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Arbeiten aus der Staatlichen Zeichenakademie Hanau


Stroh zu Gold Arbeiten aus der Staatlichen Zeichenakademie Hanau


Staatliche Zeichenakademie Hanau info@zeichenakademie.de www.zeichenakademie.de ISBN 978-3-00-030821-5 Titelbild: Stapellauf, Studienfahrtprojekt 2008


Inhalt

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Vorwort Gabriele Jahns-Duttenhรถfer Anmerkung zur Zeichenakademie Hanau Dr. Christianne Weber-Stรถber Stroh zu Gold Thomas Dierks Die Staatliche Zeichenakademie Hanau Dr. Bruno-Wilhelm Thiele Der schรถne Schein Merlin Klein, Julia Nissen, Andreas Decker Gestalterische Grundlagen Die Zeichenakademie im Wandel der Zeit Dr. Bruno-Wilhelm Thiele Ausstellerverzeichnis Dank Impressum


Vorwort Stroh zu Gold - eine Ausstellung im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau

„Stroh zu Gold“, ein faszinierender Gedanke, den wir aus dem Märchen kennen. Eine Faszination auf zwei Ebenen. Zum einen interessiert uns das „wie“. Wie, oder auf welche Weise findet die Umwandlung statt. Welche Zwischenschritte sind erforderlich? Ergeben sie sich von selbst oder werden sie initiiert? Handelt es sich um Metamorphose oder um Transformation. Zum anderen faszinieren uns auch die Ergebnisse des Umwandlungsprozesses. Sie faszinieren uns mehr als die Ausgangsstoffe selbst. Aus der jeweiligen Sicht des Betrachters ergibt sich ein „Mehrwert“, der sich in ihnen manifestiert. Die Beziehung des Betrachters zu den Dingen macht ihren Wert aus. Seit es Menschen gibt, sind sie fasziniert von Veränderungsprozessen deren Ergebnisse sie in der Regel für sich zu nutzen wussten. Unsere menschliche Erfahrungswelt ist ein Seismograph für den jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungsstand.

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Julia Kristin Walter, Süße Heimat, Brosche, 2008, 925/000 Silber, Leinen, alte Spitze


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Merlin Klein, 3 Totenköpfe, Brosche, 2008, Kupfer, Acryllack

gibt uns die Möglichkeit, den vielfältigen Gedanken „hinter“ dem fertigen Schmuckstück auf die Spur zu kommen. Das Ausstellungskonzept gibt uns die Möglichkeit des Perspektivenwechsels. Die Perspektive des Gestalters vor der Entstehung des Schmuckstückes einzunehmen, den Prozess der Wertschöpfung schrittweise mitzuerleben, um am Ende die Perspektive des Rezipienten, des Schmuckliebhabers einnehmen zu können. Die jungen Schmuckgestalterinnen und Schmuckgestalter zeigen uns, wie sie unsere gesellschaftliche Wirklichkeit begreifen oder wie sie diese verändern wollen. Ihre persönliche Muss Schmuck aus Edelmetall sein? Muss Schmuck Erfahrungswelt drückt sich bestimmte Dimensionen haben? Ist Schmuck immer in ihrem Schmuck aus. Sie liebreizend oder kann er auch verstören? erfinden ihre Welt neu und wie jede Generation suchen auch sie Grenanders sein, kann anders gedacht werden, anders beobachtet werden, anders bewertet zen, die es zu überschreiten gilt. Durch den täglichen Diskurs, durch werden. Diskussionsrunden, durch Vortragsreihen In der Ausstellung „Stroh zu Gold“ und durch Ausstellungs- und Katalogerfahren wir dies auf vielfältigste Weise. Das Ausstellungskonzept, die schöpferische projekte wie dieses Vorhaben, bezieht die Zeichenakademie, beziehen Dozenten und Arbeit, das Erfinden und Entwerfen mit in Dozentinnen, Lehrerinnen und Lehrer, ebenden Fokus des Betrachters einzubeziehen, In ihr erkennen und deuten wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; Tradition, Zeitgeist und Vision. Wir erleben und leben aus dem Erinnern, Agieren und Erfinden. Die Kulturgeschichte zeigt uns, dass unsere Erfindungen über das Physische hinausgehen. Die Metaphysik der Dinge fasziniert uns heute mehr denn je. Das was hinter der sinnlich erfahrbaren, natürlichen Welt liegt, fasziniert uns. So können wir zulassen, dass „Stroh zu Gold“ wird. Uns interessiert der „Mehrwert“ hinter dem Materialwert der Dinge. Alles kann auch

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so wie die Studierenden fortwährend Stellung und unterstreichen damit die Bedeutung gestalterischen Handelns. Durch die Entwicklung und die Förderung der visuellen Erfindungsgaben unserer Studierenden beziehen wir als Akademie Stellung. Nicht gegen etwas, sondern für etwas. Wir beziehen Stellung für die metaphysische Sichtweise, für das, was dem Material immanent und doch übergeordnet ist. Wir beziehen Stellung für eine Ästhetik im Alltag, die nicht nur Warenästhetik ist. Wir beziehen Stellung für das Bedürfnis nach individueller Entfaltung, das sowohl in der Schmuckgestaltung als auch im Schmuck tragen seinen Ausdruck findet. Ich danke allen, die bis dato in diesem Sinne mitgewirkt haben und insbesondere all denjenigen, die diese Ausstellung und die begleitende Publikation konzipiert und in so vortrefflicher Weise umgesetzt haben. Weiterhin gilt mein Dank der Gesellschaft für Goldschmiedekunst und dem Deutschen Goldschmiedehaus für die finanzielle Unterstützung und insbesondere Frau Dr. Weber-Stöber für ihr persönliches Engagement und ihre immer währende Bereitschaft junge kreative Kräfte zu unterstützen und zu fördern. Der Ausstellung wünsche ich viel Erfolg, reges Interesse und ein begeistertes Publikum. Gabriele Jahns-Duttenhöfer, Leiterin der Staatlichen Zeichenakademie Hanau 8

Julia Krämer, Heimat, 2 Broschen, 2008/2009, 925/000 Silber vergoldet, 925/000 Silber geschwärzt


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Anmerkungen Zur Staatlichen Zeichenakademie Hanau

Sabine Mayr, Helden, ­Ansteckschmuck, 2008, 925/000 Silber, Kunststoff, Stahl, Lack

„Die Staatliche Zeichenakademie Hanau – die älteste Fachschule Deutschlands – wurde von weitschauenden Gold- und Silberschmieden im Jahre 1772 zur künstlerischen und fachlichen Ausbildung ihres Nachwuchses gegründet. Es war ein echter Handwerksgeist, aus dem sie entstand und der bis heute in ihr zum Wohle des schönen und edlen Gewerbes lebendig ist. Dies mag auch die besondere, wirksame Kraft sein, die diese Schule über alle Krisen – ja selbst über die völlige Zerstörung – hinweg, immer lebensfähig erhielt und der sie ihr weltweites Ansehen verdankt“. Mit diesen Worten beginnt der Einführungstext einer kleinen Broschüre zur Staatlichen Zeichenakademie, die in den 1950er Jahren herausgegeben wurde. Mag in diesen Jahren der „Handwerksgeist“ das primäre Anliegen der Schule gewesen sein – Sechs Jahrzehnte später hat die Zeichenakademie einiges mehr als nur eine hervorragende handwerkliche Ausbildung zu bieten. Nicht zuletzt muss sie sich heute im Zuge der Globalisierung mit internationalen Ausbildungsstätten in ganz Europa messen. Für den angehenden Goldschmied, Silberschmied, Metallbildner, 11


Anne Achenbach, Sightseeing, Kette, 2007, 925/000 Silber, Alpaka, Polystyrol

Edelsteinfasser, Graveur oder Gestalter ist es außerordentlich wichtig, die technischen Grundlagen und Raffinessen des Handwerks zu erlernen, um dann seine gestalterische Freiheit einsetzen zu können. Neben dem Umgang mit dem Metall und dessen Bearbeitungsmöglichkeiten haben alle erdenklichen Materialien – Kunststoff, Textilien, Früchte, Papier, Keramik, Glas, Insekten, Leder – in der Schmuckgestaltung der letzten Jahrzehnte Einzug gehalten, der Phantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt. Der Silberschmied und Metallbildner als eigener Ausbildungszweig werden zunehmend wichtiger, denn nur noch wenige Schulen in Deutschland bieten diese Möglichkeit. Während der Ausbildung müssen dem Experimentieren, Ausprobieren und Ausloten der Machbarkeit sowie dem freien Gestalten neben dem Erlernen des handwerklichen Rüstzeugs genügend Raum gegeben werden – die Schule als Experimentierwerkstatt, als Ort des Rückzugs und der Selbstfindung. Mit ihrer handwerklich fundierten und gestalterisch geprägten Ausbildung fällt es den Absolventen der Staatlichen Zeichenakademie nicht schwer den Einstieg ins Berufsleben zu finden, den Start in die Selbständigkeit zu wagen oder ihre Ausbildung an einer weiterführenden Schule fortzusetzen. Denn sie haben durch Aus12

stellungs- und Messetraining auch gelernt, sich am „Markt“ zu behaupten. Mit der Präsentation „Stroh zu Gold“ im Goldsaal des Goldschmiedehauses unterstützen die Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V., die in der Förderung des Nachwuchses eine wichtige Aufgabe sieht, und das Deutsche Goldschmiedehaus die Hanauer Schule, die mit ihren zukunftsweisenden Bestrebungen nach einer Berufsakademie einen den Anforderungen dieser Tage adäquate Berufsausbildung bieten wird. Der große Schweizer Silberschmied und Schmuckgestalter Max Fröhlich bemerkte einmal sehr treffend: “Was bin ich? Silberschmied, Goldschmied (weil auch Schmuckmacher), Gestalter, Designer, Künstler? Was ficht mich der Name an, den man mir anhängt. Es gab sie schon früher und gibt sie immer wieder, diese Rangeleien um Standes-Standpunkte. Mir scheint das Resultat unseres Arbeitens wichtiger als der Titel, den man mir als Macher zugesteht (…)“1. Dr. Christianne Weber-Stöber, Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V.

1 Chr. Weber (Hg.): Silbergestaltung – Zeitgenössische Formen und Tendenzen, München 1992, S. 147/148


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Stroh zu Gold Der Wandel vom Unscheinbaren zum ­Beständigen

Im Märchen „Rumpelstilzchen“ der Brüder Grimm spinnt die Müllerstochter Stroh zu Gold. Aus dem einfachen Stroh entsteht das beständige Gold, aus dem Unscheinbaren entsteht das Wertvolle und Besondere. Eine unmöglich scheinenden Idee wird Realität. Der Wandel vom Unscheinbaren zum Beständigen ist mit dem Weg vergleichbar, den Schülerinnen und Schüler der Zeichenakademie seit nunmehr über 230 Jahren gehen. Es ist ein Weg zur Erkenntnis, ein Weg hin zu dem Wissen, wie Gestaltung und handwerkliche Fähigkeiten anzuwenden sind und wie sich hieraus für jede einzelne Absolventin und jeden Absolventen eine berufliche Zukunft entwickeln kann. Die Basis für diese Entwicklung ist schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine breite und vielseitige Grundausbildung in gestalterischen Grundlagenfächern, wie sie in dieser Form wohl sonst nur an Hochschulen existiert, kombiniert mit einer soliden handwerklichen Ausbildung in den Werkstätten der Zeichenakademie. Ganz im Sinne Friedrich Schillers „der Mensch [...] ist nur da ganz Mensch, wo er 14

Jasmin Günther, Stroh zu Gold, Reif, 2007, Kunststoff recycled


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Patricia Berwanger, Flexibili, Kette und 2 Broschen, 2009, 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs „In & Out“ der Rotary Stiftung Zeichenakademie Hanau; 925/000 Silber vergoldet, Trinkhalme, Gummiband

spielt“1, lernen die Studierenden die Gesetz- lichkeiten kennen. Durch die Überschreimäßigkeiten des eigenen gestalterischen tung der eigenen gestalterischen Grenzen Spiels kennen und erfahren, wie diese auf werden diese von den Studierenden immer ihre gestalterisch-handwerkliche Tätigkeit weiter gesteckt. Sie finden ihren eigenen anzuwenden sind. Weg nicht durch Nachahmung, sondern In dieser Phase des Lernens und Sam- durch Selbsterfindung und Innovation. melns von Erfahrung sieht sich die Zeichenakademie als schütDie Idee wandelt sich vom Entwurf, zur Gestal‑ zender Raum und die Lehrkräfte tungskonzeption und Formgebung, über das als Begleiter, die die Studierenden Material zum Produkt. in die Geheimnisse von Handwerk und Gestaltung einweihen. Während der Durch die immer wiederkehrende WieAus- und Weiterbildung an der Zeichenaka- derholung werden die manuellen Fertigdemie gibt diese Institution Raum, in dem keiten des Handwerks und der Gestaltung, Studierende auch experimentieren dürfen. praktisch erworbene Fähigkeiten, geübt. Die Sie lernen Methoden und Techniken, neue Erfahrung des Handwerkers, sein implizites Materialien und deren VerarbeitungsmögWissen resultiert aus seinem steten Tun. Die Arbeit an einer Idee und ihre Weiterführung zu einem Entwurf folgt einem Weg 1 Schiller, Friedrich, Über die ästhetische Erziehung des mit zirkulärem Charakter, der typisch ist Menschen, Fünfzehnter Brief, Reclam, Stuttgart, 1965, S.63 17


für das gestalterisch-handwerkliche Schaffen. Man denkt und macht gleichzeitig. Man macht und zeichnet. Man überarbeitet die Zeichnung, überarbeitet sie noch einmal. Der Entwurf konkretisiert sich, wird anhand eines Modelles überprüft und wieder korrigiert. Eine zukunftsweisende Aus- und Weiterbildung Mit Fortschreibung des Gestaltungsprozesses wandelt sich die Sichtweise auf das eigene Tun. Vom Experiment, der Entdeckung des Neuen zur Idee, zum gestalterischen Konzept und schließlich vom Material zum fertigen Produkt; zu einem Schmuckstück, einem Accessoire, einer Kanne, Leuchte und vielem mehr; ein langer Weg, den die Studierenden der Staatlichen Zeichenakademie immer wieder aufs neue gehen und seit 238 Jahren Neues entdecken. Dies ist das Ziel jeder Aus- und Weiterbildung an der Staatlichen Zeichenakademie. Die Studierenden erarbeiten sich eine Perspektive in ihrem handwerklichen Schaffen und werden in die Lage versetzt ihre berufliche Zukunft 18

Anika Verbrügge, Brosche aus der Serie Frida und Poldi, 2008, 925/000 Silber geschwärzt, Kupfer patiniert, Calcit


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Theresia Konrad, Schmuckserie Cumulus, Collier und 2 Ringe, 2007, 750/000 Gold, Porzellan 20


gestalterisch-handwerklich und wirtschaftlich denken und entwickeln zu kĂśnnen. Dabei schlagen sie BrĂźcken zwischen Handwerk, Gestaltung und Design. Die Ausstellung im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau stellt die Entwicklung von Ideen, die Verwandlung des Materials in ihren Fokus. Nicht nur das Endprodukt eines Gestaltungsprozesses, sondern auch die vielen Zwischenstationen auf dem Weg von Stroh zu Gold. Thomas Dierks, Fachbereichsleiter Gestaltung 21


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Die Staatliche Zeichenakademie Hanau Gestaltung in Edelmetall seit 1772

Montage eines Kelches in der Metallbildnerklasse

Die Staatliche Zeichenakademie Hanau wurde 1772 von Hanauer Gold- und Silberschmieden als Académie der Zeichenkunst gegründet. Ziel war die Steigerung der Entwurfsqualität der Hanauer Gold- und Silberschmiede für Schmuck und Silbergerät. Mit dem Neubau des Architekten Julius Carl Raschdorff 1880 wurden auch Werkstätten für das Goldschmieden, Silberschmieden, Ziselieren und Schmucksteinfassen eingerichtet, um die Entwürfe umzusetzen. Heute werden an der Akademie Goldschmiede, Silberschmiede, Metallbildner (früher Ziseleure), Graveure und Edelsteinfasser aus- und weitergebildet. Aufbauend auf einer umfangreichen handwerklichen Grundausbildung werden klassische und modern-avantgardistische und innovative Entwurfskonzepte gestalterisch und technisch realisiert. Die Zeichenakademie bietet auch die Techniken Emaillieren, Tiefziehen, Drücken, Prägen und Pressen, Laserschweißverfahren, CAD-Schmuck- und Gerätentwurf, 3DRapidprototyping in Wachs und Kunststoff, Flachgravur, Reliefgravur, CNC-Gravieren, verschiedene Gießverfahren wie Schleuder- und Vakuumdruckguss aber auch gegenständliches Zeichnen, Aktzeichnen, Plastisches Gestalten, 23


Gießprojekt der Berufsfachschule 2009, Vorbereiten einer Sandgussform (links); Gussform aus Ossa Sepia und ein im Sandgussverfahren hergestellter Ring (rechts) 24

Metallguss An der Staatlichen Zeichenakademie Hanau werden verschiedene Gießverfahren unterrichtet. Hierzu zählen der Kokillenguss, Ossa-SepiaGuss, Schleuder- Sandund Vakuum-Druck-Guss sowie experimentelle Verfahren in besonderen Projekten wie z.B. Ashanti-Guss. In Kooperation mit externen Gießereien können auch größere Objekte als Gerät oder Plastiken in Silber oder Bronze realisiert werden. Parallel zu den Werkstätten für Schmuck sind so auch Entwürfe aus den Bereichen der Silberschmiede, Metallbildner und des Plastischen Gestaltens gießtechnisch umsetzbar.


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Technisches Zeichnen sowie Landschaftsund Naturzeichnen an. Regelmäßige öffentliche Vortragsveranstaltungen externer Referenten zu Themen der Gestaltung in den Bereichen Schmuck, Gerät, Objekt und Skulptur ergänzen das Lehrangebot ebenso wie interne Wettbewerbe und Messeteilnahmen. Ständig aktualisierte Semesterausstellungen präsentieren den hohen Leistungsstand der Studierenden. In dem neuen Berufsbild Metallbildner liegt der Fokus auf dem Entwurf und der Herstellung von hochwertigen Accessoires und Gebrauchsgeräten im Nachbarbereich der Silberschmiede. Die Ausbildung in der Berufsfachschule mit Berufsfachschulabschluss dauert dreieinhalb Jahre. Dieser Abschluss ist dem Valentin Brück, Ramphastos Toco, Gipsmodell für eine Münze, 2009/2010 (oben); Zeichenunterricht in der alten Aula (links)

Gesellenbrief im Handwerk gleichgestellt. Im Rahmen der Dualen Ausbildung - bei der die handwerkliche Ausbildung in Gold- und Silberschmiedebetrieben erfolgt - wird der theoretische Teil in der Zeichenakademie unterrichtet. Zusätzlich erhalten alle Auszubildenden Turnusunterricht in den Fächern Gravieren, Schmucksteinfassen, Metallbilden und Silberschmieden. Wer innerhalb von zwei Jahren nach einer ersten abgeschlossenen Berufsausbildung zum/zur Staatlich geprüften Gestalter/in weitergebildet werden möchte, kann parallel zu diesem Abschluss der zweijährigen Fachschule auch die Meisterprüfung ablegen. Meisterinnen und Meister der edelmetallgestaltenden Berufe sowie Metallbildner und Graveure können eine einjährige Ausbildung zum Staatlich geprüften Gestalter absolvieren. Hier erfahren die Studierenden eine gestalterische, prozessorientiert-tech27


nische, betriebswirtschaftliche, marketing- und präsentationsorientierte Qualifikation in den Bereichen Unikat und Serie. Schmuck- und Gerätentwurf werden als konzeptionell-ästhetische Arbeit unter Einschluss experimenteller Materialien und Techniken mit dem Ziel einer individuellen Formensprache bei gleichzeitig hoher handwerklicher Qualität in der Ausführung aufgefasst. Das im Herbst 2009 gegründete Label der Staatlichen Zeichenakademie Hanau ermöglicht den Schülerinnen und Schülern sowie den Studierenden und den jungen Absolventen bis zu drei Jahren nach ihrem Abschluss frühzeitig und qualifiziert einen Einstieg in marktorientierte Vertriebsstrukturen und so einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben zu finden. In Europa ist die Zeichenakademie die einzige Institution, an der die relevanten Edelmetallgestaltungsberufe Gold- und Silberschmieden, Schmucksteinfassen, Gravieren sowie die Ausbildung zum Metallbildner in dieser Kombination und Qualifikation angeboten werden. Die Akademie verfügt über ein großes Archiv historisch bedeutsamer Literatur zur Schmuckgeschichte, über eine ausgezeichnete Sammlung von Juwelenzeichnungen 28

Michael Barth, 2 Dosen, 2009/2010, 925/000 Silber, diverse Fasstechniken, u.a. Verschnitt- und Zargenfassungen (oben); Julian Steimer, 2009/2010, Ring, 925/000 Silber (rechts)


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des späten 19. Jahrhunderts sowie über eine umfangreiche und moderne wissenschaftliche Bibliothek zum Thema Edelmetallgestaltung. Diese wurde im Frühjahr 2009 komplett neu gestaltet und bietet nun auch Internetrechercheplätze an und ermöglicht darüber hinaus Forschungen zum Thema Edelmetallgestaltung ermöglicht. Studierende aus der ganzen Welt entwickeln an der Zeichenakademie in Hanau ihr kreatives Potential. War im 19. Jahrhundert die Schmuckund Gerätwelt noch durch den Formenkanon des antikisierenden Historismus geprägt, eine überaus reiche und qualitätsvolle Vorbildersammlung für Studienzwecke angelegt worden, so löste man sich in den 20er und 30er Jahren von dieser Julian Steimer, Armband, 2009, 925/000 Silber vergoldet, Gummi

Vorbildersprache und richtete sich stärker an der Formensprache der Neuen Sachlichkeit aus. Parallel dazu bot aber nach wie vor die Vorbildersammlung einen großen Formenschatz für die in Hanau ansässige Gold- und Antiksilberwarenindustrie. In den frühen 70er Jahren des 20. Jahrhunderts setzte ein Wandel in der Auffassung der Gestaltung von Schmuck ein. War die Schmuckgestaltung bis dahin stark vom typisierten Juwelenschmuck geprägt, so legte sich nun der Focus auf den Entwurf und die Gestaltung von handwerklich-künstlerischen Einzelstücken mit oft skulpturalem und plastischem Charakter. Experimentiert wurde vielfach auch mit neuen und unkonventionellen Materialien wie Aluminium, Acrylglas, Polyesterharzen, Epoxid und Silikon. Analog dazu veränderte sich das plastische Gestalten von der naturalistischen Auffassung hin zu freien 31


Formen und Raumkonzepten. Die Gestaltung von Schmuck und Gerät steht auch heute im Allgemeinen im zeitgenössischen Kontext, jedoch nicht nur formal, sondern beeinflusst durch zahlreiche Aspekte wie Funktionalität, Haptik, materialtypische Charakteristika und Lifestyle – aber auch der philosophische Formdiskurs führt zu Neuausprägungen in der Gestaltungssprache von Schmuck und Gerät, so etwa unter dem Einfluss des Dekonstruktivismus in den 90er Jahren. Dass dabei das Spannungsfeld inhaltlich begründeter Gestaltungskonzepte mit scheinbar konkurrierenden Materialcharakteristika zu einer schier unerschöpflichen Gestaltungsvielfalt führen kann, manifestiert sich einmal mehr in: Stroh zu Gold. Dr. Bruno-Wilhelm Thiele Kunsthistoriker, Dipl. Metall-Designer

Werkstattunterricht in der Goldschmiede 32


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Elisa Sophia Herrmann, 2 Broschen, 2009, 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs „In & Out“ der Rotary Stiftung Zeichenakademie Hanau; 925/000 Silber, Email, Kupfer 34


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Tina Ickes, Aktion 3, Kette, 2009, Kupfer patiniert, Seil 37


Die Gravur ist eine Schneid- und Zerspanungstechnik vorwiegend in Metall von Hand oder mit der Maschine. Sie dient zur Oberflächengestaltung, z.B. bei Schmuck und Gerät und der Erstellung von Gussmodellen, Stempeln sowie Prägeformen für Münzen und Medaillen, Papier, Leder, Heißfolien etc. Zeichnerisches Talent, Sinn für Details und räumliches Vorstellungsvermögen sind wichtige Voraussetzungen zum Erlernen des vielseitigen Berufsbildes. 38


Nils Schmalenbach, Relate, Brosche, 2006, 750/000 Gold, graviert (links)

Hans Torgrim Vesterhagen Bundli, Atlantic Puffin, Gipsmodell f체r eine M체nze, 2009, (oben rechts); Gravur eines Pr채gestempels (unten) 39


Nina Süßbrich, Über Kreuz, Brosche 2008, 585/000 Gold feinvergoldet 40


Yvonne Dรถrr, 2-D zu 3-D, 2 Broschen, 2007, Stahl 41


Cornelia Petzold, Juwelenbroschen, 2008, 925/000 Silber, 925/000 Silber vergoldet, Zirkonia, Stahldraht 42


Unter der Arbeit des Edelsteinfassers versteht man das Einpassen und Befestigen („Fassen“) von Nichtmetallen, primär von Edelsteinen, aber auch von Materialien wie Koralle, Glas oder Holz, in vorgefertigten Schmuckstücken, Dosen oder Objekten. In der Berufsausbildung werden alle gängigen Fasstechniken wie Zargen- und Spiegelfassungen, Kanalfassungen, Chaton- und Krappenfassungen, Verschnittfassungen sowie invisible setting vermittelt.

Julia Krämer, Heimat, Brosche 2008/2009, 925/000 Silber vergoldet, synthetische Rubine 43


René Martin, In Tension, Ringe, 2008, 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs „Formen For Men“ der Rotary Stiftung Zeichenakademie Hanau; Federstahl brüniert, 925/000 Silber, Kirschholz, Bein 44


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Der schöne Schein ein Interview mit dem Künstlerduo Eutektikum, geführt von Herrn Z.A.

Eutektikum, das ist wie Pech und Schwefel. Eutektikum sind zwei Künstler, die Adresse für Kunden, seit 1992. Seit Anbeginn der Zeit erregen sie Aufsehen, und ihre Arbeiten sind gut, das weiß man. Ihre Strategie auch. Da ihre Eltern in der Schmuckkunstszene bekannt waren, und deren Eltern auch, ist ihr Erfolg kein Wunder. Wer viel wagt, der kann viel verlieren. Wer abgesichert ist, ist abgesichert; oder, wie sie sich in einem Interview äußerten: „ ...Wir entwarfen in den Neunzigern einen... - Schlips zum drauf treten, er war ein Erfolg… und wurde 12.380 mal verkauft! Im ersten Jahr!“ (Beide grinsen verschmitzt und werfen sich einen siegerhaften Blick zu.) Dazu ein Interview mit den zwei Künstlern Herrn Eutek und Frau Tikum von Eutektikum. 46


Julia Nissen, Merlin Klein; Detailaufnahme: Brosche Über Kreuz von Nina Süßbrich

Überlasst das Schmuckmachen uns, das ist besser für alle. Alles, was wir anfassen, wird zu Gold. Herr Z. A.: Wie ich Ihrem Text aus Vitrine 11/12 der Ausstellung der diesjährigen Abschlussarbeiten der Staatlichen Zeichenakademie entnommen habe, zeichneten Sie sich schon durch ein famos erfolgreiches Schaffen im Schmuckbereich aus, bevor Sie an der Zeichenakademie in Hanau ihre Ausbildung zum/zur Staatlich geprüften Goldschmied/in antraten. Was bewog Sie zu diesem Schritt? Herr Eutek: Ja, warum ?

Herr Z.A.: Na ja, warum dann die Ausbildung zum Staatlich geprüften Goldschmied? Frau Tikum: (Sie schaut träumend in den Himmel) Eben Staatlich geprüfter Goldschmied, das hört sich doch verdammt gut an. Herr Z.A.: Und warum gerade die Zeichenakademie? Frau Tikum: Empfehlung von Hermann Jünger. 47


tippelt mit Zeige- und Mittelfinger an seine Herr Z.A.: Bei der Präsentation der Abgespitzten Lippen. Er beugt sich hinüber zu schlussarbeiten zum Thema „Der schöne Tikum, flüstert ihr etwas ins Ohr.) Schein“ dekorierten Sie Ihre Vitrine unter Frau Tikum: (Ihr Blick wird klar, sie nickt) dem Namen Eutektikum. Konjunkturunabhängig. Herr Eutek: Frau Tikum und ich arbeiten Herr Z.A.: Frau Tikum, welche Rolle spielen unter diesem Namen schon Jahrzehnte für Sie die Lehrenden an der Schule. Sind zusammen. Einige werden sich spätestens sie einfach nur die schlecht organisierteste bei dem Begriff „Schlips zum drauf treten“ Mafia der Welt? an uns erinnern. Frau Tikum: Schlips zum drauf treten! Wir haben von der Vielfalt an Schülern, den Gold- und Herr Z.A.: Ah, ja, das war da- Silberschmieden, Metallbildnern, Graveuren und Edel‑ mals. Sie haben damit ganz steinfassern sehr profitiert. schön für Aufsehen gesorgt. Frau Tikum: Das mit den kecken Fragen Eutektikum: Ja, das haben wir. müssen Sie noch üben. Aber ja, die LehHerr Z.A.: Darf ich ein Eutogramm haben? rer spielen eine Rolle. Oft kamen sie mit Herr Eutek: Später. Problemen zu mir, haben um Rat gefragt. Herr Z.A.: Wie könnte man den Schmuck, Es tut gut Anderen helfen zu können. Ihre den Sie heute machen, nennen? welpenhafte Tapsigkeit hat mich oft zum (Herr Eutek und Frau Tikum werden nachLachen gebracht. Diese Freude kann ich denklich. Sie schauen sich an. Herr Eutek 48


Merlin Klein, Fliegen, 2 Broschen, 2008, Neusilber br端niert (links) Hase, Brosche, 2008, Neusilber vergoldet (oben) 49


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beim Schmuckgestalten gut gebrauchen. Herr Z.A.: Ah ja. Herr Eutek, die Zeichenakademie ist eine Schule, ich korrigiere, eine Berufsfachschule. Würden Sie sagen, dass Individualisten wie Sie einen Platz an dieser Schule haben? Frau Tikum: Ich bin auch Individualist! Herr Eutek: Das meine ich aber auch, sind wir nicht alle ein bisschen, ... Individualist? ... unsere Zukunft sieht vielversprechend aus!

Julia Nissen, Brustschmuck II, Brosche, 2008, Messing vergoldet, Latex, Zirkonia

Frau Tikum: Bevor Sie fragen. Wir haben von der Vielfalt an Schülern, den Gold- und Silberschmieden, Metallbildnern, Graveuren und Edelsteinfassern sehr profitiert und alle von uns. Herr Z.A.: Das wollte ich gerade fragen. Frau Tikum: (Richtet sich auf, ist jetzt fast doppelt so groß, schlägt ihre Augen langsam zu und wieder auf) Ich weiß, ich weiß alles. (Bei dem Wort alles wird ihre Stimme langsam leiser und das „s“ zischt sie wie eine Schlange. 51


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Herr Z.A.: Ah ja, ok. Eine Frage noch. Wie sieht Ihre Zukunft aus? Frau Tikum: Oh, unsere Zukunft sieht vielversprechend aus. Herr Eutek: Wir haben große Pläne. Die passen nicht ins Interview. Herr Z.A.: Ich danke Ihnen für das offene Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg. Ach, und Danke für das Eutogramm. Alle grinsen verschmitzt und werfen sich zufriedene Blicke zu. Soviel zum schönen Schein. ... Die absolvierte 3,5 jährige vollschulische, handwerklich gestalterische Ausbildung zum Staatlich geprüften Goldschmied hat Herrn Eutek und Frau Tikum scheinbar ihren Verstand gekostet, dafür haben sie jetzt ordentlich Selbstbewusstsein. Annabelle Klute, Kammbroschen, 2008, Silber, Acryl, Stahl, Satinband, Acrylschnuller

Merlin Klein, Julia Nissen, Andreas Decker

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Rosa Mauro, ReiĂ&#x;verschlussarmband, 2007

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Rosa Mauro, Zwischenfingerring, 2007, B端rste, Holzperlen 55


Patricia Berwanger, Kette, 2009, Kronkorken, Neusilber br端niert


Dorothea Heisig, Ich sehe was, was du nicht siehst, 2 Ketten, 2009, 925/000 Silber, Fundst端cke, Textil


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Dorothea Heisig, Ich sehe was, was du nicht siehst, Kette, 2009, 925/000 Silber, Fundst端cke, Textil

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Katrin Bitterling, Halsschmuck, 2009, Draht, Textil


Anika Verbr체gge, Brosche aus der Serie Frida und Poldi, 2008, 925/000 Silber geschw채rzt, Neusilber, Onix


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Julia Kristin Walter, Und ich bin der Kaiser von China, Kette, 2009, 925/000 Silber, Koralle, Vinyl, Glas, Kunststoff, Lack, Perlseide; Jacqueline Santos de Freitas, Lebensreise, Halsschmuck, 2009, 925/000 Silber, Glas (rechts)

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Jacqueline Santos de Freitas, Aroni Blätter der Götter, Körperschmuck, 2009, Kupfer, Email, Naturfaser

Email ist ein Material zwischen klassischem Mythos und freiem Spiel der Moderne. Es fasziniert seit jeher durch die einzigartige Farbigkeit und Intensität seines Glasschmelzes. Zwischen byzantinischem Zellenschmelz, Emailplakat und Kunst am Bau liegen Jahrhunderte technischer Entwicklung und Tradition. Das Grundprinzip ist unverändert. Zwischen 800 und 900 Grad Celsius wird mit Metalloxiden oder Salzen gefärbtes Glas auf Metall geschmolzen. Diesen Prozess konzeptionell zu steuern und dabei der Logik des Materials zu entsprechen, fordert Einfühlungsvermögen und Konsequenz vom Gestalter. Neugier, Phantasie und Geduld sind im Umgang mit dieser Technik ebenfalls von Bedeutung, um gültige Ergebnisse zu erzielen.


gestalterische Grundlagen Die Vermittlung allgemeiner Gestaltungskompentenz durch Zeichnen, Modellieren, Konzipieren und Präsentieren

Besprechung von „Fortschritts“Modellen anhand von Proportion, Spannung, Lichtführung, unter Berücksichtigung der Funktion

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Dominik Stöckl, schnelles Skizzieren zur Sachdarstellung, Kugelschreiber, 2008; Anja Pietrowski, Bleistift/Aquarell, 2003 (Detail)

Gestalterische Grundlagen dienen der Vermittlung z­ wei/dreidimensionaler Wahrnehmung zur Entwicklung einer allgemeinen und spezifischen Gestaltungskompetenz sowie dem Verständnis deren Methodik, Theorie und Anwendung als Einführung in die zwei-/dreidimensionalen, formal-ästhetischen, konstruktiv-funktionalen und material-haptisch bedingten Gestaltungsfaktoren sowie deren Präsentation.

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In plastischen Übungen werden unterschiedlichste Materialien nach Aufgaben und Ideen organisiert und ästhetischen Gesetzmäßigkeiten unterworfen, so dass einfachste Verkörperungsprozesse anschaulich erlernt werden können.

F. Stiller, 2007, Formübergang zwischen 3 gleichen Flächen und einem Punkt, Gips skulptural bearbeitet (oben) Kerstin Klix, 2007, Formübergang mit Segmentierung, Gips skulptural bearbeitet (unten) 70


Quidnic, vierkantige, 1 Meter lange Volumenfigur, die sich verräumlicht; Arbeitsbeispiele von Materialorganisation, Gliederung, MaĂ&#x;, Proportion und Farbgebung 71


Um Zeichnen als Instrument für E­ rkenntnis-, Darstellungs- und Ideen­ schöpfungsprozesse auszubilden bedarf es einer handwerklich-technisch ausgerichteten Zeichenschulung, u.a. im Rahmen von Sachzeichnen (Perspektive, Licht- Schatten- Lehre, Farblehre). Die Reflexion des Bezugs zwischen Inhalt und Form im Hinblick auf die Schaffung eines bestimmten Ausdrucks ist darüber hinaus entscheidend, um eine gezielte gestalterische oder künstlerische Absicht zu verwirklichen. 72


Sylvia Kern, Aquarell, 1993 (links oben); Tobias Hess, Blei-/Farbstift, 1995 (links); Katrin-Maria Walter, Pastell, 2007, Detail (rechts); Viveka Valentin, Collage, Blei-/Farbstift, 2010 (unten)

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Christine Schรถnau, Fragment-Kette, 2006, Porzellan, 925/000 Silber 75


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Verena Bachl, Pure, Brosche und Ring, 2009, 935/000 Silber, Porzellan unglasiert 77


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Eric Esser, In case of emergency, Brosche, 2009/2010, 925/000 Silber, Weißblech, Paketschnürband 79


Julia Kr채mer, Zigarrenbeh채ltnisse, 2008, Messing br체niert, Messing feuerverzinnt; Merlin Klein, Feuerzeug, 2008, Neusilber br체niert 80


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Metallbildner fertigen Zier–, Sakralgeräte und Accessoires aus Metallen an, Beleuchtungskörper, Beschläge und Architektur­ elemente. Zu den Aufgaben des Metallbildners gehören: Entwerfen und Skizzieren, Entwurfsdarstellung in CAD, Technisches Zeichnen, Anfertigen von Modellen, Schmieden, Metalldrücken und Verformen, Metallgießverfahren und deren Weiterverarbeitung, spanende und spanlose Arbeitstechniken, Drehen und Fräsen.

Sebastian Jakubowski, LED-Schreibtischleuchte, 2009, Messing verchromt

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Philipp Tengler, Halogenpendelleuchte, 2009, Edelstahl geb端rstet, Messing br端niert 85


Computer unterst端tzte Gestaltung Der Computer, als ein neues gestalterisches Werkzeug, ist mittlerweile bei GestalterInnen ein fester Bestandteil in allen Entwicklungsphasen von Produkten. Die Computer unterst端tze Konstruktion (CAD) steht am Ende eines Enwicklungsprozesses. Sichtmodelle werden mit Hilfe von 3D-Plottern greifbar, erstellte CADDaten unterst端tzen die Visualisierung von Produkten und deren serielle Fertigung. 86


Kunststoffmodelle, 3D-Plott, Laura Eicke, Daniel Matiz, Sebastian Jakubowski, Ives Kaprolat; 4 Kannen aus einem Gemeinschaftsprojekt Metallbildner und Silberschmiede, 2009 87


Silberschmiede entwerfen profane und sakrale Gefäße und Gerät wie Schalen, Kannen, Becher, Pokale und Besteck und stellen diese in Silber und anderen Metallen her. Hierbei kommen handwerklichen Techniken wie Schmieden, Treiben und Montieren zum Einsatz, aber auch maschinenunterstützte Verfahren. 88


Laura Eicke, Tittenschale, 2008, 925/000 Silber 89


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Matteo Bauer-Bornemann, Uta M端ller, Ann-Kathrin Hartel, 3 Weinpokale, 2008, 925/000 Silber (v.l.n.r.) 91


Sophie Schellbach, Milch und Zucker, 2009, 925/000 Silber 92


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Die Staatliche Zeichenakademie Hanau im Wandel der Zeit Wege vom Entwurf zum Juwel - von Stroh zu Gold

Als im Jahr 1772 die Akademie zur Hebung der Zeichenkünste gegründet wurde, ahnte sicher niemand, welch wechselvolle Geschichte diese Institution erleben wird, welche Berufsbilder insgesamt dort im Laufe der Zeit angeboten werden und wie sich die Zeichenakademie im Jahre 2010 darstellen soll. Die zaghaften Anfänge sahen noch keine Werkstätten vor, das Zeichnen und Entwerfen stand im Fokus der Überlegungen und hierfür reichten zunächst unscheinbare Räumlichkeiten aus. Der Neubau des von Julius-Carl Raschdorff 1875 entworfenen, einem italienischen Renaissancepalazzo nachempfundenen und für damalige Verhältnisse hochmodernen Gebäudes verfolgte bereits in seinem Erscheinungsbild den akademischen Gedanken des allseitig gebildeten Menschen, ein Gedanke, der sich schon in den kunsttheoretischen Schriften zur Ästhetik etwa des Architekten und Kunsttheoretikers Leon Battista Alberti (1404-1472) oder des Marsilio Ficino (1433-1499) ausdrückt, wenn es um Überlegungen zur Entstehung von Kunstwerken geht. Mit den Akademiegründungen des 18. Jahrhunderts begann eine bis heute nicht abgeschlossene Entwicklung 94

Zeichenakademie um 1900 Erweiterungsbau der Zeichenakademie im Jahr 2004 (rechts)


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Bibliothek der Zeichenakademie; Glaslüster von J. & L. Lobmeyer in Wien, Vorlageblatt erschienen im J. Engelhorn Verlag Stuttgart, 1885 (rechts)

im Bildungssystem, Verwissenschaftlichung in allen Bereichen der Wissensvermittlung sowie der Kunst zu implementieren.1 Ausdruck dieser akademischen Denkweise wird sehr schnell die inhaltlich weit gefächerte Bibliothek der Zeichenakademie, deren heutiger wissenschaftlicher Nutzen den Intentionen der Gründerväter zu verdanken ist. Das gestalterische Schaffen früherer Dekaden und der letzten zwei Jahrhunderte zeichnete sich durch unterschiedliche Vorgehensweisen aus. Über das rein handwerklich fokussierte Gestalten hinaus versuchte man an der Zeichenakademie schon sehr früh, einen an umfassender Bildung orientierten Gestaltungsdiskurs zu entwickeln, 1 Windholz, Angela, Et in academia ego. Ausländische Akademien in Rom zwischen künstlerischer Standortbestimmung und nationaler Repräsentation (Diss.), Regensburg 2008. 96

der selbstverständlich immer den zeitgeschichtlich orientierten Einfluss berücksichtigte. Akademisch bedeutete schon früh für die ZA – unter diesem Akronym ist die Hanauer Goldschmiedeschule in der Schmuckszene seit langem bekannt – den Blick über den heimischen Feilnagel hinaus auf das gestalterische Geschehen anderer Länder und Epochen zu werfen. Das Archiv der Zeichenakademie umfasst daher auch zahlreiche Fachzeitschriften vor allem aus England und Frankreich im 19. Jahrhundert, sowohl aus den Bereichen der Schmuckund Geräteherstellung als auch der Architektur, Plastik, Malerei, Grafik, Möbelkunst und Kunsthandwerk. Akademisch bedeutete in früheren Zeiten aber auch die Auseinandersetzung mit Kunstwerken vergangener Epochen, so in der Zeit des Klassizismus und Historismus, wofür man einen schier unerschöpflichen Vorrat an Vorlagen beschaffte.


Darin drückte sich auch die Öffnung zu anderen gestalterischen Berufen aus, wodurch eine Erweiterung des geistigen Horizonts ermöglicht werden konnte. Auch heute muss im Zeitalter der vielbemühten Interdisziplinarität diese Horizonterweiterung angestrebt werden, deren Vorbild schon in der Platonischen Akademie des florentiner Philosophen Marsilio Ficino mit seinem Kreis von Wahrheitsfreunden von Vertretern unterschiedlicher Berufe gewesen war. Gemäß der Tradition der Gestaltungslehre Karl-Friedrich Schinkels (1781-1841) bestand die Entwurfslehre des 19. Jahrhunderts auch in der Zeichenakademie im Studieren, dem Entwerfen nach berühmten Vorbildern aus der Kunstgeschichte aber auch dem Zeichnen nach Entwürfen anerkannter zeitgenössischer Künstler. Schon von Anfang an wurden an der Zeichenakademie Publikationen aus Frank­

reich zur französischen Kunst und über Italien und Griechenland gesammelt. Der akademische Anspruch der Universalität in der Ausbildung oder besser der Bildung war offenbar ein Grundgedanke und spiegelt sich in der Auswahl der zur Verfügung gestellten Medien. Zeitgemäß befassten diese sich mit Themen der griechischen und römischen Antike. Die Arbeit mit diesen Materialien bedeutet im eigentlichen Sinne Studium, also eine Betätigung weit über die eigentliche Schmuckgestaltung hinaus, deren Problematik in Hanau der Anlass zur Gründung der Akademie zur Hebung der Zeichenkünste ja gewesen war. Auch aus heutiger Sicht war dieser Ansatz wegweisend und bildet im 21. Jahrhundert immer noch die Grundlage für eine über das rein handwerkliche Goldschmieden hinausgehende Beschäftigung mit der europäischen 97


Patrik Stampfli, Rendering des Meisterstückes, 2005 (oben); Juwelenzeichnung (Schülerzeichnung) von Ch. Geibel, 1883, Aquarell, Farbstifte, Archiv der Zeichenakademie Hanau (rechts)

Kulturgeschichte, in die die Goldschmiedekunst eingebettet ist. An diese Offenheit knüpft auch eine gewisse Wahlfreiheit im heutigen Fächerangebot an, die zwar weniger umfangreich als im Hochschulbereich ist, die aber spätestens hinsichtlich der Umsetzung von Gestaltungsthemen ihre akademische Freiheit erlangt, da in der Berufs-, Berufsfach- und Fachschule die Gestaltung der Abschlussarbeiten nicht einem festgefügten Vorgabenraster unterworfen ist. Auch wenn das 19. Jahrhundert in erster Linie der Verarbeitung von Gestal­ tungs­ideen vergangener Epochen verhaftet war und der Schwerpunkt neben dem im ausgehenden Jahrhundert nun auch eingeführten Silberschmiedeklasse auf dem Juwelen- und Bijouteriezeichnen lag, so fand Anfang des 20. Jahrhunderts mit 98

der zaghaften Hinwendung zu Jugendstilformen und später zur Formensprache des Art Déco die folgerichtige Loslösung von der Vorlagensammlung statt. Juwelenzeichner stellten am beginnenden 20. Jahrhundert eine wichtige Berufsgruppe in der immer stärker industrialisierten Schmuckproduktion in Deutschland dar. Sie bildeten einen Schwerpunkt in der Ausbildung an der Zeichenakademie im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Deren Hauptaufgabe bestand im variantenreichen Entwurf von Einzelstücken, Sets (Parure) und gelegentlich Diademen. Während heute Kundenzeichnungen neben den traditionellen Zeichnungen mit Aquarell oder Farbstiften auch über CAD angefertigt werden, gab es im 19. Jahrhundert Mischtechniken mit Bleistift, Feder und Aquarell- oder Deckfarben.


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Schmuckentwürfe der Firma W. Behrens, Hanau. Abbildung in: Deutsche Goldschmiedezeitung VII, 1904, S. 109

Emmerich zu beziehen. Zur Zeit können im Archiv der Akademie allein 270 Tafeln mit ca. 6800 gezeichneten Entwürfen von ihm Während das ganze 19. Jahrhunfestgestellt werden. dert hindurch Vorlagenblätter verschieGestalterisch sind die Inhalte der dener Künstler aus Frankreich, Italien und Deutschland bezogen wurden, erscheinen in Vorlagenblätter durchaus als interessant zu bewerten. Während Heinrich Emmerich der umfangreichen Sammlung schließlich noch in den Jahren um 1894 dem typischen auch Entwürfe und Vorlagen ehemaliger Historismus verhaftet war, zeigen sich in Zeichenakademieschüler. seinen Vorlagen aus den zwanziger JahEine besondere Fundgrube für ren auch klare Einflüsse des in Hanau eher Schmuckvorlagen sind hier die Vorlagenzurückhaltend verwendeten Jugendstilforblätter aus der Serie Schmuck-Allerlei des menschatzes. Es sind überwiegend Vorlagen Hanauer Herausgebers Heinrich Emmerich für den geläufigen Juwelierschmuck, weniaus Hanau.2 Diese Vorlagenblätter waren Anfang des 20. Jahrhunderts als monatliche ger die herausragenden Pretiosen. Heinrich Emmerich bedient mit seinen Entwürfen Lieferung mit jeweils drei Tafeln von dem eher eine große Bandbreite von Bijoutiers als Juwelenzeichner benannten Heinrich und kleinen Schmuckwarenfabriken, wobei Serienfertigung:

2 Archivkasten Nr. 56 /1 mit der Bezeichnung Schmuck-Allerlei. Die einzelnen Tafeln sind nicht archivalisch durchnummeriert. 101


Staatliche Zeichenakademie im Jahr 1962, Klasse Froschauer

er auch versuchte, die sachliche Formensprache des Art Déco mit einzubinden.3 Der Beginn des 21. Jahrhunderts zeigt nach einer langen Epoche der Einzelstückgestaltung nun wieder einen neuen Trend zur Serienfertigung, die durch moderne Technologien wie CAD und CNC, Kunststoff- und Wachsplotter initiiert wurde. Bezogen auf Feingürtler und verwandte Berufe ist auch heute wieder eine Veränderung festzustellen, da durch die Änderung der Handwerksordnung und Neuordnung der Handwerksberufe 1998 der Beruf des Ziseleurs mit dem des Goldschlägers und Gürtlers in dem neuen Beruf Metallbildner aufgegangen ist. Daher muss die Zeichenakademie ein neues Curriculum

für diesen Beruf entwickeln und so auf die veränderten Bedingungen reagieren. Folgerichtig und in guter Tradition der Zeichenakademie stehend wird auch heute auf veränderte wirtschaftliche, kulturelle und bildungspolitische Rahmenbedingungen reagiert und so scheint es logisch, dem bestehenden Aus- und Weiterbildungsangebot ein weiteres Standbein über eine Berufsakademie in freier Trägerschaft anzugliedern, um so in Zukunft neben den Berufsfachschulabschlüssen mit Gesellenbrief und dem Staatlich geprüften Gestalter in Verbindung mit der Meisterprüfung auch einen Abschluss als Bachelor of Arts und vielleicht später den Master anbieten zu können.

3 Formale Anleihen könnten etwa stammen von Arbeiten aus dem Umkreis von Patriz Huber, Georg Kleemann, Pforzheim, Beispiele hierzu bei Fritz Falk, Schmuck 1840-1940, Schmuckmuseum Pforzheim. Stuttgart, Pforzheim 2004.

Dr. Bruno-Wilhelm Thiele Kunsthistoriker, Dipl. Metall-Designer

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Ausstellerverzeichnis 55 GoldschmiedInnen, SilberschmiedInnen, MetallbildnerInnen, Graveur足Innen, EdelsteinfasserInnen, Gold- und SilberschmiedemeisterInnen und Staatlich gepr端fte GestalterInnen sind an der Ausstellung Stroh zu Gold beteiligt.

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Anne Achenbach Jordanstr. 12, 40477 Düsseldorf anneachenbach@aol.com geb. 1985; 2003-2007 Staatliche Zeichenakademie Hanau; seit 2007 Studium an der FH Düsseldorf, Bachelor of Applied Art and Design; 2006 Gestaltungspreis der Rotary Stiftung Hanau, 2. Platz; 2007/2008 „00/07 ein Zeitfenster“, Gruppenausstellung in Hanau und Idar-Oberstein; 2008 Sieraad Art Fair, New Traditional Jewellery, Amsterdam/Holland; “jewellery inspired by nature”, Swarovski Crystalized Innovationspreis; 2009 Festival of Silver “Silver Schools”, Legnica/Polen; Verena Bachl Wilhelm-Busch-Straße 20, 92237 Sulzbach-Rosenberg T: +49 (0)9661-3955; verenabachl@aol.com geb. 1985, Wörth a.d. Donau; 2005 Abitur, Herzog-Christian-August-Gymnasium, Sulzbach-Rosenberg; 2006 Praktikum Schmuck & Juwelen Atelier Hilz, Straubing; 2006-2010 Goldschmiedeausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse M. Wönne/A. Wohlleber Michael Barth Schnurstraße 19-21, 63450 Hanau T: +49 (0)6181-4286862 M: +49 (0)171-1870001 michaelbarth2007@web.de geb. 1984, Dudweiler; 2003-2007 Staatliche Zeichenakademie Hanau, Ausbildung zum Goldschmied; 20072010 Staatliche Zeichenakademie

Hanau, Ausbildung zum Edelsteinfasser; seit 2010 selbständig mit eigener Werkstatt in Hanau Matteo Bauer-Bornemann Äußere Sulzbacher Str. 18, Nürnberg M: +49 (0)173-8602811 matteo@bauer-bornemann.de geb. 1988, Nürnberg; 2005-2009 Ausbildung zum Silberschmied an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; Landessieger im Deutschen Leistungswettbewerb des Handwerks; seit 2009 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Nürnberg Franziska Behler Gärtnerstraße 46a, 63450 Hanau T: +49 (0)6181-5073125 geb. 1986, Bremen; 2006 Abitur, Freie Waldorfschule Würzburg; 20062007 Werkstattjahr in der Werkbund Werkstatt Nürnberg; seit 2007 Goldschmiedeausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Patricia Berwanger Friedrichstraße 36, 63450 Hanau T:+49 (0)176-52547258; tissaberwanger@gmail.com geb. 1982, Brasilien; 2002-2006 Studium zum Bachelor in Produkt Design, Katholische Universität Puc-Rio in Rio de Janeiro, Brasilien; 2004-2005 Schmuckdesign-Assistentin für Atelier Cor Margarida, Rio de Janeiro/Brasilien; 2007 Goldschmiedegrundtechniken, Technische Schule SENAI-RJ in Rio de Janeiro/Brasilien; Entwicklung der Schmuckkollektion „Universo íntimo“

für Pink Chic, Rio de Janeiro/Brasilien; seit 2008 Berufsfachschule für Edelmetallgestaltende Berufe, Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2009 1. Preis Gestaltungswettbewerb „In & Out“, Rotary Stiftung der Staatliche Zeichenakademie Hanau Katrin Bitterling Hochstr. 14, 63477 Maintal T: +49 (0)6109-64942 M: +49 (0)160-6944608 geb. 1985, Frankfurt am Main; 2005 Abitur; 2006-2010 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie in Hanau; 2007 Praktikum in der Galerie und Goldschmiede Feinform, Frankfurt; Auslandlandssemester in Finnland, Lahti, Koulutuskeskus Salpaus; 2008 Praktikum in der Goldschmiede Chrima, Kilianstädten René Braun Karl-Röttelberg-Str. 12, 63450 Hanau geb. 1983; 1999-2002 Ausbildung zum Tischler; seit 2007 Ausbildung zum Goldschmied an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Maria Paula Campo Panesso Cra 21 # 106ª–31, Apto 302, Edificio Ambar, Bogota/Kolumbien T: +(57) 312-3626668; mariapaulacampo@gmail.com geb. 1984, Bogotá/Kolumbien; 2003-2005 Universidad de Los Andes, Industriedesign; 2005-2006 Selbständige Schmuckgestaltung, PaulaCampoJoyas; 2006-2010 Ausbildung zur

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Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Yvonne Dörr Aulstraße 24, 63517 Rodenbach T: +49 (0)6184 909687 M: +49 (0)179-5060343 e.one@web.de; www.eonejewels.de geb. 1979, Hanau; 1999-2002 Ausbildung zur Hotelkauffrau, Sheraton Frankfurt Hotel & Towers, Conference Center; 2004-2008 Ausbildung zur Goldschmiedin, Staatliche Zeichenakademie Hanau; seit 2008 selbständige Tätigkeit als Schmuckgestalterin mit eigener Werkstatt „e.one jewels“; 2009 Ausstellungsbeteiligung „brand new – new brand“, Schmuckmesse Inhorgenta, München Laura Eicke Benrodestraße 18, 40597 Düsseldorf M: +49 (0)151-52048286 stielkloebchen@hotmail.de geb. 1985, Düsseldorf; 2004-2008 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2008-2010 Ausbildung zur Silberschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2010 Anerkennungsurkunde der Zeichenakademie Hanau; seit 2010 Gesellentätigkeit bei Alan Schaaf Eric Esser An der Helmüs 7a, 4728 Hergenrath, Belgien eric_esser@web.de geb. 1984 in Aachen. 2001–2005 Berufskolleg für Gestaltung und Technik der Stadt Aachen; 2001–2003 Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten, 2003 interner Schulwechsel zur Fachoberschule für Gestaltung; 2005 Abschluss (Fachabitur) 2006–2010 Ausbildung zum Goldschmied in der Berufsfachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau mit Abschluss. Nadine Felgentreff Mittelstraße 13a, 04205 Leipzig T: +49 (0)341-9403381 M: +49(0)177-5689289 nadine@bernd-felgentreff.de geb. 1986, Leipzig; 2006-2010 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Kanako Gomi Unterlimpurgerstraße 35, 74523 Schwäbisch Hall 106

T: +49(0)791-9401810 M: +49(0)172-7961582 kanadom@hotmail.com geb. 1974, Tokyo/Japan; 1993-1997 Musashino-Musikhochschule, Tokyo; 2004-2008 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse A. Wohlleber/ M. Wönne; 2008-2009 angestellt als Goldschmiedegesellin, Atelier Zobel, Konstanz; seit 2009 angestellt als Goldschmiedegesellin bei Zweikarat, Schwäbisch Hall Elisabeth Hammann Burgallee 20, 63454 Hanau T: +49(0)6181-6106491 M: +49(0)176-43075839 elisabeth.hammann@gmail.com geb. 1986, Berlin; seit 2007 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2008 Auslandssemester an der Vakschool Schoonhoven/Niederlande; 2008 1. Preis Medaillen Wettbewerb „Holland in Vorm“, Schoonhoven Ann-Kathrin Hartel Breslauerstrasse 23, 35305 Grünberg M: +49 (0)176-21531272 ann-kathrin.hartel@freenet.de geb. 1984, Gießen; 2003-2007 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2.Bundessieger im Leistungswettbewerb des Handwerks; 2007-2009 Ausbildung zur Silberschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Leistungsplakette der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2009 Auslandssemester in Spanien; seit 2010 lebt und arbeitet in Grünberg Dorothea Heisig Am Ballplatz 21, 63450 Hanau, dorle-heisig@web.de geb. 1988, in Dresden; 2006 Abitur; 2006 Praktikum im Atelier Anne Schulze Textil- und Modedesign, Dresden; 2006-2007 Semester an der Neuen Abendschule an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Zeichnung und Konzept, Farbgesetze Theorie und Praxis; 2007 Praktikum in der Goldschmiedewerkstatt Schmidt, Braunschweig; seit 2007 Ausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2008 3. Preis beim Wettbewerb „Anhänger“ an der Staatlichen Zeichenakademie; 2008 Teilnahme am dreimonatigen Austauschprogramm der Staatlichen Zeichenakademie,

Besuch der Schule Koulutuskeskus Salpaus in Lahti, Finnland Elisa Sophia Herrmann Annastraße 6, 63450 Hanau, elisa.herrmann@gmx.de geb. 1986 in Halle\Saale; 2005 Abitur am Clara-Wieck-Gymnasium Zwickau; 2005-2006 Freiwilliges Soziales Jahr in Dieppe\ Frankreich; 2006-2007 Praktika bei verschiedenen Goldschmieden; seit 2007 Schülerin der Berufsfachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2009 1. Preis beim Gestaltungswettbewerb der Rotarystiftung der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Tina Ickes Im Steingarten 14, 63584 Gründau T: +49(0)170-6308373 mail@tina-ickes.de www.tina-ickes.de geb. 1982, Dudweiler/Saar; 2002-2006 Goldschmiedeausbildung bei Grewenig Schmuckdesign in Saarbrücken; 20062007 Tätigkeiten als Goldschmiedin; 2007-2009 Fachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Abschluss als Staatlich Geprüfte Gestalterin und Goldschmiedemeisterin; seit 2009 freischaffend tätig Sebastian Jakubowski geb. 1982; 2002 Fachabitur; 20062010 Ausbildung zum Metallbildner an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2010 Abschluss als Metallbildner Sarah Keßler geb. 1985, Saarbrücken; 2001–2005 Ausbildung zur Goldschmiedin in der Goldschmiede Grewenig in Saarbrücken; 2006–2008 Besuch der Fachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2008 Abschluss als Goldschmiedemeisterin und Staatlich geprüfte Gestalterin Merlin Klein Rosmarie68@web.de geb. 1983, Michelstadt; 2000-2003 Ausbildung zum Konditor; 2005-2009 Ausbildung zum Staatlich geprüften Goldschmied, Staatliche Zeichenakademie Hanau, Klasse Andreas Decker/Gerhard Schulz-Wahle; seit 2009 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München, Schmuckklasse Otto ­Künzli/ Jiro Kamata


Annabelle Klute Schopenhauerstraße 24a, 63150 Heusenstamm geb. 1986, Offenbach am Main; 2006 Abitur; 2006-2010 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2007 Teilnahme an einem Austauschprogramm in Finnland; 2009 Praktikum im Rat für Formgebung Katja Köditz Mannheimerstraße 20, 04209 Leipzig koeditzk@aol.com geb. 1984, Markranstädt; 2002–2003 Au–pair in Paris; 2003–2005 Studium an der Universität Leipzig, M.A. Arabistik, Französisch, DaF; 2006-2010 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Theresia Konrad Unterhainstraße 50, 63743 Aschaffenburg M: +49(0)176-70069564 mail@theresia-konrad.de geb. 1982, Offenbach; 2003 Abschluss als Goldschmiedegesellin; 2003-2005 Goldschmiedegesellin bei Biegel, Frankfurt; 2005-2007 Studium an der Fachschule der Staatliche Zeichenakademie Hanau; 2007 Abschluss als Staatlich geprüfte Gestalterin (mit Auszeichnung) und Gold- und Silberschmiedemeisterin; seit 2007 als freischaffende Schmuckgestalterin im eigenen Atelier tätig Julia Krämer Am Sportplatz 2, 31737 Rinteln Juli.K1@gmx.de geb. 1984, Bielefeld; 2005-2009 Ausbildung zur Staatlich geprüften Goldschmiedin, Staatliche Zeichenakademie Hanau, Klasse Andreas Decker/Gerhard Schulz-Wahle; 2009 Teilnahme am Leonardo-Programm, Cordoba/Spanien; seit 2009 Tätigkeit als Goldschmiedin Manuel Kreß Robert Stolz Straße 24, 36391 Sinntal/Weiperz T: +49(0)6664-8150 geb. 1987, Bad Brückenau; seit 2007 Ausbildung zum Goldschmied, Staatliche Zeichenakademie Hanau Greta Krug Am Markt 19, 63450 Hanau T: +49 (0)6181-4288269 M: +49 (0)152-29027223 Greta_K@web.de

geb. 1986, Wiesbaden; 2005 Abitur; 2006 Praktikum bei Juwelier Stoess, Wiesbaden; 2007-2010 Goldschmiedeausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2007 Auslandssemester an der Salpaus Further Education, Lahti/Finnland René Martin Birkenhainerstraße 5, 63450 Hanau rene-m-art-in@gmx.de geb. 1975, Nürnberg; 1995-1997 Mitglied bei Ateliergemeinschaft Kunstall e.V; 1999–2006 diverse Tätigkeiten und eigenes Atelier, Fürth; 2006–2010 Ausbildung zum Goldschmied an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse Siegle/Gleiß; 2008 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs „Formen For Men“ der Rotary Stiftung Zeichenakademie Hanau Rosa Mauro Hanauer Landstraße 35a, 63500 Seligenstadt M: +49 (0)172-6561227 rosa.mauro.schmuck@gmail.com geb. 1975, Hanau; 1992 Abschluss zur staatlich geprüften Kosmetikerin, Private Kosmetikschule in Hanau; 20032007 Goldschmiedeausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; seit 2008 Mitglied in der Ateliergemeinschaft „Made in Hanau“, Hanau; 2009 1. Preis bei Juwels of India für „Art + More“ Schmuckwettbewerb Franziska Müller Schleißheimer Str.222, 80797 München M: +49(0)157-77615539 gaensemagd_83@yahoo.com geb. 1983, Friedrichsdorf im Taunus; 2002 Abitur; 2003-2008 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Zeichenakademie Hanau; seit 2008 Industrial Design Studium an der Hochschule München Uta Müller Rubenstraße 20, 99099 Erfurt M: +49 (0)176-23259480 fraeuleinmüller@gmx.net geb. 1984, Erfurt; 2003-2007 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 20072009 Ausbildung zur Silberschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2009 Auslandssemester in Spanien; seit 2010 lebt und arbeitet in Erfurt

Funda Mutlu Speicherstr. 12, 60327 Frankfurt M: +49 (0)176-24936688 fundam@web.de geb. 1978, München; 1998 Fachabitur; 2006-2009 Berufsfachschule Staatliche Zeichenakademie Hanau, Berufsabschluss als Goldschmiedin; seit 2009 Tätigkeit als Goldschmiedin in Frankfurt Lucía-Natalia Nieves Cortés Okerstrasse 35, 12049 Berlin M:.+49 (0)163 9607926 l.snou@yahoo.com geb. 1976, San Juan/Puerto Rico; 1995-2000 BA Environmental Design Abschluss, Architekturschule; University of Puerto Rico, San Juan/Puerto Rico; 2004-2008 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Zeichenakademie Hanau; seit 2009 freiberuflich tätig als Künstlerin und Gestalterin von Schmuck und Grafik in Berlin; Ausstellungen u.a., 2008 Art Fair on the Square, Museum zeitgenössischer Kunst, Madison, Wisconsin, USA; 2009 Paper and text, Studio 20/17, Waterloo, New South Wales, Australia Julia Nissen Lüderitzstr.5, 13351 Berlin T: +49 (0)30-76214007 M: +49 (0)176-29150732 julia.nissen@web.de geb. 1983, Husum; 2005-2009 Staatliche Zeichenakademie Hanau, Ausbildung zur Goldschmiedin; seit 2009 leben und arbeiten in Berlin Inga Pelzel Barkausstraße 61, 64289 Darmstadt T: +49 (0)6151-6671752 M: +49 (0)174-8383255 ingapelzel@gmx.de geb. 1980, Koblenz; 1999 Abitur; 2000-2002 Berufsfachschule für Goldschmiede, Pforzheim; 2002-2004 Anschlusslehre, Gold- und Platinschmiede Rumpf; 2004 Gesellenprüfung zur Goldschmiedin; 2004 Kammersiegerin und 3. Platz Landesebene praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend Rhein-Main; 2006-2009 Zeichenakademie Hanau, Ausbildung zur Edelsteinfasserin; seit 2009 Tätigkeit als Goldschmiedin und Edelsteinfasserin in Frankfurt am Main Ulrich Pohl Bunsenstraße 13, 40215 Düsseldorf T: +49 (0)211-23921982 107


geb. 1983, Augsburg; 2005-2009 Zeichenakademie Hanau; 2009 Abschluss zum Staatlich geprüfter Goldschmied; seit 2009 FH Düsseldorf, Studiengang Applied Art and Design Eva Rollmann Dorfstraße 43, 63826 Omersbach M: 0176-64183164 eva.omb@web.de geb. 1985, Gelnhausen; 2005-2009 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; Abschluss mit Auszeichnung; 2008 Anerkennung beim Gestaltungswettbewerb „Formen for men“; seit 2010 selbständig als Schmuckgestalterin in Omersbach Jacqueline Santos de Freitas Adlerstraße 61, 65183 Wiesbaden T: +49 (0)611–2048748 M: +49 (0)176–24607587 Jacqueline.santos@web.de geb. 1968, Campos-RJ/Brasilien; 19931996 Ausbildung zur Goldschmiedin in Rheinland-Pfalz, Gesellenprüfung; 1997-2000 Tätigkeit als Goldschmiedin in Wiesbaden und Frankfurt; 2003-2005 Einrichtung eines Ateliers in Wiesbaden, 2007-2009 Fachschule an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse Thomas Dierks; 2009 Abschluss als Staatlich geprüfte Schmuckgestalterin und Goldschmiedemeisterin Frauke Sauthoff Laubenheimerstraße 9, 55130 Mainz T: +49 (0)6131-831607 M: +49 (0)176-62173331 f.sauthoff@gmail.com geb. 1987, Mainz; 2006 Abitur; 20062010 Ausbildung zum Goldschmied, Staatliche Zeichenakademie Hanau Sophie Schellbach Friedbergerstraße 5, 63452 Hanau T: +49 (0)0340-521227 semusart@gmail.com geb. 1989, Dessau; 2007 Abitur; seit 2007 Ausbildung zur Silberschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2008 Auslandssemester, VAKSchool Schoonhoven/Niederlande Kerstin Scherer An der Kleinhohl 8, 55129 Mainz T: +49 (0)6131-504793 M: +49 (0)151-55573141 geb. 1981, Mainz; 2002-2006 Staatliche Zeichenakademie Hanau, 108

Abschluss Goldschmiedin; 2006-2007 Goldschmiedin im Atelier Katzmann, Hanau; 2007-2009 Staatliche Zeichenakademie Hanau, Fachschule, Abschluss: Staatlich geprüfte Gestalterin und Goldschmiedemeisterin; seit 2009 selbständige Goldschmiedin

geb. 1985; 2005-2009 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2009 Auslandsaufenthalt in Cordoba, Andalusien; seit 2009 Studium Schmuck- und Produktdesign (Applied Art and Design, BA) an der Fachhochschule Düsseldorf

Nils Schmalenbach Kiesstraße 35 a, 55743 Idar Oberstein M: +49 (0)163-7481448 mephlet@web.de; www.nils-schmalenbach.de geb. 1974, Essen; 1997-2000 Goldschmiedelehre in Dortmund; 2000-2005 Reisen durch verschiedene Kontinente, freies und unfreies Arbeiten; 2005-2007 Besuch der Staatlichen Zeichenakademie Hanau mit Abschluss zum Staatlich Geprüften Gestalter; seit 2009 Studium an der FH Idar Oberstein Edelstein und Schmuckdesign; Auszeichnungen: 2006 Erster Preis Gestaltungswettbewerb “Kontur konkret” der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2007 Anerkennung beim Wettbewerb um das Ruth Reisert Hafner Stipendium, Pforzheim

Julian Steimer Friedrich-Ebert-Anlage 5, 63450 Hanau T: +49 (0)6181-9831631 Julian_Steimer@hotmail.com geb. 1982, Bremen; 2006-2010 Ausbildung zum Goldschmied an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau

Christine Schönau Akademiestraße 22, 63450 Hanau T: +49 (0)171-5249837 schoenau-christine@t-online.de www.christine-schoenau.de geb. 1978, Herborn; 1998-2001 Staatliche Zeichenakademie Hanau, Abschluss als Goldschmiedegesellin; 2002–2005 Gesellentätigkeit Goldschmiede und Galerie Metall & Form, Heidelberg; 2005-2007 Fachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse T. Dierks; 2007 Abschluss als Staatlich geprüfte Gestalterin und Meisterin im Gold- und Silberschmiedehandwerk; seit 2007 selbständig tätig; seit 2008 Mitglied der Ateliergemeinschaft Made in Hanau Ursula P. Schwarz Edelmannstr. 29, 63755 Alzenau T: +49 (0)6023-6585 M: +49 (0)176-67723540 Ursula.P.Schwarz@gmx.de geb. 1973, Aschaffenburg; 2004-2008 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau Hannah Sönnicken Collenbachstraße 89, 40476 Düsseldorf T: +49 (0)211-46815128 M: +49 (0)160-91717151 Hannah.Soennicken@gmx.de

Johanna Stühlinger geb. 1986, Dieburg; 2005-2009 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatliche Zeichenakademie Hanau, Klasse H.Härtel/ K.Lewerth; seit 2009 Tätigkeit als Goldschmiedin in Darmstadt Nina Süßbrich Wiesbadener Straße 36 61462 Königstein M: +49 (0)176-64666538 T: +49 (0)6174-21952 nina.suessbrich@gmx.de 2005-2009 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse Hans Härtel Philipp Tengler geb. 1989; 2006 Realschulabschluss; 2006-2010 Ausbildung zum Metallbildner an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2010 Abschluss als Metallbildner Anika Verbrügge Moselstr. 70, 28199 Bremen T: +49 (0)421- 3319914 M: +49 (0)176- 21936571 anika.verbruegge@gmx.net geb. 1979, Nordhorn; 2001-2004 Ausbildung zur Goldschmiedin; 2004-2006 Gesellenjahre; 2006-2008 Fachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Abschluss als Staatlich geprüfte Gestalterin und Meisterin im Gold- und Silberschmiedehandwerk; seit 2008 Meisterin in der Schmuckgalerie Erich Hergert, Bremen; Auszeichnungen: 2004 1. Preisträgerin im Bundeswettbewerb „Die Gute Form – Handwerker gestalten“; 2008 Leistungsplakette der Staatlichen Zeichenakademie Hanau und Förderpreis des Soroptimist International Club Hanau; 2008 2. Preis beim 11. Hessischen Gestaltungspreis; 2009 Auszeichnung der HWK


Wiesbaden als ‚Beste Meisterin ihres Berufs 2008’ Jana Voll Heschstraße16, 55268 Nieder-Olm M: +49 (0)173-8147692 jana.voll@gmx.de www.janavoll.de geb. 1982; 2001-2005 Ausbildung zur Goldschmiedin bei Peter Weyrich, Idar-Oberstein; 2005-2007 Biegel Schmuckdesign, Frankfurt am Main; 2007-2009 Fachschule an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Abschluss Staatlich geprüfte Gestalterin und Goldschmiedemeisterin; seit 2009 Tätigkeit als Goldschmiedemeisterin und Gestalterin in Mainz

Wettbewerb „5 Gramm Schmuck“, Frankfurt; 2009 1. Preis beim Leistungswettbewerb der Handwerkskammer Wiesbaden; 2009 1.Preis beim Wettbewerb Die Gute Form

Julia Kristin Walter Am Galgenberg 6, 35683 Dillenburg M: +49 (0)163-5741491 julia-walter@gmx.de geb. 1981, Dillenburg; 2002-2006 Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau; 2007-2009 Studium an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Abschluss als Staatlich geprüfte Gestalterin und Goldschmiedemeisterin; Erhalt des Förderpreises und der Leistungsplakette der Staatliche Zeichenakademie Hanau; seit 2009 selbständig Thomas Wegmann Donaustr. 28, 87700 Memmingen T: +49 (0)8331-6409754 kontakt@thomaswegmann.com geb. 1977, Memmingen; 1999-2003 Goldschmiedelehre, Goldschmiede IVO, Memmingen; 2004-2006 Gesellenjahre; 2006-2008 Fachschule der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse Adler; 2008 Abschluss als Staatlich geprüfter Gestalter und Goldschmiedemeister; seit 2008 selbständig als Schmuckdesigner und Goldschmiedemeister Ricarda Wolf Hegelstraße 50, 63303 Dreieich T: +49 (0)163-2527363 ricardawolf@gmx.de geb. 1984, Frankfurt; 2005-2009 Ausbildung zum staatlich geprüften Goldschmied an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau, Klasse Hans Härtel; 2009 Berufspraktikum in Córdoba, Spanien; seit 2009 Studium an der FH-Düsseldorf „Applied Art and Design“; Auszeichnungen: 2007 1. Preis beim 109


Dank Dank an alle Leihgeberinnen und Leihgeber, welche die zahlreichen Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt haben. Unser besonderer Dank gilt der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. und dem Deutschen Goldschmiedehaus, insbesondere Frau Dr. Christianne Weber-Stöber, für die Unterstützung, ohne die diese Publikation nicht möglich geworden wäre.

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Impressum Herausgegeber: Staatliche Zeichenakademie Hanau Akademiestraße 52 63450 Hanau T: +49 (0)6181 31597 F: +49 (0)6181 379841 info@zeichenakademie.de www.zeichenakademie.de

ISBN 978-3-00-030821-5 Copyright 2010 © by Staatliche Zeichenakademie Hanau, den Autorinnen, Autoren Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung und Wiedergabe, auch in Auszügen, nur mit schriftlicher Genehmigung der Staatlichen Zeichenakademie Hanau

erschienen anlässlich der Ausstellung: „Stroh zu Gold - Arbeiten aus der Staatlichen Zeichenakademie Hanau“ 15. April - 25. August 2010 im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau Redaktion: Thomas Dierks, Dr. Bruno Thiele Bildredaktion: Thomas Dierks, Hans Härtel, Markus Mertiny, Katja Siegle, Dr. Bruno Thiele Konzeption von Katalog und Ausstellung: Thomas Dierks, Hans Härtel, Markus Mertiny, Katja Siegle Kataloggestaltung und Bildbearbeitung: Thomas Dierks Fotografie: Alfons Beer, Andreas Decker, Hans Härtel, Markus M ­ ertiny, Michael Otto, Julian Steimer, Dr. Bruno Thiele, Robert ­Weingärtner, Gerhard Wulke Fotomodelle: Drothea Heisig, Katharina Lippe, Ulrich Pohl, Viveka Valentin Auflage: 1.500 Schrift: Titilium, Rotis Semi Sans Papier: Munken Lynx, Galaxi Supermatt Druck: www.druckerei-prinz.de 111


Stroh zu Gold  

Schmuck, Gerät und Accessoire aus der Staatlichen Zeichenakademie Hanau

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