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Retourenadresse: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck | Österreichische Post AG PZ13Z039759P

MIT DEN WICHTIGSTEN TERMINEN FÜR

MAI 2018

JETZT ERST RECHT? WIE INNSBRUCKS GASTRONOMIE AUF DAS DOCH-NICHTRAUCHVERBOT REAGIERT

17. JAHRGANG

MAI AUSGABE 223

IMMER GRATIS. NIE UMSONST.

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E D I TO R I AL

ÜB E R DA S AUG E DES B ETR ACHTE RS

B

ei dieser Wahl haben wir wieder eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass es immer schwieriger wird, seine Stimme in vollster Überzeugung abzugeben. Meist ist man gezwungen, nach dem Kriterium des kleinsten Übels zu entscheiden, oftmals gepaart mit taktischen Überlegungen, die mit der Wahl einhergehen. // Bei dieser Wahl konnte man sich aber vor allem zwischen zwei grundlegenden Richtungen entscheiden und die hatten wenig mit dem jeweiligen Parteiprogramm zu tun. Die einen warben um die Gunst des Wählers mit dem Argument, dass es sich bei Innsbruck um eine lebenswerte Stadt handelt, die keine echten Probleme, maximal ein paar Radwege zu wenig hat. Die anderen versicherten eindrucksvoll, dass Innsbruck kein schöner Ort mehr ist, ja man fast schon Bedenken haben muss, hier Kinder in die Welt zu setzen. Überall Kriminalität, Drogendealer und Gewalt, man könnte fast meinen, Innsbruck sei wirklich eine Großstadt. // Liegt die Wahrheit oft in der Mitte, tut sie es in diesem Fall nicht. Und damit hat die Politik, auch wenn sie das im Wahlkampf gerne anders darstellt, gar nicht so viel zu tun. Denn Innsbruck ist wohl der beste Ort der Welt, wenn man gerne urban leben möchte, aber dennoch die Großstadt

scheut. Dank sei der geografisch genialen Lage, einmal im Sinne der Nähe zu den Nachbarn und einmal im Sinne der Nähe zur Natur. Nur gut 130.000 Einwohner, ein Viertel davon aber aus dem studentischen Umfeld machen Innsbruck zu einer der lebendigsten Kleinstädte der Welt. Viel Gastronomie und Kultur, aber auch der Mut zu echten Landmarks wie der Hungerburgbahn oder dem neuen Haus der Musik machen Innsbruck größer, als es am Papier je sein kann. Da verzeiht man auch mal Patzer wie den neuen Patscherkofel, eine idiotische Kurzparkzonenregelung oder eine Stadtbibliothek zum Preis eines Weltallflugs. Selbst Kriminalität und Gewalt sind in Innsbruck in Wahrheit einschätzbar, zumindest meist an den gleichen Orten auffindbar und dadurch meidbar. Oder anders formuliert: Wem Innsbruck nicht mehr gefällt, der sollte hier vielleicht einfach nicht leben. // Die Politik kann – parteiübergreifend – vor allem eines tun: sich in das Wesen der Stadt hineinversetzen und überlegen, was sie aus- und vor allem noch besser macht. Denn nur wer Innsbruck lebt, kann es auch verstehen und weiter vorantreiben.

LIEGT DIE WAHRHEIT OFT IN DER MITTE, TUT SIE ES IN DIESEM FALL NICHT.

m.steinlechner@6020stadtmagazin.at

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© AXEL SPRINGER

von Michael Steinlechner

Rein oder raus Über das korrekte Fahrverhalten in einem zweispurigen Kreisverkehr hat – zumindest gefühlt – jeder seine eigene Meinung. Wir haben bei einem Fahrlehrer nachgefragt. Ab Seite 23!


MAI 2018

6020 ZIN STADTMAGA

COVERSTORY

MAI

J ETZT E RST R E C HT ?!

Wie Innsbruck Gastronomie auf das Doch-nicht-Rauchverbot reagiert Seite 14

AUSGABE 223 17. JAHRGANG

AM COVER

INNER CIRCLE INNSBRUCKS FIESESTER KREISVERKEHR

SERIEN

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KUNST & DESIGN Diesmal: Markus Manfreda

MUNDART Diesmal: Buttermilch-Beerentorte

KICHERKICHER EINE EXPERTIN TESTET HUMMUS

ESSAY SEITE

UNI SEITE

K7-HIMMEL DIE KASSETTE BOOMT WIEDER

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MUSIK SEITE

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BABY OHNE NAMEN Die neue Uni am Areal der „Alten Chemie“

KUNTERBUNT Peter Plaikner über Koalitionen

IM STIEGENHAUS Musik und Kunst in der Karmelitergasse

WAHL SEITE

INTERVIEW SEITE

EVENTS SEITE

ZWISCHENBERICHT Erkenntnisse aus der Gemeinderatswahl

UNFRISIERTE WAHRHEIT Zwei erfahrene Friseure über ihren Job

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54

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80

PROGRAMM Die besten Events im Mai


6020 MEINUNG EDITORIAL.

MICHAEL STEINLECHNER DAS AUGE DES BETRACHTERS

KOLUMNE.

BARBARA WOHLSEIN DAS BÖSE C-WORT

SEITE

3

Sommer 2018 SEITE

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Stück Sommer?

ESSAY.

JOHANNES F. PARK BORDFUNK

SEITE

98

GEWINNSPIELE

MUNDART

SEITE

SPAR-GUTSCHEINE

KINO

47

SEITE

METROPOL-TICKETS

34

RÄTSEL

91

SEITE

RAUCH-GUTSCHEINE

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IVB-NEWS

AUTO SEITE

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DAS GAS-TURBINCHEN Der Fiat Panda Natural Power im Test

Möchten Sie ein

IMPRESSUM Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH Chefredaktion: Barbara Wohlsein Grafik: Marco Lösch, Thomas Bucher, Lisa Untermarzoner, Alina Klampfer Illustration: Monika Cichoń Redaktion: Klaus Erler, Marianna Kastlunger, Matthias Krapf, Anja Larch, Walter Mair, Rebecca Müller, Denise Neher, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Eva Schwienbacher, Flo Seidl, Jutta Steinlechner, Benjamin Stolz, Verena Zankl (­Korrektur) Fotos: Franz Oss, Axel Springer Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Telefon: 0512/58 6020 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Andreas Eisendle, Matthias Krapf, Michael Steinlechner Druck: NP Druck Gesellschaft m.b.H., St. Pölten Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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Amsterdam Brac Chalkidiki Dubrovnik Frankfurt Girona Helsinki Kalabrien Kalamata Kefalonia Korfu Kos Kreta London Madeira Mallorca Menorca Preveza/Lefkas Rhodos Sardinien Wien Zadar Zakynthos www.innsbruck-airport.com


IM B ILD


Ein Unterwassersegel, ein Flaschenzugsystem und ein Seil – mit diesen einfachen Elementen kann man demnächst auch am Inn surfen. Das Segel nimmt die Strömungsenergie auf und übersetzt sie, sodass die Surferin oder der Surfer bis zu 300 Meter flussaufwärts gegen die Strömung gezogen wird. Hinter diesem patentierten System steht das Schweizer Start-up „Up Stream Surfing“, das im Juni einen fixen Standort in Innsbruck eröffnet. Buchen kann man die Sessions bereits (35 Euro für drei Stunden).

GEGEN DEN STROM

© CHRISTIAN RIEFENBERG


FIRST FIVE DAS aDLERS FEIERT

aDLERS Hotel Geburtstagsweekend 07. – 10. Juni 2018

07.06. ab 21.00 Uhr 5 Jahresfeier 08.06. ab 21.00 Uhr Musikband Ziergarten 09.06. ab 21.00 Uhr DJ Matthias Weise aus Dresden

YEARS

10.06. ab 11.30 Uhr B r u n e c k e r s t r a ß e 1 | 6 02 0 I n n s b r u c k

Music Brunch Earcatcher


MA I

10 DINGE, DIE DIE WELT IN DIESEM MONAT NICHT BRAUCHT

1.

.

FREIZEIT-MÜLL-

ERZEUGER

10.

FÜNF

POLTERGRUPPEN AUF 200 METERN

9.

2

BIZARRE DIÄTDRINKS

WENN ALLES GELB VOR

IM DROGERIEMARKT

POLLENSTAUB

8.

IST

3.

SHONDA-RHYMES-

SERIENOVERKILL

DIE DUFTNOTE

„SPARGEL ZU MITTAG“

7. ZU SELFIES

4.

DEN PANINI-WAHNSINN

5. PHOTO BOOTH NOCH EINE

BEI HOCHZEITEN

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6.

KANYE

UND DONALD

© ILLUSTRATION: MONIKA CICHOŃ

PHILOSOPHISCHE SPRÜCHE


UN I

BABY OHNE NAMEN Dort, wo früher die „Alte Chemie“ stand und heute eine leere Fläche ist, bekommt Innsbruck ab 2020 eine neue Uni. 6020 berichtet, wie sie im Groben aussehen wird und was dort unterkommt.

© AXEL SPRINGER, GÜNTER MOHR (VISUALISIERUNG)

Text: Eva Schwienbacher

DAS SIEGERPROJEKT. Ab 2020 wird neben der Hauptuni gebaut.

R

und um die „Alte Chemie“ am Innrain 52 a gäbe es viele Geschichten zu erzählen: von der Nutzung des damals neuen Gebäudes als Pressezentrum bei den Olympischen Winterspielen 1964 über den Strahlenunfall im Jahr 2013 bis hin zum aufwändigen Abriss im vergangenen Jahr, seitdem das Grundstück leersteht. Mit der Kür des Siegerprojekts für den Neubau für Lehre und Forschung wird nun ein neues Kapitel zwischen Hauptuni und internationalem Studentenhaus aufgeschlagen.

genden Räumen sorgen. Überzeugt hat die Jury unter anderem, dass nur ein Drittel der Fläche verbaut wird und damit Raum für Studierende und etwaige spätere Erweiterungen bleibt. DIE BEWOHNER. Der Plan ist, ausgelagerte Standorte der Universität Innsbruck an den Innrain zurückzuholen, wie das Zentrum für Alte Kulturen (derzeit am Langen Weg), die Fakultät für Bildungswissenschaften (derzeit Liebeneggstraße), die Fakultät für LehrerInnenbildung (derzeit im Tyrolean Gebäude, Fürstenweg) und Verwaltungseinrichtungen. Generell gilt es, die Raumsituation an der Uni zu entspannen. Die Bundesimmobiliengesellschaft, Bauherrin, Eigentümerin und Vermieterin, investiert rund 81,4 Millionen Euro in den Neubau. // Nun geht es in die Planungsphase, bis zum voraussichtlichen Baubeginn im Herbst 2020 kann es noch zu Änderungen kommen. Im Frühjahr 2022 soll die Uni fertig sein und noch im selben Jahr bezogen werden. Dann gibt es vielleicht auch schon einen Namen für die neue „Alte Chemie“, die derzeit „Lehr- und Bürogebäude“ genannt wird. 

DAS SIEGERGEBÄUDE. Gewonnen hat die EU-weite Ausschreibung der Architekt Günter Mohr aus Wien. Sein Gebäude besteht aus drei unter- und fünf oberirdischen Geschoßen, die einen kompakten Sockel bilden, sowie einem markanten, rund 40 Meter hohen Turm mit weiteren sechs Obergeschoßen Richtung Innrain (zum Vergleich: der Geiwi-Turm misst 42 Meter). Im über den Christoph-Probst-Platz zugänglichen Erdgeschoß sollen etwa die Mensa (derzeit in der Herzog-Ufer-Straße) und das Archäologische Museum (aktuell im Zentrum für Alte Kulturen) Platz finden. Ein helles Atrium soll für Licht in den innenlie-

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Sie für uns. Die Bürgermeisterin für alle Innsbruckerinnen und Innsbrucker

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WA H L

ZWISCHEN­ BERICHT

Über interessante und kuriose Details der Innsbrucker Gemeinderatsund Bürgermeisterwahl – und das Leiden eines Monatsmagazins. Text: Rebecca Müller

HÜTTENWIRT MIT VORZÜGEN

Am meisten Vorzugsstimmen hat Georg Willi (1.493) erhalten, auf ihn folgt Rudi Federspiel mit 1.232 Vorzugsstimmen und auf Platz 3 Johannes Anzengruber – seines Zeichens Wirt der Arzler Alm und nun Gemeinderat für die ÖVP – mit 864 Vorzugsstimmen.

NEGATIVREKORD

Mit 50,38 Prozent hat die Wahlbeteiligung in Innsbruck einen historischen Tiefstand seit 1945 erreicht. Bei den letzten Wahlen in Innsbruck 2012 waren es noch 52,3, bei den Nationalratswahlen im Oktober 2017 62,3 und bei den Landtagswahlen im Feber 58,40 Prozent, die gewählt haben.

VERSPÄTUNG

V. BPW., also vor der Bundespräsidentenwahl, gab es sie noch: Hochrechnungen kurz nach 17 Uhr und neue Ergebnisse im Minutentakt. Jetzt ist alles anders: Als Konsequenz der Wiederholung der Bundespräsidentenwahl im Oktober 2016 wurden in Innsbruck alle Stimmen – samt der Wahlkarten – sofort ausgezählt. Das Ergebnis kam dementsprechend später. Geplant war 19 Uhr, schlussendlich wurde es 19.50 Uhr. Ergebnisse der einzelnen Wahlsprengel gibt es dieses Mal erst nach Rechtskraft des Wahlergebnisses, rechtskräftig ist das Ergebnis vier Wochen nach Bekanntgabe – sofern kein Einspruch erhoben wird.

LAST-MINUTE-­FRISUR

Federn lassen musste Georg Willi nicht nur vor der Wahl: Kurz vor der ursprünglich geplanten Bekanntgabe des Ergebnisses um 19 Uhr hat er sich am 22. April im Plenarsaal des Rathauses noch schnell die Haare schneiden und stylen lassen. „Der Willi beim Friseur“, scherzte er, zwischen den Kulissen von ORF und Tirol TV auf einem Stuhl sitzend, mit einem Friseurmantel um den Hals.

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E N UBENSGEFÜÜHHLL ELU N HES E NSGEF

C ES LEBE E IENIIS CH SEE ITAL S GER E ITALIEN AM BAG R GGE S AM BA

MANDATSVERTEILUNG IM GEMEINDERAT GRÜNE: 10

FI: 7

SPÖ: 4

FPÖ: 8

18 I 20 JUN 18 0 2 AB I AB JUN

TSB: 1 GERECHT: 1 ALI: 1 FRITZ: 1 NEOS: 2

ÖVP: 5

BUNTER GEMEINDERAT

Ganze zehn Listen – so viele wie noch nie – sitzen ab sofort im Innsbrucker Gemeinderat. Zehn der insgesamt 40 Sitze gehen an die Grünen, acht an die FPÖ, sieben an FI, fünf an die ÖVP, vier an die SPÖ, zwei an NEOS NEU und jeweils ein Sitz an Gerechtes Innsbruck  NEU , ALI  NEU , Liste Fritz  NEU und den Tiroler Seniorenbund.

In der neuen Gelateria und Manufaktur TOMASELLI In der neuen Gelateria und am Baggersee erwarten SieManufaktur italienischesTOMASELLI Lebensgeam Baggersee erwarten italienisches Lebensgefühl gepaart mit Tiroler Sie Quallität. Ein besonderes fühl gepaart mitSchauproduktion, Tiroler Quallität.inEin Highlight ist die derbesonderes täglich vor Highlight ist die in der täglich vor Eispublikum dasSchauproduktion, TOMASELLI-Eis aus frischen ZuEispublikum aus frischen Zutaten gemixt das wird.TOMASELLI-Eis Überzeugen Sie sich selbst von taten gemixt wird. Überzeugen Siegenießen sich selbst der besonderen Zubereitung und Sievon die der besonderen Zubereitung und genießen Sie die Vielfalt. Vielfalt.

BEMERKENSWERTESTE ZAHL DER WAHL: 216

So viele Stimmen hat Bürger­meisterkandidat Heinrich Stemeseder erhalten.

WENN DIE ZEIT GEGEN EINEN ARBEITET ...

Das 6020 erscheint dieses Mal am 4. Mai, also zwei Tage vor der Stichwahl. Einen ausführlichen Bericht zur Wahl bzw. zur Stichwahl gibt’s dann in der Juni-Ausgabe!

www.gelateria-tomaselli.at www.gelateria-tomaselli.at


JETZT ERST RECHT? Am 1. Mai wäre eigentlich das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten, das die neue Regierung kurzfristig verschoben hat. Während manche Lokalbetreiber erleichtert weitermachen wie gehabt, wollen andere ein Zeichen setzen und führen freiwillig ein Rauchverbot ein. 6020 macht den Check und fragt vier Innsbrucker Lokalbetreiber nach ihrer Sicht aufs Thema. Text: Marianna Kastlunger

// Fotos: Axel Springer, Franz Oss

PRO RAUCHVERBOT: Rainer Goldschald, Hotel und Café Central

„ICH GLAUBE NICHT, DASS WIR DEN FALSCHEN WEG GEGANGEN SIND. DAS BESTÄTIGEN AUCH UNSERE GÄSTE.“ R A I N E R G O LD S C H A LD

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„Eine Zeitung, ein Kaffee und eine Zigarette gehörten einmal zum typischen Kaffeehausflair dazu, aber mittlerweile stellen sich selbst die Raucher auf ein Verbot ein. Wir hatten früher Stammgäste, die in der Früh Kaffee und Zigarette genossen haben, aber für ihr Mittagessen den rauchfreien Bereich bevorzugten. Oder italienische Besucher, die den Raucherbereich gar nicht betraten, weil sie sich bereits ans 2005 umgesetzte Verbot gewöhnt hatten. Aus meiner Sicht ist die österreichische Lösung seit 2009 eine ‚never-ending story‘: Man hätte einigen Betreibern viel Geld ersparen können, als die Umbauten für


RAUC HE N

GEGENSTIMMEN Das „Don’t Smoke“Volksbegehren sammelte in der ersten Phase 591.146 Unterstützungserklärungen. Die Eintragungswoche für das Volksbegehren ist von 1. bis 8. Oktober 2018.

„BISHER GAB’S NOCH KEINE BESCHWERDE, NICHT MAL VON FPÖ -WÄHLERN.“ N O R B E RT P LE I F E R

PRO RAUCHVERBOT: Norbert Pleifer, Treibhaus

getrennte Nichtraucherbereiche anstanden, die dann mit einer weiteren Novelle ab Mai 2018 nicht mehr gebraucht worden wären. Mit unserer Glastür hatten wir allerdings Glück, weil wir sie noch heute als Raumteiler nutzen. // 2014 haben wir uns unter Einbindung der Gäste und der Belegschaft intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und uns für ein komplettes Rauchverbot im Haus entschieden, ganz unabhängig von politischen Entwicklungen. Wir haben unsere Gäste schon Wochen im Voraus informiert und das Rauchverbot freiwillig am Aschermittwoch 2015 umgesetzt – eine klare Entscheidung. Es ging ja auch um die Mitarbeiter, die früher dort arbeiten mussten, wo der Nebel aufging. Im ersten Jahr haben wir schon etwas darunter gelitten und eine bestimmte Gästeschicht verloren, aber dafür auch bald eine andere dazugewonnen. Ich glaube nicht, dass wir den falschen Weg gegangen sind. Das bestätigen auch unsere Gäste, die uns vielfach zum Schritt gratulierten. Aber: Kleinere Betriebe oder Bars könnten es schwerer haben. Ich persönlich finde, dass jeder Betreiber selber über ein Rauchverbot entscheiden sollte, ohne dass es die Politik vorschreibt. Oder man hätte es überhaupt bei einem generellen Verbot belassen sollen, dann wäre das heute gar kein Thema mehr.“

„Schon irgendwie verquert, das Ganze: Wenn ein rauchfreies Lokal nicht nur eine Maßnahme zur Förderung der Umweltbedingungen beim Kaffeetrinken, sondern zugleich ein politisches Statement ist. Im Treibhaus erfreuen sich selbst Kettenraucher an unserer Maßnahme – und an der frischen Luft beim Inhalieren. Seit dem 1. Jänner ist sogar im Fumoir, wie auch im ganzen Treibhaus, die Qualmerei Geschichte, den Strachisten grad zu Fleiß. Bisher gab’s noch keine Beschwerde, ganz im Gegenteil. Nicht mal von FPÖ-Wählern, die sich inkognito ins Treibhaus verirren.“

EBENFALLS SEIT RAUCHFREI IL: R P A ENDE ’S Y LL JO S DA ERLL Ü M R E D IN . E S STRAS

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R AU C H E N

CONTRA RAUCHVERBOT: Matthias Eder, Erlkönig Bar „Ich habe das Lokal mitgeplant, zwischenzeitlich in Asien gearbeitet und die Erlkönig Bar im September 2017 übernommen, um sie als verrückte Cocktailbar zu bespielen. Wir öffnen um 17 Uhr und sprechen das After-Work-Klientel an. Der Erlkönig wurde kurzzeitig auch als rauchfreie Bar betrieben, aber da musste man den Gin Tonic gegen Mangosaft mit Wasser tauschen. Die Umsatzeinbußen wären fast fatal gewesen. Darum haben wir uns aus wirtschaftlichen Gründen bewusst wieder

PRO RAUCHVERBOT: Dagmar Niederegger und Stoffl Fuhrmann, Café-Bar Weli

Dagmar Niederegger: „Die österreichische Zwischenlösung zieht sich schon seit Jahren. Mittlerweile hätten sich aber alle auf ein Verbot eingestellt, das nun wieder nicht kommt. Ich habe persönlich noch keinen triftigen Grund oder gar intelligentes Argument für diese Aufhebung gehört. Ende April haben wir unser ganzes Lokal grundgereinigt, um Anfang Mai rauchfrei „MITTLERWEILE IST DIE durchzustarten. Wir haben auch unsere BEREITSCHAFT VON NICHTGäste befragt, 95 RAUCHERN, EIN VERRAUCHTES Prozent unterstützen LOKAL ZU BESUCHEN, RASANT dieses Vorhaben, darum haben wir NACH UNTEN GEGANGEN.“ kein Bauchweh. Ich S TO F F L F U R M A N N glaube, dass alle Raucherinnen und Raucher genau wissen, was sie tun. Uns geht es ja auch nicht um militantes Verbieten, sondern um Kohärenz. Früher konnte man sogar beim Arzt oder im Flugzeug rauchen, heute verfügen wir über mehr Wissen über die Gefahren. Ich fände es schön, wenn man mal sagt: ‚Wenn’s im Weli geht, dann geht’s bei uns auch.“ Stoffl Furmann: „Als die Diskussion ums Rauchverbot vor Jahren anfing, hätten wir uns den jetzigen Schritt noch nicht getraut. Anfangs wehrt man sich ja meistens gegen jede aufoktroyierte Reglementierung, wie bei der Helmpflicht fürs Mopedfahren. Doch irgendwann gewöhnt man sich daran. Mittlerweile ist die Bereitschaft von Nichtrauchern, ein verrauchtes Lokal zu besuchen, rasant nach unten gegangen. Es gibt auch immer mehr Raucherinnen und Raucher, die kein Problem haben, vor die Tür zu gehen. Wir

haben mitbekommen, dass sie sich sogar darauf freuen, statt einer ganzen Schachtel nur mehr ein paar Zigaretten zu rauchen. Manche Gäste werden sicher seltener kommen, dafür finden neue den Weg zu uns. Wir sehen unsere Entscheidung auch als kleines politisches Statement. Rein wettbewerbstechnisch ist es natürlich schlecht, wenn nicht für alle dieselben Bedingungen gelten. Es gibt allerdings Betreiber, die sich ungern für ein Verbot entscheiden, weil sie von einer kleinen Gästegruppe leben, die gerne im Lokal raucht.“

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DAS WELI IST SEIT 1. MAI RAUCHFREI


SONNEN TERRASSE AM INN

„LAUT MEINER ERFAHRUNG SIND RAUCHER DIE BESSEREN GÄSTE, WEIL SIE GERNE GEMÜTLICH SITZEN.“ M AT TH I A S E D E R

fürs Rauchen entschieden. Die Bar lebt von Touristen, aber auch von Leuten, die in der Umgebung arbeiten und für einen schnellen Pfiff und eine Zigarette vorbeischauen. Und sich auch was gönnen. Laut meiner Erfahrung sind Raucher die besseren Gäste, weil sie gerne gemütlich sitzen, ganz ähnlich wie Zigarrenenthusiasten, die gute Spirituosen genießen. Wenn diese Stimmung fürs Rauchengehen unterbrochen wird, ist das nicht nur für die Gruppendynamik ein Problem, sondern auch für Gastronomen schwierig. Dann verlagert sich die Atmosphäre nach draußen, es gibt Lärm, und obwohl das Lokal eigentlich voll wäre, ist es trotzdem leer. Auch das Kassieren wird komplizierter. // Als das Verbot aufgehoben wurde, war ich froh. Ich finde es falsch, alles zu verbieten. Ich bin der Meinung, man sollte jeden Gastronomen, ja eigentlich auch jedes Individuum frei entscheiden lassen, was angeboten und konsumiert wird. Ein maßvoller Genuss sollte erlaubt sein, der Markt wäre für Nichtraucher und Raucher groß genug. Ich habe nun vor, die Situation genau zu beobachten und eventuell auch etwas in eine neue Belüftung zu investieren. Ich möchte aber eine sichere Lösung, die ein paar Jahre gültig ist.“ 

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BEDARF STEIGT

Vor 30 Jahren aßen nur 150 Kinder ihr Mittages­ sen in der Schule oder dem Kindergarten. Heute sind es bereits 2.150 Buben und Mädchen. In fünf Jahren könnten es schon 3.000 sein. 2017 haben Innsbrucks Großküchen 330.000 Essen für Kinder gekocht und 58 Schulen, Kinder­ gärten und -krippen beliefert.

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ISD-KÜC HE N

KÜCHENSCHLACHT Wenn beide Eltern berufstätig sind, muss jemand anderes für Kinder und Großeltern kochen. In Innsbruck übernehmen diesen Job immer öfter die fünf städtischen Großküchen. Ein Lokalaugenschein. Text: Jutta Steinlechner

// Fotos: Franz Oss

A

n diesem sonnigen Vormittag herrscht in den hellen Räumen der Großküche reger Betrieb. Es duftet nach deftiger Hausmannskost und Suppengewürzen. Frauen in strahlendweißen Uniformen zählen und portionieren letzte Röstitaler, eine ganze Badewanne voll Kasspatzln wartet nebenan auf ihre weitere Bestimmung. „In den Anfangszeiten – eigentlich ein Wahnsinn – haben wir das fertige Essen möglichst heiß in Plastikdosen abgefüllt“, erzählt der braungebrannte, gutgelaunte Küchenchef, „natürlich war es trotzdem längst kalt und vermischt, bis es bei den Leuten zuhause war.“ Man sieht Walter Schiestl an, dass er heute noch leidet, wenn er nur daran denkt. // Seit damals hat sich viel verändert. Längst wird das Essen zuerst auf drei Grad schockgekühlt, appetitlich in spezielle Gefäße portioniert und erst später mit eigens entwickelten Induktionsplatten und Kombidämpfern bei den Pensionisten und Kindern wieder erwärmt. Und statt 200 Essen vor fast 40 Jahren bereitet seine moderne Großküche im Keller des Dürer-Heims in Pradl heute bereits 1.500 Portionen zu. Täglich. 365 Tage im Jahr. Da muss jeder Handgriff sitzen. ARBEITEN MIT SYSTEM. Fünf Großküchen betreiben die Innsbrucker Sozialen Dienste, kurz ISD, für die Stadt. Die Aufgabenbereiche der einzelnen Betrie-

„ESSEN IST EIN HÖHEPUNKT IM ALLTAG VON HEIMBEWOHNERN.“ WA LTE R S C H I E S TL , KÜ C H E N C H E F

be sind klar verteilt. Walter Schiestls Team kocht hauptsächlich für Essen auf Rädern (500 Portionen), verschiedene Altersheime in der Umgebung (900 Portionen) und die städtische Herberge (50 Portionen). Und damit es noch ein bisschen komplizierter wird, kann zwischen Vollkost, leichter Vollkost, Vegetarisch, Diabetiker, Fischmenü, Naturschnitzel (gibt es jeden Tag), verschiedenen Beilagen und Breikost gewählt werden. Da braucht’s schon ein ausgeklügeltes, über Jahrzehnte perfektioniertes EDV-System, damit am Ende auch jeder das bekommt, was er ausgewählt hat. Der Computer rechnet die einzelnen Bestellungen in Gesamtmengen um und spuckt Einkaufslisten

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I SD - K Ü C H E N

LIEFERDIENST

Essen auf Rädern ermöglicht es alten Menschen, weiter in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben, auch wenn sie nicht mehr selber kochen und einkaufen können. In Innsbruck liefern täglich von 7 bis 11 Uhr sechs Autos des Roten Kreuzes rund 500 Essensboxen aus.

REGIONAL . Die Küchenchef s ver suchen, möglichst viel regional einzukaufen. Obst und G emüse wird im Sommer von den Feldern rund um Innsbruck bezogen.

inklusive der benötigten Rezepte ebenso aus wie Personenzettel, mit denen die genauen Menüwünsche später am Förderband portioniert werden können. // Auch Küchenchef Alfred Toplitsch kennt sich mit großen Zahlen und Mengen aus. Er hat in der Großküche Reichenau das Sagen. Seine Küche hat sich auf Kinder spezialisiert. Für sie steht morgen Currygeschnetzeltes mit Salat und Frittatensuppe auf dem Menüplan. Dafür hat sein Team eben 150 Kilo Huhn und 85 Kilo Blattsalat verarbeitet, 280 Liter Suppe gekocht und 60 Kilo Frittaten per Hand (!) geschnitten. DAS AUGE ISST MIT. Die Verantwortung, so viele Menschen zu verköstigen, ist groß. Wie im Labor lagern in einem eigenen Kühlschrank fein säuber­ lich beschriftete Rückstellproben von jedem Essen, die zur Kontrolle einbehalten werden. Auch für den Fall, dass eine der Großküchen ausfällt – durch einen Brand etwa – und eine andere Küche einspringen muss, ist vorgesorgt. Notfallpläne mit genauen Anweisungen sind sicher im Tresor verstaut. // Auch sonst nehmen die Küchenchefs ihre Aufgabe sehr ernst. „Essen ist ein Höhepunkt im Alltag von Heimbewohnern“, gibt Walter Schiestl zu bedenken. Darum bestehe er auch darauf, dass die Mahlzeiten schön angerichtet werden. „Das Auge isst

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„DEN KINDERN WÄRE NATÜRLICH AM LIEBSTEN, WENN ES JEDEN TAG PIZZA UND NUDELN GÄBE.“ A LF R E D TO P LIT S C H , KÜ C H E N C H E F

immer mit“, so der resolute Küchenchef, „auch wenn die Leute nur noch Breikost essen können.“ Nach über 30 Dienstjahren sieht er andere Dinge inzwischen allerdings lockerer. Niemals hätte ein Diabetiker früher von ihm Zucker bekommen, erzählt er. Inzwischen gibt er nur mehr Empfehlungen aus und lässt die Menschen selber entscheiden. Essen bedeutet eben auch im Altenheim Lebensqualität und ist weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme.


HYGIENISCH. Schmut ziges G eschirr kommt in die Waschstraße mit 95 - G rad-Thermodesinfek tion. 300.000 Einzelteile werden täglich allein in der G roßküche Pradl gereinigt.

WELCOME VERHANDLUNGSSACHE. In der Reichenau beschäftigen Alfred Toplitsch ganz andere Themen. „Den Kindern wäre natürlich am liebsten, wenn es jeden Tag Pizza und Nudeln gäbe“, lacht er. Seine Diätologin, die für einen ausgewogenen Menüplan verantwortlich zeichnet, sieht das natürlich anders. Und auch die Stadt mischt sich ein. Ihre Vorgaben: Es soll möglichst zweimal Fleisch, einmal Fisch, einmal vegetarisch und einmal Süßes auf den Tisch kommen. Und bitte kein Schweinefleisch. Es gilt, den goldenen Mittelweg zu finden – und realistisch zu bleiben, was die Kleinen auch wirklich essen. Im Zweifelsfall lieber Fischstäbchen statt Fisch. Wichtig sei doch vor allem, dass die Kinder glücklich und satt sind, so Toplitsch. // Langweilig wird ihm in den nächsten Jahren nicht werden. Denn während die Zahl der Essen für Pensionisten relativ gleichbleiben dürfte, soll der Bedarf an Kinderessen künftig stark steigen, sind sich die Verantwortlichen sicher. Neue Wohngebiete, mehr Kinderkrippen, Ausbau der Ganztagesschulen – zu den derzeit 2.150 Kinderessen könnten schon in den nächsten fünf Jahren noch weitere 1.000 dazukommen, so die vorsichtige Prognose. Die Küche in der Reichenau rüstet auf und wäre nach einem Umbau in den Sommerferien rechtzeitig zu Schulbeginn bereit dafür. 

SUMMER Mehr als 35 Aktivitäten von Blobbing bis Rafting warten am Eingang des Ötztals:

2017 WURDEN 330.000 ESSEN ALLEIN FÜR KINDER GEKOCHT.

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Photo: R. Schedl

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Please make no attempt to imitate the illustrated riding scenes, always wear protective clothing and observe the applicable provisions of the road traffic regulations! The illustrated vehicles may vary in selected details from the production models and some illustrations feature optional equipment available at additional cost.

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15.02.18 11:52


THE INNER

CIRCLE Ein Straßenübergang wie ein schlechter Horrorfilm: Der SüdringKreisverkehr zwischen Tivoli und Autobahnzufahrt Innsbruck Mitte sorgt zwar für billigen Thrill, dennoch wäre man am Ende oft gerne nicht mit dabei gewesen. Easy-Drivers-Fahrschullehrer Roman Haider erklärt, wie man hier ohne Blessuren durchkommt. Text: Klaus Erler

// Fotos: Axel Springer

B ROMAN HAIDER, E A SY- D R I V E RSFA H RS C H U LLE H R E R

ei der Kreuzung zwischen der Anton-EderStraße, der Olympiastraße und der Resselstraße Richtung Igls handelt es sich um einen doppelspurigen Kreisverkehr. „Ein derartiger Kreisverkehr hat das Zeug, Respekt sowohl bei Fahranfängern als auch bei routinierten Fahrern auszulösen“, verortet Fahrschullehrer Roman Haider diese Kreuzung im Bereich nicht alltäglicher StVOHerausforderungen. Das gilt umso mehr, da es dazu in Österreich keine speziellen Rechtsvorschriften gibt. Um hier gut über die Runden zu kommen, muss man deshalb genau wissen, was man tut. Wer die Basics der nächsten vier Seiten berücksichtigt, ist auf der sicheren Seite. Roman Haider: „Im Zweifelsfall rate ich meinen Fahrschülern: rechts einfahren, rechts bleiben und die Autos auf der linken Spur gut im Auge behalten!“ 23


K R E I S V E R K EH R

5 VOR DEM AUSFAHREN AUF DIE RECHTE SPUR WECHSE LN

4 AUSFAHRT VON DER LINKEN INNEREN SPUR VERBOTEN

1 NACHRANG FÃœR EINFAHRENDE FAHRZEUGE

3 AUSFAHRT NUR VON DER RECHTEN SPUR

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KRE ISVE RKE HR

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4

3

2 RECHTS EINFAHREN NUR AUF DIE RECHTE SPUR, LINKS EINFAHREN NUR AUF DIE LINKE SPUR

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EINE SPERRLINIE WÜRDE HIER SINN MACHEN

7 AUSFAHRT AUF DIE LINKE SPUR VERBOTEN

Erklärung auf der nächsten Seite

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K R E I S V E R K EH R

Roman Haider, Easy-Drivers-Fahrschullehrer:

1

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„Beim Einfahren in den Kreisverkehr haben die bereits im Kreisverkehr fahrenden Fahrzeuge auf Grund der ,Vorrang geben’-Tafel immer Vorrang und zwar unabhängig davon, ob sie sich am inneren oder äußeren der beiden markierten Fahrstreifen befinden 1 . Wichtig: Kommt man von der Resselstraße in Fahrtrichtung Norden oder von der Olympiastraße in Fahrtrichtung Osten, befindet man sich auf Straßen mit zwei markierten Fahrstreifen: Wer auf dem rechten Fahrstreifen fährt, muss sich auch im Kreisverkehr auf den rechten Fahrstreifen einordnen. Wer vom linken Fahrstreifen kommt, muss auch im Kreisverkehr auf den linken (inneren) Fahrstreifen einfahren 2 .“

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4

5

„Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr in die doppelspurige Olympiastraße in Richtung Westen oder in die doppelspurige Resselstraße in Richtung Süden ist ein Verlassen der Kreuzung nur vom rechten Fahrstreifen aus erlaubt 3 . Das Fahrzeug muss auch nach Verlassen des Kreisverkehrs zunächst noch am rechten Fahrstreifen bleiben, bis ein Fahrstreifenwechsel ohne die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gelingt. Wollte man den Kreisverkehr von der linken inneren Spur – zum Beispiel auf die Olympiastraße oder die Resselstraße – verlassen, wäre das nur dann erlaubt, wenn ein Rechts-Abbiegepfeil auf der inneren Spur diese Option einräumt. Diese Markierungen fehlen hier allerdings, deshalb gilt: Das Abbiegen ist verboten 4 . Das Fahrzeug muss auf der inneren Spur weiterbewegt werden, bis der Spurwechsel auf die rechte Spur problemlos möglich wird 5 .“

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KRE ISVE RKE HR

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„In der Praxis passiert es allerdings immer wieder, dass Fahrzeuglenker in Unkenntnis der Rechtslage aus der inneren Kreisverkehr-Spur vor allem auf die linke Spur der Olympiastraße einbiegen wollen. Das bringt sie zwangsläufig auf Kollisionskurs mit Fahrzeugen, die gerade aus der Anton-Eder-Straße eingefahren sind und auf der rechten Fahrspur zum Beispiel bis zur Resselstraße weiterfahren wollen. Eine kurze durchgehende Sperrlinie zwischen Anton-Eder-Straße und Olympiastraße würde auf diese gefährliche Situation hinweisen und deshalb hier durchaus Sinn machen! 6 Gefährlich wird es auch, wenn Fahrzeuge, die rechtsfahrend gerade aus der Anton-Eder-Straße eingebogen sind, die Olympiastraße Richtung Westen verbotenerweise auf der linken Spur verlassen wollen 7 : Das bringt sie auf Kollisionskurs mit den Fahrzeugen, die rechtswidrig ein Abbiegen aus der inneren Kreisverkehr-Spur auf die linke Spur der Olympiastraße planen. Rechtsfahrer müssen den Kreisverkehr zwingend auf der rechten Spur verlassen.“

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23.04.18 11:13


I NT E RV I E W

HERMANN GLETTLER, KURZ ERKLÄRT Geboren am 8. Jänner 1965 im steirischen Übelbach, wuchs Hermann Glettler auf einem Bergbauernhof auf. Glettler studierte Theologie und Kunstgeschichte und wurde 1991 zum Priester geweiht. In Graz war er 17 Jahre lang Pfarrer in einem Stadtviertel mit hohem Migrantenanteil. Er ist nicht nur als Kurator und Kunstvermittler tätig, sondern auch als eigenständiger Künstler. Im September 2017 wurde er überraschend zum Bischof der Diözese Innsbruck ernannt.

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INT E RVIE W

MIT HUMOR UND PFEFFERMÜHLE Innsbrucks neuer Bischof Hermann Glettler hat einen guten Start hingelegt. Zu seiner Weihe im Dezember kamen 8.000 Menschen in die Olympiahalle, mehr als zu einem Popkonzert. Seit damals fällt der Steirer mit guter Laune und frischen Ideen auf. Text: Denise Neher

6020

: Aus der afrikanischen Community in ihrer früheren Heimatstadt Graz postete jemand: „We lost our Father Hermann. They deported him to Innsbruck, where he not even unterstands the language.“ Sie sind jetzt fast ein halbes Jahr in Tirol, wie läuft’s mit der Verständigung? Hermann Glettler: Ich versteh das, was ich verstehen will. (lacht) Nein, Spaß beiseite, ich verstehe die Menschen hier recht gut. Aber es ist mir schon aufgefallen, dass es nicht „Tirolerisch“, sondern unterschiedliche Dialekte gibt.

// Fotos: Axel Springer

nen und Tiroler sind sehr klar in der Kommunikation. Dieses direkte Ausdrücken gefällt mir. „Grias di, Bischof!“ habe ich auf der Straße auch schon öfter gehört. Bei Ihrer Bischofsweihe gab es afrikanische Tänze und der Bischofsstab wurde von Ihrem guten Freund und Künstler Gustav Troger mit einer Art

Pfeffermühle hat Gustav Troger als Hinweis auf die nötige Lebenswürze installiert. Wenn die Kirche oder die Gesellschaft zu lahmarschig werden, braucht es die „Geh-Würze“. Wir dürfen nicht in der Tradition verweilen, es braucht auch das Voranschreiten. Sie wollten bereits als Kind Priester oder Tischler werden. Wichtig für Ihren Werdegang war dann Ihre Maturareise 1983 in Südfrankreich. Bei meiner Maturareise kam ich in Paray le Monial mit der Gemeinschaft Emanuel in Kontakt. Mir haben die Gemeinschaft und die missionarische Grundausrichtung sofort gefallen. Ich finde es wichtig, Glaubensgut nicht nur zu bewahren, sondern auch hinauszugehen. Ebenfalls wichtig für meinen Werdegang war ein Glaubensseminar, das ich mit 15 Jahren besucht habe. Ich hatte für mein Priesterwerden aber nie ein Berufungserlebnis, keine Stimme von oben.

„ICH HATTE FÜR MEIN PRIESTERWERDEN NIE EIN BERUFUNGS­E RLEBNIS, KEINE STIMME VON OBEN.“

Haben Sie schon einige neue Worte gelernt? Durchaus. Wissen Sie, was das Tiroler Wort für Frustration ist? Sagen Sie es mir! „Luschtverluscht“. Aber jetzt wieder im Ernst: Verständigung ist nicht nur eine Sache der Sprache. Es gibt ein inneres Hören aufeinander. Die wesentliche Sprache ist die von Herz zu Herz – nicht kitschig gemeint, sondern respektvoll. Die Tirolerin-

Discokugel und einer Pfeffermühle veredelt. Wie waren die Reaktionen darauf? Die waren sehr positiv. Ich wollte mit dem Fest zeigen, wie bunt die Kirche und wie vielfältig der Glaube ist. Es war übrigens keine Discokugel, sondern ein mit Spiegelstücken verkleideter Knauf. Der Knauf ist das Symbol für die Welt. Unsere Erde strahlt wie ein Kristall, ist aber auch von Brüchen durchzogen. Die

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Vielleicht kommt’s noch? Noch mehr Berufung brauch ich eigent-


I NT E RV I E W

„ICH SEHE IN TIROL EINE FRUCHTBARE, ABER NICHT IMMER FRIKTIONSFREIE POLARITÄT ZWISCHEN TRADITION UND INNOVATION.“

BISCHOF HERMANN IM WORD-RAP

Mein erstes selbstverdientes Geld … Ich habe bei der VOEST in Linz bei einem Industriepraktikum im Zuge der Priesterausbildung mein erstes Geld verdient. Die Begegnung mit den Arbeitern war für mich eine ganz wichtige Erfahrung. Mein größtes Laster … Ich habe nicht ein Laster, sondern viele, aber die sind alle verborgen. (lacht) Mein Lieblingsplatz in Tirol … Besonders gut gefällt mir der Platz vom Bildungshaus St. Michael. Mein größter Erfolg … Das Beste ist, dass ich meine jugendliche Schüchternheit überwunden habe. Ich hätte mir früher nie vorstellen können, vor anderen zu reden. Mein größter Misserfolg … Ich habe früher zu wenig delegiert und am liebsten alles selber gemacht. Meine Lieblingsstelle in der Bibel … Die Begegnung mit dem Aufer­standenen am See Genezareth. Jesus zeigt sich seinen Jüngern mit großer Zärtlichkeit. Die Stelle ist richtig stark. Kein Vorwurf, sondern Vergebung und Auftrag.

lich nicht. (lacht) Aber ich bin schon ganz gespannt, was Gott an diesem Platz noch alles mit mir vorhat. Wie lernen Sie Tirol kennen? Ich bin dabei, mir alle 16 Dekanate der Diözese Innsbruck anzusehen. Außerdem habe ich schon viele Einladungen angenommen. Ich kannte Tirol ja nur vom Durchfahren und von einer Skitour, das heißt, ich muss alles kennenlernen: Gesellschaft, Land, Kirche, Geschichte und vor allem die Menschen. Es gibt gute und intensive Begegnungen. Es gefällt mir gut. Sogar wenn mich jemand aufwecken würde, würde ich im Halbschlaf sagen, dass ich gern hier bin. Wie sieht Ihr erster Eindruck aus? Das Land ist sehr vielfältig, sowohl gesellschaftlich als auch kulturell, und es gibt ein großes Traditionsbewusstsein. Ich bin schon fast ein Fan der Schützen, sie wirken vor allem am Land gemeinschaftsbildend. Ich bin auch ein

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Fan der Tiroler Künstlerschaft und der urbanen Kulturorte wie der Bäckerei oder dem Treibhaus. In Tirol gibt es ein Nebeneinander von Tradition und Innovation, das gefällt mir gut. Überall, wo ich hinkomme, merke ich diese fruchtbare, aber nicht immer friktionsfreie Polarität. Welche Projekte haben Sie bereits im Kopf? Eines der Projekte, die ich im Kopf habe, sind die Alphakurse. Die Idee dazu entstand in London. Derzeit werden über 30.000 Alpha-Kurse in 152 Ländern von Gemeinden zahlreicher Konfessionen angeboten. Alphakurse sind, vereinfacht gesagt, Glaubenskurse für Jung und Alt, und zwar auf eine andere, unerwartete Art. Die Kurse bestehen aus zehn Abenden, die immer mit einem gemeinsamen Essen beginnen, danach gibt es einen etwa 30-minütigen Film zu einer Glaubensfrage, zum Beispiel: Wer ist Jesus? Wie kann man die Bibel lesen? Oder auch: Wie kann man beten? Danach gibt’s Tischge-

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BISCHOF, KURZ ERKLÄRT

spräche. Eingeladen ist jeder, die Teilnahme ist kostenlos. Wahrscheinlich werden im Herbst einige Kurse starten. Genaue Auskunft gibt es im bischöflichen Sekretariat. Sie stehen der „Ehe für alle“ kritisch gegenüber, warum? Ich verstehe, dass es bei homosexuellen Menschen den Wunsch gibt, auch auf der Symbolebene gleichgestellt zu sein. Dennoch finde ich, dass die Möglichkeit der Verpartnerung bereits alles bietet, was es zur gesellschaftlichen Einbettung und rechtlichen Absicherung homosexueller Paare braucht. Ich sage: Zum Glück gibt es diese Möglichkeit der Verpartnerung! Wir als Kirche mussten lernen, das anzunehmen, und diesen Lernprozess sehe ich positiv. Ich finde es aber schade, dass man jetzt auf der Symbolebene nicht mehr differenzieren will. Durch die Gleichstellung von Ehe und

Ein katholischer Bischof wird vom Papst ausgesucht und ernannt. Der Bischof muss dem Papst regelmäßig berichten, was in den Gemeinden passiert, für die er zuständig ist. Mit Vollendung des 75. Lebensjahres muss der Bischof dem Papst seinen Rücktritt anbieten.

Familie mit allen anderen Formen von Partnerschaft gewinnt unsere Gesellschaft nichts dazu. Ich möchte dieses Thema nicht überbewerten, aber ich bin mit dem ausschlaggebenden, wie ich finde, überhudelten Urteil des Verfassungsgerichtshofes nicht glücklich. Wobei ich ausdrücklich sagen möchte, dass homosexuelle Menschen in der Kirche ihren Platz haben. Sie möchten Wiederverheirateten einen Weg mit der Kirche vorschlagen, wie kann der

INT E RVIE W

aussehen? Das ist ein Riesenthema und es gibt diesbezüglich ein Herzensprojekt von mir. Ich möchte diesen Menschen das Signal geben, dass sie aufgrund des Scheiterns ihrer Ehe nicht zu den Ausgestoßenen gehören. Daher ist es mein Wunsch, ab 2019 jedes Jahr zur Fastenzeit eine Begleitung anzubieten. Sie könnte den Titel „Neu beginnen“ tragen. Scheitern ist trotz allem auch eine Chance, menschlich zu reifen und weiterzugehen. Darum soll es in dieser Begleitung gehen. An vier Abenden werden verschiedene Themen aufgearbeitet, unter anderem mit einem Priester und einem Paar, das bereits in zweiter Ehe lebt. Nach diesen vier Abenden steht es jedem frei, zur Kommunion zu gehen oder nicht. Das soll es an mehreren Orten in Tirol geben. Wer mitarbeiten möchte, möge sich bitte melden. Vielen Dank für das Gespräch.

#denWilli

ES GEHT AUCH ANDERS STICHWAHL 6. MAI

GEORG WILLI


ESSAY

KUNTERBUNTE KOALITIONEN Nach der Bürgermeister-Stichwahl in Innsbruck und der Landtagswahl in Salzburg verändert sich die Landkarte der regionalen und kommunalen Koalitionen. So wie im Kräfteausgleich zwischen Bund und Land ist auch im Machtverhältnis von Stadt und Land Andersfarbigkeit häufiger als Eintönigkeit.

von Peter Plaikner

S

eit dem 22. April ist klar: Anders wird es auf jeden Fall. Wenn schon nicht Innsbruck neue Tupfen, dann bringt Salzburg andere Nuancen ins Farbenspiel der Regierungen auf Bundes-, Landesund Hauptstadt-Ebene. An der Salzach geht sich der lahme Dreier von 2013 mit dem Team Stronach mangels dieser Partei nicht mehr aus. Einer Fortführung des folgenden de facto Schwarz-Grün fehlt die Mehrheit. Also bleibt der ÖVP nur die Wahl zwischen SchwarzRot und Schwarz-Blau oder dem erneuten Versuch eines Koalitionstrios – diesmal als Schwarz-Grün-Pink. Letzteres wäre politisches Neuland durch die erste Regierungsbeteiligung der Neos. ÖVP-SPÖ entspräche von ungefähr bis umgekehrt den Stadtverhältnissen mit einem kurzfristig gekürten Volkspartei-Bürgermeister, aber der klaren relativen Mehrheit für die Sozialdemokraten. ÖVP-FPÖ wäre eine Parallele zum Türkis-Blau im Bund, wenngleich die Bürgerlichen hier wie in Tirol weiterhin als Schwarze firmieren. INNSBRUCKS TÜCKISCHE REGIERUNGSBILDUNG. Verwirrend? Innsbruck steht dem kaum nach. Hier teilt sich das Volkspartei-Lager in ein konservativeres VP-Schwarz und das liberalere FI-Gelb von Noch-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Bei Gewinn der Stichwahl könnte sie die Viererkoalition im Stadtsenat fortsetzen oder auf eine Dreier-Variante zurückgreifen,

wie sie es schon 2012 tat. Damals schickte sie ausgerechnet die internen Widersacher von der Volkspartei in die Machtlosigkeit – eine frühe Rache für deren heftige Gegenkandidatur um den Bürgermeistersessel. Die kommt nun von Georg Willi. Doch wenn FI und VP mit der FP koalieren, könnten seine siegreichen Grünen leer ausgehen. Das zusätzliche Mandat des Seniorenbundes sichert einem solchen Regierungsdreier auch im Gemeinderat die knappe Mehrheit. So entscheidet das Schwergewicht des Bürgermeistersessels die wohl tückischste Regierungsbildung in Innsbrucks Stadtgeschichte. Inklusive paradoxer Einschübe: Eher kann der grüne Willi auf gute Verbindungen zur Landesregierung verweisen als jene gelb-schwarzen Innsbrucker Mandatsverlierer, die nun mehr denn je das Sorgenkind der soeben noch bei der Landtagswahl triumphierenden Tiroler Volkspartei sind. // Ob Harmoniebekundungen via Koalitionsbildung in Richtung höherer Verwaltungsebenen sinnvoll sind, wirkt aber zweifelhaft. Musterbeispiel InnsbruckTirol-Österreich: Das Miteinander-Können des roten Bundeskanzlers Bruno Kreisky mit dem schwarzen Landeshauptmann Eduard Wallnöfer ist so legendär wie dessen Rivalität zu Bürgermeister Alois Lugger aus der gleichen Partei. Eine Verfreundung, die sich in Zeiten ungebremster Ämterkumulierung auch Bahn brechen konnte, weil der Stadtchef (27 Jahre) lange Zeit auch

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parallel Landtagsabgeordneter (insgesamt 30 Jahre) und -präsident (14 Jahre) war (davor fünf Jahre Landesrat und 1974 Bundespräsidentschaftskandidat). ANDERSFARBIGE UND EINTÖNIGE. Am 6. Mai entscheidet sich in Innsbruck zudem, ob im Vergleich der acht Hauptstädte wie bisher die politische Gleichfarbigkeit von Bürgermeister/in und Landeshauptmann/frau die Überhand behält oder es dann fifty-fifty zu den gegenpoligen Besetzungen steht. In St. Pölten und Linz agieren die Roten Matthias Stadler und Klaus Luger als Widerpole zu den Schwarzen Johanna Mikl-Leitner und Thomas Stelzer in Nieder- und Oberösterreich, in Eisenstadt umgekehrt das VP-Gemeindeoberhaupt Thomas Steiner neben dem burgenländischen SP-Regionalpatriarchen Hans Nissl. In Graz, Salzburg und Bregenz regieren die Bürgerlichen Siegfried Nagl, Harald Preuner und Markus Linhart nicht immer einig mit ihren Parteifreunden Hermann Schützenhöfer, Wilfried Haslauer und Markus Wallner in den Landhäusern der Steiermark sowie von Salzburg und Vorarlberg. In Klagenfurt hat die rote Maria-Luise Mathiaschitz einen kurzen Parteidraht zu Kärntens SP-Landeshauptmann Peter Kaiser. Georg Willi wäre nicht nur der erste grüne Bürgermeister einer Landeshauptstadt, sondern das einzige grüne Gemeindeoberhaupt in den 2.100 österreichischen Kommunen. Doch für Städte wie Dörfer gilt mehr noch als für die Länder: erst Person, dann Partei. Sympathiewert, Vertrauensbildung und Lösungskompetenz sind im politischen Nahkampf alles, die Farbe der Liste ist zweitrangig. // Schon mehr Bedeutung hat die Farbkombi der Koalitionen auf Landesebene. Denn ungeachtet des regionalpatriotischen permanenten Aufbegehrens gegen den Wasserkopf an der Donau beschwören sie in der Provinz gerne den guten Draht nach Wien. Die gerings-

ten solchen Anknüpfungspunkte hat aktuell ausgerechnet die rot-grüne Stadt- bzw. Landes­regierung in der Metropole. Die theoretisch besten Beziehungen pflegt die einzige gleichgestrickte schwarz-blaue Koalition in Oberösterreich. Dazu könnte sich nun Salzburg gesellen, wenn Haslauer dort erstmals die FP-Karte zieht. Wählt er stattdessen den Dreier mit Grün und Pink, ist das Neuland auf der regionalen Politikkarte. Kürt er Rot zum Juniorpartner, steht ausgerechnet diese altbewährte Paarung aktuell einzigartig dar. Denn die Steiermark wirkt bloß ob ihres VP-Landeshauptmanns so. Nach Mandaten ist die SP dort ganz knapp der stärkere Partner und in Kärnten sogar dominant. SchwarzGrün regiert neben Tirol auch noch in Vorarlberg. Im Burgenland herrscht der Tabubruch Rot-Blau, in Niederösterreich das reine Schwarz (wenngleich dort Blau und in Oberösterreich Rot und Grün infolge Proporzes mit­regieren).

FÜR STÄDTE WIE DÖRFER GILT MEHR NOCH ALS FÜR DIE LÄNDER: ERST PERSON, DANN PARTEI.

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DAS TEILE-UND-HERRSCHE DES SOUVERÄNS. Je nach Salzburger Entscheidung gibt es also sechs oder sieben verschiedene Koalitionsvarianten in den neun Landesregierungen. Das ist keine österreichische Spezialität. In den 16 deutschen Ländern regieren 13 verschiedene politische Farbkombinationen. Schwarz-Rot wie im Bund gibt es dort nur im Saarland und in Sachsen. Während hier die Kanzlerpartei ÖVP nur in Wien und im Burgenland nicht (mit)regiert, ist die CDU in sechs Bundesländern in der Opposition. Ungeachtet der persönlichen Stärken von Sebastian Kurz und Angela Merkel teilen die Bürger oft die Macht der Ebenen. So herrscht am besten der wahre Souverän. Er hat schon 2019 die nächsten Chancen zur Umfärbung und neuer Machtbalance zwischen den Entscheidungsebenen. Neben der EU-Wahl folgen dann die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg sowie die Landtagswahl in Vorarlberg. 


Entgeltliche Einschaltung

IVB News

Drei Seiten Mobilität

Heart of Noise 2018 Das Heart of Noise Festival findet heuer vom 30. Mai bis 2. Juni 2018 und unter dem Motto „Decocooning Society“ statt. Zum Line-up des Heart of Noise 2018 gehören unter

Musikerin und Sängerin Liessie Rettenwander begleitet.

anderem Juan Atkins und Glenn Underground, zwei der

Los geht’s am 02.06.2018 um 14:00 Uhr am Leipziger

wichtigsten Namen des Detroit Techno und Chicago

Platz, von dort aus geht es mit der Stubaitalbahn

House, Shooting Star Jlin, Errorsmith, Lee Gamble, Tim

bis Kreith bei Mutters und retour, Ankunft in Innsbruck

Hecker, Awesome, Tapes from Africa und Alec Empire.

ist um ca. 15:30 Uhr.

Ein Programmhighlight ist auch der TRAMatic Ride am

Außerdem verlosen die IVB und der VVT zwei Festival-

Samstag, den 02.06.2018, presented by IVB und VVT.

pässe. Einfach bis 23.05.2018 eine E-Mail schreiben an

Eine Bahnfahrt ins Innsbrucker Umland wird von

marketing@ivb.at. Wir wünschen viel Glück!

zwei Konzerten der österreichischen Experimentalisten Maurizio Nardo aka Brttrkllr und der Kitzbüheler

Weitere Infos unter www.heartofnoise.at


Entgeltliche Einschaltung

Nächster Halt: Party Am 4. Mai 2018 laden KRONEHIT und die IVB wieder zur Party in die Tram ein. In zwei Trams machen Feierwütige die Nacht wieder zum Tag und die Tram zur Partyzone. Von 19:00 bis 21:00 Uhr steigt die Pre-Party beim Congress und bei der Messe Innsbruck. Von 20:00 bis 01:00 Uhr fahren PartypassBesitzerInnen dann gratis quer durch die Stadt entlang einer Kombi­nation der Strecken der Tramlinien 1 und 3. Die Baustelle in der Ing.-Etzel-Straße, die gerade generalsaniert wird, steht der Party nicht im Weg – Programm und Fahrplan können eingehalten werden. In den teilnehmenden Lokalen warten wieder tolle Specials. Schnell online auf kronehit.at anmelden und das Gratis-Ticket sichern. Dieses kannst du dir ausdrucken oder mobil mitnehmen, das Tram-Party-Ticket ist am Veranstaltungstag auch ein IVB-Ticket für alle Nightliner-

34. Stadtlauf Innsbruck Ein Fest für die ganze Familie am 13. Mai 2018

Linien in Innsbruck (Kernzone). Weitere Infos unter www.kronehit.at

Der Startschuss zum Stadtlauf Innsbruck fällt um 10:00 Uhr am Sparkassenplatz. Gewählt werden kann wieder zwischen dem Hauptlauf über zehn, den Genuss­lauf über fünf und den Staffellauf über vier Mal 2,5 Kilometer. Die Kinder-, Familien- und Schülerläufe starten ab 14:00 Uhr. Zwischen den Läufen wird wieder ein vielfältiges Rahmenprogramm am Sparkassenplatz sowie in der Erlerstraße geboten, mit Bewegungsstraße der Sport­ union Tirol, kreativen Stationen mit dem Spielbus und einer „Tut gut“-Zone. Auch die IVB sind wieder als Kooperationspartner dabei: Die Startnummer gilt als IVB-Ticket in Innsbruck (Kern­zone) und zwar 1,5 Stunden vor und nach dem Lauf. Park&Ride&Run-Möglichkeiten stehen beim VZ Hafen und der Olympiaworld zur Verfügung. Anmeldung und weitere Informationen unter www.innsbrucklaeuft.com


Entgeltliche Einschaltung

Blühende Träume Mit den IVB zu den Tiroler Gartentagen 2018 im Congresspark Igls

Die heurigen „Blühenden Träume“ stehen unter dem Motto „Natur im Garten“ und finden vom 25. bis 27.05.2018 statt. Über 70 AusstellerInnen zeigen in Igls Neuheiten in Sachen Gartenpflanzen, Kunsthandwerk und Garten-

Außerdem gibt’s mit einem IVB-Ticket ermäßigten Eintritt

möbel der besonderen Art. Auch kostenlose Workshops

(€ 4,- statt € 6,-). Auf der Homepage der Gartentage

passend zum Thema werden angeboten.

www.blühende-träume.at informiert eine Mini-Fahrplanauskunft über die Verbindungen der IVB. Die IVB

Sicher und umweltbewusst zum Congresspark Igls

verlosen zudem fünfmal zwei Eintrittskarten: Einfach

geht es mit der IVB-Linie J. Die VeranstalterInnen bitten

bis 18.05.2018 eine E-Mail mit dem Kennwort

darum, öffent­liche Verkehrsmittel zu benutzen.

„Blühende Träume“ an marketing@ivb.at schicken.

Fremde Welten Die IVB verlosen zwei Festivalpässe für das IFFI, das größte und älteste Filmfestival Westösterreichs. Das Internationale Filmfestival Innsbruck geht vom 29.05. bis 03.06.2018 über die Bühne. Auch heuer entführt das Festival mit Spiel- und Dokumentarfilmen und internationalen Gästen aus Afrika, Asien, Latein­ amerika und Südeuropa in fremde Welten. Die IVB sind auch dieses Jahr wieder als Partner des Festivals dabei. Die Festivalpässe gelten während der gesamten Veranstaltung auf allen Linien der IVB als Ticket in der Kernzone (Innsbruck). Außerdem verlosen die IVB zwei Festival­ pässe. Einfach eine E-Mail an marketing@ivb.at bis spätestens 23.05.2018 senden und gewinnen. Alle Infos und das gesamte Programm unter www.iffi.at

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH Medieninhaber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck T +43 512 58 60 20 / F +43 512 58 60 20-2820 / marketing@ivb.at / www.ivb.at Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur · Fotos: Heart of Noise, IVB, Webhofer, KRONEHIT, IFFI


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ISRAELISCH Seit Mitte April hat das HaPoel in der Universitätsstraße 18 geöffnet. Im ersten israelischen Lokal Innsbrucks seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es diverse „Trays“ mit Hummus, Pita, Salaten etc., aber auch Shakshuka, gegrillten Karfiol im Ganzen (unbedingt probieren) und wechselnde Angebote. Geöffnet ist es Montag bis Samstag von 9 Uhr bis Mitternacht.

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Früher war alles besser. ER NEU VOR D E L MARKTHAL

CHILLEN AM INN

Vor der Markthalle, dort wo im letzten Jahr die „Sundowner“-Events stattgefunden haben, gibt es heuer eine fixe Bar, die Uferreich heißt und als Open Space gedacht ist. Man kann hier täglich zwischen 14 und 22 Uhr (außer bei Regen oder Wind) in Liegestühlen sitzen, auf die Nordkette schauen, Bier/Spritzer trinken und Hitzefrei-Eis schlecken. Dazu gibt es Musik, es sind auch Künstler eingeladen, sich zu melden.

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Bis auf eines.


© ANDRE SCHOENHERR

erfrischend anders!

EIS-AUSFLUG Tomaselli hat seine Eisproduktion in einer neuen Manufaktur am Baggersee gebündelt. Die gute Nachricht ist, dass man hier auch Eis kaufen kann und sogar bei der Live-Produktion zuschauen darf. Empfiehlt sich, wenn man mit dem Rad unterwegs zum Baggersee ist.

ZUWACHS F IN MARIAHIL

IBK GOES

MAHÜ In der Mariahilfstraße 36 gibt es neues kleines Hotel (zwölf Zimmer) namens Faktorei, dessen Café und Bar Mahü (Wien lässt grüßen) auch für Innsbrucker interessant sein könnte. Ende April startete der Testbetrieb, auf der Karte stehen Kuchen, Crêpe, Galette und andere Kleinigkeiten.

www.silberquelle.tirol

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BITTE TEILEN

© CHARLY SCHWARZ

Nach Machete und Kater Noster ist mit dem Gang & Gebe der Hattrick perfekt.

asiatisch wäre vermutlich die treffendste Bezeichnung). Die Portionen sind nach Kritik in der Anfangszeit schon ein bisschen gewachsen, das Problem ist aber das Level der Zubereitung. Oder anders formuliert: Bitte entweder teurer und richtig gut oder günstiger und weiterhin gehobener Durchschnitt. Wäre das Gang & Gebe einfach nur die Küche für das Kater Noster, müsste man sich über das alles keine Gedanken machen und würde einfach den einen oder anderen Happen zum Cocktail bestellen. So muss man das Lokal aber als alleinstehendes Restaurantkonzept betrachten und kommt zu dem Schluss: Da geht noch was.

Es ist das erste Mal, dass die deutschen Gastronomen, die Innsbruck gezeigt haben, was heute angesagt ist, nicht ganz ins Schwarze getroffen haben. Architektonisch wie immer auf dem Punkt, mit lockerem wie freundlichem Personal, ist das Gang & Gebe auf den ersten Blick der nächste geniale Streich, der Innsbruck noch mehr Großstadtluft schnuppern lässt. Nur kulinarisch ist es – vorsichtig formuliert – noch nicht zu Ende gedacht. Die kleinen Speisen, die dazu anregen sollen zu teilen, können oft nur schwer geteilt werden und folgen keinem erkennbaren inhaltlichem Konzept (tirolerisch-

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Bio vom

berg

Bio-Buttermilch

SUMMER IN THE CITY Am Franziskanerplatz ist ordentlich was los.

© AXEL SPRINGER

1 00 28039

An schönen Tagen sind die Schlangen lang. Beim Stiftskeller warten Menschen auf einen Gartenplatz, der Schatten und frisch gezapftes Augustiner spendet, nebenan im Il Convento gibt es nicht nur bestes Essen, sondern auch eine schöne Dachterrasse im ersten Stock – perfekt für den Sundowner. Das Eis in der Eisgrotte ist auch heuer nicht besser, dem Besucherstrom kann das aber nichts anhaben – lang die Schlange vor der Vitrine, voll der Gastgarten für Freunde des traditionellen Eisbechers. Die beiden Frozen-Joghurt-Läden Kurt (der coole in bio und teuer) und Froyo (der günstigere) dürften sich auch nicht um ihr Umsatz-pro-Quadratmeter-Ergebnis beklagen, einzig der Gastgarten des asiatischen Restaurants Bonsai ist nicht immer gut gefüllt, obwohl die Qualität nichts zu wünschen übrig lässt. Neu für alle, die kein Eis oder Joghurt wollen, gibt es jetzt nebenan eine Rauch Juice Bar, die auch einen guten Start hinlegen konnte.

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Die ErlebnisSennerei Zillertal füllt diese Bio-Buttermilch ab. Die Milch stammt von Zillertaler Bio-Bauern. Für die Produktion wird ausschließlich Bio-Heumilch verwendet. Das Gütesiegel „Qualität Tirol“ garantiert den Tiroler Ursprung.

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WAR FRÜHER ALLES BESSER? Der Arkadenhof ist in neuen Händen. Sympathisch, freundlich und sehr bemüht – das ist es allemal, das neue Team rund um die Familie Tschoner, die den Arkadenhof seit gut zwei Monaten neu bespielt. Dem eigenen Speisekarten-Motto „Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks“, wird es aber keineswegs gerecht. Stammgäste vermissen die alten Klassiker und haben keine Freude mit dem neuen Angebot. Vielleicht kommt die Küche ja noch in Schwung – einstweilen einfach den schönen Gastgarten genießen.

UNDERCOVER BOSS Die Mühle in Gärberbach kocht ganz vorne mit.

Die Umgebung: ein Gewerbegebiet. Das Gebäude: eine kitschige Holzhütte. Die Einrichtung: lässt Übles ahnen. Die Küche: eine der besten, wenn nicht vielleicht sogar die beste im Großraum Innsbruck. Küchenchef Tamer Kacar bereitet seine vier- bis achtgängigen Menüs auf internationalem Haubenniveau zu, stets darauf bedacht, dass die Zutatenqualität stimmt und der regionale Einkauf nicht vergessen wird. Ein wirklicher Tipp für einen besonderen Anlass. Also: Augen zu und durch!

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M UN DART

ALLES IN BUTTER(MILCH) MundArt ehrt die Mütter und den Wonnemonat Mai und bäckt zu Ehren beider eine Buttermilch-Beerentorte. von Flo Seidl

Zum Butter-, äh Muttertag! Soll ich dichten? Soll ich singen? Dich beglücken? Dir was bringen? Soll ich tanzen? Dich bejubeln? Frühstück machen? Dich umtrubeln? Soll ich basteln? Blumen pflücken? Dich ganz fest ans Herzlein drücken? Soll ich lachen? Oder weinen? Dir zu zeigen, ganz im Kleinen? Das alles fällt mir viel zu schwer, auch bleibt dann ja dein Magen leer, drum backt dir heut dein lieber Knilch, mit Beeren und auch Buttermilch, von bester Bio-Sorte, die allerschönste Torte!

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MUNDART

BUTTERMILCH Buttermilch entsteht bei der Butterung durch die Trennung des Butterkorns von der im Rahm enthaltenen Flüssigkeit. Sie hat einen sehr niedrigen Fettgehalt, dafür jede Menge Eiweiß, und versorgt den Körper mit Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Ein halber Liter Buttermilch deckt schon 75 Prozent des täglichen Kalziumbedarfs. Außerdem wirken sich die enthaltenen Milchsäurebakterien der probiotischen Buttermilch positiv auf unsere Darmflora aus. Vielen Dank für das Bereitstellen der Zutaten:

Das Rezept: Buttermilch-Beerentorte Zutaten:

150 g Butter, 150 g Zucker, 1 unbehandelte Zitrone, 1 Prise Salz, 3 Eier, 225 g Mehl, ½ Päckchen Backpulver, 75 ml Milch, 200 g frische Beeren, 1 Stiel Zitronenmelisse, 5 Blatt Gelatine, 250 ml Buttermilch, 200 g Schlagrahm, etwas Fett und Mehl für die Form Zubereitung:

Eier und Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie zimmerwarm sind. Butter, 100 g Zucker, Hälfte der Zitronenschale und 1 Prise Salz mit dem Schneebesen cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd Mehl, Milch und 2 EL Zitronensaft unterrühren. Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Springform geben und glattstreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C für 20 bis 25 Minuten backen, herausnehmen und auf einem Kuchengitter ca. zwei Stunden auskühlen lassen.

GEWINNSPIEL Beeren von den Rispen zupfen, waschen und gegebenenfalls vierteln. Heidelbeeren waschen und putzen. Von den Beeren eine Handvoll beiseitestellen. Melisse waschen, trocken schütteln. Blätter abzupfen und fein hacken. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Buttermilch, 2–3 EL Zitronensaft, übrige Zitronenschale und 50 g Zucker verrühren. Gelatine ausdrücken, in etwas heißem Wasser auflösen, 2–3 EL Buttermilch unterrühren und unter die übrige Buttermilch rühren. Schlagrahm steif schlagen und mit den Früchten und der Zitronenmelisse unter die Buttermilch heben. Tortenboden aus der Form lösen und mit einem Tortenring umstellen. Creme daraufgeben und glatt verstreichen, übrige Früchte auf der Creme verteilen. Mindestens zwei Stunden kaltstellen, besser: über Nacht in den Kühlschrank.

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HU M M U S N AT U RE L GEKAUFT BEI HOFER  reis: 1,39 Euro, 200 Gramm P (0,69 Euro je 100 Gramm) Der günstigste Hummus im Test riecht recht säuerlich, und auch beim Geschmackstest fällt der enthaltene Weingeistessig (definitiv keine gängige Zutat) negativ auf. Ebenso störend: die seltsame Süße. Tatsächlich ist hier laut Zutatenliste auch Zucker enthalten. Für Avishag Deri das schlechteste aller getesteten Produkte.

Für traditionellen Hummus werden Kichererbsen mindestens zwölf Stunden lang eingeweicht und anschließend gekocht. Dann werden sie mit einem Teil des Kochwassers, Salz, frischem Zitronensaft und Kreuzkümmel püriert. Am Schluss kommt gute Tahina (Sesampaste) und etwas kaltes (!) Wasser dazu, bis der Hummus die ideale Konsistenz hat. Mit Olivenöl oder anderen Toppings servieren. Hält im Kühlschrank ein bis zwei Tage.

Die Expertin Avishag Deri kommt aus Tel Aviv und ist Köchin im neuen israelischen Lokal HaPoel in der Universitätsstraße 18.

© AXEL SPRINGER (ALLE)

Was macht einen guten Hummus aus?


T E ST N IC H T Ö LIG U N D C H A U T H E N T IS

VEGAVI TA H UMMUS CL ASSI C GEKAUFT BEI BILLA  reis: 1,69 Euro, 150 Gramm P (1,13 Euro je 100 Gramm) Der Hummus der bekannten Vegan-Marke Vegavita schmeckt im ersten Moment „okay“, wird dann aber im Mund schnell ölig und ein bisschen bitter. „Das liegt wohl daran, dass hauptsächlich Rapsöl statt Olivenöl drinnen ist. Außerdem wurde keine Tahina (Sesampaste), sondern Sesamsaat verwendet.“

ME HR AU FS TR IC H AL S HU MM US

S PAR VE G G I E HU M M U S BI O GEKAUFT BEI SPAR Preis: 1,49 Euro, 125 Gramm (0,99 Euro je 100 Gramm) Dieser Hummus aus Österreich besitzt einen recht intensiven Zitronengeschmack. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt: Hier ist einiges drinnen, das mit klassischem Hummus nichts zu tun hat. Sojabohnen, Maisstärke und andere Verdickungsmittel zum Beispiel. „Das ist, wenn überhaupt, ein Kichererbsenaufstrich, aber sicher kein Hummus“, findet Avishag.

T E S F E H L CK M H A A N G ES C

JA! NATÜRL I CH B I O H UMMUS CL ASSI C GEKAUFT BEI BILLA  reis: 1,79 Euro, 150 Gramm P (1,19 Euro je 100 Gramm) Der Bio-Hummus hat eine nicht ideale Konsistenz (an manchen Stellen hat sich die Flüssigkeit von der Masse getrennt) und schmeckt laut Expertin „nach gar nichts“. Auch dieser Hummus enthält Sonnenblumenöl statt Olivenöl und Sesamsaat statt Tahina. Avishag bleibt auch beim wiederholten Kosten dabei: „Ich weiß nicht, was das sein soll.“

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T E ST

A E R TA H IN M IT EC H T E N Ö L U N D O L IV

N E N I A M T I S CH HU M M U S GEKAUFT BEI SPAR  reis: 2,99 Euro, 250 Gramm P (1,19 Euro je 100 Gramm)

TESTSIEGER

Dieser Hummus ist für Avishag Deri zwar etwas zu „pastig“, geschmacklich ist er aber in Summe top. „Dieses Produkt ist durchaus mit dem Supermarkt-Hummus in Israel zu vergleichen.“ Drinnen ist echte Tahina und Olivenöl. Das einzige, das nicht schmeckt, sind die einzelnen Kichererbsen, die auf dem Hummus liegen. „Wohl eher eine Dekoidee.“

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OLYMPIAHALLE Bei der Tournee 2018 steht wieder Feiern im Semino-Rossi-Stil an.

OLYMPIAHALLE Sascha Grammel ist wieder auf großer „ICH FIND‘ S LUSTIG“-Tour in Innsbruck.

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11. Mai 2018 FC Wacker Innsbruck vs. SV Ried 25. Mai 2018 FC Wacker Innsbruck vs. FAC Wien 26. – 27. Mai 2018 Taekwondo Austrian Open 2018 06. – 10. Juni 2018 EHF Handball Masters 2018 23. Juni – 15. Juli 2018 Vergnügungspark

17.04.18 16:07


T E ST

FAZIT Der Hummus von Neni (Spar) ist für die Expertin eindeutig der beste. Dass dahinter mit Haya Molcho eine erfahrene israelische Gastronomin steht, zahlt sich offensichtlich aus. Preislich ist zwischen den meisten Produkten nur wenig Unterschied. Der deutlich günstigere Hummus von Hofer ist leider nicht empfehlenswert.

M AZ A HU M M U S

B IT T E R V IE L Z U

GEKAUFT BEI MPREIS  reis: 2,30 Euro, 200 Gramm P (1,15 Euro je 100 Gramm) Im ersten Moment findet die Expertin diesen Hummus „ganz gut“, doch schon bald verzieht sie ihr Gesicht. „Warum ist der so bitter am Schluss? Da ist definitiv keine gute Tahina drinnen.“ Entgegen der verbreiteten Meinung sollte eine Sesampaste nämlich nicht bitter sein – wieder etwas gelernt. Immerhin ist die Konsistenz gut. Trotzdem durchgefallen.

S C H M ECK T N W IE H U M M IC H T US

ALNATU RA H UMMUS CL ASSI C GEKAUFT BEI MPREIS  reis: 1,70 Euro, 150 Gramm P (1,13 Euro je 100 Gramm)

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© AXEL SPRINGER (ALLE)

Bei diesem Hummus der Biomarke Alnatura wurde ebenfalls Sonnenblumenöl statt Olivenöl verarbeitet. Das merkt der erfahrene Gaumen leider an der öligen Konsistenz und am leicht unangenehmen Geschmack. Sesam, Gewürze und Knoblauch helfen da auch nicht mehr viel. „In Summe keine Alternative zu selbstgemachtem Hummus.“

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SHOPPING-VERGNÜGEN MIT TWIST „Ganz Innsbruck tanzt“ heißt das Motto am 1. Juni bereits zum vierten Mal in der Tiroler Landeshauptstadt. Die Innenstadt verwandelt sich dabei in eine große Tanzbühne – in Kombination mit einem Shopping-Erlebnis bis 23 Uhr.

K

ühne Umdrehungen, freche Hüftschwünge, flotte Schritte. Das Staunen ist garantiert, wenn am 1. Juni ganz Innsbruck auf den Beinen ist. Noch dazu, da an diesem Tag die fast 600 Geschäfte der Innen- und Altstadt sowie die Einkaufszentren DEZ, Sillpark, Rathausgalerien und Kaufhaus Tyrol bis 23 Uhr pures Shoppingvergnügen bieten. Und gibt es etwas Idealeres, als Tanzen und Shoppen zu kombinieren? Die alpin-urbane Stimmung, die zwischen der Nordkette und dem Patscherkofel an diesem Sommerabend herrscht, muss unter den eigenen Füßen gespürt werden. Nebenbei warten noch die hei-

ßesten Trends für einen coolen Sommer. // Alle sind eingeladen durch die Innsbrucker Innenstadt und die Einkaufszentren zu flanieren, das vielfältige Tanzprogramm zu genießen und nach Lust und Laune bis spät in den Abend einzukaufen. Die einzelnen Unternehmer selbst laden mit einem tollen Programm und Aktionen in ihren Shops ein. // Wer dann einmal eine Verschnaufpause braucht und sich stärken will, ist bei den zahlreichen Gastronomen der Innen- und Altstadt gut aufgehoben. // Mit der gelben Innenstadtkarte, die Kundinnen und Kunden bei den teilnehmenden Shop-Partnern

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erhalten, kann vergünstigt geparkt oder mit der IVB gratis zum Event angereist werden. Darüber hinaus bringt die ÖBB Gäste mit ihren Zügen schnell und sicher nach Innsbruck und mit den neuen Nachtzügen wieder nach Hause. „Ganz Innsbruck tanzt“ wird vom Innenstadtverein und in Partnerschaft mit den Einkaufszentren veranstaltet. Weitere Informationen unter: www.innsbruck-shopping.at

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FRISEURE

e t r e i s i r f n u Wahrheit Die

Es ist der Ort, an dem alle Alters- und Gesellschaftsschichten zusammen­kommen: der Friseursalon. Dort „menschelt“ es wie kaum wo sonst. Und so ist es kein Wunder, dass zwischen Waschbecken und Trockenhaube oft die unglaublichsten Geschichten passieren. 6020 hat zwei, die seit Jahrzehnten die Schere schwingen, zum Interview gebeten. Interview: Denise Neher

// Fotos: Axel Springer

e t u g r h e s e n i habe e h Ic ” “ n e n n o w e g

s i n t n n e k n e h c Mens

Friseurmeisterin Andrea Berger ist 53 Jahre alt und gebürtige Salzburgerin. 2012 ist sie nach Tirol gezogen, seitdem leitet sie den Friseursalon „Red Level by Sturmayr“ in Innsbruck. Ihre Begeisterung für den Beruf hat sie an ihre Tochter weitergegeben, die ebenfalls Friseurin ist.

6020

: Was war die denkwürdigste Geschichte, die du in deinem Job als Friseurin erlebt hast? Andrea Berger: Das war in Salzburg: Ich bediente zeitgleich zwei Damen, die in der Nähe voneinander saßen. Eine erzählte mir von ihrem Mann, der Pilot ist und den ich kannte, weil er ebenfalls Kunde bei mir war. Die zweite Dame erzählte mir, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Piloten angefangen hätte. Als sie seinen Vornamen erwähnte, wurde mir heiß und kalt gleichzeitig, und mir dämmerte, dass ich hier Ehefrau

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F RISE URE

Gab es auch mal Drama im Friseursalon? Einmal bin ich zur Lebensretterin geworden. Eine ältere Kundin von mir sitzt gerade unter der Trockenhaube. Plötzlich fällt mir auf, dass sie ganz weiß ist und blaue Lippen bekommt. Ich habe sie gleich rausgebracht und die Rettung gerufen. Die ältere Dame hatte einen Herzinfarkt, ist aber wieder gesund geworden. Eine weiteGibt es Geschichten, re Kundin von mir hatüber die du heute te mal einen epilepnoch schmunzeln tischen Anfall und ist musst? Da war ein mir direkt in die Arme ANDREA BERGER älterer Kunde. Ich gefallen. Zum Glück beginne mit der Beratung, da höre ich, war die Kundin neben mir Notärztin, das wie er immer mal wieder leise etwas von ist also auch gut ausgegangen. einem Pepi murmelt. Irgendwann habe ich mich nicht mehr ausgekannt und zu Für viele ist der Friseur fast schon ihm gesagt: „Ich kenn einen Josef, ich ein Psychologen-Ersatz. Warum kenn einen Joe, aber ich kenn keinen erzählen wir dem Friseur während Pepi.“ Daraufhin hat er etwas verschämt des Haaremachens so viel? Wir gestammelt, er meine mit Pepi ein Touberühren die Menschen am Kopf und pet, ob ich so etwas habe. Ich habe mich entschuldigt und ihn in ein Perückengeschäft geschickt. und Geliebte beinahe nebeneinandersitzen hatte. Um ein Aufeinandertreffen zu vermeiden, schickte ich eine Dame sofort in die andere Ecke des Friseursalons, und zwar mit dem Vorwand, sie müsse dringend unter die Wärmehaube. Auf ihren Einwand, sie müsse doch sonst nie unter die Haube, entgegnete ich sehr bestimmt: „Heute aber schon.“

„EINMAL BIN ICH ZUR LEBENSRETTERIN GEWORDEN.“

Gibt es weitere Kunden, an die du dich immer erinnern wirst? Es gab mal einen männlichen Anrufer, der nach Höschen gefragt hat. Ich habe allerdings immer Röschen verstanden und habe ihn an ein Blumengeschäft verwiesen. Ein anderes Mal hat ein Mann angerufen und gefragt, ob wir bei ihm eine Rasur machen könnten. Ich habe ihm erklärt, dass wir generell nicht rasieren. Daraufhin hat er gemeint, es würde sich um eine Schamhaarfrisur handeln. Ich habe das Telefonat dann freundlich für beendet erklärt. Gab es auch romantische Vorkommnisse in deinem Friseursalon? Einmal saß eine Kundin frühmorgens mit Folien-Mechen am Kopf bei mir im Geschäft. Plötzlich kam ihr betrunkener Freund nach einer offensichtlich durchzechten Nacht mit Kollegen bei der Tür rein. Er hatte einen großen Blumenstrauß dabei und machte ihr mitten im Geschäft einen Heiratsantrag. Meines Wissens nach hat sie den Antrag angenommen und ihn danach heim ins Bett geschickt.

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FRISEURE zwar an Stellen, an denen sie oft sonst niemand berührt. Dieses Eindringen in die Intimsphäre fördert das Vertrauen. Der Kunde lässt den Friseur ganz nah an sich ran und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu kann ich auch Folgendes erzählen: Beratungen führe ich zunächst immer auf Augenhöhe, wenn ich aber merke, dass der Kunde aufgeregt ist, stelle ich mich hinter ihn und berühre ihn am Kopf oder auf der Schulter, das beruhigt die meisten sofort. Welche Kunden nerven dich? Ein bisschen nervig ist eine Kundin, die mir immer spätabends per WhatsApp-Nachricht schreibt, wann sie zu kommen gedenkt. Ich weiß gar nicht, woher sie meine private Handynummer hat. Die Kundin ist Richterin, deswegen habe ich ein wenig Angst vor ihr und sage nichts

uns werden i e B ” d n u s o t u A , s b elt“ Jove rmitt

zu dieser recht ungewöhnlichen TerminAusmacherei. Welche Kunden sind die schwierigsten? Eindeutig die Psychologinnen! Die zerreden und hinterfragen immer alles. Auf Fragen reagieren sie oft mit einer Gegenfrage. Da wird die Beratung dann ein bisschen länger. Was hat der Job als Friseurin mit dir gemacht? Ich glaube, ich habe aufgrund meines Jobs eine sehr gute Menschenkenntnis gewonnen, außerdem habe ich viele Erfahrungswerte gesammelt. Leider bin ich auch ein bisschen taub, aber das sind alle Friseure, das kommt von den lauten Föhns. Vielen Dank für das Gespräch.

Wohnungen

Werner Degler (48) ist Friseurmeister in der dritten Generation. Zu Degler Hair-Art gehören fünf Friseursalons, darunter der größte Herrensalon Tirols. Sein Großvater Otto Degler hat 1934 einen der ersten Friseurbetriebe Innsbrucks eröffnet.

6020

: Was war die aufsehenerregendste Geschichte, die bei euch im Salon passiert ist? Werner Degler: Das war sicherlich der Bräutigam, der sich nicht traute. Es war vor etwa 15 Jahren. Wir haben eine Braut und ihre Begleiterinnen frisiert und geschminkt. Sie hatte bereits das Kleid an, als plötzlich ihr Bräutigam reinkam und erklärte, dass es keine Hochzeit geben werde, weil mit den Formularen etwas schiefgegangen sei. Was er nicht wusste: Mein Geschäftspartner Wolfgang Lunzer kennt den Chef der Innsbrucker Standesbeamten sehr gut und hat sofort telefonisch nachgefragt, was denn genau los sei. Der Standes­

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F RISE URE

„WIR FRISEURE SIND NEUTRALE ZUHÖRER.“

beamte erklärte ihm, dass Gab es weitere kuriose es keinerlei FormularGeschichten? Ich könnW E R N E R D E G LE R Schwierigkeiten gebe, alte ein Buch über meine lerdings sei die Hochzeit Erlebnisse schreiben. Ich bereits vor einigen Tagen vom Bräutierinnere mich noch an eine Kundin, bei der vor etwa 18 Jahren die Wehen gam abgesagt worden. Wir haben dann eingesetzt haben. Wir haben versucht, den Bräutigam beiseite genommen und ihren Mann telefonisch zu erreichen, ihn gefragt, was los sei. Er gab die Lüge aber damals hatte noch nicht jeder ein zu und meinte, er liebe seine Freundin Handy und es war gar nicht so einfach. nicht mehr und möchte deswegen alles Die Kundin hat daraufhin gemeint, absagen. Man kann sich vorstellen, wenn wir ihren Mann nicht erreichen, was sich dann für Szenen bei uns im müsse ich mit in den Kreissaal. Zu Friseursalon abgespielt haben. Meine meiner großen Erleichterung konnten Mama hat gemeinsam mit anderen die wir dann ihren Mann noch rechtzeitig Braut beruhigt und sie darin bestärkt, ausfindig machen. das Fest ohne ihn durchzuziehen. Das hat die Braut dann auch gemacht. Fällt dir eine weitere lustige GeDie Beziehung der beiden war damit beendet. Es gibt dennoch ein Happy schichte ein? In unserem Herrensalon End: Die Braut ist inzwischen mit einem gibt es keine Termine. Einmal waren anderen glücklich verheiratet. Den zwei Pensionisten da, die, als ich frühBräutigam haben wir danach allerdings morgens das Geschäft aufschloss, beide nie mehr gesehen. behaupteten, als Erster da gewesen zu

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sein. Die beiden gerieten in einen richtigen Streit. Einer der beiden war so erbost, dass ihm beim Reden ständig das Gebiss rausflog. Ich verwickelte sie so lange in ein Gespräch, bis einer meiner Angestellten Dienstbeginn hatte und bei der Tür reinkam. So war jeder Herr als Erster dran, einer bei mir, einer bei meinem Kollegen. Die Wogen glätteten sich, sie waren zufrieden, und das Beste war, dass sie danach beschlossen, gemeinsam auf einen Kaffee zu gehen. Was war das Dramatischste, das bei euch passiert ist? Wolfgang hatte einen Kunden, der nach einem Friseurbesuch bei uns nach Linz gefahren ist und dort drei Morde begangen hat. Da Wolfgang der letzte war, der ihn vor den Straftaten gesehen hat, musste er nach Linz fahren, um eine Aussage bei der Polizei zu machen. Wir waren natürlich geschockt, vor allem weil wir bei diesem Kunden nie geglaubt hätten, dass er zu so etwas fähig sein würde.

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DAS GASTURBINCHEN Der Fiat Panda Natural Power ist wendig, flink, sparsam und umweltbewusst. Klingt gut? Macht Spaß! Test: Klaus Erler

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win-Air-Natural-Power: und Erdgaskompatibilität weltweit Ein geiler Name für einen einzigartig ist. spannenden Motor. Gemeint ist damit der Zweizylinder ErdgasKRAFT UND SOUND. OPTISCH EIGENSTÄNDIG, HAPTISCH FEIN: Das Fiat- Panda - Cockpit Turbo, der den saubersten aller Erweckt man den Twin Air im Panda Pandas, den Natural Power, antreibt. Natural Power mit einem beherzten Ausgezeichnet mit dem Prädikat „Green Engine of Druck aufs Gaspedal zum Leben, fällt zweierlei auf: the Year“ ist der Motor als 0,9 Liter großer ErdgasZunächst der kernige, nicht wirklich leise und motorAntrieb sparsam und sauber, vor allem aber konstruktiv radähnliche Klang. Gleich darauf spürt man einiges spannend – er besitzt nur zwei Zylinder und reiht sich an Kraft, die man dem kleinen Motörchen gar nicht damit in eine sehr kurze Linie von Fahrzeugen ein, die zugetraut hätte. ein ähnliches Antriebsaggregat nutzten: Citroën 2CV, // Vor allem in den ersten beiden Gängen ist er leFiat-Cinquecento, BMW 700, eventuell noch der Trabendig genug, um auch bergauf noch Überholreserven anzubieten. Ab dem dritten Gang wird es dann etwas bant 601, damit wären schon die wichtigsten Vertreter zäher, spritsparend-lange Übersetzungen fordern ihren genannt. Wobei „ähnlich“ hier mit Vorsicht verwendet Tribut. Im Panda kann per Tastendruck zwischen Benwerden sollte, da dieser Motor mit Turboaufladung

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Stadt und Stadtnähe aufgehoben. Angst vor längeren Überlandetappen muss dennoch niemand haben, obwohl sich das Fahrwerk beherzt anfühlt und auf schlechten Straßen wenig Komfortreserven bietet. // Bliebe noch der Preis, der leider oft einen Hauptgrund darstellt, sich gegen ein in der Summe der positiven Eigenschaften konkurrenzlos sinnvolles Erdgas-Fahrzeug zu entscheiden. Den getesteten, sehr gut ausgestatteten Fiat Panda Natural Power Lounge gibt es nach Abzug diverser Erdgas-Boni derzeit bereits um 12.690 Euro. Auch hier patzt der Fiat Panda Natural Power nicht!

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EN TGELTLI CHE E IN S C HA LTU N G

ERFOLGSMODELL LEHRE UND MATURA Das Land Tirol unterstützt seit 2008 das Projekt „Lehre und Matura“. Bereits 827 Lehrlinge gehen mit der allgemeinen Hochschulreife doppelt sicher in die Zukunft.

irol genießt international große Anerkennung als idealer Wirtschaftsstandort, eine wichtige Rolle spielen dabei bestens qualifizierte Fachkräfte. Lange konnten sich Jugendliche entweder für eine Lehrausbildung oder eine rein schulische Ausbildung entscheiden.

Landes kostenlos angeboten. Bereits 827 Lehrlinge (313 Frauen, 514 Männer) gehen nunmehr doppelt sicher in die Zukunft. Sie konnten erfolgreich neben ihrer Berufsausbildung die Maturaprüfung ablegen. In Tirol wird die Ausbildung „Lehre

BEGLEITEND ODER INTEGRIERT. Durch das Modell „Lehre und Matura“ ist es gelungen, dass eine Lehre und eine höhere schulische Ausbildung einander nicht mehr ausschließen. „Lehre und Matura“ verbindet seit 2008 eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife und wird gerade auch durch die Unterstützung des

und Matura“ vom WIFI und vom BFI durchgeführt. Dabei kann zwischen einem „Begleitenden Modell“ und einem „Integrierten Modell“ gewählt werden. www.tirol.gv.at/lehre-und-matura © GETTY IMAGES

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ENTGELT LI CH E EI NSCH A LT UNG

VIKING – AUS FREUDE AM RASEN! Die Gartensaison 2018 bringt einige Neuigkeiten beim Tiroler Gartengeräte-Hersteller VIKING!

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EINE DER VIKING Innovationen 2018 – der iMow Mähroboter M I 422 PC

P

ünktlich zum Anpfiff der Gartensaison präsentierte der Tiroler Gartengeräte-Hersteller VIKING sein attraktives Garten­ geräte-Sortiment 2018 mit zahl­ reichen Neuheiten. Rasenmäher, Mähroboter, Aufsitzmäher, Ver­ tikutierer, Garten-Häcksler und Motorhacken von VIKING vereinfachen die Garten- und Rasenpflege komfortabel und zuverlässig. // Ein Highlight für die neue Gartensaison ist der Mähroboter MI 422 PC. Der neue iMow der VIKING Baureihe MI 4 arbeitet flink und eignet sich für kleinere und mittelgroße Flächen bis ca. 1.000 m². Dabei findet er sich dank seiner kompakten Maße und Wendigkeit selbst in engen, verwinkelten Gärten bestens zurecht. Der Mähroboter erklimmt Steigungen bis 40 Prozent und schenkt viel entspannte Garten- und Freizeit – ganz nach dem Motto „It’s time to chill“. Dank der VIKING iMow App lässt sich auch aus der Ferne auf das neue Modell zugreifen.

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PORTRÄTWASSERZEICHEN Hält man die Banknote gegen das Licht, werden das Porträt der mythologischen Gestalt Europa, ein Fenster und die Wertzahl sichtbar.

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CHIA. Black Icecream (mit Aktivkohle) taucht schon seit ein, zwei Jahren immer wieder in diversen Hipstermetropolen und Medien auf. Vor kurzem hat ein „charcoal activated vegan croissant“, das in einem Londoner Café verkauft wird und über die sozialen Medien verbreitet wurde, für eine Welle der Entrüstung auf Twitter gesorgt. Cool bleiben, Trends vergehen auch wieder.

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JÜRGEN KLOPP IST DER NEUE

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BORIS BECKER. Die Engländer lieben den deutschen Fußballtrainer, der auch immer öfter in diversen renommierten Tageszeitungen interviewt wird.

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Nach T-Shirts und Klopapier mit aufgedruckten Alpakas gibt es jetzt auch Alpaka-Pflanzendünger (natürlich mit einem süßen Viecherl drauf). So mancher Politiker oder Promi würde sich ähnliche Beliebtheitswerte wünschen.


EN TGELTLI CHE E IN S C HA LTU N G

START AHEAD Pimp it up – your Start-up

ie Junge Wirtschaft bietet Start-ups die Chance, an ihrer Unternehmensidee zu arbeiten und sie weiterzuentwickeln. // „Gemeinsam geht es leichter“, gemäß diesem Motto unterstützt die Junge Wirtschaft mit Workshops, Know-how und Netzwerk, um Unternehmen einen Push nach vorne zu verleihen. // Michael Strobel startet gerade durch. Mit seiner Unternehmensidee Up Stream Surfing hat er im April den Standort in Innsbruck gemeinsam mit der Bürgermeisterin Oppitz-Plörer eröffnet und meint: „Ein cooles Programm, das mir definitiv geholfen hat, viele Schritte nach vorne zu kommen. Der spannende Mix aus Netzwerk, Austausch und Know-how war

© CHRIS RIEFENBERG

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eine tolle Chance, für die ich mich immer wieder entscheiden würde. Wer weiterkommen will, muss Gas geben, und die Junge Wirtschaft hat mir hier entscheidend weiter­ geholfen.“ // Für alle, die dieses Jahr dabei sein wollen: jetzt bewerben! (Bewerbungsfrist bis 15. Juni 2018)

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TRENDGUIDE

DEIN TRENDGUIDE – ALLE ZWEI MONATE NEU IM 6020.

Der nächste 6020-Trendguide erscheint Anfang Juli 2018.


S ERIE

LO CA L LEGEN D S

NR. 2:

DAS ZAPPA Wenn etwas in Innsbruck kommt und geht, dann sind es Lokale. Die Szene ist in Bewegung wie nie – gut so. Aber: Den Reiz des Neuen würden wir nicht als solchen empfinden ohne dem, was vorher war. 6020 besucht die Local Legends. Text: Anja Larch

// Fotos: Axel Springer

Gassner erklärt, ist es stilistisch ein „Ort der vielen Themen“: Ihre Spannbreite soll die Verrücktheit und musikalische Vielfalt des Namensgebers Frank Zappa widerspiegeln. Die Cover seiner Alben hängen als SchwarzWeiß-Bilder an der Wand, ansonsten ist die Gestaltung bunt gehalten: Das Zappa ist ein regelrechtes Pop-Art-Museum, mit teilweise Originalen von Egone (Innsbruck), Keith Haring und Roy Lichtenstein an der Wand. // Die Kunstwerke bestaunt man am besten von den roten Kino-Sesseln aus, die im Zappa verteilt sind: Es handelt sich dabei um Originale aus dem alten Cineplexx am Landhausplatz. Bei der Räumung im Jahr 1991 montierte Alfons Gassner eine ganze Reihe (36 Stück) eigenhändig ab und transportierte sie in die Rechengasse.

LAGE. Das Zappa wirbt nicht nur damit, „Best in the West“ zu sein, sondern bezeichnet sich auch als „Wohnzimmer der Uni Innsbruck“ – da stimmen viele Studis zu. In der Rechengasse 5, direkt neben dem Studentenwohnheim am Innrain, liegt das Zappa in unmittelbarer Nähe zur Hauptuni, Geiwi und Chemie und ist an schönen Abenden auch nur ein paar Schritte vom „Sonnendeck“ an der Franz-Gschnitzer-Promenade entfernt. Das schwarze Schild mit weißroter Schrift und rotem Stern weist den Weg. CHARAKTER. Offiziell ist das Zappa ein Nachtcafé, genauso beliebt ist es aber für den Drink am frühen Abend. Wie Geschäftsführer Alfons

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DOWNHILLTRAILS | STUBAI

Foto: Patrick Wagner

MUSIK. Um Musik geht’s im Zappa in vielerlei Hinsicht. Nicht nur den Namen hat das Lokal von einem der größten Musiker aller Zeiten. In seiner Anfangszeit war das Programm der einzelnen Abende auch rein nach Musikrichtungen geordnet: Grunge, Independent, Alternative, Underground und Easy Listening waren nur ein paar der Motti, nach denen DJs in den 1990ern im Zappa auflegten. Heute wird das Programm eher durch Aktionen definiert, wie montags „Bier und Spiele“ (für zehn Stempel im Spielepass gibt es ein Zappa-T-Shirt), dienstags „Cocktail Session“ mit allen Cocktails zum Happy-Hour-Preis, mittwochs „Culture Clash“ mit drei Kurzen um sechs Euro und donnerstags „We make Nightlife great again“ mit sich wöchentlich ändernden Specials. Im Hintergrund läuft nach wie vor Musik von den Sixties bis heute, im Repertoire befänden sich über 70.000 Titel. Vereinzelt werden noch Tage oder ganze Monate Musikern gewidmet: Der 6. Feber steht seit 1998 Jahr für Jahr im Zeichen von Falco, der aktuelle Mai ist etwa Prince gewidmet.

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AC T I O N A M E L F E R • Downhill Singletrails: Eins Einser und Zwei Zweier – je 4,5km mit 800 hm • Gratis Biketransport mit der Gondel (Freizeitticket) • Viele weitere Bikestrecken u. a. Pinnistal, Autenalm, Klamperberg • Alpines Vergnügen: 2 Klettersteige und freie Kletterrouten am Elferturm • Paragleiter Eldorado Elfer: Paragleitkurse und Tandemflüge direkt an der Talstation buchbar GENUSS AM ELFER • Atemberaubendes Panorama über das ganze Stubaital bis Innsbruck mit Plattform Sonnenuhr • Wanderparadies: Panoramawege ins wildromatische Pinnistal • Wanderungen zu zahlreichen urigen Hütten und Almen

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LOCA L L E GEN D S

Öffnungszeiten Täglich von 18 bis 2 Uhr

Das gibt’s nur im Zappa:

„BUCH“ WÄRE FAST DER BESSERE AUSDRUCK FÜR DIE KARTE DES ZAPPA .

Heisenberg: Nicht nur Physikern schmeckt der Cocktail mit Wodka, Gin, Lemon, Mango und Kiwi. Special Ice Teas im Jumbo Tumbler: Fünf Varianten des Klassikers Long Island Ice Tea oder auch den Long Apple oder Indian Summer Ice Tea Eine Vorsilvester-Feier am 30. Juni: Mitten im Frühsommer wird alles auf Silvester dekoriert und in einem rauschenden Fest der Tag vor dem Ende des Halbjahres zelebriert.

An warmen Tagen schätzen besonders die Besucher der Innpromenade die nahe Bar und holen sich Getränke und Cocktails „to go“ – mit den Veranstaltern der „Sonnendeck“-Partys arbeitet Gassner schon seit längerem zusammen, indem die Zappa-Crew hilft, die Rechen-gasse sauber zu halten, und die Toiletten des Zappa mitbenützt werden dürfen.

DAS INTERIEUR soll die Verrück theit und musikalische Vielfalt des Namensgeber s Frank Zappa wider spiegeln.

GESCHICHTE. Das Lokal ist stolze 37 Jahre alt. 1981 wurde es als „Pinte“ eröffnet, ab 1989 zwei Jahre lang als „H2O“ weitergeführt und 1991 von Alfons Gassner, der Teil des Kulturvereins Utopia war, übernommen und „Zappa“ genannt. Der gelernte Elektroinstallateur, Koch, Kellner und Hotelkaufmann aus der Nähe von Bludenz war mit seiner Freundin und jetzigen Frau Elisabeth 1988 nach Innsbruck gekommen und suchte nach seiner Zeit im Utopia, wo er in der legendären Musikladen-Disco mitgearbeitet hatte, nach einem Lokal in ähnlichem Stil. Sogar der namhafte Rudi Pöschl legte neben anderen bekannten Musikern und DJs des Utopia dann auch im Zappa auf. // Über die Jahre verlagerten sich die Schwerpunkte, gut gelaufen sei das Zappa aber immer. „Du musst mit der Zeit gehen, denn sonst gehst du mit der Zeit“, fasst Gassner zusammen. An Wochentagen sei heute im Vergleich zu früher weniger los, am Wochenende werde das Zappa gern als Location für Geburtstags- oder Sponsionsfeiern genutzt.

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PUBLIKUM. Im „Wohnzimmer der Uni“ sitzen oft und gern Studenten der umliegenden Institute, das ist aber bei Weitem nicht die gesamte Zielgruppe. Alte Stammgäste, die ihre Uni-Karriere schon lange hinter sich haben, Professoren und Ärzte, und auch Leute, die einfach in der Gegend wohnen, sind die andere Hälfte. „Am lustigsten ist, wenn Eltern zu Feiern ihrer Kinder mitgenommen werden und feststellen, dass sie in ihrem ehemaligen Stammlokal gelandet sind“, schmunzelt Gassner. Das käme gar nicht so selten vor. KARTE. „Buch“ wäre fast der bessere Ausdruck für die Karte des Zappa: Über 50 Cocktails sind dort gelistet, dazu 22 Longdrinks, vier verschiedene Mules im Kupferbecher und 20 Biere, davon drei vom Fass – und das sind nur einige Beispiele aus der beachtlichen Auswahl. Die Preise sind studentenfreundlich (ein großes Bier vom Fass gibt’s um 3,80 Euro). Hungrige können zwischen Schinken-Käse-Toast, Knoblauch-Baguette oder dem Hausbaguette mit Käse, Salami und Pfefferoni wählen.


SAMMLUNG. Das Zappa ist ein regelrechtes Pop - Ar t- Museum.

ERFOLGSGEHEIMNIS. Das Zappa ist mit 27 Jahren im besten Rockstar-Alter, aber sicher nicht nächstes Jahr tot. Die ideale Studenten-Lage wurde und wird bestens genutzt, der rockig-­ poppige Stil ist zeitlos und Wiederholungstäter werden für ihren Besuch reichlich belohnt – es gibt sogar eine eigene Zappa Member Card. // „Am Ball bleiben“ müsse man laut Gassner schon immer, bei weniger Gästen an bestimmten Tagen etwa mit neuen Specials und Aktionen reagieren. Themenabende müssten gelebt werden, und genau das tut das Zappa-Team seit Jahren konsequent. „Alle, die im Lokal mitarbeiten, müssen sich auch damit identifizieren können. Bei uns bringt sich jeder ein, und so entwickelt sich unser Programm ständig weiter“, erklärt er. Damit ist das Zappa immer wieder für Überraschungen gut, und auch wenn es schon einige Jahre am Buckel hat, ist es doch immer wieder irgendwie neu. 

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MU SI K

HAUS GEN STIE IM

In Bahnhofsnähe steht ein betagtes Gebäude, dessen Faszinosum man erst auf dem zweiten Blick und beim aufmerksamen Zuhören begreift. 6020 blickt hinter die Kulissen eines Vereins, der hier eine besondere Art von Hinterhofkultur fördert. Text: Marianna Kastlunger

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assive Holzbalken, die bunte Sitzecke, die leichte Dachschräge und jede Menge Bilder verleihen dem Atelier von Daniela Maria Span eine inspirierende Atmosphäre. Den Arbeitsraum in der Karmelitergasse 21 teilt sich die bildende Künstlerin mit Peter Warum, ebenfalls Künstler. „Das Haus ist eine Vogelsteign“, sagt sie, es gäbe aber trotzdem diverse Gründe, weswegen die Räumlichkeiten einzigartig seien. Zu diesen Gründen zählen die Lage des Gebäudes, das in der Nacht ein melancholisches Spiel mit dem Licht über die benachbarten Zuggleise treibt, der lange, schmale, rechteckige Gang, der nach Belieben zum Noise-Tunnel oder Gesprächssalon mutiert, sowie die gute Akustik im Stiegenhaus. // Diese Gegebenheiten wollten beide ansässigen Kunstschaffenden nutzen. Darum gründeten sie 2012 gemeinsam mit René Nuderscher und dem Musiker Christoph Fügenschuh (beide gehen inzwischen andere Wege) den „KG21GA_verein zur Förderung der hinterhofkultur“, und veranstalten unter dem Label „Stiegenhausmusik“ fast monatlich unterschiedliche Events. Seit zwei Jahren engagieren sich die Architekturstu-

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© STIEGENHAUSMUSIK (2)

KÜNSTLERDUO. Daniela Maria Span und Peter Warum haben beide ihre Atelier s in der Karmelitergasse 21.

„WAS WIR HIER MACHEN, GESCHIEHT SONST NIRGENDS.“ DA N I E L A M A R I A S PA N

LIFE IS BETTER UPSIDE DOWN

dentin Lara Leonardo und der Polygrafiker Marco Stecher für den Verein. „Was wir hier machen, an diesem originellen Ort, geschieht sonst nirgends“, sagt Span. Das Ambiente ist intim, die auftretenden Musikerinnen und Musiker in unmittelbarer Nähe, meist ohne Verstärker. In der Improvisation reagieren sie gerne auf die rhythmischen Geräusche vorbeifahrender Züge. MUSIK IM WOHNZIMMER. Zu den geladenen Gästen gehören internationale Stars, die normalerweise große Bühnen und Hallen mit Ensembles bespielen: Der New Yorker Avant-Jazz-Trompeter Peter Evans, die deutsche Tenorsaxofonistin Ingrid Laubrock, aber auch Akteure aus anderen Genres wie Erica Russo, eine amerikanische Liedermacherin, oder die deutsche Cellistin Anja Lechner. Das Publikum sitzt auf den Stufen und hört konzentriert zu. So entsteht ein besonderes Flair, das die Künstlerinnen

w w w.aerial- amazo n s.co m 73


MU SI K KLEIN UND FEIN. Wenn 50 Per sonen kommen, ist das Stiegenhaus voll . Deshalb werden die Events auch nicht beworben.

Die nächsten Termine für die Stiegenhaus­ konzerte findet man auf stiegen­ hausmusik.info!

und Künstler auch noch gerne nach den Shows in Gesprächen mit der Zuhörerschaft vor Ort genießen. Manche empfehlen und vermitteln das Format mit der Wohnzimmer­ atmosphäre an Kollegen weiter. // Der Verein legt aber auch einen Schwerpunkt auf Talente aus der Umgebung: „Ich bin manchmal fast persönlich beleidigt, wenn Leute nur zu den StarKonzerten kommen. Wenn wir junge Leute holen, machen wir das, weil wir wissen, dass sie super sind“, stellt Span klar, „egal ob sie erst 17 Jahre alt und noch unbekannt sind.“ Eine den Verhältnissen entsprechende kleine Gage gehört für den Verein auch dazu: „Wertschätzung ist uns wichtig.“ GEHEIMTIPP, PLATZBEDINGT. Informiert werden audiophile Interessierte ausschließlich per Newsletter oder Facebook-Einladung – man wolle bewusst ein Geheimtipp bleiben. Für ein größeres Publikum fehlt einfach der Platz: „Wenn 50 Personen kommen, ist es voll. Wir bewerben unsere Events nicht und machen sie auch nicht aus kommerziellen Gründen.“ Sie ist froh um die Unterstützung von Stadt und Land, mit der der Kunstverein die Konzerte finanziert: „Mit ein paar tausend Euro Förderung können wir einiges auf die Beine stellen, auch, weil uns die Stars gagentechnisch gerne entgegenkommen.“

// Anfänglich hat ein Ticket zwölf Euro gekostet, heute wird kein Eintritt mehr verlangt. Es gibt ein Buffet und günstige Getränke an der Bar, dann wird ein Hut für Spenden durchgereicht. Manche geben gerne mehr als ursprünglich vorgesehen. „Der Mensch mag halt nicht müssen“, findet Span. // In Sachen Programmgestaltung gibt es keinen expliziten roten Faden: „Wir veranstalten, was uns gefällt, egal ob Jazz oder Elektro“, fasst sie zusammen und lockt damit regelmäßig ein dementsprechend gemischtes Publikum in die Karmelitergasse. Die konzeptuellen Vorgaben sind eher platzbedingt: „Ich hasse es, Interessierte abzuweisen, aber wenn manche mit Klavier und Orgel auftreten möchten, geht’s nun mal leider nicht“, bedauert sie und grinst. „Haben die sich unsere Fotos auf der Homepage überhaupt angesehen?“

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SE RIE

K U N ST UN D DESIGN AU S TIROL

MARKUS MANFREDA Protokoll: Diana Steinlechner

IC H BE SC HÄFT IG E M IC H mi t a u sd ru c kssta rke n Porträ tze i c hnu ng e n i m Sc ri b b l e -Sti l .

ZUR PERSON

M E INE ARBE IT RIC HTET SICH a n ke i ne spe zi e l l e Zielgr uppe.

MEIN E IN SPIR ATION SQUELLEN SIN D Menschen – und teilweise auch Tier e – mit besonder em Ausdr uck .

A M L I E B ST E N A R B E I TE IC H m it F in e l in e r, e s k o mme n a b e r a u c h Ho l z m a l s t i f te , A q u a re l l -F a rb e n , A c r y l sti f te , Ku ge l s c h re ibe r, Ko h l e u nd B l e is t if t z u m E in s a t z .

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Für Markus Manfreda ist seit jeher das Gesicht und dessen Ausdruck zentraler Bestandteil seiner Arbeit. Seit einiger Zeit beschäftigt er sich besonders mit Linienführung und Struktur der Zeichnungen. Die Anforderung bei diesem selbst angeeigneten Scribble-Stil besteht darin, aus scheinbar wirr verlaufenden Linien ein Porträt mit hohem Wieder-­ er­kennungswert zu schaffen. www.manfreda-art.at


MU SI K

IM K7HIMMEL Totgeglaubte leben länger: Der Kassetten-Boom findet langsam seinen Weg nach Innsbruck. In der Bäckerei präsentiert Albi Dornauer eine Ausstellung über ein frühes DIY-Medium, das die Musikgeschichte der Stadt bis heute prägt. Text: Benjamin Stolz

// Fotos: Axel Springer

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a Amalia – Musick zum Streicheln“ steht in sauberer Kuli-Schreibschrift auf dem linierten Zettel, der in der Kassettenhülle steckt. Ein paar Zentimeter daneben liegt ein weiteres Mixtape auf dem Kaffeetisch. „SOUND & WEED“ steht mit blauem Filzstift geschrieben. Darunter: „Dusch Mix 194“. Die Tapes sind nur zwei Obskuritäten der Sammlung von Albi Dornauer, Musikfreak und Kurator der Ausstellung „Tapes, Kassetten + K7“ in der Bäckerei. // Bis vor einigen Jahren war die Kassette aus den Läden, ja sogar aus verstaubten Plattenregalen zunehmend bis ganz verschwunden. Was bei vielen bis heute bleibt, sind Erinnerungen an wabernde, verhedderte oder gar gerissene Tonbänder, Bleistiftzweckentfremdungen und kitschige Mixtapes. Warum holt man die Kassette also wieder zurück? „In einer Zeit, in der du alles auf YouTube und auf Soundcloud und sonst irgendwo findest, bewirkst

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MUSIK

du mit einer Kassette etwas wie eine künstliche Verknappung und machst das Werk damit wieder wertvoller, weil es nicht jeder haben kann“, meint Albi Dornauer. FRÜHE PODCASTS. Aus einem zerschlissenen „Technics“Rucksack holt Albi mit wenigen Handgriffen 40 Jahre Innsbrucker Musikgeschichte hervor. Eine Kartonschachtel ist gefüllt mit den Ausgaben der „SFI Kassettenzeitung“, einer Art PodcastVorläufer des „Büro diderot“, den man von 1987 bis 1990 unter anderem abonnieren und sich per Post zuschicken lassen konnte. Auf den Tapes findet man allerhand Kuriositäten. Ausgabe Oktober 1987: Ein Mitschnitt eines Konzerts von Billy Bragg (!) im Treibhaus, in dem der legendäre E-Gitarren-Troubadour mit einem Konzertbesucher, der einen Nazi-Spruch von sich gibt, zu diskutieren beginnt. Des Weiteren vorgelesene Zeitungsartikel, Interviews und so weiter. // „Die Kassette hat sowohl einen musikhistorischen als auch einen soziologischen Wert. Man findet Kassetten, die mehr Zeitdokumente sind als Tondokumente“, erzählt Dornauer. Zwei der wichtigsten Exponate stechen durch ihre Farbgestaltung hervor. Die Covers der Demos des Innsbrucker Ausnahmemusikers Hans Platzgumer sind mit fanzine-artigen bunten Zetteln gestaltet. „Live in Berlin“ steht neben einem Bild von Saddam Hussein. „Der Tierquäler“ verkündet ein in grün gehaltener Tonträger. Platzgumers musikalischer

„MAN DARF GAR NICHT DARAN DENKEN, WAS SCHON ALLES VERLOREN GEGANGEN IST.“ A LB I D O R N AU E R

Weg hat ihn Ende der 1980er von Innsbruck über München und Wien nach New York geführt, wo er mit seiner Band H. P. Zinker als erster Künstler beim heutigen Riesenlabel Matador veröffentlicht wurde. ES BEGANN IN RIMINI. Anfang der 1980er verursachte die Kassette – unter Insidern auch lässig mit K7, also Ka-sette (italienisch „sieben“) abgekürzt – nicht nur die Verbreitung von Mixtapes aus norditalienischen Diskotheken, sondern etablierte im musikantenstadlverseuchten Tirol auch eine DJ-Kultur. Dornauer: „Die erste DJ-Kultur war offiziell die Hiphop-Kultur.“ Dennoch bildete sich unabhängig davon unweit des Lago die Garda eine eigene Musikrichtung. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Cosmic Music, bei der man Musikstile wie Funk, Brazil und Disco auf dieselbe Geschwindigkeit mischte und über einen gleichbleibenden Beat legte, in Innsbruck Einzug fand. // DJ Stefan Egger, Inhaber des ehemaligen Innsbrucker Plattenladens Soundstation, legte bereits Anfang der

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MU SI K

ZEITZEUGEN. Die Kasset ten erinnern an vergangene Helden und Innsbrucker Legenden.

ERINNERUNGEN AN GERISSENE TONBÄNDER, BLEISTIFTZWECKENTFREMDUNGEN UND KITSCHIGE MIXTAPES

1980er in der Galaxy Disco auf und vertrieb dabei wöchentlich erscheinende DJ-Mixes auf Kassette. Einige dieser Mixtapes finden sich unter den Ausstellungsstücken – neben einer Reihe von Innsbruck-Samplern, die mit Titeln wie „Null Komma Innsbruck“ oder „Knüppel aus dem Sack“ zeigen, dass man bei der Namensgebung durchaus Fantasie hatte. DAS GESCHÄFT MIT DER NOSTALGIE. Bei einer Handvoll Leerkassetten, die er auf dem Tisch ausbreitet, kommt Albi Dornauer ins Schwärmen: „Ich finde sie einfach so hübsch.“ Nostalgische, fast Science-Fiction-ähnliche Namen zieren die leeren Tonträger: AGFA CARAT Fe Cr oder SONI-CLUB C60 Low Noise Hi-Fi. Was heute harmlos, irgendwie kitschig aussieht, war dereinst das Hassobjekt der Musikindustrie. Mit Initiativen wie „Home Taping Is Killing Music“ versuchten große Musikkonzerne, die Menschen vom Überspielen von Tracks und ganzen Alben abzuhalten. Auch dieser Aspekt der Kassettenkultur wird Teil der Ausstellung in der Bäckerei sein. Der Aufhänger: Eine Kassette der Dead Kennedys mit einer absichtlich leeren Seite, um das kollektive Töten der Musikindustrie voranzutreiben. // Genau heute, in einer Zeit, in der Musik-Piraterie im großen Stil mögli-

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cherweise so leicht war wie noch nie, feiert die Leerkassette ein Comeback – zumindest auf Ebay. Dort ersteigern Kassetten-Fans seltene Exemplare leerer Tapes mit dem idealen Tonband für Preise um die 20 Euro pro Stück. Bestimmte Walkmen mit guten Mikrofonen für Musik- oder Naturaufnahmen sind Sammlern im Extremfall mehrere tausend Euro Wert. ZURÜCK IN DIE GEGENWART. „Man darf gar nicht daran denken, was schon alles verloren gegangen ist in den letzten 20 bis 25 Jahren, was die Leute weggeworfen haben.“ Albi Dornauer ist eine Art Schatzsucher. Er fährt in Länder wie Ghana, Togo oder in den Sudan, um Schallplatten und CDs zu kaufen, die man bei uns nicht (mehr) kennt. Dort sieht er immer wieder, dass Kassetten noch


©Bernhard Hörtnagl, ©MCI-Spiluttini

TAPES, KASSETTEN & K7 24. Mai bis 5. Juni in der Bäckerei 31. Mai: Führung und Konzert im Rahmen des Heart of Noise Festivals

heute als robustes Alltagsmedium gebraucht werden. In Österreich erlebt die Kassettenproduktion einen langsamen Wiedereinzug in die Platten­ läden und die Merchandise-Stände kleiner Bands. // „Du brauchst nicht, wie bei der Schallplatte, ein professionelles Tonstudio, einen Umschnitt, ein Presswerk oder Geld, sondern du machst einfach eine Kassette, überspielst sie dir 30 bis 50 Mal, kopierst dir ein Cover, und fertig ist die Veröffentlichung.“ In Wien und Graz gibt es bereits Labels, die Kassetten veröffentlichen, es soll auch bald ein Kassetten-Kopiergerät in Innsbruck stehen. Wie kommt es, dass mit den Jahren totgeglaubte Tonträger immer wieder in die Gesellschaft zurückfinden? „Das ist bei Vinyl und Kassetten dasselbe – dass sie eine Zeit wiederaufleben lassen, in der Musik noch wirklich innovativ sein konnte.“ In Zeiten von Spotify und Musikgeschmacksdiktatur ist die Kassette ein privates Medium. Ein Medium mit Rauschen und Fehlern, ein Medium mit individuellen Spuren. Ein Medium für und von Menschen. 

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PROGRAMM

UND SONST

NOCH

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1.–6. M A I

BUSHIDO 6. 5., HAFEN, 20 H Das verschobene Innsbruck-Konzert vom Dezember wird nachgeholt.

2 GERT STEINBÄCKER 5. 5., SAAL TRIOL, 20 H Das erste „S“ von „STS“ ist auf Solotournee.

KABARETT

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4. 5.

20 UHR

EASTEND 3. 5., CAFÉ NAMSA, 20 H

N OC H M A L DA DA ALF POIER IM TREIBHAUS

Sitarvirtuose Klaus Falschlunger spielt mit Heidi Erler und Christian Unsinn.

Zum 20-jährigen Bühnenjubiläum hat sich Alf Poier „The Making Of DADA“ geschenkt. Das Programm ist eine „Wegbeschreibung vom steirischen Schwammerlsucher und Tanzmusiker bis hin zum nihilistischen Dadasophen und geistigen Queraussteiger“. Alf Poier rekonstruiert seine eigene Entstehungsgeschichte, singt und zeigt, was ihn zu dem Künstler gemacht hat, der er heute ist.

EVENT 5. 5. 1818 – 2018

Musikschule der Stadt Innsbruck

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Seit 200 Jahre Ausbildungsstätte für fast alle gängigen Musikinstrumente, Gesang, Musikwerkstatt, Musikalische Früherziehung, Singschule und Free Beat Company.

O P EN SAG G E N DER ZWEITE TAG DER OFFENEN TÜREN

Unterrichtet werden die Sparten Klassik, Jazz- und Popularmusik im Einzel- bzw. Gruppenunterricht mit Zugang zu vielen Ensembles wie Sinfonieorchester, Klarinettenorchester, Big Band, Jazz- und Rockband, Volksmusikensembles u. a.

2016 fand zum ersten Mal ein „Open Saggen“-Tag statt. Am 5. Mai ist es wieder so weit: Der Stadtteil Saggen zeigt sich zum zweiten Mal, und 47 Kreative, Handwerker, Künstler und Geschäftsleute öffnen dafür ihre Türen. Zwischen 11 und 17 Uhr kann man alle teilnehmenden Orte besuchen, die Betreiber kennenlernen und Kontakte knüpfen.

A Innrain 5 T +43/(0)512/58 54 25-0 F +43/(0)512/58 54 25-5 E post.musikschule@innsbruck.gv.at H www.innsbruck.gv.at/musikschule

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AUSSTELLUNG A B 4. 5.

GAN ZTÄGIG

H IN T E R G L A S

FOTOAUSSTELLUNG IM SPIELRAUM Ab 4. Mai zeigt der Spielraum für alle in der Franz-Fischer-Straße 12 die Ausstellung „Behind Glass“ von Luca Guarino. Seine Bilder spielen mit Licht und Dunkelheit, Raum und Zeit. Die Ausstellung kann täglich von 13 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden.

TOP-Ferialjob

THEATER A B 2. 5.

Sommerjob - Nebenjob - Teilzeitjob

ANSPRECHEN

20 UHR

© REINHARD MAYR, GUARINO, OPEN SAGGEN, STEUDLTENN

M E IN U NG E HE U E R

28 oder 35h /Woche

FELIX MITTERER IM STEUDLTENN

Flexible Arbeitstage 2146,- /35h Gehalt bei guter Leistung Teamwork

Von 2. bis 13. Mai wird im Steudltenn in Uderns im Zillertal das Stück „Mein Ungeheuer“ von Felix Mitterer gespielt. In dieser Eigenproduktion des Theaterfestivals thematisiert Mitterer das verarmte Leben eines alten Ehepaars und die Erinnerungen und Tragödien, die sie verbinden. Auf der Bühne stehen Martin Leutgeb und Susanne Altschul.

www.greenpeace.at/directdialog oder per mail an jobinfo.at@greenpeace.org

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PROGRAMM

UND SONST

WOCHE 19 7.–13. M A I

NOCH

1 LIQUID STEEL & SILIUS 9. 5., JUNGE TALSTATION, 20 H Metal-Konzertabend presented by Legends of Rock

2 CANON KAMERA-TESTTAG 12. 5., SPARKASSENPLATZ, GANZTÄGIG

KONZERT 9. 5.

20.30 UHR

ON T H E ST R E E T CLARA LUZIA IM TREIBHAUS

Zuletzt war Clara Luzia als Teil der Familie Lässig im Treibhaus, am 9. Mai kommt sie wieder und stellt ihr neues Album „When I Take Your Hand“ vor. Bereits die vorab veröffentlichten Singles „Mood Swing“ und „On The Street“ haben gute Laune verbreitet – auf die Livepräsentation des ganzen Albums darf man sich definitiv freuen.

Die neuesten Kameras und Objektive von Canon für 45 Minuten ausleihen und ausprobieren

3 MAX VON MILLAND 8. 5., HARD ROCK CAFE, 20 H Pop aus Südtirol – bei freiem Eintritt


KONZERT 10. 5.

20.30 UHR

C E LLO FO R O N E

LUKAS LAUERMANN WIEDER IN INNSBRUCK Lukas Lauermann gilt als kreativster und auch produktivster Cellist Österreichs. Nachdem er mit Bands und Acts wie Soap&Skin und A Life, A Song, A Cigarette gearbeitet hat, ist er nun seit einiger Zeit als Solokünstler unterwegs und hat ein Album namens „How I Remember Now I Remember How“ veröffentlicht.

LESUNG GA NZTÄGI G

10. –13. 5.

LE SE N AM S E E ACHENSEE.LITERATOUR MIT KRIMI-GARANTIE

Zum bereits 7. Mal finden heuer bei „achensee.literatour“ vier Tage lang Lesungen rund um den schönen Achensee statt. Mit dabei sind Theodora Bauer (11. & 12. Mai), Paulus Hochgatterer (11. Mai), Bernhard Aichner und Thomas Raab (12. Mai), Hans Platzgumer (12. Mai) und Daniela Larcher (Pseudonym: Alex Beer), die am 13. Mai eine Krimiwanderung veranstaltet.

KONZERT 12. 5.

© CHRISTOPH LIEBENTRITT, OSCAR LINDQVIST, ACHENSEE.LITERATOUR, ANDREAS JAKWERTH

20.30 UHR

GE T N A K E D

WARM-UP FÜRS HEART OF NOISE Als Warm-up fürs Heart of Noise 2018 gibt es auch heuer in der p.m.k einen Konzertabend, der auf das Festival einstimmt. Als Headliner ist das Londoner Duo Naked zu Gast, begleitet werden sie von drei Acts aus dem Upload-Sounds-Wettbewerb (Ardan, Treibgut, Davide Piras DJ-Set). 

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PROGRAMM

UND SONST

WO C H E 2 0 14.–20. MAI

NOCH

1 RUDELTIERE 19. 5., DACHSBAU, 22 H Der Dachsbau bekommt wieder Besuch von der RudeltiereGang, diesmal von Indiänna.

2 AUSTRIAN DRUMMER AWARD 17. 5., TREIBHAUS, 20 H Der erste DrummerWettbewerb Österreichs kommt ins Treibhaus.

THEATER 16. –18. 5 .

3

20 UHR

KN AU TS CHZO N E

NEUES STÜCK IM THEATER PRAESENT Die neue Produktion des Theater praesent nennt sich „Knautschzone“ und ist „ein Autostück“, in dem die Zuschauer die Darsteller auf eine Reise durch verschiedenste Stationen und Situationen begleiten. Start- und Endpunkt ist das Theater praesent in der Jahnstraße 25. Gespielt wird das ungewöhnliche Stück bis 2. Juni.

ZUM WUNSCHBERUF machen Sie MEHR aus Ihren Interessen: FITNESS & SPORT MASSAGE ERNÄHRUNG & KRÄUTER ENERGETIK PÄDAGOGIK & SOZIALES

DIE LAUTLOSE WELT DER ANNE FRANK 16. 5., KAMMERSPIELE, 20 H Tanztheater (Uraufführung) von Choreographin Marie Stockhausen

MIT IHREM DIPLOM-LEHRGANG » INFO-WORKSHOPS

& TAG DER OFFENEN TÜR TERMINE IM WEB JETZT informieren!

Eduard-Bodem-Gasse 8, Innsbruck T 0660 3578264 innsbruck@vitalakademie.at

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KONZERT 20. 5.

SLAM 14. 5.

20 UH R

BENEKICKT’Z-AFTERPARTY IN DER P.M.K Das bereits achte Benefiz-Fußballturnier Benekickt’z findet am 20. Mai in Sistrans statt. Danach gibt es eine Afterparty in der p.m.k, wo die Tiroler Rapper Von Seiten der Gemeinde auftreten werden. Präsentiert wird der Abend von DJ Kaffee und Kuchen.

AUSSTELLUNG BIS 23. 5.

P OST SI N G U L A R I T Y RE T RE AT

GER U

KUNSTPROJEKT IM SPIELRAUM FÜR ALLE

SW CH U EL

RIE C

© MARIA MARKT, DERRYL DANSTON, PETER UNTERTHURNER, X04X

GAN ZTÄGI G

Georg Wieser, bekannt unter dem Pseudonym „x04x“, macht den Spielraum für Alle von 3. bis 23. Mai zu einem Forum für Künstler und Akteure. Der offene Schaffensprozess passiert rund um einen kniehohen Tisch, der zu einem Manuskript der Geschehnisse wird. Sehen kann man das Kunstprojekt jeden Tag (außer von 6. bis 9. Mai) von 13 bis 21 Uhr. Die Finissage findet am 31. Mai statt.

ND HE

N TE

999.

Slammer.Dichter.Weiter – das bedeutet, dass Stefan Abermann und eine ÜberraschungsSlammerin auf das aktuelle „Innsbruck liest“Buch („Niemand ist bei den Kälbern“ von Alina Herbing) reagieren. Dieses besondere Format findet heuer am 14. Mai in der Bäckerei statt. Moderiert und organisiert wird der Slam von Martin Fritz.

AUNE ST

at

SLAMMER.DICHTER.WEITER IN DER BÄCKEREI

KIC K E N , DA N N R A P P E N

uck 264 e.at

SLAM & D I SC US S

21 UHR

Immer der Nase nach in Innsbruck. 16.2.2018 – 10.2.2019

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PROGRAMM

UND SONST

WOCHE 21

NOCH

1

21.–2 7. M A I

OAKHANDS, WATCHING TIDES, YOUTH 25. 5., JELLYFISH, 21 H Emo-Punk und Post-Hardcore aus München, Berlin und Wien

2 CLOTHING FLEA MARKET 24. 5., TRIBAUN, 17 H Bekanntes Prinzip, coole Location: Altes verkaufen, cooles Gebrauchtes finden

PARTY & KONZERT 26. 5.

3

20 UHR

DREIERLEI 26. 5., BÄCKEREI, 20 H

RE M E M B E R W E E K E N D E R KONZERT & PARTY IM HAFEN

Drei Musikerinnen arrangieren Melodien aus Pop, Jazz, Folk und Chanson.

Ein Jahr nach der Schließung des Weekender wird es Zeit für ein Revival. Am 26. Mai findet unter dem Titel „Remember Weekender“ ein Abend statt, der an die Anfangszeit erinnert: Zuerst gibt es ein Konzert (in diesem Fall spielen The Black ­Bones wieder einmal in Innsbruck), danach legen die hauseigenen DJs (Anderson, Philips, FunkSoulRebel) mit liebgewonnenen Gästen (Ingo Black, Stuart Freeman von der FM4 Morning Show) auf.

DISKUSSION 25. & 26. 5.

Wish You Were Beer

GA NZTÄGI G

RE S P UB LI CA PROGRAMM AUF DER VOGELWEIDE

Die Vogelweide im Waltherpark startet in die neue Saison: Unter dem Titel „Res Publica – Eine öffentliche Sache“ soll der Park heuer gezielt als Ort für kulturellen Austausch und politische Debatten genutzt werden. Am 25. Mai spricht Elmar Flatschart in der Speakers’ Corner zum Thema öffentlicher Raum in kapitalistischen Gesellschaften, am 26. Mai gibt es eine Performance von Thomas Havlik. Aktuelle Infos bekommt man auf vogelweide.org und über den Newsletter.

Unsere Gäste sagen, endlich rauchfrei. Ab 29. April www.facebook.com/JollyInnsbruck

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KONZERT 25. 5.

20 UH R

LESUNG

B AC K FRO M SPAC E STEAMING SATELLITES IM TREIBHAUS

24. 5.

Die Steaming Satellites sind gute alte Bekannte des heimischen Indie-Publikums. Den Erfolg der letzten Jahre haben sie sich mehr als verdient, gerade ist das neue Album „Back from Space“ erschienen, und im Zuge der Tour kommen sie natürlich auch wieder nach Innsbruck. Diesmal ins Treibhaus.

20 UHR

PENNE VOM K I K A

© GERALD STREITER, ALEXANDER GOLL, CHRISTIAN MAISLINGER, AXEL SPRINGER

STEFANIE SARGNAGEL IM TREIBHAUS Die Frau mit der roten Baskenmütze und der Beobachtungsgabe, um die sie die meisten heimischen Autoren beneiden (sollten), kommt wieder ins Treibhaus und liest aus ihrem aktuellen Buch „Statusmeldungen“. Auf Facebook hat Stefanie Sargnagel bereits bekundet, dass sie sich wieder auf Innsbruck freut, weil sie da immer in dem Hotel mit dem schönen Whirlpool im Dachgeschoß untergebracht wird.

Jetzt anmelden!

Schon ab

5 weg

9,50 €

2

pro Unterrichtsstunde (45 Min.)

1

Lassen Sie sich beraten: www.schuelerhilfe.at

2

oder

Geld zurück!

1

Individuelle Nachhilfe • Größte Flexibilität Qualifizierte Nachhilfelehrer • Bessere Noten

Sondertarif: gültig nur in teilnehmenden Standorten; alle Tarifbedingungen unter www.schuelerhilfe.at/fuenfweg. Informationen über Tarifgestaltung bzw. -staffelung werden in der jeweiligen Zweigstelle bereitgestellt.

Anmeldung ab sofort: Sommerlern- und Wiederholungsprüfungskurse

Innsbruck • Salurner Str. 18 • 0512-570557 • Schwaz • Münchner Str. 48 • 05242-61077 Hall • Stadtgraben 1 • 05223-52737 • Wörgl • Speckbacherstr. 8 • 05332-77951 Telfs • Obermarktstr. 2 • 05262-63376

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PROGRAMM

UND SONST

NOCH

WOCHE 22

1

28.–3 1 . M A I

TECHNO & GARTEN 30. 5., HAFEN, 19 H Open Air mit DJ Worakls aus Frankreich

2

FESTIVAL

„X FACTOR“CASTING 30. 5., HOTEL RAMADA, 14 H

AB 30. 5.

GAN ZTÄGIG

Ja, die Show gibt’s wieder – und es wird gecastet.

DE C OC O O N I N G S OC IE T Y

3

HEART OF NOISE IM TREIBHAUS UND IM ÖFFENTLICHEN RAUM Das Heart of Noise Festival steht heuer unter dem Motto „Decocooning Society“, dauert vier Tage und hat sowohl große Namen als auch ein erstklassiges Rahmenprogramm zu bieten. Los geht es am 30. Mai mit einer „lauten Nacht zum Musikkosmos Detroit/Chicago“, wo drei Größen der Technogeschichte – Glenn Underground, Arpanet und Juan Atkins – im Treibhaus zu Gast sind. Die Adlers Rooftop-Session am Freitag und das ebenfalls frei zugängliche Programm am Samstag beim Hofgarten Musikpavillon gibt es auch wieder.

CLUB DEL SOUL 31. 5., HOFGARTEN, 18 H R’n’B und Hiphop bei freiem Eintritt

FESTIVAL A B 29. M A I

GA NZTÄGI G

GEWINNSPIEL

MI T FI LME N UM D I E WE LT

6020 verlost

2x1 IFFI-FESTIVALPASS

IFFI IM LEOKINO UND CINEMATOGRAPH

Das 27. Internationale Filmfestival Innsbruck (IFFI) findet von 29. Mai bis 3. Juni statt. Der Länderschwerpunkt liegt heuer auf Georgien, er werden aber auch heimische Produktionen wie der in Innsbruck gedrehte Film „Schlachthofblock“ von Melanie Hollaus gezeigt. Neben bekannten Vertretern des europäischen Kinos, wie den beiden Serben Želimir Žilnik und Goran Paskaljević, sind auch junge Filmemacher aus Afrika und Lateinamerika zu Gast.

Kennwort: „IFFI“ Einsendeschluss: 23. 5. 2018 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@ 6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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DA S BÖS E C- WO RT

FESTIVAL A B 31. 5.

Popkultur und was sonst noch zu sagen ist. von Barbara Wohlsein

B GAN ZTÄGI G

LAC H D O C H

INTERNATIONALES CLOWNFESTIVAL IM BRUX Im BRUX Freies Theater findet von 31. Mai bis 3. Juni das Internationale Clownfestival Innsbruck statt. Initiiert und organisiert wird es vom Clownduo Fort Willy, es gibt vier Vorstellungen, ein Varieté und zwei Trainings für Clowns. International bekannt und erfolgreich ist die Clownin Lila Monti aus Argentinien, die mit ihrem Stück „Povnia“ nach Innsbruck kommt. Das Tiroler Duo „Herbert und Mimi“ zeigt ein Familienstück speziell für Kinder.

DISKUSSION 31. 5.

15 UHR

Ü B E R TE CHN O RE D E N

© ARTISTPIC JUAN ATKINS, IFFI, JUANA GHERSA, WOLFGANG THALER WIEN 2018

DISKUSSION IM AUT. ARCHITEKTUR UND TIROL Der zweite Teil der „Ohne Theorie keine Revolution“-Gesprächsreihe der p.m.k findet im Rahmen des Heart of Noise Festivals im aut. architektur und tirol statt. Diesmal geht es um Techno und Clubkultur, als Diskutanten sind Sascha Kösch, Jochen Bonz, Matthias Pasdzierny und Rrose mit dabei.

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oah, hast gesehen, Coachella. Die X (beliebige Bloggerin/ Influencerin einsetzen) war dort, und die Y auch und sogar die Z hat mitdürfen heuer, aber das hab ich mir schon gedacht, weil sie davor nur mehr Insta-Storys von Saftkuren, HIIT-Sessions und Haarverlängerungen gepostet hat. Ist schon ein Wahnsinn, dass da einfach alle hinfahren, um dann das hundertste Foto vor dem Riesenrad zu machen, aber wenn die Firmen Geld dafür zahlen, dass sie drei Outfits tragen und die Marke im Post erwähnen, wären sie ja blöd, wenn sie’s nicht machen würden. Und ein bisschen Urlaub in L.A. schaut ja auch dabei raus. // Nach dem Hype vor zwei Jahren und der beginnenden Skepsis letztes Jahr war es heuer cool, das Coachella kollektiv zu hassen. Abgesehen von einigen Konzerten (sprich: Beyonceé) bietet das Festival ja wirklich nicht viel, das man aus der Ferne gut finden könnte. Trotzdem ist es schon bezeichnend, dass jetzt alle die Nase rümpfen. In einer Celebrity-Kultur, die davon lebt, Menschen, Trends und Events nach oben zu jubeln, um ihnen dann genüsslich beim Fallen zuzuschauen, war der Backlash eigentlich vor­ programmiert. // Deshalb sind jene in der Branche, die ein bisschen Weitblick besitzen, schon längst am Tüfteln und konzentrieren sich auf die eigene Kollektion (siehe Dariadaria etc.). Oder sie machen Podcasts, weil ja, muss 2018 auch sein. Über diesen Weg bekommt man ab und zu auch ein echtes Highlight mit. Zum Beispiel, wenn die (generell grandios goscherte) Salzburger Bloggerin Constantly K erzählt, dass ihr die Musik am Coachella eigentlich komplett egal war, „bis auf die Boyencé natürlich, weil die liefert a Show ab, da gaggst di an“. 


© POLYFILM

K INO

DI E ARB E IT DE R KI N DE R Mit ihrer Dokumentation „Kindheit“ entführt die norwegische Regisseurin Margareth Olin in die wunderbare und andersartige Welt eines norwegischen Kindergartens. Kritik: Klaus Erler

S Kindheit (Barndom) Dokumentation. Norwegen 2017. 90 Minuten. Regie: Margreth Olin Filmstart: 4. Mai

pielen, das ist die Arbeit der Kinder.“ Diesen Satz stellt die norwegische Regisseurin Margareth Olin ihrer aktuellen Dokumentation voran. „Kindheit“ folgt dann für 90 Minuten dem Jahresablauf im norwegischen Waldorfkinder­garten „Aurora“. Kinder von ein bis sieben Jahren finden hier inmitten der Natur ganz spezielle Bedingungen vor. Was es da nicht alles gibt: Zelte und Hütten im Wald, selbstgehobelte Stelzen, lebende und tote Vogelküken, packende Geschichten und lebende Ameisen, die nach Zitrone schmecken, wenn man sie verkostet. Was es da nicht gibt: Erwachsene, die von einem antiquierten Pädagogik­verständnis geleitet die Kinder von „Oben nach Unten“ erziehen. BENGEL STATT ENGEL. So zeigt Olins Kamera zweierlei: Zum einen Kinder, die von sensiblen Erziehern angeleitet genau dort lernen, wo am meisten Freude vorhanden ist. Im Verstecken, Entdecken, Bauen, Träumen, Berühren und Reden. Zum anderen verheimlicht „Kindheit“ nicht, dass Waldorf-Kinder nicht anders sind als andere Kinder. Und damit gerne auch mal lieber Bengel statt Engel: Sie haben Spaß daran, mit imaginä-

90

ren Waffen auf Gleichaltrige zu schießen, lieben es, „in die Natur zu schlagen“, wie Mähdrescher durch hohe Wiesen zu pflügen und das eigene Bedürfnis zum Nachteil der anderen in den Mittelpunkt zu stellen, weil „ich es so will“. // Grenzen für derartiges Verhalten setzen die „Aurora“-Erzieher sinnvoll spät und nur dann, wenn sich daraus ein nachvollziehbarer Vorteil für das Kind ergibt. Getragen von einem grundsätzlich positiven Menschenbild lassen die Erzieher so vieles zu und führen ihre Kinder damit zu fast schon magischen Momenten, die von einer beobachtenden, kaum intervenierenden Kamera bezeugt werden: Kinder versinken in Naturbeobachtungen oder inniger Zweisamkeit, erleben Freude und Aktivität in seltener Intensität und durchlaufen immer wieder den geglückten Wechsel von der Frustration zum Spaß. // Margreth Olin selbst sieht in ihrem Film einen stillen Protest gegen eine frühzeitig leistungsorientierte Kindeserziehung. Kinderarbeit in ihrem Sinne ist deshalb nichts anderes, als in geschütztem Rahmen „nach eigenem Tempo zu wachsen“. Das zu beobachten, macht „Kindheit“ zum berührenden Genuss. 


GANZ GROSSES KINO © WALT DISNEY STUDIOS

DI E 60 20 - F I L M-KU RZ KRIT IKE N

DEADPOOL 2 David Leitch, USA, 2018, Action, Komödie (ab 17. 5.) Er ist der witzigste und coolste aller neuen Superhelden: Deadpool (Ryan Reynolds). Im zweiten Teil kommt er zurück, um wieder gegen fiese Schurken zu kämpfen und dabei jede Menge flotter Sprüche rauszuhauen. Diesmal bekommt er es mit dem Ungustl Cable (Josh Brolin) zu tun.

SOLO: A STAR WARS STORY star tet am 24. Mai.

ELEANOR UND COLETTE Bille August, B/D/USA, 2017, Biografie, Drama (ab 4. 5.) Eleanor (Helena Bonham Carter) leidet an paranoider Schizophrenie und bekommt starke Medikamente, deren Dosierung sie nicht entscheiden darf. Deshalb engagiert sie die Anwältin Colette (Hilary Swank) und kämpft bis zum obersten Gerichtshof der USA für ihre Selbstbestimmung. Während dieses Kampfes werden die ungleichen Frauen auch zu Freundinnen.

Trash des Monats

© CONSTANTIN FILM

RAMPAGE Brad Peyton, USA, 2018, Abenteuer, Action (ab 10. 5.)

I FEEL PRETTY Abby Kohn, Marc Silverstein, USA, 2018, Komödie (ab 10. 5.) Eine Parade-Comedyrolle für Amy Schumer: Sie spielt Renee, die nach einem Unfall beim Spinning, bei dem sie mit dem Kopf aufschlägt, an einer Wahrnehmungsveränderung leidet. Fand sie sich bis dahin selbst nicht sonderlich attraktiv, sieht sie sich jetzt selbst als wunderschön und einfach „perfekt“. Mit diesem neuen

Wenn der Untertitel eines Films „Big meets Bigger“ lautet, kann Dwayne „The Rock“ Johnson nicht weit sein. Im Film „Rampage“, der auf dem gleichnamigen Videospiel aus den 1980ern basiert, mimt Johnson den Primatenforscher Davis Okoye, der eine tiefe Verbindung mit einem SilberrückenGorilla hat. Nach einem illegalen Genexperiment wird aus dem Gorilla ein gefährliches Biest, und auch weitere manipulierte Tiere drohen, die Zivilisation zu zerstören. The Rock steht – ja, wortwörtlich wie ein Felsen – inmitten dieses Special-Effect-Tumults und man sieht förmlich, dass ihm diese Rollen mittlerweile selber zum Hals raushängen.

SOLO: A STAR WARS STORY Ron Howard, USA, 2018, Action, Science-Fiction (ab 24. 5.) Aus dem Hause Lucasfilm kommt ein neues Sternenabenteuer in die Kinos: Es geht um die jungen Jahren von Han Solo. Im Zuge seiner Eskapaden trifft der verwegene Abenteurer unter anderem auf seinen zukünftigen Co-Piloten Chewbacca.

Selbstvertrauen erreicht sie im Job und auch im Privatleben erstaunliche Dinge.

G E WI N N S PI E L

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE Wes Anderson, USA/D, 2018, Animation, Abenteuer (ab 11. 5.) Wes Anderson schickt in seinem zweiten Animationsfilm den zwölfjährigen Atari nach Trash Island. Ataris Vater, der korrupte Bürgermeister von Megasaki, hat per Gesetz alle Hunde auf diese Insel verbannen lassen – diese will der Junge nun retten. Extrem aufwendig produzierter Animationsfilm mit vielen bekannten Synchronstimmen.

6020 und Metropol verlosen

5 x 2 TICKETS für „Deadpool 2“ im Metropol Innsbruck Einsendeschluss: 16. 5. 2018 Kennwort: „Film ab“ Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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S E R I E N-T I P P EISKALTER THRILL Man schreibt das Jahr 1846. Rund 130 Mann sind im Auftrag der Royal Navy auf den Schiffen HMS Erebus und HMS Terror unterwegs, um im ewigen Eis die Nordwestpassage zu finden. Beide Schiffe bleiben im Packeis stecken, die Hoffnung auf eine Eisschmelze im Frühling erfüllt sich nicht. Ausgestattet mit Proviant für fünf Jahre und typisch britischer Disziplin müssen die Seefahrer nicht nur dem arktischen Klima trotzen, sondern auch inneren und äußeren Dämonen. Das soldatische Leben an Bord

PATS C HE N K I N O

TH E TE R R O R Miniserie, Amazon Prime

OHRENSCHMAUS

der Schiffe wandelt sich zunehmend zum Überleben unter einer zunächst nicht näher definierten Bedrohung. Bald jedoch lichten sich die Winternebel und ein freierer Blick auf das wahre Ausmaß des drohenden Grauens wird möglich. „The Terror“ ist eine Miniserie des US-Fernsehsenders AMC mit britischen und irischen Hauptdarstellern. Die machen ihre Sache in dem von Ridley Scott co-produzierten Mysterythriller derart gut, dass man versucht ist, „The Terror“ in Summe seiner positiven Eigenschaften der BBC unterzuschieben. 

Z I P P E -Z AP P E

Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

Das erste Mahl

B LU E J A S M I N E S O N N TA G , 2 0 . M A I , O R F 2 , 23 .4 5 U H R

Jasmine (Cate Blanchett) ist das schöne Leben an der Seite ihres Ehemanns Hal (Alec Baldwin) gewöhnt. Als Hals Machenschaften als zwielichtiger Finanz­ investor auffliegen, ist es für Jasmine mit dem Jetset-Lifestyle in der New Yorker Society schlagartig vorbei. Komplett überfordert mit der neuen Situation besucht sie ihre Schwester Ginger (Sally Hawkins) in San Francisco. Obwohl beide unter denselben Umständen aufgewachsen sind, fällt es Jasmine schwer, sich wieder an die bescheidenen Verhältnisse und die Notwendigkeit, selbst Geld zu verdienen, zu gewöhnen. Cate Blanchett spielt die nervöse und von Neid und Unsicherheit zerfressene Figur der Jasmine bravourös – Sally Hawkins, die zuletzt in „Shape of Water“ brillierte, bildet die ideale Gegenspielerin.

PARANOIA UND DISCO Unknown Mortal Orchestra: „Sex & Food“, JagJaguwar

Das neue Album des Unknown Mortal Orchestra – UMO – ist in sechs Studios und ebenso vielen Ländern entstanden. Die dabei unter anderem in Island und Korea gesammelten musikalischen Eindrücke finden sich im Sound von „Sex & Food“ wieder. Dabei gelingt auch der Mix aus dem härteren Sound der früheren Tage und neuen R’n’B-Elementen bis auf wenige Ausnahmen recht gut. Sorgenfrei ist der Sänger Ruban Nielsen auf dem Album dennoch nicht. Auf dem – passenderweise in Vietnam entstandenen – harten Song „American Guilt“ besingt er die Paranoia, die in Amerika spätestens seit der Ära Trump herrscht. Aber keine Angst: Derartige Sorgen weichen rasch wieder softeren Discoklängen. 

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Bei „First Dates – ein Tisch für zwei“ auf VOX versucht Roland Trettl, Singles zu verkuppeln.

Der Südtiroler Koch Roland Trettl („Kitchen Impossible“, „The Taste“) ist einer der sympathischsten und auch beliebtesten Fernsehköche. Aus diesem Grund wurde er wohl auch ausgewählt, auf VOX das neue Vorabend-Realityformat „First Dates – ein Tisch für zwei“ (wochentags um 18 Uhr) zu präsentieren. Trettl mimt hier den Gastgeber, der zwei Singles in einem eigens für die Sendung gebauten Restaurant empfängt und bei Bedarf mit Smalltalk, Tipps und halblustigen Sprüchen unterstützt. In England läuft das Kuppelformat bereits seit fünf Jahren sehr erfolgreich auf Channel 4. Im Vergleich dazu wirkt die deutsche Version derweil noch ziemlich hölzern – nicht nur Roland Trettl tut sich sichtlich schwer, die Künstlichkeit der Situation zu überspielen. Eine nette Sendungsidee mit hohem Fremdschämpotenzial.


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RÄTSEL

DER WÜRFEL Mai 2018

DA S LÖSU N G S WO RT A

B

C

D

E

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F

G

H

I


GEWINNSPIEL

D IE F R AGE N

1

So ein Schleimer: Oraler Schuhputzer?

1

Solcher Humor lässt keine feuchten Lacher aufkommen

2

Wechseln: Woraus bestand der Handel vor der Gelderfindung? (1–2 W.)

3

Klingt (!) nach „Man bringe mir heißes Aufgussgetränk“ ist im Iran urbanes Kapital

4

Auszuhalten: Gewinnbringend?

5

Bei buchstäblicher Verarbeitung des Aalgens entsteht in Italien ein Auflauf mit Nudelbildung

6

Ach, das Gegenteil der Schleechten wird bei negativer Überraschung als die meine angesprochen

7

Neulich in Paris gehört: „Es frisst der feine Storch den Frosch / aus Hefeteig heut als …!“

7

Was soll der Tanz (!): Klingt (!) nach Spanischem Partymischgetränkmacher?

8

Fühlt sich von Autos an-gezogen: Textblackout des impotenten Schauspielers?

9

An dem wichtigen Zusammentreffen geht’s nicht mehr höher

10

Die Botschaft kommt im Geschäft als potenzieller Käufer an

11

Der Modeschöpfer steckte buchstäblich in jedem Radioreporter

12

Sind als Knabberleiste schon die Dritten: Gegenstück zur Antilehransicht (?) (Ez.)

13

Was ist in jeder (!) Zechtour wirklich wahr?

14

Klingt (!) nach Wildfesttagskuchen aus diesem Laborgefäß

15

Verschobener Bleirest als nicht mehr zu toppender Zuneigungsempfänger

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Anfang April wurde die zweite Rauch Juice Bar Tirols und die sechste Rauch Juice Bar Österreichs eröffnet: Schaut vorbei im Burggraben 7 und holt euch einen frisch gepressten Juice! Kennwort: „Rätsel“, Lösungswort angeben! Einsendeschluss: 31. 5. 2018 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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„ FA H N E N STA N G E “

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BORDFUNK Oder: Captain Wal... antwortet. von Johannes F. Park

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m Gegensatz zu diversen Neurotikern habe ich keine Man könne heutzutage überhaupt nicht in die falsche Angst vorm Fliegen. Vielmehr schlage ich mich mit Maschine gelangen, antwortete K., ohne die Augen zu der Sorge herum, in einem Flugzeug abzustürzen öffnen, ich solle mich doch bitte jetzt nach Möglichkeit und – was die unbefriedigende Situation noch ver­ entspannen. Demonstra­tives Durchatmen. schlimmern würde – dabei obendrein umzukommen. // Da hatte ich der Stewardess, die sich gerade am Irgendein Beförderungsexperte führt hier dann gerne Gang an mir vorbei schob, aber bereits auf die Schulter aus, ein Flieger sei statistisch betrachtet immer noch getippt. In ausgesuchter Höflichkeit äußerte ich meine das sicherste Verkehrsmittel, worauf ich für gewöhnlich Befürchtungen hinsichtlich Kiew und mein Befremden entgegne: „Bei Ihrem Gewicht müss­ über die unverständliche Begrüßung ten Sie statistisch betrachtet fünfzehn des Herrn Kapitäns. „Oh, tut mir ICH HABE KIEW Zentimeter größer sein.“ leid, dass Sie nicht alles verstanden GEHÖRT. haben. Wir werden in einer Stunde 50 // Als K. und ich vor ein paar Minuten zum Landeanflug ansetzen. Jahren einen Flieger Richtung Strand­ urlaub bestiegen, war ich bemüht, mir meine Nervosität Genießen Sie den Flug, bestes Wetter erwartet Sie.“ Da­ möglichst nicht anmerken zu lassen. Beim Eingang mit wollte die Flugbegleiterin weitergehen, aber mein begrüßte uns eine offenbar bewusst herbeigeführte Arm auf ihrem hielt sie zurück. „Warum sagt der Pilot Zusammenrottung von freundlich lächelnden Stewar­ das nicht selbst?“, fragte ich und blickte ihr dabei tief dessen. Ich unternahm den Versuch einer Erwiderung, in die Augen. „Aber das hat er ja“, antwortete sie mit die mir allerdings derart schlecht geriet, dass K., als Befremden und löste sich aus meiner Umklammerung. Ein von der Seite kommender Stoß in die Rippengegend wir auf unseren Sitzen im hinteren Teil des Flugzeugs ließ mich zusammenzucken. Platz genommen hatten, mir zuflüsterte, ich solle mich beruhigen, alles sei in bester Ordnung. „Soweit du das // Nach ein paar Minuten knackte es abermals, beurteilen kannst“, fügte ich laut hinzu. kurze Pause, dann der Kapitän: „... und Herren, hier spricht Ihr Kapi... auf besonderen Wunsch ... befinden // Ein wenig später in der Luft wollte ich mich ge­ uns derzeit ...-höhe, bei mäßigen Wind ... Grad und rade dem Propagandablatt der Airline widmen, als ein Knacken ertönte, dem ein kurzes Rauschen folgte. Dann weiterhin einen ...“ begann eine sonore Männerstimme zu sprechen: „Sehr // Bist du jetzt zufrieden?“, fragte K. Wie sollte ich? geehrte Damen und Herren, hier spricht Ihr Kapitän Beim zweiten Anlauf hatte ich noch weniger verstan­ Wal...“, heftiges Rauschen setzte ein, „ ... freue mich, Sie den. Als die Stewardess mit dem Getränkewagen bei auf dem Flug von ... zu dürfen.“ Ich wandte mich K. zu: uns angelangt war, konnte ich nicht widerstehen, auch „Was hat er gesagt?“ „Sei still“, antwortete K. unwirsch, wenn ich dabei zwei gesunde Rippen riskierte: „Vielen „ich verstehe kein Wort!“ Ganz genau, das war ja das Dank für Ihre Bemühungen. Aber man hat wieder kein Problem. Der Kapitän nuschelte ungerührt weiter: „... Wort verstanden.“ Die Stewardess lächelte verlegen und und unsere Reiseflughöhe beträgt ...“, das Rauschen arbeitete sich weiter. wurde wieder stärker, „... voraussichtliche Ankunftszeit // Ich schloss die Augen, um mich ein wenig zu be­ bei leichtem Wind aus ... hat es derzeit angenehme 24 ruhigen. Nach ein paar Minuten zischte K. unvermittelt: Gra... ich Ihnen ... dahin einen angenehmen Flug.“ K. „Du bist echt peinlich.“ Ich öffnete die Augen, der Pilot lehnte sich in den Sitz zurück und schloss die Augen, stand vor mir: „Sie wollten mich sprechen?“ Dann fiel als wäre nichts geschehen. Nach einer Weile konnte ich ich glücklicherweise in Ohnmacht. mich nicht mehr zurückhalten: „Sitzen wir überhaupt im richtigen Flieger? Ich glaube, ich habe Kiew gehört.“ jfpark@6020stadtmagazin.at

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6020 Stadtmagazin (Mai 2018)  
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