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Die Erz채hlung geht weiter Fr체hjahr 2008


Inhalt

Norbert Schreiber Russland Der Kaukasische Teufelskreis oder Die lupenreine Demokratie

die Tonalität der Sprache zum Klingen bringt und die uns in gedruckter Form beim Lesen die Möglichkeit gibt, die Entwicklung des Gedankens in all seiner Zerbrechlichkeit nachzuzeichnen, dem Sich-Hintasten zu folgen, alle Seiten der Unsicherheit zu spüren, und dem Lesenden das zum Gemeinsamen, beim Lesen, Nachhorchen und Hinhören. Es GEHÖRT einfach GELESEN, denke ich. Lassen Sie sich also überraschen; es kommen weitere Bände, nach denen Sie möglicher-

Seite 10

Zugeneigtsein – zum Gedanken, zum Autor, zum Thema – finden lässt. So wird das Einsame

Anton Hykisch Zeit der Meister

Seite 16

eröffnet wird. Lesen und hören. Einsam und doch gemeinsam. Eine Verbindung, die

Seite 17

Kerbler

Emil Tonev Man nannte ihn Ombre

geschrieben und weitere eineinhalb Jahre mit unserem Lektor gearbeitet und

an Palmenland

gefeilt. Eine lange Nacht und ein kurzer Tag werden in einer wunderbaren Erzählung wieder-

Seite 11

Mit seinem fulminanten Roman hat sich Wilhelm Pevny zurückgemeldet. Acht Jahre hat er Tim Sharp Cap Manuel Book

Seite 18/19

weise ebenso gerne greifen werden.

Literatur aus Kroatien in der Kroatischen Bibliothek bei Wieser

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Hans Raimund (H g .) Virgilio Giotti Kleine Töne meine Töne / Pice note mie note

Ranko Marinković

Seite 24

Buch »… und machte mich auf, meinen Namen zu suchen«. Peter Handke im Gespräch mit Michael

Seite 15

GEHÖRT GELESEN heißt die neue Reihe im Wieser Verlag, die mit dem vorliegenden

Seite 6/7

liebe Buchhändlerin, lieber Buchhändler!

01 … und machte mich auf, meinen Namen zu suchen Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler

gehört gelesen

Seite 8/9

Seite 4/5

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gaspár Nagy Gedichte unter sich /  Versek egymás közt

Miljenko Jergović Mamma Leone Slobodan Novak

Mustafa Isen Osmanisches Erbe am Balkan Eine Spurensuche

Die verlorene Heimat Nedjeljko Fabrio

Ernst Brauner Struldbrugs

Seite 20

was Peter Handke im obigen Gespräch so schön formuliert hat: Die geschriebene, gedichtete Sprache

Seite 12

gegeben. Die Geschichte entwickelt ihren Sog. Die letzten dreißig Jahre ziehen in einer mächtigen Sprache an uns vorbei, wo alles Gedankliche ins Erzählen und ins Epische übergeht und wahr wird,

Trilogie

wird er finden, was er jüngst in der »Zeit« bemängelt hat, dass es keine Erzähler im Handke’schen

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Wolfgang Koch (H g .) Blut in den Mund Hermann Nitsch am Wort Von A bis Z

Seite 21

und Marie-Thérèse Kerschbaumers

Adolf Ehrentraud (Hg.) Ignaz Joseph Pleyel

Norina Procopan /  René Scheppler (Hg.) Dialoge über Grenzen Sammelband des 4. Konstanzer EuropaKolloquiums

Miroslav Krleža

Flightbook Russland

Das andere Venedig Miroslav Krleža

Zadars Gold und Silber Miroslav Krleža Illyricum Sacrum Predrag Matvejević

Brunnsteiner,

Ţsepeneag,

Zonova. Man muss sie vielleicht suchen. Doch die Mühe lohnt – wie bei den

Trüffeln. Wir haben gute Nasen. Vertrauen Sie uns – und Sie werden sich selbst belohnen, meint Ihr Lojze Wieser

Seite 28/29

Zielinski,

Seite 23

Widner,

EUROPA ERLESEN Oxbridge

Die Rückkehr des Phillip Latinovicz Boris Perić Die Wiener Küche

Lojze Wieser Molitev otrok / Gebet der Kinder

Seite 23

Freitag und

Méhes,

Lazarescu,

Seite 14

Matvejević,

Dimova,

Seite 14

Krleža,

Danailov,

Einübung des Leben Reinhard Lauer

Partitur für eine Zauberflöte Slavko Mihalić

Sinne mehr gebe. Es gibt sie. Sie sind auffindbar. Ihre Namen sind bekannt. Hier einige aus den letzten Jahren, allesamt bei Wieser erschienen:

Erzählungen Nedjeljko Fabrio

Stille Scheiterhaufen

Seite 13

diesem Buch wie auch bei Florjan Lipuš

Das Haar der Berenice Vladan Desnica

Wie viele Blumen Ludvig Bauer

erhält die Sprache. Ich denke, Ulrich Greiner wird mir zustimmen, wenn er Pevnys großen Wurf lesen wird. In

Epitaph eines königlichen Feinschmeckers Irena Vrkljan

Die Donau

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

EUROPA ERLESEN Gesamtverzeichnis

Hände Veljko Barbieri

Seide, Schere Pavao Pavličić

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Seite 26/27

Antescriptum

Drago Glamuzina Flightbook Slowenien

Mesari Ivo Andrić Buffet Titanic


Inhalt

Norbert Schreiber Russland Der Kaukasische Teufelskreis oder Die lupenreine Demokratie

die Tonalität der Sprache zum Klingen bringt und die uns in gedruckter Form beim Lesen die Möglichkeit gibt, die Entwicklung des Gedankens in all seiner Zerbrechlichkeit nachzuzeichnen, dem Sich-Hintasten zu folgen, alle Seiten der Unsicherheit zu spüren, und dem Lesenden das zum Gemeinsamen, beim Lesen, Nachhorchen und Hinhören. Es GEHÖRT einfach GELESEN, denke ich. Lassen Sie sich also überraschen; es kommen weitere Bände, nach denen Sie möglicher-

Seite 10

Zugeneigtsein – zum Gedanken, zum Autor, zum Thema – finden lässt. So wird das Einsame

Anton Hykisch Zeit der Meister

Seite 16

eröffnet wird. Lesen und hören. Einsam und doch gemeinsam. Eine Verbindung, die

Seite 17

Kerbler

Emil Tonev Man nannte ihn Ombre

geschrieben und weitere eineinhalb Jahre mit unserem Lektor gearbeitet und

an Palmenland

gefeilt. Eine lange Nacht und ein kurzer Tag werden in einer wunderbaren Erzählung wieder-

Seite 11

Mit seinem fulminanten Roman hat sich Wilhelm Pevny zurückgemeldet. Acht Jahre hat er Tim Sharp Cap Manuel Book

Seite 18/19

weise ebenso gerne greifen werden.

Literatur aus Kroatien in der Kroatischen Bibliothek bei Wieser

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Hans Raimund (H g .) Virgilio Giotti Kleine Töne meine Töne / Pice note mie note

Ranko Marinković

Seite 24

Buch »… und machte mich auf, meinen Namen zu suchen«. Peter Handke im Gespräch mit Michael

Seite 15

GEHÖRT GELESEN heißt die neue Reihe im Wieser Verlag, die mit dem vorliegenden

Seite 6/7

liebe Buchhändlerin, lieber Buchhändler!

01 … und machte mich auf, meinen Namen zu suchen Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler

gehört gelesen

Seite 8/9

Seite 4/5

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gaspár Nagy Gedichte unter sich /  Versek egymás közt

Miljenko Jergović Mamma Leone Slobodan Novak

Mustafa Isen Osmanisches Erbe am Balkan Eine Spurensuche

Die verlorene Heimat Nedjeljko Fabrio

Ernst Brauner Struldbrugs

Seite 20

was Peter Handke im obigen Gespräch so schön formuliert hat: Die geschriebene, gedichtete Sprache

Seite 12

gegeben. Die Geschichte entwickelt ihren Sog. Die letzten dreißig Jahre ziehen in einer mächtigen Sprache an uns vorbei, wo alles Gedankliche ins Erzählen und ins Epische übergeht und wahr wird,

Trilogie

wird er finden, was er jüngst in der »Zeit« bemängelt hat, dass es keine Erzähler im Handke’schen

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Wolfgang Koch (H g .) Blut in den Mund Hermann Nitsch am Wort Von A bis Z

Seite 21

und Marie-Thérèse Kerschbaumers

Adolf Ehrentraud (Hg.) Ignaz Joseph Pleyel

Norina Procopan /  René Scheppler (Hg.) Dialoge über Grenzen Sammelband des 4. Konstanzer EuropaKolloquiums

Miroslav Krleža

Flightbook Russland

Das andere Venedig Miroslav Krleža

Zadars Gold und Silber Miroslav Krleža Illyricum Sacrum Predrag Matvejević

Brunnsteiner,

Ţsepeneag,

Zonova. Man muss sie vielleicht suchen. Doch die Mühe lohnt – wie bei den

Trüffeln. Wir haben gute Nasen. Vertrauen Sie uns – und Sie werden sich selbst belohnen, meint Ihr Lojze Wieser

Seite 28/29

Zielinski,

Seite 23

Widner,

EUROPA ERLESEN Oxbridge

Die Rückkehr des Phillip Latinovicz Boris Perić Die Wiener Küche

Lojze Wieser Molitev otrok / Gebet der Kinder

Seite 23

Freitag und

Méhes,

Lazarescu,

Seite 14

Matvejević,

Dimova,

Seite 14

Krleža,

Danailov,

Einübung des Leben Reinhard Lauer

Partitur für eine Zauberflöte Slavko Mihalić

Sinne mehr gebe. Es gibt sie. Sie sind auffindbar. Ihre Namen sind bekannt. Hier einige aus den letzten Jahren, allesamt bei Wieser erschienen:

Erzählungen Nedjeljko Fabrio

Stille Scheiterhaufen

Seite 13

diesem Buch wie auch bei Florjan Lipuš

Das Haar der Berenice Vladan Desnica

Wie viele Blumen Ludvig Bauer

erhält die Sprache. Ich denke, Ulrich Greiner wird mir zustimmen, wenn er Pevnys großen Wurf lesen wird. In

Epitaph eines königlichen Feinschmeckers Irena Vrkljan

Die Donau

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

EUROPA ERLESEN Gesamtverzeichnis

Hände Veljko Barbieri

Seide, Schere Pavao Pavličić

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Seite 26/27

Antescriptum

Drago Glamuzina Flightbook Slowenien

Mesari Ivo Andrić Buffet Titanic


Peter Handke im Wieser Verlag Die Wiederholung / Ponovitev

Band 5 in Wolfs Wörterbüchern, Deutsch-Slowenisches Wörterbuch Pleteršnik/Cigale/Wolf/Handke 2004, 750 €, zusammen 4500 Seiten ISBN 3 85129 540 4

Wut und Geheimnis

2002, 9,90 €, 64 Seiten ISBN 3 85129 402 5

Ein Wortland

Kärnten, Friaul, Slowenien, Istrien und Dalmatien Peter Handke / Lisl Ponger 1998, 54 €, 220 Seiten, Bildband ISBN 3 85129 257 X

Noch einmal vom Neunten Land

Peter Handke im Gespräch mit Jože Horvat 1993, 14,80 €, 112 Seiten ISBN 3 85129 091 7

Zimsko popotovanje k rekam Donavi, Savi, Moravi in Drini

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Vitomir Smolej 1996, 14,80 €, 140 Seiten ISBN 3 85129 188 3

Še enkrat o deveti deželi

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Jože Horvat 1993, 14,80 €, 92 Seiten ISBN 3 85129 113 1

Sanjačevo slovo

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Vitomir Smolej und Slavko Fras 1991, 14,80 €, 48 Seiten ISBN 3 85129 058 5

Poskus o utrujenosti

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Silvija Borovnik und Klaus Detlef Olof 1990, 10,50 €, 64 Seiten ISBN 3 85129 028 3

Ponovitev

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Silvija Borovnik und Klaus Detlef Olof 1988, 16,80 €, 232 Seiten ISBN 3 85129 004 6 Übersetzung Florjan Lipuš

Der Zögling Tjaž

Aus dem Slowenischen von Peter Handke und Helga Mračnikar 1997, 21 €, 250 Seiten ISBN 3 85129 197 2 4 | Frühjahr ’08

GEHÖRT GELESEN heißt die neue Reihe im Wieser Verlag, die mit dem vorliegenden Buch »… und machte mich auf, meinen Namen zu suchen. Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler« eröffnet wird. Lesen und hören. Einsam und doch gemeinsam. Eine Verbindung, die die Tonalität der Sprache zum Klingen bringt und die uns in gedruckter Form beim Lesen die Möglichkeit gibt, die Entwicklung des Gedankens in all seiner Zerbrechlichkeit nachzuzeichnen, dem SichHintasten zu folgen, alle Seiten der Unsicherheit zu spüren, und dem Lesenden das Zugeneigtsein – zum Gedanken, zum Autor, zum Thema – finden lässt. So wird das Einsame zum Gemeinsamen, beim Lesen, Nachhorchen und Hinhören. Es GEHÖRT einfach GELESEN. In diesem Band gemeinsam mit Ö1 – dem Kultursender.

… und machte mich auf, meinen Namen zu suchen Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler gehört gelesen 01 68 Seiten, englische Broschur mit CD EUR 19,90 / sfr 33,80 ISBN-13 978-3-85129-543-6

D

as Schreiben ist für Peter Handke ein »Zur-GeltungBringen des Übersehenen«. Zu schreiben begonnen hat er schon sehr früh – in seiner Schulzeit. Dann jedoch sei das Schreiben versiegt und erst wieder während seines Jurastudiums in Graz an die Oberfläche gestiegen. 1966 erscheint Handkes erster Roman Hornissen im Suhrkamp Verlag. In diesem wie allen nachfolgenden Romanen, Bühnenstücken, Gedichten, Erzählungen und Filmen lotet Peter Handke die Möglichkeiten der menschlichen Existenz aus. Er nähert sich dieser Fragestellung immer und immer wieder aus unterschiedlichsten Perspektiven: Das Schönste sind die Varianten, die Nuancen und die Details. Nahezu achtzig Werke, zuletzt Kali und Spuren der Verirrten, hat Peter Handke zur Sprache gebracht, die Übersetzungen nicht mitgezählt. Unsere Spuren – wären sie aufgezeichnet: was für ein Bild würden sie wohl ergeben? Über dem Gespräch mag als Arbeitstitel Spurensuche stehen. Es kreist um das Schreiben, um den Blick auf die Welt, um die Mächtigkeit des Schmerzes und der Angst wie auch um die Natur – in ihr unterwegs zu sein.

Peter Handke, im Dezember 2007 fünfundsechzig geworden, lebt nahe Paris. Michael Kerbler ist seit 1. Juli 2003 Leiter der Ö1-Sendereihe »Im Gespräch«. Die Sendung wird wöchentlich in der Zeit von 21 bis 22 Uhr im Programm Ö1 des Österreichischen Rundfunks ausgestrahlt.

Aus dem Buch Herr Handke, am Samstag dem 13. Juni 1959, wenn ich das richtig lese, ist in der »Volkszeitung«, Erscheinungsort Klagenfurt, »Der Namenlose«, ein Beitrag von Ihnen auf der Literaturseite, erschienen. Das war der erste veröffentlichte Artikel von Ihnen? Ja, ich glaube, ja. Es gab im Rundfunk vorher was, aber das ist eine andere Art Veröffentlichung. Dieser literarische Beitrag »Der Namenlose« endet mit dem Satz: »Hoch über mir im Wind zogen namenlose Männer vorbei, und dann war ich selbst blind wie sie und machte mich auf, meinen Namen zu suchen.« Hm … na ja, das ist so – halt eine pubertäre Prosa, wo aber zugleich doch eine Bewegung drin ist, die nicht, vielleicht nicht nur pubertär ist, sondern von woanders herkommt. Wie hat sich denn der Peter Handke, der das geschrieben hat, verändert, wenn Sie diesen Zeitraum zurückschauen?

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Peter Handke im Wieser Verlag Die Wiederholung / Ponovitev

Band 5 in Wolfs Wörterbüchern, Deutsch-Slowenisches Wörterbuch Pleteršnik/Cigale/Wolf/Handke 2004, 750 €, zusammen 4500 Seiten ISBN 3 85129 540 4

Wut und Geheimnis

2002, 9,90 €, 64 Seiten ISBN 3 85129 402 5

Ein Wortland

Kärnten, Friaul, Slowenien, Istrien und Dalmatien Peter Handke / Lisl Ponger 1998, 54 €, 220 Seiten, Bildband ISBN 3 85129 257 X

Noch einmal vom Neunten Land

Peter Handke im Gespräch mit Jože Horvat 1993, 14,80 €, 112 Seiten ISBN 3 85129 091 7

Zimsko popotovanje k rekam Donavi, Savi, Moravi in Drini

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Vitomir Smolej 1996, 14,80 €, 140 Seiten ISBN 3 85129 188 3

Še enkrat o deveti deželi

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Jože Horvat 1993, 14,80 €, 92 Seiten ISBN 3 85129 113 1

Sanjačevo slovo

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Vitomir Smolej und Slavko Fras 1991, 14,80 €, 48 Seiten ISBN 3 85129 058 5

Poskus o utrujenosti

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Silvija Borovnik und Klaus Detlef Olof 1990, 10,50 €, 64 Seiten ISBN 3 85129 028 3

Ponovitev

Peter Handke / Aus dem Deutschen von Silvija Borovnik und Klaus Detlef Olof 1988, 16,80 €, 232 Seiten ISBN 3 85129 004 6 Übersetzung Florjan Lipuš

Der Zögling Tjaž

Aus dem Slowenischen von Peter Handke und Helga Mračnikar 1997, 21 €, 250 Seiten ISBN 3 85129 197 2 4 | Frühjahr ’08

GEHÖRT GELESEN heißt die neue Reihe im Wieser Verlag, die mit dem vorliegenden Buch »… und machte mich auf, meinen Namen zu suchen. Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler« eröffnet wird. Lesen und hören. Einsam und doch gemeinsam. Eine Verbindung, die die Tonalität der Sprache zum Klingen bringt und die uns in gedruckter Form beim Lesen die Möglichkeit gibt, die Entwicklung des Gedankens in all seiner Zerbrechlichkeit nachzuzeichnen, dem SichHintasten zu folgen, alle Seiten der Unsicherheit zu spüren, und dem Lesenden das Zugeneigtsein – zum Gedanken, zum Autor, zum Thema – finden lässt. So wird das Einsame zum Gemeinsamen, beim Lesen, Nachhorchen und Hinhören. Es GEHÖRT einfach GELESEN. In diesem Band gemeinsam mit Ö1 – dem Kultursender.

… und machte mich auf, meinen Namen zu suchen Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler gehört gelesen 01 68 Seiten, englische Broschur mit CD EUR 19,90 / sfr 33,80 ISBN-13 978-3-85129-543-6

D

as Schreiben ist für Peter Handke ein »Zur-GeltungBringen des Übersehenen«. Zu schreiben begonnen hat er schon sehr früh – in seiner Schulzeit. Dann jedoch sei das Schreiben versiegt und erst wieder während seines Jurastudiums in Graz an die Oberfläche gestiegen. 1966 erscheint Handkes erster Roman Hornissen im Suhrkamp Verlag. In diesem wie allen nachfolgenden Romanen, Bühnenstücken, Gedichten, Erzählungen und Filmen lotet Peter Handke die Möglichkeiten der menschlichen Existenz aus. Er nähert sich dieser Fragestellung immer und immer wieder aus unterschiedlichsten Perspektiven: Das Schönste sind die Varianten, die Nuancen und die Details. Nahezu achtzig Werke, zuletzt Kali und Spuren der Verirrten, hat Peter Handke zur Sprache gebracht, die Übersetzungen nicht mitgezählt. Unsere Spuren – wären sie aufgezeichnet: was für ein Bild würden sie wohl ergeben? Über dem Gespräch mag als Arbeitstitel Spurensuche stehen. Es kreist um das Schreiben, um den Blick auf die Welt, um die Mächtigkeit des Schmerzes und der Angst wie auch um die Natur – in ihr unterwegs zu sein.

Peter Handke, im Dezember 2007 fünfundsechzig geworden, lebt nahe Paris. Michael Kerbler ist seit 1. Juli 2003 Leiter der Ö1-Sendereihe »Im Gespräch«. Die Sendung wird wöchentlich in der Zeit von 21 bis 22 Uhr im Programm Ö1 des Österreichischen Rundfunks ausgestrahlt.

Aus dem Buch Herr Handke, am Samstag dem 13. Juni 1959, wenn ich das richtig lese, ist in der »Volkszeitung«, Erscheinungsort Klagenfurt, »Der Namenlose«, ein Beitrag von Ihnen auf der Literaturseite, erschienen. Das war der erste veröffentlichte Artikel von Ihnen? Ja, ich glaube, ja. Es gab im Rundfunk vorher was, aber das ist eine andere Art Veröffentlichung. Dieser literarische Beitrag »Der Namenlose« endet mit dem Satz: »Hoch über mir im Wind zogen namenlose Männer vorbei, und dann war ich selbst blind wie sie und machte mich auf, meinen Namen zu suchen.« Hm … na ja, das ist so – halt eine pubertäre Prosa, wo aber zugleich doch eine Bewegung drin ist, die nicht, vielleicht nicht nur pubertär ist, sondern von woanders herkommt. Wie hat sich denn der Peter Handke, der das geschrieben hat, verändert, wenn Sie diesen Zeitraum zurückschauen?

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Emil Tonev Man nannte ihn Ombre

Aus dem Buch – Hör mir jetzt mal zu, Junge! Dass du von Geld redest, wenn du um Hilfe bittest, ich hab keine Ahnung, wo sie dir das beigebracht haben. Bei uns gibt es so etwas nicht, dass dir das klar ist! Es klang mir sehr demonstrativ und aufgeblasen, doch ich schwieg dazu. Ich konnte auch nicht ahnen, was folgen würde … – Für das Benzin hast du nichts zu zahlen – fuhr Johann fort. – Aber – seine Augen blitzten schlau – wenn du so sehr darauf bestehst, kein Schuldner zu sein, kannst du hier bei der einen oder anderen Arbeit helfen, quasi als Kompensation … Geht das? Ich sah mir die Männer ringsumher an, um zu verstehen, ob er mich vorführte oder es ernst damit meinte. Alle mampften äußerst konzentriert, und mir schwante etwas. Scheißegal, sagte ich mir dann. – Klar geht das, warum auch nicht – sagte ich laut.

Roman ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck Aus dem Bulgarischen übersetzt von Ines Sebesta EUR 18,80 / sfr 32,00 ISBN-13 978-3-85129-746-1

N

ach eigenen abstrusen Gesetzen lebt eine Gruppe deklassierter exotischer Balkancowboys in einem Wald in Bulgarien als Köhlerkommune. Ein Serbe, ein Makedonier, ein Rom, ein Pomake, ein Bulgare, eine Traumblondine aus Russland und der arbeitslose Journalist Angel, gejagt von den Stiernacken, die die Ebene beherrschen. Ein Mikromodell des Balkans mit Helden, die nicht in ein GutBöse-Raster passen wollen. Schlüsselthemen dieser Region – Emigration, Drogen, Einsamkeit, Unglaube, Korruption, Gewalt, Manipulation der Presse, das gleichgültige Europa – werden spannend, humor- und gefühlvoll aufgerollt. Tonevs Buch erinnert nicht nur durch seinen Titel an den PaulNewman-Westernklassiker Man nannte ihn Hombre. Es ist dieser leidenschaftliche Appell an die Gerechtigkeit in einer von Gefühllosen und Mächtigen dominierten Welt, was die beiden Werke verbindet. Sowohl in Bulgarien als auch in Italien, wo Ombre 2004 erschien, wurde Tonevs Roman begeistert aufgenommen, besonders von den Jüngeren. Auf der Berlinale 2006 wählte eine Jury unter dreihundert literarischen Werken Ombre als eines der drei Bücher aus, die sich am besten als Drehbuchvorlage eignen.

»Western, Action und antike Tragödie streiten noch, in welches Genre Ombre gehört – in Wirklichkeit ist es eine zutiefst menschliche Parabel von der Suche nach der Wahrheit, in welcher der Hauptheld Ombre, ein Forest Gump des Balkans, seine zerbrechliche Stimme gegen die Gewalt erhebt.« Literaturkritiker Georgi Cankov

Emil Tonev wurde 1964 in Šipka, einer Kleinstadt am Südrand des Balkangebirges, geboren. Vom Gymnasium flog er mit sechzehn, weil er sich der Schuluniform widersetzte. Jahre auf dem Bau folgten sowie das Abitur an der Abendschule. Während seines Philologie-Studiums schrieb er die ersten Erzählungen in seinem Nebenjob als Nachtwächter – sie wurden prompt in der Unizeitung veröffentlicht. 1991 wurde Tonev Journalist und Redakteur für verschiedene Printmedien Bulgariens, 2004 Chefredakteur der Zeitschrift »Edna sedmica v Sofia«, 2006 Chefredakteur der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift »Paraleli«.

1993 erschienen seine ersten Bücher – die Gedichtsammlung Die Farben des Wolfstraumes sowie der Roman Grenze. Der gleichnamige Film entstand als französisch-bulgarische Koproduktion und wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Drei weitere Drehbücher wurden in den neunziger Jahren verfilmt, in seiner Telenovela Sombrero Blues (1998) übernahm er eine Hauptrolle. Als Dramaturg und Regisseur des Stückes Der Dummkopf auf dem Hügel machte er sich auch in der Theaterszene einen Namen. Emil Tonev lebt in Sofia. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

Zur Übersetzerin Nach Abschluss ihres Gartenbaustudiums in Bulgarien begann Ines Sebesta nebenberuflich zu dolmetschen und zu übersetzen. Seit 2001 ist sie als freie Übersetzerin, Publizistin und Reiseleiterin tätig. Im Wieser Verlag bisher erschienen: die Übersetzung Ein Haus jenseits der Welt (Georgi Danailov, 2007) und in der Reihe »Europa erlesen« Nackte Unterhaltung. Saunageschichten (2005). Ines Sebesta hat zwei Töchter und lebt am Rand Berlins.

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Emil Tonev Man nannte ihn Ombre

Aus dem Buch – Hör mir jetzt mal zu, Junge! Dass du von Geld redest, wenn du um Hilfe bittest, ich hab keine Ahnung, wo sie dir das beigebracht haben. Bei uns gibt es so etwas nicht, dass dir das klar ist! Es klang mir sehr demonstrativ und aufgeblasen, doch ich schwieg dazu. Ich konnte auch nicht ahnen, was folgen würde … – Für das Benzin hast du nichts zu zahlen – fuhr Johann fort. – Aber – seine Augen blitzten schlau – wenn du so sehr darauf bestehst, kein Schuldner zu sein, kannst du hier bei der einen oder anderen Arbeit helfen, quasi als Kompensation … Geht das? Ich sah mir die Männer ringsumher an, um zu verstehen, ob er mich vorführte oder es ernst damit meinte. Alle mampften äußerst konzentriert, und mir schwante etwas. Scheißegal, sagte ich mir dann. – Klar geht das, warum auch nicht – sagte ich laut.

Roman ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck Aus dem Bulgarischen übersetzt von Ines Sebesta EUR 18,80 / sfr 32,00 ISBN-13 978-3-85129-746-1

N

ach eigenen abstrusen Gesetzen lebt eine Gruppe deklassierter exotischer Balkancowboys in einem Wald in Bulgarien als Köhlerkommune. Ein Serbe, ein Makedonier, ein Rom, ein Pomake, ein Bulgare, eine Traumblondine aus Russland und der arbeitslose Journalist Angel, gejagt von den Stiernacken, die die Ebene beherrschen. Ein Mikromodell des Balkans mit Helden, die nicht in ein GutBöse-Raster passen wollen. Schlüsselthemen dieser Region – Emigration, Drogen, Einsamkeit, Unglaube, Korruption, Gewalt, Manipulation der Presse, das gleichgültige Europa – werden spannend, humor- und gefühlvoll aufgerollt. Tonevs Buch erinnert nicht nur durch seinen Titel an den PaulNewman-Westernklassiker Man nannte ihn Hombre. Es ist dieser leidenschaftliche Appell an die Gerechtigkeit in einer von Gefühllosen und Mächtigen dominierten Welt, was die beiden Werke verbindet. Sowohl in Bulgarien als auch in Italien, wo Ombre 2004 erschien, wurde Tonevs Roman begeistert aufgenommen, besonders von den Jüngeren. Auf der Berlinale 2006 wählte eine Jury unter dreihundert literarischen Werken Ombre als eines der drei Bücher aus, die sich am besten als Drehbuchvorlage eignen.

»Western, Action und antike Tragödie streiten noch, in welches Genre Ombre gehört – in Wirklichkeit ist es eine zutiefst menschliche Parabel von der Suche nach der Wahrheit, in welcher der Hauptheld Ombre, ein Forest Gump des Balkans, seine zerbrechliche Stimme gegen die Gewalt erhebt.« Literaturkritiker Georgi Cankov

Emil Tonev wurde 1964 in Šipka, einer Kleinstadt am Südrand des Balkangebirges, geboren. Vom Gymnasium flog er mit sechzehn, weil er sich der Schuluniform widersetzte. Jahre auf dem Bau folgten sowie das Abitur an der Abendschule. Während seines Philologie-Studiums schrieb er die ersten Erzählungen in seinem Nebenjob als Nachtwächter – sie wurden prompt in der Unizeitung veröffentlicht. 1991 wurde Tonev Journalist und Redakteur für verschiedene Printmedien Bulgariens, 2004 Chefredakteur der Zeitschrift »Edna sedmica v Sofia«, 2006 Chefredakteur der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift »Paraleli«.

1993 erschienen seine ersten Bücher – die Gedichtsammlung Die Farben des Wolfstraumes sowie der Roman Grenze. Der gleichnamige Film entstand als französisch-bulgarische Koproduktion und wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Drei weitere Drehbücher wurden in den neunziger Jahren verfilmt, in seiner Telenovela Sombrero Blues (1998) übernahm er eine Hauptrolle. Als Dramaturg und Regisseur des Stückes Der Dummkopf auf dem Hügel machte er sich auch in der Theaterszene einen Namen. Emil Tonev lebt in Sofia. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

Zur Übersetzerin Nach Abschluss ihres Gartenbaustudiums in Bulgarien begann Ines Sebesta nebenberuflich zu dolmetschen und zu übersetzen. Seit 2001 ist sie als freie Übersetzerin, Publizistin und Reiseleiterin tätig. Im Wieser Verlag bisher erschienen: die Übersetzung Ein Haus jenseits der Welt (Georgi Danailov, 2007) und in der Reihe »Europa erlesen« Nackte Unterhaltung. Saunageschichten (2005). Ines Sebesta hat zwei Töchter und lebt am Rand Berlins.

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Norbert Schreiber bei Wieser

Mit Beiträgen von Margaretha Mommsen

Norbert S chreiber  / L ojze W ieser (H g .)

Europa was nun? Träume und Traumata Essays Edition Geist & Gegenwart 200 Seiten, englische Broschur EUR 15,00 / sfr 26,00 ISBN-13 978-3-85129-607-5

Norbert Schreiber (Hg.) Russland Der Kaukasische Teufelskreis oder Die lupenreine Demokratie

Joschka Fischer Eduard Schewardnadse Irina Scherbakowa

Essay ca. 250 Seiten, englische Broschur

Lutz Güllner

EUR 19,80 / sfr 33,60

Gerd Koenen

ISBN-13 978-3-85129-689-1

Hans Georg Heinrich Sergei Kowaljow Volker Beck Thomas Roth Dirk Sager Norbert S chreiber (H g .)

Anna Politkowskaja Chronik eines angekündigten Mordes 250 Seiten, englische Broschur EUR 19,80 / sfr 33,60 ISBN-13 978-3-85129-652-5

Susanne Scholl Boris Reitschuster Mainat Abdullajewa Freimut Duve Igor Safronov Andreij Nekrasov

R

ussland hat viele Gesichter. Manche sind versteckt wie die Puppe in der Puppe, in der auch die offenen Fragen verborgen sind. Wohin treibt Russland? Wer wird dieses Land künftig regieren? Entsteht eine neue Diktatur vor der europäischen Tür? Geht das Morden in Tschetschenien weiter? Was ist das politische Erbe der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja? Geht das Auftragsmorden weiter? Wie erfolgreich ist der Kampf um die Menschenrechte? Was denkt die junge Generation Russlands? Wie verhalten sich die neuen Machthaber auf internationaler Bühne? Muss Deutschland um seine Energieversorgung fürchten? Stirbt die Pressefreiheit in Osteuropa einen langsamen Tod? Journalisten, Politiker und Russlandexperten aus Ost und West antworten. Russland – die »lupenreine Demokratie«. Dieses Buch kann als Lupe benutzt werden.

Jens Siegert Erich Follath Wolfgang Petritsch Lojze Wieser Norbert S chreiber (H g .)

Böhmerwald

252 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-683-9

Kerstin Holm Michael Ryklin Predrag Matvejević Anne Sylvie König Petra Luisa Meyer Kreisky-Forum Ilja Politkowsky Anna Politkowskaja

Norbert Schreiber, langjähriger Hörfunkjournalist der ARD, ist im Programmbereich Kultur, Bildung, Wissenschaft des Hessischen Rundfunks tätig. Er moderiert unter anderem die Talksendung »Doppelkopf«. Als Initiator der Tschernobyl-Hilfsbewegung erhielt er den Robert-Bosch-Preis für ehrenamtliches Engagement in Osteuropa. Im Wieser Verlag erschienen: Anna Politkowskaja. Chronik eines angekündigten Mordes; Europa was nun? Träume und Traumata (mit Lojze Wieser); Europa erlesen: Böhmerwald. |9


Norbert Schreiber bei Wieser

Mit Beiträgen von Margaretha Mommsen

Norbert S chreiber  / L ojze W ieser (H g .)

Europa was nun? Träume und Traumata Essays Edition Geist & Gegenwart 200 Seiten, englische Broschur EUR 15,00 / sfr 26,00 ISBN-13 978-3-85129-607-5

Norbert Schreiber (Hg.) Russland Der Kaukasische Teufelskreis oder Die lupenreine Demokratie

Joschka Fischer Eduard Schewardnadse Irina Scherbakowa

Essay ca. 250 Seiten, englische Broschur

Lutz Güllner

EUR 19,80 / sfr 33,60

Gerd Koenen

ISBN-13 978-3-85129-689-1

Hans Georg Heinrich Sergei Kowaljow Volker Beck Thomas Roth Dirk Sager Norbert S chreiber (H g .)

Anna Politkowskaja Chronik eines angekündigten Mordes 250 Seiten, englische Broschur EUR 19,80 / sfr 33,60 ISBN-13 978-3-85129-652-5

Susanne Scholl Boris Reitschuster Mainat Abdullajewa Freimut Duve Igor Safronov Andreij Nekrasov

R

ussland hat viele Gesichter. Manche sind versteckt wie die Puppe in der Puppe, in der auch die offenen Fragen verborgen sind. Wohin treibt Russland? Wer wird dieses Land künftig regieren? Entsteht eine neue Diktatur vor der europäischen Tür? Geht das Morden in Tschetschenien weiter? Was ist das politische Erbe der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja? Geht das Auftragsmorden weiter? Wie erfolgreich ist der Kampf um die Menschenrechte? Was denkt die junge Generation Russlands? Wie verhalten sich die neuen Machthaber auf internationaler Bühne? Muss Deutschland um seine Energieversorgung fürchten? Stirbt die Pressefreiheit in Osteuropa einen langsamen Tod? Journalisten, Politiker und Russlandexperten aus Ost und West antworten. Russland – die »lupenreine Demokratie«. Dieses Buch kann als Lupe benutzt werden.

Jens Siegert Erich Follath Wolfgang Petritsch Lojze Wieser Norbert S chreiber (H g .)

Böhmerwald

252 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-683-9

Kerstin Holm Michael Ryklin Predrag Matvejević Anne Sylvie König Petra Luisa Meyer Kreisky-Forum Ilja Politkowsky Anna Politkowskaja

Norbert Schreiber, langjähriger Hörfunkjournalist der ARD, ist im Programmbereich Kultur, Bildung, Wissenschaft des Hessischen Rundfunks tätig. Er moderiert unter anderem die Talksendung »Doppelkopf«. Als Initiator der Tschernobyl-Hilfsbewegung erhielt er den Robert-Bosch-Preis für ehrenamtliches Engagement in Osteuropa. Im Wieser Verlag erschienen: Anna Politkowskaja. Chronik eines angekündigten Mordes; Europa was nun? Träume und Traumata (mit Lojze Wieser); Europa erlesen: Böhmerwald. |9


Anton Hykisch Zeit der Meister

Tim Sharp Cap Manuel Book

Historischer Roman Aus dem Slowakischen von Johannes Eigner 396 Seiten, englische Broschur

Essay Deutsch/Englisch Ins Deutsche übertragen von Julian Sharp 70 Seiten, englische Broschur, mit zehn Schwarzweißfotografien

EUR 18,80 / sfr 33,00 ISBN-13 978-3-85129-565-8

EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-690-7

D

ie Zeit der großen spätgotischen Altarkünstler auf dem Gebiet der heutigen Slowakei. Der geheimnisvolle Künstler aus Banska Štiavnica (Schemnitz), von dessen Namen nur die Initialen M. S. überliefert sind, erschafft die berühmten Altarbilder der Katharinen-Kirche in der damals blühenden Bergbaustadt an der Wende zum 16. Jahrhundert. Die Bilder verschwinden im Zuge der Türkeneinfälle und tauchen erst wieder im 19. Jahrhundert auf. Heute sind sie in Museen der Kirche und des Staates aufgeteilt. Hykisch, selbst aus Banska Štiavnica stammend, entwirft um die wenigen biografischen Anhaltspunkte von »Meister Sebastian« eine spannende Lebens- und Schaffensgeschichte und verknüpft sie kunstvoll mit der seines Gegenspielers, des Bildhauers und Schöpfers der Altarfiguren der KatharinenKirche, Meister Salius. Sind die beiden zeitweiligen Weggefährten mit denselben Initialen gar eine historische Figur?

Anton Hykisch, geboren 1932 in Banská Štiavnica, Mittelslowakei, zählt zu den bedeutendsten slowakischen Schriftstellern und ist einer der führenden Vertreter der sogenannten Generation 1966. Sein Grundzug in allen Werken ist die Gesellschaftskritik. Er verurteilt sittliche Leere, Protektionismus und Bestechlichkeit. Bekannteste Werke: Atomsommer (Roman, 1986), Urlaub in Peking (Reisebuch, 1990), Zeit der Meister (historischer Roman, 1983) und Es lebe die Königin (historischer Roman, 1984); weiters Drehbücher für den Rundfunk. Zum Übersetzer Johannes Eigner, geboren 1960 in Bad St. Leonhard im Lavanttal (Kärnten); Gymnasium und Studium in Graz (Dr. iur.; daneben Dolmetscher- und Übersetzerstudium in Französisch und Russisch); Post-graduate-Studium in Frankreich; 1985 Eintritt in den diplomatischen Dienst des österreichischen Außenministeriums; Auslandsposten in Kairo und Moskau; 1999–2004 stv. Leiter der österreichischen Botschaft in Bratislava; seit 2005 Leiter der Abteilung für EU-Erweiterung im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. 10 | Frühjahr ’08

Aus dem Buch Der Justizpalast in Dakar ist immer noch die Endstation einer der Hauptbuslinien der Stadt, obwohl nur mehr wenige Passagiere hier ein- oder aussteigen. Die Busse versammeln sich aber weiterhin hier, vier, fünf, sechs von ihnen, dunkelblau, sich zusammendrängend in einer Ecke des Parkplatzes, als ob sie einem alten Herdeninstinkt folgten. Bussarde kreisen darüber, von Thermalluft hochgetragen. The Palais de Justice in Dakar is still the terminus for one of the city’s main bus routes though few passengers seem to alight or board here any more. The buses themselves however, continue to congregate here, four, five, six of them, dark blue, huddled into a corner of the car park as if following some ancient herd instinct. Buzzards circle overhead on thermals spawned by the headland.

A

m Stadtrand von Dakar, hoch oben auf einem erodierten Kap, das den Atlantik überblickt, steht ein beinahe verlassenes Gebäude, das einst Senegals Justizpalast war … Dieser Text, zum Teil Fiktion, zum Teil Tatsache und manchmal autobiografisch, nimmt das Gebäude und dessen Inventar zum Ausgangspunkt für eine Betrachtung von Geschichte als permanent rekonstruierbare Erzählung.

Tim Sharp, geboren 1947 in Perth, Schottland. Autor und bildender Künstler in den Medien Film, Installation, Fotografie. Lebt und arbeitet in Wien. Zum Übersetzer Julian Sharp, geboren 1984, ist als Schauspieler, Regisseur und Übersetzer tätig.

| 11


Anton Hykisch Zeit der Meister

Tim Sharp Cap Manuel Book

Historischer Roman Aus dem Slowakischen von Johannes Eigner 396 Seiten, englische Broschur

Essay Deutsch/Englisch Ins Deutsche übertragen von Julian Sharp 70 Seiten, englische Broschur, mit zehn Schwarzweißfotografien

EUR 18,80 / sfr 33,00 ISBN-13 978-3-85129-565-8

EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-690-7

D

ie Zeit der großen spätgotischen Altarkünstler auf dem Gebiet der heutigen Slowakei. Der geheimnisvolle Künstler aus Banska Štiavnica (Schemnitz), von dessen Namen nur die Initialen M. S. überliefert sind, erschafft die berühmten Altarbilder der Katharinen-Kirche in der damals blühenden Bergbaustadt an der Wende zum 16. Jahrhundert. Die Bilder verschwinden im Zuge der Türkeneinfälle und tauchen erst wieder im 19. Jahrhundert auf. Heute sind sie in Museen der Kirche und des Staates aufgeteilt. Hykisch, selbst aus Banska Štiavnica stammend, entwirft um die wenigen biografischen Anhaltspunkte von »Meister Sebastian« eine spannende Lebens- und Schaffensgeschichte und verknüpft sie kunstvoll mit der seines Gegenspielers, des Bildhauers und Schöpfers der Altarfiguren der KatharinenKirche, Meister Salius. Sind die beiden zeitweiligen Weggefährten mit denselben Initialen gar eine historische Figur?

Anton Hykisch, geboren 1932 in Banská Štiavnica, Mittelslowakei, zählt zu den bedeutendsten slowakischen Schriftstellern und ist einer der führenden Vertreter der sogenannten Generation 1966. Sein Grundzug in allen Werken ist die Gesellschaftskritik. Er verurteilt sittliche Leere, Protektionismus und Bestechlichkeit. Bekannteste Werke: Atomsommer (Roman, 1986), Urlaub in Peking (Reisebuch, 1990), Zeit der Meister (historischer Roman, 1983) und Es lebe die Königin (historischer Roman, 1984); weiters Drehbücher für den Rundfunk. Zum Übersetzer Johannes Eigner, geboren 1960 in Bad St. Leonhard im Lavanttal (Kärnten); Gymnasium und Studium in Graz (Dr. iur.; daneben Dolmetscher- und Übersetzerstudium in Französisch und Russisch); Post-graduate-Studium in Frankreich; 1985 Eintritt in den diplomatischen Dienst des österreichischen Außenministeriums; Auslandsposten in Kairo und Moskau; 1999–2004 stv. Leiter der österreichischen Botschaft in Bratislava; seit 2005 Leiter der Abteilung für EU-Erweiterung im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. 10 | Frühjahr ’08

Aus dem Buch Der Justizpalast in Dakar ist immer noch die Endstation einer der Hauptbuslinien der Stadt, obwohl nur mehr wenige Passagiere hier ein- oder aussteigen. Die Busse versammeln sich aber weiterhin hier, vier, fünf, sechs von ihnen, dunkelblau, sich zusammendrängend in einer Ecke des Parkplatzes, als ob sie einem alten Herdeninstinkt folgten. Bussarde kreisen darüber, von Thermalluft hochgetragen. The Palais de Justice in Dakar is still the terminus for one of the city’s main bus routes though few passengers seem to alight or board here any more. The buses themselves however, continue to congregate here, four, five, six of them, dark blue, huddled into a corner of the car park as if following some ancient herd instinct. Buzzards circle overhead on thermals spawned by the headland.

A

m Stadtrand von Dakar, hoch oben auf einem erodierten Kap, das den Atlantik überblickt, steht ein beinahe verlassenes Gebäude, das einst Senegals Justizpalast war … Dieser Text, zum Teil Fiktion, zum Teil Tatsache und manchmal autobiografisch, nimmt das Gebäude und dessen Inventar zum Ausgangspunkt für eine Betrachtung von Geschichte als permanent rekonstruierbare Erzählung.

Tim Sharp, geboren 1947 in Perth, Schottland. Autor und bildender Künstler in den Medien Film, Installation, Fotografie. Lebt und arbeitet in Wien. Zum Übersetzer Julian Sharp, geboren 1984, ist als Schauspieler, Regisseur und Übersetzer tätig.

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EUROPA ERLESEN - LITERATURSCHAUPLATZ

Ernst Brauner Struldbrugs

Wolfgang Koch (Hg.) Blut in den Mund Hermann Nitsch am Wort Von A bis Z

Roman ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 21,00 / sfr 35,50

ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck

ISBN-13 978-3-85129-702-7

EUR 12,95 / sfr 22,80

Das dritte Jahrtausend war schon in sein zweites Jahrzehnt getreten, da konstatierte unser Held an sich eine seltsame Veränderung. Das heißt, er registrierte genau das Gegenteil: das Ausbleiben von Veränderungen, wie sie seinem Alter – er war eben siebzig geworden – zugekommen wären und wie sie alle anderen Gleichaltrigen auch mehr oder minder heftig, mehr oder minder dicht trafen … Aber alles in allem: Der unübersehbare Tat- oder besser gesagt Datenbestand seines Alters blieb seltsam folgenlos, als hätte er (oder ein anderer) nur einen Film im Kino zu sehen bekommen oder einen medizinischen Thriller im Fernsehen. Und dann geht man aus dem Saal oder dreht die Flimmerkiste ab und streift alles ab, was man zuvor gesehen und miterlebt hat, weil es eben anderen zugekommen ist, denen auf der Leinwand oder in der Braun’schen Röhre – nicht einem selbst!

»S

truldbrugs« heißen bei Jonathan Swift jene Unsterblichen, denen Gulliver auf seiner dritten Reise auf einer Insel im Pazifischen Ozean begegnet. Alternde Unsterbliche bis in alle Ewigkeit, kein erfüllter Menschheitstraum, sondern ein jammervoller und erbärmlicher Albtraum.Um die Unsterblichkeit geht es auch bei Brauner. Sein Buch handelt vom Altwerden und Altsein, vor allem aber davon, wie Staat und Gesellschaft mit der wachsenden Zahl der Alten fertig zu werden versuchen … nicht ohne Grausamkeit und mit fataler Wiederholung der Praxis unseliger, relativ junger Vergangenheit. Am Lebensabend des Helden dieser Geschichte voller Höhenflüge und Abstürze erfüllt sich, was – in welchen Metamorphosen auch immer – früher oder später jedem von uns bevorstehen mag.

D

er Wiener Aktionskünstler Hermann Nitsch, der 2008 seinen 70. Geburtstag feiert, gilt bereits als Ikone des 20. Jahrhunderts. Nitsch ist ein Anbeter alles Sinnlichen, lebensreligiöser Emphatiker, Pathetiker und Charmeur, philosophischer Kosmiker und zugleich tiefgläubiger Atheist. Der »Rubens der Asketen«, wie ihn Günter Brus einmal nannte, verbindet sanfte Transzendenzträumerei mit einer kompromisslosen Suche nach dem Urexzess. Im OrgienMysterien-Theater geht es um die stärksten Empfindungen, inklusive des schlicht Ekelhaften als einer Variante des Grotesken. Das polarisiert. Seit fünf Jahrzehnten färbt Nitsch die Kunst rot ein und meint damit die Welt. Ebenso lange kommentiert er sein eigenes Schaffen. Dieser Band versammelt 777 prägnante Aussagen, die sich dem Aphorismus annähern. Ist Nitsch ein Provokateur? Wer seine sorgfältig ausgewählten Einlassungen liest, wird schnell eines Besseren belehrt: Da spricht einer, für den Kunst die höchste Quelle der Freude ist, das wahre Fest des Lebens. Die längst kristallisierte Masse des Gesamtkunstwerks zeigt sich in den lebendigen Gedanken noch einmal im Kessel, kochend und brodelnd.

Fotos: Peter Kasperak

Aus dem Buch

ISBN-13 978-3-85129-745-4

M Verdrängtes wird durch die Malerei bewusst. (1983) Gute Malerei muss man mit den Augen essen können. (1995) Nicht der Mensch ist der Mittelpunkt der Schöpfung. Der Mensch ist ein Durchgangsstadium. Nicht der Mensch interessiert mich, sondern das Ganze. (1976)

Ernst Brauner, 1928 in Wien geboren. Studium der Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften; Dissertation Zur Ästhetik des Films. Drei Ehen, fünf Kinder. Brotberuf in der Medienbranche (Redakteur, Verlagsleiter). Veröffentlichungen: Lyrik (Frauen), Romane (Die Schalen des Zorns), Theater (Oratorium für Wölfe, (Rosenbaum. König der Juden), Fernsehproduktionen (Das Kreuz, Der Kardinal). 12 | Frühjahr ’08

Ich will die Menschheit vom Animalischen befreien. (1960) Wolfgang Koch, Journalist und Schriftsteller in Wien, Lärmmusiker beim Dreitagespiel 1984 und Pressesprecher des Sechstagespiels 1998. Im Wieser Verlag erschienen: der Essayband Geschichte der Gewalt. Das Unglück des 20. Jahrhunderts 2005, der Ungarnroman Das Leben des János 2006.

Jeder militärische Apparat ist mir zutiefst zuwider. (1974) Musik ereignet sich auch beim Atmen. (2004) Um das Trauma des Opfers, des Tötens, ranken sich alle Mythen. (1995) | 13


EUROPA ERLESEN - LITERATURSCHAUPLATZ

Ernst Brauner Struldbrugs

Wolfgang Koch (Hg.) Blut in den Mund Hermann Nitsch am Wort Von A bis Z

Roman ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 21,00 / sfr 35,50

ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck

ISBN-13 978-3-85129-702-7

EUR 12,95 / sfr 22,80

Das dritte Jahrtausend war schon in sein zweites Jahrzehnt getreten, da konstatierte unser Held an sich eine seltsame Veränderung. Das heißt, er registrierte genau das Gegenteil: das Ausbleiben von Veränderungen, wie sie seinem Alter – er war eben siebzig geworden – zugekommen wären und wie sie alle anderen Gleichaltrigen auch mehr oder minder heftig, mehr oder minder dicht trafen … Aber alles in allem: Der unübersehbare Tat- oder besser gesagt Datenbestand seines Alters blieb seltsam folgenlos, als hätte er (oder ein anderer) nur einen Film im Kino zu sehen bekommen oder einen medizinischen Thriller im Fernsehen. Und dann geht man aus dem Saal oder dreht die Flimmerkiste ab und streift alles ab, was man zuvor gesehen und miterlebt hat, weil es eben anderen zugekommen ist, denen auf der Leinwand oder in der Braun’schen Röhre – nicht einem selbst!

»S

truldbrugs« heißen bei Jonathan Swift jene Unsterblichen, denen Gulliver auf seiner dritten Reise auf einer Insel im Pazifischen Ozean begegnet. Alternde Unsterbliche bis in alle Ewigkeit, kein erfüllter Menschheitstraum, sondern ein jammervoller und erbärmlicher Albtraum.Um die Unsterblichkeit geht es auch bei Brauner. Sein Buch handelt vom Altwerden und Altsein, vor allem aber davon, wie Staat und Gesellschaft mit der wachsenden Zahl der Alten fertig zu werden versuchen … nicht ohne Grausamkeit und mit fataler Wiederholung der Praxis unseliger, relativ junger Vergangenheit. Am Lebensabend des Helden dieser Geschichte voller Höhenflüge und Abstürze erfüllt sich, was – in welchen Metamorphosen auch immer – früher oder später jedem von uns bevorstehen mag.

D

er Wiener Aktionskünstler Hermann Nitsch, der 2008 seinen 70. Geburtstag feiert, gilt bereits als Ikone des 20. Jahrhunderts. Nitsch ist ein Anbeter alles Sinnlichen, lebensreligiöser Emphatiker, Pathetiker und Charmeur, philosophischer Kosmiker und zugleich tiefgläubiger Atheist. Der »Rubens der Asketen«, wie ihn Günter Brus einmal nannte, verbindet sanfte Transzendenzträumerei mit einer kompromisslosen Suche nach dem Urexzess. Im OrgienMysterien-Theater geht es um die stärksten Empfindungen, inklusive des schlicht Ekelhaften als einer Variante des Grotesken. Das polarisiert. Seit fünf Jahrzehnten färbt Nitsch die Kunst rot ein und meint damit die Welt. Ebenso lange kommentiert er sein eigenes Schaffen. Dieser Band versammelt 777 prägnante Aussagen, die sich dem Aphorismus annähern. Ist Nitsch ein Provokateur? Wer seine sorgfältig ausgewählten Einlassungen liest, wird schnell eines Besseren belehrt: Da spricht einer, für den Kunst die höchste Quelle der Freude ist, das wahre Fest des Lebens. Die längst kristallisierte Masse des Gesamtkunstwerks zeigt sich in den lebendigen Gedanken noch einmal im Kessel, kochend und brodelnd.

Fotos: Peter Kasperak

Aus dem Buch

ISBN-13 978-3-85129-745-4

M Verdrängtes wird durch die Malerei bewusst. (1983) Gute Malerei muss man mit den Augen essen können. (1995) Nicht der Mensch ist der Mittelpunkt der Schöpfung. Der Mensch ist ein Durchgangsstadium. Nicht der Mensch interessiert mich, sondern das Ganze. (1976)

Ernst Brauner, 1928 in Wien geboren. Studium der Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften; Dissertation Zur Ästhetik des Films. Drei Ehen, fünf Kinder. Brotberuf in der Medienbranche (Redakteur, Verlagsleiter). Veröffentlichungen: Lyrik (Frauen), Romane (Die Schalen des Zorns), Theater (Oratorium für Wölfe, (Rosenbaum. König der Juden), Fernsehproduktionen (Das Kreuz, Der Kardinal). 12 | Frühjahr ’08

Ich will die Menschheit vom Animalischen befreien. (1960) Wolfgang Koch, Journalist und Schriftsteller in Wien, Lärmmusiker beim Dreitagespiel 1984 und Pressesprecher des Sechstagespiels 1998. Im Wieser Verlag erschienen: der Essayband Geschichte der Gewalt. Das Unglück des 20. Jahrhunderts 2005, der Ungarnroman Das Leben des János 2006.

Jeder militärische Apparat ist mir zutiefst zuwider. (1974) Musik ereignet sich auch beim Atmen. (2004) Um das Trauma des Opfers, des Tötens, ranken sich alle Mythen. (1995) | 13


EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Hans R aimund (Hg.) Virgilio Giotti Kleine Töne meine Töne / Pice note mie note 50 Gedichte Deutsch / Italienisch Mit einem Vorwort des Herausgebers Aus dem Triestiner Italienischen übersetzt von Hans Raimund ca. 100 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-680-8

G Lojze Wieser Molitev otrok / Gebet der Kinder CD EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-743-0

Als Rede konzipiert, wird das Gedicht zu einer Litanei der Fragen über die heutige Welt und die Zukunft der Kinder.

Frederick Baker (Hg.) Oxbridge ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck EUR 12,95 / sfr 22,80

Vom Autor im Studio des freien Radio Agora slowenisch und deutsch eingelesen.

iotti, dessen Werk in Italien ein bemerkenswertes Echo fand, blieb außerhalb Italiens unbekannt. Wohl deswegen, weil ein Großteil seines lyrischen Werks im Triestiner Dialekt geschrieben ist. Eine höchst persönliche, raffinierte und rational gefilterte Sprache, der nichts volkstümlich Mundartliches mehr anhaftet. In seiner Lyrik lebt Triest mit seinen Menschen, dem Volksleben, den Vororten, dem Hafen, den Gassen, den kleinen Bars und Geschäften, mit seinem »mar« (Meer) und seinem »ziel« (Himmel), seinen Farben und Schatten. Die Gedichte zeichnen Situationen aus dem Alltagsleben der kleinen Leute, als Epiphanien erlebt, als flüchtige Momente eines aus nichts gemachten Glücks, sind liebevolle, gleichsam aquarellierte Schilderungen alltäglicher Szenerien, ein Zeugnis von Giottis Nähe zur Malerei. Die vorliegende Auswahl ist die erste Präsentation des Dichters in deutscher Sprache. Zum Herausgeber und Übersetzer Hans Raimund, geboren 1945, studierte Musik, Germanistik, Anglistik; AHS-Lehrer von 1972 bis 1984; lebte und arbeitete als freier Schriftsteller und Übersetzer in Duino bei Triest, seit 1997 wieder in Österreich (Wien und Burgenland).Veröffentlichungen: Lyrik (zuletzt Er tanzt. Improvisationen), Essays und Prosa (zuletzt Vexierbilder. Prosa aus den Hochstrasser Heften), Übersetzungen aus dem Italienischen (Gesualdo Bufalino, Sergio Solmi, Lucio Piccolo), dem Französischen (Anne Meistersheim), dem Englischen (Michael Hamburger). Zahlreiche Preise und Stipendien (Wystan-Hugh-Auden-Übersetzerpreis 1992, GeorgTrakl-Preis 1994, Würdigungspreis des Landes Niederösterreich 1998, Premio Città Ascoli-Piceno 2002, BEWAG-Preis 2002, Anton-WildgansPreis der Industrie 2004).

ISBN-13 978-3-85129-681-5

Mit Texten von Julian Barnes, John Bayley, Bill Bryson, Lord Byron, Elias Canetti, Kenneth Carey, Peter J. Conradi, Karel Čapek, Donald Davie, Klaus Dermutz, Gitta Deutsch, John Donne, Sir Arthur Conan Doyle, Andreas Feiertag, Theodor Fontane, Stephen Fry, Thomas Gray, Graham Greene, Julien Green, Germaine Greer, Thomas Hardy, Robert Harris, Frank Harris, Evelyn Holloway, Nick Hornby, Ted Hughes, Aldous Huxley, John F. Jungclaussen, John Keats, Ernst Krenek, Phillip Larkin, Nina J. Libermann, Monthy Python’s Flying Circus (Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin), Javier Maraís, Ian Mcewan, Robert Menasse, Ray Monk, Vladimir Nabokov, John E. Neale, Karl Raimund Popper, Ruth Rehmann, Hilde Spiel, Paul Strathern, Graham Swift, Rabindranath Tagore,Thomas Vašek, Voltaire, Evelyn Waugh, Stefan Zweig. 14 | Frühjahr ’08

Lojze Wieser, Verleger, Herausgeber und Autor. Seit 1987 sind gut 700 Bücher erschienen. Die Reihe »Europa erlesen« und die »Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens« erreichen mittlerweile Kultstatus. Zuletzt erschienen Kochen unter anderen Sternen. Geschichten über entlegene Speisen (2007), Die Zunge reicht weiter als die Hand. Anmerkungen eines Grenzverlegers (2004), S knjigo v svet. Eseji in pripombe. 1981–2006 (2007; Ü: Mit dem Buch in die Welt. Essays und Anmerkungen. 1981–2006). Als Herausgeber: Der Vielfalt verpflichtet. Europa im Gespräch (2005, gemeinsam mit B. Rinner); Europa erlesen: Zwischen Fels und Nebel (2006, gemeinsam mit K. Perryman); Europa was nun? Zwischen Traum und Traumata (2007, gemeinsam mit N. Schreiber).

Zum Autor Eine der interessantesten und liebenswertesten Gestalten der Triestiner Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren 1885 in Triest als Virgilio Schönbeck, Kind eines österreichischen Vaters und einer italienischen Mutter. Ihren Namen, Ghiotto, wird er später als Pseudonym wählen. Besuch der Klasse für dekorative Malerei an der Triester Scuola Industriale.1907 Übersiedlung nach Florenz, um dem österreichischen Militärdienst zu entgehen. Erster Gedichtband Piccolo canzoniere in dialetto triestino. Heirat mit einer Moskauer Russin, drei Kinder. 1919 Rückkehr mit der Familie nach Triest. Giotti war im damals noch regen Literaturleben Triests eine populäre Figur. Die intellektuelle Elite der Stadt – Svevo, der Maler Bolàffio, Voghera, Bazlen – traf sich in Umberto Sabas Antiquariat in der via San Nicolò oder im Café Garibaldi. Für Pier Antonio Quarantotti Gambini war Giotti »eine einzigartige, unverwechselbare Persönlichkeit des alten und neuen Triest«. Giotti verdiente seinen Lebensunterhalt als Handlungsreisender für Spielzeug, als Zeitungs- und Buchhändler, später als Spitalsbediensteter. Er blieb sein Leben lang arm. Im Alter musste er den Tod beider Söhne an der russischen Front und die Geisteskrankheit seiner Ehefrau ertragen. Giotti starb im September 1957, vier Wochen nach dem jähen Tod seines Freundes Umberto Saba.

Aus dem Buch Alte Gattin Sie liegt im Bett, im Finstern, eine Weile wach; und sie spürt den Atem ihres Gatten, welcher ruhig schläft, auch er schon alt jetzt. Und sie denkt: schön ists, sich zu spüren neben seinem Atem da, zu spüren im Finstern daß er da ist, nicht allein zu sein im Leben. Sie denkt: die Finsternis macht Angst; vielleicht weil Sterben Gehen ist in eine große Finsternis. Das denkt sie; und sie hört dem ruhigen Atem zu noch und hat keine Angst, nicht vor dem Finstern, nicht vor dem Leben, auch vor dem Sterben nicht, das allen widerfährt. Vècia móglie La xe in leto, nel scuro, svea un poco; e la senti el respiro del marì che queto dormi, vècio anca lui ’desso. E la pensa: xe bel sintirse arente ’sto respiro de lui, sintir nel scuro ch’el xe là, no èsser soli ne la vita. La pensa: el scuro fa paura; forsi parchè morir xe andar ’n un grando scuro ’Sto qua la pensa; e la scolta quel quieto respiro ancora, e no’ la ga paura nò del scuro, nò de la vita, gnanca no del morir, quel che a tuti ghe ’riva. | 15


EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Hans R aimund (Hg.) Virgilio Giotti Kleine Töne meine Töne / Pice note mie note 50 Gedichte Deutsch / Italienisch Mit einem Vorwort des Herausgebers Aus dem Triestiner Italienischen übersetzt von Hans Raimund ca. 100 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-680-8

G Lojze Wieser Molitev otrok / Gebet der Kinder CD EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-743-0

Als Rede konzipiert, wird das Gedicht zu einer Litanei der Fragen über die heutige Welt und die Zukunft der Kinder.

Frederick Baker (Hg.) Oxbridge ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck EUR 12,95 / sfr 22,80

Vom Autor im Studio des freien Radio Agora slowenisch und deutsch eingelesen.

iotti, dessen Werk in Italien ein bemerkenswertes Echo fand, blieb außerhalb Italiens unbekannt. Wohl deswegen, weil ein Großteil seines lyrischen Werks im Triestiner Dialekt geschrieben ist. Eine höchst persönliche, raffinierte und rational gefilterte Sprache, der nichts volkstümlich Mundartliches mehr anhaftet. In seiner Lyrik lebt Triest mit seinen Menschen, dem Volksleben, den Vororten, dem Hafen, den Gassen, den kleinen Bars und Geschäften, mit seinem »mar« (Meer) und seinem »ziel« (Himmel), seinen Farben und Schatten. Die Gedichte zeichnen Situationen aus dem Alltagsleben der kleinen Leute, als Epiphanien erlebt, als flüchtige Momente eines aus nichts gemachten Glücks, sind liebevolle, gleichsam aquarellierte Schilderungen alltäglicher Szenerien, ein Zeugnis von Giottis Nähe zur Malerei. Die vorliegende Auswahl ist die erste Präsentation des Dichters in deutscher Sprache. Zum Herausgeber und Übersetzer Hans Raimund, geboren 1945, studierte Musik, Germanistik, Anglistik; AHS-Lehrer von 1972 bis 1984; lebte und arbeitete als freier Schriftsteller und Übersetzer in Duino bei Triest, seit 1997 wieder in Österreich (Wien und Burgenland).Veröffentlichungen: Lyrik (zuletzt Er tanzt. Improvisationen), Essays und Prosa (zuletzt Vexierbilder. Prosa aus den Hochstrasser Heften), Übersetzungen aus dem Italienischen (Gesualdo Bufalino, Sergio Solmi, Lucio Piccolo), dem Französischen (Anne Meistersheim), dem Englischen (Michael Hamburger). Zahlreiche Preise und Stipendien (Wystan-Hugh-Auden-Übersetzerpreis 1992, GeorgTrakl-Preis 1994, Würdigungspreis des Landes Niederösterreich 1998, Premio Città Ascoli-Piceno 2002, BEWAG-Preis 2002, Anton-WildgansPreis der Industrie 2004).

ISBN-13 978-3-85129-681-5

Mit Texten von Julian Barnes, John Bayley, Bill Bryson, Lord Byron, Elias Canetti, Kenneth Carey, Peter J. Conradi, Karel Čapek, Donald Davie, Klaus Dermutz, Gitta Deutsch, John Donne, Sir Arthur Conan Doyle, Andreas Feiertag, Theodor Fontane, Stephen Fry, Thomas Gray, Graham Greene, Julien Green, Germaine Greer, Thomas Hardy, Robert Harris, Frank Harris, Evelyn Holloway, Nick Hornby, Ted Hughes, Aldous Huxley, John F. Jungclaussen, John Keats, Ernst Krenek, Phillip Larkin, Nina J. Libermann, Monthy Python’s Flying Circus (Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin), Javier Maraís, Ian Mcewan, Robert Menasse, Ray Monk, Vladimir Nabokov, John E. Neale, Karl Raimund Popper, Ruth Rehmann, Hilde Spiel, Paul Strathern, Graham Swift, Rabindranath Tagore,Thomas Vašek, Voltaire, Evelyn Waugh, Stefan Zweig. 14 | Frühjahr ’08

Lojze Wieser, Verleger, Herausgeber und Autor. Seit 1987 sind gut 700 Bücher erschienen. Die Reihe »Europa erlesen« und die »Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens« erreichen mittlerweile Kultstatus. Zuletzt erschienen Kochen unter anderen Sternen. Geschichten über entlegene Speisen (2007), Die Zunge reicht weiter als die Hand. Anmerkungen eines Grenzverlegers (2004), S knjigo v svet. Eseji in pripombe. 1981–2006 (2007; Ü: Mit dem Buch in die Welt. Essays und Anmerkungen. 1981–2006). Als Herausgeber: Der Vielfalt verpflichtet. Europa im Gespräch (2005, gemeinsam mit B. Rinner); Europa erlesen: Zwischen Fels und Nebel (2006, gemeinsam mit K. Perryman); Europa was nun? Zwischen Traum und Traumata (2007, gemeinsam mit N. Schreiber).

Zum Autor Eine der interessantesten und liebenswertesten Gestalten der Triestiner Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren 1885 in Triest als Virgilio Schönbeck, Kind eines österreichischen Vaters und einer italienischen Mutter. Ihren Namen, Ghiotto, wird er später als Pseudonym wählen. Besuch der Klasse für dekorative Malerei an der Triester Scuola Industriale.1907 Übersiedlung nach Florenz, um dem österreichischen Militärdienst zu entgehen. Erster Gedichtband Piccolo canzoniere in dialetto triestino. Heirat mit einer Moskauer Russin, drei Kinder. 1919 Rückkehr mit der Familie nach Triest. Giotti war im damals noch regen Literaturleben Triests eine populäre Figur. Die intellektuelle Elite der Stadt – Svevo, der Maler Bolàffio, Voghera, Bazlen – traf sich in Umberto Sabas Antiquariat in der via San Nicolò oder im Café Garibaldi. Für Pier Antonio Quarantotti Gambini war Giotti »eine einzigartige, unverwechselbare Persönlichkeit des alten und neuen Triest«. Giotti verdiente seinen Lebensunterhalt als Handlungsreisender für Spielzeug, als Zeitungs- und Buchhändler, später als Spitalsbediensteter. Er blieb sein Leben lang arm. Im Alter musste er den Tod beider Söhne an der russischen Front und die Geisteskrankheit seiner Ehefrau ertragen. Giotti starb im September 1957, vier Wochen nach dem jähen Tod seines Freundes Umberto Saba.

Aus dem Buch Alte Gattin Sie liegt im Bett, im Finstern, eine Weile wach; und sie spürt den Atem ihres Gatten, welcher ruhig schläft, auch er schon alt jetzt. Und sie denkt: schön ists, sich zu spüren neben seinem Atem da, zu spüren im Finstern daß er da ist, nicht allein zu sein im Leben. Sie denkt: die Finsternis macht Angst; vielleicht weil Sterben Gehen ist in eine große Finsternis. Das denkt sie; und sie hört dem ruhigen Atem zu noch und hat keine Angst, nicht vor dem Finstern, nicht vor dem Leben, auch vor dem Sterben nicht, das allen widerfährt. Vècia móglie La xe in leto, nel scuro, svea un poco; e la senti el respiro del marì che queto dormi, vècio anca lui ’desso. E la pensa: xe bel sintirse arente ’sto respiro de lui, sintir nel scuro ch’el xe là, no èsser soli ne la vita. La pensa: el scuro fa paura; forsi parchè morir xe andar ’n un grando scuro ’Sto qua la pensa; e la scolta quel quieto respiro ancora, e no’ la ga paura nò del scuro, nò de la vita, gnanca no del morir, quel che a tuti ghe ’riva. | 15


EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Gaspár Nagy Gedichte unter sich / Versek egymás közt

Mustafa Isen Osmanisches Erbe am Balkan Eine Spurensuche

Aus dem Ungarischen übersetzt von Irene Rübberdt und Paul Kárpáti ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck

ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck EUR 12,95 / sfr 22,80

EUR 12,95 / sfr 22,80

ISBN-13 978-3-85129-747-8

ISBN-13 978-3-85129-675-4

Gáspár Nagy wurde 1949 in Bérbaltavár (Westungarn) geboren. Abitur am Benediktinergymnasium von Pannonhalma, absolvierte eine Hochschule für Lehrerbildung. Als Verlagslektor, Zeitschriftenredakteur und zuletzt als Leiter der Kulturredaktion beim Ungarischen Katholischen Radio tätig. Seit 1975 regelmäßig eigenständige Lyrik- und Prosabände. Zahlreiche in- und ausländische Literaturpreise, darunter 1990 AttilaJózsef-Preis und 2000 Kossuth-Preis, die höchste staatliche Auszeichnung in Ungarn. 2007 in Budapest gestorben. Zu den Übersetzern Paul Kárpáti, geboren 1933, aus dem ungarndeutschen Heimatdorf Györköny/Jerking 1947 in die damalige sowjetische Besatzungszone Deutschlands verbracht. Abitur in Pirna/Sachsen, Studium in Leipzig und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zunächst freiberuflich tätig, ab 1961 Mitarbeiter an der Humboldt-Universität, ab 1985 dort mit der Leitung des Seminars für Hungarologie beauftragt; seit 1997 im Ruhestand. Lebt in Berlin und bei Sopron/Ödenburg. Herausgeber und Übersetzer ungarischer Belletristik, vornehmlich Lyrik, in Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Dichtern (u. a. Franz Fühmann, Günter Kunert, Reiner Kunze, Heinz Kahlau, Uwe Kolbe). Übersetzung von Erzählprosa (u. a. Briefe aus der Türkei von Kelemen Mikes und Winterlamm von Márton Kalász) und Bühnenwerken (István Örkény), Mitherausgeber von Periodika, (Ko-)Autor von Sprachlehr- und Wörterbüchern. Irene Rübberdt, geboren 1955 in Berlin. Studium der ungarischen Sprache und Literatur an der Budapester Loránd-Eötvös-Universität. War als Literaturwissenschaftlerin und in der Übersetzerausbildung am Seminar für Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Herausgeberin und Übersetzerin ungarischer Prosa und Lyrik, u. a. von Lajos Grendel, Róbert Hász, Lajos Kassák und Endre Kukorelly. Nach langer schwerer Krankheit 2003 in Berlin gestorben. Im Wieser Verlag erschienen: Irene Rübberdt und Christine Schlosser (Hg.): Unsichtbare Ungarn – Ungarische Prosa jenseits der Staatsgrenzen. Anthologie (1999); Verschwiegenes Serbien. Stimmen für die Zukunft? (2001).

E

ine Begegnung mit den türkisch-osmanischen Spuren in den Staaten Bulgarien, Makedonien, Serbien (und Kosovo), Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Rumänien, Ungarn, Kroatien, Albanien und Griechenland. Einer der anerkanntesten Literaturwissenschaftler der Türkei folgt den Spuren seiner Herkunft. Ein gebürtiger Türke aus Bulgarien, der im Zuge der Zwangsmigration der Türken Europas mit seinen Eltern in die Türkei zog, durchwandert das in sechs Jahrhunderten entstandene osmanische Erbe. Ein Reisebuch zur Region und Lektüre zum Thema. Im Zeitalter des europäischen Einigungsprozesses ein wichtiger Beitrag zur gemeinsamen Geschichte aus türkischer Sicht.

Aus dem Buch Ewig Sommer: ich bin 9 Jahre alt das Grab

NIrgendwo

das Grab

die Mörder

der Leib NIcht h i e r

der Leib das Gebein

Univ.-Prof. Dr. Mustafa Isen 1981–1983 Lehrauftrag am Institut für Orientalische Sprachen an der Philologischen Fakultät der Universität Belgrad. Seit 1984 Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten der Türkei. Seit 1988 Beiratsmitglied im Bildungsministerium. 1994 Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften an der Türkisch-Kasachischen Universität Ahmet Yesevi. 2000 gründete er das Institut für die Türkische Sprache und Literatur an der Privatuniversität von Başkent in Ankara. Vizekulturminister der Türkischen Republik, derzeit Generalsekretär des Präsidenten der Republik Türkei. Mehrere Veröffentlichungen zur Literatur und Literaturgeschichte im In- und Ausland.

NIrgendwo NIcht d a

die Mörder

NIrgendwo

das Gebein (PS) eINmal muß man sie begraben wir wollen IN Erinnerung bewahren der Mörder Namen laut zu sagen (1983)

16 | Frühjahr ’08

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EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

EUROPA ERLESEN – LITERATURSCHAUPLATZ

Gaspár Nagy Gedichte unter sich / Versek egymás közt

Mustafa Isen Osmanisches Erbe am Balkan Eine Spurensuche

Aus dem Ungarischen übersetzt von Irene Rübberdt und Paul Kárpáti ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck

ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck EUR 12,95 / sfr 22,80

EUR 12,95 / sfr 22,80

ISBN-13 978-3-85129-747-8

ISBN-13 978-3-85129-675-4

Gáspár Nagy wurde 1949 in Bérbaltavár (Westungarn) geboren. Abitur am Benediktinergymnasium von Pannonhalma, absolvierte eine Hochschule für Lehrerbildung. Als Verlagslektor, Zeitschriftenredakteur und zuletzt als Leiter der Kulturredaktion beim Ungarischen Katholischen Radio tätig. Seit 1975 regelmäßig eigenständige Lyrik- und Prosabände. Zahlreiche in- und ausländische Literaturpreise, darunter 1990 AttilaJózsef-Preis und 2000 Kossuth-Preis, die höchste staatliche Auszeichnung in Ungarn. 2007 in Budapest gestorben. Zu den Übersetzern Paul Kárpáti, geboren 1933, aus dem ungarndeutschen Heimatdorf Györköny/Jerking 1947 in die damalige sowjetische Besatzungszone Deutschlands verbracht. Abitur in Pirna/Sachsen, Studium in Leipzig und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zunächst freiberuflich tätig, ab 1961 Mitarbeiter an der Humboldt-Universität, ab 1985 dort mit der Leitung des Seminars für Hungarologie beauftragt; seit 1997 im Ruhestand. Lebt in Berlin und bei Sopron/Ödenburg. Herausgeber und Übersetzer ungarischer Belletristik, vornehmlich Lyrik, in Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Dichtern (u. a. Franz Fühmann, Günter Kunert, Reiner Kunze, Heinz Kahlau, Uwe Kolbe). Übersetzung von Erzählprosa (u. a. Briefe aus der Türkei von Kelemen Mikes und Winterlamm von Márton Kalász) und Bühnenwerken (István Örkény), Mitherausgeber von Periodika, (Ko-)Autor von Sprachlehr- und Wörterbüchern. Irene Rübberdt, geboren 1955 in Berlin. Studium der ungarischen Sprache und Literatur an der Budapester Loránd-Eötvös-Universität. War als Literaturwissenschaftlerin und in der Übersetzerausbildung am Seminar für Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Herausgeberin und Übersetzerin ungarischer Prosa und Lyrik, u. a. von Lajos Grendel, Róbert Hász, Lajos Kassák und Endre Kukorelly. Nach langer schwerer Krankheit 2003 in Berlin gestorben. Im Wieser Verlag erschienen: Irene Rübberdt und Christine Schlosser (Hg.): Unsichtbare Ungarn – Ungarische Prosa jenseits der Staatsgrenzen. Anthologie (1999); Verschwiegenes Serbien. Stimmen für die Zukunft? (2001).

E

ine Begegnung mit den türkisch-osmanischen Spuren in den Staaten Bulgarien, Makedonien, Serbien (und Kosovo), Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Rumänien, Ungarn, Kroatien, Albanien und Griechenland. Einer der anerkanntesten Literaturwissenschaftler der Türkei folgt den Spuren seiner Herkunft. Ein gebürtiger Türke aus Bulgarien, der im Zuge der Zwangsmigration der Türken Europas mit seinen Eltern in die Türkei zog, durchwandert das in sechs Jahrhunderten entstandene osmanische Erbe. Ein Reisebuch zur Region und Lektüre zum Thema. Im Zeitalter des europäischen Einigungsprozesses ein wichtiger Beitrag zur gemeinsamen Geschichte aus türkischer Sicht.

Aus dem Buch Ewig Sommer: ich bin 9 Jahre alt das Grab

NIrgendwo

das Grab

die Mörder

der Leib NIcht h i e r

der Leib das Gebein

Univ.-Prof. Dr. Mustafa Isen 1981–1983 Lehrauftrag am Institut für Orientalische Sprachen an der Philologischen Fakultät der Universität Belgrad. Seit 1984 Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten der Türkei. Seit 1988 Beiratsmitglied im Bildungsministerium. 1994 Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften an der Türkisch-Kasachischen Universität Ahmet Yesevi. 2000 gründete er das Institut für die Türkische Sprache und Literatur an der Privatuniversität von Başkent in Ankara. Vizekulturminister der Türkischen Republik, derzeit Generalsekretär des Präsidenten der Republik Türkei. Mehrere Veröffentlichungen zur Literatur und Literaturgeschichte im In- und Ausland.

NIrgendwo NIcht d a

die Mörder

NIrgendwo

das Gebein (PS) eINmal muß man sie begraben wir wollen IN Erinnerung bewahren der Mörder Namen laut zu sagen (1983)

16 | Frühjahr ’08

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Europa erlesen Europa erlesen erlesen Europa erlesen Europa Europa erlesen Europa erlesen uropa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen uropa erlesen Europa erlesen je Band erlesen Europa erlesen EUR Europa 12,95 / sfr 22,80 * Doppelband erlesen Europa erlesen Europa erlese EUR 25,90 / sfr 43,00 Europa erlesen Europa erlesen E uropa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen erlesen Europa erlesen Europa Europa erlesen Europa erlesen erlesen Europa erlesen Europa 1. Amsterdam 2. Athos 3. Barcelona 4. Basel¹ 5. Belfast 6. Belgrad 7. Berlin 8. Bodensee 9. Böhmerwald 10. Bratislava 11. Brüssel 12. Budapest 13. Bukarest 14. Collio / Goriška Brda 15. Czernowitz 16. Dalmatien 17. Dublin 18. Dubrovnik 19. Friaul 20. Galizien 21. Georgien 22. Graz 23. Graz (englisch) 24. Hermannstadt/Sibiu 25. Island 26. Istrien 27. Kärnten 28. Karst 29. Klagenfurt/Celovec 30. Kopenhagen 31. Köln 32. Krakau 33. Kreta 34. Kvarner 35. Lappland 36. Leipzig 37. Lemberg 38. Liechtenstein 39. Ljubljana 40. Ljubljana (englisch) 41. London 42. Mähren 43. Montenegro 44. Moskau 45. München 46. New York 47. Niederösterreich 48. Notizen 49. Oberösterreich 50. Oslo 51. Oxbridge 52. Plovdiv 53. Prag 54. Provence 55. Rheinland

1 Ausgabe Schwabe Verlag ISBN 3-7965-2221-1 bzw. ISBN 978-3-7965-2221-5

18 | Frühjahr ’08

978 3 85129 294 7 978 3 85129 337 1 978 3 85129 296 1 978 3 85129 612 9 978 3 85129 626 6 978 3 85129 318 0 978 3 85129 250 3 978 3 85129 315 9 978 3 85129 683 9 978 3 85129 319 7 978 3 85129 317 3 978 3 85129 350 0 978 3 85129 284 8 978 3 85129 682 2 978 3 85129 481 1 978 3 85129 225 1 978 3 85129 261 9 978 3 85129 335 7 978 3 85129 270 1 978 3 85129 252 7 978 3 85129 603 7 978 3 85129 391 3 978 3 85129 394 4 978 3 85129 676 1 978 3 85129 295 4 978 3 85129 219 0 978 3 85129 254 1 978 3 85129 222 0 978 3 85129 546 1 978 3 85129 351 7 978 3 85129 572 6 978 3 85129 369 2 978 3 85129 659 4 978 3 85129 627 3 978 3 85129 297 8 978 3 85129 547 4 978 3 85129 701 0 978 3 85129 316 6 978 3 85129 281 7 978 3 85129 382 1 978 3 85129 359 3 978 3 85129 218 3 978 3 85129 320 3 978 3 85129 272 5 978 3 85129 285 5 978 3 85129 629 7 978 3 85129 298 5 978 3 85129 399 9 978 3 85129 480 4 978 3 85129 333 3 978 3 85129 681 5 978 3 85129 299 2 978 3 85129 251 0 978 3 85129 336 4 978 3 85129 398 2

56. Rom 57. Russland A–Z 58. Salzburg 59. Salzkammergut 60. Sankt Petersburg 61. Schottland 62. Siebenbürgen 63. Sizilien 64. Slawonien 65. Steiermark 66. Südtirol 67. Tallinn 68. Terra Bosna* 69. Tirol

978 3 85129 280 0 978 3 85129 423 1 978 3 85129 449 1 978 3 85129 253 4 978 3 85129 260 2 978 3 85129 326 5 978 3 85129 262 6 978 3 85129 353 1 978 3 85129 428 6 978 3 85129 546 7 978 3 85129 548 1 978 3 85129 392 0 978 3 85129 370 8 978 3 85129 314 2

70. Transkarpatien 71. Triest 72. Venedig 73. Vienna (englisch) 74. Weiter Osten 75. Weinviertel 76. Wien 77. Zagreb 78. Zürich 79. Zwischen Fels und Nebel

978 3 85129 435 4 978 3 85129 215 2 978 3 85129 214 5 978 3 85129 376 0 978 3 85129 400 2 978 3 85129 549 8 978 3 85129 216 9 978 3 85129 334 0 978 3 85129 259 6 978 3 85129 628 0

Literaturschauplatz

79. Brunnsteiner: Bis ins Eismeer 80. Brusatti: Der andere Bogen 81. Gauß/Pollack: Das reiche Land der armen Leute 82. Hergouth: Das lyrische Werk 83. Holzbauer: Das Lied vom Hürnen Seyfrid

978 3 85129 660 0 978 3 85129 693 8 978 3 85129 661 7

978 3 85129 541 2

978 3 85129 348 7

84. Jäger/Sitzmann: Bulgarien Prosa* 85. Isen: Osmanisches Erbe am Balkan 86. Kofler: Tacuino su New York a distanza 87. Kofler: Poesie von Meer und Erde* 88. Kofler: Poesie von Meer, Erde und Himmel* 89. Kofler: Notizbuch der Wasserrosen 90. Kofler: Trilogie neu antik

978 3 85129 483 5

978-3-85129-747-8

978 385129 679 2

978 3 85129 325 8

978 3 85129 425 5 978 385129 575 7

978 3 85129 620 4

91. Lipuš: Wo der Bach die Felsen bricht / Kjer potok skale lomi 978 9 85129 697 6 92. Neubauer/Hassler: Masken und Gesicht. Peter Turrini in Portrait 978 3 85129 619 8 93. Perryman: Meerwärts. Sämtliche Gedichte 978 385129 578 8 94. Piccolo: Von Rasten leben wir 978 3 85129 495 8 95. Slataper: Mein Karst 978 3 85129 313 5 96. Velikić: Via Pula 978 3 85129 322 7 97. Verne: Mathias Sanddorf* 978 3 85129 287 9

Themenbände

98. Es war einmal in Lipizza 99. Die letzte Reise 100. Die bedeutendsten 100 Frauen des europäischen Ostens 101. Eros 102. Frühjahr

978 3 85129 431 6 978 3 85129 283 1

978 3 85129 421 7 978 3 85129 320 3 978 3 85129 321 0

103. Sommer 104. Herbst 105. Winter 106. In anderer Augen 107. Kurorte/Bäder 108. Phantom Fremdes Wien 109. Nackte Unterhaltung 110. Senza confini / Brez meja / Ohne Grenzen 111. Vierbergelauf 112. Weihnachten 113. Wiener Einstellungen 114. Wiener Wandertage*

978 3 85129 352 4 978 3 85129 357 9 978 3 85129 358 6 978 3 85129 264 0 978 3 85129 393 7 978 3 85129 433 0 978 3 85129 580 1 978 3 85129 274 9 978 3 85129 410 1 978 3 85129 263 3 978 3 85129 300 5 978 3 85129 381 4

Mittelalter

115. Blum (Hg.): Fabliaux* 978 3 85129 482 8 116. Der Mönch von Salzburg: Sämtliche Lieder 978 3 85129 424 8 117. Ulrich von Liechtenstein: Frauendienst* 978 3 85129 309 8 118. Rybářová: Tkadleček 978 3 85129 581 8 119. Oswald von Wolkenstein 978 3 85129 640 2 120. Walther von der Vogelweide: Sämtliche Gedichte 978 3 85129 390 6

Europa erlesen – englisch je Band EUR 14,80 / sfr 25,80

Graz Ljubljana Vienna

978 3 85129 394 4 978 3 85129 281 7 978 3 85129 376 0

Europa leben – Kochbücher je Band EUR 9,00 / sfr 17,70

Klein: Kochbuch für zukünftige Millionäre Ortner: Die Kunst des Einbratens Santoninos Kost, dt. Santoninos Kost, ital. Santoninos Kost, slow. Wieser/Hafner: Slovenska kuharica / Die slowenische Köchin

978 3 85129 422 4 978 3 85129 401 9 978 3 85129 346 9 978 3 85129 437 8 978 3 85129 436 1

978 3 85129 648 8

* Doppelband

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Europa erlesen Europa erlesen erlesen Europa erlesen Europa Europa erlesen Europa erlesen uropa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen uropa erlesen Europa erlesen je Band erlesen Europa erlesen EUR Europa 12,95 / sfr 22,80 * Doppelband erlesen Europa erlesen Europa erlese EUR 25,90 / sfr 43,00 Europa erlesen Europa erlesen E uropa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen Europa erlesen erlesen Europa erlesen Europa Europa erlesen Europa erlesen erlesen Europa erlesen Europa 1. Amsterdam 2. Athos 3. Barcelona 4. Basel¹ 5. Belfast 6. Belgrad 7. Berlin 8. Bodensee 9. Böhmerwald 10. Bratislava 11. Brüssel 12. Budapest 13. Bukarest 14. Collio / Goriška Brda 15. Czernowitz 16. Dalmatien 17. Dublin 18. Dubrovnik 19. Friaul 20. Galizien 21. Georgien 22. Graz 23. Graz (englisch) 24. Hermannstadt/Sibiu 25. Island 26. Istrien 27. Kärnten 28. Karst 29. Klagenfurt/Celovec 30. Kopenhagen 31. Köln 32. Krakau 33. Kreta 34. Kvarner 35. Lappland 36. Leipzig 37. Lemberg 38. Liechtenstein 39. Ljubljana 40. Ljubljana (englisch) 41. London 42. Mähren 43. Montenegro 44. Moskau 45. München 46. New York 47. Niederösterreich 48. Notizen 49. Oberösterreich 50. Oslo 51. Oxbridge 52. Plovdiv 53. Prag 54. Provence 55. Rheinland

1 Ausgabe Schwabe Verlag ISBN 3-7965-2221-1 bzw. ISBN 978-3-7965-2221-5

18 | Frühjahr ’08

978 3 85129 294 7 978 3 85129 337 1 978 3 85129 296 1 978 3 85129 612 9 978 3 85129 626 6 978 3 85129 318 0 978 3 85129 250 3 978 3 85129 315 9 978 3 85129 683 9 978 3 85129 319 7 978 3 85129 317 3 978 3 85129 350 0 978 3 85129 284 8 978 3 85129 682 2 978 3 85129 481 1 978 3 85129 225 1 978 3 85129 261 9 978 3 85129 335 7 978 3 85129 270 1 978 3 85129 252 7 978 3 85129 603 7 978 3 85129 391 3 978 3 85129 394 4 978 3 85129 676 1 978 3 85129 295 4 978 3 85129 219 0 978 3 85129 254 1 978 3 85129 222 0 978 3 85129 546 1 978 3 85129 351 7 978 3 85129 572 6 978 3 85129 369 2 978 3 85129 659 4 978 3 85129 627 3 978 3 85129 297 8 978 3 85129 547 4 978 3 85129 701 0 978 3 85129 316 6 978 3 85129 281 7 978 3 85129 382 1 978 3 85129 359 3 978 3 85129 218 3 978 3 85129 320 3 978 3 85129 272 5 978 3 85129 285 5 978 3 85129 629 7 978 3 85129 298 5 978 3 85129 399 9 978 3 85129 480 4 978 3 85129 333 3 978 3 85129 681 5 978 3 85129 299 2 978 3 85129 251 0 978 3 85129 336 4 978 3 85129 398 2

56. Rom 57. Russland A–Z 58. Salzburg 59. Salzkammergut 60. Sankt Petersburg 61. Schottland 62. Siebenbürgen 63. Sizilien 64. Slawonien 65. Steiermark 66. Südtirol 67. Tallinn 68. Terra Bosna* 69. Tirol

978 3 85129 280 0 978 3 85129 423 1 978 3 85129 449 1 978 3 85129 253 4 978 3 85129 260 2 978 3 85129 326 5 978 3 85129 262 6 978 3 85129 353 1 978 3 85129 428 6 978 3 85129 546 7 978 3 85129 548 1 978 3 85129 392 0 978 3 85129 370 8 978 3 85129 314 2

70. Transkarpatien 71. Triest 72. Venedig 73. Vienna (englisch) 74. Weiter Osten 75. Weinviertel 76. Wien 77. Zagreb 78. Zürich 79. Zwischen Fels und Nebel

978 3 85129 435 4 978 3 85129 215 2 978 3 85129 214 5 978 3 85129 376 0 978 3 85129 400 2 978 3 85129 549 8 978 3 85129 216 9 978 3 85129 334 0 978 3 85129 259 6 978 3 85129 628 0

Literaturschauplatz

79. Brunnsteiner: Bis ins Eismeer 80. Brusatti: Der andere Bogen 81. Gauß/Pollack: Das reiche Land der armen Leute 82. Hergouth: Das lyrische Werk 83. Holzbauer: Das Lied vom Hürnen Seyfrid

978 3 85129 660 0 978 3 85129 693 8 978 3 85129 661 7

978 3 85129 541 2

978 3 85129 348 7

84. Jäger/Sitzmann: Bulgarien Prosa* 85. Isen: Osmanisches Erbe am Balkan 86. Kofler: Tacuino su New York a distanza 87. Kofler: Poesie von Meer und Erde* 88. Kofler: Poesie von Meer, Erde und Himmel* 89. Kofler: Notizbuch der Wasserrosen 90. Kofler: Trilogie neu antik

978 3 85129 483 5

978-3-85129-747-8

978 385129 679 2

978 3 85129 325 8

978 3 85129 425 5 978 385129 575 7

978 3 85129 620 4

91. Lipuš: Wo der Bach die Felsen bricht / Kjer potok skale lomi 978 9 85129 697 6 92. Neubauer/Hassler: Masken und Gesicht. Peter Turrini in Portrait 978 3 85129 619 8 93. Perryman: Meerwärts. Sämtliche Gedichte 978 385129 578 8 94. Piccolo: Von Rasten leben wir 978 3 85129 495 8 95. Slataper: Mein Karst 978 3 85129 313 5 96. Velikić: Via Pula 978 3 85129 322 7 97. Verne: Mathias Sanddorf* 978 3 85129 287 9

Themenbände

98. Es war einmal in Lipizza 99. Die letzte Reise 100. Die bedeutendsten 100 Frauen des europäischen Ostens 101. Eros 102. Frühjahr

978 3 85129 431 6 978 3 85129 283 1

978 3 85129 421 7 978 3 85129 320 3 978 3 85129 321 0

103. Sommer 104. Herbst 105. Winter 106. In anderer Augen 107. Kurorte/Bäder 108. Phantom Fremdes Wien 109. Nackte Unterhaltung 110. Senza confini / Brez meja / Ohne Grenzen 111. Vierbergelauf 112. Weihnachten 113. Wiener Einstellungen 114. Wiener Wandertage*

978 3 85129 352 4 978 3 85129 357 9 978 3 85129 358 6 978 3 85129 264 0 978 3 85129 393 7 978 3 85129 433 0 978 3 85129 580 1 978 3 85129 274 9 978 3 85129 410 1 978 3 85129 263 3 978 3 85129 300 5 978 3 85129 381 4

Mittelalter

115. Blum (Hg.): Fabliaux* 978 3 85129 482 8 116. Der Mönch von Salzburg: Sämtliche Lieder 978 3 85129 424 8 117. Ulrich von Liechtenstein: Frauendienst* 978 3 85129 309 8 118. Rybářová: Tkadleček 978 3 85129 581 8 119. Oswald von Wolkenstein 978 3 85129 640 2 120. Walther von der Vogelweide: Sämtliche Gedichte 978 3 85129 390 6

Europa erlesen – englisch je Band EUR 14,80 / sfr 25,80

Graz Ljubljana Vienna

978 3 85129 394 4 978 3 85129 281 7 978 3 85129 376 0

Europa leben – Kochbücher je Band EUR 9,00 / sfr 17,70

Klein: Kochbuch für zukünftige Millionäre Ortner: Die Kunst des Einbratens Santoninos Kost, dt. Santoninos Kost, ital. Santoninos Kost, slow. Wieser/Hafner: Slovenska kuharica / Die slowenische Köchin

978 3 85129 422 4 978 3 85129 401 9 978 3 85129 346 9 978 3 85129 437 8 978 3 85129 436 1

978 3 85129 648 8

* Doppelband

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Adolf Ehrentraud (Hg.) Ignaz Joseph Pleyel 250 Seiten, gebunden, Format 21,5 x 24,5 cm Bildband EUR 35,00 / sfr 55,50

ISBN-13 978-3-85129-695-2

wieser • wissenschaft

Norina Procopan, René Scheppler (Hg.) Dialoge über Grenzen. Sammelband des 4. Konstanzer Europa-Kolloquiums Literaturwissenschaftliche Aufsätze ca. 200 Seiten, englische Broschur EUR 24,80 EUR / sfr 41,60

Die erste Biografie von Ignaz Joseph Pleyel, dem Komponisten der Marseillaise. Mit diesem Buch soll ein Großer der Musikgeschichte dem Vergessen entrissen werden.

I

gnaz Joseph Pleyel (Ignatius Josephus Pleyl) wird 1757 als Sohn eines Dorfschulmeisters in dem kleinen niederösterreichischen Ort Ruppersthal geboren. Schon in frühesten Jugendjahren entdeckt der Vater das musikalische Talent seines Sohnes. Ignaz spielt Geige und Orgel. Mit Hilfe des ungarischen Grafen und Gönners Ladislaus Erdödy erhält Ignaz eine musikalische Ausbildung beim Komponisten Johann Baptist Wanhal in Wien. Zu Haydn entsteht eine tiefe Freundschaft. Pleyel entwickelt eine intensive Konzert- und Kompositionstätigkeit und übernimmt 1789 das Amt des verstorbenen Domkapellmeisters Franz Xaver Richter. 1795 übersiedelt Pleyel nach Paris und macht sich einen Namen als Musikverleger und ab 1807 als Klavier- und Harfenfabrikant. Seine Klaviermanufaktur wächst zur größten der Welt, seine Hammerklaviere werden preisgekrönt. Sein Verlagshaus wird zum größten Europas. Er ist einer der beliebtesten Komponisten Europas und ein äußerst erfolgreicher Geschäftsmann. 1830 eröffnet er in Paris die »Salle Pleyel«, den größten und bedeutendsten Konzertsaal der Metropole. 1831 stirbt er 74-jährig in Paris.

Adolf Ehrentraud, Amtsdirektor i. R., stammt ebenfalls aus Ruppersthal. Sein Interesse an dem Klassik-Komponisten Ignaz Joseph Pleyel wurde durch Erzählungen seines Großvaters sowie durch spätere Forschungen geweckt. In der Jugend spielte Ehrentraud Geige und Flügelhorn, er absolvierte eine dreijährige Ausbildung am Theater und sammelte Bühnenerfahrung. Gründer, Museumsdirektor und Präsident der Internationalen Ignaz Joseph Pleyel-Gesellschaft (IPG). Gründete den Ignaz J. Pleyel-Theaterverein Ruppersthal 1908. Autor mehrerer Theaterstücke (Ignaz Joseph Pleyel – Der vergessene Sohn unserer Heimat, Uraufführung 1994). Kürzlich erschien das erste Pleyel-Hörbuch.

20 | Frühjahr ’08

ISBN-13 978-3-85129-749 2

D

ie Grenze als absolutum und non plus ultra kennt nur sich selbst, weiß nichts vom Anderen. Der Anfang des Dialogs über Grenzen ist das Akzeptieren von Grenzen, der eigenen und der des Anderen, also eine positiv verstehbare Grenzerfahrung. Die Überbrückung der verschiedenen historischen, weltanschaulichen, ethnischen, sprachlichen, kulturellen etc. Bruchlinien in Europa ist Aufgabe wie auch Chance für dessen Vielfalt in der Einheit. Der Dokumentationsband des 4. Konstanzer Europa-Kolloquiums im Oktober 2006 fokussiert vor allem auf literarische Problemlagen bei solchen Dialogen über Grenzen. Die von Norina Procopan und René Scheppler herausgegebenen Beiträge stammen von I. Amodeo, W. Boeschenstein, E. Brix, U. Gaier, M. Holdenried, J. KitaHuber, G. Kortmann-Sene, S. Ulbrecht, M. Makropoulos, M. Muthu, P. Neau, K. Schenk, U. Schmidt und A. Woldan und können als Anstöße für künftige produktive Grenzdialoge gelesen werden.

Aus dem Buch Das europäische Integrationsprojekt ist eine sehr anspruchsvolle Idee, weil sein Grundprinzip darin besteht, kulturelle Grenzen (kulturelle Vielfalt) nicht zu beseitigen und dennoch immer mehr Grenzen innerhalb Europas abzubauen. Dialoge über Grenzen stellen damit das Grundprinzip kollektiver Identitätsbildung in Europa dar. Europa versteht sich selbst (weit mehr als andere Kontinente) als Ort der Gegensätze und der Vielfalt. Die Folge ist, dass Europa sich permanent über seine inneren und äußeren Grenzen definiert. Dies steigert die Sehnsucht von Menschen nach kultureller Beheimatung und damit klarer Abgrenzung. Und es steigert die Herausforderung an die europäische Politik, eine Ethik der Grenzen zu formulieren und mehrheitsfähig zu machen, die kulturelle Vielfalt als Charakteristikum Europas weiterhin zulässt. (Emil Brix in seinem Beitrag »Europa als Idee einer Ethik der Grenzen«)

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Adolf Ehrentraud (Hg.) Ignaz Joseph Pleyel 250 Seiten, gebunden, Format 21,5 x 24,5 cm Bildband EUR 35,00 / sfr 55,50

ISBN-13 978-3-85129-695-2

wieser • wissenschaft

Norina Procopan, René Scheppler (Hg.) Dialoge über Grenzen. Sammelband des 4. Konstanzer Europa-Kolloquiums Literaturwissenschaftliche Aufsätze ca. 200 Seiten, englische Broschur EUR 24,80 EUR / sfr 41,60

Die erste Biografie von Ignaz Joseph Pleyel, dem Komponisten der Marseillaise. Mit diesem Buch soll ein Großer der Musikgeschichte dem Vergessen entrissen werden.

I

gnaz Joseph Pleyel (Ignatius Josephus Pleyl) wird 1757 als Sohn eines Dorfschulmeisters in dem kleinen niederösterreichischen Ort Ruppersthal geboren. Schon in frühesten Jugendjahren entdeckt der Vater das musikalische Talent seines Sohnes. Ignaz spielt Geige und Orgel. Mit Hilfe des ungarischen Grafen und Gönners Ladislaus Erdödy erhält Ignaz eine musikalische Ausbildung beim Komponisten Johann Baptist Wanhal in Wien. Zu Haydn entsteht eine tiefe Freundschaft. Pleyel entwickelt eine intensive Konzert- und Kompositionstätigkeit und übernimmt 1789 das Amt des verstorbenen Domkapellmeisters Franz Xaver Richter. 1795 übersiedelt Pleyel nach Paris und macht sich einen Namen als Musikverleger und ab 1807 als Klavier- und Harfenfabrikant. Seine Klaviermanufaktur wächst zur größten der Welt, seine Hammerklaviere werden preisgekrönt. Sein Verlagshaus wird zum größten Europas. Er ist einer der beliebtesten Komponisten Europas und ein äußerst erfolgreicher Geschäftsmann. 1830 eröffnet er in Paris die »Salle Pleyel«, den größten und bedeutendsten Konzertsaal der Metropole. 1831 stirbt er 74-jährig in Paris.

Adolf Ehrentraud, Amtsdirektor i. R., stammt ebenfalls aus Ruppersthal. Sein Interesse an dem Klassik-Komponisten Ignaz Joseph Pleyel wurde durch Erzählungen seines Großvaters sowie durch spätere Forschungen geweckt. In der Jugend spielte Ehrentraud Geige und Flügelhorn, er absolvierte eine dreijährige Ausbildung am Theater und sammelte Bühnenerfahrung. Gründer, Museumsdirektor und Präsident der Internationalen Ignaz Joseph Pleyel-Gesellschaft (IPG). Gründete den Ignaz J. Pleyel-Theaterverein Ruppersthal 1908. Autor mehrerer Theaterstücke (Ignaz Joseph Pleyel – Der vergessene Sohn unserer Heimat, Uraufführung 1994). Kürzlich erschien das erste Pleyel-Hörbuch.

20 | Frühjahr ’08

ISBN-13 978-3-85129-749 2

D

ie Grenze als absolutum und non plus ultra kennt nur sich selbst, weiß nichts vom Anderen. Der Anfang des Dialogs über Grenzen ist das Akzeptieren von Grenzen, der eigenen und der des Anderen, also eine positiv verstehbare Grenzerfahrung. Die Überbrückung der verschiedenen historischen, weltanschaulichen, ethnischen, sprachlichen, kulturellen etc. Bruchlinien in Europa ist Aufgabe wie auch Chance für dessen Vielfalt in der Einheit. Der Dokumentationsband des 4. Konstanzer Europa-Kolloquiums im Oktober 2006 fokussiert vor allem auf literarische Problemlagen bei solchen Dialogen über Grenzen. Die von Norina Procopan und René Scheppler herausgegebenen Beiträge stammen von I. Amodeo, W. Boeschenstein, E. Brix, U. Gaier, M. Holdenried, J. KitaHuber, G. Kortmann-Sene, S. Ulbrecht, M. Makropoulos, M. Muthu, P. Neau, K. Schenk, U. Schmidt und A. Woldan und können als Anstöße für künftige produktive Grenzdialoge gelesen werden.

Aus dem Buch Das europäische Integrationsprojekt ist eine sehr anspruchsvolle Idee, weil sein Grundprinzip darin besteht, kulturelle Grenzen (kulturelle Vielfalt) nicht zu beseitigen und dennoch immer mehr Grenzen innerhalb Europas abzubauen. Dialoge über Grenzen stellen damit das Grundprinzip kollektiver Identitätsbildung in Europa dar. Europa versteht sich selbst (weit mehr als andere Kontinente) als Ort der Gegensätze und der Vielfalt. Die Folge ist, dass Europa sich permanent über seine inneren und äußeren Grenzen definiert. Dies steigert die Sehnsucht von Menschen nach kultureller Beheimatung und damit klarer Abgrenzung. Und es steigert die Herausforderung an die europäische Politik, eine Ethik der Grenzen zu formulieren und mehrheitsfähig zu machen, die kulturelle Vielfalt als Charakteristikum Europas weiterhin zulässt. (Emil Brix in seinem Beitrag »Europa als Idee einer Ethik der Grenzen«)

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Die Austrian Art Lounge Austrian Airlines und die renommierte Wiener Galerie Ernst Hilger unterstützen aufstrebende junge KünstlerInnen aus Zentral- und Osteuropa. Im Wieser Verlag, dem Spezialisten für osteuropäische Literatur, erscheinen die Kurzgeschichten in einer eigenen Reihe in der jeweiligen Landessprache sowie in deutscher und englischer Übersetzung. Den spannenden Anfang machten Bulgarien und Rumänien. Die Austrian Art Lounge präsentiert laufend neue Werke. Erlesen und sammeln auch Sie

»Flightbook«

»Europa kann nur erlesen werden: Buch für Buch, nicht Krieg um Krieg.« 22 | Frühjahr ’08

Flightbook / Russia

Flightbook / Slovenia

ISBN-13 978-3-85129-634-1

ISBN-13 978-3-85129-744-7

EUR 5,00 / sfr 9,00

EUR 5,00 / sfr 9,00

Deutsch/Englisch/Russisch

Deutsch/Englisch/Slowenisch

Mit Beiträgen von Nikolaj Nekrasov, Andrej Belyj, Leo Tolstoi, Sergej Esenin, Alexander Puschkin, Nikolai Gogol, Fjodor Dostojewski u. a.

Mit Beiträgen von Tomaž Šalamun, Jože Javoršek, Janez Vajkard Valvasor, Edvard Kocbek, Ivan Cankar, Marko Pavček, France Prešeren, Kajetan Kovič, Srečko Kosovel, Jani Virk, Cvetka Lipuš.

Flightbook / Bulgaria ISBN-13 978-3-85129-671-6 EUR 5,00 / sfr 9,00

Deutsch/Englisch/Bulgarisch

Flightbook / Rumania ISBN-13 978-3-85129-672-3 EUR 5,00 / sfr 9,00

Deutsch/Englisch/Rumänisch

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Die Austrian Art Lounge Austrian Airlines und die renommierte Wiener Galerie Ernst Hilger unterstützen aufstrebende junge KünstlerInnen aus Zentral- und Osteuropa. Im Wieser Verlag, dem Spezialisten für osteuropäische Literatur, erscheinen die Kurzgeschichten in einer eigenen Reihe in der jeweiligen Landessprache sowie in deutscher und englischer Übersetzung. Den spannenden Anfang machten Bulgarien und Rumänien. Die Austrian Art Lounge präsentiert laufend neue Werke. Erlesen und sammeln auch Sie

»Flightbook«

»Europa kann nur erlesen werden: Buch für Buch, nicht Krieg um Krieg.« 22 | Frühjahr ’08

Flightbook / Russia

Flightbook / Slovenia

ISBN-13 978-3-85129-634-1

ISBN-13 978-3-85129-744-7

EUR 5,00 / sfr 9,00

EUR 5,00 / sfr 9,00

Deutsch/Englisch/Russisch

Deutsch/Englisch/Slowenisch

Mit Beiträgen von Nikolaj Nekrasov, Andrej Belyj, Leo Tolstoi, Sergej Esenin, Alexander Puschkin, Nikolai Gogol, Fjodor Dostojewski u. a.

Mit Beiträgen von Tomaž Šalamun, Jože Javoršek, Janez Vajkard Valvasor, Edvard Kocbek, Ivan Cankar, Marko Pavček, France Prešeren, Kajetan Kovič, Srečko Kosovel, Jani Virk, Cvetka Lipuš.

Flightbook / Bulgaria ISBN-13 978-3-85129-671-6 EUR 5,00 / sfr 9,00

Deutsch/Englisch/Bulgarisch

Flightbook / Rumania ISBN-13 978-3-85129-672-3 EUR 5,00 / sfr 9,00

Deutsch/Englisch/Rumänisch

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R anko M arinković

I rena Vrkljan

Hände

Seide, Schere

EUR 24,80 / sfr 41,60

EUR 18,80 / sfr 32,00

Novellen Aus dem Kroatischen von Nadja Grbić und Klaus Detlef Olof ca. 500 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-729-4

Roman Aus dem Kroatischen von Irena und Benno Meyer-Wehlack ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-731-7

Literatur Literatur aus Kroatien darf nichts und in der Kroatischen Bibliothek bei Wieser. niemanden Geh durch den europäischen Garten und sieh, vergessen, wie viele Blumen es plötzlich gibt war das Credo Miroslav Krležas. Produktive Erinnerung aus einem Unruheherd Mitteleuropas legt poetische Zeugenschaft ab. Denn: Was bleibet aber stiften die Dichter. Slavko Mihalić

Veljko B arbieri

Pavao Pavličić

Epitaph eines königlichen Feinschmeckers

Die Donau

Roman Aus dem Kroatischen von Barbara Antowiak ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 18,80 / sfr 32,00

ISBN-13 978-3-85129-730-0

24 | Frühjahr ’08

ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 19,80 / sfr 32,40

ISBN-13 978-3-85129-732-4

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R anko M arinković

I rena Vrkljan

Hände

Seide, Schere

EUR 24,80 / sfr 41,60

EUR 18,80 / sfr 32,00

Novellen Aus dem Kroatischen von Nadja Grbić und Klaus Detlef Olof ca. 500 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-729-4

Roman Aus dem Kroatischen von Irena und Benno Meyer-Wehlack ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-731-7

Literatur Literatur aus Kroatien darf nichts und in der Kroatischen Bibliothek bei Wieser. niemanden Geh durch den europäischen Garten und sieh, vergessen, wie viele Blumen es plötzlich gibt war das Credo Miroslav Krležas. Produktive Erinnerung aus einem Unruheherd Mitteleuropas legt poetische Zeugenschaft ab. Denn: Was bleibet aber stiften die Dichter. Slavko Mihalić

Veljko B arbieri

Pavao Pavličić

Epitaph eines königlichen Feinschmeckers

Die Donau

Roman Aus dem Kroatischen von Barbara Antowiak ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 18,80 / sfr 32,00

ISBN-13 978-3-85129-730-0

24 | Frühjahr ’08

ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 19,80 / sfr 32,40

ISBN-13 978-3-85129-732-4

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M iljenko Jergović

Nedjeljko Fabrio

Nedjeljko Fabrio

L udvig B auer

Mamma Leone

Das Haar der Berenice

Einübung des Lebens

Partitur für eine Zauberflöte

EUR 19,80 / sfr 33,60

EUR 12,95 / sfr 23,60

EUR 29,80 / sfr 49,90

EUR 23,00 / sfr 38,70

Erzählung Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-733-1

Roman Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof 450 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-385129-752-2

Ein Chronisterion Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 700 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-736-2

Roman Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 350 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-735-5

S lobodan Novak

V ladan D esnica

R einhard L auer

S lavko M ihalić

Die verlorene Heimat

Erzählungen

Wie viele Blumen

Stille Scheiterhaufen

EUR 21,00 / sfr 35,50

EUR 19,80 / sfr 33,60

Roman Aus dem Kroatischen von Tihomir Glowatzky ca. 300 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-734-8

26 | Frühjahr ’08

Aus dem Kroatischen von Patricia Fridrich und Dagmar Schrug ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-738-6

Essay ca. 80 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 29,80 / sfr 18,90

ISBN-13 978-385129-750-8

Gedichte Auswahl und Übersetzung aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof 128 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 12,95 / sfr 23,60

ISBN-13 978-3-85129-753-9

Je länger ich las, umso mehr bezauberte mich Nedjeljko Fabrios Roman Das Haar der Berenice. Was für ein sinnliches Werk, man hat Papier in der Hand und riecht den salzigen Wind des Meeres, den Duft von Lavendel, Thymian, Rosmarin, man hört das Rauschen der Zypressen, und die Augen beginnen zu tränen, wenn der Mistral ins Lagerfeuer der Hirten fährt! Karl-Markus Gauß | 27


M iljenko Jergović

Nedjeljko Fabrio

Nedjeljko Fabrio

L udvig B auer

Mamma Leone

Das Haar der Berenice

Einübung des Lebens

Partitur für eine Zauberflöte

EUR 19,80 / sfr 33,60

EUR 12,95 / sfr 23,60

EUR 29,80 / sfr 49,90

EUR 23,00 / sfr 38,70

Erzählung Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-733-1

Roman Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof 450 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-385129-752-2

Ein Chronisterion Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 700 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-736-2

Roman Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 350 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-735-5

S lobodan Novak

V ladan D esnica

R einhard L auer

S lavko M ihalić

Die verlorene Heimat

Erzählungen

Wie viele Blumen

Stille Scheiterhaufen

EUR 21,00 / sfr 35,50

EUR 19,80 / sfr 33,60

Roman Aus dem Kroatischen von Tihomir Glowatzky ca. 300 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-734-8

26 | Frühjahr ’08

Aus dem Kroatischen von Patricia Fridrich und Dagmar Schrug ca. 250 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-738-6

Essay ca. 80 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 29,80 / sfr 18,90

ISBN-13 978-385129-750-8

Gedichte Auswahl und Übersetzung aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof 128 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 12,95 / sfr 23,60

ISBN-13 978-3-85129-753-9

Je länger ich las, umso mehr bezauberte mich Nedjeljko Fabrios Roman Das Haar der Berenice. Was für ein sinnliches Werk, man hat Papier in der Hand und riecht den salzigen Wind des Meeres, den Duft von Lavendel, Thymian, Rosmarin, man hört das Rauschen der Zypressen, und die Augen beginnen zu tränen, wenn der Mistral ins Lagerfeuer der Hirten fährt! Karl-Markus Gauß | 27


Brücken sind wichtiger als M iroslav K rleža

Predrag M atvejević

B oris Perić

Ivo A ndrić

Zadars Gold und Silber

Das andere Venedig

Die Wiener Küche

Buffet Titanic

Essay Aus dem Kroatischen übersetzt und bearbeitet von Gero Fischer 138 Seiten, englische Broschur EUR 14,80 / sfr 25,80

ISBN-13 978-3-85129-755-3

Roman Aus dem Kroatischen von Alida Bremer 162 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 18,80 / sfr 33,00

ISBN-13 978-3-85129-756-0

ca. 100 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag EUR 16,80 / sfr 29,00

ISBN-13 978-3-85129-739-3

M iroslav K rleža

M iroslav K rleža

D rago G lamuzina

Die Rückkehr des Phillip Latinovicz

Mesari

EUR 24,00 / sfr 40,30

EUR 16,80 / sfr 29,00

EUR 14,80 / sfr 26,90

ISBN 3-85129-131-X 28 | Frühjahr ’08

Roman Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 400 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-737-9

EUR 13,80 / sfr 25,30

ISBN 978-3-85129-757-7

Illyricum Sacrum

Essays Fragmente aus dem Spätherbst 1944 Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof 94 Seiten, englische Broschur

Erzählungen Aus dem Serbokroatischen von Milo Dor und Reinhard Federmann 226 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Gedichte Aus dem Kroatischen von Christina Okresek ca. 100 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Vorratskammern,

hat Ivo Andrić einmal gesagt. Wir haben Atlanten, Landkarten und Globen. Doch finden wir genügend Brücken, die uns verbinden? Haben wir genügend Wörterbücher, um die begonnene Erzählung allen – im Wohlklang der ihnen eigenen Sprache, unter Berücksichtigung der selbst gemachten Erfahrungen – zu erzählen?

ISBN-13 978-3-85129-742-3

| 29


Brücken sind wichtiger als M iroslav K rleža

Predrag M atvejević

B oris Perić

Ivo A ndrić

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M iroslav K rleža

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ISBN 3-85129-131-X 28 | Frühjahr ’08

Roman Aus dem Kroatischen von Klaus Detlef Olof ca. 400 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag ISBN-13 978-3-85129-737-9

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Erzählungen Aus dem Serbokroatischen von Milo Dor und Reinhard Federmann 226 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

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Vorratskammern,

hat Ivo Andrić einmal gesagt. Wir haben Atlanten, Landkarten und Globen. Doch finden wir genügend Brücken, die uns verbinden? Haben wir genügend Wörterbücher, um die begonnene Erzählung allen – im Wohlklang der ihnen eigenen Sprache, unter Berücksichtigung der selbst gemachten Erfahrungen – zu erzählen?

ISBN-13 978-3-85129-742-3

| 29


I

ch denke, dass die Kultur an und für sich immer die Verliererin ist, obwohl sie natürlich immer auch die Bruchlinien in der Gesellschaft aufzeigt und ihre Wirkung oft einmal

Rückblick

können Bäume und Pflanzen nicht existieren. Ohne Kultur, ohne Literatur kann im Grunde

verwende, dann meine ich damit, eine Ausdauer zu beweisen in der Beharrlichkeit, Literatur auch kleinerer Sprachen in größere Sprachen zu übersetzen, Übersetzer heranzubilden, ihnen die Möglichkeit zu geben, solche Literatur herauszubringen, um überhaupt die Fundamente des menschlichen Zusammenlebens aufzubauen. Ohne Wissen über den Nachbarn, ohne

Taccuino su New York a distanza

Die Ära Dietmar Pflegerl 1992–2007

EUR 30.00 / sfr 52,00 ISBN-13 978-3-85129-696-9

W ilhelm Pevny

EUROPA ERLESEN

L isl Ponger

Palmenland

Hermannstadt / Sibiu

EUR 35,00 / sfr 55,50

ISBN-13 978-3-85129-677-8

genommen die Gesellschaft nicht existieren. Ausgehend von dieser Überzeugung müssen wir uns einstellen auf einen sehr langwierigen Kampf. Kampf – wenn ich hier dieses Wort

G erhard K ofler

D as Stadttheater K lagenfurt

EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-679-2

wie ein Karstfluss wahrscheinlich unsichtbar ist. Mit der Literatur dürfte es so sein, wie

es mit dem Wasser als Nahrung für die Pflanzen ist: Es ist zwar unsichtbar, aber ohne Wasser

EUROPA ERLESEN LITERATURSCHAUPLATZ

F lorjan L ipuš

Die Regenprozession und andere Prosa

EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-676-1

EUROPA ERLESEN Collio / Goriška Brda

EUR 21,00 / sfr 35,50 ISBN-13 978-3-85129-654-9

EUR 12,95 / sfr 22,80

F lorjan L ipuš

EUROPA ERLESEN

Werkausgabe

EUR 99,00 / sfr 156,00 ISBN-13 978-3-85129-698-3

ISBN-13 978-3-85129-682-2

Böhmerwald

EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-683-9

Foto- und Filmarbeten /  Photos and Films

EUR 20,00 / sfr 33,90 ISBN-13 978-3-85129-688-4

Predrag M atvejević

Das andere Venedig

Roman EUR 18,80 / sfr 32,00 ISBN-13 978-3-85129-653-2

G eorgi D anailov

Ein Haus jenseits der Welt

Roman EUR 21,00 / sfr 35,50 ISBN-13 978-3-85129-656-3

Wissen über den anderen wird naturgemäß die Angst vorherrschen. Der Angst kann man nicht durch Beschwörung beikommen, der Angst kann man nur durch Wissen entkommen. Ich denke, dass dieser Ausspruch vom »Kampf der Kulturen« einer der gefährlichsten überhaupt

Johann Strutz

Graben, Kehre, Schrift

Zur Prosa von Florjan Lipuš

Lemberg

A xel K arner

EUROPA ERLESEN LITERATURSCHAUPLATZ

EUR 9,90 / sfr 17.70 ISBN-13 978-3-85129-697-6

ist. Nach all den Faschismen und Barbarismen, die wir erlebt haben, wissen natürlich auch die Protagonisten globaler politischer Interessen, dass es heute mit dieser Wortwahl und nicht mit einer Goebbels’schen Art möglich ist, Propaganda zu machen, die Misstrauen unter die

EUROPA ERLESEN

Die Stacheln des Rosenkranzes. Lissabonner Gedichte

EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-701-0

A lexander W idner

NY 11235 Aufzeichnungen 2004–2006 EUR 18,80 / sfr 32,00 ISBN-13 978-3-85129-655-6

M arie -T hérèse K erschbaumer

Der andere Bogen

13-bändige Werkausgabe und ein Essayband von Hans Höller

EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-693-8

EUR 135,00 / sfr 214,00 ISBN-13 978-3-85129-644-0

D imitru Ţsepeneag

D itha B rickwell

G ünther Freitag

La belle roumaine

Die Akte Europa

Piazza. Trieste

EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-688-4

Roman EUR 18,80 / sfr 33,20 ISBN-13 978-3-85129-604-4

R ichard Swarzt

M iroslav K rleža

EUR 12,95 / sfr 22,80 ISBN-13 978-3-85129-686-0

O tto B rusatti

Menschen trägt. Es wird Marketing entdeckt und es wird die Kultur entdeckt als Transporteur von Positionen, die im Endeffekt dann tatsächlich weitere Verhärtungen der gesellschaftlichen Beziehungen bewirken sollen. Insofern stehen wir meiner Meinung nach an einem ziemlich gefährlichen Punkt, wo durch die Vereinnahmung des Wortes Kultur eine ziemlich

EUR 21,00 / sfr 35,50 ISBN-13 978-3-85129-669-0

A dam Z ielinski

chauvinistische Politik betrieben werden könnte, die die Tatsache der Spaltung Europas in Reich

Hör nie auf zu lernen Erinnerungen

und Arm durch die kulturelle Farbe sozusagen noch weiter vertiefen möchte. Der Verleger im inforadio berlin

Über den Rand hinaus

Zadars Gold und Silber

EUR 21,00 /sfr 35,50 ISBN-13 978-3-85129-686

EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-691-4

EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-657-0

K ároly Méhes

S chreiber /W ieser (H g .)

EditionZwei

Insgeheim

EUR 21,00 / sfr 35,50 ISBN-13 978-3-85129-684-6

E dith Ponger

WEEO Band 10

Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens Herausgegeben von Miloš Okuka und Gerald Krenn 1064 Seiten, klassisches Lexikonformat 17,5 x 24,6 cm, Balacron-Halbleinenband mit Goldprägung und farbigem Rückenschild, Farbschnitt EUR 99,00 / sfr 56,00 ISBN-13 978-3-85129-510-8

Ohne Worte

Wolfs Wörterbücher und Handkes Wiederholung Prachtausgabe in fünf Bänden Gesamtumfang: 4500 Seiten Limitierte Auflage von 500 Exemplaren EUR 750,00 / sfr 1185,00 ISBN-13 978-3-85129-540-5

EUR 9,90 / sfr 17,70 ISBN-13 978-3-85129-687-7

ORIENT ERLESEN

Hafez – Diwan

EUR 25,90 / sfr 45,30 ISBN-13 978-3-85129-674-7

30 | Frühjahr ’08

Europa was nun? Träume und Traumata

Teodora D imova

Die Mütter / Maikite

EUR 15,00 / sfr 26,00 ISBN-13 978-3-85129-607-5

EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-662-4

G ünter M attitsch

EditionZwei

Homöopathie für den Lebensweg I

EUR 30,00 / sfr 48,60 ISBN-13 978-3-85129-673-0

EditionZwei A nna Z onová

Zur Strafe und zur Belohnung /  Za trest a za odménu EUR 14,80 / sfr 25,80 ISBN-13 978-3-85129-664-8

F lorin L azarescu

Sonderberichterstatter /  Trimisul nostru special

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I

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Rückblick

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es mit dem Wasser als Nahrung für die Pflanzen ist: Es ist zwar unsichtbar, aber ohne Wasser

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Werkausgabe

EUR 99,00 / sfr 156,00 ISBN-13 978-3-85129-698-3

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EUR 21,00 / sfr 35,50 ISBN-13 978-3-85129-669-0

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EUR 15,00 / sfr 26,00 ISBN-13 978-3-85129-607-5

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Der Wieser Verlag wird im Rahmen der Kunstförderung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt.

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Österreich Günther Raunjak MOHR MORAWA BUCHVERTRIEB GMBH Feldstraße 92 A-3420 Kritzendorf Telefon +43 (0)664/3912839 Fax +43 (0)2243/30196 guenther.raunjak@mohrmorawa.at

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Thilo Kist Danckelmannstraße 11 D-14059 Berlin Telefon +49 (0)30 3258477 Fax +49 (0)30 3215549 t.kist@t-online.de Berlin, Brandenburg, MecklenburgVorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

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Der Verleger auf Michael Kienzers parasite

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Wieser Verlag - Frühjahr 2008  

Wieser Verlag: Vorschau Frühjahr 2008