top.tirol Jahrbuch 2021

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ERFOLGS­GESCHICHTEN

Tiroler Unternehmen erzählen, wie sie die Krise meistern.

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INNOVATION

Spannende Projekte vom Forschungsund Entwicklungs­standort Tirol.

Ausgabe # 27/Juli 2021

Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt

Die

einf luss­reichsten TirolerInnen DAS GROSSE RANKING 2021

EINE BEILAGE DER


Aufeinander schauen, einander zuhören, miteinander mehr bewegen.

Sich zu verstehen ist die Basis einer guten Beziehung.

Foto: Raiffeisen/Günter Kresser

Die Ernsthaftigkeit und Leidenschaft, mit der Tina und Christian Auer ihren Friseursalon und Barbershop am Cyta-Areal angegangen sind, hat ihre Beraterin Karoline Kuen sofort überzeugt. Einen 90-seitigen Businessplan habe ihr Christian damals vorgelegt, staunt sie noch heute. Exzellenz im Handwerk wie im Service ist die Devise des jungen Unternehmens. Wer seine Kund:innen heute perfekt bedienen will, muss im Hintergrund gut digitalisiert sein, sind Tina und Christian überzeugt. „Das ist bei uns nicht anders“, lacht Karoline, „wir verstehen uns eben.“ Tina und Christian Auer, Exzellent Cut Karoline Kuen, Gründer-Spezialistin

www.raiffeisen-tirol.at


T I RO L S O PL AT T FO N LI N ER W I RTSC M F Ü R W W W.TO H A F T: P.T I RO L

T O P.T I R O L

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Die 200 einflussreichsten TirolerInnen!

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TOP

nser Jahrbuch der Wirtschaft wartet 2021 mit einem ganz besonderen Themenschwerpunkt auf. Die letzten Jahre wurden Tirols Firmen vorwiegend nach Umsatzerfolg und/oder Mitarbeiteranzahl gerankt. Heuer haben wir uns dafür entschieden, dass diese Vorgangsweise erstens nicht mehr zeitgemäß ist, zweitens durch die lange Corona-Phase durchaus verfälschte Ergebnisse bringen könnte und drittens ohnehin nur beschränkte Aussagekraft besitzt.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Spezial-Ausgabe eine besonders spannende Lektüre bieten zu können. Für alle, die Zahlen, Daten und Fakten zu Tirols Top-Unternehmen vermissen, möchten wir unsere neue Website www.top.tirol ans Herz legen. Dort finden Sie nicht nur spannende Unternehmens-News, sondern auch viele Firmenrankings – unter anderem die Top 500 der umsatzstärksten Tiroler Unternehmen.

Ranking

Tirols 200 einflussreichste Persönlichkeiten

© SHUTTERSTOCK.COM

Dass der aufwändige Weg oft und auch in diesem Fall der bessere ist, werden Sie auf den nächsten Seiten erfahren. Eine bunt gemischte Jury bestehend aus 30 Persönlichkeiten hat zahlreiche TirolerInnen in den Kategorien „Einfluss/Macht“, „Rolle für die Zukunft Tirols“ und „Charisma“ auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Das Ergebnis spiegelt Sie einerseits in Form unseres Hauptrankings „Die 200 einflussreichsten TirolerInnen“ wieder und andererseits mittels zahlreicher, kleinerer Rankings aus verschiedenen Bereichen und Kategorien.

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Innovation

P.S.: Sie wollen mehr und öfter über Tirols Wirtschaft lesen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren neuen wöchentlichen und kostenlosen Wirtschaftsnewsletter top.tirol insights. Einfach anmelden auf www.top.tirol/newsletter

Top-Forschung und Entwicklung aus ganz Tirol

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Erfolgsgeschichten

Tiroler Unternehmen berichten, wie sie die Krise zum Erfolg gemacht haben. IMPRESSUM: top.tirol – Juli 2021 Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020, office@target-group.at, www.target-group.at • Mitarbeiter dieser Ausgabe: Daniel Feichtner, Daniel Schreier, BA, Mag. Katharina Wildauer, Mag. Simon Leitner, Lisa Schwarzenauer, MA, Theresa Kleinheinz, BA, Theresa Kirchmair, BA • Grafik: Marco Lösch, BA, Thomas Bucher Fotos sofern nicht anders gekennzeichnet: Axel Springer, Franz Oss • Gesamtverkaufsleitung: Wolfgang Mayr Verkauf: Tanja Ischia, Hannah Oderich, Bruno König • Hersteller: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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© SHUTTERSTOCK.COM

T O P.T I R O L

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T O P.T I R O L

ERFOLGS­ GESCHICHTEN Nichts fordert Initiative, innovative Ideen und erfinderisches Unternehmertum mehr als Krisen. So waren denn die vergangenen 16 Monate zwar eine nicht zu unterschätzende Prüfung für die Tiroler Wirtschaft, aber für viele auch ein Anreiz, neu zu denken, sich neu zu erfinden oder den eigenen Fokus anzupassen. Auf den folgenden Seiten geben wir Tiroler Unternehmen Raum zu präsentieren, wie sie sich geschlagen haben.

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© AGRARMARKETING TIROL

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : A G R A R M A R K E T I N G T I R O L

DER (MEHR-) WERT REGIONALER LEBENSMITTEL Gesunde, lokal und nachhaltig produzierte Lebensmittel sind ein zentraler Baustein des guten Lebens. Eine neue Studie zeigt, dass nicht nur der Konsument, sondern der gesamte Wirtschaftsraum von der Erzeugung hochwertiger Tiroler Lebensmittel profitiert.

W ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

enn Konsumenten ein Produkt kaufen, das mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ ausgezeichnet ist, können sie sicher sein, dass es zu 100 Prozent aus Tirol stammt. Eine Gewissheit, die durch die Erkenntnisse der Corona-Pandemie für viele Tiroler noch mehr an Wichtigkeit gewonnen hat: Vielen Menschen im Land ist es ein Anliegen, Tiroler Produzenten zu unterstützen und bewusst zu heimischen Lebensmitteln zu greifen. Von diesem gesteigerten Verlangen profitieren aber nicht nur die Bäuerinnen und Bauern, deren Produkte das Gütesiegel tragen, wie eine von der Agrarmarketing Tirol in Auftrag gegebene Studie nun zeigt. Mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ ausgezeichnete Lebensmittel schaffen ent-

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lang der gesamten Produktions- und Absatzkette wirtschaftliche Wertschöpfung, sichern nachhaltige Arbeitsplätze und sind großartige Markenbotschafter für das Land Tirol.

WERTSCHÖPFUNG FÜR DIE BÄUERLICHE WIRTSCHAFT

Tierwohl und art­gerechte Haltung sind zentraler Bestandteil der Philosophie hinter „Qualität Tirol“.

Die zentrale Drehscheibe für die sukzessive Steigerung der Wertschöpfung bei der Produktion von ausschließlich regionalen Lebensmitteln ist die Agrarmarketing Tirol. Ihre Aufgaben sind: „die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und die Steigerung der Wertschöpfung in der Landwirtschaft“, wie es AMTirol Geschäftsführer Matthias Pöschl auf den Punkt bringt. Das Unternehmen wurde infolge des EU-Beitritts Österreichs im Jahr 1995 gegründet und ist


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : A G R A R M A R K E T I N G T I R O L

„Unsere Aufgabe ist die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und die Steigerung der Wertschöpfung in der Landwirtschaft.“ M AT T H I A S P Ö S C H L , G E S C H Ä F T S F Ü H R ER AGR ARMARKETING TIROL

Mehrwert von „Qualität Tirol“ auf einen Blick Ökonomische Effekte Bruttoregionalprodukt 27,1 Mio. €

5,5 Mio. €

32,7 Mio. €

seit 2019 Teil der Lebensraum Tirol Hol- „Qualität Tirol“-Produkten erzielen konnding. Die Agrarmarketing Tirol ist Binde- ten. Auf der Stufe der Umsatzentwicklung glied zwischen Produzenten, Verarbeitung, beim Endkunden ist die Steigerung auch Handel, Tourismus und Konsumenten und deutlich spürbar: Im Jahr 2019 wurden hier auch Lizenzgeber für das Gütesiegel „Qua- 24,8 Millionen Euro umgesetzt. Das entlität Tirol“, mit dem aktuell über 330 Pro- spricht einer Steigerung von 5,5 Millionen dukte, erhältlich im Einzel- und im Gastro- Euro im Vergleich zum Jahr 2016. großhandel, ausgezeichnet sind. Entlang der gesamten Wertschöp Das Gütesiegel garantiert dem Kun- fungskette, die auch die verarbeitenden den, dass Lebensmittel „allen von uns er- Betriebe, den Handel und alle angeschlosstellten Qualitätsrichtlinien senen Branchen umfasst, konnentsprechen. Diese werden ten dadurch 259 Glanzjahresar„Für unsere intern und extern – von unabbeitsplätze in Tirol gesichert hängigen Zertifizierungsstel- ,Qualität Tirol‘- werden. Die Zusammenarbeit Zertifizierung der Agrarmarketing mit ihren len – geprüft. Das Siegel steht für ‚gewachsen und veredelt Partnern trug im untersuchten müssen alle in Tirol‘, sprich, alle Rohstoffe Rohstoffe aus Zeitraum 27,1 Millionen Euro müssen aus Tirol kommen und zum Bruttoregionalprodukt, Tirol kommen auch die Verarbeitung muss im dem Tiroler BIP, bei. Jeder Euro, und auch die Land erfolgen“, fasst Pöschl zumit dem das Landesunternehsammen. men subventioniert wurde, hat Verarbeitung sich durch die Aktivitäten der muss im Land GEWINN FÜR ALLE AMTirol versechsfacht. erfolgen.“ TIROLER Um die Wertschöpfung Die Qualitäts- und Herkunftsin den nächsten Jahren weiter offensive der Agrarmarketing Tirol trägt zu erhöhen, gibt es auch schon konkrete Früchte, wie die Studie „‚Qualität Tirol‘ – Pläne. Mit der Genossenschaft Bioalpin ein Gütesiegel mit Mehrwert“ belegt. Die und deren Marke „Bio vom Berg“ will die Gesellschaft für angewandte Wirtschafts- Agrarmarketing Tirol die Bekanntheit von forschung konnte aufzeigen, dass beteiligte Lebensmitteln aus der Tiroler BerglandTiroler Produktionsbetriebe in den Jahren wirtschaft über die Landesgrenzen hinweg 2016 bis 2019 einen durchschnittlichen ausweiten und Zielmärkte im beispielsUmsatz von elf Millionen Euro im Jahr mit weise im norditalienischen Raum und in Deutschland erschließen. „Vorrang hat immer der heimische Markt. Aber speziell bei Käse haben wir ausreichend Mengen, um neue Absatzkanäle zu bedienen und hochwertige Lebensmittel zu Markenbotschaftern Tirols zu machen“, kommentiert Pöschl erfreut die zukünftigen Pläne.

Die AMTirol plant gerade, neue Absatzmärkte für beispielsweise für hochwertigen Tiroler Käse zu erschließen.

Lohnsumme 10,6 Mio. €

2,2 Mio. €

12,8 Mio. € Beschäftigung (Vollzeitstellen) 259

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301 Effekte in Tirol Effekte in Restösterreich Quelle: GAW, 2020 Beschäftigung in Jahresvollzeitäquivalenten. Lohnsumme zu Dienstgeberkosten inkl. Lohn­ nebenkosten. Durchschnittswerte der Jahre 2016 bis 2019. Rundungsdifferenzen möglich.

Sektorale Beschäftigungseffekte 59,9 %

Landwirtschaft, Handel und Herstellung von Waren

8,2 %

Grundstücks- und Wohnungswesen

6,5 %

Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen

5,7 %

Bau

3,3 %

Verkehr und Lagerei

3,0 %

Finanz- und Versicherungs­ dienstleistungen

13,3 %

Sonstige Sektoren

Quelle: GAW, 2020 Basis ist der Durchschnitt der Beschäfti­ gungseffekte in den Jahren 2016 bis 2019. Rundungsdifferenzen möglich.

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O

WELTWEITE STRAHLKRAFT EGLO gehört zu den weltweit größten Anbietern von Wohnraumbeleuchtung. Das hat sich auch während der Pandemie nicht geändert, ganz im Gegenteil. Dabei hat dem Tiroler Unternehmen seine breite Aufstellung ebenso geholfen wie seine Unabhängigkeit.

RENÉ TIEFENBACHER, CEO EGLO-GRUPPE

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Nerv und Geschmack vieler Menschen treffen“, beschreibt er. „Unsere Produkte sind leistbar, schön und funktional. Und das kommt an.“

ERFOLGREICHES JAHR

Dem Erfolg von EGLO hat auch die Pandemie keinen Abbruch getan. Zwar kam es im März und im April des vergangenen Jahres zu deutlichen Einbrüchen. Lockdowns und der geschlossene Handel ließen den Umsatz um bis zu 50 Prozent fallen. „Mitte Mai sind die Zahlen dann aber rasant gestiegen und im Juni konnten wir ein Umsatzplus

© EGLO

„Unsere Produkte sind leistbar, schön und funktional. Und das kommt an.“

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om funktionalen Gegenstand des täglichen Gebrauchs über Gestaltungselemente bis hin zum Blickfang und Design-Objekt, Lampen und Leuchten nehmen in unserem Alltag vielfältige Rollen ein. Dementsprechend groß sind die Auswahl und auch die Nachfrage. Viele Anbieter spezialisieren sich daher auf Nischen – wohl nicht zuletzt, weil ein großer Teil des Marktes sich bereits fest in Tiroler Hand befindet. „Aktuell verkaufen wir weltweit rund 100.000 Leuchten pro Kalendertag“, erzählt EGLOGeschäftsführer René Tiefenbacher. Das macht das Unternehmen mit Firmensitz in Pill zu Europas größtem Wohnraumleuchtenausstatter – und einem der größten weltweit. „Wir verkaufen keine Einzelstücke, sondern wollen den


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O

TIMELINE

„Wir sind immer auf der Suche nach motivierten Mitarbeitern, die sich nicht davor scheuen, über den Tellerrand zu blicken, und auch mit anderen Kulturen und Denkweisen gut zusammenarbeiten.“

• 1 969

Firmengründung durch Ludwig Obwieser

• 1 976

Start der Eigenproduktion am Standort Pill

RENÉ TIEFENBACHER

• 1 986

UNABHÄNGIG

Zum einen hat EGLO diesen Zuwachs mit Sicherheit der ungewöhnlichen Situation und der vielen Zeit, die Menschen zu Hause verbracht haben, zu verdanken. Zum anderen war es auch die Unternehmensstruktur, die der Gruppe einen entscheidenden Vorteil verschafft hat. Anstatt sich auf Zulieferer und externe Dienstleister zu verlassen, erfolgen bei EGLO rund 75 Prozent aller Abläufe gruppenintern. Von der Entwicklung und dem Design über die Fertigung an Standorten in Ungarn, Indien und China und die Lagerung und Logistik bis hin zum Vertrieb, der

Im EGLOFirmen­­hauptsitz in Pill laufen die Fäden aus über 60 Ländern zusammen.

in manchen Ländern zusätzlich über eigene, gebrandete Shops erfolgt, ist der Konzern in den meisten Fällen nicht auf Dritte angewiesen. „Das macht uns ein wenig zu einem Unikat, insbesondere in unserer Branche“, sagt Tiefenbacher. „Normalerweise dient diese Philosophie der Sicherung von Qualität und Sicherheit. In den vergangenen Monaten hat sie uns aber auch geholfen, am Ball zu bleiben, während andere mit geschwächten Logistikketten und Lieferverknappungen zu kämpfen hatten.“

• 1 994

Inbetriebnahme: Produktionsstätte in Pásztó, Ungarn

• 2 001

Inbetriebnahme: Produktionsstätte China

• 2 006

Sortimentserweiterung: LEDs EGLO setzt auf die neue Technologie.

INTERNATIONALES TIROL

Denn auch wenn EGLO auf fünf Kontinenten aktiv ist, laufen alle Fäden in Pill zusammen. Im Firmenhauptquartier bilden sich sämtliche Aktivitäten der Gruppe ab – von der Entwicklung bis zum Vertrieb. Für die Teams vor Ort bringt das eine Vielzahl von Herausforderungen, aber auch ein breites, multinationales Betätigungsfeld mit sich. Diese Mammutaufgabe der internationalen Koordination und Kooperation ist auch mit einer der Gründe, warum EGLO dem Standort Pill treu ist. „Tirol ist nicht zuletzt als Tourismusland sehr weltoffen“, beschreibt Tiefenbacher. „Wir sind immer auf der Suche nach motivierten Mitarbeitern, die sich nicht davor scheuen, über den Tellerrand zu blicken, und auch mit anderen Kulturen und Denkweisen gut zusammenarbeiten. Und die finden wir hier in Tirol.“

• 2 015

Inbetriebnahme: Produktionsstätte Indien

• 2 016

Sortimentserweiterung: Smart Lights Mit der Produktfamilie EGLO connect werden auch Smart Devices entwickelt und angeboten.

• 2 017

Erweiterung: Standort Ungarn

• 2 019

AUSBAUFÄHIG

Diese wird EGLO auch brauchen. Denn auch wenn Tiefenbacher nicht damit rechnet, dass die hohen Umsatz-Zuwachsraten des zweiten Halbjahres 2020 von Dauer

50-jähriges Firmenjubiläum EGLO umfasst rund 70 Vertriebs- und Logistikgesellschaften und Logistikzentren mit 5.000 Mitarbeiter*innen weltweit und produziert 100.000 Leuchten pro Tag.

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen“, berichtet Tiefenbacher. „Die Leute waren auf die eigenen vier Wände beschränkt, dazu viele im Homeoffice. Das hat den Bedarf und wohl auch das Bedürfnis, den eigenen Wohnraum zu gestalten, stark befeuert.“ Dieser Trend hielt bis Ende des Jahres an. Und so gelang es EGLO nicht nur, das Minus in der zweiten Jahreshälfte aufzuholen, sondern auch den Umsatz von 2019 deutlich zu übertreffen, wobei Baumarkt, Möbel-, Fach- und Online-Handel die Hauptabsatzkanäle sind.

Gründung der ersten Vertriebsgesellschaft in Deutschland


© EGLO

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O

Mit einer sehr breiten Produktpalette trifft EGLO den Nerv seiner Kunden und hat eine Lösung für nahezu jeden Stil zu bieten.

EGLO-Webshops werden optimiert und länderspezifisch angepasst

• 2 020

Sortimentserweiterung: Weihnachtsbeleuchtung Die Übernahme von Star Trading öffnet einen neuen Markt.

• 2 020

Investment in Smart Control Mit der Übernahme von AwoX SAS entwickelt EGLO Smarthome Soft- und Hardware in house.

• 2 021

Inbetriebnahme: Logistikzentrum Magdeburg Lagerfläche für rund 66.000 Paletten, optimierter eCommerce-Versandbereich, rund 150 Mitarbeiter*innen vor Ort

• 2 021

Konzept: EGLO Lichtwelten Projektstart des größten Leuchtenhauses Europas in Pill

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„Wir versuchen, Kanäle jeweils angepasst und individuell zu nutzen und so in neuen Märkten Fuß zu fassen.“

sein werden, stehen die WachstumsmöglichkeiZeichen auf Expansion. ten. Erst im vergangeUnd das ist eine große nen Jahr erwarb EGLO Herausforderung. Denn den Mehrheitsanteil jedes Land und jeder der schwedischen FirMarkt verlangen eine ma STAR TRADING, die eigene Strategie, erklärt seit 35 Jahren primär am er. „Wir versuchen, Verskandinavischen Markt triebskanäle jeweils anWe i h n a c h t s b e l e u c h gepasst und individuell tung für den privaten RENÉ TIEFENBACHER zu nutzen und so in neuGebrauch vertreibt. Mit en Märkten Fuß zu fassen. Deswegen ver- der Übernahme soll dieses Segment bald fügen wir mittlerweile in über 60 Ländern flächendeckend in Europa und später auch über eigene Vertriebsstrukturen.“ weltweit im Baumarkt-, Möbel-, Fach- und Insbesondere in Osteuropa und Süd- Online-Handel angeboten werden. amerika bringt die Gruppe ihre Produkte so Seit vergangenem September gehört direkt an den Kunden. Das ermöglicht es, zudem auch Awox SAS zur EGLO-Gruppe. nicht nur in Regionen erfolgreich zu sein, Das französische Unternehmen war schon die bislang über wenig ausgebaute Handels- vor der Fusion für die Hard- und Softstrukturen verfügen. EGLO erhält so auch ware-Entwicklung der App-Steuerung der wertvolles Feedback direkt und ungefiltert, EGLO-connect-Produkte verantwortlich. das beim Verkauf durch Zwischenhändler „So können wir nun auch hausintern eine nur zeitverzögert und verwässert seinen eigenständige Lösung anbieten, die hohe Weg zurück nach Tirol finden würde. Qualität und Stabilität garantiert“, ist sich Tiefenbacher sicher. „Damit sind wir auch MÄRKTE MIT ZUKUNFT für die Zukunft und das ständig wachsende Zugleich steht die Branche alles andere als Smarthome-, WiFi- und ZigBee-Segment still. Das verlangt gerade von Global Playern bestens vorbereitet und an vorderster Stelle Flexibilität, eröffnet aber auch immer neue mit dabei.“

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

• 2 019


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© DAVID JOHANSSON, FACTOR

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : F A C T O R

Sie sind ein wichtiger Teil des Erfolgs von FACTOR: die Miteigentümer Matthias Lechner, Axel Prey und Mario Eckmaier (v. l.).

FACTORIZING BRANDS Die Agentur FACTOR unterstützt Unternehmen darin, ihre Wettbewerbskraft zu stärken, mit kreativen Strategien sowie Markenerlebnissen in den Bereichen Branding, Digital, Campaigning und Packaging.

„Wir denken immer vom Ergebnis her und liefern einfache Lösungen für die komplexen und komplizierten Aufgaben unserer Kunden.“ M AT T H I A S L EC H N E R , H E A D O F B U S IN E S S DEVELOPMENT

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D

ie Anforderungen an Kommunikation und Marketing steigen stetig an. Wir denken immer vom Ergebnis her und liefern einfache Lösungen für die komplexen und komplizierten Aufgaben unserer Kunden“, erklärt Matthias Lechner, Head of Business Development und Partner bei der Agentur FACTOR. „Heute braucht es mehr Kanäle, mehr Überblick, mehr Ideen und mehr Mut, Botschaften so zu verpacken, dass sie wahrgenommen und bei den Menschen der jeweiligen Zielgruppen hängen bleiben. Mit der von uns entwickelten Brand-Factorizer-Methode analysieren wir alle wichtigen Markt- und Wettbewerbsfaktoren systematisch und

bewerten die Markenstärken nach Relevanz und Differenzierung. Dies ist die optimale Basis für beste inhaltliche und visuelle Ergebnisse.“

EXZELLENZ UND VERLÄSSLICHKEIT

Um konkurrenzfähig zu sein, wird in Innsbruck, Wien und Hamburg auf die Kombination von individueller Exzellenz und hoher Verlässlichkeit gesetzt. „Von der Strategieberatung, über Branding, Digital und Verpackungsdesign, bis hin zur passenden Vermarktung, unser Team arbeitet nahtlos über die Standorte hinweg zusammen, tauscht sich aus und lernt kontinuierlich voneinander.“


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : F A C T O R

3 Kompetenz­standorte, 1 Marke

FACTOR entstand 2019 aus der Fusion der Innsbrucker Agentur p&p Marketing (gegründet 2003) mit der Hamburger Agentur Factor Design (gegründet 1993).

• Honorarumsatz 2020: 3,5 Millionen Euro

ZUKUNFTSTHEMEN: (DIGITALER) WACHSTUMSKURS

Jährlich steigt die Nachfrage für digitale Lösungen, wie Mario Eckmaier, ebenfalls Partner und Head of Digital bei FACTOR, berichtet: „Wir setzen daher seit Jahren massiv auf digitale Kompetenzen. Dieses Know-how im Vertrieb, der Vermarktung, der Kommunikation und der Unternehmensorganisation war und ist heute mehr gefragt denn je. In den Bereichen Programmierung, Online-Marketing und -Vertrieb konnten wir mit unserem professionellen Digital-Team Unternehmen auch während der Pandemie schnell und wirksam unter die Arme greifen.“ Diese Krisensicherheit ermöglicht es FACTOR, den konsequenten Wachstumskurs der vergangenen Jahre weiter fortzuführen. Aktuell werden alle Kapazitäten weiter ausgebaut sowie weitere Standorte in Bayern und Südtirol entwickelt.

IM DACH-RAUM VERWURZELT, IN EUROPA AKTIV

Die Kunden von FACTOR sind so vielfältig wie das Unternehmen selbst und stellen auch die erfahrene Agentur immer wieder vor neue Herausforderungen. So zum Beispiel der Auftrag von Satisfyer. „Unsere Aufgabe war es, deren Sexual-Wellness-

„Wenn ein Kunde ein so tolles Produkt hat, braucht es keinen aufgesetzten WerbeSchnick-Schnack.“ A X E L P R E Y, H E A D O F C L I E N T D I R EC T I O N

Brotlose Kunst.

FACTOR verhalf Marken wie Hörtnagl und Satisfyer zu innovativen und hochwertigen Auftritten.

„Wir setzen daher seit Jahren massiv auf digitale Kompetenzen.“ M A R I O EC K M A I E R , H E A D O F D I G I TA L

Produkte salonfähig zu machen. Damit ‚Magic Bunny‘ neben den Zahnbürsten im Drogeriemarkt stehen kann, braucht es eine sehr gute Verpackung. Die haben wir gemeinsam mit Satisfyer auf der Basis des ebenfalls von uns entwickelten neuen Markendesigns konzipiert und umgesetzt,“ erzählt Matthias Lechner. „Was uns, neben den fachlichen Herausforderungen, besonders gereizt hat, war die Möglichkeit, im Bereich ‚Awareness für sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung‘ etwas zu bewirken und eine vermeintliche Tabuzone aufzubrechen. Laut Feedback ist das gelungen.“ Eine ganz andere Ausgangslage gab es bei der Neuinterpretation der Marke Hörtnagl. „Es war Zeit für eine Neupositionierung, mit dem Ziel, die Markenbekanntheit weiter zu steigern und das Profil vor allem bei der jüngeren Zielgruppe zu schärfen“, fasst FACTOR Partner und Head of Client Direction Axel Prey zusammen. „Dabei konzentrieren wir uns auf das, was das Unternehmen am besten

kann: beste Wurst. Sonst nichts. Wenn ein Kunde ein so tolles Produkt hat, braucht es keinen aufgesetzten Werbe-Schnickschnack.“ FACTOR hat mit dem Relaunch der Marke auf allen Ebenen sowie einer frechen aufmerksamkeitsstarken Outdoor-Kampagne den Spagat zwischen neuen Kommunikationskanälen und ansprechenden Botschaften für junge Menschen geschafft, ohne den Bezug zum langjährigen Kundenstamm zu verlieren.

WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN, WENN DAS GUTE LIEGT SO NAH?

Das Selbstverständnis von Factor ist ein klares: „Das beste Ergebnis für unsere Auftraggeber und deren Kunden.“ Auf diese Haltung ist man bei FACTOR stolz, wie Lechner betont. „Gepaart mit den Kompetenzen und Erfahrungen unseres Teams können wir international überzeugen. Sehr gerne unterstützen wir auch regionale Unternehmen dabei, ihre Wettbewerbskraft zu stärken.“ 13

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

• Standorte: Innsbruck, Hamburg, Wien

Achtung, frisch bestrichen!


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : Ö A G

STARKER UND VERLÄSSLICHER PARTNER Die Österreichische Armaturengesellschaft, besser bekannt als ÖAG, feiert heuer ihr 150-jähriges Bestehen. Vom Standort Kematen aus beliefert der traditionsreiche Großhändler seit fast 50 Jahren seine Partner in der Sanitär- und Heizungsbranche. Kematen Verkaufsleiter Manfred Lubi

I

„Alles, was im Haus mit Wasser, Heizung, Luft und Energie zu tun hat, kann man bei uns kaufen.“

nnovationsgeist ist Teil der (GZ) in Klagenfurt, Wels und unternehmerischen DNA Kematen in Tirol, die als archider ÖAG. Egal in welchem tektonische Glanzleistungen Abschnitt der langen Geihrer Zeit galten. Das Zentrum schichte des österreichischen in Kematen wurde 1973 ferTraditionsunternehmens, imtiggestellt und ist seitdem der M ANFRED LUBI, REGIONALER mer wurden Trends früh erDreh- und Angelpunkt für den VERK AUFSLEITER UND PROKURIST ÖAG kannt, integriert und am Markt Vertrieb in Tirol und Vorarlumgesetzt. Schon bei der Grünberg. 1975 erfolgte der nächste dung im Jahr 1871 wusste ÖAG-Urahn Samuel Kelsen Innovationsschub innerhalb der ÖAG. In Kematen die Zeichen der Zeit zu lesen. Er gründete die spätere wurde der erste Abholmarkt für Installateure, das ÖAG, um den sich gerade entwickelnden Sanitär- und Installateur Zentrum (IZ), eröffnet. Heute sind diese Heizungsmarkt im Gebiet der österreichisch-ungari- Abholmärkte unter dem Namen ISZ (Installateur Serschen Doppelmonarchie zu beliefern. vicezentren) jedem Installateur ein Begriff. 150 Jahre später ist die ÖAG unter dem Dach der Das ISZ erlaubt Profihandwerkern, flexibel und Frauenthal Handel Gruppe Marktführer im B2B-Ver- schnell benötigte Materialien zu besorgen und damit trieb von Produkten in den Bereichen Sanitär, Heizung Stillstand auf der Baustelle zu verhindern. Ein visionäund Rohinstallation. Mehr als 10.000 Installateure, Architekten und Bauherren vertrauen österreichweit bei der Umsetzung ihrer Vorhaben auf die ÖAG.

VOM PRODUZENTEN ZUM GROSSHÄNDLER

Bis Anfang der 1970er Jahre war die ÖAG selbst als Produzent von Armaturen und Sanitärprodukten tätig. 1971 wurde die Entscheidung getroffen, sich als österreichweiter Großhändler zu positionieren und die Eigenproduktion schrittweise einzustellen. Im gleichen Jahr expandierte das Unternehmen in die Bundesländer mit dem Bau von drei Geschäftszentren 14

Timeline ÖAG

1962

Umwandlung in eine Aktiengesellschaft

1871

Gründung als Armaturen- und Maschinenfabrik in Wien

Lager mit mehr als 7.000 Artikeln

1947

Gründung der Österreichischen Armaturengesellschaft mbH (ÖAG)


© AXEL SPRINGER

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : Ö A G

rer Schritt, der den Grundstein für die starke Marktposition der ÖAG in Westösterreich legte.

DREHSCHEIBE IM WESTEN

Das Geschäfts­ zentrum Kematen in Zahlen

„Es gibt kaum eine Kundenklientel, die treuer ist als die der ÖAG. Viele Betriebe vertrauen schon seit Generationen auf uns.“

• 20.000 Quadratmeter Grundfläche • 110 Mitarbeiter • Bewirtschaftung von 7.500 Lagerartikeln • 32 LKWs, die täglich 32 Touren fahren

MANFRED LUBI Auch heute ist Kematen die zentrale Drehscheibe des Geschäfts in Tirol, Vorarlberg und in Teilen Südbayerns. Täglich beliefern 32 Lkws Betriebe im bruck-Land, der seit fast 50 Jahren sichere Arbeitsgesamten Verkaufsgebiet. „Unsere Kunden können bis plätze in Kematen schafft und einen wichtigen Beitrag 18 Uhr bestellen und wir garantieren, dass sie die Ware zur wirtschaftlichen Wertschöpfung der Gemeinde am nächsten Tag bis sieben Uhr morgens im eigenen leistet. Das Unternehmen ist auch ein ausgezeichneLager haben, in Tirol wie in Vorarlberg“, erklärt der ter Tiroler Lehrbetrieb, in dem jährlich drei bis fünf regionale Verkaufsleiter und Prokurist des Geschäfts- Lehrlinge in den Bereichen Großhandel und Logistik ausgebildet werden. zentrums Kematen, Manfred Lubi. Um dieses Versprechen tagtäglich einlösen zu können, arbeiten 110 Mitarbeiter in drei Schichten, TREUE KUNDEN rund um die Uhr, fünf Tage die Woche. Damit ist die „Bei uns finden gewerbliche Kunden alles, was man ÖAG ein wichtiger Arbeitgeber für den Bezirk Inns- in der Haustechnik braucht, vom Kanalrohr über den gesamten Installationsbedarf bis hin zur Aufhängung für Handtücher und Lichtschalter. Alles, was im Haus mit Wasser, Heizung, Luft und Energie zu tun hat, kann man bei uns kaufen“, fasst Lubi das Angebot zusammen. Partnerbetriebe können aber noch in weiteren Bereichen auf die ÖAG vertrauen. „Wir bieten auch das Bad- und Energie-Montageservice an. Wenn einer unserer Partnerinstallateure sagt, dass er gerade zu wenige Mitarbeiter hat, um ein Projekt abzuschließen, dann helfen wir mit Personal aus“, so Lubi weiter. Ein weiterer Vorteil für Installateure, die mit der ÖAG zusammenarbeiten: Das Unternehmen unterhält im ganzen Land 25 Bad & Energie Schauräume, in denen Kunden das breite Sortiment an Produkten hautnah erleben und sich ausführlich beraten lassen können. Diese Vorzüge sind die beste Grundlage für langfristige Geschäftsbeziehungen. „Es gibt kaum eine Kundenklientel, die treuer ist als die der ÖAG. Viele Betriebe vertrauen schon seit Generationen auf uns“, erzählt Manfred Lubi erfreut.

150 Jahre ÖAG

1971

Ausbau des Sanitär- und Heizungsgroßhandels und Bau des Geschäftszentrums Kematen

1983

Einführung der Eigenmarke COMFORT

1993

Übernahme durch die Firma Wolseley plc.

2014

Die Frauenthal-Gruppe erwirbt 100% der Eigentumsanteile an der ÖAG AG.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

1975

Konzentration auf Großhandelsfunktion & Eröffnung des ersten Installateur Zentrums

2004

Umfirmierung der ÖAG AG in Wolseley Austria AG

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : F R E U D E N T H A L E R

FREUDENTHALER: ENTSORGEN HEISST RESSOURCEN BEWAHREN Wenn es um das Thema Abfallentsorgung geht, ist Freudenthaler der Spezialist in Westösterreich. Unter der Devise „exzellent behandelt“ bietet die in Inzing ansässige Firma optimale Lösungen für Industrie, Gewerbe, Tourismus, Kommunen und Privatkunden.

V

erantwortung für die Kunden, aber auch für nachfolgende Generationen zu übernehmen, diesem Anspruch ist die Firmenphilosophie von Freudenthaler verpflichtet. Gewerbe, Hotellerie, Kommunen und vor allem die Industrie schätzen den Service der traditionsreichen Firma, die seit nahezu fünf Jahrzehnten erfolgreich tätig ist. Der Grundsatz „Exzellenz in jeglichem Tun“ gibt die Leitlinie für das engagierte Team vor. Rund 60.000 Tonnen Abfall werden am Standort in Inzing pro Jahr übernommen. Über fünfzig bestens ausgebildete Mitarbeiter sorgen mit ihrem Spezialwissen dafür, dass jede Art von Abfall im Sinne modernsten Ressourcenmanagements so nachhaltig wie möglich behandelt bzw. wiederverwertet wird – zum größten Teil in den eigenen Anlagen.

VERSORGUNGSSICHERHEIT IN HERAUSFORDERNDEN ZEITEN

Gerade in herausfordernden Zeiten werden höchste Qualitätsansprüche garantiert. „Ob für die Problemstoffsammlung in den Gemeinden oder für sehr spezifische Ent16

Das Freudenthaler-Führungsteam: Geschäftsführerin Ingeborg Freudenthaler und Prokurist Christian Sailer.

spezialisiertes Fachwissen garantiert. „Mit diesen Kompetenzen, einem maßgeschneiderten, kundenorientierten Portfolio und unserem motivierten Team blicken wir optimistisch in Richtung Zukunft“, so Sailer.

ENTSORGER WERDEN ZU RESSOURCENMANAGERN

Bei Freudenthaler steht vor der Entsorgung immer die Beratung.

sorgungsaufträge der Industrie, als Ressourcenmanager sehen wir uns auch als Garant für regionale Wirtschaftskreisläufe und Versorgungssicherheit“, betont Prokurist Christian Sailer. Vor der Entsorgung steht so immer die Beratung. In abfallstrategischen genauso wie in abfallrechtlichen Fragen ist

Geschäftsführerin Ingeborg Freudenthaler konstatiert einen Paradigmenwandel in der Branche: „Wir sehen es als unsere zentrale Zukunftsaufgabe, wertvolle Rohstoffe aus Abfällen herauszufiltern. Ganz generell hat sich die Ausrichtung unseres Tuns und unsere Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft gewandelt.“ Daher sei es gerade jetzt nach der Coronakrise wichtig, europaweiten Kapazitätsengpässen entgegenzuwirken. „Im Sinne funktionierender regionaler Wirtschaftskreisläufe wird es entscheidend, größtmögliche Recyclingquoten zu erzielen“, unterstreicht Freudenthaler.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : F R E U D E N T H A L E R

© FREUDENTHALER/B. PICHLER

Das Unternehmen Freudenthaler „Wir sehen es als unsere zentrale Zukunftsaufgabe, wertvolle Rohstoffe aus Abfällen herauszufiltern.“ Als kompetenter, innovativer Entsorger für Industrie, Gewerbe und den kommunalen Sektor ist Freudenthaler bestens gerüstet für die Zukunft.

DIE WELT VERÄNDERT SICH – AUF FREUDENTHALER IST VERLASS

„So wie sich die Welt um uns herum immer schneller verändert, verändern sich auch die Anforderungen der Kunden. Der Grad der Komplexität steigt kontinuierlich. Unsere Kunden können sich auf höchste Kompetenz und modernste Anlagen verlassen. Wir sind auch für zukünftige Herausforderungen bestens gerüstet“, so Freudenthaler. Über die Jahre wurden zahlreiche neue

Entsorgungsverfahren und Systeme, wie beispielsweise die erste Vakuumverdampferanlage, selbst entwickelt, um so dem Unternehmensleitsatz entsprechend exzellente Behandlung für die Kunden sicherzustellen. Auch auf das viel diskutierte und „brandheiße“ Thema der Gefährlichkeit der Lithiumakkus hat Freudenthaler bereits vor drei Jahren aufmerksam gemacht und die Öffentlichkeit als Erster informiert.

1973

gründete Karl Freudenthaler in Innsbruck einen Großhandel für Heizöltanks. 1986 erfolgte die Übersiedlung an den Standort Inzing.

1991/92 setzte sich das Unternehmen durch die Errichtung von Pilot­ anlagen für die Behandlung organischer und anorganischer Abwässer, einer Heizölschlamm­ aufbereitungsanlage und einer Behandlungsanlage für ölkontaminiertes Erdreich an die technologische Spitze im Ent­ sorgungsbereich.

1999

wurde die erste Vakuum­ verdampferanlage Europas in Betrieb genommen.

2003

GESCHÄFTSFÜHRERIN INGEBORG FREUDENTHALER

Wie ist es Ihnen gelungen, das Familienunternehmen durch die Zeit der Pandemie zu führen und die Aufrechterhaltung der Entsorgungsleistungen zu gewährleisten?

„Future Waste“ schon seit einiger Zeit stellen, zeigt einmal mehr unsere Vorreiterrolle.

INGEBORG FREUDENTHALER: Für uns war es selbstverständlich, dass sich unsere Kunden auch in dieser außergewöhnlichen Zeit immer auf uns verlassen konnten. Als krisenrelevantes Unternehmen durften wir auch während der Lockdowns arbeiten. Die große Einsatzbereitschaft und die Kompetenz unserer Mitarbeiter waren und sind der Garant für höchste Qualität in allen Bereichen. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit rund um Entsorgung und Recycling?

Die Lehrlingsausbildung ist mir ein persönliches Herzensanliegen. Deshalb habe ich auch selbst an der Modernisierung des Berufsbildes mitgearbeitet. Wir bilden aktuell bereits den zweiten Lehrling zur Entsorgungs- und Recyclingfachkraft aus. Er ist im Übrigen österreichweit einer von nur neun Kandidaten in seinem Jahrgang. Ich bin überzeugt, dass uns Entsorgern in Zukunft die noch viel wichtigere Rolle des Ressourcenmanagers zukommt. Dabei geht es um die regionale Kreislaufwirtschaft und die zentrale Frage von Versorgungssicherheit. Green Jobs sind gerade bei jungen Menschen in. Rohstoffmanagement und das Recycling bieten in diesem Lehrberuf große Zukunftschancen und einen krisensicheren Arbeitsplatz.

Die Themenkomplexe Umwelt und Nachhaltigkeit sind für uns längst mehr als nur Schlagworte. Dass wir uns auch dem Thema

Welche Rolle spielt der duale Bildungsweg im Unternehmen Freudenthaler?

die europaweit modernste Verwertungsanlage für Gewerbemüll, Sperrmüll und Baustellenmischabfall

2011

wird ein weiterer Firmenstandort errichtet.

2018

folgt der Neubau Österreichs modernster Lagerhallen.

2019

wurde ein innovatives Sicher­ heitssystem inkl. automatischer Löschvorrichtung installiert, um neuen Risiken zu begegnen.

2020

fokussiert Freudenthaler noch stärker auf die Themen Nachhal­ tigkeit und Umweltbewusstsein und richtet das Angebot weiterhin verstärkt auf diese Aspekte aus. Ressourcenmanagement und hohe Recyclingquoten stehen im Vordergrund.

17

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

3

FR AGEN AN

INGEBORG FREUDENTHALER, GESCHÄF TSFÜHRERIN FREUDENTHALER

Gründung, Wachstum, nachhaltige Entwicklung


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : F I E G L + S P I E L B E R G E R

STARKER WECHSEL Westösterreichs größtes Elektrounternehmen hat eine neue Führungsspitze. Johannes Thurner und Leonhard Neuner übernahmen im Jänner 2021 die Geschäftsführung von Fiegl+Spielberger.

Fiegl+Spielberger in Zahlen

480 70 Mitarbeiter

Lehrlinge

78,6

Mio. Euro Umsatz

18

Ü

ber 25 Jahre lang leiteten Ing. Wolfgang Leitner und Johannes Leitner die Geschicke des Tiroler Elektrotechnikbetriebs und haben Fiegl+Spielberger zum Marktführer mit rund 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 78 Millionen Euro ausgebaut. Mit Ende 2020 zogen sich beide aus der operativen Geschäftsführung zurück und unterstützen das Unternehmen seither auf Gesellschafterebene. Seit 1. Jänner führen Johannes Thurner und Leonhard Neuner Fiegl+Spielberger. „Wir übernehmen ein ausgezeichnet geführtes Unternehmen und freuen uns auf diese spannende Aufgabe“, hält Thur­ner fest.

KLARER WEG

Thurner ist seit fünf Jahren bei Fiegl+Spielberger und war bisher als Abteilungsleiter für Controlling, Rechnungswesen und EDV tätig. In der Geschäftsführung übernimmt der Tiroler alle organisatorischen und finanziellen Agenden. Leonhard Neuner ist seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen, leitete bisher mit dem Sektor Starkstrom die größte Abteilung von Fiegl+Spielberger und ist als Geschäftsführer für technische Belange zuständig.

Die Übergabe erfolgte nahtlos mit Jahreswechsel. „In unseren leitenden Positionen haben wir den Betrieb bereits in den letzten Jahren mitgestaltet und wollen nun den erfolgreichen Weg unserer Vorgänger konsequent weiterverfolgen“, betont Neuner.

FEST IM SATTEL

Zunächst gelte es jedoch, die Herausforderungen der Pandemie zu bewerkstelligen. Diese neigt sich zwar einem Ende zu, wirtschaftlich ist die Lage aber noch ange-

Mit dem Fokus auf die Lehrlingsausbildung will Fiegl+Spielberger seine Fachkräfte von morgen ausbilden.


© FIEGL+SPIELBERGER

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : F I E G L + S P I E L B E R G E R

„Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Asset.“ LEONHARD NEUNER, GESCHÄF TSFÜHRUNG F I E G L+ S P I E L B E R G E R

Leonhard Neuner (li.) und Johannes Thurner (re.) übernahmen am 1. Jänner 2021 die Geschäftsführung von Fiegl+Spielberger.

NACH VORNE BLICKEN

Mittel- bis langfristig will sich die neue Geschäftsführung einer neuen Unternehmensstrategie widmen, die den Weg der nächsten Jahre bestimmen soll. „Wir wollen weiterwachsen, uns noch besser aufstellen und weiterhin die Nummer eins in Westösterreich bleiben“, betont Leonhard Neuner. Damit das gelingt, gilt es, vor allem ein Problem zu adressieren, den Facharbeitermangel. „Ausreichend Mitarbeiter zu finden, ist eine unserer größten Herausforderungen und ein Problem, mit dem beinahe jeder Fachbetrieb kämpft“, ergänzt Thurner.

„Wir übernehmen ein ausgezeichnet geführtes Unternehmen und freuen uns auf diese spannende Aufgabe.“ J O H A N N E S T H U R N E R , G E S C H Ä F T S F Ü H R U N G F I E G L+ S P I E L B E R G E R

TRAIN THE TRAINER

Aus diesem Grund hat man vor Kurzem ein neues Projekt gestartet, das die Ausbildung der Ausbildner in den Fokus stellt. „Ganz nach dem Motto: Unsere Lehrlinge sind nur so gut, wie ihre Ausbildner sind“, ergänzt Neuner. Gemeinsam mit externen Beratern werden das Vermitteln von Inhalten, ein altersgerechter Umgang und das richtige Fördern von Lehrlingen verstärkt geschult. „Ziel ist, dass wir unsere künftigen Facharbeiter selbst ausbilden“, so der Geschäftsführer.

ZWEITE CHANCE

Aber auch über den zweiten Bildungsweg will man neue Mitarbeiter gewinnen. Deshalb ist Fiegl+ Spielberger Teil des Bildungsprogramms E-Level 2.0. Dieses ermöglicht Personen ab 18 Jahren mit abgeschlossener Schul- oder Berufsausbildung, die Lehre

zum Elektroinstallationstechniker in nur 2,5 Jahren zu absolvieren. „Das Programm wurde von der Tiroler Landesinnung und der Bildungsdirektion Tirol ins Leben gerufen, um dem Facharbeitermangel entgegenzuwirken, und wird bei uns sehr gut angenommen“, weiß Leonhard Neuner.

TEAMGEIST

Die zusätzlichen Fachkräfte werden dringend gebraucht. So könnte Fiegl+Spielberger in diesem Jahr noch einige neue Mitarbeiter einstellen. Ange­sprochen auf die Stärke des Unternehmens, gibt es für die neue Geschäftsführer nur eine Antwort: „Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Asset.“ Neben vielen Incentives, wie Mitarbeiteraktionen oder E-Bike-Verleih, setzt man daher auf Freiräume und eigenständiges Arbeiten und will so die Innovationskraft des Unternehmens stärken. 19

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

spannt. Die Branche kämpft mit Knappheit und Preissteigerung von Ressourcen sowie Lieferverzögerungen. „Aktuell weht uns ein harter Wind um die Ohren“, so Johann Thurner. Ein Grund für die aktuelle Situation am Markt ist unter anderem der Boom der Bauwirtschaft, den die Pandemie ausgelöst hat. Über diese Entwicklung zeigt man sich grundsätzlich natürlich dankbar. „Das letzte Jahr hat uns gelehrt, dass wir ein krisensicheres, verlässliches und stabiles Unternehmen sind, das schnell reagieren und adaptieren kann“, meint Thurner.

Mit dem Programm E-Level 2.0 kann die Lehre zum Elektrotechniker auf dem zweiten Bildungsweg verkürzt absolviert werden.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : K O C H T Ü R E N

Teamwork: Andreas Frei begann vor einem Monat als Quereinsteiger, Johann Stolz begann vor 26 Jahren als Lehrling bei Koch.

TÜR ZUM (BERUFS-)ERFOLG

„Wir suchen stets nach Personen mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten, die unser Team ergänzen.“ JOHANN KOCH, GRÜNDER UND GESCHÄF TSFÜHRER

20

A

ls Johann Koch bezogen. Hier werden 1979 sein Unteralle Türen entwickelt, im nehmen grünhauseigenen Schauraum dete, handelte es inszeniert, gefertigt und sich noch um einen klasvom eigenen Transport sischen Tischlereibetrieb. ausgeliefert. „Qualität Anfang der 90er Jahre hat und Innovation sind unman sich auf die Entwicksere wichtigsten Schlaglung und Produktion von wörter“, betont Gründer Andreas Frei ist neu im Team Innentüren spezialisiert. und Geschäftsführer Jound schon voll im Einsatz. Mittlerweile zählt Koch in hann Koch. Dafür sorgen Westösterreich und Süd76 Mitarbeiter, die in der bayern zu den Marktführern und fertigt Produktion, im Einkauf und im Vertrieb jährlich rund 20.000 Türen für Privat- und sowie in der Produktentwicklung arbeiten. Geschäftskunden. „Der Erfolg unserer Firma ist das Resultat der guten Arbeit aller Mitarbeiter und BREITE PALETTE Beteiligten“, so der Geschäftsführer. Als Der Betrieb ist seit seiner Gründung sta- Arbeitgeber ist Koch Türen die Wertschätbil und stetig gewachsen. 2014 wurde der zung der Mitarbeiter wichtig. „Jeder soll mit neue Standort in Steinach am Brenner einem guten Gefühl zur Arbeit kommen.“

© AXEL SPRINGER

Koch Türen ist überregionaler Spezialist für innovative und qualitätsvolle Innentüren aus Tirol. Der Tischlereibetrieb mit Sitz in Steinach am Brenner ist nicht nur ein erfolgreicher Fachbetrieb, sondern auch ein moderner und attraktiver Arbeitgeber.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : K O C H T Ü R E N

Timeline „Wir wurden vom Chef immer gefordert und gefördert, konnten selbstständig arbeiten und haben Verantwortung über­tragen bekommen.“ JOHANN STOLZ

Als das Unternehmen 2014 aufgrund des Wachstums von Lans in das größere Betriebsgebäude in Steinach übersiedelte, blieben alle Mitarbeiter der Firma treu. Viele der Beschäftigten sind seit 15, 20 oder sogar mehr als 25 Jahren bei Koch Türen tätig. Einer von ihnen ist Johann Stolz. Er hat 1983 als Lehrling bei Koch begonnen, heute ist er Betriebsleiter am Standort Steinach. „Wir wurden vom Chef immer gefordert und gefördert, konnten selbstständig arbeiten und haben Verantwortung übertragen bekommen“, erzählt Stolz.

MUT ZUM LERNEN

Als zur Jahrtausendwende die ersten automatisierten Maschinen zum Einsatz kamen, war Johann Stolz einer der Ersten, der die neue Technik erlernen und schließlich leiten durfte. Technischer Fortschritt und die Digitalisierung bedeuten stetige Veränderung und Weiterentwicklung der Arbeits- und Produktionsweise. „Flexibilität und Wissbegierde sind uns in der Belegschaft daher besonders wichtig“, erklärt

76

Gründung Tischlerei Koch in Igls

1993

Spezialisierung auf Innentüren

2014

Mitarbeiter

Umsiedlung nach Steinach und Erweiterung der Produktionsfläche auf 15.000 Quadratmeter

20.000

Türen pro Jahr

Johann Koch. Denn Aufgabenfelder können sich weiterentwickeln und den Mitarbeitern neue Chancen bieten.

INDIVIDUELLE STÄRKEN

Auch in der Pandemie hat sich Koch Türen als sicherer Arbeitgeber erwiesen. Jedem Mitarbeiter konnte eine Bonuszahlung von 1.500€ sowie eine Lohnerhöhung von vier anstelle der kollektivvertraglichen zwei Prozent geboten werden. Auch neue Mitarbeiter wurden in den letzten eineinhalb Jahren eingestellt, um den Mehraufwand abzufedern. Einer von ihnen ist Andreas Frei, der seit einem Monat in der Produk-

tion beschäftigt ist. Der gelernte Metzger hat von Freunden von Koch Türen erfahren und sich spontan beworben. „Nach einem Gespräch mit Produktionsleiter Simon Koch und einem Schnuppertag konnte ich gleich anfangen“, berichtet er, und ist mit seiner Entscheidung bisher sehr zufrieden. Andreas Frei schätzt den Teamgeist und die Möglichkeit, Neues zu lernen. Auch in der Geschäftsführung ist man froh um jeden Zuwachs, vom Quereinsteiger bis zum Facharbeiter. „Wir suchen stets nach Personen mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten, die unser Team ergänzen“, sagt Johann Koch.

In Steinach am Brenner hat Koch seit 2014 einen modernen und großzügigen Standort.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

FORDERN UND FÖRDERN

1979

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : H O L Z M A R B E R G E R

© HOLZ MARBERGER, AXEL SPRINGER

100 JA HR

­JUBILÄ

UM

Trio an der Spitze: Simon Marberger, Gregor Marberger und Hanspeter Prantl (v. l.) lenken gemeinsam die Geschicke von Holz Marberger.

TIEF VERWURZELT Als einer der letzten Komplettanbieter im Bereich Holz und Holzwerkstoffe blickt Holz Marberger auf 100 Jahre Tradition zurück. Das Ziel des Familienunternehmens: stetiges Wachstum.

H

olz ist einer unserer ältesten und wichtigsten Werkstoffe. Bei Holz Marberger hat man sogar den Firmenslogan dem nachwachsenden Rohstoff gewidmet, erklärt Geschäftsführer Simon Marberger: „Natürlich gewachsen, das ist unser Leitfaden. Mit vorsichtigen Schritten, aber immer stetig nach vorne.“ Bereits in vierter Generation führt die Familie Marberger ihr Unternehmen und versorgt Kunden in Nordtirol, Südtirol, Bayern und der Schweiz. Rund 100 Mitarbeitende teilen sich auf drei Standorte auf, den Hauptsitz in Ötztal Bahnhof, einen Fertigungsbetrieb in Silz und ein Tochterunternehmen in Bayern. Das Jahr 2021 wollte das Unternehmen eigentlich mit großen Feierlichkeiten begehen, immerhin steht ein 100-Jahr-Jubiläum an. Aus bekannten Gründen gestaltet sich ein großes Fest schwierig, aber man sieht dem flexibel entgegen: „Dafür machen wir nächstes Jahr halt eine 101-Jahr-Feier.“

STARKER ZUSAMMENHALT

Die Holzbranche selbst war von der Coronakrise nur über Ecken betroffen. Kunden wie Tischler und Zimmerer, die üblicherweise viele Aufträge aus der Hotellerie haben, spürten sie direkter. Die Ungewissheit, 22

wie es mit Gesundheit und Wirtschaftslage weitergehen würde, zehrte dennoch an den Mitarbeitenden. „Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns“, blickt Simon Marberger zurück. Dem Team und den verlässlichen Partnern sei es zu verdanken, dass man gut durch die außergewöhnliche Zeit gekommen sei. Die Lockerungen, durch die insbesondere das Baugewerbe wieder Fahrt aufgenommen hat, machen sich aber bereits in der Auftragslage bemerkbar.

VIELSCHICHTIG

Der große Vorteil von Holz Marberger ist gewissermaßen die Spezialisierung auf Vielfalt, so der Geschäftsführer. „Wir sind einer der wenigen verbliebenen Komplettanbieter.“ Das Angebot umfasst die Bereiche Zu-


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : H O L Z M A R B E R G E R

100 Mitarbeiter 70.000 m²

1. Generation: • 1921 Gründung durch Karl Marberger senior in Umhausen

2. Generation: • Hugo Marberger übernimmt den Betrieb 1943.

•E rzeugung hölzerner Fassspunde

Betriebsfläche

Historische Meilensteine

17 eigene LKW 40 Millionen Euro

• 1963 Umzug nach Ötztal Bahnhof • Umorientierung: vom holzverarbeitenden Betrieb zum Holzwerkstoffgroßhändler

Umsatz (2020)

„Konzern­ denken ist nicht unser Ansatz.“ SIMON MARBERGER, GESCHÄF TSFÜHRER VON HOL Z MARBERGER

Das Unternehmen versorgt rund 3.000 Kunden mit Holz und Holzwerkstoffen.

4. Generation: •S imon Marberger und Hanspeter Prantl übernehmen die Leitung 2010. 2016 steigt Gregor Marberger ein.

schnitt, Böden und Terrassen, Schnittholz und Furnier, Zimmerei und Plattenwerkstoffe. Damit ist vom Vinylboden bis zum massiven Altholzbrett alles abgedeckt. Verarbeitungsschritte wie Bekantung, Verleimung und Beschichtung gehören ebenfalls dazu. In Kooperation mit einem Partner hat man bereits die ersten Schritte Richtung Holzfertigprodukte gewagt – keine Möbelteile, aber Stücke, die sich vom Kunden schnell weiterverarbeiten lassen. Die Hauptzielgruppe sind alle, die professionell mit Holz arbeiten, was besonders Tischler und Zimmerer betrifft. Dem gelegentlichen Privatkunden stehen die Tore ebenso offen, aber: „Unsere Zukunft ist der Professionist.“

BLICK NACH VORNE

Diese Einstellung ist nur ein Teil dessen, worauf Holz Marberger baut, um zukunftsfit zu sein. Das Vertrauen in Mitarbeiter und Partner, fortschreitende Digitalisierung und kritisches Hinterfragen der eigenen Prozesse sind ebenfalls wichtige Bausteine. Der Zeitgeist fordert eine zusätzliche Komponente in der Firmenentwicklung. Holz an sich ist ein umweltverträglicher Rohstoff, bei Verarbeitung und Transport ist Umwelt- und Klimaschutz aber keine Selbstverständlichkeit. Das Unternehmen setzt daher auf Photovoltaik. Auf den Hallendächern erstrecken sich Anlagen mit insgesamt 700 Kilowatt Peak Leistung. Das Thema Strom zieht sich auch in den Mobilitätsbereich hinein, denn die Zahl der Elektroautos im Firmenfuhrpark wächst.

3. Generation: • Georg Marberger führt die Firma ab 1979. • Betrieb wird zum größten Lieferanten für Tischler und Zimmerer in Tirol ausgebaut.

Die Firma blickt nicht nur auf ihre Tradition zurück, sondern auch nach vorne. Daher engagiert sie sich in der Jugendförderung.

GEMEINSAM STÄRKER

Die Firma steht in ihrem Schaffen nicht allein da, sondern ist in ein Netz von Kooperationen eingebunden. Der Holzpartner-Verbund beispielsweise ist ein Zusammenschluss von österreichischen Holzwerkstoffhändlern, die gemeinsam bessere Konditionen erreichen. Hinzu kommt die Mitgliedschaft in der Holzland-Gruppe, einer internationalen Einkaufskooperation. Wenn es um die Auswahl der Mitstreiter geht, ist eines laut Simon Marberger besonders wichtig: „Wir setzten den Fokus auf Familienunternehmen und versuchen, unseren Partnern immer auf Augenhöhe zu begegnen. Konzerndenken ist nicht unser Ansatz.“ Damit bleibt man selbst seiner Identität als Familienunternehmen treu. Die Brüder Simon und Gregor Marberger leiten diese gemeinsam mit dem externen Geschäftsführer und langjährigen Zuständigen für das Finanzwesen Hanspeter Prantl.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

FSC- & PEFC-­ zertifizierter Betrieb

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© PLANLICHT, AXEL SPRINGER, TSCHINKERSTEN, WILDRUF, VIEWTURE.MEDIA

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

LEUCHTENDES BEISPIEL 1986 wurde PLANLICHT in einer Garage in Vomperbach gegründet. Heute setzt das Tiroler Familienunternehmen auf die Erweiterung seiner Geschäftsfelder und investiert Millionen in einen neuen Produktionsstandort.

I

ch bewundere den Mut meiner Eltern, die vor 35 Jahren das Wohnzimmer in einen Schauraum umgewandelt haben“, erinnert sich Felicitas Kohler, die 2013 gemeinsam mit ihrem Ehemann Gerald Kohler die Leitung von PLANLICHT übernommen hat. 1986 gründete Johann Findl das Unternehmen als Handelsbetrieb. Heute zählt PLANLICHT als innovativer Leuchtenhersteller zu den international gefragtesten Lichtexperten. Von der Bauindustrie begehrt sind nicht nur die in Österreich gefertigten Qualitätsleuchten. Die umfassende Projekterfahrung in der Lichtplanung und höchste Flexibilität im Bau von Sonderleuchten zeichnen PLANLICHT als verlässlichen und kompetenten Partner für architektonische Lichtlösungen aus.

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DER MENSCH IM MITTELPUNKT

Leuchten von PLANLICHT sind weit mehr als nur schön anzusehen. Auch in technologischer Hinsicht gilt das Vomper Unternehmen als Vorreiter, beispielsweise beim Thema Human Centric Lighting (HCL). Dieses ganzheitliche Beleuchtungskonzept stellt den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt der Lichtgestaltung. Während das optimale Licht frühmorgens auf den menschlichen Körper aktivierend wirkt, fördert es untertags bei der Arbeit die Konzentration und erzeugt abends eine entspannende Atmosphäre. Diese Wirkung schaffen die intelligenten Lichtlösungen von PLANLICHT, indem sie nicht nur die Lichtstärke, sondern auch die Lichttemperatur an die jeweilige Situation anpassen. „Wir erreichen damit biodynamisches Licht, das dem natürlichen Sonnenlicht nachempfunden ist und sich über den Tagesverlauf verändert, genauso wie es unser Körper und sein Hormonhaushalt braucht“, erklärt Felicitas Kohler. PLANLICHT ist eines der ersten Unternehmen in Österreich, die ihr gesamtes Sortiment mit Human Centric Lighting Funktionen ausgestattet


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

Luftfilter von CARE BY LIGHT

Mit seTUBE, der von PLANLICHT und seinen Partnern entwickelten Desinfektionslösung, lassen sich nicht nur Oberflächen entkeimen. Die Technologie eignet sich auch hervorragend für die Reinigung der Raumluft. Bis Jahresende gibt es in Österreich derzeit eine staatliche Förderung, welche Unternehmen die Anschaffungskosten für die Raumluftfiltern von CARE BY LIGHT bis zu 100 Prozent erstattet.

haben. Gerade in Büros oder öffentlichen Gebäuden, in denen lange Zeit in Innenräumen gearbeitet wird, lässt sich durch den Einsatz der HCL-Technologie eine wissenschaftlich belegte Steigerung von Konzentration und Wohlbefinden erreichen. Dieser konsequente Fokus auf die Bedürfnisse des Menschen endet bei PLANLICHT nicht mit der Beleuchtung an sich. Denn das Unternehmen fertigt in Vomp auch spezielle Akustikleuchten und Paneele. Die darin verbauten Dämmmaterialien aus der Natur – beispielsweise Heu und Schafwolle – filtern störende Umgebungsgeräusche und verwandeln jedes Großraumbüro in einen lärmfreien Arbeitsplatz.

KRISE ALS CHANCE

In herausfordernden Zeiten zeigt sich, dass sich Flexibilität, Erfahrung und unternehmerischer Weitblick bezahlt machen. PLANLICHT schaffte es durch das Corona-Geschäftsjahr 2020 mit einem stabilen Ergebnis und profitiert jetzt vom großen Bauboom, den die wirtschaftlichen Konjunkturpakete auslösen. Befeuert hat die Pandemie bei PLANLICHT aber auch den Erfindergeist. Der Leuchtenhersteller

Individuell gefertigte Leuchten in verschiedene Farben, Formen und Größen: Die Flexibilität von PLANLICHT gibt Architekten und Interior-Designern die Freiheit, ihre Designträume zu verwirklichen.

Sommer vergangenen Jahres seinen ersten Prototypen vor, ehe zur weiteren Entwicklung und Vermarktung die Firma CARE BY LIGHT gegründet wurde.

„Licht kann viel mehr als Räume erhellen, Atmosphäre schaf­ fen und die mensch­ liche Stimmung be­ einflussen.“ F E L I C I TA S KO H L E R , GESCHÄF TSFÜHRERIN PL ANLICHT

nutzte – gemeinsam mit Partnern aus der Forschung – das letzte Jahr zur Entwicklung von Desinfektionslösungen, die das Potenzial zu einer nachhaltigen Revolution haben. „Licht kann viel mehr als Räume erhellen, Atmosphäre schaffen und die menschliche Stimmung beeinflussen“, erklärt Felicitas Kohler. „Aus der Anwendung in wissenschaftlichen Labors wissen wir, dass sich ultraviolettes Licht hervorragend zur Bekämpfung von Viren, Bakterien und Pilzen eignet.“ Entsprechend konsequent stellte das Unternehmen bereits im

ZUKUNFTSTRÄCHTIGE TECHNOLOGIE

Der große Vorteil des Systems, das PLANLICHT gemeinsam mit dem Management Center Innsbruck, dem Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie an der Universität Innsbruck und BERGERecotrail erdacht und gebaut hat, ist, dass es gänzlich ohne chemische Substanzen auskommt. Dadurch werden nicht nur wertvolle Ressourcen gespart, es können sich auch keine Resistenzen gegen die Behandlung bilden. Der seCUBE wurde ursprünglich für die Desinfektion von Einkaufswagen konzipiert. Schnell zeigten sich jedoch die nahezu unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten. Vom Inventar in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen über die Desinfektion von Seilbahngondeln bis hin zur Entkeimung von Ausstellungsstücken bei Juwelieren und Optikern. Mit seTUBE und seTUBE air werden auch Lösungen angeboten, die über die Oberflächendesinfektion hinaus auch die Raumluft von Viren und Bakterien reinigen. Sie können überall dort eingesetzt werden, wo viele Menschen zusammenkommen und es einen erhöhten Bedarf gibt, sich vor Ansteckungen zu schützen: „Nach dieser Pandemie ➔ 25

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Shopping, Arbeiten und Wohlfühlen – hier steht immer der Mensch im Mittelpunkt: Mit Human Centric Lighting und Akustikleuchten erschafft PLANLICHT in jeder Situation und zu jeder Tageszeit die perfekte Atmosphäre.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

„Für uns ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mit Mut voranzu­ schreiten und in den Standort Österreich zu investieren.“

fügung. Die Synergie aus technischer und ökologisch nachhaltiger Lichtkompetenz verhilft beiden Unternehmen zu einer einzigartigen Positionierung am Markt . Konzerthaus Blaibach: Außergewöhnliche Architektur perfekt in Szene gesetzt. Die langjährige Projekterfahrung in unterschiedlichsten Branchen macht PLANLICHT zu einem verlässlichen Partner.

NACHHALTIGE PARTNERSCHAFT

Über das gestiegene Hygienebewusstsein hinaus werden auch Nachhaltigkeit und Maßnahmen gegen den Klimawandel die gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Zukunft bestimmen. Hier ist PLANLICHT schon sehr früh ein entscheidender Schritt gelungen, als das Unterneh-

„Wir beschäftigen uns fortlaufend damit, den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren.“ F E L I C I TA S KO H L E R

men sein gesamtes Sortiment auf hocheffiziente LED-Leuchtmittel umstellte und so den Energieverbrauch seiner Produkte um ein Vielfaches drosselte. „Wir beschäftigen uns fortlaufend damit, den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren“, erklärt die Unternehmerin. Ihr jüngster Coup in Sachen Nachhaltigkeit ist die Beteiligung am Tiroler Start-up ALMUT 26

VON WILDHEIM, das Designleuchten aus natürlichen Materialien herstellt. „Die dekorativen Produkte von ALMUT VON WILDHEIM sind richtig stylish und ergänzen unsere architektonischen Leuchten. Die ikonischen Designleuchten von ALMUT haben nicht nur das Potenzial zum echten Kultobjekt, sondern sind zu hundert Prozent recycelbar. Alle verwendeten Rohstoffe zum Bau der Leuchtenkörper kommen aus der Region“, erzählt Kohler begeistert. Im Zuge der strategischen Partnerschaft unterstützt PLANLICHT das Start-up bei der Entwicklung neuer Leuchten und stellt Ressourcen für Produktion, Logistik und Vertrieb zur Ver-

Ausgezeichneter Lehrbetrieb

PLANLICHT ist nicht nur als verlässlicher Partner in der Branche bekannt, sondern auch als ausgezeichneter Tiroler Arbeitgeber. Im Unternehmen wird trotz des Wachstums der letzten Jahre Wert auf eine familiäre Arbeitsatmosphäre gelegt. Die Firmenkultur ist geprägt von kurzen Entscheidungswegen und direkter Kommunikation mit der Geschäftsführung, die für Anliegen der Mitarbeiter stets ein offenes Ohr hat.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

wird die Notwendigkeit entstehen, Hygienekonzepte neu zu denken. Hier ist gerade die Desinfektion mit UV-C-Licht eine zukunftsweisende Technologie“, ist sich Kohler sicher.

MADE IN AUSTRIA

Pünktlich zum 35-jährigen Firmenjubiläum schlägt PLANLICHT noch in diesem Jahr ein weiteres Kapitel in der Firmengeschichte auf. Das Unternehmen startet mit dem Bau eines neuen Produktionsstandorts in Murau. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten sollen die eigene Wertschöpfungskette im Kerngeschäft weiter stärken. Zusätzlich positioniert man das neu gebaute Werk – als eigenständiges Unternehmen in der PLANLICHT GRUPPE – auch als Auftragsfertiger in der Metallverarbeitung. „Wir sind mehr denn je davon überzeugt, dass der österreichischen Qualitätsfertigung in Zukunft eine noch größere Bedeutung zukommt. Deshalb ist für uns jetzt der richtige Zeitpunkt, mit Mut voranzuschreiten und in den Standort Österreich zu investieren.“ Allein für die nächsten zwei Jahre belaufen sich die geplanten Investitionen in den neuen Standort auf rund zwölf Millionen Euro.


TIROLER INDUSTRIE IN ZAHLEN Tiroler Industriebetriebe

450 28 %

Der Produktionswert der Tiroler Industrie überschritt 2019 die 11-Milliarden-Euro-Grenze.

11 Mrd. 42.700

Knapp 100 Lehrbetriebe bildeten 2019 über 1.333 Lehrlinge aus – in über 60 verschiedenen Lehrberufen.

Mehr als 1,2 Milliarden Steuer-Euros zahlten Unternehmen 2019 dem Fiskus. Das ist um 9 % mehr als im Vorjahr. Die Körperschaftsteuer (KöSt) betrug 648 Mio. Euro (plus 7,9 %) und die Einkommensteuer stieg auf 585 Mio. Euro (plus 10,54 %).

Die Zahl der Industrie-Mitarbeiter lag 2019 bei über 42.700!

1.333 6,6 Mrd.

Für Forschung und Entwicklung (F&E) haben die Tiroler Unternehmen ihre Ausgaben von 477,2 (2015) auf 523,8 (2017) Mio. Euro gesteigert.

der Tiroler Bruttowertschöpfung werden von der Industrie (mit Bauwirtschaft) erbracht.

524 Mio. 41.070 1,2 Mrd.

Direktexporte: 6,6 Milliarden Euro!

Das durchschnittliche Gehalt von Industriebeschäftigten liegt bei € 41.070 und damit weitaus höher als in fast allen anderen Branchen der Tiroler Wirtschaft.

TIROL.IV.AT Quelle: Statistik Austria/WKO, Foto: Christian Vorhofer; Zahlen der Tiroler Industrie vor der Corona-Pandemie


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : S T E I N M A Y R & C O

AM PULS DER ZEIT Als Versicherungsmakler bildet Steinmayr & Co die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Versicherungen. Der Betrieb ist in Innsbruck beheimatet, betreut aber zahlreiche Kunden auf der ganzen Welt.

28

E

igentlich hätte das vergangene Jahr für Steinmayr & Co ein ganz besonderes sein sollen. Denn 2020 hätte es für den in Innsbruck ansässigen Versicherungsmakler nicht nur einen, sondern gleich zwei Meilensteine zu feiern gegeben, zum einen das zehnjährige Bestandsjubiläum des Unternehmens in seiner derzeitigen Form, zum anderen den 50. Geburtstag des Vorgängerbetriebs Steinmayr und Partner. Doch dann kamen Covid-19, die Pandemie und die Krise, wodurch die geplanten Feierlichkeiten anderen Prioritäten weichen mussten. Anhand eines bestehenden Notfallplans konnte die Arbeitstätigkeit jedoch sehr rasch ins Homeoffice verlagert und ein uneingeschränkter Betrieb gewährleistet werden. Ansonsten hatte die Coronakrise auf Steinmayr & Co jedoch verhältnismäßig geringe Auswirkungen, wie Christian Steinmayr, einer der beiden Geschäftsführer, berichtet. „Wir mussten niemanden entlassen, nicht in Kurzarbeit gehen und die finanzi-


© AXEL SPRINGER

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : S T E I N M A Y R & C O

Im Wandel der Zeit

Steinmayr & Co kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Das Unternehmen selbst gibt es erst seit zehn Jahren, die Anfänge des später übernommenen Vorgängerbetriebs liegen jedoch noch weiter zurück.

1970

„Wir beteiligen uns hautnah am Tiroler Wirtschaftsleben und sind immer am Puls der Zeit.“

Gründung des Versicherungs­ büros Steinmayr und Partner durch Wolfgang Steinmayr

1980er

Etablierung Tiroler Gäste­ versicherung

1996

C H R I S T I A N S T E I N M AY R , G E S C H Ä F T S F Ü HR ER S T EIN M AY R & CO

Etablierung Tiroler Moutainbike­ modell/Wegeversicherung

Seite an Seite: Michael Perlornigg und Christian Steinmayr leiten als Geschäftsführer die Geschicke von Steinmayr & Co.

2000

Fusionierung von Steinmayr und Partner mit Raiffeisen

2010

Gründung von Steinmayr & Co durch Christian Steinmayr und Michael Perlornigg

2011

Übernahme von Steinmayr und Partner durch Steinmayr & Co

ellen Einbußen sind – zumindest aus heutiger Sicht – verkraftbar.“ Lange lamentieren möchte Steinmayr daher nicht, und er betont: „Die Augen sind schon wieder nach vorne, in Blickrichtung Zukunft, gerichtet.“

2012

BREITES SPEKTRUM

Partnerschaft Tiroler Landes­ theater/Versicherung des Öster­ reichaufenthalts des Dalai Lama

2015

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Spezialisiert hat sich Steinmayr & Co auf die Betreuung von Unternehmen, vorwiegend aus Tourismus und Wirtschaft. Das liegt einerseits in dem großen Stellenwert entsprechender Sparten in Tirol, andererseits aber auch gewissermaßen in der (Vor-)Geschichte des Versicherungsmaklers begründet. „Schon mein Vater hat mit seiner Firma Steinmayr und Partner den Fokus auf das Unternehmenssegment gelegt. Und wir haben später eben nicht nur den Betrieb, sondern, wenn man so will, auch dessen Schwerpunkt übernommen“, erklärt Christian Steinmayr, der diese besondere Gewichtung als einen wesentlichen Faktor für den Reiz seiner Tätigkeit ansieht. „Ich glaube, dass unser Job schon ein sehr trockener sein kann – wenn

Mitgliedschaft beim unabhängi­ gen internationalen Maklernetz­ werk Unisonsteadfast

2020

50- und zehnjähriges Jubiläum

29


© AXEL SPRINGER

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : S T E I N M A Y R & C O

Weltweit vernetzt

Wenn man als lokaler Player global agieren möchte, braucht es ein gutes Netzwerk und die richtigen Kontakte. Steinmayr & Co ist Mitglied von Unisonsteadfast, einem Zusammen­ schluss von 130 unabhängigen, eigen­ tümergeführten Maklerunternehmen in der ganzen Welt, der es dem Betrieb erlaubt, nationale wie internationale Kunden in Versicherungsfragen auch über Landesgrenzen hinaus zu be­ treuen und zu begleiten – und das mit heimischen Standards.

Teamwork: Bei Steinmayr & Co sitzen alle Mitarbeiter am selben Tisch.

„Netzwerke und Verbindungen sind unerlässlich, aber ohne Angestellte mit Know-how und Erfahrung geht nichts.“ MICHAEL PERLORNIGG, G E S C H Ä F T S F Ü HR ER S T EIN M AY R & CO

Kein Schaden zu groß Rund 3.000 Fälle handelt die Scha­ denabteilung von Steinmayr & Co jährlich ab.

Besondere Umstände

Bisher wurden bei Steinmayr & Co mehr als drei Millionen Euro an corona­ bedingten Schäden bearbeitet.

30

man ihn falsch angeht. Wir aber haben wirklich spannende Kundenbeziehungen und leben stark mit unseren Kunden mit. Somit beteiligen wir uns hautnah am Tiroler Wirtschaftsleben und sind immer am Puls der Zeit. Das ist äußert aufregend.“ Dass es dem Team bei Steinmayr & Co nicht langweilig wird, dafür sorgen nicht zuletzt die zahlreichen lokalen und internationalen Sportveranstaltungen, die man als Versicherungsmakler betreut. Dazu zählen unter anderem verschiedene Weltmeisterschaften, aber auch Veranstaltungen wie das Crankworx in Innsbruck oder das legendäre Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Um Letzteres kümmere man sich bereits seit vielen Jahren. Trotzdem sei es Steinmayr zufolge jedes Mal aufs Neue nervenaufreibend und etwas Besonderes. „Im Vorfeld des Rennens bin ich

immer etwas nervös und blicke mehrmals täglich auf die Wettervorhersage. Denn gerade bei Outdoorveranstaltungen hängt fast immer alles vom Wetter ab, ob es stattfinden kann oder nicht. Und das ist für uns als Versicherungsmakler die entscheidende Frage.“ Die Verbindung zwischen Steinmayr & Co und Sportevents ist im Übrigen ebenfalls historisch begründet, wenn man so will. Christians Vater Wolfgang Steinmayr war in dieser Hinsicht sehr engagiert und hat gewissermaßen den Grundstein für diese Ausrichtung gelegt – nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Vergangenheit als professioneller Radfahrer und viermaliger Sieger der Österreich-Rundfahrt.

DER MENSCHLICHE FAKTOR

Obschon regional, in Innsbruck und Tirol verankert, ist Steinmayr & Co nicht nur für heimische, sondern ebenso für international agierende Unternehmen aus der ganzen Welt tätig – beinahe ein Alleinstellungsmerkmal in Österreich, wie der zweite Geschäftsführer Michael Perlornigg anfügt. „Wir sind einer der ganz wenigen regionalen Makler, die die Voraussetzungen dafür haben, Kunden auch ins Ausland zu begleiten und dezentrale Risiken, wie beispielsweise Auslands-


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : S T E I N M A Y R & C O

Künstlerische Ader Vor etwas mehr als acht Jahren hat das Unternehmen damit begonnen, sich verstärkt im kulturellen Bereich zu engagieren. Startschuss dafür war eine Partnerschaft mit der angesehenen Tanzcompany Innsbruck, welche von Steinmayr & Co mittlerweile seit 2012 als Hauptsponsor unterstützt wird. Seitdem kommen immer mehr Veranstaltungen und Aktionen aus verschiedenen Richtungen hinzu, wie Geschäftsführer Christian Steinmayr erläutert. „Wir schauen einfach, welche spannenden Projekte es in Innsbruck und in Tirol gibt, denen wir ein wenig unter die Arme greifen können. Bei der Auswahl lassen wir uns dann vor allem von unserem Gefühl und unse­ rem persönlichen Geschmack leiten.“ Dieses Prinzip der aktiven Kulturför­ derung wurde durch das Engagement der Künstlerin Maria Köfler für den Kunstversicherungsbereich und die Etablierung der eigenen Galerie „Im Vektor – operated by Steinmayr & Co“ in der Münze Hall praktisch auf die Spitze getrieben.

Win-win Was die Gründe für dieses Engagement betrifft, führt Steinmayr vor allem die Förderung der heimischen Kul­ turszene ins Feld. „Ich bin ein Bürger dieser Stadt und möchte, dass sich Dinge in Innsbruck und Tirol in die richtige Richtung bewegen – auch in kultureller Hinsicht.“ Zudem eröffne das Sponsoring die Gelegenheit, mit Kunden und Geschäftspartnern abseits versicherungstechnischer Belange schöne Momente zu erleben – etwa im Tiroler Landestheater oder eben in der vom Unternehmen selbst kuratierten Kunstgalerie „Im Vektor“.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

niederlassungen, weltweit zu betreuen. Üblicherweise ist das sonst eher großen, internationalen Maklern vorbehalten.“ Um diese länderübergreifende Betreuung anbieten zu können, benötige es dem Experten zufolge vor allem eines, nämlich gut ausgebildete Mitarbeiter. „Klar, funktionierende Netzwerke und Verbindungen sind unerlässlich, aber ohne Angestellte mit Knowhow und Erfahrung in diesem Bereich geht nichts“, meint Perlornigg. „Und gerade in einem Beratungsbusiness wie dem unseren ist der menschliche Faktor enorm wichtig.“ Aus diesem Grund sei man stets auf der Suche nach frischen Kräften – selbst während der Corona­ krise wurde die Belegschaft auf 20 Personen erweitert – und tue viel, um sie schließlich auch möglichst lange zu halten. So schenke man den Angestellten etwa immer vollstes Vertrauen und gewähre ihnen viele Freiräume bei ihrer Arbeit. „Unsere Firma ist nicht zuletzt durch unsere Mitarbeiter so stabil gewachsen, welche immer wieder neue Vorschläge einbringen und ihre eigenen Vorgangsweisen und Techniken etablieren“, sagt Perlornigg. „Und davon profitieren wir ebenso wie unsere Kunden.“

31


T O P.T I R O L

Regionalität als Ausweg

© KLAUS MAISLINGER

Digitalisierung und Globalisierung machen die Welt zum Dorf. Jeder tritt mit jedem unabhängig vom Standort in direkte Konkurrenz. Wie die regionale Wirtschaft dieser Situation begegnen muss, erklärt Dietmar Hernegger, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Tirol, im Interview.

Heute sind Konsumentenbedürfnisse breiter gefächert denn je. Kann Regionalität überhaupt einen Ausweg bieten? Regionalität muss der Ausweg sein! Kulinarisch betrachtet kommen die Touristen ja nicht wegen des chinesischen Essens, sondern genießen die Tiroler Küche. Ich denke, dass das Verständnis groß ist, wenn am Buffet in Tirol gewachsene Produkte statt Kokosnüssen und Datteln vorzufinden sind. Wir leben in einer einzigartigen Landschaft und können diese und ihre regionalen Produkte mit Stolz präsentieren.

N

eben der Pandemie hat auch die Beinahe-Katastrophe im Suezkanal gezeigt, wie anfällig globale Handels- und Logistikketten sind. Hat die Globalisierung ihr Limit erreicht oder überschritten? DIETMAR HERNEGGER: Subjektiv gesehen, ja. Und provokant formuliert finde ich es schon bedenklich, dass in Europa die Erde bebt, wenn in China das sprichwörtliche Fahrrad umfällt. Auch in Tirol leidet die regionale Wirtschaft schon lange unter der globalen Konkurrenz. Sind hier bereits unwiederbringliche Schäden entstanden? Einige blaue Flecken haben wir sicher davongetragen. Aber die Tiroler Unternehmen haben bestens ausgebildete Fachkräfte, produzieren in hoher Qualität und sind innovativ. Wir müssen uns auch im internationalen Vergleich nicht verstecken und haben es somit selbst in der Hand, weiterhin erfolgreich zu bleiben.

32

Liegt die Verantwortung, diesen Balanceakt der Konsumenten zwischen regionalem Angebot und globalen Bedürfnissen zu steuern, auch bei den lokalen Anbietern? Eine klassische Henne-Ei-Frage. Eher sehe ich die Verantwortung bei den Konsumenten. Manche Bedürfnisse sind eigentlich gar keine. Es hat sich einfach nur schleichend eingebürgert, alles bestellen zu können. Und wenn’s nicht passt, schickt man es wieder zurück. Natürlich ist es bequem, wenn man 24/7 fast alles von der Couch aus erledigen kann. Aber denken wir doch ein bisschen darüber nach, dass damit eigentlich unsere eigenen Arbeitsplätze zerstört werden, dass damit regionalen Betrieben als auch den Nahversorgern die Grundlage entzogen wird. Und sich ein Wasserrohrbruch schwerlich online beheben lässt. Was können Tiroler Unternehmen dazu beitragen, nicht ins Abseits zu geraten? Konzentrieren wir uns auf unsere eigenen Stärken und setzen sie entsprechend ein. Fachliche Kompetenz gepaart mit individueller und persönlicher Beratung unserer Kunden kann ein entscheidender Vorteil sein. Und seien wir uns einig: Copy & Paste ist definitiv nicht der „Tiroler Weg“! Vielen Dank für das Gespräch.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Dietmar Hernegger, Obmann der Sparte Information & Consulting der Tiroler Wirtschaftskammer


Der vollelektrische

mit Dualmotor Allradantrieb

Ab sofort bestellbar Vernunft trifft Fahrspaß Großartige Highlights wie Wärmepumpe, LED Matrix-Scheinwerfer, 20 Zoll Leichtmetallräder und vieles mehr bereits serienmäßig. Stromverbrauch: 18,4 – 18,9 kWh/100 km. CO₂-Emission: 0 g/km. Symbolfoto. Stand 05/2021.

Porsche Innsbruck-Haller Strasse | Haller Straße 165, 6020 Innsbruck, www.porscheinnsbruck.at Porsche Innsbruck-Mitterweg | Mitterweg 26-27, 6020 Innsbruck, www.porscheinnsbruck.at Porsche Wörgl | 6300 Wörgl, Innsbrucker Straße 59, www.porschewoergl.at Porsche Kufstein | 6330 Kufstein, Rosenheimer Straße 11, www.porschekufstein.at Porsche St. Johann | 6380 St. Johann in Tirol, Birkenstraße 18, www.porschestjohann.at


20 R ANKING

TOP

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Die 200 einfluss­reichsten TirolerInnen Einfluss, Charisma und ihre Rolle bei der Gestaltung der Zukunft Tirols: 30 Jurymitglieder haben entschieden, welche TirolerInnen wirklich das Ruder in der Hand haben.

➔ 35


RANKING

Die Jury

20 0

Relevanz liegt immer im Auge des Betrachters. Deswegen ruht das Ranking der einflussreichsten TirolerInnen bewusst nicht auf den Schultern weniger. Stattdessen wur­ den 30 renommierte ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen – von Wirtschaft über Forschung bis hin zur Kultur – eingeladen, sich an der Abstimmung zu beteiligen. Bei allen Jurymitgliedern handelt es sich um absolute BrancheninsiderInnen und Fachleute, die mit viel Erfahrung und individuellen Einblicken auf ihrem Gebiet zu einer möglichst breiten, ausgewogenen Perspektive beigetragen haben.

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Rainer Bachbauer Schloss-Marketing, Geschäftsführer

Anton Dippel BFI Tirol, Marketingleitung

Patricio Hetfleisch Tirol Werbung, Leiter Marketing und Kommunikation

Emanuel Jahn Autohaus Dosen­berger, Geschäftsführer

Andreas Gstrein Technologie- und Wirtschaftspark Innsbruck, Geschäftsführer

Benedikt Kapferer Autohaus Kapferer und Kapferer, Geschäftsführer

Theresa Haid Vitalpin, Geschäftsführerin

Micha-Emanuel Hauser Autopark, Gesamt­verkaufsleiter

Manfred Lechner STRABAG, Direktionsleiter und Prokurist

Barbara Moser SPAR-Zentrale Wörgl, Leiterin für Werbung & Information


20 0 © THOMAS STEINLECHNER, AXEL SPRINGER, BFI TIROL, SPAR TIROL, KAPFERER&KAPFERER, PRIVAT, FRANZ OSS, AUTOHAUS DOSENBERGER GMBH & CO KG, IV TIROL, EMANUEL KASER, FLO LECHNER, DIE FOTOGRAFEN, TIROL TV, BERNHARD AICHNER, TIROL WERBUNG, ANDREAS SCHÖNHERR, SCHLOSS-MARKETING, NORBERT-FREUDENTHALER.COM, RAMONA WALDNER, GRETTER/OFP.KOMMUNIKATION, WERBEAGENTUR ACC

RANKING

Susanne Neuhauser IDEALTOURS, Geschäftsführerin

Daniel Nöbauer augustin+nöbauer+ partner Steuerberatung, Geschäftsführer

Wolfgang Novak WAT Bauträger, Geschäftsführer

Thomas Oberhuber ofp kommunikation, Geschäftsführer

Christoph Oberortner Auricom, Geschäftsführer

Michael Perlornigg Steinmayr & Co Insurance Broker, Geschäftsführer

David Prieth PMK, Geschäftsführer

Martin Reiter Tiroler Versicherung, Leiter Marketing

Eike Richter Künig, Leiter Marketing

Oliver Schönitzer ATC – Alpin Tourismus Consulting, Geschäftsführer

Georg Spazier ITS, Geschäftsführer

Eugen Stark IV-Tirol, Geschäftsführer

Uwe Steger Universität Innsbruck, Leiter Öffentlich­keits­ arbeit

Fred Steinacher Moser Holding, Journalist

Paul Vyskovsky WIFI Tirol, Geschäftsführer

Christoph Waltl TYROLIT, Leiter Corporate Communication

Herbert Waltl Festival der Träume, Geschäftsführer

Roland Wegleiter Czernich Haidlen Gast & Partner Rechtsanwälte, Partner

Marius Wolf Tirol TV, Geschäftsführer

Anita Zehrer Management Center Innsbruck, Professorin

➔ 37


RANKING

1.

Günther Platter

2.

Hans Peter Haselsteiner Multiunternehmer

(z. B. STRABAG, WESTbahn …) 38

© LAND TIROL/BERGER, STRABAG SE, IV-TIROL, AXEL SPRINGER, STEPHAN PICK

Landeshauptmann Tirol (ÖVP)


3. RANKING

Christoph Swarovski Präsident Industriellen­ vereinigung Tirol, Multiunternehmer (z. B. Tyrolit)

4.

René Benko

Multiunternehmer (z. B. SIGNA)

5.

Christoph Walser Präsident Wirtschaftskammer Tirol, Bürgermeister Thaur (ÖVP)

39


RANKING

Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (ÖVP)

8.

7.

Anton Mattle

9.

Landesrat für Wirtschaft und Digitalisierung, ehemaliger Bürgermeister Galtür (ÖVP)

Erwin Zangerl

Präsident Arbeiterkammer Tirol 40

Andreas Altmann Rektor Management Center Innsbruck

10. Jakob Falkner

Multiunternehmer

(z. B. Bergbahnen Sölden, Ötztaler Gletscher)

© ÖVP, LAND TIROL/BERGER, MCI, AK TIROL/BERGER, ANTON KLOCKER, FRANZ OSS, ANDREAS JAKWERTH, TT/THOMAS BÖHM

6.

Margarete Schramböck


11.

RANKING

13.

12.

Georg Willi Bürgermeister Innsbruck (Die Grünen)

14.

Eduard Fröschl

Multiunternehmer (z. B. Fröschl-Gruppe)

Armin Wolf ORFModerator

Josef Geisler Landeshauptmann­ stellvertreter (ÖVP), Obmann Tiroler Bauernbund

15.

Markus Langes-Swarovski Swarovski 41


PLATZ 2

IM GESPRÄCH

HANS PETER HASELSTEINER Unternehmer, Politiker, Mäzen

Zur Person

S

ie sind seit Jahrzehnten eine Größe in der österreichischen Wirtschaft. Was war die größte Herausforderung Ihrer Karriere? In einem Unternehmerda­ sein ist das erfolgreiche Überleben ge­ nerell die größte Herausforderung.

Hans Peter Haselsteiner wurde 1944 in Wörgl geboren. Er studierte Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien, wo er 1970 promovierte. Bis 2013 war er Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE und ist Miteigentümer der Rail Holding AG, die das Eisenbahnunternehmen WESTbahn betreibt. Haselsteiner engagierte sich immer wieder politisch, von 1994 bis 1998 war er Nationalratsabgeordneter des Liberalen Forums. Später unterstützte er die NEOS finanziell.

Was verbinden Sie heute mit Tirol? Ich empfinde Tirol immer mehr als das Land meiner Wurzeln.

42

Was bedeutet Ihnen politisches Engagement? Ich glaube, politisches Engagement junger Menschen ist in hohem Maße wünschenswert, unabhängig von deren politischer Einstellung. Es sollte auch eine weit höhere Anerkennung durch die Gesell­ schaft erfahren, als das heute der Fall ist, denn ohne politisches Engagement von vielen jungen, talentierten und verantwortungsbewussten Frau­ en und Männern ist unsere Demokratie gefährdet. Worüber haben Sie zuletzt herzhaft gelacht? Über den Versuch meiner zweijährigen Enkel­ tochter, den Opapa als Pferd zum Galoppieren zu bringen.

© STRABAG SE

Wozu würden Sie Jungunternehmern in Tirol aktuell raten? Also erstens: Machen Sie nur das, was Freude macht, was Sie mit Leidenschaft ma­ chen können. Nicht das, womit Sie glauben, viel Geld zu verdienen, und auch nicht das, was die Tradition vermeintlich gebietet. Zweitens: Achten Sie auf die Regeln und Grundsätze der Betriebswirtschaft. Und drittens: Seien Sie sich bewusst, dass man nur als Schriftsteller, Maler, gegebenenfalls Bildhauer oder Philosoph alleine arbeiten kann und sonst in seiner Tätigkeit immer auf andere Menschen angewiesen ist. Es sind immer auch andere Menschen, die eine Rolle spielen und den Erfolg ermöglichen.


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RANKING

16.

17.

Martha Schultz Vizepräsidentin Wirtschafts­kammer Österreich, Multiunternehmerin (Schultz-Gruppe)

18.

Arthur Thöni

Multiunternehmer (Thöni-Gruppe)

19.

Michael Schwarzkopf Multiunternehmer

(z. B. Plansee-Gruppe, CERATIZIT)

Peter Paul Mölk MPREIS 44

20.

Mario Gerber Landtagsabgeordneter (ÖVP), Vorsitzender Tyrol Tourism Board


RANKING

21.

22.

Ernst Schöpf Präsident Tiroler Gemeindeverband, Bürgermeister Sölden (ÖVP)

23.

© SCHULTZ-GRUPPE, GERHARD BERGER, PATRICK SARINGER, TT/MITTERMAYR, WK TIROL, PRIVAT, VP TIROL/TANJA CAMMERLANDER, ANDREI PUNGOVSCHI, CHRISTIAN HARTMANN

Hans K. Reisch

Josef Hechenberger Präsident Landwirtschaftskammer Tirol, Nationalratsabgeordneter (ÖVP)

SPAR Österreich

25.

Franz Fischler Präsident Europäisches Forum Alpbach, ehemaliger Bundesminister und EU-Kommissar (ÖVP)

24. Tobias Moretti Schauspieler

45


DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN

46

NAME

UNTERNEHMEN

26.

Fritz Unterberger

Multiunternehmer (Unterberger-Gruppe)

27.

Ingrid Felipe

Landeshauptmannstellvertreterin (Die Grünen)

28.

Annette Leja

Landesrätin für Gesundheit und Wissenschaft (ÖVP)

29.

Beate Palfrader

Landesrätin für Arbeit, Bildung und Wohnen (ÖVP), Obfrau AAB

30.

Florian Phleps

Tirol Werbung

31.

Johannes Tratter

Landesrat für Gemeinden und Raumordnung (ÖVP)

32.

Hermann Glettler

Diözesanbischof Diözese Innsbruck

33.

Tilmann Märk

Rektor Universität Innsbruck

34.

Robert Buchbauer

Swarovski

35.

Sigrid Maurer

Nationalratsabgeordnete, Klubobfrau (Die Grünen)

36.

Josef Margreiter

Lebensraum Tirol Holding

37.

Michael Kocher

Novartis Austria, Sandoz

38.

Reinhard Binder

Binderholz

39.

Andreas Ermacora

Präsident Alpenverein Österreich

40.

Ingeborg Hochmair-Desoyer

MED-EL

41.

Carina Schiestl-Swarovski

Swarovski Optik

42.

Manfred Pletzer

Multiunternehmer (z. B. Pletzer-Gruppe, Pletzer Resorts), Vizepräsident Wirtschaftskammer Tirol

43.

Jakob Wolf

Landtagsabgeordneter (ÖVP), Klubobmann ÖVP Tirol, Bürgermeister Umhausen

44.

Wilfried Stauder

Aufsichtsratsvorsitzender Hypo Tirol Bank, Moser Holding und Stauder Schuchter Kempf Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung

45.

Thomas Bodner

Multiunternehmer (z. B. Bodner-Gruppe, Kufstein Galerien)

© FRANZ OSS, LAND TIROL/BERGER, TIROL WERBUNG, DIÖZESE INNSBRUCK/AICHNER, GERHARD BERGER, PARLAMENTSDIREKTION/PHOTO SIMONIS, OLIVER SOULAS, NOVARTIS, BINDERHOLZ, TT/THOMAS BÖHM, VP TIROL/TANJA CAMMERLANDER, SABINE HOLAUBEK, SWAROVSKI/WWW.ANDREASGRABER.COM

RANKING


IM GESPR ÄCH

Zur Person

PLATZ 28

ANNETTE LEJA

Annette Leja wurde 1969 in Innsbruck geboren. Nach der Matura an der HAK Telfs studierte sie Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck. Ab 1996 war sie im Sanatorium Kettenbrücke als Verwaltungsdirektorin, ab 2002 als Geschäftsführerin tätig. Nach dem Rücktritt des Landesrats Bernhard Tilg übernahm Leja am 11. Mai 2021 die Agenden Gesundheit, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Wissenschaft und Forschung in der Tiroler Landesregierung.

Die Quereinsteigerin

Was haben Sie aus Ihrem Job in der Privatwirtschaft für Ihre jetzige Aufgabe als Landesrätin mitgenommen? Die Freude an der Arbeit, die mich trotz aller Herausforderungen im früheren Kran­ kenhausalltag tagtäglich begleitet hat, und die Begeisterung am Gesundheitswesen. Gleichzei­ tig geht es um die Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem Land, für die ich arbeite.

© LAND TIROL

S

ie sind seit Mai Mitglied der Tiroler Landesregierung. Was hat Sie an der politischen Arbeit überrascht? Die Dynamik in der Politik ist durchaus bemerkenswert. Für mich hat sich aber die professionelle und engagierte Arbeit der Ti­ roler Landesregierung und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesdienst bestätigt. Das gilt für den Umgang mit der Coronapandemie ge­ nauso wie für die derzeitigen Bestrebungen, Tirol rechtzeitig für die Zeit nach dieser Krise als wei­ terhin gesundes, lebenswertes, innovatives und wirtschaftlich starkes Land aufzustellen.

Was ist die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit als Landesrätin? Wesentliche Themen sind, eine länderübergreifende Lösung zu erarbei­ ten, wie man den Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren stemmt, sowie die Gesund­ heitsversorgung in Tirol auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Ebenso ist die Positionierung Tirols als attraktiver Wissenschaftsstandort von großer Bedeutung. So können die entsprechenden Weichen für die zukunftsorientierte Entwicklung dieser Bereiche gestellt werden. Was würden Sie in Tirol verändern? In der Welt finden ständig Veränderungen statt, denen auch Tirol ausgesetzt ist. Darauf gilt es bewusst einzu­ gehen und proaktiv in die Zukunft zu arbeiten, um die Lebensqualität in Tirol noch besser zu machen. Womit möchten Sie in Erinnerung bleiben? Mei­ ne Arbeit in der Landesregierung zielt darauf ab, die Themen der Gesundheit, Pflege und Wissen­ schaft bestmöglich aufzustellen. Womit ich in Er­ innerung bleibe, diese Entscheidung treffe nicht ich, sondern die Menschen in Tirol, die meine Ar­ beit zu beurteilen haben.

47


IM GESPR ÄCH

Zur Person

PLATZ 8

ANDREAS ALTMANN

Nach Studien in Linz, Innsbruck und Bologna und einer wissenschaftlichen Laufbahn an den Instituten für Finanzwissenschaft und Unternehmensführung wurde der promovierte Ökonom Andreas Altmann im Jahr 1995 zum Gründungsgeschäftsführer des MCI bestellt und im Jahr 2012 auch zum Rektor ernannt.

Mut machen, Visionen haben und Träume verfolgen

sind, neue Wege zu beschreiten. Wir müssen die um sich greifende Haltung überwinden, alles bis ins Letzte regeln und bürokratisieren zu wollen, und dürfen nicht in eine Kultur verfallen, die auf die Vermeidung des letzten denkmöglichen Feh­ lers fokussiert ist. Wir sollten nicht jene belohnen, die in ihrem Leben nie einen Fehler gemacht ha­ ben, sondern Menschen, die Visionen haben und etwas mutig anpacken. Und schließlich – das ist ohnehin bekannt – gilt es, endlich den so lange in Aussicht gestellten MCI Campus zu realisieren. So kann es nicht weitergehen.

Was ist die größte Herausforderung als Rektor? Die größte Herausforderung für das MCI und un­ seren Standort sehe ich darin, wie man Menschen findet, die sich etwas trauen, sich für etwas einset­ zen, für sich und ihr Umfeld Verantwortung über­ nehmen, die das Unmögliche wagen und bereit 48

Was würden Sie jungen Menschen raten? Wir leben in einer Zeit, in der allein der Gedanke an Leistung schon als etwas Verkrampftes, Befremd­ liches, Bedrohliches und beinahe Verwerfliches empfunden wird. Dabei gibt es kaum etwas Schö­ neres, Sinnstiftenderes und Erfüllenderes, als et­ was schaffen, bewegen und gestalten zu dürfen und andere auf dem Weg mitnehmen zu können. Für mich hat das mit künstlerischem Wirken und kreativer Entfaltung zu tun. Junge Menschen sollten zu träumen wagen und nicht zögern, ihre Träume zu verwirklichen!

© MCI/B. KOLLER

S

ie sind seit 25 Jahren am MCI. Was hat sich in dieser Zeit entwickelt? Ich freue mich riesig, was hier alles entstanden ist. Allein die Zahlen sprechen für sich: 3.500 Studierende, 300 Partne­ runiversitäten, 400 MitarbeiterInnen, 1.000 Lehr­ beauftragte, 13.000 Alumni, tausende zufriedene Arbeitgeber, laufende Spitzenplätze in Rankings usw. Besonders zuversichtlich stimmt mich dabei unser großartiges Team, das täglich das Unmög­ liche möglich macht und mit Energie, Motivation und Leidenschaft Neues entstehen lässt.

Was war Ihr Berufswunsch als Kind? Schriftstel­ ler, Maler, Arzt oder Forscher oder reich heiraten. Für all das haben mir aber die Begabung, die Ge­ duld oder das Aussehen gefehlt. Davon abgesehen hatte der Stiftspropst meines Heimatorts See­ kirchen mich als Priester gesehen und bereits im Salzburger Borromäum angemeldet. Es scheint dann aber in meinem Verhalten etwas dagegen gesprochen zu haben.


RANKING

SONDERR ANKING

Wer sind Tirols einflussreichste Bauunternehmer?

1. © STRABAG SE, TT/THOMAS BÖHM, SABINE HOLAUBEK, AXEL SPRINGER

2.

Hans Peter Haselsteiner Multiunternehmer, STRABAG

Eduard Fröschl Multiunternehmer, Fröschl

3.

Thomas Bodner

4.

Klaus Ortner

5.

Multiunternehmer, Bodner

Multiunternehmer, PORR

Anton Rieder Multiunternehmer, Riederbau

A

uch wenn das Coronavirus schein­ bar auf dem Rückzug ist, werden uns die letzten 15 Monate noch lange be­ schäftigen. Nicht nur die wirtschaftlichen und persönlichen Schäden, sondern auch die ausbezahlten staatlichen Förderungen. Einerseits werden diese Beträge das Budget langfristig belasten, andererseits werden die Förderungswerber auf Basis des Bundesge­ setzes über die Prüfung von Förderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie (CFPG) in der Regel im Rahmen von Außenprüfun­ gen durch das Finanzamt geprüft. Geprüft werden die Richtigkeit und Plausibilität der vom Förderwerber angege­ benen Daten und vorgelegten Unterlagen.

sich finanzstrafrechtliche Folgen aus einer Falschbeantragung einer Förderung ergeben. Beachten Sie deshalb, dass die als Grundla­ gen für die Förderung dienenden Unterlagen ausreichend dokumentiert und aufbewahrt werden, um auf eine Prüfung der CoronaFörderungen gut vorbereitet zu sein. Mag. (FH) Daniel Nöbauer und Mag. Astrid Graf, Geschäftsführer

Das Finanzamt tritt als Gutachter auf und meldet etwaige Unstimmigkeiten an die je­ weilige Förderstelle. Bei Verdacht auf eine Straftat muss eine Anzeige bei der Staatsan­ waltschaft erstattet werden und es können

augustin+nöbauer+partner Steuerberatung GmbH & Co KG steuern – betriebswirtschaft – coaching Mitterweg 16/II Würth-Zentrum, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/294439 E-Mail: office@fidas-innsbruck.at www.fidas.at

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

© AUGUSTIN+NÖBAUER+PARTNER STEUERBERATUNG GMBH

Prüfung von Covid-19-Förderungen


T O P.T I R O L

Balmung Medical auf Expansionskurs © BALMUNG MEDICAL

Das innovative Unternehmen im Medizin- und Gesundheitsbereich schafft in Tirol neue Arbeitsplätze.

Engelbert Leobacher, Geschäftsführer Balmung Medical

H

err Leobacher, Sie sind Eigentümer und Geschäftsführer eines sehr erfolgreichen Unternehmens, von dem viele Tiroler allerdings noch wenig wissen. Wie würden Sie kurz Balmung Medical Handel GmbH und seine Tätigkeitsfelder grob beschreiben? ENGELBERT LEOBACHER: Balmung wurde 2004 gegründet. Das inhabergeführ­ te Unternehmen ist mittlerweile ein Global Player im Medizin- und Gesundheitspro­ duktebereich. Wir beliefern in über 30 Län­ dern Kliniken und Gesundheitsunterneh­ men. Balmung Österreich erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 157 Millionen Euro.

Es gibt wenige Unternehmen mit einer solchen rasanten positiven Entwicklung. Wie sehen Sie die Prognosen für die Zukunft? Weiterhin sehr positiv. Balmung Ös­ terreich wird 2021 einen Halbjahresumsatz von 180 Millionen Euro erreichen. Damit wurde der Vorjahresumsatz bereits Mitte des Jahres übertroffen. 50

„Wir verkaufen nicht Produkte, sondern bieten individuelle Problemlösungen für unsere Kunden.“ ENGELBERT LEOBACHER, GESCHÄF TSFÜHRER BALMUNG MEDIC AL

Das ist sehr beeindruckend, vor allem das über Jahre konstante Wachstum. Was ist das Besondere, was steht hinter Ihrem Erfolg? Das ist eine Kombination aus mehre­ ren Punkten. • Kundenverständnis: Wenn ich den Kun­ den verstehe, stelle ich die richtigen Fra­ gen und erhalte dahingehend die richtigen Antworten. Nur so kann man langfristig am Markt bestehen. • Marktverständnis: Wir sehen uns als datengetriebenes Unternehmen, mit an­ geschlossenem Großhandel. Unsere Pro­ dukteinführungen wie Preisbildungen basieren auf Echtmarktdaten. Diese Ent­ scheidungsgrundlage erhöht die Erfolgs­ quote massiv.

• IT-basierte Lösungen: Wir verknüpfen die eigenständigen, nicht verknüpften Waren­ wirtschaftssysteme der Kunden mit unse­ rem Data-Warehouse unter Zuhilfenahme von Übersetzungsystemen, sodass eine klare Marktübersicht mit Echtdaten pro Vertriebskanal entsteht. Dies hat zur Fol­ ge, dass Einsparungspotenziale in Bezug auf Produkte, Produktportfolios sowie Ver­ bräuche klar aufgezeigt werden können. Unser Bestreben ist es, näher am Kunden zu sein und durch kurze Entschei­ dungswege einen Wettbewerbsvorsprung zu generieren. Wir verkaufen nicht Produk­ te, sondern bieten individuelle Problemlö­ sungen für unsere Kunden. Das klingt nach einem sehr spannenden und vielseitigen Aufgabenbereich. Ich glaube, dass es hier nur sehr wenige Mitbewerber gibt, die Ähnliches bieten. Nicht der Markt wird uns begrenzen, sondern nur wir uns selber. Generell ist der Markt in Europa noch sehr stark fragmentiert. In den USA hat hier schon eine Konsolidierung stattge­ funden und vier bis fünf Händler betreuen 90 Prozent des Marktes. In Europa gibt es ca. 650 kleinere Händler und darüber Milliar­ denkonzerne (Hersteller) mit einem Umsatz zwischen fünf und 30 Milliarden. Dazwi­ schen ist sehr viel Luft für uns vorhanden. Wo sehen Sie das Wachstum in den nächsten Jahren? Das größte Potenzial sehen wir im Wachstum von Balmung Deutschland, UK, USA. Wir sind in einer krisensicheren Branche und unterstützen den globalen Gesundheitsbereich. Darüber hinaus haben wir die nächsten zwölf Monate zwei neue Projekte mit hohen Umsatz- und Ertrags­ potenzialen in der Pipeline. Was sehen Sie als größte Herausforderung? Wir haben sehr ambitionierte Ziele und dazu benötigen wir ebenso motivierte


T O P.T I R O L

Committed to Healthcare

„Wir beliefern in über 30 Ländern Kliniken und Gesundheitsunternehmen.“ ENGELBERT LEOBACHER

WIR suchen SIE Assistenz der Geschäftsführung

MitarbeiterInnen, die Balmung in Zukunft nachhaltig mitgestalten wollen. Diese zu finden, ist nicht ganz einfach. Wir versu­ chen, ein betriebliches Umfeld zu schaffen, das einerseits interessierte Mitarbeiter an­ zieht und diese andererseits auch langfristig ans Unternehmen bindet. Dabei zählt nicht nur die nötige Anzahl, sondern auch die da­ hintersteckende persönliche und fachliche Qualifikation. Mit Fleiß, Vorstellungskraft und Engagement ist in unserem Unterneh­ men alles möglich. Wir suchen Verstärkun­ gen in allen Bereichen, Purchase, Sales, IT und Finance. Wir bieten ein internationales Umfeld und vor allem großes Entwicklungs­ potenzial in einem wachstumsorientierten inhabergeführten Betrieb. Wir wollen ge­ meinsam an wegweisenden Entwicklungen für unsere Kunden arbeiten.

BilanzbuchhalterIn Junior ProduktmanagerIn SachbearbeiterIn Einkauf Datenbank- & Reporting Assistenz Sales ManagerIn Innendienst Senior ProduktmanagerIn EinkäuferIn operativ LagermitarbeiterIn

WIR sind ein international tätiges Handelsunternehmen für Medizinprodukte.

Mit einfachen Worten: Balmung ist sehr gut für die Zukunft gerüstet. Was bietet das Unternehmen für uns Tiroler? Das zu­ künftige Headquarter wird gerade in Tirol, in Kirchbichl, gebaut. Bis zum Herbst 2022 entsteht auf einem Areal von 50.000 Qua­ dratmetern ein moderner Firmenkomplex. Hier wird nicht nur unser Europa-Logistik­ zentrum mit automatisiertem Hochregalla­ ger und direktem Gleisanschluss, sondern vor allem unsere wichtigste Division, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung, sowie Data Research mit modernen Ar­ beitsplätzen Platz finden. 150 qualifizierte Arbeitsplätze sollte der neue Standort in Kirchbichl bieten.

WIR sind ein inhabergeführtes Unternehmen. WIR bringen traditionelle Werte & Digitalisierung in Symbiose. Tragen auch Sie zu unserem WIR bei und bewerben Sie sich! bewerbung@balmung.cc

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Balmung Medical Handel GmbH Sportplatzweg 15, 6336 Langkampfen E-Mail: office@balmung.cc www.balmung-medical.com

WIR sind in einer krisenfesten Branche und unterstützen damit den globalen Gesundheitsbereich.

Balmung Medical Handel GmbH Sportplatzweg 15, A-6336 Langkampfen T +43 (0)5332 25400 E office@balmung.cc www.balmung.cc

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RANKING

NAME

UNTERNEHMEN

46.

Gerhard Burtscher

Bank für Tirol und Vorarlberg

47.

Klaus Ortner

Multiunternehmer (z. B. IGO-Gruppe, PORR)

48.

Alois Vahrner

Chefredakteur Tiroler Tageszeitung

49.

Ingeborg Freudenthaler

Freudenthaler Entsorgung

50.

Leopold Wedl

Handelshaus Wedl

51.

Anton Pletzer

Multiunternehmer (z. B. Pletzer Holding, Bergbahnen Hohe Salve, Lanserhof)

52.

Mario Zenhäusern

Chefredakteur Tiroler Tageszeitung

53.

Hans Lintner

Bürgermeister Schwaz (ÖVP)

54.

Klaus Winkler

Bürgermeister Kitzbühel (Kitzbüheler Volkspartei)

55.

Balthasar Hauser

Stanglwirt

56.

Markus Wilhelm

Publizist, Blogger, dietiwag.org-Betreiber

57.

Elisabeth Blanik

Landtagsabgeordnete (SPÖ), Bürgermeisterin Lienz

58.

Martin Wetscher

Multiunternehmer (z. B. Wetscher Möbel, Wetscher Immobilien)

59.

Martin Malaun

Landesgeschäftsführer ÖVP Tirol

60.

Peter Schröcksnadel

ehemaliger ÖSV-Präsident, Vizepräsident FIS

61.

Franz Hörl

Nationalratsabgeordneter (ÖVP), Obmann Fachverband der Seilbahnen Österreichs

62.

Herwig van Staa

ehemaliger Landeshauptmann Tirol, ehemaliger Innsbrucker Bürgermeister (ÖVP/Für Innsbruck)

63.

Heinz Schultz

Multiunternehmer (Schultz-Gruppe)

64.

Sonja Ledl-Rossmann

Landtagsabgeordnete (ÖVP), Landtagspräsidentin

Dieter Unterberger

Multiunternehmer (z. B. Unterberger-Gruppe, Oberhauser Versicherungsmakler), Obmann Sparte Handel Wirtschaftskammer Tirol

65. 52

© AXEL SPRINGER, ANDREAS ROTTENSTEINER, BIRGIT PICHLER, EMANUEL KASER, TT/THOMAS BÖHM, GUENTHER EGGER, TIROLER LANDTAG/BERGER, WWW.SCHULTZ-SKI.AT, VP TIROL/TANJA CAMMERLANDER, WK TIROL, SPÖ TIROL/FRANZ OSS, VP TIROL

DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN


© FLORIAN EGGER

T O P.T I R O L

Morgenyoga am Brentenjoch

In Kufstein ist nach der Arbeit vor dem Abenteuer „Die Regionen Kufstein, Untere Schranne und Kaiserwinkl noch lebenswerter machen.“ Genau dieses Ziel verfolgt das Projekt Region 4.0.

© LOLIN

Abkühlung im Hechtsee

Eine Website zur Orientierung für Zugezogene Kufstein hat seit jeher eine Willkommenskultur, und diese leben wir. „Zuagroaste“ sollen sich auf das We­ sentliche konzentrieren können, sei es Arbeit oder After Work. Deshalb unterstützen wir sie in den Bereichen Wohnungs- und Arbeitssuche, Formalitäten und bei vielem mehr. Informationen hierzu findet man unter www.kufstein.at/arbeitsort. Mitarbeiterkarte mit attraktiven Benefits als Incentive In einer Region leben und/oder arbeiten und sie vor allem auch zu entdecken und zu genießen, genau das ermöglicht die KufsteinCard, die Unternehmen für ihre Mitarbeiter*innen erwerben können. Egal ob eine Abkühlung im Hechtsee oder eine After-Work-Wande­ rung im Kaisergebirge, bei uns ist (fast) alles möglich. Zielgruppe dieses durch das Land Tirol und die Europäische Union geförderten Projektes sind Unter­ nehmen in den Regionen Kufstein, Untere Schranne und Kaiserwinkl aus allen Wirtschaftsbereichen, die dabei unterstützt werden, sich als attraktiver Arbeit­ geber zu positionieren. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

D

ie lebens- und arbeitswerten Seiten der Region aufzuzeigen und zu verbessern, um die Abwan­ derung von Fachkräften zu minimieren, damit befasst sich das Teilprojekt „Region 4.0 – Em­ ployer Region“. Unternehmen aus der Region haben sich zusammengeschlossen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und so die Region noch attraktiver zu machen. Es ist uns wichtig, Impulse zu setzen, und das können wir nur gemeinsam, branchenübergreifend und im regelmäßigen Austausch zu verschiedenen Themen. Denn wir möchten nicht reagieren, sondern agieren. Ab Juli können durch regelmäßige, firmenüber­ greifende Mitarbeiterevents Kultur, Natur und Kulina­ rik gemeinsam genossen werden. Beispiele hierfür sind Morgenyoga, eine Nachtwächterführung, ein Rodel­ abend oder das Sprachtandem. Ziel ist es, neu Zugezo­ genen das Anschlussfinden zu erleichtern.

Standortmarketing Kufstein Projekt Region 4.0 Tel.: 0660/88 23 99 41 E-Mail: rehberger@kufstein.biz www.kufstein.at/region-4-0

53


DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN

54

NAME

UNTERNEHMEN

66.

Evelyn Geiger-Anker

Direktorin Wirtschaftskammer Tirol

67.

Martin Darbo

Darbo

68.

Erich Entstrasser

TIWAG

69.

Gebi Mair

Landtagsabgeordneter (Die Grünen), Klubobmann Die Grünen Tirol

70.

Günther Berghofer

Multiunternehmer (z. B. Stadtgalerien Schwaz, Adler-Lacke, U1 Tirol Medien)

71.

Georg Hofherr

P8 Marketing

72.

Franz Pegger

Aufsichtsratsvorsitzender IIG, Reutte Holding, Sanatorium Kettenbrücke, Partner Kanzlei Greiter Pegger Kofler & Partner

73.

Felix Mitterer

Autor

74.

Barbara Thaler

EU-Abgeordnete (ÖVP)

75.

Hannes Gschwentner

Neue Heimat Tirol

76.

Severin Schwan

Roche-Gruppe

77.

Stefan Deflorian

Tirol Kliniken

78.

Reinhard Schretter

Schretter & Cie

79.

Albert Gutmann

Multiunternehmer (z. B. Gutmann Energiesysteme)

80.

Anton Rieder

Multiunternehmer (z. B. Riederbau), Vizepräsident Wirtschaftskammer Tirol

81.

Wolfgang Fleischhacker

Rektor Medizinische Universität Innsbruck

82.

Karl Handl

Handl Tyrol

83.

Alois Schranz

Medalp, Vizepräsident Tiroler Adler Runde

84.

Hermann Gahr

Maschinenring Tirol, Nationalratsabgeordneter (ÖVP)

85.

Martina Entner

Vizepräsidentin Wirtschaftskammer Tirol, Hotel Entners am See

86.

Helmut Thöni

Thöni Holding

© WKT/DANIEL ZANGERL, TT/THOMAS BÖHM, TT/ANDREAS ROTTENSTEINER, DIE GRÜNEN, ADLER-WERK LACKFABRIK, BLICKFANG PHOTOGRAPHIE, MICHAEL RATHMAYR, TANJA CAMMERLANDER, NHT/FORCHER, ROCHE, GERHARD BERGER, TT/RUDY DE MOOR, POLAK MEDIA, VP TIROL, THÖNI, WK TIROL/DIE FOTOGRAFEN

RANKING


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RANKING

NAME

UNTERNEHMEN

87.

Hans Unterdorfer

Tiroler Sparkasse

88.

Franz Mair

Tiroler Versicherung

89.

Robert Unterweger

Landesdirektor ORF Tirol

90.

Barbara Zitterbart

DAKA

91.

Andrea Berghofer

Adler-Werk Lackfabrik

92.

Günther Aloys

Touristiker

93.

Andreas Braun

ehemaliger Geschäftsführer Tirol Werbung und Swarovski Kristallwelten

94.

Alfons Parth

Hotel Yscla, ehemaliger Obmann TVB Paznaun-Ischgl

95.

Florian Tursky

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2.

Wer hat im Tiroler Tourismus das Sagen? Jakob Falkner Multiunternehmer (z. B. Bergbahnen Sölden, Ötztaler Gletscher)

Martha Schultz Vizepräsidentin Wirtschafts­kammer Österreich, Multiunternehmerin (Schultz-Gruppe)

3.

Mario Gerber

4.

Florian Phleps

5.

Josef Margreiter

6.

Landtagsabgeordneter (ÖVP), Vorsitzender Tyrol Tourism Board Tirol Werbung

Lebensraum Tirol Holding

Manfred Pletzer Multiunternehmer (z. B. Pletzer-Gruppe, Pletzer Resorts), Vizepräsident Wirtschaftskammer Tirol

7.

Anton Pletzer

8.

Balthasar Hauser

9.

Franz Hörl

10.

Multiunternehmer (z. B. Pletzer Holding, Bergbahnen Hohe Salve, Lanserhof)

Stanglwirt

Nationalratsabgeordneter (ÖVP), Obmann Fachverband der Seilbahnen Österreichs

Heinz Schultz Multiunternehmer (Schultz-Gruppe) 57


RANKING

SONDERR ANKING

1. 2.

58

Tobias Moretti Schauspieler Mirjam Weichselbraun Moderatorin

3.

Gerhard Berger

4.

Josef Margreiter

5.

Bernhard Aichner

6.

Felix Mitterer

ehemaliger Formel-1-Fahrer Lebensraum Tirol Holding

Autor

Autor

7.

Hans Peter Haselsteiner

8.

Markus Langes-Swarovski

9.

Franz Fischler

10.

Benjamin Raich

Multiunternehmer (z. B. STRABAG, WESTbahn …)

Swarovski

Präsident Europäisches Forum Alpbach, ehemaliger Bundesminister und EU-Kommissar (ÖVP)

ehemaliger Skirennläufer

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Wer überzeugte die Jury durch Charisma?


© WK TIROL

T O P.T I R O L

So sehen Sieger aus! Mit den Auszeichnungen (v. l.) Tara Fuchs (2.), Helena Gschwendtner (3.) und Hannah Blassnig (1.). Spartengeschäftsführer Simon Franzoi, WK-Lehrlingskoordinator David Narr und Spartenobmann Dieter Unterberger gratulierten den Siegerinnen.

Verkaufstalent im Wettbewerb

N

ach den Vorausscheidungen an den TFBS in ganz Tirol durften 18 Handelslehrlinge im Festsaal der Tiroler Wirtschaftskammer einer Expertenjury kürzlich ihr Können unter Beweis stellen. Die Aufgabe: Einem Test-Einkäufer ein Produkt anpreisen, ein Zusatzprodukt schmackhaft machen sowie den gesamten Verkauf erfolgreich abschlie­ ßen – das alles innerhalb von acht Minuten. Trotz strenger Corona-Maßnahmen lie­ ferten sich alle Teilnehmerinnen und Teil­ nehmer einen spannenden Wettkampf auf hohem Niveau und konnten mit großem Fachwissen und Verkaufstalent aufwarten. Gerade im stationären Handel sind das wichtige Eigenschaften, da hier Kundennä­ he und die emotionale zwischenmenschli­ che Beziehung gefragt sind, im Gegensatz zum nüchternen und vom Algorithmus ge­ steuerten E-Commerce. Spartenobmann Dieter Unterberger gab sich daher begeistert: „Alle Lehrlinge haben auch dieses Jahr die Herausforde­

rung wieder zielstrebig angepackt und diese exzellent gemeistert. Der TyrolSkills-Lehr­ lingswettbewerb dient als ideale Vorberei­ tung für die Lehrabschlussprüfungen, die einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bald bevorstehen.“ WK-Lehrlingskoordinator David Narr zeigte sich ebenfalls zuversichtlich ob der Zukunft des Handelsstandorts Tirol und unterstrich noch einmal den Wert der Lehrlingswettbewerbe: „Die TyrollSkills und die darauffolgenden Wettkämpfe auf Bundesebene sowie die internationalen Be­ werbe sind für alle Beteiligten ein großer Gewinn und zeigen, welches Niveau man bereits erreicht hat und was alles möglich ist. Tiroler Lehrlinge sind seit Jahren bei den Wettbewerben erfolgreich dabei und unser Ziel ist es, weiterhin auf der Erfolgs­ spur zu bleiben.“ Preisgekrönt Durchsetzen konnte sich schlussendlich Hannah Blassnig. Die angehende Verkäu­

ferin, die ihre Lehre beim Ausgezeichne­ ten Tiroler Lehrbetrieb Mode von Feucht GmbH absolviert, durfte sich nicht nur über den Sieg und einen E-Scooter der Mar­ ke Be Cool freuen, sondern auch über einen Fixstartplatz beim Bundeslehrlingswettbe­ werb „Sales Champion National“, der heuer im Oktober in Salzburg stattfindet. Zusammen mit ihr darf dort auch Tara Fuchs vom Lehrbetrieb Lucas Gezzele GmbH & Co KG ihre Kräfte mit Jungver­ käufern aus den anderen Bundesländern messen. Mit dem zweiten Platz durfte sie sich auch über einen Bluetooth-Lautspre­ cher der Marke SONOS freuen, während Helena Gschwendtner vom Lehrbetrieb Helmut Wimmer GmbH & Co KG den dritten Platz sowie einen Einkaufsgut­ schein im Wert von 100 Euro für das Ein­ kaufszentrum DEZ einheimsen konnte. Über das Goldene Leistungsabzeichen sowie einen 50-Euro-Gutschein für das Einkaufszentrum DEZ durften sich alle teilnehmenden Lehrlinge freuen. 59

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Auch heuer stellten Tiroler Handelslehrlinge beim Wettbewerb TyrolSkills ihr Können unter Beweis. Für die Sieger gab es wertvolle Preise und Startplätze beim „Sales Champion National“ – dem Verkaufswettbewerb auf Bundesebene, der im Oktober in Salzburg stattfinden wird.


T O P.T I R O L

Kein Personal in Sicht Trotz Kurzarbeit und Corona bleiben in Tirol offene Stellen unbesetzt, weil Fachkräfte fehlen. Die Joboffensive Tirol hilft, diese Lücken zu schließen – mit Aus- und Weiterbildung. Qualifizierung nach Maß ist eine Möglichkeit, FiT eine andere. In Kombination sind diese beiden AMS-Programme unschlagbar, wenn es darum geht, qualifiziertes Personal einzustellen.

© OMS DIGITAL SOLUTIONS GMBH (2)

Maria Tsiakmakoudi war Hilfsarbeiterin. Genauer gesagt war die alleinerziehende Mutter Hilfskraft im Verkauf, als sie ohne nennenswerte Vorkenntnisse zu einem Bewerbungsgespräch aufbrach. Gesucht wurde eine gut ausgebildete Fachkraft für Onlinemarketing. Warum Maria trotzdem eingestellt wurde, zuerst als Praktikantin und später als Lehrling, erklärt Ronald Felder, Chef von OMS Digital Solutions im Interview.

E

igentlich haben wir keinen Lehrling gesucht. Als Maria sich bei uns vorgestellt hat und ich das erste Mal von FiT und QnM gehört habe, ist diese Idee gereift. Beides sind AMS-Programme. Ich kannte keines davon. Mich hat zuallererst Maria beeindruckt. Eine Frau, die allein, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, aus Griechenland kam, einen Traum hatte und sich durchboxte. Das hat mir imponiert. „Das muss eine Kämpferin sein“, dachte ich. Und das ist sie. Also ha­ ben wir es mit einem Praktikum probiert. Wir sind von Anfang an gut zusammengekommen, die Sprache war kein Hindernis. Onlinemarketing, speziell GoogleKampagnen sowie Facebook und Instagram, das ist 100 Prozent ihr Ding. Natürlich ist es ein Vorteil, dass unsere GmbH Teil einer größeren Unternehmensgruppe ist und wir Fachleute haben, die alle Bereiche einer Lehrausbil­ dung abdecken können. Dass ich eine Mitarbeiterin im Haus habe, die früher als Trainerin Deutsch unter­ richtet hat und die Maria einmal wöchentlich auf ihr Fachgespräch für den Lehrabschluss vorbereitet, ist natürlich ein Glücksfall. Manchmal passt es einfach. Ich möchte Maria nach dem Lehrabschluss auf jeden Fall übernehmen. Trotz Corona! Dank Kurzar­ beit kommen wir gut über die Runden. Das ist nicht selbstverständlich, denn ohne Kurzarbeit wäre die Hälfte der Belegschaft heute bereits nicht mehr hier. Wir arbeiten hauptsächlich für den Tourismus, der in Tirol viele Arbeitsplätze ermöglicht. Da ist es wichtig, Lehrlinge auszu­bilden.

60

„Wir sind über das FiT-Programm auf Maria aufmerksam geworden. Nach einem sechsmonatigen Praktikum hat sie über Qualifi­ zierung nach Maß ihre Lehre bei uns begonnen. Ich bin mehr als zufrieden!“ R O N A L D F E L D E R , C H EF V O N O M S D I G I TA L S O L U T I O N S


T O P.T I R O L

Maria möchte anderen Mut machen, auch wenn es als Alleinerzieherin schwer ist, eine Lehre zu machen und vom Bildungsgeld zu leben. Einschränken und Durchbeißen gehören dazu, das wissen auch die Kinder. Das Auto wurde verkauft, die Wünsche auf Sparflamme zurück­gedreht. Im Herbst kommt endlich das Fachgespräch, und dann hat Maria ihre Fachausbildung.

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Qualifizierung nach Maß (QnM) ermöglicht es Unternehmen, Fachkräfte im eigenen Betrieb auszubilden. Wenn auch Sie Interesse an dieser Stiftung haben, wenden Sie sich bitte an die amg-tirol oder an das Service für Unternehmen in Ihrer AMS-Geschäftsstelle. www.ams.at/organisation#tirol

FiT fördert Ausbildungen von Frauen im Bereich Handwerk und Technik: Lehre, Fachschule, HTL, Kolleg und Fachhochschule. Details zu allen geförderten Berufen gibt es hier: www.ams.at/fit

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

„Onlinemarketing war etwas ganz Neues für mich. Heute habe ich das Gefühl, als hätte ich nie was anderes gemacht. Das ist 100 Prozent meins!“

ch bin mit null Deutschkenntnissen nach Österreich gekommen. Habe in einem griechischen Restaurant gejobbt und als Zimmermädchen. Dann war ich Hilfskraft im Verkauf. Doch ich wollte mehr, mehr Geld und eine sichere Zukunft für mich und die Kinder. Meine Ausgangs­ situation war nicht gerade ideal: geschie­ den, zwei Kinder, keine Ausbildung. Doch ich habe es geschafft, dank der Hilfe des Arbeitsmarktservice und weil ich es unbe­ dingt wollte. Denn leicht war das nicht! Trotz Vorkenntnissen im Webdesign musste ich über 100 Bewerbungen schrei­ ben, bis ich endlich eine Praktikumsstelle gefunden hatte. Heute bin ich kurz vorm Abschluss meiner Lehre im Onlinemarke­ ting. Es war hart, und trotzdem würde ich diesen Weg genauso wieder gehen. Das ist mein Traumberuf!

61


IM GESPR ÄCH

PLATZ 90 Zur Person Barbara Zitterbart übernahm 1984 im Alter von nur 21 Jahren den Recycling-Anbieter DAKA, den ihr Vater gegründet hatte. Mit Unterstützung ihrer ganzen Familie wuchs das Unternehmen unter ihrer Führung von 17 auf mehr als 250 Mitarbeiter. Heute ist DAKA in ganz Tirol tätig und deckt weitreichende Geschäftsfelder rund um Recycling, Schadenssanierung, Problemstoffsammlung und Ressourcenrückgewinnung ab. Neben dem Thema Umwelt hat für die Familienunternehmerin auch Soziales einen hohen Stellenwert. Für ihr Engagement in diesem Bereich wurde ihr 2019 das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen.

S

BARBARA ZITTERBART Gemeinsam Zukunft schaffen

ie sind jung und relativ unvorbereitet zum Unternehmertum gekommen. Was war die schwierigste Lektion, die Sie lernen mussten? Ohne Erfah­

rung mit der großen Verantwor­ tung über 17 Mitarbeiter umzugehen. Zum Glück hatte ich damals schon meine Familie (vor allem meinen Mann) und verlässliche Mitarbeiter, die mit mir die täglichen Heraus­ forderungen bestens meisterten.

positive Einstellung der Leute zum Thema Arbeiten. Mein Bestreben war und ist es im­ mer noch, die Firma DAKA zu einem der at­ traktivsten Arbeitgeber in Tirol zu machen, und das gelingt nur mit einer arbeitswilligen Bevölkerung. Was liegt Ihnen als Familienunternehmerin am meisten am Herzen? Wie in jeder kleinen Fami­

lie gelten dieselben Prinzipien auch in einer großen: jederzeit füreinander da zu sein und tolerant gegenüber den Mitmenschen zu sein. Dann bewältigt man fast alles. Alleine gelingt gar nichts. 62

Wo muss Tirol im Umgang mit der Umwelt noch am meisten lernen? Wir können nicht nur im

Heute denken, als verantwortungsvolles Un­ ternehmen müssen wir auch in die Zukunft denken. Was wollen Sie in Tirol verändern? Ich möch­

te die Liebe zum Unternehmertum wieder wecken. Es ist wichtig, dass junge Menschen mit jungen Ideen die Möglichkeiten bekom­ men, diese umzusetzen, und nicht durch übermäßige Bürokratie die Lust verlieren. Arbeit und Fleiß sollen wieder einen höhe­ ren Stellenwert in unserem Land bekommen und belohnt werden.

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Was macht den Standort Tirol für Sie als Unternehmerin besonders? Grundsätzlich die


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DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN NAME

UNTERNEHMEN

96.

Iris Ortner

Multiunternehmerin (z. B. IGO-Gruppe, PORR)

97.

Christine Oppitz-Plörer

Stadträtin Innsbruck (Liste Für Innsbruck), ehemalige Innsbrucker Bürgermeisterin

98.

Maximilian Riedel

Riedel Glas

99.

Reinhard Mayr

Raiffeisen Landesbank Tirol

100.

Georg Dornauer

Landesvorsitzender SPÖ Tirol, Landtagsabgeordneter, Bürgermeister Sellrain

101.

Artur Wechselberger

Präsident Ärztekammer Tirol

102.

Christian Ruetz

Bäcker Ruetz

103.

Raimund Schreier

Abt Stift Wilten

104.

Matthias Pöschl

Agrarmarketing Tirol

105.

Christian Harisch

Multiunternehmer (z. B. Lanserhof, CYTA, Weisses Rössl, RH Wohnbau)

106.

Alexander Jug

Verkehrsverbund Tirol

107.

Helmuth Müller

Innsbrucker Kommunalbetriebe

108.

Alban Scheiber

Multiunternehmer (z. B. Hochgurgler Lift, Top Hotel Hochgurgl, Timmelsjoch-Hochalpenstraße)

109.

Hans-Dieter Toth

Eurotours, Ruefa, Motel One Austria

110.

Attila Scheiber

Multiunternehmer (z. B. Hochgurgler Lift, Top Hotel Hochgurgl, Timmelsjoch-Hochalpenstraße)

111.

Heinrich Klier

Wintersport Tirol AG, Stubaier Bergbahnen

112.

Klaus Dengg

Geschäftsführer Tiroler Zugspitzbahn GmbH, Zillertaler Gletscherbahn GmbH

113.

Alexander von der Thannen

Obmann TVB Paznaun-Ischgl, Geschäftsführer Trofana Royal

114.

Hans Rubatscher

Multiunternehmer (z. B. Pitztaler Gletscherbahnen, RathausGalerien Innsbruck, Rubatscher Steuerberatungs- und Wirtschaftskanzlei)

115.

Reinhard Klier

Wintersport Tirol AG, Stubaier Bergbahnen 63


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64

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2.

Martha Schultz

3.

Ingrid Felipe

4.

Annette Leja

5.

Beate Palfrader

Vizepräsidentin Wirtschafts­kammer Österreich, Multiunternehmerin (Schultz-Gruppe)

Landeshauptmannstell­vertreterin (Die Grünen)

Landesrätin für Gesundheit und Wissenschaft (ÖVP)

Landesrätin für Arbeit, Bildung und Wohnen (ÖVP), Obfrau AAB

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9.

Ingeborg Freudenthaler

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10.

Elisabeth Blanik

11.

Sonja Ledl-Rossmann

12.

Evelyn Geiger-Anker

13.

Barbara Thaler

14.

Martina Entner

15.

REGIONALITÄT.

Direktorin Wirtschaftskammer Tirol

6020 IBK

Landtagsabgeordnete (ÖVP), Landtagspräsidentin

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Landtagsabgeordnete (SPÖ), Bürgermeisterin Lienz

3, , Brunecker Straße in Verlags GmbH 09M, Tiroler MZ02Z0322

7.

Nationalratsabgeordnete, Klubobfrau (Die Grünen)

he Post AG, Österreichisc

6.

Sigrid Maurer

EU-Abgeordnete (ÖVP)

Vizepräsidentin Wirtschaftskammer Tirol, Hotel Entners am See

Barbara Zitterbart DAKA

W W W.TIRO LER IN . AT

65


IM GESPR ÄCH

PLATZ 32

HERMANN GLETTLER

Zur Person Hermann Glettler wurde 1965 in Übelbach in der Steiermark geboren. Nach der Matura am Bischöflichen Seminar und Gymnasium in Graz studierte er neben Theologie auch Kunstgeschichte in Graz, Tübingen und München. 1991 wurde Glettler zum Priester geweiht. Von 1999 bis 2016 war Glettler Pfarrer im multikulturellen Bezirk Gries in der Steiermark, wo er sich, wie auch heute noch, für Flüchtlinge und benachteiligte Personen einsetzte. Im Dezember 2017 wurde er zum Bischof der Diözese Innsbruck geweiht.

Brückenbauer

W

as war ein Schlüsselmoment in Ihrem Leben? Das Taufgespräch bei einer afrikanischen Familie war ein solcher Moment. Ihre mi­ serablen Lebensumstände haben mich erschüttert. Ich weiß, warum ich für Integ­ ration kämpfe. Was ist Ihre wichtigste Aufgabe als Bischof? Die katholische Kirche zu leiten und möglichst vie­ le Begegnung mit Jesus zu ermöglichen, das sehe ich als wichtigste Aufgabe. Ich möchte christliche Spiritualität als Inspiration und Durchhaltekraft erfahrbar machen.

Was würden Sie in Tirol ändern? Ich möchte po­ sitive Entwicklungen verstärken, wie zum Beispiel die Suche nach alternativen Wohnmöglichkeiten, den Ausbau des ökosensiblen Tourismus und die Förderung der Freiwilligenarbeit. Womit möchten Sie in Erinnerung bleiben? Da­ mit beschäftige ich mich nicht. Vielleicht als Bi­ schof, der Freude am Glauben und Mut zu Expe­ rimenten hatte.

© FOTO AICHNER

Was haben Sie im vergangenen Jahr gelernt? Ich habe das Durchhalten und das Ermutigen von Enttäuschten gelernt. Und dass wir noch mehr Brücken zwischen den unterschiedlichen Milieus und weniger Angst vor Begegnungen brauchen.

66


T O P.T I R O L

65 Jahre Pionierarbeit mit Innovationsgeist – Felder Group Maschinenbau

© FELDER GROUP

Ein Familienunternehmen wird zum Global Player für Holz-, Kunststoff- und Aluminiumbearbeitungsmaschinen.

Innovationsgeist und revolutionäre Lösungen haben die Felder Group zum internationalen Kompetenzführer gemacht.

M

ehr als einfach nur eine Maschi­ ne“, das ist es, wonach der mo­ derne Anwender heute verlangt, und genau das entwickelt, pro­ duziert und vertreibt die Felder Group im Herzen Tirols für die ganze Welt. Intelli­ gente Lösungen und richtungsweisende Konzepte in qualitativ hochwertigen Pro­ dukten machten das Familienunterneh­ men seit 1956 zu einem der Technologie­ führer der Branche. Die Marken Felder, Format4, Hammer und Mayer erfüllen die höchsten Ansprüche im Möbelbau, in der Massivholzbearbei­ tung, im Fensterbau, in der Aluminiumbe­ arbeitung und mit der Produktlinie c-tech auch in der Kunststoffbearbeitung. Eine breite Modellpalette mit rund 200 Maschi­ nen, von kombinierten Standard-Holzbear­ beitungsmaschinen bis hin zum High-End5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum oder zu smarter Software und vollautomatisierten Robotik-Lösungen, werden im Werk in Hall in Tirol entwickelt und produziert.

In der Zentrale und im Werk Hall in Tirol bietet die Felder Group Karrierechancen für eine Vielzahl von Berufen.

Mit Pioniergeist zum Spitzentechnologie-Unternehmen Über 40 Mitarbeiter in der Forschungsabtei­ lung entwickeln ständig neue Lösungen für die Anwender auf der ganzen Welt. 35 inter­ nationale Patente, 100 Maschinen-Neuent­ wicklungen und Markteinführungen sowie 22 Millionen Euro an Investitionen in den letzten Jahren zeigen den Stellenwert der Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Weltneuheiten in Serie Eine der aktuell richtungsweisendsten Innovationen aus der Innovationsschmie­ de ist PCS, die Weltneuheit bei Sicher­ heitseinrichtungen für Formatkreissägen. Das Preventive Contact System erkennt menschliches Gewebe in der Gefahrenzo­ ne und lässt das Sägeblatt wie von Zauber­ hand berührungslos und zerstörungsfrei in wenigen Millisekunden verschwinden. Ebenso revolutionär: das gluebox-­ Aggregat in Format4-Kantenanleimmaschi­ nen, mit dem anstelle des PUR-Klebers im

Leimbecken ein dünner PUR-Klebestreifen nahezu unsichtbar zwischen Kanten­material und Werkstück verschmolzen wird. Preisgekrönte Arbeitsplatzqualität und viele Karrierechancen Nicht nur die Innovationen wurden bereits mehrfach mit internationalen Preisen prä­ miert, auch das Unternehmen selbst wird immer wieder für die Ausbildungs- und Arbeitsplatzqualität ausgezeichnet. Die Felder Group punktet am Arbeitsmarkt mit flachen Hierarchien, zahlreichen Be­ nefits und hochwertigen Arbeitsplätzen in den verschiedensten Berufsgruppen.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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Felder KG KR-Felder-Straße 1 6060 Hall in Tirol Tel.: 05223/5850-0 E-Mail: info@felder-group.com www.felder-group.com

67


RANKING

SONDERR ANKING

Auf wen setzt Tirol, wenn es um die Zukunft geht?

2. 3.

Andreas Altmann Rektor Management Center Innsbruck

Christoph Swarovski Präsident Industriellen­vereinigung Tirol, Multiunternehmer (z. B. Tyrolit)

4.

Annette Leja

5.

Florian Phleps

6. 68

Landeshauptmann Tirol (ÖVP)

Landesrätin für Gesundheit und Wissenschaft (ÖVP)

Tirol Werbung

Mario Gerber Landtagsabgeordneter (ÖVP), Vorsitzender Tyrol Tourism Board

© LAND TIROL/BERGER, MCI, IV-TIROL, TIROL WERBUNG, VP TIROL/TANJA CAMMERLANDER, AXEL SPRINGER, ÖVP, STRABAG SE

1.

Günther Platter


RANKING

7.

Christoph Walser

8.

Margarete Schramböck

9.

Hans Peter Haselsteiner

10.

Präsident Wirtschaftskammer Tirol, Bürgermeister Thaur (ÖVP)

Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (ÖVP)

Multiunternehmer (z. B. STRABAG, WESTbahn …)

Anton Mattle Landesrat für Wirtschaft und Digitalisierung, ehemaliger Bürgermeister Galtür (ÖVP)

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Wir schaffen Wohnraum. 69


RANKING

70

NAME

UNTERNEHMEN

116.

Franz Dengg

Multiunternehmer (z. B. Tiroler Zugspitzbahn, Zillertaler Gletscherbahn, Hotel Pos Lermoos)

117.

Oliver Schwarz

Ötztal Tourismus

118.

Daniela Kampfl

Landesgeschäftsführerin Wirtschaftsbund Tirol, Bürgermeisterin Mils (Gemeinsam für Mils)

119.

Johannes Anzengruber

2. Bürgermeisterstellvertreter Innsbruck (ÖVP)

120.

Marco Pernetta

Flughafen Innsbruck

121.

Richard Hauser

Stanglwirt, Kitzbühel Country Club

122.

Karlheinz Töchterle

ehemaliger Bundesminister für Wissenschaft und Forschung (ÖVP), ehemaliger Rektor Universität Innsbruck

123.

Ernst Derfeser

Multiunternehmer (z. B. Ernst Derfeser)

124.

Jürgen Bodenseer

Alois Wild, ehemaliger Präsident Wirtschaftskammer Tirol

125.

Corinna Milborn

ProSieben.Sat1 PULS 4 Österreich

126.

Martin Baltes

Innsbrucker Verkehrsbetriebe

127.

Hermann Lindner

Traktorenwerk Lindner

128.

Gerhard Berger

ehemaliger Formel-1-Fahrer

129.

Markus Schröcksnadel

Feratel

130.

Hannes Kronthaler

Langbau

131.

Alois Wegscheider

Multiunternehmer (z. B. Wegscheider-Gruppe)

132.

Andreas Khol

ehemaliger Nationalratspräsident (ÖVP)

133.

Michael Huber

Präsident Kitzbüheler Ski Club

134.

Markus Abwerzger

Landesparteiobmann und Landtagsklubobmann FPÖ Tirol

135.

Michael Pfeifer

Pfeifer Group

136.

Richard Rubatscher

Multiunternehmer (z. B. Pitztaler Gletscherbahnen, Rubatscher Steuerberatungs- und Wirtschaftskanzlei)

© ÖTZTAL TOURISMUS, CHRISTIAN FORCHER, GERHARD BERGER, RICHARD HAUSER GMBH, TT/THOMAS BÖHM, TT/ANGELA DAEHLING, AXEL SPRINGER, PULS 24/BERNHARD EDER, IVB/BERGER, WK TIROL, FERATEL/G. BERGER, TT/RUDY DE MOOR, PRIVAT, MICHAEL GRUBER/EXPA/PICTUREDESK.COM, FRANZ OSS, FOTOSTUDIO RENE, DANIEL ZANGERL, ALEXANDROS VLACHOS/EPA/PICTUREDESK.COM

DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN


© RECHEIS, AXEL SPRINGER, CHRISTOF BIRBAUMER, ATP/BECKER, STANDORTAGENTUR, HYPO TIROL BANK, ORF TIROL, TANJA CAMMERLANDER

RANKING

NAME

UNTERNEHMEN

137.

Stefan Recheis

Recheis

138.

Joe Empl

EMPL Fahrzeugwerk

139.

Claus Meinert

Chefredakteur Tiroler Krone

140.

Christoph M. Achammer

ATP Immobilien

141.

Simon Meinschad

hollu Systemhygiene

142.

Marcus Hofer

Standortagentur Tirol

143.

Johann Peter Hörtnagl

Hypo Tirol Bank

144.

Stefan Weirather

Bürgermeister Stadtgemeinde Imst (Alle für Imst mit Bürgermeister Stefan Weirather), Landtagsabgeordneter (ÖVP)

145.

Helmut Krieghofer

ehemaliger Landesdirektor ORF Tirol und ehemaliger Landesdirektor UNIQA

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71


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72

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Paul Hörtnagl, Abteilungsleiter Zaunbau

N

ocker setzt nicht nur Zäune, son­ dern auch Akzente. Das Team von Nocker Metallbau – mit mittler­ weile 100 Mitarbeitern – ist im­ mer für seine Kunden da und erledigt alle Reparaturarbeiten schnell und zuverlässig. Aber auch im Falle, dass Zaun oder Garten­ tor erst entstehen soll, ist Nocker Metall­ bau genau der richtige Ansprechpartner – von der individuellen Planung bis hin zu den letzten Handgriffen. „Wir sind stets bestrebt, beim Zaun­ bau und bei Einfriedungen eine individu­ elle Lösung für Ihr Eigenheim zu entwi­ ckeln. Besonders in der Planungsphase ist es uns deshalb ein großes Anliegen, auf Ihre Wünsche und Anforderungen einzu­


TOP ARBEITGEBERIN

JETZBTEN

re BEWr.EatR /karrie tirole


RANKING

74

NAME

UNTERNEHMEN

146.

Norbert K. Pleifer

Treibhaus Innsbruck

147.

Harald Höpperger

Höpperger, WKÖ-Obmann Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement

148.

Patrizia Zoller-Frischauf

Landtagsabgeordnete (ÖVP), Landesobfrau Tiroler Seniorenbund, ehemalige Wirtschaftslandesrätin

149.

Martin Krumschnabel

Bürgermeister Stadt Kufstein (Die Parteifreien)

150.

Anton Larcher

Landesjägermeister Tiroler Jägerverband

151.

Matthias Schrom

Chefredakteur ORF 2

152.

Oswald Mayr

Montavit

153.

Ludwig Obwieser

Multiunternehmer (z. B. Eglo Leuchten, Eglo Immobilien)

154.

Karl Fahrner

Multiunternehmer (OFA Group)

155.

Karl Gostner

TVB Innsbruck, Tyrler

156.

Günter Salchner

Bürgermeister Marktgemeinde Reutte (Bürgermeisterliste Luis Oberer)

157.

Max Kloger

Tiroler Rohre, Spartenobmann Industrie Wirtschaftskammer Tirol

158.

Philipp Hiltpolt

TIGAS

159.

Mario Stedile-Foradori

Multiunternehmer (z. B. Arlberger Bergbahnen)

160.

Viktoria Veider-Walser

TVB Kitzbühel

161.

Michael Heinritzi

McDonald’s

162.

Karin Seiler

TVB Innsbruck

163.

Klaus Mark

MK Illumination

164.

Steffen Arora

Tirolkorrespondent Der Standard

165.

Benjamin Raich

ehemaliger Skirennläufer

© PRIVAT, WESTMEDIA, AXEL SPRINGER, STADTGEMEINDE KUFSTEIN, MARTIN VANDORY, ZANELLA-KUX, NORTHLIGHT CREATIVE, BLICKFANG PHOTOGRAPHIE, FOTOSTUDIO/DOMINIK SOMWEBER, FRANZ OSS, KITZBÜHEL TOURISMUS, PRIVAT, JOHANNES MAIR/ALPSOLUT, DIE FOTOGRAFEN, TIGAS, NEUMAYR/PICTUREDESK.COM, ORF/GÜNTHER PICHLKOSTNER, GERHARD BERGER

DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN


IM GESPR ÄCH

PLATZ 30

FLORIAN PHLEPS

Zur Person Florian Phleps zog es nach dem Abschluss seines Jus-Studiums und absolvierter Rechtsanwaltsprüfung in den Tourismus – erst als Geschäftsführer des TVB Pillerseetal, aber bald auch in der gemeinschaftlichen Leitung der Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH, zusammen mit drei anderen TVB-Geschäftsführern. 2016 stieß er zur Tirol Werbung, erst in der Aufgabe des Prokuristen und seit 2019 als Geschäftsführer.

Gastgeber

W

enn Sie der ganzen Welt ein einziges Stück Tirol zeigen könnten, was wäre das? Das wäre der Wild­ seelodersee in meiner Heimat­ gemeinde Fieberbrunn – mein ganz persönlicher Kraftplatz. Welche persönliche Lektion haben Sie aus den vergangenen 16 Monaten gezogen? Damit um­ zugehen, das Unplanbare planen zu müssen, war eine wichtige Lektion auf professioneller Ebene. Persönlich war es, sich des hohen Wertes von Frei­ heit und Natur wieder bewusster zu werden, den unser Land bietet – gerade in den herausfordern­ den Zeiten einer Pandemie.

© TIROL WERBUNG

Wie möchten Sie den Tiroler Tourismus verändern? Für mich hat eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung oberste Priorität. Dafür braucht es das Selbstverständnis eines Lebens und Wirtschaftens mit der alpinen Natur. Sie bildet die Grundlage unseres Tuns. Was ist für Sie ur-tirolerisch? Keine leichte Fra­ ge, da Tirol von vielfältigen Einflüssen geprägt ist. Zugrunde liegt uns wohl ein alpines Lebensgefühl im Einklang von heimatverbunden und weltoffen zugleich. Was wünschen Sie sich, wenn Sie Gast sind? Für mich ist die persönliche Begegnung mit meiner Gastgeberin und meinem Gastgeber wesentlich.

75


RANKING

SONDERR ANKING

1.

2.

3. 4.

5.

Armin Wolf ORF-Moderator

Alois Vahrner Chefredakteur Tiroler Tageszeitung

Mario Zenhäusern Chefredakteur Tiroler Tageszeitung

Markus Wilhelm Publizist, Blogger, dietiwag.org-Betreiber

Robert Unterweger Landesdirektor ORF Tirol

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Welche Tiroler machen Schlagzeilen?


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assistenten und der Feuerwehr. Später arbeitete er auch IT Consultant sowie Sust aut modit, neals consed im Fuhrparkundandist, Objektmanagement. quae verum ne nos sum nat rae eniAbseits der Arbeit findet man Christian min nobitat auta doluptis excera essit et als nulpa Jungjäger im Wald, wo er volorum seinen im vel ipsam eum doluptat Ausgleich quia findet. Mitplab seinem Wissen andemqui pella iumquis eturund apit der mod facettenreichen Erfahrung er que quas ant hiliquiatet velbildet maionse die ideale Ergänzung fürtodiedollor erfolgreiche niassimusam eostiis re, rue ocArbeitvoluptatem der InterWork Personalservice caero la quo dipis ipsamet laut GmbH. diti nonsequi comnihi ciumquidus dolupta

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IM GESPR ÄCH

Zur Person Daniela Kampfl ist seit 2016 Landesgeschäftsführerin des Wirtschaftsbund Tirol und seit Mai 2021 Bürgermeisterin in Mils. Sie studierte am MCI Wirtschaft und Management und arbeitete vor ihrem Wechsel in die Politik in der Tiroler Privatwirtschaft.

PLATZ 118

DANIELA KAMPFL „Wir müssen uns weiterentwickeln.“

In welchem politischen Amt sehen Sie sich in fünf Jahren? Vor allem in der Politik sind es die Menschen, die mit ihrer Zufriedenheit mit der geleisteten Arbeit mitentscheiden, wohin die po­ litische Laufbahn führt. Voraussetzung dafür ist daher immer solide Arbeit. Man muss für die Menschen greifbar und bodenständig bleiben. Von daher ist es letztlich auch egal, auf welcher Ebene man politisch tätig ist. Es geht darum, für die Gesamtheit Verantwortung zu übernehmen und sich selbst als Teil des Ganzen zu verstehen. Als Bürgermeisterin und Landesgeschäftsführe­ rin des Tiroler Wirtschaftsbundes bin ich nicht nur auf Gemeindeebene, sondern auch landesweit ein Teil dieses großen Ganzen. Muss die Tiroler Politik weiblicher werden? So­ lange wir darüber reden müssen, ob jemand in einer Position männlich oder weiblich ist, haben wir die Gleichberechtigung nicht erreicht. In mei­ 78

ner beruflichen Heimat, dem Tiroler Wirtschafts­ bund, ist das weniger und weniger ein Thema. Hier haben wir auf allen Ebenen beeindruckende Frauen. Nationalrat Franz Hörl hat mich als ers­ te Landesgeschäftsführerin Österreichs in den Wirtschaftsbund geholt. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass Politik weiblicher wird. Was begeistert Sie? Mich begeistert, mit welchem Engagement, welcher Leidenschaft und auch Di­ rektheit ich in meiner Arbeit als Geschäftsführe­ rin im politischen Umfeld und als Bürgermeis­ terin von den Menschen konfrontiert werde. Im Wirtschaftsbund haben wir über 200 Ortsgrup­ pen und tausende FunktionärInnen und Mitglie­ der vor Ort, die sich für Tirol einbringen. Dieser oft im Ehrenamt betriebene Einsatz ist die Basis dafür, unser Zusammenleben gemeinsam zu ge­ stalten. Das verbindende Element, das die Politik erzeugen kann, ist einzigartig, und das verstehe ich auch als meinen Auftrag. Was würden Sie in Tirol verändern? Ich glaube nicht, dass sich Tirol verändern muss. Wir müssen uns aber weiterentwickeln. Es ist mir eine Ehre, als Bürgermeisterin und Wirtschaftsbund-Lan­ desgeschäftsführerin an dieser Weiterentwick­ lung des Landes mitzuarbeiten.

© DANIEL ZANGERL

S

ie sind seit Mai Bürgermeisterin in Mils. Was haben Sie in dieser Zeit gelernt? Die Arbeit auf Gemeindeebene ist die unmittelbarste Form von Po­ litik. Jedes Thema ist sofort sichtbar. Kritik und Lob kommen viel direkter. Das macht dieses Amt so attraktiv. Man lernt, Entscheidun­ gen sehr bewusst, im direkten Austausch mit den Menschen und mit der Bereitschaft zum persön­ lichen Dialog zu treffen. Führungsqualität, ein gutes Netzwerk und Freude am Gestalten sind die eine Sache. Daneben braucht es aber auch den di­ rekten Kontakt mit den Menschen und die Fähig­ keit, zuhören zu können.


RANKING

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DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN NAME

UNTERNEHMEN

166.

Bernhard Aichner

Autor

167.

Andrea Haselwanter-Schneider

Landtagsabgeordnete Tirol (Liste Fritz), Partei- und Klubobfrau Liste Fritz

168.

Georg Willeit

Lebenshilfe Tirol

169.

Johannes Reitmeier

Intendant Tiroler Landestheater

170.

Johannes Marsoner

Kanzlei Marsoner + Partner

171.

Franz Mariacher

TIGEWOSI, Obmann der Gemeinnützigen Bauvereinigungen der Landesgruppe Tirol

172.

David Runer

Chefredakteur ORF Tirol

173.

Markus Schafferer

Multiunternehmer (z. B. PEMA)

174.

Hans Entner

Verband der Tiroler Tourismusverbände (VTT), TVB Achensee

175.

Josef Stock

Stock Resort

176.

Hannes Parth

Touristiker

177.

Friedrich Kaltschmid

Das Kaltschmid Hotel

178.

Josef Geisler

Präsident Tiroler Fußballverband, ehemaliger Richter

179.

Ute Steinbacher

Steinbacher Dämmstoff

180.

Christian Scherer

Generalsekretär ÖSV

181.

Christian Steinmayr

Steinmayr & Co Insurance Brokers

182.

Mirjam Weichselbraun

Moderatorin

183.

Josef Reitter

Notariat Mag. Josef Reitter

184.

Christian Switak

WE Wohnungseigentum, ehemaliger Landesrat (ÖVP)

185.

Clemens Pig

Vorsitzender der Geschäftsführung Austria Presse Agentur 79


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€ 899

€ 360

€ 1.249

€ 375

5

€ 199

€ 100

€ 1.399

€ 560

€ 1.949

€ 585

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RANKING

DIE 200 EINFLUSS­REICHSTEN TIROLERINNEN NAME

UNTERNEHMEN

186.

Stefan Theurl

Theurl Holz

187.

Hannes Hess

Multiunternehmer (z. B. Einkauszentrum DEZ, DEZ Immo Consult)

188.

Engelbert Künig

Vivea und Künig Gesundheitshotels

189.

Erwin Bouvier

Luzian Bouvier Haustechnik & Fliesen

190.

Felicitas Kohler

Planlicht

191.

Michaela Hysek-Unterweger

Unterweger Früchteküche

192.

Verena Covi

Tiroler Volksschauspiele

193.

Johann Berchtold

Morawa-Berchtold Transporte

194.

Markus Hörmann

Volksbank Tirol

195.

Markus Sint

Landtagsabgeordneter Tirol (Liste Fritz)

196.

Sieghard Krabichler

Chefredakteur Tiroler Bezirksblätter

197.

Maria Gerlinde Kätzler

Generaloberin Barmherzige Schwestern Zams

198.

Michael Mayr

Autopark

199.

Philip Wohlgemuth

Vorsitzender Österreichischer Gewerkschaftsbund Tirol, Landtagsabgeordneter Tirol (SPÖ)

200.

Klaus Lässer

ILF Consulting Engineers

Auch Krisen schützen vor Umsatz nicht:

Das beweisen die 500 umsatzstärksten Unternehmen Tirols im neuen Ranking – ab sofort auch unter top.tirol nachzulesen. 81


RANKING

Zur Person Corinna Milborn wurde 1972 in Innsbruck geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Italien, Österreich, Frankreich und den USA. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in Innsbruck studierte sie unter anderem in Guatemala, wo sie zudem als Menschenrechtsbeobachterin tätig war. Als Journalistin arbeitete Milborn bei verschiedenen Medienhäusern wie ORF und NEWS. 2012 wechselte sie zu PULS 4. Seit 2013 ist sie Informationsdirektorin bei ProSieben.Sat1 PULS 4.

PLATZ 125

Lizenz zum Nachfragen

S

ie sind in Innsbruck geboren und zur Schule gegangen. Was verbinden Sie heute mit Tirol? Meine Eltern, mein Bruder mit Familie, meine Schwie­ germutter, meine beste Schulfreundin sind in Tirol. Und natürlich die Berge! Ich bin also oft und gerne hier. Wenn ich die Nordkette län­ ger als drei Monate nicht sehen kann, werde ich unrund. Wozu haben Sie zuletzt Nein gesagt? Zum Kauf von Pokémon-Karten. Eltern von Volksschulkin­ dern wissen, was ich meine!

82

Was wollten Sie früher werden und warum? Als kleines Kind wollte ich Gabelstaplerfahrerin wer­ den. Wenn ich heute einen sehe, spüre ich die Fas­ zination von damals immer noch. Was können sich Menschen von Ihnen abschauen? Jedenfalls nicht meinen Umgang mit Medien. Ich bin News-Junkie und halte es keine zehn Mi­ nuten aus, ohne nachzusehen, was Neues gesche­ hen ist! Warum sind Sie Journalistin geworden? Der Be­ ruf vereint mein Streben, für mehr Gerechtigkeit auf der Welt zu arbeiten, und meine unstillba­ re Neugier. Als Journalistin hat man die Lizenz, nachzufragen, wenn einen jemand interessiert. Ein Traum für neugierige Menschen! Was ist die größte Herausforderung in Ihrem Beruf? Auszuwählen, was das Wichtigste ist. Es geschehen täglich so viele spannende und wichti­ ge Dinge, ich würde sie am liebsten alle berichten und jede der faszinierenden Personen einladen, auf die ich treffe. Doch wir müssen eine Auswahl treffen. Das ist das Schwierigste.

© PULS 24/BERNHARD EDER

CORINNA MILBORN


RANKING

SONDERR ANKING

Wieviel Einfluss haben unsere PolitikerInnen?

1. 2.

© LAND TIROL/BERGER, AXEL SPRINGER, ÖVP, AK TIROL/BERGER, FRANZ OSS, SCHULTZ GRUPPE, VP TIROL/TANJA CAMMERLANDER, ERNST SCHÖPF

3. 4.

Landeshauptmann Tirol (ÖVP)

Christoph Walser Präsident Wirtschaftskammer Tirol, Bürgermeister Thaur (ÖVP)

Margarete Schramböck Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (ÖVP)

Anton Mattle Landesrat für Wirtschaft und Digitalisierung, ehemaliger Bürgermeister Galtür (ÖVP)

Erwin Zangerl

6.

Georg Willi

8. 9. 10.

IN TIROL

Günther Platter

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20 RANKING

Das Ranking der 200 einflussreichsten TirolerInnen

GRUNDLAGE

Als Grundlage für das Ranking der 200 einflussreichsten TirolerInnen dienten zum einen inten­ sive Recherchetätigkeiten der top.tirol-Redaktion. Zum anderen wurden unzählige Gespräche mit ExpertInnen aus Wirtschaft, Politik, Medien, Kunst und Kultur geführt. Daraus resultierte eine Liste von TirolerInnen, die auf ihre Weise etwas im Land bewegen und in ihren Bereichen maßgeblich an der Entwicklung Tirols beteiligt waren und sind. Diese Liste wurde einer ausgewählten Jury zur Abstim­ mung vorgelegt, um die 200 einflussreichsten Persönlichkeiten daraus zu ermitteln.

DIE ABSTIMMUNG

Um die Einflussreichsten unter den Einflussreichen zu eruieren, wurde ein eigens entwickeltes SoftwareTool eingesetzt, das eine 100-prozentig anonymisierte Abstimmung ermöglichte. Die Jurymitglieder konnten in den drei Kategorien „Einfluss“, „Charisma“ und „Wichtigkeit für die Zukunft des Landes“ jeweils zehn Punkte verteilen. Je mehr Punkte eine Person erhielt, desto besser fiel ihre Platzierung aus. Das Ranking basiert zu 75 Prozent auf der Abstim­ mung der 30-köpfigen Jury und zu 25 Prozent auf dem Urteil der top.tirol-Redaktion, die anhand der Kriterien „Erfolg“, „wirtschaftliche Kennzahlen“ und „Präsenz“ selbst noch einmal Punkte vergeben hat.

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T O P.T I R O L

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INNO­ VATION Tirol tüftelt, entwickelt und forscht – vom Bastler, der sich im Hobbykeller eines Problems annimmt, bis hin zu internationalen Koryphäen, die in Universitätslabors an den Technologien von übermorgen feilen. Auch dieses Mal stellen wir im Innovations-Sonderteil wieder einen kleinen Auszug aus den zahlreichen Projekten vor, an denen in ganz Tirol gearbeitet wird.

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Attraktiv

Wie das Image des Tourismus als Arbeitgeber verbessert werden kann, erarbeitet ein Team der Fachhochschulen Kufstein Tirol und Salzburg.

Nachgebaut

Im digital Twin Lab des MCI helfen virtuelle Kopien komplexer Maschinen bei deren Entwicklung und Optimierung.

Wirtschaftsforschung

Wie sich die Digitalisierung in Unternehmen und der Betriebswirtschaftslehre auswirkt, untersucht ein neues Forschungsprogramm an der Universität Innsbruck.

Bakterielle Kolonien

Die Medizinische Universität erforscht, wie Biofilm-Befall und Infektionen nach Implantationen verhindert werden können.

Barrierefrei

Ein Projekt der fh gesundheit möchte mehr Aufklärung zu sprachlichen Beeinträchtigungen schaffen.

Fair Play

Welche Rolle die Vermittlung von Moral- und Wertvorstellungen in der Dopingprävention spielen kann.

Ausgezeichnet

Die Preisträger und Nominierten des Innovationspreises 2020 der WK Tirol und des Landes Tirol.

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INNOVATION

Branche mit Imageproblem Seit Jahren leidet der Tourismus bei Arbeitskräften an einem schlechten Ruf. Die Ursachen sichtbar und die Arbeit in der Branche attraktiver zu machen, sind die Ziele des Projekts „Attraktiver Tourismus“, welches die Fachhochschulen Tirol und Salzburg mit Partnern aus der Wirtschaft gemeinsam angehen. T E X T: T H E R E S A K L E I N H E I N Z

MARIO SITUM

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HAUSGEMACHTES PROBLEM Um das Projektziel in Form von Handlungsempfehlungen für Hotellerie und Gastronomie zu erreichen, wurde zunächst der Status quo ermittelt. Befragungsstudien und Fokusgruppeninterviews mit Betroffenen haben offenbart, dass in vielen Fällen der Führungsstil ein Defizit darstellt. Mario Situm spricht von abschreckenden Berichten das Arbeitsklima betreffend. Die Befragten erzählten von aggressiven Umgangstönen insbesondere im Hinblick auf Fehler. Situm resümiert: „Das Problem ist auch selbst gemacht.“ Ein kostenloses Schulungsprogramm im Rahmen des Projekts soll Führungskräfte unter anderem

© STANDORTAGENTUR TIROL

„Das Problem ist auch selbst gemacht.“

U

nregelmäßige Arbeitszeiten, unterdurchschnittliche Löhne und ein von Zeitdruck geprägtes Arbeitsklima – die Beschäftigung in der Tourismusbranche hat unter anderem deshalb ein Imageproblem. Seit über einem Jahrzehnt sinken die Lehrlingszahlen und Fachkräfte sind schwer zu finden. Der schlechte Ruf ist unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht neu – doch angesichts der pandemiebedingten Negativschlagzeilen publik wie nie. Doch warum wollen so wenige Menschen, vor allem junge, in Hotellerie und Gastronomie arbeiten? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Fachhochschulen Kufstein Tirol und Salzburg. Gemeinsam mit der Standortagentur Tirol und dem Chiemgauer Tourismus haben sie sich zum grenzüberschreitenden, durch INTERREG geförderten Projekt „Attraktiver Tourismus“ zusammengeschlossen. „Denn eigentlich ist es schön, in dieser Branche zu arbeiten – wenn man die richtigen Bedingungen schafft“, sagt der Projektleiter in Kufstein, Mario Situm.


INNOVATION

„Wir hoffen, dass wir dadurch für die Community etwas Nützliches schaffen.“ MARIO SITUM, P R OJEK T L EI T ER „ AT T R A K T I V ER TO U R I S M U S “ AN DER FH KUFSTEIN TIROL

im Umgang mit Personal sensibilisieren und ihnen verschiedenste Anforderungen von Arbeitskräften näherbringen. GENERATIONENFRAGE „In der Arbeitswelt treffen drei bis vier Generationen aufeinander, die alle unterschiedliche Bedürfnisse haben“, so Situm. Diese Unterschiede äußern sich etwa in der Beziehung zu Führungskräften. Während jüngere Menschen einer Anleitung bedürfen, sind Ältere meist erfahrener und begegnen dem Führungspersonal als Partner. Der Experte für Unternehmensführung führt zudem ein Vorurteil an, das sich nach wie vor hartnäckig hält: „Die junge Generation ist nicht faul. Sie will lediglich verstehen, was der Sinn ihrer Arbeit ist.“ Hinzu kommt das Thema Entlohnung. Zwar sei es laut Situm nicht unmittelbar ausschlaggebend, eine faire Bezahlung werde aber dennoch gefordert. Eine andere Stellschraube, an der dem Projektleiter zufolge gedreht werden kann, ist die Arbeitszeit. Für Arbeitskräfte spielt insbesondere Planbarkeit eine zentrale Rolle. Sie fordern klare Dienstpläne, die allerdings in den meisten Gastronomie- und Hotelleriebetrieben eine Seltenheit darstellen. Als möglicher Lösungsansatz wurde im Rahmen der Befragung von Touristikern angegeben, Personal zwischen Betrieben zu teilen, was derzeit aufgrund rechtlicher Fragen allerdings noch schwierig ist. VONEINANDER LERNEN Das Projekt soll insgesamt den Austausch zwischen Betrieben ermöglichen und intensivieren. „Uns ist aufgefallen, dass alle dieselben Probleme haben und viel Kraft einsetzen, um eigene Lösungen zu entwickeln“, erzählt der Projektleiter. Um Zeit und Ressourcen zu sparen, die vor allem in kleinen und mittelgroßen Betrieben rar sind, vernetzt das Projekt Betriebe miteinander und stellt dazu etwa ein digitales Bewertungstool zur Ver-

Zur Person Nach Tätigkeiten in der Privatwirtschaft – unter anderem in der Bank für Tirol und Vorarlberg AG – ist Mario Situm seit 2013 an der FH Kufstein Tirol tätig. Heute ist er Professor und Leiter des BA-Studiengangs Unternehmensführung und des MA-Studiengangs Unternehmensrestrukturierung und -sanierung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Früherkennung von Unternehmenskrisen, Risikomanagement und Familienunternehmen.

fügung, mit dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Betrieb hinsichtlich des Arbeitsalltags bewerten können. Die Ergebnisse dienen als Impulsgeber für Optimierungen und als Ansporn für die Betriebe. Denn sie können sich mit Hotels derselben Sternekategorie anonym vergleichen. Das Projekt bietet neben Schulungen auch Kamingespräche in Tirol, Salzburg und Bayern an. Bei den Zusammenkünften haben Hoteliers und Gastronomen die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Die Ergebnisse des Projekts werden beim Abschlusskongress im April 2022 zusammengefasst und präsentiert. Bis dahin sieht Mario Situm viel Potenzial, Menschen für die Branche zu begeistern. „Wir hoffen, dass wir dadurch für die Community etwas Nützliches schaffen“, sagt Situm und freut sich, bereits in Vorbereitungen für ein Folgeprojekt zu sein. 93


© GERHARD BERGER

T O P.T I R O L

INNIO Jenbacher: ausgezeichnet nachhaltig Das umfassende Engagement von INNIO Jenbacher für eine klimaneutrale, grünere und sicherere Energiezukunft wurde kürzlich von EcoVadis mit einer Silbermedaille für das Jahr 2021 ausgezeichnet.

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INNIO Jenbacher unterstützt tatkräftig die Energiewende.

führende Emissionswerte und einen denkbar niedrigen CO2-Fußabdruck aus. Erfolgreiches Engagement auch in Spezialbereichen In Europa werden bereits mehr als 50 Prozent der installierten Jenbacher Motoren mit erneuerbaren Brennstoffen, z. B. Biogas oder Biomethan, betrieben. Und dass die Motoren aus Tirol bereit für den Betrieb mit grünem Wasserstoff sind, haben sie auch bereits eindrucksvoll bewiesen.

Mit der Energiewende und der damit einhergehenden Dekarbonisierung gewinnt zudem die Nutzung von Biomasse zur dezentralen Versorgung mit Strom und Wärme zunehmend an Bedeutung. Deshalb erforscht INNIO Jenbacher seit Jahrzehnten erfolgreich den Einsatz von erneuerbaren Sondergasen, wie zum Beispiel Holzgas, das einen energetischen Wasserstoffanteil von rund 40 Prozent aufweist. Beispiele wie diese belegen, dass INNIO die Energiewende tatkräftig unterstützt – und auf diesem Weg mit immer neuen Innovationen auch weiter voranschreiten wird. INNIO Jenbacher GmbH & Co OG Achenseestraße 1–3, 6200 Jenbach Tel.: 05244/600-0 E-Mail: INNIO.Recruiting@innio.com www.innio.com

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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amit zählt INNIO Jenbacher zu den besten 17 Prozent der teilnehmenden Unternehmen aus der Branche, die sich für globale Nachhaltigkeit einsetzen. Für INNIO ist Nachhaltigkeit ein gemeinschaftlicher Prozess. An der Spitze dieses ganzheitlichen Ansatzes stehen die Technologieentwicklung und die visionäre Innovationskraft des Unternehmens, das alles daransetzt, den Übergang zu einer nachhaltigen Energiezukunft als Vordenker mitzugestalten. Die grünen Großmotoren aus Jenbach sind zuverlässig und hocheffizient und können nicht nur mit Erdgas, sondern auch mit einem breiten Spektrum an erneuerbaren oder wasserstoffbasierten Gasen betrieben werden. Seit Jahrzehnten sorgen die mehr als 22.000 weltweit ausgelieferten Gasmotoren für eine emissionsarme dezentrale Energieversorgung. Viele von ihnen haben strenge Nachhaltigkeitstests in Bezug auf Effizienz und Energieeinsparung bestanden und zeichnen sich durch branchenweit


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INNOVATION

Der digitale Zwilling von Prinoths Leitwolf ist eine voll funktionsfähige Simulation des Pistengeräts, die ohne großen Kosten- und Zeitaufwand nicht nur getestet, sondern auch angepasst und verändert werden kann.

Die Summe aller (digitalen) Teile Seit gut einem Jahr arbeiten im Digital Twin Lab des MCI Forscher eng mit der Tiroler Industrie zusammen, um Technologien in digitalen Simulationen zu entwickeln und zu testen. Mittlerweile zeigt sich, dass das aber erst der Anfang war.

P

roduktentwicklung ist niemals ein linearer Vorgang. Der Weg vom Konzept bis zur Marktreife ist immer mit einer Vielzahl von Prototypen, Tests und Iterationen gepflastert. „Realistisch betrachtet muss jedes ‚Gerät‘ im weitesten Sinne mehrfach gebaut, verbessert und getestet werden, bevor es zum Produkt wird“, bestätigt Andreas Mehrle, Leiter des Studiengangs Mechatronik und Projektleiter des Digital Twin Labs am MCI. „Das ist gerade bei Neuentwicklungen und komplexeren Maschinen einer der maßgeblichen Zeit- und Kostenfaktoren.“ Besonders bei Stress- und LangzeitTests gebe es dementsprechend hohes Einsparungspotenzial, das nicht nur die Entwicklungskosten, sondern auch den Preis des fertigen Produkts stark senken könne.

VIRTUELLER NACHBAU Lösungsansätze dafür gibt es viele – angefangen beim Einsatz kompletter, bereits getesteter Komponentengruppen über Outsourcing an Spezialisten bis hin 96

T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

„Wir bauen die gesamte Maschine nach und si­ mulieren das Zusammen­ spiel aller Teile.“ ANDREAS MEHRLE, PROJEK TLEITER D I G I TA L T W IN L A B , M C I

zum Rapid-Prototyping via 3D-Druck. „Die meisten haben aber ihre Limits“, weiß der Experte. Deswegen gehe sogenannte Digital Twin Labs einen neuen Weg. Ein solches hat auch am MCI vor gut einem Jahr seine Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit einem dreiköpfigen internationalen Team entwickelt Mehrle dort digitale Simulationen komplexer Maschinen, die ohne großen Aufwand verändert, angepasst und getestet werden können, ohne sie physisch produzieren zu müssen. GANZHEITLICH BETRACHTET „Simulationen gibt es im technischen Bereich schon lange“, erklärt er. Allerdings unterschieden sich diese grundlegend von einem „digitalen Zwilling“. „Eine Bauteilsimulation berechnet eine Komponente, zum Beispiel deren Belastbarkeit. Wir bauen die gesamte Maschine nach und simulieren das Zusammenspiel aller Teile.“ Zudem lassen sich verschiedene Aspekte wie Verschleiß, Belastung, aber auch Verbrauch, Hitzeentwicklung, Performance und mehr kombinie-


INNOVATION

Zur Person Andreas Mehrle hat an der Johannes-KeplerUniversität in Linz Mechatronik studiert und leitet seit 2009 den Studiengang Mechatronik am Innsbrucker MCI. Seit 2020 ist er zudem Projektleiter des Digital Twin Labs und arbeitet mit einem dreiköpfigen Team aus Italien, Spanien und den Niederlanden an Simulationen für die Tiroler Industrie.

on um die entsprechende Umwelt, können wir testen, was sonst erst möglich ist, wenn die Maschinen vor Ort sind.“

GEMEINSAM MIT PROFIS Anstatt an grauer Theorie arbeitet das Twin Lab an praxisbezogenen Lösungen und eng mit der Tiroler Industrie zusammen. Gemeinsam mit Liebherr hat das Team die Simulation einer Planierraupe und zusammen mit Prinoth das Pistengerät „Leitwolf“ entwickelt. „Das sind beides hochkomplexe Maschinen, die unter extremen Bedingungen funktionieren müssen“, erklärt Mehrle. „Dazu kommt, dass die Stückzahl gering und die Herstellungskosten hoch sind.“ Deswegen steht auch keine große Stückzahl an Prototypen zur Verfügung, die in unterschiedlichen Konfigurationen getestet werden können.

DIGITALER SPIELPLATZ Das eröffnet dem Twin Lab neue Möglichkeiten, bringt aber auch neue Herausforderungen. Die Entwicklung digitaler „Sandkästen“ ist eines der nächsten Ziele des Teams. Dazu gilt es, Daten zu sammeln. Denn neben dem Klima, das sich aus vielen Komponenten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und mehr zusammensetzt, müssen auch die Bodenbeschaffenheit, die Haftung unterschiedlicher Oberflächen und mehr in Simulationen einfließen. „Zum Boden gibt es bereits Datensätze“, meint Mehrle. „Bei Schnee sieht das aber zum Beispiel ganz anders aus. Da müssen wir erst sehen, wie wir vorgehen können.“ Steht den digitalen Zwillingen einmal eine virtuelle Umwelt zur Verfügung, ist das Prinzip aber wohl noch lange nicht ausgeschöpft. „Simulierte Umgebung hat großes Potenzial“, ist sich der Experte sicher. „Man denke nur an Machine Learning.“ Anders als es zum Beispiel Tesla heute handhabt, dessen Autopilot anhand von echten Verkehrsdaten verbessert wird, könnte ein simuliertes Fahrzeug in einer ausreichend detailreichen Simulation das autonome Fahren lernen – ohne jemals auf den realen Verkehr losgelassen worden zu sein. „Das gilt dann für selbstfahrende Pistengeräte ebenso wie für PKWs“, vermutet Mehrle. „Gelingt es uns, virtuelle Trainings-Umgebungen zu gestalten, würde das die Entwicklung autonomer Maschinen nicht nur enorm beschleunigen, sondern auch die Kosten deutlich senken.“

„Wir haben inzwischen erkannt, dass nicht nur die Maschine wichtig ist, sondern auch die Um­ gebung, in der sie zum Einsatz kommt.“ UMBAU MIT DER MAUS Am digitalen Zwilling ist das kein Problem. Nachdem Liebherr und Prinoth alle Messgrößen geliefert haben, kann beispielsweise der Antrieb vom Verbrenner in kürzester Zeit auf Elektromotoren oder Brennstoffzellen umgerüstet werden. Dimensionierungen und Steuerung sind problemlos anpassbar, ohne neue Teile zu fertigen. Doch das ist erst der Anfang. „Wir haben inzwischen erkannt, dass nicht nur die Maschine wichtig ist, sondern auch die Umgebung, in der sie zum Einsatz kommt“, sagt Mehrle. Gerade bei Liebherrs Planierraupe ist das ein relevanter Aspekt. „Schmiermittel, Hydraulik-Flüssigkeiten und mehr verhalten sich unter tropischen Bedingungen wie in Brasilien völlig anders als in Sibirien. Haben wir die Daten zu den Materialien und ergänzen die Simulati-

© MCI/KIECHL

ren – und das im Zeitraffer, sodass die Abläufe von hunderten oder gar Tausenden Betriebsstunden in kurzer Zeit durchgerechnet werden können.

International: Im Twin Lab arbeiten je ein Experte aus Italien, den Niederlanden, Österreich und Spanien Hand in Hand.

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T O P.T I R O L

Arbeitgebermarke Aupark

© CORDES

Der Staner Aupark verkörpert nicht nur Innovation und Nachhaltigkeit, er schafft auch ideale Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen, wie sie nur wenige Arbeitsplätze bieten können.

Mobilität Ein Arbeitsplatz muss mit einem öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar sein. Der Staner Aupark liegt in der Nähe des Schwazer Bahnhofs und ist mit dem Bus ideal erreichbar. Zudem gibt es im Aupark zusätzlich einen Fuhrpark, bestehend aus Fahrrädern, E-Mopeds und E-Autos, den sich alle teilen. Somit ist man trotz Pendeln mobil und kann sich für Außentermine ganz einfach und bequem ein E-Auto ausleihen. Rahmenbedingungen und Verpflegung Für ArbeitnehmerInnen haben die Angebote rund um den Arbeitsplatz eine große 98

Bedeutung. Jause kaufen, ein Restaurant in unmittelbarer Nähe, Erholungsmöglichkeiten für die Pause und viele andere Aspekte schaffen eine perfekte Umgebung. Dies alles bietet der Aupark! Im Gebäude befinden sich ein Café sowie ein Restaurant, regionale Lebensmittel für die Jause oder für zu Hause kann man im Erdgeschoß einkaufen und zum Entspannen lädt der begrünte Park vor dem Gebäude oder die MitarbeiterInnen-Terrasse in 26 Metern Höhe ein! Balance zwischen Job und Freizeit Nach der Arbeit ins Fitnesscenter oder ins Tanzstudio gehen, sich beim Friseur oder Kosmetiker verwöhnen lassen, einen Arzttermin wahrnehmen oder sich mit den Kollegen in einem Lokal treffen, dafür braucht man nicht weit zu fahren. Das komplette Angebot gibt es im Aupark. In der Skybar kann man den Abend genießen, zahlreiche Sportangebote bieten die Möglichkeit zum

Auspowern, das Medzentrum sorgt für eine perfekte medizinische Versorgung, vom Augenarzt bis zum Physiotherapeuten. Als ob dies nicht schon einzigartig genug wäre, gibt es für viele Angebote gibt es Rabatte für die ArbeitnehmerInnen des Aupark. Der Staner Aupark bietet also nicht nur für die Unternehmer perfekte Rahmenbedingungen – Top-Lage, ausreichend Parkmöglichkeiten, repräsentative Gastronomie, zahlreiche Synergien aufgrund der Branchenvielfalt, gemeinsame Besprechungsräume –, sondern hilft den Unternehmern auch, sich am Arbeitsmarkt abzuheben und einfacher Mitarbeiter zu finden! PMW-Immobilien GmbH & Co KG Ansprechpartner Mag. Peter Hauser Tel.: 0664/9627137 E-Mail: office@pmw-immo.tirol www.staner-aupark.tirol

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

W

elche Bedürfnisse haben ArbeitnehmerInnen heutzutage? Die Antwort darauf lautet meistens: Eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Hinter diesem Begriff steckt aber sehr viel mehr, als man glaubt!


T O P.T I R O L

Kreislaufwirtschaft zum Angreifen

© TIROL WERBUNG/BAUER FRANK

Bis zu 80 Prozent der Umweltauswirkungen von Produkten haben ihren Ursprung in der Entwicklungsphase. Nachhaltiges Wirtschaften beginnt also schon vor der Produktion. Hanf gilt dabei als vielversprechendes Ausgangsmaterial.

Hanf und Wintersportausrüstung haben mehr miteinander zu tun, als man auf den ersten Blick meint.

Kreislaufwirtschaft auf Hanfbasis „Regionaler Anbau und regionale Verarbeitung des Nutzhanfs bieten Potenziale für heimische Landwirte ebenso wie für Unternehmen. Mit Blick auf den gesamten Lebens­zyklus von Produkten arbeiten wir mit Hoch­schulen, Landwirten und Unternehmen unter dem Projekttitel ‚Alpenhanf 360°‘ daran, Wertschöpfungsketten im Sinne der Kreislaufwirtschaft neu zu gestalten und nachhaltiges Wachstum in den Regionen zu fördern“, erklärt Dr. Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. So können die Hanfblüten z. B. im medizinischen Bereich, die Samen im Lebensmittelbereich Verwendung finden. Die Stängel eignen sich gut für den Textilbereich, als Bau- und Dämmstoff und für Verbundwerkstoffe,

sog. Composites, etwa für Skier oder Skistöcke. Damit das Realität werden kann, werden im Projekt „Alpenhanf 360°“ etwa passende Anbauflächen gesucht, wird an einheitlichen Anbaurichtlinien gearbeitet, werden Erntetechniken werden weiter ausgereift und (industrielle) Abnehmer für die Ernteerträge an Bord geholt und wird an Produkten, die aus dem Stängel hergestellt werden können, getüftelt. Auch um Bundesförderungen bemüht man sich in der Standortagentur Tirol. Hofer ist optimistisch: „Die ersten Projektergebnisse sind vielversprechend, bis Jahresende sollen die ersten Prototypen für Skier und Skistöcke sowie Bekleidung, Ernährung und Baustoffe fertig sein.“ Weitere Infos zu „Alpenhanf 360°“ finden Sie unter www.standort-tirol.at/alpenhanf360 Standortagentur Tirol GmbH Ein Unternehmen der Lebensraum Tirol Holding Ing.-Etzel-Straße 17, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/576262 E-Mail: office@standort-tirol.at www.standort-tirol.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

H

anf ist eine der ältesten Kulturpflanzen und die stärkste Pflanzenfaser der Welt. Er wächst bis auf 1.400 Meter Seehöhe und innerhalb von vier Monaten nach, kommt ohne Pestizide und künstliche Bewässerung aus, fördert die Biodiversität und verringert den CO2-Ausstoß. Bis ins 20. Jahrhundert wurde Hanf als landwirtschaftliche Kulturpflanze so wie Flachs auch in Tirol angebaut. Nun erlebt Hanf eine Renaissance – aus gutem Grund.

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T O P.T I R O L

Dynamisch unterwegs

© SWARCO

Innovative Lösungen des Tiroler Technologiekonzerns SWARCO steigern Verkehrssicherheit und Lebensqualität rund um den Globus – inzwischen auch mit einer eigenen Präsenz Down Under.

MyCity 1.0 bietet geräteunabhängig übersichtliches urbanes Mobilitätsmanagement.

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Aufbringung fast nichts von ihrer hohen Anfangsretroreflexion eingebüßt haben. Eigene Präsenz in Australien Dass man mit österreichischen Qualitätsprodukten auch im fernen Australien erfolgreich sein kann, beweist SWARCO schon seit einigen Jahren. Mit der mehrheitlichen Übernahme eines Straßenmarkierungsdienstleisters haben die Wattener nun erstmals eine eigene Präsenz vor den Toren der westaustralischen Metropole Perth. „Wir möchten den Straßenmarkierungen Down Under einen deutlichen Qualitätsschub verleihen und haben mit der Firma Supalux dazu einen hervorragenden Partner gefunden“, weiß Neumann. Software für urbane Mobilität Ein weiterer Meilenstein aus jüngster Zeit ist der Launch der neuen Software MyCity 1.0. Damit bietet SWARCO als Service aus der eigenen Cloud kleinen, mittleren und großen Städten eine praktische Lösung, die urbane Mobilität in all ihren Aspekten über eine benutzerfreundliche Oberfläche, sei es am PC, am Smartphone oder am Tablet, zu managen. „Die städtischen Verkehrsverantwort-

lichen möchten einen klaren Überblick darüber haben, was in ihrem Straßennetz und mit ihrer Straßeninfrastruktur tatsächlich passiert. Sie wollen auch in der Lage sein, flexible Strategien einzuleiten, wenn die Performance des gesamten Mobilitätsökosystems nicht so reibungslos funktioniert wie gewünscht“, nennt Neumann Erkenntnisse aus zahlreichen Interviews mit Städten. Hier setzt MyCity mit seinen Lösungen für Infrastrukturüberwachung, adaptives Verkehrsmanagement, Cooperative, Connected and Automated Mobility (CCAM), Luftqualitätsüberwachung, Beschilderungsmanagement und Parkleitmanagement an. Nach Voranmeldung können Interessierte dies und mehr in der erneuerten SWARCO TRAFFIC WORLD erleben, freut sich Neumann auf die Rückkehr der Besucher in den Schauraum am Konzernsitz. SWARCO AG Blattenwaldweg 8, 6112 Wattens Tel.: 05224/5877-0 E-Mail: office.ag@swarco.com www.swarco.com

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

M

it Innovationskraft, Agilität und dem Erhalt kritischer Infrastrukturen konnte sich der Verkehrstechnologiekonzern SWARCO mit Sitz im Tiroler Wattens auch im Pandemiejahr 2020 sehr gut behaupten. Das Vorstandstrio Michael Schuch, Günther Köfler und Günter Kitzmüller meldet einen neuen Rekordumsatz von knapp 758 Millionen Euro bei einem Beschäftigungsstand von fast 3.900 Kolleginnen und Kollegen in 21 Ländern. In der Division Road Marking Systems freut man sich über die weltweite Nachfrage nach High-Performance-Mikroglasperlen, die Straßenmarkierungen nachts besonders gut sichtbar halten. „Die Top-Glasperlen von SWARCO sorgen u. a. in einem Langzeittest auf einem vierspurigen Highway in Texas dafür, dass eine thermoplastische Strukturmarkierung auch nach zwei Millionen Überrollungen noch Rückstrahlwerte aufweist, die um das Dreibis Vier-fache über den Werten von Standardmarkierungen liegen“, erklärt Konzernsprecher Richard Neumann. Gerade auch bei Nacht und Nässe zeigt sich die Qualität der SWARCO-Perlen, die auch ein Jahr nach


International vernetzt - regional verankert Internationale Spitzenforschung, engagierte Mitarbeiter*innen und hoch motivierte Studierende machen die Universität Innsbruck zu einem Motor für Wirtschaft und zum Impulsgeber für die Gesellschaft in der Region und weit darüber hinaus.

Top Performer

Top Forschung

17

unter 1600 Universitäten weltweit

beim renommierten Shanghai-Ranking in

Fachbereichen Spitzenforschung in den Forschungsschwerpunkten Physik und Alpiner Raum Quelle: Fachdisziplinen Ranking der Jiaotong-Universität Shanghai 2021

Top Arbeitgeber

8

Top-Ergebnisse in den Bereichen Internationale Ausrichtung und Forschung Quelle: U-Multirank Top Performing Universities 2020

in Österreich im Bildungsbereich zum

EuropeanUniversities-Allianz in der

„Aurora“ mit neun europäischen Universitäten von Reykjavik bis Neapel

5. Mal

Beste Spin-off-Strategie: Österreichweit führend mit aktuell

in Folge

19 Unternehmens-

dank spannender Arbeitsinhalte, familienfreundlicher Arbeitsbedingungen und einem internationalen Arbeitsumfeld

durch die 2008 gegründete Beteiligungsholding

Quelle: Ranking „Österreichs beste Arbeitgeber 2021“ der Zeitschrift trend

41 Millionen Euro

öffentlicher Forschungsmittel national und international eingeworben

E

20% Steigerung in 4 Jahren Quelle: Universität Innsbruck in Zahlen 2020

Wir bauen Brücken in die Zukunft.

Über

beteiligungen

Quelle: www.uibk.ac.at/ transferstelle/beteiligungen

4400

Abschlüsse

im Studienjahr 2019/20 4 % mehr als in den beiden Vorjahren Quelle: presse.uibk.ac.at (März 2021)

www.uibk.ac.at

© BfÖ 2021, Foto: © Innsbruck Tourismus / Christof Lackner

International vernetzt:


INNOVATION

Von der Praxis in die Theorie Die Digitalisierung hat längst Einzug in die Wirtschaftswelt gehalten. Wie sie sich aber in Unternehmen und der Betriebswirtschaftslehre auswirkt, ist noch weitgehend unbekannt. Ein Forschungsprojekt an der Universität Innsbruck will das untersuchen. T E X T: K A T H A R I N A W I L D A U E R

„Die Managementtheorie spiegelt derzeit überwiegend eine Welt ohne Computer wider.“ THOMAS LINDNER, PROFESSOR F Ü R I N T E R N A T I O N A L E S M A N A G E M E N T, U N I V ER S I TÄT IN N S B R U C K

102

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ie Betriebswirtschaftslehre erforscht, wie Firmen optimal wirtschaften. Das tut sie aber weitgehend, ohne digitale Technologien und digitales Wissen miteinzubeziehen. „Die Managementtheorie spiegelt derzeit überwiegend eine Welt ohne Computer wider“, weiß Thomas Lindner, seit Mai Professor für Internationales Management an der Universität Innsbruck. Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Unternehmen und die Theorien der Betriebswirtschaft. WECHSELWIRKUNG Damit ist jedoch nicht das Digitalisieren von Prozessen oder Arbeitsabläufen gemeint. Lindner untersucht Datenanalysemethoden und in welchem Rahmen Firmen diese einsetzen und damit das strategische Tun beeinflussen. Künstliche Intelligenz, Big Data oder Algorithmen helfen, komplexe Daten aufzubereiten, und werden daher in Betrieben eingesetzt, um große Datenmengen besser zu verstehen. „Allerdings weiß niemand, inwieweit sich der Einsatz dieser digitalen Tools auf

das unternehmerische Handeln auswirkt“, so Lindner. Er geht davon aus, dass es einen Zusammenhang gibt. „Es scheint klar, dass Digitalisierung beeinflusst, wie Unternehmen entscheiden.“ NEUER BLICKWINKEL Zwar gibt es viel Forschung mit Digitalisierungsagenden, etwa vom Standpunkt der Innovationsfähigkeit oder des Marketings aus. Nicht aber, wenn es um die Entscheidungsfindung in Unternehmen geht. Das internationale Management sieht sich etwa an, wie ein Konzern einen neuen Standort auswählt und welche Faktoren dabei relevant sind. Unklar ist aktuell, ob und wie sich auch die Digitalisierung auf derartige Investitionsentscheidungen auswirkt. Genau diesem Themenkomplex ist das Forschungsprogramm gewidmet, das Thomas Lindner in den nächsten vier Jahren an der Universität Innsbruck leiten wird. Rund zehn Forschungsarbeiten in vier Phasen sind geplant. „Die Uni Innsbruck ist ein super Standort für Forschung im Bereich Digitalisierung,


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INNOVATION

Zur Person Thomas Lindner ist seit Mai 2021 Professor für Internationales Management an der Universität Innsbruck. Er promovierte und lehrte an der Wirtschaftsuniversität Wien und war im Rahmen von Forschungs- und Lehraufenthalten unter anderem in Frankreich, Dänemark und den USA tätig.

Die Digitalisierung ist in der Wirtschaftswelt angekommen. Über deren Auswirkungen forscht man an der Universität Innsbruck.

weil sie führend in der Entwicklung von Datenanalysesoftware sowie der Quanteninformation ist“, betont Lindner. UMFASSENDE AGENDEN Ziel ist, herauszufinden, welche Vorgehensweisen Menschen und insbesondere Unternehmen nutzen, um mit begrenzten Informationen zu entscheiden, und welche Verzerrungen dabei vorliegen. Das Augenmerk liegt auch auf regulatorischen und ethischen Punkten, etwa durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Außerdem wird erforscht, wie Firmen Digitalisierung organisatorisch verankern und regeln. „Die Frage ist etwa, wer für datenbasierte Entscheidungen die Verantwortung übernimmt – IT oder Vorstand“, so der Wirtschaftswissenschaftler. Untersucht wird auch, wie sich das Verhalten von Entscheidungsträgern ändert, je nachdem, wie Daten aufbereitet sind. DIGITALE GESELLSCHAFT In der letzten Projektphase geht es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf Markt und Menschen. Denn letztlich hat

„Ich erwarte, dass Firmen durch die Digitalisierung schneller und in wachstumsstärkere und damit weiter entfernte Länder investieren.“

die Verwendung digitaler Tools im großen Stil gesellschaftliche Konsequenzen. Entscheidet ein Algorithmus, welche Arbeitssuchenden die besseren Chancen haben, wie vom Arbeitsmarktservice einst angedacht, oder wo ein Betrieb seinen Standort wählt, hat das Folgen für den Heimatmarkt und die Menschen, die dort leben. WISSENSTRANSFER Denkbar wäre für Thomas Lindner, dass die Digitalisierung das Übertragen von Wissen erleichtert. Damit würde es für Unternehmen einfacher, ihr Know-how in weiter entfernte Standorte und folglich Länder zu transferieren. „Ich erwarte, dass

Firmen durch die Digitalisierung schneller und in wachstumsstärkere und damit weiter entfernte Länder investieren“, erklärt Lindner. Heute gehen Direktinvestitionen von internationalen Firmen in und aus Österreich häufig nach Mittel- und Osteuropa. Künftig könnte sich das vermehrt in globale Wachstumsmärkte nach Asien oder Afrika verlagern. Eine derartige Entwicklung ist für Länder wie Österreich, in dem mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze von Export und internationalen Investitionen abhängt, mehr als relevant. Und zeigt, dass es wichtig ist, die langfristigen Folgen der Digitalisierung zu erforschen. 103


INNOVATION

Kolonie im Körper Die Mikrobiologin Débora Coraça-Huber erforscht an der Medizinischen Universität die Entstehung und das Verhalten von Biofilmen auf körperfremden Oberflächen, um einen Weg zu finden, das Infektionsrisiko nach einer Implantation zu verringern. T E X T: L I S A S C H W A R Z E N A U E R

B Zur Person Die gebürtige Brasilianerin Débora CoraçaHuber ist Biologin und habilitierte Mikrobioligin. Sie beschäftigt sich seit 2010 im Rahmen einer Senior-Scientist-Stelle an der Medizinischen Universität Innsbruck mit Biofilmen.

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akterien sind überall, in unserer VERHALTENSAUFFÄLLIG Umgebung, in Lebensmitteln, in Die Organismen in einem Biofilm verhalunserem Körper. Die Mikroorgaten sich komplett anders als Bakterien, nismen sind nicht automatisch die frei im Blut oder Gewebe vorhanden schlecht, können allerdings zu ernsthafsind. Sie kommunizieren und agieren als ten Erkrankungen und gesundheitlichen Gemeinschaft und schützen sich durch Problemen führen – zum Beispiel im Fall Schleimbildung vor Angriffen durch das von Implantationen, wo Immunsystem oder Ansie häufig zu gefährlichen tibiotika. „Damit AntiInfektionen und Entzünbiotika wirken, müssen dungen führen. Bakterien aktiv, sehr „Bakterien, die in die Die Ursache solcher lebendig sein. Bei den Kontakt mit der Infektionen sind sogeBiofilmbakterien kann nannte Biofilme. „Imder Stoffwechsel viel körperfremden plantate und jede andere niedriger als normal sein, Oberfläche kom- sie befinden sich mehr Art von Fremdkörper aus Metall oder Kunststoff, men, formen einen oder weniger im Schlafdie mit dem Körper intern modus“, so Coraça-Huber. Biofilm, den man in Kontakt kommt, zum „Dazu kommt, dass der sich wie eine Art or- Schleim eine mechaniBeispiel auch Katheter oder Leitungen, können ganisierte Kolonie sche Barriere ist, durch von Bakterien besiedelt die das Antibiotikum vorstellen kann.“ nicht durchkommt.“ werden“, erklärt Débora Coraça-Huber, die sich Genau das führt bei DÉBOR A COR AÇ A-HUBER an der Medizinischen Implantationen häufig zu Universität Innsbruck seit Komplikationen. Die Formehr als zehn Jahren mit scherin nennt als Beispiel diesem Problem befasst. „Die Bakterien, ein Hüftimplantat. „Wenn der Film darauf die in Kontakt mit der körperfremden wächst, führt das zu einer Infektion und Oberfläche kommen, formen innerhalb dann zu einer lokalen Entzündung, und weniger Stunden einen Biofilm, den man das kann zu Lockerung und Verlust des sich wie eine Art organisierte Kolonie Implantats führen.“ Man müsse das Imvorstellen kann.“ plantat dann herausholen, die Infektion


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Lagern sich Bakterien auf einer Oberfläche ab, kann innerhalb kürzester Zeit ein Biofilm samt Schutzschild (pink) entstehen.

mit Antibiotikum behandeln, eventuell Teile des Gewebes entfernen und dann ein neues Implantat einsetzen – was gerade bei älteren Patienten eine schwierige und anstrengende Prozedur sein kann. „Für ältere Menschen und durch Krebs oder eine andere systemische Erkrankung geschwächte Patienten besteht ein größeres Risiko. Da können solche Infektionen sogar gefährlicher sein als manche Arten von Krebs, zum Beispiel Brustkrebs oder Prostatakrebs.“

© DÉBORA CORACA-HUBER

VERSCHIEDENE ANSÄTZE Débora Coraça-Huber und ihr Team versuchen, diese Art von Bakterien besser zu verstehen und so Tools oder Methoden zu finden, mit denen man das Wachstum von Biofilm verhindern kann. Ein Ansatz ist hier, nach einem Material zu suchen, auf dem sich kein Biofilm ansiedeln kann. Bisher konnte man hier aber noch keinen

„Für ältere und geschwächte Menschen können solche Infektionen sogar gefährlicher sein als manche Arten von Krebs, zum Beispiel Brustkrebs oder Prostatakrebs.“ Durchbruch verzeichnen. „Es gibt noch keine Oberfläche, die nicht von Biofilm besiedelt werden kann. Von Glas ließe sich ein Biofilm relativ leicht entfernen, aber man kann natürlich keine Implantate aus Glas verwenden“, erzählt sie. Das sei ein riesiges und wichtiges Forschungsgebiet, aber es sei schwierig, hier eine Lösung zu finden. Sie legt den

Komplexe Kolonie: Biofilm durch das Mikroskop betrachtet.

Fokus ihrer Forschung deshalb momentan auf einen anderen Ansatz. „Ich glaube, dass man sich auf das Immunsystem und Möglichkeiten, wie man es stärken kann, konzentrieren sollte“, sagt die Biologin. In einer klinischen Studie mit gesunden Patienten, denen nach Frakturen für einige Monate Platten und Schrauben in die Hand eingesetzt wurden, habe sich nach der Heilung und Entfernung dieser Teile gezeigt, dass keiner der Patienten eine klinische Infektion hatte – obwohl bei 80 Prozent der evaluierten Personen Biofilme nachgewiesen werden konnten. „Das deutet darauf hin, dass unser Körper eventuell sogar Biofilm verträgt. Die große Frage ist hier der Zusammenhang mit dem Immunsystem“, so Coraça-Huber. Die Lösung könne also darin liegen, nicht nur lokal am Ort des Implantats zu schauen, sondern den Körper als Ganzes zu betrachten. „Wenn eine Person kein Defizit von Mikro- und Makronährstoffen und keine anderen Erkrankungen oder chronischen Entzündungen hat, kann man eine Infektion besser bekämpfen, und das könnte man sich auch bei Biofilmen zunutze machen“, sagt sie. „Vielleicht finden wir eine Möglichkeit, Patienten so auf eine Implantation vorzubereiten, dass das Immunsystem dafür gerüstet ist und Infektionen unterbinden kann.“ 105


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Die Kunst des Kommunizierens

Für Menschen mit sprachlicher Beeinträchtigung können Alltagssituationen zur Belastung werden. Ein Projekt der fh gesundheit bemüht sich nun um Aufklärung ihrer Gesprächspartner. T E X T: T H E R E S A K I R C H M A I R

„Letztendlich profitieren beide Seiten davon.“ ANJA WUNDERLICH-ROSSMAIR, FH GESUNDHEIT INNSBRUCK

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espräche im Fachhandel oder auf Ämtern sind gelegentlich schon für Menschen mit uneingeschränktem Sprachvermögen eine Herausforderung. Muss man sein Anliegen auch noch mit einer Sprachstörung vorbringen, ergeben sich schnell kommunikative Hürden für beide Seiten. Ein Projekt der fh gesundheit in Innsbruck unter der Leitung von Dr. Anja Wunderlich-Roßmair möchte dem Abhilfe schaffen. Man konzentriert sich nicht direkt auf die Betroffenen, sondern auf jene Angestellten, die ihnen gegenüberstehen. Das hat laut Wunderlich-Roßmair einen guten Grund: „Die nicht betroffenen Gesprächspartner spielen für das Gelingen der Kommunikation eine wichtige Rolle.“ HEMMSCHWELLE Das Projekt, das von der fh gesundheit durchgeführt und von der Tiroler Wis-

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senschaftsförderung unterstützt wird, ist derzeit in der ersten von zwei Phasen. Zunächst werden mittels Online-Fragebogen Mitarbeitende aus Handel und Dienstleistungsbetrieben, in denen mündliche Kommunikation unumgänglich ist, zu ihrem Wissensstand rund um sprachliche Beeinträchtigungen befragt. Außerdem wird erhoben, ob es schon Kontakt mit sprachlich Beeinträchtigten gab und in welchem Kontext. Bestätigen die Teilnehmenden, dass es entsprechende Gesprächssituationen gab, wird nachgehakt. Wie viel wissen die Menschen wirklich über einzelne Störungsbilder? In der zweiten Phase soll nach der Datenauswertung ein Informationsangebot geschaffen werden, das sich an Interessierte aus den teilnehmenden Unternehmen richtet. „Es soll dazu dienen, aufzuklären, wie man mit Menschen mit sprachlichen Beeinträchtigungen umge-

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Sprachliche Beeinträchtigungen können etliche Formen annehmen. Betroffene nehmen daher auch unterschiedliche Barrieren im Alltag wahr.


INNOVATION

fh gesundheit wir bilden die zukunft

Zur Person Anja Wunderlich-Roßmair ist seit 2017 an der fh gesundheit in Innsbruck im FH-Bachelor-Studiengang Logopädie tätig. Ihre Arbeitsbereiche sind Forschung und Lehre.

Die fh gesundheit bietet Ihnen Bachelor- und Masterprogramme sowie Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich an. P FH-Bachelor-Studiengänge

hen kann und worauf man achten muss“, erklärt Wunderlich-Roßmair. Um eine echte Verbesserung zu gewährleisten, soll das künftige Aufklärungsangebot nach Etablierung auf seine Wirksamkeit überprüft werden. ERFAHRUNGSWERTE Die Notwendigkeit zur gezielten Sensibilisierung tauchte im Zuge eines Vorgängerprojekts auf. Darin wurde die Kommunikation zwischen sprachlich Beeinträchtigten und Behördenmitarbeitern

„Die nicht betroffenen Gesprächspartner spielen für das Gelingen der Kommunikation eine wichtige Rolle.“ ANJA WUNDERLICH-ROSSMAIR

untersucht. Beide Seiten konnten ihre Wahrnehmung in Interviews schildern. So konnte man herausfiltern, welche Faktoren als hinderlich oder hilfreich empfunden wurden. Auf Betroffenenseite konzentrierte man sich auf Menschen mit zwei verschiedenen sprachlichen Beeinträchtigungen: Aphasiepatienten, die nach einem Schlaganfall Probleme beim Sprechen, Schreiben, Lesen oder Verstehen haben, sowie Stotternde. Recht einig waren sich die Befragten in ihrem Wunsch nach mehr Information. Denn letztendlich profitieren beide Seiten davon.

SPRACHLICHER HÜRDENLAUF Einige Hindernisse werden störungsübergreifend häufig genannt: Zeitdruck, verspürte Ungeduld, keinen Raum zu bekommen, nicht ernst genommen oder fälschlicherweise als kognitiv eingeschränkt wahrgenommen zu werden. Wenn Begleitpersonen anwesend sind, sprechen manche Angestellten nur noch diese an, erklärt Wunderlich-Roßmair. „Das führt bisweilen dazu, dass die betroffene Person selbst überhaupt nicht mehr im Gespräch berücksichtigt wird.“ WICHTIGE TEILHABE Für die Betroffenen geht es nicht nur darum, ob sie in einer spezifischen Situation etwas klären konnten. Verhalten und Einstellung von Gesprächspartnern können die Teilhabe der Menschen reduzieren, was in Resignation oder gar Vermeideverhalten enden kann. Das könne in einem Teufelskreis enden, so die Expertin: Man stellt sich seltener Gesprächssituationen im öffentlichen Raum, verliert an Vertrauen in die kommunikativen Fähigkeiten, nimmt sich als weniger selbstbestimmt wahr und verliert an gefühlter Lebensqualität. In den letzten Jahren gab es laut der Forscherin aber zumindest im schriftsprachlichen Bereich einige Verbesserungen. Angebote wie Informationen in leichter Sprache schaffen zum Teil einen niederschwelligeren Zugang zur Teilhabe.

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Biomedizinische Analytik Ergotherapie Gesundheits- und Krankenpflege Hebamme Physiotherapie Radiologietechnologie

P Master-Programme ■ Advanced Rehabilitation neu in LongCOVID-19* ■ Clinical Nurse Specialist neu ■ MBA im Gesundheitswesen ■ Mental Health ■ Pädagogik in Gesundheitsberufen P 15 Akademische Lehrgänge *vorbehaltlich der Bewilligung durch die zuständigen Gremien

www.fhg-tirol.ac.at

Zeithorizont Das Projekt ist derzeit noch in seiner Anfangsphase. Nach wie vor werden Unternehmen gesucht, die teilnehmen möchten. Interessierten steht es frei, sich bei Wunderlich-Roßmair zu melden. Bis Ende des Sommers soll die Datenerhebung beendet sein. Insgesamt läuft das Projekt bis Mai 2023.

Programm

* Anerkennung als Ausbildung für Führungsaufgaben gemäß § 65a GuKG

2021/22

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INNOVATION

Fair Play

Das Projekt I-Value will durch die Vermittlung positiver Werte einen Teil zur Dopingprävention beitragen. Dafür setzt man bereits möglichst früh an – nämlich bei Schülern ab sechs Jahren.

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T E X T: S I M O N L E I T N E R

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teigt der Druck, steigt oft auch die Ver­ zweiflung. Und damit ebenso die Bereit­ schaft, sich, wenn nötig, mit ungewöhn­ lichen oder gar unlauteren Mitteln zu helfen. Besonders augenscheinlich wird dies in der Welt des Spitzensports, die regelmäßig von diversen Dopingskandalen erschüttert wird – zuletzt etwa unter anderem im Rahmen der Nordischen Ski-WM in Seefeld, als mehrere Athleten in flagranti beim Blutdoping erwischt wurden. Derartige Fälle bereits möglichst im Keim zu ersticken, ist das langfristige Ziel von I-Value. Dabei handelt es sich um ein von der EU gefördertes inter­ nationales Forschungsprojekt, das von der nationalen Antidopingagentur Sloweniens geleitet und gemeinsam

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mit den nationalen Antidopingagenturen aus Belgien, Rumänien, Serbien und Österreich sowie mit den bei­ den universitären Partnern der Privatuniversität UMIT Tirol in Hall in Tirol und der englischen Leeds Beckett University realisiert wird. Es richtet sich an sechs- bis 14-jährige Schulkinder und soll diesen positive Werte näherbringen, sodass sie selbst in Ausnahmesituationen nicht in Versuchung geraten, auf (illegale) leistungsstei­ gernde Mittel und Methoden zurückzugreifen. SCHUTZ FÜR SCHÜLER Welchen Stellenwert bestimmte Wertvorstellungen und deren Vermittlung in Bezug auf eine Dopingprä­ vention haben können, erläutert Cornelia Blank von der UMIT Tirol, die das Projekt zusammen mit der


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Was wird vermittelt?

Zur Person Cornelia Blank ist ao. Professorin und stellvertretende Leiterin des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG) an der Universität UMIT Tirol in Hall in Tirol. Dort beschäftigt sie sich unter anderem mit Präventionsmaßnahmen gegen Substanzen und Methoden im (Nachwuchs-)Leistungssport.

Die im Rahmen des Projekts I-Value erarbeiteten Stundenbilder basieren auf Werten, die im Zuge einer systematischen Literaturrecherche der Leeds Beckett University als besonders relevant für die Dopingprävention eingestuft wurden. Konkret sollen den Schülern vor allem folgende fünf Prinzipien vermittelt werden: 1. 2. 3. 4. 5.

Respekt Mitgefühl Fairness Aufrichtigkeit Verantwortung

„Werte fungieren gewissermaßen als Schutzfaktoren.“

Leeds Beckett University wissen­ rend bei den Neun- bis Elfjährigen ne­ schaftlich begleitet: „Werte fungie­ ben dem Verständnis insbesondere die ren gewissermaßen als Schutzfak­ Anwendung der Werte im Vordergrund toren. Wenn ich unter Druck gerate stehe. Bei den Zwölf- bis 14-Jährigen und ein entsprechendes Angebot wiederum fokussiere man sich zusätz­ bekomme, überlege ich mir mit ge­ lich auf die selbstständige Übertragung festigten Werten eher, ob ich darauf der Werte auf neue Situationen. „Die einsteige oder nicht.“ Stundenbilder bauen alle aufeinander CORNELIA BL ANK , Das Besondere an I-Value auf“, so die Wissenschaftlerin, „haben P R I VAT U N I V ER S I TÄT gegenüber bisherigen Initiativen aber ein Ziel, nämlich in letzter Instanz UMIT TIROL dieser Art ist, dass es nicht auf das moralische Urteilsvermögen der Kaderathleten und Leistungssport­ Schüler zu verbessern.“ ler, sondern auf Grundschüler abzielt. „Die meisten Präventionsmaßnahmen richten sich an Spitzensport­ ÜBER DEN SPORT HINAUS ler oder Schüler über 14. Wir aber starten früher, weil Im Herbst soll I-Value, das auch Lehrer und Eltern wir glauben, dass die Werteentwicklung schon vorher stark miteinbindet, erstmals im Rahmen einer von beginnt – nämlich dann, wenn Kinder zum ersten Mal der Universität UMIT Tirol begleiteten Pilotstudie mit Sport in Berührung kommen“, erzählt Blank. an Bildungseinrichtungen in den jeweiligen Ländern getestet werden. Danach werden die Stundenbilder SPIELE UND ZIELE nochmals evaluiert und gegebenenfalls adaptiert, Derzeit befindet man sich in der finalen Phase der bevor sie 2022 an möglichst vielen Schulen zur An­ Entwicklung spezieller Stundenbilder, in deren wendung kommen sollen. Rahmen den Kindern auf spielerische und interaktive Vom Nutzen des Projekts zeigt man sich vonsei­ Weise positive Prinzipien wie Fairness und Respekt ten der UMIT Tirol jedenfalls überzeugt – nicht zu­ nähergebracht werden sollen. Das Spektrum reicht letzt, weil es über sportliche Aspekte hinausgehe, wie dabei von Bastelaufgaben über Karten- und Rollen­ Blank meint. „Es läuft zwar unter Dopingprävention, spiele bis hin zu Pantomime, wobei Methoden wie greift aber wesentlich weiter. Im Grunde handelt es Ziele sich je nach Altersgruppe unterscheiden. sich dabei eher um Persönlichkeitsentwicklung, wo es Bei den Sechs- bis Achtjährigen gehe es Blank darum geht, Moral und positive Werte zu entwickeln, zufolge vornehmlich darum, positive Werte zu erklä­ zu festigen und anzuwenden. Und diese sind ja nicht ren und deren Relevanz im Sport darzustellen, wäh­ nur im Sport wichtig.“ 109


I N N O VAT I O N S P R E I S

Innovativ & ausgezeichnet Tirol hat ein breit gefächertes Innovationspotenzial. Dafür sorgen zum einen international anerkannte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Hochschulen im ganzen Land. Zum anderen sind es aber auch Tiroler Unternehmen aller Größenordnungen ebenso wie private Tüftler, die mit zündenden Ideen ständig daran arbeiten, unsere Leben einfacher, sicherer und besser zu gestalten. Auch 2020 haben die Wirtschaftskammer Tirol und das Land Tirol zum mittlerweile 20. Mal wieder Projekte aus drei Kategorien ausgewählt und die besten davon im Rahmen des Tiroler Innovationspreises prämiert. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

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I N N O VAT IONSPREIS INNOVATION

KATEGORIE: BESTES KONZEPT

GEWINNER

ParityQC Bauplan für die Zukunft

AUSSERDEM NOMINIERT

Micado Smart Engineering

Alpiner Roller

Mit dem Team von ParityQC arbeitet in Innsbruck das weltweit erste Quantenarchitektur-Unternehmen an zukunftsträchtiger Technologie

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as universitäre Spin-off ParityQC versteht sich als Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis. Die Gründer Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner haben es sich zur Aufgabe gemacht, neueste Technologien aus der Quantencomputer-Entwicklung direkt und ohne Umwege in die Industrie einfließen zu lassen. Als Mittel zum Zweck dient ihnen die ParityQC-Architektur – gewissermaßen die Blaupause für Quantencomputing-Chips und die dazugehörigen Algorithmen. Zusätzlich bietet ParityQC Lizenznehmern mit ParityOS ein eigenes,

plattformunabhängiges Betriebssystem. „Damit haben wir eine aufeinander abgestimmte Hard- und Softwarelösung im Angebot“, erklärt Lechner, auf dessen Forschung und den daraus hervorgegangenen Patenten ein großer Teil der Entwicklung aufbaut. Die Chips, die auf spezifische Optimierungsprobleme, bei denen Quantencomputer ihre Überlegenheit bereits ausspielen können, maßgeschneidert sind, werden von einigen Hardwareherstellern mittlerweile auch produziert. „Damit sind wir das erste Quantenarchitektur-Unternehmen weltweit“, sagt Hauser

INPUT

Real world problem

© PARITYQC, ABERJUNG GMBH, DIRFIND OG

01 Parity

transformation 02 Compiler

digital & analog 03 Hardware

design optimizer

OUTPUT

Quantum algorithm & hardware design

Mit einem eigenen Betriebssystem, einer Hardwarearchitektur und den dazugehörigen Algorithmen macht ParityQC aktuellste Entwicklungen der Praxis zugänglich.

Mit gerade einmal 5,5 Kilogramm Gewicht bietet das klappbare geländegängige Alpbike eine völlig neue Art, die Berge zu erleben. Beim Weg bergauf kann der in Osttirol entwickelte alpine Roller bequem in einem mitgelieferten 25-Liter-Rucksack verstaut werden. Bergab sorgen dann Scheibenbremsen für ausreichend Sicherheit und machen das Gerät sogar tauglich, um damit leichte Trails zu bezwingen.

Firecompass

Lebensretter Sich in rauchgefüllten Räumen zurechtzufinden, ist eine große Herausforderung für Feuerwehrleute, wenn sie in brennende Gebäude vordringen müssen. Mit dem Firecompass arbeiten die beiden Tiroler Tüftler Mario Gebhart und Lorenz Schöllenberger an einem Nahbereichs-Navigationssystem. Die am Handgelenk getragene Sender-Empfänger-Kombination zeigt die Position aller Einsatzkräfte an und erlaubt es so, eingeschlossene oder bewusstlose Kameraden schnell zu finden.

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I N N O VAT IONSPREIS INNOVATION

KATEGORIE: DIENSTLEISTUNGSINNOVATION

AUSSERDEM NOMINIERT

GEWINNER

Dachsbau Television Der Club im Wohnzimmer

AST

Mobile Eislaufbahn Einfach zu bedienen, im Handumdrehen auf- und abgebaut und mit einem haushaltsüblichen Strom- und Wasseranschluss zu betreiben – das macht die mobilen Eislaufbahnen von AST zum Unikat. Mit 3,5 Tonnen inklusive des Anhängers zum Transport ist die Anlage zudem ein Fliegengewicht im Verhältnis zu vergleichbaren Systemen. Inzwischen ist das System aus Tirol bei Einkaufszentren, bei Hotels, auf Weihnachtsmärkten und bei vielen anderen Events rund um den Globus von Kanada und den USA über Europa bis nach China im Einsatz.

hololight

Augmentierter Arbeitsplatz Augmented und Virtual Reality sind lange kein Spielzeug mehr, sondern mittlerweile wertvolle Werkzeuge. Mit AR 35 steht Entwicklern und Designern ein Arbeitsplatz zur Verfügung, an dem mehrere Personen zugleich beim Entwurf von virtuellen 3D-Objekten kollaborieren können. Durch die Auslagerung in Virtual Reality werden nicht nur Zeit und Kosten gespart. AR 35 erlaubt es auch Entwicklern aus aller Welt, gemeinsam durch standortübergreifendes Arbeiten Probleme zu lösen.

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Konni Wolfgang (li.) und Fred Lordick haben zu Beginn der Pandemie mit DachsbauTV den Club ins Wohnzimmer gebracht und daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt.

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ie Kultur- und Clubszene gehört zu den am härtesten von Lockdowns und Regulierungen betroffenen Branchen. Bereits im März 2020 erkannten die Innsbrucker Unternehmer und Betreiber des Clubs Dachsbau Konni Wolfgang und Fred Lordick die Chance im Stillstand, die Tiroler Clubund Kulturlandschaft neu zu denken. Über Streaming-Plattformen und die eigene Website wagten sie den Schritt in die Digitalisierung und organisierten Online-Clubabende. Dort konnte das Publikum Musik hören, feiern und gerade in den unsicheren ersten Tagen der Pandemie ein wenig Normalität und

Ablenkung genießen – gemeinsam und doch sicher und mit Distanz im eigenen Wohnzimmer. Daraus entstand erst die DachsbauTV Prime Time, ein Late-NightUnterhaltungsformat mit Studiogästen und bald weitere Konzepte. „Nachdem wir stark gewachsen sind und immer mehr Partner mit an Bord holen konnten, ist unser nächstes Ziel, neue Formate zu entwickeln und uns noch weiter zu professionalisieren“, sagt Wolfgang. Mittlerweile produziert DachsbauTV ein breites Angebot mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von Gaming über Lifestyle bis hin zu Live-Sportwettbewerben.

Innovatoren gesucht Auch dieses Jahr steht die Wirtschaftskammer Tirol wieder in den Startlöchern, um Tirols innovativste und herausragendste Projekte, Entwicklungen und Konzepte zu prämieren. Die Teilnahmebedingungen und weitere Informationen finden Sie unter https://www.wko.at/site/Innovationspreis/ einreichstart2021.html. Einreichungen werden ab 1. Juli 2021 und bis zum 15. September 2021 entgegengenommen. Zudem steht die Abteilung Innovation & Nachhaltigkeit der Wirtschaftskammer Tirol Unternehmern, Entwicklern und Innovatoren auch gerne beratend zur Seite.

Das Team besteht aus

Mag. Marlene Hopfgartner, Teamleiterin


I N N O VAT IONSPREIS INNOVATION

KATEGORIE: TECHNISCHE INNOVATION

AUSSERDEM NOMINIERT

GEWINNER

Optronia Rehkitz-Retter © DACHSBAU, AST, HOLO-LIGHT, OPTRONIA, PATRICK SARINGER, HOLZBAU UNTERRAINER, STEINBACHER, FRANZ OSS, WK TIROL/DIE FOTOGRAFEN

Holzbau Unterrainer Mit nahinfrarotem Licht kann Sensosafe Rehkitze auch durch dichte Vegetation aufspüren und Mähunfälle verhindern.

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rundsätzlich sind Rehe Fluchttiere. In den ersten Lebenswochen fehlt ihnen allerdings die nötige Kraft, um schnell genug zu entkommen. Deswegen sind Jungtiere darauf angewiesen, sich zu verstecken. Gegen natürliche Fressfeinde funktioniert diese Strategie meist gut. Doch in hohem Gras, in dem sich Kitze bevorzugt verstecken, droht eine andere, ebenso tödliche Gefahr. „Durch Mähunfälle bei der Heuernte werden alleine in Österreich jedes Jahr rund 20.000 Rehkitze getötet oder Nicola Baldo (li.) und Ulrich Hausmann haben gemeinsam das Innsbrucker Start-up Optronia gegründet.

verletzt“, erklärt Nicola Baldo, Mitgründer von Optronia, das diesem Problem mit Hightech begegnet. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsmaschinenhersteller Pöttinger hat das Innsbrucker Start-up Sensosafe entwickelt, ein voll in Mähmaschinen integriertes und nachrüstbares System, das Rehkitze auch durch die Vegetation hindurch erkennt. Schlüssel dazu ist die Reflexion von nahinfrarotem Licht. Vor den Mähwerken eines Mähdreschers oder Traktors montierte und mit Sensoren bestückte Balken leuchten das Feld in Fahrtrichtung mit infrarotem Licht aus. Werden spezifische Wellenlängen, die mit Tieren assoziiert sind, zurückgeworfen, reagiert das System, das zudem auch die Form des gefundenen Objekts analysiert. Wird ein Kitz entdeckt, hält Sensosafe das Mähwerk an oder aktiviert rechtzeitig einen Alarm in der Kabine und warnt den Fahrer.

Sie erreichen uns jederzeit unter innovation@wktirol.at und wir freuen uns darauf, Sie kennen­ zulernen.

Dr. Ladislav Kacani, Spezialist für Innovations­ management und Innova­ tions ­förderprogramme

Mag. Veronika Schuler, Spezialistin für Schutzrechte

Felix Kranebitter, Ansprechpartner für Tiroler Beratungsförderung Schwerpunkt Innovationen

Holz mit Kurven Brettsperrholz ist nachhaltig belastbar und nicht zuletzt optisch ansprechend. Den Baustoff in gebogene Formen zu bringen, ist allerdings eine Herausfor­derung. Deswegen hat Holzbau Unterrainer eine spezielle Spindelpresse entwickelt, mit der der Werkstoff maßgenau und mit geringem Zeit- und Kosten­aufwand in nahezu jede gewünschte Krümmung gebracht werden kann. Die damit erzeugten Radiusplatten kommen im Haus- und Hallenbau zum Einsatz und finden nicht nur in ganz Euro­pa, sondern auch in Asien und den USA großen Absatz.

Steinbacher

Schnelltrocknendes Dach Den Elementen ausgesetzt, laufen Dächer gerade nach einiger Zeit Gefahr, undicht zu werden. Dringt Feuchtigkeit ein, kann das schnell teure Sanierungen nötig machen. Um diesem Problem vorzubeugen oder es zu beheben, hat Steinbacher steinodur® WDO plus entwickelt – eine Warmdach-Dämmung, die die Trockenzeit wesentlich reduziert. Der Clou dabei ist, dass der Dämmstoff selbst im Sanierungsfall auf den Altbestand aufgebracht werden kann, anstatt die alten Materialien aufwendig und kostenintensiv zu entsorgen.

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INNOVATION

MENSCH VS. MASCHINE

Maschinen sollen Aufgaben besser, schneller oder effizienter bewältigen. Dazu müssen unsere Schöpfungen uns in spezifischen Bereichen überlegen sein. Doch erreicht eine Technologie diesen Kipppunkt, sind Konflikte unvermeidbar.

TRANSISTOREN VS. GEHIRN PRESSLUFT VS. MUSKELKRAFT Mitte des 19. Jahrhunderts waren Schienen das Tor zur neuen Welt. Erst wo Eisenbahnen Versorgung garantierten, konnte der Wilde Westen gezähmt werden. Instrumental dazu waren Arbeiter, die mit Muskelkraft Bahntrassen in den Fels trieben. Der Presslufthammer sollte ihnen das Leben leichter machen – und weckte Ängste. Die Eisenbahnarbeiter, häufig Afroamerikaner, fürchteten um ihre Einkommen und ihren ohnehin niedrigen Rang in der Gesellschaft. Verewigt wurde diese Furcht vor der Technologie und der sinnlose Kampf gegen sie in der Volkslegende von John Henry, einem Eisenbahnarbeiter, der sich mit Hammer und Meisel mit einem Presslufthammer gemessen haben soll. In der Geschichte gewinnt Henry – nur, um vor Erschöpfung tot umzufallen.

Lange bevor der Mond in greifbare Nähe rückte, wurde NASA-Ingenieuren klar, dass sie bei einem solchen Unterfangen Hilfe brauchen würden. Schon der erste vom ApolloProgramm vergebene Auftrag war der zur Entwicklung eines elektronischen Leitsystems. Zu dieser Zeit war Mathematik Frauensache. Komplexe Kalkulationen wurden „Berechnerinnen“ überlassen. Und das Vertrauen in sie war groß. Vor den Apollo-Missionen wurde darauf bestanden, dass sie alle Berechnungen von Hand überprüften. Und ein angehender Astronaut soll angesichts des elektronischen Leitsystems verkündet haben, „das Ding“ abzuschalten, sobald er „da oben“ sei. Geschehen ist das nicht. Die Mondlandung wurde erst dank des Bordcomputers möglich – der übrigens auch von einer Frau, der Mathematikerin Margaret Hamilton, programmiert worden ist.

MASCHINELLES LERNEN VS. ERFAHRUNG Straßenverkehr ist chaotisch. Er funktioniert nur – relativ – reibungslos, weil alle Beteiligten einem groben Regelwerk folgen, innerhalb dessen sie reagieren und improvisieren.

Für uns bedeutet das Komfort und Sicherheit. Für die Logistik-­ Branche droht allerdings der Super-GAU. Allein in den USA verdienen gut 3,5 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt als Lastkraftfahrer. Die Hälfte von ihnen könnte bis 2030 Maschinen weichen müssen. Damit ist auch hier Konflikt vorprogrammiert.

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Diese Kombination aus Vorschrift und Autonomie ist menschliche Natur. Für Maschinen sind Graubereiche jedoch nicht bewältigbar, weswegen wirklich autonomes Fahren bislang Zukunftsmusik ist. Doch maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz machen Fortschritte. Auch hier steht ein Kipppunkt bevor.


KOMPETENZZENTREN IM „STANER AUPARK“ Das Gewerbebauprojekt an der Autobahnausfahrt Schwaz ist eines der innovativsten und nachhaltigsten Projekte. EFuhrpark, ideale Anbindung an den öffentlichen Verkehr, gratis Kinderbetreuung für Kunden, gemeinsame Besprechungsund Veranstaltungsräume und vieles mehr machen den Aupark mit seiner Toplage zum idealen Businessort! Im Staner Aupark sollen 2 Kompetenzzentren entstehen. Dafür suchen wir noch interessierte Unternehmen. Nicht nur der Standort im Aupark bietet dabei viele Vorteile für die Unternehmer und ihre Mitarbeiter-Innen. Die Kompetenzzentren stärken und fördern auch die Geschäftsentwicklung der beteiligten Unternehmen nachhaltig.

Bau-Kompetenzzentrum

Management- & Recht-Kompetenzzentrum

Folgende Branchen sind bereits vertreten: Architekt Baumanagement Statiker

Rechtsanwaltskanzlei Unternehmensberater (Prozessmanagement, Digitalisierung) Projektmanagement (Gemeinden)

Folgende Branchen können noch vom Konzept profitieren: Bauphysiker ELO-Planer HKSL-Planer Bodenmechaniker Innenarchitekt

Steuerberater Personalvermittler Marketingagentur IT-Dienstleister

Bei Interesse freuen wir uns, mit Ihnen in Kontakt zu treten und das Projekt Staner Aupark mit seinen Vorteilen präsentieren zu dürfen! Ein Projekt der

PMW-Immobilien GmbH & Co KG Ansprechpartner: Peter Hauser Telefon: +43 664 96 27 137 E-Mail: office@pmw-immo.tirol Web: www.staner-aupark.tirol


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