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Wuppertaler Performance Nacht 2015 2. Oktober 9 Performances 9 Orte

KULTURBĂœRO

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Eine Nacht - neun Kunstorte - neun Performances Zum vierten Mal bieten wir der Performance, diesem Zwitterwesen zwischen bildender und darstellender Kunst, eine Plattform. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, findet Performancekunst in Wuppertal ein breites Publikum. Dies ist nicht verwunderlich, da die Wuppertaler schon seit den 60er Jahren – seit den Anfängen der Fluxusbewegung – dem Neuen, dem Experimentellen, dem Ungewohnten, dem Sperrigen offen und neugierig begegnen.

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Verschaffen Sie sich eine Übersicht über die aktuelle Performanceszene. Besuchen Sie unterschiedliche Orte und Galerien und lassen Sie sich auf einzelne Performances ein.

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In Zusammenarbeit mit den beteiligten Galerien und Kulturorten ist es gelungen, ein spannendes und ambitioniertes Programm zusammenzustellen.

AS Katernberg

Auf der vorletzten Seite finden Sie Tipps für Routen. Besucherinnen und Besucher, die sich lieber einer Führung anschließen, finden hier auch das Angebot für eine geführte Route. Der Eintritt ist frei.

Ihr Kulturbüro Wuppertal Tel. 0202 563 2957 kulturbuero@stadt.wuppertal.de www.performancenacht-wuppertal.de RobertDaum-Platz

20.15 & 22.30

Grölle pass:projects Friedrich-EbertStraße 143e

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Hebebühne e.V. Mirker Straße 62

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20.15 & 22.45

21.00 & 22.00

Atelier Barczat Opphofer Str. 11a

19.00 - 20.00 18.45 & 21.30 Ort e.V. Luisenstr. 116

Hengesbach Gallery im Haus Fahrenkamp Wall 21, Eingang Kirchstr.

18.00 - 18.30 e

Bundesalle

Forum Stadtsparkasse Wuppertal Islandufer 15

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Forum Von der Heydt-Museum Turmhof 8

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18.30 - 22.00

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Hofkamp

18.00 - 24.00 Galerie Kunstkomplex Hofaue 54 Döppersberg

20.15 & 22.00

Neuer Kunstverein Wuppertal e.V. Hofaue 51


18.00 - 18.30 Guda Koster – Living Sculptures Guda Koster ist eine niederländische Künstlerin. Sie erschafft Installationen, Skulpturen und Fotografien, in denen ungewöhnliche Kleidungsstücke eine wichtige Rolle spielen. Guda Koster spielt in ihren Arbeiten mit dem üblichen Bild, das wir von Kleidung haben. So wie sie für ihre „lebenden“ Skulpturen die Kleidung immer selbst näht, wird sie selbst dann auch Teil einer Installation, einer Skulptur oder einer Performance. Guda Koster bewegt sich souverän auf einem Gebiet zwischen Fotografie, Skulptur und Performance. Seit mehr als 20 Jahren ist sie als Künstlerin tätig, ihre Werke wurden in den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Thailand, South Korea und in China ausgestellt. Im Sparkassenforum wird sie mit einer Performance in der laufenden Kunstausstellung „Farbe, Licht und Gegenlicht“ auftreten. www.gudakoster.nl

Stadtsparkasse Wuppertal, Forum, Islandufer 15 www.kunstportal.sparkasse-wuppertal.de


18.00 - 24.00 TBL (TallBlondLadies) – Peak & Tuft TBL (TallBlondLadies) ist ein schwedisch-deutsches Performance-Duo von Anna Berndtson und Irina Runge. Beide haben an der HBK Braunschweig bei Prof. Marina Abramovic studiert. Am Anfang jeder Performance steht ein neues Schuhwerk, mit welchem sie Bewegungsmöglichkeiten abstecken und den erzeugten Klang erforschen. Bewegungseinheiten und damit verbundene Klänge stellen sie weiblichen Rollenbildern gegenüber und entwickeln daraus Bewegungsabläufe, die klaren und vom Betrachter nachvollziehbaren Formen folgen. Doppelungen in Bewegungsmustern, Abläufen und Materialien, mit welchen sie synchron oder gespiegelt agieren, setzen sie zur Erzeugung eines ornamentalen Verlaufes ein, verstärkt durch den monotonen Klangteppich. Sound und zeitlicher Ablauf bilden den Rahmen, in den der Betrachter hinein- und heraustreten kann. TBL hat u.a. bereits in der Overbeckgesellschaft Lübeck, YYZ Artists Outlet Toronto, National Museum Szczecin, Hebbel am Ufer Berlin und P.S.1 MoMA New York ausgestellt. www.tallblondladies.com Galerie Kunstkomplex, Hofaue 54 www.kunstkomplex.net


18.30 - 22.00 Maike Freess – Korrektur In ihrer aktuellen Ausstellung in der Von der Heydt-Kunsthalle in Barmen zeigt Maike Freess neben großformatigen Zeichnungen auch Fotound Videoarbeiten, deren Grundlage die Performance ist. Mit minimalen Requisiten (ein Stuhl, ein Tisch) inszeniert sie sich an inszenierten Orten. Sie exerziert eine demonstrative und extreme Selbstprüfung quasi in Stellvertretung für den Betrachter. Denn niemand beobachtet einen so genau wie man selbst: Man versteckt sich hinter seinem Äußeren, und alle Selbstdarstellung führt nie zurück auf ein wahres Bild. Thema der Performance im Rahmen der Wuppertaler Performance-Nacht ist „Korrektur als Gewinn oder Verlust?“ Dieser Frage geht sie in einer sisyphusartigen und schmerzhaften Unternehmung nach. www.maikefreess.com

Forum Von der Heydt-Museum, Turmhof 8 www.von-der-heydt-museum.de


18.45 - 19.45 und 21.30 - 22.30 Mamoru Iriguchi – 4D Cinema Der japanische Performer Mamoru Irigushi bewegt sich in seinen multimedialen Performances durch eine aberwitzige Form von Körperlichkeit. In seinen inneren digitalen Universen begegnet er meist sich selbst, seinen digitalen Zwillings-Abbildern, überlagert sich mit sich und geht kongeniale Verbindungen ein, die nicht selten die Lachmuskeln anregen. In seiner neuesten Performance „4D Cinema“ konfrontiert er das Publikum mit etwas, mit dem man nicht kalkulieren kann: Mit dem Tod. Mamoru Irigushi schafft auf seinem Kopf Projektionsflächen für tote Stars, verstorbene Geschwister und er lädt den Besucher ein, sich die Kamera zu greifen und ihm Bilder an den Kopf zu werfen. Gekonnt werden »Original« und »Aura« zu Optionen einer „Wirklichkeit“ mit absurdem Realitätsverständnis. In diesem real-virtuellen Moment eröffnet der Künstler und der Besucher eine Zwischendimension. Sei es die vierte Dimension oder die siebte oder achteinhalbe. Mamoru Irigushi – ausgebildeter Zoologe und Bühnendesigner – lebt in London. Er ist mit seinen Arbeiten in Deutschland, Irland, Portugal, Schweden, Dänemark, der Schweiz und den USA vertreten und er ist Träger diverser Preise u.a. des Oxford Samuel Beckett Theatre Trust Awards. Ort e.V., Luisenstraße 116 www.kowald-ort.com


19.00 - 20.00 Guilleaume Cailleau & Werner Dafeldecker – # 1.01 (15 Min.) (2 Super 8 Projektoren mit gelooptem Material und Rückkopplungsmischer) Ein taktiler Sound, der unter die Haut geht, wird eingefasst von zwei Filmprojektionen. Der Sound vollendet sich im vibrierenden menschlichen Körper des Publikums, hebt dieses mit festem Griff auf eine höhere Ebene und erlaubt ihm, in eine andere Zeitlichkeit überzugehen. Die zwei Super 8 Projektoren spannen darum herum als Pole einen Raum auf, in welchem das Pulsieren von Farben und die Störfrequenzen des Lichtes eine neue Einheit bilden. Eine transzendental-analoge Erfahrung, körperlich, radikal, handgemacht – und live. Guilleaume Cailleau & Werner Dafeldecker – Resonator II 2015 (45 Min.) G. Cailleau - live video diffusion – W. Dafeldecker - live audio diffusion. Resonator II vergegenwärtigt Prozesse, welche sich zu jeder Sekunde in der uns umgebenden Welt zutragen, ohne dass wir sie wahrnehmen und die doch das Geschehen um uns beeinflussen. Bei diesen Prozessen handelt es sich um Vorgänge, wie sie durch ein Elektronenmikroskop zum Vorschein kommen. Sie werden zu einer künstlerisch/poetischen Reflexion montiert. Es entstehen flüchtige visuell/klangliche Oszillationen, die sich gegenseitig anziehen, beeinflussen, verändern und wieder verschwinden. Hengesbach Gallery im Haus Fahrenkamp, Wall 21, Eingang Kirchstraße www.hengesbach-gallery.com


Die Sparkasse ist einer der größten Förderer Wuppertals. Die Stadtsparkasse Wuppertal unterstützt Soziales, Kultur und Sport in Wuppertal mit rund 5 Mio. € pro Jahr. Wir sind uns als Marktführer unserer Verantwortung für die Menschen und Unternehmen in unserer Stadt bewusst und stellen uns dieser Herausforderung. Mit unserem Engagement unterstreichen wir, dass es mehr ist als eine Werbeaussage, wenn wir sagen: Wenn’s um Geld geht – Sparkasse

Sparkasse. Gut für Wuppertal.

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20.15 - 20.40 und 22.00 - 22.25 Anja Lautermann und Frauke Berg – Studium:Stadt ... ... ist das gemeinsame Projekt von Anja Lautermann (Musikerin) und Frauke Berg (Bildende Künstlerin) aus Düsseldorf. Der Name des Projektes ist auch Konzept. Das Thema Stadt, als zentraler Ort des Zusammenlebens vieler Menschen, wird durch Sammlung, Bearbeitung und Strukturierung klang-licher und visueller Eindrücke aufbereitet. Animierte Zeichnungen und Field-Recordings werden zu einer ineinandergreifenden CollagenKomposition verarbeitet und werden auf der Bühne durch mechanische Instrumente und Stimme improvisatorisch ergänzt. Durch den zusätzlichen Einsatz von Projektion, Stimme, Worten und ungewöhnlichen Klangerzeugern findet eine sehr persönliche Positionierung der Künstlerinnen zum urbanen Lebensraum, in dem sie sich selbst tagtäglich bewegen, statt. Für die PerformanceNacht Wuppertal entwickeln sie eine Performance, deren visuelle und auditive Eindrücke u. a. in der Recherche und Auseinandersetzung mit dem städtischen Raum in Wuppertal gewonnen wurde. Der Neue Kunstverein Wuppertal verfolgt mit der Einladung an Frauke Berg und Anja Lautermann auch die Fortsetzung der eigenen Auseinandersetzung im Rahmen der Reihe StadtRaumArchitektur (2012/13). Neuer Kunstverein Wuppertal e.V., Hofaue 51 www.neuer-kunstverein-wuppertal.de


20.15 - 20.45 und 22.30 - 23.00 Chris Dreier – Interaktive Klangperformance mit Burqamaschinen Sobald die Zuschauer eintreten und sich im Raum bewegen werden unter glänzenden schwarzen und weissen Burkas neben Visuals elektronische Sounds und Geräusche ausgelöst und sich nach und nach durch das Publikum zu einem modularen Klangteppich verdichten. Burkas dienen der Verhüllung und im Westen dazu der Verwirrung - eine ideologische Projektionsfläche der Tarnung, Verwandlung, Mimese, des Unsichtbar-Werdens, der Vermummung und Verschleierung. Tarnung als Vorgang oder Zustand, der darauf abzielt sich zu verstecken, als simpelster und effektivster Mechanismus unsichtbar anwesend zu sein und irreführende Signale an andere Lebewesen zu senden. Burqamaschinen wurden 2010 in Berlin von den Künstlerinnen Chris Dreier (Doepfer modular system, Tapes, Electronics) und Ursula Döbereiner (Guitar, Doepfer modular system, effects) gegründet, 2012 ergänzt von Autor D. Holland-Moritz (voice) und 2014 von Frank Lohmeyer (electronics).

Grölle pass:projects, Friedrich-Ebert-Straße 143e www.groelle.de


20.15 - 20.45 und 22.45 - 23.15 Anne Weyler – Swimmingpool [oder observe and being observed] Anne Weyler absolvierte 2014 ihr Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln in Bewegungstheater und Sport sowie an der Bergischen Universität Wuppertal in Kunst. Seitdem studiert sie den postgraduierten Studiengang an der Kunsthochschule für Medien, Köln (KHM) mit den Schwerpunkten Installation und Performance. In ihrer Arbeit lotet sie stets die Grenzen zwischen Malerei, Installation und Performance aus und schafft somit neue Bedeutungsräume, die zeitbasiert bleiben sowie immerzu mit ihrer Umgebung emulgieren. Anne Weyler lebt und arbeitet in Köln. Mit ihrer Arbeit untersucht sie das Spannungsfeld zwischen Liveperformance und Videoprojektion, wobei die Frage nach der Wirkungsmächtigkeit des digitalen Mediums auftritt. Durch die aufgebaute Installation wird zudem das Feld des “Sich Betrachten und Betrachtet Werden” und den damit einhergehenden Veränderungen im Habitus untersucht. Zuvor setzte sich Anne Weyler in einer vierwöchigen Residenz in ÇATI Çağdaş Dans Sanatçıları Derneği in Istanbul verstärkt mit dem Habitus des Körpers während er betrachtet wird oder sich selbst betrachtet auseinander. Hebebühne e.V., Mirker Straße 62 www.hebebuehne-ev.de


21.00 - 21.30 und 22.30 - 23.00 Wanda Koller – Obsessiv Order Was ist Virtualität und wie wird sie Teil des Realen? Wie entstehen daraus in unserem alltäglichen Leben Konflikte? Welche Informationen werden benötigt um einen sinnvollen Zusammenhang zu bilden? Wie leben wir mit den Geschichten die uns erzählt werden und die wir erzählen? Gibt es da noch Wahrheit? Was bringt eine Kultur der Unterhaltung, sowie der Katastrophen an Möglichkeiten der Reflexion und Aktivität mit? Wie kann aus unseren Affekten der Angst ein konstruktives Potential werden? In einer Zusammenarbeit von Personen, die sich vermehrt aus der Perspektive von bildender Kunst mit dem Thema Performance beschäftigen, entstehen spontane, unvorhergesehene Situationen, die medienübergreifend unsere Sinnesorgane in Anspruch nehmen. In Form von raumgreifenden, audiovisuellen Konstruktionen wird eine neuartige Situation im Atelier von Willi Barczat entstehen. www.wandakoller.de

Atelier Barczat, Opphofer Straße 11a www.barczat.de/kunstort


Wuppertaler PerformanceNacht Führung Treffpunkt: Stadtsparkasse Wuppertal, Islandufer Uhrzeit: 18.30 Uhr Stationen: Ort e.V. - Grölle pass:projects - Von der HeydtMuseum - Neuer Kunstverein Wuppertal e.V. - Galerie Kunstkomplex Der Weg zu Fuß zwischen den einzelnen Performances kann bis zu 25 Minuten dauern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für alle, die sich individuell auf den Weg machen, bieten wir zwei Routenvorschläge an: Route 1: Stadtsparkasse - Von der Heydt-Museum - Hengesbach Gallery im Haus Fahrenkamp - Neuer Kunstverein Wuppertal e.V. - Galerie Kunstkomplex - Atelier Barczat Hebebühne e.V. Route 2: Stadtsparkasse - Galerie Kunstkomplex - Hengesbach Gallery im Haus Fahrenkamp - Hebebühne e.V. - Atelier Barczat - Ort e.V. - Grölle pass:projects


Einfach mehr Ideen: Meine Stadt. Meine Stadtwerke.

www.wsw-online.de

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18.00 bis 18.30 Forum Sparkasse – Guda Koster (NL) 18.00 bis 24.00 Galerie Kunstkomplex – TBL (TallBlondLadies) Anna Berndtson (S) und Irina Runge (D)

18.30 bis 22.00 Forum Von der Heydt-Museum – Maike Freess (D) 18.45 und 21.30 Ort e.V. – Mamoru Iriguchi (J) 19.00 bis 20.00 Hengesbach Gallery im Haus Fahrenkamp Guilleaume Cailleau (F) & Werner Dafeldecker (D)

20.15 und 22.00 Neuer Kunstverein Wuppertal e.V. Anja Lautermann und Frauke Berg (D)

20.15 und 22.30 Grölle pass:projects Chris Dreier (D)

20.15 und 22.45 Hebebühne e.V. – Anne Weyler (D) 21.00 und 22.00 Atelier Barczat – Wanda Koller (D)

barczat.de

www.performancenacht-wuppertal.de

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Wuppertaler Performancenacht 2015 / Die Broschüre  
Wuppertaler Performancenacht 2015 / Die Broschüre  

Zum vierten Mal bietet Wuppertal der Performance, diesem Zwitterwesen zwischen bildender und darstellender Kunst, eine Plattform. Wie die le...

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