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­ S G L O F ER N E T H C Ausgabe # 2 3/Oktober 2020

N AG E M E N T A M N E IS R 10 x K be striebetrie du Wie Tirols In hen. emie umge d n a P r e d mit

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AU CH O N

T O P.T I R O L

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ir blicken einem unberechenbaren Winter entgegen. Haben die meisten Branchen den Sommer den Umständen entsprechend relativ gut überwunden, steht der Tiroler Wirtschaft eine zweite Härteprobe bevor. Denn zumindest bislang bleibt das mirakulöse „Licht am Ende des Tunnels“ in weiter Ferne. In dieser Ausgabe widmen wir uns der Industrie, die wie alle anderen Bereiche von der aktuellen Krise betroffen ist – wenn auch nicht so sichtbar wie andere Branchen. Dazu haben wir mit Managern und Geschäftsführern von Tiroler In­ dustrieunternehmen darüber gesprochen, wie sie mit der Pandemie umgegangen sind und welche Folgen und Herausforderungen sie noch erwarten.

© AXEL SPRINGER, FRANZ OSS (2)

Liebe Leserinnen und Leser!

Zugleich ist jede Krise aber auch Chance und eine Möglichkeit, sich mit Unter­ nehmer- und Innovationsgeist hervorzutun. Deswegen bieten wir diesmal Tiroler Unternehmen Raum, sich zu präsentieren und zu zeigen, was sie leisten – nicht nur trotz, sondern gerade wegen der aktuellen Situation.

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Zudem haben wir Matthias Pöschl, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol, gefragt, wie es den regionalen Tiroler Produzenten im Zuge von Covid-19 geht. Außerdem erzählt Anton Pletzer, wie er ein Familienunternehmen mit Reichwei­ te aufgebaut hat und wie er die aktuelle Situation sieht. Zu guter Letzt werfen wir einen Blick in die Zukunft und stellen drei Tiroler Unternehmen vor, die mit Virtual und Augmented Reality arbeiten, um digitale Welten in die Realität einzubinden.

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Wir wünschen Ihnen gute Nerven, hervorragende Gesundheit, einen chancen­ reichen Winter und viel Spaß bei der Lektüre. Die Redaktion

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Kurz gefragt: Benjamin Parth

Schön und gut: Wie sich die Cura Cosmetics Group international behauptet

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Klüger werden mit: Markus Gürne und Bettina Seidl

Interview: Anton Pletzer erzählt vom Drang, etwas zu bewegen

Krisenbewältigung in der Industrie: Wie zehn Industriebetriebe die Krise in Tirol erleben

Menschen & Märkte

Erfolgsgeschichten: Zwölf Tiroler Unternehmen präsentieren sich

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Interview: Matthias Pöschl über die regionale Produktion in Krisenzeiten

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Zukunftsperspektiven: Virtual Reality im Praxis-Einsatz

IMPRESSUM: top.tirol – Oktober 2020 Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/58 6020, office@target-group.at, www.target-group.at • Mitarbeiter dieser Ausgabe: Daniel Feichtner, Daniel Schreier, BA, Mag. Haris Kovacevic, BA, Mag. Katharina Wildauer, Mag. Simon Leitner, Eva Schwienbacher, BA, Lisa Schwarzenauer, MA, Jakob Matt, MA • Grafik: Marco Lösch, BA, Thomas Bucher • Fotos sofern nicht anders gekennzeichnet: Axel Springer, Franz Oss • Gesamtverkaufsleitung: Wolfgang Mayr • Verkauf: Bernhard Fauster, Tanja Ischia, Walter Mair Hersteller: Intergraphik GmbH, Innsbruck Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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T O P.T I R O L

KURZ GEFRAGT

Zur Person Benjamin Parth wuchs im familien­eigenen Hotel Yscla in Ischgl und damit mit der Gast­ ronomie auf. Nachdem er dort, inspiriert von Vorbildern aus der Haute Cuisine, die Lehre zum Koch absolviert hatte, sammelte er unter anderem bei Sven Elver­ feld, Santi Santamaria und Heinz Winkler Erfahrung. Seit 2008 leitet er das Gourmetrestaurant Stüva in Ischgl, wo er 2009 jüngster Haubenkoch Österreichs wurde. 2019 erhielt er den Titel „Gault&Millau Koch des Jahres“ und das Stüva darf sich seit Kur­ zem zur exklusiven Restaurant­ vereinigung Les Grandes Tables du Monde zählen.

BENJAMIN PARTH HAUBENKOCH

Zum Frühstück gehört für mich: ein italienischer Espresso sowie zwei – exakt vier Minuten gekochte – Eier. Die größte kulinarische Sünde ist: Kürbis in allen Variationen. Besser als meine Mutter koche ich: Das Niveau meiner Mutter zu erreichen, war eine echte Heraus­ forderung für mich. Ich musste jeden Tag besser werden, um mit ihr schließlich mithalten zu können. Tiroler Qualität ist: Hinsichtlich Gastlichkeit und vor allem kulinarisch sind wir top. Wir Tiroler brau­ chen keinen internationalen Vergleich zu scheuen. Kochbücher sind in Zeiten von Internet und YouTube: immer auch ein haptisches Erlebnis und mitunter ein Sammlerstück. Die Arbeit mit einem Buch erlaubt volle Fokussierung auf das Kochen. Das Handy kann und soll dabei offline bleiben. Gerade aktuell erscheinen immer wieder bemerkenswerte Kochbücher – die Augen offen zu halten, lohnt sich. © MICHAEL RATHMAYR

Zum Kochen braucht man ebenso wie zum unter­nehmerischen Erfolg: Disziplin, einen küh­ len Kopf und ein gutes Team. Für beide Bereiche gibt es keine Geheimrezepte. 4

Inspiration hole ich mir: Beim Snowboarden und Mountainbiken im schönen Paznaun hole ich mir die nötige Entspannung für meinen Beruf, auf inter­ nationalen Reisen die Inspiration. Meine Favoriten unter den „kulinarischen Destinationen“ sind Frank­ reich und Japan. Um dem Fachkräftemangel entgegenzu­wirken, muss die Gastronomie: jungen Talenten die Chance geben, ihre Kreativität auszuleben und zu entfalten. Eine gute Ausbildung ist: die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen zu entwickeln und im Umfeld einer motivierenden Fehlerkultur zu lernen. Wollen Restaurants die aktuelle Krise über­ stehen, müssen sie: das Niveau halten, die Qua­ lität sicherstellen und sich vermehrt auf die gelebte Gastlichkeit besinnen. In jede erfolgreiche Küche gehören: Enthusias­ mus, Kreativität und die Freude am Beruf. Würde ich nicht kochen, wäre ich: wohl im kreati­ ven Bereich zu finden, da mir an meinem Beruf vor allem der gestalterische Aspekt gefällt. In jedem Fall würde ich auch dort gerne ein Team führen – eine Aufgabe, die mir sehr gefällt.


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Verantwortung wahrnehmen Nicht irgendwo, sondern hier bei uns. Die BTV kommt aus der Region und investiert in der Region. Das Richtige dort zu tun, wo wir alle leben und arbeiten heißt für uns, lokal zu handeln – aber auch darüber hinauszudenken.


INTERVIEW

Zur Person

Der in Ober ndorf bei K geborene A it zbühel nton Pletz er leitet ge mit seinen meinsam Söhnen die in den Berei Immobilien chen , Tourismu s und Indu strie tätige Pletz er Gruppe. Von 1972 w ar er außer dem Obman des TVB Ho n he Salve. Für seine Ve rdienste ha t er u. a . den Berufs titels Kommer zial rat und das Ehrenzeich en des Land es Tirol verliehen b ekommen.

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INTERVIEW

„Im Hintergrund ziehe ich nach wie vor die Fäden.“ Vom Lehrling zum einflussreichen Multiunternehmer: Anton Pletzer hat in den 1960ern mit einem Installationsbetrieb in Hopfgarten den Grundstein für die Pletzer Gruppe gelegt. Im Interview erzählt er von kleinen Anfängen, großen Herausforderungen und dem Erfolgsfaktor Familie. DA S INTERVIEW FÜHRTE LISA SCHWAR ZENAUER FOTOS: A XEL SPRINGER

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„Ich glaube nicht, dass es heute möglich wäre, mit 19 ein Unternehmen zu gründen.“

ie haben 1963 mit 19 Jahhabe ich mir gedacht, warum nicht ren die Seeber & Pletzer mit meinem Partner den Weg in OHG mitgegründet – die Selbständigkeit wagen. Es war wie war diese Zeit für eine andere Zeit damals, das kann Sie? ANTON PLETZER: man nicht beschreiben ... es ist ein Damals war die VolljährigkeitsgrenSchicksal, aber ich habe einfach den ANTON PLETZER , ze noch bei 21 Jahren, deshalb wurde Drang gehabt, etwas zu bewegen. PLETZER GRUPPE ich durch einen Gerichtsbeschluss frühzeitig aus der väterlichen GeWürden Sie sich jetzt wieder so walt entlassen und schon mit 19 volljährig erklärt – nur früh selbständig machen? Ich glaube nicht, dass es so war es überhaupt möglich, mit einem Partner ein heute möglich wäre, mit 19 ein Unternehmen zu grünInstallationsgeschäft zu eröffnen. Außer der Volljäh- den. Man muss ganz andere Voraussetzungen erfüllen, rigkeitshürde hat es dann noch die zusätzliche Hürde es ist einfach eine ganz andere Zeit – so wie damals gegeben, dass man ein Unternehmen erst mit 24 Jah- wäre es heute sicher nicht mehr möglich. Obwohl: ren gründen durfte. Wir konnten diese Firma Seeber Meinen jüngeren Sohn habe ich mit 25 Jahren auch & Pletzer, wie sie damals geheißen hat, nur gründen, ins kalte Wasser geworfen, und der hat sich sehr gut weil mein Partner schon 26 war. Ich war damit einer entwickelt. der jüngsten Unternehmer des Landes. Was braucht es, um als Unternehmer über so lange Was hat Sie bewogen, so jung schon unternehme- Zeit erfolgreich und relevant zu bleiben? Man muss risch tätig zu werden? Ich war immer sehr unterneh- immer eine gewisse Risikofreude haben, und man mensfreudig und hatte damals ein sehr gutes Ange- braucht auch ein Quäntchen Glück – ohne Glück geht bot von einer Firma, als Leiter einzusteigen, und da es nicht. Und Fleiß. 7


© PRIVAT (3)

INTERVIEW

Heidi und Komm.Rat Anton Pletzer im Büro

Eröffnung 3er-Sessellift im Jahre 1984 Rigi-Thenn – dem zweiten 3er-Sessellift Österreichs – mit dem Chef der Seilbahnbehörde Hofrat Frank und Gemeindevertretern (v. l.: Gogl Josef, Betriebsleiter, Komm.-Rat Anton Pletzer, Pfarrer Fuchs, Landrat Huber, Hofrat Frank, Bürgermeister Karl Huber)

Wenn Sie zurückschauen, was waren Ihre größten Erfolge? Als mein erster Sohn 1994 das Installationsgeschäft übernommen hat, habe ich begonnen, Einkaufs- und Fachmarktzentren und auch ähnliche Unternehmen wie iDM und Apparatebau zu gründen. Ich war immer schon der Meinung – und das hat mein Vater schon gesagt – man muss auf mehreren Beinen stehen. Der Baum muss mehrere Wurzeln haben, dann kann auch mal eine absterben. Das habe ich mir zum Leitbild gemacht, und das ist mir mit diesem Schritt auch sehr gut gelungen. Was waren die bisher größten Herausforderungen? Das war auch 1994, als wir das erste Einkaufszentrum in Kärnten gebaut haben. Da war das Risiko sehr groß, weil man überhaupt nicht gewusst hat, wie gut das dann gehen würde, aber das hat sich sehr gut entwickelt. Die Bergbahnen waren auch schwierig, da sind in den 80er-Jahren viele vor dem Konkurs gestanden, als die Schnee- und Beschneiungssituation sehr kritisch war, da musste man schon sehr kämpfen. Ist es Ihnen schwergefallen, die operative Führung in den Bereichen Hotels und Installationen an Ihre beiden Söhne abzugeben? Nein, überhaupt nicht – ganz im Gegenteil! Ich war bei der ersten Übergabe 50 und 8

„Man muss immer eine gewisse Risikofreude haben, und man braucht auch ein Quäntchen Glück.“ ANTON PLETZER

mein älterer Sohn war 30, und ich bin der Meinung, man muss die Jungen so früh wie möglich in die Unternehmen lassen. Ich habe das schon erlebt mit einigen Partnern, die die Führung zu lange nicht abgegeben haben, und die sind dann teilweise gescheitert. Ich habe mittlerweile andere Aufgaben, im Hintergrund ziehe ich aber nach wie vor die Fäden. Wir verstehen uns gut und meine Söhne verlassen sich immer noch auf meinen Rat und meine Empfehlung. Ist es Ihnen wichtig, dass die Pletzer Gruppe weiterhin ein Familienunternehmen bleibt? Ja. Es ist alles so geregelt, dass es ein Familienunternehmen bleibt, wir haben eine Familienstiftung und eine Familienverfassung. Ich glaube, dass in schweren Zeiten Familienunternehmen die meisten Chancen haben und auch in Zukunft haben werden, weil sie finanziell besser dastehen und auch anders geführt werden. Von Part-


INTERVIEW

Eröffnung des größten Einkaufszentrums Klagen­furt mit Verleihung der goldenen Medaille der Stadt Klagenfurts, Namensänderung der Straße auf: Südpark 1 (v. l.: Dirigent Komm.Rat Anton Pletzer und Bürgermeister Harald Scheucher)

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nern, die keine Familienunternehmen waren, habe ich mich immer getrennt – die sind daran interessiert, Ausschüttungen zu machen, während in Familienbetrieben das erwirtschaftete Geld im Unternehmen bleibt. Es ist wichtig, ein gutes Fundament zu schaffen, und das kannst du nur im Familienunternehmen so machen. Sie sind in den Bereichen Industrie, Tourismus und Immobilien tätig. Warum genau diese Bereiche? Unsere Industriebetriebe wie den Stahlbau Hopfgarten, jetzt APL Apparatebau, haben wir bereits in den 60erJahren, iDM Matrei, den größten Wärmepumpenhersteller Österreichs, in den 80er-Jahren gegründet. In den 70ern hat der Liter Öl einen Schilling gekostet, also 7 Cent, dann ist 1972 die Ölkrise gekommen – da habe ich mir gedacht, man muss eine Alternative suchen. Ich hatte da eine glückliche Hand, weil ich immer vorausgeschaut und mit Hausverstand gehandelt habe. Die Hotels sind dazu gekommen, weil ich schon Bergbahnen hatte und überlegt habe, wie ich die beleben kann – eben mit einem Hotel. Wir haben immer geschaut, wie es Synergien gibt: Wärmepumpen und Apparatebau, Bergbahnen und Hotels. Das befruchtet und belebt sich gegenseitig. Und das mit den Einkaufs-, Fachmarkt- und Logistikzentren hat sich dann

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INTERVIEW

„Homeoffice wird in Wien vielleicht funktionieren, aber am Land sicher nicht.“ ANTON PLETZER

Der Unterländer Unternehmer ist zuversichtlich, dass man auch im Wintertourismus mit einem blauen Auge davonkommen wird.

eigentlich ergeben, weil das damals gepasst hat und ich immer gesagt habe, man muss flexibel sein. Die Flexibilität als Unternehmer ist sehr, sehr wichtig. Die breite Aufstellung des Unternehmens war sicher auch ein Vorteil in der Krise. Ja, das war ein großer Vorteil. Wir haben durch Corona auch einiges verloren, dafür sind manche Betriebe sogar besser gegangen, das hat sich gut ausgeglichen. Die Bergbahnen und Hotels haben am meisten gelitten, aber da war es dann nicht so schlimm, weil da praktisch nur ein halbes Monat weggefallen ist. Die Hotels hatten anfangs große Probleme, aber wir hatten in allen fünf Hotels noch nie so gute Sommermonate. Wir werden nicht alles aufholen können, aber wir haben noch nie so eine gute Auslastung gehabt, da kommen wir, denke ich, mit einem blauen Auge davon. Im Immobilienberiech haben wir selbstverständlich Mietausfälle gehabt, aber das war nicht so schlimm. Einige sind auch Konkurs gegangen, aber da diese Häuser und Mietobjekte relativ gute Lagen haben, konnten wir das wieder ausgleichen. 10

Was ist Ihre Prognose für die nächsten Monate? Ich bin sehr zuversichtlich. Wir haben im Bezirk Kitzbühel zurzeit nur wenige Coronafälle. Tirolweit steigt die Zahl ja leider wieder, aber ich glaube, dass wir das gut im Griff haben. Wir tragen in unseren Hotels natürlich auch dazu bei, da wird jede Woche getestet, und ich glaube, dass wir auch im Winter mit einem blauen Auge davonkommen werden. Leider hinkt die Politik da hinterher. So gut die Politik am Anfang der Krise war, so schlecht hat sie sich entwickelt. Was wünschen Sie sich von der Politik? Klare Aussagen, und dass die einzelnen Länder mehr berücksichtigt werden. Das kann man nicht einfach alles über einen Kamm scheren, das muss man individueller handhaben. Ich glaube, bei uns im Land und auch in den Bezirken ist man gut aufgestellt, und vieles kann man kleinräumig sicher besser lösen. Glauben Sie, dass coronabedingte Veränderungen der Arbeitswelt wie verstärktes Homeoffice auch nach der Krise ein Thema bleiben werden? Nein. Ich bin überzeugt davon, dass sich das bei uns nicht durchsetzen wird. Homeoffice wird in Wien vielleicht funktionieren, aber am Land sicher nicht – das kann das Büro nicht ersetzen. Ich spreche ja mit unseren Mitarbeitern, die sind alle gerne wieder zurückgekom-


INTERVIEW

men. Ich bin persönlich kein Freund davon und gehe auch nicht davon aus, dass sich das auf den Immobilienmarkt auswirken wird. Wird man im Energiesektor Veränderungen spüren? Der Energiesektor ist im Wandel, und auch da ist die Politik gefordert. Man muss CO2-Emissonen verringern, aber ich glaube, dass das alles auch ein bisschen hochgespielt ist. Wir werden natürlich umdenken müssen, aber: Wir haben in Tirol Wasserkraftwerke, und man sieht ja, welche Schwierigkeiten es da gibt. Wenn man die ausbauen oder neue Kraftwerke errichten will, wird nichts zugelassen. Wie soll das weitergehen? Alle reden, aber die Politik ist leider sehr schwach geworden, bestimmt wird heute nur mehr von Beamten. Früher war das ganz anders: Wenn ein Hofrat gekommen ist und gesagt hat, so soll das sein, dann ist das so gewesen. Aber heute ... Wir bauen ja jedes Jahr sehr viel, aber es ist mühsam. Man hat mittlerweile eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Jahren, um überhaupt ein Bauvorhaben durchzubringen. Da reden alle, dass das Wohnen zu teuer ist, aber die Po-

„Alle reden, aber die Politik ist leider sehr schwach geworden, bestimmt wird heute nur mehr von Beamten.“ ANTON PLETZER

litik ist da auch selbst verantwortlich, weil es so viele Verordnungen gibt, dass sich gar keiner mehr ein Haus baut. Früher hat sich jeder von uns in der Arbeit ein Haus bauen können, aber heute kostet das Grundausheben beziehungsweise die Deponiegebühr mehr als der Rohbau. Wir haben so viele Verordnungen und Gesetze, das ist ein Wahnsinn. In der Politik redet zwar jeder, aber es wird nichts geändert, im Gegenteil, es wird sogar immer schwieriger. Und wenn man momentan was machen will, heißt es nur Corona, Corona, Corona. Es ist eine Katastrophe. Vielen Dank für das Interview!

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anfred Swarovski, der 2018 verstorbene SWARCO-Gründer und Visionär, wäre sicher stolz auf die Weiterentwicklung seines Lebenswerks. Für das Jahr 2019, indem die Gruppe ihr 50-jähriges Bestehen feierte, verzeichnet SWARCO mit 755,7 Mio. Euro ein neues All-TimeHigh beim Nettoumsatz. Über 3800 Beschäftigte in 21 Ländern tragen zu diesem Erfolg bei. Die Lösungen, Produkte und Services des Konzerns sorgen in 80 Ländern für mehr Verkehrssicherheit und intelligenteres Verkehrsmanagement. „Trotz Coronakrise laufen die Geschäfte bei uns weiter sehr zufriedenstellend“, erklärt Unternehmenssprecher Richard Neumann. „Wir tragen ja täglich dazu bei, dass kritische Verkehrsinfrastrukturen ordnungsgemäß funktionieren und so den Reisenden sicher dienen. Unser Streben nach einer nachhaltigen Sicherung der Arbeitsplätze sowie eine nachhaltige Investitionsstrategie bleiben wichtige Elemente unseres Erfolgs.“

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Zukunftsorientiertes Portfolio Die aktuelle Auftragslage verströmt beim Vorstands­ trio Michael Schuch, Günther Köfler und Günter Kitzmüller Zuversicht, die Planzahlen für 2020 zu erreichen, wenngleich die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf die öffentlichen Infrastruktur-Etats noch nicht abschätzbar sind. In der Sparte Straßenmarkierungssysteme und -services, ein Drittel des 12

Konzernumsatzes, spielen auch im nahenden Zeitalter des automatisierten Fahrens hochqualitative Fahrbahnmarkierungen eine wichtige Rolle. SWARCO Mikroglasperlen sorgen inzwischen sogar auf Australiens Straßen nachts für beste Orientierung und Verkehrssicherheit. Zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet der Weltmarktführer bei LED-Verkehrsampeln mit Produkten, Systemen und Software für intelligentes Verkehrsmanagement. Projekte aus jüngerer Zeit sind u. a. die Modernisierung des Verkehrsmanagements von Katar im Vorfeld der Fußball-WM 2022. In den Niederlanden gelang die Einführung der Infrastruktur-zuFahrzeug-Kommunikation. Die monatlichen SWARCO INNOVATION TALKS per Livestream aus der TRAFFIC WORLD in Wattens informieren alle Interessierten über neueste Entwicklungen in einer Zeit, in der Messen zum Erliegen gekommen sind. Die Vielseitigkeit von SWARCO zeigt sich auch auf dem Jobportal im Internet. Derzeit gibt es über 80 offene Stellen im In- und Ausland, die besetzt werden wollen.

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Die Tiroler Versicherung ist „Leading Employer 2020“ und gehört damit zum besten ersten Prozent der österreichischen Arbeitgeber.

Die Unterberger Gruppe komplettiert ihr Angebot für fahrzeugbegeisterte Tiroler mit der Übernahme des in ganz Europa bekannten Spezialisten für Restaurations­arbeiten von klassischen Automobilen Jensen Classic. Am neuen Standort in Kufstein reparieren und restaurieren in Zukunft 15 Mitarbeiter Oldtimer aus der ganzen Welt.

Erstes duales Studium in Tirol An Herbst 2021 können sich Studierende des Management Centers Innsbruck in den dualen Bachelorstudiengang „Smart Building Technologies“ einschreiben, der auf einzigartige Weise Studium und Beruf verbindet. „Das duale Studium ‚Smart Building Technologies‘ trifft den Puls der Zeit“, ist MCI Rektor Andreas Altmann überzeugt: „Unternehmen in aller Welt haben dringenden Bedarf nach den im Studium vermittelten Qualifikationen – nun profitieren die jungen Menschen aus aller Welt und die Wirtschaft in Tirol und Südtirol von diesen Kompetenzen.“

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25 Jahre Fruchthof Innsbruck Der Fruchthof Innsbruck feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Der seit 2014 zum deutschen Delikatessenspezialisten Frischeparadies gehörende Feinkostmarkt bereichert jetzt schon seit einem Vierteljahrhundert die Teller der Tiroler: Wo anfangs das beste Obst und Gemüse der Stadt zu finden war, kaufen heute Hobbyköche, Genießer und auch anspruchsvolle Profis über 12.000 Zutaten ein.

© PHILIPP M. KOCH, OFP-KOMMUNIKATION, AUTOPARK, ZIMMERMANN GANAHL AG

„Seit Jahren setzen wir verstärkt Maßnahmen, um unseren Mitarbeitern ein chancengerechtes und gesundes Arbeitsumfeld zu bieten“, so Vorstandsvorsitzender Walter Schieferer. Die nachhaltige Personalpolitik der Tiroler Versicherung hat überzeugt – unter anderem mit den vielen Angeboten für Mitarbeiter, der hohen Mitarbeiterzufriedenheit, dem Gesundheitsmanagement und dem Image.


KURZNACHRICHTEN AUS DER TIROLER WIRTSCHAFT

150 Jahre Kreislaufwirtschaft

Mit einer Buchpräsentation der besonderen Art feierte die Zimmermann Ganahl AG ihr 150 jähriges Jubiläum: Werner Zimmermann, Historiker, Autor und Nachfahre der Unternehmensgründer, stellte in kleinem Rahmen die von ihm verfasste Firmenchronik vor. Bereits seit 1870 widmeten sich Zimmermann der Kreislaufwirtschaft. Heute werden bei dem Tiroler Vorzeigeunternehmen jährlich rund 65.000 Tonnen Altpapier gesammelt, sortiert und manipuliert.

Spatenstich für den „Volvo Cube“ Mitte September fand im Autopark Innsbruck der offizielle Spatenstich zum ambitionierten und einzigartigen Neubauprojekt „Volvo Cube“ statt. VolvoKunden dürfen sich auf ein einmaliges Schauraumambiente mit direktem Zugang zum Werkstattbereich freuen. Unterirdisch wird ein Reifenlager errichtet, im ersten Stock entstehen zwei hoch moderne Schulungsräume für Mitarbeiter von Autopark. „Wir alle sind unglaublich stolz, mit diesem Projekt neue Maßstäbe für die Automobilbranche Tirols setzen zu können“, erklärt Geschäftsführer Michael Mayr freudig.

Auswahl aktueller Seminare Training für Lehrlingsausbilder Start am 12. Oktober 2020

Kursstart in über 30 Sprachen Ab Oktober 2020

Mechatroniker im zweiten Bildungsweg Start am 13. Oktober 2020

Einzelcoachings in verschiedenen Sprachen Jederzeit buchbar

Sicherheitsfachkrafttag Am 15. Oktober 2020 Programmierakademie Berufsbegleitend – Basis Start am 19. Oktober 2020 Case Management - Reflexions- und Basismodul Start am 29. Oktober 2020

OMC - Online Marketing Conference Am 5. November 2020 Lehre Plus Matura – das neue Tiroler Modell Infoveranstaltungen ab Jänner 2021 in ganz Tirol

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T O P.T I R O L

„… und wir würden es wieder tun!“

© TIROLER/KOCH (3), TIROLER/HOHLRIEDER (2)

Goethe und Schiller, Jerry Lewis und Dean Martin, Walter Matthau und Jack Lemmon – Literatur und Fernsehen sind voll mit starken Männerpaaren. In den Vorstandsetagen der Versicherungsbranche sind lange Partnerschaften aber eine Rarität. Zum Jubiläum stellen sich Walter Schieferer und Franz Mair gegenseitig Fragen, die die 20-jährige Zusammenarbeit widerspiegeln.

20 Jahre erfolgreiche Teamarbeit: Zeit für ein Resümee.

„Die gesamte Entwicklung ist eine Erfolgsgeschichte.“ W A LT E R S C H I E F E R E R

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ALTER SCHIEFERER: Hät­ test du dir im Jahr 2000 ge­ dacht, dass wir 20 Jahre zu­ sammenarbeiten?

FRANZ MAIR: Nein, sicher nicht. Ver­ steh mich nicht falsch! Dass wir beide es so lange miteinander ausgehalten haben, überrascht mich heute nicht. Aber wir haben es nie darauf angelegt, unseren Job „abzusichern“. Wir sind immer auf fünf Jahre bestellt und in jeder Periode haben wir das Ziel verfolgt, in dieser Funktions­ periode die TIROLER langfristig noch besser zu machen. Wir haben so viel ver­ ändert, neu strukturiert, umgeworfen – es ist kein Stein auf dem anderen geblieben

und das Unternehmen ist dennoch heute gefestigter denn je zuvor. Dass wir vier Mal wiederbestellt wurden, ist ein Vertrauens­ beweis der Aufsichtsräte und wohl Beleg für unsere Erfolge. Welcher bedeutet dir am meisten? SCHIEFERER: Das ist leicht zu beantwor­ ten: dass wir aus der Tiland einen Tiroler Leitbetrieb mit unglaublich motivierten Mitarbeiter*innen und hervorragendem Image gemacht haben. Und das in einer Zeit, die durch massive Marktumbrüche und unvergleichliche aufsichtsrechtliche Her­ ausforderungen geprägt war. Die TIROLER ist heute ein überdurchschnittlich erfolg­ reiches, durch und durch heimisches, mo­


T O P.T I R O L

„Wir haben so viel verändert, neu strukturiert, umgeworfen – es ist kein Stein auf dem anderen geblieben.“

MAIR: Keinen! Natürlich haben wir nicht immer alles richtig gemacht. Ich bin aber stolz darauf, was wir daraus gemacht ha­ ben. Wir haben viel gelernt, haben nie einen Fehler zweimal gemacht und oft hat sich gezeigt, dass Umwege letztlich zum besse­ ren Ziel geführt haben. Das alles hat uns weitergebracht, uns wachsen lassen. Auch, weil wir nie aufgegeben haben – besonders dann, wenn es „zäh“ war, hat der Erfolg am Ende am meisten Freude gemacht. Jetzt im Nachhinein: Welchen Rat würdest du dei­ nem Ich von vor 20 Jahren geben? SCHIEFERER: Du hast zu Recht gesagt, dass wir keinen Stein auf dem anderen gelassen haben. Dennoch würde ich mir heute raten, in manchen Themen noch kompromissloser zu sein. Rückblickend hätte ich mir die eine oder andere Diskus­ sion durchaus sparen können, bei der sich relativ rasch gezeigt hat, dass sie zu nichts führen wird. Ansonsten würde ich nicht viel anders machen. Du bist mit 34 Jahren Vorstand geworden – hast du nie überlegt, ein anderes Angebot anzunehmen, die TIROLER zu verlassen?

MAIR: Nein. Keinen Moment. Auch wenn es extrem belastende Pha­ MAIR sen und Rückschläge gab. Weil mir die Aufga­ be immer Spaß gemacht hat. Und ich spü­ re unverändert diese Leidenschaft, dieses einmalige Unternehmen mit unseren tol­ len engagierten Mitarbeiter*innen täglich auf hohem Niveau noch besser zu machen. Für mich war immer klar – wenn du als Vorstand diese Begeisterung nicht mehr spürst, musst du gehen – alles andere ist verantwortungslos. Ja, die Lust, unsere Er­ folgsgeschichte weiter zu gestalten – das reizt mich nach wie vor. Jetzt haben wir viel über Vergangenes geredet. Schauen wir doch auch kurz in die Zukunft: Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Jurist, Oberländer, begeisterter Golfer, sozial engagiert, glücklich verheiratet, stolzer Vater eines Sohnes, reist für sein Leben gern und hat noch viele Pläne.

Franz Mair Betriebswirt, überzeugter Unterländer mit Faible für Osttirol, ehemaliger Leichtathlet, leidenschaftlicher Sänger, glücklicher Ehemann und Vater zweier erwachsener Töchter, mag Zwerghasen und liebt gut gemachte Kuchen.

SCHIEFERER: Da werde ich das dritte Jahr meiner Pension genießen! Ich sehe mich als glücklichen, braungebrannten, abgespeckten Pensionisten, der fröhlich durch die Gegend reist, diverse Golfplätze bespielt und das Leben genießt. Vielleicht engagiere ich mich sozial. Das ist durchaus denkbar. MAIR: Das wünschen wir dir alle! SCHIEFERER: Dieses Fragespiel wieder­ holen wir in 20 Jahren. MAIR: Ich bin dabei!  ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

dernes Unternehmen – und in vielen Bereichen Vorreiter, wie nicht zu­ FRANZ letzt Corona gezeigt hat. Aus einem Verwaltungs­ apparat ist in 20  Jahren eine flexible und dynamische Problemlöserin geworden. Auch wenn wir bei Weitem nicht immer alles richtig gemacht haben  – aber diese gesamte Entwicklung ist eine Erfolgsge­ schichte. Welchen Fehler hätten wir uns am ehesten sparen können?

Walter Schieferer

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INTERVIEW

Zur Person Matthias Pöschl ist seit Juni 2018 Geschäfts­f ührer der Agrar­marketing Tirol. Davor war er sechs Jahre Bezirksstellenleiter Innsbruck und Innsbruck-Land in der Wirtschaftskammer Tirol.

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INTERVIEW

VOM BAUERN, BITTE!

Matthias Pöschl, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol (AMT), über die wachsende Nachfrage nach bäuerlichen Produkten aus Tirol durch Covid-19, niedrige Milch- und Fleischpreise und weitere Herausforderungen in der Tiroler Landwirtschaft. DA S INTERVIEW FÜHRTE E VA SCHWIENBACHER FOTOS: FR ANZ OSS

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orona rückte die Bedeutung der Selbstversorgung mit Lebensmitteln im Land in den Fokus. Wie wirkte sich die Pandemie auf den Absatz von Tiroler Bauernprodukten aus? MATTHIAS PÖSCHL: Die Pandemie hat sich positiv auf die Nachfrage von Produkten aus der Tiroler Landwirtschaft im Einzelhandel ausgewirkt. Das Bewusstsein des Kunden und die Sehnsucht nach ehrlichen Produkten sind gestiegen. Im Gastrogroßhandel, einem wichtigen Vertriebskanal unserer Produkte mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“, ist der Umsatz aufgrund der geschlossenen Gastrobetriebe zum großen Teil weggebrochen. Diesen Umsatzrückgang konnten wir jedoch durch die gesteigerte Nachfrage im Einzelhandel ausgleichen. Wir zählen also zu jenen, die bisher sehr gut durch die Krise gekommen sind.

„Unsere Kernauf­gabe als Agrarmarketing Tirol ist es, dafür zu sorgen, dass die Wertschöpfung beim Produzenten ankommt.“ M AT T H I A S P Ö S C H L , GESCHÄF TSFÜHRER DER AGR ARMARKETING TIROL (AMT)

Was war und ist besonders gefragt? Wo gab es hingegen Rückgänge? Die Rückgänge hielten sich zum Glück in Grenzen und wir konnten sie durch gezielte Maßnahmen abfedern. Besonders gefragt waren Produkte in der Selbstbedienung (SB), da die Kunden offene Theken vermeiden wollten. Da kam es uns zugute, dass wir seit zwei Jahren verstärkt auf SB setzen. Der Grund: Hier lassen sich „Qualität-Tirol“Produkte durch die Verpackung und Aufmachung besser vermarkten. Außerdem griffen Kunden mehr zu länger haltbaren Lebensmitteln – das Einkaufsverhalten hat sich verändert. Man ging seltener einkaufen, kaufte dafür aber mehr.

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INTERVIEW

© AMTIROL

Vom Bauern ins Geschäft: Über das AMT vermarkten und vertreiben regionale Produ­ zenten ihre Erzeugnisse.

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Partnerbetriebe/ Lizenznehmer

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In der Gastronomie hat das Thema Convenience durch um – vom Groß- in den Einzelhandel – und zogen Prodie Pandemie an Bedeutung gewonnen. Darunter ver- duktentwicklungen vor. So haben wir beispielsweise lastehen wir vorverarbeitete Produkte in höchster Qua- gerbare Waren als Agrarmarketing Tirol eingekauft und lität, die Arbeitsschritte in der Gastronomie ersparen, einlagern lassen, um sie jetzt in den Handel zu bringen. wie zum Beispiel geschälte, vorgeschnittene Erdäpfel Waren, die wenig Absatz fanden, haben wir weiterveraus Tirol, aber auch hochwertige Gerichte, wie die Top- arbeitet. Jetzt setzen wir verstärkt darauf, die Bekanntfenknödel, die wir seit Kurzem auf den Markt gebracht heit von „Qualität Tirol“ durch gezielte Werbung, aber haben. Vor zwei Jahren haben wir mit Convenience- vor allem durch gezielte Platzierungen im Einzelhandel Produkten mit Rohstoffen weiter zu steigern, um den aus der Tiroler LandwirtUmsatz anzukurbeln. Auch schaft begonnen. Wir sehen hier können wir optimal „Wichtig ist, sich klar zu darin großes Potenzial in der die Synergien innerhalb der Gastronomie und im GastroLebensraum Tirol Holding werden, dass der Kunde großhandel als Versorger der nutzen. bewusster konsumiert. Gastronomie. Er will wissen, woher ein Die Corona-Pandemie hat Welche Maßnahmen setzte alte Probleme Produkt kommt und wie es bestimmte und setzt die AMT, um Tiverstärkt, wie den niedproduziert wird.“ roler Landwirten in dieser rigen Preis für Milch und herausfordernden Zeit zu gewisse Fleischprodukte. M AT T H I A S P Ö S C H L helfen? Wir haben ein BünWas kann eine dauerhafte del an Maßnahmen gesetzt. Lösung sein, damit MilchEine davon war die Unterstützung unserer Produzen- und Fleischbauern fair bezahlt werden? Was kann ten bei der Absatzsteigerung in der Direktvermarktung, die Agrarmarketing Tirol tun? Wichtig ist, sich klar ihre Bewerbung in sozialen Netzwerken sowie der On- zu werden, dass der Kunde bewusster konsumiert. Er lineverkauf. All das hat während des Lockdowns sehr will wissen, woher ein Produkt kommt und wie es progut funktioniert, da die Kunden nach Alternativlösun- duziert wird. Die Lösung aus meiner Sicht ist hundertgen gesucht haben. Innerhalb der Lebensraum Tirol prozentige Ehrlichkeit und Transparenz. Genau das ist Holding wurde die Plattform „Wir kaufen in Tirol“ ins der Kern des Gütesiegels „Qualität Tirol“. Es ist für den Leben gerufen und auch den Landwirten zur Verfü- Kunden inzwischen eine Orientierungshilfe am Markt, gung gestellt, damit sie ihre Produkte an den Kunden wenn es um den Griff zu bäuerlichen Produkten aus bringen konnten. Zudem leiteten wir Vertriebskanäle Tirol geht. Es handelt sich um Premiumprodukte, die


INTERVIEW

AMT

Die Agrarmarketing Tirol (AMT) wurde in­ folge des EU-Beitritts Österreichs im Jahr 1995 von Land Tirol, Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer sowie Tirol Werbung zur Stärkung der Marktposition bäuerlicher Lebensmittel gegründet.

einen entsprechenden Preis am Markt erzielen. Wenn der Kunde darauf vertrauen kann, dass es sich zu hundert Prozent um ein Tiroler Qualitätsprodukt handelt, steigt auch die Bereitschaft, mehr dafür auszugeben. In den letzten Jahren ist es uns gelungen, den Umsatz durch „Qualität-Tirol“-Produkte zu steigern, 2019 um 15 bis 20 Prozent. Er lag also bei über 13 Millionen Euro für die Produzenten. Im Einzelhandel erzielten wir damit einen Umsatz von 25 Millionen Euro. Unsere Kernaufgabe als Argrarmarketing Tirol ist es, dafür zu sorgen, dass die Wertschöpfung beim Produzenten ankommt. Corona hat aber auch Missstände in der Fleischverarbeitungsindustrie ans Licht gebracht, etwa beim deutschen Schlachtkonzern Tönnies, dessen Fleisch auch in Tirol verarbeitet wurde. Welche Lehren kann man daraus ziehen? In Tirol haben wir in bestimmten Bereichen nur eingeschränkte Kapazitäten. Die Tiroler Landwirtschaft ist stark von Grünflächen geprägt und eignet sich daher in erster Linie für Wiederkäuer. Wir sind in den Produktgruppen Rind, Kalb, Lamm stark – die meisten unserer Qualitätsfleischprogramme sind daher in diesen Bereichen angesiedelt. Was das Schweinefleisch betrifft, so bieten wir nur ein kleines Sortiment an, da es nur begrenzten Rohstoff gibt. Will jemand aber beispielsweise in Tirol in größeren Mengen Speck produzieren, dann ist es ganz klar, dass das Schweinefleisch dafür zum größten Teil nicht aus Tirol kommt. Das ist kein Geheimnis.

Seit 2019 ist sie Teil der Lebensraum Tirol Holding. Die AMT ist Bindeglied zwischen Produzenten, Verarbeitung, Handel, Tourismus und Konsumenten und u. a. Lizenzgeber für das Gütesiegel „Qualität Tirol“, womit aktuell über 330 Produkte erhältlich im Einzel- und im Gastrogroß­ handel ausgezeichnet sind.

Der Kunde findet im Geschäft eine Vielzahl an unterschiedlichen Gütesiegeln. Was kann er von „QualitätTirol“-Produkten erwarten? Wir zertifizieren und überprüfen nicht die Betriebe, sondern die einzelnen Produkte. Das heißt, jedes Produkt, das das Gütesiegel trägt, entspricht den von uns erstellten Qualitätsrichtlinien. Diese werden intern und extern – von unabhängigen Zertifizierungsstellen – geprüft. Das Siegel steht für „gewachsen und veredelt in Tirol“, sprich, alle Rohstoffe müssen aus Tirol kommen. Daher können wir bestimmte Produkte auch gar nicht anbieten oder eben nur in kleinen Mengen, wie unser Alm- und Hofschwein. Wir sind stark im Bereich Milch und Milchprodukte, Obst und Gemüse, aber auch Rind- Kalbund Lammfleisch. Abschließend noch zu einem anderem Thema, dem Klimawandel. Es ist bekannt, dass er den Alpenraum besonders trifft. Welche Veränderungen bringt er schon jetzt in der Tiroler Landwirtschaft? In den Alpen ist die Temperatur im vergangenen Jahrhundert um knapp zwei Grad Celsius gestiegen. Wir können

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INTERVIEW

„Wir zählen zu jenen, die bisher sehr gut durch die Krise gekommen sind.“ M AT T H I A S P Ö S C H L

jetzt schon damit rechnen, dass sich die Produktionsbedingungen verändern werden. Bestimmte Experten gehen davon aus, dass es zu Engpässen in der Wasserversorgung kommen wird. Ein Lösungsansatz ist hier die Präzisionslandwirtschaft, bei der es um den effizienten und gezielten Einsatz von knapper werdenden Ressourcen geht. Auch die Vegetationsperioden werden sich verändern, was sich auf die Qualität der Produkte auswirken wird. Außerdem können neue Schäd-

linge auftreten. Hier ist die Landwirtschaft gefordert, sich innovative Konzepte zu überlegen. Das Thema effizienter und gezielter Einsatz von Ressourcen ist sicher entscheidend. Wie unterstützt die AMT dabei ihre Partnerbetriebe in Zukunft? Unsere Kernkompetenz liegt im Bereich Produktentwicklung. Da beraten wir die Betriebe. Wir arbeiten aber stark daran, den Tiroler Landwirten mehr Serviceleistungen zur Verfügung zu stellen unabhängig davon, ob sie „Qualität-Tirol“-Betriebe sind oder nicht. Wir wollen auch das Thema Innovation stärker in den Fokus rücken. Unser Ziel ist, skalierbare, praxisnahe Projekte mit Partnern in der Landwirtschaft zu entwickeln und umzusetzen. Diese Projekte sollen allen interessierten Landwirten zur Verfügung gestellt werden. Ein Thema ist beispielsweise die digitale Rückverfolgbarkeit von Produkten durch den Kunden am Pointof-Sale oder die Verwendung von Gemüsereststoffen zur Energiegewinnung – daran arbeiten wir aktuell gemeinsam mit Partnern.  Vielen Dank für das Gespräch.

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ie Firma Remo Ennemoser ist ein Familienbetrieb und steht heuer im fünfzigsten Jubiläumsjahr. Zufriedene Kunden sind die Firmenphilosophie der Firma Ennemoser. Das bedeutet freundliche Beratung und individuelle Planung durch erfahrene Kundenberater und viel Zeit für Gespräche über Wünsche und Anliegen unserer Kunden. Fachmännische und sorgfältige Montage gehören ebenso zum hohen Qualitätsanspruch wie das ausgezeichnete Preis-/Leistungs­verhältnis. Sonnenschutzsysteme müssen gleichzeitig höchst unterschiedliche Funktionen erfüllen. Sie sollen die Innenräume vor Überhitzung aufgrund der Sonneneinstrah-

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Das gewisse Etwas – die einzigartige Technik von Peter Moser verleiht Neuholz einen außergewöhn­lichen Charakter.

Eine weltweit einzigartige Maschine in Alpbach Große Visionen auf einem kleinen Bergbauernhof in Alpbach lassen seit 1980 einen erfolgreichen Familienbetrieb auf 1.200 Metern Seehöhe florieren.

Mann Mathias die Peter Moser Rustikale Holzbearbeitung GmbH leitet. Die Maschine verfügt über acht Millionen sogenannte Hackbilder, wodurch jedes Produkt ein wahres Unikat wird. Ausgezeichnet und streng geheim Vier Jahrzehnte Familientradition und Innovation feiert der Betrieb dieses Jahr. Im Laufe der Jahrzehnte wurden Maschinen gebaut und erweitert. Mittlerweile hat der Betrieb vier Hackmaschinen– die genaue Technik bleibt jedoch ein Familiengeheimnis. Die Entwicklung wurde sowohl mit dem Innovationspreis als auch mit dem Jungunternehmerpreis ausgezeichnet. „Das ist eine Wertschätzung für das gesamte Unternehmen, auch für unsere Mitarbeiter. Wir sind jetzt zwar kein kleiner Betrieb mehr, aber trotzdem immer noch ein sehr familiärer“, so Silvia Bischofer. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen expandiert und verfügt zusätzlich zum ursprünglichen Standort in Alpbach über eine Lagerhalle und Produktionsstätte in Brixlegg. Nachhaltige Verantwortung Durch das Naturprodukt Holz ist das Unternehmen besonders eng mit der Um-

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welt verbunden. So sind Regionalität sowie Nachhaltigkeit gelebte Werte: Beide Standorte werden mit eigenen Photovoltaik-Anlagen und regionalem Ökostrom betrieben. Um einen nachhaltigen Kreislauf zu ermöglichen, werden Holzabfälle für die vollständige Heizung des Betriebs verwertet. Und auch bei der Materialauswahl wird besonders auf die Qualität des Naturprodukts geachtet, erzählt Silva Bischofer: „Durch unsere Regionalität kommt heimisches Holz direkt ins Wohn- und Schlafzimmer. Holz ist zeitlos, gut kombinierbar mit modernen Bauten und gibt jedem Raum eine gewisse Wärme.“

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b in Form moderner Designermöbel oder rustikaler Deckenverkleidung – veredeltes Altholz ist begehrt, doch es erfordert jahrelange Lagerung und mühevolle Handarbeit. Das erkannte 1980 auch der Bergbauer Peter Moser: Von seinem Erfindergeist gepackt entwickelte er eine weltweit einzigartige Maschine, die neuem Holz den außergewöhnlichen Altholzcharakter verleiht, und gründete sein eigenes Unternehmen. „Mein Vater war zwar nicht im Maschinenbau tätig, war aber schon immer ein Tüftler und hat sich sehr für Maschinen interessiert“, erzählt Silvia Bischofer, die 2013 in zweiter Generation mit ihrem


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SCHÖN UND GUT Mit der Cura Cosmetics Group hat sich ein Tiroler Unternehmen erfolgreich in der internationalen Beauty- und Pflegeindustrie etabliert. Aus der Firmengruppe stammen nicht nur Kosmetika namhafter Marken – auch alle Produkte der Investorin und Beautyexpertin Judith Williams werden in Innsbruck entwickelt und vermarktet. T E X T: K A T H A R I N A W I L D A U E R FOTOS: FR ANZ OSS

Ein Team: Manuel Reinalter, Gerhard Kaiser, Judith Williams und Hannes Kohl

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„Es war uns wichtig, dass wir selbstständig in anderen Geschäftsfeldern und Warengruppen aktiv sind.“ M A N U E L R E I N A LT E R , M I T G L I E D D E R G E S C H Ä F T S F Ü H R U N G CUR A COSMETIC S GROUP

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in Hidden Champion der Beautyindustrie mitten in Innsbruck – dass mit der Cura ein Experte in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Kosmetika ausgerechnet in Tirol entstand, geht auf das Jahr 1999 zurück. Damals wurde die Firma Schwarzkopf von Henkel übernommen, worauf der Tiroler Standort ins Ausland verlegt wurde – doch nicht alle Manager wollten mitziehen. „Unser damaliger Firmengründer Roland Kohl wollte wegen seiner kleinen Kinder nicht die Heimat verlassen – und gründete daraufhin mit Gerhard Kaiser und drei weiteren Partnern mit der Cura seine eigene Kosmetikfirma“, erzählt Manuel Reinalter, Mitglied der Geschäftsführung der Cura Cosmetics Group und seit 2006 im Unternehmen. Kohls Vision: eine Naturkosmetiklinie namens Wellments, die im Internet verkauft werden sollte. „Da waren Roland und Gerhard wohl ein bisschen ihrer Zeit voraus“, lacht Reinalter. Neben Wellments gehörte damals auch eine kleine Parfumkollektion zur Cura. Als kurz darauf die Zusammenarbeit mit Judith Williams begann, entwickelte sich der 5-Mann-Betrieb dann zu einem stetig wachsenden Unternehmen. Heute beschäftigt Cura 170 Mitarbeiter, macht rund 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr, mehrere hundert Produkte werden jährlich entwickelt, produziert und im In- und Ausland vermarktet.

TEAMERWEITERUNG

2003 lernten sich Roland Kohl und Judith Williams beim Teleshoppingsender HSE24 kennen. Kohl präsentierte Wellments-Produkte, Williams war dort Beautyexpertin und Deutschlands erfolgreichste Verkäuferin im Shoppingkanal – und verkaufte unter anderem auch Wellments mit großem Erfolg. Die Kosmetikexpertin wollte wenig später ihre eigene Marke gründen und entschied sich, mit Roland Kohl und der Cura zusammenzuarbeiten. Gemeinsam besuchten

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Der Judith-Faktor Judith Williams studierte klassischen Gesang in Köln – Opernsängerin wollte die in Deutschland geborene US-Amerikanerin eigentlich werden. Eine Tumordiagnose und die anschließende Hormontherapie beendeten ihre Ausbildung und Karriere als Sängerin, worauf sie 1999 als Verkäuferin beim Teleshoppingkanal QVC begann und europweit eine der führenden Expertinnen im Bereich Produktverkauf über Bewegtbild wurde. Ein Jahr später wechselte sie zum Homeshoppingkanal HSE24. 2006 gründete sie ihre Marke Judith Williams – deren erfolgreichste Creme mehr als fünf Millionen Mal verkauft wurde. Die JudithWilliams-Marken-Welt inkludiert neben Kosmetik-, Pflege- und Beautyprodukten auch Schmuck, Mode und Parfüm. Williams ist mittlerweile nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern unter anderem auch in Frankreich, Großbritannien und Russland erfolgreich. Einer noch breiteren Öffentlichkeit wurde die Unternehmerin als Investorin bei der Start-up-TV-Show „Höhle der Löwen“ bekannt. Die dort abgeschlossenen Deals werden gemeinsam mit Cura über die Inkubator-Firma „Start Now“ abgewickelt. Williams pendelt zwischen Deutschland, Großbritannien und Tirol.

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sie den Standort in Innsbruck und schmiedeten erste Pläne. Auch Manuel Reinalter war damals schon dabei – jedoch noch als Student: „Ich war eng mit Roland Kohls Söhnen befreundet und half neben dem Studium immer wieder aus. Auf der Fahrt zu einem Termin fiel mir dann der Linienname Life Long Beauty ein.“ 2007 gingen die ersten gemeinsamen Produkte in den Verkauf, die drei Linien Phytomineral, Life Long Beauty und Hugs & Kisses gibt es bis heute. Mittlerweile ist Judith Williams als internationale Marke in mehr als zehn Ländern erfolgreich, das Produktsortiment zählt hunderte Pflege- und Beautyprodukte und Verkaufszahlen in Millionenhöhe. 2017 folgte der erfolgreiche Einstieg in den stationären Handel. Pro Jahr kommen etwa 150 bis 200 neue Produkte dazu. Jedes einzelne davon wird von Williams und ihrer Firma Cura selbst umgesetzt. Die Zusammenarbeit intensivierte sich über die Jahre, heute ist Williams Mehrheitsgesellschafterin der Cura. Kohl ist mittlerweile Beiratsmitglied und leitet den Bereich Forschung und Entwicklung. „Es ist eine einzigartige Partnerschaft“, betont Reinalter.

AUF EIGENEN BEINEN

Judith Williams und Cura wollten aber nicht nur auf den Erfolgsfaktor der eigenen Marke setzen. „Es war uns wichtig, dass wir selbstständig in anderen Geschäftsfeldern und Warengruppen aktiv sind“, so der Geschäftsführer. Zur Cura Cosmetics Group zählt neben der Marke Judith Williams, geleitet von Manuel Reinalter, auch die Parfumfirma Lifestyle und Cura Beauty dazu – sie werden mittlerweile von Kohls Söhnen Hannes und Clemens Kohl geführt. Lifestyle, mit


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Zukunftsmusik Den deutschsprachigen Kosmetikmarkt bestimmt derzeit vor allem ein Trend: Naturkosmetik. „Das ist aber ein stark regionales Phänomen – weltweit sehen wir diese Entwicklung weniger“, weiß Cura-Geschäftsführer Manuel Reinalter. International sehe man vor allem einen Makrotrend: Nachhaltigkeit.

Das Produktsortiment von Judith Williams umfasst unter anderem Kosmetikprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und Düfte – entwickelt von Cura in Innsbruck.

Eine Branche, die jahrelang mit sehr viel Kunststoff gearbeitet hat, beginnt nun umzudenken: von Refillkonzepten über alternative Verpackungsformen wie Glas, recycelbare Tuben oder unverpackte Produkte – die Kosmetikindustrie ist im Wandel. „Wir zählten zu den ersten mit festen Shampoos im breiten Drogeriehandel – heute ist das ein großer Trend.“ Nachhaltige Pflege erreiche heute eher verantwortungsbewusst denkende Kunden, in wenigen Jahren werde das jedoch der (Beauty-)Standard sein, erklärt Reinalter.

Firmensitz in Hamburg, vertreibt in 15 Ländern lizensierte Duftmarken wie Michael Michalsky und Kappa sowie eigene Marken, etwa Juniper Lane. Cura Beauty hat sich als Handelsmarkenfirma auf die Entwicklung von Eigenmarken spezialisiert: „Wir arbeiten mit allen renommierten Drogeriefachhändlern im Handelsmarkenbereich zusammen“, erklärt Reinalter – für wen und was genau produziert wird, darf wegen Geheimhaltung nicht genannt werden. Während früher das Markensortiment einen Großteil der Drogerien dominierte, entfallen mittlerweile fast 40 bis 50 Prozent auf sogenannte Eigenmarken. Der Markt ist riesig, die besonders großen Waren-

„Wir haben nie mehr als zwei Jahre Planungshorizont.“

Cura Cosmetics Group

170

95 %

Mitarbeiter

Exportquote

80 %

3 Mio.

Frauenquote

50 Mio. €

Pakete werden in Innsbruck jährlich verpackt

Umsatz 2019

M A N U E L R E I N A LT E R

gruppen wie Duschgels oder Deodorants lohnen sich wegen des geringen Verkaufspreises nicht. Cura ist deshalb vor allem in Nischen tätig: Anti-Aging, nachhaltige Kosmetika wie feste Shampoos oder Produkt­ innovationen wie Anti-Cellulite. „Unser Anspruch war es, die Kunden zu überraschen und mit innovativen Produkten neue Trends zu setzen. Das ist uns gelungen – wir waren etwa die ersten mit einem zertifizierten Naturduft am deutschen Markt“, so Reinalter.

NEUE WEGE

„Eine unserer größten Stärken ist die langjährige Erfahrung im Verkauf von Produkten im Bewegtbild mit unserer Frontfrau Judith Williams“, weiß Manuel ➔

Der Firmensitz in Innsbruck beherbergt nicht nur Verwaltung, sondern auch einen Betriebskindergarten, die Judith Williams Beauty World, ein TÜV zertifiziertes Testinstitut und eigene Laboratorien für Forschung und Entwicklung.

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3 Fragen an

Judith Williams

Vor 15 Jahren gründeten Sie Judith Williams Cosmetics, sind Haupteigentümerin der Cura und als Unternehmerin in ganz Europa tätig. Wie beurteilen Sie den Standort Tirol? Obwohl ich gebürtige Amerikanerin bin und in Deutschland lebe, fühle ich mich in Österreich wie daheim. Die Tiroler sind bodenständig, unkompliziert und haben ein gesundes Selbstwertgefühl – man weiß, was man kann, und traut sich dennoch, nach den Sternen zu greifen. Das ist genau die Einstellung, die man auch Start-ups wünscht und die unheimlich wichtig für eine Firma ist – Tirol ist damit ein idealer und absolut attraktiver Wirtschaftsstandort. Sie sind seit über 20 Jahren in der Kosmetikbranche tätig. Was ist das Besondere an diesem Markt? Es gibt kaum eine Branche, die unter so beständigem Wandel steht wie die Kosmetik. Wir schaffen heute die Zukunft von morgen. Wer in dieser Branche sein Geschäftsmodell nicht auf Wandel auslegt, hat verloren. Es braucht flexible Geister und Menschen, die gern innovativ denken und arbeiten und Freude am Wandel haben. Es gibt ja Millionen Kosmetikprodukte – Kosmetika kauft man für sich, man will sich gut fühlen – wir müssen zu 100 Prozent zu diesem Wohlgefühl beitragen, die Kunden unterstützen und erklären, warum dieses Produkt ein Problemlöser sein kann. Der Kosmetikmarkt hat eine ganz eigene Dynamik. Wo sehen Sie die Branche in zehn Jahren? Der ganz große Trend der Branche ist Nachhaltigkeit. Gerade in der Cura sind wir darauf schon länger ausgerichtet: denn das Konzept der Nachhaltigkeit ist in Tirol stark verankert und noch besser umsetzbar, die Menschen sind eng mit der Natur verwurzelt. Das vereinen wir mit Wissenschaft, um die besten Produkte zu kreieren. Die Nachhaltigkeit wird die Branche künftig sehr stark prägen. Es werden sich etwa Verpackungsmaterialien und Formulierungen ändern, sodass wir besser und leichter transportieren können, Produkte länger haltbar und hygienischer sind. Die Cura steht auch kurz davor, Co2-neutral zu werden.

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„Wir entwickeln uns zu einem Omni­ channel-Anbieter und reagieren damit auf die Markt­ dynamik.“ M A N U E L R E I N A LT E R

Reinalter. Bisher verkaufte Cura nur indirekt – via Teleshopping oder Handelsketten. Im Herbst soll erstmals ein direkter Verkaufskanal zu den Endkunden starten. „Wir entwickeln uns zu einem Omnichannel-Anbieter und reagieren damit auf die Marktdynamik: der Beautyhandel gestaltet sich zunehmend online.“ Vor allem Social Media treibe diese Entwicklung stark voran, da künftig Social Commerce, also das Einkaufen direkt über mobile Apps wie etwa Instagram, dominiere. Die Zukunft des stationären Kosmetikhandels sei dagegen fraglich. Das zeigte nicht zuletzt die Corona-Pandemie, deren wirtschaftliche Auswirkungen online weniger drastisch waren als im stationären Verkauf. Teleshopping dagegen funktioniert im Kosmetikmarkt konstant gut. „Als Marktführer ist diese Nische für uns auch in Zukunft interessant“, weiß Manuel Reinalter. Teleshopping diene sogar als Inspiration für den Onlinevertrieb: Artikel werden mittels Bewegbild inszeniert und erklärt, die Konsumpsychologie spielt eine starke Rolle – „Online -und Teleshoppen sind sich ähnlicher, als man denkt“, so Reinalter.

IMMER IN BEWEGUNG

Vergleichbare Mitbewerber am Kosmetikmarkt hat Cura nicht wirklich, das Unternehmen agiert in einer Nische zwischen kleinen Indiebrands und internationalen Großkonzernen. „Wir sind zu klein für die Großen und zu groß für die Kleinen“, sagt der Geschäftsführer. Diese Positionierung nützt man ebenso gezielt


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Die Konfektionierung erfolgt inhouse: drei Millionen Pakete werden hier jährlich verpackt.

wie den Standort in Tirol als eines von wenigen Konsumgüterunternehmen der Region. „Wir sind nahe zu den Innsbrucker Hochschulen, mit denen wir enge Kooperation pflegen.“ Diese Faktoren bedeuten, dass Cura schnell und agil ist: Zwischen sechs und zwölf Monate benötigt das Unternehmen, um ein neues Produkt zu kreieren. Mit dem hauseigenen Forschungs- und Entwicklungslabor, das Ende des Jahres in Betrieb gehen soll, wird dieser Prozess weiter optimiert. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil in einer so dynamischen Branche: Die Lebenszyklen von Kosmetika werden immer kürzer, die Entwicklung immer schneller, der Innovationsgrad höher. „Wir haben nie mehr als zwei Jahre Planungshorizont“, weiß Reinalter. Man sehe das rasante Tempo aber als Chance: „Veränderung ist das einzig stetige – das haben wir von Judith Williams und unserem Gründer Roland Kohl gelernt.“ 

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Generali: Lifetime-Partner für Kunden

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Mehr als nur Versicherung Generali Regionaldirektor Markus Winkler: „Die Generali Österreich präsentiert sich als führender Versicherungsanbieter mit hoher Kundentreue. Unsere Ambition ist es, ein Lifetime-Partner für unsere Kun­den und die führende Versicherung für Privat­personen und KMUs zu sein.“ Die Generali bietet nicht nur die passenden Produktlösungen, sie unterstützt mit Assistance-Leistungen, reagiert mit individuellen Angeboten auf veränderte Lebensbedingungen und motiviert mit Generali Vitality, gesünder zu leben.

serer Kunden präsent sein. Wenn mobile Geräte Teil des Alltags sind, dann ist auch die Generali Teil dieser mobilen Welt“, erklärt Winkler. So können die Kunden durch die neue Generali-App auch auf viele Funktionalitäten rund um die Versicherung sowie auf komplett neue Features etwa im Gesundheitsbereich zurückgreifen. 

Neue Generali-App Der regelmäßige Kundenkontakt spielt bei der Lifetime-Partnerschaft eine entscheidende Rolle. „Als lebenslanger Partner für unsere Kunden müssen wir in der Welt un-

Überzeugen Sie sich selbst und seien Sie dabei! Nähere Informationen erhalten Sie beim Kundendienst der Generali Tirol (Tel. 0512/5926-0, office.tirol.at@generali.com) oder unter www.generali.at.

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Die Generali ist Österreichs drittgrößtes Versicherungsunternehmen. Mit Nachhaltigkeit konnten wesentliche Zielsetzungen erfolgreich umgesetzt werden. Mit der Strategie „Generali 2021“ bleiben die Kunden im Fokus.

Generali-Chef Markus Winkler: „Mit unseren neuen digitalen Lösungen ermöglichen wir unseren Kunden, noch einfacher mit der Generali in Kontakt zu treten. Das ist eine essenzielle Basis für eine funktionierende LifetimePartnerschaft.“

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„Wir setzen Maßstäbe in Dynamik und Präzision“ Stäubli ist ein weltweit agierender Anbieter von Mechatronik-Lösungen, dessen innovative Produkte seinen Kunden ermöglicht, ihre Produktivität in vielen industriellen Branchen zu steigern.

Zur Person

Seit Ende 2017 ist Rudolf Staffler als Area Sales Manager für Tirol, Vorarlberg, Salzburg und seit 2020 für Kärnten verantwortlich.

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„Mir sind Regionalität und schnelle Wege, um den bestehenden Kunden und Interessenten den bestmöglichen Service zu bieten, am wichtigsten.“ R U D O L F S TA F F L E R ,

A R E A S A L E S M A N A G ER S TÄU B L I as sind die Stärken von Stäubli Industrie­ robotern? RUDOLF STAFFLER: Die Antriebstechnik ist eine entscheidende Komponente für die Performance eines Roboters. Wir bei Stäubli entwickeln und bauen unse- reich direkt vor Ort oder auch in unserer Betriebstätte re eigenen JCS/JCM-Getriebe. Die Stäubli Sechsachs- in Asten bei Linz gewährleisten können. Roboter zeichnen sich durch ihre kompakte, geschlossene Bauform aus und setzen gleichzeitig Maßstäbe Wie wird sich die Industrie in den nächsten Jahren in Dynamik und Präzision. Der gekapselte Aufbau weiterentwickeln? Welche Trends und Innovationsunserer SCARA- und Sechsachsroboter ermöglicht bereiche werden in Ihrem zuständigen Gebiet (T, V, es uns, in sehr rauen, aber auch in sehr reinen UmgeS und K) besonders wichtig? Wir merken im Bereich Die aktuelle TS2-Baureihe – SCARA Design perfektioniert bungen sowie direkt am unverpackten Lebensmittel der Lebens­mittelerzeuger immer mehr Bedarf für hyErster vollkommen gekapselter Vierachs-Roboter zu arbeiten, ohne jegliche Kompromisse. Ein weiterer gienisch einwandfreie Automation, die dazu beiträgt, Einzigartiger, zylindrischer Arbeitsbereich Pluspunkt sind unsere sehr langen Serviceintervalle monotone und körperlich belastende Arbeiten zu erund der Verzicht auf Komponenten, die regelmäßig leichtern. Dieund nächsten großen Innovationsbereiche Überlegene Dynamik Wiederholgenauigkeit erneuert werden müssten. sind Digitalisierung, I 4.0 und die vernetzte ProduktiHohe Konnektivität, Ethernet Cat5e on. Immer interessanter wird der Einsatz von mobilen Integriertes Werkzeugwechselsystem Was war ausschlaggebend, dass für Westösterreich Robotersystemen, die an mehreren Anlagen ankuppeln ein Area Sales Manager in Tirol installiert wurde? und arbeiten können sowie fahrerlose TransportsysteStäubli sind Regionalität und kurze Reaktionszeiten me (AGVs), die die Materialversorgung in den IndustrieStäubli – Experts in Man and Machine am wichtigsten, um den bestehenden Kunden und In- betrieben sichern. teressenten den bestmöglichen Rundum-Service bieten zu können. In Tirol sind mehrere hundert Stäubli www.staubli.com Roboter bei verschiedensten Kunden im Einsatz. Ne- STÄUBLI TEC-SYSTEMS GMBH ROBOTICS Bahnhofsstraße 1a, 4481 Asten ben der Betreuung der Bestandskunden und deren Tel.: 07224/93081 Ausbau ist es unser Ziel, unsere Marktanteile in den E-Mail: sales.robot.at@staubli.com AUTOMATICA 2020Medizintechnik Branchen wie Lebensmittel, Pharma, www.staubli.com 8. – 11. Dezember sowie Halbleiterindustrie auszubauen. Das erfordert Halle B5.329 Schulungen, Serviceeinsätze, Wartungen und Aftersales-Aktivitäten, die wir mit unserem Team in ÖsterStäubli Tec-Systems GmbH Robotics, Betriebsstätte Österreich, Tel. +43 7224 93081, sales.robot.at@staubli.com

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Performance neu definiert

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Krisenerprobt

© WKT

Die Covid-19-Pandemie ist bereits die zweite Wirtschaftskrise, die Hermann Lindner als Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Tirol miterlebt. Im Interview spricht er über die Zukunft des Standorts Tirol und mit welchen Herausforderungen die Tiroler Industrie zu kämpfen hat.

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ie haben Ihre Position als Spartenobmann 2008 am Gipfel der Finanzkrise angetreten – und sind jetzt auch während der Covid-Pandemie am Ruder. Wo sehen Sie die größere Herausforderung? HERMANN LINDNER: Das ist ganz eindeutig die Covid-19-Gesundheitskrise. Hier haben wir es mit weitaus mehr zu tun als „nur“ fehlender Finanzkraft. Unterbrochene Lieferketten und essenziell wichtige Fachkräfte, die in Quarantäne gehen müssen, verkomplizieren die Situation enorm. Dazu kommen die eingeschränkte Reisetätigkeit und die Absage von Veranstaltungen, die die Industrie gerade im Absatzbereich massiv treffen.

Gleich wie die Digitalisierung sind auch Fachkräfte ein immer wiederkehrendes Thema. Wird Covid den bereits herrschenden Mangel noch verschärfen? Fachkräfte waren schon immer ein wichtiges Thema und werden das auch bleiben. Dass die Krise das deutlich verschärfen wird, denke ich nicht. Allerdings wirkt die Pandemie als Digitalisierungsbeschleuniger. Damit wird auch der Bedarf an Profis in dem Bereich noch mehr steigen. Hermann Lindner, Obmann Sparte Industrie Wirtschaftskammer Tirol

Wie beurteilen Sie generell das Industrieland Tirol im Sommer 2020? Die Krise hat die verschiedensten Bereiche unterschiedlich hart getroffen. So war die Auto-Zuliefer- oder Glasindustrie besonders betroffen, Bau-, Holz, Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie eher weniger. Und es hat der Tiroler Industrie sehr geholfen, dass sehr viele Unternehmen im Nischenbereich innovative Produkte für den Weltmarkt produzieren.

glänzen. Durch die Digitalisierung sind wir nicht darauf angewiesen, vor Ort zu sein, sondern können Know-how auch von Tirol aus einbringen. Allerdings sind wir auch von Reisefreiheit, Grenzöffnungen und Lieferketten abhängig. Und mit einem ExportAnteil von 75 Prozent sind das die Faktoren, mit denen unser Erfolg steht und fällt.

Wie kann die Tiroler Industrie dem Fehlen qualifizierter Arbeitskräfte begegnen? Langfristig müssen Aus- und Weiterbildung sowie attraktive Karriereangebote der Schwerpunkt sein. Qualifizierten Nachwuchs auszubilden dauert aber, besonders, wenn die Nachfrage groß ist. Kurz- bis mittelfristig sind wir deswegen auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Dafür haben wir bereits ein gutes Fundament gelegt – nicht zuletzt mit den internationalen Schulen in Kufstein und Innsbruck und dem Welcome Center der Standort Agentur, das helfen wird, internationale Fachkräfte an die richtigen Stellen zu bringen.

Digitalisierung und Globalisierung verändern die Industrie rapide. Produktion kann heute mit Leichtigkeit ausgelagert werden und Innovatoren sind lange nicht mehr an Standorte gebunden. Ist das eine Herausforderung für Tirol oder eine Chance? Die Tiroler Industrie setzt sich hauptsächlich aus Nischenanbietern und Spezialisten in ihrem Bereich – mitunter Weltmarkt-Führern – zusammen. Hier glaube ich, dass wir eine Chance vor uns sehen, weil wir nicht durch Massenfabrikation, sondern durch Forschung, Entwicklung und Konstruktion

Hat die Industrie im Bereich der Innovation und Digitalisierung Defizite? Und woran fehlt es, um diese auszugleichen? Ich glaube, dass wir in den vergangenen Jahren große Erfolge verbuchen konnten. Der Breitbandausbau schreitet gut voran und wir bieten im digitalen Bereich mittlerweile eine durchgängige Ausbildung von der Fachausbildung bis zum Universitätsabschluss. Mit dem Fraunhofer Institut haben wir außerdem neben den Hochschulen einen Unterstützer, der den Konnex zwischen Forschung und Praxis zusätzlich vorantreibt.

Die aktuelle Krise wird sich voraussichtlich noch zumindest ins kommende Jahr ziehen. Wird die Tiroler Industrie dieser Herausforderung gewachsen sein? Ein zweiter Lockdown wäre für die Tiroler Industrie – wie für alle – wohl nur schwer zu verkraften. Wir hoffen natürlich, dass das nicht eintritt. Die Einschränkungen, die wir momentan erleben, werden wir meistern, auch wenn sie bereits jetzt massiv sind. Aber wir haben Erfahrung im Bewältigen von Krisen und ich bin mir sicher, dass wir auch das schaffen können.

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© WKT

SPA RTENPR Ä SIDIUM

Mag. Karlheinz Wex Obmannstellvertreter, Plansee SE, FV Metalltechnische Industrie

KommR Mag. Hermann Lindner Obmann, Traktorenwerk Lindner GmbH, FV Fahrzeugindustrie

Mag. Bernward Pichl Obmannstellvertreter, Pichl Medaillen GmbH, FV Metalltechnische Industrie

BR A NCHEN V ERTRE TER INDUSTRIE DI Frank-Jürgen Hess A. Loacker Konfekt Ges.m.b.H., FV Nahrungs- & Genuss­ mittelindustrie

MBA Michael Kocher Sandoz GmbH, FV Chemische Industrie

KommR Dr. Reinhard Schretter Schretter & Cie GmbH & Co KG, FV Stein- und keramische Industrie

Wolf-Dietrich Plattner D. Swarovski KG, FV Glasindustrie

DI Manfred Lechner Strabag AG, FV Bauindustrie

Mag. Manfred Pletzer APL Apparatebau GmbH, FV Metalltechnische Industrie

DI Max Kloger Tiroler Rohre GmbH, FV Metalltechnische Industrie

KommR Helmut Troger Troger-Holz Ges.m.b.H., FG Holzindustrie

MMag. Walter Schmid Ritzerdruck Marketing GmbH, FV PROPAK Produkte aus Papier und Karton

DI (FH) Georg Tollinger TIGAS-Erdgas Tirol GmbH, FV Gas- und Wärmeversorungsunternehmungen

Mag. Gabriele Punz-Praxmarer Montanwerke Brixlegg AG, FV Bergwerke und Stahl FV Nichteisen- und Metallindustrie

DI Andreas Windischbauer Papierfabrik Wattens GmbH & Co KG, FV Papierindustrie

Alessio Lilli Transalpine Ölleitung Österreich GmbH, FV Mineralölindustrie

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

KommR Ing. Johannes Giesswein Giesswein Walkwaren GmbH, FV Textil-, Bekleidungs-, Schuhund Lederindustrie

Dkfm. Holger König Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH, FV Elektro- und Elektronikindustrie

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T O P.T I R O L

KRISEN­ BEWÄLTIGUNG IN DER INDUSTRIE Mit einer Exportquote von rund 75 Prozent ist auch die Tiroler Industrie von den Auswirkungen des Lockdowns, der Grenzschließungen und Reise-Einschränkungen alles andere als verschont geblieben – auch wenn die Folgen zumindest vorerst nicht so sichtbar sind wie in anderen Branchen. Deswegen hat sich top.tirol an die Geschäftsführer und Manager von zehn Tiroler Industriebetrieben gewandt und mit ihnen darüber gesprochen, wie sie der Krise begegnen und wie sie in die Zukunft blicken. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

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Gutmann

© AXEL SPRINGER

ALE X ANDER GUTM ANN, PROKURIS T

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer Die Pandemie hat gezeigt, dass ... globalen Krise ist ... in der strengen Lockdown-Phase vermehrt an Autovon großer Bedeutung, denn dank der Warnungen matentankstellen getankt wurde. Dies hat unseren unserer ausländischen Partner konnten wir schneller Kunden, aber auch dem Personal geholfen, Kontakte handeln. Gleichzeitig hat sich die Abhängigkeit von zu reduzieren. Außerdem haben unsere Kunden die digitaler Vernetzung gezeigt, die sich auch in unserem Möglichkeit, Strom- und Gaswechsel online durchUnternehmen stark vermehrt hat. Durch die steigenzuführen. de Akzeptanz von Telefon- und Videokonferenzen konnten manche Investitionen werden in den Kontakte häufiger und intensiver kommenden Monaten … „Wir waren ständig gepflegt werden. Ohne Internet Wir werden an unserer Strategie wäre es zum totalen Stillstand weiter festhalten und durch laufenbereit, schnell auf gekommen. de Modernisierung unsere Proneue Maßnahmen zu dukte und Dienstleistungen weiter Für uns war das Modell der reagieren – oft über verbessern und unser Portfolio Kurzarbeit … entsprechend erweitern. das Wochenende, mit eine hilfreiche Option, um schnell reagieren zu können. Damit ist es Durch Covid-19 werden der Umsetzung am uns gelungen, alle Mitarbeiter trotz wir langfristig … Montag.“ des massiven Umsatzein­bruches keine gravierenden Auswirkungen halten zu können. erwarten, da wir Grundversorger ALEX ANDER GUTMANN sind. Natürlich unter der AnnahAngesichts von Covid-19 haben me, dass keine erneuten Lockwir unsere Arbeitsprozesse/Ardown-Phasen in Kraft treten. Da beitsabläufe/Sicherheitsmaßnahmen ... Covid-19 nicht der letzte Virus sein wird, planen wir Unseren Mitarbeitern wurde, wo möglich, Homein Zukunft Einschränkungen in unsere GeschäftsOffice angeboten. Für unsere Fahrer und das Tankund Arbeitsabläufe mit ein. stellenpersonal bestand diese Option aufgrund der aufrechtzuhaltenden Grundversorgung nicht. Hier Innovationen sind in Krisenzeiten ... wurden Schichten und Abläufe geplant, um Kontakte unerlässlich und können auch langfristig Sinn mamöglichst zu minimieren. Zudem waren wir ständig chen. Das Sprichwort „In jeder Bedrohung liegt eine bereit, schnell auf neue Maßnahmen zu reagieren – Chance“ finde ich aber bei Covid-19 nicht angebracht. oft über das Wochenende mit der Umsetzung am Trotzdem muss man festhalten, dass erstaunlich viel Montag. Dadurch hat sich die Kommunikation im innerhalb kürzester Zeit umgesetzt wurde. Allerdings Unternehmen wesentlich verbessert. besteht die Gefahr von Fehlern oder Missachtung bestimmter Richtlinien (e.g. DSGVO).

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LiebherrHausgeräte Lienz HOLGER KÖNIG , GE SCHÄF T SFÜHRER FINANZEN & ADMINIS TR ATION

ANDRE A BERGHOFER , GE SCHÄF T SFÜHRERIN Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... eine Möglichkeit, unsere Adler Farben, Lacke und Holzschutzmittel in verschiedene Länder zu verkaufen. Für uns war/ist das Modell der Kurzarbeit ... bis jetzt kein Thema – Gott sei Dank hatten wir immer genug Arbeit! Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Arbeitsprozesse/ Arbeitsabläufe/Sicherheitsmaßnahmen ... angepasst bzw. umgestellt und auch Desinfektionsmittel produziert. Dank der Disziplin unserer Mitarbeiter sind bisher alle gesund geblieben. Die Pandemie hat gezeigt, dass Automatisierung ... alleine nicht reicht und der Mensch gebraucht wird! Investitionen werden in den kommenden Monaten ... vorangetrieben, jedoch genau geprüft und durchleuchtet, damit entschieden werden kann, ob sie wirklich notwendig sind. Durch Covid-19 werden wir langfristig ... flexibler werden und die Digitalisierung weiter vorantreiben. Innovationen sind in Krisenzeiten ... genauso wichtig wie vorher und der Erfolgsfaktor jedes Unternehmens!

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Für uns war/ist das Modell der Kurzarbeit ... Um die Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen, wurde der Betrieb am Liebherr-Hausgeräte Produktionsstandorten in Lienz im März für drei Wochen stark eingeschränkt. In den Zeiten mit etwaigen Störungen in der Lieferkette konnten mithilfe vorübergehender und partieller Kurzarbeit ausgeglichen werden. Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Arbeitsprozesse/Arbeitsabläufe/Sicherheitsmaßnahmen ... Zu den Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen unter anderem umfangreiches Hygienemanagement, die infektionsvermeidende Organisation der Produktionsbereiche, Regelungen zum Arbeiten von zu Hause und die stärkere Nutzung mobiler Arbeitsformen. Bei uns gelten Abstandsregelungen, Arbeitsplätze sind räumlich getrennt, Büros nur zum Teil belegt. Allen Mitarbeitenden stehen waschbare MundNasen-Schutze zur Verfügung. Investitionen werden in den kommenden Monaten ... Die Liebherr-Hausgeräte GmbH erlebt nach wie vor vergleichsweise gute Nachfrage: Das vermehrte Kochen zu Hause und die Lagerung von Lebensmitteln sind von zentraler Bedeutung. Daher werden wir weiterhin in neue Produkte und Märkte investieren.

© ADLER-WERK LACKFABRIK, STIHL, LIEBHERR

AdlerLacke

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... richtig und wichtig. Unabhängig von Krisen werden wird innerhalb der Sparte Liebherr-Hausgeräte auch weiterhin die internationale Vernetzung nicht nur begleiten, sondern aktiv vorantreiben, die Zusammenarbeit weiter verbessern und dadurch Synergien schaffen.


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Stihl Tirol

CLEMENS SCHALLER , GE SCHÄF T SFÜHRER

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... einerseits eine besondere Herausforderung wegen der engen Einbindung unserer internationalen Lieferanten, die Komponenten wie Kunststoffteile, Elektronik und Motoren aus Europa und Asien an uns liefern. Andererseits eine gewisse Unvorhersehbarkeit, was die Absatzseite betrifft, aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens oder den eingeschränkten Verkauf unserer Produkte über den Fachhandel. Für uns war/ist das Modell der Kurzarbeit ... nicht nötig, da sich unsere Auftragslage erfreulicherweise schnell stabilisiert hat. Insgesamt sehen wir das Modell der Kurzarbeit als sinnvolles Angebot für zahlreiche Unternehmen.

Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Arbeitsprozesse/Arbeitsabläufe/Sicherheitsmaßnahmen ... streng nach den offiziellen Hygienerichtlinien angepasst, zahlreiche rigide, interne Maßnahmen gesetzt sowie eine zeitnahe und laufende, interne Kommunikation gefahren. Im Produktionsbereich haben wir die Kontakte minimiert, in dem wir die Schichten zeitlich entzerrt haben. Bislang waren wir mit unseren Corona-Maßnahmen erfreulicherweise sehr erfolgreich. Hier möchte ich auch unserer Belegschaft danken, die ein großes Verständnis aufbringt und gut mitmacht. Investitionen werden in den kommenden Monaten ... durch die Corona-Pandemie nicht geändert. Durch Covid-19 werden wir langfristig ... Lieferketten sicherer machen, in dem wir lange Wege möglichst verkürzen.

Seit 30 Jahren am Puls der Zeit

© AQIPA

Aqipa beweist sich seit drei Jahrzehnten als Wachstumsbeschleuniger für Consumer-Lifestyle-Marken – von Logistik über Marketing bis zum Vertrieb. Nun feiern die Gear-Gurus aus Kundl 30-jähriges Jubiläum.

Christian Trapl, CEO von Aqipa (r.) und Klaus Trapl, VP Sales

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Aqipa Markenportfolio – Premium und Challenger Brands mit Lifestyle Appeal

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nternational orientiert und familiengeführt unterstützt Aqipa ConsumerElectronic-Marken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Geführt von den Brüdern Christian (CEO) und Klaus Trapl (Sales) bietet das Unternehmen die kom-

plette „Go-to-Market-Strategie“ aus einer Hand für etablierte Player, aber auch für neue, innovative Anbieter. Dank konsequenter Investitionen in Logistik und IT können täglich bis zu 24.000 Pakete europaweit versandt wer-

den. Zudem hat Aqipa die Entwicklung des Onlinegeschäfts intensiviert und baut auch das Team in diesem Bereich weiter aus. Dieses Vorausdenken hat sich bewährt. Durch die Kombination des paneuropäischen Ansatzes mit starken ECommerce- und Logistik-Kompetenzen ist es Aqipa in der Zeit der Krise gelungen, eine ganze Reihe neuer Marken zu gewinnen. Am bekanntesten ist hier sicherlich GoPro, die jetzt schrittweise im Vertrieb in ganz Europa auf die Spezialisten aus Kundl setzen.

Aqipa Möslbichl 78 6250 Kundl Tel.: 05332/72 300-0 E-Mail: info@aqipa.com www.aqipa.com

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Fritz Egger

THOM A S LEIS SING , FINANZCHEF UND GRUPPEN-SPRECHER

Hella ANDRE A S KR ALER , GE SCHÄF T SFÜHRENDER GE SELL SCHAF TER

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... für uns als global präsentes Unternehmen eine Stärke: Unsere Standorte konnten sich gegenseitig unterstützen und so die durchgehende zuverlässige Belieferung unserer internationalen Kunden gewährleisten. Darüber hinaus konnten die Werke auch voneinander lernen, etwa was die rasch ergriffenen Maßnahmen zum Schutz unserer Mitarbeiter und Partner betrifft. Unsere Lieferketten sind grundsätzlich sehr auf regionale Beschaffung ausgerichtet. Daher konnten wir uns auch in der Krise wie gewohnt mit Rohstoffen versorgen. Investitionen werden in den kommenden Monaten ... natürlich auch bei uns besonders sensibel hinsichtlich Kosten und der Liquidität bewertet. Wir verschieben daher einige Investitionen mit kleinerem Umfang. Unsere aktuellen großen Inves42

titionen – die letzten Fertigstellungsarbeiten unseres 19. Werks in Biskupiec, Polen, und die Errichtung unseres 20. Werks in Lexington, NC, USA – werden wir wie geplant umsetzen. Unsere Investitionstätigkeit ist grundsätzlich sehr langfristig orientiert, das kommt uns in Krisenzeiten zugute. Durch Covid-19 werden wir langfristig ... die Vorteile, die wir als solides Familienunternehmen in der Bewältigung einer solchen Krise haben, nutzen können. Die Egger Gruppe ist seit jeher auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichtet, verfügt über eine moderne industrielle Basis und eine solide Finanzstruktur. Unser Fokus auf Regionalität, unsere partnerschaftlichen Lieferentenund Kundenbeziehungen und die große Loyalität in unserer Belegschaft bewähren sich auch in Krisenzeiten.

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... Vorteil und Nachteil zugleich. Hella verzeichnet einerseits trotz Pandemie einen ungebrochen guten Auftragseingang. International sind wir mit sechs Werken in vier Ländern voll ausgelastet. Die Krise hat das Zuhause der Menschen und den Urlaub auf „Blakonien“ in den Fokus gerückt, wo unsere Produkte gut ankommen. Andererseits ist das Management der internationalen Lieferketten und der eigenen Logistik in Krisenzeiten und mit unterschiedlichen Einreisebestimmungen eine Herausforderung. Für uns war/ist das Modell der Kurzarbeit ... eine von mehreren Maßnahmen, die uns geholfen haben, die Faktoren Mitarbeitergesundheit und Wirtschaftsleistung in Balance zu halten. Die Kurzarbeit wurde Ende März mit der Belegschaft in Österreich vereinbart, konnte aber nach einem Monat vorzeitig beendet werden. Hella produziert seit Anfang Mai an allen Standorten wieder im Vollbetrieb.


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Thöni Industriebetriebe HEL MUT THÖNI, GE SCHÄF T SFÜHRER

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... in unserem Geschäft wichtiger denn je, vor allem unter Beachtung unserer hohen Exportquote von über 90 Prozent. Die Verkehrsbeschränkungen im Frühjahr haben uns vor große Herausforderungen gestellt, weil wir Montagen im Maschinen- und Anlagenbau nur eingeschränkt durchführen konnten. Leider nehmen einzelstaatliche Beschränkungen wieder zu, die wir laufend berücksichtigen müssen.

Angesichts von Covid-19 haben wir unsere … Arbeitsprozesse/Arbeitsabläufe/ Sicherheitsmaßnahmen rasch und flexibel an die Situation angepasst.

Für uns war/ist das Modell der Kurzarbeit … eine gute Möglichkeit, trotz Nachfragerückgängen alle MitarbeiterInnen im Unternehmen zu halten. Mittlerweile setzen wir unseren vor der Pandemie geplanten Stellenaufbau zügig fort.

Durch Covid-19 werden wir langfristig ... in einer neuen Form der Normalität leben. Wir wünschen uns alle eine vollständige Rückkehr zur Normalität, wie wir sie kennen. Aber so weit sind wir derzeit noch nicht. Dementsprechend müssen wir uns an neue Regeln des Miteinanders halten.

© EGGER HOLZWERKSTOFFE, HELLA, THÖNI

Innovationen sind in Krisenzeiten ... von enormer Bedeutung. Innovationen helfen im Gespräch zu bleiben und haben direkte Auswirkung auf den Auftragsstand. Der Nutzen für Benutzer steht bei Hella im Mittelpunkt. Den erreichen wir durch die Innovation bei Produkteigenschaften und durch die Integration von Hightech in unsere Produkte, die dadurch mehr Leistung bringen. Diese Anstrengungen honorieren unsere Kunden und Partner.

Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Arbeitsprozesse/Arbeits­ abläufe/Sicherheitsmaßnahmen ... rasch an die neue Situation angepasst und innerhalb weniger Tage 150 Home-Office-Arbeitsplätze realisiert. In der Produktion achten wir auf lückenlose Einhaltung der Hygieneund Abstandsregelungen und testen unsere MitarbeiterInnen auch aktiv und freiwillig auf Covid-19.

Die Pandemie hat gezeigt, dass Automatisierung ... und Digitalisierung an Bedeutung gewinnen, wie insbesondere HomeOffice und Videokonferenzen zeigen. In der Produktion tragen unsere automatisierten Prozesse und großzügigen Produktionshallen dazu bei, dass wir die Abstands- und Hygieneregeln leichter einhalten können. Investitionen werden in den kommenden Monaten ... von uns wie geplant umgesetzt. Unsere Großinvestition – die neue Produktionshalle in Pfaffenhofen – ist derzeit in der finalen Umsetzung. Um für die Zukunft gerüstet zu sein und nachhaltigen Erfolg zu erzielen, werden wir weiter investieren und dabei auch die neue Investitionsprämie nutzen. Durch Covid-19 werden wir langfristig ... so wie bisher auf unsere Erfolgsfaktoren Innovation, Unabhängigkeit und finanzielle Stabilität setzen. Innovationen sind in Krisenzeiten ... und auch zu jeder anderen Zeit für uns sehr wichtig. Auf ständiger Verbesserung und Innovationen beruht unser Erfolg, den wir unseren gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verdanken.

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IGO Industries PAUL UNTERLUGG AUER , GE SCHÄF T SFÜHRER ORTNER GE S . M .B.H. UND VOR S TAND IGO INDUS TRIE S Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist ... herausfordernd und zugleich vorteilhaft. Herausfordernd weil Mitarbeiter nicht mehr anreisen konnten bzw. Lieferketten unterbrochen wurden. Aber eben auch vorteilhaft, da wir Baustellenstopps und Auftragsrückgänge im Inland durch Aufträge in anderen Ländern ausgleichen konnten. Für uns war/ist das Modell der Kurzarbeit … kurzfristig ein gutes Modell, um einen Teil der Kosten des verordneten Shutdowns aufzufangen und gleichzeitig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Beschäftigung zu halten. Die wesentlich umfangreicheren Kosten, sprich die Produktivitätsverluste aufgrund der schwierigen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen, die uns der Gesetzgeber vorgeschrieben hat, tragen wir. Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Arbeitsprozesse/Arbeitsabläufe/Sicherheitsmaßnahmen … in zwei Tagen komplett umgestellt. Büro, Technik und kaufmännischer Bereich wurden ins Homeoffice verlagert, um Sicherheitsabstände und Kinder-Betreuung zu ermöglichen. Bei Projekten und Baustellen im Pharma- und Gesundheitsbereich wurden unsere sehr hohen Standards noch verschärft. Unsere Schutzvorkehrungen gehen bereits seit Jahren weit über die gesetzlichen Forderungen hinaus, damit kamen wir also gut zurecht.

Die Pandemie hat gezeigt, dass bezüglich Automatisierung … und Standardisierung in unserer Branche viel Luft nach oben ist, hier möchte ich das Ver­änderungstempo steigern. Investitionen werden in den kommenden Monaten ... gerade in den Bereichen Digitalisierung und Infrastruktur von der öffentlichen Hand getätigt werden müssen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Geplante und notwendige Investitionen müssen vorgezogen werden, wenn sich die Spirale in der Privatwirtschaft wieder nach oben drehen soll. Durch Covid-19 werden langfristig ... die kurzfristig dramatischen Auswirkungen verblassen. Die langfristigen wirtschaftlichen Folgen haben wir selbst in der Hand. Die Globalisierung trägt zum Wohlstand bei, sie braucht aber Grenzen. Wenn komplette Industrien abwandern und zentrale Kompetenzen verloren gehen, müssen wir gegensteuern. Innovationen sind in Krisenzeiten ... das Salz in der Suppe des Arbeitslebens. Wir brauchen ständig Innovationen, aber in einer Krise ist plötzlich möglich, was vorher als unmöglich erschien.

Plansee Group K ARLHEINZ WE X , VOR S TANDS SPRECHER Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Sicherheitsmaßnahmen ... grundlegend überarbeitet und das Prinzip Selbstverantwortung aller Mitarbeiter ins Zentrum der Zusammenarbeit gerückt. Die Pandemie hat gezeigt, dass ... Digitalisierung ein wichtiges Element zur Überwindung der zukünftigen Herausforderungen ist. 44

Alle wesentlichen Investitionen werden in den kommenden Monaten ... wie geplant umgesetzt. Innovationen sind in Krisen­zeiten ... eine wesentlichen Voraussetzung, um uns zukunftssicher aufzustellen.


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IRIS ORTNER , GE SCHÄF T SFÜHRERIN UNTERNEHMENS­G RUPPE IGO INDUS TRIE S

top.tirol präsentiert:

Tirols beste Arbeitgeber

Die internationale Vernetzung in Zeiten einer globalen Krise ist … dann eine Herausforderung, wenn Lieferketten unterbrochen sind und Länder mit systemrelevanten Produkten nicht mehr versorgt werden können. Wir brauchen Wettbewerb und ein globales Netz, aber die Produktion, etwa von lebenswichtigen Medikamenten oder elektronischen Bauteilen, sollte durch eine europäische Industriepolitik in Europa gesichert sein. Für uns war das Modell der Kurzarbeit … nicht so entscheidend wie in anderen Branchen, aber gesamtwirtschaftlich sicher ein gutes Modell. Wir haben weniger Kurzarbeit in Anspruch angenommen als anfangs befürchtet. In der Baubranche wurden alle Projekte spätestens nach Ostern weitergeführt. Angesichts von Covid-19 haben wir unsere Arbeitsabläufe und Sicherheitsmaßnahmen … besonders auf den Baustellen durch umfangreiche Hygienemaßnahmen erweitert – von neuen Regeln zu Hygiene und Desinfektionsmöglichkeiten über einen gestaffelten Arbeitsbeginn und Pausen bis zu Fiebermessungen beim Zutritt zur Baustelle sowie Sicherheitsabständen und wo nötig Schutzmasken.

© FRANZ OSS, PLANSEE GROUP, IGO INDUSTRIES/HANS SCHUBERT

Investitionen werden in den kommenden Monaten … bei vielen Kunden leider hintangestellt werden, weil alle in einer Abwarteposition sind. Wir spüren eine große Unsicherheit, ob und wann neue Projekte gestartet werden. Das merken wir in Teilen der Industrie genauso wie im Tourismus. Besonders dort weiß derzeit noch niemand, wie es weitergeht.

→ Top-Arbeitgeber → Weiterbildung → Teambuilding → Personalmanagement

Durch Covid-19 werden wir langfristig … den direkten Kontakt und Austausch mit anderen Menschen noch mehr schätzen – privat wie beruflich. Wir Techniker gelten mitunter als „nerds“, aber unser Job ist Kommunikation mit technischer Expertise. Und das funktioniert so viel besser, wenn wir miteinander in regem, direktem Austausch stehen. Innovationen sind in Krisenzeiten … fast schon ein Automatismus, sie passieren gerade in heraus­fordernden Situationen. Kreativität braucht neben dem Austausch miteinander oft das unbekannte Feld und die Schwierigkeit, die es zu bewältigen gilt.

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ktuelle Entwicklungen und der nachhaltige Trend zur Digitalisierung stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Gerade jetzt gilt es, mit gezielter Aus- und Weiterbildung das Potenzial neuer Technologien und Marktchancen nutzen zu können.

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Sicherheit und Normalität in Einklang bringen

© IV-TIROL

Corona ist die größte Wirtschaftskrise in Friedenszeiten seit 1928. Krisenmanagement ist die zentrale Herausforderung der Industrie.

„Es braucht jetzt wirtschafts­ freundliche Rahmen­bedingungen und langfristige Planungssicherheit.“ DR. CHRISTOPH SWAROVSKI, PR Ä SIDENT DER INDUSTRIELLENVEREINIGUNG TIROL

Was ist jetzt zu tun? „Die Industrie muss sich auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb behaupten und ist auf den Export angewiesen“, so IVPräsident Christoph Swarovski. Es brauche jetzt entsprechende Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit: „Das fängt bei der Verfahrensdauer und bei Um­ weltauflagen an und endet bei Fragen der Steuer- und Abgabenpolitik.“ Gold Plating könne sich ein Hoch­ steuerland im internationalen Wettbe­ werb keinesfalls leisten. Der IV-Präsident will deshalb den im Tiroler Regierungs­ übereinkommen vorgesehenen Standort­ check, mit dem politische Entscheidungen auf ihre wirtschaftlichen Auswirkungen überprüft werden sollen, möglichst bald umgesetzt haben. Präsident Swarovski 48

lobt aber auch die Standortpolitik des Landes, etwa bei der Förderung von Inves­ titionen in die Digitalisierung, und meint, auch das Konjunkturpaket stärke insge­ samt die Tiroler Wirtschaft. Unternehmen brauchen Rückenwind Allein schon Diskussionen über neue Steuern oder eine 4-Tage-Woche bei vol­ lem Lohnausgleich sind schädlich für den Wirtschaftsstandort. Jetzt brauchen die Unternehmen Rückenwind. Sehr geholfen hat die Kurzarbeit, mit der viele Beschäf­ tigungsverhältnisse aufrechterhalten wer­ den konnten. Aus der Krise führt nur investitions­ getriebenes Wachstum. So gesehen ist die Investitionsförderung die absolut richti­ ge Maßnahme, weil sie Arbeit und Absatz schafft. Die IV-Tirol fordert, dass vor allem Unternehmen, die vor Ort investieren und am Standort Arbeitsplätze schaffen, von der Politik unterstützt werden. Fachkräfte sind gefragt Auch während Corona sind es die Fach­ kräfte, die das Rad am Laufen halten. In den MINT-Fächern und für die sich be­ schleunigende Digitalisierung werden sie

dringend benötigt. Bereits in den Grund­ schulen ist Begeisterung für technische Fä­ cher zu wecken und die weiterführenden Ausbildungswege – über Fachhochschulen bis hin zum Universitätsabschluss – sicht­ bar zu machen. Auch der Stellenwert der Lehre ver­ dient eine gesellschaftliche Aufwertung. Die vielfältigen Chancen durch einen Lehrberuf – mit oder ohne Matura – sind der Jugend und auch vielen Eltern noch immer nicht richtig bewusst. Nach Corona gilt dasselbe wie davor. Die Zukunft liegt in Bildung, Forschung und Entwicklung sowie in den wirtschaftlichen Rahmenbe­ dingungen.

Industriellenvereinigung Tirol Haus der Industrie Salurner Straße 15/IV 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 41 34-0 E-Mail: tirol@iv.at www.tirol.iv.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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ie Industrie geht davon aus, dass die Betriebe zwei bis drei Jahre brauchen, um wieder das Vor­ krisenniveau zu erreichen. Wäh­ rend die Unternehmen in den vergangenen Monaten versuchten, das Land am Laufen zu halten, bekamen sie die hohe Komplexi­ tät und die Vernetzung bei den Lieferket­ ten zu spüren.


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Bildung – Herausforderungen der Zukunft meistern

© TIROL TV

Die Stärkung des Technikinteresses bei Kindern und die gezielte Ausbildung des Nachwuchses sind wichtige Voraussetzungen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Jugend für Technik begeistern: Die Task Force Industrie 4.0 der Industriellenvereinigung Tirol hat im Juli beschlossen, mit der Stärkung des Technikinteresses bei Kindern und vor allem bei Mädchen einen neuen Arbeitsschwerpunkt zu setzen.

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ie Digitalisierung sowie technolo­ gische Entwicklungen stellen Un­ ternehmen und ihre Mitarbeiter in der Industrie vor große Heraus­ forderungen. Laut Fachkräftemonitor des Landes Tirol fehlen im Land bis zum Jahr 2030 in den Branchen Industrie, Gewerbe und Handwerk 4.000 Fachkräfte. Um diesem Trend entgegenzuwir­ ken, sind die Stärkung des Technikinte­ resses in der Bevölkerung, vor allem bei Kindern, sowie der Ausbau der Bildungs­ strukturen in Tirol in Technik und Digita­ lisierung grundlegende Voraussetzungen. Die Mitglieder der Task Force Industrie 4.0 haben beschlossen, mit der Stärkung des Technikinteresses bei Kindern und vor allem bei Mädchen einen neuen Arbeits­ schwerpunkt zu setzen. Ziel aller Akteure ist es, eine Bildungsoffensive gemeinsam umzusetzen.

Eine Studie im Auftrag der Industriellenver­ einigung und der Wirtschaftskammer zeigt, dass Tirol dringend ein durchgehendes An­ gebot an internationalen Bildungsangebo­ ten – vom Kindergarten bis zur Hochschul­ reife – braucht. Es geht darum, dass Kinder von Fachkräften, die nur Englisch sprechen, am Standort Tirol ein entsprechendes Bil­ dungsangebot vorfinden. Schlüsselkräfte für ganz unter­ schiedliche Positionen in der Industrie, aber auch bei Hochschulen und andere Wirtschaftssektoren kommen nur nach Tirol, wenn ihre Kinder auch hier zur Schule gehen können. Deshalb braucht es leistbare Angebote, die auch für einheimi­ sche Kinder erschwinglich und interessant sind. Das bereits umgesetzte Welcome Ser­ vice beispielsweise ist diesbezüglich eine weitere wichtige Initiative der IV und ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Wirt­ schaftsstandortes Tirol.

• 60 Lehrberufe stehen in der Tiroler Industrie zur Auswahl • Lehrberufe unter den Top 10: Metalltechnik, Elektrotechnik • 2019 wurden in der Tiroler Industrie 1.333 Lehrlinge ausgebildet • Insgesamt gibt es in Tirol 92 Industrie-Lehrbetriebe QUELLE: WK-TIROL

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T O P.T I R O L

Bildung ist Schlüsselfaktor Michael Kocher

© NOVARTIS

Die konsequente Fokussierung auf Bildung ist der wichtigste Ansatz, um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen zu sichern und die gegenwärtige Krise zu bewältigen. Auch die praxisnahe Aus- und Weiterbildung muss weit oben auf der politischen Agenda stehen. Trotz derzeit hoher Arbeitslosigkeit und der Tatsache, dass noch viele Menschen in Kurzarbeit sind, bleibt der Fachkräftemangel für die Industrie eine zentrale Herausforderung. So ist Bildung gerade im Zusammenhang mit Digitalisierung ein entscheidender Schlüssel.

COUNTRY PRESIDENT NOVARTIS AUSTRIA „An unseren Novartis Standorten in Kundl und Schaftenau beschäftigen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 50 Nationen. Eine internationale Schule in unserem Umfeld ist ein Schlüsselkriterium, um diese Fachkräfte aus aller Welt nach Tirol zu bekommen und ich bin davon überzeugt, dass auch die heimische Bevölkerung sehr davon profitiert. Ich setze mich daher persönlich dafür ein, das bereits vorhandene Angebot noch weiter auszubauen in Richtung eines internationalen Bildungskontinuums – von der Volksschule über die Unterstufe bis hin zum internationalen Bakkalaureat.“

In den folgenden Statements aus Tiroler Industrie­betrieben wird klar, worauf Unternehmen besonders Wert legen.

© EMATRIC

Rainer Haag GESCHÄFTSLEITUNG EMATRIC

© EGGER GRUPPE

„Die Basis für die Zukunft unserer Kinder muss bereits von klein auf geschaffen werden. Deswegen muss gerade in der Bildung vieles neu gedacht werden. Um die Interessen jedes Einzelnen zu wecken, müssen die vielfältigen Möglichkeiten, welche die zukünftige Arbeitswelt bereithält, aufgezeigt werden. Aber nicht nur die Interessen sind zu fördern – auch Talente, Fertigkeiten und selbständiges Arbeiten sind wesentliche Bestandteile. Durch persönliche Leistungen und Motivation an der Weiterbildung muss das Selbstwertgefühl gehoben werden, damit die Kinder mit den Herausforderungen der künftigen Arbeitswelt zurechtkommen.“

Petra Reiner

GESCHÄFTSFÜHRERIN ADLER-WERK LACKFABRIK „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital: Gut ausgebildete, motivierte, engagierte und innovative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern den ADLER-Erfolg. Deshalb wünschen wir uns, dass im Bereich Bildung von Anfang an selbständiges Denken und Mitgestalten gefordert und gefördert wird. Besonderen Wert legen wir auf interkulturelle Kompetenz, flexibles Arbeiten und ,soft skills‘ wie Charisma, Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist und Loyalität. Aufgeschlossenheit, Belastbarkeit und die Fähigkeit auch einmal ,um die Ecke zu denken‘ ergänzen das Gesamtpaket. Die Basis jeder Zusammenarbeit stellt für uns nach wie vor eine breite Allgemeinbildung dar. Diese sollte durch eine fundierte fachspezifische Ausbildung für die jeweilige Position vertieft werden. Von den Bildungseinrichtungen im Lande erwarten wir uns aber auch, dass sie junge Menschen dazu motivieren, ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu werden und Freude am lebenslangen Lernen wecken.“

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„Eine Lehre oder solide fachliche Ausbildung sind natürlich von Vorteil, aber nicht die zwingende Voraussetzung für einen Einstieg. Wir sind ein Tiroler Familienunternehmen und wachsen kontinuierlich. Weltweit haben wir inzwischen über 10.000 Mitarbeiter. Damit so ein internationales Team erfolgreich zusammenwachsen kann, sind zunehmend Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz gefragt. Dazu kommt ein gutes Verständnis für digitale Prozesse, die bei EGGER sowohl in der Produktion als auch an Büroarbeitsplätzen an Bedeutung gewinnen. Vor allem aber ist uns wichtig, dass junge Menschen aufgeschlossen und engagiert ins Berufsleben einsteigen. Denn in der Praxis gibt es täglich neue Erfahrungen und die Möglichkeit, etwas Dazuzulernen. Wer das als Chance erkennt und nutzt, dem stehen bei EGGER viele Wege offen – hier in Tirol und international.“

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Andrea Berghofer

© ADLER-WERK LACKFABRIK

LEITUNG PERSONAL EGGER GRUPPE


T O P.T I R O L

INDUSTRIE IN TIROL INNOVATIV – ZUKUNFTSORIENTIERT – INTERNATIONAL

28 %

der Tiroler Bruttowertschöpfung werden von produzierenden Be­trieben (mit Bauwirtschaft) erbracht.

Für Forschung und Entwicklung (F&E) haben die Tiroler Unternehmen ihre Ausgaben von 477,2 (2015) auf 523,8 (2017) Millionen Euro gesteigert (aktuellste Zahlen).

Der Produktionswert der Tiroler Industrie hat 2019 um knapp 6 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro zugelegt.

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TIROLER INDUSTRIE­BETRIEBE

Die Zahl der Industrie-­ Mitarbeiter stieg zuletzt auf 42.759.

92 Lehrbetriebe

bilden über 1.333 Lehrlinge aus – in über 60 verschiedenen Lehrberufen.

Direktexporte: 6,8 Milliarden Euro

Das durchschnittliche Gehalt

von Industriebeschäftigten liegt bei 41.070 Euro und damit weitaus höher als in fast allen anderen Branchen der Tiroler Wirtschaft.

So stark ist die Tiroler Industrie Durch die Corona-Krise erleben wir derzeit einen Rückschlag. Die Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tun alles, um die Industrieproduktion möglichst bald wieder auf Normalbetrieb hochzufahren.

Mehr als 1,2 Milliarden Steuer-Euros zahlten Unternehmen 2019 dem Fiskus. Das ist um 9 % mehr als im Vorjahr. • Die Körperschaftsteuer (KöSt) betrug 648 Millionen Euro (+ 7,9 Prozent) und • die Einkommensteuer stieg auf 585 Millionen Euro (+ 10,54 Prozent).

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© SHUTTERSTOCK.COM, JG MARKO

T O P.T I R O L

Das Lebenswerk übergeben Unternehmensnachfolge zwischen Krise, Herausforderung und Chance.

Konfliktlösung inbegriffen „Eine Übergabe ist ein hochkomplexer Prozess“, betont der Nachfolgeberater. „Da geht es neben finanziellen und rechtlichen Themen um persönliche Fragen, die richtig unter die Haut gehen.“ Diese zutiefst menschlichen Aspekte kommen aus seiner Erfahrung oft zu kurz und können eine Übergabe erschweren oder gar verhindern. „Man muss die verdeckten Motive bearbeiten können und den Handlungsrahmen für jeden Einzelnen klären“, sagt der Nachfolgeberater. Das sei kein Thema von Zahlen, sondern elementare Fragen wie Lebenswerk, Macht, Aufgaben, Perspektiven im Ruhestand, Gerechtigkeit und Sicherheit für Alt und Jung. 52

Zeit nehmen Als wesentlichen Erfolgsfaktor nennt Marko die intensive Vorbereitung. „Spätestens wenn Unternehmer den 60er feiern, ist die Zeit gekommen, darüber nachzudenken“, erklärt er. Erfahrungsgemäß benötigt die Unternehmensnachfolge zumindest drei Jahre, um eine nachhaltige Übergabe zu sichern. Ein versierter Nachfolgeberater, eingebunden in ein Experten-Netzwerk, kann bei diesem Prozess wertvolle Unterstützung leisten. Denn es gibt keine allgemeingültige Patentlösung. Dafür sind Unternehmen und Menschen zu verschieden. Gerade deswegen seien Erfahrung und persönliche, individuelle Beratung unerlässlich. Denn die Übergabe der Verantwortung in andere Hände erfordert die Würdigung des Lebenswerkes und das Vertrauen in die nächste Generation.

Nachfolgeexperte Hansjörg Marko warnt vor den Folgen verfehlter Übergabepolitik.

Hr. Marko MBA, MSc steht für Fragen unter gesichert@unternehmensnachfolge-planen.at zur Verfügung.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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ermehrt finden übergabefähige Unternehmen keinen geeigneten Nachfolger oder scheuen die Übergabe“, warnt der zertifizierte Nachfolgeberater (CBSC) Hansjörg Marko. Den Grund dafür sieht er oft in einer verfehlten Strategie bei der Übergabe. Und das hat Folgen: Aktuell werden mehr als 65 Prozent der Übergaben zu spät oder nicht vorbereitet. Jedes dritte Unternehmen scheitere beim Generationswechsel. „Überraschend ist, dass das Bewusstsein über die Notwendigkeit einer rechtzeitigen Nachfolgeplanung und strategische Überlegungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit weitgehend fehlen“, sagt Marko. So gelinge es zahlreichen Betrieben nicht, geeignete Nachfolger zu finden.


T O P.T I R O L

­ S G L O F ER N E T H C I H C S GE

Keine Branche und kein Land bleibt aktuell von der Krise verschont – auch nicht Tirol. Doch das ist alles andere als ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Das beweisen nicht zuletzt viele Tiroler Unternehmen, vom Bauprofi über Beleuchtungsspezialisten bis hin zum Logistikanbieter. Sie alle feilen an ihrem Erfolg – nicht trotz, sondern gerade in schwierigen Zeiten. Und top.tirol bietet ihnen Raum, sich vorzustellen.

➔ 53


© BERGER & BRUNNER (3)

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : B E R G E R & B R U N N E R

In der Inns­brucker Altstadt werden seit Juni im Rekordtempo die alten Wasser­ leitungen getauscht, Kanal-, Gas und Stromnetze erneuert.

WACHSTUM IN KRISENZEITEN Als eines der innovativsten Unternehmen in den Bereichen Tiefbau und Spezialtiefbau schafft Berger & Brunner den Spagat zwischen einem traditionellen Baubetrieb und einer ganzheitlich und zukunftsorientierten Organisation in einem starken Mitbewerberumfeld.

„Wir sind Tag und Nacht für die Gesellschaft im Einsatz, denn auch die Natur lässt sich von einer Krise nicht aufhalten.“ OTMAR GREDLER, BETRIEBSLEITER

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it einem Team von circa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Berger & Brunner ein verlässlicher Partner zur Aufrechterhaltung und Erweiterung kritischer Infrastruktur und zur Sicherung unser aller Mobilität. Um auch in Notfallsituationen oder Katastrophenfällen für die Gesellschaft die dringend benötigte Unterstützung bieten zu können, ist das Bauunternehmen über eine Telefon-Hotline 24 Stunden erreichbar.

DIE PANDEMIE ALS CHANCE

Was anfänglich als apokalyptisches Szenario erschien, erweist sich mittlerweile als Chance, gestärkt aus der Krisensituation hervorzugehen. Die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung von kritischer Infrastruktur wurde in Zeiten des Lockdowns auch von Gesellschaft und Politik erkannt. Die Verfügbarkeit von Bahn- und Straßennetzen zur Gewährleistung individueller Mobilität wurde zum Treiber in der Umsetzung diverser Projekte während der kritischen Phase der Pandemie. Somit ergab sich bei Berger & Brunner eine Vollbeschäftigungs-

1938

Die gegründete Ing. Berger & Brunner Baugesellschaft m.b.H ist seit 2005 Teil der Bodner Gruppe.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : B E R G E R & B R U N N E R Sanierung des Kraftwerks Spullersee . Die Erneu­ erung der circa 1.450 m langen Druckrohrleitung ist für die Versorgung mit Elektrizität unumgänglich. Das Bauen in unweg­ samem und extrem steilen Gelände ist besonders herausfordernd.

Verlässlicher Partner. Bereits geplante Projekte der ÖBB wurden unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen fristgerecht fertiggestellt.

KRISENFEST AUCH IN SCHWIERIGEN ZEITEN

Bei Hangrutschungen und Felsstürzen wurde auch in dieser Zeit umgehend mit den Sofortmaßnahmen gestartet und die Schäden durch den Einsatz von modernstem Equipment von unserem Fachpersonal behoben und so die Mobilität wieder hergestellt. Bereits geplante Projekte der ÖBB wurden – unter erhöhten Schutzmaßnahmen– begonnen und konnten trotz der zeitintensiveren Sicherheitsauflagen fristgerecht fertig­gestellt werden. „Alle zu diesem Zeitpunkt beauftragten Projekte haben wir als starker und verlässlicher Partner im Sinne der Termintreue unter erschwerten Bedingungen rechtzeitig gestartet und umgesetzt. Es zeigt sich für den Tiefbau die Krisenfestigkeit, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, führt Gredler stolz auf die Leistungen seines Teams aus.

VERLÄSSLICHER UND VERANTWORTUNGSVOLLER ARBEITGEBER

Die letzten Monate haben bewiesen, dass Berger & Brunner ein krisensicherer Arbeitgeber ist und damit eine interessante Perspektive für engagierte Mitarbei-

„Wir schaffen, sichern, schützen und verbinden Lebensräume und Mobilität.“ OTMAR GREDLER, BETRIEBSLEITER

ter bietet: „Für jeden, der herausfordernde Situationen meistern möchte und sein Hobby zum Beruf machen will, ist Berger & Brunner das richtige Unternehmen. Wir schaffen, sichern, schützen und verbinden Lebensräume und Mobilität“, erläutert Otmar Gredler. Gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie stand und steht der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden bei allen Projekten von Berger & Brunner an höchster Stelle.

AUSGEZEICHNETER LEHRBETRIEB

„Als ausgezeichneter Lehrbetrieb hat die Ausbildung unserer zukünftigen Facharbeiter höchste Priorität, was sich in der hohen Erfolgsquote ausgezeichneter Lehrabschlüsse niederschlägt“, führt Gredler aus. Aus- und Weiterbildungsprogramme sind die Basis für eine positive Personalentwicklung und garantieren motivierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Realisierung der zukünftigen Wachstumsstrategie. Diese Lehrlingsoffensive wurde auch heuer, trotz Corona, fortgeführt und es werden laufend Lehrlinge, speziell für den Lehrberuf Tiefbauer gesucht.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

situation während des Lockdowns und darüber hinaus, in einer Zeit, in der andere Branchen schon mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen hatten. „Wir sind Tag und Nacht für die Gesellschaft im Einsatz, denn auch die Natur lässt sich von einer Krise nicht aufhalten. Dies fordert natürlich ein hohes Maß an Bereitschaft unserer Mitarbeiter“, erklärt Otmar Gredler, Betriebsleiter der Berger & Brunner Zentrale in Inzing. „Der Lohn ist aber neben dem guten Verdienst die Anerkennung der Gesellschaft und ein krisenfester Arbeitsplatz“, so Gredler weiter.

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O L E U C H T E N

LEUCHTENDE ZUKUNFTS­ AUSSICHTEN Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die die Covid-19-Pandemie weltweit ausgelöst hat, wird 2020 eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre in der 51-jährigen Firmengeschichte von EGLO Leuchten werden.

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uch EGLO, Europas größter Anbieter von Wohnraumleuchten, wurde zu Beginn der globalen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hart von den wirtschaftlichen Auswirkungen synchroner Lockdowns in vielen seiner Zielmärkte getroffen. Im März verzeichnete das Unternehmen Umsatzeinbrüche von bis zu 50 Prozent. Schnell zeigte sich aber, dass sich die Leuchtmittelbranche schneller wie andere erholen wird: „Ab Mitte Mai haben die Verkaufszahlen wieder extrem angezogen. Wir sind in der glücklichen Lage, im Interieur-Bereich tätig zu sein. Aus der heutigen Sicht sind Baumärkte, Möbelhäuser und natürlich E-Commerce-Plattformen die großen Gewinner der Corona-Krise“, resümiert EGLO-CEO René Tiefenbacher.

REKORDUMSATZ TROTZ CORONA-KRISE

Bis zum Ende des Jahres rechnet der Geschäftsführer der EGLO Gruppe mit einem Umsatz von 565 Millionen Euro, einem

Meilensteine 1969:

Firmengründung durch Ludwig Obwieser

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Jedes Jahr werden von den Produktdesignern von EGLO 900 neue Designideen für Leuchten entworfen und zu fertigen Produkten weiterentwickelt.

satten Plus von 30 Millionen Euro im Vergleich zu Vorjahr. Ein Grund für die Umsatzsteigerung ist die bereits Anfang 2020 erfolgte Übernahme des schwedischen Leuchten-Großhändlers STAR TRADING, der sich seit 35 Jahren vor allem auf den Vertrieb von Weihnachtsbeleuchtung spezialisiert hat. „Durch die Übernahme von STAR TRADING konnten wir eine Lücke im Angebot für unsere Kunden schließen

1986:

Gründung der ersten Vertriebsgesellschaft in Deutschland

und unser fast 5.000 Artikel umfassendes Produktportfolio weiter differenzieren“, erklärt Tiefenbacher erfreut.

INNOVATIONSFÜHRERSCHAFT

Im September konnte EGLO die nächste Akquisition erfolgreich über die Bühne bringen. Mit der Übernahme des französischen Unternehmens AWOX Lighting, mit dem EGLO bereits bei der Entwicklung von

1997:

Errichtung mehrerer Lager in ganz Europa

1994:

Bau des EGLO-Werks im ungarischen Pásztó

2006:

Einstieg in die LED-Technologie mit Leuchtmitteln

2001:

Eröffnung des chinesischen Werks in Dongguan


©AXEL SPRINGER, EGLO LEUCHTEN (4)

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : E G L O L E U C H T E N

RENÉ TIEFENBACHER , CEO EGLO-GRUPPE

Smart-Control-Apps und Hardwarekomponenten zusammengearbeitet hatte, sichert sich das Paradeunternehmen aus Pill innovative Vorteile im Bereich des intelligenten und vernetzten Lichtmanagements gegenüber seinen Mitbewerbern: „Durch den Erwerb von AWOX Lighting verfügen wir jetzt über eine Businessunit, die sich ausschließlich um die Weiterentwicklung der mit Smart Control gesteuerten Leuchten EGLO CONNECT kümmert. Ein Geschäftsfeld, das in den nächsten Jahren aufgrund des Interesses junger Kundengruppen immer wichtiger werden wird“, erläutert Tiefenbacher die Beweggründe hinter der Übernahme.

2021 in Betrieb genommen werden wird, wird EGLO im heurigen Jahr weitere Investitionen in der Höhe von 33,3 Millionen Euro tätigen, die in den weltweiten Ausbau von Produktions-, Logistik- und Vertriebsgesellschaften fließen und ausschließlich aus dem Cashflow des Unternehmens finanziert werden. „Trotz der weiteren Internationalisierung von EGLO wird unsere Firmenzentrale immer in Tirol bleiben. Hier ist das Herz unseres Unternehmens. Auch mit der Verlagerung der Logistik nach Magdeburg wird es gelingen, weiterhin über 300 Arbeitsplätze in Pill zu erhalten“, versichert René Tiefenbacher.

WEITERE INVESTITIONEN IN MILLIONENHÖHE

Obwohl sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Krise erst in den nächsten Monaten manifestieren werden, kann EGLO aufgrund der äußerst guten Ergebnisse der letzten Jahre und der daraus resultierenden finanziellen Sicherheit an

Nachdem im Jahr 2019 bereits 28,5 Millionen Euro investiert wurden, die unter anderem in ein neues Logistikzentrum im deutschen Magdeburg flossen, das Anfang

2017:

Inbetriebnahme des EGLO-Werks in Indien

2016:

Erweiterung um Smart-LightingProdukte

MARKTPOTENZIALE AUSSCHÖPFEN

EGLO in Zahlen • 100.000 verkaufte Leuchten pro Kalendertag • 80.000 selbstproduzierte Leuchten pro Tag • 900 neue Designs im Jahr, das entspricht fast 4 Neuentwicklungen täglich • 3 Produktionsstätten in Ungarn, China und Indien • Ca. 200.000 Quadratmeter Logistikfläche weltweit • Mehr als 70 Tochtergesellschaften weltweit, davon rund 50 Vertriebsgesellschaften

seinen Expansionsplänen festhalten. „Wir werden weiterhin in den Ausbau unserer vertrieblichen Infrastruktur investieren und zusätzlich den Absatz im FOB- und Discountbereich forcieren“, erklärt Tiefenbacher. Auch die Vertriebsnetzwerke seiner internationalen Absatzmärkte in Nord- und Südamerika sowie Osteuropa wird EGLO weiter ausbauen, um dort noch nicht ausgeschöpften Marktpotenziale zu realisieren und seine Marktführerschaft auf weitere Regionen der Welt auszuweiten.

Das Herz des EGLOKonzerns – die Firmen­zentrale in Pill im Tiroler Unterland.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

„Aus der heutigen Sicht sind Baumärkte, Möbelhäuser und E-Commerce-Platt­formen die großen Gewinner der Corona-Krise.“

2019:

Spatenstich Logistikzentrum Magdeburg

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : R A I N A L T E R

TRADITION UND FORTSCHRITT IM EINKLANG Seit zwei Jahren ist ein neuer Chef am Ruder des traditionsreichen Unternehmens Rainalter in Landeck: Andreas MaurerWeinold erklärt, welche Werte in seinem Installationsbetrieb hochgehalten werden und wie man durch die Corona-Krise gekommen ist.

E

ine Betriebsübernahme ist eine komplexe Sache und geht oft nicht ohne Komplikationen über die Bühne – bei Rainalter aber schon: Ekehardt Rainalter, der den Betrieb 1966 gegründet hat, habe die Firma vollkommen korrekt und in sehr gutem Zustand übergeben, betont Neo-Chef Andreas Maurer-Weinold. Dieser war zum Zeitpunkt der Übernahme im Jahr 2018 kein kompletter Neuling. Bereits 2008, als der mittlerweile 36-Jährige seine Meisterprüfung als Installateur abgelegt hat, stieß er als Techniker zu Rainalter. Nachdem er drei Jahre lang anderweitig beruflich tätig war, stieg er dann 2016 wieder in Landeck ein – diesmal in der Betriebsführung.

EINE GROSSE EHRE

„Der Wunsch zur Selbstständigkeit war schon immer vorhanden. Die Möglichkeit, die Firma Rainalter mit ihrem hervorragenden Ruf zu übernehmen, war und 58

ist für mich eine große Ehre“, so Maurer-Weinold. Die Arbeit wird ihm auch in Zukunft nicht ausgehen, gehört der Betrieb doch zu den führenden Unternehmen in Sachen Heizung, Sanitär und Lüftung in Westösterreich. 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den vier Standorten Landeck, Absam, Ischgl und Samnaun daran, diesen Ruf aufrechtzuerhalten.

GROSSE HAIE, KLEINE FISCHE

Trotz des rasanten Wachstums und der Gewinnung von immer mehr Industriekunden hat man bei Rainalter nie auf die kleinen Häuslbauer vergessen, die sich nach wie vor und in letzter Zeit sogar wieder vermehrt an den Bauriesen wenden, was der Firmenchef zu


© AXEL SPRINGER (5)

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : R A I N A L T E R

Rainalter ist Ihr kompetenter Partner auf dem Weg zum perfekten Badezimmer.

ANDREAS MAURER-WEINOLD, GESCHÄF TSFÜHRER

schätzen weiß: „Man braucht alle, sowohl die großen als auch die kleinen Kunden – nur dann kann so ein Betrieb gut funktionieren.“

DIE DREIFALTIGKEIT IN DER FÜHRUNGSETAGE

Nicht nur dass die Familien als Kunden eine wichtige Rolle für Rainalter spielen, auch innerhalb des Betriebs wird das Thema großgeschrieben. „Es ist ganz wichtig, dass die Familie voll und ganz hinter einem steht – sonst geht es nicht“, meint der Geschäftsfüh-

Egal ob große Industriekunden oder der kleine Häuslbauer – beim traditionsreichen Installationsexperten wird jeder fündig.

NACHHALTIG UND MODERN

Rainalter hält aber nicht nur althergebrachte Werte hoch, sondern steht auch für Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit. Aktuell setzt man etwa vermehrt auf das Thema Kältetechnik, zumal dieses in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger wird. Mit der Entwicklung energieeffizienter Kühlungssysteme trägt der Traditionsbetrieb seinen Teil zum Umweltschutz bei. Auch wenn es um erneuerbare Energien geht, ist der Installationsspezialist top: Von Photovoltaikanlagen über Wärmepumpen bis hin zu Biomasse-Heizungen gibt es bei Rainalter alles, was das Herz des Umweltfreundes begehrt.

KRISE GUT ÜBERWUNDEN

„Der erste Schock war natürlich groß“, erinnert sich Andreas Maurer-Weinold an den Corona-Lockdown. Speziell hinter dem Standort Ischgl sei ein großes Fragezeichen gestanden. „Mitte April hat sich dann aber bereits abgezeichnet, dass wir das schaffen werden und seit Ende April ist die Auftragslage eigentlich wieder normal.“ Bei Rainalter kam es deshalb, im Gegensatz zu manch anderem Betrieb, zu keinen coronabedingten Kündigungen und man geht sogar davon aus, dass man im Jahresabschluss keine großen Einbußen hinnehmen wird müssen.

65

Mitarbeiter/innen

4

Standorte

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

„Wir können als Installa­ tions­betrieb mit intelligen­ ten Lösungen einen Beitrag für unsere Umwelt leisten. Das ist mir wichtig für die Zukunft und die kommenden Generationen.“

rer, der sich diesbezüglich auch keine Sorgen zu machen braucht. Seine Frau Petra steht ihm nämlich mit Rat und Tat zur Seite, hält ihm den Rücken frei und übernimmt die Aufgaben in Sachen Controlling und Finanzen. Auch zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pflegt man einen familiären und sehr persönlichen Kontakt, worauf man stolz ist. Apropos Familie: Heidi Rainalter, die Tochter des verdienstvollen Betriebsgründers, besitzt 25 Prozent der Firma und leitet die Sparte Bad und Fließen, während MaurerWeinold, dem die restlichen 75 Prozent gehören, der Cheftechniker ist.

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : U N T E R N E H M E N S G R U P P E F R E I S I N G E R

Teamarbeit: Gemeinsam mit sei­ nen Söhnen Tobias und Fabian führt Josef Freisinger die Unternehmens­ gruppe.

KLARE SICHT

Freising er is t s t ändig au f d e r Suche n G e we r b ac h e gr und s t ü c ke n un d q u alifizier te n Mitarbe itern in Bereich allen en der Untern eh­ men s g r up p e .

Aus der Zimmerei seines Vaters und Großvaters entwickelte Josef Freisinger eine international tätige Unternehmensgruppe. Mit seinen Söhnen Fabian und Tobias geht der Familienbetrieb in die vierte Generation über.

Freisinger in Zahlen • 8 Unternehmen • 4. Generation • 130 Mitarbeiter • 19 Mio. Euro Umsatz 2019 • 45 % Exportquote Freisinger Fensterbau • Einsparung von 1 Mio. Liter Öl durch die Biowärme Ebbs

60

A

ngefangen hat es mit der Zimmerei – diese erweiterte Josef Freisinger zu einer Unternehmensgruppe mit insgesamt acht Firmen unterschiedlichster Branchen und rund 130 Mitarbeitern. Heute zählen neben dem Fenster- und Holzbau auch das Biowärmewerk Ebbs, die Premium Fenstermarke Optiwin, der Handelsbetrieb SR.Schauraum mit Filialen in Ebbs, Oberndorf bei Kitzbühel und Kramsach sowie eine Immobilienfirma und der Kletterwände-Hersteller Steilheit zur Unternehmensgruppe Freisinger. Ein organisches Wachstum, wie der Unternehmer erzählt: „Eines führte stets zum Nächsten: Ich begann etwa Gewerbeimmobilien in Ebbs zu entwickeln und zu bauen. Dadurch entstand die Idee für ein Fernheizwerk in Ebbs, mit der wir das Gewerbegebiet hier heizen. Mittler-

weile sind 400 Ebbser Haushalte daran angeschlossen.“ In das Geschäftsfeld der Kletterwände stieg Freisinger durch die Bekanntschaft mit Profikletterer Stefan Fürst ein, Steilheit errichtet Kletterwände in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz. In der Firmenzentrale in Ebbs laufen alle Fäden zusammen.

INNOVATIONSTREIBER

Die Sparte Fensterbau musste Josef Freisinger nach dem tödlichen Unfall seines Cousins übernehmen. „Er schuf die Basis des internationalen Erfolgs der Freisinger Fenster. Um als kleiner Betrieb im Massenmarkt Fenster zu bestehen, ging schon mein leider verstorbener Cousin Paulus neue Wege“, blickt der Unternehmer zurück. Der Hauptabsatzmarkt liegt im Standardfensterbereich, doch seit 2005 vertreibt der Tiroler Betrieb unter der Marke

„Für mich ist es eine große Erleichterung, dass mich beide in der Unternehmensführung unterstützen und den Betrieb weiterführen wollen.“ JOSEF FREISINGER, GESCHÄF TSFÜHRER UNTERNEHMENSGRUPPE FREISINGER


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : U N T E R N E H M E N S G R U P P E F R E I S I N G E R

Meilensteine

Optiwin hochwertige Passivhausfenster – und ist damit gerade über die heimischen Grenzen hinaus erfolgreich. Mit der Kombination aus zertifizierter Niedrigenergieeffizienz und hohem Anspruch an Design bedient Freisinger eine Nische, die gerade im Ausland stark wächst. Denn nicht überall sind die Baustandards so hoch wie in Österreich: „Im Ausland ist nachhaltiges Bauen stark im Kommen und gerade Passivhäuser sind sehr gefragt“, weiß Freisinger. Produziert wird am Standort in Ebbs, vertrieben über Partnerbetriebe und Architekten – aktive Expansion strebt Freisinger nicht an, stattdessen setzt man auf bewährtes organisches Wachstum.

FAMILIENBANDE

Am Wachstum der Unternehmensgruppe arbeitet mittlerweile auch die nächste Generation mit. „Für mich ist es eine große Erleichterung, dass mich beide Söhne in der Unternehmensführung unterstützen und den Betrieb weiterführen wollen“, so Josef Freisinger. Fabian und Tobias Freisinger sind seit 2016 bzw. 2018 Teil der Geschäftsführung. Beide absolvierten nach der Handelsakademie die Lehre – Tobias zum Tischler, Fabian zum Zimmerer. „Fabian ist für Holzbau und Immobilien zuständig, während ich in den Firmen SR.Schauraum und Freisinger Fensterbau in den Bereichen Fenster, Sonnenschutz, Türen, Böden und Küchen tätig bin“, erklärt Tobias Freisinger. „Ich binde sie aber sukzessive

1986

IDEENGEBER

Einstieg Josef Freisinger ins Familienunternehmen

Gerade beim Thema Personalakquise sei spürbar, dass nun auch die junge Generation mitmischt. „Wir nutzen Social-MediaKanäle wie Instagram und Facebook gezielt, um Interessenten anzusprechen und auf uns aufmerksam zu machen“, erklärt Tobias Freisinger. In Kombination mit analogen Inseraten sowie Schnupperbesuchen von Schulklassen gibt es weder bei Fachkräften noch Lehrlingen Engpässe. „Personalmanagement braucht genügend Zeit, dann findet man ausreichend und qualifizierte Mitarbeiter“, weiß Freisinger. Das falle – wie so vieles – mit der Unterstützung seiner Söhne nun leichter. 

1999

Gründung Freisinger Immobilien

2005

Gründung Firma Optiwin

2007

Gründung Firma Biowärme Ebbs

2009

Einstieg in Fensterbau Freisinger Die Firma Steilheit hat sich auf Kletterwände spezialisiert und errichtete etwa das Kletter­ zentrum des Deutschen Alpenvereins.

2015

Gründung Firma Steilheit Kletterwände

2016

Einstieg Fabian Freisinger

2018 Einstieg Tobias Freisinger

2019

Übernahme der Firma SR.Schauraum

Holz- und Fensterbau dieses Firmengebäudes stammen von der Unternehmengruppe Freisinger. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

TOBIAS FREISINGER , PROKURIST FREISINGER FENSTERBAU

Gründung Freisinger Zimmerei und Lebens­ mittelhandel

© FRANZ OSS (4), BORA VERTRIEBS GMBH & COKG, MARLON JUETTNER

„Wir nutzen SocialMedia-Kanäle wie Instagram und Facebook gezielt, um Interessenten anzusprechen und auf uns aufmerksam zu machen.“

1932

in die gesamte Geschäftsführung und wichtige Entscheidungen mit ein – die Zusammenarbeit läuft sehr gut“, resümiert Josef Freisinger.

Der Standort in Ebbs besteht seit 1932. Von hier werden die Premiumfenster Optiwin international verliefert.

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© AXEL SPRINGER, GÜNTER RICHARD WETT, HANS HAUSER GMBH & CO KG (3)

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : H A N S H A U S E R

EIN PROFI

FÜR ALTES UND NEUES Das Bauunternehmen Hans Hauser in Hall feiert dieses Jahr 70-jähriges Bestehen. In den vergangenen sieben Jahrzehnten hat sich das Unternehmen vor allem auf zwei eigentlich konträre Bereiche spezialisiert und gilt darin als „Problemlöser“.

A

ls Maurermeister Hans Hauser Anfang der 1950er seinen Betrieb in Hall gründete, legte er den Grundstein für ein bis heute florierendes Bauunternehmen. Ursprünglich ein Generalanbieter für Hoch- und Tiefbau, hat sich die Firma Hans Hauser seither zum Spezialisten für schwierige Fälle entwickelt – und ist heute nicht nur gefragter denn je, sondern auch für kommende Herausforderungen gerüstet.

VORREITER BEIM KABELAUSBAU

Es war zu Beginn der 1970er, als sich Hans Hauser und seiner Mannschaft eine einmalige Möglichkeit bot: „Damals hat das Kabelfernsehen seinen Siegeszug angetreten“, erzählt Alois Feichter. Er ist seit 41 Jahren Teil von Hans Hauser. 1979 als Maurerlehr62

ling eingestiegen, gestaltet er mittlerweile in der Rolle des Prokuristen die Geschicke des Unternehmens mit. „Tiefbautechnisch waren das große Herausforderungen, besonders in Ballungsräumen. Und die hat Hans Hauser gerne angenommen.“ So konnten die Profis aus Hall ihr Können und Talent im Leitungsbau (Telekommunikation- und Stromversorgung) unter Beweis stellen, maßgeschneiderte Lösungen für komplexe Aufgaben zu entwickeln. Und dieser Erfahrungsschatz wächst bis heute. Denn mittlerweile fließen nicht mehr nur Fernsehsignale durch das Kabelfernsehnetz, sondern ein großer Teil des Tiroler Breitband-Internet-Datenverkehrs. „Dieser Ausbau ist noch lange nicht abgeschlossen“, weiß Alois Feichter, „im Gegenteil.“ Inzwischen ist die Firma Hans


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Kloster Sankt Georgenberg

Tourismusbüro Hall

DURCH ERFAHRUNG ALTES BEWAHREN

Während der Tiefbau-Bereich der Baufirma vor allem den Weg für die Zukunft ebnet, befassen sich die Profis im Hochbau vor allem mit Zeugen der Vergangenheit. Hier haben Alois Feichter und seine Mannschaft ihre Nische in der Altbausanierung von denkmalgeschützten Gebäuden gefunden. Dabei haben sie schon bei einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte Knowhow und Fingerspitzengefühl bewiesen – von Geschäftslokalen in der historischen Altstadt Halls bis hin zur kompletten Renovierung des Pradler Schwimmbads, einem der architektonischen Highlights Innsbrucks. Eines der bislang komplexesten und prestigeträchtigsten Vorhaben in diesem Bereich konnte die Firma Hauser im vergangenen Jahr erfolgreich abschließen: „Die Sanierung und Erweiterung des Klosters Sankt Georgenberg war sicher ei-

„Die Sanierung und Erweiterung des Klosters Sankt Georgenberg war sicher eines unserer bisherigen Glanzstücke.“ ALOIS FEICHTER, PROKURIST HANS HAUSER GMBH & CO KG

nes unserer bisherigen Glanzstücke.“ Um die Anlage, die an der Kante einer steilen Felswand rund 100 Meter in der Nähe der Wolfsklamm thront, auf den neuesten Stand zu bringen und die historische Bausubstanz zu erhalten, musste tief in die Trickkiste gegriffen werden. „Das Hauptproblem waren der fehlende Platz und die schwierige Zufahrt“, erzählt Alois

Feichter. Die ganze Ver- und Entsorgung der Baustelle wurde mit dem Helikopter durchgeführt. „Das war ein gewagtes Konzept – aber schlussendlich ist es nicht nur aufgegangen, sondern konnte schneller, kostengünstiger und nicht zuletzt umweltschonender durchgeführt werden.“

ZUKUNFTSWEISENDES HANDWERK

Auch wenn die Firma Hans Hauser mittler­ weile rund 50 Mitarbeiter beschäftigt: Als Familienunternehmen gegründet, wird die familiäre Atmosphäre weiter großgeschrieben. „Uns findet man in der Früh alle im Bauhof – auch mich als Prokurist“, sagt Alois Feichter. „Wir arbeiten Hand in Hand und auf Augenhöhe.“ Und das gilt auch generationenübergreifend: Als ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb bietet das Unternehmen jährlich zwei Lehrlingen einen Ausbildungsplatz. Das kommt nicht nur der Jugend zugute, sondern hilft auch dem Unternehmen, ist er überzeugt. „So sorgen wir für gut ausgebildete Fachkräfte, die unser Handwerk fundiert weiterführen, aber auch neues Wissen in den Betrieb bringen.“ 63

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Hauser der exklusive Vertragspartner eines großen österreichischen Telekommunikationsdienstleisters und wickelt deren Projekte in ganz Westösterreich ab.


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : I B O D

WENN DIE NOT ZUR TUGEND WIRD Wer viel Zeit zu Hause verbringen muss, dem fällt so mancher bauliche Makel in den eigenen vier Wänden auf. Diese Tatsache hat sich der Wand- und Bodenexperte IBOD zu Nutze gemacht und ist so gut durch die Corona-Krise gekommen.

„Covid-19 hat uns Zeit und Raum für neue Ideen gegeben.“ MICHAEL FANKHAUSER , GESCHÄF TSFÜHRER UND FIRMENGRÜNDER

V

or 38 Jahren gründete Michael Fankhauser im Zillertal einen kleinen Betrieb für Estrichverlegung. Mittlerweile leiten er und sein Sohn Andreas zwei große Unternehmen: Bei Fankhauser Estriche und IBOD – Wand und Boden sind insgesamt 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die Corona-­Krise hat man bei IBOD zur Chance umgewandelt und nach aktuellem Stand kann man sogar eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Dazu kam es unter anderem deshalb, weil das Interesse daran, sein Eigenheim auf Vordermann zu bringen oder neu zu gestalten, während des Corona-Lockdowns bei sehr vielen Leuten groß gewesen ist.

ZEIT FÜR FORSCHUNG GENUTZT

Jene Zeit der Krise, zu der die Auftragslage trotz allem niedrig war, hat man genutzt, um sich in neue Ideen zu vertiefen. In der hauseigenen Entwicklungsabteilung wurde eine spezielle und neuartige Wand- und Bodenspachtelmasse gefertigt. „Wir sind sehr stolz, dass wir im August die extrem belastbare Spachtel64


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : I B O D

Wer das Firmengebäude in Kramsach betritt, sieht gleich, dass hier echte Experten für Wand und Boden am Werk sind.

masse für den Trocken- und Nassbereich erfolgreich im deutschsprachigen Raum auf den Markt gebracht haben. Die Rückmeldungen zu der doppo Ambiente Pro+ Beschichtung sind ausgezeichnet“, freuen sich Michael und Andreas Fankhauser. Die verschiedenen selbstproduzierten Spachtelmassen gehörten schon vorher zu den absoluten Bestsellern der Firma, was sich nun noch steigern dürfte.

„Trotz der herausfordernden Umstellungen hat sich während der Krise gezeigt, dass der Zusammenhalt im Team gestärkt und sogar die Produktivität gesteigert wurde.“ ANDRE A S FANKHAUSER , GE SCHÄF TSFÜHRER

DEM CREDO TREU GEBLIEBEN

Trotz aller coronabedingten Umstellungen ist man bei IBOD also jenem allgemeingültigen Leitspruch gefolgt, den der Firmengründer Michael Fankhauser einst ausgegeben hat: „Prozessoptimierung, innovative Produktentwicklung, Qualitätssicherung sowie Wertschätzung unserer Mitarbeiter und umweltfreundliche Produkte sind Ziele, denen wir stets treu bleiben.“

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

© IBOD (5)

ABLÄUFE JETZT KLIMAFREUNDLICHER

Mit der Einführung eines elektronischen Rechnungssystems und eines nahezu papierlosen Archivs hat man sich bei IBOD während der Corona-Zeit außerdem klimaneutraler organisiert. Auch ansonsten verlief die Krisenbewältigung sehr gut, versichern die Geschäftsführer: „Es hat sich gezeigt, dass mit den vorhandenen technischen Mitteln und den modernen Technologien ein Umstellen auf die Arbeit im Home-Office für die Verwaltungs- und Vertriebsabteilung unproblematisch war. Die Angestellten haben die Neuerungen auch sehr gut umgesetzt.“ Die Mitarbeiter in der Produktion und an den Baustellen habe man mit entsprechenden Hygienemitteln und Schutzmasken ausgestattet. Trotz der herausfordernden Umstellungen habe sich während der Krise gezeigt, dass der Zusammenhalt im Team gestärkt und sogar die Produktivität gesteigert wurde, betont die Geschäftsführung stolz.

So glänzt ein Industrieboden der Firma IBOD.

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© JENEWEIN (5)

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : J E N E W E I N

WERTE FÜR GENERATIONEN Vor über 70 Jahren gründete Oswald Jenewein in Götzens die Firma Jenewein. 1980 übergab er diese seinem Sohn Baumeister Hermann Jenewein und seit 2014 ist wiederum dessen Nachkomme Baumeister Christian Jenewein am Ruder und führt einen topmodernen Bauträger-Betrieb.

A

ls Tiroler Familienunternehmen in dritter Generation und mehrfach ausgezeichneter Baumeisterbetrieb kennen wir das Land und die Leute, das Handwerk und die Handschlagqualität, die Traditionen und die Innovationen“, fasst Geschäftsführer Christian Jenewein zusammen. Von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe werden die Kunden unterstützt. „Wir wickeln die Bauprojekte im vereinbarten Zeitraum ab und koordinieren bei Bedarf alle beteiligten Unternehmen – bis hin zur Kontrolle durch externe Sachverständige“, erklärt der Firmenchef.

SIEBEN JAHRZEHNTE, DREI GENERATIONEN, EINE LEIDENSCHAFT

Dass schließlich auch wirklich Top-Unternehmen am Werk sind, darauf können 66

sich die Kunden verlassen, hat man bei Jenewein doch über 70 Jahre Erfahrung und deshalb ein geschultes Auge, was Qualität angeht. Christian Jenewein führt die Firma in dritter Generation und so sind ihm das Wissen über und die Leidenschaft für das Baugewerbe gewissermaßen in die Wiege gelegt worden. Planungskompetenz, Material- und Ausführungsqualität sowie Kostentransparenz und Termintreue sind die Schwerpunkte des Unternehmens.

TRADITIONELL UND INNOVATIV

Bei Jenewein verbinden sich alte Werte mit neuen Ideen. Traditionell ist etwa die Bauweise und so setzt man nach wie vor stark auf Massivbau, neu sind dagegen etwa die technischen Features in der Planung. Mit 3D-Visualisierungen unterstützt Jenewein

„Wir wickeln die Bauprojekte im vereinbarten Zeitraum ab und koordinieren bei Bedarf alle beteiligten Unternehmen.“ CHRISTIAN JENEWEIN, GESCHÄF TSFÜHRER


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : J E N E W E I N

Meilensteine

„Im Mittelpunkt stehen bei uns immer die Menschen hinter den vier Wänden.“ CHRISTIAN JENEWEIN

1946

Gründung durch Oswald Jenewein

1980

Übernahme durch Baumeister Hermann Jenewein

1998

Erste Bauträgerprojekte

2003

Neuer Firmensitz im Gewerbepark Götzens: Westösterreichs erstes Passivhaus-Firmen­ gebäude

2003

Erhalt des Gütezeichens des Tiroler Handwerks für geprüfte Qualität

2007

Erhalt des Gütezeichens des Tiroler Handwerks für geprüfte Qualität – Silber

2011

Erhalt des Gütezeichens des Tiroler Handwerks für geprüfte Qualität – Gold

2014

Übernahme der Geschäftsführung durch Baumeister Christian Jenewein

die Kunden in allen Planungsphasen. Die künftigen Nutzer haben sogar die Möglichkeit, noch bevor der Spatenstich erfolgt ist, mittels VR-Brille einen virtuellen Rundgang durch das Gebäude zu unternehmen – egal ob es sich dabei um ein Einfamilienhaus oder eine große Wohnanlage handelt. „Im Mittelpunkt stehen bei uns immer die Menschen hinter den vier Wänden“, betont Christian Jenewein.

KARRIERE BEI JENEWEIN

2015

Erhalt des Gütezeichens des Tiroler Handwerks für geprüfte Qualität – Doppel­gold

So stilvoll sehen die Endergebnisse aus, wenn Jenewein als kompetenter Partner eingeschaltet wird. Sowohl an der Wohnanlage in Götzens (oben) als auch am Einfamilienhaus in Mieders (unten) werden sich noch Generationen erfreuen.

2019

Erhalt des „QualitätsHandwerk Tirol“-Zertifikats – Royale

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Derzeit sind im Betrieb rund 25 Mitarbeiter beschäftigt und wer Teil dieses innovativen Teams werden will, hat jetzt die Möglichkeit dazu. Aktuell werden Lehrlinge gesucht: Angehende Technische Zeichner, Maurer und Bürohandelskaufmänner/ -frauen können sich beim Traditionsbetrieb bewerben. 67


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : J E N E W E I N

Massiv besser wohnen Jenewein ist absoluter Spezialist für Massivbau und baut vorwiegend nach dieser Bauweise, die vielfältige Vorzüge hat.

Natürlich Massive Baustoffe bestehen aus natürlichen mineralischen Rohstoffen und sind die beste Basis für gesundes und ökologisches Wohnen.

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Der Kunde ist Chef Im Massivbau sind spezielle Wünsche und Anforderungen des Bauherrn ohne Probleme umsetzbar. Das Haus wird auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten.


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Beste Dämmung Massive Mauern und Geschossdecken speichern die Wärme. Das spart im Winter Heizenergie und verhindert im Sommer die Überhitzung des Hauses.

Hält besser Die Bausubstanz ist stabil, aus nicht brennbaren und gegen Wasser unempfindlichen Materialien und hält außergewöhnlichen Beanspruchungen stand.

Minimale Erhaltungskosten Massivhäuser verursachen weder hohe Kosten, noch benötigen sie eine lange Bauzeit. Die Erhaltung ist äußerst kostengünstig.

Mit einem Energiesparhaus, einem Niedrigenergiehaus oder einem Passivhaus tut man nicht nur der Umwelt, sondern langfristig auch der Geldbörse einen Gefallen.

Ruhe im Haus Die Baustoffe schützen durch ihre Masse gegen Lärm. Je größer die Masse, desto besser der Schallschutz.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Geld sparen, Umwelt schonen

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T O P.T I R O L

Das Führungsteam der WK Tirol ist startklar © WKT

Das Präsidium der Wirtschaftskammer ist mit den neuen Vizepräsidenten Martin Wetscher und Anton Rieder nun komplett. Oberste Priorität hat die Corona-Krise.

WK-Präsident Christoph Walser (Mitte) kann auf sein Team zählen. V. l.: Die Vize­ präsidentInnen Martina Entner, Manfred Pletzer, Martin Wetscher, Anton Rieder, Barbara Thaler sowie Direktorin Evelyn Geiger-Anker.

W

ir decken im Präsidium eine große Bandbreite ab. Jede und jeder Einzelne bringt umfassende Kompetenzen mit“, erklärt Christoph Walser. Die breite fachliche Verankerung schafft die Voraussetzungen dafür, die Interessen der Betriebe optimal zu vertreten und gemeinsam die Corona-Krise zu bewältigen. Martin Wetscher ist im Präsidium unter anderem für Stadt- und Regionalentwicklung sowie Bürokratie und Verwaltung zuständig. „Es ist mir ein Anliegen, die Kraft von Städten und Regionen professionell zu entwickeln. Das stärkt unseren Standort und sichert Arbeitsplätze“, betont der Vizepräsident.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Ohne Meister kein Lehrling Anton Rieder ist für die Weiterentwicklung der Gewerbeordnung, das Meister- und Befähigungswesen, Sparten- und Branchenverbünde sowie E-Government zuständig. „Ohne Meister kein Lehrling. Unsere Ausbildungsbetriebe sind unverzichtbar für den Erhalt der handwerklichen Fähigkeiten für die nächste Generation“, erklärt Rieder. Martina Entner deckt die Bereiche Tourismus, Regionalisierung, Bezirksstellen und Frau in der Wirtschaft ab. „Jetzt geht es darum, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für das Gelingen der Wintersaison zu setzen“, erklärt Entner. Auch für die Zukunft brauchen 70

die Betriebe Krisenresistenz. „Damit den Betrieben die Bildung von Reserven gelingt, brauchen sie dringend mehr Luft bei Steuern und Abgaben“, fordert die Vizepräsidentin. EU-weite Koordination Barbara Thaler ist die Expertin der WK Tirol für EU und Internationales sowie für Außenwirtschaft. In der aktuellen Situation hat für Thaler eine koordinierte europäische Vorgehensweise für eine stabile Wintersaison Priorität. „Einen Grenzschließungs-Fleckerlteppich wie im Frühjahr darf es nicht mehr geben“, erklärt die Abgeordnete zum Europäischen Parlament. Manfred Pletzer ist für sämtliche Bildungsagenden sowie das Thema Lebensraum 4.0 zuständig. Der Vizepräsident sieht in der Qualifizierung einen der wichtigsten Schlüssel für unseren Standort. „Berufliche Weiterbildung ist gerade in Zeiten des Wandels, wie wir ihn derzeit erleben, vordringlich und eine wesentliche Strategie der Zukunftssicherung für Unternehmen“, erklärt Pletzer.

Wirtschaftskammer Tirol Wilhelm-Greil-Straße 7, 6020 Innsbruck Tel.: 05 90 905 0 E-Mail: office@wktirol.at www.wko.at/tirol


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05 90 90 5-1111

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E R F O L G S­G E S C H I C H T E : K O C H T Ü R E N

TÜR ZUM ERFOLG

Handarbeit: Koch Türen werden als fertiges Element verliefert und müssen beim Kunden nur mehr eingesetzt werden.

Johann Koch machte aus seinem Tischlereibetrieb einen regionalen Spezialisten in der Entwicklung und Produktion von Türen. Heute steht die Marke Koch für nachhaltige, moderne und qualitätsvolle Innentüren aus Tirol.

R

und 20.000 Türen verlassen jährlich das Koch Firmengelände in Steinach am Brenner. Seit 2014 ist der Betrieb dort ansässig, 1979 hat Johann Koch sein Unternehmen in Igls gegründet. Ursprünglich eine Tischlerei, produziert Koch seit Anfang der 90er Jahre Innentüren. „Die Spezialisierung auf eine Nische hat uns viel mehr Chancen geboten“, blickt der Unternehmer zurück. Gerade in Westösterreich und Südbayern hat der private Hausbau- und Besitz einen hohen Stellenwert und Marktanteil. „Mit etwa 60 Prozent machen Privatkunden daher auch den größten Teil unserer Kundschaft aus – das ist unser Hauptmarkt“, so Koch. Aber auch die heimische Hotellerie zählt zu den Kunden.

QUALITÄT ZUERST

Koch Türen hat sich auf die Entwicklung und Produktion fokussiert. Vertrieb, Ver72

„Die Spezialisierung auf eine Nische hat uns viel mehr Chancen geboten.“ JOHANN KOCH , GRÜNDER UND GESCHÄF TSFÜHRER

kauf und Montage werden meist über ausgewählte Partnerbetriebe und Tischler abgewickelt. Vor Ort muss das fertige Türelement nur mehr eingesetzt werden. „Die Qualität unserer Produkte muss stimmen. Indem wir nicht Einzelteile, sondern die fertige Tür ausliefern, können wir die Qualität besser bestimmen“, sagt Johann Koch. Nach über 20 Jahren ist er überzeugt: „Wir kennen und können Türen, unsere Produkte sind bis ins Detail ausgereift.“

DAS GEWISSE ETWAS

Dabei möchte der Betrieb mehr als ein Hersteller sein: „Wir lesen Trends, geben neue Akzente und setzen Innovationen qualitätsvoll um.“ Analog zu den Entwicklungen der Architektur hin zu klaren Linien und minimalistischem Design hat sich auch die Optik der Innentüren verändert. War früher eine geschwungene und eher rustikale Aufmachung gefragt, lautet das


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : K O C H T Ü R E N

70

20.000

1979

Gründung Tischlerei Koch in Igls

Türen pro Jahr

1983

Übersiedelung nach Lans

© KOCH TÜREN, FRANZ OSS (5)

Mitarbeiter

Meilensteine

1993

Spezialisierung auf Rahmen­türen

1998

Produktion von Türen in Plattenbauweise

2006

Entwicklung Feuerschutztüren und K-Türtypen

2007

Erweiterung der Produktionsflächen, wodurch Maßanfertigung und ein Produktionsvolumen von 6.000 Türen möglich war; Umstieg auf umweltfreundliche Lacke, Naturöloberflächen, Natura Massiv Programm etc.

2014

Hauptsitz. Am Firmenstandort in Steinach befinden sich seit 2014 Produktion, Fertigung und Lager sowie ein moderner Schauraum.

GRÜNE TÜREN

„Eine Tür ist kein Wegwerf-Produkt, deshalb steht Nachhaltigkeit an oberster Stelle“, so der Unternehmer. Seit mehr als zehn Jahren verwendet Koch umweltfreundliche Lacke, Naturöle und baut Natura-Massivzertifizierte Türen. Tropische Holzarten sind tabu: „Wir arbeiten mit regionalen Hölzern, die wir aus Europa beziehen.“ Auch bei Details wie der Metallplakette setzt man auf heimische Anbieter. Verpa-

„Eine Tür ist kein Wegwerf-Produkt, deshalb steht Nachhaltigkeit an oberster Stelle.“

2019

Produktionsvolumen von 20.000 Türen jährlich

JOHANN KOCH

ckungsmüll aus Plastik hat man ebenfalls seit Jahren verbannt: eigens entwickelte System und Prozesse ermöglichen es, verpackungsfrei zu lagern und zu liefern. „Unserer Türen sind im Vergleich grüner und ökologischer“, so Koch.

BLICK VORAUS

Statt auf forcierte Expansion setzte Koch seit Beginn an auf gesundes, organisches Wachstum. Das scheint sich bewährt zu haben: 70 Mitarbeiter beschäftigt Johann

Koch mittlerweile. Gemeinsam mit seinen Söhnen Alexander und Simon sowie den beiden Betriebsleitern Johann Stolz und Andreas Koch führt der Unternehmer nach wie vor die Geschäfte. Das 2014 bezogene Betriebsgebäude erschien anfangs fast zu groß, mittlerweile ist der Standort aber gut gefüllt. Für Johann Koch ist klar: „Wir haben eine solide Basis geschaffen, um nun weiter stabil zu wachsen, unsere Marke zu stärken und Koch Türen noch breiter im Markt zu etablieren“.  73

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Motto mittlerweile „Weniger ist mehr“, wie Johann Koch erklärt: „Der moderne Hausbau ist geradlinig. Dazu passen rahmengroße, raumhohe Türen mit naturbelassenen Oberflächen.“ Basierend auf aktuellen Trends entwickelt Koch Türen seine Produkte stetig weiter. „Wir kennen den Markt und unser Produkt: Koch Türen vereinen Design und Qualität“, hält Koch fest.

Umsiedlung nach Steinach und Erweiterung der Produktionsfläche auf 15.000 Quadratmeter


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : D O L L I N G E R & P F E I F E R

METALLBAU AUF HÖCHSTER STUFE Von Fassaden und Treppen über Balkone bis hin zu Möbeln – die Produktpalette von Metallbau Dollinger & Pfeifer ist umfangreich. Seit der Gründung vor zehn Jahren hat sich in der Volderer Firma viel getan.

U

nser Gewerbe verleiht einem Gebäude das iTüpfelchen“, beschreibt der Geschäftsführer Christian Dollinger seine Branche. Verschiedenste Kunden nehmen die Dienste seiner Firma in Anspruch: „Wir haben Aufträge von Häuslbauern und Wohnungskäufern, arbeiten aber auch an gemeinnützigen Wohnanlagen sowie Firmen- und Industriegebäuden.“

Metallbau Dollinger & Pfeifer gestaltet auch Eingangsbereiche – hier eine BlechGlasfassade.

74

KONTINUIERLICH GEWACHSEN

2010 fiel der Startschuss für Edelstahl-Metallbau Dollinger, wie der Absamer Schlosser seine Firma damals nannte. Drei Mitarbeiter, eine gemietete Halle in Volders und Aufträge aus der Region – so lässt sich die Anfangsphase des Unternehmens beschreiben. Mit zunehmender Bekanntheit dehnte sich der Tätigkeitsbereich auf ganz Tirol aus. Auch in Salzburg und der Schweiz kennt man das Metallbauunternehmen heute.


© AXEL SPRINGER (3)

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : D O L L I N G E R & P F E I F E R

„Die Arbeitsvor­ bereitung muss zu hundert Prozent passen, um eine reibungslose Ab­ wicklung in der Werkstätte zu ge­ währleisten.“ CHRISTIAN DOLLINGER, GESCHÄF TSFÜHRER

Die beiden Geschäftsführer Landesinnungsmeister Christian Dollinger und Marco Pfeifer sind stolz auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

STOLZ AUF DIE ARBEIT

EIN EINGESPIELTES TEAM

Während Christian Dollinger Aufträge einholt, Einkäufe durchführt und den Geschäftsabschluss übernimmt, erledigt Marco Pfeifer den gesamten technischen Teil, wie Planung und Vorbereitung. Gemeinsam mit drei weiteren Technikern bereitet er die Aufträge vor. „Die Arbeitsvorbereitung muss zu hundert Pro-

zent passen, um eine reibungslose Abwicklung in der Werkstätte zu gewährleisten“, beschreibt der Landesinnungsmeister für Metalltechnik, Christian Dollinger, das Erfolgsrezept.

„Ob beim Wandern KARRIERE MIT LEHRE Beide Geschäftsführer haben das Metallgewerbe über oder einem Grillabend, es die Schlosserlehre kennengelernt. Derzeit bilden die beiden Schlossermeister in ihrer Firma sechs Metallist uns wich­ technikerlehrlinge aus. „Wenn ich an meine Lehrzeit tig, trotz des zurückdenke, hat sich in der Ausführung des HandErfolges die werks viel getan“, blickt Dollinger zurück. Die Maschinen sind präziser und digitaler geworden. „Dadurch Mitarbeiter wir auf die individuellen Wünsche unserer nicht zu ver­ können Kunden eingehen und diese nach bestem Wissen und gessen.“ Gewissen umsetzen.“ CHRISTIAN DOLLINGER

DAS TEAM WÄCHST

Waren es vor zehn Jahren noch drei Mitarbeiter, sind es mittlerweile rund dreißig. Sie treffen sich nicht nur in der Werkstatt und auf der Baustelle, sondern auch bei Firmenausflügen. „Ob beim Wandern oder einem gemeinsamen Grillabend, es ist uns wichtig, trotz des Erfolges die Mitarbeiter nicht zu vergessen“, hält Dollinger fest. 75

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Auf einen Bau blickt Christian Dollinger besonders gerne zurück: „Das Fröschl Haus in Hall war eine große Herausforderung. Da konnten wir zeigen, was wir können.“ Danach folgten weitere große Baustellen wie die Kristallwelten in Wattens und das Kinderbetreuungszentrum in Absam. Eine Vergrößerung lag nahe und so übersiedelte die Firma 2013 nach Mils. Doch auch dieser Standort wurde schnell zu klein für das wachsende Unternehmen, sodass sich Christian Dollinger mit Marco Pfeifer, Schlossermeister und Koryphäe in der Planung, zusammenschloss. Gemeinsam kehrten sie nach Volders zurückzukehren. Dort kauften sie eine bestehende Schlosserei, übernahmen deren Mitarbeiter und aus Edelstahl-Metallbau-Dollinger wurde Metallbau Dollinger & Pfeifer.


© FRANZ OSS (2), AXEL SPRINGER

E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P E P P A S E X P R E S S

SCHNELL, KOMPETENT UND INDIVIDUELL Logistik-Anbieter sind gefragter denn je – insbesondere an vernetzten Standorten wie Tirol. Großanbieter sorgen dabei zwar quantitativ für viel Abdeckung. Für manche Aufgaben braucht es aber flexible Spezialisten mit besonderem Know-how.

Vom EPU zum Familienunternehmer: Elmar Kuprian hat in 30 Jahren einen florierenden Betrieb aufgebaut.

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Ein-Personen-Betrieb Brot für Bäckereien zugestellt“, erzählt der Unternehmer. „Heute sind wir 38 – sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung, 31 als Fahrer.“ Als regionaler Zustelldienst begonnen, beliefert Peppas Express mittlerweile Kunden nicht mehr nur in Tirol, sondern in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. Jedes der Peppas Fahrzeuge legt im Schnitt jährlich 120.000 Kilometer zurück. Und jede Lieferung erreicht innerhalb von maximal 24 Stunden ihr Ziel – egal ob Umzugskartons, Lebensmittel, Maschinenteile oder lebensnotwendige Medikamente.

AUCH IN KRISENZEITEN

Für die Logistik-Experten ist das eine große Herausforderung – insbesondere, da sie es sich auf die Fahnen geschrieben haben, den Aufwand für die Kunden so gering wie möglich zu halten. „Alles, was wir benötigen, ist die Abhol- und Lieferadresse sowie den Kontakt zum Empfänger“, erklärt Kuprian. Den Rest übernimmt das Team von Peppas – wenn nötig sorgen die Logistik-Profis auch für zusätzliche Verpackung. Daran hat sich auch in den vergangenen Monaten nichts geändert – im Gegenteil. „Natürlich verbuchen wir aktuell einen leichten Rückgang bei den Aufträgen“, sagt Kuprian. „Das ist bei der momentanen Wirtschaftslage kein Wunder. Aber eine funktionierende Logistikkette ist gerade in schwierigen Zeiten wichtiger denn je. Und das ist eine Verantwortung, der wir uns bewusst sind und die wir gerne wahrnehmen.“

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

O

hne Logistik wäre die global operierende Wirtschaft lange nicht mehr denkbar. Einen Großteil dieses Bedarfs decken reguläre Versandwege ab. Doch manchmal sind maßgeschneiderte Lösungen gefragt: verderbliche Waren, wichtige Ersatzteile oder Laborproben müssen nicht nur schnell und direkt, sondern oft auch unter besonderen Vorkehrungen transportiert werden. Dafür, dass diese Logistik-Kette reibungslos funktioniert, sorgen Spezialisten wie Peppas Express – auch in Krisenzeiten. Seit Elmar Kuprian den Tiroler Familienbetrieb vor 30 Jahren in Längenfeld gegründet hat, hat sich viel verändert. „Die ersten beiden Jahre habe ich als


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : B ET OZP.TI IRR OKL S K R A N K E N H A U S S C H W A Z

ENERGIESTRATEGIE IM KRANKENHAUS:

WIR OPERIEREN FÜR DAS KLIMA

© BKH SCHWAZ (2)

Als öffentliches Krankenhaus nehmen wir die Verantwortung für die Menschen in unserer Betreuung sehr ernst. Verantwortung tragen wir als Bezirkskrankenhaus Schwaz aber auch für unsere Region, unsere Umwelt und unser Klima. Bereits 2017 wurde deshalb eine Energiestrategie entwickelt.

Die neue Energie­ zentrale am BKH Schwaz.

ERNEUERBARE ENERGIETRÄGER UND ENERGIEEFFIZIENZ – UNSERE ENERGIESTRATEGIE

„Als Krankenhaus haben wir einen sehr hohen Energieverbrauch – pro Jahr verbrauchen wir bislang etwa so viel Strom wie 759 Haushalte“, so Geschäftsführer MMag. Andreas Hoppichler. „Deshalb wurde 2017

das Projekt ‚Energiestrategie BKH Schwaz 2018–2020‘ in Kooperation mit dem Energiemanagement der Tirol Kliniken GmbH gestartet.“ Die Ziele der Energiestrategie: Rund 50 Prozent weniger Energie verbrauchen (Primärenergiebedarf) und die Infra­ struktur des Hauses zu über 90 Prozent „fossilfrei“ betreiben. Für diese Gesamtenergiestrategie hat der Gemeindeverband ein Investitionspaket von 15,7 Millionen Euro geschnürt. Die Eckpfeiler dieser Strategie sind der Neubau einer Energiezentrale inklusive Tiefbrunnen und Wärmepumpen, die neue Photovoltaik­ anlage, sowie eine energieeffiziente Sanierung der Dach und Fassadenflächen des Bettentrakts. Als erstes Projekt in Tirol er-

hielt das BKH Schwaz dafür die Förderung „Musterhaussanierung“ des bundesweiten Klimafonds in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Die Bauarbeiten an der Fassade wurden 2020 bereits in der ersten Jahreshälfte fertiggestellt. Mit Jahres­ende geht schließlich auch die Energie­zentrale in Vollbetrieb.

NACHHALTIGER RADSCHWERPUNKT

Neben der Energiestrategie wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte zu Themen wie nachhaltiger Mobilität umgesetzt. Neben der Einführung von zwei EDienstautos liegt hier der Schwerpunkt auf dem Rad. Verschiedene Aktionen und ein gratis E-Bike-Verleih sollen Anreize für MitarbeiterInnen schaffen, das eigene Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verändern. Dazu wurde auch ein Konzept für Rad-Abstellanlagen am Krankenhausareal umgesetzt. Im Spätsommer 2020 wurden das neue Radhaus, Fahrradboxen und neue Abstellmöglichkeiten wie moderne Anlehnbügel und Doppelstockparker fertiggestellt. 77

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

M

it 696 MitarbeiterInnen und rund 80.000 ambulanten PatientInnen im Jahr ist das Bezirkskrankenhaus Schwaz nicht nur der größte Gesundheitsversorger im Bezirk, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber. Die Unternehmensphilosophie baut auf den Leitsatz „Mit Kompetenz und Menschlichkeit“ auf. Es war also ein logischer Schritt, als Krankenhaus nicht nur für die Patientinnen und Patienten von heute Verantwortung zu übernehmen, sondern auch für die kommende Generation. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind deshalb zentrale Themen in unseren Entscheidungen und unserem Handeln.

Unser Ziel: 50 Prozent weniger Energieverbrauch, 90 Prozent weniger CO 2-Ausstoß


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Anwendungsbeispiele für den seCUBE

seCUBE public für öffentlich zugänglichen Einrichtungen, wie Ämtern, Behörden oder Bibliotheken

Anwendungsbeispiel seCUBE kids, Standgerät optimiert auf die Oberflächen-Desinfektion von mobilen Kleinteilen in Kinderbetreuungstätten

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© PLANLICHT/WILDRUF (3), LAND TIROL/BERGER

seCUBE hospital, rechts Ausführung M1 für Rollstühle, Rollatoren und sonstige Gebehelfe, links M2 für Pflegebetten und diverse Behandlungs- und Transportliegen


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

CARE BY LIGHT

Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern hat PLANLICHT eine neue, lichtbasierte Technologie zur Desinfizierung von unorganischen Oberflächen entwickelt, die effizient und ressourcensparend Viren, Bakterien und andere Keime zerstört.

P

LANLICHT wurde 1986 von Johann Findl gegründet, seit 2013 leitet Tochter Felicitas Kohler gemeinsam mit Ehemann Gerald Kohler das auf architektonische Innenbeleuchtung spezialisierte mittelständische Familienunternehmen in zweiter Generation. Bei hohem Qualitätsanspruch und variablem, lösungsorientiertem Produktsortiment legt PLANLICHT vor allem größten Wert auf einen umfassenden Kundenservice, um langfristige Partnerschaften aufzubauen. Neben erstklassiger Produktqualität mit stets neuester Technologie können sich PLANLICHT-Kunden auf den ideal auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Rundum-Service verlassen.

DAS KICK-OFF-PROJEKT

Die lichttechnische Kompetenz des Unternehmens führte gleich zu Beginn der Corona-Pandemie zum Ansatz, mit UV-CLED-Technologie markttaugliche Desinfektionslösungen zu entwickeln. Die Idee und erste Technologien wurden umgehend skizziert und zum Patent angemeldet, Gebrauchsmuster- und Markenschutz folgten. Im kurzfristig initiierten Forschungs- und

Namhafter Besuch aus Politik, Industrie und Wirtschaft im Hause PLANLICHT: Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Alois Rainer (WK Tirol), Eugen Stark (IV Tirol) und Landtagsabgeordneter Martin Wex bei Felicitas und Gerald Kohler

„Wir haben die Krise als Chance genutzt, darüber nachzudenken, was Licht noch alles kann, außer Räume zu beleuchten.“ F E L I C I TA S KO H L E R , C EO, P L A N L I C H T

Entwicklungsprojekt mit den Projektpartnern MCI | Unternehmerische Hochschule®, der virologischen Abteilung der Medizinischen Universität Innsbruck, BERGERecotrail und PLANLICHT, stand schon nach sieben Wochen der erste Prototyp seCUBE für eine einwöchige Feldstudie in einem Lebensmittelmarkt in Wattens bereit.

DIE KOOPERATION CARE BY LIGHT

PLANLICHT gründete in diesen Tagen die CARE BY LIGHT GmbH, folgerichtig

gemeinsam mit einem kompetenten Partner – denn Krisen als Chancen zu verstehen, das liegt auch in der DNA des MCI | Unternehmerische Hochschule®. Dieses Prinzip spiegelt das Start-up-Unternehmen CARE BY LIGHT wider, wo innovative Forschungstechnologien zu konkreten Lösungen führen und Mehrwert für den Standort Tirol bewirken.

DIE TECHNOLOGIE

Ultraviolettes (UV) Licht hat kürzere Wellenlängen als das sichtbare Licht. Es ist Bestandteil des Sonnenlichts. Je nach Wellenlänge unterscheidet man zwischen UV-A (315–380 nm Wellenlänge), UV-B (280–315 nm) und UV-C (100–280 nm). Aufgrund seiner Kurzwelligkeit wird das meiste UV-C Licht bereits in den obersten Luftschichten der Atmosphäre absorbiert. Ungefiltert wirkt UV-C Licht auch auf alle Keime – Viren, Bakterien oder Pilze –, indem es direkt in die DNA von Erregern eingreift und dabei den molekularen ➔ 79


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

Felicitas Kohler (CEO) und Gerald Kohler (COO) präsentieren stolz den Prototypen seCUBE hospital

Aufbau verändert. Dadurch ist keine Resistenzbildung der Mikroorganismen möglich, eine ausreichend geschädigte Zelle stirbt dabei nämlich in letzter Konsequenz ab. Wie gut die UV-C-Beleuchtung die Mikroorganismen inaktiviert, hängt von der Art des Organismus und der abgegebenen Lichtdosis ab. In dieser inhibierenden Funktionsweise der UV-C Technik liegt der primäre Unterschied zu chemischen, meist oxidativen, Desinfektionsverfahren. haut geschädigt werden. Deshalb ist jeder seCUBE mit einem mehrstufigen Sicherheitssystem versehen, rundum blickdicht und wird vom Bedienpersonal mittels Schlüsselschalter nur eingeschaltet, wenn sich keine Lebewesen in seinem Inneren befinden. Die Oberflächendesinfektion braucht dazu keine Mittel oder Flüssigkeiten extra und nach Ende des Beleuchtungs-

landschaften, die Steuerung der Anlagen über eine App und diverse Auswertungen des DALI-Netzwerkes (Einschaltdauern, Schaltzyklen, Sensordaten ...) angedacht.

Die erste Produktlösung seCUBE funktioniert mit LED-Licht, elektrisch und ohne Emission. Die Desinfektion mit Licht ist EINE IDEE – 1.000+ rückstandsfrei und technisch innovativ gelöst – ohne Verpackung, ohne Chemie, MÖGLICHKEITEN UV-C-Licht wird bereits seit Jahren in Beohne Müll. Das spart im Vergleich zu herreichen mit hohen Hygieneanforderunkömmlichen chemischen Verfahren laugen zur Desinfektion von Luft, fend anfallendes VerpackungsWasser und Oberflächen eingematerial. LED-Technologie ist setzt. Die Idee dafür moderne energieeffizient und spart ResDie Idee für Desinfektion moderLED-Technologie zu verwenden, sourcen. Im Grunde beschreibt sene LED-Technologie zu verwenden, eröffnet eine undenkbare Anzahl CUBE ein quaderförmiges Gerät, Anwendungsmöglichkeiten in dem Oberflächen mobiler Geeröffnet eine undenkbare Anzahl an an vom professionellen Einsatz bis genstände mit Licht desinfiziert Anwendungsmöglichkeiten. hin zum privaten Gebrauch. Ging werden. Die Größe des Quaders, es im Kick-off-Projekt noch um die Beleuchtungsintensität und Einkaufswagen, sind inzwischen Dauer werden dabei auf den jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt. vorganges sind die desinfizierten Oberflä- mittlere seCUBE-Größen zum Beispiel als Während UV-C-Licht von der Haut chen sauber und trocken. Funktionieren Ausführung seCUBE hospital für Pflegeabsorbiert werden kann und nicht wie das die ersten Produktlösungen also noch „off- betten und Rollstühle oder in der derzeit langwelligere und dadurch tiefreichendere line“ als geschlossenes System, sind bereits kleinsten Version für mobiles Kleingut in UV-A-Licht Schäden an der Haut verur- optionale IoT-Add-ons zum Einbinden den Bereichen „kids“, „public“ und „superb“ sacht, kann durch UV-C die Augen-Horn- der Anwendung in Cloud- oder Server- in Ausarbeitung. 80

© MCI/GEISLER, LAND TIROL/BERGER

DIE LÖSUNG

Prototypen seCUBE shopping


E R F O L G S­G E S C H I C H T E : P L A N L I C H T

STIMMEN „Wir haben die Krise als Chance genutzt, darüber nachzudenken, was Licht noch alles kann, außer Räume zu beleuchten. Wir sind auf das Thema Desinfektion gestoßen und haben mit dem MCI einen bewährten und kompetenten Partner an der Seite. Ich sehe diese technologische Kooperation als nachhaltige Investition in den Wirtschaftsstandort Tirol.“

„UV-C Licht wird bereits in Be­ reichen mit hohen Hygieneanforderungen zur Desinfektion eingesetzt. Moderne LED-Technologie hat jedoch hier bis dato noch kaum Einzug gehalten. Wir sind stolz darauf, gemeinsam ein hochwirksames und effizientes Projekt hier in Tirol in so kurzer Zeit realisiert zu haben.“ HAR ALD SCHÖBEL, PROJEK TLEITER A M MCI

F E L I C I TA S K O H L E R , C E O , P L A N L I C H T

„Eine effiziente Möglichkeit zur Keimreduktion in der Luft, im Wasser und auf Oberflächen ist durch Bestrahlung mit UV-C Licht möglich. Dieser Vorgang tötet bei entsprechender Dosis 99 Prozent aller Keime ab. UV-C Strahlung eignet sich besonders gut, da sie vielseitig einsetzbar ist und eine Inaktivierung von Bakterien, Viren und Sporen erlaubt.“

„In Tirol gibt es viele Unter­nehmerinnen und Unternehmer, die die Krise auch als Chance sehen und innovative und kreative Ideen liefern und es schaffen, diese in die Tat umsetzen.“ L A N D E S R ÄT I N P AT R I Z I A Z O L L E R FRISCHAUF IN IHREM POST ZUM PL ANLICHT BETRIEBSBESUCH ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

WILFRIED POSCH, HYGIENIKER MEDUNI INNSBRUCK

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T O P.T I R O L

Attraktive und sichere Jobs: STIHL Tirol © STIHL TIROL (2)

Der Gartengeräte-Hersteller aus dem Tiroler Unterland wächst weiter und bietet sichere sowie spannende Jobs mit Perspektive.

Bei STIHL Tirol in Langkampfen werden zahlreiche Akku-Produkte für den Weltmarkt, aber auch Geräte mit Benzin- und Elektroantrieb produziert.

STIHL Tirol, Langkampfen: Spannende Jobmöglichkeiten in einem attraktiven Umfeld

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angestellt – das ist auch der bisherige Höchststand bei der Beschäftigtenzahl. Wachsen Sie mit uns! Der Gartengeräte-Hersteller trotzt auch der CoronaKrise und sucht derzeit stark nach Personal. „Kurzarbeit war und ist erfreulicherweise momentan und für die nächste Zeit bei uns kein Thema“, so STIHL Tirol Geschäftsführer Clemens Schaller. Derzeit werden vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Produktion gesucht. Zu den meistgefragten Berufsgruppen gehören Facharbeiter und Ingenieure. Doch auch für andere Tätigkeitsfelder – wie dem strategischen Einkauf, der Konstruktion oder der Personalverrechnung – sind derzeit Jobs zu vergeben. Neben einem sicheren Arbeitsplatz und einem angenehmen Arbeitsklima warten individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, eine betriebliche Altersvorsorge, Sport- und Gesundheitsangebote, ein Kantinen- und Fahrtkostenzuschuss sowie weitere Benefits. Zudem wird durch vielfältige Arbeitszeitmodelle eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit ermöglicht. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf jobs.stihl.at näher zu informieren und sich online zu bewerben. STIHL Tirol GmbH Hans Peter Stihl-Straße 5, 6336 Langkampfen Tel.: 05372/6972-0 E-Mail: information@stihl.at stihl-tirol.at jobs.stihl.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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ie STIHL Tirol GmbH ist einer von weltweit sieben STIHL Fertigungsstandorten. Hergestellt werden zahlreiche akkubetriebene Produkte. Außerdem ist STIHL Tirol Kompetenzzentrum für Gartengeräte, wie Rasenmäher oder Mähroboter, die in Langkampfen produziert und mitentwickelt werden. Der Tiroler Standort der STIHL Gruppe führte seine positive wirtschaftliche Entwicklung auch 2019 fort: Mit einem Umsatz von 456,1 Millionen Euro wurde der beste Wert der Unternehmensgeschichte erzielt (plus 18 Prozent gegenüber 2018). 639 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2019 am Standort


© STANDORTAGENTUR TIROL

T O P.T I R O L

Unterstützung von KMU in allen Phasen der Digitalisierung bietet der DIH West.

DIH West – digitaler Fortschritt durch Wissen Mit Wissen zum Können: Forschungseinrichtungen und Unternehmen treiben gemeinsam Innovation durch Digitalisierung voran.

Digital vernetzt Spezialisiert auf die Branchen Produktion, Tourismus und Softwareentwicklung bietet der DIH West Leistungen in allen Phasen der Digitalisierung, um Kooperationen und Innovationsvorhaben voranzutreiben, und das sowohl Einsteigern als auch Profis unter den KMUDigitalisierern: So geben zum Beispiel Digital Readiness Checks, Basisschulungen und Workshops den KMU

Einblick und erste Orientierung, z. B. zu Informations­ sicherheit und Risikomanagement, Innovationsmanagement 4.0, Virtual Reality im Tourismus, Cyber Security oder Data Science für Unternehmen. Elf Arbeitsgruppen wiederum bieten einen kontinuierlichen Austausch etwa zu kollaborativer Robotik, Digital Health, Sport and Tourism oder softwarebasierter Innovation. Darüber hinaus können Unternehmen im DIH West Infrastruktur zum Anwenden neuer Technologien und zum Testen von Produkten nützen – zur Verfügung stehen das eTourism-Lab der Fachhochschule Salzburg, die Cyber Security-Range der Fachhochschule Vorarlberg, das Robotik-Zentrum des MCI Management Center Innsbruck sowie die High Performance Computing-Infrastruktur und das 3D-Visual-Lab an der Universität Innsbruck. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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amit Unternehmen das Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen können, brauchen sie das Know-how der Forschungseinrichtungen und ein starkes Partner-Netzwerk – beides stellen in Österreich Digital Innovation Hubs zur Verfügung, die von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und den Bundesländern gefördert werden. Mit dem von der Universität Innsbruck koordinierten Digital Innovation Hub West (DIH West) gibt es auch in Westösterreich eine starke Allianz für die Digitalisierung heimischer KMU, in dem Unternehmen in Vorarlberg, Tirol und Salzburg auf das DigitalisierungsKnow-how der heimischen Forschungseinrichtungen zugreifen können. Ansprechpartnerin für Tiroler Unter­nehmen ist die Standortagentur Tirol.

www.dih-west.at

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Nachhaltig und klimafreundlich: Die eni Tankstelle in Wiesing © TANKSTELLE WIESING/MARTIN BRACHER (2)

Seit Beginn des Jahrtausends versorgen Martin Bracher und sein Team in Wiesing die Kundinnen und Kunden mit Sprit – und mittlerweile auch mit Strom für E-Autos.

Eni Tankstelle Wiesing mit Café

75 kW E-Ladestation

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Kurzer Stopp gefällig? Ob man nun kurz Halt machen und echten italienischen Kaffee genießen will oder sich für die Weiterfahrt mit Lebensmitteln eindecken möchte – bei eni Wiesing ist man bestens aufgehoben. Elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen den 100 m² großen Shop und ein Café mit 35 Sitzplätzen. Für den Fall, dass man eine längere Autofahrt mit Kindern vor sich hat, werden im hauseigenen Shop außerdem auch Kinderspielzeuge und Plüschtiere angeboten: So lässt sich die gefühlte Fahrzeit vielleicht etwas verkürzen. Im eni Shop gibt es außerdem eine Lottoannahmestelle und man kann dort auch die digitale Autobahnvignette sowie die digitale Streckenmaut für sämtliche österreichische Autobahnen erwerben.

eni Wiesing in Zahlen

• 11 Mitarbeiter/innen • 6 Zapfsäulen • 100 m² Shop • 35 Sitzplätze im Café • 4 Selbstbedienungs-Waschplätze • 1 vollautomatische Bürstenwasch­ anlage • 1 E-Ladestation • von 6 bis 23 Uhr geöffnet

Saubere Sache Auch abgesehen vom Tanken gibt es in Wiesing alles, was man fürs Auto braucht. In einer vollautomatischen Bürstenwaschanlage oder an den vier Selbstbedienungs-Waschplätzen kann das Auto äußerlich auf Vordermann gebracht werden. Um die Sauberkeit im Cockpit wiederherstellen zu können, gibt es zusätzlich zwei Staubsaugerplätze.

Eni Tankstelle Bracher GmbH Dorf 23d, 6210 Wiesing Tel.: 05244/61546 E-Mail: tankstelle@eni-wiesing.at www.eni-wiesing.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

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m September 2001 hat Martin Bracher in Wiesing seine Agip-Tankstelle eröffnet. Aus Agip ist inzwischen eni geworden, und auch sonst hat sich in Wiesing so einiges getan. Ganz neu ist etwa die ESchnellladestation, die seit Jänner 2020 in Betrieb ist. Der Strom für die Ladestation wird großteils durch eine brandneue Photovoltaikanlage erzeugt, mit deren Hilfe von Jänner bis August 2020 bereits rund 38 MWh Strom produziert werden konnten. Damit wurden 15.000 kg an CO2 eingespart. Im November werden dann noch die altehrwürdigen Zapfsäulen, die seit Eröffnung des Betriebs vor 19 Jahren stehen, ausgetauscht und der Betrieb kann bestens gerüstet in die Zukunft blicken. Das Team von eni Wiesing ist täglich von 6 bis 23 Uhr für die Kundinnen und Kunden da. Direkt am Tankstellenareal gibt es außerdem die Möglichkeit, rund um die Uhr den Bankomatservice zu nutzen und Geld abzuheben.


T O P.T I R O L

ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN Prinzipiell sind Virtual und Augmented Reality schon seit einer Weile umsetzbar. Wirklich praktikabel und einsatzfähig haben die Technologien allerdings erst die Entwicklungen der vergangenen Jahre gemacht. Und auch in Tirol haben mittlerweile einige Unternehmen virtuelle Realitäten in ihre Geschäftsmodelle integriert. top.tirol stellt drei davon vor.

TIMETOUR

INNERSPACE

BHS TECHNOLOGIES

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Zurück-Blickend Virtuelle Welten können die Zeit zurückdrehen und Geschichte erlebbar machen. Das hat auch im Tourismus großes Potenzial. Bislang ist dort der VR-Einsatz am Kosten-Faktor gescheitert. Doch ein Innsbrucker Start-up zeigt, wie’s geht. T E X T: D A N I E L F E I C H T N E R

© FRANZ OSS, TIMETOUR (2)

TIMETOUR

T O P.T I R O L

Gordon Grusdat und seine Mit-Gründer setzen mit TimeTour auf kostengünstig skalierbare Lösungen: Die VR-Brillen kommen ohne Elektronik aus. Die Bilder liefern stattdessen Smartphones und eine ausgeklügelte App.

T

reffen sich ein Architekt, ein Marketeer und ein ITExperte: Was klingt wie der Auftakt zu Witz, endet nicht mit einer mittelmäßigen Pointe, sondern einer Geschäfts­ idee: „Matthias [Plenk] ist mit seinem 3D-Visualisierungsstudio Viewture ‚vom Fach‘. Mein alter Schulfreund Robert [Both] arbeitet in der Kommunikation eines großen Pharma-Unternehmens“, erklärt Gordon Grusdat, TimeTourMitgründer und der Architekt im Bunde Und ich verstehe ein bisschen was von Gebäuden.“ Mit alten Fotos machten sich Grusdat und Plenk daran, 360°-Bilder von Sehenswürdigkeiten und der umgebenden histori-

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„Der Hemmschuh bei VR ist lange nicht mehr die Technologie, sondern die Wirtschaftlichkeit.“ G O R D O N G R U S D A T, TIMETOUR MITBEGRÜNDER

schen Stadtansicht zu entwickeln. Virtual Reality verwandelt sie in digitale Attraktionen, mit denen sich Gäste auf Führungen in die Vergangenheit versetzen können – während sie am zeitgenössischen Schauplatz stehen.

RICHTIGER ZEITPUNKT

Neben Expertisen brachten die Drei auch gutes Timing mit: „Der

Hemmschuh bei VR ist lange nicht mehr die Technologie, sondern die Wirtschaftlichkeit“, sagt Grusdat. „,Echte‘ VR-Hardware ist teuer und alles andere als straßentauglich.“ Doch heute trägt fast jeder einen VR-fähigen Computer in der Tasche: Smartphones haben nicht nur die nötige Rechenkapazität und den Bildschirm, sondern auch Sensoren, um Bewegungen zu erkennen. „Anbieter brauchen nur noch einfache und vor allem kostengünstige VR-Brillen ohne Elektronik, in die man ein Telefon einlegen kann“, beschreibt der Architekt. Den wirklich großen Aufwandsund Kostenfaktor, die App, die die Bilder darstellt und in einen dreidimensionalen virtuellen Raum ver-


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wandelt, haben TimeTour bereits gestemmt. Ganz so einfach war das Projekt schlussendlich nicht: die detailgetreuen Modelle von Hand zu designen nimmt viel Zeit in Anspruch, ebenso die App, die ein externes Studio entwickelt hat. Doch seit Frühjahr 2019 bietet TimeTour Führungen mit fünf eigenen Tour-

„Anbieter brauchen nur noch einfache und vor allem kostengünstige VR-Brillen ohne Elektronik, in die man ein Telefon einlegen kann.“ guides an – und das trotz Pandemie unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Maßnahmen nicht ohne Erfolg.

SANFTER START

„Natürlich nicht in dem Ausmaß, wie wir es eigentlich geplant hatten“, schränkt er ein. Aktuell finden wöchentliche Touren statt, auf denen es fünf Sehenswürdigkeiten im Jahr 1905 zu sehen gibt: die Innsbruck Information, die MariaTheresien-Straße, die Innbrücke,

Vergangenheit und Zukunft: Auf der Innsbruck-Tour gibt es unter anderem die Hofburg und die Stadtsääle im Jahr 1905 zu sehen – und eine Ausblick in die mögliche Zukunft der Innsbrucker Innenstadt.

die Hofburg und die Triumphpforte. Letztere hat Grusdat außerdem genutzt, um seine Fantasie spielen zu lassen „Das sechste Bild zeigt einen Blick in die Zukunft – so wie die Pforte 2165 aussehen könnte.“ Innsbruck ist für TimeTour, neben der Wahlheimat der Gründer, auch ein wenig Testballon: „Der Markt hier ist groß genug, um Dinge auszuprobieren“, ist Grusdat überzeugt. Geplant ist, das Angebot auf andere Städte zu erweitern. Dort allerdings nicht mit eigenen Guides, sondern auf einer Franchise Basis. „Wir stellen dann

die App und die Bilder zur Verfügung – sozusagen das aufwändige Fundament“, erklärt Grusdat. „Die relativ niederschwellige Angebotsentwicklung vor Ort überlassen wir dem Tour-Anbieter.“ Aktuell haben TimeTour Wien im Visier. „Als DIE österreichische Städtetourismus-Destination bietet sich das natürlich an. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir Tirol den Rücken kehren – im Gegenteil. Innsbruck bietet uns den perfekten Boden, um weiter an TimeTour zu schrauben und es dann in die Welt zu exportieren.“

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Foto: Tanja Cammerlander

Das Ambiente des ****Hotels Bergland am Sonnenplateau in Seefeld zeugt von der Liebe der Gastgeberfamilie Daschil zu den Nordischen Sportarten. Die Hotel Lobby, eingerichtet von BoConcept Innsbruck, überzeugt durch zeitlose Eleganz. Das Interieur ist geradlinig und farbenfroh und vermischt traditionell Tirolerisches mit dänischem Design. Das Business Team in Innsbruck hat sich über die letzten Jahre zu einem Komplettanbieter für Einrichtungslösungen etabliert, Grund genug unsere eigene Abteilung für Projektplanungen zu realisieren. BOCONCEPT INNSBRUCK HALLER STRASSE 125A BOCONCEPT.AT

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Durch die digitale Brille Mit einem digitalen Operationsmikroskop möchte das Innsbrucker Unternehmen BHS Technologies mikrochirurgische Eingriffe für Ärzte erleichtern. Dazu wurde eine neuartige VR-Brille entwickelt, durch die Chirurgen mehr sehen als nur das Operationsfeld. T E X T: S I M O N L E I T N E R

© AXEL SPRINGER (4)

BHS TECHNOLOGIES

T O P.T I R O L

Digitales Werkzeug: Das RoboticScope von BHS Technologies soll Operateure bei mikrochirurgischen Eingriffen unterstützen.

F „Dann haben wir uns gefragt: Wieso machen wir es nicht mit einer VR-Brille und steuern damit einen Roboter?“ GREGOR BURGER, C SO BHS TECHNOLOGIES

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ür die meisten unter uns sind Virtual-Reality-Brillen wohl (noch immer) in erster Linie eines: eine vornehmlich zu Unterhaltungszwecken geschaffene technische Spielerei. Die Geräte samt dazugehöriger Technologie werden jedoch zunehmend auch in Bereichen abseits der Spiele- oder Filmindustrie eingesetzt – etwa in der Medizin, wo sich durch den Einsatz der Digitaltechnik buchstäblich neue Perspektiven eröffnen. Als ein Beispiel dafür mag das RoboticScope des Innsbrucker Unternehmens BHS Technologies gelten, ein digitales Operationsmikroskop, das, zumindest wenn es nach den Geschäftsführern des Tiroler Betriebs geht, mikrochirurgische Eingriffe revolutionieren soll. Zentrales Element des Apparats: eine neu entwickelte VR-Brille, die

dem Operateur ein permanentes dreidimensionales Bild des Operationsfeldes liefert.

DIGITALES FELD

Hinter BHS Technologies stehen Markus Hütter, Michael Santek und Gregor Burger, die die Firma 2017 gegründet und sich seitdem hauptsächlich der Entwicklung ihres Vorzeigeprojekts RoboticScope gewidmet haben. „Ursprünglich war die Überlegung, ein digitales Operationsmikroskop zu kreieren“, erzählt Burger, der unter anderem für die Softwareentwicklung im Unternehmen verantwortlich zeichnet. „Dann haben wir uns gefragt: Wieso machen wir es nicht mit einer VR-Brille und steuern damit einen Roboter?“ Beim RoboticScope sind, im Gegensatz zu einem herkömmlichen Operationsmikroskop Bild-


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Sei genial digital Ständig spricht jeder über Digitalisierung, aber du bist dir nicht sicher, ob dir die Digitalisierung überhaupt weiterhilft?

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Eine Mischung aus VR und AR: Die Bildschirmbrille ist das zentrale Element des RoboticScope.

DIE GESTE ZÄHLT

Gesteuert wird die Kamera bzw. der Roboterarm fast ausschließlich über die VR-Brille – und zwar mittels einiger weniger Kopfgesten des Operateurs. Dafür wird ein eigenes Menü in Form eines Kreiselements mit verschiedenen Funktionen eingeblendet, die über Nicken oder das Drehen des Kopfes ausgewählt werden können. So lassen sich etwa Bildausschnitt und Perspektive ändern, ohne dass der Chirurg seine Hände aus dem Operationsfeld bewegen muss. Der VR-Brille kommt beim RoboticScope folglich in mehrerlei Hinsicht eine entscheidende Bedeutung zu – selbst wenn man sie in gewisser Weise nicht wirklich wie eine solche nutze, wie Burger meint. Er spricht in diesem Zusammenhang eher von einer Mischung aus Virtual und Augmented Reality: „Wir übertragen ein reales Bild

Ganz kurz zum Schmackhaftmachen Digital bedeutet für dich: • Daten immer und überall greifbar • Mehr Überblick über dein Unternehmen • Datensicherheit • Weniger Zeitaufwand für die Abwicklung deiner Aufgaben • Professioneller gegenüber dem Kunden – daher mehr Geschäft Gefallen dir diese Vorteile? Dann solltest du weiterlesen.

und fügen digital mehr Informationen hinzu.“

NEUE MÖGLICHKEITEN

Die ersten Exemplare des RoboticScope wurden erst kürzlich ausgeliefert, trotzdem arbeitet man bei BHS Technologies weiterhin daran, das Produkt und vor allem die Brille stetig zu verbessern. „Wir haben die ganze Architektur des Geräts so angelegt, dass wir über die Software rasch Änderungen realisieren können“, erzählt Burger. Diese beträfen neben Verbesserungen am Bedienkonzept vor allem neue Funktionen: So wolle man den Chirurgen künftig etwa ermöglichen, während einer Operation digitale Bilder einer Computertomo-

Durchstarten und richtig vorbereiten Wo hast du die meiste Zettelwirtschaft und wo die höchste Fehlerquote? Welche Abläufe in deinem Unternehmen stören dich und fressen immer wieder zu viel Zeit auf? In welchen Bereichen möchtest du Veränderung? Ohne Unterstützung scheiterst du! Hol dir einen Experten in dein Unternehmen und profitiere von seiner Erfahrung im Bereich der Digitalisierung, die du noch nicht hast! Bei einer durchdachten Vorbereitung und einer Ausnützung aller Förderungen (und es gibt viele!) hältst du auch die Kosten im Griff!

„Wir übertragen ein reales Bild und fügen digital mehr Informationen hinzu.“ grafie einzublenden und diese über das tatsächliche Operationsfeld zu legen, um dem Operateur eine Art Navigationssystem zu bieten. „Durch die Digitaltechnik eröffnen sich sehr viele Möglichkeiten, von denen wir erst nach und nach begreifen, wie sinnvoll sie für Ärzte sein können“, sagt Burger. „Wir machen wirklich ständig Fortschritte auf dem Gebiet.“

Richtige Umsetzung bedeutet wenig Geld auszugeben! Wir haben schon mehr als 100 Unternehmen begleitet und können genau diese Unterstützung sein, die du benötigst! Melde dich zu einem unverbindlichen und kostenlosen Erstgespräch an! Gemeinsam machen wir dein Unternehmen genial digital! Ruf an unter 0664/96 27 137 oder schreib uns auf office@hauser-xb.at www.hauser-xb.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

aufnahme und Bildgebung getrennt: Das Bild stammt von einem an einem Roboterarm befestigten Kamerakopf, der hochauflösende Aufnahmen an ein Headset mit integrierter Bildschirmbrille übermittelt – der Chirurg sieht das Operationsfeld also nicht direkt, sondern digital. „Dadurch kann er sich frei bewegen und muss sich nicht an das Mikroskop anpassen“, erklärt Burger. Und das sei nicht nur, aber insbesondere bei längeren Eingriffen in schwer zugänglichen Bereichen ein großer Vorteil.

iese Frage stellst du dir zu Recht! Digitalisieren bedeutet für dich und dein Unternehmen einen Quantensprung, aber nur, wenn man es auch richtig macht!

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Safe virtual space Das Wattener Virtual-Reality-Unternehmen Innerspace entwickelt Trainings, die dabei helfen, Fehler bei der Herstellung von Medikamenten zu vermeiden. Die Nachfrage steigt stetig und Anfang des Jahres ist frisches Kapital ins Unternehmen geflossen. T E X T: H A R I S K O V A C E V I C

© INNERSPACE (2), FRANZ OSS (3)

INNERSPACE

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Der mittlerweile starke Präsenzeffekt lässt den Probanden vergessen, dass er sich in einer virtuellen Realität bewegt.

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iele Prozesse sind bei der Produktion von Arzneimitteln automatisiert – Maschinen und Computer erledigen einen großen Teil der Arbeit. „Allerdings sind in Schlüsselmomenten menschliche Interaktionen notwendig und für die Qualitätssicherung oft erfolgskritisch“, erklärt Sebastian Scheler, CEO der Firma Innerspace aus Wattens. In sensibler, steriler Umgebung, meistens in Reinräumen, müssen Produktionsmitarbeiter von Pharmakonzernen extrem vorsichtig Arbeitsabläufe und Handgriffe durchführen. „Schon kleinste Fehler oder Unachtsamkeiten führen dazu, dass Medikamente verunreinigt und unbrauchbar werden, was viel Geld kostet“, meint Walter Ischia, der beim Wat90

tener Unternehmen für den finanziellen Part zuständig ist. Innerspace stellt ein virtuelles Training zur Verfügung, das dabei helfen soll, Fehler in realis zu vermeiden. „Die teilweise komplizierten Arbeitsabläufe, Tätigkeiten und zum Teil für Menschen untypischen Handgriffe und Bewegungen können im virtuellen Raum fast unendlich oft durchexerziert werden, bis jeder Handgriff sitzt“, erläutert Scheler die Idee hinter dem Produkt.

EIN GESAMTPAKET

Vor etwa vier Jahren hat die Virtual-Reality-Technologie ein beachtliches Niveau erreicht – der Präsenzeffekt sei seither enorm und für das Hirn ist die virtuelle Realität kaum noch von der wirk-

„Schon kleinste Fehler oder Unachtsamkeiten führen dazu, dass Medikamente verunreinigt und unbrauchbar werden, was viel Geld kostet.“ W A LT E R I S C H I A , C F O I N N E R S P A C E


T O P.T I R O L

„Wir haben von Anfang an geschaut, wer den größten Bedarf an der neuen Art des Trainings haben könnte – und sind so bei der Pharmaindustrie gelandet.“ SEBA STIAN SCHELER, CEO INNERSPACE

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Die für Menschen untypischen Handgriffe können im virtuellen Raum immer wieder durch­ exerziert werden.

lichen zu unterscheiden, wissen die beiden. Wie man VR-Trainings skalieren kann, blieb für viele noch lange ein Rätsel. Innerspace ging die Sache anders an, wie Scheler erklärt: „Wir haben von Anfang an geschaut, wer den größten Bedarf an der neuen Art des Trainings haben könnte – und sind so bei der Pharmaindustrie gelandet.“ In den VR-basierten Trainings können Produktionsmitarbeiter der Pharmaindustrie Arbeitserfahrung simulieren und ihr Verhalten in bestimmten Situationen trainieren. Zusätzlich begleitet Innerspace alle Kunden bei der Implementierung des Trainings in den Produktionsalltag und bietet bei Bedarf kundenangepasste Lösungen.

ALS STANDARD ETABLIEREN

Der Erfolg gibt der Strategie des Tiroler VR-Unternehmens recht: Ihr Produkt wird mittlerweile weltweit von Pharmakonzernen genutzt. „Manchmal müssen wir auch zu unkonventionellen Zeiten arbeiten, um unsere Kunden von Kalifornien bis Japan adäquat zu betreuen“, erklärt Ischia.

Innerspace ist zwar nicht das einzige Unternehmen weltweit, das sich auf Trainings im virtuellen Raum für die Herstellung von Pharmaprodukten spezialisiert hat, wohl aber einer der führenden Player in diesem noch sehr jungen Markt. Dem Wattener Unternehmen ist es gelungen, VR-Anwendungen zur Vermeidung menschlicher Fehler im Reinraum zu entwickeln und somit ein realistischen und wirksames Training zu ermöglichen. Nachdem Innerspace über zweieinhalb Jahre gewachsen ist und das Produkt ein Wunschniveau erreichen konnte, stieg Firmenmitbegründer Walter Ischia im Jänner 2020 mit seiner Investmentfirma Mad Ventures in Kooperation mit dem High-Tech Gründerfonds aus Deutschland ein, „um einerseits frisches Kapital in das wachsende Unternehmen zu bringen und um andererseits zu helfen, die Strategie weiter zu profilieren“, erklärt Ischia. Nun gelte es das volle Potential des Produkts auszuschöpfen und es demnächst als Standardtraining für Medikamenten-Herstellung weltweit zu etablieren.

Über

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WUNDERVOLLes Coworking © WUNDERVOLL (5)

Coworking liegt voll im Trend. Auch vor Tirol macht die Entwicklung nicht halt. Bestes Beispiel: Das Wundervoll in Innsbruck.

Wundervolles Arbeitsklima: Die bis zu 90 Arbeitsplätze des Wundervoll werden auch höchsten Ansprüchen gerecht.

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

s ist die Mischung aus Rückzugsmöglichkeit und Netzwerken, unterstützt durch eine komplette Infrastruktur sowie die Kostenklarheit, die das Arbeitsplatz-Sharing so attraktiv macht. Das Wundervoll im Innsbrucker Stadtteil Pradl trägt dem Trend voll Rechnung. Und mehr als das. Das von Grund auf erneuerte Gebäude spielt auf fünf Etagen alle Stückerl. Beginnend mit dem ebenso attraktiven wie repräsentativen Loungeund Meetingbereich über State-of-the-ArtBüroeinrichtung bis hin zu Coaching- und Sitzungsräumen mit allem erdenklichen Equipment – es wurde an alles gedacht, das den Arbeitsprozess nicht nur erleichtert, sondern zukunftssicher und zum Vergnügen macht.

Arbeitsplatz der Zukunft Die Vision für das Wundervoll stammt von Walter Egger, einem erfolgreichen Innsbrucker Versicherungsmakler. Er weiß, welche Rolle angenehmes Ambiente in Bezug auf die erfolgreiche Gestaltung des Alltags spielt, und schuf deshalb das Wundervoll mit seinen bis zu 90 Arbeitsplätzen, die selbst hohen Ansprüchen gerecht werden. 92

Tradition und Innovation: Am frühreren Standort des Musik­ hauses Hammer­ schmidt entstand Innsbrucks modernster Coworking-Space Walter Egger, Versicherungsmakler

Ob Start-ups, Ein-Personen-Unternehmen oder etablierte, im Wachstum begriffene Geschäftsideen – das Wundervoll bietet all jenen ein perfektes Umfeld und zeitgemäßes Zuhause, die bereit sind, neue Wege zu gehen, und willens, Synergien zu nutzen, die sich aufgrund des bunten Mix vieler verschiedener Branchen ergeben. Was mit einem lockeren Gedankenaustausch beginnt, entwickelt sich da nicht selten zu neuen, lukra­tiven Kooperationen. Komplett individualisiertes Angebot Das System hinter dem Erfolgsmodell ist in einem Satz erklärt: Pakete werden so

individuell wie nur erdenklich geschnürt. Ob man nun einen Besprechungsraum nur stundenweise benötigt, sich einen fixen, dennoch flexiblen Arbeitsbereich schaffen oder für längere Zeit seine beruflichen Zelte im Coworking-Space aufschlagen möchte, im Wundervoll stehen einem alle Möglichkeiten offen.

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Markus Gürne und Bettina Seidl: Der Wirtschafts­ virus – Wie Corona die Welt verändert und was das für Sie bedeutet, Econ Verlag, 352 Seiten, € 20,60

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orona ist Gift für unsere Weltwirtschaft. Wie unterscheidet sich diese Krise von früheren wie der Finanzkrise 2008 oder der Weltwirtschaftskrise von 1929? MARKUS GÜRNE: Diese Krise hat eine neue Qualität. Sie hat uns von zwei Seiten in die Zange genommen: von der Angebots- und der Nachfrageseite. Es wurde nichts mehr produziert, die Menschen haben nichts mehr gekauft. Die Lage ist zudem schwieriger als 1929, weil die Weltwirtschaft inzwischen stärker verflochten ist. Wir sind abhängiger von vielen anderen Ländern, von ihren Produkten genauso wie ihren Absatzmärkten. Jede neue Infektionswelle in einem noch so weit entfernten Land trifft uns deshalb. Wie wird die neue Wirtschaftsordnung nach der Pandemie aussehen? BETTINA SEIDL: Die USA und China streiten um die wirtschaftliche Vormacht, und technologisch ist China bereits an der Spitze. Wo bleibt da Länder wie Österreich oder Deutschland? Sie haben allein kaum Gewicht. Ein geeintes Europa schon. Dafür brauchen wir aber mehr Solidarität, mehr Gerechtigkeit, auch über Europa hinaus. Das fordern nicht nur Bewegungen wie Fridays for Future. Es ist auch rein wirtschaftliche Logik. Wir müssen anderen Ländern helfen, weil unsere Wirtschaft für ihre Produkte fremde Absatzmärkte braucht.

Markus Gürne Markus Gürne ist Leiter der ARDBörsenredaktion und Moderator der Sendungen „boerse vor acht“, „plusminus“ sowie „Forum Wirtschaft“ auf phoenix.

Bettina Seidl Bettina Seidl ist Redakteurin und Moderatorin in der ARD-Börsenredak­ tion. Seit 25 Jahren ist sie als Finanzund Börsenjourna­ listin tätig.

Die Wirtschaft ist gelähmt, die Berufschancen junger Menschen sind stark eingeschränkt. Steht die heranwachsende Generation vor einer unbezwingbaren Herausforderung? GÜRNE: Nein, weil die Krise auch Chancen bietet. Wenn wir die richtigen Weichen stellen, werden viele Branchen einen Aufschwung erleben. Die Digitalisierung und der Wunsch nach einer nachhaltigen Wirtschaft bieten gute Ansätze. Langfristig wird es sogar besser für junge Menschen: durch die demografische Entwicklung. Die Babyboomer gehen in Ruhestand, die folgenden Jahrgänge sind nicht so geburtenstark. Da bekommen eher Unternehmen Probleme, Arbeits­k räfte zu finden. Weltweit türmen sich Schuldenberge auf. Um eine Frage aus Ihrem Buch aufzugreifen: Wie sicher ist das Geld der Österreicher? SEIDL: So sicher wie unser aller Geld in Europa. Dafür sorgt unsere gemeinsame Notenbank, die EZB. Sie hält die Zinsen niedrig, damit Staaten ihre Schulden schultern können. Aus dem gleichen Grund wird sie auch eine gewisse Inflation zulassen. Schlecht für Sparer, für Zinsanlagen, unser Geld verliert an Wert. Schutz bieten Investitionen in reale Werte z. B. in Aktien. Zwar wird der Aktienmarkt durch Corona Rückschläge erleiden, doch sollte er sich langfristig davon erholen. Vielen Dank für das Gespräch.

© KATJA LENZ, RÜDIGER JÜRGENSEN

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