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„T R E NK I IST D IE RO LLE SE INES LE B ENS“ KABARETTIST DIRK STERMANN IM 6020-INTERVIEW

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von Michael Steinlechner

Plus.Zeitung 13Z039759 P

E N DSTATI ON „ ER TRINKT SO VIEL WIE ICH, NUR IM GEHEIMEN“ KABARETTIST CHRISTOPH GRISSEMANN IM 6020-INTERVIEW

SE LBST DE R SPO RTLIC H E E RFOLG RE I C HT O FT N IC HT, UM SI C H DE R GUNST DE R TI RO LE R FANS SI C H E R SE I N ZU DÜRFE N . Denn im Vergleich zu anderen Bundesländern oder gar Ländern haben wir in Tirol nur ein volles Stadion, wenn es läuft, denn es werden nicht Verein und Mannschaft unterstützt, sondern ausschließlich das Gewinnen wird belohnt. Würde man das Verhältnis zwischen Fans und Fußball als Ehe abbilden, wäre diese schon oft geschieden, dann wieder geschlossen, lang auf Eis gelegt und dann doch wieder frenetisch gefeiert worden. Manisch-depressiv ist die Beziehung zwischen dem gemeinen Tiroler und seinem Noch-Bundesligaverein. // Und selbst der sportliche Erfolg reicht oft nicht, um sich der Gunst der Tiroler Fans sicher sein zu dürfen. Ich erinnere mich noch gut an das Frühjahr 2002. Der FC Tirol war quasi im Besitz der Meisterschale und konnte Match um Match für sich entscheiden, allerdings stets mit Minimalaufwand und meistens

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mit nur einem Tor. Selbst diesen – an sich positiven, aber langweilig effi zienten – Umstand bestraften die Fans umgehend. Wenig Tore und ein sicherer erster Platz führten zu halbleeren Zuschauerrängen. Spätestens da hätte man sich der Stadiondiskussion stellen müssen. Denn selbst in Zeiten, in denen man siegte und Geld keine Rolle spielte, war das Tivoli nur in den wenigsten Fällen ausverkauft. Als das Stadion zur Europameisterschaft 2008 aufgestockt wurde, gab es dennoch Optimisten, die dazu rieten, es nicht rückzubauen. Zum Glück wurden diese nicht erhört, sonst wäre der Gegensatz jetzt noch grotesker, als er ohnehin schon ist: ein riesiges Stadion, das Platz für 16.000 Menschen bietet und intelligenterweise ausschließlich für Sportereignisse konzipiert wurde, steht einer Zielgruppe gegenüber, die man mengenmäßig zeitenweise auch am Beselepark unterbringen könnte. Weder die Raiders, das eine oder andere Ländermatch noch ein ZweiteLiga-Wacker werden dem Tivoli das geben können, was es auch bisher nicht gehabt hat: eine Daseinsberechtigung. // Deshalb hilft auch hier die Ehrlichkeit und die Frage: Muss alles im Leben einen direkten Sinn haben oder darf man sich auch mal was gönnen, das sich nicht rechnet? Oder anders formuliert: Das Tivoli wird nächstes Jahr 15 Jahre alt und wird auch die aktuelle Diskussion überleben. Der Wacker wird die Mentalität der Tiroler Fans auch in einer anderen Liga nicht verändern und wenn der Realist auch weiß, dass wir sowohl das Stadion als auch den Bundesligaverein nicht brauchen, scheinen wir beides doch irgendwie haben zu wollen.

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er Tiroler Fußballfan ist ein anspruchsvoller, ein Feinschmecker, ein Freund der gehobenen Unterhaltung eben. So ließe es sich erklären, warum sich immer weniger Menschen die Trauerspiele am Innsbrucker Tivoli ansehen. Die Tiroler sind treulose, wankelmütige Schönwetter-Fans, die den Verein nur unterstützen, wenn es gut läuft, wäre ein weiterer Erklärungsversuch.

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Achtung, Sie sehen nicht doppelt.

Erstmals gibt es das 6020 in zwei Varianten, mit zwei unterschiedlichen Menschen am Cover und auch mit zwei unterschiedlichen Interviews. Wer beide Seiten der Geschichte lesen will, sollte sich im Stadtgebiet umschauen – irgendwo wartet sicher noch „der Andere“.


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6020 ZIN STADTMAGA

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AM CoVer

coVer-story

s Pa ss i st s e i n b e ru F Seit 25 Jahren steht er auf der Bühne und ist im Radio und Fernsehen präsent. Der Kabarett-Star im 6020-Interview. S. 24

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MUNDArt Diesmal: Spinatknödel

KUNSt & DeSiGN Diesmal: Minu Ghedina

SPort Seite

eXtrA Seite

ortSterMiN Seite

QUo VADiS tiVoLi Was mit dem Stadion passiert, wenn der Wacker absteigt

eSSeN & triNKeN News, Rezepte und Gewinner

Die Mit Der StiMMe Sara Koell über ihre Zeit bei „The Voice“

LAGerBoX Seite

ortSterMiN Seite

KiNo Seite

StAUrAUM GeSUCHt Wo Menschen ihren Krempel unterstellen

oNKeL JÜrGeN Unterwegs mit dem deutschen Schlagerstar

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CoMPUterLieBe „Her“ mit Joaquín Phoenix als Filmtipp


6020 Meinung editorial.

Michael Steinlechner endstation

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Essay.

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Peter Plaikner Go (South-)East!


 Kolumne.

Barbara Wohlsein zuckerlschieberei Essay.

Johannes F. Park exodus

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Gewinnspiele

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Impressum Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH Chefredaktion: Barbara Wohlsein Grafik: Tanja Mintscheff, Kristina Fallenegger, Angi Reisinger Mitarbeiter dieser Ausgabe: Ágnes Czingulszki, Klaus Erler, Andreas Heinz-Erian, Lisa-Maria Insam, Willi Kozanek, Matthias Krapf, Walter Mair, Rebecca Müller, Daniel Naschberger, Denise Neher, Johannes F. Park, Peter Plaikner, Flo Seidl, Michael Wolf, Verena Zankl (Korrektur) Fotos: Gerhard Berger, Emanuel Kaser, Franz Oss Coverfoto: Udo Leitner Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck Telefon: 0512/58 6020, Fax: DW -2820 E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Andreas Eisendle und Michael Steinlechner Druck: Niederösterreichisches Pressehaus Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.

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Im B i l d

© emanuel kaser

heiSS ersehnt „Einfach nur raus“ lautete das Motto an den ersten frühlingshaften Tagen. Die Freiluftsaison wurde auch am Inn eröffnet – und dank Sommerzeit hat man jetzt am Abend sogar noch länger Sonne.

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GESCHÄFTE, DIE AM SAMSTAGMITTAG

ZUMACHEN 9

„SCHÖNES WOCHENENDE“

AM DONNERSTAG

ÜBEREIFRIGE

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ABSERVIERER

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NOCH EIN

STARSELFIE


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I D E E N G E S U C HT. Nicht genutzte Räume stehen im Fokus des Ideenwettbewerbs „g u t e n TA G I n n s b r u c k “ .

GUTE N TAG , I N N S B RUCK Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs sollen brachliegende Flächen und einseitig genutzte Räume in der Stadt belebt werden. Von: Barbara Wohlsein

// Foto: guten TAG Innsbruck

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inter dem Projekt „guten TAG Innsbruck“ steht das Architekten- und Städteforscherkollektiv Stefan Brabetz, Gerald Haselwanter und Gunnar Ploner. Sie haben sich das Ziel gesetzt, die Stadtlandschaft ein bisschen lebendiger zu machen und die Innsbrucker dazu zu bringen, über gewisse städtische Themen überhaupt zu sprechen. „Obwohl sich Innsbruck in den letzten Jahren zu einer jungen, modernen Stadt entwickelt hat, gibt es einen gewissen Trend zur Über-Organisation und Über-Reglementierung“, heißt es im Kick-off-Video des Projekts. Dagegen will man etwas unternehmen.

Durch den Ideenwettbewerb will man den Innsbruckern aufzeigen, wie viel ungenutztes Potenzial in den städtischen Räumen steckt und wie sie dazu beitragen können, dass die eigene Stadt lebendiger wird. Stefan Brabetz, Gerald Haselwanter und Gunnar Ploner sind sich sicher, dass in der Bevölkerung schon seit Jahren interessante Ideen schlummern. Deshalb werden auch explizit nicht nur Architekten und Künstler angesprochen, sondern alle Stadtbewohner. Die umgesetzten Ideen können in Form von Fotos, Videos oder Texten eingereicht werden. QR-CODES. Damit auch jeder mitbekommt, wo in Innsbruck ein „guten TAG“-Raumbelebungsprojekt stattfindet, werden an allen bespielten Orten Hinweisschilder mit QR-Codes angebracht und damit die realen Orte mit der Website verlinkt. „guten TAG Innsbruck“ wird von der Stadt Innsbruck im Rahmen der Stadtpotenziale 2013 und durch die Kulturförderung des Landes Tirol unterstützt.

KREATIV NUTZEN. Bis 2. Mai sind alle Stadtbewohner eingeladen, ihre Ideen kundzutun und umzusetzen. Einerseits sollen brachliegende Flächen überhaupt erst wieder „gesehen“ werden, ehe man sich Gedanken macht, wie man den Raum – wenn auch nur für eine bestimmte Zeit – sinnvoll und kreativ nutzen könnte. // Ob Autobahnunterführungen, stillgelegte Firmengelände oder ungenützte Fleckchen direkt am Inn – man kann jeden Raum beleben, davon sind die Städteforscher überzeugt. Gesucht werden „vergessene Plätze, Schlupflöcher und Mauernischen, stille Höfe und lauschige Plätzchen“.

Einreichungsfrist: 2. Mai: Ende der Einreichungsfrist 10. Mai: Preisverleihung www.gutentaginnsbruck.com

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QUO VADI S , TIVOLI? Was passiert mit dem Tivoli, falls der FC Wacker Innsbruck absteigt? Werden sich die Spinnweben breit machen oder wird das Stadion gar abgerissen? 6020 fragte bei andreas Perger, Vereins-Vizepräsident, und Michael Bielowski, Geschäftsführer des Stadionbetreibers Olympiaworld, nach. Text: Andreas Heinz-Erian

// Illustration: Monika Cichon

A B S TI E G S S Z E N A R I O . D e r Ve r e i n u n d d i e Olympiaworld machen sich Gedanken, was mit dem Tivoli passieren soll.

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as Wichtigste vorweg: Das Tivoli wird auch bei einem Abstieg des FC Wacker nicht dicht gemacht. Man wird dort weiterhin American­Football­Spiele der Raiders sehen. Ebenso wird das eine oder an­ dere Länderspiel im Tivoli ausgetragen werden. Jedoch: Kann sich der Tiroler Fußballklub das Stadion nach einem Abstieg in die Erste Liga noch leisten?

verhandlungen mit Politikern zu den Bedingungen der Nutzung nicht auszu­ schließen, wenn der FC Wacker in der nächsten Spielsaison in die Erste Liga rutscht. Denn der Verein müsste dann mit kolportierten zwei bis drei Millio­ nen Euro weniger auskommen. Opti­ mistischer gibt sich Michael Bielowski, Geschäftsführer der Olympiaworld: „Ich gehe davon aus, dass sich die Zu­ schauerzahlen bei einem Abstieg nicht wesentlich verändern werden.“ Auch Einnahmeneinbußen sehe er keine auf die Olympiaworld zukommen. // Der Kritik einiger Fans, dass das Preis­Leistungs­Verhältnis von Bier, Würstel oder Brezen im Stadion schlecht sei und dass der Verein an

heiMat des Vereins. „Das Tivoli ist die Heimstätte des FC Wacker“, stellt Wacker­Vizepräsident Andreas Perger klar. „Wir haben ein interessantes und schönes Stadion – wir brauchen uns österreichweit nicht zu verstecken.“ Jedoch seien Nach­

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© archiv

sport

„ I c h ge h e davon aus , dass s i c h di e Zusc haue rz ah le n b e i e i n e m Absti eg n ic ht wese ntli c h ve r än de rn we rde n .“ Mi c h a e l b i e lo w s k i

diesem Geschäft kaum etwas verdiene, setzt Andreas Perger Folgendes entge­ gen: „Ich bin selber Gastronom und ich glaube nicht, dass wir jemanden finden, der es besser machen würde.“ Die Kios­ ke selbst zu betreiben, sei für den FC Wacker keine Option, da man kaum die zusätzlichen 45 bis 50 ehrenamtlichen Personen finden würde, welche diese Aufgabe übernehmen könnten. Auch Michael Bielowski sieht Kritik seitens der Zuschauer in Bezug auf das Tivoli gelassen: „Die Fanszene wird man nie ganz zufriedenstellen können, da gibt es zu viele individuelle Vorstellungen.“ Verstaatlichter Sport. Hat Spitzenfußball in Tirol aber noch eine Chance? Oder stehen wir vor Kärntner Verhältnissen – ein zu großes Stadion, das kein Verein füllen kann? Andreas Perger spricht das Problem des Fußballsports an: „In Österreich wird es nicht möglich sein, ohne die öffentliche Hand Fußball zu finanzie­ ren.“ Auch in Deutschland werden Ver­ eine der Bundesliga von staatsnahen Unternehmen gesponsert – wobei der Fußball durch die größeren Einnahmen aus den Fernsehrechten dort mehr Spielraum hätte. Deshalb braucht es in Pergers Augen weiterhin das Bekennt­ nis der Politik, um den Tirolern Spitzen­ fußball bieten zu können. // Selbst die Olympiaworld, die im Eigentum von Stadt und Land steht und das Tivolistadion betreibt, macht

mit dem FC Wacker keinen Gewinn. Geschäftsführer Bielowski: „Unsere Sportstätten und Veranstaltungsein­ richtungen werden nie ertragreich sein. Ganz gleichgültig, was man macht und welche Sportart dort ausgeübt wird.“ Den Verlust tragen also Stadt und Land. Idole für die Jugend. „Man muss den Mädchen und Bur­ schen Idole bieten“, sagt Andreas Per­ ger. „Die jungen Talente sollen in Tirol eine Chance sehen, auf einem hohen Niveau Fußball zu spielen. Auch eine zweite Liga bietet ein hohes Niveau.“ Diese Vorbildrolle ist für den WackerVizepräsidenten der Hauptgrund dafür, warum Investitionen in den Tiroler Fußball sinnvoll sind. // Natürlich hoffen sowohl Bielowski als auch Perger auf einen Verbleib des FC Wacker in der obersten Spielklasse. „Aus sportpolitischen Gründen wäre für mich der Klassenerhalt sehr wün­ schenswert“, sagt Michael Bielowski. Zudem sei es für die Olympiaworld dann leichter, das Tivoli auch für ande­ re Veranstaltungen zu vermarkten. // An einem wird der Klassenerhalt sicher nicht scheitern: Sowohl Michael Bielowski als auch Andreas Perger betonen, dass das Gesprächsklima und die Zusammenarbeit zwischen Olympiaworld und dem Tiroler Verein so gut sei wie schon lange nicht mehr. Zumindest hier ist eindeutig Hoffnung auf eine bessere Zukunft angebracht.

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Warum gibt es eigentlich keine Konzerte im Tivoli? Michael Bielowski: „Das Stadion ist als multifunktionales Sportstadion konzipiert, auf Bedürfnisse von Konzertveranstaltern wurde dabei keine Rücksicht genommen. Daher ist ein Konzert im Stadion immer mit einem enormen Aufwand für die Veranstalter verbunden – Behördenauflagen, Rasenabdeckung, Zuschauerbeschränkungen und so weiter. Deshalb nehmen die Veranstalter lieber unser Angebot für Open-AirVeranstaltungen am Außeneisring wahr.“


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KIND & KEGEL. Andrea Krösbacher ( r e .) m i t Ku n d i n Monika

H EUTE M E I NS , M ORG E N DE I NS In unseren Haushalten schlummern durchschnittlich nicht mehr genutzte Gegenstände im Wert von über 1.000 Euro. Zum Wegwerfen zu schade, zum günstig Verkaufen perfekt! Secondhand heißt jetzt „pre-loved“ und liegt voll im Trend, nicht zuletzt weil die Möglichkeiten immer vielfältiger und bequemer werden. 6020 hat sich einen Überblick verschaff t. Von: Denise Neher

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// Fotos Emanuel Kaser

n der Eduard-Bodem-Gasse Nr. 6 läutet das wie noch nie. „Derzeit habe ich 800 bis 900‚ LiefeTelefon: „Kind und Kegel, grüß Gott“ meldet sich ranten’ in meiner Kartei und die Tendenz ist stark Andrea Krösbacher gut gelaunt und winkt noch steigend“, erzählt sie und kassiert schnell zwei schnell zwei Kundinnen, Babyfläschchenwärmer. die gerade das Geschäft Andrea bezeichnet sich verlassen. Die Kundin am selbst als „pingelig“ und anderen Ende der Leitung nimmt nur gut erhaltene hat auf der Internetseite Stücke an. „Die Preise lege eine Babytragetasche ich in Abstimmung mit entdeckt und möchte diese den Verkäufern fest. Oft jetzt telefonisch reserhabe ich dann sogar Neuvieren. Andrea sagt zu – ware um weniger als 50 auch wenn ihre Seite nur Prozent des Normalpreises ausgewählte Stücke des im Sortiment.“ Sortiments zeigt und kein // Stammkundin MoANDREA KRÖSBACHER Onlineshop ist, ist telefonika ist auf der Suche nach nisch reservieren möglich. Seit elf Jahren betreibt Hosen und Oberteilen für ihre sechsjährige Tochter. Andrea die größte Secondhand-Kindermoden„Bei einer Hose bin ich mir leider nicht sicher. Wie Boutique in Tirol und hat zurzeit so viele Kunden schaut es mit Umtauschen aus?“ Andrea kann beru-

„ DERZEIT HA B E IC H 800 BI S 9 0 0 ‚LIEFERANT EN‘ I N M EINER KART EI U ND DIE TENDE NZ I ST STARK STE I G END.“

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KAUF E N

shpock

willhaben

NACH EBAY IST „SHPOCK“ MITTLERWEILE DIE GRÖSSTE MOBILE MARKTPLATZ-APP IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM.

higen: „Kein Problem, innerhalb von sieben Tagen und mit Preisetikett mach ich das gerne.“

FLOHMARKT IN DER HOSENTASCHE. Die App „shpock“ geht noch weiter – sie bringt den Flohmarkt aufs Handy. Der Name ist eine Verkürzung aus „Shop in your pocket“. Bücher, Autos, Küchengeräte, Hemden oder Musikinstrumente? Ruckzuck werden die entsprechenden Angebote aufgelistet. Das Besondere: Die Ergebnisse werden nach Entfernung vom eigenen Standort sortiert. Das Kaufen und Verkaufen wird so in der Regel eine Sache der persönlichen Begegnung, ein „Face to Face“-Geschäft quasi mit unkomplizierter Geldübergabe. Alle, die kein Smartphone ihr Eigen nennen, können „shpock“ auch auf dem PC benutzen. Nach Ebay ist „shpock“ mittlerweile die größte mobile Marktplatz-App im deutschsprachigen Raum. Experten gehen davon aus, dass sich der Handel in den nächsten Jahren überwiegend aufs Handy verlagert. Gegründet wurde dieses Unternehmen in Wien – von drei Freunden.

HABEN WOLLEN. Auch im Internet boomt die Schnäppchensuche. Was früher das schwarze Brett im Supermarkt war, ist jetzt die Kleinanzeige im Onlineportal. Auf willhaben.at gibt es kaum etwas, das es nicht gibt: von Immobilien über Autos und Jobs bis hin zu einem offenen Marktplatz für Gegenstände und Dienstleistungen jeglicher Art. Vor kurzem haben angebotene Rennskier von Skistar Marcel Hirscher für Aufregung gesorgt. Der Verkäufer ist unbekannt, die Anzeige wurde inzwischen gelöscht. Gegründet 2006 in Wien, ist die Webseite inzwischen der größte Onlinemarktplatz Österreichs. Zusätzlich ist willhaben.at eine der meistbesuchten Internetseiten in Österreich. Die Abwicklung eines Kaufs erfolgt meistens per Nachricht, Privatinserate sind kostenlos.

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© KLEIDERKREISEL (2)

K AU FE N

AUF OFFLINE IST KLEIDERKREISEL AKTIV: SEIT KURZEM WERDEN REGELMÄSSIG KOSTENLOSE TAUSCH-PARTYS VERANSTALTET.

PRELOVED GEBRAUCHT & GESUCHT. Das Geschäft mit „pre-loved Fashion“, also gebrauchter Mode, zählt derzeit zu den boomendsten Online-Branchen. Über 20 Internetplattformen bieten bereits Tausch- und Kaufmodelle.

SUCHE SCHUHE, FINDE FREUNDE. Einen großen Schritt in Richtung Netzwerk geht die Shoppingplattform Kleiderkreisel: im Vordergrund steht der „Community-Gedanke“. User präsentieren ihre Sachen selbst als Models, geben Stylingtipps, tauschen sich über Nachhaltigkeit aus und schreiben sogar eigene Blogs. Die Sachen werden

nicht nur verkauft, es wird auch fleißig verschenkt oder getauscht. Der Gedanke dahinter: stilvoll gegen Verschwendung kämpfen. Auch offl ine ist Kleiderkreisel aktiv: Seit kurzem werden in ganz Deutschland und Österreich regelmäßig kostenlose Tausch-Partys veranstaltet, Ende März fand die erste in Innsbruck statt. Mit dabei: eine Bar, ein DJ und viele „Tauschwütige“.

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„WIR WÜNSCHEN UNS, DASS SECONDHAND ERSTE WAHL WIRD“ Die Macher des Shopping-Portals Kleiderkreisel sind drei Freunde aus Deutschland: Susanne Richter (27), Sophie Utikal (27) und Martin Huber (35). Susanne Richter ist 6020 Rede und Antwort gestanden.

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: Wie ist die Idee zu kleiderkreisel.de entstanden? Susanne Richter: 2008 bin ich als Studentin mit meiner Freundin Sophie Utikal in den Semesterferien durch Osteuropa gereist, per Couchsurfing. Dabei sind wir auch auf der Couch von Justas Janauskas in Vilnius, Litauen gelandet, der uns von seiner gerade gegründeten Plattform www.manodrabuziai.lt, der litauischen Schwester von Kleiderkreisel, erzählte. Wir waren sofort von dem Konzept begeistert. Ungefähr ein halbes Jahr später klingelte unser Telefon in München und Justas fragte uns, ob wir das Konzept in Deutschland umsetzen möchten. Neben Studium und Nebenjob haben wir, zusammen mit unserem Mitstreiter Martin Huber, die Seite aufgebaut und uns schnell das wich-


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tigste Know-how eines Unternehmers aneignen müssen, vom Marketing bis zur Buchhaltung. Wir kommen aus vollkommen fremden Fachrichtungen und hatten am Anfang überhaupt keine Ahnung, was eine Bilanz ist und wie man am besten eine Internetseite bewirbt. Wie schnell seid ihr erfolgreich geworden? Bereits Anfang Januar 2010 hatten wir die ersten 1.000 Mitglieder gewonnen, ein Jahr später bereits 40.000 und heute sind es 1,5 Millionen Mitglieder, davon ca. 47.000 in Österreich. Ihr werdet als „Share Economy“Pioniere bezeichnet, was heißt das? Kleiderkreisel beruht auf dem Prinzip der Collaborative Consumption – ein Begriff, der ein wirtschaftliches Modell auf der Basis des Tauschens und Teilens von Produkten bezeichnet. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Von Carsharing über Mitfahrzentrale bis Couchsurfing wird Collaborative Consumption bereits in den unterschiedlichsten Modellen gelebt. Warum ist eure Plattform so erfolgreich? Die Plattform hat sich mit der Community entwickelt. Kleiderkreisel ist viel mehr als nur eine Handelsplattform, sondern eine Social Community. In einem eigenen Forum wird über Fashion, Trends und Lifestyle, aber auch über ökologische Alternativen diskutiert. Ihr wollt der Verschwendung von Ressourcen entgegenwirken. Wie sehr lebst du diese „grüne Ader“ auch persönlich? Ich fahre nur öffentlich und alle meine Klamotten habe ich über Kleiderkreisel erstanden. Wie schaut die Zukunft von kleiderkreisel.de aus? Wir wünschen uns, dass Secondhand erste Wahl wird. Wir wollen, dass sich junge Leute vor dem Kauf neuer Kleidung zuerst fragen, ob es das nicht schon auf Kleiderkreisel gibt. Vielen Dank fürs Gespräch.


I NTE RV I E W

DOG AN D TH E CIT Y Hundehaufen-Verursacher und Jogger-Schreck – in der Stadt scheinen Hunde nicht viele Freunde zu haben. 6020 hat mit dem TV-Hundetrainer Martin Rütter über die Regeln für eine friedliche Ko-Existenz gesprochen. Interview: Barbara Wohlsein

// Fotos: Marc Rehbeck, Guido Engels

„ DI E OB E RSTE REG E L IST FÜ R M I C H , DASS WI R, DI E HUN DE M E NSC H E N , FÜ R UN SE RE HUN DE VE R ANT WO RTLI C H SI N D.“ M A RT I N R Ü T T E R

6020

: Sind Hunde „Stadt-Tiere“? Martin Rütter: Auf jeden Fall. Es ist nur wichtig, dass dieser Hund auch in der Stadt groß geworden ist und das Stadtleben kennt. Es muss nicht immer der fußballfeldgroße Garten mit angrenzendem Privatwald sein. Wenn ein Hund vernünftig ausgelastet ist, macht er in der Wohnung ohnehin nichts anderes als zu pennen. Dann ist es ihm letztlich völlig egal, ob er in einer 20 Quadratmeter großen Stadtwohnung oder in der Landhaus-Villa mit persönlichem Butler schläft.

Was sagen Sie zu einem Hundehalter, wenn Sie sehen, dass er einen Haufen nicht wegräumt? Ob er genauso untätig wäre, wenn das in seinen eigenen vier Wänden passieren würde. Eine Flusspromenade, beliebt bei Joggern und Hundebesitzern – welche Regeln sollten hier gelten? Die oberste Regel ist für mich, dass wir, die Hundemenschen, für unsere Hunde verantwortlich sind. Dass wir unsere Hunde, gerade wenn es brenzlig wird, unter Kontrolle haben. Wir können nicht völlig unbedarft davon ausgehen, dass partout jeder Mensch, den wir treffen, Hunden gegenüber total aufgeschlossen ist. Es gibt eben viele Menschen, die mit Hunden nichts zu tun haben möchten oder sogar Angst empfinden. Das gilt es zu respektieren. Voraussetzung ist also, dass wir die Körpersprache und Signale unserer Hunde verstehen, dass die Hunde dem jeweiligen Halter vertrauen, sich an die Regeln halten, leinenführig sowie in jeder Situation abrufbar sind und natürlich den Umgang mit anderen Menschen und Hunden kennen. Ein gut erzogener, entspannter Hund wird keinen Stress machen. Auf der anderen Seite sollten die hundelosen Zeitgenossen nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen. Denn nicht jeder Hund mutiert draußen automatisch zum allesfressenden Ungeheuer.

Wie oft treten Sie in einen Hundehaufen? Ich führe keine Statistik. Aber klar: Gerade beim Thema Hundekot ist es leider noch immer nicht für alle Halter selbstverständlich, den Haufen wegzuräumen. Eine Minderheit zieht so den Ruf aller Hundemenschen buchstäblich in den Dreck. Da bin ich knallhart: Ich plädiere für hohe Geldstrafen, den Leuten muss es wehtun, dann ändern sie ihr Verhalten. Gibt es Städte, die dafür die perfekte Strategie gefunden haben? Perfekt wäre für mich, wenn bei diesen Menschen, es sind ja wirklich nur Einzelne, eine Bewusstseinsveränderung einsetzt. Wir sind für unsere Hunde verantwortlich, mit allem, was dazu gehört.

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A LLE S W U F F. Martin Rütter abeitet a l s H u n d e t r a i n e r.

ZUR PERSON Martin Rütter, geboren 1970 in Duisburg, studierte Tierpsychologie an einer Privatakademie für Tierheilkunde in der Schweiz. Er ist Hundetrainer und Buchautor. Seit 2008 steht Rütter bei VOX für die Sendung „Der Hundeprofi“ vor der Kamera. Im März 2010 startete das daran angelehnte Format „Der V.I.P. Hundeprofi“.

Wie sollte man sich verhalten, wenn man Angst vor Hunden hat? Das hängt natürlich immer von der individuellen Situation ab. Grundsätzlicher Rat: Fühlt man bei einem frontal herankommenden Hund Unbehagen, nicht wie zur Salzsäule erstarrt fixieren, sondern etwas zur Seite drehen und an ihm vorbeigucken. Das reicht bei den meisten Hunden aus. Welchen Satz empfehlen Sie Hundebesitzern anstelle von „Der tut nix“? Ich würde den Satz eher vervollständigen: Der tut nix. Zumindest nix, wenn er schläft (lacht). Vielen Dank für das Gespräch.

Martin Rütter gastiert am 3. Mai mit seiner Show „Hund–Deutsch, Deutsch– Hund“ in der Olympiahalle Innsbruck.

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STAU R AUM G ESUCHT Marcel und Doris Ostermann bieten Stauraum – in Form von derzeit 400 Lagerboxen auf insgesamt 5.000 m². Und da Platz in Innsbruck weder billig ist noch mehr wird, stapeln sich bei den Ostermanns nicht nur Habseligkeiten, sondern auch Anfragen. Text: Rebecca Müller

// Fotos: Emanuel Kaser

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nfang der 2000er Jahre war Marcel Ostermann mit seiner Frau Doris auf einer dreijährigen Weltreise unterwegs. Sie hatten sich eine Auszeit genommen. Marcel arbeitete zuvor selbstständig als Elektrotechniker, verbrachte viel Zeit im Auto. Er wusste, dass er nach der Rückkehr nach Innsbruck etwas Eigenes aufbauen wollte, gemeinsam mit seiner Frau. Eine gute Idee musste her. Es galt, die berühmte Nische zu entdecken. // „Unser Ziel war es, etwas zu finden, das mit so wenig physischer Präsenz unsererseits zu organisieren ist und uns finanziell absichert. Wir wollten auch in Zukunft viel reisen und so unabhängig wie möglich sein“, blickt Ostermann zurück. Im Zuge der Weltreise war das Paar auch in Nordamerika unterwegs und neben Erinnerungen, Urlaubsfotos und Souvenirs brachten Marcel und Doris auch die gesuchte Geschäftsidee mit nach Hause: Lagerboxen und Einstellräume für gewerbliche wie private Kunden. „Für alle, die einfach zu wenig Platz haben und Teile ihrer Habseligkeiten sicher und bequem irgendwo verwahren wollen. Dieses Angebot haben wir

in den USA kennengelernt und wussten gar nicht, ob es so etwas in Österreich auch gibt“, erzählt Marcel Ostermann. Heute sind seine Frau Doris und er zumindest in Westösterreich die einzigen, die den Service in dieser Größenordnung anbieten. start-uPs & co. 2006 gründeten Marcel und Doris Ostermann ihr Unternehmen „DeineLagerBox“. Aller Anfang war in ihrem Fall nicht zwingend schwer, aber zunächst einmal klein. Sie mieteten ein Gebäude im Gewerbegebiet Rossau mit einem 300 m² großen Keller. Sie wollten herausfinden, ob der Bedarf an Lagerfläche überhaupt gegeben war. „Innerhalb von 24 Stunden war die Fläche vermietet. Da wussten wir, die Nachfrage ist da.“ Heute arbeiten sie mit Hallen, in denen auf mehreren Etagen und insgesamt 5.000 m² 400 Lagerboxen verteilt sind. Diese Boxen sind zwischen 4 und 12 m² groß und drei Meter hoch. „Sie sind nicht einsehbar, verschließbar und sicher vor Nagetieren. Wir legen in der gesamten Anlage großen Wert auf Sauberkeit“, betont Doris Ostermann. 150 Firmenkunden nutzen

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lage rbox

„ Zwe i Stude nti n n e n wo llte n e i n mal m e h re re Hase n k äfi g e b e i uns unte rbri n ge n. Samt le b e n de m I n halt, übe r de n Som m e r.“ M a r c e l Os t e r m a n n

die Lagerboxen. Es werden auch zusätzliche Services geboten, wie etwa Paketannahme und Versand. Für Kunden aus der Pharmazie werden spezielle Boxen mit Temperaturregulierung zur Verfügung gestellt. In der Anlage finden sich auch Entsorgungsinseln – Waren können also vor Ort ausgepackt und verräumt werden, von 5 bis 22 Uhr haben die Kunden täglich Zugang zu ihren Räumen. „In unseren Lagerräumen sehen wir auch immer wieder Firmen wachsen. Verschiedenste Start-ups lagern zunächst bei uns ihre Ware, bis sie sich ein eigenes Geschäftslokal leisten können“, erzählt Ostermann. // Seit seiner Gründung 2006 ist „DeineLagerBox“ stetig gewachsen, die bestehenden Boxen sind immer besetzt, die Warteliste lang. Im Sommer 2014 soll mit 300 weiteren Lagerboxen auf ca. 3.000 m² der nächste Expansionsschritt folgen. Problemlöser und Schwiegermütter. Etwa 85 Prozent der Kunden von „DeineLagerBox“ sind Dauermieter. Kurzzeitmieter lassen ihre Habseligkeiten durchschnittlich bis zu sechs Monate in der Obhut von Marcel Ostermann und seinem vierköpfigen Team. „Bei privaten Kunden sehen wir immer wieder, dass wir Problemlöser sind.“ Trennungen, Scheidungen, WGAuflösungen, wenn Paare zusammenziehen, Menschen Job und Land wechseln oder für einen gewissen Zeitraum in den Außendienst versetzt werden – immer lautet die Frage: Wohin mit dem gesamten Hausrat? Im Zuge ihrer Arbeit können Marcel und Doris Ostermann dabei immer wieder ähn-

liches menschliches Verhalten beobachten: „Zieht ein Paar zusammen, sind es meist die Sachen des Mannes, die bei uns landen und nicht in die neue Wohnung mit einziehen dürfen. Bei Scheidungen sind es meist die betrogenen Ehefrauen, die sofort ausziehen und Platz für ihre persönlichen Dinge bei uns brauchen“, berichtet der Unternehmer. „Es sind aber auch die Männer, die immer wieder wissen wollen, ob sie bei uns ihre Schwiegermutter einlagern dürften“, ergänzt Doris Ostermann schmunzelnd. Dürfen sie natürlich nicht, vertraglich geregelt ist auch die Lagerung von Illegalem oder von Lebewesen verboten. // Dass letztere Klausel nötig ist, beweist eine Anekdote aus den Anfangszeiten des Unternehmens. „Zwei Studentinnen wollten einmal mehrere Hasenkäfige bei uns unterbringen. Samt lebendem Inhalt, über den Sommer“, erzählt Ostermann, immer noch kopfschüttelnd. Auch die Kripo, zehn Mann hoch, stand mit einem Kunden vor der Tür: „Wir mussten gemeinsam dessen Lagerbox öffnen, in der sich nur ein Karton befand, sonst nichts. Er hatte Firmendaten gestohlen.“ Kreative Lösung. Werden Boxen nach Kündigung aus irgendeinem Grund nicht geleert, haben Marcel und Doris Ostermann auch für diese seltenen Fälle eine kreative Lösung gefunden. Muss ein Lagerbestand aufgelöst werden, bieten sie Flohmarktverkäufern an, den Inhalt zu übernehmen. „Sie bekommen die Waren gratis und wir müssen nicht ausräumen“, freut sich Ostermann.

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DeineLagerBox GmbH Archenweg 52 6020 Innsbruck Tel.: 0512/36 10 70 office@deinelagerbox.at www.deinelagerbox.at Die beliebteste Box ist 6 m² groß, zu mieten um 99 Euro pro Monat.


c ove r sto ry

„treNKI ISt dIe roLLe SeINeS LeBeNS“ seit 25 Jahren ist dirk stermann im österreichischen radio, fernsehen und auf den Kabarettbühnen des landes präsent. von 22. bis 25. april ist er wieder im Treibhaus zu gast. gespielt wird: „stermann“.

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: Wie oft sagt jemand Grissemann zu Ihnen? Dirk Stermann: Mehrmals am Tag, allerdings nur mir unbekannte Menschen. Gott sei Dank mir Nahestehende praktisch nie.

Wer hatte über die Jahre gerechnet mehr Groupies? Die meisten Groupies haben in Österreich Volksmusikanten. Da gibt es Geschichten, die will man gar nicht hören. Welchen „Willkommen Österreich“-Gast fanden Sie ganz toll, Grissemann aber nicht? Bei der Bewertung der Gäste liegen wir sehr nahe.

© orf/Hans leiTner

Sie sind schöner als Grissemann. Gefällt Ihnen das? Das gefällt mir sehr gut, auch dass ich gebildeter bin, gefällt mir. Dafür ist er reicher.

Trinkt Grissemann wirklich so viel? Ich trinke sehr gern und viel Wasser. Er hasst Wasser, muss deswegen andere Getränke trinken. Wie viel er da genau trinkt, kann ich nicht sagen, weil ich im Leben nicht nur auf seine Gläser achte. Aber da er top funktioniert in seinem Beruf, wird’s nicht allzu viel sein.

Im Gegenzug werden Sie immer für den deutlich Älteren gehalten, obwohl Sie nur ein halbes Jahr älter sind. Stört Sie das? Das stört mich sehr. Im Sommer werde ich zurückschlagen und mir die Haare blond färben.

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cove rstory

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c ove r sto ry

„ NAC H ZWE I M I NUTE N K AM DE R VE RANSTALTE R UN D SAGTE , WI R SOLLTE N AUFHÖRE N , WE I L ES N I E MAN DE M GE FI E LE . WI R SOLLTE N ABE R BITTE DURC HSAGE N , DASS ES NOC H GRI LLHÜH N E R GÄBE .“

Wer hat die schönere Stimme: Grissemann senior oder junior? Ernst Grissemann ist vor kurzem 80 geworden und ich mag ihn sehr, darum, als verspätetes Geburtstagsgeschenk: Senior.

© Udo leiTner

Was ist Grissemanns schlimmste Hotelzimmer-Macke? Er ist badewannensüchtig und kann sehr übel gelaunt sein, wenn’s nur eine Dusche gibt.

Zur Person Dirk Stermann wurde 1965 in Duisburg geboren. Er kam 1987 für das Studium nach Wien und begann 1988 für den ORF zu arbeiten. 1989 startete die legendäre Radiosendung „Salon Helga“. Heute ist er Moderator von „Willkommen Österreich“, Werbesprecher und Buchautor.

Wenn Sie Solokünstler wären, welche Saalgröße würden Sie füllen? Nur kleine, aber ich würde nicht Solokabarettist sein wollen. Sie sind auch Schriftsteller, Grissemann nicht. Grenzen Sie sich damit ab? Nein, aber es ist angenehm, hin und wieder nicht als Siamese arbeiten zu müssen, sondern autark. Das ist sehr schön. Grissemann erwähnt immer wieder, mit 50 aufhören zu wollen. Das wäre 2016. Meint er das ernst? Ich glaube nicht, aber vielleicht wäre er glücklicher ohne Arbeit.

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Wofür geben Sie Ihr Geld aus? Für mein Umfeld. Und Grissemann? Für mich und mein Umfeld jedenfalls nicht. Würde Grissemann als Kabarettist in Deutschland eine Chance haben? Natürlich, Deutsche mögen Österreicher. Und Sie? Natürlich nicht. Was war der schlimmste Auftritt Ihrer Karriere? Da gab es zu viele, als dass man eine Hitliste erstellen könnte. Aber ganz am Anfang traten wir in der Steiermark auf und nach zwei Minuten kam der Veranstalter und sagte, wir sollten aufhören, weil es niemandem gefiele. Wir sollten aber bitte durchsagen, dass es noch Grillhühner gäbe. Derjenige, der uns gebucht hatte, ein Schraubenvertreter, hatte Tränen in den Augen vor Scham. Wenn Stermann & Grissemann sich à la Oasis trennen würden und sich jeder einen neuen Bühnenpartner suchen müsste – wer wäre das? Ich würde Gerald Votava fragen.


der Buchautor

Kurzbeschreibung: „Eine deutsch-österreichischfranzösisch-amerikanische Familiengeschichte voller Absurditäten.“

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© gerald von foris (2)

Neben den Büchern, die Dirk Stermann mit seinem Kabarettpartner veröffentlicht hat, ist er in den letzten Jahren auch als Solo-Autor erfolgreich in Erscheinung getreten. Den Anfang machte die Kolumnensammlung „Eier“, die im Czernin Verlag erschien. 2010 erschien das Buch „Sechs Österreicher unter den ersten fünf. Roman einer Entpiefkenisierung“ im Ullstein Verlag, das zum Bestseller wurde. 2013 kam Stermanns aktuelles Buch „Stoß im Himmel: Der Schnitzelkrieg der Kulturen“ auf den Markt (ebenfalls im Ullstein Verlag).


c ove r sto ry

„ IC H GL AUBE N IC HT, DASS G RISSE MAN N WI RKLIC H M IT 50 AUF HÖRT. ABE R VI E LLE IC HT WÄRE E R GLÜC KLIC H E R OH N E ARBE IT.“

Wen würde Grissemann als Bühnenpartner wählen? Seinen Vater.

Lässt Grissemann den Tiroler besonders raushängen, wenn Sie in Innsbruck sind? Ja. Jedesmal sagt er, wie viel schöner Innsbruck als Duisburg sei und dass die Deutschen so was Schönes nicht kennen würden.

Schämen Sie sich, wenn Sie sehen, wie Grissemann in Deutschland als Bauernseppl Werbung für den Mobilfunk-Discounter klarmobil macht? Nein. Ich glaube, der Trenki ist die Rolle seines Lebens.

Im April spielen Sie vier Tage in Folge im Innsbrucker Treibhaus – was darf das Publikum erwarten? Mich sehr gut gelaunt, weil ich mich freue, in Innsbruck zu sein. Einer Stadt, viel schöner als Duisburg, so schön, so was kennt man in Deutschland gar nicht.

Stimmt es, dass der Verbund eigentlich nur Sie als Werbe-Testimonial haben wollte? Das glaube ich nicht.

© Udo leiTner

Was haben Sie gestern ins Geheime Tagebuch geschrieben? „Mist, morgen muss ich wieder so einen Fragebogen ausfüllen. Ich kann nicht mehr!“

Vielen Dank für das Gespräch.

GEWINNSPIEL

Im Briefwechsel Ihrer Mutter mit der Mutter von Grissemann fiel einmal der Satz: „Ihr Dirk war ja – bevor ihn mein Sohn von der Straße geholt hat – Taxifahrer.“ Wie viel Wahrheit steckt in dieser Aussage? Ich war Taxifahrer in Düsseldorf, hab mich aber an den eigenen grauen Haaren da rausgeholt. Obwohl ich immer ein wenig wehmütig an meine Taxizeit zurückdenke. Nachts erlebt man interessante Dinge.

6020 verlost

2 tIcKetS FÜr „SterMaNN“ IM TREIBHAUS (22. – 25. APRIL) Kennwort: Dirk Einsendeschluss: 18. 4. 2014 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Str. 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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G EW I N N S P I E L

DA S G ROSS E EURO - QUIZ Es geht wieder um funkelnde Philharmoniker! Wer das Euro-Quiz löst, hat die Chance, Münzen im Gesamtwert von 1.700 Euro zu gewinnen. Weitere Infos zu den Fragen finden Sie in der aktuellen Ausstellung „Schein und Sein“, die derzeit in der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Adamgasse 2 gezeigt wird, sowie unter www.oenb.at.

2. PREIS 1 /4 U n ze + 1 /4 U n ze We r t c a . 5 0 0 E u r o

1. PREIS 1 / 2 U n ze + 1 /4 U n ze We r t c a . 8 0 0 E u r o

3. PREIS 1 / 1 0 U n ze + 1 /4 U n ze We r t c a . 4 0 0 E u r o

EURO-QUIZ-ANLEITUNG: Notieren Sie zu jeder der acht Fragen die Punktezahl der richtigen Antwort, addieren Sie diese und schicken Sie die Gesamtsumme bis 30. April an gewinnspiel@6020stadtmagazin.at.

FRAGE A: Die EU besteht aus 28 Ländern, davon verwenden 18 den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel. Welches Land hat 2014 den Euro eingeführt? 1) Lettland 2) Polen 3) Schweden

FRAGE C: Wie viel muss von einem Geldschein erhalten sein, damit man ihn noch umtauschen kann? 1) Wenn ein Stück fehlt, ist der Schein wertlos. 2) Das ist egal, so lange man noch etwas vom Geldschein erkennt. 3) Bei unabsichtlicher Beschädigung im Normalfall, wenn mehr als die Hälfte vorhanden ist.

FRAGE B: Nach dem Fünfer im Jahr 2013 wird im September 2014 ein neuer 10-Euro-Schein ausgegeben. Wo befindet sich das Porträt der mythologischen Gestalt „Europa“ auf den neuen Banknoten? 1) Auf der Vorderseite zentral als Hauptmotiv 2) Im Wasserzeichen links und der Silberfolie rechts 3) Auf der Rückseite

FRAGE D: Darf man gefälschte Banknoten wissentlich weitergeben? 1) Ja, so lange man sie nicht selbst gefälscht hat. 2) Eigentlich nicht, aber es hat keine Folgen. 3) Nein, das ist strafbar (Geld- oder Haftstrafe bis zu einem Jahr).

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1.700 EURO GESAMTWERT 1. Preis: ½ Unze + ¼ Unze (Wert: ca. 800 Euro)

© GERHARD BERGER

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DER NEUE 10-EURO-SCHEIN bietet nicht nur eine modernere Optik, sondern vor allem die bereits von der 5-Euro-Banknote bekannten S i c h e r h e i t s m e r k m a l e: P o r t r ä t - H o l o g r a m m , P o r t r ä t - Wa s s e r ze i c h e n u n d a u f d e r Vo r d e r s e i t e l i n k s u n t e n d i e S m a r a g d zahl, die beim Kippen die Farbe wechselt.

FRAGE E: Aus welchem Innsbrucker Stadtteil stammen die römischen Falschmünzen aus dem 3. und 4. Jahrhundert, die in der Ausstellung „Schein und Sein“ in der OeNB in Innsbruck gezeigt werden? 1) Wilten (Veldidena) 2) St. Nikolaus (Anpruggen) 3) Saggen

FRAGE H: Das oberste Ziel der EZB ist, die Preissteigerungen gering zu halten. Daher soll die Inflation … 1) … möglichst bei 0 liegen. 2) … unter, aber nahe bei 2 % liegen. 3) … maximal 5 % betragen.

FRAGE F: Wie hieß der Mitbegründer der Ersten österreichischen Spar-Casse, der auch als genialer Geldfälscher in Erscheinung trat? 1) Johann Baptist Weber 2) Peter Ritter von Bohr 3) Andreas Treichl

NOTIEREN SIE ZU JEDER DER ACHT FRAGEN DIE PUNKTEZAHL DER RICHTIGEN ANTWORT, ADDIEREN SIE DIESE UND SCHICKEN SIE DIE GESAMTSUMME AN FOLGENDE E-MAIL-ADRESSE:

gewinnspiel@6020stadtmagazin.at Kennwort: Euro-Quiz

FRAGE G: Der Gouverneur der OeNB sitzt im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Kann er bei Zinsentscheidungen mitwirken? 1) Ja. Jedes Land hat eine Stimme und damit das gleiche Gewicht. 2) Ja. Die Stimme hat aber entsprechend der Größe Österreichs nur geringes Gewicht. 3) Nein. Die Entscheidung trifft der Präsident der EZB, Mario Draghi, alleine.

Einsendeschluss: 30. April Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse. Mitarbeiter der OeNB und ihrer Tochterunternehmen sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen.

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ES SAY

GO (SOUTH -) E A ST! von Peter Plaikner

Viel mehr Brenner geht nicht mehr. Die Belastungsgrenze für den niedrigsten Gebirgspass des östlichen Alpenhauptkamms ist heute eher absehbar, als es einst das Ende der Zollkontrollen dort war. Wenn aber mit und ohne Basistunnel die Nord-Süd-Orientierung ebenso ausgereizt ist wie das Tempo auf der West-Ost-Route ans Limit gerät, benötigt Tirol eine Neuorientierung. Im Verbund der Euregio bietet sich dazu die Parallele vom Puster- über das Drautal an. Ein Weg, der gleichermaßen die Nord-Süd-Ausweichrouten kreuzt wie er balkanische und pannonische Aussichten eröffnet.

D

ie Inntalautobahn: voll. Die Brennerautobahn: voll. Die Westautobahn: voll. Das deutsche Eck: voll. Die Züge fahren zwar hier wie dort schneller denn je, doch das „Rien ne va plus“ wirkt absehbar. Und hinter dem Arlberg liegt nicht nur Paris näher als Wien, sondern wird die Konkurrenz mit Ostschweiz und Süddeutschland noch heftiger – eine der stärksten Wirtschaftsregionen Europas. Angesichts dieses Gedränges an TopStandorten gerät ausgerechnet jene Gegend ins Visier, die als Nachzügler gilt und infrastrukturell auch benachteiligt ist. Dieser Bogen reicht von Kärnten über die Steiermark bis ins Burgenland. Er ist der Zugang nach Slowenien, Ungarn und in die Slowakei – das Tor zum Balkan und ein Schlüssel für Osteuropa. Sotschi ist weiter weg, auch wenn die Russen schon da sind. // Was angesichts des ökonomischen Fiaskos einer Hypo Alpe Adria und der demokratiepolitischen Risken von Montenegro über Ungarn bis zur Ukraine vorerst als aktueller Wahnsinn erscheint, lässt sich langfristig auch als antizyklische Investition argumentieren, wie sie Betriebswirte und Börsianer andernorts als lehrbuchmäßig preisen. „Go (South-)East!“ ist das Gebot der Stunde, sonst schmilzt der Vorsprung, für den Österreich ge-

rade Lehrgeld zahlt, schneller, als der junge Außenminister den alten Feind Serbien ins EU-Boot lotsen kann. Just der Sand im Getriebe der von Wien, Graz und St. Pölten betriebenen kakanischen Handelsreunion eröffnet den zu Boom-Zeiten zurückhaltenderen, historisch weniger südöstlich geprägten Bundesländern ein zweite Chance vom einstigen Jugoslawien bis über Ungarn hinaus. Was Tirol touristisch mit diesen Märkten schon gelingt, benötigt aber mehr als die Fluganbindung, um in anderen Wirtschaftsbereichen ähnliche Potenziale zu eröffnen.

ES GE HT UM DI E GE ISTIGE ÖFFNUNG I N E I N E N RAUM , DE R UNS SE LTSAM FRE M D GE BLI E BE N IST.

DAS KAMEL UND DIE TÄLER. Nun geht zwar eher ein Kamel durchs Nadelöhr, bevor das Puster- und Drautal verkehrstechnisch eine wirkliche Alternative zu Inntal und deutschem Eck werden. Das gilt im gleichen Maße für die Süd- im Vergleich zur West(auto)bahn. Der Weg von Bozen über Klagenfurt und Graz nach Eisenstadt ist allemal langwieriger und beschwerlicher als die Route von Innsbruck über Salzburg und Linz nach Wien. Doch die Abstecher in den Süden nach Ljubljana, Zagreb und Budapest eröffnen keine geringeren Perspektiven als die Abzweigungen in den Norden nach Prag, Brünn und Bratislava – hier Italien, dort Deutschland inklusive. Zumal auch Nord-Süd-Routen östlich von Tirol konkurrenzfähiger

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raler wirkte als das randstänwerden. Die zweite KO R ALM - UN D SE M M E RI N G dige Westösterreich. Eine Röhre des TauerntunPROJ E K TE N DE STE H E N Öffnung, die für das Bundesnels liefert erst den land Tirol nahezu zwingend Vorgeschmack. Der E B E N SO I N DE N STE RN E N WI E ein stärkeres Andocken an die Karawankentunnel DI E VOLLE N DUN G DE R Autonome Region Trentinowird bis 2019 derart B RE N N E R - BASISBOH RUN G . Südtirol erfordert. Eine ausgebaut. KoralmÖffnung, die in Österreich und Semmering-Prozwischen den alten Universitäten Innsbruck und Graz jektende stehen zwar ebenso in den Sternen wie die die Uni-Emporkömmlinge von Bozen und Klagenfurt Vollendung der Brennerbasisbohrung – doch auch ebenso einbeziehen muss wie die Fachhochschulen hier gilt: Kommt Zeit, kommt Loch. MCI, Kufstein, Kärnten, Joanneum, Burgenland sowie // Ein Ausbau der Puster- und Drautalstrecke die Europäische Akademie EURAC. Eine Öffnung, zur Autobahn wie im Deutschen Eck erscheint die sich in Budapest an die englischsprachige Cen50 Jahre nach Europas letzter Highway-Manie tral European University wie die deutschsprachige allerdings als pure Utopie. Da wiegt Umweltschutz Andrássy-Universität wenden kann und die in Zagreb schwerer als Wirtschaftschancen, und die Anraieine traditionsreiche wie in Ljubljana eine riesige Uni nerinteressen stehen vor dem Reisetempo. Doch als Partner fände. mangelnde Vision von heute beruht auf Unkennt// Wer Visionen hat, braucht einen Arzt (© gleinis der Technik von morgen. Niemand vermag chermaßen Helmut Schmid und Franz Vranitzky)? zu sagen, wie (an)greifbar ein immer noch mehr Nun, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Zahodna dienstleistendes Europa in Zukunft seinen Verkehr Slovenija rund um Ljubljana entspricht exakt dem gestalten muss. Keiner wagt eine Prognose, ob über Schnitt der Unionsstaaten, jenes von Közép-Magdie Urbanisierung der ländliche Raum nicht wieder yarország – der Region Mittelungarn mit Budapest stärker zum Lebensmittel-Nahversorger wird. Doch – liegt sogar zehn Prozent über dem Durchschnitt sicher ist: Die digitalen Bahnen gewinnen weiter der EU28. So wie jenes von Kärnten (Kennzahl 110) an Bedeutung. Sie können Pionierwege zur Sunny und nur knapp übertroffen von der Steiermark (112). Side, zur Sunnseitn, zum Südabhang der Alpen sein Tirol (133) und Südtirol (147) gehören dagegen zu – auch oder besonders für Tirol. Gerade aufgrund den reichsten Regionen Europas – wie auch Salzburg seiner Expertise für den analogen Transit. (149), das Südosteuropa aber näher liegt. Im Schatten von Hypo-Desaster, Ungarn-Enteignungen, monteDIE UNIS UND DAS BIP. negrinischer Pressefreiheitsverletzung und UkraineEs geht um die geistige Öffnung in einen Raum, Krise werden die Karten im Wettbewerb um Südostder uns seltsam fremd geblieben ist, obwohl – oder europa neu gemischt. weil? – er für die k.u.k.-Monarchie zum Teil zent-

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ivb.at

Entgeltliche Einschaltung

ivb.news

Drei Seiten Mobilität

Tram / Regionalbahn Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe arbeiten intensiv an der Umsetzung des Tram/Regionalbahnprojektes. Stadt Innsbruck, Land Tirol und die Innsbrucker Verkehrs-

Wasser, Gas, Strom und Fernwärme. Während der

betriebe sind weiterhin mit dem Großprojekt Tram/Re-

Bauarbeiten kommt es zur Sperre der Innrain-Nordseite

gionalbahn beschäftigt. Die umfangreichen Bauarbeiten

zwischen Markthalle und Bürgerstraße und zwischen

am Innrain zwischen Klinikkreuzung und Markthalle, die

Bürgerstraße und Josef-Hirn-Straße (ausgenommen An-

sich in vier Phasen gliedern und Tätigkeiten von IVB, IKB,

rainerInnen und Garagenzufahrten) sowie zur Sperre der

TIGAS, UPC sowie dem Tiefbauamt der Stadt Innsbruck

Innrain-Südseite zwischen Bürgerstraße und Klinikkreu-

beinhalten, werden voraussichtlich noch bis Mitte Oktober

zung (ausgenommen öffentliche Verkehrsmittel, Anrainer-

2014 andauern.

Innen und Garagenzufahrten stadteinwärts). Die Linien

Derzeit läuft die zweite Bauphase. Die Arbeiten zu den

des öffentlichen Verkehrs werden stadtauswärts über

Leitungsumlegungen für Kanal, Wasser, Gas, Strom und

die Innrain-Südseite geführt. Die Haltestellen „Klinik/Uni-

Fernwärme der IKB und TIGAS werden nun im Abschnitt

versität“ der IVB und „Finanzamt“ des VVT werden in die

Innrain-Nordseite zwischen Markthalle und Bürgerstraße

Mittelinsel vor den Häusern Innrain 38 – 42 verlegt.

weitergeführt. Auch im Abschnitt zwischen Bürgerstraße und Klinikkreuzung starteten zuletzt seitens der

Laufende Informationen über das Projekt sowie Umleitungs-

Leitungsbetreiber die Umlegungsarbeiten für Kanal,

pläne während der Bauphasen gibt es unter www.ivb.at.


Entgeltliche Einschaltung

In den Lauffrühling Wer sich bewegt, hat schon gewonnen – so lautet das Motto des heurigen Frühlingslaufs. Der Startschuss fällt am Samstag, den 5. April, um 15:00 Uhr – zur Auswahl stehen Distanzen zwischen drei und 21,1 Kilometern. Ganz ohne Zeitnehmung, abseits von Sekunden und Metern ist diese Laufveranstaltung wie geschaffen, um nach dem Winter wieder aktiv zu werden oder aber eine erste Formüberprüfung für den nächsten Wettkampf durchzuführen. Die Tempoläufer des SportSpezial-Teams sowie die REHA-Geher von Rehamed Tirol unterstützen entlang der Strecke mit hilfreichen Trainingsund Gesundheitstipps. „Park & Ride & Run“-Läufer und -Besucher, die ihr Auto außerhalb der Stadt abstellen möchten, können dies beim VZ Hafen oder bei der Olympiaworld machen: Für 8 Euro können bis zu fünf Personen parken und alle IVB-Linien der Kernzone Innsbruck benüt-

Swing das Tanzbein

zen. Mit den IVB-Linien M, C und J kommen sie dann vom P & R zum Frühlingslauf-Start am Marktplatz. Weitere Informationen: www.innsbrucklaeuft.com

Von 25. bis 27. April geht zum zweiten Mal das Swingtanz-Festival „Innsbruck Spring Stomp“ über die Bühne. Der Innsbrucker Swingtanz-Weekender geht mit neuem Namen in die zweite Runde. Im Haus Vierundeinzig, in den Ursulinensälen sowie im Treibhaus gibt es an zwei Tagen und drei Abenden ein buntes Programm: Swingtanz-Workshops in verschiedenen Leveln – auch für Anfänger – und Tänzen (Lindy Hop, Balboa, Collegiate Shag und Charleston), zwei Partys sowie der Blue Moon Jamboree Ball, Westösterreichs heißester Swingball! Die Preise betragen je nach Buchung zwischen 79 Euro und 139 Euro. Die Eintrittskarte ist gleichzeitig auch ein IVB-Ticket in der Kernzone Innsbruck – eine umweltfreundliche Anreise für alle Festivalbesucher ist dadurch gegeben. Weitere Informationen, alle Preise und Anmeldung auf www.swingoutinnsbruck.at!


Entgeltliche Einschaltung

Nacht des Wissens Mit den IVB durch die Lange Nacht der Forschung Am Freitag, den 4. April, öffnen von 17:00 bis 24:00 Uhr bereits zum fünften Mal zahlreiche Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen ihre Türen zu ungewöhnlicher Stunde, wenn im Rahmen der Langen Nacht der Forschung die Nacht zum Tag gemacht wird. Neugierde

ist frei. Ein IVB-Shuttledienst verbindet die teilnehmenden

wecken, die Faszination der Wissenschaft vermitteln und

Institutionen und bringt die BesucherInnen bequem und

den direkten Dialog mit den ForscherInnen zu fördern,

einfach von einem Standort zum nächsten.

ist das erklärte Ziel. Auf dem Programm stehen weit über 100 Projekte, darunter viele Workshops und Vorträge,

Weitere Informationen finden Sie unter

(Mitmach-)Experimente sowie Laborführungen. Der Eintritt

www.tirolerforschungsnacht.at.

Blühende Träume Mit den IVB zu den Tiroler Gartentagen 2014 Ein Paradies für Gartenfreunde sind die Tiroler Gartentage von 30. Mai bis 1. Juni 2014 im Congresspark Igls. Drei Tage lang bieten über 70 AusstellerInnen Einblick in Trends, Neuheiten und Besonderheiten bei Gartenpflanzen, Gartenmöbeln, Gartenliteratur, Accessoires, Kunsthandwerk und Gartengestaltung. Ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops, Beratung, Kinderprogramm und Musik runden die Veranstaltung ab. Mit einem IVB-Ticket gibt es ermäßigten Eintritt (4 statt 6 Euro) und die Linie J bringt die GartenfreundInnen schnell und bequem zur Veranstaltung (Ausstieg Haltestelle Patscherkofelbahn). Die Veranstalter bitten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Auf der Homepage der Gartentage (www.blühende-träume.at) informiert eine Mini-Fahrplanauskunft über die Verbindungen der IVB. Die IVB verlosen fünfmal zwei Eintrittskarten: Einfach bis 23.05.2014 ein E-Mail mit dem Kennwort „Blühende Träume“ an marketing@ivb.at schicken!

IMPRESSUM Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH Medieninhaber und Verleger: target group Publishing GmbH / Brunecker Straße 3 / 6020 Innsbruck / Telefon: 0512 58 6020 / Fax: 0512 58 6020 2820 marketing@ivb.at / www.ivb.at / Gestaltung: Zimmermann Pupp Werbeagentur / Fotos: Gerhard Berger, Tirol Milch Frühlingslauf, Innsbruck Spring Stomp, Tiroler Gartentage, Lange Nacht der Forschung


Sie sind bereits im Verkauf tätig, möchten sich aber einer neuen Herausforderung in der Medienbranche stellen? Oder haben Sie sich ursprünglich für eine gänzlich andere Berufslaufbahn entschieden, hegen jetzt aber den Wunsch nach einer Veränderung? Vielleicht trifft nichts davon zu, Sie sind stattdessen Schulabgänger/in und möchten Ihre Fähigkeiten im Verkauf unter Beweis stellen?

KARRIERECHANCE IN DER MEDIENBRANCHE – WIR SUCHEN SALES TRAINEES! Die Moser Holding ist Tirols größtes Medienunternehmen und startet im Sommer ein exklusives Traineeprogramm. In diesem Rahmen bilden wir in acht intensiven Monaten talentierte Medienverkäufer (w/m) für die Bereiche Tiroler Tageszeitung Print und Online, Magazine (Weekend, Tirolerin, 6020) und Life Radio aus. Von Beginn an arbeiten Sie aktiv an Projekten mit und erhalten Einblick in alle Bereiche unseres Medienhauses. In begleitenden Schulungen und Seminaren vermitteln wir Ihnen fundiertes Medienwissen, das Sie für unsere Kunden zu einem kompetenten Ansprechpartner macht. Nach erfolgreicher Absolvierung des Programms erwartet Sie ein interessantes Aufgabengebiet in einem dynamischen Umfeld. Voraussetzung und Bewerbung Abgeschlossene Berufs- und/oder Schulbildung (Maturaniveau) und Führerschein B sind Voraussetzung für Ihre Bewerbung. Berufserfahrung von Vorteil. Wenn Sie ehrgeizig, zielorientiert und kommunikationsstark sind und Freude am Kontakt mit Kunden haben, dann bewerben Sie sich bis 07. April 2014 mit folgenden Unterlagen: Lebenslauf, Zeugnisse, Motivationsschreiben. Das Programm beginnt im Juni 2014 und dauert acht Monate. Zur Auswahl der Sales Trainee-Kandidaten findet Mitte April 2014 ein Assessment-Tag statt. Für die Dauer des Traineeprogrammes dotieren wir diese Position mit einem monatlichen Entgelt von €1.700,-- brutto. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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E IN H AUC H VON LON D ON BI E R , T EE UND CO. VON D ER INSEL

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on Essig-Chips der einzig wahren englischen Chipsmarke Walkers bis hin zu Ale, Cider und Tee – das kleine Geschäft „London’s Taste“ in der Heiliggeiststraße hat alles vorrätig, was typisch englisch ist und von vielen London-Fans in Österreich vermisst wird. Echte Scones mit Clotted Cream und Marmelade gibt es ebenso wie Coffee to go, Porridge und Schokolade. Außerdem kann man im „London’s Taste“ E-Zigaretten inklusive Zubehör kaufen. Aufpassen muss man nur bei den Öffnungszeiten: Das Geschäft ist Montag bis Mittwoch von 10 bis 19 Uhr und donnerstags von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet.

LO N D O N - F A N S Arnim Fronauer und Sven Rehfeuter

Das Cafe-Restaurant Arkadenhof im Herzen von Innsbruck bietet zu jeder Tageszeit genau das Richtige. Ein wunderbares Frühstück, ein perfektes Mittagsmenü und ein hervorragendes italienisches Abendessen und dies alles in einem herrlichen Ambiente. Der sonnige Gastgarten ist eine Oase der Ruhe in Mitten der Stadt. Reservierungen unter der Nummer 0512 / 58 08 48.

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MAGISTRAT

CAT´S SAFTLADEN

FYPS

ALL E S GR Ü N GREEN SMOOTHIES SIND DAS TRENDGETRÄNK DER STUNDE – 6020 HAT SICH DURCHGETESTET.

INNOCENT

Unser Kaffee ist Kult...

I

m FYPS in der Maximilianstraße gibt es verschiedene grüne Smoothies. Der „Klassiker“ besteht aus Spinat, Stangensellerie, Petersilie, Apfel und Banane und kostet 3,30 Euro (0,3 Liter) – schmeckt sehr pur und ein bisschen wässrig. Der grüne Smoothie aus dem Magistrat in den Rathausgalerien kostet 3,80 Euro (0,3 Liter) und beinhaltet neben Spinat (der allerdings gefroren war) auch Banane und Orange und schmeckt dementsprechend fruchtig. Im Kaufhaus Tyrol und in der Museumsstraße bietet Cat’s Saftladen einen grünen Smoothie um 3,60 Euro an. Dieser hat neben Spinat auch Ananassaft zu bieten, ist allerdings sehr dunkel und schmeckt sehr nach Spinat. Für Angsthasen bleibt noch das überaus süße Smoothie-Fläschchen von Innocent (1,99 Euro), das neben Kiwi, Apfel und Limetten nur einen Hauch von Spinat enthält – wahrscheinlich wegen der Farbe und dem gesunden Image.

CAPPUCCINO

€ 1,80

3x in Innsbruck www.coffeekult.com

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S E R IE

MU NDA RT

GR ÜN E

WALDGESPENSTER Heißa, es ist Frühling – MundArt schnappt sich frischen Spinat und altes Brot und formt daraus köstliche Spinatknödel. von Flo Seidl

Ei Kleine Schrate, Sagenwesen, winken mir mit leichter Hand, und die Hexe auf dem Besen, schwebend wie im Zauberland. Wie mit unsichtbaren Flügeln, zieht’s an meinem Leibl. Und so seh ich es im Spiegel, schon nähert sich das Weibl. Sieht mit Geistern sich umgeben, kichert böse, greift nach mir. War’s das nun, geliebtes Leben? Nein! Denn wir sind im Schratrevier.

GEWINNSPIEL 6020 und die Markthalle Innsbruck verlosen:

MARKTHALLENGUTSCHEINE IM WERT VON 50 EURO Kennwort: „MundArt“, Einsendeschluss: 30. 4. 2014 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse

Diese grünen Waldgespenster, helfen gern und fackeln nicht, krabbeln durch das offne Fenster, und die Hex kreischt fürchterlich. Denn von allen Zwergenwesen, die die Hexe je gekannt, waren Schrate ja belesen, und mit Zauberei bekannt. Ein kurzer Spruch, ein Paukenschlag, das war der Schraten Heldentat. Die Hexe auf dem Boden lag, als junger, grüner Blattspinat.

Brunecker Str. 3 6020 Innsbruck gewinnspiel@ 6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

MundArt bedankt sich bei den Waldschraten, bereitet dem Zauber ein Ende und verrollt das Ganze zu Spinatknödel.

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spinat Die saftig grünen Blätter des Spinats eröffnen die neue Gemüsesaison. Das gesunde Gemüse ist vielseitig: Es eignet sich als z. B. Salat, als Strudel­ fülle, Pizzabelag oder als Knödel. Spinat enthält Vitamin C, Betacarotin, Folsäure sowie Eisen, Kalium, Calcium und Magnesium.

Pagis Südtiroler Vernatsch 2012, Kellerei St. Michael Aus einer der besten Lagen im Überetsch – Pagis – stammt dieser herzhafte, würzige, rubinrote Wein. In der Nase der Duft von Früchten, Veilchen und Jasmin. Am Gaumen elegant, fruchtig, angenehm mild und jugendlich frisch. Der Vernatsch passt hervorragend zu typischen Tiroler Gerichten. Für 9,90 € erhältlich bei Gottardi, in der Heiliggeiststraße 10, 6020 Innsbruck.

Das Rezept: Spinatknödel Zutaten

500 g altbackenes Weißbrot oder schon geschnittenes Knödelbrot, 200 ml Milch, 800 g Spinat, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 Bund Schnittlauch, 1 Bund Petersilie, 100 g Butter, 150 g doppelgriffiges Mehl, 4 Eier, Salz, Pfeffer aus der Mühle, frisch geriebene Muskatnuss, frisch geriebener Parmesan Zubereitung

Das Brot würfeln, in einer Pfanne mit etwas Butter anrösten und in eine große Schüssel geben. Milch erwärmen und mit den Eiern versprudeln und über das Knödelbrot gießen. Kurz durchrühren und ziehen lassen. Spinat verlesen: Große Stengel und welke Blätter abzupfen, gut waschen und abtropfen lassen. Den tropfnassen Spinat in einem

großen Topf erhitzen, bis die Blätter zusammenfallen, dann abseihen und gut ausdrücken. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, in einer Pfanne mit etwas Butter andünsten, dann den gehackten Spinat zugeben und kurz mitdünsten, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig würzen und mit gehacktem Schnittlauch und Petersilie zur Knödelmasse geben. Mehl darüber stauben und alles gut durchmischen, rasten lassen.

Für € 9,90

Mit nassen Händen Knödel formen und in einen großen Topf mit kochendem Salzwasser geben. Hitze etwas reduzieren und im offenen Topf etwa 15 Minuten garen. Butter in einem Topf schmelzen lassen, bis sie leicht braun ist. Knödel abschöpfen, abtropfen lassen, mit Parmesan und Butter anrichten.

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www.gottardi.at


E I D D N I S S DA

R E N N I W E G 6020 UND HÖRTNAGL HABEN DIE HUNGRIGSTEN WGs INNSBRUCKS GESUCHT UND GEFUNDEN – SIE WERDEN MIT JE 100 EURO IN HÖRTNAGLGUTSCHEINEN BELOHNT!

JOHANNES ERB kämpft gegen die finanzielle E s s d i k t a t u r.

J U LI A N LE O N H A RT h a t seinen Hunger fotografisch eindrucksvoll dargestellt.

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WIR GRATULIEREN UND WÜNSCHEN GUTEN APPETIT!

MARIA SCHETT hat mit ihrem „Frühstücksei für d r e i “ ü b e r ze u g t .

J O H A N N A S TU B AU E R und ihre WG drehten ein Video für uns.

I N D E R W G V O N P H I LI P P M O LL w e r d e n s o g a r schon die Haare vom Ko p f g e f r e s s e n .


BEST OF

DEr HaSE kommt

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April 2014

GEWINNSPIEL Beantworten Sie folgende Frage und gewinnen Sie tolle Preise: Wie viele Parkplätze mit Ladestationen gibt es im west? 2

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Kreuzen Sie das richtige Feld an und geben Sie die Gewinnspielkarte bis 12. April 2014 beim Infopoint im west ab.

O

sterzeit im west – und der Osterhase sitzt am Fr, 18. und Sa, 19. April ganz versteckt im Osterei. Wenn ein Kind an unserem riesigen Ei vorbeikommt und dem Osterhasen seinen Namen nennt, bekommt es ein persönliches, mit seinem Namen versehenes Osterei geschenkt.

Neu im west Reno – Die Schuhspezialisten mit Topmarken zu Toppreisen sind seit Kurzem im west!

Zu gewinnen gibt es: 1. Preis: Elektro-Bike 2. Preis: Skihelm von Marcel Hirscher 3. Preis: Fußball Name:: Adresse::

: E-Mail::

Alles rund ums west

Tel.::

unter www.innsbruckwest .at

Wir wünschen viel Glück! Keine Barablöse möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Abgabe dieses Coupons erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre oben angegebenen persönlichen Daten von der Raiffeisen-Leasing GmbH, FN 55858w, zur Zusendung von Informationen über Angebote für Leasing-Finanzierungen und Immobilien gespeichert und automationsunterstützt verarbeitet werden.

mit viel Energie Vom Donnerstag, den 10., bis Samstag, den 12. april, präsentiert das west bei den Energietagen alles rund ums thema E-mobilität. Am 10. April starten ab 9 Uhr die E-Mobilitäts-Tage im west. Sechs Elektroautos, Segways und E-Fahrräder werden ausgestellt, Experten informieren umfassend über Elektromobilität, Förderungen, Leasing und Fuhrparkmanagement. Citroën Bernhard stellte in der Garage Testautos zur Verfügung, um das Gefühl einer Fahrt mit den Autos der Zukunft kennenzulernen.

Länger parken Das west bietet allen Autofahrern ein besonderes Zuckerl. Ab einem Einkaufswert von 30 Euro werden die eineinhalb Stunden Gratis-Parken verdoppelt. Details erhalten Sie am Infopoint.

Unsere Öffnungszeiten Shops Mo – Fr: 9 – 19 Uhr | Sa: 9 – 18 Uhr Gastronomie Täglich: ab 8 Uhr Bäckerei Reither Täglich: ab 7.30 Uhr Apotheke Mo – Fr: 8 – 18 Uhr | Sa: 8 – 12 Uhr Merkur Täglich: ab 7.30 Uhr | Mo – Mi: bis 19.30 Uhr | Do – Fr: bis 20 Uhr Hofer Täglich: ab 8 Uhr | Do – Fr: bis 20 Uhr

W W W.I N N S B15r u c k W E St. at

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parkplätze

BIS ZU 3 STUNDEN GRATIS PARKEN


ApRIl-HIGHlIGHTS Alles für Kids

Spaß und action im mini-west

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it dem mini-west setzt das Einkaufszentrum im Westen Innsbrucks ein Zeichen in puncto Kinder- und Familienfreundlichkeit. Hier können sich die Kleinen während Ihres Besuches im west im riesigen Fun- und Spielepark austoben. Zudem gibt es einen eigenen Kleinkinderbereich und das Bienennest, unseren Partyraum,

der für Geburtstage oder andere Kinderfeste zur Verfügung steht. Für Kindergeburtstage kann man das Bienennest von Montag bis Samstag während der gesamten Öffnungszeiten mit oder auch ohne Personal buchen. Auf Wunsch haben wir mehrere Partymottos im Angebot: z. B. „Ahoi Piraten“, „Hexen hexen“ oder „Prinzen und Prinzessinnen“.

Geöffnet ist das mini-west während der gewohnten Öffnungszeiten des west. Am Freitag von 13 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 18 Uhr werden die Kinder von geschultem personal betreut. Nähere Informationen

unter www.innsbruckwest .at

Da ist viel los! Unser April-Programm im mini-west liefert jede Menge Spaß und Unterhaltung für die Kleinen. 4. und 5. april: Wir machen verschiedene Spiele mit unseren Sinnen. 11. und 12. april + 18. und 19. april: Osterbasteln 25. und 26. april: Wir machen verschiedene Zaubertricks.

DaS E I N k au F S Z E N t r u m I m W E St E N Vo N I N N S B r u c k 16


Der Kasperl im west Nächster Termin: Mo, 14. – Fr, 18. April

Jeden zweiten Freitag im Monat können Kids spannende Abenteuer mit Kasperl, Pezi und Co. erleben. Die nächsten termine: Fr, 11. April, und Fr, 9. Mai, jeweils um 13, 15 und 17 Uhr

Gschmackiges west Die „Kärntner Jaus’n“ (EG gegenüber New Yorker) bietet alles für Liebhaber heimischer Gustostückerl.

Z

ur Osterzeit wird’s im west besonders lecker. Im April erwartet die west-Besucher beim Stand „Kärntner Jaus’n“ Herzhaftes aus dem Süden Österreichs. Von Montag, den 14., bis Freitag,

den 18. April, sind neben dem klassischen Osterschinken Kärntner Wurst- und Speckprodukte sowie Käse- und Nudelspezialitäten und original Kärntner Reindling erhältlich.

Auf zwei Rädern Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe starten mit dem brandneuen Fahrradverleihsystem durch. Auch im west wird es eine Radstation geben.

Für den großen Hunger Café & More hat jetzt auch Burger im Angebot – vom klassischen Hamburger über den scharfen Mexican Burger bis hin zum Schüler Burger. Zu jeder Bestellung gibt’s eine cola oder ein Fanta gratis!

W W W.I N N S B17r u c k W E St. at

Sprich mit mir! Just talk, das Sprachencafé im west: Plaudern Sie in entspannter Atmosphäre mit SprachtrainerInnen in Englisch, Italienisch oder Spanisch! Alle 14 Tage von 10 bis 11.30 Uhr! Die nächsten termine: Di, 1. und Di, 22. April 2014 Di, 6. und Di, 20. Mai 2014


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oStErtrIo Osterhasen von Tedi’s 1,75 Euro

PuNktStIL Kleid, gesehen bei Ernsting’s Family 11 Euro

uNSErE

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10

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im April

GaNZ LäSSIG Jeanshemd von C&A, 15 Euro Shirt von C&A, 13 Euro

10 BEacHBoy Hose von H&M, 19,95 Euro Shirt von H&M, 9,95 Euro

32 S H o P S , G aSt r o N o m I E & D I E N St L E I St u N G S B E t r I E B E


3 SüSSE LEckErEI Kaffee und Kuchen, erhältlich bei Café & More

4 SPortLIcH-ELEGaNt Schuhe, gesehen bei Reno 59,95 Euro

5 FrüHLINGSDuFt Versace-Parfüm, gesehen bei Müller ab 48,45 Euro

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GEScHENkIDEE west-Gutscheine im Wert von 5 bzw. 10 Euro sind beim Infopoint erhältlich und in allen Shops einlösbar.

8 auFFaLLEND Armreifen von claire’s, 8,99 Euro Ohrringe von claire’s, 6,95 Euro

7 FLoWEr PoWEr Jeans, New Yorker, 39,95 Euro Pullover, New Yorker, 19,95 Euro

W W W.I N N S B r u c k W E St. at


G U N E G

? E C I F F O E M O H M VO

DER FILM

ZUM BILD

Palais Sarnthein • Maria-Theresien-Str. 57/DG • A 6020 Innsbruck • www.raum13.at


ROSA IST DAS NE UE

P I NK

WIR ERKLÄREN DIE WELT.

Emojis

©ORF/SUPERFILM/PERTRAMER

SIND DIE NEUEN STATUSSYMBOLE. Wer ein Star ist, hat seine eigenen Smartphone-Emojis. So zum Beispiel Karl Lagerfeld.

BÖSTERREICH

FRANZÖSISCH IST DAS NEUE ENGLISCH.

IST DAS NEUE BRAUNSCHLAG. Ab 1. April blödeln sich Nicholas Ofczarek und Robert Palfrader endlich wieder durchs ORF-Programm. Die neue Serie heißt „BÖsterreich“, darin schlüpfen die beiden Schauspielstars in je 40 verschiedene Rollen und haben auch vor Crossdressing keine Angst. Ganz große Unterhaltung.

Nachdem jahrzehntelang fast ausschließlich englische Sprüche und Wörter auf T-Shirts gedruckt wurden, holen nun die Franzosen auf: „Oui“, „Très chic“, „La vie est belle“ & Co. heißt es derzeit auf Shirts und Pullis. Passt ja auch gut zum Thema Mode.

LINKEDINEINLADUNGEN

SIND DIE NEUEN SPAM-MAILS.

IST DER NEUE

PHARRELL WILLIAMS

TIMBALAND 51

Das weltgrößte Business-Netzwerk kann ganz schön nerven – dann nämlich, wenn man dauernd Einladungen von Freunden per Mail bekommt, ebenfalls beizutreten. Warum? Die meisten User stimmen unabsichtlich zu, dass das Netzwerk auf ihre Mailkontakte zugreift.


ortst e r m i n

E I N KÖN I G B R AUCHT S E I N VOLK Jürgen Drews ist mit seinen fast 70 Jahren einer der längstdienenden Schlagersänger im Business. Im Fahrwasser des Schlagerbooms tingelt er von Auftritt und Auftritt und heizt ab Mai wieder jede Woche dem Partyvolk auf Mallorca ein. Zuvor war der „König von Mallorca“ noch für zwei Tage in Innsbruck. 6020 war dabei, amüsiert und manchmal ein wenig irritiert. Von Denise Neher

// Fotos: Emanuel Kaser

den Song konzentriert und von Anfang bis Ende anhöre. Was ich höre: einen treibenden Dance Beat und Jürgens charakteristische Stimme. Sollte der Song tatsächlich rauskommen, werde er mir die CD sofort zuschicken, versichert er mir. Ich freue mich ob der unerwarteten Ehre und bin gespannt auf den Auftritt am nächsten Tag.

Am tAg Vor Dem Auftritt. „Jüagen“ erzählt gern und viel. Er gibt Antworten auf Interviewfragen, die man eigentlich gar nicht gestellt hat. Wir sitzen einen Tag vor seinem MausefalleAuftritt in einer Innsbrucker Hotelbar, ich schaue amüsiert in seine wachen, blauen Augen und überlege mir: „Wie oft hat er die Entstehungsgeschichte seines größten Hits ‚Ein Bett im Kornfeld’ wohl schon erzählt?“ Er erzählt die Geschichte ungefragt ausführlich und bis ins kleinste Detail. In das Schlagergenre sei er zufällig hineingeraten, das ist ihm wichtig zu betonen. Zum wiederholten Mal fährt sich „Jüagen“ durch die langen, gut gefärbten, braunen Haare und mustert mich ganz genau. „Was ist die Mausefalle für ein Laden und wie groß ist die Bühne?“, will er wissen. Ich gebe mich unwissend und sage lieber nichts von meiner Vermutung, dass es dort gar keine richtige Bühne gibt. Ob er sich später noch etwas zum Essen aufs Hotelzimmer bestellen wolle, wird Jürgen gefragt. „Nein, nein!“, er zieht den Bauch ein, streicht sich darüber und lacht. Von seinem engen, schwarzen Langarmshirt blinkt ein GlitzerTotenkopf. Erst vor wenigen Tagen wurde der 69-Jährige aufgrund eines doppelten Leistenbruchs operiert. The Show Must Go On. „Jüagen“ spielt mir einen neuen, noch unveröffentlichten Song vor. Ihm ist wichtig, dass ich mir

Wenige minuten Vor Dem Auftritt. Jürgen Drews sitzt im kleinen, engen Büro des Mausefalle-Chefs, vor ihm ein Obstteller. Es ist kurz vor Mitternacht und kaum Platz. Zu viele Leute drängen sich auf viel zu kleinem Raum. Der „König von Mallorca“ hätte auch etwas weiter entfernt eine richtige Garderobe haben können, aber das braucht Onkel Jürgen nicht: zu weit weg vom Schuss. Es stehen eine Handvoll Pressevertreter vor und im Büro. Die Handykameras lassen vermuten, dass es sich eher um private Fotowünsche handelt. Jeder Fotowunsch, jeder Autogrammwunsch wird von Jürgen bestens gelaunt erfüllt. Sänger-Kollege Gregor Glanz huscht immer wieder durch den Gang. Man kennt sich und man mag sich. Vor der Bürotür stehen zwei muskulöse Türsteher der Mausefalle, gut gelaunt, für jedes Schwätzchen zu haben und im Übrigen auch für die Sicherheit zuständig. Aber kein Stress, alles „easy“.

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ortst e rmin

3 Fr agen an Jürgen Drews

6020

: wann geben Sie das Zepter ab und stehen nicht mehr auf der Bühne? Jürgen Drews: Diese Frage wird mir öfter gestellt. Ich mache das, solange es noch Spaß macht. Warum schauen sie mit fast 70 immer noch so jung aus? Zum einen gibt es eine genetische Veranlagung, zum anderen rauche ich nicht und trinke so wenig Alkohol, dass es schon wieder gesund ist (lacht).

„I c h trinke s o wenig Alkohol, das s es sc hon w ieder ges und ist.“

Sie haben vier Semester Medizin studiert, was für ein Arzt wären Sie geworden? Ein Chirurg. Aber ich habe keine Ahnung, ob so erfolgreich wie mein guter Freund, Schönheitschirurg Werner Mang. Vielen Dank für das Gespräch.

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ortst e r m i n

„Jüagen“ ist heute richtig aufgedreht, hat viele Komplimente auf den Lippen und will wissen, wo ich mein Kleid gekauft habe. Die Frage irritiert mich, zum Glück muss er jetzt auf die Bühne. Der Auftritt. Näher dran am Volk kann ein König kaum sein. Jürgen Drews steht mitten unter den Fans auf einem kleinen Podest und hat viel zu tun. Während er singt, animiert er immer wieder Mädchen, zu ihm aufs Podest zu kommen, er schüttelt Hände und posiert für Fotos. Das Volk ist jung und in bester Partystimmung: Ein Bursch in den vorderen Reihen grölt mit nacktem Oberkörper, zwei andere mit goldenen Papierkronen einer Fast-Food-Kette auf dem Kopf. Jürgen Drews stellt sich als „König von Mallorca“ vor, baut ein Schloss, lädt in sein Bett im Kornfeld, träumt von „Irgendwann, irgendwo, irgendwie“ und behauptet, wieder alles im Griff zu haben.

Fan-nah. Nach dem Auftritt gibt es Fotos und Ko m p l i m e n t e .

Wenige Minuten nach dem Auftritt. Wieder derselbe „Backstage-Gang“: „Jüagen“ hat wieder viele Komplimente auf den Lippen, dieses Mal für ein dunkelhaariges Mädchen, das er zum Tanzen auf das Podest geholt hat. Er bedankt sich mit zwei Küsschen auf den Mund. Die Anwesenden lächeln verlegen und wissen nicht, wohin sie schauen sollen. „Wo ist der schnellste Weg nach draußen?“, fragt der „König von Mallorca“ und verkündet, schlafen gehen zu wollen. Noch ein paar letzte Autogramm- und Fotowünsche, dann ist die Partynacht für Jürgen Drews auch schon wieder vorbei, zumindest für heute. Nach der Party ist vor der Party.

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F ILM

WE N N DE R FI LM B E I N E KRI EGT Wer denkt, „Kino Dramawas“ wäre nur ein weiterer kreativer Name für eine Veranstaltung, der lasse sich überraschen. Wer das Wort langsam, in leichtem Tiroler Dialekt ausspricht, wird erstaunen. Die Frage lautet: Warum nicht? Text: Magdalena Dreschke

E

s ist eine bunte Gruppe, die sich in der Bäckerei zu den Vorbereitungen von „Kino Dramawas“ trifft. Die Plakate liegen frisch gedruckt auf der Theke. Es liegt Vorfreude und Begeisterung in der Luft. Kein Wunder: Die Anwesenden wurden bereits von der Lust des Filmemachens angesteckt. Die Augen leuchten, wenn sie über die Erfahrungen des letzten „Kino Kabaret“ sprechen. Filme machen, das kann jeder – so lautet das Motto. Vor allem, wenn sie gemeinsam mit anderen entstehen. Es wurde auch mal Zeit, dass diese Erkenntnis über die Berge Tirols schwappt: Enstanden 1999 in Montréal/Canada, hat sich die Bewegung „Kino Kabaret“ nach und nach über den ganzen Erball verbreitet. Seitdem gibt es in den verschiedensten Ländern aktive Zellen, die Laien und Profis, Aktive sowie fi lmaffi ne Spät-Starter einladen, gemeinsam aktiv zu werden. NUR 48 STUNDEN. Die ersten Beteiligten haben sich nun auch in Innsbruck organisiert und beschlossen, sich bei dem weltweiten Kurzfi lmfestival mit dem „Kino Dramawas“ einzuklinken. Erstmalig fand das Tiroler „Kino Kabaret“

// Fotos: Emanuel Kaser

als „Snowkabarett“ 2012 in der Bäckerei statt. Die Bäckerei lud zu dieser Zeit bereits aktive Anhänger des „Kino Kabaret“ nach Innsbruck, um zu zeigen, wie der Spaß mit den bewegten Bildern aussehen kann. // Das Projekt „Dramawas“ hat alles, was es braucht: Eine motivierte Gruppe, die organisiert die Idee unter die Leute bringt, in Innsbruck zählt diese Gruppe sechs Personen. Einen offenen kreativen Ort: Auch in diesem Jahr ist es die Bäckerei, die Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Ein brauchbares Equipment: wird vor Ort zu finden sein. Und natürlich motivierte Menschen, die sich immer schon mal hinter der Kamera, als Schauspieler oder Regisseur ausprobieren und einbringen wollten. Das Wichtigste ganz zum Schluss: Wochenlanges Grübeln und Tüfteln ist laut den Regeln des „Kino Kabaret“ nicht gestattet. Vom Start bis zur Präsentation des gedrehten Films hat man 48 Stunden. Im Mittelpunkt stehen die Idee und der Austausch, auch spontanes Mitwirken ist erwünscht (los geht’s am 1. April). Den Wettbewerb gibt es nur mit der Zeit. Und wenn der Film Beine kriegt, empfiehlt es sich, ihn laufen zu lassen. Wer weiß, wohin er führt.

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Termine

1. April: 1. Produktionstreffen 3. April: 1. Screening 4. April: 2. Produktionstreffen 6. April: 2. Screening jeweils 18 Uhr kinodramawas @gmail.com www.kinodramawas.tk


M U SI K

DI E M IT DE R STI M M E Bei der letzten Staffel von „The Voice of Germany“ war auch eine Tirolerin mit dabei: Sara Koell. Mit 6020 spricht die 23-Jährige über das Erlebnis Castingshow, wie es weitergeht und warum sie sich „in den Hintern beißt“. Text: Lisa-Maria Insam

// Foto: Martin Lugger

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llein schon wegen ihrer blauen Augen bleibt einem Sara Koell im Gedächtnis. Die gebürtige Osttirolerin sticht aber auch anderweitig heraus: Sara Koell ist die bisher einzige Tirolerin, die es in die Live-Shows der Castingshow „The Voice of Germany“ geschafft hat. Geklappt hat es allerdings erst beim zweiten Versuch. Schon 2012 war Sara bis in die sogenannten „Blind Auditions“ gekommen, konnte dort allerdings aufgrund einer vorhergegangenen Blinddarmentzündung nicht ihre beste Leistung zeigen: „Ich war einfach viel zu schwach, Alec von The BossHoss hat dann gemeint, ich soll noch mal kommen.“ Genau das hat sie 2013 gemacht.

gegangen bin. Einerseits, weil er ein richtig cooler Typ ist, andererseits, weil ich bei ihm vielleicht noch weiter gekommen wäre.“ Saras Ausscheiden in der darauffolgenden Runde verstanden weder die anderen Coaches noch das Publikum. // Heute zeigt sich die Osttirolerin aber zufrieden. In der nächsten Runde wäre sie auf den späteren Sieger, die Superstimme Andreas Kümmert, getroffen. „Da hätte ich sowieso keine Chance gehabt. Andreas spielt in einer anderen Liga. So war es ein cooler, lockerer Abgang.“ BLICK INS BUSINESS. Die Zeit bei „The Voice of Germany“ sieht Sara Koell im Nachhinein als sehr spannend, aber auch als mindestens genauso anstrengend: „Man hat sich eigentlich eine ganze Woche lang nur auf diese zwei Minuten konzentriert. Die Performance musste immer stimmen, die Leistung auch, es war wenig Zeit, das Ganze zu genießen.“ Weitergebracht hat sie „The Voice“ aber auf jeden Fall: „Ich habe viele Kontakte geknüpft, es wird bereits über ein Solo-Projekt in Deutschland gesprochen.“ Eigentlich hatte sich die ausgebildete Lehrerin geschworen, nie bei einer TV-Castingshow teilzunehmen. Das Format „The Voice of Germany“ überzeugte sie aber: „Es hat mich einfach interessiert, ob meine Stimme ankommt. Bei ‚The Voice’ geht es zuerst nur um die Stimme. Die Leute haben oft viele Vorurteile, reduzieren auf Äußerlichkeiten und stecken einen in eine Schublade.“ // Der Blick ins Innere des Musikbusiness war für die 23-Jährige hart, aber erkenntnisreich: „Es war eine Erfahrung fürs Leben und hat mir auch viel mediale Aufmerksamkeit in der Heimat gebracht. Aber man muss schon ganz schön ‚zach’ sein, um in dieser Branche bestehen zu können.“

BATTLES UND STEAL DEALS. Der Weg ins TV-Studio war lang: Nach nicht weniger als sechs Auswahlrunden in München und Berlin war die 23-jährige Wahl-Innsbruckerin – wieder – in den „Blind Auditions“. Als eine von 140 Stimmen. Gleich drei der vier Juroren fanden Saras Stimme dann so gut, dass sie auf den berühmten roten Knopf drückten. Ironischerweise hatte sich nur Saras erklärter „Wunsch-Coach“, der Rapper Max Herre, nicht sofort in ihre Stimme verliebt. Also entschied sie sich für The BossHoss. In den ersten „Battles“ entschieden sich ihre Coaches aber für Saras Gegnerin. Durch einen „Steal Deal“ blieb ihr das sofortige Ausscheiden erspart: So wurde Max Herre schlussendlich doch noch Saras Coach. SAMU VS. MAX. Aber nicht nur Herre, sondern auch „Sunrise Avenue“-Frontmann Samu Haber hätte Sara gerne in sein Team gestohlen: „Im Nachhinein beiße ich mir schon in den Hintern, dass ich nicht zu Samu

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„Tag der offenen Tür” am Mittwoch, 30. April 2014 von 14 bis 18 Uhr in der Musikschule der Stadt Innsbruck, Innrain 5

ABOUT NAME: Sarah Köll KÜNSTLERNAME: Sara Koell – „das ‚h‘ habe ich weggelassen, damit der Name kürzer wird, mit dem ‚ö‘ im Namen Köll wäre es international schwierig geworden.“ GEBURTSDATUM: 22. Mai 1990 BEZIEHUNGSSTATUS: glücklich vergeben HEIMATORT: Matrei in Osttirol BANDS: skp & Sara Koell Band AKTUELLE CD: „N.I.M.B.Y (Not In My Backyard)“ mit skp Den nächsten Auftritt in Innsbruck gibt es am 18. Juli im Treibhaus.

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uch heuer haben Interessierte wieder Gelegenheit in den Räumlichkeiten der Musikschule Instrumente kennen zu lernen und auszuprobieren.

Unterrichtsangebot In Innsbruck kann eine breite Palette an Musikinstrumenten erlernt werden: Das Unterrichtsangebot umfasst Tasten-, Saiten-, Blas-, Zupf- und Schlaginstrumente, sowie Gesang, Singschule, Musikalische Früherziehung und Musikwerkstatt. Außerdem bietet die Musikschule den kostenlosen Zugang zu vielen Ensembles (Streichorchester, Jugendorchester, Rockband, Jazzensemble, Klarinettenorchester, Kinderchor, Jugendchor, Volksmusikensemble, Free Beat Company, u. v. a.) an. Durch das breit gestreute Angebot werden einerseits das gemeinsame Musizieren andererseits die Entfaltungsmöglichkeiten jedes einzelnen gefördert. Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr 2014/2015 werden noch bis Ende Mai 2014 im Sekretariat, im Schulbüro und im Archiv der Musikschule entgegen genommen.

ANFÄNGE. Die Liebe zur Musik entdeckte Sara Koell schon früh. Bereits im Kindergarten trat sie in Musicals auf, später besuchte sie das Musikgymnasium in Lienz. 2013 trat sie in Wien als Backgroundtänzerin der Castingband „Preluders“ auf. Ihren bisher größten Auftritt vor Publikum hatte sie 2012, wo sie bei der Eröffnung der Olympischen Jugendspiele in Innsbruck die österreichische Bundeshymne singen durfte. Neben ihrer derzeitigen Ausbildung am Tiroler Landeskonservatorium für Jazz und improvisierende Musik ist Sara Koell auch Lehrerin an der Landesmusikschule Reutte. Daneben tritt sie mit ihren beiden Bands, der Sara Koell Band und skp auf. Ihre Bandkollegen kennt sie vom Studium am Tiroler Landeskonservatorium. sarakoell.com

Folgende Präsentationen finden statt: Vortragssaal 1. stock: 14.00 – 15.00 h

Fachgruppe Blockflöte und Fachgruppe Alte Musik

15.00 – 16.15 h

Fachgruppe Zupfinstrumente

16.15 – 17.00 h

Fachgruppe Tasteninstrumente

Zimmer 203 2. stock: 15.00 – 15.45 h

Fachgruppe Holzblasinstrumente

Probesaal 3. stock: 15.00 – 15.30 h

Fachgruppe Blechblasinstrumente

Zimmer 405 4. stock: 14.00 – 18.00 h

E-Gitarren und Bands

orchesterProbesaal (innenhoF): 15.30 – 16.00 h

Fachgruppe Streichinstrumente

0512 / 585425-0, www.innsbruck.gv.at/musikschule


S E R IE K U NST UND DESIGN AU S TIRO L

MINU GHEDINA Protokoll: Diana Steinlechner

MEIN LEBEN SMOTTO: E s ist wichtig, manchmal bis an G r enzen zu gehen, um neue Tür en zu öffnen – so spür e ich, dass ich lebe.

ICH BESCH ÄF TIGE MICH mit B ildhauer ei, Maler ei, Text und Stimme.

M EINE I NS P I R AT I O NS Q UE L L E N si n d E rl e b n is s e , E rf a h ru n g e n, G r en z gä n ge , Tra u e r, G l ü c k ...

ZUR PERSON

AM LIEBSTEN ar beite ich mit Beton, S eidenpapier und meiner Stimme.

© GERHARD BERGER (5)

1959 geboren, aufgewachsen in Innsbruck, Studium der Germanistik und Geschichte, Schauspielschule, zehn Jahre Arbeit als Schauspielerin in Essen und Berlin, 1990 Studium der Bildhauerei bei Alfred Hrdlicka an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, Rückkehr nach Berlin, 1997 Geburt der Tochter Lea, Übersiedlung nach Nordrhein-Westfalen. Seit damals Arbeit als freischaffende Künstlerin im bildenden und im Theaterbereich. 2008 Rückkehr nach Innsbruck, Arbeit als Bildhauerin und Malerin, Rhetorikcoach und als Lehrerin an einer berufsbildenden Schule.

MEINE LIEBLINGSSTÜCKE SIND IMMER MEINE NEUESTEN ARBEITEN.

M E INE VOR BILDER sind mein Le hrme i ste r Alfr ed H r dlick a, Kik i Smi th, e i ne a me r ik anische Künstler in, u nd Me nsc he n, die den Mut haben, an G r enzen zu gehen.

MEIN E AR BEIT r ichtet sich an alle. 58


S E R IE

PRO & CONTR A Weil die Themen, über die man diskutieren kann, nie ausgehen. Diesmal: Internet-Hypes

PRO

CONTRA

von Willi Kozanek

B

art Simpson sagte einmal: „Teenager in depressive Stimmung zu versetzen, ist wie Fische aus einem Fass zu angeln.“ Genauso einfach und sinnlos ist es, sich über Internet-Hypes, im speziellen Facebook-Hypes, aufzuregen. // Sicher, der Harlem Shake, die PoetrySlam-Tante, das Fremde-küssen-sich-Video, Biersauf-Nominierungen und Innsbrucktanzt-mit-Verspätung-„Get-Lucky“ werden durch dutzendfaches Teilen auf Facebook nicht lustiger, klüger oder schöner, aber Internet-Hypes sind nun einmal wie das Web 2.0 selbst: schnelllebig, aufmerksamkeitshaschend und etwas billig.

I NTE RN ET- HYPES SI N D NUN E I N MAL WI E DAS WE B 2.0 SE LBST: SC H N E LLLE B I G UN D ET WAS BI LLIG . Da geht es nicht darum, komplexen Humor à la „Die Sendung ohne Namen“ zu entwickeln, sondern zwischen dem Diplomarbeitsschreiben oder der BürojobTristesse etwas leicht Verdauliches zwei Minuten lang anzuschauen. // Nachdem man „Gefällt mir“ geklickt hat und 15 Sekunden über eben Gesehenes nachgedacht hat, kann man sich ja wieder Seriöserem widmen.

von Barbara Wohlsein

E

s ist ja nicht so, dass ich gegen die Anziehungskraft von viralen Videos immun bin, ganz im Gegenteil. Beim ersten Klick fand ich Julia Engelmanns Poetry-Slam-Video eigentlich gut.

WE N N E I N LI N K ZE H N TAGE SPÄTE R I M M E R N O C H WE ITE RVE RB RE ITET WI RD, DAN N GE HT M I R DAS E I N FAC H NUR AUF DI E N E RVE N . Nachdem es der Zehnte dann in meiner Facebook-Timeline geteilt hatte und mit einem kitschigen Kommentar versehen hatte, war ich von mir selber ein bisschen enttäuscht, dass ich wieder in die HypeFalle getappt bin. // Das Gleiche gilt für das Kuss-Video – natürlich, das muss man gesehen haben und es ist ja auch gut gemacht, aber wenn der Link zehn Tage später immer noch von Blitzgneißern weiterverbreitet wird, dann geht mir diese orchestrierte Massenbegeisterung einfach nur auf die Nerven. // Über das Innsbrucker „Get Lucky“Video will ich mich gar nicht äußern. Ich hab es aber auch gar nicht vollständig gesehen, weil ich mir vor Fremdschämen die Augen zugehalten habe. Natürlich hast du Recht, dass Hype-Videos zu 100 Prozent ins Social-Media-Zeitalter passen. Aber das muss nicht heißen, dass man sie gut fi ndet. Oder teilt.

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Poetry Slam & Co. V i r a le V i d e os – te i le n o d e r ha s se n?


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AKTIV AL LES AUF ABSP R U N G Die Bungee-Saison wird eröffnet.

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m Sonntag, 4. Mai wird die Bungeejumping-Saison 2014 auf der Europabrücke eröffnet. Der Sprung aus 192 Metern Höhe lässt auch heuer wieder Adrenalinjunkies juchzen, denn eine spannendere Kulisse für den Sprung in die Tiefe gibt es wohl nicht. Wer will, kann gleich bei der Premiere dabei sein: Wir verlosen 2 x 2 Tickets für einen Sprung am 4. Mai (Wert: 160 Euro). Mitspielen und dann 5, 4, 3, 2, 1 ...

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AKT IV M UT G E F R A GT. 1 92 M e t e r g e h t es in die Tiefe – w e r t r a u t s i c h?

KURZ UND INTENSIV HIT-Training gilt als beste neue Trainingsmethode.

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n kurzer Zeit viel für die Fitness tun – dieses Konzept kommt nicht nur gestressten Menschen entgegen. HIT (High Intensity Training) basiert genau auf diesem Konzept: Anstatt eine Stunde lang gemächlich zu joggen oder auf dem Hometrainer zu radeln, wird kurz und knackig in 20 Minuten alles „erledigt“. Der Schlüssel dazu sind 30 bis 60 Sekunden lange intensive Trainingseinheiten, in denen man so richtig Gas gibt. Zwischen diesen „Sprints“ bewegt man sich etwa zwei Minuten locker weiter, achtet aber darauf, sich bis zum nächsten intensiven Intervall zu erholen. Wichtig sind das Warm-up und Cool-down, schließlich will man Muskeln und Gelenke nicht überfordern.

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A K tI V

E IN MAL F RÜH L IN G S- C HEC K , BIT TE Die Radsaison ist eröffnet und jedes Jahr dieselbe Frage: Was tun, wenn man das Rad aus dem Keller holt und merkt, dass es quietscht und rattert? 6020 liefert einen Überblick zum Thema Frühjahrs-Check und ein paar Hinweise für DIY-Reparaturen. Text: Ágnes Czingulszki

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ie Spinnenweben abzuwischen, sich zu denken: „da passt eh alles“, und danach die Höhenstraße hinunterzurasen, ist nicht die cleverste Vorgangsweise bei der ersten Radausfahrt des Jahres. Die Radprofis von der Bikerei, der offenen Radwerkstatt in der Bäckerei, empfehlen, vor dem ersten „Ride“ eine Probefahrt im flachen Gelände zu machen, langsam und vorsichtig. Schaltung, Bremsen und Beleuchtung sollten durchprobiert werden. // Das Rad einmal richtig an der Tankstelle abwaschen (kostet z. B. einen Euro bei der Disk Tankstelle am Fürstenweg) hätte man ja eigentlich vor dem Winter machen sollen, es schadet aber auch nicht

// Fotos: Emanuel Kaser

vor der ersten Frühlingsfahrt. Ölen und Fetten ist ein Muss – die Kette und alles andere, was so quietschen kann –, denn so bringt man auch leicht-rostige Teile wieder in Gang. Wenn man merkt, dass etwas faul ist, hat man zwei Möglichkeiten: Man bringt das Rad ins Geschäft und wartet ein paar Tage, bis das Service gemacht ist, oder man legt selbst Hand an, etwa in der Bikerei. Bremsen nachziehen, das Dynamolicht checken, den Ständer endlich montieren – das alles bei einem Bierchen und guter Musik. KOSteNLOSe tIPPS. Die Bikerei ist eine offene Radwerkstatt, in der – für eine kleine

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Spende – von Montageständern über Schraubenschlüssel bis zu guten Ratschlägen alles zum Fahrradreparieren zur Verfügung steht. Am ersten Bikerei-Tag nach der Winterpause stand Christopher, ein freiwilliger Helfer, 6020 einige Fragen bereit. // Hervorheben würde Christopher keines der Radgeschäfte in Innsbruck: „Die versuchen ja alle das Beste. Sie arbeiten aber nicht gleich: Altes reparieren oder auf neue Ersatzteile zu tauschen, macht natürlich auch bei den Preisen einen Unterschied.” Trotzdem würde er dazu raten, mit einem platten Reifen nicht gleich in die Werkstatt zu rennen: „Das ist keine Hexerei.


AKt IV

DiY-cHeckliSte 1. Luft überprüfen 2. Lichtanlage überprüfen 3. Bremsen überprüfen/einstellen 4. Kette ölen

FÜr Den lAien im notFAll 1. Achterschlüssel (bei jedem Ikeaschrank oder Werkzeugkasten dabei) zum Schrauben anziehen 2. Ventiladapter (zirka 4 Euro) 3. Kleine Led-Leuchten (im 2er-Set zirka 15 Euro) 4. Schlauchautomaten (Bushaltestelle DezOst und Bikes&More Herzog-Siegmund-Ufer) 5. Radservice-Station an zwei Stellen: Marktplatz (Kurve) und Sillpark (Haupteingang Litfaßsäule)

FAHrrADverorDnUng lAUt Stvo. 1. Zwei voneinander unabhängige Bremsen 2. Klingel 3. Beleuchtung vorne weiß/gelb & weißer Rückstrahler 4. Beleuchtung hinten rot & roter Rückstrahler 5. Gelbe Rückstrahler an den Pedalen 6. Zwei Katzenaugen je Reifen

„ AUF YOUTUBE GIBT ES HUNDERTE VIDEOS DAZU IN UNTERSCHIEDLICHSTEN SPRACHEN. IN EINER HALBEN STUNDE HAT MAN DAS.“ CHRISTOPHER

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bikerei. Jeden Dienstag wird in der offenen Radwerkstatt geschraubt.

Service-Angebote im Überblick:

Auf YouTube gibt es hunderte Videos dazu in unterschiedlichsten Sprachen. In einer halben Stunde hat man das.” Reifenflicken kann im Geschäft schon mal um die 15 Euro kosten. Für den gleichen Preis flickt man mindestens zehnmal selbst. // Als Laie sollte man aber auch nicht ganz unvorbereitet durch die Gegend fahren. Zum „NotfallEquipment“ gehört beispielsweise ein Ventiladapter. Der passt in jede Hosentasche, es gibt ihn auch als Schlüsselanhänger. Bei einem Patschen kann man damit kurze Strecken von Tankstelle zu Tankstelle überbrücken, wo man immer wieder Luft einpumpt. LedLichter mit Silikonband nehmen auch nicht viel Platz, sind billig und man erspart sich die Strafen bei fehlender Beleuchtung.

in der Stadt gibt. Diese haben das nötigste Werkzeug zur schnellen Reparatur bereit: Schraubenzieher, Imbusschlüssel und eine Pumpe mit unterschiedlichen Ventilen. Die Benutzung ist gratis und jederzeit verfügbar. Die Radservice-Stationen tarnen sich jedoch hervorragend: Jene am Marktplatz hat die Gestalt eines „Stromkastens“ mit Radzeichen (am Gehsteig bei der Markthallen-Kurve in Richtung Inn), die andere beim Sillpark ist in einer Litfaßsäule versteckt. Diese steht links vor dem Haupteingang und hat ein grünes Fahrradzeichen am Dach. Zwei Schlauchautomaten, an denen man unterschiedliche Innenschläuche kaufen kann, gibt es auch: Einer steht in Innsbruck-Ost beim Sport Eybl, der andere am Herzog-Siegmund-Ufer bei Bikes&More.

Für DIY bereit. Viele wissen auch nicht, dass es auch Nonstop-Servicestationen

Die Bikerei-Werkstatt ist jeden Dienstag von 17 bis 21 Uhr geöffnet. bikerei.org

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Radstudio Innsbruck Was? Keine Service-Pauschale, sondern Stundenlohn: 60 €/Stunde, ohne Material Wie lang? Nach Termin, die Reparatur dauert zirka eine Woche Wo? Zollerstraße 7, Tel.: 0512/570-480  Rad & Tat Was? Kleines Service Stadtrad: 39 € (Schaltung, Kette, Bremsen, Steuerund Tretlager werden kontrolliert, geölt und eingestellt, alle sicherheitsrelevanten Schrauben und Muttern werden nachgezogen, Luftdruck wird gecheckt), Kosten ohne Material Wo? Defreggerstraße 19, Tel.: 0512/360-101  Bike-Point Radsport Was? Kleines Service (wie bei Rad & Tat): 49 €, kostet weniger, wenn man nur einzelne Teile kontrollieren lässt Reparaturzeit? 2–3 Werktage Wo? Gumppstraße 20, Tel.: 0512/361-275  Radsport Neuner Was? Kleines Radservice & waschen (wie oben): 75 € Reparaturzeit? 2–3 Werktage Wo? Maximilian Straße 23, Tel.: 0512/561-501 Kranebitter Allee 6, Tel.: 0512/561-501  Conrad Fahrradwerkstatt (Sozialprojekt) Was? Die Reparatur ist von Montagezeit und Schaden abhängig (Beispiel: Bremsbeläge-Tausch zirka 15 Euro) Wo? Ampfererstraße 30, Tel.: 0512/276-869 Bikes & More Was? Fahrradcheck, wie kleines Service oben: 35 € Wo? Herzog-Siegmund-Ufer 7, Tel.: 0512/346-010


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Der Sillpark wird zum Fahrradpark

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it direktem Anschluss an das Innsbrucker Radwegenetz, Fahrrad-Service-Terminal, E-Bike-Ladestation und 460 Fahrrad-Abstellplätzen ist der Sillpark sicher das fahrradfreundlichste unter den heimischen Einkaufscentern. Eine Verleihstation wird das Angebot noch in diesem Jahr vervollständigen. Vom 08.04. bis 11.04. verwandelt sich der Sillpark vollends zum Fahrradpark, in dem das beliebteste Fortbewegungsmittel der Innsbrucker mit KinderradlMarkt, radelndem Kasperltheater und Bike-Parcours in Szene gesetzt wird.

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04. . 1 1 , 4. – FR 0 . 8 0 I,

SO WIRD DER DRAHTESEL ZUM GOLDESEL Kleine Räder, große Nachfrage Beim Kinderradl-Markt im SILLPARK können gebrauchte Kinderräder ver- und gekauft werden. Egal ob Laufrad, Barbie-Rad oder Youngster-Mountainbike: Alles, was funktionstüchtig ist und Kinder auf zwei Rädern in Bewegung bringt, darf angeboten werden. So einfach geht‘s: Die zu verkaufenden (funktionstüchtigen!) Kinderräder können ab MO,07.04. bis MI, 09.04.2014 im SILLPARK abgegeben werden. Der Preis wird vom Verkäufer fix definiert. Die Räder werden von DI, 08. bis DO, 10.04.2014, jeweils 12:00 – 18:00 Uhr auf der SILLPARK-Plaza durch die Mitarbeiter des SILLPARK angeboten und verkauft. Nach Abschluss der Fahrradbörse können der Erlös bzw. die nicht verkauften Kinderräder am FR, 11.04. und SA, 12.04. zu den Öffnungszeiten des SILLPARK wieder abgeholt werden.

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a k ti v

I M L AU FSCH RIT T Ob gemütliche Kreise am Inn oder zielgerichtet zum Marathon – bei 283 beschilderten Streckenkilometern ist die Stadt ein wahres Paradies für Läufer. Wir haben uns die Innsbrucker Laufszene genauer angeschaut. Text: Michael Wolf

// Fotos: Emanuel Kaser, Franz Oss, Robert Parigger

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lassen, um später dann sprichwörtlich auf Wolken zu laufen. Ab etwa 100 Euro fi ndet man die geeigneten Schuhe – nach einem „bewegten“ Jahr sollte man, den Gelenken zuliebe, Neue besorgen. Abseits von Passgenauigkeit und Funktionalität als wichtigste Kriterien sei auch das Design der Schuhe „offenbar wichtiger geworden“, weiß Wanivenhaus mit einem leisen Schmunzeln zu berichten. Für den restlichen Körper ist Funktionskleidung gefragt, welche nach dem Zwiebelprinzip, also (temperaturabhängig) in mehreren Schichten übereinander angezogen wird. // Abseits vom geeigneten Equipment, das neben der Bekleidung auch verschiedene Lauf-Apps umfassen kann, muss vor allem die Einstellung passen. Hier lautet die oberste Prämisse: „Zeit lassen und auf seinen Körper hören.“ Sich zu schnell zu hohe Ziele zu setzen, sei ebenso kontraproduktiv, wie gleich am Anfang Limits austesten zu wollen. Den eigenen rhythmus fi nden ist entscheidend, so Michael Wanivenhaus: „Lieber drei- bis viermal pro

enn es Frühling wird, kribbelt es auch den bewegungshungrigen Innsbruckern wieder zwischen den Zehen. runter vom Laufband und rein in die Natur lautet das Motto, vor allem, wenn man an einem sonnigen Tag auf die Innpromenade blickt. Warum auch nicht: Laufen macht glücklich, gesund, schlank und nach Erkenntnissen der uniklinik ulm sogar schlau. Viele gute Gründe also, um sich anzusehen, welchen Stellenwert der wohl natürlichste Sport überhaupt in Innsbruck genießt. schUhWErk pLUs EinstELLUnG. Damit wirklich alles rund läuft und keine Gefahr besteht, der eigenen Gesundheit langfristig gesehen sogar zu schaden, sollten vor allem Neo-Jogger ein paar grundlegende Dinge beachten. Für „Innsbruck Läuft“-Gesamtkoordinator Michael Wanivenhaus steht die Wahl des optimalen Laufschuhs ganz oben auf der Liste. „Da jedes Paar Füße seine ganz speziellen Eigenheiten hat, gibt es kein ‚Standardmodell’.“ Deshalb sollte man sich im Vorfeld gut informieren und auch beraten

Jeden Samstag & Sonntag:

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Akt iv

„d e r tipp für an fän ger: Zeit lassen und auf den körper hören“

innsbrucks läufer im Kurzinterview

M i c h a e l Wa n i v e n h a u s

Waltraud Staudigl, Pensionistin Seit wann laufen Sie? Seit etwa zehn Jahren.

Woche eine halbe Stunde gemütlich laufen, als sich nach dem ersten Mal nicht mehr bewegen zu können. Das Tempo sollte dabei grundsätzlich so gewählt werden, dass man noch reden kann oder könnte. Gerade Einsteiger dürfen auch Gehpausen einlegen.“ Sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun und gemeinsam zu joggen, sorge übrigens genauso für nachhaltige Motivation wie fixe Trainingszeiten, die keiner Ausrede standhalten.

Wie oft und wann? Vor Wettkämpfen zwei- bis dreimal in der Woche, vormittags oder am späteren Nachmittag. Welchen Stellenwert hat das Laufen für Sie? Die Freude an der Bewegung. Laufen ist jederzeit und immer möglich, es ist befreiend, ich nehme die Natur wahr und komme zufrieden nach Hause.

Eine dynamische Stadt. Was die allgemeine Entwicklung der Hobbyläuferszene in Innsbruck betrifft, so sieht Michael Wanivenhaus große Fortschritte: „Tirol ist generell ein ganz sportliches Bundesland. Dieser Trend hat sich mit der Zeit enorm verstärkt. Immer mehr Leute gelangen zu der Erkenntnis, dass ihnen Laufen richtig gut tut.“ Im Wettkampfbereich sind zwar immer noch Männer klar in der Überzahl – ansonsten aber die Frauen auf der Überholspur. Nach der Eltern- und Großelterngeneration haben mittlerweile ebenso viele junge Menschen den Sport für sich entdeckt.

Wo laufen Sie am liebsten? Am Waldrand, auf Wiesen und am Fluss entlang. Nehmen Sie heuer an einer Laufveranstaltung teil? Ich nehme am Stadtlauf teil, am Ruetz-Lauf, am Frühlingslauf, am Innsbrucker Stadtlauf ...

Die erste Spur!

Die erste Tour! 69


A k ti v

„laufen bedeutet zeit für mic h und meine gesundheit.“

// Wenngleich diese Form der Bewegung kein Alterslimit kennt, habe sich die praktische Ausübung doch sehr „nach vorne verschoben“. Ob als Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden, „just for fun“ oder aus sportlichem Ehrgeiz – die Motive könnten unterschiedlicher nicht sein. Selbst wenn Antriebe und Anlässe differieren, muss man aber doch nicht zwangsläufig auf Gesellschaft verzichten. Dabei sind es vor allem die Lauftreffs, die sich nicht nur in Innsbruck immer größerer Beliebtheit erfreuen. Im Vorfeld des 30-jährigen Jubiläums des Innsbrucker Stadtlaufes begründeten Michael Wanivenhaus und sein Team die Initiative „Stadtteile in Bewegung“. Seit Mitte März werden hier wöchentlich, immer abends, betreute Gruppenläufe angeboten. Die Teilnahme daran ist kostenlos und vollkommen unverbindlich. Grundsätzlich sind die Lauftreffs für Anfänger ausgelegt, hier können aber auch erfahrene Athleten in angenehmer Atmosphäre trainieren und sich auf eine der unzähligen Laufveranstaltungen vorbereiten.

M a rt i n B a lt e s

Für Wettkämpfer. Stichwort Veranstaltungen: All jenen, die nicht nur gegen den inneren Schweinehund, sondern auch gegen die Zeit ankämpfen wollen, bieten sich heuer wieder genügend Möglichkeiten. Ehe am 18. Mai mit dem „Sparkasse Stadtlauf“ eine der traditionsreichsten Laufveranstaltungen Österreichs seinen 30. Geburtstag feiern wird, können sich Kurzentschlossene bereits beim „Tirol Milch Frühlingslauf“ am 5. April ohne Zeitmessung, aber mit professionellen Tempoläufern einstimmen. Noch nicht genug? Daneben gibt es noch Veranstaltungen wie den „Tiroler Abenteuerlauf“ (26. April), den „Happy Run“ (27. April), den „Tiroler Frauenlauf“ (21. Juni), den „Tiroler Firmenlauf“ (13. September) oder den „NightRun“ (20. September). Zu Ende geht das Laufjahr dann standesgemäß am 31. Dezember mit dem „Innsbrucker Silvesterlauf“ – seit bereits 13 Jahren fixer Bestandteil des Bergsilvesters. Wer jedoch lieber in Ruhe für sich läuft und auf Absperrungen und Urkunden verzichten kann, findet auf der Website von „Run & Walk Innsbruck“ sicherlich seine Lieblingsstrecke. Ob mit vielen anderen am Inn oder doch lieber abseits des Trubels in der Sillschlucht – der eigene Spaß muss immer im Vordergrund stehen.

innsbrucks läufer im Kurzinterview Martin Baltes, Geschäftsführer IVB Seit wann laufen Sie? Seit 30 Jahren. Wie oft und wann? Vier- bis fünfmal pro Woche, meistens in der Früh. Welchen Stellenwert hat das Laufen für Sie? Laufen bedeutet Zeit für mich und ich kann das Laufen gut für meine Gesundheit brauchen. Wo laufen Sie am liebsten? Meine Lieblingsstrecke ist die zwischen meiner Wohnung und meinem Büro. Nehmen Sie heuer an einer Laufveranstaltung teil? Ich laufe gerne und viel, aber am liebsten alleine. 

www.innsbrucklaeuft.com www.run-walk-innsbruck.at

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Akt iv

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Eva Achberger, Studentin Seit wann laufen Sie? Schon seit einigen Jahren immer bei Lust und Laune, und seit etwa sechs Wochen etwas regelmäßiger und häufiger.

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Wie oft und wann? Momentan etwa zwei- bis dreimal pro Woche, meist abends.

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Welchen Stellenwert hat das Laufen für Sie? Das Laufen bzw. die Bewegung im Allgemeinen tut mir einfach gut. Einerseits merke ich, dass sich das Laufen sehr positiv auf meine Stimmung auswirkt, andererseits kann ich dabei so richtig vom Alltag abschalten. Und außerdem liebe ich die Herausforderung und gehe gerne an meine Grenzen. Wo laufen Sie am liebsten? Momentan laufe ich meist am Inn entlang, das ist unkompliziert und ich kann auch unterwegs noch entscheiden, wie weit ich laufe. Ansonsten laufe ich gerne auf Waldwegen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe, denn umso natürlicher der Untergrund, desto angenehmer und gleichzeitig herausfordernder ist das Laufen für mich. Nehmen Sie heuer an einer Laufveranstaltung teil? Ja, beim Frühlingslauf Anfang April bin ich sicher dabei. Und auch den Stadtlauf werde ich mir dieses Jahr nicht entgehen lassen!

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Spezialitäten Die schwedische Küche kennt mehr als nur Köttbullar (Fleischbällchen): Hering, Rentier- und Elchfleisch sind beliebte Delikatessen, selbstgepflückte Beeren und Pilze verfeinern die Gerichte. Schweden ist außerdem für seine Backwaren bekannt, allen voran die Kanelbullar (Zimtschnecken).

NORDISCH LÄSSIG Der Frühling zeigt Stockholm von seiner besten Seite. Die Metropole ist kulturell und geschichtlich spannend, hat aber auch ganz viel Lebensart zu bieten.

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er Stockholm an einem sonnigen Frühlingstag erlebt, wird nie wieder Vorurteile gegenüber Skandinaviern haben. Kühl und reserviert? Die Schweden doch nicht! Die schwedische Hauptstadt bietet viel: historische Bauwerke, viel Platz zum Bummeln und Flanieren, aber auch tolle Museen und Galerien. KÖNIG & CO. Fans des Königshauses strömen zum Palast, vor dem sich in der Hochsaison die Reise-

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busse aneinanderreihen. Dabei leben Carl Gustav und Sylvia gar nicht im königlichen Schloss im Stadtzentrum, sondern im Schloss Drottningholm auf der Insel Lovö am Rand von Stockholm. // Nur wenige Schritte vom Palast entfernt starten zahlreiche Schiffstouren, die Besuchern einen großartigen Überblick über die Inselstruktur von Stockholm geben. Hier kommt man an Gamla Stan vorbei, der pittoreske Altstadt, die mit schmalen Gassen und Kopfsteinpflaster bezaubert.


REISEINFO: WÄHRUNG: In Schweden zahlt man mit Schwedischen Kronen. Der Umrechnungskurs: 1 Euro = 8,83 SEK.

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Ein weiterer Stopp ist das Vasamuseet – ein Museum, das extra für die Vasa, dem weltweit einzigen erhaltenen Schiff aus dem 17. Jahrhundert, gebaut wurde. Die Vasa besteht zu 95 Prozent aus Originalteilen, gilt als Kunstschatz und zieht mehr Besucher an als alle anderen Sehenswürdigkeiten in Skandinavien. Kunstfreunde merken sich am besten auch einen Besuch des Moderna Museets vor, das über eine große Sammlung an schwedischer und internationaler Kunst verfügt. ANGESAGT. Um das typische Stockholmer Stadtflair zu erleben, muss man etwas weg von den Touristenpfaden und hinein in die charmanten Wohnviertel. Södermalm ist einer der angesagtesten Stadtteile, kleine Cafés

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und Bars reihen sich hier an charmante Galerien und Geschäfte. Als besonders cool gilt das „Sofo“-Viertel, das nicht nur namenstechnisch an Soho erinnert. Etwas klassischer ist die Saluhall, eine wunderschöne Markthalle im Stil der Jahrhundertwende, in der man zahlreiche schwedische Spezialitäten probieren kann. Auf jeden Fall sollte man einige Stockholmer Möbel- und Krimskramsgeschäfte besuchen. Hier sieht man, wieso Schweden als Design-Nation schlechthin gilt: Sogar Alltagsgegenstände wie Backpapier oder Flaschenöffner werden mit besonderen Mustern und Materialien hübsch gemacht. Flüge: Lufthansa fliegt täglich von München nach Stockholm Arlanda.

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VERKEHR:: Durch Stockholm kommt man am besten mit der U-Bahn (Tunnelbana), S-Bahnähnlichen Vorortzügen (Pendeltåg, Saltsjöbanan, Roslagsbanan) und öffentlichen Bussen. ANBINDUNG: Stockholm ist eine wichtige Fährhafenstadt mit Verbindungen nach Helsinki, Sankt Petersburg, Turku und Tallinn.


P E U G E OT 3 0 8 – „C a r o f t h e Ye a r 2 0 1 4 “

AUTOMOB I LE FRÜ H LI N GSS H OW AM L AC LÉ MAN Der 84. Internationale Automobilsalon in Genf lockte auch dieses Jahr wieder hunderttausende Besucher an. Mit dabei: Das WK-Gremium des Tiroler Fahrzeughandels, das mit rund 75 Mitgliedern zur großen Autoshow an den Lac Léman reiste. Text: Walter Mair

// Fotos: Walter Mair, Werk

M

schaftskammer unter der Führung von Gremialobmann Wolfgang Rötzer und Gremialgeschäftsführer Marco Stütz einen Tagesausflug nach Genf, wo sich auch die heimischen Fahrzeughändler einen ersten Überblick über die Novitäten des Jahres verschaffen können. Unter den Branchenexperten befanden sich dieses Jahr neben dem stellvertre-

it einem wahren Festival an automobilen Neuheiten trumpfte der 84. Internationale Automobil-Salon in Genf auf, der heuer vom 6. bis 16. März durchgeführt wurde und rund 670.000 Besucher in die Palexpo-Hallen lockte. Schon seit Jahren organisiert die Wirt-

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AU TO tenden Bundesinnungsmeister Martin Gertl weitere bekannte Namen wie der des Toyota-Händlers Willi Bacher, der Geschäftsleitung der Unterberger-Denzel-Betriebe, Giovanni Di Valentino, Klaus Kluckner und Gerald Unterberger, die der Vowa/Porsche-Bosse Erwin Cassar und Andreas Resch sowie der des Fiat Lüftner-GF Harald Nössig. 6020 ließ sich die Frühjahrs-Parade ebenso nicht entgehen und präsentiert eine Auswahl von „funkelnden“ Novitäten der Genfer Autoshow. HÖCHSTE AUSZEICHNUNG. Bei der aktuellen Ausgabe des Genfer Autosalons präsentierten rund 250 Aussteller in sieben Ausstellungshallen mehr als 160 Welt- und Europapremieren. Auf rund 110.000 Quadratmetern Fläche ließen sich jedoch auch dutzende Hybrid-Novitäten, Elektrofahr-

Autowelt Innsbruck

zeuge, Erdgas-Modelle, Supersportler und ungewöhnliche Design-Studien bestaunen, die uns vielleicht schon morgen als fertig entwickelte Serienfahrzeuge auf den Straßen begegnen werden. Summa summarum galt es beim Automarathon nicht nur rund 900 Fahrzeuge zu begutachten, sondern auch eine Sonderschau zur 90-jährigen Geschichte des weltbekannten 24-Stunden-Rennens von Le Mans zu besichtigen. Eine besondere Auszeichnung wurde dem französischen Fahrzeughersteller Peugeot zuteil: Kurz vor der offi ziellen Eröffnung der Messe wurde die Kompaktlimousine Peugeot 308 zum „Car of the Year 2014“ gekürt. Damit setzte sich das Lifestyle-Modell gegen sechs Konkurrenten wie BMW i3, Citroën C4 Picasso, Mazda 3, Mercedes S-Klasse, Škoda Octavia sowie Tesla Model S durch.


AU TO

R E N AU LT T W I N G O Die dritte Generation des populären Kleinwagens basiert auf der gleichen Plattform wie der neue Smart Forfour und fährt jetzt mit fünf Tü r e n u n d H e c k a n t r i e b v o r. D e r w e n d i g e S t a d t f l i t ze r s t a r t e t i m H e r b s t a b r u n d 1 0 .0 0 0 E u r o .

B M W 2 E R A C TI V E T O U R E R E i n l a n g e e r w a r t e t e r Va n f e i e r t e s e i n e We l t p r e m i e r e: Der – erstmals bei BMW mit Frontantrieb bestückte – Active To u r e r p u n k t e t m i t e r h ö h t e r S i t z p o s i t i o n , v a r i a b l e r R ü c ks i t z b a n k , r i e ß i g e m Ko f f e r r a u m u n d ü p p i g e r B e i n f r e i h e i t i n R e i h e z w e i . M a r k t e i n f ü h r u n g: 27. S e p t e m b e r 2 0 1 4 .

AU D I S1 S P O RTB A C K Q U AT TR O Drei Jahre nach seinem Debüt fährt der sportive Ingolstädter ab sofort in d e r Ve r s i o n S ( S1 q u a t t r o / S1 S p o r t b a c k q u a t t r o ) v o r. D e r S1 - E i n s t i e g beginnt bei 34.900 Euro. PORSCHE MACAN I n G e n f f ü h r t e k e i n We g a m n e u e n O f f r o a d e r a u s Zu f f e n h a u s e n v o r b e i . P o r s c h e - I n n s b r u c k- G F E r w i n C a s s a r freut sich bereits auf den Mark tstart in Österreich am 5. April. A b 6 4 . 9 6 0 E u r o ( M a c a n S D i e s e l ).

TR E F F P U N K T G E N F E R AUTO M O B I L S A LO N : D i e T i r o l e r Fa h r ze u g h ä n d l e r u n t e r d e r F ü h r u n g v o n W K- G r e m i a l o b m a n n Wo l f g a n g R ö t ze r ( 2 . v. l . o .) u n d W K- G F M a r c o S t ü t z ( 2 . v. l . u .) ze i g t e n s i c h v o n d e n N e u e r s c h e i nungen des Jahres 2014 begeister t.

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AU TO

C ITR O Ë N C 1 Die zweite Generation des Citroën C1 kommt im Septemb e r a l s 3 - o d e r 5 -Tü r e r s o w i e a l s o f f e n e Ve r s i o n A i r s c a p e auf den Markt.

F O R D M U S TA N G Anfang 2015 kommt die neue Spor twagen- Ikone Ford Mustang nach Europa. Für den Antrieb stehen e i n 5 - L i t e r- V 8 m i t 42 6 P S o d e r e i n 2 , 3 - L i t e r- V i e r zy l i n d e r E c o Boost- Motor mit 309 PS bereit.

O P E L A DA M R O C KS & C O S t y l i s c h , r o b u s t , a u f s e h e n e r r e g e n d: O p e l f u h r i n G e n f m i t d r e i a b s o l u t h e i ß e n N e u h e i t e n v o r. Es debütier ten der coole Adam Rocks, der rassige Adam S und der Supersportler Astra OPC Extreme.

JAGUAR XFR-S Der Powerkombi XFR-S Spor tbrake greif t a u f e i n 5 - L i t e r- V 8 - A g g r e g a t m i t 5 5 0 P S und 680 Nm zurück und beschleunigt in nur 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. S t a r t i m J u l i , a b 1 4 4 .0 5 0 E u r o .

S M A RT B R A B U S M i t d e r B r a b u s Xc l u s i v e r e d e d i t i o n , s m a r t f o rtwo edition citybeam und vielen weiteren Sondermodellen verstand es smart, in Halle 6 die Blicke auf sich zu ziehen. Die wendigen Winzlinge sind als Coupé oder Cabrio bestellbar und fahren m i t Ve r b r e n n u n g s - o d e r E l e k t r o m o t o r e n v o r.

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PROGRAMM

WOCHE 14 1.–6. AP R IL KONZERT 6. 4.

2 0 UHR KAT IE M ELUA

SIMP LIF IE D

KATIE MELUA IM CONGRESS Katie Melua kommt am 6. April im Rahmen ihrer „Simplified“-Tour in den Congress Innsbruck. „Simplified“ bedeutet, dass die Britin nicht mit Band oder Orchester anreist, sondern ausschließlich von Tim Harries am Bass und Mark Edwards am Keyboard begleitet wird. Melua wird Songs ihres aktuellen Albums „Ketevan“ vorstellen, das erstmals keine Coverversionen enthält.

SPORT 5 . 4.

9 UH R

TEAMP LAY E R NORDKETTE QUARTETT

Am 5. April sind Mountainbiker, Skibergsteiger, Skifahrer und Downhiller gefragt, sich in Teams zu gruppieren und beim diesjährigen Nordkette Quartett dabei zu sein. Fast hundert Teams haben sich bereits angemeldet, unter den Athleten ist auch Olympiamedaillengewinner Benjamin Karl. Wie im letzten Jahr wird auch heuer eine „Wings for Life“-Staffel mit bekannten Behindertensportlern an den Start gehen.

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UNSERE

TOP 3

LESUNG

1

2. 4 .

19.30 U HR

MIKE WATT & THE MISSINGMEN 1. 4., 21 H, P.M.K

GALG E N L I E D E R EIN ABEND FÜR CHRISTIAN MORGENSTERN

2014 feiert das Westbahntheater seinen 10. Geburtstag. Das erste Stück des Jubiläumsjahres ist eine Uraufführung der jungen Tiroler Dramatikerin Jomari. In „Da unten“ geht es um Frauen, ihre Bedürfnisse und ihr Verhältnis zu Männern. Inszeniert wird das Stück von der Tiroler Schauspielerin und Regisseurin Luka Oberhammer. Die Termine: 1., 2. & 7.–9. März, jeweils um 20 Uhr.

Punk-Urgestein Mike Watt bringt sein neuestes Werk „Hyphenated Man“ nach Innsbruck in die p.m.k.

2 Ö3 POP-UP CLUB 5. 4., 20 H, IVB-HALLE

© FOTOS: FELIX SCHÜLLER (2), VERANSTALTER

Die Bushalle in Wilten wird für einen Abend zur Partylocation, zu hören gibt es die DJs Clemens Wagner und Pavel Pipovic.

3

N ILS P ET T ER M O LVA ER

NILS PETTER MOLVAER 4. 4., 21 H, TREIBHAUS Als Trompetenzauberer aus dem Norden bekannt, in Innsbruck zu Gast mit neuer CD und neuer Band.

KONZERT 3. 4.

2 0. 30 U HR

A BS U RD I STAN

KADEBOSTANY IM TREIBHAUS K A DE BOSTANY

Eine Band mit einer tollen Fake-Biografie: „Im Jahre 2008 formiert der charismatische Präsident Kadebostan die besten Musiker – darunter die mysteriöse Diva Amina – und Botschafter der kleinen europäischen Republik Kadebostany zu einer Band.“ Erfunden hat das Musikprojekt – wen wundert’s – ein Schweizer. Zu hören gibt es eine ungewöhnliche Interpretation von Popmusik, in der sich Einflüsse aus Rap, Marsch-, Blas- und Weltmusik treffen.

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PROGRAMM

WO CHE 15 7.–13. A PR IL SPORT

A B 12. 4.

GAN ZTÄGIG

S P RING - BE G I N N

PARKERÖFFNUNG IM RAHMEN DER SPRING CLASSICS Im Kaunertal ist im April und Mai traditionell Spring-Classics-Zeit. Am 12. April geht das Programm mit der Spring-Parkeröffnung und einem begleitenden Get-together inklusive BBQ los. Während in anderen Skigebieten schon wieder das Gras wächst, gibt es hier im gut präparierten Park viel Platz, um den Frühling zum zweiten Winter zu machen. Die Spring Classics dauern in diesem Jahr bis 24. Mai.

PARTY 9. 4.

1 8 UH R

LAST CALL

LETZTE STUDENTS NIGHT AUF DER CLOUD 9

GEWINNSPIEL

Drei ausverkaufte Students Nights hat es bereits auf der CLOUD 9 gegeben, am Mittwoch, 9. April findet im Party-Iglu auf der Nordkette die letzte Students Night der Saison statt. An den Decks werden DJ Tune Inn & Nimm Zwei werkeln, die Afterparty findet im Club Cubique statt. Kostenpunkt: 9 Euro für Berg- und Talfahrt, Freizeitticket-Besitzer fahren gratis.

6020 und die CLOUD 9 verlosen

4 x 2 TICKETS

FÜR DIE STUDENT NIGHT AM 9. APRIL Einfach ein Mail an: gewinnspiel@6020stadtmagazin.at Kennwort: CLOUD 9 Einsendeschluss: 7. 4. 2014

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UNSERE

POETRY SLAM

TOP 3

11. 4.

1

21 UH R

STÄDT E- B AT T LE

GAME OF THRONES NIGHT 10. 4., 20 H, LEOKINO

LITERARISCHER KAMPF IN DER BÄCKEREI

Große Freude: Sky zeigt die erste Folge der 4. Staffel von „Game of Thrones“ in Originalversion.

2

Der Poetry Slam in der Bäckerei geht in diesem Special am Freitag, 11. April auf Konfrontationskurs. Auf dem Programm steht ein Städtebattle: Vier Innsbrucker Slammer werden gegen vier Slammer aus Linz antreten. Los geht es um 21 Uhr, der Eintritt kostet 3,50 Euro.

GA ME OF THRONES

AKI TAHASE 8. 4., 21 H, TREIBHAUS Das „Schreckgespenst“ der JazzAvantgarde kommt mit seinem neuen Blues-Projekt nach Innsbruck.

KONZERT 10. 4.

3 Rückert- und HeineLieder von Robert und Clara Schumann, gesungen von Sophie Mitterhuber.

S U P E R S E VE N © FOTOS: 5STARS, VERANSTALTER

WIDMUNG 11. 4., 19.30 H, TIROLER LANDESTHEATER

2 1 U HR

MAURACHER IM TREIBHAUS

Der Klangzauberer Hubert Mauracher, gebürtig aus dem Zillertal, kommt für eine Stippvisite nach Tirol: 2012 erschien Maurachers Album „Super Seven“, nun ist er mit seiner neuen Platte „Let’s Communicate“ auf Tour und macht am 10. April im Treibhaus in Innsbruck Halt.

M AU R ACH ER

NEU

!

cafe • bar • shisha • events Kontakt: bar@live.at

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PROGRAMM

WOCHE 16 14 .–20. A PR IL TANZ

20. 4.

2 0.1 5 UHR

ERIN N E RU NG OSTERFESTIVAL ZEIGT TANZPERFORMANCE IM CONGRESS.

Im Rahmen des Osterfestivals Tirol wird am 20. April im Congress Innsbruck das Tanzstück „What the Body Does Not Remember“ gezeigt. Uraufgeführt wurde das Debüt von Choreograph Wim Vandekeybus und seiner Kompanie Ultima Vez im Jahr 1987. 2013 wurde das Stück etwas bearbeitet und wieder aufgenommen. Dass „What the Body Does Not Remember“ nichts an Kraft verloren hat, wird bei jeder Aufführung sichtbar.

PARTY

1 9 . & 20. 4.

12 U HR

O STE RNEST I VAL DKK AUF DER CLOUD 9

Zum Saisonende übernimmt heuer eine Innsbrucker Institution die Nordkette: DKK (DJ Kaffee und Kuchen) feiert 2014 den 15. Geburtstag und lädt zu diesem Anlass zum „Transglobalen Osternestival auf 2.000 Metern Seehöhe“. Am Samstag, 19. April stehen die DKK-Allstar-DJs von 12 bis 19 Uhr an den Turntables, am (Oster-)Sonntag, 20. April gibt es von 12 bis 17.30 Uhr Programm, diesmal mit Special Guest DJ DSL.


KONZERT 18. 4.

2 1 U HR

CONTAINER VALINA IN DER P.M.K

Die österreichische Band Valina stellt am 18. April in der p.m.k ihr Album „Container“ vor, das in Zusammenarbeit mit Nirvana-Produzent Steve Albini in Chicago analog aufgenommen wurde. Entstanden sind die Songs in den letzten drei Jahren zwischen den Tourneen der Band in Südamerika, den USA und Europa. Ebenfalls an diesem Abend in der p.m.k: Punk-Ikone Carla Bozulich und Bluemling.

UNSERE

TOP 3

1 SCHWARZMALEN RELOADED 15.–18. 4., 20 H, TREIBHAUS

AUSSTELLUNG BIS 20. 4.

Markus Koschuh hat sein Erfolgsprogramm „Schwarzmalen“ rundumerneuert und spielt die aktuelle Version viermal im Treibhaus.

PA S S E NG E R

CLAUDIA FRITZ IN DER ANDECHSGALERIE

2

Bis 20. April wird in der Galerie im Andechshof die Fotoausstellung „Passenger“ der Innsbruckerin Claudia Fritz gezeigt. Die Bilder fangen das urbane Leben ein und konzentrieren sich auf den stetigen Fluss.

BRING THE MOURNING ON 14. 4., 20.45 H, BÄCKEREI Beeinflusst von NeoFolk- und AmericanaBands wurde Bring the Mourning On vor vier Jahren in Malmö, Schweden gegründet. Foto: Erica Elfström

FERIENSPASS UND LERNEN

3 MESSER IN HENNEN 15.–18. 4., 20 H, KELLERTHEATER Die Bauernsaga des schottischen Dramatikers David Harrower wird in dieser Woche noch viermal im Kellertheater gespielt.

11.04. - 16.04.2014 Hämmermoosalm © FOTOS: DANNY WILLEMS, VERANSTALTER

BRI NG T H E MOUR N I N G O N

15 – 19 U HR

Feriencamps: Mathe, Englisch mit native speaker, Deutsch, Rechnungswesen, Chemie, Legasthenie/Dyskalkulie Volksschule, Unter-/Oberstufe, Maturavorbereitung € 599.-; 5 Tage / 5 Nächte www.genial-lernen.at

85

genial! wir helfen lernen Maximilianstraße 9 A-6020 Innsbruck Tel. 0664 750 40 850


PROGRAMM

WOCHE 17 21.–27. A PR IL

TANZ

2 5 . & 26. 4.

2 0 & 19.30 UHR

SA LT & PE P P E R

TANZSTÜCKE IN DEN KAMMERSPIELEN Unter dem Titel „Salt & Pepper“ werden am 25. und 26. April in den Kammerspielen Tanzchoreografien von Marie Stockhausen und Natalia Horecna gezeigt. Marie Stockhausen ist aktive Tänzerin in der Tanzcompany des Landestheaters und Choreografin, Natalia Horecna stammt aus der Slowakei, tanzte in Deutschland und den Niederlanden und ist freie Choreografin.

KONZERT 21. 4.

20.45 UH R

YUKON-STYLE GORDIE TENTREES IN DER BÄCKEREI

Draußen vom Wald, da kommt er her: Gordie Tentrees hat viele Jahre im entlegenen Yukon-Territorium im Nordwesten Kanadas verbracht. Der Singer-Songwriter vereint Folk und Blues in seinen Kompositionen und wird von Fachmedien immer wieder als aufgehender Stern der Songwriter-Szene bezeichnet.

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UNSERE

TOP 3

1

BIG J O H N BAT ES

DIE BALKONSZENE 26. 4., 19 UHR, LEOBÜHNE AB 2 5. 4.

GANZ TÄGI G

HINTER DER MASKE

AUSSTELLUNG IM VOLKSKUNSTMUSEUM Ab 25. April wird im Tiroler Volkskunstmuseum die Ausstellung „Hinter der Maske“ gezeigt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Maskerade: Warum setzen Menschen Masken auf, warum schminkt man sich ein anderes Gesicht? Wann ist eine Maske ein Ausdruck von Protest und wann ist sie eine Schande? Ziel ist, einen neuen Blickwinkel auf den alten Brauch des Versteckens und Verkleidens zu werfen. Zu sehen bis November 2014.

Die Komödie von John Chapman und Anthony Marriot wird bis 10. Mai jeden Samstag auf der Leobühne gespielt.

2

KONZERT

„BISJETZT“ 26. 4., 20 UHR, TREIBHAUS

26. 4.

21 UH R

Alfred Dorfer kommt ins Treibhaus und spielt noch einmal sein Best-of-Programm „Bisjetzt“ mit Band.

RUST I C P UNK

BIG JOHN BATES IN DER P.M.K

3 WILDSTYLE & TATTOO MESSE 26. & 27. 5., VAZ HAFEN Europas bekannteste Tattoo-Messe kommt wieder nach Innsbruck, Mode, Schmuck und Liveshows gibt es auch.

A LFR ED D O R FER

Sie kommen aus Vancouver und nennen ihre eigene Musik „Rustic Punk“. Big John Bates haben bereits fünf Alben produziert, in Europa wurden sie bekannt, als sie zusammen mit den Voddoo Doolz den Burlesque-Trend über den großen Teich brachten. Ihre Musik wurzelt im Rock’n’Roll, nimmt aber auch Anleihen im Southern Gothic und Garage Blues. Zum Auftakt des Konzertabends präsentiert Neoncholy sein neues Werk „80’s Winner“.

Komm zum Fotoshooting

„Ich & mein Lieblingsbuch“!

Fotos & alle In fos gibt’s au f /t yroliab uch

 Nimm dein Lieblingsbuch einfach mit oder leih dir ein Exemplar aus den Regalen unserer Buchhandlung!  Die Fotos werden vom Innsbrucker Fotografen Bernd Schranz direkt vor Ort gemacht und du erhältst ein gedrucktes Foto als Erinnerung.  Unter allen Teilnehmern verlosen wir 5 Buchpakete mit Tyrolia-Büchern im Wert von € 100.–

G OR D IE T E NT R E E S

Mittwoch, 23. April 2014, 10.00 bis 16.00 Uhr TYROLIA BUCH · PAPIER INNSBRUCK Maria-Theresien-Straße 15 Alle guten Alles Buchbar aufSeiten. www.tyrolia.at

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© FOTOS: GARYBREMNER.COM, ROBERT PERES, VERANSTALTER

AUSSTELLUNG


PROGRAMM

WO CHE 18 28.–30. A P R IL KONZERT 2 9. 4.

EA M O N M CG R AT H

2 0.30 UHR

I M E X IL EAMON MCGRATH IN DER P.M.K „Exit Part 1“ war im melodischen Indierock der Achtzigerjahre angesiedelt, mit „Exile Part 2“ nimmt sich der kanadische Musiker Eamon McGrath nun die Grunge-Bewegung der frühen Neunziger zum Vorbild und präsentiert ein Album mit Blues-RockSongs. Am 29. April stellt er sie in der p.m.k vor. An diesem Abend ebenfalls auf der Bühne: die dänische Band The Desoto Caucus.

KONZERT 29. 4.

19. 30 U HR

U N G EZ WUNG E N KLASSIK IN DER BÄCKEREI

Klassische Musik abseits von steifen Konzertsälen wird bei der „Klassik Lounge“ in der Bäckerei präsentiert. Am 29. April ist es wieder so weit, ab 19.30 Uhr spielen Musiker des Tiroler Symphonieorchesters in lockerer Atmosphäre „Trom Bonbon – Zuckerln für drei Posaunen aus der Orchesterliteratur“.

SO SOND JET UN ERA ZT M DS USST IT OF ELLU SPA NG CE

KÖNNEN HAARE

HÖREN

Finden Sie jetzt die Antwort: Im AUDIOVERSUM, der spannenden Ausstellung rund ums Hören – zum Mitmachen und Staunen.

Wilhelm-Greil-Straße 23, 6020 Innsbruck Öffnungszeiten: Di – Fr 9 –18 Uhr, Sa/So 10 –18 Uhr, Mo Ruhetag

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© FOTOS: STACEY CROUCHER, HERMANN POSCH, RUPERT LARL, VERANSTALTER

UNSERE

TOP 3

1 ANDI & ALEX LIVE 30. 4., 19.30 H, CONGRESS Im Fernsehen dürfen sie nicht mehr, auf der Bühne kochen sie noch mal auf: Andi & Alex am 30. März im Congress.

2

ZUC KE R LSC H I E B E N Popkultur und was sonst noch zu sagen ist von Barbara Wohlsein

S

KONZERT 30. 4.

2 0. 4 5 U HR

UNTERE S CHU BL A D E WAS KINDER NICHT HÖREN DÜRFEN

Die Tiroler Kinderlieder-Erfinder Hermann Schwaizer-Riffeser und Frajo Köhle alias RatzFatz spielen Lieder, die der Selbstzensur zum Opfer gefallen sind und in die Schublade „nichts für Kinder“ gesteckt wurden. Deshalb gibt es an diesem Abend Chanson-BluesPop ganz ohne Altersfreigabe.

ALPENVORLA ND

ALPENVORLAND 30. 4., 20 UHR, KAMMERSPIELE Das Stück von Thomas Arzt behandelt die Lebensfragen der „Generation Mitte 30“, Ort des Geschehens ist ein Grillfest.

3 MARKUS LINDER 30. 4., 20 H, TREIBHAUS Markus Linder begibt sich auf „Tasta Tour“ und beleuchtet deutsche Schlager, geklaute Songs, Musicalmelodien und mehr.

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eit Quizduell ist es also endlich cool, umfassend gebildet zu sein (oder jede Kategorie zumindest so oft gespielt zu haben, dass man sich die Antworten gemerkt hat). Gut, dann bleiben wir gleich dabei und erlösen auch Candy Crush von seinem schlechten Image. Schließlich haben das Herumschieben von Zuckerln und das Zersprengen von Gelee ja auch einiges mit Konzentrationsfähigkeit, Schnelligkeit und logischem Denken zu tun. // Das redet man sich zumindest ein, wenn man sich freut, dass man über Nacht wieder fünf Leben bekommen hat und in der Früh im Bus vielleicht doch endlich das verfl ixte Level mit den Haselnüssen und Kirschen schafft. Wer jetzt Bahnhof versteht, denkt sich wahrscheinlich: Was ist denn das für ein kindischer Blödsinn. // Sieht man sich an, wie viele Millionen Menschen täglich Casual Games wie Quizduell oder Candy Crush spielen, ist es schwer, das Phänomen als „kindischen Blödsinn“ abzutun. Diese Spiele prägen unsere Generation, denn heutzutage wird immer vernetzt gespielt, Ergebnisse werden auf Facebook veröffentlicht, beim Quizduell fordert man seine Freunde gezielt heraus. // Außerdem sind SmartphoneGames ein Milliardengeschäft. Bei Quizduell zahlt man einmal eine kleine Summe, um die lästigen Werbeeinschaltungen loszuwerden. Bei Candy Crush wird man zum Verzweiflungskäufer: Immer, wenn man ganz nahe am Ziel ist und nur noch ein paar Spielzüge oder einen Booster braucht, kommt die Versuchung, sich mit 89 Cent im iTunes-Store den nötigen kleinen Helfer zu erkaufen. Ein brillantes System, diese Zuckerschieberei.


© warner

K InO

COM PUTE R LI E B E spike Jonze schaff t mit seinem neuesten Film ein kleines filmisches wunder: „Her“ erzählt in leisen tönen eine eigentlich absurde liebesgeschichte zwischen mensch und maschine, die dennoch richtig unter die Haut geht. Kritik: Klaus Erler

D

er melancholische Theodore (ganz er selbst: Joaquín Phoenix) hat schon bessere Zeiten gesehen: Als hauptberufl icher Verfasser von Liebesbriefen geht er zwar einem einigermaßen krisensicheren Beruf nach, das eigene Gefühlsleben jedoch liegt in Trümmern.

Her

USA 2013. 126 Minuten. Regie: Spike Jonze Mit: Joaquín Phoenix, Amy Adams, der Stimme von Scarlett Johansson (in der Originalfassung)

unerWarTeTe WenDunG. Seine Sozialkontakte beschränken sich auf Amy, eine platonische Freundin aus Studienzeiten (süß und gut wie zuletzt: Amy Adams), und einen Arbeitskollegen. Die Aussichten auf Besserung sind gering, da sich Theodores Leben fast ausschließlich zwischen Arbeit, Computer und Bett abspielt. // Erst als er ein neues Computer-Betriebssystem installiert, nimmt sein Alltag eine spannende, gänzlich unerwartete Wendung. Samantha (in der unverzichtbaren Originalfassung von Scarlett Johansson gesprochen) – so nennt sich das System selbst – besitzt zwar keinen physischen Körper, sonst jedoch alle Zutaten einer echten Traumfrau: Einfühlungsvermögen,

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Humor, Erotik, Intelligenz, Selbstbewusstsein. Damit ordnet sie nicht nur Theodores Leben neu, sondern verwickelt ihn auch in eine immer tiefer gehende Romanze. meIsTerLIch BIs Ins LeTZTe DeTaIL. Regisseur Spike Jonze (bekannt durch „Being John Malkovich“ und „Adaption“) gelingt dabei ein echtes Meisterstück: Er erzählt seine Liebesgeschichte zwischen Mann und Maschine mit derart viel Gefühl, dass sie mit zunehmender Dauer von der Absurdität zur großen Kino-Lovestory mutiert. Ein bis ins Detail liebevoll designtes Zukunfts-Los-Angeles gibt „Her“ schließlich die glanzvolle Bühne, die der Film braucht, um zur echten cineastischen Ausnahmeerscheinung zu geraten. Die Filmmusik wurde von Arcade Fire und Owen Pallett komponiert, zusätzliche Songs steuerte Karen O von den Yeah Yeah Yeahs bei. Wer jetzt noch Gründe braucht, um ins Kino zu gehen: „Her“ wurde für das beste Screenplay sowohl mit dem Golden Globe als auch mit dem Oscar prämiert.


Ganz groSSes Kino Di e 60 20 - F i lm - ku rz Krit ike n

Die Mamba Ali Samadi Ahadi, Ö/D • Action-Komödie (ab 10. 4.) Michael Niavarani und Christoph Maria Herbst („Stromberg“) in einer Verwechslungskomödie von Ali Samadi Ahadi („Salami Aleikum“). Die beiden Comedians verschlägt es von Wien bis nach Marokko – ungewohnte Kombi, funktioniert aber. irre sind männlich Anno Saul, D • Komödie (ab 24. 4.) Nach diesem Schema funktioniert jede zweite deutsche Komödie: Daniel und Thomas gehen in Gruppentherapiesitzungen, um dort Frauen kennenzulernen. Dann trifft Daniel seine Ex wieder, in die er immer noch verliebt ist. noah Darren Aronofsky, USA • Drama/Fantasy (ab 4. 4.) Auch die Bibel liefert gute Geschichten: Darren Aronofsky („The Wrestler“) verfilmt die Geschichte von der Arche, der Flut und den Tieren. Mit Jennifer Connelly, Logan Lerman, Emma Watson und Russell Crowe als Titelheld.

nymphomaniac, teil 2 Lars von Trier, B/D/F • Drama/Erotik (ab 4. 4.) Zweiter Teil von Lars von Triers koitusintensiven Kinoprojekt:

© warner, upi, tobis

auge um auge Scott Cooper, USA • Drama (ab 4. 4.) Christian Bale, Woody Harrelson und Casey Affleck in einem Flanellhemd-Western, in dem Moralvorstellungen aufeinanderprallen. Angesiedelt im ländlichen Pennsylvania, wo Kriminalität, Schweigsamkeit und Armut aufeinandertreffen.

b e w e gte s te i n c h e n . „T h e L E G O M o v i e“ b r i n g t Le b e n i n d i e g e l b e B u d e .

Charlotte Gainsbourg als sexsüchtige Frau auf dem Weg durch die Schlafzimmer. Im zweiten und finalen Teil mit dabei: Willem Dafoe, Udo Kier, Jamie Bell und Stellan Skarsgård.

Trash des Monats sabotage David Ayer • Action, USA (ab 11. 4.) Arnie is back: In „Sabotage“ spielt er den Anführer einer toughen Drogenfahnder-Truppe. Als ein Drogenfahnder nach dem anderen umgebracht wird, stellt sich die Frage: Steckt ein Drogenkartell dahinter – oder gar ein Killer aus den eigenen Reihen? So viel Ballerei mit so wenig Sinn.

super-hypochonder Dany Boon, B/F • Komödie (ab 10. 4.) Das Team hinter den „Sch’tis“ ist wieder da: Dany Boon als eingebildeter Kranker und Kad Merad als sein gutmütiger Doktor in einer VerwechslungsLiebeskomödie mit einem überraschenden Abstecher ins Action-Genre.

neuen Hollywood-Dreamteam Phil Lord & Chris Miller.

the amazing spider man 2 Marc Webb, USA • Comic-Verfilmung (ab 17. 4.) Es gibt einen neuen Gegner für den Spinnenmann: Er muss es diesmal mit Electro (Jamie Foxx) und Rhino (Paul Giamatti) aufnehmen. Einen Ausweg gibt es nicht, denn nur „Spidey“ kann die Bewohner New Yorks vor den furchteinflößenden Bösewichten schützen.

transcendence Wally Pfister, USA • Science Fiction (ab 25. 4.) Johnny Depp in einem futuristischen Thriller: Als ein todkranker Wissenschaftler es schafft, sich in eine künstliche Intelligenz zu verwandeln, wird er zu einem Supercomputer, der über viel zu viel Macht verfügt.

G e wi n n s pi e l 6020 und Metropol verlosen

5 x 2 Tickets

the lego movie Phil Lord, Chris Miller, USA• Animation (ab 11. 4.) Die Steinchen erwachen zum Leben: Im Legoland läuft alles wie geschmiert, bis eine Minifigur hinter die schreckliche Wahrheit kommt: Ausgerechnet Präsident Business will das Land vernichten. Entzückendes 3D-Animations-Abenteuer vom

für „Transcendence“ im Metropol Innsbruck Einsendeschluss: 30. 4. 2014, Kennwort: „Film ab“ Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Str. 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

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DV D - B ox e n sto p p

nachschulung

Anwalt Jeff Winger wurde suspendiert und muss noch einmal die Schulbank drücken. So landet er auf einem Community College in Colorado, wo er auf Menschen trifft, die er unter anderen Umständen keines zweiten Blickes gewürdigt hätte. Gemeinsam mit dem Rentner Pierce (Chevy Chase), der jungen Studentin Britta (Gillian Jacobs),

Pats c h e n k i n o

„c o m m u n it y “ 1 . s ta f f e l s o n y p i c tu r e s

Ohrenschmaus

der alleinerziehenden Mutter Shirley (Yvette Nicole Brown), dem Popkultur-Junkie Abed (Danny Pudi), dem ehemaligen Footballspieler Troy (Donald Glover) und der ewigen Perfektionistin Annie (Alison Brie) muss er einiges ertragen, um an seinen Abschluss zu bekommen. Gleichzeitig merkt er, dass seine neuen Freunde wichtiger sind als alles andere.

Z i p p e -Z ap p e Aus dem Tagebuch eines TV-Junkies

© warner

Immer auf die Kleinen

sucker punch a c t i o n / fa n ta s y, U SA / k a n a d a , 2 0 1 1 f r , 1 1 . A p r i l , 22 U h r , rtl 2

traumwelt. Als Babydolls Mutter stirbt, wird das junge Mädchen in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Ihr Stiefvater arrangiert eine Lobotomie, die in wenigen Tagen durchgeführt werden soll. Babydoll flieht währenddessen in eine Traumwelt, in der sie sich mit anderen Mitgefangenen verbündet, um eine Flucht zu wagen. Dafür müssen sich die Mädchen fünf verschiedene Gegenstände erkämpfen. Der Action-Fantasy-Film von Zack Snyder („300“, „Watchmen“, „Man of Steel“) spielt auf drei verschiedenen Ebenen: einer Nervenklinik, einem Bordell und einer Fantasiewelt, in der die Mädchen gegen Roboter, untote Soldaten und Drachen kämpfen.

die neue frau winehouse Joan as Police Woman, „The Classic“. Play It Again Sam, Double-Vinyl, CD, mp3 Die These ist natürlich etwas gewagt: Weder ist Joan derart soulig wie Amy war, noch sang Amy je so vielschichtige Songs, wie sie Joan immer wieder gelingen. Dennoch wird man mit folgender Hypothese nicht falsch liegen: Amy-Winehouse-Fans werden „The Classic“ wohl für die Hälfte der darauf versammelten Songs (wie auch für „Holy City“) sofort in ihr Herz schließen. Die andere Hälfte der CD ist für diejenigen reserviert, die sich gerne nicht sofort, dafür aber umso intensiver in echten und guten Pop verlieben: Hier sei „Get Direct“ empfohlen. 

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„The Voice Kids“ kann einem Angst machen, vor allem wegen Lena Meyer-Landrut. Kinderstars haben immer etwas Künstliches und leicht Unheimliches an sich. Bei der Junior-Version von „The Voice of Germany“ fällt das ganz besonders auf: Die kleinen Sängerinnen und Sänger drehen auf, als gäbe es kein Leben nach dem Casting, und singen tatsächlich so gut, dass sogar den prominenten Juroren der Mund offen stehen bleibt. Apropos Juroren: Lena Meyer-Landrut ist auch in der zweiten Staffel der Castingshow unpackbar, führt sich auf wie eine hysterische Göre und wundert sich anschließend, dass die verängstigten Kinder nicht zu ihr ins Team wollen. Dass Johannes Strate von Revolverheld und Henning Wehland von den H-Blockx daneben ultrasympathisch wirken, ist weniger ihr Verdienst als jener von Psycho-Lena. Sogar ein kleines Mädchen, das offensichtlich Lena zum Vorbild hatte, wollte nicht in ihre Obhut. Guter Instinkt.


RÄTSEL

DER WÜRFEL April 2014

DA S LÖSU N G S WO RT A

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D IE F R AGE N

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Lochmacher? Findet deutsches Schleckermaul an sich selbst buchstäblich äußerst schmackhaft

1

SOS signalisierend: Gut sichtbare Waffen für nachtblinde Schützen?

2

Etwas wieder auf und sich vor den Vordermann bringen

3

Wütender Nagler (?) schaff ts disziplin-är in die Leichtathletik

4

An ihr fühlen sich Termine und Erinnerungen angesteckt

5

Bei ihr geht’s schräg zu Ende

6

Haariges Formen klingt fast wie tirolerisches Aufkreuzen und Erscheinen

7

Mit solcher Gewalt gehen ungesottene Brutalos vor

8

Unwirklich (!): Eigener Gebäudeflügel für AntiBlockier-System?

9

Schmieriger Acker: Wird von Scheichs bestellt?

A

GEWINNSPIEL Wir verlosen:

15 x 2 TAGESTICKETS FÜR DIE KAUNERTALER GLETSCHERBAHNEN Kennwort: „Rätsel“, Lösungwort angeben! Einsendeschluss: 30. 4. 2014 Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse Brunecker Str. 3, 6020 Innsbruck gewinnspiel@6020stadtmagazin.at oder auf www.6020online.at

A A

10 A Auf das Bein setzt dich nieder 11

ihr geht’s für Pedalstrampler anfangs A Bei kreisförmig etappenweise ans Ziel

A

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Mit Aufsicht (!) zu betrachten: Anfangs hart (!) gebauter Wasserwall als Kleingewässer

13

Buchstäblicher Kurzprotest ist bei Versammlern in Mode

13

Den Kniff hat der Kreisel raus

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Nicht ausgekochter Ostnachbar?

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Sag verkehrt, wo steigt der Bleifuß drauf?

16

Geisteshaltung (!) als Aufforderung, sich sinnvoll den Kopf zu zerbrechen?

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Naheverhältnis zum Spielgerät: „Brasilien schau ich gerne zu / denn die sind mit dem Ball per …!“

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Courage der Schönheitskönigin (!) ist nichts für Gutgelaunte

LÖ S U N G D E R L E T Z T E N AU S G A B E

„ F RU E H LI N G“

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WA S S I E SCHON IMMER Z U F R AG E N G E WA G T HABEN, ABER NIE WISSEN W O L LT E N .

E S SAY

E XO DUS Auch nicht besonders lässig: Übersiedeln. von Johannes F. Park

E

s ist beileibe nicht nur der Morgenharn, der uns mit seiner erquickenden Wirkung erfreut, meine sehr verehrten Damen und Herren leserseitig. Auch so mancher luzide Gedanke verdankt sich dem frühen Zeitpunkt seines Gefasstwerdens. Diese duftende Frühlingswiese von einer Kolumne zum Beispiel aquarelliere ich Ihnen gerade im Morgengrauen. Aber ehrlich gesagt nicht wegen der Klarheit des Moments oder früh entwickelter seniler Bettflucht, sondern aus purer Zeitnot. Weil ich gerade voll am Übersiedeln bin und so was von keine Zeit habe, dieses kleine Gute-Laune-Kommödchen hier sagen wir superentspannt zwischen 14 und 15 Uhr zu drechseln. Da bereite ich mich nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach gerade auf den nächsten Nervenzusammenbruch vor. // Weil es ist doch so: Selbstverständlich geht eine Waschmaschine auf die Bandscheiben. Vor allem wenn man beim Frühstücksfernsehen wieder einmal gepennt hat und nicht weiß, wie man richtig hebt. Der größten Belastung sind bei so einem Exodus israelitischer Ausmaße aber trotzdem die Nieren ausgesetzt, also ich meine die Psyche, die wo leidet wie ein Hund. Denn spätestens wenn die Stellage nicht ins Auto passt oder das Auto nicht in die Einfahrt oder beides, wird es prekär. Oder die Wohnzimmercouch verkeilt sich im Stiegenhaus. Es kann natürlich auch die aus dem Arbeitszimmer sein. Aber das ändert doch nichts an der Grundproblematik! Und die führt dazu, dass auch der abgebrühte Phlegmatiker die Nerven wegwirft. // Stichwort Wegwerfen: Genau das sollte man ja vor einer Übersiedlung tun. Allein, man schafft es nicht. Gut, was heißt „man“? Ich schaffe es nicht. Ich leide unter fortgeschrittener Entsorgungshemmung. Vor allem bei Büchern. Dabei gilt doch: Bücher, die man nicht liest, bekommt man. Und das sollte eigentlich

Anlass genug sein, rücksichtslos durch die Regale zu fegen und all die unangetasteten Elaborate verschwinden zu lassen. Wenn man außerdem bedenkt, dass die Wiederlesquote unter einem Prozent liegt – und selbst das bitte war ein Versehen, das ich immerhin schon auf Seite 80 bemerkt habe –, müsste ich eigentlich sämtliche Druckwerke ratzeputz entfernen. // Aber was, frage ich mich, wenn zum Beispiel zufällig ein Arte-Kamerateam mit irgendeiner Kulturnase vor der Tür steht und für ein Interview einen intellektuell wertvollen Bildhintergrund benötigt. So nach der Art: Entschuldigen Sie die Störung, aber dürften wir kurz vor Ihrer Derrida-Werkausgabe fi lmen? Leider, müsste ich dann antworten, damit kann ich nicht dienen, ja, ich habe sogar das großartige Lexikon „1.000 Lokomotiven aus aller Welt“ weggeschmissen. Aber ich hätte die „Blechtrommel“ auf DVD, vielleicht möchten Sie die Kulturnase ja vor den Fernseher stellen. // Nein, die Bücher müssen alle mit. Im Gegensatz zu den Regalen unserer schwedischen Freunde. So eine Ikea-Konstruktion reagiert auf Ortsveränderungen ja extrem sensibel und meist mit dem totalen Zusammenbruch. Jedenfalls wenn ich das Ding aufgebaut habe. Nun, was soll ich sagen? Meine Stärken liegen eher im theoretischen Bereich. Wenn wir in der Schule Basteln gespielt haben, wurde ich immer als letzter gewählt. Deshalb bringe ich mich beim aktuellen Umzug leidenschaftlich mit einer kleinen Kulturgeschichte der Wandbefestigung ein. These: Schon die Sumerer verwendeten Dübel, natürlich keilförmige. // Ich weiß nicht, ob die These hält. Aber insgesamt passt das ins Bild.

WENN WIR IN DER SCHULE BASTELN GESPIELT HABEN, WURDE ICH IMMER ALS LETZTER GEWÄHLT.

jfpark@6020stadtmagazin.at

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6020 Stadtmagazin Stegmann (April 2014)  

Stadtmagazin für junge, urbane Innsbrucker

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