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Leben im Hotel

Was kostet es, Dauergast zu sein?

Radhauptstadt? P.b.b. 09Z037987M, 6020 Innsbruck

Über Statistik und Realität

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Der Guide für Erstsemestrige Mit den wichtigsten Terminen von 15. Oktober bis 11. November 2012


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RIAL EDITOhn der Großen Über den Wa

VON MIC HAE L STE INLECH NER

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or zwei Wochen habe ich etwas getan, das man eigentlich nicht tun sollte, wenn man seine gute Laune nicht verlieren möchte: Ich habe mir die Nachrichten angesehen. Nein, ich bin nicht zart besaitet und kann es kaum ertragen, zu erfahren, wie schlimm der Zustand in Syrien im Speziellen und wie groß die Ungerechtigkeit auf der Welt im Allgemeinen ist. Mich hat die Selbstverständlichkeit schockiert, mit der Millionenbeträge an Steuergeld ausgegeben werden und wie lapidar die Rechtfertigungen dafür sind. Man kann dem Bürger wohl kaum vorwerfen, dass er bei den ganzen Riesensummen, mit denen die Newsmeldungen gespickt sind, nicht auf Durchzug schaltet, doch wenn man sich die Zahlen genauer ansieht, wird es langsam, aber sicherlich pervers.

Die da oben machen wirklich, was sie wollen. Und so sehr ich Pauschalurteile dieser Art hasse, so sehr stimmen diese. „Lebensministerium bezahlt 4,5 Millionen Euro für Homepage-Relaunch.“ So oder so ähnlich lautete die Meldung an diesem Abend. Der zuständige Minister Niki Berlakovich rechtfertigte die Ausgaben damit, dass diese nicht nur für die Programmierung, sondern auch für die Befüllung der Homepage ausgegeben wurde, und konnte das Thema somit medial recht gut auflösen. Der vom ORF befragte Experte reagierte zuerst so, wie es der Durchschnittsbürger wohl auch tun würde. Diese Summe sei viel zu viel für eine Homepage, meinte er, um im Anschluss – weniger verständlich – zu ergänzen: 1,3 Millionen wären marktkonform. Als kleine Pointe obendrauf verwies er auf die aufwändigere Homepage des österreichischen Parlaments, die trotz größeren Umfangs nur zwei Millionen gekostet hätte. Dann war der Beitrag auch schon wieder vorbei und der Zuschauer wurde mit den Zahlen alleine gelassen. Die Meldungen davor handelten von den zahlreichen Milliar-

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• M.STEIN LEC HNE R@6020STAD

TMAGAZ IN.AT

den, die Spanien noch zum Überleben brauchte und den Millionen, die in Kärnten über Umwege an Parteien flossen. Kein Wunder also, dass kaum einer mehr diese Zahlen einordnen kann. Tags darauf ließ ich mir die Homepage-Summen noch einmal durch den Kopf gehen und habe jetzt einen ganz klaren Schluss für mich gefunden: Die da oben machen wirklich, was sie wollen. Und so sehr ich Pauschalurteile dieser Art hasse, so sehr stimmen diese. Ein Minister gibt einfach mal über 60 Millionen Schilling für eine Homepage aus. Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Finanzkrise hat die westliche Welt fest im Griff und der Dümmste hat inzwischen verstanden, dass die fetten Jahre vorbei sind und die kommenden Zeiten eher härter werden. Das alles scheint nicht für unsere Politiker zu gelten, die mit Steuergeld umgehen, als hätten sie es im Lotto gewonnen, und damit Leistungen bezahlen, die eine nicht-öffentliche Einrichtung für einen Bruchteil erwerben würde. Wer kann es sich in der Privatwirtschaft leisten, einfach so mal 4,5 Millionen Euro für den Homepageauftritt auszugeben? Welcher Experte darf sich so nennen und dabei gleichzeitig behaupten, dass 1,3 Millionen auch gereicht hätten? Wo leben wir überhaupt, wo irgendwelche Staatsbediensteten über solche Summen verfügen dürfen, ohne sich dafür verantworten zu müssen? Die Lenker unseres Landes scheinen nicht nur von zweifelhafter Fachkompetenz gesegnet zu sein, sondern haben auch jegliche Relation verloren. Wie soll jemand, der eben so mal Millionen in eine Homepage investiert, Lösungen für die Probleme des kleinen Mannes finden, der sich überlegen muss, ob er die monatlichen Providerkosten bezahlen kann, um sich die millionenteure Lebensministerium überhaupt anzusehen. Da kann man über Frank Stronach denken, was man will. Er investiert wenigstens sein versteuertes Privatgeld, um Politik zu machen. Wenn er scheitert, sind seine Magna-Euros im Eimer, wenn ein normaler Politiker Mist baut, wird halt wieder mal die steuerliche Belastung für den Bürger erhöht. q

Studenten-Einmaleins Innsbruck für Anfänger

Zimmerservice, bitte Udo Lindenberg lebt seit über 30 Jahren im Hotel. Und auch 6020-Redakteur Klaus Erler könnte sich Schlimmeres vorstellen, als in einer netten Suite zu wohnen. Aber gibt es tatsächlich in Innsbruck Menschen, die sich lieber im Hotel einmieten, als in eine Wohnung zu ziehen? Dieser Frage ist Erler nachgegangen – und hat spannende Antworten bekommen. Den Artikel lesen Sie ab Seite 20!

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INHALT 14

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Leben im Hotel

56

MundArt

Die Statistik und die Realität

Ein Jahr mit Zimmerservice, bitte!

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Gold-Süßes aus Blätterteig

09 STADTLEBEN 12

Radhauptstadt?

Zeitmaschine Nostalgiefotos auf Facebook

14 Radhauptstadt Innsbruck? Die Statistik und die Realität 18 Studenten-Einmaleins 15 Tipps für Erstsemestrige 20 Leben im Hotel Über Dauergäste in Innsbrucks Hotels 22 Lonely Planet Innsbruck Als Tourist durch die Stadt

Maria erhalt’s

Naturtrü bes Bier aus Absam

24 „Gerechter Zorn hat Wirkung“ Heiner Geißler im Gespräch

58 Fuck Happiness Ein Buch gegen den Glückwahn

26 Maria erhalt’s Der Bierbrauer aus Absam

61 Kunst & Design aus Tirol Diesmal: Rebekka Ruétz

28 Essay

66 PROGRAMM

31 MARKET

74 Ohrenschmaus und Augenweide

48 Motor Die neuesten Autos unter der Lupe

78 Das 6020 3D-Rätsel

55 LEBEN 56 MundArt Diesmal: Baklava

79 Pro & Contra Diesmal: Smartphones 80 Schmunzelecke 82 Johannes F. Park

Impressum Herausgeber Medieninhaber & Verleger Chefredaktion Layout Produktion Mitarbeiter dieser Ausgabe Fotos Anzeigenverkauf Anschrift, alle Geschäftsführung Verlag Druck Hinweis

Michael Steinlechner target group publishing GmbH Barbara Wohlsein Philipp Frenzel Angi Reisinger Klaus Erler, Nina Heizer, Sonja Kainz, Jane Kathrein, Willi Kozanek, Walter Mair, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Flo Seidl, Verena Zankl (Korrektur) Gerhard Berger, Emanuel Kaser, Franz Oss Thomas Pilgram, Walter Mair • verkauf@6020stadtmagazin.at Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck • Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -20 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Niederösterreichisches Pressehaus Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.zielgruppenverlag.at/Impressum abgerufen werden.

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Wer etwas auf sich hält, hat eine eigene Facebook-Seite. Diesmal im Freunde- und „Gefällt mir“-Vergleich:

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Ein Weinkeller in der Andreas-HoferStraße 43 erwacht zum Leben: Seit Anfang Oktober werden in der „Cantina Vecchia“ Konzerte und andere Events veranstaltet. Als gelungene Premiere gab es am 5. Oktober ein Swing-Clubbing mit Cirque de la Nuit. Die „Jazz Cantina“ findet alle zwei Wochen am Dienstag statt und wird von Stephan Costa gestaltet, am Donnerstag gehört der Keller verschiedenen Bands und DJs, das Motto lautet „Cantina Variée“. Infos und Events findet man auf www.facebook.com/cantina.vecchia.

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Strickliesl

Der Strickboom organisiert sich langsam auch in Innsbruck: Ab sofort gibt es jeden ersten Sonntag im Monat von 15 bis 19 Uhr die „Strickfabrik“ in der Bäckerei. Sie findet zeitgleich mit dem Nähatelier statt, das im Rahmen des Sonntagscafés abgehalten wird. Kurz gesagt: hinkommen, Handarbeitskoffer mitnehmen, Kaffee und Kuchen gibt es auch.


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Im Bild

Momentaufnahme des Monats Waltherpark

Frankreich in der Altstadt

Das Französische Kulturinstitut hat in der Claudiana in der Altstadt seine neue Heimat gefunden. Die historischen Räumlichkeiten gehören der Universität Innsbruck und beherbergen auch andere Länderzentren. Das 1946 in Innsbruck eröffnete „Institut français“ war das erste in ganz Österreich. Laut Kulturinstituts-Leiter Cyprien François ist das erklärte Ziel, den Tirolern die französische Sprache und Kultur mit Kursen und Aktivitäten näherzubringen.

© 6020/RATHMAYR

© INSTITUT FRANCAIS

Platz für Liebesschlösser

Nachdem die Stadt Innsbruck im August alle Liebesschlösser vom Innsteg entfernen ließ, wurde nun ein offizieller Platz für die metallischen Liebesbe weise gefunden: Am Hans-Psenner-Steg ist das romantisch motivierte Anbringe n von Vorhangschlössern ausdrücklich erlaubt. Ein stabiles Gitter im Wert von 4.000 Euro sorgt dafür, dass es an der Brücke keine Schäden gibt, eine Hinweist afel zeigt den Romantikern an, wo der Liebesbeweis hin soll. Die im August entfernte n Schlösser können nach wie vor beim Bauhof Innere Stadt abgeholt werden.


Stadtleben

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VHS-Kurs des Monats Entscheidungen treffen Entscheidungen zu treffen, gehört für viele zum Schwierigsten im Leben. Manche müssen von Berufs wegen entscheiden, manche tun es fast unbemerkt aufgrund ihrer Stellung in ihrer Familie. Entscheidungen treffen wir täglich – auch wenn wir nicht entscheiden! Umso wichtiger ist es, Hilfen zu finden, die einerseits Mut zu Entscheidungen geben und die andererseits Wege zu guten Entscheidungen bahnen. Der Vortragsabend gibt solche Hilfestellungen mit auf den Weg, nachdem das Phänomen „Entscheidung“ erörtert worden ist. Zeit

6. November, 20 Uhr

Ort

VHS-Haus, 3. Stock, Raum 6

Kosten

5 Euro

Freud & Leid DIE GUTE NACHRICHT ...

... für den sportlichen Nachwuchs Die Stadt Innsbruck überlegt, sich für die Austragung der 7. International Children’s Winter Games 2016 zu bewerben. Die Verhandlungen darüber soll Sportreferent und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann führen. Eine Innsbrucker Delegation, bestehend aus rund 20 Jugendlichen und Betreuern, wird im Feber 2013 an den 6. International Children’s Winter Games in Ufa, Russland teilnehmen.

TÄNZCH EN GEFÄLLIG? Ja, da hängt eine Discokugel im Waltherpark, und nein, die hat niemand nach einer Party dort vergessen. Vielmehr handelt es sich um eine Kunstinstallation von Maria Anwander, die im Rahmen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ realisiert wurde. Wer den Schalter fi ndet, wird mit Licht und Tanzmusik belohnt – Tag und Nacht.

DIE SCHLECHTE NACHRICHT ...

© 6020/KASER

... für Tirols Frauen

Tierheim erweitert

Am Welttierschutztag (4. Oktober) erfolgte der Spatenstich für die Erweiterung des Tierheims Mentlberg. Für 1,1 Millionen Euro wird unter anderem ein eigenes Kleintierhaus errichtet, in dem Kaninchen, Hamster, Chinchillas und Wüstenrennmäuse eine neue Herberge finden. 500.000 Euro kommen von Stadt und Land, der Rest wird durch Spenden lukriert. Das Tierheim wurde vor elf Jahren errichtet, im Feber 2013 soll die Erweiterung bezugsfertig sein.

Von 25. September bis Jahresende arbeiten Tirols Frauen statistisch gesehen gratis – so groß ist der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern. Österreichweit findet der „Equal Pay Day“ am 6. Oktober statt, die Lage ist in Tirol also schlechter als im österreichischen Durchschnitt. Nur in Vorarlberg und Oberösterreich geht die Lohnschere zwischen Männern und Frauen weiter auseinander.

Zahlen, bitte!

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Von 34 städtischen Schulen in Innsbruck werden in diesem Schuljahr 26 als Tagesheimschulen geführt. Darunter finden sich 17 Volksschulen, sieben Neue Mittelschulen und zwei Sonderschulen. In Summe nutzen derzeit 1.350 Kinder das Angebot. Für den weiteren Ausbau des Betreuungsangebots soll insgesamt eine Million Euro zur Verfügung gestellt werden.


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e n i h c s a m Zeit Die Facebook-Seite „Schwarz Weiß“ hat inzwischen 5.500 Freunde, die alle auf eines abfahren: alte Ansichten von Innsbruck. VON JANE KATHREIN

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er Futei hat hier für Geld in einem Wasserkübel den Kopfstand geübt“, erinnert sich ein User und findet gleich Gesellschaft, denn an den Futei können sich offensichtlich mehrere erinnern. Auch an den Platz, an dem das Foto geschossen wurde. Der sieht heute wesentlich anders aus, die Erinnerung an jene Zeit ist noch frisch. Schon steckt der FacebookFreund mitten in einem Dialog über die alten Zeiten, erinnert sich an Lutscher und Lederhosen, entdeckt mitunter so den einen oder anderen Freund aus Kinderzeiten wieder.

Interesse aus aller Welt.

Vergangenheit verbindet.

Für private Fotos.

Die Facebook-Seite „Schwarz Weiß“ zeigt seit ein paar Monaten alte Ansichten von Innsbruck und dem Rest Tirols und findet immer mehr Anhänger. Wie sah Innsbruck um die Jahrhundertwende aus? Welche Kleider trugen die Frauen in den 1960ern? Fotos dazu liegen zuhauf in privaten Alben oder Archiven, aber kaum jemand macht sich die Mühe, sie hervorzukramen. Wieso machen es manche trotzdem? Weil man ein Faible für alte Zeiten und ein Interesse an Fotografie hat, sagt der 35-jährige Betreiber der Seite, der anonym blieben will.

Das Interesse an „Schwarz Weiß“ stellt den Betreiber, der die Seite bisher als Hobby gesehen hat, vor eine neue Herausforderung. Die veröffentlichten Fotos stammen aus seiner privaten Sammlung. Eine Plattform für private Fotos, dahin soll sich „Schwarz Weiß“ auch weiter entwickeln. Eine Idee, die nicht nur Anhänger findet, weiß der Hobbyfotograf. Denn obwohl die Fotos nicht verkauft werden, gäbe es kritische Kommentare von einigen Profis, erzählt der Betreiber der Seite.

Der Durchbruch von „Schwarz Weiß“ kam im Mai 2012: 400 Mal innerhalb von 24 Stunden wurde ein Foto der Innsbrucker Altstadt „geliked“. Die Idee hat inzwischen 5.500 Freunde und 400 Abonnenten. 15 bis 20 Freundschaftsanfragen aus aller Welt treffen täglich ein. User, die aus allen sozialen Schichten kommen, tauschen sich über die Vergangenheit aus, entdecken Gemeinsamkeiten und fragen nach mehr. Nostalgie zieht an – vor allem in einer Zeit, in der wir uns häufig in virtuellen Welten bewegen.

Die Internetseite „Vintage Vienna“ zeigt seit ein paar Wochen alte Ansichten aus Wien. Keine Postkarten, keine Profifotos, sondern Schätze aus dem Zeitraum 1880 bis 1980, ins Netz gestellt von einem jungen Pärchen. Inzwischen hat „Vintage Vienna“ an die 22.000 Fans und ist zu einem zeitintensiven Projekt geworden. Es gibt Anfragen von Touristen und Agenturen und eine Smartphone-App. Ein Bildband oder eine Ausstellung sind angedacht.

www.vintagevienna.at

Im Vergleich. Die Fotos sind das eine, zum Leben erweckt werden sie aber von den Geschichten dazu. Sensible Bilder, wie etwa aus der Nazi-Zeit, sind auf „Schwarz Weiß“ ebenso zu sehen wie Landschaftsaufnahmen. Um die Veränderung noch eindrücklicher zu zeigen, sucht „Schwarz Weiß“ die alten Plätze auf und macht ein Vergleichsfoto in der Gegenwart. Neben der Freude am Fotografieren und dem Nachbearbeiten der Fotos hat die Arbeit für den Betreiber der Seite noch einen netten Nebeneffekt: Auf den Fotosafaris lernt auch er seine Heimat noch besser kennen. Wer alte Fotos aus Innsbruck oder anderen Teilen Tirols teilen will, kann diese über Facebook direkt an „Schwarz Weiß“ schicken. q

© ORIGINALE IM STADTARCHIV/STADTMUSEUM INNSBRUCK

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ZWISCH EN STATISTIK UND REALITÄT. Der Innsbrucker radelt vielleicht viel, aber leicht gemacht wird es ihm nicht.

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ie Innsbrucker sind die fleißigsten Radfahrer in Österreich. Jeder vierte Alltagsweg wird in der Landeshauptstadt mit dem Drahtesel zurückgelegt, verkündete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) Ende September in einer Aussendung. Immer mehr Autofahrer steigen demzufolge auf das Rad um. Während der Radverkehrsanteil in den vergangenen zehn Jahren gestiegen ist (von 13 auf 23 Prozent), sind die mit dem Auto gefahrenen Wege von 42 auf 33 Prozent gesunken. Hinter Innsbruck liegen Bregenz, Graz und Salzburg. Am wenigsten Rad wird offenbar in Eisenstadt, Linz und Wien gefahren.

Zweifelhafte Daten. Während der VCÖ den Tiroler Spitzenplatz mit dem Ausbau der Infrastruktur und einer radfreundlichen Verkehrsplanung rechtfertigt, haben Innsbrucker Verkehrsplaner daran so ihre Zweifel. Ein offizielles Statement bekommt man nicht, hinter vorgehaltener Hand ist hingegen schon mehr zu erfahren. Viele Autofahrer seien aus der Not heraus im vergangenen Jahr auf den Drahtesel umgestiegen, weil sich in Innsbruck eine Baustelle an die andere reihte – so versuchen sie sich die steigende Zahl der Radfahrer zu erklären. Öffentliche Busse wurden großräumig umgeleitet, Staus standen an der Tagesordnung. Die Erklärung der Experten deckt sich mit der persönlichen Erfahrung: Im Baustellenparcours schlängelt es sich auf zwei Rädern tatsächlich leichter, der Rushhour am Morgen und am späten Nachmittag fährt man weitgehend davon. Zweifel haben die Innsbrucker Verkehrsplaner außerdem an den Daten des VCÖ, die auf einer nicht veröffentlichten Mobilitätserhebung des Landes Tirol aus dem Jahr 2011 basieren. Befragt wurden dazu 50.000 Haushalte. Die rückläufigen 5.000 Antworten sollen hauptsächlich aus dem fahrradfreundlichen Lager stammen. Mit Statistiken sei das eben so eine Sache. Je nach Auftraggeber und Herausgeber können Studienergebnisse in verschiedene Richtungen interpretiert werden.

Wir sind

Radhauptstadt? Innsbruck ist Österreichs neue Radhauptstadt. Was der Verkehrsclub Österreich verkündet, ringt Radfahrern hierzulande nur ein müdes Lächeln ab. Ihr Weg durch die Straßen ist selten ein Vergnügen. Verbesserungen sind in Sichtweite, verspricht die neue Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider. Nur am Tempo müsse man noch arbeiten.

Nichts „herbeizaubern“.

© 6020/BERGER

VON JANE KATHREIN

Die Tatsachen werden klarer, wenn man selber in die Pedale tritt. Radfahren in Innsbruck spart zwar Zeit, macht aber nicht nur Freude. Ein lückenhaftes Radwegnetz, unklare Beschilderungen, fehlende Rücksicht der Autofahrer, das sind die täglichen Herausforderungen. 6020 hat bereits im Frühjahr 2011 ausführlich darüber berichtet. Wer im Straßendschungel


nicht untergehen will, braucht alle Sinne und vor allem starke Nerven. Befragt man jene, die die Radfahrer überwachen, scheint alles klar. Radfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen, wenn sie nicht gegen das Gesetz verstoßen wollen. Wer sich an die Verkehrsordnung hält, bekommt keine Probleme, sagt Reinhard Moser, Leiter der Stadtverkehrsinspektion, dem auch sechs Fahrradpolizisten unterstellt sind. Eigene Flächen für Radfahrer fände er zwar sinnvoll, etwa eine Radspur am Südring, aber wo kein Platz vorhanden ist, „könne man auch keinen herbeizaubern“.

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Kilometergeld fürs Radeln.

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90 Kilometer Radwegnetz sind derzeit in Innsbruck erschlossen. 60 Kilometer fehlen noch. Schon kleine Veränderungen könnten große Entspannung bringen. Eine weitere Öffnung der Einbahnen etwa. 140 führen derzeit durch die Stadt. 40 davon sind in beide Richtungen für Radfahrer befahrbar. Tempo-30-Zonen und Einbahnregelungen sollen im kommenden Jahr überprüft werden, kündigt die grüne Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider an. Eine Öffnung wäre bei fast allen Einbahnen möglich, sagen die Verkehrsplaner. Die vielfach angeführte Argumentation, dass das Fahren gegen die Einbahn zu gefährlich sei, entkräften sie so: Überholen sei gefährlicher als begegnen. Geht es nach der Vizebürgermeisterin, sollen Radfahrer, die im Stadtmagistrat arbeiten, übrigens auch bald Kilometergeld für ihre Dienstfahrten abrechnen können. Eine entsprechende Stadtsenatsvorlage wird gerade vorbereitet. So gut wie fix ist hingegen, dass Stadtangestellte bald auf E-Bikes zu weiter entfernten Terminen düsen werden.

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Halbzufrieden. Kleine Veränderungen könnten bereits viel bewirken, ist Sonja Pitscheider überzeugt. Gefährliche und frustrierende Nadelöhre für Radfahrer gibt es im Stadtgebiet trotzdem. Die Bahnhofsgegend etwa, die schlecht angebunden ist und wo sich Radler weiterhin um 400 Abstellplätze raufen müssen. 1.000 wären nötig. Es fehlt auch noch eine Nord-SüdAchse. Wer durch die Andreas-Hofer-Straße fahren will, muss den Haltestellen ausweichen und gerät dabei mitunter schnell in die Straßenbahnschienen.  Eine Ansammlung von halb befriedigenden und ungeklärten Lösungen – zu diesem  ➜

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Gewusst?

Innsbruck bekam den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 1976 unter einer Voraussetzung: Die Stadt musste sich darum bemühen, autofreundlich zu werden. 1975 wurde der Generalverkehrsplan für die Stadt Innsbruck erstellt. Um Platz zu schaffen, führte man Einbahnen ein. 1989 kam dann das nächste Verkehrskonzept, um die Autos zu reduzieren.

Schluss kommen die Verkehrsplaner, wenn sie das Radkonzept in Innsbruck beurteilen. Autofahrer und Radfahrer kommen sich an vielen Orten in die Quere. Radfahrer werden zu Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung gezwungen, weil Radwege verschachtelt und nur bruchstückhaft durch die Stadt führen. Der Verkehrspolizist kann die Aufregung nicht verstehen. Wer sein Rad liebt, der schiebt,

sagt Reinhard Moser. Für Sonja Pitscheider ist das kein Argument. Erst wenn es die ersten Schiebestrecken für Autofahrer gäbe, sollen auch Radfahrer schieben müssen, kontert sie. Pitscheider setzt auf die neue Generation, für die das Auto kein Statussymbol mehr ist. „Die Jungen wollen das Auto nutzen, aber nicht mehr besitzen.“ Ob die Statistik nun lügt oder nicht: Für Städte wie Innsbruck ist ein hoher Radfahranteil in vielfacher Hinsicht positiv. Steigen mehr Autofahrer auf zwei Räder um, werden weniger Abgase produziert, es gibt weniger Staus, die Lärmbelastung nimmt ab. Und das Radeln wirkt sich auch positiv auf das Geldbörserl aus: Das Auf und Ab der Spritpreise kann einem egal sein. q

2013 wird in Innsbruck viel passieren, kündigt die leidenschaftliche Radfahrerin und Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider an. Brücke. Die Karwendelbrücke wird auf 2,5 Meter verbreitert und damit für die Radfahrer geöffnet, die bisher entweder beim Schieben entgegenkommende Fußgänger blockieren mussten oder rechtswidrig, aber platzsparend über die Brücke gefahren ist.

Auf die größere Lösung muss man weiterhin warten, die Grundstücksverhandlungen mit dem Kloster ziehen sich.

Innbrücke.

Das zweite große Projekt wird die längst erwartete Anbindung des Stadtteils Mentlberg sein. Die Unterführung stammt noch aus den 1970ern, ist dunkel und aufgrund der Stiegen nicht behinderten- und kinderwagengerecht. Der neue Weg wird parallel zu den Gleisen verlaufen und beim Wifi münden. Geplante Projektkosten: 350.000 Euro.

Noch in diesem Jahr könnte es eine Versuchsstrecke geben. Die stark frequentierte Radspur soll in der Mitte durch rote Linien verstärkt werden, um bei den Autofahrern die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Der Versuch soll ein halbes Jahr dauern. Eine halbe Lösung, denn in anderen Städten werden diese Überfahrtsspuren flächig mit Farbe gefüllt. In Innsbruck sprachen sich einige Verkehrspartner dagegen aus, weil sie befürchten, die Farbe würde sich an dieser Kreuzung schnell abreiben.

Mühlau.

Meranerstraße.

Kleiner und leichter realisierbar ist eine provisorische Anbindung des Stadtteils Mühlau.

100 neue Radabstellplätze verspricht sich Sonja Pitscheider durch die Weiterführung der

Mentlberg.

© 6020/SEIDL

? n a r o v ’s t h e g o W südlichen Maria-Theresien-Straße in die Meranerstraße, dazu mehr Lebensgefühl durch breitere Gehsteige und Gastgärten. Ob auch Bäume gepflanzt werden, darüber wird noch verhandelt. Weitere Abstellplätze könnten die Maria-Theresien-Straße entlasten. Vor allem vor dem Kaufhaus Tyrol sorgt der bisherige Wildwuchs an abgestellten Fahrrädern bei den Fußgängern für Ärger. Es war immer das Ziel, die Radfahrer am Abend aus der Straße herauszubekommen, sagt Sonja Pitscheider. Da früher die Fahrradbügel als Dauerabstellplätze missbraucht wurden, hat man sich gegen weitere Abstellplätze in der Maria-Theresien-Straße entschieden. Aufgabe des Radkoordinators Karl Krainer sei es nun, zu beobachten, an welchen Stellen gehäuft Fahrräder abgestellt werden. Der Radkoordinator der Stadt Innsbruck war übrigens zu keiner Stellungnahme bereit. Als weisungsgebundener Beamter überlässt er den politisch Verantwortlichen das Wort. q


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Pubquiz besuchen Der Klassiker ist das Pubquiz montags im Irish Pub (Galway Bay) bei der Sowi. Macht Spaß und schafft Freunde – und Feinde. Auch gut: das MusikPubquiz im Weekender Café.

02

Ja nicht einreden lassen, dass ... ... „Oachkatzlschwoaf“ das wichtigste Wort der Tiroler Sprache ist ... die „Piefka Saga“ alles erklärt ... jeder Innsbrucker fanatischer Skifahrer und Bergsteiger ist

Sporteln

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r ü f k c u r b s n In

Anfänger

Das Semester ist gerade einmal zwei Wochen alt und tausende Erstsemestrige finden sich gerade in Innsbruck zurecht. 6020 liefert 15 Tipps für einen erfolgreichen Einstieg ins Studentenleben.

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© 6020/OSS, ARCHIV

Den Dialekt verstehen

Wörter, an die man sich (als Deutscher) vielleicht gewöhnen muss: Faschiertes, Sackl, Gspritzter, Kasten, Polster, aui, oi, Heil – wir entschuldigen uns vor allem für letzteres. Dass der Tiroler fast alles mit einem zarten „kkk“ oder „ccchhh“ veredelt, sollte uns bitte nicht ständig vorgehalten werden.

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re Ein großstädtische ck nicht ru sb Inn in n wird ma ckerei in finden – in der Bä ße gibt der Dreiheiligenstra chbörsen, es Klamot tentaus lungen und Konzer te, Ausstel tagscafé. ein beliebtes Sonn

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Montagsrausch

Dafür ist man schließlich Student: Ab in den Weeke nder Club zur Students Night und sich ja nie für ein Prosem inar am Dienstag um 8 Uh r anmelden.


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Mitternachtssnack

Wer ein echter Innsbrucker Student sein will, muss mitten in der Nacht bei der Kaiserstube Kasspatzln und ein Cordon Bleu bestellen und es sich vor die Tür liefern lassen.

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Tirol kosten

Wenn man schon in Tirol lebt, sollte man wissen, wie Graukas, Spinatknödel und Frühkraut schmecken. Am besten am Bauernmarkt kaufen.

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Radeln

Auch wenn es so scheint, als ob Innsbruck aus Prinzip etwas gegen Radfahrer hätte – nicht entmutigen lassen und in die Pedale treten.

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Almenrausch

, Bevor der Winter kommt erAlm muss mindestens eine he tlic klommen werden. Gemü tge For gehen auf die Arzler, ger ttin schrittene auf die Hö Alm. Oben Knödel essen.

07 Stöbern

Wer die Ikea-Mitarbeiter schon beim Namen kennt und bei Billy & Co. aggressiv wird, kann sich auf den Flohmärkten in Innsbruck und Umgebung nach Möbeln und Deko umsehen. Samstags am Hafen-Parkplatz, sonntags beim Metro in Rum und bei der Cyta in Völs.

08 Kinodate

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Nach Italien fahren

Die geografische Nähe zu Italien muss man ausnützen. Kletterer und Radler fahren an den Gardasee, Kurzurlauber auch. Oder einfach nur am Brenner in den Supermarkt gehen und verdammt günstig Parmesan, Nudeln und Salami kaufen.

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Theaterluft schnuppern Im Tiroler Landestheater kann man als Student an der Abendkassa sehr günstige Restkarten ergattern, außerdem gibt es in Innsbruck eine aktive freie Theaterszene.

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Frühstücken

zEines vor weg: Mit der gan r ltu sku tägigen Frühstück n deutscher Großstädte kan . ten hal mit Innsbruck nicht nende: Nette Tipps fürs Woche a ind Tam , ten Crumble in Wil e ach ust Mo , aße in der Innstr : ker ssi Kla r De dt. in der Altsta al. Café Centr

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Schenkelklopfer

Wer den österreichischen Humor verstehen will, ist im Treibhaus richtig. Hier gastieren in regelmäßigen Abständen die besten Kabarettisten des Landes – rechtzeitig Karten sichern.


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ZIMMER FREI. Innsbrucks Hotels (hier das Basic Hotel) sind Dauergäste gewöhnt.

Wohnen

wie Udo

Marcel Prawy und Udo Lindenberg machten es vor, ein Nachahmen ist schwierig, aber nicht unmöglich: ein Leben im Hotel. Auch wenn sich in Innsbruck eine Hotelsuite als Hauptwohnsitz für die meisten aus finanziellen Gründen verbietet: Großstädtischen Charme besitzt diese Wohn- und Lebensidee trotzdem. VON KLAUS ERLER

D

as Bett wird täglich frisch gemacht, das Bad ist immer tiptop und weder ums Frühstück noch ums Klopapier muss man sich kümmern: Dauerhaftes Hotelleben hat viele Vorzüge. Wären die Kosten nicht, würde sich wohl jedes der hier vorgestellten Innsbrucker Hotels auf Dauer als Mietwohnungsersatz empfehlen.

Hotel Leipziger Hof (Defreggerstraße). Die Möglichkeit einer Dauermiete wird Gästen im Pradler Traditionshotel am Rapoldipark gerne angeboten und wurde auch schon genutzt: Ein Konsul nächtigte länger als zwei Jahre im Leipziger Hof, ein Fußballtrainer blieb

Hotelgast während der gesamten Zeit, die er in Innsbruck beschäftigt war. Die Höhe der Dauermiete in einem 42-Quadratmeter-Doppelzimmer der besten Kategorie ist von mehreren Faktoren abhängig: Über den Daumen gerechnet, kann man aber von rund 1.900 Euro monatlich inkl. täglicher Reinigung, Frühstücksbuffet, Sauna, Fitnesscenter sowie einer 24-Stunden-Rezeption ausgehen. Ab Dezember 2012 können sich dauerhafte Hotelgäste alternativ auch in zehn neuen Apartements mit eigener Küche und Wohnbereich einmieten und zahlen dafür rund 1.200 Euro pro Kopf und Monat. Dass bei diesem Preis zusätzliche Kosten für Frühstück und Reinigung anfallen, wird niemanden verwundern.

Basic Hotel (Innrain). Auch im Basic Hotel am Innsbrucker Innrain sind Longstays möglich. Diesbezügliche Anfragen konnte man zwar noch keine verbuchen, ein 24-Quadratmeter-Doppelzimmer bester Kategorie würde man hier allerdings ab rund 1.350 Euro pro Monat bekommen.

Hotel Ramada (Olympiastraße). Das Hotel Ramada am Südring sieht sich gerne als Gastgeber für Dauermieter: Das Angebot reicht dabei vom Standard-Einzelzimmer über eine Junior Suite bis hin zum Apartment mit Kitchenette mit 43 Quadratmeter zum identen Preis von 45 Euro pro


© basic hotel/gerhard berger

DER GANZE SPASS. DAS GANZE JAHR.

Tag und Person. WLAN und die Benützung des Fitness- und Saunabereichs gehören zur Grundausstattung, das Frühstück ist im Preis nicht inkludiert. Damit und dass die Reinigung des Apartments nur alle drei Tage stattfindet, können Dauermieter sicher gut leben. Seit Eröffnung des Hotels im Dezember 2011 checkten fünf Gäste als Dauermieter ein, momentan sind zwei Langzeit-Apartements belegt. Über die Profession der Dauergäste hält man sich im Ramada bedeckt, verlauten lässt man, dass es sich bei den Gästen „nicht ausschließlich um Geschäftsreisende“ handelt.

Hotel Sailer (Adamgasse). Auch im Hotel Sailer hat man nichts dagegen, Dauermieten zu vergeben. Jahresmieten werden hier gerne auch von meist alleinstehenden Innsbruckern gebucht, denen die Abwesenheit monetärer Nöte den Genuss dauerhaften Hotelservices ermöglicht. Auch internationale Langzeitgäste beherbergt das Hotel Sailer. Sie ziehen meist nach dem zweiten oder dritten Touristenbesuch mit dem Geständnis ein, sich in Innsbruck verliebt zu haben und länger bleiben zu wollen. Das Hotel wird entweder zum Lebensmittelpunkt ihres Privatier-Daseins oder zum alpinen Wohnbüro, von dem aus sie per Computer Kontakte mit der internationalen Geschäftswelt halten. Dauerhaft vermietet wird jede Zimmerkategorie des Hauses, die Mieten beginnen bei rund 1.400 Euro pro Monat und gehen bis rund 3.600 Euro pro Monat für eine 30 Quadratmeter große Juniorsuite. Inkludiert sind in jedem Fall Frühstück, tägliche Reinigung, auf Wunsch täglicher Wäschewechsel, Internet, Sauna- und Dampfbadbenützung sowie ein 18-Stunden-Roomservice.  q

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t e n a l P y l e Lon Innsbruck

Die Ausrüstung: der neueste Lonely Planet und die Internetplattform Qype. Die Mission: Innsbruck so wahrzunehmen, wie es junge Backpacker tun. 6020 erkundet die Stadt durch die Touristen-Brille. VON WILLI KOZANEK

U

nd, wann haben Sie sich zuletzt bewusst das Goldene Dachl angesehen? Und in der Ottoburg gegessen auch schon lange nicht mehr, oder? Kein Wunder, die eigene Stadt erkundet man selten touristisch. Zu vertraut ist sie einem, zu kitschig erscheinen die Dinge, die für Besucher charmant und authentisch wirken. Doch eine touristische Erkundung Innsbrucks lohnt. Man entdeckt Neues an der alten Stadt und stellt fest, dass Touristen ein ganz anderes Gesicht Innsbrucks zu sehen bekommen als wir. Und man lernt auch für die eigenen Reisen.

Innsbruck im Schnelldurchlauf. Als Unterkunft empfiehlt der Lonely Planet das Hostel „Nepomuks“ in der Altstadt. Dort teilt man uns mit, dass der Durchschnittsgast ein bis zwei Nächte in Innsbruck verweilt. Das ist nicht viel Zeit – Ankunft, Sehenswürdigkeit, Mittagessen, Sehenswürdigkeit, Abendessen und Ausgehen am ersten Tag. Sehenswürdigkeit, Mittagessen, Sehenswürdigkeit, Abendessen am zweiten Tag. Und schon ist man wieder weg aus Innsbruck. Als „top choices“ der Sehenswürdigkeiten nennt der Lonely Planet das Goldene Dachl und die Hofkirche. Qype empfiehlt die Bergisel-Schanze und das Schloss Ambras. Das Goldene Dachl längere Zeit anzustarren, ist ehrlich gesagt nicht so der Burner. Und die Hofkirche ist eine schöne Kirche, aber deswegen 3.000 Kilometer nach Innsbruck fliegen? Geschmackssache. Qype gewinnt in dieser Kategorie: Von der Bergisel-Schanze aus ist die Aussicht auf unsere Stadt wunderschön und das Schloss Ambras mit dem dazugehörigen Park ist vor allem an warmen Herbsttagen zumindest „nett“.

Qype schlägt Lonely Planet. Zum Essen schickt der Lonely Planet den Touristen ins Chez Nico. Die Empfehlungen für österreichische Küche sind die Ottoburg, das Gasthaus Goldenes Dachl und der Stiftskeller. Chez Nico ist sicher eine vegetarische Bereicherung für die Stadt. Die meisten Touristen kommen aber nach Innsbruck, um typisch österreichische Gerichte zu probieren – umso mehr enttäuschen die Tipps für die traditionellen Restaurants. Aus der Altstadt kommt der Lonely-PlanetReisende gar nicht heraus und isst dort, wo der Backpacker doch so ungern isst: in Touristenhochburgen. Auch hier schneidet Qype mit Empfehlungen für das Gasthaus Lewisch, die Höttinger Alm oder die Buzihütte viel besser ab als die Backpacker-Bibel. Und auch mit Tipps für internationale Restaurants fährt man mit Qype, das uns zu Sapori, KAI oder Rama schickt, besser als mit dem Lonely Planet. Zu guter Letzt noch das Nachtleben: In dieser Kategorie empfehlen Internet und Reiseguide Ähnliches – Klassiker à la Treibhaus, Theresienbräu, Weekender oder Stadtcafé. Dass dabei die Bögen größtenteils unerwähnt bleiben, ist eigentlich unverzeihlich.


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SAG MIR, WOHIN. Mit Reiseführer und Online-Empfehlungen durch die Stadt.

Anders als das unsrige. Das Innsbruck der Touristen hat mit dem Alltagsleben in der Stadt wenig gemein. „In die Stadt eintauchen“, wie es so schön heißt, spielt sich nicht. In die durchaus sehr schönen Stadtteile, in denen der Großteil der Innsbrucker lebt – Pradl, Wilten, Hötting – kommt man, Touristenguides folgend, gar nicht. Der Reisende verpasst auch jene Seiten von Innsbruck, die die Stadt einzigartig machen: Studenten, die bei Sonnenschein am Ufer des Inns Bier trinken, von der Stadt auf eine Alm wandern oder sich beim Spaziergang durch Saggen vergewissern, noch immer nicht das nötige Kleingeld für dortige Immobilienkäufe zu haben. Es ist durchaus schön, das Innsbruck der Lonely-Planet- und Qype-Touristen. Nur bekommt man trotz scheinbar alternativer Reiseführer wenig vom wahren Charakter der Stadt mit.

Qype schwierig bis unmöglich ist, die wahren Schätze einer Stadt zu finden? Zuerst einmal, dass Städtehopping fad ist. Lieber eine Woche New York als zwei Tage Las Vegas, drei Tage San Francisco und zwei Tage Los Angeles. Sogar für die 120.000-Einwohnerstadt Innsbruck sind zwei Nächte zu wenig. Vor allem aber ist einheimischer Rat wertvoll. Ob Lonely Planet oder die Schwarmintelligenz sozialer Netzwerke wie Qype. So richtig überzeugt hat beides nicht. Qype zumindest mehr als der Reiseführer. Überhaupt muss man gar nicht reisen, um Neues zu sehen. Schlagen Sie einfach einen Innsbruck-Führer auf und Sie werden staunen. Lauter Sehenswürdigkeiten und Restaurants, in denen Sie seit Jahren nicht gewesen sind. q

„Lonely Planet Austria – Country Guide“, 2011 www.qype.com

© FLO SEIDL

Was lernen wir? Was heißt es für uns, wenn wir merken, dass es sogar mit dem Lonely Planet oder

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QUERKOPF UND SCHLICHTER. Heiner Geißler hat Verständnis für Wutbürger und setzt sich für Krankenschwestern ein.

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Der ehemalige CDU-Minister Heiner Geißler wurde in seinem Leben schon vieles genannt, Querkopf gehört zu den harmloseren Zuschreibungen. Mit 6020 sprach er am Rande des Wirtschaftsdialoges der Tiroler Sparkasse über seine Sympathien für die Wutbürger. INTERVIEW: SONJA KAINZ

Ein Bahnhofsbau hat mitten im wohlhabenden Deutschland eine bürgerkriegsähnliche Situation heraufbeschworen. Wie kann man in Zukunft derartige Eskalationen verhindern? In Deutschland muss die Demokratie ergänzt werden durch eine direkte Bürgerbeteiligung. Das ist die Erkenntnis, die man aus Stuttgart 21 ziehen muss. Das wird man bei zukünftigen Projekten berücksichtigen müssen. In den meisten Fällen wird es zwei Phasen geben. In einer ersten Phase wird

geklärt, ob man überhaupt einen neuen Bahnhof oder Flughafen braucht. Wenn die Leute ja sagen, dann müssen Alternativen zur Verfügung gestellt werden. Es muss natürlich auch die Nullvariante möglich sein, also dass nicht gebaut wird. Das muss die Bürokratie und die Obrigkeit in Deutschland erst einmal lernen.

„Die Rechthaberei, die Dogmenhuberei, verhindert oder verlangsamt vieles in der Politik.“ Sie haben während der öffentlichen Schlichtungen äußerst besonnen gewirkt, obwohl die Emotionen innerhalb dieses Prozesses mitunter sehr heftig ausfielen. Trügte der Schein? Nein, ich war tatsächlich ruhig. Es war spannend und auch ein schönes Erlebnis. Der Prozess war auch deshalb erfolgreich, weil die Leute Vertrauen zu mir gehabt haben.

Sie haben gesehen, dass auch die Gegner zu ihrem Recht gekommen sind. Blieben Sie auch dann noch ruhig, als Ihr Goebbels-Zitat „Wollt ihr den totalen Krieg“ medial für massive Kritik sorgte? Das war eine künstliche Aufregung. Ich wollte damit das Gegenteil von dem ausdrücken, was Goebbels wollte. Goebbels wollte die Leute aufhetzen, ich wollte die Leute zur Besinnung bringen. Das ist aufgeregter Betroffenheitsjournalismus, sonst nichts. Wie passt eigentlich Ihr Ruf als Friedenstifter mit der Tatsache zusammen, dass Sie auch als Querkopf bezeichnet werden? Über mich hat man noch ganz anderes gesagt. Ich bin immer ein Grenzgänger gewesen. Ich war immer der Auffassung, es gibt keine absolute Wahrheit in der Politik. Man muss akzeptieren, dass andere auch etwas Richtiges sagen. Das fällt anderen sehr schwer. Die Rechthaberei, die Dogmenhuberei, dass man immer nur das Weiße im Auge des Feindes sieht, verhindert oder verlangsamt vieles in der Politik. Hat man in der CDU oder überhaupt in der Politik mit dieser Einstellung nicht einen schweren Stand?

© 6020/BERGER

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err Geißler, die Volksabstimmung, bei der letztendlich Grünes Licht für den Bau von Stuttgart 21 gegeben wurde, jährt sich Ende November zum ersten Mal, Proteste gibt es nach wie vor. Haben Sie das Gefühl, dass Sie als Schlichter etwas bewirkt haben? HEINER GEISSLER: Ja, ganz sicher. Die Schlichtung war ja auch keine Schlichtung im eigentlichen Sinn, sondern es war ein Faktencheck. Die Stimmung war so aufgeheizt, auch wirklich gefährlich, dass Frieden gestiftet werden musste, und das wurde durch einen sehr einfachen, aber auch schwierig durchsetzbaren Grundsatz erreicht: Alle an einen Tisch und alles auf den Tisch. Alles vollzieht sich auf Augenhöhe.


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Es ist bequemer, mit den Wölfen zu heulen und im großen Strom mitzuschwimmen, aber dazu bin ich nicht geeignet. Das Problem ist immer: Inwieweit muss man als Politiker loyal sein? Loyal war ich eigentlich immer, ich war nur nie gehorsam. Man darf Loyalität nicht mit Gehorsam verwechseln. Meine erste Loyalität gilt den Menschen. Die zweite Loyalität gehört den Grundsätzen, für die man in der Politik eintritt, und die dritte Loyalität gehört erst den Personen. Viele sehen das total umgekehrt. Das finde ich absolut undemokratisch. Personenkult ist Führerkult. Konnten Sie die Wut der Menschen in Stuttgart damals eigentlich verstehen? Das Projekt schied die Geister. Für viele war es ein Symbol für die Frage, ob Deutschland noch zukunftsfähig ist. Für die anderen war es ein Symbol für eine Ökologisierung der Gesellschaft, in der nur noch die Kapitalinteressen zählen. In der konservativen Presse wurde nach der Volksabstimmung gesagt, dass dieses Ergebnis eine Niederlage für die verkappten Kommunisten, Pseudo-Terroristen, die nihilistischen Baumschützer, die frustrierten Veganer und was sie sonst noch alles genannt wurden, war. Eben das ist nicht der Fall. Die Leute, die auf die Straße gingen, die sogenannten Wutbürger, waren die Aufgeklärten, die sich kein X für ein O vormachen ließen. Ohne sie hätte es die Volksabstimmung gar nicht gegeben. Kann Wut eine konstruktive Kraft innerhalb der Gesellschaft sein? Nein, das würde ich nicht sagen, aber gerechter Zorn. Der hat schon eine Wirkung. Der Staat ging mit großer Härte gegen die Demonstranten in Stuttgart vor, auch Anhänger der Protestbewegung Occupy Wallstreet beklagten immer wieder die restriktive Vorgangsweise der Exekutive. Fühlt sich der Staat hier zu Recht bedroht? Der Staat befindet sich immer in einem Dilemma. Auf der einen Seite muss die Polizei das Demonstrationsrecht schützen, auf der anderen Seite müssen die Demonstranten Rechte anderer, wie das Eigentumsrecht, respektieren. Wenn die politische Führung aber sagt, gebt der Straße nicht nach, lasst euch nicht auf der Nase herumtanzen, dann kommt es zu solchen Eskalationen. Der Polizeieinsatz in Stuttgart war exzessiv und ist über das hinausgegangen, was notwendig gewesen wäre.

Gibt es auch etwas, wofür Sie auf die Straße gehen würden? Natürlich, ich habe auch schon demonstriert. Wahrscheinlich organisiere ich bald eine Demonstration der Krankenschwestern. Die Krankenschwestern kommen in dieser Gesellschaft immer unter die Räder, weil sie sich nämlich nicht wehren können. Man kann in der Politik nur etwas erreichen durch Streit, Druck, Widerstand und Repression. Alle diese Mittel können die Krankenschwestern nicht ausüben, weil sie vom Krankenbett nicht weg können. Das ist etwas, das ich gerne organisieren würde: Mit 30.000 Krankenschwestern durchs Brandenburger Tor marschieren. Vielen Dank für das Gespräch.

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Zur Person

Der 1930 in Oberdor f am Neckar gebo rene CDU-Politiker war schon vieles in seinem Leben: Novize des Jesuitenorden s, zuerst Philosophie-, dann Rechtswissen schaftsstudent, Richter, Bundesminist er für Jugend, Familie und Gesundheit, CDU-Generalsekretär und immer wied er Vermittler in Konfliktsituationen, wie etwas zwischen der Deutschen Telekom und der Gewerkschaf t verdi und zule tzt bei Stuttgar t 21. Seit 2007 ist er auße rdem Mitglied der globalisierungskrit ischen Bewegung ATTAC. Er ist verheiratet und hat drei Kinder, privat liebt er Bergsteigen und bezeichnet schnelle Autos als sein einziges Laster.


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AUF SCHNAPS FOLGT BIER. Neben dem Schnapsbrennen übt sich Arno Pauli seit kurzem auch in der Kunst des Bierbrauens.

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erhalt’s!

Im Marien-Wallfahrtsort Absam wird Bier gebraut. Ein EdelbrandSommelier versucht sich an Hopfen und Malz – mit Erfolg. VON NINA HEIZER

© 6020/KASER

„Der Erfolg des Biers liegt am Halltalerwasser, dem besten Wasser in Tirol.“


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Tiroler Brenn.Punkte

Veranstaltung der Tiroler Edelbrand Sommeliers am 20. Oktober ab 14 Uhr. Zwölf Sommeliers von Grins bis Fieberbrunn stellen sich als „Genussbotschaf ter der Edelbrände“ vor.

www.edelbrandsommelier.eu

A

bsam ist für vieles bekannt. Die Muttergottes kann auf einer Glasscheibe in der Basilika angeschaut und angebetet werden. Die JakobSteiner-Geigen haben es in die Welt und auf das Dorfwappen geschafft. Der Eingang in den Naturpark Karwendel liegt auf Gemeindegebiet. Für Bier war der Ort oberhalb von Hall bisher noch nicht bekannt. Das wird sich wohl bald ändern. Eigentlich ist Arno Pauli gelernter Tischler, Krankenpfleger, Edelbrand-Sommelier und Brenner. Seine Schnäpse sind preisgekrönt und mehrfach ausgezeichnet worden. Das Grundwissen über das Brennen hat er von seinem Schwiegervater erhalten. „Er hat schon viel gewusst, aber ich wollte immer noch mehr wissen. Daher habe ich mich für eine berufsbegleitende Ausbildung in Deutschland entschieden“, sagt er. Im Zuge der Schulung kam ihm auch die Idee, Getreide in seine Brände einzumeischen. „Die Stärke aus dem Korn zu holen, dass nur mehr der Zucker zum Vergären übrigbleibt, ist in Tirol nicht üblich“, sagt der Brenner.

Der Traum von der Brauerei. Der Traum einer eigenen Brauerei hört nicht auf. Immerhin hat er die Tochter des Dorfgasthauses Ebner geheiratet und „das Gasthaus braucht seine eigene Brauerei“, sagt Pauli. Daher machte er sich auf die Suche nach einer geeigneten Anlage. Über einen Umweg in Oberösterreich wurde er auf das Wipptaler Tennenbräu und Sepp Hutter aufmerksam. Dieser übernahm das Bierbrauen und Arno Pauli stellte daraus den Bierbrand her. „Somit war die Idee der eigenen Brauerei wieder gestorben“, sagt er. Bis zum vergangenen Jahr, als Hutter in Pension ging und Pauli

fragte, ob er die Brauerei nicht übernehmen wolle. Obwohl die Zeitressourcen und Nerven gerade bei der Sanierung des Elternhauses in der Haller Altstadt aufgebraucht waren, sagte er zu. „Es war eine gute Gelegenheit, meinen Traum doch noch zu verwirklichen“, sagt der 42-Jährige. Die Platzierung für Kessel und Co. war bald geklärt. Der alte Tanzsaal des Gasthauses war seit einigen Jahren ungenützt und innerhalb von drei Monaten zu einer Brauerei umgebaut. „Am 1. Juni 2012 haben wir hier zum ersten Mal Bier gebraut“, sagt Pauli, „seit dem 2. Juli ist es im Verkauf erhältlich.“ Zwei Sorten bietet der Wahlabsamer an: ein naturtrübes Vollbier und ein naturtrübes Weizenbier. Beide finden großen Anklang. „Das liegt natürlich vor allem am guten Halltalerwasser, dem besten Wasser in Tirol“, sagt er.

Almdudler statt Bier. Am Anfang sei er immer nach den Abnehmern gefragt worden. Doch Pauli wollte das Bier zuerst machen, kosten, für gut befinden und dann vermarkten. Mit dem Produkt beginnen, nicht mit den Verträgen. Jetzt verkauft er alles ab Hof an den Endverbraucher. Auch in einigen Gasthäusern ist es schon erhältlich. Ein- bis zweimal die Woche werden die Kessel angeworfen und das Bier gebraut. Da es sich um naturtrübes Bier handelt, ist es nur bis zu sechs Wochen haltbar. „Es bleibt eine Spur Hefe drin, die nicht warm werden sollte, sonst gärt sie weiter“, sagt er. Bis zum 1. November soll ein Bockbier fertig sein. In der Zukunft will er jeden Monat ein „Monatsbier“ brauen. „Ich bin auch in der Brennerei sehr experimentierfreudig“, sagt er. Am 20. Oktober veranstaltet er mit dem Verein der Tiroler Edelbrand Sommeliers einen „Tiroler Brenn.Punkt“-Tag.

Zwölf der 27 Mitglieder machen mit und öffnen ihre Brenntüren dem Publikum. Auch die Brennerei Ebner. Die Brennerei im Absamer Dorfzentrum gibt es seit 1933. Bis 2004 führte sie Paulis Schwiegervater, nach dem Kauf eines neuen Brennkessels übernahm der Junge. Über 34 verschiedene Schnapssorten stellt Pauli inzwischen her. Einen eigenen Liebling hat er nicht. „Ich trinke je nach Stimmung, mal die eine gern, mal die andere. Wenn sie gut gemacht sind, mag ich sie alle“, sagt er. Seine Frau Helene hat er klassisch im Gasthaus Ebner kennen gelernt. Durch seine Ausbildung zum Tischler bei einem Absamer Unternehmen trat er den Absamer Matschgerern bei. An den Samstagabenden im Fasching begann die Tour der Perchten im Ebner, wo Helene in der Küche arbeitete. „Ich trank immer einen Almdudler“, sagt er, „wir kamen ins Gespräch, gingen auf ein erstes Date und daraus hat sich Liebe entwickelt.“ Hätte Pauli damals Bier getrunken, wäre er nie in Helenes Auswahl gekommen, sagt sie noch heute. „Und jetzt braue ich es“, lacht er. q

Die Biersorten:

Ebner Gold: Naturtrübes Bier Ebner Weizen: Klassisches Weizenbier

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Willkommen in the USE 10. Oktober 2050 – Morgendämmerung. JoeSepp mag nicht aufstehen. Doch heute ist Wahl zum EuroParl, und er will sich erst einen Überblick verschaffen. Schließlich hat er nur bis 10 Uhr Zeit, um sein VotingLog neu zu konfigurieren. Diesmal will er das unbedingt tun. Denn 2049 hat ihn die Demokratie-Nachschulung locker zweieinhalb Tage gekostet. Nur weil er am 10. Oktober 2049 erst verschlafen hat und dann lieber aufs TirolMilchJoch gegangen ist, statt seine Second Chance von 12 bis 14 Uhr zu nutzen. Aber damals war Sonntag, und heute ist Montag: Also screent JoeSepp die List of Candidates für die Deputierten der Sektion AT3 ObSaTiVo in der Legislaturperiode 2051. von Peter Plaikner

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igentlich hat JoeSepp es satt, mit seinen 90 Jahren immer noch diesen Zirkus mitzumachen, den sie heute Demokratie nennen. Doch wenn er nicht zwangsfrühpensioniert werden will, muss er jetzt wohl seinen EyeEarChip aktivieren, um nach einer Stronagerin zu suchen. Er wird sie wieder wählen. Das sind die einzigen Lustigen im Brüsseler Parlament. Obwohl: Dass sie keine Männer als Candidate zulassen, stört ihn insgeheim. Aber wenn JoeSepp das sagt, droht wiederum die Zwangsruhestellung. Er möchte aber bis zum regulären Rentenstartalter 100 arbeiten. Das hält jung. Zuletzt hat ihm eine Frau im MPriceWebShop „keinen Tag mehr als 80“ gegeben. Das hat ihm gut getan, dem JoeSepp, der 120 werden will, wie der Durchschnitt der Männer in der Sektion AT3 ObSaTiVo. Jedes Mal, wenn er dieses Wort hört, ärgert er sich. So wie bei BolTreVerBre und KaSteSloFri. „Bergien“ oder „Alpistan“, JoeSepps Einreichungen für den Sektionsnamen, wären viel schöner gewesen – damals, als nach den abgeschafften Bundesländern auch ihre früheren Bezeichnungen gestrichen wurden.

Weder Bergien noch Alpistan. Aber den Oberösterreichern war Bergien und Alpistan nicht ausreichend Seen-bezogen, dann haben sich auch noch die Salzburger und schließlich die Vorarlberger quergelegt. Wäre es nach JoeSepp gegangen, hätte es diese Verbindung ohnehin nicht gegeben. Lieber hätte er den Namen TreBolTiKa in Kauf genommen und mit den Südtirolern, Trentinern fusioniert. Doch die wollten ja alle keinesfalls die Kärntner dabei haben. Nur wegen der paar Schulden. Deshalb lieber die Vorarlberger. Die selbst hätten allerdings Schweizer und Deutsche als Partner bevorzugt. Und da sie sich in ganz Europa kaum einigen konnten, haben EuroCom und EuroParl erst selbst die Fusionen auf Basis schon bestehender NUTS-1-Regionen vorgenommen und sie dann umbenannt, auch wenn sie wie ObSaTiVo exakt der alten „AT3 Westösterreich“ entsprechen. (Denn Nordösterreich gab es nicht. Dort läge Braunau.)

Revisionist und Ewigträumer haben sie ihn geschimpft, den JoeSepp, weil er es traurig fand, dass die Südtiroler seitdem mit Trentinern und den früheren italienischen Provinzen Brescia und Verona in einer Sektion sind. Die Jungen heute wissen das nicht mehr, kennen kaum noch die Namen. Immerhin sind sie schon seit 2023 abgeschafft, die alten nationalstaatlichen Bezeichnungen. Es gibt kein Österreich mehr und kein Italien; außer in historischer Erwähnung – wie das Heilige Römische Reich. Auch die Nennung der Ursprünge für die heutigen Abkürzungen ist schon seit 20 Jahren verboten. EuroCom und EuroParl haben so 2030 auf den neuen Regionalismus reagiert, der ähnlich gefährlich zu werden drohte wie davor der Nationalismus. Also auch kein Tirol mehr – und kein Kärnten.

Stronager und Austro-Wurzeln. JoeSepp glaubt ja bis heute, dass erst dort in Klagenfurt und dann in Wien zumindest die österreichischen Wurzeln für die Auflösung von Staaten und Ländern gelegt wurden. Als ein Landeshauptmann namens Dörfler behauptete, ein Parteikassier müsse die finanziellen Vorgänge in der Partei gar nicht genau kennen. Als ein Landwirtschaftsminister namens Berlakovich erklärte, er brauche nicht zu wissen, wem die Zeitung gehöre, in deren Impressum er steht. Als ein Bundeskanzler meinte, sich solchen Fragen nicht stellen zu müssen. Damals, 2012, begannen die Menschen am ganzen System zu zweifeln. Damals kamen zu den früheren Parteien (Christ- und Sozialdemokraten, Freiheitlichen und Grünen) die Neuen hinzu. Nicht wie zuvor die Liberalen ein paar Jahre – und dann weg. Sondern kurz da und flugs verschwunden. Sie hießen Wutbürger und Piraten, Mutbürger und Neos, Für Etwas, Pro Manches und Team Irgendwie. Daran erinnern heute nur noch die Stronager. Das ist eigentlich paradox. Denn ihren Namen haben sie eigentlich vom Gegenteil dessen, was sie sind – eine Frauenpartei mit Altersobergrenze 50 für alle Kandidatinnen, die die europäischen Sektionen „mit viel Gefühl“ neu ordnen will, für „Spaß am Streiten“, „Leidenschaft in der Politik“ und

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Damals, 2012, begannen die Menschen am ganzen System zu zweifeln. Damals kamen zu den früheren Parteien die Neuen hinzu. Sie hießen Für Etwas, Pro Manches und Team Irgendwie.

Deshalb ließen sie es sich schließlich gefallen – in Rom, Madrid und Lissabon ebenso wie in Stockholm, Den Haag und Tallin –, ihr Aufgehen in den USE, den United States of Europe. JoeSepp muss schmunzeln, wenn er daran denkt, wie konfliktfrei das abgelaufen ist; trotz aller gegenteiligen Befürchtungen. Da ist es dann schon viel heftiger zugegangen, als sie später die Länder und die Landesnamen gestrichen haben. Damals ist er auch protestieren gegangen: „Für Tirol“ stand auf seinem Transparent. Aber es hat alles nichts genutzt. Heute lebt er in AT3 ObSaTiVo.

Von Denglish bis zum Dialekt. „Lust an der Demokratie“ steht und „BottomUp“ statt „TopDown“ predigt. Das steht zwar im Gegensatz zum autoritären Zug, der Männer und Ältere ausschließt, aber schließlich hat ihr Namenspatron das auch so gemacht: ein widersprüchliches, krauses Gemisch von Ideen und Programmen, zusammengehalten bloß von der Leadership des Chefs. Frank Stronach hieß der Mann und war schon 80, als er 2012 das erste Mal angetreten ist. Sie haben ihn dann 2013 gleich gewählt – erst in Kärnten, dann in Österreich. Weil er so lustig war. Und reich. Also einer, der wusste, wie man zu Geld kommt. Und das haben sie damals dringend gebraucht. Nicht nur in Kärnten. Auch in Österreich. Und in ganz Europa.

United States of Europe (USE). Aber dann sind sie rundherum ausgeflippt, haben in Griechenland extrem Linke, in Finnland extrem Rechte und in Italien total Populistische gewählt – bis Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Spaßbremse gezogen haben. Durch ein Ultimatum an alle in Europa, verbunden mit der Selbstauflösung der Nationalstaaten. Und weil China sich zugleich in die Vereinigten Staaten von Asien integriert hat, war der Druck auf alle noch größer. Es sollte uns nicht gehen wie Indien und Japan, die an den Rand gedrängt wurden, weil sie aufs falsche Pferd gesetzt hatten.

Darum steht er jetzt auf und schaut sich via EyeEarChip die möglichen Deputiertinnen der Stronager für seine Sektion an. Damit es wieder anders wird. Dazu haben sich die Stronager gegründet. Lauter Frauen, die von sich sagten, sie seien keine Politikerinnen und wollten auch keine sein. Sie möchten bloß eine neue gesellschaftliche Struktur für die Menschen schaffen. Deshalb haben sie sich nach Stronach benannt. Er war der Letzte, der solche Umwälzungen bewirkt hat. Nicht durch seine Politik, sondern die pure Tatsache, dass auch so einer gewählt werden kann. Damit daraus kein Chaos wird, gibt es die Altersgrenze und Geschlechtsbeschränkung. Die Gegner der Stronager sagen, das sei alles komplett wirr und vollkommen unlogisch. Die Stronager sagen dann: Na und? 2039 haben sie schon durchgesetzt, dass alle alten Nationalsprachen systematisch mit englischen Versatzstücken angereichert werden müssen. Das hat sie zumindest in AT3 ObSaTiVo die Mehrheit gekostet. Doch sie sind klüger geworden: Erst wollten sie die sektoralen Dialekte als jeweils einzige Amtssprache einführen. Erst dadurch haben sie bemerkt, dass es diese nicht gibt. Also gehen sie nun einen Schritt weiter: Zurück zu den alten Bundesländern. Statt AT3 ObSaTiVo wieder Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und – vor allem – Tirol. Deshalb votet JoeSepp jetzt per Blinzelkontakt. Für die Stronagerin MaryMoidl. q


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70 HOTSPOTS. Für Studenten gibt‘s drahtloses Internet in ganz Innsbruck.

Drahtlos

in Innsbruck

Pünktlich zum Unibeginn können sich Studierende über ein cooles Angebot freuen: Wer sich für IKBnet entscheidet, kann 70 Wireless-Hotspots in der ganzen Stadt gratis nützen.

I

n Zeiten von iPhone 5, iPad und Laptop ist eine schnelle und idealerweise drahtlose Internetverbindung unverzichtbar. Das trifft vor allem auf Studenten zu: So gut wie jeder besitzt ein Smartphone, der Laptop kommt mit in die Vorlesung, außerdem will man auch noch das iPad benutzen, das vielleicht nur über WLAN funktioniert. Anstatt mit USB-Modems zu hantieren, in der Bibliothek „angekettet“ zu sein oder die Handyrechnung in die Höhe zu treiben, lohnt es sich, die aktuellen Herbstaktionen der IKB zu studieren.

Mehrere „Goodies“. Jeder, der sich jetzt im Herbst für einen Glasfaser- oder Breitbandanschluss bei IKBnet entscheidet, wird mit mehreren „Goodies“ belohnt. Gesurft wird bereits um 19,90 Euro pro Monat, die ersten drei Mo-

nate sind aufgrund der Aktion sogar gratis. Außerdem ist die Benutzung des WLANRouters kostenlos. Wer will, kann auch noch attraktive Zusatzprodukte wie ipTV, PrivateCloud-Dienste und Telefon (je nach technischer Verfügbarkeit) dazubuchen.

Wireless gratis. Das Beste von allem: Studenten können bei einer Neuanmeldung bei IKBnet das gesamte Angebot von Innsbruck Wireless gratis nützen. Innsbruck Wireless umfasst 70 Hotspots, die in der ganzen Stadt verteilt sind und Highspeed-Internet bieten. Das zahlt sich aus – ob mit dem Laptop an der Uni, mit dem Smartphone im Café oder mit dem iPad in der Nachbars-WG. Die Aktion ist bis 31. Dezember gültig, Bedingungen sind eine IKBnet-Neuanmeldung und ein gültiger Studentenausweis. q

Breitband oder Glasfaser? In den letzten Jahren hat die IKB ein 450 Kilometer langes Glasfasernetz in Innsbruck und den Umlandgemeinden errichtet. Die weitere Erschließung verläuft Schritt für Schritt, nach Stadtteilen und Versorgungsknoten gegliedert. Bei allen Neubauten werden nach Möglichkeit Lichtwellenleiter verlegt. Für alle, die das ultraschnelle Glasfaser-Internet noch nicht zur Verfügung haben, bietet IKBnet das schnelle BreitbandInternet in Innsbruck und Rum an. Bei einer hohen Anzahl von Breitband-Internet-Anschlüssen pro Wohnanlage ist eine Glasfaser-Versorgung leichter zu bewerkstelligen.

www.ikbnet.at


MARKET Tirol als Land der Forscher

FR ZIMMER

Während einer Einladung der Standortagentur Tirol und des CLUB TIROL in Wien wurde der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS) Prof. Christian Keuschnigg zum Tiroler des Jahres 2012 gewählt.

EI!

ZAHLEN, BITTE!

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© E & K PUBLIC RELATIONS

Für so viele Prozent der Ankünfte im heimischen Sommertourismus 2012 sind alleine die Gäste aus Deutschland und Österreich verantwortlich.

Landeshauptmann Günther Platter mit dem frisch gekürten „Tiroler des Jahres“ IhS-chef christian Keuschnigg und cLub-TIrOL-Präsident Julian hadschieff (v. l.)

D

er CLUB TIROL – ein hochka­ rätig besetztes Businessnetz­ werk für in Wien lebende Tiro­ lerinnen und Tiroler – vergab im Rahmen einer Einladung in der Wiener Hofburg heuer bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung „Tiroler/­in des Jah­ res“: Die begehrte Auszeichnung wurde an Prof. Christian Keuschnigg – seit Juni 2012 neuer Direktor des Instituts für hö­ here Studien (IHS) in Wien – vergeben. Laudatorin Dr. Barbara Kolm, Präsidentin des Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Centers, würdigte die Leistungen Keuschniggs in der Wis­ senschaft und seine Bedeutung als Na­ tionalökonom, der weit über die Grenzen Tirols und Österreichs hinaus Bekanntheit erlangt hat.

Tirol kein alpiner Ruhrpott. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Po­ litik, Kultur, Medien und Industrie waren der Einladung der Standortagentur Tirol

und des CLUB TIROL Ende September ge­ folgt. Unter den Gästen: Casinos­Austria­ Boss Dr. Karl Stoss, Handl­Tyrol­Chef KR Karl Handl und Wissenschaftsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Heiß diskutiert wur­ de an diesem Abend auch ein Statement des Landeshauptmanns Günther Platter: „Tirol kann und will kein alpiner Ruhrpott werden, aber wir sind in der Lage, das Land der Forscher zu werden.“

Ideale Rahmenbedingungen. Dass die Zeichen für Tirol als Forschungs­ und Wirtschaftsstandort günstig stehen, belegen auch die Daten der Standortagen­ tur Tirol. In einer Benchmarkinganalyse erreicht Tirol im Vergleich zu elf dynami­ schen europäischen Regionen – darunter Ingolstadt oder St. Gallen – den ersten Platz: fast 39.000 Unternehmen, über 300.000 Erwerbstätige, 4.500 aktive For­ scher/­innen. Mit 2,5 Prozent verzeichnet Tirol die niedrigste Arbeitslosenrate aller 271 EU­Regionen. q

Von den Zuwächsen in den ersten vier Monaten der Sommersaison haben vor allem die 4- und 5-Stern-hotellerie und die Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern profitiert. (Quelle: aPa-OTS Tourismuspresse)

ZITAT „Am Arbeitsplatz sollten sich charmante Bemerkungen ausschließlich auf Leistungen, Erfolge oder Teamfähigkeit beziehen. Komplimente, die sich auf das Aussehen beziehen, können riskant sein denn alles, was als Anmache interpretiert werden könnte, ist tabu.“ Die Kärntner Stil- und Etikettetrainerin Maria Th. radinger erkärt, wie Komplimente auch im businessbereich zu einem „gern angenommenen geschenk“ werden.

ivb.news

Mobilität – Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe informieren. Ab Seite 42


Stradivari zu gast im Musiksalon Gemeinsam mit Ö1 veranstaltet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am 5. November 2012 einen „Ö1 Musiksalon“ im Congress Innsbruck. ls Künstler, die sich an diesem Abend der musikalischen Form des Klavier­ trios widmen, sind Michaela Girardi, Janna Polyzoides und Matthias Bartholomey einge­ laden. Sie werden Werke von Haydn, Mendels­ sohn­Bartholdy ohn­Bartholdy und Schumann aufführen und Musikkenner zusätzlich mit einer besonderen Attraktion verwöhnen: Michaela Girardi spielt auf einer äußerst ßerst wertvollen Violine von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1716.

36 wertvolle Instrumente. Das Instrument stammt aus der Sammlung wertvoller Streich­ instrumente der OeNB, die mitt­ lerweile 36 Violinen, Violen und Violoncelli umfasst. Alle stammen von den renom­ miertesten Geigenbauern (u. a. Stradivari, Amati, Guarneri del Gesù), das älteste Instrument ist fast 500 Jahre alt. q

© OENB

A

hausbesuch Im November wird Gustav Kuhn – Gründer und Künstlerischer Leiter der Festspiele Erl – den Probenbetrieb im neuen architektonisch beeindruckenden Winterspielhaus eröffnen. Privat fühlt er sich in beinahe spartanischem Ambiente am wohlsten, wie er im neuen Bildband „Zum Beispiel Wohnen“ erzählt.

W

ohnen ist eine zutiefst per­ sönliche Sache. Kein Raum im Leben steht dem Menschen so nahe wie die eigene Wohnung. Die beiden Autoren Wojciech Czaja und Michael Hausenblas reisen quer durch Österreich, um für ihr Buch „Zum Beispiel Wohnen“ (Verlag Anton Pustet) Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wirtschaft da­ heim zu besuchen.

Gustavv Kuhn, Gründer und Künst­ lerischer Leiter der Festspiele Erl präsentiert in diesem Bildband sein spartanisch­eingerichtetes Kompo­ nierzimmer und entpuppt sich im Privaten als Liebhaber des Einfa­ chen, Schlichten. Weniger schlicht wird sein neues Winterspielhaus, dessen Orchestergraben an Größe sogar jenen der Wiener Staatsoper übertreffen soll. q

buddhas in den alpen Gewinnspiel 6020 und Four Seasons Travel verlosen:

2 Hin- & Retourtransfers Innsbruck – Flughafen München Kw: „reise“, Einsendeschluss: 5. 11. 2012 rechtsweg ausgeschlossen, keine barablöse

6020

Karl-Kapferer-Straße 5 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at

Bis 31. Oktober 2012 bietet sich in der Innsbrucker Hofburg die Gelegenheit, in die Welt des Himalaya und der Buddhas einzutauchen. Auf über 400 m² werden kostbare Statuen, tibetische Rollbilder und Ritualgegenstände gezeigt.

M

an bekommt sie in Möbelhäu­ sern, Baumärkten und Deko­ Läden: Längst haben Buddhas Einzug in die Tiroler Wohnzimmer gehalten. Doch was ist die ursprüngliche Be­ deutung buddhistischer Statuen und Abbildungen? Das will die Ausstellung „Raum und Freude – Die Buddhas in den Alpen“ erklären. Gezeigt werden

ca. 100 Exponate aus Tibet, Nepal und Indien, die aus einer der größ­ ten Sammlungen ihrer Art in Euro­ pa stammen und normalerweise nicht der Öffentlichkeit zugäng­ lich gemacht werden. Weitere Infos unter: www.statuenausstellung.at q


© DMAA

Der Ethik-Beirat des Raiffeisen-Ethik-Aktien-Fonds prämierte das Innsbrucker Uni-Projekt „Kleinbiogasanlagen in Burkina Faso“. ährlich prämiert der Ethik­Beirat des Raiffeisen­Ethik­Aktien­Fonds besondere Sozialprojekte. Auch in die­ sem Jahr gab es wieder Tiroler Preis­ träger: Dem Projekt der Universität Innsbruck „Kleinbiogasanlagen in Bur­ kina Faso“ wurde neben einer Aktion der Diözese Innsbruck der mit 6.750 Euro dotierte 2. Platz zuerkannt. Der mit 12.500 Euro dotierte erste Platz ging an eine Initiative der Caritas ge­ gen Menschenhandel. q

© RAIFFEISEN/TÜRTSCHER

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Ethik-Beirat des Raiffeisen-EthikAktien-Fonds prämierte Innsbrucker uni-Projekt „Kleinbiogasanlagen in burkina Faso“.

Die Nachhilfe

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Preis für besonderes Sozialprojekt

Innsbruck, Salurner Str. 18, 0512 / 570557 Hall, Stadtgraben 1, 05223 / 52737 scHwaz, Münchner Str. 46, 05242 / 61077

wörgl, Speckbacherstr. 8, 05332 / 77951 Telfs, Obermarktstr. 2, 05262 / 63376 w w w

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© RECHEIS

nudelherstellung mit Sonnenkraft Der Tiroler Teigwarenhersteller Recheis nutzt seit August mehr als 1.000 m² Dachfläche für die alternative Energiegewinnung mittels eigener Photovoltaikanlage.

S

eit August speist die neue Photo­ voltaikanlage des Tiroler Teigwa­ renherstellers rund 175.000 kWh/Jahr in das öffentliche Netz ein. Das entspricht in etwa dem Jahresstrombedarf von 50 Haushalten.

Großes Investitionsvolumen. Recheis investierte über 330.000 Euro in die neue Anlage, die Bauzeit betrug rund einen Monat. Das hauseigene „Son­ nenkraftwerk“ ist inzwischen auch Öko­ Tankstelle für den neuen Elektromobil­ Fuhrpark des Nudelherstellers aus Hall. Recheis ist österreichischer Marktfüh­ rer und produziert jährlich rund 15.000 Tonnen Teigwaren. Der Umsatz lag im Ge­ schäftsjahr 2011 bei 28 Millionen Euro. q

Das Defner-Kunstwerk in der Filiale Axams zeigt eine collage von ortstypischen Zimmermannsarbeiten.

Kunstvoll sparen Die neue Axamer Sparkassen-Filiale punktet mit Foto-Kunst von Klaus Defner.

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ank innovativer Architektur wird den Sparkassenkunden in Axams der Bankbesuch künftig noch angenehmer ge­ macht. Die regionale Verankerung der Spar­ kasse wird mittels eines großformatigen Kunstwerks des Fotografen Klaus Defner veranschaulicht. Defner hat Motive aus der Region zu einem spannenden Sujet verar­ beitet, das stimmig in das Architekturkon­ zept der neuen Filiale integriert wurde. Das Motiv in der Filiale Axams zeigt eine Collage

Vom hirschgeweih zum businesslook

von ortstypischen Zimmermannsarbeiten, die man in den Fassaden der Axamer Bau­ ernhäuser findet.

Durchdachte Neugestaltung. Im Zuge der Neugestaltung der Filiale Axams wurden mehrere Beratungsräume geschaffen, die Bankgeschäfte in diskreter und angenehmer Atmosphäre ermöglichen. Um dem ländlichen Charakter der Regi­ on Mittelgebirge gerecht zu werden – ein

Das Hirschgeweih ist Teil der neuen Winterkollektion von crystalp Jewellery.

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lpiner Lebensstil mit Jagd­ und Alpin­ themen, Business Look, Talismän­ ner und die Farbkombination black & red sind die bestimmenden Designthemen der neuen Crystalp Jewellery Winterkollektion 2012/2013. Insgesamt umfasst die Crystalp Kollektion mehr als 1.000 Teile. Zweimal pro Jahr wird die Kollektion um rund 200 neue Schmuckstücke ergänzt.

Über Crystalp. Nach mehr als 20 Jahren im Swarovski Ma­

nagement gründete Walter Pfeifer im Jahr 2001 die Firma Crystalp. Bereits drei Jahre nach Gründung übersiedelt das Unterneh­ men mit 20 Mitarbeitern in ein größeres Firmengebäude. Abnehmer von Crystalp Schmuck mit Swarovski­Elementen sind Schmuckhändler in Österreich, Deutsch­ land, Schweiz, Italien sowie Kunden aus Mittel­ und Osteuropa, Russland, Arabische Emirate, Australien und Neuseeland. Die Schmuckstücke werden in Wattens entwor­ fen und endgefertigt. q

© CRYSTALP JEWELLERY

Der Tiroler Schmuckhersteller Crystalp Jewellery präsentiert seine aktuelle Winterkollektion.


Tirol heißt Indien willkommen

© TIROL WERBUNG

© KLAUS DEFNER

Mit über 1,2 Milliarden Einwohnern und einer rasch wachsenden Wirtschaft ist Indien einer der wichtigsten Hoffnungsmärkte für die Tourismusbranche. Um diese neue Gästeschicht langfristig für sich zu gewinnen, hat die Tirol Werbung einen Ratgeber für heimische Gastgeber entwickelt.

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erade für Tirol, das unter Indern auf­ grund seiner gebirgigen Landschaft als paradiesisches Reiseziel gilt, sind Gäste vom Subkontinent ein Herkunftsmarkt mit großem Zukunftspotenzial. Derzeit verbrin­ gen rund zehn Millionen Inder ihre Ferien im Ausland. Bis zum Jahr 2020 wird diese Zahl laut Schätzungen der Marktforschungs­ gesellschaft Euromonitor auf 50 Millionen

Gutteil der Bankkunden kommt mit dem Auto –, wurden zudem die Parkmöglich­ keiten vor der neuen Sparkassen­Filiale Axams erweitert. Beim Umbau wurde auch darauf geachtet, den gesamten Bereich der Filiale barrierefrei zu gestalten. q

anwachsen. Schon jetzt verzeichnet Tirol jährlich enorme Zuwächse unter den indi­ schen Gästen. Waren es im Jahr 2000 noch rund 15.000 Gäste aus Indien, so stieg diese Zahl bis 2010 auf rund 40.000. Der indische Gast schätzt persönliche Betreuung und legt Wert darauf, dass Gastgeber auf gewis­ se Vorlieben eingehen.

Rücksicht auf kulturelle Besonderheiten. Die Tirol Werbung hat deshalb mit „Tirol welcomes India“ einen praktischen Ratge­ ber für Gastgeber erstellt. Er fasst die wich­ tigsten Regeln im Umgang mit indischen Gästen zusammen und behandelt die Be­ sonderheiten der indischen Kultur, Religion und Mentalität. Der neue Folder ist ab sofort bei der Tirol Werbung erhältlich. q

Studierende denken oft nicht an Versicherung Über 4.000 junge Menschen beginnen heuer ihr Studium an der Universität Innsbruck. Der Beginn des Studentenlebens ist für viele zugleich der Schritt in die Selbstständigkeit mit eigenen vier Wänden. An eine Versicherung denken dabei die wenigsten, wie eine Befragung der Tiroler Versicherung zeigt.

© TIROLER VERSICHERUNG

A

bgenabelt von zu Hause beginnt für viele Studienanfänger mit einer eige­ nen Wohnung oder Wohngemeinschaft ein neuer Lebensabschnitt. Bei Studienantritt sollte der Student allerdings unbedingt klären, ob er durch die neue Wohnsituati­ on noch bei seinen Eltern mitversichert ist. Wenn nicht, empfiehlt die Tiroler Versiche­ rung eine Haushaltsversicherung mit Sport­ und Privathaftpflichtversicherung. So ist der Student versichert, wenn in den eigenen vier Wänden etwas passiert, aber auch,

wenn jemand anderem Schaden – auch Per­ sonenschaden – zugefügt wird.

Fahrrad versichert. Auch das Fahrrad – der beste Freund je­ des Studenten – ist durch die Haushalts­ versicherung in der Wohnung sowie abge­ sperrt in dazugehörigen Räumlichkeiten vor Schaden oder Diebstahl geschützt. Dazu zählen das Stiegenhaus, der Ge­ meinschaftskeller sowie auch der Geh­ steig vor der Wohnung. q

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werbung

Es läuft was schief, wir brauchen mehr Verteilungsgerechtigkeit! „Alle müssen ihren Beitrag leisten“, verlangt AK-Präsident Erwin Zangerl im Gespräch mit 6020. „Es läuft etwas schief, denn derzeit tragen die Beschäftigten den Hauptteil aller Lasten und das Vermögen konzentriert sich immer stärker auf wenige.“ den. Wir brauchen eine neue Solidarität untereinander. Dazu gehört der so wichtige gesellschaftliche Ausgleich, für den die Lan­ despolitik sorgen könnte. Daher erwarten wir, dass offengelegt wird, wer welche För­ derungen bekommt. Wohin fließen die Steu­ ergelder, die zu immerhin 80 Prozent von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erwirtschaftet wurden.

Wo liegen die extremsten Schieflagen? Denken Sie an das Unrecht bei den Agrarge­ meinschaften. Hier werden viele Millionen Euro den Gemeinden vorenthalten. Geld, das diese für die Bürger dringend brauchen würden: für den Ausbau der Kinderbetreu­ ung, für die Altenpflege, für wichtige Maß­ AK-Präsident Erwin Zangerl: „Die Preise explodieren, die Löhne stagnieren“. nahmen der Infrastruktur. Oder reden wir endlich offen über die Privilegien der Ag­ ab der 8. Schulstufe ausgesprochen, weil rarfunktionäre. Während die kleinen Land­ Was gehört Ihrer Meinung nach die Selektion ab der 4. Schulstufe viel zu wirte und Nebenerwerbsbauern täglich ums verändert? Überleben kämpfen, fließen zig Millionen an Zangerl: Als Wichtigstes sollten sich Politik früh erfolgt. Förderungen an Großbauern, in Verbände, und Verwaltung mit der gesellschaftlichen diverse Vermarktungseinrichtungen und Realität beschäftigen und danach handeln. Wie sehen Sie die sozial- und wirtun­durch­sichtige Strukturen, von denen der Tirol gehört endlich für die Menschen zu­ schaftspolitische Situation in Tirol? kunftsfähig gemacht. Wir brauchen Investiti­ Das Land steht wirtschaftlich gut da. Da­ Neben­erwerbsbauer am wenigsten hat. Oder die steuerliche Benachteiligung der onen in Wissenschaft und Forschung genau­ für haben die 300.000 Arbeitnehmerin­ so wie hochwertige Betriebsansiedelungen. nen und Arbeitnehmer mit ihrem Einsatz Arbeitnehmer und Pensionisten: Stellen Sie In einigen Regionen ist es fünf vor zwölf. und ihrer Leistungsbereitschaft gesorgt. sich vor, auch die Arbeitnehmer könnten sich ihr Einkommen bis zu einer Höhe Wir benötigen dringend gute Ganz­ von 100.000 Euro steuerlich pauscha­ jahres- und Vollzeit-Arbeitsplätze. Es „Es ist in Tirol fast unmöglich, sich als müssen aber auch die Rahmenbe­ Arbeitnehmer Vermögen zu schaffen oder sich lieren lassen, wie dies in der Landwirt­ schaft möglich ist. Oder an die unter­ dingungen so gestaltet werden, dass gar ein Häuschen zu leisten.“ Erwin Zangerl schiedlichen Besteuerungen bei der sie einer modernen Arbeitsgesell­ schaft entsprechen: Kinderbetreuung, schu­ Doch es läuft etwas schief. Die Beschäftig­ Grundsteuer. Oder denken Sie daran, dass lische Nachmittagsbetreuung, aber auch ten arbeiten hart und müssen mit vielerlei es in Tirol einem Arbeitnehmer praktisch neue Schul­modelle. Problemen kämpfen. Das beginnt bei den unmöglich gemacht wird, sich Grünland zu Ich begrüße deshalb die Initiative von LH niedrigen Einkommen und den teuren Le­ kaufen, um für den Eigenbedarf und die Fa­ Platter und den Ruf nach einer gemeinsa­ benshaltungskosten in Tirol. Das setzt sich milie Gemüse oder Obst anzubauen. Tatsa­ men Schule bis 14 Jahre, wie dies in vielen fort bei extremen Wohnungs- und Grund­ che ist, dass es in Tirol immer schwieriger anderen Ländern üblich ist. Wir haben uns stückspreisen, höchster Steuerbelastung wird, sich als Arbeitnehmer selbst Vermö­ gemeinsam mit den Sozialpartnern schon und es findet seinen Gipfel darin, dass die gen zu schaffen, oder sich gar ein Häuschen lange für eine gemeinsame Schule bis zum Tiroler Beschäftigten im Vergleich zu an­ zu leisten. Dinge, die in Ost- und Süd-Öster­ 14. Lebensjahr und die weitere Schulwahl deren Gruppen massiv benachteiligt wer­ reich eigentlich selbstverständlich sind. q


wErbung

rundum gut versorgt mit Erdgas Erdgas punktet durch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und lässt sich sehr effizient und komfortabel einsetzen. Die TIGAS hat im Jahr 2012 anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Erdgas in Tirol“ die bisherigen Förderungen um 25 Prozent erhöht!

E

rdgas bringt besonders in Bezug auf die Umwelt beste Voraussetzungen mit: Die Lieferung des Energieträgers er­ folgt unterirdisch und ohne Belastung der Umwelt und der Verkehrswege. Bei der Verbrennung entstehen weder Rußpartikel noch Feinstaub und die CO2 ­Emissionen sind vergleichsweise gering.

Brennwerttechnik spart Geld und Energie. Für jeden Einsatzbereich gibt es moderne platz­ und energiesparende Gasgeräte. Eine besonders einfache, wirtschaftliche und preiswerte Lösung sind Erdgasbrennwertge­ räte, die höchste Wirkungsgrade erziehlen.

25 Jahre Erdgas in Tirol. Mit dem Bau der Inntal­Hochdruckleitung im Jahr 1987 wurde der Grundstein für eine Erdgasversorgung in Tirol gelegt. Heute

versorgt die TIGAS über 80.000 Haushalte, Gewerbe­ und Industriekunden in mehr als 140 Tiroler Gemeinden.

TIGAS-Förderprogramm 2012. • Umstellprämie 25plus: Bei Umstellung einer bestehenden Heizanlage auf Erd­ gas: 500 Euro (bei Mehrfamilienhäusern 250 Euro pro Wohneinheit) • Energiesparbonus 25plus: Bei erstmaliger Erdgasbezugsaufnahme und Einbau eines Brennwertgerätes: 750 Euro (bei Mehrfa­ milienhäusern 375 Euro pro Wohneinheit) • Umweltprämie 25plus: Für den Einsatz von Erdgas­Brennwertgeräten und den Austausch konventioneller Erdgashei­ zungsgeräte gegen Erdgasbrennwertge­ räte: 250 Euro je Zählpunkt. • Erdgaswärmepumpenförderung: Bei Einbau einer Erdgaswärmepumpe: 600–6000 Euro (abhängig von der Anschlussleistung) q

Erdgasgeräte können im gesamten wohnbereich aufgestellt werden.

Kontakt Informationen unter 0800/828829 oder www.tigas.at

wErbung

günstige Tickets zu unI und Fh Für viele Student/-innen beginnt mit dem Wintersemester 2012/2013 erstmals die Universität oder die Fachhochschule. Vom VVT gibt es für das Studium die günstige Mobilität: Semester-Tickets, die unabhängig vom Bezug der Familienbeihilfe und der Staatsbürgerschaft erhältlich sind. keine Voraussetzungen. Alle Bezieher/­innen von Stipendien können einen Fahrtkosten­ zuschuss beantragen. Die Höhe des Zu­ schusses orientiert sich an der Fahrtstrecke zwischen Wohn­ und Studienort. Erhältlich ist der Antrag zur Förderung des VVT Se­ mester­Tickets / Innsbruck Ticket Student im Büro der Stipendienstelle Innsbruck, im VVT KundenCenter am Bahnhof Innsbruck oder im IVB Kundencenter. q

G

ünstige Mobilität: Das bietet das Se­ mester­Ticket für die Region bzw. das Innsbruck­Ticket Student für die Kernzone. Das Ticket kann von allen, die jünger als 27 Jahre alt sind, erworben werden. Im Herbst­ semester ist das Ticket sechs Monate lang bis Feber gültig. Student/­innen haben zudem die Möglichkeit, regionale Zonen zu gewünschten Fahrzielen dazuzukaufen. So

kann man mit dem Semester­Ticket auch in der Freizeit zum Sport, Wandern, ins Kino oder zu anderen Aktivitäten fahren.

Voraussetzungen und Förderungen. Voraussetzungen für den Erwerb des Ti­ ckets sind eine Inskriptionsbestätigung und ein Lichtbildausweis. Der Bezug der Famili­ enbeihilfe und die Staatsbürgerschaft sind

Weitere Informationen

VVT Kundencenter unter www.vvt.at Servicetel.: +43 / (0) 512 / 56 16 16 IVb-Kundencenter unter www.ivb.at Servicetel.: +43 / (0) 512 / 53 07-500

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nicht mehr ausreichen, springt das neueste GPS­Equipment ein und garantiert eine entspannte Anreise zum Flughafen.

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Schalter, die in beiden Terminals allseits bekannte Treffpunkte sind. Nach durchschnittlich 20 Minuten Wartezeit beginnt dann schon die Fahrt im klimatisier­ ten Sammelshuttle zu Ihrem trauten Heim. Sie können natür­ lich auch weitere, noch beque­ mere Reiseklassen buchen.

sind selbstverständlich. Die Fahrt für bis zu drei Passagie­ re erfolgt natürlich ohne jeden weiteren Zwischenstopp bis zu Ihrem Ziel: Bequemer und stil­ voller geht nicht! q

Privat-Transfer. Im Privat-Transfer haben Sie einen unserer Minibusse für sich allein (bis zu acht Perso­ nen). Sie werden direkt von Zu­ hause bzw. beim Ankunftsgate mit Namensschild von Ihrem Chauffeur abgeholt und reisen ohne jede Wartezeit und ohne Zwischenstopps zu Ihrem Ziel.

Neu: Four Seasons First. Four Seasons First ist ab De­ zember 2012 unser brandneu­ es Angebot für Urlauber mit gehobenem Reiseanspruch. Hier wird der Transfer von und nach Tirol zu einem First-ClassLuxuserlebnis: Sie nehmen in Ihrer Luxuslimousine Platz und reisen in edlem, vollklima­ tisiertem Ambiente – WLAN und Bordverpflegung (frische Snacks und gekühlte Getränke)

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Die würze des Lebens SPAR präsentiert vier neue Salze.

B

ereits in der Antike wurde Salz das „weiße Gold“ genannt, bei SPAR erlebt das beliebte Gewürz in diesem Herbst eine wahre Hochsaison: Neben den Kräutersal­ zen von SPAR Vital und SPAR Natur*pur so­ wie dem neuen S­BUDGET Alpensalz bringt die SPAR­Qualitätsmarke erstmals auch ein unjodiertes Salz in die Regale. Dieses eignet sich speziell für alle Salzliebhaber, die gerne auf Jod, nicht aber auf vollen Geschmack verzichten möchten. q

2.000 Euro für die roten nasen Tirol

SPar mischt den Energy-Drink-Markt auf SPar-geschäftsführer Dr. christof rissbacher gemeinsam mit anna und Lena reisch und bernd Fankhauser von den roten nasen Tirol (v. l.).

A

nlässlich des traditionellen SPAR­Mitar­ beiter­Grillfestes überreichte Dr. Chris­ tof Rissbacher, Geschäftsführer von SPAR Wörgl eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an Mag. Bernd Fankhauser alias Dr. Claus von den Roten Nasen Tirol. Das Geld entstammt einer Verkaufsaktion mit TANN­Produkten. q

Rote Nasen Tirol:

Die roten nasen erleichtern kranken und leidenden Kindern den aufenthalt in Krankenhäusern und Kliniken. Sie geben ihnen durch unbeschwertes Lachen Lebensmut und Kraft für das gesundwerden: eine Einrichtung und Idee, die SPar sehr gerne unterstützt.

Der S-BUDGET Energy Drink ist seit seiner Einführung Ende 2008 so richtig abgehoben. Längst ist die kultige, grüne Dose mit den Tannen der beliebteste Energy Drink bei SPAR. Jetzt gibt es ihn auch in den erfrischenden Geschmacksrichtungen Cranberry, Limette und Heidelbeere.

D

ie drei neuen Sorten Cranberry, Limette und Heidelbeere über­ raschen nicht nur aufgrund ihres fruchtigen Geschmacks und des unvergleichbar niedrigen Preises von 0,49 Euro. Das knallige und kultige Design der 250­ml­Dosen in den Farben grün, rot und violett sticht aus den Regalen hervor und ist ein richtiger Hingucker. Eisgekühlt sind sie nicht nur pur ein Genuss, sondern eignen sich auch perfekt zum Verfeinern von diver­ sen Getränken. Der S­BUDGET Energy Drink „Special Edi­ tion“ in den Sorten Cranberry, Limette und

Heidelbeere ist seit 22. August in den Rega­ len von SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR in ganz Österreich zu finden.

S-BUDGET-Partys ab Herbst. Die drei bestehenden, äußerst beliebten S­BUDGET Energy­ Drink­Sorten „Classic“, „Sugar­ free“ und „Energy Cola“ wird es selbstverständlich weiterhin zu kaufen geben. Bei den S­BUD­ GET­Partys, die ab Herbst wieder starten, gibt es die kultigen Drinks gratis für alle Partygäste! q


aktiver Klimaschutz mit regionalen Köstlichkeiten: Eisbergsalat, Karotten oder auch Chinakohl aus klimaschonendem Humus-Anbau gibt es exklusiv bei SPAR Tirol. In den kommenden Monaten sind insgesamt bis zu sechs verschiedene Humus-Gemüsesorten in den Tiroler SPAR-, EUROSPARund INTERSPAR-Märkten zu finden.

S

eit jeher legt SPAR Wert auf regionale Lieferanten. Vor allem bei Obst und Gemüse wird versucht, nahezu den gesam­ ten Bedarf mit Produkten aus der Region zu decken. Mit Humus­Gemüse aus Thaur geht SPAR nun noch einen Schritt weiter und bie­ ten Kundinnen und Kunden eine köstliche und gesunde Möglichkeit, sich aktiv am Kli­ maschutz zu beteiligen.

© SPAR (ALLE)

Humusboden speichert CO2 und schont das Klima. Durch Humusaufbau wird die CO2 ­Speicher­ kapazität des Bodens erhöht. Bis zu 50 Ton­ nen CO2 pro Hektar und Jahr können auf

Durch den Verkauf von humus-gemüse unterstützt SPar zudem die Tiroler Landwirtschaft – Josef wopfner aus Thaur baut den Klimakohl für SPar an. diese Weise gebunden werden. Landwirt­ schaftliche Anbauflächen und die darauf gewachsenen Produkte entlasten somit das Klima. Zudem werden Böden durch Humus fruchtbarer, gesünder und ertragreicher. Durch den Verkauf von Humus­Gemüse

unterstützt SPAR zudem die Tiroler Land­ wirtschaft. Auch Humus­Gemüsebauer Jo­ sef Wopfner aus Thaur sieht dies ähnlich: „Durch den Anbau von Humus­Gemüse ver­ bessere ich als Bauer die Bodenqualität und auch die Bodenfruchtbarkeit.“ q

goldregen für Tann wörgl Beim 19. internationalen Fachwettbewerb für Fleisch- und Wurstwaren in Wels konnten 14 Tiroler TANN-Produkte die begehrte Goldmedaille erringen.

E

ine internationale Jury beurteilte Fleisch­ und Wurstwaren nach Kriterien wie „äußerliche Beschaffenheit“, „Ausse­ hen und Farbe im Anschnitt“, „Geruch und Geschmack“, „Zusammenstellung der Ver­ arbeitungsmaterialien“ und „Verarbeitung“. Mit Gold ausgezeichnet wurden 2012 unter anderem Frankfurter, Extrawurst und Quali­ tät Tirol Edelbrater von TANN Wörgl.

SPar-geschäftsführer Dr. christof rissbacher (links) und anton Loschat, Leiter des Tann-betriebes in wörgl sind stolz auf die gold-auszeichnungen.

Ausschließlich Fleisch aus Österreich. Basis für das hervorragende Abschneiden der Tiroler TANN­Wurstwaren ist eine stren­ ge Qualitätskontrolle: Der TANN­Betrieb in

Hundertprozentig TANN

Seit 1963 produziert SPar unter der Marke Tann Fleisch und wurstspezialitäten. heute ist Tann der größte Fleischverarbeiter und wurstproduzent Österreichs. auf das aMa-gütesiegel mit 100-prozentig österreichischer herkunftsgarantie setzt Tann seit 1994. bei Tann wörgl sind rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Wörgl bezieht das Fleisch ausschließlich von österreichischen Lieferanten. Zudem ist TANN der größte AMA­Gütesiegel­Wurst­ produzent Österreichs. q

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Entgeltliche Einschaltung

ivb.news

Drei Seiten Mobilität

Bessere Anbindung für Amras Ab 26.10. fährt die Linie 3 bis zur Philippine-Welser-Straße. Am 26.10.2012 ist es so weit: Die Linie 3 in der Philippine-

sätzlichen Parkflächen neu gestaltet. Außerdem sorgt ein

Welser-Straße geht in Betrieb. Alle erforderlichen Bau­

geregelter Fußgängerübergang bei der neuen Endhaltestelle

arbeiten sind bis dahin abgeschlossen, die Tram wird im

für mehr Sicherheit.

10-Minuten-Takt zwischen Zentrum und Philippine-Welser-

Die IVB möchten alle AmraserInnen zum Eröffnungsfest

Straße verkehren.

einladen und sich auf diesem Weg für die Geduld und das

Vorteile für den Stadtteil Amras gibt es viele: Die Anbindung

Verständnis während der Bauzeit bedanken: Am 26.10.2012

an das öffentliche Verkehrsnetz rückt näher an den Orts-

um 11:00 Uhr wird die Streckenerweiterung der Linie 3 in

kern, da die Endhaltestelle verlegt wurde. Diese ist nun ein

der Philippine-Welser-Straße im Bereich der neuen Endhal-

Kopfbahnhof mit zwei barrierefreien Außenbahnsteigen.

testelle feierlich von Frau Bürgermeisterin Christine Oppitz-

Auch die alte Wendeschleife wird mit Begrünung und zu-

Plörer eröffnet.


Entgeltliche Einschaltung

Keine Warteschlangen zum Uni-Start IVB-Tickets gibt’s auch online. Nach ausführlicher Planung hat im September der IVBTicketshop „eröffnet“. Gestartet wird mit dem InnsbruckTicket Student. Seit September können alle StudentInnen ihr Innsbruck-Ticket Student bequem online im IVB-Ticketshop kaufen und mit Glück sogar gewinnen. Das Innsbruck-Ticket Student, das Ticket für alle Studierenden unter 27 Jahren, kostet € 122,50. Es ist sechs Monate (September bis Februar oder März bis August) gültig, auf allen Linien im Stadtgebiet Innsbruck (Kernzone) inkl. Night­ liner und Hungerburgbahn. So schnell geht’s: Das Ticket online kaufen, ausdrucken, sofort fahren und am Gewinnspiel teilnehmen. Zu gewinnen gibt’s tolle Preise und als Hauptpreise warten zehn Innsbruck-Tickets Student. Die Gewinne werden unter allen OnlinekäuferInnen verlost. Mehr Infos unter www.ivb.at

Mobil sein Bei der Wahl des Wohnorts spielt die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel eine große Rolle. Wie beeinflusst die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel

Sinnvoll ist es demnach, bereits bei der Planung einer

die Wahl des Wohnstandortes und -umfeldes? Dieser Frage

Wohnanlage die Mobilitätsfrage miteinzubeziehen.

widmeten sich über 35 ExpertInnen aus Politik, Verwaltung

Den IVB ist die Förderung nachhaltiger Mobilität in Inns-

und Wohnbau im Rahmen der Diskussion „Mobilität trifft

bruck ein großes Anliegen: Aus diesem Grund arbeiten

Wohnen“ im Innsbrucker Haus der Begegnung.

die IVB etwa mit der Neuen Heimat Tirol zusammen.

Fazit unter anderem: Vermehrt ist die öffentliche Anbindung

So wurde in der NHT-Zentrale in der Gumppstraße

in der Stadt ein wichtiger Faktor im Entscheidungsprozess

ein Echtzeit-Screen mit den Abfahrtzeiten der Haltestelle

des Wohnortes. Außerdem wird bei guter Anbindung und

vor der Haustür installiert. Die gleichen Screens gibt

angemessener Information das Auto immer öfter stehen ge-

es in allen Gebäuden des O3. Im Rahmen der

lassen. Das führt zu einer Erhöhung der Lebensqualität für

Einzugs­be­gleitung und bei MieterInnen-Versammlungen

alle StadtbewohnerInnen und zur Senkung der individuellen

wurde das Thema ÖPNV von den IVB gleich

Mobilitätskosten.

mittransportiert.


EnTgELTLIchE EInSchaLTung

Volleyball-Saison gestartet Mit den IVB günstig zu den Spielen. In dieser Stimmung kann es weitergehen – und die IVB tragen gerne ihren Teil dazu bei. Die Heimspiele der CEV Champions League finden am 24.10.2012 gegen den VFB Friedrichshafen GER, am 21.11.2012 gegen den Titelverteidiger Zenit KAZAN RUS und am 5.12.2012 gegen Knack ROESELARE BEL jeweils um 20:25 Uhr in der USI-Halle statt. Alle BesucherInnen, die mit einem Innsbruck-Ticket der IVB (2 Stunden vor Spielbeginn gelöst) anreisen, erhalten den ermäßigten Eintritt von € 8,- (regulär € 13,-, Kinder bis sechs Jahre frei). Außerdem werden 6 x 2 Freikarten verlost, die bei jedem Champions-League-Spiel gültig sind. Beim Auftakt zur diesjährigen Champions-League-Saison

Einfach bis 27.10.2012 ein Mail mit dem Betreff „Volleyball“

musste sich das HYPO TIROL Volleyballteam zwar gegen SK

an marketing@ivb.at schicken und Daumen halten!

Posojilnica Aich/Dob geschlagen geben, doch der Jubel der Weitere Infos unter www.volleyballteamtirol.com

Fans ebbte deshalb nicht ab.

Die Haie sind los Mit den IVB bequem zu den Spielen des HCI. Für alle Fans des HC Wasserkraft Innsbruck haben die

Eishalle kommt man bei Heimspielen der Innsbrucker Haie

IVB ein besonderes Zuckerl parat: Es gibt zehn Abos für die

mit dem kostenlosen IVB-Shuttle ab dem Hauptbahnhof.

vor kurzem gestartete Saison 2012/13 zu gewinnen. Was

Außerdem gilt die Eintrittskarte eineinhalb Stunden vor und

man dafür tun muss? Einfach bis spätestens 27.10.2012

nach der Veranstaltung auch als ein IVB-Hin- und Retour-

ein E-Mail mit dem Betreff „Haie-Abo“ an marketing@ivb.at

ticket zum/vom Veranstaltungsort auf allen Linien der IVB.

schicken und aufs Losglück hoffen. Am bequemsten in die

Mehr Infos unter www.haifischbecken.at

Kulturgenuss Die IVB bringen Sie bequem zum Tiroler Landestheater. Im Tiroler Landestheater weht ein frischer Wind, das neue

Tag der Vorstellung bis 01:00 Uhr des folgenden Tages in Inns-

Team um Intendant Johannes Reitmeier hat seine Stelle an-

bruck (Kernzone). Theatergäste, die lieber mit dem Taxi nach

getreten. Die bewährte Kooperation zwischen Tiroler Landes-

Hause fahren, können vor der Vorstellung an der Theaterkasse

theater und IVB läuft jedoch wie gewohnt weiter: Jede

mit der Anruf-Sammel-Taxi Karte ein Taxi bestellen lassen und

Theaterkarte im Vorverkauf ist ein Innsbruck-Ticket, gültig am

das ASTI-Taxi steht gleich nach der Vorstellung bereit.

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH / Medieninhaber und Verleger: target group publishing GmbH • Zielgruppen Verlag / Karl-Kapferer-Straße 5, 6020, Telefon: 0512 58 6020 / Fax: 0512 58 6020-20 / marketing@ivb.at www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Foto: IVB (2), HYPO TIROL Volleyballteam


JETZT AUCH A LS APP!

SEMESTER OPENING PARTY 19. OKTOBER 2012 ab 21 Uhr, Stadtcafé Innsbruck

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gesundheit kann man nicht kaufen, aber spenden! Humanplasma ist ein wichtiger Ausgangsstoff vieler lebensrettender Medikamente. Seit zehn Jahren können Plasmaspender im Innsbrucker Baxter-Plasmazentrum mithelfen, dass diese Medikamente in ausreichender Menge produziert werden.

D

as Baxter­Plasmazentrum liegt verkehrsgünstig am Innsbrucker Mitterweg 16. Es ist problemlos mit den Buslinien R und T – Hal­ testelle Mitterweg – erreichbar. Wer mit dem eigenen Auto kommt, kann sich über 1,5 Stunden Gratisparken in der Tiefgara­ ge freuen. Im Zentrum selbst wartet auf Plasmaspender eine freundliche und helle Atmosphäre. 23 gemütliche Spenderlie­ gen, eine Gratis­Kinderbetreuung, ein ei­ gener Aufenthaltsraum mit Gratis­Internet­ Surfstation, Gratisgetränke und Gratisobst sorgen dafür, dass der Aufenthalt im Bax­ ter­Plasmazentrum ent spannt verbracht werden kann. Zum heurigen 10­Jahres­Jubiläum fanden und finden im Baxter­Plasmazentrum span­ nende Aktionen statt: Im Mai wurde unter allen Spendern ein iPhone∏ verlost, im Juni konnte sich ein Gewinner über ein iPad∏ freu­ en und bis zum 21. Dezember wird zehnma­ liges Spenden mit zwei Kinokarten belohnt.

Was ist Plasma? Plasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes. Im Körper eines Erwachsenen zirku­ lieren im Durchschnitt fünf Liter Blut, drei Liter davon sind Plasma. Das Plasma selbst besteht zu etwa 92 Prozent aus Wasser, zu rund einem Prozent aus Mineralsalzen und zu etwa sieben Prozent aus Eiweißkörpern.

Voraussetzungen für die Plasmaspende. Das Mindestalter für Spender beträgt 18 Das baxter-Plasmazentrum empfängt Spen- Jahre, das Höchstalter beträgt 65 Jahre, der in freundlicher und heller atmosphäre. Erstspender dürfen maximal 60 Jahre alt

sein. Jeder Spender muss sich einer Eig­ nungsuntersuchung unterziehen. Diese umfasst eine klinische Untersuchung und labordiagnostische Tests. Pro Jahr kann 50 Mal Plasma gespendet werden, innerhalb von sieben Tagen darf zweimal und binnen zwei Wochen dreimal gespendet werden.

Vorteile für regelmäßige Plasmaspender. Menschen, die regelmäßig Plasma spenden, profitieren von einer ständigen kostenlosen ärztlichen Kontrolle ihres Gesundheitszu­ standes einschließlich Laborkontrollen und


© VERZETNITSCH (ALLE)

Computergesteuerte Geräte entnehmen nach der Venenpunktion vollautomatisch das Spenderblut.

blut. In einem Filter wird das Plasma von den Blutkörperchen getrennt, die dem Spender wieder zurückgegeben werden. Da Blutplas­ ma schnell im Körper ersetzt wird, ist Plas­ maspenden schonender als Blutspenden.

Wofür wird Plasma gebraucht? Aus Plasma werden biologische Arzneimit­ tel hergestellt, die in vielen Fällen lebensret­ tend sind. Es ist deshalb ganz entscheidend, dass auch weiterhin viele Menschen Plasma spenden. Hier eine kleine Auswahl an Plas­ mamedikamenten:

serologische Untersuchungen. Die Unter­ suchungsergebnisse unterliegen selbstver­ ständlich der ärztlichen Schweigepflicht und dem Datenschutz.

Was geschieht im Plasmazentrum? Nach Aufnahme der Daten und einem Ge­ spräch mit dem Arzt wird dem künftigen Plasmaspender eine Blutprobe zur Labor­ untersuchung entnommen. Sobald der La­ borbefund vorliegt, wird der Spendewillige sorgfältig ärztlich untersucht. Computer­ gesteuerte Geräte entnehmen nach der Ve­ nenpunktion vollautomatisch das Spender­

• Albumin aus Blutplasma findet bei der Behandlung von schweren Verletzungen, Verbrennungen, auszehrenden Krebser­ krankungen und bei großen Operationen eine bedeutende Rolle. • Mit Immunglobulinen aus Blutplasma kann man viele lebensbedrohliche Krank­ heiten wie Tetanus oder Hirnhautentzün­ dung durch Zeckenbisse verhindern. • Mit dem Fibrinkleber aus Blutplasma kann man schwerste Verletzungen der inneren Organe behandeln. Auch geris­ sene Sehnen lassen sich damit wieder verbinden.

Aufwandsentschädigung plus Jubiläumsbonus: Für jede Plasmaspende im Plasmazentrum Innsbruck wird eine Entschädigung für den

Mit ganzem Herzen dabei: auch baxter-Mitarbeiterin Diplomkrankenschwester nadja ist Plasmaspenderin. Zeitaufwand in der Höhe von 20 Euro be­ zahlt. Für treue Spender gibt es ein attrak­ tives Prämiensystem, das 2012 mit einem zusätzlichen Jubiläumsbonus punkten kann. Wer sich regelmäßig als Lebensretter be­ tätigt, kann sich z. B. bei der 10. Spende über 30 Euro plus 5 Euro Jubiläumsbonus und bei der 50. Spende über 60 Euro plus 10 Euro Jubiläumsbonus freuen. q

Baxter Plasmazentrum

Mitterweg 16 6020 Innsbruck Tel.: +43/(0)512/274 332 innsbruck_plasma@baxter.com www.plasmazentrum.at Öffnungszeiten: Montag und Dienstag: 10 bis 20 uhr, Mittwoch bis Freitag: 9 bis 19 uhr

47


MOTOR b-MAXimaler Tausendsassa

M

PKw/Kombi-Zulassung in Österreich nach Produktionsländern (August 2012) LAND

EINHEITEN

ANTEIL IN %

Deutschland

11.260

45,8

Frankreich

2.861

11,6

Korea

2.842

11,6

Japan

2.730

11,1

Gesamtzulassung in Österreich VIII/12: August 2012: 24.570 Einheiten (-5,1 %) August 2011: 25.884 Einheiten Kum. 2012 / 239.796 Einheiten Kum. 2011 / 242.784 Einheiten Veränderung -1,2 % Quelle: Ford Motor Company (Austria) GmbH

© FORD

Smarter Family-Van: Der neue Ford B-MAX ist ab 20. Oktober erhältlich.

Vom Teller in den Tank

M

it der Anfang Oktober erfolgten Inbetriebnahme des ersten in Tirol mit Bio-Erdgas betriebenen Sammelfahrzeugs hat die Bio-Energie Schlitters einen weiteren Meilenstein in puncto Umweltschutz und Ressourcenschonung gesetzt. Der neue erdgas- bzw. biogasbetriebene Scania-Lkw P 310 bringt die Speisereste diverser Unterländer Biogas-Partner zur Tigas-Betriebsanlage nach Schlitters, wo der biogene Rohstoff aufbereitet und in das bestehende Erdgasnetz eingespeist wird. Noch heuer wird für das neue Sammelfahrzeug eine Biogastankstelle am Areal der Bioenergie Schlitters errichtet und in Betrieb genommen. Damit erfolgt in Zukunft auch die Entsorgung CO2-neutral und feinstaubfrei. q

© WALTER MAIR

it einem genialen Karosseriebzw. Türkonzept, praktischen Interieurslösungen und zukunftsweisenden Kommunikationslösungen (Ford SYNC-Sprach- und Entertainmentsystem inkl. Unfall-Notruf-Automatik), geht der neue Ford Minivan B-MAX am 20. Oktober an den Start. Der familienfreundliche CityVan, der einen barrierefreien Zugang ermöglicht (Ford Easy Entry-System), wird in drei Ausstattungslinien angeboten und ist mit vier Benzin- bzw. zwei Dieselmotoren bereits ab 16.800 Euro erhältlich. q

Johann Haun (Bioenergie Schlitters), Philipp Hiltpolt (Tigas), Hannes Kreidl (Vzbgm. Schlitters), Josef Kröll (Bioenergie Schlitters), Gerald Puffitsch (Scania) präsentierten Tirols erstes erdgasbetriebenes Sammelfahrzeug.

Z

ahlreiche Interessierte pilgerten beim „Tag der offenen Tür“ Ende September in den BMW-Salon von UnterbergerDenzel, um erstmals einen Blick auf die Neuankömmlinge 3er Touring bzw. BMW 1er Dreitürer zu werfen. Den Premierenauftritt der edlen Bayernstars wollte sich auch ÖSV-Skiass und X3-Fahrer Stephan Görgl nicht entgehen lassen, der sich sofort im Premium-Kombi „heimisch“ fühlte. Betriebsleiter Giovanni Di Valentino:

„Der neue 3er Touring ist der sportlichste im Mittelklasse-Segment. Aber auch der praktische Nutzen kommt beim PremiumKombi nicht zu kurz: 495 Liter Kofferraum und sein variabler Innenraum sind genauso unerreicht wie sein niedriger Verbrauch, der dank bewährter EfficientDynamicsTechnologie erreicht wird.“ Übrigens: Als neue Einstiegsvariante gibt es beim BMW 1er jetzt das Vierzylinder-Modell 114i mit einer Leistung von 102 PS. q

© SCHLOSSMARKETING

Sportliches Duo


weRbUng

80 Jahre Autohaus Moriggl

© MORIGGL

Das Motto „verlässlicherfahren“ hält das Autohaus Moriggl bereits seit 80 Jahren hoch.

V

iktor Moriggl war 25 Jahre alt, als er sich im Jahr 1932 als Fahrzeugmechaniker selbstständig machte. Bereits ein Jahr später übersiedelte er an den heutigen Standort in der Hallerstraße. Seit 2003 leitet die dritte Generation – Florian und Philipp Lantos, die Enkel des Firmengründers – das Autohaus. Im Laufe der Zeit wurde der Standort Hallerstraße ständig erweitert und ausgebaut und im Jahr 2006 eröffnete mit Moriggl West ein hochmoderner zweiter Standort in Innsbruck. Als Familienbetrieb steht der persönliche Kontakt zu den Kunden an oberster Stelle. Dabei ist das Autohaus Moriggl stets bemüht, die Weiterentwicklungen im techni-

schen Bereich zu erkennen und umzusetzen. Daher wird vor allem auf die Entwicklung und Weiterbildung der 35 Mitarbeiter Wert gelegt. Bis in die 1950er-Jahre wurden – wie zur damaligen Zeit üblich – Fahrzeuge aller Marken repariert, darunter heute kaum noch bekannte Marken wie Borgward und Hansa-Lloyd, eine Spezialisierung auf Peugeot erfolgte bereits 1955. Seit einem Jahr werden auch Automobile der Marke Honda verkauft und gewartet.

Wellnesswochende mit CR-V. Das Autohaus Moriggl deckt mit Fahrzeugen von Honda und Peugeot die gesamte Automobilpalette vom kleinen Stadtflitzer über

1932 bis 2012: Das Innsbrucker Autohaus Moriggl an der Hallerstraße einst und jetzt

Kombis, Cabrios, Familienwagen, SUV und Klein-LKW ab. Aktuell werden neben den „konventionellen“ Antrieben bereits sechs verschiedene Hybridmodelle angeboten: Honda Jazz, Honda Insight und Honda CR-Z sowie Peugeot 3008 Hybrid4, Peugeot 508 Hybrid4 und Peugeot 508 RXH. Vom 20. Oktober bis 30. November 2012 wird im Autohaus Moriggl gefeiert. Kommen Sie zu den 80-Jahre-Jubiläumswochen und profitieren Sie von sensationellen Neu- und Gebrauchtwagenangeboten … und mit ein bisschen Glück gewinnen Sie mit dem neuen Honda CR-V ein Wochenende in einem Relax- & Gourmethotel! WeitereInfos:www.auto-moriggl.at q

Von Österreich nach Hawaii alle lagernden Honda Civic, ohne tanken! Jetzt Honda Jazz & Honda CR-V Modelle inklusive Treibstoff für 15.000 km!* Schnappen Sie sich Ihr Reisegepäck und Ihr Surfboard! Die flexiblen Honda Modelle bieten Ihnen genug Platz: • der brandneue Honda Civic • das flexible Raumwunder Honda Jazz • der sparsame Allrad Honda CR-V

LEASE & RELAX Kraftstoffverbr. komb.: 8,4 (CR-V) – 4,5 l/100 km (Jazz Hybrid) CO2-Emission in g/km: 195 (CR-V) – 104 (Jazz Hybrid) * Aktion gültig für lagernde Neufahrzeuge MJ12 Jazz, Civic, CR-V bei Zulassung bis 31.10.2012, solange der Vorrat reicht. Details unter www.honda.at

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© ERLER © BERGER

Einer für alle Wege: Der CX-5 macht auch abseits befestigten Asphalts eine sehr gute Figur.

Alltagsfreund

E

s ist der Motor: Nicht, dass der Rest des Autos irgendwie schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Was am neuen Mazda CX-5 jedoch zuerst und nachdrücklich auffällt, ist die Kraft des Diesels. Der neue Mazda CX-5 ist ja kein kleines Auto, wenn er 1,7 Meter hoch und 1,6 Tonnen schwer vor einem steht.

Große Gefühle. Die Verwunderung, dass er trotzdem derart anreißt, gehört zu den ersten großen Gefühlen, die man im neuen Mazda SUV erlebt. Weitere folgen: Die Freude, dass dieses Auto dank ausgewogener Federung, hoher Sitzposition und permanenten Allrads absolut autobahn- und langstreckentauglich ist. Die Genugtuung, dass der Verbrauch von durchschnittlich 7,2 Litern dank neu entwickelter SKYACTIV TECHNOLOGIE (plus 20 Prozent Drehmoment, minus 20 Prozent Verbrauch) angesichts der gebotenen Leistung mehr als angemessen ist. Die Entspannung, weil es wohl keine Alltagssituation in den Tiroler Bergen geben wird, die der CX-5

nicht stressfrei bewältigen wird können. Verschneite Bergstraßen und verregnete Autobahnpassagen überwindet der Mazda mit seinem Allrad-Antrieb, der bis zu 50 Prozent des Drehmoments automatisch an die Hinterräder schickt. Kurzfristigen Terminen am anderen Ende des Landes eilt der CX-5 dank einer Vielzahl von optionalen Assistenzsystemen wie City-Notbremsassistent, radarbasiertem Spurwechselassistent und Spurhaltekontrolle sicher entgegen. Und größere Lieferaufgaben erledigt der CX-5 ohne Murren dank der im Verhältnis 60:40 umlegbaren Rückbank und einer Zuladung von rund 500 kg.

Ehrlich, aber nüchtern. Kritikpunkte am CX-5 gibt es natürlich auch: Der Diesel ist vor allem in der Warmlaufphase deutlich zu hören, das Getriebe verliert im Bereich des zweiten Ganges seine grundsätzliche Geschmeidigkeit. Auch die im Inneren verwendeten Materialien sorgen nicht für die große Aufregung: Plastik ist immer als solches erkennbar, das Innenraumdesign

© BERGER

Der neue Mazda CX-5 trifft punktgenau den Nerv der heimischen Autokäufer. Als Vertreter der SUV-Klasse mit dem Auto-Bild-Design-Award 2012 ausgezeichnet, leistet sich der Allrad-Japaner auch im technischen Bereich kaum Schwächen. Das erste Österreich-Kontingent von 1.700 CX-5 TeST: KLAUS eRLeR war jedenfalls schon nach wenigen Wochen ausverkauft.

Mazda CX-5 CD 150 AWD Revolution MOTOR

4-Zylinder-Common-Rail-Diesel

HUBRAUM

2.191 ccm

LEISTUNG

110 kW / 150 PS

DREHMOMENT

380 Nm

GETRIEBE

6-Gang-Schaltgetriebe

SPITZE

197 km/h 0–100 km/h: 9,4 sec

VERBRAUCH

5,2 l / 100 km, Test: 7,2 l

CO2-EMISSIONEN

136 g/km

MASSE&GEWICHT

L/B/H: 4.540/1.840/1.670 m, 1.588 kg

PREIS

ab 24.990 Euro (2,0i Emotion), Testmodell: 36.414 Euro

ist ehrlich, aber nüchtern. Und großgewachsene Fahrer finden erst nach längerem Justieren der grundsätzlich bequemen Sessel eine Position, in der das rechte Knie nicht an die Mittelkonsole drückt. An der grundsätzlichen Tatsache, dass dieser Mazda der derzeit ernstzunehmendste Herausforderer vom VW Tiguan ist, ändern diese Punkte allerdings wenig. q


Der neue FORD B-MAX. Life is an open door.

ab € 16.800,– 1) ab € 111,– monatl. 2) • Ford Easy Entry-Türsystem mit integrierter B-Säule und Schiebetüren beidseitig.

www.ford.at

Kraftstoffverbr. ges. 4,0 – 6,4 l / 100 km, CO2-Emission 104 –149 g / km.

Symbolfoto I 1) Brutto-Listenpreis inkl. USt., NoVA und 4 Jahre Garantie. 2) Leasingrate Ford PowerLeasing inkl. USt. und NoVA, 30 % Anzahlung, Laufzeit 36 Monate mit Fixzinssatz 3,9 %, 10.000 km Fahrleistung p.a., zuzügl. Bearbeitungsgebühr und gesetzl. Vertragsgebühr. Vorbehaltlich Zinsänderung der Ford Bank Austria und Bonitätsprüfung. 3) Easy Driver-Paket gültig für Serie Trend und Serie Titanium. Nähere Informationen auf www.ford.at oder bei Ihrem Ford-Händler. Freibleibendes Angebot. *Beginnend mit Auslieferungsdatum, beschränkt auf 80.000 km.

I N N S B R U C K Tel. 0 512 - 3336-0 V O M P Tel. 0 52 42 - 642 00-0 W Ö R G L Tel. 0 53 32 - 737 11-0


Optima-le Limousine aus Fernost Mit dem Optima haben die Koreaner frischen Schwung in die Mittelklasse gebracht. TeST: wALTeR MAIR Das fernöstliche Kia-Flaggschiff im 6020-Test.

D

ass Kia-Chefdesigner und Ex-AudiDesigner Peter Schreyer mit dem im Frühjahr eingeführten Optima ein großer Wurf gelungen ist, wurde bereits von einer internationalen Fachjury bestätigt, welche die elegant geformte Fließheck-Limousine noch vor dem offiziellen Marktstart mit dem renommierten „Red Dot Design Award 2011“ ausgezeichnet hat. Das moderne, sportliche Design des Magentis-Nachfolgers scheint allerdings auch Passanten magisch anzuziehen. Egal, an welcher Straßenecke die coupéhafte Silhouette des Magentis-Nachfolgers auftaucht, dem Optima sind staunende und

KIA OPTIMA 1,7 CRDi AT, Active Pro MOTOR

4-Zylinder-Turbodiesel

HUBRAUM

1.685 ccm

LEISTUNG

100 kW / 136 PS

DREHMOMENT

330 Nm (2.000–2.500 U/min)

GETRIEBE

6-Gang-Automatik 0–100 km/h 11,6 sec

SPITZE

197 km/h

VERBRAUCH

6,0 l/100 km, Test: 7,0 l/100 km

CO2-EMISSIONEN

158 g/km

MASSE,GEWICHT L/B/H: 4.845/1.830/1.455 mm, &VOLUMEN(VDA) 1.545 kg, 505 Liter PREIS

ab 26.990 Euro Testmodell 34.790 Euro

gleichzeitig anerkennende Blicke immer garantiert. Kein Wunder, denn der 4,8 Meter lange Eyecatcher erweckt den Eindruck, als ob nur die allerbesten Entwürfe und Ideen aus den Zeichenstuben der Kia-Designer in die „Optima-le“ Form gebracht wurden.

Top Interieurs-Niveau. Die formschöne Mittelklasse-Limousine steckt jedoch auch innen voller Überraschungen. Unsere „Active Pro“-Variante überzeugt durch ein üppiges Platzangebot, das man eigentlich nur von der Oberklasse gewöhnt ist. Dazu wurde der Koreaner vollgepackt mit technischen und praktischen Features, die das Leben an Bord ungemein angenehm gestalten. Eine wärmende Lenkradheizung für frostige Tage, elektrisch verstellbare Sitze, ein belüfteter Fahrersitz, Rückfahrkamera, Einparkassistent, Xenonlicht, Infinty-11-Kanal-Sound-System, eine dezente AmbienteBeleuchtung sowie ein üppig dimensioniertes Panoramadach mit elektrischem Sonnenschutzrollo sind nur ein kleiner Auszug aus der umfangreichen Ausstattungsmitgift bei der „Active Pro“-Variante.

Souveräne Fahrleistungen. Zum „Optima-len“ Fahrerlebnis tragen nicht nur eine sanft sortierende 6-Gang-

Automatik und Schaltwippen hinter dem Lenkrad bei, sondern auch das kultiviert laufende 1,7-Liter-Diesel-Aggregat mit 136 PS, das seine Arbeit souverän und vor allem auf Langstrecken kaum hörbar verrichtet. Die Ruhe an Bord wird ab und an durch ein knarrendes Geräusch unterbrochen, das beim Lösen der elektrischen Parkbremse entsteht. Neben tadellosen Fahrleistungen, einem ideal abgestimmten Fahrwerk und einer leichtgängigen Lenkung gehen dagegen die Verbrauchswerte völlig in Ordnung. Der Commonrail-Diesel schenkt sich laut Zulassung sechs Liter / 100 km ein, nach unseren Testfahrten in den Tiroler Bergen mussten im Schnitt rund sieben Liter Kraftstoff nachgetankt werden. Wie es sich gehört, ist der Kia Optima mit ABS, ESC (elektronische Stabilitätskontrolle) und Rundum-Airbag-Paket auch sicherheitsmäßig top gerüstet. Fazit: Der neue Optima übt bereits beim ersten Anblick einen unwiderstehlichen Charme auf seine Betrachter aus. Zusätzlich überzeugt die Fernost-Limousine mit luxuriösem Ambiente, viel Sicherheit und soliden Fahrleistungen. Dazu sieben Jahre Werksgarantie gespickt mit einem lukrativen Listenpreis von 34.790 Euro – da kommt man beim nächsten Fahrzeugkauf beim Optima garantiert nicht vorbei. q

© WALTER MAIR

Der neue Kia Optima bietet eleganz, Komfort und Fahrvergnügen.

Eyecatcher aus Fernost: Lange Motorhaube, LeDs vorne und hinten, ästhetische Dachlinie, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen im 10-Speichen-Look, sportlich schlankes Heck


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Unser Lagerhaus: Rechtzeitig Reifen wechseln! Die Winterreifenpflicht für Pkw gilt im Zeitraum vom 1. November bis 15. April, sofern winterliche Fahrverhältnisse wie z. B. Schnee, Eis oder Matsch bestehen. Es ist daher Zeit, die Reifen umzustecken bzw. an neue Winterreifen zu denken.

F

ür Pkw beträgt die vorgeschriebene Profiltiefe für Winterreifen vier Millimeter, sonst verlieren sie ihre Wintertauglichkeit und gelten als Sommerreifen. Wir empfehlen immer, vier gleiche Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern zu verwenden und diese nicht länger als vier Jahre in Gebrauch zu haben. Was die Sicherheit von Winterreifen betrifft, gehen namhafte Automobilhersteller keine Kompromisse ein – auf Fahrstabilität sowie kurze Bremswege wird besonderer Wert gelegt. Die Kfz-Spezialisten vom Unser Lagerhaus Reifenzentrum in Innsbruck beraten kom­ petent und umfassend zum Thema richtige Bereifung. Vereinbaren Sie einen Termin, finden Sie rasch und unkompliziert den richtigen Winterreifen und machen Sie Ihr Fahrzeug in kürzester Zeit wintertauglich.  q

Emilian Haller, Vertriebsleiter für Reifen und Schmierstoffe: „Sicherheit ist beim Winterreifenkauf besonders wichtig.“

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LE BE N Zeiträuber des Monats Schiefgegangen. Wer auf Pinterest schaut, könnte meinen, dass die Welt ein einziger Kindergeburtstag ist. Wunderschöne Bilder von tollen Wohnungen, tollem Essen und noch tolleren Bastelideen. Wer sich die Arbeit antut, die angeblich „so einfachen“ Do-it-yourself-Ideen zuhause umzusetzen, wird oft mit der harten Realität konfrontiert. Die selbstgemachte Deko sieht zum Fürchten aus, Rezepte gehen schief, Frisuren erinnern an Vogelnester. Auf „Pinstrosity“ kann man sich durch die lustigsten Pinterest-Fails klicken. Und aufatmen. pinstrosity.blogspot.co.at

Schon was vor?

Der 6020 Event-Tipp – Da kannst du was erleben.

Wolf Haas liest 6. November, Treibhaus Lesung. Mit dem Krimi-Genre und Simon Brenner hat Schriftsteller Wolf Haas vorerst abgeschlossen, sein neuer Roman heißt „Verteidigung der Missionarstellung“ und handelt von einem Mann, der so seine Probleme mit der Liebe hat. Immer wenn er sich in jemanden verknallt, brechen um ihn herum Tierseuchen aus – Rinderwahnsinn, Vogelgrippe, Schweinegrippe. Am 6. November liest Wolf Haas im Treibhausturm aus seinem neuen Buch. q

© KLAUS FRITSCH

Bücherzirkel Wutroman „Vielen Dank für das Leben“ heißt der neue Roman von Sibylle Berg. Klingt nett? Mitnichten. Die Hauptfigur ist Toto, ein Hermaphrodit, der in einer feindlichen DDR-Welt aufwächst. Die Mutter trinkt, Toto landet im Heim, wo ihn die StasiHeimleiterin quält. Eine solch düstere Story müsste man nicht lesen, würde sie nicht von Sibylle Berg stammen. Sie schreibt so voller Wut, Zynismus und feinem Humor, dass es einem schlichtweg die Sprache verschlägt. Perfekte Herbstlektüre für Zyniker!

Sibylle Berg: „Vielen Dank für das Leben“, Hanser

Rosa ist das neue Pink– ehrlich! Was im Moment gerade total angesagt ist

Apple-Produkte sind die neuen Crocs.

Oktoberfest ist der neue Strandurlaub.

Politische Ansichten hin oder her – zumindest über das originelle Deutsch von Frank Stronach kann man bedenkenlos lachen. Seine englischen Satzkonstruktionen und Wortschöpfungen wie „Demokrasie“ sind ebenso legendär wie sein Sager bei der Pressekonferenz: „Bitte bleiben Sie am Apparat.“ Wir freuen uns auf das erste Doppelinterview mit Arnold Schwarzenegger.

Immer, wenn ein neues iPhone erscheint, geht es überall los mit dem Gedisse. Wie überteuert Apple-Produkte seien, welche Fehler die neuen Geräte hätten, wie dumm man nur sein müsse, um sich am ersten Verkaufstag in aller Früh anzustellen. Ein Jahr später haben es dann doch alle, weil man es „beruflich braucht“ oder „der Vertrag grad ausgelaufen ist“. Laut schimpfen über den Hype und dann trotzdem kaufen – das kennen wir von Crocs & Co.

Nachdem man in den Sommermonaten auf Facebook jeden erdenklichen Strand des Mittelmeerraums gesehen hat (die übrigens alle gleich aussehen), gibt es im Herbst scheinbar nur ein wahres Fotomotiv: das Oktoberfest-Spaßbild. Dirndl und Lederhosen von Diskounter, Maß in der Hand, übertriebenes Grinsen – egal, ob man nun auf der echten Wiesn oder beim kleinen Zeltfest im Nachbarort ist. Die zu erwartenden Kommentare: „Voll fesch“ und „Prost“. © PRIVAT

Stronach ist der neue Schwarzenegger.

©A

PP

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SERIE

ART Aber mit Flo Seidl MUN D ne Wenn und Kochen oh

Schicht

für Schicht

Blätterteig selbst herzustellen, ist viel Arbeit, aber es lohnt sich. Vor allem, wenn eine goldig-süße Köstlichkeit dabei herauskommt: MundArt fabriziert Baklava.

Nüsse, die mit ihren harten Schalen vor allen möglichen Eindringlingen gefeit waren, eben auch vor Hexenflüchen. Erkannt haben das die Kinder, die nicht mit der Produktion von Gold beschäftigt waren, sondern lieber auf Bäume kletterten und Nüsse knackten. Mit jeder geknackten Nuss erinnerten sie sich an die Hexe Avalkab, von der sie so oft Nüsse geschenkt bekommen hatten. Mit jeder Erinnerung an die Hexe ging ein klein wenig Fluch verloren. Bis, ja bis nichts mehr

davon übrig blieb. Weder vom Fluch noch vom Reichtum noch von der Burg Thaur. Um die Menschen daran zu erinnern, dass man vom Gold allein nicht satt wird, ließ sich die Hexe Avalkab in Südanatolien nieder, sammelte wieder Nüsse, verarbeitete sie zu einer goldenen, jedoch wohlschmeckenden Süßigkeit und gab ihr ihren eigenen Namen, nur rückwärts: Baklava. MundArt gedenkt der alten Hexe, knackt die Nüsse und backt verlockend Goldenes. q

© 6020/RATHMAYR, FLO SEIDL

V

ielleicht kennst du die Burgruine Thaur, nördlich vom gleichnamigen Ort. Dort soll sich vor etlichen Jahren eine seltsame Geschichte zugetragen haben. Pass auf, ich erzähl sie dir. Oberhalb von Thaur, im Wald, lebte einst eine alte Hexe, die hatte den ungewöhnlichen Namen Avalkab. Die Hexe Avalkab lebte zurückgezogen und bescheiden in einer sehr kleinen Hütte und fand ihr Auskommen mit dem Sammeln von Wurzeln, Beeren und Nüssen, die sie zu allerhand Köstlichem verarbeitete und auf dem Wochenmarkt feilbot. Auch wenn die alte Avalkab selbst nicht viel zum Leben hatte, so gab sie doch stets den Kindern und Armen von ihrem Wurzel-, Beeren- und Nussvorrat ab. Als nun die Menschen – bedingt durch die zahlreichen Salzquellen im Halltal und der florierenden Salzindustrie – reich wurden und keinen Hunger mehr leiden mussten, vergaßen sie nicht nur die Hexe Avalkab und ihre Großzügigkeit, sondern brannten auch ihr kleines Hexenhaus nieder und errichteten genau an jener Stelle die wohl mächtigste Burg des Inntals. Die Burg Thaur. Daraufhin grämte sich die vergessene und obdachlose Hexe so sehr, dass sie einen Fluch aussprach: „All das, was ihr nun essen wollt, soll werden zu hartem, reinem Gold.“ Hat’s gesagt und war verschwunden. Die Freude der Menschen, ob ihrer Fähigkeit, jeden Bissen in Gold zu verwandeln, war nur von kurzer Dauer; wurden sie doch bald von quälendem Hunger heimgesucht. Nur einem Nahrungsmittel aber konnte der Hexenfluch nichts anhaben: Das waren die


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Zutaten

• Blätterteig: 500 g Mehl, 500 g Butter, 5 g Salz, 1 Schuss Rum oder Essig, 200 ml Wasser • Baklava: 150 g Walnüsse, 150 g Pistazien, 250 ml Wasser, 250 g Kristallzucker, Saft einer Zitrone, geschmolzene Butter und Blätterteig

Zubereitung

• Blätterteig: Mehl mit Salz, einem Schuss Rum oder Essig und Wasser zu einem gut gekneteten Vorteig verarbeiten. Dieser wird zu einer Kugel geschliffen, kreuzweise eingeschnitten und rastet dann ca. eine halbe Stunde. Butter mit etwas Mehl zu einem glatten Ziegel formen. Der Vorteig wird vierlappig ausgerollt, der Butterziegel draufgelegt und mit den vier Teiglappen straff überspannt. Nun vorsichtig die Butter mit dem Nudelholz in alle Richtungen jeweils von der Mitte zum Rand klopfen und den Teig etwa fingerdick zu einem Rechteck ausrollen. Zur ersten Tour (im Fachjargon wird dieser Vorgang „Tourieren“ genannt) wird der Teig vierteilig zusammengelegt: rechte Seite bis zur Mitte, linke Seite bis zur Mitte, einmal umschlagen, sodass die ehemalige Mitte zur Falz wird. Mit einem feuchten Tuch bedecken und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben. Anschließend weitere zwei Touren machen und den Teig wieder in den Kühlschrank geben. Und dann noch einmal zwei Touren. Vor dem Weiterverarbeiten den Teig für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Blätterteig

Ein wenig zeitraubend ist es schon, den Blätterteig selbst zu machen, immerhin muss man ihm nach jeder Tour eine Kühlpause gönnen. Dafür ist selbstgemachter Blätterteig unvergleichlich gut, denn er enthält nur wohlschmeckende Butter und kein billiges Industriefett. Beim Backen wirken die sukzessiv eingearbeiteten Fettschichten wie eine Sperre auf das verdampfende Wasser und lassen den Teig wunderbar aufgehen. Da Blätterteig ohne Zucker hergestellt wird, eignet er sich sowohl für süße als auch für würzige Gebäcke.

• Baklava: Nüsse fein hacken. Das Wasser mit dem Zucker und der Zitrone etwa 5 bis 10 Minuten zu einem Sirup verkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Blätterteig ausrollen und in mehrere backblechgroße Blätter schneiden. Das Backblech mit geschmolzener Butter bepinseln, eine Teigplatte drauflegen, mit Butter bepinseln und mit einem Teil der Nüsse bestreuen. Wieder mit Teig abdecken und weiter so verfahren, bis Teig und Nüsse verbraucht sind. Auf die oberste Schicht keine Nüsse mehr geben. Teig mit der restlichen Butter beträufeln und mit einem scharfen Messer in mundgerechte Stücke schneiden. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C etwa 30 Minuten backen. Herausnehmen, auskühlen lassen und mit dem Sirup übergießen. Über Nacht gut durchziehen lassen.

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KW: „MundArt“, Einsendeschluss: 5. 11. 2012 Rechtsweg ausgeschlossen • keine Barablöse 6020 · KARL-KAPFERER-STR. 5 · INNSBRUCK GEWINNSPIEL@6020STADTMAGAZIN.AT


HAPPY OHNE ZWANG. Sonia Laszlo macht sich in ihrem Buch Gedanken über die Glückjagd.

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, n e f u la u z h c a n k c „Dem Glü “ t. h ic n t r e i n o i t k n u f Ratgeber, Pillen und Gurus – das Business mit dem Glück boomt. Sonia Laszlo vertritt in ihrem Buch „Fuck Happiness“ die Meinung, dass man das Leben nicht dem Glück unterordnen sollte. INTERVIEW: WILLI KOZANEK

I

hr Buch trägt den Titel „Fuck Happiness“. Es enthält dennoch Ratschläge, wie man an seinem persönlichen Wohlbefinden arbeiten kann. Warum diese Tipps, wenn der Titel vorgibt, dass Glück gar nicht so wichtig ist? SONIA LASZLO: Der Buchtitel ist absichtlich provokativ gewählt, denn er passt in eine Zeit, in der die Forderung nach Glück unser Leben überschattet. Daher sollten wir uns dem Glück nicht unterordnen. Ich gebe auch keine Ratschläge, sondern sage, was Glück ist, und warum wir es oft einfach nicht so wichtig nehmen sollten. Denken wir in der Wohlstandsgesellschaft generell zu sehr darüber nach, ob wir glücklich sind? Definitiv! Das ist auch der Hintergrund meines Buches – Glück ist ein Nebenprodukt, ein Prozess, ein Kreislauf und daher kein Ziel, schon gar kein Hauptlebensziel. Zum Leben gehört beides – Glück und Unglück. Der Mensch muss sich den Schwierigkeiten des Lebens stellen, er muss lernen, das Unglück bewältigen zu versuchen. Wenn wir nur versuchen, dem Glück blind hinterherzurennen, dann kommt, was wir vermeiden wollten – Unglück.

Ist es beim Glück dann so wie bei der Liebe und der Gesundheit – sollten wir diese Kräfte nützen, um produktiv zu sein? Und nicht versuchen, noch mehr zu lieben, noch gesünder oder glücklicher zu sein? Genau so ist es. Dem Glück nachzulaufen, das Glück über alles stellen, das funktioniert nicht. Wir sollten uns eher mit dem Leben beschäftigen als mit dem Glück. Ich kann weder die Liebe noch das Glück erzwingen. Es bringt nichts, das Leben nur auf Glück aufzubauen, Glück ist ja kein Dauerzustand. Ich kann auch meine Beziehung nicht nur auf Glück aufbauen. Ganz allgemein muss man tun, was richtig und gut ist, nicht was nur glücklich macht. Es fällt manchmal schwer zu definieren, was einen glücklich macht. Probieren wir es einmal umgekehrt – was macht uns unglücklich? Sich unglücklich zu machen, geht sehr schnell. Zu hohe Erwartungen sind ein guter Anfang, unglücklich zu werden. Und eine Denkweise wie „die Welt schuldet mir was“ ist sowieso der direkte Weg ins Unglück. Wie sieht es aus mit Faktoren wie Arbeitslosigkeit, schlechtem Wetter oder politischer

Unterdrückung – wird man da automatisch unglücklich? Sozioökonomische Faktoren haben sehr viel mit Sicherheit zu tun. Sicherheit wiederum hat sehr viel mit Glück zu tun – wenn ich mich sicher fühle, dann fühle ich mich auch glücklicher. Wenn meine Freiheit eingeschränkt ist, sinkt auch mein Glück. Dies gilt aber nicht im Umkehrschluss: Ultimative Freiheit macht auch nicht ultimativ glücklich. Mit dem „Happy Planet Index“ wird weltweit die Lebenszufriedenheit gemessen. Warum sind Costa-Ricaner und Dänen mit ihrem Leben so zufrieden und Bulgaren oder Ungarn weniger? Sicherheit und Handlungsfreiheit sind Glücksfaktoren. Menschen in Ländern wie Dänemark können mitbestimmen, sie haben das Gefühl, dass ihre Entscheidungen etwas bewegen. Das hebt das Wohlbefinden. Weiters geht es dem Gesamtdurchschnitt relativ gut und es herrscht Sicherheit im Land. In Argentinien oder Russland zum Beispiel, wo es großen Teilen der Gesellschaft nicht so gut geht, beeinflusst dies das Glücksempfinden. Während Wohlbefinden wichtig ist, müssen wir unsere Kultur jedoch nicht auf Glück trim-


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men. Man kann sich auch unglücklich pudelwohl fühlen. Russlands Kultur ist melancholisch geprägt und das ist auch in Ordnung. Nicht alle Länder müssen versuchen, auf Teufel komm raus glücklich zu sein.

Zur Person

Sonia Laszlo ist Kommunikationswissenschaftlerin und Schauspielerin. Sie ist Tochter des Glücksforschers Herbert Laszlo. Laszlo liest am 15. Oktober 2012 in der Thalia Wagnersche Buchhandlung um 19 Uhr aus ihrem neuen Buch „Fuck Happiness“.

www.sonjalaszlo.com

© VICTORIA KING

„Ultimative Freiheit macht auch nicht ultimativ glücklich.“

Apropos Jugend: Wie hängt Glück eigentlich mit dem Alter zusammen? Stimmt Omas Spruch, dass die Jahre um 20 herum „die schönsten im Leben sind“? Es gibt Menschen, die sind mit 18 katastrophal drauf und später wird es schön. Glück wird im Moment gespürt. Wir interpretieren die Vergangenheit aber. Es kann sein, dass ich denke, dass ich eine sehr sehr schöne Jugend hatte, diese aber romantisiere. Die Vergangenheit wirkt oft schöner oder schrecklicher, als sie war. Umso weniger sollten wir uns vom Glück des Vergangenen tyrannisieren lassen und glücksunabhängig leben. Vielen Dank für das Gespräch.

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KUNST & DESIGN AUS TIROL 6020 stellt in jeder Ausgabe Rebekka Ruétz einen Künstler bzw. Designer SERIE

aus Tirol vor. Diesmal:

Protokoll: Barbara Wohlsein

Ich sehe mich in erster Linie als Designerin und in zweiter Linie als Unternehmerin.

Ich beschäftige mich mit Modedesign.

Meine Arbeit richtet sich an eine Generation, die nach dem Essenziellen strebt.

Meine Lieblingsstücke sind ein bezaubernd langer schwarzer Spitzenrock in Kombination mit einem weiten Pulli mit Lurex-Fäden und einem bodenlangen beigen Mantel, alles aus der HerbstWinter-Kollektion 2012/2013.

Es gibt viele inspirierende Menschen für mich, jedoch keine speziellen Vorbilder. Zur Person

REBEKK A RUÉTZ

Am liebsten arbeite ich mit verschiedensten und gegensätzlichen Materialien gleichzeitig, das finde ich sehr spannend.

Meine Inspirationen: Menschen mit all ihren Facetten. Die Vergangenheit und die Gegenwart sowie viele Epochen der Architektur.

Rebekka Ruétz (Jahrgang 1984) absolvierte ihre Ausbildung an der AMD Akademie Mode & Design in München. Ihre Abschlusskollektion brachte ihr den Cognos Relevance Award 2008 ein. Nach ihrem Studium arbeitete sie für das erfolgreiche britische Modelabel Peter Pilotto. 2009 gründete Ruetz ihr eigenes Label mit Sitz in Innsbruck. Sie spezialisiert sich auf Prêt-à-porter-Mode designed in Austria, made in Germany. Ihre Kollektionen hat sie bereits auf der MercedesBenz Fashion Week in Berlin sowie auf der Scoop International Fashion Show in London präsentiert.

www.rebekkaruetz.com


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– e s e i R fm

c i s u M d r a w r Fo

Ein Musikfestival zwischen Pop, Electronica und Neuer Musik wird von 22. bis 24. November die Swarovski Kristallwelten beschallen. fmRiese bringt Künstler wie SOAP&SKIN (with Ensemble), Carla Kihlstedt und das Brandt Brauer Frick Ensemble nach Wattens.

M

usikalische Visionen haben auf Festivals in der Regel wenig Platz. Das wollen die Swarovski Kristallwelten mit fmRiese ändern – hier werden innovative Künstler und Kollaborationen in den Mittelpunkt gerückt. Der künstlerische Leiter des Festivals Christoph Dienz, selbst Musiker und Komponist („Die Knödel“), hat ein dreitägiges Programm zusammengestellt, das die Grenzen aktueller Strömungen auslotet und Musik ganz bewusst nicht mit dem gängigen Konzertprogramm gleichsetzt. Mit dabei sind bekannte Namen und spannende Geheimtipps: Die österreichische Musikhoffnung SOAP&SKIN (with Ensemble) wird ebenso in Wattens zu Gast sein wie das Brandt Brauer Frick Ensemble aus Berlin und der finnische DJ Vladislav Delay. q


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Festival Das Programm Donnerstag, 22. November 20 Uhr: Denseland David Moss, Stimme, Electronics Hannes Strobl, Bass, Electronics Hanno Leichtmann, Schlagzeug, Electronics Denseland ist ein Projekt des New Yorker Vokalisten David Moss, der Sprache, Gesang und Geräusch zu seinem Instrument macht. Bass und Electronics kommen von dem aus Tirol stammenden Musiker Hannes Strobl, der sich mit Soundinstallationen und Theatermusiken einen Namen gemacht hat. Vervollständigt wird Denseland vom Schlagzeuger Hanno Leichtmann. Was darf man sich vom Auftaktkonzert erwarten? Groovende Beats, Live-Loops und viel Improvisation.

21.30 Uhr: Rabbit Rabbit by Carla Kihlstedt, Matthias Bossi Carla Kihlstedt, Stimme, Violine Matthias Bossi, Schlagzeug, Percussion, Keyboard, Stimme, Bass Mundharmonika Wie wandelbar und experimentell Musik sein kann, zeigt der Musikblog rabbitrabbitblog. com der Geigerin und Sängerin Carla Kihlstedt und des Schlagzeugers Matthias Bossi. Ihre im Monatsrhythmus veröffentlichten Songs, Filme und Fotos werden zu einem Liveprogramm zusammengefügt, das bei fmRiese erstmals in Europa zu sehen und zu hören sein wird. Kihlstedts künstlerisches Spektrum bewegt sich zwischen Pop und Kammermusik und zeigt, wie spannend „work in progress“ sein kann.

anschließend: DJ


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KÜNSTLERTREFF. Musiker aus der ganzen Welt sind in den Riesen geladen.

DENS ELAND

CARLA KIHLSTEDT & MATTHIAS BOSSI

© VERANSTALTER

VLADISLAV DELAY

Freitag, 23. November 20 Uhr: Vladislav Delay Vladislav Delay, Electronics Mit fast 30 Alben – unter verschiedensten Synonymen – hat der finnische Electronica-Musiker Sasu Ripatti die Musikwelt der letzten 15 Jahre eindeutig mitgeprägt. Als Vladislav Delay fügt er elektronisch erzeugte Sounds, die Natur und Menschen imitieren, zu einem musikalischen Kaleidoskop zusammen, das erstaunt und gleichzeitig durch seine flüchtigen Klangbilder eine tranceartige Ruhe vermittelt.

21.30 Uhr: Brandt Brauer Frick Ensemble Mari Sawada, Violine Boram Lie, Violoncello Florian Juncker, Posaune

Benjamin Grän, Tuba Gunnhildur Einarsdottir, Harfe Matthias Engler, Percussion Ketan Bhatti, Percussion Daniel Brandt, Percussion Jan Brauer, Moog Paul Frick, Klavier Techno, House und zeitgenössische klassische Musik stehen in einem interessanten Spannungsfeld zueinander. Genau diese Spannung macht sich das Berliner Trio Brandt Brauer Frick zunutze, das akustische Dancemusik in den Riesen nach Wattens bringen wird. Die drei Musiker fügen Techno, Dubstep und Klassik in solch präziser und komplexer Weise zusammen, dass das Publikum zum Tanzen animiert wird und gleichzeitig ein lebendiges Livekonzert erlebt.

anschließend: DJ

Samstag, 24. November 20 Uhr: Radian meets Howe Gelb Howe Gelb, Stimme, Gitarre, Klavier Radian: Martin Brandlmayr, Schlagzeug, Vibraphon, Samples, Editing John Norman, Bass Martin Siewert, Gitarre, Hawaiigitarre, Electronics Im Frühjahr 2012 fand sich der amerikanische Sänger und Instrumentalist Howe Gelb mit dem Wiener Electro-Akustik-Trio Radian (Martin Brandlmayr, John Norman und Martin Siewert) zusammen, um an einem gemeinsamen Album zu arbeiten. Das Ergebnis wird demnächst auf CD erscheinen, beim fmRiese – Forward Music Festival kann man das entstandene Material bereits vorab hören. Zusammen betreten die vier


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DER KÜNSTLER ISCH E LEITE R: CHRI STOPH DIEN Z

RADIAN

BRANDT BRAUER FRICK ENSEMBLE

SOAP&SKIN. Anja Plaschg tritt am 24. November mit Ensemble auf.

Tickets & Infos

HOWE GELB

TICKETS Künstler musikalisches Neuland, das Hörgenuss mit Überraschungen bereithält.

21.30 Uhr: SOAP&SKIN (with Ensemble) SOAP&SKIN (Anja Plaschg), Stimme, Klavier, Electronics Evelyn Plaschg, Background Vocals Barbara Tanzler, Kontrabass Julia Purgina, Viola Christof Unterberger, Violoncello Amarilio Ramalho, Violine Lukas Lauermann, Violoncello Johannes Hötzinger, Trompete

Als Anja Plaschg alias SOAP&SKIN 2008 auf der österreichischen Musikbühne auftauchte, war schnell klar: Hier handelt es sich um eine Ausnahmekünstlerin. Vom „Wunderkind“ hat sich die Steirerin in den letzten

Jahren zu einer anerkannten Musikerin entwickelt, die international großes Lob einheimst. Sie wurde mit Nico, Kate Bush und Björk verglichen und hat mit Mitgliedern von Radiohead, Air und Supergrass gesungen. Außerdem durfte SOAP&SKIN ein Konzert von Patti Smith in der Royal Festival Hall eröffnen. Die Zerbrechlichkeit, die Anja Plaschg in ihren Klavierballaden an den Tag legt, ist weit mehr als Teenagerpathos. Ganz im Gegenteil: In den Liedern verarbeitet sie unter anderem den Tod ihres Vaters. Gemeinsam mit einem siebenköpfigen Streicher- und Trompetenensemble wird SOAP&SKIN in Wattens ihr Album „Narrow“ zum ersten Mal in Tirol live vorstellen.

anschließend: DJ Weitere Infos gibt es auf: www.kristallwelten.com/fmriese

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• • • •

Einzelticket: 30 Euro Einzelticket ermäßigt: 25 Euro Festivalpass: 80 Euro Festivalpass ermäßigt: 70 Euro

Ermäßigung für Studenten mit Ausweis und Ö1 Clubmitglieder Einlass ab 18 Jahren Tickets gibt es bei allen Ö-Ticket-Stellen und auf www.oeticket.com!

SHUTTLEBUS ab/bis Innsbruck 3 Euro pro Person hin und retour • 19 Uhr: Innsbruck (Landestheater) – Wattens (Kristallwelten) • 24 Uhr: Wattens (Kristallwelten) – Innsbruck (Landestheater)


HALLO MADAME. Das Stromboli reist in die Twenties.

PROGRAMM ALICE FRA NCI S

Konzert Treibhaus • Robin Mc Kelle & The Flytones, 16. 10., 21 h • Erica Stucky, 17. 10., 21 h • Herr Tischbein, 18. 10., 21 h • Roachford, 20. 10., 21 h • Mulo Francel & Friends, 21. 10., 20 h • So singt Österreich: Ein Liederbuchabend, 23. 10., 21 h • Eugenio Bennato, 24. 10., 20.30 h • Blümling, 24. 10., 22 h • Ola Onabule, 25. 10., 21 h • Rebekka Bakken, 26. & 27. 10., 21 h • Tingwall Trio, 28. 10., 20.30 h • John Medeski, 30. 10., 20 h • HI5, 31. 10., 21 h • Lukas Graham, 1. 11., 21 h • Jono McCleery, 2. 11., 21 h • Schee is was oundas – echte Wienerlieder, 3. 11., 20 h • Toure Raichel Collective, 4. 11., 20.30 h • Madison Violet, 5. 11., 21 h • Voodoo Chile, 6. 11., 22 h • Yaron Herman Trio, 10. 11., 20.30 h • Iiro Rantala, 11. 11., 20.30 h

Roaring Twenties Alice Francis kommt ins Stromboli. Konzert. Einen Abend wie in den wilden 1920ern kann man am 26. Oktober im Kulturlabor Stromboli erleben: Alice Francis und Band kommen nach Hall und lassen Swing, Zigarrenrauch und Charleston wieder aufleben.

• Likewise, 15. 10., 21 h • RAF 3.0, 18. 10., 21 h • Die Türen, 19. 10., 21 h • The Nightingales, 22. 10., 21 h • Frittenbude, 25. 10., 21 h • FM4 Soundpark Tour, 26. 10., 21 h • Panda People, 29. 10., 21 h • Ich kann fliegen, 5. 11., 21 h • Nada Surf, 6. 11., 21 h

LIVE-SW ING IM AFTERS HAV E

© VERANSTALTER

Weekender Club

VAZ Hafen • Hans Söllner, 27. 10., 20 h • Bonaparte, 1. 11., 20 h

Die Bäckerei • Ernst Molden & Der Nino aus Wien, 30. 10., 20.30 h

Gemeinsam mit ihrem musikalischen Partner Goldielocks bringt Alice Francis modernes Ballroom-Feeling auf die Bühne – es wird gescattet und geröhrt, dazu kommen authentische Kostüme und ganz viel Charme. q

DANIEL HUN T


Programm

Tanz den Beat

AM TURNTABLE. Oliver Koletzki kommt zur Electric City.

Electric City am 25. Oktober Clubbing. Im Salzlager Hall findet am 25.

© UNIVERSAL (2)

Oktober die nächste Electric City statt. Die Headliner sind wie gewohnt hochkarätig: Oliver Koletzki ist ein deutscher DJ und Produzent mit Underground-Gespür und war zuletzt mit seiner Band „The Koletzkis“ unterwegs. Stephan Bodzin steht für straighten Techno und wird bei der Electric City ebenfalls an den Turntables stehen. Der Dubstep- und Electrofloor erfreut sich großer Beliebtheit und wird am 25. Oktober von einem DJ-Team rund um den Headliner Dead Battery beschallt. www.electric-city.cc q

STE PHA N BODZIN

DREI KURZE, BITTE!

Soul in der Fabrik

Swing’n’Shave Aftershave wird zwei Ja

hre alt.

ochenende feiert 20. Oktober seinen das Aftershave am 19. und itag gibt es eine „Fête“ Fre zweiten Gebur tstag. Am DJ Mr. Green und DJ Markim Stil der 1920er-Jahre: g, Live-Unterstützung ku ser vieren Electro-Swin ler Johannes Funk. Am kommt vom Saxophonspie auf ganz besonderes DJ-Set Samstag steht dann ein der von nt mm: Daniel Hu dem Gebur tstagsprogra d erstmals nach Innsbruck wir on ytr Electroband Lad e sein Können an den kommen und im Aftershav Eintritt ist an beiden Turntables beweisen. Der q Tagen frei!

Party. Party. Mit einem Partyw

Party. Nach der erfolgreichen Premiere im Mai findet am 31. Okto-

ber – als inoffizielles Gegenprogramm zum Halloween-Wahnsinn – die zweite „Soul Fabrik“ in der Fabrik 13 (ehemalige Weyrer-Fabrik) statt.

Theater im Bogen

Theater. Ab 23. Oktober wird im Viaduktbogen 50 (Friedbergs

Bar) das Stück „Preparadise Sorry Now“ von Rainer Werner Fassbinder gespielt. Zweiter Termin für das Bartheater: 30. Oktober, weitere Vorstellungen im November 2012 und Jänner 2013.

Braver Gangstarap

Konzert. Während Sido in der Jury von „Die große Chance“ sitzt,

kommt sein Jugendfreund B-Tight am 25. Oktober für ein Konzert in den Hafen. Und er kommt in ungewöhnlicher Begleitung: Musiker der Band Emil Bulls unterstützen B-Tight auf seiner aktuellen Tour. B-TIGHT

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GRIMMS TRIO. Das FeinrippEnsemble mit Susi Weber.

Programm

Ausstellung In Innsbruck • Sascha Weidner • „Just Let Go“, bis 20. 10., Galerie FO.KU.S • Blickwechsel • „Landschaft zwischen Bedrohung und Idylle“, bis 28. 10., Tiroler Landesmuseum • „Margret – Secret Diary“ • „Chronik einer Affäre“, bis 3. 11., Kunstraum Innsbruck • A. R. Penck • Arbeiten auf Papier, bis 3. 11., Galerie Rhomberg • Es war einmal ein Väterchen • Bis 4. 11., Das Tirol Panorama • Christian Henkel & Krafftmalerei • Bis 10. 11., Kunstpavillon • Agata Kus • „Es war einmal eine böse Wölfin“, bis 14. 11., Galerie Sandhofer • Immer bunter • Aktuelle Malerei aus Österreich, bis 18. 11., Galerie im Taxispalais • „255 K. – 20 Jahre Galerie im Andechshof“ • Bis 11. 1. 2013, Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck • Bis Musik aus der Dose • Bis 27. 1. 2013, Zeughaus

Märchenprinzen Das Feinripp-Ensemble kürzt Gri

mm.

Theate

r. Shakespeare und die Bibel haben sie scho n erfolgreich gekürzt und auf die Bühne gebracht , nun nimmt sich das Feinripp-Ensemble Grimms Märchen vor. 280 Gesc hichten haben Thomas Gassner, Bernhard Wolf und Markus Oberrau ch „destilliert“, übrig geblieben sind die wichtigsten Prinzen, Schwiegertöc hter und Schwiegermütter. Unter der Regie von Susi Weber wird das „märchenhaf te Schauerspiel für Erwachsene“ bis Mitte November im Treibhaus gezeigt. Bereits fixiert ist eine Extra-Vorstellung: am Silvestera bend. q

Außerhalb • Johannes Porsch ft. Tanja Widmann „Unter den Schwarzen“, bis 27. 10., Galerie der Stadt Schwaz • Markus Bacher • „im kleinen“, bis 30. 10., Galerie Goldener Engl

Party Aftershave • Riddimz Club Special: Jugglerz, 16. 10., 22 h • Swing’n’Shave: Mr. Green, Markku, Johannes Funk, 19. 10., 22 h • Ladytron DJ-Set, 20. 10., 22 h • Alex Q, 26. 10., 22 h

ANDREAS VITÁSEK

Berlin, Berlin Zwei Abende über Techno in Berlin Lesung & Film. Dass Berlin die Technoszene geprägt

Weekender Club • Silent Disco, 27. 10., 22 h • Land of Oz, 10. 11., 22 h

39,2° im Treibhaus

Kabarett. In seinem Programm „39,2° – Ein Fiebermonolog“

fantasiert sich Andreas Vitásek durch Beipackzettel, seine Kindheit in Favoriten, Vaterfreuden, Geschichten vom Bundesheer und Goethes Erlkönig. Zu sehen ist das Programm von 17. bis 20. Oktober jeden Abend im Treibhausturm.

hat und umgekehrt auch Technomusik die Stadt Berlin verändert, ist unbestritten. Am 24. Oktober kann man im Leokino einen Film zum Thema sehen: „Bar 25 – der Film“ zeigt, wie der Kultclub Bar 25 am Berliner Spreeufer ein Opfer der Gentrifizierung wurde und im Zuge der Neugestaltung des Stadtzentrums weichen musste. Am 25. Oktober folgt eine spannende Lesung in der Tante Emma: Der deutsche Autor und Musikjournalist Tobias Rapp liest aus seinem Buch „Lost and Sound – Berlin, Techno und Easyjet“. Im Anschluss steht der Technoproduzent Metope – natürlich auch aus Berlin – an den Plattentellern. q


Programm

Theater Tiroler Landestheater • Die Nibelungen, 17., 20., 21. 10. & 10. 11., 19 h • La Wally, 18., 25. & 28. 10., 2. & 9. 11., 19 h • Carmen, 19. 10., 4. & 7. 11., 19 h • Der kleine Horrorladen, 3. & 11. 11., 19 h

Wahrheitsfindung im Kellertheater Gesucht wird in David Geiseleines manns Stück „Falscher Hase“ vor allem iPubl im sitzt r – die Wahrheit. Der Zuschaue hat. t rech nun kum und fragt sich, wer denn regelDie verschrobene alte Dame, die sich von sie dass t, hwer mäßig bei der Polizei besc stigt belä nung Woh ) Lärm aus ihrer (eigenen! ist, über wird. Oder aber ihr Nachbar, ein Poliz Gesetdem als , weiß r meh den die alte Dame noch wird “ Hase cher „Fals zeshüter lieb ist. und 20. 16.– ielt: gesp inen an folgenden Term No8. 14.–1 und 0. 6.–1 ., 1.–3 23.–27. Oktober, q vember.

Kammerspiele • Malaga, 19., 20. & 31. 10., 2., 7. & 8. 11., 19.30 h • Sechs Tanzstunden in sechs Wochen, 25. 10., 20 h • Frida Kahlo – Pasión por la vida, 27. 10., 19.30 h

Theater.

Kellertheater • Falscher Hase, 16.–20. & 23.–27. 10., 1.–3. & 6.–10. 11., 20 h

WEITHAS

Treibhaus • Grimms Märchen – leicht gekürzt, 15., 22., 25., 29. & 31. 10., 2., 3. & 5. 11., 20 h

© ISTOCKPHOTO/

© 6020/RATHMAYR

Falscher Hase

26. OktOber tag der Offenen tür in den tirOler landesmuseen

ferdinandeum zeughaus vOlkskunstmuseum hOfkirche tirOl panOrama mit Kaiserjägermuseum

9.00 - 17.00 uhr gratis-eintritt in alle häuser www.tirOler-landesmuseen.at

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NOCH NICHT ERWACHSEN. Die Bäckerei feiert ihren zweiten Geburtstag mit einem Fest.

Programm © VERANSTALTER

Wege zur Kunst Premierentage 2012 am 9. und 10. November © DIE BÄCKEREI

Ausstellung. Die Premierentage

sind ein zweitägiger Kunstparcours durch Innsbrucks Museen und Galerien und finden heuer am 9. und 10. November statt. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitagabend um 18 Uhr im Künstlerhaus Büchsenhausen. Bis 22.30 Uhr finden in der ganzen Stadt Ausstellungseröffnungen statt, am Samstag gibt es ab 10 Uhr ein interaktives Vermittlungsprogramm, das den Besuchern Fotografie, Malerei, Skulptur, Architektur und Performance näherbringen soll. Mit dabei sind 25 Galerien und Museen, zur Orientierung gibt es ein Programmheft mit Stadtplan. Das Abschlussfest findet am Samstag ab 21.30 Uhr in der Bäckerei statt. q www.premierentage.at

Die Bäcker feiern Zwei Jahre Kulturbackstube am 19. Oktober Party. Obwohl sich die Betreiber der Bäckerei in der Dreiheiligenstraße darüber freuen, „noch lange nicht erwachsen zu sein“, wird am 19. Oktober mit vollem Elan der zweite Geburtstag der Kulturbackstube gefeiert. Bei freiem Eintritt gibt es ab 19.30 Uhr Musik, Essen und Trinken für die „ausnahmslos lässigen Leute“, wie die Einladung der Bäckerei verspricht. Die Beschallung liefern „1up collectif“, ein französisches Duo, das 8-Bit-Sounds aus Videogames zaubert, und Digital Youth live. q

SEMESTER-TICKET. HERBST 2012.

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Programm

KULTUR DENKMAL

REBEKKA BAKKEN

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VON BAR BAR A WOH LSEI N GAZ IN.AT BWOHLS EIN@6020STAD TMA

© TINA AXELSSON

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Herbstgesang Rebekka Bakken gastiert im Treibh aus. Kon

zert. Ende 2011 war die norwegische Jazzsäng erin Rebekka Bakken das erste Mal mit ihrem Albu m „September“ im Treibhaus zu Gast, am 26. und 27. Oktober gibt es ein Wiedersehen und Wiederhören. „September“ entstand in Zusa mmenarbeit mit dem amerikanischen Produzenten Malcolm Burn und wurde von der Plattenfirma als „natürlich, stimmvoluminös und gera dezu countryesk“ beschrieben. Neben Rebekka Bakkens Kompositione n hat das Album auch zwei Coverversionen zu bieten: „Forever Young“ und „The Wrestler“. Die Konzerte im Treibhaus beginnen jewe ils um 21 Uhr. q

Der Alltag ist trist, die Fliesenböden und Perserteppiche hässlich. Willkommen in Österreich!

Mundart live zlager Attwenger am 27. Oktober im Sal am 27.

r kommt Konzert. Das oberösterreichische Duo Attwenge Saal des Salzlagers Hall. Im kleinen Oktober für ein exklusives Konzert nach ge Mischung aus Dialekt, garti einzi werden die Mundart-Virtuosen ihre Dazu gibt es DJ-Support. ren. entie präs Electro, Groove und Volksmusik

lso schön ist es ja nicht, das Österreich, das man in „Braunschlag“ sieht. Aber realitätsnah. Als Tourismuswerbung würde ich die Serie jetzt nicht verwenden. Vom Glanz des schönen Wiens ist ebenso wenig zu sehen wie von der Bergidylle Westösterreichs. Nicht mal das Dorfleben wird romantisiert. Ganz im Gegenteil. Überall wird geraucht, gesoffen, geflucht. Die Sitzecken sind so alt und die Jogginghosen so ausgeleiert, dass man sich gar nicht vorstellen möchte, wie es in den Räumen riecht. Der Alltag ist trist, die Häuser dunkel, die Fliesenböden und Perserteppiche hässlich. Willkommen in Österreich! Dass die Serie manchen zu grindig und zu primitiv ist, kann ich verstehen. Man hat erstaunlich oft Rainhard Fendrichs Songzeile „I kenn die Leut’, i kenn die Ratten“ im Kopf. Einen Vorwurf hab ich aber noch nie gehört: dass „Braunschlag“ unrealistisch sei. Erschreckenderweise sind die Themen der Sendung deckungsgleich mit jenen in der Zeitung: Korruption, Kirchenskandale, allmächtige Landeshauptmänner. Oder im kleineren, privateren Rahmen: Alkoholismus, Gewalt, Untreue, Schulden.

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Es in diesem Spannungsfeld zu schaffen, erstens vom ORF im Hauptabendprogramm gespielt zu werden und zweitens so viel Komik in so viel Tristesse zu bringen, hat Respekt verdient. Aber nicht umsonst gilt David Schalko (Idee, Drehbuch, Regie, Produktion) als einer der kreativsten Köpfe des Landes. Natürlich hilft es ungemein, dass die Hauptrollen mit Robert Palfrader und Nicholas Ofczarek besetzt sind. Mit diesen beiden Hochkarätern kann man sich als Regisseur gleich noch mal fünf Prozent mehr trauen, weil man weiß: Die Burschen schupfen das. Wieso der ORF so lange gewartet hat, „Braunschlag“ zu zeigen, und sogar ein halbes Jahr vorher die DVD zur Mini-Serie veröffentlicht hat, versteht man nicht. Vielleicht ist da jemandem am Küniglberg doch vorübergehend der Mut abhanden gekommen. Dass „Braunschlag“ von Kathrin Zechner als „Filetstück der programmlichen Neuerungen“ bezeichnet wurde, macht jedenfalls Hoffnung. q


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Programm

t s i e r s u k r i Der Z Am 1. November kommt die Berliner Electro-Punkband für ein Konzert in den Hafen Innsbruck. Zur Einstimmung auf die exzentrische Bühnenshow der Band hat 6020 mit Frontman Tobias Jundt gesprochen und nicht weniger exzentrische Antworten bekommen. INTERVIEW: BARBARA WOHLSEI N

arst du schon immer ein Bühnenmensch? TOBIAS JUNDT: Ich bin ja unter einem Tisch geboren worden, als meine Mutter gerade auf dem Markt Zuckerrüben verkaufte. Sie hat es erst am Abend beim Putzen gemerkt, dass ich da war. Insofern war der Weg von „unter dem Tisch“ rauf „auf die Bretter“ ein durchaus langer und gewundener Weg. Aber ich glaube dem römischen Sprichwort, dass der Weg aus dieser Verrücktheit raus und ins normale Leben hinein noch viel länger dauern wird – ich werde garantiert die Ausfahrt verpassen.

„Sollten Unterhaltung und Kunst nicht doch endlich heiraten?“ TOBIAS JUNDT

Muss man ein bisschen „anders“ sein, um ein guter Künstler zu werden? Ich würde schon sagen, dass da irgendwas in dir drin sein muss, das hinaus will. Man hat bestimmt ein tieferes Bedürfnis, etwas zu bewegen. Gleichzeitig könnten wir uns jetzt ganz schön lange darüber unterhalten, was gute Kunst ist. Oder ob gar die Unterhaltung und die Kunst nicht doch endlich heiraten sollten. Auch wenn Bonaparte nicht die beste Band der Welt ist, dann sicherlich die beste des Universums.

© MELISSA HOSTETLER

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DAS LEBEN IST EINE SHOW. Bonaparte aus Berlin

Konzerte scheinen euer Lebenselixier zu sein. Seht ihr Studioarbeit als Pflicht? Der Kaiser liebt es, im Studio zu sein, an Knöpfen zu drehen, Wörter zu Sätzen zusammenzuschweißen, die keiner versteht, den Schmerz vergangener Epochen zu destillieren und daraus Drumbeats zu basteln. Nur bleibt dafür heutzutage oft nicht wirklich viel Zeit. Die Affen wollen Zucker und der Zirkus reist weiter. Wie es die Beatles vorgemacht haben. Irgendwann werden auch wir nicht mehr aus dem Haus gehen und nur noch Platten machen. „Sorry We’re Open“ klingt nach einer Kritik an 24-Stunden-Supermärkten und DauerErreichbarkeit via iPhone & Co. Wie gehst du damit um? Wir haben soeben eine Parzelle trockenes Land in Uruguay gekauft und Clea hat verschiedenes Saatgut und landwirtschaftliche Geräte aus dem Gartenschuppen vom Burgtheater in Wien geklaut. Damit starten wir unseren eigenen Mikrostaat. Und irgendwann

kommt dann die Weltherrschaft. Es lohnt sich also, mit uns freundlich zu sein. Ihr habt euer neues Album als „akustisches 3D“ bezeichnet – was bedeutet das? Es gibt nicht nur eine Ebene, es gibt nicht nur eine Stilrichtung. Oder Spaß und Unterhaltung vs. Intellekt und sozialkritische Texte. Es gibt immer verschiedene Ebenen. Ich habe Bonaparte immer als gleichzeitig physisch und intellektuell verstanden, als Unterhaltung und Kunst, als Humor und Ernsthaftigkeit. Ist eure Bühnenperformance Improvisation oder eine exakt choreographierte Show? Wir werfen vor der Show immer eine Münze. Bei Kopf wird improvisiert und bei Zahl nehmen wir eines dieser in Hollywood geschriebenen Bühnenkonzepte hervor und dann muss jeder seinen Part auswendig lernen. Und wer es verkackt, der kriegt nichts zu essen. Es hoffen natürlich alle immer auf Kopf. Vielen Dank für das Gespräch.

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Programm

Immer bunter

ALFONS PRE SSNITZ. Employee, 2011, Öl auf Leinwand

Aktuelle Malerei aus Österreich in der Taxisgalerie

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ie Galerie im Taxispalais stellt derzeit den gegenwärtigen Malereidiskurs in Österreich anhand von elf Künstlerpersönlichkeiten vor. Die Werke bieten dem Besucher eine abwechslungsreiche Bandbreite malerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Eine Auswahl junger österreichischer Künstler mit möglichst unterschiedlichen Zugängen zum Medium Malerei präsentieren auf höchst originelle Weise ihre aktuellen Arbeiten.

Abenteuer Malerei.

Exponate aus einer dynamischen Mitmachaktion (Christian Falsnaes), das Bühnenbild „Malibu Sunrise“ (Marianne Vlaschits), fotografische und filmische Dokumentationen einer Kunstmesse (Martina Steckholz) und großformatige geometrische Wandarbeiten, die mit Lidschattenfarbe gemalt wurden (Manuel Gorkiewicz), demonstrieren das vielfältige Abenteuer Malerei. So beschäftigt sich Alfons Pressnitz auf naturalistisch malerische Weise mit den Begriffen Idylle und Heimat – Orte menschlichen Lebens, die der Naturgewalt unterworfen sind. Gegenwartsnahe politische und soziale Zustände dokumentiert Katrin Plavak eindrucksvoll mittels figurativer Malerei. Markus Bacher präsentiert zwei riesige, eigens für Innsbruck geschaffene Bildschöpfungen, die jeweils im Innen- und Außenraum der Galerie angebracht q sind. Die Ausstellung läuft noch bis 18. November 2012. (ds)

HER BERT HINTEREGGER. Untitled (Water reflections on river Shan non), 2012, Kugelschreibertinte und Schleifpapier auf Leinwand

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KINO

GENIALER RAUCHE R. Benicio Del Torro versüßt Blake Lively die Zeit im Kerker.

Savages Oliver Stone, USA 2012 Action, derzeit im Kino

JUNG. SEXY. TÖDLICH.

AB 12.10. IM KINO sAvAges.At

Cyperhippie trifft Dealer Oliver Stones „Savages“ ist ein handwerklich perfekt gemachter Drogenkrimi, der mit Kiffer- und Surferklischees aufräumt, um gleich wieder neue zu schaffen. von Klaus Erler

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ass Oliver Stone bei der Wahl seiner Filmthemen eine Affinität zur Hippie-Zeit hat, ist nicht neu. Dass seine Filme zuletzt auf IMDB kaum je die magische Zahl „7“ erreichten, die gute von weniger guten Filmen trennt, auch. Mit „Savages“ – gedreht nach Don Winslows Buch „Zeit des Zorns“ – versucht er einen neuen Anlauf mit altbekannten Themen und geht dabei einen Schritt weiter: Zwar dreht sich im Film alles um Marihuana und Liebe, auch spielt er in Kalifornien, mit gängigen Klischees hat „Savages“ allerdings wenig am Hut.

Gutgehendes Drogenbusiness. Seine jungen Protagonisten Chon (Taylor Kitsch), O (Blake Lively) und Ben (Aaron Tyler-Johnson) betreiben – gestählt durch Elite-Uni, Afghanistankrieg und Wohlstandsverwahrlosung – ein gutgehendes Drogenbusiness. Dabei leben sie in der Luxusvilla eine funktionierende „Ménage à trois“, rauchen Pot, retten in Afrika ein

wenig die Welt und fahren im Elektro-Sportwagen zum Geschäftstermin. Würden sie nicht bei ebendiesem den Fehler begehen, ein Angebot der mexikanischen Drogenmafia auszuschlagen, alles könnte perfekt so weiterlaufen wie bisher. Tut es nicht, die Mafia ist böse, Gewalt erzeugt Gegengewalt und plötzlich ist der Zuseher mittendrin in einem 131-minütigen Kampf um die entführte O.

Glänzender Del Toro. Wäre da nicht der superböse Mafioso Lado (perfekt ausgelebt von Benicio Del Toro), „Savages“ hätte ziemliche Längen, an denen auch John Travolta als Drogencop und Salma Hayek als Drogenkartell-Mama nicht viel ändern können. So jedoch kann sich der Zuseher über Stones perfektes Handwerk und Del Toros perfekte Mimik in ein „perfektes“ Ende retten, das in seiner etwas billigen Vorhersehbarkeit an den Kinokassen der Welt sicher kein Nachteil ist. q


Ohrenschmaus & Augenweide

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Ganz großes Kino Die 6020 Film-K ritiken

Abraham Lincoln Vampirjäger

Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät Laurent Tirard, F • Komödie, ab 18. 10. Dass Gérard Depardieu vor allem in 3D einen sehr realistischen Obelix abgibt, weiß man inzwischen. Die Geschichte selbst haut keinen mehr vom Hocker, englische Akzente und Schrullen wurden auch schon mal lustiger dargestellt.

Die Hochzeit unserer dicksten Freundin Leslye Headland, USA • Komödie, ab 25. 10. Klingt verdächtig nach einem „Brautalarm“Abklatsch, hat aber durchaus eigenes Standvermögen. Drei Brautjungfern wurmt die Tatsache, dass ausgerechnet ihre füllige Freundin vor ihnen heiratet. Es folgt eine wilde Nacht voller Drogen, zerrissener Brautkleider und Situationskomik.

Die Vermessung der Welt Detlev Buck, D/A • Komödie; ab 25. 10. Daniel Kehlmanns Erfolgsroman auf der Leinwand: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß wollen die Welt vermessen. Ihre Zugänge sind dabei höchst unterschiedlich. Trotzdem entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Wissenschaftlern. Schöne Bilder, gute Umsetzung.

© FILMLADEN, EMW, UPI

Timur Bekmambetov, USA • Action/Fantasy Abraham Lincoln: visionärer US-Präsident und – nur, falls Sie das noch nicht wussten – gnadenloser Jäger von untoten Blutsaugern. Nicht etwa geldgierige Menschen, sondern Vampire sind es nämlich, die das System der Sklaverei aufrecht erhalten. Weil sie sich vom Blut der Sklaven ernähren, eh logisch. Unfassbarer Humbug.

MESSDI ENER. Zwei Wissenschaftler, ein Ziel: die Vermessung der Welt.

Frankenstein, der Mumie und den Werwölfen im Spa-Bereich entspannt, verirrt sich ein kleiner Junge ins Monsterhotel. Ganz nette Idee, die Gags flachen aber zusehends ab.

Minihubschraubern eingefangen. Und er besucht Züchter, Wissenschaftler und Experten. Am Schluss steht fest: Der Mensch ist ein Schwein, hoch lebe der Bienenstaat!

Late Bloomers

Vatertage – Opa über Nacht

Julie Gavras, F/B/GB • Tragikomödie, ab 19. 10.; Leokino (OmU) Filme übers Altwerden sind derzeit irgendwie en vogue: Ein Stararchitekt (William Hurt) und seine Frau (Isabella Rossellini) kommen ins Pensionistenalter und reagieren darauf denkbar unterschiedlich. Sie kauft den Treppenlift, er umgibt sich mit jungen Hüpfern. Die Krise ist vorprogrammiert.

Ingo Rasper, D • Komödie; ab 19. 10. Vater über Nacht – diese Story ist bekannt. Beim Münchner Lebemann Basti hat die 17-jährige Überraschungstochter auch noch ein Baby im Arm. Wie sich der Neo-Papa und -Opa schlägt, kann man sich ausrechnen. Vorhersehbar, aber ganz nett.

Madagascar 3 – Flucht durch Europa Eric Darnell, USA • Animation Löwe, Nilpferd, Zebra und Giraffe landen statt in New York im guten alten Monte Carlo und versuchen, quer durch Europa zurück in die USA zu kommen. Ihre Tarnung: ein Wanderzirkus.

Hotel Transsilvanien

More than Honey

Genndy Tartakovsky, USA • Animation; ab 26. 10. Ein 5-Sterne-Ressort für Monster, das ist doch mal eine Marktlücke! Während Dracula mit

Markus Imhoof, D/A/CH • Dokumentation; Leokino Die Welt der Bienen hat der Schweizer Filmemacher mit aufwendigen Kameratechniken und

Trash des Monats Paranormal Activity 4 Henry Joost, Ariel Schulman, USA • Horror Eine neue Familie zieht in die Nachbarschaft. Der Sohn wirkt nicht nur komisch, sondern sorgt auch dafür, dass Lampen flackern und Möbel rutschen, wenn er in anderen Häusern zu Gast ist. Der Spuk wird doch nicht, man mag es sich gar nicht vorstellen, mit paranormalen Kräften zu tun haben? Unoriginell und schemenhaft – lieber zum x-ten Mal „Poltergeist“ auf DVD.

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st (Mitte) als HUR RA, HOCHZE IT. Kirsten Dun zick ige Brautjung fer in „Die Hochzeit unserer dicksten Freu ndin“.


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Ohrenschmaus & Augenweide

DVD-Boxenstopp

Ohrenschmaus Blues 2.0

Thronfolger.

Kid Koala: 12 bit Blues Ninja Tunes

cccccc Kid Koala alias Eric San ist Kanadier und hat sich mit seiner Musik dem „Turntablism“ – der Kunst, den Plattenspieler wie ein Instrument einzusetzen – verschrieben. Für sein neues Album „12 Bit Blues“ bedeutet das nicht nur, dass er verstaubten Blues-Tracks durch einzigartige Scratcheffekte neues Leben einhaucht, Kid Koala geht noch einen ganzen Schritt weiter. Mit einem legendären E-mu-SP1200-Sampler verarbeitet er hunderte aus Originalsongs ausgeschnittene Blues-Versatzstücke zu einem neuen Ganzen. Das klingt gleichzeitig sperrig und spannend: Manchmal sind die Stimmen auf Mickey-Mouse-Niveau angehoben, oft wird man mit wuchtigen HipHop-Beats in die Tiefe verschrobener Klangkollagen geführt. Wem Blues bisher nicht weit genug ging, der wird mit „12 Bit Blues“ seine helle Freude haben, umso mehr, da der CD ein Do-It-YourselfKartonplattenspieler plus Schallfolie zum Blues-Nachscratchen beiliegt. (ke)

„Ein sehr kleiner Mann kann einen sehr großen Schatten werfen“ WEISHEITEN IM KAMPF UM DIE MACHT

Game of Thrones 1. Staffel Warner Home Video

KKKKKKKK

Es gibt Serien, die finden Leute nett, und es gibt Serien, da werden Leute fanatisch. „Lost“ oder „Dexter“ zum Beispiel. Und neuerdings auch „Game of Thrones“. Wieso das Fantasyspektakel des amerikanischen Bezahlsenders HBO so erfolgreich ist? Vermutlich, weil die Serie die berühmten „großen Themen der Menschheit“ ausspielt und dabei außerordentlich gute Schauspieler außerordentlich vielschichtige Charaktere mimen. „Game of Thrones“ basiert auf der Fantasy-Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin und zählte bei den diesjährigen „Emmys“ zu den großen Gewinnern. Tendenz steigend. q

Patschenkino Die Ritter der Kokosnuss Komödie, GB 1974 Fr 19. Oktober, 23.55 h, RTL 2

Wenn Arthur mit dem Killerhasen. So eine Tafelrunde findet man jetzt auch nicht überall. Deshalb macht sich King Arthur auf die Suche nach ehrwürdigen und vielleicht nicht ganz strohdummen Rittern. Kaum findet er sie, ruft auch schon der erste Job: Der Heilige

Gral will gefunden werden. Wäre ja nicht so schwer, wenn nicht überall Killerkaninchen und Franzosen lauern würden. Monty Pythons Kultklamauk ist auch 38 (!) Jahre nach Erscheinen ein echter TV-Leckerbissen. Ritter der Couchgarnitur, lasst die Rüstung krachen! q

Zippe-Zappe

Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

Immer noch ohne Namen

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s gibt sie also wieder, die „Sendung ohne Namen“. Nach fünf Jahren Pause, in denen der ORF viel probiert, aber nichts gerissen hat, belebt man jetzt also ein Sendungsformat wieder, das 2002 total revolutionär und modern war. Zehn Jahre später ist die „Donnerstag Nacht“ am Dienstag platziert und man denkt sich: „Eh ganz nett.“ Die Archivaufnahmen, die Fred Schreiber und David Schalko als kreative Köpfe hinter der namenlosen Sendung ausgraben, sind immer noch extrem amüsant und sehenswert. Uraltes ORF-Material, hirnloses Moderatorengequatsche, unfassbare Interviewantworten – kurz gesagt: der alltägliche Fernsehwahnsinn, um den es

Wenn man zu lange über die Bild-TextSchere nachdenkt, ist man verloren.

wirklich schade wäre, wenn er unkommentiert in den ewigen Abgründen verschwinden würde. Die „Sendung ohne Namen“ bastelt daraus ein knallbuntes Potpourri, welches das assoziative Hintergrundgeplapper humoristisch ergänzt. Oder auch nicht – aber wenn man zu lange über eine Bild-Text-Schere nachdenkt, ist man sowieso verloren. Denn das Tempo ist hoch und die Schmähs nicht immer offensichtlich. Braucht es im Jahr 2012 die „Sendung ohne Namen“? Nicht unbedingt. Die Wiedereinführung ist ein spätes Zugeständnis, dass Schreiber und Schalko damals eine super Idee hatten und dem „neuen ORF“ die Jugend total wichtig ist. Ja eh. q


e ß o r g s a d e b e Erl a g a S t h g i l i w T r Finale de im Cineplexx er 2012 emb 17. und 18. Nov

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RÄTSEL Die Fragen 1

Zeigen beim Einmarsch der Nationen Flagge

2

Auf ihnen heben Österreichs Adler so richtig ab

3

Irgendwie handlich klein, was artiger Hund gibt

4

Zeigt beim Antrieb Kette: Vehikel für baldige Schmetterlinge?

5

Schräges Feiern kann ganz schnell was für Neider werden

6

Knappes positives Urteil des Sommeliers (?) umschreibt gleich das ganze Winzeranwesen (1–2 W.)

7

Damit haben Griechen bereits vor Jahren bezahlt

8

E-ndlich verkürzter Abkomme klingt wie wenn ich hinterher braus

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Blick nach Frankreich: „Bei guter Fernsicht sieht man schee / von Dover aus bis nach …!“

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In dem Einkommen ist wirklich was drinnen

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Lauter? Sorgt beim Drucker für Schwärze

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Der Armleuchter sorgt angezündet für flammende Lichtblicke

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Wenn Ritter ablegt (?), ist es geradezu empörend

Lösung der letzten Ausgabe

„SCHULFREI“

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SERIE

P RO & C O N T R A

ieren kann, nie ausgehen, Weil die Themen, über die man diskut ra-Serie wieder. belebt 6020 seine beliebte Pro-und-Cont

nes

Streitfall des Monats: Smartpho

PRO

Von Barbara Wohlsein

D

inge, die ich gemacht habe, bevor ich ein Smartphone hatte: Menschen angerufen, ob sie mir schnell im Internet nachschauen könnten, wann der nächste Zug nach Kufstein fährt. Online-Artikel und Blogs ausgedruckt, um sie auf der sonnigen Parkbank oder am See lesen zu können. Auf Flughäfen und in Hotellobbys viel Münzgeld verpulvert, um 30 Minuten Internet zu haben. Hässliche Fotos mit einer klobigen Digicam gemacht. Jeden Tag Podcasts auf den iPod geladen. Mühsam, oder? Ich finde schon. Smartphones passen zu unserer Zeit und zu unserem Leben. Sie ersetzen eine ganze Tasche voller Equipment: Hätte ich früher einen Laptop, einen Zugfahrplan, einen Stadtplan und zwei Bücher eingepackt, bevor ich nach Wien fahre, so hab ich jetzt einfach alles in meinem Handy. Inklusive Mailzugang, Endlos-Musik, ORFMediathek, wenn mir mal ganz langweilig ist, sämtlichen Kindle-Büchern, die ich jemals gekauft habe, und Nachrichtendiensten wie WhatsApp, mit denen ich gratis quer durch Europa smsen kann. Die grundsätzliche Kritik an Smartphones verstehe ich völlig. Dass es unserer Gesellschaft nicht wirklich gut tut, ständig erreichbar und stressbar zu sein, zeigen die Burnout-Raten. Mails, die man am Handy liest, werden entweder vergessen oder schlampig und übereilt beantwortet – inklusive Tippfehler. Ständig von Facebook benachrichtigt zu werden, dass dich XY zur Veranstaltung Z eingeladen hat, hat mit Lebensqualität auch nicht viel zu tun. Trotzdem: Wenn Menschen

Smartphones ersetzen eine ganze Tasche voller Equipment. Den Heiligenkult ums iPhone 5 muss man ja nicht mitmachen. von Smartphones abhängig werden, dann sind sie selbst schuld und nicht Apple oder Samsung. Den Heiligenkult rund ums iPhone 5 muss man ja nicht mitmachen. Gibt ja eh fast alle Apps auch für Android. q

Von Willi Kozanek

CONTRA

S

martphone-Besitzer tun mir oft leid. Ihre Angst, dass das heißgeliebte Smartphone zu Boden fällt und kaputtgeht, ist größer als ihre Angst, dass ihr Erstgeborener runterplumpst und auseinanderbricht. Und wenn Smartphonebesitzer nicht mindestens stündlich ihre Mails checken können, fangen sie zu granteln an. Außer-

Wenn Smartphonebesitzer nicht mindestens stündlich ihre Mails checken können, fangen sie zu granteln an. dem sagen sie gefühlte fünfundreißig Mal am Tag: „Ah, warte, ich schau schnell auf meinem iPhone nach.“ Das nervt. Ich will nicht immer alles sofort wissen. Smartphones sind für einige von uns tatsächlich praktisch. Aber ich brauche keines, wirklich nicht! Ich weiß, dass der Regionalzug ins Unterinntal immer um xx.28 Uhr fährt und vom Flughafen habe ich noch nie jemanden anrufen müssen. Bücher lese ich lieber in gedruckter Form und was die (Facebook-)Welt garantiert nicht noch mehr braucht, sind weitere Instagram-Fotos. Meiner Meinung nach haben Smartphones die beste Marketing-Abteilung der Welt hinter sich. Ich weiß, dass mein aufklappbares Samsung-Handy, Baujahr 2006, für meine Ansprüche reicht. Dennoch wünsche ich mir ein Smartphone. Warum? Ich weiß es nicht, wahrscheinlich weil mir von allen Seiten eingebläut wird, dass ich ohne eines nicht leben kann. Vielleicht weil uns das Smartphone glauben lässt, wichtiger zu sein, als wir es in Wirklichkeit sind. Die meisten Mails können getrost ein paar Stunden warten. Aber gut, wenn die Werbung wirkt, werde ich in ein paar Wochen auch stolz verkünden, dass ich weiß, wie das Wetter übermorgen in Südkorea wird und wie viel norwegische Kronen du im Moment für einen Euro bekommst. Wenn ich aber allen Ernstes einmal sage: „Ah, warte, ich schau schnell auf meinem iPhone nach“, dann entreiß mir bitte das 600-Euro-Ding und schmeiß es auf den Boden. q


SC H M U N Z E L EC K E © MTV, ORF/ZDF/SASCHA BAUMANN /ALL4FOTO.DE

EPIC FAIL

t) nicht braucht 10 Dinge, die die Welt (in diesem Mona

1. 2. 3. 4. 5.

Bubble Tea

Das neue „Wetten, dass ..?“ Serien-Snobs („Ich schaue nur Mad Men und The Wire.“) Kreative Friseursalon-Namen

Auf alles antworten mit: „Viel Spaß!“

6.

Heidi Klum als Host der MTV European Music Awards

7.

„Fifty Shades of Grey“ – Das Klassik-Album

8.

, YouTube-Videos von Justin Bieber wie er auf der Bühne kotzt

9.

„Freche Frauen“-Tische in Buchhandlungen

10. Frenkie Schinkels


Schmunzelecke

DAS DING AN SICH

Der Weichspüler

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amit die Kleidung nach dem Waschen schön „kuschelig“ ist, wie es in der Werbung heißt, kippt man Weichspüler in die Waschmaschine. Dieser riecht nicht nur gut, sondern sorgt auch dafür, dass beim Trocknen der Kleidung keine „Trockenstarre“ eintritt. Diese Starre entsteht durch elektrostatische Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Zellulosefasern. Weichspüler enthalten kationische (positiv geladene) Waschsubstanzen, die sich mit den negativen Ladungen in den Fasern verbinden und so verhindern, dass die Kleidung hart und zerknittert wird. Hergestellt werden Weichspüler heutzutage aus Pflanzen- und Tierfetten, aggressivere Rezepturen wurden aufgrund ihrer Umweltschädlichkeit verboten. Praktischer Tipp zum Schluss: Wenn zu viel Schaum in der Waschmaschine ist, einfach etwas Weichspüler dazukippen – das zähmt den Schaumberg sofort. q

Assozi(t)iert VERNUNFT » HERZEN » ANFANG » ENDE » EWIGKEIT Die VERNUNFT ist des HERZEN größte Feindin.

GIACOMO CASANOVA

Im HERZEN eines Menschen ruht der ANFANG und das ENDE aller Dinge. Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten ANFANG. Die EWIGKEIT dauert lange, besonders gegen ENDE. Eine Gleichung ist etwas für die EWIGKEIT.

LEO TOLSTOI

ALBERT CAMUS

WOODY ALLEN

ALBERT EINSTEIN

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UNDERwisTsen wollten. JAHRH IM 21.gen LEBEN gewagt haben, aber nie on immer zu fra

ESSAY

Was Sie sch

VON JOH ANN ES F. PAR K • JFPA

RK@6020STA DTM AGA ZIN.AT

Sadomacho 1982 Die SM-Romanreihe „Shades of Grey“ ist so was von wahnsinnig erfolgreich. Interessanterweise bei Frauen.

K

eine Frage, als Kolumnist vom 6020er Stadtblatt muss man auch dahin gehen, wo es weh tut. Und zwar richtig. Das Thema der folgenden zwei Minuten guter Laune lautet diesmal deshalb: die gesunde Watsch’n im Bett. Beziehungsweise: Ist jetzt Sadomasochismus wirklich die neue Missionarsstellung? Der Grund für die an dieser Stelle durchaus sorgenvoll vorgetragene Überlegung stapelt sich derzeit in den Buchhandlungen. „Shades of Grey“, so der Titel der millionenfach verkauften Schmerzestrilogie, ist der literarische QR-Code der Saison. Keiner weiß, was der Schwachsinn soll, aber man interessiert sich halt doch dafür. Entsprechend delikat gestaltet sich dieser Tage die Lektüre unzähliger Bücherfreunde, wobei – so heißt es – sich vor allem Frauen für die schlüpfrige SMSchmonzette mit einer devoten Studentin und einem superdominanten Millionär in den Hauptrollen begeistern können. Ja, ist Hera Lind in Pension, oder was? Ich selbst pflege ein durchwegs entspanntes Verhältnis zur Se…-, Sexuali…-, na Sie wissen schon. Und außerdem: Was jemand mit seiner Nilpferdpeitsche treibt und ob der elektrische Weidezaun Himmelbett jetzt eingeschaltet ist oder nicht, geht wirklich niemanden etwas an. Dennoch komme ich, liebe Leserinnen, nicht umhin einzuräumen, dass es einer gehörigen Portion Überwindung bedarf, um Ihrem offenbar hochgradig perversen Lesegeschmack Rechnung zu tragen. Aber wenn’s denn allen so eine Freude macht, bitte. „Er klatschte ihr heftig auf den Popo, sodass sich die Umrisse seiner Hand feuerrot auf der Haut abzeichneten. Juchheissassa, seufzte sie lusterfüllt und beschloss, sich ihrem Gebieter zu unterwerfen, wie es Hitlers Bettvorleger nicht besser gekonnt hätte.“ Na, ist das was? Außerdem hätte ich für Sie jetzt auf die Schnelle im Angebot: „Nach dem Abendessen stellte er sie in 17-Zentimeter-Heels auf den Balkon. Nackt. Es war kalt. Neben ihr nur eine Kiste Bier. Die Vorstellung, das nächste zu sein, was er sich holen würde, ließ sie vor Glück erschaudern.“ Denkbar auch: „Das Laminiergerät erreichte pünktlich die Betriebstemperatur. Gekonnt schweißte er sie in den Vollgummianzug ein. Was für ein Gefühl – fiderallala!“ Aber jetzt einmal ehrlich: Das gefällt Ihnen? Also wenn Sie mich fragen, stimmt da was nicht. Als leidenschaftliche Solidarfrau geht es mir einfach durch den Strich, dass der Mann wie selbstverständlich den dominanten Part übernimmt. Das ist so was von Sadomacho 1982. Dafür haben wir nicht unsere BHs verbrannt, oder? Was halten

„Sie hatte einen Kuchen vorbereitet: die SacherMasoch-Torte nach einem alten Familienrezept – mit zwei Flaschen Rum und einem halben Liter Abführmittel.“ Sie stattdessen davon? „Sie verteilte die Reißnägel auf seiner erstaunlich gut verheilten Brust. Als er das Nudelholz sah, stöhnte er auf – an mehr hinderte ihn die Zalando-Rechnung, die sie ihm als Knebel in den Mund gestopft hatte.“ Oder: „Der Knoten saß gut. Und für die Notdurft würde sich sicher spontan eine Lösung finden lassen.“ Vielleicht ein Tick eleganter wäre es, wenn wir vom Bett überhaupt wegkommen. Schließlich ist SM ja vor allem Kopfsache. Wie sagt Ihnen zum Beispiel Folgendes zu: „Als Sie die ‚Bunte‘ drei Mal von vorne bis hinten durchgeblättert hatte, erlaubte sie ihm wieder zu atmen. Ein Angebot, das er dankbar annahm.“ Oder noch besser: „Sie hatte einen Kuchen vorbereitet: die Sacher-Masoch-Torte nach einem alten Familienrezept – mit zwei Flaschen Rum und einem halben Liter Abführmittel.“ Frauen, überlegt euch, was ihr lest! Viva la emancipación! Und für alle, die es nötig haben: Das ist ein Befehl! Ihr Johannes F. Park


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6020 Stadtmagazin (Oktober 2012)  

Stadtmagazin für junge, urbane Innsbrucker

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