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CLAUS SCHNEIDER BELASTUNGSRUCKSACK

ZERTIFIKATE AWARD INFOS ZUM EVENT

WILHELM CELEDA ACHT FRAGEN

S P E Z I A L Z E R T I F I K AT E

2. Quartal 2014 ∙ Beilage

Zertifikate Zahlen, Studien und Trends STORY

Von Bullen, Bären und Trends 12

TRENDS

Worauf Privatanleger Wert legen 14

MEINUNGEN

Was Börsianer über Zertifikate denken 10

VON MYTHEN UND WAHRHEITEN Auf Spurensuche mit den Branchenprofis 04

BAUSTEINE Von der Idee zum fertigen Zertifikat 08 Beilage_U1_Cover_Neu.indd 1

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Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sie stellt weder eine Anlageberatung, noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzmarktinstrumenten der Veranlagungen dar. Ein dem Kapitalmarktgesetz entsprechender und von der Finanzmarktaufsichtsbehörde gebilligter Prospekt (samt allfälliger ändernder oder ergänzender Angaben) ist bei der Österreichische Kontrollbank AG als Meldestelle hinterlegt und auf der Website der Raiffeisen Centrobank AG (www.rcb.at/Wertpapierprospekte) abrufbar. Weitere Hinweise – siehe Prospekt. Stand: März 2014

Raiffeisen Centrobank AG

blütezeit Renditezuwachs im poRtfolio

Neue ChaNCeN iN alleN MarktphaseN aNlage- uNd hebelprodukte Für aNleger jedes risikoproFils VoM FühreNdeN ZertiFikate-aNbieter iN ÖsterreiCh

ZertiFikate als ModerNe geldaNlage Mit WeitbliCk uMFasseNde produktpalette auF aktieN, iNdiZes uNd baskets perMaNeNte haNdelbarkeit keiN VerWaltuNgseNtgelt bÖrseNNotiZ iN WieN, FraNkFurt, stuttgart eMitteNteNrisiko

Weitere informationen unter www.rcb.at oder unserer produkt-hotline, T: +43 (1) 515 20 - 484

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DerBörsianer Spezial Zertifikate, 2. Quartal 2014

Dominik Hojas Chefredakteur DerBörsianer

Von Mythen und Märkten … So lautet das Motto der Spezialbeilage Zertifikate. Mythen, Bräuche und Sagen sind in der österreichischen Gesellschaft tief verankert. Seit Jahrhunderten werden Geschichten mündlich überliefert. Das Wiener Kaffeehaus oder der Wirtshaustisch im ländlichen Raum tragen das Ihre dazu bei. So ist es auch kein Wunder, dass der Mythos vom Zertifikat als „Zockerpapier“ in der Alpenrepublik die Runde macht.

Inhalt Cover: Von Mythen und Wahrheiten

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Von der Idee zum fertigen Zertifikat 

08

Der Zertifikate Award Austria 

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Was Börsianer über Zertifikate denken

10

Von Bullen, Bären und Trends

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Worauf Privatanleger Wert legen

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Für uns sind dies genügend Gründe, um dieser noch jungen Anlageform ein Spezialheft zu widmen und sich darin auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben.

Zertifikate in Zahlen 

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Gute Unterhaltung wünscht Ihnen

Was Zertifikate wirklich kosten

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Beipackzettel mit Nebenwirkungen

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Der Belastungsrucksack

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Dominik Hojas d.hojas@derboersianer.com

Zertifikateberater mit Gütesiegel

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PS: Aktuelle Kursdaten und Infos zu den Emittenten finden Sie unter www.derboersianer.com/zertifikate.

Persönlichkeit im Porträt 

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Fakt ist: Zertifikate haben sich seit den 1990er-Jahren neben Aktien, Fonds und Anleihen in Österreich als Anlageklasse fix etabliert. Das unterstreicht auch das Markt­ volumen von 12,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In Aktien haben Privatanleger laut Österreichischer Nationalbank 17,7 Milliarden Euro investiert. Tatsache ist auch, dass mit keinem anderen Anlageprodukt Anleger bei fallenden, steigenden oder stagnierenden Märkten positive Renditen erzielen können.

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Von Mythen und Wahrheiten Der pauschale Mythos vom Zertifikat als „Risikopapier“ ist w ­ eitverbreitet. Auf der Suche nach der Wahrheit hat DerBörsianer die wichtigsten ­Vertreter der heimischen Branche zum Gespräch gebeten. AUTOR RAJA KORINEK FOTO CLEMENS BEDNAR

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Spezial Zertifikate      5

sche Anleger aber ohnedies zu beherzigen. Denn laut Zertifikate Forum Austria (ZFA) betrug allein im Februar 2014 das von Privatanlegern investierte Volumen 12,4 Milliarden Euro. Noch im Jahr 2006 lag das Volumen bei 7,5 Milliarden Euro. Und: Rund drei Viertel des heimischen Zertifikatevolumens ist in Produkte veranlagt, die mit einem 100-prozentigen Kapitalschutz ausgestattet sind. Hierbei geht es um Zertifikate, die zumindest das eingesetzte Kapital zu Laufzeitende ausbezahlen. Weitere 24,3 Prozent sind Anlageprodukte, die großteils einen Schutzmechanismus haben. Lediglich 0,7 Prozent sind Hebelprodukte. „Das zeigt deutlich, dass keinesfalls nur kurzfristige Spekulanten im Zertifikatemarkt veranlagt sind“, sagt Heike Arbter. Die Expertin leitet das Team strukturierte Produkte bei der Raiffeisen Centrobank (RCB) und ist Vorstandsvorsitzende des ZFA. Dennoch gilt es hierbei, einige ­wesentliche Punkte für alle Anleger zu beachten.

Emittentenbonität als Grundlage

D

er Gedanke an Sonntag, den 15. September 2008, löst bei manch einem Anleger wohl immer noch ein leichtes Schaudern aus. Immerhin wurden an diesem Tag die schlimmsten Befürchtungen der Kapitalmärkte wahr. Die hektischen Verkaufsbemühungen rund um die US-Investmentbank Lehman Brothers waren gescheitert – eine Insolvenz wurde unabwendbar. Die Folgen bekamen damals letztendlich nicht nur die Mitarbeiter der Bank zu spüren. Es traf auch zahlreiche Anleger von Zertifikaten, denn jene von

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Lehman Brothers sind nach der Pleite mit einem Schlag wertlos geworden. Verständlich, dass ein Investment in Zertifikate bei manch einem Anleger ein wenig Skepsis hervorruft. Dabei sind Berührungsängste keinesfalls angebracht. Denn wer in der Welt der Zertifikate einige Feinheiten beachtet, kann von einem Spektrum an Marktchancen profitieren. Und das gilt nicht nur für hartgesottene Zocker. Selbst konservative Anleger können sich auf das Börsenparkett mit einfach ausgestatteten Produkten wagen. Das scheinen heimi-

In der allgemeinen Markteuphorie vor Ausbruch der Finanzkrise von 2008 hatten viele Anleger nämlich ein grundlegendes Merkmal übersehen. „Zertifikate sind strukturierte Bankanleihen, und zwar sogenannte Senior Bonds“, so Arbter. Im Fall einer Bankenpleite werden sie folglich im ersten Rang bedient – vorausgesetzt, ein Vermögen ist dann noch vorhanden. Das bedeutet auch, dass man beim Kauf eines Zertifikats das Emittentenrisiko beachten sollte. Viele Banken haben dabei ein offizielles Rating von einer der drei großen US-Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch, das bietet zumindest schon einmal eine gute Orientierungshilfe, erklärt Markus Kaller, Zertifikateprofi von der Erste Group Bank AG und Vorstandsmitglied des ZFA. Etwas aufschlussreicher sei da freilich ein Blick in die Bilanzen, damit wollen sich aber verständlicherweise nicht alle Anleger befassen. Allein aufgrund der zunehmenden Bankenregulierung und

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Es sind kaum ­Spekulanten in ­ ertifikate investiert. Z

Emittentenrisiko im Auge behalten.

Die Funktionsweise von Zertifikaten ist klar definiert.

Heike Arbter

Markus Kaller

Frank Weingarts

der steigenden Mindestkapitalanforderungen will man seitens des Regulators künftig zumindest Pleiten wie bei Lehman Brothers möglichst vermeiden. Wer sich mehrere Zertifikate ins Depot legen möchte, sollte sich durchaus überlegen, die Wahl auf verschiedene Emittenten aufzuteilen. Auch so reduzieren Anleger das Risiko im Falle einer Bankenpleite, gibt Kaller zu bedenken.

der man etwa mit einem Indexzertifikat auf einen Aufwärtstrend setzt. „Deshalb sollte man Zertifikate nicht als Konkurrenzprodukt betrachten, sie bieten eine Vielfalt an Investmentchancen, die mit anderen Wertpapieren unter Umständen gar nicht abgedeckt werden können“, sagt RCB-Expertin Arbter. Immer wieder geraten auch die Kosten ins Visier, sie seien bei Zertifikaten schwer zu vergleichen. Beim Kauf eines Fonds kann man ja die jährliche Gesamtkostenquote als Vergleichsbasis heranziehen sowie den Ausgabeaufschlag. Dafür wird bei vielen Zertifikaten keine jährliche Managementgebühr verlangt, man bekommt daher die volle Auszahlung des Underlyings. Zudem lassen sich Zertifikate anhand des Spreads untereinander gut vergleichen. Der Spread ist die Handelsspanne zwischen dem An- und Verkaufskurs an der Börse und wird von sogenannten Market-Makern gestellt. Diese leben von der Differenz, sorgen aber dafür, dass es laufend handelbare Kurse gibt. Gerade bei simplen Indexzertifikaten lassen sich die Spreads der Anbieter einfach vergleichen. Wird bei einem Emittenten eine größere Handelsspanne als bei einem Konkurrenten verlangt, müssen Anleger entscheiden, ob sich der

Kauf für sie lohnt, zum Beispiel weil der Emittent als solider eingeschätzt wird. Ein wenig kniffliger wird es bei strukturierten Produkten. „Hier kann man etwa fixdefinierte Auszahlungsprofile untereinander vergleichen“, sagt Arbter.

Marktchancen nützen Somit bleibt noch die Wahl des sogenannten Basiswerts oder Underlyings, wie es im englischen Fachjargon bezeichnet wird. Dieser kann ein Index, Einzelwerte oder ein ganzer Korb an Titeln sein. Somit hat man dann freilich ein doppeltes Risiko, nämlich jenes des Emittenten und jenes des Marktes, unterstreicht Erste-Group-Experte Kaller weiter. Trotzdem spielen Zertifikate genau hier ihre Stärken aus. Denn im Gegensatz etwa zum Direktkauf einer Aktie oder auch eines Fonds kann man mit diesen Wertpapieren auf verschiedene Strategien setzten, je nach Risikobereitschaft. Sprich geht man von fallenden oder seitwärts laufenden Märkten aus, lässt sich dies genauso abdecken wie eine simple „Long only“-Strategie, bei

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Fix verpackt Dabei zeigt sich auch gleich schon eine weitere Stärke von Zertifikaten: Wer nämlich einzelne Bausteine selbst nachbauen möchte, wird nicht allzu erfolgreich sein. „Bonuszertifikate werden beispielsweise mit speziellen Put-Optionen konstruiert, die Privatanleger gar nicht selbst erwerben können“, unterstreicht die RCB-Expertin. Mit einem strukturierten Zertifikat hätten Anleger hingegen sehr wohl die Chance, auf ein ganzes „Konstrukt“ an einzelnen Komponenten in einer Verpackung zu setzen. Dafür spielen eben mehrere Komponenten bei vielen Zertifikaten eine Rolle, die Anleger vielleicht nicht alle im Auge behalten können. Frank Weingarts, Experte für Anlage- und Hebelprodukte bei UniCredit Onemarkets und ebenfalls ZFA-Vorstandsmitglied, zeigt allerdings auf: „Die Funktionsweise jedes Zertifikats ist von vornherein klar definiert und in

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Spezial Zertifikate      7

www.derboersianer.com/mythen

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info glossar FACHBEGRIFFE VON ZERTIFIKATEN

Basiswert: Der Basiswert ist das dem Finanzinstrument zugrunde liegende Bezugsobjekt (unter anderem Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, Futures-Kontrakte, aber auch zu Körben zusammengefasste Instrumente), das für den Preis des Finanzinstruments maßgeblich ist.

Handelbarkeit: Emittenten stellen s­icher, dass Zertifikate permanent gehandelt werden können. An der Wiener Börse etwa werden Zertifikate in den geregelten Zulassungssegmenten Amtlicher Handel und Geregelter Freiverkehr gehandelt.

Emittent: Institut, welches das Finanz­ instrument ausgibt.

Ausgabetag: Datum, an dem ein Finanzinstrument ausgegeben beziehungsweise emittiert wird.

Emittentenrisiko: Die Rückzahlung ist abhängig von der Bonität und Liquidität des Emittenten. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten kann es zu einem Totalverlust der Forderungen des Anlegers kommen.

Referenzpreis: Beschreibt den zur Berechnung des Auszahlungsbetrags heranzuziehenden Preis/Kurs/ Stand des Basiswerts an dem Bewertungstag oder den Bewertungstagen.

Ertragschancen: Zertifikate bieten Ertragschancen in jeder Marktlage, in fallenden wie in steigenden oder seitwärts tendierenden Märkten.

Partizipationsfaktor: Faktor, mit dem eine höhere beziehungsweise niedrigere Partizipation an der Wertentwicklung des Basiswerts bei der Berechnung des Auszahlungsbetrags festgelegt wird.

Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis bei Finanzinstrumenten gibt an, auf wie viele Einheiten des Basiswerts sich ein Finanzinstrument bezieht. (Etwa bezieht sich bei einem Bezugsverhältnis von 0,1 ein Aktienoptionsschein auf 0,1 Aktien, sprich der Optionsscheininhaber erhält bei Ausübung ein Zehntel der Differenz zwischen Marktpreis und Basispreis.) Fälligkeitstag: Der Tag, an dem der Emittent am Ende der Laufzeit eines Finanzinstruments die Zahlung beziehungsweise im Fall der physischen Lieferung eines Wertpapiers die Lieferung an das Clearing-System zur Weiterleitung an die Anleger vornimmt.

Cap: Festgelegter Wert, bis zu dem der Anleger an den Kursentwicklungen des Basiswerts partizipiert. Barriere: Einige Aktien- oder Index­ anleihen sehen eine zusätzliche Kursschwelle unterhalb des Basispreises vor. Berührt oder unterschreitet der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit der Anleihe beziehungsweise in dem in den Emissionsbedingungen festgelegten Beobachtungszeitraum zu keinem Zeitpunkt die Barriere, erhält der Anleger am Fälligkeitstag den Nominalbetrag (Nennwert).

Quelle: DDV

den endgültigen Bedingungen sowie in den Produktionsinformationsblättern beschrieben. Der Anleger wisse also genau, erklärt Weingarts, „was ihn in der jeweiligen Marktentwicklung erwartet“. Somit ist es egal, wie viel der enthaltene Optionspreis wert ist. Der Anleger kennt sowohl den besten als auch den schlechtesten Fall, und die Wahrscheinlichkeit, die erwartete Auszahlung zu erhalten. Wird Anlegern die Reise dann doch zu „bunt“, landen die Produkte auch schon mal auf dem Abstellgleis. So geschehen etwa mit einigen Garantiezertifikaten, sie setzten auf einen ganzen Korb an Aktien. Dabei reichte es, dass eine einzige Aktie unter eine gewisse Barriere sank, um nur noch das eingesetzte Kapital zu Laufzeitende zurückzubekommen. Für Anleger ist es freilich nur sehr schwer, die Kurschancen aller Aktien im Korb realistisch einzuschätzen. Deshalb gibt es diese Form der Garantiezertifikate kaum noch, viele Anleger hatten schließlich genau das bekrittelt. Das zeigt allerdings auch, wie wichtig die eigene Marktmeinung ist. Denn grundsätzlich handelt es sich ja um passive Instrumente – einerlei ob sich Anleger für riskante oder für konservative Strategien entscheiden. Doch das scheint ohnedies schon die Runde zu machen. Weingarts: „Wir sehen, dass Privatanleger ihrem Chance/Risiko-Profil entsprechend Zertifikate heute sehr gezielt einsetzen, weil sie zunehmend verstehen, diese Produkte geschickt im Depot beizumischen.“ Je nach Strategie gibt es inzwischen eine Menge Homepages von Emittenten oder Onlinebrokern, auf denen man anhand einer Reihe von Recherchetools nach den eigenen Vorstellungen die entsprechenden Produkte herausfiltern kann.

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Von der Idee zum fertigen Zertifikat

Fritz Strobl Strategie und Märkte Volksbank Investments

Fritz Strobl, Zertifikateexperte der Volksbank Investments, erklärt, wie Zertifikate entstehen.

Seit 1999 verantwortet er den Bereich Capital Markets Products & Sales. Dieser vereint ­Kapitalmarkt- und Finanzprodukte unter der Marke Volksbank Investments sowie Finanzdispositionen unter Treasury Solutions.

1. IDEE UND MARKTANALYSE

Am Anfang steht eine Themenidee, die entweder von außen als Kundenwunsch kommt oder intern mit Experten, die Ertrags­ chancen an den Märkten analysieren, entwickelt wird. Dabei fließen Fragen bezüglich der aktuellen Risikoaversion der Kun­ den, also sicherheitsorientiertes Kuponprodukt mit Kapitalschutz oder Wachstumsprodukt mit Teilschutz, Verkaufsperspektive, Zinsensituation, welcher Basiswert wird verwendet, ein.

2. DAS HEDGING

Um die Ausgestaltung des Zertifikats, beispielsweise die Höhe eines Kupons oder die Partizipationsrate an einem Aktienindex über die Zeichnungsfrist hinweg bis zum Tag der Erstvaluta, hal­ ten zu können, werden die Einzelbestandteile „abgehedgt“. Je nach Auszahlungsprofil des Zertifikats werden von den Struktu­ rierern unterschiedliche Optionen ge- oder verkauft. Ein Anlei­ henteil, der ebenfalls abgesichert wird, dient in den meisten Fäl­ len der Darstellung eines Kapitalschutzes am Ende der Laufzeit.

3. DIE RECHTLICHE HÜLLE

Ein Zertifikat ist rechtlich gesehen eine Schuldverschreibung. Damit es diesen Status bekommt, werden auf Basis eines Emis­ sionsprospekts Emissionsbedingungen erstellt, eine ISIN (Inter­ national Securities Identification Number) angefordert und die nötigen Zulassungen eingeholt sowie gegebenenfalls ein Bör­ senlisting beantragt.

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4. DIE INFRASTRUKTUR

Damit mit Zeichnungsfristbeginn eines neuen Produkts Orders entgegengenommen werden können und eine reibungslo­ se Abwicklung gewährleistet werden kann, müssen diverse interne und externe Systeme mit den Produktdaten gefüttert werden.

5. KUNDENINFORMATIONEN

Um die Kunden bestmöglich zu informieren, werden pro Produkt standardmäßig Produktfolder erzeugt, die allen rechtlichen Anforderungen entsprechen müssen. Inhalt: Funktionsweise, Eckdaten, Chancen und Risiken sowie eine Basiswertbeschreibung. Dazu kommen Newsletter, Presse­ meldungen, Darstellung auf der Website mit allen Produkt­ daten. Von der Idee zum Produkt dauert es in der Regel gera­ de einmal eine Woche.

6. DER SEKUNDÄRMARKT

Mit Zeichnungsstart kann das Produkt öffentlich angezeigt wer­ den, Investoren können das Produkt kaufen. Nach Beendigung desselben wird das Zertifikat in den Sekundärmarkt entlassen. Der Preis ist nicht mehr fix, sondern schwankt je nach Marktent­ wicklung. Bis zur Tilgung des Zertifikats ist das Händlerteam für die Bereitstellung von Rücknahmepreisen verantwortlich.

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Spezial Zertifikate      9

Der Zertifikate Award Austria Am 15. Mai findet unter dem Motto „Z wie Zertifikat = Z wie Zukunft“ der achte Zertifikate Award statt. Anbei die wichtigsten Key-Facts.

Zertifikate Award Austria www.zertifikateaward.at Datum: 15. 5. 2014 Uhrzeit: 18.00 Uhr

Eingereicht haben 2014 elf Banken. Eine Jury aus 17 Mitgliedern kürt in sieben Kategorien die besten Produkte und einen Gesamtsieger. Privatanleger haben bis Ende April die Möglichkeit, per Onlinevoting die Publikumskategorie „Zertifikate-Haus des Jahres“ zu wählen. Im Vorfeld des Awards findet ab 13.30 Uhr der traditionelle Zertifikate-Kongress statt.

Raiffeisen Zentralbank, Am Stadtpark 9, 1030 Wien

WELCHE EMITTENTEN SIND 2014 NOMINIERT? WELCHE KATEGORIEN STEHEN ZUR WAHL?

1. Info und Service / Emittentenqualität 2. Österreich-Zertifikat des Jahres 3. Anlageprodukte mit Kapitalschutz 4. Bonus- und Expresszertifikate 5. Discountzertifikate und Aktienanleihen 6. Index- und Partizipationszertifikate 7. Hebelprodukte 8. Gesamtsieger 9. Publikumspreis

BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank, ­Erste Group Bank AG, Raiffeisen Centrobank, Royal Bank of Scotland, Société Générale, UBS, ­UniCredit Onemarkets, Volksbank , Vontobel WER SIND DIE JURYMITGLIEDER?

Gerhard Batheld, Franz C. Bauer, Thomas Friedl, Thomas Hofer, Julia Kistner, Thomas Knoflach, Walter Kozubek, Ingrid Krawarik, Manfred Nosek, Bettina Pfluger, Michael Plos, Michael Rampler, Paul Reitinger, Alfred Scharfetter, Beatrice Schobesberger, Thomas Wilhelm, Manfred Zott

DIE GEWINNER VOM VORJAHR

Info und Service / Emittentenqualität: Raiffeisen Centrobank AG Österreich-Zertifikat des Jahres: Raiffeisen Centrobank AG Anlageprodukte mit Kapitalschutz: Raiffeisen Centrobank AG Bonus- und Expresszertifikate: BNP Paribas Discountzertifikate und Aktienanleihen: Raiffeisen Centrobank AG Index- und Partizipationszertifikate: Royal Bank of Scotland Hebelprodukte: BNP Paribas Gesamtsieger: Raiffeisen Centrobank AG Publikumspreis: Volksbank Investments

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NACH WELCHEN KRITERIEN WIRD BEWERTET?

In den sieben Kategorien sind nur einige der Emittenten nominiert. Die Auswahl geschieht auf Basis von Eigenangaben. Jeder Juror vergibt pro Kategorie sechs Punkte. Drei bekommt der beste, zwei Punkte der zweitbeste und einen Punkt der drittbeste Emittent. Alle Kategorien haben eine unterschiedliche Gewichtung. Der Emittent des Jahres wird aus der Gesamtwertung aller Kategorien berechnet.

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branchentalk CHRISTIAN SCHEID

Was Börsianer über Zertifikate denken.

LARS BRANDAU

RALPH DANIELSKI

Freier Wirtschafts- und Finanzjournalist

Geschäftsführer, Deutscher Derivate Verband

Stv. Vorsitzender der GF, Börse Stuttgart Holding

„Zertifikaten wird nachgesagt, sie seien kompliziert. Für das eine oder andere Produkt mag dieses Vorurteil zutreffen. Doch die große Masse ist einfach gestrickt. Mit keinem anderen Anlageprodukt können Anleger bei fallenden oder stagnierenden Märkten positive Renditen erzielen. Discountzertifikate gewähren einen Rabatt im Vergleich zum Direktinvestment, dafür sind die Ertragschancen begrenzt. Bonuszertifikate sehen eine Prämie vor, wenn eine bestimmte Kursmarke nicht verletzt wird. Hebelpapiere ermöglichen die überproportionale Partizipation an steigenden und fallenden Kursen, was einer der größten Pluspunkte überhaupt ist.“

„In der Öffentlichkeit besteht häufig ein verzerrtes Bild über Zertifikate. Das liegt im damaligen medialen Strudel rund um die Insolvenz von Lehman Brothers begründet. Zertifikate waren weder Auslöser noch Verursacher der Finanzkrise. Schuld waren bestimmte Formen von Kreditderivaten, die nichts mit Zertifikaten für private Anleger zu tun haben. Fast alle Experten haben das Ausfallrisiko einer renommierten US-Invest­ mentbank unterschätzt. Vom Zahlungsausfall des Emittenten waren auch dessen Zertifikate als Inhaberschuldverschreibungen betroffen. Zertifikate sind vielseitig und revolutionierten die Anlagemöglichkeiten für Privatanleger.“

„Noch immer glauben manche, Zertifikate seien grundsätzlich hochriskant und intransparent. Beides stimmt nicht: Anleger können je nach Risikoneigung aus einem Produktspektrum wählen, das von defensiv bis sehr spekulativ reicht. Zudem haben die meisten Zertifikate klare Auszahlungsprofile. Denken Sie zum Beispiel an ein klassisches Indexzertifikat. Wenn die Papiere an der Börse gehandelt werden, ist auch bei der Orderausführung maximale Transparenz sichergestellt. Zertifikate bieten einen unkomplizierten Zugang zu einer Vielzahl von Märkten und lassen Investments präzise auf die persönliche Marktmeinung abstimmen.“

CHRISTIAN DRASTIL

RALF ÖTTING

MANFRED NOSEK

Eigentümer, Börse Social Network

Geschäftsführer, Onvista Bank

Vorstandsmitglied, Bankdirekt.at AG

„Kein Interview, keine Broschüre ohne Aufräumen mit Vorurteilen. Die Branche bemüht sich mit großem Einsatz und weist so auf potenzielle Vorurteile ungewollt hin; Vorurteile, die in Österreich gar nicht so stark in den Köpfen sind. Aber irgendwas bleibt dann trotzdem hängen. Aufklärung ja, aber Vorurteile sollten nicht am Beginn stehen. Vorurteile sind also die Vorurteile selbst. Investieren wird vom Sparen wieder stärker getrennt: Wer Ertrag will, muss mit Eigen­initiative und erworbenem Wissen Risiko nehmen. Produkte mit vollständigem Kapitalschutz verlieren an Volumen, Teilschutzprodukte wie Aktienanleihen oder Bonuszertifikate legen zu.“

„Vorurteile gegenüber Zertifikaten gibt es viele. Ich möchte zwei anführen. Es gibt das Vorurteil, Zertifikate seien nur etwas für Profianleger oder Zocker. Dann gibt es die fälschliche Meinung, Zertifikate werden ausschließlich außerbörslich direkt mit dem Emittenten gehandelt, sodass man sich im unregulierten Markt bewegt und die Emittenten einen nur über den Tisch ziehen. Zertifikate eignen sich in meinen Augen für jeden Anleger und für jede Marktsituation. Dadurch sind sie extrem flexibel einsetzbar und aufgrund der vielfältigen Handelsmöglichkeiten leicht zu kaufen und verkaufen.“

„Zertifikate sind innovative Produkte, die sich für alle Marktphasen und unterschiedliche Anlegerwünsche eignen. Um über Arten und Besonderheiten von Zertifikaten aufzuklären, präsentieren wir auf unserer Website in Kooperation mit der Raiffeisen Centrobank und dem ZFA derzeit eine Serie mit dem Titel „Die Wahrheit über Zertifikate“. Diese Informationsquelle kann ich Anlegern nur ans Herz legen. Anleger können mit Zertifikaten von steigenden, von fallenden oder auch von seitwärts orientierten Märkten profitieren. Deshalb zählt die Flexibilität bei den Einsatzmöglichkeiten für mich zu den positivsten Eigenschaften.“

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Frank Weingarts onemarkets@unicredit.de www.onemarkets.at

Ein kleiner, aber feiner Unterschied

A

ktienanleihen erfreuen sich auch beim österreichischen Anleger zunehmender Beliebtheit. Aber worin unterscheidet sich eine klassische HVB Aktienanleihe von einer HVB Aktienanleihe Protect? Was die Ertragschancen anbetrifft, ähneln Aktienanleihen festverzinslichen Wertpapieren, das heißt, sie sind mit einer festen Zinszahlung ausgestattet. Der Unterschied zu klassischen Zinsprodukten liegt darin, dass die Rückzahlung nicht in jedem Szenario zu 100 Prozent des Nennbetrags erfolgt. Dies ist nur dann der Fall, wenn die zugrunde liegende Aktie am letzten Bewertungstag auf oder über dem Basispreis schließt. Der Basispreis wird bei Emission des Produkts festgelegt und orientiert sich am aktuellen Aktienkurs. Schließt der Basiswert unter dem Basispreis, erfolgt die Rückzahlung durch Lieferung von Aktien. Da deren Kurswert dann niedriger ist, wäre ein entsprechender Verlust die Folge. Allerdings erhält der Anleger eine feste Zinszahlung, die auch bei Verlusten des Basiswerts gezahlt wird.

Neben der klassischen Form von HVB Aktienanleihen sind HVB Aktienanleihen Protect eine etwas konservativere Variante. Dieser Typ ist mit einer zusätzlichen Barriere ausgestattet, die unter dem Basispreis liegt. Durch dieses Merkmal erhöht sich die Chance auf die volle Rückzahlung des Nennbetrages zu 100 Prozent, da eine Lieferung von Aktien nur dann erfolgen würde, wenn die zugrunde liegende Aktie am letzten Bewertungstag unter der Barriere schließt. Das gibt es jedoch nicht umsonst. So ist der Zinssatz von HVB Aktienanleihen Protect niedriger als bei vergleichbaren klassischen HVB Aktienanleihen. Wichtig ist für den Anleger, dass bei beiden Arten dieser Aktienanleihen eine Betrachtung erst am Laufzeitende erfolgt. Egal, wie der Basiswert von kurzfristigen Marktschwankungen während der Laufzeit beeinflusst wird, es zählt der Wert am Ende. Beachte: Aktienanleihen sind Inhaberschuldverschreibungen des Emittenten. Bei Insolvenz, also bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

Ein Vergleich verdeutlicht die Unterschiede HVB Aktienanleihe (klassisch)

HVB Aktienanleihe Protect

Laufzeit

1 Jahr

Laufzeit

1 Jahr

Emissionspreis

100 % des Nennbetrags

Emissionspreis

100 % des Nennbetrags

Basispreis

100,– EUR

Basispreis

100,– EUR

Barriere

70,– EUR

Zinssatz

5,5 % p. a.

Zinssatz

7,5 % p. a.

Referenzpreis Musteraktie am

Referenzpreis Musteraktie am

anfänglichen Bewertungstag

100,– EUR

anfänglichen Bewertungstag

100,– EUR

Nennbetrag

100,– EUR

Nennbetrag

100,– EUR

Bezugsverhältnis

1

Bezugsverhältnis

1

Kurs Basiswert am

Rückzahlung klassische

Zinszahlung

Kurs Basiswert am

Rückzahlung HVB

letzten Bewertungstag

HVB Aktienanleihe in %

in % p. a.

letzten Bewertungstag

­Aktienanleihe Protect

in EUR

des Nennbetrags

in EUR

in % des Nennbetrags

Lieferung von 1 60

Musteraktie (Verlust 40 %)

Zinszahlung in % p. a.

Lieferung von 1 7,5

60

Musteraktie (Verlust 40 %)

5,5

Lieferung von 1 80

Musteraktie (Verlust 20 %)

7,5

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100 (Barriere greift)

5,5

100

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7,5

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Beachte: Alle Angaben sind fiktiv und ausschließlich zur Veranschaulichung gedacht.

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Von Bullen, Bären und Trends Die Krim-Krise verunsichert die Kapitalmärkte. Viele Anleger lassen daher lieber Vorsicht walten. Dazu bieten Zertifikate zahlreiche Investmentchancen. AUTOR RAJA KORINEK

A

llzu leicht machen es einem die weltweiten Märkte derzeit nicht. Noch nie verharrten die Zinsen auf einem derartig tiefen Niveau. Das ist zwar nichts Neues, macht aber die Suche nach Alternativen nicht einfacher. Denn wer jetzt stattdessen etwa in Aktien investieren möchte, setzt sich grundsätzlich einem größeren Kursrisiko aus, und das auch noch zu einer Zeit, in der viele Weltindizes bereits kräftig gestiegen sind. Und jene, die noch nachhinken, tun dies aus einem Grund. Im heimischen ATX etwa lastet die starke Ostausrichtung, am Eurostoxx 50 zahlreiche Unternehmen aus den südlichen Peripherieländern.

Anleger rechnen mit einer Zunahme der Volatilitäten. Markus Jakubowski

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„Viele Niveaus an den globalen Aktienmärkten sind inzwischen nicht mehr so attraktiv, zahlreiche Anleger rechnen deshalb auch mit einer Zunahme der ­Volatilitäten“, erklärt Markus Jakubowski, Zertifikateexperte bei der Société Générale. Bei langfristig ausgerichteten Strategien agierten viele Anleger nunmehr ein wenig vorsichtiger, so Jakubowski: „Niemand möchte ausgerechnet in der Nähe des Allzeithochs auf dem falschen Fuß erwischt werden. Umso mehr wird zum Beispiel bei Teilschutzzertifikaten auf einen etwas größeren Puffer geachtet.“

Teilschutz als goldene Mitte Tatsächlich wird vor allem in Österreich gern auf sogenannte Bonuszertifikate zugegriffen, sie eigenen sich für Anleger, die mit seitwärts tendierenden Märkten rechnen oder von nicht allzu kräftigen Kursanstiegen ausgehen. Zugleich gibt es ein Polster bei Kursrückschlägen. Das bedeutet: Wird die festgelegte Barriere während der Laufzeit nicht berührt oder unterschritten, wird bei Fälligkeit das Kapital plus eine Bonusrendite zurückgezahlt. Falls die Barriere berührt wird, entfällt die Bonuszahlung und man

partizipiert lediglich von der Kursbewegung des Underlying. Was Anleger bei Bonuszertifikaten aber beachten sollten: Je größer der Puffer nach unten ist, desto geringer ist die Bonusrendite. Heiko Geiger, Spezialist für strukturierte Produkte bei Vontobel, wiegt ab: „Je nach erwarteter Korrekturstärke und Risikobereitschaft sollten Anleger entsprechend den Abstand zur Barriere wählen.“ Das sollte man vor allem bei sehr volatilen Indizes oder Einzeltiteln beherzigen. Wer hingegen den absoluten Zenit vor Augen hat, kann den Spieß auch umdrehen: „Für Anleger, die von einer Korrektur ausgehen, eigenen sich zum Beispiel

Mit Faktorzertifikaten in trendstarken Märkten agieren. Heiko Geiger

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Spezial Zertifikate      13

In Korrekturphasen eignen sich ReverseBonus-Zertifikate. Christian Glaser

Reverse-Bonus-Zertifikate. Diese profitieren von seitwärts laufenden Märkten oder von fallenden Kursen“, erklärt Christian Glaser, Produktmanager im öffentlichen Vertrieb der BNP Paribas. Auch hier kassieren Anleger zu Laufzeitende das eingesetzte Kapital plus eine Bonusrendite. Allerdings nur dann, wenn während der Laufzeit die Märkte nicht allzu kräftig steigen. Wird die Barriere durchbrochen, entfällt die Bonusrendite und man partizipiert nur noch eins zu eins von der Kursbewegung des Basiswerts. Hier ist die Auswahl an Anbietern aber stark eingeschränkt, das Angebot derzeit auf den Dax begrenzt.

Gehebelte Chancen Weitaus flexibler können kurzfristig veranlagte Anleger agieren, vor allem wenn sie sich weitaus mehr Risiko zutrauen. Allein die Krim-Krise hat viele Anleger auf den Geschmack von Investments auf Mais und Weizen gebracht. Auch Palladium- und Ölengpässe wurden befürchtet, von beiden Rohstoffen ist Russland ein wichtiger Lieferant. Und damit es dann doch ein wenig mehr wird, locken etwa gehebelte Zertifikate auf zahlreiche Indizes, Einzelaktien sowie den Bund Future. Mit ihnen kann man freilich genauso auf fallende Märkte setzen. Geiger von Vontobel: „Mit Faktorzertifikaten etwa können Anleger mit einem festen Faktor in trendstarken Märkten agieren. Diese haben keine Volatili-

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tätseinflusse wie Optionsscheine und sind ohne Laufzeitbegrenzung.“ Die Sache hat bei dieser relativ jungen Produktgruppe aber einen Hacken: Schwanken die Märkte relativ stark, fährt man mit diesem Produkt letztendlich Verluste ein. Denn der Faktor gibt an, um wie viel Prozent sich der Kurs des Zertifikats prozentuell zum Underlying verändert (jeweils auf Tagesbasis berechnet). Somit gibt es keine lineare Abbildung, man hinkt immer weiter dem Basiswert hinterher. Eine Auswahl finden Anleger derzeit etwa bei Vontobel sowie bei der Raiffeisen Cenrtrobank (RCB). Besonders „offensiv“ kann man bei der Commerzbank auf Währungen mit einem Faktor von bis zu zehn setzen. Einen noch höheren Faktor bietet X-markets von der Deutsche Asset & Wealth Management mit 15 auf einen steigenden und fallenden Bund Future. Eine weitere und schon länger am Markt vorhandene Möglichkeit, gehebelt zu investieren, bieten Mini Futures, Unlimited Turbos oder Turbos, sagt Glaser von der BNP Paribas: „Sie unterscheiden sich allerdings bezüglich einer offenen oder geschlossenen Laufzeit und der Existenz einer Stop-Loss-Schwelle.“ Das bedeutet, Anleger profitieren gehebelt von der Kursbewegung des Basiswerts, aber auf einer absoluten Basis. Das bedeutet, der Basiswert dividiert durch den Zertifikatepreis ergibt den Hebel. Aufgrund der Formel schrumpft der Hebel etwa bei einem Long-Zertifikat, je weiter der Basiswert steigt. Zudem riskiert man sein Kapital, wenn die Märkte in die andere Richtung drehen und die Barriere erreicht wird. Bei

Dem langfristigen Chartverlauf folgen. Christian-Hendrik Knappe

Mini Futures gibt es einen ganz kleinen Puffer, dank einer Stop-Loss-Schwelle knapp vor der Barriere. Sowohl Mini Futures als auch Unlimited Turbos haben kein Laufzeitende. Turbozertifikate hingegen schon. Damit sind sie noch Stück riskanter, nämlich dann, wenn der Kurs zum Laufzeitende unter dem Einstandskurs notiert. Auch für unentschlossene Anleger gibt es Tipps von den Zertifikateprofis: Eine der einfachsten Strategien ließe sich aus dem englischen Sprichwort „The trend is your friend“ ableiten, sagt Chrisitan-Hendrik Knappe vom X-markets-Produkteteam der Deutsche Asset & Wealth Management: „Dies besagt, dass man dem langfristigen Chartverlauf folgen und sich dementsprechend im Markt positionieren soll. Andere Strategien konzentrieren sich wiederum auf die Absicherung von bestehenden Positionen.“ Doch letztendlich müsse jeder Investor selbst entscheiden, wie er seine Handelsstrategie gestaltet, erklärt Knappe noch als Nachsatz.

info wissen DAS ZERTIFIKATE-UNIVERSUM

Bei der Produktklassifizierung nach dem Risiko unterscheidet man zwischen Anlageprodukten mit und ohne Kapitalschutz sowie nach Hebelprodukten mit und ohne Knock-out. „Defensive“: Kapitalschutz-Zertifikate; „Mittelfeld“: strukturierte Anleihen, Bonus-Zertifikate, Index-Zertifikate, Aktienanleihen, Discount-Zertifikate, Express-Zertifikate, Outperformance-Zertifikate, Bonitätsanleihen; „Stürmer“: Optionsscheine, Faktor-Zertifikate, Knock-out-Produkte.

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Worauf Privatanleger Wert legen Aktuelle Trends der Anleger

Welchen Anteil sollten Zertifikate in einem ausgewogenen ­Depot eines mittel- oder langfristig orientierten Anlegers haben? 49,5 % meinen, bis zu 10 % 24,5 % meinen, 10–20 % 10,4 % meinen, 10–30 % 15,6 % meinen, mehr als 30 %

Wozu nutzen Sie Zertifikate? 50,8 % meinen, für kurzfristige Spekulation 26,4 % meinen, für einen mittel- und ­ langfristigen Vermögensaufbau 22,8 % meinen, für die Absicherung des Depots

Wie wichtig ist für Sie beim Kauf eines Zertifikats die Bonität des Emittenten?

Wie lange halten Sie Ihre Zertifikate durchschnittlich in Ihrem Depot?

55,6 % meinen, sehr wichtig

29,3 % meinen, mehrere Jahre

23,0 % meinen, wichtig

27,3 % meinen, bis zu einem Jahr

 7,2 % meinen, weniger wichtig

15,5 % meinen, wenige Wochen

14,2 % meinen, völlig unwichtig

13,9 % meinen, ein paar Tage 14,0 % meinen, sie handeln intraday

Auf welche Informationen vertrauen Sie beim Kauf eines Finanzprodukts? 53,6 % meinen, von Finanzportalen

3,5 % meinen, bis 2 %

15,1 % meinen, von Prinzzeitschriften

8,7 % meinen, 2–4 %

14,1 % meinen, von meinem Bankberater

25,4 % meinen, 4–6 %

9,9 % meinen, von den Emittenten

19,5 % meinen, 6–8 %

7,3 % meinen, von Newslettern

42,9 % meinen, mehr als 8 %

Quelle: DDV

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Zertifikats?

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Welche Rendite pro Jahr erwarten Sie von einem für Sie a­ ttraktiven Anlagezertifikat?

Welcher der folgenden Faktoren ist Ihnen bei der Auswahl eines Emittenten am wichtigsten?

29,0% meinen, spekulativ

35,4 % meinen, Bonität

21,7% meinen, begrenzt risikobereit

24,3 % meinen, Handelbarkeit

21,1 % meinen, risikobereit

17,9 % meinen, Geld-Brief-Spanne

14,5 % meinen, vermehrt risikobereit

 3,8 % meinen, Informations/Service-Angebot

13,7 % meinen, sicherheitsorientiert

18,6 % meinen, gute Erfahrungen

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Spezial Zertifikate      15

Zertifikate in Zahlen Aktuelle Zahlen zum Zertifikatemarkt in Österreich

ENTWICKLUNG ÖSTERREICHISCHER ZERTIFIKATEMARKT

Gesamtvolumen des österreichischen Zertifikatemarkts (in Halbjahren) seit Juni 2006 in Milliarden Euro. 11,7

12,0

12,0

12,0

12,1

12,4

13,9

14,4 13,0

12,3

13,5

13,6

13,0

12,6

Quelle: ZFA

10,0 7,5 2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

ZERTIFIKATE-PERFORMANCE-STUDIE

In einer Studie der Raiffeisen Centrobank wurden alle Garantie- und Bonuszertifikate, die seit 1. Jänner 2009 zur Zeichnung angeboten worden sind, untersucht. Ziel war es, die Wertentwicklung zu analysieren und deren Rendite jener des entsprechenden Basiswerts gegenüberzustellen. Trotz geringen Risikos konnten Anleger durchschnittlich eine höhere Rendite im Vergleich zum Basiswert erzielen.

BENCHMARK

Bonuszertifikate 1,55 %

ZERTIFIKATE

BASISWERTE 3,16 %

6,25 %

ZERTIFIKATE

Quelle: RCB

Garantiezertifikate

8,81 %

ÜBERSICHT DER EMITTENTEN UND PRODUKTANZAHL Emittenten

Gesamtanzahl

Anlageprodukte

Hebelprodukte

Emittenten

Gesamtanzahl

Anlageprodukte

Hebelprodukte

BNP Paribas

103.909

45.575

58.334

LBBW

8.900

8.900

n.a.

Citi

123.600

34.800

88.800

Morgan Stanley

197

197

n.a.

Commerzbank

166.000

82.000

84.000

UniCredit Onemarkets

64.167

10.686

53.481

Credit Suisse

412

155

257

Raiffeisen Centrobank

3.436

1.204

2.232

Deutsche Bank

159.717

60.802

98.915

Royal Bank of Scotland

30.821

21.904

8.917

DZ Bank

103.435

57.809

45.626

Société Générale

34.500

17.500

17.000

370

1.928

UBS

209.150

76.187

132.963 n.a.

Erste Group Bank 2.298 Goldman Sachs

63.559

40.365

23.194

Volksbank AG

337

337

Helaba

1.500

1.500

n.a.

Vontobel

95.202

34.323

HSBC

55.972

25.667

30.305

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60.879 Quelle: Emittenten

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kurz news

Branchengeflüster

Was Zertifikate wirklich kosten Kennen Sie die Behauptung, Zertifikate würden viele versteckte Kosten enthalten, und Emittenten könnten damit hohe Gewinne einstreichen? Eine neue wissenschaftliche Studie klärt auf.

B

ei Investmentfonds muss klar deklariert werden, wie viel Managementgebühr, Performancegebühr und sonstiges anfällt. Bei Zertifikaten ist das für den Anleger nicht so klar ersichtlich. Der Deutsche Derivate Verband (DDV) hat daher eine Studie beim Analysehaus EDG in Auftrag gegeben, die die durchschnittliche erwartete Emittentenmarge bei einigen Tausend Produkten ermittelt hat. Dabei wurden gleich zwei Stichproben gezogen: zunächst 1.650 strukturierte Wertpapiere in neun Produktkatego­rien und dann eine zufällige Stichprobe mit

1.529 strukturierten Wertpapieren unabhängig vom investierten Marktvolumen. Bei der ersten Probe wurde eine Emittentenmarge von durchschnittlich 0,36 Prozent pro Jahr berechnet, bei der zweiten 0,46 Prozent. Strukturierte Anleihen schlugen mit 0,14 Prozent zu Buche, Sprint-Zertifikate mit 0,93 Prozent. Zertifikate seien daher ein „sehr kostengünstiges Finanzprodukt“, schloss daraus der DDV. Doch lassen sich diese Zahlen auch auf Österreich umlegen? „Grundsätzlich ist der österreichische Markt mit dem deutschen vergleichbar, nicht zuletzt deshalb, weil

viele der Emittenten, die im deutschen Markt aktiv sind, ihre Produkte auch in Österreich anbieten“, sagt Björn Döhrer, einer der Studienautoren von EDG. Die errechnete, erwartete Emittentenmarge bestehe im Wesentlichen aus operativen Kosten (Personal, Systeme für den Zertifikatehandel etc.) und Finanzierungskosten. „Hinzu kommt der erwartete Gewinn. Die Marge ist also noch eine Vorkostengröße. Der tatsächliche Gewinn hängt dann davon ab, inwieweit die Kostenerwartungen des Emittenten in der Realität zutreffend sind“, erklärt der Analyst.

Beipackzettel mit Nebenwirkungen Infoblätter, die auf Risiken und mögliche unerwünschte Wirkungen hinweisen, bringen den Anlegern nicht immer den Durchblick. Der Aufwand für Emittenten ist hingegen gewiss.

B

eipackzettel, die auf Risiken und mögliche unerwünschte Wirkungen hinweisen, sind bei Finanzprodukten nicht mehr ungewöhn­lich. EU-weit sind sie durch die Sicav-Richtlinie für Investmentfonds verpflichtend („KIIDs“). Deutschland hat 2011 auch eine Infoblatt-Pflicht für Zertifikate eingeführt. In Österreich sind, abgesehen von der üblichen Prospektpflicht laut Kapitalmarktgesetz, hier die Bestimmungen des Wertpapier­ aufsichtsgesetzes relevant. Für jedes emittierte Zertifikat müssen sogenannte „Final Terms“ erstellt werden, die

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eine ausgewogene Darstellung der Eigenschaften des Produkts für den Anleger sein sollen. Bis 2016 dürfte es hier keine großen Änderungen geben. „Der Nationalrat hat sich 2010 dafür ausgesprochen, statt einer Regelung nach deutschem Vorbild den Ausgang der laufenden Arbeiten der EU zur Informationspflicht abzuwarten“, weiß Rechtsanwalt Claus Schneider von Wolf Theiss. Die angesprochene „Packaged Retail Investment Products“-Verordnung (PRIPs-VO) der EU soll ähnlich den KIIDs bei den Fonds auch Zertifikate und Lebensversicherungen erfassen und die

Vergleichbarkeit für den Kunden verbessern. Emittenten dürfte viel Arbeit ins Haus stehen: „Aus der Erfahrung mit den KIIDs sieht man, dass die Betreuung dieser Dokumente für Emittenten einen hohen Aufwand verursacht, da sie etwa bereits im Falle einer Änderung der Kosten­struktur erneut bei den zuständigen Behörden eingereicht werden müssen“, sagt Schneider. Die Praxis zeige, dass Anleger verleitet würden, ihre Anlageentscheidung allein auf Basis dieser kurzen Dokumente zu treffen: „Die ausführlichen Risikofaktoren im Wertpapierprospekt bleiben oft unbeachtet.“

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Spezial Zertifikate      17

Der Belastungsrucksack Die Gründe, warum die aktuelle Regierung das Gewicht des Belastungsrucksacks für die Zertifikatebranche ­zunehmend erhöht, hat DerBörsianer zusammengefasst.

M

ehr Transparenz für Kunden schaffen, aber auch die unberechenbaren Finanzmärkte in die Schranken weisen: Diese Ziele verfolgt die Politik auf nationaler Ebene und in der EU. „Zertifikate haben zwar den Vorteil, dass nicht jedes Produkt mit einem eigenen Prospekt genehmigt werden muss“, sagt Gerald Deimel, Rechtsexperte des Zertifikate Forums Austria. „Aber der Basisprospekt ist dafür sehr viel Arbeit.“ Der Anspruch der Transparenz hat schon jetzt zu einer Vielzahl von Dokumenten geführt, die bei jedem Zer-

tifikat angehängt sind. „Das führt zu einer Überladung von Information für die Konsumenten, für die es immer schwieriger wird, die relevante Information zu filtern. Der Gesetzgeber sollte wieder mehr auf eine Balance zwischen Information und Übersichtlichkeit achten“, fordert Deimel. Angesichts der derzeit vorbereiteten „Packaged Retail Investment Products“-Verordnung (PRIPsVO) der EU zu verpflichtenden Infoblättern sieht die Branche hohe Kosten auf sich zukommen. Für große Anbieter, die einige Tausend Zertifikate im Programm haben, dürfte der Aufwand tatsächlich

nicht unerheblich sein. Die neue Finanzmarktrichtlinie MiFID II, die 2017 in Kraft tritt, wird hingegen wenig Neues für Zertifikateemittenten bringen. „Allenfalls, was die Offenlegung von Gebühren betrifft, könnte sich etwas ändern“, schätzt Deimel. Für Unmut sorgte bereits jetzt die Streichung des Gewinnfreibetrags für Unternehmer, die bisher einen Teil ihres Gewinnes steuerschonend in bestimmte Wertpapiere investieren konnten. Damit fällt für diese Zielgruppe auch ein Anreiz weg, Rücklagen in Form von Zertifikaten zu bilden.

Zertifikateberater mit Gütesiegel Für Interessierte gibt es eine Vielzahl von Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten: vom Diplom als „Geprüfter Zertifikateberater“ über Seminare bis hin zu kostenlosen Websites und Tools im Netz.

W

ie bei anderen Wertpapieren sind auch bei Zertifikaten traditionell die Universitäten und bankinternen Ausbildungen für die Vermittlung von Fachwissen zuständig. Seit 2009 gibt es aber auch ein speziell für Zertifikateberater gültiges Gütesiegel, das Diplom „Geprüfter Zertifikateberater“. Entwickelt wurde es vom Zertifikate Forum Austria (ZFA) als erster österreichischer Referenzstandard für eine fundierte Zertifikateausbildung. An vier Terminen im Jahr kann das Diplom mittels einer Prüfung erworben werden.

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Zur Vorbereitung ist das zweitägige Intensivseminar „Zertifikateschulung“ der ÖPWZ/BankAkademie konzipiert. „Dieses Seminar steht auch Professionisten offen, die eine entsprechende vorhergehende Ausbildung im Bereich der verschiedenen Anlageinstrumente aufweisen, etwa als diplomierter Finanzberater oder Träger der Zertifizierung ‚Certified Financial Planner‘“, erklärt Otto Lucius, Geschäftsführer der Bankwissenschaftlichen Gesellschaft, die die Ausbildung mitorganisiert. Der „Geprüfte Zertifikateberater“ ist international auch vom europäischen

Dachverband für Derivate, Eusipa, anerkannt. Das nächste Seminar findet Ende April statt. Für Anleger, die sich näher zum Thema informieren wollen, bietet die Wiener Börse Akademie zweimal im Jahr ein Seminar für Zertifikate, ETFs und Indizes an. Die Kosten für elf Stunden betragen 415 Euro. Zahlreiche nützliche Informationen und hilfreiche Tools findet man auch auf den Websites der Emittenten, bei den Onlinebrokern wie Bankdirekt.at, Brokerjet.com oder Direktanlage.at sowie auf Onlineportalen wie Onvista.de, Finanzen.net oder DerBörsianer.com.

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18      www.derboersianer.com

por trät

Acht Fragen an Wilhelm Celeda

Wilhelm Celeda Vorsitzender des

Welche Eigenschaften haben Sie dorthin gebracht, wo Sie heute sind? – Begeisterung und Leidenschaft, intensiver Arbeitseinsatz, überdurchschnittliches Engagement, ergebnisorientierter Professionalismus.

Aufsichtsrats Zertifikate Forum Austria Wilhelm „Willi“ Celeda begann

Welches Vorurteil gegenüber Zertifikaten ärgert Sie am meisten? – Intransparenz, weil das Gegenteil der Fall ist. Wenn ich Finanzminister wäre, würde ich ... – Vorteile und Bedeutung des Kapitalmarkts für Österreich aufzeigen.

seine Karriere 1986 im Wertpapierhandel der Raiffeisen Centrobank (RCB). 1991 wechselte

Was assoziieren Sie mit Gordon Gekko und dem Film Wall Street? – Witzige Klischees, aber ohne Realitätsbezug aus heutiger Sicht.

er zur Erste Bank und übernahm die Leitung Kassa- und

Bei welchem Investment haben Sie sich einmal richtig verzockt? – 1998 mit einer Investition in Russland.

­Terminmarkt. 1994 kehrte der leidenschaftliche Börsianer zur RCB zurück, seit

Dieser Investor ist für mich eine Legende ... – All jene Investoren, die richtungsweisende und nachhaltige Trends erkennen und danach handeln.

2013 ist er dort Vorstand. 2014 übernahm er von ­Michael Spiss den Vorsitz im Aufsichtsrat des Zertifikate Forums.

Wer ist der böse Spekulant, von dem alle sprechen? – In der öffentlichen Meinung ist das zurzeit beinahe jeder, der am Kapitalmarkt aktiv ist. Diese ungefilterte Wahrnehmung muss sich schnellstens zugunsten all jener wenden, die damit der Realwirtschaft dienen und letztendlich Volkswirtschaften unterstützen. Mit Zertifikaten verbindet mich … – die Erfolgsgeschichte unseres Hauses, an die ich von Beginn an glauben und die ich teilweise sogar mitgestalten durfte.

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