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P.P.A 6002 Luzern, Post CH AG – Nr. 24, Jahrgang 23

Mittwoch, 20. Juni 2018

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Zuger Seefest Das traditionsreiche Fest findet erstmals zwei Tage lang statt. Seite 15

Unabhängige Wochenzeitung für die Region Zug

Susanne Manz Sie geht mit der Bibliothek Zug neue, innovative Wege.

Seite 11

WWZ

Fernwärme: Immer mehr Orte im Fokus

den mit Wärme versorgen – effizient, zuverlässig und vor allem umweltfreundlich», so WWZ-CEO Andreas Widmer.

In Zug und Baar-Süd wird derzeit mit dem Projekt Circulago ein neues Fernwärmesystem aufgebaut. Jetzt will die WWZ auch den Ennetsee mit Fernwärme erschliessen. Florian Hofer

In der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen (LU) wird das ganze Jahr Abfall verbrannt. Dabei entsteht Abwärme, die als CO2neutrale Energiequelle zur Verfügung steht. Im Rahmen des Projekts «Wärmeverbund Ennetsee» will die WWZ diese Abwärme nutzen und nach Rotkreuz und Hünenberg-Bösch transportieren. Später sollen

Bild: Daniel Frischherz

Rund um die Uhr Raclette und Fondue

Wen es zu Unzeiten nach Käse gelüstet, dem schafft der Käseautomat der Lustenberger & Dürst (im Bild Simon Gander und Michèle Dormann) in Hünenberg See Abhilfe. Das Video dazu ist weltbekannt. Wie kam es dazu? ls Seite 7

Andreas Widmer, CEO der WWZ. Bild: PD das Gebiet Cham und die Äussere Lorzenallmend dazukommen. Für den Transport der Abwärme ist in einem ersten Schritt der Bau einer rund neun Kilometer langen Fernwärmeleitung geplant. «Mittels Fernwärmelösungen lassen sich Quartiere oder ganze Gemein-

Schon nächstes Jahr werden erste Kunden damit bedient Das Ennetsee-Projekt ist nicht das einzige dieser Art. In Zug und Baar-Süd wird seit geraumer Zeit gebohrt und gebaggert, um diesen Teil des Kantons mit Fernwärme aus dem Zugersee zu versorgen. Circulago heisst dieses Projekt, das schon im nächsten Jahr die ersten Kunden versorgen wird. «Mittels Fernwärmelösungen lassen sich Quartiere oder ganze Gemeinden mit Wärme versorgen», – effizient, zuverlässig und vor allem umweltfreundlich», so Widmer. Kommentar und Seite 3

Zug

Prämien

Zug

Die Parkrauminitiative der SVP Stadt Zug wurde Anfang Juni vom Stadtrat als formverletzend bezeichnet. Anschliessende Verhandlungsrunden zwischen der Partei und dem Stadtrat sind gescheitert. Nun teilt die SVP aus. Nach ihrer Ansicht habe der Zuger Stadtrat «konstruierte Berechnungsgrundlagen» verwendet, um so «überhöhte Gebühren zu rechtfertigen». Dies sei in diversen Papieren der Stadt Seite 5 Zug der Fall. ls

Im Kanton Zug steigen die Krankenkassenprämien Jahr für Jahr weiter. Wer seine Prämien nicht mehr bezahlen kann, landet auf einer schwarzen Liste des Kantons und bekommt von der Krankenkasse nur noch Notfallbehandlungen vergütet. Dieses System haben noch acht weitere Kantone, und es ist nicht ganz unumstritten. Gegen die schwarze Liste hat sich im Kanton Zug nun von verschiedenen Seiten Widerstand formiert. ls Seite 9

20 000 Liter Wasser: So viel soll am Pumpevent vom 30. Juni auf dem Bundesplatz in Zug zusammenkommen. Firmen aus der Region spenden pro gepumptem Liter Wasser eine gewisse Geldsumme an Projekte von «Aqua Alimenta». Diese Entwicklungsorganisation fertigt Pedalpumpen für Kleinbauern in Entwicklungsländern an. Nun feiert «Aqua Alimenta» ihr 20-Jahr-Jubiläum in Zug – mit prominenter Seite 10 Unterstützung. ls

Knatsch um Preise Einige Zuger wollen Wasser pumpen für der Parkplätze Liste abschaffen den guten Zweck

Kommentar Florian Hofer, Chefredaktor «Zuger Presse»

Eine erfreuliche Entwicklung im Ennetsee

W

ärme aus dem Zugersee: Langsam, aber sicher entsteht in diesen Wochen und Monaten das städtische Fernwärmenetz Circulago. Nachdem beispielsweise in Rotkreuz beim Areal Suurstoffi die Wärme aus dem Boden kommt, gewinnt man sie in Zug aus dem Seewasser. Mit grossen ökologischen Vorteilen. Und bald soll die Wärme auch noch aus der Kehrichtverbrennungsanlage kommen. Dort, wo unser Abfall verbrannt wird, entsteht zukünftig die Wärme für die Region Ennetsee. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die noch vor einigen Jahren kaum jemand auf dem Radar gehabt hätte. Es lohnt sich, nach sinnvollen regionalen Lösungen zu suchen. Beim Wärmeverbund Ennetsee scheint das der Fall zu sein. florian.hofer@zugerpresse.ch

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Redaktion: «Zuger Presse», Baarerstrasse 27, 6300 Zug, Telefon 041 725 44 11, redaktion@zugerpresse.ch, www.zugerpresse.ch; Inserate: Telefon 041 725 44 56, inserate@zugerpresse.ch; Abodienst/Vertrieb: 071 272 72 56, Abo_zugerpresse@nzz.ch


2 Stimme meines Glaubens

FORUM

Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

Genuss Film Festival unterstützt GGZ@Work

Barbara Poth, Gründerin und Inhaberin Spielgruppe Tippi Tappi

Irène Schwyn, reformierte Pfarrerin Walchwil

Ein Ort, wo man Kind sein darf

Wir sind alle eins

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D

ie Menschheit ist vielfältig, und wir sind alle unterschiedlich. In ganz verschiedenen Zusam­ menhängen bin ich solchen Aussagen in letzter Zeit mehrfach begegnet. Aller­ dings werden daraus ganz unterschiedliche Schlüsse gezogen. Wir haben alle unsere Talente, Marotten, Prägun­ gen und Vorlieben. Ich bin völlig damit einverstanden, dass dort, wo die Fähig­ keiten und Begabungen verschiedener Menschen sinnvoll ineinandergreifen, Tolles entstehen kann. Die Vielfalt macht es für mich auch spannend, Menschen kennenzulernen. Da gehen mir immer wieder neue Welten auf.

Unterschiede zwischen Mann und Frau Hingegen werde ich wütend, wenn Unterschiede benutzt werden, um Un­ gleichheiten zu legitimieren. Gerade in kirchlichen Kreisen wird manchmal von «Gender­Ideologie» gespro­ chen. Nach dieser Logik gibt es zwischen Männern und Frauen unüberwindbare Unterschiede, sodass sich die Geschlechter im besten Fall ergänzen, aber stets mit unterschiedlichen Ellen gemessen werden müssen. Wie bitte? Jetzt haben wir doch viele Jahre dafür gekämpft, dass nicht unsere Sexualorgane bestimmen, ob wir wählen dürfen, welchen Beruf wir lernen und so weiter. Und gerade jetzt, wo wir endlich langsam damit aufhören, die Menschheit in zwei separate Hälften zu teilen, wird das als Ideologie abgestempelt. Wo bleibt da das Grund­ verständnis, dass wir in Christus eins sind?

IMPRESSUM

Zuger Presse – Unabhängige Wochenzeitung für die Region Zug, 23. Jahrgang Baarerstrasse 27, 6300 Zug 041 725 44 11 redaktion@zugerpresse.ch, www.zugerpresse.ch HERAUSGEBERIN Luzerner Zeitung AG, Maihofstrasse 76, Postfach, 6002 Luzern REDAKTION Chefredaktor: Florian Hofer (fh) Redaktion: Alina Rütti (ar), Laura Sibold (ls) Foto: Daniel Frischherz (df) Mitarbeit: Nadine Schrick (nad), Franz Lustenberger (fra), Dominique Schauber (dom), Hansruedi Hürlimann (hh), Pfändler-Maggi (mm), Daniela Sattler (sat), Franz Lustenberger (fra), Hansruedi Hürlimann (hh), Lukas Schärer (lus), Martin Mühlebach (mü), Monica Pfändler-Maggi (mm), Peter Theiler (th), Simon Carrel (sim), Pressedienst (pd) VERLAG ZUG Abo-Dienst/Vertrieb/Zustellstopp: 071 272 72 56, abo_zugerpresse@nzz.ch INSERATE 041 725 44 56, inserate@zugerpresse.ch DRUCK LZ Print, Luzerner Zeitung AG. Die «Zuger Presse» (inklusive «Zugerbieter») erscheint mittwochs in einer Auflage von 55 534 Exemplaren (Wemf-beglaubigt) und ist die auflagenstärkste Wochenzeitung im Kanton Zug. Inserate, Bilder und Berichte sind urheberrechtlich geschützt.

Unser Anliegen

Bild: PD

Im Rahmen des Genuss Film Festivals wird jedes Jahr eine gemeinnützige Institution unterstützt. Dieses Jahr ging der Betrag von 2000 Franken an die GGZ@Work in Kooperation mit dem Verein Tischlein deck

dich. Roland Wismer, Präsident Verein Freunde Genuss Film Festival Zug (Mitte), und Matthias Luchsinger, Leiter des Festivals, überreichen Yolanda Fässler, Leiterin GGZ@Work – Recycling, den Check. nad

Tixi Zug

Auf den Mond und retour 2864 Tixi-Fahrgäste sind im letzten Jahr sicher an die gewünschten Orte chauffiert worden. Das bedeutet einmal auf den Mond und zurück.

page aufschalten und das neue Betriebssystem einführen kön­ nen. Das seien Meilensteine in der Geschichte. «Nur dank der Unterstützung und der grossen Arbeit vom ganzen Tixi­Team ist das möglich gewesen», er­ klärt Vreni Wicky.

«Wir sind stolz, dass wir so vielen Menschen den Alltag er­ leichtern durften», sagt die Prä­ sidentin von Tixi Zug, Vreni Wicky. Es waren insgesamt 695 000 gefahrene Kilometer. «Wahrlich eine grossartige Leistung.» Damit sind die Tixi­ Autos fast einmal zum Mond und retour gefahren. «Oder je­ des der 19 Tixi­Autos fährt jährlich einmal um die Welt», so Wicky. Im vergangenen Jahr hat Tixi Zug auch eine neue Home­

Der Verein weist eine solide Bilanzstruktur auf Bewährt hat sich auch das neue Sponsoringkonzept und es sei eine grosse Hilfe im Kon­ takt mit Sponsoren. «Die Tixi­ Finanzen sind trotz der gekürz­ ten Subventionen seitens des Kantons im Lot und erlauben uns, zuversichtlich in die Zu­ kunft zu schauen», betontVreni Wicky weiter. Finanzchef Ferdi­ nand Dettling kann über einen positiven Rechnungsabschluss

berichten. Bei einem Betriebs­ ertrag von 1,24 Millionen Fran­ ken und einem Betriebsauf­ wand von 993 000 Franken weist Tixi Zug für 2017 einen Betriebsgewinn von 247 000 Franken aus. Verant­ wortlich für dieses erfreuliche Resultat sind mehrere Fakto­ ren. Auf der Ertragsseite sind die Mitgliederbeiträge sowie der Ertrag aus dem Fahrdienst um rund 51 000 Franken höher ausgefallen. Die Erträge aus Fahrdienst und Mitgliederbei­ trägen decken 43 Prozent des Betriebsaufwandes. Überaus erfreulich sind auch die Erträge aus Spenden (darunter zwei Einzelspenden für die Fahr­ zeugbeschaffung und eine substanzielle Erbschaft) ausge­ fallen. Ferdinand Dettling: «Tixi

Zug ist finanziell gut aufgestellt und weist eine solide Bilanz­ struktur auf. Die Liquidität ist beträchtlich, die 19 Fahrzeuge und die Infrastruktur der Zent­ rale sind bis auf wenige Fran­ ken abgeschrieben.»

André Loosli und Paul Scherer verabschiedet Die Mitglieder wählten an der Generalversammlung mit der Zgraggen und Partner AG eine neue Revisionsstelle und verabschiedet die Revisoren Paul Scherer und André Loosli. Sie haben über 20 Jahre Frei­ willigenarbeit für Tixi geleistet. «Das ist nicht selbstverständ­ lich und verdient Hochach­ tung», stellt Vreni Wicky fest. Freddy Trütsch, für Tixi Zug

nter dem Motto «Bewegung macht stark, in vielerlei Hinsicht» hat der Kanton Zug mit 20 anderen Kanto­ nen das bewährte Projekt «Purzelbaum» für mehr Bewegung im Kindesalter letztes Jahr eingeführt. Als erster Kanton integrierte er auch die Spielgruppen für Kinder von zwei bis fünf Jahren. Die Spielgruppe Tippi Tappi aus Hagendorn/ Cham konnte als eine der ersten Spielgruppen die Weiterbildung absolvieren und umsetzen. Ziel der Spielgruppe Tippi Tappi ist ein umfassendes Angebots­ konzept für Kleinkinder im Vorschulalter, welches individuell zusammenge­ stellt werden kann und ein vielseitiges Aktivitäten­ programm ermöglicht. So werden die Kinder in Bewegung, Wahrnehmung, Sozialisierung und Natur­ erlebnissen sensibilisiert. Dies einerseits durch das Projekt «Purzelbaum», aber auch mit Waldmorgen, welche von ausgebildeten Naturpädagoginnen geleitet werden. Wir wollen unseren Kindern einen Ort bieten, wo sie noch Kind sein dürfen und mit allen Sinnen die Welt erfahren können.

www.tippitappi.ch

Was ist Ihr Anliegen? Falls Ihr Verein oder Ihre Organisation ein bestimmtes (unpolitisches) Anliegen hat, so haben Sie auf 1250 Zeichen inkl. Leerschlägen Platz dafür dies unseren Lesern zu erzählen. Senden Sie uns zum Text noch ein Foto ( JPG-Datei, 1 MB) des Autors mit: redaktion@zugerpresse.ch

Turnverein Hünenberg

Zuger Teams setzten auf die Spielkünste junger Talente

Bevor durch den Verband Netzball Swiss eine neue Turnierform eingeführt wird, wurde die siebte und letzte Schweizer Meisterschaft dieser Sportart in Hünenberg durchgeführt. Gastgeber Turnverein Hü­ nenberg sorgte mit einer sorg­ fältigen Organisation für eine tolle Atmosphäre und führte die 18 teilnehmenden Frauen­ teams aus den fünf Netzballre­ gionen der Schweiz reibungslos durch zwei intensive Spieltage. Im Turniermodus «Jeder gegen Jeden» gab es insgesamt 123 Spiele, in denen sich die für das Netzball typische Vielfalt an Spielweisen zeigte. Offensiv eingestellte junge Teams muss­ ten gegen erfahrene defensive Spielerinnen ihre Geduld be­ weisen. Mentale Stärke war ebenso gefragt wie Spieltech­

berg und Walchwil setzten auf die Spielkünste ihrer jungen Talente.

Der Sieg ging ein weiteres Mal an den Kanton Aargau. Das Walchwiler Team sicherte sich den dritten Rang. nik. Nicht selten standen sich die Spielerinnen minutenlang gegenüber, ohne dass ein ein­

ziger Punkt erzielt werden konnte. So mancher jungen Spielerin gelang an dieser

Bild: PD

Schweizer Meisterschaft ein eindrucksvoller Auftritt. Auch die Zuger Teams aus Hünen­

Kampf um Rang 3 brachte Halle zum Beben Die beiden kantonalen Kon­ kurrenten trafen im Spiel um Rang 3 aufeinander und brach­ ten die Halle zum Beben. Äus­ serst knapp, aber verdient ent­ schied Walchwil die Begegnung für sich und durfte als dritte Mannschaft das Podest bestei­ gen. Titelverteidiger Benken und Vizemeister Birmenstorf zeigten bereits in der Vorrunde eine starke Leistung und konn­ ten diese nach 2016 erneut im Finale unter Beweis stellen – dieses Mal mit umgekehrtem Ausgang. Birmenstorf sicherte sich unter frenetischen Zuru­ fen der Fans den Meistertitel. Damit geht der Pokal nach 2014 erneut in den Aargau. Maike Unternährer, Turnverein Hünenberg


THEMA DER WOCHE

Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

So wird gebohrt beim Projekt Circulago in der Stadt Zug: Rechts ist der Bohrer Isabelle, links der Tunnel, in den er bohren soll. Bilder: PD

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In der Schützenmatt in Zug entsteht die unterirdische Seewasserzentrale, von wo aus die Fernwärme dann in die Haushalte verteilt wird.

Energieversorgung

Wärmeverbünde nutzen ökologische Energie Die WWZ verfolgt mehrere lokale Projekte in der Region Zug, die eine sorglose und sichere Wärme- und auch Kälteversorgung zum Ziel haben.

zur Energiezentrale, wo der Kreislauf von vorne beginnt. Die Vorteile der zentralen Wärme- und Kälteversorgung erläutert Andreas Widmer, WWZ-CEO, im Interview:

Florian Hofer

Wärmenetze verteilen thermische Energie – Wärme oder Kälte – zwischen einer zentralen Wärmequelle und einer Anzahl von Liegenschaften bis hin zu ganzen Ortsteile. Als Energiequelle genutzt werden Ab- und Umweltwärme, regionales Holz, klimafreundliches Erdgas oder Biogas, die im Zusammenspiel mit modernsten Heizsystemen für optimale Wärmelösungen sorgen. In einer Energiezentrale wird Wasser erwärmt und über unterirdische, isolierte Leitungen zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Dort wird dem Wasser die Wärme entnommen und an das gebäudeeigene Heizund Warmwassersystem übergeben. Das abgekühlte Wasser fliesst anschliessend zurück

Andreas Widmer, CEO WWZ

Andreas Widmer, Heizen kann man ja auf verschiedene Weise. Mit Öl, Gas, Elektrospeicheröfen oder dem guten alten Holzofen. Doch wenn man von moderner Wärmeversorgung spricht, meint man wohl etwas anderes? Andreas Widmer: Zukünftig wird immer wichtiger, dass umweltverträgliche Lösungen vorgesehen werden, die mit erneuerbarer Energie funktionieren. Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile gegenüber den konventionellen Methoden? Nachhaltige Lösungen sind

Zwei Projekte

Ennetsee

Die Wärme für die Holzwärmeverbünde Menzingen und Steinhausen wird in Hackschnitzelkesseln erzeugt. Als Energiequelle wird Holz aus umliegenden Wäldern verwendet. Das erwärmte Wasser gelangt schliesslich über ein Leitungssystem, das laufend erweitert wird, in die angeschlossenen Liegenschaften. Die Energiezentralen von Menzingen und Steinhausen sind dabei umwelttechnisch auf dem modernsten Stand: Eine Wärmerückgewinnung gewährleistet die Nutzung der Restwärme. Und mit der dabei eingesetzten Filtertechnologie werden die gesetzlichen Emissionsanforderungen deutlich übertroffen. pd

In der hochmodernen Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen (LU) wird das ganze Jahr Abfall umweltverträglich verbrannt. Neben der umweltverträglichen Beseitigung steht die Energienutzung im Vordergrund. Abfall hat einen ähnlichen Energieinhalt wie Holzschnitzel und wird heute als Brennstoff betrachtet, den man mit maximaler Energienutzung verwerten will. Die rund um die Uhr entstehende Abwärme wird deshalb als CO 2 -neutrale Energiequelle in Luzerner Gemeinden sowie künftig auch in Gemeinden des Kantons Zug genutzt. Im Rahmen des Projekts «Wärmeverbund Ennetsee» will die WWZ diese Abwär-

wichtig für die Umwelt, damit es weniger CO2-Ausstoss gibt und auch andere Emissionen reduziert werden. Die neuen Lösungen ermöglichen auch in verdichteten Gebieten, nachhaltig zu heizen. Insbesondere Fernwärmesysteme sind eine sinnvolle Lösung, da sich nicht jeder Einzelne mit der Heizthematik auseinandersetzen muss.

Fangen wir mit dem Holz an. Wie wird das eingesetzt? Wir haben gerade einen Holzwärmeverbund in Steinhausen realisiert. Da ist eine moderne Holzheizung, die das Dorfzentrum und die Überbauung Dreiklang beheizt. Der Vorteil einer zentralen Lösung liegt in einer höheren Effizienz und darin, dass ein besseres, aufwendigeres System für die Abgasreinigung eingesetzt werden kann. Und wie nutzt man die industrielle Abwärme? Man muss immer schauen, in welchem Gebiet welche Energiequelle zur Verfügung steht. Wenn man einen Industriebetrieb hat, der Abwärme produziert, ist es sehr sinnvoll, diese zu nutzen. Dabei muss

man berücksichtigen, dass nachhaltige Projekte auf eine lange Lebensdauer ausgelegt sind. So muss die Wärmequelle über die gesamte Nutzungsdauer der Anlage verfügbar sein.

Wie funktioniert das mit der Umweltwärme? Klassisch bei der Umweltwärme ist die Nutzung über Wärmepumpen. Es gibt verschiedene Systeme. Bei Circulago bauen wir einen Wärmeverbund in der Stadt Zug und Baar-Süd auf, bei dem wir die

«Nachhaltige Lösungen sind wichtig für die Umwelt.» Umweltwärme aus dem Zugersee nutzen. Mit Wärmepumpen bringen wir die Energie aus dem See auf ein Temperaturniveau, das es uns erlaubt, Häuser zu heizen und Warmwasser zu erzeugen. Den See kann man natürlich auch ideal nutzen, um zu kühlen.

Wird Circulago Ihr Prestigeobjekt? Prestige ist der falsche Ausdruck. Mit Circulago nehmen wir unsere Verantwortung wahr und investieren in ein zukunftsorientiertes System, das die nachhaltige Entwicklung der Zug und Baar-Süd ermöglicht. Wie schätzen Sie den Fernwärmeverbund Ennetsee ein? Der Fernwärmeverbund Ennetsee ist ein weiteres Projekt, das wir aktuell planen. Dort geht es darum, die Abwärme aus der Kehrichtverbrennung Renergia in Perlen (LU), wo auch der Zuger Güsel verbrannt wird, zu nutzen, um Rotkreuz und weitere Gebiete zu heizen. Welches Potenzial können Sie im Heizbereich noch nutzen? Es ist heute so, dass jedes Haus bereits eine Heizung hat. Wenn wir ein neues System haben, braucht es einen Wechsel von einem alten zu einem neuen System. Für uns sind Gebiete attraktiv, die neu bebaut werden, wo man also von Anfang an eine nachhaltige Heizlösung einbauen kann. Wie kann ich ökologisch und

Circulago me nach Rotkreuz und Hünenberg-Bösch transportieren und dort nutzen. Für den Transport der Abwärme ist in einem ersten Schritt der Bau einer rund neun Kilometer langen Fernwärmeleitung geplant. Später sollen die Gebiete Cham und die Äussere Lorzenallmend dazukommen. pd

Die Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen (LU).

Circulago ist ein zukunftsweisendes Projekt zur Versorgung der Stadt Zug und Baar-Süd mit umweltfreundlicher Wärme- und Kälteenergie. Gewonnen wird sie aus dem Wasser des Zugersees. 400 Meter vor dem Ufer wird das Wasser des Zugersees gefasst und über eine Leitung zur unterirdischen Seewasserzentrale in der Schützenmatt transportiert. Dort wird die Energie des Seewassers mittels Wärmetauscher an ein zweites separates Leitungsnetz übergeben. Dieses leitet die Energie zu den Energiezentralen in die Quartiere, wo mittels Wärmepumpen Wärme erzeugt wird respektive die Kälte direkt genutzt wer-

Zur Person Andreas Widmer (58) hat an der ETH Zürich Elektroingenieur studiert und ein MBAStudium absolviert. Er war mehrere Jahre in der Telekom-Industrie sowie in Unternehmen der Energiebranche tätigt. 2008 trat er als Vertriebsleiter bei der WWZ ein. Am 1. Mai 2009 übernahm er die Funktion des CEO. Andreas Widmer ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. pd

trotzdem preisgünstig heizen? Die Energiebilanz eines Gebäudes ist ein wichtiger Faktor und die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen steigt. Solche Lösungen sind aufwendiger und damit kurzfristig betrachtet oft etwas teurer. Bei einer längerfristigen Betrachtung, insbesondere wenn die CO2-Preise steigen, werden sie aber für die Kunden auch finanziell lukrativ sein. Zudem gehen wir davon aus, dass eine verdichtete Entwicklung nur mit nachhaltigen Lösungen möglich sein wird.

Altstadt Zug den kann. Die Verteilung zu den Häusern erfolgt über ein konventionelles Fernwärmebeziehungsweise Fernkältenetz. Um die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten, werden Erdgas/BiogasHeizungen als Redundanz eingesetzt. Mit Circulago können 75 Prozent der benötigten Wärme und 100 Prozent der benötigten Kälte aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Als Pionierprojekt für die städtische Energieversorgung ist Circulago ein wichtiger Schritt in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft, deren Zielen das Stadtzuger Stimmvolk zugestimmt hat. Ab 2019 sollen die ersten Circulago-Kunden versorgt werden. pd

2016 übernahm die WWZ das Fernwärmenetz Altstadt von der Stadt Zug und lancierte 2017 ein Projekt für den Einbau von Wärmepumpen in den beiden Energiezentralen. Ziel ist es, den erneuerbaren Energieanteil mittels Seewärme zu erhöhen. Der Wärmeverbund Altstadt versorgt 140 Kunden mit Wärme aus der Hauptzentrale in der Überbauung Frauensteinmatt. Annähernd die gesamte Altstadt von Zug vom Casino bis zum Postplatz ist mit dem Wärmeverbund erschlossen, der mit Erdgas/Biogas und Energie aus Seewasser betrieben wird. Zur Verbesserung der Ökobilanz wird der Seewasseranteil künftig noch weitergesteigert. fh


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FORUM

Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

Ihr Leserbrief

Swiss Unihockey Games

Möchten Sie einen Artikel in der «Zuger Presse» mit einem kurzen Leserbrief kommentieren? Dies können Sie gerne tun. Der Leserbrief sollte nicht länger als 1000 Zeichen inklusive Leerzeichen sein und muss mit Vorund Nachname und Ihrem Wohnort versehen sein.

Schüler aus Oberägeri holen Gold

Schicken Sie den Leserbrief an: redaktion@zugerpresse.ch Bitte beachten Sie, dass wir zwei Wochen vor kantonalen, gemeindlichen und eidgenössischen Abstimmungen und Wahlen keine Leserbriefe dazu mehr drucken. Aufgrund der Vielzahl an eingesandten Leserbriefen können wir leider nicht jeden Leserbrief abdrucken. Wir achten auf eine ausgewogene Auswahl. red

Ihr Vereinsbericht Gerne publizieren wir Ihre Vereinsberichte. Achten Sie darauf, dass Sie sich kurz halten (zwischen 1000 und 1500 Zeichen inklusive Leerschlägen). Bilder müssen als JPGDatei in einer Grösse von mindestens 1 MB an uns gemailt werden. Ansonsten ist es technisch nicht möglich, die Fotos zu publizieren. Schicken Sie zu den Bildern jeweils eine Bildlegende (Personen mit Vor- und Nachname von links nach rechts nennen). Geben Sie uns jeweils den Autor des Textes und den Fotografen des Bildes mit vollständigem Namen und Funktion im Verein an. Mailen Sie uns den Bericht mit Fotos an: redaktion@zugerpresse.ch red

St.Gallen, gegen den sie schon in der Vorrunde gewonnen hatten. Auch im Final gingen die Jungs hochkonzentriert an ihre Aufgabe und waren mit 4:0 der verdiente Sieger. Der Jubel war grenzenlos und sie konnten es kaum erwarten, bis die Pokalund Goldmedaillenübergabe stattfand.

Die 13. Unihockey SchülerSchweizer-Meisterschaft im Unihockey fand in Zofingen statt. Dabei waren zwei Teams der Schule Oberägeri. Die jungen Talente kämpften mit viel Ehrgeiz und Fairness um den Schweizer-Meister-Titel. Beide Oberägerer Teams gewannen sämtliche Vorrundenspiele und qualifizierten sich souverän für die Playoffs.

Deutlicher Sieg für 4.-Klässler gegen St. Gallen Der Start in die Playoffs gelang beiden Mannschaften nach Wunsch. Die Knaben der 4. Klasse bezwangen der Reihe nach die Teams der Kantone Glarus und Thurgau mit klaren Zu-null-Siegen. Im Final wartete dann der Gegner aus

Nach einem spannenden Spiel sicherten sich die 4.-Klässler aus Oberägeri den ersten Platz.

Bild: PD

Oberägerer waren gegen Zürcher chancenlos Auch die 6.-Klässler gewannen ihre Viertel- und Halbfinalpartien gegen Nidwalden und Schaffhausen. Im Final erwartete sie dann das Team aus Zürich, das von einem überragenden Spieler im Dauereinsatz angeführt wurde. Gegen diesen Gegner waren sie leider chancenlos. Dennoch reichte es für den hervorragenden zweiten Platz, welcher mit der Silbermedaille belohnt wurde. Marco Nussbaumer

Leserbrief

Entwicklung im Kanton Zug: Wie viel Wachstum ist genug? Folgender Leserbrief hat unsere Redaktion erreicht. Eine Leserin hat sich zum Bevölkerungswachstum im Kanton Zug Gedanken gemacht. Aktuell wird im Kantonsrat über die Anpassung des kantonalen Richtplans beraten. Das Unbehagen der Bevölkerung

über das massive Wachstum der letzten Jahre hatte sich in sehr vielen kritischen Eingaben zur Richtplananpassung niedergeschlagen.

Natürliche Kapazitätsgrenze wurde bereits überschritten Es wäre also folgerichtig gewesen, wenn die Regierung dem Kantonsrat ein tiefes Wachstumsszenario für den Zeitraum bis 2040 vorgeschla-

gen hätte. Das war leider nicht der Fall und man muss sich fragen, was diese Vernehmlassung wert war. Die natürliche Kapazitätsgrenze unseres Kantons haben wir bereits überschritten. Man denke nur darüber nach, woher unser Essen kommt. Inzwischen ächzen wir unter der enormen Last der Bautätigkeit, der Mobilität und des Lärms. Deshalb müssen wir uns jetzt fragen: Wie viel

Wachstum ist genug? Wenn wir uns diese Frage nicht ernsthaft stellen und fröhlich weiterwachsen, wird der Kanton Zug zwangsläufig zum Stadtkanton.

Von Wachstumsstillstand kann nicht die Rede sein Die Alternativen – die Grünen sind der Meinung, dass jetzt das tiefe Wachstumsszenario angestrebt werden muss, von Nullwachstum oder gar

Stillstand kann immer noch nicht die Rede sein. Doch die Regierung sowie die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat wollen an einem mittleren Wachstumsszenario festhalten. Damit dürften im Jahr 2040 zusätzliche 25 000 Menschen im Kanton Zug leben. Können Sie sich das vorstellen? Mariann Hess, ALG-Kantonsrätin, Unterägeri

Zum Gedenken

Ihre Traueranzeige in der «Zuger Presse»

Todesfälle Cham 15. Juni Johann Kaufmann, geboren im Jahr 1928, wohnhaft gewesen an der Nestléstrasse 5 in Cham. Der Trauergottesdienst findet statt am Freitag, 22. Juni, um 9 Uhr in der katholischen Kirche Cham; anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Cham. 12. Juni Cham Marie-Claude Philomène Pietsch geb. Bonvin, geboren im Jahr 1941, wohnhaft gewesen am Brunnmattweg 2 in Cham. Der Trauergottesdienst findet statt am Freitag, 22. Juni, um 14 Uhr in der katholischen Kirche Hünenberg; anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Hünenberg. Oberägeri René Rössle, geboren am 16. Februar 1951, wohnhaft gewesen am Schwerzelweg 14 in Oberägeri. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

13. Juni

Oberägeri 12. Juni Mario Iseppi, geboren am 23. Juni 1931, wohnhaft gewesen an der Oberwarth in Morgarten. Der Trauergottesdienst findet statt am Freitag, 22. Juni, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Oberägeri; anschliessend Urnenbeisetzung. 13. Juni Steinhausen Maria Schuler-Pelican, geboren am 16. Mai 1922, wohnhaft gewesen an der Kirchmattstrasse 3 in Steinhausen. Der Trauergottesdienst findet statt am Samstag, 23. Juni, um 10 Uhr in der St.-Matthias-Kirche in Steinhausen; anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Erli in Steinhausen. 11. Juni Unterägeri Candid Widmer-Iten, geboren am 21. April 1936, wohnhaft gewesen an der Zugerstrasse 33 in Unterägeri. Der Trauergottesdienst findet statt am Samstag, 23. Juni, um 9.15 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Unterägeri; anschliessend Urnenbeisetzung in der Urnenwand. 12. Juni Zug Josef Baumann-Meier, geboren am 24. Juni 1936, wohnhaft gewesen im Hertizentrum 7 in Zug. Der Trauergottesdienst findet statt am Mittwoch, 20. Juni, um 9.30 Uhr in der Friedhofkapelle Baar; anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Kirchmatt in Baar.

Kontaktieren Sie uns unter:041 725 44 56 oder per E-Mail inserate@zugerpresse.ch

Zug Hedy Landtwing-Marti, geboren am 21. März 1932, wohnhaft gewesen im Hertizentrum 9 in Zug. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

11. Juni

Zug 8. Juni Sr. Rita Helfenfinger, geboren am 12. März 1935, wohnhaft gewesen an der Mülimatt 5 in Zug, mit Aufenthalt im Pflegeheim St. Franziskus in Menzingen. Die Urnenbeisetzung findet statt am Mittwoch, 27. Juni, um 14.15 Uhr auf dem Friedhof St. Michael in Zug; Besammlung vor der Abdankungshalle; um 14.50 Uhr Trauergottesdienst in der Kirche St. Oswald in Zug.


GEMEINDEN

Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

Parkrauminitiative

Cham

SVP wirft der Stadt Rechenfehler vor Die Stadtzuger SVP erhebt schwere Vorwürfe an den Stadtrat: In Sachen Parkrauminitiative werde «bewusst mit falschen Zahlen operiert».

Philip C. Brunner. Würden die Berechnungen der Initiative konsequent angewendet und nicht wissentlich falsche Grundlagen benutzt, würden die Parkgebühren für die Aussenparkplätze gegenüber 2017 sogar leicht sinken.

Florian Hofer

Erhöhen sich die Gebühren mit Annahme der Initiative? Besonders stört man sich bei der SVP in diesem Zusammenhang an einer Aussage der Stadt, die Gebühren würden sich bei einer Annahme der Initiative sogar erhöhen, was unterstellt, dass die Initianten nicht richtig rechnen würden. Genau das Gegenteil sei der Fall, argumentiert die SVP. Darauf müsse auch die Stadt kommen. Wenn denn die Berechnungsgrundlagen stimmen würden. «Die Argumenta-

Dabei geht es um die Frage, ob bei der Berechnung der neuen, seit dem 1. Januar geltenden Tarife auf den Aussenparkplätzen der Stadt Fehler gemacht wurden.

Werden Parkplätze weiter berechnet, die es gar nicht gibt? Nach Ansicht der SVP hat der Stadtrat «konstruierte Berechnungsgrundlagen» verwendet, um so «überhöhte Gebühren zu rechtfertigen», wie Cornelia Stierli, Co-Präsidentin des Komitees «Ja zur Parkraumbewirtschaftung mit Mass», gegenüber den Medien erklärte. Die Anhaltspunkte für diese Behauptung will Andreas Poncini, Unternehmensberater und früherer Wahlkampfleiter der SVP, in verschiedenen von der Stadt herausgegebenen Papieren ausgemacht haben. Als Basis gilt die Berechnung der Vollkosten und Erträge nach dem derzeit angewendeten Buchhaltungsstandard HRM2. Demnach habe die Stadt bei den Abschreibungen und zudem bei der Berechnung von Zinssätzen Fehler gemacht. Insbesondere würden auf dem Papier immer noch fast 150 ehemalige Aussenparkplätze trotz des Baus des Parkhauses Frauensteinmatt existieren, was die Vollkostenrechnung massiv belaste. Die Abweichungen gingen so weit, so folgert die SVP, dass Grundsätze von Treu und Glauben verletzt würden. «Wir müssen diesen Zahlen der Stadt vertrauen können», sagt dazu SVP-Parteipräsident

Das will die Initiative # Die SVP will eine Reduktion der Parkgebühren. Die Stadt habe eine Gewinnmarge von 22 Prozent. # Die Verteilung der Behindertenparkplätze sei zu optimieren. Beim Hafenrestaurant gebe es beispielsweise keine. # Ein Konzept für Parkgebühren und Parkdauer fehle. Es brauche eine saubere Einteilung in drei Zonen (kurz, mittel, lang). fh

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«Wir müssen diesen Zahlen der Stadt vertrauen können.»

Stadtpräsident Müller wehrt sich gegen die Vorwürfe Stadtpräsident Dolfi Müller (SP) hält dagegen: «Unsere Berechnungen sind von den Fachleuten bei der Stadt nach den Regeln der Kunst gemacht worden.» Die Bewertungsgrundsätze nach dem Buchhaltungsstandard HRM2 würden eingehalten. Im Bericht des Stadtrates heisst es dazu ausserdem, die Parkplatzgebühren seien bis Ende 2017 nicht kostendeckend gewesen und auch nicht einheitlich angewendet worden. Zu den Vorwürfen in Sachen Frauensteinmatt sagt Müller, selbst wenn es so wäre, wie von der SVP behauptet, habe dies kaum einen Einfluss auf die Gesamtberechnung. «Das ist doch gar nicht matchentscheidend.» Die Initiative sei insgesamt zu überladen und hätte einfacher formuliert werden müssen. Im nächsten Schritt sagt der GGR seine Meinung In der am Dienstag, 26. Juni, anstehenden Sitzung des

182 stimmberechtigte Chamerinnen und Chamer fanden sich am 18. Juni im Lorzensaal zur Einwohnergemeindeversammlung ein. Für die Erstellung des Fuss- und Radwegs Kirchbühl wurde ein Planungs- und Baukredit von brutto 485 400 Franken beschlossen. Die Änderungsanträge des KriFo Alternative Cham und von Heidi Ulrich wurden mehrheitlich abgelehnt. Die Einwohnergemeindeversammlung Cham hat zudem den Geschäftsbericht und die Rechnung 2017 gutgeheissen. Im Weiteren genehmigten die Stimmberechtigten eine Teilrevision des Behördenreglements: Damit werden die Stellenprozente für Gemeinderatsaufgaben von 260 auf 280 erhöht. Bei den behandelten Vorstössen kam es vor allem bei der Motion «Kein Kiesabbau Hatwil-Hubletzen» zu emotionalen Voten. Die Motion wurde als erheblich erklärt und gleichzeitig abgeschrieben. ls

Hünenberg

Geld für Verwaltung und Kunstrasen

Philip C. Brunner, Präsident SVP Stadt Zug

tion des Stadtrates, dass die Initiative höhere Parkgebühren bringen würde, ist an den Haaren herbeigezogen und als hilfloser Akt der Verzweiflung zu werten», sagt Poncini.

Kredit für Radweg wurde beschlossen

Um Parkuhren wie diese am Postplatz in Zug geht es bei der Initiative zur Parkraumbewirtschaftung: Nach der Gebührenerhöhung lancierten im Februar SVP-Vertreter die Parkrauminitiative. Im Bild von links: Niko Trlin, Cornelia Stierli (Gemeinderätin der Stadt Zug) und Raphael Tschan. Bild: Daniel Frischherz Grossen Gemeinderates (GGR) der Stadt Zug hofft die SVP auf die Unterstützung der beiden anderen bürgerlichen Parteien: «Die SVP Stadt Zug appelliert an die bürgerliche Grundeinstellung der CVP und der FDP. Insbesondere an deren konsequenter Haltung, dass es keine Gebührenerhöhungen geben soll», so Gregor R. Bruhin, Fraktionschef der SVP im Stadtparlament So wie es alle drei bürgerlichen Parteien mehrfach bekräftigt hätten: «In diesem Sinne erwarten wir, dass im Grossen Gemeinderat keine Spielchen gespielt werden (beispielsweise durch Einholung zusätzlicher Gutachten oder Einsetzung einer Kommission), welche den Abstimmungstermin ins Ungewisse verzögern», sagt Bruhin. Die SVP Stadt Zug zähle auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit CVP und FDP, wie sie schon rund um die Abstimmung zur Initiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt» erfolgreich gelebt worden sei.

Lange Diskussion # 2009 verwirft das Volk mit 62,5 Prozent das Parkgebührenreglement, lehnt höhere Parkgebühren ab. # April 2017: Der Stadtrat legt ein neues Gebührenreglement vor. Alle Fraktionen lehnen es ab. Es bleibt das Reglement zur Parkraumbewirtschaftung. Das kann der Stadtrat in eigener Kompetenz beschliessen. # Als das Ausmass der Erhöhungen der Parkgebühren im Januar 2018 deutlich wird, lanciert die SVP die Volksinitiative «Ja zur Parkraumbewirtschaftung mit Mass». Am 10. April wird sie mit 837 gültigen Unterschriften eingereicht. # Der Stadtrat äussert sich am 5. Juni dazu und stellt fest, dass das Volksbegehren in einem Paragrafen die Einheit der Form verletzt. Zudem würde die Initiative das erklärte Ziel nicht erreichen. Es komme gar zu

einer Erhöhung der Parkgebühren. # Im Juni 2018 gibt es zwei Verhandlungsrunden zwischen Initianten und Vertretern der Stadt. Die SVP teilt in einem offenen Brief mit, sie wolle eine einvernehmliche Lösung mit dem Stadtrat und sei bereit, die Initiative zurückzuziehen, wenn sich die Stadt «kompromissbereit» zeige. Die Stadt bietet an, die Wochenendtarife zu überdenken. Das ist der SVP zu wenig. Sie bricht die Gespräche ab und stellt die gesamte Berechnungsgrundlage in Frage. # Am Dienstag, 26. Juni, wird der GGR über die Initiative beraten. Er kann das Geschäft an eine Kommission überweisen oder auch einen Abstimmungstermin festsetzen. Der nächste realistische Termin wäre der 23. September 2018. fh

Der FC Hünenberg kann aufatmen: An der Gemeindeversammlung vom Montag, 18. Juni, stimmten die Hünenbergerinnen und Hünenberger dem Investitionsbeitrag von maximal 950 000 Franken grossmehrheitlich zu. Der Beitrag wird für die Sanierung des Kunstrasenspielfeldes verwendet, der FC Hünenberg hat sich mit maximal 10 Prozent an den Kosten zu beteiligen. Ebenfalls zugestimmt wurde dem Kredit für die Erneuerung der IT-Infrastruktur der Schulen und der Gemeindeverwaltung über total 1 465 000 Franken. Eine Motion hatte zudem die Schaffung und den Unterhalt von mehr familienfreundlichen Spielplätzen gefordert. Sie wurde von der Versammlung mit 165 zu 97 Stimmen im Sinne des Gemeinderates für nicht erheblich erklärt.Trotzdem will der Gemeinderat das Anliegen der Motion auf vereinfachte Weise weiterverfolgen. Die Versammlung hat zudem vom Verwaltungsbericht 2017 Kenntnis genommen und die Jahresrechnung 2017 genehmigt. Die Antwort des Gemeinderates auf die Interpellation des Grünen Forums Hünenberg betreffend Schliessung des Polizeipostens wurde zur Kenntnis genommen. ls

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GEMEINDEN

Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

Hünenberg

Käseautomat wird zum Internethit freut's: «Durch das Video sind wir und unser Automat nicht nur international, sondern auch regional bekannter geworden», so Sanchez. Der Käseautomat steht seit Ende Dezember 2017 vor der Lustenberger & Dürst an der Langrüti 1, gleich neben der Luzernerstrasse. Laut Simon Gander erfüllt der Automat ein Kundenbedürfnis: «Wir haben

Bereits über 20 Millionen Mal wurde ein Video der Lustenberger & Dürst in Hünenberg See angeklickt. Die Überraschung könnte kaum grösser sein. Laura Sibold

«Das war ziemlich verrückt», erinnert sich Simon Gander, Mitglied der Geschäftsleitung der Lustenberger & Dürst. Vor rund zwei Monaten erhielt die Käsefirma in Hünenberg See eine Anfrage des amerikanischen Online-Magazins «Insider». Via Instagram wurde «Insider» auf den Käseautomaten aufmerksam und forderte Videomaterial an. «Wir kamen diesem Wunsch gerne nach und machten einen Tag lang Filmaufnahmen von unserem Käseautomaten. Das Online-Magazin schnitt und vertonte diese und stellte dasVideo am 11. Mai ins Internet», erklärt Gander. Was dann passierte, erstaunt in Hünenberg See noch immer.

«Viele Kunden möchten rund um die Uhr Käse einkaufen können.» Simon Gander, Mitglied der Geschäftsleitung Lustenberger & Dürst seit Jahren ein Käselädeli, unser Kulinarium, das jeweils am Freitagnachmittag und Samstagvormittag geöffnet ist. Viele Kunden möchten aber rund um die Uhr Käse einkaufen können.» Dank dem Käseautomaten könnten Kunden nun auch spontan ein Fondue oder Raclette geniessen. Im Automaten finden sich neben diesen Schweizer Klassikern fünf verschiedene Käsesorten sowie eine Auswahl an Getränken und Snacks. «Das Sortiment variiert je nach Jahreszeit und Abverkauf – ein Stopp in Hünenberg lohnt sich aber alleweil», ist Sanchez überzeugt.

Automat sorgt regional und international für Bekanntheit Innerhalb von wenigen Tagen wurde das Video mehr als 12 Millionen Mal angeklickt. «Wir waren sehr überrascht, wie viel Beachtung unser Käseautomat fand. Das hätten wir so nicht erwartet», bestätigt auch Carmen Sanchez, Marketingverantwortliche der Lustenberger & Dürst. Mittlerweile wurde das Käsevideo mehr als 20 Millionen Mal angesehen. Die Käsefirma in Hünenberg See

Viel Käse rund um die Uhr: Simon Gander, Mitglied der Geschäftsleitung der Lustenberger & Dürst, und Michèle Dormann, Online-Marketing-Managerin, zeigen das Angebot des Käseautomaten. Bild: Daniel Frischherz

St.-Anna-Stiftung

Cham

Das Video zum Hünenberger Käseautomaten: www.thisisinsider.com/ cheese-vending-machine-2018-5

Unterägerer fühlen sich übertölpelt

Die Gemeinde von gestern und morgen zeigen

In Unterägeri sind zahlreiche Bürger sauer auf die Stiftung St. Anna, die Gemeinde und die Bauunternehmung, die derzeit für eine der grössten Baugruben im Dorf verantwortlich ist. Das wurde deutlich an der Gemeindeversammlung, die am Montagabend in der Ägerihalle abgehalten wurde. Nach den offiziellen Traktanden, bei denen ein Kredit für den Ausbau und die Sanierung Höhenweg und Trottoir sowie zwei Motionen der CVP und der FDP in Sachen überfüllte Busse und Ausbauwünsche für den ÖV nach Menzingen grossmehrheitlich für teilerheblich erklärt wurden, ging es erst richtig los. Die Gemeinde solle sich heftiger wehren gegen das aus Sicht vieler Dorfbewohner unseriöse Gebaren der Bauherrschaft, die auf dem St.-Anna-Gelände zunächst ein Familienhotel angekündigt, dann aber eine Projektänderung angestrebt hat. Gemeindepräsident Josef Ribary erklärte, er fühle sich ebenfalls frustriert angesichts der Entwicklung. Die Gemeinde habe inzwischen einen Baustopp erlassen für den oberen Teil des Areals. Nun gelte es abzuwarten, bis ein neuer Bauantrag vorliege. So lange seien der Gemeinde die Hände gebunden. Dennoch wolle er keine Konfrontation mit den Bauherren, sagte Ribary. Man müsse auf jeden Fall verhindern, dass dort eine Bauruine entstehe. fh

Die 9. Chamer Gewerbeausstellung Choma findet nächstes Jahr vom 12. bis 14. April statt. Das Motto wird schon heute verraten: «gestern-heute-morgen». Aufgrund der Tatsache, dass der Gewerbeverein Cham im selben Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, hat der Vorstand beschlossen, die Choma im Hirsgarten durchzuführen. Erich Herzog, Präsident des Gewerbevereins, sagt dazu: «Der Hirsgarten bietet die Möglichkeit, die Gewerbeausstellung einmal in einem anderen Rahmen präsentieren zu können.» Das Organisationskomitee unter der Leitung des Chamer Gemeindepräsidenten Georges Helfenstein hat diesen Auftrag so entgegengenommen, im Wissen darum, dass die infrastrukturellen Kosten wesentlich höher sind. Man kann jedoch von einer einmaligen Austragung ausgehen.

Bereits jetzt sind viele Sponsoren mit an Bord Um die Kosten für die Aussteller in Grenzen zu halten, hat das OK verschiedene Sponsoren zusammengesucht und gefunden, namentlich: die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen sowie die Firma Risi AG, Baar, als Hauptsponsoren und als Jubiläumssponsoren die Firmen Pavatex AG, Cham, Nestle AG, Vevey, Cham Group,

Die Organisatoren der Choma: Erich Herzog (von links), Michael Huwiler, André Gilomen, Viktor Käppeli, Rosmarie Strähl, Heinz Guggenbühl, Manuela Döngi, Martin Keller, Georges Helfenstein, Paul Gisler, Daniel Hensch. Bild: PD Cham, Wasserwerke Zug (WWZ, Zug) sowie Huwiler & Partner AG, Cham. Dank dieser und zusätzlicher Ausstellungssponsoren können die Kosten und Ausgaben kalkuliert werden.

Schüler sollen sich über Berufe informieren können Das Motto der Chamer Gewerbeausstellung lautet «gestern-heute-morgen». «Wir zeigen, zusammen mit dem Bürgerschreiber Thomas Gretener, Bilder von früher, dem Cham von gestern. Gleichzeitig sind die Aussteller gefordert, das Heute und das Morgen aufzuzeigen», erklärt OK-Prä-

sident Georges Helfenstein. Ein weiteres Ziel der Choma 2019 sei die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem Gewerbe, mit der Absicht, dass am Freitagnachmittag Oberstufenschüler Informationen zu Berufen aus dem Chamer Gewerbe erhalten und sich bei den Ausstellern austauschen und informieren können.

Ein Austausch zwischen Kunden und Anbietern Weiter gehören ein Restaurant, Abendunterhaltung und vieles mehr zur Gewerbeausstellung dazu. Am Donnerstagabend vor der Eröffnung wird

der Gewerbeverein Cham seine 100-Jahr-Jubiläumsgeneralversammlung im Ausstellungsrestaurant durchführen. Der Präsident des Organisationskomitees (OK) Georges Helfenstein zur Choma 2019: «Diese alle drei Jahre stattfindende Ausstellung ist seit 1995 fester Bestandteil von Cham. Sie ist wichtig für das Gewerbe, für den Austausch zwischen Kunden und Anbietern. Sie soll auch ein Fest sein für alle Generationen und dabei das Können und die Qualität des Chamer Gewerbes aufzeigen. Das OK ist engagiert und wir freuen uns auf die Ausstellung und über viele Besucher.» ls

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Ratgeber Versicherung

Mark Grüring, diplomierter Versicherungsfachmann

Verschweigen lohnt sich nicht

B

eim Abschluss einer Personenversicherung wird eine Krankheit, unter der jemand leidet, verschwiegen. Der Antragsteller befürchtet, die Prämie würde zu hoch berechnet werden. Der Versicherer verlangt bei der Antragstellung die Beantwortung verschiedener Fragen, darunter auch zur Gesundheit. Diese Fragen können sehr relevant für die Beurteilung des Risikos sein. Davon hängen Art, Höhe und Dauer der Versicherungsdeckung beziehungsweise die Prämie ab. Gegebenenfalls sogar eine Ablehnung der Versicherungsdeckung. Gemäss Gesetz (VVG) ist man verpflichtet, die Fragen des Versicherers schriftlich richtig zu beantworten, soweit die entsprechenden Fakten zum Zeitpunkt der Antragsstellung bekannt waren oder bekannt sein mussten. Erheblich sind dabei jene Gefahrentatsachen, die den Entschluss des Versicherers beeinflussen, den Vertrag überhaupt oder nur mit Auflagen abzuschliessen. Anzeigepflichtverletzungen können gravierend sein. Stirbt beispielsweise eine Person an einer verschwiegenen Krankheit, so macht der Versicherer eine Anzeigepflichtverletzung geltend und kündigt den Vertrag. War ein Lebensversicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Todes rückkaufsfähig, bezahlt der Versicherer den Rückkaufswert. Bei Verträgen ohne Rückkaufswert (zum Beispiel bei Todesfallrisiko- oder Krankenversicherungen) erfolgt keine Leistung und es gibt auch keine Rückerstattung der bezahlten Prämien. Will man den Versicherer nachträglich über eine verschwiegene Krankheit informieren, ist das möglich. Der Versicherer wird den bisherigen Vertrag kündigen, eine erneute Risikoprüfung vornehmen und allenfalls den alten Vertrag mit einem Risikozuschlag bei der Prämie oder einem vertraglich festgelegten Deckungsausschluss wieder in Kraft setzen. Es ist aber auch möglich, dass eine Weiterführung des Vertrages nicht mehr in Frage kommt. Wichtig ist auch noch zu beachten, dass der Versicherer umgehend informiert werden muss, falls zwischen der Antragsaufnahme und dem Beginn des Vertrages Ereignisse eintreten, die Einfluss auf die Risikobeurteilung durch den Versicherer haben könnten. Hier gilt, im Zweifelsfall den Versicherer informieren. Der Autor ist Leiter der Graf & Partner Versicherungsbroker AG in Unterägeri.


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Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

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Prämien

Schwarze Liste gerät unter Beschuss Auch im Kanton Zug werden immer mehr Personen nur noch bei Notfällen von der Krankenkasse unterstützt. Nun regt sich Widerstand.

Zuger Prämien Zug ist noch immer relativ günstig

Laura Sibold

Immer mehr Menschen können die steigenden Prämien für ihre Grundversicherung nicht mehr bezahlen. Geschieht dies einem Zuger, wird er auf einer schwarzen Liste des Kantons aufgeführt.Wer auf dieser Liste landet, bekommt nur noch bei Notfallbehandlungen Geld von der Krankenkasse – bis er seine Prämien bezahlt. Über 400 Zuger sind momentan auf dieser Liste, und die Zahlen steigen stetig. Standen 2014 noch 124 Personen auf der Liste, so waren es per Ende des vergangenen Jahres bereits 437 Zuger. Nun weht der schwarzen Liste von mehreren Seiten ein rauer Wind entgegen.

Was als Notfall gilt, ist Ermessenssache «Schwarze Listen gehören abgeschafft, denn sie sind schädlich, unnötig, kontraproduktiv und generieren einen hohen Verwaltungsaufwand», sagt Dragana Glavic von der Helsana, einer der führenden Krankenversicherungen im Kanton Zug, auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem würden die Listen nicht jene treffen, die bezahlen könnten, aber nicht wollen, sondern jene, die wirklich nicht bezahlen können. Wenn ein Versicherter seine Prämien nämlich nicht mehr bezahlen kann, wird er zuerst betrieben. Kann der Versicherte trotz Androhung des Leistungsaufschubes nicht bezahlen, landet er auf der schwarzen Liste. Dass der Abschreckungseffekt nicht funktioniert, bestätigte vor einigen Jahren auch eine Studie im Auftrag der Zürcher Gesundheitsdirektion. Derselben Meinung ist man

Wer auf der schwarzen Liste des Kantons Zug landet, bekommt nur noch bei Notfallbehandlungen finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse. Im Bild die Notfallpraxis der Zuger Ärzte im Zuger Kantonsspital. Bild: Stefan Kaiser auch bei der Swica. «Auch wir haben Analysen in Kantonen mit einer schwarzen Liste gemacht und betrachten die Liste als wirkungslos. Da es bei uns auch zusätzlichen administrativen Aufwand mit sich bringt, wenn wir die säumigen Versicherten an die kantonalen Behörden melden müssen, lehnen wir die Liste ab», sagt Philipp Sidler, Leiter der Swica-Agentur Zug. Schlechte Noten bekommt die Liste jedoch nicht nur von den Krankenkassen. «Der administrative Aufwand der Krankenkassen und Gemeinden übersteigt den Nutzen der Liste deutlich», sagt SPKantonsrat Hubert Schuler. Liegt ein Verlustschein des Betreibungsamtes vor, müssen die Gemeinden den Krankenkassen 85 Prozent der Ausstände vergüten. «Die öffentliche

Verkehr

Hand hat mit der schwarzen Liste mehr Kosten und massiv mehr Aufwand, als wenn die Kosten nach dem Verlustschein übernommen würden», erklärt Schuler. Neben der nicht funktionierenden Abschreckung

«Schwarze Listen gehören abgeschafft, denn sie sind unnötig und kontraproduktiv.» Dragana Glavic, Krankenkasse Helsana bemängelt er auch die Handhabung von Notfällen. Was gemeinhin als Notfall gilt, ist nämlich Ermessenssache: In jedem Kanton wird dies anders gehandhabt. Hubert Schuler

sieht als Leiter des Sozialdienstes Baar jede Woche die Mängel der Liste. «Wir vom Sozialdienst Baar haben schon Behandlungen von Betroffenen bezahlt, weil wir es für einen Notfall hielten, die Krankenkasse aber nicht», erklärt er. Aus diesem Grund hat Schuler mit der SP-Fraktion eine Interpellation zur Liste eingereicht.

Liste ist auch in anderen Kantonen umstritten Neben Zug führen auch die Kantone Luzern, Aargau, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau, Tessin und Graubünden eine schwarze Liste mit Menschen, die ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlt haben. Doch auch dort regt sich Widerstand. In Solothurn und Schaffhausen laufen Bestrebungen von Seiten der

Regierung, die Liste wieder abzuschaffen. In Luzern, im Aargau und in St. Gallen sind ähnlich wie in Zug politische Vorstösse hängig. Im Kanton Graubünden, wo die Debatte um die schwarzen Listen förmlich angestossen wurde, soll die Liste bis 2019 abgeschafft werden. In Graubünden hatte eine Krankenkasse einem HIV-positiven Mann die Bezahlung der Medikamente verweigert, weil er auf der schwarzen Liste stand und HIV nicht als Notfallbehandlung eingestuft wurde. Der Mann starb Ende 2017 – ob er noch leben würde, wenn er die richtigen Medikamente bekommen hätte, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. In die Diskussion um die schwarze Liste hat sich kürzlich der Bundesrat eingeschaltet. In seiner Antwort auf einige An-

Im Durchschnitt bezahlt ein Zuger Erwachsener 2018 monatlich eine Krankenkassenprämie von 384 Franken. Laut Bundesamt für Gesundheit sind die Zuger Prämien somit innerhalb eines Jahres um 2,3 Prozent gestiegen. Das ist nicht besonders viel, beträgt die durchschnittliche Erhöhung in der Schweiz doch 4,0 Prozent. Zug gilt noch immer als einer der prämiengünstigsten Kantone. Nur in Appenzell Innerrhoden, Nidwalden und Uri sind die Prämien laut Bundesamt für Gesundheit noch tiefer; in allen anderen 22 Kantonen bezahlt man für die Krankenversicherung mehr. «Im Vergleich zu anderen Kantonen sowie zu den Vorjahren hat sich im Kanton Zug indes eine gewisse Beruhigung des Prämienwachstums eingestellt», schreibt die Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung. ls

fragen in Bezug auf die schwarze Liste liess der Bundesrat verlauten, dass «die Wirksamkeit von schwarzen Listen in Frage gestellt» werden müsse.

Wird die Abschaffung in Zug ein Thema? Von Seiten der Zuger Regierung will man aufgrund der hängigen Interpellation zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung zur schwarzen Liste nehmen. Anfang April liess Gesundheitsdirektor Martin Pfister gegenüber der «Zuger Zeitung» jedoch verlauten, dass im Kanton Zug derzeit keine Bestrebungen im Gang seien, die Liste abzuschaffen. Die Regierung wird die Interpellation bis Anfang November behandeln. Klar ist aber schon jetzt: Der Ruf nach Abschaffung der Liste wird immer lauter.

Lebensmittelkontrolle

Mehr Passagiere in Zug Noch nie erhielten so viele Betriebe gute Noten Die ZVB transportierte 2017 über 25 Millionen Fahrgäste. Dies sind gut 85 000 Personen mehr als im Jahr zuvor. In einem Jahr umrunden die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) und ihre Transportbeauftragten mit ihrer Flotte die Welt rund 160 Mal. Dies teilte die neue Verwaltungsratspräsidentin Silvia Thalmann-Gut anlässlich der Generalversammlung am 14. Juni mit.Trotz Angebotsabbau konnte die ZVB die Frequenzen gegenüber dem Vorjahr um 0,34 Prozent steigern. Dies sind gut 85 000 Fahrgäste mehr als 2017 und insgesamt über 25 Millionen Fahrgäste. Thalmann-Gut freut sich: «Den ZVB ist es gelungen, das Jahresergebnis trotz stetig sinkenden Abgeltungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 500 000 Franken auf 840 000 Franken zu verbessern. Dies vor allem aufgrund von mehr Verkehrseinnahmen.» Auch Unternehmenslei-

ter Cyrill Weber schaute auf ein erfolgreiches Jahr ohne nennenswerte Probleme oder Unterbrüche zurück; und dies bei rund 6,5 Millionen gefahrenen Kilometern.

Steigende Nachfrage nach neuer Ticketing-App Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wurde die neue Ticketing-App Fairtiq eingeführt. «Sie spricht ein echtes Kundenbedürfnis an, wie die Zahlen des Geschäftsjahrs 2017 zeigen: Über eine halbe Million Reisen wurden schweizweit mit Fairtiq getätigt. Die neusten Nutzerzahlen lassen auf eine stark steigende Nachfrage schliessen», erklärt Weber. Die ZVB beschäftigt sich auch stark mit der Mobilität der Zukunft. Unter anderem beteiligt sie sich an Testbetrieben von Fahrzeugen mit Elektroantrieb und an Tests mit selbstfahrenden Bussen. Die ZVB ist auch Gründungsmitglied des Vereins Elektromobilität Zug, welcher sich für eine nachhaltige, effiziente und umweltbewusste Mobilität einsetzt. ls

Seit 2009 wird Zuger Lebensmittelbetrieben eine Art Hygiene-Attest ausgestellt. Das System ist ein Erfolg. In vielen Gastro-Betrieben im Kanton Zug hängt das blaue Papier sichtbar im Schankraum oder an der Tür. Der Gast weiss auf einen Blick: Hier ist alles sauber. Das amtliche Papier bescheinigt den Betrieben eine Art Hygienezeugnis. Im Jahr 2009 führte der Kanton die «amtliche Qualitätsbescheinigung» für Betriebe ein, die Lebensmittel direkt an Kunden verkaufen wie Restaurants, Bäckereien, Metzgereien und Take-Aways. Davon ausgenommen sind Betriebe, die nur von Dritten bezogene, vorverpackte Waren abgeben. Ebenfalls keine Bescheinigung gibt es für Gelegenheitsanlässe, Brennereien, Keltereien und Imkereien. «Aus unserer Sicht ist die Qualitätsbescheinigung ein Erfolg», sagt Nicole Fries, Leiterin Lebensmittelinspektorat des

Fast die Hälfte der Zuger Betriebe erhielt ein «sehr gut». Amts für Verbraucherschutz, auf Anfrage unserer Zeitung. Zu Recht: Seit der Einführung 2009 konnte im Jahr 2017 noch nie so vielen Betrieben ein «sehr gut» bescheinigt werden. 48,6 Prozent der 653 Betriebe erhielten diese Bewertung (2009: 42,5 Prozent bei 574 Betrieben).

Für vorbildliche Betriebe ist die Kontrolle gebührenfrei «Für die Betriebe mit Hygienemängeln mit Bewertungen

Bild: Daniel Frischherz

«genügend» und «ungenügend» kann die Qualitätsbescheinigung ein Ansporn sein, sich zu verbessern», erklärt Fries weiter. Im Jahr 2017 erhielten 115 Betriebe ein «genügend» (2016: 125), zwölf Betriebe ein «ungenügend» (2016:8), was seit der Einführung des Systems jedoch der höchste Wert ist. Wenn ein Betrieb eine solche Bewertung bekommt, hat der Gastwirt grob das Lebensmittelgesetz missachtet, es wurden grosse hygienische

Mängel festgestellt oder in den Proben der Lebensmittel wurden in der mikrobiologischen Untersuchung Bakterien gefunden, die in diesem Lebensmittel nichts zu suchen haben. Wenn also grobe Mängel bestehen, steht im Betrieb eine Nachkontrolle an, bis die Fachleute nichts mehr zu mäkeln haben. Die Gebühren für die Inspektion muss dann der fehlbare Betrieb bezahlen. «Für jene Betriebe, bei denen alles in Ordnung ist, ist die Kontrolle gebührenfrei», sagt die Leiterin des Lebensmittelinspektorats.

Basel-Stadt nimmt Zuger Modell als Vorbild Die amtliche Qualitätskontrolle basiert in der Regel auf den Ergebnissen der letzten drei ordentlichen Kontrollen. Dass das Zuger Modell der staatlichen Hygiene-Atteste ein Erfolgsmodell ist, hat man auch in Basel erkannt. Vor kurzen hat das basel-städtische Parlament ein Postulat für ein solches Hygiene-Punktesystem an die Basler Regierung überwiesen. Alina Rütti


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REGION

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Hilfsprojekt

20 000 Liter Wasser an einem Tag Was machen der Zuger Stadtpräsident, die EVZJunioren und die «Oberwil Rebells» mit einer Pumpe? Sie treten am 30. Juni für eine Spendenaktion kräftig in die Pedalen. Laura Sibold

Sie sieht ein wenig aus wie ein grosser Werkzeugkasten mit zwei langen Holzgriffen: Die Swiss­Pep ist eine rein mechanisch betriebene Pedal­ pumpe aus einem Zement­ gehäuse. «Bei menschlicher Arbeitsleistung von 50 Watt können aus drei Metern etwa 60 Liter Wasser pro Minute aus Brunnen, Flüssen, Seen, Tei­ chen und anderen Wasserquel­ len gefördert werden», sagt Ve­ rena Gasser­Sidler. Die Zugerin ist hauptverantwortlich für den Pumpevent der Entwicklungs­ organisation Aqua Alimenta, der am Samstag, 30. Juni, auf dem Bundesplatz in Zug statt­ findet.

Sportler und Politiker erstrampeln Spenden Mittels einer einzigen Pedal­ pumpe sollen am 30. Juni innert 7,5 Stunden 20 000 Liter Wasser gepumpt werden. «Firmen aus der Region sponsern pro ge­ pumptem Liter Wasser einen gewissen Betrag, der dann voll­ umfänglich den Projekten in

ckeyvereins Oberwil Re­ bells pumpen Wasser für den guten Zweck. Ab 13 Uhr sind zudem sechs In Luzern (links) wurden fast 22 000 Liter Wasser gepumpt. EVZ­Spieler Die Pumpe wird auch in Tansania (rechts) gebraucht. Bild: PD der Hockey Academy auf dem Bundes­ fünf Entwicklungsregionen zu­ platz. «Eine ETH­Projektgrup­ kommt», erklärtVerena Gasser­ pe hat einen Zähler für uns ent­ Sidler. Von 9 bis 16.30 Uhr soll wickelt, sodass wir den auf dem Bundesplatz also kräf­ aktuellen Pumpstand stets se­ tig in die Pedalen getreten wer­ hen können», erklärt Verena den – auch mit prominenter Gasser­Sidler. Wie viele Geld­ Zuger Unterstützung. Morgens spenden das Tagesziel von ist der Zuger Stadtpräsident 20 000 Litern Wasser total ein­ Dolfi Müller vor Ort, um bringen wird, lasse sich noch möglichst viele Leute zum Mit­ nicht abschätzen. Wer sich je­ wirken zu bewegen. Und auch doch im kleineren Rahmen Mitglieder des Zuger Streetho­ auch beteiligen möchte, kann

dies tun. Gasser­Sidler erklärt: «Auf dem Bundesplatz gibt es auch 20 Giesskannen zu erstei­ gern.Wer vor Ort also eine spe­ zielle Spende einreicht, kann

«So hilft man nicht nur dem eigenen Gemüsegarten, sondern auch einer Kleinbauernfamilie.» Verena Gasser-Sidler, Organisatorin Pumpevent Zug danach vielleicht eine Giess­ kanne mit nach Hause nehmen. So hilft man nicht nur dem eigenen Gemüsegarten, son­ dern auch einer Kleinbauern­

familie in einem Entwicklungs­ land.» Der Pumpevent in Zug ist nicht der erste seiner Art. Anlässlich des 20­Jahr­Jubilä­ ums führt «Aqua Alimenta» insgesamt fünf solche Anlässe durch, in Luzern hat Anfang Mai bereits einer stattgefun­ den. Zum runden Geburtstag findet am heutigen Mittwoch, 20. Juni, auch eine Jubiläums­ veranstaltung im Theater Casi­ no Zug statt. «Die Swiss­Pep­ Pumpe wurde vor 20 Jahren von Zentralschweizer Inge­ nieuren erfunden», erklärt Ve­ rena Gasser­Sidler. «Zum Jubi­ läum möchten wir am 30. Juni mit möglichst vielen Zugerin­ nen und Zugern möglichst viele Spenden erstrampeln.» Pumpevent: Samstag, 30. Juni, 9 bis 16.30 Uhr, Bundesplatz Zug.

Die Organisation Seit 20 Jahren hilft Aqua Alimenta Die Entwicklungsorganisation Aqua Alimenta fertigt seit 20 Jahren Pedalpumpen und Bewässerungssysteme für Kleinbauern an, damit diese ihre Felder auch in der Trockenzeit bewässern können. Die Pumpen werden direkt in den fünf Einsatzgebieten (Guatemala, Indien, Westafrika, Tansania und Madagaskar) hergestellt. In den Werkstätten lernen die einheimischen Techniker, wie man die Pumpen fertigt. «Genutzt wird dabei jeweils das Material vor Ort. Die Pumpen in Indien sehen so etwas anders aus als jene in Guatemala, auch wenn sie gleich funktionieren», erklärt Verena Gasser-Sidler von «Aqua Alimenta». Die Pumpen werden Kleinbauernfamilien oder Kooperativen jedoch nicht kostenlos abgegeben. «Wir beziehen die Leute in die Planung und Umsetzung mit ein und jeder leistet seinen Beitrag. Das kann in Form von finanzieller Kostenbeteiligung oder aktiver Partizipation sein», so GasserSidler. Innert 20 Jahren gelang es der Organisation, rund 20 000 Pumpen in 15 verschiedenen Ländern herzustellen. Laut «Aqua Alimenta» werden so Arbeitsplätze geschaffen und die Kleinbauernfamilien haben auch in der Trockenzeit Zugriff auf Wasser zur Bewässerung ihrer Felder. ls

Marktplatz

SCHAUFENSTER Migros

Im Chamer Neudorf-Center wird gefeiert

Der Migros-Supermarkt ist nach dem Umbau noch grösser. Die Wiedereröffnung wird am Wochenende mit vielen Aktionen und Attraktionen gefeiert.

Das Golftunier der Migros Golfsparks geht in die zweite Runde.

Bild: PD

Migros Golfparks

Golfplausch für Vereine

D

as Plauschturnier Ver­ einstrophy lockte ver­ gangenen Sommer zwei Dutzend Vereine in die beiden Golfparks der Genossenschaft Migros Luzern. Die «Vereins­ trophy» der Migros Golfparks geht nun nach grossem Erfolg in die zweite Runde: Am 16. September sind Vereine wieder zum Plauschturnier in Holzhäusern und Oberkirch eingeladen. Zu gewinnen sind Preisgelder im Wert von 4000 Franken pro Park. Ver­ eine können auf der neuen Pitch­&­Putt­Anlage kosten­ los gegeneinander antreten. Ziel ist es, den Parcours in Zweierteams mit möglichst wenig Schlägen zu absolvie­ ren. Vorkenntnisse sind keine nötig – die Kurzspielanlage ist

Der Migros­Supermarkt im Neudorf­Center in Cham wur­ de von 1000 auf 1500 Quadrat­ meter erweitert und bietet ein noch grösseres Sortiment: So ist zusätzlich zu Fleisch auch Fisch an der bedienten Theke erhältlich. Ausgebaut wurden

zudem das Convenience­Sor­ timent (Migros Daily), das Biosortiment (Alnatura), die Auswahl an Käse in der Selbstbedienung und das Blu­ menangebot. Neben den vier bedienten Kassen stehen sie­ ben Self­Scanning­ und Self­ Checkout­Stationen zur Ver­ fügung. Am Kundendienst können Online­Bestellungen via den Migros­Abholdienst «PickMup» empfangen wer­ den. Auch im Bereich Energieef­ fizienz wurden mit dem Um­ bau Verbesserungen erzielt:

Dank effizienter Kältetechnik, LED­Beleuchtung und Kühl­ möbeln mit Glastüren kann der Energiebedarf der Migros­ Filiale künftig deutlich ge­ senkt werden. Insgesamt hat die Genossenschaft Migros Luzern 5,3 Millionen Franken investiert.

Kunden profitieren von 10 Prozent Rabatt An den Eröffnungstagen vom Donnerstag, 28., bis Samstag, 30. Juni, profitieren alle Kundinnen und Kunden von 10 Prozent Rabatt auf das

ideal für Anfängerinnen und Anfänger. Die drei besten Teams pro Golfpark erhalten ein Preisgeld von insgesamt 4000 Franken für die Vereins­ kasse.

Golf für alle: Vom Elitesport zum Volkssport gewandelt Die Migros betreibt acht öf­ fentlich zugängliche Golfanla­ gen in der ganzen Schweiz. Ganz unter dem Motto «Golf für alle» setzt sie sich dafür ein, den Golfsport einer mög­ lichst breiten Bevölkerungs­ schicht zugänglich zu machen und als familienfreundlichen, erschwinglichen Volkssport zu etablieren. pd Anmeldung und weitere Informationen unter: www.vereinstrophy.ch

Doris Nussbaumer, Filialleiterin der Migros Cham, freut sich mit ihrem 45-köpfigen Team auf die Wiedereröffnung ihrer Filiale im Neudorf-Center in Cham. Bild: PD

Buchen Sie Ihr Schaufenster online unter www.zugerpresse.ch

gesamte Sortiment. «Beim Tresor­Gewinnspiel gibt es mit dem passenden Schlüssel einen Gewinn», verrät Doris Nussbaumer, die Filialleiterin der Migros Neudorf in Cham. «Täglich sind Migros­Ge­ schenkkarten im Wert von über 1000 Franken und weite­ re attraktive Preise im Tresor.» Alle Kinder erhalten ein Mini­ Migros­Einkaufskörbli mit einem Farmer­Stängel. Und am Samstag wird den ersten 2500 Kunden ein Gratisbutter­ zopf überreicht.

Das ganze Neudorf-Center Cham macht tatkräftig mit Über die drei Eröffnungs­ tage bieten die meisten Ge­ schäfte im Neudorf­Center Cham ebenfalls 10 Prozent Rabatt. Für die Kleinsten gibt es vielfältige Attraktionen: So sind Dropalino, das Maskott­ chen der Dropa­Drogerie, so­ wie der lustige Zauberer «TOMiNi» im Einsatz. Und vor dem Center steht eine Kinder­ eisenbahn zur kostenlosen Benützung. Vor der Post wird eine Festwirtschaft eingerich­ tet. Das bekannte Trio Arnet aus der Region wird dort am Freitag von 14 bis 15 Uhr, von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 11 bis 11.30 Uhr, von 13 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 16 Uhr aufspielen. Das TUI­ Reise­Center verlost eine Florida­Reise für zwei Perso­ nen. pd


GEMEINDEN

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Bibliothek Zug

Büchertempel im technologischen Wandel Die Zahl der Besucher in der Bibliothek Zug ist 2017 um 2,3 Prozent gestiegen. Nicht nur Bücher, sondern auch andere Angebote sind beliebt. Ann-Sophie Hamann

Die digitale Medien werden auch von Besuchern geschätzt, die bislang zum guten alten Buch gegriffen haben. Die Bibliothek Zug hält mit dieser Entwicklung Schritt und «befindet sich mitten in einem technologischen Wandel», so Susanne Manz (Bild), Teamleiterin für kulturelle Bildung und Vermittlung der Bibliothek Zug.

Beliebtheit der digitalen Medien steigt weiterhin Angst, dass es im Büchertempel bald keine Bücher mehr geben wird, muss man aber trotzdem nicht haben. Das Bücherleihhaus an der St. Oswalds-Gasse ist nach wie vor gut besucht. Im vergangenen Jahr kamen rund 184 000 Personen in die Bibliothek Zug (2016: 179 617 Besucher), was ein Plus von 2,3 Prozent bedeutet. Dabei waren rund 52 Prozent der Besucher aus den übrigen Zuger Gemeinden oder Nachbarkantonen. Auch interessant ist, dass laut des Jahresberichts der Bibliothek Zug besonders viele neue Kunden der Altersgruppe der unter 15-Jährigen angehören. 737 Kinder (2016: 590) sind nun neu im Besitz eines «Biblio-Ausweises». Und welches Genre ist aktuell am gefragtesten? «Besonders beliebt sind momentan BelletristikBestseller, Sachbücher, aber auch Werke von Zuger Autoren», erzählt Susanne Manz. Die statisch, stoisch in Reih und Glied stehenden Bücher-

Cyrill Haas aus Steinhausen kommt oft in die Bibliothek, um hier in Ruhe zu lernen.

Rund 184 000 Personen besuchten im vergangenen Jahr die Bibliothek Zug. regale im ehemaligen Kornlager der Kolinstadt lassen zwar kaum eine Veränderung vermuten. Dennoch wird der digitale Medienbestand laufend ausgebaut. Während es im Jahr

«Man merkt in allen Bereichen, dass es sich entwickelt.» Susanne Manz,Teamleiterin kulturelle Bildung 2016 noch gut 147 445 Druckschriften gab, ist dieser Bestand im vergangenen Jahr auf 123 647 Druckschriften gesunken. Verloren gegangen sind diese allerdings nicht. Im Gegenzug zeigt sich nämlich ein Anstieg der Medien der digitalen Bibliothek. Dort findet man nun über 21 000 verschiedene Medien – vom Hörbuch bis zum E-Book. «Die Weiterentwicklung unserer Biblio-

thek finde ich sehr spannend», so Manz. Laut der Teamleiterin für kulturelle Bildung steigt die Beliebtheit der digitalen Bibliothek stetig. Trotz allem waren 2017 aber nur 13 Prozent aller Ausleihen digitale Medien. Um Besuchern bei Fragen zur Nutzung der digitalen Bibliothek zu helfen, finden mittwochs von 12.30 bis 13.10 Uhr, samstags von 9 bis 10 Uhr und nach Vereinbarung auch zu anderen Zeiten Sprechstunden statt.

Veranstaltungen machen Bibliothek immer attraktiver In der Bibliothek Zug wird aber auch vorgelesen. Jeden ersten Samstag im Monat wird für Kinder ab dem vierten Lebensjahr die «Geschichtenzeit» angeboten. Dies wird in Russisch, Spanisch, Französisch Englisch, Chinesisch und Deutsch angeboten. «Nur Geschichten auf Italienisch fehlen zurzeit. Hierfür suchen wir eine Freiwillige, welche Freude am Vorlesen hat», so Manz. Da die

Bild: Daniel Frischherz

Geschichtenzeit in Deutsch bei den Kindern besonders gut angekommen ist, wurde das Angebot auf Samstag morgens und nachmittags erweitert. In der nächsten Zeit soll auch das bisherige Sprachangebot der Geschichtenzeit weiter ausgebaut werden.

Ein Ort für Lesungen und zum Lernen Aber nicht nur die Kleinen finden in der Bibliothek Zug etwas für sich. Weiterhin gibt ein breites Angebot an Veranstaltungen, wofür die Räumlichkeiten der Bibliothek zur Verfügung stehen. «Sehr erfolgreich war bisher auf jeden Fall die Kriminacht, aber auch andere Lesungen kommen immer sehr gut bei den Besuchern an», freut sich die Teamleiterin. Nicht nur zum Lauschen und Lesen, sondern auch zum Lernen ist die «Biblio» der richtige Ort. Dies findet auch Cyrill Haas aus Steinhausen: «Wenn ich für Prüfungen lernen muss, komme ich bestimmt zehnmal

im Monat hierher. Durch die Ruhe kann ich mich hier sehr gut konzentrieren.» Susanne Manz bestätigt: «Gerade während der Prüfungszeit wimmelt es hier von Schülern und Studenten.» Die Bibliothek Zug ist eben ein vielseitiger Ort.

Die 12-jährige Elena Chvojka aus Zug kommt einmal pro Woche in die Bibliothek Zug.

Brigitte Marko aus Kappel am Albis interessiert sich für Kunst-Sachbücher. Bilder: Ann-Sophie Hamann

Der 9-jährige Andrim Schorno aus Oberarth hat sich die CD «Pirates of the Caribbean» ausgesucht.

Cham

Zug

Vom Wildspitz zur Schafmatt: Alpenanzeiger erneuert Wie heissen noch gleich die Berge in unserer Umgebung? Im Hirsgarten findet man nun wieder Antworten darauf. Besucher des Chamer Hirsgarten-Parks können ab sofort wieder das Alpenpanorama auskundschaften: In Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde Cham hat Cham Tourismus kürzlich einen erneuerten Alpenzeiger der Bevölkerung übergeben.

Die Tafel fehlte lange Zeit vor allem der Bevölkerung Mit den Bauarbeiten zur neuen Ufermauer im HirsgartenPark der Einwohnergemeinde Cham im Jahr 2013 wurde der in die Jahre gekommene Alpenzeiger abgebaut und geriet beinahe in Vergessenheit. «Immer wieder wurden wir aber von der Bevölkerung auf das Fehlen

Der Chamer Gemeindepräsident Georges Helfenstein (links), Sara Hübscher, Präsidentin von Cham Tourismus, und Hans Martin Oehri, Projektleiter, vor dem neuen Alpenanzeiger. Bild: PD des historischen Alpenzeigers angesprochen», erklärt Gemeindepräsident Georges Helfenstein. «Wir freuen uns deshalb sehr, dass ChamTourismus die Instandstellung an die Hand genommen hat und wir

nun wieder einen restaurierten und erneuerten Alpenzeiger im Hirsgarten präsentieren dürfen.» Neben der Darstellung und Bezeichnung des Bergpanoramas vom Wildspitz über die Urner, Unterwaldner und Ber-

ner Alpen, die Rigi und den Pilatus bis hin zur Schafmatt zeigt der Alpenzeiger auch einen Kupferstich vom Schloss St. Andreas. Für Besucherinnen und Besucher findet sich zudem ein kurzer geschichtli-

cher Abriss über Cham «vom Städtli zur Perle am Zugersee». Den Übergang in die Neuzeit schafft die historisch anmutende Tafel mit dem eingravierten QR-Code, welcher auf www. chamapedia.ch, dem Chamer Lexikon, führt. «Damit können interessierte Personen noch tiefer in die spannende Geschichte von Cham eintauchen», freut sich Hans Martin Oehri, Projektleiter der Alpenzeiger-Erneuerung und ehemaliger Präsident von Cham Tourismus. Und Sara Hübscher als neue Präsidentin von Cham Tourismus ergänzt: «Wir hoffen, dass Besucherinnen und Besucher dank des neuen Alpenzeigers nicht nur wieder öfters im Hirsgarten innehalten und das einzigartige Bergpanorama geniessen, sondern auch, dass sie mit einem Klick auf Chamapedia die vielen weiteren Perlen und Besonderheiten von Cham entdecken.» ar

Zwei Eventhallen wurden prämiert Die Bossard-Arena in Zug wurde ausgezeichnet: Das Eisstadion gehört zu den 20 schönsten Eventhallen der Schweiz und wurde auf Platz 11 gewählt. Auch prämiert wurde die Chollerhalle in Zug. Auch sie gehört zu den 20 schönsten Eventhallen der Schweiz. Die Chollerhalle wurde auf Platz 12 gewählt. Im Rahmen des Swiss Location Awards 2018 haben in den vergangenen Wochen mehr als 8500 Eventveranstalter und Besucher sowie eine unabhängige Fachjury die besten Locations der Schweiz ausgezeichnet. Nominiert waren mehr als 500 Hotels, Restaurants, Kongress- und Eventlocations aus der ganzen Schweiz. pd

«Zuger Presse» und •••••• «Zugerbieter» auf Facebook••


So kommen Ihre Besucher in Scharen «Durch die Zusammenarbeit mit der «Zuger Presse» konnten wir eine breite Öffentlichkeit über unser 50-Jahr-Jubiläum informieren und erzählen, was unsere Institution für Menschen mit einer Beeinträchtigung im Kanton Zug tut.» Jeannine Villiger, PR-Verantwortliche der Zuwebe

Planen Sie eine Veranstaltung, ein Vereinsjubiläum oder ein Sportereignis? Und suchen Sie noch den richtigen Medienpartner? Realisieren Sie in Zusammenarbeit mit der Redaktion von «Zuger Presse» und «Zugerbieter» zum Beispiel eine Doppelseite, bei der wir Sie hinsichtlich Layout, Bild und Text gerne beraten. Beide Titel haben zusammen eine eglaubigte Auflage von mehr als 4 000 Exemplaren. Das macht sie zur auflagenstärksten Wochenzeitung im Kanton.

Die Zuger Springkonkurrenz ist eine der zehn «Top Sportevents Zug». Dank der Zusammenarbeit mit der «Zuger Presse» können wir in geeigneter Weise auf den traditionsreichen Pferdesportanlass aufmerksam machen.

Suchen Sie das Gespräch mit uns, es ist ganz einfach: Melden Sie sich bei Michael Kraft oder Anton Kaufmann ter 041 725 44 56 oder

Ulrich Straub, OK-Präsident Zuger Springkonkurrenz

erate@zugerpresse.ch

«Das Villette-Fäscht in Cham findet nur alle drei Jahre statt und lockte 2017 geschätzte 20 000 Besucher aller Generationen an. Diesen Erfolg verdanken wir auch dem Auftritt in der ‹Zuger Presse›. Wir haben die gute Zusammenarbeit mit der Redaktion sehr geschätzt.» Pascal Kupper, zuständig für Werbung und PR am Villette-Fäscht 2017

oder bei Florian Hofer oder Alina Rütti unter 041 725 44 11 oder redaktion@zugerpresse.ch


KULTUR

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Ausstellung

Suche nach der Seele von Gegenständen Der Zuger Ramon Bachmann sieht in Gebrauchsgegenständen deren Geschichte und projiziert seine Bilder darauf. In der Galerie Brigitte Moser in Baar stellt er seine Werke aus. Peter Theiler

Wenn Ramon Bachmann seine Arbeiten erklärt, spürt man deutlich, wie wichtig es ihm ist, dass seine Kunst richtig verstanden wird. Der aus-

«Ich habe ein Bild im Kopf und suche mir dazu den richtigen Träger. In diesem Fall sind es Skate-Decks. » Ramon Bachmann, Künstler

gebildete Fotograf steht vor drei an der Wand hängenden Installationen, welche erst auf den zweiten Blick als ausgediente Skateboards zu erkennen sind. «Ich habe ein Bild im Kopf und suche mir dazu den richtigen Träger. In diesem Fall sind es Skate-Decks. Auf der

Oberfläche sind Gebrauchsspuren zu sehen, welche sie durch ihre eigene Geschichte erhalten haben», erklärt der introvertierte Künstler. «Ich finde auf den teilweise lädierten Flächen den idealen Hintergrund für meine Bilder.»

Künstlerische Arbeit auf ausgedienten Oberflächen Dieses Zusammentreffen von Bild und Gegenstand nennt Ramon Bachmann «Symbiose der Gegensätze». Unter diesem Titel lud der Künstler kürzlich zur Vernissage in die Galerie Brigitte Moser in Baar, wo aktuell eine Auswahl seiner Werke ausgestellt wird. Auch viele seiner anderen Arbeiten erstellt Bachmann auf ausgedienten Oberflächen, welchen er mit Hilfe von moderner Maltechnik eine neue Perspektive verleiht. So diente ihm für sein Bild «Helter Skelter» eine Darstellung, welche den Sänger John Lennon zeigt. «Für meine wellenförmige Grafik war dieser Untergrund entscheidend», erinnert sich Bachmann. Besondere Erinnerung an eine Einladung nach Marrakesch Seit sechs Jahren arbeitet der Zuger erfolgreich freiberuflich, verkauft seine Werke und wird für Auftragsarbeiten gebucht. Aussergewöhnlich war für Bachmann die Einladung

«Symbiose der Gegensätze» lautet der Titel der Ausstellung von Ramon Bachmann. In der Brigitte Moser Schmuck Galerie in Baar zeigt er die Werke, für die ihm ausgediente Skate-Decks als Grundlage gedient haben. Bild: Peter Theiler nach Marrakesch. «Ich hatte dort sechs Wochen lang Zeit, einige Räume des beliebten und international bekannten

Künstlertreffs Café Glock mitzugestalten», erinnert sich der Künstler. Die meisten der in der Galerie Brigitte Moser in

Operetten

Kurzweilige Unterhaltung im Taschenformat In bekannter Tradition und in vertrautem Ambiente spielt die «QuickchangeCompany» wieder Musicals und Operetten im Taschenformat. Zudem gibt es eine neue Produktion zu sehen. Alle zwei Jahre erweitert die «Quickchange-Company» ihr Repertoire um eine Produktion. So auch in diesem Jahr. Als Neuproduktion steht Paul Linkes «Frau Luna» im August auf dem Programm. Die witzige Geschichte um Fritz Stepp-

kes Mondfahrt und der überraschenden Begegnung mit Frau Luna, die als Göttin des Mondes dort ihren Mann steht, begeistert seit vielen Jahren die Herzen der Zuschauer. Unvergessene Melodien wie «Schlösser, die im Monde liegen» oder «Das ist die Berliner Luft» machen dieses Werk zu einem wahren Klassiker der Operettengeschichte. «Mit acht Darstellern und Kammerorchester, üppigem Bühnenbild und extravaganten Kostümen zählt diese Produktionen zu den aufwendigsten in der Geschichte der QuickchangeCompany», erzählt Björn B. Bugiel, zuständig für Regie,

Ausstattung und Ensemble der Quickchange-Company. Die Herausforderung an diesem Stück bestehe darin, dass es sowohl auf der Erde als auch auf dem Mond spiele. «Binnen Sekunden muss sich die Bühne also in eine Mondlandschaft verwandeln. Ein ganz besonderer technischer Trick wird dieses Unterfangen möglich machen und stellt unser Bühnenteam vor eine echte Herausforderung», sagt Bugiel weiter. Aus dem Repertoire steht in diesem Jahr nach einem Jahr Pause ebenfalls wieder Ralph Benatzkys «Im weissen Rössl» auf dem Programm, und was

Die «Quickchange-Company» führt in der Gewürzmühle in Zug drei Musicals oder Operetten im Taschenformat auf, darunter auch «Im weissen Rössl». Bild: PD

wäre ein Operettensommer ohne unseren Publikumsliebling «My Fair Lady». Mit über 80 bereits gespielten Vorstellungen zählt diese Produktion zu den bisher meistgespielten Stücken.

Bei schlechtem Wetter findet Vorstellung in der Halle statt «Am letzten Spieltag präsentieren wir abermals eine grosse Abschluss-Matinée mit Kafi und Gipfeli. Dort finden sich alle Sänger und Sängerinnen nochmals zusammen und werden mit einem Best-of der beliebtesten Nummern aus den gespielten Produktionen die Saison ausklingen lassen», macht Bugiel weiter gluschtig. Alle Produktionen werden bei gutem Wetter im Innenhof der Gewürzmühle in Zug an der St. Johannes-Strasse 40 gespielt. Bei schlechtem Wetter findet die Vorstellung in der Halle statt. Vor und nach der Vorstellung lädt der Barbetrieb der Gewürzmühle mit einer Auswahl von Getränken und kleinen Snacks zum Verweilen im Grünen ein. ar My Fair Lady: Samstag, 18. August, 20 Uhr, Sonntag, 19. August, 18 Uhr. Frau Luna: Donnerstag, 23. August, 20 Uhr, Freitag, 24. August, 20 Uhr, Samstag, 25. August, 20 Uhr, Sonntag, 26. August,18 Uhr, Mittwoch, 29. August, 20 Uhr, Samstag, 1. September, 20 Uhr. Im weissen Rössl: Donnerstag, 30. August, 20 Uhr, Freitag, 31. August, 20 Uhr. Best-of aus allen gespielten Produktionen: Sonntag, 2. September, 11 Uhr. Weitere Infos und Tickets: www.operettensommer.ch

Baar ausgestellten Werke schuf Bachmann allerdings im Atelier 63 in der Zuger Shedhalle.

«Die Symbiose der Gegensätze» findet bis am 7. Juli statt, Dorfstrasse 27, in Baar. Weitere Informationen zum Künstler: www.gebrauchskunst.ch

Konzerte

Sommerliche Klänge Auch in der 18. Ausgabe des Kammermusikfestivals Sommerklänge geht es auf eine musikalische Entdeckungsreise. Wiederum kreuz und quer durch den Kanton Zug. «Wunderbare Musik an einem besonderen, oft auch unerwarteten Ort gemeinsam erleben und dabei aus kompetentem Mund auch etwas über diesen Ort erfahren – das ist die Essenz der Sommerklänge», sagt Madeleine Nussbaumer, welche die künstlerische Leitung dieses Festivals inne hat. Zwischen dem 8. Juli und dem 5. August geht das sommerliche Kammermusikfestival, das bewegt, bereits zum 18. Mal auf seine scheinbar unendliche Konzert- und Entdeckungsreise kreuz und quer durch den Kanton Zug. Fünf Vorabendkonzerte an fünf Sonntagen in der Sommerferienzeit, fünf spannende Konzertorte, 19 Musikerinnen und Musiker auf Topniveau und ein breit gefächertes Programmangebot – das wird dem Publikum dieses Mal geboten.

Musiker bringen Schule und Geschäftsgebäude zum Klingen Zum Auftakt am Sonntag, 8. Juli, spielt das Ensemble Chamäleon im Atrium des Business Center Grafenau in Zug Musik des frühen 20. Jahrhunderts, die im Schmelztiegel Paris entstanden ist, darunter Ravels Klaviertrio und das völlig schräge Jazzballett «La revue de cuisine» von Bohuslav

Martinu. Eine Woche später, am 15. Juli, treten die Zuger Violinistin Esther Hoppe und der italienische Pianist Lorenzo Cossi in Walterswil in der International School Zug Luzern auf. «Unerhört» heisst der Titel. Sonaten von Mendelssohn, Schumann und Brahms stehen auf dem Programm. Schauplatz des dritten Konzerts am 22. Juli ist die neu renovierte reformierte Kirche Baar. Das international renommierte Kuss Quartett spielt «Letzte Werke» – zwei späte Streichquartette von Beethoven.

Italienischer Fagottist spielt in Finstersee Weiter geht es am 29. Juli im Zentrum Ländli in Oberägeri. Die amerikanische Sopranistin Andrea Brown und der Schweizer Pianist Benjamin Engeli erweisen dem prächtigen Ort am Ägerisee die Referenz und präsentieren «Wassermusik»: Lieder von Schubert, Respighi, Liszt und Rossini und zwei Werke für Klavier solo von Claude Debussy und Franz Liszt. «Fast vergessen»: Passt dieser Titel nicht auch ein wenig zu Finstersee, dem Ort des letzten Konzerts am 5.August? Der italienische Fagottist Diego Chenna und seine Musikerfreunde stellen in der Kirche St. Karl Borromäus die zu bestimmten Zeiten tatsächlich fast vergessenen Spitzenkomponisten Bach, Vivaldi und Zelenka in den Mittelpunkt und würzen das Programm mit einer Prise zeitgenössischer Musik. ar Weitere Infos und Tickets unter: www.sommerklaenge.ch


Fronalpstock Live 2018 Aussichtsreiche Kultur auf 1922 m ü. M.

24. JUNI Freilu Jodlermesse

30. JUNI «ächt SCHWYZ» Gipfelgenuss 1. AUGUST 1. August auf dem Fronalpstock

DJ MAIK WISLER DJ BENZ

FREITAG

JEDEN SAMSTAG IM JULI & AUGUST Abendfahrten am Fronalpstock

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Premiere

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JURASSIC WORLD: FALLEN KINGDOM 12J 128 Min 17:00 Edf 17:00 Edf 20:30 Edf 20:30 Edf 17:00 D FIFA WM: SERBIEN - SCHWEIZ - Gratiseintritt! 20:00 Uhr FIFA WM: SCHWEIZ - COSTA RICA - Gratiseintritt! 20:00 Uhr ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 2. Woche THE SENSE OF AN ENDING 14J 108 Min. 18:00 Ed 15:00 Ed 18:00 Ed 18:00 Ed ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 2. Woche POPE FRANCIS - A MAN OF HIS WORD 9J 96 Min. 15:00 OVd 18:00 OVd 15:00 OVd 18:00 OVd 3. Woche

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Public Viewing

Die Zuger Kinos

"Seniorenkino" am Dienstag, 26.06.!

14:30 OVd

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VISAGES VILLAGES 12J 89 Min. 15:00 Fd U25 17:45 Fd U25 Samstagabend 15:00 Fd U25 ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. wegen dem 6. Woche THE BOOKSHOP 12J 113 Min. 18:00 Edf 15:00 Edf 18:00 Edf Zuger Seefest ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. geschlossen. 4. Woche LETZTENDLICH SIND WIR DEM 9J 97 Min. 14:30 D 15:00 D UNIVERSUM EGAL (EVERY DAY) ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 5. Woche SOLO: A STAR WARS STORY 12J 134 Min. 14:30 D ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 5. Woche DAS LEBEN VOR DEM TOD 14J 107 Min. 15:00 CHDf ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 5. Woche LUIS UND DIE ALIENS 6J 80 Min. 14:30 D ♦ 14:30 D ♦ 15:00 D ♦

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TRANSIT 14J 101 Min. 17:15 OVdf U25 ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. 4. Woche TULLY 14J 95 Min. 17:15 Edf U25 3. Woche

JURASSIC WORLD: 12J 128 Min. 14:30 D 14:30 D DAS GEFALLENE KÖNIGREICH 20:15 D 3D 20:15 D 20:15 D 3D 20:15 D 20:15 D 3D 20:15 D ................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................. Premiere OCEAN'S 8 12J 110 Min. 17:30 D 17:30 D 3. Woche

Altersangaben: Das Mindestalter ist 3 Jahre. Die Jahresangaben sind Mindestalter-Empfehlungen. Im Falle von Empfehlung "16J" vor 14. Geburtstag Einlass nur mit volljähriger Begleitperson. U25 Personen unter 25 Jahren erhalten das Ticket für CHF 10.00. / ♦ Reduzierter Eintrittspreis. / Auf alle 3D-Vorstellungen wird ein Zuschlag von CHF 2.00 erhoben.

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Titel Zuger Presse Zugerbieter Zuger Presse Zuger Presse

Erscheinung monatlich monatlich monatlich 27. Juni

Anzeigenschluss 2 Wochen vor Erscheinung 2 Wochen vor Erscheinung 2 Wochen vor Erscheinung 20. Juni

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Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

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DAS LÄUFT IN DER REGION

EVENTS

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Am 27. Juni erscheinen wieder die

Veranstaltungskalender ZUGER ORGELTAGE ZWEI LETZTE KONZERTE

Am Mittwoch, 20. Juni, 20 Uhr, spielt der schwedische Organist Bengt Wittje in der Pfarrkirche St. Jakob in Cham ein Konzert mit Werken aus Barock, Wiener Klassik und Romantik. Am Sonntag, 24. Juni, 19 Uhr, spielt der ungarische Organist Balázs Méhes in der Pfarrkirche Bruder Klaus in Oberwil Werke von J. S. Bach, Felix Mendelssohn und Franz Liszt.

Gemeindenachrichten Unterägeri

Pferdesporttage

AUSSTELLUNG BILDER UND MUSIK

Haflinger ganz gross erleben

Am Samstag, 23. Juni, 14 bis 18 Uhr im Innenhof der Münz, Zeughausgasse 16 in Zug. Hören Sie gerne Jazz, Oper oder Alphorn? Lucas Wyss hat 20 Ölbilder zum Thema Musik gemalt. Bei jedem Bild befindet sich ein Kopfhörer, damit Sie die passende Musik auch hören können. Immer samstags und sonntags im Juni.

SOMMERKONZERT STADTORCHESTER ZUG TRITT MIT ZWEI SOLISTINNEN AUF

Am Sonntag, 24. Juni, 10.30 Uhr, im Theater Casino Zug. Sommerkonzert des Stadtorchesters Zug mit den Solistinnen Doris Affentranger am Marimbaphon und Patricia Meier an der Harfe, geschrieben von der Luzerner Komponistin Luzia von Wyl. Eintritt 20 bis 40 Franken, Vorverkauf: 041 729 05 05, www. theatercasino.ch

Am diesjährigen Zuger Seefest werden wieder an die 20 000 Besucher erwartet. Zudem kann man am Sonntag direkt am Zugersee frühstücken.

TAG DER BEGEGNUNG IM DIAKONIEVERBAND LÄNDLI

Zuger Seefest

Am Sonntag, 24. Juni, beim Diakonieverband und Hotel Ländli in Oberägeri. Um 10 Uhr Gottesdienst, um 11.30 Uhr Gemeinschaft geniessen mit Verpflegungsständen, Info- und Kreativständen, Rundgang durchs Zentrum Ländli. Um 14.30 Uhr Festabschluss.

KONZERT «VOX AURUMQUE» – CHORMUSIK DURCH DIE JAHRHUNDERTE Am Sonntag, 24. Juni, 17.15 Uhr, in der Klosterkirche, Kappel am Albis. Chormusik durch die Jahrhunderte: geistliche und weltliche Werke von Palestrina bis Whitacre mit dem Ensemble Cantalon. Orgel: Oren Kirschenbaum. Lesungen: Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny. Eintritt frei/ Kollekte. Infos: klosterkappel.ch

WORKSHOP MÄNNER UND INTUITION

Am Dientag, 26. Juni, 18.30 bis 21 Uhr im Zentrum Eckstein, Langgasse 9 in Baar. Kennen Sie Antworten auf die Fragen: Wo will ich in drei Jahren sein? Wie kann ich im Fluss bleiben? Wie kann ich Intuition in Beruf und Privatleben verbinden? Workshop mit Stephy Schuster und Werner Streicher liefert Antworten. Anmeldung: www.wernerstreicher.com/contact

Bild: Roger Zbinden

Feiern und Schlemmen In diesem Jahr wird auch am Seefest-Sonntag noch weitergefeiert. Zwar im kleineren Stil als am Samstag, doch auch am Sonntag erwartet die Zuger Bevölkerung ein weiterer Höhepunkt.

reichhaltige Brunchbuffet reicht von selbst gebackenen Broten und Zopf, über geschmacksvolle Früchte bis hin zu frischer Rösti mit Spiegeleier und Speck. Dazu noch ein feiner Kaffee und der malerische Ausblick auf den wunderschönen Zugersee – der Seefests-Brunch wird wahrlich ein Genuss.

Wer schon immer einmal am schönen Zugersee frühstücken wollte, kommt nun voll auf seine Kosten. Das reichhaltige Brunchbuffet à discretion inklusive verschiedener Getränke lässt am Sonntag, 24. Juni, von 10.30 bis 14 Uhr so manches Schlemmerherz höherschlagen. Das vielseitige und

Regionale Köstlichkeiten und lupfige Klänge Auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Die Musikgruppe Ländler Wurlitzer wird mit ihren lupfigen Klängen den Brunch begleiten. Möglich machen dieser liebevoll zubereitete SeefestsBrunch die Zuger Bäuerinnen

des «Zuger Bürinne Apéros». Die rund 33 aufgestellten Zuger Bäuerinnen lieben es, mit regionalen und saisonalen Produkten Feines zu zaubern. Ganz nach dem Motto: «Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah». Weitere Informationen zum Brunch-Angebot und zur Anmeldung unter www.zugerseefest.ch. Anmeldungen sind erforderlich und werden bis zum Donnerstag, 21. Juni, online entgegengenommen.

Über Durchführung des Feuerwerks wird informiert Das Feuerwerk findet auch heuer am Samstag, 23. Juni, statt. Die Verschiebung auf Sonntag wurde aus logisti-

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Haflinger-Zuchtgenossenschaft Zentralschweiz wieder die Sport- und Qualifikationsprüfungen für Haflinger und Freibergerpferde auf dem Pferdehof Rickenbacher in Cham. Die Prüfungen finden am Samstag, 21. Juni, und am Sonntag, 22. Juni, statt. Neben den Dressurprüfungen am Samstag und den Springprüfungen sowie Reiterspielen am Sonntag gibt es an beiden Tagen eine Festwirtschaft mit vielen verschiedenen Leckereien, wo für jeden etwas dabei ist. ash Weitere Informationen unter: www.haflinger-zentralschweiz.ch

schen und sicherheitstechnischen Gründen verworfen. Unter www.zugerseefest.ch und den sozialen Medien wird frühzeitig darüber informiert, ob das Feuerwerk am Samstagabend gezündet werden kann. Die Vorfreude bei den Organisatoren auf das in einem Monat stattfindende Volksfest ist gross. Daniel Schärer, OK-Präsident vom Seefest, sagt: «Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Zuger Bevölkerung ein berauschendes Volksfest zu feiern, und dies bei jeder Witterung. Nun zählen wir einfach auf Petrus’ Hilfe, dass das Feuerwerk am Samstag gezündet und spektakuläre Bilder in den Zuger Himmel gezaubert werden können». pd

NOTFALL

VERGIFTUNGSFÄLLE 145 Unentgeltliche medizinische Beratung. 24-Stunden-Betrieb ELTERN-NOTRUF 0848 35 45 55

24 Stunden Hilfe und Beratung

SANITÄTSDIENST 144 FEUERWEHR 118 POLIZEI 117 KINDER-NOTRUF 147 24-Stunden-Betrieb, pro juventute SUCHTBERATUNG ZUG 041 728 39 39

Montag: 8.30–12 Uhr und 13.30–18 Uhr. Dienstag bis Freitag: 8.30–12 Uhr und 13.30–17 Uhr

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Mit etwas Glück kann man auf der Wanderung einen Hirsch beobachten.

Bild: PD

Der traditionelle Lauf der Teams mit über acht Meter langen Holzleitern. Bild: PD

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Wildtierbeobachtung

PREMIUM EVENTS

Chriesisturm

Einen Blick erhaschen Traditionsfest in Zug

Z

usammen mit dem Jäger Fabian Iten können Interessierte am Freitag, 22. Juni, von 19 bis 22 Uhr auf eine Abendwanderung gehen. Ein Wildtier in der Natur beobachten zu können, ist ein spezielles Erlebnis. Mit Geduld, Geschick und etwas Glück kann man vielleicht

auch ein Reh, einen Fuchs oder sogar einen Feldhasen zu sehen bekommen. Treffpunkt ist um 19 Uhr beim Parkplatz bei der Kirche an der Oberdorfstrasse in Unterägeri. Anmeldung bis Donnerstag, 21. Juni, telefonisch an 041 417 07 25 oder per E-Mail an info @ wwf- zentral. ch pd

A

m Montag, 25. Juni, beginnt wieder der Zuger Chriesisturm. Der offizielle Start der Zuger Chriesisaison beginnt bei der Liebfrauenkapelle in der Altstadt um 12 Uhr mit dem Läuten der Chriesigloggä und dem Lauf der Teams mit den Holzleitern durch die Gassen.

Erstmals werden sich auch fünf Frauen ein Rennen mit Chriesihutten durch die Altstadt liefern. Der traditionelle Zuger Chriesimärt beginnt direkt im Anschluss an den Chriesisturm und findet von montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr auf dem Zuger Landsgemeindeplatz statt. pd

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pd

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ische Musik Vielfältiges Akkordeon Russ Das internationale Akkordeonfest findet wieder am Sonntag, 10. Mai, statt. der Zum siebten Mal lädt Haanen Niederländer Servais LänMusiker aus aller Herren

pd

Konzer t

Choller halle

Vielfalt der ein, die kulturelle zelebriedes Akkordeons zu und ren. stilistischen Formen die Insklaissenswertem über Sertrumente und Stile rundet ab. vais Haanen das Programm ein Fest der Klänge. pd Mai, 20 Uhr, Akkordeonale, Sonntag, 10. e.ch Chollerhalle Zug. www.chollerhall

Versee an die zauberhafte russischer bindung Schweiz Komponisten mit der 2015 angeknüpft. Zaubersee klassifeiert die Nähe der Musik zum zum schen russischen kys Vom Mittwoch,13., bis Tschaikows von wird am Tanz, Sonntag, 17. Mai, ee». das Echo «Schwanens Vierwaldstättersee vernehrussischer Klänge zu .org Zauber- www.zaubersee men sein. So wird bei

Zum vierten Mal wird das zu Echo russischer Klänge vernehmen sein.

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Sattel-H ochstuc kli

Wieder in Betrieb Die Attraktionen auf dem Sattel-Hochstuckli sind wieder geöffnet. Stuckli Die Drehgondelbahn Rondo und die FussgängerSkyhängebrücke «Raiffeisen täglich in walk» sind wieder Betrieb. Auch die Rundwege

ser Herund die Berggasthäu Sperenboden, Denn es gelten zialtarife für die Partnergeund meinden Baar, Unterägeri Talfahrt Oberägeri. Berg- und Preis von für Erwachsene zum 17 Franken. pd Alle Tarife und weitere Details unter www.sattel-hochstuckli.ch

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LETZTE

Zuger Köpfe

Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 20. Juni 2018 · Nr. 24

FDP

Zuger Köpfe

Erste Nominationen sind bekannt

Der 900. Chriesibaum zum 300-Jahr-Jubiläum

Die CVP der Stadt Zug hat ihre Kandidierenden für den Kantonsrat, den Grossen Gemeinderat und die Rechnungsprüfungskommission nominiert. Für den Kantonsrat treten im Herbst an: Ri­ chi Rüegg, Martin Eisen­ ring, Benny Elsener (Bild), Christoph Iten, Patrick Röösli, Jacque­ line Kalt, Peter Niederberger, Michael Felber, Niklaus Hu­ wyler, Manuela Leemann und David Suter. Auf der Liste für den Gemeinderat stehen: Mar­ tin Eisenring, Benny Elsener, Christoph Iten, Corina Krem­ mel, Richi Rüegg, Philipp Ernst, Markus Hauser, Ni­ klaus Huwyler, Patrick Röös­ li, Pascal Furer, Jacqueline Kalt, Peter Niederberger, Martin Christmann, Domenic Dierauer, Michael Felber, Theo Iten­Müller, Manuela Leemann und David Suter. Auch die SVP Hünenberg hat Kandidaten nominiert. Für den Gemeinderat wurde Pius Hürlimann (Bild oben) nominiert. Für den Kantonsrat werden drei Kandidaten ins Rennen geschickt. Zum einen Thomas Villiger, welcher seit 2003 für die SVP im Kantonsrat sitzt, und zum anderen Fabio Peduzzi (Bild oben) und Mar­ tin Schuler. An der Mitgliederversammlung der SP Cham wurde CoPräsident Drin Alaj einstimmig für die Wahl in den Chamer Gemeinderat nominiert. Für die Kantonsratswahlen setzen die Grünen Risch-Rotkreuz auf ein Viererticket. Die Liste wird angeführt von der bisherigen Kantonsrätin Hanni Schri­ ber­Neiger (Bild). Sie wird unterstützt von Konradin Franzini. Nominiert wurden auch Rita Wandeler und Carla Stehlin (Bild unten). Für die Grünen der Stadt Zug treten Su­ sanne Giger, Stefan Hodel und Tabea Zimmermann Gibson wieder an. Neu nominiert für den Kantonsrat sowie den Grossen Gemeinderat wurden: Dagmar Amrein, Sonja Casutt, Natalie Chiodi, Lisa Dahinden, Thomas Ehren­ sperger, Jonas Feldmann, Lu­ zian Franzini, Paula Gisler, Christina Gut, Tekla Hahin, Stefanie Herzberg, Severin Hofer, Adrian Hürli­ mann, Nicolas Lemaitre, Da­ niel Mülli, Alessandro Peruc­ chi, Florin Simmen, Patrick Steinle, Patrizia Thür, Sté­ phanie Vuichard, Michèle Willimann sowie Katja Zuni­ ga­Togni. nad

120 Jahre FDP Kanton Zug, 120 Jahre FDP Stadt Zug und 60 Jahre FDP Frauen Zug macht zusammen 300 Jahre. Das wollte die Partei gebührend feiern. DasVolksfest auf dem Landsgemeindeplatz zog zahlreiche FDP-Mitglieder sowie Kollegen anderer Parteien an. Zusammen genossen sie das Ambiente und interessante Gespräche über Parteigrenzen hinweg.Am Abend im Theater Casino Zug konnte nationale Politprominenz begrüsst werden. Zum Jubiläum durfte die Zuger FDP

ein symbolträchtiges Geschenk entgegennehmen.

Wie ein Chriesibaum soll auch politische Arbeit Früchte tragen Präsidentin Petra Gössi überreichte im Namen der FDP Schweiz die Patenschaft für den 900. Chriesibaum der IG Chriesi. Patrick Mollet, Präsident FDP Stadt Zug, Birgitt Siegrist, Präsidentin FDP Frauen Zug, und Andreas Hostettler, Präsident FDP Kanton Zug, nahmen die Urkunde mit grosser Freude entgegen. Wie ein Chriesibaum soll auch politische Arbeit Früchte tragen und diesem Sinne geht die FDP Zug in die nächsten 300 Jahre. pd

Petra Gössi, Parteipräsidentin FDP Schweiz und Nationalrätin (Mitte links), überreicht die Urkunde für den 900. Chriesibaum an Patrick Mollet, Präsident FDP Stadt Zug (links), Birgitt Siegrist, Präsidentin FDP Frauen Zug, und Bild: PD Andreas Hostettler, Präsident FDP Kanton Zug.

Polizei

Das Selfie wird wohl teuer Alkohol oder ein Handy am Steuer sowie Unachtsamkeit: Die Zuger Polizei hatte vergangene Woche einiges zu tun. Den Fahrausweis frisch in der Tasche und betrunken mit dem Auto unterwegs:Am Sonntagabend, 17. Juni, hat die Zuger Polizei im Fahrverbot auf dem Chamer Fussweg in Richtung

Choller einen alkoholisierten Neulenker gestoppt. Die Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 0,67 mg/l. Der 30-Jährige musste seinen Führerausweis abgeben und muss sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten.

Blick in die Kamera statt auf die Strasse Am Donnerstagnachmittag, 14. Juni, erwischte die Zuger Polizei auf der Luzernerstrasse

in Hünenberg eine 29-jährige Frau, die während der Fahrt ein Selfie machte. Die fehlbare Lenkerin wurde verzeigt und muss sich nun ebenfalls vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten. Zwei Tage vorher, am Dienstag, 12. Juni, kam es gleich zu zwei Unfällen. Bei einer Auffahrkollision im Morgenverkehr prallten fünf Fahrzeuge auf der Autobahn A4a, Fahrrichtung Sihlbrugg, zusammen.

Dabei verletzte sich glücklicherweise niemand. Am Abend desselben Tages fuhr eine Velofahrerin vom Bundesplatz in Richtung Bundesstrasse. An der Alpenstrasse überquerte sie fahrend den Fussgängerstreifen, wobei sie von einer vortrittsberechtigten Autolenkerin seitlich erfasst wurde. Die 28-jährige Frau stürzte und verletzte sich leicht. Der Rettungsdienst Zug überführte sie ins Spital. ls

Die Passion, in fremde Rollen zu schlüpfen

Ein Hörbuch über Donald Trump

Ein Hagendorner hat erst vor vier Jahren die Schauspielerei für sich entdeckt. Vom Statist mauserte er sich zum Darsteller.

Trotz tiefem Honorar eine echte Leidenschaft Es folgten zahlreiche weitere Einsätze, bei einigen davon waren auch Nachtschichten erforderlich. Und das alles nebst seiner 100-Prozent-Stelle als Aussendienst-Mitarbeiter bei einem Zuger Familienunternehmen. Obwohl Statisten relativ schlecht bezahlt würden und das Honorar erst mit dem Erfahrungswert steige, sei bei ihm das Geld nicht ausschlaggebend. «In eine fremde Rolle zu schlüpfen, sich mit den Filmkollegen am Set auszutauschen und die Ausstrahlung mitanzusehen,

Der Vertrag mit dem langjährigen NL-Assistant Coach Waltteri Im­ monen (Bild) wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Er wechselt auf die kommende Saison zum EHC Kloten. Nach fünf Jahren übergibt Roland Oder­ matt das Präsidium der Hünenberger CVP an Anita Zimmermann (Bild) und Thomas An­ deregg (Bild). Die Co-Leitung der Partei ist für ein Übergangsjahr vorgesehen. Ab 2019 übernimmt Zimmermann die Leitung der Partei. Der Präsident von Pro Zug, André Odermatt, übergibt nach drei Jahren sein Amt an Johanna Margraf­Lerch, welche unter Akklamation gewählt wurde. Die Sektion Zug des Verkehrs-Clubs der Schweiz hat mit Goran Vejnovic einen neuen Geschäftsführer. Er folgt auf Stéphanie Vuichard, welche während zwei Jahren die Geschäftsstelle betreute. nad

Buchtipp

Film

«Begonnen hat die Liebe zum Schauspiel vor viereinhalb Jahren», erzählt Daniel Hensch. Damals wurden Statisten gesucht für den «Tatort Luzern», worauf der Hagendorner sich kurzerhand bewarb. Er war einer der Personen, die im Hintergrund kurz und wortlos agierten. Wie zum Beispiel ein Passant, der lässig die Strasse überquert. «Statisten sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden Filmes – ohne geht es gar nicht», sagt Daniel Hensch.

Immonen wechselt zum EHC Kloten

Daniel Hensch (links) mit Perücke und Schnauz, umringt von Kameraleuten an einem Filmset. das fasziniert mich immer wieder aufs Neue», erzählt der 57-Jährige. Für den Hagendorner blieb es jedoch nicht beim Herumstehen oder Kurzdurchs-Bild-Laufen. Er wurde beispielsweise für einen Werbespot eines Internet- und TVAnbieters gebucht und wirkte in SRF-Produktionen mit. Es folgten weitere Werbespots für Firmen, Nebenrollen in Schweizer und englischen Filmen sowie Hauptrollen in Kurzfilmen. Auch zurzeit steht er wieder auf einem Filmset. Über das aktuelle Projekt darf er aber nichts erzählen. Daniel Hensch steht aber auch gerne hinter der Kamera. Mit der Geburt seiner Tochter

vor drei Jahren startete eine neue Leidenschaft – er tauchte ein in die Welt der Fotografie. Nun war er derjenige hinter der Linse, stets fokussiert auf ein Sujet. «Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich die Umgebung wieder wahrgenommen habe», entsinnt sich Daniel Hensch.

Kontinuierlicher Tatendrang ist ein Erfolgsrezept Zwar liegen vor Hensch noch einige Berufsjahre. Dennoch macht er sich Gedanken über seine Pensionierung. «Ich möchte ein aktiver Teil dieser Gesellschaft sein und werde sicherlich vieles wie gehabt weiterführen», sagt Daniel

Bild: PD

Hensch. Mit seiner optimistischen Lebenseinstellung betrachtet er die Rente als neuen Abschnitt inklusive unbegrenzter Möglichkeiten. Menschen sollten ihren Beschäftigungen, die ihnen Spass machen, nachgehen und sich präventiv etwas erarbeiten, rät Daniel Hensch. Riesigen Spass macht dem Hagendorner bekanntlich die Schauspielerei. «Wichtig ist, es zu versuchen, man kann nur gewinnen», sagt er bedenkenlos. Mut, sich neu zu orientieren, sowie einen kontinuierlichen Tatendrang wären das Geheimrezept für ein glückliches Dasein, versichert Filmstatist Daniel Hensch. Damla Koc

«Feuer und Zorn – Im weissen Haus von Donald Trump» zeichnet das Porträt eines US-Präsidenten, der selbst nie damit gerechnet hat, die Wahl zu gewinnen. Es ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs «Feuer und Zorn» ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat. Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weissen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten. ls «Feuer und Zorn – Im weissen Haus von Donald Trump» von Michael Wolff, gelesen von Richard Barenberg. 13 Stunden Hörvergnügen, Rowohlt, 2018.

Nächste Woche in der «Zuger Presse»: Wie die Stadt Zug mit der Blockchain-Technologie Abstimmungen gestalten will.

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