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FAHRRADZEITUNG FÜR DAS MÜNSTERLAND

LEEZEN urier

Münster/Münsterland www.adfc-ms.de

K

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Hugo aus Münster Miri Mi irriiam m Kraf rafftt Anttjee Daavvid ra d

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Immer da, immer nah.

Die Anti-Klau-Nummer Eine Fahrradcodierung ist sinnvoll: 왘 Fahrraddiebe werden durch die Codierung wirksam abgeschreckt 왘 Fahrraddiebe können codierte Fahrräder nur schwer verkaufen 왘 die Codierung hilft, Diebe zu überführen 왘 der Eigentümer eines gestohlenen, codierten Fahrrades ist leicht zu ermitteln

Schadenverhütung Fahrradcodierung bei: High Tech Radsport Citadelle 22, 48653 Coesfeld, Tel. 02541/6909 AWO-Dülmen Schloßstr. 7, 48249 Dülmen, Tel. 02594/91000 IBP, Pfauengasse 10-16, 48653 Coesfeld, Tel. 02541/71048 Radstation am Bahnhof Billerbeck, Tel. 02543/238707 ADFC Münster/Münsterland e.V. Dortmunder Str. 19, 48155 Münster, Tel. 0251/393999 Drahtesel Servatiiplatz 7, 48143 Münster, Tel. 0251/511228 Quitmann, Freude am Radfahren, Neubrückenstr. 25, 48143 Münster, Tel. 0251/279389 ADFC-Radstation Münster-Arkaden Königstr. 7, 48143 Münster, Tel. 0251/7036790 Hansen 2Rad Gildenstr. 24a, 48157 Münster, Tel. 0251/142846 Hörsterstr. 7, 48143 Münster, Tel. 0251/44998 Hürter Hammer Str. 420, 48153 Münster, Tel. 0251/978030 Kneuertz Jüdefelderstr. 55a, 48143 Münster, Tel. 0251/42986

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왘 LEEZEN KURIER


EDITORIAL Präsentation mit weiteren Verwaltungsvertretern vom ADFC informieren ließ. So wie die Radschnellwege, die in anderen Städten schon entstehen, die Lösung für viele Probleme in Münster sein werden, so wird derzeit endlich das Problem Bahnhof einer handfesten Lösung zugeführt. AufzüPeter Wolter 1. Vors. ADFC-MS/Münsterland e.V.

ge werden derzeit gegründet, die das leidige Treppenproblem der Radler endlich beheben

„Fahrradfahren ist manchmal wie Fliegen“

sollen.

so sagt es Hugo seiner Freundin Numa in

man aus Hanf ein Fahrrad bauen kann? Viel-

dem kleinen Büchlein, dass der ADFC für

leicht bis bald bei einem spannenden ADFC

Vorschulkinder in seinem Infoladen und

Clubabend!

in der ADFC-Radstation in den MÜNSTERARKADEN vorhält. So wie Hugo seiner Freundin Münster vom Fahrrad aus zeigt, so zeigte und zeigt der ADFC in vielen Informations-

Ich freue mich wie Sie sicher auch schon auf den Start der ADFC-Clubabende, auf die in dieser Leezen-Kurier Ausgabe schon Appetit gemacht wird. Oder wussten Sie, dass

Bei dieser Gelegenheit kann das neue ADFC Schaufenster mit vielen Informationen zum Thema „Radeln am Wasser“ bewundert werden.

runden Politikern und Verwaltungsvertretern wie wichtig das Thema „Radschnellwege“ für Münster wird und wie die Sicherheit und das Umsteigepotential damit enorm gestei-

Die Redaktion und ich wünschen Ihnen noch einen goldenen Herbst und viel Spaß bei der Lektüre!

gert werden kann. Lesen Sie, wie sich Stadtdirektor Hartwig Schultheiß in einer ersten

MÜNSTERLAND

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INHALT Titel

Immer dabei

Radschnellwege bald in Münster? ....................... 6

Editorial .......................................................................... 3 Inhalt ............................................................................... 4 Impressum .................................................................... 4 Auslagestellen ...........................................................44 Fördermitglieder ......................................................45 Vorteile .........................................................................46 Beitrittserklärung......................................................47 Termine ........................................................................48 Fachgruppen/Service..............................................49 Kontakt..........................................................................50

ADFC Ortsgruppen Münsterland OG Dülmen: Doet je kontje nu zeer? ................... 8 OG Rosendahl -Darfeld zu Gast in Ahaus .......10 Tourenleiter-Treffen 2011 in Ahaus ...................11

Politik & Verkehr PLUS-MINUS ..............................................................12 Hände weg vom Alkohol .......................................14 10 Jahre Weißenburgsiedlung .............................16

Recht Ihr Recht als Radfahrer............................................18 Pedelecs mit Anfahrhilfe ........................................19

Touristik Westfalen erfahren–Innovation u. Tradition ...20 Polnische Küche als Belohnung ..........................22 Von Emspünten u. a. Denkwürdigkeiten .........24 Hamburg-Sternfahrt mit Hindernissen ............28 NRW Radtour - Station in Münster .....................32

Technik Naviki wird international .......................................34 ADFC-Inforad - Marke Eigenbau .........................36

ADFC Kreisverband Fördermitglieder-vier Neue ..................................38 ADFC-Clubabende starten wieder .....................40 Buchvorstellungen...................................................42

Impressum Herausgeber ADFC MS/Münsterland e.V. Ausgabe Nr. 97, 24. Jahr, 3/2011 Redaktion Norbert Bieder (nb) Matthias Freise (mf) Horst Manschus (hm) Jutta Schlagheck (js) Peter Wolter (pw) Hajo Gerdemann (hg) Anschrift ADFC-Redaktion Leezen-Kurier Dortmunder Str. 19 48155 Münster medien@adfc-ms.de Satz, Layout Horst Manschus Fotos ohne Angabe vom Autor Druck Borgsmüller-Druck Auflage 11.000 Exemplare Anzeigen Borgsmüller-Druck Erscheinen Mrz., Jun., Sep., Dez. Nächste Ausgabe 01. Dezember 2011 Redaktionschluss 11. November 2011 Spendenkonto Sparda-Bank Münster BLZ 400 605 60 Kto-Nr.: 900 702

Ein Hinweis für Nicht-Münsteraner: Der Begriff „LEEZE“ entstammt dem westfälischen Masematte-Dialekt und steht schlicht und einfach für Fahrrad.

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Diese Zeitung wird nur durch Anzeigen finanziert. Nichtkommerzieller Nachdruck durch ADFC-Gliederung und Quellenangabe und gegen Beleg erlaubt, sofern nicht Rechte Dritter verletzt wurden.

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TITEL

Radschnellwege bald in Münster? ADFC Vortragsreihe mit Politik und Verwaltung Angesichts der höchsten Unfallzahlen in NRW und der überlasteten Fahrradinfrastruktur in Münster zeigt der ADFC in einer Vortragsreihe auf, wie eine Lösung mit Fahrradschnellwegen aussehen und zudem die Zahl der Umsteiger aus dem Auto in den Sattel gesteigert werden könnte. Dies dient der Entflechtung des Verkehrs und steigert die Gesundheit der Menschen. Die bessere Fahrradtechnik und die steigende Zunahme von Pedelecs erweitern außerdem den Radius für die Fahrradnutzung bis ins Umland.

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uf Einladung des ADFC Münster informierten sich Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Christian Schowe (Leiter des Amtes für Verkehrsplanung), Michael Milde (Leiter der Abteilung Verkehrsplanung) und Siegfried Grabe (Tiefbauamt) am 21. Juli über unsere Ideen zur Verbesserung des Fahrradverkehrs in Münster. Der ADFC (Fachgruppe Radverkehr) war mit HaJo Gerdemann, Elmar Post, Florian Heskamp, Matthias Wüstefeld und Peter Wolter vertreten. Wolter als Vorsitzender des ADFC Münster/Münsterland machte in seiner Begrüßung deutlich: „Ich lehne Kastendenken im Straßenverkehr ab. Es gibt nicht den Fußgänger, den Autofahrer, den Motorradfahrer oder den Fahrradfahrer, oft sind wir vieles zu verschiedenen Zeiten und zuerst sind wir alle mal Fußgänger, denn niemand kann mit seinem Auto oder Fahrrad direkt vom Bett aus los fahren!“ Stadtdirektor Schultheiß pflichtete bei: „Das schützenswerteste Gut im Straßenverkehr ist der Mensch, dieser steht daher bei allen unseren Planungen im Mittelpunkt der Überlegungen.“ Neben allgemeinen Fragen zum Fahrradverkehr in Münster kam die Runde schnell

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zum Hauptanliegen der Zusammenkunft, den projektierten Radschnellwegen. Vor dem Hintergrund, dass die Infrastruktur der heutigen Bürgersteigradwege weitestgehend über dreißig oder sogar vierzig Jahre alt ist, sich aber die Fahrradnutzung seit dieser Zeit fast verdoppelt hat und auch die Unfälle gerade in Münster immer stärker zunehmen, ist für den ADFC klar, dass es mit weiteren Bürgersteigradwegen, ein paar neuen Schildern oder Markierungen nicht mehr getan ist. Bei der weiter steigenden und gewünschten Zunahme des Fahrradverkehrs sind noch die bessere Technik der Räder, die vielen Sonderbauarten (Tandem, Fahrradanhänger etc.) und verstärkt auch noch die Pedelecs zu berücksichtigen, Fahrräder, die Motor unterstützt schneller werden und bis ins hohe Alter gefahren werden können. Die auch schon in der Straßenverkehrsordnung und den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen der Kölner Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen genannten Radschnellwege können hier einen Ausweg aufzeigen, wie der Verkehr weiter entmischt, damit attraktiver, sicherer und in der Folge schneller werden kann. HaJo Gerdemann trug dazu in einem PowerPoint-Vortrag die wesentlichen Merkmale von Radschnellwegen vor: • • •

Radwegeverbindungen aus der Innenstadt in alle dicht bebauten Stadtteile Anbindung an die Promenade Mindestens 4,5 Meter breiter asphaltierter Weg mit Bevorrechtigung vor dem MIV

In die Radschnellwegeverbindungen können natürlich auch 30 km/h-Zonen einbezogen werden. Zahlen von über 50% Fahrradanteil am Verkehrsaufkommen aus Kopenhagen und den Niederlanden belegen, dass mit diesen Rad-

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TITEL schnellwegen auch noch ein erheblicher Teil der Autofahrer bewegt werden kann, auf das Fahrrad umzusteigen. Es entzündete sich eine Diskussion an dem Begriff Radschnellwege: „Ich befürchte, wenn sie mit diesem Begriff in die Öffentlichkeit und Politik gehen, dass damit nur rasende Radfahrer in Verbindung gebracht werden und Sie so keine Zustimmung erreichen“, wandte Stadtdirektor Schultheiß ein. Gerdemann verwies auf die vorgenannten rechtlichen Grundlagen, in denen dieser Begriff schon verwendet wird. Der Begriff mache zudem treffend deutlich worum es geht: um die zügige und sichere Durchführung des Radverkehrs im Stadtgebiet. Peter Wolter konnte von der ADFC-Landesversammlung in Bielefeld im Mai berichten, wo der Staatssekretär Horst Becker sich eine Anschubfinanzierung für einen Pilot-Radschnellweg in Münster gut vorstellen konnte. Stadtdirektor Schultheiß gab den Ball an seine Verwaltungsvertreter weiter, eine Planung vor-

zubereiten, um entsprechende Gelder der Landesregierung ggf. kurzfristig auch abrufen zu können. Zustimmung erntete die Absicht des ADFC, mit diesem Vortrag auch auf die Ratsparteien zuzugehen. Die vom ADFC initiierte elektronische Radwegemängelkarte, die auch mit der Homepage der Stadt Münster verbunden ist, weckte abschließend das Interesse von Stadtdirektor Schultheiß, da man hier in einfacher und guter Form ablesen kann, wo es im Radwegesystem noch kneift. Das informative Gespräch von ADFC und Stadtverwaltung soll in Zukunft fortgesetzt werden. Zum nächsten Treffen lädt die Stadtverwaltung voraussichtlich zu den Themen Radwegebenutzungspflicht (Entwicklung in Münster), Radschnellwege (nächste Schritte) und Elektronische Radwegemängelkarte ein. Mehr Infos dazu unter: (pw) http://www.adfc-ms/radverkehr.de

Hajo Gerdemann zählt die wichtigsten Anforderungen an einen Fahrradschnellweg auf

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OG DÜLMEN

Teilnehmer der 99. Elf-Städte-Tour in Friesland – Niederlande, Pfingstmontag 2011: Heinrich Rölver, Rudolf Segbert, Bernd Krug, Paul Wardemann, Reinhard Grüter (mit Liegefahrrad), Astrid Franke-Dibbets, Werner Schwering, Joachim Franke, Norbert Wardemann, Ludger Anders (Lüdinghausen), Michael Volpert, Peter Hörsting und Georg Fleische.

„Doet je kontje nu zeer?“ Dülmener Gruppe zum 7. Mal bei 11-Städte-Tour dabei Am ersten Pfingsttag verlasteten zwölf Männer und eine Frau ihre Fahrräder auf einige Autos, und dann ging es nach Friesland in den Niederlanden, um an der „Friese Fiets Elfstedentocht“ teilzunehmen. Ziel war die Jugendherberge in Sneek. Bereits um 3.15 Uhr klingelte am folgenden Tag der Wecker, um 4 Uhr stand ein gutes Frühstück bereit. Eine halbe Stunde später ging es dann nach Bolsward, dem Start- und Zielpunkt des 240 km langen Rundkurses. Hier war schon viel los, denn um 5 Uhr erfolgte bereits der erste Start.

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eim Ausladen der Fahrräder aus dem Bulli gab es eine böse Überraschung: Ein Rad hatte einen platten Reifen. Der Schaden war schnell behoben, sodass die Gruppe noch pünktlich den gut zwei Kilometer vom Parkplatz entfernt liegenden Startbereich mit dem Rad erreichen konnte. Es waren nur 13 Grad, und es fing zu alledem auch noch an zu regnen. Das war nicht gerade toll so am Anfang. Um 5.40 Uhr war dann unser Start. In einem Rhythmus von 8 Minuten starteten jeweils 600 Fahr-

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räder von den 15.000 verkauften Startkarten. Alles lief sehr diszipliniert, viel Musik begleitete uns und dann ging es los auf die 240 km lange Strecke die in Form einer Acht verläuft. Die Strecke durchquert elf Städte, wo jeweils auch eine „Stempelstelle“ eingerichtet ist. Sie beginnt in Bolsward und führt über Harlingen, Franeker, Holwerd, Dokkum (hier ist eine Zeitkontrolle), Leeuwarden (Hauptstadt der Provinz Friesland) wieder nach Bolsward (ebenfalls wieder Zeitkontrolle) und geht dann weiter über

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OG DÜLMEN Sneek, IJlst, Sloten, Oudemirdum, Stavoren (weitere Zeitkontrolle), Hindeloopen, Workum und dann zum Ziel in Bolsward. Viele, viele Niederländer säumten die Straßen. In manchen Städten fuhren wir mit Musik hinein und wieder hinaus. Die Leute jubelten, saßen dick vermummt unter „Sonnen/Regenschirmen“ an kleinen Tischen beim Frühstück, es wurde gegrillt, man trank Kaffee und aß Kuchen. Es ist immer ein riesiges alljährliches Volksevent, stets am zweiten Pfingsttag. Für die „fietsers“ wird der gesamte Straßenverkehr lahm gelegt. Ausgenommen sind nur die Wasserbrücken um Motor- bzw. Segelschiffe durchfahren zu lassen. Bei diesen „Zwangspausen“ kann man schnell etwas essen oder trinken, was sonst natürlich auch während der Fahrt sein muss um die gewaltige Anstrengung zu überstehen. Mindestens alle zwanzig Minuten sollte etwas getrunken und gegessen werden. Unterwegs sind mehrere Rote-Kreuz-Stationen aufgebaut, Reparaturwagen patrouillieren entlang der Strecke. In diesem Jahr gab es sehr viele platte Reifen, vornehmlich bei Rennrädern, auf denen auch die Mehrzahl der Teilnehmer die Tour mitfährt. Mit alten MieleFahrrädern war eine deutsche Gruppe mit 18 Personen dabei, eine niederländische Polizeigruppe, die auch als solche angezogen war, die Rabobank in ihrer „Oranje-blauwe“ Kluft war mit 20 Personen vertreten und viele weitere. Diese Gruppen bleiben die gesamte Strecke über zusammen. Leider war Pfingstmontag sehr schlechtes Wetter. Es regnete wiederholt, also blieb die Regenkleidung an. Zudem stürmte es, Windböen von 50 Stundenkilometern, Windstärke 8, Regen auf 150 km und Gegenwind auf einer Strecke von 120 Kilometern – so schlimm war es für uns noch nie gewesen. Schon bei Beginn der 240 km langen Strecke fällt die einzigartige Weite von Friesland auf. Insbesondere für diejenigen, die aus den Großstädten wie Amsterdam oder Rotterdam kom-

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men. Wiesen mit Milchkühen, pechschwarzen Friesen-Pferden und vielen Schafen so weit das Auge reicht. Gräben, Kanäle und Seen; fast immer ist man in der Nähe von Wasser. Man fährt an mehreren Häfen entlang, wo schmucke Segelboote in Reihe und Glied liegen – ein fantastisches Bild. Schöne Villen mit Reetdächern und sehr gut gepflegten Gärten runden das Bild ab. Man kann sich nicht langweilen. Zur Stärkung gab es unterwegs eine heiße Gemüsesuppe, Iso-Getränke, oder man bekam in fliegender Fahrt einen Apfel zugesteckt, den man gefangen hat oder eben nicht. Die Feuerwehr versorgte die Teilnehmer mit frischem Wasser. Leider mussten auch in diesem Jahr wieder einige Male die „Ambulances“ angefordert werden. Bei der letzten Station rief mir ein etwa 10-jähriges Mädchen zu: „Doet je kontje nu zeer?“, was heißt: „Hast Du jetzt Schmerzen am Popo?“. Alle, die das auch gehört hatten, lachten. Im Ziel angekommen standen hunderte von Menschen mit Blumensträußen für ihre Angehörigen. Es gab eine schöne Medaille, die jedes Jahr von einer anderen Stadt erstellt wird; in diesem Jahr von Leeuwarden, der Hauptstadt Frieslands. Von den 15.000 Startkarten, die alljährlich verkauft werden, sind 13.059 gestartet und 12.093 ins Ziel gekommen. Im nächsten Jahr, am 28. Mai 2012, jährt sich dieses Event zum 100. Mal. Wir sind natürlich wieder dabei. Wer auch Interesse hat, sollte sich bald bei Astrid Franke-Dibbets melden, denn die Zimmer in der Jugendherberge in Sneek müssen rechtzeitig bestellt werden. Astrid Franke-Dibbets

Astrid Franke-Dibbets: 02594 81226

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OG AHAUS

OG Rosendahl-Darfeld zu Gast in Ahaus

Gemeinsame Fahrradtour in das Moorgebiet Amtsvenn

Die Gruppe aus Rosendahl-Darfeld am Restaurant Heidehof

Einmal jährlich lädt der ADFC-Ahaus die Mitglieder einer anderen Ortsgruppe zu einer Tagesradtour ein, um dann im Gegenzug, einer Einladung des Gastes folgend, mit einem ortskundigen Tourenleiter dort eine Fahrradtour zu machen. So lernen die Ortsgruppen nicht nur die Mitglieder der jeweils anderen Ortsgruppe kennen, sondern auch deren Landschaft, Sehenswürdigkeiten, und Kleinode.

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diesem Jahr war die OG Rosendahl-Darfeld mit 21 Personen unter der Leitung von Günter Maas zu Gast zu einer Sonntagshalbtagestour in Ahaus. Herbert Moritz und Dirk Nickel aus Ahaus führten die Gruppe in die Naturschutzgebiete (Moorgebiete) rund ums Amtsvenn und brachten ihnen Deutschlands größte Ansammlung unterirdischer Gaskavernenspeicher näher. In diesem Bereich befand sich einst ein Urmeer das in ca. 900 bis 1400 m Tiefe, ca. 400 m dicke Salzablagerungen hinterlassen hat. Die Salzgewinnungsgesellschaft spült dort große Hohlräume aus und vermietet diese dann an andere Unternehmen, die diese dann mit Gas befüllen und als Gaslager nutzen. Hierzu hat man riesige Pumpstationen in die Naturschutzgebiete gebaut um das Gas zu verdich-

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ten und in den Untergrund zu pumpen. Dass in diesem Bereich Naturschutz und kommerzielle Nutzung im direkten Gegensatz zueinander stehen, konnten alle Tourenteilnehmer vor Ort eindrucksvoll erfahren. Anschließend bestieg man in der unmittelbaren Nähe einen Holzaussichtsturm, um den Teilnehmern dieser Tour nochmals einen Blick auf die Moorlandschaft mit ihrer unglaublichen Pflanzenvielfalt zu ermöglichen.

Der „Schräge Bauernhof“ in Ahaus-Graes

Auf dem Rückweg besuchte die Gruppe noch den „Schrägen Bauernhof“ in Ahaus-Graes, den ein Niederländisches Ehepaar erworben hat und auf dem es sein Hobby betreibt, nämlich Antikes, Pflanzen, Möbel, und Dekosachen zu verkaufen. Vor allem die Frauen waren hier kaum wieder weg zu bekommen, letztendlich konnte die Tour dennoch zurück nach Ahaus fortgesetzt werden. Herbert Moritz / hm

Die Gruppe auf dem Rückweg nach Ahaus

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OG AHAUS

Tourenleiter-Treffen 2011 in Ahaus Das diesjährige Radtourenleiter-Treffen findet am Samstag, den 01.10.2011 ab 14.00 Uhr in Ahaus statt. Der ADFC Vorstand MS/MS-Land und die ADFC Ortsgruppe Ahaus laden dazu alle Radtourenleiter herzlich ein.

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as Tourenleitertreffen bietet Gelegenheit zu einem Erfahrungs- und Gedankenaustausch und soll einen kurzen Rückblick auf die abgelaufene Saison sowie einen Ausblick auf die Saison 2012 geben. Anregungen, Visionen und Verbesserungsvorschläge nimmt der Vorstand gern entgegen. Neben allen Informationen soll aber auch die Geselligkeit und Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Hierzu hat sich der gastgebende ADFC-Ahaus etwas Spezielles überlegt… Also, liebe Tourenleiter/innen wir freuen uns auf Euch! Die Ortsgruppen werden gebeten die Anzahl der Teilnehmer bis zum 20.09.2011 per E-Mail zu melden. Weitere Informationen von Bernd Kortmann unter Tel. 0172 5668945:

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Die Anreise nach Ahaus ist mit dem Zug über Coesfeld, aber auch mit dem Schnellbus sehr gut möglich, wie unten zu sehen ist.

Zug- und Busverbindung Münster-Ahaus Hinfahrt am 01.10.2011 Bus: ab Münster Hbf. 12.10 h Ankunft Bahnhof Ahaus um 13.21 h Zug: ab Münster Hbf. 12.10 h Gl. 14 an Dülmen 12.32 h Gl.1, weiter 12.40 h Gl. 31 Ankunft Ahaus 13.19 h Rückfahrt am 01.10.2011 Bus: ab Ahaus Bahnhof 18.33 h Ankunft Münster um 19.43 h Zug: ab Ahaus Bahnhof 19.20 h Gl. 1 an Gronau 19.34 h Gl. 1, weiter 19.44 h Gl. 2 Ankunft Münster 20.44 h

touristik@adfc-ms.de

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POLITIK & VERKEHR

Fahrradstraßen – wann in Münster? Mendelstraße, Gasselstiege und Wilkinghege verbessert Seit langem unterstützt der ADFC die Einrichtung von Fahrradstraßen in Münster. Wer im aktuellen Zwischenbericht zum Verkehrsentwicklungsplan 2025 liest, dem drängt sich der Gedanke auf, dass das auch für die Fachämter der Stadt Münster gilt. So ist die Weißenburgstraße seit vielen Jahren Bestandteil des Netzkonzeptes für Fahrradstraßen. Gleichwohl warten mit uns bis heute viele Radfahrer vergeblich auf die Umsetzung, wie die nachfolgende Anfrage zeigt. Weißenburgstraße soll zur Fahrradstraße umgebaut werden Das Anliegen von Anne Hilchenbach, die Weißenburgstraße in eine vorrangig dem Radverkehr gewidmete Straße umzuwandeln, fiel folglich beim ADFC auf fruchtbaren Boden. In ihrer Meldung an unsere Plus-Minus-Datenbank merkt Anne Hilchenbach an, dass die Straße als Radweg sowohl den Schülerverkehr (Hit-

Wann wird die Weißenburgstraße endlich Fahrradstraße?

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torf, Geist) als auch den Radverkehr zwischen dem Süden Münsters und der Innenstadt bündelt. Nach ihrer Beobachtung wird die Weißenburgstraße dennoch von Autofahrern gerne als Abkürzung zur Ampelumgehung genutzt. „Dies führt gerade zu den Stoßzeiten am Morgen zu einer ständigen Gefahrensituationen für die Radfahrer, egal ob auf der Straße oder wegen des Alters auf dem Gehweg unterwegs“, schreibt Anne Hilchenbach. Radfahrer müssten ständig absteigen oder auf den Gehweg ausweichen und ihr Rad schieben. Ein solch vorausschauendes Fahren könne gerade von den Schulkindern nicht erwartet werden. Der ADFC hat die Meldung der Straßenverkehrsbehörde zur Stellungnahme vorgelegt. Interessiert sieht die Fachgruppe Radverkehr im ADFC der Antwort entgegen und erwartet, dass für den Realisierungsstau bei elf geplanten Fahrradstraßen keine grundsätzlichen Einwände vorgebracht werden.

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POLITIK & VERKEHR Sanierung des Radweges entlang der Alverskirchener Straße Bisweilen wundert man sich, wenn Radwege urplötzlich von einem guten in einen schlechten Zustand übergehen. Ursache ist nicht selten eine Gemeindegrenze, an der die Zuständigkeiten wechseln. An der Alverskirchener Straße zwischen Wolbeck und Alverskirchen sind sich die zuständigen Baulastträger aber wohl einig, den Radweg sich selbst zu überlassen. Diesen Eindruck legen zumindest die Schilder „Geh- und Radwegschäden“ nahe. Als Fahrrad fahrendem Berufspendler ist Ingo Gruda dieser Zustand ein Dorn im Auge, pardon Reifen. Auf der gesamten Länge des Radweges drücken sich die Baumwurzeln durch den Asphalt. Auf dem Stadtgebiet Münsters mehr als im Kreis Warendorf. Gruda schreibt: „Zwar wurden vor geraumer Zeit einige Reparaturen vorgenommen doch mittlerweile ist der Weg in einem Zustand, der eine Sanierung angebracht erscheinen lässt. „Bei einer Kraftfahrzeugstraße im ähnlichen Zustand würde wohl eine Sperrung umgehend erfolgen“, mutmaßt Gruda. Unter www.adfc-ms.de/plusminus kann verfolgt werden, was die Straßenbaulastträger dazu sagen. Der Kreis Warendorf will beispielsweise noch im Herbst mit der punktuellen Sanierung beginnen.

Radweg Alverskirchener Straße in schlechtem Zustand

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Mendelstraße: Teststrecke für vollgefederte Fahrräder?

Radwegoberfläche Mendelstraße wird instand gesetzt Der von Matthias Wagner monierte Zustand des südlichen Radweges der Mendelstraße dürfte bald der Vergangenheit angehört. Mit einem ersten Bauabschnitt wird das Tiefbauamt voraussichtlich noch im Oktober/November dieses Jahres beginnen. Das durch Wurzelaufbrüche in Mitleidenschaft gezogene und notdürftig reparierte Pflaster soll erneuert werden. Gefahrenstelle Wilkinghege beseitigt Erfreuliches hat sich zwischenzeitlich auch in Münsters Norden getan. Die „herrenlose“ Gasselstiege (LK 3/2010) ist in das Eigentum der Stadt Münster übergegangen. So konnte das Tiefbauamt im Frühjahr endlich die Fahrbahndecke erneuern. Und an der Kreuzung mit der Wilkinghege ist nach langem Hin und Her durch die Verlegung der Haltestelle „Helmholtzweg“ eine Gefahrenstelle entschärft worden. Die Bezirksvertretung folgte gegen die Stimmen der CDU der Empfehlung der Verwaltung, bei Kosten von 60.000€, die Haltestelle „Helmholtzweg“ auf der Straße Wilkinghege zurückzubauen und in die Straße Gasselstiege zu verlegen. Der Radweg wurde begradigt und die Radfurt über die Gasselstiege rot eingefärbt. (hg)

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POLITIK & VERKEHR

Hände weg vom Alkohol Alkohol am Lenker immer häufiger Unfallursache „Ich behalte mein altes Fahrrad, das benutze ich dann, wenn ich zum Kegeln fahre oder für Touren durch die Altstadtkneipen“, eine Aussage, die sicherlich schon jeder einmal in dieser Form im Bekanntenkreis gehört hat. Sie dokumentiert, dass das Fahrrad als Autoersatz bei zu erwartendem Alkoholkonsum von leider einer zu hohen Anzahl von Verkehrsteilnehmern verwendet wird. Dabei wissen offensichtlich die wenigsten, dass eine Fahrradfahrt nach Alkoholkonsum auch den Führerschein kosten kann.

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n den letzten Wochen und Monaten wurde kräftig getrunken und anschließend Rad gefahren. Ein kleine Auswahl aus den Tageszeitungen: Am 10. Juni wurden ein 28-jähriger und 29-jähriger mitten auf der Fahrbahn der Warendorfer Straße mit 1,6 Promille erwischt. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni waren es gleich drei Männer zwischen 22 und 38 Jahren, die der Polizei mit Werten um 2 Promille durch ihr verkehrswidriges Verhalten auffielen. Am 24. Juli wurde in der Presse von 20-jährigen mit 2,14 Promille berichtet. Ganz besonders tragisch ist der Fall eines 32-jährigen über dessen Unglück am 26. Juli geschrieben wurde. Er war trotz seines alkoholisierten Zustands so einsichtig, dass er sein Fahrrad schob. Dabei stürzte er aber so unglücklich, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Dabei wird nicht nur nachts oder in den späten Abendstunden betrunken Rad gefahren, berichtet Udo Weiss, Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Münster. Bereits um 13.00 Uhr erwischten seine Beamten kürzlich einen 40-jährigen mit 1,47 Promille. Knapp eine Stunde später ging ihr am selben Tag ein 40-jähriger mit sage und schreibe 2.32 Promille ins Netz. Auch Alter schützt in diesen Dingen nicht vor Torheit. Der älteste erwischte Alkoholsünder war 73. Mit einem Alkoholgehalt von 2,24 Promille zog ihn die Polizei aus dem Verkehr. Ging die Zahl der verunglückten Radfahrer im Jahr 2010 gegenüber 2009 etwas zurück, so stieg sie 2011 besonders in den Monaten

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April und Mai auf 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Der extensive Alkoholgenuss der Verunglückten, war oft die Ursache. Und die Tendenz ist leider weiter steigend. Verantwortlich für diese miserable Bilanz sei sicherlich das schöne Wetter insbesondere im April, das zu dieser frühen Jahreszeit die Menschen in die Biergärten lockte, aber auch gewisse Getränke wie etwa der Long Island Ice Tea, meint Udo Weiss. Das Getränk enthält neben dem im Sommer so beliebten Ice Tea auch Tequila und Wodka. Eine Mischung bei dem viele Konsumenten ihren alkoholisierten Zustand unterschätzen und sich noch fahrtüchtig fühlen. Dabei ist die Dunkelziffer der unter Alkoholeinfluss verunglückten Radfahrer minde-

Hier wird nicht nur Kaffee getrunken

Foto: hm

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POLITIK & VERKEHR stens um das Dreifache höher als die amtlichen Angaben der Polizei, denn nicht jeder verunglückte Radfahrer schaltet die Polizei ein. Doch nun zur rechtlichen Situation zum Radfahren nach Alkoholgenuss. Die absolute Fahruntauglichkeit beginnt bei 1.6 Promille (beim Autofahrer bei 1,1). Ab diesem Wert begeht der Radfahrer eine Straftat und riskiert seinen Führerschein. Udo Weiss erläuterte noch einmal besonders was eine Straftat bedeutet. Man ist vorbestraft, und das ist sicherlich bei jungen Menschen die ihren beruflichen Werdegang noch vor sich haben, keine gute Referenz, denn bei vielen Stellen wird auch ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Der Wert von 1,6 Promille sei laut vieler Fachleute übrigens viel zu hoch. Beschlossen vor 25 Jahren sei es an der Zeit, hier eine Änderung und zwar nach unten vorzunehmen. Ab 1.6 Promille wird auch eine Medizinisch Psychologische Untersuchung (MPU) vom Alkoholsünder verlangt. Aber Achtung, und das ist für Radler besonders wichtig: “Bei Anzeichen von Fahrunsicherheit oder gar bei einem Unfall droht eine Geldbuße oder die Fahrerlaubnisentzug schon ab 0,3 Promille“, erklärt Weiss. Die Ordnungswidrigkeit, die ein Autofahrer beim Fahren eines PKW ab 0,5 Promille begeht, gilt nicht für Radfahrer sofern er nicht auffällig wird. Allerdings sollte sich jeder Alkohol konsumierende Radfahrer immer vor Augen halten: Ab 0.3 Promille wird die Entfernungseinschätzung herabgesetzt, ab 0,5 Promille die Sehleistung vermindert. Somit tritt eine Verlängerung der Reaktionszeit ein, ab 0,8 Promille eine Einschränkung des Gesichtsfelds (Tunnelblick) und ab 1,1 Promille treten massive Konzentrations- und Sprachstörungen auf, die Risiko- und Aggressionsbereitschaft nimmt drastisch zu. Deswegen auch ein dringender Appell von der Polizei und vom ADFC an alle Radlerinnen und Radler: Verderbt Euch nicht den Fahrradsommer durch übermäßigem Alkoholgenuss, überprüft Euer Verhalten und geht mit gutem Beispiel voran. (nb)

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POLITIK & VERKEHR

10 Jahre Weißenburgsiedlung Autofreies Wohnen – vorbildliche Lebensform Bei einer Radtour in Hamburg stieß ich zufällig auf die kleine aber feine autofreie Wohnsiedung „Kleine Borstel“ im Stadtteil Ohlstedt. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: So etwas haben wir in Münster doch auch, und ich hatte vor zehn Jahren im Leezen-Kurier darüber berichtet. Als die Stadt Münster (damals mit rot-grüner Mehrheit im Rat) grünes Licht für das Bauvorhaben im Geistviertel erteilte, war der Widerstand vor allen Dingen in den Reihen von CDU und FDP sehr groß. Ohne Auto wohnen – das war in gewissen Kreisen undenkbar. Die Wogen der Entrüstung glätteten sich allerdings sehr schnell, man hörte und las dann von dem Projekt lange Zeit nichts mehr.

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eorg Heinrichs, Vorsitzender des Bewohnervereins „autofreies Wohnen“ in der Weißenburgsiedlung, war deshalb auch sehr gerne bereit mir über die Entwicklung der vergangenen Jahre und das runde Jubiläum zu berichten. Über die Feier wurde in den beiden Münsteraner Zeitungen berichtet, aber sonst wurde das Projekt in der Fahrradhauptstadt Münster weitgehend totgeschwiegen. Der Verein wurde

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Kinderspielplatz in der Weißenburgsiedlung

Fotos: hm

ebenfalls vor zehn Jahren gegründet und regelt viele Angelegenheiten in der Siedlung selbstverwaltend. Wer hier wohnen möchte, einen Babysitter sucht, Probleme mit der Wohnung hat oder aber doch auf ein Auto angewiesen ist, wird hier beraten und in vielen Dingen hat der Verein ein Vorschlagsrecht. Die Bewerber einer Wohnung müssen sich verpflichten, nicht nur auf einen PKW, sondern auch auf ein Kraftfahrzeug jeder Art zu verzichten. Einzige Ausnahme sind Mieter der behindertengerechten Wohnungen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Für sie ist ein Autostellplatz reserviert. Sollte die Benutzung über die Teilnahme an den in der Siedlung vorhandenen Carsharing Fahrzeugen hinausgehen, hat der Bewohner sich an die Schlichtungsstelle “Autofrei“ im Verein zu wenden. Die Nachbarn der anliegenden Straßen achten mit Argusaugen auf die Bewohner der Siedlung, denn der Rechtfertigungszwang ohne Auto zu leben, ist auch heute noch sehr groß, berichtet Georg Heinrichs. Dass es auch schwarze Schafe unter den Bewohnern gibt, die trotz der Verzichtserklärung ein eigenes Kraftfahrzeug benutzen, wird in dem Gespräch auch nicht verschwiegen.

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Die ursprüngliche Idee, einen Teil der Immobilien zu verkaufen, erwies sich für den Bauherren der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft (LEG) als nicht durchführbar. So wurden alle Wohnungen an Bewerber mit einem Wohnberechtigungsschein vermietet. An dem Bestandsschutz als Anlage des Sozialen Wohnungsbaus ändert auch die Übernahme der LEG durch einen amerikanischen Finanzinvestor nichts. Allerdings ist es seit dem Besitzerwechsel schwieriger geworden, fällige Renovierungsmaßnahmen durchzuführen. Die Zusammenarbeit mit der LEG sei allerdings nach wie vor sehr gut. Wer durch das Viertel geht, merkt neben der Ruhe zu jeder Tageszeit, dass hier nicht nur gewohnt sondern auch gelebt wird. Die nachbarschaftlichen Strukturen und die intakte Sozialgemeinschaft bieten den Bewohnern eine hohe Lebensqualität. Da wird sonntags ein Cafe in Eigenregie mit selbst gebackenem Kuchen betrieben. Eine Fahrradwerkstatt steht neben einem liebevoll angelegten Gemeinschaftsgarten den Bewohnern ebenfalls zur Verfügung. An einem Schaukasten werden auf weitere Aktivitäten für die Bewohner der Siedlung hingewiesen. Trotz der dichten Bebauung sieht man hier sehr viel Grün. Durch die Lebensart hier in der Siedlung wird aktiv Umwelt- und Klimaschutz betrieben.

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G. Heinrichs betonte in unserem Gespräch: Wenn unserer Planet auch weiterhin für menschliches Leben erhalten werden soll, sollte die Lebensform in den Siedlungen „Autofreies Wohnen“ Vorbild sein. Umso erstaunlicher, dass hier in Münster, wo über Klimaschutz viel geredet und geschrieben wird, die WeißenburgSiedlung medial gesehen unter den Tisch fällt. Am 19. November besteht die Möglichkeit für die Presse – und Vertreter der Stadt – ihr Informationsdefizit aufzubessern. Dann wollen sich Repräsentanten aller autofreien Siedlungen in Deutschland in Münster treffen. Wir wünschen Georg Heinrich und seinem Helfern schon heute viel Erfolg bei ihrem Vorhaben. (nb)

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RECHT

Radfahren auf Gehwegen Radfahrer haben vor Gericht meistens schlechte Karten Radfahren auf Gehwegen kann weitreichende Folgen haben nicht nur für Fußgänger sondern auch für Radfahrer. Denn werden die Radfahrer auf dem Gehweg in einen Unfall verwickelt, haben sie vor Gericht meistens schlechte Karten. Das berichtet das Mitgliedermagazin Radwelt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in seiner neuen Ausgabe. Vollen Schadensersatz erhalten Radfahrer als Geschädigte nicht, meist gehen sie sogar leer aus.

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enn Gehwege nicht durch ein Schild für Radfahrer freigegeben sind, sind sie ausschließlich Fußgängern vorbehalten, so der ADFC. „Radfahrer müssen dort entweder absteigen oder auf die Fahrbahn ausweichen“, sagt der ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn – selbst dann, wenn vorhandene Radwege wegen ihres Zustands unbenutzbar sind (OLG Düsseldorf 15 U 53/94). „Eine Falschfahrt auf dem Gehweg halten Radfahrer irrtümlich oftmals für weniger gefährlich als die Fahrbahnbenutzung“, so Huhn weiter. Kommt es dabei zum Unfall, könnten die Gerichte wie das Landgericht Erfurt entscheiden und dem Radfahrer die alleinige Schuld geben (LG Erfurt 8 O 1790/06). Bislang sind Zusammenstöße zwischen Fußgängern und Radfahrern eher selten vor Gericht, „meistens treffen Radfahrer auf Gehwegen auf Kraftfahrzeuge, mit denen sie nicht gerechnet haben“, sagt Huhn. Überwiegend kommen diese aus Tiefgaragen, von Tankstellen, Parkplätzen oder anderen Grundstücken und dürfen den Gehweg queren – allerdings nur mit äußerster Vorsicht (§ 10 StVO). Gelingt dem Autofahrer der Nachweis, dass er im Schritttempo oder noch langsamer über den

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Das kann im Schadensfall sehr teuer werden

Fotos: hm

Gehweg gefahren ist, geben Richter überwiegend Radfahrern die Schuld. Die Argumentation, auf dem Gehweg seien auch Rad fahrende Kinder und Fußgänger in beiden Richtungen unterwegs, auf die Autofahrer achten müssten, lassen Richter nicht gelten. Im Unterschied zu erwachsenen Radfahrern sind Kinder und Fußgänger hier berechtigt unterwegs (AG Solingen 11 C 378/04). Ganz schlecht stehen die Chancen auf Schadensersatz, wenn Radfahrer vom Gehweg kommend eine Seitenstraße queren. Anders als beim Queren eines Fußgängers hat der Autofahrer in diesem Fall dann Vorfahrt (AG Starnberg 1 C 1472/09); rechts vor links gilt für den Gehweg nicht (AG Stralsund 11 C 1283/02). Von der Hauptstraße abbiegende Autofahrer müssen nicht mit Radfahrern rechnen, die unerlaubt auf dem Gehweg fahren und ihren Weg kreuzen (AG Hildesheim 40 C 21/08, dies gilt natürlich auch insbesonders für das Fahren in die falsche Fahrtrichtung; Das Oberlandesgericht Hamm urteilte in einem schweren Rechtsabbiegeunfall mit einem LKW unter OLG Hamm 6 U 148/03. B. Cibulski/hm

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RECHT

Pedelecs mit Anfahrhilfe EU-Richtlinie befreit von der Pflicht zur Zulassung als Kfz Auch Pedelecs mit einer Anfahrhilfe, die bis zum Erreichen von 6 km/h allein mit Motorkraft fahren können, gelten als Fahrräder. Anderslautende Meldungen des ADAC sind unzutreffend. Der Automobilclub hatte im Zusammenhang mit einem Test von Pedelecs die Auffassung vertreten, dass die elektrische Anfahr- oder Schiebehilfe das Elektrofahrrad zu einem Kraftfahrzeug mache.

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och dies würde Einschränkungen bei der Radwegbenutzung bedeuten und – was der ADAC nicht erwähnt – ein Verbot, Kinderanhänger zu ziehen oder auf Wegen zu fahren, die für Kfz gesperrt sind. Auch die 0,5-PromilleGrenze wäre einzuhalten. Der Fahrrad-Club bezieht sich dagegen auf die Europäische Richtlinie 2002/24/EG. Sie regelt, welche Fahrzeuge eine Zulassung als Kfz benötigen, und nimmt Fahrräder, die mit einem elektrischen Hilfsantrieb bis 250 Watt ausgestattet sind, vom Genehmigungsverfahren für Kfz aus. Die Motorunterstützung muss beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder früher, wenn der Fahrer im Treten einhält, unterbrochen werden. So weit sind sich die Verkehrsjuristen beider Verbände einig. Die EU-Richtlinie befreit nicht nur die so definierten Pedelecs von der Pflicht zur Zulassung als Kfz, sondern sämtliche Fahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 6 km/h. Der deutsche Gesetzgeber hat diese Unterscheidung zuletzt im Februar 2011 wörtlich in eine eigene KfzZulassungsverordnung übernommen. Der ADAC stützt sich stattdessen auf die Kraftfahrzeug-Definition nach dem Straßenverkehrsgesetz und hält die EU-Richtlinie nicht für maßgeblich. Dann aber müsste er konsequent auch die Definition der Pedelecs ohne Anfahrhilfe in Frage stellen. Denn sie beruht ebenfalls auf europäischem Zulassungsrecht und findet sich bisher im Straßenverkehrsgesetz nicht wieder. Auch die Pedelecs bis 25 km/h wären dann

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entgegen allgemeiner Auffassung keine Fahrräder mehr und würden unter die Vorschriften für Kraftfahrzeuge fallen. Noch im Jahr 2009 hatte die Juristische Zentrale des ADAC aus der Anfahrhilfe nur die Verpflichtung abgeleitet, dass vor dem 1. April 1965 geborene Fahrer zumindest eine Mofaprüfbescheinigung haben müssten. Das Bundesverkehrsministerium hat bereits 2005 in einer Auskunft klargestellt, dass die nicht unter die EU-Richtlinie fallenden Fahrräder mit Trethilfe national gewöhnlichen Fahrrädern gleichgestellt werden. Die Richtlinie habe sowohl Fahrzeuge, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 6 km/h nicht übersteigt, wie auch Fahrräder mit Trethilfe, die den genannten Leistungsmerkmalen entsprechen, aus ihrem Anwendungsbereich für zwei- oder dreirädrige Kraftfahrzeuge herausnehmen wollen. Deshalb würden sie auch bewusst als Fahrzeuge bezeichnet. Eine Einstufung der Pedelecs mit Anfahrhilfe bis 6 km/h als Kraftfahrzeuge sei ausgeschlossen. (PM ADFC / hm)

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TOURISTIK

Westfalen erfahren - Innovation u. Tradition 4-tägige Radtour der Westfaleninitiative und des ADFC

Teilnehmer der Westfalenrundfahrt auf Tour unter der Leitung von Hajo Gerdemann und seinem Team.

Am 10. Juli 2011 fiel der Startschuss zur fünften Radtour der Westfalen-Initiative unter dem Motto: Westfalen erfahren – Innovation und Tradition! Innerhalb von vier Tagen erkundeten die Teilnehmer, überwiegend Journalisten aus ganz Deutschland, das südliche Westfalen vom Rad aus. Die traditionelle Innovationskultur des Sauerlandes wurde vielfältig beleuchtet, die Route führte zu alteingesessenen Familienbetrieben und Weltmarktführern, zu bedeutenden Gebäuden und Museen. Hajo Gerdemann und sein bewährtes Team sorgten dafür, dass alle Teilnehmer nicht von der Route abkamen und die Ziele pünktlich und unfallfrei erreichten.

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m Start wurden die Teilnehmer von Dr. KarlHeinrich Sümmermann, dem Vorsitzenden des Vereins Westfalen-Initiative und Hans-Ulrich Hess, Bürgermeister der Stadt Meschede begrüßt. Hess stellte der Gruppe das RegionaleProjekt „WissenWasserWandel“ vor – Meschede wird zur Hochschulstadt am Fluss. Die Radler zeigten sich erstaunt, wie leicht man sich doch im Radnetz Südwestfalen durch das Sauerland bewegen kann, geht doch ein großer Teil dieses Radnetzes über stillgelegte Bahntrassen. Hierbei fährt man über alte Viadukte, Bahnbrücken oder Tunnels ohne schweißtreibende Steigungen. Sollte es zur Lückenergänzung doch mal anders sein, dann gibt es dafür Pedelecs oder E-Bikes, auf die

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einige Teilnehmer auch zurückgriffen.In den nächsten Tagen spielte die Westfalen-Initiative vielfach Türöffner und ermöglichte so einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen. So war es in Schmallenberg bei der Firma Falke-Strümpfe, einem traditionsreichen Familienunternehmen. Die Radler zeigten sich erstaunt, welch ein logistischer Aufwand solch ein Strumpf mit sich bringt. In Schmallenberg-Fleckenberg, ging es zur Besteckfabrik Hesse, eine der ganz wenigen Industrieanlagen in Westfalen mit vollständiger historischer Originalausstattung. Danach stand Mennekes Elektrotechnik auf dem Programm, wo Landrat Frank-Werner Beckehoff die Gruppe bereits erwartet. Mennekes ist einer der welt-

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TOURISTIK weit führenden Hersteller genormter industrieller Steckvorrichtungen. Aufgesessen und weitergestrampelt – mittlerweile in Gesellschaft der Bundestagsabgeordneten Petra Crone und der Landtagsabgeordneten Dagmar Hanses. Für beide ist die Tour ein Heimspiel. Petra Crone kann sich vorstellen, auch sich in Berlin für den ADFC abzustrampeln und übergab sogleich ihre Visitenkarte an Peter Wolter dem Vorsitzenden des ADFC Münster / Münsterland. In Attendorn am Biggesee traf die Radlergruppe auf den jungen agilen Bürgermeister Wolfgang Hilleke. Am „Leuchtturm am See“ informiert er gemeinsam mit Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur über das Regionale-Projekt und touristische Angebote rund um „Biggesee und Listersee“. Anschließend ging es bei Metten Fleischwaren um die Wurst! Ein „zukunftsorientiertes Traditionsunternehmen“ und damit geradezu Pflichtprogramm für eine Radtour. Auch wenn „Dicke Sauerländer“ wenig nach Kompliment klingt, hier ist es eins,

Altenas Bürgermeister begrüsst die Radler in Ritterrüstung

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denn damit sind leckere Bockwürste gemeint. Weiter geht es mit Landrat Thomas Gemke. In seiner Gesellschaft radeln die Teilnehmer nach Werdohl zur Vossloh AG, wo sie von Bürgermeister Siegfried Griebsch empfangen werden. Vossloh stellt Schienenbefestigungssysteme und Weichen her und ist damit Weltmarktführer. Die Neubaustrecke Beijing – Shanghai wurde auf 1350 Kilometern damit ausgerüstet. Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein begrüßt auf der Burg Altena die Radler in historischer Ritterrüstung. Der Arnsberger Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann, Landrat Thomas Gemke und Bernadette Lange von den Museen des Märkischen Kreises informiert im Rahmen einer Führung über die wechselvolle Geschichte der Burg Altena, die auch als älteste Jugendherberge der Welt bekannt ist. Am letzten Tag wurde Kirchhoff Automotive in Iserlohn besucht, ein maßgebender Anbieter und anerkannter Entwicklungslieferant von Modulen und Rohbaustrukturen für die internationale Automobilindustrie. In Hemer ging es zu Keuco, einem führenden Anbieter von hochwertigen Bad-Accessoires bis zum Vollsortimenter für Badkonzepte. Der letzte Stopp der Radtour „Westfalen erfahren“ lag nicht mehr im Sauerland sondern im Kreis Unna. Landrat Michael Makiolla und Bürgermeister FriedrichWilhelm Rebbe begrüßen die Radler und stellen Ihnen das Kettenschmiedemuseum vor. Diese Radtour durch Westfalen hat den Teilnehmern wieder einmal deutlich vor Augen geführt, welche Stütze und Innovationsfähigkeit gerade familiengeführte mittelständische Unternehmen für die Region und die dort lebenden Menschen haben. Gerade in Zeiten der so genannten „Heuschrecken“, die als Plage über das Land kommen, kann man solche Werte nicht hoch genug halten. Wie sagte es ein Familienunternehmer auf der Tour: „Ich bleibe hier - egal was kommt, in Westfalen sind meine Wurzeln! Ich möchte nicht woanders tot überm Zaun hängen!“ (PM Westfalen-Stiftung / pw)

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TOURISTIK

Nur noch 60 Kilometer bis zum Ziel der Partnerstadt Lublin im Osten Polens.

Polnische Küche als Belohnung Jubiläumsradtour des ADFC zu Münsters Partnerstadt Lublin Am 9. Juli starteten 12 Fahrradbegeisterte des ADFC Münster, um in die Partnerstadt Lublin im Osten Polens zu radeln. Die Radreise war ein Programmpunkt zum 20. Jubiläum der beiden Partnerstädte. Nach dem Startschuss durch Bürgermeisterin Reismann aus einer echten Starterpistole des Sportamtes, pedalierten die fünf Frauen und sieben Männer vom Prinzipalmarkt aus los.

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ie erste Etappe führte bis nach Hamm, wo die Gruppe auf die Bahn umstieg, um bis Dresden zu fahren. „Die Distanz zwischen Münster und der ostpolnischen Stadt, die in der Nähe der Grenze zur Ukraine liegt, ist einfach zu weit um sie gemütlich in zwei Wochen zu schaffen“, erklärte Klaus Benning, ADFC-Organisator der Reise. In Dresden wurde ein Hostel bezogen, und die Gruppe konnte am Abend des letzten Fußballspiels der deutschen WM-Frauen neben der Altstadt, die Nacht der Museen und ein Dampfbootfestival auf der Elbe genießen. Doch allzu lang wurde der Abend nicht, galt es doch am nächsten Morgen früh aufzustehen, um die

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erste längere Radetappe bis nach Görlitz zu bestreiten. Durch den Dresdener Stadtwald begann dann die hügeligste Etappe der Reise und so waren alle froh, nach gut 120 Kilometern in der Europastadt anzukommen. Für ein kräftiges Schmunzeln sorgte der Name des Hotels, in dem Quartier bezogen wurde: Dreibeiniger Hund. Doch niemandem erschien der in einer Sage beschriebene schwarze Hund, groß wie ein Kalb, mit feurigen Augen wie glühende Kohlen. Gut ausgeruht ging es über die Freundschaftsbrücke nach Polen. Ganz ohne Grenzkontrolle und Leibesvisite - das alles ist glück-

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TOURISTIK licherweise Geschichte. Immer gen Osten strebend machte die ADFC-Gruppe ihre erste längere Pause nach drei Radeltagen in Breslau. Eine Tag lang nahm man sich Zeit, die Stadt an der Oder zu erkunden, sich gut auszuruhen und vor allem die deftige polnische Küche zu genießen. Weiter ging es mit Zwischenstopp in dem oberschlesischem Kluczbork nach Tschenstochau, dem weltbekannten Marienwallfahrtsort. Nach der abendlichen Besichtigung des Klosters und einem Stoßgebet für beständiges Wetter war die Gruppe bereit für die letzten vier Radeltage bis Lublin. Mit Stationen in Kielce und Ostrowiec, dem Durchradeln großer Wälder und dem Übersetzten mittels Fähre über die Weichsel kamen alle glücklich nach einer letzten 120 KilometerEtappe am Krakauer Tor in Lublin an. Dort wurden sie nach über 900 Kilometern im Sattel von der Vorsitzenden des polnischen Bürgervereins Lublin–Münster Marta Jedrych und den Gastfamilien begrüßt. Für die Münsteraner hieß es dann, einige Tage polnischen Alltag hautnah in den Familien zu erleben. Auf dem Programm stand neben Stadtbesichtigung und gemeinsamer Radtour auch ein Abend, an dem sich die Lubliner Radclubs mit den ADFC-Radlern trafen, um über Verkehrsinfrastrukturen zu sprechen. Werner Ringkamp stellte Münster als fahrradfreundliche Stadt vor, die jedoch nicht müde werden darf, weiterhin in den Radverkehr zu investieren. Die polnischen Radfreunde bedankten sich für viele gute Ideen aus der Partnerstadt und auch der Bürgermeister Lublins war begeistert vom ADCF-Radexperten. Am 22. Juli hieß es dann Abschied nehmen. Via Email und facebook wollen die Fahrradbegeisterten beider Partnerstädte in Kontakt bleiben und natürlich wurden die polnischen Freunde herzlich dazu aufgefordert, sich auch mal auf die Leeze zu schwingen um ihre Partnerstadt Münster zu besuchen. Klaus Benning

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Die 12 Fahrradbegeisterten des ADFC-Münster

Hinweis: Einen ausführlichen Radreisebericht gibt es im Rahmen eines ADFC-Clubabend am 2. November um 19 Uhr im ADFC-Infoladen. http://www.rowerowylublin.org http://www.lublin.eu

Fakten zur Tour: Route: Münster – Hamm – Dresden (via Bahn) – Görlitz – Legnica – Breslau – Kluczbork – Tschenstochau – Wloszcowa –Kielce – Ostrowiec Sw. – Lublin. Kilometer-Leistungen: Tages-Etappen zwischen 70 und 130 km, Durchschnitt ca. 17,5 km/h, Gesamtkilometer ca. 950 km. Pannenstatistik: 6 Platten (davon drei an einem Rad), einen Speichenbruch Premieren & Rekorde: Werner Ringkamp (73) isst den ersten Hamburger seines Lebens, Jochen Riedel ist mit 75 Jahren der älteste Teilnehmer.

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TOURISTIK

Von Emspünten

und anderen Denkwürdigkeiten Pressereise des Projektbüros Emsradweg Hövelhof Dass die Ems als Deutschlands fünftgrößter Strom gilt, erstaunt auf den ersten Blick, doch wenn man weiß, dass längere Flüsse wie z.B. Main oder Mosel in den Rhein münden und nicht im Meer, so zählen sie nach der Definition nicht als Strom. Auch sonst vermag die Ems den Radler in Erstaunen zu versetzen, wie die Pressereise des Projektbüros Emsradweg aus Hövelhof im Mai unter Beweis stellte.

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or der Begradigung zählte die Ems rund 410 Längenkilometer, heute kommt sie gerade noch auf 375 Kilometer. Allerdings dürfte sie in den nächsten Jahren wieder um einiges wachsen, weil man an einigen Stellen dabei ist, der Ems ihr altes mäandrierendes Flussbett zurückzugeben, um die Hochwassergefahr damit zu bannen. Der Fluss entspringt am Fuße des Teutoburger Waldes in der Nähe von Hövelhof, verläuft wie ihre südliche Schwester die Lippe, erst in westlicher Richtung, bevor sie bei Rietberg in Richtung Norden zur Nordsee abschwenkt. Der Name Ems ist indogermanischen Ursprungs und bedeutet soviel wie dunkel. Dieser Wortstamm ist auch im Wort Themse (Fluss durch London) enthalten. Dunkel und still fließt sie auch über weite strecken dahin. Charakteristisch ist für die Ems, dass über 80% der Zuläufe vom Osten kommen. Zudem gilt sie als der sandreichste Strom in Deutschland, was man gut an den vielen Sandgruben und einstigen Wanderdünen auf der östlichen Seite ausmachen kann. Die Wanderdünen gab es noch bis in die Mitte des 19 Jahrhunderts. Erst durch den systematischen

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Anbau von trockenresistenten Bäumen wie Kiefer und Birke, Gräsern und Sträuchern wurden sie endgültig gestoppt. Die Erklärung für den vielen Sand liegt in der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren, als nach dem Abzug der Eismassen eine tundraartige Landschaft vorherrschte. Über 1000 Jahre fegte ein kalter Westwind über die kargen Flächen, blies so das Bett der Ems aus und lagerte den Sand am östlichen Ufer ab. Füstruper Berge, Bockholter Berge, Westruper Berge und Elter Höhen sind so entstanden. Kommen wir in die Neuzeit: Die Menschen auf der Suche nach immer neuen Lebensraum, haben schon früh die Emsauen besiedelt. Plastisch kann man am nachgebauten Sachsenhof bei Greven erleben, wie die Menschen versuchten, sich Wasser und Boden nutzbar zu machen. Später diente der Fluss auch als Verkehrsader mit den typischen Schiffen für die flache Ems, den so genannten Emspünten. Sie hatten keinen Kiel, waren völlig flach gebaut und vorne und hinten mit klappbaren Bordwänden ausgestattet, über die das Gut und auch Menschen und Tiere trocken an Land kamen. Wegen der niedrigen Wasserstände der Ems, betrug die Wassertiefe von Emspünten im beladenen Zustand nur 30 – 40 cm Tiefgang. Die größten Emspünten waren 20 m lang und trugen rund 28 Tonnen. So wurde beispielsweise die Baumwolle von Emden mit den Emspünten zu den vielen Baumwollspinnereien (Cramer, Biederlack, etc.) entlang der Ems angeliefert. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Münster – Emden 1856 verschwanden nach und nach die Emspünten. Wer Interesse hat und mehr dazu wissen möchte, der sollte in das Harener Schifffahrtsmuseum

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TOURISTIK gehen, wo sich einst die größten EmspüntenWerften befanden. Die Pressereise zeigte den Teilnehmern eindrucksvoll auf, was dem Radler an der Ems alles geboten wird. Aus dem übervollen Angebot nur einige Highlights: •

Steinhorster Becken – größte von Menschen erschaffene Biotop in NRW

Landesgartenschau von Rietberg und historische Altstadt Rietberg

Landesgartenschau Rheda-Wiedenbrück und Schloss Rheda

Landesgestüt NRW und Deutsche Olympische Reitschule Warendorf

Historische Altstadt und Wallfahrtsort Telgte

Heckrinder und Wildpferde in den Emsauen bei Ostbevern

Historischer Kanalübergang des Dortmund-Ems-Kanal bei Gimbte

Sachsenhof bei Greven – Leben vor 1.500 Jahren an der Ems

Emsdettener Venn – Venn auch Moor oder Fehen genannt

Falkenhof und Naturzoo mit Saline in Rheine

Schifffahrtmuseum Haren

Historisches Lingen und Meppen mit Windmühle

Meyerwerft im schönen Papenburg

Rathaus und Altsstadt Leer

Altstadt Weener und alter Hafen

Brücke über der Emsquelle

Fischtreppe mit Mühle in Telgte

Sollte nach dem Lesen jemand Appetit bekommen haben, sich auf das Rad zu schwingen, dem sei die BVA-Karte zum Emsradweg zu empfehlen. Weitere Infos auch im ADFC-Infoladen und der ADFC-Radstation. (pw)

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Paul in Telgte, Kunstwerk von Christel Lechner

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Die Teilnehmer der Sternfahrt vor dem Hotel in Celle

Hamburg-Sternfahrt mit Hindernissen Radreise von Wunstorf über Celle nach Hamburg Mit 22 Teilnehmern war die Radreise zur Hamburg-Sternfahrt seit langem ausgebucht. Wie man 22 Fahrräder in Nah- und Fernverkehrszügen transportiert und wie man trotz Wetterkapriolen noch eine schöne Radreise erleben kann, zeigt der folgende Bericht mit schönen Bildern.

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m 16. Juni starteten wir morgens von Münster mit dem Nahverkehrszug der Nordwestbahn nach Bielefeld, um dann mit DBRegio im Doppelstockzug bis nach Wunstorf zu reisen, dem Startpunkt der Radreise nach Hamburg. „Wie haben sie denn 22 Fahrräder in diesen Zug buchen können?“, fragte sichtlich aufgebracht die Zugbegleiterin der Nordwestbahn. „Gar nicht, die Mitarbeiter des Reisezentrums im Hauptbahnhof Münster haben zwar die Buchung nach Osnabrück zur Nordwest

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gefaxt, doch in der Antwort ließen wie nur 10 Fahrräder zu!“, war die Antwort des Radtourenleiters Peter Wolter. „Wie soll man denn bitteschön bei solchen weltfremden Vorgaben mit der Bahn eine Radreise unternehmen?“ „Das weiß ich auch nicht, aber wir müssen auch noch Plätze für Spontanreisende vorhalten“, war die Antwort der Zugbegleiterin. „Gut, erstens gibt es bei gutem Willen rund 25 Fahrradplätze im Talent und zweitens, sind dann die restlichen 12 Radler eben Spontanreisende!“. Missmutig gab die Zugbegleiterin auf, zumal wir auch schon fast in Warendorf waren. Im Doppelstockwagen von DB-Regio von Bielefeld bis nach Wunstorf gab es keine Probleme. Noch besser – der Zugbegleiter war voll des Lobes, dass wir unter zwei Minuten die 22 Räder und die 44 Taschen aus dem Zug beförderten.

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Bei der Rückfahrt am 19. Juni von HamburgAltona hatten wir den großen Vorteil, dass die IC-Züge dort rund zwanzig Minuten vor der Abfahrt bereitgestellt werden. Nach der Abfahrt war die Zugbegleiterin angesichts der Zahl der Räder verwundert und fragte in die Runde, wie wir denn die Buchung dafür bekommen hätten? Da alles laut Unterlagen stimmte und auch 22 Räder abgerechnet waren, gab sie zur Antwort, dass sie den IC-Chef vorbeischicken wolle. Der kam nach längerem Warten nicht, so dass ich erstmal in das Zugrestaurant zur Stärkung ging. 15 Minuten vor der Ankunft kam dann der IC-Chef mit der Vorhaltung: „Ich muss gegenüber dem Kollegen vom Reisezentrum eine Meldung schreiben, denn 22 Räder zu buchen, wo nur 16 Radhalterungen vorgesehen sind, verstößt gegen die Statuten!“ „Tja, Sie sehen, dass wir schon alles für den Ausstieg vorbereitet haben, das heißt, fünf Männer jeweils drinnen und draußen kümmern sich um die Räder und die Frauen machen das mit dem Gepäck an der Nebentür. Dort unter den 44 Taschen liegt meine mit den Fahrunterlagen.“ Der IC-Chef lamentierte noch eine Zeitlang und sprach von Fluchtwegen die freigehalten werden müssten usw. Da er sah, wie platzsparend wir durch Versetzen der Räder eingeparkt hatten und da wir bereits kurz vor der Ankunft in Münster waren, ließ er von seinem Vorhaben mit den Worten ab: „Da hat der Kollege in Münster nochmal Glück gehabt!“ Puh – mir fiel ein Stein vom Herzen, und ich habe mir geschworen, auch wenn mich noch so viele Radler beschwören, doch mitfahren zu dürfen, nie wieder mehr als 16 mitzunehmen. Doch nun will ich aber auch noch ein wenig von der schönen Radreise selber erzählen. Es ging von Wunstorf über Celle, Lüneburg und Uelzen quer durch die Lüneburger Heide bis nach Winsen an der Luhe, wo uns ein Radtourenleiter des ADFC Hamburg abholte, um uns nach Hamburg hinein zu führen. Als wir ge-

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ADFCler sind auch davon nicht aufzuhalten

gen 11.30 Uhr in Wunstorf aus dem Zug ausstiegen, war es in Münster bereits am Regnen, doch wir freuten uns der teilweise noch scheinenden Sonne und dem angenehmen Rückenwind aus Westen. Am Abend vor Winsen an der Aller mussten wir doch noch kurz unsere Regensachen auspacken. An unserem schönen Hotel waren wir froh, einen Gartenschlauch vorzufinden, mit dem wir die Räder von dem Dreck auf den Wegen befreien konnten. Am nächsten Morgen erwartete uns das historische Celle mit Sonnenschein. Vorbei ging es an hunderten farbenfrohen Fachwerkhäusern, am Französischen Garten und am wunderschönen Stadtschloss. Nachdem wir die Aller überquerten, hatten uns bald die freie Natur und die sanften Hügel wieder. Einige Male fielen wir auch über die Blaubeeren her, die es hier links und rechts des Weges reichlich gab, so dass wir mit blauen Zungen weiter fuhren. In Lüneburg hatten alle Teilnehmer zwei Stunden zur freien Verfügung, um sich von dem Zauber dieser schönen Hansestadt an der Illmenau einfangen zu lassen. Unterwegs gab es ein kleines Abenteuer zu bestehen, indem alle Radler schnell versuchten einer großen Bewässerungskanone zu entkommen ohne großartig nass zu werden. Uelzen zu sehen ohne den Hundert-

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TOURISTIK reichte: „Hallo die große Radlergruppe – bitte noch 50 Meter geradeaus und dann rechts und wieder rechts direkt auf unsere Festwiese. Kaffee und selbstgemachter Kuchen warten auf Sie!“ Wir staunten nicht schlecht, als wir vor dem Dorffest einliefen und wirklich Kuchen vom Feinsten zu Omas Preisen vorfanden. Eine Redakteurin der hiesigen Zeitung nahm mich sofort in Beschlag: „Wo kommen Sie her, wo wollen Sie hin?“. Als sie Münster hörte, musste ich mir erst einmal einen kleinen Vortrag über ihre Studienzeit dort anhören. Zudem war sie sehr froh, endlich von diesem alljährlichen Dorffest etwas anderes berichten zu können als das sonst Übliche.

Endlich nach heftigem Eisregen vor dem Rathaus in Hamburg

wasserbahnhof besichtigt zu haben - geht gar nicht. Hier machten daher alle reichlich von ihrer Fotokamera gebrauch. Bevor wir Winsen an der Luhe erreichten, war wieder Kaffeezeit am Nachmittag angesagt. Das ist die Zeit, wo den Tourenleiter solche Hinweise erreichen, wie: „Du hast doch noch einen Kaffeestopp vorgesehen?“ oder „Mein Coffein-Spiegel ist im Keller - können wir noch irgendwo Kaffee trinken?“ An diesem Nachmittag war es wieder soweit als wir das Dorf St. Dionys vor Winsen an der Luhe erreichten. Doch weit und breit war kein Café zu sehen. Als ich einen Passanten mit meiner lauernden Meute hinter mir ansprach, sagte dieser: „Sie haben Pech, gerade vor zwei Monaten hat das letzte Café im Ort dicht gemacht!“ Wir sattelten missmutig wieder auf, als uns nach wenigen Metern schon eine vernehmliche Lautsprecherstimme aus den Büschen er-

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Nun komm ich vom Sommer auf den angekündigten Winter zu sprechen. Hatten wir bisher viel Glück, sollte uns am letzten Tag das Wetter einholen, das uns schon die ganzen Tage angekündigt wurde. Der Starkwind wurde ab ca. 11 Uhr von ununterbrochen Regen begleitet und die Temperaturen gingen noch weiter in den Keller. Als wir gegen 13 Uhr auf der Köhlbrandbrücke, 54m über dem phantastischen Hamburger Hafen waren, kamen Böen mit Windstärke 6 auf mit Eisregen, der im Gesicht weh tat. So durchgefroren bei 11 Grad, flohen wir auf dem Rathausplatz in Hamburg angekommen gleich alle einer heißen Suppe in einem der vielen Lokale entgegen. Vor den Alsterterrassen trafen wir uns später wieder, um noch eine kleine abgekürzte Tour zum Bahnhof Hamburg-Altona zusammen zurückzulegen. Für mich steht fest, am 3. Sonntag im Juni 2012 bin ich wieder mit 10.000 anderen Radlern bei der Hamburg-Sternfahrt dabei und dann werde ich die Aussicht von der Köhlbrandbrücke über den Hamburger Hafen bei vollem Sonnenschein genießen. Anmeldung für 2012 wegen des grossen Interesses bitte möglichst bald unter: (pw)

Peter Wolter: 0175 2966253

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TOURISTIK

Foto: Bernd Hegert

Mehr als 1.000 Teilnehmer radelten vier Tage lang 260 Kilometer durchs Münsterland, holten sich einige „Plattfüße“ und tranken zusammen mehr als 9.000 Liter Wasser. Das sind die nüchternen Zahlen der dritten NRW-Radtour von WestLotto und der NRW-Stiftung, die von Wesel über Bocholt, Gronau und Münster nach Hamm führte. Natürlich gab es auch viel Buntes zu erleben auf der Strecke.

L

os ging’s am Donnerstag, 21. Juli, auf dem Großen Markt in Wesel. Standesgemäß mit Fahrradmesse, Bierzelt und Open-Air-Musik wurden die Radler auf die Reise eingestimmt. Die erste Etappe führte die Teilnehmer über Raesfeld bis nach Bocholt. Unterwegs konnten die Radler zahlreiche von der NRW-Stiftung unterstütze Kulturdenkmäler und Einrichtungen bestaunen. Schloss Raesfeld beeindruckte die Teilnehmer gleich am ersten Tag. Am Abend wurde dann mit Live-Band und Super-Stimmung - trotz Sommerregens - im Bocholter Ravardiviertel gefeiert. Nach einer ereignisreichen ersten Etappe, ging es am zweiten Tag mit Stationen am Glockenmuseum Gescher sowie im barocken

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Schloss Ahaus weiter Richtung Gronau. Das großzügige Landesgartenschaugelände war von fleißigen Helfern vorbereitet worden für eine Sause, die es in sich hatte: 60er-Jahre BeatMusik, freier Eintritt ins Rock’n’Popmuseum, Pasta, Bratwurst vom Grill, die große LottoZufallsShow und natürlich jede Menge nette Leute und Gespräche. Auch wer erschöpft war, konnte in Gronau Kraft und Energie tanken. Am Samstagmorgen hieß es wieder „aufsatteln“ – Münster lautete das Ziel. An einem weiteren Förderprojekt der NRW-Stiftung wurde mittags Rast gemacht: auf der Freilichtbühne in Billerbeck gab es ein stärkendes Mittagessen des DRK Westfalen-Lippe, bevor eine Sonderaufführung exklusiv für die Teilnehmer präsen-

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TOURISTIK tiert wurde. Über Burg Hülshoff in Havixbeck ging es anschließend weiter Richtung Münster. Vor den Toren der Stadt wurde das in zwei Gruppen aufgeteilte Fahrerfeld von den die Tour begleitenden Polizeimotorrädern wieder zusammengeführt, um so als geschlossene Gruppe den eigens für die Teilnehmer abgesperrten Ludgerikreisel in Münster zu passieren. Für die Teilnehmer ein unvergesslicher Moment. Etappenziel war der neue Stadthafen in Münster. Die Coverband Starlight Excess sorgte im Rahmen des Jubiläums „25 Jahre NRW-Stiftung“ für den musikalischen Rahmen und Sportministerin Ute Schäfer begrüßte gemeinsam mit dem Präsident der NRW-Stiftung, Jochen Borchert, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Münster Karin Reismann sowie dem Geschäftsführer WestLotto Theo Goßner die vielen Radler auf dem Hafenplatz. Die Gastronomen des Hafenviertels sorgten für energiereiche Speisen und Getränke und

die ARD-Lottofee Franziska Reichenbacher sorgte bei einigen Tour-Teilnehmern für Entzücken: Bei einem extra für die Tourteilnehmer durchgeführten Gewinnspiel ermittelte sie im Rahmen einer „Sonderziehung“ die Gewinner einer Wochenendreise für zwei Personen sowie einer Fahrt im WestLotto-Heißluft-Ballon. Die Schlussetappe am Sonntag führte über Freckenhorst und Ahlen schließlich bis nach Hamm wo das Feld im Kurpark gebührend empfangen wurde. Von dort aus konnten etwa 300 Teilnehmer ihre Beine schonen und es sich im NRW-Stiftungsprojekt „Historischer Schienenverkehr Wesel“ bequem machen. Im nostalgischen Zug ging es zurück zum Startpunkt nach Wesel. Die übrigen Teilnehmer wurden abgeholt oder nutzten andere Verkehrsmittel, um einer ereignisreichen und sehr abwechslungsreichen Tour wieder nach Hause zu kommen. Einige sollen sogar mit dem Fahrrad gefahren sein… Jürgen Klötzbücher

Café-Restaurant, Museum und Park sind in der Zeit von Mitte März bis Ende November täglich von 11.00 – 18.30 Uhr geöffnet.

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TECHNIK

Die Teilnehmer des EU-Projekts Naviki trafen sich zur geführten Radtour vor der Lambertikirche

Naviki wird international Routenplaner mit Start in die Selbstständigkeit Der Fahrrad-Routenplaner Naviki, den die Fachhochschule Münster seit 2009 im Internet anbietet, führt Radfahrer über wenig befahrene Straßen und Schleichwege zum gewünschten Ziel und das künftig europaweit.

Naviki-App für das Handy im Eigenversuch zu erproben. Über den Praxistest hinaus tauschten sich die Teilnehmer über die Themen Energieverbrauch und CO2-Verringerung aus und berieten über die Weiterentwicklung des Systems. Neben der europaweiten Einführung von Na-

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ür die europaweite Ausbreitung der Software arbeiten in dem Projekt „Naviki - Energy Efficiency through Web 2.0 Bicycle Navigation and Communication“ neun Partner aus fünf europäischen Ländern zusammen. Es ist Teil des EU-Programms „Intelligent Energy Europe - IEE“, mit dem die Staatengemeinschaft internationale Projekte fördert, die durch energieeffizientere Verkehrsgestaltung einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. 15 Vertreter der beteiligten Organisationen trafen sich bereits in Münster zu einer dreitätigen Auftaktveranstaltung. Eine Radtour durch Münster ermöglichte den Gästen, die

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Die geplante Erweiterung der Naviki-Routenplanung für ganz Europa weckte reges Medieninteresse. Achim Hennecke vom Labor für Software Engineering führt die Naviki-App für das Handy vor.

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TECHNIK viki tüfteln die Projektteilnehmer derzeit vor allem am Einsatz sogenannter Landingpages. Eine Naviki-Landingpage ist eine Webseite, die optisch und funktionell an den Bedarf von Städten, Regionen oder Unternehmen angepasst wird. Die teilnehmenden Organisationen können die Seite mit eigenem Logo versehen, eigene Texte und Bilder einfügen und beispielsweise Daten von empfohlenen Radwegen einspeisen. Ein Service, der zum Beispiel für Tourismusverbände interessant ist und es ermöglicht, bestehende Informationen über Verkehrswege zu bündeln und diese zu kombinieren - etwa mit Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Um freier im wirtschaftlichen Umfeld agieren zu können, wird Naviki voraussichtlich im Herbst in ein StartUp-Unternehmen überführt. Damit der Start in die berufliche Selbstständigkeit ein wenig leichter wird, erhalten Sven Luzar und Achim Hennecke das EXIST-Gründerstipendium. Mit ihrer Idee zu Naviki überzeugten die beiden Absolventen der Fachhochschule Mün-

Sven Luzar vom Labor für Software Engineering präsentiert den mobilen Einsatz des Routenplaners auf dem Handy. Rechts von ihm warten Prof. Dr. Gernot Bauer, Achim Hennecke und die Gäste der am Projekt beteiligten Organisationen auf den Start der Radtour.

ster die Jury des Bundeswirtschaftsministeriums. Prof. Dr. Gernot Bauer vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik unterstützt das Naviki-Team bei ihrem Vorhaben als Mentor. „Nur besonders anspruchsvolle und technologieorientierte Ideen werden gefördert“, erklärt Sandra Fuchs. Als Gründungscoach der Hochschule begleitet sie die jungen Ingenieure auf dem Weg zum geplanten Unternehmen.

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TECHNIK

ADFC-Inforad – Marke Eigenbau „Man müsste einen rollenden Infostand haben, mit dem der ADFC spontan, ohne große Genehmigungen, Personaleinsatz und werbewirksam auftreten kann.“

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esagt – getan, Matthias Wüstefeld, zweiter Vorsitzender des ADFC Münster, überlegte nicht lange, suchte im Internet nach einem passenden Untersatz für seine Idee eines ADFCInforades. Kurz darauf war er bei Bakefiets fündig geworden und bestellte für nur sagenhafte 1.200 € ein Kinder- und Lastenrad mit Pedelecantrieb. Dann folgten Wochen des Sägens, Hämmerns, Schraubens, Streichens und noch einer letzten Lackierung. Dazu kam ein kleiner Tisch als Platte zwischen Lenker und Sattel und ein ADFC-Sonnenschirm als optischer Blickfang. Die zusätzliche Investition (ohne Arbeitskosten) machte rund 300 Euro aus. Am 11. Juni war es dann soweit, das Inforad kam zu seinem ersten Einsatz auf dem Wochenmarkt in Münster (siehe Foto). Die größere Feuertaufe bestand es auf dem Hafenfest vom 17. bis 19. Juni. Der Erfolg gab Matthias Recht - sein Inforad ist ein echter Hingucker geworden. Fazit: Wer auf kleinen Festen den ADFC präsentieren möchte, ist mit dem Inforad bestens bedient. Die elektronische Unterstützung macht zudem einen Einsatz bis zu dreißig Kilometern Entfernung möglich. Zugegeben, das Fahren muss allerdings etwas geübt werden. Damit das Inforad auch von einer Person rundum zum Einsatz gebracht werden kann, haben wir eine elektrische Seilwinde im Lager angebracht, mittels der die Rampe auch im beladenen Zustand kein Hindernis darstellt. Tipps und Unterlagen für einen Nachbau gibt es gegen 50€ Entgelt unter unten stehender E-Mail-Adresse: (pw)

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matthias.wuestefeld@adfc-ms.de

Matthias mit dem alten Infostand auf einem Lastenanhänger

Matthias Wüstefeld und Klaus Tuschen beim Bau des neuen Info-Standes.

Erster Einsatz am 11.06.2011 auf dem Wochenmarkt in Münster

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ADFC KREISVERBAND

Fördermitglieder – vier Neue

Peter Wolter (2.v.l.) erhielt von Stefan Hoffmann, Vorstandsmitglied der Volksbank Beckum, Lars Thobae, Leiter des Vertriebsmanagements, und Konrad Bartels, Marketing, (v.l.) einen Scheck über 1.000 Euro für den ADFC.

Neue ADFC-Fördermitglieder sind die Universität Münster, die Volksbank Beckum, der Fahrradspezialist Lansing in Vreden und die Gaststätte PS – Preußen Stübel in Borghorst geworden. Die Zahl der ADFC Fördermitglieder ist damit auf erfreuliche 40 Mitglieder angewachsen.

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ie Wilhelms-Universität-Münster mit rund 38.000 Studenten und 12.000 Mitarbeitern ist die erste Uni in Deutschland, die dem ADFC als Fördermitglied beigetreten ist. „Wir sehen das als Bereicherung für unsere Arbeit an, wir werden mehrere Wissenschaftsrouten für Radler erarbeiten. Dabei kann der ADFC uns mit seiner grossen Erfahrung hervorragend unterstützen“, so Dr. Wilhelm Bauhus von der Arbeitsgemeinschaft Forschungstransfer der Uni Münster. Als weitere Arbeitsfelder wurden ausgemacht, die Schulung der Erstsemester zum Thema: „Was heißt es in Münster Fahrrad zu fahren“ und die Fahrradschulung von Stu-

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denten. Da viele Studenten aus Afrika und den Lateinamerikanischen Ländern oft nicht Fahrrad fahren können und es so zwangsläufig zu Unfällen kommt, sollen diese vom ADFC ab 2012 eine Fahrradschulung erhalten. Unter dem Motto „Natürlich sicher fahren mit der Volksbank Beckum“ setzt sich die Bank zukünftig für die Alltags- und Freizeitradler ein. „Gesundheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit stehen dabei an erster Stelle“, sagte Vorstand Stefan Hoffmann. „Wir wollen unseren Mitgliedern Veranstaltungen und Events rund um das Thema Fahrrad bieten.“ Vertriebsmanager Lars Thobae ergänzte: „Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit dem ADFC an, denn wir haben viel vor.“ So sollen u.a. im Herbst eine OG Beckum des ADFC in den Räumlichkeiten der Volksbank gegründet und ab 2012 regelmäßig Fahrradtouren rund um Beckum angeboten werden. Als Startkapital erhielt Peter Wolter, der 1. Vorsitzende des ADFC Münster / Münsterland e.V. einen Scheck über 1000 Euro. (pw)

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ADFC-Clubabende starten wieder Die beliebten ADFC Clubabende starten mit interessanten Beiträgen in den Herbst. Wenn die dunkle Jahreszeit hereinbricht, ist es Zeit, sich an die schönen Touren von 2011 zu erinnern und von der Radelsaison 2012 schon wieder zu träumen. Der ADFC Münster möchte Ihnen mit den nächsten drei Clubabenden dabei gerne mit Anregungen zur Seite stehen.

2. November - Lublinreise

5. Oktober - Hanfbikes

7. Dezember - Weltumradlung

(Achtung bereits um 18 Uhr): Nicolas Meyer von Onyx Composites aus Osnabrück zeigt Leichtbaurahmenkonstruktionen aus Bambus und Hanf. Fahrradrahmen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Hanf zeigt, dass Biowerkstoffe langsam zur Serienreife gelangen. Zugleich kann die Energiebilanz gegenüber metallischen Rahmen deutlich gesteigert werden.

Patrick Pohl ist wieder einmal unser Berichterstatter. Diesmal bringt er beeindruckende Bilder und Abenteuer von seiner Weltumradlung mit, die er in 403 Tagen und 31.928 Kilometern zusammengefahren hat. Darauf dürfen wir alle gespannt sein! Die Clubabende finden kostenlos (1. Mittwoch im Monat) immer um 19 Uhr im ADFC Infoladen in der Dortmunder Str. 19 statt. (pw)

Klaus Benning berichtet mit einem Bildervortrag über die spannende Radreise zur 20-Jährigen Städtepartnerschaft nach Lublin. Über Dresen, Breslau und Tschenstochau ging die Reise immer gen Osten. Was die Reiseradler alles erlebt und gesehen haben sowie über die zahlreichen Begegnungen wird ausführlich berichtet werden (siehe auch Artikel auf Seite 22/23).

Ein Muss für Hotels, Restaurants, Cafés, Biergärten und öffentliche Einrichtungen.

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Neuheit für die Fahrradsaison 2011!

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BUCHVORSTELLUNGEN

E-Bike-Technik

Der Jacobsweg

Funktion und Physik der Elektrofahrräder

Mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostella

Teja und Eberhard Müller

Bettina Selby

Books on Demand

Piper Taschenbuch

ISBN-13: 978-3842361942 256 S.; 24,90 Euro

ISBN-10: 3492241409 5. Auflage

Im Vergleich zu Autos und Motorrädern bedient sich das Fahrrad einer überschaubaren Technik. Die physikalische Theorie ist einfach, zumindest vertraut. Durch das Elektrofahrrad ändert sich die Situation. Mit ihm halten komplizierte Steuerungselektroniken, neuzeitliche Energiespeicher und modernste Antriebstechniken Einzug ins Fahrrad. Eine große Herausforderung für Fahrradhändler, Zweiradmechaniker und Auszubildende. Aber auch ein Eldorado für Bastler und solche, die ihr Fahrrad mit kreativen Ideen zu einem E-Bike umrüsten wollen. Die Autoren des Buches, ein Maschinenbauund ein Elektoingenieur, haben sich bemüht die Materie leicht und verständlich darzustellen. Der Schwerpunkt des Buches behandelt die elektrischen und mechanischen Komponenten und ihr Zusammenwirken. Nabenmotoren, Mittel- und Tretlagerantriebe, Controller, Bedienund Steuerelemente – und natürlich auch die Akkus, werden ausgiebig beschrieben. Für diejenigen, die ein Fahrrad zum E-Bike umrüsten wollen, gibt es Hilfestellungen.

Bettina Selbys Plan, die mittelalterliche Pilgerroute zum Schrein des Apostels Jakobus nachzufahren, entstand zufällig. Eines Tages erreichte die reisefreudige Britin die Postkarte eines Freundes, auf der eine alte Landkarte mit den vier wichtigsten Pilgerstraßen ins westspanische Santiago de Compostela abgebildet war. Bei Selby löste es den sehnlichen Wunsch aus, eine dieser Strecken selbst zu erkunden -- und zwar mit ihrem Lieblingsgefährt, dem Fahrrad. Dass die freie Fotografin für derartige Expeditionen physisch und psychisch gerüstet ist, bewies sie bereits auf weitaus extremeren Touren, die sie in den Büchern Timbuktu! und Himalaja eindrucksvoll beschreibt. Mehr oder weniger freiwillig angeregt durch die zahlreichen Klöster, Kapellen, Kirchen, Schreine und Votivtafeln, an denen der Pilgerweg entlang führt, tritt dann der sportliche Aspekt der Reise zu Gunsten historischer und spiritueller Themen in den Hintergrund. Dass Selbys Pilgertour Anfang der 90er Jahre stattfand, macht sie nicht weniger aktuell.

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AUSLAGESTELLEN

Auslagestellen Ahlen Ahlener Tageblatt, IKK, Stadtbücherei, Stadt-Bürgerservice, Stadtanzeiger, Verbraucher-Zentrale, Zweirad Dammann, Zweirad Hagedorn, Zweirad Mense, Zweirad Wittenbrink, Ahaus IKK, Sparkasse, Stadtbücherei, Verkehrsverein, Volksbank, Zweirad Gevers, Zweirad Müller, Zweirad Potreck, Zweirad Kestermann, Altenberge AT-Zweirad, Beckum Beckumer Fahrradlager, Elektro Pelkmann, Zweirad Schrage, Billerbeck 2rad Bergmann, Kentrup OHG, Kettcar Ahlers, Verkehrsamt, Bocholt 2-Rad-Center-Rose, 2-Rad-Jäger, IKK Bocholt, Radstation am Bahnhof, Zweirad Balsam, Zweirad Harmeling, Zweirad Heumer, Zweirad Hochrath, Zweirad Niebur, Zweirad Rawie, Zweirad Rose, Zweirad Telake, Zweirad Willing, Borken Apotheke Ebbeler, BEK, Buchhandlung Eggers, Fahrradhaus Meiering, Gemeinde Heiden, Gemeinde Reken, Gemeinde Raesfeld, IKK, Kreissportbund, Kreisverwaltung, Stadtverwaltung, Volksbank Heiden, Zweirad Busch, Zweirad Mosemann, Zweirad Bergmann, Zweirad van der Beck, Coesfeld 2-Rad-Baumeister, Bahnhof, Brauhaus Stephanus, Bürgerbüro, Familienbildungsstätte, High Tech Radsport, Hotel Haselhoff, Hotel Jägerhof, Hotel Zur Mühle, IKK, KFZ Zulassungsstelle, Radwelt, Sparkasse, Stadtbücherei, Verkehrsamt, Verkehrsverein Lette, VHS, Volksbank, Walfort Fahrräder, Zweirad Scharlau, Zweiräder Borgert, Drensteinfurt Kulturamt, Dülmen Busch Zweirad, Fahrzeughaus Heger, Fremdenverkehrsamt, IKK, Realmarkt, Stadtbücherei, Strätker Zweirad, Streiflichter, VHS, Voss, Viktorbücherei, Zweirad Zentrum, Emsdetten Die Grünen, Radwanderfreunde Münsterland, Rosenapotheke, Verkehrsverein, Zweirad Homann, Zweirad Müllmann, Zweirad Tippkötter, Ennigerloh Zweirad Hunkenschröder, Enschede ENFB, Epe Amtshaus, Stadtbücherei, Zweirad Vortkamp, Zweirad Brügger, Everswinkel Verkehrsverein, Zweirad Lohmann, Gescher Stadtbücherei, Stadtinformation, Zweirad Schweers-Pennekamp, Greven Rathaus, Sparkasse, Verkehrsverein, Volksbank, Zweirad Homann Gronau Gasthaus Doetkotte, Rathaus, Stadtbücherei, Verkehrsverein, Havixbeck Buchhandlung Janning, Burg Hülshoff, Elektrorad-Partner, Gemeindeverwaltung Havixbeck, Hof Havixbeck, Sandsteinmuseum, Schleiners Hof, Verkehrsverein, WN Havixbeck, Zweirad Jaisfeld, Ibbenbüren Goeke Zweiräder, IKK, Radstation, Rathaus, VHS/ Stadtbücherei, Therapiezentrum Saerbeck, Verkehrsverein, Zweirad Konermann, Zweirad Owerfeldt-Meyer, Zweirad Feldkämper, Isselburg Kreissparkasse (Werth), Volksbank (Werth), Lengerich 2-Rad-Haus Tiemann, Tourist-Info, Zweirad Schröer, Velo-Garten, Lüdinghausen Badelts Räderecke, Familienbildungsstätte, Frag & Fahr, Mit Rad & Tat, Opel Rüschkamp, Stadtbücherei, Volkshochschule, Zweirad Witteler, Metelen Buch u. 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Matzker, Zweirad Deppen, Zweirad Gaasbeck, Radprofi Roters, Zweirad Lübke, Zweirad Müllmann, Schöppingen Gemeindeverwaltung, Senden Demeter Bauernhof Gettrup, Gemeindeverwaltung, Sendenhorst Zweirad Brandhove, Stadtlohn Verkehrsverein, Volkshochschule, Zweirad Becking, Zweirad Schlattmann, Steinfurt-Borghorst Cyran Zweirad, Rathaus Steinfurt, Zweirad Kemper, Zweirad Minnebusch, Steinfurt-Burgsteinfurt Radstation am Bahnhof, Stadbücherei, Verkehrsverein, Zweirad Nattler, Zweirad Schnieder, Südlohn Sparkasse, Volksbank, Zweirad Völker, Telgte Fahrrad Kleefisch, Fahrrad König, Stadttouristik, Lesart, Velen Zweirad Büchter, Vreden Verkehrsverein, Warendorf Bürgerbüro Freckenhors, Die Glocke, am Bahnhof, Sparkasse, Stadt Warendorf - Kulturamt, Stadtbücherei, Stadtverwaltung, Stahlroß Fahrradtechnik, Warendorf Marketing GmbH, Volkshochschule, Westfälische Nachrichten, Zweirad Neehus, Wüllen Sparkasse, Volksbank.

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FÖRDERMITGLIEDER

Vielen Dank an unsere 40 Fördermitglieder Zweirad Gewers Zweirad Dammann AT-Zweirad GmbH Volksbank Beckum eG Genuss-Hotel und Restaurant Gaststätte PS - das Preußen Stübel Traix Cycles Zweirad Tippkötter Rosen-Apotheke L+K Zweirad-Freizeit-Garten HmbH Zweirad Homann Rad-Manufaktur Nierswalder Landhaus M & M Konzepte Lüdinghausen-Marketing Radsport Weste 2-Rad Peppinghaus Fahrrad XXL Hürter Radschlag Haus Münsterland Cesur-Bikes Provinzial Versicherung josta Bausysteme Drahtesel Schäpermeier HFR Rümpelfix Hof 22 Pedalkönig Velodrom Pues Fahrräder Terracamp 1-2-3 Rad Lila Leeze Fahrrad Look Rückenwind Velofaktur Zweirad Schweifel Radstation MS-Arkaden Westfälische Wilhelms-Universität Der Fahrradspezialist Lansing

Andreasstr. 1, Ahaus Ostenbrede 49, Ahlen Boschstraße 18, Altenberge Südstr. 15, Beckum Hohenzollernstr. 82, Bocholt Gräfin-Bertha-Str. 15, Borghorst Kuhlmannstraße 3, Emsdetten Nordwalder Straße 28, Emsdetten Borghorster Str. 33, Emsdetten Boschweg 18, Everswinkel Saerbecker Str. 48, Greven Münsterstraße 73, Greven Dorfstraße 2, Goch-Nierswalde Elisabethstraße 13, Heiden Borg 11, Lüdinghausen Westfalenstraße 139, Münster-Hiltrup Hiltruper Str. 61, Münster-Wolbeck Hammer Str. 420, Münster Geiststraße 48, Münster Immelmannstr. 37, Münster Friedrich-Ebert-Str. 123, Münster Provinzial-Allee 1, Münster Schuckertstr. 18, Münster Servatiiplatz 7, Münster Von-Esmarch-Straße 32a, Münster Bremer Straße, 42-56, Münster Dahlweg 22, Münster Hoher Heckenweg 145, Münster Melchersstraße 2, Münster Kanalstraße 47, Münster Aegidiimarkt 6+7, Münster Sentmaringer Weg 118, Münster Dortmunder Straße 11, Münster Dingbängerweg 249, Münster Hindenburgplatz 64-66, Münster Grevener Str. 61, Münster Grevener Str. 27, Münster Königsstr. 7, Münster Robert-Koch-Str. 40, Münster Oldenkotter Str.. 10, Vreden

Wir empfehlen Ihrer Aufmerksamkeit die oben genannten Firmen, die unsere Arbeit unterstützen! Sie erkennen diese Firmen u.a. am ADFC-Emblem, das Sie im Eingangsbereich des jeweiligen Geschäfts wiederfinden.

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VORTEILE IM ADFC

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Vorteile

f端r Mitglieder

NEU: Ab sofort 500 Freikilometer/Jahr im ADFC-Tourenportal zum runterladen f端r das GPS

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BEITRITTSERKLÄRUNG

Achtung: Wer ein neues Mitglied wirbt, bekommt die ADFC Regionalkarte Münsterland oder den Fahrrad-Stadtplan Münster geschenkt.

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TERMINE

Terminübersicht 25. September 15.00 h Info-Laden ADFC-Sommerabschlußfest 3. Oktober 10.00 h Hindenburgplatz Sparkassen Münsterland-Giro 2011 mit dem ADFC-Infostand auf dem Hindenburgplatz 5. Oktober 18.00 h Info-Laden Clubabend: Informationen zu Hanfbikes 8. Oktober 9.00 h Servatiplatz 68. ADFC-Gebrauchtradmarkt 15./16. Oktober ADFC-Münster Tourenleiterseminar in der Geschäftsstelle 2. November 19.00 h Info-Laden Clubabend: Reise nach Lublin 7. Dezember 19.00 h Info-Laden Clubabend: Weltumradelung Patrick Pohl Die Termine zu unseren Radtouren und Radreisen entnehmen Sie bitte unserer Homepage:

Pannenkurs für Anfänger Der ADFC Münster bietet am 12. Oktober um 18.30 Uhr im ADFC-Infoladen, Dortmunder Str. 19, einen weiteren Pannenkurs für Anfänger an. Der Kurs dauert ca. 90 Minuten und es werden Reparaturen erklärt und durchgeführt unter aktiver Beteiligung der Teilnehmer. Es handelt sich dabei um Reparaturen, die von jedem Laien problemlos durchgeführt werden können. So wird beispielsweise gezeigt wie man einen Reifen flickt, wie man die Kette spannt, wie man die Bremsen einstellt oder wie die Bremsbeläge gewechselt werden können. Der Kostenbeitrag beträgt 5 Euro (Mitglieder 3 Euro). Anmeldungen bitte bis zum 8. Oktober an folgende E-Mail-Adresse:

@

peter.wolter@adfc-ms.de

5JFSF WFS[BVCFSO Sentruper Str. 315 D-48161 Münster Tel. 0251-89040 www.allwetterzoo.de 365 Tage im Jahr geöffnet

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LEEZEN KURIER


FACHGRUPPEN & SERVICE

Unser Service

ADFC-Fachgruppen

Selbsthilfewerkstatt

Der ADFC-Münster bietet in verschiedenen Fachgruppen wie Internet, Navigation, GPS, Radverkehr, Öffentlichkeitsarbeit oder Fahrradschule die Möglichkeit sich auszutauschen, etwas zu erlernen oder sich aktiv einzubringen.

Die Werkstatt ist für Mitglieder jeden 1. Donnerstag von 18.30 bis 19.30 Uhr auf Anfrage geöffnet (Tel. 0251 393999). Spezialwerkzeug ist vorhanden, Mitglieder der Technik-Gruppe stehen mit Rat zur Seite. Pannenkurse: siehe www.adfc-ms.de!

Wir verleihen gegen Gebühr: Ä Ä Ä Ä Ä Ä Ä

Einen Donkey-Einkaufsanhänger Einen Winchester-Lastenanhänger Ein Rollstuhltransportrad „Marcobil” Die Rollende Fahrradschule für Schulen Ein Lorri-Dienstleistungsrad Ein Behinderten-Dreirad Leihfahrräder und Kinderanhänger gibt es in der ADFC-Radstation (MS-Arkaden) Tel. 0251-703 67 90 http://www.adfc-ms.de/vermietung.html

Fahrradrahmen-Codierung Jeden 2. Samstag im Monat (außer Januar), zwischen 10 und 12 Uhr, bietet der ADFC Münster die Möglichkeit zur Fahrrad-Codierung. Die Rahmengravur kostet 8,00 € (Mitgl. 4,00 €), die Etikettencodierung 6,00€ (Mitgl. 3,00 €). Die Einnahmen kommen der Verkehrssicherheitsarbeit des ADFC zugute. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte bringen Sie Ihren Ausweis und die Kaufquittung (sofern vorhanden) mit. http://www.adfc-ms.de/codierung.html

Sie können mit uns planen!    

Restaurant-Café Großer Biergarten mit Spielplatz preiswerte Übernachtungsmöglichkeit großer Bühnensaal und Festräume

FG Gesundheit/Fahrradschule: Wir suchen Leute, die gerne Fahrrad fahren und die andern Mitmenschen zeigen möchten, wie einfach und schön das ist. Wenn Sie am Nachmittag etwas Zeit erübrigen können und gerne mit andern Menschen zusammen sein möchten, melden Sie sich als Trainerin oder Trainer für unsere Radfahrschule. Wir – die alten Hasen in diesem Geschäft – zeigen Ihnen gerne, wie man es schafft, dass interessierte Mitmenschen auch in fortgeschrittenem Alter noch lernen, wie selbstverständlich mit dem Fahrrad umzugehen. Und vor allem: Sie selbst erleben, dass es großen Spaß macht, andern Mitmenschen „aufs Fahrrad zu helfen“. Was zögern Sie noch? Rufen Sie an, alles Weitere ergibt sich dann wie von selbst!

FG Tourenleiter/Touristik: Auch wir suchen Verstärkung., 545 Radtouren und Veranstaltungen wollen gemanaget werden, die Erfassung des Radtourenprogramms will betreut, Infostände besetzt, die Internetplattform aktualisiert, touristische Aktionen geplant und PR-Berichte wollen geschrieben werden. Es sind sehr interessante und spannende Aufgaben, die wir gern im Team, aber auch selbständig und eigenverantwortlich auf weitere Schultern verteilen möchten. Dazu soll sechs Mal im Jahr eine Teamsitzung stattfinden. Wer Lust, Interesse und Zeit hat die Fachgruppe Tourenleiter + Touristik zu unterstützen, ist zum 1. Meeting am Mittwoch, dem 14. September um 19.00 Uhr in der ADFC-Geschäftsstelle sehr herzlich eingeladen.

☎ MÜNSTERLAND

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3/2011

Geschäftsstelle: 0251 393999

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KONTAKTE

ADFC Bundesverband e.V. Grünenstraße 120 0421 34629-0 ( 28199 Bremen Fax: 0421 34629-50 www.adfc.de kontakt@adfc.de

ADFC Landesverband NRW e.V. Hohenzollernstr. 27-29 0211 68708-0 ( 40211 Düsseldorf Fax: 0211 68708-20 www.adfc-nrw.de info@adfc-nrw.de

ADFC Kreisverband MS/Münsterland e.V.

Die Ortsgruppen des Kreisverbandes Münster/Münsterland

Dortmunder Straße 19 0251 393999 ( 48155 Münster Fax: 0251 379341 Do. 16 - 19 Uhr Samstags 10 - 13 Uhr www.adfc-ms.de info@adfc-ms.de ADFC-Radstation Münster-Arkaden Königsstraße 7 0251 7036790 ( 48143 Münster Mo. - Fr. 9-18 Uhr Samstags 10 - 16 Uhr info@radstation-ms-arkaden.de Geschäftsführender Vorstand im Kreisverband 1. Vorsitzender 0175 2966253 ( Peter.Wolter@adfc-ms.de 2. Vorsitzender 0251 1366444 ( Matthias.Wuestefeld@adfc-ms.de Schatzmeister 0251 8712860 ( Juergen.Hupe@adfc-ms.de Ansprechpartner im Vorstand Geschäftsstelle 0251 393999 ( Klaus.Tuschen@adfc-ms.de Infoladen 0251 315359 ( Elisabeth.Poehler@adfc-ms.de Mitgliederverwaltung 0251 393999 ( Cornelia.Goerner@adfc-ms.de Öffentlichkeitsarbeit 0151 15674524 ( Horst.Manschus@adfc-ms.de FG Technik: Tomasz Licow 0251 7036790 ( info@radstation-ms-arkaden.de FG Tourenleiter/Touristik 02543 4780 ( Bernd.Kortmann@adfc-ms.de FG Radverkehr: Florian Heskamp radverkehr@adfc-ms.de 0251 1628578 ( FG Gesundheit / Fahrradschule Werner Ringkamp 0251 5348485 (

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Ahaus: Herbert Moritz ahaus@adfc-ms.de

0178 2817817 (

Billerbeck: Peter Küschall billerbeck@adfc-ms.de

02543 8574 (

Bocholt: Jörg Punsmann bocholt@adfc-ms.de

02871 8373 (

Borken: Walter Corsten borken@adfc-ms.de

02861 1731 (

Coesfeld: Klaus Aufenanger coesfeld@adfc-ms.de

02541 6909 (

Dülmen: Ferdi Pietz duelmen@adfc-ms.de

02594 2774 (

Greven: Elmar Homann greven@adfc-ms.de

02571 560480 (

Havixbeck: Alfons Lensing havixbeck@adfc-ms.de 01520 1767662 ( Ibbenbüren: Martin Kitten ibbenbueren@adfc-ms.de 05451 962738 ( Lüdinghausen: Lothar Kostrzewa-Kock luedinghausen@adfc-ms.de 05451 962738 ( Nottuln: Wolfgang Lange nottuln@adfc-ms.de

02502 3154 (

Rosendahl-Darfeld: Günter Maas rosendahl-darfeld@adfc-ms.de 02545 1232 ( Rheine: Ludger Albers rheine@adfc-ms.de

05971 982396 (

Schöppingen: Heinrich Gerling schoeppingen@adfc-ms.de 02555 1339 ( Steinfurt: Martin Drerup steinfurt@adfc-ms.de

02551 996538 (

Warendorf: Franz-Ludwig Blömker warendorf@adfc-ms.de 02584 1218 (

LEEZEN KURIER


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Dieses Projekt wurde im Rahmen des aus dem ()5(NR¿QDQ]LHUWHQ2SHUDWLRQHOOHQ3URJUDPPV IU15:LP=LHOÄ(UOHEQLV15:³DXVJHZlKOW

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Alles, was Sie wisse n müssen: es kostet, wo es die Räder gibt.. .

Niederrhein Tourismus GmbH Kataloge + Infos unter: Tel.: +49 (0) 21 62 - 81 79 334 info@NiederrheinRad.de www.NiederrheinRad.de EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung. Investition in unsere Zukunft.


LK Nr. 97, Jg. 2011/3