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GEMEINDEN
Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 5. Oktober 2016 · Nr. 38
Markt
Gut bediente Trüffel-Liebhaber Trüffelwürste, Trüffelkäse, Trüffelbutter, Trüffelravioli, Trüffelhonig und mehr. Daneben soll ein buntes Rahmenprogramm den Markt beleben. Die Clowns Mugg und Fabienne aus dem Zirkus Mugg im Glarnerland trüffeln lustig zwischen den Marktständen umher, in der Festwirtschaft verzaubern sie die Besucher mit ihren Tricks und erfüllen zwischendurch das Treiben auf dem Markt mit fröhlichen musikalischen Klängen.
Gourmets dürfen sich freuen: Nach dem Erfolg des ersten Zuger Trüffelmarkts in Baar findet am Samstag, den 8. Oktober, wieder ein Markt statt. Hans-Peter Neukom
Die letzte Saison ging als eines der magersten Pilzjahre – auch für Trüffel – in die Annalen ein. Sie war bezüglich Pilzvorkommen sogar noch schlechter als die Saison 2003 mit dem Rekord-Hitzesommer. Praktisch in der ganzen Schweiz war es viel zu trocken. Denn nicht nur die oberirdisch wachsenden Pilze, sondern auch die unterirdisch vorkommenden Fruchtkörper der Trüffel brauchen für ein üppiges Wachstum genügend Feuchtigkeit.
Sensationeller Fund eines 690 Gramm schweren Trüffels So waren am letztjährigen ersten Innerschweizer Trüffelmarkt in Baar die an den Marktständen angebotenen frischen Schweizer Burgunder-Trüffeln schon nach dem Mittag ausverkauft. «Der Start in die Trüffelsaison ist dank den vermehrten Niederschlägen im Sommer um einiges besser ausgefallen als letztes Jahr», sagt Markus Schmid, Mitglied der Schwei-
Am ersten Zuger Trüffelmarkt in Baar vom vergangenen Jahr staunten auch kleine Trüffelnasen über das verlockende Angebot an frischen Trüffeln und Produkten. zerischen Trüffelvereinigung (STV) und des Vereins für Pilzkunde Zug und Umgebung. So konnten manche Hobby-Trüffler bereits einige schöne Funde der unterirdisch wachsenden Delikatesse machen – auch in den Regionen um Zug. Als Beispiel nennt er den sensationellen Fund des 690 Gramm schweren, fast handballgrossen Burgunder-Trüffels, den sein Berner Trüffelkollege kürzlich gemacht habe. Wo ihn sein Lagotto-Rüde erschnüffelt habe, bleibe allerdings das
Geheimnis des Herrchens und seines Vierbeiners. Denn Trüffler seien ein eigenes, verschwiegenes Völkchen. «Selbst am Stammtisch unter unseresgleichen, wo so manche abenteuerliche Trüffelgeschichte die Runde macht, werden die Fundplätze wie ein geheimer Schatz gehütet», betont Schmid. Für den weiteren Verlauf der Saison ist der Organisator des Trüffelmarkts in Baar vorsichtig optimistisch: «Ist auch im Oktober, November und Dezember genügend Feuch-
pd
tigkeit vorhanden, könnte 2016 ein gutes Trüffeljahr werden», so Schmid. Dies dürfte auch die Zuger TrüffelLiebhaber freuen, denn am 8. Oktober findet der zweite Zuger Trüffelmarkt statt.
Das Rahmenprogramm ist attraktiv gestaltet An den Marktständen werden neben frischen Schweizer Burgunder-Trüffeln – das Kilogramm zwischen 600 und 700 Franken – auch viele Produkte aus eigener Fertigung verkauft. Im Angebot stehen
Wie arbeitet eigentlich ein Trüffelhund? Am Trüffelmarkt können sich Interessierte über das Trüffelsuchen mit Hunden informieren. Wie man Hunde zum Trüffelsuchen animiert, zeigt Carolina Jaroch, Hundeinstruktorin der Hundeschule animalcoach.ch in Zürich. Die Demonstrationen werden von den Clowns humorvoll begleitet und finden um 10.30 und 13.30 Uhr statt. Und nicht zuletzt können sich die Besucher in der Festwirtschaft von der Qualität der Schweizer Burgunder-Trüffel überzeugen, bei einer getrüffelten Bratwurst oder einer Portion Trüffel-Risotto. Zweiter Zuger Trüffelmarkt: Samstag, 8. Oktober, 9 bis 16 Uhr, neben dem Rathaus. Informationen zu weiteren Märkten: www.schweizertrueffel.ch
Parkhotel
Interessante Gäste, gutes Essen und edle Tropfen dazu Fein essen ist das eine. Dazu noch gute Bekanntschaften schliessen das andere. Am besten bei einem guten Tropfen. «Meet & Dine – Schnaps & Wine» – das war das Motto eines ganz besonderen Abends im Parkhotel Zug. Denn dort konnte man am Freitag nicht nur Küchenchef Martin Blaser persönlich kennen lernen und nach ein paar speziellen Küchentipps fragen, sondern auch Mäni Meiers köstliche Tropfen probieren. Er ist bei Etter und Söhne für Hochprozentiges zuständig. fh
Yvonne Meili (links), AOT Trading, Zug, und Milena Boban. Kollegen unter sich: Jan Ericsson (links), bei der Hotelbusiness Zug AG fürs Marketing zuständig und Martin Blaser, Executive Chef Parkhotel Zug.
Sue Harris von der Nord Stream 2 AG Zug mit Roland Odermatt.
Ratgeber Haustier
Florence Dousse, Tierärztin
Gesunde Zähne auch beim Tier
N
icht selten ist ein übler Geruch aus dem Maul unserer Hunde und Katzen der Grund für einen Besuch beim Tierarzt. Schlechter Atem ist in vielen Fällen ein Hinweis auf Entzündungen im Maul. Während wir Menschen uns mehrmals täglich mit unserer Zahnhygiene beschäftigen, gehen wir davon aus, dass bei unseren Hunden und Katzen die Zähne lebenslänglich gesund bleiben. Aber auch bei ihnen bildet sich Plaque, die sich aus Speichel, Nahrungsresten, Bakterien und Stoffwechselprodukten zusammensetzt. Mit der Zeit bildet sich Zahnstein, der in der Folge zu einer Zahnfleischentzündung bis hin zur Parodontitis, der Entzündung des Zahnhalteapparates, führt. Die Streuung der Plaquebakterien ist gefährlich: Übers Blut können sie in verschiedene Organe transportiert werden und sich beispielsweise im Herz niederlassen und Probleme verursachen. Hat sich bei einem Tier erst einmal Zahnstein gebildet, muss dieser in einer Narkose entfernt werden. Ein bereits stark erkrankter Zahnhalteapparat kann nicht mehr heilen, die betroffenen Zähne müssen gezogen werden. Studien besagen, dass über Dreiviertel unserer Hunde ab einem Alter von drei Jahren an einer Parodontitis erkranken. Bei Katzen kommt es nebst Zahnsteinbildung auch zu Auflösungen des Zahnschmelzes an den Zähnen. 65 Prozent der Zahnerkrankungen sind nicht erkennbar und verursachen dennoch Schmerzen. Das Zahnröntgen liefert wertvolle Informationen über den Zustand der Wurzeln, welche häufig mitbetroffen sind und dementsprechend behandelt werden müssen. Eine gute Zahnhygiene beugt vor. Für Hunde und Katzen gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Gesunderhaltung der Zähne. Es gibt Tierzahnbürsten und Tierzahnpasta, Kauartikel und Trinkwasserzusätze und nicht zuletzt Diätfutter, welches der Zahnsteinprophylaxe dient. Lassen Sie sich beraten, was für Ihren Liebling geeignet ist.
Florence Dousse ist leitende Tierärztin der Kleintierpraxis Göbli, Zug
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Mäni Meier von der Destillerie Etter Söhne AG in Zug erläuterte eine Auswahl von besonderen Destillaten.
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Liliya Myankova (links) von der Cliveden Trading AG Zug, Stefan Gareis, Fotos Heinz Steimann Direktor des Parkhotels, und Elena Sevastakieva.
Yvonne und René Geiger, IMC Zug