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Retourenadresse: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck | Österreichische Post AG PZ13Z039759P

20. JAHRGANG SEPTEMBER 2021 | AUSGABE 262

SUPERMARKT SUCHT BESITZER Ein Genossenschaftsprojekt will einen eigenen Laden aufsperren. MANN BACKT TORTEN Backblogger Marian Moschen im Interview

Eine Stadt für Menschen

Warum es sich lohnt, über eine autofreie Innenstadt nachzudenken


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eoclip unseren Vid die Stadt.“ „Wir bewegen

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Ed i t o ri a l

Über Ihre Entscheidung Es sieht ein wenig so aus, als ob sich die Welt künftighin in Geimpfte und Ungeimpfte unterteilen würde. Um dem Trend zur Spaltung der Gesellschaft gerecht zu werden, werde auch ich diesmal mein Editorial separiert, dafür maßgeschneidert an beide Gruppen adressieren. Michael Steinlechner

Lieber Geimpfte,

Lieber Ungeimpfte,

ich möchte Ihnen gleich vorab versichern, dass ich voll hinter Ihrer Entscheidung stehe. Schließlich geht es niemanden außer Ihnen selbst etwas an, was Sie mit Ihrem Körper machen oder nicht. Der Staat im Speziellen und die Welt im Allgemeinen sieht das allerdings ziemlich anders und hat dieses Thema von der Privat- zur Staatssache gemacht. Es scheint, als ob sich alles nur noch darum dreht, wer geimpft ist und wer nicht und wer wo wie reindarf oder eben nicht. Wenn wir also davon ausgehen, dass der Staat auch in Zukunft mehr Einfluss auf unser Leben nehmen will, dann bestehen im Prinzip nur zwei Möglichkeiten der Reaktion auf diesen Trend: Anpassung oder Auflehnung. Mit Ihrer Impfentscheidung haben Sie zumindest eine Tendenz zu einer der beiden Möglichkeiten verraten. Für welche Variante Sie sich letztendlich auch entscheiden, es ist vor allem ein egoistischer Zugang wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihr Leben durch Ihre Entscheidung glücklicher wird. Je seltener Sie am Tag über Corona nachdenken, sich über die Politik ärgern oder sonst irgendwelche durch Covid geprägte Gedanken auf Ihr Seelenheil Einfluss nehmen lassen, desto richtiger haben Sie es gemacht. Egal ob Sie den Zustand der Corona-Verdrängung mit Ablehnung, Akzeptanz oder geheimen Tricks erreichen – wichtig ist, dass Sie ihn erreichen. Denn dieses Thema ist auch deshalb so groß und bedrohlich geworden, weil wir uns alle und ständig – seit über eineinhalb Jahren – damit beschäftigen.

ich möchte Ihnen gleich vorab versichern, dass ich voll hinter Ihrer Entscheidung stehe. Schließlich geht es niemanden außer Ihnen selbst etwas an, was Sie mit Ihrem Körper machen oder nicht. Der Staat im Speziellen und die Welt im Allgemeinen sieht das allerdings ziemlich anders und hat dieses Thema von der Privat- zur Staatssache gemacht. Es scheint, als ob sich alles nur noch darum dreht, wer geimpft ist und wer nicht und wer wo wie reindarf oder eben nicht. Wenn wir also davon ausgehen, dass der Staat auch in Zukunft mehr Einfluss auf unser Leben nehmen will, dann bestehen im Prinzip nur zwei Möglichkeiten der Reaktion auf diesen Trend: Anpassung oder Auflehnung. Mit Ihrer Impfentscheidung haben Sie zumindest eine Tendenz zu einer der beiden Möglichkeiten verraten. Für welche Variante Sie sich letztendlich auch entscheiden, es ist vor allem ein egoistischer Zugang wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihr Leben durch Ihre Entscheidung glücklicher wird. Je seltener Sie am Tag über Corona nachdenken, sich über die Politik ärgern oder sonst irgendwelche durch Covid geprägte Gedanken auf Ihr Seelenheil Einfluss nehmen lassen, desto richtiger haben Sie es gemacht. Egal ob Sie den Zustand der CoronaVerdrängung mit Ablehnung, Akzeptanz oder geheimen Tricks erreichen – wichtig ist, dass Sie ihn erreichen. Denn dieses Thema ist auch deshalb so groß und bedrohlich geworden, weil wir uns alle und ständig – seit über eineinhalb Jahren – damit beschäftigen.

m.steinlechner@6020stadtmagazin.at 3


Inhalt

Die best en Events im Septemb er auf einen Bli ck Seite 44

COVERSTORY

Eine Stadt für Menschen

Supermarkt sucht Besitzer

Die Grünen wollen die Innenstadt zur auto­ freien Zone machen. Beispiele aus anderen Städten zeigen, wie das funktionieren kann – und warum es Sinn macht, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen.

In Innsbruck entsteht ein genossenschaftlicher Supermarkt: Ist man Mitglied, kann man dort einkaufen und etwa beim Sortiment mitbestimmen.

Seite 22

Seite 12

Stark dank Strom Essen & Trinken

Der neue E-Roller von Seat im Test. Spoiler: Das Ding fährt sich ausgesprochen gut.

Das Neueste zu Innsbrucks Gastronomie – natürlich mit den drei Gs: für 6020-Leser gegessen, getrunken und geprüft.

Seite 24

Seite 30 4


Mann backt Torten Backblogger Marian Moschen bringt ein neues Buch heraus. 6020 hat ihn zum Interview getroffen.

Fitness & Wellness auf über 4000m²

Seite 36

Frisch gepresst

Kostenlose Beratung ohne TerminVereinbarung: Mo.– Sa. 9:00 – 20:00 Uhr So./FRT. 13:00 – 19:00 Uhr

MundArt Daumnidei

Seite 42

Ein Nachrichtentechniker, der Rockstar werden wollte, und eine Englischlehrerin, die eigentlich vom dramatischen Fach träumte: Das ist das Clownduo Herbert und Mimi.

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Send in the Clowns

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» u.v.m.

Seite 52 IMPRESSUM Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH Chefredaktion: Matthias Krapf Grafik: Thomas Bucher, Marco Lösch, Sebastian Platzer, Birgit Uhlig, Lisa Untermarzoner Illustration: Monika Cichoń Redaktion: Klaus Erler, Christiane Fasching, Haris Kovacevic, Melina Mitternöckler, Denise Neher, Johannes F. Park, Lisa-Maria Schwarzenauer, Flo Seidl, Verena Zankl (Lektorat) Fotos: Franz Oss, Axel Springer Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/58 6020 E-Mail: redaktion@­6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Andreas Eisendle, Matthias Krapf, Michael Steinlechner Druck: Intergraphik GmbH, Innsbruck Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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Gutschein im Wert von je € 19 nur einmalig p.P. ab 16 Jahren einlösbar, wenn innerhalb der letzten 12 Monate kein Gutschein eingelöst wurde, mit Lichtbildausweis und Wohnadresse IBK/WGL und Umgebung, nach Beratungs-Info/ Besichtigung ohne Terminvereinbarung: Mo.-Sa. 9:0020:00 Uhr / So. & Frt. 13:00-19:00 Uhr. Gültig bis Fr. 29.10.2021.


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Noch bis Mitte September wollen Forscher der Uni Innsbruck im Rahmen eines Pilotversuchs herausfinden, ob die Zustellung von Paketen mit Lastenfahrrädern wirtschaftlich machbar ist. Geliefert wird an Haushalte und Firmen in der Innenstadt, mit an Bord sind Land, Stadt, MPreis und DPD.

FELDVERSUCH MIT FAHRRAD

© AXEL SPRINGER


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S EPTEMBER

8 DINGE, DIE DIE WELT IN DIESEM MONAT NICHT BRAUCHT

1.

LEBKUCHEN UND KEKSE

8.

UND JA:

im Supermarkt

CORONA

2.

R AT T E N AM INNUFER

7.

3. O N LY F A N S

GERANGEL U M S STA DTMARKETING

4.

6.

POLITIKER,

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© ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

LÖW E N H AU S

5.

H A R D S E LT Z E R

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für die Menschenrechte verhandelbar sind


AM LIMIT

DIE KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE am Landeskrankenhaus Hall

Kinder und Jugendliche zählen zu den Hauptleidtragenden der Coronakrise. Die für sie zuständige Kinder- und Jugendpsychiatrie ist längst an den Grenzen der Belastungsfähigkeit angelangt. Mit welchen Problemen man kämpft und wie man versucht, einen sinnvollen psychiatrischen Klinikbetrieb aufrechtzuerhalten, erklärt Primarärztin Kathrin Sevecke. Text: Klaus Erler

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NOTFÄLLE MEHR ALS VERDOPPELT. Das Problem daran: Ein derartiges Bettenangebot war schon vor Corona zu gering für ein Bundesland mit 750.000 Einwohnern. Mit 1.400 Patienten und 8.900 Patientenkontakten im Coronajahr 2020 ist der Bedarf weiter gewachsen, ein Ende dieses Negativtrends ist nicht in Sicht. Inzwischen spricht Dr. Kathrin Sevecke, Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Hall und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, von einer „deutlichen Unterversorgung“. Statt durchschnittlich drei akuter Notfälle pro Nacht wie noch vor Corona müssten jetzt täglich bis zu sieben Akutfälle behandelt werden. 10

Diese Zunahme an Fällen führt dazu, dass Kinder und Jugendliche zwar nach wie vor aufgenommen und behandelt werden können. Das, was nach der Krisenbehandlung eigentlich folgen sollte – die reguläre therapeutische Behandlung – kann angesichts der momentanen Situation allerdings nicht wie gewünscht stattfinden. VIEL ZU LANGE WARTEZEIT. Dr. Sevecke: „Kinder und Jugendliche warten drei bis vier Monate auf einen stationären Behandlungsplatz.“ Es gebe eine Warteliste von rund 80 Patienten, die nicht gleich versorgt werden könnten. „Inzwischen müssen wir sogar junge Patientinnen mit akuter Essstörung nach der Krisenbehandlung wieder heimschicken, statt sie aufzunehmen und sofort mit der dringend notwendigen therapeutischen Behandlung zu beginnen.“ Auch die niedergelassenen Kinderund Jugendtherapeuten könnten dieses Defizit nicht auffangen, weil es laut Sevecke auch davon in Tirol zu wenige gebe und eine Therapie in Österreich keine klar kassenfinanzierte Leistung ist. Um dieser unbefriedigenden Situation zu begegnen, hat Kathrin Sevecke dem Land Tirol und den tirol kliniken als finanzverantwortlichen Stellen ein differenziertes Lösungskonzept vorgelegt: Fünf bis

© ILLUSTRATION: SHUTTERSTOCK/MONIKA CICHOŃ, TIROL KLINIKEN

ssstörungen, Angstsymptome, Magersucht, Drogenkonsum, Schlafstörungen oder aggressives Verhalten: Diese psychischen Störungen haben bei Kindern und Jugendlichen in der Coronazeit deutlich zugenommen. Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der für derartige Krankheitsbilder zuständigen Tiroler Kinderund Jugendpsychiatrie ist das LKH Hall und Innsbruck. Dort befindet sich nicht nur eine Ambulanz, sondern auch die Möglichkeit der tagesklinischen und stationären Behandlung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen. Dorthin werden auch klinisch relevante Fälle aus den Bezirken überstellt. Zusätzlich gibt es am LKH Innsbruck eine weitere Tagesklinik für Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 24 Jahren. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hall verfügt über 37 stationäre und sechs tagesklinische Betten, weitere fünf tagesklinische Plätze stehen in Innsbruck zur Verfügung. Mit diesen insgesamt 48 Betten für stationäre Therapie und Behandlung muss die Tiroler Kinder- und Jugendpsychiatrie ihr Auslangen finden.


Wie geht es den Kindern in der Coronazeit?

Seit dem Frühjahr/ Sommer 2020 führen die tirol kliniken Onlinebefragungen durch, um herauszufinden, wie es den Kindern in der Coronazeit geht. Die aktuell vierte Befragung ist in Vorbereitung und soll im November 2021 starten. Kathrin Sevecke und ihr Team suchen dafür in Nord- oder Südtirol lebende Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sowie Eltern von Kindern, die zwischen drei und zwölf Jahre alt sind. Die anonym ausgewerteten Fragebögen können online ausgefüllt werden, der Zeitaufwand beträgt rund 20 Minuten. kidscreen.ches.pro

Betroffene finden Hilfe unter: tirol kliniken: +43 (0)676 871633800 Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie ÖGKJP: oegkjp.at/anlaufstellen

sechs Betten ließen sich bei entsprechender Finanzierung ohne bauliche Veränderungen innerhalb der gerade neu gebauten Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Hall unterbringen. Um die restlichen dringend notwendigen Betten zu substituieren, bräuchte es keine baulichen Veränderungen, besser sei es, sie durch das moderne Konzept des „Home Treatment“ zu ersetzen, erklärt Sevecke. Dabei besuchen Ärzte, Therapeuten, Psychologen und Krankenpfleger die Kinder zu Hause und behandeln sie in vertrauter Umgebung. TAGESKLINIK FÜR SCHULBEZOGENE STÖRUNGEN. Da Corona zudem gezeigt habe, dass es sehr viele schulassoziierte Störungen bei Kindern gibt – hier nennt Sevecke unter anderem Konzentrationsstörungen, Mobbing oder Ängste –, empfiehlt die Primärärztin ergänzend dazu die Eröffnung einer eigenen Innsbrucker Tagesklinik. Das auch, um die Defizite beim so wichtigen sozial-emotionalen Lernen, das normalerweise wie nebenbei im Schulkontext stattfindet, coronageschuldet inzwischen aber zu kurz kommt, zu behandeln. Der Status quo zu diesen drei Lösungskonzepten lasse sich laut Sevecke in einem Satz zusammenfassen: „Vonseiten des Landes und der tirol kliniken ist man interessiert und wir sind im Gespräch. Beschlüsse und Taten sind aber noch nicht gefolgt.“ Das sei umso unbefriedigender, da die psychischen und emotionalen Belastungen, denen die Kinder durch Corona ausgesetzt sind, durch die Sommerferien nur temporär gelindert würden, aber nicht verschwänden. Dr. Seveckes diesbezügliche Hoffnung formuliert sie einfach, aber prägnant: „Ich hoffe, dass die Coronapolitik nicht nur in die Wirtschaft investiert, sondern auch in die Zukunft gesunder Kinder.“ 

In 5 Tagen zur Selbstständigkeit! MONTAG, 27.9.2021 FREITAG, 1.10.2021 WKO.at/tirol/gruenderwoche


S E R I E

ERMÖGLICHT VOM VVT

die Zu ku n ft d e r Stadt

Eine Stadt für Menschen Die Grünen wollen die Innsbrucker Innenstadt über die nächsten Jahre zur autofreien Zone machen. Beispiele aus anderen Städten zeigen, wie das funktionieren kann – und warum es Sinn macht, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Text: Lisa Schwarzenauer – Fotos: Axel Springer

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Begriffsdefinition „Autofrei“ bedeutet nicht per se, dass in einem Gebiet überhaupt keine Autos mehr zugelassen sind. In den meisten Konzepten – u. a. auch dem, das für Innsbruck im Raum steht – ist vorgesehen, dass es weiterhin uneingeschränkt Liefertätigkeiten und ausreichend Behindertenparkplätze gibt. Auch die Zufahrt zu privaten Parkplätzen bleibt meist erlaubt.


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Autogerechte vs. menschengerechte Stadt Paradigmenwechsel in der Stadtplanung: Während jahrzehntelang mehr und breitere Straßen im Fokus standen, um möglichst viel Raum für Autos zu schaffen, kehrt sich dieser Trend gerade um. Städte sollen nicht mehr auf den Autoverkehr, sondern auf Menschen und ihre Bedürfnisse ausgerichtet sein. Dafür werden u. a. Parkplätze und Straßen rückgebaut, um Platz für Radwege, breitere Gehsteige und mehr Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen.

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© STADTARCHIV, STADT INNSBRUCK

Aus diesem Grund haben die Innsbrucker Grünen das Büro für Verkehrs- und Raumplanung beauftragt, die Machbarkeit einer autofreien Innenstadt in Innsbruck zu prüfen. In der im August der Öffentlichkeit präsentierten Studie geht es konkret um den Bereich der östlichen Innenstadt (Parkzonen X und Y, siehe Abbildung), der weitgehend vom motorisierten Individualverkehr befreit werden soll – allerdings nicht durch ein generelles Verbot von Autos, sondern durch eine Verlagerung der dort vorhandenen Kurzpark- und Anwohnerparkplätze in umliegende Bereiche und unter die Oberfläche. So soll die Aufenthaltsqualität erhöht und ein Beitrag zur Bekämp-

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DIE ALTERNATIVE. Dass es auch anders geht, beweisen zahlreiche Beispiele von Paris bis Barcelona, die in den letzten Jahren angefangen haben, Schritt für Schritt Raum, der seit Jahrzehnten dem motorisierten Individualverkehr vorbehalten war, umzuverteilen: Parkplätze werden verlagert oder gestrichen, Autos aus innerstädtischen Bereichen verbannt, das Rad- und Fußwegnetz ausgebaut, Fußgänger- und Begegnungszonen eingeführt und die Öffis gefördert. Die Gründe dafür sind vielseitig: Weniger Autos bedeuten bewiesenermaßen weniger Verkehr, Feinstaubbelastung, CO2-Ausstoß, Lärm und Unfälle – womit

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ie Innsbrucker Innenstadt ist bis auf einzelne Abschnitte wie die n In Maria-Theresien-Straße und die Altstadt voller Autos: Sie fahren auf der Straße, sie stehen vor Häusern, sie warten an Ampeln, suchen heißbegehrte freie Parkplätze – viel Verkehr samt allen negativen Auswirkungen wie Lärm, schlechter Luft und Konflikten zwischen Verkehrsteilnehmern inklusive. Man ist es so gewohnt, dass die meisten wohl gar nicht darüber nachdenken, ob es überhaupt eine Alternative dazu gäbe.

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Parkplätze in P der Altstadt? Was heute absurd klingt, war mal Realität – und auch Amras er S tr. hier hat sich vor der Umgestaltung Unmut geregt, der sich sehr Q bald ins Gegenteil verkehrt hat. tr. s d an enl Bur g

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Die Studie in Zahlen und Faktenstr.

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loß Sch Innsbruck Mitte Im Innsbrucker Stadtzentrum sind Pastorstr. aktuell 100.000 Quadratmeter nur für Parkplätze reserviert. Das entspricht rund 10.000 Parkplätzen und einer Fläche von fung der Klimakrise geleistet werden – in 10 Fußballfeldern. Das in der Österreich ist der motorisierte Verkehr Studie untersuchte Konzept sieht der aktuell größte Verursacher von CO2vor, vorerst weniger als 10 % dieser Ausstoß, eine Reduktion des Verkehrs Parkplätze (Kurzparkzone und würde also mehr als Sinn machen. Anwohnerparkplätze) aus den Das Ergebnis: Laut Studienautor HanParkzonen X und Y in angrenzende nes Reinstaller ist eine autofreie InnenBereiche und unter die Oberfläche stadt nicht nur prinzipiell möglich, sonzu verlagern und das Verkehrs­ system im Zentrum nach dem dern auch innerhalb der nächsten fünf Prinzip „Zufahrt statt Durchfahrt“ Jahre umsetzbar – wenn der politische umzuorganisieren – dafür müss­ Wille dafür vorhanden ist. Schon durch Sill ten u. a. Kurzparkplätze aus den eine Verlagerung von weniger als zehn angrenzenden Parkzonen in reine Prozent der aktuell rund 10.000 ParkAnrainerparkplätze umgewandelt plätze im Stadtgebiet könnte ein mehr werden. oder weniger autofreier Bereich in der Anstelle der Parkplätze sollen Innenstadt entstehen. neue Gastgärten, Radwege, konsumfreie Aufenthaltsräume und ÜBERZEUGUNGSARBEIT. Grünflächen entstehen. Davon Dieser Vorstoß hat medial über die nicht betroffen: Lieferungen, Stadtgrenzen hinaus hohe Wellen geTaxis, Behindertenparkplätze und schlagen, die Reaktionen darauf seien Berufsparken (soziale Diensten wie Essen auf Rädern, Pflegeper­ aber überwiegend positiv, sagt die Grüne sonal etc.). Klubobfrau Janine Bex. „Natürlich ist das Autofrei provokant, aber es geht Igl er

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VON DER FUSSGÄNGERZONE in der Maria -Theresien-Straße prof itieren nicht nur Bevölke rung und Besucher, sondern auch die Wir tschaf t: Sowohl Umsät ze al s auch Besucherfrequenz sind seit der Umge staltung stark gestiegen.

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Vorbilder aus dem In- und Ausland Superblock

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Barcelona

Die spanische Metropole hat mit sogenannten Superilles (Superblöcken) bereits Teile der Stadt in verkehrsberuhigte Zonen umgewandelt. Dabei werden sechs bis zwölf Häuserblöcke zu einem Superblock zusammengefasst, innerhalb dessen fast keine Autos fahren – Anwohner und Lieferanten können mit reduzier­ ter Geschwindigkeit innerhalb der Blöcke fahren, der restliche Verkehr wird umgeleitet. Fußgänger und Radfahrer haben Vorrang, frei gewordene Kreuzungen werden als Spielplätze und begrünte Quartiertreffpunkte genutzt, die Straßen für Radfahrer adaptiert. Bis 2030 soll nach den Plänen von Bürgermeisterin Ada Colau die ganze Stadt weitgehend von Autos befreit werden und 33 Hektar mehr Fußgängerzone entstehen.

Seine-Ufer

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Kärntner Straße

Mariahilfer Straße

Wien

Paris Die französische Hauptstadt – berüchtigt für ihre vielen Staus und die verkehrsbedingt schlech­ ten Luftwerte – soll ab 2022 zur verkehrsberuhigten Zone werden. Davon sollen Fußgänger und Radfahrer mit großzügigen Flanier­ meilen und Radhighways profitieren – und natürlich auch das Klima. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat bereits in ihrer ersten Amtszeit kontrovers diskutierte Maßnahmen, wie durchgehendes Tempo 30, das für Autos gesperrte Seine-Ufer, autofreie Sonntage und ein City­ verbot für alte Autos, durchgesetzt. Ihre Wiederwahl letzten Sommer zeigt, dass die Pariser Bevölkerung hinter diesem Weg steht. Die Ziele für die nächsten Jahre: 60.000 von aktuell 83.000 Parkplätzen sollen gestrichen werden, Verbot von Diesel-Pkws ab 2025, Verbot aller Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2030. 17

In der Wiener Innenstadt wurden bereits in den 1970ern erste Fußgängerzonen (Kärntner Straße: 1976) umgesetzt und so der Verkehr im Ersten Bezirk reduziert. Die 2015 fertiggestellte Neugestaltung der Mariahilfer Straße als Fußgängerund Begegnungszone war extrem umstritten, hat sich aber so gut entwickelt, dass sich niemand mehr die alte Mahü zurückwünscht – nicht einmal die Wiener Wirtschaftskammer. Der Grund: Durch die Verkehrs­ beruhigung von fünf Bereichen in der Wiener Innenstadt konnte das jährliche Wiener Bruttoregionalpro­ dukt laut einer 2019 durchgeführten Studie um 9,7 Millionen Euro gesteigert werden, die Stadt kann sich über ein jährliches Plus von 4,9 Millionen Euro an Steuern und Abgaben freuen.


Die Stimmungslage Während man sich in der SP uneinig ist, ob man die Idee einer autofreien Innenstadt als grundsätzlich positiv einstuft oder dagegen ist, weil man sich nicht informiert und eingebunden genug fühlt, zeigen sich die Fraktionen VP, FP (fordert eine Volksabstimmung und Befragung der Wirtschaftstreibenden) und ­G erechtes Innsbruck in ersten Reaktionen, wenig überraschend, alles andere als begeistert. Die Alternative Liste scheint offen für die Idee, positive Signale kommen auch vom Innsbrucker Zentrumsverein. Die Wirtschaftskammer ist skeptisch – Initiativen für mehr Aufenthaltsqualität im Zentrum seien wünschenswert, eine autofreie Innenstadt aber keine Lösung.

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Und die Bevölkerung? Laut nicht repräsentativen Onlineumfragen der TT und des Stadtblattes ist die Mehrheit skeptisch bis ablehnend, laut Büro der Grünen sind noch nie so viele positive Rückmeldungen gekommen wie zu diesem Projekt – wenn das Projekt Realität werden soll, besteht jedenfalls Rede­ bedarf in alle Richtungen.

Bürgermeister G eorg Willi, Stadträtin Uschi Schwar zl, G rünenKlubobfrau Janine Bex und Studienautor Hannes Reinstaller bei einer Infoveranstaltung zum Projek t

einfach auch darum, einen Dialog zu schaffen. Manchen ist unser Vorschlag sogar zu wenig radikal, aber für uns ist es wichtig, hier einen realisierbaren Weg zu verfolgen.“ Die Bedenken von betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern könnten meist in Gesprächen ausgeräumt werden, wie die erste Infoveranstaltung im August gezeigt habe. Davon sind in den nächsten Wochen weitere geplant, ein Schwerpunkt werde aber auch auf Gesprächen mit den anderen Fraktionen und der Wirtschaft liegen. Gerade vonseiten der Wirtschaftskammer komme immer wieder das Argument, dass autofreie Innenstädte den Unternehmen schaden, obwohl es mittlerweile unzählige Beispiele gebe, die das widerlegen. „Es gibt Studien, die zeigen, dass die Umsätze in autofreien Zonen steigen und sich die Fluktuation verändert, dass es also eine Win-winSituation für die Bewohner und die Wirtschaftstreibenden ist“, so Bex. Die Innsbrucker Maria-TheresienStraße ist ein perfektes Beispiel dafür, dass mehr Aufenthaltsqualität für eine längere Verweildauer und in Folge höhere Umsätze sorgt: Lagen die Umsätze in der Innenstadt 2002 – vor der Umwandlung in eine Fußgängerzone – bei

221 Millionen Euro, wurden 2018/2019 rund 350 Millionen Euro Umsatz verzeichnet. Letztendlich könnten also alle davon profitieren, Anwohner und Besucherinnen genauso wie die Wirtschaftstreibenden – ob außerhalb der Grünen der politische Wille für diese Veränderung vorhanden ist, bleibt allerdings abzuwarten. 

In der nächsten Ausgabe Wie könnte die Universität der Zukunft aussehen? Was sollte so bleiben – und was geht besser?

Mit dieser Serie unterstützt der VVT den unabhängigen Journalismus zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung.

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WIR MACHT’S MÖGLICH. Es ist nicht der Einzelne, der die Welt verändert. Es ist die Gemeinschaft, die stärker ist als alles andere. Das Wir, das füreinander sorgt und füreinander Mehrwert schafft. Aus der Region und für die Region und die Menschen, die darin leben. So ermöglichen wir die Verwirklichung großer Träume und gestalten eine nachhaltige Zukunft. wirmachtsmöglich.at


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schaftlichen Leben der Region verwurzelt. Kredite vergeben wir vorrangig an Unter­nehmen und Privatpersonen in der Region. Damit fördern wir die örtliche Wirtschaft, seit 135 Jahren. Raiffeisen engagiert sich aber auch für Kultur, Bildung, Soziales, Umweltprojekte und Sport. Damit übernehmen wir gesellschaftliche Verant­wortung. Gestalten WIR die Zukunft: gemeinsam.

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© ACHENSEE TOURISMUS

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om 16. bis 19. September 2021 feiert das Literaturfestival achensee.literatour sein Zehn-JahresJubiläum mit zehn renommierten Autorinnen und Autoren. Als besondere Zugabe erschien unter dem Titel „Nur der See sah zu – acht Achensee Krimis“ ein eigenes Buch, das alle bisherigen Kurzkrimis vereint, welche im Rahmen der Krimiwanderung erwandert wurden – quasi ein Who’s who der deutschsprachigen Krimiliteratur in einem Band. Eröffnet wird der vierttägige Literaturtreff am Donnerstagabend im Alten Widum in Achenkirch mit Lesungen von Raoul Schrott, Stephan Roiss und Petra Piuk, die auch das HAYMON achensee. literatour Stipendium bekommt. Eine Debütlesung mit der Tiroler Autorin Katharina Schaller steht Freitag im Seehotel

Einwaller am Programm, bevor abends Bestsellerautor Bernhard Aichner im Entners am See zu einem Thrillerdinner lädt und aus seinem Roman „Dunkelkammer“ liest. Samstag geht es dann zur Almlesung auf die Erfurter Hütte mit Gabriele Kögl und ihrem Roman „Gipskind“, nachmittags liest Petra Piuk im Posthotel Achenkirch und abends können sich Krimifans auf die Lesung am Schiff freuen. Hier bitten Joe Fischler, Nicola Förg und Tanja Kruse 21

zu einer launigen Schifffahrt, denn „Nur der See sah zu“. Den bereits traditionellen Abschluss findet die Veranstaltung am Sonntag, wenn Herbert Dutzler zur Krimiwanderung am Dien-Mut-Weg lädt.  Alle Infos zu Programm und Tickets: www.achensee-literatour.at oder www.achensee.com/achensee-erlebnisshop


Supermarkt sucht Besitzer In Innsbruck entsteht ein genossenschaftlicher Supermarkt: Ist man Mitglied, kann man dort einkaufen und etwa beim Sortiment mitbestimmen. Nicht der Gewinn, sondern das Gemeinwohl soll im Vordergrund stehen. Die Initiatoren setzen auf faire Preise, Regionalität und Saisonalität – und wollen über kurz oder lang alles bieten, was man täglich braucht. Text: Melina Mitternöckler – Fotos: Axel Springer

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wischen dem Metropol und der Höttinger Gasse soll sie sein: Die „Speis von morgen“ wird Innsbrucks erster als Genossenschaft geführter Supermarkt. Von und für Mitglieder also. Alle, die wollen, können sich quasi Teile des Unternehmens erkaufen – und haben dann die Möglichkeit, dort ihre Einkäufe zu erledigen und bei den Generalversammlungen mitzubestimmen. „Das Ziel ist eine Direktvermarktung vom Umland, die regionalen Biobauern zu unterstützen und den Konsumenten diese Produkte in die Stadt zu bringen – ohne lange Transportwege“, erklärt Vorstandsmitglied Vinzenz Mell. Vor allem wolle man auf die Natur achten und die MenschUmwelt-Beziehung verbessern. ÖFFNUNGSZEITEN: IMMER. 24/7, also jeden Tag und rund um die Uhr soll man in dem neuen Supermarkt einkaufen können. Funktionieren soll das mit Zutrittskarte und Selbstbedienungskassen. „Man nimmt sich das, was man braucht, scannt es an der Kasse, und einmal im Monat werden die Beträge dann abgebucht“, erklärt Mell das Konzept. Das ganze Projekt klingt im Vergleich zu so einigen Megamärkten der Stadt ziemlich klein und ausgewählt. Mell zufolge sollen auch keine fünf verschiedenen Orangensaftmarken im Regal stehen, sondern eben nur eine, die man als Gemeinschaft vertreten könne. Trotzdem: „Geplant ist ein Vollsortiment. Wir wollen

„Geplant ist ein Vollsortiment. Wir wollen ein One-StopShop werden.“ Vinzenz Mell, Vorstandsmitglied

ein One-Stop-Shop werden. Angestrebt wird, dass man genauso gut Klopapier wie Zündhölzer bekommt.“ Den Anfang sollen etwa Gemüse, Obst, Fleisch und Käse aus der Region machen. FINANZIERUNG: NOCH IM GANGE. Initiiert hat das Ganze die „Genossenschaft von morgen“. Sie besteht aus insgesamt neun Gründungsmitgliedern, vier von ihnen sind im Vorstand. Mittlerweile zählen rund 50 Personen zu den Mitgliedern bzw. Miteigentümern – 300 braucht es, damit das Projekt finanziert und umgesetzt werden kann. Kann das nötige Geld nicht aufgebracht werden, fließen die je 250 Euro an die Genossen zurück.

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Ich bin Teilhaberin


WIE WIRD MAN KONSUMENT (UND DADURCH ZUGLEICH LADENBESITZER)?

VON LINKS die Vor standsmitglieder samt Nachwuchs: Daniel Sperl, Claudia Juf f inger, Innia und Ilvi, Vinzenz Mell und Ramona Hef tberger

• Man muss mindestens fünf Anteilscheine zu je 50 Euro kaufen, also insgesamt 250 Euro zahlen. Dann bekommt man nicht nur eine Zutrittskarte, sondern besitzt quasi gleichzeitig einen Teil des Supermarkts. • Will man kein Mitglied mehr sein, also aus der Genossenschaft austreten, bekommt man die 250 Euro zurück. • Mit dem Geld wird unter anderem das Geschäftslokal renoviert, der Laden eingerichtet, ein Kassa- und Zutrittssystem erworben, die Ware gekauft und der Aufwand abgegolten. • Das Beitrittsformular und die Satzung der Genossenschaft wird es auf der Homepage der „Speis von morgen“ geben, alternativ kann man auch ein Mail an info@speisvonmorgen.at schicken. • Nicht alle müssen 250 Euro zahlen: Man kann auch eine vergünstigte Mitgliedschaft beantragen.

© ILLUSTRATION: SHUTTERSTOCK/MONIKA CICHOŃ

BEIM SORTIMENT will man vor allem auf Regionalität achten.

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TEST

Stark dank Strom Seat steigt ins Rollerbusiness ein: Der MÓ 125 fährt nicht nur mit Strom, er geht auch dermaßen gut, dass der Tuningauspuff jeder Benzin-Vespa vor Neid erblasst. Text: Klaus Erler – Fotos: Axel Springer

HINTERGRUND:

SPASS: Die technischen Eckpunkte verheißen zunächst nichts Gutes: 95 km/h Höchstgeschwindigkeit, nur 12 PS bei 155 ­Kilogramm Gewicht. Dann kommt der Hammer: 240 Nm Drehmoment, muss man noch mehr sagen? Der MÓ 125 startet wie ein geölter Blitz und schafft die cityrelevanten 0 auf 50 km/h in 3,9 Sekunden. Die volle Kraft des Rollers scheint dabei immer erst nach einigen Metern bereitzustehen: Wohl eine dem gewaltigen Drehmoment geschuldete Drosselung, um keine uneleganten Drifteinlagen zu provozieren. Auf Landstraßen ist man dank lautloser Fortbewegung entspannt wie selten.

Der Volkswagen-Konzern baut schon des Längeren seine Markenidentität um, weg vom Dieselskandal hin zum jung-sauberen Elektroimage. Die dazugehörige Marke Seat zieht nicht nur mit, sondern überholt: mit dem eScooter Seat MÓ 125, der den Markenkern „Dynamik“ ins urbane Zweirad-Genre überführen will. Das gelingt ihm ansatzlos.

OPTIK: Das Thema „Zukunft“ wird im MÓ-Design glaubhaft abgebildet, auch dank scharf gezeichneter LED-Leuchten inkl. Tagfahrlicht. Dass dabei vor allem im unteren Karosseriebereich auch das optische Thema „elektrische Waschmaschine“ gestreift wird, liegt wohl in der Natur der batterieelektrischen Sache und lässt sich wegen des sperrigen Stromspeichers nicht ganz vermeiden.

FÜHRERSCHEIN: Wer eine normale Benzin-125er fahren kann, darf auch den MÓ 125 fahren.

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KAUFEN:

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Gekauft wird der Seat MÓ 125 online, ausgeliefert wahlweise an die Heimatadresse oder an einen der drei Tiroler SeatAutohändler Strasser, Mühlbacher und Eisenrigler. Diese Händler übernehmen auch die Servicierung des eScooters. Der von uns getestete Seat MÓ 125 kostet in der Farbe „Emotion Red“ 6.700 Euro, der Versand ist gratis. Eine Bundesförderung in Höhe von rund 700 Euro kann noch abgezogen werden.

be gemno vajobsn unter: .tirol

REICHWEITE: Seat verspricht bis zu 137 Kilometer pro Voll­ladung der 5,4 kWh großen Batterie. Wie auch sonst im E-Mobilbereich sind derartige Herstellerangaben graue Theorie. Im gebirgigen Alltag Tirols schafft der MÓ trotz Rekuperation nur 80 bis 90 Kilometer, lässt sich danach aber in rund acht Stunden an jeder Haushaltssteckdose wieder aufladen.

SERIENAUS­ STATTUNG: Drei Fahrmodi (Eco, City, Sport), BluetoothSchnittstelle, Helmfach für zwei Helme, LEDLeuchten, Rückwärtsgang, USB-Steckdose an der Lenksäule.

Direkt mit dem QR-Code zur Stelle:

IDEE: Die Batterie des Seat MÓ 125 wiegt zwar 41 ­Kilogramm, kann aber entnommen und dank Trolley-Ziehfunktion relativ problemlos bewegt werden. Sie lässt sich mit einem Aufsatz als externe Stromquelle verwenden. Ob die Seat-Nutzungsidee als „Stromquelle für ein entspanntes Outdoor-Event mit ausreichend Strom für Beleuchtung oder Musik“ oft realisiert werden wird, bleibt dennoch fraglich.


Entgeltliche Einschaltung

IVB News

Drei Seiten Mobilität

Lehrlinge gesucht! Die IVB freuen sich über motivierte BewerberInnen für das Ausbildungsjahr 2022/23. Jetzt die Chance ergreifen! Lehrlinge erwartet bei den IVB eine

Prämiensystems belohnt. Jederzeit

Top-Ausbildung in einem Top-Unterneh-

können sich interessierte KandidatInnen

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Auszubildende nicht nur neues Wissen

BewerberInnen.

in unterschiedlichen Bereichen an, sondern können dieses gleich in meh-

Alle Infos gibt’s unter www.ivb.at/lehre

reren Lehrwerkstätten in der Praxis

oder persönlich bei Ausbildungskoordinator

vertiefen. Einsatz und Engagement der

Fritz Lener unter Tel. +43 512 5307-161

Lehrlinge werden im Rahmen eines

bzw. f.lener@ivb.at.

Für das Ausbildungsjahr 2022/23 suchen die IVB: Kfz-TechnikerIn/NutzfahrzeugtechnikerIn/Hochvolt-Antriebe MechatronikerIn/FertigungstechnikerIn KarosseriebautechnikerIn Betriebslogistikkaufmann/-frau ReinigungstechnikerIn

Die Stadt bewegen Dass auch der Spaß als Lehrling bei den IVB nicht zu kurz kommt, beweist das letzte Lehrlingsprojekt. Gemeinsam mit den Musikern von „Von Seiten der Gemeinde“ haben die Auszubildenden einen eigenen Song mit dem Titel „Wir bewegen die Stadt“ aufgenommen – und anschließend auch ein professionelles Video dazu gedreht.


ivb.at

Mobil, aber nachhaltig Vom 16. bis 22. September findet heuer die Europäische Mobilitätswoche statt. Die IVB sind mit einer Ticketaktion dabei.

Das Straßenbild ist hierzulande noch stark von Autos geprägt. Um dies zu ändern und nachhaltige Mobilitätsformen zu fördern, wird auch heuer wieder die Europäische Mobilitätswoche organisiert – zum nunmehr bereits 20. Mal. Über 100 Tiroler Städte und Gemeinden, darunter auch Innsbruck, möchten im Rahmen dieser Kampagne mit diversen Aktionen das Bewusstsein für umweltfreundliche Alternativen und deren positive Auswirkungen

Ein Tag am Rad Wer das Stadtrad schon immer einmal testen wollte, hat während der Europäischen Mobilitätswoche die Möglichkeit, das gratis zu tun.

auf Gesundheit und Natur stärken. Startschuss ist der 16. September, den Abschluss bildet der Autofreie Tag am 22. September.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom

Weitere Infos gibt’s unter www.mobilitaetswoche.at.

16. bis 22. September steht das Stadtrad nicht nur seinen gewohnten NutzerInnen zur Verfügung: Alle, die den Service der

Auch die IVB sind heuer bei der Kampagne dabei: Sie bieten,

IVB schon immer mal testen wollten, können das für 24 Stunden

wie ÖBB und VVT, eine besondere Ticketaktion an, bei der

ohne jegliche Kosten tun. Nach einer Registrierung stehen

alle VVT-JahreskartenbesitzerInnen am 18. und 19. September

insgesamt 360 Räder an über 40 Standorten in ganz

bis zu drei FreundInnen gratis im Tiroler Nahverkehr

Innsbruck bereit.

mitnehmen können. Wie funktioniert’s? Für den kostenlosen Stadtrad-Schnuppertag

Radelt mit! Im Zuge der Initiative „Tirol radelt“ haben die Innsbrucker­ Innen bisher schon drei Millionen Kilometer zurückgelegt. Bis Ende September kann man noch mitmachen und attraktive Preise gewinnen. Infos gibt’s auf tirol.radelt.at.

muss man sich zuerst via nextbike-App oder online auf stadtrad.ivb.at registrieren. Anschließend kann man in der nextbike-App unter „Account-Einstellungen“, „Gutscheine“ den Gutscheincode 976197 eingeben, und schon geht’s los. Weitere Infos gibt’s online auf stadtrad.ivb.at.


ivb.at

Alle auf den Beinen „Innsbruck läuft“ heißt es wieder am 24. und 25. September beim Innsbrucker Stadtlauf. Und alle sind eingeladen. In diesem Jahr findet der Innsbrucker Stadtlauf erstmals im

bewerb folgen einen Tag später. Genauere Infos dazu und zum

Herbst statt. Ansonsten ist jedoch alles beim Alten geblieben:

Rahmenprogramm findet man ebenso wie Anmeldungsmöglich-

Die Strecken sind die gleichen wie bei den vergangenen Auflagen,

keiten auf innsbrucklaeuft.com.

die Start- und Zielbereiche sind ebenfalls wie gewohnt vor dem Tiroler Landestheater, und auch heuer wird das beliebte Laufevent in der Tiroler Landeshauptstadt wieder als Green Event durchgeführt. Das heißt, man legt großen Wert auf eine möglichst nachhaltige und faire Umsetzung. Der Startschuss fällt am 24. September um 15:15 Uhr mit den Läufen für Familien und

Gewinnspiel Die IVB verlosen 3 x 2 Startplätze für das Laufevent. Einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Stadtlauf“ an gewinnspiel@ivb.at senden und mit etwas Glück gewinnen.

SchülerInnen (U10 bis U16), die weiteren Läufe sowie der Staffel­

Nachts im Museum Viel zu entdecken gibt es auch bei der diesjährigen Ausgabe der Langen Nacht der Museen in Tirol. Für Abwechslung ist jedenfalls gesorgt. Die vom ORF veranstaltete Lange Nacht der Museen ist eine ideale Gelegenheit, um sich mal wieder Kunst und Kultur zu gönnen. Mit nur einem Ticket lassen sich am 2. Oktober von 18:00 bis 01:00 Uhr insgesamt 60 verschiedene Tiroler Einrichtungen besuchen – von „Klassikern“ wie dem Tirol Panorama oder dem Zeughaus über bisher noch nicht besuchte Galerien bis hin zu vielleicht zuvor gänzlich unbekannten Institutionen. Tickets gibt es in allen teilnehmenden Einrichtungen und im Vorverkauf auf tickets.orf.at.

Alle Informationen zur 21. ORF Langen Nacht der Museen inklusive Detailprogramm der beteiligten Institutionen finden

Die IVB-Shuttles bringen die Museumsbegeisterten zuverlässig

Sie auf langenacht.orf.at.

an ihr Ziel. Insgesamt gibt es drei Shuttle-Routen: 1 und 2 bedienen Einrichtungen in Innsbruck, während Route 3 nach Hall, Wattens, Schwaz, Jenbach und über Absam wieder retour nach Innsbruck führt. Start ist jeweils am Treffpunkt Museum am Franziskanerplatz in Innsbruck.

Gewinnspiel Die IVB verlosen 5 x 2 Tickets für die Lange Nacht der Museen. Einfach eine E-Mail mit dem Kennwort „LNM2021“ an gewinnspiel@ivb.at schicken und mit etwas Glück dabei sein.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck, T +43 512 58 60 20 / marketing@ivb.at / www.ivb.at; Gestaltung: Zimmermann Streiter Werbeagentur / Fotos: IVB/Berger, Webhofer


E N TG E LT LI CHE E INS C HA LT UNG

MIT DER AK TIROL GUT INFORMIERT IN DIE LEHRE Bei allen Fragen zur Lehre seid ihr bei der AK Tirol gut aufgehoben. Denn das Team der Jugendabteilung weiß, wo den jungen Menschen der Schuh drückt.

I

BERUFSBILD ANSCHAUEN. Die AK Experten empfehlen, zu Beginn des Lehrverhältnisses das Berufsbild genau anzuschauen. In diesem ist aufgelistet, welche Fertigkeiten und Kenntnisse ein Lehrling während seiner Lehrzeit im Betrieb erlernen muss. DREIMONATIGE PROBEZEIT. Die ersten drei Monate des Lehrverhältnisses sind die sogenannte Probezeit. Innerhalb der Probezeit kann sowohl der Lehrberechtigte als auch der Lehrling das Lehrverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen lösen. Die Auflösung muss jedoch schriftlich erfolgen! ARBEITSZEITEN NOTIEREN. Dringend empfohlen wird allen Lehrlingen, ihre Arbeitszeiten lückenlos und verlässlich aufzuschreiben. Sollte es einmal Probleme geben, sind diese Arbeitszeitaufzeichnungen sehr hilfreich. LEHRVERTRAG. Der Lehrvertrag sollte abgeschlossen werden, bevor du deine Lehre beginnst. Auf jeden Fall muss er innerhalb von drei Wochen nach Start deiner Lehre gemacht werden. Innerhalb dieser Frist muss dich

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m Herbst beginnen traditionell wieder viele Lehrverhältnisse. Mit den richtigen Infos fällt der Start ins Berufsleben gleich noch viel leichter. Deshalb finden Lehrlinge und Eltern hier einen Überblick über alle wichtigen Infos für den neuen Lebensabschnitt, zusammengestellt von den Experten der Jugendabteilung der AK Tirol.

dein Lehrbetrieb auch bei der Lehrlingsstelle als Lehrling anmelden. Sollte das nicht erfolgt sein, wende dich an die AK. FREIFAHRT FÜR LEHRLINGE. Zu Beginn ist es für den Lehrling wichtig, die Lehrlingsfreifahrt zum Betrieb und zur Schule zu organisieren. Lehrlinge können die Freifahrt für Schüler und Lehrlinge zum Selbstbehalt von 19,60 € beantragen. Darüber hinaus bietet der VVT die Möglich­keit, mit dem LehrPlusbzw. SchulPlus-Ticket ein ganzes Jahr um 99,80 € in ganz Tirol unterwegs zu sein. Die notwendigen Formulare und Infos erhältst du bei der Arbeiterkammer oder dem Verkehrs­verbund. 29

Infos & Kontakt Broschüren zu „Ausbildung Lehre“ oder „Dein Recht als Lehrling“ gibt’s kostenlos bei deiner AK unter 0800/22 55 22-1566. Unter derselben Nummer beraten dich die Expertinnen und Experten der AK Jugendabteilung kostenlos!


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6020 isst sich einmal quer durch die Stadt, verrät, was schmeckt, was nicht und was es Neues zu entdecken gibt.

Wilten will’s wissen De n R u f de s hi p p en Vi er t el s h a t W i l ten s c h on l a n g e. La n g s a m , a be r s i c h e r wi rd e r di e s e m a u c h g e r e c h t .

In Wilten kann man auf wenigen Metern viel Großstadtflair erleben. Drehund Angelpunkt ist dabei das VERENAS, das es in der kurzen Zeit seit seiner Eröffnung zum Krätzelcapo gebracht hat. Hier trifft man sich in der Früh zum Kaffee oder hippen Frühstück (Porridge, Kokos-Milchreis …), kann sich mit einem der wunderbaren Sandwiches über den Mittag retten und natürlich immer den Kern des Konzepts – Verenas Kuchen – genießen. Immer öfter sieht man hier auch Menschen mit einem Glas Wein oder einer Flasche Bier in der Hand – wie es sich eben für ein Großstadtcafé gehört.

Richtung Triumphpforte ebenfalls relativ neu im Wilten-Programm ist das WILTEN am Platz des ehemaligen Segafredos. Deutlich unpersönlicher und kühler hat auch dieses Lokal sein Publikum gefunden und serviert solide Frühstücksvariationen, wie es sich für ein Großstadt-


Neu- g fnun eröf

Z in att urr tor ü bne e Das hat noch gefehlt: die neue Weinbar LE MURGE am Wiltener Plat zl

Limonade 100 % BIO

Saft von sizilianischen Zitronen ohne künstliche Aromen, Säuerungs- oder Konservierungsmittel

BIO

krätzel gehört, bis in den Nachmittag hinein.

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Fast schon ein Veteran ist das L’ARC an der Nordspitze Wiltens. Zwei Neuerungen sind jedoch auch hier erwähnenswert – einmal der große Gastgarten, den das Lokal nach langem Hin und Her endlich bekommen hat und der so wie wir auf einen schönen Herbst hofft. Und einmal das neue Mittagsangebot, das in Form besonderer Sandwiches daherkommt. Unser Tipp: die beiden Neuerungen in Kombination ausprobieren. Auch auf der anderen Seite unseres hippen Stadtteils wird es nicht langweilig. Am Wiltener Platzl bekommen

die „Alteingesessenen“ neue Gesellschaft: Die OLIVE (unser Favorit, wenn es um veganes Essen in Innsbruck geht), das LEOPOLD (das Café am Wiltener Platzl), YOUR PLACEL (hippes Streetfood) und HOSTA (klassisches Kebap) nehmen jetzt einen Italiener in ihre Mitte. Im ehemaligen Immerland hat sich Piero (zuletzt La Trattoria) den Traum vom eigenen Lokal verwirklicht. LE MURGE – so der Name der neuen Weinbar – soll wohl auf die Herkunft Pieros anspielen, denn so nennt sich die Kalkhochebene in der Mitte Apuliens. Neben Weinen gibt es hier auch Frühstück, Antipasti und ein paar warme Gerichte.

weitere Sorten und Infos unter: www.midis.tirol Sorgfältig hergestellt von

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Bräuweg 1, 6280 Zell am Ziller


viel zu teuer

fresh dripped

GROSSES KINO, GROSSE PREISE? Kennt ihr das, wenn euch eine Rechnung zwar nicht in finanzielle Not bringt, aber lächerlich ungerechtfertigt erscheint?

Holt man sich im Cineplexx kurz vor Filmbeginn noch ein Mezzomix, reicht der Griff ins Kleingeldfach oft nicht aus, um das 4,10 Euro teure Getränk zu bezahlen. Zwei Schritte später fragt man sich, ob man nicht doch lieber zum Wasser hätte greifen sollen. Doch so prickelnd, wie es auf der Flasche steht, kann der Inhalt der Römerquelle für die hier verlangten 3,30 Euro gar nicht sein. Möchte man das Wässerchen mit Birnenoder Melissengeschmack genießen, werden weitere 50 Cent fällig und man ist quasi wieder beim Mezzomix-Preis. Im oberen Stockwerk kommt man sich dann kurz wie ein Idiot vor, wenn man den Automaten erblickt. Aber wirklich nur kurz, weil ein schneller Check verrät, dass sich hier die Getränkepreise ebenfalls in hohen Sphären bewegen, nämlich zwischen 3,80 und 4,10 Euro.

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Törggelen in urigem Ambiente

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IM FREIEN FALL Im Metropol gelangen die Preise in etwas ruhigere Gewässer, aber halt nur im Vergleich zum zuerst besuchten Kinoriesen. Denn auch hier kostet die Römerquelle 2,60 Euro und ein halber Liter Cola im Becher 3,40 Euro. Preislich keineswegs günstiger ist der hiesige Automat. Ganz im Gegenteil: Die Römerquelle kosten so wie am Tresen 2,60 Euro, für die Flasche Cola muss man 3,50 Euro investieren. Im Supermarkt kostet Softdrinks in der 0,5-Liter-Flasche übrigens rund einen Euro, ein Mineralwasser in etwa die Hälfte. Kein Wunder, dass die Kinos untersagen, Getränke selbst mitzunehmen. 

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SwingKitchen – das vegane Burgerkonze pt – ist da! Und zwar in der In nsbrucker Altstadt. Inha ltlich wie topo grafisch gege nüber vom McDonal d’s.

DER MOND IST AUFGEGANGEN Ende Oktober kommt der Nachtklub LUNA nach Innsbruck.

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Junges Publikum, stickige Luft, saftige Preise und aggressive Türsteher – das Konzept des „Szenelokals“ Felix funktionierte so gesehen lange Zeit überraschend gut. Diverse Lockdowns haben dem Laden aber dennoch den Garaus gemacht. Übernommen hat die Lokalität in der Brunecker Straße jetzt Johann Berchtold, seines Zeichens erfolgreicher Unternehmer und auch Betreiber von Innsbrucks größtem Freizeitgastronomiebetrieb, dem B1 in der Rossau. Er lässt gerade rausreißen, was sich rausreißen lässt, und will alles in neuem Licht erstrahlen lassen – wortwörtlich wohlgemerkt, denn das eigens von einem Lichttechniker entworfene Mondlicht steht nicht nur Namenspate für den neuen Club, sondern soll als Leitmotiv innen und außen für Stimmung sorgen, wenn „international bekannte DJs an den Wochenenden auflegen“, wie uns Berchtold verrät. Zwischen 15 und 20 Euro Eintritt soll der Eintritt für die Topevents ausmachen, unter der Woche soll sich Luna dann in ein gehobenes Studentenlokal

verwandeln: „Eintritt wird dann immer noch bezahlt, aber halt etwas weniger“, erklärt Berchtold. DJs werden immer noch auflegen, aber eben etwas lokalere und weniger bekannte. Wir freuen uns jedenfalls auf die Eröffnung Ende Oktober und sagen jetzt schon danke. Denn in Zeiten von Lockdowns, unsicherer Zukunft und verwirrenden G-Regeln sind wir besonders dankbar für Menschen, die Corona trotzen und in unserer Stadt etwas weiterbringen wollen. 

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Street Food ohne Street

„Es ist lukrativer für uns, privat zu stehen“ Georg Waldmüller, Futterkutter

Was unkompliziert und s­ pontan wirkt, braucht – vor allem in ­Innsbruck – viel Planung und Geduld: Streetfood-Konzepte tun sich in der Stadt nicht immer leicht. Text: Katharina Wildauer Fotos: Axel Springer

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as Futterkutter-Lastenrad am Franziskanerplatz zählt mittlerweile schon fast zum Ortsbild der Stadt. Seit knapp drei Jahren bieten Georg Waldmüller und Martin ­Schümberg jeden Mittag dort internationale Küche aus dem Glas an. Bis das erste über den Tresen ging, hat es aber fast ein Jahr gedauert. „Das Konzept war neu und musste für die Genehmigung durch viele Abteilungen der Stadt“, so Waldmüller. Als man für einen zweiten Standort erneut ansuchte, bekam man aber eine Abfuhr: Das Kontingent für Streetfood in der Stadt sei derzeit erschöpft. Es gebe keinen gleichwertigen Standort wie jenen am Franziskanerplatz, an dem auch die nötige Infrastruktur gegeben sei. PRIVAT VS. STADT. Also sah sich der Futterkutter nach privaten Gründen in der Innenstadt um und wurde im Hof der Alten Post in der 34

­ aximilianstraße fündig – und glückM lich. „Es ist lukrativer für uns, privat zu stehen“, so Waldmüller. Denn Unternehmen seien froh um den Service für ihre Mitarbeiter und verlangen wenig bis keine Miete – im Gegensatz zur Stadt. Auch andere Streetfood-Gastronomen, etwa Woodys Schmankerlkiste, nutzen private Flächen. „Man beginnt ja mit Streetfood, weil man sich kein Lokal leisten kann“, weiß Waldmüller. Dass Streetfood ein hartes Pflaster ist, musste auch Florian Erlacher lernen, der seine Dalstation vor Kurzem eingestellt hat. FREIE FAHRT. Auf die Genehmigung wird auch Werner Gutgsell angesprochen. Und zwar öfter als auf den Ursprung seines Eises, das er in seinem bunten Wagen in der Stadt verkauft. Als „Djelati“ ist er seit zwei Monaten in Innsbruck unterwegs. „Die Genehmigung für verpackte Lebensmittel


und mobile Stände ist viel einfacher zu bekommen“, weiß er. Das gilt sowohl für das selbstgemachte Eis als auch für die Getränke, die er aufgrund technischer Probleme aktuell verkauft. Für Streetfood, das keinen festen Standort hat und abgepackt verkauft wird, gibt es also keine Beschränkungen.

„Die Genehmigung für verpackte Lebensmittel und mobile Stände ist viel einfacher zu bekommen“ Werner Gutgsell, Djelati

KOMPLEXE BEREICHERUNG. Will man sich bei der Stadt erkundigen, wird schnell klar, wie kompliziert die Causa Streetfood ist. Denn gleich drei Abteilungen sind zuständig – Liegenschaften, Gewerbe und Handel sowie das Straßenverkehrsamt. Dass es nicht ganz einfach ist, gibt auch Bürgermeister Georg Willi zu. „Im öffentlichen Raum müssen alle gleichbehandelt werden und dieselben Möglichkeiten erhalten.“ Daher sei der Standort oft der Knackpunkt. Dazu kommen Interessenkonflikte mit etwa Anrainern. Grundsätzlich steht man Streetfood aber positiv gegenüber: „Es ist ein wertvolles und tolles Angebot, dass das Stadtleben bereichert“, so Willi. Bleibt zu hoffen, dass Innsbrucks Streetfood-Gastronomen hartnäckig und kreativ bleiben und ihr Angebot weiterhin durch Innsbrucks Straßen fahren.

BUNT UND UNTERHALTSAM Den Eis- und G etränkewagen Djelati erkennt man in der Innenstadt schon von Weitem.

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„ ‚M A NN BACKT ‘ NIMMT VIEL ZEIT IN A NSPRUCH, ABER ES WAR IMMER EIN HOBBY, U ND DAS IST ES IMMER NOCH.“ MARIAN MOSCHEN


ZWISCHEN

Zucker, Mehl und Butter

Mit seinem Blog und seinen Büchern teilt Marian Moschen alias „Mann backt“ seit 2012 süße und herzhafte Rezepte aus seiner privaten Backstube. Im September erscheint sein neues Buch „Mann backt Torten“ – Grund genug, ihm einen Besuch abzustatten und über seine Leidenschaft für Schwarzwälder Kirschtorte und Co zu sprechen.

Was ist für dich das Besondere am Backen? Dass man mit ganz einfachen Zutaten unendliche kreative Möglichkeiten hat. Bei mir ist es oft so, dass ich irgendwo Bilder sehe in einem Magazin, einem Film, ganz egal, und ich mir denke, so etwas muss ich mal machen. Das tue ich dann auch, probiere was aus, und das macht einfach Spaß. Du bist auch Kindergärtner – lässt sich das noch mit „Mann backt“ vereinbaren? „Mann backt“ nimmt viel Zeit in Anspruch, aber es war immer ein Hobby, und das ist es immer noch. So wie andere stundenlang rennradfahren gehen, ist das einfach mein Ausgleich. Der Kindergarten war immer das, was mich erfüllt hat, da war es nie eine Option für mich, das nicht mehr zu tun. Backen kann ich immer, wenn ich Zeit und Lust habe, Fotografieren auch, deshalb kommt sich das selten in die Quere.

Interview: Lisa Schwarzenauer – Fotos: Axel Springer, Mona Freude Lachen Liebe

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: Marian, du bist schon einige Jahre sehr erfolgreich mit „Mann backt“. Was waren deine bisherigen Highlights? M arian Moschen: Jede Buchveröffentlichung. Und dann hat es so Schlüsselerlebnisse gegeben. Einmal hat mich im Supermarkt eine Frau angetippt und gesagt: „Du bist der Marian.“ Da habe ich mir gedacht: Was kommt jetzt? Dann sagt sie: „Darf ich dich was fragen? Was kann ich denn machen, wenn mir der Germteig nicht aufgeht?“ Und da habe ich mir gedacht: Wow, jetzt kennen mich die Leute, aber es geht nicht um mich, sondern ums Backen, und das war das, was mir immer wichtig war.

Wie viel Zeit verbringst du mit Backen? Es variiert. Wenn ich loslege mit dem Backen für ein Buch, dann geht da richtig viel Zeit rein, da wird dann ganze Wochenenden durchgebacken und abends ganz lang, auch bis drei, vier in der Früh. In ein Rezept gehen sicher 30, 40 Stunden Arbeit von der Idee bis zur Veröffentlichung und Nachbereitung. Es geht viel Zeit drauf, aber ich glaube, nicht viel mehr als bei jedem anderen, der exzessiv ein Hobby betreibt.

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ZUR PERSON: Marian Moschen backt schon immer: Er hat als Kind damit angefangen und nie mehr aufgehört – das Backen ist ein Hobby, dem sich der hauptberufliche Kindergärtner leidenschaftlich gern und exzessiv hingibt. 2012 hat er seinen Blog „Mann backt“ gestartet, um diese Freude und seine Rezepte mit anderen zu teilen. Im September erscheint das sechste „Mann backt“-Buch, „Mann backt Torten“ im Tyrolia Verlag – 6020 verlost in der Oktober-Ausgabe einige Exemplare plus einen exklusiven Torten-Workshop mit Marian Moschen.

Im letzten Jahr hat Moschen einen Kellerraum in eine kleine Küche umgebaut, die auch al s Fotostudio dient und jet zt das kreative Zentrum von „Mann back t“ ist.

www.mannbackt.at

Tor ten waren immer schon eine Leidenschaf t von Marian Moschen, jet zt bringt er ein ganzes Buch zum Thema heraus.

Was backst du persönlich am liebsten? Ich liebe ein richtig gutes Frühstücksbrot – für Sonntag gibt’s fast immer ein frisches Brot. Aber wenn ich das Gefühl habe, ich habe grad richtig Lust auf Backen, dann wird es fast immer eine Torte. Wie bist du in der Backstube? Ich bin total strukturiert und sauber. Da liegt nie etwas herum, ich räume zwischen jedem Arbeitsschritt alles auf. Das ist so gewachsen, weil ich immer relativ wenig Platz zum Backen hatte. Da muss man einfach schauen, dass es sauber bleibt, und das ist mir wichtig – je sauberer man arbeitet, desto schöner wird das Produkt, das ist meine Erfahrung. Wie gehst du damit um, wenn ein Rezept nicht so funktioniert wie erhofft? Meistens geht es dann nicht komplett daneben, das sind Details, wo ich mir denke, das ist noch nicht optimal. Dann überlege ich mir, was ich ändern kann, wie ich das optimieren kann. Aber es hat schon so Dinge gegeben, wo ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, das so einfach nicht funktionieren wollte, und da kann ich dann schon mal sauer werden. Aber ich bin dann sehr problemorientiert und finde meistens eine Lösung. Und wenn es wirklich nicht geht, habe ich meine Joker in der Hinterhand – bei Brot meinen Cousin, der hat die Bäckerei Moschen, und im süßen Bereich Eveline Wild (Konditorweltmeisterin, Anm.).

Der beste Kuchen, den du je gegessen hast? Eine Schwarzwälder Kirsch – selbstgemacht, dann ist sie genau so, wie ich sie mag. Und der Enttäuschendste? Die Original Sachertorte. Die Erwartungshaltung ist hoch, aber das, was man bekommt, ist eigentlich billigst. Womit kann man dich sonst vom Tisch jagen? Wenn man sieht, dass nicht schön und sauber gearbeitet wurde – wenn in einer Creme ganz viele Brösel sind oder wenn Kuchen unappetitlich angerichtet sind, das kann ich nicht essen. Das Auge isst wirklich mit. 38


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„DIE SUPERM ÄRKTE LIEBEN MICH.“

Liebe zum Detail: Für Marian Moschen muss eine Tor te nicht nur schmecken, sondern auch gut aussehen.

Welche Zutaten sollte man immer zu hause haben? Mehl, Eier, Butter, Zucker. Damit kann man alles machen. Wie viel davon verbrauchst du im Monat? Sagen wir es so: Die Supermärkte lieben mich. Was empfiehlst du jemandem, der sich vielleicht zum ersten Mal an den Ofen wagt? Ich würde immer mit einfachen Rezepten anfangen, mit etwas, das keine zehn Komponenten hat. Und der wichtigste Tipp: Sich ganz exakt ans Rezept halten. Jeder, der ein Rezept schreibt, überlegt sich ganz genau, was ideal ist, damit das gut schmeckt und gelingt, in jedem Rezept steckt ganz viel Erfahrung. Experimentieren kann man später. Aber wenn man anfängt: Einfach grammgenau ans Rezept halten. Als Equipment reichen eine gute Waage und ein guter Handmixer, mehr braucht man am Anfang nicht. 40

Wie ist dein neues Buch „Mann backt Torten“ entstanden? Ich habe immer schon ganz viele Ideen in der Pipeline – für die nächsten zehn Jahre kann ich dir 30 Bücherideen sagen. In meinen bisherigen Büchern ist für jeden was dabei, aber Torten sind ein sehr konkretes Thema, das kauft sich nur jemand, der wirklich gerne Torten backt, und nicht jemand, der gern Blechkuchen mag. Es hat eine Zeit gebraucht mich zu trauen, so ein Nischenprodukt zu machen. Und jetzt war es so weit. Ich habe seit Jahren super Rezepte auf Lager und musste gar nicht überlegen, was da alles reinkommt. Was ist dein Lieblingsrezept aus dem neuen Buch? Die Schwedische Mandeltorte. Die habe ich schon hunderttausendmal bei Ikea gegessen, und seit Jahren denke ich mir: Die muss ich jetzt mal backen. Ich habe sie tatsächlich noch nie gemacht vorher, und sie ist unglaublich einfach: Das ist eine richtig gute, cremige Torte mit Baiser in der Mitte und ganz viel Creme, so wie ich es mag, und sie ist in 30 Minuten fertig. So was habe ich vorher noch nie gemacht – eine komplette Torte, die ausschaut wie eine Torte, schmeckt wie eine Torte, auch ein richtiges geschmackliches Highlight ist und in 30 Minuten am Tisch steht, das ist wirklich unvergleichlich. Vielen Dank für das Gespräch.


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SERIE

FRISCH GEPRESST MundArt schnappt sich schöne Erdäpfel und macht daraus Daumnidei. von Flo Seidl

Wenn des Sommers Sonnenstrahlen müde, schwach und früher ruh’n, kann man mit der Ernte prahlen und so manches Gutes tun. Wie zum Beispiel frisch vom Acker, aus der Erd und kugelrund, erntet man ganz froh und wacker Erdäpfel, die sind gesund. Damit lässt′s sich köstlich kochen, ohne Schale oder pur, lagernd halten sie ja Wochen und man schmeckt auch die Natur! Heut verkneten wir die Knolle, mit dem Teig ’ne Spielerei, braten sie dann auch ganz tolle, nennt sich einfach Daumnidei!

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MUNDA RT

Stichwort: Erdäpfel Etwa Mitte des 16. Jahrhunderts kam der Erdapfel (Solanum tuberosum) aus Südamerika nach Europa. Allerdings wussten die Menschen damals noch nicht, dass die Knollen der Pflanze gut schmecken – das Nachtschattengewächs wurde damals ausschließlich wegen der hübschen Blüten gezüchtet. Erdäpfel sind kalorienarm, denn sie enthalten rund 80 Prozent Wasser. Beim Erhitzen nimmt die enthaltene Stärke einen Teil des Wassers auf und quillt. Stärke ist der Energieträger der Kartoffel, dieses Kohlenhydrat wird aber erst durch das Garen verdaulich. Kartoffeln liefern auch hochwertiges Eiweiß und nennenswerte Mengen Kalium. Bei den Vitaminen sind vor allem B-Vitamine und Vitamin C enthalten.

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Das Rezept: Daumnidei Zutaten: 800 g Erdäpfel, 200 g Mehl, 1–2 Eier, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Butterschmalz zum Ausbacken, Sauerkraut, 5–6 Wacholderbeeren, 1–2 Lorbeerblätter, Apfelmus, Staubzucker Zubereitung: Erdäpfel in der Schale weich kochen und ausdampfen lassen. Anschließend schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken. Zerdrückte Erdäpfel mit Mehl und Eiern

verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Rasch zu einem Teig kneten. Je nach Beschaffenheit etwas Mehl hinzugeben. Aus dem Teig eine Rolle formen, daraus kleine, daumengroße Portionen abschneiden und am besten direkt in der heißen Pfanne in Butterschmalz herausbacken. Einmal wenden, bis die Daumnidei goldbraun gebacken sind. Herzhaft mit Sauerkraut servieren – oder süß mit Apfelmus.  Guten Appetit!

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Kennwort: „MundArt“ Einsendeschluss: 30. September 2021 Rechtsweg ausgeschlossen keine Barablöse Brunecker Straße 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at


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PROGRAMM

S E P TE M B E R 2021


KONZERT

30. SEPTEMBER 20 UHR

S PI E LPL ATZ A N M ÖG LI CH KE ITE N KEROSIN95 IN DER BÄCKEREI

Bei Kerosin95 bekommt jede Geschichte eine Bühne – teils ernsthaft, teils verspielt. Verpackt ist das auf dem Debütalbum „Volume 1“ alles in eine bunte Genremischung: Rap trifft auf 1990er-Jahre-Deutschpop und TrapBeats, Hip-Hop auf Indiegitarren, viel Spaß und Gefühl inklusive.

FESTIVAL

24. BIS 25. SEPTEMBER S PI E LWI E S E

GANS ANDERS FESTIVAL IN DER FREIZEITOASE AMPASS

Zwei Tage lang Tanzen und Feiern zu akustischer und elektronischer Musik – das geht bei Gans Anders, einem neuen Festival auf dem Areal bei den Peerhöfen. Mit dabei sind Acts wie Moreland, Marc PerinLittle Element, Vril und Djrum. Ergänzt wird das Ganze durch Ausstellun­ gen, Workshops und offene Jam Sessions.

FLORIAN RADITSCH

IM SCHEIN VON RAUCH UND FLAMME

AB 10.9.2021 IM TIROLER VOLKSKUNSTMUSEUM 45

tiroler-landesmuseen.at


PROGRAMM

KONZERT, THEATER

7. SEPTEMBER 17 UHR

KU LTU R AUS F LUG LOR. AROUND THE BLOCK IM TIROLER VOLKSKUNSTMUSEUM

Im Rahmen der Sonderausstellung „Al Lavoro“ und der Veranstaltungsreihe „Around the Block“ lädt der Kulturverein LoR. Legends of Rock in den Kreuzgang des Tiroler Volkskunstmuseums: ein musikalischer und kultureller Streifzug durch die Verbindung Tirols und Italiens mit SASSO E LATTE, innpro und Nothing About Trains.

FILM, AUFRUF

BIS 30. SEPTEMBER M ITMACH E N !

ANMELDUNG IFFI JUGENDJURY

Das Internationale Filmfestival (IFFI, 5. bis 10. Oktober) sucht wieder eine Jugendjury, die darüber entscheidet, welcher Teilnehmerfilm den Südwind Film­ preis über 1.000 Euro bekommt. Mit­ machen können alle Jugendlichen ab 15, die sich für Filme und Ge­ schichten abseits des Mainstream­ kinos interessieren – Anmeldung über vanessa.sturn@suedwind.at oder unter 0512 / 58  24  18.

Auf den Schirm! facebook.com/JollyInnsbruck

LITERATUR, FESTIVAL

10. BIS 12. SEPTEMBER LITE R AR I S CH E E I N B LI CKE SPRACHSALZ IM STREAM

Um internationale Autorinnen und Autoren einladen zu können, findet das Literaturfestival Sprachsalz auch 2021 digital statt: Literarische Größen wie Michael Chabon, Yoko Ogawa, Jon Fosse, Camille Kouchner und Scott McClanahan lesen und erzählen live aus ihren Wohn- und Arbeitszimmern.

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© LOR.KULTURAUSFLUG, SW, KABEL 9, ARNOLD PÖSCHL, JOHANNES PLATTNER

Es sind Bier, Captain.


LITERATUR

15. SEPTEMBER 20 UHR

LITE R A R I S CH E F E I N KOST STROMBOLI LITERATURFEST IM STROMBOLI

Ein Abend voller Literatur mit dem österreichischen Buchpreis­ träger Daniel Wisser („Wir bleiben noch“), dem Ersten Wiener Heimorgelorchester, Markus Köhle & Peter Clar („Schneller, höher und so weiter“), Silke Gruber und Martin Fritz.

DIE NIERE KOMÖDIE VON STEFAN VÖGEL PREMIERE 25.09.2021 KAMMERSPIELE

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AUSSTELLUNG

AB 3. SEPTEMBER PR E I STR ÄG E R

SONDERAUSSTELLUNG OLIVER LARIC IM FERDINANDEUM

Die Ausstellung zeigt aktuelle Werke von Oliver Laric, der 2020 mit dem Hauptpreis des RLB Kunstpreises ausgezeichnet wurde: Anhand digitaler Methoden verformt, verzerrt und inszeniert der Tiroler Künstler kunstge­ schichtliche Objekte und transportiert sie so in die Gegenwart.

www.landestheater.at


AUDIOVERSUM.AT

© Sentire_Julia Bornefeld

geHÖRT besucht: AUDIOVERSUM DIE AKUSTISCHE ERLEBNISWELT IN INNSBRUCK WIR FREUEN UNS AUF DICH! LITERATUR

16. SEPTEMBER # FOLLOW US ON

S CH I CKSA L STAG

THOMAS ARZT IM LITERATURHAUS AM INN

Wilhelm-Greil-Straße 23 6020 Innsbruck

In seinem Debütroman „Die Gegenstimme“ konzent­ riert sich Thomas Arzt auf den 10. April 1938, an dem sich die nationalsozialistische Machtübernahme in Österreich vollzog, und schildert die Geschichte seines eigenen Großonkels – als fieberhaft rastlose Erzäh­ lung über Mitläufertum, Feigheit, Ausweglosigkeit, Fanatismus und Widerstand.

Haupt-, Neben-, oder Sommerjob

Promotion für den

LITERATUR, FESTIVAL

Umweltschutz 5, 4 oder 3 Tage / Woche

LE S E R E I G E N 19. INNSBRUCKER PROSAFESTIVAL, DIVERSE LOCATIONS

Drei Tage, drei Orte, drei Mode­ ratoren, zwölf Autorinnen: In der Stadtbücherei, der Wagner­ schen und dem Sillwerk lesen Autorinnen aus dem gesamten deutschen Sprachraum und dar­ über hinaus aus ihren aktuellen Werken. Mit dabei sind u. a. Raphaela Edelbauer, Shaoron Dodua Otto, Kristof Magnusson und Mieze Medusa.

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© JOSEPH KRPELAN, RALF STEINBERGER, JÉRÉMIE MAZENQ, MARKUS GRADWOHL

16. BIS 18. SEPTEMBER


MUSIK, FESTIVAL

10. BIS 26. SEPTEMBER V E R B I N DU N G D E S V E R S CH I E D E N E N

KLANGSPUREN IN SCHWAZ UND INNSBRUCK, DIVERSE LOCATIONS

Das Tiroler Festival für Neue Musik steht heuer unter dem Motto „Transitions“. Es geht um Wandel und Übergänge, ein Miteinander des Verschiedenen – u. a. durch gewagte Kombinationen musikalischer Genres, wie etwa Rockmusik und Klassik, durch Integration arabischer Musik in neue Kompositionen oder durch kunstvolle Umformungen von Geräuschen in elektroakustischen Werken.

Raum für Literatur Lesungen Gespräche Diskussionen Schreibwerkstätten

www.literaturhaus-am-inn.at 6020 verlost

EINEN U26-PASS FÜR DAS KLANGSPUREN FESTIVAL (exklusive Klangwanderung) von 10. bis 26. September in Schwaz und Innsbruck Kennwort: „Transitions“ Einsendeschluss: 7. September 2021 Rechtsweg ausgeschlossen keine Barablöse Brunecker Straße 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at

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KONZERT, FILM

21. SEPTEMBER

23. SEPTEMBER

20 UHR

19 UHR

DAR K E LE C TRO N I CA

HY PN OTI SCH

Mediterrane Hauntology – so könnte man die künstlerische Arbeit des italienischen Audio- und Videokünstlers Mai Mai Mai bezeichnen. Elektronisch wird es auch beim Innsbrucker Klang- und Medienkünstler Lukas Moritz Wegscheider, der sich mit selbstprogrammierten Klangbearbeitungsanwendungen beschäftigt und im September sein Debütalbum „Not Even Stalin Wiretapped The Dead“ veröffentlicht.

Die neue Veranstaltungsreihe Aural Visions kombiniert verschiedene Medien, um eine atmosphärische Erfahrung zu schaffen, die über die Summe der einzelnen Teile hinauswächst. Teil 1 kombiniert Scott Barleys Film „Sleep Has Her House“ (Cinematograph) mit einem Konzert von Owl Rave, die nach der Filmvorführung in der p.m.k an die jenseitigen und sinistren Orte aus Twin Peaks entführen.

MAI MAI MAI UND LUKAS MORITZ WEGSCHEIDER IN DER P.M.K

FILM, FESTIVAL

13. BIS 15. SEPTEMBER D I S KU R S IV

POLITFILMFESTIVAL IM LEOKINO

Unter dem Motto „Macht und Betrug“ zeigt das PolitFilmFestival die Filme „Courage“ über den Widerstand gegen das Lukaschenko-Regime in Belarus, „Wem gehört mein Dorf?“ über Eigentum, Heimat und Kapitalismus und „Songs of Repression“ über den Machtmissbrauch eines Sektenführers. Nach jedem Film folgt eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen.

AURAL VISIONS I IM CINEMATOGRAPH UND IN DER P.M.K

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STREETART, FESTIVAL

21. BIS 27. SEPTEMBER CO LL A B

UNDERBRIDGE FESTIVAL BEIM EHEMALIGEN BAUHAUS

Für die dritte Auflage des Underbridge Festivals kollaborieren der Innsbrucker Streetartkünstler HNRX und das polnisch-portugiesische Künstlerduo MOTS: Sie gestalten über mehrere Tage gemeinsam ein großes Mural in der Höttinger Auffahrt.

FILM, FESTIVAL

20. BIS 26. SEPTEMBER

* auf einen Einkauf – gültig bis 02. 10. 2021. Gilt nicht auf reduzierte Ware, Freitag Taschen. Pro Einkauf und Kunde nur ein Gutschein einlösbar. Keine Barablöse.

S PO RT A M SCR E E N

ALP-CON CINEMA TOUR IM METROPOL KINO

Die Alp-con cinema Tour findet heuer in mehreren Etappen statt – den Anfang macht der Mountain-Block mit Filmen rund um das Thema Berg, egal ob Klettern, Bergsteigen, Wandern oder Trekking. Gezeigt werden die Produktionen „Climbing Blind“ und „Free As Can Be”.

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„STATUSMELDUNGEN“ IM THEATER PRAESENT

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Im Bestseller „Statusmeldungen“ hat Stefanie Sargnagel alle Facebook-Einträge gesammelt, die sie während ihrer Zeit als Callcenter-Mitarbeiterin und Kunststudentin verfasste. Das Theater praesent bringt in einer Uraufführung dieses Werk erstmals auf die Theaterbühne.

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Immer der roten Nase nach: Ein Nachrichtentechniker, der Rockstar werden wollte, und eine Englischlehrerin, die eigentlich vom dramatischen Fach träumte, bringen seit 1999 als Clownduo „Herbert und Mimi“ Jung und Alt zum Lachen. Auch dann, wenn der Tod an die Tür klopft. Text: Christiane Fasching – Fotos: Axel Springer

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olizeikontrollen sind nicht lustig. Außer man ist beruflich zu einem Clownauftritt unterwegs und teilt das wahrheitsgetreu den Beamten mit, die daraufhin zum Kind mutieren, leuchtende Augen bekommen und plötzlich auf ihre Rolle als Respektspersonen vergessen. Führerschein und Zulassung können warten, jetzt bitte erst einmal die roten Nasen aufsetzen: Ein bisschen Spaß muss sein. Wenn Manfred Unterluggauer und Helga Jud von dieser Begegnung mit der Exekutive erzählen, tanzt ihre Mimik Tango und eine Lachattacke jagt die nächste. Wer da ernst bleibt, ist im schlechtesten Sinn des Wortes komisch. Apropos: Komik ist das Geschäft des privat wie beruflich verbandelten Paares, das seit 1999 als Clownduo „Herbert und Mimi“ durch die Lande zieht. Die Mission der beiden ist dabei gleich simpel wie komplex. Gute Laune zu verbreiten, ist nämlich kein Zuckerschlecken, sondern harte Arbeit. „Leute zum Lachen zu bringen, ist unfassbar schön, allerdings auch wahnsinnig schwierig. Wenn es uns aber gelingt, dann entsteht da eine Verbindung mit dem Publikum, die uns beflügelt und noch übermütiger werden lässt“, sagt Manfred, der sich längst daran gewöhnt hat, mit „Hallo Herbert“ angesprochen zu werden. Auch Helga fällt kein Zacken aus

der Krone, wenn sie regelmäßig gemimit wird. Die von einnehmender Offenheit und beneidenswerter Direktheit geprägte Clowndame ist schließlich ein Teil von ihr geworden. „Ich kann als Mimi Dinge ausleben, die ich mich als Helga nie getraut hätte und mich mittlerweile aber traue. Mimi hat mich mutiger gemacht. Das liebe ich an ihr“, schwärmt die gebürtige Südtirolerin von ihrem Alter Ego, das im Zusammenspiel mit dem nicht minder nonchalanten Herbert Jung wie Alt aus der Reserve lockt. Gerade feilen die beiden an ihrem zehnten Familienprogramm, das Ende September in Wien Premiere feiert und nach einem Zwischenspiel in Südtirol dann auch das Innsbrucker Publikum zum Lachen bringen soll. „Endlich Sonntag“ heißt der neueste Wurf der Unterhaltungsprofis, die mit ihrer Clownerie ein künstlerisches Feld besetzen, das in Österreich nach wie vor recht brachliegt. Und oft als „Kinderkram“ abgetan wird, der wegen seiner Spritz­blumengagsgarnitur doch am besten in einer grindigen Zirkusmanege samt dickbäuchigem Spaßvogel mit Ringelshirt aufgehoben sei. DEN SPASS ERNST NEHMEN. „Im Gegensatz zu Frankreich, Italien, Spanien oder England gibt es bei uns keine große Clowneriekultur. Wir werden gern als Kasperlen abgestempelt – aber 52


das sind wir nicht“, wird Berufsclown Manfred ernst. Und bringt künstlerische Vorbilder wie Stan Laurel & Oliver Hardy, Louis de Funès oder Charlie Chaplin ins Spiel, die auch ohne rote Nasen auf Clownpfaden wandelten – weil sie den Spaß todernst nahmen, das Scheitern zur Kunstform erhoben und die Klaviatur der Komik mit dem eigenen Körper bespielten. Doch all dies will erst einmal gelernt sein. Bei Manfred und Helga kommen hier die „Roten Nasen Clowndoctors“ ins Spiel, zu dessen Team sie seit Mitte der 1990erJahre zählen. Hier haben der gelernte Nachrichtentechniker und die studierte Englischlehrerin die Grundzüge des Clownhandwerks beigebracht bekommen. Perfektioniert haben sie dieses dann bei ihren Besuchen in unzähligen Krankenzimmern, die sie bis heute mit schelmischem Schabernack erfüllen. Ist Lachen tatsächlich die beste Medizin? „Lachen hat auf alle Fälle eine verbindende und befreiende Wirkung: Wo gelacht wird, fallen

aufgestaute Spannungen weg. Das ist für alle spürbar“, weiß Helga, die froh ist, ein wenig Farbe in den oft tristen Patientenalltag zaubern zu können. Gerade auf Kinderstationen sei das humoristische Übermalen von dunkel­ grauen Schattierungen unglaublich wertvoll. Doch medizinische Wunder kann selbst der wunderbarste Clown nicht vollbringen. „Auch der Tod gehört zu unserem Job dazu“, meint die 53-Jährige leise. Aber wie geht man damit um, wenn klar wird, dass ein Kind den Kampf gegen seine Krankheit nicht gewinnen wird? Kann man da den Schalter überhaupt noch auf den Fröhlichkeitsmodus umlegen? „Kinder, die auf den Tod zusteuern, haben eine enorme Kraft: Sie tragen und trösten ihre Familie und geben auch uns unheimlich viel mit, weil sie intuitiv im Hier und Jetzt leben und sich bis zuletzt zum Lachen verführen lassen wollen. In der ganzen Traurigkeit kommt es da zu extrem ergreifenden Begegnungen“, sagt Manfred, der die 53

„Ich war schon in der Schule der Klassenclown und habe das Spiel mit der Grenze geliebt. Die Frage, ob ich gleich eine geschmiert kriege oder ob das noch lustig ist, hat mich gereizt.“ Manfred Unterluggauer alias Herbert


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HUMOR ALS MEDIZIN Der Verein „Rote Nasen Clowndoctors“ wurde 1994 gegründet und ist seither in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, Kärnten, der Steiermark und Tirol aktiv. Die rotnasigen Clowndoctors sind keine Ärzte, sondern speziell ausgebildete Künstler, die improvisieren, statt zu operieren. Sie besuchen unter anderem Stationen der Kinderchirurgie oder Kardiologie, sind aber auch auf Onkologie- und Intensivstationen im Einsatz, wo sie den Patienten seelische Unterstützung bieten und ein wenig Farbe in den Klinikalltag zaubern. Mit der Kraft des Humors sorgen sie aber auch in Altersheimen, Rehazentren oder Pflegeeinrichtungen für wichtige Glücksmomente. Regelmäßig finden Auditions statt, bei denen Bewerber vor einer künstlerischen Jury ihr Talent unter Beweis stellen müssen: Danach werden die angehenden Clowndoctors laufend in Workshops weitergebildet und in Clowntechniken, Zauberei, Musik und Sensibilierungstraining geschult. Vermittelt wird hier auch medizinisches und psychologisches Basiswissen. In Tirol sind aktuell 14 Rote Nasen Clowndoctors im Einsatz. Mehr im Netz: www.rotenasen.at

wochentäglichen Besuche in der Klinik, in Altersheimen und in Reha-Einrichtungen nicht missen will. Helga geht es da genauso. „Beim Clownsein zählt ja auch das Hier und Jetzt: Dieses Erleben des Moments verbindet uns mit den Patienten. Das spüren sie“, sagt sie und nimmt die rote Nase ab, die an ihr gar nicht wie ein Fremdkörper wirkt. ZUFÄLLE UND HINFALLER. Aber wie kamen die beiden eigentlich darauf, ihre seriösen Brotjobs ad acta zu legen und sich hauptberuflich dem Humor zu widmen? „Purer Zufall“, tönen sie unisono. Und kichern im Einklang. „Ich war schon in der Schule der Klassenclown und habe das Spiel mit der Grenze geliebt. Die Frage, ob ich gleich eine geschmiert kriege oder ob das noch lustig ist, hat mich gereizt“, erinnert sich der 58-jährige Innsbrucker an seine Bubentage zurück. Geträumt hat er dann aber von einer Rockstarkarriere, für die er auch den Job des Nachrichtentechnikers an den Nagel gehängt hätte. „Ich habe deshalb mit einem Freund eine Band gegründet. Nur kamen zu unseren Auftritten nie Leute. Da haben wir beschlossen, etwas auf die Beine zu stellen, das Zuschauer anlockt, und haben ein Kasperltheater gegründet, mit dem wir 25 Jahre aufgetreten sind. In dieser Zeit habe ich dann auch von einer Rote-Nasen-Audition erfahren. Der Rest ist Geschichte“, erinnert sich der gescheiterte Rockstar, der seine Gesangsleidenschaft nun als Herbert auslebt. „Ich höre zwar, dass ich oft falsch singe: Aber zumindest bringe ich damit wen zum Lachen. Das ist doch auch was“, meint er pragmatisch. 54

„Ich kann als Mimi Dinge ausleben, die ich mich als Helga nie getraut hätte und mich mittlerweile aber traue. Mimi hat mich mutiger gemacht. Das liebe ich an ihr.“ Helga Jud alias Mimi

Helga wiederum wollte Schauspielerin werden und sehnte sich nach dramatischen und tragischen Rollen. Gleichzeitig merkte sie aber, dass ihre Umgebung verzückt war, wenn sie als notorischer Tollpatsch ins Stolpern geriet. „Mein Gedanke war dann der: Wenn die Leute über mich lachen können, dann mögen sie mich auch ein wenig. Deshalb habe ich dann begonnen, das Patschertsein zu forcieren“, gesteht die Clownfrau, die bis 2003 in Sterzing an einer Mittelschule Englisch unterrichtete. Ihre Kündigung hat sie nie bereut. Denn: „Ich hab zwar unglaublich gern unterrichtet, aber die Clownerie ist eben nicht nur mein Beruf, sondern auch meine Berufung, weil ich hier meine eigenen Schwächen lieben darf.“


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HUMOR UND AMOR. Die Liebe zwischen Manfred und Helga entwickelte sich übrigens erst mit der Zeit. Zunächst waren da zwei Rote-NasenKollegen, die ein gemeinsames Bühnenprojekt, das „Clownduo Coco“ heißen hätte sollen, auf die Beine stellen wollten. In „Herbert und Mimi“ umgetauft wurde die Humormission dann von den Zuschauern, die anfänglich aber nur spärlich auftauchten. Nicht nur einmal dachten die beiden deshalb daran, den Hut drauf zu hauen und die Idee als gescheitert zu betrachten. „Doch jedes Mal, wenn wir auf die Nase gefallen sind, haben wir uns gegenseitig geholfen, wieder aufzustehen“, erinnert sich Helga an „hochemotionale Phasen, die uns zusammenwachsen ließen“. Beide steckten damals allerdings noch in einer anderen Beziehung und mussten sich irgendwann eingestehen, dass es immer schwieriger wurde, nach gemeinsamen Auftritten nach Hause zu kommen und in die alte Welt einzutauchen. „Die Hochs und Tiefs, die wir zusammen erlebt haben, konnten wir daheim nicht teilen. Für unsere damaligen Partner war das sicher nicht leicht, geschweige denn lustig“, meint Manfred rückblickend. Aber Clowns sind eben auch nur Menschen, die im entscheidenden Moment ihrem Herzen folgen. Mit der Liebe spaßt man nicht. Mit der Angst vor Clowns auch nicht. Verstehen die beiden eigentlich, dass sich so mancher vor ihresgleichen zu Tode fürchtet? „Wir sehen anders aus, haben eine enorme Energie und sind laut: Dass das gerade Kinder oft erschreckt, ist nachvollziehbar“, sagt Manfred. „Aber wir können unsere Energie schon auch dosieren“, ergänzt Helga. „Und plötzlich will der Dreijährige, der zuerst noch geweint hat, dann an unserer Nase ziehen.“ 

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KI NO KURT GIRK: Ein G entleman er zählt von der Wiener Halbwelt.

GaunerMelancholie Die österreichische Dokumentation „Aufzeichnungen aus der Unterwelt“ bietet faszinierende Einblicke in eine Wiener Halbwelt, wie sie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr existiert. Text: Klaus Erler

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ien in den späten 1960er-Jahren: Im Milieu der Klein­k riminellen geht es drunter und drüber. Die Schlagzeilen der Kronen ­Z eitung wissen von Raub, illegalem Glücksspiel, sogar Mord und Totschlag in Meidling und Ottakring zu berichten. Mittendrin im gesetzesfernen Durcheinander befinden sich der Wienerliedsänger Kurt Girk und sein legendärer Freund und Veranstalter verbotener Kartenspiele, A ­ lois Schmutzer.

„GUT“ UND „BÖSE“ NICHT ZU GREIFEN. Um diese beiden Protagonisten geht es Tizza Covi und Rainer Frimmel in ihrem aktuellen Dokumentarfilm „­ Aufzeichnungen

aus der Unterwelt“. Gedreht in 16 mm und hauptsächlich in Schwarz-Weiß hebt und entstaubt das Regieduo eine verwirrende, faszinierende und längst versunkene Wiener (Unter-) Welt, in der „Gut“ und „Böse“ mit heutigen Maßstäben nicht zu greifen sind. In langen Interviews erlauben Girk und Schmutzer Einblicke in ihr Leben, das sich um Gaunereien drehte, um Freundschaft, um Verrat, um die melancholische Gemütlichkeit verrauchter Wienerliedlokale und um die Kraft, trotz gesellschaftlicher und gerichtlicher Verurteilung weiterzumachen. Fast wie nebenbei zeigt sich dabei das Bild eines Nachkriegs-Österreich, in dem die strukturelle Gewalt des

Dritten Reichs unter anderem in einem unmenschlichen Strafvollzug weiterexistierte. Dass es dabei Täter auf beiden Seiten des Gesetzes gab, wird rasch klar.

WIDERSTAND GEGEN DIE STAATSGEWALT. Am Schluss hat man als Zuseher das Gefühl, nicht „Ganoven“ kennengelernt zu haben, sondern maximal „böse Buben“, die noch im von Faschisten regierten Wien auf der Straße aufwuchsen und im Widerstand gegen die Staatsgewalt keinen großen Unterschied machten zwischen der Zeit vor und nach 1945. Ausgezeichnet unter anderem mit dem „Romy 2020” und nominiert für den BerlinaleDokumentarfilmpreis 2020. 56

AUFZEICHNUNGEN AUS DER UNTERWELT Dokumentarfilm, Österreich 2020 Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel Mit: Alois Schmutzer, Kurt Girk


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DER W Ü R FE L September 2021

DA S LÖSU N G S WO RT A

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Lochmacher? Findet deutsches Schleckermaul in sich selbst schmackhaft

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Schießt SOS-signalisierend in den Himmel (Mz.)

2

Auf Vordermann bringen und Vordermann hinter sich lassen

3

Der wütende Nagler (?) wird in der Leichtathletik Disziplin-iert

4

Hier wird der Nenner laufend auf den Kopf gestellt

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10 x EIN TAGESTICKET FREIZEITZENTRUM AXAMS Kennwort: „Rätsel“, Lösungswort angeben! Einsendeschluss: 30. September 2021

So leg ich haarig zurecht

Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse

6

Der Elektro-Auftrag des Geheimagenten (?) ist eigentlich Abgas

7

Nur mit solcher Gewalt lassen sich Rohre buchstäblich brechen

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Der schmierige Acker wird vom Scheich bestellt

8

Für Briten wird der Arbeitsanzug alles in allem komplett angezogen

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Den verkehrten Eid verwechselt Brite mit tödlicher Aufforderung

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In Italien ver-Fluss-igt liegt er wie vornämlicher Newton im Ohr

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Das Zeugnis zeigt kein reich-haltiges Ergebnis

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Bruders Sohn als Teil des Nebeneffekts

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Die Courage der Schönheitskönigin (?) ist nichts für Gutgelaunte

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Verband-stechnisch zu sehen: Buchstäblich E-ntsorger Abfall

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Gar nicht jung und doch jugendsprachliche Anrede

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Der verrückte Tea wird in England geg-essen

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Dank verrückten Toren entdecken

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Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.

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BOLLOBER Oder: Keine Nervenzusammenbrüche bei der Rückengymnastik von Johannes F. Park

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o manchem Pädagogen, der sich traditio­ gelber Filzkugeln versuchen, noch bin ich darüber nellen Unterrichtsmethoden verbunden im Bilde, was Ihnen bei der Vollstreckung einer fühlt, wäre bei dieser Meldung beinahe der Rückhand longline, inmitten eines gekonnten Netzangriffs oder beim Bälle-Einsammeln so durch den Rohrstock aus der Hand gefallen: China Kopf geht – respektive ginge, so Sie sich denn auf schafft Prüfungen für Erstklässler ab. Ausgerechnet, möchte man ausrufen. einem entsprechenden Geviert schlagwillig einfänden. Das Land, das die 60-Stunden-Woche WI E K AN N Ich kann Ihnen jedenfalls sagen: für Kindergärten erfunden hat und Mir schießen beim Tennisspielen norHeimat 3.123 diplomierter KonzertpiMAN NUR SO anisten unter zehn Jahren ist, lässt so malerweise jede Menge düstere GedanE I N E PFE I FE ken durch den Kopf. etwas wie Empathie für seine Schulanfänger erkennen. Beobachter sprechen Zum Beispiel: Wie kann man nur SE I N? angesichts des sich abzeichnenden so eine Pfeife sein? Warum tust du dir Paradigmenwechsels schon von Waldiesen sinnlosen Schwachsinn bloß an? dorfisierung und Montessorismus. Oder auch: Scheiße, SCHEISSE, S C H E I S S E!!! Als Kolumnisten jagt es einem da einen wohligen Was ich mir nie denke, sind Dinge wie: Tennis ist Schauder über den Rücken. Weil so eine Meldung ein ausgezeichnetes Ganzkörpertraining für alle pünktlich zum Schulbeginn im fernen Austria ist ja Altersstufen, das auf spielerische Weise Fertigkeiten das perfekte Timing. Zumal man aus dieser Ecke in Technik, Taktik und Kondition vereint. Verschiedene unflätige Äußerungen, die dazu eher Schlagzeilen gewohnt ist wie: China kauft tendieren, noch hundert Meter abseits des Platzes Westafrika, Kylian Mbappé und drei US-Bundes­ verstanden zu werden, lassen mich annehmen, dass staaten. Oder auch: China installiert Kameras in 17 Milliarden Unterhosen. auch andere Tennisspieler von finsteren Gedanken Zum Thema muss man festhalten: Die Chinesen geplagt werden. Nicht zuletzt kann ja Spielgerät haben die Zeichen der Zeit erkannt. Leistungsdruck in verschiedenen Stadien der Zertrümmerung als ist heute nicht mehr gefragt. Schon der VolksschüBeleg für diese These herhalten. ler sagt zu Recht: Wie ich Bollober schreibe, geht Ich habe mir sagen lassen, dass sich auch Golfspieler häufig nahe der Verzweiflung bewegen. Ja, niemanden etwas an. Hauptsache, es steht Fortnite und Schachspieler sowieso. Was man aber überdrauf. Und warum später für einen BMW hackeln, haupt nie erlebt, sind Nervenzusammenbrüche bei wenn man einen VW von den Eltern geschenkt bekommt? der Rückengymnastik. Ich für meinen Teil lerne gerade wahnsinnig viel Das nenn ich einen Sport mit Zukunft. Apropos rückenschonend: Ich bettle jetzt nicht, von der jungen Generation. Aber es ist ein Prozess. sondern rate Ihnen bloß dringend zum Bezug Immer wieder ertappe ich mich bei ehrgeizigen Gedanken, verliere mich in wirren verheißungsvollen meines wöchentlichen Wohlfühl-Newsletters für alle Generationen. Seien Sie doch so freundlich Leistungsphantasien. Neulich beim Tennis zum Beispiel litt ich wieder und abonnieren Sie ihn kostenlos auf newsletter.jf-park.com.  einmal fürchterlich. Jetzt weiß ich weder, ob Sie sich zuweilen ebenfalls im schlägerbasierten Hin- und Herschicken jfpark@6020stadtmagazin.at

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FINANZBILDUNG

durch die Oesterreichische Nationalbank Im Rahmen des kostenlosen Programms Euro­Aktiv werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aktuelle Themen rund ums Geld erarbeitet. Bei allen Fragestellungen können die Kinder und Jugendlichen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Das Programm kann darüber hinaus auch als interaktiver Online-Workshop gebucht werden.

Dauer: 1 bis 2 Unterrichts­ einheiten

Themen: Bargeld & Zahlungsverkehr, Preisstabilität, Umgang mit Geld

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Weitere Informationen unter www.eurologisch.at Anmeldung unter regionwest@oenb.at oder finanzbildung@oenb.at

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Zielgruppe: 9. bis 13. Schulstufe


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6020 Stadtmagazin | September 2021  

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