Page 1

P RO G R A M M M AG A Z I N FEB. 20 – JUN. 20


Klänge, die bewegen Ob das sanfte Summen eines Elektromotors, der tiefe Ton eines 12-Zylinders oder das Crescendo im Konzertsaal – Klänge sind Schlüssel zu unseren Emotionen. www.amag.ch

Mit Leidenschaft. Für Sie.


E D I TO R I A L

Die ZKOV-Geschäftsleitung (v.l.): Lena-Catharina Schneider, Kathrin Martelli und Helene Eller.

E D I TO R I A L Liebe Konzertbesucher und Freunde des Zürcher Kammerorchesters Die zweite Hälfte der Saison 2019/20 erleben wir mit langjährigen musikalischen Freunden unseres Orchesters und unseres Music Directors Daniel Hope. Dabei nehmen wir drei herausragende ZKO-Musiker in den Fokus: Freuen Sie sich im Februar auf unseren Oboisten Marc Lachat, der Werke von Johann Sebastian Bach interpretieren wird. Und seien Sie gespannt auf unseren Flötisten Stéphane Réty und unseren Cembalisten Naoki Kitaya, die zum Saisonabschluss Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 zum Klingen bringen. Darüber hinaus erwarten wir zahlreiche Gast­ solisten, wobei der Mandolinist Avi Avital im März den Anfang macht. Zusammen mit dem ZKO wird er extra für Mandoline und Streichorchester arrangierte Konzerte spielen. Einen Monat später erinnern wir zusammen mit Oliver Schnyder in einem Festkonzert 100 Jahre nach der Gründung des Kammerorchesters Zürich an Alexander Schaichet, der das Orchester bis zu seiner Auflösung im Jahr 1943 geleitet hat.

Hauptpartner Hauptpartner

Besonders effektvoll und dynamisch geht es mit dem Trompeter Tamás Pálfalvi und dem Pianisten Jan Lisiecki mit dem Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester von Dmitri Schostakowitsch im Wonnemonat Mai zu. Kurz vor Saisonende feiern wir mit unseren E hrendirigenten Sir Roger Norrington und ­ ­Sebastian Knauer den runden G ­ eburtstag Ludwig van Beethovens. Begleiten Sie uns auf unseren Konzerten und schenken Sie sich und anderen berührende musikalische Stunden mit dem Zürcher Kammerorchester. Wir freuen uns auf Sie!

Kathrin Martelli Präsidentin ZKOV

Lena-Catharina Schneider Künstlerische Geschäftsleitung

Dr. Helene Eller Kaufmännische Geschäftsleitung

Innovationspartner Innovationspartner

Subventionsgeber Gönner Subventionsgeber und und Gönner

03


Music Director / Violine Daniel Hope 1. Violine Willi Zimmermann, Konzertmeister Donat Nussbaumer, Stv. Konzertmeister Jana Karsko | Inès Morin   Kio Seiler  | Tanja Sonc 2. Violine Daria Zappa Matesic, Stimmführung Silviya Savova-Hartkamp, Stv. Stimmführung Anna Tchinaeva, Stv. Stimmführung Simon Wiener  |  Philipp Wollheim 1. / 2. Violine Arlette Meier-Hock Viola Ryszard Groblewski, Stimmführung Frauke Tometten Molino, Stv. Stimmführung Janka Szomor-Mekis | Pierre Tissonnier Violoncello Nicola Mosca, Stimmführung Anna Tyka Nyffenegger, Stv. Stimmführung Silvia Rohner Geiser Kontrabass Seon-Deok Baik, Stimmführung Hayk Khachatryan, Stv. Stimmführung Ivo Schmid, Stv. Stimmführung Flöte Stéphane Réty Oboe Marc Lachat  |  Roman Schmid

DA S Z Ü R C H E R K A M M E RO R C H E S T E R S A I S O N 2 019 – 2 02 0 1945 durch Edmond de Stoutz gegründet, zählt das Zürcher Kammerorchester heute zu den führenden Klangkörpern seiner Art. Unter der Leitung von Edmond de Stoutz und später von Howard Griffiths und Muhai Tang erlangte das Ensemble internationale Anerkennung. In der Ära mit dem weltweit angesehenen Principal Conductor Sir Roger Norrington, von 2011 bis 2015, konnte das Zürcher Kammerorchester seine hervorragende Reputation nachhaltig festigen. Seit der Saison 2016/17 leitet Music Director Daniel Hope das Orchester. Regelmässige Einladungen zu internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musik Festival, dem Gstaad Menuhin Festival oder dem Lucerne Festival, Gastspiele in bedeutenden Musikzentren, Konzerttourneen durch europäische Länder, Amerika, Asien und Südafrika sowie zahlreiche, von der Fachpresse gefeierte Tonträger belegen das weltweite Renommee des Zürcher Kammerorchesters. Das Repertoire ist breit gefächert und reicht von Barock über Klassik und Romantik bis zur Gegenwart. Bemerkenswert ist zudem die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Bereichen wie Jazz, Volksmusik und populäre Unterhaltung. Die Nuggi-, Krabbel-, Purzel-, ABC- und Kinderkonzerte, die Vermittlungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung junger Instrumentalisten sind dem Zürcher Kammerorchester ebenso wichtig wie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit weltweit gefeierten Solisten.

Horn Thomas Müller | Martin Ackermann Cembalo Naoki Kitaya

www.zko.ch

BESUCHEN SIE UNS AUF


I N H A LT

I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

08

16

26

22

28

06

Konzertübersicht Alle Konzerte auf einen Blick

08

Fokus Avi Avital: Der Mann mit der Mandoline

28

Saisonabschluss Mit Bach,Vaughan Williams und Vivaldi in den Sommer

30

Abschlusskonzert Junges ZKO und ZKO Teens Schulklassen entdecken die Orchesterwelt

12

Kammermusik@ZKO Matinée Française

14

Marc Lachat und Daniel Hope Musikhistorische Kriminalfälle

32

Familienkonzerte Grosse Töne für die Kleinen

16

Festkonzert 100 Jahre Kammerorchester Zürich Ein Leben für die Musik

34

ZKO Porträt Im Gespräch mit Jana Karsko

36 18

Vom König, vom Kater und der Fiedel Daniel Hope spielt für die Kleinsten

ZKO Inside Aus der ersten Halbzeit

38

ZKO Freunde Zukunft ahoi!

Kammermusik@ZKO Bohemian Quartet

40

Kolumne von Daniel Hope Musik an die Macht

Jan Lisiecki und Tamás Pálfalvi Klavier trifft Trompete

42

Vorschau / Impressum

20

22

26

Sebastian Knauer und Sir Roger Norrington Was Beethoven uns heute noch zu sagen hat

05


06

KO N Z E RT Ü B E R S I C H T

A L L E KO N Z E RT E A U F EINEN BLICK F E B RU A R 2 0

MÄRZ 20

APRIL 20

KAMMERMUSIK@ZKO MATINÉE FRANÇAISE So, 2. Feb. 2020 11.00 Uhr, ZKO-Haus

PURZEL-KONZERT So, 8. März 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus

KRABBEL-KONZERT So, 5. April 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus

Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Aufruhr im Gemüsebeet

Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Der kleine Igel und das verlorene Entchen

AVI AVITAL Di, 24. März 2020 19.30 Uhr, Tonhalle Maag

FESTKONZERT 100 JAHRE KAMMERORCHESTER ZÜRICH In memoriam Alexander Schaichet Sa, 25. April 2020 19.30 Uhr, Tonhalle Maag

Daria Zappa Matesic Violine Inès Morin Violine Stefania Verità Violoncello Emanuele Forni Theorbe Naoki Kitaya Cembalo Werke von Couperin, Chéron, Leclair, Rameau und weiteren NUGGI-KONZERT MATINÉE FRANÇAISE So, 2. Feb. 2020 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus

Avi Avital Mandoline Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Vivaldi, Bach, Respighi, Tschaikowsky und Verdi

Daria Zappa Matesic Violine Inès Morin Violine Stefania Verità Violoncello Emanuele Forni Theorbe Naoki Kitaya Cembalo Werke von Couperin, Chéron, Leclair, Rameau und weiteren

PURZEL-KONZERT So, 26. April 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Wie Findus zu Pettersson kam

MARC LACHAT UND DANIEL HOPE Di, 25. Feb. 2020 19.30 Uhr, Tonhalle Maag Marc Lachat Oboe Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Werke von Bach und Grieg

Oliver Schnyder Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Mendelssohn, Bach, Haydn und Mozart

MAI 20 ABC-KONZERT So, 29. März 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Jolanda Steiner Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Zilly, die Zauberin

ZKO IM PFAUEN KINDERKONZERT So, 3. Mai 2020 11.00 Uhr, Schauspielhaus Pfauen Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Vom König, vom Kater und der Fiedel


KAMMERMUSIK@ZKO BOHEMIAN QUARTET So, 10. Mai 2020 11.00 Uhr, ZKO-Haus Gregory Ahss Violine Kio Seiler Violine Janka Szomor-Mekis Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Werke von Smetana und Borodin NUGGI-KONZERT BOHEMIAN QUARTET So, 10. Mai 2020 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus

JUNI 20 SEBASTIAN KNAUER UND SIR ROGER NORRINGTON Di, 9. Juni 2020 19.30 Uhr, Tonhalle Maag Sebastian Knauer Klavier Sir Roger Norrington Ehrendirigent Zürcher Kammerorchester Werke von Beethoven

Tamás Pálfalvi Trompete Jan Lisiecki Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Bach, Schostakowitsch und Beethoven KRABBEL-KONZERT Sa, 23. Mai 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Mama Huhn sucht ihr Ei PURZEL-KONZERT So, 24. Mai 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Findus und der Hahn im Korb

ZKO BERATUNG UND VERKAUF Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich tickets@zko.ch, Tel. 044 552 59 00 ÖFFNUNGSZEITEN Mo – Fr 11.00 bis 17.00 Uhr durchgehend BILLETTKASSE TONHALLE MAAG Zahnradstrasse 22, 8005 Zürich Tel. 044 206 34 34

Gregory Ahss Violine Kio Seiler Violine Janka Szomor-Mekis Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Werke von Smetana und Borodin JAN LISIECKI UND TAMÁS PÁLFALVI Di, 19. Mai 2020 19.30 Uhr, Tonhalle Maag

TICKETS

VORVERKAUFSSTELLE TONHALLE MAAG AM PARADEPLATZ Schalterhalle Credit Suisse Paradeplatz 8, 8001 Zürich

KRABBEL-KONZERT So, 14. Juni 2020 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Mama Muh schaukelt

SCHAUSPIELHAUS PFAUEN (für Konzerte im Schauspielhaus) Rämistrasse 34, 8001 Zürich Tel. 044 258 77 77 MUSIK HUG Limmatquai 28 – 30, 8001 Zürich STARTICKET www.starticket.ch

SAISONABSCHLUSS Di, 23. Juni 2020 19.30 Uhr, Tonhalle Maag Stéphane Réty Flöte Naoki Kitaya Cembalo Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Werke von Bach, Williams und Vivaldi ABSCHLUSSKONZERT JUNGES ZKO UND ZKO TEENS Fr, 26. Juni 2020 19.30 Uhr, ZKO-Haus Junges ZKO ZKO Teens Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

www.zko.ch BESUCHEN SIE UNS AU F


«INBEGRIFF DER ANALOGEN SCHÖNHEIT» Der Mandolinenmeister Avi Avital zeigt im Konzert mit dem Zürcher Kammerorchester, dass sein Instrument keine Grenze kennt. Sogar in eine russische Balalaika kann es sich verwandeln.


10

RUBRIKZEILE

Avi Avital, Ihr Programm in Zürich könnte man vielleicht so zusammenfassen: In der ersten Hälfte Barockmusik und dann Musik, die Sie schon immer mal spielen wollten?

kann das Ganze auch anders sehen und sagen: Es gibt

Diese Zusammenfassung gefällt mir. Tatsächlich spie-

hen plötzlich Programme wie das mit dem Zürcher

len wir im ersten Teil jenes Repertoire, das man von

Kammerorchester, in dem wir alle vollkommen Neu-

der Mandoline erwartet: Beim Barock befindet man

es entdecken, in denen das Vivaldi-Konzert mit der

sich auf sicherem Terrain. Aber es gibt eben auch

Adaption des Bach-­Violinkonzerts für Mandoline in

eine andere Assoziation zu meinem Instrument, und

einen Dialog tritt, oder Tschaikowskys «Jahreszeiten»

das ist die romantische Seite, das Sentimentale der

mit der wunderbaren Orchesterfassung von Verdis

Gambe. Dazu passt Tschaikowsky perfekt.

Streichquartett. Abende wie diese sind nicht nur für

so wenig Literatur, dass es spannend ist, jede Grenze mit der Mandoline zu sprengen, um sich vollkommen frei als Reisender in der Musikgeschichte auszuprobieren. Mit dieser optimistischen Sichtweise entste-

das Publikum, sondern auch für uns Musiker äusserst

Sie spielen Teile seiner «Jahreszeiten» in einer Bearbeitung von Ohad Ben-Ari ...

bereichernd.

... die wirklich grossartig ist. Für mich sind derartige

«Abende wie diese sind nicht nur für das Publikum, sondern auch für uns Musiker äusserst bereichernd.»

Bearbeitungen immer auch Experimente. Es ist am Anfang nie ganz klar, was am Ende herauskommt, und es ist spannend, was man vorfindet. Im Falle von Tschaikowsky war es die Erkenntnis, dass die Mandoline bei Arrangements oft mit folkloristischer Musik assoziiert wird. Wenn ich die Bearbeitung von Ben-Ari spiele, verwandelt sich die Mandoline plötzlich in eine russische Balalaika. Ich habe anfänglich sehr über diesen Effekt gestaunt, aber eigentlich ist er logisch, denn fast überall in der Welt wird Volksmusik mit einem Zupfinstrument verbunden.

Auffallend ist, dass es auch keine Grenzen in der Zeit gibt. Gerade das Barock, aus dem Sie ja eigentlich kommen, scheint mit der Moderne zu korrespondieren … Wenn man sich mit der Zeit und der Interpretati-

Wenn ich das richtig verstehe, verwandeln Sie die Begrenztheit Ihres Instruments in eine Art von Freiheit?

onskunst des Barock beschäftigt, erkennt man sofort

Das ist die Grundidee von allem, was ich tue. Na-

allen Dingen eine Frage des Mutes, der Persönlichkeit

türlich kann man als Mandolinenspieler den Kopf

und Spontaneität. Und an dieser Stelle sind wir auch

in den Sand stecken und jeden Tag lamentieren: Es

heute wieder. Ich bin sicher, dass Vivaldi heute ein

gibt kaum Repertoire für unser Instrument, und das

DJ wäre. Sein Genie lag in seiner Unverfrorenheit.

Repertoire, das es gibt, ist in sich begrenzt. Aber man

Und darin, dass er den Beat im Barock erfunden hat.

die grossen Freiheiten, die den Interpreten damals zur Verfügung standen. Musik war im Barock vor


FOKUS

Mit dem neuen Programm knüpfen Sie an das Barockkonzert an, das Sie 2017 mit dem Zürcher Kammerorchester gegeben haben.

bettetsein in einen warmen, weichen Streicherklang. Diese Kombination funktioniert für mich besonders gut. Es ist ein Gegensatz, bei dem beide Seiten mit ihren Stärken zur Geltung kommen.

Ja, denn das Barock ist der Schlüssel zu so vielem. Die Freiheit der Musik des Barock ermuntert jeden Musiker, die Augen und die Ohren zu öffnen und

Was ist für Sie das Besondere am Zürcher Kammerorchester?

neugierig zu sein. Und diese Neugier steht auch über

Man spürt beim ZKO, dass es kammermusikalisch

dem aktuellen Programm.

funktioniert, dass es sofort in einen Dialog mit dem Solisten tritt, dass es Spass daran hat, gemeinsam

Welche Rolle spielen die Orchester, mit denen Sie zusammenarbeiten?

zu denken, zu spielen und zu experimentieren – es

Es ist das Reizvolle an unserem Beruf, dass jede Be-

neue Wege einschlägt. Und ich muss sagen, dass mich

gleitung, sei es durch einen anderen Solisten oder

dieses Bild immer wieder fasziniert: die Mandoline

eben ein Orchester, immer wieder vollkommen neue

und die Streicher – ein Meer voller Holz! Das strahlt

Dialoge eröffnet. Im Laufe der Zeit habe ich festge-

für mich eine ureigene Magie aus und ist für mich so

stellt, dass mir die Verbindung von Mandoline und

etwas wie der Inbegriff der analogen Schönheit!  ab

ist ein sehr flexibles Orchester, mit dem man gern

Streichorchester besonders gut gefällt. Da gibt es auf der einen Seite die Unmittelbarkeit und Direktheit des gezupften Tons, auf der anderen Seite das Einge-

AV I AV I TA L D i , 2 4 . M ä r z 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, To n h a l l e M a a g Avi Avital Mandoline Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

KO N Z E RT E N D E ca. 21.30 Uhr A B O / KO N Z E RT R E I H E Grosses Abo / Mostly Baroque TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

Antonio Vivaldi (1678 – 1741) 6 min Concerto g-Moll für Streicher und Basso continuo RV 156 Allegro | Adagio | Allegro Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Violinkonzert a-Moll BWV 1041, arrangiert für Mandoline von Avi Avital Allegro moderato  |  Andante  |  Allegro assai

13 min

Ottorino Respighi (1879 – 1936) Antiche Danze ed Arie: III. Suite Italiana | Aria di corte | Siciliana | Passacaglia

19 min

Pause

20 min

Piotr Iljitsch Tschaikowsky (1840 – 1893) 16 min Auszüge aus «Die Jahreszeiten», arrangiert von Ohad Ben-Ari Dezember: Weihnachten | Oktober: Herbstlied |  Juni: Barcarole  |  März: Lied der Lerche Giuseppe Verdi (1813 – 1901) Streichquartett e-Moll, Fassung für Streichorchester Allegro | Andantino | Prestissimo |  Scherzo Fuga: Allegro assai mosso. Poco più presto

23 min

11


12

RUBRIKZEILE

DIE FARBEN FRANKREICHS Eine Französin, zwei Italiener, eine Schweizerin und ein Japaner spielen französische Barockmusik und bringen dabei besondere Trouvaillen zum Vorschein.

Lange Busfahrten durch unendliche Weiten gehörten 2018 zur Amerikatournee des Zürcher ­Kammerorchesters. Und wie lässt sich die Reisezeit besser nutzen, als mit dem Schmieden von neuen Programm­ideen? Ein Grüppchen von Musikerinnen und Musikern tat auf jeden Fall genau das – trotz der an den Fenstern vorbeiziehenden amerikanischen Landschaft entstand die Idee einer Matinée Française, eines Kammermusikmorgens voller französischem Charme. «Französische Musik ist nicht so kraftvoll und artikuliert wie deutsche Musik und nicht so virtuos-spritzig wie italienische», sagt der ZKO-Cembalist Naoki Kitaya, «dafür ist sie voller dezenter Farbtupfer und wahnsinnig emotionsreich.»

war ein Lehrer de Visées und der einzige Italiener des Programms – als Gitarrenlehrer von Ludwig XIV. stand er jedoch ebenfalls unter Einfluss des französischen Hofs. Beziehungen über die Landesgrenzen hinweg gibt es auch bei Jean-Philippe Rameau: Er inspirierte ­unter anderem den jungen Mozart. Obwohl ­Rameau selbst in der Nachfolge grosser Komponisten wie François Couperin stand, entwickelte er einen ganz eigenen Stil und wagte manche Experimente. In seinen «Pièces de clavecin en concerts» etwa nimmt das Cembalo nicht die übliche Rolle eines begleitenden Generalbasses ein, sondern ist das eigentliche Soloinstrument.

Wie Naoki Kitaya waren auch die Menschen im Barock fasziniert von nationalen Stilen. Und neben Abgrenzungsversuchen spielten natürlich auch gegenseitige Einflüsse eine Rolle. So präsentieren die Musiker am Kammermusikmorgen zuerst ein Werk von François Couperin «Le Grand», der in seiner Sammlung «Les Nations» das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ländertraditionen beleuchtete.

Zum Schluss hört das Publikum ein weiteres Schüler-Lehrer-Paar: Jean-Marie Leclair wurde vom nur zwei Jahre älteren André Chéron unterrichtet. Von Leclair ist heute nicht nur sein virtuoses Geigenspiel in Erinnerung, sondern auch sein mysteriöser Tod. Bis heute weiss niemand genau, wer ihn damals mit 67 Jahren erstochen hatte.

Danach spielen sie ein Werk Robert de Visées, bei dem Emanuele Forni an der Theorbe solistisch zu ­hören sein wird. Später nimmt der Musiker die ­Gitarre zur Hand, um den Solopart in Francesco Corbettas «Caprice de chacone» zu spielen. Corbetta

André Chérons wundervolle Passacaille wird laut Naoki Kitaya viel zu selten aufgeführt. Sie beginnt mit einem überraschenden Akkord – «ich hoffe, das Publikum wird da bereits den Atem anhalten», so der Cembalist.  sp


K A M M E R M U S I K @ Z KO – M AT I N É E F R A N Ç A I S E S o, 2 . F e b r u a r 2 0 2 0 , 1 1 . 0 0 U h r, Z KO - H a u s

Daria Zappa Matesic Violine Inès Morin Violine Stefania Verità Violoncello Emanuele Forni Theorbe Naoki Kitaya Cembalo

François Couperin (1668 – 1733) 9 min Sonate, aus: Second Ordre «L’Espagnole» in c-Moll (Les Nations) Gravement et mesuré – Vivement  |  Air: Affectueusement – Légèrement |  Air: Tendre – Vivement et marqué Robert de Visée (um 1655 – 1732) Manuskript «Madame Vaudry de Saizenay» Prelude |  La Mascarade |  Assez de Pleurs

6 min

Jean-Philippe Rameau (1683 – 1764) 11 min Cinquième concert in d-Moll, aus: Pièces de clavecin en concerts La Forqueray |  La Cupis |  La Marais

KO N Z E RT E N D E ca. 12.00 Uhr

Francesco Corbetta (um 1615 – 1681) Caprice de chacone in C-Dur, aus: La Guitarre Royalle

TICKETPREISE CHF 40

Jean-Marie Leclair (1697 – 1764) Deuxième récréation de musique in g-Moll op. 8 Chaconne | Tambourin vite |  Autre Tambourin

Dieses Konzert wird gefördert von R und Th Immobilien AG

André Chéron (1695 – 1766) Passacaille, aus: Sixième sonate in A-Dur (Sonates en trio)

4 min

11 min

7 min

AB

17:00 U H GEÖ FFN

ET

R

Bistro k2 Zahnradstrasse 22 8005 Zürich (Direkt bei der Tonhalle MAAG gelegen) Tel: 044 444 26 66 www.k2bistro.ch

Musik für den Gaumen – geniessen Sie Speisen aus regionalen und saisonalen Produkten im industriellen Ambiente des Bistro k2.


14

RUBRIKZEILE

MUSIKHISTORISCHE KRIMINALFÄLLE Gemeinsam mit dem ZKO und Daniel Hope begibt sich der Oboist Marc Lachat auf die Suche nach Bach und seiner Zeit. Die Oboenkonzerte von Johann Sebastian Bach sind in Wahrheit musikhistorische Kriminalfälle. Sie existieren lediglich als Fragmente und sind in ihrer heutigen Schönheit nichts anderes als anhand von Indizien rekonstruierte Musik. So ist im d-Moll-Konzert BWV 1059R nicht einmal klar, ob Bach dieses Stück überhaupt für Oboe vorgesehen hat. Diese Vermutung legt allein der Tonumfang des Solistenparts nahe. Er ist für eine Violine zu gering und liegt eine Oktave tiefer, als wenn es sich um ein Viola-, Gamben- oder Cellokonzert handeln würde; ausserdem würde das Soloinstrument dafür zu häufig von der Orchesterbegleitung verdeckt. Fakt ist, dass von diesem Konzert

nur ein neuntaktiges Fragment mit der Angabe «Cembalo solo, una Oboe, due Violini, Viola, e Cont.» erhalten ist, und dass es sich um eine leicht bearbeitete Fassung der Kantate «Geist und Seele wird verwirret» handelt. Inzwischen hat sich die Version des Konzerts für Oboe eingebürgert – und feiert als solche auch virtuose Erfolge. Selbst wenn es noch immer Zweifel an der Oboentheorie gibt, besonders, was die ununterbrochenen Sechzehntelbewegungen im 3. Satz der Cembalofassung angeht: Sie würden einem Oboisten im Original kaum Möglichkeit zum Atmen lassen. Ebenso unsicher wie bei BWV 1059R ist die musikhistorische Situation beim d-Moll-Konzert BWV


M A R C L A C H AT U N D DA N I E L H O P E

1060 – und das, obwohl es sich längst als eines der beliebtesten Oboenkonzerte durchgesetzt hat. Doch auch hier handelt es sich lediglich um eine Rekonstruktion, da die Originalversion des Konzerts verschollen ist. Musikwissenschaftler gehen davon aus, dass die eigentliche Fassung in Köthen oder in Bachs frühen Leipziger Jahren entstanden ist. Sicher ist, dass die virtuosen Soli und der aus drei Sätzen bestehende Aufbau mit den wechselnden Tempi (schnell – langsam – schnell) den Einfluss des italienischen Barock à la Antonio Vivaldi widerspiegeln.

«Ich liebe den expressiven Klang der Oboe. Sie tönt nie flach, sondern immer sehr lebendig.» Der Oboist Marc Lachat wird diese ersten beiden Konzerte als Solist interpretieren. Lachat ist seit 2017 festes Mitglied des Zürcher Kammerorchesters und spielt parallel im Sinfonieorchester Basel. Eigentlich begeistern den Oboisten, der am Pariser Konserva-

torium studierte, besonders die Sinfonien Beethovens und Brahms’. Privat hört er auch gern mal elektronische Musik. Die Musik Bachs wirft ihn auf die Reinheit seines Instruments zurück, welches Lachat immer wieder an die menschliche Stimme erinnert. «Ich liebe den expressiven Klang der Oboe», sagt er. «Sie tönt nie flach, sondern immer sehr lebendig.» Auch der Music Director des Zürcher Kammerorchesters, Daniel Hope, vergleicht das gelungene Geigenspiel gern mit der Kunst der menschlichen Stimme und ihrem natürlichen Atem. Mit Bachs a-Moll-Konzert spielt er eines der vielleicht schönsten Violinkonzerte überhaupt. Einen Rückblick auf die Zeit Bachs stellt schliesslich die Komposition «Aus Holbergs Zeit» des Norwegers Edvard Grieg dar. Zum 200. Geburtstag des Dichters Ludvig Holberg komponierte er eine Suite, die sich an die Tanz- und Liedformen des 18. Jahrhunderts anlehnt. «Aus Holbergs Zeit» ist ein Werk, das viele in seiner Schönheit und Bedeutung mit der bekannten «Peer-Gynt-Suite» des Komponisten vergleichen.  ab

M A R C L AC H AT U N D DA N I E L H O P E D i , 2 5 . F e b r u a r 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, To n h a l l e M a a g Marc Lachat Oboe Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester

KO N Z E RT E N D E ca. 21.15 Uhr A B O / KO N Z E RT R E I H E Grosses Abo, Kleines Abo / Hope and Friends, Mostly Baroque TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) 12 min Konzert d-Moll für Oboe, Streicher und B.c. BWV 1059R Presto | Adagio | Allegro Johann Sebastian Bach Konzert d-Moll für Oboe, Violine, Streicher und B.c. nach BWV 1060 Allegro | Adagio | Allegro

17 min

Pause

20 min

Johann Sebastian Bach Violinkonzert a-Moll BWV 1041 (Ohne Bezeichnung)  |  Andante  |  Allegro assai

15 min

Edvard Grieg (1843 – 1907) Aus Holbergs Zeit – Suite im alten Stil G-Dur op. 40 Preludium: Allegro vivace | Sarabande: Andante |  Gavotte: Allegretto – Musette: Poco piu mosso  |  Air: Andante religioso  |  Rigaudon: Allegro con brio

21 min

15


16

RUBRIKZEILE

«MUSIK KENNT KEINEN STILLSTAND» Der Pianist Oliver Schnyder feiert gemeinsam mit dem ZKO das 100-Jahr-Jubiläum des Kammerorchesters Zürich und seinen Gründer Alexander Schaichet – für Schnyder ein genialer Musikmacher.

Oliver Schnyder, Ihr Konzert ist der Gründung des Kammerorchesters Zürichs durch Alexander Schaichet vor 100 Jahren gewidmet. Sie selbst sind ein Künstler, der nicht nur Klavier spielt, sondern auch Konzertideen entwickelt – ein musikalischer Macher. Sind Menschen wie Schaichet ein Vorbild für Sie? Auf jeden Fall, und sein Name echot noch immer sehr laut durch unsere musikalische Gegenwart. Es ist sehr faszinierend, was Alexander Schaichet geleistet hat: Er war nicht nur Gründer des ersten Kammerorchesters der Schweiz, sondern auch ein grosser Förderer der Schweizer Gegenwartsmusik. Komponisten wie Robert Blum, Willy Burkhard oder Albert Möschinger wurden durch ihn unterstützt, und er setzte sich auch vehement für Musiker

wie Ernst Krenek, Max Reger und besonders für Béla Bartók ein. Letztlich war er mit seiner Leidenschaft auch Vorbild für Paul Sacher und dessen spätere Gründung des Basler Kammerorchesters. Was vielleicht ganz lustig ist: Einer meiner Lehrer in der Gymnasialzeit war Schüler von Schaichet – und insofern gibt es sogar eine direkte Linie zu mir. Sie spielen an diesem Abend unter anderem Bachs erstes Klavierkonzert BWV 1052. Ein Werk, das man von Ihnen und Ihrem Repertoire nicht unbedingt erwartet … Das stimmt, aber mir gefällt es sehr, wenn Programme einen tieferen Sinn haben. Als ich in der Planungsphase erfuhr, dass genau dieses Bach-Konzert bei der Gründung des Kammerorchesters Zürich gespielt wurde, war ich sehr

DA S K A M M E R­O R C H E S T E R Z Ü R I C H U N D A L E X A N D E R S C H A I C H E T Als der aus Odessa stammende Violinist und Bratschist Alexander Schaichet 1914 ferienhalber in die Schweiz reiste, ahnte er nicht, dass er hier den Rest seines Lebens verbringen sollte. Eigentlich wollte er wieder zurück nach Jena, wo er am Konservatorium unterrichtete und Primgeiger verschiedener Kammermusikformationen war. Doch der Erste Weltkrieg kam dazwischen.

Schaichet, verheiratet mit der Pianistin und Béla-Bartók-­ Schülerin Irma Schaichet, blieb sein ganzes Leben in der Limmatstadt, wo er 1920 das Kammerorchester Zürich gründete und bis zu dessen Auflösung 1943 leitete. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen von Werken Alter und Neuer Musik, davon viele von Schweizer Komponisten, waren die Bilanz und zeugten von Schaichets grosser Liebe zur Musik.


F E S T KO N Z E RT

g­ espannt darauf, es zu erarbeiten. Nun werde ich das Konzert bald zum ersten Mal öffentlich spielen! Oft sind es ja solche Umstände, die einen ermuntern, neue Stücke auszuprobieren, und ich merke gerade, dass Bach mir auch auf anderen Ebenen immer näher kommt und immer tiefer in mein Repertoire eindringt. Neben Bach stehen an diesem Abend zwei Streichersinfonien von Mendelssohn auf dem Programm – Frühwerke, die eindrücklich dessen Wissen um die Musikgeschichte zeigen. Es fasziniert mich an der Musik, dass sie keinen Stillstand kennt, dass es immer wieder Entdeckungen gibt und dass sich die Moden laufend verschieben. Natürlich war Mendelssohn einer der grössten Pioniere, ein genialer Komponist und Musiker, der auch als Dirigent und Musikhistoriker neue Horizonte geöffnet hat. Ich befürchte, wir drohen ein wenig dieser Offenheit zu verlieren. Für mich persönlich ist es

wichtig, dass wir aufhören, die Musik in Schubladen zu stecken – in die E- und U-Schublade etwa. Es gibt nur gute und schlechte Musik? Ja, am Ende geht es immer um die Unmittelbarkeit der Musik. Das Kammerorchester Zürich hat sich auch gleichzeitig um Alte und Neue Musik gekümmert. Und ich persönlich lasse mich sehr gern vom Jazz und sogar vom Pop inspirieren. Wir spielen an diesem Abend auch Mozarts Klavierkonzert Nr. 26, das sogenannte «Krönungskonzert». Heute rangiert es vielleicht hinter den Konzerten KV 482 oder KV 488, aber in der Nachkriegszeit war es eines der populärsten Stücke Mozarts. Es sind diese Verschiebungen, die mich interessieren. Ich glaube, dass das Konzert auf Grund seiner effektvollen Schlichtheit sehr volksnah ist, eigentlich ein Popstück, das sich an der grossen Serenadenkultur orientiert.  ab Weitere Jubiläumsveranstaltungen finden Sie unter www.schaichet.ch.

F E S T KO N Z E RT 1 0 0 J A H R E K A M M E RO R C H E S T E R Z Ü R I C H IN MEMORIAM ALEXANDER SCHAICHET S a , 2 5 . A p r i l 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, To n h a l l e M a a g Oliver Schnyder Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

Felix Mendelssohn (1809 – 1847) Sinfonie für Streicher Nr. 4 c-Moll MWV N 4 Grave – Allegro  |  Andante  |  Allegro vivace

8 min

Kurze Ansprache durch Martin Vollenwyder, Präsident der Tonhalle-Gesellschaft

Felix Mendelssohn Sinfonie für Streicher Nr. 13 c-Moll MWV N 14 Grave – Allegro molto

7 min

KO N Z E RT E N D E ca. 22.00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll BWV 1052 Allegro | Adagio | Allegro

24 min

Pause

20 min

Joseph Haydn (1732 – 1809) Sinfonie f-Moll Hob. I:49 «La Passione» Adagio | Allegro di molto | Menuet – Trio |  Finale, Presto

22 min

ABO Grosses Abo, Kleines Abo TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40 KO O P E R AT I O N S PA RT N E R

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) 32 min Klavierkonzert Nr. 26 D-Dur KV 537 «Krönungskonzert» Allegro | Larghetto | Allegretto

17


18

RUBRIKZEILE

OHNE MUSIK IST ALLES NICHTS Daniel Hope präsentiert beim Kinderkonzert ein Märchen, das sein Vater und Yehudi Menuhin für ihn geschrieben haben.

«Es war einmal ein König …» So beginnen viele Märchen. Aber der König, von dem dieses Mal die Rede ist, war ein ganz besonderer König. Er liebte die Musik, und an seinem Hof spielten acht wunderbare Musikanten. Regelmässig gaben sie Konzerte – und der König lud das ganze Volk in seinen Palast ein, wo jeder tanzte und sang und glücklich war. So märchenhaft wie der Anfang dieser Geschichte, ist auch ihre Entstehung. Erfunden wurde sie nämlich von Christopher Hope, dem Vater des Music Directors des Zürcher Kammerorchesters, Daniel Hope. «Das Märchen ‹Vom König, vom Kater und der Fiedel› begleitet mich schon seit meiner Kindheit», erinnert sich Daniel Hope, «mein Vater schuf diese grossartige Kindergeschichte, die er mir auch widmete, zusammen mit meinem musikalischen ‹Grossvater›, Yehudi Menuhin. Beim Schreiben fragte mein Vater Menuhin über das Geigenspielen aus, und dieser gab nur zu gerne Auskunft.» Natürlich kommt es im Märchen vom König und der Fiedel schnell zu einem Problem: Der Hof ist

bankrott. Die Buchhalter des Königs schlagen vor, Geld einzusparen, indem die Musiker entlassen werden. Das entlastet zwar die Kasse, führt aber schnell zu allgemeiner Traurigkeit. Es wird still im Königreich – und sehr, sehr trist. Erst jetzt hat Daniel Hope beschlossen, die ­Geschichte, die 1986 als Buch erschien, vertonen zu lassen. Dafür fand er im Komponisten Bruce ­Adolphe den perfekten Partner, der das Märchen für Streichquintett notierte. Wenn das ZKO diese neue Komposition im Zürcher Schauspielhaus in einer Orchesterfassung präsentiert, wird Daniel Hope die Geschichte lesen und seinen Zuhörern dabei das Happy End des Märchens verraten. Denn selbstverständlich zieht die Musik zurück an den Königshof. Der schlaue Kater Joachim hat nämlich die grossartige Idee, Buchhalter und König selbst musizieren zu lassen. So dauert es tatsächlich nicht lange, bis die Freude am Hof wieder einkehrt.  ab


K I N D E R KO N Z E RT

Z KO I M P FA U E N : VO M K Ö N I G , VO M K AT E R U N D D E R F I E D E L S o, 3 . M a i 2 0 2 0 , 1 1 . 0 0 U h r, S c h a u s p i e l h a u s P f a u e n

Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester KO N Z E RT E N D E ca. 12.00 Uhr TICKETPREISE Erwachsene CHF 39 / 29 Kinder CHF 15

Es war einmal ein König, der hatte acht Fiedler. Immer wenn die Fiedler spielten, lud der König alle Untertanen in den Palast ein – dann tanzten und sangen sie und alle waren froh. Doch allmählich begann das Geld zu fehlen und die Buchhalter sahen nur einen Ausweg: «Kündigt den Geigenspielern!» So wurde es plötzlich ganz ruhig im Königreich – ruhig und traurig. Zum Glück hatte der Kater Joachim eine gute Idee … Text von Christopher Hope und Yehudi Menuhin, Musik von Bruce Adolphe.

A LT E R S E M P F E H L U N G 5-12 Jahre Z KO I M P FA U E N Die Konzertreihe des ZKO in Kooperation mit dem Schauspielhaus Zürich

Wir wünschen den Stars eine tolle Stimme. Alles Gute.

ricola.com

19


20

K A M M E R M U S I K @ Z KO

AUTOBIOGRAFIE IN TÖNEN Vier Musiker geben Einblicke in das Lieben und Leiden zweier aussergewöhnlicher Komponisten.

Die Musikerinnen und Musiker, die am 10. Mai ein Kammermusikkonzert im ZKO-Haus geben, spielten bereits einmal in derselben Konstellation. Die Bratschistin Janka Szomor-Mekis erinnert sich an das Konzert vor zwei Saisons, bei dem Werke von Dvořák auf dem Programm standen: «Wir hatten eine solche Freude dabei, dass wir uns alle auf eine Fortsetzung einigten.» Diese wird nun mit Werken von Smetana und Borodin realisiert, und da sowohl Borodin wie auch Dvořák aus Tschechien stammten, ernannten sich die ZKO-Musiker kurzerhand zum «Bohemian Quartet». Mit zwei emotionalen Werken präsentieren sie sich am 10. Mai im ZKO-Haus dem Publikum. In seinem Streichquartett Nr. 1 kleidete der damals 52-jährige Komponist Bedřich Smetana seine Biogra-

fie in Töne. Die Komposition mit dem Beinamen «Aus meinem Leben» erzählt in den ersten beiden Sätzen von Smetanas Hang zur Kunst und von seiner lebensfrohen Jugend, im dritten Satz von seiner ersten Liebe und im vierten von den musikalischen Erfolgen. Ein plötzlich erklingendes, langanhaltendes hohes E sorgt jedoch für einen abrupten Abbruch des glücklichen Verlaufs – es ahmt den hohen Pfeifton nach, welcher den Komponisten seit 1874 begleitete und der seine beginnende Taubheit ankündigte. In grosser Resignation endet so auch das Streichquartett. Auch Aleksandr Borodin schaute in seinem Streichquartett Nr. 2 zurück – allerdings in eine ausnahmslos glückliche Zeit. Er erinnert sich in den unterschiedlichen Sätzen daran, wie er seine Frau Ekaterina


K A M M E R M U S I K @ Z KO

20 Jahre zuvor in Heidelberg kennen und lieben gelernt hatte. Der Komponist selbst scheint in diesem Konzert in der Cellostimme in Erscheinung zu treten, während Ekaterina von der 1. Violine dargestellt wird. Zum beliebtesten Satz wurde das ausdrucksstarke Notturno – aber auch der elegant-lyrische Kopfsatz,

21

das originelle Scherzo in freier Form sowie das locker dahinfliessende Finale ziehen den Zuhörer rasch in ­ihren Bann und verkörpern auf wunderbare ­Weise das Wachsen und Vertiefen einer grossen Liebe.  sp

K A M M E R M U S I K @ Z KO – B O H E M I A N Q U A RT E T S o, 1 0 . M a i 2 0 2 0 , 1 1 . 0 0 U h r, Z KO - H a u s Gregory Ahss Violine Kio Seiler Violine Janka Szomor-Mekis Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello

Bedřich Smetana (1824 – 1884) 30 min Streichquartett Nr. 1 e-Moll «Aus meinem Leben» Allegro vivo appassionato | Allegro moderato alla Polka |  Largo sostenuto | Vivace

KO N Z E RT E N D E ca. 12.00 Uhr

Aleksandr Borodin (1833 – 1887) 28 min Streichquartett Nr. 2 D-Dur Allegro moderato | Scherzo: Allegro | Notturno: Andante |  Finale: Andante – Vivace

TICKETPREISE CHF 40

aden Eine Nacht eingel 5 Nächte für den Preis von 4 Anreise am 14.6.

DA N I EL H O PE WO CH E @ S CH LO SS EL M AU 13 – 19 J U N I 2020 Eine Woche mit Daniel Hope, Mitgliedern des Zürcher Kammerorchesters & Friends Daniel Hope ist weltweit gefeierter Geiger, Künstlerischer Leiter zweier Orchester, Autor, Filmemacher und vieles mehr. Für Schloss Elmau kuratiert er eine Musikwoche, in der er mit musikalischen Freunden in zahlreichen Konzerten zu erleben ist. Detailliertes Programm unter: www.schloss-elmau.de/kulturkalender KO N TA K T: Telefon +49 (0)8823/18 260 | kultur@schloss-elmau.de | www.schloss-elmau.de


22

MITTEN IM WELTZIRKUS Der Pianist Jan Lisiecki, der Trompeter Tamás Pálfalvi und das Zürcher Kammerorchester suchen die Zwischenwelten bei Schostakowitsch, Bach und Beethoven.

Die Zeiten waren nicht lustig. Und Dmitri Schos­ takowitsch bekam das zu spüren: Stalins Kulturpolitik basierte auf Verunsicherung; selbst positive Kritiken schlossen spätere Repressalien nicht aus. Alles, was Künstler dieser politischen Willkür entgegensetzen konnten, war kluge Ironie. 1933 hatte Schostakowitsch seine brutale und vollkommen humorfreie Oper «Lady Macbeth von Mzensk» vollendet – danach begann er die Arbeit an seinem Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester. Er selbst nannte es eine «spöttische Herausforderung an den konservativ-seriösen Charakter des klassischen Konzert-Gestus». Das Stück eröffnet mit einem Zitat aus Beethovens «Appassionata». Doch dann schlägt es vollkommen unerwartete Bahnen ein und führt den Zuhörer an der Nase herum. Wohl kein Komponist der Stalin-Zeit hat derart ernste, aber auch doppelbödig-ironische Stücke vertont wie Schostakowitsch. Viele klingen, als wäre die turbulente Welt, die Schostakowitsch umgab, mitten in die Partitur geraten. Dem absurden Weltzirkus hat Schostakowitsch auch in seinem

Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Töne gegeben – die Trompete in dieser schrillen Manege bläst beim Konzert am 19. Mai der junge Ungar Tamás Pálfalvi.

«Alles, was Schostakowitsch der politischen Willkür entgegensetzen konnte, war kluge Ironie.» Die bei Schostakowitsch anklingenden Doppelbödigkeiten und Zwischenwelten sind auch die Heimat des kanadischen Pianisten Jan Lisiecki. Gerade wird er für seine Einspielungen sämtlicher Klavierkonzerte Beethovens gefeiert – auch sie: unprätentiös und dennoch gewichtig, spielerisch und gleichsam todernst. Lisiecki ist ein Pianist, der kein Aufheben macht, bei dem es so scheint, als würde er nur spielen wollen, und dennoch: Sein Spiel strahlt stets die geplante Leichtigkeit des Seins aus.


J A N L I S I E C K I U N D TA M Á S P Á L F A LV I

«Sein Spiel strahlt stets die geplante Leichtigkeit des Seins aus.» So passt es vielleicht, dass das Konzert des ZKO mit Beethovens «Quartetto serioso» in der Streich­ orchester-Version von Gustav Mahler schliesst. Es ist das letzte der sogenannten mittleren Quartette Beethovens und bereits ein Vorgeschmack auf jene Musik, die er noch schreiben sollte. Beethoven kam es darin nicht mehr unbedingt darauf an, den Geschmack des Publikums seiner Zeit zu treffen, er widmete sich stattdessen immer mehr dem harmonischen Experiment. Das «Quartetto serioso» hat er dem Cellisten Nikolaus Zmeskall von Domanovecz gewidmet, der ihm in enttäuschten Liebesdingen zur Seite stand. Als der sich mit einer Kiste ungarischen Weins für die Widmung bedankte, schrieb Beethoven ihm wütend zurück: «Lieber Z! Sie haben (…) mein reines aufrichtiges Werk entstellt. Sie sind nicht mein Schuldner, sondern ich der Ihrige, und jetzt haben Sie mich nur noch

mehr dazu gemacht, ich kann nicht schreiben, wie weh mir dieses Geschenk thut.» Zu Beethoven und Schostakowitsch treten zwei Werke Johann Sebastian Bachs. Sein Klavierkonzert in d-Moll ist ein Meisterwerk der Pianomusik, über dessen Entstehung nur wenig bekannt ist. Von den Brandenburgischen Konzerten weiss man hingegen, dass Bach sie für den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt geschrieben hat. Das dritte dieser Konzerte ist für neun Streich­ instrumente und Basso Continuo gedacht. Ebenso wie das erste Konzert folgt es den Formen der italienischen Ouvertüre mit Konzertsatz, langsamem Mittelsatz und finalem Tanz. Jan Lisiecki und Tamás Pálfalvi – zwei junge Musiker, die sich von der Kraft eines Beethovens, Schostakowitschs und Bachs anstecken lassen und so gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester einen Abend gestalten, der zwischen Ernst und Schalk, Leidenschaft und Leichtigkeit zu leuchten beginnt.  ab

J A N L I S I E C K I U N D TA M Á S P Á L FA LV I D i , 1 9 . M a i 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, To n h a l l e M a a g Tamás Pálfalvi Trompete Jan Lisiecki Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

KO N Z E RT E N D E ca. 21.30 Uhr ABO Grosses Abo TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 Ohne Bez. (Allegro moderato)  |  Adagio  |  Allegro

13 min

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975) Konzert Nr. 1 für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35 Allegretto | Lento | Moderato | Allegro con brio

21 min

Pause

20 min

Johann Sebastian Bach Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll BWV 1052 Allegro | Adagio | Allegro

24 min

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) 20 min Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 95 «Quartetto serioso», arrangiert für Streichorchester von Gustav Mahler Allegro con brio  |  Allegretto, ma non troppo  |  Allegro assai vivace, ma serioso  |  Larghetto espressivo – Allegretto agitato

23


Samstag 6. Juni 2020 Tonhalle Maag 19:30 – 22:00 Uhr

Joseph Haydn

DIE JAHRES ZEITEN

Zürcher Konzertchor André Fischer - Leitung Zürcher Kammerorchester Willi Zimmermann - Konzertmeister Mit Gratis-Jahreszeiten-Drink in der Pause Tickets via ZKO Beratung und Verkauf Mit Gratis-Jahreszeiten-Drink in der Pause

Franziska Heinzen – Sopran Luca Bernard – Tenor Klaus Mertens – Bassbariton


A DV E RTO R I A L

Bachfest Leipzig

25

Oper Leipzig

WAGN E R , MAHL ER, B AC H UN D M E NDEL S S OHN Leipzig lockt mit hochkarätigen Musikfestivals Herzlich willkommen in der Musikstadt Leipzig! In ihrer über 800-jährigen Geschichte hat die sächsische Metropole vielen namhaften Künstlern einen inspirierenden Schaffensort geboten. Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert und Clara Schumann, Richard Wagner und Max Reger – sie alle sind durch ihr Leben und künstlerisches Schaffen eng mit Leipzig verbunden. Auch der seit über 800 Jahren bestehende Thomanerchor und das Gewandhaus zu Leipzig prägen die Musikstadt Leipzig massgeblich. Doch Leipzig hat nicht nur eine grosse Musikgeschichte, hier wird Tradition auch gelebt. Die Stadt ehrt alljährlich «ihre» Musiker mit hochkarätigen Festivals, die Gäste aus der ganzen Welt begeistern. Der musikalische Terminkalender bis 2022 ist rekordverdächtig und macht Leipzig erneut zum Mekka für Klassikfans. Im Fokus stehen dabei Johann Sebastian Bach, Gustav Mahler und Richard Wagner. Alljährlich zelebriert Leipzig seinen berühmten Thomaskantor mit dem Bachfest. Unter dem Motto «BACH – We Are Family» werden vom 11. bis 21. Juni 2020 mehr als 50 Bach-Chöre, -Ensembles und -Gesellschaften aus aller Welt nach Leipzig reisen, um im ganzen Stadtzentrum über 130 Veranstaltungen zu erleben. Vom 13. bis 24. Mai 2021 steht das Gewandhaus zu Leipzig ganz im Zeichen des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler. Er wirkte von 1886 bis 1888 als 2. Kapellmeister an der Leipziger Oper, der Beginn einer grossen Karriere. In dieser Zeit komponierte er seine erste Sinfonie. Zum Mahler Festival 2021 würdigt ein einzigartiges Programm sein künstlerisches Schaffen. Zehn Weltklasse­ orchester, neben dem Gewandhausorchester zum Beispiel auch das London Symphony Orchestra sowie die Wiener, Berliner und auch die Münchner Philharmoniker, interpretieren seine Sinfonien, Liederzyklen und zeitgenössische Kammermusik.

Mit «WAGNER 22» plant Leipzig ein weltweit einzigartiges Erlebnis: Bis 2022 wird die Oper Richard Wagners gesamtes Werk in ihr Repertoire aufnehmen und in einem dreiwöchigen Festival vom 20. Juni bis 14. Juli in Wagners Geburtsstadt aufführen. Bereits im Jahr 2020 gibt es im Januar und Mai Aufführungen des kompletten «Ring des ­Nibelungen» in der Leipziger Oper. Felix Mendelssohn Bartholdys Leben und Wirken in Leipzig wird jährlich mit Konzerten um Mendelssohns Todestag 4. November gewürdigt. Ab 2021 präsentieren sich die Mendelssohn-Festtage in einer Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig und Mendelssohn-Haus mit einem vielfältigen Programm. So können die Besucher im Rahmen des Festivals Konzerte mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Kapellmeister Andris Nelsons sowie Chor- und Kammermusik mit hochkarätigen Künstlern und Ensembles erleben. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.leipzig.travel/musikstadt

Sichern Sie sich mit unserem Reisepaket Ihre Tickets für bereits ausgebuchte Konzerte! Leipzig Tourismus und Marketing GmbH Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig Tel. +49 341 7104 275 www.leipzig.travel/reiseangebote incoming@ltm-leipzig.de


«DER MENSCH HAT SICH KAUM VERÄNDERT» Mitten im Beethoven-Jubiläumsjahr feiern der Dirigent Sir Roger Norrington und Pianist Sebastian Knauer den grossen Komponisten mit seiner zweiten Sinfonie und dem vierten Klavierkonzert. Wenn der Ehrendirigent des Zürcher Kammer­ orchesters, Sir Roger Norrington, über Ludwig van Beethoven spricht, macht er keine Kompromisse: «Beethoven bietet uns in seiner Musik Überraschungen oder gar Formen des Schocks an, die noch immer funktionieren», sagt er. «Seine Mittel mögen vielleicht von gestern sein, seine Wirkung aber ist vollkommen gegenwärtig. Auch 250 Jahre nach seinem Geburtstag rüttelt Beethoven noch immer an den Urfesten unseres Menschseins.»

«Beethoven rüttelt an den Urfesten unseres Menschseins.» Die von Sir Roger beschriebene Radikalität Beethovens wird besonders in seinem vierten Klavierkonzert deutlich. Hier verschmelzen zum ersten Mal in der Geschichte der Musik die Genres Sinfonie und Klavierkonzert zum sogenannten sinfonischen

Klavier­konzert. Idyllisch-lyrische Gedanken ziehen sich durch die drei sehr kontrastreichen Sätze. Der Pianist Sebastian Knauer ist ebenfalls ein kompromissloser Beethoven-Verehrer und für seinen akribischen und wissenden Ansatz bekannt. Seit vielen Jahren arbeitet er mit Sir Roger zusammen. Bereits 2005 haben sie gemeinsam eine Mozart-CD vorgestellt, 2011 die Aufnahme «Bach & Sons» mit dem Zürcher Kammerorchester und 2017 den zweiten Teil dieser erfolgreichen Reihe. Knauer und Sir Roger stehen für einen informierten, radikalen und lustvollen Beethoven-Klang. In Beethovens zweiter Sinfonie verbinden sich einschneidende biografische Erlebnisse des Komponisten mit seiner Musik. Die Entstehung fällt in jene Zeit, in der Beethovens Gehörverlust immer offensichtlicher wurde. Noch gab er die Hoffnung auf Besserung allerdings nicht auf. An seinen Freund Franz Gerhard Wegeler schrieb Beethoven damals:


S E B A S T I A N K N A U E R U N D S I R RO G E R N O R R I N G TO N

«Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht.» Die gesamte Sinfonie ist von einer positiven Grundstimmung der Hoffnung geprägt – erst nach der Vollendung dieser Musik war Beethoven bereit, sich seinen allmählichen Hörverlust einzugestehen.

«Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen.» Es mag das individuelle biografische Ringen sein, das wir in seiner Musik hören, aber Beethoven gelingt es stets, derartige private Kämpfe über das eigene Ego zu erheben. «Ich glaube sehr wohl, dass Beethoven uns auch heute noch ergreift», erklärt Sir Roger, «denn es geht ihm ja nie um die Beschreibung einer konkreten Zeit, sondern eher um allgemeingültige Menschheitsgefühle. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir uns als Menschen nicht wirklich viel verändert. Vielleicht haben wir heute andere Manieren, aber unsere Ängste und Emotionen sind noch immer die gleichen.» Sir Roger, der gerade mit dem Heinrich-SchützPreis ausgezeichnet wurde, hat mit dem Zürcher Kammerorchester einen ganz eigenen Beethoven-Klang entwickelt. «Das ZKO war, als ich kam, auf einen eher traditionellen Ton eingeschworen»,

erinnert sich der Dirigent. «Gemeinsam haben wir uns der Klangreinheit verschrieben und versucht, das Historische hörbar zu machen.» Ein Abend, der Beethoven als humanistisches Ereignis vorstellt. Die Schauspielouvertüre zu «Coriolan» ist eine perfekte Einstimmung dafür: ein Stück, in dem es um den römischen Patrizier Gnaeus Marcus Coriolanus geht, der Rom den Krieg erklärt, sich dann aber in einer gänzlich unerwarteten Kehrtwendung zum Friedensschluss bereit erklärt. Das innere Ringen zwischen Macht und Unsicherheit setzt Beethoven von den machtvollen Tutti-Schlägen der Einleitung bis zum Motiv der Unruhe immer wieder in Szene.  ab

S E B A S T I A N K N A U E R U N D S I R RO G E R N O R R I N G TO N D i , 9 . J u n i 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, To n h a l l e M a a g Sebastian Knauer Klavier Sir Roger Norrington Ehrendirigent Zürcher Kammerorchester

KO N Z E RT E N D E ca. 21.30 Uhr ABO Grosses Abo, Kleines Abo TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

Ludwig van Beethoven (1770-1827) Ouvertüre zu «Coriolan» c-Moll op. 62 Allegro con brio

7 min

Ludwig van Beethoven  34 min Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 Allegro moderato  |  Andante con moto  |  Rondo: Vivace Pause

20 min

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Adagio molto – Allegro con brio  |  Larghetto  |  Scherzo: Allegro  |  Allegro molto

36 min

27


28

ABSCHLUSS UNTER FREUNDEN Solisten des Zürcher Kammerorchesters verabschieden die Saison mit Vivaldi, Bach und Vaughan Williams.

Das letzte Konzert der Saison ist eine Feier des Orchesters, und zwar in erster Linie mit Johann Sebastian Bachs fünftem Brandenburgischen Konzert. Drei Soloinstrumente in vielfältigem Dialog mit dem Orchester: Cembalo, Traversflöte und Violine. Ein Werk, das durch seine Intimität immer auch den Mikrokosmos eines Ensembles offenbart, seine Lust am Zuhören und Kommunizieren. In diesem Fall treten Stéphane Réty, Naoki Kitaya und Daniel Hope als Solisten mit dem Orchester in Beziehung. Sein erstes Konzert mit dem Zürcher Kammerorchester hat Stéphane Réty als Einspringer bestritten, danach wurde er immer wieder eingeladen und ist inzwischen seit 20 Jahren als erster Flötist dabei. Réty studierte in Nantes und Paris und ist ausserdem Soloflötist im Sinfonieorchester Basel. Besonders begeistert ihn die Arbeit mit Nachwuchsmusikern, wenn er als Professor an der «Carl Maria von Weber»-Hochschule in Dresden unterrichtet.

Auch Naoki Kitaya gehört schon lange zum Zürcher Kammerorchester. «Es ist ein sehr leises, aber sehr direktes Instrument», sagt er über das Cembalo. «Das Wichtigste ist, sich beim Spiel den anderen Instrumenten anzupassen, damit wir klanglich und musiksprachlich miteinander harmonieren.» Naoki Kitaya wurde in Tokio geboren und genoss eine vielseitige Ausbildung. Er ist in der Klassik ebenso zu Hause wie im Jazz, im Barock wie im Pop, in der europäischen Musikkultur wie in der Tradition seiner Heimat Japan oder in der lateinamerikanischen Volksmusik. Naoki Kitaya ist ein Grenzgänger, ein begeisterter und begehrter Organist, und als Komponist schreibt er unter anderem sehr erfolgreiche Musiken für Radio und Fernsehen.

«Das Wichtigste ist, sich beim Spiel den anderen Instrumenten anzupassen.»


SAISONABSCHLUSS

Gemeinsam mit Daniel Hope übernehmen diese beiden Ausnahmemusiker in Bachs Brandenburgischem Konzert die Soloparts. Das Besondere an diesem Werk ist das Fehlen einer zweiten Geige. Musikhistoriker erklären es damit, dass das Konzert für den ersten Kuraufenthalt Fürst Leopolds in Karlsbad im Jahre 1718 geplant war, zu dem der Herrscher nur sechs Musiker mitgenommen hatte. Der erste Satz beginnt mit Seufzermotiven und einem Dialog der Soloinstrumente mit dem Orchester, das Konzert endet im dritten Satz mit einer Art Fuge, durch die alle Soloinstrumente mit dem Orchester verbunden werden.

haften Musikwerk – in England übrigens eines der populärsten Stücke überhaupt. Und auch das letzte Stück, welches das ZKO in dieser Saison spielen wird, ist längst ein Bestseller der Barockmusik: Daniel Hope wird vom Zürcher Kammerorchester als Solist in Vivaldis «Vier Jahreszeiten» begleitet. Das ist auch ein persönliches Statement des Geigers und Music Directors des Kammerorchesters: Kaum ein anderer Komponist hat ihn in seiner Karriere so sehr begleitet wie Vivaldi, dessen Ideenreichtum, dessen Mut und rhythmisches Genie Daniel Hope über alles verehrt.  ab

«Vaughan Williams gelingt es, ein Streicherensemble wie eine grosse Orgel klingen zu lassen.» Einen Bogen vom Entstehungsjahr 1910 in die Vergangenheit schlägt Ralph Vaughan Williams’ Fantasie auf ein Thema des Renaissance-Komponisten Thomas Tallis. Vaughan Williams gelingt es, ein Streicherensemble wie eine grosse Orgel klingen zu lassen. Geschickt verflicht er das alte Motiv von Tallis, das dreimal zu hören ist, mit einer weiteren Melodie zu einem mystischen und zauber-

S A I S O N A B S C H L U S S M I T S T É P H A N E R É T Y, N AO K I K I TAYA U N D DA N I E L H O P E D i , 2 3 . J u n i 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, To n h a l l e M a a g Stéphane Réty Flöte Naoki Kitaya Cembalo Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester KO N Z E RT E N D E ca. 21.30 Uhr A B O / KO N Z E RT R E I H E Grosses Abo / Hope and Friends, Mostly Baroque TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050 Allegro | Affettuoso | Allegro

24 min

Ralph Vaughan Williams (1872 – 1958) Fantasia on a theme by Thomas Tallis für Streich-­ quartett und zwei Streichorchester

17 min

Pause

20 min

Antonio Vivaldi (1678 – 1741) Vier Jahreszeiten op. 8 RV 269 La primavera | L’estate | L’autunno | L’inverno

40 min

29


30

EIN TOR ZUR KLASSIK In einem Schuljahresprojekt lässt das ZKO immer wieder junge Menschen hinter die Orchesterkulissen blicken. Als grossen Höhepunkt veranstaltet das Junge ZKO zum Saisonende ein Konzert mit den Profimusikern. Längst gehört die Musikvermittlung als fester Bestandteil zum professionellen Konzertbetrieb. Was einst mit Leonard Bernsteins Konzerten für Kinder begann und vor wenigen Jahren mit Simon Rattles «Rhythm is it»-Projekt mit den Berliner Philharmonikern wahre Begeisterungsstürme auslöste, ist heute aus einer lebendigen Orchesterlandschaft nicht mehr wegzudenken. Der Musiker von heute muss nahbar sein, die Klassik soll zum Menschen kommen und dabei auch Personengruppen erreichen, bei denen sich der Gang in den Konzertsaal nicht automatisch ergibt – nicht, weil sie sich nicht dafür interessieren, sondern weil sie aufgrund ihres soziokulturellen Umfelds gar nicht die Chance haben, jemals mit einem Orchester in Berührung zu kommen. Auch in der Stadt Zürich gibt es zahlreiche junge Menschen, denen der Zugang zur Klangwelt eines Orchesters verwehrt bleibt, geschweige

denn, dass sie die Möglichkeit haben, ein Instrument zu erlernen. Das ZKO organisiert daher seit seinen Anfängen Aufführungen im öffentlichen Raum sowie Kinderkonzerte. In der Saison 2013/14 wurde das Musikvermittlungsprojekt «Junges ZKO» lanciert. Die Idee dahinter: In jeder Saison soll eine Zürcher Primarschulklasse die Möglichkeit haben, das ZKO eng zu begleiten. Die tragenden Säulen des Projekts sind der persönliche Kontakt der Kinder mit den Musikerinnen und Musikern, die Auseinandersetzung mit der Musik sowie das Angebot, gemeinsam mit den Profis auf der Bühne zu stehen. Konkret bedeutet dies, dass Musikvermittler Oliver Hauser wöchentlich mit den Kindern im Klassenzimmer arbeitet und mit ihnen auf Entdeckungs-


A B S C H L U S S KO N Z E RT J U N G E S Z KO U N D Z KO T E E N S

reise in die Welt der klassischen Musik geht, dass einzelne ZKO-Musiker die Kinder mit ihrem Instrument besuchen, dass die Kinder zwei Mal pro Saison eine kurze Einführung für Gleichaltrige im Rahmen einer Generalprobe gestalten und dass die jungen Musikfreunde zum Ende der Saison – als grosses Finale – einen Konzertabend mit dem ZKO gestalten, an dem sie dann gemeinsam mit dem Orchester musizieren und tanzen.

«Das Projekt ‹Junges ZKO› leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, Kinder zu mündigen, freigeistig­en und toleranten Menschen zu machen.» Seit 2013 hat das Junge ZKO in den Stadtteilen Witikon, Hardau, Seebach, Schwamendingen, Aussersihl und Sihlfeld Station gemacht. In der laufenden Saison ist die 5. Klasse des Schulhauses Zurlinden das Junge ZKO. Die Kinder bereiten sich zurzeit auf ihre erste Kurzeinführung für andere Schulklassen im ZKO-Haus vor. Da wird fleissig recherchiert und diskutiert: «Was war Beethoven für ein Typ? Wer ist eigentlich Prometheus? Was wollen wir den Besucherklassen erklären? Sollen wir Plakate machen? Ein kleines Theater-

spiel? Ein Quiz?» Oliver Hauser staunt immer wieder darüber, «mit welcher Neugierde und Begeisterung sich die Kinder auf die Welt des ZKO einlassen.» Besonders spannend werde es dann, wenn man an das individuelle Leben der Kinder anknüpfe: Was haben die Charts mit der Musik Mozarts zu tun? Und kann man eigentlich HipHop mit Bach kombinieren? Der 26. Juni bildet den Höhepunkt und zugleich auch den Abschluss des aktuellen Schuljahresprojekts. Dann werden die Kinder in einer öffentlichen Aufführung ihr Verständnis von klassischer Musik zeigen. Neben dem aktuellen Jungen ZKO aus dem Schulhaus Zurlinden wird auch die letztjährige Projektklasse zugegen sein, welche unter dem Namen «ZKO Teens» einen Dokumentarfilm über das Orchester produziert hat. Und das Publikum dieses unterhaltsamen Abends wird sicherlich feststellen können, dass sich jeder investierte Franken in ein solches Musikvermittlungsangebot lohnt, weil es einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, Kinder zu mündigen, freigeistigen und toleranten Menschen zu machen.  oh

A B S C H L U S S KO N Z E RT J U N G E S Z KO U N D Z KO T E E N S F r, 2 6 . J u n i 2 0 2 0 , 1 9 . 3 0 U h r, Z KO - H a u s Junges ZKO 5. Klasse Schulhaus Zurlinden ZKO Teens 6. Klasse Schulhaus Sihlfeld Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

ZKO meets Kids & Teens: Zwei Schulklassen haben das ZKO in der aktuellen Saison begleitet. Beim gemeinsamen Abschlusskonzert präsentieren sie dem Publikum ein zauberhaftes Programm aus Livemusik und Video, Rap und Klassik.

KO N Z E RT E N D E ca. 21.00 Uhr TICKETPREISE Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren CHF 15 Kinder bis 12 Jahre CHF 5

In Zusammenarbeit mit

31


FA M I L I E N KO N Z E RT E

G RO S S E T Ö N E F Ü R D I E K L E I N E N NUGGI-KONZERT (0 – 1 JAHRE) Matinée Française So, 2. Feb. 2020, 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Daria Zappa Matesic Violine Inès Morin Violine Stefania Verità Violoncello Emanuele Forni Theorbe Naoki Kitaya Cembalo Werke von Couperin, Chéron, Leclair, Rameau und weiteren PURZEL-KONZERT (3 – 5 JAHRE) Aufruhr im Gemüsebeet So, 8. März 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters An einem wunderschönen Frühlingstag bestellen der alte Pettersson und sein Kater ihren Gemüsegarten. Doch plötzlich sorgt ein Haufen wild gewordener Tiere für Aufruhr …


F A M I L I E N KO N Z E RT E

33

KRABBEL-KONZERT (1 – 3 JAHRE) Mama Huhn sucht ihr Ei Sa, 23. Mai 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Frau Huhn sucht schon lange ihr Ei. Wer hilft Mama Huhn, es wiederzufinden? ABC-KONZERT (5 – 7 JAHRE) Zilly, die Zauberin So, 29. März 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Jolanda Steiner Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Zilly liebt Schwarz. Doch als sie ständig über ihren schwarzen Kater Zingaro stolpert, zaubert sie ihn kurzerhand grasgrün. Ein Zauberspruch mit Folgen … KRABBEL-KONZERT (1 – 3 JAHRE) Der kleine Igel und das verlorenen Entchen So, 5. April 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Der kleine Igel und seine Freunde helfen einer Entenmama bei der Suche nach ihren fünf Küken. PURZEL-KONZERT (3 – 5 JAHRE) Wie Findus zu Pettersson kam So, 26. April 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Pettersson ist ein einsamer Mann, bis ihm seine Nachbarin einen Pappkarton bringt, auf dem steht: Findus grüne Erbsen. Drinnen sind aber keine Erbsen, sondern ein kleiner Kater ... NUGGI-KONZERT (0 – 1 JAHRE) Bohemian Quartet So, 10. Mai 2020, 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Gregory Ahss Violine Kio Seiler Violine Janka Szomor-Mekis Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Werke von Smetana und Borodin

PURZEL-KONZERT (3 – 5 JAHRE) Findus und der Hahn im Korb So, 24. Mai 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Für Findus und seine Hühnerdamen ist die Welt in Ordnung. Bis Caruso, der Hahn, im Hühnerhof erscheint und den dummen Hühnern den Kopf verdreht ... KRABBEL-KONZERT (1 – 3 JAHRE) Mama Muh schaukelt So, 14. Juni 2020, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters Mama Muh hat Höheres im Sinn: Sie will schaukeln, bis ihr der Wind um die Ohren pfeift. Aber das ist gar nicht so einfach – wenn man eine Kuh ist ...

Bringen Sie bei unseren Nuggi-­Konzerten Ihre eigene Yogamatte mit und geniessen Sie die kammer­musikalischen Klänge in entspannter Atmosphäre. Bestellen Sie unsere Kinderbroschüre: Tel. 044 552 59 00


Z KO P O RT R Ä T

J A N A K A R S KO Jana Karsko gehört zu den Musikern, die schon am längsten im Orchester mitspielen. Nach 22 Jahren weiss sie: Jede Zeit hat ihren besonderen Zauber.

Jana, wie erhält man sich als Musikerin über so viele Jahre die Faszination und Freude am Beruf? Ich habe im ZKO schon viele Musiker kurz vor ihrer Pension erlebt. Von einem Violinisten habe ich eine wunderbare Idee mitgenommen. Er sagte, er spiele immer alles so, als höre er es zum ersten Mal. Das ist nun auch meine geheime Motivation. Langweilig wurde es mir beim ZKO aber sowieso nie, denn das Umfeld und auch man selbst verändert sich ständig. Am Anfang ist man noch voller Energie, später kommt dann die Erfahrung. So hat jede Zeit ihren eigenen Zauber.

Inwiefern spielt die Lebenserfahrung in die Kunst hinein? Man hört ja manchmal, dass man als Künstler möglichst viel erlebt haben muss, um möglichst viel ausdrücken zu können? Ich glaube nicht, dass man als Künstler besonders schwere Schicksalsschläge erlitten haben muss, um ­musikalisch in die Tiefe gehen zu können. Es stellt sich vielmehr die Frage, wie man alles wahrnimmt, wie man beobachtet und wie sensibel man ist. Und es gibt keine Person im Orchester, die musikalisch nicht sensibel ist – das ist die Grundlage unseres Zusammenspiels.

Neben deiner Arbeit beim ZKO hast du zwei Kinder grossgezogen. Wie hast du das Zusammenspiel von Beruf und Familie erlebt? Es war natürlich eine Herausforderung, aber das eine gibt dem anderen auch Kraft und Energie. Ich bin wirklich glücklich und sehr dankbar, dass ich beides haben durfte – eine Familie und die Möglichkeit, als Musikerin meine Leidenschaft zu leben. Ich fühle mich quasi doppelt reich.

Glaubst du, dass die Musik in der Welt auch etwas verändern kann? Das Schönste am Musikmachen ist für mich, dass es hier und jetzt passiert – in diesem Konzertraum, wo wir gerade sind. Und ich glaube schon, dass die Zuhörer gute Energien bei einem Konzert spüren und auch mitnehmen, sodass sie nachdenklich werden oder mindestens gut gelaunt nach Hause laufen. Dann gibt es vielleicht einen Streit weniger und das macht doch bereits einen Unterschied.  sp


DAN I E L HOP E

B E LL E E POQU E LISE DE LA SALLE | SIMON CRAWFORD-PHILLIPS ZÃœRCHER KAMMERORCHESTER


36

Z KO I N S I D E

Verschneites Ann Arbor

Neue Geschäftsleitung

Kontrabässe auf Reisen

Wasser in Massen

Z KO I N S I D E

F R A U E N P OW E R , N I AG A R A F Ä L L E U N D D I E « W E LT VO N G E S T E R N » Eben noch fand das grosse Eröffnungskonzert statt, schon befindet sich das Zürcher Kammerorchester mitten in der laufenden Saison 2019/20. Erfahren Sie, wer neu beim Orchester mitspielt, was die Musiker auf ihrer Amerikatournee alles erlebt haben und auf welche neue CD sie sich freuen.

Jedes Konzert ist ein Highlight – ganz besonders gespannt ist das Orchester aber jeweils kurz vor der Saisoneröffnung, wenn es nach einer längeren Pause wieder vor seinem Zürcher Publikum spielen darf. «Grosszügig wird gespielt, frei, dynamisch – und im besten Sinne kammermusikalisch», beschrieb Susanne Kübler das Eröffnungskonzert vom 22. Oktober 2019 im «Tages-Anzeiger». Am deutlichsten sei dies beim Violinkonzert in d-Moll geworden, bei dem der Solist Daniel Hope zwischendurch auch bei den ersten Geigen mitspielte: «Die Musikerinnen und Musiker begleiten ihn nicht nur, sondern reagieren auf ihn und

aufeinander: als Individualisten, die wissen, was ein Kollektiv ausmacht.» Einige Musiker sind bereits jahrzehntelang Teil dieses Kollektivs – die Violinistin Jana Karsko etwa, die in dieser OPUS-Ausgabe interviewt wird, ist seit 22 Jahren Teil der Crew. Aber auch die Bratschistin Frauke Tometten Molino ist seit 25 Jahren dabei, die Kontrabassistin Seon-Deok Baik darf auf stolze 20 Jahre zurückblicken, der stellvertretende Konzertmeister Donat ­Nussbaumer bereichert das Orchester seit 16 und die Violinistin Anna Tchinaeva seit 15 Jahren. Sie alle wurden zu Beginn der Saison als Jubilare gefeiert.

Das ZKO freut sich nicht nur über diese langjährigen Stützen des Orchesters, sondern darf auch immer wieder neue Talente in seiner Mitte begrüssen. Seit dieser Saison bereichern die Violinisten Philipp Wollheim und Simon Wiener die ZKO-Familie. Der 27-jährige Philipp Wollheim, der ursprünglich aus Deutschland kommt, schloss sein Musikstudium 2018 mit Auszeichnung ab. Neben klassischer Musik ist er auch ein grosser Fan der Beatles. Sein Kollege bei den 2. Violinen, der 25-jährige Ustemer ­Simon Wiener, ist Gewinner des Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs 2019 und komponiert gerne auch selbst.


Z KO I N S I D E

Farbiges Sacramento

ZKO-Jubilare

Philipp Wollheim

Simon Wiener

Aufnahmen zur CD «Belle Époque»

Neues Frauentrio Auch in der Geschäftsleitung des Zürcher Kammerorchesters kam es zu Änderungen, sodass Ihnen im Editorial dieser OPUS-Ausgabe gleich drei neue Gesichter entgegenblicken: Lena-­ Catharina Schneider, Kathrin ­Martelli und Helene Eller. Lena-Catharina Schneider entwickelt als künstlerische Leitung neu die musikalischen Programme, Helene Eller verantwortet die Finanzen, das Marketing und Sponsoring, und Kathrin M ­ artelli leitet als Präsidentin des ZKO-Vorstands den Trägerverein. Abenteuer Amerika Zusammen mit seinem Music Director Daniel Hope und Konzertmeister ­Willi Zimmermann spielte das Orchester im Herbst 2019 in acht verschiedenen Konzertsälen in Nordamerika und ­Kanada. In Michi­gan bloggte eine junge Musikstudentin: «Die Aufführung von ­Antonio Vivaldis ‹Die vier Jahres­zeiten› und Max Richters ‹Recomposed› durch das Zürcher Kammerorchester war ohne Zweifel eines der besten fünf

Konzerte, die ich in meinem Leben je gehört habe.» Solche Rückmeldungen gaben dem Orchester die Energie, trotz langer Reisetage abends wieder auf die Bühne zu steigen. Was an Freizeit blieb, nutzten die Musiker zur Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten und genossen das Rauschen der Niagarafälle im kanadischen Ontario, die Street-Art-­B ilder in Sacramento oder die Einblicke im Henry-Ford-­ Museum in Detroit. Das Europa von damals Auf dem Doppelalbum «Belle É ­ poque», welches im Februar 2020 bei der D eutschen Grammophon erscheint, ­ ­haben Daniel Hope und das ZKO ganz den europäischen Kontinent im Fokus. Auf der CD findet sich das Klassik­ repertoire des sogenannten «Fin de ­Siècle» von 1889 bis 1914. Dabei verbinden sich Spätromantik, Impressionismus und die Frühphase der 2. Wiener Schule zu einem nostalgischen Abgesang auf Stefan Zweigs «Welt von gestern», auf jenes Europa also, das mit dem Beginn des 1. Weltkriegs verloren ging.

37

Kernstück des Albums ist Ernest Chaussons Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett in einer V ­ ersion für Streich­o rchester. Dazu kommen weltbekannte Werke wie Massenets «­Méditation» oder Debussys «­ Rêverie» sowie Raritäten von Arnold Schönberg, Sergei Rachmaninow oder E ­ dward Elgar. Neben Daniel Hope trugen weitere Solisten zum Gesamtklang bei: die Pianistin Lise de la Salle, der Pianist Simon Crawford-Philipps, die Sopranistin Mojca Erdmann oder der Hornist Stefan Dohr. Mit dem Programm der neuen CD reist das ZKO diesen Frühling durch Deutschland und besucht dabei unter anderem die Elbphilharmonie ­H amburg, das Konzerthaus Berlin oder die Tonhalle Düsseldorf. Dazwischen geben wir auch zahlreiche Konzerte in Z ­ ürich und freuen uns sehr darauf, Sie im Zuschauerraum zu erblicken.  sp


38

MIT NEUEM SCHWUNG IN DIE ZUKUNFT Am 25. November fand die 58. Generalversammlung der ZKO Freunde statt, welche einmal mehr ein Wendepunkt in der fast 60-jährigen Förderung des ZKO darstellen sollte. Vor den zahlreich erschienenen Freunden des Zürcher Kammerorchesters gab die neue Präsidentin des ZKO-Vereins, Kathrin Martelli, am 25. November einen Rückblick auf die Herausforderungen der vergangenen Saison, die letztlich zum Wechsel der Geschäftsleitung des ZKO führten. Auch Lena-­ Catharina Schneider und Helene Eller, die neuen Co-Geschäftsleiterinnen des ZKO, liessen die Saison 2018/19 mit 146 Konzerten und eindrücklichen 94 647 Besuchern Revue passieren. Nicht zuletzt dank der ausserordentlichen Unterstützung durch

die Freunde des ZKO konnte dieses Geschäftsjahr finanziell positiv abgeschlossen werden. Den Ausblick auf die kommende Jubiläumssaison – das erste Konzert des Orchesters jährt sich 2020 zum fünfundsiebzigsten Mal – verfolgten die Mitglieder mit grossem Interesse. Der Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Team. Urs Fellmann, der als Sprecher des Vorstands souverän durch die Generalversammlung führte, erwähnte im Jahresbericht die Herausforderun-


39

gen, die sich vor dem Hintergrund der vergangenen Saison für die Arbeit der ZKO Freunde ergaben. Dennoch zog er eine positive Bilanz: Die 442 Mitglieder konnten neun Proben besuchen und von zahlreichen Ticketaktionen profitieren. Der Ertrag aus Mitgliederbeiträgen stieg trotz leicht sinkender Mitgliederzahlen. Das Orchester konnte mit mehr als einer halben Million Franken unterstützt werden. Die Mitglieder dankten dem Vorstand und insbesondere Gisela Stäheli, welche das Sekretariat der ZKO Freunde führt, für ihre Arbeit mit herzlichem Applaus.    Der Vorstand wurde von den Mitgliedern einstimmig dechargiert und Willi Zimmermann, Peter Marschel und Urs Fellmann für weitere drei Dienstjahre im Amt bestätigt. Neu in den Vor-

stand gewählt wurde Professor Thomas Szucs. Der Lebenslauf des 49-Jährigen ist beeindruckend: Humanmediziner, Wirtschaftswissenschafter und mehrfacher Verwaltungsrat. Hauptberuflich arbeitet er als Professor für Pharmazeutische Medizin an der Uni Basel. Seine Freizeit geniesst er mit seiner Familie und widmet sich seinen Hobbys wie Klettern, Skifahren und Dirigieren. Das Engagement für die Freunde des ZKO war da ein logischer Schritt.   Das Orchester bedankte sich nach der Generalversammlung unter anderem mit Werken von Béla Bartók und Johannes Brahms. So fand der Abend ein berührendes und inspirierendes Ende.  pm

V E R A N S TA LT U N G E N F Ü R Z KO F R E U N D E ARBEITSPROBE Mi, 26. Februar 2020 14.00 Uhr bis zur Pause, ZKO-Haus Daniel Hope Music Director Simon Crawford-Philipps Klavier Zürcher Kammerorchester Werke von Poulenc, Britten, Duruflé, Händel und Bach Programm nach Ansage, Probe für Deutschlandtournee ARBEITSPROBE Mo, 23. März 2020 14.00 Uhr bis zur Pause, ZKO-Haus Avi Avital Mandoline Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Vivaldi, Bach, Respighi, Tschaikowsky und Verdi Programm nach Ansage

ARBEITSPROBE Fr, 24. April 2020 13.30 Uhr bis zur Pause, ZKO-Haus Oliver Schnyder Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Mendelssohn, Bach, Haydn und Mozart Programm nach Ansage

GENERALPROBE Di, 19. Mai 2020, 10.00 Uhr, ZKO-Haus Tamás Pálfalvi Trompete Jan Lisiecki Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Bach, Schostakowitsch und Beethoven GENERALPROBE Di, 9. Juni 2020, 10.00 Uhr, ZKO-Haus Sebastian Knauer Klavier Sir Roger Norrington Ehrendirigent Zürcher Kammerorchester Werke von Beethoven GENERALPROBE Di, 23. Juni 2020, 10.00 Uhr, ZKO-Haus Stéphane Réty Flöte Naoki Kitaya Cembalo Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Werke von Bach,Vaughan Williams und Vivaldi Mitglied werden / Informationen: Sekretariat GFZKO, Gisela Stäheli, Tel. 044 552 59 12, www.gfzko.ch


KO L U M N E VO N DA N I E L H O P E

M U S I K A N D I E M AC H T Worauf ich mich in diesen Tagen besonders freue, ist die Aufführung des Märchens «Vom König, vom Kater und der Fiedel». Es hat für mich eine besondere Bedeutung, da mein Vater es gemeinsam mit meinem musikalischen «Grossvater» Yehudi Menuhin für mich geschrieben hat – und ich bin froh, dass es nun vom wundervollen Komponisten, meinem Freund Bruce Adolphe, vertont wird.

«Man muss junge Menschen nicht zum Musikhören überreden.» Dieses Kinderkonzert liegt mir auch am Herzen, weil ich stolz darauf bin, wie wir beim Zürcher Kammerorchester immer wieder den Bogen zu den jüngsten Zuhörern schlagen. Die Nuggi-, Krabbel-, Purzel-, ABC- und Kinderkonzerte sind grosse Erfolge und zeigen, dass Kinder Musik grundsätzlich lieben. Kaum erklingen die ersten Töne, kann man spüren, wie die Kinder der Musik

ihre komplette Aufmerksamkeit schenken und sich intuitiv im Takt dazu bewegen. Auch an meinen eigenen Kindern kann ich dies beobachten. Man muss junge Menschen nicht zum Musikhören überreden – die Begeisterung stellt sich bei ihnen von ganz allein ein. Als ich ein Kind war, hatte ich das Glück, von Musik umgeben zu sein, und jemand wie Yehudi Menuhin hat mir – ganz ohne Worte – Musik als universelle Menschheitssprache nahegebracht. Es mag heute wieder Könige und Mächtige geben, die das anders sehen, die davon profitieren, dass die Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen, deren Politik darin besteht, ein Volk gegen ein anderes auszuspielen. Dabei ist es doch kinderleicht zu verstehen, dass wir nur so miteinander leben können, wie wir miteinander musizieren: Man kann nicht gegeneinander Musik machen. Auch deshalb wünsche ich mir noch viel mehr gemeinsame Klänge in unserer Welt. Warum nicht einen Wahlkampf als Sinfonie oder eine Regierungserklärung als Arie? Alles nur ein Märchen?


argovia philharmonic

klassische Musik mit frischen Konzepten und innovativen Formaten für alle zwischen 5 – 99 Jahren in den ganzen Kanton Aargau. Wir bringen

www.argoviaphil.ch

VON SINNEN

DF20_A_ZKO_RA_210x147.qxp_210x147 28.10.19 14:41 Seite 1

SAVE THE DATE!

31. JULI — 15. AUGUST 2020


DA S Z KO W I R D 7 5 FEIERN SIE MIT UNS! Erleben Sie unsere Jubiläumssaison 2020/21 mit zahlreichen Gast­solisten und langjährigen musikalischen Freunden.


IMPRESSUM HERAUSGEBER Zürcher Kammerorchester Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich Tel. 044 552 59 00 REDAKTION Simone Pflüger (Leitung), Melanie Hadam, Valentina De Marchi, Alexander Ponet, Lena-Catharina Schneider AUTOREN Axel Brüggemann ab, Oliver Hauser oh, Daniel Hope, Peter Marschel pm, Simone Pflüger sp FOTOGRAFIE Avi Avital (Cover, S. 5, 6, 8, 10): Harald Hoffmann, ZKOV-Geschäftsleitung (S. 3, 36): Melanie Hadam / ZKO, Orchesterbild (S. 4): Sandro Diener, Oliver Schnyder (S. 5, 16): Marco Borggreve, Jan Lisiecki (S. 5, 22): Christoph Köstlin, Sebastian Knauer (S. 5, 7, 26): Steven Haberland, Daniel Hope (S. 5): Margaret Malandruccolo / DG, Marc Lachat (S. 6): Sandro Diener, Geigenspieler (S. 12): Sandro Diener, Marc Lachat (S. 14): Thomas Entzeroth, Orchester in action (S. 20): Sandro Diener, Tamás Pálfalvi (S. 22): Dominik Odenkirchen, Bachfest Leipzig (S. 25): LTM / Andreas Schmidt, Oper Leipzig (S. 25): Jens Gerber, Sir Roger Norrington (S. 27): Roberto Marano, Stéphane Réty (S. 28): Sandro Diener, Naoki Kitaya (S. 28): Sandro Diener, Daniel Hope (S. 28): Sandro Diener, Junges ZKO (S. 30): Schule Zurlinden, Jana Karsko (S. 34): Samuel Karsko, Simon Wiener (S. 37): Erich Häsler, Philipp Wollheim (S. 37): Sandro Diener, CD-Aufnahme (S. 37): Stephan Boehme, Generalversammlung ZKO Freunde (S. 38): Thomas Entzeroth, Daniel Hope (S. 40): Nicolas Zonvi, Schülerorchester des Gymnasiums Zürich (S. 42, 43): Photo Fischer / ZKO-Buch*, Leuchtreklame (S. 42): Archiv / ZKO-Buch*, Telegramm (S. 42): Archiv / ZKO-Buch*, Administration (S. 43): Doris Gattiker / ZKO-Buch*, Edmond de Stoutz (S. 43): Thomas Cugini / ZKO-Buch* * Peter Marschel & Peter Révai (Hrsg.) (2018): Mit Musik stromaufwärts. Das Zürcher Kammer­ orchester. Zürich: NZZ Libro. ILLUSTRATION Vom König, vom Kater und der Fiedel (S. 18): Michel Bumann / ZKO, Ryszard segelt (S. 32): Michel Bumann / ZKO, Aufruhr im Gemüsebeet (S. 32): Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, Zilly, die Zauberin (S. 33): Michel Bumann / ZKO, Mama Huhn sucht ihr Ei (S. 33): Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg GESTALTUNG UND LAYOUT Tschirren Communication GmbH PRODUKTION Druckerei Landquart AG AUFLAGE UND ERSCHEINUNGSWEISE 14 000 Exemplare, zweimal jährlich ERSCHEINUNGSDATUM Januar 2020

www.zko.ch BESUCHEN SIE UNS AU F


Berührt von grossen Meistern.

Wir engagieren uns – Sie profitieren: Tickets 20% günstiger. zkb.ch/zko

Profile for Zürcher Kammerorchester

ZKO Opus II Saison 2019/20  

In der zweiten Saisonhälfte 2019/20 des Zürcher Kammerorchesters erwarten Sie nicht nur spannende Konzerte passend zum Beethoven-Jahr sonder...

ZKO Opus II Saison 2019/20  

In der zweiten Saisonhälfte 2019/20 des Zürcher Kammerorchesters erwarten Sie nicht nur spannende Konzerte passend zum Beethoven-Jahr sonder...