top.tirol Innsbruck (Jänner 2020)

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25 TO P

Sonderausgabe/Jänner 2020

U M S AT Z S­TÄ RK U NTE R N E H M STE E D E S B E Z IR K SN IM R AN K IN G

INNSBRUCK IM FOKUS

NACHGEFRAGT

MCI-Ökonom Simon Czermak im Interview

AUFGESCHLÜSSELT

Der Bezirk Innsbruck in Zahlen, Daten und Fakten

VORGESTELLT

Drei erfolgreiche Innsbrucker Unternehmen im Porträt

EINE BEILAGE DER


NEU

B AU F A VERK BER DE ZEM

STILVOLLES WOHNEN IM ZENTRUMS- UND NATURNAHEN HÖTTING

UNSERE AKTUELLEN WOHNPROJEKTE

Hall in Tirol

Kranebitten

Brixen im Thale

Sonnenschlössl

„Wir denken an Morgen, erkennen Trends und gehen neue Wege. CARISMA setzt Standards in der Tiroler Immobilienwirtschaft.“

Mag. (FH) Michael Kugler (Inhaber und Geschäftsführer)

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© FRANZ OSS, AXEL SPRINGER (2)

T O P.T I R O L

4

24 Liebe Leserinnen und Leser! Mit dieser top.tirol-Bezirks-Ausgabe wollen wir Sie im neuen Jahr willkommen heißen und widmen uns ganz dem Thema Innsbruck. Einen Überblick darüber wo die Stärken der Landeshauptstadt liegen, wo es noch Aufholbedarf gibt und welche Herausforderung die Innsbrucker und ihre Heimat im gerade erst begonnenen Jahrzehnt erwartet, gibt Simon Czermak, Ökonom am Management Center Innsbruck, im Interview. Außerdem haben wir tief in die Statistik geblickt und interessante Zahlen, Daten und Fakten rund um Inns­ bruck zusammen­getragen. Und weil Taten mehr spre­ chen als Worte haben sich drei innovative Innsbrucker Unter­nehmen von uns in die Karten schauen lassen und zeigen, wie man in der Gastronomie, am Winter­ sport­artikel-Markt und in der Medizintechnik noch ordentlich Staub aufwirbeln kann. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre Die Redaktion.

28 I N H A LT 4 Interview: Simon Czermak über die Urban-alpine Kompetenz­ schmiede Innsbruck

INNSBRUCK IM FOKUS 10

Innsbruck in Zahlen

16

Innsbrucks Umsatzkönige

20

Burritos und Herzblut

24

Eine Frage der Perspektive

28

Dem Ski auf der Spur

IMPRESSUM: top.tirol – Jänner 2020 Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020, office@target-group.at, www.target-group.at Mitarbeiter dieser Ausgabe: Daniel Feichtner, Daniel Schreier, BA, Lisa Schwarzenauer, MA, Mag. Haris Kovacevic, Mag. Simon Leitner Grafik: Thomas Bucher, Marco Lösch, BA, Sebastian Platzer, BA Fotos sofern nicht anders gekennzeichnet: Axel Springer, Franz Oss Gesamtverkaufsleitung: Wolfgang Mayr Hersteller: Intergraphik GmbH, Innsbruck Die Rankings entstanden in Kooperation mit Creditreform Wirtschaftsauskunftei. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

3


INTERVIEW

4


INTERVIEW

URBAN-­A LPINE KOMPETENZSCHMIEDE Innsbruck ist individuell und einzigartig – auch aus wirtschaftlicher Sicht. Was die Landeshauptstadt ausmacht, wo ihre Stärken liegen und welchen Herausforderungen sie sich in den kommenden Jahren gegenüberstehen wird, erklärt MCI-Ökonom Simon Czermak. DA S INTERVIEW FÜHRTE DANIEL FEICHTNER. FOTOS: A XEL SPRINGER

W

„In Innsbruck manifestiert sich das im einzigartigen alpin-urbanen Charakter, der sich auch im Lifestyle der Innsbrucker widerspiegelt.“

as macht Innsbruck wirtDas ist nicht nur möglich, sondern geschaftlich aus? SIMON schieht bereits. Ich hatte erst kürzlich CZERMAK: Städte floriemit Unternehmern in Tirol zu tun, die ren und sind langfristig eine Geschäftsidee mit Partnern umerfolgreich, wenn sie ihren Einwohnern, setzen, die rund um den Globus verteilt Wirtschaftstreibenden und Gästen atleben und sich persönlich nur sehr selten traktive Rahmenbedingungen bieten treffen. Möglich macht das die VernetSIMON CZERMAK, ÖKONOM , MCI und sich durch Individualität hervortun. zung: Digitales, globales Co-Working In Innsbruck manifestiert sich das im lässt physische Präsenz zunehmend in einzigartigen alpin-urbanen Charakter, der sich auch den Hintergrund treten. Das bedeutet auch, dass man im Lifestyle der Innsbrucker widerspiegelt. seinen Lebensmittelpunkt nach persönlichen AspekDie Stadt tritt jugendlich-dynamisch und sportlich ten wählen kann, ohne wirtschaftliche Nachteile, wie auf, ist aber auch von Naturverbundenheit und Traditi- mangelnde Größe, zu spüren zu bekommen. on geprägt. So entsteht eine Basis für eine aktive Sport-, Zugleich ist Standort-Größe relativ: HochschuKultur- und Veranstaltungsszene. In diesem Kontext len ziehen Menschen mit hohem unternehmerischem schaffen unzählige kleine und mittlere Unternehmen Potenzial an und bilden sie aus. So kann gerade auf ein stimmiges wirtschaftliches Gesamt­angebot, das lo- kleinem Raum eine hohe Dichte an Motivation und kal gut genutzt wird, aber auch Gäste anlockt. Know-how entstehen, wie Innsbrucker Start-ups auch Dieses Umfeld wird von größeren Unternehmen immer wieder beweisen. Nicht zu vergessen sind aber und Institutionen, beispielsweise aus dem Gesund- natürlich auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen heits- und Hochschulbereich, ergänzt. Sie bieten zum und konkrete Programme, die Gründer unterstützen. einen begehrte Leistungen und schaffen zum anderen Davon existieren zwar bereits einige – ein breites Ansehr attraktive berufliche Möglichkeiten und tragen so gebot in dieser Richtung wird aber in Zukunft noch positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. einmal an Wichtigkeit gewinnen. Gerade diese Hochschulen gelten als wichtiges Element für eine lebendige Start-up-Szene. Innsbruck ist aber relativ klein. Kann es hier dennoch einen Nährboden für eine nachhaltige Ansiedelung geben?

Um beim Thema Hochschulen zu bleiben: Sind Studenten generell ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor? Viele Studien belegen, dass Studierende einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Leistungen in

➔ 5


INTERVIEW

In Innsbruck verschmilzt Alpines mit Urbanem. Die Universitätsstadt ist ebenso von Tradition und Naturverbundenheit geprägt wie am Puls der Zeit. Diese einzigartige Mischung macht die Landeshauptstadt zu einem Unikat.

Universitätsstädten ausmachen. Das beginnt bei der direkten Nachfragesteigerung, da die meisten Studenten viel Zeit in der Nähe der Hochschule zubringen und dort ihren Lebensunterhalt bestreiten. Gleichzeitig sind die Hochschulen ein Wirtschaftsmotor: Sie schaffen Arbeitsplätze, sind Nukleus für Veranstaltungen, die Wertschöpfung generieren und nicht zuletzt Gäste anlocken. Und dann gibt es die Wechselwirkung zwischen Forschung und Lehre. Wissenschaft bildet Know-how, das über Kooperationen und Absolventen in regionale Unternehmen einfließt. Zugleich tragen Forschung und Lehre zur Steigerung des „Es ist enorm wich- Bildungsgrads bei. Das generiert mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte, die bestig, Maßnahmen zu ser bezahlte Stellen beziehen, was sich wiederum positiv auf die Wertschöpsetzen, um fähige fung auswirkt. Gerade in diesem Konund motivierte Ab- text ist es für Universitätsstädte enorm solventen auch lang- wichtig, Maßnahmen zu setzen, um fähige und motivierte Absolventen auch fristig in der Region langfristig in der Region zu halten.

zu halten.“

Innsbruck ist Anreise-Ziel für viele Tirol-Touristen. Für den Flughafen sind sie Umsatz-Garanten. Profitiert davon auch der Bezirk oder bleibt Innsbruck „nur“ Verkehrs-Drehscheibe? Als zentraler Verkehrsknotenpunkt ist Innsbruck zwar Ankunftsort für viele Gäste – aber auch unmittelbares Ziel. Konkret war die Landeshauptstadt im vergangenen Tourismusjahr die Tiroler Gemeinde mit der zweithöchsten Übernachtungs-Anzahl. Und nicht nur

6

das: Die Zunahme der Nächtigungen liegt auch deutlich über dem Gesamt-Tiroler Durchschnitt. Das ist ein Trend, der sich potenziell fortsetzen wird und der genutzt werden kann. Damit das gelingt, ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass alle am Tourismus Beteiligten langfristig bemüht bleiben, mit einer schlüssigen Markenidentität aufzutreten und weiterhin das positive, einzigartige Image Innsbrucks auszubauen. Der Tourismus verändert sich und neben den klassischen Märkten kommen auch immer mehr Gäste aus Schwellenländern zu uns. Bietet das Potenziale? Märkte in den Industriestaaten weisen einen hohen Sättigungsgrad auf – die meisten Konsumwünsche ihrer Bewohner sind gedeckt. Schwellenländer und aufstrebende Nationen haben dagegen noch großes Wachstumspotenzial und sind oftmals bevölkerungsreich. Das macht sie wirtschaftlich attraktiv – auch für Tourismusdestinationen. Allerdings darf man nicht übersehen, dass die Nachfrage nach Tirol als Destination dort meist vergleichsweise gering ist. Die Zahlen des vergangenen Tourismusjahres zeigen, dass sich beinahe 80 Prozent aller in Tirol getätigten Nächtigungen auf nur fünf Herkunftsländer beziehen – die allesamt in Westeuropa liegen. Allerdings sind Schwellenländer im Städtetourismus merklich stärker vertreten: Der Anteil an Übernachtungen chinesischer und indischer Touristen, ist rund sechs Mal größer als in Gesamttirol. Wie viel Potenzial sich darin verbirgt, muss sich allerdings erst noch zeigen – nicht zuletzt, weil Märkte mit hohem Wachstumspo-


INTERVIEW

© SHUTTERSTOCK.COM

tenzial auch höhere Risiken mit sich bringen und oft merklich empfindlicher auf wirtschaftliche und politische Entwicklungen reagieren. Ein neuer Markt in einem anderen Sinn ist das Internet: Online-Shops machen es dem stationären Einzelhandel zusehends schwieriger: Wie schlägt sich Innsbruck, was das betrifft? Der Onlinehandel ist tatsächlich eine große Herausforderung – und ein weiterhin stark wachsender Bereich. Das zentrale Problem ist, dass im Internet eine Konzentration auf wenige Anbieter begünstigt wird. Studien haben gezeigt, dass über Amazon mittlerweile 50 Prozent aller Online-Umsätze erzielt werden. Das bedeutet große Verluste bei der lokalen Wertschöpfung. Außerdem gehen Modelle in der Ökonomie davon aus, dass sich eine Konzentration auf wenige, große Anbieter schlussendlich negativ auf die Konsumenten auswirken kann. Doch Online-Händler haben auch Nachteile. Ein lokales Geschäft kann ein Shopping-Erlebnis und qualifizierte, persönliche Beratung bieten, mit der sich kein Web-Shop messen kann. Vor diesem Hintergrund schlagen sich die Innsbrucker Händler meiner Wahrnehmung nach tatsächlich sehr gut. Allerdings werden

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Wir schaffen Lebensraum. 7


INTERVIEW

Zur Person

Simon Czermak ist als Ökonom am Department Management & Recht des Innsbrucker MCI tätig. Neben der Lehre beschäftigt er sich in der Forschung vor allem im Bereich der Verhaltens-Ökonomie, die sich mit menschlichen Entscheidungen im wirtschaftlichen Kontext und daraus resultierenden Konse­quenzen befasst.

auch sie um weitere Maßnahmen, um ihre Web-Präsenz zu erhöhen, nicht umhinkommen, wenn sie ein Stück des „Web-Kuchens“ wollen. Um diese Herausforderung zu stemmen, könnte ich mir zum Beispiel einen Zusammenschluss kleiner Händler zu einem gemeinsamen Online-Shop nach dem Prinzip von shöpping.at als sinnvoll vorstellen. Ein wichtiger Faktor für den Handel als auch die Bevölkerung sind Miet- und Wohnungspreise. Warum sind Immobilien in der Hauptstadt so teuer – und neben monetären Aspekten viele weitere Gesichtsgibt es Wege, das zu ändern? Die hohen Mietpreise punkte in ihre Arbeitgeberwahl ein. in Innsbruck ergeben sich zum großen Teil aufgrund von niedrigem Angebot und großer Nachfrage. Für Woran fehlt es dann, um offene Stellen zu besetzen die Betroffenen ist das natürlich problematisch. An- und qualifizierte Mitarbeiter im Bezirk zu halten? dererseits ist es für die Politik meines Erachtens Damit sind wir vor allem wieder beim Thema Hochschwierig, kurzfristig wirksame Maßnahmen zu er- schulstandort: Meiner Meinung nach zählen in erster greifen, ohne Immobilien-Eigentümer ein Stück weit Linie Maßnahmen, die helfen, fähige Absolventen von zu entmündigen. Langfristig wird eine wirkungsvolle Schulen und Hochschulen für den heimischen ArbeitsGegenmaßnahme wohl nur die gezielte Ausweitung markt zu gewinnen. Hier ist zum Beispiel eine enge des bestehenden Angebots mittels Maßnahmen zur Kooperation zwischen Hochschulen und UnternehWohnraumverdichtung und men zielführend – ProjektNeubauprojekten sein. und Forschungsarbeiten oder „Ich denke jedoch, es wäre ein die Vermittlung von Praktika wenig einseitig anzunehmen, dass Die Zukunft ruht nicht zuund Stellenausschreibungen eine Verbesserung im Wohnungs­ letzt auf den Schultern von sind dabei Gold wert. Das angebot den Fachkräftemangel gut ausgebildeten Arbeitszeigt auch unsere Erfahrung automatisch löst.“ kräften – die gerade in Zeiam MCI. ten des Fachkräftemangels Gleichzeitig müssen sich vielerorts fehlen. Wäre eine Verbesserung des Woh- auch Unternehmen immer gezielter am Arbeitsmarkt nungsangebots eine Möglichkeit, Innsbruck attrak- positionieren, um geeignete Bewerber anzusprechen. tiver zu machen? Hohe Wohnkosten und Preisstei- Und natürlich zählt auch das Angebot für potenzielgerungen in einer Region haben den Effekt, dass von le Arbeitnehmer: Interessante und herausfordernde einem vergleichsweisen guten Gehalt immer weniger Tätigkeiten sowie Entwicklungsmöglichkeiten sind für andere Dinge übrigbleibt. Ein gewisses Einkom- ebenso gefragt, wie gebotene Flexibilität bei Arbeitsmen ist in realen Größen somit weniger wert. Ich den- und Zeitgestaltung. Gute Bewerber können sich ihren ke jedoch, es wäre ein wenig einseitig anzunehmen, Arbeitgeber heute in vielen Branchen aussuchen. Dem dass eine Verbesserung im Wohnungsangebot den müssen auch Unternehmen Rechnung tragen. Fachkräftemangel automatisch löst. Gut ausgebildete, qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte beziehen Vielen Dank für das Gespräch. 8


„Die Kraft liegt im Team.“ Unsere Kraft liegt im Team. Wir als Team scheuen keine Heraus­forderung. Wir sind anders. Wir denken lieber „outside the Box“.

In unserem inno­vativen Arbeits­ umfeld mit flexiblen Arbeitszeiten sind wir für übermorgen gewappnet. Eine grund­solide fach­liche Ausbildung ist dabei nur ein Teil.

„Fit for Future“ bedeutet neben dem versierten Umgang mit digitalen Software­ programmen auch die Entfaltung der persönlichen Fähig­ keiten, die wir in jedem unserer Mitarbeiter mit gezielten Aus- und Weiterbildungs­ programmen fördern.

Unser gutes Betriebsklima entspringt unserem Teamspirit. Zusätzlich zum Team wird dir ein Mentor zur Seite gestellt, der dich von Anfang an betreut und in unser Unternehmen einführt.

Weitere Informationen oder Bewerbungen unter office@fidas-innsbruck.at oder www.fidas.at/Innsbruck Mag. (FH) Daniel Nöbauer und Mag. Astrid Graf, beide Partner der Fidas Österreich

9


© AXEL SPRINGER

T O P.T I R O L

105 km2 Fläche

0,8 %

der Fläche Tirols

34 %

der Fläche ist Dauersiedlungsraum

10

1

575 Meter Seehöhe

1


T O P.T I R O L

Innsbruck in Zahlen

527

Unternehmens­ neugründungen

gewerbliche Betriebe

1) Quelle: Landesstatistik Tirol 2) Quelle: Beschäftigtenstatistik WKT, Stand 1. 8. 2018 3) Quelle: WKÖ 4) Quelle: WKT auf Datenbasis Statistik Austria, Stand 2017

6,3 Mio. Euro

2

unselbstständig Beschäftigte

4

22 % des regionalen Bruttoinlands­­ produkts Tirols

pro Einwohner

2

47.600 Euro

8.144 55.698

Bruttowertschöpfung

3

11


T O P.T I R O L

Wachstum seit 2008:

+12,7 %

Altersstruktur 65 Jahre und älter

0–14 Jahre

11,7 %

18,3 %

132.110 Einwohner 2018

560 Aktuell bilden

2

Lehrbetriebe

1.909

70 % 15–64 Jahre

Lehrlinge aus.

2008 waren noch 2.366 Lehrlinge in Ausbildung. Das entspricht einem Rückgang von

Damit sind 17,5 % aller Tiroler Innsbrucker. 1

10.003 Zuzüge

Bezirk Innsbruck-Stadt

19,3 %

10.445

3

.

Wegzüge

2

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T O P.T I R O L

Betriebsgrößen Beschäftigtenstruktur

4

Kleinstbetriebe (1–9 Mitarbeiter)

5%

7,9 %

Transport & Verkehr

Bank & Versicherung

Ein-Personen-Unternehmen

Kleinbetriebe (10–49 Mitarbeiter) Mittelbetriebe (50–249 Mitarbeiter)

27,6 %

Großbetriebe (250+ Mitarbeiter)

4

57,6 %

31,5 % 8,4 % 1,9 %

0,5 %

Gewerbe & Handwerk

9%

Innsbruck-Stadt verbuchte im Tourismusjahr 2018

998.871

Industrie

+

Ankünfte

12,5 %

Information & Consulting

15 %

23 % Handel

1.722.778 Nächtigungen

© AXEL SPRINGER

Tourismus & Freizeitwirtschaft

Damit ist Innsbruck österreichweit beim Städtetourismus an 1) Quelle: Statistik Austria, gemäß Bevölkerungsregister 2) Quelle: Statistik Austria 3) Quelle: WKO 4) Quelle: Beschäftigtenstatistik WKT, Stand 1. 8. 2018 5) Quelle: Landesstatistik Tirol; Landeshauptstadt Ibk/Satistik und Berichtswesen (www.innsbruck.gv.at)

3. Stelle

5

13


T O P.T I R O L

Für die Tiroler Gemeinden und die Tiroler Wirtschaft – Aufträge in Höhe von 342 Millionen Euro vergeben

© SHUTTERSTOCK.COM

Die GemNova, das Unternehmen der Tiroler Gemeinden, ist mittlerweile ein großer Umsatz-Bringer für die Tiroler Wirtschaft. Von allen Investitionen, die jährlich über die GemNova abgewickelt werden, gehen 95 Prozent an Tiroler Wirtschaftsunternehmen. In Summe waren dies zuletzt 342 Millionen Euro.

Unternehmen aus der Umgebung Aber nicht nur im Kleinen ist uns das „Für Tirol“ ein Bedürfnis, auch im Großen. Wenn immer aufgrund von gesetzlichen Vorgaben möglich, haben wir stets ein Auge darauf, dass Firmen vor Ort bei unseren Projekten in allen Landesteilen zum Einsatz kommen. Und dies gelingt uns, wie gesagt, in sagenhaften 95 Prozent der Fälle. Die geschätzte Arbeit der heimischen Betriebe mit der bekannten Top-Qualität zahlt sich auch für die Tiroler Gemeinden in zweierlei Hinsicht aus: in 14

Sachen Qualität genauso wie auch preislich. Die Inanspruchnahme der Dienstleistungen der GemNova haben den Tiroler Gemeinden im vergangenen Jahr die stolze Summe von 18 Millionen Euro gespart – die die Gemeinden wieder in die Wirtschaft investieren können. Doch nicht nur die GemNova unterstützt über diesen Weg die heimischen Kommunen, sondern auch die Tiroler Betriebe, die über die GemNova für die Gemeinden Kindergärten bauen, Schulen renovieren, Sportplätze errichten, Kommunalfahrzeuge beschaffen, und, und, und. Die GemNova unterstützt als größter kommunaler Dienstleister Österreichs mittlerweile nahezu alle Tiroler Kommunen und bringt tagtäglich Gemeinden und Tiroler Wirtschaft zusammen.

Alois Rathgeb und Nikolaus Kraak Unternehmensverantwortung E-Mail: geschaeftsleitung@gemnova.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

D

as Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes hat eines ganz groß an seine Fahne geheftet: Bestmögliche Unterstützung für die Tiroler Gemeinden und damit auch für die Tiroler Wirtschaft zu bieten. Das wird tagtäglich gelebt und beginnt bereits im Kleinen. Beim alljährlichen Auftritt der GemNova bei der Kommunalmesse werden nur heimische Spezialitäten, von der Speckjause über Getränke bis hin zu Süßigkeiten, kredenzt und damit auch heimische Betriebe unterstützt. Und unsere geschätzten Tiroler Lieferanten mit ihren Tiroler Top-Produkten präsentieren wir auch stolz auf einem Aushang an unserem Messestand.


Für die Tiroler Wirtschaft

Wir bringen die Tiroler Gemeinden und die Tiroler Wirtschaft zusammen.

95%, also 342 Millionen € der Investitionen gehen an Tiroler Wirtschaftsunternehmen. 15


RANKING

INNSBRUCKS UMSATZKÖNIGE Rund 4,2 Millarden Euro setzten die 25 umsatzstärksten

Unternehmen Innsbruck gemeinsam um. Damit leisten die Unternehmen der Landeshauptstadt einen zentralen Beitrag für die wirtschaftliche Wertschöpfung Tirols und machen Innsbruck zum Wirtschaftsmotor des Landes.

Auch bei den in Innsbruck beheimateten Firmengruppen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Gemeinsam verzeichnen

die fünf umsatzstärksten Unternehmensgruppen Innsbrucks einen Nettoumsatz von fast 8,4 Milliarden Euro.

16


RANKING

DIE TOP 25

UMSATZSTÄRKSTEN UNTERNEHMEN IN INNSBRUCK M I TA R B E I T E R (IN EURO)

UMSATZ 2018

1.

TIWAG-TIROLER WASSERKRAFT AG Tirols größtes Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Innsbruck gehört zu 100 Prozent dem Land und produziert und vertreibt Strom.

1.256 1.313

931.402.887 808.533.390

+

2.

TIROL KLINIKEN GMBH Die Betreibergesellschaft der Tiroler Landeskrankenhäuser aus Innsbruck ist für die Errichtung und den Betrieb der Landeskrankenhäuser zuständig und gehört dem Land.

8.508 8.410

588.430.000 570.037.543

+

3.

MED-EL ELEKTROMEDIZINISCHE GERÄTE GESELLSCHAFT M.B.H. Das Medizintechnikunternehmen aus Innsbruck entwickelt, produziert und vertreibt u. a. implantierbare Hörsysteme, wie Cochleaimplantate.

1.300 1.182

266.098.000 264.141.000

+

4.

WÜRTH HOCHENBURGER GMBH Der Innsbrucker Baustoffhändler betreibt neben 30 Niederlassungen und neun Baumärkten im DACH-Raum auch einen SchachtProduktionsbetrieb in Fritzens.

685 560

237.875.228 205.097.253

+

5.

TIGAS-ERDGAS TIROL GMBH Der Erdgasversorger aus Innsbruck beliefert Kunden in Österreich und Deutschland mit Erdgas und betreibt u. a. Fernwärmeversorgungssysteme und Erdgastankstellen.

76 71

207.960.589 192.579.036

+

6.

GUTMANN GESELLSCHAFT M.B.H. Westösterreichs größter privater Energielieferant aus Innsbruck liefert Energie für Wärme und Mobilität (Treibstoffe, Heizöl, Pellets, Erdgas, Festbrennstoffe, Ökostrom).

287 272

191.997.820 182.196.707

+

7.

INNSBRUCKER KOMMUNALBETRIEBE AKTIENGESELLSCHAFT Zu den Geschäftsfeldern des Innsbrucker Dienstleisters zählen Strom, Wasser, Abwasserreinigung, Abfallentsorgung, Telekommunikation, Bäder, Saunen sowie Energieservices.

692 675

166.446.733 161.073.433

+

8.

FERRERO ÖSTERREICH HANDELSGES.M.B.H. Ferrero Österreich hat seinen Sitz in Innsbruck und gehört zur Ferrero-Gruppe, dem italienischen Süßwarenhersteller, zu dem über 90 Gesellschaften weltweit zählen.

40 40

157.254.488 146.509.785

+

9.

ARZ ALLGEMEINES RECHENZENTRUM GMBH Der EDV-Dienstleister mit den Standorten Innsbruck und Wien ist in den Bereichen Banken, Krankenhäuser und in der öffentlichen Verwaltung in Österreich tätig.

569 569

142.348.530 127.167.116

+

457 479

129.062.000 154.361.000

-

10. 1

(TIROL)

2018

UNTERNEHMEN

BEMO TUNNELLING GMBH 1 Das Innsbrucker Bauunternehmen wurde 1964 als Tunnelbaugesellschaft gegründet. Heute hat es seine Kernkompetenzen auf weitere Felder der Bauwirtschaft ausgeweitet.

2017

Umsatz 2017

nach Bauleistung

➔ Quelle: Creditreform Wirtschaftsauskunftei und Angaben der Unternehmen. Angeführt sind ausschließlich Unternehmen mit Firmensitz in Tirol. Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um den aktuellen Nettoumsatz. Aufgrund von nachgereichten Zahlen kann es zu Abweichungen im Vergleich zu den Nettoumsätzen im Jahrbuch der Wirtschaft 2019 kommen. Trotz sorgfältiger Recherche sind alle Angaben ohne Gewähr.

17


RANKING

DIE TOP 25 UMSATZSTÄRKSTEN UNTERNEHMEN IN INNSBRUCK UNTERNEHMEN

2

18

(TIROL)

(IN EURO)

2018

UMSATZ 2018

1.600 1.570

123.800.000 114.100.000

+

2017

Umsatz 2017

11.

SOS-KINDERDORF 2 Die nichtstaatliche und überkonfessionelle soziale Non-ProfitOrganisation unterstützt mit vielfältigen Programmen Kinder, Jugendliche und deren Familien in Not.

12.

NEUE HEIMAT TIROL GEMEINNÜTZIGE WOHNUNGSGMBH 1939 gegründet, zählt die NHT zu den führenden Bauträger­ gesellschaften und Hausverwaltungen in Westösterreich. Sie gehört dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck.

146 141

101.969.854 116.571.800

-

13.

FRIEDRICH DEUTSCH METALLWERK GESELLSCHAFT M.B.H. Das Innsbrucker Unternehmen erzeugt Druckgussteile und Systemkomponenten für die Autoindustrie und zählt weltweit zu den führenden Skistahlkantenherstellern.

445 406

97.017.576 78.329.507

+

14.

ORTNER GES.M.B.H. 3 Die Ortner Ges.m.b.H. mit Sitz in Innsbruck ist Teil der IGO Industries Gruppe und gehört zu den führenden österreichischen Anbietern im Bereich Gebäudetechnik und Anlagenbau.

402 412

94.501.000 95.338.000

-

15.

AUTOPARK GMBH Der Haupthändler für Ford, Suzuki, Volvo und Kia mit Standorten in Innsbruck, Vomp, Wörgl und Kirchdorf betreibt dort jeweils u. a. eine Werkstatt sowie einen Gebrauchtwagenverkauf.

187 183

92.783.493 89.899.627

+

16.

BURTON SPORTARTIKEL GESELLSCHAFT M.B.H. Mitte der 1980er eröffnete das Outdoorunternehmen Burton seinen Europahauptsitz in Innsbruck. Es vertreibt Snowboardequipment und Artikel für einen aktiven Lifestyle.

n. v. 97

82.087.075 81.267.479

+

17.

FIEGL & SPIELBERGER GMBH Das Innsbrucker Unternehmen entwickelt vielfältige Produkte: von Elektrotechnik über Hotel-EDV und Sprach-/Daten-Kommunikation bis hin zu Brandmeldeanlagen und Photovoltaik.

440 421

78.787.000 65.209.000

+

18.

ARGE BAUSTAHL EISEN BLASY-NEPTUN GMBH Das Unternehmen hat sich auf Großhandel, Bearbeitung und Verlegung von Baustahl spezialisiert. Der Firmensitz ist in Innsbruck.

48 47

73.240.060 64.063.825

+

19.

WMF IN ÖSTERREICH GESELLSCHAFT M.B.H. Das Unternehmen mit Sitz in Innsbruck gehört seit Ende 2016 zur Aktiengesellschaft Groupe SEB.

328 328

64.217.875 64.217.875

=

20.

AUSTRIA BAU TIROL UND VORARLBERG HANDELS GMBH Austria-Bau West unterstützt und fördert Bauunternehmen und Genossenschaften in Tirol und Vorarlberg in Strategie und operativem Geschäft.

8 7

62.686.136 56.948.692

+

21.

LEBENSHILFE TIROL, GEMEINNÜTZIGE GESELLSCHAFT M.B.H. Die Lebenshilfe Tirol begleitet Menschen mit Behinderungen bei einem barrierefreien, selbstbestimmten und erfüllten Leben. Der Sitz der gemeinnützigen GesmbH ist in Innsbruck.

1.461 1.440

62.529.650 59.182.241

+

22.

INNSBRUCKER SOZIALE DIENSTE GMBH Die ISD bietet ein umfangreiches Betreuungsprogramm sozialer Dienstleistungen in Innsbruck. Mit acht Altenwohn- und Pflegeheimen ist sie der größte Heimträger Westösterreichs.

1.351 1.283

61.846.854 58.334.882

+

23.

TIROLER SOZIALE DIENSTE GMBH 4 Die Tiroler Soziale Dienste (TSD) sind für die Betreuung geflüchteter Menschen in Tirol zuständig und kümmern sich um die Versorgung von Geflüchteten in zahlreichen Tiroler Gemeinden.

360 360

59.142.040 59.142.040

=

24.

DR. W. LÜFTNER REISEN GESELLSCHAFT MBH. 4 Lüftner Reisen zählt mit 1,5 Millionen Fahrgästen pro Jahr zu den erfolgreichsten Transportunternehmen Westösterreichs. Christof Lüftner führt das 1948 gegründete Unternehmen in zweiter Generation.

24 25

56.933.604 56.933.604

=

25.

VERKEHRSVERBUND TIROL GESMBH. Der VVT ist für die Planung, Koordination, Finanzierung und Bestellung des öffentlichen Personennahverkehrs in Tirol verantwortlich. Das 1995 gegründete Unternehmen gehört zu 100 Prozent dem Land Tirol.

48 48

55.233.700 52.475.977

+

Mitarbeiter österreichweit | 3 Betriebsleistung | 4 Umsatzzahlen 2017


RANKING

DIE TOP 5

UMSATZSTÄRKSTEN FIRMENGRUPPEN IN INNSBRUCK (WELTWEIT)

UNTERNEHMEN

4

(IN EURO)

2018

UMSATZ 2018

23.500 21.680

6.276.864.204 5.182.000.000

+

2017

Umsatz 2017

1.

IGO INDUSTRIES GRUPPE Die Gruppe ist in verschiedene Holdinggesellschaften strukturiert: In der IGO Technologies sind die Unternehmen der Gebäude- und Elektrotechnik sowie des Anlagenbaus zusammengefasst. In der IGO Construction und IGO Development werden maßgebliche Anteile an der PORR AG bzw. UBM Development AG gehalten. Die Geschäftsführung der IGO Industries Gruppe wird von Klaus Ortner und seinen Töchtern Iris und Nina ausgeübt.

2.

TIWAG GRUPPE Zur Tiwag zählen die Tochterunternehmen Tigas-Erdgas Tirol GmbH, Achenseeschiffahrt-GesmbH, Tinetz-Tiroler Netze GmbH, Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH, Tiwag Beteiligungs GmbH, Ökoenergie Tirol GmbH, Wasser Tirol – Wasserdienstleistungs-GmbH, Stadtwärme Lienz und Produktions- und Vertriebs-GmbH, Selgas GmbH. Zudem ist die Tiwag an diversen Firmen (z. B. Verbund und Energie AG) beteiligt.

1.415 1.433

1.238.700.000 1.099.124.988

+

3.

WÜRTH-HOCHENBURGER GRUPPE Seit über 95 Jahren steht Würth-Hochenburger für Qualität und Beratung im Baustoff­fachhandel. Das Familienunternehmen konnte in den vergangenen Jahren sein regionales Vertriebsnetz laufend erweitern. Die Geschäfts­ führung haben Alfred Bernhard (CEO) und Othmar Lutz (CFO) inne.

805 734

308.930.000 264.280.000

+

4.

MED-EL 4 Das global tätige Medizintechnikunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt implantierbare Hörsysteme (Cochleaimplantate, Hörsysteme zur elektro-akustischen Stimulation, Mittelohrimplantate, Knochenleitungs­ implantate) sowie andere aktive Implantatsysteme.

2.000 1.900

308.000.000 308.000.000

=

5.

IKB GRUPPE Am kommunalen Infrastruktur-Dienstleistungsunternehmen sind die Stadt Innsbruck und die Tiwag-Tiroler Wasserkraft AG beteiligt. Die IKB verfügt über Beteiligungen in den Bereichen Verkehr (z. B. Innsbrucker Verkehrsbetriebe oder Flughafen), Abfall (z. B. Mussmann), Energie (z. B. Tigas) und (Ab-)Wasser (Dawi). Im IKB-Dreiervorstand sind Helmuth Müller, Thomas Pühringer und Thomas Gasser.

1.629 1.632

259.693.000 254.711.000

+

Umsatzzahlen 2017

Quelle: Creditreform Wirtschaftsauskunftei und Angaben der Unternehmen. Angeführt sind ausschließlich Unternehmen mit Firmensitz in Tirol. Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um den aktuellen Nettoumsatz. Aufgrund von nachgereichten Zahlen kann es zu Abweichungen im Vergleich zu den Nettoumsätzen im Jahrbuch der Wirtschaft 2019 kommen. Trotz sorgfältiger Recherche sind alle Angaben ohne Gewähr.

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T O P.T I R O L

BURRITOS UND HERZBLUT In der Machete in der Anichstraße gibt es seit 2015 Burritos, Tacos und Cocktails in cooler Umgebung. Mit diesem einfachen Konzept haben es drei Freunde geschafft, die Innsbrucker Gastro-Szene nachhaltig durchzuwirbeln. T E X T: L I S A S C H W A R Z E N A U E R

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© CHARLY SCHWARZ (3)

T O P.T I R O L

„Es ist eine jüngere Gastro-­Szene entstanden, seitdem wir aufgesperrt haben.“ MARTIN BEIMLER, GESCHÄF TSFÜHRER MACHETE

M

it der Machete – auch Burrito Kartell genannt – hat 2015 der erste einer Reihe junger, hipper Gastro-Betriebe eröffnet, die mittlerweile nicht mehr aus dem Innsbrucker Stadtbild wegzudenken sind. „Es ist eine jüngere Gastro-Szene entstanden, seitdem wir aufgesperrt haben, mit dem Dachsbau, John Montagu, etc. Da hat es definitiv einen kleinen Wandel gegeben, glaube ich“, sagt Martin Beimler, der die Machete gemeinsam mit seinen Studienfreunden Johannes Steinkopff und Jörg Hronek gegründet hat.

Neben der Machete betreiben Beimler und seine Partner auch das Kater Noster.

chitekturkollektiv Krater Fajan, Upcycling Studio) und relativ geringem finanziellen Aufwand umgebaut, und schon im März 2015 konnten die ersten Burritos serviert werden.

BURRITO-HYPE

Seit der Eröffnung ist die Machete so gut wie immer voll, GRÜNDERWUNSCH auch Schlangen vor der Tür sind keine Seltenheit. Das Für Beimler, der eigentlich aus München kommt und liegt für Beimler vor allem daran, dass sie mit Leidennach dem Wirtschaftsstudium in Innsbruck hängen schaft betrieben wird: „Dieses Projekt liegt uns super am geblieben ist, war die Selbstständigkeit immer ein Herzen, wir stehen da wirklich zu 100 Prozent dahinter Ziel – die Frage war nur, wann und womit er das ver- und das merken die Leute auch.“ Trotz des Erfolges verwirklichen würde. Ausschlaggebend für die Idee zur suchen die Unternehmer nach wie vor, Dinge anzupasMachete waren dann mehrere Dinge, sen und zu verbessern, im Moment erklärt er: „Ich liebe Kochen und Burvor allem im Bereich Nachhaltigkeit. ritos, und in der Gastro kann man re„Klar, man kann nicht von heute auf lativ einfach gründen. Und wir wollmorgen komplett nachhaltig sein in „Wir stehen da ten für uns selber etwas schaffen, das der Gastronomie, aber man kann das wirklich zu 100 uns in der Stadt gefehlt hat.“ Thema Schritt für Schritt angehen,“ Die Entscheidung, den Plan Prozent dahinter, sagt Beimler. wirklich durchzuziehen, fiel im SomEiner dieser Schritte war die und das merken mer 2014. Dann ging alles relativ Einführung der Erbsenmole, die seit schnell: „Wir haben vor der LocaSeptember die klassische Guacamodie Leute.“ tion-Suche eine Umfrage unter Stule ersetzt. Obwohl die Erbsencreme MARTIN BEIMLER denten gemacht und unter anderem bei den meisten sehr gut ankommt, abgefragt, wie weit die Leute bereit war diese Umstellung durchaus konwären, in der Mittagspause für eitrovers: „Es gab genug Leute, die sich nen Burrito zu gehen“, erzählt der Wahl-Innsbrucker. beschwert haben, dass Avocados nur ein so kleiner Teil So habe sich ein gewisser Radius ergeben, in dem sie des Problems sind und man doch eigentlich erst mal gesucht haben, und da sei bald das Lokal in der Anich- alles Fleisch rausschmeißen müsste“, erzählt der Gestraße aufgetaucht, das damals noch Lausitzer Stube schäftsführer. Mittelfristig sei es auch das Ziel, eine der hieß. Das wurde mit befreundeten Architekten (Ar- Fleisch-Optionen durch eine weitere vegetarische Vari-

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© CHARLY SCHWARZ (2)

T O P.T I R O L

Neben klassischen Burritos gibt es in der Machete auch vegetarische und glutenfreie Varianten.

ante zu ersetzen, aber irgendwo müsse man eben anfangen.

MIT SYSTEM

„In der Gastro klagt jeder, dass er kein geeignetes Personal findet. Das Problem haben wir nicht.“

Beimler, Steinkopff und Hronek sind die ersten sechs Monate jeden Tag selbst von früh bis spät in der Küche gestanden und hatten einen Vollzeitmitarbeiter an MARTIN der Bar. Mittlerweile beschäftigen sie 25 Mitarbeiter. Eine Besonderheit ist dabei, dass alle Rezepte und Prozesse bewusst so einfach gehalten sind, dass die Machete komplett ohne klassisches Gastro-Personal auskommt: „In der Gastro klagt im Moment jeder, dass er kein geeignetes Personal findet. Das Problem haben wir nicht – wir suchen keine gelernte Servicekraft, keinen Koch, sondern einfach motivierte Studenten, die Lust darauf haben und auch relativ flexibel sind“, so Beimler. Da alle Mitarbeiter geringfügig oder in Teilzeit arbeiten, sei die Personaleinteilung zwar relativ aufwändig, aber das System habe sich sehr gut bewährt – vor allem, weil die Gründer 2017 mit zwei weiteren Freunden die Bar Kater Noster in der Leopoldstraße eröffnet haben und deshalb auch weniger Zeit für Küche & Co haben. „Wir helfen in der Machete aus, wenn grad keiner kann, aber sonst machen wir inzwischen hauptsächlich alles, was rundherum anfällt, von Buchhaltung und Personal bis Marketing.“

LERNKURVE

Bis alles so rund gelaufen ist, habe es natürlich eine Weile gedauert. „Wir sind alle absolute Quereinsteiger 22

in der Gastroszene“, betont Beimler. „Wie viel bestelle ich, wie oft bestelle ich, wie viel Personal brauche ich, was ist, wenn jemand krank wird – das war alles komplett neu für uns.“ Gelernt hätten sie im Laufe der Zeit vor allem, dass man sich helfen lassen muss – und sich auf das fokussieren sollte, BEIMLER was man wirklich kann. Das hat sich mit dem zweiten Nebenprojekt Gang&Gebe gezeigt, einem Restaurant für gehobene Gastronomie, das mittlerweile abgegeben und als L’Arc unter neuer Führung wiedereröffnet wurde: „Wir hatten wirklich Bock darauf, etwas anderes zu probieren, aber das Problem war vielleicht, dass wir da nicht zu 100 Prozent mit Herzblut hinter der Sache gestanden sind“, gibt Beimler zu. „Wir machen Lokale für junge Leute, das ist in der Machete gleich wie im Kater Noster. Das können wir und das funktioniert deshalb auch.“ Am Ende sei es die richtige Entscheidung gewesen, hier die Reißleine zu ziehen. „Dass nicht alle Projekte klappen, die man sich vornimmt, ist eh klar. Aber wenn man draus lernt, ist das okay.“ Der Vorteil sei, dass dadurch jetzt auch wieder mehr Zeit sei, sich auf die Weiterentwicklung des Kartells zu konzentrieren. Im Raum stehen neben einer möglichen zweiten Location in SoWi-Nähe auch Produkte rund um das Thema Machete, erzählt Beimler – selbstgemachte scharfe Saucen, die bei Partnern erworben werden können, zum Beispiel. „Die Ideen sind auf jeden Fall da.“


T O P.T I R O L

Eine Tourismusschule in Bewegung

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I

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ihr Unterrichtsangebot stetig an und hat deshalb einen praxisnahen Frontoffice-Unterricht mit neuer Rezeption ent­wickelt. Wohncampus mit Hotelkomponente Direkt an der Schule steht ein neuer Wohncampus mitsamt umfassenden Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung. Die neue Villa Vital mit Fitnessclub, Schülerlounge

und Jausenbistro bietet jede Menge Freizeitspaß und ein gesundes dreigängiges Mittagessen ist für jeden inklusive. Dank der optimalen Verkehrsanbindung ist eine kurze Heimfahrt ab Freitagmittags garantiert sowie mit dem W-Bus eine direkte Verbindung von der Schule in die Stadt sichergestellt. Im diesjährigen Schuljahr wurde die VILLA BLANKA Bundessieger und Doppelgoldgewinner bei der Käsechallenge und erhielt den Diploma-Award der Universität Innsbruck sowie die Bronzemedaille beim internationalen AEHT Wettbewerb. Ebenso stellte die VILLA BLANKA nun auch noch den Falstaff-Talenty-Cup Sieger im Kochen. www.villablanka.com

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T O P.T I R O L

Die Köpfe hinter BHS Technologies (v. l.): Michael Santek (CTO), Mark Capelli (Head of Mechatronics Development), Gregor Burger (CSO) und Markus Hütter (CEO).

EINE FRAGE DER PERSPEKTIVE

Das Innsbrucker Start-up BHS Technologies wurde zwar erst vor zwei Jahren gegründet, hat in der Medizintechnik-Branche allerdings bereits für Aufsehen gesorgt. Mit einem digitalen Operationsmikroskop möchte das Tiroler Unternehmen chirurgische Eingriffe revolutionieren. T E X T: S I M O N L E I T N E R • F O T O S : F R A N Z O S S

I

m vergangenen Jahr hat BHS Technologies einiges an Aufmerksamkeit erregt. Neben einem Auftritt beim FFG-Forum im Wiener Museumsquartier wurde etwa sogar im Rahmen eines ZDF-Beitrags zum Operationssaal der Zukunft über das Innsbrucker Unternehmen berichtet. Zudem durfte der Spezialist für Operationswerkzeuge auch den diesjährigen Tiroler Innovationspreis in der Kategorie Technische Innovation entgegennehmen. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, dass es das Start-up erst seit relativ kurzer Zeit gibt – und es bisher noch kein einziges Produkt ausgeliefert hat.

BEWÄHRTE TECHNIK

BHS Technologies wurde 2017 von Markus Hütter, Gregor Burger und Michael Santek ins Leben gerufen, mit dem Vorsatz, innovative Geräte für die Medizintechnik, konkret für mikrochirurgische Eingriffe zu entwickeln. 24


T O P.T I R O L

Mit den Augen eines Roboters Das Vorzeigeprodukt von BHS Technologies im Überblick. Was ist das AMP RoboticScope? Das RoboticScope ist ein digitales Operationsmikroskop, das im Grunde aus zwei Komponenten besteht: einem Roboterarm mit Kamera und einem Headset samt hochauflösender Bildschirmbrille, die dem Chirurgen ein permanentes dreidimensionales Bild liefert.

„Eine Idee allein reicht einfach nicht. In Österreich gibt dir niemand Geld nur wegen einer PowerPointPräsentation.“

Wie wird es gesteuert? Die Steuerung des Mikroskops erfolgt über das Headset und ein Fußpedal. Bildausschnitt und Perspektive der Kamera lassen sich dabei mit einfachen Kopfbewegungen justieren bzw. ändern.

M ARKUS HÜT TER, CEO BHS TECHNOLOGIES

„Wir haben uns vorgenommen, spannende Produkte zu kreieren, die nachhaltig, zugänglich und vor allem leistbar sind“, erklärt Markus Hütter. Um dies erreichen zu können, erfindet das Unternehmen nicht alles von Grund auf neu, sondern greift auch auf bereits vorhandene Techniken und Komponenten zurück. „Gerade im Bereich der Chirurgie gibt es viele leistungsfähige Technologien auf den Markt“, meint Hütter. „Wir optimieren sie und kombinieren sie so, dass schließlich etwas Neues entsteht.“ Ein Beispiel dafür ist das AMP RoboticScope, das Vorzeigeprodukt von BHS Technologies, für das dem Unternehmen schließlich auch der Tiroler Innovationspreis verliehen wurde. Es handelt sich dabei um ein digitales Operationsmikroskop, das an einem Roboterarm befestigt ist und über eine 3D-Brille gesteuert werden kann. Die meisten der verbauten Bestandteile waren schon zuvor auf dem Markt vorhanden und damit längst etabliert. So entstand gewissermaßen aus bewährten Elementen am Ende ein neuartiger Apparat, der, wenn es nach den Gründern von BHS Technologies geht, für eine kleine Revolution in den Operationssälen der Welt sorgen soll.

Was ist das Besondere daran? Bildgebung und Bildaufnahme sind beim RoboticScope getrennt. Dadurch ist der Operateur um einiges flexibler, weil er sich nicht dem Mikroskop anpassen muss und sich folglich freier bewegen kann. Die Kamera wird intuitiv mit Kopfbewegungen gesteuert, der Chirurg hat also stets beide Hände frei und kann diese im Operationsfeld lassen. Das bedeutet weniger Aufwand für den Operierenden und mehr Sicherheit für den Patienten, weil die Werkzeuge nicht immer wieder aus der Wunde entfernt werden müssen. Zudem kann der Arzt jede Position einnehmen, die er möchte, wodurch Rückenproblemen vorgebeugt wird.

© BHS TECHNOLOGIES GMBH

Wofür wird es eingesetzt? Das Haupteinsatzgebiet des RoboticScope ist die Mikrochirurgie bzw. jeder chirurgische Eingriff, bei dem man nicht mehr mit freiem Auge operieren kann. Das Gehirn, das Rückenmark oder das Innenohr sind nur einige Bereiche, in denen das digitale

Mikroskop zur Anwendung kommen könnte. Auch in der Veterinärmedizin ist der Einsatz möglich, etwa bei Kleintieroperationen.

„SCHÖN UND GUT, ABER ...“

Die Idee zum RoboticScope habe man bereits bei der Unternehmensgründung gehabt, tatsächlich sei sie sogar hauptverantwortlich für diese gewesen, erzählt Hütter. Bis zur Umsetzung des digitalen Mikroskops hat es allerdings etwas gedauert, nicht zuletzt, weil man erst die notwendigen Voraussetzungen schaffen musste. Eine jener Hürden, die es anfangs zu überwinden galt, war die Finanzierung – ein Problem, mit dem sich viele neue Betriebe herumzuschlagen haben. „Eine Idee allein reicht einfach nicht. In Österreich gibt dir nie-

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© BHS TECHNOLOGIES GMBH

On Tour

Um Werbung für ihr digitales Operationsmikroskop zu betreiben, war BHS Technologies im letzten Jahr ganz Europa unterwegs – und zwar mit einem eigenen Showtruck, in den das rund 350 Kilogramm schwere Gerät verbaut wurde.

Tourbus der anderen Art: Mit einem eigenen Showtruck wirbt BHS Technologies in ganz Europa für das RoboticScope.

mand Geld nur wegen einer PowerPoint-Präsentation“, meint Hütter. „Sofort taucht die Frage auf: Schön und gut, aber könnt ihr das auch bauen? Wir brauchten also etwas, das wir vorzeigen können, einen Prototypen.“ Dieses Modell, ein Zwei-Achsen-Roboter mit Kamerasystem, mit dem ein bestimmtes Objekt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann, unterschied sich noch stark vom RoboticScope in seiner heutigen Form. Aber es hat letztendlich dazu beigetragen, die für die Entwicklung nötigen Gelder, unter anderem von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft und dem Austria Wirtschaftsservice zu lukrieren. „Ohne solche finanziellen Zuwendungen würde schlichtweg nichts gehen. Sie sind der Grundstein für jede Innovation“, sagt Hütter. Im Laufe der Zeit ist auch ein Investor bei BHS Technologies eingestiegen, sodass man schrittweise und immer weiter wachsen konnte. Mittlerweile sind mit 27 Mitarbeitern etwa doppelt so viele wie im Vorjahr im Betrieb be-

schäftigt, nächstes Jahr sollen es bis zu 40 werden. Und auch der Unternehmenssitz musste aus Platzgründen schon mehrfach verlegt werden.

ERST DER ANFANG

Im Mai des kommenden Jahres wird nun die erste Serie des RoboticScopes an Kliniken und Krankenhäuser ausgeliefert, unter anderem an die Züricher Universitätsklinik. Was die weitere Zukunft von BHS Technologies betrifft, böten sich Hütter zufolge zwei Möglichkeiten an: Entweder entwickelt man neue Produkte oder man verfeinert das Gerät, das man bereits hat. Im Moment tendiere man vonseiten der Geschäftsführung zu Letzterem, weil das RoboticScope noch viel Potential berge – sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Sicht. „Der Apparat soll in Zukunft noch viel mehr können, und es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten, den Markt dafür zu erweitern“, ist Hütter überzeugt. „Wir sind erst am Anfang, da geht noch einiges.“

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Damit konnten sich Ärzte in Kliniken und Universitäten nicht nur direkt vor Ort ein Bild vom RoboticScope machen, sondern dieses auch gleich selbst ausprobieren. Mittlerweile wurde der Apparat schon von über 400 Personen getestet, Anfang nächsten Jahres begibt sich der Truck in Richtung Skandinavien.


Shutterstock (© Gorodenkoff)

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T O P.T I R O L

DEM SKI AUF DER SPUR Den perfekten Ski kann man bei Spurart nicht einfach kaufen, sondern baut ihn sich selber. Das Nischenangebot erfreut sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt deswegen, weil die Idee, nachhaltig Skier zu bauen, ganz am Puls der Zeit ist. T E X T: H A R I S K O V A C E V I C • F O T O S : A X E L S P R I N G E R

Peter Pfeifer (li.) und Michi Freymann betreiben Spurart bereits seit zehn Jahren.

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Der unscheinbare Betrieb befindet sich am oberen Ende der Höttinger Gasse.

M

„Jeder bei uns hergestellte Ski wird auf die Vor­ aussetzungen, Neigungen und Bedürfnisse des jeweiligen Skifah­ rers angepasst.“

itten in den Alpen geleArbeitstage gelegt, damit auch Begen, durch die Universität rufstätige daran teilnehmen können“, und den Flughafen urban erläutert Pfeifer. Das Konzept geht geprägt und gut angebunauf: Bis Ende April sind nahezu alle den und als Dreh- und Angelpunkt Workshops ausgebucht. Jedes Wozwischen Südtirol, Bayern und Vorchenende schneiden, schleifen und arlberg fungierend: In Innsbruck erbiegen Kunden aus aller Welt ihre kannten Michi Freymann und Peter Skier in der Werkstatt von Spurart in PETER PFEIFER, MITGRÜNDER VON SPUR ART Pfeifer vor zehn Jahren den perfekten der Höttinger Gasse in Innsbruck. Standort für ihr Unternehmen. In ihrem Betrieb Spurart können Kunden Skier er- SELBST HAND ANLEGEN werben, aber nicht einfach von der Stange: „Bei uns baut Mit dem Nischenprodukt positionieren sie sich beman seine Skier selbst“, erklärt Peter Pfeifer. Und nicht wusst in Opposition zum herkömmlichen Skifachnur das: „Jeder bei uns hergestellte Ski wird auf die Vo- handel, der laut Pfeifer „sehr umkämpft, schwierig raussetzungen, Neigungen und Bedürfnisse des jeweili- und, nüchtern betrachtet, einfach rückläufig ist.“ Ingen Skifahrers angepasst.“ Nachdem die beiden Freunde dustrielle Ski-Herstellung sei, so der Spurart-Gründer, lange Zeit Skier für verschiedene Fachzeitschriften ge- nicht mehr zeitgemäß. Bei den Kunden habe längst ein Umdenken statttestet haben, wussten sie, was einen guten Ski ausmacht. gefunden. Sie sind bereit, mehr Geld für bessere und „Der Rest war Learning by Doing“, verrät Pfeifer. nachhaltigere Leistung zu bezahlen: Fleisch werde gerKUNDEN AUS ALLER WELT ne beim Bauern gekauft, dafür nicht so oft, es werde auf Einen gewöhnlichen Skifachhandel zu eröffnen kam die Umwelt geachtet, lokal und nachhaltig produziert. für die zwei nie wirklich in Frage. Mit Spurart schlu- Auch Winterurlauber kaufen sich keine komplette Ausgen sie in Tirol einen ganz neuen Weg ein: Auf der rüstung, die sie, so Pfeifer, dann nur selten verwenden, Website kann der Kunde zwischen Ski, Snowboard sondern leihen sich vermehrt einfach eine vor Ort aus. und Splitboard – einem fürs Tourengehen geeigneten „Trotz dieser Trends produzieren herkömmliche SkiSnowboard – wählen. Nach dem Zahlungseingang er- Hersteller weiterhin für die Masse“, so Pfeifer. hält er einen Infosheet für den Workshop samt FrageAnders bei Spurart: Hier entstehen Skier on Debogen für erste Informationen. Ein Telefongespräch mand – also keiner zu viel. Es wird hauptsächlich mit klärt daraufhin die letzten Fragen und ein Mitarbei- Holz gearbeitet und die Kunden wissen das Produkt ter von Spurart bereitet alles für den Workshop vor. meistens mehr zu schätzen, da sie dabei selbst Hand „Der Auftraggeber stellt den Ski nicht von der Pike auf angelegt haben. her“, erklärt Pfeifer, „die wichtigsten Schritte führt er aber unter unserer Aufsicht selbst durch.“ Besonderes EIN BESONDERES ERLEBNIS handwerkliches Geschick sei zwar vorteilhaft, aber Leicht verdientes Geld sei es aber nicht, meint Pfeifer. Schließlich gehen die Mitarbeiter auf jeden Kunden einkein absolutes Muss. An einem Workshop-Wochenende erfährt der zeln ein und sind bei der Produktion und der VorbereiKunde alles über die Kunst, den richtigen Ski zu bau- tung stets selbst dabei. „Der Arbeitsaufwand ist natüren. „Wir haben die Workshops absichtlich nicht auf lich enorm“, erklärt er und fügt hinzu: „Es macht auch

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T O P.T I R O L

„Bis man alleine alle Genehmigungen erhält, verliert man die Eupho­ rie, die man für eine Firmengründung drin­ gend benötigt.“ PETER PFEIFER

Das Design der Skier ist frei wählbar.

„Preislich befin­ den wir uns im oberen Segment des Skifachhan­ dels, qualitativ sind wir aber ebenfalls dort angesiedelt.“ PETER PFEIFER

viel Spaß.“ Die Mühe wüssten die Kunden zu schätzen, daher funktioniere das Business-Modell auch. Darauf sei er stolz, denn leicht werde es den Kleinunternehmen in Tirol und in Österreich nicht gemacht. „Obwohl es motivierte, junge Leute gibt, die arbeiten wollen, und wir Mitarbeiter brauchen, können wir uns die Lohnnebenkosten oft nicht leisten“, so der Geschäftsführer. Auch bürokratisch werden Unternehmen oft Steine in den Weg gelegt, die zum Teil nicht nachvollziehbar sind: „Bis man alleine alle Genehmigungen erhält, verliert man die Euphorie, die man für eine Firmengründung dringend benötigt“, sagt Pfeifer, „wirtschaftlich gesehen ist das durchaus problematisch.“

EINDEUTIGES MUSTER

Anfangs konzentrierten sich die Firmengründer hauptsächlich auf die Funktionalität, vernachlässigten dabei das Design ein wenig. Da die Skier hauptsächlich aus Holz hergestellt wurden, erhielten sie das eingängige Holzmuster, wegen dem Spurart-Skifahrer 30

immer wieder auf Pisten und Skiliften angesprochen wurden: „Ohne gezieltes Zutun wurden wir zu einer Marke.“ Das Muster ist bis heute ein Markenzeichen geblieben, doch das Design wurde darüber hinaus weiterentwickelt und ist ein wichtiger Aspekt bei der Herstellung. Verlangt eine Idee nach mehr Aufwand, können Kunden ihre Skier in der Höttinger Gasse lassen und bekommen sie nach einigen Wochen per Post nachgeschickt. Die Qualität hat auch ihren Preis: Skier oder ein Splitboard kosten 850 Euro, ein Snowboard 750 Euro. In den Sommermonaten Juni oder August bekommt man sie etwas vergünstigt. Im Preis inkludiert ist der Workshop sowie das jeweilige Produkt. Die Bindung, die man sich aus einem Sortiment vor Ort aussuchen kann, aber nicht. „Preislich befinden wir uns im oberen Segment des Skifachhandels“, sagt Pfeifer, „qualitativ sind wir aber ebenfalls dort angesiedelt.“ Zusätzlich zum Produkt erhalte man bei Spurart eine wertvolle Erfahrung dazu – diese sei, so der SpurartGründer, mit Geld kaum aufzuwiegen.


Das neue Jahr wird vielleicht besser. Das neue Haus ganz sicher. NEU AB 2020 JENE : W DESI EIN GN

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