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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 4 (195) 21.02.13 I.P. 9 Jg.

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Kampf um den Senat

Vier Kandidaten im Wind-Streitgespräch

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Der Papst aus Deutschland ist zurückgetreten und hat damit ein vermeintliches innerkirchliches Tabu gebrochen. Versteht man diesen Abgang als menschlichen Schritt, dann wird wohl vieles in der Kirche menschlicher betrachtet werden müssen. Ehescheidungen etwa, Schwule und Lesben etwa, der Ruf nach weiblichen Priesterinnen etwa, und und und. Jedenfalls könnte der Rücktritt des Papstes einer dogmatischen und inhaltlichen Erosion in der katholischen Kirche gleichkommen. Wie wird die Kirche, wie wird ein nächster Papst mit den kircheninternen Problemen umgehen? Lassen wir uns überraschen. Einem anderen, einem weltlichen, einem provinziellen „Papst“ war und ist der Gedanke an einen Rücktritt ein Gräuel: Landeshauptmann Luis Durnwalder. Seit vergangenem Sommer hat sich Durnwalder selbst ein Ablaufdatum gegeben, nachdem er von der SVP-Landesversammlung mit der Einführung von Vorwahlen für einen „Spitzenkandidaten“ dazu gezwungen worden war. Seither ist Durnwalder so etwas wie vogelfrei: Zuerst der aufkochende SEL-Skandal, dem die Durnwalder-Vasallen Laimer, Stocker und Rainer zum Opfer gefallen sind. Und nun, kurz vor den Parlamentswahlen der Sonderfonds des Landeshauptmannes. Durnwalder wird vom Rechnungshof vorgeworfen, in den letzten Jahren Ausgaben von mehr als 1,5 Millionen Euro nicht rechtmäßig ausgegeben zu haben. Durnwalder wehrt sich: „Die Mittel aus dem Fonds sind ausschließlich ausgegeben worden, um Spesen zu begleichen, die in Zusammenhang mit der Ausübung meines Amtes stehen.“ Eines ist klar: Die Affären sind eine Vivisektion eines Systems mit dem möglichen Ergebnis: Operation gelungen, Patient tot. Der Papst hat, wie man umgangssprachlich sagt, Recht gehabt und ist gegangen.

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Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Carmen Telser (car) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr.

903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

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Politik & Lokales

Vinschgau/Burggrafenamt

Georg Lechner: Alle Auswirkungen auf die Zukunft des Marmortransportes sind auf den Tisch zu legen

„Keine gmahnte Wiesn, aber ...“

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anfred Pinzger (i. Bild) bekommt Konkurrenz. Seit vergangener Woche sind es derer drei, die sich um die Nachfolge von Adolf Meister, den HGVPräsidenten, ins Spiel gebracht haben; zwei davon – eben Pinzger und Helmuth Tauber, Feldthurner Hotelier – offiziell bei einer Vorstandssitzung, einer – Gottfried Schgaguler, HGV-Obmann von Bozen und Umgebung – inoffiziell. „Es ist richtig und wichtig, dass sich mehrere der Wahl stellen und nicht nur einer“, bemüht sich Pinzger um eine diplomatische Antwort und setzt gleichzeitig zur Offensive an: „Die Chancen für mich stehen nach wie vor nicht schlecht. Ich glaube, dass ich die Voraussetzungen und das Netzwerk für die Präsidentschaft mitbringe.“ Fakt ist, das Pinzger den Rückhalt des stimmenstärksten Bezirkes Meran/Burggrafenamt/Vinschgau genießt, der fünf Stimmrechte auf sich vereint. Das zum einen. Zum andern hat man sich ein gewichtiges Argument zurechtgelegt: „Wenn der LTS-Präsident aus dem Osten kommt, dann soll der HGVChef aus dem Westen kommen – im Sinne des territorialen Ausgleichs.“ Der LTS ist der Landesverband der Tourismusorganisationen Südtirols, der Chef der St.- Ulricher Ambros Hofer. Die Voraussetzungen für Pinzger in sein ureigenes Gefilde – die Gastronomie - zurückzukehren, scheinen damit gut zu stehen. (ap)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it Ihre Meinung: Was ist umweltverträglicher? Der Marmortransort über die Straße oder über die Schrägbahn? (57 abgegebene Stimmen) 68,4 % Schrägbahn

(39 Stimmen)

31,6 % Straße

(18 Stimmen)

Neue Umfrage: Pferdefleischskandal: Sind verstärkte Kontrollen in Südtirol notwendig?

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Laas/Göflan/Bozen/Wien

Lechner fordert neue Studie G eorg Lechner hat die Marmorakteure eingeladen, die Studie von Ingenieur Ernst Mattanovich zu vervollständigen bzw. eine vollständige Studie in Auftrag zu geben. Mattanovich hatte für die von der Fraktion Göflan in Auftrag gegebene Studie angeregt, auch die Lasa Marmo miteinzubeziehen. Dies wurde von den Göflanern allerdings abgelehnt. Herausgekommen ist dann eine „einseitige“ Studie über die Analyse der Transportvarianten mit Umweltbilanz. Einige Aspekte wurde dabei ausgeblendet: der Abstransport des Abraumes, jenes Materials also, welches als Marmor-Abfall im Wantlbruch bleibt. Unter anderem auch mittel- und langfristige Transportmengen und Marketingaspekte

wurden in der vorliegenden Studie nicht berücksichtigt. „Bemerkenswert ist, dass im Falle einer Erhöhung der abzutransportierenden Mengen einen neue Umfahrung um das Dorf Göflan gebaut werden müsste“, schreibt Lechner unter anderem an die Marmorakteure, an den Nationalpark Stilfersjoch und an die Landesregierung. Mattanovich hat bereits eine Ideenskizze angefertigt und als zentrales Element angeführt, dass alle Marmor-Konzessionsnehmer, die Gemeinden Laas und Schlanders, die Fraktionen Göflan und Laas, die Grundeigentümer (Agrargemeinschaft Göflaner Alm), der Nationalpark Stilfserjoch und alle relevanten Landesbehörden in die Studie miteinbezogen werden sollen. (eb)

Tarsch

Wie wird man Strom-Profiteur in Martell?

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em Vinschgau hat sein rekurriert hat. Wasser bisher kaum Glück Auf Einladung der Tarscher gebracht. Es waren ortsfremde SVP unter dem neuen OrtsobKonzerne, die mit staatlicher mann Harald Stampfer berichteHilfe und ohne Rücksicht auf ten am achten Februar Vertreter die einheimische Bevölkerung, des VEK vom Stand der AuseiStau- und Kraftwerke errichtenandersetzung. Interessant daten und lange Zeit frei über den bei waren drei Feststellungen: damit erwirtschafteten Strom Auch bei der Vergabe der Marverfügten. Heute gelten andere teller Konzession zeichnen sich Regeln: Die Konzessionen für Anomalien ab. Die Unterlagen die Nutzung der Wasserkraft BM Karl Weiss und könnten nicht am richtigen Ort werden nun im und vom „Land“ LA Sepp Noggler deponiert worden sein. Da das vergeben. „Das Land“ hat entVEK im Wettstreit um diese schieden und wiederum fühlen wir Vin- Konzession der einzige Konkurrent der schger uns außen vor gelassen. Besonders SEL war, könnte ihm diese – so das weidie Vergabe der „Marteller“-Konzession tere Gedankenspiel - bei einem Ausschluss schmerzt uns. Beworben hatte sich neben der SEL automatisch zufallen. Auf jeden der landeseigenen SEL auch das Vinschger Fall, so die zusammenfassende Aussage Energie-Konsorzium (VEK). Gewonnen sei die Verhandlungsposition des VEK hat die SEL, wogegen das VEK umgehend derzeit ausgezeichnet. (jan)


Politik & Lokales

Burggrafenamt/Vinschgau

Die Vergessenen D

ie Chance lebt“, sagt Robert Ladurner. Ladurner startet als Südtiroler Spitzenkandidat für die Kammer und David Augscheller als Kandidat für den Senatswahlkreis BurggrafenamtVinschgau. Und zwar für eine Liste, die sich im Schatten der „Großen“ bewegt: für die „Bürgerrevolution Ingroia“. Es ist jene Liste, welche der sizilianische Staatsanwalt und Mafiajäger Antonio Ingroia am 29. Dezember 2012 aus der Taufe gehoben hat und welche von vier nationalen Kleinparteien getragen wird: von den Grünen Italiens, von Rifondazione Comunista, vom Partito dei Comunisti und von Italia dei Valori. Dass die Südtiroler Grünen auf der Liste von Nichi Vendola einen anderen Weg eingeschlagen haben, als die Grünen Italiens, hat Ladurner jünst in der Neuen Südtiroler Tageszeitung sarkastisch in etwa so kommentiert, dass die Südtiroler Grünen für einen Listenplatz sogar ihre Oma verkaufen würden. Damit hat er ein Vorwahlscharmützel mit Christina Kury am linken Wahlrand angezettelt. „Bei der Kandidatenreihung werden Exponenten von Bürgerbewegungen an die Spitze gestellt und keine Berufspolitiker“, sagt Ladurner. Ladurner wechselt in diesen Tagen als Gemeindesekretär von der Gemeinde Ulten zu den Kleingemeinden Riffian und Kuens. Ladurner war freier Mitarbeiter der Bezirkszeitung „bm - burggräfler magazin“, welche im Zuge der Übernahme des Vinschgers von der Athesia sofort aus dem Verkehr gezogen worden ist. Bei den Umfragen im Vorfeld der Parlamentswahlen wurde der

Maut kommt rst ja, dann nein, und nun? Nun soll sie doch wieder kommen, die Maut aufs Stilfserjoch. Beschlossen hat das die Landesregierung vor vierzehn Tagen. Weil der Beschluss übers Knie gebrochen wurde, hat man in der Gemeinde Stilfs Bauchweh. Hartwig Tschenett, der Bürgermeister, wiederholt das Credo, auf das man sich in der Gemeindestube geeinigt hat: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Maut. Wir wollen aber keinen Fehlstart. Bevor man eine Maut einhebt, braucht es eine entsprechende Informationspolitik und ein Konzept, das schlüssig ist.“ Das Konzept, das Tschenett meint ist jenes der „Erlebnis-

Liste Ingroia bescheinigt, dass sie die 4-Prozent-Hürde auf nationaler Ebene schafft. Robert Ladurner und David Augscheller, der in Graun aufgewachsen ist, treten zu den Wahlen an, weil „der Mensch in den Mittelpunkt der Politk treten muss.“ Ziel sei es Großprojekte zu streichen, bei uns den Bozner Flughafen, den Brennerbasistunnel, auf nationaler Ebene etwa die Stornierung des Ankaufes von Jagdbombern und U-Booten. Mit dem daraus frei werdenden Geld, sagt Ladurner, können Krankenhäuser erhalten werden, Bildungseinrichtungen mit nötigem Geld ausgestattet, Alten- und Pflegeheime mit Mitteln ausgestattet werden, die Klein- und Mittelbetriebe unterstützt und sichere neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem seien die Steuerhinterziehung (jährlich 120 Milliarden Euro) und die Korruption (60 Milliarden Euro) auf nationaler Ebene zu bekämpfen. Dies käme auch Südtirol zugute. (eb)

Wind-Leserfoto

Stilfs/Bozen

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David Augscheller (Kandidat für den Senat) und Robert Ladurner (Spitzenkandidat in Südtirol für die Kammer)

Ohne Arme card“ (der Wind berichtete Nr. 24/12) Nichtsdestotrotz hat die Gemeinde mit einer Bauleitplanänderungen bei der jüngsten Ratssitzung die Voraussetzungen für die künftigen Pläne des Landes geschaffen und Flächen im Bereich der Festung Gomagoi umgewidmet. „Das hat nicht unmittelbar mit der Einführung der Maut zu tun“, sagt Tschenett zum „Wind“, „in erster Linie sollen hier Parkplätze bei der Festung Gomagoi entstehen.“ Ob auf diesen Flächen auch Mautautomaten oder Ähnliches in Zukunft Platz finden werden, ist indes noch völlig in der Schwebe. (ap)

Nistende Amsel unter dem Herrgott, dem beide Arme fehlen. Wegkreuz in der Feldgasse in Naturns, Juli 2011 Platzgummer Erich; Naturns

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Titel

Der/die mit den meisten Stimmen ist SenatorIn Wer tritt die Nachfolge von Manfred Pinzger im Senat an? Der oder die neue SenatorIn wird in einem „geschützten“ Wahlkreis gewählt. Dieser Wahlkreis umfasst das Burggrafenamt, den Vinschgau und das Sarntal. Der Vinschgerwind hat vier Kandidaten zum Streitgespräch in die Redaktion geladen. Wo unterscheiden sich Grüne, Partito Democratico, die Freiheitlichen und die Südtiroler Volkspartei? Moderation: Erwin Bernhart | Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Die Senatswahlen sind einfacher. Es gibt Senatskreise. Einer dieser Senatskreise ist Sarntal-Burggrafenamt-Vinschgau. Es gibt keine Wahlhürde. Wer die meisten Stimmen in diesem Wahlkreis auf sich vereinen kann, der oder die ist SenatorIn. Jede Partei hat im Grunde eine Chance. Ist es so einfach? Karl Trojer: Einfach ist es insofern, als der Wähler klar zwischen Personen, zwischen Parteien entscheiden kann. Es ist einfach, ja. Christina Kury: Es gewinnt der, der eine Stimme mehr hat. In der Theorie starten wir alle mit denselben Voraussetzungen. In der Praxis bin ich mir bewusst, dass der Herr Zeller einen Vorsprung hat. Meine Hoffnung ist, dass bei dieser Wahl die Wählerinnen und Wähler auf die Vorkommnisse der letzten fünf Jahre nicht vergessen. Insofern steigen die Chancen für jene, die auf Missstände hingewiesen haben. Karl Zeller: Ich hoffe, einen Vorsprung zu haben. Es ist traditionell ein Wahlkreis, wo wir Mehrheiten hatten. Mit den Vorkommnissen der letzten Jahre, auf die die Frau Kury anspielt, hab ich eigentlich nichts zu tun. Was die SEL angeht, war ich immer einer der schärfsten Kritiker dieser Konstruktion. Zu Zeiten, in denen die Grünen noch nicht einmal genau gewusst haben, was die SEL ist. Ich habe seit den Jahren 2000/2001, nachdem ich die Energie aus Rom geholt habe, ganz klar gesagt, dass das Land in Minderheit gehen soll, weil es meines Erachtens einen Interessenskonflikt bei der Konzessionsvergabe gibt. Ich hoffe, dass wir das noch reparieren können. Was den Wahlkreis angeht: Die Ein-Mann/FrauWahlkreise sind das zweitbeste System. Die Leute können aber immerhin Köpfe wählen. Sigmar Stocker: Es ist das einfachste System, wenn man es mit der Kammer vergleicht. Alle starten gleich, man kann sich auf Augenhöhe begegnen. Für den Bürger 6

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ist diese Form verständlich. Wer am meisten Stimmen hat, ist gewählt. Herr Trojer, Frau Kury und Herr Zeller: Eines haben Sie gemeinsam. Sie unterstützen alle das Wahlbündnis um Pier Luigi Bersani, also eine Mitte-Links-Koalition. Wo unterscheidet sich denn der Partito Democratico von den Grünen und von der SVP und umgekehrt? Kury: Theoretisch habe ich kein Bündnis im Senat. Ich kandidiere als Grüne. Selbstverständlich werde ich Mitte-Links unterstützen, wenn ich gewählt werde. Unterschiede zur Volkspartei und zum PD gibt es trotzdem. PD und Volkspartei sind zwei Regierungsparteien in Südtirol, die Grünen sind eine Oppositionspartei auf Landesebene. Wir fordern eine Moralisierung in der Politik, ein Gesetz gegen Interessenskonflikte. Das wäre in Italien notwendig und in Südtirol noch notwendiger. Keine Gesetze ad personam, das ist in Italien wichtig, das ist in Südtirol wichtig. Ein wirklicher Kampf gegen Steuerhinterziehung. Die Möglichkeit dazu wird nicht genutzt. Der Unterschied vor allem zum PD ist, dass ich eine überzeugte Ökologin bin und davon ausgehe, dass jede Enscheidung, die nicht auf ökologischer Nachhaltigkeit basiert, in Zukunft unverantwortlich ist. Entweder die Folgen sind nicht mehr zu reparieren oder sie kosten sehr viel Geld. Der PD hat jene Kandidaten, die den ökologischen Teil vertreten, nicht auf ihren Listen. Insofern braucht es eine starke ökologische Kraft. Trojer: Bleiben wir bei der Ökologie. Ich habe 1975 eine Gesellschaft gegründet, die sich mit Umweltschutzanlagen beschäftigt hat, als das Thema noch kaum aktuell war. Dass ich als Kandidat der Demokratischen Partei nicht ökologisch orientiert bin, das ist nicht der Fall. Der Unterschied zu den Grünen und zur Volkspartei ist im Wesentlichen folgender: Wir gehen davon aus, dass Politik dafür da ist, dass sie Vorschläge und

konkrete Ideen umsetzt. Und dafür braucht es Macht. Eine Partei, die im Staat in Zukunft tragende Kraft sein wird und die in Europa im Mitte-Links-Lager eine der wesentlichen Komponenten sein wird, hat die Chance mitzuentscheiden. Das, was in Südtirol in Zukunft passieren wird, wird im Wesentlichen in Brüssel entschieden. Deshalb ist es für mich logisch und konsequent, dass sich die demokratische Partei einbringt. Wir sind eine Partei, die davon ausgeht, dass es in Südtirol in Zukunft ein gemeinsames Handeln braucht. Dieses gemeinsame Handeln braucht eine gemeinsame Plattform. Ich glaube nicht, dass die Zukunft ethnisch getrennt sein muss. Es ist ein Unterschied, ob Verschiedenheiten als Maueraufbau gelebt werden. Aus meiner Sicht hat die Volkspartei diese Mauern in letzter Zeit stark abgebaut, aber bei den Freiheitlichen ist das immer noch ein Hauptthema. Zeller: Meine Antwort ist sehr leicht. Die SVP ist eine ethnische Partei. Sie vertritt die deutsche und die ladinische Minderheit und die nach Rom geht, um hauptsächlich die Interessen Südtirols zu vertreten. Wir sind da bescheiden. Wir können als drei oder fünf Parlamentarier den anderen tausend nicht vorschreiben, wo es langzugehen hat. Jeder, der das glaubt, ist vermessen. Der große Vorteil der SVP ist, dass wir eine eigenständige Verhandlungsposition haben. Man muss auch an die Zeit nach der Wahl denken. Da wird jeder von den zweien da in eine große Fraktion einverleibt. Wir sind eine eigenständige Kraft im Parlament. Wir reden autonom als SVP für Südtirol mit der Regierung. Wenn ich ein Parlamentarier von irgendeiner anderen Partei in einer großen Fraktion bin, kann ich das nicht tun. Die Grundkonstruktion, wieso Südtirol in den letzten Jahrzehnten Erfolge einfahren hat können, ist, dass wir mit der Regierung verhandeln. Wir konnten ein weitreichendes Bündnis


Titel

schließen, weil wir diese eigenständige Verhandlungsposition haben. Ich unterscheide mich auch von den anderen Mitbewerbern, weil Pier Luigi Bersani seit 15 Jahren ein persönlicher Freund von mir ist. Wir vertrauen einander. Wenn ich mit Monti beim Notar etwas unterschreiben müsste, hätte ich Bauchweh. Was das Ökologische angeht: Wir reden zwar nicht so oft von Ökologie, handeln dafür öfters ökologisch. Zum Beispiel die Querfinanzierung für den Brennerbasistunnel. Autobahn zahlt Eisenbahn, das war revolutionär. Auch die Umweltpläne bei den Kraftwerken, die von Albrecht Plangger gekommen sind und die ich dann bei Bersani umgesetzt habe. Also der PD hat sehr wohl ein ökologisches Ohr. Was stört Sie daran, Herr Stocker, dass in Rom möglichst viel für Südtirol herausverhandelt werden soll? Stocker: Ich komme aus der Weinbranche und das, was ich bisher gehört habe, nennt man in der Weinbranche ein Cuveé. Da sind drei Sachen und danach schüttet man sie zusammen und sie landen alle drei in der gleichen Flasche... Zeller: ...super.. Stocker: ...das muss nicht immer gut sein. Bei uns wird reiner Wein eingeschenkt. Wir haben kein Bündnis, wir kandidieren blockfrei. Wo freiheitlich draufsteht, ist Südtirol garantiert drin. Was heißt dieser Slogan eigentlich? Stocker: Dieser Slogan heißt, dass die Leute wissen, dass wir als Südtiroler Kraft kandidieren. Eine Minderheit soll sich nicht a priori an eine staatliche Liste oder Partei anhängen. Zeller: Wieso soll bei der SVP nicht Südtirol drin sein? Stocker: Man soll sich nicht an staatliche Gegebenheiten anhängen. Man soll erst nach den Wahlen schauen, wie die Regierung konstituiert wird und danach kann man in Gespräche eintreten. Denn, wehe, wenn Bersani nicht gewinnt, das muss man einmal sagen. Zurück zu Ihrer Frage: Es ist nichts Schlechtes daran, für Südtirol etwas herauszuholen. Ich habe kein

Problem zuzugeben, dass die SVP viel für Südtirol herausgeholt hat. Unsere Partei ist ja erst 20 Jahre alt. Wären wir in Rom vertreten, würden wir die Stärkung der Autonomie unterstützen. Für uns geht es allerdings weiter. Unser 3. Autonomiestatut wäre das Hinarbeiten zu einem Freistaat... Zeller: ...mit Austritt aus Europa... Stocker: ...da lobe ich mir den Kollegen Zeller, der a priori nie die Türen ganz verschließt. Er sagt, dass es schwierig sein wird. Wir werden uns allerdings nie gegen Autonomiebefugnisse wehren, also bitte. Ihr Zuruf an die Wähler? Stocker: Die Leute sollen vom Wahlrecht Gebrauch machen. Das ist das Wichtigste für uns alle. Man glaubt oft, dass man der Politik einen Gefallen tut, wenn man nicht wählen geht. Das ist nicht wahr. Wenn man uns wählt, wählt man einen Schritt in eine neue Zukunftsvision. Das ist der Freistaat, den wir anpeilen. Das wird nicht einfach sein. Wir wollen in Rom darauf aufmerksam machen, dass es diese Kräfte in unserem Land gibt. Wir wollen ein Südtirol ohne Italien, aber mit den Italienern hier ein Südtirol, das sehr wohl. Trojer: Die Demokratische Partei versteht sich als Partei der Südtiroler sowohl für die Jetztzeit als auch für die Zukunft. Wir können aufeinander zugehen und die Verschiedenheiten wertschätzen. Wir brauchen keine Mauern untereinander aufzubauen. Die Vorstellung, dass ein Freistaat mehr Freiheit, mehr Selbstwert für Südtirol bringt, ist meines Erachtens mehr eine Versuchung zur Inzucht. Zeller: Die SVP wäre grundsätzlich auch für ein Südtirol ohne Italien. Sie weiß aber, dass das nicht realistisch ist. Deswegen kämpft die SVP für ein Südtirol mit weniger Italien. Deshalb sind wir für die Vollautonomie. Wir haben mit dem Abkommen mit Bersani ein Fenster, welches sich alle 10 Jahre auftut, wo man einen Schub für die Autonomie machen kann. Ich hoffe, dass die Südtiroler verstehen, dass die einzige Alternative die SVP ist, weil sie die einzige Partei ist, die nicht nur versprechen, sondern auch liefern kann. Gerade für den Vinschgau habe ich das bewiesen: Die Kraftwerkskonzession für den Reschen

wäre nie gekommen, wenn ich das mit dem Bersani nicht ausgehandelt hätte. Die Schlösser Kastelbell und Montani. Und die drei Millionen Euro für die Opfer des Zugunglückes, in einer Zeit der feindlichen Mehrheiten. Ein „usato sicuro“ ist wahrscheinlich für Südtirol in diesen Zeiten das Beste. Ich hoffe, dass Kollege Plangger hinunterkommt. Wenn die SVP in der Kammer an der Wahlhürde scheitert, kommen statt deutschen Vertretern Italiener aus dem Trentino nach Rom. Das muss man den Leuten sagen. Kury: Wir kennen inzwischen die Panikmache der SVP vor jeder Wahl. Da geht’s ums Zusammenhalten, um nach der Wahl einigen, leider Gottes, zu ermöglichen, zu tun, was sie wollen. Ich kann den Herrn Zeller beruhigen. Sollte die SVP die Wahlhürde nicht erreichen, was ich ihr nicht wünsche, gibt es die Chance, dass Südtirol durch Florian Kronbichler in der Kammer vertreten sein wird. Besser wäre es, wenn Kronbichler zusätzlich zur SVP die Anliegen Südtirols in Rom vertreten würde. Ein Appell an die Wählerinnen und Wähler: Wir Grüne sind territorial sehr gut verankert. Wir haben bewiesen, dass wir uns verlässlich für soziale und ökologische Anliegen einsetzen. Wir haben auch bewiesen, dass wir mit Leuten, die ähnlich denken, gerne zusammenarbeiten. Meine Leute im Landtag haben den Schuler gewählt. Wir verzichten nicht, auf Missstände hinzuweisen. Da möchte ich auf die SEL zurückkommen. Die Heimholung der Energie wurde in Südtirol verantwortungslos verschludert. Das Land Südtirol riskiert, 500 Millionen Euro an die ENEL zu zahlen. Das ist besorgniserregend. Sollte ich gewählt werden, sitze ich als Grüne in der gemischten Fraktion, möglicherweise mit dem Herrn Berger aus dem Pustertal. v.l.: Karl Zeller (SVP), Karl Trojer (PD), Christina Kury (Grüne) und Sigmar Stocker (Freiheitliche): Wo ist der Unterschied?

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Wirtschaft

Laas

Glurns/Schlanders/Südtirol

Vorbild Laas

Innovation im Bauwesen

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as Südtiroler Informationssystem für öffentliche Verträge hat kürzlich eine Ausschreibung veröffentlicht, bei der die einzelnen Aufträge nach Gewerken vergeben werden. Für den Landesverband der Handwerker ein vorbildhaftes und nachzuahmendes Beispiel auch für die anderen Südtiroler Gemeinden. In der Gemeinde Laas wurde der Auftrag zum Bau des neuen Grundschulgebäudes in Gewerke vergeben. Dies wurde kürzlich auf dem Südtiroler Portal für öffentliche Verträge bekannt. „Wir freuen uns sehr über dieses vorbildhafte Vergabesystem“, sagt LVH-Präsident Gert Lanz, „es ist das Fundament, damit unsere Klein- und Mittelbetriebe überleben können.“ Der Landesverband der Handwerker fordert bereits seit vielen Jahren die Vergabe nach Losen und Gewerken. Im Mai letzten Jahres wurden die öffentlichen Ausschreibungen auf diese Art und Weise auch gesetzlich geregelt, um den kleinen und mittelständischen Familienunternehmen die Teilnahme an den Ausschreibungen zu ermöglichen. „Eine Ausschreibung wie sie in der Ge-

LVH-Präsident Gert Lanz

meinde Laas gemacht wurde, ist auch im Sinne der lokalen Wirtschaftskreisläufe. Ich hoffe, dass noch viele Gemeinden diesem Beispiel folgen werden. Die nunmehr sieben Jahre anhaltende Krise im Bausektor und die Rückgänge der heimischen Bauunternehmen und deren Mitarbeiter sollte uns zu denken geben und zum Handeln auffordern, so Lanz.

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Der Malser Ingenieur Ronald Patscheider (rechts) bei seinem Impulsreferat: „Innovation im Bauwesen ist notwendig, aber nur um den Menschen zu dienen.“

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ie Berufsbildungsveranstaltung zu den Themen „Innovation im Bauwesen“ und Baubiologie wurde von der Landesberufsschule unter Direktorin Virginia Tanzer in der Glurnser Whiskybrennerei des Albrecht Ebensperger organisiert. In der Glurnser Destillerie deshalb, weil sie ein Musterbeispiel für Innovations- und Risikobereitschaft ist. Martin Stieger, Koordinator für berufliche Weiterbildung an der Landesberufsschule Schlanders, benutzte den Whisky als Metapher. Weiterbildung brauche Zutaten wie er, brauche Innovation wie er. Weiterbildung muss schmecken wie er und nachhaltig sein wie die Whiskyproduktion. LVH Baugruppenobmann Markus Bernhard würdigte das Whisky-Projekt der Fam. Ebensperger. Es sei eine kühne, aussichtsreiche Unternehmung, einzigartig in Südtirol und Italien und brauche einen langen Atem. Innovativ sei auch das von Werner Tscholl geplante Gebäude. Der Baukörper in Form eines Würfels ist mit einer fein gerasterten lichtdurchlässigen Backsteinhülle umgeben. Ronald Patscheider definiert in seinem Impulsreferat den Begriff Innovation. „ Neuerung bzw. Erneuerung ist die erstmalige wirtschaftliche Anwendung einer neuen, technischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und sozialen Problemlösung im Sinne einer ökonomischen Optimierung der Wissensverwertung“. Er warf digitale Bilder innovativer Architektur und Ingenieurskunst aus aller Herren Länder auf die Leinwand, darunter die Hungerburgbahn oder ein Haus aus lebendigem Fleisch, was an Science-Fiction denken lässt. Innovation im Bauwesen sei notwendig, aber nur um den Menschen zu dienen. Sie sei spannend und mache Spaß und wäre besonders in Krisenzeiten gefragt. „Krise macht erfinderisch“, sagte Patscheider. Dominik Matt vom Fraunhoferinstitut be-

richtete von Studien, welche die Effizienz am Bau zum Inhalt haben. Die sieben Verschwendungsarten seien: Überproduktion, Wartezeiten, Transporte, Überbearbeitung, Bewegung/Handhabung, Bestände, Nacharbeit/Fehler können im Bauwesen um zwei weitere ergänzt werden: einfach loslegen, und: mangelnde Kommunikation. Die Arbeit wird begonnen, ohne sicherzustellen, dass alle benötigten Ressourcen verfügbar sind. Mangelnde Kommunikation verwehrt dem Management Zugang zu kritischen Informationen über Probleme, welche vielleicht noch behoben werden könnten. Verschwendungen ausmerzen bringe 30% weniger Kosten. Bernhard Oberrauch, Vorsitzender der Vereinigung Baubiologie Südtirol, blickte auf die erfolgreiche Abwicklung des Lehrgangs Baubiologie an der LBS Schlanders zurück. Die Baubiologie hat sich die Förderung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für die Bevölkerung durch baubiologisches Beraten, Planen, Messen und Begutachten beim Bauen und Sanieren zum Ziel gesetzt. Der Lehrgang dauerte rund ein Jahr und umfasste 250 Stunden in Theorie und Praxis. Peter Spechtenhauser, der Verantwortliche für die berufliche Weiterbildung an der LBS Schlanders dankte der Direktorin Virginia Tanzer, den Teilnehmern und Referenten, dem Koordinator für berufliche Weiterbildung Martin Stieger. Gleichzeitig kündigte er eine Neuauflage des Lehrganges an. Anschließend konnten 16 neugebackene Baubiologen die Abschlussdiplome ihrer Ausbildung in Empfang nehmen. Sie werden nun ihr neues Wissen in die Praxis umsetzen. Abgerundet wurde die Veranstaltung „Berufsbildung im Gespräch“ mit einer Betriebsbesichtigung mit Whiskyverkostung und einem reichhaltigen Buffet. (aw)


Wirtschaft

Watles/Schöneben/Schnals

„Schneesterne“ für Skihütten K

ürzlich wurden in den Räumlichkeiten von Pur Südtirol in Meran die ersten „Schneesterne“ verliehen. Diese Auszeichnung wurde von der Gastronomiekritik „Extrawurst“ des Wochenmagazins ff ins Leben gerufen. Jedes Jahr werden 3 Skihütten der Ortler Skiarena prämiert, die sich durch ihre Küche, ihren Service, die Gastlichkeit und durch ein optimales Preis-Leistungsverhältnis hervorheben. Die prämierten Betriebe wurden im Rahmen einer langfristigen Testphase ermittelt. In diesem ersten Jahr beschränkten sich die Tests auf die Skigebiete im Vinschgau. Mit diesem langfristig angelegten Projekt soll Südtiroler Authentizität an den Skipistenrändern gefördert werden.

Die „Schneesterne“ 2013 gingen an: Schutzhütte Schöne Aussicht, Kurzras, Schnals Höferalm, Watles, Prämajur Skihütte Rojen, Rojental, Reschen

Die Diplome wurden von ff-Chefredakteur Norbert Dall`Ò an die Hüttenwirte über-

v.l.: Norbert Dall’Ó, Elmar Sappelza, Alessandro Secci, Christoph Engl, Benno Malloth, Johann Telser, Bernhard Günther, Tina Malloth, Susi Moldau, Paul Grüner, Carolin Peer, Christian Köllemann, Andreas Blaas

reicht. An der Feier nahmen auch die Verantwortlichen der Tourismusorganisationen im Burggrafenamt und Vinschgau, mehrere Bürgermeister sowie SMG-Direktor Christoph Engl und HGV-Präsident Walter Meister teil. Touriseum-Direktor Paul Rösch referierte über das Thema: Was

sucht der Gast in Südtirol eigentlich? Es sei eine Sehnsucht nach Identität in der Unübersichtlichkeit der Moderne. Diese Sehnsucht werde dann in der Freizeit verortet. Touristen machen im Grunde, so Rösch, dasselbe wie die Einheimischen.

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21.02.13

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Leserbriefe

Leserbriefe Politik und Preiswatten

Folgende Aussagen sagen eigentlich alles darüber aus, wie ernst viele Südtiroler ihre Politiker und – man staune – sich die Politiker jetzt auch selbst nehmen (vgl. Interview Vinschgerwind Nr. 3/2013, S. 6): Pius Leitner: „Ich bin schon etwas länger in der Politik. Wahlkämpfe unterscheiden sich vom politischen Alltag. Ich vergleiche das mit dem Watten. Eine Wahl ist das Preiswatten. Da strengt man sich mehr an, weil ein sichtbares Ergebnis herauskommen muss. Parteien werden bei Wahlen gemessen.“ Danach nicht mehr Herr Leitner? Mehr Anstrengung für welches sichtbare Ergebnis? Die eigene Stimmenanzahl? Politik und Preiswatten? Kronbichler setzt noch eines drauf: „Es ist wie ein Schauspiel und das Volk hat, mindestens in dieser Zeit, das Recht seine Vertreter vorzuführen. Bis zur Demütigung. Es ist bisher noch erträglich.“ Schauspiel, erträglich? Für wen Herr Kronbichler? Die, die zuschauen, sind schon lange keine „Schaulustigen“ mehr, sondern Politikverdrossene. Zugegeben ist es nicht nur diese, Ihre sehr zweifelhafte Einstellung zur Politik - die stellvertretend für viele andere Politiker steht - die die Autonomie gefährdet. Gefährdend ist auch das daraus resultierende politische Desinteresse einer großen Wählerschaft, die sich immer öfter fragt, von welchen Leuten sie da vertreten wird oder ob es völlig egal ist, wer beim nächsten politischen Schwank mitspielt. Also frei nach Bismarck „Jede Politik ist besser als eine schwankende“. Kurt Ratschiller, Kastelbell

Glurns: Heikle Balance zwischen Schutz und Nutzung

Zur Freude der Bevölkerung und der Gäste hat die Gemeinde Glurns eine Bannzone von 100 m um ihr Städtchen ausgewiesen, in der keine neuen Intensivkulturen erlaubt sind 10 Der Vinschger Wind 4-13

21.02.13

und keine Hagel- oder sonstigen Schutznetze angebracht werden dürfen. In einer Zeit übermäßiger Landschaftsveränderungen ist es wichtig, Grenzen zu setzen, denn es gilt die heikle Balance zwischen Nutzung und Schutz von Landschaft zu finden. Die Identität eines Raumes und die ökologischen Ausgleichsfunktionen sind zu stärken und es ist ein verträgliches Miteinander aller Landschaftsnutzenden anzustreben. Giftige Pestizide und hässliche Schutznetze in unmittelbarer Wohnumgebung sind mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Menschen nicht vereinbar. Die Bannzone um das Städtchen Glurns ist ein positives Zeichen gegen die unmäßige Landschaftsveränderung und es ist zu hoffen, dass auch andere Gemeinden diesem Beispiel folgen. Joachim Winkler, Mals

teil- oftmals genügen bereits Kleinigkeiten, um ein große Wirkung zu erzielen. So kann schon eine rechtzeitige Verständigung der Polizei über das heute allgegenwärtige Mobiltelefon oder auch ein lautstarker Protest Schlimmeres verhindern. Der Wunsch zu helfen ist bei vielen Menschen vorhanden. Allein die Unsicherheit über die Möglichkeit, wie man sich in kritischen Situationen verhalten soll, hält viele davon ab, überhaupt etwas zu unternehmen. Grundsätzlich gilt: Helfen ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Andere Unbeteiligte aktiv aufund deren Mithilfe einfordern. Das Geschehen genau beobachten - eine detaillierte Beschreibung dessen, was geschah, erleichtert der Polizei die Täterermittlung. Professionelle Hilfe organisieren-der Notruf ist rund um die Uhr besetzt. Erstversorgung von Opfern. Sich als Zeuge zur Verfügung stellen. Hansjörg Bernhart, Burgeis

Straftat beobachten - Was nun?

Gut beraten

Viele Menschen,die in ihrem Leben schon einmal Opfer einer Straftat wurden,wissen was es heißt, unerwartet Hilfe zu bekommen. Nicht immer und überall kann die Polizei diese Aufgabe von Beginn an übernehmen. Meist dauert es einige Minuten,bis die Beamten am Tatort eintreffen-ein paar Minuten, in denen es an Zeugen und unbeteiligten Dritten liegt, mit Bedacht ins Geschehen einzugreifen und eine aus dem Ruder laufende Situation vielleicht frühzeitig wieder in die richtige Bahn zu lenken. Tatsache ist, dass viele Straftaten nur mit Hilfe der Bevölkerung verhindert oder aufgeklärt werden können. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen Zivilcourage zeigen und in brenzligen Situationen nicht wegschauen, sondern sich einmischen. Dabei muss und soll man sich nicht selbst gefährden, schon gar nicht wird Heldentum verlangt. Ganz im Gegen-

Für die deutschen Südtiroler ist es normal, zu den Städten Trento „Trient“, zu Milano „Mailand“, zu Venezia „Venedig“ zu sagen. Dabei finden sie es aber auch richtig, dass diese Städte amtlich Trento, Milano und Venezia heißen. Aber wie verhält es sich bei den landeseigenen Ortsnamen? Kann unterschieden werden zwischen Exonym und Endonym? Sind die Südtiroler, egal welcher Sprachgruppe, in der Lage, zwischen historisch gewachsenen Ortsnamen und den Pseudoortsnamen zu differieren? Richtige Ortsnamen dürfen nicht aus Gleichgültigkeit, Kulturlosigkeit oder Gewinnsucht heraus auf eine Stufe mit den Fläschungen aus Faschistenzeit gestellt werden. Demokratie und Ortsnamen brauchen keinen Mussolini und keinen Tolomei. Jeder, der in dieser Angelegenheit im Bilde sein will, ist mit dem Besuch der Internetseite http://www.toponomastik.com/ gut beraten. Weithaler Dietmar, Partschins

„Schludernser Rebellen“

In ihrem Artikel in der Ausgabe 1 vom 10.01.2013 bezeichnet Frau Dietl Sapelza einige Gemeinderäte von Schluderns als „Rebellen“. Wer nun aber den Artikel im Ganzen liest, muss sich am Ende fragen, ob denn nun die gesamte SVP-Fraktion aus „Rebellen“ besteht! Wie sonst ist es zu erklären, dass letztlich das eindeutige Abstimmungsergebnis mit nur einer Gegenstimme (BM Wegmann) und 2 Enthaltungen (VizeBM Stecher und Referent Hauser) ausfallen kann! Als steuerzahlender Bürger der Gemeinde Schluderns brennt mir nun eine Frage unter den Nägeln: Welche der beiden Seiten arbeitet nun eigentlich für die Anliegen und Interessen der Bevölkerung und wird ihrem Wählerauftrag gerecht? Roman Koch, Schluderns

Wenn...

Weil wir vergessen haben, dass wir eins sind mit der Schöpfung Wenn durch das letzte Tal eine Schnellstraße führt, wenn zur höchsten Alm jeder mit dem Auto fährt, wenn der letzte Feldweg asphaltiert ist, wenn das letzte Biotop melioriert ist, wenn der letzte natürliche Steinwall entfernt ist, wenn der letzte Boden verseucht ist, wenn die letzte Hecke gerodet ist, wenn der letzte Singvogel tot ist, wenn der letzte Falter am Boden bleibt, wenn die Artenvielfalt der Einfalt gewichen ist, wenn der letzte Fluss verschmutzt ist, wenn die letzte Quelle vergiftet ist, wenn der letzte Bach zu Geld gemacht ist, dann werden wir feststellen, dass man Geld nicht essen kann. Hanns Fliri, Naturns


Bei den Saldurseen - Matschertal. Ich gehe gerne auf die Jagd und meine Schüsse sind präzise, laut und schmerzlos. Meine Trophäen (50x70 cm) hängen in den Stuben, aber meine Kühltruhe ist leer... Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Lokales

SeitenWind

Latsch - Karl Pedross AG

Schlanders. Der Reinerlös der Spendenaktion anlässlich des Adventskonzerts, zu dem der Männergesangverein Schlanders (MGV) im Dezember 2012 gemeinsam mit dem Kirchenchor Schlanders und dem Kirchenchor Göflan in die Pfarrkirche Schlanders eingeladen hatte, fließt zu gleichen Teilen dem Verein „Kinderherz“ sowie der Kinderkrebshilfe „Peter Pan“ zu. Im Rahmen der MGV-Gala wurden die Geldbeträge symbolisch der Gründungspräsidentin der Kinderkrebshilfe „Peter Pan“, Veronika Stirner Brantsch, sowie der Präsidentin des Vereins „Kinderherz“, Martina Ladurner, überreicht.

Langjährige Mitarbeiter geehrt Für ihre Treue geehrt wurden Mitarbeiter der Firma Karl Pedross AG

F

ür ihre Treue zum Unternehmen hat Firmeninhaber Martin Pedross bei der traditionellen Weihnachtsfeier im Dezember 24 langjährige Mitarbeiter der Karl Pedross AG ausgezeichnet. Er bedankte sich in seiner Ansprache mit anerkennenden Worten bei den langjährigen Wegbegleitern für die vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit: „Besonders wertvoll in unserem Unternehmen sind die Men-

v.l.: MGV-Obmann Johann Stadler, Martina Ladurner, Peter Giongo u. Franz Angerer (MGV), Veronika Stirner Brantsch und Albert Moser (MGV)

Schlanders

Südtirol. Nachdem nicht

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mehr wie früher der Regionalrat, sondern die beiden Landtage gewählt werden, müssen sich die Landeshauptleute von Südtirol und des Trentino auf einen gemeinsamen Termin für die Wahlen einigen. Dies ist nun für die Landtagswahlen 2013 geschehen: Luis Durnwalder und Alberto Pacher haben am Rande einer Sitzung der Regionalregierung den Sonntag, 27. Oktober 2013, als Wahltermin festgelegt. Dieser Termin liegt fast genau fünf Jahre nach jenem der letzten Landtagswahlen (26. Oktober 2008, Anm. d. Red.). Um dieses Datum sind keine Ferien, so dass von daher einem Urnengang nichts im Wege steht.

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schen, die hier arbeiten. Unsere Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen und fühlen sich für den Erfolg verantwortlich!“ Geehrt wurden: Platzgummer Helmut, Kuppelwieser Florian und Weiss Berthold für 30 Jahre Firmenzugehörigkeit. Pauli Karin und Kuperion Joachim für 20 Jahre Firmenzugehörigkeit. Kaserer Evi, Abart Josefa, Platzgummer Philipp und Gorfer Veronika für 15 Jahre Firmenzugehörigkeit.

Alber Alfred, Alber Rohrer Marianne, Trafoier Doris, Kofler Joachim, Daniele Fernando, Paulmichl Roman, Gemassmer Sonja, Gluderer Margit, Reich Günther, Selmanovic Rasim, Aganbegovic Midhet, Rizvanovic Senada, Raffeiner Gustav, Sticker Roberta und Pfeifer Anton für 10 Jahre Firmenzugehörigkeit. Die Geschäftsleitung wünscht den Mitarbeitern alles Gute und noch viele gemeinsame, erfolgreiche Jahre!

Die Landesberufsschule gewährt Einblicke it drei neuen Angeboten geht die Landesberufsschule Schlanders ins kommende Schuljahr: mit der Berufsfachschule für Bautechnik, der Berufsgrundstufe Holz/ Stein und der Berufsgrundstufe Metall/Informatik. Am 2. Februar öffnete man Tür und Tor und stellte das gesamte – das neue und das bestehende - Angebot an der Schule vor: mit Informationsständen, Führungen, Ausstellungen und Präsentationen. Die Besucherinnen und Besucher, die Einblick in den Schulalltag nahmen, waren zahlreiche, „sehr zur Freude der Direktorin“, sagte Virginia Tanzer. Einen wichtigen informativen Part im Programm hatten die Fachvorträge inne, die sich gleich mehreren Themen widmeten: dem Lehrlingsgesetz, der gesunden Ernährung,

Die Schüler der Landesberufsschule Schlanders setzten Gelerntes praktisch um und demonstrierten es den Besucherinnen und Besuchern am Tag der offenen Tür

dem Kunststoffschweißen und der Vorstellung des Fördervereins der LBS-Schlanders, der auch mit dem Kiwanisclub Vinschgau zusammenarbeitet.

Einblicke gewährte am selben Tag auch der Ableger der Landesberufsschule Schlanders, die Fachschule für Steinbearbeitung in Laas. (ap)


Gesellschaft

pr-info Haarlust, Kastelbell

Naturns b.A.

Grandiose Aufführung

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in prächtiges Bühnenbild, herrliche Kostüme, mitreißende Gesangseinlagen begleitet von einem unaufdringlichen Orchester: Am vergangenen Sonntag hat das Dschungelbuch-Musical in Naturns seine Premiere grandios überstanden. Frenetischer Applaus zum Schluss, Zwischenapplaus für gelungen vorgetragene Ohrwürmer („Probier’s mal mit Gemütlichkeit...). Das Projekt der

Volksbühne Naturns und der Musikschule Naturns ist gelungen. Mowgli, Baghira, Balou, Shir Kahn, die Schlange Ka, King Louis, die Geier, die Elefantentruppe: Die WaltDisney-Version des Menschenkindes im Dschungel hat die Regiesseurin Kathrin Hirber prägnant auf die Bühne gebracht, die vielen Schauspieler haben das Stück brilliant umgesetzt. Noch zwei Aufführungen dieses empfehlenswerten Musicals finden im Bürger- und Rathaus von Naturns statt: am Samstag, den 23.02.2013 um 20 Uhr und am Sonntag, den 24.02.2013 um 18 Uhr. Kartenvorverkauf 334 7027027.

Haarlust

Lust auf neue Trends

Kreativität wird großgeschrieben im HAARLUST, dem neu eröffneten Friseursalon der Claudia Kiem in Kastelbell. Mit Liebe zum Beruf, ständigen Fortbildungen, innovativen Produkten und den neuesten Trends auf der Spur, versteht es Claudia, ihre Kundinnen und Kunden zu verwöhnen und zu verschönern. Durch individuelle Typberatung wagt es so mancher, auch mal was Neues auszuprobieren und genau diese Leidenschaft und Freude, verbunden mit Wissen und Können, schätzen Claudias Kundinnen/en besonders. Auf diesem Weg möchte sich Claudia für deren Treue und Wertschätzung bedanken, sowie bei ihren Freunden, ihrer Familie und ihren Kindern für die Unterstützung!

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Der Vinschger Wind 18-11

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Gesellschaft

SeitenWind

Theatergruppe Kortsch

Prad. Wer hat Interesse an einem Kurs für Schnitt und Pflege alter Apfelbäume (Hochstamm) teilzunehmen? Ort: Prad am Stilfserjoch Zeit: 23. Februar 2013, ganztägig (Mittagspause) Referenten: Frowin Oberrauch und Willi Gasser vom Sortengarten Südtirol Kosten: 10 € Die Teilnehmer treffen sich am Morgen um ca. 9.00 Uhr in der Mittelschule Prad, wo eine Stunde lang ein wenig Theorie vermittelt wird. Anschließend werden in einer alten BoskopAnlage in Prad Bäume unter Anleitung der Experten geschnitten. Anmeldung unter der Telefonnummer: 0473 616536

Die Affären wechseln nach Flugplan

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it der französischen Boulevard-Kömödie „Boing Boing“ von Marc Camoletti feierte die Theatergruppe Kortsch kürzlich im vollbesetzten Saal des Kulturhauses Schlanders Premiere. Die Neufassung stammt von Micha- Martin Rechenmacher (als Schürzenjäger in München) mit Andrea Müller (Steel Kessler. Er hatte wardess der Lufthansa), rechts Thomas Zagler (als Jugendfreund aus Südtirol) das Stück von aller Romantik befreit und der heu- len Sex nachjagt. Die Affären Lichteffekten begleitet. Offen tigen Internet-Zeit angepasst. stimmt er auf die Zeitpläne der werden Befindlichkeiten um Seit September 2012 hatte der Airlines ab. Eines Tages gerät Lust und Leidenschaft beim Regisseur Konrad Lechthaler alles aus den Fugen und drei Namen genannt. Trotz manch das Stück mit Valeria Stecher, Damen sind gleichzeitig im peinlicher Berührungen verMaria Pilser, Vanessa Wieser, Haus. Die spannende Frage: führen die Darstellerinnen und Janette Imhof, Thomas Zagler Wie lange dauert es, bis sich die Darsteller ihr Publikum zum und Martin Rechenmacher ein- drei „Bräute“ gegenüberstehen? Lachen. (mds) studiert. Der Inhalt dreht sich Das Spiel mit Verwirrungen um einen jungen Architekten, und schlüpfrigen Andeutungen Nächste Aufführungen: der in München dem schnel- wird von Geräuschen und siehe Theaterwind

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Kabarett und Tanzperformance im Kulturhaus Uhr erlebt das Tanztheater „Wer wir sind: Inventur II“ seine Uraufführung im Schlanderser Kulturhaus. Diese Tanzperformance unter der Leitung des Algunders Ewald Kontschieder ist etwas Einzigartiges, nämlich ein „Begehungsstück“, bei dem die Zuschauer von den Akteuren des Tanztheaters Muspilli auf einen Rundgang durch das Kulturhaus „Karl Schönherr“ mitgenommen werden. Ausgehend von Günter Eichs Kriegsheimkehrer-Gedicht „Inventur“ schlüpfen eine Komponistin (Manuela Kerer), ein Musiker (Matteo Facchin), eine Schauspielerin (Antonia

Riccardo Meneghini auf dem Kulturhaus

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n der ersten Märzwoche lockt das Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders gleich mit zwei interessanten Veranstaltungen. Am Montag, 4. März um 20 Uhr ist Konrad Beikircher mit seinem Kabarettprogramm „Als Strohhalme noch aus Stroh waren“ dort zu Gast. 14 Der Vinschger Wind 4-13

21.02.13

Konrad Beikircher ist ein gebürtiger Südtiroler, der sich im Rheinland niedergelassen hat und dort als Kabarettist, Autor und Musiker überaus erfolgreich ist. In Schlanders wird er von seiner Südtiroler Kindzeit erzählen, singen und spielen! Am Donnerstag, 7. März um 20

Tinkhauser) und der berühmte Trentiner Tänzer Riccardo Meneghini in verschiedene Rollen und Figuren, agieren in den verschiedenen Räumen und Winkeln des Kulturhauses, interpretieren auf ihren Streifzügen durch das Haus Texte von Shakespeare, Handke und Karl Schönherr – und werden dabei von den Zuschauern begleitet und beobachtet. Beide Veranstaltungen werden unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Gemeinde Schlanders und Südtirol 1. NEU: Kartenvorverkauf im Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas in Schlanders in der Göflanerstr. 27 (Kulturhaus) von Montag bis Freitag jeweils von 9.00-12.30 Uhr und von 14.00-18.00 Uhr sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr.


Alles fließt

Menschen

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egen Ende seiner Zeit als Lehrling zum Steinbildhauer im hessischen Kronberg im Taunus hat Ernst Kolt durch Kollegen von der Marmorfachschule in Laas erfahren. Dies sollte ein Wendepunkt in seinem Leben sein; sei es im Persönlichen als auch im Bildhauerischen. Dadurch, so der Künstler heute, habe er den Laaser Marmor als auch den Vinschgau besser kennen und schätzen gelernt. Auch seine heutige Frau Mary Zischg lernte er so kennen. Geprägt war diese Phase von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Stein. Nach dem Lehrjahr in der Laaser Fachschule kehrte der Steinmetz aber wieder nach Frankfurt zurück, um bei Prof. Claus Bury Kunstpädagogik zu studieren. In dieser Zeit entwickelte er sich weiter und der Stein als künstlerisches Ausdrucksmittel verlor zunehmend an Bedeutung. „Zu schwer, zu träge und zu unbeweglich!“, so der Künstler resümierend. Fasziniert von der Leichtigkeit und Wandelbarkeit von Gasballon, Eis, Kohle, Holz und Sand, ließ Ernst sich nunmehr vor allem von diesen Stoffen leiten. Hinfort sollte aber vermehrt Persönliches in den Vordergrund rücken, denn irgendwo wollte und sollte sich das Künstlerpaar ja wiedertreffen. Mary hatte zwischenzeitlich das Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Avramidis und Pistoletto abgeschlossen und so erschien das Haufendorf Stilfs beiden als idealer Ort, welchen Mary bereits im Jahre 1989 anlässlich des Kleinkunstfestivals näher kennengelernt hatte. So hat das Paar 1997 dann ein altes Haus im Ortsteil Patzleida erworben und allmählich umgebildet. Rückblickend dazu Ernst heute: „Wir haben damals ein Haus mit 2 Waschbecken,

3 Steckdosen und 2 Plumpsklos gekauft! Erst nach 7 Monaten rustikalen Wohnens und in Ermangelung etlichen Komforts, haben wir uns dann sorgfältig überlegt, wie wir unser neues Zuhause gestalten werden. In der langen Zeit des Umbaus haben wir keine Kunst - im Sinne von Ausstellungen – mehr geschaffen. Wir schienen dies total vernachlässigt zu haben; so beschlich uns manchmal das Gefühl!“ Nichtsdestotrotz lässt sich überall in der Wohnung der kreative „Atem“ des Künstlerpaares erspüren, welches mit üppigem Feingefühl die alten, urtümlichen Elemente des Hauses mit modernen Elementen verflochten und auf diese Weise komfortables Wohnen geschaffen hat, ohne dem Gebäude seinen ursprünglichen Ausdruck zu nehmen. Ihre beiden Söhne Egon und Heinrich sollten alsbald die alten, neuen Räumlichkeiten mit Leben und Frohsinn erfüllen. Ein Projekt aber, welches Ernst bis heute ganz besonders am Herzen liegt, ist der in Stein gehaltene Brunnen auf dem Stilfser Kirchplatz. „Dies ist eine Arbeit, vom Dorf fürs Dorf und wir sind heute noch dem Roland (Angerer) dankbar für sein Engagement!“ Der Pädagoge nahm alle schulorganisatorischen Hürden und vermochte die Kinder anzuspornen, Bilder in Eigenregie als Motive für die Reliefs auszuarbeiten. So finden sich heute auf diesem Brunnen 24 in Stein gehauene Reliefe, welche allesamt Originalzeichnungen der Stilfser Grundschüler zur Vorlage hatten. „Mitsamt den Namen der Kinder … Ich hege den Wunsch, dass einige dieser Kinder, welche vielleicht von Stilfs wegziehen oder bereits fort sind, irgendwann zurückkehren und sich in diesem Brunnen wiederfinden.“ Das Kulturfestival „Stilfs.vertikal“ bot dem

Künstlerpaar dann die ideale Plattform für eine Präsentation der besonderen Art namens „Parallelen“: Geboren aus einer scheinbar simplen Idee und zum Kunstwerk mit Symbolkraft erwachsen, wurden heliumgefüllte Ballons an massive Eisklötze angedockt, auf einigen Dächern von Stilfs installiert und den vielen Besucheraugen präsentiert - alleinig Heraklits universellen panta rhei („Alles fließt“) verpflichtet. So konnte der Festivalgast denn auch miterleben, wie das fesselnde Eis allmählich zerrann und die Ballone, befreit von allem Ballast, mit ungeahnter Leichtigkeit unaufhaltsam gen Himmel schwebten. „Stilfs. vertikal war wirklich eine tolle und passende Kulisse für diese Installation!“ „Die Werke entstehen aus mir heraus, oder besser gesagt aus uns - Mary und mir. Schon in den 90er Jahren haben wir uns (auch) künstlerisch gegenseitig inspiriert. Es ist irgendwie wie beim Ross und Reiter, kaum zu trennen. Ich empfinde vielleicht auch deshalb die Werke als konkreter und ausgereifter!“ Aus diesem Grunde signiert der Künstler all seine Werke mit Zischg und Kolt. So trug im Sommer 2012, als er am internationalen Bildhauersymposium im kasachischen Ust Kamenogorsk teilgenommen hat, sein künstlerischer Beitrag ebenfalls beide Namen. In den letzten Jahren führte der Weg den Bildhauer aber wieder vermehrt zurück zu seinem Ausgangspunkt: dem Stein. „Nur hat der Werkstoff Stein heute definitiv mehr Reiz als damals, als ich mich tagtäglich damit beschäftigen musste!“ Doch auch flüchtige, wandelbare Elemente, wie Ballons, Eis, Holz und Quarzsand sind nach wie vor Themen des Wahlstilfsers …. Renate Eberhöfer

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Gesellschaft

SeitenWind

Mals

Sulden. Der Umweltbeirat

hat der Eintragung der neuen Skipiste Rosim im Skigebiet Sulden in den Fachplan für Skipisten und Aufstiegsanlagen zugestimmt. Diese neue Anlage samt entsprechender Piste soll die Talstation der Seilbahn zum Skigebiet Madritsch mit dem Bereich der Bergstation des Kanzelliftes verbinden. Dadurch werden die Skigebiete skitechnisch verbunden, wovon man sich eine Verkehrsberuhigung im Dorfbereich erhofft. Die Liftgesellschaft verzichtet im Gegenzug auf die Verwirklichung der bereits seit geraumer Zeit im Skipistenplan eingetragenen Aufstiegsanlage „Sulden“. Diese Anlage wäre in ein sensibles hochalpines Gebiet bis auf eine Meereshöhe von 2730 Metern vorgedrungen. Die neue Piste umfasst knapp fünf Hektar Fläche und liegt im Nationalpark Stilfser Joch. Die Nationalparkverwaltung hat der Eintragung der neuen Piste und Aufstiegsanlage bereits zugestimmt.

Rabland. „Südtiroler Bäue-

rinnen backen - einfach gute Rezepte“: eine Buchvorstellung für alle, die gerne backen und genießen. Mit Christine Abler Viertler und Herta Nöckler Erschbamer.

Do., 21. Februar 2013, 19.00 Uhr, Bibliothek Rabland.

Prad/Vinschgau. Der Kath. Familienverband Südtirol feiert heuer: 25 Jahre - KFSHilfsfonds „KFS-Familie in Not“ Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet der KFS-Bezirk Vinschgau am 23. und 24. Februar 2013 einen Tauschmarkt für Kinderspielsachen u.v.m. Die Gemeinde Prad stellt und für diese Veranstaltung als Beitrag den Raiffeisensaal „aquaprad“ kostenlos zur Verfügung. Weiters wird Kuchen und Kaffee angeboten. Der Reinerlös geht zu Gunsten des KFS- Hilfsfonds „Familie in Not“ 16 Der Vinschger Wind 4-13

21.02.13

Treffpunkt für engagierten Journalismus

Engagierte Debatte bei der Jurysitzung: v.l. Sibille Tschenett (Ba Mals) , Alexander Smoltcyk (Der Spiegel) , Ingrid Kolb (Der Stern), Peter Grüner (Bruder von Gabriel Grüner) Roman Drescher (Rai-Radio Bozen)

Z

um dritten Mal gastiert eine international besetzte Journalisten-Jury in Mals, um die besten Text- und Bildreportagen für den HanselMieth-Preis und das Gabriel-Grüner-Stipendium 2013 auszuwählen. Der Bildungsausschuss Mals in Zusammenarbeit mit den Geschwistern von Gabriel Grüner und die Agentur Zeitenspiegel aus Stuttgart versuchen dadurch den Blick auf das soziale Engagement in der Berichterstat-

tung zu lenken und den Geist und das Engagement Gabriel Grüners in Erinnerung zu rufen. Aus seinen „Reportagen gegen das Vergessen“ sind vor allem „Reportagen für Menschen“ geworden und unter diesem Motto können Interessierte eine Fotoausstellung vom bekannten Fotografen Ivo Saglietti vom 01.03. bis 31.03.2013 im Oberschulzentrum von Mals besichtigen. Diese trägt den Titel: „Unter dem Zelt Abrahams–Mar

Musa, ein Kloster der Juden, Christen und Muslime in den syrischen Bergen“. Gespannt kann man auf die Bekanntgabe der Preisträger 2013 sein, welche die hochkarätige Journalisten-Jury unter den zahlreichen Einsendungen ermittelt. Erstmals wird heuer die offizielle Preisübergabe des Gabriel-Grüner-Stipendiums am 02.05.2013 in Mals erfolgen. (lu) www.zeitenspiegel.de

Eyrs

Wetten für Eyrser Zeltfest gesucht

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in ganz besonderes Programmangebot hat sich die Freiwillige Feuerwehr von Eyrs im Rahmen des Eyrser Zeltfestes am Pfingstwochenende von Samstag, 18. bis Sonntag, 19. Mai 2013 ausgedacht. Neben einem Feuerwehr-Jugendwettbewerb, verschiedenen Showeinlagen für Groß und Klein, Kulinarischem, der traditionellen Lotterie sowie Musik- und Tanzunterhaltung wird am Sonntag-Nachmittag ab 14.00 Uhr eine „Wetten-Show“ abgehalten. Dabei werden originelle Wettideen vorgeführt und prämiert. Wer eine WettIdee hat, kann diese bis 31. März 2013 bei der Feuerwehr Eyrs anmelden. Jeder kann teilnehmen, egal ob jung oder

Wetten, dass... die FF-Eyrs den größten FFHelm und FF-Dino gebaut hat?

alt, ob als Einzelperson oder als Gruppe, alles ist erlaubt. Auch Wetten aus dem Ausland werden angenommen. Den Gewinnern dieser „Wetten-Show“ winken tolle Preise und zwar für den ersten Platz im Wert von 2.000 Euro, für den zweiten über 1.500 Euro und für den dritten über 500 Euro. Ermittelt werden die Preisträger durch

eine Fachjury und das Publikum. Die Gewinner erhalten zudem einen einsendefertigen Videoclip ihrer Wetten, mit dem sie die Feuerwehr Eyrs bei der größten deutschen TVSamstagabend-Show „Wetten dass…“ anmeldet. (lu) Info und Anmeldung: www.feuerwehr-eyrs.com


Reschen/Vinschgau

Jahresversammlung des V.S.M.Bezirkes Schlanders

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ie Ausrichtung der 64. Jahresversammlung 2013 wurde heuer der Musikkapelle Reschen übertragen. Obmann Franz Prieth begrüßte im Rescher Vereinshaus die Teilnehmer der VSM-Vollversammlung. Kapellmeister Hermann Dilitz bot mit seinen „ Reschenseeern“ die musikalische Umrahmung. Mit einem schneidigen Marsch wurde die Versammlung eröffnet. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Musikanten stellte Bezirksobmann Manfred Horrer die Anwesenheit von 23 der 24 Kapellen fest, kündigte die Neubestellung des Bezirksausschusses an und gab die Kandidaten bekannt. Der Tagesordnung folgend, blickten Obmann, Bezirkskapellmeister, Bezirksjugendleiter und Bezirksstabführer auf das abgelaufene Tätigkeitsjahr 2012 und auf die gesamte Periode seit 2010 zurück. Landesobmann Pepi Fauster und Landeskapellmeister Sigisbert Mutschlechner bezeichneten die Leistung der Bezirksleitung als außerordentlich und innovativ. Der Auftritt der vielen Musikanten im Bezirksblasorchester wurde vom Landesobmann als bewundernswerte organisatorische und künstlerische Leistung von Bezirkskapellmeister Georg Horrer und seiner Mitarbeiter anerkannt. Prof. Friedrich Weyermüller vom Österreichischen Blasmusikverband referierte über „ Motivation – Triebkraft für uns Vereinsfunktionäre“, welche intrinsisch oder extrinsisch sein kann. Der Begriff intrinsische Motivation bezeichne das Bestreben, etwas um seiner selbst

willen zu tun, weil es einfach Spaß mache, Interessen befriedige oder eine Herausforderung darstelle. Bei der extrinsischen Motivation stehe dagegen der Wunsch im Vordergrund, bestimmte Leistungen zu erbringen, weil man sich davon einen Vorteil (Anerkennung) verspricht oder Nachteile (Ausgrenzung) vermeiden möchte. Humorvoll sprach er über Konflikte in den Vereinen und darüber, wie man sie lösen kann. Prof. Weyermüller erntete für sein praxisnahes Referat anhaltenden Applaus. Die anschließende Wahl bestätigte Obmann und Bezirkskapellmeister Manfred und Georg Horrer, Schriftführer Martin Punter, Kassier Stefan Schwalt und die Beiräte Christian Prister und Franz Prieth. Als neue Mitglieder an der Spitze der Blasmusik im Vinschgau wirken in Zukunft: Benjamin Blaas als Jugendleiter, sein Stellvertreter Josef Kofler, Erwin Rechenmacher als Stabführer, sein Stellvertreter Karl Anton Pegoraro, Karin Lazzarotto Habicher als erste Beirätin und Florian Müller als Pressereferent. Der 27-jährige Florian Müller vom Obermoarhof in Katharinaberg ist übrigens der neue Landesgeschäftsführer im VSM. Drei verdiente Funktionäre wurden anschließend geehrt. Oswald Mantinger aus Latsch erhielt das Silberne Verdienstabzeichen für seine 12-jährige Tätigkeit als Bezirksjugendleiter und Beirat. Für 12 Jahre Kassier im Bezirk Schlanders bekam Stefan Schwalt aus Kortsch eine Auszeichnung. Für 6 Jahre Stabführung und innovative Marschierschulung wurde Stefan Nagel geehrt. (aw)

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Gesellschaft

pr-info Watles

Watles ist auf dem richtigen Weg

Der Präsident der Touristik und Freizeit AG Günther Bernhart und Verwaltungsratsmitglied Hans Telser: Die Negativspirale am Watles ist auf den Kopf gestellt - viele Neuerungen sind geplant

D

as Skigebiet Watles feiert demnächst sein 40-jähriges Gründungsjubiläum. Die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten laufen auf Hochtouren und am 10. März 2013 will man einen großen Feiertag einlegen, um dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Tatsächlich heimst der Watles derzeit allerhand Preise ein. Kürzlich wurden dem Erlebnisberg gleich zwei Awards zuteil. Beim Österreichischen „Skiareatest“ wurde der Watles Testsieger in der Kategorie „Innovation“ mit dem besten Kinderangebot und der Watles wurde Testsieger als „Erlebnisberg 2012“. Und kürzlich vergab das Wochenmagazin ff einen „Schneestern“ an die Höferalm für Kulinarium, Ambiente und Freundlichkeit. Es sind auch solche Preise, die dem Weg Recht geben, den die Verwaltung in der Touristik und Freizeit AG rund um Präsident Günther Bernhart, eingeschlagen hat. Es ist aber vor allem der Zuspruch der Leute, die den Erlebnisberg oberhalb von Burgeis besuchen und genießen. „Die Entwicklung am Watles beginnt Früchte zu tragen“, sind sich Präsident Bernhart und das Verwaltungsratsmitglied Hans Telser einig. Im laufenden Winter bietet der Erlebnisberg Watles eine große Palette an Freizeitmöglichkeiten. Unterschiedlichen Bedürfnissen - für jede Altersgruppe - will man damit entgegenkommen. Skifahrer und 18 Der Vinschger Wind 4-13

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Snowboarder treffen auf perfekte Pisten. Für die immer mehr werdenden Tourenskigeher hat man am Watles eine eigene Piste bis hinauf zum Gipfel präpariert. Gefahrlos und ungestört steigen die Tourengeher bis zum Gipfelkreuz und haben dort eine atemberaubende 360-Grad-Aussicht. Auch für Wanderer ist dieser Aufstieg lohnend. Der Wanderweg vom Parkplatz hinauf zur Höferalm erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ebenso das Schneeschuhwandern und Skitourengehen an jedem Dienstagabend. „Wir versuchen, optimale Synergien zu schaffen“, sagt Watles-Präsident Bernhart. Gekrönt werden solche Synergien durch das Mitarbeiterteam am Watles. Jeder und jede leistet am jeweiligen Platz gute Arbeit. Und man ist beim Vorbereiten von weiteren technischen Neuerungen. Jüngst wurde die Erhöhung des Pfaffenseespiegels genehmigt. „Damit erreichen wir zweierlei“, sagt Bernhart. Durch die Erhöhung des Wasserspiegels steht einerseits der sommerlichen Bewässerung in der Landwirtschaft mehr Wasser zur Verfügung und zum Zweiten kann nun die Beschneiungsanlage ausgebaut werden. Weil dem Watles auch rund 360.000 Euro CONI-Gelder für eine Skicrosspiste zugesagt worden sind, kann im Sommer die Skicrosspiste ausgebaut und gleichzeitig die Beschneiungsanlage erweitert werden.

Die Trainings- und Rennpiste wird dann auf die Pfaffenseeseite verlegt werden, so dass die Piste auf der Schlinigerseite den Skifahrern vorbehalten sein wird. Einige Anträge liegen für Neueintragungen in den Skipistenplan vor. Der Gemeinderat hat mit einem einstimmigen Beschluss dem Watles für die Neueintragungen seine Unterstützung abgegeben. Nun wartet man gespannt darauf, was alles genehmigt werden wird. Auch war man imstande, die 20-jährige Revision des Watles-Liftes zeitlich so zu setzen, dass keine Einschränkungen des Liftbertiebes für den kommenden Sommer zu erwarten sind. Hans Telser sagt, dass man imstande war, für den Watles eine positive Stimmung zu erzeugen. „Wir haben die Negativspirale umgedreht“, sagt Telser. Einige Überraschungen soll es für den Sommer geben. Die Wasserwelten werden weiter ausgebaut. Das Konzentrieren auf die internen Hausaufgaben hat sich gelohnt. In den Weihnachtstagen 2012 wurde ein neuer Rekord bei den Ersteintritten erreicht. Zudem will man einen möglichen Zusammenschluss mit der Haideralm nicht aus den Augen verlieren. Auch daran werde gearbeitet. In derzeit laufenden Gesprächen auf mehreren Ebenen wird überprüft und studiert, ob ein solcher Zusammenschluss machbar ist, ob er finanzierbar ist und ob er Sinn machen würde.


Gesellschaft

Schluderns

Alt und Jung beim Preisjassen

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en Jugendlichen und Senioren im Jugendhaus „Phönix“ in Schluderns machte das Preis-Jassen sichtlich Spaß. Und die ältere Generation stand der jungen in Sachen Spieltricks in nichts nach. Immer wieder überzeugten die Seniorinnen und Senioren mit cleveren Spielzügen und brachten ihre jungen Gegner zum Staunen. Beherzt kämpften alle um Punkte, auch wenn das Kartenturnier, das zum dritten Mal in Folge, in

Jung und Alt üben Karten-Tricks

erster Linie unter dem olympischen Motto stand: „Dabei sein ist alles“. Gepflegt wurde die Geselligkeit. Für das gute Gelingen der Veranstaltung sorgte ein Team um den KVW-Ortsvorsitzenden Egon Blaas und die Präsidentin des Jugendhauses Ursula Pirhofer Strobl. Sie und die hauptamtliche Mitarbeiterin Franziska Staffler hatten die Jugendlichen für das Turnier begeistert. Auf Seniorenseite zog Gertrud Warger Weissenhorn die Fäden. Unterstützt wurde das Preis-Jassen von Sponsoren und vom Koch Kurt Theiner, der eine köstliche Gulaschsuppe zubereitet hatte, die abschließend serviert wurde. (mds)

Für die Südtirol-Autonomie, ein gerechtes Italien, ein soziales Europa. www.trojer-karl.eu trokar.ter@tin.it

ereisrWest j o r T l r Ka idat im Wahlk

Senatsk

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Demokratische Partei DIE MITTE-LINKS-KRAFT Bezahlte Wahlwerbung. Auftraggeber: Carmelo Salvo

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EINLADUNG zUM TAG DER OFFENEN TÜR

FAchschULE FÜR LAND- UND FORsTwIRTschAFT FÜRsTENbURG „60 JAHRE WISSEN ERLEBEN“

02. MäRz 2013 10:00 - 17:00 UhR PRogRAmm: • Führungen Burg und Neubau • Einblick ins Heimleben • Präsentation der einzelnen Fachbereiche • Präsentation der Festschrift „Der Bauer als Fürst“ • „Treffpunkt“ Absolventen/-innen um 15:00 Uhr im Neubau


Kultur

Sepp Alber im Kloster Marienberg – Deutung der Werke Nahezu täglich schaue ich von meinem Zuhause in Tschengls nach Tanas, wo Sepp Alber geboren und aufgewachsen ist. Und ich sehe ihn heute noch dort am Mühlhöfl, obwohl der 1940 geborene Künstler sein Heimathaus früh verlassen hat, weil, am existenziellen Abgrund lebend, keine längere Bleibe zugelassen war. Die materielle Kargheit und die ideele Bestimmtheit zum Leben am Abgrund, (das Höfl gab wenig und es geht steil in den Tanaser Bach hinab), hat seine Persönlichkeit und sein Leben als Künstler geprägt, und auch seine Kunst. Sie ist ein beharrlicher Versuch und ein stetes Anrennen, sich als Mensch und Künstler zu definieren, Form und Thema zu finden, mit denen er schlüssige Antworten auf die existenziellen Herausforderungen sucht. Fatal ist, dass sich Sepp Alber in einem mühsamen Prozess an die Kunst herantasten musste, als Autodidakt sich allein auf seine Kreativität, auf seine Zweifel, auf seine Bemühungen und seine Versuche sich verlassen musste, um gültige künstlerische Aussagen richtig ausformulieren zu können. Seine Kunst war ein steter Kampf mit sich selber, mit seinen Erkenntnissen und Ansprüchen. Was er uns aus dieser Konstellation an Fülle und Gehalt übergeben hat, ist allemal bemerkenswert und umfasst in dieser Ausstellung auf Marienberg eine kleine Auswahl aus rund 30 Jahren seines Schaffens. Albers Arbeiten umkreisen drei Themen - die Verarbeitung der Mühlhöfl-Existenz, die ihn sein Leben lang beschäftigte, die zum Paradigma, zum Grundmuster für seine künstlerische Beharrlichkeit geworden ist, - seine Erfahrungen in der Welt, das mühsame Suchen nach seiner künstlerischen Bestimmung und - sein Leben in der Familie, im geschützten Umfeld der Frau. Sepp Alber ist kein gelernter oder gelehrter Künstler, er ist ein philosophierender, zweifelnder und nachdenklicher Mensch, der nach dem Woher und dem Wohin fragt. Sein Woher ist ein Ort, an dem es der Mensch und die Natur schwer hatten. Albers Auseinandersetzung mit seiner Herkunft bestimmt ganze Zyklen von Bildern, geschaffen als Aquarelle oder in Tempera und Acryl, mit den kahlen Bäumen des Tanaser Berges und den scharf konturierten Menschenfiguren davor und dahinter, ebenso kahle und darbende Menschenfiguren mit erstarrten Gesten und offenen Mündern. Dazu gehören auch seine Skulpturen, vielleicht die reifsten Werke in seinem Schaffen. Auch sie sind Mühlhöflerische Archetypen des bäuerlichen Daseins, echte Tanaser Schädel, jeder für sich eine Welt, in der Rückzug überleben bedeutet und Kommunikation Zwang ist. Früh hat Sepp Alber die vertraut arme Umgebung des Mühlhöfls verlassen, er wurde ein unsteter Wanderer, mit der Absicht, die schiefe Ebene am 20 Der Vinschger Wind 4-13

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Öffnungszeiten und Dauer der Ausstellung: bis Freitag, 31.Mai 2013 von Montag – Samstag 13 – 16 Uhr, Sonntag 11.30 – 16.30, auch am Ostermontag, Pfingstmontag, 25. April und 1. Mai. Kontakt: Manuela Gurschler-Alber, erreichbar ab 17 Uhr auf dem Handy 331 31 63 131, oder e-mail manuela.gurschler@libero.it

Unten: Gotische Madonna am Eingang der Stiftskirche von Marienberg in Burgeis. Steinguss um 1420. Diese Madonna ist dem Kreis der „Schönen Madonnen“ zuzuordnen. Bereits vor der 1150 erfolgten Klosterneugründung befand sich hier „an diesem Ort mit der guten Strahlung“ nahe am Almeinbach eine Marienkapelle.


Kultur

Das Werk des Künstlers (1940-2010) erfährt im dreistufigen Zugang zur Krypta die rhythmische Gestaltung seines Lebensweges. Im letzten Raum der Leidensweg Jesu mit 16 Stationen, ergreifend dargestellt als fließendes Gebet. „Mit der Architektur ist die Moderne ins Benediktinerkloster eingezogen“, einleitende Worte des Abtes Markus Spanier, womit er die hervorragende Neugestaltung des Klostermuseums erklärt. Es ist auch ein Hinweis auf die Pläne zur Errichtung eines Forschungsbereiches mit Bibliothek im nordöstlichen Teil des Klostergartens mit Öffnung für das Publikum. Eine alte Kapelle aus der Gründungszeit des Klosters (im 12. Jahrhundert) wird erneuert und zwar in bester „Vinschgauer“ Architektur, worauf alle gespannt sind. Als Öffnung zur „Moderne“ kann auch die Ausstellung mit den Werken von Sepp Alber gelten. Hans Wielander Unten: Holzarbeit von Sepp Alber auf den Stufen der Stiftsirche des Klosters Marienberg, Burgeis.

Abgrund und die Enge der kleinbäuerlichen Existenz hinter sich zu lassen. Aber er konnte sich nie entscheidend davon emanzipieren; er konnte sein Kindheitserleben nie abstreifen. Die weite Welt hat ihm ein anderes Bild vom Leben gezeigt, aber sein Weltbild nicht entscheidend verändern können. Allerdings entdeckte er sich dabei neu mit seinem Verlangen, ein Künstler werden und sein zu wollen. Er begann das Experimentieren mit Farben, Formen und Stilen, aber nicht als lockere Spielerei, sondern als ernsthaftes Bemühen, in der Kunst Fuß zu fassen. Die Ortsbilder vom Mühlhöfl werden nun zu Weltbildern, in denen er in grellem Acryl die Menschen als Schablonen der Technik sieht, erstarrt in der Masse des anonymen und dynamischen Stadtlebens. Die archaischen Formen der Natur am Tanaser Berg werden nun zu labyrinthischen Verstrickungen und zur ernüchternden Erfahrung von Anonymität in der Masse. Er verarbeitet die Welt als Chaos, wo sich die Existenzen im Kreise drehen und die Deformation zum Merkmal wird. Diese Arbeitsprozesse sind bei Sepp Alber nicht linear verlaufen, sie wurden zeitversetzt realisiert, weil er zuerst seine eigene Existenz definieren musste, bevor er seine künstlerische Berufung verstanden hat. Dafür hat er sich zeitweise in eine Art magischen Realismus begeben. Ruhe, Konstanz, Sicherheit findet Sepp Alber in den Familienbildern, bei der Darstellung von Frau und Kind. Dort streift er seine Erfahrungen ab und begibt sich in die Sphären des Weiblichen und in die feine Erotik. Unfertig ist Sepp Alber geblieben, er hatte zu wenig Zeit, nicht um zu schaffen, sondern um seine künstlerische Entwicklung auf ein Ziel zu bringen und sein Zweifeln am Vordergründigen im Leben, sein Nachdenken über das Hintergründige der menschlichen Bestimmtheit und das Abgründige des Mühlhöfldaseins in Holz zu hauen oder auf die Leinwand zu bannen. Ein Versuch davon findet sich in seinem Frühwerk. In den späten siebziger Jahren hat er in ritualisierten Zeichenvorgängen Szenen aus dem Leben des leidenden Christus geschaffen und damit seine eigene Determination vorweggenommen: über viele Stationen ein existenzielles Ziel zu finden, das auch bei Sepp Alber Tod hieß und Hoffnung zuließ Sepp Alber wollte es in seinem Leben darauf ankommen, ein Ziel zu finden, etwas aus dem Leben zu holen, und das ist ihm in seiner Kunst gelungen. Damit hat er sich zufrieden gestellt und uns beschenkt. Herbert Raffeiner

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Gesellschaft

Graun

Die Oberländer Chronisten haben ihren Koordinator

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olfgang Thöni ist der neu ernannte Koordinator der Chronistengruppe der Gemeinde Graun. Am Dienstag (5. Feb.) hat Kulturreferent Franz Prieth die Ortschronisten und Sammler zu einem Informationsaustausch und zur Gründung einer Chronistengruppe in den Sitzungssaal der Gemeinde Graun geladen. Gekommen sind der Landeschronist Robert Kaserer, Bezirkschronist Erwin Altstätter und acht „Emeriten“ aus St.Valentin, Graun, Reschen und Langtaufers. Emeriten deshalb, weil die Oberländer Chronisten bisher ihre gemeinnützige Arbeit großteils im stillen Kämmerlein allein und abseits von der Öffentlichkeit verrichteten. Landeschronist Robert Kaserer sprach über das Chronistenwesen in Südtirol. Erklärtes Ziel

Alois Stecher, Florian Eller, Ludwig Wilhalm, Erwin Altstätter, Robert Kaserer, Franz Prieth, Wolfgang Thöni; nicht im Bild: Andreas Waldner

sei es aber, dass bald in jedem Ort Chroniken verfasst werden. Der Ortschronist sei eine mit dem eigenen Heimatort stark verbundene Person, die sich für die Gemeinschaft interessiert und bereit ist, die Gegenwart für die Zukunft in unseren Dörfern und Gemeinden auf verschiedene Weise festzuhalten. „Sucht das Gespräch mit dem Bürgermeister und dem Kulturreferenten und regelt die

ehrenamtliche Arbeit schriftlich zwischen Gemeinde und Chronistenteam“, schlug Kaserer vor. Eine entsprechende Mustervereinbarung sei mit dem Gemeindenverband ausgearbeitet worden. „Graun ist reich an Geschichte. Vieles ist schon getan. Die Ortschaften der Gemeinde haben bereits interessierte und begeisterte Chronisten und Sammler“, sagte Bezirkschronist Erwin

Altstätter. Es wäre nun an der Zeit, diese Personen zu einem Team zusammenzuführen und die verschiedenen Arbeiten zu teilen: z.B. Fotografieren, Zeitungsausschnitte sammeln, Dokumentation der Ereignisse erstellen. Eine enge Zusammenarbeit mit Kulturträgern, Vereinen, Bildungsausschuss, Heimatpflegeverband, Bibliothek, Schule, Lehrern usw. sei notwendig. Zur Abrundung des Treffens berichteten die Chronisten über ihre Aktivitäten und stellten ihre Arbeiten vor. Othmar Pider hat z.B. seine Jahreschronik 2010 digitalisieren und drucken lassen. Sie fand allgemein Anerkennung und Zustimmung. Diesem vorgestellten Prototyp folgend sollen alle zur Verfügung stehenden Jahrgänge der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. (aw)

s’Lorggagassl

„s’Abendglöckerl“

„s‘ Abendglöckerl“ Volksstück von J. Gode Regie: Petra Platzer und Pankratius Eller

Haus der Dorfgemeinschaft Stilfs Premiere 02. März 2013, um 20.30 Uhr 03. März 2013, um 15.00 Uhr 09. März 2013, um 20.30 Uhr 10. März 2013, um 15.00 Uhr 16. März 2013, um 20.30 Uhr 17. März 2013, um 15.00 Uhr - Alle Aufführungen ohne Pause -

Kartenreservierung von 10.00 bis 17.00 Uhr unter Tel. 348 8538821

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KOFEL graphic&print

Samstag, Sonntag, Samstag, Sonntag, Samstag, Sonntag,

In diesem Jahr wird s´Lorgagassl Stilfs allen Theaterfreunden ein spannendes und klangvolles Bühnenspiel namens „s´Abendglöckerl“ darbieten. Für dieses Volksstück von J. Gode schlüpft sogar Spielleiter Pankratius Eller höchstselbst in die anspruchsvolle Rolle des vom Unglück heimgesuchten Lachnerbauern, welcher nicht nur leidvolle Schicksalswindungen, sondern

auch einiges Gehader mit dem Herrgott zu meistern hat. Ob seine Sturheit allerdings dem Glücke auf die Sprünge zu verhelfen vermag, wird sich zeigen. Die Premiere findet am Samstag, den 02. März, um 20.30 Uhr im Haus der Dorfgemeinschaft von Stilfs statt. Weitere Aufführungen siehe Theaterwind.


Gesellschaft

Schlanders

KVW Bildung

Chinesisches Tanztheater

Vinschger ReferentInnen dringend gesucht

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er herzhafte Schlussapplaus des Publikums zauberte den Tänzerinnen und Tänzern der „city contemporary dance company“ - der CCDC – kurzerhand ein Lächeln auf die Lippen. CCDC steht für jene vierzehnköpfige Tanzgruppe aus Hongkong, die seit Monaten mit ihrem Programm „Silver Rain“ in der ganzen Welt grandiose Erfolge verbucht. In Südtirol trat die Gruppe einzig im Kulturhaus in Schlanders auf die Bühne und begeisterte mit einem etwas anderen Tanzabend, einen, den man in Südtirol wohl nur selten zu sehen und zu hören bekommt, stellten die Theaterbesucher nach eineinhalb Stunden fest. Es war ein Abend mit traditionellen fernöstlichen Klängen und frischen, neuen Choreografien. Etwas anderes eben.

Die KVW Bildung im Vinschgau steht für ein vielfältiges Weiterbildungsangebot, sei es im Bezirksbüro in Schlanders als auch in den vielen KVWOrtsgruppen. Astrid Müller, Bildungsverantwortliche des KVW Vinschgau, erklärt uns, warum es immer schwieriger wird, diese Veranstaltungen zu einem günstigen TeilnehmerInnen-Preis zu organisieren: „Für viele Themen fehlen uns im Vinschgau die passenden ReferentInnen, so dass wir diese von weit her holen müssen. Neben dem ökologischen Aspekt ist es vor allem ein finanzielles Problem, wenn unsere ReferentInnen mit dem Auto z.B. aus Bozen kommen. Ich bin mir sicher, dass es auch hier vor Ort viele qualifizierte Personen gibt,

Die vierzehn Tänzerinnen und Tänzer des CCDC eröffneten den Tanzabend in traditionell anmutenden weißen Faltenkleidern

Jede Bewegung, jede Figur kam mit einer Leichtigkeit daher, dass es die Zuschauerinnen und Zuschauer ins Staunen versetzte. Die chinesische Politik - dargestellt mit grünen Tüllkleidern, grünen Mützen samt roten Stern – war ebenso Teil des Programms wie etwa

der feurige Tango und - im zweiten Teil – die atemberaubende Show mit den Blütenblättern aus Papier. Das Fazit am Ende des Abends stand fest: Es war ein Tanzabend voll ungewöhnlicher Suggestion, so wie er im Voraus angekündigt worden war. (ap)

Astrid Müller

Sulden

„Die Skier waren so lang wie die Piste breit“

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mmer wenn der Unternehmer Richard Class aus Lahr Sulden erreicht, ist es für ihn als komme er nach Hause. Seit 50 Jahren besucht er seine zweite Heimat mehrere Male im Jahr. Als 25-Jähriger kam er erstmals zum Skifahren. „Die Skier waren damals so lang wie die Piste breit war“, erzählt er. Doch das störte ihn nicht. Denn er liebte die Einfachheit

und die Freundlichkeit der Menschen. „Ich bin ein Bergler und fühle mich unter den Berglern wohl“, meint er. „Sulden mit seinen zwei bis drei Hotels und einem Dutzend Bauernhöfen übte eine besondere Faszination auf mich aus.“ Bei der Suche nach einem Skilehrer in der Skischule Sulden fiel die Wahl auf Max Kuntner. „In den vergangenen fünfzig Jah-

v.l.: Max Kuntner, Ehrengast Richard Class mit Frau Marie Luise, Armand Reinstadler und Leiter der Skischule Sulden Emil Hofer

ren ist es dem Max immer wieder gelungen, mich mit neuen Programmen zu überraschen“. Mittlerweile wohnt Class bei den Sulden-Aufenthalten mit seiner Frau Marie Luise im selben Hotel wie die Kanzlerin Angela Merkel und zwar im „Marlet“. Dort überraschten die Vertreter der Skischule Sulden ihren treuen Gast kürzlich mit einem kleinen Umtrunk. Skischulleiter Emil Hofer, die Skilehrer Max Kuntner und Armand Reinstadler ernannten Class zum Ehrenskilehrer der Skischule Sulden - Gustav Thöni. Class sagte erfreut: „Sulden habe ich vieles zu verdanken. Ich habe unzählige Freunde gefunden.“ Obwohl die „Bergler“ wirtschaflich aufgerüstet haben und aus den Höfen Hotels geworden sind, hat Sulden für Class immer noch den besonderen Reiz. (mds)

die sich vorstellen könnten, für den KVW als ReferentIn tätig zu sein. Diese Personen möchte ich ansprechen und ermutigen, sich bei mir zu melden.“ Um welche Bereiche geht es? „Wir suchen ReferentInnen für die Bereiche EDV, Kreativität, Gesundheit/Wohlbefinden, Bewegung, Mensch/ Gesellschaft…“

Wo können sich interessierte Personen melden? Direkt bei der KVW Bildung in Schlanders, Tel. 0473 746 721 oder unter bildung.vinschgau@kvw.org

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für den guten Zweck

Elternfortbildung Einladung an die Eltern des Schulsprengels Latsch sowie an alle Interessierten zum Vortrag: WERTSCHÄTZENDE KOMMUNIKATION (WIE REDEN WIR MITEINANDER)

Traditioneller Suppnsunnta Sonntag, 24. Februar 2013 von 10 bis 14 Uhr

Vereinshaus Sigmunt Angerer, Tarsch Mit dem Erlös wird ein Schulprojekt für Mädchen in Uganda unterstützt. Mehr darüber erfahren Sie auf dem Suppnsunnta.

Gulaschsuppe, Chili con Carne, Knödelsuppe, Kürbissuppe Nudelsuppe, Saure Suppe, Fischsuppe, Kaffee und Kuchen

Referent: Dr. Heinrich Lanthaler Dipl. Soz. Arbeiter/Psychotherapeut Ort:

Grundschule Latsch (Aula)

Datum: Montag, 25. Februar 2013 Uhrzeit: um 19.30 Uhr Organisiert vom Schulsprengel Latsch in Zusammenarbeit mit dem Elternrat des Schulsprengels Latsch, sowie den Bildungsausschüssen Latsch, Tarsch, Kastelbell und Goldrain.

Wir danken allen freiwilligen Helfern und Gönnern. Die Initiativgruppe Suppnsunnta in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Tarsch.

Gemeinde Latsch

RALPH NEUBAUER

... LIEST AUS SEINEN KRIMIS www.südtirolkrimi.de

am Freitag, 1. März 2013 um 20:00 Uhr in der Bibliothek in Glurns

Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf 28 Der Vinschger Wind 4-13

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Fußnoten - Auf dem Küstenweg nach Santiago Ein Film von Günther Götsch

L I T E RATURRUNDE Anne Marie Pircher liest aus ihren Kurzgeschichten Schlanders, Bibliothek Schlandersburg Mo., 25.02.2013, 19:30 - 21:30 Uhr Anne Marie Pircher Anne Marie Pircher ist 1964 in Tscherms geboren und in Schenna aufgewachsen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Kuens bei Meran. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht sie literarische Texte in Büchern, Zeitschriften und Anthologien. Im Jahr 2002 war sie Finalistin beim Literaturwettbewerb Floriana in St. Florian bei Linz. Sie ist Mitglied beim Südtiroler Künstlerbund (SKB) sowie der Südtiroler Autorenvereinigung (SAV).

Seit jeher übt der Jakobsweg eine besondere Faszination aus und zieht jährlich Massen von Pilgern an, die sich häufig für den „Camino Francès“ entscheiden. Der Schauspieler Günther Götsch hat eine alternative Route für die Pilgerschaft nach Santiago de Compostela gewählt: den 850 Kilometer langen nördlichen Küstenweg mit seinem anspruchsvollen Höhenprofil und seinen wunderschönen Strandabschnitten abseits von jeglichem Pilgerkommerz. Montag, 4. März 2013, 19.30 Uhr, J.-Maschler-Haus - Tschars Eintritt: Freiwillige Spende

Prader

Gesundheitstage 2013 Vortrag - Gesprächsrunde

Vortrag

Referent: Don Mario Pinggera Datum: Samstag, 23.02.2013 Beginn: 14.00 Uhr Ort: Sprengel Prad Veranstalter: Kath. Frauenbewegung

Referent: Helmut Renzler Datum: Mittwoch, 27.02.2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Öffentliche Bibliothek Prad Veranstalter: SVP Frauen-Prad

Theater

Meditation

Für Jugendliche ab 12 Jahren Referentin: Beate Albrecht Datum: Mittwoch, 27.02.2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Jugendtreff Prad Veranstalter: Jugendtreff Prad

Mit meditativen Klängen den Alltag loslassen. Referenten: Rabensteiner Christine und Fritz Lidia Maria Datum: Freitag, 01.03.2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Öffentliche Bibliothek Prad

„Mädchen und Frauen in der Bibel“

„Liebelove and the Sexperts“

„Unsere Rente – aktuelle Fragen“

Entspannungsklangbad

Veranstalter: Bildungsausschuss Prad Anmeldung: Tel. 0473/617060

Impressum: Initiative von

......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus Koordination: Ludwig Fabi

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Jugend JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 22.02.13 um 19.45 Uhr Bowlingabend; Infos & Anmeldung im Juze oder unter 329 85 4 7070 Ö Sa. 23.02.13 um 14.30 Uhr Bezirksrunde Calcetto Cup @ Citytreff Glurns; Treffpunkt: Juze Freiraum Schlanders; Infos & Anmeldung im Juze Ö Fr. 01.03.13 ab 18.00 Uhr Kochabend Jugendzentrem JUMA Mals Ö Sa. 23.02.13 um 16.00 Uhr Vortrag für Eltern rund ums Thema Aufklärung Ö Mi. 27.02.13 um 19.00 Uhr auf zum Theater nach Prad Ö Do. 28.02.13 Foxtanzkurs JuZe Naturns Ö Sa. 23.02.13 ab 20.00 Uhr Alternativkonzert mit Trommel- und Didgeridooklängen. Rock-Coverband Kidipea aus Meran und einer Akustik Band aus Naturns Jugendtreff KOSMO Plaus Ö Fr. 22.02.13 ab 18.00 Uhr Singstarturnier Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 22.02.13 ab 16.00 Uhr Mau-Mau-Tournier Ö Fr. 01.03.13 ab 16.00 Uhr Miteinander kochen- Chinesisch Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Mi. 27.02.13 ab 15.00 Uhr Filmnachmittag mit Nachos & Käsesauce Ö Fr. 01.03.13 ab 17.00 Uhr Playstation Turnier Jugendtreff Laas Ö Fr. 22.02.13 ab 19.00 Uhr Spieleabend Jugendtreff Martell Ö Sa. 02.03.13 Filmabend „Super size me“ mit gsundn Beilogn Jugendtreff Tschengls Ö Do. 28.02.13 Nutellacreps Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 23.02.13 ab 14.00 Uhr Filzkurs; Anmeldung bei Anita Ö Sa. 02.03.13 ab 14.00 Uhr Basteln mit Fimo Chill House Stilfs Ö Fr. 22.02.13 um 18.00 Uhr Mondscheinrodeln- oder Wanderung; Treffpunkt und Start Chill House; Anmeldung! Ö Sa. 23.02.13 ab 9.00 Uhr DJ-Workshop; Nachmittag: Fahrt nach Glurns zum BezirksrundenFinale Calcetto-Cup Ö Mi., 27.02.13 Fahrt zur Theateraufführung „Liebe, Love and the Sexperts“ im Ju!p Prad, Anmeldung! Ö Fr. 01.03.13 – „Inniglegg!!“ Merznkolb und Aprilochs Jugendtreff Jup Prad Ö Fr. 22.02.13 ab 19.00 Uhr Cocktailabend Ö Mi. 27.02.13 um 20.00 Uhr Theater: „Liebe, Love and the Sexperts“ Phönix Ö Sa. 23.02.13 ab 15.00 Uhr Calcettocup Bezirksrunde im Citytreff Ö Di. 26.02.13 ab 18.30 Uhr Nachtwanderung am Watles, ab 16 Jahren, Anmeldung erforderlich Ö Mi. 28.02.13 ab 15.00 Uhr Wie schminke ich mich richtig? Anmeldung erforderlich! Ö So. 03.03.13 ab 09.00 Uhr Calcettocup Finale Citytreff Glurns Ö Fr. 22.02.13 ab 19.00 Uhr Nachtrodeln (ab 16 J.), Anmeldung! Ö Sa. 23.02.13 ab 15.00 Uhr Calcettocup Bezirksrunde Ö Sa. 02.03.13 ab 15.00 Uhr Kegeln, Anmeldung erforderlich

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Verschiedene Vortragsabende !!!! Rund ums Thema Prävention drehen sich sechs Vorträge für Eltern, Erwachsene und Interessierte. Die verschiedenen Vortragsabende finden im Abstand von ca.3 Wochen statt und werden vom Interreg IV Projekt finanziert. Das JuMa Jugendzentrum organisierte die Vorträge in Zusammenarbeit mit den Jugendtreffs Ju!P Prad und Citytreff Glurns. Im Mittelpunkt stehen die Tipps, Infos und Antworten, welche die Referenten an die Besucher weitergeben. Dass sich auch die Interessierten miteinbringen und Diskussionsrunden entstehen hoffen die Organisatoren. Die Vortragsreihe findet ihren Auftakt im JuMa am 23.Februar um 16 Uhr mit dem Thema „Wie rede ich

mit meinem Kind über Sex?“. Tipps, Tricks, Infos und Antworten rund ums Thema Aufklärung bringt Dr. Marina Pirhofer mit. Am 07. März um 20 Uhr kann man im Ju!P Prad alles über moderne Drogen erfahren. Dr.Peter Kohler vom Forum Prävention hat Fakten, Wissenswertes und Antworten nicht nur über die Wirkung der Drogen, sondern auch die Verbreitung und Daten aus Südtirol. Infos über die weiteren Vorträge am 21.März (Thema Pubertät), 11.April (Thema Alkohol), 2.Mai (Rechte der Kinder), und 21.Mai (Essverhalten) folgen noch. Der Eintritt ist für alle Vorträge frei.

Bowling Abend & Beauty Session im JuZe Freiraum Schlanders

Die Jugendlichen des „Freiraums“ haben den Wunsch geäußert, etwas zu unternehmen, wo nur Jungs bzw. Mädchen teilnehmen. Diesen Wunsch wollten wir natürlich den Jugendlichen erfüllen und organisierten einen Bowling – Abend für die Jungs und einen Girlsabend rund ums Thema „Beauty Session“ für die Mädchen. Ugo begleitete die Jungs am 25. Jänner zum Bowling. Gemeinsam besuchten sie die Kegelbar in Schlanders. Der Abend war durch Spaß und Action gekennzeichnet. Währen die Jungs „außer Haus waren“, machten sich es die Mädels mit Kathrin im JuZe gemütlich. Wie bereits vor einigen Monaten, besuchte uns auch diesmal Jessica Holzknecht von „beauty&more“. Gegenseitig verwöhnten sich die Mädels mit einem selbstgemachten Honig-Quarkpeeling und einer Joghurt-ZitronenMaske. Zum Abschluss bekam jedes Mädchen, falls

gewünscht, ein professionelles Abend-Make-Up. Der Abend war für die Mädchen, aber natürlich auch für die Jungs, eine Abwechslung und auf Wunsch der Jugendlichen werden wir in Zukunft noch weitere solche Abende gemeinsam verbringen.

Projekt DIY: Do it yourself. In Zusammenarbeit mit dem Interreg IV Projekt startet am 01. März das Projekt DIY im Jugendtreff Prad. Dieses Projekt ist für Jugendliche gedacht, die ins selbstständige Leben starten. Insgesamt wird es fünf Teilprojekte geben, das erste Teilprojekt heißt „Konsum, Werbung und das liebe Geld“ und startet am 01. März. Es folgt ein Kochkurs für Einsteiger mit dem Koch Erwin Folie am 15. März. Für das dritte Teilprojekt kommt im April Ulrike Schiener aus dem Atelier Seta nach Prad. Das vorletzte Teilprojekt findet im Mai statt- Handwerk- mit Karlheinz Kunter. Der Schluss des Projekts findet dann im Juni in der Sternwarte in Lü statt. Anmeldung und weitere Infos im Ju!p (jup@jugendtreff.bz )und bei Sieglinde: +393895195833.

„Tasche made by you“ Mit 25. Jänner endete bereits der zweite Taschennähkurs im Jugendtreff Prad. Da der erste Workshop so großen Anklang fand, erklärten sich die beiden Referentinnen Martina Thanei und Lidia Zanella bereit, einen zweiten Kurs anzubieten. Als Referentinnen der Integrierten Volkshochschule Vinschgau verwirklichten sie gemeinsam mit den Jugendlichen deren Vorstellungen und Wünsche von der eigenen Tasche. Auch der zweite Taschenworkshop war ein voller Erfolg.


Gesellschaft

Vinschgau/Minschuns

Matsch

Schneewoche der Kinder auf Minschuns

Vollmond auf Gonda

K

inder von drei bis sechs Jahren aus beiden Seiten des Münstertales erlebten im Jänner eine gemeinsame Schnee- und Schiwoche auf Minschuns. „Ein grenzübergreifendes Projekt, bei dem die Freude am Schifahren und der Austausch zweier benachbarter Kulturen im Vordergrund standen“, freut sich Augustin Os-

wald, Leiter der Schischule Val Müstair und Initiator des Projektes. Die Kindergartenkinder von Valchava und Taufers i. M. und die Kinder von der Spielgruppe Murlin in Fuldera lernten spielerisch auf Schiern das Gleichgewicht zu halten, Bremsen, Kurven- und Liftfahren, unterstützt von den freundlich geduldigen Schilehrern und

Liftmännern. Begeistert waren alle von Snowli, dem Schneehasen, der den Kindern das Schifahren lehrt. Nach dem Mittagessen im Restaurant rasteten die Kinder beim Malen oder Bücher anschauen. Dann ging es in die nächste Runde. Vor der Abfahrt mit Schiern oder Pistengerät am späten Nachmittag stärkten sich alle bei einer kleinen Marende. Am Freitag, 18. Januar 2013, fand das Plauschrennen als Abschlussfest statt. Die Kinder „flitzten“ bei herrlichem Sonnenschein durch die Tore. Viele Eltern und Freunde waren gekommen und freuten sich mit den jungen Schistars, die bei der Preisverteilung alle auf die Treppe durften. (ba)

K

ürzlich organisierte die AVS Ortsstelle Matsch erstmals eine Vollmondwanderung auf die Gondaalm oberhalb des Dorfes. Das Wetter spielte gut mit und am frühen Abend ging der Mond in seiner vollen Pracht über dem Dorf auf. Das war der Startschuss für die Wanderung, die durch den Wald bis zur Gondaalm verlief und von dort über eine Abkürzung, „Gstottabaina“, wieder zurück ins Dorf. An zwei Stationen bis zur Alm wurden die 74 Teilnehmer mit warmen Getränken versorgt, a „Raatscherle“ und

Burgeis

Fürstenburger in Berlin

K

urz vor Semesterende unternahmen die Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg und der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch eine Lehrfahrt nach Berlin. Begleitet wurde die Reise von den Lehrpersonen Lorenz Borghi, Simone Götsch, Brigitte Wellenzohn und Silvia Gluderer. Nach einer rund 12-stündigen Busfahrt erreichte die Vinschger Reisegruppe Deutschlands Hauptstadt. Nach einem stär-

kenden Frühstück besichtigten die Schüler und Schülerinnen zunächst die Märkischen Höfe vor den Toren der Stadt. Anschließend bezogen die Jugendlichen die im Herzen Berlins liegende Jugendherberge und besuchten das Modegeschäft „Aus alt mach neu“, in dem auch die junge Malserin Judith Veith arbeitet. Der Besuch des Ägyptischen Museums bildete den Abschluss des ersten Tages in der Millionenstadt. Tags darauf informierten sich die Lernenden in den Berliner Unterwelten über die Ge-

schichte Berlins während des 2. Weltkrieges. Auch der Bundestag und die Besichtigung der Holocaust-Gedenkstätte standen auf dem Programm. Spektakulärer Höhepunkt des Tages war der Besuch der actionreichen Show der „BlueMan-Group“. Der letzte Tag der Reise war dem Besuch der „Grünen Woche“, einer einzigartigen, internationalen Ausstellung der Ernährungswirtschaft, der Landwirtschaft und des Gartenbaus, vorbehalten, ehe die Heimreise angetreten wurde.

ein wärmendes Feuer inklusive. An der Alm angelangt, wurden die Teilnehmer mit einem roten Teppich, Feuer und Fackeln begrüßt. In den Stuben der geheizten Alm wurden alle bestens mit Speis und Trank versorgt, musikalisch umrahmte der junge „Ziachorglar“ Martin Linser die Nacht. Die älteste Teilnehmerin und der jüngste wurden für den Aufstieg mit einem Geschenkskorb belohnt. Die Atmosphäre während der Wanderung und auf der Alm war eine ganz Besondere, auch dank der guten und stimmigen Vorbereitung der jungen Matscher AVS`ler. (klf) 21.02.13

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Leben an der Grenze Sonderthema

Vinschgerwind

Sonderthema Leben an der Grenze

Handwerk trotzt der Krise von Magdalena Dietl Sapelza

Graun/St. Valentin/Reschen. Das Handwerk im Vinschger Oberland mit seinen Klein- und Mittelbetrieben erweist sich als krisenfest. Das belegen Nachfragen beim Hochbaubetrieb Baugut in Reschen, bei den Schlossereibetrieben Plangger Martin in St. Valentin und bei Folie David in Reschen. Die Auftragslage sei zwar nicht mehr so rosig wie vor Jahren. Sie sei aber auch nicht schlecht. Wenn es so bleibt, könne man zufrieden sein, so der Grundtenor. „Von der Arbeit her ist wenig von der Krise zu spüren, vom Geld her allerdings schon“, präzisiert Thomas Bochet, Sekretär von Baugut. Es sei der Trend festzustellen, dass sich Bauherren immer öfter für das günstigste Angebot entscheiden.

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Das stellt qualitätsbewusste Betriebe vor große Herausforderungen. „Wir versuchen, das Beste daraus zu machen, ohne dass die Qualität leidet“, so Bochet. Zum überwiegenden Teil arbeiten die drei Betriebe in der Gemeinde Graun und im Raum Vinschgau. Fünfzehn bis zwanzig Prozent der Aufträge erhalten sie auf österreichischer Seite, vor allem in Nauders. Auf österreichischer Seite sind neben Bauarbeitern besonders Schlosser gefragt. Für diese hat sich eine Marktlücke aufgetan. „Jenseits der Grenze klagen Architekten über mangelnde Schlossereibetriebe und das kommt uns im Oberland zugute“, meint Rosalia Warger Plangger vom Schlossereibetrieb Martin Plangger.

„In Nauders gibt es nur einen SchlossereiEin-Mann-Betrieb“, weiß David Folie, Chef der gleichnamigen Schlosserei. Die Fachkompetenz und der moderne Standard der Grauner Betriebe sind also sehr geschätzt. Einziges Hindernis im Grenzverkehr ist die Kontrollstelle. Transporte werden regelmäßig überprüft. Kontrolliert werden das Gewicht, die richtige Befestigung der Waren, die Lieferscheine... Wenn etwas nicht stimmt, hagelt es sofort Strafen. Doch mittlerweile wissen die Handwerker, woran sie sich halten müssen. Und die Betriebe schauen trotz kleiner Einbusen zuversichtlich in die Zukunft. Sie setzen auf Qualität zu einem guten Preis und trotzen so der Krise. 


Leben an der Grenze Sonderthema

Blickfänge kreiert von Angelika Ploner

Schlanders/Landeck. Ein verdichtetes Siegerfeld stand am Ende des Dekorationswettbewerbs zwischen der Landesberufsschule Schlanders und jener von Landeck. Mit einem knappen Punktevorsprung holte schlussendlich das Team „Red Bull“ den Sieg vor den Skateboardern und den Dritten im Bunde: „Versace“. Soviel vorausgeschickt. Doch nun der Reihe nach: Zwischen der Landesberufsschule Schlanders und der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus und Handel in Landeck findet regelmäßig ein schulübergreifender Erfahrungsaustausch statt. „Blickfang“ nennt sich jenes – nun schon seit Jahren laufendes – Projekt, ein Dekorationswettbewerb, das Verkäuferlehrlinge und Malerlehrlinge fördert und fordert. Die Verkäuferinnen der beiden Schulen überlegen sich im Vorfeld, welches Produkt sie am Wettbewerbstag zu einem „Blickfang“ dekorieren wollen. „Welches Produkt zu welchem Anlass“, erklärt die Fachlehrerin Ulrike Schöpf. Die Malerlehrlinge der Landesberufsschule hingegen haben auf die Situation ad hoc zu reagieren und einen stimmigen Hintergrund zu gestalten. Wettbewerbstag heuer war der 31. Jänner. In Vierergruppen eingeteilt – je zwei Verkäuferund zwei Malerlehrlinge im Team - blieb den insgesamt über 60 Bewerberinnen und Bewerbern genau drei Stunden Zeit, um ein möglichst stimmiges, gestalterisch ansprechendes Gesamtbild, einen „Blickfang“ eben, zu kreieren. Drei Dutzend Arrangements standen um 13 Uhr in Reih und Glied und beeindruckten die

Die Sieger des heurigen Dekorationswettbewerbes, das Team „Red Bull“

Kommission nachhaltig. Dietmar Spechtenhauser, Präsident der Kaufleute im Vinschgau, Günther Schwazer, Direktor der Tiroler Fachberufsschule in Landeck, die beiden Fachlehrer Helene Waldner und Walter Gemassmer samt Direktorin der LBS Virginia Tanzer hatten die Werke zu beurteilen: auf Werbetechnik, auf die angewandte Maltechnik und aus Kundensicht. Nach der Prämierung der drei Erstplatzierten am Nachmittag ließ

„Wir kommen im nächsten Jahr wieder“

man die Schlanderser eines wissen: „Wir kommen im nächsten Jahr wieder.“ Das dürfte das wohl größte Kompliment für die Veranstaltung und die Kooperation sein. 

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Leben an der Grenze Sonderthema

Maßtischler erobert Zermatt von Magdalena Dietl Sapelza

Hansjörg Rufinatscha in seiner Werkstatt in Taufers i. M.

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Taufers i. M/ Zermatt. Der erste Eindruck von Zermatt war für den jungen Tischler Hansjörg Rufinatscha aus Taufers i. M. überwältigend. Beeindruckt war er vom imposanten Matterhorn, von den einzigartigen Bauten aus Stein und Holz und vom vielen Schnee. Er fühlte sich wie in einem Wintermärchen. Angetan war er von der Ruhe im Ort, in dem der herkömmliche Autoverkehr untersagt ist. „Zermatt schaut wunderschön aus“, schwärmt er. Als erbauend empfand er, dass er als bescheidener Handwerker aus dem Vinschgau plötzlich im Schweizer Nobel-Touristenort tätig werden durfte. Ein Bergführer hatte Rufinatscha auf Empfehlung eines Kollegen in Davos beauftragt, in Zermatt sein Privathaus und einige angegliederte Kleinwohnungen mit Holzeinrichtungen aus Nuss-Holz und Nuss-Holz-Furnier und mit Böden aus Eichenholz auszustatten. „Der Kollege war vorher mein Auftraggeber, und er war anscheinend sehr zufrieden mit meiner Arbeit “, meint Rufinatscha. Er nahm vor Ort Maß. Dann zeichnete und plante er. Übers Telefon war er regelmäßig mit seinem Zermatter Bauherren in Kontakt. Einige Male kam dieser auch in die kleine Werkstatt in Taufers und war erstaunt, wie das Tischlerteam auf engstem Raum Möbelstücke aus Top-Qualität schuf. Die einzelnen Teile für das Haus in Zermatt fertigte Rufinatscha mit seinen zwei Mitarbeitern im Zeitraum von drei Monaten an. Oft überkam ihn die Sorge, dass er die Montage nicht schaffen und der Anforderung nicht gerecht werden könnte. Und er

„Fünfzehn Fahrten mit dem Batterieauto haben wir gebraucht, um das Material zur Baustelle zu liefern.“ Hansjörg Rufinatscha

musste sich insgeheim Mut zusprechen. Abenteuerlich gestaltete sich die erste Lieferung. Trotz Sonderbewilligung für die Zufahrt nach Zermatt musste er wegen Straßen-Winter-Vorschriften den Umweg über Basel, Genf, Bern, Sion und Lausanne nehmen. Denn sein Lastwagen hatte die zugelassene Breite um einige Zentimeter überschritten. Vor Zermatt hieß es anhalten. Die Holzteile mussten auf kleine mit Batterie betriebene Transporter umgeladen und zum Haus des Bergführers gebracht werden. „Fünfzehn Fahrten haben wir mit dem Batterieauto gebraucht, um das Material zur Baustelle zu liefern“, sagt Rufinatscha. Eine Woche lang montierten die Tauferer Tischler, verlegten Böden, bauten Schränke und Betten ein, passten Möbel flächenbündig in die Dachschräge und vieles mehr. In der wenigen Freizeit knüpften sie Kontakte zu den Einheimischen und waren angetan von deren Herzlichkeit. Mittlerweile hat Rufinatscha den nächsten Auftrag für Zermatt zugesprochen bekommen, und er freut sich, das Matterhorn wieder zu sehen. Seine Kunden im Vinschgau will er trotz seiner Aufträge in der Schweiz nicht vernachlässigen. 


Leben an der Grenze Sonderthema

Abwanderung ist ein Problem Vinschgerwind: Das Val Müstair hat 1550 Einwohner, verteilt auf fünf Orte. Eine Insel vor dem Ofenpass? Ja, das kann man sagen. Wir sind eine periphere Region, die geographisch näher zum Vinschgau liegt. Politisch ist die Zusammenarbeit mit dem Unterengadin zwingend. Das Tal ist von Abwanderung bedroht? Ja. Das ist ein Problem. Die Bevölkerung nimmt stark ab. Fünf bis sechs Geburten stehen jährlich rund 20 Todesfällen gegenüber. Es sind vor allem die Jugendlichen, die nach ihrer Ausbildung im Engadin oder im Schweizer Unterland nicht mehr ins Münstertal zurückkommen. Im Handwerk, am Bau, in der Industrie, in den Geschäften sind Arbeitsplätze da. Diese müssen zum Teil mit den rund 300 Pendlern aus dem Vinschgau besetzt werden. Ohne die Pendler würde die Wirtschaft nicht funktionieren. Strategien gegen Abwanderung? Das ist schwierig. Wir erhoffen uns etwas von der Biosfera, zum Beispiel einen Aufschwung der Hotellerie. Seit 2010 haben wir das Lavel der UNESCO. Auch Produzenten können vom Logo profitieren, so Bäcker, Metzger, Handwerker, Direktvermarkter. Mit den Produkten gehen wir auf Messen und versuchen das Tal bekannt zu machen. Wir hoffen, dass der Tourismus besser in Schwung kommt und auf eine bessere Auslastung der Hotels. Doch das ist derzeit nicht einfach. Wir tun, was wir können. Es muss auch gesagt werden, dass uns als Gemeinde die finanziellen Mittel fehlen – auch nach der Fusion der Gemeinden im Jahre 2009. Wir zählen zu

den finanziell schwächsten Gemeinden des Kantons Graubünden Die Hotellerie in Bedrängnis? Ja, viele haben Mühe, die erforderlichen Investitionen zu tätigen. Nachholbedarf gibt es vor allem im Wellness-Bereich. Doch wenn der Umsatz nicht da ist, geben Banken keine Kredite. Es läuft zu wenig. Die Übernachtungen sind stark zurückgegangen. Gäste wandern vielfach in den Vinschgau ab, wo es günstiger ist. Der hohe Schweizer Franken macht uns sehr zu schaffen. Der Zug-Bus eine Bereicherung? Ja, das ist eine sehr gute Sache. Der Bus ist sehr gut ausgelastet und es kommen viele Leute hierher, genauso auch in den Vinschgau. Zusammenarbeit mit dem Vinschgau? Ja, die Beziehungen sind gut. Erst kürzlich haben wir mit der Bezirksgemeinschaft eine Vereinbarung über die Nutzung der Kläranlage bei Glurns unterzeichnet. Ab Herbst 2013 sollte die entsprechende Kanalisation fertig gestellt sein. Gemeinsamkeiten gibt es auch bei Interreg-Projekten, zum Beispiel beim Radweg. Als nächsten Schritt werden wir im Gemeinderat versuchen, den Zufahrtsweg auf die Rifairer Alm weiterzubringen. Das ist mir im Sinne der guten Nachbarschaft ein Anliegen. Der Verkehr bereitet Sorgen? Ja, aber es zeichnen sich Lösungen ab. Sta. Maria soll eine Umfahrung bekommen und jene von Müstair wird ausgebaut. Beide Projekte wurden in das Investitionsprogramm des Kantons aufgenommen.

Arno Lamprecht, Gemeindepräsident im Val Müstair seit 2009. 2012 für vier Jahre wiedergewählt

Baubeginn für Müstair ist 2014, für Sta. Maria 2017. Tour de Ski – eine willkommene Aufbruchsstimmung? Ja, die Tour de Ski ist sehr gut gelungen. Die Gemeinde hat einiges investiert. Wir sehen es als touristisches Projekt und die Chancen sind groß, dass die Veranstaltung etwas bringt. Wir haben den Wunsch nach Wiederholungen 2015 und 2017. Die Chancen dafür stehen gut. Olympia 2022 – eine Chance auch für das Val Müstair? Wir könnten uns beispielsweise als Langlaufdestination positionieren. Wie man auf der „grünen Wiese“ Infrastrukturen in kürzester Zeit auf und wieder abbaut, haben wir bei der Tour de Ski bewiesen. Wir stehen hinter der Olympiabewerbung Graubündens. Interview: Magdalena Dietl Sapelza

Der Vinschger Wind und der Meier-beck ein sackstarkes Duo Kennen Sie den Meier-beck aus dem schönen Val Müstair?

Nein?

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Leben an der Grenze Sonderthema

Samnaun – Portrait einer

außergewöhnlichen Talschaft Samnaun mit seinen 785 Einwohnern ist eine politische Gemeinde im Kreis Ramosch, im neu benannten Bezirk Inn, am Ostrand des Kantons Graubünden in der Schweiz. Das Samnauntal ist das unterste Seitental des Engadins und zugleich Grenztal zu Tirol. Die Gemeinde besteht aus den fünf Fraktionen Compatsch, Laret, Plan, Ravaisch und Samnaun-Dorf. Samnaun ist Zollausschlussgebiet. von Andreas Waldner

Samnaun-Compatsch ist der politische Hauptort des Tales. Dort befindet sich die Gemeinde, die Schule, das Erlebnisbad „Alpenquell“ und die denkmalgeschützte, spätgotische St.Jakobuskirche. Im Winter finden im Festsaal der Schule in Compatsch Aufführungen des Laienspieltheaters Samnaun statt. Samnaun-Laret hat den ursprünglichen Charakter mit seinen engen Gassen beibehalten. Viele Bauern betreiben dort noch Landwirtschaft. Sie lassen sich gerne über die Schulter schauen. Hier befindet sich die Alpine Schaukäserei. Führungen und Verkostungen finden jeden Mittwoch statt. Laret bedeutet „an einem Lärchenwald gelegen“. Samnaun Plan ist die kleinste Fraktion im Tal. Bis nach

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Samnaun Dorf sind es zwei Kilometer. Die Ortschaft beherbergt in einem historischen Engadinerhaus das Talmuseum Chesa Retica. Dieses bietet einen Einblick in das bäuerliche Leben vom 16. bis 19. Jahrhundert. Führungen finden wöchentlich statt. Am Schergenbach gelegen, dominiert auch heute noch die Landwirtschaft. Plan gilt als der Ortsteil, der sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert hat. Im Winter führt die Talloipe direkt am Ferienhaus vorbei und die Talstation der Bergbahnen Samnaun ist nur wenige Gehminuten entfernt. In Plan gibt es keine Hotels. Die wenigen Ferienwohnungen sind alle sehr gemütlich und romantisch gelegen und sozusagen Tür an Tür mit den Einheimischen.

Auf Romanisch hat Ravaisch die Bedeutung: „Am Bach gelegen“. Nicht nur der Schergenbach fließt durch die Fraktion. Ravaisch steht auch für höchste Qualität in der Gastronomie mit Gourmet der Extraklasse, ausgezeichnet mit 18 Punkten Gault Millau. Bis nach Samnaun Dorf ist es 1 Kilometer und über den Talwanderweg zu Fuss in Kürze erreichbar. In Ravaisch starten nicht nur alle Wintersportler mit der doppelstöckigen Pendelbahn in das größte Skigebiet im östlichen Alpenraum, auch im Sommer ist die Talstation der Bergbahnen Samnaun Ausgangspunkt für alpine Wanderungen sowie Mountainbike-Touren. Darüber hinaus finden Liebhaber von alpiner Flora oberhalb von Ravaisch einen markierten Pflanzenpfad.

Der touristische Hauptort im Tal ist Samnaun - Dorf. Eine Vielzahl von attraktiven Geschäften, Restaurants und Hotels befinden sich innerhalb weniger Gehminuten links und rechts der Dorfstraße. Für Tagesgäste stehen markierte kostenfreie Parkflächen zur Verfügung. Aufgrund der Lage im Dreiländereck Österreich, Italien und der Schweiz ist der Ort geprägt durch seine Nachbarkulturen, die sich auch in der kulinarischen Vielfalt widerspiegeln. Im Winter lädt die größte Skiarena im östlichen Alpenraum mit 238 km Pisten zum grenzenlos alpinen Wintersportvergnügen ein. Im Sommer ist Samnaun- Dorf Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen wie zum Beispiel zum Muttler (3.294m) oder zum Stammerjoch. Mäch-


Leben an der Grenze Sonderthema

tig thront der Piz Ot (2.759 m) über Samnaun, der das Dorf zu beschützen scheint. Das Zollausschlussgebiet Samnaun gehört zum Hoheitsgebiet der Schweiz, unterliegt aber der Zollhoheit von Österreich. Samnaun war bis zu Beginn des 20sten Jahrhunderts vom Kreis Ramosch, dem es zugehört, radikal getrennt. Nur schwer begehbare Hochpässe verbanden das Tal mit der übrigen Schweiz. Die einzige Fahrverbindung mit der Außenwelt führte von der Spissermühle über tirolisches Gebiet nach Pfunds. 1882 reklamierte Samnaun gegen die Errichtung eines Zollamtes in Finstermünz und stellte ein Gesuch an den Bundesrat, die Talschaft von der schweizerischen Zolllinie auszuschließen. Mit Hilfe der Bündner Regierung wurde der Bitte entsprochen und seit 1892 gehören Samnaun und das Val Sampuoir sowie der sogenannte Pfondshof (Acla da Fans) zum Zollausschlussgebiet. Eine weitere Errungenschaft für das Tal war der Bau der Straße von Martina bis Samnaun, die 1912 eröffnet wurde. Die Oberzolldirektion in Bern war daraufhin der Ansicht, mit dieser Straße würden die Voraussetzungen für die Bevorzugung Samnauns wegfallen. Immer wieder wurde versucht, den Samnaunern den Zollfreistatus zu nehmen, so 1938, 1946 und 1976. Sie konnten sich aber immer wie-

der bis zum heutigen Tag erfolgreich wehren. Der Bau von Hotels ab 1930, die kontinuierliche Verbesserung der Samnauner Straße (Whiskystraße), die breite Hauptzufahrt auf Tiroler Boden von Pfunds nach Spiss und der Zusammenschluss der Skigebiete Samnaun-Ischgl haben das Tal vor Abwanderung verschont. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 261.602 Nächtigungen bei 62.003 Ankünften erreicht. Diese Entwicklung sichert zudem den umliegenden Regionen des Unterengadins, des Oberen Gerichts und des Vinschgaus viele gutbezahlte Arbeitsplätze.

sigen ein normales oder gar hohes Alter. Der letzte „Zwerg“, Rudolf Prinz, starb 1959 im Alter von 77 Jahren. Der Professor für Pädiatrische Endokrinologie an der Universität Bern, Primus Mullis, konnte in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts anhand von

Blutproben aller potentiellen Nachfahren schließlich den Nachweis erbringen, dass ein Gendefekt, das Laron-Syndrom, das die Produktion von Wachstumshormonen blockiert, für den damaligen gehäuften Minderwuchs verantwortlich war. 

Samnauner Zwerge.

In den Samnauner Weilern Compatsch, Plan und Ravaisch wurden innerhalb von 19 Jahren zwischen 1873 und 1892 acht Kleinwüchsige geboren, fünf Mädchen und drei Buben. Vier Familien waren betroffen. Die Körpergröße der ausgewachsenen Kleinwüchsigen betrug 80 cm bei der Kleinsten und 100 cm bei der Größten. Die jeweiligen Geschwister hingegen waren allesamt normalgewachsen. Die Kleinwüchsigen wurden nicht ausgegrenzt, sondern galten als gut in die Dörfer integriert. Sie erlernten Berufe wie Bauer, Schneider und Sängerin. Ein Betroffener ausgenommen, erreichten alle Minderwüch-

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Wolfgang Platter, am Valentinstag, 14. Februar 2013

Nationalpark Stilfserjoch:

Landschaftspflege

Auch Investition in Sicherheit und Zukunft

Almhütten in der Valle di Viso im Brescianer Anteil des Nationalparks Stilfserjoch. Wurden am bäuerlichen Wohnhaus in Südtirol handgespaltene Lärchenschindeln zur Dacheindeckung verwendet, so waren es im Veltintal (SO) und in der Valle Camonica (BS) die handgespaltenen Schieferplatten aus der Val Malenco. Im Bormianer Dialekt heißen die steinernen Dachplatten „beole“ Foto: Wolfgang Platter

Zu den institutionellen Aufgaben und Zielen eines Naturschutzgebietes zählen unter anderem der Schutz und Erhalt der Landschaft, die Umweltbildung, die wissenschaftliche Forschung, das Monitoring von Zeigerarten als Bioindikatoren, der Erhalt der natürlichen Kreisläufe und der Lebensräume von Pflanzen, Tieren und Menschen. Im heutigen Beitrag möchte ich unseren Arbeitsbereich der Landschaftspflege in einigen Schlaglichtern vorstellen. Die landschaftspflegerischen Maßnahmen für 38 Der Vinschger Wind 4-13

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den Erhalt der Kulturlandschaft im Nationalpark sind auch eine Investition in Sicherheit und Erhalt des Berggebietes.

Die Pflege der Landschaft

Die längsten und ersten Pfleger der Berglandschaft im Höhenbereich der dauerbesiedelten und saisonal bewirtschafteten Kulturlandschaft sind die Bergbauern und Waldbewirtschafter , wenn sie ihre Höfe, Almen und Wälder bewirtschaften. Zu dieser Feststellung kommt man unter anderem sehr bald, wenn man besiedel-

tes und bewirtschaftetes Berggebiet mit aufgelassenen, entsiedelten Landstrichen vergleicht: In Gebieten mit aufgelassenen Höfen und Almen mit unterbleibender Pflege der Kulturlandschaft bilden sich bald Erosionsherde mit zunehmenden Gefahrenpotentialen durch Anrisse und Hanganbrüche. Die öffentliche Hand muss verstärkt in die Landschaftspflege zur Gefahrenprävention eingreifen. Im Rahmen der budgetären Möglichkeiten versucht die Verwaltung des Nationalparks Stilfserjoch die Landschaftspflege


auf zwei Wegen zu unterstützen: • durch die Gewährung von finanziellen Beiträgen an private und öffentliche Grundbesitzer für die Pflege von Elementen der Kulturlandschaft; • durch die Ausführung von Instandhaltungsarbeiten in Eigenregie.

Landschaftspflegebeiträge 2012

Im abgelaufenen Jahr 2012 wurden im Südtiroler Außenamt des Nationalparks 58 Beitragsgesuche eingereicht, bearbeitet und bezuschusst. Mit einem finanziellen Beitrag förderbar sind Maßnahmen zum Erhalt von Elementen der Kulturlandschaft wie die Errichtung von Natursteinmauern, Holzzäunen, Schindeldächern, die Instandhaltung von Wasserwaalen, das Aufstellen von hölzernen Tränktrögen, die Pflege von Kleindenkmälern wie Wegkreuzen. Insgesamt wurden im Jahre 2012 im Südtiroler Parkanteil 149.004,71 € in Form von Beitragszahlungen für Maßnahmen zur Landschaftspflege aufgewendet. Im Sechsjahreszeitraum 2007-2012 konnten im Südtiroler Parkanteil insgesamt 847.076,33 € für Maßnahmen zur Pflege der Kulturlandschaft an insgesamt 369 Antragsteller ausbezahlt werden.

Schindeldach in handgespaltenen, dreilagigen Lärchenschindeln

Trockensteinmauern sind wertvolle Elemente der Kulturlandschaft und wichtige ökologische Nischen und Lebensräume

Lattenzaun mit Stehern, Beistecken, Nägeln und Bändern in Holz als bodenständigem Baumaterial

Wegkreuze sind sichtbare Zeichen für den Volksglauben und gleichfalls erhaltenswerte Elemente unserer Kulturlandschaft.

Die Eigenregiearbeiten 2012

Die zweite Schiene zur Durchführung von Pflegemaßnahmen in der Kulturlandschaft besteht in der Ausführung von Arbeiten in Eigenregie bei Einstellung von Saisonsarbeitern. Diese Art der Landschaftspflege haben wir vorwiegend auf öffentlichem Grund eingesetzt. Im gesamten Parkgebiet hält der Nationalpark Stilfserjoch ein Netz von Wanderwegen und -steigen von insgesamt 4.500 Kilometern Länge instand. Davon entfallen 1.250 km auf den Südtiroler Länderanteil.

Direktanstellung durch das Land Südtirol

Wegen der restriktiven gesetzlichen Bestimmungen aus dem staatlichen Finanzgesetz und nachfolgender Sparpakete mit Ausgabenhöchstlimits für die Anstellung von saisonalen Arbeitskräften konnten wir als Nationalpark die historische Mannschaft unserer Saisonsarbeiter auch im Jahre 2012 nicht mehr direkt für das gesamte Sommerhalbjahr zwischen April und Oktober einstellen. Dank des Verständnisses von Landeshauptmann Dr. L. Durnwalder in seiner Zuständigkeit als Landesrat für das Forstwesen ist die Anstellung der Saisonsarbeiter über die Forstinspektorate Schlanders und Meran gelungen. Durch diese Lösung konnten auch im Berichtsjahr die geplanten Projekte zur ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltung Bildnachweis: Parkstation Martell

und Landschaftspflege im Vinschgauer und Ultner Anteil des Nationalparks umgesetzt werden. Auch die Arbeitsplätze im ländlichen Raum wurden erhalten. Als Beispiele für neue Themenwege seien der „Erdbeerweg“ und der „Waldbergbauernweg“ in Martell genannt. Für Verständnis, Zusammenarbeit, Flexibilität und Teamfähigkeit danke ich an dieser Stelle dem Herrn Landeshauptmann, der Landesregierung als politische Verantwortungsträger, dann aber auf der operativen Ebene den Forsträten und Amtsdirektoren Dr. Mario Broll am Bezirksforstinspektorat Schlanders und Dr. Peter Klotz am Bezirksforstinspektorat Meran, dem Amtsdirektor im Verwaltungsamt für Landschaftsschutz der Autonomen Provinz Bozen Südtirol DDr. Horand Maier, in unserem Haus Dr. Hanspeter Gunsch und Lukas Hofer, den Förstern an den Forststationen und an den

Parkstationen, den ausführenden Arbeitern und den Verwaltungsassistentinnen im Außenamt des Nationalparks und in den Landesämtern. Die Finanzierung der Eigenregiearbeiten erfolgte aus Mitteln des Südtiroler Landeshaushaltes, welche dem Nationalpark über die Abteilung Raumplanung und Landschaftsschutz zugesprochen worden sind. In gemeinsamen Anstrengungen konnten wir Formen der Zusammenarbeit und Synergien finden und umsetzen, welche die Durchführung der geplanten Eigenregiearbeiten auch in Zeiten von Sparpaketen ermöglicht haben. In der Eigeneinschätzung glauben wir, dass die durchgeführten Maßnahmen mittel- und langfristig zum Schutz der Landschaft und zum Wohle der Bewohner und der Besucher unseres Berggebietes im Nationalpark waren und sind und eine gerechtfertigte und zukunftsorientierte Investition darstellen.

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Sport

Vinschgau

Vinschgau-Cup sorgt für Teilnehmer-Rekorde Das Tourenski- und Schneeschuhwandern erfreut sich großer Beliebtheit. Der beste Beweis dafür sind die hohen Teilnehmerzahlen an den drei bisherigen Bewerben des Dynafit-Vinschgau-Cups. Darüber freuen können sich die Organisatoren um Anton Steiner, Franz Gruber, Klaus Wellenzohn und Alexander Erhard. Und freuen kann sich auch die Kinderkrebshilfe Südtirol, für die fleißig gesammelt wird. Nach dem Auftaktrennen auf Maseben und dem Rennen in Schnals gingen am 11. Jänner um 19.30 (Startzeit ist immer dieselbe) auf der Haider Alm 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start. Beherzt nahmen sie die drei Kilometer lange Strecke in Angriff und bewältigten die 720 Höhenmeter. Bei den Skitourenläu-

Sportbegeisterte haben ihren Spaß auf der nächtlichen Piste der Haider Alm Fotos: Jürgen Koch

fern konnten sich die Favoriten durchsetzen. Bei den Herren war - wie schon auf Maseben - Philip Götsch aus Dorf Tirol nicht zu schlagen. Er kam in einer Zeit von 27.24 Minuten ins Ziel, dicht gefolgt von Ossi Weisenhorn aus Mals (derzeit Gesamt-Zweiter) mit 28.06 Minuten und dem Gesamtführenden Lukas Arquin mit 28.59 Minuten. Auf das Podium schafften es auch Gerlinde Baldauf und Flora Erlacher. Bei

den Schneeschuhläufern strahlte mit Günther Angerer aus St. Valentin erstmals ein neues Siegergesicht. Der Lokalmatador verwies den Cup-Führenden Hubert Theiner sowie Helmuth Platzgummer auf die Plätze. Bei den Damen holte sich Petra Waldner nach zwei dritten Plätzen erstmals den Sieg vor Monika Siller und Tamara Schwienbacher. Neben den sportlichen Erfolgen zählt beim VinschgauCup vor allem die Freude an

der sportlichen Betätigung und der Spaß in der Gemeinschaft. Zum guten Gelingen der Veranstaltung trugen beziehungsweise tragen die Verantwortlichen der Skigebiete wesentlich bei. Das nächste Rennen wird am 22. Februar in Sulden gestartet. Den Abschluss findet der Vinschgau-Cup-Bewerb beim großen Finale am 15. März auf dem Watles. (mds) Infos: www.ski-running.com

Ski & Snowboardkurs der Sektion Ski & Snowboard des ASC Schlanders Raiffeisen

50 Jahre Kinderkurs

H

euer zum 50sten Mal wurde der traditionelle Kinderkurs ausgetragen, zum 36sten Mal auf Schöneben. Schöneben ein Skigebiet für alle Anforderungen, genau ideal für Jung und Alt, mit Kinderland in dem die Jungs und Mädels das Ski- bzw. Snowboarden spielerisch erlernen können und das ist genau das, was wir immer 40 Der Vinschger Wind 4-13

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wollten, den Kindern das Erlernen so schmackhaft wie möglich zu machen. Wie wir heuer wieder gesehen haben, hat sich die langjährige Arbeit innerhalb der Sektion ausgezahlt, da wir 109 Kinder angemeldet hatten. Diese Zahlen sprechen für sich, da in der Vergangenheit schon die magische Grenze von 100 des Öfteren überschritten wurde

und wir deshalb immer wieder neuen Ansporn hatten um den Kurs weiterzuverbessern. Zu erwähnen ist natürlich das Vertrauen der einzelnen Eltern, die uns ihre Sprösslinge 5 Tage lang in unsere Obhut geben. Vom 26.-30. Dezember hielten wir den Kurs ab, traumhaftes Winterwetter, super präparierte Pisten, super Service im Gas-

tronomiebereich (danke Franz) und nicht zu vergessen die Hilfsbereitschaft an der Talstation (danke Hermann & Co.). Für die Kinder ist natürlich immer das Abschlussrennen das Um und Auf. Seit einigen Jahren haben wir beschlossen, dieses ohne Zeitnehmung zu organisieren, da bei uns jeder gewinnt und somit jeder ein goldene Medaille bekommen hat. Wir hoffen auch in Zukunft, weiter so beständig zu bleiben um diesen Kurs noch viele viele Jahre weiterführen zu können. Dank an alle Eltern, freiwilligen Helfer, der Marktgemeinde Schlanders für die großzügige Unterstützung, die Schöneben AG und alle, die hier mitgewirkt haben. Die gesamten Betreuer und der ASC Schlanders freuen sich schon wieder auf das nächste Jahr. Die Sektion


Sport

Martelltal Ibu Cup

Organisation trotzt Bedingungen M

it 201 BiathletInnen aus 42 Nationen unter sehr schwierigen Wetterbedingungen am ersten Tag, jenem des Sprint Wettkampfes, kam die Stärke vom Marteller Organisations-Komitee beeindruckend zum Ausdruck. Lob kam von den höchsten SportVerantwortlichen von Nationalund Landesniveau. Die Wettkämpfe liefen ordentlich, trotz

des Windes, der beim Schießen störte, wie der Latscher Werner Kiem, Biathlon-Olympia Bronze in Calgary 1988 und wenig später VizeWM, unterstreicht. Die Zugänge zu den Wettkampfzonen waren ganz gut reguliert und kontrolliert. Positive Meinungen kamen auch von AthletInnen, welche ihre Wettkämpfe mit Engagement absolvierten. Auch das Wettkampf-

Sekretariat arbeitete vorbildlich. Höchste Podiumstreppe gab es für Deutschland, Russland, Norwegen und für die Ukraine. Bei den Südtiroler Athleten war Daniel Taschler am Schießstand perfekt und beim Sprint, weniger bei der Verfolgung. Vom „Wind-Pech“ am Schießstand wurde der ehemalige Malser Sportschüler Markus Windisch geplagt. (lp)

Kontrolle der Ausrüstung der besten Azzurra Nicole Gontier aus Aosta am Ende vom Sprint

Hockey

Schwimmclub Vinschau/Raiffeisen

Die nächste Generation M

Siege für die Jüngsten

it dem Ziel vermehrt die jüngere Generation der Talgemeinschaft anzusprechen gingen die Ice Bears des ASV Schnals motiviert in die neue Eishockeysaison. Ende Dezember 2012 wurde in der Sportzone Texel in Unser Frau ein Eishockey Schnupperkurs für Kinder organisiert bei dem sich die Kinder an den schnellen Sport auf Kufen herantasten konnten.Nach den ersten erfolgreichen Kurstagen wurde aufgrund der erfreulichen Anzahl der teilnehmenden Kinder entschieden, den Kurs an den Wochenenden fortzusetzen. Nicht weniger als 15 jun-

ge Eisbären werden inzwischen von Spielern und Verantwortlichen der Eishockeymannschaft unterrichtet,wobei nicht nur das Spiel auf dem Eis, sondern natürlich auch der Gemeinschaftssinn einer Eishockeytruppe erlernt werden soll. In den bisherigen Einheiten wurde zusammen mit der nächsten Generation (Jahrgänge 1997-2006) nicht nur

Wissen weitergegeben und gelernt,sondern auch sehr viel gelacht,denn auch die Spieler der Ice Bears werden durch den Schnupperkurs immer wieder an ihre eigenen Anfänge erinnert. Besonderer Dank gilt den Eltern, die ihre Kinder in die Sportzone bringen und wieder abholen. Natürlich erhofft man sich in Schnals auch weiterhin die große Begeisterung für den Eishockeysport und wird auch in Zukunft Veranstaltungen wie den Eishockeyschnupperkurs und Ähnliches organisieren, um die wichtige nächste Generation aufzubauen und zu erhalten.

W

as die Großen können, können auch die Kleinen. Nach dem erfolgreichen Start der „älteren“ Schwimmer, zogen nun auch die jüngeren nach. Bei einem Kinderwettkampf in Meran gewannen Anita Wielander und der Naturnser Ivandro Gögele jeweils zweimal Gold. Jana Ausserer, Janna Ebnicher und Leonardo Recchia zeigten eine sehr gute Leistung. (sam)

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Sport

SportWind

Prifa CCM-Cup

Vinschger Biathleten holen vier Titel

Dem Traumfinale einen Schritt näher

Gleich vier Titel – einen Italienmeister- und drei VizeItalienmeistertitel – holte die Biathlon-Mannschaft von Trainer Johann Weiss bei der jugendlichen Italienmeisterschaft anfangs Februar in der Valle di Pesio. Peter Tumler aus Martell (Jahrgang 1998/1999) belegte im SprintRennen im Luftgewehr am 1. Februar den zweiten Rang und holte sich damit den VizeItalienmeistertitel im Sprint in seiner Kategorie. Am darauffolgenden Tag gelang Tumler trotz vier Schießfehler in drei Durchgängen eine tolle Aufholjagd im Verfolgungsrennen. Tumler fuhr als Erster

Der Traum vom Derby-Finale zwischen den Naturnser und Prader Hockeycracks lebt weiter. Die erste Hürde, die Viertelfinals, haben sowohl die Blue Cannibals des SSV Naturns als auch die Spieler des ASV Prad Hockey genommen und stehen nun im Halbfinale. Beide Teams verloren in der Best-of-Five Serie ein Spiel, schafften es aber im vierten Spiel jeweils auswärts den Sack zuzumachen und entschieden ihre Viertelfinals mit 3:1 Siegen für sich. Naturns setzte sich gegen den HC Piné durch (3:4, 4:3, 3:0, 4:3), die Prader zogen gegen

Naturnser Spieler Fotostudio Naturns 2000

den HC Himmelreich aus Sterzing ins Semifinale ein (3:0, 1:2, 6:3, 12:1). Dort treffen die Hockeycracks des ASV Prad am 21. Februar zu Hause um 20.30 Uhr auf den HC Wikin-

ger Vilpian, während die Blue Cannibals das erste Halbfinalspiel gegen den HC Gardena Bulls-Queens am 20. Februar in Latsch bestritten haben. (sam)

Reschen

Eisschnelllauf-Spektakel v.l.: Peter Tumler, (Jahrgang 1998/99) Vize-Italienmeister im Sprint und Italienmeister in der Verfolgung neben Patrick Braunhofer und Hannes Kuppelwieser

durchs Ziel und holte sich damit den Italienmeistertitel im Verfolgungsrennen in seiner Kategorie. Felix Marx aus Schlanders (Jahrgang 2000/2001) holte in seiner Kategorie im Sprintrennen ebenfalls den Vize-Italienmeistertitel und verteidigte diesen auch am Tag danach beim Verfolgungsrennen. Ohne Fehler am Schießstand und mit einer tollen Laufleistung belegte er den zweiten Platz und holte damit den Vizetitel im Luftgewehr in der Verfolgung. Einen Podestplatz verpasst, aber wichtige Erfahrung gesammelt, haben auch Hannes Kuppelwieser und Elisa Kuenz (beide aus Latsch), Selina Gurschler und Greta Gallia (beide aus Schlanders). (ap)

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as pickelharte Eis des Reschensees ist ein ideales Parkett für Eis-Sportler. Das haben Athleten aus den Niederlanden erkannt und die eisige Reschensee-Region als neuen Standort für ihre Eissport-Bewerbe, darunter die traditionelle Elfstädtetour, gewählt. Der Grund: Kompakte Eisflächen sind in den Niederlanden wegen der Klimaerwärmung rar geworden. Etwas enttäuscht waren sie allerdings im vergangenen Jahr, nachdem das Tauwetter auch im Obervinschgau die geplanten Bewerbe ins Wasser fallen ließ. Das dürfte jedoch so schnell nicht wieder passieren, wie Wetterpropheten im Oberland versichern. Derzeit geben auf dem Reschensee wiederum die Eissportler aus dem Norden (rund 150 Personen) den Ton an und füllen drei Wochen lang die Gästebetten. Höhepunkt werden die Läufe im Rahmen der „Elfstädtetour“ sein. Dabei handelt es sich um einen Eisschnelllauf-Marathon. Die

60 Top-Läufer aus den Niederlanden beim Eisschnell-Marathon am 8. Februar auf dem Eis des Reschensees

Eissportler laufen am Tag eine Distanz von 200 Kilometern. Zu bewältigen ist das Ganze in einem Zeitraum von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr. 20-mal müssen die Athleten täglich die 10 Kilometer lange SeeBahn bezwingen. Zum Auftakt des Eisschnellauf-Spektakels im Oberland gab es einen

Eisschnellauf-Marathon am 8. Februar, bei dem die 60 stärksten niederländischen Eisschnellläufer auf ihren Kufen um schnelle Zeiten kämpften. Sehr angetan waren die Eissportler von den idealen Bedingungen. Sie freuten sich über das sonnige Wetter und das pickelharte Eis. (mds)


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Jahrestag/Danksagungen

Wind-Termine

Als Strohhalme noch aus Stroh waren

Wann: Montag, 4. März 2013 um 20.00 Uhr Wo: im Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders Konrad Beikircher ist mit seinem Kabarettprogramm in Schlanders zu Gast. Der gebürtige Südtiroler erzählt, singt und spielt von seiner Südtiroler Kinderzeit. Karten: Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas & an der Abendkasse ab 19 Uhr. Tanztheater / Uraufführung

Wer wir sind: Inventur II

Wann: Donnerstag, 7. März 2013 um 20.00 Uhr Wo: im Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders Leitung: Ewald Kontschieder; Ein „Begehungsstück“, bei dem die Zuschauer von den Akteuren des Tanztheaters Muspilli auf einen Rundgang durch das Kulturhaus „Karl Schönherr“ mitgenommen werden. Karten: Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas & an der Abendkasse ab 19 Uhr. Musical

Dschungelbuch

Ein Projekt der Volksbühne Naturns und der Musikschule Naturns Wann: Sa, 23. Feb. 2013 um 20.00 Uhr So, 24. Feb. 2013 um 18.00 Uhr Wo: im Bürger- und Rathaus von Naturns Karten: Tel. 334 70 27 027

Wer so gewirkt wie du im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets sein Bestes hat gegeben, der stirbt auch im Tode nicht.

1. Jahrtag

Leo Haringer * 23.2.1927 † 24.2.2012 Morter

Zum ersten Mal jährt sich der Tag an dem du uns verlassen musstest. In Liebe denken wir an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Samstag, 23. Feb. um 18 Uhr in der Pfarrkirche von Morter. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe deine Familie Vor einem Jahr bist du gegangen auf eine Reise ohne Wiederkehr. Ein tiefer Schmerz hält uns gefangen, wir vermissen dich so sehr. 1. Jahrestag

Emma Jörg Wwe. Bernhart

* 14.05.1926 † 03.03.2012 Burgeis

In Liebe gedenken wir deiner am Samstag, den 2. März 2013 um 19.30 Uhr bei der heiligen Messe in der Pfarrkirche von Burgeis. Allen, die daran teilnehmen ein herzliches Vergelt’s Gott Deine Familie

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Jahrestag/Danksagungen Freidlich und still hat er gelebt, friedlich und still ist er entschlafen. Gott, der Herr über Leben und Tod, nehme ihn auf in sein Reich. Danksagung

Martin Mair Fallegger – Martl

* 15.10.1941 † 16.01.2013 Schlanders / Sonnenberg

Ein besonderer Dank gilt all jenen, die unseren lieben Martl in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt und begleitet haben. Weiters bedanken wir uns bei allen, für die Mitgestaltung und Teilnahme am Abendrosenkranz und der Beerdigungsfeier. Bedanken möchten wir uns auch für die Gedächtnisspenden.

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Das höchste Glück kennt keine Lieder. Der tiefste Schmerz kennt keinen Laut. Doch beide spiegeln still sich wider, als Tropfen, der vom Auge taut.

Erika Pratzner Wwe. Wegmann

*27.05.1942 †04.11.2012 Schluderns

Als tröstend und stärkend haben wir empfunden, mit welcher Zuneigung und Wertschätzung unserer lieben Mama gedacht worden ist. Wir sagen allen danke, die uns in der Trauer nicht allein gelassen haben. DANKE - für das Mitgefühl, das uns auf vielfältige Weise entgegen gebracht worden ist, - für die würdevolle Gestaltung der Verabschiedungsfeiern, - für die Zuwendung während der Krankheit, - für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, - den Pflegekräften im Sprengel, - den vielen Menschen, die unsere Mama auf ihrem letzten Weg begleitet haben und die verstehen, was wir verloren haben. DANKE allen, die unsere Mama in lieber Erinnerung behalten.


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Herzlichen Dank! Wir möchten uns bei allen Einsatzkräften der „Freiwilligen Feuerwehr Martell, Morter, Goldrain, Latsch, Tarsch, Schlanders und Göflan“ aufrichtig für den schnellen Einsatz beim Brand am 31.01.13 in unserem Hause bedanken. Ein Dank geht auch an den Bezirkspräsident Franz Tappeiner, Bezirksinspektor Telser Johann, das Weiße Kreuz Schlanders und die Carabinieri Martell. Durch eine rücksichtvolle und sehr professionelle Vorgangsweise ist es gelungen, die Schäden in Grenzen zu halten. Erst wenn man selbst betroffen ist wird einem bewusst, wie gut die ehrenamtlichen Wehrmänner ausgebildet sind und mit vollem Einsatz für die Bevölkerung da sind. Herzlichen Dank Familie Sonja & Günther Pircher – Hotel Burgaunerhof Martell

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WORD UND EXCEL GRUNDKURS

REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Fr, 15.03. – Sa, 13.04.2013 UHRZEIT Fr, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr, Sa, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 11.03.2013

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

21.02.13

Der Vinschger Wind 4-13

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Foto: Alex Filz, Dieter Drescher

Profile for Vinschgerwind

Zeitung Vinschgerwind 4-13 Bezirk Vinschgau Suedtirol  

Zeitung Vinschgerwind 4-13 vom 21.02.13 Bezirk Vinschgau Suedtirol

Zeitung Vinschgerwind 4-13 Bezirk Vinschgau Suedtirol  

Zeitung Vinschgerwind 4-13 vom 21.02.13 Bezirk Vinschgau Suedtirol

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