutschland sehr verbreitet und erfolgreich auf dem Markt. In der Schweiz kann an einigen Tankstellen bereits Biodiesel getankt werden (z.B. Migrol, Agrola oder Flamol). Bioethanol wird aus zuckerbzw. stärkehaltigen Rohstoffen wie Zuckerrohr, Zuckerrüben, Mais, Getreide, Kartoffeln usw. in einem Vergärprozess hergestellt.

Als kompetenter Partner … ist ITZ in verschiedenen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien engagiert und verfügt über beste Beziehungen zu nationalen und internationalen Netzwerken. Wir unterstützen KMU mit Fach- und Managementkompetenz bei der Initialisierung und Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere bei der Nutzung von Biomasse.

«Schwein im Tank» Europas erste TreibstoffProduktionsanlage in …

der Gemeinde Inwil soll ab Frühjahr 2007 aus Gülle und Mist unweltfreundlicher Treibstoff herstellen. Unter dem Namen «SwissFarmerPower» entsteht im Kanton Luzern die erste Produktionsanlage von Europa, welche CO2-neutralen Treibstoff aus Gülle produzieren wird. Die Gemeindebehörden von Inwil unterstützen das zukunftsweisende Projekt des ITZ. Beteiligt sind über 60 Landwirte, die fenaco sowie die Firmen ewl energie wasser luzern, die Kompogas AG und die CTU-Conzepte Technik Umwelt AG. Über 10 Millionen Kilometer Auto fahren mit Gülle und Mist …

von über 60 Landwirten aus der Region, die, teilweise über ein bestehendes Leitungsnetz, direkt in die Anlage in Inwil gepumpt wird. Jährlich werden vor Ort gegen 40 000 Tonnen Gülle und Mist sowie grosse Mengen Grünabfälle und andere organische Stoffe verarbeitet. In einem mehrstufigen Verfahren wird dabei Biogas gewonnen, auf Erdgasqualität aufbereitet und ins lokale Erdgasnetz der ewl einge-

speist. Die Anlage wird jährlich über 900 000 m3 Erdgas produzieren. Dies entspricht 1 Million Liter Benzin oder Diesel. Damit können über 1000 Erdgasfahrzeuge mit einer jährlichen Fahrleistung von je 10 000 km betrieben werden. Wertvoller Dünger als «Abfallprodukt» …

des Gasproduktionsprozesses. Die Gülle wird in weiteren Prozessschritten zu einem hochwertigen Dünger aufbereitet, welcher in Schweizer Ackerbaugebieten als Ersatz von importiertem Mineraldünger eingesetzt wird. «SwissFarmerPower» online ab Frühjahr 2007…

Der Gemeinderat Inwil hat sich für die Realisierung der Produktionsanlage im Gebiet der ARA Eschenbach-Inwil-Rain ausgesprochen. Das Umzonungsbegehren wurde vom Gemeinderat in die laufende Zonenplanrevision aufgenommen. In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden des Kantons Luzern werden die Baubewilligungsunterlagen erstellt sowie eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Mit dem Baubeginn der einzigartigen Produktionsanlage wird im Juni 2006 gerechnet, mit Fertigstellung auf Ende 2006. Unter der Federführung …

des ITZ wird das Projekt «SwissFarmerPower» realisiert und wurde im letzten Jahr mit dem «Prix Pegasus» ausgezeichnet. Weitere Informationen unter: www.swissfarmerpower.ch

Die Stiftung Klimarappen … hat am 1. Oktober 2005 ihre operative Arbeit aufgenommen. Zweck ist, einen wirtschaftlich effizienten Beitrag zur Schliessung der so genannten CO2-Ziellücke zu leisten. Dazu investiert sie im In- und Ausland in treibhausgasmindernde Projekte. Die Stiftung finanziert sich über eine Abgabe auf alle Benzinund Dieselimporte in Höhe von 1,5 Rp. pro Liter. Damit werden jährlich rund 100 Mio. Franken generiert, welche zur Finanzierung von Projekten verwendet werden. Mindestens 0,2 Mio. Tonnen der erforderlichen Reduktionsmenge von 1,8 Mio. Tonnen CO2 soll im Inland erzielt werden. Dafür stehen 60% der finanziellen Mittel zur Verfügung. Die restlichen Gelder werden für den Kauf von Zertifikaten, welche aus CO2-Reduktionsprojekten im Ausland erzeugt werden, eingesetzt. se.


ROI

RETURN ON INVESTMENT

Banken reagieren flexibel Überschwemmungen haben im Sommer 2005 bei unzähligen Gewerbebetrieben

und Detaillisten massive Schäden verursacht. Die Luzerner Kantonalbank hat in vielen Fällen geholfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken, bis die Versicherungsleistungen flossen. Schaden umgehend ab. Weil die Prämien laufend den wachsenden Bedürfnissen des Betriebes angepasst wurden, sollte schliesslich gesamthaft kein allzu grosser finanzieller Schaden entstehen.

Unbürokratische Hilfe

Rudolf Freimann, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Luzerner Kantonalbank.

«Weniger rosig präsentiert sich in solchen Fällen die kurzfristige finanzielle Situation», erklärt Rudolf Freimann, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter des Departements Firmenkunden bei der Luzerner Kantonalbank. «Bei solchen aussergewöhnlichen Ereignissen sind wir als Bank gefordert, unkompliziert und schnell Hilfe zu leisten. So hat die Kantonalbank in vielen Fällen finanzielle Überbrückung geleistet, bis die zugesicherten Versicherungsgelder flossen.»

Ein Familienbetrieb mit 40 Mitarbeitern. Beim Hochwasser wird das Untergeschoss überflutet, betroffen sind vor allem Produktionsmaschinen und Lagerbestände. Die Versicherung klärt den

Rudolf Freimann ist überzeugt, dass es der Luzerner Kantonalbank dank ihrer unbürokratischen Unterstützung gelungen ist, einige Betriebe vor existenziellen Problemen zu bewahren. «Wenn budgetierte Einnahmen von einem Tag auf den andern ausfallen, die Fixkosten jedoch

weiter laufen, hilft in der Regel nur noch eine Überbrückungsfinanzierung weiter, damit ein Unternehmen weiter bestehen kann. Ich denke aber auch an die Angestellten der betroffenen Firmen, die auch in solchen Ausnahmesituationen auf ihren Lohn angewiesen sind.»

Probleme mit Mehrwertsteuer Für einen KMU-Betrieb könnten sich in einem Schadenfall auch Probleme mit der Mehrwertsteuer ergeben, meint Rudolf Freimann. Für kleinere Betriebe seien solche Beträge nicht unerheblich und könnten leicht zu Liquiditätsengpässen führen. «Umso mehr, wenn gleichzeitig noch die Produktion eingeschränkt ist», so Freimann. «Die Versicherungen ersetzen richtigerweise nur den Kaufpreis ohne Mehrwertsteuer. Bis die zurückgeforderte Mehrwertsteuer erstattet wird, können gut und gerne zwei bis drei Monate vergehen. Wir haben in solchen Fällen liquide Mittel bereitgestellt. Daneben haben wir auch flexibel Unterstützung geboten bei der Eröffnung neuer Konten für die Versicherungszahlungen oder Vorfinanzierungen angeboten.»

Lehrlinge – Investition in die Zukunft Die CKW Conex AG ist ein innovatives Unternehmen, das in der Zentralschweiz tätig ist

und 128 Lehrlinge beschäftigt. Die CKW Conex AG bietet Jugendlichen die Chance, den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen und Perspektiven für eine Eingliederung in die Eigenständigkeit zu erlangen. Die jungen Berufsleute machen in ihrer Lehrzeit einerseits wichtige Erfahrungen in der Berufswelt. Andererseits profitiert die Firma aber auch von den Kenntnissen der Lernenden, die mit ihrem aktuellen Wissen das Unternehmen bereichern. Das Lehrstellenangebot der CKW Conex AG umfasst Ausbildungsplätze in den Bereichen Elektromonteur/-in, Telematiker/-in, Informatiker/-in und Kauffrau/Kaufmann. Die Philosophie des Unternehmens ist es, Jugendliche nicht nur auszubilden, sondern diesen nach dem erfolgreichen Lehrabschluss mehrheitlich eine Festanstellung zu ermöglichen. Damit sind die Lehrlinge für die CKW Conex AG ein besonderes Potenzial, auf das intern ein grosses Augenmerk gelegt wird. Das Ausbildungsprogramm der Berufsschulen wird mit internen Kur-

sen ergänzt und zum Beispiel durch zusätzliche Stützlektionen, ergänzenden berufsbildenden Kursen und einem Lehrlingslager erweitert. Das Unternehmen ist zudem bestrebt, die jungen Berufsleute im Lehrbetrieb zu fordern, damit sie frühzeitig lernen, die Verantwortung für bestimmte Arbeiten zu übernehmen. Die Lehrlinge sind bei der CKW Conex AG in ein starkes Unternehmen eingebettet, das insgesamt 350 Mitarbeitende beschäftigt. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen aus den vier Geschäftsfeldern Elektroinstallationen, Telematik, Informatik und Lichtgestaltung, die auch innovative, abteilungsübergreifende Projekte lancieren. Im Bereich Lichtgestaltung lancierte das Unternehmen mit der Marke LichtFORMAT unlängst eine weitere Innovation. Im Lichtfachgeschäft LichtFORMAT am Hirschengraben 33 in Luzern werden stimmungsvolle Designleuchten und diverse Licht-Dienstleistungen angeboten.

Einer von 128 Lehrlingen der CKW Conex AG.

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Detailhandel – ein «weisser Fleck» in der Fachhochschul-Landschaft? Die Branchenstruktur der Zentralschweiz ist vor allem auf Dienstleistungen ausgerich-

tet. Rund 60 Prozent der Beschäftigten des Kantons Luzern sind im so genannten tertiären Sektor tätig, und es wird für 2006 ein Wachstum des Dienstleistungsbereichs in der Zentralschweiz von +1,8 Prozent prognostiziert. Der Detailhandel zählt hierbei zu einer der wichtigsten Dienstleistungsbranchen.

Von Silke Michalski und Indro Celia, Hochschule für Wirtschaft HSW Luzern

D

as Wirtschaftsleben und die bestehenden Dienstleistungsbranchen der Zentralschweiz sind vielfältig und derzeit auch starken Veränderungen ausgesetzt. Fragt man nach den wichtigsten Branchen, so werden spontan stets die attraktiven Tourismusangebote, die starke Hotellerie, das Gastgewerbe, die Kulturangebote, die regionalen und internationalen Finanzdienstleister, die IT-Dienstleister, das Bildungswesen, die öffentliche Verwaltung und ein lebendiger Detailhandel genannt. Vergleicht man diese Auflistung mit den Angeboten der Fachhochschule Zentralschweiz, insbesondere jenen der Hochschule für Wirtschaft HSW Luzern, so wird schnell deutlich, dass für die meisten Dienstleistungsbranchen (Tourismus, Verwaltung, KMU, Informatik, Finanzen) sehr gute Hochschulangebote bestehen. Diese umfassen Aus- und Weiterbildungen, Diplom- und Projektarbeiten, Dienstleistungsangebote sowie Kooperationsmöglichkeiten in Forschungsprojekten. (www.hsw.fhz.ch).

Beitrag zur Entwicklung des Detailhandels leisten kann. Angeregt durch die Impulse des Innovationstransfer Zentralschweiz (ITZ) wird jetzt das Thema verstärkt aufgegriffen und ausgebaut. Die HSW Luzern startet aus einer guten Ausgangsposition. Innovative Projekte, wie beispielsweise die Projekte Check out und Out of home Displays, jeweils in Kooperation mit der Migros, sowie die Projekte Effizienzsteigerung an der Kasse, bargeldloser Zahlungsverkehr oder Kundenbindung im Handel, wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, und es liegt eine enge Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Fachmesse retail swiss vor.

Detailhandelsökonom Neben den eidgenössischen Ausbildungen mit Fachausweis zum/zur Detailhandels-Fach-

mann/Fachfrau und dem Detailhandels-Assistenten ist insbesondere das Thema Weiterbildung im Detailhandel interessant. Auf der Homepage der Dachorganisation der Arbeitgeber und Arbeitgeberorganisationen «Bildung Detailhandel Schweiz (BDS)» ist zu lesen, dass eine Weiterbildung mit dem Titel «Detailhandelsökonom» geplant ist, die zirka 2009 realisiert werden soll (www.bds-fcs.ch). Aus Sicht der HSW Luzern eine interessante Entwicklung, die die Frage aufwirft, welche konkreten Weiterbildungsbedürfnisse in der Zentralschweiz bestehen. Wer weiss, vielleicht werden ja in Zukunft einmal Visitenkarten den Aufdruck «Detailhandelsökonom HSW Luzern» oder sogar «Master of Science in Retailing» tragen. Kontaktaufnahme und Austausch zu diesem Thema ist daher ausdrücklich erwünscht (Silke Michalski, smichals@hsw.fhz.ch).

Innovative Projekte Ein «weisser Fleck» in der Fachhochschullandschaft ist die Detailhandelsbranche, obwohl die Detailhändler einen massgeblichen Anteil am tertiären Sektor in der Zentralschweiz haben. Einige Kennzahlen und Fakten im Überblick (Quelle: Amt für Statistik Kanton Luzern 2005; vgl. zu den Perspektiven 2005 im Handel auch Koellreuter 2004 unter www.perspektiven-zentral.ch): • Rund 84 Milliarden Franken erwirtschaftet der Detailhandel an Umsatz in der Schweiz • Rund 6000 Jugendliche beginnen jedes Jahr eine Lehre im Detailhandel in der Schweiz • Allein im Kanton Luzern sind zirka 35 000 Personen im Detailhandel beschäftigt (Betriebszählung 2001) • Nochmals rund 15 000 Beschäftigte sind im Zulieferumfeld des Detailhandels beschäftigt Aus Sicht der HSW Luzern sind diese Zahlen Grund genug, sich mit den Bedürfnissen und Anforderungen dieser Dienstleistungsbranche näher auseinander zu setzen und die Frage zu stellen, inwiefern eine Hochschule ebenfalls einen

Prof. Dr. Silke Michalski Leiterin Dienstleistungsmanagement Forschung, Beratung und Weiterbildungsideen zum Retailing IBR Institut für Betriebs- und Regionalökonomie Telefon 041 228 42 70 smichals@hsw.fhz.ch

Indro Celia Teilschulübergreifender Koordinator FHZ zum Thema Retailing IWI Institut für Wirtschaftsinformatik Hochschule für Wirtschaft Luzern Telefon 041 228 41 70 icelia@hsw.fhz.ch

Gemäss dem Motto «Service is our Business» bearbeiten die fünf Dienstleistungsexpertinnen und -experten der HSW Luzern Problemstellungen rund um die Themen Dienstleistungsqualität, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Kundenrückgewinnung, branchenübergreifend für den Dienstleistungssektor und insbesondere auch für den Bereich Detailhandel.

Der Detailhandel ist stark mit Fragen der Technologieinnovation und den Machbarkeiten konfrontiert. Das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) möchte hier eine pragmatische Orientierungshilfe anbieten. Themen wie Effizienz und Bezahlung an der Kasse, Informationssysteme rund um Kunden, E-Commerce, Multi Channel Retailing, Logistik, werden vertieft bearbeitet.

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RETURN ON INVESTMENT

Zum Beispiel:

Obrist Interior AG, Luzern

Sie nennen sich bescheiden Ladenbauer, stehen aber auf Augenhöhe mit Marken wie Rolex, Cartier oder Gucci. Ihre Ladenkonzepte sind in Luzern, Zürich oder London genau so gefragt wie auf den Cayman-Inseln oder in Dubai. Die Obrist Interior AG mit Sitz in Luzern und rund 60 Mitarbeitenden ist Spezialistin für Ladenund Innenausbau und bietet alles aus einer Hand: Von der ersten Konzeptskizze über die Produktion bis zur Containerverschiffung und Montage schlüsselfertiger Ladeneinrichtungen. Mehr als die Hälfte des Umsatzes (11,5 Mio. Franken im Jahr 2004) erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland, hauptsächlich in Europa, in arabischen Ländern, in den USA und der Karibik. Die vorwiegend für das gehobene Segment bestimmten Ladeneinrichtungen werden vom betriebsinternen Innenarchitekten-Team geplant, die Möbel in der eigenen Schreinerei gefertigt. Das 1895 gegründete Familienunternehmen wurde bis vor kurzem von Gody Obrist geführt. Seit 2004 ist Stefan Slamanig neuer Eigentümer und Geschäftsleiter der weltweit erfolgreichen Ladenbauspezialistin, die mit international renommierten Marken wie Rolex, Cartier, Gucci, Breitling, TagHeuer, IWC oder Coach zusammenarbeitet. pf

Edles Design kombiniert mit ausgesuchten Materialien und raffinierten Lichteffekten.

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ROI

RETURN ON INVESTMENT

Die Jungen schauen auf den Preis «Die Detailhändler müssen sich auf neue Trends einstellen», ist Thomas Hochreutener, Detailhandelsexperte bei der Marktforschungsfirma IHAGfK in Hergiswil NW, überzeugt. «Das Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten verändert sich.» Hochreutener kann den neuen Konsumtrend anhand von Erhebungen der IHA-GfK ausmachen.

Gründe für die Wahl des Geschäftes für den Einkauf des täglichen Bedarfs, unterteilt nach Altersgruppen – Mai 2005

Bei den Gründen nach der Wahl eines Geschäfts für den Einkauf des täglichen Bedarfs befragt, werde bei allen Altersgruppen die Nähe und Erreichbarkeit an erster Stelle genannt. Wichtig seien auch das Sortiment beziehungsweise eine grosse Auswahl. «Aber dann beim Preis ändert sich das Bild bei den verschiedenen Altersgruppen markant», stellt Hochreutener fest. Bei den Älteren spiele der Preis eine untergeordnete Rolle (12 Prozent Bedeutung), ebenfalls in der Altergruppe zwischen 30 und 50 Jahren (20 Prozent Bedeutung). Bei den Jungen hingegen sagten 37 Prozent der Befragten, dass bei Ihnen der Preis ausschlaggebend sei für die Wahl des Geschäfts. «Es wächst also eine Generation heran, die eindeutig mehr auf den Preis achtet.»

Grossflächige Anbieter – auch in Innenstädten Nicht nur die knappen Parkplatzressourcen treiben die Kunden in die Einkaufszentren an den Rändern, sondern auch das in den Zentren verödende Angebot. Dort stimmt der Ladenmix längst nicht mehr. «Wer in den Städten herumschlendert, trifft überall auf die gleiche ‹Textilmeile› mit denselben Kleidergeschäften», heisst es in der bereits erwähnten Studie im Auftrag der Swiss Retail Federation (SRF). Tiefpreisige Kleiderläden nehmen immer mehr Raum ein. Es besteht grundsätzlich ein Überangebot an Bekleidungsgeschäften. «Die Innenstädte verarmen, und sie bieten bezüglich Angeboten kaum mehr einen Mehrwert gegenüber den Einkaufszentren», kritisiert die SRF-Studie.

Die Attraktivität der Innenstädte lebt von einem guten Ladenmix.

Bild Eveline Lochmatter

Gegen die Fachmärkte und Einkaufszentren an den Rändern können sich Innenstädte und traditionelle Ortskerne nur dann behaupten, wenn sie dem Besucher mehr Abwechslung und Qualität bieten. Spezialitätenläden und exklusive Fachgeschäfte also, eingebettet in ein Klima der Sauberkeit und Sicherheit, sowie bequeme Erreichbarkeit durch den öffentlichen und privaten Verkehr. Dafür braucht es auch Investoren, die sich nicht einzig vom Renditedenken leiten lassen und die Lokalitäten kurzfristig dem Meistbietenden zur Verfügung stellen. Entscheidend ist weiter, dass auch grossflächige Anbieter in den Innenstädten bleiben. Gute Ansätze einer solchen Entwicklung gibt es in Luzern mit der Migros an der Hertensteinstrasse oder in Zug mit dem Einkaufszenter Metalli. ps

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RETURN ON INVESTMENT

Zentralschweiz liefert Lebensmittel Viele Lebensmittel-Detailhändler verlassen sich auf Zentralschweizer Zulieferer.

Neben Emmi sind auch viele andere innovative Unternehmen aus unserer Region in den Regalen vertreten.

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mmi ist der wohl bekannteste Zentralschweizer Lebensmittelproduzent. Die Gruppe mit Sitz in Luzern ist der führende Lebensmittelkonzern in der Schweizer Milchwirtschaft und produziert ein breites Spektrum an genussvollen und hochwertigen Frisch-, Molkerei- und Käseprodukten für den Detailhandel, die Gastronomie und die Industrie.

Innovationsleader Bei den Frisch- und Molkereiprodukten hat sich Emmi mit innovativen Lifestyle-Produkten in den Bereichen Genuss, Functional Food und Wellness sowohl in der Schweiz wie auch in Europa einen Namen als Innovationsleader gemacht. Beim Käse ist Emmi in der Schweiz die klare Nummer eins. Im Ausland ist das Unternehmen dank exklusiver Käsesorten und als grösster Exporteur der Käseklassiker der Spezialist für Schweizer Käse weltweit. Im 2004 erwirtschaftete Emmi mit rund 2800 Mitarbeitenden in der Schweiz, in Europa und

den USA einen Umsatz von 1,9 Milliarden Franken und einen Reingewinn von 47,3 Millionen Franken. Für 2005 erwartet Emmi weiteres Wachstum, unter anderem dank der erfolgreichen Lancierung von neuen Produkten wie Choco Latte und durch den operativen Start der Mittelland Molkerei AG.

Bäcker mit Weitsicht Bäcker mit Weitsicht gründeten 1916 die Pistor, um von den Vorteilen eines gemeinsamen, konzentrierten Einkaufs zu profitieren. Seit 1983 hat sie ihren Sitz in Rothenburg LU. Heute ist die Pistor ein führendes Handelsunternehmen für die Bäcker-Konditor-Confiseur-Branche und ein bedeutender Grosshändler im Gastronomiebereich mit inzwischen 350 Mitarbeitenden. Das Kerngeschäft der Baer AG in Küssnacht ist Weichkäse und Käse-Convenience. Das 1922 gegründete Familienunternehmen ist in diesem Bereich die führende Marke in der Schweiz und ein bevorzugter Lieferpartner in Europa. Stephan

Die Produktion von Lifestyle-Produkten und Functional Food läuft bei Emmi auf Hochtouren.

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Baer und seine rund 180 Mitarbeitenden haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Kundinnen und Kunden täglich genussvolle Käsespezialitäten nur von bester Qualität anzubieten. Zwieback ist untrennbar mit der Hug AG in Malters verbunden. Heute produziert und vertreibt der Familienbetrieb mit rund 250 Mitarbeitenden Backwaren auf verschiedenen Convenience-Stufen. Über die Hälfte des Absatzes geht an den Detailhandel. Der Rest teilt sich auf zwischen Gastronomie und Grossverbrauchern, Export und Tiefkühlbackwaren. Ebenfalls aus einer Bäckerei hervorgegangen ist die Kernser Pasta-Fabrik. Seit 1936 werden in Obwalden Qualitäts-Teigwaren hergestellt. Die bio-familia AG in Sachseln lancierte 1959 die schweizerische Spezialität Müesli und löste damit einen weltweiten Erfolg aus. Neben konventionellen Produkten werden seit den Gründerjahren Bioprodukte angeboten, sowohl auf der Stufe EU-Bio als auch in Knospe-Qualität. Heute ist die bio-familia AG auch kompetenter Ansprechpartner für innovative Functional-Food-Produkte. nh


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Hochwertige Produkte attraktiv präsentiert.

RETURN ON INVESTMENT

Bild Eveline Lochmatter

Gegen den Durst 1902 haben initiative Landwirte in Hitzkirch eine Obstverwertungsgenossenschaft gegründet und eine «Moschti» mit allem Drum und Dran gebaut. Sie hat sich durch wirtschaftliche und politische Wirren erfolgreich behauptet und 2002 das 100-Jahr-Jubiläum der Granador gefeiert. Die Geschichte der Pomdor verläuft beinahe parallel: 1910 haben 21 wackere, am Obstbau interessierte Männer und Frauen die Emmentalische Obstweingenossenschaft Ramsei ins Leben gerufen. Sowohl Granador wie Pomdor haben sich zu führenden Unternehmen der Getränkebranche in der Schweiz entwickelt. Nun haben sie sich zur Unidrink AG mit Sitz in Hitzkirch zusammengetan. Die Unidrink AG wird mit 64 Prozent von der Pomdor AG und 36 Prozent von der Granador Holding AG gehalten und vertreibt die Marken Ramseier, Burehöfler, Granador, Elmer Mineral, Elmer Citro, Sinalco und Pepsi. Die 1918 gegründete Diwisa in Willisau verfügt heute über eine der modernsten Distillerien. Gebrannt wird nach traditioneller Art im Kupferhafen (Häfeli-Brand). Neben der vorwiegend auf dem Heimmarkt ausgerichteten Distillerie Willisau SA gehört auch das Château du Breuil in der Normandie als eine der weltweit führenden Calvados-Produzenten zur Diwisa Holding. nh

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Who is who Die Zentralschweiz ist ein aufstrebender Wirtschaftsraum mit einer

Vielzahl von innovativen Köpfen und dynamischen Unternehmern. Eine kleine – nicht vollständige – Auswahl mit Schwergewicht Detailhandel. Max Ammann, Unternehmer, Stansstad Dort, wo heute in Stans das Motel Rex steht, wird bald das «Mirage Center» entstehen: Eine neue Wohn- und Geschäftsüberbauung, realisiert von Max Ammann. Der Stansstader Ingenieur und Unternehmer steht für höchste Ansprüche an Bau- und Wohnqualität, was er beispielsweise mit dem Bau der Nidwaldner Kantonalbank in Stans, dem Geschäftshaus Obergrund in Luzern oder dem «La Maison» und dem Parkhotel auf dem Bürgenstock schon bewiesen hat. Zwei Mirage-Flugzeuge, deren Ära auf dem Flugplatz Buochs 2003 zu Ende gegangen ist, werden in der Zwillingsausgabe «Black & White» im neuen Center im Original zu bewundern sein. Als Delegierter des Verwaltungsrates der Bürgenstock Hotels AG engagiert sich Max Ammann weiterhin stark in der Region, beispielsweise rund um das Bürgenstock Resort. Hans BarmettlerBang, Barmettler Brennstoffe und Transporte AG, Küssnacht In dritter Generation führt Hans Barmettler-Bang das traditionelle Brennstoff- und Transportunternehmen. Das Familienunternehmen mit 30 MitarbeiterInnen bildet auch Lehrlinge im kaufmännischen und im gewerblichen Bereich aus. «Wir sind zuverlässig, schnell, flexibel und dank unserer Notrufnummer jederzeit – auch ausserhalb den Geschäftszeiten – erreichbar», betont CEO Hans Barmettler. Das Angebot der Firma reicht vom Heizöl- über Dieseltreibstoff- bis hin zum Benzinhandel für grosse und kleine Abnehmer. Im Bereich der Transportdienstleistungen sind Tanklastzüge, Kühllastzüge, Baustellen- und Spezialfahrzeuge im Einsatz. Klaus Becker, Geschäftsführer Hornbach Baumarkt (Schweiz) AG, Sursee Für Klaus Becker «gibt es immer was zu tun». Seit 2002 ist er Geschäftsführer von Hornbach Schweiz. Bei Hornbach international ist er jedoch schon seit 1982 tätig. Er kennt die Branche also

wie kaum ein zweiter. Der ausserordentlich gute Start des neuen Bau- und Gartenmarktes in Littau (seit 2002) dürfte jedoch selbst ihn überrascht haben. Das macht Appetit auf mehr. Bereits ist in der Zentralschweiz ein weiterer Hornbach-Fachmarkt geplant. Er soll 2006/2007 in Galgenen seine Tore öffnen. Prof. Dr. Crispino Bergamaschi, CEO der HTA Luzern «Vision braucht Aktion und Passion», nach diesem Leitsatz führt Crispino Bergamaschi die HTA Luzern in die Zukunft. Prof. Dr. Crispino Bergamaschi ist Rektor der Hochschule für Technik+Architektur (HTA) Luzern. Die etablierte Zentralschweizer Bildungs- und Forschungsinstitution mit über 1000 Studierenden und 42 Mio. Franken Umsatz, beschäftigt über 300 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch konsequente Umsetzung der Bolognadeklaration konnte am 24. Oktober 2005 der geplante «Traumstart» mit den sechs neuen Bachelorstudiengängen und dem Masterstudiengang in Architektur erfolgreich gefeiert werden. Thomas Bettermann, Geschäftsführer Bettermann AG, Wolfenschiessen Die OBO BETTERMANN Unternehmensgruppe ist Herstellerin einer Bandbreite von Produkten der Elektro-Installationstechnik, die zudem aus einer Hand Konzepte für komplexe Gebäudesystemtechnik anbietet. Die Unternehmensgruppe ist in über 50 Ländern mit 100 Vertretungen und Niederlassungen aktiv. Darunter auch in der Schweiz, genauer in Wolfenschiessen NW. OBO BETTERMANN ist ein Familienunternehmen, geführt von Ulrich L. Bettermann. Der umsichtige Unternehmer und initiative Förderer des Wirtschaftsstandor-

tes Nidwalden ist vielen KMU in einer gewichtigen Sache voraus – er hat die Nachfolge geregelt. Mit den Söhnen Thomas (23) und Andreas (29) bleibt das Welt-Unternehmen fest in der Hand der Familie. Während Andreas primär in Deutschland tätig ist, managt Bruder Thomas (Bild) die Geschäfte von der Schweiz aus. Hanspeter Binz, Vorsitzender der Geschäftsleitung bio-familia AG, Sachseln Die bio-familia, der Müesli-Pionier, hat die schweizerische Nationalspeise weltweit bekannt gemacht. Bereits vor 50 Jahren begann die Erfolgsgeschichte, zuerst in der Schweiz unter Einsatz von einheimischen Rohstoffen aus biologischem Anbau. Heute wird das Müesli von Sachseln in über 40 Länder auf der ganzen Erde exportiert; 9000 Tonnen werden pro Jahr produziert. Immer innovativ zu sein, dies ist ein Erfolgsrezept der bio-familia. So haben Functional-FoodProdukte in den letzten Jahren den Markt erobert. Die letzte Erfolgsmeldung: Die Firma ist mit der bekannten Sportlermarke «familia Champion» der «official supplier» des Segelteams Alinghi. Hanspeter Binz, Vorsitzender der Geschäftsleitung, darf mit seinen 100 Mitarbeitern stolz darauf sein. Stephan Böger, Geschäftsführer Globus Zentralschweiz, Luzern Seit Herbst 2004 steht in Luzern der erste Laden der Schweiz, der mit einem neuen Gesicht die Strategie «Globus to the TOP» verkörpert. «Das neue wegweisende Ladenbaukonzept erfüllt internationale Ansprüche», sagt der Geschäftsführer von Globus Zentralschweiz, Stephan Böger. Zwölf Millionen hat Globus in das offene und grosszügige Raumkonzept investiert – ein Bekenntnis zum Standort Zentralschweiz. «Mir als Geschäftsführer liegt die Verankerung der neuen Globus Filiale in der Zentralschweiz sehr am Herzen», bekräftigt Stephan Böger. Ein Bekenntnis, das für ihn auch privat gilt, hat er doch mit seiner Familie in der Agglomeration Luzern Wohnsitz genommen.

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RETURN ON INVESTMENT

Brigitte Breisacher, CEO alpnachGruppe, Alpnach Mit der serienmässigen Produktion von Schränken ist die Alpnach Norm-Schrankelemente AG bekannt geworden und kann nächstes Jahr das 40Jahr-Jubiläum feiern. Brigitte Breisacher, 37, Leiterin des Familienunternehmens, hat das nötige Rüstzeug von Vater Theo mit auf den Weg bekommen und steht heute an der Spitze der alpnach Gruppe. Die «Norm» hat sich gewandelt und bietet heute individuelle, auf den Kunden zugeschnittene Raumlösungen an. Das Unternehmen hat den Geschäftsbereich in den letzten Jahren stark erweitert und vertreibt auch komplette Küchen aus eigener Produktion sowie ausgereifte Büromöbel-Systeme, alles aus einer Hand. Die alpnach Gruppe beschäftigt rund 160 Mitarbeiter und unterhält schweizweit 13 Ausstellungen. Viktor Bucher, Leiter Steuern Zentralschweiz, Ernst & Young, Luzern/Zug Wenn es um Themen wie «Internationalisierung» oder «Nachfolgeregelung» geht, ist man bei ihm an erster Adresse: Der 52-jährige Obwaldner Viktor Bucher ist Geschäftsstellenleiter Steuern Zentralschweiz von Ernst&Young in Luzern und Zug. Bereits sehr früh hat er erkannt, dass mit der Globalisierung die Chancen für die Zentralschweizer Unternehmen steigen – wenn sie sich richtig auf die neuen Märkte einstellen. Sein Ziel ist es, die Zentralschweizer Niederlassung des internationalen Unternehmens weiter auszubauen und zu stärken. Ulrich Claessen, Geschäftsleiter CSEM Regionalzentrum Zentralschweiz, Alpnach Das Regionalzentrum des Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA (kurz CSEM) in Alpnach hat es in kurzer Zeit zu einem anerkannten Zentrum für Mikromontage, Robotik und Sensortechnik gebracht. Das junge Unternehmen arbeitet eng mit der Fachhochschule HTA Luzern und den beiden ETH in Lausanne und Zürich zusammen. Das CSEM sorgt für die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine Verbesserung der Standortqualität Zentralschweiz. Ulrich Claessen, seit 2000 Geschäftsleiter des Regionalzentrums: «Unser

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Ziel ist, die Zentralschweizer Industrie mit angewandter Forschung bei der Entwicklung neuer Produkte erstklassig zu unterstützen.» Marcel und Roland Diethelm, diga möbel ag, Galgenen

Die Gebrüder Roland und Marcel Diethelm führen zusammen mit ihrer Schwester Edith das Möbelunternehmen diga, in der 5. Generation. Heut zählt diga möbel 220 MitarbeiterInnen. «Unser umfangreiches Möbelsortiment besteht zu 100 Prozent aus Eigenmodellen, die man ausschliesslich bei diga kaufen kann», weist Marcel Diethelm auf seine Strategie hin. Das Unternehmen spezialisiert sich auf individuelle Problemlösungen mit hohen Ansprüchen an Design, Beratungs- und Servicekompetenz. Werner Dubach, CEO und VR-Präsident der Eichhof Holding AG, Luzern Was die Eichhof neben Mineralwasser, Süssgetränken, Wein und Spirituosen vertreibt, ist ganz klar «unser Bier». Im Juni dieses Jahres hat die Eichhof mit einem Ausstoss von insgesamt über 3,5 Mio. Liter Eichhof Bier in einem Monat eine neue Rekordmarke gesetzt. Damit hat Eichhof Getränke ihre Position als bedeutendste unabhängige Brauerei der Schweiz weiter ausgebaut. Massgeblich beeinflusst hat diesen Rekord der Absatz des beliebten Biers Eichhof Alkoholfrei, eine gute Alternative in der Zeit der neuen Promillegrenze. CEO Werner Dubach hat die beiden Geschäftsbereiche Eichhof Getränke und das Farbmetrikunternehmen Datacolor gestrafft und die Rentabilität erhöht. Gleichzeitig wird im dritten Geschäftsbereich Eichhof Immobilien das Liegenschaftsportfolio weiter optimiert. Im Januar diesen Jahres wurde ein Neubauprojekt am Pilatusplatz gestartet, das ein Investitionsvolumen von rund 15 Mio. Franken auslöst – ein Bekenntnis zum Standort Luzern. Alois Egger, Inhaber und CEO EGGER Möbel und Küchen AG, Eschenbach In einem zunehmend hart umworbenen Markt leistet Alois Egger mit seinen Mitarbeitern Aussergewöhnliches: Auch 2005 bleibt die Egger AG auf Wachstumskurs, nachdem man in den letzten Jahren den Umsatz geradezu verdoppelte. Seit

20 Jahren trägt Alois Egger die Verantwortung und ruht sich dabei keineswegs auf Lorbeeren aus – bereits wird an neuen Visionen gearbeitet, wobei auch die heutigen Ziele klar sind. Alois Egger: «Es wird das oberste Ziel der Firma Egger bleiben, in der Zentralschweiz das vielfältigste Sortiment zur besten Preis–Leistung anzubieten.» Michel D. Esseiva, Geschäftsführer Media Markt, Kriens Er persönlich symbolisiert die Marke Media Markt seit 1999 in der Zentralschweiz und gilt in eigenen Reihen, aber auch bei seinen Mitbewerbern als ausgesprochen kreativer und engagierter Mann. Wenn sich Michel D. Esseiva mit seiner Marke für Projekte einbringt, wie bei der ZSF Sportlergala, Sports live, Ladenöffnungszeiten oder anderen, geschieht dies mit viel Herzblut und persönlichem Engagement. Seit genau 25 Jahren ist er in der Branche der Unterhaltungselektronik in verschiedenen Bereichen in der Schweiz, aber auch im internationalen Handel tätig und ist den Herstellern ein fordernder, aber verlässlicher Partner. Als an der Gesellschaft beteiligter Aktionär spürt man seinen Unternehmergeist druckvoll. Halbheiten sind nicht seine Welt. Esseiva steht vor neuen Herausforderungen mit der Media Markt Kriens AG, wo im kommenden Jahr mehrere Millionen in einen Komplettumbau investiert werden, um die Einkaufsstätte erster Wahl für Elektronik à jour zu bringen. Danach wird er dem Vernehmen nach die Zentralschweiz mit einem sehr traurigen Auge verlassen und den neuen Media Markt Sihlcity in Zürich übernehmen, die aktuell grösste Hochbaustelle der Schweiz. Corinne Fischer, CEO und VR-Delegierte der Bataillard & Cie AG, Rothenburg Die Appellation Bataillard ist renommierter Weingrossist und handelt seit mehr als 110 Jahren. Man vertreibt internationale Markenweine, aber auch Eigenabfüllungen an über 3000 Verkaufspunkten. Beliefert werden der konzessionierte Weinfachhandel und der Detailhandel. Seit April letzten Jahres steht eine Unternehmerin an der Spitze dieses Traditionsbetriebes. Die 40-jährige Corinne Fischer hat nach zehnjähriger Tätigkeit in leitenden Positionen in der Kon-


ROI sumgüterindustrie und im Detailhandel die Geschäftsführung übernommen. Erich J. Fust, CEO John Lay Electronics, Littau «In sämtlichen Märkten eine führende Position einnehmen.» Heute macht Erich J. Fust mit einer klaren Strategie Boden gut für seine Vision von morgen. «Die ‹Business Solutions› als zweites Standbein, neben den ‹Consumer Systems›, garantieren dem Generalimporteur der Marke Panasonic eine hohe Wertschöpfung. Multimedia-Lösungen in Grossprojekten – Stade de Suisse, Hallenstadion, Zentrum Paul Klee (Bern) – untermauern den Anspruch als Innovationsführer im Markt der multimedialen Informations- und Kommunikationssysteme. Enthusiasmus, Vertrauen, Zielorientierung und Freiräume machen unseren Spirit aus», weiss Erich J. Fust. Damian Henzi, CEO HOCHDORFGruppe, Hochdorf Ein starkes Stück Arbeit: Nachdem der Nahrungsmittel-Spezialist Hochdorf Nutritec AG 2003 unter der Leitung von Damian Henzi die Multiforsa AG, Steinhausen, und die Schweizerische Milch-Gesellschaft AG, Sulgen, übernommen hatte, machte er 2004 mit HERO gemeinsame Sache; man investierte 6,3 Millionen Franken in eine neue vollintegrierte Babynahrungsfabrik. Danach strukturierte Damian Henzi «HOCHDORF» neu, was sich ab 1. 1. 2006 auswirkt, «für mehr Flexibilität, Autonomie und Führungsverantwortung», so Henzi. Peter Hofer, CEO IHA-GfK, Hergiswil NW IHA-GfK AG ist mit einem Umsatz von 90 Millionen Franken und einem Marktanteil von rund 40 Prozent das Marktforführende schungsinstitut in der Schweiz. Das Unternehmen hat auch als Arbeitgeber Gewicht: 370 festangestellte Mitarbeitende und 350 Telefonbefragerinnen fühlen von Hergiswil NW aus den Puls der Märkte. CEO des erfolgreichen Unternehmens, welches seit 1999 zur deutschen GfK-Gruppe zählt, ist Peter Hofer. Der 59-Jährige ist ein geeichter Marktforscher und Markenfachmann: Seit 1968 ist er für IHA-GfK tätig, sammelte Erfahrungen in verschiedenen Positionen und Bereichen im In-

und Ausland und prägte zusammen mit Elmar Wohlgensinger ein Unternehmen von höchstem Markenwert. Seit 1990 ist Peter Hofer Vorsitzender der Geschäftsleitung und Delegierter des Verwaltungsrates; seit 2004 ist er Präsident des Verwaltungsrates. Karl Hoppler, CEO BISON Systems AG Sursee Obwohl die ITBranche mit unaufhaltsamem Preis- und Margenzerfall zu kämpfen hat, kann die BISON Systems AG ihren Umsatz jährlich steigern – nicht zuletzt dank der dynamischen Führung durch CEO Karl Hoppler. Die BISON Systems AG ist heute einer der führenden IT-Dienstleister und Komplettanbieter der Schweiz und hat fünf Business Units. Karl Hoppler ist der Begründer des Computer Valley Associates und steht ihm nun im Präsidium vor. Die Vereinigung bezweckt vorab die Förderung und Interessenswahrung des Wirtschaftsstandortes Sursee und der in diesem Einzugsgebiet tätigen Informatikfirmen. Walter Huber, CEO Emmi AG, Luzern Wo Milch und Jogurt fliessen: Luzern beheimatet den führenden Konzern der Schweizer Milchwirtschaft. Die Emmi AG produziert ein breites Spektrum an Frisch-, Molkerei- und Käseprodukten für Detailhandel, Gastronomie und Industrie. Beim Käse ist Emmi nicht nur in der Schweiz die klare Nummer 1, sondern gilt auch im Ausland als grösster Exporteur und Spezialist für Schweizer Käseklassiker. Walter Huber, der Mann mit technischen Wurzeln, übernahm schon bald markt- und projektorientierte Aufgaben und steuert nun seit Januar 2004 den modernen und dynamischen Konzern. Marcel Imhof, Vorsitzender der Konzernleitung, Swiss Steel AG, Emmenbrücke Der Innerschweizer Stahlkocher Swiss Steel schreibt eine kaum erwartete Erfolgsgeschichte. 1996 aus dem Zusammenschluss von Von Roll (Stahl) und von Moos Stahl entstanden, genoss das Unternehmen zunächst wenig Kredit. Dank den strategischen Massnahmen und der konsequenten Neuausrichtung kam aber alles anders. Seit 1996 werden Umsatz, Gewinn und Cashflow kontinu-

RETURN ON INVESTMENT

ierlich gesteigert. Nach der Akquisition der deutschen Edelstahlwerke Südwestfalen und Edelstahl Witten-Krefeld im Jahr 2004 explodierte der Halbjahresumsatz gegenüber dem Vorjahr von 441 Millionen auf 1,27 Milliarden Franken. 755 Millionen Franken lieferten dabei die beiden deutschen Töchter. Ebenfalls erfreulich: Das Konzernergebnis hat sich vervierfacht. Marcel Imhof: «Alle unsere Anstrengungen sind auf die Erfüllung der Kundenforderungen ausgerichtet. Deshalb stehen Beratung und Service im Mittelpunkt unserer Tätigkeit.» Theo Jost, Leiter Coop Verkaufsregion Zentralschweiz-Zürich Theo Jost fühlt sich in der Zentralschweiz gut verankert. In mehr als 20 Jahren hat er Coop kennengelernt und mitgestaltet. Heute führt er als Direktor der Verkaufsregion ZentralschweizZürich über 4500 Mitarbeiter und über 200 Lebensmittel-Verkaufsläden. Im engen Detailhandelsmarkt zählt Theo Jost zukünftig auf «überlegene strategische Programme» wie «Coop Naturaplan, Coop Lifestyle Weight Watchers oder Betty Bossy.» Als unternehmerische Stärke führt er die Markenpolitik mit einer klaren und verlässlichen Linie ins Feld: Coop Zentralschweiz-Zürich bietet Kompetenzmarken, Markenartikel, Eigenmarken sowie die Billiglinie Prix Garantie. Besonders stolz ist Theo Jost auf grosse Investitionen in diverse bestehende oder neue Verkaufsstellen in der Zentralschweiz und im Grossraum Zürich. Michel Jüstrich, CEO Nahrin AG, Sarnen Gesunde Küchenspezialitäten, Nahrungsergänzung und Fitness/Functional Food: Das Familienunternehmen ist eines der grössten Direktverkaufsunternehmen der Schweiz und erobert immer mehr Märkte im Inund Ausland; mittlerweile lassen sich 15 Länder im EU-Raum und in den ehemaligen Ostblockstaaten beliefern. 2004 konnte man den Umsatz im Inland gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent steigern. «Dieses Resultat bestätigt uns, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen: Wir setzen auf gesunde Produkte von umfassender Qualität und Fairness gegenüber unseren Mitarbeitern», führen die Geschäftsleitungsmitglieder Michel Jüstrich und Heinz Studer aus. Urs Karli, Hotelier, Luzern Urs Karli weiss die Luzerner Gastroszene aufzumischen. Die Hotellerie auch als Unterhaltungsbranche betrachtend, zieht er alle Register und

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ROI scheut keine Investitionen: Sein avantgardistisches De-Luxe-Boutique-Hotel The Hotel wurde vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel gestaltet, der auch das Luzerner KKL entwarf. Vier seiner Restaurants wurden mit Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet; das «Bam Bou» erhielt 2001 ausserdem den Ueli-Prager-Preis für mutige und herausragende Gastrokonzepte. Auch seine Hotelbars und Lounges füllen sich stets. Als Nächstes geht der wohl innovativste Kopf der Luzerner Hotellerie dem geplanten Ausbau zum Kongresshotel Astoria nach, mit den Architekten Herzog & de Meuron. Bernard Kobler, CEO Luzerner Kantonalbank Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat sich Kundennähe auf die Fahnen geschrieben. Die feste Verankerung in der Bevölkerung (rund 60 Prozent aller Luzernerinnen und Luzerner unterhalten in irgendeiner Form eine Geschäftsbeziehung zur LUKB), und ihre Leistungsfähigkeit haben die LUKB zur unbestrittenen Marktführerin im Kanton Luzern gemacht. Mit rund 1000 Arbeitsplätzen gehört die LUKB ausserdem zu den zehn grössten Schweizer Banken und zu den grössten Arbeitgebern in der Zentralschweiz . Seit Januar 2004 ist Bernard Kobler CEO; er war vorher bereits Mitglied der Geschäftsleitung und führte in dieser Funktion das Departement Retailbanking. Bernard Kobler ist Absolvent der Swiss Banking School und des Advanced-Management-Programms am Insead in Fontainbleu, Frankreich. Er bekennt sich zum Wirtschaftsstandort Luzern und zur Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze in der Region. Gertrud Kohler-Aeschlimann, Geschäftsführerin Art, St. Urban Eine Metamorphose der speziellen Art vollzieht sich im luzernischen St. Urban: Im Pavillon E der ehemaligen psychiatrischen Klinik entsteht ein privates Kunst- und Kulturzentrum. Initiantin und Managerin des Projekts ist Gertrud KohlerAeschlimann, Betriebswirtin und Kunstunternehmerin aus Zofingen und Stansstad. Das Zentrum gründet auf drei Pfeilern: dem «Art Pavillon», dem 40 000 Quadratmeter grossen Areal des ehemaligen Klosters, das Kulisse bildet für die Präsenta-

tion von Grossskulpturen, sowie einem Förderungsprogramm für ausländische Kunststudenten. Unterstützung erhält Gertrud Kohler-Aeschlimann von ihrem Mann, dem Künstler und Unternehmer Heinz Aeschlimann, dessen Skulpturen vor allem in den USA hohes Ansehen geniessen. Dort sitzt Getrud Kohler-Aeschlimann im Vorstand des ISC, «International Sculpture Center», der weltweit grössten Skulpturenorganisation, sowie der Stiftung Skulptur-Ur-Schweiz mit Sitz in Stansstad. Anton Lauber, CEO Schurter AG, Luzern Team- und Innovationsgeist weltweit in der Elektronik und Elektrotechnik: Die Schurter AG bedient mit über 1100 Mitarbeitern über 30 000 Kunden, in mehr als 40 Ländern. Anspruchsvolle Kunden wie IBM, Nokia und HP schätzen die überdurchschnittlichen Leistungen von Anton Laubers Mannschaft. Ende September hievte die Schurter-Crew seinen Arbeitgeber auf Platz eins des Cash-Awards 2005. Sehr zufrieden und einzigartig engagiert, protokollierte die Befragung. Das Familienunternehmen, 1933 gegründet, überzeugt heute mit einer starken und erfolgreichen Unternehmenskultur. Roland Marti, CEO der B. Braun Medical AG, Emmenbrücke Die B. Braun Medical AG gehört zu den bedeutendsten Herstellern und Lieferanten von medizintechnischen Produkten und als Tochter des weltweit tätigen B. Braun-Konzerns zu den Schweizerischen Marktführern. Weltweit beschäftigt der Konzern gegen 30 000 Mitarbeitende; in der Schweiz rund 750. CEO Roland Marti ist mit dem Standort Zentralschweiz sehr zufrieden: «Wir sind seit über 30 Jahren mit Produktionsstandorten im Kanton Luzern vertreten. Behörden und Verwaltung haben für unsere Anliegen ein offenes Ohr. Insbesondere bei der Ansiedlung und Erweiterung unseres Werkes in Escholzmatt haben sie uns umfassend beraten und unterstützt.» Jürgen Mayer, VR-Präsident und CEO der maxon motor ag, Sachseln Von Sachseln bis zum Mars: Die maxon motor ag ist weltweiter Leader für Mikroantriebe. Neben Geräten für Medizinal- und Labortechnik, Industrieautomation und Mess- und Sicherheitstechnik hat sie auch schon Marsmobile der Nasa motorisch ausgestattet, beispielsweise die beiden Mars-Rover «Spirit» und «Opportunity», die 2004 erfolgreich auf dem Mars landeten.

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Auch CEO Jürgen Mayer, seit fast 40 Jahren bei der maxon motor ag dabei, zog es schon himmelwärts: Der diplomierte Maschinenbauingenieur war zuvor zwei Jahre im Flugzeugbau tätig. Das erfolgreiche Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Sachseln und beschäftigt weltweit 1375 Mitarbeitende, davon über 820 in der Zentralschweiz. Es ist heute eine der wichtigsten Stützen der Obwaldner Wirtschaft. Marzio Medici und Ruedi Sprecher, Partner Medici & Sprecher AG, Unternehmens- und Personalberatung, Luzern

Marzio Medici und Ruedi Sprecher, «Personaler» von der Pike auf, sind seit 1997 Partner in der Unternehmens- und Personalberatung Medici & Sprecher AG in Luzern. Sie sind spezialisiert auf die Gewinnung von Persönlichkeiten im mittleren und oberen Kader. Jedes Dossier wird von einem der beiden Inhaber persönlich betreut. Angesichts der vielen Frühpensionierungen fordern sie in ihrem Newsletter: «Stellt die Altersguillotine in den Keller!» Ihre Devise: Individuelle Lösungen sind die Zukunft. Dr. Myriam Meyer, CEO RUAG Aerospace, Emmen Die promovierte Maschineningenieurin ETH, Myriam Meyer, steht seit kurzem an der Spitze des Technologieunternehmens RUAG Aerospace in Emmen. Sie brachte grosse Führungskompetenz und einen reichen Erfahrungsschatz aus der Flugzeugbranche mit – als frühere Abteilungsleiterin «Project Engineering» bei SR Technics und als Vice President «Planning und Economics» bei Swissair Flight Operations. RUAG Aerospace ist ein führender Lieferant und Integrator von Systemen und Komponenten für die zivile und militärische Luft- und Raumfahrt. Das Unternehmen beschäftigt an 14 Standorten 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 925 in Emmen.

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Was uns direkt angeht.


ROI Christoph Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung Alfred Müller AG, Baar Dank einer klaren Strategie hat sich die Alfred Müller AG in den letzten 40 Jahren vom Ein-Mann-Betrieb zu einer schweizweit führenden Generalunternehmung mit rund 130 Mitarbeitenden entwickelt, mit einem Umsatz von rund 300 Millionen Franken. Christoph Müller, seit 1997 CEO, hat das Bauen gewissermassen im Blut. Von Kindsbeinen an begleitete er seinen Vater auf den Baustellen. Seit fünf Jahren leitet der 39Jährige die Firma, wobei er an der Philosophie, welche die Marke Alfred Müller AG seit 40 Jahren prägt, festhält: «Die Alfred Müller AG erstellt hochwertige Bauten zu vernünftigen Preisen.»

Werner J. Rellstab, CEO V-ZUG, Zug Die Markt-Durchdringung von V-ZUG und ihren Tochterfirmen beeindruckt; drei Millionen Geräte findet man hierzulande, zum Kochen, Braten, Backen, Geschirrspülen, Waschen oder Trocknen. 2004 erzielten die 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 340 Millionen Franken Umsatz und verkauften über 281 000 Geräte. CEO Werner Rellstab führt sportlich: «Um diesen Erfolg zu erreichen, braucht es einen konsequenten Siegeswillen – man muss ein Tor mehr erzielen als der Gegner.» Die Innovationskraft als strategische Erfolgsposition hält das Unternehmen auf Erfolgskurs, denn bei V-ZUG gilt: «Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es», so Rellstab.

Peter Pfister, Geschäftsführer Helvetic Airways, Zürich Airport Er sorgt seit 2003 für Höhenflüge: Peter Pfister, Gründer und CEO der Helvetic Airways AG mit Sitz am Zürcher Flughafen. Nach einer Elektronikerlehre liess er sich zum Linienpiloten ausbilden und arbeitete danach für eine amerikanische Luftfahrtgesellschaft in Libyen. Zurück in der Schweiz, gründete er 1979 die Software-Anbieterfirma Simultan AG in Altishofen (heute in die Sage Group integriert), zog sich aber 2002 zurück und gründete 2003 die erste Schweizer Günstig-Airline – nach dem Grounding der Swissair und allgemeinen Wirren im Flugverkehr ein mutiges und risikofreudiges Unterfangen. Privat lebt er hoch über Stansstad in Fürigen, wo er eine Aussicht wie im Cockpit geniessen kann.

Christoph Risi, Event-Unternehmer, Luzern Kurz nach Ostern ist es jeweils so weit: «Stans hat die Tage», sagt man. Gemeint sind die Stanser Musiktage – ein Geistesblitz Christoph Risis – die mittlerweile Tausende in den Nidwaldner Hauptort locken. Nach der kaufmännischen Grundausbildung belegte Risi weitere Betriebswirtschaftkurse, avancierte zum diplomierten Marketingleiter und arbeitet heute ausserdem als freier Produzent, Produktionsberater und Event-Unternehmer. Benchmarks setzte er mit Produktionen wie dem Theater «Der heilige Burkhard und die bösen Weiber von Muri». Sein letzter Streich war seine erste Eigenproduktion, das Freilichtspiel «Wagners Tribschen – seine Jahre in Luzern», das diesen Sommer 19-mal die Zeit des Komponisten Richard Wagner auf Tribschen aufleben liess. Für das nächste Jahr ist eine Oper von Georges Bizet im Schloss Hallwyl in Vorbereitung

Jeanine Räber Zacchia, CEO Wohncenter Räber AG, Hitzkirch Sofa, Sideboard, Schlafzimmer? Da weiss Jeanine Räber Bescheid. «Wir vermitteln unserem Kunden die Leidenschaft für schönes Wohnen.» Auf 3500 Quadratmetern findet man in Hitzkirch eine ständig neu gestaltete Auswahl hoch stehender, international führender Design-Markenprodukte, fünf Stockwerke hoch. Ihr Erfolgsrezept heisst «selber aktiv kaufen und verkaufen». So wittert sie Trends und Kundenbedürfnisse. Dabei lässt sich die Vollblutunternehmerin auch von Möbelmessen inspirieren, in Köln, Mailand und Zürich

Florentin Röthlin, Geschäftsführer der Pasta Röthlin AG, Kerns Wer jemandem eine Gaumenfreude aus Obwalden mitbringen will, wählt einen PastaGeschenkkorb der Pasta Röthlin AG. Eine grosse Auswahl findet man in der Boutique der Teigwarenfabrik in Kerns. Im Januar 2006 werden im Familienbetrieb in Kerns seit 70 Jahren Urschweizer Teigwaren vom Feinsten hergestellt: Florentin Röthlin verarbeitet in seinem Betrieb nur reines Bergquellwasser, ausschliesslich pasteuri-

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sierte Schweizer Eier aus Bodenhaltung und den besten kanadischen und amerikanischen Hartweizen. Neu produziert die Pasta Röthlin AG ihre Dinkelteigwaren mit reinem, zertifiziertem Schweizer Urdinkel aus dem Seetal. Auch BioKnospe-Produkte werden in Kerns seit über fünf Jahren hergestellt. Die Kernser Teigwarenfabrik wurde von der «Bilanz» schon mehr als einmal unter die Top 50 der erfolgreichsten Klein- und Mittelbetriebe der Schweiz eingereiht. Roger Schärer, CEO Perosa AG, Littau Die Bedürfnisse der Frau von heute zählen für Roger Schärer intern genauso viel wie am Dessous-Markt. «Wer die Mode trägt, definiert die Bedürfnisse.» Bei der Sortimentsgestaltung liefern ihm deshalb seine Mitarbeiterinnen entscheidende Inputs. Roger Schärer besucht die Filialen, kennt alle seine 135 Mitarbeiterinnen und weiss weshalb, wann und wo, manchmal der Schuh drückt im Markt – «ein Unternehmer mit Herzblut» eben. Den Standort Zentralschweiz hegt er einerseits familiär bedingt, seine Eltern kauften die Perosa AG vor 30 Jahren. Andererseits schätzt er, mit Blick auf Zürich, Bern, Mailand oder Süddeutschland, die zentrale Lage. Alfred E. Schiller, CEO und Gründer SCHILLER AG, Baar Schiller, ein weltweit führendes Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Baar entwickelt, produziert und vertreibt hochstehende Produkte für die medizinische Diagnostik und Herztherapie. Pionier und Firmengründer Alfred E. Schiller führt die Unternehmung mit weltweit über 500 Mitarbeitenden seit mehr als 30 Jahren. «Kürzlich entwickelten wir sozusagen eine Weltneuheit: Der ‹Taschendefibrillator FRED® easyport®› dient dem ärztlichen Notfalldienst und Herzrisikopatienten als portabler Lebensretter, mit den Dimensionen eines CD-Players.» Das Produktesortiment von Schiller reicht von EKG-Geräten über Patienten-Monitore bis hin zu Defibrillatoren. Kurt Scholl, CEO Hapimag, Baar Wer viele Erlebnisse hat, lebt kein banales Leben. Was nicht als Geschichte erlebt und getan wird, hat wenig Bedeutung in unserer individuellen Erlebnis- und Erfahrungsskala. Solche Überlegungen bilden die Basis der vier neuen Hapimag Erlebniswelten: Active, Discover, Family, Relax. In den Erlebniswelten wird der Hapimag Businessansatz weiterentwickelt. Man spricht von narrati-

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ROI vem Management. So funktioniert es: Für jedes Hapimag FerienResort wird zuerst die typische, die authentische «Geschichte» (Resort-Story) herausgearbeitet. Danach erarbeitet jedes ResortTeam, entsprechend seiner Story, ein Inszenierungskonzept und einen Businessplan. Im Ergebnis entstehen exklusive Erlebniswelten für erfüllte Ferien, so vielfältig wie das Leben. Die Realisierung dieses einzigartigen Managementkonzepts liegt in den Händen von Dr. Marisabel Spitz (VR-Präsidentin), Kurt Scholl (CEO) und Hilmar Gernet, der in der Konzernleitung neu verantwortlich ist für die Bereiche Kommunikation, Marketing, Verkauf. Hugo Schürmann, Partner und Sitzleiter PricewaterhouseCoopers AG, Luzern Banken, Versicherungen oder Vermögensverwaltungsgesellschaften sind bei ihm an der richtigen Adresse. Der 43-jährige Hugo Schürmann, diplomierter Wirtschaftsprüfer, ist ein Experte für Unternehmen der Finanzbranche. Er ist Partner und Sitzleiter von PricewaterhouseCoopers AG in Luzern – mit 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gleichzeitig ist er bei PwC für den Bereich Finanzdienstleistungen in der Region Basel, Bern und Luzern verantwortlich. Hugo Schürmann stellt als Regionen- und Geschäftsstellenleiter das Teamwork in den Vordergrund. Oscar J. Schwenk, CEO Pilatus Flugzeugwerke AG, Stans Die Pilatus Flugzeugwerke AG ist führend in der Herstellung von einmotorigen Turboprop-Flugzeugen und die einzige Schweizer Firma, welche Flugzeuge und Trainingssysteme entwickelt, baut und auf allen Kontinenten verkauft. Die Firma wurde 1939 gegründet und schaffte mit dem legendären PC-6 «Pilatus Porter» den Durchbruch auf dem Weltmarkt. Der Turbo-Porter wird noch immer gebaut und verkauft. Die Produkte mit tragender Bedeutung sind aber heute das Geschäftsreise-/Transportflugzeug PC-12 sowie die Trainingsflugzeuge PC-7, PC-7MKII und PC-9. Die neueste Entwicklung, das militärische Trainingsflugzeug PC-21, wurde im Dezember 2004 zertifiziert und ist damit bereit, als modernstes Trainingssystem eingesetzt zu werden.

Oscar Schwenk ist seit über zehn Jahren CEO der Pilatus Flugzeugwerke in Stans mit weltweit 1300 Mitarbeitenden. Schwenk setzt auf Internationalität für sein Business: Pilatus ist global aktiv und lokal verankert. Er selbst pflegt einen intensiven Kundenkontakt und ist so beruflich viel im Ausland unterwegs, weshalb er oft über «Swissness» nachdenkt: «Dienst am Kunden ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg. Mehr Risikobereitschaft und mehr Ellbogenfreiheit sind für die Schweiz in Zukunft entscheidend.» Reto Senn, Inhaber und Geschäftsführer der Folag AG, Sempach Station Mit seinen Folien könnte er die Erde gleich mehrfach umwickeln. Der 32-jährige studierte Betriebswirtschafter und Kunststoffingenieur Reto Senn hat vor einem Jahr die Folag AG in Sempach Station übernommen. Das Unternehmen stellt hochwertige Folien her aus Polyethylen für Garten und Hobby, für Bau- und Industrie sowie Verpackungen. Besonders bekannt sind die «roll-bag» der Folag AG. Es sind Beutel für den Offenverkauf von Früchten und Gemüse. Der in Hergiswil wohnhafte Unternehmer ist stolz darauf, nach wie vor mit zwei Produktionsstandorten in der Schweiz vertreten zu sein. In seiner Freizeit interessiert er sich sehr für Kunst. Stefan Slamanig, Inhaber und Geschäftsleiter Obrist Interior AG, Luzern Er versteht die Kunst der Verlockung wie kaum ein Zweiter. «Im Non-Food-Bereich erfolgen etwa 70 Prozent der Kaufentscheide spontan», weiss Stefan Slamanig. «Deshalb ist es entscheidend, dass sich der Kunde im Laden wohl fühlt. Als Ladenbauer muss man beim Kunden positive Emotionen wecken.» In einer Kombination von edlen Materialien, Design und Licht soll sich die Philosophie des Ladeninhabers widerspiegeln. Materialien, Design und Funktion sollen ein Ganzes bilden. Stefan Slamanig ist seit 2004 Eigentümer und Geschäftsleiter der Ladenbaufirma Obrist Interior, Luzern. Das Unternehmen ist in der Schweiz und weltweit tätig – vor allem in der Karibik und im Nahen Osten. Beni Stöckli, CEO und VR-Präsident Skifabrik Stöckli AG, Wolhusen Auf den Pisten der Welt fährt derzeit ein Schweizer Ski-Produzent ganz vorne mit: Beni Stöckli und seine Experten. Nachdem sich der

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Brand «Stöckli» Mitte der Neunzigerjahre im Skiweltcup etablierte, stiegen die Wolhusener auch im Bike-Sport ein. Podestplätze in den Bereichen Ski und Bike folgten. «Die Testresultate aus dem Rennsport fliessen direkt in die Entwicklung ein.» Beni Stöckli weiss, weshalb jeder Stöckli-Kunde auf Top-Qualität zählt. 200 Fachleute von Stöckli sind heute weltweit tätig. Felix Sulzberger, CEO der Calida, Sursee Calida gehört in Europa zu den führenden Herstellern von qualitativ hochwertiger Tag- und Nachtwäsche für Damen, Herren und Kinder. Nicht immer war es für das Unternehmen einfach, sich unter dem Druck des globalen Überangebots zu behaupten. 2001 übernahm Felix Sulzberger das Ruder bei Calida und führte das Unternehmen aus den roten Zahlen zurück auf die Siegerstrasse. Mit der nahtlosen Wäschelinie «Just Feel» hat Calida die Wende geschafft. Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg war der Schritt weg vom Produzenten zum Vermarkter. Sulzberger: «Calida ist rechtzeitig aufgewacht und hat den Turnaround vollzogen». Felix Sulzberger ist erfahrener Textil- und Bekleidungsfachmann. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete er während rund 10 Jahren bei der Philip Morris-Gruppe in Lausanne, war General Manager Germany von Levi Strauss und CEO Europe der Konzerne Fruit of the Loom und Reebok. Paul Tschümperlin, Präsident des Verwaltungsrates und Inhaber Tschümperlin Schuhe und Sport, Schwyz Der Familienbetrieb Tschümperlin Schuhe und Sport steht seit 1851 mit beiden «Füssen» im Schweizer Schuhmarkt. Unter Paul Tschümperlin expandierte das Unternehmen zum Marktführer in der Zentralschweiz und in der Region Zürich. Für den Inhaber ist dies kein Zufall: «Beste Standorte, globale Beschaffung und Angebotsdominanz» erlauben dem Detailhändler heute, jährlich 30 Millionen Schweizer Franken umzusetzen. Diese Leistung vollbringt ein junges Dreierteam an der Spitze, zusammen mit nur gerade 200 «Mitunternehmern». Thomas Tschümperlin, Georg Tschümperlin und Giovanni Albisser sorgen gemeinsam für neue Impulse.

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Arthur Ulrich, Walter Ulrich, Werner Portmann, Geschäftsleitung Möbel ulrich AG, Sursee Dass sich die Kunden wohl fühlen, darauf legt man bei ulrich besonderen Wert: Das neue Logo, «ulrich ERLEBNIS WOHNEN», steht denn auch für das neue Erscheinungsbild und für die neue Möbelausstellung, welche vor zwei Jahren im Um- und Neubau geschaffen wurde. Für das Wohnerlebnis besorgt sind 28 Mitarbeiter/innen, alles gelernte Fachleute, wie Innendekorations-Näherinnen, Möbelschreiner, kaufm. Angestellte und dipl. Einrichtungsberater/innen. Ihre Erfolgsstrategie umschreibt die Geschäftsleitung so: «Neben gut ausgebildetem und motiviertem Personal basiert unser 3-Säulen-Prinzip auf perfekten Dienstleistungen und auf einem aktuellen Möbelsortiment, präsentiert in einem schönen neuen Möbelhaus.» Matthias von Moos, Partner und Sitzleiter PricewaterhouseCoopers AG, Zug Er verfügt über eine langjährige Erfahrung. Der diplomierte Wirtschaftsprüfer Matthias von Moos ist seit über 20 Jahren für das internationale Unternehmen PricewaterhouseCoopers tätig, seit 1993 in Zug. Als Partner und Sitzleiter betreut er zusammen mit seinem Team namhafte lokale und internationale Kunden im Bereich Handel und Industrie. Sein grosses Fachwissen im Bereich der nationalen und internationalen Rechnungslegung findet breite Anerkennung. Matthias von Moos erstellt auch Gutachten und Expertisen für Gerichte.

Dr. Jürg Waeffler, CEO Pistor Firmengruppe, Rothenburg: Seit mehr als sechs Jahren bestimmt Jürg Waeffler (63) als Firmengruppenleiter die Geschicke der Pistor Holding und ihrer Tochtergesellschaften. Mit über 350 Mitarbeitenden ist Pistor die tragende Säule der Firmengruppe, zu welcher auch das Beratungsunternehmen Proback AG, das Rohstoffhandelsunternehmen Fairtrade SA und Teile der Pitec AG gehören. Vor 90 Jahren gegründet, ist Pistor heute in der Schweiz das führende Handelsunternehmen für die Bäcker-Konditor-Confiseur-Branche und ein bedeutender Grosshändler im Gastronomiebereich. Unter der Leitung von Jürg Waeffler ist das Unternehmen rasant gewachsen. Mit dem Sortimentsausbau auf über 7000 Artikel war in den letzten Jahren ein deutlicher Ausbau der Lagerkapazitäten in Rothenburg LU verbunden. Die Expansion ermöglichte auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Der zahlenmässige Erfolg der Wachstumsstrategie in einem stagnierenden Markt ist der Gradmesser für die Effizienz von Pistor. Andrew Walo, CEO der CKW-Gruppe, Luzern Seit Oktober 2004 ist Andrew Walo neuer CEO der CKW. Er promovierte in Volkswirtschaft und verfügt über breite Führungserfahrung in der Energiebranche, zuletzt bei der SN Energie und der Kraftwerke Zervreila AG. CKW ist der führende Energiedienstleister der Zentralschweiz und versorgt in den Kantonen Luzern, Uri und Schwyz rund 180 000 Endkunden. Zur CKW-Gruppe gehören die Elektrizitätswerke Altdorf AG, das Elektrizitätswerk Schwyz, die Steiner Energie AG, die CKW Conex AG, die Rast & Fischer AG und die SicuroCentral AG. Die CKW-Gruppe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Zentralschweiz. Die Leistun-

gen an die öffentliche Hand (Steuern, Konzessionsabgaben, Wasserzinsen, Stromvergünstigungen für Kanton und Gemeinden) betragen jährlich gegen 50 Millionen Franken. Die CKWGruppe beschäftigt 1250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 229 Lernende). Ernst Weber, Geschäftsleiter Genossenschaft MIGROS Luzern Ernst Weber kennt die Migros wie kaum ein zweiter. Er ist mit der Migros und ihrer Philosophie gross geworden, quasi erblich vorbelastet. Schon sein Vater war in leitender Position für die Migros Genossenschaft Luzern tätig. Ernst Weber konnte mit seinem Team im vergangenen Jahr trotz einem garstigen wirtschaftlichen Umfeld erneut positive Zahlen vorweisen – eine Umsatzsteigerung auf 1,25 Milliarden Franken sowie einen namhaften Gewinn an Marktanteilen. Ernst Weber weiss jedoch, dass dem Detailhandel in den kommenden Jahren weiterhin ein rauer Wind ins Gesicht blasen wird. In den nächsten drei bis vier Jahren will er mit einem gezielten Programm die Effizienz des Unternehmens weiter steigern. Jürg Züst, Leiter und Inhaber RESIDENZ GmbH, Luzern Es ist klug, wenn man sich bei Fragen der Sicherheit und der Vorsorge auf professionelle Beratung stützt. Jürg Züst analysiert, entwickelt langfristige Strategien sowie Konzepte und übernimmt als Broker die Umsetzung in allen Fragen der Assekuranz und Finanzdienstleistungen. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Versicherungsbranche, zuletzt als Regionalleiter eines grossen Lebensversicherers. 2004 hat er seine eigene Firma gegründet, die mehrheitlich für KMU tätig ist.

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Lieber unter vier Augen als um sieben Ecken.*


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