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„Fahrscheinkontrolle“

Aus dem Alltag der IVB-Kontrolleure

P.b.b. 09Z037987M, 6020 Innsbruck

Besuch bei der alten Dame

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GR ATIS. Nie um sonst.

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erle Was Karenzpapas

März 2013

12. Jah rga ng

Zweite

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schichte, ge es eb Li ne ei l, al nf -U ill nh w Do Ein eine Geschäftsidee. Mit den wichtigsten Terminen von 19. März bis 21. April 2013


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L EDITORndIA e und schlechte Käufe Über gute Grü

VON MIC HAE L STE INLECH NER

L

ange Zeit galt Tirol als unantastbar, als Land mit eigenen Gesetzen, wenn es um Kaufpreise und Immobilienwerte ging. Wenig Grund, viel Berge und die so geschätzte hohe Lebensqualität waren die Zutaten, die den Immobilienkuchen wachsen und Maklerherzen höher schlagen ließen. Fast unmöglich war es, ein Grundstück in guter Lage nicht zu verkaufen, eine neue Wohnung nicht an den Mann zu bringen, bevor der erste Bagger überhaupt anrollte.

Der Durchschnittstiroler verbindet mit all den Innsbrucker Neubauten vor allem eines: das Gefühl, sich das nie leisten zu können. Und auch heute noch werden Sensationspreise für Wohnungen und Häuser in Toplagen erzielt, doch die Goldgräberstimmung bekommt erste Dämpfer. Immer mehr Projekte kommen nicht recht vom Fleck, immer mehr frisch gebaute Wohnungen stehen leer und warten darauf, für teures Geld den Besitzer zu wechseln. Es scheint, als ob schon jeder Reiche mit seinem Tiroler Immobilienportfolio zufrieden ist und auch unsere Südtiroler Freunde den Gefallen an steuerschonenden Investments verloren haben. Was bleibt, ist der Durchschnittstiroler, den mit all den Neubauten vor allem eines verbindet: das Gefühl, sich das nie leisten zu kön-

• M.STEIN LEC HNE R@6020STAD

nen. Die Annahme wird spätestens dann zur traurigen Gewissheit, wenn man die Bank betritt und sich seine Zukunftsaussichten in Zahlenform zerstören lässt. Die viel zu kleine Drei-Zimmer-Wohnung mit 15-Quadratmeter-Schlafzimmer, Minibalkon und durchschnittlicher Verarbeitung kostet inklusive Garage, Nebenkosten, Maklergebühr und Einrichtung locker 400.000 Euro. Die Bank finanziert nur dann, wenn man rund ein Viertel vom Preis gespart hat und es sich leisten kann, die restlichen drei Viertel abzubezahlen, im konkreten Beispiel mit einer Rate von knapp 1.500 Euro monatlich bei 25 Jahren Laufzeit. Meistens scheitert es schon an der Sparleistung, denn wie soll man sich ohne gröbere Erbschaft 100.000 Euro auf die Seite sparen und wo gibt es den Job, bei dem man so viel verdient, dass die nächsten 25 Jahre 1.500 Euro monatlich fürs Wohnen kein Problem darstellen? Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen lohnt sich Kaufen ohnehin nicht, da die Effektivkosten mit Zinsen meist deutlich höher sind als der Kaufpreis (die 300.000 Euro aus unserem Beispiel kosten in 25 Jahren fast 150.000 Euro an Zinsen und die Wohnung damit inklusive Anzahlung schon mal 550.000 Euro). Addiert man die finanzielle Belastung auf den Alltag hinzu, verliert Kaufen oft schnell seinen Reiz. Würde der viel verbreitete Grundsatz, dass Mieten unvernünftig und Geldverschwendung ist, stimmen, würde er nichts an einer Tatsache ändern: In Innsbruck ist es oft die einzige Chance, dass man mit seinem Einkommen auch das Wohnbudget abdecken kann, und auch wenn kein Eigentum daraus resultiert, verursacht es nur in den seltensten Fällen gröberes Kopfweh. q

TMAGAZ IN.AT

Zwei im Flow Die einen schütteln den Kopf, die anderen fi nden die Geschichte extrem inspirierend: Christina Schafranek ist seit einem Downhill-Unfall querschnittsgelähmt, ihr Lebensgefährte Thom hat ihr ein maßgeschneidertes Bike gebaut, mit dem sie Ende April sogar am Nordkette Quartett teilnehmen wird. Steffen Arora war mit dem Pärchen downhillen und erzahlt ihre Geschichte ab Seite 34.

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INHALT 14

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„Zusammen den Flow“

Ein Downhill-Pärchen meistert sein Schicksal

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„Fahrscheinkontrolle“ IVB-Kontrolleure erzählen

07 STADTLEBEN 10 Meinung, die Sinn macht Wirtschaft trifft auf soziales Engagement 12

Besuch bei der alten Dame

Eine 103-Jährige erzählt

Landtagswahlen, ein Erklärungsversuch Was uns am 28. April erwartet

14 Besuch bei der alten Dame Eine 103-jährige Innsbruckerin erzählt 16

„Fahrscheinkontrolle“ Aus dem Alltag der Ticketkontrolleure

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Ein Mann und sein Laptop Ein Gründer blickt auf sein erstes Jahr

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Neue Väter braucht das Land Karenzpapas und ihre Erfahrungen

Fremde Zungen Besuch im Sprachecafé

37 Wer will mich? Über das Verschenken auf Facebook

24 Up & Away Alles rund ums Reisen

38 In fremden Sprachen reden Learning by doing im Sprachencafé

28 Essay

39 Kunst & Design Diesmal: Gabriela Nepo-Stieldorf

31 LEBEN 32 MundArt Diesmal: Spargelsuppe und pochiertes Ei 34 COVER: „Zusammen den Flow“ Ein Downhill-Pärchen meistert sein Schicksal

42 PROGRAMM 50 Pro & Contra Diesmal: Harlem-Shake-Videos 52 Ohrenschmaus und Augenweide 56 Rätsel 57 Schmunzelecke 58 Johannes F. Park

Impressum Herausgeber Medieninhaber & Verleger Chefredaktion Grafik Mitarbeiter dieser Ausgabe Fotos Anzeigenverkauf Anschrift, alle Geschäftsführung Verlag Druck Hinweis

Michael Steinlechner TARGET GROUP Publishing GmbH Barbara Wohlsein Angi Reisinger Steffen Arora, Klaus Erler, Florian Gasser, Sonja Kainz, Jane Kathrein, Willi Kozanek, Walter Mair, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Flo Seidl, Verena Zankl (Korrektur) Gerhard Berger, Emanuel Kaser, Franz Oss Thomas Pilgram, Walter Mair • verkauf@6020stadtmagazin.at Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck • Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -20 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Niederösterreichisches Pressehaus Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.zielgruppenverlag.at/Impressum abgerufen werden.

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Das nächste 6020 erscheint am 22. April 2013


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STADTLEBEN

FB-Barometer

Burgermeister Block 7 setzt neue Maßstäbe. Mit viel Gedöns wurde Anfang März das Block 7 am Grabenweg eröffnet. Vom Barber Shop und Car Washer bis zum Rockhouse – dass die Betreiber Fans des amerikanischen Lifestyles in allen Facetten sind, ist unübersehbar. Die eigentlichen Stars sind jedoch die Burger, die man mittags und abends bestellen kann. 6020 hat sich den „Big Block“ zur Brust genommen – 300 Gramm Fleisch, 22 Zentimeter Durchmesser, 18,60 Euro. Das Fleischlaibchen ist hausgemacht und leicht rosa gebraten, die Zwiebelsauce gut, der Käse nicht zu dominant, der Salat zu klein geschnitten, die Tomatenscheiben dafür viel zu dick. Diesen Burger „schön“ zu essen, kann man vergessen. Die French Fries sind unauffällige Nebendarsteller, der extra bestellte Coleslaw (Krautsalat) überraschend gut. Großen Hunger sollte man auf jeden Fall mitbringen.

Wer etwas auf sich hält, hat eine eigene Facebook-Seite. Diesmal im Freunde- und „Gefällt mir“-Vergleich:

Innsbrucker Theater Theater Praesent Innsbruck: 2.401 Freunde

Freies Theater Innsbruck: 416 Fans

Innsbrucker Kellertheater: 342 Fans

Westbahntheater: 289 Fans Tiroler Landestheater: 211 Fans

Alles, was geht. Das

Teppan Wok hat seit Jänner Konkurrenz am Bahnhof: Im „Shambala“ im neuen PEMA-Komplex wird ebenfalls gegrillt, was und wie viel der Gast sich wünscht. Dazu gibt es das obligatorische chinesische Buffet, Sushi, Salat und Nachspeisen. Montag bis Samstag isst man im Shambala zu Mittag um 10,90 Euro so viel, wie man will, der Abendpreis wurde mittlerweile von 19,90 auf 15,90 Euro gesenkt. Die Qualität der Zutaten ist gut, der Geruch der Kleidung nach dem Besuch weniger.

© KURT PURE FROZEN YOGHURT

CHALLE NGE. Der „Big Block“ ist selbst für Hungrige eine Herausforderung.

© 6020/KASER

(Stand: 11. 3. 2013)

Croissant-Riese. Ende März

eröffnet am Innsbrucker Hauptbahnhof eine Filiale der deutschen Bäckerei-Kette Le Crobag, die für Croissants, Baguettes und Café au lait bekannt ist. Der französische Einschlag könnte im Baguette- und Ruetz-gesättigten Innsbruck durchaus Fans finden.

Hier kommt Kurt.

Achtung, Trendalarm: Das FYPS beim Landesgericht war der Vorreiter, nun bekommt Innsbruck bereits seinen zweiten Frozen-Yoghurt-Shop. Mitte März startete „Kurt Pure Frozen Yoghurt“ am Burggraben 21 in den Testbetrieb, in einem Monat soll die offizielle Eröffnung stattfinden. Das Konzept: Hochwertiges Frozen Yoghurt (hergestellt aus biodynamischer Milch) in verschiedenen Geschmackssorten plus 20 verschiedene Toppings. Der Sommer kann kommen!


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Im Bild

Momentaufnahme des Monats Frühling am Marktplatz

Filmexperter

Kampf den Plakaten

Die Stadt Innsbruck sagt den Wildplakatierern den Kampf an: Ende Feber wurden bei einer nächtlichen Schwerpunktaktion der Innsbrucker Berufsfeuerwehr und der Mobilen Überwachungsgruppe rund 100 unerlaubt angebrachte Plakate auf Ampelmasten, Verkehrszeichen etc. entfernt. Da die Plakate häufig die Sicht der Verkehrsteilnehmer einschränken, hat die Stadt weitere Aktionen angekündigt.

Nach dem Abschluss seine Ausbildung an der AFCI University in Los Angeles ist Johannes Köck, Leiter der Cine Tirol, Österreichs erster „Certified Film Commissioner“. Damit ist er ausgewiesener Experte für die Planung und Durchführung internationaler Filmproduktionen. Die Cine Tirol ist seit 1999 Mitglied der AFCI und nimmt seitdem regelmäßig an internationalen Fachveranstaltungen und Ausbildungen teil.


Stadtleben

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VHS-Kurs des Monats Tücher & Schals Die fulminante Rückkehr des Seidenfoulards: Was noch bis vor kurzem als spießigstes Accessoire aller Zeiten galt, avanciert in dieser Saison zum It-Piece überhaupt – und zwar in allen erdenklichen Variationen: als Schal, Haarband, Kopftuch, Top und sogar als Gürtelersatz. Richtig geschlungen, geknotet und drapiert wird jedes Tuch zum Blickfang. Lernen Sie in diesem Kurs unter fachkundiger Anleitung der Modedesignerin Susanne Prister viele unterschiedliche Wickeltechniken kennen! Für praktische Übungen werden Tücher zur Verfügung gestellt, gerne können Sie auch Ihre eigenen mitbringen. Zeit

18. 4., 18.30–21 Uhr

Ort

Atelier prister®

Kosten

24 Euro

Freud & Leid DIE GUTE NACHRICHT ...

... für das Herz Das Tiroler Unternehmen AFreeze hat einen neuartigen Herzkatheter entwickelt, mit dem gefährliches Vorhofflimmern des Herzens erfolgreich behandelt werden kann. Die Idee und der Prototyp des Katheters entstanden im Zuge einer Zusammenarbeit der UMIT und der Kardiologie der Medizinischen Universität Innsbruck, Ende 2012 wurde der Katheter erstmals in Innsbruck und Linz getestet. Nun folgen klinische Studien, um eine rasche Markteinführung zu ermöglichen.

SONNENHUNGR IG. Jedes Jahr dasselbe Spiel: Wenn sich die warmen Sonnenstrahlen endlich durchsetzen, strömen die Innsbrucker auf den Marktplatz, um den ersten Freiluft-Kaffee der Saison zu trinken. Die großen und kleinen Skater können es auch schon nicht mehr erwarten, bis endlich Frühling ist.

DIE SCHLECHTE NACHRICHT ... © 6020/KASER

... für die Atemwege

Wer bist du?

© CINE TIROL

Im Rahmen des Projekts „Wer bist du?“ haben OberstufenSchüler die Möglichkeit, mit Menschen aus verschiedenen Kulturen ins Gespräch zu kommen und dabei Vorurteile abzubauen. Seit 2010 haben 30 Klassen und rund 500 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teilgenommen. Im heurigen Schuljahr fanden in der Stadtbücherei Innsbruck bereits drei Begegnungen statt.

Die Tiroler Bevölkerung ist weiterhin einer deutlich höheren Feinstaub-Belastung ausgesetzt, als die WHO und die USA empfehlen. Im Jahresmittelwert wurden 2012 in Innsbruck 14,8 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen. Vor allem ältere Dieselfahrzeuge, aber auch neue Benzin-Pkw erzeugen in ihren Abgasen diese gefährlichen Feinpartikel. Im Transitland Tirol ist die Belastung vor allem in Stoßzeiten und an Stautagen besonders hoch.

Zahlen, bitte!

91.000

Der Alpenverein konnte im Vorjahr in Tirol 91.000 neue Mitglieder gewinnen – das entspricht einem Plus von 9,4 Prozent im Vergleich zu 2011. Österreichweit verzeichnete nur Wien ein höheres Wachstum (104.000 neue Mitglieder, plus 12,4 Prozent).


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Meinung, Vier Innsbrucker Volkswirte wollen Meinungsumfragen mit sozialem Engagement kombinieren. VON WILLI KOZANEK

G

uten Morgen, wir führen eine kleine Erhebung zum Einkaufsverhalten durch. Hätten Sie fünf Minuten Zeit?“ Solche Anrufe nerven. Kein Wunder, dass nur jeder zehnte Versuch einer anonymen telefonischen Meinungsumfrage erfolgreich verläuft. Eine neue Innsbrucker Plattform könnte Umfragen in Zukunft um einiges erträglicher und erfolgreicher gestalten. „Es ist eine Art ‚Fair Trade‘“, sagt Stefan Haigner, einer der Gründer der Plattform meinemeinung.cc. „Hilfsorganisationen wie der Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverband werben über Rundbriefe oder Freunde für unser Projekt. Wenn wir dann Aufträge für Meinungsumfragen bekommen, spenden wir im Gegenzug mindestens 50 Prozent vom Erlös diesen Einrichtungen.“

Jeder Zweite macht mit. Wenn Unternehmen Gutes tun wollen und sich sozial engagieren, kommt bei manchen Skepsis auf. Für Stefan Haigner zu Unrecht: „Auch Unternehmer sind ganz normale Leute, die helfen wollen.“ Bei vielen Menschen gäbe es eine große Bereitschaft, karitativ tätig zu sein und Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. „Uns helfen zum Beispiel Grafiker, Datenschützer, Notare oder Wirtschaftsprü-

WIRTSCHAFT TRIFFT SOZIALGEFÜHL. Stefan Haigner will mit meinemeinung.cc neue Wege gehen.

fer unentgeltlich.“ Und auch für Haigner und seine drei Mitgesellschafter von meinemeinung.cc gibt es „nur“ einen Stundenlohn. „Wenn das Projekt läuft, soll im Endeffekt der gesamte Erlös an Hilfseinrichtungen fließen.“ Die Erfolgschance von meinemeinung.cc steckt für Haigner in der Reduktion der Kosten, die für die Umfragen anfallen: „Wir müssen keine Studenten engagieren, die rumlaufen und Leute zu Umfragen animieren, wir haben für unsere eigene Firma bereits ein Büro gemietet, zahlen also keine ExtraMiete, geben nichts für Werbung aus und die Gestaltung der Homepage wurde kostenlos durchgeführt. All diese Ausgaben können wir uns sparen und so mehr an die Hilfsorganisationen spenden.“ Aufträge kommen zum Beispiel von Landesregierungen, großen Firmen oder Bürgerinitiativen. Letztlich agiert meinemeinung.cc nur als Mittler zwischen Auftraggebern und registrierten Nutzern. Im Gegensatz zu den zehn Prozent der Leute, die bei anonymen Telefonumfragen mitmachen, reagieren bei registrierten Nutzern etwa 50 Prozent auf Meinungserhebungen.

Wirtschaft trifft Engagement. Mitbestimmung und Transparenz sind wichtige Prinzipien des Projekts. Registriert man

sich, bekommt man alle ein bis zwei Monate eine Einladung zu einer Umfrage. Vorab erfährt man, wie viele Fragen gestellt werden, wie lange die Umfrage dauert und wie viel Geld in den Sozialtopf fließt. Nach der Umfrage kann man abstimmen, welche Hilfsorganisation unterstützt werden soll. Somit entscheidet man über die Aufteilung des Geldes mit. Die Verwendung der Erlöse für die Hilfseinrichtungen ist über einen Kooperationsvertrag geregelt. Außerdem wacht ein Beirat über die Gelder. Das Innsbrucker Projekt ist ein Beispiel für Social Entrepreneurship. Mikrokredite & Co. haben längst gezeigt, dass Privatwirtschaft und soziales Engagement kein Widerspruch sind. Stefan Haigner arbeitet eigentlich bei der Gesellschaft für Angewandte Wissenschaften GmbH. Wie all die Grafiker, Wirtschaftsprüfer und Website-Entwickler, die am Projekt mitwirken, hat also auch er einen Brotberuf. Er und sein Team stecken zurzeit noch relativ viel Zeit in den Aufbau der Plattform. „Das Projekt soll mit der Zeit aber ein Selbstläufer werden, ich will in Zukunft nicht mehr wie zehn bis 15 Stunden im Monat daran arbeiten“, meint Stefan Haigner. Dann könnte ein noch größerer Prozentsatz der Erlöse an die Hilfsorganisationen gehen. Win-win für alle. q

© 6020/OSS

die Sinn macht


Er ist zur端ck. Ab April 2013.

In allen teilnehmenden Raiffeisenbanken.


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, n e l h a w Landtags ersuch ein Erklärungsv

Am 28. April 2013 ist es wieder so weit: Tirol wählt einen neuen Landtag. Noch nie war die Auswahl an Listen für die Wählerinnen und e. Wähler größer, viele haben den Überblick längst verloren. 6020 bietet Abhilf VON STEFFEN ARORA & FLORIAN GASSER

A

ls hätte das Wahlvolk nichts Besseres zu tun, muss es sich bei den Landtagswahlen Ende April voraussichtlich mit 13 Listen (Stand: 6. März) auseinandersetzen. Etablierte Traditionsparteien und eine ganze Reihe von neuen politischen Gruppierungen rittern um die 36 Sitze im Tiroler Landtag. Doch die Auswahl ist nur vermeintlich groß. Selbst bei den angeblich neuen Bewegungen finden sich fast nur altbekannte Gesichter – die allerdings behaupten plötzlich, sie wollten Tirol verändern. Das Land erlebt derzeit ein parteipolitisches „Bäumchen wechsle dich“-Spiel im großen Stil.

Heute hier, morgen dort. Da wäre die Liste „vorwärts Tirol“, die von zwei ehemaligen Regierungsmitgliedern angeführt wird. Als gäbe es keine ideologischen Unterschiede, haben sich Ex-SPÖ-Landesrat Hans Lindenberger und Ex-VP-Landesrätin sowie Ex-VP-Hauptgeschäftsführerin Anna Hosp zusammengetan und versprechen „einen neuen, offenen Stil“ im Land, so sie denn gewählt werden. Die Antwort auf die Frage, warum sie diesen offenen Stil nicht schon früher praktiziert haben, bleibt natürlich offen. Beide waren lange Zeit selbst Teil des politischen Establishments, wurden von ihren eigenen

Parteien geschasst. Ihr jetziges Engagement wirkt nicht zuletzt wie eine Trotzreaktion. Ähnlich verhält es sich mit Patrick Pfurtscheller, dem Spitzenkandidaten der Liste „Für Tirol“, der heute wortgewaltig gegen „die herrschenden Zustände im Land“ wettert. Vor gar nicht allzu langer Zeit war er noch deren ebenso wortgewaltiger Verfechter. Als ÖVP-getreuer Wirtschaftsbündler war Pfurtscheller 2006 während des Innsbrucker Gemeinderatswahlkampfes als Sprecher für die „Initiative06“ mitverantwortlich. Ziel der Kampagne war es, den politischen Gegner zu desavouieren.


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ALT UND NEU. Alte Bekannte, neue Listennamen, viel Zersplitterung – so präsentiert sich Tirol vor der Wahl.

Anhänger der Erben von Fritz D. machen ihr Kreuz beim Bürgerforum, Anhänger des Fritz G. beim Bürgerklub.

© MONIKA CICHON

Politik ist ihr Hobby.

Teile und herrsche. Endgültig verwirrend wird ein tieferer Blick in das Lager der Freiheitlichen. Die Zahl der Brüche, Spaltungen und Wiedervereinigungen ist kaum noch zählbar. Kurz zusammengefasst: Rudi Federspiel war einst das Schlachtross der Innsbrucker Blauen, wurde dann von Jörg Haider verbannt, machte sich politisch im Gemeinderat selbstständig, absolvierte einen Gastauftritt für die ÖVP im Landtag, kehrte als Solodarsteller in den Gemeinderat zurück und ist nun wieder FPÖ-Kandidat für den Landtag – gemeinsam mit Parteiführer Richard Hauser, der wiederum unbedingt einen Erfolg braucht. Die ausgeschlossenen Gesinnungsgenossen um den Rechtsabweichler Werner Königshofer stehen Gewehr bei Fuß, um einen durch eine eventuelle Wahlschlappe geschwächten Hauser zu stürzen. Vom Überraschungserfolg der Liste Fritz ist wenig übriggeblieben. 2008 wurde sie aus dem Stand die zweitstärkste Kraft im Land, doch inzwischen ist sie ebenfalls gespalten. Nach dem Rücktritt von Fritz Dinkhauser und der erfolglosen Suche nach einem „Wunderwuzzi“ (Dinkhauser), wird nun der verbliebene Landtagsklub gegen die Getreuen um Fritz Gurgiser antreten. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Namensgleichheit ist verwirrend:

Ihre parteiinternen Querelen auf die Spitze getrieben haben die Tiroler Ableger des Team Stronach, der Piraten und des BZÖ. In Innsbruck konnten die Seeräuber zwar ihren österreichweit ersten Erfolg feiern, doch wie rasch es mit der Korsarentreue vorbei ist, wenn die erbeuteten Schatztruhen erst geöffnet sind, haben sie schnell gemerkt: Inzwischen treiben die Innpiraten und die Piraten Partei Tirol (PPT) ihr Unwesen. Allerdings wird nur die PPT bei den Landtagswahlen antreten. Frank Stronach wiederum hat sich, wohl mehr aus Versehen als durch Desinteresse, zuerst ein etwas abenteuerliches Team zusammengekauft. Nach medialem Druck musste der rechte Trupp rund um den politisch schon mehrfach verhaltensauffällig gewordenen Alois Wechselberger allerdings die Flucht antreten. Die Suche nach einem bekannten und zugkräftigen Ersatz-Spitzenkandidaten blieb allerdings erfolglos. Trotz potenziell hoher Transfersummen ließ sich kein Wunschkandidat auf einen Wechsel in das Lager des kauzigen Milliardärs ein. Nun wird Tischlereiunternehmer Walter Jenewein, bislang ÖVP-naher Gemeindevorsteher in Mieders, die Liste anführen. Ob BZÖ-Landesparteiobmann Gerhard Huber derzeit die Muße hat, sich einem Wahlkampf zu widmen, ist fraglich. Denn der Nationalratsabgeordnete sieht sich mit einem Ermittlungsverfahren der Wiener Staatsanwaltschaft konfrontiert. Ende Feber 2013 hob der Nationalrat deshalb die politische Immunität des Osttiroler Mandatars auf. Seine orange Tiroler Truppe, die nicht im Landtag vertreten ist, fiel in den vergangenen fünf Jahren nur einmal auf: 2010 trat praktisch der gesamte Landesparteivorstand aus Protest gegen die Person Hubers zurück.

Und sonst? Und die etablierten Parteien? Die sind vor allem mit sich selbst beschäftigt. Die ÖVP steckt noch mitten in den Aufräumarbeiten nach den Debakeln rund um Christian Switak etc. Günther Platter sitzt alles andere als fest im Sattel und braucht dringend einen Wahlerfolg. Ob die Aufbruchsstimmung in der SPÖ nach dem von vielen herbeigesehnten Abgang von

Hannes Gschwentner noch lange andauert, ist fraglich. Und ob sie zu einem kleinen Wahlerfolg taugt, ebenso. Die Grünen wagen wiederum das Experiment, mit einer runderneuerten Truppe in die Schlacht zu ziehen. Georg Willi hat das Zepter übergeben und wechselt auf die Bundesebene. Nun muss die nächste Generation, allen voran Ingrid Felipe und Gebi Mair, zeigen, was sie kann. Schließlich wären da noch die Kommunisten und die Christen, die frei nach dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ auch 2013 wieder ins vermutlich aussichtslose Rennen um Landtagsmandate gehen wollen.

Innsbrucker Hochburgen. In der Landeshauptstadt konnte sich bei den Landtagswahlen 2008 keine Partei eine absolute Stimmenmehrheit in einem Wahlsprengel sichern. Doch es gibt durchaus gewisse lokale Hochburgen in der Stadt. Auf fast verlorenem Posten steht hier die SPÖ, die 2008 vor allem im Osten der Stadt große Verluste einfuhr und nur mehr in einem statistischen Bezirk, in WiltenWest, eine relative Mehrheit erringen konnte. 2003 dominierten die Roten noch ganze zehn solcher Bezirke. Diese verloren sie zuletzt vor allem an die FPÖ, die sich 2008 die Mehrheit in der Lohbachsiedlung, in großen Teilen Pradls sowie in Arzl-Süd und Arzl-O-Dorf sichern konnte. Die Grünen konnten im innerstädtischen Bereich punkten und holten 2008 die Mehrheit am linken Innufer in Mariahilf und St. Nikolaus, in Dreiheiligen sowie in Wilten-Ost und WiltenMitte. Im restlichen Stadtgebiet dominierte bei den Landtagswahlen 2008 die ÖVP.

Politischer Föhnsturm. Noch sind die Sachthemen nicht besetzt. Die Plakatständer sind noch leer und die Wahlkampflokomotiven warten in der Remise. Doch am Horizont braut sich bereits ein deftiges Politgewitter zusammen. Die Kontrahenten werden sich wenig schenken und auf Tiefschläge leider nicht verzichten. 13 Parteien könnten auf dem Wahlzettel stehen, so viele wie selten irgendwo. Erst bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die Unterschiede zwischen den Listen gar nicht so groß sind. Ideologische Gräben trennen sie selten, öfter sind es persönliche Animositäten, die zur Parteigründung geführt haben. Eine Stimme entschied die Wahl in Kärnten. Jeder einzelne sollte sich demnach gründlich überlegen, wo er am 28. April 2013 sein Kreuzerl macht. q


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Besuch bei der

alten Dame

Sie ist in der Kaiserzeit geboren, hat beide Weltkriege und das Wirtschaftswunder erlebt: Rudolfine Eheim ist eine rare Zeitzeugin und eine der ältesten Innbruckerinnen. Im Altenheim Tivoli ließ die 103-Jährige ihr Leben im großen Überblick Revue passieren.

© 6020/OSS, PRIVAT

VON KLAUS ERLER

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eboren wurde Rudolfine Eheim am 13. Feber 1910 als uneheliches Kind in Innsbruck. Rudolfine heißt sie nach Kronprinz Rudolf, dem ältesten Sohn Kaiser Franz Josefs, und man ahnt es schon: Die Mama war eine glühende Verehrerin des Kaiserhauses. Der Papa war als Besitzer des Wirtshauses Auracher Löchl in Kufstein ganz mit der Führung seines Wirtshauses beschäftigt. Bald schon war die Mama mit ihren insgesamt drei Kindern überfordert und gab Rudolfine als Vierjährige zu Verwandten nach Meran.

Bescheidene Zeiten. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Erinnerungen Rudolfine Eheims: „Als junges Mädchen fühlte ich mich in Meran wie im Himmelreich, vor allem, wenn wir auf Sommerfrische in Mölten waren. Als Kinder

genossen wir dort große Freiheiten.“ Weniger Eindruck machten die verabreichten Mahlzeiten auf das junge Mädchen: „Viel Auswahl hatte man damals nicht. Oft gab es zu Mittag eine Brennsuppe, am Abend ein Muas, wir waren da nicht verwöhnt.“ An den Todestag von Kaiser Franz Josef 1916 kann sich die alte Dame heute noch lebendig erinnern: „Wie er gestorben ist, haben wir Kinder in Meran einen ganzen Rosenkranz für den Kaiser beten müssen.“ Die Schule und die Lehre als Kauffrau absolvierte Rudolfine Eheim in Bozen, es folgten Anstellungen in Stoff- und Kurzwarengeschäften. Es waren nicht unbedingt Rudolfine Eheims Traumberufe, die sie erlernte, aber sie konnte sich mit ihrer Wahl arrangieren: „Die Zeiten waren zwar nicht schlecht, aber bescheiden, und wo man etwas zum Arbeiten bekommen hat, da ist man halt hineingerutscht.“

Im Krieg nach Innsbruck. Als begeisterte Bergsteigerin fand sie in der Natur den Ausgleich zum harten Arbeitsalltag. „Jeden Sonntag um vier in der Früh sind wir auf und davon in die Berge, nach Schlern, Tiers, auf die Seiser Alm.“ Ihre zweite Leidenschaft – der Tanz – führte schon bald dazu, dass sie ihren Mann kennenlernte. „Er hat mich im Rathauskeller in Bozen immer zum Tanzen geholt und dann ist es halt so weit gekommen, dass wir 1933 geheiratet haben“, erklärt Rudolfine Eheim ihre Familiengründung. Unkompliziert ist auch ihre grundsätzliche Einstellung zum Thema Ehe: „In der heutigen Zeit könnte ich mir gut vorstellen, Kinder auch ganz alleine großzuziehen.“ 1934 kam ein Sohn als erstes von vier Kindern in Südtirol auf die Welt. Im Zuge der Option entschied sich die Familie Eheim 1940 für eine Übersiedlung nach Innsbruck. Diese schwere Entscheidung


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BLICK ZURÜCK. Die junge Rudolfi ne Eheim noch vor ihrer Heirat in Südtirol

wurde durch den Umstand erleichtert, dass zum damaligen Bürgermeister von Innsbruck ein verwandtschaftliches Verhältnis bestand. Die Familie Eheim bezog eine Wohnung in der Kapuzinergasse, das in den Kriegswirren als einziges in der Umgebung nicht von Bomben getroffen wurde. Rudolfine Eheims Mann wurde noch 1940 zur Wehrmacht eingezogen und kehrte erst 1947 nach Flucht aus britischer Gefangenschaft wieder zur Familie zurück.

Einen Traum erfüllt.

Rudolfine Eheim hat vier Kinder, vier Enkel, neun Urenkel und eine Ururenkelin.

Rudolfine Eheim arbeitete nach dem Krieg zunächst beim Milchhof, ihr Mann war Bäcker bei der ETAB, bevor sich beide in den Fünfzigerjahren mit einem Frischwarengeschäft in der Kapuzinergasse und später mit einer Bäckerei in der Claudiastraße selbstständig machten. Auch während der Sechziger und Siebziger bewohnte die Familie gemeinsam mit dem jüngsten Sohn und der nach dem tödlichen Autounfall der Tochter aufgenommenen Enkelin weiter die Kapuzinergasse. Von hier aus fand Rudolfine Eheim nach dem Tod ihres Gatten 1983 auch Zeit und Gelegenheit,

einen langgehegten Traum zu verwirklichen: das Reisen quer durch Europa, von Spanien bis Jugoslawien, von Ungarn bis in die Türkei. Diese Reiseleidenschaft hielt bis ins Jahr 1995 an: „Das war für mich so wichtig, dass ich im Alter noch was von der Welt gesehen habe, mein Mann war ja nie sehr reisefreudig.“ 1995 übersiedelte Rudolfine Eheim freiwillig ins Altersheim, da eine Schwäche in den Händen die Bewältigung des Haushaltsalltages nicht mehr zuließ. Vom Wohnheim Hötting aus war sie bis 97 fast täglich zu Fuß in Innsbruck unterwegs. Das Geheimnis ihres hohen Alters? Rudolfine Eheim verweist auf die guten Gene: „Getrunken und geraucht habe ich zwar nicht, aber ansonsten ganz normal gelebt. Hohes Alter liegt bei uns in der Familie, schon meine Mama ist sehr alt geworden.“ Zum Beweis kann ein kürzlich durchgeführter Bluttest dienen, der laut Ärztin „Werte wie bei einer gesunden 60-Jährigen“ ergab. Und welchen Tipp gibt Rudolfine für ein erfülltes Leben? „Bescheiden leben, sich nach den Umständen richten und sich auf das, was man vorfindet, möglichst gut einstellen.“ q

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AUF DER JAGD. Täglich sind vier bis sechs Kontrolleure der IVB unterwegs.

r t n o k n i „Fahrsche Rund 1.200 Fahrgäste sind monatlich in den IVB-Bussen ohne Fahrschein unterwegs. 20 Kontrolleure sind mit Erlagschein und Kamera auf der Suche nach ihnen. VON NINA WALCH-H EIZER


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M

ögen tut sie niemand. Ihr Erscheinen ist immer lästig, manchmal auch teuer. Es gibt sicher populärere Jobs, als Kontrolleur der IVB zu sein. Rund 20 Männer und Frauen haben sich trotzdem dafür entschieden. Sie fahren regelmäßig mit den Öffis und lassen mit dem Wort „Fahrscheinkontrolle“ das Blut so mancher in den Adern gefrieren. Mindestens vier Kontrolleure sind seit 1992 täglich im Streckennetz unterwegs. Die Ausreden, die sie zu hören bekommen, sind kreativ, vielfältig und sinnlos. „Am häufigsten reden sich die Erwischten damit heraus, dass sie den gültigen Fahrschein vergessen hätten oder ‚eh gerade zahlen gehen wollten‘“, berichtet Peter Morianz. Er hat viel gehört und erlebt in seiner langjährigen Kontrolleurs-Karriere. Inzwischen ist er nicht mehr so oft „draußen“. Jetzt ist er meist im IVB-Bürogebäude gegenüber der Wiltener Basilika. Gut zwei Jahrzehnte war er davor im Streckennetz des VVT unterwegs. Immer mindestens zu zweit. Durchschnittlich sind vier bis sechs Kontrolleure täglich im Einsatz. Nach Schwerpunkten durchkämmen sie die Busse und Straßenbahnen. Auch Kurzstrecken werden nicht ausgenommen. „Bei so einer Aktion erwischten wir mal an einem Vormittag 22

rolle!“ Hausfrauen, die für die Kurzstrecke zum Supermarkt oder zur Bank keinen Fahrschein lösten“, erzählt er.

ohne Fahrschein unterwegs. „Schwarzfahrer“ nennt keiner der beiden die blinden Passagiere. Sie wollen niemandem unterstellen, dass er schwarzfährt, vielleicht hat ja wirklich jemand das Ticket vergessen oder verloren. Morianz sieht seine Aufgabe klar umrissen: „Ich stelle nur fest, dass diese Person eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, für die sie keinen gültigen Zahlungsbeleg vorweisen kann.“

Alles dabei. Den typischen Schwarzfahrer gibt es nicht. „Als ich anfing, haben sich meine Vorurteile gleich aufgelöst. Ich kontrollierte im ‚R‘ eine Dame in Pelzmantel und Perlenkette und daneben saß ein Punker-Pärchen mit violetten Haaren, Piercings und zerrissenen Jeans. Die beiden hatten Halbjahres- und Jahreskarten und die feine Dame hatte keinen Fahrschein“, erinnert sich Morianz. Von jung bis alt, von Tirolern bis Migranten, von reich bis arm, von Studenten bis Pensionisten – alles ist dabei. „Manche halten auch einfach 55 Euro bereit. Sie fahren regelmäßig schwarz und werden eben hin und wieder erwischt“, sagt er. Kurt Schmarl warnt jedoch vor diesem System: „Beim zweiten Mal kommt es zu einer Strafanzeige und man ist als Mehrfachtäter vorbestraft.“ Touristen sind in der Regel mit Fahrschein unterwegs. Sie sind gut informiert und wissen, wo sie welches Ticket erhalten. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 wurde ein Russe in einem IVB-Bus kontrolliert. Als er kein Ticket vorweisen konnte, meinte der Fan: „Ein Russe kauft kein Ticket, er kauft den Bus.“ Das war vielleicht die originellste Ausrede. Eine Provision pro Strafe gibt es bei der IVB übrigens nicht. Darunter würde sowohl die Menschlichkeit als auch die Harmonie zwischen den Kollegen leiden, sind sich Morianz und Schmarl einig.

Ehrenbeleidigung.

© 6020/BERGER

Vier Prozent ohne Fahrschein. Im Monat sind es bis zu 1.200 Gäste ohne Fahrschein. Diese Zahl ist seit Jahren gleich. Egal, in welche Höhen die Ticketpreise schnellen. „Durch die Linienausweitung hat sich mehr Fahrplanmasse ergeben, dadurch ist die Zahl der Erwischten gestiegen“, sagt Kurt Schmarl von der Leitstellenleitung. „Doch das Verhältnis von kontrollierten Fahrgästen zu denen ohne Ticket hat sich nicht verändert.“ Etwa vier Prozent sind durchschnittlich

Seit einigen Jahren sind auch Frauen im Team. Obwohl es auch zu tätlichen Übergriffen kommen kann. Morianz wurde von einem aggressiven Fahrgast schon mal aus dem Bus gestoßen und verletzt. „Das sind Einzelfälle, kommen aber auch vor“, sagt er, „dann holen wir sofort die Polizei. Meist war die Person auch vorher schon bei der Exekutive auffällig.“ Mit solchen Übergriffen und Attacken umzugehen, lernen die Kontrolleure in regelmäßigen psychologischen Schulungen und Seminaren.

Die Profis stecken Beleidigungen leicht weg. Sie versuchen ruhig den Sachverhalt festzustellen und sich nicht provozieren zu lassen. „Man muss lernen, zwischen Beruf und Person zu trennen. Wenn mich ein Fahrgast beschimpft, kann er nur den Kontrolleur, aber nicht mich als Mensch meinen“, sagt Morianz. Da sie keinen Gast festhalten dürfen, kann es passieren, dass einer aus dem Bus springt und davonläuft. Das tut in der Seele des Kontrolleurs weh. „Die Leute merkt man sich“, sagt er, „und sie kommen immer wieder. Früher oder später erwischt man denjenigen dann doch.“

Fotos von Erwischten. Da es immer wieder vorkommt, dass ein erwischter Schwarzfahrer die Daten eines anderen angibt, dürfen die Kontrolleure seit einem halben Jahr Fotos von den Personen machen. „Die Beschuldigten kamen teilweise mit dem Erlagschein zu uns und konnten beweisen, dass sie zu der angegebenen Zeit nicht im Bus gesessen sind“, erzählt Schmarl, „daher haben wir bei der Datenkommission erreicht, dass wir ein Foto von den kontrollierten Leuten ohne Fahrschein machen können. 80 Prozent der zu Unrecht gestraften Personen erkennen auf den Bildern einen Freund oder Nachbarn.“ Seither hat der Namensmissbrauch stark abgenommen. Früher musste oft die Polizei gerufen werden, um die angegebenen Daten vor Ort zu überprüfen, das erübrigt sich damit. Wenn tatsächlich mal ein Ausweis vergessen wurde, kann man diesen übrigens nachreichen und muss „nur“ zehn Euro Verwaltungskostenanteil bezahlen. Schmarl: „Das kann ja mal passieren, die regelmäßigen Fahrgäste kennt man ja auch mit der Zeit.“

Kontrollieren als Workout. „Nach Jahren als Kontrolleur hat man schon ein Auge, wo jemand ohne Ticket sein könnte“, sagt Morianz. Doch prinzipiell gehe er immer davon aus, dass alle Fahrgäste ein gültiges Ticket vorweisen können. Das versucht er auch seinen Kollegen und Nachfolgern im Außendienst zu vermitteln. „Ich bin ja jetzt mehr im Büro“, sagt er und streicht sich über seinen Wohlstandsbauch. Den hatte er nicht, als er noch regelmäßig „draußen“ war. „Man unterschätzt, wie anstrengend die Arbeit auch körperlich ist, das ständige Auf-denBeinen-sein, Einsteigen, Aussteigen. Anfangs war ich am Abend total erledigt“, sagt er. q


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REALITÄTSCHECK. Selbstständigsein besteht nicht nur aus sonnigen Nachmittagen, wie Manuel Heidegger feststellen musste.

Ein Mann

und sein Laptop Manuel Heidegger, 28, hat sich als Trainer für interkulturelle Firmen in das Abenteuer Selbstständigkeit gewagt. Für 6020 hat er sein erstes Jahr als Einzelkämpfer festgehalten – Höhen und Tiefen inklusive. PROTOKOLL: SONJA KAINZ

Der Startschuss: Träume und Ängste. Nicht, dass ich schon ein alter Hase in meinem Job wäre. Tatsächlich sind es gerade mal eineinhalb Jahre, die ich in diesem Büro sitze. Trotzdem habe ich jetzt schon das Gefühl, dort nicht weiter zu kommen. Die Vorstellung, mein eigener Chef zu sein, erscheint mir immer reizvoller. Das Ruder wieder selbst in die Hand nehmen und nicht ständig von Entscheidungen anderer abhängig sein, das wär’s. Einige Kontakte habe ich schließlich schon. Das finanzielle Risiko hält sich ebenfalls in Grenzen, größere Investitionen sind nicht nötig. Außerdem kann ich jederzeit wieder zurück in ein „normales“ Arbeitsverhältnis, wenn ich das möchte. Das Einzige, was mich zweifeln lässt, ist die Aussicht, jeden Tag alleine in meinem WG-Zimmer vor mich hinzuwerkeln. Teamarbeit fehlt mir schon jetzt, dabei habe ich im Moment immerhin noch Kollegen in Rufweite. Wenn ich

allerdings daran denke, wieder Herr meiner eigenen Zeit zu sein und unabhängig arbeiten zu können, gibt’s für mich keinen Grund mehr zu zögern. Ich wage den Schritt. Ich sehe es als eine Art Selbstversuch für ein Jahr.

Nach drei Monaten: Erste Zweifel und Einsichten. Eigentlich sollte ich zufrieden sein. Ich bin gerade von meiner ersten Reise zurück, die ich mit meinem Job verbinden konnte. Nachdem ich in Australien Kunden besucht habe, konnte ich noch zwei Wochen dranhängen und mir das Land anschauen. Zum Teil habe ich von meinem Zelt aus Mails und Anrufe beantwortet, während ich auf die wunderschöne Landschaft des Grampion National Parks geschaut habe. Das war mein Traum – oder sollte es zumindest sein. Als ich zurück nach Innsbruck komme, merke ich, dass mir trotz allem etwas fehlt. Mein aktuelles Projekt ist sehr viel kom-

plexer als die vorhergehenden. Im Gegensatz zu früher stehe ich jetzt allein vor der Aufgabe, mich jeden Tag neu zu motivieren und eine Lösung zu finden. Es gibt niemanden, der mir etwas abnehmen könnte, und auch niemanden, der mir in Zeiten, in denen es mal nicht so rund läuft, zeigt, wo’s lang geht. Ich bin eben nicht nur mein eigener Chef, sondern auch mein eigener Angestellter. Manchmal komme ich mir vor, als würde ich allein auf einer Insel leben. Ausschließlich virtuell zu arbeiten, kann mitunter einsam sein. Langsam könnte ich mir einen klassischen Job wieder richtig gut vorstellen und ich ertappe mich immer wieder beim Durchforsten von Stellenanzeigen. Doch dann kommt ein neues Projekt auf mich zu. Anfangs denke ich, dass ich damit überfordert bin. Dann stellt sich aber heraus, dass es mich genau dahin führt, wo ich hin wollte – nämlich zu mehr Kontakt mit Menschen. Ich arbeite nicht nur virtuell, sondern trainiere Mitarbeiter


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Zur Person

Manuel Heidegger (28) hat am MCI Innsbruck Management, Kommunikation und IT studiert. In Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Argonaut bietet er internationalen Firmen eine Online-Plattform, die Angestellte auf Jobs in einem fremden kulturellen Umfeld vorbereitet. Derzeit ist vor allem das Interesse von europäischen Firmen groß, die Angestellte nach Afrika schicken. Zusätzlich bietet Haidegger an der Hermann-Gmeiner-Akademie von SOSKinderdorf in Innsbruck auch persönliche interkulturelle Trainings an.

auch direkt im Umgang mit anderen Kulturen. Aus dieser Phase habe ich gelernt, wie wichtig es für mich ist, nicht nur alles über den Laptop zu erledigen. Ich achte darauf, mir immer wieder „echte“ Kundentermine auszumachen und direkt auf andere zuzugehen. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mache, was ich mache. Ich bin Herr über mein eigenes kleines Reich und kann selbst steuern, wohin die Reise geht.

Nach einem Jahr: „Relativ reich.“

Das AMS unterstützt Arbeitssuchende, die bereit sind, sich selbstständig zu machen, im Rahmen eines JungunternehmerProgramms. Voraussetzung dafür ist ein vernünftiger Business-Plan, der von Unternehmensberatern genau unter die Lupe genommen wird. Rat gibt es außerdem beim Gründer-Service der Wirtschaftskammer.

© 6020/OSS

Tipps für Gründer

Mein Selbstversuch funktioniert bis jetzt sehr gut. Mein Ziel war, dass die Arbeit so viel Spaß macht, dass es sich nicht wie Arbeit anfühlt. Und das habe ich zumindest größtenteils erreicht. Dass ich weniger arbeite als zuvor, glaube ich nicht. Eher mehr, es fühlt sich aber nicht so an. Offiziell Urlaub genommen habe ich mir im vergangenen Jahr keinen einzigen Tag, aber ich war viel unterwegs und meine Reisezeiten sehe ich prinzipiell als Urlaub, auch wenn ich immer wieder den Computer anwerfe. So lange ich Internetanschluss besitze und meine Kopfhörer dabei habe, ist die Welt für mich in

Ordnung. Es gab Tage, an denen ich Telefonkonferenzen abgehalten habe, während ich irgendwo auf einem Campingplatz saß. Nach diesem Jahr fühle ich mich relativ reich, weil ich im Prinzip tun und lassen kann, was ich will. Was mich nach wie vor stört, ist die Abgeschiedenheit, die mit meinem Job verbunden ist. Dass ich so viel Zeit in der Wohnung verbringen würde, hätte ich mir eigentlich nicht gedacht. Aber mir ist schnell klar geworden, dass man hin und wieder einfach einen geschützten Raum braucht, um sich konzentrieren zu können. Mein Versuch, auf der Höttinger Alm produktiv zu sein, ist zum Beispiel ziemlich kläglich gescheitert. Es macht einfach keinen Spaß zu hackeln, wenn alle anderen ihre Freizeit genießen. Ein Bier zu trinken, bevor man loslegt, bringt auch nicht gerade einen Motivationsschub. Dennoch würde ich mich jederzeit wieder selbstständig machen. Mein Arbeitsumfeld möchte ich unbedingt noch sozialer gestalten. Ich plane deshalb, einen Co-Working-Space für rund 30 Leute in Innsbruck einzurichten. In anderen Städten funktioniert das schließlich auch. q

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AUSNAHME-PAPAS. Thomas Tschupik (li.) und Oliver Rösch (re.) mit ihrem Nachwuchs

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r e t ä V e u e N

braucht das Land Irgendwann wird Väterkarenz zum guten Ton gehören, sagen Optimisten. Im Jahr 2013 ist sie noch die große Ausnahme. 6020 traf drei moderne Papas und sprach mit ihnen über Babys, Job und Vorurteile. VON WILLI KOZANEK

Die Modelle Es gibt fünf Möglichkeiten für Eltern, Kinderbetreuungsgeld zu beziehen. Vier davon sind Pauschalvarianten, eine Möglichkeit ist einkommensabhängig. Die erste Zahl steht für die Monate, in denen das Kinderbetreuungsgeld bezahlt wird, wenn nur ein Elternteil in Karenz geht und Kinderbetreuungsgeld bezieht. Die zweite Zahl steht für die Monate, um die sich die Zeit des Kinderbetreuungsgeldbezuges erhöht, wenn sich Eltern die Karenzzeit und den Kinderbetreuungsgeldbezug teilen. • • • • •

30 + 6 Monate: 14,53 Euro täglich 20 + 4 Monate: 20,80 Euro täglich 15 + 3 Monate: 26,60 Euro täglich 12 + 2 Monate: 33 Euro täglich 12 + 2 Monate: einkommensabhängige Variante (80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, jedoch maximal 2.000 Euro im Monat)

E

in Nachmittag am Butterer Bichl unter dem Höttinger Schießstand. Fünf Mütter, zwei Väter und ein gutes Dutzend Kinder sind zum Rodeln gekommen. Während die meisten Anwesenden das Geschehen recht entspannt hinnehmen, schreit ein besonders enthusiastischer Vater seinem Kind zu: „Vollgas, Bremsen ist was für Loser!“ Thomas Tschupik, Anästhesist an der Innsbrucker Klinik, ist da nicht so fanatisch. Zuerst hilft er seinem dreijährigen Sohn mit dem Rutschteller. Wenig später erklärt seine Tochter, dass sie „der Schnee stört“. „Blöd, dann musst du halt auf den Sommer warten“, antwortet Tschupik diplomatisch. Wenig später bekommen beide Kinder Hunger. Der 43-Jährige hat mit Tee und Keksen vorgesorgt. Obwohl nachmittägliches Rodeln für die meisten eine sehr attraktive Alternative zum Arbeiten wäre, unterstreicht Tschupik, dass „Karenz nicht Freizeit ist“. Trotzdem könnten weder er noch seine Frau sich vorstellen, „nur“ zuhause zu bleiben. Zunächst war Tschupik vier Mona-

te in Karenz, jetzt wechseln sich Arbeit und Kindererziehung ab: „Ich habe ein sehr interessantes Modell wählen können – ich arbeite eine Woche, dann habe ich eine Woche frei.“ Besonders praktisch ist, dass seine Frau auch Anästhesistin ist und in jenen Wochen bei den Kindern ist, in denen ihr Mann arbeitet. Dem Arzt ist bewusst, dass es in Landesbetrieben deutlich einfacher ist, in Karenz zu gehen. „Bei uns in der Anästhesie hat das schon Tradition, ich bin der vierte oder fünfte, der das so macht.“ Für Karenz und Elternteilzeit hat er sich entschieden, weil er „etwas vom Aufwachsen der Kinder mitkriegen wollte. Und es muss ja nicht immer eine 70-Stunden-Arbeitswoche sein.“ Außerdem war seine Frau dreieinhalb Jahre in Karenz, sie sollte also die Chance bekommen, die fehlenden Ausbildungs- und Arbeitsjahre nachzuholen. In Tschupiks Umfeld gab es „teilweise Verwunderung, aber keineswegs negative Reaktionen“. Die Erfahrung würde er jedem Vater „unbedingt empfehlen“, auch wenn in der Karenz „auch nicht immer alles rosig ist“. ➜


PAUSE VOM PLANEN. Manfred Gredler lernte in der Karenz, auf fi xe Strukturen zu verzichten.

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Vorbild Island

„Karenz motiviert“. Wenn Oliver Rösch spricht, dann fackelt er nicht lange bei der Wortwahl: „Du gehst arbeiten, kommst um fünf nach Hause und das Kind geht zwei Stunden später schlafen.“ Der Installateur der Innsbrucker Kommunalbetriebe ist Vater einer 14 Monate alten Tochter. Um seine Tochter nicht nur zwischen Feierabend und Gute-Nacht-Geschichte zu sehen, hat er sich entschieden, zwei Monate in Karenz zu gehen. „Eine bärige Zeit“, meint er heute rückblickend. Sicher, ein paar ältere Bekannte hätten gefragt, was diese Vaterkarenz überhaupt sei, im Großen und Ganzen waren die Rückmeldungen aus dem Freundeskreis aber „zu 90 Prozent positiv“. Dass es für Angestellte der öffentlichen Hand leichter möglich ist, in Karenz zu gehen, als für jenen in kleinen privaten Betrieben, sieht er ein. Dass sich größere Firmen trotzdem kategorisch weigern, versteht der 44-Jährige nicht, denn: „Ein Mitarbeiter kommt aus der Karenz um ein Vielfaches motivierter zurück. Und motivierte Mitarbeiter

halten die Bude am Laufen.“ Für ihn verflogen die zwei Monate „unheimlich schnell“. Unvergesslich waren sie dennoch: „Ich habe zufällig die ersten Schritte meiner Tochter gefilmt. Wenn ich nicht in Karenz gewesen wäre, hätte mich meine Frau in der Arbeit angerufen und mir davon erzählt. Gesehen hätte ich sie nicht.“

Taten statt Worte. Manfred Gredler musste sich erst umstellen. Denn als Grundstücks- und Gebäudeverwalter bei der Immobilienmanagment GmbH, einem Tochterunternehmen der ÖBB-Infrastruktur AG, war er langfristige und genaue Planung gewohnt. Bei seiner zweijährigen Tochter funktioniert das nicht: „So ein Kind schmeißt jegliche Planung über den Haufen.“ „Sehr viel Spaß gemacht haben die zwei Monate Karenz aber trotzdem“, fügt er sofort hinzu. Der 41-Jährige und seine Frau wählten ebenfalls das beliebte „12+2-Modell“, bei dem man 80 Prozent des letzten Nettobezuges als

© 6020/KASER

Wieder mal machen es die Isländer vor: Im 300.000-Einwohner-Land nützten zuletzt 90 Prozent der Männer die Möglichkeit, in Karenz zu gehen. In Österreich sind es knapp fünf Prozent. Das isländische Karenzmodell sieht dabei folgendermaßen aus: Männer und Frauen dürfen nach Geburt des Kindes insgesamt neun Monate lang in Karenz gehen. Drei Monate dafür sind für die Frau vorgesehen, drei Monate für den Vater. Für die verbleibenden drei Monate können sich die Eltern untereinander verständigen, wer in Karenz geht. Nimmt ein Vater seine drei Monate Karenzzeit nicht in Anspruch, verfallen sie. Dieser drastische Schritt ist sicherlich ein gewichtiger Faktor, warum in Island so viele Männer von ihrem Recht Gebrauch machen. Die Höhe des Kinderbetreuungsgeldes liegt während der neun Monate bei 80 Prozent des letzten Einkommens. Das isländische Modell zeigt Erfolge: Das Land hat seit Jahren eine der höchsten Geburtenraten Europas.

Kinderbetreuungsgeld bekommt. Frau Gredler blieb ein Jahr zuhause, Herr Gredler zwei Monate. Besonders glücklich war das Timing der Geburt – Manfred Gredler konnte seine Karenzmonate in den in der Bauwirtschaft sowieso ruhigen Monaten Dezember und Jänner antreten. Ganz von der Arbeit weggekommen ist er aber dennoch nicht: „Der Laptop war schon sehr oft eingeschaltet.“ Die Erfahrung, dass die Betreuung eines Babys nur ein oder zwei Stunden lang lustig ist, hat der Steinacher nicht gemacht: „Wenn’s um das eigene Kind geht, denkt man da ganz anders.“ Generell glaubt er, dass etwas ältere Väter eher den Sinn der Karenz verstehen. Angetreten ist Gredler die Karenz übrigens auch, weil er seine Frau bei der Kindererziehung entlasten wollte – und zwar mit Taten statt Worten: „Man kann schon flotte Sprüche von wegen ‚Muttersein ist der schwierigste Managerberuf‘ rausposaunen. Diesen Job dann aber auch wirklich zu übernehmen, auch wenn es ‚nur‘ zwei Monate sind, ist etwas ganz anderes.“ q


Charterflüge Sommer 2013

ÄGYpTeN

BULGARIeN eSTLANd/LITAUeN FINNLANd FRANKReICH GRIeCHeNLANd

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NORd-/IRLANd ITALIeN

KROATIeN MONTeNeGRO SpANIeN

TüRKeI

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Hurghada via Klagenfurt Hurghada via Klagenfurt Hurghada via Klagenfurt Burgas Burgas Tallinn/Vilnius Helsinki Lourdes Nantes Chalkidiki mit Umsteigen in Wien Heraklion via Graz Kefalonia Korfu via Linz Kos teilweise via Graz preveza/Lefkas Rhodos teilweise via Graz Birmingham Bristol edinburgh exeter Leeds-Bradford London LGW (Linienflug) London LGW (Linienflug) London LGW (Linienflug) London LGW London LGW Manchester Belfast/dublin Bari/palermo Kalabrien/Lamezia Terme Sardinien/Cagliari Brac Rijeka/Krk Tivat Mallorca (Linienflug) Mallorca (Linienflug) Mallorca (Linienflug) Mallorca (Linienflug) Antalya Antalya Antalya Larnaca mit Umsteigen in Wien/Frankfurt

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insame Strände, idyllische Buchten und perfekte Urlaubstage sind so nah mit Direktflügen ab dem Flughafen Innsbruck. Nur wenige Flugstunden trennen Sie von den beliebten Sonnendestinationen Ägypten, Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien und der Türkei. Hinzu kommen in der nächsten Sommersaison diese zwei neuen spannenden Destinationen: Bulgarien und Montenegro.

Tolle Charterdestinationen. Hurghada (Ägypten) ist ein äußerst beliebtes Reiseziel. Als Garant für Sonne und Wärme steht Ägypten bei vielen Urlaubern regelmäßig auf dem Urlaubsplan. Doch auch jene, die zum ersten Mal dorthin fliegen, erliegen seiner Faszination. Umso schöner für die Urlauber ist, dass statt bisher ein in diesem Sommer zwei Veranstalter Reisen nach Ägypten

anbieten und somit eine noch größere Vielfalt ermöglichen. Die griechischen Destinationen Heraklion, Kefalonia, Korfu, Kos, Preveza/Lefkas und Rhodos locken mit tiefblauem Wasser, wunderschönen Buchten und kulinarischen Spezialitäten. Unsere direkten Nachbarländer Italien und Kroatien stellen ebenfalls sehr attraktive Urlaubsziele dar. Das Badeparadies Sardinien und das an der Stiefelspitze gelegene Kalabrien zählen zu den schönsten Regionen Italiens. Auf der anderen Seite des Mittelmeeres in Kroatien warten Brac und Rijeka/ Krk darauf, entdeckt zu werden. Spanien mit Mallorca ist das nächste reizvolle Ziel. Mit vier wöchentlichen Verbindungen lässt sich die größte Baleareninsel auch mit Aufenthaltsdauern, die kürzer oder länger als die gängigen Wochenaufenthalte

sind, bestens genießen. Neu ist hier, dass Mallorca in diesem Sommer auch am Samstag angeflogen wird, was vielen Kunden sehr entgegenkommt. Zuletzt darf die Türkei nicht unerwähnt bleiben. Wer sich eine Nischendestination ansehen möchte, liegt mit den Neuheiten Burgas (Bulgarien) am Schwarzen Meer und Tivat (Montenegro) genau richtig. In der Zeit von Ende April bis Mitte Juni gibt es die Gelegenheit, diese beiden Destinationen kennenzulernen.

Städtereisen im Sommer. Für Städtetrips stehen im kommenden Sommer Amsterdam, Frankfurt, London, Palma de Mallorca und Wien zur Wahl. Weiters bieten sich Fernreisen in die schönsten Destinationen ab Innsbruck mit internationalen Anschlüssen über Amsterdam, Frankfurt und Wien an. q

Reise-News aus der ganzen Welt Air Berlin wird luxuriös.

© AIR BERLIN

Die deutsche Fluglinie Air Berlin will ihr BilligImage loswerden. Auf Langstreckenflügen kann man deshalb ab sofort Business-ClassTickets buchen, die keine Wünsche offen lassen: Schlafkojen, Einzelsitze am Fenster und individuelle Fernsehmonitore sind Standard, außerdem gibt es insgesamt weniger Plätze. Laut Air Berlin soll bald auch die Economy Class aufgewertet werden.

Pharao in Berlin. Über 1.000 Objekte aus dem Grab des ägyptischen Pharaos Tutanchamun kann man seit 9. März in Berlin besichtigen. Die Ausstellung ist über 4.000 Quadratmeter groß und in der Veranstaltungshalle Arena Berlin im Stadtteil Treptow untergebracht. Die TutanchamunSammlung tourt seit 2008 durch Europa und wurde bereits von mehr als 3,5 Millionen Besuchern gesehen.

Spektakulärer Blick. Im Montblanc-Massiv wird derzeit eine spektakuläre Aussichtsplattform auf 3.842 Höhenmetern gebaut. Die Terrasse am Aiguille du Midi soll einen einmaligen Ausblick auf die umliegenden Berglandschaften ermöglichen, der Glasboden der Plattform sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel – immerhin sieht man rund 1.000 Meter in den Abgrund.


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Bikini & Bermuda! Die Tiroler lieben ihr eigenes Land, im Sommer schätzen sie allerdings auch Griechenland als Urlaubsparadies.

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it den Idealtours-Inselträumen starten Tiroler dabei ganz bequem ab dem Flughafen Innsbruck an einen der schönsten Strände Griechenlands. Der Kathisma Beach zum Beispiel ist unvergleichlich: Kein Wunder, beherbergt er doch stylische Strandbars, an denen unter Sonnensegeln nicht nur coole Drinks serviert werden, sondern auch ein Pool zur Abkühlung bereit steht. Und wer einmal ganz alleine sein Badetuch ausbreiten möchte, der spaziert eben ein paar Minuten am Meer entlang und legt sich dort in die Sonne. Dann ist nur mehr das Rauschen der Wellen zu hören. Mehr Urlaub geht nicht! q

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Bilanz der Touristikmesse. Die ITB in Berlin gilt als wichtigste Touristikmesse der Welt. In diesem Jahr waren über 10.000 Aussteller aus 180 Ländern vor Ort. In den fünf Messetagen zwischen 5. und 9. März wurden insgesamt 170.000 Besucher gezählt, darunter etwa 110.000 Fachleute. Bei den privaten Besuchern wurde heuer ein leichter Anstieg verzeichnet.

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Es gibt wohl keine schönere Zeit in New York als den Frühling. Im Sommer ist die Hitze in Manhattan beinahe unerträglich, im Winter drängt man sich zwischen zehntausenden Weihnachts-Touristen durch die Kälte. Rund um Ostern ist die Stadt aber perfekt – es ist sonnig und mild, der ganze Central Park blüht, man kann sich in die Straßencafés setzen oder mit der Fähre zur Freiheitsstatue schippern. Ein Pflichttermin zu dieser Jahreszeit ist auch die High Line im Westen von Manhattan: eine ehemalige Hochbahntrasse, die zu einer Parkanlage umgebaut wurde.

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ABWECHSLUNG. Radeln auf Mallorca oder doch lieber übers Wochenende nach Dublin?

... oder doch zu den Hippies? Zuerst nach New York fliegen, dann darauf hoffen, den Anschlussflug an die Westküste zu erwischen? Das kann man sich sparen, wenn man mit Lufthansa von München aus direkt nach San Francisco fliegt. In der ewigen Hippiestadt kann man es sich so richtig gutgehen lassen: Coole Menschen, lässige Viertel und extrem gute Restaurants und Cafés sorgen dafür, dass man gar nicht mehr weg möchte. Wäre da nicht der Rest von Kalifornien ... Deshalb: Einen längeren Aufenthalt buchen und ein Mietauto Richtung L. A. schnappen! Fluginfo: Lufthansa fliegt täglich von München ohne Zwischenstopp nach San Francisco.

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Die liebste Urlaubsinsel der Deutschen hat abseits der Ballermann-Hochsaison einen besonderen Reiz. Erstens ist man schnell dort (Flugzeit von München: etwas mehr als zwei Stunden), zweitens ist das Klima bereits im Frühling sehr einladend, drittens ist die Insel wunderschön – und viertens ist Mallorca auch noch der Traum für alle Bikefreaks. Vor allem Rennrad-Fahrer finden hier alles, was das Herz begehrt: abwechslungsreiche Touren zwischen Küste, Felsen und grünen Hügeln, einladende Fincas, großartiges Essen.

Der St. Patrick’s Day ist zwar gerade vorbei, den überfüllten Hotels und überteuerten Bierpreisen rund um den 17. März sollte man aber sowieso besser aus dem Weg gehen. Wie wäre es stattdessen zu Ostern mit einem Kurztrip nach Dublin? Die Stadt am Liffey hat ebensoviel Geschichte wie Charme zu bieten. Im In-Viertel Temple Bar reiht sich ein Pub an das andere, traditionelle irische Musik vermischt sich mit coolen neuen Bands. Wer auch noch etwas vom wildromantischen Umland sehen will, fährt mit der DART (S-Bahn) an die Küste oder bucht eine Tages-Bustour.

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Essay

Grillo, Stronach, der Protest und die Kontinuität Was für Österreich schon ein Super-Wahljahr ist, gerät durch den Blick über die Grenzen vollends zum Mega-Abstimmungsreigen: Hier Wehrpflicht- und Wiener Volksbefragung, neue Landtage für Niederösterreich, Kärnten, Tirol und Salzburg, dann die Hochschülerschaft und schließlich der Nationalrat. Im Süden das Parlament in Rom und der Landtag in Bozen, im Norden der Bundestag in Berlin und der Landtag in München. Ausgenommen Vorarlberg, wo sich Neo-Landeshauptmann Markus Wallner noch bis 2014 warmlaufen darf, ist Tirol 2013 komplett umzingelt von Wahlen. von Peter Plaikner

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er ureigene Urnengang ist zwar der zeitlich wie emotional nächstliegende, hat aber mehr Signalwirkung über sein Bestimmungsgebiet hinaus als die vergleichsweise klare Ausgangslage vermuten lässt. Wenn am 28. April der Landtag zu Innsbruck neu bestellt wird, wirkt das auch als Probe für die Dauerhaftigkeit der jüngsten (inter)nationalen demokratiepolitischen Phänomene von Wutbürgern und Piraten bis zu Beppe Grillo und Frank Stronach. Immerhin gilt Tirol als traditionelle Brutstätte solcher Entwicklungen – von Fritz Dinkhauser über Fritz Gurgiser bis Markus Wilhelm.

Beppe Grillo und Markus Wilhelm. Während der eine Fritz sich verabschiedet hat und der andere gegen seinen Abschied kämpft, zeigt der Ötztaler Bergbauer/Blogger null Interesse an einem Seitenwechsel vom Brachial-Kritiker zum Radikal-Oppositionellen. Doch er hätte alle Möglichkeiten und auch die notwendige Aggressivität, um ähnlich wie Beppe Grillo bei den Parlamentswahlen in Italien die Massen des Fundamentalprotests hinter sich zu sammeln. Ironie der politischen Partizipationsentwicklung: Während Dinkhauser von seinen Mitbewerbern noch „Aussi aus die Staudn“ forderte, müsste die aktuelle Parole gegen die Konkurrenz „Geaht’s alle hoam“ lauten. Denn Grillo schickt sie „tutti a casa“. Dorthin ist Frank Stronach auch ohne Aufforderung flugs zurückgekehrt, nachdem weder Kärnten noch Niederösterreich dem 80-Jährigen den erwarteten Erfolg beschert hatten. Aus Kanada konnte er dann beobachten, dass seine Ergebnisse aber da wie dort gut genug sind, um nicht bloß in die Landtage von St. Pölten und Klagenfurt einzuziehen, sondern auch die jeweiligen Regierungen zu bereichern. Das ist infolge des abgeschafften Proporzsystems nicht einmal Dinkhauser gelungen – dem einzigen noch erfolgreicheren

Newcomer in der Zweiten Republik. Seine Liste Fritz erreichte 2008 immerhin fast doppelt so viele Stimmenanteile wie nun der reiche Magnat aus Amerika.

Das Steckenpferd der Milliardäre. Gemeinsam ist ihnen die Flüchtigkeit des Triumphes. Dies teilen sie mit allen, die nach den Blauen und den Grünen in den 1980er-Jahren jenes Protestpotenzial abschöpfen wollen, denen die einen zu rechts geblieben und die anderen zu sehr Partei geworden sind. Zumindest auf regionaler und nationaler Ebene. Ausnahmen wie das kommunale Für Innsbruck bestätigen die Regel nachhaltigst: Von Herwig van Staas und Hilde Zachs Stadtmarke der Volkspartei unter Christine Oppitz-Plörer zur wirklich eigenständigen Liste emanzipiert, beschädigt es diesen Nimbus durch Unterstützung von „Vorwärts Tirol“, dem Sammelbecken schwarzroter, aber durchwegs konservativer Frustrierter. Wer’s etwas zeitgeistiger bürgerlich haben will, findet mit den Neos ein Angebot, das sich infolge Inhalation des Liberalen Forums auch einen Big Spender im Hintergrund gesichert hat. Nach Milliardär Frank Stronach und Fast-Milliardär Hans-Peter Haselsteiner fehlt nun nur noch Dieter Mateschitz im politischen Geschäft. Doch der widmet sich lieber den Medien – auch solchen, die von den neuen Aufsteigern der Volksvertretung in die Schranken gewiesen werden.

Ohne Fernsehen kontra Telekratie. Beppe Grillo verweigert – und verbietet seinen Mitmachern – Fernsehauftritte ausgerechnet im Heimatland der Telekratie des Silvio Berlusconi. Frank Stronach meidet zusehends zumindest die öffentlich-rechtliche TV-Präsentationsfläche und – funktioniert trotzdem. Der erfolgreiche Plakatverzicht von SPÖ, ÖVP und Grünen in


Essay

Der Landtag als Probe für Phänomene von Wutbürgern und Piraten bis Beppe Grillo und Frank Stronach. Kärnten ist die kleinere Überraschung als die Lehre: Es geht ohne Fernsehen. Hände schütteln, Hausbesuche, persönlicher Kontakt: Die Mediendemokratie ist wieder am Boden der Tatsachen angelangt. Auch alles Datensammeln und soziales Netzwerken unterliegt letztlich dem Gespräch an der Wohnungstür. Die Politik lernt wieder zu laufen. Das spüren auch die Piraten, die sich vom Aufsteiger 2012 zum Absteiger 2013 entwickelt haben. Ohne die schützende Unpersönlichkeit des Internets haben sie viel schneller an Attraktivität verloren als sie zuvor an Flair aufbauen konnten. Der analoge Pirat aus Fleisch und Blut wirkt dann doch allzu oft stupid statt liquid. Also werden die Freibeuter keine besondere Rolle mehr spielen, wenn es in Tirol und Salzburg ans Wählen geht. Allenthalben für die ÖH-Wahl wären sie ein Tipp – als wahrer Minority-Faktor für die traditionell partizipationsarme akademische Minderheitenfeststellung.

Aufstieg und Fall der Freibeuter. Selbst für den deutschen Bundestag, der eine Woche vor dem österreichischen Nationalrat am 21. September gewählt wird, sind die Piraten nicht mehr der sichere Tipp, der sie lange waren. Dort müssen die Liberalen um ihren Wiedereinzug allerdings mehr bangen als jene Linke, für die es in Österreich noch keine Entsprechung gibt. Auch aller Protest hierzulande formiert sich vorzugsweise rechts – wo es wiederum eine Lücke in der deutschen Parteienlandschaft

gibt. Doch weder Beppe Grillo noch Frank Stronach finden dort eine Entsprechung, auch an Dinkhauser und Gurgiser erinnert eine Gabriele Pauli so wenig, wie man sich noch an die Gegnerin von Edmund Stoiber erinnert. Dennoch haben sich zumindest in Bayern die Freien Wähler als drittstärkste politische Kraft etabliert, während im einst ebenso pechschwarzen Baden-Württemberg Deutschlands erster grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann zwar ein Produkt des Protests von Stuttgart 21 bis Fukushima ist, den Bürgerlichen aber längst schon alle Ängste vor womöglich linken Umtrieben nimmt. So wie die Christenheit dort keinen Schaden genommen hat, weil bekennende Schwule aller Lager dank Guido Westerwelle, Klaus Wowereit und Ole von Beust langsam zur Normalität in Spitzenpositionen werden, während hierzulande sogar Migrationshintergrund eine Ausnahme ist.

Diversifizierung und Diversität. Angesichts derart rasant wachsender Vielfalt im Parteienangebot samt rasch zunehmender Diversität der Repräsentanten bleibt der Jahrzehnte unangefochtenen Südtiroler Volkspartei nur ein Blick nach St. Pölten oder Rom, um gelassener in die Herbstwahl zu gehen. Niederösterreich, weil dort Erwin Pröll und seine ÖVP dem Ansturm von allem vermeintlich Neuen trotzen – und sei dies auch bloß der Etikettenschwindel Stronach, das schrullige Gesicht der Möchtergern-Oligarchie. In die ewige Stadt aber nicht wegen Beppe, seiner Grillinni und der Partei Cinque Stelle – sondern weil dort eine Wahl zwar unberechenbarer als alle Genannten erscheint, aber dennoch jene Kontinuität verkörpert, die rundherum unter Beschuss steht: Sobald weißer Rauch das Ende des Konklave signalisiert. Habemus papam. So viel ist sicher. Habemus Chaos: Das fürchten alle anderen etablierten Wahlkämpfer 2013. q

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Ausgabe 02 | März 2013

Sölden: Bergspektakel

Tourismusmotor neuer MCI Campus Fennerareal am

als

Raiffeisen

beim Tiroler

spannende Geschichte

Münzen

Plasmaspende

zur

Aufruf

der

AMS Tirol mit Ausblick auf die

22. März

am

Weltwassertag SPAR im Plus:

neue Arbeitsplätze

AK Tirol drängt auf Reformen

Frühling

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Shortcuts

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Teil der Performance: Schauspielerin am Bergeseil eines Helikopters

Zahlen bitte

890.000 So viele Besucher verzeichneten die über 200 öffentlichen Bibliotheken in Tirol im Jahr 2011. Über 1,6 Millionen Medien wurden entliehen. In Tirol gibt es circa 1.300 Bibliotheksmitarbeiter, rund 1.200 davon sind ehrenamtlich tätig. QuEllE: lanD tirol 2013

Kinderkrebshilfe Tirol im Happy Fitness Das Fitnessstudio Happy Fitness Innsbruck lud im Feber dieses Jahres wieder zu seinem alljährlichen Spinning Marathon. Die Startgebühren in Höhe von insgesamt 2.300 Euro wurden zur Gänze der Tiroler Kinderkrebshilfe gespendet.

Bergspektakel als Tourismusmotor

© haPPY fitnE ss

Pistenraupen als Elefanten, fliegende Frauen, Hannibals Alpenquerung als zeitgenössische Choreographie: Das Gletscherschauspiel „Hannibal“ feiert am 12. April in Sölden sein zehnjähriges Jubiläum als gelungenes Beispiel für kreative Destinations-Werbung.

Stephanie Holzer (Happy Fitness, re.), Ursula Mattersberger (Kinderkrebshilfe Tirol)

In „Hannibal“ wird der Rettenbachgletscher in Sölden zur historischen Bühne. Die Alpenquerung der Kathager nach Rom spielt in der heutigen Zeit. Pistenbullys werden zu Elefanten, die

modernen Krieger sind Skiläufer, Kletterer und Fallschirmspringer. Die Reiter überqueren auf Skidoos den Gletscher, während Flugakrobaten ihren Zug gegen Süden stören. Das Ganze wird

durch Lichteffekte, Musik, Videos und Pyrotechnik vollendet. Der Rettenbachgletscher oberhalb von Sölden wird zur Naturarena für ein Ensemble von über 500 Darstellern. •

Die neue Photovoltaikanlage befi ndet sich direkt über der Kavernendecke des Mühlauer Wasserschlosses, in dem das Trinkwasser der Innsbruckerinnen und Innsbrucker gebunkert wird. 1.018 Module mit einer Gesamtfläche von knapp

1.700 m² besitzen eine Nennleistung von 250 kWp. Der durchschnittliche Jahresertrag beträgt 250.000 kWh, was dem jährlichen Durchschnittsstromverbrauch von 70 Haushalten entspricht. Die CO2-Einsparung liegt bei 160 Tonnen pro Jahr. •

Zur Inbetriebnahme ihrer bisher größten Photovoltaikanlage luden IKBVorstandsvorsitzender Harald Schneider (re.) und Vorstandskollege Helmuth Müller gemeinsam mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

© aschEr

IKB: neue Photovoltaikanlage in Betrieb


Shortcuts

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Neue App für den Fernseher

Shopping-Magnet

MCI-Neubau: Bildungsstandort Innsbruck gestärkt

Der neue MCI Campus am Innsbrucker Fennerareal ist beschlossene Sache. Das Land Tirol investiert 80 Millionen Euro und gibt damit einen kraftvollen Impuls für den Wissenschafts-, Bildungs- und Hochschulstandort Tirol. Das Grundstück im Wert von 40 bis 50 Millionen Euro wird von der Stadt Innsbruck zur Verfügung gestellt. Der Baustart ist für 2015 geplant, die Fertigstellung für 2018. •

© sEs / ww w.m

Die Österreich-Standort-Premiere von Primark im September des Vorjahres war bereits zur Eröffnung vielversprechend: Primark im SILLPARK wirkt seitdem als überregionaler Kundenmagnet und bringt neue Käufer aus Vorarlberg, Schweiz, Südtirol, Südbayern und Salzburg. Im Sog des irischen Mode-Mega-Stores zogen auch bei vielen Shop-Partner die Zah-

anfrEDlanG.at

Der SILLPARK kann auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken.

© hEnKE & schrEiEcK

Masterplan Fennerareal: Das Architekturbüro Henke & Schreieck hat eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung des Fennerareals erstellt.

© fEratEl

feratel – einer der führenden internationalen Entwickler und Anbieter von TourismusInformationssystemen mit Sitz in Innsbruck – präsentiert eine absolute Neuheit: „feratel PanoramaTV“ ermöglicht es, Livebilder aus über 250 europäischen Destinationen in HD-Qualität zu betrachten, die Wetterinfos abzurufen und touristische Infos aus der Region zu erhalten. Die SmartTV-App kann bereits auf eine beachtliche Statistik verweisen: Seit vergangenem Oktober nutzen bereits rund eine Million Zuseher die App. •

len an. Insgesamt konnte sich der SILLPARK 2012 über fünf Millionen Besucher freuen, die Besucherfrequenz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gesteigert. •

Die Nachhilfe

Theresia Glugovsky

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Schöne neue Medienwelt: Analog zum Smartphone werden über Apps sogenannte Smart-TV-Geräte mit neuen Funktionen aufgerüstet. feratel hat eine eigene App entwickelt: „feratel PanoramaTV“.

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Geadelter Edelbrand aus Tirol Therese Fiegl wieder aktiv: nach bäuerlichen Produkten, edlen Schokoladen und feinen Seifen haben nun auch ausgezeichnete Edelbrände die Begeisterung der Agrarökonomin geweckt. Seit zwölf Jahren kennt und schätzt Therese Fiegl den Meisterbrenner Christoph Kössler. Jetzt vermarktet sie seine Edelbrände als neue Produktlinie „Tiroler Edler“. Christoph Kössler wurde für seine Edelbrände schon vielfach mit internationalen Auszeichnungen prämiert, von Gault Millau erhielt er dreimal hintereinander die höchste Bewertung. Die Herkunft der Früchte aus Tirol spielte bei der Sortenfestlegung von „Tiroler Edler“ eine wichtige Rolle. www.tiroleredler.at

Georg Seyr (Gebietsleiter Raiffeisen Ware Austria, Eigenmarken), Arthur Schifferl (GF Unser Lagerhaus WHG), RLB-Vorstandssprecher Hannes Schmid, Caritas-Dir. Georg Schärmer sowie Josef Frauenrieder (Spartenleiter Unser Lagerhaus Tirol, Baustoffe) v. l.

Mit vereinten Kräften © tiroler eDler

Rund um den Tiroler Freiwilligentag am 19. März renoviert ein Freiwilligenteam, bestehend aus Mitarbeitern der Raiffeisen-Landesbank Tirol

AG, in der Zeit vom 18. bis 20. März die Räumlichkeiten des Tiroler Sozialmarkts in Innsbruck. Da dürfen auch frische Farbe und Malutensilien nicht

fehlen. Diese wurden von Unser Lagerhaus Innsbruck und Raiffeisen Ware Austria kostenlos zur Verfügung gestellt. •

Jugend im Zentrum

„Bei uns ist jeder Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 willkommen“, erklärt Noemie Händler, diplomierte Sozialarbeiterin und Bereichsleiterin der ISD-Jugendzentren. Es gibt auch einen Tag in der Woche für all jene, die noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht haben. In den Jugend-

zentren gibt es jede Menge zu erleben: von Billard über Tischtennis, Tischfußball, Playstation, zahlreiche Workshops (u. a. Boxen, Tanzen, Graffiti, Styling), Skateboardcontests, einen DJ-Raum und Bandproberäume bis hin zum freien Internetzugang. Geöffnet ist von 16 bis 21

© isD

Die fünf Jugendzentren der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) O-Dorf, Pradl, Igls, Hötting-West und Tivoli bieten von Unterhaltung über Beratung bis hin zur Begleitung eine breite Palette kostenloser Jugendangebote.

Uhr, eine Anmeldung ist nicht notwendig, jedes Angebot ist kostenlos. In den Jugendzentren wird Jugendlichen

ein sicherer Rahmen geboten, in dem sie ihre Freizeit frei von Konsumzwang verbringen können. •


Shortcuts

Geprägte Geschichte

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Zitat

Eines der seltensten Exponate der Ausstellung: Der Hochzeitsschau­ guldiner von Maximilian dem Ersten, geprägt in Hall nach 1511

© Klaus Erler

Führen in die spannende Welt der Münzen ein: Wirtschaftshistoriker Helmut Rizzolli, Kuratorin des OeNB-Geldmuseums Armine Wehdorn und Leiter der OeNB-Zweigstelle West, Armin Schneider (v. r.).

Münzen waren die ersten „Massenmedien“ der Geschichte: Neben ihrer Funktion als Zahlungsmittel dienten sie von Anfang an der Kommunikation zwischen Regierenden und Bevölkerung. Münzen sind auch deshalb geprägte Geschichte, weil sie uns heute noch spannende Einblicke in die Vorstellungswelt vergangener

Epochen ermöglichen. Die Ausstellung im Foyer der Nationalbank in Innsbruck zeigt ausgewählte Beispiele zu den vier Themenbereichen Staat, Politik, Wirtschaft und Religion – von Alexander dem Großen bis in die Gegenwart. Die Ausstellung läuft bis zum 27. Dezember 2013, weitere Informationen unter: www.oenb.at/tirol •

Auf den Hund gekommen

© Shutterstock

Das Land Tirol veröffentlicht eine neue Hundebroschüre, die nur ein Ziel hat: Der Hund soll allen Freude machen! Ein Hund ist für viele Men­­schen ein Freund, für manche sogar ein richtiges Familienmitglied. Damit der Vierbeiner nicht nur seinen BesitzerInnen Freude macht, informiert eine neue Broschüre des Landes auf 30 Seiten über Erziehung, Haltung und Umgang von und mit Hunden. Der Hundefolder ist in den Gemeinden und über die Homepage des Landes Tirol erhältlich und liegt bei Tierärzten sowie Tierschutzorganisationen auf. •

„Aktuelle Zahlen der KMU Forschung Austria belegen, dass der Anteil der Tirolerinnen und Tiroler, die Waren beziehungsweise Dienstleistungen zumindest einmal jährlich online kaufen, von elf Prozent im Jahr 2003 mittlerweile auf 48 Prozent angestiegen ist. Das heißt, dass bereits rund 260.000 Tirolerinnen und Tiroler das Internet für Einkäufe nutzen“ … weiß Barbara M. Thaler, Sprecherin des Internethandels in der Wirtschaftskammer Tirol.   Am häufigsten kaufen die Tirolerinnen und Tiroler im Internet Kleidung und Sportartikel (32 Prozent). Rund 27 Prozent geben an, ihre Urlaube und Reisen im Internet zu buchen. Beliebt sind bei den Tiroler Online-Shoppern außerdem Bücher, Zeitschriften, Zeitungen oder E-Books (23 Prozent) sowie Computer-Software und Tickets für Veranstaltungen (jeweils 16 Prozent).

© Wirtschaftskammer Tirol

© OeNB

© Raiffeisen / www.fotowerk.at

Die Österreichische Nationalbank Innsbruck präsentiert die spannende Geschichte der Münzen als Kommunikationsmittel in einer Jahresausstellung.


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Interview

Unvermindert hohe Aufnahmekapazitäten, aber kein Ort der Seligen Anton Kern, Landesgeschäftsführer des AMS Arbeitsmarktservice Tirol, wagt einen Ausblick auf die Tiroler Beschäftigungssituation im aktuellen Jahr.

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© Emanuel Kaser

Ist zuversichtlich für die Tiroler Arbeitsmarktsituation: Anton Kern, Landesgeschäftsführer des AMS Arbeitsmarktservice Tirol.

Was erwartet die werk­ tätige Tiroler Bevölkerung im Jahr 2013? Welche Jobs werden von der Wirtschaft weiter nachgefragt, welche werden un­attraktiv? Anton Kern: Die Nachfragesituation 2013 ähnelt der von 2012. Anlern- und Hilfsjobs spielen am heimischen Arbeits­ markt mit wenigen Ausnahmen eine zunehmend geringere Rolle, die Nachfrage nach Facharbeitern und akademisch ausgebildeten technischen Führungskräften steigt weiter. Auch der Pflege- und Gesundheitsbereich und der Tourismus haben unvermindert hohe Aufnahmekapazitäten. Ist Tirol auch was die Einkommenssituation betrifft, im Grunde ein Ort der Seligen? Kern: Nein, der aktuelle Rechnungshofbericht bestätigt: Tirol liegt – betrachtet man den Einkommensdurchschnitt – am unteren Ende der österreichi-

schen Skala. Hier ist die Politik gefordert, als ersten Schritt die sehr hohen Lebenshaltungskosten nach unten hin zu regulieren. Ein zentraler Hebel zur Verbesserung der Einkommenssituation sollte beim weiteren Ausbau der qualitativ hochwertigen Ganztagesbetreuung der Kinder angelegt werden. Entlastete Erziehungsberechtigte – oft auch alleinerziehende Frauen – hätten so die Möglichkeit, entscheidend mehr Geld zu verdienen und der von der Wirtschaft geforderten Flexi­bilität nachzukommen. Wie können bei niedrigem Lohnniveau Führungs­ kräfte im Land gehalten werden? Kern: Im höheren Einkommensbereich ist Tirol durchaus konkurrenzfähig. Das zeigt auch die steigende Zahl an deutschen Führungskräften, die bei uns arbeiten und insgesamt sehr attraktive Bedingungen vorfinden.

Welche Altersgruppe ist am Arbeitsmarkt benachteiligt? Kern: Einmal arbeitslos geworden, hat es die Altersgruppe der Überfünfzigjährigen – unabhängig von der Ausbildung – zunehmend schwer, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Da wir allerdings in Tirol schon in den ersten beiden Monaten 2013 ein höheres Beschäftigungswachstum aufweisen als der Rest Österreichs, bleibt auch diese Altersgruppe stärker in Beschäftigung. Was empfehlen Sie Ar­ beitssuchenden in diesem Alterssegment? Kern: Zunächst gilt es, die eigenen Stärken im Bewerbungsprozess richtig darzustellen. Wenn es von der persönlichen Konstitution her möglich ist, macht auch eine neue Ausbildung in diesem Alter durchaus noch Sinn. Man sollte dabei allerdings die Bedürfnisse des Arbeits-

marktes nicht aus den Augen verlieren. Abstriche beim Berufseinstieg v. a. bei Position und Gehalt sind leider sehr oft Standard. Beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben hilft es, sich darauf einzustellen. Thema Jugendarbeits­ losigkeit: In einigen Län­ dern Südeuropas nähert sie sich der 50-ProzentMarke. Haben wir in Tirol in absehbarer Zeit Ähnli­ ches zu befürchten? Kern: Nein. Wir haben eine hochqualitative Lehre, die von der Wirtschaft nachgefragte Facharbeiter ausbildet, wir haben einen starken Tourismus, eine starke Industrie und Gewerbetreibende, die als Arbeitgeber zwischen diesen starken Polen gut existieren. Und zuletzt helfen uns Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik wie die überbetriebliche Lehrausbildung, die am Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen ein Auffangnetz bieten.  •


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Geschenk für unsere Gesundheit Sauberes, erfrischendes und klares Wasser ist Lebensquell für Pflanze, Tier und Mensch. Dieses Geschenk der Natur steht uns in Innsbruck tagtäglich direkt aus der Wasserleitung zum Genuss und Gebrauch zur Verfügung.

Weltwassertag am 22. März Die Vereinten Nationen ernannten 1992 den 22. März zum „Tag des Wassers“ (World Water Day). Dieser Tag soll weltweit das Bewusstsein für die Bedeutung des Wassers als Lebenselixier und für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser erhöhen. Ganz im Zeichen dieses Tages informiert am 22. März 2013 von 11.00 bis 16.00 Uhr beim Ostermarkt in der Altstadt die IKB zum Thema „Trinkwasser“. Bei einem Gewinnspiel können die Besucher/-innen Sets bestehend aus einer Wasserkaraffe und Gläsern gewinnen.

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ie Innsbrucker/-innen sind mit diesem Geschenk der Natur besonders gesegnet. Das Trinkwasser der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) besitzt eine so ausgezeichnete Qualität, dass keinerlei Aufbereitung oder Nachbehandlung notwendig ist. Insgesamt zehn verschiedene Quellen liefern rund 40 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Das ist mehr als dreimal so viel wie die Landeshauptstadt tatsächlich braucht. Über 96 Prozent des Innsbrucker Trinkwassers stammen aus dem Mühlauer Quellgebiet. Die restliche Menge stammt aus neun weiteren Quellen der IKB in Hötting, Wilten, Aldrans und Igls. Für Notfälle und zur Abdeckung von Verbrauchsspitzen stehen zudem noch zwei Tiefbrunnen aus dem Grundwasserfeld Höttinger Au zur Verfügung.

Die Mühlauer Trinkwasservorkommen sind in mehrfacher Hinsicht einzigartig: Das Wasser der Mühlauer Quellen ist frisch, klar und völlig keimfrei. Ein Quellabschnitt erfüllt sogar die Kriterien für Mineralwasser.

Quellfrisch bis ins Haus Die IKB ist die Hüterin dieses Wasserschatzes und unternimmt laufend große Anstrengungen, damit die Versorgung mit unserem köstlichen Trinkwasser so sicher wie möglich funktioniert. Tag für Tag, Jahr für Jahr. So wird zum Beispiel das gesamte Rohrnetz jährlich gespült, die Rohrnetzeinbauten werden laufend geprüft und bei Bedarf erneuert. Die IKB verlegt ihre Wasserleitungen in einer Mindesttiefe von 1,5 Metern. Dies trägt dazu bei, dass unser Innsbrucker Wasser frisch, kühl und länger haltbar


Neue Wasserleitungen für die Schneeburggasse Vom 15. April bis Ende Oktober 2013 werden in der Schneeburggasse die Wasserleitungen erneuert.

Das Innsbrucker Trinkwasser besitzt österreichweite Spitzenqualität. Dies bestätigt jetzt auch offiziell die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW). Wolfgang Zerobin, Vizepräsident der ÖVGW (Mitte), überreichte die Zertifizierungsurkunde im Rahmen einer Feierstunde in Wien an IKB-Abteilungsleiter Robert Gschleiner (li.) sowie an IKB-Bereichsleiter Bernhard Hupfauf.

Im ersten Abschnitt wird in der Schneeburggasse zwischen Brandjochstraße und Sadrachstraße vom 15. April bis 5. Juli 2013 gearbeitet. Zwischen der Brandjochstraße und dem Speckweg gilt eine Einbahnregelung in Richtung Westen, also stadtauswärts. Zwischen Speckweg und Sadrachstraße wird der Verkehr mit einer Ampel geregelt. Der IVBBus wird stadteinwärts über Speckweg, Botanikerstraße und Oppolzerstraße umgeleitet.

Weitere Abschnitte aus der Wasserleitung fließt. Selbstverständlich steckt heute hinter der Wasserversorgung für eine Großstadt wie Innsbruck auch modernste Technologie. In der Fernwirkzentrale des Wasserwerkes werden alle betriebsrelevanten Daten gesammelt und verarbeitet. Mittels moderner Prozessleittechnik wird die Verteilung des Trinkwassers im Versorgungsnetz überwacht und gesteuert. Auch die Quellschüttungen, die Behälterstände, die Verbrauchswerte und die Schieberstellungen werden online in die Zentrale des Wasserwerkes übertragen. Die IKB investiert Jahr für Jahr Millionen in die Instandhaltung, Erneuerung und Erweiterung des zum Teil schon 100 Jahre alten Trinkwassernetzes.

Bewertungspunkten erreichte die IKB 154 Punkte. Die ÖVGW als staatlich akkreditierte Zertifizierungsstelle bescheinigt somit der IKB die Einhaltung aller gesetzlichen und normativen Anforderungen an die Trinkwasserversorgung sowie eine hohe Kompetenz in allen Bereichen und einen ausgezeichneten Leistungserbringungsstandard. ◀

Der zweite Abschnitt umfasst die westliche Schneeburggasse zwischen Sadrachstraße und Höttinger Rain, wo in der Ferienzeit bis Mitte September gearbeitet wird. Im dritten Abschnitt von 8. Juli bis Ende Oktober wird in Hötting Dorf gearbeitet. Dort werden zusätzlich Kanalbaumaßnahmen durchgeführt, weiters muss die Schneeburggasse im jeweiligen Baustellenbereich gesperrt werden.

Die IKB ist stets bestrebt, ihren Kunden beste Trinkwasserqualität und darüber hinaus beste Dienstleistungs- und Servicequalität zu bieten. Aus diesem Grund war es für die IKB selbstverständlich, sich freiwillig der Zertifizierung durch eine unabhängige Akkreditierungsstelle zu unterziehen und wertvolle neue Erfahrungen für die laufende Weiterentwicklung von Qualität und Versorgungssicherheit zu sammeln. Am Ende der Überprüfung wurde der IKB ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Von insgesamt 156 möglichen

Ab 15. April bis Ende Oktober 2013 werden in der Schneeburggasse die Wasserleitungen erneuert.

Gut versorgt. Tag für Tag! Tel. 0800 / 500 502, kundenservice@ikb.at, www.ikb.at Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IKB informieren Sie gerne unter der Hotline 0800 / 500 502, per E-Mail unter kundenservice@ikb.at, im Internet unter www.ikb.at oder persönlich im Kundencenter in der Salurner Straße 11.

© PAPP, IKB (2)

Zertifizierte Qualität


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Nachhaltiger Fisch bei SPAR SPAR führt als erstes Handelsunternehmen das ASC-Label für Fische aus nachhaltiger Aquakultur ein. Als erstes Produkt in Österreich wurde das SPAR Pangasius-Filet vom Aquacultural Stewardship Council (ASC) ausgezeichnet. Weitere neue nachhaltige Fische werden in Kürze angeboten. Damit kommt SPAR dem Ziel, bis Ende 2013 als erster österreichischer Händler nur noch nachhaltigen Fisch zu führen, einen wichtigen Schritt näher. www.spar.at/zeichensetzen

Fairer Handel groß­geschrieben! FAIRTRADE Österreich feiert 2013 sein 20-JahrJubiläum. Von der Idee des fairen Handels und der hohen Qualität der Produkte überzeugt, ist SPAR seit 1999 Partner von FAIRTRADE. Mittlerweile finden Kunden in den Regalen von SPAR mehr als 300 FAIRTRADE-Produkte. Blumen, Tee und Bananen gehören da genauso dazu wie der SPAR Natur*pur Bio-Kaffee. Dieser wird in der SPAR-eigenen Kaffeerösterei REGIO in Marchtrenk (OÖ) hergestellt.

SPAR gehört zu den größten Unternehmen, die von Österreich aus tätig sind. 2013 sollen rund 450 Millionen Euro investiert werden.

SPAR im Plus: 1.000 neue Arbeitsplätze Bei der österreichischen Handelsgruppe SPAR ist man mit dem Geschäftsverlauf 2012 sehr zufrieden: Im In- und Ausland konnte ein Umsatzplus von 3,5 Prozent erwirtschaftet werden.

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er Gesamtumsatz aller Geschäftsfelder – Lebensmittelhandel, Sportfachhandel und Shopping-Center – belief sich auf 12,6 Mrd. Euro. In der Sparte Lebensmittelhandel Österreich lag der Verkaufsumsatz bei 5,6 Mrd. Euro, was ein Plus von 3,8 Prozent bedeutet. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung konnte auch der Mitarbeiterstand erhöht werden, alleine in Österreich schuf SPAR 1.000 neue Arbeitsplätze.

75.000 Mitarbeiter, größter Lehrlingsaus­ bilder Österreichs

Die SPAR-Österreich-Gruppe beschäftigt nun insgesamt 75.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehört damit zu den größten Unternehmen, die von Österreich aus erfolgreich tätig sind. Mit 2.765 Lehrlingen ist SPAR in Österreich nach wie vor der größte Lehrlingsausbilder. Auch dieses Jahr nimmt SPAR wieder 900 Jugendliche neu auf, 100 davon in Tirol. 2013

sollen mit einem Investitionsvolumen von rund 450 Mio. Euro unter anderem das Netz der SPAR-express-Tankstellenshops weiter vergrößert und die Expansion im Ausland vorangetrieben werden.

Handel als Spiegelbild der Gesellschaft

Dr. Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender SPAR: „Der Handel ist stets ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die sich verändernden Lebens- und Konsumgewohnheiten der


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„Multikulti“ am Tisch bei SPAR Mit der Marke „NENI am Tisch“ bietet der SPAR-Markt „Food in the City“ in Innsbruck exklusive Mezzes-Vorspeisenköstlichkeiten an.

Dr. Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender SPAR, ist stolz auf Innovationen.

Menschen sind seit einigen Jahren deutlich spürbar. Wir haben die damit in Zusammenhang stehenden Trends erkannt und innovative Lösungen entwickelt: Convenience-Sortimente und vegetarische Alternativen, noch mehr regionale Produkte, längere Öffnungszeiten, energie- und ressourcenschonende Märkte, Läden wieder in Innenstadtlagen. Die erfreuliche Entwicklung im Jahr 2012 und eine aktuelle Analyse von Marketagent (Handels-Check 2012), die SPAR als den Händler mit dem höchsten Wohlfühlfaktor ausweist, bestätigen uns, den Nerv der Kunden getroffen zu haben.“ •

„NENI“ ist ein Wiener Familienbetrieb, der aus drei Lokalen besteht und mit dem sich Haya Molcho einen Lebenstraum verwirklicht hat. Molcho ist Multikulti-Köchin aus Leidenschaft und zählt zu den Top-Gastronomen Wiens. Einige der „NENI“-Klassiker – darunter Aufstriche, Pesto und Gemüsegerichte – sind jetzt in Innsbruck exklusiv im SPAR-Markt in der Maria-

Schmackhafte Produkte aus der „NENI“Küche exklusiv bei SPAR

Theresien-Straße erhältlich. Haya Molcho über ihre neue Produktlinie: „Unter der Marke ,NENI am Tisch‘ finden Sie exklusiv für SPAR Aufstriche, Pesto und Gemüsegerichte. Denn zu einem stimmungsvollen Essen gehören für mich unbedingt Mezzes. Das sind orientalische Vorspeisenvariationen, die aus vielen kleinen Köstlichkeiten bestehen!“ •

Restaurantbetreiberin Haya Molcho schuf die „NENI“Produktlinie.

Neuer SPAR-Markt im Stubaital

Lange hat Kampl auf einen echten Nahversorger warten müssen, doch dieses Warten hat sich gelohnt! Im Sommer 2013 eröffnet die SPAR AG mit Herbert Steger als Betreiber einen neuen Lebensmittelmarkt mit integriertem Bistro. Herr Steger betreibt auch die SPARMärkte in Neustift-Milders und Fulpmes. •


12 market

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AK Tirol drängt auf Reformen: „Es ist Zeit für einen Politikwechsel“

Preiswucher, Treibstoffabzocke, niedrige Löhne: Vor der Tiroler Landtagswahl fordern die AK-Fraktionen neuerlich die Politik auf, sich verstärkt um die Anliegen der Tiroler Arbeitnehmer zu kümmern. Zu lange wurden und werden in Tirol die gesellschaftlichen Realitäten ignoriert. In vielen Köpfen lebt noch das agrarisch geprägte Tirol-Bild der 1950er Jahre. Relikte aus dieser Zeit sind vielfach einseitige Verwaltungsstrukturen und die wesentlichsten Budgetansätze des Landes. Die Bauernbundfunktionäre, die heute gerade noch drei Prozent der Bevölkerung vertreten, wollen aber keinesfalls ihre dominierende Rolle aufgeben, wenn es um

Erwin Zangerl AK-Präsident AAB-FCG

Sozialer Wohnbau Tirols Beschäftigte werden benachteiligt. Wir verkörpern mit mehr als 80 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung und erwarten von den künftigen politischen Akteuren entspre­ chende Berücksichtigung. Tirol muss ein soziales Sonderwohnbauprogramm starten und den Kampf gegen explodierende Wohn- und Mietpreise aufnehmen. wir haben die höchsten lebenskosten. Das land muss tätig werden gegen Preiswucher und Treibstoffabzocke. Um die gröbsten Benachteiligungen für die arbeitnehmer in unserer Region zu beseitigen, fordern wir ausgleichszahlungen, wie dies andere Gruppen seit Jahren erhalten. •

politischen Einfluss, Geld und Macht in Tirol geht. Um diese Position zu sichern, versuchen sie, die Arbeitnehmer aufzuspalten. Doch die finanziellen Mittel sind begrenzt und müssen endlich gerechter verteilt werden. Zu lange schon wurde eine Gruppe überdurchschnittlich gefördert und mit steuerlichen Privilegien ausgestattet. Deshalb erheben alle AK-Fraktionen vor den Landtagswahlen ihre Stimme (siehe Forderungen unten). •

„Die Landtagswahlen stehen vor der Tür. Die für die Arbeiterkammer wohl wichtigste Frage: Welcher Stellenwert wird der größten Gruppe des Landes – den Beschäftigten und ihren Problemen – eingeräumt?“ AK-Präsident Erwin Zangerl

Betriebe ansiedeln

Öffis verbilligen

Seit Jahren sind die Beschäf­ tigten im reichen Land Tirol einkommensmäßig hinten. Sie verdienen am wenigsten, obwohl sie viel leisten.

Auch beim öffentlichen Verkehr sind die Tiroler Arbeitnehmer deutlich schlechter gestellt.

Wir fordern von der Landespolitik, diese ungerechtigkeit zu beseitigen und die Gewerkschaftsforderungen nach Erhöhung der mindestlöhne zu unterstützen. Das Land muss dringend neue Betriebe ansiedeln. Es fehlen gute Vollarbeitsplätze in allen Bezirken. Gewerbebetriebe, die schon längst Industriebetriebe sind, gehören endlich umgewandelt. Die Gewerkschaften brauchen bei den lohnverhandlungen einen stärkeren Rückhalt des landes. •

wir verzeichnen beim VVt die höchsten Preise in Österreich. Das ist ungerecht, denn gerade hierzulade sind überdurchschnittlich viele Pendler auf Bus und Bahn angewiesen, weil der Treibstoff bei uns ja ebenfalls am teuersten ist.

Helmut Deutinger Fraktionsvorsitzender Grüne in der AK

Gerecht aufteilen Wir verlangen vom neuen Landtag und der Landesregie­ rung eine gerechte Verteilung von Vermögen und Besitz.

Wir fordern ein kostengünstiges, für alle leistbares Pendler ticket, durch das Umwelt und Arbeitnehmer entlastet werden. Ebenso verlangen wir das 60-Euro-Jahresticket für junge Menschen wie in ostösterreich. •

Derzeit werden unternehmer und Bauern mit Millionensubventionen und Steuergeschenken gefördert. Dazu kommen Einheitswerte, die seit Jahrzehnten nicht mehr angepasst wurden.

Günther Mayr Vorsitzender Sozialdemokratische GewerkschafterInnen

Es gibt keine Versteuerung von millionenvermögen und -erbschaften und dazu noch ein undurchschaubares Förder- und Subventionswesen. Diese Tatsachen verschaffen einer verhältnismäßig kleinen Gruppe im land ungerechte Vorteile. •

Heribert Mariacher Fraktionsobmann Freiheitliche Arbeitnehmer in der AK


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market 13

Rundum gut versorgt mit Erdgas Erdgas ist kostengünstig, umweltschonend und bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Die TIGAS gewährt bei einem Umstieg auf Erdgas Förderungen bis zu 1.000 Euro. Mehr als 90.000 Tiroler Haushalte und Industrie- und Gewerbebetriebe in über 145 Tiroler Gemeinden nutzen bereits die Vorzüge des innovativen Energieträgers: Erdgas hat sich damit als umweltschonender, preiswerter und komfortabler Brennstoff in Tirol erfolgreich durchgesetzt.

Wirtschaftlich und umweltschonend

Ein Heizkostenvergleich zeigt, dass Erdgas im Vergleich zu anderen Brennstoffen durchwegs die günstigste Alternative ist. Bei einer Umstellung auf Erdgas sinken die Energiekosten um bis zu 40 Prozent gegenüber Altanlagen. Der Brennstofflagerraum sowie das Nachbestellen des Brennstoffvorrates entfallen. Somit kann

Wandheizgerät mit Brennwerttechnik: platzsparend, effizient, umweltschonend, geräuscharm und sauber

der Aufstellungsraum des Gasgerätes auch für andere Zwecke genutzt werden. Die platz- und energiesparenden Gasgeräte lassen sich auch in den Wohnbereich integrieren. Die TIGAS bietet bereits seit Jahren den österreichweit niedrigsten Energiepreis. Ein weiterer Vorteil von Erdgas: Die Abgase bei Erdgasgeräten

sind praktisch frei von Feinstaub- und Rußpartikeln, auch die anderen Emissionen sind vergleichsweise gering und die Lieferung erfolgt unterirdisch ohne Belastung der öffentlichen Verkehrswege. •

Kontakt Informationen unter 0800/82 88 29 oder www.tigas.at

, IERT SAN ! R E W IERT KASS SIERT? RES INTE

TIGAS­Förderungs­ programm 2013 • Umstellprämie: Bei umstellung einer bestehenden heizanlage auf Erdgas 400 Euro bei Einfamilienhaus und Gewerbebetrieben (200 Euro bei wohnung mit Etagenheizung) • Energiesparbonus: Bei erstmaliger Erdgasbezugsaufnahme und Einbau eines Brennwertgerätes 600 Euro bei Einfamilienhaus und Gewerbebetriebe (300 Euro bei wohnung mit Etagenheizung) • ErdgaswärmepumpenFörderung: Bei Einbau einer Erdgaswärmepumpe 600 bis 6.000 Euro (abhängig von der anschlussleistung) • Förderung für ErdgasFahrzeuge (Keinstaubprämie 1310): Anlässlich „10 Jahre Erdgas als Kraftstoff in Tirol“ erhöht die TIGAS die Förderung für Erdgasfahrzeuge auf 1.310 Euro (inkl. ust)

SANIERUNG FÄLLIG?

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Jetzt kinderleicht mit der neuen Sanierungsoffensive!

Packen Sie’s an! Jetzt! Vollkommen unabhängig von der Einkommenshöhe bietet das Land Tirol 2013 und 2014 mit seiner Sanierungsoffensive erhöhte Förderungen für energiesparende und umweltfreundliche Sanierungsmaßnahmen an. Bei umfassender Sanierung (mindestens drei Maßnahmen) mit sehr guter Wärmedämmung erhalten Sie zusätzlich den ebenfalls erhöhten Ökobonus!

Gut für Sie, gut für die Umwelt, gut für Tirol! Alle Infos unter: www.tirol.gv.at/wohnbau


14 market

Innsbruck im Zoom

Frühjahrsaktion bei Braunbär

E

ine gemütliche Atmosphäre, freundliche Gesellschaft und modernste Geräte sorgen für das nötige Wohlbefinden. Unser Team ist jederzeit bemüht, dir deinen Aufenthalt so angenehm und entspannend wie nur möglich zu machen.

Fit und schön in den Frühling Der Frühling steht vor der Tür und spätestens jetzt ist es Zeit, auf seine Fitness und Gesundheit zu achten. 6020 liefert wertvolle Tipps und präsentiert die besten Innsbrucker Partner aus diesem Bereich!

Frühjahrsaktion ab März: Beim Aufladen der Kundenkarte mit 100 Euro erhaltet ihr 20 Euro Bonus! Für Barzahler gibt es 20 Prozent Rabatt auf alle Kabinen! Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19.30 Uhr, Sa 10-19 Uhr, So 14-18 Uhr Wir freuen uns auf euren Besuch und schicken sonnige • Grü ße, euer Braunbär­Team!

Sonnenstudio Braunbär Brunecker Straße 2 (EG), 6020 Innsbruck, Tel. 0512 / 56 44 44 sonnenstudio@hotmail.com, www.braunbaer.at

Nagelstudio Nail Spa: natürlich schöne Nägel

Yoga: Energie und Harmonie tanken

a

uf einer 120 m2 großen, modern eingerichteten Studiofläche arbeitet unser Team nach höchsten Qualitätsrichtlinien. Wir verwenden ausschließlich Produkte namhafter Hersteller und erfüllen damit höchste Ansprüche. Unsere fünf Nageldesignerinnen finden für jeden Wunsch individuelle Lösungen. Kundinnen können sich auch mit einer Fußpflege oder einem Wellness-Gesicht-Treatment verwöhnen lassen. Als besonderen Service bieten wir Permanent-Make-up an, das von einem Profi mit zwanzigjähriger Erfahrung durchgeführt wird. Öffnungszeiten: mo–fr 9 –19.30 uhr •

Y

oga bringt uns nach den kalten wintermonaten wieder frisch in Schwung. Wir lassen den Frühling mit tiefen Atemzügen eindringen, tauen auf und erwachen endgültig aus dem Winterschlaf! Yogaklassen, aufbauende Kurse und Workshops findest du im Shala Innsbruck. •

Nail Spa

Antaratma Yoga Shala Innsbruck

Reichenauerstraße 62, 6020 Innsbruck, Tel. 0512 / 34 21 49 maida.c@live.at, www.nail­spa.at

Andreas-Hofer-Straße 13, 6020 Innsbruck www.yoga­innsbruck.com


Innsbruck im Zoom

market 15

Der erste amerikanische Barbershop im Westen!

Jaquelina (li.) & Tami, die Degler-Girls leben den Rock im Block 7.

m

it dem neuen Degler Barbershop verhelfen wir dem modebewussten stylishen Mann zu einem großartigen Lebensgefühl! Wie? Wir machen das, was wir wirklich können: perfekte Haarschnitte, tadellose Rasuren und Pflege mit exklusiven Produkten für den perfekten Finish. Das alles gibt es in einer einmaligen location, mit termin zu den genialsten Öffnungszeiten der Stadt, mo bis fr 16–22 uhr, sa geschlossen. •

Degler Barbershop Grabenweg 74, 6020 Innsbruck-Rossau, Tel. 0512 / 39 13 44 www.degler.at

Erfolgreiches Abnehmkonzept!

Get fit while having fun!

Vero Claerebout Inhaberin

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ie HYPOXI-Methode® ist die angenehme Art, Ihre Figur schnell und gezielt in form zu bringen! Eine reduzierung des Umfangs an den Problemzonen um eine Kleidergröße in vier bis acht wochen ist möglich! und das, ohne dass sie dabei hungern müssen! Testen Sie jetzt eines der erfolgreichsten abnehmkonzepte in form unserer schnupperwoche mit drei Behandlungen für nur 49 Euro. Gültig für Neukunden nach telefonischer Terminvereinbarung. •

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illst du fit werden, beweglich und durchtrainiert sein? Dann schau beim Polestudio innsbruck vorbei! wir unterrichten die neuesten Trends aus der Fitnessszene: Poledance, TRX-Suspension Training, Aerial Yoga, Kontorsion und Kraftkurse sowie zirkusinspirierte Trends wie Aerial Hoop und – neu ab April – Aerial Dance! Wir bieten Fitness ohne Mitgliedschaft und noch vieles mehr in unserem Women-only-Studio! Infos unter www.polestudio-innsbruck.at, Frühlingsaktion bis 14. April 2013: 10er-Block um 100 Euro statt um 125 Euro. •

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Polestudio Innsbruck

alfa sports & spa, innrain 143, tel. 0512 / 56 04 04 22 www.hypoxistudio­innsbruck.at

Maximilianstraße 2, 6020 Innsbruck, Tel. 0512 / 58 19 56 info@polestudio-innsbruck.at, www.polestudio­innsbruck.at


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

ivb.at

ivb.news

Drei Seiten Mobilität

Like.Us.IVB

Like Us Die IVB sind jetzt auf Facebook. Die IVB haben nun eine offizielle Seite auf Facebook und

Die IVB laden ihre Fans aber auch zu Diskussion und Aus-

freuen sich auf regen Austausch mit ihren Fans! Neben ak-

tausch ein: Einmal im Monat findet im eigens eingerichteten

tuellen Informationen zu verschiedenen Produkten, Dienst-

IVB-Forum eine Diskussionsrunde zu einem ausgewählten

leistungen, Veranstaltungen und Kooperationen, gibt’s auf

Thema statt. Also nichts wie los!

der Facebook-Seite auch viel Unterhaltung: egal ob IVBGames, Verlosungen oder humorvolle Beiträge aus dem

Und mit diesem Link direkt auf die Pinnwand der IVB:

IVB-Alltag oder dem der Fahrgäste.

www.facebook.com /like.ivb


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Jahres-Ticket SeniorIn

gs!

terwe n u g i t s n Gü

ab 60 jetzt alle obil. iorIn sind n Se anz Tirol m g et d n ck u Ti sck re ru h sb Ja n s. In bu Mit dem B und Post Linien in auf allen encentern von IVB, VVT, ÖB nd für € 240,Infos und

den Tickets in

Ku

Eines für alles Mit dem SeniorInnen-Ticket sind alle ab 60 in ganz Tirol mobil. Das neu eingeführte Jahres-Ticket SeniorIn hat sich bereits

nur in der Kernzone Innsbruck, sondern auf allen Linien

kurz nach der Einführung im Jänner 2013 als Verkaufsschlager

des Verkehrsverbundes Tirol mobil – und das um € 240,-!

erwiesen. Schon über 10.000 wurden tirolweit verkauft, fast

Erhältlich ist das Ticket in den Kundencentern von IVB, VVT,

6.000 davon in Innsbruck. Das Angebot ist auch sehr gut:

ÖBB und Postbus. SeniorInnen ab 75 Jahren erhalten das

SeniorInnen ab 60 Jahren sind mit dem Jahres-Ticket nicht

Jahres-Ticket bereits um € 120,-.

Innsbruck liest Zum 10. Mal werden 10.000 Bücher an die InnsbruckerInnen verteilt. Literatur ins Gespräch bringen, SchriftstellerInnen fördern und die Öffentlichkeit stärker für Literatur interessieren – diese Ziele verfolgt die Stadt Innsbruck auch bei der heurigen Aktion „Innsbruck liest“. Mithilfe zahlreicher Sponsoren werden ab 14.03.2013 wieder 10.000 Bücher an die Innsbrucker Bevölkerung verschenkt – das diesjährige „Innsbruck liest“-Buch stammt von Margit Schreiner und trägt den Namen „Wie die Tiere in Paris“. Als Partner haben sich die Innsbrucker Verkehrsbetriebe für alle Lesebegeisterten ein besonderes Service einfallen lassen: Vor dem Landesmuseum wird in einem IVB-Bus das Buch verteilt. Außerdem wird Margit Schreiner anwesend sein und die Bücher gerne signieren (14.03.2013, 11:30–12:30 Uhr). Kostenlose Bücher sind bei folgenden Stellen erhältlich: Stadtbücherei Innsbruck, IKB-Kundencenter, IKB-Recyclinghof, UPC-Kundencenter, UPC-Shop und TT-Aboservice in der Brunecker Straße, Wagnersche/Thalia, Thalia Sillpark.


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Innsbruck läuft wieder Am 06.04. findet der TirolMilch-Frühlingslauf statt. Im Frühling heißt es wieder: Laufschuhe schnüren und raus ins Freie! Auch heuer startet die Laufsaison mit dem TirolMilch-Frühlingslauf, den die IVB wieder gerne unterstützen. Die Nightliner-Bühne der IVB wird vor Ort sein und Platz für Musik und Moderation bieten. Und damit es am 06.04.2013 um 15:00 Uhr wirklich ganz entspannt zugeht, kann man sich die Laufstrecke einfach selber einteilen. Egal ob 3, 5, 10, 15 oder 21,1 Kilometer – gelaufen wird entlang der Innsbrucker Laufpromenaden, solange es Spaß macht. Musik und Speisen sorgen für gute Stimmung im Ziel. Mit den Linien der IVB kommt man ganz einfach hin, anmelden kann man sich ab 13:00 Uhr (keine Voranmeldung nötig!) und mitmachen kann man ab 15:00 Uhr auf einer Distanz nach Wahl. Alle Informationen gibt es auf www.innsbrucklaeuft.com. Wann: Samstag, 06.04.2013 Start/Ziel: Marktplatz Innsbruck Anmeldung: ab 13:00 Uhr Lauf: 15:00 Uhr

Unterwegs um € 0,67 pro Tag Das Innsbruck-Ticket Semester-Ticket ist auch online im IVB-Ticketshop erhältlich. Schlange stehen zum Semesterstart gehört der Vergangenheit an! Denn alle StudentInnen können ihr „Innsbruck-Ticket Semester-Ticket“ bequem online im IVBTicketshop kaufen, ausdrucken und sofort losfahren. Das Ticket ist für alle Studierenden unter 27 unabhängig von Familienbeihilfe oder Staatsbürgerschaft erhältlich und kostet € 122,50. Es ist sechs Monate (September bis Februar oder März bis August) auf allen Linien der IVB in Innsbruck (Kernzone) inkl. Nightliner (ausgenommen N10, N12, N13, N14, N17, N18) und Hungerburgbahn gültig. Mehr Informationen sowie den neuen Folder samt Antrags-

icket

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Ticket SemlineesimteIVB-rTi-cketshop kasgufehenen, !

Ticket on kann‘s lo . und schon ndencenter ausdrucken er im IVB-Ku ww.ivb.at

Infos auf w

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formular zum Downloaden gibt’s auf www.ivb.at.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck / Telefon: 0512 58 6020 / Fax: 0512 58 6020-2820 marketing@ivb.at / www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Fotos: Innsbruck läuft, IVB (3)


. l o r i T n e b e i l r Wi

. k i s u M n Wir liebe OL R I T R Ü F X I M E T DER BES JETZT EINSCHALTEN!

Innsbruck MHZ 103,4 Landeck MHZ 106,0 Reutte/Lechtal MHZ 89,9 Imst MHZ 103,0 Rietz bis Imst MHZ 105,4 Stubaital/Wipptal MHZ 101,8 Schwaz/Zillertal MHZ 107,4 Hinteres Zillertal MHZ 104,1 Mayrhofen/Zillertal MHZ 105,4 Wörgl MHZ 102,0 Paisslberg/Juffing MHZ 96,7 Kufstein MHZ 104,9 Kitzbühel MHZ 106,8 St. Johann MHZ 103,4 Großraum Lienz MHZ 104,4 Kabelnetz von upc Tirol MHZ 92,0 Webradio auf www.liferadio-tirol.at


20 market

Innsbruck im Zoom

Griechische Spezialitäten mitten in Tirol

Theodoros Pardalis Inhaber

Kulinarische Vielfalt Innsbrucks Lokaldichte braucht sich vor keiner Großstadt zu verstecken. Kaum eine Geschmacksrichtung, kaum ein internationaler Küchentrend fehlt bei uns. 6020 zeigt die kulinarische Vielfalt in unserer Stadt!

i

m Restaurant „El Greco“ in Thaur bei der Loretto-Kirche kann man original griechisch schlemmen und dabei die Gastfreundschaft Griechenlands so richtig genießen. Freunde des sonnigen Mittelmeerstaates finden in der „El Greco“-Küche den unverfälschten und originalen Geschmack Griechenlands: von typischen griechischen Vorspeisen wie Dolmades, gebackenen Zucchini und Zaziki über original griechische hauptspeisen bis hin zu nachspeisen und cocktails. •

Restaurant El Greco Loretto-Umgebung 1, 6065 Thaur, Tel. 05223 / 20 45 09 www.el­greco­tirol.at

Asiatische Köstlichkeiten

Aus Liebe zu gutem Essen!

Das Teppan Wok ist ein echter Familienbetrieb.

D

er Teppan Wok in der Bürgerstraße 2 bietet zum All-youcan-eat-Preis ab 10,90 Euro reichhaltige Buffets: Vielfältige Sushi- und Maki-Sorten sowie eine große Auswahl an fertigen asiatischen Gerichten. Aus frischem Gemüse, exotischen fleischsorten und fisch können sie sich ein wunschgericht zusammenstellen, das dann am Teppanyaki-Grill zubereitet wird. Gerne verwöhnen wir sie auch bei diversen feiern mit unseren Köstlichkeiten. •

w

ir lieben gutes Essen: Diesen leitspruch nimmt sich unsere Küche täglich von neuem zu Herzen. All unsere Gerichte werden mit frischen Zutaten und größtmöglicher Sorgfalt zubereitet. Lassen Sie sich unsere Gaumengenüsse auf der Zunge zergehen! Das Al-Pacino-Team freut sich, anspruchsvolle Gäste mit Zutaten aus aller Welt zu verwöhnen! Wir haben durchgehend warme Küche von 9 Uhr bis 1 Uhr morgens. Unsere neueste Spezialität: die Vollkorn Pizza! •

Teppan Wok

AL Pacino XL

Bürgerstraße 2, 6020 Innsbruck, Tel. 0512 / 56 18 38 www.teppanwok.at

Pizzeria | Restaurant | Café, Museumstraße 34, 6020 Innsbruck tel. 0512 / 566 352, www.pizzeriainnsbruck.at


Innsbruck im Zoom

Orientalisches Innsbruck

s

oultans ist das neue restaurant in der markthalle. Bei uns bekommen Sie Mezes, Grillspezialitäten und Süßspeisen, die wir täglich frisch zubereiten. Wir führen auch Gewürze, Lokum (Turkish Delight), türkischen Kaffee und vieles mehr. Sobald die Temperaturen frühlingshaft werden, lockt unser ruhiger Gastgarten am inn mit wunderschönem Ausblick auf die Nordkette. •

market 21

Zu Fuß nach Mexico

E

ndlich gibt es auch in Innsbruck ein traditionell-mexikanisches Restaurant mit authentischer mexikanischer Küche und Atmosphäre. Was uns auch besonders macht: Eine gute auswahl an tequilas und cocktails! unsere mexikanischen Köche verwöhnen sie mit original mexikanischen Gerichten, während Sie Mexico mit Blick auf die Berge und den Inn genießen. Unser Angebot: „Comida corrida“, das schnelle Mittagessen um 7 Euro mit suppe oder um 8,50 Euro mit salat. Öffnungszeiten: Täglich 12–14 Uhr & 18–22 Uhr Tequila Bar bis 0:00 Uhr früh •

Soultans

Mexico Arriba, Restaurante Mexicano

Markthalle Innsbruck, Herzog-Siegmund-Ufer 1, 6020 Innsbruck tel. 0664 / 44 100 44, www.soultans.at

1. Stock im Restaurant CAMMERLANDER, Innrain 2 / Innbrücke 6020 innsbruck, tel. 0512 / 58 63 98, www.cammerlander.at


22 motor

Genfer Automobilsalon

motor Festival der automobilen Träume Rund 700.000 Besucher hatten an elf Tagen Gelegenheit, mehr als 130 Welt- und Europapremieren auf 110.000 Quadratmetern Fläche zu entdecken. Neben sparsamen und effizienten Alltagsfahrzeugen über faszinierende Konzept-Visionen bis hin zu abgehobenen Supersportlern spannte sich die Palette an verführerischen Modellen, die vom 7. bis 17. März in sieben Hallen der Palexpo gekonnt in Szene gesetzt wurden. Der Tiroler Fahrzeughandel unter der

Führung von Wirtschaftskammer-Gremialobmann Wolfgang Rötzer und SpartenGeschäftsführer Marco Stütz, veranstaltete auch heuer wieder einen Sonderflug in die Westschweiz, wo sich am Eröffnungstag rund 65 Tiroler Branchenexperten einen Gesamtüberblick über die automobilen Neuheiten des Jahres 2013 verschaffen konnten. 6020 begleitete die heimischen Fahrzeughändler bei ihrem sechsstündigen Messe-Marathon an den Gestaden des Genfer Sees. •

Der Rekordbrecher: Rund eine Million Euro kostet der McLaren P1, der in Genf seine Weltpremiere feierte: 3,8-LiterDoppelturbo V8, 916 PS, 0–100 km/h unter drei Sekunden, Spitze 350 km/h abgeregelt.

© WerK

Bei der 83. Ausgabe des internationalen Genfer Automobilsalons funkelten auch heuer wieder Dutzende Novitäten im grellen Scheinwerferlicht.

Die Coupé-Version des Chevrolet Corvette Stingray feierte im Jänner in Detroit Weltpremiere, das nachgereichte Cabrio durfte sein Hauberl erstmals in Genf lüften. Die Markteinführung in Österreich ist für das 4. Quartal 2013 geplant.

Unterberger-Denzel-Betriebsleiter Giovanni Di Valentino nahm in Halle 7 sowohl den emotionalen BMW 3er GT als auch die rassige Mini-Paceman-Variante von John Cooper Works genauestens unter die Lupe.

© Walter Mair (3)

Gut gelaunt: WKGremialobmann Wolfgang Rötzer (li.) und GenfOrganisator Marco Stütz vor ihrem MesseRundgang


Genfer Automobilsalon

motor 23

Opel feierte mit dem edlen MittelklasseCabrio Opel Cascada eine Weltpremiere. Der Cascada ist ab sofort bestellbar und fährt mit PremiumStoffdach bereits ab 26.490 Euro vor.

Der Kramsacher Ford- und Suzuki-Händler sowie Kfz-Techniker-Landungsinnungsmeister Martin Gertl freut sich auf den fünfsitzigen Personentransporter Tourneo Courier, der Mitte 2014 eingeführt werden soll.

BMW Serie 3 Gran Turismo: Nach der 3er-Limousine und dem BMW 3er Touring erweiterten die Bayern die 3er-Reihe mit der GT-Variante, die einen faszinierenden Design-Bogen zwischen Limousine, Kombi und Coupé spannt. Schon Mitte Juni ab 38.450 Euro erhätlich. La Ferrari 2013: Hybrid Power und kombinierte 963 PS liefert der Nachfolger des legendären Ferrari Enzo Ferrari, der in einer limitierten Auflage von 499 Exemplaren produziert wurde.

© Walter Mair (5)

WK-Gremialobmann-Stv. Gerald Unterberger und Autowelt Verkaufsleiter Michael Schotzko am Land-RoverStand, wo das weltweit erste Neungang-Automatikgetriebe für Pkw präsentiert wurde


24 motor

Test

Elegante Dynamik auf einer Länge von 4,83 Metern: Škoda Superb Combi „Laurin & Klement“.

Meister seiner Klasse

I

m Frühjahr 2012 hat Škoda zwei Modell-Sprösslinge innerhalb der Superb-Familie nachgereicht. Neben dem preis- und umweltbewussten Superb GreenLine steht automobilen Gourmetfreaks jetzt auch das exklusive Topmodell Superb Laurin & Klement zur Verfügung, das in puncto Komfort, Technik und Fahrvergnügen keine Wünsche offen lässt. Der Superb Combi Laurin & Klement basiert auf der Ausstattungslinie Elegance in Kombination mit zusätzlichen Highlights wie elektrisches Panorama-Glasschiebedach, belüftete Vordersitze, Vierspeichen-Multifunktions-

Nobles Superb-Cockpit: PianoLack, Dekor in Holzoptik, Chrom, Leder usw.

Lenkrad, Freisprechanlage, Radio-Navigation Columbus sowie einem Soundsystem mit insgesamt zehn Lautsprechern usw. Darüber hinaus setzen beim über 4,8 Meter langen und 1,8 Meter breiten „Oberklassen“-Kombi der verchromte Kühlergrill und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen optische Akzente mit individueller Note.

Top Fahrkomfort

Das fünftürige ŠkodaTopmodell ist mit einem 170 PS starken Turbodiesel bestückt, der mit Unterstützung von 350 Newtonmetern hervorragend beschleunigt

und den Sprint von Null auf 100 km/h in 8,9 Sekunden absolviert. Trotz seiner stattlichen Masse von rund 1,5 Tonnen lässt der spritzige Kombi-Liner beim Ampelstart keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Auch bei voller Beladung lässt sich der leicht untersteuernd ausgelegte Škoda-Transporter sauber durch enge Kurven dirigieren. Wer die Grenzen der Stabilität auskosten möchte, wird mittels bewährter Škoda-Technik (ABS, ASR, ESP) sofort in die Schranken der Sicherheit gewiesen. Entspanntes Cruisen garantiert weiters die mitgelieferte 6-GangAutomatik DSG mit Tiptronic, die ein manuelles Sortieren der Gänge erlaubt und eine sportlichere Fahrweise ermöglicht. Der Škoda Superb Combi Laurin & Klement ist bereits ab 37.800 Euro verfügbar, unsere exklusive Testvariante rollt um 44.460 Euro aus dem Škoda-Schauraum. •

Škoda Superb Combi Laurin & Klement TDI DSG MOTOR: Vier-Zylinderturbodiesel HUBRAUM: 1.968 ccm LEISTUNG: 125 kW/170 PS DREHMOMENT: 350 Nm/1.750–2.500 U/min GETRIEBE: 6-Gang-DSG tiptronic, 0–100 km/h 8,9 sec SPITZE: 220 km/h VERBRAUCH: 6,1 l/100 km, test 7,2 l/100 km CO2-EMISSIONEN: 151 g/km ABMESSUNGEN (L/B/H): 4.838 / 1.817 / 1.510 mm LEERGEWICHT: 1.519 kg KOFFERRAUM-VOLUMEN (VDA): 633–1.865 l PREIS: ab 37.800 euro testmodell 44.460 euro

© FraNZ OSS (3)

Das Škoda-Topmodell Superb Combi fährt jetzt in der exklusiven Ausstattungsvariante Laurin & Klement vor. Der luxuriöse Kingsize-Škoda im 6020-Test. Test: Walter Mair


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motor 25

Schweres (Jubiläums-)Gerät Anlässlich des 10. Geburtstages der Rubicon-Serie präsentierte Jeep in Genf das Sondermodell Wrangler Rubicon. Der Rubicon Trail in Kalifornien ist eine der berühmtesten und anspruchsvollsten Offroadstrecken der Welt. Mit der ab dem dritten Quartal 2013 als Zwei- und Viertürer erhältlichen Sonderserie leistet Jeep eine Hommage für den Geist dieses Trails, der seit Jahrzehnten von den JeepTechnikern genutzt wird, um die Geländefähigkeiten der Jeep-Modelle immer weiter zu verbessern.

© Walter Mair

OffroadStar in Genf: Jeep Wrangler Rubicon „10th Anniversary Edition“

Mächtige Power

Zu den Highlights des Geländefreaks zählen 17 Zoll große Alu-Räder in poliertem Schwarz, eine neue Powerdome Motorhaube mit zwei Luftansaugöffnungen, Schwellerschutz von Mopar und rotes Ledergestühl mit geprägtem

Rubicon-10th-AnniversaryLogo. Beim Antrieb haben die Kunden die Wahl zwischen dem 2,8 CRD Turbodiesel mit 200 PS und 460 Newtonmetern Drehmoment kombiniert

mit 5-Gang-Automatik bzw. mit 410 Newtonmetern zusammen mit SechsgangSchaltgetriebe. Alternativ steht ein 3,6-LiterV6-Benziner zur Wahl, der

284 PS und 347 Nm an eine Fünfgang-Automatik abgibt. Die Preise für das wahlweise mit Faltdach oder Hardtop bestellbare Sondermodell stehen noch nicht fest. •

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Die originalen Jeep® Modelle. Jetzt ab € 23.943,-

Der neue Grand Cherokee überzeugt durch souveräne Kraft mit dem 3,0 V6 CRD Motor sowie durch uneingeschränkte Geländetauglichkeit. Der Compass vereint einzigartiges Design mit verbrauchsoptimierten Motoren. Jetzt auch als 2WD mit 2,2 CRD Turbo Diesel. Der Wrangler mit dem neuen 200 PS starken 2,8 CRD Turbo Diesel bietet Freiheit und Abenteuer auf allen Wegen. Ob als Zwei- oder Viertürer.

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Auto Meisinger Gesellschaft m.b.H. Innsbruckerstraße 59, 6176 Innsbruck Völs, Tel. 0512/3100-0, Fax 0512/3100-39, office@meisinger.at

jeep.at


26 motor

Test

Smarter City-Van für Quereinsteiger Mit seinem Marktstart im Oktober 2012 hat der Ford B-Max das Minivan-Segment revolutioniert. Das ausgeklügelte Kompaktfahrzeug für „Quereinsteiger“ im 6020-Test. Test: Walter Mair

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ines muss man den Konstrukteuren bei Ford schon lassen, in puncto Kreativität kann ihnen so schnell keiner das Wasser reichen. Das haben die Kölner einmal mehr beim neuen BMax unter Beweis gestellt, der in der Liga der Minivans eine echte Ausnahmeerscheinung ist. Der nur 4,07 Meter lange, 1,85 Meter breite und 1,60 Meter hohe Cityvan bietet neben einem dynamischen Design ein revolutionäres Karosserie-Konzept, das im Segment der Kompakt- und Kleinwagen wohl einzigartig ist. Der Clou bei diesem Familientransporter ist das Fehlen der üblichen B-Säule, wodurch sich beim Öffnen der vorderen Seitentüren und der hinteren Schiebetüren eine ca. 1,50 Meter breite Öffnung ergibt.

© GerHarD BerGer (3)

Die aus Rum stammende Studentin Sylvia Posch nahm den neuen Ford BMax samt Snowboard in Beschlag.

Klein, aber oho

Der smarte Minivan lässt sich bei Bedarf sogar in einen Möbel- oder Freizeittransporter verwandeln: Im Handumdrehen lassen sich der Beifahrersitz und das Gestühl in Reihe zwei umklappen, wodurch ein 2,35 Meter langer Gepäckraumboden für Ladungen aller Art entsteht. Den Beweis für seine Praktikabilität lieferte der B-Max beim Fotoshooting, bei dem ein Snowboard an der Beifahrerseite völlig waagrecht in den trendigen Citytransporter verstaut wurde. Übrigens: Sieben verschiedene Konfigurationsvarianten erlaubt der smarte B-Max, der sein klassisches Kofferraumvolumen mit 304 Litern angibt. Werden seine Rücksitzlehnen mittels Knopfdruck flachgelegt, offe-

riert der Lademeister sogar ein Fassungsvermögen von 1.386 Litern. Trotz kompakter Maße bietet der B-Max auf allen Plätzen ein luftiges Raumgefühl.

Sparsames Aggregat

Für den neuen Ford B-Max stehen vier Benziner von 90 bis 120 PS und zwei Dieselmotoren mit 75 oder 95 PS bereit. Wir haben den kleineren Selbstzünder unter die Lupe genommen, der mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert ist und ein Garant für solide Fahrleistungen ist. Zwar hebt sich der 75 PS starke 1,5-Liter-Diesel nicht als Sprinterkönig hervor, das wird

vom kleinen Cityvan auch nicht gefordert. Als Mitglied der Ford-Familie begeistert beim B-Max das straff-komfortable Fahrwerk, wobei auch die punktgenaue Lenkung in Kurven viel Freude bereitet.

Ford B-MAX – Trend 1,5 Liter Duratorq TDCi

Top-Sicherheit

GETRIEBE: 5-GangSchalt getriebe

Zwar nicht serienmäßig, aber unbedingt empfehlenswert ist das sprachgesteuerte Kommunikations-System SYNC (764 Euro), das im Falle eines Unfalls selbsttätig die Rettungskräfte alarmiert. Insgesamt wurde der Ford B-Max beim Euro-NCAP-Test mit fünf Sicherheits-Sternen ausgezeichnet. •

MOTOR: r4-Zylinderturbodiesel HUBRAUM: 1.498 ccm LEISTUNG: 55 kW/75 PS DREHMOMENT: 190 Nm/1.700 U/min

SPITZE: 158 km/h VERBRAUCH: 4,1 l/100 km test 5,7 l/100 km CO2-EMISSIONEN: 109 g/km MASSE (L/B/H): 4.077 / 1.751 / 1.604 mm EIGENGEWICHT: 1.286 kg KOFFERRAUM-VOLUMEN (VDA): 304–1.386 l PREIS: ab 18.950 euro (trend) testmodell 21.834 euro


Kurztest

motor 27

Ford Kuga II: Clever, stylisch und unschlagbar preiswert Die zweite Generation des Ford Kuga punktet mit einer Reihe neuer Technik-Features, einem flotteren Design, mehr Platz, neuer Allradtechnik, effizienten Motoren sowie zukunftsweisenden Assistenzsystemen – und das alles zu einem unschlagbaren Preis. Kurztest: Walter Mair

Ford Kuga II: mit neuer Allradtechnik oder als 2WD orderbar © WerK

Ein Beispiel für die vielen nützlichen Neuerungen im Ford Kuga: Die Heckklappe lässt sich jetzt „freihändig“ öffnen und schließen, indem per Fußkick ein Sensor unter dem hinteren Stoßfänger aktiviert wird. Das ist besonders praktisch für all jene Shoppingfreaks, die mit vollen Händen vor ihrem Kuga stehen. Der um acht Zentimeter auf jetzt 4,52 Meter gewachsene Kuga (Ausstattung Trend, Titanium) punktet innen mit luftigem Raumgefühl und fasst als optionales Transportfahrzeug 481 Liter bzw. im Zweisitzermodus satte 1.653 Liter Ladevolumen.

Allrad vom Feinsten

Zum Start sind zwei 2,0-LiterDiesel mit 140 und 163 PS verfügbar, die entweder mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder mit einer Power-Shift-Automatik (Doppelkupplung) kombiniert werden können. Ab Mai ergänzt ein Einstiegsdiesel mit

115 PS das Selbstzünderprogramm. Den 1,6-Liter-EcoBoostTurbobenziner gibt es mit 150 oder 182 PS. Sämtliche Motorvarianten lassen sich entweder mit Front- oder Allradantrieb kombinieren. Auf Schnee und Eis überzeugte die hauseigene 4x4-Technik, die den Kuga

auch bei flottem Tempo immer sauber in der Spur hielt. Dass der Kölner auf gesicherten Terrain und bei deaktivierten Assistenzsystemen sogar die hohe Kunst des Driftens beherrscht, hat der sportliche Pistenfeger in Rallye-Manier eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der nagelneue Crossover verfügt über das sprachgesteuerte Ford-Sync-System (Titanium), das unter anderem eingehende SMS vorliest und bei einem Unfall automatisch die lokalen Rettungskräfte alarmiert. Inklusive Celebration-Bonus (1.500 Euro) ist der neue Kuga II zum „Schnäppchenpreis“ von 23.990 Euro erhältlich. •

k ite Der neue Ford KUGA Trend blacw h 1,6 ecoBoost, 150 PS, 2Wd

Verbrauch 6,6 l, 154 g Co² r Ad l s All AUch A ltlich e rhä

Serienausstattung:

• Farbe: Frostweiß • ABS + eSP + Traktionskontrolle • Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer • Torque Vectoring Control • Fahrersitz 6-fach manuell einstellbar • Ford Power Startknopf • Ford easy Fuel Tanksystem • 2-Zonen-Klimaautomatik • Audiosystem radio/Cd mit Ford SYnC • Sitzheizung vorne links und rechts • Außenspiegel elektrisch anklappbar • dachreling in Aluminium-Look • Seitenscheiben hinten dunkel getönt • Sportsitze vorne • 17’’-Stahlräder Jetzt ab • Beheizte Windschutzscheibe • Scheinwerferreinigungsanlage • Parkpilot-System hinten Aufpreis Pantherschwarz: € 400,–

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*) ab Erstzulassung bis max. 80.000 km. Symbolfoto.


28 motor

Motorrad

Frühlingsboten auf zwei Rädern

Man ahnt es schon: Auch dieser Winter wird bald seinen sinnlosen Kampf gegen den Frühling verlieren, die Straßen räumen und sich zurückziehen. In lauer Frühlingsluft sind dann alle Wege frei für echtes Zweiradglück. Dabei spielt es überhaupt

keine Rolle, ob man mit dem 125er-Roller in der Stadt flaniert, den Urlaub mit ersten Enduro-Touren vorwegnimmt oder schnelle Abstecher auf deutsche Autobahnen wagt: Mit den aktuellen Modellen 2013 ist echte Zweiradfreude vorprogrammiert. •

I’ve got the Power: Harley Dyna Street Bob Special Edition

OPEN HOUSE

© SHUtterStOCK, WerK (2)

Die kommende Motorradsaison verspricht, mit witzigen 125ern, ultraschnellen Straßenmaschinen, perfekten Urlaubs-Enduros und wunderschönen Choppern eine der spannendsten der vergangenen Jahre zu werden.

AVIDSON BEI HARLEY-D HALL IN INNSBRUCK 6. April 2013

FOTO: PIAGGIOGROUP.COM

Für 2013 hat Harley-Davidson die beliebte Dyna Street Bob einem umfassenden Facelift unterzogen. Ab sofort ist die Dyna Street Bob zusätzlich als „Special Edition“ erhältlich – ein Bike, das in limitierter Auflage von lediglich 500 Einheiten gefertigt wird. Das US-Kraftwerk hat an Stelle des serienmäßigen V2 mit 1.585 ccm Hubraum das TwinCam-103-Triebwerk mit 1.690 ccm. ABS ist serienmäßig, ebenso die Zweiton-Scallop-Lackierung in Big Blue und Vivid Black. Pünktlich zum Saisonstart ist die 80 PS starke Harley-Davidson Street Bob Special Edition in Österreich für 17.190 Euro erhältlich. •

VESPA FOREVER. Umbau-Sonderaktion: Zahlreiche Vespa-Modelle zu reduzierten Preisen. Vespa 946 ab Mai 2013 in unserem Schauraum.


Motorrad

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Future Retro: Vespa 946 Mehr als 17 Millionen Vespas sind auf den Straßen dieser Welt unterwegs. Damit es bei so viel Erfolg nicht langweilig wird, enthüllt Vespa nun eine innovative Hommage an den ersten Vespa-Prototypen aus dem Jahr 1946: Die Vespa 946 punktet mit atemberaubender Optik und technischen Innovationen wie LED-Licht, innovativer ASR-Traktionskontrolle und zentralem Gasdruckstoßdämpfer. •

Technik und Preis PREIS: ab 3.299 euro

Italo-Renaissance: Lambretta LN 125

HUBRAUM: 125 ccm, einzylinder-Viertakt LEISTUNG: 6,5 kW / 9 PS EIGENGEWICHT: 109 kg

Einst war die Lambretta eine stilbildende Ikone italienischen Rollerbaus und als solche mit rund vier Millionen gefertigten Exemplaren eines der meistgebauten Zweiräder der Welt. Die neu in Italien entwickelte Lambretta LN 125 zollt diesen legendären Zeiten optischen Tribut, technisch ist sie allerdings ganz auf der Höhe der Zeit. •

© WerK (3)

Dünenbezwinger: BMW R1200 GS

Technik und Preis PREIS: ab 8.500 euro HUBRAUM: 125 ccm, einzylinder-Viertakt luftgekühlt LEISTUNG: 8,5 kW / 12 PS

Die weltweit meistverkaufte Reiseenduro BMW R1200 GS startet mit neuem luft- und flüssigkeitsgekühltem Boxermotor und mehr Leistung und Drehmoment in die Saison 2013. Auch am Tourenkomfort, an der Geländetauglichkeit und an der Basisausstattung wurde gefeilt. •

Technik und Preis PREIS: ab 16.950 euro HUBRAUM: 1.170 ccm, Zweizylinder-Boxer LEISTUNG: 92 kW / 125 PS GEWICHT GETANKT: rund 240 kg


30 motor

Test

KIA Soul Active Pro 1,6 CRDi Automatik MOTOR: Vierzylinderturbodiesel, Common-railDirekteinspritzung HUBRAUM: 1.582 ccm LEISTUNG: 85 kW/115 PS DREHMOMENT: 260 Nm GETRIEBE: 6-Gang-automatik, 0–100 km/h 11,7 sec SPITZE: 174 km/h VERBRAUCH: 5,9 l/100 km kombiniert (Werksangaben), test 6,9 l/100 km CO2-EMISSIONEN: 155 g/km ANTRIEB/FAHRWERK: Vorderradantrieb, einzelradaufhängung mit Mehrlenkerachse hinten ABMESSUNGEN (L/B/H): 4.120 / 1.785 / 1.610 mm EIGENGEWICHT: 1.335 kg, Zuladung 475 kg PREIS: testwagen 23.490 euro (netto), einstiegspreis ab 16.490 euro

Eine Seele von einem Auto Der neue KIA Soul ist ein Beinahe-Alleskönner mit fescher SUV-Optik und Vollausstattung. Nur der fehlende Allradantrieb kann seinen vehementen Vorwärtsdrang in Stadt und Land etwas bremsen. Test: Klaus Erler

Optischer Leckerbissen

Der Soul ist dank geländewagenähnlicher Silhouette, gekonnt designten Kühlergrills, LED-Tagfahrlichts und LED-Rückleuchten optisch ein echter Hingucker geworden. Und dank sonstiger Qualitäten wie optionaler Automatik, trendiger Innenbeleuchtung,

erhöhter Sitzposition, angenehmer Sitze und variabler Raumgeometrie hätte er durchaus das Zeug zum echten Stadteroberer. Dass er kein Stadt-SUV im klassischen Sinn ist, liegt an seiner Federung, die auf der robusten Seite angelegt ist und ganz klar darauf hinweist, dass der Soul mehr kann und will als nur die Parkplätze vor den Einkaufszentren zu erobern.

momentan teuerste Möglichkeit einen Soul zu fahren und sprengt dennoch keine Bank. Ausstattungsmäßig bleiben keine Wünsche offen: Neben den üblichen Assistenz- und Sicherheitssystemen teilt sich dieser Soul mit den billigeren Ausstattungsvarianten unter anderem einen Berganfahrassistenten und eine BluetoothFreisprecheinrichtung. Als „Active Pro“ Automatik wird er zusätzlich noch mit Teilledersitzen, Lichtsensor,

Nicht nur urban

Dieser KIA fühlt sich auch auf ruppigen Feldwegen wohl und wühlt sich so lange gekonnt durch tief verschneite Schneewege, bis ihm der Frontantrieb – eine AllradVersion ist nicht im Programm – natürliche Grenzen setzt. Der hier getestete KIA Soul 1,6 CRDI „Active Pro“ Automatik ist mit einem Listenpreis von 23.490 Euro die

© eMaNUel KaSer (2)

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uch wenn die Pressefotos den aufgefrischten KIA Soul des Modelljahres 2013 vorzugsweise im coolen, urbanen Raum zeigen: Zuallererst ist der Koreaner KEIN typischer Vertreter der mittlerweile so beliebten Stadt-SUVs. Nicht dass sein Designer Peter Schreyer (u. a. für die Optik des ersten Audi TT verantwortlich) ihm nicht alle optischen Gene für einen echten Feschak mitgegeben hätte, ganz im Gegenteil.

Tempomat, einer unauffälligen und mit dem Motor angenehm zusammenarbeitenden 6-Gang-Automatik, beheizten Außenspiegeln, LED-Tagfahrlicht und einer in den Rückspiegel integrierten Rückfahrkamera ausgeliefert. Insgesamt ist der Soul ein echtes Vollwertauto, das dank eines sparsamen, ausreichend spritzigen Dieselmotors und der 7-Jahre-KIA-Garantie auch in der Folge überschaubare Kosten produzieren wird. •

Vollausstattung im Inneren: Der KIA Soul lässt ausstattungsmäßig nichts zu wünschen übrig.


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Peugeot Moriggl startet in die Scooter-Saison Frühlingsbeginn ist Scooter-Zeit. Beim flotten, kleinen CityRoller Peugeot Kisbee gibt es ab dem Frühjahr 2013 neue trendige Farben: ruby red, chocolat und weiß – und das bereits um sensationelle 1.399 Euro. Und was gibt es noch Neues? Der Peugeot Satelis geht in die zweite Runde. Der flotte Roller punktet mit einer neuen Motorengeneration, die dank geringerer Innenreibung leichter und lebendiger hochdreht und dabei 20 Prozent weniger Benzin konsumiert. Die 125-ccm-Version mit 14 PS erreicht 108 km/h, die im Herbst folgende 300-ccmVariante mit 22 PS stürmt locker zur Autobahnrichtgeschwindigkeit von 130 km/h. Die satte Motorleistung steht dem Satelis 2 gut, denn wer sich einmal auf der bequem gepolsterten Stufensitzbank

niedergelassen hat, steigt ungern wieder ab und nimmt auch lange Etappen in Kauf. Den neuen Satelis 2 gibt es bereits ab 4.099 Euro.

Tolle Angebote

Doch bevor die neuen Modelle eintreffen, startet das Autohaus Moriggl die ScooterSaison mit einer sensationellen Lager-Abverkaufs-Aktion. Den Motorroller Satelis 500 gibt es um 4.999 Euro statt 6.999 Euro, den Satelis 125 um 3.049 Euro statt 4.049 Euro. Weitere Schnäppchen: Geopolis 125 um 3.099 Euro statt 4.149 Euro, Vivacity 3

um 1.499 Euro statt 1.699 Euro. Eine große Auswahl verschiedenster Modelle fi nden Sie in unseren Schauräumen Moriggl und Moriggl

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LE BE N

Zeiträuber des Monats Kartenleser Glückwunschkarten, die im Internet verbreitet werden, sind eine geschmackliche Gratwanderung – zu viele putzige Tierchen und Allerweltssprüche. Es sei denn, man schaut sich auf someecards. com um. Das Prinzip lautet: Altmodisch gezeichnete Motive treffen auf herrlich böse Sprüche aus dem 21. Jahrhundert. Da gibt es etwa den „Happy 24 Hours of Constant Facebook Notifications Day!“, den Klassiker „If you were Jesus, today would be Christmas“ oder auch ganz andere Botschaften wie etwa „You let me wish I had more middle fingers“. Wer gerne selbst kreativ werden möchte oder deutsche Beleidigungen bevorzugt, kann sich seine eigene E-Card gestalten. www.someecards.com

Schon was vor?

Der 6020-Event-Tipp – Da kannst du was erleben.

Bücherzirkel Schnitzeljagd

Record Store Day 20. April, Downtown Sound Event. Am 20. April findet der Record Store Day 2013 statt. Weltweit präsentieren an diesem Tag unabhängige Plattenläden eigens für den Anlass produzierte limitierte Sondereditionen auf Vinyl. Egal ob es sich dabei um Platten von Superstars wie Bob Dylan und David Bowie oder um Musik junger Bands handelt: Das Vinyl ist meist schon am Tag des Erscheinens vergriffen und wenig später gesuchte Rarität. Einziger offizieller Record-Store-Day-Partner in Innsbruck ist der Downtown Sound Record Store in der Universitätsstraße 5. Er präsentiert anlässlich dieses Schallplatten-Feiertags eine auf 300 Stück limitierte Single, auf der unter anderem Andy Ellison von der ursprünglichen Band von Marc Bolan (T. Rex) zu hören ist. q

Nervenkitzel gefällig? Davon bietet der Roman von Schriftsteller Sebastian Fitzek und Rechtsmediziner Michael Tsokos mehr als genug: Die Hauptfigur, Rechtsmediziner Paul Herzfeld, findet im Kopf einer wild zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – wo sie ist, erfährt Herzfeld nur, wenn er weitere Hinweise bekommt. Und die sind in einer zweiten Leiche auf Helgoland versteckt. Doch die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten ... Wahrlich keine Gute-Nacht-Lektüre!

Fitzek, Tsokos: „Abgesch nitten“. Droemer Verlag

Rosa ist das neue Pink– ehrlich!

© CONSTANTIN

Auf die Frage, wie sie sich für den roten Teppich vorbereitet habe, antwortete Jennifer Lawrence bei der Oscar-Pressekonferenz lachend mit: „I took a shower.“ Und auch ihr Beinahe-Sturz auf die Bühne war eher sympathisch als peinlich. Prominente Frauen bekunden auf Twitter, wie toll sie „Jen“ finden – Männer lieben sie sowieso.

Vegan ist das neue Vegetarisch. Früher hielt man Vegetarier für verrückt, heute ist Fleischverzicht überhaupt nichts Ungewöhnliches mehr. Wer sich vom gemeinen „VegetarierPöbel“ unterscheiden will, muss mittlerweile schon vegan leben. Attila Hildmann ist einer der „Stars“ unter den Köchen, die komplett auf Tierprodukte verzichten. © KICK

Jennifer Lawrence ist die neue Jennifer Aniston.

CNN ist die neue Sloganmaschine. Der US-Sender CNN hat die „fragwürdigsten Tourismus-Slogans“ der Welt gesucht und ist dabei auch auf den Spruch „It’s got to be Austria“ der Österreich Werbung gestoßen. Als coolere Alternative wird eine Referenz auf SteiermarkExport Arnold Schwarzenegger vorgeschlagen: „Austria – You’ll Be Back.“ Not bad.

© CENTFOX

Was im Moment gerade total angesagt ist


SERIE

ART Aber mit Flo Seidl MUN D ne Wenn und Kochen oh

e l h ü f e g s g n i l h ü Fr

© 6020/ FLO SEIDL

Spargel, Kresse und ein paar frische Eier als Osterboten – mehr braucht es nicht, um in der Mund Art-Küche Frühlingsgefühle aufkom men zu lassen.

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ls ich erwachte, war mein Körper immer noch mit Erde verklebt und die Kälte des Winters hockte mir hartnäckig und starr in den Gliedern. Ich streckte und reckte mich in alle Richtungen und fand doch keine Orientierung, da drang schon wieder die fremde Melodie des Fagotts zu mir und strich mir behutsam über die Wange. Ich hob meinen Kopf, blickte in den Himmel und erwartete sehnsüchtig die wiederkehrenden Kräfte. In dieser letzten Stille der langen Nacht ergriff mich sodann eine heftige Böe des warmen Frühlingswindes, hob mich empor und schleuderte mich durch die Lüfte. Schwerelos fegte ich über

die hellgrüne, blütengespickte Landschaft, kreiselte und drehte mich wie wild um alle Achsen. Nur meine Fingerspitzen berührten immer wieder das feuchte Gras, das sich hungrig dem blassgelben Licht entgegenstreckte. Bei jeder Berührung mit den taufeuchten Grasspitzen schallte die Musik unter den Bäumen lauter und lustig sprühten die Feuerfunken. Im Sog dieser erfrischenden Kraft durchflog ich die verlorenen Nebelschwaden und lose Klangfetzen hefteten sich an mein Ohr, ohne dass ich die Musiker ausmachen konnte. Die heftigen Einwürfe des Orchesters entlockten meinem Körper waghalsige Figuren und ich vollführte die

schönsten Pirouetten. Inmitten des schönsten Fluges traf mich das Gehämmer der Pauken mit unbarmherziger Härte und warf mich zu Boden. Durchsichtige Wassernymphen unterbrachen ihren stillen Tanz und winkten mir mit Wasserpflanzen zu und weit übers verschlafene, grünliche Land klang ihr stöhnender Begrüßungssang, der sich ins Unermessliche steigerte, dann aber jäh abriss und mich in drückender Stille verwundert und gänzlich erwacht zurückließ. MundArt huldigt Strawinskis „Le sacre du printemps“ zum 100-Jahr-Jubiläum, tanzt dazu in Gedanken, opfert dann aber doch: Spargel und ein Ei. q


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Zutaten

• Pochiertes Ei: Frische Eier, Wasser, Essig, Pfeffer, Salz, Kresse • Spargelcremesuppe: 1/2 kg Spargel (grün oder weiß oder gemischt), 1 Zwiebel, 1 l Hühnerbrühe, Pfeffer, Salz, 1 EL Crème fraîche, Kresse, eventuell Lachskaviar zum Anrichten

Pochiertes Ei

Pochieren verlangt zwar ein wenig Übung, aber es lohnt sich und man erhält eine wirklich feine Köstlichkeit, die nicht nur den Geschmack, sondern auch das Mundgefühl erfreut: eine Kombination von sanft geronnenem Eiweiß und gerade noch flüssigem Dotter. Wichtigste Voraussetzung: Die Eier müssen frisch sein.

Zubereitung

• Pochiertes Ei: Wasser in einer tiefen Pfanne zum Kochen bringen und den Essig (3 EL pro 1 l Wasser) hinzugeben. Die Hitze verringern, sodass das Wasser kurz vor dem Sieden ist. Mit einem Löffel das Wasser rühren, bis ein schöner Strudel entsteht. Das Ei vorsichtig in eine Schüssel schlagen, ohne das Eigelb zu verletzen, und zügig ins Wasser gleiten lassen. Sollte die Drehbewegung des Wassers nicht ausreichen, das Eiweiß um das Eigelb zu legen, kann man mit einem Löffel vorsichtig nachhelfen. Nach vier Minuten vorsichtig aus dem Wasser heben, in kaltem Wasser abschrecken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und weiterverwenden: pur oder als Suppeneinlage. • Spargelcremesuppe: Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in Stücke schneiden. Spargelspitzen zur Seite legen. Zwiebel klein würfelig schneiden und in Öl oder Butter mit den Spargelstücken andünsten. Mit Hühnerbrühe aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit einem Mixstab pürieren, durch ein Sieb passieren, die Crème fraîche einrühren und mit Pfeffer und Salz würzen. Die Spargelspitzen in der passierten Suppe ein paar Minuten weichdünsten. Mit dem pochierten Ei, etwas Kresse und eventuell etwas Lachskaviar anrichten.

GEWINNSPIEL

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„Wenn ich am Bike sitze, bin ich einfach nur glücklich.“

n e m m a s u z n e b a „Wir h

den Flow“

Liebe ist eine Himmelsmacht. Seit Christina vor sechs Jahren beim Downhillen verunglückte, sitzt sie im Rollstuhl. Im April fährt sie nun ihr erstes Downhill-Rennen und gründet mit ihrem Lebensgefährten Thom eine Bike-Firma. VON STEFFEN ARORA

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hristina adjustiert ihre Protektoren, rückt Neck-Brace und Vollvisierhelm zurecht und löst die Bremshebel. Augenblicklich rollt ihr Quad los, den steilen, noch schneebedeckten Waldweg hinunter. Nach wenigen Sekunden ist sie im Dickicht hinter der ersten Linkskurve verschwunden, ihre Podenco-Hündin Chani hat alle Mühe, bei dem Tempo mitzuhalten. Jetzt startet auch Thom und folgt ihr. Christina Schafranek und ihr Lebensgefährte Thomas Wieling sind begeisterte Downhill-Biker. Der Flow, das unvergleichliche Glücksgefühl, das einen bei der Abfahrt über steile Trails erfüllt, ist ihr Antrieb, das metallische Krächzen nasser Scheibenbremsen ihr Soundtrack. Sobald Christina die hydraulischen Bremsen ihres vierrädrigen Downhill-Vehikels löst, löst sich auch in ihr so manches. „Wenn ich am Bike sitze, bin ich einfach nur glücklich.“ Dass sie heute wieder so lachen kann, verdankt sie ihrem Lebenswillen und Thom. Denn 2007 schien das Glück der beiden ein jähes Ende gefunden zu haben.

„Wann wollen wir wieder biken?“ „Es war am 1. August 2007 im Bikepark Winterberg, in Deutschland“, erinnert sie sich an jenen schicksalsträchtigen Tag. Schon der Anlass der Reise war traurig. Das junge Paar war nach Deutschland gereist, um Thoms Vater zu beerdigen. Um trotz der widrigen Umstände etwas abzuschalten, hatten sie ihre Bikes dabei und unternahmen im Anschluss einen Abstecher in den nahegelegenen Bikepark. Auf einem North-Shore-Trail, einer mit künstlich angelegten Holzkonstruktionen gespickten Strecke, passierte es. Christina verlor die Balance auf einem dieser Hindernisse und stürzte ab. „Der Schmerz fuhr wie ein Blitz durch meinen Rücken und ich wusste sofort, dass etwas Schlimmes passiert sein muss“, erinnert sie sich an den Moment, der alles verändern sollte. Die junge Frau litt höllische Schmerzen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik in Kassel geflogen, wo eine mehrstündige OP folgte. Doch die Diagnose machte alle


© MCI-Spiluttini

and H r e t ers s u a n sunge Infos e l r o v er n

© Jan Friese

nupp unge + Sch ektvorstell + P ro j

VOM PROTOTYP ZUR GESCHÄFTSIDEE. Christina ist die Testpilotin des vierrädrigen Quads, Thom ihr Mechaniker.

Hoffnungen zunichte: Bruch des ersten und fünften Lendenwirbels und Quetschung des Rückenmarks am ersten Lendenwirbelkörper. Christina ist querschnittgelähmt. „Am Anfang denkst du dir, das ist doch ein schlechter Scherz“, lässt sie die ersten Tage nach dem Unfall Revue passieren. Doch Aufgeben war für Christina keine Option: „Ich bin ein pragmatischer Mensch und dachte mir: Damit muss ich nun eben umgehen lernen.“ Für ihren Freund Thom war der Unfall ebenfalls ein Schock. Bis dahin waren die beiden leidenschaftlichen Biker nie ohne den anderen auf Tour gegangen – aus Prinzip. Und so kam es, dass Thom seine Christina schon wenige Tage nach dem Unfall mit der Frage „Wann wollen wir wieder biken?“ überraschte. „Erst war ich perplex, doch dann gefiel mir die Idee.“ Schließlich wurde dieses Ziel ihr Ansporn. Sie wollte zurück auf die Trails. Doch zuerst musste Christina die langwierige Reha in Angriff nehmen. Währenddessen begann Thom zu Hause, sich selbst vom Koch zum Fahrradkonstrukteur umzuschulen. ➜

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DREAMTEAM. Knapp zwei Jahren nach dem Unfall gingen die beiden wieder zusammen auf Ausfahrt.

Der Weg zurück.

Neuer Prototyp im Entstehen.

Monate vergingen, in denen die beiden ihr Leben unter den geänderten Vorzeichen neu organisieren mussten. Dank guter Versicherung fanden sie schnell eine passende Wohnung am Mentlberg, die sie rollstuhltauglich adaptierten. Als Übersetzerin konnte Christina ihren Job auch von zu Hause aus erledigen. Thom hatte indes von seinem ursprünglichen Beruf als Koch zum Fahrradkurier umgesattelt. Daneben arbeitete er unablässig daran, Christina ein Bike zu bauen, mit dem sie wieder zusammen ausfahren konnten. In all der Zeit ließ auch er sein Rad unbenutzt stehen. Denn ohne Christina wollte Thom nicht zurück auf die Trails. Den kleinen Keller im Haus funktionierte er kurzerhand zur Werkstatt um, brachte sich Schweißen und Fräsen bei und wie man mit CAD-Software 2-D-Modelle erstellt. Nach anderthalb Jahren war es dann so weit: Thom hatte in Eigenregie ein geländegängiges Trike, also einen vierrädrigen, vollgefederten Quad gebaut. Knapp zwei Jahre nach dem folgenschweren Unfall gingen die beiden erstmals wieder zusammen auf Ausfahrt. Christina zaubert die Erinnerung an diesen Moment ein Lächeln ins Gesicht: „Am Trail kann ich abschalten, da vergesse ich alles um mich herum. Selbst die Schmerzen.“ Denn was viele nicht wissen: Menschen mit Querschnittlähmung haben oft mit chronischen, sehr starken Schmerzen zu kämpfen. Auch Christina plagen Rückenschmerzen. Doch wenn sie mit Thom und Hündin Chani auf den Trails unterwegs ist, sind sogar diese vergessen. Dieses Gefühl hält einige Zeit danach an. „Das ist der Flow“, sagt Christina mit Funkeln in den Augen.

Diesen Flow erleben die beiden am liebsten auf ihrem Hometrail am Mentlberg. Zuerst geht es per Auto zum Natterer Boden und von dort über steile Waldwege zurück hinunter. Der Trail endet praktisch vor ihrer Haustür. Mittlerweile ist Christina auf dem Nachfolgemodell des Trikes unterwegs, das ebenfalls Thom gebaut hat. „Das erste Trike hab ich kaputtgefahren“, erzählt sie und grinst verschmitzt. Wer mit Christina biken geht, muss mithalten können. Wurzelpassagen, Hangquerungen und kleinere Sprünge nimmt sie in rasantem Tempo: „Obwohl die Fahrtechnik schon anders ist als auf zwei Rädern.“ Noch tüftelt Thom stetig an technischen Verbesserungen. Christina ist seine Testpilotin, er ihr Mechaniker. Zusammen bilden sie ein eingespieltes Team. Denn er ist bei der Entwicklung des Geräts auf ihre Erfahrungen angewiesen: „Ich kann es ja nicht selber fahren, daher muss sie mir sagen, wo es Verbesserungen braucht.“ Derzeit baut Thom an einem Enduro-Trike mit Handkurbelantrieb sowie zusätzlichem Elektroantrieb. Christina will, ohne auf das Auto angewiesen zu sein, mountainbiken können: „Enduro passt besser zu den Alpen. Das Quad ist natürlich auch toll, aber rein aufs Downhillen ausgelegt.“ Der Rahmen des Prototyps steht bereits in der Küche der gemeinsamen Wohnung. Noch heuer wollen die beiden ihr Hobby zum Beruf machen. Gemeinsam werden sie die Firma Podenco Cycles gründen – benannt nach der dritten im Bunde: Hündin Chani. „Podenco-Hunde zeichnen sich durch drei Eigenschaften aus, die auch zu uns passen: Sie sind zäh, ausdau-

ernd und schnell“, erklären die beiden. Sobald der Enduro-Trike-Prototyp fertig ist und Christinas gnadenlose Testfahrten überstanden hat, wollen sie diese Räder verkaufen. „Wir werden sie nicht in Serienproduktion herstellen. Denn jedes Trike muss auf seinen Fahrer abgestimmt werden“, sagt Thom.

Erstes Rennen beim Nordkette Quartett. Doch damit nicht genug. Am 20. April wird Christina ihr erstes Downhill-Rennen bestreiten. Sie tritt beim Nordkette Quartett im Team der „Wings for Life“-Staffel an. Bei dem Rennen, das von der Hungerburg aufs Hafelekar und wieder zurück führt, treten Staffeln zu je vier Teilnehmern an – einem Mountainbike-Uphiller, einem Skibergsteiger, einem Freeskier oder Snowboarder und einem Mountainbike-Downhiller. „Christina wird zusammen mit drei weiteren Sportlern, die ebenfalls ein körperliches Handicap aufweisen, ein Team bilden. Obwohl sie zum Favoritenkreis zählen – ihre Teamkollegen warten zum Teil mit Dolomitenmann-Erfahrung auf –, sieht Christina das Rennen nicht als Wettbewerb: „Ich mach das aus Spaß, weil ich gern Downhill fahre.“ 2013 wird für das junge Paar also ein ereignisreiches Jahr. Dass sie sechs Jahre nach dem Unfall ihr erstes Downhill-Rennen fahren würde und zusammen mit Thom eine Bike-Firma gründet, überrascht Christina selbst dennoch weniger als Außenstehende. „Andere hätten wohl nie wieder ans Fahren gedacht, wenn ihnen so was passiert wäre“, mutmaßt sie, „doch der Rollstuhl ist nicht das Ende. Das war mir von Anfang an klar.“ q

Christina und Thom sind mit ihrem Projekt „Podenco Cycles“ auf Facebook zu finden.

www.facebook.com/ podencocycles/info

Das Nordkette Quartett findet am 20. April 2013 statt.

www.nordkette-quartett.at


Wer will mich? Schenken und sich dabei gutfühlen. Die FacebookGruppe „Innsbruck verschenkt“ lädt zum Entrümpeln ein und fördert eine gerechte Warenverteilung.

Wert und Wertigkeit.

VON JANE KATHREIN

L

ukas Jäger und Niko Franzmeier saßen bei einem Bier in einem Münchner Gastgarten und spannen Visionen über das nachhaltige Handeln mit Gütern. Bratpfannen, Kleiderschränke und Bücher landen am Recyclinghof, obwohl sie noch intakt sind, zugleich steigt der Run auf Billig-Hersteller. Dagegen muss man doch etwas unternehmen, fanden sie. Ein Zeichen setzen und die Wegwerfgesellschaft damit zum Nachdenken bringen. In München schlug die Plattform „München verschenkt“ wie eine Bombe ein. In nur wenigen Wochen tauschten mehr als 1.000 Nutzer untereinander. Vor einem Jahr entschlossen sich die Gründer schließlich, die Idee auch in die Studentenstadt Innsbruck zu bringen. Und sie soll noch weitere Kreise ziehen.

Gier bremsen. Der Unterschied zu anderen Plattformen ist rasch erklärt. Jeder Schenkende entscheidet selbst, an wen er die Dinge abgibt. Es müssen nicht immer die Ersten sein. So wollen

Waschmaschinen getauscht. Ein schwarzer Fiat namens Luise beschäftigte die Nutzer ein paar Tage, bis er einen neuen Abnehmer fand. Nur Kleider gehen gar nicht weg.

die Nutzer auch aufkeimende Gier bremsen, etwa wenn sich jemand seine gesamte Wohnung über die Börse einrichten will. Melden sich mehrere Interessenten binnen kurzer Zeit, gibt es die Möglichkeit einer Verlosung. Die Übergabe machen sich die Nutzer dann untereinander aus, manchmal findet sie auch spontan an öffentlichen Plätzen statt. Plattformen wie www.willhaben.at bieten in ihren Unterkategorien „zu verschenken“ schon länger diese Möglichkeit des Warentausches an. „Der Schritt auf Facebook jedoch hat die Zugänglichkeit der Waren erleichtert“, erklärt Niko Franzmeier. Nach sechs Wochen hatte „Innsbruck verschenkt“ schon 12.500 User. Nach einem Jahr sind es jetzt 18.000 und es werden täglich mehr. Der durchschnittliche Nutzer der Facebook-Seite ist alle drei Minuten im Forum und verfolgt den Tauschhandel in Echtzeit mit. Welche Waren besonders gefragt sind, lässt sich jedoch nicht generalisieren. Am häufigsten angeboten werden Haushaltsgegenstände wie Töpfe, Tassen, Babytrink-Flaschen und Möbel. Es werden aber auch defekte Fahrräder und

Dass der „Ich will mehr“-Gedanke durch das Verschenken gefördert wird und man sich vielleicht mit unnötigem Krempel belädt, nur weil er gratis ist, will Niko Franzmeier nicht ganz ausschließen. Zugleich appelliert er an jeden Nutzer, den Bedarf zu hinterfragen. „Wir wollen kein Kapital aus der Sache schla-

Töpfe, Tassen, aber auch Räder und Waschmaschinen werden verschenkt. gen, sondern Menschen dazu animieren, ihr Konsumverhalten zu beleuchten.“ Dinge, die für den Besitzer keinen Wert mehr haben, bekommen so eine neue Wertigkeit und machen jemand anderem eine Freude. Derjenige, der verschenkt, bekommt das Gefühl, etwas Gutes zu tun, befreit sich und schafft selber wieder Platz für Neues. Ganz nebenbei finden aber auch verloren gegangene Gegenstände wieder ihre Besitzer. Und es finden Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nie getroffen hätten, statt. Auch ein Geschenk. q

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© 6020/KASER

REGER AUSTAUSCH. 18.000 Innsbrucker schenken mittlerweile auf Facebook.


ÜBUNG IST ALLES. Manuela Schweigkofler (re.) will Fremdsprachen erlebbar machen.

Termine

Das Sprachencafé findet jeden ersten und dritten Dienstag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Haus der Begegnung (Rennweg 12) statt. Koordination: Manuela Schweigkofler: 0676/8730 4002.

In fremden

n e d e r n e h c a r p S Kein Vokabelnpauken oder Grammatiklernen. Die Themen sind beliebig. Lernen durch Sprechen, so lautet das Erfolgsrezept des Sprachencafés, das zweimal monatlich im Haus der Begegnung stattfindet. VON JANE KATHREIN

E

in Gong läutet die Stille ein. Alle Augen richten sich auf eine Frau. „Der Gong ist mein Markenzeichen“, erklärt Manuela Schweigkofler. Es wird der einzige Moment an diesem Abend sein, in dem sich die Leiterin des Sprachencafés in den Vordergrund stellt. Sie erklärt den Neuen die Regeln. Eine der wichtigsten: Der Wechsel zwischen den Tischen ist jederzeit möglich. „Weil viele Leute mehrere Sprachen sprechen, ist das eine Bereicherung für alle.“

paar Jahren der Renner“, erklärt Manuela Schweigkofler, doch jetzt werde diese Sprache kaum mehr nachgefragt. Warum einzelne Sprachen plötzlich boomen und ebenso schnell wieder abflauen, weiß sie nicht. Experimentiert wird hier seit einem Jahr. Finnisch, Persisch, Swahili, Bosnisch, Kroatisch und Serbisch wurden schon angeboten, doch es war zu wenig Nachfrage da. Dabei sieht sie in den Nischensprachen die eigentliche Stärke des Cafés.

Sieben Tische, sieben Sprachen.

Kaffeehaus-Atmosphäre.

Dann strömen die rund 30 Menschen auseinander und suchen den Tischleiter, der mit einem roten Kärtchen „seine“ Sprache ankündigt. Heute sind das Russisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Englisch. Elf Tische waren geplant. Sieben wurden es. Weil man sich hier nicht anmelden muss, kann es schon passieren, dass ein Tisch nicht zustande kommt. Wie etwa heute die Portugiesen, deren Tischleiterin alleine sitzt. „Portugiesisch war noch vor ein

Das Stimmengewirr steigt schnell an. Bei Kaffee und Wein wird hier über alles Mögliche gesprochen. Und bis auf die Themen Religion und Politik gibt es keine Einschränkungen. Herwig spricht über den Föhn, der hier vielen Kopfweh bereitet. Schokolade und eine Karte entführen ein paar Meter weiter nach Russland. Über die einzelnen Länder zu sprechen, bricht meistens das Eis. Auch Bücher seien ein guter Ausgangspunkt, sagen die Englischsprachigen. Zwischen den Tischen laufen auch ein paar Kinder, die gehören zu den Polen. „Wir haben

uns schon vor dem Café gekannt“, erzählt Dorota. Das hier sei eine gute Gelegenheit, sich regelmäßig zu treffen. Sprache habe viel mit Identität zu tun, heißt es hier, und deshalb wachsen die Kinder auch zweisprachig auf. „Es macht uns nichts aus, dass wir unter uns sind“, sagt Dorota mit einem Lachen, „weil wir immer etwas zum Reden finden.“ Neue Leute würden die Runde sicher beleben, ist sie überzeugt. Vor allem junge Leute bräuchte es. Diesem Wunsch schließt sich Manuela Schweigkofler, die vor einem Jahr mit dem Sprachencafé gestartet hat, an. Von Beginn an war das Interesse bei Jung und Alt groß, bis zu 80 Leute kamen, darunter waren auch viele Studenten. Eine Kerngruppe ist geblieben. Ein Viertel davon sagt nach einem Jahr, dass sich ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessert haben. Das Sprachencafé bietet eine andere Möglichkeit des Lernens, als man sie von herkömmlichen Sprachkursen kennt. Hier gehe es nicht um Grammatikregeln, sondern um das Reden. Die Grundlagen der Sprache lernt man dann ganz von selbst und zwar von den Native Speakers. q

© 6020/KASER

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KUNST & DESIGN AUS TIROL 6020 stellt in jeder Ausgabe Stieldorf oep N a el ri ab G er ign Des . bzw r stle einen Kün SERIE

aus Tirol vor. Diesmal:

Protokoll: Diana Steinlechner

Mich inspirieren Momentaufnahmen mit Menschen und Natur, die mich Déjà-vus mit oft absurden Gedanken verknüpfen lassen und dabei zu Lösungen führen.

Am liebsten arbeite ich mit haptischen Materialien und gegensätzlichen Qualitäten. AUFLEH NUNG

Meine Arbeit richtet sich an alle, die neugierig, offen und auch selbstkritisch sind und nicht gerne wegschauen.

n, Ich beschäftige mich mit Phänomene Eindie die Situation der Gesellschaft am die auf zelnen sichtbar machen. Mit Bezug evanz geschichtliche Prägung und ihre Rel zum Augenblick.

Zur Person

auerische Ausbildung Geboren in Kufstein, keramische und bildh eiche Ausstellungen und zwischen 1982 und 1993, seither zahlr umentale Werke in mon 1996 Seit n. internationale Symposie e, darunter das Preis und n unge eichn Stein. Zahlreiche Ausz rreich 2008. ArbeiÖste blik Repu der en Goldene Verdienstzeich and, Russland etc. und ten im öffentlichen Raum in Japan, Finnl Brüssel. Personalen in Tirol, Südtirol, Wien und

Meine Lieblingsstücke sind gerade die, mit denen ich mich beschäftige. Natürlich gibt es einige Stücke der Vergangenheit, an denen mein Herz besonders hängt, wie der „Herzensdorn“. Oder meine erste Bronze: „Auflehnung“.

HER ZENSDORN

www.nepo-stieldorf.at

Meine Vorbilder sind Louise Bourgeois, Imre Schrammel (Kunsthochschule Budapest), archaische und „naive“ Skulpturen und Malereien, meine Eltern ...

GABRIEL A NEPO-STIELDORF

Ich bezeichne mich als Bildhauerin, die Künstlerin liegt im Auge des Betrachters. Design mache ich gerne als Fingerübung, aus Freude am Gestalten von Alltagsgegenständen: von Möbeln über Beleuchtung bis hin zu Geschirr, Schmuck und Kleidung, in denen Funktion und Form eine spannende und auch spaßige Symbiose eingehen.

Ich bin eine unverbesserliche Individualistin.


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150 JA H R E Q u a lität

s l o r i T n e Wir such

G W e t s g i r g n hu Beweise uns, dass deine WG dringend was zum Beißen braucht, und gewinne Hörtnagl-Gutscheine im Wert von fünf Mal 150 Euro.


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as Tiroler Traditionsunternehmen Hörtnagl feiert heuer seinen 150. Geburtstag. Seit eineinhalb Jahrhunderten steht die Firma für höchste Qualität und Tiroler Tradition. Das Jubiläumsjahr steht auch unter dem Motto „Wir feiern, Sie bekommen die Geschenke“ und so gibt es neben dem Jubiläumsgewinnspiel auch die Möglichkeit – exklusiv im 6020 Stadtmagazin – Gutscheine im Wert von fünf Mal 150 Euro zu gewinnen.

Und so funktioniert’s! 6020 und Hörtnagl suchen Tirols hungrigste WG. Alles, was du tun musst, ist zu beweisen, dass deine WG dringend was zum Beißen benötigt und die 150 Euro in Gutscheinform gut gebrauchen kann. Den Beweis musst du per Foto (gerne auch per Video) antreten. Dafür hast du bis zum 7. April 2013 Zeit. Wir veröffentlichen die besten Einsendungen in der nächsten 6020-Ausgabe und auch auf unserer Facebookseite (/6020Magazin) und prämieren die fünf hungrigsten WGs mit HörtnaglGutscheinen im Wert von jeweils 150 Euro. Schick dein Foto oder Video bis 7. April an gewinnspiel@6020stadtmagazin.at, Kennwort: HUNGER q

GEWINNE 750 EURO VON HÖRTNAGL! WIR SUCHEN DIE HUNGRIGSTE WG Schick deinen Beweis per Mail an gewinnspiel@6020stadtmagazin.at Einsendeschluss: 7. April 2013 Die besten Einsendungen kommen ins nächste 6020 und auf unsere Facebookseite und gewinnen fünf mal 150 Euro von Hörtnagl! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die Barablöse ist nicht möglich. Die Gewinnspielteilnahme gilt automatisch als Einverständniserklärung zur Veröffentlichung des eingesandten Materials auf Facebook und im 6020 Stadtmagazin.


PROGRAMM

HEISSES FINALE. Die Cloud9Saison geht am 5. April mit Nina Kraviz zu Ende.

HEIMSPIEL. Manu Delago am 27. März im Treibhaus

Konzert Treibhaus • John Scofield & The Organic Trio, 21. 3., 21 h • Red Hotch à la Peppers, 22. 3., 21.30 h • Manu Delagos Handmade, 27. 3., 20.30 h • Emir, 29. 3., 20.30 h • The Puppini Sisters, 5. 4., 20.30 h • Unterbiberger Hofmusik, 6. 4., 20.30 h • Talking Horns, 9. 4., 20.30 h • Georg Breinschmid, 10. 4., 20.30 h • Mansour Seck, 11. 4., 20.30 h • Mothers Cake, 12. 4., 21 h • Farmers Market, 13. 4., 21 h • Dave Holland & Pepe Habichuela, 16. 4., 20.30 h • Bonaparte, 17. 4., 21 h • Emel Mathlouthi & Band, 18. 4., 20.30 h • Morten Qvenild, 19. 4., 20.30 h • Lily Dahab, 20. 4., 21 h

Endspurt Nina Kraviz auf der Cloud9 Party. Die Partysaison im Cloud9-Iglu auf der Seegrube geht mit der Schneeschmelze langsam, aber sicher zu Ende. Zum Abschluss lässt man es aber noch einmal krachen: Am 29. März gibt es eine Freitags-Party von Musicpark Records und Pusic Records, hier stehen H. P. Hoeger, Mono Mode und Soma am Plattenteller. Die letzte Students Night geht am Mittwoch, 3. April mit DJ Markku & Enfant Terrible über die Bühne. Die große Closing Party der Cloud9-Saison findet schließlich am Freitag, 5. April statt und wird von der Red Bull Music Academy und FM4 präsentiert. Zu Gast sind Nina Kraviz, Sebastian Schlachter, Precious K. und Digit Al. q

• Rockrainer, 25. 3., 21 h • Nikola Sarcevic, 28. 3., 21 h • Ludwig Van, 1. 4., 21 h • Clara Luzia, 5. 4., 20 h • Julian Le Play, 6. 4., 21 h • Louis Barabbas & The Bedlam Six, 8. 4., 21 h • Effi, 11. 4., 20 h • Bretterbauer, 15. 4., 21 h

p.m.k • Safi & DxBxSx, 22. 3., 21 h • Larsen ft. Little Annie, 23. 3., 21 h • Luise Pop, 28. 3., 21 h • Erl, Manic Disease, Infestus & Temple of Baal, 30. 3., 19.30 h • Captains of Coyotes (EP-Release Party), 4. 4., 20 h • Lenni & Sebbi Specht, 5. 4., 23 h

© REBECCA HAGELE

Weekender Club


Programm

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Show must go on Bonaparte am 17. April in Innsbr uck Die Berliner Electro-Punk von ht so recht band Bonaparte kann nic m Konzer t im ihre ch Na . Innsbruck lassen Herbst kommen Hafen im vergangenen uns – diesmal ins sie am 17. April wieder zu ow dür fte wieder Treibhaus. Die Bühnensh n, aber wer Boähnlich exzentrisch werde kein Konzer t dem naparte kennt, weiß, das q hingehen! anderen gleicht. Deshalb:

© VERANSTALTER

BONAPA RTE

ZWEI KURZE, BITTE!

Frauen und Männer

Ringvorlesung. Eine Rin

Zweite Chance Wiederauf nahme von „Memoiren der Sarah Bernhardt“

gvorlesung im großen Hö rsaal der Frauen-Kopf-Klinik beleuc htet derzeit das Thema Ge nder-Medizin. Am 21. März heißt das The ma: „Das gewichtige Pro blem: Frauen sind anders, Männer auc h“, am 11. April geht es um „Prävention – was ist mit den Männern? “ Beginn ist um 18.30 Uh r.

Zum Jubiläum

Konzert. Am 7. April findet im Kaiser

-Leopold-Saal das 15-Jah reJubiläumskonzert der Aka demie St. Blasius statt. Zu hören gibt es die Symphonie Nr. 3 des Tiroler Komponisten Mic hael F. P. Huber, ein Klavierkonzert von Joh ann Rufinatscha sowie die Symphonie Nr. 1 von Peter Iljitsch Tsc haikowsky.

Nachfrage zeigt das Theater praesent in der Jahnstraße ab 16. April wieder das Stück „Die Memoiren der Sarah Bernhardt“. In dem komischtragischen Zwei-Personen-Stück geht es um die Biografie der französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt, aber auch um Vergänglichkeit, das Altwerden und das Erinnern. In der Hauptrolle ist Julia Gschnitzer, die Grande Dame des Tiroler Theaters, zu sehen. Weitere Termine: 17.–20. April und 22.–27. q April, jeweils um 19.30 Uhr.

© VERANSTALTER

Theater. Aufgrund der großen

© INGO PERTRAMER

Clubbing.


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ZWEITBERUF AUTOR. Dirk Stermann stellt sein neues Buch „Stoß im Himmel“ vor.

Programm

ÖL UND TEMPERA. Peter Fleming in der Galerie Nothburga

Ausstellung In Innsbruck • Almagul Menlibayeva • Eröffnung 23. 3., zu sehen bis 11. 5., Kunstraum Innsbruck • Meine erste Löwin • Bis 30. 3., Neue Galerie • With a Name Like Yours, You Might Be Any Shape • Bis 30. 3., Kunstpavillon • Waffen für die Götter • Bis 31. 3., Tiroler Landesmuseum • Irmgard Parth, Peter Fleming • Holzschnitte, Öl/Tempera, ab 2. 4., zu sehen bis 27. 4., Galerie Nothburga • Helmut Schober • Eröffnung: 4. 4., Galerie Rhomberg • Holger Endres • „Gelb“, bis 6. 4., Galerie Bernd Kugler • Romana Scheffknecht • Bis 5. 5., Galerie im Taxispalais • Sonja Braas • „So far“, bis 11. 5., Galerie FO.KU.S • „Die Post ist da! Postmeisterporträts der Taxis-Bordogna“ • Dauerausstellung, Schloss Ambras

Stoß im Himmel Stermann liest im Treibhaus. Lesung. Wenn Dirk Stermann nicht mit seinem Tiroler Konterpart Christoph Grissemann Schmäh führt, schreibt er Bücher. Sein neuer Roman heißt „Stoß im Himmel“ und trägt den bezeichnenden Untertitel „Der Schnitzelkrieg der Kulturen“. Entstanden ist das Buch im vergangenen Sommer, den „der Deutsche“, wie ihn Christoph Grissemann liebevoll nennt, ohne Ablenkung oder Urlaubsreise in Wien verbrachte. Am 11. April liest Dirk Stermann im Treibhaus aus „Stoß im Himmel“, Beginn ist um 20 Uhr. q

Außerhalb • Rens Veltman • „Problem des Handlungsreisenden“, bis 30. 3., Galerie der Stadt Schwaz • Ilse Abka-Prandstetter & Franz Pöhacker • Bis 3. 4., Galerie Goldener Engl, Hall i. T.

Die Entertainment-Highlights in Tirol! FC Wacker IBK Wolfsberger AC 30. März 2013 Tivoli

Woodschtock 2013 4.-7. April 2013 Olympiahalle

Die Schlagernacht des Jahres 7. Mai 2013 Olympiahalle

Zucchero 10. Mai 2013 Olympiahalle

Die Toten Hosen LIVE 25. Mai 2013 Olympiahalle

VS.

777

Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH Olympiastraße 10 6020 Innsbruck Tel.: +43 (512) 33838-0 Fax: +43 (512) 33838-200 E-Mail: marketing@olympiaworld.at

www.olympiaworld.at

sports. business. entertainment.


Programm

Theater Tiroler Landestheater

Nordische Töne

• Die tote Stadt, 20. & 28. 3., 4., 6. & 19. 4., 19.30 h • Faust, 21. & 22. 3., 12. 4., 19.30 h • Das schlaue Füchslein, 23. & 27. 3., 5. & 18. 4., 19 h • Ein Walzertraum, 24. 3. & 17. 4., 19 h • Der kleine Horrorladen, 7. 4., 19 h • Der kaukasische Kreidekreis, 10. 4., 19.30 h • Wie im Himmel, 13. & 21. 4., 19 h • Il Barbiere di Siviglia, 14. 4., 19 h • Medea, 20. 4., 19 h

Jazz und Weltmusik bei „toninton“ Konzerte. Musik aus dem Norden Europas steht heuer im Zentrum der Konzertreihe „toninton“, die von 11. bis 14. April im BTV Stadtforum stattfindet. An drei Abenden erklingen Jazz- und Weltmusikklänge von Weltrang, den Auftakt macht das Brederode Quartet am 11. April. Weiter geht es am 13. April mit Nils Landgren und Johan Norberg, das letzte Konzert bestreitet das finnische Duo Pekka Kuusisto und Olli Mustonen. q

Kammerspiele

© GERALD VON FORIS

© SEBASTIAN SCHMIDT, KAAPO KAMU,

VERANSTALTER

NILS LANDGR EN

PEKKA KUUSISTO

• Fragile!, 20., 23. & 27. 3., 5. & 11. 4., 20 h • Jenseits von Eden, 22. 3., 19. & 20. 4., 20 h • Bitter Sweet, 6., 13. & 14. 4., 19.30 h • Sechs Tanzstunden in sechs Wochen, 7. 4., 19.30 h • Stallerhof, 21. 4., 19.30 h

Kellertheater • Muttersöhnchen Reloaded, 19.–23. & 26.–29. 3., 2.–6., 9., 11.–13. & 16.–20. 4., 20 h

Freies Theater Innsbruck • Kunst! Wir kämpfen für euch!, 19., 20. & 22. 3., 20 h • Smack my A**bruck!, 23. & 27.– 31. 3., 16 h • wir wollen eine nahwelt bauen, 28.–31. 3., 20 h

Westbahntheater • Der wunderbare Massenselbstmord, 22.–24. 3., 20 h

Theater praesent

BREDERODE QUARTET

• Memoiren der Sarah Bernhardt, 17.–20. 4., 19.30 h

FUN & ACTION PROGRAMM für Kinder, Juge

nd & Familie

14–17 märz ’13 SCHWERPUNKT:

Sicherheit

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Programm

www.plasma-tirol.at

PLASMA SPENDEN –

LEBEN SICHERN!

CLARA LUZIA

Du hiLfSt KraNKEN und Unfallopfern, ErhäLtSt einen gratis Gesundheitscheck und göNNSt Dir 50 Minuten Entspannung.

Fische im Meer Clara Luzia am 5. April im Weekender

DEiN PLaSma rEttEt mENSchENLEBEN! Da Blut nicht künstlich herzustellen ist, sind viele kranke Menschen nach wie vor auf freiwillige Blutspenden angewiesen. Das gilt für die übliche Vollblutspende ebenso wie für die weniger bekannte Plasmaspende. Warum ist die Plasmaspende so wichtig? Aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe wird Blutplasma nicht nur in bestimmten Fällen unmittelbar zur Transfusion am Patienten verwendet, sondern es bildet auch den Ausgangsstoff für zahlreiche lebenswichtige arzneimittel. Weltweit sind Millionen von Patienten vom Zugang zu diesen Plasma-Therapeutika abhängig. Daher ist auch Ihre Spende wichtig!

Konzert. Die österreichische Singer-Songwriterin Clara Luzia kommt am 5. April in den Weekender Club nach Innsbruck, um ihr neues Album „We Are Fish“ vorzustellen. Es ist das fünfte Album von Clara Luzia – und eindeutig ihr „lautestes“. Damit ist nicht die Dezibelstärke gemeint, sondern die Instrumentalisierung und die Kraft, die in den Songs steckt. Gitarren, wuchtige Drums und Verzerrer signalisieren, dass die Zeit des sanften Kammerfolkpops – zumindest vorerst – vorbei ist. q

Da sich das Plasma im Körper innerhalb weniger Stunden nachbildet, kann ein gesunder Mensch bis zu 50 mal pro Jahr Plasma spenden. Der Zeitaufwand beträgt ca. 50 Minuten; der Spender erhält eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Spende (zuzüglich Treueprämien). informieren Sie sich, es lohnt sich! Spender-annahmezeiten Mo. & Fr. 9.00 – 17.45 Uhr Di. & Do. 10.00 – 18.45 Uhr Mittwoch geschlossen Plasmadienst tirol Innrain 6 – 8, 6020 Innsbruck (neben Markthalle/Busterminal) Tel. 0512/58 47 23 office@plasma-tirol.at www.plasma-tirol.at

Ekelalarm Ingo Appelt in Innsbruck

20 Euro

Für DEInE SP

EnDE

Kabarett. Deutsche Comedy ist Geschmackssache, keine Frage. Wie auch immer: Am 10. April kommt Parade-Ekel Ingo Appelt in den Hafen nach Innsbruck, um sein aktuelles Programm „Frauen sind Göttinnen“ vorzustellen. q

© PETER SCHAFFRATH

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Programm

KULTUR DENKMAL

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VON BAR BAR A WOH LSEI N GAZ IN.AT BWOHLS EIN@6020STAD TMA

W

ann genau hat Hollywood eigentlich verlernt, eine anständige Geschichte in weniger als 120 Minuten zu erzählen? Vor 15 Jahren war ein Film mit Überlänge wie „Titanic“ noch eine Sensation. Und heute? „Der Hobbit“: 169 Minuten, „Django Unchained“: 165 Minuten, „The Master“: 144 Minuten. Nun bin ich von Natur aus schon kein sehr geduldiger Mensch. Die Qualität eines Kinofilms steht bei mir in direktem Verhältnis dazu, wie oft bzw. selten ich das Bedürfnis habe, unauffällig auf die Uhr zu schielen. Bei einem Zweieinhalb-Stunden-Schinken ist es mir noch nie gelungen, komplett beim Film zu bleiben. Bevor mir jemand ein Aufmerksamkeits-DefizitSyndrom unterstellt – bei „Django Unchained“ war ich ganz knapp dran. Wäre da nicht dieser total überflüssige letzte Erzählstrang gewesen, den Quentin Tarantino nach 145 Minuten noch unbedingt dranhängen musste. Wahrscheinlich, weil ihm am Ende siedend heiß einfiel, dass er für sich selbst noch gar keine Rolle ins Drehbuch geschrieben hatte. Der eitle

© SARAH HAAS

Es gibt nichts Schlimmeres als zu lange Kinofilme. Da hat wirklich niemand was davon.

Landtagsmahl Markus Koschuh analysiert die Wahl. Kabarett.

© BULLOCK

Markus Koschuh macht aus der Land tagswahl ein Landtagsmahl und kost et sich durch die politischen Programme und Skurrilitä ten des bevorstehenden Urnengangs. Zu sehen gibt es das neue Polit-Kabarett aus dem Hause Koschuh am 12., 17. und 21. April im Treibhaus-Café. Zuletzt sorgte der Innsbrucker mit seinem höchst erfolgreichen Programm „Agrargemein“ für Aufsehen. q

MARKUS KOSCHUH

Tropf. Also alles noch mal auf Anfang, eine Draufgabe gibt’s noch. Für den Kinobesucher heißt das: Das Sitzfleisch unauffällig lockern, die volle Blase vom 0,5-Liter-Cola ignorieren und die letzten 20 Minuten ausharren. Dabei gibt es nichts Schlimmeres, als mit Widerwillen vor einer Leinwand zu sitzen. Da hat wirklich niemand was davon. Eigentlich ist meine Taktik, die letzte halbe Stunde still vor mich hinzuleiden und notfalls die To-do-Liste für morgen zu überlegen – viel zu höflich. Kollege Klaus Erler, der die Kinokritiken auf Seite 52 verfasst, war völlig erstaunt, als ich ihm erzählte, dass ich noch nie aus einem Film frühzeitig rausgegangen bin. Dafür hätte ich dann doch nicht den Mut. Um den Kinokoller proaktiv zu vermeiden, suche ich mir die Filme mittlerweile sehr, sehr genau aus. Ich weiß immer die ungefähre Länge und wenn ein Film die 150 Minuten sprengt, dann müssen die Kritiken schon saugut sein. Außer Ryan Gosling spielt mit, da kann man schon mal eine Ausnahme machen. q


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Programm

Tanz um das große Thema „Faust“ im Tiroler Landestheater Contest. Mit dem neuen Tanzstück „Faust“

e Tanzschließen Enrique Gasa Valga und sein los naht rs kompanie des Tiroler Landestheate ukProd en an die Erfolge der vorhergehend t, die tionen an. Das Publikum ist begeister erkauft. ausv alle nächsten Vorstellungen fast tellungsDars oller Mittels viel Humor und lustv estheater Land das er kunst verwandeln die Tänz entfaltet Hier lt. nsta Heila in eine psychiatrische ngsühru Verf e sein der grandiose Mephisto willigen an lüste htge Mac e künste und tobt sein h und aftlic nsch leide st höch er Opfern aus. Dies und Gut chen zwis pf Kam hrte spannend gefü e, der Böse erzählt Geschichten von der Lieb diogran Die g. chla Tots von und Gier, von Mord n nelle origi im ob er, Tänz und en sen Tänzerinn d Aben den Federkleid oder Narrenhemd, lassen q (ds) en. zu einem Erlebnis erster Klasse werd

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Programm

Bands gesucht Upload-Wettbewerb startet wieder. Bandwettbewerb. Tiroler Bands mit

Kontakten und Auftritten winken Geld, Studioaufnahmen, Bandtrainings und FestivalBookings. Interessierte Bands können sich bis 5. Mai auf www.uploadsounds.eu anmelden. Die Upload-Tour macht dann im April und Mai in Nordtirol Station. q

© TLT/LARL

Mitgliedern unter 30 Jahren haben auch heuer bei der Upload-Tour in Nordtirol, Südtirol und dem Trentino die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu präsentieren und richtig coole Preise abzuräumen. Neben tollen

Tanz, tanz, tanz! „Spasiba“ könnte man sagen, wenn der MetalHörer mit dem Ost-PolkaFan um die Wette den Kasatchok tanzt.

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© BASIS MODUL/HANS LEITNER

WERBUNG

ie Hochgeschwindigkeits-Sensation Russkaja bietet mit ihrer Musik auch gleich den Soundtrack dazu und ist die wohl erfolgreichste Musik-Kolchose auf diesem Planeten, eine Mischung aus fetten Polka-Beats, Metal, World-Jazz und Frank-Zappa-Rock. Und nennt es russische Turbopolka. Auf jeden fall der Schrecken aller russischen Heimatmusikvereine und

Puristen. Der Rausschmiss aus der Partei wäre ihnen gewiss gewesen. Völlig glasklar ist die musikalische Botschaft von Russkaja, sie lautet: tanz, tanz, tanz! Ähnlich wie die New Yorker Kollegen Gogol Bordello eroberten sie die Clubs und Open Air Festivals Europas im Handstreich und verbreiten ihren Highspeed-Brass seitdem in der halben Welt. Das ist keine Balkanmode, das sind keine Moskauer Großmacht-Pioniere, das ist schlicht und einfach die pure Klanganarchie. Wir sagen „Spasiba“ und reichen uns die Hand zum Tanze und meinen: Egal wie man die Musik definiert, Metal trifft auf Polka und was auch sonst da noch an Zutaten dabei ist – Hauptsache „Zabawa“ und „Radost“ – Spaß und Freude. q

Russkaja 27. April, Innsbruck, Weekender, 21 Uhr • Tickets in allen Raiffeisenbanken • Ermäßigung für Raiffeisen Club-Mitglieder

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SERIE

P RO & C O N T R A

ieren kann, nie ausgehen, Weil die Themen, über die man diskut ra-Serie wieder. belebt 6020 seine beliebte Pro-und-Cont

Harlem-Shake-Videos

PRO

Von Willi Kozanek

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ch warte sehnsüchtig auf folgende Harlem Shakes: „Der Vatikan“, „Frank Stronach & Maria Fekter“, „Hells Angels & Bandidos“, „Die Taliban“. Du merkst es schon, ich finde Harlem Shakes umso gelungener, je unerwarteter die

Ab und an schaffen es Kopien sogar, das Original zu übertreffen. Protagonisten dieser sind. Deswegen ist das Video der Freiwilligen Feuerwehr Schwaz so lustig. Ich hätte es nicht erwartet, von denen einen Harlem Shake zu sehen. Dass die jungen Burschen von ihren Vorgesetzten auch noch wegen „Herumspringens wie die Geißböcke“ zusammengestaucht wurden, macht die Sache nur noch amüsanter. Die Gefahr bei Internetphänomenen ist die billige und alles andere als lustige Massenkopie. Natürlich ist es anstrengend, wenn auch noch „der Hami, der Mike und der Crazy Joe aus der 3C Oberlangkampfen“ ihre Darbietungen ins Internet stellen (Mike färbt sich sogar die Haare blau, wenn das Video 1.000 Likes bekommt). Dies verhindert jedoch nicht, dass der kreative und unerwartete Harlem Shake sehr wohl lustig ist. Als die halbe Welt auf peinlichste Weise Ali Gs „Booyakasha“ nachgemacht hat, wurden die Erstversionen nicht weniger gelungen. Und ab und an schaffen es Kopien sogar, das Original zu übertreffen. Ob der Unterwasser-Shake oder der Shake der norwegischen Armee – wenn man sich was einfallen lässt, wirkt die Kopie alles andere als peinlich. Du hast sicherlich Recht damit, dass die Zeit der Harlem Shakes langsam vorbei ist. Solche Hypes kommen und gehen sehr schnell, um jetzt noch einen gelungenen Shake zu präsentieren, müsste man ihn entweder sehr professionell aufziehen oder man müsste wirklich überraschen. Aber wie gesagt, Kaliber wie Frank Stronach oder die Taliban haben noch ihre Chance. q

Von Barbara Wohlsein

CONTRA

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ass der lustige Harlem Shake zum unlustigen Nervtöter geworden ist, merkt man daran, dass sogar Richard Lugner ein Zappel-Video hat. Ich wiederhole: Richard Lugner. Muss ich noch mehr sagen? Da können sämtliche Feuerwehren und Sportvereine Tirols ihre halblustige Version des Modetanzes auf YouTube stellen, die Sache ist nicht mehr zu retten. Dabei hab ich eine große Sympathie für Internet-Hypes, wirklich. Ich fand den Gangnam Style von Anfang an lustig und kann mich immer noch über Mister Psy amüsieren. Der Unterschied: Das Original ist unantastbar. Das offizielle Video wurde auf YouTube insgesamt über eine Millarde Mal angeklickt (zehnstellig, das muss man echt sickern lassen) – so etwas hat es noch nie gegeben und wird es so schnell auch nicht wieder geben. Ein popkulturelles Phänomen. Vielleicht geht mir der Harlem Shake auch deswegen auf den Geist, weil Ö3 ihn gekidnappt hat. Was der Ö3 Wecker zum Trend ausruft, kommt bei mir sofort in den geistigen Spam-Ordner und wird nur selten wieder rehabilitiert. Ich hab etwas gegen diese „Stimme des Volkes“-Mentalität, dieses: Das finden wir jetzt lustig und das machen wir alle nach. Damit haben sie Planking für mich kaputt gemacht und jetzt auch den Harlem

Was der Ö3 Wecker zum Trend ausruft, kommt bei mir sofort in den geistigen Spam-Ordner. Shake. Und mir kann keiner erzählen, dass die Masse der Österreicher mit dieser Art von Musik und Tanz etwas am Hut hat. Das ist wie Nachplappern ohne Verstehen. Sorry, Harlem Shake, du bleibt im Spam-Ordner. q


HERZ VS. VERSTA ND. Daniel bringt Margots Gefühle gründlich durcheinander.

Take this Waltz Regie: Sarah Polley, Kanada/Spanien/Japan 2011, 116 Minuten, ab 29. März im Leokino.

Gefühlswalzer Mit „Take this Waltz“ präsentiert Sarah Polley einen spannenden und einfühlsamen von Klaus Erler Liebesfilm. Nachbesserungsbedarf gibt es nur bei den Nebendarstellern.

D

ie Texterin Margot (gespielt von Michelle Williams, die 2011 mit „My Week with Marilyn“ oscarnominiert war) lebt seit Jahren in einer fixen und funktionierenden Beziehung. Ihr Haus in Toronto ist wunderbar wohnlich, Ehemann Lou schreibt erfolgreich Kochbücher, in denen sich alles ums Thema „Huhn“ dreht, Freunde und Familie sind fast wie aus dem Bilderbuch.

Aufreibende Gefühle. Den feschen und charismatischen Künstler Daniel (Luke Kirby) von nebenan hätte Margot eigentlich nicht gebraucht. Und doch fühlt sie sich vom ersten Moment an zu ihm hingezogen, verliebt sich schon bald unsterblich und verliert sich mehr und mehr in der Spannung zwischen Eheleben und Versuchung. Regisseurin Sarah Polley lässt „Take This Waltz“ in einem licht- und farbenfrohen Toronto spielen und beweist echtes Gespür für eine Kamera, die spielerische Details ebenso gekonnt einfängt wie den lustvollen Leidensweg der einzigartig-

eigenartigen Hauptdarstellerin Michelle Williams. Ihre Margot reibt sich glaubhaft zwischen Neuem und Gewohntem, zwischen Geborgenheit und Abenteuer und zwischen funktionierender Realität und verführerischer Zukunft.

Verzicht aufs Patentrezept. Weniger geglückt ist das Spiel der Nebendarsteller wie US-Komikerin Sarah Silverman, die ihre theatralisch agierenden Figuren nur wenig Leben einhauchen können. Dass „Take this Waltz“ dennoch sehenswert ist, liegt wiederum an Regisseurin Sarah Polley, die in einem spannenden Gefühlsdrama darauf verzichtet, funktionierende Beziehungsrezepte anzubieten. Margot bekommt am Schluss des Films Zweierlei zu hören: „Du hast es echt versaut! Das Leben lässt immer eine Kluft offen, die man nicht wie eine Verrückte zu füllen hat!“ Und: „Du hast dir nichts vorzuwerfen und bist deinem Herzen gefolgt!“ Was hier gilt, bestimmt alleine der Zuschauer. q

© POLYFILM

KINO


Ohrenschmaus & Augenweide

Ganz großes Kino Die 6020 Film-K ritiken

Der Nächste, bitte!

Ein Mordsteam David Charhon, F • Krimikomödie Und noch mal Frankreich: Ein ungleiches Polizisten-Duo versucht der wachsenden Kriminalität in der Pariser Banlieue Herr zu werden. Der eine Polizist trägt Jeans, Hoodie und eine große Klappe (gespielt von Omar Sy aus „Ziemlich beste Freunde“), der andere Polizist ist ein versnobter, Maßanzug tragender Mordkommissar. Gar nicht dumme Komödie über die sozialen Brennpunkte Frankreichs.

G. I. Joe – Die Abrechnung Jon M. Chu, USA • Action, Fantasy, ab 29. 3. Erstklassige 3D-Action für alle, die Bruce Willis immer noch für den coolsten Typen aller Zeiten halten. Gemeinsam mit Dwayne „The Rock“ Johnson und Channing Tatum rettet er in diesem Film Amerikas Zukunft. Was kann da noch schiefgehen.

Mitternachtskinder Deepa Mehta, GB/Kanada • Drama, ab 28. 3. Salman Rushdies berühmtes Buch entführt die Zuschauer in eine magische, farbenfrohe Welt am indischen Subkontinent. Der Film versucht die vielschichtige Handlung in 148 Minuten auf die Leinwand zu projizieren – mit mäßigem Erfolg.

GEWINNSPIEL

FRENCH KISS. Diane Kruger zeigt in „Der Nächste, bitte“ ihre komische Seite.

Nachtzug nach Lissabon

Song for Marion

Bille August, P/CH • Drama/Thriller In der Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Pascal Mercier steigt Jeremy Irons als desillusionierter Schweizer Lehrer in den Nachtzug Richtung Portugal und entdeckt in Lissabon die Lebensfreude wieder. Langsamer, aber schöner Film.

Paul Andrew Williams, GB • Tragikomödie Ein entzückender und zugleich tragischer Film über einen Laienchor, der einer krebskranken Frau und ihrem griesgrämigen Mann durch schwere Zeiten hilft. Gemma Arterton mimt die unkonventionelle Chorleiterin. Solche Filme bringen nur Engländer zustande.

© FILMLADEN, CONSTANTIN

Pascal Chaumeil, F • Komödie, ab 22. 3. Diane Kruger lässt die großen Hollywoodschinken vorerst hinter sich und beweist in diesem französischen Film unerwartetes komödiantisches Talent. Sie spielt eine Frau, die absichtlich einen Dummkopf heiratet, weil die Frauen in ihrer Familie davon überzeugt sind, erst in zweiter Ehe glücklich werden zu können. Ziemlich charmant.

Oblivion Joseph Kosinski, USA • Action, ab 12. 4. Das Ende der Zivilisation ist wieder einmal gekommen und Tom Cruise steht schon bereit: Eigentlich ist die Erde Ende des 21. Jahrhunderts bereits unbewohnbar, bis Ex-Soldat Jack (Cruise) plötzlich menschenähnliche Lebewesen entdeckt. Wer Science-Fiction und viel Hollywood-Gedöns mag ...

Paradies: Hoffnung Ulrich Seidl, A • Drama Der letzte Teil von Ulrich Seidls Trilogie begleitet die 13-jährige Melanie ins Abnehmcamp, wo sie sich weniger für den Morgensport als für Buben, fesche Ärzte und Partys interessiert. Gelungener Schlusspunkt.

Trash des Monats Spring Breakers Harmony Korine, USA • Komödie, ab 21. 3. Vier gelangweilte College-Gören (darunter auch die Teenie-Stars Selena Gomez und Vanessa Hudgens) wollen unbedingt zum Spring Break nach Florida und sind dafür bereit, über Leichen zu gehen. Zwischen Dummheiten, übertriebener Lustigkeit, schrägen Vögeln und Moralkeule fragt man sich: Was soll der Zirkus?

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ische Art IM TAKT. Trag ikom ik auf die engl gibt es in „Song for Mar ion“.

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Ohrenschmaus & Augenweide

DVD-Boxenstopp

Ohrenschmaus Dünnes Süppchen

Schamlos gut.

Atoms For Peace: „Amok“, XL Recordings

ccc Wer hinter „Atoms For Peace“ steht, ist Kennern von der ersten Sekunde an klar. Eine derart leidende Falsett-Stimme besitzt nur einer: Radioheads Thom Yorke. Namensgebend für die Band war eine 1953 gehaltene Rede von USPräsident Eisenhower, in der er sich für eine friedliche Nutzung der Atomenergie aussprach. Für das Album „Amok“, das laut eigenen Aussagen vor allem vom Afrobeat Fela Kutis beeinflusst wurde, hat Yorke eine illustre Schar von Musikern um sich geschart. Hörbar ist das ganz klar in den vertrackten Beatkonstruktionen, die – wäre da nicht die durchgehend nervende Stimme Yorkes – richtig spannend sein könnten. So jedoch ist „Amok“ nicht mehr als ein perfekt produziertes, stark elektronisches Album, das auf Melodien genauso verzichten muss wie auf den Titel „Meisterwerk“. Es bleibt die Hoffnung auf eine ähnlich hohe Remix-Dichte, wie sie bereits auf Thom Yorkes erstem Soloalbum „The Eraser“ folgte.

„I think that I may be the voice of my generation. Or at least a voice. Of a generation.“ HANNAH HADERT MIT DER WELT.

Girls 1. Staffel Warner Home Video

„Girls“ klingt nach einer jungen Variante von „Sex and the City“, ist aber das komplette Gegenteil: Vier CollegeAbsolventinnen leben in Brooklyn, schlafen mit den falschen Männern, finden keine Jobs, stecken sich mit Geschlechtskrankheiten an und finden nebenbei noch heraus, dass ihre Exfreunde schwul sind. Die HBO-Serie wurde von der 26-jährigen Wunderfrau Lena Dunham, die auch die Hauptfigur Hannah spielt, erfunden, geschrieben und produziert. Für ihren Mut, das unglamouröse Leben junger New Yorker darzustellen, wurde sie allerorts gelobt. Für das Selbstbewusstsein, als nicht perfekt aussehende Frau ständig nackt durchs Bild zu laufen, gebührt ihr ein Ehrenapplaus. q

Patschenkino Freundschaft Plus Liebeskomödie, USA 2011 So 24. März, 20.15 h, ProSieben

Immer nur das Eine.

Ach, diese verwirrten jungen Leute. Emma und Adam finden sich total anziehend, Händchenhalten und gemeinsames Frühstücken finden sie aber voll uncool. Also gehen sie eine „Freundschaft Plus“ ein, soll heißen: Sex ja, Liebe nein. Dass das nur schiefgehen

kann, ist klar. Natalie Portman sieht in diesem Film aus wie ein Geist (kurz davor drehte sie „The Swan“), Ashton Kutcher gibt den immer-charmanten, leicht verspulten Mädchenschwarm. Wo die Geschichte hingeht, kann man sich denken, der Film ist trotzdem erstaunlich unterhaltsam. q

Zippe-Zappe

Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

Ach Gottchen

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ass Einkaufen eine Wissenschaft ist, haben manche ja schon immer gewusst. VOX hat daraus eine Nachmittagssendung gemacht, die derzeit mehr Herzen erobert als Assi-Auswanderer und Daniela Katzenberger zusammen. Bei „Shopping Queen“ ist eine gute Show garantiert: Fünf Damen mit dem Anspruch, etwas von Mode zu verstehen, versuchen innerhalb von vier Stunden ein tolles Outfit bis 500 Euro zu ershoppen und anschließend einen glamourösen Auftritt auf dem VOX-Catwalk hinzulegen. Während die jeweilige Tageskandidatin durch die Geschäfte hetzt und zum Friseur stürmt, sehen sich die anderen Shopping-Prinzessinnen in deren Wohnung um und

Guido Maria Kretschmer ist halb Dieter Bohlen, halb geschwätzige Großtante.

durchforsten den Kleiderschrank. Kommentiert wird der Einkaufswahnsinn vom deutschen Designer Guido Maria Kretschmer, der als Mischung zwischen Dieter Bohlen und einer geschwätzigen Großtante für die Sprüche in der Sendung verantwortlich ist. „Ach Gottchen“ ist seine Standard-Floskel, Grün seine Hassfarbe, helle Strumpfhosen sein schlimmster Alptraum. „Ach ne, diese Naturgewalten kann aber kein Knopf der Welt zusammenhalten“, hört man mindestens einmal pro Woche, die Damen lieben ihn trotzdem heiß. Am Ende verteilen die Kandidatinnen ihre Punkte, Guido gibt sein Urteil ab und die Shopping Queen wird gekürt. 1.000 Euro Preisgeld inklusive. Ach Gottchen. q


RÄTSEL

Die Fragen 1

Wo sie gelten, herrscht Null-Promill-Zone (Mz.)

1

So cool und ausgekocht sind hartgesottene Würstel

2

Die Kniegeige macht Italienern Beine

3

Der Außenseiter ist wörtlich unterm Hund

4

Verlänger-D-es Aufnahmegerät wird Freund-lich

5

Mit Rücksicht (!) betrachtet: So bist du schräg gesehen arg, aber auf jeden Fall durch

6

Gefrorene (?) Backzutat: Er wird beim Backen unter-, doch hier nach oben (!) geschlagen

7

Was textunsichere Schauspieler haben, kann auch beladen und gezogen werden

8

Was kommt selbst Wahrheitsliebenden in extremer Bedrängnis mitunter aus?

9

Durch den Fleischskandal hier auf den Kopf (!) gestellt: „Ein Fohlen, das weiß doch jedes Kind / ist’s junges Pferd, kein junges …!“

10

Die Exekution klingt nach ausgebuchter Bahn

11

Das ist wahrlich ein Original: Prototyp des Tieres?

12

Durch diese Zurückhaltung zeichnen sich im Vorfeld bestellte Sitzplätze aus

13

Der Schlinge(!)l hat sich in die Broesel geschlichen

14

Bringt vor(!)nämlich Diego nach Kalifornien, Sebastian nach Spanien und Remo nach Italien

15

Sprengmeister aus Leidenschaft: „Seit meiner frühsten Kindheit schon / lieb ich den Knall der …!“

16

Ob dem Christopher jemals der Wind ins Gesicht geblasen hat?

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Was betrachten Briten in Towns als Eigentum?

18

So sollten Gutenachtgeschichten wirken

Lösung der letzten Ausgabe

„TASTATUR“

DAS LÖSUNGSWORT A

B

C

D

E

F

G

H

GEWINNSPIEL Senden Sie das richtige Lösungswort an 6020 und gewinnen Sie:

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EPIC FAILsem Monat) nicht braucht

10 Dinge, die die Welt (in die

1. 2. 3. 4. 5.

Spotted: University of Innsbruck Dancing Stars Carmen Kreuzer LichtnahrungsDiskussionen Claro-Werbungen mit Anna Fenninger

6. 7. 8. 9. 10.

Haustier-Versicherungen Promi-Boxen Nachrichtensendungen mit Roman Rafreider Restaurant-Retter im Sozial-TV „Grins“

TOTAL VIRAL Der Harlem Shake hat es eben vorgemacht: Alle paar Monate geht ein Hype durchs Internet und immer mehr machen dabei mit.


UNDERwisTsen wollten. JAHRH IM 21.gen LEBEN gewagt haben, aber nie on immer zu fra

ESSAY

Was Sie sch

VON JOH ANN ES F. PAR K • JFPA

RK@6020STA DTM AGA ZIN.AT

Die Schweiz* Habemus papam. Oder doch: habebimus? Der frühe Vogel weiß leider zu wenig.

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as Thema Vollblutlasagne ist durch. Gut so. Damit können Sie, liebe Leser, Ihre Aufmerksamkeit mit mir als persönlichem Wohlfühlbeauftragten hier in der superbequemen Kolumnenlounge auf die aktuell gaaanz große Geschichte richten: die Papstwahl. Mensch, was für ein Spektakel! Wie ein Felix-Baumgartner-Sprung mit Superbowl-Halftime-Show. Nur an den Livebildern müsste man noch arbeiten. Die Riege der Vatikan-Experten, die eilig von Prestige-Ressorts wie „Haustiere und Basteln“ abgezogen wurden, kann in Sachen Macht der Bilder schließlich nicht ganz mithalten. Und die Botschaft, die so ein durchschnittlicher Korrespondent in die Kamera stottert, darf eigentlich auch gerne etwas knackiger sein: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit, sehr geehrte Zuseher, wird ein Mann das Rennen machen, und wie mir eben ein Insider im vertraulichen Gespräch mitgeteilt hat, gelten Kandidaten unter 30 Jahren als wenig aussichtsreich.“ Und dann der viele Rauch aus diesem armseligen Schornstein – das ist jetzt auch nicht gerade ein abendfüllendes Motiv. Gerade für unsere Jugend stellt er aber eine schöne Horizonterweiterung dar: Weißer Rauch, liebe Freunde, kommt also nicht nur, wenn die Crackpfeife feucht geworden ist. Die ganze Welt blickt dieser Tage nach Rom. Nicht wenige sind ja der festen Überzeugung, dass für die katholische Kirche die Zeit gekommen ist, sich endlich für Aufbruch und Erneuerung zu entscheiden, wie wir aufgeklärten Christen bei einer Tasse Fair-Trade-Kakao zu sagen pflegen. Das heißt: Noch nie standen die Chancen für eine lesbische Frau aus Kamerun so gut. Charmant wäre es auch gewesen, man hätte einen Protestanten zum Oberhaupt des schuhschachtelgroßen Zwergstaats gemacht, der sich in einem Abstellraum des Petersdoms befindet! Aber bei aller Offenheit – das wäre wohl doch etwas zu viel verlangt. Apropos Verlangen: Ich muss Ihnen unbedingt etwas gestehen. Aus technischen Gründen, die nicht in meinem Verantwortungsbereich, sondern in jenem des depperten Raum-Zeit-Kontinuums liegen, wurde diese Wohlfühlkolumne produziert, noch ehe das Weihwasser aus dem Mörtel verdunstet war, mit dem die Sixtinische Kapelle zugespachtelt wurde. Während es Ihnen im Premium-Massagesessel für Kolumnengenießer hoffentlich wie gewohnt an nichts fehlt, * neutraler Titel

Schöne Horizonterweiterung für unsere Jugend: Weißer Rauch, liebe Freunde, kommt also nicht nur, wenn die Crackpfeife feucht geworden ist. tappe ich hier in der Fertigung leider vollkommen im Dunkeln. Vielleicht ist längst alles erledigt und der neue Papst geht schon seine rostbraunen Slipper ein. Oder aber das Ganze dauert noch und ich habe vollkommen umsonst die Hosen heruntergelassen. Ja, werden jetzt die Spitzfindigen unter Ihnen einwenden, das hätte sich der feine Herr Park eben vorher überlegen müssen, was geht mich das als Gast in diesem ansonsten luxuriösen, hinreißenden und absolut stilsicher gestalteten Leserparadies an! Ich darf Sie erstens zu Ihrem außerordentlichen ästhetischen Empfinden beglückwünschen und zweitens festhalten: Sie haben ja so recht und ich entschuldige mich in aller Form für dieses publizistische Malheur, das wenn überhaupt nur durch meine fast schon religiöse Verehrung von Päpsten aller Art zu rechtfertigen ist. Als kleine Wiedergutmachung erlaube ich mir, Sie zur Park-Fanwanderung 2013 einzuladen. Diesmal geht’s zum Alpenzoo, wo wir mit den Fischottern um die Wette plantschen wollen.

Ihr Johannes F. Park


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6020 Stadtmagazin (März 2013)  

Stadtmagazin für junge, urbane Innsbrucker

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