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DIE GOLDENEN

BESTEN UNTERNEHMEN UND KÖPFE DER FINANZBRANCHE

2016

www.derboersianer.com ∙ Dezember 2016 ∙ 12 Euro


EDITORIAL

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AUSGABE NR. 17, „EDITION GOLD” 2016

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DOMINIK HOJAS Chefredakteur Der Börsianer ww

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BE KÖ STE N PF U E DE NT ER R N FI NA EH NZ ME BR N U AN N CH D E

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Liebe Börsianer, für einen funktionierenden Kapitalmarkt sind vor allem wettbewerbsfähige

Rahmenbedingungen

essenziell.

Nur haben wir die in Österreich nicht. „Was den Kapitalmarkt betrifft, zählen wir sogar zu den Steinzeitländern“, analysiert Staatssekretär Harald Mahrer selbstkritisch die aktuelle Situation. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn tolle Unternehmen wie die RHI AG, Miba AG oder BWT AG die WieTriplesieg. Drei Auszeichnungen heimste die ­Bawag PSK AG im Vorjahr ein. Sichtlich stolz zeigte sich Generaldirektor Byron Haynes bei der Übergabe im Kassensaal der ehemaligen Postsparkasse.

ner Börse verlassen, es keine neuen Börsengänge gibt und in der Folge wertvolle Arbeitsplätze verlorengehen. Schuld daran hat unter anderem die Politik. Auf die ist unser Einfluss aber begrenzt. Im „New Deal“ von Kanzler Christian Kern wurde der Kapitalmarkt zum Beispiel mit keinem Wort erwähnt. Dazu kommen nationale und internationale Aufsichtsbehörden, die uns das Leben erschweren. Diese haben nach der Finanzkrise 2008 versucht, auf eine ohnehin schon komplexe Situation mit noch komplexeren Regeln zu antworten. Das Ergebnis: viel Aufwand für Unternehmen, wenig Nutzen für Anleger. Es benötigt daher Mut,

Profi. Friedrich Jergitsch von der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer durfte sich über die Auszeichnung als bester Anwalt des Kapitalmarkts freuen.

bestehende Gesetze auf ihre Sinnhaftigkeit und Funk­tion zu bewerten und allenfalls zu korrigieren. So wie es im Fall der Reduktion der Bankenabgabe geschehen ist. Wichtig für einen starken Kapitalmarkt sind also neue Impulse. Einen Vorstoß von Staatssekretär Harald Mahrer für eine neue KMU-Wachstumsbörse habe ich besonders positiv in Erinnerung. Genauso wie die Lösung des Heta-Problems durch Finanzminister Hans Jörg Schelling, die Österreich am internationalen Kapitalmarkt wieder salonfähig gemacht hat. Am wichtigsten scheint mir aber, dass es uns als Finanz­

Bewährt. Die Umzugskisten waren bei der S Bausparkasse bereits gepackt. Für die Übergabe nahm sich das Vorstandsduo Josef Schmidinger und Ernst Karner noch Zeit.

industrie gelingt, ein Umdenken in der Bevölkerung zu bewirken. Die Politik wird erst reagieren, wenn die Menschen verstehen, dass die negativen Rahmenbedingungen das reibungslose Wirken des Kapitalmarkts behindern und deshalb den Interessen aller Menschen in unserem Land entgegenwirken.

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EDITORIAL

AUSGABE NR. 17, „EDITION GOLD” 2016

Der Zeitpunkt erscheint mir dafür sehr gut geeignet, denn viele Menschen „versparen“ ihr Geld, sind arbeitslos und können nicht mehr am Reichtum unseres Landes partizipieren. Ein entfesselter Kapitalmarkt sorgt hingegen für Einkommen, Beschäftigung und Wohlstand in Österreich. In diesem Umfeld ist ein objektives Ranking der österreichischen Finanzbranche ein wichtiger Leitfaden für KunWortgewandt. Peter Felsbach von der Voestalpine AG nimmt den Preis als bester Pressesprecher in der Stahlwelt in Linz entgegen.

den, Investoren und Geschäftspartner. Daher hat Der Bör­ sianer auch heuer wieder 136 Unternehmen aus den fünf Branchen Banken (Seite 30), Versicherungen (Seite 36), Fondsgesellschaften (Seite 42), Pensions- (Seite 48) und Vorsorgekassen (Seite 52) des heimischen Finanzmarkts unter die Lupe genommen. Dabei gab es in den drei Scoringkategorien Peergroup, Kennzahlen und Redaktion ein bis zehn Punkte abzuholen. Im Vergleich zum Vorjahr ist mir aufgefallen, dass „die großen“ Unternehmen gegenüber den Schnellbooten mit hoher Spezialisierung aufgeholt haben und die Gewinner der einzelnen Branchen von den Punkten her viel näher

Wegbereiter. Für ihre Vorreiterrolle in der nachhaltigen Veranlagung wurde die VBV Vorsorgekasse AG im Jahr 2015 prämiert. Vorstandsdirektor Heinz Behacker nahm den Glaspokal entgegen.

beisammenliegen als im Vorjahr. Dazu hat die Qualität der bereitgestellten Daten insgesamt zugenommen. Das ist sicherlich der Einsicht geschuldet, dass sich erhöhte Transparenz nicht nur kurzfristig und medial in diversen Ranglisten sowie bei Investoren und Kunden niederschlägt, sondern auch ein gutes strategisches Signal darstellen kann. Den Gewinnern des Rankings in der „Edition gold“ 2016 gratuliere ich im Namen des gesamten Teams an dieser Stelle herzlich! Über ihre Spitzenleistungen dürfen sie sich freuen und wie ihre Vorgänger (siehe Fotos) oder die Titelverteidiger stolz sein. Alle anderen müssen wir auf

Abschiedsgeschenk. M&G-Österreich-Chefin ­Karola Gröger jubelte über den Sieg. Nach 15 Jahren hat sie die Fondsgesellschaft heuer verlassen.

BESTE

das nächste Jahr vertrösten, denn da werden die Karten wieder neu gemischt. Viel Vergnügen wünscht Ihnen

Dominik Hojas d.hojas@derboersianer.com

Hier steht die Rubrik

1. PLATZ Mein Unternehmen

TEST: DEZEMBER 2016

PS: Die ersten drei Platzierten aller Rubriken dürfen sich ab sofort mit einer Plakette von Der Börsianer schmücken.


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RÜCKBLICK 1. QUARTAL 2016 JÄNNER

EF CH S GE ND T CK RÄ VIG TA NG NE T R S RÜ F R U E R F U E D Ö V CC N LS S Z VO HER IN ER SE E ALT T A BOS N- EI FA P RD SIC S RD TOR I T E I I U A E B W ER UR TR IARO AL RK ION G R W EK ING AU V PA N TE KO STR LE LDIR E G NTR ILL ETRU R S N T D M R E U N U I S E R A ST NERA TH R DO BA NDIG CE NK-A 50 RO-B ER UE Z E E E Ü A U G D K B E N

FACC: TEURES ERWACHEN

D

er Cyberbetrug beim Luftfahrtzulieferer FACC AG war das bestimmende Thema des ersten Quartals ‑ und ein Fiasko für den Konzern. Da der Betrug in der Finanzbuchhaltung durch eine sogenannte „Fake Presi-

dent Fraud“-Spammail erfolgte, musste Finanzvorständin Minfen Gu das Unternehmen verlassen. Der Schaden betrug mehr als 50 Millionen Euro, das Geld landete laut Kriminalpolizei unwiederbringlich auf Konten in Asien und in der Slowakei. Der Knalleffekt war jedoch, dass Gründer und Vorstandschef Walter Stephan gefeuert wurde, weil er laut Aufsichtsrat seine Pflichten „schwerwiegend vernachlässigt“ hatte. Stephan klagte auf Wiedereinstellung.


RÜCKBLICK 1. QUARTAL 2016 MÄRZ

T TE AR IA T EF USTR CK R ND S H S Ü Ü E IL C R F T A IN TA TE EN ER NK ER AHM NG ORS IBT NNT N ITZ T T U I I U A G E A W T RN NE T B HE TL N EIB NV CO EKA ÖH FEN SC -ÜBE ZIL EDI NK OZE HR RSE H R+ SE B R E A C A R E E GH D RE KL R SS BÖ DR ICR B S PR BIN N BÖ AU UEN EZ F 0,0 ZA R UN IFM FLU PIE T PAN VO NE AU DE AN MI

© DANIEL SCHARINGER / APA / PICTUREDESK

G ZU


RÃœCKBLICK 

2. QUARTAL 2016

APRIL

T EH AB G H O F LS F E SIC N IMM NK -KAU MA H E : T T A C H A IS TE RS GTB RS ER M ISC ND C PE BER OU IDAT TE D IVA LART L D PRO W A L T R A P U Z L H R N P D E AZ A ZA IDE ER NZ MA AR TD ER T V WE AN RG FINA RR DIV SE MIT G EN IESS EN O-K NA -VOR I I E S O A W HL A V P PO M MO P RIP W S IP SC OM HY IM SC AL


2. QUARTAL 2016

RÜCKBLICK JUNI

UT ME H AH E-O IEG AC T AN RD N Z T N I A E R ZT STIF ND INS RN BE IERT S: QUE R W FEL T E A E Ü : H E T A R Ü TOF S RO G N EF AL LIN H S RD ST IA EB VO K-CH EB K UN PO I ESK AIR NAC TR UNG TG KAR R D S A M N N H AN N BA E SS AU ALT OM EN KE RIA IT U RK TU CK BERB ST SCHU NK EISS NK BSP RE R TÜ AA RSTE Ü U A A T T B RH A CH B T-A S IE S DE R SS ZU NA OS BE IN AL

SKANDAL WEGEN PANAMA PAPERS iwe etwa E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge oder Passkopien der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca sollten belegen, wie die globale Offshoreindust-

rie im Verbund mit Banken, Anwaltskanzleien und Vermögensverwaltern die Besitztümer von Prominenten und Kriminellen verwaltet. Es ging um Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Offshorekunden der Kanzlei gerieten in Erklärungsnot. 76 österreichische Briefkästen führten zu Sonderprüfungen der Raiffeisen Bank International AG und der Hypo Landesbank Vorarlberg durch die Finanzmarktaufsicht. Hypo-Chef Michael Grahammer warf darauf das Handtuch.

©ED GRIMALDO / AFP / PICTUREDESK

I

m zweiten Quartal stand alles im Zeichen der Panama Papers. Gestohlene Daten


RÜCKBLICK 3. QUARTAL 2016 JULI

FT AU N K T ON R R E ITI SSE UF G T IN EF VE ION S A R I H E K A U WA N IXI R UN NG D LL Q I HT ENC I E O N K T E I S R F T A P 0M N IS ST RS N V BE N V HE ER LLT I T L ANN : SA R 40 ISE RSIC G AN R BÖ TIO BGA B I G K E K N H Ä I G BE SC UE WO FÜ IFF VE DU NA M LF S F BO S NE RE NKE BU TIEN RA IQAPA N TT KT RICH AL BA AK UN VO ZÜ ST FE

ZITTERN VOR BREXIT

I

m dritten Quartal beherrschte die Brexit-Abstimmung der Briten, die Ende Juni zugunsten der Befürworter eines EU-Austritts ausgegangen war, die Finanzmärkte. Die Talfahrt an den Börsen erwischte viele Investoren auf

dem falschen Fuß. Die Stimmung drehte sich jedoch im Laufe des Quartals, plötzlich feierten die Börsen den Brexit. Großer Verlierer war allerdings das Pfund, das zum Euro deutlich an Wert verlor. Der Brexit löste in der Europä­ ischen Union Diskussionen um eine Neuaufstellung der EU aus, unter anderem wird ein Bürokratieabbau gefordert. Ebenfalls auf dem Radar der politischen Börsen waren Russland, die Kämpfe gegen die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ in Syrien sowie die Vorwehen zur Wahl des US-Präsidentenamts.


RÜCKBLICK 3. QUARTAL 2016 SEPTEMBER

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© JOHN HEENEMAN / DPA PICTURE ALLIANCE / PICTUREDESK

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RÜCKBLICK 4. QUARTAL 2016 OKTOBER

ER EIN N RB D T DS E E N T N M U N FO W NG ZIER IA SE E H E B U R E B M ICH R N ST RZ N IT N ÖH AT ST EN OT A AU R BÖ RH K PL ON SSE TM VE ERRE R E F V M N E L O N I O B O N D T L T AU A ITA S BA EK AN ES ANGE ION T ÖS I K ESIT P SIO ESCH L V N A H K E U T F IB R GN IN TAU ELL T EIB K RB RB MA HE ST BL DE


RÜCKBLICK 4. QUARTAL 2016 DEZEMBER

T F T I ING HE NE XAS E TER R BE C F K B F S T E Ö EI HA ER ND RD ND EIG ER IN T JN RSE DS TARB WI STA FO EN E ST S K N O : N Y I Ö G T I B H ER U HA -M AN R IG CK OR LP TO DIE RG S GE SN &T A EN 0 BA TO NK-V TA EN-W S O S S D O N S E S L E O P M 0 A GR ZER GO R 20 JP Y MU VO LLION INV RTA ZA ERBA A I N A Ü I L F M M V SB

UMBAU UNTER DEM GIEBELKREUZ

D

as große Thema des vierten Quartals war die Neuorganisation des Raiffeisen-Bankensektors. Die Fusion der Raiffeisen Zentralbank AG (RZB) mit der Raiffeisen Bank International AG (RBI) wurde „im Grundsatz“

beschlossen. An der Börse kam die geplante Verschmelzung der beiden In-

stitute anfangs nicht gut an. Vorteile sollte es durch einfachere Strukturen, schnellere Entscheidungen, bessere Kapitalisierung, Kostenreduktion und te verkaufte die RZB einen Großteil ihrer Anteile an der Uniqa Insurance Group AG, auch die Zukunft der Raiffeisen Polbank ist skizziert. Bereits im Juni ging das Closing für den Verkauf der Raiffeisen Banka in Slowenien über die Bühne. Der Verkauf der Direktbank Zuno platzte indes, die endgültige Schließung ist für das zweite Halbjahr 2017 vorgesehen. Details zur Fusion zwischen RZB und RBI werden kurz vor Weihnachten bekanntgegeben. Auch der Vorstandschef des neuen Raiffeisen-Superinstituts dürfte zu diesem Zeitpunkt präsentiert werden.

© HERBERT NEUBAUER / APA / PICTUREDESK

einfachere Kapitalbeschaffung geben. Zur Verbesserung der Eigenkapitalquo-


AUSGABE NR. 17

30 RANGLISTE

Die besten Köpfe des Finanzplatzes.

UNTERNEHMEN

58

FINANZUNTERNEHMEN Bei den Hörnern gepackt

16

REGELN So funktioniert das Ranking

22

INSIDER  Darüber spricht die Branche

28

BANKEN  Die Kosten müssen runter

30

VERSICHERUNGEN36 Alte Werte, neue Identität

16

FONDSGESELLSCHAFTEN  Im internationalen Fahrwasser

42

PENSIONSKASSEN  Die mit dem langen Atem

48

VORSORGEKASSEN  Das immergrüne Wachstum

52

MARKTGEFLÜSTER  Wachsen statt weichen

56

RANGLISTE

Österreichs beste Unternehmen der Finanzbranche.

POSITIONSKÄMPFE In der zweiten „Edition gold“

Ad-hoc der Redaktion Weblinks werden in

ist erstmals ein Vergleich zum Vorjahr möglich. Damit gibt es für Statistikfreunde in den goldenen Rankings wesentlich mehr zu analysieren. Zum Beispiel: Positions- und Punktveränderungen,

dieser Ausgabe mit einem

Auf- und Absteiger sowie Neueinsteiger.

→ GELBEN BALKEN

markiert.

14


INHALTSVERZEICHNIS

BÖRSENTALK

Wo sich die Finanzbranche trifft: die zehn Top-Events 2016. INFO INDEX

84

3 Banken Generali Investment 24, 43, 46, 60, 64, 83

Konsequent Wondrak

Allianz

Lenzing AG

PERSONEN

RANKINGS

FINANZKÖPFE58 Die Spitzenköpfe der Branche

Die besten Unternehmen der

Allianz Pensionskasse AG

Finanzbranche in Österreich:

Allianz Vorsorgekasse AG

Allianz Invest KAG

GESAMTWERTUNG REGELN63 So funktioniert das Ranking JOURNALISTEN68 Besorgte Medienmacher BANKER70 Banker an der Leine VERSICHERER72 Versicherer unter Druck ANWÄLTE74 Die Ausleger des Rechts FINANZVORSTÄNDE76 Die Schatzmeister PRESSESPRECHER Geforderte Kommunikatoren IR-MANAGER Glaubwürdige Kapitalisten

78

80

FONDSMANAGER82 An den Hebeln der Fonds

23

BANKEN 33 VERSICHERUNGEN

39

FONDSGESELLSCHAFTEN 46 PENSIONSKASSEN 

50

VORSORGEKASSEN 54 Die besten Köpfe der Finanzbranche in Österreich:

JOURNALISTEN VERSICHERER

66, 77, 81

OeKB

APK Vorsorgekasse AG

26, 54

OMV AG Österreichische Hagelversicherung

Bank Gutmann AG

23, 33, 34

Österreichische Post AG

Bankhaus Carl Spängler AG

26, 33, 71

Palfinger AG

Bawag PSK AG Binder Grösswang BKS Bank AG

24 67, 75 19, 24, 33, 71

Pioneer Investments Austria Porr AG

39

60, 64, 77, 79, 81 64, 81 21, 24, 46 65, 77, 79, 81

Profil 69

Blackrock 46

Raiffeisen Capital Management

21, 23, 46

BNP Paribas Asset Management

24, 46

Raiffeisen Centrobank AG

26, 71, 79

Bonus Pensionskassen AG

49, 50

RBI

53 67, 75 64

RLB OÖ Rosenbauer International AG RZB

CHSH

66, 75

S Bausparkasse

DAS Rechtsschutz AG

24, 39

Schoellerbank AG

Der Standard Deutsche Asset Management Die Presse

79

Donau Versicherung AG

IR-MANAGER

81

FONDSMANAGER

83

13, 27, 31 24, 33, 65, 71, 79 65, 77, 79, 81 31, 64, 71 24 21, 23, 32, 33

Schoellerbank Invest AG

44, 46

24, 46

Schönherr

66, 75

69

Schroders

69

23, 46 27, 39, 73

Security KAG Semper Constantia

24, 46 26, 46, 83 26, 33, 47, 71

Doralt Seist Csoklich

65, 75

Semperit AG Holding

67, 81

Dorda Brugger Jordis

66, 75

Spängler Iqam Invest

24, 46, 83

Sparkasse Oberösterreich KAG

24, 46, 83

Easybank AG

23, 33, 34

Ernst & Young Österreich

60

Erste Asset Management

21, 23, 44, 46

Sparkassen Versicherung AG Strabag SE

Erste Group Bank AG 19, 23, 31, 33, 62, 64, 71, 79

Telekom Austria AG

FACC AG

UBS Global Asset Management

Fair Finance Fellner Wratzfeld & Partner Fidelity International Flughafen Wien AG Franklin Templeton Austria Freshfields Bruckhaus Deringer

6, 62

Union Investment Austria

44, 46, 83

46

Uniqa Insurance Group AG

20, 23, 37, 39

65, 77, 79, 81 24, 46 62, 64, 75

Valida Pension AG Valida Plus AG

VBV Vorsorgekasse AG

Gutmann KAG

24, 46

Verbund AG

Heuer stellen wir bei den Unter-

Auch heuer haben wir festgestellt,

nehmen der Finanzbranche eine

dass Finanzminister Hans Jörg

steile Lernkurve fest. Die Rück-

Schelling, mit seinem markanten

meldungen und vor allem die

Schnauzbart, oft im Börsentalk

­Datenqualität der Rankingteil-

(Seite 84) von einem Foto lacht.

nehmer haben zugenommen. Das

Seine Präsenz bei den Branchen­

fördert eine realistische Leis-

events begrüßen wir, haben doch

tungsbeurteilung und freut die

seine Vorgänger mit Abwesenheit

Kathrein Privatbank AG

24, 33, 34, 71

Wienerberger AG

Redaktion.

geglänzt.

Kepler Fonds KAG

20, 23, 43, 46

Wolf Theiss

Vienna Insurance Group AG Voestalpine AG

Hypo Vorarlberg

24, 33, 34, 71

Weber Rechtsanwälte

Immofinanz AG

67, 77, 79, 81

Wiener Börse AG

Invesco 46

Wiener Privatbank SE

JP Morgan Asset Management

Wiener Städtische

44, 46

54 20, 23, 50

VBV Pensionskasse AG

39

50 27, 39, 73

39, 73

67, 75

27, 64, 71 79

VAV Versicherungs AG

38, 39, 64, 73

Herbst Kinsky

24, 46

65, 75

OMNIPRÄSENZ 2.0

Helvetia Versicherungen AG

64, 77, 79, 81

Unicredit Bank Austria AG

Grawe

Generali

38, 73 60, 64, 81

21, 23, 54

LERNKURVE

INDEX: AUSZUG VON UNTERNEHMEN IN DEN RANGLISTEN DIESER AUSGABE

15

64, 71, 79 62, 64, 77, 79

Arag 39

PRESSESPRECHER

84

24, 33, 34, 66, 71, 79

Oesterreichische Nationalbank

DNB Asset Management

EVENTS

39 19, 23, 31, 33, 71

24, 50

FINANZVORSTÄNDE 77

heimischen Finanzbranche:

Merkur Versicherung AG

APK Pensionskasse AG

69

Die besten Veranstaltungen der

23, 43, 46

Andritz AG

Brandl & Talos

ANWÄLTE 75

26, 33, 71

M&G International Investments Oberbank AG

BPV Hügel

73

54

50 65, 77, 79, 81

LGT Bank AG

23, 44, 46

64

BANKER 71

23, 46 20, 23, 50

Amundi Austria

Bonus Vorsorgekasse AG

GESAMTWERTUNG

20, 23, 39

23, 54 67, 77, 79 26, 38, 39, 60 62, 64, 77, 79, 81 64, 75 18, 62, 79, 84 33, 34 23, 38, 39 65, 77, 79, 81 62, 64, 75


© JUERG CHRISTANDL / KURIER / PICTUREDESK

FINANZUNTERNEHMEN

Harald Mahrer. Der Wirtschaftsstaatssekretär ist einer der wenigen Politiker, die sich für den ­österreichischen Kapitalmarkt interessieren und diesen auch fördern möchten. Vielleicht folgen 2017 den Worten auch Taten.

16


BEI DEN HÖRNERN GEPACKT

Ein neuer Gesamtsieger und drei neue ­Branchengewinner: So dynamisch wie das gesamte Jahr präsentiert sich auch das goldene Ranking der besten Finanz­ unternehmen Österreichs 2016. Zum Erfolg führten Mut und Entschlossenheit – gerade in stürmischen Zeiten. TEXT HANS WEITMAYR

17


UNTERNEHMEN

N

icht wenige werden nach dem

zu den Steinzeitländern zählt. Ihm

schen Finanzmarkts unters Mikroskop

31. Dezember 2016 kräftig durch­

schwebt eine Börse für kleine und mitt-

genommen. Ein bis zehn Punkte gab es

atmen, das Jahr abhaken und mit

lere Unternehmen vor.

dabei in insgesamt drei Scoringkatego-

– vielleicht banger – Erwartung Rich-

Was die Banken betrifft, so wird der-

rien. Doch ohne Spitzenwerte in allen

tung 2017 blicken. Brexit, Trump, Zins-

zeit vor und hinter den Kulissen um Ba-

Bereichen ist kein Unternehmen auf ei-

tief, Solvency II, Basel IV: Kaum war man

sel IV gerungen. Hier steht der Vorwurf

nen der Topplätze gekommen. Die drei

einem Schlagloch ausgewichen, tat sich

im Raum, dass das Regelwerk die Kre-

Kriterien im Detail (Seite 22): 1. Die be-

ein Neues auf, mit teilweise beachtlichen

ditvergabe gegenüber der Finanzierung

triebswirtschaftlichen Kennzahlen der

Auswirkungen auf das eigene Geschäft.

durch den Kapitalmarkt benachtei-

Unternehmen, je nach Branche sind das

Solche endogenen Komplikationen tref-

ligt und so das wichtigste Investment­

freilich unterschiedliche Daten; 2. Die

fen Finanzplätze wie den österreichi-

vehikel in Österreich und Europa un-

Sicht der Peergroup: Der Börsianer hat die

schen, der mit genügend eigenen Prob-

nötig verteuert. Dadurch werden euro-

Akteure des heimischen Finanzmarkts

lemen zu kämpfen hat, doppelt hart.

päische Banken gegenüber US-ameri-

um eine kritische Sicht auf die Konkur-

kanischen weniger wettbewerbsfähig.

renz gebeten und diese auch bekommen;

Bewegter Kapitalmarkt

Austro-Banken, die sich in Osteuropa

3. Die Redaktion: Die Redaktion von Der

Nicht umsonst hat Christian Keusch-

ohnehin schon auf dem Rückzug befin-

Börsianer hat ihre Favoriten auf Basis von

nigg, der ehemalige IHS-Chef, ein

den, werden zusätzlich unter Druck ge-

Fragebögen gewählt.

Zehn-Punkte-Programm zur Stärkung

raten. Finanzminister Hans Jörg Schel-

Nimmt man das Ergebnis der bes-

des heimischen Finanzplatzes entwor-

ling hat in diesem Zusammenhang zwar

ten Finanzunternehmen Österreichs als

fen. „Ein solcher steht immer auf zwei

gemeint, „wir wenden uns im Rahmen

Maßstab, so hat sich eindeutig die Kate-

Beinen, der Finanzierung durch die

der EU entschieden gegen Verschlech-

gorie „b“ durchgesetzt. Vor allem beim

Banken und des Kapitalmarkts, also vor

terungen“. Wie das gelingen soll, wenn

Gewinner, der in diesem Jahr schlicht

allem der Börse.“ In Österreich spie-

das Land nicht einmal Mitglied des Bas-

fulminant durchgestartet ist. Dazu spä-

len die Banken eine deutlich wichtige-

ler BIZ-Ausschusses ist, darf als unbe-

ter mehr. Im Vorjahresvergleich ist je-

re Rolle. Der neue Chef der Wiener Bör-

antwortet gelten.

denfalls aufgefallen, dass die Gewinner

se AG, Christoph Boschan, zeigt sich

In einem solch turbulenten Umfeld

der einzelnen Branchen an Punkten ge-

durchaus selbstkritisch, „die Gesamt-

bieten sich bezüglich der Umsetzung un-

messen viel näher beisammenliegen.

marktkapitalisierung, gemessen an der

ternehmerischer Strategien zwei mögli-

Dazu hat die Qualität der bereitgestell-

gesamten Wirtschaftskraft, ist deutlich

che Metaphern mit animalischem Bezug

ten Daten insgesamt zugenommen, was

unterdurchschnittlich“, bricht aber lo-

an: a) den Kopf in den Sand stecken oder

sicherlich der Einsicht geschuldet ist,

gischerweise auch gleich eine Lanze für

b) den Stier bei den Hörnern packen.

dass sich erhöhte Transparenz nicht

das eigene Unternehmen: „Wer hier in

nur kurzfristig und medial in diversen

Österreich seinen Hauptsitz hat – plus

Bei den Hörnern

Ranglisten niederschlägt, sondern auch

die meisten Mitarbeiter, die wichtigs-

Ein objektives Ranking der heimischen

ein gutes strategisches Signal und im

ten Kunden und Investoren –, hat an

Finanzbranche ist ein wichtiger Leit-

Fall der Fälle ein Akquiseargument im

der Wiener Börse die mit Abstand größ-

faden für Kunden, Investoren und Ge-

jeweiligen Markt darstellen kann.

te Sichtbarkeit, die größte Liquidität

schäftspartner. Daher hat Der Bör­sianer

Während im vergangenen Jahr Un-

und den kostengünstigsten Handel.“

auch heuer wieder 136 Unternehmen

ternehmen mit hoher Spezialisierung

Die Börse beleben möchte auch Wirt-

aus den fünf Branchen Banken, Versi-

dominierten, haben „die Großen“ 2016

schaftsstaatssekretär Harald Mahrer,

cherungen, Fondsgesellschaften, Pen-

aufgeholt, was wiederum zu einer stär-

der Österreich punkto Kapitalmarkt

sions- und Vorsorgekassen des heimi-

keren Vermischung im Resultat geführt

18


UNTERNEHMEN

hat. Augenfällig ist auch die starke Performance der Fondsgesellschaften – auch dazu später mehr. Wie im politischen Leben sind Macht und Einfluss der Bundesländer gestiegen. Man darf sich die Frage stellen, ob sich hier bei den

„Ein Finanzplatz steht immer auf zwei Beinen.“

Banken das neue Rückgrat der Finanzindustrie ausbildet. Jedenfalls spiegelt das Ranking den Trend wider, dass Regionalbanken wie Oberbank AG (Platz 9 / 74,58 Punkte) oder BKS Bank AG (Platz 38 / 65, 42 Punkte) in die Einzugsberei-

CHRISTIAN KEUSCHNIGG

che vordringen, die von Platzhirschen wie Erste Group Bank AG oder Unicredit Bank Austria AG aufgegeben wur-

Ranking, wird schnell klar, dass sich

Sie hat sich von Platz 29 im Vorjahr in

den. Ein weiterer Trend: die starke Per-

diese Strategie in der Platzierung deut-

die Top 10 vorgearbeitet und dabei nicht

formance der Privatbanken. Und zu gu-

lich besser niedergeschlagen hat als eine

nur von der Peergroup und den Kenn-

ter Letzt: Sowohl im Gesamtranking als

dem Vogel Strauß nachgeahmte Reak­

zahlen her gut gepunktet, sondern auch

auch in drei von fünf Branchenwertun-

tion auf die eine oder andere unerfreuli-

die redaktionelle Bewertung, die nach

gen gab es neue Sieger.

che Entwicklung. Ein gutes Beispiel un-

Faktoren wie Strategie, Service, Inno-

ter den Big Playern stellt die Erste Group

vation, Kunden/Marktanteile, Nachhal-

11/17/16 7:08 PM Bank AG (Platz 10 / 74,35 Punkte) dar.

tigkeit und Regulierung erfolgt, voll ge-

Also zurück zu den an den Hörnern gepacktenDEGIRO-172x122mm_boersainer.pdf Stieren. Blickt man auf das

1


UNTERNEHMEN

testens klar, als bekannt wurde, dass er ausgerechnet beim Hauptkonkurrenten Erste Group Bank AG als Risikovorstand angeheuert hat. Dass sich Andreas

„Die Marktkapitali­ sierung der ­Wiener ­Börse ist unterdurch­ schnittlich.“

Treichl nach diesem Personalcoup eher laut als leise ins Fäustchen gelacht hat, darf als gesichert gelten. Dieser Verdacht ergibt sich nicht so sehr aus seinem eigenen Statement, in dem er sich „ganz besonders auf die Zusammenarbeit“ freut, sondern vielmehr in einem Nebensatz von Aufsichtsratsvorsitzendem Fried-

CHRISTOPH BOSCHAN

rich Rödler, der Cernko auch „aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Kun-

punktet. Dabei hat es sich ausgezahlt,

AG (82,22 Punkte) rutschte vom ersten

dengeschäft“ bei der Erste Group Bank

dass die Bank den Vertrag von Andreas

auf den dritten Platz ab, die VBV Pensi-

AG willkommen heißt.

Treichl bereits im Vorjahr verlängert hat

onskasse AG (78,89 Punkte) verschlech-

und so bis 2020 klare Verhältnisse auch

terte sich von Platz 4 auf Platz 5. Hier

Der Sieger

für strategisch angelegte Zukunftspro-

spielt sicherlich das regulatorische und

Womit wir beim Gesamtsieger ange-

jekte herrschen. Der Übergang in die di-

zinstechnische Umfeld eine Rolle. Ge-

langt wären: Kepler Fonds AG (83,96

gitale Welt – bei der Erste Group Bank

rade Pensionskassen hatten in den ver-

Punkte) holte nicht nur den Sieg als bes-

AG heißt sie „George“ – ist de facto un-

gangenen Monaten mit ihrem Fokus auf

te Fondsgesellschaft in Österreich (Seite

umstritten und wird mit viel internem

anleihegetriebene Investments ein gro-

42), sondern schaffte einen fulminanten

Verve umgesetzt. Die Plattform hat in-

bes Renditeproblem zu lösen. Solvency

Aufstieg im Gesamtranking von Platz 34

zwischen laut eigenen Angaben mehr

II legt den Kassen zusätzliche Ketten an.

auf den ersten Platz – quasi der Kontra-

als 800.000 User angezogen, wobei die

Bei der VBV Pensionskasse AG kommt

punkt zur Entwicklung bei der Unicre-

Zahlen variieren. Denn laut Boris Mar-

erschwerend hinzu, dass es zu einem

dit Bank Austria AG. Unter den Top Ten

te, der den Erste-Hub leitet und Geor-

überraschenden Wechsel an der Spitze

reichte die viertbeste Peergroup- und

ge mit auf Schiene gebracht hat, wurden

gekommen ist. Karl Timmel, der die VBV

bei den Kennzahlen ex aequo mit ande-

bereits zu Jahresbeginn „fast 780.000

quasi erfunden hat, musste, wie man

ren die drittbeste Bewertung, um durch

User“ erreicht. Hier wird Treichl ein ge-

aus der Branche hört, nicht ganz freiwil-

die volle Punktezahl in der redaktionel-

naues Auge auf die Entwicklung haben

lig den Chefsessel der VBV-Holding räu-

len Kategorie haarscharf den Gesamtsieg

müssen. Denn entweder war das pub-

men und dem politisch gut vernetzten

vor der Allianz Elementar Versicherungs

lizierte Datenmaterial zu Jahresbeginn

Andreas Zakostelsky Platz machen. Im

AG (82,92 Punkte) zu erringen, die wie-

defekt, oder die Wachstumsrate lässt zu

Hintergrund soll Günter Geyer die Fäden

derum den zweiten Platz aus dem Vor-

wünschen übrig, verfügt die Bank in Ös-

gezogen haben, der sich von der Rochade

jahr verteidigen konnte.

terreich doch über 3,5 Millionen Kunden.

angeblich den einen oder anderen politi-

Ebenfalls proaktiv ist es bei der U ­ niqa

schen Hebel erhofft.

Bei der Kepler Fonds KAG beeindruckten vor allem das Wachstum und der Fo-

Insurance Group AG (76,67 Punkte) zu-

Auch wenn man mit Adjektiven vor-

kus auf das Thema Nachhaltigkeit. In

gegangen. Dort hat man unter dem Vor-

sichtig beziehungsweise sparsam um-

diesem Bereich knackte das Fondshaus

standsvorsitzenden And­reas Brandstet-

gehen sollte – sieht man sich die Ran-

die Ein-Milliarde-Euro-Schwelle. The-

ter den schon lang notwendigen Kon-

kingentwicklung bei der Unicredit Bank

matisch darf man dieser Anlageklasse

zernumbau geschafft. Der Lohn dieser

Austria AG (Platz 85 / 43,24 Punkte) an,

gegenüberstehen, wie man will – sowohl

vorerst erledigten Herkulesaufgabe ist

kommt man um das Wort „brutal“ kaum

die Einstufungsprozesse als auch das

ein Aufstieg im Ranking von Position 21

herum. Sie stürzte vom ohnehin schon

tatsächliche Renditepotenzial können

auf Platz 8.

nicht berauschenden 36. auf den 85. von

kontroversiell diskutiert werden –, am

100 Gesamträngen ab. Die Zukunft des

Ende des Tages müssen institutionelle

Schwieriges Umfeld

Instituts steht in den italienischen Ster-

Investoren zu einem gewissen Teil nach-

Auffällig übrigens: Die beiden einzigen

nen. Generaldirektor Willibald Cernko

haltig investiert sein. Somit stellt die-

Absteiger unter den Top Ten sind Pen-

musste gehen. Dass dies nicht im bes-

se Anlageklasse ein entsprechend gro-

sionskassen. Die Allianz Pensionskasse

ten Einvernehmen geschah, wurde spä-

ßes Geschäftsfeld dar, in dem die Kep-

20


UNTERNEHMEN

ler Fonds KAG in Österreich derzeit neben der Erste Asset Management (Platz 16 / 71,72 Punkte), Raiffeisen Capital Management (Platz 25 / 68,54 Punkte) und Pioneer I­nvestments Austria (Platz 37 / 65,56 Punkte) zu den Marktführern zählt. Die Herausforderung für die Fondsgesellschaft: „Starkes Wachstum erfordert laufende Anpassungen in der Organisation und den Abläufen“, wie Andreas Lassner-Klein, Sprecher der Geschäftsführung, einräumt. Das hat die Fondsgesellschaft wiederum zum Anlass ge-

„Setzen uns gegen Verschlech­ terungen durch Basel IV ein.“ HANS JÖRG SCHELLING

nommen, um den Vorstand um Michael Bumberger zu erweitern, der unter an-

Denn es war die Privatbank Schoeller-

Bei den Vorsorgekassen (Seite 52)

derem dem Kernbereich Risikomanage-

bank AG (Platz 4 / 79,07 Punkte), die in

konnte sich Nischenplayer Fair Fi-

ment vorsteht. Apropos Pioneer Invest-

der Rubrik Banken als auch in der Teil-

nance Vorsorgekasse AG (Platz 6 /

ments: Der Österreichtochter ist es trotz

rubrik Privatbanken nicht zuletzt dank

78,22 Punkte) durchsetzen und vom

der Unruhe rund um das Verkaufsszena-

überdurchschnittlich starker Kennzah-

zuvor zweiten auf den ersten Platz vor-

rio seitens der Mutter Unicredit gelun-

len vor der Oberbank AG, der besten

kämpfen. Der Anbieter, der sich unter

gen, sich vom 69. auf den 37. Rang vor-

Universalbank in Österreich, gewinnen

den Fittichen der Großaktionäre GLS

zukämpfen und sich somit einen Platz im

konnte. Die Ehre „der Großen“ rette-

Bank und Concordia oeco Lebensversi-

Mittelfeld zu sichern.

te die Erste Group Bank AG, die sich um

cherung-AG befindet, überzeugt durch

drei Positionen auf den dritten Banken-

Transparenz und nachhaltige Invest-

rang vorkämpfen konnte.

ments. Will der Branchensieger sei-

Die Branchenbesten Schlüsselt man das Gesamtranking nach

Der Allianz-Konzern hat über die

nen Topplatz aber verteidigen, wird er

den fünf Branchen auf, so stellt sich zum

beiden Töchter Allianz Pensionskas­

dieses Jahr eine bessere Performance

Beispiel im Bankenbereich (Seite 30) die

sen AG und Allianz Versicherungs AG

ausweisen müssen als 2015. Da hat er

bereits vorgenommene Einschätzung,

abgeräumt und in den Rubriken der

zum ersten Mal seit der Gründung im

dass Spezialisten nach wie vor besser

Pensions­kassen (Seite 48) und Versiche-

Jahr 2010 eine schlechtere Jahresrendi-

performen als Universalanbieter, noch

rungen (Seite 36) den jeweils ersten Platz

te ausgewiesen als der gesamte Bran-

deutlicher dar als im Gesamtranking.

erreicht.

chendurchschnitt. n

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UNTERNEHMEN

REGELN Z

Nach folgenden Kriterien wurden beim Ranking die besten Finanzunternehmen bewertet.

um zweiten Mal vergibt Der Bör­

■ Die Redaktion von Der Börsianer nomi-

■  In der Peergroupbewertung durften

sianer Auszeichnungen für die

nierte insgesamt 143 Unternehmen der

Unternehmen sowohl sich selbst als

besten Finanzunternehmen Ös-

österreichischen Finanzbranche. Ver-

auch Unternehmen aus der Konzernfa-

terreichs. Um die Besten des Jahres 2016

öffentlicht werden 136 Unternehmen

milie nicht bewerten.

zu finden und zugleich eine hohe Trans-

aus den Branchen Banken (53), Fonds-

parenz zu gewährleisten, wurde ein drei-

gesellschaften (42), Versicherungen

■  Sollten zwei Unternehmen den glei-

säuliges Scoringmodell angewendet, das

(28), Pensionskassen (5) und Vorsor-

chen Gesamtwert vorweisen, grei-

auf die Mitarbeit der 143 Nominierten ab-

gekassen (8).

fen für die Reihung folgende Regeln:

zielte. Den Unternehmen war es möglich,

höchster Teilpunktewert, zweithöchs-

in der Peergroup (erste Säule) ihre Mitbe-

■ Das Ranking fußt auf einem dreisäu-

werber zu bewerten. Darüber hinaus wur-

ligen Scoringmodell. Für jede der drei

den absolute und relative branchenspezi-

Säulen, die jeweils zu einem Drittel in

fische Kennzahlen erhoben (zweite Säule

das Gesamtergebnis einfließen, wur-

■  Fehlende Daten wurden von der Re-

und zur Analyse der Unternehmensper-

den Punkte zwischen 1 (niedrig) und 10

daktion in Geschäftsberichten und Fir-

formance) sowie für die Redaktionsbe-

(hoch) vergeben.

menbucheinträgen recherchiert.

ter Teilpunktewert, höchster Wert bei der zweiten Säule (Kennzahlen).

wertung (dritte Säule) mit Fach­experten entwickelte Fragebögen an die Unter-

■ Die Wirtschafts- und Steuerberatungs­

■ Sofern dies nicht möglich war, wurde

nehmen gesandt. Um hohe Transparenz

kanzlei BDO Austria nahm die Auswer-

das Unternehmen aus der Wertung ge-

zu gewährleisten, werden alle Teilpunkte

tung des gesamten Rankings sowie die

nommen. Daher die Abweichung von

in den Ranglisten veröffentlicht.

Datenanalyse der Kennzahlen vor.

der Nominierung.

PLATZ

1.

2015

TREND

(34.)

UNTERNEHMEN

Kepler Fonds KAG

BRANCHE / RUBRIK

Fonds/Inland

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

83,96

7

9

10

BRANCHE UND RUBRIK

GESAMTSCORING

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

In dieser Spalte sind die

Jede der drei Säulen trug zu

Die Unternehmen einer

Branchenspezifische Kenn­

Die eingeschickten Frage­

Branchen und Rubriken der

einem Drittel zum Gesamt­

Branche hatten die Möglich­ zahlen, die Rückschlüsse auf

bögen der Unternehmen

Unternehmen auf­gelistet.

ergebnis bei. Dieser Wert ist

keit, sich gegenseitig mit ei­

die Unternehmensentwick­

wurden von der Redaktion

Ein Sieger wurde in fünf

der in Prozent konvertierte

ner Punkteanzahl zwischen

lung liefern, wurden von der

von Der Börsianer mit Punkten

Branchen sowie 13 Rubriken

ungerundete Mittelwert der

1 (niedrig) und 10 (hoch) zu

BDO Austria analysiert und

von 1 (niedrig) bis 10 (hoch)

gesucht. Insgesamt wurden

drei Teilbewertungen.

bewerten. Die Zahl ist der

auf einer Skala von 1 (nied­

bewertet. Der F ­ ragebogen

143 Unternehmen nominiert

gerundete Mittelwert der

rig) bis 10 (hoch) bewer­

orientierte sich an folgenden

und 136 davon bewertet.

abgegebenen Peergroup­

tet. Der Wert beschreibt den

Keyfacts: Strategie, Service,

bewertungen. Die Pensions-

gerundeten Mittelwert aus

Innovation, Kunden/Markt­

und Vorsorgekassen bewer­

Teilbewertungen für bran­

anteile, Nachhaltigkeit und

tete eine Fachjury.

chenspezifische Kennzahlen. Regulierung.

22


GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN PLATZ

2015

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

1.

(34.)

Kepler Fonds KAG

Fonds/Inland

83,96

7

9

10

2.

(2.)

Allianz Elementar Versicherungs AG

Versicherung

82,92

6

9

10

3.

(1.)

Allianz Pensionskassen AG

Pensionskasse

82,22

9

7

9

4.

(18.)

Schoellerbank AG

Banken/Privatbank

79,07

6

9

10

5.

(4.)

VBV Pensionskasse AG

Pensionskasse

78,89

9

6

9

6.

(7.)

Fair Finance Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

78,22

8

8

8

7.

(38.)

M&G International Investments

Fonds/Ausland

77,70

6

9

9

8.

(21.)

Uniqa Insurance Group AG

Versicherung

76,67

6

8

9

9.

(22.)

Oberbank AG

Banken/Universalbank

74,58

6

7

10

10.

(29.)

Erste Group Bank AG

Banken/Universalbank

74,35

6

6

10

11.

(19.)

Wiener Städtische Versicherung AG (VIG)

Versicherung

73,57

7

9

7

12.

(10.)

Easybank AG

Banken/Direktbank

72,87*

5

9

9

13.

(66.)

Amundi Austria

Fonds/Inland

72,87*

6

8

8

14.

(32.)

Bank Gutmann AG

Banken/Privatbank

72,01

6

7

8

15.

(3.)

VBV Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

72,00

9

4

9

16.

(24.)

Erste Asset Management

Fonds/Inland

71,72

7

5

10

17.

(28.)

Schoellerbank Invest AG

Fonds/Inland

70,83

6

7

9

18.

(42.)

Blackrock

Fonds/Ausland

70,74

8

7

7

19.

(50.)

Allianz Invest KAG

Fonds/Inland

70,56

6

8

7

20.

(16.)

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

Versicherung

70,48

6

8

7

21.

(-)

Invesco Asset Management

Fonds/Ausland

70,46

6

6

9

22.

(99.)

Union Investment Austria

Fonds/Inland

69,63

6

7

9

23.

(40.)

Fidelity International

Fonds/Ausland

69,56

7

6

8

24.

(-)

DNB Asset Management

Fonds/Ausland

68,61

5

7

9

25.

(73.)

Raiffeisen Capital Management

Fonds/Inland

68,54

6

6

8

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

23

Die Versicherung hat ihre Struktur neu geordnet und vereinfacht, den Vorstand umgebaut: Das Sparprogramm der Uniqa Insurance Group AG trägt erste Früchte.

Die Erste Asset Management ist ein effizienter Marktführer, hat sich heuer die Ringturm KAG und die tschechische Tochter einverleibt und verwaltet nun bereits 55,8 Milliarden Euro.

Union Investment ­Austria ist in Österreich gut unterwegs, hat mit der Übernahme der Volksbank Invest noch lang nicht genug und will weiterhin in Österreich wachsen.


GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN PLATZ

2015

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

26.

(20.)

APK Pensionskasse AG

Pensionskasse

68,33

8

4

8

27.

(88.)

Deutsche Asset Management

Fonds/Ausland

68,06

6

6

8

28.

(23.)

Valida Plus AG

Vorsorgekasse

68,00

8

6

6

29.

(79.)

Franklin Templeton Austria

Fonds/Ausland

67,99

7

5

9

30.

(43.)

Gutmann KAG

Fonds/Inland

67,78

6

6

9

31.

(6.)

Valida Pension AG

Pensionskasse

67,22

8

6

7

32.

(17.)

3 Banken Generali Investment

Fonds/Inland

67,21

5

5

10

33.

(26.)

Allianz Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

66,67

8

4

8

34.

(44.)

DAS Rechtsschutz AG

Versicherung/ Spezialversicherung

66,43

3

9

8

35.

(14.)

Generali Versicherung AG

Versicherung

65,87

7

4

9

36.

(54.)

Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG

Banken/Universalbank

65,74

4

7

8

37.

(69.)

Pioneer Investments Austria

Fonds/Inland

65,56

6

6

9

38.

(47.)

BKS Bank AG

Banken/Universalbank

65,42

5

5

10

39.

(77.)

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banken/Universalbank

65,00

6

6

8

40.

(96.)

Kathrein Privatbank AG

Banken/Privatbank

64,79

5

8

7

41.

(97.)

Spängler Iqam Invest

Fonds/Inland

64,44

5

6

8

42.

(52.)

Sparkasse Oberösterreich KAG

Fonds/Inland

64,26

6

7

7

43.

(102.)

UBS Global Asset Management

Fonds/Ausland

63,98*

6

6

8

44.

(8.)

Bawag PSK AG

Banken/Universalbank

63,98*

5

7

7

45.

(61.)

BNP Paribas Asset Management

Fonds/Ausland

63,87

6

5

8

46.

(27.)

BUAK Betriebliche ­Vorsorgekasse

Vorsorgekasse

63,78

7

5

7

47.

(41.)

Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG

Banken/Bausparkasse

63,52

4

7

9

48.

(60.)

Pictet Asset Management

Fonds/Ausland

63,33

6

5

9

49.

(25.)

Österreichische Kontrollbank AG

Banken/Spezialbank

63,15

5

7

7

50.

(-)

Schroder Investment Management

Fonds/Ausland

62,96

6

6

7

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

24

Deutlich besser gereiht ist die Deutsche Asset Management – trotz Skandalen der Mutter. Christian Ohswalds Umstrukturierung zeigt Wirkung.

Die Vorarlberger Landes- und Hypo­ thekenbank AG konnte sich trotz PanamaSkandals verbessern, der neue Vorstandschef Michael Haller wird sein Amt allerdings erst mit Anfang Jänner übernehmen.

Der Gewinner des ­vergangenen Jahres, die Bawag PSK AG, rutscht einige Plätze ab, und das trotz ­Erfolgen in der Geschäftsentwicklung.


GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN PLATZ

2015

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

51.

(9.)

Merkur Versicherung AG

Versicherung

62,50

5

8

6

52.

(11.)

Bonus Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

62,22*

8

5

6

53.

(45.)

Niederösterreichische Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

62,22*

7

6

6

54.

(30.)

Helvetia Versicherungen AG

Versicherung

62,08

5

7

7

55.

(86.)

LGT Bank AG

Banken/Privatbank

61,81

5

6

8

56.

(48.)

Bankhaus Carl Spängler AG

Banken/Privatbank

61,62

6

5

8

57.

(117.)

Österreichische Hagelversicherung

Versicherung/­ Spezialversicherung

61,43

4

6

8

58.

(53.)

Security KAG

Fonds/Inland

61,27

6

6

7

59.

(101.)

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG

Banken/Privatbank

61,13

5

6

8

60.

(35.)

Bonus Pensionskassen AG

Pensionskasse

61,11*

7

3

8

61.

(15.)

ING-DiBa Direktbank Austria

Banken/Direktbank

61,11*

4

8

6

62.

(62.)

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Banken/Universalbank

60,69

6

8

5

63.

(51.)

UBS (Luxembourg), Niederlassung Österreich

Banken/Privatbank

60,54

5

6

7

64.

(33.)

Santander Consumer Bank

Banken/Direktbank/ Spezialbank

60,29

4

8

7

65.

(90.)

Arag

Versicherung/Spezialversicherung

60,00*

3

7

8

66.

(67.)

Raiffeisen Centrobank AG

Banken/Spezialbank

60,00*

5

6

8

67.

(57.)

AXA Investment Managers

Fonds/Ausland

59,91

6

5

8

68.

(56.)

Comgest Deutschland

Fonds/Ausland

59,72

5

7

6

69.

(46.)

Semper Constantia Privatbank AG

Banken/Privatbank

59,61

5

6

8

70.

(93.)

Raiffeisen Salzburg Invest KAG

Fonds/Inland

59,17

5

7

7

71.

(31.)

APK Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

58,00

7

4

6

72.

(5.)

Vienna Insurance Group AG

Versicherung

57,86

6

5

7

73.

(-)

Capital Bank – Grawe-Gruppe AG Banken/Privatbank

57,59

5

6

7

74.

(81.)

HDI Versicherung AG

Versicherung

57,50*

5

7

5

75.

(59.)

Wüstenrot Versicherungs AG

Versicherung

57,50*

5

6

6

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

26

Trotz des neuen Marktauftritts fliegt die Merkur Versicherung AG aus den Top Ten. Da half weder das Sponsoring von Sturm Graz noch die Benennung des neuen Stadions in Merkur Arena.

Einen Riesensatz nach vorn macht die Österreichische Hagelversicherung, die sich trotz Klimawandels und Sommerunwetter im Mittelfeld behauptet.

Die Santander Consumer Bank gab trotz guter Kennzahlen einige Plätze ab, die Konkurrenz knauserte diesmal mit Punkten.

Das Umfeld für die Versicherer ist ein schwieriges, die neue Strategie hat die Vienna Insurance Group AG erst heuer veröffentlicht.


GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

Banken/Privatbank

57,11

4

6

7

Semper Constantia Invest

Fonds/Inland

56,67

6

3

8

Deniz Bank AG

Banken/Direktbank

56,11

3

7

7

(70.)

JP Morgan Asset Management

Fonds/Ausland

56,02

7

4

6

80.

(13.)

Zürich Versicherungs AG

Versicherung

55,83

6

5

6

81.

(92.)

Raiffeisen Bank International AG

Banken/Universalbank

54,79

5

6

6

82.

(105.)

Tirolinvest KAG

Fonds/Inland

54,71

4

8

4

83.

(12.)

VAV Versicherungs AG

Versicherung

54,05

5

5

7

84.

(58.)

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherung

53,57

6

6

5

85.

(36.)

Unicredit Bank Austria AG

Banken/Universalbank

53,24

4

5

7

86.

(-)

Aberdeen Asset Managers

Fonds/Ausland

52,69

5

7

4

87.

(78.)

Carmignac Deutschland

Fonds/Ausland

52,59

5

4

7

88.

(98.)

Österreichische Beamtenversicherung

Versicherung

51,67

5

4

7

89.

(-)

Swisscanto Asset Management

Fonds/Ausland

51,62

4

4

7

90.

(49.)

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG

Banken/Privatbank

51,39

4

5

6

91.

(119.)

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

Banken/Universalbank

51,04

5

5

6

92.

(103.)

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

Banken/Universalbank

50,63

5

5

6

93.

(55.)

Jupiter Asset Management

Fonds/Ausland

49,90

5

2

8

94.

(85.)

Donau Versicherung AG (VIG)

Versicherung

49,05

5

3

7

95.

(74.)

Columbia Threadneedle Investments

Fonds/Ausland

48,77

7

2

6

96.

(107.)

Oberösterreichische Versicherung AG

Versicherung

48,75

6

4

5

97.

(-)

Nordea Investment Funds

Fonds/Ausland

47,78

6

1

7

98.

(68.)

Hypo NOE Bank AG

Banken/Universalbank

47,70

4

5

6

99.

(91.)

Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG

Banken/Universalbank

47,41

5

5

5

100.

(72.)

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Banken/Privatbank

47,01

4

3

7

PLATZ

2015

TREND

UNTERNEHMEN

76.

(100.)

Wiener Privatbank SE

77.

(82.)

78.

(37.)

79.

BRANCHE / RUBRIK

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

27

Mit der Übernahme der Valartis Privatbank AG setzt die Wiener Privatbank SE ihren Wachstumskurs fort.

Die VAV Versicherungs AG ist einer der Topabsteiger, im vergangenen Jahr gab es noch zehn Punkte für die Kennzahlen.

Die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG wurde Ende 2015 von der Grawe-Gruppe übernommen. Die Umstrukturierung ist voll im Gang, frischen Wind wird Ernst Huber bringen, der neu im Vorstand ist.


INSIDER

INSIDER

WER ICH BIN? EINER VON EUCH! Ich habe einige Delikatessen aus dem Börsenjahr 2016 hier für dich zusammengefasst. → WWW.DERBOERSIANER.COM

Nº 236

Nº 189

Apple in Wien: US-Gigant investiert 35 Millionen Euro

Jäger im Visier: Erfolglose Jagd auf Flughafenchef

Der US-Gigant errichtet Shop, Büro und Schulungszentrum in der ­Kärntner Straße 11.

Gemunkelt wird über eine Intrige, eine anonyme Anzeige gegen den Flughafenchef Julian Jäger hält einer Prüfung nicht stand.

Nº 170

Nº 178 Bilanz: Lukrative Geschäfte der Wiener Börse Operativ streift die Wiener Börse AG 13 Prozent mehr ein, der Jahresüberschuss steigt um 20 Prozent auf 16,5 Millionen Euro. Die Ebit-Marge von 54 Prozent ist fast konkurrenzlos.

Nº 185

Überfall: Wiener Spitzenbanker in Villa ausgeraubt Drei maskierte Täter dringen in die Döblinger Villa eines Private Bankers ein. Schmuck und Bargeld sind weg.

Nº 162

Buwog-Deal: Millionen­ gewinn für Investor Sapinda

Türkischer Basar: Post soll für Übernahme mehr zahlen

Finanzinvestor Sapinda wirft 18,5 Millionen Buwog-Aktien in den Ring und macht 25 Millionen Euro Gewinn.

Der türkische Paketzusteller Aras Kargo wehrt sich gegen eine Übernahme durch die Österreichische Post AG, der Mehrheitseigentümer verlangt mehr Geld.

28


UNTERNEHMEN

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Whistleblower) und die Redaktion von Der Börsianer. Mein Insiderwissen teile ich auf www.derboersianer.com mit

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dir. Meine wahre Identität bleibt ein Geheimnis.

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Nº 123

Nº 121

Zumtobel-Crash: Glücksritter Macquarie profitiert

Trotz Freispruchs: UBMVorstände treten ab

Der australische Asset-Manager Macquarie hat bei der Gewinnwarnung der Zumtobel AG ein glück­ liches Händchen, er ist mit Millionen „short“ investiert.

Nach rund zwei Jahrzehnten erfolgreicher Tätigkeit verlassen Vorstandschef Karl (Bier) und Finanzvorstand Heribert (Smole) die UBM Development AG.

Nº 106 Immofinanz / CA Immo: Millionen für Russen

Nº 111

Boris (Mints) verdient durch seinen Exit 128 Millionen Euro (ohne Dividende) innerhalb von eineinhalb Jahren.

Wiener Börse: GebührenZoff sorgt für Aufregung Die neue Gebührenstruktur der Wiener Börse AG stoßt auf Ablehnung der Handelsteilnehmer.

Nº 102 Grahammer-Watergate: Ehrgeiz bringt nichts

Nº 86

Michael (Grahammer) legt wegen der Panama Papers den Vorstandsvorsitz bei der Hypo Vorarlberg zurück.

Gerhard Roiss: Bescheidene Neiddebatte Die Abfertigung, Boni und Firmenrente von Ex-OMVVorstandschef werden medial ausgeschlachtet.

29


BANKEN

© EIZINGER ALEXANDRA / WIRTSCHAFTSBLATT / PICTUREDESK

Siegerlächeln. Franz WittDörring hat die Beratungsleistung ­intensiviert, da das Nullzinsumfeld seine Klientel unter Druck setzt.

DIE KOSTEN MÜSSEN RUNTER 30


UNTERNEHMEN

Die österreichische Bankenbranche befindet sich in großen ­Umwälzungen. Wachstum und Profit sind wegen hoher Regulierungskosten nur einigen wenigen vorbehalten. Klare Geschäftsmodelle führten im Ranking zum Erfolg. TEXT INGRID KRAWARIK

D

as Jahr 2016 war ein schwieriges

liche Ertragsmodelle fehlen. „Die Cost-

Matthias Bank, Leiter des Instituts für

für die Bankenbranche. Zumin-

Income-Ratio sollte bei 50 Prozent lie-

Bankwirtschaft an der Universität Inns-

dest wurde mit dem Heta-Deal

gen, ist aber bei vielen Banken weit da-

bruck. Und: „In Österreich verdienen die

und der Lösung für die Hypo Alpe Adria

rüber. Sie schleppen die hohen Pensi-

Banken schon Geld, aber meist nicht ge-

ein Sargnagel des heimischen Finanz-

onsansprüche und negativen Struktur-

nug zum Eigenkapitalaufbau. Deshalb

markts entfernt. Die Insolvenz des Lan-

effekte aus den 1970er- und 1980er-Jah-

sehen wir derzeit Kapitalerhöhungen

des Kärnten wurde abgewendet, auch

ren mit. Diesen Overload gilt es wegzu-

und Beteiligungsverkäufe. Auch die Dis-

die Reputation des Finanzplatzes Ös-

bringen. Konkurrenten wie Direktban-

kussion um Bankomatgebühren passt da

terreich, der international stark unter

ken oder auch Fintechs sind weit besser

sehr gut rein, da die Betreibung viel Geld

den bis dahin erfolglosen Verhandlun-

aufgestellt. Eine Bank sollte eigentlich

kostet und die Banken für dieses Service

gen gelitten hatte, konnte von Finanz-

auch bei tiefen Zinsen profitabel sein“,

eine Kompensation haben wollen.“

minister Hans Jörg Schelling wiederher-

sagt Hahn. Die Vorzeichen dafür blei-

Dass das Bankgeschäft derzeit einen

gestellt werden. Das Thema Konsolidie-

ben unwirtlich: Das ungünstige Zins-

Spagat zwischen Filialabbau, stärkerer

rung ist indes ein allgegenwärtiges und

umfeld, hohe Regulierung und Kunden,

Beratung wegen des tiefen Zinsniveaus

macht auch vor den Banken in Österreich

die sowohl nach altem als auch neuem

und digitalen Angeboten finden muss,

nicht halt. Die größte Herausforderung

Modell serviciert werden wollen. „Wir

spiegelt sich einmal mehr im Ranking

in den kommenden Jahren wird die steti-

werden uns auch 2017 intensiv mit neu-

von Der Börsianer wider, in dem die bes-

ge Reduktion der überbordenden Kosten

en Regulierungen beschäftigen. Ich er-

ten Banken, Universalbanken, Direkt-

sein. Mit der Raiffeisen-Bankengruppe

warte mir auch weitere politische In-

banken, Privatbanken, Spezialbanken

steckt deshalb eines der größten Institu-

terventionen, die unser Geschäft belas-

und Bausparkassen ausgezeichnet wer-

te des Landes in einem veritablen Um-

ten werden“, sagt Andreas Treichl, Vor-

den. 53 Institute wurden diesmal bewer-

wandlungsprozess. Die geplante Fusion

standsvorsitzender der Erste Group Bank

tet. Neben den Punkten aus den Katego-

der Raiffeisen Zentralbank AG (Platz 33

AG (Platz 3 / 74,35 Punkte). Den Banken

rien Peergroup und Redaktion wurden

/ 46,88 Punkte) mit der Raiffeisen Bank

würde es schon helfen, wenn die Vor-

für die zweite Säule Kennzahlen Gewin-

International AG (Platz 25 / 54,79 Punkte)

gaben zu den Kapitalquoten von der

ne, Eigenkapitalrendite, Cost-Income-

passiert zuallererst aus Kostengründen.

Euro­päischen Zentralbank (EZB) in den

Ratio und die Eigenkapitalquote, gemes-

„Die Fusion ist notwendig, weil die RBI

nächsten Jahren stabil gehalten werden,

sen am Tier-1-Kapital, herangezogen.

den übernächsten Bankentest der Euro-

damit sie die Funktion als Geldgeber für

Neben absoluten Zahlen wurden auch

päischen Zentralbank nicht bestanden

die Wirtschaft erfüllen können.

relative Entwicklungen berücksichtigt.

hätte. Sie mussten etwas tun, um die Ei-

Neben

hohen

Regulierungskosten

genkapitalbasis zu stärken“, sagt Franz

muss die Branche mit dem Abbau der

Beratung ist Trumpf

Hahn, Finanzmarktökonom des Wirt-

aktuell bestehenden Überkapazitäten

Im Vergleich zum vergangenen Jahr

schaftsförderungsinstituts Wifo.

zurechtkommen. „Österreich ist im-

gab es auf den vorderen Plätzen deut-

mer noch dramatisch ‚overbanked‘. Das

liche Veränderungen, die Stockerlplät-

Zielorientierte Regulierung

dichte Filialnetz verursacht den Banken

ze wurden neu besetzt. Stark nach vorn

Ein Blick auf die Cost-Income-Ratios

enorme Kosten. Die nächste Herausfor-

spielten sich die Universal- und Regi-

der größten Universalbanken zeigt, dass

derung besteht dann darin, ein tragfä-

onalbanken, allen voran die Oberbank

vielen Instituten Effizienz und einträg-

higes Geschäftsmodell zu finden“, sagt

AG (Platz 2 / 74,58 Punkte), die in einem

31


UNTERNEHMEN

„Unsere Aufgabe ist es, das Leben der Kunden zu vereinfachen.“

„Eine Ex­pansion der Erste Group halte ich für unwahrscheinlich.“

„Es scheint, als ob alte Modelle und alte Werte nichts mehr gelten.“

SAT SHAH

ANDREAS TREICHL

FRANZ GASSELSBERGER

Hundertstelkrimi die Erste Group Bank AG auf den dritten Platz verweisen und die Rubrik Universalbanken für sich entscheiden konnte. „Es scheint ja so, als ob alte Modelle und alte Werte nichts mehr

„WIR ERWARTEN WEITERHIN HOHE SCHWANKUNGEN“

gelten, persönliche Geschäftsbeziehungen sind aus der Mode, und Vertrauen ist ein knappes Gut geworden. Ich erlebe bei uns oft das Gegenteil, vielleicht weil wir was bieten, was selten geworden ist: die persönliche Beratung und die Be-

FRANZ WITT-DÖRRING VORSITZENDER DES VORSTANDS SCHOELLERBANK AG

reitschaft, den Kunden langfristig zu begleiten“, sagt Franz Gasselsberger, Vorstandsvorsitzender der Oberbank AG, der innerhalb von eineinhalb Jahren drei Kapitalerhöhungen durchführte, um die

Herr Witt-Dörring, ist die Konsolidierung am österreichischen Bankenmarkt schon

Kapitalquoten der Bank zu stärken.

abgeschlossen? – Der Trend zur Konsolidierung ist nach wie vor intakt, nicht nur

Das gute Abschneiden der Oberbank

in Österreich. In der Schweiz sieht man, wie viele kleine Banken verschwun-

AG hat unter anderem damit zu tun, dass

den sind, weil das Volumen zu gering war oder der Fokus gefehlt hat. Man

sich die Regionalbank die Osteuropaex-

muss sich in der heutigen Zeit klar positionieren. Die Schoellerbank hat einen

pansion nicht teuer erkauft hat und ihr

starken Fokus auf der Vermögensverwaltung. Als Privatbank stehen wir aber

Geschäftsmodell – die Bank hat kein

auch für Solidität, Kapitalstärke und umfangreiche Betreuung unserer Klien-

überdimensioniertes Filialnetz – ra-

tel. Und dann darf man die Wirkung von Wirtschaftspreisen nicht unterschät-

scher an die neuen Gegebenheiten an-

zen, ein Gewinn macht uns stolz, weil wir spüren, dass unsere Leistung aner-

passen konnte, meint Wifo-Finanz-

kannt wird.

ökonom Hahn. Zudem hat Gasselsberger einen klaren Fokus auf Expansion,

Die Nullzinsthematik war lange Zeit neben Neuregulierungen Thema Nummer eins

ein Plan, den Erste-Group-Chef Treichl

am Finanzplatz. Wird sich das 2017 ändern? - Das Nullzinsumfeld wird auch 2017

nicht gutheißt: „Expansion halte ich für

Stress für Vermögende und Sparer sein. Aber auch für die Bank, weil es das

unwahrscheinlich, da jeder Zukauf das

automatische Wachstum nicht mehr gibt, das ist komplett weggefallen. Das

Modell einer Bank komplizierter macht

sieht man deutlich an den geringeren Zinsmargen der Banken. Bei uns ist die

und die Aufsicht genau in die andere

Nachfrage nach Beratung gestiegen. Da geht es immer stärker um die Ausein-

Richtung läuft. Auch würden Fusionen

andersetzung mit unseren Kunden über das Risiko, das sie bereit sind zu tra-

der „To big too fail“-Thematik zuwider-

gen. Für Aktien braucht man einen deutlich längeren Atem, weil die Schwan-

laufen.“

kungen zugenommen haben. Das Gute ist, dass die Erwartungshaltung der Kunden an hohe Renditen realistischer geworden ist.

Ende der Genossenschaftsidee Mit der Verkleinerung des Geschäfts-

Hat sich das Kundenverhalten verändert? - Der Trend geht immer stärker Rich-

modells beschäftigt sich auch die Raiff-

tung professionelle Vermögensverwaltung, zwei Drittel unseres Depotvolu­

eisen-Gruppe. Als historische Chance

mens von insgesamt sieben Milliarden Euro ist verwaltetes Volumen. Der

bezeichnet Universitätsprofessor Bank

Schutz der Anleger hat von jeher oberste Priorität, auch wenn immer neue

die kommende Fusion. „Die Raiffeisen-

regulatorische Vorschriften das Gegenteil suggerieren. Es hilft nicht zu jam-

Gruppe sollte die Chance wahrnehmen

mern, sondern das Beste daraus zu machen.

32


RANGLISTE BESTE BANKEN UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

Schoellerbank AG

Oberbank AG

Banken/Privatbank

79,07

6

9

10

Banken/Universalbank

74,58

6

7

(7.)

10

Erste Group Bank AG

Banken/Universalbank

74,35

6

6

10

4.

(2.)

5.

(8.)

Easybank AG

Banken/Direktbank

72,87

5

9

9

Bank Gutmann AG

Banken/Privatbank

72,01

6

7

6.

8

(18.)

Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG

Banken/Universalbank

65,74

4

7

8

7.

(14.)

BKS Bank AG

Banken/Universalbank

65,42

5

5

10

8.

(24.)

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banken/Universalbank

65,00

6

6

8

PLATZ

2015

TREND

1.

(4.)

2.

(5.)

3.

9.

(32.)

Kathrein Privatbank AG

Banken/Privatbank

64,79

5

8

7

10.

(1.)

Bawag PSK AG

Banken/Universalbank

63,98

5

7

7

11.

(12.)

Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG

Banken/Bausparkasse

63,52

4

7

9

12.

(6.)

Österreichische Kontrollbank AG

Banken/Spezialbank

63,15

5

7

7

13.

(27.)

LGT Bank AG

Banken/Privatbank

61,81

5

6

8

14.

(15.)

Bankhaus Carl Spängler AG

Banken/Privatbank

61,62

6

5

8

15.

(34.)

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG

Banken/Privatbank

61,13

5

6

8

16.

(3.)

ING-DiBa Direktbank Austria

Banken/Direktbank

61,11

4

8

6

17.

(19.)

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Banken/Universalbank

60,69

6

8

5

18.

(17.)

UBS (Luxembourg), Niederlassung Österreich

Banken/Privatbank

60,54

5

6

7

19.

(9.)

Santander Consumer Bank

Banken/Direktbank/Spezialbank

60,29

4

8

7

20.

(21.)

Raiffeisen Centrobank AG

Banken/Spezialbank

60,00

5

6

8

21.

(13.)

Semper Constantia Privatbank AG

Banken/Privatbank

59,61

5

6

8

22.

(-)

Capital Bank ‒ Grawe Gruppe AG

Banken/Privatbank

57,59

5

6

7

23.

(33.)

Wiener Privatbank SE

Banken/Privatbank

57,11

4

6

7

24.

(11.)

Deniz Bank AG

Banken/Direktbank

56,11

3

7

7

25.

(30.)

Raiffeisen Bank International AG

Banken/Universalbank

54,79

5

6

6

26.

(10.)

Unicredit Bank Austria AG

Banken/Universalbank

53,24

4

5

7

27.

(16.)

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG

Banken/Privatbank

51,39

4

5

6

28.

(44.)

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

Banken/Universalbank

51,04

5

5

6

29.

(35.)

Raiffeisenlandesbank Steiermark AG

Banken/Universalbank

50,63

5

5

6

30.

(22.)

Hypo NOE Bank AG

Banken/Universalbank

47,70

4

5

6

31.

(29.)

Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG

Banken/Universalbank

47,41

5

5

5

32.

(23.)

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Banken/Privatbank

47,01

4

3

7

33.

(36.)

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

Banken/Universalbank

46,88

5

4

6

34.

(-)

S Wohnbaubank AG

Banken/Spezialbank

46,76

4

4

6

35.

(28.)

Bankhaus Krentschker & Co. AG

Banken/Privatbank

46,57

5

5

5

36.

(25.)

Bank Winter & Co. AG

Banken/Privatbank

46,48*

3

7

4

37.

(20.)

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

Banken/Universalbank

46,48*

4

4

6

38.

(39.)

Deutsche Bank AG, Filiale Wien

Banken/Privatbank

45,59

5

2

7

39.

(45.)

Hypo Tirol Bank AG

Banken/Universalbank

45,19

4

4

6

40.

(37.)

Credit Suisse (Luxembourg), Zweign. Österreich

Banken/Privatbank

44,75

6

2

5

41.

(43.)

Kommunalkredit Austria AG

Banken/Spezialbank

42,60

4

4

6

42.

(38.)

Wüstenrot Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

41,94

4

3

5

43.

(-)

Volksbank Wien AG

Banken/Universalbank

41,11

4

4

5

44.

(40.)

Allianz Investmentbank AG

Banken/Spezialbank

41,02

4

3

5

45.

(47.)

Porsche Bank AG

Banken/Direktbank

39,81

4

3

5

46.

(41.)

Generali Bank AG

Banken/Direktbank

39,26

4

3

5

47.

(51.)

Austrian Anadi Bank AG

Banken/Universalbank

38,89

3

6

3

48.

(26.)

Hellobank BNP Paribas Austria AG

Banken/Direktbank

38,06

4

1

6

49.

(42.)

Raiffeisen Bausparkasse

Banken/Bausparkasse

37,08

4

1

6

50.

(50.)

Start:Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

34,54

3

3

5

51.

(31.)

Vakif Bank International AG

Banken/Direktbank

33,43

3

3

5

52.

(48.)

Bankhaus Denzel AG

Banken/Direktbank

33,24

3

3

4

53.

(49.)

Meinl Bank AG

Banken/Privatbank

22,04

3

2

3

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.


UNTERNEHMEN

und die Gesamtstruktur verändern, das

Punkte) ist hingegen nun fast schon ein

plettangebot rund um Konto und Zah-

dreistufige Modell sollte man in einem

Jahr Teil der Grawe-Bankengruppe.

lungsverkehr anbieten könnten. Aktiv

kleinen Land wie Österreich aus Kos-

Die noch im Vorjahr so starken Di-

zusammenarbeiten wollen wir mit Fin-

tengründen hinterfragen. Hoffentlich

rektbanken, von denen sich 2015 drei un-

techs aus dem Bereich Kreditvergleich“,

kommt ein starkes Zentralinstitut.“ Die

ter den ersten zehn platzierten und zwei

sagt Oberbank-Chef Gasselsberger.

Frage bleibt, ob die massive Restruktu-

sogar auf dem Stockerl, fielen diesmal

Unter Druck sind die Bausparkassen,

rierung, die nötig wäre, mit dem Genos-

teilweise weit zurück, trotz guter Kenn-

die aufgrund des Niedrigzinsumfelds

senschaftsgedanken überhaupt verein-

zahlen. Die Easybank AG (Platz 4 / 72,87

erfinderisch sein müssen. Die Bauspar-

bar ist. Bei der Volksbanken-Gruppe gab

Punkte) hält die Fahnen der Direktban-

kasse der österreichischen Sparkassen

es in diese Richtung scharfe Einschnitte.

ken hoch und holt erneut den Titel in der

AG (Platz 11 / 63,52 Punkte), die im zwei-

„Der Genossenschaftsidee hat im Ban-

Kategorie, wurde diesmal jedoch von der

ten Jahr ihren Titel als beste Bauspar-

kenbereich keinen Platz“, sagt etwa Wi-

Konkurrenz schlecht bewertet. „Unse-

kasse in Österreich erfolgreich verteidi-

fo-Ökonom Hahn. Starke Umwälzungen

re Aufgabe ist es, das Leben der Kunden

gen konnte, macht sich allerdings auch

gab es auch bei der Unicredit Bank Aus-

zu vereinfachen, für einen hohen Auto-

als Mitentwickler und -finanzierer der

tria AG (Platz 26 / 53,24 Punkte), deren

matisierungsgrad der Prozesse zu sorgen

Seestadt Aspern in Wien einen Namen.

Osteuropageschäft an die Mutter fiel und

und die schlanke Kostenstruktur beizu-

die dabei ist, sich neu zu organisieren.

behalten. Das bringt uns Wettbewerbs-

heuer auch eine Hypothekenbank unter

vorteile“, sagt Sat Shah, seit Mai 2016

die ersten zehn. Die Vorarlberger Lan-

Starke Kennzahlen

Vorstandschef der Easybank AG. Die

des- und Hypothekenbank AG (Platz

Da ist es gut, dass es auch in sich ruhen-

Zahl der servicierten Konten der Easy-

6 / 65,74 Punkte) punktete trotz Pana-

de Banken gibt, die ihr Geschäftsmodell

bank AG ist indes auf 585.000 angewach-

ma-Skandals mit guten Kennzahlen,

zwar an die Wünsche der Kunden anpas-

sen, ein Zeichen, dass technologisch und

der Vorstandswechsel wird erst Anfang

sen, aber seit Jahren Verlässlichkeit und

kostenseitig weitere Vorteile gegenüber

Jänner 2017 schlagend. Bei den Spezial-

Solidität ausstrahlen. Wie etwa der Ge-

Universalbanken ausgespielt werden.

banken konnte sich wie im Vorjahr mit

samt- und Rubrikensieger bei den Pri-

Überraschenderweise

schaffte

es

der Österreichischen Kontrollbank AG

vatbanken, die Schoellerbank AG (79,07

Der Neid der Peers

(Platz 12 / 63,15 Punkte) ein Exportfinan-

Punkte), eine 100-Prozent-Tochter der

Die Peers bewerteten sich generell ge-

zierer durchsetzen.

Unicredit Bank Austria AG, die im Ver-

genseitig ziemlich knausrig. Eine ein-

gleich zu vielen ihrer Mitbewerber mit

zige Bank gab einem Konkurrenzins-

Taugliche Banker

ausgezeichneten Kennzahlen überzeug-

titut die Bestnote 10. Die Moral aus der

Bleibt noch ein Blick auf die Pläne der Eu-

te. Die Privatbanken sind insgesamt

Geschicht’: In der Branche scheint man

ropäischen Zentralbank, eine Tauglich-

stark auf den ersten 15 Plätzen vertre-

nicht viel voneinander zu halten, auch

keitsprüfung für Bankmanager einzu-

ten, vielleicht auch ein Zeichen, dass auf

das ist eine klare Ansage, obwohl mit

führen. Politische Besetzungen würden

Beratung im Bankgeschäft nach wie vor

„leben und leben lassen“ ein weiteres

so vielleicht der Vergangenheit angehö-

viel Wert gelegt wird. „Gerade wegen

Credo gerade in Bezug auf Fintechs Ein-

ren. Die angesprochenen Manager kön-

des Nullzinsthemas verlangt die Klien-

zug in den Kodex der Bankenbranche ge-

nen dieser Prüfung wenig abgewinnen,

tel mehr Beratungsleistung als vorher“,

funden hat. Dem Geschäftsmodell der

da es einen Fit&Proper-Test bereits gibt.

sagt Franz Witt-Dörring, Vorstandschef

Fintechs kann etwa Easybank-Chef Shah

Sie befürchten noch mehr Bürokratie

der Schoellerbank AG (siehe Interview).

viel abgewinnen. „Die leisten gute Arbeit

und Überregulierung. „Man sollte nicht

Den größten Sprung nach vorn macht

und konzipieren innovative Lösungen

Äpfel mit Birnen vergleichen. Die An-

übrigens mit der Kathrein Bank AG (Platz

für Kunden. Durch Kooperationen und

forderungen an die Führungskraft einer

9 / 64,79 Punkte) eine weitere Privat-

Partnerschaften mit den richtigen Fin-

europaweiten

bank, die Capital Bank (Platz 22 / 57,59

techs können wir Produktverbesserun-

den sich doch deutlich von dem, was von

Punkte) ist der höchste Neueinsteiger.

Retailbank

unterschei-

gen schneller und kostengünstiger an-

Spezialisten in der Vermögensverwal-

Die Konsolidierungswelle setzt sich

bieten.“ Im Finanzierungsbereich sehen

tung erwartet wird“, sagt etwa Friedrich

auch bei den Privatbanken fort. Die Wie-

Banker keine große Gefahr durch Fin-

Strasser, Vorstand der Bank Gutmann

ner Privatbank SE (Platz 23 / 57,11 Punk-

techs, wohl aber im Zahlungsverkehr.

AG (Platz 5 / 72,01 Punkte) dazu.

te) übernahm die Valartis Bank (Austria)

„Hier haben sich schon länger reine On-

Die Frage der letzten Jahre bleibt den

AG, deren Name daraufhin vom Markt

linezahlungsdienstleister wie Pay Pal

Banken also auch fürs neue Jahr beste-

verschwunden ist, das Bankhaus Schel-

durchgesetzt. Als größte Bedrohung se-

hen: Viele Hausaufgaben sind gemacht,

hammer & Schattera AG (Platz 27 / 51,39

hen wir, dass Fintechs künftig ein Kom-

was fällt den Regulierern Neues ein? n

34


So ein Streber. 2014, 2015, 2016 und 2017 Klassenbester: Die KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft wurde erneut für ihre hochwertige Produktpalette ausgezeichnet. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland zählt die Tochter der Raiffeisenlandesbank OÖ das vierte Jahr in Folge zu den herausragenden Vermögensverwaltern. Setzen Sie auf ausgezeichnete Geldanlage mit KEPLER-Fonds. Mehr unter www.kepler.at Diese Marketingmitteilung stellt kein Angebot, keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung, Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf oder Finanzanalyse dar. Sie ersetzt nicht die Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Der aktuelle Prospekt (OGAW) sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID) sind in deutscher Sprache bei der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Europaplatz 1a, 4020 Linz, den Vertriebsstellen sowie unter www.kepler.at erhältlich.

www.kepler.at


VERSICHERUNGEN

© RUDI FROESE / VERLAGSGRUPPE NEWS / PICTUREDESK

Private Vorsorge. „Ein Sparbuch macht volkswirtschaftlich keinen Sinn“, sagt Allianz-Chef Wolfram Littich, Versicherungen würden ­indes bei der Vorsorge helfen.

36


UNTERNEHMEN

ALTE WERTE, NEUE IDENTITÄT Mit neuen Produkten wollen sich die Versicherer an das neue Marktumfeld und die Kundenwünsche anpassen – wer dabei eine besonders gute Figur macht, zeigt das Ranking von Der Börsianer. TEXT BARBARA OTTAWA

Ü

ber Jahrhunderte stellten Ver-

nen die Erträge hinter den Erwartungen

schen Produkte anbieten.“ Berater müs-

sicherungen in den Köpfen der

zurückgeblieben sind. Aber der VKI hält

sen auf die neuen Produkte und Kunden-

Menschen Bollwerke an Finanz-

selbst fest, dass die vorzeitigen Kündi-

wünsche geschult werden. „Wir müssen

macht und Sicherheit dar. Noch kein

gungen erfolgen, weil sich die Kunden

sorgfältig wählen, welchem Kunden wir

großer

Versicherer

„das Produkt nicht mehr leisten kön-

in welcher Lebensphase welches Modell

musste je Insolvenz anmelden, und auch

österreichischer

nen, weil sie das angesparte Kapital an-

anbieten“, so Eichler weiter. Damit ein-

in der Finanzkrise hat sich die Branche

derweitig brauchen oder die Lebensver-

hergehend setzt sich der Trend der Digi-

ganz gut geschlagen. Dennoch bröckelt

sicherung gegen ein vermeintlich besse-

talisierung fort, dem sich alle Versiche-

in der Bevölkerung das Vertrauen in die

res Produkt eintauschen wollen“. Denn

rer nach und nach anschließen.

Anbieter, vor allem wenn es um Lebens-

auch mit einer Null-Prozent-Garantie

Die Uniqa Insurance Group AG (76,67

versicherungen und deren Ertragschan-

kann eine Versicherung einen Mehrwert

Punkte) hat sich im Ranking der besten

cen geht. Vergessen werden dabei oft

bieten, den andere Produkte nicht haben

28 Versicherungen und Spezialversiche-

die langfristigen Risiken, die die Bran-

– wenn dieser den Kunden transparent

rungen in Österreich 2016 im Vergleich

che absichert.

erläutert wird. Gerade in diesem Bereich

zum Vorjahr durch bessere Kennzahlen-

waren Versicherer bisher nicht immer

bewertung in der dreistufigen Bewertung

vorbildlich.

(Peergroup, Kennzahlen, Redaktion) auf

Im Frühjahr hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) aufgedeckt, dass einige Kunden über die Rücktritts-

Hier sieht die Branche selbst Hand-

den zweiten Platz hochgearbeitet. Be-

rechte in ihren Lebensversicherungen

lungsbedarf. Peter Eichler, Vorstands-

wertet wurden in der zweiten Säule die

falsch beraten wurden. Diese Erkennt-

mitglied der Uniqa Österreich Versiche-

jährliche Prämienentwicklung, der Jah-

nis führte zu Auflösungen von Lebens-

rungen AG warnte bei einer Veranstal-

resüberschuss sowie die Combined Ra-

versicherungsverträgen über die ver-

tung des Finanz-Marketing-Verbands

tio, also die Schaden-Kosten-Quote, ei-

gangenen Monate. Vor allem betroffen

Österreich vor privater Vorsorge: „Ver-

ner der wichtigsten Werte im Schaden-

sind fondsgebundene Produkte, bei de-

sicherungen sollten keine paternalisti-

Unfall-Versicherungsgeschäft, die die

37


UNTERNEHMEN

„­Keine paternalistischen Produkte anbieten.“

„­Man darf das System nicht s­ chlechtreden.“

„­Brauchen politischen Schulterschluss für Versicherer.“

PETER EICHLER

MANFRED RAPF

ROBERT LASSHOFER

Aufwendungen den Prämieneinnahmen

(57,86 Punkte) im Vergleich zum Vor-

tenverbänden verteufeln die Zusatz-

der Assekuranzen gegenüberstellt.

jahr von Platz zwei auf den elften Platz

vorsorge, bei der Gelder am Kapital-

fallen lassen.

markt angelegt werden. Vertreter der

Einfluss auf Geschäftsmodelle

Die strategischen Änderungen im

Finanzbranche betonen, dass nur ein

Den Rückgang in der Lebensversiche-

Marktumfeld und die neuen Anforde-

Zusammenspiel des umlagefinanzier-

rung bezifferte die Finanzmarktauf-

rungen durch Kunden und Aufsicht hat

ten staatlichen Verfahrens und der ka-

sicht (FMA) für das erste Halbjahr 2016

auch zu diversen Personalrochaden ge-

pitalgedeckten Säulen zielführend ist.

mit ­­–12,72 Prozent. Die laufenden Prä-

führt, über die Der Börsianer ausführlich

„Man darf weder das eine noch das an-

mien nahmen jedoch „nur geringfü-

berichtet hat. Neben neuen Spitzenköp-

dere System schlechtreden“, sagt Man-

gig ab“. Das Ergebnis der gewöhnlichen

fen wie Elisabeth Stadler bei der VIG, Al-

fred Rapf, Generaldirektorstellvertreter

Geschäftstätigkeit aus diesem Segment

fred Leu und Axel Sima bei der Generali

der Sparkassen Versicherung AG (Platz

war mit einer Steigerung um 51 Pro-

Versicherung AG (Platz 6 / 65,87 Punkte)

20 / 53,33 Punkte), einer Tochter der VIG.

zent, verglichen mit dem ersten Halb-

wurde bei der Uniqa Insurance Group AG

jahr 2015, sehr gut. Die Aufsicht führt

gleich die ganze Konzernstruktur durch

der Moritz Consulting, gibt zu beden-

das „auf eine Steigerung des Finanzer-

eine Verschlankung neu geordnet. Neue

ken, dass diverse Reformen im staatli-

gebnisses durch laufende Mitnahmen

Zeiten erfordern eben frische Denkan-

chen Pensionssystem zusätzliche Vor-

von stillen Reserven aus Anleihen und

sätze.

sorge immer wichtiger werden lassen:

Gerald

Moritz,

Geschäftsführer

Immobilien zurück“. Während rundhe-

In Sachen Altersvorsorge wird von

„Die lebenslange Durchrechnung in der

rum die Zinsen sinken – inklusive der

Versicherern eine friedliche Koexistenz

ASVG führt dazu, dass überall eine Lü-

Garantiezins für Lebensversicherer, der

im Pensionssystem angestrebt. Vertre-

cke entstehen wird.“ Insgesamt sinken

per Jänner 2017 nur mehr 0,5 Prozent

ter von Gewerkschaft und Pensionis-

nämlich bereits die Durchschnittspen-

betragen wird – haben die Versicherungen noch Puffer: In Hochzinszeiten eingekaufte Anleihen werfen noch bis zur Fälligkeit Zinsen ab. Durch das geänderte Marktumfeld wenden sich einige Versicherer auch neuen Marktfeldern zu. So hielt etwa die Vienna Insurance Group AG (VIG) in ihrer Beantwortung des Fragebogens für das Ranking von Der Börsianer fest, dass der Konzern „weiterhin auf eine gezielte Stärkung margenreicher Geschäfts-

NEUE ANLAGEFORMEN GESUCHT

I

n Österreich ist der Markt für direkte Kreditvergaben durch Nichtbanken „noch klein“, stellte Deloitte Österreich im Rahmen der Präsentation der Studie „Financing the Economy 2016“ fest. „Größter Hemmschuh sind die

Rahmenbedingungen in Österreich“, sagte Partner Albert Hannak. Diese Pro-

felder“ wie Sachversicherung und Le-

blematik identifizierte Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städti-

bensversicherung mit laufender Prä-

schen Versicherung AG (Platz 3 / 73,57 Punkte), jüngst in einer Podiumsdis-

mie setzt. Außerdem wolle man „Ver-

kussion und nannte als Beispiel den Schulbau: „Hier ist nämlich – etwas über-

sicherungspotenziale im Segment der

spitzt gesagt – der Finanzierer auch verantwortlich dafür, dass die Schulmilch

kleinen und mittleren Unternehmen

nicht sauer ist.“ Lasshofer appellierte an die Gesetzgeber, über einen „politi-

(KMU) und der Krankenversicherung“

schen Schulterschluss“ den Einsatz von institutionellen Geldern etwa im Be-

ausschöpfen. Schlechtere Kennzahlen,

reich der Wohnraumbeschaffung oder der Verbesserung der Pflegelandschaft

wie etwa Gewinnverluste durch ein-

zu erleichtern. Universitätsprofessor und Sozialrechtsexperte Wolfgang Mazal

malige IT-Abschreibungen in der Höhe

betonte, dass bei der Flexibilisierung der Finanzierung und Kreditvergabe auch

von 159 Millionen Euro, haben die VIG

Start-up-Unternehmen nicht vergessen werden dürfen.

38


UNTERNEHMEN

RANGLISTE BESTE VERSICHERUNGEN UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

Allianz Elementar Versicherungs AG

Versicherung

82,92

6

9

10

Uniqa Insurance Group AG

Versicherung

76,67

6

8

9

(8.)

Wiener Städtische Versicherung AG (VIG)

Versicherung

73,57

7

9

7

(7.)

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

Versicherung

70,48

6

8

7

5.

(12.)

DAS Rechtsschutz AG

Versicherung/Spezialversicherung

66,43

3

9

8

6.

(6.)

Generali Versicherung AG

Versicherung

65,87

7

4

9

7.

(3.)

Merkur Versicherung AG

Versicherung

62,50

5

8

6

8.

(10.)

Helvetia Versicherungen AG

Versicherung

62,08

5

7

7

9.

(27.)

Österreichische Hagelversicherung

Versicherung/Spezialversicherung

61,43

4

6

8

10.

(20.)

Arag

Versicherung/Spezialversicherung

60,00

3

7

8

11.

(2.)

Vienna Insurance Group AG

Versicherung

57,86

6

5

7

12.

(17.)

HDI Versicherung AG

Versicherung

57,50*

5

7

5

13.

(14.)

Wüstenrot Versicherungs AG

Versicherung

57,50*

5

6

6

14.

(5.)

Zürich Versicherungs AG

Versicherung

55,83

6

5

6

15.

(4.)

VAV Versicherungs AG

Versicherung

54,05

5

5

7

16.

(13.)

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherung

53,57

6

6

5

17.

(22.)

Österreichische Beamtenversicherung

Versicherung

51,67

5

4

7

18.

(18.)

Donau Versicherung AG (VIG)

Versicherung

49,05

5

3

7

19.

(23.)

Oberösterreichische Versicherung AG

Versicherung

48,75

6

4

5

20.

(16.)

Sparkassen Versicherung AG (VIG)

Versicherung/Spezialversicherung

43,33

4

2

7

21.

(19.)

Nürnberger Versicherung AG Österreich

Versicherung

42,92

3

5

5

22.

(30.)

Garant Versicherungs Aktiengesellschaft

Versicherung/Spezialversicherung

41,25

2

6

5

23.

(21.)

Continentale Lebensversicherung AG

Versicherung/Spezialversicherung

35,83

2

4

5

24.

(26.)

Skandia Lebensversicherungs AG

Versicherung/Spezialversicherung

33,75

2

3

5

25.

(15.)

Bawag PSK Versicherung AG

Versicherung

33,33

3

3

5

26.

(25.)

Ergo Versicherung AG

Versicherung

30,00

4

1

4

27.

(31.)

Clerical Medical Österreich

Versicherung/Spezialversicherung

27,50

1

2

5

28.

(24.)

Garanta Österreich Versicherung AG

Versicherung/Spezialversicherung

26,25

2

1

5

PLATZ

2015

TREND

1.

(1.)

2.

(9.)

3. 4.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

sionen aus der ASVG. „Die kapitalge-

ger von Platz 27 auf Platz neun schnell-

nen Investor wünschen, der nicht beim

deckte Vorsorge ist eine sinnvolle und

te. Die FMA verzeichnete für das erste

ersten Schlenker an den Märkten Im-

zweckmäßige Ergänzung“, sagt Moritz.

Halbjahr 2016 „ein stark verbessertes

mobilien und Anleihen abstößt“, sagte

Insgesamt zeigt das diesjährige Ran-

versicherungstechnisches Ergebnis“ in

Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender

king eine markante Verbesserung der

der Sparte Schaden/Unfall aufgrund ei-

der Allianz Gruppe in Österreich (82,92

Platzierungen

Spezialversiche-

ner deutlich niedrigeren Schadensquo-

Punkte). Das Unternehmen konnte die

rern. So konnte etwa die DAS Rechts-

te im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Spitzenposition unter den heimischen

von

schutz AG (66,43 Punkte) ihren Spit-

Versicherern im Ranking von 2016 er-

zenplatz in der Unterkategorie verteidi-

Versicherer als Stabilisator

folgreich verteidigen. „Wir stabilisieren

gen und gleichzeitig im Gesamtranking

Die heimische Versicherungsbranche

den Kapitalmarkt. Ein Sparbuch macht

vom zwölften auf den fünften Platz nach

zählt zu den größten Gläubigern der Re-

volkswirtschaftlich keinen Sinn, wäh-

oben klettern. Ähnliches gilt für den

publik. Insgesamt werden derzeit etwa

rend wir sowohl den Menschen bei der

zweitplatzierten

Spezialversicherer,

100 Milliarden Euro von Lebensversi-

Vorsorge helfen als auch im Land Inves-

die Österreichische Hagelversicherung

cherern in Österreich angelegt. „Als

titionen tätigen,“ gab der Allianz-Chef

(61,43 Punkte), die als bester Aufstei-

Republik Österreich würde ich mir ei-

weiter zu bedenken. n

39


s n u s Wa . t e d n i b r e v


Was ist das Gemeinsame, das die PORR in ihren strategischen Handlungsfeldern eint? Nachhaltiges Denken und Tun, Planen und Arbeiten, Kommunizieren und Handeln sind oberste Prämissen in unserem Unternehmen. Gleichzeitig bilden sie den kleinsten gemeinsamen Nenner unserer Organisation. Nur wer an die nachfolgenden Generationen denkt und Verantwortung übernimmt, kann langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein. Nachhaltigkeit verbindet uns. Dafür setzen wir auf Wertschöpfung, Wertschätzung und Werterhalt. Was wir darunter verstehen, erfahren Sie in unserem neuen Werthaltigkeitsbericht. porr-group.com


FONDSGESELLSCHAFTEN

IM INTERNATIONALEN FAHRWASSER

© MAYR ELKE / WIRTSCHAFTSBLATT / PICTUREDESK

Nachhaltigkeit. Der Fokus auf nachhaltige Anlagethemen ist seit 16 Jahren eine Spezialität von Andreas Lassner-Klein. Jetzt gibt es viele Nachahmer.

42


UNTERNEHMEN

Der steigende Kostendruck hinterlässt tiefe Spuren in Österreichs Fondslandschaft und spielt ausländischen Mitbewerbern in die Hände. Das sorgt auch 2016 im goldenen Ranking für spannende Neuerungen. TEXT RAJA KORINEK

D

as Jahr 2016 wird Österreichs

von 8,50 Punkten können mit anderen

Fondsindustrie noch länger in

Mitbewerbern gut mithalten. Gerade die

Erinnerung bleiben. Schließlich

Performance der Produkte ist jener Teil

stand die Branche sowohl vor kniffli-

des Gesamtscorings, weshalb die Topp-

gen Herausforderungen an den Kapital-

latzierung des Vorjahrs, die 3 Banken

märkten als auch vor zahlreichen Neu-

Generali Investment, heuer stark verlo-

erungen innerhalb des Sektors. Kein

ren hat. Dennoch haben es die oberös-

Wunder, dass selbst das jährliche Ran-

terreichischen Mitbewerber immerhin

king der besten Fondsgesellschaften

auf Platz 16 geschafft.

in Österreich 2016 heuer ein spannendes Ergebnis liefert. Bewertet wurde wie

Ausländische Häuser holen auf

schon im Vorjahr anhand eines dreistu-

„Silber“ und damit die Auszeichnung als

figen Scoringmodells (Seite 22). Es be-

beste ausländische Fondsgesellschaft in

steht aus einer Peergroup- und Redak-

Österreich geht heuer erneut an das bri-

tionsbewertung sowie aus branchen-

tische Fondshaus M&G International In-

spezifischen Kennzahlen. Berücksich-

vestments (77,70 Punkte). Hier stechen

tigt wurden hierzu die Ein-Jahres-Per-

besonders die Kennzahlen hervor, die

formance, Tracking-Error, Sharpe-Ra-

gesamte Punktezahl liegt bei 8,5. Noch

tio und Management-Fee aller in Öster-

im Vorjahr rangierte das UK-Invest-

reich zugelassenen Fonds. Allein als kla-

menthaus auf Platz 5. Bekannt ist das

rer Sieger sticht erneut eine heimische

Haus vor allem für seine Multi-Asset-

Fondsgesellschaft aus Oberösterreich

Palette, aber auch für diverse „Bond-

hervor. War es im Vorjahr die 3 Banken

Spezialitäten“. Neuerungen gab es al-

Generali Investment (Platz 16 / 67,21

lerdings nicht nur bei der Platzierung.

Punkte), ist es in diesem Jahr die Kepler

Auch personell hat es mit dem Abgang

Fonds KAG (83,96 Punkte). Sowohl die

von Karola Gröger, der ehemaligen Lei-

Peergroup- als auch die Redaktionsbe-

terin des Österreichvertriebs, eine über-

wertung fällt dabei besonders hoch aus.

raschende Veränderung gegeben. Der

Selbst die Kennzahlen mit ­einem Scoring

Bereich wird mittlerweile von Werner

43


UNTERNEHMEN

„Kleine ­Port­folios machen ­ökonomisch wenig Sinn.“ ERIC BRAMOULLE

Fonds geschlossen. Er wurde viele Jahre von Horst Simbürger verwaltet. Und das sind freilich genauso wenig erfreuliche Nachrichten wie die von Marktinsidern kolportierte Schließung jenes Ös-

„Gemischte Fonds werden ­aufgrund des Zinstiefs ­nachgefragt.“

terreich-Portfolios bei Amundi Austria,

HEINZ BEDNAR

auch wenn dazu offiziell keine konkreten Pläne vorliegen. Bestenfalls werde

Kolitsch, Leiter Deutschland und Öster-

es zu geringfügigen Änderungen in der

ran machte das aktuelle Zinstief die Su-

reich, von Frankfurt aus geleitet. Ähn-

Produktpalette kommen, formuliert es

che nach ein wenig Rendite zu einem

lich im Übrigen auch der Vorgang bei JP

CEO Eric Bramoulle von Amundi Aust-

veritablen Spießrutenlauf. Dazu meint

Morgan Asset Management in Öster-

ria, ein wenig vorsichtig. Derzeit gibt es

etwa Heinz Bednar, Vorsitzender der

reich (Platz 29 / 56,02 Punkte). Denn

insgesamt gut 40 Publikumsfonds der

Geschäftsführung der Erste Asset Ma-

Berndt May, langjähriger Geschäftslei-

ehemaligen Bawag PSK Invest, „eini-

nagement (Platz 4 / 71,72 Punkte): „In

ter für Österreich, Osteuropa und Grie-

ge davon werden von Verschmelzungen

Österreich wurden generell gemischte

chenland, wird das Unternehmen per

betroffen sein, da es aus ökonomischer

Fonds verstärkt nachgefragt, eine direk-

1. Februar 2017 verlassen. Ab dann wird

Sicht wenig Sinn macht, kleine Portfo-

te Folge der Nullzinspolitik. Sehr erfolg-

der heimische Markt von Frankfurt aus

lios weiterzuführen.“ Das werde man

reich sind auch die Immobilienfonds, die

betreut.

in aller Ruhe im Laufe des kommenden

nach wie vor stark nachgefragt werden.“

Jahres angehen.

Schließlich führe die Nullzinspolitik der

Der dritte Platz geht (72,87 Punkte) an Amundi Austria. Erst im Vorjahr hat-

Schluss dürfte damit in Österreichs

Europäischen Zentralbank bei gleich-

te die Tochter der französischen Amun-

Fondsbranche noch lange nicht sein.

zeitiger Inflation zu einem realen Kauf-

di Asset Management die Bawag PSK In-

Denn, wie Michael Schützinger, Vor-

kraftverlust. „Jeder Sparer muss sich

vest übernommen, damit für reichlich

stand der Schoellerbank Invest KAG

daher darüber Gedanken machen, wie

Aufsehen gesorgt und personelle Verän-

(Platz 5 / 70,83 Punkte), meint: „Geht

die Kaufkraft erhalten oder gesteigert

derungen mit sich gebracht. Nach dem

man davon aus, dass die Regulierungs-

werden kann. Investmentfonds kön-

Sommer 2016 verließ schließlich Erika

tendenzen innerhalb der Branche auf

nen hier einen Beitrag leisten, da sie für

Karitnig, ehemals Chief Investment Of-

absehbare Zeit weiterhin anhalten wer-

den langfristigen Vermögensaufbau be-

ficer für Aktien, das Haus. Ihre Agen-

den, sind auch weitere Konsolidierun-

sonders gut geeignet sind“, ist Bednar

den hat Alois Steinböck, Geschäftsfüh-

gen nicht auszuschließen.“ Ein Trend,

überzeugt.

rer, für Amundi Austria übernommen.

der allerdings nicht immer sinnvoll sein

Ähnlich der Tenor bei M&G Invest-

Ebenso bemerkenswert im goldenen

muss, wie Schützinger meint: „Ob eine

ments. Nicht ohne Grund ist Kolitsch

Ranking ist auch der rasante Aufstieg

Verringerung der Anzahl an Fondsge-

überzeugt,

der Union Investment Austria (69,63

sellschaften oder der Anzahl an Fonds

te Konzepte wie Multi Assets eines der

Punkte). Schließlich langte die deutsche

und damit ein Anstieg des durchschnitt-

wichtigen

Fondsgesellschaft im Vorjahr ebenso bei

lichen Fondsvolumens für die Anleger

Diese Alleskönner bieten Anlegern mit

einer heimischen KAG, der Volksbank

­einen Mehrwert bringen, ist fraglich, je-

nur einem Produkt eine komplette Ver-

Investment, zu. Und das scheint inzwi-

denfalls empirisch nicht erwiesen.“ Der

mögensverwaltung.“ Einzig bei den An-

schen zu fruchten. So konnte die Union

Einfluss ausländischer Investmenthäu-

legern gibt es große Unterschiede, die

Investment Austria heuer immerhin von

ser sei dadurch jedenfalls etwas größer

recht beachtlich sein können, wie Ko-

Platz 32 auf Platz neun hinaufschnellen.

geworden. Auch das sei zuletzt der zu-

litsch weiters meint: „Privatanleger

nehmenden

geschuldet,

kaufen weiterhin Fonds, beispielsweise

Schrumpfkur dauert an

die es vor allem Kapitalanlagegesell-

über Fondssparspläne, aber auch Dach-

Auch wenn die Konsolidierung offenbar

schaften kleinerer und mittlerer Größe

oder

für reichlich positive Auswirkungen bei

schwerer macht, entsprechende Erträge

onelle Anleger spielten freilich eben-

den Platzierungen sorgt, hinterlässt sie

zu erzielen.

so eine wichtige Rolle, „aber sie kaufen

Regulierung

dass

„lösungsorientier-

Zukunftsthemen

Multi-Asset-Fonds.“

bleiben.

Instituti-

derzeit andere Produkte. Illiquide Stra-

weniger erfreuliche Spuren, etwa was die Produktpaletten betrifft. Allein die Uni-

Zinstief als zentrales Thema

tegien spielen eine große Rolle wie bei-

on Investment Austria hat mit 31. Okto-

Doch das sind nicht die einzigen Her-

spielsweise

ber 2016 ihren Österreich-Fonds VB Ös-

ausforderungen, die Fondsgesellschaf-

Hier wird aufgrund der mangelnden Li-

terreich-Invest und auch zehn weitere

ten heuer meistern mussten. Allen vo-

quidität dieser Investments ein Auf-

44

Infrastrukturinvestments.


UNTERNEHMEN

„WIR ERWARTEN WEITERHIN HOHE SCHWANKUNGEN.“

Geldpolitik in den USA und in Europa waren immer von erhöhten Marktvolatilitäten geprägt. Hinzu kommen Unsicherheiten über die Neuausrichtung der US-Wirtschaftspolitik unter dem frisch gewählten US-Präsidenten Donald Trump. Gerade in diesem Marktumfeld sollten Mischfonds bei Anlegern gefragt bleiben. Sie bieten die nötige breite Streuung über Länder, Branchen und Assetklassen. Und wohin geht die Reise über die unmittelbare Zukunft hinaus? Was wir sowohl bei unseren Kunden als auch bei unseren Vertriebspartnern beobachten können, ist ein starker Trend hin zu

ANDREAS LASSNER-KLEIN GESCHÄFTSFÜHRER KEPLER FONDS KAG

nachhaltig gemanagten Produkten. Dabei funktioniert die Kombination von Ethik und Rendite nachweislich, entsprechend groß ist die Nachfrage. Bei der Kepler Fonds KAG managen wir bereits seit dem Jahr 2000 nachhaltige Portfolios, von einem

Herr Lassner-Klein, auch 2016 war für die österreichische Fonds-

reinen Renten- bis hin zu einem Misch- und einen Aktienfonds.

branche ein sehr ereignisreiches Jahr. Welche Themen waren besonders prägend? - Nach wie vor sind die meisten heimischen Anle-

Wie hat sich dabei die Aufteilung zwischen Privat- und Großanleger

ger sicherheitsorientiert, sie wollen konservative Anlagelösun-

verändert? Nach der Finanzkrise von 2008 zogen sich ja gerade viele

gen. Deshalb werden Produkte nachgefragt, die sehr breit ge-

Kleinanleger zurück. - Schon seit der Gründung haben wir bei der

streut aufgestellt sind, in verschiedene Anlageklassen investie-

Kepler KAG ein sehr stabiles institutionelles Kundensegment,

ren und dabei rasch auf Marktveränderungen reagieren können.

etwa bei den Versicherungen, Pensionskassen oder Unterneh-

Das erklärt auch den Boom bei Mischfonds, sie erfüllen die An-

men. Hinzu kommt aber auch eine dynamische Entwicklung im

forderungen.

Retailbereich, sie lässt sich anhand konkreter Zahlen verdeutlichen. Aktuell verwalten wir 14 Milliarden Euro an Kundenvo-

Der heimische Anleger galt aber schon immer als konservativ. Unter-

lumen. Davon entfallen fast zehn Milliarden Euro auf instituti-

scheidet sich die Entwicklung in Österreich sehr vom internationa-

onelle Anleger, weitere 4,3 Milliarden Euro auf Retailfonds. Da-

len Trend? - Ganz im Gegenteil. Auch europaweit waren Misch-

bei setzen im aktuellen Tiefzinsumfeld gerade die Privatanleger

portfolios die Bestseller der vergangenen Jahre. Dabei erwarten

verstärkt auf Fonds, wobei schon in den vergangenen zwei Jah-

wir sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite weiter-

ren die Publikumsfonds in unserem Haus um gut 694 Millionen

hin hohe Schwankungen. Denn Phasen mit unterschiedlicher

Euro zulegen konnten.

Eine stabilere Anlage, als viele glauben. Kolibris können 80-mal pro Sekunde mit den Flügeln schlagen. In Echtzeit betrachtet, befinden sie sich jedoch in vollkommenem Gleichgewicht. Small Caps können sich kurzfristig ähnlich schnell bewegen. Doch seit dem Jahr 2000 sind sie tatsächlich nicht volatiler als Large Caps1 und in 14 von 16 Jahren waren sie ertragsstärker2. Je länger Sie hinschauen, desto besser werden Small Caps.

Erfahren Sie mehr über Small Caps und ihr ganzes Potenzial invest-smallcaps.com/de Quelle: 1 Factset, 31.08.2016. 2 Credit Suisse, März 2016. Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Vielmehr ist diese Anzeige als Hinweis auf unsere Expertise zu verstehen. Infolge vereinfachter Darstellungen vermag dieses Dokument nicht sämtliche Informationen darzustellen und könnte daher subjektiv sein. Wertentwicklungsergebnisse der Vergangenheit bieten keine Gewähr und sind kein Indikator für die Zukunft. Vor jeder Investitionsentscheidung sollte eine ausführliche und an der Kundensituation ausgerichtete Beratung erfolgen. Im Rahmen dieser Beratung werden Sie auch über die Anlagebedingungen, Kosten und Gebühren, die mit dem Erwerb eines der hier aufgeführten Produkte verbunden sind, aufgeklärt. Es wird darauf hingewiesen, dass AXA Investment Managers Deutschland GmbH und mit ihr verbundene Unternehmen bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen Zuwendungen (Provisionen, Gebühren oder sonstige Geldleistungen sowie alle geldwerten Vorteile) annehmen und/oder gewähren können. Weiterführende Informationen erhalten Sie kostenlos bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2 – 4, 60313 Frankfurt/Main, der jeweiligen Informations- und Zahlstelle in Österreich, unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im. de oder www.axa-im.at.


UNTERNEHMEN

RANGLISTE BESTE FONDSGESELLSCHAFTEN UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

Kepler Fonds KAG

Fonds/Inland

83,96

7

9

10

(5.)

M&G International Investments

Fonds/Ausland

77,70

6

9

9

(19.)

Amundi Austria

Fonds/Inland

72,87

6

8

8

(2.)

Erste Asset Management

Fonds/Inland

71,72

7

5

10

5.

(3.)

Schoellerbank Invest AG

Fonds/Inland

70,83

6

7

9

6.

(7.)

Blackrock

Fonds/Ausland

70,74

8

7

7

7.

(9.)

Allianz Invest KAG

Fonds/Inland

70,56

6

8

7

8.

(-)

Invesco Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

70,46

6

6

9

9.

(32.)

Union Investment Austria

Fonds/Inland

69,63

6

7

9

10.

(6.)

Fidelity International

Fonds/Ausland

69,56

7

6

8

11.

(-)

DNB Asset Management

Fonds/Ausland

68,61

5

7

9

12.

(23.)

Raiffeisen Capital Management

Fonds/Inland

68,54

6

6

8

13.

(29.)

Deutsche Asset Management

Fonds/Ausland

68,06

6

6

8

14.

(27.)

Franklin Templeton Austria

Fonds/Ausland

67,99

7

5

9

15.

(8.)

Gutmann KAG

Fonds/Inland

67,78

6

6

9

16.

(1.)

3 Banken Generali Investment

Fonds/Inland

67,21

5

5

10

17.

(20.)

Pioneer Investments Austria

Fonds/Inland

65,56

6

6

9

18.

(31.)

Spängler Iqam Invest

Fonds/Inland

64,44

5

6

8

19.

(10.)

Sparkasse Oberösterreich KAG

Fonds/Inland

64,26

6

7

7

20.

(33.)

UBS AG

Fonds/Ausland

63,98

6

6

8

21.

(16.)

BNP Paribas Asset Management

Fonds/Ausland

63,87

6

5

8

22.

(-)

Pictet Asset Management

Fonds/Ausland

63,33

6

5

9

23.

(-)

Schroder Investment Management

Fonds/Ausland

62,96

6

6

7

24.

(11.)

Security KAG

Fonds/Inland

61,27

6

6

7

25.

(14.)

AXA Investment Managers

Fonds/Ausland

59,91

6

5

8

26.

(13.)

Comgest Deutschland

Fonds/Ausland

59,72

5

7

6

27.

(30.)

Raiffeisen Salzburg Invest KAG

Fonds/Inland

59,17

5

7

7

28.

(28.)

Semper Constantia Invest

Fonds/Inland

56,67

6

3

8

29.

(21.)

JP Morgan Asset Management

Fonds/Ausland

56,02

7

4

6

30.

(34.)

Tirolinvest KAG

Fonds/Inland

54,71

4

8

4

PLATZ

2015

TREND

1.

(4.)

2. 3. 4.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

31.

(-)

Aberdeen Asset Managers

Fonds/Ausland

52,69

5

7

4

32.

(26.)

Carmignac Deutschland

Fonds/Ausland

52,59

5

4

7

33.

(-)

Swisscanto Asset Management

Fonds/Ausland

51,62

4

4

7

34.

(12.)

Jupiter Asset Management

Fonds/Ausland

49,90

5

2

8

35.

(24.)

Columbia Threadneedle Investments

Fonds/Ausland

48,77

7

2

6

36.

(-)

Nordea Investmentfunds

Fonds/Ausland

47,78

6

1

7

37.

(35.)

Goldman Sachs Asset Management International

Fonds/Ausland

43,89

6

5

3

38.

(-)

ACM Bernstein

Fonds/Ausland

43,15

5

5

4

39.

(-)

HSBC Global Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

41,96

6

1

6

40.

(37.)

Julius Meinl Investment

Fonds/Inland

40,00

4

5

3

41.

(22.)

Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG

Fonds/Inland

35,39

4

1

6

42.

(38.)

Superfund AM

Fonds/Ausland

30,19

4

1

5

46


Flexibilität. Immer. Nordea 1 – Flexible Fixed Income Fund BP-EUR LU0915365364

„Weitere ­Konsolidierungen sind nicht ­auszuschließen.“

„Groß­anleger ­setzen auch auf ­illiquide ­Strategien.“

MICHAEL SCHÜTZINGER

WERNER KOLITSCH

schlag gezahlt, auf den institutionelle

AG ist der heimische Fondsmarkt seit

Investoren abzielen.“ Immerhin schlägt

Jahresbeginn um 2,76 Prozent gewach-

der Gesamttrend eine erfreuliche Rich-

sen, ein Trend, der angesichts mangeln-

tung ein, er zeigt hierzulande nach oben.

der Alternativen auch weiterhin anhal-

Laut der Österreichischen Kontrollbank

ten dürfte. n

NEUSTART MIT NACHWEHEN

I

n der heimischen Fondsindustrie wird nicht so rasch Ruhe einkehren. Das liegt freilich weniger an der Performance als an der wachsenden Kauflust einiger Mitbewerber. Dabei hatte schon das Vorjahr eindrucksvoll gezeigt, wohin die Rei-

se geht. Denn mit dem Kauf der Bawag PSK Invest durch die französische Amundi Asset Management, aber auch mit der Übernahme der Volksbank Invest durch die Union Investment aus Deutschland wurde der Beginn einer Konsolidierungswelle

In einem schwierigen Niedrigzinsumfeld ist eine flexible Denkweise von größter Bedeutung. Bei Nordea glauben wir fest daran, dass Flexibilität sich auszahlt. Basierend auf dem starken Ansatz der Risikobalancierung legte unser Multi Assets Team im Jahr 2013 die Flexible Fixed Income Strategie auf. Diese Strategie wurde entwickelt, um den traditionellen Bedürfnissen der Investoren auch noch im sich stetig veränderndem Umfeld an den Anleihenmärkten gerecht zu werden: Der Fokus liegt auf dem Kapitalerhalt bei angemessenen Renditen. Ein Produkt für Anleger, die: • Investmentalternativen mit geringer Volatilität zu Anlagen suchen, die keine Erträge mehr liefern • nach einem zurückhaltenden, risikobasierten Ansatz zum Schutz des investierten Kapitals Ausschau halten • eine flexible Lösung suchen, um dem sich stetig verändernden Umfeld an den Anleihenmärkten zu trotzen, gleichzeitig aber auch ausgewogen genug ist, um heftige Rückschläge zu vermeiden. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Nordea Investment Funds S.A. Dr. Johannes Rogy Head of Fund Distribution Region Central & Eastern Europe Tel. 01/512 87 17 – 20 Johannes.Rogy@nordea.com

eingeläutet. Sie rollte schon gleich im Frühjahr 2016 munter weiter. So hatte die Semper Constantia Privatbank AG die Valartis Asset Management Austria KAG übernommen. Und zwar von der Wiener Privatbank SE, sie hatte zuvor selbst die Gesellschaft samt der Valartis Bank (Austria) AG gekauft. Wobei das Management der Valartis-Fonds bei der Wiener Privatbank-Gruppe verblieben ist und von der hauseigenen Fondstochter Matejka & Partner Asset Management übernommen wird. Dabei sind die zwei Häuser bereits seit längerem enge verbunden. Denn die Semper Constantia Privatbank AG fungiert schon jetzt als Depotbank für Matejka & Partner Asset Management. Ein Geschäftszweig, in dem die Privatbank unter anderem weiter wachsen möchte, wie Semper-Constantia-Boss Bernhard Ramsauer stets betont. Doch damit nicht genug. Erst vor wenigen Wochen konnte sich die Erste Asset Management über ein Urteil des Wiener Handelsgerichts freuen: Sie gab den Übernahmeplänen statt. So konnte endlich der Assetmanager die Ringturm Kapitalanlagegesellschaft rückwirkend zu Jahresende 2015 mit der Erste Asset Management verschmelzen. Schon im November des Vorjahres wurde ja die tschechische Tochter einverleibt. Allein: Auch Union Investment sowie Amundi Austria haben Interesse bekundet, hierzulande weiterwachsen zu wollen. Konkrete Übernahmeziele wurden nicht genannt. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass die Raiffeisen Capital Management (Platz 12 / 68,54 Punkte), zu der etwa die Raiffeisen Kapitalanlage sowie die Raiffeisen Immobilien Kapitalanlage zählen, zum Verkauf steht. Bisher scheiterte es laut Marktinsidern aber an den unterschiedlichen Vorstellungen beim Kaufpreis.

47

Die genannten Teilfonds sind Teil von Nordea 1, SICAV, einer offenen Investmentgesellschaft luxemburgischen Rechts, welcher der EG-Richtlinie 2009/65/EG vom 13 Juli 2009 entspricht. Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um Werbematerial, es enthält daher nicht alle relevanten Informationen zu den erwähnten Teilfonds. Jede Entscheidung, in den Teilfonds anzulegen, sollte auf der Grundlage des aktuellen Verkaufsprospekts, der Wesentlichen Anlegerinformationen sowie des aktuellen Jahres- und Halbjahresberichts getroffen werden. Die genannten Dokumente sind in elektronischer Form auf Englisch und in der jeweiligen Sprache der zum Vertrieb zugelassenen Länder auf Anfrage unentgeltlich bei Nordea Investment Funds S.A., 562, rue de Neudorf, P.O. Box 782, L-2017 Luxemburg oder bei der Zahlstelle und dem Repräsentant der Nordea 1, SICAV in Österreich, die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, A-11100 Wien erhältlich. Anlagen in Derivaten und Fremdwährungsanlagen können erheblichen Schwankungen unterliegen, die die Wertentwicklung der Anlage beeinträchtigen können. Anlagen in Schwellenländern sind mit einem erhöhten Risiko verbunden. Der Wert von Anteilen kann je nach Anlagepolitik des Teilfonds stark schwanken und kann nicht gewährleistet werden. Angaben zu weiteren Risiken in Verbindung mit den genannten Teilfonds entnehmen Sie bitte den Wesentlichen Anlegerinformationen, die wie oben beschrieben erhältlich sind. Nordea Investment Funds S.A. veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. Herausgegeben von Nordea Investment Funds S.A. 562, rue de Neudorf, P.O. Box 782, L-2017 Luxemburg, einer von der Commission de Surveillance du Secteur Financier in Luxemburg genehmigten Verwaltungsgesellschaft. Weitere Informationen bei Ihrem Anlageberater – er berät Sie als ein von Nordea Investment Funds S.A. unabhängiger Berater. Quelle (falls nicht anders angegeben): Nordea Investment Funds S.A. Alle geäußerten Meinungen sind, falls keine anderen Quellen genannt werden, die von Nordea Investment Funds S.A. Dieses Dokument darf ohne vorherige Erlaubnis weder reproduziert noch veröffentlicht werden. In diesem Dokument genannte Unternehmen werden zu rein illustrativen Zwecken angeführt und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der jeweiligen Werte dar. Der Grad der individuellen Steuerbelastung ist unterschiedlich und kann sich in der Zukunft ändern.


PENSIONSKASSEN

© STANISLAV JENIS / PICTUREDESK

Pensionsreform. Sozialminister Alois Stöger arbeitet weiter an der ­Pensionsreform, neben der Aufstockung um 0,8 Prozent der Pensionen ist auch der Zusatz-100er beschlossene Sache.

48


UNTERNEHMEN

DIE MIT DEM LANGEN ATEM Politikern und der Bevölkerung fehlt beim Vorsorgesystem die Weitsicht. Das schadet den ausgezeichneten Pensionskassen. TEXT BARBARA OTTAWA

Ü

ber die ersten neun Monate 3 ,3

aber die langfristige Performance sein,

nen Jahr ist durch den Kauf der Victoria

Prozent Performance. Das erziel-

denn gerade bei einer Pensionskasse

Volksbanken Pensionskassen AG durch

ten die österreichischen Pensi-

liegen die Gelder meist länger als eine

die Bonus Pensionskassen AG (Platz 5 /

onskassen im Schnitt über ihre unter-

Finanzmarktkrise oder ein Niedrigzins­

61,11 Punkte) die Zahl der überbetriebli-

schiedlichen Veranlagungs- und Risi-

umfeld. Seit Einführung des Pensions-

chen Einrichtungen weiter auf fünf ge-

kogemeinschaften. Nach dem zweiten

kassensystems 1991 liegt der langjähri-

schrumpft. Aber auch weitere betrieb-

Quartal lag der Durchschnitt „wegen des

ge Durchschnitt bei 5,58 Prozent.

liche Pensionskassen wie die Genera-

Einbruchs der Finanzmärkte“ noch bei

Nun ist diese Zahl jedoch nur be-

li Pensionskasse AG wurden in größe-

nur 0,22 Prozent. Darüber informier-

dingt aussagekräftig, weil sich sowohl

re Einheiten eingegliedert. Der Durch-

te der Fachverband der Pensionskassen

die Anzahl der Pensionskassenanbie-

schnittswert ist jedoch ein Indiz dafür,

(VFPK) in einer seiner quartalsmäßi-

ter als auch jene der Veranlagungs- und

dass über einen langen Zeitraum und

gen Aussendungen, weil es die Kunden

Risikogemeinschaften seit damals völ-

mehrere Krisen in solchen kollektiven

nachfragen. Viel interessanter sollte

lig verändert hat. Erst im vergange-

Gefäßen Erträge erzielt werden können.

49


UNTERNEHMEN

RANGLISTE BESTE PENSIONSKASSEN UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

Allianz Pensionskasse AG

Pensionskasse

82,22

9

7

9

VBV Pensionskasse AG

Pensionskasse

78,89

9

6

9

(4.)

APK Pensionskasse AG

Pensionskasse

68,33

8

4

8

(3.)

Valida Pension AG

Pensionskasse

67,22

8

6

7

(5.)

Bonus Pensionskassen AG

Pensionskasse

61,11

7

3

8

PLATZ

2015

TREND

1.

(1.)

2.

(2.)

3. 4. 5.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

Und das auch noch in einem Umfeld, das

ber laut Österreichischer Kontrollbank

Österreicherinnen und Österreicher mit

ein Versicherungsexperte wie folgt be-

AG 63 Prozent in Anleihen, 30,5 Prozent

einer Pensionskassenlösung von aktu-

schrieben hat: „Derzeit kann man Zin-

in Aktien und knapp drei Prozent in Im-

ell rund 23 Prozent auf bis zu 50 Prozent

seszinsrechnungen im Kopf erstellen.“

mobilien investiert.

angestrebt.“

Pensionskassen im Durchschnitt knapp

Verbreiterung des Kundenstammes

der der VBV Pensionskasse AG (78,89

über fünf Prozent Performance.

Über die letzten drei Jahre erzielten die

Gernot Heschl, VorstandsvorsitzenNeben dem Niedrigzinsumfeld ist eine

Punkte), die im dreistufiges Scoringmo-

Beim neuerlichen Sieger des Ran-

der Hauptsorgen der Pensionskassen

dell (Seite 22) mit den Säulen Peergroup,

kings von Der Börsianer in der Katego-

jedoch die anhaltend niedrige Durch-

Kennzahlen und Redaktion den zweiten

rie beste Pensionskasse in Österreich,

dringung. Auch in diesem Jahr hat der

Platz belegt, sieht vor allem Potenzi-

der Allianz Pensionskasse AG (82,22

Obmann des Fachverbands der Pensi-

al im Bereich der kleineren und mittle-

Punkte), liegt der annualisierte Durch-

onskassen (FVPK), Andreas Zakostels-

ren Unternehmen (KMUs): „In Großbe-

schnittsertrag für die vergangenen zehn

ky, das Ziel eines „deutlichen Ausbaus

trieben, aber auch im öffentlichen Sek-

Jahre, also inklusive Finanzkrise 2008,

der betrieblichen Altersvorsorge“ (bAV)

tor haben bereits fast alle Beschäftigte

bei 3,5 Prozent. Über drei Jahre sogar bei

wiederholt: „Für die nächsten fünf Jah-

eine Pensionskassenvorsorge. Im KMU-

6,2 Prozent. Für das Ranking der bes-

re wird die Verdoppelung der Zahl der

Bereich werden Pensionskassenmodelle

ten fünf teilnehmenden Pensionskassen wurden neben der Peergroup-Bewertung durch eine Fachjury und den Punkten der Redaktion auch Kennzahlen zum Jahresüberschuss, den Verwaltungskosten sowie zum Veranlagungsergebnis auf drei, fünf und zehn Jahre in

ÜBER DEN TELLERRAND

die Bewertung miteinberechnet. Im Be-

„Einen Titel wie ‚Betriebsrentenstärkungsgesetz‘ würde man sich in Öster-

zug zu ihrer Veranlagungsstrategie be-

reich wünschen“, kommentiert Thomas Wondrak, Geschäftsführer der Be-

tont man in der Allianz Pensionskas-

ratungsfirma Konsequent Wondrak, die Pensionsreformdebatte in Deutsch-

se AG den Einsatz „aktiver taktischer

land. Dort hat die Koalition auf Bundesebene gemeinsam einen Gesetzesent-

Asset-Allokation und aktiven Fonds-

wurf vorgelegt, mit dem Kollektivvertragsparteien branchenweite Pensions-

managements“.

Geschäftsfüh-

pläne aufsetzen können sollen. Dabei sollen erstmals in Deutschland Modelle

rer Andreas Csurda: „Lediglich in weni-

Dazu

ohne Zuschusspflichten für den Arbeitgeber erlaubt werden. In Österreich gibt

gen Teilbereichen wie etwa Rohstoffen

es solche Garantieverpflichtungen in Pensionskassen nur für wenige Firmen.

werden passive Produkte eingesetzt, da

„Inhaltlich sind die Reformpläne in Deutschland natürlich nur sehr be-

deren strategische Gewichtung den für

dingt hierzulande umsetzbar, aber zum Beispiel die dort geplante Förderung

einen aktiven Ansatz notwendigen Ar-

für KMUs und Start-ups wäre für Österreich auch ein richtiger Weg, um Dyna-

beitsaufwand nicht rechtfertigt bezie-

mik hineinzubringen“, ist der Berater für die betriebliche Altersvorsorge (bAV)

hungsweise ein entsprechendes Alpha

überzeugt. Er denkt dabei nicht nur an die Problematik der sinkenden Pensi-

nicht sichergestellt werden kann.“

onen aus der ersten Säule, sondern auch an den Wettbewerb durch den Nach-

Insgesamt hatten die überbetrieblichen Pensionskassen per Ende Septem-

barstaat: „Betriebspensionen sind ein wichtiges Asset, um die besten Mitarbeiter zu bekommen“, gibt Wondrak zu bedenken.

50


UNTERNEHMEN

„In Kollektivverträgen fehlen Klauseln für Betriebspensionen.“

„­Durchdringung von ­Pensions­kassen ­verdoppeln.“

„Aktive ­taktische Asset-Allokation als Alpha-­ Generator.“

GERNOT HESCHL

ANDREAS ZAKOSTELSKY

ANDREAS CSURDA

derzeit in erster Linie über sogenannte kollektivvertragliche Öffnungsklauseln

DAS REFÖRMCHEN

umgesetzt. Allerdings fehlen in über 90 Prozent der Kollektivverträge solche

Habemus Alterssicherungskommission (ASK)! Mitte November 2016 wurden

Regelungen.“

im Ministerrat kleinere Anpassungen zur staatlichen Pension beschlossen.

Die VBV Pensionskasse AG setze hier

Darunter die Schaffung einer Nachfolgerin für die zu Jahresbeginn aufgelös-

einen Informationsschwerpunkt, und

te Pensionskommission. Das neue Gremium wird deutlich kleiner mit nur

auch der Fachverband setzt bei den Kol-

zehn stimmberechtigten Mitgliedern. Je eines von Arbeiterkammer, Wirt-

lektivverträgen an, wie Der Börsianer in

schaftskammer, Industriellenvereinigung, Landwirtschaftskammer sowie je

seiner vergangenen Ausgabe berich-

zwei vom Österreichischen Gewerkschaftsbund als auch je zwei Senioren-

tet hat. Ein großes Problem ist näm-

und Jugendvertreter. Dazu kommen weitere sechs nichtstimmberechtigte

lich noch der lückenhafte Wissensstand

Mitglieder (BMASK, BMWFW, PVA, BVA, WIFO, IHS) und zwei internationa-

vieler Unternehmen über bereits beste-

le Experten.

hende steuerliche Förderungen von Be-

Darüber hinaus werden die Beamten einbezogen, um „ein vollständiges

triebspensionen. In anderen Fällen, wie

Bild der Kosten der Alterssicherung liefern“ zu können, so das Bundesminis-

der

Gehaltsumwandlung,

terium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) in einer Aus-

sind die rechtlichen Rahmenbedingun-

sendung. Ob allerdings die im Regierungsprogramm besprochene Gesamt-

gen noch nicht völlig geklärt. n

sicht auf alle drei Säulen erfolgen wird, bleibt abzuwarten.

möglichen

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Austria

Belarus

Bulgaria

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Hungary

Romania

Slovak Republic

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VORSORGEKASSEN

© FAIR FINANCE

Jungspund. Die Fair Finance ­Vorsorgekasse AG ist erst seit 2010 am Markt, Geschäftsführer Markus Zeilinger sind ethische Grundsätze bei der Anlage wichtig.

52


UNTERNEHMEN

DAS IMMERGRÜNE WACHSTUM Das kleine grüne Pflänzchen „Vorsorgekassen“ gedeiht. Bald sind zehn Milliarden Euro einer ganzen Branche nachhaltig veranlagt. TEXT BARBARA OTTAWA

I

m Jahr 2010 waren gerade einmal 3,5

gungssystems 2003 bekannt. Heuer ha-

62,22 Punkte) zu den Trägern des Gold-

Milliarden Euro im System der „Ab-

ben sich alle Anbieter erstmals auch von

Zertifikats. Bei den Kennzahlen floss

fertigung neu“ über die Vorsorge-

der Österreichischen Gesellschaft für

im Vergleich zum Ranking des Vorjah-

kassen veranlagt. Per Ende 2015 waren

Umwelt und Technik (Ögut) zertifizie-

res neben Jahresüberschuss und Vermö-

es schon mehr als acht Milliarden Euro.

ren lassen. Dass sich eine ganze Bran-

gensverwaltungs- und Verwaltungskos-

Spätestens in zwei Jahren wird die Zehn-

che der nachhaltigen Veranlagung ver-

ten auch das Veranlagungsergebnis auf

Milliarden-Grenze geknackt sein. Und

schreibt, ist einzigartig. „Damit sind die

drei, fünf und zehn Jahre in die Bewer-

das beinahe unabhängig vom Kapital-

betrieblichen Vorsorgekassen die abso-

tung mit ein. Die Peergroupbewertung

markt, denn die Beiträge fließen stetig

luten Vorzeigeakteure“, sagte Monika

übernahm eine Fachjury.

in die Abfertigungskassen. Natürlich gibt

Auer, Generalsekretärin der Ögut, bei der

Kritik am System der Vorsorgekas-

es Auszahlungen, aber insgesamt wächst

Verleihung der Zertifikate. Die drei bes-

sen kommt von Arbeitnehmervertretern

das verwaltete Vermögen in allen nun-

ten Vorsorgekassen im Ranking von Der

vor allem wegen des relativ niedrig an-

mehr acht Vorsorgekassen seit fünf Jah-

Börsianer, bei dem insgesamt acht Vor-

gesetzten Pflichtbetrags von monatlich

ren um rund eine Milliarde Euro pro Jahr.

sorgekassen nach den Kategorien Peer-

1,53 Prozent der Lohnsumme, wodurch

Die gesamte Summe wird nachhaltig

group, Kennzahlen und Redaktion be-

die Abfertigung letztendlich niedriger

angelegt. Dazu haben sich alle Vorsorge-

wertet wurden, gehören gemeinsam mit

ausfällt als im alten System. Dafür ist

kassen bei der Umstellung des Abferti-

der Bonus Vorsorgekassen AG (Platz 6 /

sie jedoch nicht auf Kündigungen durch

53


UNTERNEHMEN

RANGLISTE BESTE VORSORGEKASSEN UNTERNEHMEN

BRANCHE / RUBRIK

Fair Finance Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

78,22

8

8

8

VBV Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

72,00

9

4

9

(4.)

Valida Plus AG

Vorsorgekasse

68,00

8

6

6

(5.)

Allianz Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

66,67

8

4

8

5.

(6.)

BUAK Betriebliche Vorsorgekasse

Vorsorgekasse

63,78

7

5

7

6.

(3.)

Bonus Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

62,22*

8

5

6

7.

(8.)

Niederösterreichische Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

62,22*

7

6

6

8.

(7.)

APK Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

58,00

7

4

6

PLATZ

2015

TREND

1.

(2.)

2.

(1.)

3. 4.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

den Arbeitnehmer beschränkt. Durch die vorzeitigen

Entnahmemöglichkeiten,

meist nach drei Jahren ohne neue Beiträge, sind die Vorsorgekassen in ihrer Veranlagung wenig flexibel. Das zeigt sich auch in der sehr niedrigen Aktienquote von 11,3 Prozent, die die Vorsorgekassen

„Nachhaltiges Veranlagen als zweites Risiko­ management.“ HEINZ BEHACKER

ten Vorsorgekassen von Der Börsianer nach einem Sieg im Vorjahr den zweiten Platz belegt, hat sich nachhaltige Veranlagung auch „als zweites Risikomanagement bewährt“: „Der weltweite Aufruf zum sukzessiven Ausstieg aus der fossilen Energie wird mittelfristig zu deutlichen Verlusten in den Assets der davon

laut Finanzmarktaufsicht per Jahresende 2015 ausgewiesen hatten. Anleihen

dingungen und somit auch gewissen Ri-

betroffenen Industriebereiche führen.

machten dafür 81 Prozent der Portfolios

siken unterliegen, wie sie im Interes-

Nur zeitgerechte, nachhaltige und nach-

aus. Die durchschnittliche Performance

se der Anspruchsberechtigen nicht ver-

vollziehbare Divestmentstrategien wer-

lag 2015 bei 1,22 Prozent und seit 2003

tretbar sind“, erläutert Geschäftsfüh-

den die Kundenvermögen vor Verlusten

annualisiert bei 2,7 Prozent.

rer Markus Zeilinger. Denn neben den

schützen.“ Die größte Vorsorgekasse des

„üblichen“ nachhaltigen Kriterien für

Landes, die per Ende 2015 knapp über

Nachhaltiger Immobilienfonds

Immobilien wie Energieeffizienz wollte

2,6 Milliarden Euro verwaltete, wurde

Der Gewinner des Rankings, die Fair Fi-

die Fair Finance Vorsorgekasse AG zum

Anfang November 2016 mit dem Klima-

nance Vorsorgekasse AG (78,2 Punk-

Beispiel auch ethische Kriterien berück-

schutzpreis in der Kategorie „Betriebe“

te), ist bisher die einzige Vorsorgekasse,

sichtigt haben.

ausgezeichnet, der vom Umweltministe-

die erst später, nämlich mit 2010, in den

Bereits zum zweiten Mal in Folge hat

rium gemeinsam mit dem ORF aufgrund

Markt eingestiegen ist. Sie hat sich eben-

die Fair Finance Vorsorgekasse AG die

einer Publikumswertung vergeben wird.

falls der nachhaltigen und fairen Veran-

Auszeichnung „Most Socially Respon-

Apropos Wertung: Zurück zu Ranking

lagung verschrieben. Mit zunehmen-

sible Pension Fund Central Europe“,

von Der Börsianer. Hier gilt es, noch die

dem Vermögen, per Jahresende 2015 wa-

des Onlinefinanzmagazins „Capital Fi-

Valida Plus AG (Platz 3 / 68,00 Punkte)

ren es 360 Millionen Euro, sucht die Fair

nance International“ erhalten. „Ver-

zu erwähnen, die erstmals einen Platz

Finance Vorsorgekasse AG nach neuen

antwortungsbewusstes Handeln ist weit

auf dem Podium erklimmen konnte. Für

Anlageformen. Vor einem Jahr entschied

mehr als nachhaltige Vermögensveran-

das Ranking der besten Vorsorgekassen

sich die Vorsorgekasse, einen eigenen

lagung. Der Verzicht auf mögliche Ge-

sowie für jenes der besten Pensionskas-

Immobilienspezialfonds aufzulegen, um

winnmargen zugunsten eines attrakti-

sen hat sich Der Börsianer aufgrund der

schrittweise den Anteil dieser Asset-

ven Produkts mit höheren Sicherheiten

Kleinheit des Marktes auch in diesem

klasse am Portfolio auf zehn Prozent zu

ist ebenso Kern unseres Geschäftsmo-

Jahr wieder entschlossen, statt der Peer-

heben. Der Branchenschnitt für Immo-

dells“, so Zeilinger.

groupbewertung eine externe Jury aus

bilienanlagen lag Ende 2015 bei 3,5 Pro-

Fachexperten heranzuziehen. Dadurch

zent. „Ein eigener Fonds deshalb, weil es

Ausgezeichnetes Klima

soll sichergestellt werden, dass auch bei

de facto keine im Sinne von Fair Finance

Für Heinz Behacker, Geschäftsführer

einem kleinen Sample eine nachvoll-

nachhaltigen Immobilienfonds gibt und

der VBV Vorsorgekasse AG (72,00 Punk-

ziehbare und aussagekräftige Bewertung

bestehende Fonds anderen Rahmenbe-

te), die dieses Jahr im Ranking der bes-

vorliegt. n

54


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MARKTGEFLÜSTER

LUKAS SUSTALA JOURNALIST Lukas Sustala ist Wirtschafts- und Finanzjournalist. Im Auftrag von Der Börsianer füllt er diese Seite mit seinen Gedanken zum Ranking.

WACHSEN STATT WEICHEN Das goldene Ranking der Finanzbranche zeugt von intensivem Wettbewerb: Das Niveau der Teilnehmer ist gestiegen, zugleich trennt sich aber so manche Spreu vom Weizen.

K

onsolidierung. Kaum ein Wort geistert durch so viele

liche Großbank ins Spitzenfeld geschafft, die zuletzt mit der

Segmente des österreichischen Finanz- und Banken-

Aussicht auf eine Dividendenverdopplung für Aufsehen sorg-

markts. Wettbewerb belebt zwar das Geschäft, heißt

te. Mit der Oberbank AG ist zudem eine Universalbank vertre-

es. Doch wenn der Gesamtmarkt nur wenig wächst, kommt

ten, deren Zeichen auf Wachstum statt Schrumpfung stehen.

es eben zu einem Verdrängungswettbewerb. Universalban-

Dass ausgerechnet die beiden Banken hervorstechen, über-

ken stehen untereinander in zunehmendem Wettbewerb,

rascht dabei wenig. Unter den Universalbanken stehen sonst

dazu knabbern allerlei günstige Direktbanken und so manche

kaum Wachstum und Innovation im Vordergrund, sondern al-

„Schattenbank“ am Geschäft mit den Sparern. Auch für die-

len voran Kostensenkung und Konsolidierung. Während an-

sen Wettbewerb muss man gerüstet sein. Und so kann man

dere aber vor allem mit sich selbst beschäftigt sind, vermittelt

es nur begrüßen, dass es auf breiter Front im Gesamtranking

keine andere österreichische Großbank den Eindruck so wie die

von Österreichs besten Finanzunternehmen 2016 zu Verbes-

Erste Group Bank AG, die Digitalisierung als Chance ergreifen

serungen im Vergleich zum Vorjahr gekommen ist.

zu wollen. Dass eine nach außen derart modern und innovativ

2016 war ein Jahr, in dem vor allem einige der großen Uni-

auftretende Bank auf einen Campus gezogen ist, passt daher

versalbanken die Früchte ihrer langjährigen Reformbemü-

perfekt ins Bild. Denn bei aller Konsolidierung tut sich im Fi-

hungen ernten konnten. Denn im Vergleich zum Vorjahr do-

nanzbereich sehr viel: Neue Konkurrenten wie Google, Payp-

minieren nicht nur kleine Spezialinstitute, auch bei den Platz-

al oder Fintechs machen etablierten Unternehmen das Leben

hirschen in den Bundesländern hat eine Erholung eingesetzt,

schwer, die Kunden tummeln sich lieber im sozialen Netzwerk

und mit der Erste Group Bank AG hat es etwa auch eine wirk-

als in der Filiale, und die Niedrigzinsen machen die Lieblings-

56


UNTERNEHMEN

produkte von Herrn und Frau Österreicher auch nicht gerade attraktiver. Bei allen Herausforderungen gibt es auch in Österreich so manches Wachstumssegment: Während ein Gros des Geld-

„Die Erfolgsgeschichten gibt es immer noch.“

zenfeld gleich zweimal, einmal als Ver-

LUKAS SUSTALA

Felder, sind doch die Versicherungs- und

vermögens noch auf Sparbüchern liegt, hat eine leichte, aber spürbare Umschichtung in riskantere, hö-

Den Namen Allianz liest man im Spitsicherung und einmal als Pensionskasse. Beide bestellen relative hart umkämpfte die kapitalgedeckten Pensionsansprüche

im Vorjahr stagniert.

her verzinsliche Anlageformen begonnen. Davon profitier-

Besonders stark vertreten waren auch die Privatbanken, die

ten nicht zuletzt Versicherer und Fondsgesellschaften, die so

gerade auch dank guter Kennzahlen punkten konnten. Nicht

manche Erfolgsgeschichte schreiben. Das lässt sich auch im

ohne Grund gelten sie innerhalb so mancher Bankengruppe

Ranking von Der Börsianer ablesen: Mit der Kepler Fonds KAG

als besonders stabile Cashcow – und das in Zeiten, in denen

etwa hat es eine Fondsgesellschaft auf den ersten Rang ge-

der Cashflow immer wichtiger wird. Mit der Schoellerbank AG

schafft, die in den vergangenen Jahren ihren Marktanteil suk-

belegt eine Privatbank den Spitzenplatz, doch auch die Bank

zessive ausbauen konnte und dabei etwa den Schwerpunkt auf

Gutmann AG folgt auf den Plätzen.

Nachhaltigkeit setzte. Mit Nachhaltigkeit punkten auch die

Verdrängungswettbewerb, Niedrigzinsen, Digitalisierung:

bestgereihten Vorsorgekassen, was zeigt, dass es durchaus

Die Trends werden jedenfalls nicht verschwinden. Und so

möglich ist, im Wettbewerb mit positiven Aspekten statt nur

muss sich jeder in der Finanzbranche fragen: Bin ich getrieben

mit dem Preis zu punkten.

von der Konsolidierung oder ein Treiber der Konsolidierung? n


FINANZKÖPFE

Was hat sich bei den Spitzenleuten der bisherigen Rankings von Der Börsianer in diesem Jahr getan? Ein Überblick mit einem roten Faden. TEXT THOMAS MÜLLER

DIE SPITZENKÖPFE DER BRANCHE


© CIRA

W

as wären die goldenen 500

ausgenommen sie arbeiten für dasselbe

ohne die Besatzungen der

Unternehmen. Zusammen ergeben die-

Chefetagen? Wie schon 2015

se Einzelrankings einmal im Jahr nun

hat Der Börsianer in diesem Jahr nicht

das goldene Gesamtranking der besten

nur die besten Finanzunternehmen des

Köpfe der Finanzbranche in Österreich.

Landes aufgelistet, sondern auch die

Zuvor halten wir noch kurz Nach-

Macher hinter den Erfolgen noch ein-

schau bei den Topplatzierungen der Be-

mal angesehen. Nicht fehlen durften

rufsgruppen, was sich 2016 bei ihnen

auch die führenden Vertreter des Wirt-

oder in ihrer Branche getan hat. Dort wo

schaftsjournalismus. Jeweils eine von

wir Ende 2015 aufgehört haben, knüp-

acht Berufsgruppen ist in jeder Ausgabe

fen wir auch wieder an: Damals stell-

von Der Börsianer mit einem Branchen-

te Headhunter Michael Schaumann von

ranking an der Reihe. Dabei bewerten

Stanton Chase in Aussicht, dass wir in

sich die Nominierten mittels einstufigen

zehn Jahren wesentlich mehr Frau-

Peergroupscoring gegenseitig (Seite 63),

en in den Vorständen und Aufsichtsrä-

59

Kapitalmarktprofi. Spitzenreiter Harald Hag­enauer ­moderierte bei der diesjährigen Cira-­Konferenz gleich drei Panels bezüglich ­Investmenttrends und der Frage, wie man Erfolg ­steuern kann.


PERSONEN

ten sehen werden. Alles eine Frage der Zeit also. Nun, 2016 war nicht gerade das Jahr, in dem ein Fortschritt in diese Richtung zu sehen war. Immerhin gab es mit Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der ­Vienna Insurance Group AG, die erste Frau als Vorstandsvorsitzende ei-

„Die Welt rund um uns vertrumpt zusehends.“ MICHAEL NIKBAKHSH

nes ATX-Unternehmens. Der Anteil der

bei dieser Berufsgruppe (Seite 80) insgesamt relativ gut repräsentiert, gleichauf mit dem Journalismus. Mit großem Vorsprung auf Platz eins im Gesamtranking von Der Börsianer ist weiterhin Harald Hagenauer von der Österreichischen Post AG. Er konnte im Branchenranking mit 86,11 Punkten trotz Verlus-

Frauen an den Vorstandsmitgliedern in

auf Platz vier gleich die nächste Frau,

ten seinen Abstand zu Hannes Roither

den 64 Unternehmen des Wiener Bör-

was ebenfalls unter den Branchen her-

(Platz 9 / 66,11 Punkte) von der Palfin-

senindex blieb mit 4,6 Prozent fast un-

vorsticht. Den ersten Platz im Ranking

ger AG sogar etwas ausbauen. Der dritt-

verändert, wie eine Studie des Bera-

der besten Journalisten in Österreich

platzierte Matthias Stieber (Platz 20 /

tungsunternehmens Ernst & Young Ös-

(Seite 69) hält nach wie vor „Profil“-

65,56 Punkte) hingegen hat seinen Pos-

terreich (EY) ergab. In absoluten Zahlen

Aufdecker Michael Nikbakhsh (Platz 8

ten auf der Konzern­ebene der Telekom

macht das neun Frauen gegenüber 187

/ 68,82 Punkte), der zuletzt wieder ge-

Austria AG hinter sich gelassen und

Männern. 89 Prozent der Unternehmen

gen den „Hassposting-Irrsinn“ (Zitat

macht lieber den Chef bei der Tochter-

haben gar keine Frauen im Vorstand

2015) juristisch aktiv geworden ist. Mit

firma Paybox Bank AG. Seine Aufgaben

und sind „männliche Monokulturen“,

keinem Geringeren als Facebook-Grün-

als IR-Manager hat die mit 29 Jahren

wie es Elfriede Baumann, Partnerin bei

der Mark Zuckerberg hat sich der Leiter

noch recht junge Susanne Reindl über-

EY ausdrückt. Bei den Banken und Ver-

des Wirtschaftsressorts mittels Anzeige

nommen. In der zweiten Reihe des Kon-

sicherungen gab es zumindest einen

angelegt, weil Facebook sich geweigert

zerns konnte mit Margarete Schram-

bemerkenswerten Anstieg von drei auf

habe, in Österreich strafrechtlich rele-

böck ebenfalls eine Frau reüssieren. Sie

acht Prozent Frauenanteil im Vorstand

vante Inhalte zu löschen. Ein ähnlicher

ist seit 1. Juni CEO der A1 Telekom Aus­

und damit ein Aufrücken auf Platz zwei

Versuch ist im Vorjahr an der Staatsan-

tria AG, die interimistisch von Konzern-

hinter der Automobilbranche mit neun

waltschaft St. Pölten gescheitert. Viel

chef Alejandro Plater geführt wurde. Für

Prozent. Für die Zukunft ist Baumann

Positives fällt Nikbakhsh auch zu 2016

Verstörung sorgte dieser vor einem Jahr

optimistisch und rechnet wie Schau-

nicht ein: „Die Welt rund um uns ver-

bei der Telekom-Weihnachtsfeier, als er

mann mit Besserung: „Viele Unterneh-

trumpt zusehends.“

einen anstößigen Herrenwitz zum Bes-

men haben schon bei Neueinstellungen

Auf die höchste Punktezahl einer

ein ausgewogenes Verhältnis zwischen

Frau im Gesamtranking kommt Diana

Männern und Frauen im Fokus. Das ist

Neumüller-Klein (Platz 13 / 64,44 Punk-

insbesondere wichtig, um bei der ge-

te), Investor-Relations-Managerin bei

Da waren’s nur noch sieben

planten Besetzung von Vorstandspos-

der Strabag SE. Sie sieht die Heraus-

Anders als bei den Investor Relations ist

ten bereits innerhalb des Unterneh-

forderung darin, „immer mehrere Bäl-

das Fondsmanagement (Seite 82) noch

mens ausreichend Auswahl unter quali-

le in der Luft zu halten, manchmal un-

eine klare Männerdomäne. Sieben Frau-

fizierten Frauen zu haben.“ Längst hät-

ter Zeitdruck zu stehen und nie um die

en finden sich 2016 unter den Nominier-

ten diese Unternehmen erkannt, dass

richtigen Worte verlegen zu sein“. Trotz

ten, eine weniger als beim ersten Ran-

gemischte Führungsteams nachweis-

Punkteverlusts konnte sie G ­ erda Kö-

king vor zwei Jahren. Noch dazu hat sich

lich erfolgreicher sind, so die Expertin.

nigstorfer (Platz 2 / 58,89 Punkte) von

Ende September mit Erika Karitnig eine

der Rosenberger International AG über-

der bekanntesten Veranlagungsexper-

Journalistinnen tanzen aus der Reihe

holen und ist auch unter den IR-Mana-

tinnen nach einem Jahr Bildungskarenz

Bezeichnend für den Status quo ist auch,

gern auf den vierten Platz geklettert. Mit

endgültig von der Branche verabschie-

dass die höchste Platzierung einer Frau in

17 von 50 Nominierten sind die Frauen

det. Die ehemalige Veranlagungsche-

dern von der Tageszeitung „Der Standard“. Renate Graber (Platz 14 / 64,12 Punkte) hat sich hier auf dem zweiten Platz als Bankenberichterstatterin profilieren können. Mit Hedi Schneid (Platz 36 / 57,69 Punkte), „Die Presse“, kommt

men noch Herren komisch fanden.

fin der Bawag PSK Invest, mittlerweile

den Branchenrankings nicht aus einem börsennotierten Konzern kommt, son-

ten gegeben hatte, den aber weder Da-

„Eine Herausforderung ist, nie um die richtigen Worte verlegen zu sein.“ DIANA NEUMÜLLER-KLEIN

60

Amundi Austria, hat sich als Organisationsberaterin selbstständig gemacht. Einen geradezu spektakulären Durchmarsch zum ersten Platz legte Alois Wögerbauer (Platz 12 / 65,00 Punkte) von der 3 Banken Generali Investment hin. Von 37,20 Punkten steigerte er sich auf


Finanzb

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PERSONEN

65,00 Punkte in der Gunst der Branchenkollegen. Fast 18 Punkte trennen ihn nun vom zweitplatzierten Horst Simbürger (Platz 93 / 47,27 Punkte) Fondsmanager bei Union Investment Austria. Auf dem dritten Platz landete Wolfgang Matejka, die Nummer eins von 2014.

Bei den Versicherern (Seite 73) hat

„­Gemischte ­Führungsteams sind nachweislich erfolgreicher.“

gleich die Nummer eins des Einzelrankings den Arbeitgeber gewechselt: Peter Thirring (Platz 3 / 78,75 Punkte), einst Vorstandsvorsitzender bei der Generali Versicherung AG, wurde mit 1. März

ELFRIEDE BAUMANN

2016 Generaldirektor der Donau Versicherung AG, einer Tochter der Vienna

Keine Bewegung gab es bei den besten drei unter den Wirtschaftsanwälten

Wirtschaftsingenieur Ales Starek für die

Insurance Group AG (VIG). Nach Oth-

(Seite 74). Friedrich Jergitsch (Platz 2  /

Finanzen zuständig. Im Zuge der Affäre

mar Ederer (Platz 19 / 62,50 Punkte) von

84,14 Punkte) von der Kanzlei Freshfields

erwischte es im Frühjahr auch den Vor-

der Grazer Wechselseitigen Versiche-

Bruckhaus Deringer konnte sich beim

standsvorsitzenden

Stephan.

rung AG auf Platz zwei kommt mit Man-

Ranking 2016 unangefochten an der Spit-

Technikvorstand Robert Machtlinger ist

fred Rapf (Platz 24 / 60,00 Punkte) wie-

ze behaupten. Auf dem zweiten und drit-

seitdem interimistischer Vorstandsvor-

der ein Vertreter des VIG-Konzerns auf

ten Platz folgen wieder Markus Heidin-

sitzender bei FACC AG.

den dritten Platz. Der Generaldirektor-

Walter

ger (Platz 15 / 63,45 Punkte) und Richard

stellvertreter der Sparkassen Versiche-

Wolf (Platz 20, 62,41 Punkte), beide von

Erste Group on top

rung AG konnte mit 60,00 beinahe dop-

Wolf Theiss, wenn auch mit etwas weni-

Bei der Nummer zwei des Bankerran-

pelt so viele Punkte einheimsen wie sein

ger Punkten als 2014. Mit gerade einmal

kings (Seite 71), Willibald Cernko (Platz 5

Chef Heinz Schuster.

vier Frauen ist die Juristerei das Schluss-

/ 74,44 Punkte), nahm die Karriere eine

licht, was die Durchmischung des An-

durchaus positive Wendung. Nach der

Die Ausgewogenen

waltsrankings betrifft. Mit nur fünf An-

Ablöse als Generaldirektor der Unicredit

Zum Abschluss haben wir uns in die-

wärterinnen im Ranking der Finanzvor-

Bank Austria AG Ende Februar 2016 wur-

sem Überblick das Ranking der besten

stände (Seite 76) ergibt sich auch hier

de im September bekannt, dass er zum

Pressesprecher in Österreich (Seite 78)

eine schlechte Fauenquote. David Davies

Risikovorstand der Erste Group Bank AG

aufgehoben, die einzige Berufsgruppe,

(Platz 11 / 65,00 Punkte), Ex-CFO der OMV

berufen wurde. Ab 2017 folgt er An­dreas

in der gleich viele Männer und Frauen

AG, ist hier noch auf dem ersten Platz ge-

Gottschling (Platz 50 / 22,50 Punkte), der

nominiert sind. Die drei Toppositionen

reiht. Bereits im Herbst 2015 gab es Ge-

aus privaten Gründen abtritt. Konzernri-

bleiben aber den Männern vorbehalten:

rüchte, dass nach dem Abgang von Vor-

sikomanagerin Alexandra Habeler-Dra-

Peter Felsbach (Platz 6 / 70,45 Punkte)

standschef Gerhard Roiss auch die Tage

bek, die zunächst als Favoritin für den Job

von der Voestalpine AG hat sich seit dem

von Davies als Vorstand gezählt sind.

gehandelt wurde, kam dann doch nicht

ersten Ranking mit zwölf zusätzlichen

Sein Vertrag wäre noch bis März 2017

zum Zug. Sie wechselt demnächst als Ri-

Punkten von Platz fünf auf Platz eins

gelaufen. Anfang dieses Jahres wurde

sikovorständin zur Slowakeitochter Slo-

hochgearbeitet. Johannes Vetter und

schließlich Reinhard Florey vom OMV-

venska Sporitelna. Mit dem Vorstands-

Robert Lechner (Platz 26 / 59,57 Punk-

Aufsichtsrat zum neuen Finanzvorstand

vorsitzenden Andreas Treichl (Platz 4 /

te), beide OMV AG, folgen mit einigem

bestellt. Nach der Amtsübergabe im Au-

78,33 Punkte) auf dem ersten Platz be-

Abstand und haben Michael Mauritz

gust 2016 bleibt Davies dem Unterneh-

setzt die Erste Group Bank AG nun die

(Platz 32 / 58,10 Punkte) von der Erste

men vorerst noch als Berater erhalten.

ersten zwei Plätze eines Rankings, was

Group Bank AG vom zweiten Platz ver-

Im Ranking ist damit Robert Ottel (Platz

bisher noch keinem Unternehmen ge-

drängt. Fulminant aufgestiegen ist Ju-

17 / 62,86 Punkte) von der Voestalpine AG

lungen ist. Dafür verliert der Konzern den

lia Resch (Platz 52 / 54,09), die seit fast

nun der Primus unter den noch aktiven

Chef der Erste Bank Österreich AG, Tho-

drei Jahren als Drehscheibe zwischen

Finanzvorständen. Einen unrühmlichen

mas Uher (Platz 43 / 56,67 Punkte), und

Unternehmen und Handelsteilnehmern

Abgang musste in diesem Jahr Minfen Gu

damit Rang zehn.

für die Wiener Börse AG kommuniziert. Ihre aktuelle Aufgabe sieht sie darin,

erleben, bis Februar 2016 Finanzvorständin beim Flugzeugzulieferer FACC AG. Nachdem sich Betrüger als Chef ausgegeben hatten, um dann Überweisungen über 50 Millionen Euro zu veranlassen, wurde Gu durch den Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung von ihrem Posten enthoben. Seit Oktober ist der tschechische

„Am Stimmungsbild des heimischen Kapitalmarkts arbeiten.“ JULIA RESCH

„mit starker Unterstützung des neuen Vor­stands­teams am Stimmungsbild für den heimischen Kapitalmarkt zu arbeiten“. Mit dem sechsten Platz ist sie die Spitzenreiterin unter den Pressesprecherinnen. Aufgefallen ist uns bereits 2015, dass die Konzernkommunikation

62


PERSONEN

der Telekom Austria AG eine hohe Fluk-

auf Platz 29 im zweiten Ranking, folgte

sesprecherin seit 2010 um die externe

tuation aufweist. Damals übernahm Li-

schon im Oktober 2015, verließ aber die

Kommunikation des Konzerns. Doch wir

via Dandrea-Böhm interimistisch das

Telekom Austria AG bereits im Juli 2016

sind uns sicher: Diese Geschichte wird

Mikro von Peter Schiefer, Nummer eins

wieder. Damit kümmert sich aktuell mit

weitergehen, muss aber ein anderes Mal

im ersten PR-Ranking. Ingrid Spörk,

Barbara Grohs bereits die sechste Pres-

erzählt werden. n

REGELN PLATZ

1.

(1.)

So wurden die besten Köpfe der Finanzbranche bewertet.

PERSONEN

UNTERNEHMEN

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

RUBRIK

IR-Manager

GESAMTSCORE

86,11

S

eit der Erstausgabe macht sich Der Börsianer mithilfe eines einstufigen Scoringmodells (Peergroup) auf die Suche nach den besten Köpfen der Finanzbranche. Die Nomi-

nierten konnten ihre Kollegen dabei mit einem Punktewert zwi-

RUBRIK

GESAMTSCORING

schen 1 (niedrig) und 10 (hoch) bewerten. Die acht aktuellsten

In dieser Spalte sind die

Die Branchenkollegen konn­

Branchen aufgelistet, in de­

ten sich von 1 (niedrig) bis 10

Rankings – in acht Berufsgruppen wurden jeweils die 50 Besten

nen die jeweiligen Personen

(hoch) bewerten. Der Wert

tätig sind. Rankings wurden

ist der in Prozent konver­

in acht verschiedenen Be­

tierte Mittelwert der einzel­

rufsgruppen durchgeführt.

nen Personenbewertungen.

einer Zunft gesucht – werden in dieser Ausgabe veröffentlicht. Nominierte Personen durften sich selbst und Kollegen aus dem gleichen Konzern nicht bewerten. Bei Punktegleichstand entschied die höchste abgegebene Einzelbewertung.

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GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE PLATZ

2015

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

IR-Manager

86,11

2.

(2.)

Jergitsch Friedrich

Freshfields Bruckhaus Deringer

Anwalt

84,14

3.

(3.)

Thirring Peter**

Generali Versicherung AG

Versicherer

78,75

4.

(4.)

Treichl Andreas

Erste Group Bank AG

Banker

78,33

5.

(8.)

Cernko Willibald**

Unicredit Bank Austria AG

Banker

74,44

6.

(36.)

Felsbach Peter

Voestalpine AG

Pressesprecher

70,45

7.

(9.)

Rothensteiner Walter

Raiffeisen Zentralbank AG

Banker

69,00

8.

(10.)

Nikbakhsh Michael

Profil

Journalist

68,82

9.

(6.)

Roither Hannes

Palfinger AG

IR-Manager

66,11

10.

(7.)

Stieber Matthias**

Telekom Austria AG

IR-Manager

65,56

11.

(18.)

Davies David**

OMV AG

CFO

65,00*

12.

(183.)

Wögerbauer Alois

3 Banken Generali Investment

Fondsmanager

65,00*

13.

(13.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

IR-Manager

64,44

14.

(20.)

Graber Renate

Der Standard

Journalist

64,12

15.

(5.)

Heidinger Markus

Wolf Theiss

Anwalt

63,45

16.

(17.)

Fleischer Peter

Voestalpine AG

IR-Manager

63,16

17.

(24.)

Ottel Robert

Voestalpine AG

CFO

62,86

18.

(25.)

Nowotny Ewald

Oesterreichische Nationalbank

Banker

62,50*

19.

(26.)

Ederer Othmar

Grazer Wechselseitige ­Versicherung AG

Versicherer

62,50*

20.

(12.)

Wolf Richard

Wolf Theiss

Anwalt

62,41

21.

(27.)

Sevelda Karl

Raiffeisen Bank International AG

Banker

62,00

22.

(28.)

Bosek Peter

Erste Bank Österreich AG

Banker

61,67

23.

(21.)

Brandl Ernst

Brandl & Talos

Anwalt

60,71

24.

(30.)

Rapf Manfred

Sparkassen Versicherung AG (VIG) Versicherer

60,00

25.

(50.)

Weber Stefan

Weber & Co

59,66

Anwalt

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in gleicher Funktion tätig.

64

Willibald Cernko feiert sein Comeback als ­Risikovorstand der Erste Group Bank AG.

Bester Neueinsteiger unter den Top 100 ist Fondsprofi Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken Generali Invest. Strabag-IR-Managerin Diana Neumüller-Klein ist aus der Babypause zurück und die beste Frau im Ranking.

Kurz vor der Pension ruhen die Augen auf Karl Sevelda, der die Raiffeisen-Fusion vorantreibt.


GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE PLATZ

2015

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

26.

(48.)

Vetter Johannes / Lechner Robert

OMV AG

Pressesprecher

86,11

27.

(32.)

Urschitz Josef

Die Presse

Journalist

84,14

28.

(33.)

Gasselsberger Franz

Oberbank AG

Banker

78,75

29.

(11.)

Königstorfer Gerda

Rosenbauer International AG

IR-Manager

78,33

30.

(34.)

Schultes Hubert

Niederösterreichische ­Versicherung AG

Versicherer

74,44

31.

(47.)

Bollenberger Raimund

Doralt Seist Csoklich

Anwalt

70,45

32.

(22.)

Mauritz Michael

Erste Group Bank AG

Pressesprecher

69,00

33.

(51.)

Higatzberger Nina

Vienna Insurance Group AG

IR-Manager

68,82

34.

(23.)

Halama Martin

Unicredit Bank Austria AG

Pressesprecher

66,11

35.

(65.)

Ofner Klaus

Wienerberger AG

IR-Manager

65,56

36.

(37.)

Schneid Hedi

Die Presse

Journalist

65,00*

37.

(38.)

Hagen Hans-Peter**

Vienna Insurance Group AG

Versicherer

65,00*

38.

(39.)

Littich Wolfram

Allianz Elementar Versicherungs AG

Versicherer

64,44

39.

(75.)

Ioveva Milena

Porr AG

IR-Manager

64,12

40.

(42.)

Schaller Heinrich

Raiffeisenlandesbank ­Oberösterreich AG

Banker

63,45

41.

(16.)

Fellner Markus

Fellner Wratzfeld & Partner

Anwalt

63,16

42.

(43.)

Haynes Byron

Bawag PSK AG

Banker

62,86

43.

(44.)

Uher Thomas**

Erste Bank Österreich AG

Banker

62,50*

44.

(41.)

Kleemann Peter

Flughafen Wien AG

Pressesprecher

62,50*

45.

(45.)

Varga Christoph

ORF

Journalist

62,41

46.

(67.)

Helenyi Judit

Flughafen Wien AG

IR-Manager

62,00

47.

(46.)

Höller Christian

Die Presse

Journalist

61,67

48.

(84.)

Kniep Stephanie

Lenzing AG

IR-Manager

60,71

49.

(-)

Schneider Claus

Wolf Theiss

Anwalt

60,00

50.

(49.)

Steinbichler Alois

Kommunalkredit Austria AG

Banker

59,66

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in gleicher Funktion tätig.

65

Das OMV-Presseteam ist auch beim neuen Vorstandschef Rainer Seele nicht auf den Mund gefallen.

Milena Ioveva ­übernimmt nach dem Wechsel zur UBM ­Development AG ­die Presse- und IR-Agenden.

Thomas Uher warf als Österreich-Chef der Erste Bank AG das Handtuch.

Im Sog des Comebacks der Lenzing AG platziert sich auch die IR-Managerin deutlich besser als im Vorjahr.


GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE PLATZ

2015

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

51.

(76.)

Langer Susanne

Raiffeisen Bank International AG

IR-Manager

55,79

52.

(91.)

Resch Julia

Wiener Börse AG

Pressesprecher

54,09

53.

(54.)

Lampl Andreas**

Trend & Format

Journalist

53,75*

54.

(55.)

Löger Hartwig

Uniqa Österreich Versicherungen AG

Versicherer

53,75*

55.

(31.)

Ebner Martin

Schönherr

Anwalt

53,55

56.

(40.)

Gutlederer Christian

Oesterreichische Nationalbank

Pressesprecher

53,48

57.

(57.)

Koren Stephan

Immigon Portfolioabbau AG (ehem. Öster. Volksbanken AG)

Banker

53,33

58.

(58.)

Höllinger Susanne

Kathrein Privatbank AG

Banker

53,00

59.

(62.)

Herbst Christian

Schönherr

Anwalt

52,58

60.

(59.)

Scholten Rudolf**

Österreichische Kontrollbank AG

Banker

52,50*

61.

(61.)

Leitner Wolfgang

Andritz AG

CFO

52,50*

62.

(60.)

Lasshofer Robert

Wiener Städtische Versicherung AG (VIG)

Versicherer

52,50*

63.

(126.)

Hasenauer Clemens

CHSH

Anwalt

51,94

64.

(15.)

Zahradnik Andreas

Dorda Brugger Jordis

Anwalt

51,61

65.

(95.)

Hlawati Edith

CHSH

Anwalt

51,29

66.

(149.)

Haider Hannes

Agrana Beteiligungs-AG

IR-Manager

51,11

67.

(90.)

Rüsch Felix**

OMV AG

IR-Manager

50,53

68.

(56.)

Homola Michael

Österreichische Post AG

Pressesprecher

50,45

69.

(116.)

Roither Hannes

Palfinger AG

Pressesprecher

50,43

70.

(69.)

Drastil Christian

Christian Drastil (Blog)

Journalist

50,00*

71.

(70.)

Groendahl Boris

Bloomberg

Journalist

50,00*

72.

(72.)

Stockbauer Herta

BKS Bank AG

Banker

50,00*

73.

(29.)

Krenn-Ditz Ingrid

Raiffeisen Bank International AG

Pressesprecher

50,00*

74.

(71.)

Bogner Hannes**

Uniqa Insurance Group AG

Versicherer

50,00*

75.

(73.)

Brandstetter Andreas

Uniqa Insurance Group AG

Versicherer

50,00*

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in gleicher Funktion tätig.

66

Topaufsteigerin ist Julia Resch, Sprecherin der Börse Wien AG.

Andritz-Vorstandschef Wolfgang Leitner hält sich und sein Unternehmen stabil auf Kurs.

Edith Hlawati, CHSHAnwältin der Republik, steigt in der Gunst.


GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE PLATZ

2015

TREND

76.

(104.)

77.

GESAMTSCORE

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

Metelko Ingun

Verbund AG

Pressesprecher

49,57

(79.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

Pressesprecher

49,13

78.

(97.)

Winkler Peter

Eisenberger & Herzog

Anwalt

49,00*

79.

(78.)

Strobl Johann

Raiffeisen Bank International AG

Banker

49,00*

80.

(125.)

Hügel Hanns

BPV Hügel

Anwalt

48,97

81.

(86.)

Marin Stefan

Semperit AG Holding

IR-Manager

48,89

82.

(80.)

Lackner Bernhard

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherer

48,75*

83.

(81.)

Müller Werner

Allianz Elementar Versicherungs AG

Versicherer

48,75*

84.

(52.)

Mayr Andreas

Dorda Brugger Jordis

Anwalt

48,71

85.

(87.)

Kwauka Martin

Freier Journalist

Journalist

48,13

86.

(64.)

Kutschera Michael

Binder Grösswang

Anwalt

47,93*

87.

(63.)

Binder Michael

Binder Grösswang

Anwalt

47,93*

88.

(131.)

Birkner Albert

CHSH

Anwalt

47,74

89.

(93.)

Ittner Andreas

Oesterreichische Nationalbank

Banker

47,50*

90.

(92.)

Oblin Walter

Österreichische Post AG

CFO

47,50*

91.

(94.)

Grünbichler Andreas

Wüstenrot Versicherungs AG

Versicherer

47,50*

92.

(14.)

Sommerauer Thomas

Erste Group Bank AG

IR-Manager

47,37

93.

(289.)

Simbürger Horst

Union Investment Austria

Fondsmanager

47,27

94.

(96.)

Grüll Martin

Raiffeisen Bank International AG

CFO

47,14

95.

(-)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

IR-Manager

46,84

96.

(107.)

Herbst Christoph

Herbst Kinsky

Anwalt

46,79

97.

(98.)

Mendel Michael

Immigon Portfolioabbau AG (ehem. Öster. Volksbanken AG)

Banker

46,67*

98.

(99.)

Zadrazil Robert

Unicredit Bank Austria AG

Banker

46,67*

99.

(100.)

Sustala Lukas

NZZ.at

Journalist

46,47*

100.

(101.)

Wailand Georg

Gewinn / Kronen Zeitung

Journalist

46,47*

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in gleicher Funktion tätig.

67

Als kolportierter Vorstandschef des neuen Superinstituts der Raiffeisen-Gruppe hat er Potenzial, 2017 Plätze gutzumachen.

Erste-Group-IRManager Thomas Sommerauer ist Topabsteiger. Als einer der besten österreichischen Fondsmanager macht Horst Simbürger einen veritablen Supersatz nach vorn.

Lukas Sustala glänzt als neuer Chef­redak­ teur der „NZZ.at“.


JOURNALISTEN

PERSONEN

CK RÜCKBLI Q4 2015

BESORGTE MEDIENMACHER Diese 50 Journalisten und Journalistinnen schlagen sich auch außerhalb der Komfortzone hervorragend. TEXT THOMAS MÜLLER

D

erzeit sind die österreichischen

meisten Vertreter im Ranking. Darunter

tung der Presseförderung: „Hier herrscht

Finanz- und Wirtschaftsjourna-

sind etwa Eva Komarek (45,38 Punkte) als

offenbar die Bereitschaft, ein überkom-

listen auch in der eigenen Bran-

höchste Neueinsteigerin auf Platz 13 und

menes Modell zu überdenken und neu

che mit Finanzierungsfragen beschäftigt.

Ingrid Krawarik (Platz 23 / 41,54 Punk-

aufzustellen.“ Ob das bereits Teil der Lö-

Das Jahr 2016 hat keine Lösungen für sin-

te), die seit September 2016 stellvertre-

sung für das Finanzierungsproblem sein

kende Leserzahlen und Anzeigeneinnah-

tende Chefredakteurin bei Der ­Börsianer

kann, bleibt abzuwarten. Martin Kwau-

men oder die Konkurrenz mit Gratisan-

ist. „Nach meiner Beobachtung ist der

ka (48,13 Punkte), auf Platz zehn und da-

geboten gebracht. „Profil“-Wirtschafts-

Wirtschaftsjournalismus nicht abgekop-

mit der höchstgerankte unter den frei-

ressortleiter Michael Nikbakhsh (68,82

pelt von der allgemeinen Entwicklung,

en Finanzjournalisten, sieht in der man-

Punkte) wurde von seinen Branchenkol-

also auch nicht in einer Komfortzone“,

gelnden Finanzierung der Medien auch

legen zum zweiten Mal in Folge auf Platz

meint Renate Graber (64,12 Punkte) aus

die Banken, Versicherungen und Fonds-

eins gereiht. Seine Prognose für den Jour-

dem Wirtschaftsressort der Tageszei-

gesellschaften letztlich als Betroffene:

nalismus im kommenden Jahr: „An dem

tung „Der Standard“. Sie hat ihren Fokus

„Unter MiFID II und ähnlichen Regula-

Delta von Erträgen versus Kosten werden

in der Berichterstattung auf den Hypo-

rien wird es immer schwieriger, Kunden

sich Medienhäuser auch 2017 abarbeiten.

Untersuchungsausschuss und den zuge-

über die Produktlandschaft zu informie-

Manche mehr, manche weniger und eini-

hörigen Liveticker im Onlineauftritt von

ren. Umso wichtiger ist es, den Informa-

ge gar nicht mehr.“ Womit auch das The-

„Der Standard“ gelegt und wurde dafür

tionskanal Wirtschafts- und Finanzjour-

ma „Wirtschaftsblatt“ angesprochen ist.

mit Platz zwei im Ranking belohnt. Al-

nalismus langfristig abzusichern.“ Und

Es ist letztlich an dieser Herausforderung

lerdings kann sie mit dem Einstieg von

was braucht es, um auch in schwierigen

gescheitert und wurde im September ein-

„guten jungen Journalisten“ auch Positi-

Zeiten als Journalist erfolgreich zu sein?

gestellt. Im Ranking der besten Finanz-

ves aus der Branche berichten. Eine wei-

Laut den topgerankten Journalisten vor

journalisten in Österreich, durchgeführt

terhin positive Entwicklung für das Jahr

allem Neugier, Stressresistenz, Ausdau-

im vierten Quartal 2015, ist das Blatt im-

2017 sieht Franz C. Bauer (Platz 14 / 44,71

er, Präsenz auf mehreren Kanälen, Freu-

merhin mit zwei Journalistinnen und ei-

Punkte), „Trend“-Journalist und lang-

de am Erzählen und genaues Hinschau-

nem Journalisten vertreten und hat damit

jähriger Gewerkschafter, in der aufkom-

en, wo andere es nicht tun. In diesem

nach „Die Presse“ und dem „Kurier“ die

menden Diskussion um eine Neugestal-

Sinne: Watch out! n

68


RANGLISTE BESTE JOURNALISTEN PLATZ

2015

TREND

PERSONEN

1.

(1.)

UNTERNEHMEN

RUBRIK

Nikbakhsh Michael

Profil

Print

2. 3.

GESAMTSCORE

68,82

(4.)

Graber Renate

Der Standard

Print

64,12

(2.)

Urschitz Josef

Die Presse

Print

59,33

4.

(8.)

Schneid Hedi

Die Presse

Print

57,69

5.

(10.)

Varga Christoph

ORF

TV

56,47

6.

(3.)

Höller Christian

Die Presse

Print

56,15

7.

(7.)

Lampl Andreas**

Trend & Format

Print

53,75

8.

(16.)

Drastil Christian

Christian Drastil (Blog)

Online

50,00*

9.

(25.)

Groendahl Boris

Bloomberg

Agentur

50,00*

10.

(20.)

Kwauka Martin

Freier Journalist

Print

48,13

11.

(45.)

Sustala Lukas

Nzz.at

Online

46,47*

Michael Nikbakhsh

12.

(12.)

Wailand Georg

Gewinn / Kronen Zeitung

Print

46,47*

PROFIL

13.

(-)

Komarek Eva**

Wirtschaftsblatt

Print

45,38

14.

(17.)

Bauer Franz C.

Profil / Austria Börsenbrief

Print

44,71*

15.

(11.)

Kleedorfer Robert

Kurier

Print

44,71*

16.

(6.)

Gillinger Robert

Börse-Express

Online

44,62

17.

(32.)

Ransmayr Georg

ORF

TV

44,12

18.

(21.)

Bruckberger Hans Jörg**

Wirtschaftsblatt

Print

43,08

19.

(-)

Kramer Angelika**

Forbes Austria

Print

42,67

20.

(13.)

Pfluger Bettina

Der Standard

Print

42,35

21.

(30.)

Kistner Julia**

Gewinn

Print

41,76*

22.

(23.)

Kischko Irmgard

Kurier

Print

41,76*

23.

(14.)

Krawarik Ingrid**

Wirtschaftsblatt

Print

41,54

24.

(18.)

Obermayr Volker

Ö1

Radio

41,18*

25.

(19.)

Ahrens Angelika

ORF

TV

41,18*

26.

(-)

Proksch Stefan

APA

Agentur

39,41

27.

(-)

Benisch Reginald

Freier Journalist

Print

39,38*

28.

(29.)

Schumi Manfred

Kronen Zeitung

Print

39,38*

29.

(27.)

Wiens Richard

Salzburger Nachrichten

Print

38,75

30.

(33.)

Benisch Eva Maria

Freie Journalistin

Print

38,13

Renate Graber

31.

(31.)

Gruber Angelika

Thomson Reuters

Agentur

37,65

DER STANDARD

32.

(40.)

Martinek Thomas

Trend & Format

Print

36,25

33.

(36.)

Franzin Mario

Geld Magazin

Print

35,29*

34.

(26.)

Karabaczek Thomas

APA

Agentur

35,29*

35.

(34.)

Klafl Christine

Kurier

Print

35,29*

36.

(37.)

Shields Michael

Thomson Reuters

Agentur

34,71

37.

(41.)

Weitmayr Hans**

Forbes Austria

Print

34,00

38.

(44.)

Winter Robert

Freier Journalist

Print

33,75

39.

(22.)

Kretzl Helmut

Salzburger Nachrichten

Print

33,13*

40.

(35.)

Leban Karl

Wiener Zeitung

Print

33,13*

41.

(39.)

Lammer Beate

Die Presse

Print

33,08

42.

(46.)

Swietly Ernst A.

Börsen-Kurier

Print

32,94*

43.

(9.)

Mitterstieler Esther

News

Print

32,94*

44.

(-)

Weber Alexander

Bloomberg

Agentur

32,50

45.

(28.)

Itzenthaler Anita

APA

Agentur

32,35

46.

(24.)

Mascher Dietmar

OÖ Nachrichten

Print

30,59*

47.

(38.)

Haase Claudia

Kleine Zeitung

Print

30,59*

48.

(47.)

Millonig Caroline**

Trend

Print

30,00

49.

(-)

Sileitsch-Parzer Hermann

Kurier

Print

29,41*

50.

(-)

Weinisch Ernst

Ö1

Radio

29,41*

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung, **Nicht mehr im Unternehmen tätig

69

1. PLATZ

2. PLATZ

3. PLATZ Josef Urschitz DIE PRESSE


PERSONEN

BANKER

CK RÜCKBLI 15 Q3 20

BANKER AN DER LEINE Nicht viel Positives erwarten die besten Bankvorstände des Landes vom kommenden Jahr. Der politische Einfluss werde sich negativ auswirken. TEXT THOMAS MÜLLER

I

m dritten Quartal 2015 hat Der Börsi­

vere Auswirkungen unter anderem auf die

sionieren. Am 23. und 24. Jänner 2017 soll

aner das Ranking der besten Banker

Pensionsvorsorge unserer Kunden haben

der Deal von den Eigentümern bei der

in Österreich veröffentlicht. Seitdem

wird, wird sich auch 2017 nicht ändern.“

außerordentlichen

konnten die Banken immerhin erreichen,

Ins Team geholt hat sich Treichl die Num-

auch formal abgesegnet werden. Das Ziel:

dass die Steuerschraube der Bundesre-

mer zwei des Rankings, Willibald Cernko

die Kernkapital­ quote des gemeinsamen

gierung wieder etwas gelockert wurde.

(74,44 Punkte), als Risikovorstand. Auch

Konzerns bis Ende 2017 auf mindestens

„Positiv ist sicherlich das Bekenntnis,

er sieht eher Kontinuität: „2017 wird sich

zwölf Prozent heben. Wie das neue Un-

die Bankensteuer auf ein Niveau, das mit

nicht sehr stark von 2016 unterscheiden.

ternehmen heißen wird, ist wie auch die

Deutschland vergleichbar ist, zu sen-

In meinem Bereich sicherlich das Bestre-

künftige Führung noch unbekannt. Hein-

ken“, sagt Andreas Treichl, Spitzenreiter

ben, den Banken die Risikoübernahme zu

rich Schaller, Generaldirektor der Raiffei-

im Ranking mit 78,33 Punkten, zum Jahr

erschweren. Dass dies in einer Region wie

senlandesbank Oberösterreich AG (Platz

2016. „Für uns als Erste Group war sicher-

Zentral- und Osteuropa, die von Klein-

8 / 57,00 Punkte), galt als heißer Tipp,

lich auch der Umzug in das neue Head-

und Mittelunternehmen und deren In-

dürfte aber bereits abgewinkt haben.

quarter ein wichtiges, sehr positives Er-

vestitionen lebt, nicht sehr sinnvoll ist,

Höchstgerankte Bankerin ist Susan-

eignis.“ Sein Ausblick auf das kommende

habe ich schon in der Vergangenheit im-

ne Höllinger, Vorstandsvorsitzende der

Jahr ist da schon deutlich weniger erfreu-

mer wieder gesagt.“

Kathrein Privatbank AG, mit 53,00 Punk-

Hauptversammlung

lich, da rechnet der Vorstandschef mit

Etwas ganz anderes wird Walter Ro-

ten auf Platz 13. Einzige Frau an der Spitze

neuen Regulierungen und Interventionen

thensteiner (Platz 3 / 69,00 Punkte) im

einer börsennotierten Bank in Österreich

seitens der Politik. Alles zulasten des Ge-

neuen Jahr beschäftigen. Die Raiffeisen

ist nach wie vor Herta Stockbauer (Platz

schäfts. „Und dass das Niedrigzinsum-

Zentralbank AG, der er vorsteht, wird mit

15 / 50,00 Punkte), die die BKS Bank AG

feld, je länger es andauert, umso negati-

der Raiffeisen Bank International AG fu-

führt. n

70


RANGLISTE BESTE BANKER PLATZ

1.

PERSONEN

UNTERNEHMEN

Treichl Andreas

Erste Group Bank AG

GESAMTSCORE

78,33

2.

Cernko Willibald**

Unicredit Bank Austria AG

74,44

3.

Rothensteiner Walter

Raiffeisen Zentralbank AG

69,00

4.

Nowotny Ewald

Oesterreichische Nationalbank

62,50

5.

Sevelda Karl

Raiffeisen Bank International AG

62,00

6.

Bosek Peter

Erste Bank Österreich AG

61,67

7.

Gasselsberger Franz

Oberbank AG

59,17

8.

Schaller Heinrich

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

57,00

9.

Haynes Byron

Bawag PSK AG

56,67*

10.

Uher Thomas**

Erste Bank Österreich AG

56,67*

11.

Steinbichler Alois

Kommunalkredit Austria AG

55,83

12.

Koren Stephan

Österreichische Volksbanken AG

53,33

13.

Höllinger Susanne

Kathrein Privatbank AG

53,00

14.

Scholten Rudolf**

Österreichische Kontrollbank AG

52,50

15.

Stockbauer Herta

BKS Bank AG

50,00

16.

Strobl Johann

Raiffeisen Bank International AG

49,00

17.

Ittner Andreas

Oesterreichische Nationalbank

47,50

18.

Mendel Michael

Österreichische Volksbanken AG

46,67*

19.

Zadrazil Robert

Unicredit Bank Austria AG

46,67*

20.

Lippitt Frank

Bank Gutmann AG

45,83

21.

Keplinger-Mitterlehner Michaela

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

44,00

22.

Gerlich Helmut

Bankhaus Carl Spängler AG

43,64

23.

Bernkopf Helmut**

Unicredit Bank Austria AG

43,33

24.

Witt-Dörring Franz

Schoellerbank AG

42,22

25.

Grahammer Michael

Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG

41,82

26.

Mittendorfer Gernot

Erste Group Bank AG

40,00

27.

Jauk Christian

Capital Bank – Grawe Gruppe AG

39,17

28.

Schaller Martin

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

39,00

29.

Pribil Kurt

Österreichische Nationalbank

38,33

30.

Sarközi Sonja**

Easybank AG

37,50

31.

Harold Peter

Hypo NOE Gruppe

33,64

32.

Eisl Wolfgang

UBS (Luxembourg), Niederlassung Österreich

32,73

33.

Ramsauer Bernhard

Semper Constantia Privatbank AG

32,50

34.

Buchleitner Klaus

RLB Niederösterreich-Wien AG

32,00

35.

Platzer Meinhard

LGT Bank AG (Österreich)

31,67*

36.

Weinzierl Peter**

Meinl Bank AG

31,67*

37.

Praniess Helmut**

Privat Bank AG

31,67*

38.

Hengl Dieter

Unicredit Bank Austria AG

31,11

39.

Polster Rainer

Deutsche Bank AG (Österreich)

30,91

40.

Gaugg Peter

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

30,83

41.

Goess Gina

Credit Suisse (Österreich)

30,00* 30,00*

42.

Ohswald Christian

Deutsche Bank AG (Österreich)

43.

Urban Helmut

Kommunalkredit Austria AG

29,17

44.

Raninger Christoph**

Österreichische Volksbanken AG

28,33

45.

Breuer Klemens

Raiffeisen Bank International AG

27,00*

46.

Celeda Wilhelm

Raiffeisen Centrobank AG

27,00*

47.

Böhler Peter

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG

25,45

48.

Fabisch Gerhard

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

25,00

49.

Jung Monika**

Valartis Bank AG

24,17

50.

Gottschling Andreas

Erste Group Bank AG

22,50

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung, **Nicht mehr im Unternehmen tätig

71

1. PLATZ Andreas Treichl ERSTE GROUP BANK AG

2. PLATZ Willibald** Cernko UNICREDIT BANK AUSTRIA AG

3. PLATZ Walter Rothensteiner RAIFFEISEN ZENTRALBANK AG


PERSONEN

VERSICHERER

CK RÜCKBLI Q2 2015

VERSICHERER UNTER DRUCK Wir haben gefragt, was die besten Vorstände der heimischen Versicherungen in Zeiten von Regulierungskandare und Nullzins beschäftigt. TEXT THOMAS MÜLLER

N

eue Richtlinien, Verordnungen

mit denen er sich konfrontiert sieht.

liert es Manfred Rapf, stellvertretender

und Gesetze prägen den Alltag in

Schlecht gehe es den heimischen Versi-

Generaldirektor der S Versicherung AG

der Finanzwelt im Allgemeinen

cherern dennoch nicht: „In Österreich

(Platz 3 / 60,00 Punkte): „Herausforde-

und bei den Versicherungen im Speziel-

zeigt sich die Versicherungswirtschaft

rungen gibt es zahlreiche: eine drama-

len. Das spiegelt sich auch bei den Topp-

in einem schwierigen Umfeld sehr sta-

tische Zunahme an Regulierung, deren

latzierten im Ranking der besten Versi-

bil. Alle Leistungsansprüche können er-

Kundennutzen oft nicht nachvollzieh-

cherer in Österreich vom zweiten Quar-

füllt werden.“

bar ist, und ein anhaltendes politisch

tal 2015 wider: „Die Insurance Distribu-

Othmar Ederer von der Grazer Wech-

motiviertes Niedrigzinsumfeld.“ Alle

tion Directive und deren Umsetzung in

selseitigen Versicherung AG, im Ran-

drei Versicherer verbuchen aber auch

die nationalen Rechtssysteme wird die

king auf Platz zwei (62,50 Punkte),

die Umsetzung des neuen Eigenmittel-

Branche in Europa beschäftigen. Für

schlägt in dieselbe Kerbe: „Durch die

regimes Solvency II als Erfolg des Jahres

Österreich wünsche ich mir eine Um-

teilweise unkoordinierte Entwicklung in

2016. Konsens herrscht auch darüber,

setzung, die den bestehenden, nationa-

den einzelnen Sektoren der Finanzwirt-

dass 2017 die Digitalisierung der Ge-

len Spezifika Rechnung trägt“, sagt Pe-

schaft, zum Beispiel Basel III im Ban-

schäftsprozesse weiterhin Thema sein

ter Thirring, Generaldirektor der Donau

kensektor und Solvency II im Versiche-

wird. Beim heiklen Thema Lebensver-

Versicherung AG und Spitzenreiter im

rungssektor, haben sich sehr komplexe

sicherung sieht Manfred Rapf eine Be-

Ranking (78,75 Punkte). Niedrige Zin-

und teilweise überlappende Regelungen

sinnung auf die Kernkompetenzen der

sen und die einseitig negative Diskus-

ergeben, die eine besondere Belastung

Branche: „Die Absicherung der Familie,

sion rund um die klassische Lebensver-

für Gruppen wie die Grawe darstellen

die Risikovorsorge im Allgemeinen und

sicherung seien unerfreuliche Trends,

können.“ Noch etwas schärfer formu-

auch ein lebenslanges Einkommen.“ n

72


RANGLISTE BESTE VERSICHERER PLATZ

1.

PERSONEN

UNTERNEHMEN

Thirring Peter**

Generali Versicherung AG

GESAMTSCORE

78,75

2.

Ederer Othmar

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

62,50

3.

Rapf Manfred

Sparkassen Versicherung AG (VIG)

60,00

4.

Schultes Hubert

Niederösterreichische Versicherung AG

58,75

5.

Hagen Hans-Peter**

Vienna Insurance Group AG

57,50*

6.

Littich Wolfram

Allianz Elementar Versicherungs AG

57,50*

7.

Löger Hartwig

Uniqa Österreich Versicherungen AG

53,75

8.

Lasshofer Robert

Wiener Städtische Versicherung AG (VIG)

52,50

9.

Bogner Hannes**

Uniqa Insurance Group AG

50,00*

10.

Brandstetter Andreas

Uniqa Insurance Group AG

50,00*

11.

Lackner Bernhard

Niederösterreichische Versicherung AG

48,75*

12.

Müller Werner

Allianz Elementar Versicherungs AG

48,75*

13.

Grünbichler Andreas

Wüstenrot Versicherungs AG

47,50

14.

Matschnig Gerhard

Zürich Versicherungs AG

46,25

15.

Nagl Othmar

Oberösterreiche Versicherung AG

46,25

16.

Simhandl Martin

Vienna Insurance Group AG

45,00

17.

Stadler Elisabeth**

Donau Versicherung AG (VIG)

41,25

18.

Svoboda Kurt

Uniqa Insurance Group AG

41,25

19.

Griesmayr Norbert

VAV Versicherungs AG

40,00

20.

Schieferer Walter

Tiroler Versicherung V.a.G.

38,75*

21.

Stockinger Josef

Oberösterreiche Versicherung AG

38,75*

22.

Molterer Kurt

Nürnberger Versicherung Aktiengesellschaft Österreich

37,50*

23.

Bodner Otmar

Helvetia Versicherungen AG

37,50*

24.

Kogler Gerald

Merkur Versicherung AG

37,50*

25.

Pekarek Klaus

Raiffeisen Versicherung AG (Uniqa Insurance Group AG)

36,25

26.

Wallner Klaus

Generali Versicherung AG

33,75*

27.

Kreiterling Josef

Ergo Versicherung AG

33,75*

28.

Schuster Heinz

Sparkassen Versicherung AG (VIG)

31,25

29.

Lahner Gerhard

Donau Versicherung AG (VIG)

30,00*

30.

Mair Franz

Tiroler Versicherung V.a.G.

30,00*

31.

Böhm Christian

APK Versicherung AG

27,50

32.

Adelmann Josef

Ergo Versicherung AG

26,25*

33.

Gutschik Josef**

Helvetia Versicherungen AG

26,25*

34.

Rabe Sven

VAV Versicherungs AG

22,50*

35.

Emrich Silvia

Zürich Versicherungs AG

22,50*

36.

Weiß Günther

HDI Sach Versicherung AG

22,50*

37.

Offterdinger Karolina

Acredia Versicherung AG

22,50*

38.

Dornaus Christine

Wiener Städtische Versicherung AG (VIG)

21,25*

39.

Hönigsperger Roswitha

Bawag PSK Versicherung AG

21,25*

40.

Lackner Thomas

HDI Versicherung AG

20,00*

41.

Wilk Peter

Bawag PSK Versicherung AG

20,00*

42.

Riel-Kinzer Christiane

Hypo Versicherung AG

16,25

43.

Sattler Michael

Skandia Lebensversicherungs AG

15,00

44.

Frank Michael

Garant Versicherungs AG

12,50

45.

Reich Josef

Porsche Versicherungs AG

12,50*

46.

Reiter Gernot

Hypo Versicherung AG

12,50*

47.

Rammerstorfer Alexander

3 Banken Versicherungs AG

11,25*

48.

Ayasch Brigitta

Garant Versicherungs AG

11,25*

49.

Altenburger Helmut

Acredia Versicherung AG

10,00*

50.

Hollweger Franz

Porsche Versicherungs AG

10,00*

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung, **Nicht mehr im Unternehmen tätig

73

1. PLATZ Peter Thirring** GENERALI VERSICHERUNG AG

2. PLATZ Othmar Ederer GRAZER WECHSELSEITIGE VERSICHERUNG AG

3. PLATZ Manfred Rapf SPARKASSEN VERSICHERUNG AG


ANWÄLTE

PERSONEN

CK RÜCKBLI Q4 2016

DIE AUSLEGER DES RECHTS Die im Ranking von Der Börsianer führenden Wirtschaftsanwälte ­werden von neuen Regulierungen auf Trab gehalten. Aber auch die digitale Welt steht vor der Tür. TEXT THOMAS MÜLLER

D

ie Finanz- und Wirtschaftsan-

und Zentrierung von internen Service-

Beim Thema Regulierung verweist Ri-

wälte müssen sich hierzulande

funktionen.“ Außerdem setze man laut

chard Wolf, ebenfalls von Wolf Theiss

vorerst keine Sorgen um ihren Job

dem Spitzenjuristen auf den verstärkten

(Platz 3 / 68,18 Punkte), auf einen Aspekt,

machen. Jedes Jahr kommen neue Vor-

Einsatz von IT bei Due-Diligence- und

der bisher wenig Beachtung findet: „Be-

schriften für den Kapitalmarkt und für

Investigationsmandaten.

positive

schäftigen werden uns die Fintechs, also

die Banken hinzu, sei es vonseiten der

Entwicklung sieht der passionierte Kla-

die technologische Weiterentwicklung

EU oder hausgemachte. Eine echte Freu-

vierspieler die Einigung der Republik Ös-

im Finanzdienstleistungsbereich, und

de scheinen sie aber dennoch nicht damit

terreich mit den Heta-Gläubigern.

deren regulatorische Implikationen.“ Die

Als

zu haben, wenn immer wieder von „Re-

Auch Markus Heidinger von der Kanz-

von Friedrich Jergitsch angesprochene IT

gulierungstsunami“ und „überschießen-

lei Wolf Theiss (Platz 2 / 63,45 Punkte)

wird auch laut Wolf an den Rechtsberu-

der Regulierung“ zu hören ist. Friedrich

wird sich nächstes Jahr vor allem mit den

fen nicht vorübergehen. Tatsächlich gibt

Jergitsch von Freshfield Bruckhaus De-

Inhalten von MiFID II, MiFIR und Co aus-

es bereits sogenannte Legal-Tech-Start-

ringer ist da keine Ausnahme. Der Pri-

einandersetzen müssen: „Die Vorberei-

ups, die Software für Anwaltskanzleien

mus im Ranking der besten Anwälte der

tung auf diese neuen Regeln wird auch

entwickeln. Zum Beispiel kann man mit

Finanzbranche in Österreich vom vierten

die Rechtsberater 2017 intensiv beschäf-

deren Hilfe hunderte Seiten an Verträ-

Quartal 2016 mit stolzen 84,14 Punkten

tigen. Auch der Gesetzgeber wird gefor-

gen binnen Minuten analysieren, die an-

sieht zwei gegenläufige Trends: „Stei-

dert, beispielsweise wird das Börsenge-

sonsten ein Team von Juristen beschäf-

gende Komplexität der Fragestellungen

setz entweder erheblich novelliert wer-

tigen würden. Im Urlaub mag es Richard

und gleichzeitig Effizienzdruck. Wir re-

den müssen, oder es wird gleich durch

Wolf übrigens möglichst technologiefrei,

agieren darauf, wie andere große Kanzlei-

ein durchgehend neues Börsengesetz er-

im Idealfall an Orten ohne Telefonan-

en, unter anderem mit der Auslagerung

setzt werden.“

schluss. n

74


RANGLISTE BESTEN ANWÄLTE PLATZ

2014

TREND

PERSONEN

1.

(1.)

UNTERNEHMEN

Jergitsch Friedrich

Freshfields Bruckhaus Deringer

2. 3.

GESAMTSCORE

84,14

(2.)

Heidinger Markus

Wolf Theiss

63,45

(3.)

Wolf Richard

Wolf Theiss

62,41

4.

(6.)

Brandl Ernst

Brandl & Talos

60,71

5.

(9.)

Weber Stefan

Weber & Co

59,66

6.

(8.)

Bollenberger Raimund

Doralt Seist Csoklich

58,67

7.

(5.)

Fellner Markus

Fellner Wratzfeld & Partner

56,90

8.

(-)

Schneider Claus

Wolf Theiss

55,86

9.

(7.)

Ebner Martin

Schönherr

53,55

10.

(11.)

Herbst Christian

Schönherr

52,58

11.

(24.)

Hasenauer Clemens

CHSH

51,94

12.

(4.)

Zahradnik Andreas

Dorda Brugger Jordis

51,61

13.

(19.)

Hlawati Edith

CHSH

51,29

14.

(20.)

Winkler Peter

Eisenberger & Herzog

49,00

15.

(23.)

Hügel Hanns

BPV Hügel

48,97

16.

(10.)

Mayr Andreas

Dorda Brugger Jordis

48,71

17.

(13.)

Kutschera Michael

Binder Grösswang

47,93

18.

(12.)

Binder Michael

Binder Grösswang

47,93

19.

(25.)

Birkner Albert

CHSH

47,74

20.

(21.)

Herbst Christoph

Herbst Kinsky

46,79

21.

(15.)

Hausmaninger Christian

Hausmaninger Kletter

46,00

22.

(18.)

Talos Thomas

Brandl & Talos

45,71

23.

(-)

Pachinger Stephan

Freshfields Bruckhaus Deringer

45,52

24.

(26.)

Rath Ursula

Schönherr

45,48

25.

(16.)

Illigasch Alexander

Barnert Egermann Illigasch

43,10

26.

(29.)

Huber Peter

CMS Reich-Rohrwig Hainz

42,26

27.

(22.)

Khol Florian

Binder Grösswang

41,72

28.

(14.)

Diwok Georg

Baker & McKenzie

41,03

29.

(17.)

Temmel Christian

DLA Piper

39,33

30.

(31.)

Barnert Michael

Barnert Egermann Illigasch

38,97

31.

(36.)

Hanslik Günther

CMS Reich-Rohrwig Hainz

37,74

Markus Heidinger

32.

(40.)

Ketzer Manfred

Hausmaninger Kletter

37,00

WOLF THEISS

33.

(28.)

Plesser Willibald

Freshfields

36,21

34.

(38.)

Hermann Gerhard

Baker & McKenzie

34,14

35.

(33.)

Kinsky Philipp

Herbst Kinsky

33,21

36.

(35.)

Huber Wolfram

PHH Prochaska Havranek

32,67

37.

(34.)

Brodey Martin

Dorda Brugger Jordis

32,58

38.

(42.)

Graf Ferdinand

Graf & Pitkowitz

31,38

39.

(30.)

Benes Marcus

Eisenberger & Herzog

30,67

40.

(45.)

Kletter Mark

Hausmaninger Kletter

30,33

41.

(37.)

Wächter Otto

Graf & Pitkowitz

27,24

42.

(49.)

Chalupsky Ernst

Saxinger Chalupsky & Partner

26,77

43.

(44.)

Zuffer Martin

CMS Reich-Rohrwig Hainz

25,48

44.

(-)

Wildmoser Christoph

Herbst Kinsky

25,00

45.

(43.)

Geiger Martin

Benn-Ibler

24,52

46.

(27.)

Napokoj Elke

BPV Hügel

23,79

47.

(-)

Moser Christoph

Weber & Co

22,41

48.

(47.)

Schrank Christopher

Brandl & Talos

21,79

49.

(48.)

Zwitter-Tehovnik Jasna

DLA Piper

20,67

50.

(-)

Bauer David Christian

DLA Piper

20,67 *Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung

75

1. PLATZ Friedrich Jergitsch FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER

2. PLATZ

3. PLATZ Richard Wolf WOLF THEISS


FINANZVORSTÄNDE

PERSONEN

CK RÜCKBLI Q1 2015

DIE SCHATZMEISTER Die besten Finanzvorstände machen sich nicht nur ihre Gedanken über das Wohlergehen ihrer eigenen Unternehmen. TEXT THOMAS MÜLLER

E

in Gefühl für Zahlen, Genauigkeit

ritz AG. Eine Doppelfunktion, die nicht

müssen nicht jeden Tag, aber von jeder

und ein Hang zum Knausern sind

gerade üblich ist.

Generation aufs Neue auch unter Einsatz

nicht die einzigen Eigenschaften,

„Die zunehmende Volatilität in allen

die den Weg zur Position des Finanzvor-

Märkten, seien es Wechselkurse, Roh-

Walter Oblin blickt etwas versöhn-

stands ebnen. Konsequenz, soziale Kom-

stoffe oder Energien, wird sich insbeson-

licher zurück: „Positiv sehe ich in die-

petenz, eine Portion Glück und schließ-

dere für internationale Produktionsun-

sem Jahr die Resilienz vieler guter ös-

lich die Bereitschaft, immer weiter an

ternehmen auch 2017 fortsetzen“, sagt

terreichischer Unternehmen, die sich im

sich zu arbeiten, braucht es genauso,

Robert Ottel. „Damit umzugehen, die

schwierigen Umfeld positiv entwickeln.

meinen Robert Ottel, Finanzvorstand

Risiken zu managen und wenn möglich

Negativ die wachsende Regulierung und

der Voestalpine AG, und Walter Oblin,

zu einem Wettbewerbsvorteil zu wan-

Bürokratie, die es zunehmend schwe-

Finanzchef der Österreichischen Post

deln, wird eine der großen Herausforde-

rer macht, in Österreich zu investieren.“

AG. Im Ranking der besten Finanzvor-

rungen.“ Für das erste Halbjahr 2016/17

Besonders die Portfoliobereinigung und

stände in Österreich vom ersten Quar-

musste die Voestalpine AG wegen ge-

die weitere Ausrichtung des Auslandsen-

tal 2015 sind sie auf Rang zwei (62,86

stiegener Rohstoffpreise einen Gewinn-

gagements der Post AG standen zuletzt

Punkte) und Rang vier (47,50 Punkte)

rückgang hinnehmen. Was das Kalen-

auf seiner Agenda. Dazu gehörte auch

gelandet. Der Erstplatzierte David Da-

derjahr 2016 betrifft, zieht Ottel aber aus

der Verkauf der deutschen Logistiktoch-

vies (65,00 Punkte) ist seit August dieses

anderen Gründen eine zwiespältige Bi-

ter und Verlustbringerin Trans-o-Flex.

Jahres nicht mehr als Finanzvorstand für

lanz: „2016 hat mir gezeigt, dass Frei-

Die beste Frau in dieser Männerdo-

die OMV AG tätig. Auf Platz drei landete

heit, Demokratie, Toleranz und Friede

mäne ist Barbara Potisk-Eibensteiner

Wolfgang Leitner (52,50 Punkte), Kon-

Errungenschaften sind, die auch heute

(Platz 8 / 33,75 Punkte), die seit 2012 die

zernchef und Finanzvorstand der And-

noch wieder verlorengehen können. Sie

Finanzen der RHI AG verantwortet. n

76

von Verlusten erkämpft werden.“


RANGLISTE BESTE FINANZVORSTÄNDE PLATZ

1.

PERSONEN

UNTERNEHMEN

Davies David**

OMV AG

GESAMTSCORE

65,00

2.

Ottel Robert

Voestalpine AG

62,86

3.

Leitner Wolfgang

Andritz AG

52,50

4.

Oblin Walter

Österreichische Post AG

47,50

5.

Grüll Martin

Raiffeisen Bank International AG

47,14

6.

Schmidt-Schultes Johannes**

Semperit AG Holding

40,00

7.

Van-Riet Willy

Wienerberger AG

37,50

8.

Potisk-Eibensteiner Barbara

RHI AG

33,75*

9.

Bogner Hannes**

Uniqa Insurance Group AG

33,75*

1. PLATZ

10.

Mayer Gerald

Amag Austria Metall AG

30,00*

11.

Ofner Günther

Flughafen Wien AG

30,00*

David Davies**

12.

Kaml Christoph

Palfinger AG

30,00*

OMV AG

30,00*

13.

Kitzmüller Günter

Rosenbauer AG

14.

Grausam Walter**

Agrana Beteiligungs AG

28,75

15.

Schumy Oliver**

Mayr-Melnhof Karton AG

27,50

16.

Petermann Klaus**

Do & Co AG

26,25

17.

Mittendorfer Gernot

Erste Group Bank AG

25,00* 25,00*

18.

Harder Christian

Strabag SE

19.

Noggler Birgit**

Immofinanz AG

23,75

20.

Hofer Markus

Miba AG

22,86

21.

Simhandl Martin

Vienna Insurance Group AG

22,50

22.

Maier Christian

Porr AG

21,25*

23.

Kollmann Peter

Verbund AG

21,25*

24.

Payer Rudolf**

Bene AG

20,00*

25.

Zeindlinger Otmar

Linz Textil Holding AG

20,00* 20,00*

26.

Melzer Thomas**

Wolford AG

27.

Gu Minfen**

FACC AG

18,57

28.

Riegler Thomas**

Lenzing AG

17,50*

2. PLATZ

29.

Hahn Albin

Manner AG

17,50

30.

Sonnenmoser Karin

Zumtobel Group AG

17,50*

Robert Ottel VOESTALPINE AG

31.

Mayrhofer Siegfried

Telekom Austria AG

17,14

32.

Semmernegg Franz

Kapsch Trafficom AG

16,25*

33.

Haidenek Peter

Polytec Group AG

16,25*

34.

Vejdovszky Ernst

S Immo AG

16,25*

35.

Asamer Karl

AT&S AG

15,00*

36.

Gritsch Franz**

Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG

15,00*

37.

Szyszkowitz Stefan

EVN AG

13,75*

38.

Folian Georg

Warimpex AG

13,75*

39.

Kogler Harald

Hirsch Servo AG

12,86

40.

Nowotny Florian**

CA Immo AG

12,50*

41.

Doll Thomas

Conwert Immobilen Invest SE

12,50*

42.

Spiller Wolfgang

Schlumberger AG

12,50*

43.

Chen Yingzhu**

ATB AG

11,25*

44.

Schütz Alexander

C-Quadrat Investment AG

11,25*

45.

Bolier Robert**

Atrium European Real Estate AG

10,00*

46.

Friepaß Michaela**

Brain Force Holding AG

10,00*

47.

Roos Ronald**

Buwog AG

10,00*

48.

Kandera Reinhard

Valneva SE ST

10,00*

49.

Pfneiszl Andreas

Rath AG

10,00*

50.

Neuwirth Richard

S&T System Integration & Technology Distribution AG

10,00*

*Bei Punktegleichheit, zählt die höchste Einzelbewertung, **Nicht mehr im Unternehmen tätig

77

3. PLATZ Wolfgang Leitner ANDRITZ AG


PRESSESPRECHER

PERSONEN

CK RÜCKBLI Q1 2016

GEFORDERTE KOMMUNIKATOREN Diese Pressesprecher haben sich durch Qualität und Selbstreflexion ausgezeichnet. TEXT THOMAS MÜLLER

A

ls Pressesprecher ist man in

Medien auf den Punkt: „Ich arbeite ja

be, die es zu erfüllen gilt. „Journalis-

zweierlei

gefordert.

tagtäglich gleich in zwei Branchen, die

ten in den USA haben andere Herange-

Kompetenzen, den Finanzmarkt

einem tiefgreifenden Wandel unterwor-

hensweisen als beispielsweise österrei-

und die Projekte des eigenen Unterneh-

fen sind. Da wäre zum einen die Öl- und

chische Kollegen. Für ein und dasselbe

mens betreffend, sind genauso uner-

Gasbranche, die unter anderem lernen

Thema sind oft völlig unterschiedliche

lässlich wie Kompetenzen im Umgang

muss, mit einem niedrigen Ölpreis um-

Gesichtspunkte interessant.“ Sowohl

mit Medien. Als „Hansdampf in allen

zugehen. Und dann wäre da die Medi-

Felsbach als auch Vetter sehen im Ver-

Gassen“ haben sich beim Ranking der

enbranche. Neue soziale Medien prägen

schwinden von Qualitätsmedien in Ös-

besten Pressesprecher in Österreich im

den Medienmarkt, alte Player kämp-

terreich eine große Gefahr. Medien und

ersten Quartal 2016 vor allem die Ver-

fen ums Überleben. Und am Ende bleibt

Unternehmen, die über Geschäftsmo-

treter zweier internationaler, börsen-

der Kampf um die Qualität und nicht die

delle wie Content Marketing zu über-

notierter Unternehmen und einer Bank

Form.“

leben versuchen, rauben beiden Seiten

Hinsicht

erwiesen: Peter Felsbach, Head of Group

Als Herausforderung sieht der erst-

die Glaubwürdigkeit, meint Vetter: „Die

Communications der Voestalpine AG,

platzierte Peter Felsbach vor allem die

scheinbar kontrollierbare direkte Ver-

wurde von seinen Kollegen auf Platz eins

Internationalisierung der Kommunika-

marktung von Inhalten besitzt die Kraft,

(70,45 Punkte) gewählt. Dahinter folgt

tion für Unternehmen wie der Voest­

ihnen die Moral unter den Füßen weg-

auf Platz zwei das Duo Johannes Vetter

alpine AG. Zu achten sei hier nicht nur

zuziehen.“ Felsbach vermisst zudem

und Robert Lechner (59,57 Punkte), Un-

auf die unterschiedlichen Zeitzonen,

qualifizierte Ansprechpartner: „Der vo-

ternehmenssprecher der OMV AG, und

„eine international ausgerichtete Kom-

ranschreitende Verlust von qualifizier-

auf Platz drei Michael Mauritz, Kommu-

munikation, die trotzdem so zielgrup-

ten Wirtschaftsjournalisten, mit denen

nikationsleiter der Erste Group Bank AG

penspezifisch wie möglich auf allen

man zu einem bestimmen Thema tief-

(58,10 Punkte). Johannes Vetter bringt

verfügbaren Kanälen funktioniert“, ist

greifende Hintergrundgespräche führen

seine Rolle zwischen Unternehmen und

für Felsbach die entscheidende Aufga-

kann, ist ernüchternd.“ n

78


RANGLISTE BESTE PRESSESPRECHER PLATZ

2014

TREND

PERSONEN

1.

(5.)

UNTERNEHMEN

Felsbach Peter

Voestalpine AG

2. 3. 4.

GESAMTSCORE

(8.)

Vetter Johannes / Lechner Robert OMV AG

59,57

(2.)

Mauritz Michael

Erste Group Bank AG

58,10

(3.)

Halama Martin

Unicredit Bank Austria AG

57,83

5.

(7.)

Kleemann Peter

Flughafen Wien AG

56,52

6.

(14.)

Resch Julia

Wiener Börse AG

54,09

7.

(6.)

Gutlederer Christian

Oesterreichische Nationalbank

53,48

8.

(10.)

Homola Michael

Österreichische Post AG

50,45

9.

(16.)

Roither Hannes

Palfinger AG

50,43

10.

(4.)

Krenn-Ditz Ingrid

Raiffeisen Bank International AG

50,00

11.

(15.)

McGinn Beate / Metelko Ingun

Verbund AG

49,57

Peter Felsbach

12.

(12.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

49,13

VOESTALPINE AG

13.

(11.)

Berger Karin / Hromatka Christian Erste Bank Österreich AG

44,76

14.

(13.)

Heller Norbert

Uniqa Insurance Group AG

44,55

15.

(18.)

Zach Stefan

EVN AG

43,04

16.

(17.)

Jedlicka Alexander**

Vienna Insurance Group AG

41,90

17.

(24.)

Fochler Randolf

RHI AG

40,91

18.

(-)

Kaserer Waltraud

Lenzing AG

40,87

19.

(-)

Konrad Marina / Koch Elke

AT&S AG

40,00

20.

(26.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

39,55

21.

(9.)

Grubelnik Klaus

Finanzmarktaufsicht (FMA)

38,70

22.

(23.)

Stefan-Friedl Michaela

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

38,10

23.

(28.)

Königstorfer Gerda

Rosenbauer International AG

36,09

24.

(-)

Kreuzer Christian

Wiener Städtische Versicherung AG (VIG)

35,71

25.

(19.)

Huemer Thomas**

Meinl Bank AG

35,65

26.

(25.)

Gumpinger Peter

Österreichische Kontrollbank AG

35,00

27.

(35.)

Skoko Bosko**

S Immo AG

34,55

28.

(-)

Bauer Sandra

Porr AG

34,35

29.

(-)

Spörk Ingrid**

Telekom Austria AG

33,91

30.

(-)

Steinbichler Karin

Wienerberger AG

33,64

31.

(-)

Krumpel Bernhard

Hypo NOE Gruppe

33,18

32.

(-)

Berger Michaela

Bundesministerium für Finanzen

32,27

33.

(27.)

Roloff Marita

Allianz Gruppe

30,43*

Johannes ­Vetter / Robert Lechner

34.

(22.)

Hacker Sabine

Bawag PSK

30,43*

OMV AG

35.

(36.)

Knap Angelika

Generali Versicherung AG

28,70

36.

(39.)

Hansal Andrea

ING-DiBa Direktbank

28,26

37.

(33.)

Pelinka-Kinz Andrea

Raiffeisen Centrobank AG

27,62

38.

(38.)

Simak Markus

Agrana Beteiligungs AG

26,82

39.

(32.)

Wetzelsberger Harald

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

26,67

40.

(37.)

Kerschbaum Dieter / Severin Paul

Erste Asset Management

24,29

41.

(-)

Scheiring Elisabeth

KPMG Austria AG

23,48

42.

(-)

Helmkamp Frank

Oberbank AG

23,04

43.

(30.)

Riedel Monika

Raiffeisen-Verbundunternehmen

22,86

44.

(31.)

Kühn-Ulrich Astrid**

Zumtobel AG

22,17*

45.

(47.)

Billek Clemens

Conwert Immobilien Invest SE

22,17*

46.

(44.)

Mittl Petra / Nurscher Andreas

Pioneer Investments Austria

21,82

47.

(-)

Lawicka Ingrid

Kapsch AG

21,36

48.

(48.)

Büchele Martina

Semperit AG Holding

21,30

49.

(-)

Nowshad Armin

Deloitte Österreich

20,91

50.

(40.)

Müllauer Sabine

PWC Österreich

20,43

70,45

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung, **Nicht mehr im Unternehmen tätig

79

1. PLATZ

2. PLATZ

3. PLATZ Mauritz Michael ERSTE GROUP BANK AG


IR-MANAGER

PERSONEN

CK RÜCKBLI Q2 2016

GLAUBWÜRDIGE KAPITALISTEN Mit diesen Investor-Relations-Managern war man als ­Anleger immer auf dem letzten Stand. TEXT THOMAS MÜLLER

D

er Finanzcommunity die not-

wird es zunehmend schwierig, genügend

en. Die Investor-Relations-Managerin

wendigen Informationen in ei-

Analystencoverage zu bekommen. Dieser

der Strabag SE steht damit im Ranking

ner verständlichen Sprache zu

Herausforderung steht die positive Ent-

an der Spitze der Frauen in der Branche.

vermitteln ist das Geschäft der Investor

wicklung entgegen, dass österreichische

Auch sie sieht wie Hagenauer negative

Relations Manager. Das setzt Verständ-

Unternehmen sehr viel Zeit auf weltwei-

Entwicklungen im Jobmarkt der Banken-

nis für die großen Zusammenhänge in

ten Roadshows verbringen.“

branche. Handlungsbedarf im kommen-

der Finanzbranche voraus, um glaub-

Auf Platz zwei und drei im IR-Ma-

den Jahr ortet Neumüller-Klein vor allem

würdige und kompetente Empfehlungen

nager-Ranking gab es ebenfalls kei-

bei der Regulierung im Finanzbereich:

auszusprechen. Überzeugungskraft und

ne wesentlichen Veränderungen. Han-

„Investor-Relations-Verantwortliche

Kommunikationsfreude runden das Bild

nes Roither, Palfinger AG (66,11 Punkte),

werden sich künftig noch mehr mit den

ab, dem die besten Investor-Relations-

und Matthias Stieber, zum Zeitpunkt des

Auswirkungen regulatorischer Änderun-

Manager in Österreich im Ranking vom

Rankings noch bei der Telekom Austria

gen beschäftigen müssen, etwa mit Mi-

zweiten Quartal 2016 entsprechen soll-

AG (65,56 Punkte), mittlerweile aber Vor-

FID II und MAD/MAR.“

ten. Besonders gut konnte Harald Hage-

standschef der Paybox Bank AG, konnten

Sechs der nominierten IR-Talen-

nauer, IR-Manager der Österreichischen

ihre Plätze unter den besten drei eben-

te sind auch für die gesamte Unterneh-

Post AG, diese Anforderungen umset-

falls behaupten. Was Hannes Roither

menskommunikation, also für die Kom-

zen. Er belegt daher, zum zweiten Mal

unter anderem umtreibt, ist „die zuneh-

munikation mit verschiedenen Medien,

in Folge und weit vor seinen Branchen-

mende Integration des Nachhaltigkeits-

zuständig, und finden sich daher auch

kollegen, Platz eins (86,11 Punkte). Die

reportings in das Businessreporting und

im Ranking der Pressesprecher wieder.

Bankenbranche ist im Umbruch, daher

die Entscheidung, wie man Social-Me-

Positiv fällt hier Hannes Roither auf: Er

ist es nicht verwunderlich, dass Hage­

dia-Kommunikation

schafft es sowohl bei den IR-Managern

nauer in der Rückschau für 2016 auch He­

unter einen Hut bringt.“

mit

Compliance

rausforderungen für seinen Berufsstand

Über den vierten Platz im Ranking

sieht: „Speziell für Small und Mid Caps

darf sich Diana Neumüller-Klein freu-

80

(Platz 2 / 66,11 Punkte) als auch bei den Pressesprechern (Platz 9 / 50,43 Punkte) unter die Top Ten. n


RANGLISTE BESTE IR-MANAGER PLATZ

2014

TREND

PERSONEN

1.

(1.)

UNTERNEHMEN

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

2. 3.

GESAMTSCORE

86,11

(2.)

Roither Hannes

Palfinger AG

66,11

(3.)

Stieber Matthias**

Telekom Austria AG

65,56

4.

(5.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

64,44

5.

(7.)

Fleischer Peter

Voestalpine AG

63,16

6.

(4.)

Königstorfer Gerda

Rosenbauer International AG

58,89

7.

(9.)

Higatzberger Nina

Vienna Insurance Group AG

57,89

8.

(10.)

Ofner Klaus

Wienerberger AG

57,78

9.

(12.)

Ioveva Milena**

Porr AG

57,22

10.

(11.)

Helenyi Judit

Flughafen Wien AG

56,32

11.

(16.)

Kniep Stephanie

Lenzing AG

56,11

12.

(13.)

Langer Susanne

Raiffeisen Bank International AG

55,79

13.

(24.)

Haider Hannes

Agrana Beteiligungs AG

51,11

14.

(18.)

Rüsch Felix**

OMV AG

50,53

15.

(17.)

Marin Stefan

Semperit AG Holding

48,89

16.

(6.)

Sommerauer Thomas

Erste Group Bank AG

47,37

17.

(-)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

46,84

18.

(22.)

Handl Marcus

Kapsch Trafficcom AG

44,21

19.

(15.)

Buchbauer Michael

Andritz AG

42,63

20.

(-)

Taverne Manuel

FACC AG

41,58

21.

(-)

Koch Elke

AT&S AG

40,56

22.

(38.)

Demmelhuber Felix

Amag Austria Metall AG

40,53

23.

(-)

Rettenbacher Paul

Polytec Holding AG

32,78

24.

(26.)

Thurnberger Christoph

CA Immobilien Anlagen AG

32,11

25.

(23.)

Kuchelbacher Simon

RHI AG

29,47

26.

(27.)

Billek Clemens

Conwert Immobilien Invest SE

28,95

27.

(31.)

Hochrieser Erika

Frauenthal Holding AG

28,42

28.

(30.)

Reidinger Gerald

EVN AG

27,89

29.

(14.)

Schütz Florian

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

26,84

30.

(36.)

Sweerts-Sporck Stephan

Mayr-Melnhof Karton AG

24,21

Hannes Roither

31.

(37.)

Schrenk Daniela

Do & Co AG

22,63

PALFINGER AG

32.

(32.)

Albrecht Harald

Zumtobel AG

21,05*

33.

(-)

Friepess Michaela

Cross Industries AG

21,05*

34.

(35.)

Folian Daniel

Warimpex AG

20,00

35.

(34.)

Skoko Bosko

S Immo AG

19,44

36.

(-)

Lueth Holger

Buwog AG

18,42

37.

(29.)

Glinz Stefan / Oplustil Michael

Uniqa Insurance Group AG

18,42

38.

(46.)

Vomela Martina

Bene AG

17,89

39.

(-)

Hoffmann Maresa

Wolford AG

17,78

40.

(48.)

Gmeiner Moritz

AMS AG

16,84*

41.

(-)

Kozielski Julia

UBM Development AG

16,84*

42.

(41.)

Tesar Alexander

Ottakringer Getränke AG

16,84*

43.

(42.)

Goyer Nadja

High Tech Industries AG

15,79

44.

(21.)

Burchert Ralf**

BWT Aktiengesellschaft

14,74

45.

(-)

Helmkamp Frank

Oberbank AG

14,21

46.

(33.)

Spiller Wolfgang

Schlumberger AG

13,89

47.

(-)

Sunderland Richard

Atrium European Real Estate

13,16

48.

(28.)

Fahrnberger Klaus

Bet-at-Home.com AG

12,22

49.

(44.)

Bachelot-Fontaine Laetitia

Valneva SE

11,05

50.

(-)

Titze Herbert

BKS Bank AG

10,53

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung, **nicht mehr in diesem Unternehmen tätig

81

1. PLATZ Harald Hagenauer ÖSTERREICHISCHE POST AG

2. PLATZ

3. PLATZ Matthias Stieber** TELEKOM AUSTRIA AG


FONDSMANAGER

PERSONEN

CK RÜCKBLI 16 0 2 Q3

AN DEN HEBELN DER FONDS Auch die besten Fondsmanager des Landes können den Regulierungen und niedrigen Zinsen nicht entkommen. Es gilt, sich anzupassen. TEXT THOMAS MÜLLER

E

mpathie sei notwendig, um im

der Raiffeisen KAG (Platz 5 / 38,26 Punk-

hig oder nicht willens, weil opportunis-

Fondsmanagement

te) ist als beste Fondsmanagerin eben-

tisch fixiert.“ Die EU-Richtlinien MI-

falls der Spitze nähergekommen.

FID II und MIFIR haben auch Horst Sim-

erfolgreich

zu sein, meint Wolfgang Matejka

von Matejka & Partner Asset Manage-

Was 2017 angeht, erwartet Wöger-

bürger dieses Jahr beschäftigt. Für die

ment, auf Rang drei mit 44,35 Punkten

bauer keine großen Überraschungen:

USA rechnet er Anfang 2017 mit einer

im Ranking der besten Fondsmanager

„Die Zinserhöhungsdiskussionen sind

Wachstumsdelle, und in China stelle

Österreichs vom dritten Quartal 2016.

Scheingefechte. Die Welt kann sich kei-

sich die Frage, ob es die Transformation

Mut zur eigenen Meinung und Demut

ne nachhaltig höheren Zinsen leisten.“

von einer Exportnation zu einer stär-

vor den Finanzmärkten nennt Alois Wö-

Es stehe außerdem zu befürchten, dass

ker vom privaten Konsum getragenen

gerbauer von 3 Banken Generali Invest-

weiterhin viel über MiFID II, ESMA und

Volkswirtschaft schaffen wird. „In Eu-

ment (Platz 1 / 65,00 Punkte) als wich-

PRIIPS geredet werden wird. Auch bei

ropa könnten die Wahlen in Deutsch-

tige Eigenschaften. Horst Simbürger

der eigenen Branche spart Wögerbau-

land und Frankreich – den beiden wich-

von Union Investment (Rang 2 / 47,27

er nicht mit Kritik: „Es gibt viele Fonds,

tigsten Volkswirtschaften der Eurozone

Punkte) führt Durchhaltevermögen und

bei denen aktiv draufsteht und auch

– für die eine oder andere Unsicherheit

vorausschauendes Denken ins Treffen.

dementsprechende Gebühren verrech-

sorgen. Mittelfristig sollte uns das ,Lo-

In den Augen der Branchenkollegen je-

net werden, aber in Wahrheit ein Index

wer for longer‘-Umfeld erhalten blei-

denfalls haben diese drei ihre Arbeit am

passiv nachgebaut wird.“ Positiv sieht

ben“, schätzt der Fondsmanager. Keine

besten erledigt und die Spitzenpositio-

er, dass die Renditeerwartungen der

guten Aussichten für die Anleihemärk-

nen im Ranking verdient. Auf Platz vier

Anleger realistischer werden.

te, auch wenn die Renditen wieder stei-

klopft aber bereits Anton Hauser (40,00

Auch Matejka lässt kein gutes Haar

gen. Genau dann rechnet Wolfgang Ma-

Punkte) von der Erste Sparinvest KAG

an der Politik: „Die Regularien sind

tejka mit „Blut, das durch die Türen rin-

an, der einen Aufstieg um neun Plätze

ohne Maß und scheinbar ohne Ziel.

nen wird“, wie er bei einer Präsentation

hingelegt hat. Margarete Strasser von

Die Politik ist scheinbar nicht lernfä-

warnte. n

82


RANGLISTE BESTE FONDSMANAGER PLATZ

2014

TREND

PERSONEN

1.

(3.)

UNTERNEHMEN

Wögerbauer Alois

3 Banken Generali Investment

2. 3.

GESAMTSCORE

65,00

(9.)

Simbürger Horst

Union Investment Austria

47,27

(1.)

Matejka Wolfgang

Matejka & Partner Asset Management

44,35

4.

(13.)

Hauser Anton

Erste Sparinvest KAG

40,00

5.

(6.)

Strasser Margarete

Pioneer Investments Austria

38,26

6.

(4.)

Millendorfer Angelika

Raiffeisen KAG

37,83

7.

(8.)

Baumann Ulrich

Union Investment Austria

36,36

8.

(12.)

Odehnal Thomas

Union Investment Austria

34,54*

9.

(7.)

Cova Silvia

Amundi Austria

34,54*

10.

(-)

Besser Harald

Kathrein Privatbank AG

33,33

11.

(11.)

Sikora Robert

Allianz Invest KAG

32,73

12.

(10.)

Willert Leo

C-Quadrat KAG

31,82

13.

(15.)

Perus Herbert

Raiffeisen KAG

31,30

14.

(21.)

Zeitlhofer Reinhold

Kepler Fonds KAG

30,91*

15.

(34.)

Zauner Roland

Kepler Fonds KAG

30,91*

16.

(24.)

Tinti Gabriela

Erste Sparinvest KAG

30,83

17.

(20.)

Steinberger Volker

Pioneer Investments Austria

30,43

18.

(18.)

Kober Harald

Erste Sparinvest KAG

30,42

19.

(16.)

Kukacka Michael**

Ringturm KAG

30,00

20.

(-)

Sibrawa Manfred

Amundi Austria

29,55

21.

(-)

Breuss Arthur

Julius Meinl Investment

28,75

22.

(22.)

Hinterhofer Martin

Raiffeisen KAG

28,26

23.

(28.)

Ladreiter Peter

Security KAG

27,92

24.

(19.)

Kamleitner Marina

Kepler Fonds KAG

27,73

25.

(18.)

Kober Alfred

Security KAG

27,50

26.

(23.)

Neuhold Thomas

Gutmann KAG

26,36*

27.

(-)

Buchner Martin

Amundi Austria

26,36*

28.

(29.)

Schardax Franz

Spängler Iqam Invest

26,36*

29.

(30.)

Leithenmüller Werner

3 Banken Generali Investment

25,91*

30.

(36.)

Stangelberger Christoph

Allianz Invest KAG

25,91*

31.

(-)

Mayer Florian

Kathrein Privatbank AG

24,29

32.

(31.)

Lindorfer-Kubu Isolde

Spängler Iqam Invest

24,09

33.

(-)

Ulbing Birgit

Valartis Asset Management KAG

23,75

34.

(25.)

Palmetshofer Andreas

3 Banken Generali Investment

23,64

35.

(-)

Klocker Stefan

Semper Constantia Privatbank KAG

23,04

36.

(-)

Löwenthal Stefan

Macquarie Invest. Mgmt. Austria KAG

22,61

37.

(-)

Stadler Josef

Kathrein Privatbank AG

22,38

38.

(-)

Graninger Guido

Semper Constantia Privatbank KAG

22,17

39.

(40.)

Zeinitzer Matthias

Spängler Iqam Invest

21,82

40.

(-)

Karas Robert

Schoellerbank Invest AG

21,25

41.

(26.)

Kuzmanoski Anton

Allianz Invest KAG

20,91

42.

(-)

Düregger Felix

Schoellerbank Invest AG

20,83*

43.

(37.)

Winkler Stefan

Security KAG

20,83*

44.

(49.)

Egger Thomas

Macquarie Invest. Mgmt. Austria KAG

20,43

45.

(43.)

Manigand Michel

Tirolinvest KAG

20,42

46.

(-)

Dürnberger Gertraud

Schoellerbank Invest AG

20,00*

47.

(35.)

Böger Andreas

C-Quadrat KAG

20,00*

48.

(46.)

Eckart Christoph

C-Quadrat KAG

19,55

49.

(-)

Wurzer Jürgen

Macquarie Invest. Mgmt. Austria KAG

19,13

50.

(48.)

Schmarl Herbert

Tirolinvest KAG

17,92

Punktegleichheit die höchste Einzelbewertung, nichtinmehr im Unternehmen *Bei *Bei Punktegleichheit zähltzählt die höchste Einzelbewertung, **nicht**mehr diesem Unternehmen tätig tätig

83

1. PLATZ Alois Wögerbauer 3 BANKEN GENERALI INVESTMENT

2. PLATZ Simbürger Horst UNION INVESTMENT AUSTRIA

3. PLATZ Wolfgang Matejka MATEJKA & PARTNER ASSET MANAGEMENT


RANKINGS

BÖRSENTALK

HOCHKARÄTIGE ATX-UNTERNEHMEN

1. PLATZ WIENER BÖRSE-PREIS 2016 20. JUNI 2016

Die ehemalige Börse-Wien-Chefin Birgit Kuras war eine gefragte Gesprächspartnerin, Fritz Mostböck (Erste Group Bank AG) sowie Michael Spiss (RCM), unterhielten sich köstlich.

PALAIS NIEDERÖSTERREICH, WIEN

Am 20. Juni wurden zum neunten Mal vor 330 Vertretern aus Wirtschaft und Politik die besten börsennotierten Unternehmen Österreichs mit dem Wiener Börse-Preis ausgezeichnet. In der Kategorie „Small & Mid Cap“ wiederholte die AT&S AG ihren Vorjahresgewinn, der „Corporate Bond“Sieg ging zum sechsten Mal in Folge an die OMV AG, die Wienerberger AG gewann indes in der Kategorie „ATX“ die begehrte Auszeichnung. Der Preis für die beste ­Medienarbeit börsennotierter Unternehmen ging zum dritten Mal an das Team der Voestalpine AG.

Stolze Preisträger (v. l.): Andreas Gerstenmayer (AT&S AG), David C. Davies (OMV AG), Robert Ottel (Voest­ alpine AG) und Heimo Scheuch (Wienerberger AG).

Das Palais Niederösterreich in der Herrengasse in Wien hatte sich für die besten der an der Wiener Börse gelisteten Unternehmen herausgeputzt.

Ausgelassene Stimmung: Peter Brezinschek (l., Raiffeisen Zentralbank AG) und Ewald Nowotny (OeNB) mit Heimo Scheuch (Mitte, Wienerberger AG).

Hochkarätige Besetzung: Ludwig Nießen (Wiener Börse Wilhelm Rasinger (Interessenverband für Anleger) und AG), Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Heimo Scheuch Alexander Proschofsky (Conwert Immobilien SE) waren sichtlich gut gelaunt und genossen den Abend. (Wienerberger AG), Petr Koblic (Wiener Börse AG).

84


RANKINGS

SCHELLINGS SOMMEREMPFANG

Sichtlich unbeschwert war die Stimmung bei Hans Jörg Schelling (BMF), der das Bad in der Menge genoss und heiter über seine Rücktrittsgerüchte scherzte.

2. PLATZ SOMMEREMPFANG BMF 6. JUNI 2016 FINANZMINISTERIUM

Finanzminister Hans Jörg Schelling lud ein, und die Hochfinanz kam. Der Sommerempfang im Finanzministerium war einer der Höhepunkte des aktuellen Jahres. Vor allem deshalb, weil Anfang Juni Rücktrittsgerüchte um Schelling die Runde gemacht hatten. Die Stimmung war ausgelassen, Schelling scherzte über seinen VielleichtRücktritt, die Abschaffung der Bankenabgabe war beherrschendes Thema.

Christian Jauk (Capital Bank) und Karl-Heinz Strauss (Porr AG) genossen den Sommerempfang des Finanzministers.

Der Sommerempfang war gut besucht, die Hochfinanz feierte sich selbst.

85

Karl Sevelda (Raiffeisen Bank International AG) ließ sich von der sommerlichen Leichtigkeit anstecken.


RANKINGS

BÖRSENTALK Armin Wolf (ORF) stellte Fragen, Monika Rosen (Unicredit Bank Austria AG), Max Otte („Börsenprofessor“), Eckhard Sauren (Dachfondsmanager) und Klaus Kaldemorgen (DWS) antworteten.

KAPAZUNDER UNTER SICH

3. PLATZ FONDS PROFESSIONELL KONGRESS 2016

Großer Andrang bei dem am stärksten besuchten Fonds­ event des Jahres, 100 Aussteller und mehr als 2.000 Besucher trafen aufeinander.

02. UND 03. MÄRZ CONGRESS CENTER, MESSE WIEN

V. l.: Maged El-Morsi (Fonds Professionell) mit Werner Der umtriebige griechische Exfinanzminister Yanis Painsy (Deutsche AM), Hans Georg Bratengeyer (Pioneer ­Varoufakis forderte in seinem Auftaktvortrag einen Investments) und Christian Pabst (Fidelity International). „New Deal“ für Europa.

Mit den Reden des streitbaren griechischen Exfinanzministers Yanis Varoufakis und des heimischen Finanzministers Hans Jörg Schelling punktete der 18. Fonds Professionell Kongress in Wien diesmal mit gleich zwei Kapazundern. 2.200 Besucher trafen auf 100 Aussteller und machten den Kongress einmal mehr zum Topevent der Fondsbranche. Auf der traditionellen und gutbesuchten Galanacht wurden die Fondspreise verliehen.

REVOLUTION DER AUFSICHT

4. PLATZ FMA-AUFSICHTSKONFERENZ 05. OKTOBER 2016 Helmut Ettl (FMA) diskutierte angeregt mit ­Stuart Mackintosh (Group of Thirty) über die ­digitale Revolution und die Zukunft der Fintechs.

800 Gäste aus der Finanzwirtschaft ließen sich den Topevent der Aufsichtsbehörde nicht entgehen.

AUSTRIA CENTER VIENNA

Unter dem Motto „Finanzmarkt 2.0 – (R) evelution?“ trafen sich am 5. Oktober auf Einladung der Finanzmarktaufsicht rund 800 Gäste der Finanzwirtschaft, um über Fintechs, unabhängige Anlageberatung, die Zukunft der Versicherungen sowie über das neue europäische Abwicklungsregime zu diskutieren. Bonmot des Tages: Finanzminister Hans Jörg Schelling legte in einer Rede seine Pläne dar, die Finanzmarktaufsicht zu verkleinern und reformieren. Bei Versicherungen muss ein neues Geschäftsmodell her. Auf Ideenfindung waren Josef Stockinger ­(Oberösterreichische Versicherung AG), Beate Blaschek (BMSAK), Manuela Zweimüller (Eiopa), ­ Elisabeth Stadler (Vienna Insurance Group AG) und Peter Braumüller (FMA).

86


RANKINGS

INVESTOR-RELATIONS-KRÖNUNG 5. PLATZ CIRA-JAHRESKONFERENZ 19. OKTOBER 2016 SOFITEL, WIEN

40 Referenten trafen sich am 19. Oktober zur jährlichen Konferenz des Cira (Cercle Investor Relations Austria). In neun PanelSessions wurden Investmenttrends, die Journalistenarbeit, rechtliche Veränderungen am Kapitalmarkt und MiFID-Auswirkungen abgedeckt. Zum ersten Mal wurden heuer auch die Austrian Finan­cial Communications Awards 2016 und die Cira Awards 2016 verliehen. Den Platinpreis bekam die Österreichische Post AG. Unter anderem wurden auch Awards für Rookie, Nervenstärke und Auskunftsfreude der Investor-Relations-Szene verliehen. Damit wurde einmal mehr die Kurzweiligkeit dieses Events unterstrichen.

Christoph Boschan (Wiener Börse AG) hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für den österreichischen ­Kapitalmarkt, Fritz Mostböck (Erste Group Bank AG) und Barbara Potisk-Eibensteiner (RHI AG) lauschten wohlwollend.

Während Markus Hengstschlägers (Genetiker) Keynote-Speech blieb kaum ein Auge trocken.

V. r.: A. Wögerbauer (3 Banken General Invest), W. Celeda (Raiffeisen Centrobank AG), N. Baader (Baader Bank AG), H. Hagenauer (Post AG), G. Artner (Erste Group Bank AG).

GEFRAGTER INVESTORENTREFFPUNKT

Die Gastgeber Bernd Maurer und Wilhelm Celeda (beide Raiffeisen Centrobank AG) freuten sich mit Gästen über den Ansturm auf die Investorenkonferenz.

RCB-Chef Wilhelm Celeda plädierte an die österreichische Politik, den Kapitalmarkt in Österreich ernst zu nehmen.

Birgit Kuras, damals noch Chefin der Wiener Börse AG, im angeregten Gespräch mit Stephanie Kniep (Lenzing AG).

6. PLATZ RCB-INVESTORENKONFERENZ 11.–13. APRIL 2016 ZÜRS AM ARLBERG

Gesprächspartner gab es am zünftigen Veranstaltungsort genug.

Herbert Ortner (Palfinger AG) präsentierte sein ­Unternehmen.

87

Von 11. bis 13. April 2016 trafen sich 70 börsengelistete Unternehmen aus Österreich, Zentral- und Osteuropa mit 130 internationalen Investoren zur 15. Investorenkonferenz der Raiffeisen Centrobank AG (RCB). 43 Gruppenpräsentationen sowie mehr als 1.000 Einzelgespräche zeugen von der Dichte des Programms. Die Konferenz ist eine der wenigen in Österreich, die in so kurzer Zeit so viel Schlagkraft des Kapitalmarkts zusammenbringt.


RANKINGS

BÖRSENTALK

HOTSPOT FÜR GELDANLEGER Finanzminister Hans Jörg Schelling besuchte 2016 viele Events der Kapitalmarktszene. Und er ließ sich auch von Georg Wailands Fragen nicht aus der Ruhe bringen.

7. PLATZ GEWINN-MESSE 20. UND 21. OKTOBER 2016 CONGRESS CENTER, MESSE WIEN

Die 26. Ausgabe der von Reed Exhibitions und dem Gewinn-Verlag veranstalteten Gewinn-Messe war einmal mehr der Treffpunkt zwischen Kapitalmarktszene und Privatanleger. Rund 6.500 Besucher lauschten am 20. und 21. Oktober den von Gewinn-Herausgeber Georg Wailand geführten Interviews mit den Topentscheidern der börsennotierten Unternehmen oder informierten sich bei 80 Ausstellern über die heißesten Investmentstories. Die Seminare waren teilweise ausgebucht. Georg Wailand war sichtlich zufrieden.

Wolfgang Eder (Voestalpine AG) zählte zu den gefragtesten Vorstandschefs auf der Gewinn-Messe, er beantwortete geduldig viele Fragen.

6.500 Besucher, 80 Aussteller, dazu alle angesagten Vorstandschefs auf der Bühne. Exklusive Workshops und Fortbildungen garantierten Abwechslung.

NETWORKING PAR EXCELLENCE

8. PLATZ RLB-OÖ-KUNDENEMPFANG 30. JUNI 2016 REITERPLATTFORM ALBERTINA, WIEN

Heinrich Schaller (RLB OÖ AG) und Claudia Steinecker sowie Wolfgang Eder (Voestalpine AG) mit Gattin ­feierten bis in die Abendstunden.

Ulrike Rabmer-Koller (WKÖ), Jakob Auer (RLB OÖ AG) und Michaela Keplinger-Mitterlehner (RLB OÖ AG) genossen den lauen Abend.

Heinrich Schaller (RLB OÖ AG), Finanzminister Hans Jörg Schelling und Ewald Nowotny (OeNB) hatten ­einen beschwingten Abend auf der Reiterplattform.

88

Einmal im Jahr gehört die Reiterplattform der Albertina der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG. Dort fand auch heuer wieder am 30. Juni 2016 der traditionelle Kundenempfang statt. Das Wetter war Gastgeber Heinrich Schaller (RLB OÖ AG) einmal mehr gewogen, nicht fehlen durfte Finanzminister Hans Jörg Schelling. 1.200 Gäste strömten zu dem Event, der zu den besten Networkingveranstaltungen zwischen Politik, Wirtschaft und Finanz in Österreich zählt. Großes Thema des Abends war der Brexit. Gesehen wurden unter anderem die Bundesminister Sophie Karmasin, Sebastian Kurz und Andrä Rupprechter, Wolfgang Eder (Voestalpine AG), Helmut Wieser (Amag AG), Wolfgang Anzengruber (Verbund), Karl-Heinz Strauss (Porr AG), Claus Raidl und Ewald Nowotny (beide OeNB) sowie Klaus Kumpfmüller (FMA).


RANKINGS

ZINSENDILEMMA IN TIROL

9. PLATZ ALPBACHER FINANZMARKTGESPRÄCHE 01. UND 02. SEPTEMBER 2016 ALPBACH TIROL

Die Finanzmarktgespräche fanden am 1. und 2. September im Zeichen der Niedrigzinspolitik statt. Experten warnten, dass höhere Zinsen nicht in den nächsten vier oder fünf Jahren zu erwarten sind. Geduld ist die Mutter der Porzellankiste und jetzt auch der Sparbuchzinsen. Auch die Digitalisierung innerhalb des Kapitalmarkts wurde ausgiebig beleuchtet. Bei diversen Höhenfrühstücks etwa zum Klimawandel im Finanzsektor oder zum Ausblick auf Retail-Banken 2030 wurde geschmaust und diskutiert.

Wie lange noch niedrige Zinsen? Das war die Frage, Ewald Nowotny (Oesterreichische Nationalbank), Stefan Pichler (Wirtschaftsuniversität Wien), Agnes Streissler-Führer (Beraterin), Klaus Buchleitner (RLB NÖ-Wien AG) und Thomas Uher (damals noch Erste Group Bank AG) suchten nach Antworten.

Wolfram Littich (Allianz Group Austria AG) und A ­ ndrea Sihn-Weber (RZB AG) machten sich Gedanken über den ­Klimawandel und seinen Einfluss auf Finanzprodukte.

Yanis Varoufakis (Universität Athen) hat ein Euro-Problem, das er dem Podium bei der Diskussion „ Der Euro: Spaltpilz oder Kitt für Europa“ mitteilte.

Thomas Schauffler (Erste Group Bank AG) sprach über die Zukunft des Retailbankings und die Konkurrenz durch Fintechs.

ABSTAUBER DER ZERTIFIKATE-AWARDS

10. PLATZ ZERTIFIKATE FORUM UND AWARD AUSTRIA

Christian Vollmuth (DDV), Bernd Kalis (Hypo Vereinsbank), Roland Dämon (FMA) und Markus Kaller (ZFA) nahmen Prospektvorschriften für Zertifikate unter die Lupe.

Etwa 100 Gäste ließen sich den Zertifikate Award Austria und den dazugehörigen Kongress nicht entgehen. Diskutiert und gefeiert wurde im Oktogon der Bank Austria.

Heike Arbter (Zertifikate Forum Austria) strich einmal Heike Arbter (RCB AG) holte sich vor Markus Kaller mehr die Chancen für Privatanleger durch die Investition (Erste Group Bank AG) und Frank Weingarts (Unicredit in Zertifikate heraus. Onemarkets) zum zehnten Mal den Gesamtsieg.

89

21. APRIL 2016 OKTOGON DER BANK AUSTRIA, WIEN

Der zehnte Zertifikate Award Austria samt dazugehörigem Kongress ging in diesem Jahr am 21. April über die Bühne. Das Forum stand unter dem Thema „Zertifikate gerade jetzt erfolgreich einsetzen“. 100 Gäste aus dem In- und Ausland verfolgten die Diskussionen rund um neue Regulierungsvorschriften für Zertifikate. Die 21-köpfige Jury aus Assetmanagern, Retailbankern, Onlinebrokern und Finanzjournalisten kürte im Anschluss die besten und innovativsten Zertifikatehäuser im deutschsprachigen Raum. Die Branche verschafft sich mit diesem Event international Gehör.


IMPRESSUM

EHRENTAFEL

Die nächste Ausgabe erscheint um den 6. Februar 2017. Bis dahin täglich: www.derboersianer.com

Die goldenen Unternehmen und Köpfe der Finanzbranche 2016 IMPRESSUM: Chefredakteur/Herausgeber: Dominik Hojas, d.hojas@derboersianer.com

ÖSTERREICHS GOLDENE UNTERNEHMEN UND KÖPFE BESTE BANKEN

BESTE INLÄNDISCHE FONDSGESELLSCHAFTEN

1.

Schoellerbank AG

1.

Kepler Fonds KAG

2.

Oberbank AG

2.

Amundi Austria

3.

Erste Group Bank AG

3.

Erste Asset Management

BESTE UNIVERSALBANKEN

BESTE AUSLÄNDISCHE FONDSGESELLSCHAFTEN

1.

Oberbank AG

1.

M&G International Investments

2.

Erste Group Bank AG

2.

Blackrock

3.

Vorarlberger Landes- u. Hypothekenbank AG

3.

Invesco Asset Management

BESTE PRIVATBANKEN

BESTE VERSICHERUNGEN

1.

Schoellerbank AG

1.

Allianz Elementar Versicherungs AG

2.

Bank Gutmann AG

2.

Uniqa Insurance Group AG

3.

Kathrein Privatbank AG

3.

Wiener Städtische Versicherung AG

BESTE DIREKTBANKEN

BESTE SPEZIALVERSICHERUNGEN

1.

Easybank AG

1.

DAS Rechtsschutz AG

2.

ING-DiBa Direktbank Austria

2.

Österreichische Hagelversicherung

3.

Santander Consumer Bank

3.

Arag Rechtsschutzversicherung

BESTE BAUSPARKASSEN

BESTE PENSIONSKASSEN

1.

S-Bausparkasse

1.

Allianz Pensionskassen AG

2.

Wüstenrot Bausparkasse AG

2.

VBV Pensionskasse AG

3.

Raiffeisen Bausparkasse

3.

APK Pensionskasse AG

BESTE SPEZIALBANKEN

BESTE VORSORGEKASSEN

1.

Oesterreichische Kontrollbank AG

1.

Fair Finance Vorsorgekasse AG

2.

Santander Consumer Bank

2.

VBV Vorsorgekasse AG

3.

Raiffeisen Centrobank AG

3.

Valida Plus AG

BESTE FONDSGESELLSCHAFTEN

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07.07.2009 13:28:58


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