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Das Magazin des Kaufmännischen Verbandes Zürich # 09_10/2018

FLEXIBEL DURCH DEN BÜRO-ALLTAG


INHALT

Fotos: zVg

DIE ULTIMATIVE CHECKLISTE

KAUFMÄNNISCHER VERBAND NEU MIT EINER FRAU AN DER SPITZE ANDREA KUHN-SENN hat die Leitung des Vorstands übernommen. Sie folgt damit auf Rico Roth, der das Amt des Präsidenten seit 2011 erfolgreich innehatte. Welche Visionen die Bildungspolitikerin antreiben, lesen Sie hier.

Fotos Cover und Seite 2: Peter Würmli / Design: Evolution Design

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VERRÜCKTE BÜROS Haben Sie schon einmal eine E-Mail aus dem Baumhaus verschickt? Oder möchten Sie sich zwischen zwei Meetings auch im Büro bei Sport und Musik entspannen können? Unsere Bildreportage gewährt Einblicke in Bürowelten rund um den Globus, so auch in die Seilbahnen (siehe Cover) und grünen Oasen von Google Zürich ‒ heben Sie ab und tauchen Sie ein …

RUHE IN ZEITEN DER BESCHLEUNIGUNG

IM GESPRÄCH DER NEUE REKTOR DES KV ZÜRICH CHRISTIAN WÖLFLE ist der neue Rektor des KV Zürich (ehemals KV Zürich Business School). Wie sieht der bald 50-jährige Fachmann für kaufmännische Berufsbildung die Zukunft der KV-Lehre? ROLF BUTZ traf ihn zum Gespräch.

ALLES, WAS RECHT IST

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Flexibles Arbeiten auf der einen Seite, Stress und Leistungsdruck auf der anderen. Was können Unternehmen und Mitarbeitende tun, damit der Büroalltag nicht zur Dauerbelastung wird? Arbeitspsychologe ANDREAS KRAUSE gibt Auskunft. Und: Wie (un)gesund arbeiten Sie? Konsultieren Sie unsere Checkliste.

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Angestellte müssen tun, was der Chef verlangt. Doch gilt dies auch für den Betriebsausflug oder geschäftliche Anfragen im WhatsApp-Gruppenchat am Wochenende? Der Rechtsdienst des Kaufmännischen Verbandes Zürich kennt die Antworten.

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lt, Wo bin ich? Es gi nation sti De eine we ite re Noma de n len ta gi un se re r Di zu er raten .

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18 SCHALTER Mo bis Mi 9.00 bis 17.00 Uhr, Do 9.00 bis 18.00 Uhr, Fr 9.00 bis 16.00 Uhr TELEFON Mo bis Mi 8.00 bis 17.00 Uhr, Do 8.00 bis 17.00 Uhr, Fr 8.00 bis 16.00 Uhr KONTAKT info@kfmv-zuerich.ch, kfmv-zuerich.ch, 044 211 33 22

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FOKUS

Welche Auswirkungen hat die Entwicklung der modernen Arbeitswelt auf unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit? Und was können sowohl Arbeitnehmende als auch Unternehmen tun, um einen gesunden Umgang mit den neuen Entwicklungen zu finden? Arbeitspsychologe Andreas Krause kennt die Antworten.

Burnout, psychische Erkrankungen und Depressionen nehmen zu. Macht die moderne Arbeitswelt krank? Kritisch

Alle reden von einer gesunden Work-Life-Balance, kaum jemand setzt sie im Alltag um. Was läuft falsch? Bei repräsen-

kann es werden, wenn mehrere Belastungen gleichzeitig stark ausgeprägt sind, etwa wenn ohnehin bestehender Zeitdruck durch zunehmende Schnittstellenprobleme und ständig wechselnde Ansprechpersonen verstärkt wird. Oder wenn Unterstützungs- und Entlastungsfaktoren wegbrechen, zum Beispiel durch das Auflösen funktionierender Teamstrukturen.

tativen Befragungen berichten fast neun von zehn Schweizer Erwerbstätigen, ihre familiären und sozialen Verpflichtungen gut oder sehr gut mit den Arbeitszeiten vereinbaren zu können. Allerdings: Wenn Mitarbeitende auf Pausen verzichten, länger als zehn Stunden und auch während Krankheit, am Wochenende oder im Urlaub arbeiten, dann läuft etwas schief. Das wird vielleicht kurzfristig gerne gesehen, auf lange Sicht aber werden negative Auswirkungen überwiegen.

Wie viel Flexibilität ist gesund? Grundsätzlich gilt: Flexibel sein zu dürfen, also beispielsweise den Ort und die Zeit der Arbeitsaufgaben selbst beeinflussen zu können, wirkt sich überwiegend positiv auf die Gesundheit aus. Flexibel sein zu müssen, also beispielsweise häufig in Rufbereitschaft auf einen Einsatz zu warten oder die eigenen Arbeitszeiten einseitig auf schwankende Kundenwünsche auszurichten, wirkt sich hingegen überwiegend negativ aus. Bedeutet mehr Autonomie zwangsläufig auch mehr Verantwortung, mehr Eigeninitiative, mehr Leistungsdruck?

Professor Andreas Krause unterrichtet an der FHNW und berät Firmen bei der Erarbeitung von betrieblichen Gesundheitskonzepten.

Moderne Arbeitsformen zeichnen sich durch eine starke Orientierung an Kennzahlen, „Key Performance“-Indikatoren und Benchmarking-Werten aus. Hierbei sind Autonomie und Selbstständigkeit einerseits sowie Ergebnisverantwortung andererseits wie siamesische Zwillinge miteinander verbunden. Doch wenn Ziele und Kennwerte realistisch sind und geklärt ist, was bei unerwarteten Ereignissen passiert, kann der Druck reduziert werden. Weshalb setzen sich viele Arbeitnehmende heute oft selber unter Leistungs- und Zeitdruck? Mitarbeitende müssen

RUHE IN ZEITEN DER BESCHLEUNIGUNG

ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg immer häufiger über Kennzahlen nachweisen. Je mehr die eigene Leistung sichtbar gemacht und am Erreichen von Zielen oder Überbieten von Benchmarks gemessen wird, desto mehr gehen Mitarbeitende über ihre Grenzen hinaus.

Foto: zVg

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Können steigende Ansprüche auch motivieren? Durchaus. Insbesondere, wenn die eigenen Einflussmöglichkeiten steigen und Hierarchie an Bedeutung verliert. Wenn unsere Grundbedürfnisse nach Selbstbestimmung, Kompetenz sowie nach sozialer Zugehörigkeit befriedigt werden, ist das sehr motivierend.

Wie sieht ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement aus? Wenn Mitarbeitende mehr mitdenken und Ver-

antwortung übernehmen sollen, brauchen sie auch Spielräume für Entscheidungen. Das heisst: kein eng getaktetes Controlling, die Zahl der Ziele und Kennzahlen sollte möglichst klein und realistisch sein. Zudem braucht es ein betriebliches Frühwarnsystem, das im direkten Gespräch Überlastungen zum Vorschein bringt und mit einem Unterstützungssystem verbunden wird. In vielen Betrieben wird nicht mehr hierarchieübergreifend offen über die reale Belastung gesprochen. Es ist eine Frage der Zeit, bis psychische Erkrankungen oder steigende Fluktuation spürbar werden. Keine Arbeit macht unglücklich, zu viel Arbeit krank — gibt es eine Formel für ein gesundes Mass? Das gesunde Mass

hängt von der Lebenssituation sowie von der Möglichkeit ab, private Ziele wie Familiengründung, Hausbau oder Hobbys umsetzen zu können. Interessanterweise berichten jüngere Erwerbstätige von einer besseren Arbeitssituation, wenn sie Teilzeit arbeiten. Auch gesundheitlich geht es ihnen besser. Was ist Ihr persönliches Erfolgsrezept im Umgang mit Druck und Stress? Wir unterstützen uns im Team gegensei-

tig, haben wirksame Stellvertreterregelungen aufgesetzt, Puffer für Unerwartetes eingeplant und lachen gern gemeinsam. Da ich drei Kinder habe, bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben allerdings eine Herausforderung. Doch solange die Kleinen gesund sind, kann ich das Leben und auch die Arbeit geniessen. ANINA RETHER, freie Journalistin und Redaktorin des WIR KAUFLEUTE.

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FOKUS

DIE ULTIMATIVE CHECKLISTE,

4 HÖREN SIE NICHT AUF IHREN KÖRPER. Schliesslich weiss dieser zuletzt, was Ihnen guttut. Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Konzentrationsschwierigkeiten sowie starke Stimmungsschwankungen, Ungeduld oder Reizbarkeit sind im Arbeitsalltag völlig normal.

UM BEI DER ARBEIT MÖGLICHST ERFOLGREICH UNPRODUKTIV

5 ZEIGEN SIE KEINE SCHWÄCHEN. Sie fühlen sich unwohl, krank, ausgebrannt? Sagen Sie es niemandem und arbeiten Sie stillschweigend weiter — so schnell werden Sie schon nicht umfallen.

6 NACH DER ARBEIT IST VOR DER ARBEIT. Schalten Sie das Handy in der Nacht auf keinen Fall aus, und halten Sie den Laptop immer griffbereit. Die besten E-Mails schreibt man immer noch nach Feierabend und direkt vor dem Zubettgehen.

UND SCHLIESSLICH KRANK

7 MOTIVIEREN SIE SICH SELBST. Nehmen Sie sich so viel wie möglich vor und setzen Sie Ihre Ziele in unerreichbare Höhen. Das treibt Sie an. Und Ihre Kollegen auch.

ZU WERDEN  1 ARBEITEN SIE LÄNGER ALS 10 STUNDEN PRO TAG. Eine 50-StundenWoche ist das absolute Minimum.

2 MACHEN SIE KEINE PAUSEN. Das ist etwas für Warmduscher. Es lohnt sich weder für Sie noch für Ihre Produktivität, die Arbeit zu unterbrechen, nur um kurz frische Luft zu schnappen oder sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen über deren unproduktive Freizeit zu unterhalten.

3 SCHULD SIND IMMER SIE. Sie haben permanent das Gefühl, nicht genügend Zeit zu haben, um Ihre Arbeit in der gewünschten Qualität abzuliefern? Das liegt sicher an Ihnen. Reissen Sie sich zusammen und besprechen Sie das Thema auf keinen Fall mit Ihrem Team oder Ihren Vorgesetzten.

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8 BRINGEN SIE SICH MIT SUBSTANZEN IN STIMMUNG. Das, was Sie normalerweise leisten, ist nie genug. Wir nutzen doch nur zehn Prozent unseres Gehirns. Also alles ausprobieren: jede Menge Koffein, LSD in Mikrodosen, Ritalin zum Konzentrieren, Kautabak. Neuroenhancement klingt super und alle machen es.

9 VERSCHWENDEN SIE KEINE ZEIT. Hobbys, Freunde, Familie? Wer braucht denn sowas, wenn er arbeiten kann. Und sollte sich Ihr Umfeld doch einmal aufdrängen, sprechen Sie mit ihm nur über Ihre Arbeit.

11 ARBEIT FIRST. Ordnen Sie Ihre persönlichen Lebensziele Ihrem Arbeitsalltag unter. Was ist schon ein erfülltes Leben im Vergleich zu einer eingehaltenen Deadline?

12 ISOLIEREN SIE SICH VON IHREM TEAM. Tauschen Sie sich bloss nicht offen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen aus. Das sind alles Konkurrenten. Und ganz wichtig: Auf gar keinen Fall sollten Sie den Ernst der Arbeit verkennen und sich zu einem gelegentlichen Lachen hinreissen lassen.

13 IGNORIEREN SIE ÜBERZEITEN. Schreiben Sie Ihre Arbeitszeit nicht genau auf, und spielen Sie Ihren Aufwand vor den Vorgesetzten herunter. So sind mit etwas Glück die zeitlichen Ressourcen für das nächste Projekt noch knapper bemessen.

14 GENIESSEN SIE DEN STRESS. Akzeptieren Sie zu viel Arbeit als naturgegeben und halten Sie Druck und Stress geduldig aus. Arbeitsbedingungen gemeinsam mit Ihrem Team oder Ihren Vorgesetzten zu besprechen, ist unnötig. Neue Massnahmen zur Arbeitsgestaltung führen nur zu mehr Aufwand.

15 BEWAHREN SIE STILLSCHWEIGEN. Sprechen Sie mit keiner Menschenseele darüber, wenn Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst.

16 UND DAS WICHTIGSTE ZUM SCHLUSS: Machen Sie Ihr Selbstwertgefühl einzig und allein von Rückmeldungen zu Ihrer Arbeit und Arbeitsleistung abhängig.

BRAVO!

10 REISSEN SIE GRENZEN EIN. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Wer sein Privat- und Arbeitsleben gar nicht erst trennt, muss sich auch nicht länger darum bemühen, einen Ausgleich zu finden.

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FOKUS

TIME-OUT! Das Büro-Hamsterrad dreht sich unermüdlich. Immer produktiv, effizient und verfügbar sein lautet die Devise. Höchste Zeit, sich eine Pause zu gönnen. Betreten Sie das Spielfeld oder holen Sie sich Inspiration aus der Welt der Fiktion — mit diesen Tipps wird der Büroalltag zum Kinderspiel.

BAD BANKS. Welchen Preis hat Ihre Moral? Jungbankerin Jana erhält nach einer fristlosen Kündigung eine zweite Chance und verstrickt sich immer tiefer im Netz der Intrigen. Ein spannender Thriller für alle Investmentbanker oder diejenigen, die es nie sein wollen. 1. Staffel auf DVD erhältlich

SHARING IS CARING. Ihr Team arbeitet eng zusammen, ist aber dank Homeoffice und Co-Working-Spaces weit verstreut? Teilen Sie Fotos von Ihrem Arbeitsplatz und lernen Sie die Kolleginnen und Kollegen besser kennen. Wer trinkt Kaffee aus einer DiddlTasse? Wessen Büro liegt am See? Das Ratespiel kann beginnen.

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MAD MEN. Mobile Arbeitsplätze und Grossraumbüros sind nicht Ihr Ding? Reisen Sie mit dem Werbeagenten Don Draper zurück ins New York der 1960er-Jahre, als man sich nach dem anstrengenden Business-Lunch noch auf die gemütliche Couch im Einzelbüro fläzen konnte. Alle 7 Staffeln auf DVD erhältlich

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KLIPP UND KLAPP. Verlieren Sie vor lauter Klicks und Likes auf den Sozialen Medien bisweilen den Überblick? Dann nichts wie „Flapit“. Der Klickzähler erinnert an die Anzeigetafeln am Flughafen und klappert emsig im Hintergrund während Sie die nächsten Ferien planen. flapit.com

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KONZENTRATIONSKLASSIKER. Kennen Sie den „Mozart-Effekt“? Demzufolge fördert klassische Musik die Konzentration und hilft beim Lösen kognitiver Aufgaben. Kein Fan der Wiener Klassik? Suchen Sie sich einen anderen Komponisten aus und wagen Sie den Selbstversuch. Zur Inspiration: Spotify-Playlist „Focus Now“

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JAGDFIEBER. Wann waren Sie das letzte Mal auf Schnitzeljagd? Stellen Sie lustige Aufgaben rund ums Büro zusammen und schicken Sie Ihre Kollegen in kleinen Teams auf gemeinsame Entdeckungsreise. Mit dieser Jagd machen Sie Büro-Cliquen und unnötigen Hierarchien den Garaus.

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STROMBERG. Sie denken, Ihr Chef sei exzentrisch? Dann kennen Sie Stromberg noch nicht. Im deutschen Ableger der BBC-Serie „The Office“ macht der cholerische Versicherungschef seinen Angestellten das Leben schwer und unseren Arbeitsalltag im Vergleich etwas leichter. Alle 5 Staffeln auf DVD erhältlich

ARBEITSZOMBIE 4.0. Leere Augen, fahler Teint, häufiges Stöhnen: Für einmal verdankt Ihr Kollege seinen Zustand nicht dem bevorstehenden Jahresabschluss, sondern dem Teambildungsspiel „Zombie-Flucht“. Nur mit kreativer Problemlösung und Zusammenarbeit gibt es ein Entkommen. Googeln Sie „Zombie-Flucht“ & „Teambildung“

KREATIVITÄTSSÄUSLER. Studien besagen: Eine moderate Geräuschkulisse fördert unsere Kreativität — nicht zufällig arbeiten Schreiberlinge und andere Kunstschaffende gerne in Cafés. Mit „Coffitivity“ ist die stimulierende Kaffeehausatmosphäre jetzt auch per App im Büro abrufbar. Erhältlich bei Google Play

MOTIVATIONSKRACHER. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Profisportlern und betreten auch Sie die Büro-Arena in Begleitung motivierender Musik. Ob wichtige Präsentation oder Gehaltsverhandlung, mit der richtigen Playlist spielen Sie Ihre Nervosität im Vorfeld musikalisch an die Wand. Zum Beispiel: blog.hubspot.com/ sales/songs-for-maximum-motivation

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PING UND PONG. Sie suchen einen spielerischen Austausch mit Ihren Bürokollegen? Bringen Sie mit dem mobilen Tischtennis-Set kreativen Schwung an bzw. auf Ihren Schreibtisch und hauen Sie sich statt Papierkügelchen Pingpong-Bälle um die Ohren. radbag.de/mobiles-tischtennis-set

HIN UND HER. Immer diese Fragen: Mit Jeans oder Bügelfaltenhose ins Büro? Heute einmal per Velo? Den nervigen Kollegen am Nachbarschreibtisch einfach ignorieren? Sie wollen sich die Kugel geben? Dann nehmen Sie diese. Sie weiss immer die passende Antwort. bit.ly/2DbbXuj

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IM GESPRÄCH MIT … NEUER NAME, BEWÄHRTE QUALITÄT Seit Mitte Juni tritt die Schuleinheit Weiterbildung unter neuem Namen auf: KV Business School Zürich. Gegründet vom Kaufmännischen Verband Zürich wird damit der Vorgabe des Kantons nachgekommen, die im Zuge der 2016 beschlossenen Neuausrichtung der kantonalen Bildungspolitik eine Entkoppelung von Grund- und Weiterbildung vorsieht. Neben der Weiterbildung betreibt der Kaufmännische Verband Zürich als Träger weiterhin separat die Schuleinheit Grundbildung. Die mit 4200 Lernenden schweizweit grösste Kaufmännische Berufsschule hat die Verselbstständigung der Weiterbildung zum Anlass genommen, sich künftig ebenfalls unter neuem Namen zu positionieren. Ab dem Start des Schuljahres 2018/19 tritt sie unter dem Namen KV Zürich auf.

… CHRISTIAN WÖLFLE Seit dem Schuljahr 2018/19 ist Christian Wölfle der neue Rektor des KV Zürich (ehemals KV Zürich Business School). Wie sieht der bald 50-jährige Fachmann für kaufmännische Berufsbildung die Zukunft der KV-Lehre? Rolf Butz traf ihn zum Gespräch.

spielerischen Lernens, bezieht es doch neben dem Denken im Kopf auch das Gestalten mit den Händen sowie das Fühlen und Erfahren mit dem Herzen mit ein. Spielen benötigt aber auch Zeit. Hier müssen wir unsere Ressourcen koordiniert und gezielt einsetzen.

Seit 2005 als Prorektor tätig, haben Sie Anfang August René Portenier abgelöst, der nach zehn Jahren als Rektor in Pension ging. Ihre Vision für die KV Zürich? Die Wirtschafts-

schule KV Zürich, die bis vor den Sommerferien noch KV Zürich Business School hiess, soll weiterhin ein Leuchtturm in der KV-Bildungslandschaft sein. Das sprechende Bild wurde bei der Verabschiedung meines Vorgängers mehr als einmal benutzt ‒ und ich finde, es trifft zu. Wir wollen überragend sein; wir wollen Ausstrahlung haben; wir wollen den Blick in die unbekannte Ferne schweifen lassen!

Ein grosses Projekt ist das Schulmodell „Berufsmaturität Fokus“. Damit soll ab 2019 in einer Klasse Blockunterricht getestet werden: Im ersten Lehrjahr haben die Lernenden fünf Tage pro Woche Unterricht an der Schule. Dabei werden sie für den praktischen Einsatz im zweiten und dritten Lehrjahr fit gemacht. Speziell die Bankbranche ist auf ein solches Modell angewiesen, da die Einsatzmöglichkeiten der Lernenden im „Anfängerstadium“ mehr und mehr abnehmen. Bieten wir hier keine Unterstützung, verschwinden auf dem Platz Zürich in naher Zukunft viele Banklehrstellen.

Dass die mittlerweile bereits wieder veraltete Bildungsverordnung für Kaufleute den aktuellen und sich immer schneller wandelnden Gegebenheiten auf dem Arbeitsund Bildungsmarkt angepasst werden muss. Flexibilisierung, Vernetzung und Kompetenzorientierung stehen dabei im Vordergrund. Kompetenzen sind zurzeit in aller Munde. Welche erachten Sie für die Zukunft persönlich als besonders wichtig?

Wie sieht die ideale Zusammenarbeit mit Politik, Lehrfirmen und anderen KV-Schulen aus? Offenheit und Trans-

parenz sind mir sehr wichtig, sowohl intern wie extern. Wir teilen unsere Erfahrungen in Bereichen, in denen wir führend sind. Gerne nehme ich dabei auch Erfahrungen von anderen Institutionen in der Bildungslandschaft mit. Unsere Grösse erhöht die Verantwortung gegenüber dem Kaufmännischen Verband als Träger, der Bildungsdirektion, unseren Lehrbetrieben, den „kleineren“ KV-Schulen und nicht zuletzt gegenüber der Öffentlichkeit.

Die Schule hat hier meiner Meinung nach auch den Auftrag, Inhalte zu bieten, welche die Lernenden in ihrem persönlichen Fortkommen bereichern. Ich denke dabei nicht nur an die allgemeinbildenden Kompetenzen wie Mathematik, Geschichte sowie Technik und Umwelt für die Lernenden mit Bildungsziel Berufsmaturität. Sondern auch an branchenübergreifende Fachkompetenzen sowie allgemeinbildende Inhalte in Deutsch oder Wirtschaft & Gesellschaft für unsere B- und E-Profil-Lernenden. Wir dürfen nicht vergessen: Berufsbezogene Handlungskompetenzen können am besten im Lehrbetrieb oder in den überbetrieblichen Kursen eingeübt werden.

Schulleitungen eng mit der Projektorganisation verbunden. Die SKKBS (Schweizerische Konferenz kaufmännischer Berufsfachschulen) ist in mehreren strategischen Orten eingebunden. Da ich als neuer Rektor der grossen Schule KV Zürich im Vorstand der SKKBS bin, habe ich quasi einen direkten Draht ins Kernteam.

Können spielerische Lernformen wie beispielsweise das Planspiel WIWAG beim Erlernen der geforderten Kompetenzen helfen? Sicherlich. Ich bin ein grosser Freund des

Das Gespräch führte ROLF BUTZ, Geschäftsführer des Kaufmännischen Verbandes Zürich.

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In welcher Form bringt sich Ihre Schule im Reformpro zess „Kaufleute 2022“ ein? Die KV-Schulen sind über die

Foto: zVg Johanna Bossart

Keine einfache Aufgabe. Das Berufsbild der Kaufleute ist im Umbruch. Was bedeutet das für die Grundbildung?

Als Prorektor waren Sie massgebend an der Entwicklung neuer Schulmodelle (Bili/3-2-1) beteiligt. Erproben Sie bereits Modelle, die den neuen Anforderungen entsprechen?

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POLITIK

FLEXIBLE ARBEITSMODELLE SIND GEFRAGT

Kindertagesstätten können dabei helfen, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Doch Plätze sind rar.

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Viele Grossunternehmen punkten auf dem Arbeitsmarkt mit betriebsinternen Kindertagesstätten. Kleinen und mittleren Unternehmen ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Sie setzen vermehrt auf flexible Arbeitsmodelle und individuelle Unterstützung.

Die meisten Grossunternehmen engagieren sich aktiv für die Förderung von Kinderbetreuungseinrichtungen. Manche führen betriebseigene Kindertagesstätten mit Öffnungszeiten, welche an die Einsatzpläne der Eltern angepasst sind. Andere leisten Kostenbeiträge an externe private oder öffentliche Einrichtungen, welche die Eltern frei wählen können. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Kita-Plätzen rapide gestiegen. Ein eigentlicher neuer Dienstleistungszweig ist entstanden, der jedoch die Nachfrage noch nicht decken kann. Gerade für Kinder unter drei Jahren ist es schwierig, Plätze zu finden. Im Mainstream angelangt. Die gute Vereinbarkeit von Arbeit und Familienengagement ist heute nicht nur ein gesellschaftlich wichtiges, sondern auch ein allgemein anerkanntes Anliegen. Der Wunsch nach einer Balance von privaten und beruflichen Ambitionen ist ins Zentrum gerückt und mehrheitsfähig geworden. Für junge und gut qualifizierte Berufsleute ist es selbstverständlich, dass sich ihr Leben nicht mehr in erster Linie an der Erwerbsarbeit orientiert, sondern an den selbst gesetzten und in der Partnerschaft ausgehandelten Prioritäten. Work-Life-Balance ist dafür ein zu technischer, leicht abgehobener und auch etwas abgedroschener Begriff. Selbstverwirklichung wiederum hat einen Beigeschmack von Egoismus, der in diesem Zusammenhang nicht angebracht ist. Es geht vielmehr um die Realisierung hoher Ziele, sowohl in der Partnerschaft und in der Kindererziehung als auch in der beruflichen Karriere. Daher ist von einem ernsthaften und vernetzten Wahrnehmen von Verantwortung auf verschiedenen Ebenen zu sprechen, was gesellschaftlich wünschenswert ist.

Fachkräftemangel und Image-Gewinnn. Trotz der hohen Erwerbsquote in der Schweiz ist oft von Fachkräftemangel die Rede. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Familien- und Erwerbsarbeit so unterstützen, dass sie im Arbeitsprozess bleiben und ihre Karriere weiterverfolgen können. Denn das verstärkt einerseits die Attraktivität des Arbeitgebers auf dem Arbeitsmarkt und fördert anderseits die Loyalität der betroffenen Mitarbeitenden. Eine Win-Win-Situation, die sich mittelfristig auszahlt. Chancen für KMU. Kitas mit weniger als zehn Kindern sind betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll zu führen. Da die meisten Kinder nur an einzelnen Tagen eine Kita besuchen, verlangt dies an sich schon viel Koordination und Flexibilität. Für KMU sind daher Kooperationen mit anderen Unternehmen oder mit privaten Vereinen zwingend, wenn sie ihrem Personal selber Kita-Möglichkeiten anbieten wollen. Einfacher geht es, wenn Lösungen gesucht werden, die individuell zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden ausgehandelt werden. Flexible Arbeitsmodelle mit Teilzeitarbeit, Jahresarbeitszeit oder Langfrist-Arbeitszeitkonten bieten Chancen für beide Seiten. Job-Rotation und Homeoffice ‒ oder, in anderen Worten, die Möglichkeit zum ortsunabhängigen Arbeiten ‒ sind zwar mit Vorsicht zu geniessen, doch können auch sie einen Beitrag leisten. Freiwilligkeit, gegenseitiges Vertrauen und ein offenes Verhältnis im Betrieb sind dazu Voraussetzungen. Vorreiter in Sachen Gleichstellung der Geschlechter wie beispielsweise Axa Winterthur schreiben alle Stellen für ein Pensum von 80 bis 100 Prozent aus und öffnen damit von Anfang an ein weites Feld für berufsbegleitende Aktivitäten ihrer Mitarbeitenden. Durchaus denkbar, dass auch KMU vermehrt zu einer solchen Einstellungspraxis übergehen. WILLY RÜEGG ist Dozent für Sozialpartnerschaften an der KV Zürich Business School.

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KV BUSINESS SCHOOL ZÜRICH – WEITERBILDUNG IM VISIER

BILDUNGSWELT: RECHNUNGSWESEN, TREUHAND UND STEUERN

ARBEITSMARKT

BILDUNGSGANG

ZAHLEN IM GRIFF, ALLES IM GRIFF

BEWÄHRT UND ERFOLGREICH

Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor dem Rechnungswesen nicht halt. Routine-Arbeiten werden von den IT-Systemen übernommen. Was bleibt, sind die anspruchsvolleren Tätigkeiten. Die neuen Gesetze zur Buchführung und Rechnungslegung sowie die bevorstehende Aktienrechtsrevision gilt es kompetent umzusetzen. Eine weitere Herausforderung ist die Globalisierung und, damit verbunden, die Rechnungslegung in internationalen Konzernen. Der eidgenössische Fachausweis als Fachfrau/Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen vermittelt das notwendige Rüstzeug, um auch den künftigen Herausforderungen im Rechnungswesen einer Unternehmung zu begegnen. Neuste Umfragen zeigen, dass in der Schweiz aufgrund der steigenden Komplexität der Materie ein hoher Bedarf an Rechnungswesen-Spezialisten in Unternehmen und im Treuhandbereich besteht.

Die KV Business School Zürich verfügt über 35 Jahre Erfahrung in dieser wohl bekanntesten Fachausweis-Ausbildung der Schweiz. Sie führt jährlich rund 100 Studierende im Bildungsgang „Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis“ an die eidgenössische Berufsprüfung. Während vier Semestern erarbeiten sich die Studierenden die theoretischen Kenntnisse, um eine Leitungsfunktion im Rechnungswesen zu übernehmen oder als Treuhänder/-in juristische und natürliche Personen zu beraten. Nebst den RW-Fächern wie Finanz- und Betriebsbuchhaltung, Investitionsrechnung und Bilanz- und Erfolgsanalyse beinhaltet die Ausbildung diverse Rechtsthemen wie Ehe- und Erbrecht sowie Schuldbetreibung und Konkursrecht. Eine vertiefte Wissensvermittlung in den Bereichen Sozialversicherungen und Lohnverarbeitung rundet den Bildungsgang ab. Erfolgsfaktoren sind ein erfahrenes DozentenTeam, die Promotions- und Semesterprüfungen sowie das vierte Semester zur Prüfungsvorbereitung.

Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis Webcode: RFRW*

ERWARTUNGEN / ERFAHRUNGEN

ZUKUNFT DER FACHAUSWEIS ALS TRITTBRETT ZUR NÄCHSTEN STUFE

*Webcode für meinebildungswelt.ch

Der Fachausweis im Finanz- und Rechnungswesen öffnet viele Türen in KMU oder in der Beratung. Für die künftigen Herausforderungen im Zuge der zunehmenden Automatisierung und Globalisierung ist lebenslanges Lernen unerlässlich und eine höhere Weiterbildung nützlich.

STIMMEN AUS DER PRAXIS

„Das Gelernte kann ich in der Praxis sehr gut umsetzen. Der Lehrgang ist super aufgebaut, die Dozenten vermitteln den Stoff praxisnah. Ich würde immer wieder die KV Business School Zürich wählen.“ MICHÈLE KETTERER, Hauptverantwortliche Finanzbuchhaltung, Erne AG Bauunternehmung

Der klassische Anschluss an den Fachausweis ist die Expertenausbildung in Rechnungslegung und Controlling, bei der besonderer Wert auf internationale Anforderungen, ControllingDie Weiterbildungen der KV Business Aspekte und betriebswirtschaftliche Fragestellungen gelegt School Zürich bieten eine Fülle an wird. Weitere Spezialisten-Ausbildungen führen zum Möglichkeiten und Chancen: vom Abschluss als Treuhandexpertin, Wirtschaftsprüfer oder Einstieg in ein neues Berufsfeld über den Steuerexpertin.

„Effizienz und Perfektion in einer berufsbegleitenden Weiterbildung sind eine Herausforderung. Aber genau so habe ich die KV Business School Zürich erlebt: effizient und perfekt.“

„Aufgrund der praxisorientierten Weiterbildung zum Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen darf ich heute tatkräftig beim Erstellen des Geschäftsberichtes mitwirken.“ MEHMET TEK, Accountant bei der Swisscanto Vorsorge AG

„Die Ausbildung bei der KV Business School Zürich hat mir ein vertieftes Verständnis im Rechnungswesen vermittelt. Das hilft mir heute, unsere Mandate auch bei komplexen Fragestellungen kompetent zu betreuen.“

Foto: Nadja Tempest

MARC LUTZIGER, Leiter Personal-, Finanz- und Rechnungswesen, Simog Systembau AG

Aufstieg und die Spezialisierung bis hin zur Meisterschaft. An dieser Stelle präsentieren wir jeweils einen Bildungsgang aus unseren zwölf Bildungswelten. Entdecken Sie auch unsere weiteren Angebote: meinebildungswelt.ch

Alternativ runden breiter gefächerte Generalisten-Ausbildungen das Anforderungsprofil für künftige Kaderleute ab, zum Beispiel das Nachdiplomstudium NDS HF in Management und Leadership mit verschiedenen Vertiefungsrichtungen. Diese Ausbildung befähigt, komplexe fachliche und personelle Führungsaufgaben auf strategischer Ebene zu übernehmen.

RINALDO BRUNETT, Mandatsleiter, Run my Accounts AG

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DOZENTEN-PORTRÄT KV BUSINESS SCHOOL ZÜRICH

KOLUMNE

DER MENSCH IM ZENTRUM

Foto: Nadja Tempest

ANDREAS WINIGER LEITER BILDUNGSGANG FACHLEUTE IM FINANZUND RECHNUNGSWESEN

„Meine Leidenschaft sind die Berge; ich geniesse den Blick vom Gipfel. Für den Aufstieg musst du das Terrain unten kennen. Aber nur von oben zeigt sich das grosse Ganze. Das ist im Rechnungswesen genauso. “ NAME: Andreas Winiger GEBOREN AM: 28. Oktober 1960

Andreas Winigers „KV-Schlüsselerlebnis“ kam völlig unerwartet beim Abschluss eines Fachseminars im Jahr 2000. Die Szene: Orientierungslauf auf dem HochYbrig, ein Sturm zog auf. „Im Schutz eines Scheunendachs lernte ich Urs Prochinig kennen, der dort ebenfalls Zuflucht suchte. Nach intensiven Diskussionen über Gott und die Welt fragte er mich spontan, ob ich die Verantwortung für die Bildungsgänge im Finanz- und Rechnungswesen bei der KV Business School Zürich übernehmen möchte. Seither bin ich dabei.“ Mit 17 Jahren wollte Andreas Winiger Handelslehrer werden, doch dann brachte er es in der Bank bis zum Agenturleiter, wurde Verantwortlicher für den Aufbau der Kostenrechnung in einem Grossunternehmen und Projektleiter für die weltweite Einführung internationaler Rechnungslegungsstandards. Beim Unterrichten ist er trotzdem gelandet. Andreas Winiger ist in der Zahlenwelt zu Hause ‒ vor allem aber mit Herz und Seele engagiert, Wissen zu vermitteln, Zusammenhänge zu erklären und Menschen weiterzubringen: „Menschen fördern und ihren Erfolg erleben: das ist Motivation!“ Deshalb schreibt er zusammen mit Urs Prochinig auch Bücher zu Rechnungswesen-Themen. Anders, einfacher, verständlicher und angereichert mit Beispielen aus ihrem reichen Erfahrungsschatz. Diese Werke gelten heute als „Standard“ für Praktiker/-innen.

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FUNKTION AN DER KVBSZ: Leiter Bildungs-

gang Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen, Dozent für RW-Fächer an KVBSZ und Controller Akademie AN DER KVBSZ SEIT: 1996

Wenn Sie diese Kolumne lesen, ist die grosse Sommerhitze vorbei und vielleicht sehnen wir uns die warme Sonne schon zurück. Es ist Anfang August, und ich sitze an meinem „mobilen“ Arbeitsplatz auf einer Insel ausserhalb von Stockholm. Mein Geschäftspartner hat mir gerade einen Vertragsentwurf geschickt – aus einem Meeting, an welchem er in Peking teilnimmt. Heute Morgen hatten wir eine WeChat-Diskussion zu viert mit unseren Partnern in Shanghai, wobei einer gerade in Toronto sitzt. Nebenbei suchen wir auf Airbnb ein WG-Zimmer für unseren Sohn, der kurzfristig in Frankfurt einen Praktikumsplatz erhalten hat ‒ und last, but not least: Unser Geschäftsführer im Kaufleuten in Zürich wartet auf meine Kolumne, die ich ihm bis heute zu senden versprochen habe ‒ ganz gewöhnlich per Mail. Die Welt ist vernetzt, durch gute Glasfaserleitungen und neue Technologien sind wir flexibel und können selbstbestimmter arbeiten, wo und wann wir wollen. Den einen gefällt dieser Arbeitsstil (ich möchte das nicht mehr missen), andere ‒ auch viele Angehörige der jüngeren Generation ‒ lieben regelmässige Arbeitszeiten an einem fixen Arbeitsort. Was wir uns aber alle wünschen, ist, als Individuum wahrgenommen zu werden und selbstbestimmt arbeiten zu können. Das heisst, wir müssen die Zügel in der Hand halten und Prozesse gemeinsam gestalten, unterstützt durch all die digitalen Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen. So können wir getrost der Zukunft entgegensehen. Eine Gefahr für uns Arbeitnehmende ist nur dann da, wenn wir nicht Schritt halten mit den Möglichkeiten, die sich uns bieten. Hier müssen wir uns von unserer menschlichen Bequemlichkeit lösen und nicht nur ständig respektive lebenslang lernen, sondern auch Gelerntes löschen und wieder neu lernen.

So sind wir gut gerüstet und haben dabei noch einen wunderbaren Nebeneffekt: Wir werden weniger schnell alt ‒ alt im Denken, alt in der Handlungsweise, alt in Bezug auf Vergesslichkeit. Und das wollen wir ja auch: nach der Pensionierung eigenständig leben. Sehen wir daher die Entwicklungen in unserem Arbeitsumfeld wie auch die globalen Veränderungen als Chance für unser ganz eigenes Leben. Damit Sie diese Chancen packen können, sollen Sie als unser geschätztes Mitglied vom Kaufmännischen Verband weiterhin tatkräftig unterstützt werden. Wir können die Entwicklungen für Sie nicht aufhalten, wir können die guten alten Zeiten nicht zurückholen. Aber wir können für Sie da sein und als Verband Impulse geben. Sei das direkt bei Ihnen, aber auch bei Ihren Arbeitgebern. Denn trotz aller Technologie, die digitalisierte Welt kommt nicht ohne menschliche Kompetenzen aus. Kritisch denken, hinterfragen, Probleme und Unstimmigkeiten auf kreative Weise lösen, Kunden und Arbeitgebern Mehrwert respektive „added value“ bieten: Das können nur wir Menschen. Werte Mitglieder, das ist meine erste Kolumne. Ich habe daher an dieser Stelle eine grosse Bitte: Der Kaufmännische Verband Zürich und ich können nur erfolgreich sein, wenn wir Ihre Bedürfnisse abdecken. Ich versuche daher so viel wie möglich mit Ihnen persönlich ins Gespräch zu kommen ‒ vornehmlich an unseren Anlässen. Sie dürfen mich aber gerne jederzeit auch direkt kontaktieren, wenn Sie Wünsche oder Anliegen haben. Denn als Präsidentin bin ich für Sie da.

ANDREA KUHN-SENN Präsidentin Kaufmännischer Verband Zürich andrea.kuhn@kfmv-zuerich.ch

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BERUF

VERRÜCKTE BÜROS ‒ IM BAUMHAUS IST EIN PLÄTZCHEN FREI „Zeig mir, wie du arbeitest, und ich sag dir, wie’s dir geht.“ Genug vom tristen Arbeitsalltag zwischen Neonlampe und Spannteppich? Die folgenden Büros beweisen, dass es auch anders geht …

GOOGLE ZÜRICH     Wird der Büroalltag zur unruhigen Berg- und Talfahrt, zieht man sich bei Google Zürich in die eigene Seilbahn zurück — die Gondeln sind zwar fest am Boden verankert, sorgen aber dennoch für Bergfeeling und kreative Höhenflüge. Foto: Peter Würmli / Design: Evolution Design

DTAC HOUSE, BANGKOK  Musikalischer Rundlauf: Die Mitarbeitenden des thailändischen Mobilfunkanbieters joggen in ihren Pausen direkt am offenen Proberaum ihrer Bürokollegen vorbei. Foto: Pirak Anurakyawachon / Design: Hassell

SELGASCANO, MADRID  Lauschiger Arbeitsplatz im Souterrain: Im Wald ausserhalb von Madrid bewahren die Architekten von „SelgasCano“ auch im heissen spanischen Sommer einen kühlen kreativen Kopf. Foto: Iwan Baan / Design: José Selgas, Lucía Cano

GOOGLE ZÜRICH     Das Ei des Kolumbus für lärmgeplagte Angestellte: In den gemütlichen Kabinen lässt es sich wunderbar telefonieren — störende Bürogeräusche prallen an der dichten Schale ab. Foto: Peter Würmli / Design: Evolution Design

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DAVISON INVENTIONLAND, PITTSBURGH, PA  Hier oben arbeitet der Chef: Innovative Ideen entwickelt George Davison in seinem Baumhaus — inspirierendes Blätterrascheln gibt es allerdings nur bei stark aufgedrehter Klimaanlage. Foto: Davison / Barcroft Images

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BERUF

RECHT

BETRIEBSAUSFLUG, WHATSAPP, STEHPULT – WAS DARF DER ARBEITGEBER, WAS NICHT? Darf der Arbeitgeber einen Betriebsausflug an einem Samstag durchführen? Muss ich mich am geschäftlichen WhatsApp-Gruppenchat beteiligen? Wer zahlt mein Stehpult? Wir geben Ihnen Antworten. 1. Betriebsausflug an einem Samstag Findet der Betriebsausflug an einem Arbeitstag statt, kann das Unternehmen aufgrund seines Weisungsrechts von den Mitarbeitenden grundsätzlich verlangen, dass diese daran teilnehmen. Findet der Betriebsausflug hingegen an einem freien Tag wie dem Samstag statt, so ist die Teilnahme in der Regel freiwillig. Ist die Teilnahme dennoch obligatorisch, so ist dies problematisch, weil Arbeitgebende nur notwendige Überstunden anordnen können, die objektiv gerechtfertigt sind. Da dies bei einem Betriebsausflug üblicherweise nicht der Fall ist, sind Mitarbeitende nicht gezwungen, am Ausflug teilzunehmen.

PALLOTTA TEAMWORKS, LOS ANGELES, CA     „Outside the box“-Ideen aus dem Container: In der weitläufigen Lagerhalle des amerikanischen Organisators von Wohltätigkeitsveranstaltungen ist Schachteldenken verpönt. Foto: Benny Chan / Design: Clive Wilkinson Architects

ro?! r a z y Bü einem c in h c d u n n, u n Sie a e r d avo Arbeite log: un s Bild ie se re m B S n n u e f k u a ie s Schic n e h .ch ffentlich -z uer ic w ir verö @kfmv r e k c a nicole.w PALLOTTA TEAMWORKS, LOS ANGELES, CA     Container-Denken der positiven Art: Kreativer Gedankenaustausch unter Kollegen bei Pallotta TeamWorks. Foto: Foto: Benny Chan / Design: Clive Wilkinson Architects

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2. WhatsApp als Kommunikationsmittel im Geschäft Entscheiden sich Arbeitgeber, das Team über WhatsApp kommunizieren zu lassen, so sollten sie folgende Punkte beachten:

   Datenschutz. Unter anderem werden alle Telefonnummern aus der Kontaktliste des Mobiltelefons auf den Server von WhatsApp in Amerika übertragen ‒ also auch alle Geschäftsnummern. Zudem besteht keine Gewähr, dass ein Chat sicher ist und Dritte nicht mitlesen können.   Ständige Erreichbarkeit der Arbeitnehmenden. Aufgrund der heutzutage grundsätzlich sehr guten MobilfunkAbdeckung können Arbeitnehmende fast überall WhatsApp-Nachrichten empfangen. Dies führt dazu, dass Arbeitgeber ausserhalb der Arbeitszeit beziehungsweise am Wochenende oder in den Ferien die Möglichkeit haben, die Arbeitnehmenden per WhatsApp zu kontaktieren. Wird WhatsApp geschäftlich verwendet, so sollte daher im Vorfeld unter anderem schriftlich geregelt werden, für welche Zwecke die App benötigt wird und wie die Nutzungszeit sinnvollerweise in der Arbeitszeiterfassung berücksichtigt wird.   Überwachung der Arbeitnehmenden. Problematisch ist auch die Möglichkeit der Überwachung der Arbeitnehmenden als WhatsAppBenutzer, sei dies durch Arbeitgeber oder durch andere Arbeitnehmende, zum Beispiel im Rahmen der Nutzung eines Gruppenchats. Denn anhand der App kann nachvollzogen werden, wann die Arbeitnehmenden das letzte Mal online waren und zu welchem

Zeitpunkt sie die WhatsApp-Nachricht gelesen haben.   Privates oder geschäftliches Mobiltelefon. Wird den Arbeitnehmenden kein Geschäftsmobiltelefon zur Verfügung gestellt, so müssen diese die geschäftliche WhatsApp-Kommunikation über ihr privates Mobiltelefon abwickeln. Da Arbeitgeber im Grundsatz gehalten sind, Geräte und Materialien für die Verrichtung der Arbeit zur Verfügung zu stellen, ist die geschäftliche Nutzung von WhatsApp auf dem privaten Mobiltelefon angemessen zu entschädigen.

3. Kosten für ein Stehpult Soweit der Arbeitnehmende eine ärztliche Empfehlung für ein Stehpult hat, kann der Arbeitgeber diese Empfehlung an die Invalidenversicherung weiterleiten. Diese prüft sodann im Rahmen der Frühinterventionsphase, ob sie für die Kosten des Stehpults aufkommt. Viele Unternehmen stellen Arbeitnehmenden auf Wunsch auch freiwillig und auf eigene Kosten ein Stehpult zur Verfügung; dies ist sicherlich eine empfehlenswerte Massnahme, weil damit einer Gesundheitsbeeinträchtigung infolge schlechter Sitzhaltung vorgebeugt werden kann. NADIA MENG, Rechtsdienst des Kaufmännischen Verbandes Zürich

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SOCIAL MEDIA

WENN AUS MITARBEITENDEN HEADHUNTER WERDEN Viele Jobs werden heute aufgrund persönlicher Empfehlungen vergeben — das ist kein Geheimnis. Im Umkehrschluss heisst das: Wer ein starkes Netzwerk besitzt, braucht vor Arbeitslosigkeit keine Angst zu haben. Die App Firstbird greift diesen Prozess auf und macht Mitarbeitende zu Headhuntern.

Mithilfe der App wird sichergestellt, dass Mitarbeitende stets über aktuelle Stellenausschreibungen im Unternehmen informiert sind. Wer sein persönliches Netzwerk aktiviert, um neue Stellen in der „eigenen Firma“ zu besetzen, wird mit einem Bonus belohnt. Die Idee dahinter: Jeder Mitarbeitende kennt die herrschende Firmenkultur am besten und weiss genau, welche Bewerberin oder welcher Bewerber auf eine ausgeschriebene Stelle passen könnte. Gesiebte Vorauswahl. Mitarbeitende kennen Men schen aus derselben Profession meist seit längerer Zeit und haben teilweise schon mit ihnen zusammengearbeitet, sei es im Studium oder in einem früheren Job. Sie kennen die fachliche Expertise und den Charakter der Person und können deshalb abschätzen, ob sich diese gut ins Team einfügen würde. Wer jemanden empfiehlt, ist im Normalfall auch von den positiven Qualitäten dieser Person überzeugt, da schlechte Eigenschaften des Kandidaten auf einen selbst zurückfallen könnten. Dabei wiegt der persönliche Aspekt oft schwerer als der des Fachwissens, denn: Wissen lässt sich ergänzen, ein Charakter lässt sich jedoch nicht oder nur schwer ändern. Eine persönliche Empfehlung ist daher aussagekräftiger als eine Bewerbung auf dem Papier, die sich ausschliesslich auf den Werdegang des Bewerbenden bezieht. Das Konzept der App scheint aufzugehen, wie Zahlen der Erfinder zeigen. Während bei einer Stellenausschreibung auf dem freien Markt etwa 100 Bewerbungen auf eine Besetzung kommen, sind es über die App nur etwa 3,75 Bewerbungen pro besetzter Stelle. Spielerischer Ansatz. Über die App lassen sich die ausgeschriebenen Stellen ganz einfach teilen und geeignete Kandidaten vorschlagen. Dafür erhalten Mitarbeitende Punkte. Das Unternehmen kann die Punkte dann auf Prämien umrechnen. Wer rund 200 Punkte gesammelt hat, bekommt einen Bonus vom Chef. „Durch eine Empfehlung profitieren die Unternehmen genauso wie die Mitarbeiten-

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den. Diese bekommen ein Stimmrecht und können aktiv das Unternehmen mitgestalten. Zudem ist eine Empfehlung auch immer schon eine Art Filter, ob die Person zum Unternehmen passt oder eben nicht“, sagt Armin Wahls, CEO von Firstbird. Grenzen der App. In vielen Bereichen kann Firstbird bereits erste Erfolge aufweisen ‒ in erster Linie bei grossen Unternehmen. Was auf den ersten Blick sehr verführerisch klingt, könnte jedoch auch zu Problemen führen, zum Beispiel wenn es sich bei den neuen Mitarbeitenden um enge Freunde handelt. Aufgrund der privaten Beziehung könnten kritische Auseinandersetzungen zur Herausforderung werden. Die Voraussetzung für die sinnvolle Verwendung der App sei ausserdem, dass das Arbeitsklima im Unternehmen stimme, so Wahls. Ohne ein gutes Klima in der Firma werde sich kein Mitarbeiter und keine Mitarbeiterin dazu bewegen lassen, eine Empfehlung auszusprechen, ist er sich sicher. Dieser Aspekt sei entscheidend, völlig ega l, welcher Markt zuerst angegangen werde. Ist diese Bedingung aber erfüllt, kann die App nicht nur für Arbeitgebende, sondern auch für deren Angestellte und Bewerbende einen Gewinn darstellen.

DIE GLÜCKLICHMACHER-APP Don’t worry, be happy — oft genug bleibt der Satz ein frommer Wunsch. Kann die Self-Tracking-App HAPPIMETER den Glückscode dank künstlicher Intelligenz knacken? Die App zeichnet GPS-Location, Herzfrequenz und Bewegung per Smartwatch automatisch auf, dazu geben die Nutzer viermal täglich an, wie sie sich gerade fühlen. Aus diesem Sammelsurium von Daten errechnet die App den persönlichen HappyIndex, Ratschläge inklusive. Wen’s glücklich macht ...

EIN LEBENS-MANAGER Das Komplizierteste an dieser App ist ihr Name: IFTTT. Doch auch hinter dieser Abkürzung steckt eine einfache Botschaft: If that, then that. Mit dieser App, die Aktionen zwischen sozialen Netzwerken und anderen Online-Services automatisiert, lassen sich kleine Abläufe programmieren, zum Beispiel: „Verlasse ich das Büro, geht das Licht aus." Oder: „Das Handy erkennt mein WLAN im Büro und notiert meine Anwesenheit.“ Oder: „Stell Telefon stumm, wenn Sitzung.“ Simpler geht nicht.

GEGEN DIE E-MAIL-FLUT AIRMAIL eignet sich für Menschen, deren elektronisches Postfach regelmässig überquillt. Dank der Snooze-Funktion erscheinen Mails erst ab oder bis zu einer gewissen Zeit. Die verschiedenen Accounts werden farblich voneinander abgehoben. Auch ein tolles Feature: eine Erinnerung, wenn man nach einer bestimmten Zeit keine Antwort auf eine Mail bekommen hat. Bis ins letzte Detail personalisierbar hilft diese App, der Flut an Mails so stilvoll und simpel wie effektvoll die Stirn zu bieten.

JOHN-MILES GERST, holiframes.ch, unterstützt Unternehmen in den Bereichen Kommunikation, Design und Social Media.

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EVENTS & SEMINARE

EVENT

ARBEITSWELT 4.0 SMART MONDAY: „Arbeiten, um zu leben“ statt „Leben, um zu arbeiten“ Unsere Gesellschaft schreit nach Veränderung — rasante technische und kulturelle Entwicklungen fördern neue Lebensmodelle, welche die Arbeitswelt von Grund auf umwälzen. Doch welche Voraussetzungen müssen Arbeitgeber bieten, um den veränderten Bedürfnissen der Arbeitnehmenden gerecht werden zu können? Wo und wie werden neue Arbeitsmodelle bereits gelebt? Erfahren Sie anhand von realen Fallstudien, was es bei der konkreten Umsetzung zu beachten gilt und welche Modelle Arbeitnehmer bevorzugen. WER: Viktor Calabro, CEO und Gründer Coople, moderiert von Monika Schärer, Redaktorin und Produzentin beim SRF. WANN: Montag, 1. Oktober 2018, 19.00 – 20.15 Uhr WO: Klubsaal Kaufleuten WIE VIEL: Mitglieder kfmv kostenlos, Mitglieder VZH/ZGP 20–, Nichtmitglieder 40.–  MERKBLATT „Jobsharing“ zu bestellen unter: kfmv-zürich.ch/shop

Speed-Jobinterview

Möchten Sie mehr Sicherheit für Ihr nächstes Jobinterview gewinnen? In der Mittagspause üben wir mit Ihnen, auf unerwartete, teils provokative Fragen souverän zu reagieren. Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit. WANN: Dienstag, 2. Oktober und 6. November 2018, 11.30 bis 12.15 Uhr WO: Verbandshaus Kaufleuten, Raum Athene, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder kfmv ZH 20.–, Nichtmitglieder 40.–  MERKBLATT „Digitale Bewerbung“ zu bestellen unter: kfmv-zürich.ch/shop

Office Management ‒ ganz praktisch In diesem Kurs lernen Sie — knackig und kompakt — die nützlichsten Tools aus Selbstorganisation und Informationsmanagement, Kommunikation sowie Stressregulation kennen, die Ihnen die tägliche Büro-Organisation erleichtern und ein produktives Arbeiten ermöglichen. WER: Sibylle Jäger, Coach, Erwachsenenbildnerin WANN: Dienstag und Mittwoch, 30. und 31. Oktober 2018 WO: Verbandshaus Kaufleuten, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder CHF 720.–, Nichtmitglieder CHF 880.–

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Gedächtnistraining – kreativ & intensiv Tauchen Sie intensiv in alle bekannten Gedächtnistechniken ein, trainieren Sie die Umsetzung in der Praxis und wenden Sie die erlernten Techniken danach im Alltag an. In kurzer Zeit werden Sie 20 Ihnen unbekannte Personen mit Namen anreden und im Gedächtnis behalten, Telefonnummern, Pincodes und eine 20-stellige Zahl speichern und langfristig behalten können. WER: André Huber, Vortragsredner, Trainer für Lernund Gedächtnistraining, Unterhalter und Autor WANN: Freitag, 2. November 2018 WO: Verbandshaus Kaufleuten, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder CHF 390.–, Nichtmitglieder CHF 495.–

Resilienz-Training: zwischen Leistung und Gesundheit Was sind das für Menschen, die gereift aus Lebenskrisen heraustreten, Unglücke schneller meistern, Niederlagen rascher wegstecken und gelassen mit den ständig zunehmenden Anforderungen der Arbeitswelt umgehen? In diesem Training wird Ihre Resilienz im privaten und beruflichen Bereich gezielt gestärkt. WER: Martin Bauer, selbstständiger Berater, Coach, Fachstellenleiter Weiterbildung und Beratung WANN: Mittwoch, 26. September, und Mittwoch, 24. Oktober 2018 WO: Verbandshaus Kaufleuten, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder CHF 720.–, Nichtmitglieder CHF 880.–

Jahresarbeit, flexible Einsätze, mobiles Arbeiten, Homeoffice ‒ Nutzen und Grenzen Globale Absatzmärkte, höhere Kundenerwartungen und innovative Technologien verändern die Art und Verfügbarkeit von Dienstleistungen immer rascher. Die Arbeitszeit von Mitarbeitenden unterliegt einem grossen Flexibilisierungsdruck. Lernen Sie die Vorgaben aus Gesetz und Rechtsprechung kennen, um den Gestaltungsspielraum im Interesse von Unternehmen und Arbeitnehmenden optimal zu nutzen. WER: Ursula Guggenbühl, Professorin HWZ, Rechtsanwältin, Schwerpunkt Wirtschafts-/Arbeitsrecht WANN: Freitag, 26. Oktober 2018 WO: Verbandshaus Kaufleuten, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder CHF 440.–, Nichtmitglieder CHF 550.–

EVENT

EVENT

Impulsabend: HR im Wandel – Mensch versus Roboter

Algorithmen, künstliche Intelligenz, Big Data, Chatbots: Die neuen Heilsbringer im Kampf um neue Talente versprechen ganz schön viel. Unser Referent meint: Besser wieder mehr an die Menschen denken; und mit zum Teil verblüffend einfachen Massnahmen, welche die Bewerberinnen und Bewerber wieder in den Mittelpunkt rücken, Sympathien sammeln — und Bewerbungen! WER: Jörg Buckmann, Personalmarketingexperte und Buchautor WANN: 4. Oktober 2018, 18.00 – 19.30 Uhr WO: Verbandshaus Kaufleuten, Raum Athene, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder kfmv kostenlos, Mitglieder VZH/ZGP 20.–, Nichtmitglieder 40.–

SMART MONDAY: KV-Lehre mit Zukunft

Digitalisierung und Automatisierung haben bereits zu Veränderungen bei den Berufsbildern geführt und werden dies auch in Zukunft tun. An diesem Abend werden Resultate verschiedener Studien gezeigt und die kaufmännische Lehre und das Berufsbild aus einer branchenübergeordneten Perspektive und unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. WER: Michael Kraft (Leiter Bildung Kaufmännischer Verband Schweiz), Vera Class (Berufsbildungsexpertin) und Rolf Butz (Geschäftsführer Kaufmännischer Verband Zürich) WANN: Montag, 26. November 2018, 19.00 – 20.15 Uhr WO: Klubsaal Kaufleuten WIE VIEL: kostenlos  Mehr zur KV-Lehre und den beruflichen Chancen lesen Sie auf unserem Blog: wirkaufleute.ch

EVENT

Konfliktmanagement ‒ NetzwerkAnlass für junge Kaufleute bis 30 Jahre!

Ob privat oder im Büro: Konflikte sind unvermeidbar und in manchen Fällen sogar positiv. An der Business Lounge werden Techniken vorgestellt, wie Konflikte mit Mitarbeitenden oder auch Vorgesetzten bewältigt werden können. WANN: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 18.00 – 19.15 Uhr WO: Lounge Kaufleuten, Innenhof, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder kfmv kostenlos, Begleitperson Mitglieder 20.–, Nichtmitglieder 40.–

Stärken STÄRKEN Anstatt zu versuchen, Schwächen zu korrigieren, macht es mehr Sinn, die eigenen Fähigkeiten zu fördern. Wie können wir diese erkennen, zu echten Stärken entwickeln und im Berufsleben erfolgreich einsetzen? Im Vorfeld zum Seminartag werden Sie online einen „Talenttest“ durchführen. Ihre Ergebnisse werden Sie direkt im Seminar diskutieren, vertieft auswerten und erforschen. WER: Lisa Ritter, Dipl. Sozioökonomin und Peter Müri, Coach für Einzelpersonen und Teams WANN: Dienstag, 23. Oktober 2018 WO: Verbandshaus Kaufleuten, Talacker 34, Zürich WIE VIEL: Mitglieder CHF 390.–, Nichtmitglieder CHF 495.–

Pensionierung planen ‒ gut vorbereitet in den 3. Lebensabschnitt Verschaffen Sie sich frühzeitig einen Überblick über sämtliche Elemente der Altersvorsorge (AHV, Pensionskasse und private Vorsorge), nutzen Sie die Möglichkeiten der Steueroptimierung und erfahren Sie mehr über güter- und erbrechtliche Aspekte. WER: Renate Spichtig, Treuhänderin, Sozialversicherungsfachfrau WANN: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18.00 – 20.30 Uhr WO: Verbandshaus Kaufleuten, Zürich WIE VIEL: Mitglieder CHF 120.–, Nichtmitglieder CHF 180.–

ALLGEMEINE HINWEISE SEMINARZEITEN: 9.00 bis 17.00 Uhr,

Ausnahmen speziell vermerkt KOSTEN: Unterlagen, Getränke, bei Tagesseminaren

auch Mittagessen inklusive, Ausnahmen vermerkt ANMELDUNG & ALLGEMEINE BEDINGUNGEN:

kfmv-zürich.ch/seminare. Die Seminare in der Kategorie „Führung“ werden in KOOPERATION MIT DER KV BUSINESS SCHOOL ZÜRICH durchgeführt und unterliegen deren AGB.

ALLGEMEINE HINWEISE EVENTS ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN:

unter kfmv-zürich.ch/events, Türöffnung jeweils 30 min. vor Beginn. Netzwerkapéro im Anschluss an die Events.

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EVENTS & SEMINARE

EVENT

Lernen Sie noch oder verstehen Sie schon? Herbsthalbtagung für Berufs- und Praxisbildner/-innen

Dr. Henning Beck wirft einen Blick hinter die Kulissen der fehlerhaftesten und gleichzeitig innovativsten Struktur überhaupt: dem Gehirn. Er zeigt, wie wir die Tricks des Gehirns für besseres Denken nutzen können und überträgt die Erkenntnisse der Neurowissenschaft auf alltägliche Themen. WER: Dr. Henning Beck, Neurowissenschaftler, Autor, preisgekrönter Science-Slammer WANN: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 8.00 – 12.00 Uhr oder 13.00 – 17.00 Uhr WO: Welle 7, Bern WIE VIEL: 150.– für wbp-Fachgruppenmitglieder, 250.– für Mitglieder des kfmv, 350.– für Nichtmitglieder  JETZT MITGLIED WERDEN IN DER WBP-FACHGRUPPE Anmeldung und Infos unter: kfmv.ch/wbp

BUCHTIPPS Erfolgreiches Management von Instabilität

EIN NETZWERK, DAS SIE WEITERBRINGT. Werden Sie Mitglied der DA Community und vernetzten Sie sich mit über 130 Assistentinnen und Assistenten. Profitieren Sie von einer Vielzahl an Tools und regelmässigen Roundtables, spannenden Referaten und Networking-Apéros. Zudem werden Sie stets über die neusten Entwicklungen in Aus- und Weiterbildung informiert. Melden Sie sich gleich online an unter kfmv.ch/da und sichern Sie sich Ihr praktisches „DA Starter Kit“. Das Willkommensgeschenk beinhaltet viele nützliche Tools zur Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen im Berufsalltag. Wir freuen uns auf Sie! DA Community Fachgruppe des Kaufmännischen Verbandes

Ich bin dabei! Jetzt anmelden unter

kfmv.ch/da

Angesichts der wachsenden technischen und wirtschaftlichen Vernetzung nimmt die Komplexität und Dynamik des gesamten Lebens rasant zu. Trotzdem kann die Veränderung auch eine Chance bedeuten. Wer es schafft, eine gezielte strategische Balance zwischen Stabilität und Instabilität herzustellen, wird mit den dynamischen Märkten von heute souverän umgehen können. Der Klassiker „next practice“ von Netzwerkpapst Peter Kruse zeigt Wege auf, wie das klappen kann. „next practice“, Erfolgreiches Management von Instabilität, Peter Kruse, Verlag Gabal. Erhältlich im Buchhandel

SEKTIONEN & VERANSTALTUNGEN ENGLISH CLUB Programme September SEPT. 17: Grammar with Bruce Lawder SEPT. 24: Introducing Mary Sarton with Nancy Scherer-Howe OCT. 1: English with Bruce Lawder OCT 8: Mary Sarton: The poet with Nancy Scherer-Howe OCT. 15: To be announced OCT. 22: Mary Sarton: At Seventy with Nancy Scherer-Howe OCT. 29: English with Bruce Lawder NOV. 5: Money talks with Nancy Scherer-Howe WHEN: All English meetings will be held on

Qualifikation Arbeitszeugnis Geheime Codes in den Arbeitszeugnissen verbergen die wahre Botschaft. Doch wie liest man zwischen den Zeilen? Und wie formuliert man so, dass keine Missverständnisse aufkommen? Der neue SKV-Ratgeber „Qualifikation Arbeitszeugnis“ präsentiert verständlich und witzig illustriert alle relevanten Themen zum Schweizer Arbeitszeugnis: Formulierungsvorschläge, Beispiele und wertvolle Tipps. Bestellen unter: kfmv.ch/de/7263/Arbeitszeugnis.htm. Spezialpreis für Mitglieder: 21 Franken, Nichtmitglieder 34 Franken.

Mondays at 6.45 pm WHERE: Kaufleuten Building (first floor),

Talacker 34, Zurich CONTACT: Nancy Scherrer-Howe, 044 720 93 09,

Bruce Lawder, 044 261 08 33

VETERANEN- UND SENIOREN-VEREIN VSV Open Höck WANN: Mittwoch, 3. Oktober 2018, ab 15.30 Uhr WO: Restaurant Glogge-Egge, Hotel Glockenhof, Sihlstrasse 31, Zürich

Museumsbesuch Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Moderne Seminarräume zu fairen Preisen mitten in der Stadt Zürich

WANN: Dienstag, 23. Oktober 2018, 10.00–11.30 Uhr WO: Pelikanstrasse 40 (im Alten Botanischen Garten)

Klubnachmittag Der Komponist Toni Leutwiler Senior und seine Musik WANN: 29. Oktober 2018 WO: Kaufleutensaal

e uns: Besuchen SieSiuns: chen

Be s u r ich.ch/ ü z kfmv-zürich.ch/ v m f k mietung raumvermietung raumver

Talacker 34 · 8001 01 Zèr ich 34 . 80Zürich Talacker

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Neu ab 1. September

Walk-in-Kurzberatungen der Laufbahn- und Karriereberatung Unseren Mitgliedern bieten wir eine 15-minütige, kostenlose Kurzberatung zu Themen rund um Bewerbung, Laufbahn und Weiterbildung. Keine Voranmeldung nötig! WANN: jeden Donnerstag, 16.00 – 18.00 Uhr WANN: Pelikanstr. 18, am Empfang melden.

Open Höck WANN: Mittwoch, 7. November 2018, ab 15.30 Uhr WO: Restaurant Glogge-Egge, Hotel Glockenhof, Sihlstrasse 31, Zürich

Open Höck WANN: Mittwoch, 5. Dezember 2018, ab 15.30 Uhr WO: Restaurant Glogge-Egge, Hotel Glockenhof, Sihlstrasse 31, Zürich

Jahresendfeier WANN: 10. Dezember 2018, Beginn um 11.30 Uhr WO: Kaufleutensaal (Anmeldung erforderlich)

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WEITERBILDUNG

DAS LERNEN DIE SMART ECONOMY VERLANGT MUT UND AGILITÄT Die Arbeitswelt verändert sich radikal, Co-Kreation gewinnt an Bedeutung. Organisationen und Mitarbeitende sind gleichermassen gefordert.

Smart Economy ist eine Antwort auf die epochalen Veränderungen unseres Wirtschaftssystems. Wo bis vor einigen Jahren noch Kontinuität, Planbarkeit und stabiler Wettbewerb das unternehmerische Handeln leiteten, prägen heute Unbeständigkeit, Ungewissheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit das Umfeld von Unternehmen. Diese „World of Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity“ wird kurz als VUCA-Welt bezeichnet. Unternehmen, Organisationen, Führungspersonen und Mitarbeitende müssen sich darauf einstellen: „Agilität und Mut zur Veränderung sind Voraussetzungen, um in diesem Umfeld zu bestehen“, sagt Urs Achermann, CEO KV Business School Zürich. Von agilen Unternehmen und flexiblen Arbeitskräften ist die Rede. Angestellte und Freelancer sind zunehmend in häufig wechselnden Teams engagiert, und immer mehr Arbeitsverhältnisse sind befristet. Die Unternehmen stellen in der sogenannten Gig-Ökonomie Fachkräfte auf Zeit an. Das verlangt viel Flexibilität, bringt aber auch Freiheit. Was zählt, ist die Leistung. Generell verlieren Hierarchien an Bedeutung, weil viele erkannt haben, dass autonome Teams und Organisationen mit weniger Bürokratie erfolgreicher sind. Arbeitswelt 4.0, Smart Economy, Digitalisierung. Wie immer man die Veränderungen der Arbeitswelt bezeichnet ‒ auch die Weiterbildung ist davon betroffen. Vor allem der Wissensbegriff und der Zugriff auf Wissen haben sich gewandelt. Das wirkt sich auf das Lernen aus: „Man muss aufgabenspezifisches Wissen schnell abrufen können. Dabei geht es nicht um das Memorieren von Inhalten, sondern um die Fähigkeit, relevantes Wissen aus der Informationsflut herauszufiltern und zu verbinden“, sagt der Potenzialentwickler und Unternehmensberater Georg Michalik. Die Anwendung von Wissen sei zentral, und die Co-Kreation, also

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gemeinsam mit anderen Spezialisten oder auch mit Kunden wertschöpfend zu wirken, nehme an Bedeutung zu. Formale Bildungsabschlüsse haben auch in der Smart Economy weiterhin eine Bedeutung, aber die Formen der Wissensvermittlung ändern sich. Lernen findet nicht mehr nur im Klassenzimmer, sondern im Unternehmen statt. „Dieser rasche Praxistransfer sowie auch das Lernen on-thejob bedingen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsanbietern. Auch hier findet vermehrt Co-Kreation statt“, sagt Tanja Michel von der KV Business School Zürich. Smart Camps. Die Bildungsexpertin stellt zudem fest, dass neben der fachlichen Expertise in der Smart Economy Kompetenzen wie Kommunikation, Teamfähigkeit sowie die Persönlichkeitsbildung immer wichtiger werden. Auch an der KV Business School Zürich stellt man sich auf die Anforderungen von Smart Economy ein: „Handlungsorientiertes Wissen hat einen hohen Stellenwert“, so Tanja Michel. „Wir bieten verschiedene Bildungsformate an. Dazu gehören neben Seminaren oder Zertifikatskursen neu auch sogenannte Smart Camps. In diesen kurzen, intensiven Trainings in kleinen Teams wird mit unterschiedlichen Methoden die Persönlichkeit gestärkt, die direkte Anwendbarkeit im Berufsalltag steht dabei im Vordergrund. Ziel ist es, die Teilnehmenden fit für eine neue Rolle, z.B. in Leadership oder Projektmanagement, zu machen.“ Der Methodenmix eines Smart Camps ist vielseitig und reicht vom Einsatz neuer Technologien bis hin zu Assessments und Action Learnings.

FINDET NICHT NUR IM KLASSENZIMMER, SONDERN AUCH IM UNTERNEHMEN STATT

! : ! p m u r am a C D t ar m S s Ab in

Derzeit bietet die KV Business School Zürich Smart Camps vor allem für Firmen an, aber auch für Private bestehen bereits erste Angebote wie das «Leader Camp». ROLAND SCHNEIDER, Marketingleiter und Mitglied der Geschäftsleitung KV Business School Zürich

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INSERATE

DIGITALE NOMADEN

Mit über 150 Seminaren

Digitale Nomaden leben ihren Traum und machen die Welt zum Büro. In Co-Working-Spaces treffen sie auf Gleichgesinnte aus aller Herren Länder, schliessen Freundschaften, arbeiten zusammen und inspirieren sich gegenseitig. Einige machen das für ein paar Monate, andere können sich nicht mehr vorstellen, in den normalen Alltag zurückzukehren. Wir haben mit einem digitalen Nomaden über seine Erfahrungen gesprochen: Greg Azevedo.

MeineSeminare .ch ©

Greg, was siehst du, wenn du den Blick vom Bildschirm hebst? Ich sitze in einem Park unter einer lauschigen Kastanie und schaue auf die Terrasse der ehemaligen dänischen Botschaft.

Sihlpost Zürich Bildung im Zentrum der Schweiz

Auszug aus dem breiten Seminarprogramm Pimp my Flip (Basis) Suchmaschinen-Marketing (SEO/SMM) Interne Events planen und umsetzen Erfolgreiche Gesprächsführung am Telefon Erfolgreiches Jobsharing im Sekretariat Zeitmanagement Moderne Geschäftskorrespondenz Content Marketing Lohnadministration – Grundlagen für den Alltag Projekte wirkungsvoll unterstützen als Projekt-Office Mitarbeitende Direkte Steuern – Update Kaufmännisches Recht für Nichtjurist/-innen Networking Grundlagen Personaladministration Souveräne HR-Kommunikation Verhandeln nach dem Harvard-Konzept Excel-Statistiken im Berufsalltag Effizienteres Arbeiten mit Excel Schuldbetreibungs- und Konkursrecht inkl. Forderungsmanagement Rechnungslegung nach OR in der Praxis Sozialversicherungsrecht in der Schweiz Excel-Formeln im Berufsalltag 1 …und viele weitere Seminare!

10% Rabatt für Mitglieder des

Kaufmännischen Verbands Zürich

«Hier fülle ich meine Wissenslücken mit Vergnügen.» EB Zürich, die Kantonale Berufsschule für Weiterbildung Riesbachstrasse 11, 8008 Zürich www.eb-zuerich.ch

Was gefällt dir am meisten am neuen Arbeitsort? Ich bin zum ersten Mal in Europa und liebe es! Diese Stadt war einst königliche und kaiserliche Residenzstadt im Heiligen Römischen Reich. Und ihr Wahrzeichen, diese gigantische Burg — beeindruckend schön! Was fiel dir zu Anfang noch schwer? Gewöhnen musste ich mich daran, dass meine Kollegen in New York ihren Arbeitstag beginnen, wenn meiner endet. An welchem Projekt arbeitest du gerade? Ich programmiere neue Features für die Webseite eines Gesichtspflege-Shops. Wie oft bist du mit deinem Vorgesetzten in Kontakt? Wir haben jeden Tag einen zehnminütigen Teamcall, um die Tagesziele zu besprechen. Mit meinem Chef habe ich zweiwöchentliche Meetings. Hält das Arbeitsmodell Co-Working, was es verspricht? Dieser Lifestyle ist grossartig. Aber er braucht viel Disziplin. Um möglichst viel zu sehen, habe ich gelernt, sehr effizient zu arbeiten und keine Zeit zu verschwenden. Kannst du dir diesen Lebensstil langfristig vorstellen? Irgendwo einen Hub zu haben, wo ich mich zuhause fühle und von wo aus ich immer wieder losziehe: Das kann ich mir sogar sehr gut vorstellen! Lösung des letzten Wettbewerbs: Buenos Aires Gewinner: Herr Joel Theissl.

Jedes Kind dieser Welt hat das Recht, Kind zu sein. Ganz einfach. www.tdh.ch

Greg Azevedo ist 24 Jahre alt und lebt in New York. Vor sieben Monaten ist der amerikanisch-brasilianische Doppelbürger zum ersten Mal in seinem Leben alleine verreist. Der Programmierer arbeitet seither remote — wie lange, lässt er offen. Er hat auf seinen Reisen Yoga entdeckt und möchte unbedingt die Thai-Massagetechnik erlernen.

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Herausgeber: Kaufmännischer Verband Zürich, Pelikanstrasse 18, Postfach, CH-8021 Zürich, Telefon 044 211 33 22, kfmv-zürich.ch, info@kfmv-zuerich.ch

Militärstrasse 106, 8004 Zürich Nähe HB, mit gratis Parkplätzen Telefon: 044 241 08 89

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Leitung: Rolf Butz, Geschäftsführer Kaufmännischer Verband Zürich. Redaktion und Korrektorat: panta rhei pr, Zürich. Design: Sonja Studer, Zürich. Druck myclimate neutral auf FSC MIX-Papier: Hürzeler AG, Regensdorf. Auf lage: 20’000 Ex. Anzeigen: Kaufmännischer Verband Zürich, Nicole Vurma, www.bvs-bildungszentrum.ch

Telefon 044 211 33 22, E-Mail: nicole.vurma@kfmv-zuerich.ch. Abonnement für Mitglieder gratis, für Nichtmitglieder CHF 22.00

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Wir Kaufleute September / Oktober 2018  

Mitgliedermagazin des Kaufmännischen Verbandes Zürich

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