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Nr. 5 (196) 07.03.13 I.P. 9 Jg.

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Zeitbank Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

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Inhalt

Kommentar

Inhalt

von Magdalena Dietl Sapelza

Schluderns: Kaufvorschlag für Pachtgründe auf dem Flugplatz

Seite 4

Vinschgau: Die Wahlen sind geschlagen

Seite 4

Schlanders: Niederlage im Marmorkrieg

Seite 4

Schnals: Laugaun-die nächste Folge

Seite 5

Schlanders: Lokalpolitiker Manfred Pinzger

Seite 5

Titel(Bild): Zeitbanken

Seite 6

Maseben: Hansi Klöckner in Rage

Seite 8

Leserbriefe

Seite 10

Schlanders: Handwerker sind erzürnt

Seite 12

Vinschgau: Umweltschützer tagen in der Tschengelsburg

Seite 14

Menschen: Klara Zwick Gruber - Bäuerin auf dem „Polsterhof“

Seite 15

Latsch: AVS wählt neue Führung

Seite 16

Kultur: Filmarbeiten im Schnalstal

Seite 18

Vinschgau: Sommerprogramme für Kinder und Jugendliche

Seite 27

Sonderthema: Hoch- und Tiefbau: Umfahrung Kastelbell

Seite 32

Interview mit Geom. Werner Stecher zur „großen Umfahrung“

Seite 34

Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders

Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451

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Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

Richtung neu abstecken Für die Kastelbeller zeichnet sich eine Lösung der Verkehrsbelastung ab. Der Umfahrungstunnel wird gebaut. In den Orten Schluderns, Tartsch, Mals, Laatsch und Glurns wächst spätestens im Frühjahr wieder das Unbehagen, wenn der Verkehr richtig ins Rollen kommt. Tatsache ist: In Sachen Verkehrsentschärfung herrscht dort Stillstand. Die Studie vom Verkehrsexperten Hermann Knoflacher aus dem Jahre 2006 und dessen Vorschläge zur Verkehrs-Einbremsung gelten als Evangelium. Und in der Bezirksgemeinschaft hält man sich strikt daran. Das gibt vielen Bürgermeistern das Alibi, wenig oder gar nichts zu tun. Eines dürfte mittlerweile klar sein: Die Forderung der Tartscher nach einer Umfahrung wird im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Rechnung wohl ungehört verhallen. Mit 25 bis 30 Millionen Euro wird diese Umfahrung als zu teuer erachtet, auch weil die verkehrsgeschädigte Bevölkerung in Schluderns, Mals, Laatsch und Glurns auf der Strecke bleiben würden. Das Städtchen Glurns erstickt in den Sommermonaten im Verkehr, mit negativen Folgen für die Entwicklung. Nun wird dort an einer kleinen Umfahrung gebastelt. Die Verkerssituation würde damit aber nur teilweise entschärft. Eine halbe Sache also. Die BM sind aufgefordert, sich an einen Tisch zu setzen und die Studie Knoflachers sachlich zu überdenken. Die Planung einer vernünftigen Gesamtlösung ist längst überfällig. Vorschläge für Varianten liegen bereit. Wenn die Lokalpolitiker auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft eingehen und eine Verkehrslösung wollen, müssen sie die Richtung endlich neu abstecken.

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Politik & Lokales

Schluderns

Vinschgau - Parlamentswahlen

LH’s Vorschlag

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er Vorschlag von LH Luis Durnwalder sorgt für Aufregung. Die Pächter der Gründe auf dem Schludernser Flugplatz sollen die Flächen (30 ha) käuflich erwerben können. Das hatte Durnwalder vor Bauernbund-Vertretern lanciert. Der Schludernser BB-Obmann und Gemeindereferent Andreas Hauser, selbst Pächter von einem Hektar Grund, sieht das als einmalige Chance und will seine Leute anregen, für das Angebot einzutreten. Die Pächter, und nur für die gelte laut Durnwalder das Angebot, müssten einen Schätzwert von 25 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Ein verlockendes Angebot, wenn man bedenkt, dass die Preise für Felder in Schluderns auf dem freien Markt oft bis zu einem Drittel höher sind. LH Luis Durnwalder bestätigte dem Vinschgerwind seine angedachte Verkaufsoption: „Wenn sich der Bauernbund einig ist und hinter der Sache steht, kann ich der Landesregierung einen entsprechenden Vorschlag machen. Und diese muss ihn dann erst noch genehmigen. Entschieden ist noch gar nichts.“ Um Grund-Spekulationen zu verhindern, will Durnwalder mit dem Kauf eine Bindung von mindestens 15 Jahren verknüpfen. Der Vorschlag Durnwalders bringt nun die Nachkommen jene Schludernser auf die Palme, denen die Gründe einst enteignet worden waren und die teilweise heute noch auf eine Entschädigung warten. Sie möchten die Gemeinde als Besitzerin sehen, als Zeichen der Wiedergutmachung. (mds)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it Pferdefleischskandal: Sind verstärkte Kontrollen in Südtirol notwendig? (38 abgegebene Stimmen) 52,6 % JA

(20 Stimmen)

47,4 % NEIN

(18 Stimmen)

Neue Umfrage: Soll das Land die Felder auf dem Schludernser Flugplatz an deren Pächter verkaufen?

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Die Kämmerer und der Senator W ahlsieger sind – aus Vinschger Sicht – zwei: Albrecht Plangger und Richard Theiner. Dem Richard Theiner hat man ein Debakel bei diesen Parlamentswahlen vorausgesagt. Theiners Rechnung - ein einfacher Wahlkampf und eine einfache Botschaft – sind vollends aufgegangen. Trotz Torpedos der Ebner Presse, trotz fragwürdiger Umfragen, trotz Stottervideo. Nun soll er in die erste Reihe treten, forderte die Wipptaler SVP. Als Erste. Der Vinschgau, Theiners Heimatbezirk, sah sich bemüßigt nachzuziehen und rief Theiner ebenfalls als Landeshauptmann-Nachfolger aus. Plangger, der bereits die SVP-Basiswahl im Vorfeld überragt hatte, brachte der SVP im Vinschgau ein Ergebnis ein, das sich sehen lassen kann: 67 Prozent in der Kammerwahl. In Graun, im Heimatdorf Planggers, kam man gar auf 81,1 Prozent. Zu Plangger gesellt sich in der Kammer Florian Kronbichler von den Grünen, der seinen Sprung nach Rom einem Restmandat und damit

dem komplizierten italienischen Wahlgesetz verdankt. Leer aus gingen die Freiheitlichen, trotz guter Ergebnisse in Kammer und Senat. Am Rande erwähnt: Freiheitliche Hochburg scheint – mit fast 30 Prozent in Kammer und Senat Partschins zu sein. Im Senat schaffte Karl Zeller im Senatswahlkreis Meran/Vinschgau 53,5 Prozent und damit den Einzug in den „Palazzo Madama“. Auf Zeller entfielen 0,2 Prozent weniger Stimmen als noch vor fünf Jahren auf Manfred Pinzger. Damit steht der Vetzaner Wirt - was das Wahlergebnis anbelangt - dem Burggräfler Rechtsanwalt in nichts nach. Im Gegenteil. (ap)

Schlanders/Bozen

Marmor: Urteil auf dem Tisch G

espannt hat man auf das Urteil gewartet. Nun liegt es auf dem Tisch, und um es vorweg zu nehmen: Die Gemeinde Schlanders hat im wesentlichen Punkt nicht Recht bekommen. Jener Beschluss vom Mai vergangenen Jahres, mit dem die Forststraße zum Wantlbruch zur Gemeindestraße erklärt und neu klassifiziert worden war, ist nicht rechtens und laut Urteil vom Verwaltungsgericht, hinterlegt am 27. Februar, aufzuheben. Dasselbe gilt für das Fahrverbot, das von Bürgermeister Dieter Pinggera erlassen worden ist. Doch nun der Reihe nach: Im Mai vergangenen Jahres haben die Schlanderser Gemeinderäte grünes Licht dafür gegeben, den Forstweg zum Wantlbruch in Göflan in eine Gemeindestraße umzuwandeln. Der Stratege dahinter: Gemeindesekretär Georg Sagmeister. Sagmeister machte sich ein Landesgesetz zu Nutze, das besagt, eine Forststraße dürfe dann in eine Gemeindestraße umgewandelt werden, „wenn sie eine wesentliche Einrichtung der Gemeinde mit der Ortschaft verbindet“. Sagmeister kündigte damit vor allem eines auf: die Rolle als Bittsteller beim Landeshauptmann. Weil sich die Straße im Nationalpark befindet, musste Durnwalder immer wieder um Sonderermächtigungen zum Marmo-

rabtransport über die Forststraße gefragt werden. Flankiert wurde der Beschluss zur Klassifizierung von einem Fahrverbot, erlassen von BM Dieter Pinggera. Der Rekurs von der Landesregierung gegen Beschluss und Erlass kam prompt. Das Verwaltungsgericht hatte dem Rekurs zuerst Recht gegeben, um ihn später wieder aufzuheben. Nun liegt das Urteil auf dem Tisch: „..in der Sache selbst teilt dieses Gericht die Argumentation der Verteidigung der Autonomen Provinz Bozen, dass es sich beim Marmorbruch nicht um eine wesentliche Einrichtung der Gemeinde handelt, denn damit sind öffentliche Dienstleistungseinrichtungen (Schulen, öffentliches Krankenhaus usw.) gemeint, nicht jedoch Industrieeinrichtungen, die von einer privaten Gesellschaft betrieben werden ...“ Doch damit nicht genug, die Urteilsbegründung schließt mit einer interessanten Feststellung: „Außerdem besteht ein eklatanter Widerspruch zwischen der Klassifizierung als Gemeindestraße einerseits, weil es sich angeblich um eine wesentliche Einrichtung der Gemeinde handelt und – andererseits- der Auferlegung eines Fahrverbotes für die Allgemeinheit, die somit diese für sie wesentliche Einrichtung nicht mehr erreichen würde.“ (ap)


Politik & Lokales

Schnals

Lagaun: die nächste... Z

ur Erinnerung: Dass die Gemeinde Schnals ein Gutachten zum Beschluss der Landschaftsschutzkommission bezüglich Lagauntal abgeben muss, hat bereits Tradition. Zunächst legte der Gemeinderat mit Mehrheitsbeschluss eindeutig fest, dass keine Straße oder ein Fahrweg das ursprüngliche Hochtal erschließen darf. Nach Intervention des Bauernvertreters Josef Götsch mit Unterstützung von Bürgermeister Karl Josef Rainer wurde das Ganze in der Landesregierung aber gekippt und der Passus gestrichen. Nach massivem Widerstand aus einem breiten Feld der Schnalser Bevölkerung erwirkte der Gemeinderat einen Beharrungsbeschluss, der wiederum mehrheitlich angenommen wurde: Der Passus muss wieder in den Landschaftsplan. Das Fazit der Landesregierung hieß nochmals Gemeinderatsabstimmung, als wenn es diese Abstimmung noch nie gegeben hätte. Trotz einer glühenden Rede von Bauernvertreter Sepp Götsch für die von den derzeitigen Besitzern noch nicht einmal angedachte „zeitgemäße Bewirtschaftung“ der Alm und von der Abhängigkeit der Grundbesitzer bei neuen Wegeprojekten, blieb der Gemeinderat in geheimer Abstimmung bei seinem Entschluss. Das Lagauntal soll von Straßen verschont bleiben: acht Gemeinderäte stimmten dafür, drei dagegen und drei enthielten sich. Die vorgebrachten Argumente des Bauernvertreters vom respektvollen Umgang zwischen Landwirtschaft und Tourismus, Gemeinde etc. wurden nach der geheimen Abstimmung ad absurdum geführt. Der Einwurf nach „Respekt

Josef Götsch und Patrizia Grüner

für eine mehrheitliche Entscheidung des Gemeinderats“ von Patrizia Grüner wurde verbal im Ansatz abgeblockt. Für den Bürgermeister ist das Thema erst einmal abgeschlossen. Ob eine Fortsetzung folgt, bleibt abzuwarten. Jetzt ist erst einmal wieder die Landesregierung gefragt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Gemeinderatsitzung war die anstehende Neubesetzung der Gemeindevertreter im Verwaltungsrat der „Energie Schnals GmbH“. Zur Erinnerung: Hubert Variola ließ sich im Zusammenhang mit dem Vorwurf des versuchten Amtsmissbrauchs in einem Vergleich auf sechs Monate „bedingt“ ein. Für den Gemeinderat kein Thema. Der ehemalige Bürgermeister wurde einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Wichtiger war die Forderung nach einer Frau im Verwaltungsrat und so löst Evi Weithaler ihren Vorgänger Oswald Weithaler ab. Nun sollen auch in Kürze konkrete Zahlen der Gesellschaft dem Gemeinderat vorgelegt werden, wie BM Rainer versicherte. (ew)

Schlanders

Leserfoto

Der Lokalpolitiker

Fragen über Fragen

H

GV-Präsident und Nachfolger von Walter Meister ist Manfred Pinzger noch nicht. Damit muss sich der ehemaliger Senator noch bis zur Wahl im Mai gedulden. Derweil hat sich Pinzger einen anderen Posten zugelegt: jenen als SVP-Koordinierungsobmann von Schlanders. Vergangenen Dienstag vor einer Woche ist Manfred Pinzger zu eben jenem gewählt worden. Er koordiniert nun in Schlanders die sieben SVP-Ortgruppen in der Gemeinde. Erst als Obmann gehandelt, dann - nach Pinzgers Zusage -

zum Vize gewählt worden, ist der Kortscher Bauer Gerhard Dietl. Dass Pinzger sich zum SVP-Koordinierungsobmann von Schlanders forcieren und sich hat wählen lassen, dürfte vor allem vor einem Hintergrund zu sehen sein: Der geplanten BauschuttRecyclinganlage der Firma Marx AG, die in Sichtweite des Vinschgerhofes - des Ex-Senators Hotel - entstehen soll. Vorsorge ist eben immer noch besser als Nachsorge. (ap)

Papst ? Politik ? Energie ? Gerechtigkeit ? Fragen gibt es viele; doch Antworten ? Foto: Jürgen Tonezzer – www.foto-press.info

Auf dem lokalpolitschen Parkett zurück: Ex-Senator Manfred Pinzger

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Titel

v. l.: Markus Lutt, Sieglinde Stocker (Präsident und Vizepräsidentin der Zeitbank Prad), Evelyne M. Piergentili, Marion Januth (Tauschkreis Mals) und Katja Kostner (Präsidentin der Zeitbank Schlanders)

Zeitbank - die neue Form der Nachbarschaftshilfe Mit der Schaffung von Zeitbanken wird versucht, die verloren gegangene Nachbarschaftshilfe in organisierter Form wieder zu aktivieren. Hinter den Zeitbank-Einrichtungen stehen engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gemeinden und das Landesamt für Familie und Sozialwesen. In Südtirol sind derzeit 15 Zeitbanken aktiv, zwei davon im Vinschgau und zwar in Schlanders und Prad. Die Zeitbank Mals wird demnächst offiziell aus der Taufe gehoben. Bis auf weiteres stillgelegt ist hingegen die Zeitbank Naturns. von Magdalena Dietl Sapelza

W

enn ich daheim einen Kindergeburtstag organisiere, lasse ich mir von jenen Frauen die Kuchen backen, die diese Fertigkeit als Mitglieder der Zeitbank anbieten. Erstens können die Frauen das besser als ich, und zweitens habe ich weniger Stress und kann die Feier genießen“, sagt Katja Kostner. Als motivierte Präsidentin zieht sie seit der Gründung der Zeitbank Schlanders im Jahre 2005 die Fäden. Diese war die zweiten Gruppe im Vinschgau und ist heute die mitgliederstärkste. Die Zeit für das Kuchenbacken gibt Kostner als Bürodienste und Koordinationsstunden für den Verein Zeitbank Schlanders zurück. Dieser ist mit 22 Mitgliedern gestartet. Mittlerweile sind 78 Personen eingeschrieben, von Jugendlichen bis Senioren. Diese bringen die un6

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terschiedlichsten Fähigkeiten ein und bieten ihre Dienstleistungen an. Im Jahr 2012 wurden unter den Schlanderser Mitgliedern 1.200 Stunden getauscht. „Das Wertvollste ist die Zeit und jede Stunde ist gleich viel wert“, unterstreicht Kostner. Ein Umstand fällt ihr immer wieder auf: Das Geben fällt den Menschen leichter als das Nehmen.

Wie funktioniert eine Zeitbank?

Eine Zeitbank funktioniert nach dem Grundsatz: „Zeit statt Geld“. Jede Person, die einer anderen in irgend einer Form Zeit schenkt, kann sich diese Zeit wieder zurückholen, wenn die Person die Zeit beziehungsweise Dienstleistung eines anderen selbst in Anspruch nehmen möchte. Zum Beispiel für eine Stunde Nachhilfeunterricht lässt sich eine Stunde Holzhacken,

eine Stunde Putzen, eine Stunde Gartenarbeit, eine Stunde Kinderbetreuung, eine Begleitung zum Arzt und vieles mehr eintauschen. Die Stunde geht nicht unbedingt direkt an den Dienstleister zurück, sondern wird nach entsprechenden Bedürfnissen im Mitgliederkreis geleistet. Bei ihrer Aufnahme in den Zeitbank-Verein geben die Interessierten an, was sie anbieten können. Diese Leistungen werden in einer Liste vermerkt, die allen Mitgliedern ausgehändigt wird. Das Prinzip: jede Person gibt und nimmt bargeldlos, nutzt Fertigkeiten anderer, die ihr nicht liegen und „zahlt“ mit dem was sie gut kann. Der Austausch dreht sich rund um Angebot und Nachfrage innerhalb der jeweiligen Zeitbank. Deren Mitglieder im Vinschgau übernehmen selbst jegliche Haftung, bei eventuellen Unfällen (in Me-


Titel

ran, der ersten Zeitbank Südtirols, gegründet 1988, hat man sich für eine Haftpflichtversicherung entschieden.) Die Zeitbank als Einrichtung ist die zentrale Kontaktstelle eines Austauschsystems von Dienstleistungen ohne Geldvergütung und ohne Gewinnabsicht. Maßstab für die Verrechnung ist einzig und allein die aufgewandte oder in Anspruch genommene Zeit, unabhängig vom Inhalt oder vom Ergebnis der Dienstleistung. Erbrachte Leistungen werden mit Hilfe von „Zeitschecks“ gutgeschrieben oder abgebucht. Ziel ist ein ausgeglichenes Zeitkonto. Die Kontakte für die Dienstleistungen knüpfen die Mitglieder vorwiegend selbst, anhand der Listen. Die Mitglieder entscheiden frei, ob sie ein Dienstangebot oder eine Dienstforderung leisten beziehungsweise annehmen oder nicht.

Motivierte Kräfte als Motor

Motor jeder Zeitbank sind engagierte Mitglieder, die Leistungen anbieten und vor allem motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Spitze. Schlanders ist ein Vorzeigemodell. Gut angelaufen ist der Austausch von Zeit auch in Prad unter der Leitung von Markus Lutt. Als Vorsitzender des Sozialausschusses hatte er die Gründung der Zeitbank 2012 angeregt und dafür als Präsident Verantwortung übernommen. „Wir sind mit 22 Leuten gestartet und haben jetzt 28. Aller Anfang ist schwer“, meint Lutt. 2012 wurden in Prad rund 200 Stunden getauscht. Viel Zeit investieren Lutt und sein Team in Überzeugungsarbeit. In der Anfangsphase befinden sich derzeit die Promotoren des Tauschkreises Mals um Evelyn Piergentili. „Wir hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme bei der Grün-

dungsversammlung am 16. März“, sagt sie. Sie und ihr Team sind zuversichtlich, dass der Start gut gelingen wird. Alle sind sich bewusst, dass Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen gefragt sind. Das ist der Zeitbank Naturns in jüngster Zeit abhanden gekommen. Nach acht Jahren Tätigkeit (2002 bis 2010) ist dort die Arbeit auf Eis gelegt worden. Die Zeitbank existiert nur noch als Verein auf dem Papier. „In Naturns ist alles langsam eingeschlafen. Es ist uns nicht mehr gelungen, die Idee weiterzutragen. Diese könnte aber jederzeit wieder geweckt werden“, sagt Astrid Pichler. Sie war lange Zeit treibende Kraft und Botschafterin der Zeitbankidee, unter anderem bei der Gründung der Zeitbank in Schlanders. Aus Arbeitsgründen musste sie ihren Einsatz für die Zeitbank zurückschrauben. Sie hofft, dass es in Naturns irgendwann weitergeht, denn sie ist nach wie vor von der Zeitbank-Idee überzeugt.

Neues Miteinander

Die Dienstleistungen der Zeitbanken bewegen sich im privaten Rahmen und im häuslichen Umfeld der Mitglieder. Der Austausch von Zeit darf nicht gewerblich eingesetzt werden. „Wir haben bisher in diesem Zusammenhang noch nie Probleme gehabt“, erklärt Kostner. „Und sollten welche auftauchen, werden wir sie zu lösen wissen“. Der Zeittausch in einer Zeitbank sei nichts anderes als herkömmliche Nachbarschaftshilfe, nur organisiert. Allen Versuchen, das System auszunutzen, erteile man eine klare Absage. Die Nachbarschaftshilfe, früher selbstverständlich, war durch den wirtschaftlichen Aufstieg und den Wohlstand in den vergangenen Jahrzehnten etwas in den

Hintergrund gedrängt worden. Denn die Menschen hatten die Mittel, sich Dienstleistungen finanzieren zu können. Mit einher ging allerdings auch die Vereinsamung der Menschen, vor allem in den Städten. Nachdem die Einkommen infolge der Krise schwinden, kämpfen Menschen immer öfters mit Versorgungslücken. Durch die neue Form der Nachbarschaftshilfe können diese ausgefüllt werden. Der positive Nebeneffekt: Es werden wieder Kontakte geknüpft und ein neues Miteinander entsteht.

Organisierte Nachbarschaftshilfe

Das Landesamt für Familie und Sozialwesen hat sich hinter die Zeitbanken gestellt. Am 20. Februar fand auf Einladung des zuständigen Landesrates Richard Theiner eine Tagung mit Referenten der Freien Universität Bozen statt. Vertreterinnen und Vertreter der Zeitbanken Südtirols hatten die Möglichkeit, sich kennenzulernen, mit dem Ziel ein Netzwerk aufzubauen. Die Zeitbanken könnten künftig in der Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle spielen. Sie könnten in jenen Bereichen greifen, wo die öffentliche Sozialversorgung Einsparungen vornehmen und Leistungen streichen muss. „Wenn Krisenzeiten anhalten, kann es soweit kommen, dass die öffentliche Hand nicht mehr alle Sozialstrukturen abdecken kann. Zeitbanken können dann vieles abfedern“, ist Kostner überzeugt. Sie kann sich vorstellen, dass es in den Zeitbanken möglich gemacht wird, in aktiven Jahren ein „Zeitsparbuch“ anzulegen, aus dem bei einer späteren Gebrechlichkeit im Alter Zeit abgebucht werden kann. Diese Idee ist in Südtirol innovativ und setzt voraus, dass die Zeitbanken bleibende Einrichtungen werden.

Die aktiven Zeitbanken im Vinschgau:

Zeitbank Schlanders Ansprechpartnerin: Katja Kostner Tel. 335 7269053 katja_kostner@hotmail.com

Zeitbank Prad Ansprechpartner: Markus Lutt Tel. 347 2642204 lutt.m@dnet.it

Tauschkreis/Zeitbank Mals Ansprechpartnerin: Evelyne M. Piergentili Tel. 333 14 15 102 evelyne@aol.it

Schalterstunden: in der Schlandersburg jeden ersten und dritten Dienstag von 9.00 bis 10.00 Uhr; und jeden vierten Dienstag von 19.00 bis 20.00 Uhr

Schalterstunden: in der öffentlichen Bibliothek Prad jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 18.00 bis 20.00 Uhr

Die offizielle Gründung: Samstag, 16. März um 16.30 Uhr im Kulturhaus von Mals Schalterstunden in der Bibliothek jeden Montag von 16.30 bis 17.30 Uhr; im Gemeindeamt jeden Mittwoch von 14.00 bis 16.00 Uhr

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Wirtschaft

Maseben

Schlanders

Schrittweiser Ausbau?

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ieter Pinggera ist vorsichtig geworden: Das Wort Vollausbau nimmt er nur noch selten in den Mund, „schrittweiser Ausbau“ heißt die neue Marschrichtung. Weil das Eis in Sachen Fernheizwerk Schlanders ein dünnes ist, übt sich der Schlanderser Bürgermeister in Diplomatie, Zurückhaltung ist eben besser, anstatt vollmundiger Versprechungen, die dann kleinlaut zurückgenommen werden müssen. Und doch will Pinggera ein klares Signal senden, auch im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen in zwei Jahren: Er arbeitet hart. „Kein Tag vergeht“, ließ er seine Gemeinderäte bei der jüngsten Sitzung am letzten Tag im Februar wissen „ohne, dass nicht wegen des Fernheizwerks gesprochen oder verhandelt wird.“ Und: „Der Verwaltungsrat hat im vergangenen Jahr hervorragende Arbeit geleistet, ohne uns selbst loben zu wollen.“ Er selbst steht eben diesem Verwaltungsrat vor. Seit dem Ende des vergangenen Jahres ist die Umschuldung der Fernheizwerk GmbH geschafft. Das schwere Erbe, das er vor drei Jahren angetreten ist, scheint nun konsolidiert, die 24 Millionen Verbindlichkeiten, aufgenommen Fernheizwerk Schlanals Kontokorders: Steiniger Weg rentkredit, in ein längerfristiges Darlehen umgewandelt. Außerdem wird das Kapital innerhalb von fünf Jahren um 3,75 Millionen Euro aufgestockt. „Das ist ein Meilenstein in der Geschichte der Fernheizwerk GmbH und war weiß Gott keine einfache Sache“, ist Pinggera überzeugt. Der Spielraum dieses Meilensteins ist ein schrittweiser Ausbau. Schrittweise auch deshalb, weil bestimmte Indikatoren – Investitionslimits – eingehalten werden müssen. Das sieht der neue Businessplan vor. Der 49prozentige Anteilseigner der Fernheizwerk GmbH, die SEL AG sei damit einverstanden. Am 18. März wird der Verwaltungsrat deshalb in einer Sitzung die entsprechenden Maßnahmen ergreifen und die ersten Vorbereitungen treffen. (ap)

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Ist es aus? E

s ist aus! Am 7. April tut der Hansi schließen, alles schließen, auch die Arbeitsgruppe, alles!“ Die Stimme von Hansi Klöckner überschlägt sich fast. „Nocher kennts schaugn, wossas nochr tiat.“ Zu Eugen Larcher gewandt sagt er: „ Entweder ihr helfts uns…. I hon daou kämpft, 13 Jahre, dass ich alles drholtn hon und möchte es auch weiterhin drholten, aber wenns eis lei versprecht und die Hoadr drei Millionen gebs, und i ett amaoul eppas woaß, nor ischs Kirchn fiir für miar. I möchte enk nu amaoul saougn, am 7. April ist Ende, wenns eis nett schaltet“.„Es ist vorgegeben,“ kontert ungerührt Larcher, „dass die Gemeinde Graun und die Bevölkerung vom Oberland irgendwie das Sagen haben, nicht nur die Langtauferer alleine. „Darum ist mit St.Valentin und der Gemeinde....“ Larcher wird unterbrochen und fährt dann weiter: „Der Bürgermeister war einmal dabei in Imst unten, da waren vier Leute, man hat gesehen, er brauche etwas, einen Schub, damit es wirklich Ernst wird. Der klare Wunsch muß aber auch von der Seite (A.d.Red.: Südtiroler Seite) kommen. Man kann net sagen, i schick einfach Geld. Deis Schreiben mit 3 Mio. …“ Larcher wird wiederum unterbrochen. Der Koordinator der „Kaunertal-Maseben Promotoren Arbeitsgruppe“ Hansi Klöckner hatte für Mittwoch, 20.Februar alle Freunde und Interessenten ins Berghaus „Atlantis“ eingeladen. Dort wurde im Beisein der RAI – Sender Bozen das Vorhaben einer möglichen Verbindung MasebenKaunertal-Nauders vorgestellt. Gekommen waren Eugen Larcher, der Geschäftsführer der Kaunertaler Gletscherbahnen. Der Geschäftsführer Uli Stampfer vertrat die Ferienregion Reschenpass und Toni Zanini sprach für die Fraktion Langtaufers. Snowboard-Junjorenweltmeister Edwin Coratti war mit der Hotelier- und Gastwirtejugend anwesend. Die W.I.R. – Wirtschaftliche Interessengemeinschaft Reschenpass vertrat Josef Thöni. Hans Waldner aus St.Valentin war als Umweltvertreter gekommen. Bis 15. Juni kann man im Kaunertal Ski fahren. Der Skibetrieb wird dann bis zum ersten Schnee Ende September geschlossen. Im Frühjahr und Herbst teilen sich Skifahrer und Ausflügler das Gebiet. Im Sommer lebt der Betrieb nur vom Ausflugsverkehr. Kaunertal und Piztal sind Gebiete, die wenige haben. Das Kaunertal sei nicht umsonst das einzige Gebiet, wo die Bahn das ganze Jahr fährt. Von 365 Tagen werden 340 Tage gefahren. „Ich kann noch einmal sagen“,

Hansi Klöckner und Eugen Larcher begutachten die mögliche Verbindung

so Larcher: „Wir von Piztal-Kaunertal sind bestrebt, hier ein Großraum Ausflugs- und Skigebiet zu erschließen, aber es müssen auch die Rahmenbedingungen passen. Sonst gibt niemand so viele Millionen her. Aber es ist ein offizielles Schreiben an die Haider Alm gegangen, in dem vorläufig einmal mitgeteilt wird, mit 3 Mio. einzusteigen. Wenn da ein Zusammenschluss kommt und wenn es gewünscht wird, dann von vorherein nur über Maseben und Kaunertal.“ „Insre Leit sind einfach stuff“ sagte Josef Thöni. „Ich kann den Hansi voll verstehen. Wir tun seit 20 Jahren umanand diskutieren und passieren tut im ganzen Obervinschgau nichts! Also wirklich nichts. Ich muss die Kritik an den Tourismusverein geben, ich muss die Kritik aber auch uns allen geben, wir tun lei diskutieren, mir tian lei sauteure Studien machen. Wir haben mittlerweilen fünf sechs Studien in den Schubladen drinn, welche verrotten, wobei jede Studie aussagt: wir müssen unsere drei Skigebiete spezialisieren. Und dann müssen wir den Gletscheranschluss machen. Weil es nirgends einfacher und nirgends leichter geht als wie bei uns da. Und alle anderen Wirtschaftsleute, mit dia ma redet, die fragen, wenn machtsas. Ihr dürfts überhaupt nicht diskutieren, ob ihr es überhaupt macht. Nur, bei uns ist keine Kommunikation, wie der Hanspeter gesagt hat. Nicht einmal der Bürgermeister ist heute anwesend. Der Bürgermeister hat nun wirklich ein grosses Problem. Er hat inzwischen zwei Skigebiete, die mittlerweilen zusperren müssen. Aber wollen wir wirklich, dass wir nur mehr Schöneben in Zukunft haben? Mit drei Stützen wären wir oben, in an fix fertigen Skigebiet drinnen.“ Hans Waldner forderte eine Bürgerversammlung auf Gemeindeebene und ein genaues Projekt mit genauer Eintragung der Abfahrten und der Aufstiegsanlagen. (aw)


Wirtschaft

Sulden/Prad

Tourismus ist der Motor der Wirtschaft D

ie aktuellen Nächtigungszahlen der Ferienregion Ortlergebiet liegen noch nicht vor, doch einige Trends sind erkennbar. „Die Krise ist spürbar. Die Gäste wählen günstigere Angebote, tendieren zu kurzfristigen Urlauben, und vor allem die Zahl der Italiener ist zurück gegangen“, erklärt der vor kurzem neu gewählte Präsident der Ferienregion Lukas Wallnöfer vor Vertretern der Raiffeisenkasse Prad/Taufers bei der traditionellen Unterzeichnung des Sponsor-Vertrages. Festzustellen sei laut Wallnöfer auch, dass die Barbetriebe Einbußen hinnehmen müssen. Nichts desto trotz will er mit Fabian Rungg (Prad), Fabian Platzer (Stilfs) und Hermann Ortler (Sulden) im Vorstandsteam nach vorne schauen und einiges bewegen. Wie bisher will auch die Raiffeisenkasse als Partner ihren Beitrag leisten. „In den vergangenen zehn Jahren haben wir der Ferienregion insgesamt 170.000 Euro zur Verfügung gestellt“, betont Raika-Vizedirektor Oskar Wegmann. Es sei der Bank stets ein Anliegen, die heimische Wirtschaft zu stützen. Der Tourismus sei der entschei-

v.l. Albrecht Veith, Oskar Wegmann, Lukas Wallnöfer und Luis Reinstadler

dende Motor. Viel diskutiertes Thema im Tourismusvorstand ist derzeit die geplante Stilfser Joch Maut. Die Landesregierung hat deren Einführung beschlossen. Doch die Geister scheiden sich darüber, wie das Ganze funktionieren soll. Die Möglichkeit steht im Raum, dass die Ferienregion die Organisation der Maut übernehmen soll. Positiv gewertet wird, dass man in diesem Zusammenhang eine Person anstellen könne. Laut Wallnöfer sei vieles noch

nicht geklärt. „Wir sind grundsätzlich für die Maut und möchten uns auch einbringen, doch das Ganze muss Kopf und Fuß haben“. 2013 im Spätsommer und Herbst werden drei Events die Ferienregion Ortlergebiet in den Focus der Öffentlichkeit bringen und zwar der Goratex-Transalpine-Run, das Radrennen Endura-Alpentraum und der Bewerb Red Bull X-Alps, ein Wettkampf für Gleitschirm-Teams im Biwak-Fliegen. (mds)

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Leserbriefe

Leserbriefe Brauchen wir mehr weibliche Führungskräfte?

Man darf das alles auch nicht überbewerten,es gibt andere Dinge z.B. dass die soziale Infrastruktur weitgehend fehlt, die es ermöglicht, Beruf und Familie zu vereinbaren. Wir reden zu viel von Quoten und Führungskräften, statt dafür zu sorgen, dass Frauen nach der Geburt eines Kindes einen Kita-Platz bekommen, und zwar einen, der nicht mittags schon wieder zu macht. Auch in der Schule wird meist vorausgesetzt, dass sich nachmittags die Mutter um die Kinder kümmert. Aber wer längere Zeit halbtags oder gar nicht arbeitet, bleibt auf dem Arbeitsmarkt schnell auf der Stecke. Oft sind Frauen sensibler, setzen mehr auf Moderation und nicht so sehr auf Durchregieren. Aber es gibt auch Gegenbeispiele, Frauen ,die sich sehr Machtbewusst durchsetzen und das mit ziemlicher Härte und Rücksichtslosigkeit. Natürlich gibt es auch sehr sensible Männer. Was wichtig ist Fachkompetenz und Wissen und nicht das Geschlecht. Bernhart Hansjörg, Burgeis

Vinschgerbahn

Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten mit dem SüdtirolPass schien endlich alles zu klappen. Dann musste aber mal wieder alles geändert werden, und schon wieder gibt es Probleme. Seit dem 8. Dezember 2012 kann man den SüdtirolPass und andere Wertkarten nicht mehr im Zug abstempeln. Ebenso ist es nicht mehr möglich, Wertkarten an Bord des Vinschgerzuges zu kaufen. Dies soll alles vor dem Einsteigen in den Zug gemacht werden. Nun wurden zwar an jedem Bahnhof Automaten zum Entwerten der Karten aufgestellt, aber nur an den größeren Bahnhöfen ist es auch mög10 Der Vinschger Wind 5-13

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lich eine Karte zu erwerben. Dies bedeutet, sollte ich meinen SüdtirolPass mal vergessen, nur „Gelegenheitsfahrer“ oder Tourist sein und keine Wertkarte besitzen, dann kann ich mir an den meisten Bahnhöfen auch keine kaufen. Was tun? Doch das Auto nehmen? Schwarz fahren? Auch dass man die Karte im Zug selber nicht mehr entwerten kann, ist ein Problem. Ich wohne in Goldrain und fuhr mit dem Zug nach Meran. Auf dem Rückweg wollte ich meine Mutter in Naturns besuchen. Habe also meine Karte bis Naturns abgestempelt. Unterwegs hat mich meine Mutter benachrichtigt, dass sie länger arbeiten muss und deshalb nicht zu Hause ist. Also beschloss ich direkt weiter nach Goldrain zu fahren. Fuhr die Strecke Naturns bis Goldrain aber „schwarz“. Wie hätte ich denn abstempeln sollen? Zum Aussteigen fehlt die Zeit. Ich warte doch nicht eine Stunde auf den nächsten Zug. Und im Zug ist es ja nicht möglich, seine Karte abzustempeln! Im Endeffekt wurde Geld investiert um an allen Bahnhöfen Entwerter aufzustellen. Automaten aber fehlen! Wo war denn vorher das Problem? Jetzt gibt es wohl noch mehr Schwarzfahrer! Franziska Gufler

Raubrittertum im Schatten der Churburg

Zur Erinnerung. In der Ausgabe 1 „ der vinschgerwind “ vom 10.01.2013 bezeichnete Frau Dietl Sapelza einige Schludernser Gemeinderäte als Rebellen. Vorausgegangen war ein Antrag eben dieser Gemeinderäte (allesamt SVP-Mitglieder) in einer Gemeinderatssitzung im Dezember 2012, für eine von 13 Bergbauern beantragte Genehmigung auf Durchfahrt einer Wasserdruckleitung durch Gemeindegebiet für ein Wasserkraftwerk eine Beteiligung von mindestens 50 % an dem

Kraftwerk zu verlangen. Außer den in dem Leserbrief „ Schludernser Rebellen“ genannten Personen, die lediglich nicht für den Antrag gestimmt hatten, weil sie nicht mit der Höhe der Forderung einverstanden waren, hat ausschließlich der Vertreter der Freiheitlichen, Herr Harald Thanei, die Sachund Rechtslage erkannt und sich ausdrücklich gegen den durch die Gemeinderäte eingebrachten Antrag ausgesprochen. Die Bergbauern können nur froh sein, dass nicht auch die Hälfte der Höfe gefordert wurde. Dieser Antrag wäre aber wahrscheinlich schon daran gescheitert, weil sich die Gemeindevertretung nicht darüber hätte einigen können, wer von ihnen künftig dann die Arbeit auf den Höfen als Miteigentümer machen sollte. Es ist nur schwer vorstellbar, dass das Verhalten der überwiegenden Mehrheit der Schludernser Gemeinderäte auch nur das Geringste mit der Interessenvertretung der Bevölkerung oder der Umsetzung des Wählerwillens zu tun hat. Wenn das Verhalten und das Abstimmungsergebnis der Schludernser Gemeinderäte für das hiesige Demokratieverständnis spricht, kann man nur sagen: Gute Nacht, armes Schluderns! Maria Luise Kuppelwieser – Morgenstern, Schluderns

Demokratie?

Ich stelle mir oft die Frage: Leben wir selbstbestimmt in einem freien Land? Leider nicht. Wir leben eingeengt, niedergedrückt, von einer Politik geführt, die gar keine Politik ist. Man baut einen Flughafen für ein paar Personen, die ab und zu nach Rom fliegen, um dort angeblich Politik zu machen. Dieser Flughafen verschlingt jährlich etliche Millionen, und immer wieder zahlt der Landesvater Luis den Verlust aus der Steuerkasse. Woher kommt aber dieses Geld? Von mir

und von dir, von Jung und Alt, von allen, die fleißig arbeiten und Steuern zahlen. Und wie viele Millionen verschlingt der BBT? Da wird einfach drauflos gebohrt ohne Konzept. Wissen die Anwohner überhaupt, wann das Megaprojekt fertig ist? Was fährt da alles durch? Hat sich jemand gefragt, ob wir den BBT überhaupt brauchen? Ohne die Bevölkerung zu fragen, werden Millionen in den Sand gesetzt. Nicht schlecht ist die Vinschger Bahn, doch sie fährt immer noch nicht auf europäischem Niveau. Jetzt will man sie elektrifizieren. Das hätte man von Anfang an tun können. Auch hier wurde Geld zum Fenster hinaus geschmissen. Die Edelweißpartei bestimmt alles von oben herab und weiß nicht, wie Demokratie geschrieben wird. Ich habe gelesen, dass sich die Provinz Trient für die Austragung der Olympischen Spiele 2022 mit Südtirol verbünden wollte. Leider soll ein Mann alles abgeblasen haben, der mehr verdient als die deutsche Bundeskanzlerin und der amerikanische Präsident. Der bestimmt in Südtirol fast alles allein, duldet keine Revoluzzer, sondern nur Miteufer. Der Edelweißverein versucht seit jeher Mitbestimmung zu blockieren. Ich verstehe eines nicht. Immer heißt es: das zahlt das Land. Viele scheinen zu vergessen, dass das Land wir sind, und das gibt uns wohl das Recht mitzubestimmen. Bei unseren Schweizer Nachbarn könnten sich unsere Politiker in Sachen Mitbestimmung weiterbilden. Zum Beispiel zu Olympia 2022: Befürworter und Gegner kommen zu Wort, weil es um hohe Geldsummen geht. Es wird in den Orten informiert und diskutiert. Am 3. März stimmt das Wahlvolk in Graubünden ab. Das ist Demokratie! Das Ergebnis ist bindend. So etwas könnte auch bei uns Schule machen. Der Edelweißverein müsste sich einmal die Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Herbert Marseiler, Prad


Die Kortscher Sonnenpyramide. Nirgends im Vinschgau gibt es so viele und steile „Steilen“ wie hier zwischen Schlanders und Kortsch. Die kargen Terrassen sind mit Steinstufen verbunden. Ein gewaltiges Werk um einige Quadratmeter Fläche zu gewinnen. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Lokales

Leserbrief Parlamentswahlen geschafft!

Schlanders

Erzürnte Handwerker

Mit Genugtuung nimmt der FBezirk das Wahlergebnis der Parlamentswahl 2013 zur Kenntnis. Trotz ungerechtem Wahlgesetz und starker Konkurrenz im Vinschgau ist es uns gelungen, das Ergebnis von 2008 um mehr als 5% zu steigern. Damit hat sich die Freiheitliche Politik im Vinschgau endgültig etabliert. In einigen Gemeinden ist es sogar gelungen, an die Ergebnisse der letzten Landtagswahl heranzukommen und diese zu toppen! Beständige Kleinarbeit, Fleiß, Kontrolle und bürgernahe Politik machen sich auch im Vinschgau bezahlt und sind im „täglichen Politikbetrieb“ nicht mehr wegzudenken. Gestärkt mit diesen Ergebnissen ziehen die Vinschger Freiheitlichen nun voller Tatendrang in die Vorbereitung auf die Landtagswahlen im Herbst 2013. Stecher Peppi, Bezirksobmann

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SeitenWind

Schluderns

Rabland. Buchvorstellung

„Befreit“: Werner Gurschler stellt sein neues Buch vor. In seinen Texten stehen Begegnungen im Mittelpunkt und Weisheit und Spiritualität zwischen den Zeilen... Interessierte sind am Mittwoch, dem 6. März 2013 um 20 Uhr in der Bibliothek Rabland herzlich willkommen.

Schlanders. Im Rahmen der Reihe „Literatur in Schlanders“ lesen Birgit Unterholzner (Bozen) und Irene Prugger (Mils bei Hall) aus ihren Erzählungen und stellen aktuelle Werke vor. Die literarische Matinee findet im Hotel Vier Jahreszeiten in Schlanders am Sonntag, 24.03.2013, von 11 bis 12:30 Uhr vor. Moderation: Andreas Neeser, Schriftsteller aus Suhr bei Aarau (Schweiz). 12 Der Vinschger Wind 5-13

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ie Handwerker in Schlanders haben die Nase gestrichen voll. Klare Worte gab’s deshalb bei der Versammlung der Ortsgruppe heute vor zwei Wochen im Restaurant Maria Theresia. Der Grund: Die Handwerker leiden unter der Last der aufgehalsten Kurse, die Betriebsinhaber und Mitarbeiter absolvieren müssen. Diese seien weder finanziell noch zeitlich zu schaffen. „Arbeiten ist bald nur noch Luxus“, sagten etwa Norbert Ratschiller und Herbert Gemassmer. Doppelt und dreifach müsse man Kurse machen, derselbe Inhalt wiederhole sich mehrmals. Kurt Leggeri formulierte die Kritik so: „Die Unsitte, unzählige Kurse machen zu müssen, greift mehr und mehr durch. Es ist ein Zustand, der nicht mehr tragbar ist, es muss etwas passieren“. Und in Richtung LVH-Direktor

v.l. Peter Hofer: „460 Stunden im Jahr fließen in einem Betrieb in die Bürokratie.“ Obmann Günther Gemassmer: „Der Abbau der Bürokratie ist ein wichtiges Thema.“

Thomas Pardeller: „Ich fordere den Direktor auf, dass man im heurigen Jahr Ansätze sieht, die dieser Unsitte Einhalt gebieten.“ Pardeller selbst gab die Schuld weiter: Vor allem die Gewerkschaften seien an diesem Umstand schuld. Karl Fleischmann konterte: „Vom nationalen Verband zum Beispiel hört man überhaupt nichts. Null, komplette Stille. Ich glaube, dass die Handwerker sogar bereit wären auf die Straßen zu gehen.“ Zu-

vor hatte Bürgermeister Dieter Pinggera Neues aus der Gemeindestube zu Gehör gebracht und der Leiter des Bezirksbüros Peter Hofer Neues auf Steuerebene. Die Wahlen brachten neue Gesichter: Obmann bleibt Günther Gemassmer, ihm zur Seite stehen Hanspeter Schwemm, Susanne Tumler, Karl Telser, Patrick Burger und als neue Ausschussmitglieder Norbert Ratschiller, Matthias Wieser und Martin Spechtenhauser. (ap)

Die Ortlerfront wird beleuchtet

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en 850. Geber. Größter Feind im burtstag von erbitterten StellungsSchluderns nehmen krieg waren Eis- und die Männer der Schneemassen und SchützenkompaKälte. Die Lawinie Schluderns mit nenabgänge in der Hauptmann Dietmar weißen Wüste hatten Pali an der Spitze regelmäßig Soldazum Anlass, auf ten samt Baracken, die Geschichte des Ausrüstung und GeErsten Weltkrieges rätschaft verschüttet. zurück zu blicken. Seit geraumer Zeit Zusammen mit dem schmilzt der Glet„Ortler Sammlerver- Dietmar Pali: „Die scher infolge der ein 1.Weltkrieg“ un- Ausstellung lehrt Klimaerwärmung ter dem Vorsitzenden uns Geschichte“ und gibt Teile seiner Christian Mazagg Beute frei. Das rief treffen die Schützen derzeit im viele Sammler aus Südtirol und Vintschger Museum die Vorbe- aus den angrenzenden Regionen reitungen für die Sonderausstel- auf den Plan. Zeitweise war ein lung zur Ortlerfront von 1915 regelrechtes Wettsammeln zu nach dem Kriegseintritt Italiens beobachten. Manche gingen bis 1918. nicht zimperlich vor und legten An den Frontlinien am Ortler Zerstörungswut an den Tag. standen sich italienische und ös- Tatsache ist, es entstanden viele terreichische Soldaten gegenü- private Depots. Aufmerksame

Sammler sind seit jeher die Mitglieder des Ortler Sammlervereins. Mittlerweile hüten sie ein beachtliches Arsenal an Kriegsgeräten. In Kleinarbeit versuchen sie nun anhand der Funde den Frontalltag zu rekonstruieren und Interssierten anschaulich vor Augen zu führen. Die Ausstellung beleuchtet einerseits ihre Arbeit und führt andererseits die Betrachter in einen eisigen Frontabschnitt, in dem es weder Sieger noch Besiegte gab. Eröffnet wird die Sonderaustellung am Freitag, den 22. März 2013 um 19.00 Uhr. Flankiert wird die Ausstellung von einem Dokumentarfilm über den unwirtlichen Kriegsalltag. Die Räumlichkeiten stellt die Museumsführung um Kristian Klotz kostenlos zur Verfügung. Interessierte können bis Pfingstmontag in die Kriegswelt am Ortler eintauchen. (mds)


Interreg ENGIADINA

IMST

LANDECK

VAL MÜSTAIR • VINSCHGAU

INTERREG – Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Terra raetica mobil

Die grenzüberschreitende Mobilität „fließt“ Gabriella Binkert (Biosfera Val Müstair) und Ulrich Veith (Gemeinde Mals): „Sanfte Mobilität grenzüberschreitend voranbringen

Grenzüberschreitende Mobilitätsangebote der Region Terra Raetica werden zukünftig im Malser Wasserturm zentralisiert.

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ie ausdienten Wassertürme entlang der Vinschger Bahnlinie werden so nach und nach wieder einer Nutzung zugeführt und im wahrsten Sinne des Wortes „zum Fließen“ gebracht. Dass dabei nicht nur in kleinen räumlichen Nutzungsmöglichkeiten gedacht wird, beweist

die Umsetzung eines Mobilitätszentrums, welches nach Plänen der Gemeinde Mals und der Biosfera Val Müstair grenzüberschreitend entstehen soll. Der alte Wasserturm am Malser Bahnhof wird der Stützpunkt dafür und vollständig saniert. Darin wird ein Zentrum für die Entwicklung e Sei r gioni un

UNIONE EUROPEA Fondo europeo per lo sviluppo regionale

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Italien • Österreich

zukünftig in die Zuständigkeit des Mobilitätszentrums im Wasserturm am Bahnhof Mals fallen. Die grenzüberschreitende ökologisch sinnvolle Mobilität mit Bus, Bahn, Rad und Car-Sharing erfährt dadurch einen weiteren Qualitätssprung und führt die Bemühungen um sanfte Mobilität in der gesamten Region Terra Raetica fort. (lu) Terra Raetica mobil - Termin Die offizielle Eröffnung des neuen Teilstückes LaatschGrenze Müstair des grenzüberschreitenden Radweges findet am

Samstag, 18. Mai um 15 Uhr statt.

Terra Raetica - links Homepage: www.terraraetica.eu Kulturkalender: www.terraraetica.eu/de/ cultura-raetica Bus und Bahn: www.terraraetica.eu/de/ fahrplan-online Barrierefreier Tourismus: www.terraraetica.eu/barrierefrei

ob ie tt

ivo

EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

und Vermarktung von innovativen Mobilitätsprojekten im Austausch zwischen Vinschgau und Graubünden Platz finden. Kürzlich wurden die entsprechenden EU-Fördermittel im Rahmen des INTERREG IVa-Programmes 2007-2013 Italien-Schweiz genehmigt. Von den knapp 222.000,00 Euro Projektkosten trägt die EU 143.000,00 Euro bei, von der Schweizer Seite kommen 60.000,00 Euro und den Rest finanziert die Gemeinde Mals. Nach den baulichen Sanierungsmaßnahmen sieht das Konzept in einem weiteren Schritt die Vermarktung von bestehenden Produkten im Bereich des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs vor. Darunter fallen beispielsweise die Venice-Südtirol-St. Moritz Bahn-Tour, Radtouren auf dem neu errichteten grenzüberschreitenden Radweg Ofenpass-Bahnhof Mals oder der Vinschger Höhenweg in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In einem zweiten Schritt sollen neue Produkte in Kombination mit grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrsmitteln entstehen. Aber auch die Betreuung des CarSharing-Dienstes in Mals wird

Italia • Austria

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Lokales

SeitenWind

Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL

Schlanders. Ein Begegnungsstück findet im Kulturhaus „Karl Schönherr“ heute am 7. März um 20 Uhr statt. „Wer wir sind“ ist etwas Einzigartiges, bei dem die Zuschauer von den Akteuren des Tanztheaters Muspilli auf einen Rundgang durch das Kulturhaus „Karl Schönherr“ mitgenommen werden. Matteo Facchin (MusikPerformer, Bozen), Riccardo Meneghini (Tanz-Performer, Trient/Leeds) und Antonia Tinkhauser (Text-Performerin, Eppan) schlüpfen in Rollen und Figuren, agieren in den Räumen und Winkeln des Kulturhauses – und werden dabei von den Zuschauern begleitet. Kartenvorverkauf: Tourismusvereins Schlanders-Laas in der Göflanerstr. 27 (Kulturhaus) von Mo. - Fr. von 9 -12:30 Uhr und von 14 -18 Uhr sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr.

Unser Kreuz mit Europa Fast unbemerkt von der heimischen Öffentlichkeit hat der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung erlassen, die für Südtirol von erheblicher Tragweite ist. Ein Albaner, der seit 1994 auf Grund einer unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung im Lande lebte und arbeitete, bezog von 1998 bis 2008 ein Wohngeld. Für das Jahr 2009 wurde ihm dieser Zuschuss mit dem Hinweis verweigert, dass die für Drittstaatsangehörige vorgesehenen Mittel erschöpft seien. Der Albaner zog vor Gericht. Das Landesgericht Bozen wandte sich an den EuGH, um die Frage klären zu lassen, ob die Verweigerung des Wohngeldes eine diskriminierende Verletzung des EU-Rechts darstellte. Die Antwort aus Luxemburg war deutlich: Auch Angehörige

von nicht EU-Staaten, welche sich auf Grund einer unbefristeten Genehmigung in einem EU-Land aufhalten, haben Anspruch auf die sozialen Kernleistungen (Nahrung, Wohnung und Gesundheit). Wir müssen also zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht auf einer Insel leben. Die Wohltaten des Sozialstaates müssen wir mit zugewanderten Italienern, Angehörigen von anderen EU-Staaten und sogar mit Nichtunionsbürgern teilen! Dieser Fall macht aber auch deutlich, wie eingewoben in das europäische Netz wir bereits sind und wie utopisch die von unserer politischen Rechten befürworteten separatistischen Tendenzen sind. Dabei ist die von Eva Klotz angestrebte Loslösung vom italienischen Staate europarechtlich noch harmlos. Richtig „haarig“ wird es hingegen bei dem von den Freiheit-

lichen geforderten Freistaat. Man könnte es sich leicht machen und diese Bestrebungen als Folklore oder politische Nostalgien abtun. Zurzeit jedenfalls scheinen Abspaltungstendenzen im Trend zu liegen. Schotten, Flamen, Katalanen, ja auch Norditaliener und die Bayern verspüren einen Drang nach Unabhängigkeit. Doch die Frage: „Was kommt danach?“, lassen alle diese Kämpfer für neue Schlagbäume unbeantwortet. Eva Klotz mag zwar zurzeit in Katalonien einen politischen Dauerorgasmus erleben, aber jede Abspaltung ist gleichbedeutend mit einem Ausscheiden aus der EU! Eine Rückkehr in die Gemeinschaft wäre nur über neue Beitrittsverhandlungen möglich. Gute Fahrt! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Tschengls/Vinschgau

Umweltschutzgruppe Vinschgau: Rück- und Ausblick

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n einer äußert gut besuchten Mitgliederversammlung hat der Vorstand der Umweltschutzgruppe Vinschgau (USGV) unter der Leitung von Eva Prantl am Freitag den 22. Februar seinen Mitgliedern die vom Verein geleistete Arbeit und die in nächster Zukunft anstehenden Vorhaben präsentiert. Vor über 40 Besuchern im restlos gefüllten Tagungsraum der Tschengelsburg bot die Vereinsleitung zunächst einen Jahresrückblick in Worten und Bildern. Dabei wurden Lehrfahrten ebenso erwähnt wie spezielle Projekte und Interventionen zugunsten des Umweltschutzes. Auch Kritik wurde geäußert: so seien die Argumente der Umweltschützer von den Betreibern des Versuchsfeldes der Laimburg ebenso ignoriert worden wie 14 Der Vinschger Wind 5-13

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von den Bauernvertreter, die den Einsatz umstrittener Herbizide auf Bergwiesen zugelassen hätten. Neben einigen kleineren wurden vier Vorhaben dem Publikum ausführlich erklärt. So strebt die USGV im laufenden Jahr in Mals die Abhaltung einer Volksabstimmung an, durch die der Einsatz von Pestiziden in dieser Gemeinde verboten werden solle. Ein Promotorenkomitee sei bereits gebildet, in Kürze könnte mit der Sammlung der nötigen Unterschriften zur Abhaltung der Abstimmung begonnen werden. Einerseits mit Stolz, anderseits mit Bedauern berichtete Peter Gasser von den bisher im „Etsch-Dialog“ erzielten Ergebnissen. So wären die im Plenum gefunden Lösungen „super“ gewesen, umso unver-

Die Vinschger Umweltschützer tagen in der Tschengelsburg

ständlicher sei die nachträglich erfolgte Blockade durch den Bauernbund, der in Laas die Umsetzung der Hochwasserprojekte ablehne. Solange es nicht zu einer „politischen

Entkrampfung“ komme, bleibe Laas einfach „draußen“, das Augenmerk sei bis dahin – so Gasser - auf den oberen Vinschgau zu richten. Rudi Maurer erläuterte die Haltung der USGV bezüglich der Errichtung eines Kraftwerks am Rambach. Bis zur Volksabstimmung am 7. April soll die Bevölkerung „ausreichend informiert werden“, damit nicht auch der „letzte naturnahe Flusslauf für die Stromerzeugung genutzt“ werde. Das vierte große Vorhaben der USGV betrifft die Elektrifizierung der Vinschgerbahn. Mit Hilfe einer Petition samt Unterschriftensammlung sollen der Ausbau des Straßenabschnittes Forst-Töll gestoppt und die von der Landesregierung bereitgestellten Gelder in die Elektrifizierung der Vinschgerbahn umgeleitet werden. (jan)


Menschen

„...ma muaß es drpockn“

Klara Zwick Gruber, Jg. 1935, geboren in Burgeis, seit 1960 Bäuerin auf dem „Polsterhof“ oberhalb von Schleis: „S Kohlnbeigleisn nimm i heint lai mea pan Dreikinisegnan zun Rachn“

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ie Heizdecke war Klaras erste Anschaffung, nachdem der „Polsterhof“ 1978 einen Stromanschluss erhalten hatte. „I hon entla worm hoobm gwellt“, meint sie. Seit ihrer Hochzeit mit Sepp Gruber im Jahre 1960 waren Petroleum- und Karbidlampen die Lichtquellen in den dunklen Stunden. Von Elektrogeräten konnte Klara nur träumen, ebenso von fließendem Wasser im Haus. Sie wusch am Brunnen und bügelte mit dem Kohle-Bügeleisen. „Ma isch friaer oghärtet gweesn“, sagt sie. Als ältestes Mädchen einer zwölfköpfigen Familie in Burgeis war sie von kleinauf in der elterlichen Landwirtschaft gefordert. Mit 19 Jahren trat sie ihre erste Stelle als Mädchen für alles in der Fürstenburg an. Dann folgten einige Wintersaisonen auf einer Skihütte in Klosters. „Jedn verdiantn Knopf hon i hoamtrogn“, erinnert sie sich. „Olle hoobm zommgschaug, suscht war’s nit gongan.“ Zusammenschauen hieß es auch auf dem „Polsterhof“. Nachdem sie als Jungbäuerin dort eingeheiratet hatte, setzte sie alles daran, mit den Mitgliedern der Großfamilie gut auszukommen. „Ma hot gschoffn gmiaßt“, so Klara. Ihrer Schwiegermutter stand am Herd, während sie sich auf dem Feld und im Stall nützlich machte. Die Familie war Selbstversorger. Salz, Zucker und Polantamehl kaufte Klara

nach der Sonntagsmesse im „Schleiser Ladele.“ Nach einem Jahr lag der Stammhalter Karl in der Wiege. In den folgenden Jahren schenkte sie noch zwei Buben und drei Mädchen das Leben. Nachdem Sepps Geschwister nach und nach auszogen, traten Klaras Kinder in deren Fußstapfen als Arbeitskräfte. Dann kam der verhängnisvolle Tag im Mai 1977. Sepp fuhr mit dem beladenen Miststreuer über die abschüssige Wiese. Das Fahrzeug kam ins Rutschen. Sepp sprang vom Traktor und versuchte mit aller Kraft das Kippen zu verhindern. Doch das schwere Gerät drückte ihn vor den Augen seines Sohnes Karl zu Boden. Von den Hilfeschreien alarmiert rannte Klara zur Unglücksstelle. Alle Rettungsversuche waren umsonst, Sepp verstarb kurze Zeit später im Alter von 46 Jahren. Nach dem lähmenden Schock kam die Verzweiflung. Aufgewühlt und mit den weinenden Kindern an den Händen folgte sie dem Pferdegespann mit der Bahre. Klara stand nun mit ihren Kindern alleine da. Der Älteste war 16, die jüngste drei Jahre alt. „I hon norr ounheibm gmiaßt, mit di Kindr schintn“, betont sie. Es musste irgendwie weitergehen, dessen war sie sich bewusst. Sie versuchte, die Geschicke auf dem Hof im Sinne des Verstorbenen weiter zu führen. Oft stieß sie an ihre Grenzen. Sie musste allein entschieden, suchte oft

Trost im Gebet. Stütze gaben ihr die Kinder. Mit ihnen gemeinsam schaffte sie es, neue Kraft zu schöpfen und die schwere Arbeit zu meistern. Dann ereilte sie 1985 der nächste Schicksalsschlag. Ihre 17-jährige Tochter Imelda erkrankte plötzlich und starb kurz darauf im Krankenhaus von Bozen. Als Todesursache wurde Nierenversagen angegeben. Genaues erfuhr Klara trotz Nachfrage nicht. Das schmerzte. Dieser Verlust zerriss ihr fast das Herz „Kind isch Kind. Dia Wundn hoaln nia“, resümiert sie. Wieder rappelte sie sich auf und versuchte zu verdrängen. Sie war froh, als Karl die Geschicke auf dem Hof übernahm und heiratete. Drei Enkelkinder brachten Leben ins Haus, und Klara freute sich darüber. Mit ihrer Schwiegertochter Elfriede verband sie ein inniges Verhältnis. Klara vertraute ihr und gönnte sich sogar einen längereren Meeraufenthalt. Sie unterstützte den Bau des neues Hauses neben der Hofstelle, in das die junge Familie mit den Kindern einziehen wollte. Doch wieder schlug das Schicksal zu. Die Schwiegertochter erkrankte an Krebs. „Wenn’s oam guat geat, kimmp gwiiß eppas“, meint Klara. Ein bedrückender Leidensweg begann für die ganze Familie. Kurz bevor die junge Frau die Augen für immer schloss, bat sie ihre Schwiegermutter, sie möge sich um die Kinder kümmern. „Sou bin i fa di oanan zu di ondern Kindr kemman“, sagt Klara. Das Wohl der Kleinen lag ihr stets am Herzen, und sie bemühte sich ihnen, so gut es ging, die Mutter zu ersetzen. „Richtiger Muatrersotz hon i obr nia sain kennt“, unterstreicht sie. Sie umsorgte auch ihren Sohn. Dieser zog nach dem Tod der Frau nicht ins neue Haus. Dort wohnt jetzt der Enkel Matthias mit seiner Freundin. Oft schaut er bei seine Großmutter vorbei. Trotz der schmerzenden Lebensabschnitte hat Klara ihren Humor und ihr herzhaftes Lachen nicht verloren. „Di Orbat hilft über vieles hinweg“, sagt sie. Und die Arbeit geht ihr auch heute nie aus. Oft schaut sie auf die Jahre zurück und fragt sich, wie sie imstande gewesen war, die Schicksalsschläge zu ertragen. „Ma drpockt viel, man muaß es drpockn.“ Wie eh und je steht sie morgens kurz nach fünf Uhr auf und kocht für Karl die „Brennsupp“. Gegen neun Uhr abends legt sie sich ins Bett. „Es gibt nichts Scheaneres, als in a worms Bett inni z’schliafn“, schwärmt sie. Das beste elekrische Gerät ist für sie noch heute die Heizdecke. Magdalena Dietl Sapelza

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Gesellschaft

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Latsch

Naturns. Auch heuer organisiert die Bibliothek wieder eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag. Aus einer kleinen Idee vor drei Jahren ist eine beliebte Veranstaltung geworden (mit 180 Frauen 2012). Das Programm kann sich sehen lassen. Ein Auszug: Orientalischer Tanz mit Gabriele Schrötter - Tänzerin & diplomierte Lehrerin für orientalischen Tanz, Literatur „Von Träumen & Märchenprinzen“ mit Donatella Gigli - Theaterpädagogin, ein Kurzreferat von der Beratungsstelle gegen Gewalt - Frauenhaus Meran und vieles mehr. „Von Frau zu Frau“ wird ein unterhaltsamer und genussvoller Abend . Freitag, 08. März 2013 ab 20 Uhr in der Bibliothek Naturns. Markt für guten Zweck:

Karthaus/Schnals. Der traditionelle AgathaMarkt lockte heuer wiederum zahlreiche Besucher nach Kartaus. Die Bäuerinnen hatten sich alle Mühe gegeben, um eine reiche Auswahl an selbst produzierten Köstlichkeiten und Waren anzubieten. Würzige Bauern-Paarl und selbstgemachte Krapfen nahmen Kenner gleich in Mengen mit, da diese ansonsten nicht geboten werden. Der komplette Reinerlös des Marktes in Höhe von 1.062,91 Euro ging an die Familie auf dem Mahdwieserhof am Ritten. Im Spätherbst war der Jungbauer tödlich mit dem Auto verunglückt. Er hatte eben mit Sanierungsarbeiten auf dem Hof begonnen und freute sich auf das erste Kind. Das Geld soll der jungen Frau helfen das Haus fertig zu stellen und den Hof im Sinne ihres Mannes weiterzuführen. (ew)

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AVS unter neuer Führung Ausschussmitglieder v.l.: Kassier Barbara Unterthurner, Sektionsleiter Alexander Mair, Schriftführer Klara Pirhofer, Stellvertreter Gerhard Rinner, Jugendwart Daniela Mair, Rettungsstellenleiter Hannes Gamper und Ausschussmitglied Jakob Braun

A

ls einen würdigen Nachfolger bezeichnete Sepp Linser Alexander Mair, der das Amt als Sektionsleiter des Latscher AVS übernommen hat. Als Ehrengast der Vollversammlung bedankte sich Linser bei allen Anwesenden, welche zahlreich erschienen waren, und erwähnte, dass der Verein stetig wächst. Insgesamt sind es 580 Mitglieder. Viel Erfolg wünscht er seinem Nachfolger, und den Jugendführern, ein Kompliment ging an die Rettungsstelle und ein beson-

derer Dank an die Ausschussmitglieder. In einer Gedenkminute wurde der erst kürzlich Verstorbenen Hermann Tscholl (Ausschussmitglied) und Manfred Gemassmer (Sektionsleiter AVS Schlanders) gedacht. Für die 25-jährige Mitgliedschaft wurden Daniela Mair, Sieglinde Auer, Ida Blaas Kerschbaumer, Ottilia Pircher Braun, Rita Stecher sowie Markus Stricker geehrt. Ein Erinnerungsfoto wurde an Rosa Gritsch überreicht, welche 2012 im Alter von 83 Jah-

ren das Hasenohr bestieg. „Eis kannt olle gian, man muaß lei welln“: ,sagte Rosa zu den Anwesenden. In Zukunft beteiligt sich der AVS wieder an verschiedenen Projekten wie z.B. der Planung des Leitsystem Biker oder der Europäischen Bürgerinitiative gegen die Privatisierung von Wasser (mit einer Unterschriftenaktion). Nach den Programmvorstellungen für 2013 folgte eine beeindruckende und spannende Fotostrecke der Touren aus dem Vorjahr. (sil)

s’Lorgagassl Stilfs

„s’Abendglöckerl“ läutet wieder

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uf der Suche nach neuen Herausforderungen ist die Truppe vom s’Lorgagassl auf das Volksstück von J. Gode namens „s’Abendglöckerl“ gestoßen. Lange Zeit lag es unbeachtet auf dem Dachboden des Stilfser Widums, bis es endlich von der Theatergruppe „reanimiert“ und mit neuem Spielgeist ausgestattet zu frischem Bühnenelan zurückgefunden hat. Die Premiere des anspruchsvollen Stückes fand am 2. März im ausverkauften Saal des Hauses der Dorfgemeinschaft statt und hat - selbst wenn die Handlung hier etwas tiefer geht und nicht nur zum Lachen anregt - seine Feuertaufe gebührend überstanden. Das zahlreiche Publikum jedenfalls war begeistert und applaudierte lautstark den gekonnt aufspielenden

Renate Ruepp und Florian Öttl

Akteuren. Nichtsdestotrotz thematisiert „s’Abendglöckerl“ die tragische Existenz des Lachnerbauers - hervorragend gespielt von Pankratius Eller, ein vom Unglück verfolgter Mann, der mit cholerischem Temperament und ungeheurer Sturheit seinem Schicksal als auch dem Herrgott eisern die Stirn bietet, um dem

Glücke wieder auf die Sprünge zu helfen … Heiter wird es vor allem bei den originalen Auftritten des Großvaters und der alten Magd, welche dem Schauspiel die humoristische Würze verleihen und sämtliche Facetten der Emotionen berühren. Eine tragikkomische Geschichte, wie das wirkliche Leben - ergreifend, amüsant und spannend, ein theatralischer Leckerbissen der Extraklasse, getragen durch hervorragende schauspielerische Darbietungen und gekonnter Spielleitung: Petra Platzer hat ihr Debüt als Regisseurin bestens gemeistert, und so konnte der Abend mit einem feinen Buffet gebührend ausklingen. Weitere Termine zur Aufführung: siehe Theaterwind.


Gesellschaft

Laas/Vinschgau

Pflege wird erleichtert

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ie Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung GWR in Spondinig bietet ab April einen Grundkurs „Kinaesthetics für pflegende Angehörige“ an. Dieser findet im Altenund Pflegeheim St. Sisinius in Laas statt. Dieser Grundkurs richtet sich an Personen, die ohne professionelle Ausbildung ihre pflegebedürftigen Angehörigen, Freundinnen, Freunde, Bekannte pflegen und betreuen. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung anhand der

Jakob Reichegger zeigt, wie man richtig bewegt, statt hebt

sechs „Kinaesthetics-Konzepte“. Der Kurs ermöglicht es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in ihrem Alltag erste Anpassungen zu machen. Richtiges und bewusstes Heben, Bewegen, Drehen wirkten sich gleichermaßen positiv auf die Gesundheitsentwicklung der Pflegenden und ihrer Angehörigen aus. Durch die Stärkung der eigenen Bewegungskompetenz kann sich die Pflege von kranken und beeinträchtigten Menschen im positiven Sinne verändern. Vieles im Umgang mit ihnen wird erleichtert, und einer Überforderung kann gezielt vorgebeugt werden. Der Kurs bietet die Möglichkeit, sensibel für die eigene Bewegung zu werden, den Umgang mit dem Heben von Gewicht zu erleichtern und die Bewegungsmuster zu verstehen. Dieses Lernangebot soll die pflegenden Angehörigen unterstützen, sich auf einen Lernprozess in der Familie einzulassen und den Umgang mit Hilfsmittel einzuüben. Referent ist der Krankenpfleger und Kinaesthetics-Trainer Jakob Reichegger. (lu) Alle Einzelheiten finden Sie auf der vorletzten Seite dieser Ausgabe im Bildungsprogramm der GWR-Spondinig oder unter www.gwr.it.

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Kultur

Das finstere Tal Kostümfotos von oben links nach unten rechts © Allegro Film / Andreas Prochaska Sam Riley – Greider Tobias Moretti – Hans Brenner Paula Beer – Luzi Hans-Michael Rehberg – Brennerbauer Erwin Steinhauer – Pfarrer Breiser Helmuth A. Häusler – Hubert Brenner Martin Leutgeb – Otto Brenner Johann Nikolussi – Rudolf Brenner Clemens Schick – Luis Brenner

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Florian Brückner – Edi Brenner Thomas Schubert – Lukas Pepi Grießer – Wirt Franz Xaver Brückner – Franz Carmen Gratl – Gaderin Heinz Ollesch – Schmied Johanna Bittenbinder – Wirtin Gerhard Liebmann – Vater Lukas Beatrix Brunschko – Mutter Lukas


Kultur

Django Alpinus Der Western, lange tot gesagt, ist wieder voll im Kommen. Während Christoph Waltz, der derzeit erfolgreichste österreichische Schauspieler, noch auf den Oscar für seine Rolle in Quentin Tarantinos Western „Django Unchained“ wartete, drehte eine Auswahl ausgezeichneter internationaler Schauspieler im Schnalstal bereits einen Alpen-Western. Der Titel ist ideal für den Drehort, den Marchegghof bei Kurzras: „Das finstere Tal“. Der Erstlingsroman von Thomas Willmann stand 2011 auf der Spiegel-Bestsellerliste. Der Autor war bei einem Besuch begeistert von der Kulisse und wärmte sich wie viele zwischendurch in der Küche der Bäuerin bei einem Schnaps auf. Er bewunderte die Disziplin von Schauspielern und den etwa 150 Statisten, die bei Kälte oft stundenlang im Freien zubringen mussten. Die Kulisse

überzeugte durch ihre Authentizität. Die Südtiroler Filmförderung BLS leistete einen Beitrag zur Produktion und die Filmausstatter passten Wochen vor Drehbeginn den Drehort an. Mancher Schnalser sagte ungläubig: „Den Friedhof muss ich wohl seit 30 Jahren übersehen haben.“ Auch die Handlung passt perfekt ins Schnalstal: Ende des 19. Jahrhunderts kommt ein Fremder namens „Greider“ ins Dorf, das vom alten BrennerBauern und seinen sechs Söhnen regiert wird. Der plötzliche Wintereinbruch zwingt ihn zum Bleiben. Nur langsam begreift der alte Brenner-Bauer, dass der Fremde sein furchtbares Geheimnis kennt, denn nach und nach kommen die Brenners auf grausame Art ums Leben. Der Fremde will nur eines, und das ist Vergeltung. Mit der Regie betraut war kein geringerer als Andreas Prochaska, österreichischer Filmpreis-

träger und mit zwei seiner Filme für den diesjährigen GrimmePreis nominiert. Er konnte Schauspieler für diesen Film gewinnen, die dem Schnalstal für die Drehtage ein Staraufgebot bescherten: Tobias Moretti ist für viele Vinschger als liebevoller Kooperator im Film „Schwabenkinder“ ein Begriff. Sam Riley feierte seinen Durchbruch als Ian Curtis, dem Frontmann der Band “Joy Division“ in dem Kinofilm „Control“, der ihm gleich mehrere internationale Auszeichnungen einbrachte. Heute wird er als ein Nachfolger von „James Bond“ gehandelt. Paula Beer, hoffnungsvolle deutsche Jungdarstellerin. Der kauzige Hans Michael Rehberg und Erwin Steinbauer sowie der charismatische Berliner Clemens Schick, der bereits bei James Bond mitspielte. Die Liste der prominenten Schauspieler lässt sich fortsetzen. Weiters belebten über Monate Regieteam,

Kulissenbauer, Kameraleute, Ton- und Lichttechniker sowie Kostümbildner… das Schnalstaler Leben und waren dankbar über die spontane Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Anfang Mai gehen die Dreharbeiten im Schnalstal weiter. Manch privates Urlaubsarrangement für den Sommer wurde bereits angedacht, also sollte man vielleicht in Zukunft auf einer Pfossentaler Alm genauer hinschauen, wer da so sitzt. Es könnte jemand sein, den man sonst nur aus dem Kino kennt. Elke Wasmund unten v.l.n.r.: - Drehort Marchegghof im Schnalstal - Anja Scheer, Alexandra Maria Lara, Hannes Laterner und Sam Riley - Statist Patrick Raffeiner - Statistin Doris Wolf - Statist Adalbert Weithaler, Sam Riley, TV Direktor Manfred Waldner, Regisseur Andreas Prochaska, TV Präsident Alexander Rainer, Buchautor Thomas Willmann mit Helene Tumler

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Gesellschaft

Meran/Schlanders Circolo culturale Val Venosta - Silandro in collaborazione con il Bildungsauschuss di Silandro Prima del

film „La sua voce“ in lingua italiana regia di Manuel Koch

Sabato 9. marzo alle ore 18 nell’aula magna teatro dell’Istituto tecnico per il settore economico di Silandro, ingresso libero Circolo culturale Val Venosta in Zusammenarbeit mit dem Bildungsauschuss Schlanders Filmpremiere im Vinschgau:

„La sua voce“ in italienischer Sprache

Verliebter Junge im Film

L

a sua voce“ (Ihre Stimme) ist der dritte Film, der nach der Idee und Regie des Schlanderser Oberschülers Manuel Koch gedreht und vom Circolo culturale Val Venosta unterstützt worden ist. Es werden die Gefühle des jungen Albert erzählt, der in Momenten der Einsamkeit von einer Stimme verfolgt wird. Durch Gespräche mit einem Beichtvater wird das Geheimnis am Ende gelüftet. Nur soviel: Es hat mit der Liebe zu einer Frau zu tun. Der Film wurde in Schlanders und Meran gedreht. Die Premiere in Meran hat am Samstag, den 2. März stattgefunden. (lp)

Manuel Koch, 18-jähriger Regisseur; u. l.: 19jährige Meraner Andy Odierno in der Rolle von Albert u.m.: der 18jährige Schlanderser Mattia Merlini als Beichtvater (Man hört nur seine Stimme) und die Komponistin, die 18-jährige Meranerin Sara Da Riz in der Rolle von Edwige

Regie: Manuel Koch

am Samstag, den 9. März um 18.00 Uhr in der Aula Magna der Fachoberschule für Wirtschaft, Plawennplatz, Schlanders, Eintritt frei

Naturns

Frühjahrsbeginn der Musikkapelle Naturns

N

ach dem gelungenen Projekt Planet Earth des vergangenen Jahres hat Kapellmeister Dietmar Rainer auch für den heurigen musikalischen Frühjahrsauftakt der Musikkapelle Naturns wieder ein besonderes und anspruchsvolles Konzertprogramm zusammengestellt: Der erste Teil ist Bearbeitungen von Meisterwerken des 19. Jahrhunderts gewidmet. Zur Aufführung gelangen die Toccata von Leon Boëllmann, die Akademische Festouvertüre von Johannes Brahms und die Metamorphosen über Themen aus Saint-Saëns` 3. Sinfonie von Philip Sparke. Nach der Pause tauchen die Musikantinnen und Musikanten mit Stücken von Jan de Haan-Hispaniola, Victoriano Valencia Rincon-Territorio Norte. Bernardino Monterde-La Virgen 20 Der Vinschger Wind 5-13

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de la Macarena und Thomas Doss- Galileo thematisch und musikalisch in die spanische und lateinamerikanische Welt ein. Die MK-Naturns unter Kapellmeister Dietmar Rainer und Obmann Paul Huber freut sich auf Ihr Kommen. Durch den Abend führt Moderatorin Judith Leiter. TERMINE: SA 16.03.2013 um 19 Uhr, SO 31.03.2013 um 20: 30 Uhr jeweils im Bürger- und Rathaus von Naturns. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.musikkapellenaturns.it


Gesellschaft

Schluderns

SeitenWind

Bäuerliches Handwerk im Mittelpunkt

Vinschgau. Immer mehr Menschen wissen nicht mehr weiter, fühlen sich hilflos und verlassen. Depressionen, Angst, Panik, Burnout... können die Folge sein. Es ist wichtig, Hilfe zu suchen, z.B. in Selbsthilfegruppen. Die Gruppe „Zusammen heller sehen“ trifft sich jeden 2. Do. im Monat um 18.30 Uhr im Widum der Caritas in Schlanders. Jede/jeder ist herzlich willkommen. Verschwiegenheit ist garantiert. Kontaktperson ist Emma Pobitzer (Tel. 3487686251). Die nächsten Termine: 28.02.; 28.03.; 11.04. Am 14.03. findet mit Beginn um 20 Uhr der Vortrag „Burnout – wenn die Seele leidet“ mit Dr. Martin Fronthaler in der Prader Bibliothek statt. Der Psychotherapeut des Therapiezentrums Bad Bachgart spricht über Ursachen und Therapiemöglichkeiten. Der Eintritt ist frei.

D

er 73-jährige Korbmacher Gottfried Gurschler vom Schlanderser Nördersberg ließ sich von den vielen Betrachtern im Kulturhaus in Schluderns beim Korbflechten nicht aus der Ruhe bringen. „S Korbmochn isch olm mai Nebenbeschäftigung gweesn“, meint der Altbauer. Neben ihm saß Theresia Blaas aus Schluderns und ließ ihr Spinnrad schnurren. Sie hatte auch einige ihrer vielen Sammlerstücke für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Die Bäuerinnen von Schluderns um Obfrau Annemarie Angerer Donner hatten diese am Wahlsonntag organisiert, um den Blick auf die alten bäuerlichen Traditionen zu öffnen. Es war ihr Beitrag zur 850-Jahrfeier des Ortes. Altes Handwerk und bäuerliches Leben ließen sich anhand von Geräten und Bildern nachvollziehen. Bilder

aus Schluderns und vom Trientner Fotografen Flavio Faganello (1933 – 2005) zeigten Momentaufnahmen und einzigartige Eindrücke aus anderen Teilen des Alpenraumes. Die Komentaren hatte der Journalist Florian Kronbichler verfasst, der am Ausstellungstag in die römische Abgeordnetenkammer gewählt worden war. Auch kulinarische Traditionen ließen die Bäuerinnen aufleben. Den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die nach dem Wahlgang im nahen Schulhaus in großer Zahl bei den Bäuerinnen vorbeischauten, servierten sie „Brennsupp“ und „Schneamilch“. (mds) Gottfried Gurschler, der 73-jährige Bauer vom Schlanderser Sonnenberg lässt sich beim Korbflechten nicht aus der Ruhe bringen


Prader

Gesundheitstage 2013 „Kulturbrot“ für die

Vortrag

Vortrag

Über das Thema Moderne Drogen

„Altersdiabetes“

„Co Tropfen und CO“ Referent: Dr. Peter Kohler Datum: Donnerstag, 07. März 2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Jugendtreff Prad Veranstalter: Jugendtreff Prad Finanziert durch Interreg IV Projekt Vortrag

„Ätherische Öle – duftende Schätze aus der Natur“ Referentin: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Holzner Brigitte Freitag, 08. März 2013 20.00 Uhr Öffentliche Bibliothek Prad KVW Prad

Primel-Verkauf für die Krebsforschung Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Zuckerkrank im Alter Referent: Dr. Hartmann Köfler Datum: Donnerstag, 14. März 2013 Beginn: 14.30 Uhr Ort: Öffentliche Bibliothek Prad Veranstalter: KVW Prad Vortrag

„Burnout – wenn die Seele leidet“ Referent: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter: Vortrag

„Wenn die Sonne zur Gefahr wird“ Referent: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Samstag, 09. März 2013 8.00 Uhr Dorfplatz Prad SVP Frauen

Dr. Martin Fronthaler Donnerstag, 14. März 2013 20.00 Uhr Öffentliche Bibliothek Prad PGR Prad

Dr. Eduard Vigl Freitag, 15. März 2013 20.00 Uhr Öffentliche Bibliothek Prad SBO – Bäuerinnen Prad

Vortrag

Tag der Frauen

Mit der Gruppe „Wort.Klang“ Gestaltung: Margareta Fuchs und Caroline Mayrhofer Datum: Sonntag, 10. März 2013 Beginn: 19.00 Uhr / gemütlicher Ausklang Ort: Saal der Musikschule Prad Veranstalter: Bildungsausschuss Prad Vortrag

„Uganda – Die Perle Afrikas?“

Ein Reisebericht von Walter Verdroß Datum: Dienstag, 12. März 2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Öffentliche Bibliothek Prad Veranstalter: Bildungsausschuss Prad Freiwillige Spende

„In der Ruhe liegt die Kraft“

Wir leben in bewegten Zeiten, in denen die Körper der Menschen durch Stress und Überforderung immer stärker belastet werden. Sich ausruhen, entspannen, runterkommen, Vergangenes loslassen, Visionen finden. Referentin: Weissenegger Birgit (Vesseling Energiearbeit) Datum: Mittwoch, 20. März 2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Öffentliche Bibliothek Prad Veranstalter: Bildungsausschuss Prad

Vortrag

„Angststörungen - Wenn aus einem normalen Gefühl eine Krankheit wird“ mit Dr. Helmut Zingerle Leiter Therapiezentrum Bad Bachgart

Montag, 11. März 2013, um 19.30, im J.-Maschler-Haus in Tschars

Litzer Dorfgemeinschaft

Allitz liegt am Sonnenberg, zwei Kilometer südlich von Laas und wird von den Leuten kurz „Litz“ genannt. Die Siedlung ist nach Eyrs und Tschengls die drittgrößte Fraktion der Gemeinde Laas. Durch die Ausweisung von Bauland haben junge „Litzer“ Wohnungen im Weiler errichtet und die losen Hofstellen verdichtet. Litz ist dabei, ein Dorf zu werden. Vereinsleben und Kultur ergänzen sich in Allitz, wo sonst gibt es ein Patrizia Spechtenhauser mit Feuerwehrhaus mit einem der „Litzer Brotgrammel“ Kinderspielplatz? Wen wundert es, dass gerade in diesem Weiler die erste Feuerwehrsfrau der ganzen Gemeinde aufgenommen worden ist. Einen großen Anteil an der Entwicklung der Dorfgemeinschaft hat Patrizia Spechtenhauser. Sie vertritt seit 15 Jahren ihre Fraktion im Bildungsausschuss Laas. Sie hat nicht nur tatkräftig das Vereinsleben im Ort unterstützt, sondern auch ihre Funktion im Bildungsausschuss als Sammlerin aller Veranstaltungen und als realistische Mitgestalterin wahrgenommen. Leider hat sie sich bei der letzten Vollversammlung nicht mehr der Wahl gestellt. Vor kurzem hat sie sich bei ihren Kolleginnen im Bildungsausschuss mit einer guten Marende verabschiedet. Dabei sage sie, dass sie gerne Kultur- und Dorfarbeit gemacht habe, dass die Zeit für ehrenamtliches Engagement vor allem aus beruflichen Gründen nicht mehr ausreiche. Ihre Kolleginnen im Bildungsausschuss lobten ihre offene und gradlinige Art der Mitarbeit. Der Ausschussvorsitzende Wilfried Stimpfl dankte für ihre Treue und dass sie solidarisch auch Beschlüsse mitgetragen habe, von denen sie nicht immer voll überzeugt gewesen war. Er erinnerte an ihr Projekt „Litzer Brot“, bei dem ein junger Künstler die Wesensmerkmale des Ortes zu einem Wappen zusammengezogen hatte. Er malte die pralle Sonne, den drohenden „Gadriabach“, die braunen Kornäcker und das beschützende Kirchlein „Zu Unser Frau“. Diese Komposition wurde farbig auf Brottaschen aufgedruckt, die beim jährlichen Almfest im Litzer Tal mit köstlichen Litzer Brot verteilt wurden. Als Abschiedsgeschenk überreichte ihr der Bildungsausschuss eine Brotgrammel mit dem Furnierabdruck des vorhin beschriebenen Logos. Das freute Patrizia sichtlich und sie versprach dem Bildungsausschuss weiterhin verbunden zu bleiben und die „Litzer Anliegen“ mitzutragen. Wilfried Stimpfl

Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf ......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus Koordination: Ludwig Fabi

Impressum: Initiative von

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Gesellschaft

Burgeis/Vinschgau

60 Jahre Fachschule in der Fürstenburg I

m Jahre 1952 wurde der erste viermonatige Winterkurs mit 29 Schülern in der Fürstenburg abgehalten. Die Schule war die erste landeseigene Bildungsanstalt nach dem zweiten Weltkrieg. Die Abtei Marienberg, Besitzerin der Burg, stellte die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung. Damit die Burg überhaupt bezogen, für schulische Zwecke genutzt und die Schüler Unterkunft und Verpflegung finden konnten, leisteten 25 Burgeiser insgesamt 122 Tagschichten. Das Wasser zum Kochen musste aus dem Dorf herbeigeschafft werden. „Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Plumpsklo“, erzählt Otto Punter-Kössler, der den Winterkurs 1952/53 besucht hat. „Die Morgentoilette verrichteten wir am nahen Almeinabach.“ 1993/94 wurde aus der zweijährigen Winterschule

Politprominenz bei der Feier in der Fürstenburg

eine dreijährige Vollzeitschule und ab 2007/08 wurde das 4. Spezialisierungsjahr eingeführt. Die Abgänger erhalten das Berufsdiplom zum landwirtschaftlichen Betriebsleiter. Dass die Landwirtschaftsschule mit den Fachrichtungen Nutztierhaltung, Obstbau und Forstwirtschaft sehr gefragt ist, zeigen die Schülerzahlen. Waren es 2003/04 noch 86, erreichten

EINLADUNG ZU M TAG DER OFFENEN TÜR Fac hschule für Ha uswirtschaft un d Ernährung Kort sch

sie 2009/10 eine Spitze von 177 und pendelten sich 2012/13 auf 148 ein. Die Schüler werden von 62 Lehrerpersonen optimal betreut. Am Freitag, 1. März, lud die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg zur 60-Jahr-Feier ein. Monika Aondio, Direktorin seit 2008, begrüßte: Abt Markus Spanier, Festredner Franz Fischler

- Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Landeshauptmann Luis Durnwalder mit zahlreichen Vertretern des Landes Südtirol und weitere Ehrengäste. Marian Cescutti stellte die Festschrift „Der Bauer als Fürst“ vor. Abt Markus Spanier leitete den Wortgottesdienst, in welchem er ein Kurzreferat über „Spiritualität und Schule“ einbaute. Der Abend endete mit einem stilvollen dreigängigen Abendessen, serviert von Schülerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch. Abgerundet wurde die 60-Jahrfeier mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 2. März. Es wurden Führungen durch die Burg und den Neubau, mit Präsentation der einzelnen Fachbereiche, angeboten und Einblicke ins Heimleben gewährt. (aw)

16. März 2013 , 14.00 - 18.00 U h

r

Unter dem Mot to „Zukunft “erwarten Sie: Ausstellungen, Verkostungen, Kaffee und Kuch en, Werkstätten Wir freuen uns, wenn Sie uns be suchen.

22

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE

Abteilung 22 - Land-, forst-, und hauswirtschaftliche Berufsbildung

Ripartizione 22 - Formazione professionale agricola, forestale e di economia domestica


Gesellschaft

SeitenWind

Morter

Vinschgau. „Kraft schöpfen im Urlaub von der Pflege“ nennt sich ein Angebot des Katholische Familienverbandes. Dieses richtet sich an alle pflegenden Angehörigen. Das Motto: „Urlaub von der Pflege“. Dieser findet heuer von Dienstag, 7. Mai bis Samstag, 11. Mai im Haus der Familie statt. Anmeldung unter Tel. 0471/303 372 bei Manuela Kastl, KFS-Büro.

Algund. Wüstenbegrünung ist möglich. Möglich macht das Madjid Abdellaziz, der am Sonntag,10. März um 19.00 Uhr im Vereinshaus Algund unter dem Motto „Integrale Umweltheilung für den Weltfrieden“ zum Thema „Desert Greening - Erhalt & Wiederaufbau der Umwelt“ spricht.

Versprochen ist versprochen D

ass der Kindergarten in Morter sanierungsbedürftig ist, ist längst offensichtlich. Ob er vergrößert werden muss, hängt von der Auslastung ab. Genau dies stellt die Gemeinde Latsch vor ein Problem und die Morterer Bürger vor ein nicht eingehaltenes Versprechen. Schon seit Jahren werden entweder Sanierung, Umbau, Ausbau, oder Neubau verlangt und heiß diskutiert. Besonders laut wurde über das Thema bereits vor einigen Jahren gesprochen, als es in Morter einer zweiten Sektion bedurfte, welche dann zuerst provisorisch im Widum und daraufhin in der Schule untergebracht wurde, sozusagen als Notlösung. Nun haben bei

400 aktive Umzugsteilnehmer, über 100 Personen im Einsatz für einen reibungslosen Verlauf und rund 7000 Besucherinnen und Besucher: Schlicht gigantisch ist der Laaser Faschingsumzug.

Laas/Latsch

Alles Fasching ...

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der jüngsten Bürgerversammlung erneut Diskussionen zum Kindergarten begonnen. Folgende Fragen wurden angesprochen: Soll eine zweite Sektion im „Messnerhaus“ entstehen? (was den Nachteil bringt, dass die Kleinen dieser Sektion zum Essen in den alten Kindergarten hinüber gehen müssten.) Oder soll dieses saniert und ausgebaut werden? Voraussetzung ist dabei, dass der Grundtausch mit dem Hotel Krone klappt, was wiederum als „nur eine halbe

Sache“ kritisiert wurde. Jedenfalls waren die Meinungen eifrig ausgetauscht und etwas verhandelt worden, derweil die Geburtenzahlen in Morter wieder langsam gesunken sind. 20 Kinder sind es im Kindergartenjahr 2012/2013. Für den kommenden Herbst sind 16 Kinder eingeschrieben. Von einer zweite Sektion ist keine Rede mehr, und die Kindergartenplanung ist auf Eis gelegt. Das Land fordert für mehr Beiträge mehr Kinder, die Eltern fordern mehr Komfort für jedes einzelne Kind. Und die Gemeinde hat ein Problem: Versprochen ist versprochen. In Morter steigt die Zahl der Kindergartenkinder für 2014 bereits wieder an. (sil)

Dem windigen und kalten Wetter trotzten Faschingsteilnehmer und Publikum: Der Latscher Faschingsumzug, dem es an Lokalkolorit und guten Ideen nicht fehlte, war gut besucht.

Nachgereicht seien unseren LeserInnen einige Faschingseindrücke. Großes Lob, das sei hervorgehoben, gebührt vor allem jenen, die unzählige Stunden investiert haben, um Beeindruckendes auf die Beine zu stellen. (ap) Fotos Laas: Franz Grassl, Gerwald Wallnöfer und Oskar Köllemann


Gesellschaft

pr-info Lorenzi & Partner - Schlanders/Prad/Mals

Neuer Versicherungsdienst Liebe Vinschgerinnen und Vinschger,

Schlanders

Abstraktes im Cafè Schuster

A

bstraktes wird den Gästen im Cafè Schuster demnächst serviert: abstrakte Herbst- und Winterblickfänge, die der Schlanderser Fotograf Gianni Bodini im Vinschgau mit seiner Linse eingefangen hat. Martina und Martin Schuster hängen die abstrakten Fotografien von Gianni Bodini ab dem 9. März an die Wände des traditionsreichen Cafè Schuster im Herzen von Schlanders. Um 9 Uhr vormittags am selben Tag wird die Ausstellung mit einführenden Worten von Hans Wie-

lander eröffnet. Bis Ostern können die Gäste des Cafè Schuster köstliches Gebäck und Kuchen umgeben von Bodinis exklusiven und abstrakten Fotografien genießen und in die einzigartigen Foto-Kunst eintauchen, die ihresgleichen sucht. (ap) Zur Ausstellungseröffnung am 9. März um 9 Uhr sind alle herzlich eingeladen.

wie Sie vielleicht schon wissen, haben wir unsere langjährige Zusammenarbeit mit der ITAS-Versicherung aufgelöst. Wir werden demnächst in neuer Form und mit mehreren Angeboten für Sie da sein und Sie in Versicherungsangelegenheiten kompetent und verlässlich beraten. Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen und uns bei Ihnen für die langjährige Zusammenarbeit und für Ihr Vertrauen bedanken. Wir würden uns freuen, Sie demnächst in unseren neuen Büros in Schlanders, Prad und Mals begrüßen zu dürfen. Nähere Informationen dazu werden folgen. Ihr Team Lorenzi & Partner Tel. 0473 730080 und 0473 830695


Jugend JUZE Freiraum Schlanders Ö Fr. 08.03.13 um 18.00 Uhr Tag der Frau – Pizza & Cocktails Ö Sa. 09.03.13 ab 18.00 Uhr Kochabend Ö Fr. 15.03.13 ab 19.00 Uhr Film & Popcorn Ö Sa. 16.03.13 ab 15.00 Uhr P.E.S. 2013 – 2 vs 2 Turnier Jugendzentrum JUMA Mals Ö Fr. 08.03.13 um 14.00 Uhr Fotoworkshop für Mädels zum Tag der Frau Ö Sa. 09.03.13 um 14.00 Uhr Stencil- Workshop / Kosten 5 Euro Anmeldung im JuMa oder unter 327 83 52 518 Ö Sa. 16.03.12 von 9.00 bis 12.00 Uhr Kampfesspiele Jugendtreff Laas Ö Sa. 09.03.13 Wintersporttag Infos bei Andy Ö Sa. 16.03.13 ab 19.00 Uhr Lan-Party Infos und Anmeldung bei Andy Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 09.03.12 ab 18.00 Uhr Kulinarische Weltreise Ö Sa. 16.03.12 von 9.00 bis 12.00 Uhr Kampfesspiele Ö Sa. 16.03.12 ab 18.00 Uhr Dj Sound Jugendtreff Revoluzzer Ö Fr. 08.03.13 ab 16.00 Uhr Wii-Tennisturnier Ö Fr. 15.03.13 ab 16.00 Uhr Activity Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Fr. 08.03.13 ab 18.00 Uhr „Tischl deck di“ Sushi Ö Mi. 13.03.13 ab 17.00 Uhr Kinonachmittag für alle Mittelschüler Ö Mi. 20.03.13 ab 15.00 Uhr Spielenachmittag für alle Mittelschüler Jugendtreff Martell Ö So. 10.03.13 Playstation Turnier Anmeldung bei Myri Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 16.03.13 von 17 bis 22 Uhr Offener Treff Jugendtreff Chill House Stilfs Ö Fr. 08.03.13 + Sa.09.03.13 Ostereier basteln Ö Mi. 13.03.13 Zocker-Abend Verschiedene Kartenspiele Ö Fr. 15.03.13 Fußball-Turnier im Haus der Dorfgemeinschaft. Anmeldung! Ö Sa. 16.03.13 – Filmabend JuZe Naturns Ö Mi. 13.03.13 ab 15.00 Uhr Filmnachmittag: Gregs Tagebuch 1 Phönix Schluderns Ö Sa. 09.03.13 ab 18.00 Uhr Wie schminke ich mich richtig Ö Fr. 15.03.13 ab 19.00 Uhr Sushi Abend Ö Mi. 20.03.13 ab 15.00 Uhr Buttons machen Citytreff Glurns Ö Fr. 08.03.13 ab 15.00 Uhr Filmnachmittag: Türkisch für Anfänger Ö Sa. 16.03.13 ab 19.00 Uhr Pizzaabend Jugendtreff Explosiv Prad Ö Fr. 08.03.13 ab 19.00 Uhr Tag der Frau – Nur für Mädels Ö Sa. 09.03.13 + So. 10.03.13 Filmnacht für unter 14-Jährige Ö Fr. 15.03.13 ab 14.00 Uhr Interreg IV Projekt – Kochen

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„Wilde“ Faschingsferien im Dreiländereck Wildnisschule in Pfunds In den heurigen Faschingsferien ging‘s für insgesamt 11 Jugendliche aus dem Mittelvinschgau und Mals auf in die Wildnisschule „Nativ Spirit“ nach Pfunds. Dort erwarteten die Jugendlichen eineinhalb Tage voller Spaß und Abenteuer mit Feuer-machenlernen, Holz hacken, LagerfeuerEssen, Bogenschießen und Beil werfen. Übernachtet wurde in den beheizten Tipizelten. Dank der finanziellen Unterstützung des Interreg IV Projektes konnte das tolle Erlebnis überhaupt erst organisiert werden. Es war ein tolles Abenteuer für die gesamte Gruppe, das wohl allen lang in Erinnerung bleiben wird. Der Iglubauworkshop im Pustertal, welcher ebenfalls durch die finanzielle Unterstützung durch das Interreg IV Projekt ermöglicht wird, musste leider verschoben werden, weil einige der Teilnehmer erkrankten. Er wird aber vom 28. bis 29. März 2013 nachgeholt. Wir freuen uns, wenn auch Ihr mitkommt und uns beim Iglubau tatkräftig unterstützt. Infos und Anmeldungen im „JuMa“ Mals und im Jugendcafé „Chillout“ Latsch. Die Kosten belaufen sich auf 15 Euro für den Iglubauworkshop, die Betreuung, die Fahrt und die Unterkunft sowie die Verpflegung am Abend.

Theater:

Liebe, Love and the Sexperts Am 27. Februar fand im Jugendtreff Prad das vom Jugendamt angebotene Theaterstück Liebe, Love and the Sexperts statt. Mit viel Musik, Live-Raps und Komik nahe an der Lebenswelt der Jugendlichen konzipiert, betreibt das Stück humor- und lustvoll Aufklärung. Dieses Stück, geschrieben von Beate Albrecht aus Deutschland, wurde sehr gut angenommen und von vielen Begeisterten besucht, weil die Theatergruppe im Jugendtreff bereits des Öfteren aufgetreten und für ihre tollen Stücke bekannt ist.

Air & Style – Juma mit dabei Am ersten Februarwochenende feierten die weltbesten Snowboarder beim Air & Style die 20. Ausgabe des legendären Contest. 11.000 Fans, darunter auch 12 Malser, erlebten auch diese Saison wieder den einzigartigen Mix aus Snowboardcontest und Live-Bands. Dieses Mal rockten der US-Rapper Mac Miller und die deutschen Newcomer Kraftklub das Stadion.

Mau-Mau-Turnier Am Freitag, 22. Februar war Mau-Mau-Tag. Angefangen hat der Nachmittag mit einem Mau-Mau Turnier, doch während des Spielens wurde ausgehandelt, dass die drei besten Mau-Mau Spieler sich noch im „Schubern“ beweisen müssen, um dieses Turnier zu gewinnen. Somit wurde das Ganze zu einer Kartenparade Die Gewinner und die Gewinnerin haben selbstgemachte Crepes mit Nutella und eine Cola gewonnen.


Gesellschaft

Schlanders

„Heute weiß man, die Erde ist eine Google“ E

inige Zahlen vorab: Leisten Grundschulkinder rund 900 Unterrichtsstunden in einem Schuljahr, so stehen diesen 2.000 Stunden am PC oder Handy gegenüber. 1 Milliarde Menschen nützen Facebook. 67 Prozent der 10 bis 12Jährigen haben ein eigenes Handy, 97 Prozent der 13 bis 15Jährigen. Und: In 20 Jahren werden alle mit PC und Internet aufgewachsen sein und kein Mensch wird mehr darüber sprechen, ist Helmar Oberlechner, ehemaliger Mittelschuldirektor und namhafter Medienpädagoge, überzeugt. Oberlechner referierte auf Einladung der Fachgruppe „Gemeindeorientierte Präventionsarbeit“ in der Aula der WFO Schlanders am vergangenen 20. Februar und nahm vorweg: „Sie können beruhigt sein: Ich werde nichts verbieten, denn Verbieten hat noch nie etwas gebracht, außer den Reiz es doch zu tun.“ Was bringt denn nun das Inter-

net überhaupt? Oberlechner: „Innerhalb kürzester Zeit bekomme ich zu allen möglichen Themen unmöglich viele Informationen.“ Beispiel: Gebe ich als Stichwort „Schlanders“ ein, dann kommen 661.000 Ergebnisse innerhalb von 0,24 Sekunden. „Mit dieser Datenflut umzugehen, ist das Gebot der Stunde.“ Kinder, die Hälfte zumindest, bewegen sich im Internet um zu chatten. Geplaudert wird in Facebook, Netlog, Twitter, um nur einige sogenannte Netzwerke zu nennen. Die Themen: Freundschaft, Beziehung, Schule, Probleme und Sex. Kinder outen sich unglaublich viel. Die Datensicherheit, so Oberlechner, ist etwas, was wir uns zwar vom Christkind wünschen können, aber nicht bekommen werden. Teile ich 7 Freunden in Facebook etwas mit, lesen 49 mit, teile ich 130 Freunden etwas mit, steigt die Zahl der Mitleser auf 16.900. Deshalb: Achtung mit persönlichen Da-

Direktor Reinhard Zangerle (r.) mit Referent Helmar Oberlechner

ten, denn, so Oberlechner, Facebook vergisst nichts. Das gilt auch für Cyber-Mobbing, Beschimpfungen, blödes Anmachen, Mobbing im Internet... Denn viele Jugendlichen sind der Meinung, sich im Internet an keine Regeln halten zu müssen. Cybermobbing wird in Italien über die Postpolizei geahndet. „Wird eine Anzeige gemacht, ist der Cyber-Mobbing-Täter

innerhalb weniger Minuten ausfindig gemacht.“ Strafen von 8.000 bis 12.000 Euro können fällig werden. Oberlechner: „Eigentlich ist die Regel einfach: Was du nicht willst, das dir getan wird, das tue auch keinem anderen an.“ (ap) Weiterführende Informationen: www.saferinternet.at, www.jugendschutz.net.

Vinschgau

Sommerferienprogramme für Kinder und Jugendliche

U

nter dem Motto „Erleben, entdecken, erfahren und lernen“ können Kinder und Jugendliche heuer wieder von den Angeboten der „Sommerschulen“ im Vinschgau Gebrauch machen. Dabei werden Angebote im schulischen und Freizeitbereich verknüpft. Die Angebote, an denen Grundund Mittelschüler teilnehmen können, verteilen sich auf sieben Wochen im Juli und August. Der Themenbereich „Spielend lernen - Sommerschule“ fördert die Grundschüler drei Wochen lang von Montag bis Freitag. „Activity“ nennt sich ein spezielles Angebot für Mittelschüler der zweiten und dritten Klasse. Es bietet die Möglichkeit in die Berufswelt einzutauchen und

nachmittags ein spannendes Freizeitprogramm zu erleben. Für alle Mittelschüler gibt es weitere Themenwochen, wo es vieles zu entdecken, erfahren und erlernen gibt. Wer sich für die Teilnahme an den Sommerferienprogrammen im Vinschgau für Kinder und Jugend-

liche interessiert, kann sich bis 22. März in den Schulsprengeln von Graun bis Schlanders oder bei der GWR in Spondinig anmelden. Zusätzlich wird eine Einzelbetreuung für Kinder mit Beeinträchtigungen angeboten, die individuell auf deren Bedürfnisse eingeht. Das Pro-

jekt wird zwischen den einzelnen Kooperationspartnern der GWR-Spondinig, der Bezirksgemeinschaft Vinschgau/Sozialdienste, den Gemeinden, den Jugenddiensten, der Landesberufsschule Schlanders und den Schulsprengeln des Vinschgaus inhaltlich abgestimmt und logistisch geplant. Das Amt für Schulfürsorge der Autonomen Provinz Bozen ermöglicht mit einer Projektförderung, dass die Teilnehmerbeiträge den finanziellen Möglichkeiten der Familien angepasst sind. Die detaillierten Angebote sind dieser Ausgabe des „VinschgerWind“ in Form eines Informationsblattes beigefügt. (lu) Info: www.gwr.it Tel. 0473 618166

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Gesundheit Sonderthema

Entschlacken

Für Schönheit und Gesundheit von Sylvia Ilmer Wieser

Warum entschlacken?

Über Jahrmillionen haben wir uns der Natur folgend entwickelt und uns an sie angepasst. Die lebendige Natur lieferte uns im Überfluss alle Vitalstoffe, die wir für unsere Schönheit und Gesundheit brauchten. Schädliches gab es kaum, und das wenige, das in den Körper gelangte, konnte ohne Probleme wieder ausgeschieden werden. Durch unsere modernen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten fallen in schädlichen Mengen Säuren und Gifte an. Basisch ausgleichende Vitalstoffe in Form von natürlichen, energiereichen Mineralstoffen und Spurenelementen sind in den verarbeiteten, konzentrierten Nahrungsmitteln kaum noch vorhanden.

Nahrungs- und Genussmittel sowie kraftraubende Lebensgewohnheiten sind folgende:

Schönheit und Gesundheit sind basisch, denn unser Blut ist basisch Nur mit einem pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 kann das Blut optimal fließen, die Zellen ernähren und den Organismus sauber halten. Besonders säureüberschüssige, vitalstoffverzehrende

Sinkt der pH-Wert des Blutes, so wird das Blut dickflüssig und verklumpt. Der Säure-Basen-Haushalt droht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Er ist die Basis für alle Stoffwechselvorgänge und Funktionen in unserem Körper, denn z.B. Hormone, Enzyme und unser Immunsystem können in einem zu sauren Milieu nicht mehr funktio-

Fleisch und Fleischprodukte Süßwaren, Zucker und Weißmehlprodukte Süßstoffe Softdrinks Kaffee, schwarzer Tee und Rotwein Schmerzmittel körperliche Überanstrengung Stress und Ärger

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Gesundheit Sonderthema nieren. Der Organismus reagiert darauf mit folgenden Symptomen: 1. Strukturschäden. Säuren und Gifte verzehren unsere Mineralstoffdepots in Haut, Haaren, Zähnen, Gelenken und Knochen. Haarausfall und Osteoporose treten als Folge auf. 2. Ausscheidungen. Nieren, Darm und Lungen können nicht beliebig große Mengen an Säuren und Giften ausscheiden, deshalb verstärkt der Körper dies über die Haut. Anzeichen hierfür sind Körpergeruch, Schwitzen, Pickel, Akne, Ekzeme, Furunkel, Neurodermitis, Schuppenflechte, Allergien, Pilze. 3. Ablagerungen – Schlacken. Da auch die Haut nur begrenzt ausscheiden kann, lagert der Organismus die Säuren und Gifte als Schlacken ab. So bildet sich z.B. Cellulite. Weitere Ablagerungen können sich als Gicht, Rheuma, Gallen- Nieren und Blasensteinen manifestieren.

Wie entschlacke ich richtig?

Entschlacken bedeutet die Entfernung von Schlackenablagerungen aus der Haut und den Schleimhäuten, aus den Zellen, Geweben, Drüsen, Gelenken und Organen des Körpers. Sie werden durch richtiges Entschlacken in ihre Bestandteile aufgelöst, verstoffwechselt und ausgeschieden. 1. Vorbereitung Je übersäuerter, verschlackter und empfindlicher der Organismus ist, desto sorgfältiger sollte die Entschlackung vorbereitet werden. Innerlich unterstützen wir die Nieren durch das tägliche Trinken von etwa 1 bis 1 ½ Litern stillem Wasser. Eine biologische Vollwertkost mit viel Gemüse und etwas Obst unterstützt basenbildend den Darm. Regelmäßige Bewegung mit tiefer Atmung unterstützt die Lunge. Äußerlich wird der Organismus durch basische Körperpflege vorbereitet, entweder mit täglichen basischen Fußbä-

dern, basischen Strümpfen über Nacht oder mit 1 – 2 basischen Vollbädern pro WoAlle Hilfsmittel zu einer che. Auf diese Weise sollten erfolgreichen EntschlaSie sich mindestens 10 Tage ckung, wie z.B. Kräuterbis zwei Wochen auf die Enttees, Entschlackungstees, schlackung vorbereiten. basische Badesalze, ba2. Schlackenlösung mit sische Strümpfe erhalten Kräutertee Sie in den Apotheken oder Vermeiden Sie jetzt alle geim Naturkosthandel. Auch nannten säureüberschüssigen Salzpeelings, Packungen Nahrungs- und Genussmittel aus Pflanzenextrakten oder und stellen Sie ihre ErnähMassagen unterstützen die rung in eine vorwiegend baEntsäuerung. senbildende Ernährung um. Beginnen Sie mit dem Trinken von Kräutertees - mit ein bis drei Tassen pro Tag sollte egonnen werden. Die Teemenge wird bald auf ½ bis 1 Liter pro Tag und mehr gesteigert. Zum Tee behalten Sie das Trinken von 1 bis 1 ½ Litern Wasser bei. Jedes Teekraut spricht andere Schlacken an und löst diese in ihre Bestandteile auf. 3. Basische Reinigung Gleichzeitig mit dem Trinken von Kräutertees beginnen Sie jetzt intensiv mit der täglichen basischen Reinigung und Pflege des Körpers. So kann der Organismus optimal Säuren, Gifte und Schadstoffe über die Haut und über die Schleimheute, aber auch über den Darm, die Leber und die Nieren ausscheiden. Machen Sie täglich ein basisches Fußbad von mindestens 30 Minuten bei Körpertemperatur, tragen Sie basische Strümpfe über Nacht genießen Sie zwei bis drei basische Vollbäder wöchentlich. 

Tipp:

pr-info Bäckerei Egger - Latsch

„Ausgezeichneter“ Egger

D

as beste Urpaarl im Vinschgau bäckt die Feinbäckerei Egger in Latsch. Zu diesem Ergebnis kam jüngst die Jury von „Südtiroler Regiokorn-Brot“ 2013. Ausgezeichnet wurden Horst Egger und seine Mannschaft. Bei der Publikumsverkostung - jener, die von Konsumenten und Jorunalisten vorgenommen wird - wurde das „Urpaarl“ der Feinbäckerei Egger ebenfalls an die erste Stelle gereiht, und es verwies 18 weitere Bäckereien auf die Plätze. Chef Horst Egger ist stolz auf sein Team: „Es ist ihr Verdienst.“ Einheimisches Korn - Vinschger Korn - hat in der Feinbäckerei Egger seinen festen Platz - auch vor dem Hintergrund des Projektes Regiokorn, das den Anbau und die Verarbeitung von einheimischen Getreide vorantreibt und das Brot aus heimischem Korn aus der Ecke des Nischen-Daseins geholt hat. Erstmals wurden nun verschiedene Regiokorn-Brottypen bewertet; mit dem Ergebnis, dass das Qualitätsniveau ein sehr hohes ist und großes Lob verdient. Und zu den Bäckereien, die zu diesem hohen Qualitätsniveau maßgeblich beitragem, zählt eben auch die Feinbäckerei Egger. (ap) Die Mitarbeiter der Feinbäckerei Egger freuen sich über die Auszeichnung

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Hoch- und Tiefbau Sonderthema

Vinschgerwind Sonderthema Hoch- und Tiefbau

Krankenhaus Schlanders: die Umbauarbeiten beginnen Die Zeitleiste für den Umbau des alten Bettentraktes am Krankenhaus Schlanders steht: Der Zuschlag der Arbeiten erfolgt noch im März 2013, die Übergabe der Arbeiten im April 2013, und im November 2015 – nach 1.000 Arbeitstagen - soll alles fertig gestellt sein. Realisiert wird der Bau vertikal: in zwei Baulosen. von Angelika Ploner | Technischer Bericht Amt für Sanitätsbauten, Architektin Nicoletta Francato

Einführung. Seit zwei Jahren liegt das Gesamtkonzept für den Umbau des alten Bettentrakts des Schlanderser Krankenhauses auf dem Tisch. Zwei Geschosse unter der Erde und drei darüber sollen umgebaut werden, das letzte Stockwerk - das vierte Obergeschoss, das Diensträume und Studienlaboratorien beherbergt, wurde von den Umbauarbeiten ausklammert. Vor allem um akutstationäre Krankenhausaufenthalte gering zu halten, wäre der Umbau wichtig gewesen. Trotz Wermutstropfen beginnt im April dieses Jahres ein ehrgeiziges Projekt: Insgesamt 17.705 Kubikmeter werden den Notwendigkeiten angepasst, um 5.893 Kubikmeter wird der alte Bettentrakt er-

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weitert. Teilweise erweitert wird einmal die Nordfassade zur besseren Nutzung der Innenräume, zum anderen wird die Südfassade vorversetzt, um bestehende Wärmebrücken beseitigen und zwei neue Treppenblöcke zum Innenhof hin errichten zu können. Ebenfalls im Innenhof wird - nur im Erdgeschoss - neue Kubatur errichtet, welche für die Schaffung des neuen Haupteingangs des Krankenhauses erforderlich ist. Weil der derzeitigen Fassade eine weitere vorgelagert wird, gewinnt jedes Zimmer auch an Tiefe und Platz für Nasszellen.

Planungskonzept. Der Eingangsbereich des Erdgeschosses wird mit einem

Innenhof und einer Bar offener gestaltet. Die Bar im Innenhof, unter freiem Himmel situiert, ist während der warmen Jahreszeit nutzbar. Ein „Day Surgery“ mit zwölf Betten, ein „Day Hospital“ mit neun Betten und Teile der Chirurgie werden im Erdgeschoss ihren Platz finden. Die Verteilung der Räume selbst wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Zwei neue Treppenhäuser und Aufzüge werden die bestehenden vertikalen Verbindungen ersetzen. Medizin, Chirurgie und Medizin wechseln sich in den drei Obergeschossen ab. Jeweils 23 Betten wird jede Abteilung beibehalten, 69 Betten sind’s insgesamt.


Hoch- und Tiefbau Sonderthema

DATEN

Architektonische Qualität. Das Pro-

jekt sieht die Verkleidung der Fassaden des Bettentraktes mit einem Dämmsystem Typ „Cappotto“ und einem Anstrich in neutralem Farbton vor. Marmor, sagt die mit Josef March zuständige Architektin Nicoletta Francato, wäre zu teuer gewesen, den Kostenrahmen hätte man mit einer Marmorverkleidung nicht einhalten können.

Raumkonzept. Es sind weitläufige,

helle Raumumgebungen für eine umfassende und angenehme Nutzbarkeit

vorgesehen. Die Pflegezimmer sind für ein oder zwei Betten bemessen und mit Hygieneeinrichtungen mit Dusche ausgestattet. Diensträume wie Schwesternzimmer, Ambulatorien, Büros, Sitzungsräume, Lager, usw. sind alle den neuen Anforderungen entsprechend dimensioniert.

Energiekonzept. Der gesamte Umbau wird unter besonderer Beachtung der Energieeinsparung nach den Vorgaben der Klimahaus-Agentur zur Erreichung des Standards B vorgenommen. 

Der Eingriff sieht eine - wenn auch nur geringfügige - Erhöhung sowohl der oberirdischen als auch der unterirdischen Kubatur vor. Die Gesamtkubatur des Eingriffs ist Folgende: oberirdische Kubatur: 20.221 m3 unterirdische Kubatur: 4.456 m3 Gesamtkubatur: 24.677 m3 Gesamtkosten des Bauvorhabens: 16.694.000 €. Die Kosten teilen sich wie folgt: - 10.597864 für Arbeiten - 2.233.000 für Einrichtung - 3.863.135 für Verwaltung (Mwst. und Planungskosten)

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Hoch- und Tiefbau Sonderthema

Grünes Licht für Umfahrung Kastelbell und Galsaun „Für Kastelbell läuft alles positiv“, sagte Bautenlandesrat Florian Mussner vor einem Jahr in einem WindInterview. Das Vorprojekt des Ingenieurbüros „Pfeifer Planung“ wurde jüngst vom Technischen Landesbeirat durchgewinkt. Die Termine, die man sich bei diesem Projekt gesetzt hat, sind ehrgeizige: Baubeginn nächsten Sommer, Bauende drei Jahre später. Die Baukosten werden mit 64,8 Millionen Euro beziffert. von Angelika Ploner | Autonome Provinz – Abteilung Tiefbau und Pfeifer Planung GmbH – Michael Pfeifer

INFO Gesamtkosten des Projektes (aufgerundet) 64.800.000 Euro Baubeginn: voraussichtlich Sommer 2014 Verkehrseröffnung: voraussichtlich Winter 2016/17 Bauende: voraussichtlich Frühjahr 2017

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Hoch- und Tiefbau Sonderthema Einführung. Die Ortschaften Kastelbell und Galsaun - vom Durchzugsverkehr sehr geplagt – fordern seit Jahrzehnten eine Entlastung. Im März 2009 hat die Landesregierung die überarbeiteten technischen Eigenschaften genehmigt und nach einem Planungswettbewerb den Auftrag für die Planung erteilt. Zweieinhalb Jahre später - im Herbst 2011 - ist die Bietergemeinschaft „Pfeifer Planung“ mit ihrem Projekt an erster Stelle gereiht worden. „Das Siegerprojekt weist verkehrstechnische Lösungen auf, die gut ausgearbeitet wurden, die Linienführung der Trasse ist harmonisch und fließend. Die Portalöffnungen sind architektonisch gut gelöst, nehmen die Terrassenlandschaft auf und interpretieren sie folgerichtig“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Mitte September zog das Siegerprojekt auf Schloss Kastelbell die Blicke des Publikums bei einer Ausstellung auf sich und erfreute sich großen Interesses. Vor wenigen Wochen ist das Projekt nun vom Technischen Beirat gutgeheißen worden.

Das Projekt – technische Details.

Das Projekt sieht die Umfahrungsstraße als Tunnellösung vor, an Kastelbell im Westen mit einem T-Knoten angeschlos-

sen, im Osten mit einem Kreisverkehr. Die Kreuzung im Westen wird mit einer Ausfädelspur von Reschen kommend und einer Linksabbiegespur von Meran kommend realisiert. Der gesamte Tunnel führt über einen längeren Rechtsbogen bis nach Galsaun. Nach einer anschließenden Geraden erfolgt – wie erwähnt - über einen Kreisverkehr der Anschluss an die bestehende Staatsstraße. Die Linienführung der Trasse wurde so gewählt, dass sich der Eingriff auf Landschaft und Kulturgrund auf ein Minimum beschränkt. Die Gesamtlänge der neuen Trasse beträgt 3.362 Meter, davon 2.475 Meter im Tunnel. Die lokale, zwischenörtliche Verbindung zwischen den Ortschaften Kastellbell, Galsaun und Tschars über den Krebsbachweg wird über eine kleine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer aufrechterhalten.

sierten Weinberge an den Nordhängen. Deshalb präsentieren sich die Portale als horizontal gemauerte Balken. Sie fügen sich in das gewachsene Landschaftsbild ein und betonen den horizontalen Verlauf der Steinmauern. Es entsteht eine interessante Balance zwischen Vertrautheit und Neuartigkeit. Der Eingriff hält sich optisch zurück und lenkt den Blick im Westen auf das Schloss Kastelbell, im Osten auf die terrassierten Weinberge. Der bei der Kreuzung Ost geplante Lärmschutz wird durch einen bepflanzten Erdwall gelöst, der in der Landschaft ähnlich wie in Naturns kaum sichtbar ist. Zwischen dem Kreisverkehr im Osten und dem Tunnelportal liegt nördlich der Straße das Biotop Krebsbach. Das Biotop wird im Zuge des Projektes aufgewertet, der Bachlauf neu gestaltet, und Pufferstreifen werden errichtet.

Landschaftsaspekte. Bei der Gestaltung der neuen Tunnelportale und der landschaftlichen Einbindung der Trasse wurde besonders darauf geachtet, die Qualitäten des bestehenden Landschaftsbildes zu erkennen, aufzunehmen und weiterzuführen. Besonders prägend für Kastelbell und Galsaun sind die terras-

Realisierung. Das Projekt gliedert sich

in drei Arbeitsphasen. Die erste Arbeitsphase konzentriert sich auf den dringlichsten Eingriff, den Tunnelvortrieb von Ost nach West. Als zweite Arbeitsphase erfolgt der Ausbau der Fluchtstollen und als dritte Arbeitsphase folgt schließlich die Errichtung der Anschlüsse. 

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Hoch- und Tiefbau Sonderthema

„Man darf nicht emotional an die Dinge herangehen“ Interview: Angelika Ploner | Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Herr Geometer Stecher, Sie haben ein Projekt zur großen Umfahrung der Orte Schluderns, Glurns, Tartsch, Laatsch und Mals in Ihrer Schublade. Werner Stecher: Das ist richtig, ich arbeite schon seit fast zehn Jahren an einer Lösung für den oberen Vinschgau. Ich lebe mit dem Verkehr und mit den Problemen, die mit ihm einhergehen. Ich würde es als sinnvoll erachten, dass man eine Gesamtlösung sucht und dann umsetzt, nicht kurzzeitige Lösungen, wie sie beispielsweise in Tartsch geplant werden. Ich nehme als Beispiel die MeBo her. Mein Gott, was war man gegen die MeBo. Heute ist sie nicht mehr wegzudenken. An die Umfahrung, um zu dieser zurückzukommen, müsste man weniger emotional und mehr mit dem Hausverstand herangehen.

INFO Geometer Werner Stecher, Amtsdirektor des Straßendienstes West, seit 1972 im Landesdienst seit 1979 Amtsdirektor des Straßendienstes West/ Vinschgau: „Es sollen alle Vorurteile vermieden und realistische Lösungen angestrebt werden.“

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Bei den Bürgermeistern findet Ihre, diese sogenannte Stecher-Variante, scheinbar kein Gehör. Die Bürgermeister müssten von ihren Vorurteilen wegkommen, das Gesamte sehen, übers eigene Dorf hinausschauen. Es hilft nichts, wenn ich in Tartsch eine Unterführung für 25 bis 30 Millionen Euro baue. Mit diesem Geld wäre die Umfahrung, die Stecher-Variante, wie Sie sagen, schon zur Hälfte finanziert. Und mit dieser Umfahrung ist nicht nur das Verkehrsproblem für ein Dorf gelöst, sondern auch für Mals, Laatsch, Tarsch, Glurns und Schluderns. Ich könnte endlich sogar die Schweiz anbinden. Man muss sich vorstellen:


Hoch- und Tiefbau Sonderthema Wenn heute einer von Graun oder Mals mit einem Lastwagen nach Taufers will, dann muss er die ganze Runde über Spondinig-Agums fahren und zurück, denn in Laatsch und Glurns darf er nicht durchfahren. Konkret: Wie sieht Ihr Vorschlag aus? Mein Vorschlag sieht im Kreuzungsbereich zwischen Staatsstraße SS 40 Reschenpass und der Landesstraße nach Laatsch einen Kreisverkehr vor. Von dort wird ein Stück die Landesstraße genutzt, um dann am Bunker vorbei über die Wiesen bis hin zur Staatsstraße SS 41 Taufers im Münstertal zu gelangen, etwa 800 bis 900 Meter nach Glurns. Es muss allerdings ein Viadukt über die Etsch und den Rambach gebaut werden. Der Kreuzungsbereich soll wiederum mit einem Kreisverkehr ausgebaut werden. Von dort aus wäre die Gemeinde Taufers i. M. sowie die Schweiz in kurzer Zeit unproblematisch erreichbar. Dann folge ich der bestehenden Staatsstraße in Richtung Glurns, um etwa 200 Meter vor der Abzweigung nach Lichtenberg die Verbindung zur bestehenden Landesstraße LS 50 Prad-Glurns in offener Bauweise zu errichten, um das Städtchen Glurns nicht zu beeinträchtigen. Die Landesstraße LS 50 PradGlurns wird dann bis zur Abzweigung nach Schluderns den Straßenbaurichtlinien angepasst und ausgebaut, wobei die notwendigen Grund-

flächen vorhanden sind. Hier soll wiederum ein Kreisverkehr entstehen, wie bereits im Verkehrsberuhigungskonzept entlang dieser Landesstraße vorgeschlagen. In Richtung Schluderns soll wiederum die bestehende Landesstraße ausgebaut und angepasst werden; um das Problem Saldurbach zu lösen, müsste eine etwa 70 - 80 Meter lange Unterführung gebaut werden. Weiter ginge es dann Richtung Auen bis hin zum „Plattele Eck“, wo ein Viadukt von der Staatsstraße über die „Vinschger Eisenbahn“ mit Auf- bzw. Abfahrt errichtet werden müsste. Damit wäre der Anschluss an die bestehende Staatsstraße SS 40 Reschenpass bei Kilometer zweieinhalb erreicht. Eine günstigere und verkehrstechnisch bessere Lösung wäre, vom Kreisverkehr bei der Kreuzung Lichtenberg-Schluderns noch ein Stück über die Landesstraße nach Lichtenberg zu fahren, um dann über den bestehenden Verbindungsweg in Richtung Industriezone Prad bis hin zur Biogas-Anlage zu gelangen und dort wiederum auf die neue Landesstraße mit dem neu errichteten Viadukt über die Etsch und Eisenbahn aufzufahren. Auf diese Weise würden die Dörfer Mals, Laatsch, Tartsch, Glurns, Schluderns sowie auch Agums und Prad entlastet; die alte Staatsstraße könnte teilweise zurückgebaut und die Dorfdurchfahrten intern von den jeweiligen Gemeinden geregelt werden.

Warum sind die Prader gegen Ihren Vorschlag? Weil sie emotional an die Sache herangehen. Wer von den Bürgermeistern im Tal kennt Ihren Vorschlag? Alle haben von ihm gehört, jedoch nur der Schludernser Bürgermeister Erwin Wegmann kennt ihn auf dem Papier; alle anderen haben von vornherein jede Variante abgelehnt.

Jede Variante zum Knoflacher Konzept? Ja genau. Das Konzept stammt aus dem Jahre 2006 und will den Verkehr rigoros einbremsen. Ist es an der Zeit, das Konzept zu überdenken? Das Konzept Knoflacher ist sicher nicht mehr zeitgemäß und müsste auf alle Fälle überdacht werden. 

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Hoch- und Tiefbau Sonderthema

 Wir können den Vinschgau nicht verkehrstechnisch abwürgen. Die Entwicklung des Vinschgaus hängt maßgeblich von der Wirtschaft ab, die ist der Motor und schafft Arbeitsplätze. Auch deshalb sollten sich die Bürgermeister zusammenraufen. Wenn nicht, dann glaub ich, wäre die Zeit reif für eine Volksbefragung, eine, die man mit dem Kopf und nicht aus dem Bauch angeht.

um die 35 bis 40 Millionen Euro. Zum Vergleich: allein die Umfahrung Tartsch kostet zwischen 25 und 30 Millionen Euro. Aber man müsste schon jetzt die Weichen stellen. Es werden derzeit viele Grundstücke in der Umgebung, wo die Umfahrung geplant wäre, verkauft. Das Land oder die jeweiligen Gemeinden müssten diese bereits jetzt erwerben. Es bräuchte nicht allzu viel Grund.

Eine Kostenschätzung: Wieviel würde Ihre Variante kosten? Das hat man noch nicht genau berechnet. Ich schätze so

Weil nichts passiert, basteln die Glurnser derzeit an einer kleinen Umfahrung. Ich möchte keiner Gemeinde vorgreifen, aber ich sehe

GEBÄUDEREINIGUNG

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die Lösung, die Glurns derzeit andenkt, problematisch. Es müssten insgesamt drei Kreuzungsbereiche geschaffen werden, die auch die notwendigen Flächen brauchen. Zudem muss ein Viadukt über den Rambach errichtet werden. Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht mit 1,5 bis 2 Millionen Euro finanzierbar ist. Dann sollte der Verkehr über AgumsPrad umgeleitet werden; somit entsteht dort zu viel Verkehr, und damit sind auch Proteste vorprogrammiert. Auch das ist keine längerfristige Lösung und immer noch keine Lösung für Schluderns, für Mals, für Tartsch und Laatsch.

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Was wäre nun der erste Schritt, der gesetzt werden müsste? Ich wünsche mir, dass sich die zuständigen Bürgermeister zusammensetzen, sich aussprechen und nach einer gemeinsamen, vernünftigen und machbaren Lösung suchen. Die Landesverwaltung würde dabei sicher behilflich sein, wird sie aber zu keiner Lösung zwingen. Natürlich sollte auch die Bezirksgemeinschaft Vinschgau mit einbezogen werden. Meine Devise: nicht emotional die Lösung angehen, sondern gemeinsam und mit vereinten Kräften, dann kann man vieles erreichen.

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Hoch- und Tiefbau Sonderthema Die sogenannte Stecher-Variante, ausgearbeitet von Geometer Werner Stecher, mit der Mals, Laatsch, Tartsch, Glurns, Schluderns und auch Agums und Prad entlastet würden

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Themenwechsel: Wie viel wird für Instandhaltungen im Vinschgau jährlich ausgegeben? Das Land Südtirol verwaltet rund 2.700 Kilometer Straßen und ist in sechs Straßenbezirke unterteilt. Einer dieser Bezirke ist der geographische Vinschgau vom Reschenpass bis zur Töll und umfasst ca. 375 km Straßen, aufgeteilt in Staats-, Landes- und Gemeindestraßen. Das Geld für die Instandhaltung wird nach zugewiesenen Kilometern aufgeteilt. Mit dem zugewiesenen Budget, heuer sind es rund 1,35 Millionen Euro, müssen der gesamte Maschinenpark, Treibstoffe, Schneeräumung, Salz und Streuschotter, Reparaturund Instandhaltungsarbeiten an Steinschlagschutzbauten, Stahlschutzplanken sowie am Straßenzubehör usw. finanziert werden. Die Straßenbaugelder des Landes sind für Jahre verplant und werden knapp. Studien, Lösungsvorschläge, Visionen: alles für die Katz? Ich glaube, man kann nicht sagen, dass diese vollständig verplant seien, denn etwas ist immer wieder machbar,

jedoch nicht im selben Ausmaß wie bisher. Als Voraussetzung werden in Zukunft die Bereitschaft und der Wille gelten. Lösungen, wie von mir für den Vinschgau vorgeschlagen, könnten im Rahmen eines Programmes, das auf zwei bis drei Jahre ausgelegt ist, durchgezogen werden. Ich glaube, dass es möglich ist, sobald eine gemeinsame Lösung gefunden ist; aber dies hängt vorwiegend von den Bürgermeistern des Tales ab. Es wäre wünschenswert, wenn eine neutrale Person ohne Wenn und Aber die betroffenen Herren an einen Tisch versammelt und mit ihnen die Problematik kritisch und fair bespricht und diskutiert, zum Wohle der verkehrsgeplagten Bevölkerung. Die Kreuzung auf der Staatsstraße bei Altspondinig mit der groß angelegten Brücke hin zur Industriezone Prad wurde vor Jahren vom Landesrat Alois Kofler sozusagen wegbereitend für eine künftige große Umfahrung und für eine mögliche, damals in Betracht gezogene, Umfahrung von Prad Richtung Schmelz über den Suldenbach zum Stilfserjoch gebaut. 

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Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Matthias, 24. Februar 2013

Nationalpark Stilfserjoch:

Biodiversität

Die menschlichen Aktivitäten und der Klimawandel

Restgletscher und Gletschersee im Suldner Abschnitt des Zaytales. Wie lange werden die Gletscher noch das Wärmebad aus dem Klimawandel überstehen? Foto: Wolfgang Platter

Biodiversität ist heute ein häufig verwendeter Begriff. Vereinfacht zusammengefasst steht Biodiversität für den Artenreichtum von Lebewesen auf unserer Erde. Die Biodiversität umfasst neben der Artenanzahl an Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren auch die vielen verschiedenen Lebensräume. Unsere Erkenntnis hat sich gefestigt, dass es keinen Artenschutz ohne den entsprechenden Schutz der Lebensräume gibt. Die quantifizierenden Angaben über die auf unserem Planeten vorkommenden Pflanzen- und Tierarten schwanken bei den verschiedenen Autoren um das Zehnfache und die Schätzungen reichen von 3 - 30 Millionen Arten. Tatsächlich beschrieben sind zum Stand 2010 weltweit 1.589.361 Arten von Tieren und Pflanzen. In Italien sind bisher 57.500 Arten von Tieren erfasst. 98% der beschriebenen Arten ent38 Der Vinschger Wind 5-13

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fallen dabei auf die wirbellosen Tiere. Die bis heute beschriebene Flora Italiens umfasst hingegen 13.300 Pflanzenarten. Dazu kommen noch 20.000 Arten von Pilzen. In Österreich sind derzeit ca. 40.000 Insektenarten, 461 Arten von Wirbeltieren und 2.950 Arten von Gefäßpflanzen erfasst.

Widmung in Wertschätzung

Meinen heutigen Beitrag möchte ich besonders meinem Lehrer aus der Laaser Grundschule Luis Tumler widmen. Obwohl nunmehr über 90-jährig, ist er ein interessierter und eifriger Leser meiner Zeitungsbeiträge. Und er gehört zu jenen Menschen, die in mir die Freude an der Natur geweckt und mich auf den Weg des Biologiestudiums gebracht haben. Den Zitronenfalter auf dem Hügel von St. Sisinius kann er mir nicht mehr zeigen. Die

Falterart ist Teil des Verlustes an Biodiversität in der intensiv bewirtschafteten Vinschgauer Talsohle.

Die Roten Listen

Täglich sterben Tier- und Pflanzenarten auf der Erde aus. Nur als schwachen Trost für den Artenverlust können wir gelten lassen, dass auch immer wieder neue Arten gefunden und beschrieben werden. Gefährdete Arten von Pflanzen und Tieren werden in den sogenannten Roten Listen geführt. Diese Listen mit Unterteilung der Arten nach unterschiedlichen Gefährdungsgraden gibt es inzwischen je nach Gewichtung und Kenntnisstand der Forschung in den verschiedenen Staaten auf regionaler Ebene oder im gröberen Raster auf Länderebene. Bezüglich der Gesamtsituation zur Biodiversität auf unserer Erde


kann zusammengefasst werden, dass von der Internationalen Union für den Erhalt der Natur (IUCN) als Koordinationsstelle bisher erst 44.838 Arten von Lebewesen auf ihren Gefährdungsgrad beurteilt worden sind. Dies sind weniger als 3% der ca. 1.590.000 bis heute beschriebenen Arten von Pflanzen und Tieren. Von diesen knapp 45.000 beurteilten Arten sind weltweit ca. 17.000 Arten in unterschiedlichem Maße gefährdet. In Prozenten sind dies immerhin 40%. In Europa sind derzeit 2.075 Arten als gefährdet eingestuft.

Das beschleunigte Artensterben

Schätzungen von Naturwissenschaftlern besagen, dass wegen der folgenschweren Eingriffe des Menschen in die natürlichen Ökosysteme 5 - 20% der Arten aus vielen Gruppen von Organismen bereits ausgestorben sind. Mahnend sind auch die Einschätzungen zur „Geschwindigkeit“, mit welcher wir Menschen der Jetztzeit und seit Beginn des Industriezeitalters zum Artenverlust auf unserer Erde beitragen. Im Vergleich zur prähistorischen Zeit vor dem Auftreten des Homo sapiens hat sich diese Geschwindigkeit des Artensterbens um das 100 - 1.000-fache erhöht.

Der kausale Zusammenhang zwischen Klimawandel und Biodiversität

Im Jahre 2007 ist der 4. Klimabericht zur Erde publiziert worden. Dieser Bericht ist in einem interdisziplinären Ansatz von einigen hundert Wissenschaftlern verfasst worden, welche in ihrem Fachgebiet internationales Ansehen genießen. Spätestens seit diesem Bericht muss unbezweifelbar klar sein, dass der Klimawandel keine Schwarzmalerei, sondern eine Tatsache ist und große Folgen für die Ökosysteme auf der Erde hat. „Klimaleugner“ können nicht mehr überzeugen. Unwiderlegbar klar ist auch, dass verschiedene unserer menschlichen Aktivitäten zu diesem Klimawandel maßgeblich beitragen. Ohne ein Katastrophenszenario heraufzubeschwören, seien einige Folgen dieses beschleunigten Klimawandels straff zusammengefasst: die Zunahme von Extremereignissen der Witterung und deren Häufung in immer kürzeren Zeitabständen wie Niederschlagereignisse mit großer Regendichte, Hitzewellen und Dürreperioden; die Häufung von Wirbelstürmen, das Abschmelzen der Gletscher in den Gebirgen und an der arktischen Polkappe, das Ansteigen des Meeresspiegels, das Absterben der Korallenriffe und das Versalzen und Versinken von flachen Inselstaaten und Atollen im Meer, die weltweite Ausdehnung der Wüsten.

Wasserknappheit am Dach der Erde

Ein Beispiel von außerhalb der Alpen zur bereits spürbaren und in Zukunft sich verschärfenden Verknappung des Süßwassers sei an dieser Stelle aufgezählt: Auf dem tibetischen Plateau im Himalaya-Massiv entspringen zwölf der großen Flüsse der Erde und versorgen Milliarden von Menschen in elf Staaten mit Wasser. In seinem Buch „Spielball Erde. Machtkämpfe im Klimawandel“ (Bertelsmann, 2012) zitiert der Nachrichtenredakteur des ZDF Claus Kleber den Marschall der indischen Luftwaffe Avdesh Kumar Singh, der im Kampfjet jahrelang das indisch - chinesische Grenzgebiet überflogen und das besorgniserregende Abschmelzen der Gletscher am Gebirgsdach der Erde beobachtet hat: „Wenn sich (in der Wasserversorgung) etwas ändert, werden Konflikte entstehen. Kriege beginnen immer wieder aus den gleichen Gründen: Wenn es nicht um Freiheit und Selbstbestimmung geht, dann geht es um materielle Dinge. Am schlimmsten sind Armut, Hunger und Durst – eine Zeit lang kann man vielleicht mit Kompromissen leben. Aber am Ende gibt es eine Explosion. Und dann wird man erleben, dass es für diese Probleme keine militärische Lösung gibt“. China hat als Oberlieger an den Flüssen schon Rückhaltedämme gebaut und es fließt weniger Wasser an den Unterlieger Indien ab. Nicht allzu pessimistische Szenarien be-

Frauenschuh als Wildorchidee. Die Blütenform wird dem Pflanzennamen gerecht. Foto Walter Anselmi (Archiv Nationalpark Stilfserjoch)

Der Schneehahn im Flug und im Winterkleid verrät an den befiederten Füßen und Zehen warum er zu den Raufußhühnern gehört. Foto: Francenzo Renzi.

haupten, dass es wegen des ansteigenden Meeresspiegels aus den zunehmend überschwemmungsgefährdeten Staaten wie etwa Bangladesch am Unterlauf von Ganges und Bramaputra Klimaflüchtlinge geben wird, die in die Millionen gehen. Und Sozialkonflikte sind in den Ländern mit den größten Bevölkerungsdichten vorprogrammiert. Claus Kleber hat die Kurzformel geprägt „Wasser als Brandbeschleuniger“.

Das Monitoring der Biodiversität in alpinen Nationalparken

Stichhaltige und aussagekräftige Aussagen über den Verlust der Biodiversität in einem Gebiet kann man nur machen, wenn man Daten in längeren Zeitreihen erhebt. Der derzeit amtierende Umweltminister Italiens Corrado Clini hat in einer Richtlinie vom Dezember 2012 die italienischen Schutzgebiete dazu aufgerufen, einen bestimmten Teil ihrer Finanzmittel 2013 aus dem Staatshaushalt vorrangig für Initiativen und Aktivitäten zum Erhalt der Biodiversität zu verwenden und seinem Ministerium dazu Vorschläge zu unterbreiten. Als Nationalpark Stilfserjoch haben wir in der Abstimmung mit den drei Nationalparken im italienischen Teil des Alpenbogens Gran Paradiso (in den Regionen Piemont und Aosta), Val Grande (Piemont) und Belluneser Dolomiten (Veneto) einen Vorschlag zum Monitoring der Biodiversität in alpinen Lebensräumen ausgearbeitet und eingereicht. Dieser Vorschlag sieht vor, dass auf ausgewählten Probeflächen entlang eines Höhentransektes von der Bergwaldstufe bis zur Nivalstufe das Inventar der Tierarten unter den wirbellosen und unter den Wirbeltieren erhoben werden soll. Die Bestandserhebung soll im Abstand von fünf Jahren wiederholt werden. Dabei sollen standardisierte Methoden zum Einsatz kommen, damit die Ergebnisse über die Jahre und aus den verschiedenen Nationalparken untereinander verglichen werden können. Parallel zu den zoologischen Erhebungen sollen auf den ausgewählten Probeflächen pflanzensoziologische Kartierungen und Messungen von mikroklimatischen Parametern durchgeführt werden. Erst aus dem Vergleich der über einen längeren Zeitraum erhobenen Daten lassen sich wissenschaftlich aussagekräftige und fundierte Aussagen treffen. Und solche Daten in einer längeren Zeitreihe brauchen wir eben auch für die Beurteilung der sich verändernden Biodiversität in den Alpen. Zumal wir heute wissen, dass die Erwärmung in den letzten 50 Jahren innerhalb der Alpen doppelt so hoch ausgefallen ist wie außerhalb unserer Gebirgskette.

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Sport

ASV Kastelbell-Tschars Sektion Fussball - 2 Liga

Spurensuche-Hund Jango vom Helo Vizeitalienmeister

Aufstiegsüberzeugung

Champion aus Goldrain

v.l. Peter Tschenett (Junioren), Maximilian Tschenett und Luca Mengon (A-Jugend), Remo Mengon in Partschins beim OberligaSpiel NaturnsDro

I

n der Mannschaft von Präsident Eberhöfer herrscht höchste Motivation. Ganz verständlich, wenn man an die guten Resultate der Hinrunde mit dem Platz an der Tabellenspitze und an die Eroberung des Viertelfinales im Pokal denkt. Das Training für Rückrunde hat am 28.01.13 begonnen. Heuer hat erstmals die von Massimo Nanni trainierte Mannschaft an der Trophäe Former-Boninsegna teilgenommen, wo 8 Mannschaften der 1. und 2. Liga spielten. Nach dem ersten verlorenen Spiel gegen Sciliar wurde Kastelbell laut Regelment zur Trophäe Boninsegna

umgeleitet. Hier gewannen die Kastelbeller 2:1 gegen Neumarkt (Tore von Patrick Magitteri und Alex Kofler) und 5:0 gegen Tscherms (2+2 Tore von Alex und Andtè Kofler sowie Tor von Tuttolomondo). Sieg für Kastelbell/Tschars in der Trophäe Boninsegna bei der ersten Teilnahme. Prämiert wurden Alex Kofler als bester Turnierschütze und Massimo Nanni als ältester Turnierspieler. Sektionsleiter Remo Mengon ist überzeugt, dass die Rückrunde der Meisterschaft wie die Hinrunde enden wird, also mit Sieg und Aufstieg. (lp)

V

om 16. bis 17. Februar 2013 traten die besten Fährtenhunde aus ganz Italien in Grumolo delle Abbadesse (Veneto) zur heurigen Italienmeisterschaft an. Die Richter Daniele Ceschia und Roman Guerrino werteten die Hunde nach der internationalen Prüfungsordnung. Im sportlichen Wettstreit hatten die Hunde an zwei Tagen je eine 1800 Schritt lange, drei Stunden zuvor gelegte Fährte mit sieben Winkeln (2 spitze Winkel, 1 Bogen) und sieben Gegenständen auszuarbeiten. Die Fährtenarbeit erwies sich als sehr schwierig, zumal es Tage zuvor heftigen Schneefall gegeben hatte, der sich dann in wenigen Tagen auflöste und das Gelände teilweise unter Wasser setzte. Von den 13 teilnehmenden Teams konnten nur fünf Hunde die Prüfungen bestehen. Der 1.

Platz ging mit 191 Punkten an den Titelverteidiger Vicks Vaporub und Pierluigi Torri aus Bologna. Den 2. Platz konnte Jango vom Helo und sein Trainer Florian Stampfer aus Goldrain, ebenfalls mit 191 Punkten, erobern. Der 3.

Platz ging mit 188 Punkten an den Hund EX und Pietro De Piccoli aus Udine. Die Meisterschaft galt zugleich als Ausscheidungsprüfung für die Weltmeisterschaft, die heuer in Dänemark stattfinden wird. Die Hunde Vicks und Jango konnten sich für die Teilnahme qualifizieren. (lp)

LAC Vinschgau Raiffeisen

Neue Rekorde der Jungen

G

leich alle beide Fakie Rekorde wurden heuer beim Mehrkampfmeeting in der Schlanderser Großraumhalle regelrecht pulverisiert. Nora Rinner von der Mittelschule Latsch erzielte mit 2315 Punkten einen neuen Veranstaltungsrekord. Die Tochter der beiden Sportlehrer Veronika Oberhofer und Werner Rinner löste somit die Führende der Bestenliste und ebenfalls Sportlehrertochter Petra Tappeiner ab. Nora punktete vor allem im Hochsprung mit überragenden 1,40m und über 60m Hürden. Zweite wurde in der U-12 Klasse die ebenfalls von Werner Rinner betreute Marina Gruber vor Leatitia Gruber 40 Der Vinschger Wind 5-13

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aus Laas. Bei den Knaben ließ Mirko Lepir aus Prad nichts anbrennen und überzeugte mit glänzenden 8,49 Sekunden über 60m, Bestzeit über 60m Hürden und sehr starken 5,12m im Weitsprung. Eine Überraschung waren die 60m von Jonas Tscholl aus Latsch. Mit nur einem Hundertstel Rückstand auf den starken Prader Lepir gab er einen Vorgeschmack seines Könnens. Bronze holte sich Lukas Oberdörfer aus Latsch. Nicht spannender hätte der Wettkampf bei den Mädchen der U-14 sein können. Anna Luce musste sich am Ende mit nur drei Zählern Rückstand auf Petra Tappeiner geschlagen geben. Über 60 m trennten sie

links: Nora Rinner; Mitte: Mirko Lepir; rechts: Moritz Graf

nur zwei Hundertstel Sekunden, die Hürden lief Anna um vier Hundertstel schneller, im Hochsprung war Petra um 3cm besser und im Weitsprung um nur einen. Das Kugelstoßen war dann eine knappe Sache für Anna. 27cm reichten dann aber schlussendlich nicht, um die amtierende Meisterin aus Laas zu besiegen. Gold bei den Knaben der U-14 holte sich in einem verbissenen Kampf

der Schlanderser Jonas Pircher. Janik Prister aus Kastelbell gewann das Kugelstoßen, und Gabriel Mair Bono holte sich über 60m den Sieg. Die begehrten Fakie-Gutschriften gingen bei den Mädchen an die Mittelschule Latsch vor Naturns und Laas. Während bei den Knaben wiederum die Mittelschule Latsch siegte, belegte Prad den zweiten und Naturns den dritten Rang. (ah)


Sport

Yoseikan Budo – Vinschgau/Lana

Spitzenleistungen der Vinschger Budokas S

onntag, der 3. Februar 2013 war für zehn Vinschger Budokas ein spannender Tag. In Lana traf man sich zur diesjährigen Landesmeisterschaft. Nach den Erfolgen des letzten Jahres – Platz 1 für Konrad Bachmann und Platz 3 für Jennifer Tarneller bei der Italienmeisterschaft 2012 – waren die Erwartungen hoch und die Aufregung entsprechend groß. Der Startschuß fiel um 9.00 Uhr für die Mannschaftswettbewerbe. Nach und nach folgten die Einzelwettbewerbe, unterteilt in die Altersklassen U12 und U15 sowie in verschiedene Gewichtsklassen. Konrad Bachmann und Jan Platzgummer wechselten diese Saison in die U15 und erkämpften sich jeweils den 2. Platz. Kai Platzgummer und Aaron Delago (U12) traten im Finale gegeneinander an. Aaron

v.l.: Thomas Mair (Trainer in Mals), Alexander Niedermair (Schiedsrichter), Raffaele D’Ambra (Schiedsrichter), Franziska Riedl, Jennifer Tarneller, Nikolai Karner, Katharina Riedl, Lena Ritsch, Liana Verdross, Marion Fritz (Coach), Florian Spechtenhauser (Trainer in Schlanders); Vorne: Jacob Klotz (Coach), Konrad Bachmann, Kai Platzgummer, Aaron Dalago und Jan Platzgummer

holte Gold, Jan Silber. Jennifer Tarneller sicherte sich Gold, Liana Verdross holte Bronze und Lena Ritsch erreichte Platz 4 (alle ASC Schlanders). Florian Spechtenhauser (Trainer der Schlanderser Athleten): „Ich bin stolz auf die Spitzen-

leistung der jungen Budokas. Alle sieben Teilnehmer konnten sich für die Regionalmeisterschaft am 10. März 2013 in Carisolo qualifizieren.“ Nikolai Karner und Melanie Kuenrath verfehlten leider die Podiumsränge. Franziska

Riedl erreichte Platz 2 in ihrer Kategorie, Katharina Riedl Platz 5, Adrian Theiner sicherte sich Bronze (alle ASV Mals). Mit ihnen freut sich ihr Trainer Thomas Mair: „Jede Wettkampfsituation bedeutet Stress. Sein inneres Gleichgewicht zu behalten, sich zu konzentrieren und im gefragten Moment die Leistung abzurufen – das zeichnet einen guten Kämpfer aus.“ Am Samstag, 2. Februar 2013 fanden die Wettkämpfe der U18, U21 und der Senioren statt. An ihnen nahmen Iwan Tischler vom ASV Mals und Edmar Telser vom ASC Schlanders teil. Edmar konnte einige gute Akzente setzen, für einen Podestplatz reichte es diesmal aber nicht. Iwan erkämpfte sich einen hervorragenden 2. Platz. Beide Athlethen konnten das Ticket für die Regionalmeisterschaft in Carisolo (TN) lösen.

Naturns – Schnals: Ötzi

Melanie Schwarz

Rekord und neues Rennen

WM im Team, Vize im Einzel

Z

M

um 10. Mal findet am 20. April 2013 der internationale Extrem-Wintertriathlon „Ötzi Alpin Marathon“ zwischen Naturns und der Bergstation Grawand im Schnalstal statt. Das Jubiläumsjahr verspricht einen weiteren Rekord: Bereits über 200 Teilnehmer haben sich angemeldet, um die Strecke mit Mountainbike, laufend oder mit Tourenskiern zu bewältigen. Mehr als 250 Einzelkämpfer sind aus organisatorischen Gründen nicht zugelassen. Auch bei den Teams sind die Anmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt schon enorm. Konnten die Skiberggeher bisher nur jeden Dienstag- und Freitag-Abend auf der Strecke trainieren, so bietet sich Ihnen jetzt zwei Wochen vor dem Triathlon die Chance, die Strecke erstmals unter Rennbedin-

Die Originalstrecke des Ötzi Alpin Marathons wird jetzt Schauplatz für das 1. Ötzi Vertical Race

gungen zu testen. Das für jeden offene “Ötzi Vertical Race”, ein Nachtrennen auf Tourenskiern und Schneeschuhen, findet am 6. April 2013 statt. Massenstart um 19 Uhr in Kurzras. Infos: www.schnalstal.com (ew)

elanie Schwarz ASV Latsch /Raiffeisen konnte sich- nach einem etwas schwierigen Start in die Saison 2012/13 - für die WM der Naturbahnrodler in Deutschnofen qualifizieren. Das Training am Donnerstag verlief super, sodass sie sich die Teilnahme im Teambewerb Italien 1 sichern konnte. Dieses Team setzte sich aus Melanie Schwarz, Alex Gruber sowie dem Doppel Patrick Pigneter und Florian Clara zusammen; und sie gewannen Gold. Weltmeisterin im Team zu sein bedeutete für Melanie sehr viel. Es hieß auch Reserven zu bewahren bzw. mental dem Druck für den noch anstehenden Einzelbewerb standzuhalten. Mit einem sicheren Lauf konnte sich Melanie schließlich ihre

Silbermedaille sichern- hinter Ekaterina Lawrentjewa und vor Evelyn Lanthaler. All ihre Fans freuten sich sehr über ihre großartige Leistung beidieser Weltmeisterschaft. (lp)

Foto: „Harald Kienzl – KUADRAT“

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Sport

SeitenWind

Eishockey Latsch

Kinder – Skikurs Matsch.

Glücksgöttin Fortuna ist keine Vinschgerin

Wie bereits in den vergangenen Jahren organisierte der ASV Matsch einen Skikurs für Anfänger und Fortgeschrittene. 58 Kinder aus Matsch, aber auch aus den umliegenden Dörfern nutzten die Gelegenheit, Ski- und Snowboardkenntnisse am Skilift Ramudla am Ende des Matschertales zu erlernen oder zu verbessern. Ein Shuttledienst ermöglichte eine bequeme Teilnahme. Dieser wird vom ASV Matsch und dem Skilift Ramudla für die gesamte Wintersaison 2012 / 2013 finanziert. Den Kurs beendete das Abschlussrennen. Hervorzuheben sind vor allem die 45 freiwilligen Helfer, die den Skikurs ermöglichten und ihn in ihrer Freizeit zu einem vollen Erfolg machten. Ihnen, und auch dem freiwilligen Liftpersonal gilt ein großer Dank.

Schlanders. Gibt es Neuigkeiten im Schlanderser Fußball. Nach der Hinrunde gegen Gargazon (1. Liga wie Schlanders und fast der selbe Tabellenplatz) kommt Claudio Di Gallo wieder nach Schlanders. „Er war in Ferien“, kommentiert Sektionsleiter Paolo Gambaro, der hinzufügt, dass es dem Stürmer, welcher allein die Entscheidung getroffen hat, einfach besser in Schlanders gefalle.

S

iegen oder fliegen hieß die Devise beim zweiten Play Off-Viertelfinalspiel des AHC Vinschgau gegen den HC Trient, nachdem die Eisfix das erste Spiel mit 0:5 verloren hatten. Die Partie war von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts. In der 15. Minute gingen die Gäste, bei denen einige erfahrene A2-Spieler aufgelaufen waren, in Unterzahl in Führung. Drei Minuten später netzte Florian Unterholzner zum viel umjubelten 1:1 ein. Das zweite Drittel war nichts für schwache Nerven. In der 25. Minute stürmte Mirko Clemente auf das gegnerische Tor zu, wurde aber von einem Gegenspieler gefoult. Der Schiedsrichter entschied auf Penalty, doch Clemente vergab diesen. Kurz darauf feierten die Zuschauer die Latscher Führung, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Im letzten Drittel lief Matteo Andreotti allein auf das Tri-

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entner Tor zu, traf jedoch die Querlatte. Im Gegenzug kassierten die Eisfix das 1:2 und wenig später erhöhten die Gegner auf 3:1, was den Hausherren endgültig das Genick brach. Zwar verließ Torhüter Alessio Rizzon für einen sechsten Feldspieler das Eis, doch ein Treffer wollte den Eisfix nicht gelingen und die Trientner besiegelten den Halbfinaleinzug mit einem Schuss ins leere Tor. Trotz dieser 1:4 Niederlage,

die gleichzeitig das Ausscheiden bedeutet, kann das Team auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Nach Startschwierigkeiten zu Beginn der Saison kamen die Mannschaft immer besser in Fahrt und zeigte vor allem in den letzten Spielen der Regular Saison sehr gutes Eishockey. Viele junge Spieler erhielten die Chance sich in der ersten Mannschaft zu beweisen und das Ziel, das Erreichen der Play Offs, wurde erreicht. (sam)

VSS Meisterschaft

Latscher Turnerinnen erfolgreich v. l.: Noelle Stampfer, Lisa Ganthaler, Amelie Kofler, Sofia Aboul el Mirate und Claudia Pobitzer

Zu lange Fußballpause.

Im Vinschgau haben die Junioren die Hinrunde mit dem letzten Spiel am 15. November 2012 abgeschlossen. Das erste Spiel der Rückrunde ist am 6. April 2013 vorgesehen. Das bedeutet fast 5 Monate Pause. Der Schlanderser Trainer Raimund Platzer findet eine so lange Pause für den Jugendfußball sehr schädlich, auch weil ein Training ohne Meisterschaftsspiele einen Mangel an Motivation mit sich bringt. (lp)

Florian Unterholzner erzielte den letzten Vinschger Treffer

M

it der VSS-Meisterschaft in Lana Ende Jänner fand gleichzeitig auch der erste Höhepunkt der Turnsaison statt. Für den SSV Latsch teilgenommen haben in der Kategorie „Serie B“ Ruth Gander, Petra Tappeiner und Charlotte Pragal, die in der Mannschaftsbewertung den ausgezeichneten 3. Rang belegten. In der

Kategorie „Serie C“ gingen Katharina Egger, Katharina Gamper und Marilena Haller an den Start und belegten am Ende ebenfalls Rang drei. Zwar keinen Podestplatz, aber gute Platzierungen geholt haben in der Kategorie der Grundschulkinder auch Sofia Aboul el Mirate, Claudia Pobizer, Noele Stampfer, Amelie

Kofler und Lisa Ganthaler. Zwei Wochen später ging in Brixen die erste VSS-Meisterschaft mit Einzelwertungen über die Bühne, die sich zu einem grandiosen Wettkampftag für die Latscher Turnerinnen entwickelte. Das Resultat am vergangenen 10. Februar: Ein Sieg, ein zweiter Platz und zwei dritte Plätze. In der Serie B: 1. Petra Tappeiner und 2. Ruth Gander. In der Serie C: 3. Katharina Egger, 4. Katharina Gamper und 5. Marilena Haller. In der Kategorie der Grundschüler: 3. Amelie Kofler, 4. Lisa Ganthaler. (beide 2005), 3. Noelle Stampfer (2004), 10. Claudia Pobitzer (2003), 14. Sofia Aboul el Mirate (2002). (ap)


Sport

SSV Naturns Raiffeisen Industriepool - Sektion Karate

Wettkampftraining und erfolgreiche Gürtelprüfungen

A

m 26. Jänner lud die Sektion Karate des SSV Naturns die Karate Dojos von Marling, Meran und Bozen nach Naturns ein, um das erste von vier vorgesehenen Wettkampf-Trainingseinheiten zu absolvieren. Es waren 25 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren dabei, die sich in den Disziplinen Kata und Kumite messen konnten. Unter der Leitung des bekannten Senseis Bianchi Maurizio (6. Dan) und des Meisters Mosconi konnten sich die Kinder weiterentwickeln und ein wenig Wettkampffieber erleben. Sie mussten neue, wichtige Regeln erlernen und sich Verhaltensmuster der Wettkampfsituationen einprägen. Alle Beteiligten konnten ihre Kampfkunst erweitern und die Kinder nutzten die Möglichkeit, neue Freundschaften zu knüpfen. Nachdem alle Naturnser Karatekas im letzten Juni 2012 erfolgreich die

Gürtelprüfungen bestanden hatten, wurde den Kindern ein kleines Geschenk überreicht, das von der Raiffeisenkasse Naturns gestiftet worden war. Danach feierten alle gemeinsam bei einem Pizzaessen. Für vier Athleten begann der Ernst erst jetzt. Nachdem sie sich konstant und gewissenhaft auf die höchste Gürtelprüfung, den Schwarzen 1. Dan vorbereitet hatten, legten sie die entsprechende Prüfung im November 2012 vor einer eigenen Kommission in Marling ab. Dort hatten sich die Karatekas aus Naturns, Marling und Meran angemeldet. Prüfungsstoff waren außer der Geschichte und Tradition des Karates, die perfekte Ausführung zweier Katas mit hoher Schwierig-

keitsstufe, die traditionellen Hand- und Fußtechniken, traditionelle Kumitetechniken und einige Wettkämpfe. Irene Nischler, Fabian Hell, Samuel Gufler und Christian Gostner machten der Sektion Karate alle Ehre und bestanden mit Auszeichnung die schwierige Prüfung. Die Sektion Karate lädt Kinder und Erwachsenejeden Montag und Donnerstag zum Training. Ab März 2013 werden spezifische Selbstver-

teidigungskurse (zu 10 Einheiten) für Jugendliche, Mädchen und Jungs, aber auch für Erwachsene unter der Leitung des erfahrenen Senseis Bianchi Maurizio abgehalten. Jeden Donnerstag um 19.30 Uhr finden Selbstverteidigungskurse für Sicherheitskräfte statt. Interessierte können sich bei der Sektionsleiterin Irene Tel. 348/0328160

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Anzeiger

Jahrestag/Danksagungen Wenn ihr mich sucht sucht mich in eurem Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden lebe ich in euch weiter. s’Lorgagassl

Stilfs

1. Jahrestag

„s’ Abendglöckerl“

Volksstück von J. Gode Regie: Petra Platzer und Pankratius Eller Ort: Haus der Dorfgemeinschaft Stilfs Aufführungstermin: S a. 09.03.13, 20.30 Uhr; So. 10.03.13, 15.00 Uhr; Sa. 16.03.13, 20.30 Uhr; So. 17.03.13, 15.00 Uhr; Reservierung: Tel. 348 85 38 821 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Dorftheater Schleis

„Der falsche Bräutigam“

Lustspiel in 3 Akten vn Peter Steiner Ort: Sparkassensaal Schleis Aufführungstermin: P  remiere: Sa. 23.03.13, 20.00 Uhr So. 24.03.13, 15.00 Uhr; So. 31.03.13, 20.00 Uhr; Eintritt: Kinder 4 Euro, Erwachsene 8 Euro; Reservierung: Tel. 346 62 49 418 von 09.00 bis 16.30 Uhr

Jahrestag/Danksagungen Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, ein einziges Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt war Teil von unserem Leben. Drum wird dies eine Blatt alleine uns immer wieder fehlen.

10. Jahrestag

Alexander Rungg * 6.11.1969 † 12.03.2003 Prad

Wir gedenken deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Samstag, 16. März 2013 um 18 Uhr in der Pfarrkirche von Prad. Danke allen, die daran teilnehmen. Deine Familie Die Wege, die wir gemeinsam gingen, gehen wir seit einem Jahr ohne dich. Richard, du fehlst uns sehr.

Erika Nauer * 09.09.1932 † 05.03.2012 Schluderns

Ein Jahr ohne dich Sie war für uns da, war unser Mittelpunkt und gab uns ihre mütterliche Liebe. Wir gedenken unserer lieben Mama und Oma besonders am Samstag, 09. März um 19.30 Uhr bei der Hl. Messe in der Pfarrkirche von Schluderns. Deine Lieben Oma, wir vermissen dich sehr, deine Schotzalan Nathalie und Fabian

„Wer so gewirkt in seinem Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets sein Bestes hat gegeben: für immer, bleibt sie uns ein Licht.“

Erster Jahrestag Unsere liebe Mama tragen wir nun tief in unserem Herzen. Wir gedenken ihrer am Sonntag, 17. März um 8.45 beim Hochamt in Graun und danken allen, die unsere liebe Mamma in lieber Erinnerung behalten. Die Familie

Anna Plangger

2 Jahre ohne dich

Othmar Tscholl *17.01.1954 † 18.03.2011 Lichtenberg – Prad

1. Jahrestag

Stocker Richard *02.03.1955 † 08.03.2012 Schluderns

Unvergessen bleibt der 8. März 2012, an dem du uns verlassen musstest. Dankbar für die gemeinsame Zeit gedenken wir deiner ganz besonders beim Gedächtnisgottesdienst am Samstag, den 9. März 2013 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen, und unseren Richard in liebevoller Erinnerung behalten danken wir herzlich. In Liebe deine Familie

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07.03.13

Manchmal sehen wir zur Tür, aber du kommst nicht herein, manchmal bräuchten wir deinen Rat, aber alles um uns herum bleibt stumm. Manchmal feiern wir ein Fest, aber dein Platz bleibt leer... Wir vermissen dich so sehr! Wir denken an dich, am Sonntag, 17. März 2013 in der Pfarrkirche von Lichtenberg um 10.30 Uhr. Wir danken allen, die daran teilnehmen, unseren Tata ins Gebet einschließen, ihm ein Licht anzünden, oder ihn am Grab besuchen. In Liebe deine Priska, Achim, Beat mit Kathrin und Emily


Anzeiger

Allfälliges ®

Schluderns Tel. 0473 61 51 05

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Allgemeine Weiterbildung WORD UND EXCEL GRUNDKURS REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Fr, 15.03. – Sa, 13.04.2013 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT Fr, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr, Sa, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 11.03.2013

PAPIERSCHÖPFEN REFERENT/IN Martina Thanei TERMINE Mo, 18.03. + Mo, 25.03.2013 UHRZEIT 15.00 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Seniorentreff Mals Kursbeitrag 30 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 14.03.2013

OSTERDEKORATIONEN FLECHTEN REFERENT/IN TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Tauschmarkt des KFS, Zweigstelle Naturns vom 22. – 25. März ‘13:

Busfahrt Samstag, 06. April

Irmgard Gurschler Klotz Sa, 23.03.2013 15.00 Uhr – 19.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen OSZ Mals 35 Euro Mi, 19.03.2013

BRANDSCHUTZLEHRGANG FÜR DIE MITTLERE BRANDGEFAHR REFERENT/IN Hansjörg Elsler TERMINE Mi, 10.04.2013 UHRZEIT 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 100 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 03.04.2013

Einkaufszentrum „La Grande Mela“

verkauft wird alles für das Kind bis 14 Jahren.

in Bussolengo/Verona Prokulus Reisen-Schupfer Anmeldung Tel. 0473 668058

Annahme: Fr. 22.03.13 von 8.30 – 11.30 & 15.00 – 18.00 Uhr. Verkauf: Sa. 23.03.13 durchgehend von 8.00 – 18.00 Uhr. Auszahlung und Rücknahme: Mo. 24.03.13 von 10.30 – 12.00 & 15.00 – 17.30 Uhr.

Bären-Lounge Mals, Hauptplatz

geöffnet Mo. – Sa. ab 20.00 Uhr

jeden Fr. Fox & Oldie-Night

infogay 6342 0471 97

Info + Beratung von Schwulen für Schwule, BISex und freunde > jeden dI. 20–22 uhr > infogay@centaurus.org

Interessierte brauchen eine Kundennummer. Kundennummernausgabe: Mi. 20.03.13 zwischen 17.00 und 18.30 Uhr im Eingangsbereich des Rathauses.

Info Tel. 0473 666 153 oder 0473 666 116 (abends)

KINAESTHETICS FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE REFERENT/IN Jakob Reichegger TERMINE Fr, 12.04. – Mo, 27.05.2013 (erste Treffen Fr, dann immer Mo) UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.30 Uhr, insgesamt 6 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius, Laas Kursbeitrag 100 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 28.03.2013

Integrierte Volkshochschule Vinschgau – Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung MOSAIK – ALTES HANDWERK NEU ENTDECKEN

REFERENT/IN Martina Thanei KURSBESCHREIBUNG Mosaik ist die Kunst, aus vielen kleinen Einzelteilen wie Glasnuggets, Keramik, Natursteinchen oder Spiegelmosaiksteinen ein harmonisches Ganzes zu schaffen. Kugeln, Spiegeln, Dekor-Schalen, Windlichtern und vielen anderen Gegenständen kann mit dieser Technik ein ganz besonderer Stil verliehen werden. Lass dich von dieser alten Handwerkskunst verzaubern! TERMINE Sa, 06.04. – Sa, 11.05.2013 (jeweils Sa) UHRZEIT 09.30 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT Schlanders (JUZE) Kursbeitrag 15 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mo, 01.04.2013

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

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Zeitung Vinschgerwind 5-13 vom 7. März 2013 Bezirk Vinschgau Suedtirol

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