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Plus.Zeitung 13Z039759 P

FEB AUSGABE 172

13. JAHRGANG IMMER GRATIS. NIE UMSONST.

STAUWARNUNG DIE GROSSBAUSTELLE INNRAIN

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ALPIN-URBAN INNSBRUCK UND DER WINTERSPORT

TANZ-CHEF ENRIQUE GASA VALGA IM INTERVIEW

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E D I TOR I A L

KU RZPA RK ZO N E N U N D L AN GZE ITSTR ATEG I E N von Michael Steinlechner

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ieses Thema sorgt für hitzige Gemüter, viel Diskussionsstoff und am Ende wieder einmal auch für weniger Geld in der Tasche: die neue Kurzparkzonenregelung in Innsbruck. Ab Mai soll sie in Kraft treten und sieht dabei die Erweiterung der Innenstadtzone, die Erhöhung des Halbstundentarifs um 40 Prozent auf 70 Cent sowie die Verlängerung der Kurzparkzone bis 21 Uhr vor. Offi ziell will man mit dem Konzept die Menschen zum öffentlichen Verkehr bringen, inoffi ziell ist das vielleicht der einzig angenehme Nebeneffekt, geht es aber vor allem wieder einmal um zusätzliche Millionen im Stadtbudget.

WE R L ÄSST SI C H GE RN E I M FAC H G ESC HÄFT B E R ATE N , WE N N E R SO RGE HAB E N MUSS , DASS DI E NÄC HSTE F R AG E M IT 21 E U RO G E AH N DET WI RD? // Dabei ärgert bei solchen Maßnahmen nicht nur die Teuerung für die Bevölkerung, sondern vor allem der massive Einschnitt bei Lebensqualität und Stadtgefühl. Autofahren in der Innenstadt macht schon ohne Parken keinen Spaß, darf ich mein Auto nur noch 90 Minuten abstellen und muss dafür dann auch noch mehr bezahlen, könnte der eine oder andere durchaus auf den Gedanken kommen, die Innenstadt überhaupt zu meiden. Schon jetzt leiden Gastronomie und Handel unter der Kurzparkzone und den hohen Garagengebüh-

I N N SB RUC K IST DI E E I NZI GE ÖSTE RRE I C H ISC H E L AN DE SHAU PTSTADT, I N DE R DAS HAN DYPARKE N N OC H N I C HT FUN K TI ON I E RT. ren. Wer gönnt sich nach dem Arztbesuch oder dem Einkauf noch einen gemütlichen Kaffee, wenn jede Minute, die er mit dem Konsum ebendieses verbringt, noch einmal ein paar Cent kostet? Wer lässt sich gerne im Fachgeschäft beraten, wenn er Sorge haben muss, dass die nächste Frage mit 21 Euro geahndet wird? Und wer bitte kann oder will sich das Parken regelmäßig überhaupt leisten? // Einkaufszentren rund um die Innenstadt lachen sich bei solchen Themen ins Fäustchen und wer will es dem gemeinen Innsbruck-Besucher verübeln, dass das Ziel seines Ausflugs schon oft kurz nach dem Ortsschild liegt. Gratis-Parkplätze und kein Stau kombiniert mit vielfältigem Angebot führen oft dazu, dass das eigentliche Stadterlebnis, das Flair einer Innenstadt mit Blick auf die Berge in der Prioritätenliste plötzlich nach unten rutschen. Und ist man bei der Umsetzung der unangenehmen Punkte (teurer, öfter und länger) sehr schnell, lässt man sich bei den verbessernden Neuerungen deutlich mehr Zeit. So ist Innsbruck die einzige österreichische Landeshauptstadt, in der das Bezahlen der Parkgebühr per Handy noch nicht funktioniert. Das wird sich bis zum Start der Reform im Mai auch nicht ändern, hat man zu diesem Thema noch nicht einmal mit der Ausschreibung begonnen. m.steinlechner@6020stadtmagazin.at

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ZUKUNFT DES AIR & STYLE Seite 14 SINNVOLLER ALS SELFIES Seite 30 WHISKEY EROBERT DIE STADT Seite 44 DIE BESTEN EVENTS DES MONATS Seite 72


FeBer 2014

6020 ZIN STADTMAGA

FeB auSGaBe 172

13. JAHrgAng

AM CoVer

coVer-story

ro d e l str ec K e n i m te st Juchezer und Knödelsuppe: 6020 kämpft sich durch das große Angebot an Rodelbahnen und präsentiert die stadtnahen Hütten-Highlights.

serien StAuWArNuNG DIE GROSSBAUSTELLE INNRAIN

ALPIN-URBAN INNSBRUCK UND DER WINTERSPORT

tANZCHeF ENRIQUE GASA VALGA IM INTERVIEW

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MuNDArt Diesmal: Indianerkrapfen

KuNSt & DeSiGN Diesmal: Eva-Maria Kunzenmann

Air & StYLe Seite

KuLiNAriK Seite

MeNSCHeN & MÄrKte Der Air & Style mit Shaun White am Ruder

MurMeLe & Co. Was in Innsbruck früher gegessen wurde

NABeLsCHAU Bauchtanzen – kleine Szene, viele Kurse

JuGeND Seite

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NesTBAUeR Wo Teenagermütter ein Zuhause finden

HeX-HeX Zu Gast bei einer modernen Hexe

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tANZ Seite

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LeBeN sTATT sTeRBeN „Dallas Buyers Club“ als Filmtipp


6020 Meinung editorial.

Michael Steinlechner Kurzparkzonen, Langzeitstrategien Essay.

Peter Plaikner heimat, die ich meine Kolumne.

Barbara Wohlsein team catalano Essay.

Johannes F. Park speichelprobe

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Impressum Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH Chefredaktion: Barbara Wohlsein Grafik: Marco Lösch, Angi Reisinger Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sylvia Ainetter, Klaus Erler, Georg Girlinger (Korrektur), Brigitte Hainzer, Willi Kozanek, Matthias Krapf, Walter Mair, Alexandra Metz, Patrick Mössmer, Rebecca Müller, Daniel Naschberger, Denise Neher, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Angela Riha (Korrektur), Tanja Sarwat, Flo Seidl, Christoph Themessl Fotos: Gerhard Berger, Emanuel Kaser, Franz Oss Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -2820 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Druck: Niederösterreichisches Pressehaus Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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Im B i ld

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ruhige kugel Noch liegt das Tivoli im Winterschlaf, am 15. Feber geht es wieder los – dann tritt der FC Wacker im ersten Heimspiel des Jahres gegen den SV Josko Ried an. Anpfiff ist um 19 Uhr.


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DIE NICHT KAPIEREN, DASS DIETAGESPRESSE.COM EINE SATIRESEITE IST. © ILLUSTRATION: MONIKA CICHON

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IMMER NOCH KEIN HANDYPARKEN IN INNSBRUCK

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6. DEN SATZ:

„HABEN WIR DENN KEINE ANDEREN SORGEN?“


V ERK E H R

STAU, L A SS NACH Der Innrain wird ab 10. Feber vom Marktplatz bis zur Klinikkreuzung zur Großbaustelle. So kommt man trotzdem gut durch die Stadt.

© ILLUSTRATION: MONIKA CICHON

E N D E D E R B AU S TE LLE : Ende 2015

Autos, Motorräder und Mofas

Der Verkehr wird in Richtung Westen über die Anichstraße, in Richtung Osten über Mariahilf umgeleitet. Wer nicht im Dauerstau stehen will, sollte aber großräumig ausweichen bzw. rund um die Baustelle besser aufs Auto verzichten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bis 17. März bleibt für Busse und Tram alles wie gehabt, danach befahren die Öffis den Innrain zwar weiterhin, aber zeitweise müssen Haltestellen verlegt werden. An den Haltestellen gibt es dazu genaue Infos.

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Radfahrer

Anrainer

Für Radfahrer ist die Strecke offen, es kann aber zeitweise immer wieder zu Behinderungen kommen. Am besten weicht man über den Radweg am Inn aus.

Anrainer und Lieferanten dürfen den Innrain weiterhin befahren.


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a i r & st y l e

M E H R M US I K , M E H R M E N SCH E N , ME HR MÄRK TE Mit 17 gewann Shaun White zum ersten Mal den Air & Style Contest. Zehn Jahre später erwirbt er die Mehrheitsanteile der Air & Style Company und hat gemeinsam mit Gründer Andrew Hourmont noch viel vor.

S TA R U N D C H E F. S e i t k u r ze m ist Shaun White Mehrheitseigentümer der Air & Style Company.

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ach den Goldmedaillen von 2006 und 2010 möchte Shaun White diesen Winter den Hattrick perfekt machen. Während sich das amerikanische Ausnahmetalent auf den Halfpipe-Bewerb in Sotchi (Finale am 11. Feber um 18.30 Uhr) vorbereitet, arbeitet man in der Air & Style Company schon fleißig an der Zukunft. Mit dem Einstieg des kalifornischen Snowboardstars als Mehrheitseigentümer wird in Zukunft einiges anders. Air & Style-Gründer Andrew Hourmont hat jetzt nicht nur einen 20 Jahre jüngeren Chef, sondern noch viel vor. Wir haben die wichtigsten Neuerungen recherchiert.

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Was verändert sich beim Air & Style? Der Contest bekommt mehr Festivalcharakter, die Musikacts werden wichtiger und die Austragungsstätten größer. Bis zu 30.000 Fans sollen künftighin in den Air & Style-Genuss kommen und das an mehr Orten als bisher. Wann und wo soll der erste Air & Style Contest stattfinden? Im November möchte man in Deutschland durchstarten. Es gibt konkretes Interesse einer deutschen Großstadt und auch Gespräche mit Sponsoren sprechen für einen Tourstart bei unseren nördlichen Nachbarn.


air & st yle

Wohin geht die Reise danach? Im Dezember findet der Air & Style wieder in Peking statt, im Feber möchte man die Amerika-Premiere in Los Angeles feiern und wenn wir Glück haben, kommt der Air & Style schon im Jänner 2015 nach Innsbruck. Was muss passieren, dass der Air & Style wieder nach Innsbruck kommt? Nicht viel, aber doch mehr als bisher. Konkret bedeutet das, dass beim neuen Air & Style-Konzept jeder Austragungsort das finanzielle Risiko mittragen sollte. Zudem ist es wichtig, dass nationale Fernsehsender Interesse bekunden. Für Innsbruck heißt das: Wenn der ORF und Innsbruck wollen,

dass der Air & Style kommt, wird das auch passieren. Wo würde der neue Air & Style Contest in Innsbruck stattfinden? Das neue Konzept setzt auf mehr Musik und mehr Menschen. Deshalb wird man schweren Herzens die wunderschöne Bergisel-Location in Frage stellen müssen. Zu wenig Kapazität und vor allem schwierige Bedingungen für den musikalischen Festivalcharakter des Events sind hier die alten und neuen Probleme. Eine Alternative wäre hier die OlympiaworldAußenfläche (dort, wo das David Guetta„Konzert“ war) mit anschließender Party in der Halle.

W en n d e r O R F un d i n ns br u c k wol l e n , w i r d d e r a ir & styl e w i e d er n ac h i nn s br uc k kom me n .

ZUR PERSON Shaun White Der Snowboarder und Skateboarder wurde 1986 in Kalifornien/USA geboren. Er siegte beim Air & Style Contest 2003 und 2004. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 und 2010 gewann er jeweils die Goldmedaille in der Halfpipe.

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I nte rv I e w

„ DI E OFFE N E DI S KUSS I ON I ST WI CHTI G“ Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe waren 2013 auf mehreren Baustellen im Einsatz, vom Betriebsgebäude bis hin zur Regionalbahn. Auch 2014 wird für die IVB ein spannendes Jahr, wie Geschäftsführer Martin Baltes im Interview erklärt. Interview: Daniel Naschberger

// Foto: Gerhard Berger

IVB-Geschäftsführer Martin Baltes

6020

: Wie fällt Ihr Resümee des vergangenen Jahres aus? Martin Baltes: Die Bautätigkeiten konnten wie geplant frist- und kostengemäß durchgeführt werden. Das ist alles nicht selbstverständlich, da man bedenken muss, wie viele Tätigkeiten im Hintergrund – vor allem Abstimmungsprozesse – parallel zu den Bauphasen laufen. Leider sind wir 2013 in der öffentlichen Diskussion rund um die Straßenbahn etwas ins Stocken geraten, wenn man etwa an die Unruhe in der Peerhofsiedlung denkt.

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Int e rv i e w

„ E i n M e nsc h , de r m o rge ns re f le x artig zu m Autosc h lüsse l gre i ft, ist für uns n ic ht so le i c ht als Kun de zu gewi n n e n .“ M a rt i n B a lt e s

Wie ist der Stand der Dinge beim Thema Straß­e n- und Regionalbahn? Wir haben nach wie vor gute Argumente, warum das Projekt erforderlich ist – und wir haben auch eine neue, verträgliche Lösung, um die Peerhöfe gut zu erschließen, ohne direkt in die Wohnsiedlungen hineinfahren zu müssen. Weitere Gespräche erwarten uns im Bereich der Reichenauer Straße und am Innrain-Terminal, im Olympischen Dorf wird es heuer auch Informationsveranstaltungen geben. Überall geht es darum, am konkreten Bauprojekt über die Umsetzung zu sprechen. Die offene Diskussion wird wichtig sein.

Arbeitnehmer ein sehr günstiges Angebot, ein Großteil unserer Kunden ist also bereits mit günstigen Tickets unterwegs. Ist der Innsbrucker ein Öffi-Fahrer? Das würde ich schon so sehen. Wir haben sehr hohe Nutzungsraten und einen großen Stammkundenanteil, 2013 konnten wir im gesamten Stadtverkehr deutliche Nachfragesteigerungen verzeichnen. Mehr als die Hälfte der Menschen, die die Innenstadt besuchen, kommen nicht mit dem Auto. Das sollte sich im Bewusstsein der Menschen widerspiegeln: Bus und Bahn zu benutzen, ist – wie das Fahrrad – keine schlechte Lösung.

Gibt es abseits davon andere IVB-Projekte, die 2014 großen Stellenwert haben? Ja, aber keine so spektakulären. Der Betrieb der Linien C und T wird auf Gelenkbusse umgestellt. Das bedarf natürlich einiger infrastruktureller Veränderungen, damit die größeren Fahrzeuge auch problemlos unterwegs sein können. Wir hoffen, dass wir im Laufe des Sommers umstellen können. Für die Menschen, die diese Linien nutzen, wird das eine große Erleichterung, denn die Busse quellen jetzt teilweise über.

Zuletzt war zu hören, dass ein öffentliches Fahrradverleihsystem angedacht ist. Das wird im Frühjahr kommen. Das System ist bereits ausgewählt. Wir sind nun in der Planung der letzten Details, versuchen gerade noch einige Standorte abzuklären. Es wird gestaffelte Tarife geben, für eine gewisse Zeit wird die Nutzung gratis möglich sein. Es wird auch Vorteile für IVB-Kunden geben, die sonst viel mit Bus und Bahn unterwegs sind. Ist das nicht gegen das eigene Geschäft? Ich sehe das nicht als Konkurrenz. Ein Mensch, der morgens reflexartig zum Autoschlüssel greift, ist für uns nicht so leicht als Kunde zu gewinnen. Leichter fällt das mit jemandem, der viel Fahrrad fährt und sich Gedanken macht, wie er seine Mobilität alternativ zum Auto bewältigen kann. Radfahrer und Fußgänger sind deshalb eine wichtige Zielgruppe für uns.

Ist eine Erhöhung der Ticketpreise geplant? Ja, die kommt jetzt ab Feber. Diese wird wie jedes Jahr im Rahmen der Kostensteigerung ausfallen. Wir arbeiten derzeit aber auch mit der Stadt Innsbruck an einer Tarifreform. Es gibt Überlegungen, die Tarife zu vereinfachen und zu verbilligen. Man muss aber erst schauen, wie das umsetzbar und vor allem finanzierbar ist. Wird es attraktivere Tickets – wie jene für Senioren – auch für andere Bevölkerungsgruppen geben? Es gibt bereits attraktive Tickets für Schüler und Lehrlinge – und vonseiten des Bundes neue, steuerlich begünstigte ÖPNV-Jahrestickets für Arbeitnehmer. Manche Arbeitgeber übernehmen diese Tickets mit bis zu 100 Prozent für ihre Mitarbeiter. Wir hoffen, dass wir die Zahl unserer Partnerbetriebe weiter ausbauen können. Damit hätten auch viele

Wie sieht es in puncto WLAN in Bussen und Bahnen aus? Wir sind schon länger am Testen und wollen dieses Jahr einen Großteil unserer Fahrzeuge damit ausstatten. Zunächst werden wir die Trams und schrittweise auch die neuen Busse mit WLAN ausrüsten. Vielen Dank für das Gespräch.

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C ove r sto ry

BIS DIE

KUFEN GLÜHEN Dass rodeln endgültig bei den Trendsportarten angekommen ist, darüber kann es in der heurigen saison keinen Zweifel mehr geben. 6020 kämpft sich durch das große angebot an rodelbahnen (und das geringe angebot an schnee) und präsentiert die stadtnahen Hütten-Highlights. Text: Klaus Erler

Geht-Fast-Immer-bahn

Abfahrt: 13 min (bei langsamen Schneebedingungen) © eMaNuel kaser

Schneesicher in einem malerischen Seitental des Sellraintals gelegen, präsentiert sich die von ambitionierten Frauen geführte Juifenalm gleichzeitig als schneesicher und schneeschmelzresistent. Wer verschärftes Familienaufkommen nicht scheut, findet hier eine gepflegte, lange und bei tiefen Minusgraden auch schnelle Bahn mit einigen fordernden Kurven. Auf der Hütte gibt es eine eigene Karte mit Tagesgerichten, gekocht wird mit Bio-Schwerpunkt, kredenzt werden Produkte aus eigener Herstellung. Bahn: vier von fünf Juchezern, Kulinarik: vier von fünf Pressknödeln.

LANGstreCKeNFLUG

Im Tal zwischen Hoadl und der Fotsch eingebettet liegt die Kemater Alm. Sie ist nur über einen längeren Marsch zu erreichen – und hier trennt sich die rodlerische Spreu vom Weizen. Da Familien und Anfänger kürzere Strecken bevorzugen, sind die Pros oft unter sich.

Juifenalm, Lüsens Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 28 km Anfahrt Zeit: 30 min Parkgebühren: ja Aufstieg: 92 min (5,14 km)

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Cove rstory

Die Hütte ist urig, die Pressknödel (3,6 Euro für die Singleportion, 5,2 Euro für den Double) verdienen an guten Küchentagen das Prädikat „exzellent“. Die Bahn ist zwar technisch nicht besonders herausfordernd, da sie aber im Wesentlichen aus langen Geraden besteht, lässt sich hier der ultimative Rodel-Geschwindigkeitsrausch ausleben.

© klaus erler

Aufstieg: 56 min (3,6 km) Abfahrt: 4 min (ab Bergheim)

Kemater Alm Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 20 km Anfahrt Zeit: 21 min Parkgebühren: ja (3 Euro) Aufstieg: 97 min (5,95 km) Abfahrt: 9.30 min

Invers Einkehren

© klaus erler

Den Einstieg zur Rodelbahn Praxmar findet man einige Fahrminuten nach dem Parkplatz Juifenalm direkt beim Alpengasthof Praxmar. Von hier aus führt die präparierte Bahn durch ein Touren-Skigebiet hinauf zur Kogel-Alm, die sich nach mehr als einer Stunde Gehzeit allerdings als Enttäuschung entpuppt: Nicht mehr als ein Hüttchen ist sie, zudem immer zugesperrt. Profis lassen sich dadurch nicht entmutigen und fahren auf der schneesicheren, bei Neuschnee allerdings quälend langsamen Strecke einem kulinarischen Genuss entgegen: dem Alpengasthof Praxmar. Die Bedienung ist sehr bemüht, die Stuben sind großzügig, der Salat ist frisch und die Pressknödelsuppe um 4,70 Euro eigentlich optimal, sieht man von der etwas salzigen Suppe ab.

Park and Ride

Wer am richtigen (bzw. falschen) Tag ins Fotschertal zum Rodeln fährt, wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Der Parkplatz kann die Automassen bei Weitem nicht mehr fassen, geparkt wird kilometerlang entlang der Bundesstraße nach Grinzens. Wer die Bahn kennt, versteht den Andrang: Mit knapp einer Stunde Gehzeit gerade noch familientauglich, ist sie schnell und technisch nicht besonders anspruchsvoll. Der Aufstieg erfolgt entlang des wunderbar verschneiten Bachs, das Bergheim Fotsch ist ein Geheimtipp für Wild-Fans. Konditionsstarke können die Strecke noch bis zur Potsdamer Hütte verlängern und haben dann eine der längsten Rodelbahnen Tirols (inklusive kleiner Ziehstrecke in der Mitte) vor sich.

© klaus erler

Rodelbahn Alpengasthof Praxmar Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 32 km   Anfahrt Zeit: 35 min Parkgebühren: ja (4 Euro) Aufstieg: 73 min Aufstieg Kilometer: 4,5 Abfahrt: langsame 12.30 min

Bergheim Fotsch Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 21,4 km Anfahrt Zeit: 22 min Parkgebühren: nein

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C ove r sto ry Familienbetrieb

Kamikaze

Am Ende des Navis-Tals beginnt der Aufstieg zur neu gebauten Naviser Hütte und von dort weiter zur urigen Stöckl Alm. Die Rodelstrecke wurde längst mit dem inoffiziellen Gütesiegel „Familienbahn Nummer eins“ versehen, wer hier außer Bewegung in der frischen Luft noch Abfahrtsspaß genießen will, sollte sehr früh oder sehr spät aufbrechen. Dann allerdings winkt eine sehr schneesichere und gut präparierte Piste als Belohnung. Selektive Kurven und schnelle Geraden sorgen an schnellen, kalten Tagen für die Wiederkehr des Glaubens an den Wintersport und für laute Juchezer bei weniger kontrollierten Rodlern. Die Belegschaft der Naviser Hütte ist grundsätzlich bemüht und freundlich, an sonnigen Sonntagen allerdings manchmal überfordert. Die Knödel sind gelungen, die Innenarchitektur nüchtern alpin. Ganz anders präsentiert sich die Stöckl Alm 16 Gehminuten weiter. Ihre kleine, alte Stube ist richtig gemütlich, wird mit einem Holzofen beheizt und was die Küche mit ihren Knödeln nicht so ganz leisten kann, macht das Hüttenehepaar mit seiner Herzlichkeit wieder wett.

Rauthhütte, Leutasch Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 37 km Anfahrt Zeit: 37 min Parkgebühren: ja Aufstieg: 65 min (2,7 km) Abfahrt: erzielbare Zeit hängt nur von Mut und Können ab © klaus erler

Naviser Hütte/Stöckl Alm Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 31 km Anfahrt Zeit: 32 min Parkgebühren: ja Aufstieg: Naviser Hütte 58 min (3,28 km), Stöckl Alm 76 min (4,14 km) Abfahrt: von der Stöckl Alm 7.30 min, von der Naviser Hütte 5.30 min

Eine wie keine: Die Rodelstrecke Rauthhütte ist sowohl was Steilheit des Aufstiegs, als auch was Rasanz der Abfahrt betrifft, unübertroffen. Kulinarischer Endpunkt des Aufstiegs ist die Rauthhütte, deren SB-RestaurantCharme noch aus der Zeit des 2003 aufgelassenen Mundelift-Skigebiets datiert. Da sie jedoch sehr sonnig gelegen ist, eine eigene „Raucher-Stube“ unterhält und preiswerte Pressknödel in akzeptabler Qualität anbietet (2 Käseknödel mit etwas maggiesker Suppe um 5,50 Euro), bleiben Besucher oft länger als ursprünglich gedacht. Die Abfahrt ist dann für Könner mit Bremsfähigkeit eine willkommene Herausforderung, für alle anderen vor allem bei nicht optimalen Bedingungen wohl eher ein Tal der Tränen: Eine Fahrt ausschließlich am hinteren Teil der Kufen sei hiermit dringend angeraten. Der untere Teil der Strecke führt allerdings entspannt durch einen winterlichen Laubwald, eine Szenerie, die man beim Rodeln sonst selten erleben wird.

Im Outback © Franz Oss (3)

Wer wissen will, wie einsam in Tirol Seitentäler von Seitentälern sein können (wenn sich keine Rodler herumtreiben), dem sei zu Tagesrandzeiten die Rodelstrecke Brandstatt Alm im Oberberg-Tal bei Neustift empfohlen. Malerisch,

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HOT STUFF FÜR RODLER NACHT ZUM TAG Klein, leicht, mit aufladbarem Akku ausgestattet und mit 1200 Lumen extrem hell: Die Lupine Piko X Duo Stirnlampe gehört nicht umsonst zur Ausstattung der Tiroler Bergrettung und hat nur ein wirkliches Manko: einen Preis von rund 350 Euro.

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WARMER POPO Rodlerinnen fahren auf den „Martini Isolate New“-Rock ab, weil er die unteren Regionen auch bei harschen Minusgraden so richtig warm hält. Wer sich am UrbanGipsy-Design und am etwas happigen Preis von rund 140 Euro nicht stößt, findet hier in verschiedensten Farben das ultimative Rodel-Accessoire. Entsprechendes gibt es auch bei Skinfit.

BREMSSCHUH Hier trennen sich die Buben von den Männern. Träger von Torggler Rodelschuhen mit Spikes kennen keine Angst vor eisigen Abfahrten und kein Pardon, geht es um die letzten Zehntelsekunden, die sich bei der Abfahrt in den Kurven noch holen lassen. Preisanfrage unter www. torggler-rodelbau.com.

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aber schattig im Aufstieg, elegant und schnell in der kurvigen Abfahrt kann sie mit zwei Besonderheiten aufwarten: der Auffangalm, die sich nach rund der Hälfte der Strecke als rettende Oase für Familienväter mit quengelnden Kindern auftut und von Kennern als Ort auffallend guten Kaiserschmarrns gelobt wird, und die Brandstatt Alm. Dort findet man verdichtet auf engem Raum quasi die Quintessenz des winterlichen Hüttenerlebens: Kachelofen, Bauerntoast, lustige Eingeborene und bemühte Wirtsleute: 6,10 Euro für den gschmackigen Kasspressknödel mit Suppe gehen angesichts der Qualität in Ordnung, 8,60 Euro für den Bauerntoast auch.

ter, der seit Jahren im gleichen MessageT-Shirt arbeitet, hat es in sich: „Tausche Wien gegen Südtirol“. Vielleicht könnte man ihn einmal aufklären, dass er Ersteres nicht tauschen kann und Letzteres bereits besitzt?

© klaus erler

Enzian Hütte Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 42 km Anfahrt Zeit: 36 min Parkgebühren: nein Aufstieg: 90 min (ca. 6 km) Abfahrt: langsame 16 min

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Brandstatt Alm/Auffang Alm Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: 30 km Anfahrt Zeit: 35 min Parkgebühren: nein Aufstieg: Auffang Alm 35 min (1,9 km), Brandstatt Alm 65 min (3,72 km) Abfahrt: Brandstatt Alm: 9 min

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30-minütiger Aufstieg, kurze, vom Aufstieg teilweise getrennte Abfahrt, am Abend beleuchtete Rodelbahn, Tischreservierung für Samstagabend-Rodler ist zu empfehlen: Man merkt schon, hier herrschen andere Gesetze, hier ist alles fest in Familienhand. Eine bessere Strecke gibt es kaum, will man seine Kinder zum Rodeln überreden, allerdings gibt es auch keine bessere Strecke, um das Rodeln wieder zu verlernen. Die auf der Gleirscher Alm kredenzten Knödel (drei Knödel mit Suppe um 8,20 Euro) sind schmackhaft, Pommes mit Mayo und Ketchup würden allerdings besser der Zielgruppe entsprechen.

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Rodelbahn Gleirscher Alm, St. Sigmund, Sellraintal Anfahrt ab Innsbruck Hbf.: ca. 26 km Anfahrt Zeit: 28 min Parkgebühren: ja (4 Euro) Aufstieg: 35 Kinderminuten (1,6 km) Abfahrt: bis zu 10 Kinderminuten © JaN HeTFleIsCH

Wer vor seinen internationalen Freunden mal so richtig auftrumpfen will, könnte auf Facebook seinen Status auf „Tobogganging in Italy“ ändern, wenn er die Enzian Hütte in Rufweite des Brenners besucht. Schneesicher im Gebiet des ehemaligen Zirog-Skigebiets gelegen, Kulinarisches Erlebnis ist sie in Wintern wie diesem oft letzte Ausweichstation, will man bis zu nn ka ro Eu 9 Das Knödel-Tris ume Zubereitungszeit angesichts aperer Hüttenwege nd einer halben Stu it kann man sich dennoch nicht aufs RodelvergnüZe die , en brauch Buchler iro dt gen verzichten. Im oberen Teil Sü er ein aber mit vier Euro und richtig schnell und selektiv, wird die weizenschnitte um klich leider ac Strecke im unteren Teil an warmen einem – geschm Kaffee – n ale im pt bo su Tagen oder bei Neuschnee geriatrisch verkürzen. langsam. Dafür punktet die Enzian Hütte nach langem Aufstieg mit Knödel-Trisen, wie man sie in Nordtirol wohl nicht besser hinbekommen würde. Auch der Mitarbei-


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Die Chance auf einen guten Ausbildungsplatz

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m Vorjahr gingen bei Raiffeisen in Tirol rund 1000 Bewerbungen von Job-Interessenten ein. Bei der größten Bankengruppe des Landes zu arbeiten, wird auch weiterhin attraktiv bleiben. Gerade auch für Jugendliche, die sich ab sofort wieder um einen der begehrten Lehrlingsausbildungsplätze bewerben können. „Wir werden in der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol auch heuer voraussichtlich wieder rund 20 neue Lehrlinge aufnehmen und unsere Lehrlingsinitiative fortsetzen“, sagt Christoph Spöck, Leiter der Personalabteilung in der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG. Lehre und Lehre mit Matura zur Bankkauffrau und Bankkaufmann sind gefragt. Über die Website www.raiffeisen-tirol.at/karriere kann man sehen, welche Raiffeisenbanken heuer Ausbildungsplätze anbieten. Für das Bewerbungsgespräch rät Personalchef Spöck: „Gut vorbereitet sein mit Wissen über den zukünftigen Arbeitgeber und authentisch sein!“ Und: „Beste Chancen haben junge Menschen, die Lernbereitschaft haben, authentisch sind und die Fähigkeit mitbringen, auf Menschen zugehen zu können.“ www.raiffeisen-tirol.at/karriere

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N ESTBAUE R 15 Plätze kann die Wohngemeinschaft Nestwärme in Innsbruck jungen Menschen zwischen 15 und 21 Jahren bieten. Wenn sie in ihrem Zuhause nicht mehr bleiben können, dringend ein neues brauchen oder vielleicht nie eines hatten. Von Rebecca Müller

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ie Wände des Empfangsbereichs der Nestwärme GmbH in der Andreas-Hofer-Straße schmücken zahlreiche Fotos von Babys, Postkarten und selbstgemalte Bilder. Diese Gesten der Dankbarkeit sind an die Mitarbeiter adressiert. Andreas Koch ist pädagogischer Leiter der Nestwärme, einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Mädchen, Burschen und junge Mütter. Die jungen Menschen werden über das Jugendamt an die Einrichtung verwiesen. Sie alle haben einen ähnlichen Hintergrund und kommen aus „sozial schwachen“ Familien – was aber nicht bedeute, dass die Nestwärme keine Klienten aus sogenannten „guten Familien“ hätte, ergänzt Andreas Koch. // Die Jugendlichen sind mit Gewalt, Vernachlässigung oder Missbrauch konfrontiert, sind in ein für sie schädliches Umfeld geraten oder rebellieren gegen ihre Eltern, alle Regeln und am Ende gegen sich selbst. „In der Pubertät sind die Eltern Staatsfeind Nummer Eins, gerätst du dann noch in eine falsche Clique, bist du fällig“, weiß Andreas Koch. Müssen die Jugendlichen also ihr Zuhause verlassen, finden sie in der Nestwärme vorübergehend ein neues. Sie reisen mit schwerem Gepäck an. In einigen Fällen mit Gepäck für zwei.

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// Fotos: Emanuel Kaser

junge mÜtteR. Derzeit befi nden sich drei junge Mütter in der Obhut der Nestwärme. Sie leben zusammen mit ihren Kindern in einer Wohngemeinschaft. „Im letzten Jahr hatten ‚wir’ sieben Mal Nachwuchs“, erzählt Koch. Im Vorfeld wird ihnen eine Krankenschwester zur Seite gestellt, sie werden zu Arztterminen begleitet und auf die Geburt vorbereitet. Die jüngsten Mütter sind 14 Jahre alt, die meisten zwischen 15 und 17 Jahren. Nicht immer können die Verantwortlichen die Kinder in der Obhut der Mütter lassen. In so einem Fall entscheiden die Behörden auf Empfehlung der Betreuer der Nestwärme. „Aber es sind die Erfolge, die uns, das Team und mich, dann wieder aufbauen. Wenn dir ein junges Mädchen, welches selbst nie Mutterliebe erfahren hat, stolz erzählt, ihre Kleine könne jetzt bei ihr im Bett schlafen, dann freut uns das. Auch wenn es drei Jahre gedauert hat, bis sie so weit war.“ Geduld ist wohl das oberste Gebot in der Arbeit mit diesen jungen Menschen, Regeln und vor allem die Einhaltung der selbigen sind in der Nestwärme Gesetz. Diese gelten auch für die jungen Mütter, in mancher Hinsicht noch mehr als für die anderen Klienten.


juge nd

Pflichten und Rechte. Ausgehzeiten beachten, Besuche von Freunden anmelden, die Wohnung sauber halten, Termine nicht vergessen, Behördengänge erledigen, zur Schule oder zur Arbeit gehen, das Geld selbst verwalten, kein Alkohol, keine Drogen, das Rauchverbot in den Wohnungen einhalten. All diese Dinge werden verlangt, in der Ausführung von den Betreuern begleitet und bei Verstößen oder Nichteinhalten sanktioniert. Mit Verwarnungen, der Wegnahme von Privilegien und – in letzter Konsequenz – mit dem Rauswurf. „Die Regeln waren anfangs schwer für mich. Zuhause habe ich gemacht, was ich wollte“, erzählt eine ehemalige Bewohnerin der Nestwärme. Heute lebt sie mit ihrer eigenen kleinen Familie in Amerika.

Euro. Wird der Putzplan eingehalten, gibt es Extra-Taschengeld, welches sich abhängig davon, ob die Bewohner bereits arbeiten oder noch zur Schule gehen, staffelt. Ausbezahlt wird es anfangs wöchentlich. „Im Lauf der Betreuung müssen sie aber lernen, einmal im Monat ihr Geld zu bekommen, es zu verwalten und damit auszukommen“, so Koch weiter. Auch Freizeitgestaltung mit den Jugendlichen gehört zur Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer. Werden die Klienten in den Erstgesprächen nach ihren Hobbys gefragt, kommt allzu oft dieselbe Antwort: „Chillen.“ Dieser Ideenlosigkeit werden viele Aktivitäten entgegen gesetzt. „Die Kids müssen wieder lernen, etwas mit sich und ihrer Zeit anzufangen“, betont Andreas Koch.

Nicht immer Happy End. Ausgelastet ist die Nestwärme mit „Genug gechillt.“ ihren 15 Plätzen „Wenn du es fast immer. Durchnicht machst, schnittlich eineinmacht es niehalb Jahre werden mand!“ Mit diedie 14- bis 21-JähA n d r e a s Ko c h ser Feststellung rigen in der Obhut bringt ein weiterer ehemaliger Schützder Einrichtung verbringen, nicht jede ling der Nestwärme einen zentralen dieser Geschichten wird ein Happy Aspekt von Andreas Kochs Arbeit End nehmen. Ab und zu wünscht sich auf den Punkt: „Selbstständigkeit ist Andreas Koch mehr Anerkennung wichtig, wir gestalten den Alltag der seitens der Gesellschaft für sein Team Jugendlichen nah am Leben. Ihnen und die Arbeit, die geleistet wird. muss klar werden, dass nur sie für ihr Doch die tatsächliche Wertschätzung Leben verantwortlich sind.“ erfährt er ohnehin in der Arbeit selbst. // Beim Bezug einer der WohnUnd sie hängt in Form von Fotos von einrichtungen der Nestwärme zahlen Babys, Postkarten und selbstgemalten die Jugendlichen eine Kaution von 15 Bildern an der Wand.

„ I m letzte n Jah r hatte n ‚wi r’ si e be n Mal Nac hwuc hs .“

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Zahlen zum Thema Mit Stichtag 31. Dezember 2012 wurden tirolweit 506 Jugendliche durch „volle Erziehung“ unterstützt. Es handelt sich also um Fälle, in denen eine Zusammenarbeit mit den Eltern oder begleitende Maßnahmen nicht (mehr) möglich sind und die Klienten an Einrichtungen wie die Nestwärme vermittelt werden. Pflegekinder sind mit dieser Zahl nicht erfasst. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird die Anzahl minderjähriger Mütter in Österreich nicht in Statistiken offizieller Behörden angeführt oder von den betreffenden Einrichtungen öffentlich gemacht.


f o rsc hu ng

DI E MACHT DE R B E RÜH RUNG „Love is the drug …“ sangen einst Roxy Music. Um nicht von der einen in die andere abhängigkeit zu geraten, reicht bei der sucht-entwöhnung aber auch schon wohlwollende Berührung. Zumindest bei hierzu im Labor erforschten Ratten. Von Christoph Themessl

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ass Verliebtsein und Sex sehr ähnliche Hirnregionen aktivieren wie Drogen, ist schon lange bekannt. Das Suchtforschungsteam von Prof. Gerald Zernig an der Medizinischen Universität Innsbruck hat jedoch jenseits von Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll eine vielversprechende Entdeckung gemacht: In einem eigens von den Forscherinnen und Forschern zu diesem Zweck entwickelten Tiermodell konnte gezeigt werden, wie simpler Körperkontakt über Sucht siegt und Entzug über sozialen Raum funktioniert.

se nichtsubstanzgebundenen Abhängigkeiten etwa ein Zehntel der Bevölkerung, wobei letztere, die Kaufsucht, mit geschätzten 550.000 Betroffenen alle anderen Abhängigkeiten rein quantitativ in den Schatten stellt.

© MUI

sozialer rÜckzug. Einer, der sich mit dem Thema Sucht seit vielen Jahren auseinandersetzt, ist der Neurowissenschafter und Psychotherapeut Gerald Zernig von der Medizinischen Universität Innsbruck. „Suchtverhalten ist immer gelerntes Verhalten“, weiß er aus ForlanD Der sÜchtigen. schung und psychotherapeuLaut Statistiken des Gesundtischer Erfahrung. „Das ganze heitsministeriums leben in Leben wird auf das jeweilige Österreich bis zu 35.000 Suchtmittel ausgerichtet, Personen, deren Drogenkonwelches zunehmend die einsum als problematisch zu zige und letzte Lebensfreude „WOH LT U E N D E R KÖRPERbezeichnen ist. Alkoholkrank vermittelt, alles andere wird KON TA K T WU R D E DER SUC HT- vernachlässigt.“ Was keine sind laut Anton-Proksch-InstiBE F R IE D IGU N G EINDEUTIG tut rund 360.000 Österreicher Freude macht bzw. im Be(Statistik 2013), von einem wusstsein mit Angst besetzt V OR GE ZO GEN.“ problematischen Umgang ist, wird nach Möglichkeit G ERAL D ZERNI G mit der Droge Alkohol muss aus dem Leben verbannt. Der man bei etwa zwölf Prozent bei den Abhängigen oft stark (immerhin über eine Million ausgeprägte soziale Rückzug Menschen) der Bevölkerung ausgehen. Etwa 1,3 bis 1,5 führt schließlich dazu, dass der Betroffene einen Kreis Millionen Menschen sind darüber hinaus nikotinsüchum sich selber zieht: Drogenfreie soziale Interaktion tig, etwa 120.000 medikamentenabhängig. Die Östersteht ihm oder ihr wegen der Störung des Sozialverhalreicher sind im internationalen Vergleich aber nicht nur tens nicht mehr als Alternative zum Drogenkonsum zur relativ stark von Substanzen abhängig, sie leiden auch Verfügung. Eine Psychotherapie wird aus denselben an anderen Abhängigkeiten wie etwa Spielsucht (AuGründen entweder erst gar nicht angefangen oder beim tomaten oder Glücksspiel), Internetabhängigkeit und geringsten Widerstand, zum Beispiel bei schmerzlichen exzessives Konsumverhalten. In Summe betreffen dieErfahrungen, häufig abrupt abgebrochen.

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f orsc hung

© photocase

ko nta k t s tat t d r o g e n . Kö r p e r n ä h e soll Süchtigen beim Ausstieg helfen.

Die „Heilkraft“ des sozialen Raumes. Trotz allem liegt im Sozialen der Ausweg aus dem Teufelskreis, wie Gerald Zernig und seine Mitarbeiter in einer international anerkannten Forschungsarbeit zeigen konnten. Die wichtigsten Verbündeten der Forschergruppe waren dabei kleine weiße Nager, Ratten, die zu ihrem Glück oder Unglück einige wichtige Eigenschaften mit dem Menschen teilen: Sie lieben Sex, Drogen und Süßes und sind obendrein ausgesprochene Gemeinschaftswesen. Zernig: „Wir haben nach Bedingungen gesucht, die ein süchtiges Individuum zum Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit bewegen können. Gefunden haben wir sie überraschenderweise in einfacher sozialer Interaktion. Wohltuender Körperkontakt wurde der Suchtbefriedigung eindeutig vorgezogen.“ // Das ist umso erstaunlicher, als dieser Körperkontakt im Experiment nichts mit Sexualbefriedigung zu tun hat, sondern lediglich das Berühren gleichgeschlechtlicher Partner betrifft. Selbst wenn die Tiere in der dafür eingerichteten Kammer einander nur durch Trennstäbe hindurch mit den Vorderpfoten und Schwänzen berühren konnten, tat die Macht des körperlichen Kontaktes ihre Wirkung. Gerald Zernig: „Wir konnten damit zeigen, dass soziale Interaktion in der Lage ist, die Vorliebe eines Individuums von Kokain auf soziale Interaktion zu richten. Freundschaftlicher Körperkontakt ist eine wesentliche Voraussetzung, Freude auch wieder für andere Dinge als Drogen empfinden zu können. Wenn wir noch die biologischen Abläufe dazu im Gehirn kennen, könnten wir die Diktatur der Droge brechen und den Betroffenen somit rascher zu einer normalen Lebensfreude verhelfen.“

Nur keine Enge oder Hierarchie. Von Bedeutung für die Bereitschaft, sich von Drogen abzuwenden, war im Tiermodell die Beschaffenheit des sozialen Raumes sowie des „Freundes“: Der erstere darf nicht zu klein, der letztere nicht zu „groß“ sein, um die Attraktivität der Berührung zu wahren. Vorsichtig könnte man sagen, es ist ähnlich wie bei uns Menschen: Zu enge und überfüllte Räume wirken bedrückend, Übermächtige in der gesellschaftlichen Hierarchie beängstigend. Gleichwertige Partner auf großzügigem Raum scheinen die ideale Voraussetzung für stressfreien Kontakt zu sein, der die Entwöhnung unterstützt. // Was lässt sich daraus für die weitere Therapie von Drogensüchtigen lernen? Es ist die Crux vieler Suchtkrankheiten, dass ausgerechnet der soziale Raum bei ihnen mit Angst besetzt ist. Das macht den Ausstieg so schwer, weil dieser zugleich der Grund für den Einstieg war, so dass der Abhängige, der sich in Therapie begibt, im Zweifelsfall wieder umdreht und bei der Droge bleibt. Zernig: „Die Wirksamkeit von Medikamenten bei der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen ist sehr bescheiden. Nach wie vor ist Psychotherapie der Königsweg aus der Sucht. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass körperzentrierte Psychotherapien besonders erfolgsversprechend sein könnten. Leider fehlen dazu noch Untersuchungen.“ // Die Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe von Prof. Zernig sind nicht nur für Süchtige von Bedeutung. Auch Menschen mit Depression, Schizophrenie, Sozialphobie oder Autismus könnten in absehbarer Zukunft davon profitieren. Bis dahin – wenn auch „nur“ zu prophylaktischen Zwecken – kann es nicht schaden, jemandem auf die Schulter zu klopfen.  www.zerniglabor.at

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S ERV I C E

ALLES AUSS E R S E LFI E Sich andauernd selbst zu fotografieren ist – mit Verlaub – schon ein bisschen blöd. 6020 plädiert für eine sinnvolle Einsetzung des Smartphones, die auch noch den Alltag einfacher macht.

1. Waschanweisungen Einmal auf die Kamera-App tippen, bevor man den Wulst an Waschanleitungen rausschneidet, vermeidet geschrumpfte Pullover (weil er doch Handwäsche gewesen wäre) und andere Pannen. Macht am meisten Sinn, wenn man das Kleidungsstück selbst auch fotografiert, sonst gibt’s später eine Ratestunde.

2. Parkplatz Nie wieder überlegen, ob es wirklich D3 war. Im zweiten Untergeschoß. Oder doch im dritten?

3. Bus- und Zugzeiten Weil Apps immer dann nicht gehen, wenn man’s eilig hat, macht es Sinn, sich Bus- und Zugfahrpläne, die man regelmäßig braucht, zu fotografieren. Auch ein guter Tipp für Städteurlaube.

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SE RVICE

4. Garderobenzettel So ein Fetzelchen Papier ist schnell verloren, vor allem, wenn man mit vollem Körpereinsatz feiert. Ein Handyfoto vom Garderobenzettel ist zwar keine Garantie, dass man seine Jacke am Ende des Abends auch ohne Papierbeweis wiederbekommt, erleichtert die Verhandlungsposition aber erheblich.

5. Rezeptzutaten Einkaufszettel sind altmodisch, Kochbücher schwer. Deshalb: Zutatenliste fotografieren und entspannt einkaufen.

6. Dokumente Beim Buchen von Flügen braucht man immer öfter die Passnummer. Und auch wenn etwas wegkommt, ist es immer gut, eine digitale „Kopie“ zu haben.

7. Notizzettel Schnell notierte Uhrzeiten, Namen, Telefonnummern, To-do-Listen – ab ins Handy oder ewig suchen.

8. Batterien Sind die Batterien der Fernbedienung leer? Das findet man heraus, indem man die Fernbedienung auf die Handykamera richtet und eine beliebige Taste der Fernbedienung drückt. Sieht man die Infrarotlampe leuchten oder blinken, funktionieren die Batterien noch. Einschränkung: iPhones fi ltern Infrarot, wenn man die Richtung der Kamera um 180 Grad dreht, funktioniert der Trick allerdings auch hier.

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ES SAY

H E I MAT, DI E I CH M E I N E … von Peter Plaikner

Je stärker Europa ins gesellschaftliche Bewusstsein drängt, desto klarer gerät Heimat zur Kernfrage der politischen Auseinandersetzung. Wer Amerika und Asien nicht die Führungsrolle überlassen will, muss vorerst klären, ob abendländische Vielfalt zur Einheit gegenüber den anderen taugt. Kaum deklariert, toben längst die Positionskämpfe von Tradition bis Neudefinition. Bisch a Tirola, bisch a Mensch, bisch koana, bisch …? Die Polarisierung steigt: Arschloch-Fraktion und Weltbürger-Wahn erleben gleichermaßen Aufwind, der Rest sucht verunsichert nach – Heimat.

D

abei wirkt alles ganz einfach: „Tirol ist das Herz-Jesu-Land“, begründet Andrä Rupprechter seinen auffälligen Eid zur Angelobung. Die Heftigkeit der darauf folgenden öffentlichen Auseinandersetzung kann nur entstehen, weil der Bergbauernsohn gleichermaßen Recht hat und Realität verweigert. Nirgends sonst gibt es noch eine Frömmigkeit speziell dieser Art, doch sie ist hier heute so wenig mehrheitsfähig wie die angebliche Volkspartei des Neopolitikers. Doch der Verlust der absoluten Vormacht mündet in keinen entsprechend relativen Diskurs. Denn Deutungshoheit entscheidet über die künstliche Verlängerung überkommener Herrschaftsansprüche. Der Tiroler Bauer ist kein Knecht, er knechtet das Land. Eine Drei-Prozent-Minderheit mit hundertprozentigem Prägungswillen. // In dieser Unbeirrtheit erscheint die Kerntruppe des ländlichen Raums anderen Bevölkerungsschichten weit überlegen und konserviert so die Zerrbilder vom Herrgottswinkel und heiligen Land. Unterstützt von zahlreichen anderen gesellschaftlichen Gruppen, die mangels eigener Identifi kationsflächen und infolge von Minderwertigkeitskomplexen die vor Stolz strotzenden agrarischen Idealtypen übernehmen. Günther Platter ist ein Musterbeispiel für diesen Effekt. Von der Tracht über die Schützen bis

zur Blasmusik erfüllt der Vertreter des Arbeiter- und Angestelltenbundes alle Mindestanforderungen an bäuerliche Selbstdarstellung. Einerseits. Andererseits hätte er beim „Tiroler Ministerium“ Wissenschaft gegenüber Landwirtschaft den Vorzug gegeben.

DE R TI ROLE R BAUE R IST KE I N KN EC HT, E R KN EC HTET DAS L AN D.

ZERRISSENE UND GRENZGÄNGER. Ein Zerrissener wie der einstige Wissenschafts- und auch der neue Landwirtschaftsminister. Während Karlheinz Töchterle die Bandbreite zwischen sportlichem Naturburschen und intellektuellem Feingeist behutsam ausbalanciert, pendelt Andrä Rupprechter derber und volkstümlicher zwischen den Polen: Nicht nur seine erstaunlich hohen Beliebtheitswerte weisen ihn als politisch wesentlich instinktsicherer aus, als der Herz-Jesu-Einstand vermuten ließ. Geübt im europäischen Umgang à la Bruxelles, verbirgt er hinter landläufiger Attitüde durchaus kalkulierte Kernzielgruppenansprache. // Dass beide Minister als Platters Erfi ndungen gelten, lässt auch ihn als Grenzgänger zwischen Heimat-Tradition und Selbstbild-Zukunft erscheinen. Doch der erklärte Schrittmacher einer Europaregion bis ins Italienisch sprechende Trentino kommt erst langsam in Verlegenheit, die Gretchenfrage zwischen Provinz und Internationalität zu beantworten. Die

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DI E C HAN C E N FÜR E I N E N E UE H E I MAT TI ROL LI E GE N I N DE R FÖ RDE RUN G J E GLI C H E R KÖ RPE RLI C H E R WI E GE ISTI GE R M OB I LITÄT.

Ausprägungen, rustikale Kleidung und anhaltende Gottesfürchtigkeit schon Ausweise des Besonderen sein sollen, ist die Attraktivität der Normalität in diesen Landstrichen zweifelhaft. Die Region kann mehr, ist mehr, hat mehr – als eine volkstümliche Tradition, die von den Landeswerbern geschickt fortgeschrieben wird. Von der Tiroler NorwegerMütze bis zum Filz mit stylish altmodischer Typographie reichen die gelungenen Beispiele, das Gestern ins Heute zu transferieren. Doch für die Defi nition des Morgen – einer Heimat der Zukunft – taugen die konstitutiven Mythen von Andreas Hofer bis Eduard Wallnöfer so wenig wie das Bergsteigen und Skifahren. // Wer etwas Besonderes bleiben will, braucht mehr als nur das, was ihn groß gemacht hat. Um das Spezielle des Angestammten zu erkennen, benötigt es vor allem Wissen um das Andere, über das Fremde. Deshalb liegen die Chancen für eine neue Heimat Tirol in der Förderung jeglicher körperlicher wie geistiger Mobilität – und bei einer Europaregion, die überkommenen, aber schwer veränderbaren nationalen Anbindungen eine selbstbewusste Einheit ihrer Vielfalt gegenüberstellt. // Die trutzige Rückkehr zu Tracht und Dialekt taugt kaum als Mittel einer solchen Interregionalisierung. Losgelöst von der reinen Brauchtumspflege zum angesagten Alltagsinstrument erschwert dies bloß das gegenseitige Verständnis – ein eher hilfloses Signal gegen Bürgertum und Hochsprache. Eher gilt es, die vielen Gemeinsamkeiten eines solchen Konstruktes in der öffentlichen Diskussion permanent zu betonen. Da geht es einerseits um Heimat in all ihrer Emotionalität. Andererseits entsteht erst aus der Kreuzung mit dem Nord-Süd der Europaregion politisches Machtpotenzial für die West-Achse.

Wahlniederlage seiner Gegner, eine von der ursprünglich reinen Rhetorik zur Medienrealität mutierte ÖVP-Westachse und der abrupte Aufstieg vom Frischling zum Primus inter pares der Landeshauptleute im Umkreis prägen ihn für bundesweit agierende Zeitungen und Sender zur politischen Ansprechperson Nummer 1 diesseits des Mondsees.

VOM FRISCHLING ZUM ALTSPATZEN. 2008 als Neuling neben den nachbarlichen Häuptlingen Luis Durnwalder, Jörg Haider, Gabi Burgstaller, Günther Beckstein und Herbert Sausgruber gestartet, ist Günther Platter nun der Dienstälteste neben Arno Kompatscher, Peter Kaiser, Wilfried Haslauer, Horst Seehofer und Markus Wallner. Eine Seniorität, die insbesondere dann zur Vorgabe verpfl ichten kann, wenn der größte Anrainer Bayern das gängigste neue Motto für die alte Heimat geprägt hat: Laptop und Lederhose. // Nicht nur in Tirol feiert aber vor allem die Krachlederne fröhliche Urständ, während intern die Orientierung zur Notebook-Modernität ebenso stagniert wie extern die Entwicklung eines Europa der Regionen. Im Gegenteil: Die schöne neue Medienwelt gerät zur perfekten Projektionsfläche fürs kollektive Cocooning – vom Aufsteirern bis zum 50-Jahr-Jubiläum des Vorarlberger Eigenheitsmythos Fussach. Der Zeitgeist simst im Dialekt, nur Altvordere tippen hochdeutsche SMS mit Wortvervollständigungsprogramm. Unterdessen bleibt das Heimatwerk ein unvollständiges Puzzle. Der Doppelpass mit Südtirol als Frage zweier nationaler Pässe? Ein Europa schaut anders aus. MYTHEN UND MACHTPOTENZIAL. Die Bewahrer des Provinziellen fürchten den Verlust regionaler Eigenheit. Doch wenn sprachliche

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ivb.at

Entgeltliche Einschaltung

ivb.news

Drei Seiten Mobilität

Für alle da Service für IVB-KundInnen: Das Kundencenter in der Stainerstraße 2 ist für alle Fragen die richtige Anlaufstelle. Was macht man, wenn man ein IVB-Jahresticket oder

gebracht: Verlorene Gegenstände, die von anderen

das Seniorenticket Tirol braucht, ein Zugticket oder eine

Fahrgästen abgegeben oder von IVB-MitarbeiterInnen in

Konzertkarte erwerben möchte oder Geldtasche im Bus

den Fahrzeugen gefunden werden, können jeweils am

verloren hat? Man kommt einfach ins IVB-Kundencenter

nächsten Werktag in der Zeit von 07:30 bis 16:00 Uhr

in der Stainerstraße 2. Neben allen IVB-Tickets erhalten

und freitags bis 12:00 Uhr im Kundencenter abgeholt

KundInnen sämtliche Fahrkarten für den Verkehrsverbund

werden. Nicht zuletzt beantworten die kompetenten

Tirol (ausgenommen das Jahresticket) und ÖBB-Fahr-

MitarbeiterInnen im Kundencenter vor Ort, aber auch

scheine für ganz Europa. Als Ö-Ticket-Vorverkaufsstelle

telefonisch und per Mail Fragen rund um die IVB und

hat das Kundencenter zudem Karten für jede Menge an

den öffentlichen Verkehr. Seit dem Vorjahr erstrahlt das

Veranstaltungen im Angebot. Für alle StudentInnen unter

Kundencenter nach umfangreichen Renovierungsar-

27 ist es jetzt wieder an der Zeit, sich das Semester-

beiten in neuem Glanz. Durch die Einführung eines

Ticket zu sichern: Dieses Ticket für 127,50 € gilt für sechs

neuen Leitsystems können KundInnen zudem noch

Monate auf allen Linien in Innsbruck (Kernzone) inklusive

schneller und gezielter beraten werden.

Hungerburgbahn. Holen kann man sich das Ticket aber auch online per IVB-Ticketshop oder App.

Öffnungszeiten Kundencenter: Montag bis Freitag,

Im Kundencenter ist auch das Fundbüro der IVB unter-

7:30 bis 18:00 Uhr


Entgeltliche Einschaltung

Tram/ Regionalbahn Am 10. Februar beginnt an der Innrain-Nordseite der nächste Bauabschnitt. Zug um Zug setzen Stadt Innsbruck, Land Tirol und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe ihr Großprojekt Tram/ Regionalbahn in Innsbruck um. Das Baulos „Innrain Nordseite“ betrifft den Abschnitt zwischen Klinikkreuzung und Markthalle. Diese Bauarbeiten, die sich in vier Phasen gliedern und umfangreiche Arbeiten von IVB, IKB, TIGAS sowie UPC beinhalten, werden bis voraussichtlich Mitte Oktober 2014 fertiggestellt sein. Die IVB starten im Juli mit den Straßen- und Gleisbauarbeiten zwischen Blasius-Hueber-Straße und JosefHirn-Straße. Neu errichtet wird die Haltestelle Klinik/ Universität. Von Anfang August bis Anfang September widmen sich die IVB den Gleis- und Straßenbauarbeiten im Bereich Kreuzung Innrain/Bürgerstraße und sanieren die Fahrbahn im Bereich der Haltestelle Terminal Marktplatz. Gleichzeitig wird auch der Gleisbogen Kreuzung Marktgraben/Innrain saniert. Danach folgen Gleis- und Straßenbauarbeiten zwischen der Josef-Hirn-Straße und der Bürgerstraße. Je nach Bauphase wird es zu Änderungen in der Verkehrsführung der Linien kommen.

IVB bringt’s Das schwedische Möbelhaus IKEA ist neuer Partner.

Laufende Informationen über das Projekt sowie Umleitungs-

Der IVB-Lieferservice „IVB bringt’s“ kommt gut an. Kun-

pläne während der Bauphase gibt es unter www.ivb.at.

dInnen von MPREIS, dem Online-Shop tanteM und Tyrolia können sich ihre Einkäufe vom IVB-Lieferservice bringen lassen. Seit Anfang Dezember haben die IVB einen weiteren Partner: das Einrichtungshaus IKEA Innsbruck. IKEA-KundInnen, die mit dem Bus anreisen und gemütlich einkaufen, können sich ihre Einkäufe bequem mit dem IVB-Lieferservice nach Hause bringen lassen. Die IKEA Box kann mit vielen verschiedenen Einrichtungsgegenständen gefüllt und geliefert werden. Die IKEA Box steht nur für Waren aus der Markthalle, außer Möbel und sperrige Produkte, zur Verfügung. Wer bis 13:00 Uhr seine Einkäufe im IKEA-Kundenservice (nach den Kassen rechts) abgibt, bekommt sie noch am selben Tag zwischen 15:30 und 17:30 Uhr geliefert. IKEA Innsbruck und die IVB freuen sich auf diese neue Kooperation für unsere KundenInnen.


Entgeltliche Einschaltung

werden. Der Lehrgang beginnt am 6. März und geht bis Dezember 2014, eine Anmeldung ist erforderlich. „Engagement statt Gehorsam – Eine zivilgesellschaftliche Kultur von Demokratie und Beteiligung“ informiert am 3. Februar um 19:30 Uhr über Demokratie und warum diese so schützenswert ist. Am 21. März um 20:00 Uhr ist UN-Botschafter Felix Finkbeiner, der sich für Klimagerech-

Vielfältige Events

tigkeit einsetzt, im Haus der Begegnung zu Gast. Jeweils

Mit den IVB ins Haus der Begegnung

von Arabisch über Französisch bis Kiswahili.

Im Haus der Begegnung am Rennweg 12 finden auch

erhält dort für das IVB-Ticket einen gratis Rückfahrschein.

2014 laufend interessante Veranstaltungen statt. „Vielfalt

Diese Kooperation ermöglicht es IVB-Kunden, sicher und

gestalten“ ist ein Lehrgang, der auf die kulturelle Vielfalt

umweltfreundlich nach Hause zu kommen.

am ersten und dritten Dienstag im Monat können an verschiedenen Tischen diverse Sprachen erprobt werden, Wer mit Hilfe der IVB ins Haus der Begegnung kommt,

in der Migrationsgesellschaft vorbereitet. Hier können die eigenen Kompetenzen erweitert und neue Perspek-

Komplettes Programm unter www.hausderbegegnung.com

tiven in Fragen der gesellschaftlichen Vielfalt gewonnen

oder Anfragen unter +43 512 58 78 69

Kinderfasching im Museum Am Samstag, den 22. Februar geht es von 14:00 bis 17:00 Uhr im Zeughaus rund. Schillernde Vögel, paradiesische Wesen und andere närrische Gesellen ziehen ins Zeughaus ein: Beim Kinderfaschingsfest „Carnevalito“ dreht sich alles um „Paradiesvögel“, denen aktuell eine Ausstellung gewidmet ist. Die Partygäste erwarten lustige Spiele, ein Quiz, Musik und Tanz, Führungen und Faschingskrapfen. In einer Werkstatt können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und mit Federn, Glitter und Farbe ihre eigenen Fantasievögel gestalten. Wer will, wird geschminkt. Eine Verkleidung ist nicht zwingend notwendig, aber garantiert umso mehr Spaß! Mit den IVB kommen Sie mit den Linien 1 und O bequem zum Zeughaus. Für Kinder in Begleitung von Erwachsenen, ohne Anmeldung. Freier Eintritt für alle. Museum im Zeughaus, Zeughausgasse, Innsbruck, www.tiroler-landesmuseen.at.

Tipp: Möchten Sie auch die anderen Häuser der Tiroler Landesmuseen besuchen: Mit einem IVB Wochen-, Monats- oder Zeitticket kommen Sie zu zweit in alle Museen. Und nur einer zahlt!

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH Medieninhaber und Verleger: target group Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck / Telefon: 0512 58 6020 / Fax: 0512 58 6020 2820 marketing@ivb.at / www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Fotos: Haus der Begegnung, IKEA, Gerhard Berger, Birgit Raitmayr, IVB


Die neue 5-Euro-Banknote PORTRÄTWASSERZEICHEN Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Porträt der mythologischen Gestalt Europa, ein Fenster und die Wertzahl sichtbar. PORTRÄTHOLOGRAMM Beim Kippen erkennt man das Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das €-Symbol, ein Fenster und die Wertzahl.

PAPIER UND RELIEF Das Papier fühlt sich griffig und fest an. Auf der Vorderseite kann man am linken und rechten Rand erhabene Linien ertasten. Auch Hauptmotiv, Schrift und große Wertzahl haben ein fühlbares Relief.

SMARAGDZAHL Beim Kippen bewegt sich ein Lichtbalken auf und ab. Die Farbe der Zahl verändert sich von Smaragdgrün zu Tiefblau.

SICHERHEITSFADEN Hält man die Banknote gegen das Licht, wird ein dunkler Streifen mit €-Symbol und Wertzahl sichtbar.

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NEUERÖFFNUNG DES MONATS:

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u Redaktionsschluss war vom Donnerstag, 6. Feber (ab 18 Uhr) die Rede. Da soll das neue Vapiano bei der Triumphpforte aufsperren. 2010 eröffnete Stefan Lindenberger den ersten Tiroler Ableger des italienisch inspirierten Systemgastronomiekonzeptes direkt neben dem Harly’s am Dez-Areal. Dort wurden Pasta, Pizza und Salat zum Selberholen gleich so gut angenommen, dass die Suche nach einem zusätzlichen Innenstadtstandort sofort beginnen konnte. Dieser wurde jetzt mit einer sehr schönen Location neben der Triumphpforte gefunden. // Was wir am neuen Vapiano besonders lieben? Die Lage, den großen Garten und natürlich die Öffnungszeiten: sieben Tage die Woche wird durchgehend gekocht.

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A

J I MMY ’S

ls Walter Lukas vulgo Luke das Jimmy’s 1993 eröffnete, wusste er vermutlich noch nicht, dass sich seine Bar schnell zu DER Innsbrucker In-Kneipe entwickeln würde. Während Luke ein gutes Jahrzehnt später in die Spitzengastronomie wechselte (Lichtblick), feierte das Jimmy’s weiter und wechselte drei Mal den Besitzer, davon zum letzten Mal Mitte Jänner. Der neue Pächter Coskun Selcuk vulgo Sele war übrigens gerade mal fünf, als das Jimmy’s das Licht der Gastrowelt erblickte.


© EMANUEL KASER

PLEITE DES MONATS:

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BLOCK 7

m zweiten März vergangenen Jahres eröffnete das Diner & Rockhouse mit dem Namen Block 7 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Nachtschicht in der Rossau. Das äußerst ambitionierte Projekt fiel gleich durch seine aufwändige und detailverliebte Ausführung auf. Man fühlte sich wirklich in ein amerikanisches Diner

versetzt und würde es je eine Fortsetzung von „From Dusk Till Dawn“ geben, hätte man sie hier drehen können. Kein Jahr nach der Eröffnung ist das Block 7 pleite. Rund 1,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten beendeten am 10. Jänner 2014 wieder einmal einen Traum von einem Großstadtkonzept, das doch in Innsbruck auch funktionieren hätte können.

MYST E RIU M D E S M O N ATS :

CAFÉ WIENER

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ie jährliche Veteranen-Party am 23. Dezember musste diesmal woanders stattfinden, denn das Café Wiener hatte geschlossen. Man munkelt von Problemen mit der Einhaltung der Raucherbestimmungen und der Betriebsanlagengenehmigung, zudem habe die Lokalinstitution generell schon bessere Tage gesehen. Alles Quatsch, meint Betreiberlegende Johann Spendier, spätestens im März wird wieder eröffnet. Der Grund der temporären Schließung sei ein ganz simpler, nämlich ein Umbau.

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S E R IE

MU NDA RT

SÜSSE

H UPTL NGE Bis zum Fasching dauert es zwar noch ein wenig, MundArt übt sich aber schon mal in der Herstellung von Indianerkrapfen. von Flo Seidl

Als Krapfen in der Faschingszeit hast du’s ja wirklich nicht sehr leicht: Bist gezuckert, duftest herrlich, doch dein Ende bleibt erbärmlich. Am Anfang, wie bei Vielerlei, da warst ja nur ein rohes Ei. Doch mit Rezept und auch Geschick verbäckt man dich und du wirst dick. Aprikotiert und auch gefüllt, von deinem Duft so zart umhüllt, verführst du einfach, reizt so sehr und Leckermäuler kommen her.

GEWINNSPIEL

Vernaschen dich so ganz und gar, so kurz dein Krapfenleben war. Daher, weil uns tut’s wirklich leid, kriegst heute ein Indianerkleid.

6020 und die Markthalle Innsbruck verlosen:

MARKTHALLENGUTSCHEINE IM WERT VON 50 EURO Kennwort: „MundArt“, Einsendeschluss: 28. 2. 2014 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse

MundArt verzichtet heuer auf klassische Faschingskrapfen und bäckt dafür Indianer. Vielen Dank an meine Kinder Lola und Sebastian und ihrer Freundin Hanna, die mir dabei geholfen haben.

Brunecker Str. 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@ 6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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Eischnee Die Flaumigkeit einer Biskuitmasse wird hauptsächlich über den Eischnee erreicht. Damit dieser gelingt, sollten ein paar Tipps beachtet werden: Sauber arbeiten: Möglichst eine Metallschüssel, ohne Seifen- oder Fettreste. Auch der Schneebesen sollte sauber sein. Eier vorsichtig und sorgfältig trennen, es darf kein Eigelb im Eiweiß sein. Ein Spritzer Zitronensaft beschleunigt die Schneewerdung. Das Eiweiß sollte möglichst kalt sein. Zu Beginn langsam schlagen, dann schneller werden. Zucker langsam einrieseln lassen.

Gewürztraminer „Vendanges Tardives“ 1990, F.E. Trimbach Eine Rarität aus einem der ältesten Weinhäuser des Elsass. Nur Trauben aus den besten Lagen werden für diesen Gewürztraminer verwendet. Pfirsich, Quitte und Honig prägen den Wein. Exzellent definiert, mit endlosem Finale. Er passt perfekt zu verschiedenen Süßspeisen. Erhältlich bei Gottardi, Heiliggeiststraße 10, 6020 Innsbruck

Das Rezept Zutaten

7 Eier, 80 g Zucker, 1 TL Vanillezucker, 3 EL Wasser, 40 g Staubzucker, 120 g Mehl, Butter und Mehl für die Form, Marillenmarmelade, 400 ml Schlagrahm, Schokoladenglasur Zubereitung

Eier trennen, das Eiklar in den Kühlschrank geben. Die Dotter mit dem Zucker und dem Vanillezucker 20 Minuten mit dem Schneebesen oder in der Küchenmaschine cremig rühren. Nach und nach gibt man dann das Wasser und Mehl hinzu. Eiklar zu einem steifen Schnee schlagen, langsam den Staubzucker einrühren und vorsichtig unter die Eigelbmasse heben. Krapfenblech mit Butter befetten und

mit Mehl stauben, überschüssiges Mehl abschütten. Der Teig wird mit einem Spritzsack in die Krapfenformen dressiert. Alternativ könnte man auch Krapfenhälften auf ein Backpapier dressieren. Bei etwa 160 °C im Backrohr 15 Minuten backen. Krapfen erkalten lassen, mit heißer Marillenmarmelade aprikotieren (bestreichen) und mit Schokoladenglasur überziehen. Ohne Schokolade könnte man die Krapfen auch mit rosa Zuckerglasur (Staubzucker mit ein paar Spritzern Blutorangensaft verrühren) überziehen. Geschlagenen Schlagrahm zwischen zwei Krapfenhälften füllen und nach Lust und Laune verzieren, oder einfach „pur“ genießen.

Statt € 36,– um

€ 29,50

www.gottardi.at


ernäh r un g

ALLES FE RTIG , ODE R? Schnell soll es gehen und zudem noch schmecken: Zwischen Arbeit und Freizeitstress finden heute nur mehr die wenigsten Zeit, täglich zu kochen. Convenience-Food boomt. doch heißt Fertiggericht auch automatisch gleich ungesund? 6020 hat nachgefragt. Von Alexandra Metz

© PriVAT

P e lf R I e D e cORRaDInI

ackerlsuppe, Tiefkühllasagne oder Instantnudeln: Sie sind die besten Freunde all derer, die im stressigen Alltag keine Zeit mehr fi nden, selbst zu kochen. Die Erwerbstätigenquote der Österreicher ist seit den frühen Neunzigerjahren kontinuierlich gestiegen, heute liegt sie bei 58,8 Prozent. Dementsprechend haben sich auch die Essgewohnheiten stark verändert. In Deutschland ist der Umsatz im Convenience-Sektor in den letzten 15 Jahren um sechs Prozent stärker gestiegen, als der Lebensmittelumsatz in dieser Zeit insgesamt gewachsen ist. Mit 12,7 Prozent am stärksten zugelegt haben dabei die Umsätze im Bereich „Chilled Food“, also Lebensmittel und Speisen aus dem Kühlregal. // Der Begriff Convenience-Food ist aus dem Englischen entlehnt und bedeutet übersetzt so viel wie „bequemes Essen“. Dazu zählen Lebensmittel, die bereits bearbeitet, vorbehandelt und zubereitet sind. Dabei werden fünf Stufen unterschieden: Stufe 1 bedeutet küchenfertig, hierzu zählt Tiefkühlgemüse. Stufe 5, also verzehrfertige Produkte, sind zum Beispiel Fertigsalate. AusnAhMe: TieFkÜhLgeMÜse. Dass bestimmte Personengruppen wie Pensionisten oder Singles eher auf Convenience-Food zurückgreifen, bestätigt Elfriede Corradini, diplomierte Krankenschwester und Ernährungsberaterin in Innsbruck.

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// Foto: Franz Oss

Auch Johanna Moser, Diätologin und Ernährungsberaterin nach der traditionellen chinesischen Medizin, sieht diesen Trend: „Ältere haben häufig schon Schwierigkeiten, selbst zu kochen. Daher greifen sie oft eher auf Convenience-Food oder Brotmahlzeiten zurück.“ // Convenience-Food kann man trotz seines schlechten Rufes auch positive Seiten abgewinnen, ist sich Elfriede Corradini sicher: „Diverse Untersuchungen haben gezeigt, dass in Tiefkühlgemüse zum Teil mehr Vitamine stecken als in frischem Gemüse.“ So gehen beispielsweise bei der Lagerung oder beim Zerkochen von frischem Gemüse viele Vitamine verloren, die durch ein zeitnahes Einfrieren nach der Ernte erhalten bleiben könnten. sTArk BeArBeiTeT. Wichtig sei aber nicht nur der Vitamingehalt der Produkte, sondern auch die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Mikronährstoffe, betont Johanna Moser. Und die ist bei Instantsuppen und fertigen gefriergetrockneten Menüs aus dem Sackerl sehr gering. „Mischfertige Convenience-Produkte, vor allem die in Pulverform aus dem Sackerl, sind für eine gesunde Ernährung äußerst bedenklich. Die Zutaten in Instantsuppen mussten natürlich stark bearbeitet werden, damit zum Beispiel das Grießnockerl, das Fleischstückchen und das Karottenfuzerl


e rnährung

s c h n e ll g e k au f t. Vo n N u d e l g e r i c h t e n bis Salat – Convenience- Food ist überall.

Teuer und zuckrig. Auch Geld sparen lässt sich durch Convenience-Food eher nicht, sind sich Corradini und Moser einig. „Convenience-Produkte kommen auf alle Fälle teurer, als selbst zu kochen“, meint Moser. „Es kommt immer auf den einzelnen Konsumenten an“, stellt Corradini fest. „Jemand, der darauf achtet, dass er gesund und ausgewogen isst, der kommt vielleicht auch mit ConvenienceProdukten zurecht. Jemand, der sich von vornherein nicht mit Ernährung beschäftigt, wird eher teuer einkaufen.“ Auch der Salz-, Zucker- und Fettgehalt der vorbehandelten Speisen ist oft bedenklich. „Der Salzgehalt liegt bei diesen Produkten häufig über dem Tagesbedarf, auch aus dem Grund, weil der Konsument Salziges gerne isst. Zucker ist ohnehin in vielen Produkten versteckt drinnen, wo man ihn gar nicht vermuten würde“, gibt Moser zu bedenken. Die Mitte suchen. Eine Möglichkeit, Convenience-Produkte etwas aufzupeppen, besteht in der Zugabe

von frischen Zutaten. So kann man zum Beispiel frische Tomaten in einer Packerlsuppe mitkochen. „Das ist sicher sinnvoll“, meint Moser. „Aber viel wichtiger wäre ein generelles Umdenken. Die gelegentliche Packerlsuppe ist nicht das Problem, es geht um die Regelmäßigkeit, mit der man Convenience-Produkte konsumiert.“

„ Di e ge le ge n t li c h e Pac ke r lsuppe i st n i c h t das P r o b le m , e s ge h t um d i e Re ge lm äSS i gke i t, m i t d e r man C o n v e n i e nc e -P r o dukt e ko n sum i e rt.“ Johanna M os er

Auch Corradini findet es sinnvoll, frische mit fertigen Produkten zu kombinieren. „Das Streben nach gesunder Ernährung nimmt zu, doch ist es häufig noch für viele, je nach beruflicher und privater Situation, mit Stress verbunden. Ob dies dann gesund ist? Durch Convenience-Food kann man sich auch etwas Zeit freischaufeln. Bei einer Pizza kann man den Pizzaboden kaufen und dann wunderbar frisch belegen. Es gibt da ganz viele Ideen, wo man sich in der Mitte zwischen Fertigprodukten und frischen Zutaten nähern kann.“

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© Fred Einkemmer

zugleich fertig sind.” Moser hält den Trend zu Convenience-Food für äußerst besorgniserregend: „Im extremsten Fall werden die Fertigprodukte dann nicht einmal aufgewärmt verzehrt. Vor allem Kinder von Eltern, denen Ernährung völlig unwichtig ist, sind hiervon betroffen.”


wh i ske y

MAD M E N I N N S B RUCK Das Hipster-Getränk Whiskey tritt nun auch in Innsbruck seinen Siegeszug an. Das Moustache lädt jeden ersten Donnerstag im Monat zur „Whiskey-Bar“. Von Willi Kozanek

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reichs oberstem Whiskey-Experten, dem Importeur Mario Prinz: „Bei Whiskey-Verkostungen sind immer mehr junge Leute dabei. Es ist schön, dass sich hier nicht mehr alles in der Kategorie 40+ abspielt.“

as Schöne an Innsbruck ist, dass Trends verspätet, aber doch verlässlich ankommen. Es soll ja auch österreichische Landeshauptstädte geben, die Trends nicht nur verschlafen, sondern von diesen gar nicht erst erreicht werden. Nun also bekommt unsere Stadt das Whiskey-Fieber zu spüren.

MOBILE WHISKEY-BAR. Der Whiskey-Trend ist unter anderem durch TVSerien wie „Mad Men“ entfacht worden. Dort haben die coolen Protagonisten ununterbrochen ein Glas in der Hand. Karim Ayoub haben seine Kellner und Gäste auf die Idee gebracht, im Moustache Whiskey-Verkostungen anzubieten: „Die Idee war es, eine kleine, mobile Bar aufzubauen, wo sieben oder acht Whiskeys angeboten werden, die es sonst im Moustache nicht zu trinken gibt. Das Ganze läuft seit Oktober und soll langfristig mit Musikbegleitung stattfi nden.“ Ayoub selber war früher eigentlich kein Whiskey-Trinker. Mit der Zeit – der Mann ist junge 30 Jahre alt – sei aber auch das Interesse an Whiskey gewachsen: „Je älter man wird, umso mehr interessiert man sich für Qualität.“ Die nächste „Whiskey-Bar“ fi ndet übrigens am 6. Feber statt.

ersTseMesTler Trinken whiskey. Whiskey assoziierte man bis vor Kurzem entweder mit 45-jährigen CEOs, die einen gelungenen Geschäftsdeal begießen, oder mit schottischen Hochseefi schern. Nun sind also die jungen Coolen dran. Aber kann ein gerade der Pubertät entwachsener Erstsemestler einen Whiskey an der Bar ordern, ohne lächerlich zu wirken? Karim Ayoub, Geschäftsführer des Moustache in der Altstadt, meint, dass es schon eine andere Art der Trinkkultur sei, wenn man langsam an einem Whiskey nippt, als sich Salz von der Hand zu lecken, einen Tequila reinzuhauen und dann in eine Zitrone zu beißen. „Whiskey hat in den letzten Jahren einen jüngeren Touch bekommen“, ist er überzeugt. Und er bekommt Recht von Öster-

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whiske y Prominente Gründe, (nicht) Whiskey zu trinken Lady Gaga „Beim Schreiben meiner Lieder rauche ich Marihuana und trinke jede Menge Whiskey“, meint Stefani Germanotta, auch bekannt als „Lady Gaga“. Erklärt einiges.  Prinz Harry Was sagte Skandalprinz Harry bei seiner Ankunft am Südpol als Erstes? „Ich glaube, wir werden heute noch einige Whiskeys trinken.“  Winston Churchill Zigarren und Whiskey waren für den berühmten britischen Premierminister Alltagsgegenstände. Überliefert von ihm ist folgendes Zitat: „Als ich während des Kriegs in Südafrika Truppenoffizier war, war das Wasser nicht trinkbar. Um es trinkbar zu machen, musste man Whiskey dazutun.“ Diese Vorliebe blieb sein Leben lang.  Don Draper Das Männerportal „AskMen“ wählte den Hauptprotagonisten der Serie „Mad Men“ zum einflussreichsten Mann der Welt, noch vor Usain Bolt, Barack Obama und Mark Zuckerberg. Sein Getränk der Wahl: richtig, Whiskey.

Kleiner

WhiskeyKnigge Was geht, was ist tabu beim Whiskey-Trinken? WhiskeyImporteur Mario Prinz beantwortet die zwei wichtigsten Fragen. Darf ich meinen Whiskey mit Eiswürfeln trinken? Er wird dadurch nicht unbedingt besser, aber jeder soll Whiskey trinken, wie er ihm am besten schmeckt. Nase rümpfen ist fehl am Platz. Darf ich Whiskey mit anderen Getränken mischen? Whiskey ist ein liberales Getränk. Aber in einen Single Malt – bei diesem stammt der Whiskey aus einer einzigen Brennerei – Cola reinzuschütten, davon würde ich eher abraten.

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d i e r e g e ln . E i s? V i e l l e i c h t . C o l a? N e i n .


KULINARIK

E I N MAL G ESCH M ORTES M URM E LTI E R , B IT TE Was aßen eigentlich die Menschen früher in Innsbruck und Umgebung, als es noch kein Fast Food und keine 5-Euro-Henne beim Discounter gab? 6020 hat mit zwei Kennern über die kulinarische Vergangenheit gesprochen. Von Patrick Mössmer

// Fotos: Emanuel Kaser

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Speisezettel ist Furamente – wie man es früher bezeichnete – nicht mehr zu fi nden. Ein Gerücht, dass man Igel mit Brotfüllung aß, kann Haller jedoch nicht bestätigen. „Fleisch war für die damalige Bevölkerung ein Luxusgut, das es nur einmal in der Woche, an Sonn- und Feiertagen, gab“, erklärt er. Die Ausnahme bildeten wohlhabende MARIA DREWES Bürgerfamilien, der Adel und bedeutende Pfarrhöfe – sie hatten das Recht der besseren Gesellschaft auf Wildfleisch und Fisch. Für die meisten Menschen in Tirol war die Fischerei jedoch verboten. Gehilfen bei der Jagd bekamen für ihre Familien minderwertige Fleischstücke wie Leber, Nieren, Herz, Kutteln, welche mit viel Geschick und Erfahrung zubereitet wurden.

er Speiseplan anno dazumal war vor allem eins: saisonabhängig. Tägliche Mahlzeiten rund ums Fleisch – wie es heute Normalität ist – gab es damals nicht und wenn doch, dann gab es Fleisch, dem man gegenwärtig nicht mehr viel Beachtung schenkt. Vor allem in den Nachkriegsjahren war der Genuss beim Essen sekundär. Viel wichtiger war es, den Hunger zu stillen. „Geschmortes Murmeltier war zum Beispiel so ein Gericht, das man auf den Tisch stellte“, erklärt Küchenmeister und Global-Master-Chef Hans Haller, der am Rande einer Blindverkostung schon einmal ein solches probieren konnte. Sein Urteil: „Naja, richtig zubereitet schmeckt es gut, aber wehe, man hat zu viel von dem Fett dran gelassen, dann schmeckt es tranig und richtig ekelhaft.“ // Vor allem der hohe Fettgehalt brachte das nötige Sättigungsgefühl. Die Verwendung von so manchem Getier aus dem Alpenraum ist in Innsbruck inzwischen eher rar geworden. Man kennt zwar die Murmeltiersalbe, aber auf dem

BLUTNUDELN UND GERSTENKAFFEE. Das Credo der Innsbrucker Küche von damals war: Alles, was die Natur auf Feld, Acker und Wald im Laufe der Jahreszeiten liefert, kommt auf die Teller. Vor allem Gerste, Hafer, Hirse, Roggen

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KULINARIK

und Mais waren die Stars der Küche. Weizen hingegen war sehr rar. Vorwiegend buk man Schwarzbrot. Aus diesem machte man verschiedenste Aufläufe mit Wurzelgemüse und Bergkäse. Deftige Kost stand im Vordergrund und das aus einem einfachen Grund: Das Sättigungsgefühl musste länger anhalten. So wurde schon zum Frühstück Maisbrei serviert, um den langen und arbeitsreichen Tag gut zu überstehen.

„ DI E M E NSC H E N WUSSTE N , WI E MAN AUS WE N I G E N LE B E NSM ITTE LN I NTE RE SSANTE G E RI C HTE MAC HT.“

H A N S H A LLE R . „Fleisch war ein Luxusgut“

MARIA DREWES

// Tirols renommierte Kochbuchautorin Maria Drewes, Jahrgang 1934, kennt sich in der kulinarischen Alltagskultur von damals bestens aus: „Es war eine sehr karge Zeit. Die Menschen wussten aber, wie man aus wenigen, regionalen Lebensmitteln sehr interessante Gerichte macht.“ Daraus resultierten Speisen, die in der modernen Küche weitgehend unbekannt sind: Blutnudeln, „Kaffee“ aus Gerstenkörnern, Tiroler Schwarzplenten, Schwarzbrotauflauf (siehe Rezept), Schlipfkrapfen und Kartoffelpaunzen mit Brennnessel. Milch hielt zur damaligen Zeit die Bevölkerung gesund. Das Kapital der Bauern waren ihre Kühe, geschlachtet wurde nur einmal im Jahr und wenn, dann meist ein Schwein und im Herbst ein Schaf. Daraus resultierte ein großes familiäres Festmahl. // Maria Drewes blickt noch einmal rund 200 Jahre zurück: „Der Anbau von Erdäpfeln wurde bei uns um etwa 1800 heimisch, Mais in manchen höheren Lagen schon früher. Die Hungersnot wurde dadurch empfi ndlich gedämpft.“ Schölfeler (gekochte Erdäpfel) mit Butter, Wildkräutern und Milch füllten die Mägen. // Geändert hat sich auf kulinarischer Ebene einiges, von damals bis heute. Wir kaufen Produkte von überall aus der Welt und genießen eine geschmackliche Vielfalt, die es früher nicht gab. Eines bleibt jedoch klar: Eine deftige Tiroler Kost ist ein Essen für die Seele. Vielleicht gibt’s nächsten Sonntag doch einen rustikalen, schmackhaften Schwarzbrotauflauf, statt Filet Wellington mit Madeirasauce und dazu Salat aus Spanien.

Schwarzbrotauflauf Zutaten für 4 Personen: 12 Scheiben dünne (ca. 0,5 cm) Schwarzbrotscheiben 250 g gewürfeltes Selchfleisch oder Bratenreste 150 g Zwiebeln, fein gehackt 1 Knoblauchzehe, fein gehackt 150 ml Milch 5 Eier 250 g geriebener Bergkäse Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprikapulver, geschnittener Schnittlauch, Butterschmalz, Butter, Brotbrösel Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch in etwas Butterschmalz goldgelb anrösten und mit dem Fleisch vermischen. Eine Auflaufform mit Butter ausfetten und mit Brotbröseln bestreuen. Milch, Eier, Käse und Gewürze vermischen und abwechselnd – wie bei einer Lasagne – Brotscheiben und Selchfleischmasse oder Bratenreste in die Auflaufform schichten. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad backen. Zum Schluss mit Schnittlauch bestreuen und heiß servieren.

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BEST OF

FEST DER LIEBENDEN Das West feiert am 14. Februar Valentinstag!

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FEBRUAR 2014

Tag der Liebe

Dorado für Kinder! Im mini-west werden Kinderträume wahr. Im Fun- und Spielepark finden die Kleinen jede Menge Spaß und Action, das „Bienennest“ kann für Partys gebucht werden.

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it dem mini-west setzt das Einkaufszentrum im Westen Innsbrucks ein Zeichen in puncto Kinder- und Familienfreundlichkeit. Hier können sich die Kleinen während Ihres Besuches im west im riesigen Fun- und Spielepark austoben. Zudem gibt es einen eigenen Kleinkinderbereich und das Bienennest, unseren Partyraum, der von Montag bis Samstag für Geburtstage oder andere Kinderfeste zur Verfügung steht. Gut betreut Geöffnet ist das mini-west während der gewohnten Öff-

nungszeiten des west. Am Freitag von 13 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 18 Uhr werden die Kinder von geschultem Personal betreut, während Sie in Ruhe Ihre Einkäufe erledigen. Die maximale Betreuungszeit pro Kind beträgt zwei Stunden, zu entrichten sind zwei Euro für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren.

Nähere Informationen unter www.innsbruckwest.at

Am Freitag, den 14. Februar ist Valentinstag. Die west-Morphs in der Gestalt von Rosenkavalieren verteilen an alle Liebespaare kleine Geschenke.

Länger parken Das west bietet allen Autofahrern ein besonderes Zuckerl. Ab einem Einkaufswert von 30 Euro werden die eineinhalb Stunden Gratis-Parken verdoppelt. Details erhalten Sie am Infopoint.

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Parkplätze

BIS ZU 3 STUNDEN GRATIS PARKEN

Smart tanken Im 2. UG stehen zwei Parkplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Unsere Öffnungszeiten Shops Mo – Fr: 9 – 19 Uhr | Sa: 9 – 18 Uhr Gastronomie Täglich: ab 8 Uhr Bäckerei Reither Täglich: ab 7.30 Uhr Apotheke Mo – Fr: 8 – 18 Uhr | Sa: 8 – 12 Uhr Merkur Täglich: ab 7.30 Uhr | Mo – Mi: bis 19.30 Uhr | Do – Fr: bis 20 Uhr Hofer Täglich: ab 8 Uhr | Do – Fr: bis 20 Uhr

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FEBRUAR-HIGHLIGHT Entdecken Sie die Wunderwelt des „Roten Planeten“ im west.

Mars in 3D Von Montag, den 17. Februar, bis Donnerstag, den 6. März 2014, steht das west ganz im Zeichen des Roten Planeten.

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er Mars steht seit Jahren im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Dies ist insbesondere auf die erfolgreiche Sonde „Mars Express“ der europäischen Weltraumorganisation ESA und die „Mars Exploration Rover“ der NASA zurückzuführen. Die vom Planetarium Laupheim in Zusammenarbeit mit der ESA entwickelte Ausstellung „Mars in 3D“, die Anfang des kommenden Jahres im west zu sehen ist, gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Marsforschung. Wunderwelt Mars Im Jahre 2003 starteten gleich drei Raumsonden zum Roten Planeten. Die europäische Sonde Mars Express leistet seit Januar 2004 mit

ihren hochauflösenden Bildern der Marsoberfläche einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung des Mars.

Diese faszinierenden Bilder exotischer Marslandschaften werden in der Ausstellung in Stereobildern und in Farbe präsentiert.

Interaktive Ausstellung Eine Multi-Media-Einheit lässt den Besucher die Landung der Mars Exploration Rover auf dem Mars miterleben. Ein sehr detailliertes Modell des Rovers steht ebenso im Mittelpunkt der Ausstellung wie ein 60 cm durchmessender Marsglobus. Reliefmodelle der spektakulärsten Marslandschaften zeigen plastisch das große Grabensystem der 5.000 Kilometer langen „Valles Marineris“, den „Gusev“-Krater, das Ausflusstal „Kasei Vallis“ und den Riesenvulkan „Olympus Mons“. Vor einer Marslandschaft wird ein lebensgroßer Astronaut präsentiert, mit dem sich der Besucher als künftiger „Mars-o-naut“ fotografieren lassen kann.

DAS E I N K AU F S Z E N T R U M I M W E ST E N VO N I N N S B R U C K 16


JÄNNER-RÜCKBLICK Der Kasperl im west Jeden zweiten Freitag im Monat können Kids spannende Abenteuer mit Kasperl, Pezi und Co. erleben. Die nächsten Termine: Fr, 14. Februar und Fr, 14. März, jeweils um 13, 15 und 17 Uhr

Kartenlegerin Britta Katoch wagte Blicke in die Zukunft .

Sprich mit mir! Das Sprachencafé im west: Plaudern Sie in entspannter Atmosphäre mit SprachtrainerInnen in Englisch, Italienisch oder Spanisch! Alle 14 Tage von 10 bis 11.30 Uhr!

Wissenswertes über Sternzeichen gab es bei der Ausstellung „Horoskopia“ zu entdecken.

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Die nächsten Termine: Di, 4. und Di, 18. Februar 2014 Di, 4. und Di, 18. März 2014


DUFTFRISCH Parfum, gesehen bei Müller, 34,95 Euro

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FRÜHLINGSHAFT Kleid von H&M, 29,95 Euro

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TRITTFEST Ankleboots von Quick Schuh um 79,95 Euro

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IM FEBRUAR

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JUNG & FIT Sweatshirt, gesehen bei Ernsting‘s Family um 14 Euro

WÄRMEND Jogginghose, erhältlich bei Ernsting‘s Family um 9 Euro

32 S H O P S , G AST R O N O M I E & D I E N ST L E I ST U N G S B E T R I E B E


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BLUMIG Orchideen, gesehen bei TEDi‘s um 8 Euro

GESCHENKSIDEE west-Gutscheine im Wert von 5 bzw. 10 Euro sind beim Infopoint erhältlich und in allen Shops einlösbar.

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STYLISH Pullover von C&A um 19 Euro

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ROMANTISCH Valentinsgeschenke und diverse Kuchen auf Wunsch, erhältlich bei Merkur

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KLASSISCH Jeans von New Yorker, 29,95 Euro


Programm Februar FR 7.2.

FRIdAy LIvE! White Miles DJs Philips & Anderson Afterparty

FR 14.2.

TyROLEAN dyNAMITE NIGHT Scharrenbroich (Kompaktbooking, Tokio) Asumi (Circle, TD) Afterparty Project

7.2. White Miles

FR 21.2.

HALLI GALLI TEcHNO Maschine Maschine (live, Ibk) Alex Scherz (Bassintoxication) Soundknecht (lovegoat)

FR 28.2.

WHITE OuT Goldschindel aka Liebkind/Haase (Waap rec./Bilateral Family) Mucho (Bilateral Family) Mario Feinstaub (Ruhestörung/Flying Beats)

14.2. Scharrenbroich

Afterparty Plan B

21.2. Halli Galli Techno

Artwork: Koeflerart © 2013 /// Fotos: Shutterstock, White Miles, Scharrenbroich, Cloud 9 /// Design: LAUTER GESTALTEn

28.2. White Out

Clubfeeling im größten Event-Iglu der Alpen

täglich zum chillen geöffnet

jEdEN FREITAG: IGLu PARTy Am Freitagabend verwandelt sich die CLOUD 9 in den höchstgelegenen Club der Stadt. Bis zu 350 Gäste finden in den Iglus Platz. Und wem vom Tanzen nicht heiß genug wird, der wärmt sich am Lagerfeuer und genießt den Ausblick auf Stadt und Sterne. Neu 2013/14 FRIdAy LIvE! mit hochkarätigen Live-Gigs im Iglu. /cloud9.iglubar

Iglu Bar: Feinster Sound & kühle drinks

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ZEITEN: Party-Beginn: jeweils 18 Uhr / letzte Talfahrt: 23:30 Uhr /// PREISE: Eintritt in die CLOUD 9 frei / Gondeltickets (Berg- & Talfahrt): € 16,– Freie Fahrt mit dem Freizeitticket Tirol! / Come early! Wer zuerst kommt, tanzt zuerst. / ermäßigt für Studenten bis Jg. 1986 mit Ausweis: € 12,80


ROSA IST DAS NE UE

P I NK

WIR ERKLÄREN DIE WELT.

Green Smoothies

SIND DAS NEUE KOKOSWASSER. Sooo kurz davor, auch bei uns das coole Modegetränk zu werden.

QUIZDUELL

Ü-EIER

IST DAS NEUE

SIND DIE NEUEN BARBIES. Eigentlich hat es ja eh lange gedauert, bis Ferrero eingefallen ist, dass man noch mehr Geld mit Überraschungseiern machen könnte, wenn man die Spitze rosa einfärbt und „Mädchenzeug“ reinpackt. Um sich vor Sexismus-Vorwürfen zu schützen, hat Ferrero schon im Voraus betont, dass neben Armbändern und Ringen durchaus auch „aktivierende Spielzeuge zum Werfen, Basteln oder Puzzeln“ in die Girlie-Eier gepackt werden.

Dass aus einem Wissensspiel einmal ein GameHype wird, hätte man jetzt auch nicht vermutet. Freuen wir uns darüber, auch wenn die Fragen in manchen Kategorien – allen voran Musik – schon etwas eigenwillig sind.

SPOILERN

IST DIE NEUE

HELENE FISCHER

ANGRY BIRDS

IST DAS NEUE HAXLSTELLEN.

VERONA FELDBUSCH 55

Wenn man jemandem etwas richtig Böses tun will, erzählt man ihm ungefragt das Ende von „Dexter“/ „Breaking Bad“/„Homeland“. Ist vor kurzem sogar Jennifer Lawrence am Roten Teppich passiert.


ORTST E R M I N

H E X AN D TH E CIT Y Margit Taraud steht in ihrem Reisepass, Hexe Espirima auf ihrer Visitenkarte. Die junge Mama betreibt in der Salurnerstraße einen Hexenladen, veranstaltet dort Seminare und einmal wöchentlich einen kostenlosen Energie- und Meditationsabend für Interessierte. 6020 war interessiert. Von Denise Neher

// Fotos: Gerhard Berger

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dung gebracht. Margit und ihre Freundinnen sind aber moderne Hexen: Sie arbeiten mit Energien, sehen und interpretieren die Aura eines Menschen, führen Meditationen durch, um ihre Chakren zu öffnen. Sie legen Wert auf Naturprodukte und beschäftigen sich intensiv mit dem Leben und seinen Herausforderungen. // „Erfolgserlebnisse gibt es jeden Tag“, erklärt Margit bestimmt. Vor kurzem hat sie sich ein neues Auto gewünscht, jetzt steht ein kleiner, gelber Flitzer vor der Tür, gewonnen bei einem großen Gewinnspiel. Sie schüttelt ihre kurzen roten Haare vor Lachen und eilt schnell zu einer Kundin, die etwas ratlos in der Mitte des Ladens steht. Alles ist ordentlich und liebevoll dekoriert. Spirituelle Bücher, energiebringender Schmuck und Räucherutensilien geben einen kleinen Einblick in Hexe Espirimas Welt. Wer mehr wissen will, ist jeden Mittwoch beim Energie- und Meditationsabend herzlich willkommen.

ie Haarfarbe wird dem Klischee gerecht: Margit Taraud ist rothaarig. Das war’s dann aber auch schon mit den gängigen Vorstellungen über eine Hexe: kein Besen, kein Buckel, keine Warze auf der Nase, dafür ein junges, lachendes Gesicht und ein bunter Auraschal um den Hals. Den trägt sie jeden Tag, „zum Schutz und als Energiebringer“. Gerade eben hat sie noch auf Facebook eine Einladung zu ihrem Hexenabend gepostet, ohne Werbung geht schließlich auch in der spirituellen Welt gar nichts. // Der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Der Laden ist nur wenige Quadratmeter groß. Mit der Eröffnung 2009 wurde für die 32-Jährige ein großer Traum wahr: „Ich habe früher in der Gastronomie gearbeitet und meine Jugend und das Partyleben in vollen Zügen genossen. Nach einigen persönlichen Krisen habe ich in der Hexenausbildung das für mich Richtige gefunden.“ Ihr damaliger Freund und jetziger Ehemann hat ihren Wandel zunächst mit „spinnerte fünf Minuten“ kommentiert. Inzwischen steht er voll hinter ihr, ist bei vielen ihrer Seminare dabei und stellt Margit seinen Arbeitskollegen auch gern mal als Hexe vor. Das Erstaunen ist dann meistens groß, das Interesse aber auch.

DER HEXENABEND. Blick auf die Uhr, um 18.30 Uhr geht’s los und schon trudeln die ersten Besucher ein. Zunächst betreten zwei junge Mädchen den Laden, noch keine 30 und gut gelaunt. Der nächste ist ein dunkelhaariger Mann, auf den die Damenwelt sicher gern den einen oder anderen Blick wirft. Es folgt eine herzliche Begrüßung, alle kennen sich. Insgesamt ist es heute eine kleine Gruppe aus sieben Personen, vom Alter her bunt ge-

HEXEN VON HEUTE. Im Mittelalter wurden Hexen mit Zaubersprüchen und geheimnisvollen Ritualen in Verbin-

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m a r g it ta r au d

4 Fr agen an eine Hexe:

6020

: Wie wird man Hexe? Margit Taraud: Ich habe vor einigen Jahren im Mentalen Lichtzentrum in Kärnten die Ausbildung zur kosmobiologischenergetisch-spirituellen Lebensfreudelehrerin abgeschlossen. Diese Ausbildung steht jedem offen und dauert zwei Jahre.

HEXENABEND. Gestar tet wird mit ruhiger Musik und Meditation – dann werden positive S ä t ze f o r m u l i e r t , d i e K r a f t g e b e n s o l l e n .

mischt, aber eher jung. Über eine kleine Wendeltreppe geht es hinunter in einen kleinen, mit Kerzenlicht beleuchteten Raum, die Besucher nehmen kreisförmig auf Matten am Boden Platz. Im Hintergrund läuft ruhige Musik, an den Wänden hängen Plakate mit motivierenden Sätzen, dazu farbenfrohe und glitzernde Bilder. // Das Programm des Abends ist immer unterschiedlich, Espirima erzählt von sich und ihrer Arbeit, schaut sich die Aura der Besucher an und nimmt dann darauf Bezug. Manchmal geht es um den Mond, manchmal darum, wie Wünsche wahr werden. Meistens folgt eine lange Meditation bzw. Fantasiereise, zu der alle Besucher die Augen schließen und Espirimas Stimme lauschen. Abschließend werden gemeinsam, möglichst laut, positive Sätze formuliert, die Kraft geben sollen für die nächsten Tage. Nach etwa eineinhalb Stunden ist der Abend beendet. // Der männliche Besucher beeilt sich, um noch rechtzeitig zu einem Date ins Treibhaus zu kommen. Auch Junghexe Lisa hat noch etwas vor, bei einem Bier im Lokal ums Eck‘, könne sie danach immer am besten abschalten, erklärt sie. Die Jusstudentin lacht, verabschiedet sich von allen mit einer langen Umarmung und zupft den bunten Auraschal zurecht. Margit schließt den Laden ab und steigt in ihren neuen gelben Flitzer.

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Was macht eine Hexe? Ich versuche, den Menschen im feinstofflichspirituellen Bereich zu helfen. Schon früher, als ich im Stubaital in der Gastronomie gearbeitet habe, haben mir die Menschen, oft nicht mehr ganz nüchtern, von ihren Problemen erzählt. Ich biete Seminare und Einzelsitzungen an. Dabei geht es um Auraanalysen, Karma- und Spiegelarbeit, Kristall- und Indigokinder, Kartenlegen, Numerologie etc. Kann jeder eine Hexe werden? Ja. Jeder kann beispielsweise lernen, die Aura eines Menschen zu sehen. Sind sie die einzige Hexe in Innsbruck? Ich war die erste in Innsbruck mit dieser Ausbildung. Inzwischen haben eine Handvoll Frauen und Männer die gleiche Ausbildung abgeschlossen bzw. sind gerade dabei. Konkurrenz gibt es überhaupt nicht, jeder hat aufgrund eigener Erfahrungen seine Spezialgebiete, wir ergänzen uns sehr gut. Vielen Dank für das Gespräch.


bau c h ta n z

NAB E L SCHAU Bauchtanz ist nichts Neues in Innsbruck: Seit über 20 Jahren gibt es organisierten orientalischen Tanz an verschiedenen Institutionen. Doch in einer kleinen Stadt hat es auch der größte Trend schwer, sich zu einer echten „Szene“ zu etablieren. Von Tanja Sarwat

// Fotos: Foto Hofer

LE R N F R E U D I G . D i e h e i m i s c h e B a u c h t a n zS ze n e i s t k l e i n , Ku r s e g i b t e s a b e r g e n u g .

A Weitere Infos

www.vhs-tirol.at www.tanzacademy.at www.uibk.ac.at/usi

lexandra Falkner lacht herzlich: Die Frage nach einer „lebendigen“ orientalischen Tanzkultur fi ndet die Tanzlehrerin amüsant. Die Stadt sei dafür einfach etwas zu klein, es fehle den Akteuren an Zeit und Geld und vor allem an der passenden Location, um echte orientalische Tanzabende zu organisieren oder Proben zu veranstalten. Die wenigen Ägypter-Lokale, die es in Innsbruck gab und gibt (Sphinx, Habibi), sind meist aufgrund des starken Zustroms von Teenagern, angezogen vom Qualm der Wasserpfeife, zu Lokalitäten geworden, die keine echte Atmosphäre für regelmäßigen orientalischen Tanz bieten. Wo die Stamm-

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kundschaft durchschnittlich 16 Jahre alt ist, besteht wenig Bedarf an barbäuchigen Tänzerinnen, die den Jugendlichen höchstens ein stimmbrüchiges Kichern entlocken. „Alles, was es an Tanzvorführungen in Innsbruck gibt, passiert rein aus Eigeninitiative der Beteiligten“, so Falkner. Die Damen, die sich dafür Zeit nehmen, investieren ihr eigenes Geld und ihre Zeit. Auch Herren sind beteiligt, allerdings meist nur als Trommler – an den Tanz selbst wagen sich nur die wenigsten. // Ein Beispiel für eine Tanzgruppe, die sich regelmäßig selbst organisiert, ist die 2010 gegründete Gruppe „Adiosa“. Es handelt sich dabei um einen Kern von sieben


bauc htanz

„ Alles , was es a n tanzv orführ ungen gibt, pas s iert r ei n au s eigeniniti at i v e.“

Damen unter der Leitung von Anziehungspunkt für Frauen Almut Egg, einer gelernten Kossind auch hier die verwendeten tümbildnerin. Einmal jährlich Accessoires: Schleier oder Stock stellen sie, unter Mithilfe weilassen sich mit etwas Kreativität terer Tänzerinnen aus anderen sogar leicht selbst herstellen. al ex a ndr a fa l k ner Gruppen, eine Show mit allem Der Unterricht ist vom AnstrenDrum und Dran auf die Beine. gungsniveau her durchschnittFür diesen Auftritt im Theater INNstanz trainieren lich: Die Tänzerinnen kommen zwar ins Schwitzen, sie einmal wöchentlich in einem privaten Raum in doch sind sie nicht ernsthaft in Gefahr, sich bis zur Pradl. Die aufwendigen Kostüme werden entweder Erschöpfung zu verausgaben. An der USI, wo es selbst genäht oder von den Einnahmen des Abends für Studenten preislich günstiger ist, Bauchtanz zu bezahlt, um das Bühnenbild und die Choreografien lernen, unterrichtet Nadja Riedmann sowohl Anfänger kümmert man sich selbst. Wer Interesse hat mitzuals auch Fortgeschrittene. machen, sollte die Bereitschaft besitzen, mindestens Alternative Ansätze. eine Choreografie auf der Bühne mit den anderen Mitgliedern zu tanzen. Das Training selbst ist gratis. Wer sich weniger zutraut oder einen gänzlich anderen Ansatz ausprobieren möchte, kann sich an Anita Die Möglichkeiten. Schreiner, die im VHS-Gebäude am Langen Weg unDie Entwicklungsgeschichte des Tanzes beginnt mit terrichtet, wenden. Bei ihr ist die gesamte erste StunFolklore in arabischen Dörfern. Etwa zur Zeit des grode jeder Einheit eine Aufwärmphase, bestehend aus ßen ägyptischen Kinos der 1950er Jahre entwickelte Entspannungstechniken nach der Franklin-Methode sich „Raqs Sharqi“ und daraus weiter der heute vieler- sowie geistigen Reisen in die inneren Organe. Erst orts unterrichtete amerikanisch-europäische Bauchdann wird getanzt, und zwar nicht amerikanischtanz. Wer die Nabelschau von Profis erlernen will, hat europäischer Bauchtanz, sondern „Raqs Sharqi“, in Innsbruck die Wahl zwischen der Volkshochschule eine eher ursprüngliche Tanzform. Der Vorteil an (VHS), dem Sportinstitut der Universität (USI) und der dieser Unterrichtsweise ist eine relativ große InterTanzacademy in der Museumstraße. pretationsfreiheit für alle Tänzerinnen in zwangloser // Alexandra Falkner unterrichtet amerikanischAtmosphäre. Dieser Grundkurs ist auch für ältere europäischen Bauchtanz immer donnerstags an der Jahrgänge geeignet, jedoch weniger empfehlenswert Tanzacademy. Das Programm ist recht abwechsfür jene, die sich in einer präzise geführten Choreolungsreich: ob Zimbeln, Schleier oder Stock – bleibt grafie zu Hause fühlen. // Ein Trend aus den USA ist die Weiterentwickman lange genug beim Training, kommen alle Accessoires im Rahmen einer Choreografie irgendwann lung des klassischen Bauchtanzes hin zum „Tribal zum Einsatz. Falkner lässt ihre Schülerinnen im Mai Style Bellydance“, der in Gruppen getanzt wird. Er – im Rahmen des Vortragsabends der Tanzacadeist von Elementen aus Spanien, dem Balkan und my – mit einer Choreografie auftreten, natürlich auf Nordafrika beeinflusst und wird mit Accessoires freiwilliger Basis. wie Zimbeln und Schwertern getanzt. Ganz neu ist // Die Volkshochschule hat unter anderem Räum„Tribal Fusion“, eine sehr akrobatische Tanzform, lichkeiten im Einkaufszentrum „west“, wo Karin die auch einzeln getanzt wird. Schnupperkurse dafür Sellemond Bauchtanz unterrichtet. Ein besonderer gibt es an der Volkshochschule. 

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ta nz

„ I N N S B RUCK HAT E I N E N PROVINZ-KOMPLEX“ Seit 2009 leitet Enrique Gasa Valga die Tanzcompany des Tiroler Landestheaters. Mit „Carmen“, „Faust“ und „Madama Butterfly“ hat er in den letzten eineinhalb Jahren einen Publikumshit nach dem anderen auf die Bühne gebracht. Interview: Barbara Wohlsein

// Fotos: Gerhard Berger

ZUR PERSON enrique Gasa Valga wurde 1976 in Barcelona geboren, besuchte Ballettschulen in Spanien und Kuba und tanzte anschließend an Theatern in Schottland und Deutschland. Seit der Spielzeit 2003/2004 gehört er zur Tanzcompany des Tiroler Landestheaters. Seit 2009 leitet Gasa Valga die Tanzcompany und kreiert eigene Tanzstücke und Choreografien für Musicals.

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: Die letzte Vorstellung von „Madama Butterfly“ liegt hinter dir, fast alle Vorstellungen waren ausverkauft. Wie blickst du auf die Produktion zurück? Enrique Gasa Valga: Ich bin extrem glücklich, wie alles gelaufen ist. Sue Jin Kang als Solistin nach Innsbruck zu bringen, hat auch dem internationalen Ruf des Hauses gutgetan. Jetzt kommt bereits die Angst, was wir als Nächstes liefern können. Diese Angst ist immer da. Was allerdings hilft, ist die Nähe, die man mittlerweile zwischen dem Innsbrucker Publikum und der Company spürt. Die Zuschauer lieben meine Tänzer. Das beruhigt mich und nimmt mir etwas Druck weg.

„Carmen“, „Faust“, „Madama Butterfly“ – warum sind die Tanzproduktionen im Landestheater fast automatisch Publikumshits? Das hat sicher mit dem Ruf und dem Charisma der Company zu tun. Und es wäre sicherlich schwieriger, wenn wir klassisches Ballett aufführen würden. Durch die moderne Musik und den zeitgenössischen Tanz sprechen wir automatisch ein breiteres Publikum an. Du bist seit zehn Jahren in Innsbruck – was hat sich in dieser Zeit geändert? Ich hatte immer schon das Gefühl, dass Innsbruck einen Provinz-Komplex hat – zu Unrecht. Dieser Komplex hat sich etwas gebessert. Ich habe den Eindruck, dass in den letzten Jahren viele „Kinder“ der Stadt zurückgekehrt sind, nachdem sie zum Beispiel in Wien oder London waren. Diese Leute machen tolle neue Sachen im Kunstbereich. Es ist gerade ein guter Moment, um kreativ zu sein, glaube ich.

Ohne die Angst schüren zu wollen: Was kommt als Nächstes? Am 1. März hat „Körper. Seelen“ Premiere. Dieses Tanzstück ist ganz klar eine Hommage an meine Tänzer. Sie sind körperlich sehr stark, aber auch sehr emotional und sensibel. Ich kenne sie lachend und fröhlich, aber auch wütend oder traurig. Wir wollen ihre Körper und Seelen zeigen.

Hat der „Tanzsommer“ die Innsbrucker offener gemacht für modernen Tanz?

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tanz

„ I c h tanze be i de n Pro be n di e C ho re og r afi e n vo r – das war’ s . De n Re st de r Ze it ve rsuc h e i c h m i c h n ic ht zu bewege n .“

Sicher. Für uns hat der „Tanzsommer“ immer eine gute und eine schlechte Seite: Einerseits kommen dadurch großartige Kompanien nach Innsbruck, andererseits ist die Konkurrenz für uns extrem groß. Das sind sehr teure Produktionen aus der ganzen Welt, die hier eingekauft werden. Wir müssen alles selbst schaffen. Aber wir haben es zum Glück schon mehrfach geschafft, vor ausverkauftem Haus zu spielen, während auf der anderen Straßenseite „Tanzsommer“ war.

2009 das Angebot von Birgitte Fassbaender kam, die Tanzcompany des Tiroler Landestheaters zu übernehmen, hab ich sofort gespürt, dass es das Richtige ist, in meinem „Zuhause“ zu bleiben. Ich bin Theatermensch, das ist das, was ich liebe und was ich kann. Ist es dir schwergefallen, Abschied von der Bühne zu nehmen? Nein, ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich nicht mehr tanzen muss. Ich muss mich nicht mehr ständig mit meinem Körper beschäftigen, das finde ich sehr angenehm. Ich bin natürlich nicht mehr so fit wie ich war, aber das ist gut so. Ich tanze bei den Proben die Choreografien vor – das war’s. Ich habe mich 20 Jahre geplagt, das ist genug. Den Rest der Zeit versuche ich mich nicht zu bewegen (lacht).

In der Tanzcompany gibt es keinen einzigen österreichischen Tänzer – warum ist das so? Ich will die besten Tänzer, da mache ich keine Kompromisse. Leider waren bis jetzt noch keine Österreicher beim Vortanzen, die gut genug waren. Vielleicht gibt es sie, aber sie kommen nicht zu uns. Zu uns kommen viele Tänzer aus Südamerika, aus Spanien, denn in diesen Ländern gibt es kaum Jobs für sie. Deshalb sind diese Nationalitäten schon rein statistisch in der Überzahl.

Die Tanzcompany wird von Steinmayr & Co., einem Innsbrucker Versicherungsunternehmen gesponsert. Machst du dir Gedanken, wie Kunst und Kommerz zusammenpassen? Der Werbespot, den wir für das Unternehmen gemacht haben, hat Riesenspaß gemacht. Andreas Hafele ist ein großartiger Regisseur. Das Unternehmen ist jung und passt zu uns, im Grunde profitieren beide Seiten. Generell glaube ich, dass man in den letzten zehn, 15 Jahren oft den Fehler begangen hat, Kunst am Publikum „vorbei“ zu machen. Da hat die Krise sicher einiges zurechtgerückt. Die Leute kaufen Eintrittskarten und zahlen Steuern, dafür sollen sie ein Produkt bekommen, das ihnen gefällt. Das finde ich legitim.

Wie gerne lebst du in Innsbruck? Ich bin sehr glücklich hier. Ich habe viele Freunde – und ich liebe Skifahren. Eigentlich dürfen Tänzer vertraglich nicht skifahren, aber ich bringe es ihnen persönlich bei, dann passiert nichts. Man kann ja in Innsbruck, wo man von Bergen umringt ist, nicht sagen: Du darfst da nicht rauf. Was gefällt dir an der Mentalität, was nicht? Ich bin Katalane, ich bin direkt, da verstehe ich mich mit den Tirolern gut. Schwierig ist für mich die Bürokratie. Gerade als Künstler braucht man oft ein bisschen mehr Flexibilität – da wird es dann kompliziert.

Vielen Dank für das Gespräch.

-„Körper.Seelen“ feiert am 1. März im Tiroler Landestheater Premiere und wird bis 14. Juni gespielt.

War für dich nach dem Ende deiner Karriere als Tänzer klar, dass du im Theaterbetrieb bleiben willst? Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. Als dann

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S E R IE K U NST UND DESIGN AU S TIRO L

EVA-MARIA KUNZENMANN Protokoll: Diana Steinlechner

ZUR PERSON Geboren 1965 in Innsbruck, Ausbildung zur Werbegrafikerin, zunächst selbstständige Designerin von Autositzbezügen. Seit 2001 Urkundenschreiberin, von 2003 bis 2010 Fortbildungen in Kalligrafie und Buchmalerei. 2011 Eröffnung der Kalligrafiewerkstatt mit Schwerpunkt Auftragsarbeiten. Seit 2013 gibt Eva-Maria Kunzenmann auch Kurse für Kinder und Erwachsene im Bereich klassische und experimentelle Kalligrafie.

MEIN E IN SPIR ATION SQUELLEN finde ich über all und beinahe täglich.

MEIN E VOR BILDER sind Kalligr afen mit S chwer punk t zur exper imentellen Kalligr afie.

MEIN E LIEBLIN GSSTÜCKE sind „G lück sbr iefe“. Das sind von H and bemalte Papier e, beschr ieben mit schönen Texten. Per sönliche Unik ate für jeden B eschenk ten.

AM L IE BST E N s c h re ib e u nd e x pe ri me nti e re i c h mi t se l b st h e rge s t e l l te n „Sc hre i b f e d e rn“ u nd T i nte n.

ME I N LEB EN S M OT T O : Ab un d zu b e da rf e s auc h e in e s B l i c k s zu rü c k , um zu se h e n , w as m an a l l e s g e sc h af f t h a t !

M EIN E AR BEITEN r ichten sich an Menschen, d i e ihr en Wor ten oder Wünschen dur ch meine kalligr afische F eder führ ung besonder en Ausdr uck ve r leihen möchten.

ICH BESCHÄFTIGE MICH MIT KLASSISCHER UND EXPERIMENTELLER KALLIGRAFIE SOWIE VERGOLDUNG AUF PAPIER. 62


S E R IE

PRO & CONTR A Weil die Themen, über die man diskutieren kann, nie ausgehen. Diesmal: Oscars

PRO

CONTRA von Willi Kozanek

von Barbara Wohlsein

D

as einzige Pubquiz, bei dem mein Team jemals gewonnen hat, hatte einen Themenschwerpunkt zum Thema Oscars. Wie man zwei Tage nach der Verleihung nicht wissen kann, wer die männliche Nebenrolle gewonnen hat, ist mir immer noch schleierhaft.

SI C H DE N WEC KE R AUF SEC HS UH R STE LLE N , IST MAXI MAL HALB VE RRÜC KT. // Ich bin zwar nicht verrückt genug, die ganze Nacht wach zu bleiben, um die Übertragung live im Fernsehen oder gar im Kino zu sehen, aber Oscar-Profis mit einem Tagesjob wissen, dass man die Verleihung der Hauptkategorien auch sieht, wenn man sich den Wecker auf sechs Uhr stellt. Das ist maximal halbverrückt, fi nde ich. // Noch dazu moderiert heuer Ellen DeGeneres die Show – kann es etwas Besseres geben? Die versammelte HollywoodElite sitzt im Publikum, versucht die Nervosität zu verbergen und hofft außerdem, nicht Zielscheibe eines Gags von einer der besten Komikerinnen der Welt zu sein – das ist echtes Entertainment! Außerdem gibt es kaum Großereignisse, die nichts mit Sport zu tun haben. Also bringen wir bitte schnell Sotchi hinter uns und dann: „The Oscar goes to ...“

T

he Oscar goes to …“ Wer immer ihn auch erhält, greift sich vor schierer Überraschung an den Kopf, küsst den Partner leidenschaftlich und stammelt auf der Bühne was von „oh my God … what a surprise … such an honour… I want to thank my agent… bla, bla, bla“. Vom Überraschungs- und Unterhaltungswert her sind diese Dankesreden für mich auf einer Ebene mit Interviews mit einem österreichischen Zweitligastürmer („Wollen die drei Punkte holen … alles geben … Fans, die wie ein Mann hinter uns stehen … das Spiel dauert 90 Minuten“). // Ich fi nde, es genügt vollkommen, sich im Teletext oder Internet in fünf Minuten die gesammelten Infos durchzulesen. Die Oscars sind als Preis wichtig, als Veranstaltung jedoch zum Gähnen. Die Leute schauen sich ja auch nicht die NobelpreisVerleihungen an, obwohl diese weitaus wichtiger und auch nicht viel langweiliger sind als die Oscar-Gala.

DI E OSCARS SI N D ALS PRE IS WI C HTI G , ALS VE R ANSTALTUN G J E DOC H ZUM GÄH N E N . // Wenn ich die Auswahl zwischen Sotschi und den Oscars hätte, selbst dann würde ich mich gegen die Oscars entscheiden. Außer sie senden nur SportlerInterviews.

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Am 2. März we rd e n d i e O sca r s 2014 ve rg e b e n.


aKtiV

e S leB e De r Spo rT Das neue USI-Semester steht vor der Tür.

S

eit die Kursanmeldung am UniversitätsSportinstitut Innsbruck (USI) über das Internet läuft, sind die realen Warteschlangen im USI-Gebäude am Fürstenweg zwar deutlich kürzer geworden, der Andrang ist aber immer noch groß. Und das aus gutem Grund: So viele Sport- und Fitnessangebote für so wenig Geld bekommt man nirgends, deshalb sind die USIKurse nicht nur bei Studenten, sondern auch bei Uni-Angestellten, Absolventen und Externen (diese Gruppen zahlen mehr als Studierende, kommen aber immer noch günstig davon) äußerst beliebt.

2014, die ersten Kurse starten am 3. März. Neben den Klassikern des USI-Trainings wie „Konditionsgymnastik mit Musik“ und „Freies Schwimmen“ nimmt man auch auf aktuelle Fitnesstrends Rücksicht. So gibt es mittlerweile zehn Yogakurse im Programm, fünfmal pro Woche wird Zumba unterrichtet, zweimal pro Woche Parkour & Freerunning. Auch die Tanzwilligen werden gut bedient: Von „Discofox & Boogie“ über Tango bis hin zu Salsa kann man alles lernen. Snooker, Slackline, Pantomime und Frisbee sorgen dafür, dass niemand behaupten kann, Bewegung sei langweilig.

ZUMBA UND SNOOkER. Am 24. Feber um 8 Uhr beginnt die Anmeldung für das Kursprogramm des Sommersemesters

Kursprogramm und Anmeldungen unter www.uibk.ac.at/usi

Willkommen im Pitztal!

Langlaufspaß auf den Rifflsee Höhenloipen!

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Akt iv

Dreimal

Wintersport

Weltklasse. E isstock-WM in Innsbr uck

1. Eisstock-WM

Von 20. Feber bis 1. März wird Innsbruck zum Zentrum des Eisstocksports: Die Weltmeisterschaften der Damen und Herren finden in der Olympiahalle und am Außeneisbereich der Olympiaworld statt.
 

2. Big Mountain

Am 8. Feber kommen zahlreiche Rider der Freeride World Tour sowie die besten Nachwuchsfahrer zum 4* World Tour Qualifier nach Hochfügen ins Zillertal. 

22. November 2013 bis 16. Februar 2014

3. LanglaufChallenge

„Ab in die drei Karwendeltäler“ heißt es am 23. Feber, wenn zahlreiche Profis und Nachwuchshoffnungen aller Alters- und Leistungsklassen beim Volkslanglaufbewerb am Achensee um Top-Platzierungen kämpfen.

Montag & Donnerstag

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Eisstockschießen

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Naturschnee am Rifflsee!


MON UMeN t der War schauer Kultur palast

De R kÖNIG sPlatZ – d e r wohl sc hön ste Platz Wa rsc ha u s

VoN DA N ZIG NACH wA rS CH Au Auch 2014 bietet Raiffeisen allen Kunden und Mitgliedern eine Aktiv-Reise nach Polen an. Gemeinsam mit dem Reisedienst Alpbachtal hat Raiffeisen ein ansprechendes Reiseprogramm zusammengestellt. Die Termine: 8. bis 15. Mai 2014 oder 15. bis 22. Mai 2014.

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TAG 1: Flug von Innsbruck nach Danzig, Transfer zum Mera-Spa-Hotel in Sopot TAG 2: Stadtbesichtigung Danzig TAG 3: Marienburg und Frombork

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TAG 4: zur freien Verfügung TAG 5: Fahrt von Danzig nach Warschau, Besichtigung von Torun TAG 6: Besichtigung Warschau

TAG 7: Chopin – König Sobieski – Jugendstil: Besichtigung des Barockschlosses Wilanow, Ausflug nach Plock TAG 8: Rückreise nach Innsbruck PREIS RaiffeisenKunden und Mitglieder: 1.249 Euro Für Nichtkunden: 1.399 Euro Einbettzimmerzuschlag: 259 Euro

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Akt iv

Su p e r B ow l

N

atürlich wird der Super Bowl am 2. Feber auch in Innsbruck verfolgt. Neben der legendären Party der Swarco Raiders im Hotel Grauer Bär – die bereits ausverkauft ist – gibt es auch andere Möglichkeiten, das Riesen-Sportereignis live mitzuverfolgen. Neu ist in diesem Jahr die Party im Weekender Club, wo ab 22 Uhr gefiebert wird. Damit man die Nacht gut übersteht, gibt es American Hot Dogs (All You Can Eat), das Ticket kostet 15 Euro an der Abendkasse.

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A K TI V

Leben in einer alpin-urbanen Stadt – das klingt doch sexy. Trotzdem ist es längst nicht mehr so, dass jeder Innsbrucker begeisterter Skifahrer ist. Rodeln, Langlaufen, Tourengehen – Hauptsache abseits der Pisten, so lautet für viele das Motto. Quo vadis Wintersport? Von Brigitte Hainzer

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as schleppt er denn da an?“ Schwer tirolweit auf 495 Anlagen ca. 44,2 Mio. Personenbepackt kommt unser Vater am Höhenmeter pro Stunde (PersHm/h). 1996 stieg die Heiligen Abend angekeucht. „SkiZahl bereits auf 1.187 Anlagen mit ca. 345,4 Mio. urlaub am Arlberg, Ostern 1980“ fl immert es PersHm/h und 2012 wurde mit 1.005 Anlagen ein kurz darauf in wackeligen Buchstaben über die Volumen von ca. 1.040 Mio. PersHm/h erreicht. mittlerweile aufgebaute Leinwand. Wir wedeln // Mit dieser Entwicklung können die Innsüber endlose Pisten, kein Hindernis stellt sich brucker Bergbahnen größtenteils nicht mithaluns in den Weg, nur das ten. Macht aber gar nichts. Brennen in den OberschenDenn es stellt sich ohnehin keln zwingt uns ab und an die Frage: Will Innsbruck zum Anhalten. Erholung überhaupt eine SkidestinaI RG E N DWAN N WU R DE gibt es an der Schlange vor tion sein, vier Monate im E S U N S ZU VO LL , ZU L AUT. dem Lifthäuschen, diese Würgegriff der Ansprüche allerdings auch endlos. von internationalen SkiWI R STE I G E N U M , AU F Immer noch ganz high von touristen? Den Rest des L AN G L AU F E N , WAN DE R N , diesem Gefühl des DahinJahres wäre Wandern und TOU RE N G E H E N . schwebens auf nahezu menBiken zwischen totem Beton schenleeren Pisten stellen und Stahl angesagt. Ist die wir uns die Frage, warum es Stadt bereit, einen (Groß-) keinen von uns mehr auf die Teil der 110 Millionen Euro Piste zieht, wo es doch vorher unser Ein und Alzu berappen, die laut jüngster Wirtschaftlichles war: von der ersten bis zur letzten (natürlich keitsstudie notwendig wären, um im Kampf um gefallenen) Schneeflocke. Irgendwann wurde es internationale Wintergäste mithalten zu können? uns zu voll, zu laut, zu unruhig. Ende der 1990er Seien wir uns ehrlich: Zum Skifahren fährt ohstiegen wir um, auf Langlaufen, Wandern – mit nehin kein Mensch nach Innsbruck – hierfür gibt Schneeschuhen und ohne – und Tourengehen. es genügend grandiose Skigebiete in greifbarer Nähe. Außerdem haben die Bewohner der alpinhÖher, sChneller, WeITer. urbanen Stadt auch noch andere Ansprüche an Die Zahlen bestätigen es: Höher, schneller, weiter. den Naherholungsraum. Gemäß dem olympischen Motto präsentieren Touristiker laufend neue Rekorde. So verzeichneten „AlTernATIV“ UnTerWeGs. Seilbahnunternehmer und Liftbetreiber 1967 Zugegeben: Wir sind verwöhnt. Welche Stadt

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AKT IV mit fast 130.000 Einwohnern hat schon sechs Skigebiete vor der Haustür. So oft es geht, strömen die Innsbrucker hinaus. Während die Kinder in der Schule sind, gehen sich ein paar Schwünge am Kofel aus, die Zeit zwischen zwei Vorlesungen wird mit einem Abstecher auf die Nordkette überbrückt und die Mittagspause reicht für eine kurze Tour auf die Mutterer Alm, Knödelsuppe und Abfahrt inbegriffen. Stetig steigt dabei seit Jahren die Zahl derjenigen, die „alternativ“ unterwegs sind: als Tourengeher, Schneeschuhwanderer, Rodler oder Langläufer. Die Motivationen hierfür sind vielschichtig: vom Typ, der sich auspowern will und den Berg als reines Sportgerät benutzt bis zum Naturliebhaber, der alleine schon bei der Formulierung „Inszenierung der Natur“ Magenkrämpfe bekommt. // Egal wie: Gesund ist die Bewegung an der frischen Luft allemal. Möchte man meinen, dass die öffentlichen Stellen, die versuchen, uns mittels zahlreicher Initiativen von den Vorteilen einer gesunden Lebensweise zu überzeugen, über derartige Trends hocherfreut sind und entsprechende Angebote fördern. Weit gefehlt. Erkannt wurde der Boom vor allem von der Sportartikelbranche. „Ich bin raus“, lautet so zum Beispiel das Motto der Marke Schöffel, die sich vor gut drei Jahren mit einer Niederlassung in Innsbruck angesiedelt hat. Mit ihrer Strategie, sich auf jene zu fokussieren, die eine gesunde Balance zwischen intensivem Berufsleben und sportlicher Freizeit suchen, konnte die Marke ein Umsatzplus von 20 Prozent landen. Der Trend als Chance. Obwohl der Trend nun doch schon seit fast 20 Jahren anhält, wurden die Horden an Skitourengehern bislang eher als Problem gesehen, denn als Chance begriffen. Ärger, wohin man schaut: Skifahrer, die sich über entgegenkommende Skitourengeher am Pistenrand aufregen, Liftbesitzer, die versuchen, nicht-zahlende Benutzer ihrer Pisten mit Parkregelungen in den Griff zu bekommen und Tiefschneefahrer, die sich auf der Suche nach einem unverspurten Hang immer weiter ins Gelände wagen, den Jungwald niedermähen und im schlimmsten Fall sogar Lawinen auslösen. // So bemüht sich allen voran der Alpenverein zu informieren, sensibilisieren und zu kanalisieren: mit Tourenvorschlägen, Tipps zum Verhalten bei Pistentouren und im freien Gelände, Schulungen im Umgang mit Lawinen sowie durch Kooperation mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Fokus stehen neben der Vermittlung von Wissen auch der Schutz von Natur und Umwelt und das friedliche Miteinander, die gegenseitige Rücksichtnahme. Im benachbarten Bayern hat es der DAV sogar geschafft, in einem einzigartigen Kooperationsprojekt mit den verschiedensten Interessensgruppen 500 naturverträgliche Routen entlang der Alpenkette – sowohl im freien Gelände als auch in Skigebieten – anzulegen. // Mit den Ergebnissen zur Wirtschaftlichkeit der Bergbahnen liegen mittlerweile deutliche Zahlen vor. Innsbruck könnte nun beweisen, dass sich hinter seinem Slogan „alpinurban“ keine leere Worthülse versteckt, sondern es damit ernst meint, „es als Leistungsauftrag zu verstehen, zu einem aktiven, vitalen Lebensstil zu inspirieren“. Wir freuen uns auf Angebote, auch abseits der Piste.

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ICH WILL FLIEGEN ... Präsentiert von Four Seasons Travel

O N E N I G HT I N B A N G KO K . Gerne auch mehr!

BANG BOOM KOK 8,2 Millionen Einwohner und kulinarische Vielfalt. Nein, die Rede ist nicht von unserem schönen Österreich, sondern von Thailands pulsierender Hauptstadt Bangkok. Spätestens seit „Hangover 2“ wissen wir: Diese Stadt schläft nie! Gekonnt gelingt es ihr, Tradition und Moderne in harmonischen Einklang zu bringen. Mit hunderten buddhistischen Tempeln, Prachtbauten und modernen Einkaufspalästen wartet diese Stadt nur darauf, erkundet zu werden. FLUGINFO: Thai Airways fliegt mehrmals täglich von München nach Bangkok.

FLUGHAFENTAXI


Von Tiro nach Mü l nchen ab 49 € NIZZA . Mildes Klima, viel Flair

ERLEUCHTUNG Für Nordlichter ist Reykjavik ein spannendes Reiseziel. Getreu dem Motto „Kalte Stadt, heiße Quellen“ findet an zwei Wochenenden im Feber das „Winter Lights Festival“ statt, bei dem die Rückkehr des Sonnenlichts gefeiert wird. Bei der „Pool Night“ wird einem warm ums Herz, für künstlerisch Ambitionierte halten Reykjaviks Museen so einiges bereit. Die nördlichste (Küsten-) Stadt der Welt lockt mit einer Fülle an Veranstaltungen, mit denen der Urlaub sicher nicht ins Wasser fällt. FLUGINFO: Reykjavik wird von München aus von Iceland Air mehrmals pro Woche angesteuert.

ECHT NICE Auch im Winter zählt Nizza zu den wärmsten Orten an der französischen Côte d’Azur. Gelegen zwischen Cannes und Monaco, nur unweit der italienischen Grenze, gilt die Kunstmetropole mit seinen Steinstränden das ganze Jahr über als beliebtes Reiseziel. Die Promenade des Anglais am Fuße der blühenden Altstadt lässt sich optimal zu Fuß erkunden und hält so einiges bereit. Der gratis Eintritt in alle städtischen Museen rundet das vielfältige kulturelle Angebot ab. FLUGINFO: Lufthansa fliegt täglich von München nach Nizza.

WILDER WESTEN San Francisco zählt zu Recht zu den schönsten Städten der USA. Mit weniger als einer Million Einwohnern geht es hier im Gegensatz zu New York & Co. fast ländlich zu. Von der Gefängnisinsel Alcatraz genießt man eine wunderschöne Aussicht auf die Skyline und die Golden Gate Bridge. Touristischer Mittelpunkt der hügeligen Westküsten-Metropole bildet das Hafenviertel Fisherman’s Wharf mit seinen zahlreichen Attraktionen und Einkaufsmöglichkeiten. FLUGINFO: Von München nach San Francisco kommt man täglich mit der Lufthansa.

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PROGRAMM

WOCHE 5 1.–2. F EBER

KONZERT 1 . 2 .

KIT T Y H O FF & FO R ÊT-N O IR

2 1 UHR

NOU V ELLE CH A N S O N KITTY HOFF & FORÊT-NOIR

Die deutsche Musikszene darf sich glücklich schätzen, Musikerinnen wie Kitty Hoff zu haben. Sie gilt als neuer Star der Chansonszene, spielt gekonnt mit Bossa Nova, Jazz und Pop und erzählt in ihren Songs charmante Berliner Geschichten. Am 1. Feber gastiert sie mit ihrer Band Forêt-Noire im Treibhaus und beweist live, was sich hinter der Bezeichnung Nouvelle Chanson versteckt.

KONZERT 1 .  2 .

2 0. 4 5 U HR

D O P P E L S C HL AG

ZWEI KONZERTE IN DER BÄCKEREI Am 1. Feber treten in der Bäckerei zwei musikalische Newcomer aus Tirol vor das Publikum. Dabei handelt es sich einerseits um Stefan Goller, einen Singer-Songwriter, der mit Stimme und Mut zur Melancholie punktet, andererseits um die Innsbrucker Band Dead Men Shuffling, die als Folkrock-Projekt gestartet ist, mittlerweile aber jenseits der Genregrenzen Musik macht. D EA D M EN S HU FFELIN G

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DI E BEST EN KO N Z E RTE

THEATER 1. 2.

20 UH R

HERZ E NSSAC HE „SKYLIGHT“ IM INNSBRUCKER KELLERTHEATER

IIR O RA NTA LA

Um Liebe und Entscheidungen geht es in dem Stück „Skylight“ von David Hare, das derzeit als österreichische Erstaufführung im Kellertheater gezeigt wird. Auf der Bühne stehen Thomas Lackner, Julia Loibl und Martin Radecke, Regie führt Oliver Karbus. Die verbleibenden Termine: 1., 4.–8., 11.–15. und 18.–22. Feber.

1 2 3

IIRO RANTALA, 2. 2., 20.30 H, TREIBHAUS

© FOTOS: KELLERTHEATE, STEVEN HABERLAND, VERANSTALTER

Der finnische Pianist sorgt weltweit für Begeisterung – im Treibhaus gastiert er mit seinem Trio.

SITZKISSENKONZERT, 2. 2., 11 H, PROBEBÜHNE 2 (LANDESTHEATER)

Das junge Tiroler Symphonieorchester lädt zum „Erwin“-Sitzkissenkonzert für 4- bis 7- Jährige.

ALLIGATOAH, 1. 2., 21 H, WEEKENDER

Rapbarde, Minnesänger und UndergroundPhänomen Alligatoah gastiert im Weekender – leider ausverkauft.

THEATER 1. & 2. 2.

1 9 UH R

FRAUENZ I MMER WIEDERAUFNAHME IM THEATER DIEMONOPOL

Das Generationentheater im diemonopol (Egger-Lienz-Straße 20) bringt „Frauenzimmer – commedia femminile“ aufgrund der großen Nachfrage und Brisanz der darin behandelten Themen zurück auf die Bühne. Am 1., 2., 3. und 9. Feber wird das Stück der italienischen Autorin Dacia Maraini jeweils um 19 Uhr gespielt. Darin geht es um vier Frauen (drei ältere Damen, ein junges Mädchen), die gemeinsam ein illegales Freudenhaus gründen.

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PROGRAMM

WO CHE 6 3.–9. FEBER

KONZERT

21 UHR

TAG D E S HU N D E S EZRA FURMAN & THE BOY-FRIENDS IM WEEKENDER

EZR A FU R M A N

Ezra Furman, bekannt als Anführer der Harpoons, kommt am 6. Feber nach Innsbruck und stellt im Weekender Club sein zweites Soloalbum mit dem Titel „Day of the Dog“ vor. Begleitet wird er diesmal von einer Tourband namens The Boy-Friends. Im Mittelpunkt steht Furmans Stimme, rund herum gibt es sanften Rock’n’Roll, der ein wenig an John Lennon erinnert.

© FOTOS: ROSIE WAGNER, WWW.WHITE-MILES.COM, VERANSTALTER

6 . 2.

KONZERT 8. 2.

21 UH R

I SLAND G RÜS ST

VALDIMAR UND KAPNORTH IN DER P.M.K Sphärischen Pop aus Island und der Schweiz präsentiert der Verein Impuls am 8. Feber in der p.m.k. Zunächst stehen Valdimar auf der Bühne – eine sechsköpfige Band aus Island, die mit Bläserunterstützung auftritt. Darauf folgt ein Auftritt der Schweizer Formation Kapnorth, die ihr Album stilecht in Island – sogar mit dem Tontechniker hinter Sigur Rós – aufgenommen hat.

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KONZERT 7. 2.

1 8 UH R

RO C K I T

WHITE MILES IN DER CLOUD 9 Fette Riffs und harte Rhythmen bringt das Duo White Miles am Freitag, 7. Feber in das CLOUD-9-Party-Iglu. Medina Rekic (Gitarre/Gesang) und Hansjörg Loferer (Schlagzeug/Gesang) machen seit 2012 gemeinsam Musik und werden auf der Nordkette für Stimmung sorgen. DJ-Support kommt von DJ Philips und Anderson, die Afterparty findet im Weekender statt.

W HITE MILES

UNSERE

TOP 3

1 RHYTHM STOMP NO. 4 8. 2., 20 H, BÄCKEREI Die Swing-Community lädt zum Tanzabend – von Jump Blues bis Jive. Inklusive Crashkurs um 21.30 Uhr!

2 DAVE AFTER TOMORROW & LÖCKCHEN 7. 2., 23 H, P.M.K

SPORT 5 .– 9 . 2 .

13– 17 U HR

SCHNEE SCHNUPPERN SNOW FESTIVAL AM MARKPLATZ

Das Snow Festival hat heuer einen neuen Standort – den Marktplatz. Von 5. bis 9. Feber wird hier zum insgesamt vierten Mal der Wintersport in die Stadt geholt. Auf der großen Schneerampe können sich Kinder kostenlos Equipment ausleihen und das Snowboard anschnallen, außerdem kann man sich am Schneespielplatz und beim Bagjumpen austoben. Dazu gibt es zahlreiche Infostände, einen Tauschmarkt und Showeinlagen.

Die Technoszene Frankfurts ist in Innsbruck zu Gast, und zwar ganz nach dem Motto: hart, aber herzlich.

3

ANDECHSTRASSE 67A - 6020 INNSBRUCK

2014

27.2.

„JANGO“ JUNGMANN 6. 2., 20.30 UHR, TREIBHAUS

20:00

Aus dem Villgratental kommt „Jango“ Jungmann mit seinem „medizynischen“ Kabarettprogramm „Tinnitus sanctus“.

VVK: livestage.ticket@gmx.at

www.livestage-tirol.com

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PROGRAMM

WOCHE 7 10.–16 . F EBER KONZERT

ER IC GA LES

15. 2.

2 1 UHR

ERIC GA LE S IM TREIBHAUS

Er wurde mehrfach zum Rockgitarristen des Jahres gewählt und setzt die Tradition von Jimi Hendrix und B. B. King fort: Eric Gales. Das ehemalige Wunderkind aus Memphis hat im Laufe seiner Karriere zehn Alben veröffentlicht und stand mit zahlreichen Musikern auf der Bühne.

KONZERT 14. 2.

2 1 UHR

THEATER

KONTRASTPROGRAMM

12. , 14. & 15. 2.

20 UH R

I NOT DANCE & EL CAMINO CRASH CAR IN DER P.M.K

UND D RAUS SE N . . .

Wer keine Lust auf Valentinstags-Schmus hat, wird in der p.m.k mit einem adäquaten Kontrastprogramm versorgt: Zu hören gibt es das Post-Hardcore-Trio I Not Dance, das nach seinem p.m.k-Auftritt 2012 mit seinem neuen Album an den Ort des Geschehens zurückkehrt. Den zweiten Auftritt des Abends bestreiten El Camino Crash Car, die New School Hardcore gepaart mit Noise und Indie servieren.

GASTSPIEL AUS STUTTGART IM FREIEN THEATER

Im Freien Theater ist am 12., 14. und 15. Feber das Stück „Und draußen blüht es dir“ des deutschen Kabarettisten Jess Jochimsen zu sehen. Dabei handelt es sich um eine Produktion aus Stuttgart, die für drei Vorstellungen in Innsbruck zu Gast ist. Das Stück ist ein wütender Monolog eines Mannes, der im Keller sitzt und sich über die Konsumgesellschaft und andere „Nettigkeiten“ entzürnt.

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UNSERE

TOP 3

1 TYROLEAN DYNAMITE NIGHT 14. 2., 18 H, CLOUD 9 Hoch über Innsbruck wird mit den DJs Scharrenbroich oder Asumi gefeiert – mit Afterparty im Project. LONG DISTA NC E CA LLING

DER SCHIENENTRÖSTER 12. 2., 20.15 H, TREIBHAUS

KONZERT 15. 2.

21 UH R

Daniel „Düsi“ Lenz mit seinem Soloprogramm „Beziehungswaise“ – der Name ist Programm.

COOL UND HART LONG DISTANCE CALLING IM WEEKENDER

3 MUTE SWIMMER 4. 2., 20.45 H, BÄCKEREI

Die deutsche Band Long Distance Calling ist mit ihrem vierten Album „The Flood Inside“ unterwegs und macht am 15. Feber im Weekender Club in Innsbruck Halt. Als Festivalband sind sie seit gut fünf Jahren bekannt, ihre musikalische Erfolgsformel besteht laut eigenen Angaben darin, „coole, harte Riffs mit unkitschigen Melodien zu kombinieren“. Na dann.

MUTE SW IMMER

Das Musikprojekt von Guy Dale lädt zur Akustiksession – melodisch, hymnisch, manchmal minimalistisch.

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17.01.14 11:02

© FOTOS: TARO YOSHIDA, VERANSTALTER

2


PROGRAMM

WO CHE 8 17.–23 . F EBER

MESSE

2 0 .–13. 2.

1 1 –2 0 UHR

VOL LJÄ H RIG

18. ART INNSBRUCK IN DER MESSE Die 18. Auflage der ART Innsbruck findet von 20. bis 23. Feber in der Messehalle D+E statt. 70 Aussteller aus zehn Nationen zeigen Werke von 700 Künstlerinnen und Künstlern, mit dabei ist auch wieder die beliebte Ausstellungsreihe „Junge Kunst auf der ART Innsbruck“. Mit der Personale des russischen Neo-Impressionisten Vladimir Valentsov gibt es eine thematische Fortsetzung des Russland-Schwerpunkts von 2013. Die Sonderschau „Authentic Icons – wenn Design zur Kunst wird“ wird von Clemens Rhomberg kuratiert und zeigt Objekte von Le Corbusier.

T IG R A N H A M A SYA N

KONZERT 19. 2.

20.30 UH R

NEUER ST E RN

TIGRAN HAMASYAN IM TREIBHAUS

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Der armenische Pianist Tigran Hamasyan gilt als neuer Stern am Klavierhimmel, verbindet Klassik, Jazz und Pop und wurde vom englischen „Guardian“ im vergangenen Herbst als „hottest pianist in jazz“ gepriesen. Der 26-Jährige bringt armenische Volksmusik in seine Musik ein, hat aber auch keine Scheu vor Beebop und Dubstep. Im Treibhaus war er zuletzt an der Seite von Dhafer Youssef zu hören.


THEATER

22. 2.

19. 30 U HR

F R AG E D E R F R AG E N

„AMAZONEN“ IM THEATER INNSTANZ Die Theatergruppe Grenzenlos widmet sich in ihrer aktuellen Theaterproduktion einer Frage, die so alt ist wie die Menschheit: Können Männer und Frauen zusammen glücklich sein? Die Komödie „Amazonen“ des jungen deutschen Autors Thor Truppel geht genau dieser Frage nach, am 22. Feber wird um 19.30 Uhr im Theater INNstanz Premiere gefeiert. Weitere Vorstellungen finden am 1., 8., 9., 14. & 15. März statt.

GWILY M S I M COCK

KONZERT 18. 2.

20 UH R

A SWINGIN’ AFFAIR JAZZ IN DER CANTINA VECCHIA

Das „Tuesday Night Orchestra“ wurde gegründet, um nach dem Vorbild amerikanischer Bigbands ein regelmäßig auftretendes Jazzorchester in Innsbruck zu etablieren. Mit dabei sind bekannte Profimusiker wie Florian Bramböck und Christian Wegscheider. Zu hören gibt es traditionelle Arrangements und moderne Kompositionen.

DI E B ESTEN KON ZERTE

1

GWILYM SIMCOCK 20. 1., 20 H, TREIBHAUS

Der mehrfach ausgezeichnete Pianist Gwilym Simcock wurde von Chick Corea als „Genie“ bezeichnet, Jamie Cullum nennt ihn einen „Geheimtipp“.

© FOTOS: ERIC RICHMOND, VERANSTALTER

Melodischen Punkrock liefern die Luxemburger Versus You – weckt Erinnerungen an die 1990er und Green Day.

3

CHE SUDAKA 20. 2., 21 H, WEEKENDER

Von Barcelona auf die großen Bühnen – Che Sudaka bringen die Mestizo-Szene nach Innsbruck.

Theresia Glugovsky

le n ! al u f e st

MeHr wIssen, MeHr cHancen.

S c Fü hu r l

2

VERSUS YOU 22. 2., 21 H, P.M.K

Die Nachhilfe

I ndividuelle Betreuung Ihres Kindes Q ualifizierte und erfahrene NachhilfelehrerInnen JeTzT TesTen: 2 kostenlose Schnupperstunden

Innsbruck, Salurner Str. 18, 0512 / 570557 Hall, Stadtgraben 1, 05223 / 52737 scHwaz, Münchner Str. 48, 05242 / 61077

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wörgl, Speckbacherstr. 8, 05332 / 77951 Telfs, Obermarktstr. 2, 05262 / 63376 w w w

.

s c H u e l e r H I l f e

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aT


PROGRAMM

WO CHE 9 24.–28 . F EBER KONZERT 26. 2 .

20.30 U HR

PIP P O P O L L I N A IM TREIBHAUS

Der sizilianische Liedermacher Pippo Pollina stellt die Songs seines neuen Albums „L’Appartenenza“ am 26. Feber im Treibhaus dem Tiroler Publikum vor. Lyrische Balladen, Protestlieder und poetische Ohrwürmer sind nach wie vor die Spezialität von Pollina, seine aktuelle Tour führt ihn bis in die USA.

P IP P O P O LLIN A

BALL

2 8. 2.

PARTY

21 UH R

28. 2.

P. M. K- B ALL

2 2 UHR

Zum etwas anderen Ball lädt auch in diesem Jahr wieder die p.m.k ein: Am 28. Feber wird gefeiert mit Live-Tanzmusik von Los Zorros de la Flamingos (Rock’n’Roll) und von Flowerage (Blümchenrock, Discofunk, NDW) gefeiert. Außerdem sorgen die DJs Meister, John E. Flash und Alaska Al für Partystimmung. Wie bei einem richtigen Ball gibt es auch eine Tombola, Mitternachtseinlage und Cocktailbar. Der Dresscode ist sympathisch: „dress to impress/confess/confuse/amuse“!

NY I N IB K

JACQUES RENAULT KOMMT INS PROJECT Hohen Besuch bekommt das Project in den Bögen am 28. Feber: Der New Yorker DJ und Produzent Jacques Renault stattet nach den besten Clubs in Tokio, Rio, London und Berlin nun auch Innsbruck einen Besuch ab. Das Innsbrucker DJ- und Produzentenduo Pyjamas und DJs in Love komplettieren das Line-up.

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TE A M C ATA L A N O

D I E BEST EN KO N Z E RTE

1

© FOTOS: JENNY MORTSELL, VERANSTALTER

GERARD 26. 2., 21 H, WEEKENDER

Popkultur und was sonst noch zu sagen ist

Der gebürtige Österreicher, der als MC Gerard begonnen hat, steht für raffinierte Reime und britische Breakbeats.

I

2 3

SATU 27. 2., 21 H, BÄCKEREI

B ROILERS

von Barbara Wohlsein

Musik aus Finnland: Satu vereinen Gesang, Begleitung und träumerische Geschichten.

BROILERS 27. 2., 21 H, WEEKENDER

In den 1990ern in Düsseldorf gegründet, schafften die Broilers 2011 mit ihrem fünften Studioalbum den „Durchbruch“.

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n meiner frühen Jugend gab es kein Team Edward und kein Team Jacob, es gab nur ein Team: das Team Jordan Catalano. Ein Name wie ein lauer Sommerabend. Dass der US-Sender ABC die Serie „Willkommen im Leben“ (im Original „My So-Called Life“) 1995 nach nur einer Staffel eingestellt hat, wird in die größten Irrtümer der Fernsehgeschichte eingehen. An den Hauptdarstellern lag es sicher nicht: Claire Danes trägt heute, fast 20 Jahre später, einen Golden Globe nach dem anderen nach Hause und Jared Leto, nun ja, der verwirrt die Mitglieder des Teams Jordan Catalano immer noch. // Jordan Catalano konnte vor allem eines gut: sich anlehnen. Das klingt jetzt ähnlich blöd wie „Ich habe eine Wassermelone getragen“, aber so war es eben. Angela (Claire Danes) mochte, wie er sich anlehnte, in seinen karierten Flanellhemden, am Schulgang. // Nach „Willkommen im Leben“ ging es für Jared Leto eigentlich gut weiter: „Fight Club“ (1999), „American Psycho“ (2000), „Requiem for a Dream“ (2000). Für das Team Catalano kamen aber schwere Zeiten. Nach dem Start seiner Zweitkarriere als Sänger von „30 Seconds to Mars“ war ziemlich schnell Schluss mit den Anlehn-Fantasien. Zu viel Haarspray und Glätteisen und dann auch noch der Lidstrich – Himmel, was hätte Angela wohl dazu gesagt. // Im Moment ist Jared Leto gerade in aller Munde, weil er für die Rolle eines Transsexuellen in „Dallas Buyers Club“ für einen Oscar nominiert ist. Dieser Oscar sei ihm vergönnt. Das Team Jordan Catalano versucht währenddessen, den Lauf der Zeit zu akzeptieren. Und die Ombre-Locken von der Golden-GlobesVerleihung zu vergessen.


K InO

LE B E N STAT T STE RB E N © THIMFILM

Matthew McConaughey spielt in „Dallas Buyers Club“ mit derartiger Intensität, dass man dem Film sonstige Schwächen gerne nachsieht. Kritik: Klaus Erler

K Dallas Buyers Club

Drama, USA 2013. 117 Minuten. Regie: Jean-Marc Vallee Mit: Matthew McConaughey, Jennifer Garner, Jared Leto

ann das funktionieren? Ron Woodroof ist ein abgemagerter, drogensüchtiger und aidskranker Freizeitcowboy mit aschfahler Haut und tiefen Augenringen. Matthew McConaughey, der Schauspieler, der dieser Hauptfigur in JeanMarc Vallees (Young Victoria) neuestem Film „Dallas Buyers Club“ Leben einhauchen soll, ist Träger des Titels „Sexiest Man Alive“ und auch sonst bisher eher selten durch Hässlichkeit aufgefallen. Um es kurz zu machen: Es funktioniert, wie gut, davon zeugen diverse Auszeichnungen für diese Rolle bis hinauf zur Oscar-Nominierung und der Verleihung des Golden Globe. DIe anDeren. Warum hier so lange über den Hauptdarsteller und so wenig über den Rest der Crew geschrieben wird? Im Fall von Jared Leto, der Ron Woodroofs CrossdresserBuddy – den ebenfalls mit HIV infi zierten Rayon – spielt, ist das wohl ungerecht. Ähnlich wie Matthew McConaughey hat er sich für den Dreh auf veritables Untergewicht heruntergehungert, ähnlich wie McConaughey gelingt es ihm – wenn auch nicht ganz mit dessen atemberaubender Intensität –, eine Randfigur der amerika-

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nischen Gesellschaft glaubhaft zu beseelen. Über Jennifer Garner – im Film eine Ärztin, die zunächst nicht viel von Ron und Rayons illegal aus Mexiko importierter Selbstmedikation hält – braucht man allerdings nicht allzu viele Worte verlieren. Der resT. Und was den Regisseur Jean-Marc Vallee betrifft: Dessen Hauptleistung ist vor allem in der geglückten Auswahl der männlichen Hauptdarsteller zu sehen. Zwar hat er die wahre Geschichte des Ron Woodroof und seines erfolgreichen Kampfes gegen Aids und die amerikanische Pharmaindustrie grundsolide inszeniert: Immer wieder jedoch könnte beim Zuseher der Verdacht aufkommen, nicht zur eigentlichen Zielgruppe des Films zu gehören. Die dürfte eher das amerikanische Massen-Publikum sein, das es gewohnt ist, mit der richtigen Musik zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Gefühlsstimmung getriggert zu werden. Dass Matthew McConaugheys Satz bei der Golden-Globe-Verleihung „This fi lm was never about dying, it was always about living!“ dennoch stimmt, hat vor allem mit der Person zu tun, die diesem Film so viel Lebendiges gibt: ihm selbst.


Ganz g ro SS es K ino Di e 60 20 - F i lm - ku rz K rit ike n

das finstere tal Andreas Prochaska, D/A • Thriller/Western (ab 14. 2.) Ein Austro-Western von Andreas Prochaska, basierend auf dem gleichnamigen Roman: Ein mysteriöser Fremder kommt in ein abgeschiedenes Tal und sorgt für Unbehagen. Prominent besetzt mit Sam Riley und Tobias Moretti. jack ryan: shadow recruit Kenneth Branagh, USA • Thriller (ab 21. 2.) Chris Pine spielt den jungen CIA-Analysten Jack Ryan, der unter der schützenden Hand von William Harper (Kevin Costner) gegen einen russischen Terroristen kämpft. Solider Actionthriller nach einer Geschichte von Tom Clancy („Jagd auf Roter Oktober“). madame empfiehlt sich Emmanuelle Bercot, F • Tragikomödie (ab 14. 2.) Catherine Deneuve als gealterte Schönheitskönigin, die Liebeskummer und geschäftliche Schwierigkeiten zurücklässt und mit dem Auto quer durch Frankreich fährt. Sehr französisch und charmant.

nebraska Alexander Payne, USA • Drama (ab 7. 2.) Ein alter Mann, der glaubt, bei einem dubiosen Gewinnspiel

© tobis, polyfilm, warner

american hustle Carl Rinsch, USA • Action (ab 14. 2.) Selten wurde ein Film von allen Seiten so gelobt wie „American Hustle“: Es geht um eine FBI-Aktion in den 1970ern, die aus dem Ruder läuft. Amy Adams und Jennifer Lawrence haben für ihre Rollen bereits „Golden Globes“ abgeräumt. Oscarverdächtig.

s e v e nti e s a li v e . S t a r a u f l a u f i n „ A m e r i c a n H u s t l e“

eine Million Dollar gewonnen zu haben. Ein Sohn, der seinen Vater widerwillig nach Nebraska fährt, um den angeblichen Gewinn dort abzuholen. Ein Roadmovie mit Herz, stimmungsvoll in Schwarz-Weiß.

Trash des Monats robocop José Padilha, USA • Action (ab 7. 2.) Und da ist er wieder, der Cop, der Halb-Mensch-halb-Maschine-Cop ist. Diesmal will OmniCorp, ein internationaler Konzern, mit dem Verkauf neuer Roboter-Technologien viel Geld scheffeln. Doch die Verantwortlichen haben die Rechnung ohne RoboCop gemacht. Laaangweilig.

pompeii Paul W. S. Anderson, D/USA • Action/Drama (ab 28. 2.) „Game of Thrones“-Star Kit Harington in einer dramatischen Liebesgeschichte, die sich abspielt, während die Lavamassen des Vesuv die Stadt Pompeji für immer begraben.

winter’s tale Akiva Goldsman, USA • Fantasy (ab 14. 2.) Eine magische Liebesgeschichte rund um Peter Lake (Colin Farrell), der sich 1916 in Beverly (Jessica Brown Findlay) verliebt. Weil in einem Fantasyfilm alles passieren darf, springt die Handlung in die Gegenwart, wo Peter immer noch seiner großen Liebe nachtrauert.

stromberg – der film Arne Feldhusen, D • Komödie (ab 21. 2.) Der furchtbarste Chef der jüngeren deutschen Fernsehgeschichte schafft nun auch den Sprung ins Kino: Stromberg fährt mit seiner Büromannschaft zur Firmenfeier – wo er erfährt, dass seine Filiale geschlossen werden soll.

G e wi n n s pi e l

vaterfreuden Matthias Schweighöfer, D • Komödie (ab 7. 2.) Matthias Schweighöfer in einer deutschen Komödie – ganz was Neues. In „Vaterfreuden“ spielt er Felix, der sich durch Samenspende das Budget aufbessert. Nach einem Unfall, der ihn unfruchtbar macht, sucht Felix die Frau, die seine Samenspende erhalten hat. Vorhersehbar, aber amüsant.

6020 und Metropol verlosen

5 x 2 Tickets für „Pompeii“ im Metropol Innsbruck Einsendeschluss: 28. 2. 2014, Kennwort: „Film ab“ Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Str. 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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DV D - B ox e n sto p p

„b  o ri n g is my m i ddle nam e .“ amtsschimmel.

Über Amy Poehler weiß man spätestens seit den „Golden Globes“, dass sie sehr, sehr lustig ist. Heuer durfte Poehler nicht nur moderieren, sondern wurde auch für ihre Rolle in der NBC-Serie „Parks and Recreation“ ausgezeichnet. Darin spielt sie Leslie Knope, eine Frau, die in der Verwaltung einer mittelgroßen amerikanischen

Pats c h e n k i n o

„ pa r ks a n d r e c r e ati o n “ 1 . S ta f f e l universal

Ohrenschmaus

Stadt sitzt. Ihr Zuständigkeitsbereich: die Grünflächen der Stadt. „Parks and Recreation“ nimmt im „Mockumentary“-Stil den Alltag der Behörde auf die Schippe. Von der Machart erinnert die Serie an „The Office“, Amy Poehler gibt dem Ganzen noch das gewisse Etwas. Dass diese Frau acht Jahre lang bei „Saturday Night Live“ war, verwundert niemanden.

Z i p p e -Z ap p e Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

© warner

Wolle Rose?

i n c e p ti o n science- fiction, USA , 2010 S 0 , 9 . f e b e r , 2 0 .1 5 U h r , Rt l

gedanken-match. In der Welt von „Inception“ ist alles irgendwie unglaublich: Hier gehen Zeit- und Bewusstseinsebenen ineinander über, hier stehen Straßen kopf, hier ist das Ende der Zeit ein realer Ort. Wobei „real“ natürlich relativ ist. Inmitten dieses visuell aufwendig inszenierten Trubels steht Leonardo DiCaprio als Dom Cobb, der nicht nur in der Lage ist, Geheimnisse aus dem menschlichen Unterbewusstsein zu stehlen, sondern auch Ideen einzupflanzen. Beim Versuch, genau dies zu tun, gerät er in eine gefährliche Spirale, in der sich Zeit, Raum und Realitätsstufen vermischen. Zur Beruhigung: Man muss bei „Inception“ nicht alles verstehen, um ein gutes Fernseherlebnis zu haben.

Serge Gainsbourg reloaded The Limiñanas, Costa Blanca. Trouble in Mind (Cargo Records) Die Limiñanas kommen aus Frankreich. Ihre musikalischen Vorbilder: Serge Gainsbourg und alle Bands, die in den 1960ern für den „yé-yé-Beat“ verantwortlich waren. „Costa Blanca“ wurde in der Fachpresse äußerst treffend als „sunny Psychedelia“ bezeichnet: verzerrte Gitarren, ultracoole französische Sprechgesänge und tragende Hammondund Basslinien. Immer wieder tauchen auch leichte Pop-Songs auf, die in ihrer melancholischen „Laissezfaire“-Stimmung so wohl nur am französischen Mittelmeer entstehen konnten. 

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Der „Bachelor“ sucht wieder seine Traumfrau und rekrutiert damit die nächsten Kandidatinnen für das Dschungelcamp. Dass RTL in diesem Jahr einen zwar sehr attraktiven, aber auch glatzköpfigen Junggesellen ausgewählt hat, kann man als liebevolle Gehässigkeit einstufen. Einigen Damen, die um Bachelor Christian buhlen, war der leichte Schock bei der ersten Begegnung ins Gesicht geschrieben. Umso amüsanter zu sehen, wie sie sich nach einer Schrecksekunde wieder fassten, weil es hier schließlich nicht um die wahre Liebe geht, sondern darum, schnell berühmt zu werden. Und ganz ehrlich: Wenn man sich deutsche Reality-Formate der jüngeren Vergangenheit anschaut, ist aus einigen Ex-„Bachelor“-Kandidaten ja wirklich etwas geworden. Dschungelkandidatinnen zum Beispiel. Und vielleicht dürfen sie einmal beim perfekten Promi-Dinner mitmachen. Ziel erreicht.


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? e i g r e l l a r e i p a P

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© WERK

Der Tiger aus Zuffenhausen

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Neue Ford-Flotte für Four Seasons © AUTOPARK

D I e Aut o PA r K- G e s C H Ä F t s le Itu n G m i t M i c h a H a u s e r, M i c h a e l M a y r, O l i v e r D o l d ( F o u r S e a s o n s Tr a v e l ) u n d Wa l t e r B e r n a b e ( v. r.)

D

ie bereits zwei Jahrzehnte andauernde Partnerschaft zwischen dem Tiroler Airport-Taxi Four Seasons Travel und dem FordRepräsentanten Autopark Innsbruck trägt neue Früchte: Mitte Jänner übergab der Geschäftsführer des Autopark, Michael Mayr, dem Inhaber des Shuttle-Dienst-Unternehmens

Oliver Dold die Fahrzeugschlüssel für insgesamt 14 neue Ford Transit, womit die Ford-Flotte des Flughafenzubringers auf 35 Fahrzeuge erweitert wurde. „Die Personentransporter von Ford bieten unseren Passagieren jede Menge Platz und Komfort sowie ein Höchstmaß an Sicherheit“, ist Dold von den Vorzügen der FordTransporter schon seit Jahren überzeugt. „Eine durchschnittliche Kilometerlaufleistung von über 400.000 Kilometer spricht einerseits für die Qualität des Produktes, andererseits für die Servicequalität des Autopark.“

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© MARIO DABLANDER

r war der Star bei der Vienna Autoshow: Der neue Porsche Macan, der im Wiener Messezentrum sein Österreich-Debüt gab. Der kompakte „Tiger“ aus Zuffenhausen (sein Name stammt von der indonesischen Bezeichnung für Tiger) soll an den Erfolg des Cayenne anknüpfen und geht als Macan S Diesel ab 64.960 Euro ins Rennen.

tA le nt o F tH e Y e A r 2 0 1 3 a l s k r ö n e n d e r Saisonsabschluss für Europameister Mario Dablander

Racingtalent of the Year

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ach dem Gewinn der Tourenwagen-Europameisterschaft im Oktober folgte zum Ende des Jahres 2013 eine weitere wichtige Auszeichnung für den jungen Tiroler Rennfahrer Mario Dablander: Im italienischen Treviso wurde der schnelle Oberländer durch den FIA Präsidenten Jean Todt persönlich zum FIA CEZ „Talent of the Year 2013“ ausgezeichnet.


© WALTER MAIR (3)

I s t J e D e r F A H r s Itu AtI o n – s P e Z I e ll Au F W I nte r lI C H e M u nte r G r u n D – G e WA C H s e n : Range Rover Evoque MJ 2014 mit neuer 9 - Gang-Automatik.

TEXT: WALTER MAIR

Evoque schaltet nun drei Gänge höher Bei einem von Land Rover Austria veranstalteten Winter Driving Experience in den Radstädter Tauern zeigten der Range Rover Evoque und Land Rover Discovery ihr Können auf Eis und Schnee.

Z

um technischen Upgrade des Bestsellers, von dem im letzten Jahr insgesamt 2.068 Einheiten (Plus 8,1 Prozent gegenüber 2012) abgesetzt wurden, zählen neben der innovativen 9-Gang-Automatik moderne Assistenzsysteme wie eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrschilderkennung, Spurhalteassistent, Ausparkassistent, Einparkunterstützung für Querparken, Kollisionswarnsystem sowie das „Wade Sensing“-System für sichere Wasserdurchfahrten. Zusätzlich punktet der Evoque 2014 mit einem völlig neu entwickeltem Antriebssystem – Active Driveline –, das als weltweit erste Lösung den Allradantrieb „auf Abruf“ bereitstellt. Wie das funktioniert? Bis 35 km/h wird der Evoque spritsparend über die Vorderräder angetrieben und falls nötig, schaltet er innerhalb von 300 Millisekunden automatisch in den Vierradmodus. Die Auswahl der Triebwerke umfasst einen 2,2-Liter-

Turbodiesel mit 150 PS oder 190 PS sowie einen 2,0-Liter-Benziner mit 240 PS. SOUVerÄN AUF SCHNee UND eiS Beim Test auf Schnee und Eis zeigte der Evoque mit Bravour auf, dass er allen Anforderungen des Winters gewachsen ist. Der Luxus-Offroader meisterte den Hütchenparcours dank diverser Assistenzsysteme

genauso souverän wie die DriftDisziplin, wo sich der smarte Range als sicheres Fun-Fahrzeug für unbeschwerten Fahrspaß präsentierte. Eine Liga für sich stellt die neue 9-Gang-Automatik dar, die ab sofort im Evoque zum Einsatz kommt. Die kurzen Schaltvorgänge sind kaum wahrnehmbar, nur der sonore Klang des Aggregats lässt bei Autobahntempo erahnen, dass sich das Getriebe jetzt auf höchster Wirtschaftlichkeitsstufe befindet. Beispielsweise benötigt das 2.2-LiterDiesel-Triebwerk im Zyklus nur 5,8 Liter Treibstoff auf 100 km. Der Ab-Preis beträgt 35.600 Euro, für die AWD-Version müssen 40.900 Euro hinterlegt werden. FriSCHeS DeSigN UND NeUe ASSISTENZ-SYSTEME Der Land Rover Discovery geht in seiner vierten Generation mit neuem Look, neuem Discovery-Logo, serienmäßiger Start-Stopp-Technik und neuen Assistenzsystemen an den Start. Darüber hinaus steht der Disco ab sofort mit zwei AllradVersionen zur Verfügung: Ein neues, einstufiges Verteilergetriebe (ohne „Rock Crawl/Felsenkriech“Funktion) oder das bisherige Verteilergetriebe mit Untersetzung. Der „vielseitigste 4x4 der Welt“ klettert als 3,0-Liter TDV6 Experience ab 50.200 Euro ins Gebirge.

A llr o u n D - G e n I e s : L a n d R o v e r D i s c o v e r y und Range Rover Evoque MJ 2014

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Autoshow total im Wiener Messezentrum Die achte Edition der Vienna Autoshow lockte Mitte Jänner mehr als 150.000 Fahrzeug-Enthusiasten in das Wiener Messezentrum. Dabei konnten sich die Besucher einen Überblick über 40 Automarken und mehr als 400 Neufahrzeugen verschaffen. Neben 35 Österreich-Premieren wurde mit dem Seat Leon ST Kombi Allrad sogar ein Weltdebüt zelebriert. © WERK (9)

H o n DA C I V I C to u r e r Sein elegantes Äußeres ist g e n a u s o ü b e r ze u g e n d w i e sein praktisch gestalteter Innenraum. Außerdem bietet e r m i t 6 24 L i t e r n d e n g r ö ß t e n Ko f f e r r a u m i n s e i n e r Klasse. Ab 21.990 Euro.

H Y u n DA I I 1 0 Die neue Generation i10 wurde in Europa entworfen, entwickelt und gebaut und ü b e r ze u g t d u r c h i h r komplett neues Design sowie mit Ausstattungs- und Sicherheitsfeatures, die sonst nur in höheren Segmenten zu finden sind. Den s c h i c k e n C i t y f l i t ze r i10 gibt es bereits ab 9.990 Euro.

F o r D e C o s P o rt M i t g l e i c h v i e r Ö s t e r r e i c h p r e m i e r e n ( M o n d e o , To u r n e o C o n n To u r n e o C o u r i e r u n d E c o S p o r t ) g i n g F o r d i n W i e n a n d e n S t a e c t , Übrigens: Der neue Mini SUV EcoSpor t wird erst im Ok tober r t. a b r u n d 22 . 0 0 0 E u r o i n d e n A u t o r i n g s t e i g e n .

Au D I A 3 C A B r I o le t Mit dem neuen A3 stellt Audi ein Premium- Cabrio, das frischen Wind in sein Segment bringen w i r d . D a s s t y l i s c h e O p e n - A i rModell geht im Feber ab 31.950 E u r o ( 1 .4 T F S I , 9 0 k W / 12 5 P S , 6 - Gang-manuell) an den Start.

BMW 2er CouPÉ M i t d e m f ü r 1 . M ä r z g e p l a n t e n S t a r t d e r 02e rReihe schicken die Münchner einen neuen Zw e i t ü r e r m i t s t y l i s c h e r O p t i k i n s R e n n e n . Ab 33.200 Euro.

KIA soul II Die zweite Modellgeneration des kompak ten Crossover Kia Soul wirkt jetzt erwachsener und maskuliner als sein Vo r g ä n g e r, b e h ä l t j e d o c h seinen markanten, individuali s t i s c h e n C h a r a k t e r. M i t 7- J a h r e s - G a r a n t i e a b 1 7.6 9 0 E u r o e r h ä l t l i c h .


s e At le o n s t A llr A D W i e n e r We l t p r e m i e r e: D e r n e u e S e a t Le o n S T 4 D r i v e p r ä s e n t i e r t s i c h a l s s c h ö n s t e r Ko m b i seiner Klasse. Markteinführung für den s p a n i s c h e n A l l r a d l e r i s t i m A p r i l . A b 23 . 9 9 0 E u r o .

nIssAn QAsHQAI Mit atemberaubenden Design- und neuen Ko m f o r t a u s s t a t t u n g e n steht die Neuauflage des Bestsellers Qashqai bereits Mitte Feber ab moderate 20.990 Euro in den Schauräumen der N i s s a n - H ä n d l e r.

V W G o lF s P o rt s VA n Dynamisches Design, hochwertige Materialanmutung und ein üppiges Raumgefühl liefer t der Wolfsburger Sportsvan, der Mitte des Jahres bereits a b 2 1 .12 0 E u r o e r w a r t e t w i r d .

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D e r B lI C K Au F D I e s C H A r F e o P tI K D e s P r o C e e ’ D Gt V e r M It te lt n u r n o C H e I n e s : einsteigen und losdüsen.

TEXT: WALTER MAIR FOTOS: GERHARD BERGER

Starke Ansage aus Fernost Leidenschaftliches Design, lustvolles Ambiente, kerniger Sound und sportiver Fahrgenuss: Der koreanische KompaktFeger Kia pro cee’d GT bringt Pfeffer in das GTI-Segment.

W

er die Marke Kia bislang als vielfältige Produktansammlung von Vernunftautos angesehen hat, wird seit dem im Juni 2013 erfolgten Marktstart der sportlichen Kia-Modelle cee’d GT (Viertürer) und pro cee’d GT (Dreitürer) eines Besseren belehrt. Der von Kia-Chefdesigner Peter Schreiber gezeichnete und für unsere Testzwecke bereitgestellte Dreitürer fällt im Frontbereich durch den neu gestalteten Wabengrill sowie mit den je vier LED-Strahlern des Tagfahrlichts auf, die in Form von überdimensionalen Eiswürfeln in der GTFrontschürze blitzen. Zusätzlich lassen auch die Kotflügel-Verbreiterungen, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, rote Bremssättel, zwei dicke Endrohre und vier senkrechte Reflektoren am Heck erkennen, dass es sich bei dem 1.358 Kilogramm schweren Korea-Sportler um einen ernst zu nehmenden Mitbewerber im GTI-Segment handelt.

FLOTT GESTYLTES INTERIEUR Der 4,3 Meter lange, knapp 1,8 Meter breite und 1.430 Millimeter hohe Power-Athlet hält auch in seiner Innenkabine, was schon seine dynamische Außenschale verspricht: Recaro-Sportsitze, rote Ziernähte, ein ins Lederlenkrad gesticktes GTLogo, Klavierlack-Applikationen sowie eine vom Rennsport inspirierte Supervision-Instrumenteneinheit mit 7-Zoll-Farbdisplay zählen zur Serienausstattung des Kia pro cee’d GT. Selbstverständlich ist eine Alupedalerie genauso an Bord wie das getönte, elektrisch bedienbare Schiebedach. Einen Hauch von Formel 1 vermittelt das ZentralInstrument hinterm Volant. Normalerweise werden die Geschwindigkeit und der Turbodruck analog angezeigt. Auf Knopfdruck (GT-Button) verändert sich das gewohnte Erscheinungsbild und wechselt von der klassischen Ansicht zu einer digitalen Visualisierung.

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C o o le s I nte r i e u r : M i t h o c h w e r t i g e m Le d e r b e zo g e n e R e c a r o - S p o r t s i t ze sorgen auf langen Reisen und im schnellen Ku r v e n r i t t f ü r m a x i m a l e n S i t z k o m f o r t .

Vorne sitzt es sich äußerst bequem. In Reihe zwei fühlen sich Kinder sauwohl, langbeinige Menschen müssen konstruktionsbedingt mit den üblichen Einschränkungen rechnen. HeiSSer Feger Der Kia-Sportler wird von einem 1,6-Liter-TurboDirekteinspritzer mit 204 PS befeuert, der den 1,3-Tonner mit Unterstützung von 265 Newtonmetern Drehmoment und einer kurz abgestuften, manuellen Sechsgang-Schaltung in nur 7,7 Sekunden von null auf 100 km/h katapultiert. Mit tiefergelegtem Fahrwerk, das zwar sportlich abgestimmt, aber nicht allzu hart ausgelegt ist, liebt der koreanische Spaßbolzen kurviges Geläuf und versteht es, gleichzeitig auf Landstraßen gemütlich dahinzucruisen. Der kernige Sound der Maschine ist Musik in den Ohren der Insassen und passt perfekt zum dynamischen Gesamteindruck des Koreaners. Fazit: Mit dem Kia pro cee’d GT ist den Koreanern ein ausgewogener Sportwagen gelungen, der nicht nur auf der Rennpiste, sondern auch im Alltag eine tolle Figur abgibt. Der optische Aufreger ist ab 27.690 Euro erhältlich, unsere Testvariante kostet inklusive optionalem Navi und elektrischem Schiebedach 30.010 Euro.

KIA pro cee’d GT

Motor: R4-Zylinder 16V Turbo, 1.591 ccm Leistung: 150 kW / 204 PS Drehmoment: 265 Nm/1.740–2.500 U/min Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe 0–100 km/h: 7,7 sec., Spitze: 230 km/h Verbrauch: 7,4 l/100 km, Test 9,3 l/100 km CO2-Emissionen: 172 g/km Abmessungen L/B/H/: 4.310 / 1.780 / 1.430 mm Leergewicht: 1358 kg Preis ab 27.690 Euro Testmodell: 30.010 Euro

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RÄTSEL

DER WÜRFEL Feber 2014

DA S LÖSU N G S WO RT A

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I

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D IE F R AGE N

1

Werden die beim statischen Liebesspiel angewandt? An den anfänglich feierlichen Annahmen ist offenbar nicht zu rütteln

1

Kurz drauf gerieben sorgt er für sauberen Eintritt

2

Das Desaster schaut für Abergläubischen nach jeder Menge Glück, und für Zusammenkehrer nach jeder Menge Arbeit aus

3

Was vornämlich für die Herren Prost oder Delon gilt liegt falsch ausgesprochen solo im Ohr

4

Fürchte(!)rliches Insekt?

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Kraftlos, aber großteils zumindest buchstäblich aufgeweckt

6

Mit dem Bild hat der Arzt den Durchblick

7

Angst vor liederlichem Auftritt: „Bevor ich vor anderen Menschen singe / ich lieber aus dem Fenster …!“

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Sie ist nicht gebirgig, doch für Italiener gut (1–2 W.)

9

In der Unterkunft verharre (!) ich hier im Kopfstand

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A

A Mini-Auto von Michael Knight? Da werden

A

10 A Bösewichte eingelocht 11

ich hier lange genug Speisen reib wird’s A Wenn auch für Zahnlose essbar

A

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Nordische Sportstadt klingt fast wie Frage „Erheitert sie da drüben sich“?

13

Farblich gar nicht abwechslungsreiche: Solche Melodien sind die kürzest möglichen

14

Fortschrittlich und frisch steckt buchstäblich in jedem Gouverneur

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Die wild-e Sau klingt fast nach kleinen Gewassern

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Ende-licher Hundebefehl

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Bei der Bucht werden sportlich gesehen auch Bälle versenkt

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Der verkehrte Weinstock interessiert sich wohl für 15?

LÖ S U N G D E R L E T Z T E N AU S G A B E

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Sie wirft zeit(!)lich gesehen informelle Schatten

„ H E RZ B LUT“

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Devin Miles

Otto Piene

F. Hundertwasser

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internationale kunst des 20./21. jhdts. 70 galerien aus 10 nationen exklusive sonderschauen

18. auflage

20-23 feb 2014

internationale messe für zeitgenössische kunst international fair for contemporary art

Padiglione d


6 0 2 0 E X K LU S I V!

FASCHING IN ALLER WELT EIN STREIFZUG DURCH DIE HOCHBURGEN DER GUTEN LAUNE

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WA S S I E SCHON IMMER Z U F R AG E N G E WA G T HABEN, ABER NIE WISSEN W O L LT E N .

E S SAY

S PE I C H E LPRO B E

Beim Spucken hat der Chinese uns etwas voraus. Aber nicht nur dabei. von Johannes F. Park

U

nlängst schleppte ich mich und meinen abgefuckten Astralleib durch die Stadt, da spuckte ein paar Schritte vor mir eine ältere Frau aus. Sämtliche Weltbeherrschungsfantasien, die mich in Beschlag genommen hatten, waren im Nu verschwunden. War ich doch nicht bloß Zeuge einer mit spitzen Lippen vorgetragenen Oh-da-ist-ein-Haar-im-Bienenstich-Spuckandeutung geworden. Im Gegenteil: Wir reden hier von einem richtigen Gerät, einem nach allen Regeln der Ballistik behände durch die Luft gezirkelten Schleimgeschoss von mittlerer Viskosität. Zuerst war ich trotz aller Begeisterung für den entspannten Umgang mit Körperflüssigkeiten konsterniert. // Doch zugleich faszinierte es mich auch, dass nicht wie üblich ein Mitglied des jugendlichen Prekariats seine Kapitalismuskritik aufs Trottoir spie. Nein, hier entledigte sich jemand aus der Mitte der Gesellschaft seines Geifers. Und das gekonnt und unaufgeregt. Als leidenschaftliche Solidarfrau bin ich der Meinung, dass Frauen nicht nur in der Lage sind, Multimilliardenunternehmen zu führen oder Päpstin zu werden, sondern auch auf den Asphalt schlatzen können, wenn sie das wollen. Aber ungewöhnlich war es schon, das darf man schon sagen. // Zumal Spucken bei uns keinen leichten Stand hat. Es ist aus der Mode gekommen wie Hinrichtungen oder kein Sex vor dem ersten Date. In China ist das anders. Der Chinese spuckt für sein Leben gern. Zuweilen hat man sogar den Eindruck, der Chinese spuckt mehr, als er uriniert. Der Chinese ist ganz klar das Lama unter den Völkern. Auf den Straßen und Plätzen dieses großartigen Landes liegt jedenfalls oft ein dezent gelb schimmernder Film aus Auswurf, eine regelrechte Schleimbeschichtung. Nur bei Minusgraden herrscht Spuckverbot – wegen der Glatteisgefahr. Nicht nur die chinesische Sprache ist schwer zu erlernen. In China wird so viel gespuckt, gerotzt und

gespeichelt, dass Kinder etwa fünf Jahre brauchen, bis sie in der Lage sind, beim Spazierengehen allen Klacheln auszuweichen, die da so angeflogen kommen. Täglich aufs Neue herausgefordert werden auch die Kriminaltechniker der chinesischen Polizei. In keinem Land der Welt liegt an einem durchschnittlichen Tatort mehr DNA herum. Welche Spucke vom Täter stammt, das müssen Sie da erst einmal herausfi nden, mein lieber Schwan. Noch dazu, wo chinesische Auswürfe doch alle gleich aussehen! // Keine Frage: Für Europäer erscheint die Angewohnheit, seinen Speichel großteils nicht im Magen, sondern am Boden zu deponieren, nicht zuletzt wegen der Hundefleischanteile in der Spucke bizarr bis eklig. In Wahrheit kann man von China aber nur lernen. Der Chinese hat die drei wichtigsten Erfindungen der letzten dreitausend Jahre gemacht: Papier, Schießpulver und Spaghetti. Hinzu kommt der ganze Kampfsportkomplex. Kung shui, Feng fu, und so weiter. Die eingesprungene Fußwatsche zählt zu den wirkungsvollsten Selbstverteidigungstechniken ohne Schusswaffe. Und bitte vergessen wir die musikalische Früherziehung nicht! Die Exekution einer ChopinSonate auf Klavier, Geige oder Basstuba gehört zum Standardrepertoire im chinesischen Kindergarten. Das ist doch überhaupt kein Vergleich zum erbärmlichen Gequietsche in unserer Kleinkindaufbewahrung. // Schon bei den Kleinsten sind uns die Chinesen also meilenweit voraus. Man soll keine Zusammenhänge herstellen, wo keine sind, aber ich halte fest: Die Chinesen spucken und wir nicht. Wenn man es sich recht überlegt, hat die schlatzende Frau volkswirtschaftlich vollkommen richtig gehandelt. Man erkennt die Absicht und ist begeistert. Irgendwer muss schließlich den Anfang machen.

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6020 Stadtmagazin (Februar 2014)