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„Nicht der Lugner“

Sillpark-Chef Helmut Hoch filzer im Interview

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Au sgabe

146 Juni 2011

Hassliebe

Was uns an Facebook nervt

Immer

gratis. Nie um sonst.

11. Jah rga ng

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morgen?

Interrail ohne Ziel – 6020 hat’s probiert


FERIENTICKET INSERAT SKATER 6020 IVB.qxp

02.05.2011

12:41

Seite 1

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Startseite

Editorial

Über die Blöden und die Feigen von Michael Steinlechner m.steinlechner@602 0stadtmagazin.at

U

nsere Politiker sind zu blöd und zu feig dazu und zu unverständig dafür, weil sie von der Wirtschaft keine Ahnung haben, um dagegen zu wirken, und das wird Österreich schaden und wir werden hinter andere Länder zurückfallen.“ Mit diesem Sager schaffte es Erste-Bank-Chef Andreas Treichl Mitte Mai auf den ersten Platz der Nachrichten. Vielen sprach er dabei aus der Seele, vor allem Wirtschaftstreibenden, die mit der Wirtschaftpolitik Österreichs so ihre Problemchen haben. Konkret auf den Magen geschlagen haben dem Erste-Chef die Kreditvergaberichtlinien, die es Unternehmen immer schwieriger

War es Anfang des Jahrtausends ein Leichtes, sein Geschäft mit Bankengeld in Schwung zu bringen oder überhaupt erst zu starten, braucht man heute oft das sprichwörtliche Lungenröntgen der Oma, mindestens ein Sparbuch, zwei gute Freunde bei der Bank und drei potente Bürger, um eine Finanzierung zu realisieren. machen, an Geld zu kommen. War es Anfang des Jahrtausends ein Leichtes, sein Geschäft mit Bankengeld in Schwung zu bringen oder überhaupt erst zu starten, braucht man heute oft das sprichwörtliche Lungenröntgen der Oma, mindestens ein Sparbuch, zwei gute Freunde bei der Bank und drei potente Bürgen, um eine Finanzierung zu realisieren. Dieser Umstand bremst die Wirtschaft, deren Zustand – glaubt man zumindest dem Credo der Wirtschaftskammer – auf unser aller

Wohlbefinden Auswirkung zeigt. Ursprünglich durfte man in Wohlstands-Ländern wie Österreich bisher davon ausgehen, dass man als Unternehmer zwar einen hohen Steuer- und Sozialaufwand bezahlt, dafür aber in einem sicheren Land lebt, das einen guten Boden für geschäftliche Ideen bietet. Die Wirklichkeit verhält sich inzwischen leider anders. Große Unternehmen machen ihr Geld meist im Osten (so auch die Erste-Bank), der Abgaben-Frust steigt stetig und die Standortfrage stellt sich immer öfter. Diese Entwicklung lässt sich tatsächlich nur über den politischen Kurs erklären. Es ist schlichtweg populärer, die Belastung für die verhältnismäßig wenigen Unternehmer zu erhöhen, als die breite Masse steuerlich zur Kasse zu bitten. Und es ist historisch logisch, dass in einem Wohlstandsland mit Gewerkschaftstradition der Arbeiter und Angestellte weit wichtiger ist als der Unternehmer. Problematisch wird es nur, wenn der Wirtschaftstreibende Österreich auf seiner Landkarte streicht, weil die Rahmenbedingungen nicht passen, weil sich kein Geld verdienen lässt. Die Wurzel des Übels liegt hier bei einem politischen Fundamentalproblem: Politiker können in den seltesten Fällen auf berufliche Karrieren zurückblicken und hantieren in keinem Fall mit ihrem eigenen Geld (KHG ist ja kein Politiker mehr). Kein Wunder, dass das Verständnis für die Realwirtschaft fehlt. Wenn sie dann auch noch „blöd und feig“ sind (man beachte die aktuellen Umfragewerte), wie ihnen der Erste-Bank-Chef attestiert, könnte das von Treichl prognostizierte Worst-Case-Szenario durchaus eintreffen und Österreich deutlich absacken. Eines hat der Mann, der ausspricht, was viele denken, aber dennoch mit der Politik gemeinsam: Auch er jongliert nicht mit seinem eigenen Geld. Wenigstens wirkt sich das Ergebnis seiner Arbeit auf das Gehalt (Anmerkung der Redaktion: 2,8 Millionen im Jahr 2010) aus, welches ihm die Blöden und Feigen wohl kaum vergönnen werden. q

Auf Zug Sich einfach in den Zug zu setzen und dort hinzufahren, wohin es ein­en spontan hinzieht, klingt verdammt gut. Schlussendlich stehen die meisten aber doch mit Hotelreservierung und Google-MapAusdruck am Bahnhof. Nicht so unsere 6020-Autorin Irena Volker – sie hat sich mit einem Interrail-Ticket und ohne Zielsetzung auf den Weg gemacht. Ihre Erlebnisse lesen Sie ab Seite 18!

Gewinnspiele dieser Ausgabe: • 2 Hin- und Retourtransfers Innsbruck – Flughafen München Seite 32 • Gewinnspiel Dr. Green Seite 34 • Gewinnspiel Bio Gasthaus Seite 55 • Hörtnagl-Gutscheine im Wert von 50 Euro Seite 64 • 5 x 2 Konzerttickets für Taio Cruz Seite 80 • Gewinnspiel Rätsel Seite 88

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inhalt

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Urbane Stilkunde

10

Neue Shops in Innsbruck

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Soundtrack

Hiphop statt Straße

How are you?

21

10 Soundtrack der Integration Innsbrucks Hiphop-Crew Kingzbrook

26 Essay

12

28 Meinung

„Ich bin nicht der Lugner“ Der Sillpark-Chef im Interview

14 Ein Foul und seine Folgen Schadenersatz am Fußballplatz Auf Umwegen zum Nachwuchs Dr. Helga Moncayo im Interview

18 COVER: Und wo bist du morgen? Ein Interrail-Tagebuch

Urbane Stilkunde Drei neue Shops in Innsbruck

66 Wer hat’s erfunden? Die 6020-Wissenschaftsserie 68 30 Dinge, die wir an dir hassen Freud und Leid auf Facebook

31 market

72 Vier Hände für Rio Zu Besuch bei den Innsbrucker Judoka

42 Motor Die neuesten Autos unter der Lupe

74 programm

63 leben

81 Meuchelmord und Hofintrige Ameisen-Sonderausstellung im Zeughaus

64 MundArt Diesmal: Pikante Zunge

82 Expats <3 IBK Wo sich „Zuagroaste“ treffen

Impressum Herausgeber Medieninhaber & Verleger Chefredaktion Layout Produktion Mitarbeiter dieser Ausgabe Fotos Anzeigenverkauf Anschrift, alle Geschäftsführung Verlag Druck Hinweis

Unterwegs

Ein Interrail-Tagebuch

Innsbrucks Expats

07 StadtlebEn

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18

Michael Steinlechner target group publishing GmbH Barbara Wohlsein Philipp Frenzel NERO WerbeGmbH, Lisa Mang, Sophie Frenzel • www.nerografik.net Klaus Erler, Florian Gasser, Jane Kathrein, Willi Kozanek, Karoline Krause, Thomas Krieglsteiner, Walter Mair, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Flo Pranger, Michael Rathmayr, Flo Seidl, Irena Volker, Verena Zankl (Korrektur) Michael Rathmayr, Gerhard Berger Thomas Pilgram, Walter Mair • verkauf@6020stadtmagazin.at Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck • Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -20 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Niederösterreichisches Pressehaus Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

84 Ohrenschmaus und Augenweide 88 Das 6020 3D-Rätsel 89 6020 Exklusiv 90 Johannes F. Park

NICHT VERPASSEN! Das nächste 6020 erscheint am

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STadtleben

Sommercafé-Geheimtipps

Shopbesitzerin Mar ianne Ecker

Norz-Passage

Gut versteckt hinter der Maria-TheresienStraße kann man hier ohne Touristen­ trubel seinen Kaffee trinken.

Testarossa Stadtturm

Wer suchet, der findet: Ins Testarossa im Stadtturm kommt keiner, der den Weg dorthin nicht kennt. Die Terrasse ist so wie das Lokal: klein, aber charmant.

Brixnerhaus

Der Domplatz ist zwar extrem zentral, liegt aber trotzdem abseits der Trampelpfade. Nett für Sommerabende.

Dachterrasse Schwarzer Adler © Wendy A. Hern

Ebenfalls ein Geheimtipp: die Dach­ terrasse des Romantikhotels Schwarzer Adler. Coole Aussicht.

HokuspokusGarten

FEINHEITEN. Der Name ist Programm: Im kürzlich eröffneten Alt-

stadtgeschäft „feinheiten“ (Pfarrgasse 8) gibt es allerhand schöne Dinge zu kaufen. Neben ausgewählter Designermode – zum Beispiel vom österreichischen Label Elfenkleid – gibt es auch noch Yogabekleidung und individuelle Einrichtungsgegenstände. Die Shopbesitzerin Marianne Ecker will den Innsbruckern „gute Produkte mit gutem Design“ bieten – gute Idee.

Mitten in der Stadt und trotzdem ruhig ist der Hokuspokus-Gastgarten in der Ursulinenpassage – untermalt von Klängen aus der benachbarten Musikschule.

On the road

© 6020/Berger (2)

Seit 21. Mai haben Motorradfans ein neues Mekka: den Harley-Davidson-Shop an der Innsbruckerstraße 11 in Hall. Am ehemaligen Standort der Haller Textilwerke kann man hier die begehrten Bikes bestaunen und – wenn das Kleingeld stimmt – natürlich auch kaufen. www.harley-tirol.at

Wams beim Terminal Gleich neben dem Finanzamt lädt seit kurzem der neu eröffnete Geschäftsraum des Vereins Wams zum Shoppen ein. Jede Geschmacksnote wird bedient, es gibt Secondhand-Bekleidung für Mann, Frau und Kind. Im Bereich „fesch redesign“ wird Besonderes und Extravagantes aus der eigenen Nähwerkstatt geboten. Das Beste: Alles sehr günstig!

7

Get a Taxi Eine äußerst praktische Gratis-App (iPhone und Android) haben ein paar junge Innsbrucker programmiert: Mit „Get-a-Taxi“ kann man per GPS alle verfügbaren Taxis in der Umgebung abrufen, das gewünschte Taxi bestellen, sich vorab den Fahrpreis ausrechnen und sogar per Kreditkarte bezahlen (besonders praktisch am Ende einer Partynacht).


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Im Bild

Momentaufnahme des Monats „Record Covers“

Plattenbau. Die Soundcity war heuer wieder ein voller Erfolg – und auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: In der Bäckerei zeigten DJ Funksoul Rebel & DJ Alaksa Al die obskursten Plattencovers der letzten 50 Jahre.

Jeans ist in der Regel nicht nur umweltschädlich, sondern auch gefährlich für die Gesundheit der Textilarbeiter. Vor allem der Einsatz von Sandstrahlern, die den „Used“-Look erzeugen, gilt als Krankmacher. Wissenschaftler der Uni Innsbruck haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem Jeansstoffe schonender behandelt werden können. Dazu wird eine Paste aufgetragen, die deutlich weniger Chemikalien benötigt als vergleichbare Verfahren. Das Institut für Textilchemie und Textilphysik hat die Methode bereits patentiert, demnächst wird sie in die Praxis umgesetzt.

© Land Tirol/Sidon

Gesündere Jeans. Die Herstellung von

Fassbaender-Nachfolger.

Der neue Intendant des Tiroler Landestheater steht fest: Der gebürtige Bayer Johannes Reitmeier wird Brigitte Fassbaender nachfolgen. 70 Bewerber hatten sich für den Posten beworben, Mitte Mai fanden Hearings mit den drei aussichtsreichsten Kandidaten statt. Reitmeier ist 49 Jahre alt und leitete zuletzt das Pfalztheater Kaiserslautern. Seinen Job in Innsbruck wird er im Sommer 2012 antreten. Brigitte Fassbaender hat für ihren Nachfolger nur einen Rat: „Arbeiten soll er.“


Innsbruck & Umgebung

9

VHS-Kurs des Monats Lampenfieber „Guten Tag, mein Name ist Lampenfieber. Menschen werden bei meiner Anwesenheit nervös, ihre Stimme beginnt zu versagen, der Mund wird trocken, sie beginnen zu zittern. Was soll ich machen, ich bin eben eine sehr wirkungsvolle Erscheinung.“ Und genau damit beschäftigen wir uns in diesem Kurs: dem Lampenfieber, seinen Ursachen, Auswirkungen, Vorteilen, Nachteilen und Gemeinheiten. Lernen Sie das Fieber aber auch von seiner positiven Seite kennen – als Stärke, die als Motor für eine fidele Koketterie mit den ZuhörerInnen und ZuseherInnen eingesetzt werden kann. Zeit

4. Juni, 9–16 Uhr

Ort

VHS-Haus, 1. Stock, Raum 9

Kosten

90 Euro

Freud & Leid Die gute Nachricht ...

... für junge Mütter Laut einer Studie fühlen sich 97 Prozent der jungen Mütter in Tirol in den ersten zwei Lebensjahren ihrer Kinder „sehr wohl“. Ingesamt wurden rund 500 Erstgebärende nach ihrer Zufriedenheit mit den Lebensumständen befragt. 43 Prozent der Frauen sind nach der Karenz wieder berufstätig, größtenteils in Teilzeit. Überraschenderweise bewerten 91 Prozent der berufstätigen Mütter die Kinderbetreuungssituation als „sehr gut“ – allerdings muss dazugesagt werden, dass die meisten Kinder in Tirol privat versorgt werden und nur jede fünfte Frau eine institutionelle Lösung in Anspruch nimmt.

© 6020/Rathmayr

Die schlechte Nachricht ...

Möbel zu verschenken. Wer Möbel, die

nicht mehr gebraucht werden, verschenken will, kann das ab sofort auf www.moe­ belboerse.org tun. Die Online-Plattform ist eine Initiative der Tiroler Grünen und soll dafür sorgen, dass Einrichtungsgegenstände nicht mehr sinnlos weggeworfen werden. Gleichzeitig wird damit Menschen mit geringem Einkommen geholfen, ihre Wohnung einzurichten. www.moebelboerse.org

... für Hitchcock-Fans Der meistgesuchte Film der Welt heißt „The Mountain Eagle“ und wurde 1926 von Alfred Hitchcock im Tiroler Ötztal gedreht. Zu diesem Schluss kam Anfang Mai das British Film Institute. Obwohl ein filmhistorischer Suchtrupp derzeit alte Filmarchive durchkämmt, bleibt der Streifen, der 1927 für kurze Zeit im Kino lief, bislang verschollen. Für Tirol hatte sich der Regiegroßmeister Hitchcock übrigens entschieden, nachdem er in München eine Postkarte von Obergurgl gesehen hatte. „The Mountain Eagle“ wurde schließlich trotz schneebedingter Verzögerungen im Ötztal realisiert.

Zahlen, bitte!

2011

2011 ist von der UNO zum „Inter­ nationalen Jahr des Waldes“ erklärt worden. Aus diesem Grund wurden in Innsbruck und seinen alpinen Regionen 2011 neue Bäume gepflanzt, darunter auch viele seltene Arten wie Vogelkirsche, Traubeneiche, Feldahorn und Wildzwetschke. Damit will man die rund 4830 Hektar Innsbrucker Waldfläche verjüngen und „klimafitter“ machen.


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ndtrack SouIn tegration der

Die Innsbrucker Hiphop-Crew Kingzbrook versucht mit ihrer Musik, Jugendliche mit MigrationsVon Karoline Krause hintergrund von der Straße zu holen.

I

ch war ganz unten“, erzählt Güven Celik. „Aber mit der Musik hab’ ich’s nach oben geschafft. Jetzt mache ich was Sinnvolles. Ich hab’ mein Leben selbst in der Hand.“ Gerade hat der 25-Jährige mit vier anderen jungen Innsbruckern sein erstes Hiphop-Album herausgebracht. Güven hat wie seine Freunde Hakan, Omar, Jonathan und Vlado Eltern, die nicht aus Österreich stammen. Er hat türkischen Migrationshintergrund, seine Bandkollegen stammen auch aus der Türkei, aus Russland, von den Philippinen oder aus Ägypten. Gemeinsam haben sie das Projekt „Kingzbrook“ auf die Beine gestellt. Die Crew macht Hiphop, ganz nach dem Vorbild der Großen. Tupac nennen sie als eine ihrer wichtigsten Inspirationen, mit dem Gehabe der deutschen Gangster-Rapper können die Burschen nicht viel anfangen. Sie rappen aber trotzdem auf Deutsch: „Weil es ‚unsere‘ Sprache ist“, sagt Güven. Die Lieder und die CD bedeuten noch viel mehr für sie: „Wir wollen mit der Musik unsere Probleme zum Ausdruck bringen“,

„Integration ist für mich das Anpassen zweier Gruppen aneinander. Die Ausländer passen sich an und umgekehrt. Generell sollte aber einmal gegenseitiger Vlado Respekt vorherrschen.“ sagt Güven. Die Lieder sind sozialkritisch, sie handeln von Politik, Religion, Rassismus, Gewalt, von Liebe und von Integration. Vor allem aber von Hoffnung. „Wir versuchen, Jugendliche ohne Migrationshintergrund genauso anzusprechen wie Leute, deren Fa-

milien nicht aus Österreich kommen. Das ist verdammt schwer“, weiß der Rapper. Die jungen Männer, die zwischen 16 und 25 Jahre alt sind, haben viel durchgemacht. Sie wissen, wie es ist, mit Vorurteilen kämpfen zu müssen, und sie wissen, dass man schnell auf die schiefe Bahn gerät. „Deshalb wollen wir junge Menschen in Schwierigkeiten von der Straße holen“, sagt Levent Akgün, der der Band seit ihren Anfängen als Webdesigner und Manager zur Seite steht. Jeder, der Lust hat, selbst Musik zu machen, kann bei dem Projekt mitmachen.

Kingzbrook live. Die neue CD heißt „Hiphop from Innsbruck“. Sie ist um zehn Euro erhältlich – im Downtown Sound Recordstore in der Universitätsstraße oder direkt bei Kingzbrook. Sie wurde von der Stadt Innsbruck und den Grünen mitfinanziert. Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Notburga Troger, hat die jungen Männer bei dem Projekt „Wer bist du“ der Bürgermeisterin kennengelernt, bei dem Politische Bildung in die Innsbrucker Jugendzentren gebracht werden sollte. Die Abschlussveranstaltung fand im „Shelter“ statt – jenem Jugendzentrum, in dem auch die Songs von Kingzbrook entstanden sind. Für die Integrationsbeauftragte ist das Projekt offenbar ein gelungenes Beispiel für Integration. Bandmitglied Vlado findet, dass dies ein beidseitiger Prozess ist: „Integration ist für mich das Anpassen zweier Gruppen aneinander. Die Ausländer passen sich an und umgekehrt. Generell sollte aber einmal gegenseitiger Respekt vorherrschen.“ Wer Kingzbrook kennenlernen will, hat dazu von 11. bis 13. Juni am Marktplatz die Möglichkeit, wo sie ihre Lieder live präsentieren. Auch die CD „Hiphop from Innsbruck“ wird dort erhältlich sein. www.kingzbrook.com q

© 6020/Rathmayr (alle)

ALL TOGETHER NOW. Kingzbrook in ihrem Studio im Jugendzentrum Shelter


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„Ich bin nicht

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Vom Schulschwänzer-Paradies zum Laufsteg für Daniela Katzenberger: Sillpark-Chef Helmut Hochfilzer spricht im 6020-Interview über dunkle Gänge, Konsumblasen und warum Interview: Florian Gasser er sich in der Lugner-City nicht wohl fühlt.  

Empfinden Sie es als angenehm, ein Geschäft nach dem anderen abzuklappern? Das Shoppingcenter hat ja, neben Kommunikation und Unterhaltung, eine Grundaufgabe: Nämlich die Möglichkeit zu bieten, an einem Ort und in einem übersehbaren Zeitrahmen seine Bedürfnisse zu decken – Lebensmittel, Textilien, Schuhe und so weiter. Aber natürlich gibt es auch die Möglichkeit, in eine schöne Einkaufsstraße zu gehen. Victor Gruen (siehe Kasten) hat einmal geschrieben, Einkaufszentren seien nur für die USA interessant, weil die dortigen Städte monofunktionale Teppichlandschaften seien. Europäische Städte hingegen sind historisch gewachsen und durchmischt. Akzeptiert ein Einkaufszentrum wie der Sillpark europäische Stadtstrukturen nicht? Das ist etwas sehr streng ausgedrückt. Aber ich stimme Gruen schon zu, die Stadtstrukturen in den USA sind mit jenen in Europa nicht vergleichbar. Und ich finde auch, man muss Wert darauf legen, dass die Stadtzentren belebt bleiben. Nur Einkaufszentren an den Speckgürteln und verödete Innenstädte will ich nicht haben.

Innsbruck hat im Zentrum und an der Peripherie große Einkaufszentren. Der Sillpark liegt irgendwo dazwischen. Wer braucht ihn eigentlich – und bekommt man nicht ein Identitätsproblem? Ich sehe das etwas anders. Die Einkaufszentren am Rande der Stadt sind eine typische Erscheinungsform, das gibt’s in jeder größeren Stadt. Der Sillpark ist dazwischen und wirtschaftet sehr ordentlich. Aber die Frage, wofür wir stehen, hat sich in den letzten Jahren in der Tat als ein Kernthema herausgestellt. Früher hieß es: Wir machen ein Einkaufszentrum und je mehr Geschäfte wir haben, umso attraktiver ist das. Das hat auch lange Jahre funktioniert. Auf Basis

„Reine Einkaufs­ tempel werden nicht mehr funktionieren, man muss mehr bie­ ten. Diese Entwick­ lung sieht man auch international.“

Sillpark-Chef Helmut Hochfilzer

intensiver Marktforschungen und Studien hat sich jedoch klar herauskristallisiert, dass Einkaufszentren im Besonderen auch Orte sind, um sich mit anderen zu treffen und auszutauschen. Um Stephan Mayr-Heinisch, den Obmann der Österreichischen Shoppingcentervereinigung, zu zitieren: Das Shoppingcenter muss auf drei Säulen

© 6020/Rathmayr

Herr Hochfilzer, ganz ehrlich, ist es für Sie etwas Schönes, in ein Einkaufszentrum zu gehen? Helmut Hochfilzer (lacht): Es kann etwas Schönes sein, wenn ich nicht nur einkaufen gehe, sondern dort auch etwas anderes bekomme – Unterhaltung oder Erholung. Aber zugegeben: Ich bin nicht der „Shoppingcentertyp“, der jeden Tag in ein anderes Center geht, aber beruflich natürlich jeden Tag in den Sillpark.


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stehen, nämlich der ökologischen, ökonomischen und soziologischen Nachhaltigkeit. Man nahm früher also keine Rücksicht darauf, ob sich der Konsument wohl fühlt. Je zugestopfter die Gänge, umso besser. Genau. Es war eine Anhäufung von Shops. Das will der Konsument aber nicht mehr. Und ich muss mir die Frage stellen, wie ich mich so positioniere, dass der Kunde sagt: Ich gehe in den Sillpark und nicht woanders hin. Wir standen etwa immer schon für die Vielfalt und vor allem für unterschiedlichste Veranstaltungen. Kann man sich mit Veranstaltungen eine Identität geben? Ja, mitunter. Das allein reicht natürlich nicht. Aber ich werde zum Beispiel heute noch auf den Valentins-Ball im Sillpark angesprochen – den gibt es seit fast zehn Jahren nicht mehr. Wer hier herkommt, um David Hasselhoff oder Daniela Katzenberger zu sehen, wird nichts einkaufen. Stimmt, an dem Tag eher nicht. Aber er sieht, dass hier etwas los ist, entdeckt vielleicht einen interessanten Shop und kommt wieder. Ein Teil unserer Philosophie ist es jedoch, unseren Kunden die Möglichkeit zu geben, Stars hautnah zu erleben. Läuft man dabei nicht Gefahr, zu einer zweiten Lugner City zu werden? Das werden wir nicht (lacht). Aber Sie können von Lugner halten, was Sie wollen, die Lugner City ist eines der erfolgreichsten Einkaufszentren von ganz Wien. Fühlen Sie sich dort wohl? Nein. Da mag noch so viel los sein, aber es ist mir zu verwinkelt und hat zu enge und dunkle Gänge. Doch die Geschäfte machen gute Umsätze. Aber unsere Intention ist es natürlich nicht, zu einer Lugner City zu werden, mit den Lokalen und dem Kino. Außerdem bin ich nicht der Lugner.

IM GETÜMMEL. Helmut Hochfilzer will im Sillpark Shopping und „mehr” bieten.

Sie sprechen vom Wohlfühlcharakter, dem Shoppingcenter als Ort der Kommunikation etc. Unterm Strich wollen Sie aber, dass die Leute hier einkaufen – nur deshalb steht dieses Haus hier. Selbstverständlich. Trotzdem: Reine Einkaufs­ tempel werden nicht mehr funktionieren, man muss mehr bieten. Diese Entwicklung sieht

man auch international. Sogar die Fläche geht zurück. Große Betreiber, die früher riesige Zentren gebaut haben, setzen inzwischen auch auf kleine Häuser. Ebenso wird versucht, den einzelnen Centern einen eigenständigen Charakter zu geben. Früher stellte man hundert Häuser auf, die alle gleich aussahen. Heute wird jedes unterschiedlich gebaut und betrieben. Sie sagen, ein Einkaufszentrum muss auch ein sozialer Treffpunkt sein. Früher wurden wir verjagt, wenn wir am Brunnen im Eingangsbereich herumgesessen sind. Alles war auf Durchzug gestaltet, nirgendwo konnte man sitzen, ohne zu konsumieren – das ist heute nicht viel anders. Das ist ebenfalls ein Thema, an dem wir arbeiten. Solche Plätze wollen wir verstärkt schaffen. Das braucht es. Sitzgelegenheiten, die ohne Konsum benutzt werden konnten, gab es früher nicht – in keinem Einkaufszentrum. Heute gehört das wieder dazu. Ein amerikanischer Soziologe schrieb einmal, Einkaufszentren würden „die idealtypischen Werte suburbanen Lifestyles verkörpern – Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit“. Stimmen Sie dem zu? Ja, das hören wir von den Kunden immer wieder und das zeigen auch alle Untersuchungen. Gerade die Sicherheit, die Kameras und die Securitys, das schätzen die Leute – jene, die nichts zu verbergen haben. Hier können sie sich ungehindert bewegen. Es ist ein gesicherter Bereich, wo sich der Besucher frei bewegen und dem Konsum nachgehen kann. q Vielen Dank für das Gespräch.

Einkaufszentren Erste Vorläufer der Einkaufszentren waren Markthallen, etwa im antiken Rom. Im modernen Sinn entstanden sie erst im 20. Jahrhundert: Vor dem Zweiten Weltkrieg waren kleine Varianten meist in US-amerikanischen Stadtzentren angesiedelt. Klassische Shoppingmalls wurden erst in den 1950er Jahren gebaut. 1956 eröffnete das Southdale Center in Minneapolis, das von dem österreichischen Architekten Victor Gruen geplant wurde. 1961 wurde das erste Einkaufszentrum in Wien errichtet. Neun Jahre später eröffnete das DEZ in Innsbruck. „Einkaufen wie im Jahr 2000“ schrieb damals die Tiroler Tageszeitung. Heute hat Tirol nach Wien die größte Dichte an Einkaufszentren – insgesamt über 250.000 Quadratmeter umfassen alle Tiroler Konsumtempel zusammen.


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aus – vermutlich, weil hier in der Regel keine Fernsehaufnahmen als Beweismittel zur Verfügung stehen. Denn jemand, der Schadenersatz einklagen will, muss „beweisen“, dass ein nicht mehr „typischer“ Regelverstoß oder sogar Vorsatz des Gegenspielers vorlag.

Den Ball spielen.

Eunind seFinoeuFollgen Der Fußball hat seine eigenen Gesetze. Das stimmt so nicht ganz. Schwere Fouls können nach den Spielen rechtlich verfolgt Von Thomas Krieglsteiner werden – und es droht Schadenersatz.

W

er Fußball spielt, nimmt das Risiko einer Verletzung durch einen Gegenspieler grundsätzlich in Kauf. Im Juristendeutsch heißt das: Er willigt in die Verletzung ein. „Es sollte nur an den Schiedsrichtern und den Liga-Instanzen liegen, für angemessene Strafe zu sorgen. Ob eine Anklage wegen Körperverletzung Erfolg hat, entscheidet sich bei der Frage, ob die Regelwidrigkeit schwerwiegend ist oder nicht. Nur dann kann eine Klage Erfolg haben“, sagt Martin Wöll, Fußball-Schiedsrichter und Rechtsanwalt aus Innsbruck. Und erklärt weiter: „Was als schwerwiegend eingestuft wird, ist rechtlich umstritten. Nicht alles, was als grobes Foul bezeichnet wird, gilt vor Gericht als Körperverletzung. Das ist ein rechtlicher Grenzbereich.“ Dabei sind Fouls im Profigeschäft Teil des Berufsrisikos. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Klagen, da die Schadenersatzbeträge (Schmerzensgeld, Heilungskosten, Verdienstentgang) ungleich höher sind als im Amateurbereich.

„Kung-Fu-Attacke“. Ein besonders aufsehenerregender Fall ereignete sich am 2005 im Derby zwischen Rapid und Austria bei der „Kung-Fu-Attacke“ von Austria-Goalie Joey Didulica an

Rapid-Stürmer Axel Lawaree. Der Belgier erlitt einen komplizierten Nasenbeinbruch und musste sich mehreren Operationen unterziehen. Lawaree klagte daraufhin Didulica wegen Körperverletzung. Die acht Spiele Sperre durch das Sportgericht der Bundesliga waren ihm an Gerechtigkeit nicht genug. Schadenersatzansprüche können dann er-

Häufig geht es um die Frage, ob noch eine Möglichkeit bestand, den Ball zu spielen. Man kann sich ausrechnen, wie schwer es ist, im Nachhinein zu beweisen, dass der Spieler zum Zeitpunkt einer Attacke keine Chance mehr hatte, den Fußball zu erreichen. So kann es vorkommen, dass auch ein noch so brutales Foul, bei dem ein Spieler mit „gestrecktem“ Bein in den Gegenspieler „hineinrutscht“, letztendlich regelkonform ist, da er noch eine Möglichkeit hatte, den Ball zu erreichen. Die Folgen des Angriffs können dabei noch so dramatisch sein. Wenig hilfreich für den Kläger ist auch der Umstand, dass österreichische Gerichte bei Schadenersatz für Foul-Verletzungen generell zurückhaltend sind. Damit soll eine Verrechtlichung des Spiels vermieden werden. Fußball wird als „Kampfsport“ gesehen, bei dem in Sekundenbruchteilen über Abwehroder Angriffsverhalten mit Körperkontakt zum Gegenspieler entschieden wird. Im Falle Didulica entstanden Schadenersatzansprüche, weil Didulica einen schwerwiegenden Verstoß gesetzt hat, der nicht „üblicherweise“ mit der Sportart

„Was als schwerwiegend eingestuft wird, ist rechtlich umstritten. Nicht alles, was als grobes Foul bezeichnet wird, gilt vor Gericht als Körperverletzung. Das ist ein rechtlicher Grenzbereich.“

Martin Wöll, FuSSball-Schiedsrichter und Rechtsanwalt

hoben werden, wenn die Verletzung durch den gegnerischen Spieler absichtlich herbeigeführt wird. Dies ist der Fall, wenn die Motivation für den Körperkontakt in keinerlei Zusammenhang mit dem sportlichen Erfolg steht, sondern ausschließlich eine Aggressionshandlung darstellt. Nachtreten, Schlagen, Revanchefouls, EllenbogenChecks, gefährliches Tackling oder das „Anspringen“ gegen einen nicht den Ball führenden Gegenspieler sind Beispiele. Im Profigeschäft sind Klagen recht häufig. Ganz anders sieht es im Amateurbereich

verbunden ist. Er wurde zu einer Geldstrafe von 60.000 Euro verurteilt, in zweiter Instanz aber freigesprochen. Didulica konnte nicht nachgewiesen werden, dass der sportliche Ehrgeiz nur einen Vorwand darstellte, den Gegenspieler zu verletzen. Dies sollte natürlich kein Freibrief sein, die überharte Gangart zu bevorzugen. Fernsehbilder zeigen die Fouls der Profifußballer in entlarvenden Standzeitlupen und werden immer wieder für Diskussionen sorgen – nicht nur bei den Beteiligten, sondern auch q bei der Justiz.


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m u z n e g e w m U f Au Ungewollt kinderlos. Für jedes zehnte Paar in Österreich erfüllt sich der Wunsch nach einem leiblichen Kind nicht. 6020 sprach mit Dr. Helga Moncayo über die Altersfrage, das Gesetz und trügerische Erfolgsraten. Interview: Jane Kathrein 

Jedes zehnte Paar in Österreich bleibt laut Statistik kinderlos. Ungewollt? Helga Moncayo: Es gibt wesentlich mehr Betroffene, jedoch stellen sich nicht alle der Frage, warum es bei ihnen nicht klappt. Viele nehmen es hin und lassen kostbare Zeit verstreichen. Nicht alle Paare nehmen Hilfe an, die Planung des Kinderwunsches ist ihnen zu kühl, der Ablauf ist in vielen Instituten sehr durchorganisiert – eine richtige Therapiestraße. Warum werden viele Frauen nicht schwanger? Es ist hauptsächlich das Alter der Frau, das ein Problem für die Fruchtbarkeit darstellt. Viele Frauen lernen mit Ende 30 den richtigen Partner kennen oder sind erst jetzt bereit, im Beruf kürzer zu treten. Ob es dann auch klappt, hängt von der Qualität der Eizelle und der Samen ab. Häufig stellen sich Funktionsstörungen wie stille Eileiterentzündungen als Hürden heraus. Aber auch Männer sind zu 50 Prozent Verursacher ungewollter Kinderlosigkeit, weil etwa nach einer Mumps-Erkrankung die Samenqualität schlecht ist. Es gibt so viele Gründe. Selten sind es genetische.

Womed Univ.-Doz. Dr. Helga Moncayo leitet das womed Therapiezentrum Kinderwunsch GmbH in Innsbruck und verfügt über langjährige Erfahrung in Forschung und Behandlung.

© 6020/Berger

Nachwuchs

Univ.-Doz. Dr. Helga Moncayo

Führt der Weg dann über eine künstliche Befruchtung? Häufig sind grenzwertige Befunde das Problem. Meistens braucht es gar keine In-VitroFertilisation – also Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas –, weil die hormonelle Unterstützung der Frau ausreicht. Eine weitere Möglichkeit ist die Insemination, das Einführen der Spermien in die Gebärmutterhöhle. Das ist eine mildere Methode für den Körper. Viele Institute brüsten sich mit Erfolgsraten. Wie aussagekräftig sind diese? Erfolgsraten hätten wir alle gern. Doch die Statistik ist trügerisch. Wenn man alle behandelten Frauen zusammennimmt und auch Frauen mit schlechten Chancen mitzählt, dann liegt die Quote für alle Patientinnen in Österreich zwischen 30 und 33 Prozent. Ich kann die Chancen individuell erst beurteilen, wenn ich den ersten Versuch gemacht habe – wenn ich den Embryo im Mikroskop gesehen habe. Da gibt es eigene Qualitätskriterien, die wir dabei im Labor zur Anwendung bringen. Neben der emotionalen Belastung kommen auch Kosten auf die Betroffenen zu. In Österreich erhalten verheiratete Paare beim In-Vitro-Fertilisations-Fonds Unterstützung. Dies gilt auch für unverheiratete Paare, sofern der Mann vor der Behandlung die Vaterschaft von einem Notar beglaubigen lässt. Das ist zum Schutz des ungeborenen Kindes. 70 Prozent der Kosten werden

dann übernommen. Die Paare müssen sich einer genauen Überprüfung unterziehen und festgelegte medizinische Kriterien erfüllen. Den Behördenweg und Papierkram übernimmt das Institut. Paare, die sich zu diesem Schritt entscheiden, haben sich das reiflich überlegt und bekommen durch den IvF-Fonds überhaupt erst die Möglichkeit. Das Ausland ist für viele Frauen der einzige Weg zu einem leiblichen Kind? Das österreichische Fortpflanzungsmedizingesetz schließt alleinstehende und lesbische Frauen von der Kinderwunschbehandlung aus. Fremdsamenspenden sind in Österreich per Gesetz für eine Insemination erlaubt, nicht aber für eine künstliche Befruchtung. Davon ausgeschlossen sind lesbische Paare. Eizellenspenden sind in Österreich derzeit noch nicht erlaubt, werden aber in Tschechien durchgeführt, ebenso wie die Präimplantationsdiagnostik, also die Untersuchung der Embryonen auf genetische Defekte vor dem Einpflanzen. In Großbritannien, Belgien oder Frankreich ist die Leihmutterschaft möglich. Die großen Institute, die sich im Ausland befinden, machen hervorragende Arbeit. Für manche Betroffene ist der Weg dorthin aufgrund der Gesetzeslage in Österreich die einzige Möglichkeit, sich den Wunsch nach einem leiblichen Kind zu erfüllen. In Österreich kommen sie nicht weiter. Vielen Dank für das Gespräch.

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? n e g r o m u d t s i Und wo b

Keine Ahnung!

Zwölf Tage mit dem Zug durch Europa. Allein. Ohne Kamera. Ohne Reiseroute. Ausgerüstet mit einem Interrailticket und einem Rucksack, der so leicht wie eben möglich ist. Die Vorgabe: Kein Tag wird im Voraus geplant. Jeden Morgen entscheiden, wo einen das Bauchgefühl hinzieht – oder ob es zum Bleiben rät? Von Irena Volker 6020 hat es ausprobiert. 

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orab schon mal das Fazit: Urlaub mit dem Bauchgefühl als Reiseführer erfordert Übung, ist manchmal anstrengend – und schlichtweg wundervoll. Geführt hat das Ganze zu Hasenbraten mit Spinat in Prag und Matjesfilet mit Zwiebeln an der Nordsee. Und vielen Begegnungen auf einer „ungeplanten“ Reise. Sieben davon stellen wir hier vor ...

Tag 1, 14.12 Uhr: Mitreisende, ICE-Waggon Richtung Norddeutschland Drei, vier Reihen hinter mir schnauzt jemand in sein Handy: „Können Sie das schriftlich verfassen? SCHRIFTLICH!“ Ein Mittvierziger im Anzug telefoniert. Geschäftlich. Wichtig, wichtig. Ich zähle mit, wie oft er in den

nächsten vier Minuten das Wort „schriftlich“ benützt. Sieben, acht. Als das lautstarke Telefonat zu Ende ist, überlegt eine Dame eine Reihe weiter laut, in dieser Firma anzufangen. „Die Firmendetails kenne ich ja jetzt schon alle“, sagt sie amüsiert in Richtung des Handybrüllers. Das macht sie so sympathisch, dass ich sie frage, wo sie hinfährt. Bremen. Ob es dort schön sei? Na klar! Sie schwärmt von Bremen und seinen Gassen, der Zug schaukelt sanft und je länger sie redet, desto klarer wird mir: Ich glaube, ich steige in Nürnberg aus.

Tag 2, 22.45 Uhr: Dame mit Einkaufsnetz, Nürnberg/ Deutschland „Wo müssen Se hin? Na warten Se, da gehn


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Se mit mir ein Stückele mit, ich geh sowieso in die Richtung.“ Und los geht die spontane abendliche Stadtführung im fränkischen Dialekt. Die nette alte Dame ist mindestens 50 Jahre älter und zwei Köpfe kleiner als ich. Sie deutet nach links und rechts und redet ohne Unterbrechung: „Und da ist das Gebäude von der christlichen Vereinsjugend, na warten Se, die heißen jetzt anders, und da is auch gleich die Buchhandlung, die dazu gehört, und da drüben, das ist die Gewerkschaftszentrale, aber sieht so aus, als funktionieren zwei von den Leuchtbuchstaben nicht, naja, so etwas werden Se in Österreich sicher auch haben, eine Gewerkschaft, mei, in meiner Jugend war ich auch in Österreich, in Mayrhofen, da hab ich Verwandte, die wollten, dass ich da einen Bauernhof übernehme, aber das wär wohl nix für mich gewesen, is schon besser so wie’s gekommen ist, warten Se mal, hier drin hat ein neues Lokal aufgemacht, des sind zwei Männer, die des führen, man

sagt, die san ‚a weng Linksstriggte‘, aber des macht ja nix und ma kann ganz gut essn da, alles vegetarisch, aber das macht ja auch nix, jetzt samma bald da, in der Straßn da ist die Unterkunft, wo Se g’sagt ham, dass sie wohnen, an der Frauentormauer, das war das rote Viertel einmal früher, Se wissen schon, das mit den roten Laternen, aber das gibt’s ja in München auch, das muss es wahrscheinlich überall geben in jeder Stadt so ein Viertel, und da samma eh schon an der Frauentormauer, mein Auto steht da drüben und Sie gehn da rechts, einen schönen Abend noch und vielleicht sehn ma uns ja einmal wieder …“

Tag 4, 13.30 Uhr: Joshua, Indisches Restaurant, Prag/ Tschechien Joshua gestikuliert über seinem Chicken Tandoori und seufzt schließlich: „Und an der Tankstelle kann man nicht mal Antibiotika kaufen. Daran muss ich mich erst gewöh-

nen.“ Joshua ist 26, Fotograf aus Michigan und lebt seit zwei Wochen in Prag. Er hat seinen Job in den Staaten gekündigt, um mit seiner Verlobten hierher zu kommen. Sie arbeitet tagsüber an der Produktion einer neuen Disney-Show, während Joshua durch die Straßen schlendert und versucht, sich in der neuen Stadt zurechtzufinden. Er sucht eine Wohnung, schießt Bilder von den Brücken und den prunkvollen, vernachlässigten Bauten und kocht das Abendessen, wenn seine Verlobte von der Arbeit kommt. Während ich auf der winzigen Toilette des indischen Restaurants bin, bezahlt er mein Chicken Curry.

„Weil das die längste Unterhaltung war, die ich seit zwei Wochen geführt habe“, sagt er beschämt. „Außer mit meiner Verlobten natürlich. Entschuldige mich. Ich ruf sie nur schnell an, um zu hören, wie ihr Tag ist.“ Eine Minute später ist er wieder da. „Meetings“, seufzt er und lächelt schief.

Tag 5, 16.05 Uhr: mein Bauchgefühl, Bahnhof Prag/ Tschechien „Eine Reservierung für den Nachtzug heute um 18.30 Uhr nach Amsterdam, bitte.“ Ich warte auf die Frage: „Sitz-, Schlaf- oder Liegewagen?“ und höre stattdessen: „Komplett ausgebucht.“ Wie bitte? „Ich war vor vier Stunden hier und bekam die Auskunft, es wären noch genug Plätze frei.“ „Jetzt nicht mehr.“ Die Dame kratzt sich mit einem grün lackierten, mindestens vier Zentimeter langen Fingernagel hinter dem Ohr und sieht mich gelangweilt an. Mist. „Dann bitte für den Nachtzug nach Wien!“ Sind wir eben spontan. Haha. „Ausgebucht!“ Shit! Schnell überlegen. Welche Züge hatte ich noch ausgedruckt? Den Zug in die Schweiz nehme ich sicher nicht, da kann ich gleich in Tirol bleiben … 16.15 Uhr: Ich setze mich in der Bahnhofshalle auf meinen Rucksack und schaue mein Reservierungsticket an. Prag–Zürich 18.30 Uhr. Na wenigstens raus aus Prag. Und vielleicht kann ich in Frankfurt aussteigen und von dort nach Amsterdam … 18.14 Uhr: Blick auf die Anzeigentafel. Mein Zürich-Zug fährt um 18.30 Uhr von Gleis 4. Wehmütiger Blick auf die Anzeige vom Amsterdam-Zug. Der fährt um 18.30 Uhr von Gleis 4. Moment mal … 18.35 Uhr: „Willkommen an Bord des NightExpress nach Zürich bzw. Amsterdam. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie sich im richtigen Zugteil befinden. Um 20.30 Uhr erreichen wir Dresden, dort wird der Zug getrennt.“ Ich sitze auf meinem reservierten Zürich-Sitz. Bequem ist er ja … 19.30 Uhr: Und wenn ich nun in Dresden einfach … hm. Ich habe ein gültiges Interrail-Ticket, nur keine Reservierung. Irgendwo wird schon ein Platz frei sein. Die werden mich schon nicht rausschmeißen, oder? 20.32 Uhr: „Wir begrüßen alle in Dresden zugestiegenen Gäste auf unserer Fahrt nach Amsterdam.“ 20.35 Uhr: Das war eine ganz, ganz schlechte Idee. Die werden mich rausschmeißen oder 70 Euro Strafe zahlen lassen, und wie


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Jäger um einen verwundeten Jaguar. Keiner hat die geringste Ahnung. Nico kratzt sich am Kopf, überlegt, und mit einer erstaunlich entschlossenen Bewegung dreht er das Rad erst mal um und stellt es kopfüber auf Lenker und Sattel. Der Mann vom Fahrradverleih weicht erschrocken zurück. Und mich beschleicht der Verdacht, dass er das zum ersten Mal gesehen hat. Jaaa, so repariert man Fahrräder. Als der Mann das Metallteil in die Hand nimmt, bestätigt sich mein Verdacht. komme ich überhaupt auf die Idee, dass in einem KOMPLETT AUSGEBUCHTEN Nachtzug ein Platz frei sein soll? Und sicher kommt jeden Moment der, auf dessen reserviertem Platz ich sitze. Das war eine schlechte, schlechte Idee … 10.00 Uhr: Ich habe nur drei Stunden geschlafen. In drei verschiedenen Abteilen. Aber wen kümmert das? Ich bin in Amsterdam!!

Tag 7, 11.00 Uhr: Mitarbeiter Fahrradverleih, Amsterdam/ Holland „Moment, das haben wir gleich!“ Nico ist 31, Musiklehrer aus Frankreich und hat ein Metallteil in der Hand, das von seinem Leihfahrrad abgefallen ist. Irgendwo zwischen Speichen und Kette muss es montiert werden. Nico und seinen Kumpel Gabriel habe ich beim Frühstück im Hostel kennengelernt. Das Übliche: „Diese Eier sind furchtbar.“ „Das Wetter ist traumhaft.“ „Hast du dir schon ein Fahrrad ausgeliehen? Wir kennen einen guten Verleih.“ Nette Franzosen. Nun, mein Fahrrad habe ich mittlerweile. Nur Nicos Fahrrad macht Probleme. Genauer gesagt, ist EINE Schraube abgefallen, die EIN Metallteil hält. Nico und der Mann vom Fahrradverleih schleichen um das Fahrrad herum wie zwei

fach auf der Fähre. „Arbeitslos“, sage ich und sie nickt. Wir gehen zu den Sitzen, sie streckt die Beine aus und erzählt von ihrem im letzten Herbst abgeschlossenen Biologiestudium und der erfolglosen Arbeitssuche nach der Promotion. „Erst hatte ich eine Stelle, aber die war befristet, und so war ich nach fünf Monaten wieder arbeitslosig.“ Aber eines Tages klingelte Annes Telefon und man bot ihr ein Praktikum auf der paradiesischen Nordseeinsel Terschelling an. Thema: Vögel

Nico und seinen Kumpel Gabriel habe ich beim Frühstück im Hostel kennengelernt. Das Übliche: „Diese Eier sind furchtbar.“ „Das Wetter ist traumhaft.“ „Hast du dir schon ein Fahrrad ausgeliehen?“ Eine absolute Fahrradjungfrau. Nico hält die Schraube, der Mann das Teil und die beiden schwitzen und schrauben und ich muss mir die Augen zuhalten. Zwischendurch geben die beiden immer wieder auf, beraten sich und in einem unbeobachteten Moment drehe ich die Schraube unauffällig mit einer Hand hinein. Leider hat Nico das Metallteil in der Hand und dreht sich zu mir um. „Keine Ahnung, wie das geht“, sage ich schnell und lasse die Schraube los. „Aber: Das Rad funktioniert doch auch ohne dieses Teil.“ Erleichterung bei allen. Männliche Ehre gerettet. Ein dreitägiger Radfahr- und Café-Marathon durch Amsterdams Grachten, Gassen und Parks kann beginnen …

beobachten. „Na, dreimal darfst du raten, ob ich ‚ja‘ gesagt habe?! Ich LIEBE es, Vögel zu beobachten! Das ist meine totale Leidenschaft.“ Nun sitzt sie in der Insel-Fähre und freut sich darauf, mit dem Fahrrad und dem Riesen-Rucksack kilometerweit durch den Sand ins Naturschutzgebiet zu radeln. Sportlich genug sieht sie aus. Auf die Rückseite der Fahrkarte zeichnet sie eine Skizze der Insel und deckt mich mit Tipps aller Art ein. Nach 45 Minuten Fahrt steigen wir am Inselhafen aus. Der Wind bläst und Anne strahlt: „So, und jetzt mieten wir dir als erstes ein Fahrrad!“

Tag 9, 17.35 Uhr: Anne, Fährhafen Harlingen/Holland

Dünengras. Blauer Himmel. Wendy schnaubt unwillig, bäumt den Kopf auf – und geht galoppierend durch. Schneller, als ich schauen kann, verstellt die höchstens 15-jährige Liliane, die unsere Gruppe anführt, ihr mit ihrem Pferd den Weg. „Hooooo! Ruhig.“ So bringt sie die braune Friesenstute rasch wieder unter Kontrolle. „Kannst du traben?“, hatte sie mich zwei Minuten zuvor gefragt. Würde Liliane mich jetzt noch mal fragen, würde ich sagen: „Mein Pferd kann es vielleicht …“ Drei Stunden später liege ich im Gras auf dem Deich und esse den besten Lachs der Welt – mit den Fingern, direkt aus dem Einwickelpapier. Jene Muskeln, die noch nicht vom vielen Radfahren wehtun, revoltieren nach dem Reiten. Und ich kann mit gutem Gewissen den Rest des Tages den Wildgänsen zuschauen. q Ferienglück – ganz ungeplant … 

„Wie heißt das auf Deutsch, wenn man keine Arbeit hat? Arbeitslosig?“, fragt Anne und verstaut ihren Rucksack in einem Gepäck-

Drei Regeln für Alleinreisende: MUSS: Immer den Pfefferspray dabei haben. Pfeifen wir drauf, ob der im jeweiligen Land erlaubt ist oder nicht. SOLL: Wer in Hostels übernachtet: Heute wird meist nicht mehr gefragt, ob gemischter Schlafsaal oder nicht. Wer als Mädel ein Problem mit Jungs im Zimmer hat, sollte gleich beim Check-In nach einem Ladies-Room fragen. KANN: Kein Buch mitnehmen. Zumindest nicht dauernd dabei haben. Wer seine Nase nicht jederzeit in ein Buch stecken kann, lernt mehr Menschen kennen, hat die Augen offener und den Kopf freier. Auf oebb.at gibt es alle Infos zu Interrail-Tickets und Preisen. Zur Auswahl stehen der EinLänder-Pass oder der Global Pass (ganz Europa) in verschiedenen Modulen mit einer Reisedauer zwischen drei Tagen und einem Monat.

Tag 11, 14.20 Uhr: Wendy, Nordseeinsel Terschelling/Holland


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�� 6020/Rathmayr (alle)

Ziggy, Bürgerstraße 15 Öffnungszeiten: Montag–Freitag 12.30–18 Uhr, Samstag 11–17 Uhr

Urbane

Stilkunde

Mario Lang

Was fehlt Innsbruck zur coolen Metropole? Hier müsste man mit einer ganzen Liste antworten. Ein paar Dinge kann man aber wieder streichen, denn in der Stadt tauchen immer öfter trendige Läden auf, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. 6020 hat drei von ihnen einen Von Flo Pranger Besuch abgestattet.

Secondhand ohne Mief. Auf zwei Modenischen hat sich das Ehepaar Lang mit seinem Secondhand-Laden Ziggy spezialisiert: Einerseits werden unter dem Stichwort „Vintage-Clothing“ schöne Teile aus der Zeit zwischen 1950 und 1990 angeboten. „Es muss sich dabei nicht um Luxuskleidung handeln, aber gut in Schuss sollten die Stücke natürlich schon sein“, erklärt Betreiber Mario Lang. Daneben findet sich noch herausgeputzte Designer- und Markenware jüngeren Herstellungsdatums in den Regalen des Geschäftslokals. Bislang gibt es ausschließlich Damenmode. Lang: „Wir haben schon einmal angedacht, auch Herrenkleidung mit ins Repertoire zu nehmen, das wäre uns dann aber doch zu viel geworden.“ Das Konzept hinter Ziggy ist leicht erklärt: Menschen, die beim Stöbern am Dachboden altes, aber intaktes Ausgehgewand von Oma oder Urgroßtante finden, oder auch solche, denen das im letzten Sommer gekaufte D&G-Kleid heuer so gar nicht mehr gefallen will, bringen ihre Schätze in die Bürgerstraße 15 zum Kommissionsverkauf. Dort wird sie dann dem interessierten Publikum feilgeboten. Findet sich ein Käufer, bekommt man einen Teil des Verkaufspreises ausbezahlt. Wie viel, hängt stark von der Marke oder dem Designer des jeweiligen Stückes ab, und davon, ob man nur ein Teil oder gleich ein ganzes Ensemble mitbringt. Die Kommissionsgebühr wird bei jeder Kleidungsübergabe separat ausgehandelt. „Es gibt hier eine schöne Mischung aus Kleidern, Röcken, Hosen, Taschen und Brillen, aber auch Gürteln, Tüchern, Hüten und sons-

tigen Accessoires“, beschreibt Mario Lang das Angebotsspektrum bei einer kleinen Führung durch die Verkaufsräume. Die Idee zum Geschäftsmodell sei seiner Frau und ihm auf Reisen gekommen, wo sie vor allem in größeren Städten ähnliche Verkaufskonzepte gesehen hätten. „Wir haben da irgendwie einen urbanen Trend gewittert und den wollten wir halt auch ins konservative Innsbruck bringen.“ Angefangen hat dann alles „mit drei Hosen und zwei T-Shirts“. Im Laufe der Zeit seien aber auch schon wirkliche Schätze aufgetaucht. Seit Oktober 2009 läuft der Laden mittlerweile, die Innsbrucker scheint das Vintage-Shopping also zu freuen. Und zwar quer durch alle Altersgruppen. Mario Lang: „Unser Klientel liegt, sowohl was die Käufer- als auch was die Kommittentenseite betrifft, zwischen 17 und 75 Jahren.“

Friseur mal anders. Seit Feber dieses Jahres hat der Friseursalon Kingston Hairstyle in der Falmerayerstraße 6 geöffnet. „Damit habe ich mir in gewisser Weise einen Traum verwirklicht“, erklärt Inhaberin Lisa Sandbichler. Die junge Innsbruckerin hat vor sieben Jahren am Gymnasium in der Falmerayerstraße die Matura gemacht – und ist jetzt, nach langen Reise- und Lehrjahren, wieder hier. „Irgendwie ist das schon lustig, dass ich jetzt wieder in der gleichen Gegend wie zu meiner Schulzeit arbeite. Aber das Lokal ist zur richtigen Zeit freigeworden, die Lage ist super und es hat sich hier einfach alles ganz gut ergeben“, sagt


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Lisa SAndbichler

die Jungunternehmerin. Nach ihrem Schulabschluss sei sie schon manchmal schief angeschaut worden, nachdem sie sich dafür entschieden hatte, eine Friseurlehre zu machen. „Meine Familie hat mich aber immer unterstützt und mir zu verstehen gegeben, dass ich das machen soll, was ich wirklich will.“ Also begann Sandbichler, sich in Innsbruck bei Greta Kahn das Friseurhandwerk anzueignen. Ziemlich schnell wurde dort ihre Begabung entdeckt und man legte ihr nahe, eine Friseurschule in Wien zu besuchen. Später ging sie in die USA und nach Jamaika, um dort die Kunst des Afro-Hairstylings zu erlernen. Daher kommt auch der Name ihres Friseurladens, ist Kingston doch die Hauptstadt Jamaikas. Mit ihrem Geschäft verfolgt Lisa Sandbichler ein etwas anderes Konzept, als man es vom klassischen Coiffeur gewohnt ist. „In meiner Ausbildungszeit und auf meinen Reisen habe ich viel gesehen und viel gelernt. Das will ich jetzt natürlich umsetzen“, sagt sie. Zuallererst gehe es ihr um die Qualität ihres Tuns. „Bei uns wird eigentlich nur mit Schere geschnitten, Maschinen kommen äußerst selten zum Einsatz. Außerdem legen wir besonderes Augenmerk auf die Gesundheit der Haare und der Kopfhaut und beraten unsere Kunden dementsprechend genau. Das bedeutet aber auch, dass wir uns viel Zeit für unsere Arbeit nehmen – nicht nur für die aufwendigen Afro-Frisuren.“ Zum anderen ist es der jungen Friseurmeisterin ein Anliegen, eine ansprechende Atmosphäre für sich und ihre Kunden zu schaffen. So sind die Räumlichkeiten ihres Ladens durchwegs in urbanem Rauweiß gehalten, auffällig ist auch die große Sperrmüllwand, die den vorderen Arbeitsbereich teilt. An ihre Wände lässt Lisa Sandbichler Werke aufstrebender einheimischer Künstler, um ihnen so eine Präsentationsplattform zu bieten. Im Moment werden sie von Arbeiten der jungen Künstlerin Jana Bereiter geziert. Übrigens: Freitags ab 16 Uhr wird die Kundschaft im Kingston Hairstyle mit gemütlichem Sound vom Live-DJ unterhalten.

Großstadtmode für die Provinz. Mo Rettenbacher heißt die Inhaberin, Nika heißt das Geschäft. Seit zwei Jahren bemüht sich die gelernte Volksschullehrerin, mit ihrem kleinen Laden in der Gilmstraße 3 (Nähe Café Central) den Hunger der Innsbrucker nach frischer, kreativer Mode aus Berlin, Wien, Amsterdam oder Tokyo, aber auch aus heimischer Produktion zu stillen. „Meine Schwester ist Mitbegründerin der Weiberwirtschaft – da lag es natürlich nahe, Teile ihrer Kollektionen in mein Angebot aufzunehmen und damit auch etwas Einheimisches dabeizuhaben“, erklärt Rettenbacher. In Innsbruck habe sie sich schon früher modemäßig gelangweilt und nach drei Jahren in Berlin sei sie hier sowieso nicht mehr einkaufen gegangen. Die Idee zur Selbstständigkeit hat Rettenbacher hingegen über viele Jahre mit sich herumgetragen. Auf ausgedehnten Reisen habe sie viel Interessantes gesehen und sei schließlich zum Schluss gekommen, dass sich in Tirol viel zu viele Leute mit dem Einheitsbrei der großen Modeketten zufrieden geben und, ergo, dass „Innsbruck so ein Geschäft wie das Nika braucht“. Eines ihrer Prinzipien ist, die Stückzahl der feilgebotenen Ware möglichst gering zu halten. „Niemand freut sich, wenn er auf der Straße jemanden trifft, der in derselben Kleidung steckt.“ Außerdem sucht sie alles eigenhändig aus und probiert fast alle Stücke selber an. „Es macht mir Spaß zu sehen, wie die Sachen, die ich ausgesucht habe, an anderen Menschen aussehen und wirken. Au-

Kingston Hairstyle Falmerayerstraße 6 Öffnungszeiten: Dienstag & Mittwoch: 9–18 Uhr, Donnerstag 10–19 Uhr, Freitag 10–21 Uhr, Samstag 10–14 Uhr

Mo Rettenbacher


MARKTHALLE FRISCHES | NEUES | REGIONALES www.markthalle-innsbruck.at

MARKTHALLEN HIGHLIGHTS FLEISCH ZUM GRILLEN ... Die Grillzeit hat bereits begonnen. Saftiges Fleisch vom heimischen Schwein, Rind, Lamm, Pute oder Wild gibt es in der Markthalle. Das Fleisch sollte zart mariniert und stets quer zur Faser geschnitten werden. Die Metzgereibetriebe und Bauern der Markthalle beraten Sie gerne.

... ODER EIN GUTER FISCH Auch ein gegrillter Fisch schmeckt vorzüglich. Besonders gut eignen sich Forelle, Thunfisch, Wolfsbarsch, Dorade oder auch Schwertfisch, Hering und Sardinen. Aber auch Garnelen und Scampi schmecken hervorragend. Gut mariniert und auf jeder Seite 3-4 mal eingeschnitten auf den Grillrost legen und mehrmals wenden.

... UND DIE PASSENDEN BEILAGEN Nika, Gilmstraße 3 Öffnungszeiten: Montag–Freitag 11–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr

ßerdem merken die Leute, dass sie hier ausgesuchte Ware angeboten bekommen und dass alles quasi aus einer Hand kommt. Das ist eben der Vorteil, wenn man einen kleinen Laden betreibt“, erzählt die junge Geschäftsfrau. Nachdem sie anfangs nur Frauenmode im Angebot hatte, gibt es nun auch einen Kleiderständer mit schönen Dingen für Innsbrucker Männer mit Geschmack. Mo Rettenbacher: „Mir ist aufgefallen, dass die männlichen Hälften der Pärchen, die in den Laden kommen, immer recht gelangweilt schauen, während ihre Freundinnen am Probieren sind – deswegen gibt’s jetzt auch für die Jungs was zum Stöbern.“ Außerordentlich begehrt bei den Innsbrucker Männern: das coole Schuh-Angebot im Nika. q

Frisches Knoblauchbrot, Kartoffel, Maiskolben und frisches Grillgemüse wie Paprika, Zucchini, Melanzani, Champignons oder Jungzwiebel dürfen natürlich nicht fehlen. Dazu die passenden Kräuter, Gewürze und Salate und das Grillerlebnis wird perfekt. Guten Appetit!

Mo - Fr: 07.00 - 18.30 Uhr, Sa: 07.00 - 13.00 Uhr Tel.: 0512/584837-0


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werbung

Alles Gute Tivoli

Das größte Freibad Westösterreichs feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. 6020 sprach mit TivoliBetriebsleiter Robert Graßmair über den Alltag eines Badewarts, Neuerungen und das Jubiläum.

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ie lange sind Sie schon im Freibad Tivoli tätig? Robert GraSSmair: Ich arbeite nun bereits seit sieben Jahren im Tivoli, die ersten vier Jahre war ich als Haustechniker tätig. Seit einem Jahr bin ich Betriebsleiter. Welche großen Veränderungen gab es in dieser Zeit im Freibad? In den letzten Jahren hat die IKB einige Umbauarbeiten vorgenommen. So wurde etwa die 50-Meter-Wasserrutsche auf 70 Meter verlängert, zudem haben wir einen Wasser-

spielgarten mit Brunnen und Sandkisten bekommen. Im Babybecken schützt mittlerweile ein Segel vor intensiver Sonneneinstrahlung. Überdies bieten wir ab Juni bei schönem Wetter regelmäßig ein Kasperltheater und ein Kinderclub macht vier Wochen lang im Tivoli Station. Eine interessante, nicht bauliche Veränderung ist z .B. das vor drei Jahren eingeführte Frühschwimmen, das an jedem ungeraden Tag zwischen 7.15 Uhr und 8.45 Uhr möglich ist. Das ist vor allem ideal für Berufstätige, die vor der Arbeit noch in Ruhe ihre Längen ziehen wollen.

Wie ist die Freizeit-Oase Tivoli zu charakterisieren? Wir haben sehr viele Stammkunden. Gewisse Gäste kommen jeden Tag zu einer fixen Uhrzeit – egal bei welchem Wetter. Ich denke, das Tivoli ist für viele Menschen aus Innsbruck und Umgebung eine Erholungsoase inmitten der Stadt, unser Publikum ist von Jung bis Alt breit gefächert.

Mir ist jedenfalls sehr wichtig, dass meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen regen Kontakt mit unseren Gästen pflegen. Fiebern Sie schon der Jubiläumsfeier entgegen? Wir freuen uns schon sehr auf den 15. Juni. Es werden viele Attraktionen zu sehen sein, das Programm verspricht einige Showelemente. Institutionen wie Wasserrettung, Schwimmvereine oder Wasserballer werden sich vorstellen. Und am Buffet werden ausgewählte Mahlzeiten und Getränke zu denselben Preisen wie vor 50 Jahren erhältlich sein. Vielen Dank für das Gespräch.q

Freizeit-Oase Tivoli • 28.000 m2 große Liegewiese • 5 Schwimmbecken • 70-Meter-Wasserrutsche • Sprungturm mit 1, 3, 5, 7 und 10 Metern • Beachvolleyball-, Basket ball- und Fußballplatz, Freiluftschach, Boccia bahn, Tischtennis

50 JAhRe TivoLi G roße Geburtstagsparty am 15. Juni 2011:

* or 50 Jahren Preise wie v en n o ti k re Attra Spek takulä J D it ühne m m Life -Radio-B inderprogram K 4 -wöchiges

Ersatztermin bei Regen: Freitag, 8. Juli 2011 Für Sie erreichbar: Tel. 0800 500 502 · www.ikb.at

G ut versorgt. Tag für Tag!

*auf ausgewählte Produkte in der Gastronomie

© 6020/Begrer

Wie sieht der Arbeitsalltag im Tivoli aus? Damit alles ordnungsgemäß abläuft, braucht es viele Personen: Dazu gehören die Badewarte, das Kassenpersonal, die Reinigungskräfte, der Wiesendienst sowie der Wachdienst. Wenn der Badebetrieb läuft, reinigen unsere Badewarte jeden Morgen die Becken und prüfen dreimal pro Tag die Wasserqualität. Und dann haben sie ja noch den wichtigen Part der Badeaufsicht zu übernehmen. Dafür sind sie dank eines Erste-Hilfe-Kurses und einer eigenen speziellen Ausbildung bestens geschult. Sie tragen auch viel Verantwortung, denn zu Stoßzeiten im Sommer ist das Tivoli mit 8500 Gästen prall gefüllt.


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Essay

Uni brennt nicht mehr Der Audimaxismus schaffte es zwar zum Wort des Jahres 2009, doch 18 Monate und zwei Wissenschaftsminister später ist das Aufbegehren dem Eingeständnis gewichen: Uni brennt nicht mehr. Es war ein Strohfeuer. Es gibt keine Generation Audimax. Studieren 2.0 ist angekommen in der demokratischen Realität der nächsten ÖH-Wahl. Die weichende Vorsitzende sagt nicht zum Abschied leise Servus, sondern wagt laut die Vereinnahmung des Aufflackerns: ohne Hochschülerschaft keine Breitenwirkung. Damit legt sie den Nachfolgern die Latte so hoch, dass sie keiner schafft. Denn Massenakzeptanz ist kaum eine Spezialität der Studierendenvertretung. Nicht einmal in den eigenen Reihen. Bei ÖH-Wahlen geht es vor allem um Beteiligungstiefststände. von Peter Plaikner

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ieser Text entsteht vor und erscheint nach den ÖHWahlen 2011. Das birgt ein Risiko, dass dem prophezeiten Desinteresse reale Rekordquoten gegenüberstehen. Wenn schon die Welt im Umbruch ist, könnte sich ja auch die künftige Ösi-Bildungselite mit Sensationsengagement bemerkbar machen. Immerhin wurde diese Generation von Bald-Akademikern noch 2009 mit den legendären 1968ern verglichen. Erst in massenmotivierender Selbsterhöhung von sich selbst, dann als offensichtliche Wunschvorstellung von professionellen Beobachtern. Doch die österreichische Hörsaal-Demo verdient diesen Vergleich so wenig wie der nahezu zeitgleich geortete neue deutsche Bürgerprotest. Er beschränkt sich auf jenes Phänomen, das als „Stuttgart 21“ einen bald 63-Jährigen CV’er, Sportschützen und Diözesanrat zum ersten grünen Ministerpräsidenten befördert. Umstürze sehen anders aus. Siehe Nordafrika.

Null Prozent Wahlbeteiligung. Das alles hat mehr mit der heimischen Hochschülerschaft zu tun, als ihr lieb sein kann. Wer heute den Masseneinsatz für Demokratie in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien verfolgt, dem stößt die frühere Ignoranz der Studierenden ausgerechnet am Institut für Arabistik der Uni Wien besonders auf: Von den dort 459 ÖH-Wahlberechtigten 2009 nutzte damals niemand sein Stimmrecht, nicht einmal die einzige Kandidatin. Null Prozent Beteiligung aber sind so verdächtig wie jene 100 Prozent Zustimmung, auf die sogar dumme Diktatoren verzichten. Nun ist die Wiener Arabistik zwar fern der Universität Innsbruck, doch sie führt zum Kern des Problems: Studierende mögen den Ausdruck nicht, doch sie bilden die künftige geistige Elite des Landes. Diese aber versagt nicht nur als Avantgarde des Widerstands, sondern entsagt auch demokratischer Mitbestimmung. Weil’s bei der ÖH um nichts geht? Hätten sich an den aktuellen Hochschülerschaftswahlen 80 Prozent der Studierenden beteiligt, wäre dies ein unüberhörbares Zeichen für alle politisch Verantwortlichen.

Online Voting & Liquid Democracy. Stattdessen gibt ausgerechnet der Uni-Unterbau erneut ein bisschen zu viel schlechtes Signal mitten in einer Krise von repräsentativer wie Basisdemokratie, die schon Modelle wie liquid democracy entstehen lässt, das temporär übertragbare Wahlrechte vorsieht. Derart mit Vertrauen ausgestattet, hätte 2009 bereits ein ansonsten brach liegendes Stimmpaket wie jenes der Wiener Arabistik genügt, um viertstärkste Liste an der Uni Innsbruck zu werden. Mandatslos, aber immerhin noch vor dem Ring Freiheitlicher Studenten. Bei der ÖH geht’s

Die ÖH-Wahlbeteiligung ist ein getreuliches Spiegelbild der Lehrsäle voller Studierender zwischen Notebook- und iPhone-Abwesenheit. um nichts? Politik ist immer eine Frage der Symbole und wem das Feld überlassen wird. Ist die Partizipation am Tiefstand, haben Experimente ihre Hochzeit. Doch 2009 schlitterten die Hochschülerschaftswahlen trotz oder wegen der Premiere von Online-Voting ins All-Time-Low. Auch ein Versuch mit Liqid Democracy mag ganz lustig sein, so lange es sich um Hunderte oder die deutsche Piratenpartei handelt, die diese Mischform von direkter und indirekter Demokratie propagiert. Angesichts von 170.000 ungenutzten ÖH-Wahlrechten 2009 wäre aber eher Furcht vor jenen Delegierten angebracht, auf die das Gros dieser


Essay

Stimmmöglichkeiten übertragen würde. Das gilt nicht nur angesichts von Social Media und 90.000 Facebook-Fans für Heinz-Christian Strache. Schweigende sind träge Mehrheiten und unterliegen heute mehr denn je einer oberflächlichen Mobilisierungsfähigkeit.

Desinteresse & Desinformation. Die Angst des Vorstandsvorsitzenden vor den Kleinaktionären entsteht auch erst dann, wenn diese sich einen gemeinsamen Interessenvertreter suchen. Das aber setzt Interesse voraus. Genau daran mangelt es. Die ÖH-Wahlbeteiligung ist ein getreuliches Spiegelbild der Lehrsäle voller Studierender zwischen Notebook- und iPhoneAbwesenheit. Der externe Lektor erschrickt noch über die Vorlesungsnormalität des fixen Lehrkörpers. Was zuerst bloß als grobe Unhöflichkeit wirkt, entpuppt sich fast durchwegs als fehlende Wissbegierde. Die Versäumnisse zwischen SMS und E-Mail stopfen Google und Wikipedia. Man kann nicht nicht kommunizieren. Man kann sich nicht nicht informieren? Man kann. Siehe ÖH-Wahl. Der Fisch stinkt nicht nur vom Bauch: Die Köpfe der Hochschülerschaft versagen wie kaum eine andere Institution in der Bereitstellung von Information. Wer die Entwicklung der ÖH-Wahlen nur über das Jahrzehnt recherchieren will, findet keine annähernd taugliche Statistik im Internet. Gegen das Online-Versteckspiel zur Geschichte der Studierendenvertretung wirkt sogar der wirtschaftliche Aufstieg eines René Benko transparent. Generation Facebook? Die digitale Desinformation ist älter. Viel älter noch als jene 33,6 Prozent ÖHWahlbeteiligung 2005 in Innsbruck, von denen 2009 nur noch 23,3 Prozent übrig geblieben sind. „Uni lebt“ also etwas weniger, als es die Aktionsgemeinschaft (AG) schon 2009 geradezu herbst-prophetisch an ihren Listennamen gefügt hatte. Das sicherte der VP-nahen AG vor zwei Jahren ein für Hochschulen sensationelles Ergebnis (49,8 %) nahe der absoluten Stimmenmehrheit an der Uni Innsbruck (das locker für die absolute Mandatsmajorität reichte: 10 von 17). Doch bei „Uni brennt“ im SoWiMax war sie so abgemeldet wie alle, die dort wider den MinderheitenMainstream reden wollten. Basisdemokratisch auf kleinster Basis.

Der Audimaxismus ist am Ende. Demokratiepolitisch ist das und auch die Wahlbeteiligung unter einem Viertel kein Problem. Darin ist die Wissenschaft nahezu einig. Das gesellschaftliche Signal wirkt fatal: Es geht auch ohne Wahl, geben jene zu verstehen, die mehr als jede andere Gruppe in Führungspositionen drängen. Sie klagen zu Recht über die anhaltende Akademikerfeindlichkeit in diesem Staat, in diesem Land, in dieser Stadt, wo jeder Vierte zwischen 25 und 65 ein Studium abgeschlossen hat (das merkt man ihr weniger an als ihre Ausstattung mit einer Universität). Doch sie fragen zu wenig, ob die Ursachen des Vorurteils auch im Mangel an Vorbildwirkung liegen.

Der Fisch stinkt nicht nur vom Kopf. Max Frischs Diktum „Die Würde des Menschen besteht in der Wahl“ erscheint in der Ära von Votings aller Art so würdelos wie nur möglich widerlegt.

Der Fisch stinkt nicht nur vom Kopf. Max Frischs Diktum „Die Würde des Menschen besteht in der Wahl“ erscheint in der Ära von Votings aller Art zwar so würdelos wie nur möglich widerlegt. Sinkende Wahlbeteiligung nimmt der Hochschülerschaft auch nicht die Würde, knabbert aber weiter an jener Legitimation, die bereits der Audimaxismus zumindest kurzfristig infrage gestellt hat. Das Ende dieses Phänomens, das es zu keiner Bewegung gebracht hat, hätte der Anfang einer neuen ÖH sein können. Davon spürt der Beobachter nichts. Sie ist, was sie war: die sozial engagierte Vertretung einer zunehmend gesellschaftlich desinteressierten Bevölkerungsgruppe – den Studierenden. Erst das Ego, dann die Wahl. q

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meinung Rauschdurstig

Mea culpa

Die scheinbar unkomplizierteste Variante auf der Suche nach dem Kick versprechen „neue Drogen“. von Flo Pranger• meinung@6020stadtmagazin.at

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m vergangenen Jahr tauchten 41 neue psychoaktive Substanzen auf dem Europäischen Missbrauchsmarkt auf, zwei davon in Österreich. Das sind deutlich mehr als in den beiden Jahren zuvor, wo die Anzahl neu aufgedeckter „Spaßbringer“ laut Drogenbeobachtungsstelle bei 24 bzw. 13 Substanzen lag. Eine klar steigende Tendenz. Und natürlich stellt sich die Frage nach dem Warum. Haben wir mit der legalen Droge Alkohol und den zwar illegalen, aber allgegenwärtigen (und in Teilen

Halbwissen und emotionale Argumente sind Gift für eine sachliche Diskussion. der Gesellschaft durchaus salonfähigen) Rauschgiften Marihuana und Kokain nicht schon genug Spaß bzw. Probleme? Eine mögliche Antwort liegt in der Trägheit der Legislative, was die neu eingeführten Aufputschmittel betrifft. Solange es kein entsprechendes Gesetz gibt, bewegt man sich als Konsument oder Händler von „neuen Drogen“ meist in einer straffreien Grauzone. Ein Beispiel ist die Gewürzmischung „Spice“, die vor einiger Zeit auf dem Markt war, aber mittlerweile über den Nachweis von THCDerivaten verboten werden konnte. Die Hersteller und Vertreiber haben aber zumindest eine Zeit lang gute Geschäfte mit „Spice“ gemacht. Eine viel weiter reichende Hypothese setzt eine dem Menschen anscheinend zu tiefst innewohnende Eigenschaft voraus – die Lust am Kick. Den verschafft sich mancher zwar lieber auf einer Bühne, beim Klettern oder beim Reisen. Wenn aber vor lauter Stress keine Ressourcen für solcherart schöne, aber anstrengende und zeitaufwendige Dinge bleiben, scheint für viele der Schritt zum künstlich hervorgerufenen Synapsenwalzer auf der Hand zu liegen. Eines ist allerdings klar: Egal ob legale oder illegale Drogen – der Unterschied zwischen körpereigenem und körperfremdem Rausch liegt im Danach und kann im Exq tremfall das ganze Leben ruinieren. 

Fehler passieren. Warum können sich manche so furchtbar darüber aufregen? von Florian Gasser • meinung@6020stadtmagazin.at

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n der vergangenen Ausgabe machte ich an dieser Stelle einen Fehler. Ich schrieb, Für Innsbruck, die Grünen und die ÖVP würden in den Umfragen derzeit vorne liegen. Das ist falsch. Nicht die ÖVP, sondern die SPÖ reitet derzeit auf einem Umfragehoch. Warum ich ÖVP statt SPÖ geschrieben habe, weiß ich nicht, ich habe es nicht tiefenpsychologisch erörtert. Böswillige Absicht war keine dahinter, unterstellt wurde sie mir aber natürlich schon. Sogar Politiker der Stadt-SPÖ meldeten sich und fragten, was denn bei mir falsch gepolt sei. Ganz ehrlich: Gar nichts ist falsch gepolt, Fehler gehören ganz einfach zum Leben wie die Touristenhorden zum Goldenen Dachl. Jeder macht Fehler und überall kommen Fehler vor. Ein gewisser Schlag von Menschen kann sich darüber furchtbar aufregen. Ich verstehe diese Leute nicht, aber sie scheinen eine helle Freude daran zu haben, sich zu echauffieren. Die schreiben dann wütende Mails (manche auch Briefe oder ein Fax), rufen an und machen Leute zur Schnecke. Journalisten kennen das, es passiert uns laufend. Denn jeder von uns macht Fehler und zwar immer wieder. Wir sind damit nicht allein.

Die ganze Welt besteht aus Fehlern. Die Evolution ist das Ergebnis der Behebung von Fehlern. Irgendwann entstand dabei der Mensch – der wiederum ständig Fehler macht. Auch die vermeintlich ganz Großen unserer Spezies machen ständig Fehler. Platon hatte nicht immer Recht, Nietzsche sowieso nicht und dass Ptolemäus falsch lag, weiß heute jedes Kind. Der vom unfehlbaren Papst geschmähte Galileo Galilei hatte dafür allerdings Recht. Auch jedes Wörterbuch enthält Fehler, jedes Fachbuch und auch Zeitungen. Gerade bei Journalisten, den überheblichen Meistern der Halbbildung, scheint es viele diebisch zu freuen, wenn sie etwas Falsches in die Tasten hauen – aus Flüchtigkeit oder tatsächlicher Unwissenheit. Eine völlig fehlerfreie Zeitung würde wohl nur einmal pro Jahr erscheinen – wenn überhaupt. Und wer will das schon? Auch wenn es ärgerlich ist: Journalisten machen Fehler und werden es auch weiterhin tun – live with it. Wenn sie Anstand haben, stellen sie sie später richtig. Politiker machen übrigens auch Fehler. Und das ist auch gut so, denn nur so entwickeln wir uns gemeinsam q weiter. 

Aus Mangel an Alternativen Die Verleihung von Literaturpreisen wird immer mehr zur Farce. von Sylvia Ainetter • s.ainetter@zielgruppenverlag.at

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er Man Booker Prize ist einer der wichtigsten Literaturpreise im englischsprachigen Raum. Dass die Verleihung an Philip Roth vor kurzem einen Eklat in der Jury zur Folge hatte, ist nicht nur sehr amüsant, sondern stimmt auch nachdenklich. Philip Roth gehört – laut Wikipedia – zu den wichtigsten Schriftstellern der Gegenwart und scheint auf jeder Bestsellerlis­ te auf. So mancher Nichtleser kennt ihn aufgrund der Verfilmung von „Der menschliche Makel“ mit Anthony Hopkins. Ob Roth die Auszeichnung verdient hat, sei dahingestellt. Der gemeine Hobbyleser könnte behaupten, dass Roth ohnehin immer über dasselbe schreibt: alte, todkranke Männer und deren Affären mit jungen Frauen. Wer sich etwas besser auskennt, könnte dasselbe bemängeln. Dass Roth den Man Booker Prize bekommen hat, verwundert aber niemanden – immerhin ist er schon seit Jahren einer der Fa-

voriten. Nichtsdestotrotz war nicht irgendwer sehr erzürnt. Die britische Verlegerin und Jury-Mitglied Carmen Callil steht nämlich so gar nicht hinter der Entscheidung ihrer Mitjuroren – und trat deshalb sogar zurück. Das ist aber noch nicht alles: Die Jury begründet ihre Entscheidung nämlich nicht damit, dass Roth den Preis verdient habe. Stattdessen kommentieren sie lapidar, es gebe keine anderen Autoren, die für die Verleihung in Frage kämen. Auch nicht gerade schmeichelhaft für Roth. Es stellt sich die Frage, warum man mit der Verleihung nicht einfach ein Jahr aussetzt, wie es bei anderen Auszeichnungen schon öfter der Fall war. Aber man kann ihn ja nicht verkommen lassen, den schönen Preis. Außerdem geht’s ja nur um läppische 60.000 Dollar. So viel muss der schöne Schein schon wert sein.  q


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Festwochen um die Hälfte?

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Market Vierte Digitale Revolution erreicht Tirol

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Beim 2. Tiroler IT-Day zeigten die Tiroler Wirtschaftskammer / Fachverband UBIT und die Standortagentur Tirol faszinierende neue Möglichkeiten der Computernutzung für heimische Unternehmer. Bildung – Infos zu Aus- und Weiterbildung ab Seite 35

Gastro Guide – Neues aus der heimischen Genussszene ab Seite 53!

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ehr als 340 Tiroler Unternehmern und IT-Verantwortlichen wurden beim 2. Tiroler IT-Day am 5. Mai im Congress Innsbruck ein Einblick in die vierte digitale Revolution – dem „Cloud Computing“ – gegeben. „Cloud Computing“ bedeutet, dass Daten, Programme und Rechenleistungen vom PC zu Hause oder im Büro verschwinden und stattdessen aus dem Internet aufgerufen werden. Daten werden auf Servern gespeichert und sind so immer und überall abrufbar.

Tirol vorne mit dabei Weitere spannende Themen des 2. Tiroler IT-Tages waren IT-Security, Social

Media, Trends im eTourismus und „Die Website als bester Verkäufer eines Unternehmens“. Dipl.-Inform. Christoph Holz, Fachgruppenobmann der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Tirol sowie Mag. Franz Unterluggauer von der Standortagentur Tirol resümierten stolz: „In nur zwei Jahrzehnten hat sich die Tiroler IT-Branche zu einem wichtigen Bereich der heimischen Wirtschaft entwickelt. Die mehr als 1500 Tiroler IT-Unternehmen in Tirol agieren auf internationalem Niveau. Es stehen große Änderungen bevor. Was genau auf uns zukommt, wissen wir nicht. Aber eines wissen wir genau. Wir wollen in q Tirol vorne mit dabei sein.“


 

Motor – Alles rund ums Auto Ab Seite 42

ivb.news Mobilität – Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe informieren. Ab Seite 46


© Stanglwirt

Vatertagsgeschenk mit 407 PS

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er Stanglwirt in Going weiß, was Vätern gefällt. Daher bietet er pünktlich zum Vatertag am 2. Juni das Arrangement „Luxus auf 4 Rädern“ an, das neben zwei Wellness-Übernachtungen im weltbekannten Bio-Hotel Stanglwirt auch einen Testtag mit dem Wiesmann Roadster MF4 beinhaltet. Ab 840 Euro bekommt man zwei Übernachtungen für zwei Personen inkl. Verwöhn-Halbpension, die freie Benützung von Felsenbad und Sauna sowie Fitnessgarten, zudem die Teilnahme an den Aktivitäten des Wochenprogramms und last, but not least: den 407 PS starken und 291 km/h schnellen Wiesmann Roadster MF für einen Tag und maximal 300 Kilometer. Buchbar unter: www.stanglwirt.com  q

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s mag ja durchaus Menschen geben, die momentan genug vom Winter haben. Angesichts der gerade vorgestellten LEITWOLF Pistenraupe des Südtiroler Herstellers PRINOTH dürfte sich der eine oder andere dann aber doch wünschen, dieses elegante Gefährt möglichst bald auf der Piste und in Aktion zu erleben. Der neue PRINOTH LEITWOLF vereint eine Vielzahl innovativer Konzepte unter seiner unvergleichlich eleganten und von Pininfarina designten Hülle. So ist der neue LEITWOLF mit seinen 455 PS und 2200 Nm Drehmoment zum Beispiel einzigartig sauber. Mit einer Reduzierung des Stickstoffausstoßes um 50 % und einer Verringerung des Feinstaubpartikelausstoßes um 90 % kommt PRINOTH der umweltfreundlichen Pistenpflege einen großen Schritt näher. Natürlich spielt der LEITWOLF zudem auf der Piste alle Stückln inklusive perfekter Schrägfräsung des Schnees, einem Hydrauliksystem, das sich gewaschen hat und einer Kabinenausstattung wie aus dem Raumschiff. Hoffentlich bald auch in Ihrem Skigebiet!  q

Energie aus der Tiroler Natur Umweltbewusste Stromkunden können seit dem 1. Mai 100 % Ökostrom aus Tiroler Kleinwasserkraft beziehen. Angeboten wird diese Möglichkeit von der TIWAG-Tochter „Ökoenergie Tirol GmbH“.

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LEITWOLF unter Pistenraupen

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urch Tiroler Ökostrom wolle man laut TIWAG-Vorstandsdirektor Alfred Fraidl Auslandsab-

hängigkeiten verringern, den ökologischen Wandel des Tiroler Stromwirtschaftssystems vorantreiben und CO2-Emissionen vermeiden. „Ökoenergie Tirol GmbH“-Geschäftsführer Thomas Trattler zufolge wird der Ökostrom in Tiroler Kleinwasserkraftwerken erzeugt und ist mittels Herkunftsnachweis laut Ökostromgesetz Tiroler Kleinwasserkraftwerken zuordenbar. Dadurch würde der umweltbewusste Umgang mit den natürlichen heimischen Ressourcen nachhaltig unterstützt und ein wertvoller Beitrag zur Wertschöpfung in Tirol geleistet.

Nur geringfügig teurer Trattler erläutert weitere Vortei-

le: „Ökoenergie Tirol-Neukunden, die mit dem Produkt ‚Tirolplus privat‘ oder ‚Tirolplus business‘ beliefert werden, erhalten einen Gutschein für eine persönliche Energieberatung und bekommen ein hochwertiges Stromverbrauchsmessgerät zum Aufspüren von Stromfressern kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Preise für Ökostrom liegen laut „Ökoenergie Tirol GmbH“ etwas über den Marktpreisen für Standardprodukte. Ein Tiroler Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh würde so um rund 50 € pro Jahr bzw. knapp 4 € im Monat mehr als bisher zahlen. Weitere Infos zu Tarifen und Umstellung unter: www.oekostrom-tirol.com. q


zahlen, bitte!

Raiffeisen für gesunde Mitarbeiter ausgezeichnet

Hund auf großer Fahrt.

© 6020/Berger

Mehrere Dinge sind laut ÖAMTC zu beachten, soll der Urlaub mit dem Hund stressfrei funktionieren. Zentral wichtig ist die Berücksichtigung der Bestimmungen der Reiseländer, der Durchreiseländer und der Bedürfnisse seines Tieres. Detailliert listet der ÖAMTC rechtliche Notwendigkeiten, Sonderregelungen, Hinweise zur richtigen Sicherung der Vierbeiner und Tipps für die möglichst entspannte Reise mit Tieren auf. Infos: www.oeamtc.at/reise

Im Bild von links: TGKK-Direktor HR Dkfm. Heinz Öhler, Peter Frizzi (Leiter der BGF-Regionalstelle Tirol), RLB-Tirol-Vorstand Dr. Hannes Schmid, Dr. Christoph Spöck (Personalchef der RLB Tirol AG)

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n einer Jurysitzung des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wurde unter Teilnahme internationaler Experten die Raiffeisen-Landesbank Tirol (RLB Tirol AG) nach strengen Qualitätskriterien bewertet und nun ausgezeichnet. Seit vielen Jahren setzt sich die RLB Tirol AG mit einem vielfältigen Angebot für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Betriebliche Gesundheitsförderung ist in der RLB Tirol AG fix in die Organisationsstruktur integriert.

bestärkt uns, diesen Weg weiter zu beschreiten“, so Dr. Hannes Schmid, Sprecher des Vorstandes der RLB Tirol AG, bei der Feierstunde in der Tiroler Gebietskrankenkasse. Die offizielle Übergabe der Auszeichnung, die von der Sozialversicherung, dem Fonds Gesundes Österreich, der Bundesarbeitskammer und der Wirtschaftskammer Österreich getragen wird, erfolgte in Innsbruck durch Dkfm. Heinz Öhler, den Direktor der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK). q

Wirksames Maßnahmenpaket „Es gibt ein klares Bekenntnis in der RLB Tirol AG dazu, das Wohlbefinden am Arbeitsplatz für unsere Mitarbeiter stetig zu steigern. Dabei handelt es sich nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um ein umfangreiches, nachhaltig wirkendes Maßnahmenpaket, das in alle Unternehmensbereiche wirkt. Die Auszeichnung mit dem BGF-Gütesiegel bestätigt unsere Bestrebungen und

So viele Tonnen genießbare Lebensmittel landen jährlich in

Österreichs Abfalleimern. Mit dieser Menge könnte man Innsbruck ernähren. Die größte Menge an Essensmüll stammt von privaten Haushalten. Tiroler Familien werfen pro Jahr bis zu 46 kg genießbare Nahrungsmittel im Wert von ca. 160 Euro in die Abfalltonne. Aber auch die Lebensmittelindustrie, die Gastronomie und der Handel tragen zum Abfallberg bei. Mittlerweile gibt es eine österreichweite Arbeitsgruppe, die entsprechende Aktivitäten zur Abfallvermeidung setzt. Die Kampagne von ATM, Caritas, Forum Land, IKB, Land Tirol, Lebensministerium, SPAR und Stadt Innsbruck soll nun die Konsumenten sensibilisieren, bewusster einzukaufen. Infos unter: www.lebensmittel-sind-kostbar.at

zitat „Innsbruck ist die Stadt von heute für aktive junge Leute, bei uns muss niemand allein sein, Du kannst überall dabei sein: in den Parks mit grünen Pflanzen oder in der Disco tanzen.“ Im Bürgermeister-Wahlkampfjahr 1983 entdeckt die Innsbrucker Stadt-ÖVP mit Romuald Niescher als Spitzenkandidat die Schallplatte als Werbeträger. Auf der Single „Innsbruck, die Stadt von heute“ lässt sie das Trio Umberto Hohenstirn, Nis o‘Hara und Theo Mawa auf „computerakustischem“ Weg jene Inhalte besingen, die sie als richtungsweisend für die Achtzigerjahre-Jugend erkannt hat: „Entfremdung, Baumsterben und Discosound“. Die Schallplatte half: Niescher gewann die Bürgermeisterwahl und blieb bis 1994 im Amt. Die Jugendeinsamkeit wurde noch in den Achtzigern ausgemerzt.

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3 fragen an

Peter Pretzsch – neuer Geschäftsführer von Viking on bei VIKING in Tirol. Wir haben hier günstige Randbedingungen durch attraktivere Personalkosten im Vergleich zu Deutschland, die zentrale Lage in Europa, ein gutes Lieferantennetz um uns herum, ein wirtschaftsfreundliches Umfeld, ein gutes Qualitätsniveau, bisher auch durch verfügbares qualifiziertes Personal, wobei der letzte Punkt für manche Berufsgruppen schwierig zu werden beginnt.

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VIKING produziert als Tochterfirma des deutschen STIHL Konzerns in Tirol und setzt damit ein klares Statement. Wo liegen die Vorteile des Produktionsstandortes Tirol, die einen solchen Entschluss rentabel machen? Peter Pretzsch: Es gibt ein klares Bekenntnis zur Produkti-

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Nennen Sie bitte kurz die wichtigsten Zutaten zum wirtschaftlichen Erfolg von VIKING. VIKING ist eine Premium-Marke und wir können ein attraktives Sortiment im Bereich der Rasenpflege, der Häcksler und Motorhacken bieten, entwickeln dieses ständig weiter und fertigen die

Produkte mit hohem Qualitätsanspruch. Der Vertrieb der Produkte erfolgt ausschließlich über den servicegebenden Fachhandel, nicht über die Baumärkte. Auf welches VIKING-Produkt sind Sie besonders stolz und warum? Wir haben in den letzten Monaten eine neue Rasenmäher-Baureihe eingeführt, die mit konventionellem Elektromotor und auch in einer Akku-Version angeboten wird. Der Akku und das Ladegerät sind dabei mit den STIHL Akku-Produkten kompatibel. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich der Produktionsstart eines neuen Aufsitzmähers in unserem Hause, auf den wir besonders stolz sind, weil er in der eigenen Montage hergestellt wird und sich im Markt einer großen Nachfrage erfreut. q

Innovations-Leuchten aus Tirol

Ein süßes Kalb und jede Menge neue Schauräume: Das Ötzi-Dorf feiert 20 Jahre Gletschermumie.

Mit QUADRATLICHT eröffnet der Tiroler Designer René Marschall seiner Kundschaft völlig neue Dimensionen in der Gestaltung und Beleuchtung von Innenräumen.

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nlässlich des 20-Jahre-Fundjubiläums der Gletschermumie „Ötzi“ wurden im Umhausner „Ötzi-Dorf“ zahlreiche Neuerungen vorgenommen: Ein neu gestalteter Schauraum, die Erweiterungen mit Schamanenhütte und ein eigener Kupferschmelzplatz sollen 2011 zu Publikumsmagneten dieses 12.000 Quadratmeter großen archäologischen Freilichtparks in Nähe des Stuibenfalls werden. Das Ötzi-Dorf vermittelt heute in einzigartiger Weise authentisch das Leben der Jungsteinzeit. Dass pünktlich zum Saisonstart am 7. Mai im Gehege der Urrinder das siebte Kalb geboren wurde, dürfte Jung und Alt zusätzlich freuen. Infos zu den Spezialangeboten im Jubiläumsjahr unter www.oetzi-dorf.at.  q

S

ein Lichtobjekt QUADRATLICHT setzt einfühlsame und überraschende Akzente in allen nur denkbaren Wohn-, Arbeits- und Repräsentationsräumen. Das QUADRATLICHT ist rahmenlos und „schwebt“ 3 mm vor der Wand, die Aufhängung ist kaum wahrnehmbar. Statt punktuelles, grelles Licht aus einer Quelle (Glühbirne) auf eine möglichst große Fläche zu projizieren, kommen moderne, Energie sparende und wartungsfreie LEDTechnik und Acrylglasscheiben zum Einsatz, die das Licht sensibel im ganzen Raum verteilen. Die exklusiven Siebdruck-Motive machen dabei das „Alltagsprodukt“ auch zum Kunst- und Designobjekt. Eigene Designkonzepte können gemeinsam mit dem De-

© Quadratlicht

© Ötzi-Dorf

Viel Neues im Ötzi-Dorf

signer zur Kleinserie entwickelt werden. Das Nobelmodell von QUADRATLICHT ist die „Aurum”, die eine unvergleichliche Lichtwärme durch eine 24-Karat-Blattvergoldung der Lampenfläche bietet.

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BIldung Keine „Generation Praktikum“?

Studium bringt beste Voraussetzungen am Arbeitsmarkt.

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aut einer groß angelegten Studie, bei der 23.000 österreichische Uniabsolventen befragt wurden, ist ein guter und fixer Job nach dem Studium eher die Regel als die Ausnahme. Bereits sechs Monate nach Studienabschluss sind 80 Prozent der Befragten in einem regulären Beschäftigungsverhältnis – die vielzitierte „Generation Praktikum“ scheint in Österreich also nicht wirklich zu existieren. Damit zeigt sich, dass ein Hochschulstudium immer noch die beste Eintrittskarte in den heimischen Arbeitsmarkt ist. Bedenklich ist hingegen der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern: Bereits im ersten Job nach der Uni verdienen Frauen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. q

MCI im Top-Ranking

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er aktuelle Hochschulvergleich des internationalen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) attestiert dem Management Center Innsbruck (MCI) höchste Qualität. Alle Studiengänge im Bereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften finden sich in der Spitzengruppe, besonders gelobt wurde die Studienorganisation, die Ausstattung und die Betreuung der MCI-Studierenden. Auch der Studiengang Soziale Arbeit wurde überdurchschnittlich gut bewertet. Das CHE-Ranking gilt als wichtigstes Hochschul-Ranking im deutschsprachigen Raum. q

Immer höher

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m Vergleich zu ihrer Elterngeneration sind die österreichischen Jugendlichen von heute deutlich besser gebildet. Knapp ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen, die nicht mehr in Ausbildung sind, haben einen höheren Schulabschluss erreicht als ihre Mütter und Väter, rund die Hälfte hat zumindest einen gleichwertigen forma-

len Bildungsabschluss. Vor allem junge Frauen haben gegenüber ihren Müttern stark aufgeholt. Trotzdem ist das Bildungslevel des Elternhauses immer noch entscheidend für die Zukunft des Nachwuchses: Nur fünf Prozent der Kinder von Pflichtschulabsolventen q beenden ein Hochschulstudium.

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Balance zwischen Fern- und Präsenzunterricht Neu und topaktuell an der Handelsakademie Innsbruck im zweiten Bildungsweg: die HAK-Abendschule für Berufstätige mit lernförderndem Modulsystem und vorgezogener Reife- und Diplomprüfung

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esonders abgestimmt auf die Anforderungen Berufstätiger, die eine fundierte kaufmännische Ausbildung nachholen oder sich gleichzeitig den Weg in Spitzenpositionen erobern wollen, wurde ein exzellentes Lernsystem entwickelt, in dem step by step und fächerübergreifend der angestrebte Abschluss erfolgen kann. Der Stundenplan kann zeitlich und inhaltlich teilweise vom Studierenden selbst zusammengestellt werden, so dass eine Bandbreite des Stoffumfangs individuell zu bewältigen ist. Vorteil: Das Lernpensum kann dosiert erarbeitet und die Matura in Etappen abgelegt werden. Gutes aus dem alten System wurde beibehalten, wie etwa der Einstieg in höhere Semester bei entsprechender Vorbildung, gratis Schulbücher, betreutes Lernen durch speziell ausgebildete Lehrerteams – und das alles ohne Schulgeld. Die modernen Lehr- und Lernmethoden finden ihre praktische Anwendung im neuen System, das sich aus Präsenz- und Fernunterricht zusammensetzt. Von Montag bis Donnerstag wird gemeinsam, Freitag über eine Online-Plattform individuell studiert. An jedem sogenannten „Superfreitag“ haben die Studierenden drei Wahlmöglichkeiten, entweder über die Online-Plattform sich intensiv dem vertiefenden Lernen per Mausklick zu widmen oder Versäumtes mit einem Lehrer per OnlineTeaching nachzuholen oder einfach die Seele baumeln zu lassen und den freien Abend zu genießen. Über Aufnahme- und Zulassungsbedingungen informiert unsere Koordinatorin Dr. Doris Fritz. Nähere Details auf www.hak-ibk.tsn.at.  q

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Erfolgreich weiterbilden

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elernt wurde schon immer bei fast allen Gelegenheiten. Aber die Schlagworte lebenslanges Lernen und Wissensgesellschaft sind erst in den letzten Jahren fast allgegenwärtig geworden. Die Gründe liegen einerseits im raschen Wandel der Wirtschaft, der immer auch ein Wandel der Anforderungen an die arbeitenden Menschen ist, und anderseits in der technologischen Entwicklung, der komplexeren Arbeitswelt, der stärkeren Wissensabhängigkeit der Arbeitsprozesse und der weltweiten Vernetzung. „In einer Welt, in der sich der Wissensstand ständig

© AMS/DoRO & Michael Liebert

Wenn Sie noch nicht genau wissen, welchen Beruf Sie in Zukunft ausüben werden oder welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt, sind Sie beim AMS Tirol an der richtigen Adresse. ExpertInnen in den AMS BIZen suchen gemeinsam mit Ihnen nach Lösungen.

ändert, muss jeder – ob Einzelperson oder Unternehmen – die Bereitschaft zur Veränderung mitbringen, will er den Anschluss an das gesellschaftlich und wirtschaftlich wesentliche Wissen nicht verlieren“, ist Mag. Sabine Platzer vom AMS Tirol überzeugt. Wissen wird heute nicht ein Mal im Leben erworben und bleibt bis zur Pensionierung gültig, sondern muss ständig überprüft und erneuert werden. Das AMS Tirol erkennt hier eine besondere Verantwortung und setzt sich mit verschiedenen Initiativen dafür ein, die oft auftretende Kluft zwischen denen, die über

Wissensvorsprünge verfügen, und denen, die Defizite aufweisen, zu verringern. „Mit den Anbietern im Weiterbildungsmarkt verfolgen wir verschiedene Wege, um den Blick in die Zukunft der Arbeitswelt in neue Qualifizierungsangebote umzusetzen. Damit leisten wir nicht nur konkrete Hilfestellung für den einzelnen Menschen, wir tragen damit auch zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung bei“, erläutert Mag. Sabine Platzer die Strategie des AMS Tirol. Informationen erteilen alle Geschäftsstellen des AMS Tirol. Sie finden uns auch unter: www.ams.at/tirol. q


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LehrerIn – kreativer Beruf mit Zukunft „Ich strebte schon lange nach einem Beruf, in dem ich mit jungen Menschen arbeiten und meine sozialen Fähigkeiten einsetzen kann. Nach fünf Jahren Bürotätigkeit war es für mich höchste Zeit für eine Neuorientierung“, erzählt Lena Weissenbacher.

Neu: Masterstudium „Coaching“ Aktuell wurde der erste Masterstudiengang an der PHT entwickelt. Das Studium „Lösungsfokussiertes Coaching für innovative Veränderungsprozesse“ richtet sich an alle Personen, die in ihrem Berufsfeld (ob Schule, Kindergarten, sonstige pädagogische Berufe, Sozialarbeit, öffentliche Verwaltung, Krankenhaus oder Privatwirtschaft) eine Zusatzqualifikation anstreben. Der akademische Abschluss qualifiziert TeilnehmerInnen für vielfältige Coaching- und Beratungsaufgaben. Bei den Terminen wird besonders auf die Anforderungen eines berufsbegleitenden Studiums Rücksicht genommen (Start: Frühjahr 2012). Der Masterstudiengang ist kostenpflichtig, noch sind Plätze vorhanden. Informationen und Anmeldung unter: www. ph-tirol.ac.at/masterlehrgang

Praxisnahe Ausbildung Die Pädagogische Hochschule Tirol bietet acht Bachelorstudiengänge mit einer Studiendauer von jeweils sechs Semestern an. Als Stärke dieser Ausbildungen wird immer wieder der hohe Praxisanteil genannt. „Schon im ersten Semester hielt ich Stunden vor ‚echten‘ VolksschülerInnen“, erinnert sich

© Pädagogische Hochschule Tirol

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ie 24-Jährige studiert an der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) Englisch und Bildnerische Erziehung für Hauptschulen und Neue Mittelschulen. „Die guten Berufschancen für LehrerInnen und die praxisnahe Ausbildung haben mich überzeugt, ein Studium an der PHT zu beginnen“, hält die Studentin aus Schwaz fest. In der Tat werden AbsolventInnen derzeit hervorragende Perspektiven vorhergesagt. Tirolweit geht in den nächsten zehn Jahren rund die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer in Pension. Der Ausbau von Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen führt zum zusätzlichen Bedarf an Lehrpersonen, da der Unterricht dort im Teamteaching abgehalten wird. Faktum ist, dass kaum eine andere Branche derzeit jungen Menschen ähnlich sichere Berufsmöglichkeiten bietet.

AbsolventInnen haben gute Berufschancen und können mit jungen Menschen arbeiten. Markus Hofmann. „Von diesen Erlebnissen und den intensiven Reflexionsphasen mit BetreuungslehrerInnen habe ich am meisten profitiert“, sagt der 26-jährige Innsbrucker, der noch in diesem Sommer seine Aus-

Studiengänge an der Pädagogischen Hochschule Tirol

• Lehramt für Volksschulen • Lehramt Hauptschulen • Lehramt für Sonderschulen • Lehramt für Polytechnische Schulen • Lehramt für Ernährungspädagogik an BMHS • Lehramt für Informations- und Kommunikationspädagogik an BMHS • Lehramt für Berufsschulen • Lehramt für den technisch-gewerblichen Fachunterricht an BMHS Studiendauer: 6 Semester Abschluss: Bachelor of Education (180 ECTS) Termin Eignungsfeststellungsverfahren: 12.–14. September 2011 Voranmeldung: www.ph-tirol.ac.at

bildung an der PHT abschließen wird. Der angehende Volksschullehrer sieht sich für künftige Aufgaben hervorragend gerüstet und freut sich auf seinen Berufseinstieg.

Fort- und Weiterbildung für Tirols LehrerInnen Neben dem Bereich der Ausbildung findet auch die Fort- und Weiterbildung der Tiroler LehrerInnen an der Pädagogischen Hochschule statt. Pro Jahr werden über 30.000 Seminarteilnahmen registriert. Einen jährlichen Fixpunkt stellt dabei die Sommerhochschule dar. So nehmen zu Ferienbeginn regelmäßig rund 2000 Lehrpersonen die Angebote dieser Fortbildungswoche wahr. Heuer findet die Sommerhochschule von 11. bis 14. Juli statt. Internationale Topreferenten, wie Michael Winterhoff, Andreas Müller oder Allan Guggenbühl, werden an der Pädagogischen Hochschule Tirol zu Gast sein. q

Pädagogische Hochschule Tirol

Pastorstraße 7, 6010 Innsbruck Telefon +43/(0)512/59923 office@ph-tirol.ac.at www.ph-tirol.ac.at Besuchen Sie uns auch auf Facebook!

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Weiterbildung im Internet Das WIFI Tirol präsentiert die größte Online-Bildungsplattform

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ie berufliche Erwachsenenbildung hat in den letzten Jahren einen enorm großen Stellenwert bekommen. Vielfältige Kurse, praxisorientierte Trainer und anerkannte Ausbildungen sind im WIFI selbstverständlich. Neu ist, dass die berufliche Weiterbildung durch Online-Medien unterstützt wird. Gerade bei der Suche nach dem richtigen Kurs, nach der besten Karrieremöglichkeit hat das Internet einen hohen Stellenwert. Immer mehr Tirolerinnen und Tiroler nutzen die WIFI-Homepage als ihre Bildungsplattform. Dort ist es am leichtesten möglich, den richtigen Kurs zu finden und Angebote miteinander zu vergleichen. Seit vielen Jahren ist Michael Haun, Leiter des E-Business, für die Weiterentwicklung der online WIFI Bildungsplattform verantwortlich. „Derzeit haben wir jeden Kurs im Internet bis ins Detail beschrieben. Alle Informationen sind auch zum Download aufbereitet. Besonders ist aber, dass wir alle unsere Kundenrückmeldungen zu den einzelnen Kursen über eine spezielle Bewertung darstellen. Damit ist es leicht, auch die Meinung und Weiterempfehlung von Kursabsolventen zu erfahren.“ Eine weitere

Seit vielen Jahren ist Michael Haun, Leiter des E-Business, für die Weiterentwicklung der online WIFI Bildungsplattform, verantwortlich. neue Möglichkeit, den richtigen Kurs zu suchen und zu buchen, bietet die spezielle WIFIMobile Site für Handys. „Mobile Webseiten erfordern ein spezielles Design. Unter http:// www.wifi.tirol.at können alle Kurse online gefunden werden und darüber hinaus werden alle Informationen gut lesbar auf Ihrem Smartphone wie z.B. Iphone, Android, Blackberry … aufbereitet. Weiters ist das neue Kursbuch ist WIFI-Blätterkatalog bereits online zu finden. Neben der einfachen Such-

funktion, dem schnellen Blättern besticht diese Anwendung vor allem durch die Ein-KlickBuchung vom Katalog in den Online-Shop. „Wir werden unser Online-Angebot in der Lernunterstützung, in der Online-Community und im Social-Media-Bereich weiter ausbauen. Unser neues Projekt ist der Berufstest am Handy, der bald für alle Schülerinnen und Schüler auf der WIFI-Homepage zur Verfügung steht“, so Michael Haun zum WIFI-Angebot im Internet. q

Das WIFI wird mobil! • Das neue gedruckte Kursbuch erscheint im Mai, jetzt schon online im Kursbuch blättern. • Leichter suchen und buchen! • Über 18.000 Kundenbewertungen im Internet! • Alle Kurse über Handy abrufbar und buchbar!

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WIFI Tirol 19.05.11 14:15


© AK/Aichner

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Wohnkosten runter, aber flott! Im Gespräch mit 6020 nimmt AK-Präsident Erwin Zangerl Stellung zu den aktuellen Themen. Ganz wichtig: Wohnen in Tirol muss billiger werden. Obwohl der soziale Wohnbau über die Gemeinnützigen abgewickelt wird, sind die Wohnkosten nirgendwo so hoch wie in Tirol.

L

eider finden wir derzeit beim Wohnbaulandesrat noch zu wenig soziale Verantwortung in dieser für die Zukunft Tirols so wichtigen Frage. Er hat im Wahlkampf zwar angekündigt, dass Wohnen billiger werden muss – aber flott. Inzwischen sind drei Jahre ins Land gezogen und er setzt kaum soziale Impulse. Die Wohnkosten sind nirgendwo so hoch wie in Tirol“, ärgert sich AKPräsident Erwin Zangerl. Weder das neue Raumordnungsgesetz noch die bisherige Wohnbauförderung haben Verbesserungen gebracht. Das Salzburger Modell, bei dem sämtliche Wohnbauförderungsmittel in einem eigenen Wohnbaufonds ausgelagert sind, ist ein Ansatzpunkt und könnte adaptiert auch in Tirol umgesetzt werden. Außerdem sollte ein einkommensabhängiges Mietzinssystem eingeführt werden. Die Miete dürfte nicht mehr als maximal 25 % der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Haushaltes ausmachen. Weiters gehören endlich die Betriebskosten in die

bestehende Mietzinsbeihilfe eingerechnet und es braucht für junge Menschen eine Wohnstarthilfe. Das alles wären wichtige Punkte für den Landesrat. Statt zum Im-

Die Wohnkosten in Tirol gehören gesenkt, aber flott! Erwin Zangerl, AK-Präsident

mobilienmakler sollte er sich zum sozialen Wohnbaulandesrat ausbilden lassen.

Mehr Verteilungsgerechtigkeit Die AK pocht außerdem auf Bundes- und auf Landesebene auf mehr Verteilungsgerechtigkeit im Hinblick auf die Arbeitnehmer und ihre Familien. Der Anteil der Löhne und Gehälter der unselbstständig Beschäftigten am Volkseinkommen nimmt seit Jahren ab. Gleichzeitig sehen wir eine zunehmende

Ungleichbehandlung bei den Einkommen: Während die oberen Einkommen dazugewinnen, verlieren die niedrigen Einkommen den Anschluss. Tirol ist das mit Abstand teuerste Bundesland zum Leben und zum Wohnen und das Land mit den niedrigsten Durchschnittseinkommen. Hier gehört ein Ausgleich geschaffen. Es ist genug für alle da, es ist aber ungerecht verteilt. Die eigentlichen Leistungsträger, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit ihren Investitionen das Land und die Wirtschaft erhalten, werden als Kostenfaktor hingestellt. Hingegen erhalten andere Gruppen immer wieder neue Leistungsabgeltungen, sprich Förderungen. Wir müssen mehr Gerechtigkeit herstellen. Allein die Tiroler Arbeitnehmer erwirtschaften pro Jahr acht Milliarden Euro und liefern davon vier Milliarden an Steuern und Abgaben ab. Der Rest wird in die heimische Wirtschaft investiert, um das Leben zu finanzieren. Mit dem Ergebnis, dass durch die hohen Lebenshaltungskosten am Ende des Monats meist kein Geld mehr am Konto ist. q

39


werbung

© area 47 (alle)

Ich will Spaß und geb Gas

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iesen 2. Juli wirst du sicher nicht so schnell vergessen! Du verbesserst mit SnowboardPro Peter „the ladiesman“ König deinen Style für den ultimativen Jump über die Wasserschanze. Du nimmst dir beim Klettern mit Europameisterin Angi Eiter, Kathi Posch, Jakob Schubert und Lukas Ennemoser wertvolle Tipps mit und machst mit deinen Freunden richtig Party.

Traumtag mit Freunden Auf jeden Fall verbringst du einen Traumtag in der Area47. Wenn etwas nach Action, Adrenalin und Spaß riecht, etwas nach Action, Adrenalin und Spaß aussieht – dann muss es auch Action, Adrenalin und Spaß sein. Der Raiffeisen Club Tirol und die Area47 laden gemeinsam zum Raiffeisen Club-Tag 2011. Und daher geht an der größten Adrenalin-Tanke Tirols richtig was ab. Damit das ein unvergessliches Outdoor-Erlebnis wird, haben sich die Organisatoren mächtig ins Zeug gelegt und ein einzigartiges ActionPaket geschnürt, das es so sonst schlicht und einfach nicht zu kaufen gibt. Für die Kletter-Workshops haben sich neben Angi Eiter auch Kathi Posch, Jakob Schubert und Lukas Ennemoser angesagt. Mit Snowboard-Pro Peter König machst du auf der Wasserschanze gute Figur. Im SlacklineWorkshop stellst du mit dem Gibbon-Team

deine Fähigkeiten unter Beweis. Außerdem kannst du den ganzen Tag sämtliche Attraktionen der Water Area genießen, wie Blob Kataplut, Boulder Cave, Deep Water Soloing, Beachvolleyball, Beachsoccer, Sprung- und Rutschenturm, Slackline-Parcours, Trampolin-Stationen, Zipfelbob-Freestyle-Schanze u.v.m. … das wird richtig geil! q

Das kannst auch du haben: • Eintritt in die Water Area mit allen Attraktionen • Raiffeisen Club-Geschenk • Essensgutschein • Getränkegutschein • Gewinnspiel-Teilnahme • Erinnerungsfoto am Club-Stand und • dein Ticket zum School’s Out Festival! Und das Ganze für nur 19,– Euro als Raiffeisen Club-Mitglied! (27,50 Euro für Nicht-Club-Mitglieder) Packages und alle Infos bekommst du in allen Tiroler Raiffeisenbanken.

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Inkl. School’s Out Festival mit Top-Acts wie:

Darius & Finlay Guenta K. DJane Sunny Marleen DJ Scotty oder Valentiano Sanchez


MOBILITÄT AUS DER STECKDOSE

Sauber und effizient: Der ElectroDrive-Aktionstag beim SILLPARK begeisterte Alt und Jung. www.sillpark.at

Elektrische Antriebssysteme – die Alternative bei steigenden Treibstoffpreisen! Mitte April verwandelten sich Vorplatz und Radweg beim SILLPARK zu einem Testparcours für be-

geisterte E-Driver. Dazu informierten die Experten der ElectroDrive Tirol GmbH vor Ort über die neue Fahrzeuggeneration und über passende Anschaffungsmöglichkeiten. Aufladen beim SillpArk Seit April bietet der SILLPARK eine direkt am Haupt-Radweg gelegene ElectroDrive-Ladestation. Die Elektrofahrräder lassen sich damit bequem während des Einkaufens aufladen, beziehungsweise auf einem der 400 Fahrrad-Stellplätze parken.

Ibolya Kuprian aus Innsbruck, 16, gewinnt einen SILLPARK-Elektroroller für ein halbes Jahr. Center-Manager Helmut Hochfilzer (li. im Bild) und IKB-Vorstand Helmuth Müller gratulieren!

www.electrodrive-tirol.at

E-Mobilität in Tirol Die ElectroDrive Tirol GmbH, eine Tochtergesellschaft der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), ist Pionier beim Thema Elektromobilität. Sie bietet Elektroroller, -fahrräder und -autos, liefert die passende Ladeinfrastruktur und ist Ansprechpartner für Serviceleistungen und Förderungen. www.electrodrive-tirol.at

Roland Schwaiger (ElectroDrive Tirol), Helmut Hochfilzer, Hans K. Reisch (SPAR) und Helmuth Müller präsentieren die E-Ladestation beim SILLPARK.

Die wendigen Elektroautos sorgten für Begeisterung.

Ein Unternehmen der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG.


Motor

Anschnallen bitte! Mit dem im Mai erfolgten Start des BMW 1er M Coupé hat die M Gmbh erstmals ihr Angebot an Hochleistungssportwagen auf das Kompaktfahrzeug-Segment erweitert. Die Eckdaten des neuen Bayern-Renners: R 6.Motor, M TwinPower Turbo, 340 PS, 450 Nm (+ 50 Overboost), 0–100 km/h: 4,9 Sek., Preis: ab 62.250 Euro.

Lupenreiner Aufreger

D

ie britische Nobelschmiede Jaguar hat Anfang Mai bestätigt, den 2010 als Studie auf dem Pariser Autosalon gezeigten Hybrid-Supersportwagen C-X75 in einer exklusiven Kleinserie von 250 Fahrzeugen zu bauen. Für dieses Vorhaben hat Jaguar eine Technologie-Partnerschaft mit dem Formel-1-Rennstall Williams F1 geschlossen. Der C-X75 kann die ersten 50 Kilometer rein elektrisch zurücklegen, fliegt in unter drei Sekunden auf Tempo 100 und „schluckt“ im Schnitt nur vier Liter Sprit. Jaguar rechnet damit, dass der künftige Serien-C-X75 weniger als 99 g/ km an CO2 emittiert. Wer sich für die pfeilscharfe Jaguar-Variante C-X75 interessiert, sollte rund 800.000 Euro auf der hohen Kante liegen haben.  q

Rauer Bursche

I

m 62. Modelljahr der Offroad-Ikone Defender bringt Land Rover ein außergewöhnliches Sondermodell – den Defender Rough – auf dem Markt. Das Schwergewicht unter den Offroadern wird in zwei Farbtönen (Nara Bronze bzw. Zermatt Silber) und prägnant in Schwarz abgesetzten Karosserieteilen geliefert. Abgerundet wird der Look des Sondermodells durch Aluräder in schwarzem Sägezahn-Design (Sawtooth) und dunkel eloxierten Riffel-Blechen an den Stoßfängern und Trittkanten. Der Defender Rough 110 SW (LKW) mit speziellen Klarglasscheinwerfern und LED-Rückleuchten ist ab 42.231 Euro erhältlich. q


BMW 1er-Cabrio: Das PremiumKapperl lüftet sich per Knopfdruck in 22 Sekunden.

Vorhang auf für die neue 1er-Reihe

B

ei BMW jagt derzeit ein Highlight das andere: Nach dem Ende März erfolgten Marktstart des neuen 6er-Cabrio zieht jetzt auch das facegeliftete 1er-Cabrio (ab 32.800 Euro) seine Kapuze vom Dach. Wem das kleine Bayern-Solarium zu luftig erscheint, kann im Frühsommer auch auf die ebenso überarbeitete Coupé-Version (neue Frontscheinwerfer, zwei L-förmige Heckleuchten, innovative Air Curtains zur Optimierung der BMW-EfficientDynamics-Philosophie), zurückgreifen. Der speziell für das neue 1er-Cabrio bzw. -Coupé (ab 29.450 Euro) entwickelte und verbrauchssenkende Air Curtain reduziert den Luftwider-

stand an den Radhäusern. Für die heckgetriebene 1er-Reihe stehen vier Benziner- und drei Dieselantriebe bereit. Als absoluter Star im kompakten BMW-Segment präsentierte sich bei der gemeinsamen Premiere in Melk die M-Variante des 1er-Coupés. Mit einer Länge von 4,4 Metern und einer rallyescharfen Höhe von 1420 Millimetern, mächtig ausgestellten Radhäusern und vier Endrohren, die den unvergleichlichen BMW M-Sound erzeugen, ist ultimativer Fahrspaß auf gesichertem Terrain genauso garantiert wie beim gemütlichen Cruisen durch die Lande. Der neue M-Renner kostet 62.250 Euro. q

Marken-Hitparade Pkw/Kombi Neuzulassungen in Österreich IV/2011 MARKE

MODEL

STÜCK

Anteil %

VW

GOLF

1797

5,4 %

VW

POLO

1110

3,3 %

RENAULT

MEGANE

872

2,6 %

SEAT

IBIZA

826

2,5 %

FORD

FOCUS

814

2,4 %

OPEL

ASTRA

784

2,5 %

HYUNDAI

i30

736

2,2 %

OPEL

MERIVA

688

2,1 %

SKODA

FABIA

651

2,0 %

VW

PASSAT

642

1,9 %

Insgesamt 

33.317 Einheiten Quelle: Statistik Austria

Avantime-Parcours im Außerfern

M

it der Enthüllung der Konzept-Studie Renault Avantime hat der Genfer Automobilsalon im Jahr 1999 seinen „Aufreger“ gefunden – ein außergewöhnlich konzipiertes Fahrzeug, das schon aufgrund seines Designs polarisiert. Von 2001 bis 2003 lief das futuristisch anmutende Fahrzeug vom Band, wobei der Serien-Avantime zu fast 100 Prozent vom Conceptcar übernommen wurde. Insgesamt wurden 8545 Einheiten produziert, in Österreich begeisterten sich 66 Kunden für den individuell gestylten Franzosen. Ob die Produktion des Avantime, wie böse Zungen behaupten, aufgrund seines ungewöhnlichen Hecks eingestellt wurde, bleibt unbeantwortet. Fakt ist, dass dieses Finale in abgeschwächter Form beim Renault Mégane zum großen Erfolg

wurde. Der Avantime selbst hat inzwischen Kultstatus erreicht, wie unzählige Fanclubs und Foren im Internet beweisen. Und während sich der Nabel der GTI-Welt in Reifnitz trifft, flanieren die Franzosen-Klassiker vom 23. bis 26. Juni erstmals über die „Grand Rue“ in Ehrwald: Beim 2. Austrian Avantime Meeting, das anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Markteinführung des Van-Coupés stattfindet, werden auch getunte Varianten des Franzosen-Klassikers erwartet. Darüber hinaus legt die österreichische Post anlässlich dieses Oldtimer-Treffens die weltweit erste AvantimeBriefmarke in limitierter Stückzahl auf. Kleines Manko: Die Postwertzeichen sind ausschließlich Avantime-Fahrern vorbehalten. Weitere Infos: http://avantime.ning.com q

43


Testcenter

Hochalpines Zugpferd

In den 1980ern war er der Geländewagen-Trendsetter schlechthin, inzwischen ist er längst zum beeindruckenden Vollwert-Allradler gereift. Der Mitsubishi Pajero begeistert mehr denn je als Auto mit riesigem Nutzwert und imposanter Erscheinung. Test: Klaus Erler

A

ltbacken wirkt er nicht, der aktuelle Mitsubishi Pajero, ganz im Gegenteil. Obwohl die Modellreihe seit 1982 angeboten wird und er sich seit 2007 in seiner vierten Modell-Generation befindet, präsentiert sich der Pajero auf den ersten Blick durchaus zeitgeistig SUV-mäßig, ohne auf einen wohldosierten Rest sympathischer Karosserie-Kantigkeit zu verzichten. Die von uns getestete Ausstattungsvariante „Inform“ ist momentan die günstigste Möglichkeit, in Österreich einen Pajero zu fahren.

Vollwert-Einstieg. Den Basic-Ausstattungs-Charakter sieht man dem „Inform“ zwar an Details wie den einfachen 17“-Stahlfelgen an, auch die Beschränkung auf das Notwendigste an Airbags oder der sehr einfach gehaltene Zündschlüssel weisen in Richtung Sparpaket. In Summe seiner Eigenschaften bleibt der Einstiegs-Pajero allerdings ein beeindruckend vollwertiges und gut ausgestattetes Geländeauto mit Alltagsqualitäten. ABS, aktive Stabilitäts- und Traktionskontrolle und eine dritte, komplett versenkbare Sitzreihe werden genauso mitgeliefert wie Klimaautomatik, Kompass und Höhenmesser, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und ein Radio mit sechs Lautsprechern. Das wichtigste und zentralste Ausstattungsmerkmal des Pajero ist allerdings sein zuschaltbarer Allrad-Antrieb, von Mitsubishi „Super Select 4WD“ getauft. Er punktet mit Mitteldifferenzial und Untersetzung, vier verschiedene Antriebsmodi sind wählbar von „2H“-Hinterradantrieb (Einsatzgebiet „trockene Autobahn“) bis „4LLC“-Allradantrieb mit kurzer Übersetzung und gesperrtem Mitteldifferenzial (Einsatzgebiet „Alm in extremer Schräglage“).

Kraftlackl. Mit diesem Antrieb ausgerüstet und befeuert vom kräftigen, durch die lange Übersetzung allerdings etwas entschärften 3,2 Liter Diesel mit 200 PS ist der Pajero fit für die

Dank flexiblem Sitzsystem und mächtigem Scheunentor transportiert der Pajero auch mehrere Fahrräder.

Mitsubishi Pajero 3.2 DI-D Inform 5-türig Motor

Elegant, robust, zuverlässig und ab sofort preislich äußerst attraktiv: Mitsubishi Pajero.

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Hubraum

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147kW/ 200 PS

Drehmoment

441 Nm / 2000 U/min

Getriebe

5-Gang-Schaltgetriebe

0–100 km/h

9,7 sec.

Spitze

180 km/h

Verbrauch

7,8l/100 km (Werksangabe)

Testverbrauch 10.5l/100 km CO2-Emissionen

207 g/km

L/B/H/ 4385/1845/1840 mm, Masse & Gewicht 2085 kg Preis

ganz großen Aufgaben. Seine Anhängelast beträgt 3,5 Tonnen, eine Größe, die Mitsubishi stolz mit dem Equivalent von 2,8 Yachten oder 4,5 Pferdeanhängern in die Alltags-Realität des Pajero übersetzt. Dass eine derartige automobile Hemdsärmeligkeit auf der anderen Seite auch gewisse Zugeständnisse bei Federungskomfort und Handling fordert, ist klar, im Falle des Pajero fallen sie allerdings moderat aus. Der Motor ist gut gedämpft und zurückhaltend, die Federung zeigt bei Autobahnfahrten zwar,

ab 36.050 Euro – Testmodell Inform 5-türig 38.170 Euro

dass sie auch Einsätzen jenseits allen Asphalts standhalten muss, quält die Insassen allerdings nicht mit unnötiger Härte. Fazit: In Summe seiner Eigenschaften ist der Mitsubishi Pajero eine geglückte Mischung aus belastbarem Arbeitstier und mit feinen Manieren ausgestattetem Allwettertyp. Die robusten Gene von 1982 blieben erhalten, der hinzugefügte Komfort ändert auch 2011 nichts an seiner Kernkompetenz: professionell Lasten von A nach B zu bringen, unabhängig von der Güte des Weges. q


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DRIvE tHE cHaNGE

11.05.11 16:37


ivb.news

Drei Seiten Mobilität

Mobil mit Bus und Bahn Das Sommerferien-Ticket für Tirols Jugend Den ganzen Sommer kreuz und quer durch ganz Tirol fahren –

direkt bei den FahrerInnen erhältlich. Ab 09.07.2011 gilt der

das Sommerferien-Ticket macht’s möglich. Alle Jugendlichen

reguläre Preis von € 34,90, in der Spätsaison ab 09.08.2011

bis einschließlich Jahrgang 1992 können mit diesem Ticket

gibt’s das Sommerferien-Ticket wieder zum vergünstigten Preis

sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in Tirol nach Lust und

von € 24,90. Und wie funktioniert die Benutzung der Hunger-

Laune benutzen. Ausgenommen von diesem tollen Mobilitäts-

burgbahn? Kinder und Jugendliche mit gültigem Sommerferi-

angebot sind die Fernverkehrsverbindungen der ÖBB und der

en-Ticket erhalten vor Fahrtantritt das notwendige Ticket jeweils

Deutschen Bahn sowie Fahrradzüge der ÖBB zwischen Lienz

an den Kassen in der Talstation Congress bzw. der Bergstation

und Innichen. Wichtig: Bitte stets einen Ausweis mit Name und

Hungerburg. Und es wird noch besser: Den ganzen Sommer

Geburtsdatum mitführen.

spart man mit dem Sommerferien-Ticket bei vielen Partnern von IVB und VVT. Alle Sommerticket-BesitzerInnen erhalten

Noch bis 08.07.2011 läuft der Vorverkauf, jetzt zuschlagen lohnt

beispielsweise eine Ermäßigung auf die Kinokarte fürs Open Air

sich, denn das Sommerferien-Ticket ist in diesem Zeitraum

Kino im Zeughaus oder einen verbilligten Badespaß am Lan-

um nur € 24,90 in den Kundencentern und an den Ticketauto-

sersee. Auch das I-Bike gibt’s vergünstigt. Alle Ermäßigungen

maten von VVT, ÖBB und Innsbrucker Verkehrsbetriebe (nicht

und weiteren Infos zum Sommerferien-Ticket 2011 auf

bei Miniticketautomaten) sowie auf allen regionalen Buslinien

www.ivb.at und www.vvt.at.


Verlängerung der Linie 3

Mobilität gewinnt!

Schienentausch

Es wird gebaut

Verspätungen auf der Linie STB

Verkehrsregelung bei der Höttinger Auffahrt

Die Stubaitalbahn bekommt neue Schienen: Die ver-

Zu Verkehrseinschränkungen kommt es aktuell im Bereich

gangenes Jahr begonnenen Arbeiten werden heuer auf

Höttinger Auffahrt: Bis voraussichtlich Mitte Juni ist von Wes­

insgesamt neun Kilometern Strecke fortgesetzt. Von 23.05.

ten aus bergwärts keine Zufahrt in die Höttinger Auffahrt mög-

bis voraussichtlich 10.07.2011 werden die Schienen in den

lich. Von Osten kommend gilt ein Fahrverbot für LKW über

Bahnhofsbereichen Sonnenburgerhof, Hölltal, Mutters,

12,5 Tonnen. Talwärts gibt es keine Verkehrsbeschränkungen.

Feldeler und Kreith erneuert. Die Haltestellen bleiben in

Die Verkehrsregelung in der Höttinger Au ist weiterhin aufrecht:

Betrieb, es kann allerdings auf der gesamten Strecke zu

Es steht nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Stadt-

Verspätungen und Behinderungen kommen. Die IVB bitten

auswärts ist das Abbiegen in die Layrstraße bis voraussichtlich

um Verständnis. Anfang August bis Schulbeginn muss auf

06.06.2011 nicht möglich. Stadteinwärts besteht bis Ende des

Grund der umfangreichen Baumaßnahmen zwischen Kreith

Jahres eine Sperre ab Layrstraße. Der Verkehr wird über Layr-

und Fulpmes ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wer-

straße / Fürstenweg umgeleitet. Die IVB bitten um Verständnis.

den. Dazu werden die IVB noch gesondert informieren.

Weitere Infos finden Sie auf www.ivb.at.

Kino, Konzert, Kabarett Der Sommer am Sparkassenplatz von 30.06. bis 09.07.2011 Der Sommer am Sparkassenplatz ist längst eine Institution

der man alle Abfahrtszeiten in Echtzeit am Handy hat. Live in

im Innsbrucker Freiluftgeschehen. Auch heuer erwartet

concert zu erleben sein werden unter anderem: Global Kry-

die BesucherInnen – bei freiem Eintritt – zwischen 30.06.

ner, Lukas Plöchl Trackshittaz, Großstadtgeflüster und Um-

und 09.07.2011 ein abwechslungsreiches und charmantes

berto Tozzi. Roland Düringer gastiert mit seinem Programm

Potpourri aus Kino, Konzert und Kabarett. Ganz bequem

„ICH Einleben“. Und Kinofans kommen unter anderem bei

erreicht man den Sommer am Sparkassenplatz mit den

„Tron: Legacy“, „Gainsbourg“ oder „Toy Story 3“ sicher auf

Linien der IVB. Besonders praktisch für alle BesucherInnen:

ihre Kosten. Das gastronomische Angebot und ein Kinder-

Die App „IVB Scout“ für iphone und Android-Handys, mit

programm runden den Sommer am Sparkassenplatz ab.


Filmfestival Die IVB verlosen 4 x 2 IFFI-Karten Das Internationale Film Festival Innsbruck (IFFI) feiert heuer einen runden Geburtstag: Von 31.05. bis 05.06.2011 werden zum zwanzigsten Mal Filme aus aller Welt gezeigt – exakt 6077 Minuten Film in sechs Tagen. Die IVB unterstützen das renommierte Festival wieder gerne und übernehmen heuer die Filmpatenschaft zu „Welcome Home“ von Andreas Gruber (AUT/GER, 2004). Neben einer umfassenden Retrospektive aus zwanzig Jahren Festivalgeschichte und den Wettbewerbsfilmen wird unter anderem „Global Warning“, der neue Film des Tiroler Filmemachers Ernst Gossner, als Uraufführung zu sehen sein. Ehrengast des Festivals ist Ninetto Davoli, der mit Pier Paolo Pasolini gearbeitet hat und an den großen italienischen Filmregisseur erinnern wird. Spielorte sind Leokino, Cinematograph und Treibhaus. Das komplette Programm sowie weitere Infos gibt es auf www.iffi.at. Die IVB verlosen 4 x2 Karten unter allen E-Mails, die bis 31.05.2011 an marketing@ivb.at einlangen.

Alte Musik Das Festwochen-Shuttle der IVB „Sternstunden“ lautet das Motto der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik von 10. bis 28.08.2011. Alessandro De Marchi legt dabei als künstlerischer Leiter der Festwochen (www. altemusik.at) diesmal den Fokus auf Barock- und Renaissancemusik aus Deutschland. Die IVB als langjähriger Partner des Festivals richten auch dieses Jahr das kostenlose Shuttle

Laufevent Der 1. Tiroler Frauenlauf am 18.06.2011

für alle BesucherInnen der Konzerte auf Schloss Ambras ein. Zwischen 18:30 und 19:30 Uhr verkehrt der Bus im Viertelstundentakt vom Saggen über die Innenstadt und die Olympiaworld bis hinauf nach Schloss Ambras.

Ein neuer Laufevent nur für Frauen hat am 18.06.2011 Pre-

Die Haltestellen entlang der Route sind mit dem Festwochen-

miere: der Tiroler Frauenlauf in Innsbruck – und die IVB sind

Logo gekennzeichnet, weiters ist dort auch der Festwochen-

als Partner mit dabei. Die Route führt Läuferinnen und Nordic

Fahrplan ausgehängt. Die Retourfahrt erfolgt unmittelbar

Walkerinnen auf fünf Kilometern von der Olympiaworld durch

nach dem Konzert mit mehreren Fahrzeugen zugleich. Auch

die Innsbrucker Innenstadt. Die IVB koordinieren mit der Po-

heuer steht zudem ein kostenloses Parkangebot in der Tief-

lizei die notwendigen Umleitungen, damit die Laufstrecke für

garage unter dem Tivoli-Stadion zur Verfügung (ausgenom-

die Läuferinnen frei ist. Neben verschiedenen Wertungen für

men 12.07.2011). Von der Haltestelle Landessportcenter geht

Freundinnen-, Firmen- oder Schulteams gibt es auch einen

es dann mit dem Gratis-Shuttle direkt zum Konzert. Und mit

Tiroler Kinderlauf. In Vorbereitung auf den Tiroler Frauenlauf

ein bisschen Glück gibt es außergewöhnlichen Musikgenuss

finden in ganz Tirol kostenlose Frauen-Lauftreffs statt – etwa

sogar kostenlos: Die IVB verlosen 1 x 2 Tickets für „Buenos

immer dienstags, 18:30 Uhr am Baggersee in Innsbruck. Alle

Aires Madrigal“ am 17.08.2011 im Tiroler Landestheater unter

Frauen-Lauftreff-Termine und alle weiteren Infos zum Frauen-

allen Einsendungen, die bis 24.06.2011 unter

lauf gibt es auf www.tiroler-frauenlauf.at.

marketing@ivb.at eintreffen.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH / Medieninhaber und Verleger: target group publishing GmbH • Zielgruppen Verlag / Karl-Kapferer-Straße 5, 6020, Telefon: 0512 / 58 6020 / Fax: 0512 / 58 6020-20 / marketing@ivb.at www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Fotos: Sommer am Sparkassenplatz, Innsbrucker Festwochen, Laufwerkstatt, VVT


bruderschaft st. christoph

Bruderschaft St. Christoph wird 625 Im Juli 2011 feiert die Bruderschaft St. Christoph ihr 625-jähriges Bestehen. Am Programm stehen zwei Golfturniere, eine Benefizgala und der Bruderschaftstag.

Die blühenden Zeiten der Bruderschaft waren in den vergangenen sechs Jahrhunderten stets geprägt von Menschen, die bereit waren, für arme und von Leid gezeichnete Mitmenschen etwas zu tun. Heute ist das allen voran die Hospiz-Familie Werner, die die Bruderschaft seit der Wiedergründung 1962 führt.



© pro.media

Eine Bilanz.

Blickten auf Jahrzehnte sozialkaritativer Tätigkeit zurück und präsentierten zudem das Festprogramm für die 625-Jahr-Feier der Bruderschaft St. Christoph (v.l.n.r.): Adi Werner (Bruderschaftsmeister), Bischof Dr. Manfred Scheuer (Präsident der Bruderschaft St. Christoph) und Helmut Mall (Bürgermeister St. Anton am Arlberg).

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ie 1386 gegründete Bruderschaft St. Christoph ist eine der größten karitativen Privateinrichtungen des Alpenraumes und steht mit 18.650 Mitgliedern sogar knapp vor der Erreichung eines Europaratssitzes. In den vergangenen Jahrzehnten erzielten die „Brüder“ und „Schwestern“ Spendenerlöse von 11,8 Millionen zugunsten von in Not geratenen Familien. Heuer zeichnet sich ein Meilenstein in der Bruderschaftsgeschichte ab: Im Juli 2011 feiert die Bruderschaft St. Christoph ihr 625-jähriges Bestehen. Zu den groß angelegten Jubiläumsfeierlichkeiten am Arlberg, die wieder-

um im Dienste der guten Sache stehen, werden zahlreiche Gäste erwartet - unter ihnen kirchliche Würdenträger sowie bekannte Mitglieder aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Tätigkeitsfeld der Bruderschaft. Die Bruderschaft St. Christoph hat sich der Unterstützung von in Not geratenen Familien mit Kindern verschrieben. Die Hilfsgelder werden auf Ansuchen hin zur Linderung sozialer Notfälle vergeben. Finanziert wird die Einrichtung durch die Jahresbeiträge der Mitglieder, zusätzliche Spenden sowie Benefizveranstaltungen wie beispielsweise der Galaabend im Rahmen der 625-Jahr-Feier.

„Bruderschaftsmeister“ Adi Werner zieht Bilanz: „Beginnend mit den Unglücken beim Arlbergtunnelbau 1974–1978 unterstützte die Bruderschaft die Hinterbliebenen der 18 toten Bergleute. Seitdem hat die Bruderschaft bis heute 11,8 Millionen Euro an 6660 Familien in Not als Hilfe ausgeschüttet.“ Besonders stolz sei man auf die engagierte Organisation der Bruderschaft: „Die rein ehrenamtliche Tätigkeit unserer ‚Brüder‘ und ‚Schwestern‘ ist der Grund dafür, dass in den vergangenen 47 Jahren kein einziger Euro für Verwaltungskosten ausgegeben wurde.“


Die Feierlichkeiten. Golfen für den guten Zweck: Im Vorfeld der 625-Jahr-Feier werden am 7. und 8. Juli zwei Golfturniere veranstaltet, an denen nur Mitglieder der Bruderschaft teilnehmen können. Die Jubiläumsfeierlichkeiten finden am 9. und 10. Juli 2011 am Arlberg statt und gipfeln in einer abendlichen Benefizgala am Samstag, 9. Juli in St. Anton Am Sonntag, 10. Juli folgt der Bruderschaftstag in St. Christoph, die gemeinsame traditionelle Landesfeier von Tirol und Vorarlberg. q

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Stadt innsbruck

Innsbruck informiert – aktuell und mobil

Aktuelles Stadtgeschehen, Bildergalerien und Videos, Veranstaltungen, Infos zu Behördenwegen, historische „Innsbruck informiert“-Ausgaben oder Baustelleninfos – die Homepage www.innsbruckinformiert.at liefert geballte Informationen auf einer Seite.

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Dank einer eigenen mobilen Version kann man auf www.innsbruckinformiert.at auch bequem mit dem Smartphone surfen.

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eben der aktuellen städtischen Berichterstattung gibt es eine digitale Version der „Innsbruck informiert“-Printausgabe als Reader zum komfortablen Lesen im Internet oder auch zum Herunterladen als PDF. Besonderes Highlight der „Online-Ausgabe“ sind sämtliche seit 1934 erschienenen Ausgaben der städtischen Informationszeitung. Das Archiv bietet damit einen einzigartigen, kostenlos abrufbaren Fundus zum Stöbern, Schmökern oder auch für wissenschaftliche Recherchen.

Fotos und Videos Fotostrecken zu aktuellen Ereignissen und Videos, unter anderem über Wohnbauprojekte, städtische Grünanlagen oder über Einrichtungen wie das Stadtarchiv, setzen in Ergänzung zum Heft städtische Themen aller Art multimedial in Szene. Einen umfassenden Überblick über das rege Kultur-, Sport- und Vereinsleben in Innsbruck bietet der Online-Veranstaltungskalender: Er enthält Termine zu städtischen Ereignissen wie Fachvorträgen, das breite Angebot an Familienveranstaltungen, Bürgerversammlungen ebenso wie Theater, Konzerte, Kino, Lesungen, Führungen, Ausstellungen, Sportveranstaltungen und vieles


Übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet: der Online-Auftritt von „Innsbruck informiert“

mehr. Dank einer optimierten Suchfunktion lässt sich eine praktische, individuelle Auswahl treffen.

Rathauswegweiser Die Rubrik Bürgerservice bietet eine Hilfestellung und einen Überblick über Behördenwege und das umfangreiche städtische Angebot. Hier finden sich Kontaktdaten der direkt zuständigen Stellen im Rathaus. Der Rathauswegweiser listet die verschiedenen Leistungen und Aufgabenstellungen in einem umfassenden Stichwortkatalog auf.

Dieser Stichwortkatalog kann aber nach Themen-gruppen ebenso aufgerufen werden. Selbstverständlich können die einzelnen Stichworte auch mit einer Suchfunktion angesteuert werden. Zu jedem Stichwort ist ein Infofenster verfügbar, welches Auskunft über die Ansprechpartner, die Telefonnummer, die Zimmernummer, die E-Mail-Adresse und die Öffnungszeiten der jeweiligen Verwaltungseinheit gibt. Auf der Startseite findet sich zudem eine Service-Box mit aktueller Baustelleninfo, IVBFahrplanauskunft und Wetterinformationen.

Und wer etwas verloren hat, kann sich ganz bequem mit wenigen Klicks auf die Suche nach Regenschirm, Schlüssel und Co. machen – denn auch das Innsbrucker Fundbüro ist auf www.innsbruckinformiert.at vertreten. Für alle, die unterwegs auf alle Innsbruck-Infos zugreifen wollen, gibt es www. innsbruckinformiert.at auch als übersichtliche und benutzerfreundliche, für Smartphones optimierte Version. Topinformiert über die Landeshauptstadt im Internet: www.innsbruckinformiert.at.  q

Der Rathauswegweiser listet die verschiedenen Leistungen und Aufgabenstellungen in einem umfassenden Stichwortkatalog auf.

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Für eine Handvoll Euro

Pünktlich, bequem und garantiert günstiger als alle anderen Reisevarianten – Four Seasons Travel bringt Sie ab 48 Euro zum Flughafen München oder retour.

Innsbruck nach München 48 Euro und den Doppelpack bieten wir bereits für 78 Euro an. Besser geht es nicht. Auch die Bahn musste den steigenden Energie-Kosten ihren Tribut zollen und so kostet das Ticket für die DirektVerbindung mit Rückfahrkarte und S-BahnAnschluss 94 Euro. Wobei nur der Service von Bahnsteigkante bis Bahnsteigkante inkludiert ist. Wie der Fahrgast dorthin kommt und ob zur gewünschten Zeit überhaupt ein Zug fährt – das weiß allein die Auskunft.

Oliver Dold, GF Four Seasons

High Noon Der Filmklassiker aus den 50ern findet aktuell seine Fortsetzung an den Tankstellen im Lande: Pünktlich um 12 Uhr mittags treffen sich Tankwarte und Kunden an den Zapfsäulen der Stadt zum großen Showdown – was wird der Liter heute kosten? Dieses Schauspiel steigt täglich. Täglich ändern sich die KraftstoffPreise. Allerdings nur selten zum Vorteil der Verbraucher. Dieses anstrengende Hin und Her nervt uns genauso wie Sie und darum wollen wir Sie als Fahrgast damit verschonen. Die Transfer-Tarife von Four-Seasons-Travel sind und bleiben knallhart kalkulierte Fixpreise.

Jeder Kopf hat seinen Preis So kostet zum Beispiel die einfache Fahrt von

Armageddon Bleibt als vermeintliche Alternative die Fahrt mit dem eigenen Auto. Doch was anfangs so selbstverständlich klingt, erweist sich bei genauer Betrachtung als radikaler Euro-Fresser: Der günstigste Parkplatz vorausgesetzt und das amtliche Kilometergeld angesetzt, kostet die Tour de Force rund 250 Euro. Selbst wenn Sie sich zwei Fahrgäste ins Auto laden, um wenigstens die Kosten der Hinfahrt zu senken, so steigt damit automatisch das Reise-Risiko: Wer haftet, wenn zum Beispiel ein Stau die Abflugtermine vermasselt? So etwas passiert schneller, als man denkt, und dagegen sind Sie wahrscheinlich nicht versichert.

Lost Highway Wir schon! Four-Seasons-Travel trägt natürlich die Risiken, die das Transfer-Business

mit sich bringen kann. Damit Sie sich bereits beim Buchen des Urlaubs unbeschwert auf denselben freuen können. Zudem sind unsere Chauffeure allesamt Profis am Lenkrad. Sie kennen die Tücken der Strecke und wissen diesen auszuweichen. Besonders in der Ferien-Zeit, wenn ganze Wohnwagen-Trecks die Spuren blockieren, sich abwechselnd mit Lastwagen-Konvois duellieren, dann zeigen die Fahrer von Four-Seasons-Travel so richtig, was sie drauf haben. Wovon Sie aber gar nichts mitbekommen, während Sie in den dicken Polstern schon vom Urlaub träumen. Wir freuen uns auf Sie als Passagier und wünschen Ihnen eine gute Reise: Ein Anruf unter +43/(0) 512/58 41 57 genügt, wir sind täglich 24 Stunden für Sie da, oder Sie füllen die Buchungs-Maske auf der Homepage aus: www.airport-transfer.com. q

Info

Telefon 0512/58 41 57 oder im Internet unter www.tirol-taxi.at


gastro guide Der Granten-Stier

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uf der Red-Bull-Homepage ist es nicht gelistet, auch sonst lässt sich kaum etwas über die neue „Red Edition“ des österreichischen Leaders in Sachen Energy Drinks erfahren. New Marketing sei Dank leistet sich Red Bulls „Red Edition“ allerdings eine eigene Facebook-Seite und dort findet man Informationsreste zum potenziellen Energy-Drink-Star des Sommers 2011: Die Flüssigkeit ist optisch ident mit der von Red Bull „Classic“, schmeckt allerdings nach Preiselbeeren, ist weniger süß und mit weniger Kohlensäure versetzt. Das mit den Flügeln, die dieses Getränk laut Hersteller genauso verleiht wie das Original, kann man glauben, wenn man will, dass die „Red Edition“ ein Gastronomie-exklusives Produkt sein wird, gilt allerdings als gesichert.  q

In lichten Gourmethöhen

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aum ist der Winter vorbei, regnet es Auszeichnungen: Bei der Präsentation des neuen Falstaff Restaurantguides 2011 in Wien wurde die 2350 Meter hoch gelegene „Wedelhütte“ im Skigebiet Hochzillertal zum „höchsten Neueinsteiger“ gekürt und auf Anhieb mit 89 Punkten bewertet. Da-

mit nicht genug: Die Hüttenchefs Martha und Heinz Schultz wurden zudem noch mit dem Titel „erfolgreichste Gastronomen 2011“ geehrt, der den Zillertaler Unternehmern von Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam, Umweltminister Niki Belakovich und Dr. Alfred Hudler (Vöslauer) überreicht wurde.q

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R athmayr

Die grüne Tasche

© www.hochzillertal.com

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b sofort bietet Spar-Österreich eine weitere umweltfreundliche Alternative zu den herkömmlichen Plastiksackerln und der BioTragtasche aus nachwachsendem Rohstoff an: die Tragtasche zum Wiederverwenden. Hergestellt wird sie aus besonders robustem Kunststoff-Mischgewebe, das die Tasche nicht nur langlebig, sondern auch waschbar macht. Ihr größter Vorteil: Sie belastet durch das laufende Wiederverwenden im Vergleich zu herkömmlichen Taschen aus Plastik (14 Millionen Stück davon gehen bei Spar Österreich jährlich über den Ladentisch) die Umwelt weit weniger. Die grüne Tasche von Spar kostet nur 1 Euro und ist als deutliches Zeichen „pro Umwelt“ in verschiedenen preisgekrönten Designs erhältlich.  q

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E I NFAC H F RISC HE R

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rillsaison schön und gut, die dauernden ölgesättigten Rauchschwaden können sich allerdings auch zur olfaktorischen Belastung auswachsen. Abhilfe schafft da ein Gerät, das auf den futuristischen Namen „Bartscher Apexa Hot Dog“ getauft wurde: Einfach die Würstel hinein, ein paar Minuten warten, fertig. Kein stinkendes Brutzeln, keine angekohlten Wurstenden, nur sauberer Wasserdampf, sonst nichts! Wenn mancher Grillmeister jetzt auch beleidigt vom „Damengrill“ schimpfen wird: Es ist nicht alles Gourmet-Gold, was kohlt!

www.gastroladen.de

© Bartscher

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Holzkohlengrill ade!

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AKT ION GULT IG BIS 1.JULI 2011 NUR MIT DIESEM GUTSC HEIN

Geheimtipp für Terrassenfans Am besten lassen sich die warmen Temperaturen in einem Gastgarten genießen. Im „Guido’s“ verwöhnt Vollblutgastronom Guido Gamauf seine Gäste mit sommerlichen Schmankerln, Kaffeespezialitäten und kühlen Drinks. Vor allem der mondäne, beschattete Gastgarten lädt als kulinarische Oase zum Verweilen und Genießen ein. Neben dem abwechslungsreichen wie günstigen Mittagsmenü lockt von 11.30 bis 21.00 Uhr auch die Speisekarte mit Köstlichkeiten aus den Küchen der Welt. Das Frühstücksangebot kann sich ebenfalls sehen lassen – und macht nicht zuletzt das „Guido’s“ zum kulinarischen und atmosphärischen Lokal-Geheimtipp für jede Tageszeit. Guido‘s • Fischnalerstraße 28 • 6020 Innsbruck • Tel.: 0512 / 28 21 10-33 Öffnungszeiten: Mo – Fr 7 bis 24 Uhr, Sa und So Ruhtetage www.guidos-ibk.at • info@guidos-ibk.at


© ottakringer

Süffiges Früchtchen

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lles neu macht der Mai“, ein Satz, der auch für Ottakringer gilt: Pünktlich zum Start der diesjährigen Radsaison präsentiert die Wiener Brauerei ihre neueste Produktinnovation, den Ottakringer „Radler Johannisbeere“. Der neue Radler ist eine gelungene Mischung aus dem original Ottakringer „Helles“ und feiner Johannisbeer-Limonade mit einem Fruchtsaftanteil von 10 %. Er zeichnet sich durch die saftige, violette Färbung und seine ausgewogene Johannisbeer-Note aus. Der angenehm-fruchtige und spritzig-leichte Geschmack im Abgang sowie der niedrige Alkoholgehalt von nur 2,7 % Vol machen den neuen Ottakringer „Radler Johannisbeere“ zu einem idealen Getränk für den bevorstehenden q Sommer. 

Tiroler Marmelade, weltweit zu Hause

Alten Familienrezepten entsprechend werden Darbo Konfitüren möglichst schonend zubereitet. Der Vorteil: Die wertvollen Vitamine und der volle Fruchtgeschmack bleiben erhalten. Dass die NaturreinRezeptur des Stanser Herstellers zu einem besonderen Geschmackserlebnis führt, hat sich inzwischen weltweit herumgesprochen. Ob das „The Venetian“ in Las Vegas, das „ Burj Al Arab“ in Dubai oder das „ St. Regis Monarch Beach“ in Kalifornien: Sie alle bringen mit Darbo-Marmeladen ein Stück Tirol auf den Tisch.

Nachhaltig kalt

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skimo hat sich für diese Saison etwas ganz Besonderes zum Thema „Premium-Schleckeis“ einfallen lassen: das Magnum Ghana Cocoa, das im Grunde ein elegantes Haselnuss-Eis ist. Angereichert mit einem Strudel aus zarter Schokoladensauce wird es von knackiger Milchschokolade umhüllt. Der Clou dabei: Der für den Schokoladenmantel verwendete Kakao kommt aus Ghana und trägt das Gütesiegel der Rainforest Alliance, das für nachhaltigen Anbau steht.q

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as Restaurant PAVILLON im Herzen von Innsbruck zählt zu den besten Adressen des ganzen Landes und bietet

neben dem einzigartigen Ambiente vor allem exzellente, kreative Küche. Im ersten Stock befindet sich das Reich von

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Eskimo

Gewinnspiel

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Der Genuss-Sommer kann kommen!

Wirtshaus Tirols einzig echtes.

Matthias Gauss. Von Dienstag bis Samstag wird hier Haubenküche aufgetischt – der Blick auf die Hofburg ist inklusive. Dass dieser besondere Genuss auch leistbar ist, zeigt das neue Genuss-Paket für nur 129 Euro. Zwei Personen können für diesen Preis einen Aperitif genießen, dazu werden drei Gänge mit Weinbegleitung, Wasser und Kaffee kredenzt. Dazu gibt es noch eine Flasche Prosecco für danach und einen Fitness- und Wellness-Gutschein für das Alfa Sports & Spa für eine Woche. www.der-pavillon.at. q

6020 und Bio Wirtshaus verlosen:

3 Menü-Gutscheine im Wert von je 60 Euro für einen g’schmackigen und gesunden Gourmet-Abend in Tirols einzig echtem Bio Wirtshaus. Geigenbichl 790–Seefeld in Tirol Telefon: 05212/4824 www.biowirtshaus.com Öffnungszeiten: Montag–Sonntag 12-23 Uhr Mittwoch Ruhetag KW: „G’sund“, Einsendeschluss: 27.6.2011 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse

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Karl-Kapferer-Straße 5 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at


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SEGABAR-Mania Szene-Newcomerin 2011 in Innsbruck

Mit der Eröffnung der SEGABAR Innsbruck in der Maria-Theresien-Straße hat die ohnehin schon reizvolle Lokalszene ein weiteres Zugpferd bekommen. Nicht ganz unerwartet – klingt das gelebte Konzept der Top-Szenegastronomie zum fairen Preis doch erfrischend simpel, konsequent studentisch und damit hochgradig erfolgversprechend.

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EGABAR steht allgemein und damit auch in Innsbruck aktuell erlebbar bereits seit 1997 als junges und vor allem faires Konzept für Szenegastronomie. Die Idee selbst, Markenqualität zu Top-Preisen in einer hochwertigen zeitlos aktuellen Location und einem ungezwungenen, sehr party-lastigen Umfeld zu bieten, ist dabei nicht ungewöhnlich. Die eigentliche Leistung ist es, diese Eckpfeiler emotionalen Nightlifes auch konsequent durchzuziehen – unverfälscht, direkt und vor allem immer am Puls der Zeit. Das

organisatorische Rückgrat bildet dabei ein Franchisesystem mit bisher fünf SEGABARS in Salzburg, Oberösterreich und jetzt Tirol. Dabei werden zentrale Leistungen wie die gesamte Einkaufspolitik, das gemeinsame Marketing, die Systemführung und -entwicklung bzw. viele Verwaltungsaufgaben von der SEGABAR-Zentrale übernommen. Der wichtigste Effekt dabei ist, dass jeder Betreiber einer SEGABAR und die Crew vor Ort für die Betreuung der Gäste freigespielt werden. Und das funktioniert, wie es die SEGABAR Innsbruck beweist, im Franchiseverbund perfekt.

Volle Kraft für den Gast In der SEGABAR Innsbruck pflegt die Mannschaft rund um Barchefin Bernadette und Security-Boss Goran den ganz besonderen Kontakt zum Gast. In einem offenen Austausch von Emotionen entlang der 14 Meter langen Bar zeichnen die MitarbeiterInnen und Gäste gleichermaßen verantwortlich für sieben intensive Nächte pro Woche. Die richtige Musik, das richtige Angebot und vor allem der zwanglose, herzliche persönliche Kontakt sorgen für beste Stimmung und Wohlbefinden. Die InnsbruckerInnen haben


Special Offers Jeden Sonntag Gastro & Friends Der größten Gästegruppe des Abends winkt eine 4,5-l-Flasche Absolut Vodka!

Jeden Sonntag & Montag Out & Into The Week 0,66-l-Flasche Warsteiner um € 1,40

Jeden Mittwoch Prosecconight Bis 22 Uhr gibt’s jedes Glas Prosecco GRATIS & den ganzen Abend die Flasche Schlumberger White Secco um € 7,00!

Täglich Bis 22 Uhr kostet die Flasche Absolut Vodka 0,5 l & die ganze Nacht über die Flasche Malibu 0,7 l nur € 13,00!

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Auszug aus der Getränkekarte

seit der fulminanten Eröffnung Ende Februar die SEGABAR als angesagte Szene-Location kennen und lieben gelernt. Gerade diese Rückbesinnung auf die Grundwerte jeder gelungenen Party – Emotion, persönlicher Kontakt, engagierte Betreuung und beste Unterhaltung bei Verzicht auf jeglichen Schnickschnack – hat in den vergangenen Monaten viele Freunde gefunden.

Der Preis macht die Musik Dass für den langfristigen Erfolg eines bewusst geradlinigen und offensiven PartyKonzeptes aber auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen, versteht sich von selbst. Die SEGABAR-Philosophie setzt dabei auf die Vereinbarkeit von hoher Produktqualität und einem mehr als fairen Preis. Diese Kombination, die in der Szene-gastronomie in der gezeigten Konsequenz nur selten zu erleben ist, gilt nicht nur als starkes Argument pro SEGABAR, sondern sollte allgemein in der Innsbrucker Lokalszene zu einem Umdenken führen. Weltmarken wie Coca Cola aus der 0,33-l-Glasflasche (serviert mit viel Eis im Glas) oder Absolut Vodka 2 cl um je

€ 1,40 oder die Warsteiner 0,66-Liter-Einheit (exklusiv für die SEGABAR-Franchisekette importiert) um € 2,90 zeigen exemplarisch ein Preis-Qualitäts-Gefüge, welches das Attribut „FAIR“ durchaus verdient. Ergänzend dazu runden studentengerechte Specials, Aktionen und Thementage das Angebot der SEGABAR Innsbruck preislich weiter ab (siehe Übersicht), ohne die hohen QualitätsAnsprüche der Gäste zu vernachlässigen. Die Kunst, günstig zu bleiben ohne „billig“ im Sinne von minderwertig zu sein, hat die SEGABAR-Erfolgsgeschichte in den vergangenen 14 Jahren geprägt und sie wird es auch die kommenden Jahre tun. Egal ob in Innsbruck, Salzburg, Linz oder einem der künftigen Standorte von SEGABARs: Es ist nicht das Ziel, eine beliebige Nische innerhalb der Lokalszene einer Stadt zu besetzen, sondern sich der Hauptforderung der Gäste zu stellen – gut und preiswert! Getreu dem Motto „WIR SEHEN UNS!“ freuen sich Bernadette und Goran auf ihre mittlerweile zahllosen Stammgäste und all jene, die die SEGABAR Innsbruck künftig einmal live erleben wollen! q

0,3 l Coca Cola

€ 1,40

0,2 l Pago Fruchtsäfte

€ 1,40

0,2 l Weißer Spritzer

€ 1,90

0,7 l Flasche Prosecco

€ 13,20

0,33 l Stiegl Goldbräu

€ 2,40

0,66 l Warsteiner

€ 2,90

diverse Shots 2 cl

€ 1,40

„Flügerl“ 6 cl (Vodka mit Red Bull)

€ 1,40

Preise inklusive Steuern und Abgaben – gültig bis auf Widerruf

WIR SEHEN UNS! SEGABar

Maria-Theresien-Straße 10 6020 Innsbruck innsbruck@segabar.at www.segabar.at Öffnungszeiten: Täglich von 20.00 bis 4.00 Uhr Einlass ab 18 Jahren Raucher & Nichtraucher Reservierungen auch für größere Gruppen möglich!

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Ein Bier wie Tirol Versteckt im Gewerbegebiet Innsbruck/Westbahnhof braut eine kleine Innsbrucker Brauerei einen unvergleichlich gschmackigen und gesunden Gerstensaft: das naturtrübe „Baumgartner Tiroler Bier“.

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er 49-jährige Harald Baumgartner ist ein echtes Multitalent: Braumeister, Geschäftsführer, Vertreter, Lieferant und Kundenbetreuer, alles in Personalunion. Ein ausgelernter Bierbrauer hilft ihm an Brautagen, sonst ist er alleine. Anders würde Baumgartners kleine Brauerei in der Innsbrucker Feldstraße 11a allerdings auch nicht funktionieren, einen großen Personalaufwand tragen jährliche Ausstöße von 800 bis 1000 Hektoliter nicht. Und trotzdem ist alles genau so, wie sich Harald Baumgartner sich das immer gewünscht hat, seit der gelernte Braumeister

Zur Person Harald Baumgartner Geboren 1962 in Zirl

3-jährige Lehre im Adambräu Innsbruck 7 Jahre leitende Tätigkeit Bürgerbräu Innsbruck Von 1990 bis 1991: 1-jährige Brauerund Mälzermeister-Ausbildung in Ulm, danach bis 1993 Mitarbeit in der Brauerei Starkenberg in Tarrenz Mitaufbau und 5-jährige selbstständige Tätigkeit in der ersten Gasthausbrauerei im Großraum Innsbruck, dem Branger Bräu 1999: Eröffnung der eigenen Brauerei nach einjähriger Vorbereitungszeit

© 6020/rathmayr (2)

Text: Klaus Erler

1999 mit großem Kapitalaufwand sein eigenes 2-Kessel-Sudwerk in der Wiltener Industriezone eröffnet hat und damit zu einem von nur rund 15 Tiroler Privat-Bierbrauern wurde: Er ist ganz nahe an seinen Kunden, bekommt das Feedback zum neuen Bier als erster und ist vor allem eines: frei, sein Bier ganz nach den eigenen strengen Qualitätskriterien zu brauen. Ohne den Kosten- oder Zeitdruck, wie er in großen Industriebrauereien oft herrscht, ist beste Qualität das oberste Ziel Baumgartners.

aus und wird dadurch auf eine unvergleichliche Art „bierig“. Längst geben sich Privatkunden und bewusste Gastronomen in der Feldstraße ein Stelldichein, um das Tiroler Bier zu kosten und zu kaufen. Für Privatkunden wird es in traditionellen 1-Liter- und 2-Liter-Bügelflaschen als Märzen oder Weizenbier ausgegeben oder als Fass mit Bayrischem Anstich in Größenordnungen von 5 Litern bis 40 Litern verkauft. Die Gastronomie wird mit Bierfässern zu 25 Litern oder 50 Litern beliefert.

Süffig und Gesund.

Prämierter Bierbrand.

Das Ergebnis kann sich schmecken lassen: Naturtrüb, unfiltriert, nicht pasteurisiert und stabilisiert ist Baumgartners Bier zwar nur beschränkt haltbar und lagerfähig, der Geschmack ist allerdings unvergleichlich: überzeugend süffig und bitterfrei, voller Nuancen und gesund, da alle Vitamine, Spurenelemente und Mineralien erhalten bleiben. Aus dem Rezept zum unvergleichlichen Bier macht Harald Baumgartner kein Geheimnis, es lautet ganz einfach: beste Zutaten, keine Chemie, mehr Geschmack, weniger Alkohol. Bekömmlich wird das Bier auch dadurch, dass es nur mit natürlicher Kohlensäure versetzt ist, die während der Gärung und Lagerung entsteht. Baumgartner verzichtet bei seinen Bieren auf eine Endvergärung, die den Alkoholgehalt und damit die Haltbarkeit eines Bieres verlängert, allerdings auch auf den guten Geschmack Einfluss nimmt.

Harald Baumgartner wäre allerdings nicht Vollblut-Braumeister, würde er es nur beim Bierbrauen belassen. Seine Passion geht weiter, bis zur Herstellung eines eigenen „Tiroler Single Malt“-Whiskys und „Single Malt Whisky Likörs“, der nach fünf Jahren Lagerzeit die Geschmacksintensität von 25-jährigem schottischen Whisky erreicht. Zudem erzeugt Baumgartner einen besonders reinen Tiroler Bierbrand, der 2003 mit der internationalen Goldmedaille auf der „Destillata“-Spirituosenmesse ausgezeichnet wurde.  q

„Bieriges“ Bier mit 4 % Das Tiroler Bier kommt mit einer Stammwürze von 12,3% und einem Alkoholgehalt von 4 %

Tiroler Bier Harald Baumgartner Feldstraße 11a, 6020 Innsbruck www.tirolerbier.at

Rampenverkauf: Montag, Mittwoch, Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr Anmietung der Brauerei für Partys und Events jederzeit möglich


„... drink“ Das Harly weiß, was seine Gäste wünschen: ein gut gekühltes, helles Blondes – acht verschiedene Flaschenbiere stehen auf der Getränkekarte – oder einen eleganten Longdrink: Serviert werden die Getränke indoors und im Freien. Sowohl im großzügigen Gastgarten mit Sonnenmarkise als auch an einer der beiden Bars kann man den wohlverdienten Feierabenddrink so richtig genießen.

„... talk“

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Sei es mit Freunden, bei einer Geburtstagsfeier oder mit Partnern beim Besiegeln eines guten Geschäfts: Eine eigene, kommunikative und gemütliche Nichtraucher-Zone fehlt im Harlys genauso wenig wie die Raucherbar, an der sich nicht nur Stammgäste gerne treffen. Dass im Harly niemand lange allein bleibt, versteht sich da von selbst.

„... and rock on“

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Rock’n’Burger

Mit ambitionierten Pächtern, geglückten Umbauten und neuem Programm startet die Innsbrucker Harly Coffee Bar beim DEZ in diesem Sommer so richtig durch.

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laudia Geishofer und Marco Volderauer – seit Ende 2009 Pächter der Harly Coffee Bar – haben für ihr Lokal im Innsbrucker Osten ein treffendes Motto gewählt: „... eat, drink and talk!“ Hinzufügen könnte man noch „... and rock on!“, dann hat man alle gastronomischen Eckpfeiler dieses Tiroler Lokal-Urgesteins aufgezählt. Doch der Reihe nach:

„... eat“ Das Harly punktet nicht nur mit bezahlbaren Mittagsmenüs von 11.30 Uhr bis 14 Uhr, die von bodenständiger Küche über Ame-

rican Snacks bis hin zu Salaten um 6,40 Euro plus Beilage Gutes günstig anbieten, es lockt auch mit kulinarischen Themenabenden. An diesen „special nights“ von 18 Uhr bis 22 Uhr werden montags zur „Steak Time“ verschiedene Steaks mit diversen Beilagen zum Spezialpreis angeboten. Jeden Dienstag kosten „all you can eat“ -Spare-Ribs 9,90 Euro, am Mittwoch und am Sonntag stiehlt die „Burger Night“ mit dem berühmten Harly-Burger um 5,90 Euro jedem Fingerfood die Show. Zusätzlich finden Barbecue-Fans von Donnerstag- bis Samstagabend im Harly alles, was das Grillmeister-Herz begehrt.

Das Harly bietet seinen Gästen nicht nur Parkplätze vor dem Haus und unüblich lange Sommernächte plus Fackelbeleuchtung auf der Terrasse – die strengen 22-Uhr-Sperrzeiten der Innenstadt gelten hier nicht –, es sorgt auch dafür, dass Rockfans musikalisch voll auf ihre Kosten kommen. Am Freitag und am Samstag ab 22 Uhr sorgt ein eigener DJ mit bestem Gitarrensound für groovige Stimmung, regelmäßige Special-Events machen so richtig Laune auf das abendliche Ausgehen. Die nächsten Veranstaltungen: das Finale des Life Radio Band Contests am 9. Juni und das legendäre Harly-Fest vom 11. bis zum 13. August.  q

Harly Coffee Bar

Bleichenweg 18, 6020 Innsbruck Tel.: +43/(0) 512/369323 info@harly-bar.com www.harly-bar.com Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 9.00 bis 3.00 Uhr Freitag und Samstag: 9.00 bis 6.00 Uhr Sonn- und Feiertag: 13.00 bis 2.00 Uhr

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Geschmack, begeisternde Qualität und Dolce Vita! © 6020/rathmayr, Burkia

Auf bekanntem Qualitätsniveau startet das Innsbrucker Restaurant Burkia in eine neue Sommersaison, die mit kulinarischen Erlebnissen und Verwöhnambiente die Gäste im Handumdrehen vom Burkia-Motto „Essen bei Freunden“ überzeugt! Christian und Jürgen Burkia. Restaurantbetreiber aus Leidenschaft.

Innen und Außen: zum Wohlfühlen! Ein echter „Burkianer“ zu werden, ist nicht schwer, denn Gründe, das Innsbrucker Restaurant Burkia am Fürstenweg ganz oben auf die persönliche Liste der Lieblingslokale zu setzen, gibt es mehr als genug: Das Restaurant ist täglich von 8 Uhr bis 24 Uhr geöffnet, bietet von 11.30 Uhr bis 22.30 Uhr durchgehend warme Küche und verzichtet zum Vorteil der Gäste gänzlich auf einen Ruhetag. Die Innenarchitektur des Restaurants präsentiert sich großzügig und weitläufig. Der Außenbereich lockt mit einer großen, wetterfesten und täglich bis 24 Uhr (!) geöffneten Lounge-Terrasse.

Die Speisekarte: Klassiker und Newcomer! Die Klassiker der Speisekarte heißen bereits in zweiter Generation „Lachstartar“, „Tiroler Kalbsleber“, „DIE Nougatknödel“, „Lammfilets“ oder „DER Bachsaibling“. Dazu werden laufend wechselnde Neukreationen aus der Küche serviert, Weine von Diplomsommelier Christian Burkia kredenzt und verführerische Nachspeisen-Kreationen von Küchenchef Jürgen Burkia empfohlen. Mit Nougatknödelnoder dem legendären Burkia-Eiskaffee wird jeder Sommerabend zum Urlaubsfeeling, ab Ende Juni dann auch wieder mit den Marillenknödeln!

Allem voran: Qualität! Bei allen Speisen setzt das Küchenteam immer auf die hohe Qualität der Ausgangsprodukte, die gleichzeitig raffiniert veredelt werden. Es geht um den Eigengeschmack der Speisen. Es wird mit regionalen Zutaten gekocht, mit der Qualitätsdevise im Einkauf: „Lieber das hochwertigere Produkt, als das billigere!“, so meint Christian Burkia überzeugend. Das belegt auch der seit Jahren überdurchschnittlich hohe Stammgästeanteil.


0512/ 284364 • info@burkia.at

interview mit

Christian Burkia – Restaurantleiter und Diplom-Sommelier Wann fühlen sich Gäste in einem Restaurant wohl? Wenn ich als Gastgeber mit ganzem Herzen dabei bin, meine Anwesenheit im Lokal neben der Qualität der Küche spürbar ist und ich für die Wünsche meiner Gäste nicht nur ein Ohr, sondern alle beide offen habe. Was macht eure gute Küche aus? Höchster Qualitätsanspruch bei den Zutaten und nachhaltiges regionales Einkaufen im Einklang mit den Jahreszeiten. Dass sich Küchenchef Jürgen und sein 7-köpfiges Team mit hundertprozentigem Einsatz für beste Zubereitung und besten Geschmack einsetzen, davon können unsere Gäste täglich ausgehen. Was macht den guten Wirt in dir aus? Ein Feuer, das man in sich trägt. Man will seine flammende Leidenschaft für gutes Essen, Trinken und Gemütlichkeit weitergeben. Dieses Feuer auch bei seinen Mitarbeitern zu ent-

Tradition und Facebook – das geht! Neu ist die Facebook-Seite „Restaurant Burkia“, die von einer rasch größer werdenden Fangemeinde mit dem „Gefällt mir“ ausgezeichnet wird. Täglich um 10 Uhr wird auf Facebook das aktuelle Tagesmenü plus Foto gepostet, zusätzlich gibt es kulinarische Background-Infos und eine Information über alle geplanten Veranstaltungen plus exklusive Einladungen. Auf der Homepage www.burkia. at können ganz einfach online und in Echtzeit Tischreservierungen vom Zweiertisch bis zur für Firmenfeiern vorgenommen werden.

Feiern Sie den Sommer!

Für alle aktiven Facebook-Freunde gibt es einen Gutschein für einen Prosecco Aperol zum Download! www.facebook.com/restaurant.burkia

fachen, damit sich dann die Freude zum Wohl der Gäste vervielfacht – das ist die Kunst! Welche Zutaten braucht echter Genuss? Ausreichend Zeit und einen geschulten Geschmack. Sowie das Bewusstsein, in einem Restaurant zu sein, das den „Gast als König“ nicht als ein leeres Schlagwort begreift, sondern als seine gastronomische Selbstverständlichkeit. Dein persönlicher Lieblingswein im heurigen Sommer? Ferrari Rosé Brut, ein hervorragender Schaumwein aus dem Trentino, der sich zu fast allen Speisen hervorragend kombinieren lässt!

Nougatknödel mit Butterbrösel

Was planst du für die Zukunft des Restaurant Burkia? Das Lokal weiterhin so erfolgreich auf diesem Qualitätsniveau zu führen, sodass meine Eltern und die nächste Generation, mein kleiner Sohn Franz-Josef, stolz darauf sein können.

250 g Topfen, 50 g Butter, 1 Ei, 100 g Mehl, 50 g Weizen-Gries, 8 Nougatwürfel (oder Ildefonso), Semmelbrösel und gemahlene Haselnüsse

Das kommendes Highlight: das Sommerfest Das 1. Burkia-Sommerfest am Montag, 20. Juni startet als „Festa Italiana“ bereits um 15 Uhr und beinhaltet ein vielseitiges Rahmenprogramm: Vom Kinderprogramm über Livemusik und Italo-DJ bis zur Cucina Italiana wird alles geboten, um die Italienfans in beste Laune zu versetzen. Ein Treffen ausgesuchter Vespa- und Maserati-Oldtimer darf an diesem Sommertag im Burkia ebenso wenig fehlen wie ein weiteres Highlight, das Olivenöl-Event: Olivenölexperte Amadeus Löw wird in einem kurzweiligen Vortrag auf die Vorzüge des „grünen Goldes“ eingehen und gutes Olivenöl von minderem aus der q Industrie unterscheidbar machen. 

20. Juni 2011

Zutaten (für 4 Portionen):

Zubereitung: 1. Butter und Ei miteinander verrühren, den Topfen beimengen, Mehl, Gries und eine Prise Salz langsam dazugeben und alles gut durchkneten. 2. Den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen, danach eine Rolle bilden und mindestens fingerdicke Scheiben herunter schneiden. 3. In der Hand flachdrücken, ein Ildefonso oder andere Nougatmasse beimengen, einen Knödel daraus formen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 15 Minuten ziehen lassen. 4. In der Zwischenzeit in einer Pfanne Brösel und – wer mag – geriebene Nüsse miteinander in Butter anrösten. 5. Wenn die Knödel fertig sind, diese in den Bröseln schwenken, etwas dekorieren und gleich servieren. Tipp: Anstatt Nougatwürfel oder Ildefonso kann man auch Mozartkugeln als Fülle verwenden. Zubereitungszeit: ca. 25 Min.

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DAS PAVILLON-GENUSSPAKET FÜR 129,- EURO ALL-INCLUSIVE-GUTSCHEINE FÜR ZWEI PERSONEN: APERITIF NACH WAHL AN DER PAVILLON-BAR IM ERDGESCHOSS 2 DREI-GANG-MENÜ MIT WEINBEGLEITUNG, WASSER UND KAFFEE 3 EINE FLASCHE WHITE SECCO IM HOFGARTEN ODER STADTCAFE 4 EINE WOCHE GRATIS TRAINIEREN IM ALFA SPORTS & SPA 1

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LEBEN „Türspion“

Zeiträuber des Monats Kochen mit Feldwebel.

„Matratze“

„Insurrektion II“

Scheiße, was koche ich heute? Diese Frage beantwortet die gleichnamige Website. Im amüsanten Befehlston wird dem ideenlosen Hobbykoch gesagt, welchen „leckeren Scheiß“ es heute gibt, das passende Rezept gibt es (frei nach dem Motto: Gegessen wird, was auf dem Bildschirm erscheint!) gleich dazu. Der User hat zwei Möglichkeiten, das vorgeschlagene Gericht abzulehnen. Entweder klickt er „Den Scheiß mag ich nicht“ und bekommt ein Alternativrezept oder er klickt „Ich ess kein Scheiß Fleisch“ und erhält einen vegetarischen Kochvorschlag. Macht das Leben einfacher.

© Fotoforum

www.scheissewaskocheichheute.de

Bücherzirkel Gartenzwerg

Schon was vor?

Der 6020 Event-Tipp – Da kannst du was erleben.

Martin Bilinovac, bis 11. Juni, Fotoforum

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ie Ausstellung „Solo“ des jungen Fotografen Martin Bilinovac wird noch bis 11. Juni im Fotoforum Innsbruck am Adolf-Pichler-Platz gezeigt. Seine Bilder erscheinen auf den ersten Blick als Dokumentationen verschiedener Alltagssituationen, entpuppen sich aber schnell als konzipierte Werke, die einen Blick in die Gedankenwelt des Künstlers erlauben. Bilinovac wurde 1981 in Graz geboren und arbeitet derzeit in Wien und Linz, wo er auch als Lehrbeauftragter für Fotografie tätig ist. Geöffnet ist die Ausstellung von Dienstag bis Freitag zwischen 15 und 19 Uhr und am Samstag zwischen 10 bis 13 Uhr. q

Im Buch zur TV-Serie „Der wilde Gärtner“ gibt Andrea Heistinger als GartenAndrea Heistinger: Expertin Tipps und An„Der wilde Gärtner“, leitungen für den Anbau loewenzahn verlag von Nutz- und Zierpflanzen. Und natürlich gibt auch Serienerfinder Roland Düringer als „Jamie Oliver des Gartelns“ seinen Senf dazu: Ihm geht es darum, den Garten zum individuellen Lebensraum zu machen – wenn man dazu eine alte Badewanne zum Kräuterbeet umfunktioniert oder aus Omas Perserteppich ein Staudenbeet macht, bitte gerne! Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Wissen, Lebensgefühl und Spaß. Das wilde Gärtnern kann losgehen.

Rosa ist das neue Pink Anke Engelke ist (doch) der neue Harald Schmidt.

© ORF

Über den Eurovision Songcontest will man eigentlich nicht mehr reden, nur eines noch: Anke Engelke war als Moderatorin einfach nur sensationell. Sattelfest in drei Sprachen (dank einer Kindheit in Kanada), sympathisch, souverän – und auch noch verdammt komisch. Wenn die deutschen Fernsehmacher ihr nicht sofort eine anständige Show geben, ist ihnen auch nicht mehr zu helfen.

Nia ist das neue Zumba.

Fitnesstrends scheinen eine noch kürzere Halbwertszeit zu haben als die meisten Modehypes. Nach Tae Bo und Zumba ist jetzt „Nia“ der letzte Schrei, um rechtzeitig zum Sommer fit zu werden. Dabei werden Tanz, Kampfkunst, Yoga und Feldenkrais miteinander kombiniert. Angeboten wird es zum Beispiel an der Volkshochschule Innsbruck. Wer sich lieber international orientiert: In New York sind gerade ballettinspirierte Barré-Workouts „very hot“.

Rihanna ist die neue Madonna.

Auffallen um jeden Preis? Rihanna, bitte vortreten. Dass man mit „Ich bin ein böses Mädchen“-Getue viele CDs verkauft, ist seit der Frühphase von Madonna bekannt. Deshalb langweilt es auch ein bisschen, wenn Rihanna in ihrem neuen Song „S&M“ bemüht-laszive Textpassagen singt wie „... chains and whips excite me“. Dass die Sängerin vor zwei Jahren von ihrem Exfreund Chris Brown übel verprügelt wurde, gibt der „Ich steh auf Schläge“-Nummer zusätzlich einen komischen Beigeschmack.

© camilla akrans

Was im Moment gerade total angesagt ist – ehrlich!


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serie

Mundart Kochen ohne Wenn und Aber mit Flo

Seidl

Pikanter

Zungenschlag

Die Mutprobe lohnt sich: MundArt nimmt sich der gemeinen Schweinszunge an, würzt sie pikant-balinesisch und beweist, dass diese Sorte Fleisch hundertmal besser ist als ihr Ruf.

S

elten hat die Ankündigung eines MundArt-Gerichts für so viele verzogene Gesichter gesorgt wie diesmal. Selbst mein ansonsten kulinarisch höchst aufgeschlossener Gast und Fotograf Michi reagierte auf meinen Kochvorschlag hörbar irritiert und unternahm mehrere erfolglose Versuche, mich doch zu einem Fischgericht zu überreden. Dabei hab ich noch nicht einmal jene Gerichte ausgepackt, denen selbst hartgesottene Alles­ esser etwas skeptisch begegnen: „Gefüllte Kuheuter“, „Gebackener Biberschwanz“ oder „Gegrillter Stierhoden“. Und hätte ich der armen Sau bloß ihre Nuss (besonders feinfaseriger, saftiger und fettarmer Muskel

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aus der Keule) geklaut und zu einem Wiener Schnitzel verarbeitet, wären die Reaktionen vermutlich auch verzückter ausgefallen. Die allgemeine Vorfreude auf mein Schweinszungengericht hielt sich also in Grenzen. Grund genug, sie genau deshalb zu machen. Augenweiden sind sie keine, die Zungen, weder vor dem Kochen noch danach. Dafür können sie sich geschmacklich sehen lassen. MundArt wetzt das Messer und sorgt für Würze – und zwar balinesisch.  q

Muskatnuss

Zutaten für 4 Personen

2–3 Schweinszungen, 6 Kartoffeln, 1/2 Bund Frühlingszwiebeln, 2 Chilischoten, 1 Stängel Zitronengras, 600 ml Rindssuppe, 4 EL süße Sojasauce, 2 EL helle Sojasauce, Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss, Öl, 1 Bund Koriander

© 6020/Rathmayr (4)

Zubereitung

In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Die Schweinszungen mit kaltem Wasser waschen in den Topf einlegen, aufkochen und dann auf kleiner Flamme köcheln lassen. Die Zungen 60 bis 90 Minuten fast ganz weich kochen. Zungen herausheben, abkühlen lassen, die Haut schälen und die Zunge in Scheiben schneiden. In der Zwischenzeit Chilischoten halbieren, entkernen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln und das Zitronengras in feine Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte, kleine Würfel schneiden. In einer Kasserolle Öl erhitzen, Frühlingszwiebeln und Chili hinzugeben und langsam anschwitzen lassen. Mit beiden Sojasaucen ablöschen. Zitronengras hinzugeben, Muskatnuss hineinreiben und gut durchrühren. Mit Suppe aufgießen und die Zungenscheiben einlegen. Einmal kurz aufkochen, Kartoffelwürfel zugeben und dann bei schwacher Hitze so lange köcheln lassen, bis sich die Sauce schön eingekocht hat und die Kartoffeln weich sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit gehacktem Koriander bestreuen.

Neben dem Süßen, dem Scharfen und dem Zitronigen haftet besonders der feine, würzige und nussige Geschmack der Muskatnuss an dieser asiatischen SchweinszungenZubereitung. Das „Gold Ostindiens“ nannten es die europäischen Kolonialmächte und bekriegten sich darum im 16. Jahrhundert. Die Muskatnuss galt lange Zeit als einziges Medikament gegen die Pest und erzielte so satte Gewinnspannen. Erst im 18. Jahrhundert gelang es dem Gartenbaufachmann und Statthalter von Mauritius Pierre Poivre, die Muskatnuss zu kultivieren. Damit stürzte er die Monopolstellung für Muskatnüsse der Niederländer. Die Muskatnuss enthält eine Reihe ätherischer Öle (zum Teil halluzinogen wirkend) und wurde immer wieder als Rauschdroge versucht. Auf die Dosis kommt es an: Schon Mengen von 4 Gramm können zu Vergiftungserscheinungen bei Erwachsenen führen. Bei Kleinkindern führen schon geringere Dosen zu lebensgefährlichen Vergiftungen.


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serie

t’s erfunden? ha er w Meilenste ine der Tiroler Wissenschaft

© 6020/Rathmayr / Uni Innsbruck

B

runo Sander – ein Name, der in Innsbruck zu einem geografischen Begriff geworden ist. Das Haus, das seinen Namen trägt (einer der beiden Türme der Universität am Innufer), wird nur von seinem Nachbargebäude, dem Geiwi-Turm, überragt. Gemeinsam sind sie aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. So präsent wie sein Name heute ist – Bruno Sander wäre es vielleicht sogar etwas unangenehm gewesen. Zurückhaltend, uneitel, fast schon schüchtern beschreiben Zeitgenossen den Geologen. Gänzlich untypisch für einen Universitätsprofessor – für einen Forscher von Weltrang erst recht.

Fleiß und Blick.

Ein Haus und sein Name Bruno Sander war einer der renommiertesten Geologen seiner Zeit. Er revolutionierte sein Fach und brachte dem Innsbrucker Institut Weltruhm.  Von Florian Gasser und Steffen Arora

Bruno Sander wird am 23. Februar 1884 in Innsbruck geboren. Er maturiert 1902 und studiert anschließend Naturwissenschaften. Er ist ein brillanter Student, schreibt mit seiner Dissertation „Geologische Beschreibung des Brixner Granits“ gleich ein Standardwerk für seine Zunft und wird Assistent an der Technischen Hochschule in Wien. Fünf Jahre später, Sander ist noch keine 30, wird er habilitiert. Schon als Student streunt er oft tagelang in den Gebirgsregionen der Alpen herum. Immer auf der Suche nach Gesteinen, spürt er sie mit geschultem Blick auf und packt sie in seinen Rucksack. Als noch wenige Touristen die Berge erklimmen und Wanderwege eine Seltenheit sind, kennt er die Gipfel des Mittelgebirges bereits in- und auswendig. Die Einsamkeit der Natur ist ihm nicht zuwider, er ist gerne alleine unterwegs. 1912, im Jahr seiner Habilitation, macht er schließlich einen Sensationsfund: Im Zillertal entdeckt er die Magnesitlagerstätte Tux-Lanersbach. Über 60 Jahre lang wird der Bitterspat hier industriell abgebaut. Doch Sander zieht es bereits zu neuen Ufern. An der Universität Innsbruck wird eine Professorenstelle für Geologie frei. Sander wäre der logische Kandidat, doch er kommt nicht zum Zug. Vielleicht präsentiert er sich selbst zu schlecht, ist zu wenig von sich überzeugt. Im Reden sei er nicht brillant gewesen, erzählt Oskar Schulz, ein ehemaliger Schüler und Mitarbeiter von Sander. „Er war eine unauffällige Person. Als wissenschaftlicher Autor legte er Wert auf äußerst präzise Wortwahl für exakte Aussagen. Durch Vortragskunst vermochte er den Zuhörer aber nicht unbedingt zu be-


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geistern“, sagt der 87-Jährige über seinen ehemaligen Lehrer.

Vorzeigeinstitut. 1922 ereilt ihn schließlich doch der Ruf aus Innsbruck: Sander wird Professor am Institut für Mineralogie und Petrographie. Es ist der Startschuss der Innsbrucker Mineralogenschule, die in Fachkreisen schon bald weltweit ein renommierter Name ist. Für Sander erfüllt sich ein Traum, er kann direkt in seinem Hauptforschungsgebiet, den Alpen, arbeiten. Berufungen nach Berlin oder Pennsylvania lehnt er ab. Zu weit wäre er von seinen geliebten Bergen entfernt gewesen. Sander forscht und publiziert wie sonst kaum einer. 1930 erscheint sein Lehrbuch zur Gefügekunde (siehe Kasten). Seine Ausführungen über die Gestaltung geologischer Körper revolutionieren das Fach und haben bis heute Gültigkeit. Seine Methoden sind einzigartig: Keiner hat vor ihm Röntgenauf-

Seine Methode war einzigartig: Keiner hatte vor ihm Röntgenaufnahmen von Gestein gemacht. nahmen von Gestein gemacht. Aus einem veralteten Institut, das bei weitem nicht die damaligen Standards erfüllte und das nicht einmal über wissenschaftliche Assistenten verfügte, macht Sander in kürzester Zeit eine Vorzeigeeinrichtung. Immer mehr wird die internationale Wissenschaftsgemeinde auf den Innsbrucker aufmerksam. Von überall her pilgern Geologen und Mineralogen

forscher und dichter. Dass Bruno Sander und Anton Santer ein und dieselbe Person waren, wusste selbst an seinem Institut kaum jemand.

nach Tirol, um von Sander zu lernen. Seine Schüler gehören zu den gefragtesten Nachwuchswissenschaftlern überhaupt.

Mit Rücken zum Publikum. Von den Studenten verlangt er viel, er ist ein strenger Lehrer. Wer sich nicht mit Haut und Haaren der Wissenschaft verschreibt, hat keinen leichten Stand. Doch wer in den inneren Kreis aufgenommen wird, der kann mit jeder Unterstützung rechnen. „Wenn man von ihm als Dissertant genommen wurde, dann hat das schon etwas bedeutet, da wurde man am Gang von so manchem gegrüßt, der einen vorher übersehen hatte“, erzählt Schulz. Während er mit Auszeichnungen und Ehrungen überschüttet wird,

Gefügekunde Verwendung findet die Gefügekunde vor allem im Bergbau. Darunter versteht man die Summe der Raumdaten über Form, Verteilung und Regelung von Mineralen und ihrer Grenzflächen in einem Gestein. In Analogie zur Materialkunde lässt sich Gefüge in Gesteinsstruktur und Gesteinstextur unterteilen. Die Gesteinsstrukturen umfassen dabei sowohl den makroskopischen Bereich als auch die – nur im Dünnschliff unter dem optischen Mikroskop oder mit dem Elektronenmikroskop erkennbaren – Mikrostrukturen. Der Textur-Begriff wird synonym mit dem Begriff Mikrostruktur verwendet. Die Auswertung der Gefüge im Zuge der Gefügekunde erlaubt Rückschlüsse auf die Entstehung eines Gesteins sowie der beteiligten Prozesse.

bleiben die Vorlesungen von Bruno Sander unspektakulär. Mit dem Rücken zum Publikum und einem Stock in der Hand spricht er oft mehr mit der Tafel als mit den Hörern. Quasi nebenbei – abseits seiner wissenschaftlichen Karriere – beginnt Sander, Gedichte zu verfassen. Ludwig von Ficker, Herausgeber der Kulturzeitschrift „Der Brenner“, veröffentlicht seine Lyrik. Doch Sander schreibt unter einem Pseudonym, nennt sich als Dichter Anton Santer und hält seine Zweitexistenz geheim. Das Gerücht, dass Bruno Sander und Anton Santer ein und dieselbe Person seien, verbreitet sich nur langsam am Institut. Er selbst spricht mit niemandem darüber, nicht einmal mit engen Mitarbeitern, und schreibt unablässig weiter, ein Gedicht nach dem anderen – rund tausend sollen es insgesamt sein. Wie seine Wissenschaft ist auch Sanders Lyrik keine einfache Kost. Er verlangt vom Leser, sich in sie zu vertiefen, in seine Welt einzutauchen. 1955 wird Bruno Sander emeritiert. Sein Ruf ist längst einzigartig, sein Stand als Forscher unumstritten. Doch er leidet zusehends an einer Augenkrankheit. Er hält immer noch Vorlesungen, doch es fällt ihm zusehends schwerer. 1979 stirbt Bruno Sander 96-jährig in Innsbruck. q


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e i d , e g n Di wir an

Illustrationen: Philipp Frenzel

hassen

Ohne Facebook geht’s nicht mehr – aber das ist schon okay so. Solange man sich ab und zu über das, was daran nervt, aufregen darf. In diesem Sinne: 30 Dinge, für die Herr Zuckerberg von uns sicher kein „Gefällt mir“ bekommt.

1

Alles eitel Wonne. Facebooker scheinen positive Menschen zu sein. Oder wie kommt es sonst, dass man mangels Alternative jeden Mist nur gut finden kann? Einen „Dislike“-Button für Misanthropen bitte.

3

AnonyM. Einen Buchstaben im Namen verändern – und dann hoffen, dass kein zukünftiger Arbeitgeber bei der Google-Suche die peinlichen Bilder vom Britney-Spears-Lookalike-Contest findet.

2

Geburtstags-Terror. 57 Menschen, die bislang keinen Schimmer hatten, wann du Geburtstag hast, schreiben dir ein wahnsinnig persönliches „Happy Birthday!“ auf die Pinnwand. Ähm, danke?

4

Gesinnung. Eine politische Diskussion lostreten, die in 27 Kommentare à 35 Zeilen ausartet – dafür gibt es Stammtische und Bier.

Na da sind Sie ja endlich! Wird auch langsam mal Zeit. Mit über 547 Hektar Ackerfläche bei FARMVILLE will ich endlich auch was von den ganzen EU-Agrarsubventionen abhaben, aber dalli.

Dinge, die wir an Facebook hassen:

Farmville

Stolze Mama Unsere Chantal Beyoncé Ke$ha Kluibenschädel – ist sie nicht goldig? Vermeintlicher Papa gefällt das.

Dinge, die wir an Facebook hassen:

Nervige Fotos


l l

.

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Rotk��ppchen geht jetzt mal kurz die liebe @Oma besuchen. #guteTat

Gisele Duchess Unterwurzacher Echtes Alter: 39 Echte Haarfarbe: Braun Echtes Gewicht: 74,6 kg Kontostand: € -12.347,59 VISA: 0815 4711 6020

Böser Wolf gefällt das.

Trägt ein Korsett Stopft sich den BH aus Hat mit Yvonnes Freund geschlafen Furzt gern heimlich in Fahrstühlen Mag knuffige Tiervideos, kitschige Vampirserien, Mc Steamy, Nasenpopel und Justin Bieber

Böser Wolf Nimm die Abkürzung durch den finsteren Wald, geht schneller. brb

Oma Vergiss ja nicht Omamas Doppelliter „Medizin“, Kindchen. Oma hat Durst. *LOL* Dinge, die wir an Facebook hassen:

Dinge, die wir an Facebook hassen:

Stalking

Privatsphäre?

5

Schnecken-Chat. Funktioniert der FB-Chat eigentlich irgendwann? Ohne dass man Nerven aus Stahl und drei Stunden Zeit braucht?

12

Nein, danke. Vom vorletzten Immobilienmakler bis zum komischen Kerl, der in der Volksschule zwei Reihen hinter uns gesessen ist – wieso sollen wir bloß Freunde sein?

6

Es ist kompliziert. Der Zeitpunkt, wo man von „Single“ auf „In einer Beziehung“ (und zurück) switcht, will sorgfältig gewählt sein. Sonst gibt’s nur Probleme.

13

Profillos. Menschen, die nach mehr als drei Monaten auf Facebook immer noch kein Profilfoto haben. Vorschlag: Automatisch den Account löschen.

7

Extra für dich. Singlebörse, Abnehmshakes, Push-up-Unterwäsche, Perlentaucher bei Humbolt – zumindest kann man über die total passende personalisierte Werbung manchmal lachen ...

14

Selbstbild. Fotos von schräg oben, auf denen man vor allem die Achselhöhle des Fotografierenden sieht, der sich zigmal selbst geknipst hat.

8

Neue Freunde finden. Mit wem wir befreundet sein wollen, entscheiden wir immer noch selbst. Aber danke für die absurden Vorschläge, Herr Zuckerberg.

15

Gruß von Tante Erni. Da hat man am Strand so schön den Bauch eingezogen und die einzige, die auf die Poser-Fotos reagiert, ist Tante Erni, die findet: „Fesch!!!!“

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Zu viel Info. Also alles, was die Amis „TMI“ („Too Much Information“) nennen. Sprich: Magen-DarmErkrankungen, Kalorienverbrauch im Fitnessstudio, Kosenamen fürs Schatzi etc.

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Bitte kommen. Eventeinladungen zu Veranstaltungen, die man nie nie nie im Leben besuchen würde. Und dann natürlich noch der Reminder vom Reminder vom Reminder ...

10

In einer Geschäftsbeziehung. Mittlerweile hat jeder Metzger und jede Dämmstofffirma eine eigene FB-Seite. Die Tischlerei Meier hat 17 Fans – juhu!

17

Privatsache. Man muss schon Rainman sein, um bei den sich ständig ändernden PrivatsphäreEinstellungen am letzten Stand zu bleiben.

Elternsprechtag. Was tut man bloß, wenn Papa eine Freundschaftsanfrage mit dem Vermerk „Bussi und bis Sonntag beim Mittagessen!“ schickt? Ignorieren. Lügen. Was auch immer.

18

Status unbekannt. Facebook filtert die Meldungen, die man bekommt, nach einem abstrusen System – scheinbar hat der Status von Leuten, die einen gar nicht interessieren, absolute Priorität.

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Schul„freund“ Immer noch ein Bettnässer, alte Pickelfresse?

Der Scheff So so, Meier, gestern waren wir also krank? Auf den 54 Partyfotos wirken Sie aber topfit.

Eltern Wir sind jetzt auch im Interweb, Schnurziburzi. Wann kommst denn die Wäsche holen?

Die Ex VORSICHT Mädels, der Typ ist der absolute Versager. Lasst bloß die Finger weg!

Dinge, die wir an Facebook hassen:

JASON hat seinen Beziehungsstatus von „in einer Beziehung“ auf „es ist kompliziert“ geändert.

Dinge, die wir an Facebook hassen:

„Falsche“ Freunde

den Beziehungsstatus

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Big Spender. 47 „Likes“ pro Tag verteilen – muss das echt sein?

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Geschmacksbelästigung. „Lustige“ Heimvideos, die nicht mal RTL 2 freiwillig senden würde, peinliche Musikclips von DJ Ötzi und Konsorten sowie extrasüße Tierfotos – wer will das sehen?

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Gefallsucht. Menschen, die in Depressionen verfallen, wenn sie eben nicht 47 „Likes“ pro Statusmeldung bekommen.

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Multitasking. Yammer-Lappen, die ihren Facebook-Status bei Xing twittern. Get a life.

21

Muss man mögen. Menschen, die nur mehr Dinge posten, von denen sie wissen, dass sie dafür 47 „Likes“ bekommen.

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Forever young. OMG, ROTFL, LOL, BRB, #@RT und für jeden über 25 ähnlich kryptische Abkürzungen sind ja sowas von hip. Ach ja, und die sch*** Herzen natürlich. <3 <3 <3

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Ortsangabe. Außer den eifersüchtigen Lebensabschnittsbegleiter interessiert es wirklich niemanden, dass man gerade auf der Bahnhofstoilette in Schruns-Tschagguns „eingecheckt“ hat.

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Kettenbrief. „Facebook hat etwas furchtbar Böses gemacht!!! ... [langatmige Beschreibung des „Problems“] ... Poste dies bei allen, die du kennst, sonst geht die Welt unter!!!“ Danke, aber nein danke.

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Nussallergiker & Kuschler. Menschen, die Glücksnüsse öffnen, und solche, die sich Blumensträuße und Umarmungen schicken.

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Im Bild hinten links. Geht gar nicht: Profilfotos mit dem/der Liebsten, von den misratenen Kindern, Großaufnahmen von Augen (und anderen Körperteilen) sowie mit Teleobjektiv geschossene Gruppenfotos.

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Nebenerwerbsbauern. Menschen, die immer noch Farmville spielen.

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Beliebtheitsskala. Menschen, die auf Facebook über 200 „Freunde“ haben (und meistens nur dort), sollten besser noch mal die Definition im Lexikon nachschlagen.


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e d n ä H r e i V © 6020/Rathmayr

für Rio

Im Judozentrum Innsbruck setzt man seit vielen Jahren auf intensive Nachwuchsarbeit. Mit Kathrin Unterwurzacher und Bernadette Graf machen sich gleich zwei junge Judoka Von Daniel Naschberger Hoffnung auf eine Zukunft in der Weltspitze.

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as Judozentrum Innsbruck (JZI) liegt an einer eigentlich unscheinbaren Stelle – in der Franz-Fischer-Straße unweit des Wiltener Platzls, in einiger Entfernung von Innsbrucker Sportstätten wie dem Landessportcenter oder der USI. Auf den ersten Blick würde man kaum vermuten, dass sich ausgerechnet hier eine der wichtigsten nationalen Talentschmieden der japanischen Kampfsportart und gleichzeitig das größte Judozentrums Österreichs befindet. Nach Betreten des Gebäudes geht es erst einmal einen Stock tiefer. Eine Etage unter der Erde spielt sich die Welt der Innsbrucker Judoka ab – und von denen gibt es nicht gerade wenige. „Wir haben derzeit rund 600 Mitglieder allein in unserem Verein. Hinzu kommen noch 400 Aktive aus anderen Kampfsportarten wie Taekwondo, Kickboxen oder Capoeira, die ebenfalls unsere Räumlichkeiten nützen“, erzählt Martin Scherwitzl, Obmann des JZI und nebenbei auch noch Präsident des Tiroler Judoverbandes. Scherwitzl ist einer jener Funktionä-

re, die sich einer Sportart zu 100 Prozent verschrieben haben. Früher war er selbst als Judoka aktiv, seit 34 Jahren betreut er Kämpfer und fast ebenso lange bekleidet er schon diverse Funktionen in Verein und Ver-

„Durch Judo habe ich Respekt, Disziplin und die Fähigkeit zur vollen Konzentration in entscheidenden Momenten gelernt.“



Bernadette Graf

band – stets darum bemüht, dem Judosport zu noch mehr Ansehen in der Öffentlichkeit zu verhelfen. Selbstbeweihräucherung liegt ihm jedoch fern, dafür hat Martin Scherwitzl im Laufe der Jahrzehnte zu viel mitgemacht. Bis Mitte der 1980er waren die Innsbrucker

Judoka eine Sektion des Polizeisportvereins, dann kam es zum Bruch. „Damals hatten wir vielleicht 30 Mitglieder. Wir hatten die Vision eines eigenständigen Vereins und haben diesen dann auch als Judozentrum Innsbruck gegründet. 1995 sind wir in die Franz-Fischer-Straße gezogen und haben das damals modernste Judozentrum Österreichs eröffnet“, schwelgt Scherwitzl in Erinnerungen. Und ist gleich wieder fokussiert – denn der JZI-Obmann erwartet Besuch.

Olympia-Traum. An diesem Dienstagabend hat sich Marko Spittka angekündigt, Österreichs U20Nationalteamtrainer. Der kantige Deutsche – Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1996 – betritt den Raum, bereits in den traditionellen weißen JudoAnzug gehüllt, den schwarzen Gürtel um die Hüfte gebunden. In regelmäßigen Abständen besucht der 40-Jährige die österreichischen Judostützpunkte, um mit den Nachwuchsjudoka zu trainieren – in Innsbruck


© 6020/Rathmayr

wurfgewaltig. Bernadette Graf und Kathrin Unterwu rzacher nehmen sich des Öfteren auf den Arm. Zumindest im Training schenken sich die beiden Nachwuchstalente nichts.

„Judo ist sehr vielseitig, das Zusammenspiel der Faktoren Technik, Kraft und Ausdauer ist entscheidend. Und obwohl es ein Einzelsport ist, braucht man zumindest einen Partner zum Trainieren – Teamfähigkeit ist also auch gefragt.“ Kathri n Unterwurzacher



wichtsklasse bis 63 kg. Außerdem wurde Unterwurzacher heuer eine Ehre zuteil, mit der sie zuvor nie gerechnet hatte – im März wurde die 18-Jährige zur Tiroler Sportlerin des Jahres 2010 gekürt. Eine Auszeichnung, mit der sonst meist Wintersportlerinnen bedacht werden. „Damit kannst du als Judoka nicht rechnen. Kathrin war selbst dermaßen überrascht, als bei der Sportlergala ihr Name aufgerufen wurde, dass sie ziemlich cool reagiert hat. Da habe ich viel lauter geschrien“, lacht Martin Scherwitzl, der einen Grund für den Erfolgslauf Unterwurzachers auch in der Freundschaft zu Bernadette Graf sieht: „Zickenkrieg hat es nie gegeben, sie kommen ganz ohne Eifersüchteleien aus – nicht einmal einen Streit zwischen ihnen habe ich bislang erlebt.“

Reifeprüfung. trifft er dabei auf zwei der größten heimischen Talente. „Die beiden sind Kämpfer durch und durch, sie tragen eine ständige Kraft in sich, einen permanenten Antrieb. Das ist eine absolute Gabe“, findet Spittka äußerst lobende Worte. Die Rede ist von Kathrin Unterwurzacher und Bernadette Graf. Die zwei Mädchen verbindet so einiges: Beide sind im Juni 1992 geboren, beide sind seit zwölf Jahren im Judosport aktiv, beide besuchen das Sport-BORG in Innsbruck und beide leben den olympischen Traum. Allerdings soll es erst 2016 in Rio de Janeiro so weit sein, noch nicht im kommenden Jahr, wenn die olympische Flamme in London brennt. „Wir wollen Kathrin und Bernadette nicht im Weltcup verheizen, um die nötigen Punkte für die Olympia-Qualifikation zu erreichen, sondern langsam an höhere Aufgaben heranführen. Es besteht zwar dennoch eine Minichance auf London 2012, aber das werden wir im Herbst beurteilen“, meint Martin Scherwitzl und erntet anerkennendes Kopfnicken von Marko Spittka. Ganz ohne Druck sollen Unterwurzacher und Graf in den kommenden Jahren inmitten der Judoelite Fuß fassen.

Titelhamsterer. Mittlerweile sind die zwei angesprochenen Judoka eingetroffen, die Vorfreude auf die anstehenden Einheiten steht ihnen ins Ge-

sicht geschrieben. „Die haben Spaß an allen Aufgaben, die wir ihnen im Training stellen, selbst wenn es mitunter einmal an die körperlichen Grenzen geht. Das ist schon außergewöhnlich“, ist selbst Nationaltrainer Spittka immer wieder über den Ehrgeiz der Innsbrucker Nachwuchshoffnungen erstaunt. Für Kathrin Unterwurzacher und Bernadette Graf scheint es das Normalste auf der Welt zu sein, für sportliche Ziele bis ans Limit zu trainieren – trotz der bereits beachtlichen, auch internationalen Erfolge sind die Judoka am Boden geblieben, von Allüren, wie so oftmals bei anderen Jungtalenten auftreten, keine Spur. Kathrin Unterwurzacher kam mit sieben Jahren über ihren Bruder zum Judo. „Er hat zuhause des Öfteren neue Techniken an mir ausprobiert, dann wollte ich das auch können“, schmunzelt sie. Ab dem ersten Tag hat sie die japanische Kampfkunst nicht mehr losgelassen. „Judo ist sehr vielseitig, das Zusammenspiel der Faktoren Technik, Kraft und Ausdauer ist entscheidend. Und obwohl es ein Einzelsport ist, braucht man zumindest einen Partner zum Trainieren – Teamfähigkeit ist also auch gefragt“, sagt Unterwurzacher, deren sportliches Portfolio sich beachtlich liest. 2008 wurde sie U17-Europameisterin, 2010 holte sie Bronze bei der U20-WM und seit kurzem ist sie die Nummer eins in Europas Junioren-Rangliste der Ge-

Bernadette Graf kann das nur bestätigen. Seit Jahren pushen sie und ihre Trainingspartnerin sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Da Graf in der Klasse bis 70 kg antritt, kommt es nicht zur direkten Konfrontation – wohl kein Nachteil zur Beibehaltung der Freundschaft. Bernadette Graf konnte sich bisher international ebenfalls über zweimal Edelmetall freuen, bei der U17-EM 2008 und U20-EM 2009 eroberte sie jeweils Bronze. Als 16-Jährige landete sie im Rahmen eines Weltcup-Turniers in der offenen Altersklasse sogar auf dem fünften Platz. Heuer vergrößerte Graf ihre Medaillensammlung durch zwei österreichische Staatsmeistertitel. „Durch Judo habe ich Respekt, Disziplin und die Fähigkeit zur vollen Konzentration in entscheidenden Momenten gelernt“, betont Bernadette Graf. Diese Fähigkeiten will sie nicht nur im Herbst bei der U20-WM in Südafrika sowie der U20-EM in Belgien einsetzen, sondern bei jenem „Kampf“, der im Juni auf sie und Kathrin Unterwurzacher wartet: der mündlichen Matura im Sport-BORG. Danach wird es die Hoffnungsträgerinnen als Zeitsoldatinnen zum Bundesheer oder zur Polizei führen. Weil es sich dabei einer sportlichen Karriere in der Weltspitze viel q einfacher nachgehen lässt. www.judozentrum.at

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programm Party Aftershave Full Contact presents: Tron, 3.6., 22h Million Stylez, 14.6., 22h Club 7: Smacs & Patrick Kong, 17.6., 22h Christopher Just, 24.6., 22h

Weekender Club Indiecation, 1.6., 22h Land Of Oz, 4.6., 22h

Theater Tiroler Landestheater Les Misérables, 1., 3., 4., 11., 16.–18., 25. & 29.6., 19.30h Elektra, 5.6., 19.30h Othello, 9., 10. & 12.6., 1. & 3.7., 19.30h La Fanciulla del West, 19. & 26.6., 19.30h Dialogues des Carmélites, 24. & 30.6., 2.7., 19.30h

Kammerspiele Paradiso, 4., 11. & 16.6., 20h Das bin ich, 5. & 27.6., 20h Frida Kahlo, 9., 12., 19. & 20.6., 20h Matto regiert, 10. & 21.6., 1.7., 20h Harper Regan, 15., 17., 24. & 30.6., 20h Adieu Bahnhof! Oder Es fährt ein Zug nach Irgendwo, 18., 22. & 29.6., 20h

Kellertheater Die Grönholm-Methode, 31.5. & 1.–4.6., 20h

Treibhaus Sauschneidn (Staatstheater), 7.–10.6., 20.30h Der Bockerer, 11., 14., 15., 17. & 21.6., 19.30h

Eine halbe Minute Rock 30 Seconds to Mars am 12. Juni in Innsbruck

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ie wirklich großen Rollen hat Jared Leto in Hollywood nie gespielt, ein hübscher Hingucker mit Klatschspaltenpotenzial (spätestens seit seiner Verlobung mit Cameron Diaz) war er jedoch allemal. In den letzten Jahren hat er sich vor allem seiner Musikkarriere gewidmet – mit Erfolg. Seine Band 30 Seconds To Mars, die er 1998 gemeinsam mit seinem Bruder gegründet hat, konnte drei Erfolgsalben hintereinander auf den Markt bringen. Am 12. Juni (Pfingstsonntag) gastieren Leto & Co. im Rahmen ihrer „Into the Wild“Welttournee für ein Konzert in der Olympiahalle in Innsbruck.  q

© Veranstalter

© EMI

©sandhofer

Agnieszka Borkowska: „Malerei“ Galerie Sandhofer, Innsbruck, zu sehen bis 28. Juni 2011 Öffnungszeiten: Montag–Mittwoch 14–18 Uhr, Donnerstag 17–21 Uhr, Freitag 12–17 Uhr.


Programm

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Konzert Treibhaus

In Gottes Namen. Ein Open-

Air-Erlebnisgottesdienst? Ja, so etwas gibt’s. Am 12. Juni findet im Altstadtpark in Hall „Gott im Park“ statt – im Vorjahr nahmen immerhin rund 1200 Jugendliche an der Veranstaltung teil. Los geht es um 21 Uhr.

Hallo, junge Frau Die junge polnische Malerin Agniesz­ ka Borkowska thematisiert in ihrer Ausstellung in der Galerie Sandhofer den weiblichen Körper.

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© Veranstalter

s sind junge, selbstbewusste Frauen in teils alltäglichen banalen Situationen, die in Sequenzen auf Agnieszka Borkowskas Leinwänden eingefangen sind. Sie rauchen Zigaretten, sitzen in relaxten Posen mit Sicht auf ihre Unterwäsche. Sie scheinen nicht befangen durch die frivole Ausstrahlung und Nacktheit. Sie sind in ihre Gedanken versunken und ihr Blick richtet sich auf eine unbestimmte Stelle. Mit sich selbst beschäftigt, ignorieren sie den Beobachter. Diese Abkehr ins Innere wird durch den aus flachen, abstrakten Flächen komponierten Hintergrund betont. Intime Stellen scheinen durch den zarten Kleiderstoff und sind um einiges sinnlicher als Bilder, die fast nackte Körper zeigen. Die 1978 geborene Künstlerin multipliziert die porträtierten Frauen und erreicht damit den Effekt der Surrealität. Borkowskas Frauen geben Rätsel auf und ziehen den Betrachter dank ihrer auch widersprüchlichen Aura in den Bann. (ds)q

Vucciria, 1.6., 21h Dikita, 3.6., 22h Mono & Nikitaman, 4.6., 21h Parasoul, 10.6., 22h Erica Stucky, 16.6., 21h James Morrison & Band, 18.6., 21h Mozulu Art (Eröffnung: Treibhaus Open Air), 22.6., 21h Mamadou Diabate, 23.6., 21h Insingizi, 24.6., 21h Saedi, 25.6., 20h Saxofour, 26.6., 20h Cyro Baptista, 27.6., 20h Hotel Palindrone, 28.6., 20h Tausch & Pichler, 29.6., 20h Elemotho & Band, 30.6., 20h Peter Rosmanith, 1.7., 20h Harry Stojka, 2.7., 20h

Weekender Club Brasstronaut, 30.5., 21h Inborn, 13.6., 21h Too Tangles, 20.6., 21h Boysetsfire, 21.6., 20h BC76, 25.6., 21h Molotov, 30.6., 21h Convertible (Hans Platzgumer), 2.7., 21h

pmk Braintheft, 3.6., 22h Die Zukunft, 4.6., 22h Brain Damage, 7.6., 21h Abigail Williams, Thulcandra, Iskald, 9.6., 21h Heart of Noise Festival, 17. & 18.6., 22h City of Ships, 19.6., 21h Ich bin die Vorband, 24.6., 21h A Man A Wolf A Killer, 25.6., 21h Luise Pop, 1.7., 21h Valient Thorr, 6.7., 21h

VAZ Hafen Holstuonarmusigbigbandclub (HMBC), 5.6., 20h Söhne Mannheims, 10.6., 20h

Eric Prydz

Eric Prydz trifft Hot Chip Line-up des NO WAY Festivals steht.

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m 17. Juni findet am Hafen-Gelände das erste NO WAY Festival statt. Nun steht auch das Line-up: Unter anderen wird der schwedische DJ-Star Eric Prydz das Festival rocken und nebenbei beweisen, dass er alles andere als ein One-Hit-Wonder („Call On Me“) ist. Ebenfalls nach Innsbruck kommen wird Felix Martin von Hot Chip, der ein verdammt cooles DJ-Set abliefern dürfte. Weiters im Programm: The Sado-Maso Guitar Club, Enik, Golden Reef, IBK Tribe & Band und viele weitere lokale Bands und DJs. Nicht zu vergessen: der Skatecontest und der NO WAY Artspace powered by Verbale Magazin. www.facebook.com/nowayfestival q


© Filmfest Rejected

Programm

Filmfest Rejected Filme, Workshops und Konzerte in der Bäckerei

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ilme, die bei anderen Festivals abgelehnt wurden (aus welchem Grund auch immer), stehen beim „Filmfest Rejected“ im Rampenlicht. Von 16. bis 18. Juni werden in der Bäckerei Dokumentationen, Animations- und Spielfilme gezeigt, ein besonderes Hauptaugenmerk liegt dabei auf Arbeiten Tiroler Filmschaffender. Ergänzend gibt es Konzerte (zum Beispiel von Kamil Szlachta am 16. Juni), Diskussionen und Workshops, an denen jeder kostenlos teilnehmen kann. Dabei geht es um die Erstellung von Animationsfilmen, um Schauspielführung, Filmmusik und andere spannende Themen. www.filmfest-rejected.com q

Es geht rund Open Air im Kreisverkehr am 25. Juni

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it einer außergewöhnlichen Party darf man am 25. Juni bei der Kreisverkehr-Unterführung neben der Olympiaworld rechnen: Hier findet das erste „Open Air im Kreisverkehr“ statt. Veranstaltet wird es vom Verein Powerplay, der sich für die Förderung gegenwärtiger Medienkunst einsetzt und gleichzeitig urbane Flächen beleben will. Ab 13.30 Uhr gibt es bei der Unterführung Liegestühle, BBQ und Musik – Fancy Dresses sind erwünscht. Um 20 Uhr geht es dann in der Olympiahalle weiter: Hier ist der Hamburger Technoact „Extrawelt“ (Cocoon Recordings) zu Gast, der Eintritt kostet 15 Euro. q

© Flo Smith

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Brenner Downhill Austria Extreme Cup am 25. und 26. Juni

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ie Downhill-Szene darf sich freuen: Ab diesem Sommer gibt es im Wipptal einen eigenen Bikepark für Adrenalinjunkies. Gleich zum Saisonauftakt findet hier ein hochkarätiges Rennen statt: Am 25. und 26. Juni gastiert der Austria Extreme Cup im neuen Bikepark. Neben Hobbyfahrern werden auch zahlreiche Vertreter der österreichischen und europäischen Downhill-Elite auf die Bergeralm kommen. Die Zuschauer können bei freiem Eintritt sportliche Höchstleistungen erwarten, dazu gibt es ein Rahmenprogramm – unter anderem mit einer Race-Party in der „Hennensteige“. q

Kulturdenkmal von Barbara Wohlsein • bwohlsein@6020stadtmagazin.at

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ichts ist so langweilig wie der Songcontest von vor drei Wochen. Da es sich bei 6020 aber nun einmal um ein Monatsmagazin handelt, hilft es alles nichts: Die Causa Düsseldorf 2011 muss nachbesprochen werden. Eines vorweg: Nadine hat ihre Sache gut gemacht. Sehr gut sogar. Wenn sie jetzt noch verspricht, nie wieder private Interviews zu geben, würde ich ihr sogar eine große Karriere prophezeien. Kaum steht das Mädel auf der Bühne und hat ein Mikrofon (zum Singen, nicht zum Sprechen) in der Hand, geht die Show los. Ohne sichtliche Nervosität, ohne peinliches Getänzel oder Herumgestehe, ein punktgenauer Leistungsabruf. Aber der Songcontest ist nun mal keine Sportveranstaltung. Beim Hahnenkammrennen gewinnt der Starter mit den stärksten Wadln und der Fähigkeit, das Hirn am konsequentesten auszuschalten. Beim Songcontest, nun ja, zwei seltsame Vögel, die bei jedem ernsthaften Musicalcasting rausfliegen würden. Das ist im Grunde nicht Neues. Nur irgendwie hat uns der Sieg von Lena Meyer-Landrut im Vorjahr vorgegaukelt, dass sich beim Songcontest etwas geändert hätte. Dass es wirklich um coole Musik geht und nicht darum, wer zu wem auf Urlaub fährt oder vor 20 Jahren

Zumindest waren wir nicht die einzigen, die sich in das Songcontest-Theater wieder einmal total unnötig reingesteigert haben. Krieg geführt hat. Spätestens um 23.30 Uhr Ortszeit am 16. Mai war es mit dieser Illusion wieder vorbei. Zumindest waren wir nicht die Einzigen, die sich in das Songcontest-Theater wieder einmal total unnötig reingesteigert haben. Auch die Deutschen, Schweizer, Engländer und Franzosen haben einmal mehr viel Wirbel um eine lachhafte Showfarce gemacht. Trotzdem wird Nadine Beiler von ihrem Songcontest-Auftritt profitieren. Denn auf den Empörungseffekt und den damit verbundenen Beschützerinstinkt der Österreicher („Frechheit, unser Mädel hätte gewinnen müssen“) ist normalerweise Verlass. Und die Deutschen scheinen unser Stimmwunder ja offensichtlich auch zu mögen. Werbewirkung: zwölf Punkte. Auch wenn Nadine uns den „Schas“ nicht gewonnen hat – ein paar erfolgreiche Jahre à la Christina Stürmer sind sicher drin.  q

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Programm

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© Veranstalter

© adolf bereuter

zin.at

Black to Comm

Heart of Noise Avantgarde-Festival in der pmk und im Cinematograph

Wie war das im Mittelteil?

Ja genau, die mit dem Lied auf Vorarlbergerisch, wo man kein Wort versteht. Das ist der Holstuonarmusigbigbandclub, kurz HMBC. Seit „Von Mello bis ge Schoppernou“ zum Überraschungs-Radioh it wurde, ist die außergewöhnliche Musikertruppe auch diesseits des Arlb ergs ein Begriff. Die fünf Bandmitglieder schlagen eine spannende Brücke zwischen Volksmusik, Pop, Weltmus ik und Jazz, die man so noch nie gehört hat. Am 5. Juni gastiert der HMBC für ein Konzert im VAZ Hafen in Innsbruc k.

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rone und Ambient Drone sind als Musikrichtungen vielleicht nicht jedem bekannt – aber die Avantgarde. Das Festival „Heart of Noise“ bringt diese „allerneueste“ Musik am 17. und 18. Juni nach Innsbruck, kuratiert wurde es von Chris Koubek und DJ Stefan Meister. Ein Wochenende lang werden die internationalen Großmeister der Drone-Szene in Tirol zu Gast sein – so zum Beispiel Fennesz (17. Juni, Cinematograph) oder Stephen O’Malley & Peter Rehberg alias „KTL“ (18. Juni, pmk). Ein Zwei-TagesPass für das „Heart of Noise“-Festival (begrenzt auf 100 Stück) kostet 18 Euro. q

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Programm

Ausstellungen In Innsbruck Janosch – zum 80. Geburtstag • Radierungen und Unikate, bis 4.6., Galerie Augustin Rinko Kawauchi • „A Glimmer In Silence“, Eröffnung 8.6., zu sehen bis 30.7., Galerie FO.KU.S Corinne Wasmuht • Eröffnung 10.6., zu sehen bis 6.8., Kunstraum Martin Bilinovac • „Solo“, bis 11.6., Fotoforum Innsbruck Heinz Lechner • „Neue Arbeiten USA – Tirol“, bis 25.6., Galerie Rhomberg Maria Brunner • Bis 28.6., Galerie Thoman Kriwet • „Yester ’n’ Today“, bis 3.7., Galerie im Taxispalais Personal Tempest • Bis 9.7., Neue Galerie Weiterkommen • „Kunst Sprache Kino Migration“, bis 23.7., Kunstpavillon Agnieszka Borkowska • Malerei, bis 28.7., Galerie Sandhofer Die Ameisen kommen • Bis 9.10., Zeughaus Kunstschätze des Mittelalters • Bis 25.1.2012, Tiroler Landesmuseum

Außerhalb Enrique Fuentes • „Die blaue Stunde“, bis 10.6., Galerie Schmidt, Reith i. A. Shopping Welt • Eröffnung 11.6., zu sehen bis 23.7., Stadtgalerie Schwaz

© IFFI, Bensh

Bensh

Un Homme Qui Crie

20 Jahre IFFI Jubiläums-Filmfestival von 31. Mai bis 5. Juni

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as Internationale Film Festival Innsbruck wird heuer 20 Jahre alt. Zu diesem Anlass werden von 31. Mai bis 5. Juni fast 100 Filme aus 45 Ländern im Leokino und Cinematograph gezeigt. Neben dem alljährlichen Wettbewerb gibt es natürlich auch einen filmischen Rückblick auf 20 Jahre IFFI, eine Retrospektive über den italienischen Regisseur Pier Paolo Pasolini, einen „Balkan Clash“ und auch die Uraufführung von Ernst Gossners neuem Film „Global Warning“. Der IFFI-Ehrenpreis geht 2011 an den kubanischen Regisseur Daniel Díaz Torres. Ergänzend zu den fast 100 Filmen gibt es jeden Abend ein musikalisches Rahmenprogramm im Treibhaus. Besonders erwähnenswert: Am 1. Juni steht der Exil-Innsbrucker Bensh, der gerade sein q Debütalbum veröffentlicht hat, auf der Treibhausbühne.

Podslon

Mehr Platz für alle!

Sommer am Sparkassenplatz Kino. Konzert. Kabarett.

30. Juni – 9. Juli 2011 | Innsbruck

© Veranstalter

Großstadtgeflüster

Berlin Calling in Kufstein. Das Schulschluss-

konzert 2011 auf der Festung Kufstein ist an Coolness kaum zu überbieten: Niemand geringerer als Techno-Superstar Paul Kalkbrenner wird am 9. Juli die historische Partykulisse beschallen. Seit dem Kinofilm „Berlin Calling“, in dem er einen DJ am Rande des Zusammenbruchs mimte, ist Kalkbrenner ein bekannter Name, die „Berlin Calling“Tournee füllte 2010 Stadien in ganz Europa. Tickets für den Kufstein-Gig kosten 26 Euro im Vorverkauf und sind bei Ö-Ticket und auf www.lindnermusic.at erhältlich.

© Veranstalter

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| Eintritt frei


© Florian Schneider

spark 7 & LINDNER Music present:

Bach und Mann Schauspielschule Innsbruck zeigt Abschlussproduktion.

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ie Studenten des dritten und vierten Jahrgangs der Schauspielschule Innsbruck präsentieren ihre diesjährige Abschlussproduktion ab 10. Juni in der Bäckerei. Auf dem Spielplan steht „Die gestundete Zeit“ von Ingeborg Bachmann, die heuer ihren 85. Geburtstag gefeiert hätte. Gespickt wird der Abend mit Zitaten aus Bachmanns Briefwechsel mit Paul Celan, der unter dem Titel „Herzzeit“ veröffentlicht wurde. Die weiteren Spieltermine: 11., 12., 19., 23. & 26. Juni, 2., 3., 7., 9. & 10. Juli, jeweils 20 Uhr. q

Gainsbourg bis Trackshittaz Sommer am Sparkassenplatz heuer von 30. Juni bis 9. Juli

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ino, Konzerte und Kabarett bei freiem Eintritt – das gibt es auch in diesem Jahr beim Sommer am Sparkassenplatz. Los geht es am 30. Juni, auf dem Kinoprogramm stehen „Gainsbourg“, „The Doors, When You’re Strange“, „Contact High“, „Tron: Legacy“, „Toy Story 3“ und „Der Räuber Kneissl“. Hier gilt: Wer einen Sitzplatz haben möchte, sollte früh genug da sein. Konzerttechnisch werden die Global Kryner (30. Juni), die Trackshittaz mit „Helden von Morgen“-Star Lukas Plöchl (8. Juli), Großstadtgeflüster (ebenfalls am 8. Juli) und Umberto Tozzi (9. Juli) am Sparkassenplatz für Stimmung sorgen. Und auch Kabarett wird geboten: Am 6. Juli ist Roland Düringer mit seinem aktuellen Programm „ICH EINLEBEN“ zu Gast. www.sparkassenplatz.info q

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24 Jahre jung Afro Meeting am 3. und 4. Juni in der Olympiaworld

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© MEINGAST

a, es gibt sie noch: Am 3. und 4. Juni treffen sich die Cosmic-Jünger zum 24. Afro Meeting in der Innsbrucker Olym en best die sind n Tage zwei An piaworld. n DJs der Szene zu Gast – allen voran Stefa Egger. Festivalstimmung wird am Olym tMark piaworld-Parkplatz herrschen, enstände und Imbissbuden mit 24-Stund per. Cam Öffnung sorgen für das Wohl der und Das Zwei-Tages-Ticket kostet 19 Euro q . ltlich ist bei allen Ö-Ticketstellen erhä

Auf die Straße Z6 Straßenfest mit Livemusik und Showprogramm

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as alljährliche Z6 Straßenfest findet heuer am Samstag, 2. Juli statt. Bereits ab 15 Uhr gibt es Kinderprogramm, gemütlichen Sound, Essen und Trinken. Um 19.30 Uhr stehen dann junge heimische Künstler auf der Bühne, die mit Capoeira, Hiphop und Feuerperformances das Publikum unterhalten. Ab 21 Uhr wird schließlich Livemusik von der Wahlwiener Deutschrocktruppe „bretterbauer“ und der Innsbrucker Band Superpursuitmode geboten. Nach den Konzerten werden DJs für einen gemütlichen Straßenfest-Ausklang sorgen. q

Stargeflüster am Sparkassenplatz.

Doppelt hält besser!

In den amerikanischen Cha rts hat es sich Taio Cruz schon ziemlich gemütlich gemacht – und auch in Österreich hat der Engländer längst Starstatus erreicht. Mit seinen Hits „Break your Heart“ und „Hi gher“ war Cruz in den vergangenen Monat en jedenfalls Dauergast auf allen komme rziellen Radiofrequenzen. Umso cooler ist es, dass Taio Cruz am 18. Juni am Sparkasse nplatz mitten in Innsbruck ein Konzert gib t.

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© Per Pedes

Unterm Golden Roof Stabhoch- und Weitsprung­ elite in der Altstadt zu Gast

Mobile Stadt­ führung

ine 71 Meter lange und 30 Tonnen schwere Sprunganlage verwandelt die Innsbrucker Altstadt am 3. Juni vorübergehend in eine Leichtathletik-Arena: Bei der diesjährigen Golden Roof Challenge ist die Weltelite im Stabhoch- und Weitsprung zu Gast – man darf also Höchstleistungen in spektakulärer Kulisse erwarten. Unter anderem hat der deutsche Superathlet Tim Lobinger (Weltund Europameister im Stabhochsprung) sein Kommen zugesagt, außerdem werden die beiden Meeting-Rekordhalter Mark Hollis und Jeremy Scott aus den USA wieder um den Titel mitspringen. www.goldenroofchallenge.at q

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er Verein Per Pedes hat seit kurzem auch Stadtführung per Fahrrad im Angebot. Wer Innsbruck auf zwei Rädern erkunden möchte, kann sich jeden Samstag um 10 Uhr bei der „Fahrrad-Börse“ (Nähe Triumphpforte, Innenhof Firma Schmid) einfinden und sich hier ein Bike ausleihen. Geschulte Stadtführer bringen die sportlichen Interessierten dann zu den spannendsten Plätzen der Stadt. Das Ganze dauert etwa zwei q Stunden und kostet 18 Euro (inklusive Rad).

© GEPA

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Innsbruck mit dem Rad erkunden

© MEINGAST

Weltmeister Ignisious Gaisha

Meuchelmord

und Hofintrige Die Sonderausstellung „Die Ameisen kommen“ im Inns­ brucker Zeughaus gibt Einblicke in das komplizierte Sozialsystem der kleinen Krabbler. 

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meisen sind in unserem Leben zwar allgegenwärtig, fundiertes Wissen über die kleinen Krabbler ist jedoch rar gesät. Dass in einem Ameisenstaat (sprich Nest) neben der bis zu 30 Jahre alten Königin auch Mörder, Räuber, Sklavenhalter, Krieger, Leibwächter, Parasiten, Intriganten, Viehzüchter, Kindermädchen, Erdarbeiter, Baumeister, Solartechniker und sogar Ökologen ihr Wesen und Unwesen treiben, ist weitgehend unbekannt. Und so taucht man bei der Ausstellung im Zeughaus in ein spannendes System höchst menschlicher Verhaltensweisen ein. Erste Lektion: Die größte Bedrohung für Ameisen sind die Ameisen selbst!

Geschäftiges Treiben. Für die Dauer der Sonderausstellung wurde im Zeughaus ein lebendiger Haufen heimi-

© TLM

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Programm

scher Waldameisen in einer großen Glasvitrine untergebracht. Davon ausgehend führen durchsichtige Verbindungsröhren zu mehreren Nestern, sodass der Besucher das geschäftige Alltagsleben der Krabbler in Ruhe und mit Muße beobachten kann. Zusätzlich ermöglichen die sogenannten Formikarien Einblicke in den Nestbau verschiedener Ameisenarten. Die 90 verschiedenen Ameisenarten, die in Tirol leben, sind gleich hinter dem Eingang fotografisch aufwendig im Großformat abgebildet. Als Ergänzung und vor allem zur Vertiefung sind die angebotenen Führungen durch die Ausstellung empfehlenswert. Und: Im Rahmen von Workshops werden im Innsbrucker Stadtteil Dreiheiligen kleine Ausflüge zu Ameisen und ihren Nestern in freier Wildbahn veranstaltet. Der bekannte Medienkünstler Peter Kogler themati-

siert in seinen gezeigten Arbeiten ebenfalls die außergewöhnliche soziale Gemeinschaft und Kommunikation der kleinen Tiere. Eine kleine oder größere Reise in die faszinierende Welt der Ameisen lohnt sich also in jedem Fall. (ds)q

„Die Ameisen kommen“ Sonderausstellung im Zeughaus Innsbruck, zu sehen bis 9. Oktober 2011 Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9–17 Uhr Führungen: 22. Mai, 5. & 19. Juni, 3., 17. & 31. Juli, 7. & 21. August, 4., 11., 18. & 25. September, 9. Oktober (jeweils um 11 Uhr) Kinder-Führung: jeden Samstag, 15–16 Uhr für Kinder ab 5 Jahren

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how are you? „Expats“ treffen sich zum Gedankenaustausch.

Programm

© 6020/Rathmayr

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Expats <3 IBK Ernest Hemingway war einer. Und es gibt sie auch bei uns: Die „Innsbruck Expats“ treffen sich regelmäßig, um fern der Heimat ein bisschen Zusammengehörigkeitsgefühl zu erfahren. Von Willi Kozanek 

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reundlich, hilfsbereit, warmherzig, offen, kollegial und sportlich. Wieder und wieder hört man diese Adjektive, wenn man die „Innsbruck Expats“ über die Bewohner der Tiroler Landeshauptstadt ausfragt. Als Österreicher mit leidenschaftlichem Hang zum Granteln kommt

Was die Expats über Innsbruck(er) sagen:

einem sofort der Verdacht, dass es am kulturellen Unterschied liegen könnte, dass kaum Beschwerden über Tiroler zu hören sind. Es ist nämlich nicht die feine anglophone Art, in der Öffentlichkeit zu raunzen, dies geschieht gewöhnlich in den eigenen vier Wänden. Es kann natürlich aber auch sein, dass „unsere“ Expats Innsbruck(er) einfach nur bedingungslos lieben.

Was ist ein Expat?

„Auf der Straße ist der Kontakt recht kühl. Ich finde es aber sehr niedlich, wie die Leute einem ein herzliches „Griaß Di“ zurufen, wenn man einen Berg hinaufwandert.“  Christene (USA)

Ein Expat(riate) ist jemand, der für eine bestimmte Zeit fern seiner Heimat lebt. Grob unterteilen könnte man die Expats in jene, die von ihrem Arbeitgeber für ein paar Jahre an eine ausländische Zweigstelle versandt werden, und jene, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben und im Ausland Englisch unterrichten. Zweitere Gruppe war zum Beispiel in den 1990ern zahlreich in Prag vertreten. Erschwingliche Mieten, billiges Bier, kulturelle Angebote, urbanes Flair – mehr begehrt das junge Expat-Herz nicht. Die Innsbrucker Expats sind aber eher der ersten Gruppe zuzuordnen. Sie arbeiten zum Beispiel bei Unternehmen wie General Electrics oder Swarowski.

„Innsbrucker sind politisch inkorrekt.“

Und was machen die?

Eine gemischte Runde aus Großbritannien

„Ich will den Neuankömmlingen in Innsbruck ein Service bieten, den ich nicht in Anspruch nehmen konnte, als ich hier ankam“, erklärt Christene LeDoux, die „Innsbruck Expats“ vor fünf Jahren gründete. Ihr Tiroler Ehemann arbeitete den ganzen Tag und sie fühlte sich anfangs etwas einsam. Mit dem unternehmerischen Geist einer Frau aus dem

„Die Leute hier haben mit Nacktheit weniger Probleme als Schotten. Ich war schockiert, als ich das erste Mal in der Sauna war und alle nackt dasaßen.“  

Amanda (Schottland)

„Frauen ziehen sich hier an wie Männer. Sneakers und Jeans. Unisex-Kleidung ist in Tirol viel verbreiteter als in Kenia.“  Aloisa (Kenia)

„Das Rezept, um einen Tiroler glücklich zu machen: Sag ihm, dass du hier bereits einen Lieblingsberg hast.“  Philip (Niederlande) „Sie sind offensichtlich glücklich und stolz, Tiroler zu sein.“ Karin (Neuseeland)

Silicon Valley gründete LeDoux drei Wochen nach ihrer Ankunft die Gruppe in Innsbruck – mittlerweile hat diese über 700 Mitglieder. Sie treffen sich zu Barbecues, helfen einander bei Alltagsproblemen und versuchen, ihre eigene mit der österreichischen Kultur zu verbinden. LeDoux erklärt, dass es nicht ihr Ziel sei, amerikanische Traditionen nach Tirol zu importieren, sondern den Austausch zwischen Tirolern und Expats zu erleichtern. Alljährlich wird zum Beispiel gemeinsam getörggelt, ab und zu versucht LeDoux mit ihrer Gruppe auch, eine Alm zu erklimmen.

Was soll ich dort? Für die Tirolerin Tamara ist es vor allem die Chance, Englisch zu sprechen, die sie dazu bewogen hat, bei den Expat-Treffen vorbeizuschauen. „Anfangs hatte ich Angst, alleine hinzugehen, aber die meisten waren sehr offen und nett.“ Die Gruppe besteht zurzeit noch größtenteils aus Amerikanern, Kanadiern, Engländern, Schotten oder Deutschen. Christene LeDoux‘ Wunsch wäre es, noch mehr Tiroler bei den Treffen zu sehen. Dass die „Innsbruck Expats“ von manchen als rein amerikanische Gruppe wahrgenommen werden, stört sie ein bisschen.

Wann und Wo? Regelmäßige Treffen finden im Restaurant „Papaya“ am Bozner Platz an jedem zweiten Freitag im Monat statt. Eine Kellnerin hat die Expats bereits ins Herz geschlossen: „Die sind sehr freundlich und geben mehr Trinkgeld als viele andere Gäste.“ q www.innsbruckexpats.com


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kino

bitte zu tisch. Was darf es denn heute sein, die Herrschaften?

Fixin’ to die Es ist kalt in Barcelona: Alejandro González Iñárritus erbarmungsloses von Michael Rathmayr Sterbedrama „Biutiful“. Biutiful Alejandro González Iñárritu, Mexiko/ Spanien 2010, Drama derzeit im Leokino/ Cinematograph (OmU)

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chön oder richtig ist nicht unbedingt nur das, was moralische Instanzen oder auch die englische Rechtschreibung zu solchem erklären. Es könnte schlicht sein, was immer die Menschen glücklich macht und ihnen hilft. Aus diesem Blickwinkel wäre Uxbal (Javier Bardem) bemüht, ein guter Mensch zu sein. Als Verbindungsmann zwischen mafiösen Chinesen, afrikanischen Straßenverkäufern und korrupten Polizisten in Barcelona, achtet er darauf, alle Beteiligten – den brutalen Umständen entsprechend – fair zu behandeln. Zuhause versucht der Kleinkriminelle, seinen Kindern Ana (Hanaa Bouchaib) und Mateo (Guillermo Estrella) eine halbwegs intakte Kindheit zu ermöglichen. Aber so ganz will ihm all das nicht gelingen. Auch, weil er schon länger von Marambra, der Mutter seiner Kinder, getrennt lebt. Sie leidet an einer bipolaren Persönlichkeitsstörung. Uxbal scheint der zu sein, auf den sich alle stützen. Aber wer hilft ihm, auf wen kann er sich verlassen? Sein Gesicht und seine Haltung sprechen Bände. Er geht gebückt – die unsichtbare Last der Verantwortung hinterlässt Spuren. Und dann sind da noch die Schmerzen beim Wasserlassen, das Blut im Urin.

Rest in Peace. Uxbal erfährt, dass er unheilbar an Prostatakrebs erkrankt ist. Ihm bleiben noch ein paar Wochen, vielleicht Monate, um alles so zu hinterlassen, dass Ana und Mateo noch eine Chance auf ein normales Leben haben. Dem Tode geweiht, versucht er zu retten, was noch zu retten ist. Er hat einiges an Geld auf der Seite, vielleicht genug,

um eine neue Mutter für seine Kinder zu finden. Auch mit Marambra (Maricel Álvarez) versucht er es noch einmal. Den illegalen, frierenden Chinesen will er helfen, indem er ein paar billige Gas-Heizstrahler für sie aufstellt. Aber so einfach ist es nicht, die eigene Seele freizukaufen. Da spielen die da oben oder wo immer sie auch sitzen, nicht mit. Es kommt zu einer Reihe von Katastrophen. Uxbals wichtigstes Ziel, die hoffnungsvolle Ana und den kleinen, unendlich traurig wirkenden Mateo so unbeschadet wie möglich in die Zukunft zu entlassen, wird zu seiner einzigen Aufgabe. Sonst kann er nicht in Frieden gehen. Das weiß Uxbal, denn er kann die Stimmen von frisch Verstorbenen hören. Gegen Bezahlung berichtet er den Trauernden, was die Aufgebahrten noch zu sagen hatten.

Overload. Es ist sehr viel, was Regisseur Alejandro González Iñárritu mit „Biutiful“ erzählen will: ein Sterbedrama, ein Sittenbild vom sozialen Elend hinter den Gaudí-Fassaden Barcelonas, die Geschichte einer zerrütteten Beziehung – und eine mystische Meditation über den Tod. Selbst ein Erzählmeister wie Iñárritu, der für „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“ die Grenzen des linearen Erzählens völlig über den Haufen geworfen hat und jetzt erstmals chronologisch vorgeht, bringt dieses Kunststück in knapp zweieinhalb Stunden nicht fertig. Sein Glück ist, dass er mit Javier Bardem einen Schauspieler hat, dem man eigentlich alles abnimmt. Selbst, q dass er mit Toten spricht. 


Ohrenschmaus & Augenweide

Ganz großes Kino Filmkritiken, auf die Schnelle Der Mandant

Eine Terrorzelle voller nArren. Christopher Morris’ schwarze Komödie „Four Lions“

Brad Furman, USA • Thriller, ab 24. 6. Matthew McConaughey hat ausgelächelt. Als smarter Anwalt soll er den zwielichtigen Ryan Phillippe vor einer Verurteilung wegen versuchten Totschlags bewahren. Solide gemachtes Gerichtsdrama.

Four Lions

Hangover 2

© filmladen (2), warner (1), polyfilm (1)

Christopher Morris, GB • Tragikomödie, ab 10. 6. im Leokino/Cinematograph Darf man da jetzt lachen? Regisseur Morris sagt „ja“ und schickt eine Gruppe patscherter Dschihadisten in eine schwarze Komödie um „friendly fire“ in Pakistan, eine explodierende Krähe und einen Terroranschlag in London. Sehenswert.

Todd Phillips, USA • Komödie, ab 3. 6. Im Gaumen sitzt der Beelzebub, das Aug’ ist dunkelrot, die Hypophyse spielt das Lied vom Tod: Die Saufschädel-Bruder­schaft ist zurück. Dabei wollte man das Risiko per Brunch statt Besäufnis minimieren. Und doch wachen die Herren in Thailand auf – ohne zu wissen, wie zum Teufel sie dort gelandet sind. Sehr unterhaltsam.

Scream 4

Joschka und Herr Fischer

Duncan Jones, F/USA • Science-Fiction, ab 2. 6. Und täglich grüßt das Bombenattentat: Jake Gyllenhall auf Spezialeinsatz, bei dem er immer wieder die letzten acht Minuten vor einem Anschlag erlebt. Im Körper eines Fremden soll er den Attentäter identifizieren und so eine noch viel größere Katastrophe verhindern. Nach „Moon“ der zweite Film von David Bowies Sohn Duncan Jones.

X-Men: Erste Entscheidung

Thor

Fremd Fischen

Kenneth Branagh, USA • Action Potz Blitz! Der britische Schöngeist Branagh ver­ filmt den Marvel-Comic über den Donnergott. Mit Antony Hopkins, Natalie Portman, Rene Russo, Stellan Skarsgård und Chris Hemsworth als Thor.

Luke Greenfield, USA • Liebeskomödie, ab 17. 6. Es trifft in dieser Kategorie des Öfteren Romantic Comedies. Dabei könnte man finden: So sind die halt – per Definition. Aber selbst bei Sündenerlass für sämtliche den Genrekonventionen geschuldeten Dummheiten und trotz John Krasinski („The Office“), ist „Fremd Fischen“ ein grobes Verschleudern wertvoller Lebenszeit.

Pepe Danquart, D • Dokumentation, ab 17. 6. im Leokino Ein dreifaches Porträt: Joschka, Herr Fischer und die deutsche Geschichte ab 1945. Der Aufstieg des früheren Außenministers vom Rebellen der 68er-Generation zum beliebtesten Politiker des Landes: „Das darf man nicht vergessen.“

Pirates of the Carribean – Fremde Gezeiten Rob Marshall, USA • Action-Komödie Jack Sparrow und Barbossa auf der Suche nach dem Jungbrunnen. Neu an 3D-Bord sind Penélope Cruz als verführerische, aber gefährliche Komplizin und Ian McShane als gefürchteter Captain Blackbeard. Wenn schon Franchise, dann bitte mit diesen Piraten.

Wes Craven, USA • Horror Darauf hat die Welt gewartet: Nach elf Jahren und jeder Menge Parodien kehrt der Ghostface-Killer zurück nach Woodsboro. Die Stadt ist – no na – in Angst und Schrecken. Vermutlich brauchten Wes Craven und Neve Campbell einfach wieder einen Job.

Source Code

Tree of Life Terrence Malick, USA • Drama, ab 17. 6.

Regie-Eremit Malick pflanzt den Baum des Lebens. Aus der Sicht eines erwachsenen Sean Penn namens Jack wird eine Kindheit in den 1950ern im Mittleren Westen der USA erzählt. Mit Brad Pitt als rationalem Papa und Jessica Chastain als emotionaler, empathischer Mama, die selbst Jahrzehnte später noch um Jacks Charakter ringen. Ursachenforschung, die dort beginnt, wo alles begann.

Matthew Vaughn, USA • Action, ab 9. 6. Teil 5 der Superhelden-Saga: Auch Magneto und Professor X waren einmal jung. Schon während der Kuba-Krise ließen sie sich kein X für ein U vormachen und bewahrten die Welt vor einer atomaren Katastrophe.

Trash des Monats

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sind wir nicht alle primaten? Der Filmriss geht weiter, die Poltergeister verschlägt es in „Hangover 2“ nach Bangkok.

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Ohrenschmaus & Augenweide

„I just like how he’s always leaning. Against stuff. He leans great.“ angela schwärmt von jordan catalano – seufz.

DVD-Boxenstopp

Ohrenschmaus

Noch mal Teenie sein

Under Pressure

My So Called Life (Willkommen im Leben) Universal Pictures / Eurovideo

Tyler, The Creator: Goblin XL/Beggars/Indigo

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KKKKKKKK

Endlich vorbei, die Zeit der großen Posen? Wer braucht den ganzen Bling, das Silikon, die fetten Kisten? Wie damals Eminem, beweisen die jungen Männer der Odd Future Wolf Gang Kill Them All (OFWGKTA), allen voran der hochtalentierte Rapper Tyler, The Creator (inkl. Deppenkomma), dass es auch ohne den ganzen Schmarrn geht. Ein loses Dutzend skatender Kids aus L. A. lotet seine Grenzen aus – und holt bei der Rückeroberung des HipHop zum Rundumschlag aus: Da kriegen alle, der Mainstream, die Randgruppen, sogar die Crew selbst, ihr Fett weg. Musikalisch ist das 82-minütige, großteils mit Midtempo-Tracks befüllte Debüt nicht an allen Stellen die Rettung des HipHop. Aber zumindest scheint das, was Tyler auf „Goblin“ unter Hochdruck verzapft, frei von der Leber zu kommen. (mr)

Mit anspruchsvollen Jugendserien haben es die Amerikaner nicht so – deswegen wurde „My So Called Life“ (auf Deutsch: „Willkommen im Leben“) auch nach gerade einmal 19 Folgen eingestellt. Vielleicht genießt sie deshalb Kultstatus unter all jenen, die in den Neunzigern pubertiert haben. Zwei Weltkarrieren hat „My So Called Life“ jedenfalls in Schwung gebracht: Sowohl Claire Danes („Angela“) als auch Jared Leto („Jordan Catalano“) sind heute noch große Namen in Hollywood. So unglaublich anspruchsvoll ist die Serie – mit 15 Jahren Abstand gesehen – natürlich gar nicht, in Sachen Teenie-Weltschmerz und Nerd-Romantik ist sie aber unschlagbar.

Patschenkino Selbstverwirklicht Alexander: Alexander Rough Trade/Beggars/Indigo

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

cccccccc Einigen dürfte Alex Ebert als Sänger von Ima Robot oder Edward Sharpe and the Magnetic Zeroes bekannt sein. Für „Alexander“ ließ er die Bandprojekte links liegen und drehte, frei nach Karl Kraus, sein eigenes Ding. Vom Arrangement übers Einspielen bis zur Produktion seiner Lieder machte der Blumenjunge alles selbst. Gelegentlich hat Alexander ein bisschen zu viel gezupft und geklimpert – aber allein der Song „Truth“ entschädigt für sämtliche Übertreibungen dieser Art. „In einer besseren Welt wäre ‚Truth‘ der Radiohit dieses Sommers“, heißt es im Pressetext. Das kann man eigentlich so stehen lassen. (mr)

Drama, USA 1987 Mo 6. Juni, 20.15h, Arte

Tauwetter.

Philip Kaufman ist das Kunststück gelungen, Milan Kunderas erotischen Bestseller über das libertine Leben und die Schwierigkeiten des privaten und politischen Daseins im Prag der 1960er Jahre in einen guten Film zu verwandeln. Der Arzt Tomas, ein großer Frauenheld, und das naive Landei Tereza als ungleiches Liebespaar – vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse des Prager Frühlings. Mit Daniel Day-Lewis und Juliette Binoche in den Hauptrollen.

Zippe-Zappe

Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

Und jetzt das Wetter

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achrichtenmoderatoren sind ein seltsames Volk. Von Berufswegen müssen sie so seriös und so unauffällig wie möglich sein – oder doch nicht? Dass Armin Wolf die 90 Sekunden vor dem Wetterbericht immer wieder für Gags nutzt, erfreut die einen und erzürnt die anderen. Seine „Planking“-Demonstration am Moderationstisch hatte zum Beispiel eine Flut an GratulationsSMS und -Tweets zur Folge, die Kronen Zeitung kam hingegen aus dem Schimpfen gar nicht mehr heraus. Dass hinter einem blassen Hosenanzug deutlich mehr stecken kann, bewies kürzlich auch die deutsche Nachrichtensprecherin Judith Rakers, die beim Songcontest plötzlich mit sexy Roben, Unterhaltungstalent

So bieder, dass man mit ihr nicht mal einen koffeinfreien Kaffee trinken wollte.

und perfekten Fremdsprachenkenntnissen glänzte. Drei Tage davor wirkte sie bei der Tagesschau noch so bieder, dass man mit ihr nicht mal einen koffeinfreien Kaffee trinken wollte. In Österreich gibt es im Moment ja wieder einen Platzhalter im ZiB-Studio: Während Gerald Gross in Bildungskarenz ist, darf Eugen Freund kurz vor der Pension endlich dahin, wo er immer hin wollte: ins Rampenlicht. Wenn der ORF eine Schule wäre, wäre Freund der Streber, der schon immer alles besser wusste und den Klassensprecher immer gehasst hat. Jetzt ist der krank und er darf einspringen. Bis jetzt macht er sich ganz gut – wenn er jetzt noch einen guten Gag liefert, darf er vielleicht bleiben. q


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Kopfnuss

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Rätsel 1

Die fragen

2 C

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A 7 G

D

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Keine Lösung in Sicht: Solche Kreuzworträtsel sind leer und irgendwie hohl (!)

1

Halten sich im Einsatz für gewöhnlich nicht über Wasser

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Bei Auslegeware schlägig bekannt: Wo er hinhaut, geht der Staub auf

3

Verrückt und hier verkehrt

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Liegt die Sorgfalt buchstäblich im Argen, erhältst du mit Sicherheit (!) den Siegesbringer

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Fußballer wissen: Nicht nach 90 Minuten, erst nach dem ist das Spiel aus

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Kellnerschlafstelle zum Zudecken?

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Die Hund-el-rasse steckt seine Nase überall rein

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Auf ihr geht’s schnurstracks dem Ende zu. Aufforderung an schrägen (!) Schützen? (1–2 W.)

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Trotz Grünem Daumen soll er sprichwörtlich immer der Mörder sein?

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Kurz rückwärts (!) angepiekst: Als Mücke lästig, als Vieh sind’s Schweine und Kälber

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Die verrückte Eulen AG gibt sich hier als die Nachkommen der Dinos aus

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In Herzegowina findet jeder sein eigenes Ich

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Hier bitte von rechts zu betrachten: Dieses musikalische Werk liegt dir als verschobene Pore wie ein Großvater im Ohr

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Durch dieses Tor musstest du im alten Rom gehen

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Klosterfrauen mit nobler Blässe: „Sich lang gewandet lang zu sonnen / bräunt die Haut nicht, das wissen …!“

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Der Setter ist zwar kein Blindenhund, doch gibt er durchaus Richtung vor

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Bengele? Schlingele? Hässliche Larve!

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Lösung der letzten Ausgabe:

Das Lösungswort A

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Landratte E

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A H U E U C H L L R E A K I R B U N E H B H B E E A D E L K F E P L O E R A H I L U I A H U L H I E D K A E K E E S N L H K H O

O M D P I E S D C E A I R H L R H L H P E H G I W N G O H E O N R L L I H Z H

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Satire

Das Ding an sich

Assozi(t)iert

Der Schnuller Mit den Hightech-Schnullern von heute hatten die zusammengeschnürten Leintücher, die Babys im Mittelalter zum Nuckeln bekamen, nur wenig gemeinsam. Das Ziel war jedoch das Gleiche: Die Kinder zu beruhigen, indem man ihr Saugbedürfnis stillt. Heute bestehen Schnuller aus Latex oder Silikon und besitzen eine spezielle Form, die der Mundhöhle des Säuglings angepasst ist. Trotzdem empfehlen Ärzte, Kinder nach Vollendung des zweiten Lebensjahres langsam vom Schnuller zu entwöhnen, da es sonst zu Gaumen- und Gebissfehlbildungen kommen kann. In vielen Ländern gibt es sogar eigene Rituale oder Feiern, bei denen die Kleinen von ihren Nuckelgefährten Abschied nehmen. Für das Aussehen der heutigen Schnuller ist übrigens ein österreichischer Produktdesigner hauptverantwortlich: Ernst Beranek.

Drogen >> Bett >> Tisch >> Hauptsache >> Ausdauer >> Schwäche Früher habe ich mich mit Drogen und anderen schlimmen Sachen vollgepumpt. Heute gehe ich lieber mit einem schönen Mädchen ins Bett. Mick Jagger Vieles, was bei Tisch geschmacklos ist, ist im Bett eine Würze. Und umgekehrt. Karl Kraus Um den Tisch herumsitzen, Unsinn reden, essen, trinken, lachen – das ist die Hauptsache. 

Marcello Mastroianni

Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache. Theodor Fontane

Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartnäckigkeit eine Tochter der Schwäche – der Verstandesschwäche. 

Marie von Ebner-Eschenbach

Die Natur passt sich ebenso gut unserer Schwäche wie unserer Stärke an.  Henry David Thoreau

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Essay

Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.

von Johannes F. Park jfpark@6020stadtmagazin.at

Sex, Drugs & Basel III Die Skandale der letzten Zeit zeichnen ein trauriges Bild einer ganzen Branche. Rockstars sind wirklich nicht mehr das, was sie einmal waren.

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on der Gefährlichkeit gewisser Frauenberufe wusste man ja schon länger. Assistentin einer Miss Naomi Campbell zum Beispiel, chinesische Oppositionelle oder Genderbeauftragte im Vatikan – alles Hochrisikojobs. Nun zählt also auch noch Zimmermädchen in einem New Yorker Nobelhotel zu den Berufen, die man seiner Tochter eher nicht ans Herz legen will. Dann doch lieber Neurochirurgin. Als Verfechter des einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs, des „consensual bums“, wie es im amerikanischen Juristendeutsch heißt, ja und auch als leidenschaftliche Solidarfrau kann ich derartige An- und Übergriffe selbstverständlich nur auf das Entschiedendste verurteilen. Gleichzeitig, meine Damen und Herren, gilt es aber auch zu differenzieren: Beileibe nicht alle Bankmanager belästigen Hotelpersonal. Wer mit ausreichend Moral und Herzensbildung ausgestattet ist, bestellt sich noch ganz klassisch die 750-Dollar-Nu..., ähm „Nichte“ aufs Zimmer. Während dieser Tage Zimmermädchen in Luxusherbergen Handtücher mit dem Pfefferspray im Anschlag tauschen und rücksichtsvolle Hotelgäste aus der Duschkabine nur mehr in Anzug und Krawatte treten, ist es mir ein Anliegen, auf eine alarmierende, allerdings in diesem Zusammenhang wenig beachtete Entwicklung hinzuweisen: das Greislersterben. Das ist jetzt natürlich Schwachsinn. Wollte nur mal schauen, ob Sie auch wirklich bei der Sache sind in Zeiten des Multi- – So, das macht 19,95 bitte. Brauchen Sie ein Sackerl? – -taskings. Was fällt auf, wenn man die Skandale, die großen Aufreger der jüngeren Vergangenheit näher betrachtet, frage ich Sie. Die Rockstars fehlen! In Italien hughhefnert sich Silvio Berlusconi, Ministerpräsident, durch die Jahrgänge 1989 bis ’94. In Deutschland steht Jörg Kachelmann, Schweizer (!) Wettermoderator (!!!), im Sexprozess des Jahrtausends vor Gericht. John Galliano, Modedesigner, lobt in Frankreich mehr oder weniger paniert die ordentliche Bekleidungspolitik des 3. Reiches („Äs war nischt alles schläscht bei Itler!“). Zu guter Letzt räumt Arnold Schwarzenegger, Ex-Gouverneur, die Existenz eines außerehelichen Kindes ein. Kann man hier etwas anderes konstatieren als das kollektive Versagen einer ganzen Berufsgruppe? Neben der Banken-, Euro-, Wirtschafts- und Vertrauenskrise haben wir aktuell ganz klar auch eine Rockstarkrise zu bewältigen. Man muss sich heute ja schon glücklich schätzen, wenn ein Rockmusiker wenigstens Fleisch isst. Wer säuft, gilt da schnell als Jahrhunderttalent. Vorbei die Zeiten, als man über einen Gitarrengott

Man muss sich heute ja schon glücklich schätzen, wenn ein Rockmusiker wenigstens Fleisch isst. Wer säuft, gilt da schnell als Jahrhunderttalent. wie Slash noch lesen konnte, er verbrauche geschätzte 1,2 Gallonen Whisky am Tag. (Was bei einem Bandkollegen wie Axel Rose auch nicht weiter verwundert.) Statt ihren eigentlichen Aufgaben als Hotelzimmer verwüstende, Nachtclubs und Damenblasmusikkapellen aufmischende Soziopathen nachzukommen, engagieren sich die feinen Damen und Herren lieber für den Klimaschutz, holen die Kinder vom Londoner In-Kindergarten ab oder komponieren Songs nach Feng Shui. Und wenn dann bei irgendeiner Awardshow ausnahmsweise ein echter Rocker gebraucht wird, fährt man Ozzy Osbourne auf einem dieser Personenförderbänder vom Flughafen auf die Bühne. Nein, in einer Welt, in der Kid Rock als harter Hund durchgeht, Pete Doherty, der Georg Trakl der Generation Facebook, als tragisches Genie bewundert und AC/DC auf Ö3 gespielt wird, läuft so einiges verkehrt. Damit die pubertierenden Eierbären dieser Welt nicht irgendwann vom wilden Leben eines Bankvorstands träumen, müssen die schlechten schlechten Vorbilder schleunigst wieder q besser werden. Ihr Johannes F. Park


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6020 Stadtmagazin (Juni 2011)