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Nr. 5 (222) 06.03.14 I.P. 10 Jg.

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Puffkeiler in der Schule

Wie gehen wir mit Kindern mit Konzentrationsstörungen um?


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06.03.14

/inhalt/ 3

Kommentar Mehr Dialog in Sachen Erziehung und Disziplin

Foto: Erwin Bernhart

Foto: musikschule-intern.de

Inhalt

Vinschgerwind 5-14

Seite 6

Wenn der Frühling naht, ruft der Göflaner Marmor wieder Seite 5

Schlanders: Bauernaufstand wegen Radweg

Seite

4

Schlanders/Bozen: Sag mir, wo die Steine sind...

Seite

4

Mals: Show-Down im Gemeinderat

Seite

5

Latsch: Herkulesaufgabe für den neuen BM

Seite

5

Schlanders/Vinschgau: Hoffnung Martha für KH

Seite

8

Schlanders: Römische Funde im Plawennpark

Seite

9

Mals: Unser tägliches Gift - Pestizid-Diskussion

Seite 11

Schlanders: Teures Marketing

Seite 12

Menschen: Eleonora Egua -Warten auf eine Spenderniere

Seite 16

Sonderthema: Unternehmen und Umwelt

ab Seite 29

Nationalpark Stilfserjoch: Heimische Kleinfischarten - aquaprad

Seite 36

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Peter Pfeifer (pp), Heinrich Zoderer (hzg)

Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die

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damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Korrektur ist notwendig Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert. Ist das die Devise, nach der politisches Handeln in Südtirol und im Trentino ausgerichtet ist? Vor allem dann, wenn es um die Entlohnung der Politiker geht, die diese selber regeln können? Mit der Vorauszahlung der Politpensionen bringt die Politikerkaste - und als Fahnenträgerin die „Dolomiten“ - die Volksseele zum Kochen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Auch nicht, wenn einzelne ihren vermeintlich guten Ruf retten wollen: Die Freiheitlichen wollen einen Teil des Geldes an die Region zurückzahlen, Sabina Kasslatter Mur ebenfalls, die Grünen haben eingeräumt, dass sie mit ihrer Kontrollfunkion versagt hätten und wollen einen Teil des Geldes „einfrieren“. Der SVP-Obmann Richard Theiner will einen Teil des Geldes der eigenen Partei spenden, die Partei hat dann korrigiert: zurückzahlen sollen es die amtierenden Mandatare. Das Volk vernimmt Kakophonie. Aus den ersten Stellungnahmen entsteht ein Verdacht: Man habe nicht gewusst, wie hoch die Beträge sein würden, hat nicht nur die Eva Klotz gesagt. Wissen die Damen und Herren dann eigentlich darüber Bescheid, wenn Gesetze beschlossen werden, die jeden einzelnen von uns betreffen? Zweifel sind da angebracht. Interessant ist der Umstand, dass die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ die Problematik bereits im November 2013 auf’s Tapet gebracht hat: Die Super-Renten der bisherigen Mandatare, den Berechnungsschlüssel von Rosa Thalers Reform. Ergebnis: Kein Aufschrei in der Bevölkerung. Nun dürfte auch den schlichtesten Gemütern im Lande klar geworden sein, dass es im Politbetrieb einer Korrektur bedarf. Ich denke, da ist ein weitreichendes Gesetz für die direkte Demokratie ein gutes Instrument.


4 /politik/

Vinschgerwind 5-14

tageszeitung.it Eva Klotz stellt klar: Sie überweise die Rentenvorschüsse zurück, wenn mit dem Geld keine Gehaltsaufbesserung für den Handelskammer-Präsidenten finanziert werde.

Schlanders

Sag mir wo die Steine sind, wo sind sie geblieben ….

I

m Jahre 1992 kam ein Statuenmenhir aus Laaser Marmor während der Restaurierungsarbeiten der Bichlkirche in Latsch ans Tageslicht. Ein über 5000 Jahre altes Denkmal mit feinen Gravuren, für mich damals der schönste Stein des Vinschgaus. Und der ist immer noch in der Bichlkirche zu bewundern! Vor einigen Jahren wurden in der Fußgängerzone in Schlanders Pflastersteine mit tiefen Rillen gefunden. Vielleicht Teile der Via Claudia Augusta? Voriges Jahr hoben die Bagger im Gemeindegebiet Schlanders drei große Marmorsteine, die angeblich ähnliche Ritzungen wie der Menhir von Latsch tragen. Stillschweigend wurden sie ins Landesdepot in Girlan verlegt, jemand behauptet, sie seien sogar in Trient gelandet. Erst vorige Woche wurde das Fragment eines Mühlsteines aus der Römerzeit im Plawennpark gefunden. Schlanders ist also steinreich, aber was will die Gemeinde mit all diesen kulturträchtigen Steinen machen? Die Steine sind nicht stumm, sie können Geschichten erzählen, man muss nur zuhören können - und wollen. Gianni Bodini

Hier das Phantombild eines der drei gesuchten Steinen aus Schlanders/Vetzan

06.03.14

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Stehen Sie grundsätzlich als Organspender bereit? (28 abgegebene Stimmen) Neue Umfrage: Sind sie für vorgezogene Neuwahlen des Südtiroler Landtages aufgrund des jüngsten Rentenskandales?

82,1 % JA

(23 Stimmen)

17,9 % NEIN (5 Stimmen)

Bauern in Aufruhr Schlanders. Vollbremsung gab’s keine. Im Gegenteil: Dieter Pinggera trat ordentlich in die Pedale. Trotz sechs SVP-interner Gegenstimmen ließ der Schlanderser BM jüngst eine Bauleitplan-Änderung durchwinken. Zur Mehrheit verhalf ihm die Opposition. Nun wird’s ernst mit dem Radweg nach Vetzan, der vom Sportplatz Schlanders links (Richtung Meran) die Staatsstraße entlang und - mit besagter Bauleitplanänderung - nun um die ENI-Tankstelle herum führen soll. von Angelika Ploner

E

ine Antwort blieb Dieter Pinggera schuldig: Ob man denn im Extremfall auch zu Enteignungen greifen wolle? Stattdessen wiederholte der Schlanderser Bürgermeister gebetsmühlenartig den einen Satz: Er gebe die Hoffnung auf eine Einigung noch nicht auf und werde sich auch weiterhin dafür einsetzen. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt, denn eine Einigung in der Causa „Radweg Vetzan“ dürfte äußerst unwahrscheinlich sein, zu verhärtet sind die Fronten zwischen Bürgermeister und einigen Schlanderser Bauern. Und es kam (fast) alles auf den Tisch bei der jüngsten Ratssitzung: die Einwände der Bauern, der Druck der Vetzaner Dorfbevölkerung, Differenzen, Kontroversen. Nichts Neues, im Grunde alles das, was bei SVP-internen Sitzungen oder Aussprachen bereits unzählige Male durchgesprochen und diskutiert wurde. Ohne Ergebnis. Herausgekommen ist unterm Strich ein handfester Interessenskonflikt. Während Pinggera, Vizebürgermeisterin Monika

Wunderer und weitere in Ausschuss und Rat nicht mehr Drückeberger spielen wollen und das Vorhaben von 2003 (Bauernbunddirektor Johann Wallnöfer war Bürgermeister und ließ die Trasse eintragen, Manfred Pinzger eifriger Vorantreiber) nun durchziehen wollen, stehen auf der anderen Seite neun renitente Bauern, die sich gegen die Trasse links von der Staatsstraße stemmen. Grund: An eine ungehinderte landwirtschaftliche Tätigkeit sei mit einem Radweg nicht mehr zu denken. Im Gegenteil, man

sähe sich mit einer Reihe von Problemen konfrontiert: bei den Ein- und Ausfahrten, beim Sprühen, beim Mulchen und, und, und. Die Forderung der Bauern: Die Trasse soll unverzüglich aus dem Bauleitplan gestrichen werden. Dieter Pinggera – mit einer Studie von Siegfried Pohl und einer satten Mehrheit in der SVPKoordinierung im Rücken - hält an der Trasse fest. Sie ist mit rund 750.000 Euro (grobe Schätzung) die günstigste von dreien. Die Bauern hingegen favorisieren die Variante auf der rechten Seite der Staatsstraße. Dort sei weniger landwirtschaftliche Fläche betroffen und einige Bauern und ein Unternehmer wären bereit zu verhandeln. Freie Fahrt hätte man auch dort nicht, konterte Pinggera. Und: Er warte nicht mehr bis zum Nimmerleinstag. Er habe diesen Punkt auch in seinem Wahlprogramm festgeschrieben und wolle ihn einhalten. Trotz Gegenwind. Und der Gefahr, die Bauern ins Nicht-Pinggera-Wahllager bei den kommenden Wahlen auf Gemeindeebene zu treiben.


06.03.14

Vinschgerwind 5-14

/politik/ 5

Schlanders/Laas/Bozen/Göflan

Mals

Marmorstraße: eine für alle

Show-Down

K

K

Foto: Erwin Bernhart

cke nach Schlanders herunterbringen wollen. Im Gegenteil. Wenn die Studie von Ernst Mattanovich der Wiener Firma RaumUmwelt-Planungs-GmbH, die von den Göflanern in Auftrag gegeben worden ist, schon besage, dass der LKW-Transport gegenüber der bestehenden Bremsbergbahn vertretbar sei, dann ließe das von Laaser Seite die Überlegung zu, den Transport des Marmors vom Weißwasserbruch über Göflan nach Laas abzuwickeln. Georg Lechner sagt, wenn schon überwiegend wirtschaftliche Aspekte die Diskussionen und die Entscheidungen beim Mar-

mortransport bestimmen sollen, dann gelte dies auch für die Lasa Marmo. Denn der Transport vom Weißwasserbruch via Göflan nach Laas koste nur 12 Euro pro Kubikmeter mehr, als der Transport des Göflaner Marmors nach Schlanders kostet. Mit diesen Überlegungen könnten auch die bisherigen wettbewerbsverzerrenden Auflagen für die ausschließliche Bahnbenutzung zumindest etwas ausgeglichen werden. Fraglich ist, ob die Göflaner Lechners Überlegungen als Unterstützung einer möglichen Umfahrung des Dorfes erkennen können. (eb)

Latsch

Wind-Leser-Foto

Herkules-Aufgabe in Latsch

„Arbeitslose“

N

Fotos: Erwin Bernhart

ach den Neuwahlen des Gemeinderates und des Bürgermeisters am 9. März müssen in der Marktgemeinde Latsch große Herausforderungen gemeistert werden: Schnellstens

BM-Kandidaten Helmuth Fischer und Christian Stricker

zu lösen ist die Problematik der illegal an die Beregnungsleitungen angeschlossenen Haushalte. Bis zum 1. April soll eine Lösung unterzeichnet sein. Man denkt daran, die Verantwortung ab Anschluss an die Gemein-

de Latsch abzugeben. Mit einer möglichen Absurdität: Das Gartenwasser kann in Latsch teurer werden als das Trinkwasser. Auf die Lösung ist der gesamte Vinschgau gespannt. Beim Schloss Goldrain läuft in zwei Jahren der Pachtvertrag an die Genossenschaft aus. Bei der Tarscher Alm ist man derzeit beim Kopfen, welche Form der Tourismusverein wählen wird müssen, um geldmäßig und gesellschaftsmäßig Kauf und Führung des Liftes stemmen zu können. Die Gemeindeverwaltung kommt in die Situation, abwarten zu wollen, welche Summe als Führungsbeitrag vom Tourismusverein beziffert wird. Wer auch immer von den zwei BM Kandidaten gewinnt: Eine Herkulesaufgabe erwartet ihn. (eb)

ommt es heute (Donnerstag, 6. März) im Gemeinderat von Mals ab 20 Uhr zum großen ShowDown? Die Ermittlungen des Staatsanwaltes gegen BM Ulrich Veith mit dem Vorwurf der „Vortäuschung eines Arbeitsverhältnisses“ und die Zahlungen der Sozialbeiträge durch die Gemeinde Mals, bringen immer stärkere Unruhe in die stolze Marktgemeinde im Obervinschgau. Eine spannende Gemeinderatssitzung steht demnach an. Mit drei Anträgen will eine Gruppe von Gemeinderäten (sh. Leserbrief Seite 13) den Gemeinderat und den -ausschuss aus der Schusslinie bringen. Ulrich Veith hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die gesamte Vorgangsweise rund um sein Arbeitsverhältnis im Schuhgeschäft seines Bruders Gerd transparent abgelaufen sei und dass er sich keines Verstoßes schuldig fühle. (eb) Foto: Erwin Bernhart

Kommen künftig LKWs aus dem Weißwasserbruch nach Göflan?

aum ist der neue Landesrat auch für Forstwesen Arnold Schuler im Amt, geben sich Hilfesuchende bei ihm die Klinke in die Hand. So auch beide Marmorbetriebe aus dem Vinschgau. Die Schlanderser und die Göflaner haben Schuler unlängst unmissverständlich dargelegt, dass sie ausschließlich die Straße über Göflan für den Abtransport nutzen wollen. Auf Pilgerfahrt haben sich auch die Laaser gemacht. Georg Lechner hatte am vergangenen Montag BM Andreas Tappeiner und Fraktionsvorsteher Oswald Angerer im Schlepptau. Für den Lasa-Geschäftsführer Lechner ist die Bremsberganlage das Transportmodell der Zukunft. Doch sollte der Landesrat den Marmortransport über die Straße nach Göflan zulassen, so solle es, wenn schon in einem Naturschutzgebiet, nur eine Straße für den Marmorabtransport geben. An Laas solle es nicht scheitern, dass die Göflaner über die bereits ausgebaute Marmorstraße ihre Marmorblö-

Momentan haben wir im Vinschgau einige „Arbeitslose“ mehr. Blick zum Muntpitschen in der Sesvennagruppe. Text und Foto: Reto Wiesler Wanderführer Taufers im Münstertal


6 /Titel/

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Foto: BELZ-Verlag

Vinschgerwind 5-14

„Er/sie ist unruhig“ „Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdliche Richtung zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielorten ankommen.“ Dieses Zitat kursiert in Schulkreisen. Es beschreibt die Unmöglichkeit, allem und allen gerecht zu werden. von Erwin Bernhart

S

chulen versuchen allfällige Probleme vor allem mit Schülern, Eltern und auch mit eigenen Lehrpersonen intern zu lösen. Bis der Leidensdruck eine bestimmte Schwelle erreicht oder die Erkenntnis greift, dass ein Problem allein schulintern nicht in den Griff zu kriegen ist. Diese Schwelle ist beim Problem „Konzentrationsstörungen - Disziplin“ - in ihren vielfältigen Formen offensichtlich erreicht. Zugrunde liegt zum einen die Erfahrung der letzten Jahre, in denen sich die Lehrer und damit zusammenhängend die Diskussionen in Klassenräten und Plenarsitzungen zunehmend schwer taten, mit auffälligen, vorlauten und hyperaktiven Kindern umzugehen. Zum anderen die Tatsache, dass zu Beginn des Schuljahres 2013/14 in den schriftlich verfassten „Ausgangslagen“ der SchülerInnen auffallend häufig Sätze wie „er/sie ist unruhig“, „ihm/ ihr fällt es schwer, eine Zeit lang still zu sitzen und sich zu konzentrieren“, „er/sie ist zu wenig gründlich und hat wenig Ausdauer“. Diese Formulierungen finden sich in den ersten Klassen der Grundschulen bis hinauf in die Mittelschulen. Wiederholt wurden diese Formulierungen sehr oft auch mündlich bei den ersten Sprechstunden im Dezember. Die

Direktoren der Schulen sind alarmiert und sie wollen das Thema „Konzentrationsstörungen - Disziplin“ auf einer breiteren Ebene diskutieren lassen. Es sind vor allem die Direktorin des Schulsprengels Prad, Verena Rinner, und der Direktor des Schulsprengels Schlanders, Reinhard Zangerle, die seit längerem im Rahmen der Steuergruppe In-

Informationscafé und Podiumsdiskussion Donnerstag, 20. März 2014 - 19.00 Uhr in der Aula der Grundschule Schlanders „Konzentrationsstörung? Schlecht erzogen? AD(H)S?“ am Podium: Dr. G. Parolin (Ärztin, Vertreterin des Kompetenzzentrums AD(H)S) Dr. P. Küspert (Diplompsychologin, Universität Würzburg) Dr. E. Hickmann (Pädagogin) Vertreter/innen der Schulen, Steuergruppe Inklusion Vinschgau Vertreter/innen der Beratungsstellen, Organisationen und Eltern Vinschgau Moderation: Dr. Verena Rinner

klusion den Ringschluss zwischen Schulen, Kindergärten, psychologischem Dienst, dem pädagogischen Beratungszentrum, dem Sozialsprengel, Berufsberatung und Arbeitsamt suchen, sich im vorigen Jahr auf die Unterbringung von Kindern mit Diagnose in der Arbeitswelt bemühten und heuer vorerst mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion starten wollen. Wenn am Donnerstag, den 20. März 2014 ab 19 Uhr in der Aula der Grundschule Schlanders das „Informationscafé und Podiumsdiskussion“ startet, stehen auch provokante Fragen an: „Konzentrationsstörungen? Schlecht erzogen? AD(H)S?“ Rinner formuliert das Ziel so: „Damit alle verstehen, dass Schule allein Erziehung nicht leisten kann.“ Für die Diskussion und überhaupt brauche es die Gesellschaft, die Eltern, auch die Vereine usw.. Das Schema, das sich zu verfestigen droht, soll durchbrochen werden. Nämlich: Die Schule meldet betroffenen Eltern zurück, dass man nicht mehr weiterwisse; Eltern sagen: Ihr müsst’s das richten. Tatsächlich investieren LehrerInnen in Klassen enorm viel Energie, um eine bestimmte Ruhe hineinbringen zu können, damit Lernstoff überhaupt vermittelbar wird. Auch lang erfahrene LehrerInnen beginnen an dieser Situation zu verzweifeln, auch weil sie oft mit dem Gefühl aus der Klasse gehen,


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„Tendenz steigend“ Vinschgerwind: Schule hat mit vielerlei Problemen zu kämpfen. Eines davon sind Konzentrationsund Aufmerksamkeitsstörungen bei den Schülern. Wie geht Schule damit um? Reinhard Zangerle: Schule ist mit vielerlei Herausforderungen konfrontiert. Als Problem würde ich dieses Phänomen nicht benennen, der Umgang mit der Störung wird aber oft zum Problem. Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten sind ein Segment in den Herausforderungen. Es gibt Kinder, die eine gravierende und klinisch festgestellte Störung in der Aufmerksamkeit und in der Konzentration haben. Es gibt Kinder, bei denen noch eine Aktivitätsstörung (ADHS) dazukommt. Im Schulsprengel Schlanders machen diese Diagnosen gerade einmal 3 Prozent aus. Der Anteil an Konzentrationsstörungen dürfte allerdings weit über die diagnostizierten Fällen hinausgehen? Auf jeden Fall. Tendenz steigend. Die Erfahrung aus den letzten Jahren zeigt, dass Kinder immer größere Schwierigkeiten haben, bestimmte Anpassungsleistungen zu erbringen. Was versteht man unter Anpassungsleistungen? Früher hat man gesagt, mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens. Kinder müssen lernen, sich irgendwo einzugliedern, Regeln ein zu halten und aufpassen zu können. Das ist oft nicht selbstverständlich. Lehrer müssen fast schon Wunder wirken, damit Kinder aufmerksam sind. Mit fremdbestimmten Aufgaben konstruktiv umgehen zu können ist eigentlich ein Merkmal der Schulfähigkeit. Direktoren erhalten die Informationen aus der Lehrerschaft in geballter Ladung. Wie wird die Problematik der Aufmerksamkeitsstörungen in der Lehrerschaft gefühlt? Lehrpersonen kommen oft mit Einzelschülern an ihre Grenzen. Fortbildung auf Bezirksebene, wie zum Beispiel das Teachertraining wird angeboten. Schulintern haben wir in den letzten Jahren versucht, diese Herausforderung aufzugreifen und uns bemüht, den Lehrern entsprechendes Handwerkszeug mitzugeben, sie mit Strategien auszurüsten. Wie schauen solche Strategien konkret aus? Lehrpersonen müssen wissen: Beziehung kommt vor Erziehung. Es geht darum, mit den Schülern auf der Beziehungsebene zu arbeiten, denn alles, was Kinder zeigen, sind Signale. Lehrer müssen versuchen, diese Signale zu entschlüsseln. Ein weiteres Beispiel ist das Emotions-Coaching. Damit meldet man Kindern zurück, was man wahrnimmt. So kann man in einen Dialog mit dem Kind treten, um es besser verstehen zu können. Nicht immer ist es möglich Beziehungsarbeit zu leisten. Ich denke an Lehrpersonen in

der Mittelschule, die lediglich zwei Einheiten in der Woche in einer Klasse mit 23 Schülern sind. Da gibt es dann auch Momente, dass ein Lehrer Ruhe und Konzentration verlangen muss, bei einer Schularbeit etwa. Das ist die schulische Seite. Die Schulen wollen mehr Dialog mit den Eltern. Braucht die Schule eine Art neuen Gesellschaftsvertrag? Mir geht es beim Thema Aufmerksamkeitsstörung darum, dass man die Sache etwas breiter fasst. Ich wehre mich zu sagen, dass jedes Kind mit Konzentrationsstörung schlecht erzogen ist. Ich habe den Eindruck, dass Schule zunehmend der erste Ort im Leben eines Kindes ist, wo Grenzen aufgezeigt werden. Es geht darum, wie Kinder mit Frustrationen umgehen können. Familie passiert heute großteils nur mehr in den Pausen: In der Früh geht alles schnell, zu Mittag, wenn es denn einen gemeinsamen Mittagstisch gibt, und am Abend, wenn alle müde sind. Es fehlen dann oft Momente, in denen Kindern in vielen kleinen Konflikten Grenzen gesetzt bzw. in denen sie mit Frustrationen konfrontiert werden. Ich frage mich, wo ein Austausch, ein sich Aufeinander-EinstellenMüssen, bei Einzelkindern etwa, oder bei berufstätigen Eltern noch gegeben ist. War das früher besser? In der Großfamilie war das anders, besser würde ich nicht sagen. Jedenfalls waren mehrere Erzieher mit eingebunden. Je kleiner die Familie ist, desto weniger Interaktionsmöglichkeiten haben Kinder. Grenzen aufzuzeigen gehört in der Schule einfach dazu. Kinder müssen Beziehungsgefüge ausloten, müssen sich durchsetzen lernen. Das sind soziale Kompetenzen, die Schule begleiten und unterstützt. Viele dieser „Gefechte“, die früher in den Familien stattfanden, werden heutzutage erst so richtig in der Schule geführt. Die veränderten Kindheiten in einer reizüberfluteten Welt müssen mit berücksichtigt werden. Stößt Schule bei Lösungsansätzen in Sachen Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsstörung bei Eltern auf Unverständnis? Sehr oft, speziell im Bereich der Bewertung. Ich habe manchmal den Eindruck, dass Eltern ein Idealbild von ihren Kindern haben und die Rückmeldungen der Schule zum Kind nicht wahrhaben wollen. Dann ist ganz einfach das Schulsystem oder die Schule nicht richtig für das Kind. Dies macht den Dialog über Lösungsansätze schwierig. Auf der einen Seite fordern Eltern, dass wir alle gleich behandeln sollen, auf der anderen Seite sollen wir auf unterschiedliche Befindlichkeiten eingehen. Das ist ein Widerspruch, dem wir als Schule so weit als möglich mit Individualisierungsmaßnahmen aufzufangen versuchen. Interview: Erwin Bernhart Foto: Erwin Bernhart

kaum Lernstoff untergebracht zu haben. Ein-zwei „Puffkeiler“, die für Benimmregeln nur sehr schwer zugänglich sind, gibt es fast in jeder Klasse. Dazu kommen jene SchülerInnen, bei denen AD(H)S diagnostiziert wurde. Die Hürde für eine klinische Diagnose ist alles andere als einfach zu nehmen. Schulen bzw. Lehrer gehen sehr vorsichtig damit um, einen Schüler mit Einverständnis der Eltern von einem Psychologen untersuchen zu lassen. Der Psychologe Albin Steck ist Koordinator des psychologischen Dienstes Vinschgau, angesiedelt im Sanitätsbetrieb. Bei ihm laufen die Anfragen für eine Untersuchung ein. Steck bedient sich aufgrund der schriftlichen und mündlichen Skizzen von Seiten der Schule und der Eltern einer Differenzialdiagnostik. Damit kann Steck die Richtung abstecken, ob es sich bei einem Kind (der Großteil der Untersuchten sind Buben) um einen ADH oder ADHS-Fall handelt, oder ob eine andere Diagnose gestellt werden muss. Steck lobt die Kindergärten im Vinschgau. Die gut ausgebildeten Kindergärtnerinnen seien sehr achtsam im Bezug auf mögliche Störungen im Kleinkindalter. Ein frühes Eingreifen, ein frühes Rückmelden an die Eltern habe sehr oft Verhaltenskorrekturen zur Folge. Im Vinschgau gibt es das PBZ (Pädagogisches Beratungszentrum), angesiedelt am Schulamt. Johanna Stecher und Irene Rechenmacher sind zuständig für alle Schulen im Tal. Sie beraten Lehrer, Schüler und Eltern und haben die Möglichkeit, als Außenstehende, einen anderen Blickwinkel einnehmen zu können. Die Direktoren Rinner und Zangerle wünschen sich zudem, dass pädagogische Beraterinnen und Schulpsychologen in den Schulen angesiedelt sein sollten. Akutsituationen könnten so besser gelöst werden. Ein Kind mit klinischer Diagnose hat in der Schule Anrecht auf individuelle Betreuung, eventuell auf Reduzierung des Lernstoffes. Das ist gesetzlich geregelt. Die Diagnose bringt in der Regel ein Mehr an Verständnis für das Verhaltensmuster der Schüler bei den LehrerInnen. In mehreren Fällen allerdings nicht bei vielen Eltern. Eltern mit mehr oder weniger fleißigen Kindern bringen oft wenig Verständnis auf, wenn ihr Kind in einer Klasse mit verhaltensauffälligen, unruhigen, schwierigen Schülern unterrichtet wird. Da wird schon einmal der eine oder andere Direktor barsch aufgefordert, ein solches Kind zumindest in eine andere Klasse zu versetzen. Auch solchen Attacken standzuhalten, benötigt in der Schule viel Energie: bei den Sprechstunden, in der Direktion. Und genau auch solche Themen sollen beim „Informationscafé“ am 20. März zur Sprache kommen. Denn auch bei den Eltern soll die Erkenntnis greifen , dass nur ein gemeinsamer Weg Schule für alle langfristig erfolgreich macht.

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Skiparadies Reschenpass

„Von Frau zu Frau“

Das gemeinsame Büro der Europaregion stellt als Ort des Monats das Skiparadies Reschenpass in einem Kurzfilm als einziges grenzüberschreitendes Skigebiet vor. Ein Gewinnspiel mit zwei Skipässen finden Sie auf der Homepage www.europaregion.info

Die Veranstaltung ist inzwischen zum bestbesuchtesten Abend unseres Veranstaltungsjahres herangewachsen, an dem im letzten Jahr sogar an die 180 Frauen teilgenommen haben. Ein unterhaltsamer und genussvoller Abend für Frauen: Samstag, 08. März 2014 ab 20 Uhr in der Bibliothek Naturns: orientalischer Tanz; Literatur; Kräutergold; Klangschalenmeditation; Modeschau; Hairstyle & Kosmetik; musikalische Umrahmung; Weinverkostung; Fotoausstellung; gemütlicher Umtrunk mit Teeverkostung.

Rom-Info ins Tal Dienstag, der 25. Februar 2014 - 20.30 Uhr. Eben wurde der neuen Regierung Renzi das Vertrauen ausgesprochen. Auch wir Südtiroler Vo l k s p a r te i - Ve r treter haben mit Ja gestimmt und in den Stimmabgabeerklärungen dem neuen Ministerpräsidenten zugejubelt und seine Autonomiefreundlichkeit gelobt, ohne dafür eine schriftliche Garantie (Bozner Abkommen) wie bei Ex-Ministerpräsident Letta in der Hand zu haben. Bei mir persönlich ist keine Freude aufgekommen, zu sehr habe ich zuerst auf Bersani und dann auf die Seriösität und Fachkompetenz eines Letta gesetzt. Noch bevor Letta sich nach der schwierigen Loslösung von Berlusconi und seinen IMU-Eskapaden erste Erfolge einfahren konnte, wurde er auf höchst unkorrekte Art gestürzt. Kaum war Letta abserviert, wurde ein Reformgesetz zur Parteienfinanzierung genehmigt, einige wichtige Dekrete ( milleproroghe und Destinazione Italia -Salva-Roma) und die Neuordnung der Provinzen im Eiltempo beschlossen. Jeder versteht - wenn Renzi wirklich Ministerpräsident werden wollte, dann musste er selbst diese Erfolge einfahren, danach hätte er den Letta wohl nicht mehr so leicht verdrängen können. Und Renzi - wie lange wird er halten bei einer solchen Partei, in der es gerade so wimmelt von „Trittbrettfahrern“ und „Verrätern“? Der PD zählt 295 Abgeordnete in der Kammer, über 100 haben schon die Wahl Romano Prodis zum Staatspräsidenten in der Anonymität der Wahlkabine zunichtegemacht, obwohl sie tags zuvor minutenlang „standing ovation“ demonstriert haben und mit dieser Aktion der „langen Messer“ auch die Ambitionen eines Bersani für immer zunichtegemacht haben. Dieselben Kollegen haben nun über Nacht die Fahnen gewechselt und den Letta hinausgeworfen, in einem Moment, als es etwas aufwärts zu gehen schien... Kann ein Renzi sich auf eine solche Truppe verlassen?

Hoffnung Martha Die Neo-Gesundheitsrätin Martha Stocker hat am Mittwoch vor einer Woche das Krankenhaus Schlanders besucht. Sie sei eine Lernende, sagte Stocker und traf auf eine motivierte Ärzteschaft und auf motiviertes Pflegepersonal. Der Antritt Stockers, so der Eindruck, ist mit vielen Hoffnungen auf Verbesserungen verbunden.

v.l. LRin Martha Stocker, BM Dieter Pinggera, Irene Pechlaner (Direktorin Gesundheitsbezirk Meran) Anton Theiner (ärztlicher Leiter KH Schlanders), rechts: Christoph Alber und Susanne Pragal (Primar-Stellvertreterin Innere Medizin)

von Erwin Bernhart

N

ach dem Besuch einiger Abteilungen im Krankenhaus Schlanders trifft sich Martha Stocker im Sitzungssaal zu einer Art Zusammenschau. Die große Zahl der anwesenden Primare, Ärzte und des Pflegepersonals signalisiert der Neo-Gesundheitslandesrätin die Identifikation mit dem Krankenhaus Schlanders. Auf die Wichtigkeit des Krankenhauses weisen der ärztliche Leiter Anton Theiner und der Schlanderser BM Dieter Pinggera, der in der Bezirksgemeinschaft für das Sozialwesen zuständig ist, hin. Pinggera vergleicht die Landesteile in der medizinischen Versorgung miteinander und sagt: „Der Westen ist, wenn schon, der unterversorgte Teil des Landes.“ Sie sei eine Lernende, sagt Stocker. Sie sei nicht nur eine Schülerin von Silvius Magnago, sondern auch eine von Alfons Benedikter, der nach dem Motto „Die Stadt ist walsch, deshalb müssen wir die Peripherie stärken“ die Weichen für die Stärkung des Landes wesentlich gestellt habe. In der Peripherie sei nicht nur an die medizinische Grundversorgung zu denken, sondern auch an qualifizierte Arbeitsplätze. „Wir werden prüfen, welche essentiellen Dienste noch von öffentlicher Hand bezahlt werden“, sagt Stocker. Stocker sagt aber auch, dass sie früher oder später mit Überlegungen kommen

werde, „die euch nicht gefallen werden“. Die vielen Wortmeldungen von Seiten des Personals lassen auf großen Diskussionsbedarf schließen. Änderungen am Arbeitsvertrag, gerade im Hinblick auf die Bereitschaftsstunden, regte etwa der Primar der Gynökologie Robert Rainer an. Ob es nicht eine Überlegung wert sein, das Krankenhaus für Touristen attraktiver zu machen, das KH auch für Privatpatienten zu öffnen, ob man nicht ein autonomes Team zwischen Unfallchirurgie und Orthopädie machen könnte, und ein Überdenken der Onkozertifizierung forderte der Primar der Chirurgie Peter Stecher. Der Pflegekoordinator Christoph Alber stellte den „Zentralisierungswahn“ in Frage und brachte als Beispiel die Wäscherei. Seit diese nach Meran ausgelagert ist, klappe es an allen Ecken und Enden nicht mehr. Die Zentralisierung wurde auch vom Labor in Frage gestellt. Die Frage von Seiten des derzeit geschäftsführenden Primars Helmuth Egger nach der Besetzung des Primariates in der Pädiatrie wurde von Stocker vage und von Irene Pechlaner mit dem Hinweis auf Werkverträge abschlägig beantwortet. Stocker schließt mit den Worten: „Ich habe nicht den leichtesten Job in Südtirol.“ Und: Man solle Pressemitteilungen über die Schließung des KH Schlanders nicht „soffl ernst“ nehmen.

Foto: Erwin Bernhart

von Albrecht Plangger

Foto: „Wind“-Archiv

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Schlanders

Römische Funde in Schlanders enn Hubert Steiner vom Amt für Bodendenkmäler für den Vinschagu zuständig, auftaucht, ist es wahrscheinlich, dass der Vinschger Boden etwas aus der Vergangenheit preisgibt. Vor gut einer Woche war Steiner auf Baustellenbesichtigung im Plawennpark mitten in Schlanders. Unterhalb des rege genutzten Spielplatzes entsteht dort ein unterirdisches Musikprobelokal, geplant vom Architekten Walter Dietl. Beim Aushub, der derzeit voll im Gange ist, ist man auf interessante Funde gestoßen. Steiner hat die Fundstelle vorerst abtrennen lassen. Die Arbeiten werden sich wohl etwas verzögern, die Musikkapelle sich etwas gedulden müssen. Denn knapp unter der Oberfläche, neben der Gartenmauer zur Pension Schweitzer, genau dort, wo sich bisher der Brunnen befunden hat, ist eine Brandschicht zum Vorschein gekommen und darin ein römischer Mahlstein entdeckt worden. Steiner kann den Mahlstein aufgrund der Beifunde vorerst schon grob datieren: zwischen dem zweiten und vierten Jahrhundert nach Christus. Als Beifunde wurden Lavez-Keramiken entdeckt, die zusätzlich als Datierungsgrundlage dienen. Der Mahlstein für das Mahlen von Getreide ist auf

sein, darunter vesteht man die Wiederverwendung älterer Bauelemente. Die mögliche Besiedelung ist nicht überraschend, gilt Schlanders und vor allem der Kernbereich als vor Überschwemmungen sichere und daher wohlüberlegte Siedlungswahl. Nun will das Amt für Bodendenkmäler die Fundstelle näher erkunden. Mit den bereits gehobenen Funden, denen möglicherweise noch weitere folgen Der Archäologe Hubert Steiner erklärt den römischen Mahlkönnten, und den im Frühjahr stein; der Gemeindetechniker Manfred Horrer und Architekt 2013 entdeckten zwei MenhiWalter Dietl: „römische“ Verzögerung des Musikprobelokales ren in Vetzan wird Schlanders und dessen Umgebung mit seiner Oberfläche aufgerauht und hat eine verschiedenen Epochen seiner Vergangenbehauene Einkerbung, die wohl zum Festmaheit konfrontiert und das eine oder andere chen eines weiteren Werkzeuges gedient hat. Geschichtskapitel wird wohl neu geschrieben Eine dunkle und räumlich begrenzte Schicht werden müssen. Die Menhire werden derzeit (Brandschicht) im Erdreich weist auf eine besichert, denn die oberste Schicht blättert mögliche Besiedelung hin. Der Historiker leicht ab. Es ist keine Frage, dass die Menhire Hans Wielander vermutet eine mittelalternach Schlanders zurückkommen, die Frage liche Werkstätte oder Stallungen; der nicht ist nur wann und noch ist eine geeignete Ausvollständige Mühlstein könnte eine „Spolie“ stellungsmöglichkeit nicht gefunden. (eb) Fotos: Erwin Bernhart

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Mals/Vinschgau/Malosco

Foto: Andreas Waldner

Die Pestizide - unser täglich Gift

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ie konventionelle Landwirtschaft verlässt sich auf chemisch synthetische Pestizide: Insektizide gegen Insekten, Fungizide gegen Pilzbefall, Herbizide gegen Unkräuter. Wie sie auch immer heißen, es handelt sich dabei um Gift. Und als solches sollte man sie auch behandeln. Sie schützen zwar die Kulturen vor Schädlingen, schädigen und vernichten aber auch viele Nutzinsekten, verursachen Rückstände im Boden und in Gewässern und stellen ein Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung dar. So verursachen einige Pestizide Krankheiten des Nervensystems, erhöhen die Tumorraten und verringern die Fruchtbarkeit. Die Malser Bürger sind aufgerufen, in einer Volksabstimmung zu entscheiden, ob in ihren Feldern bestimmte chemisch synthetische Wirkstoffe in Pestiziden oder Spritzmitteln verboten werden sollen. Damit wird der einfache Wähler sowohl vor schwierige ethischen Fragen, als auch vor kontrovers diskutierten Ansichten des Naturschutzes, der Gesundheit und der Welternährung gestellt. Um den Einzelnen bei der folgenschweren und wichtigen Entscheidung zu unterstützen, boten die unermüdlichen Promotoren der Volksbefragung am Donnerstag (20.02.) im Kulturhaus Mals einen Informationsabend. Friedrich Haring, Moderator des Abends, freute sich, dass auch Entscheidungsbefugte

v.l.: Friedrich Haring, Johannes FragnerUnterpertinger, Adriano Marini und Helmut Burtscher

gekommen waren. Er konnte Bürgermeister, Gemeindeassessoren, die Vertreter der grünen Fraktion im Landtag, Brigitte Foppa, Ricardo Dello Sparba und Hans Heiss, begrüßen. Anwesend waren auch die Mitglieder des Malser Gemeinderates, sehr viele Aktivisten der Umwelt- und grünorientierten Gruppen. „Was hier in Mals bei diesem Volksentscheid passiert, ist historisch. Mir ist kein einziger Fall bekannt, wo eine Gemeinde entschieden hätte oder der Bürger gefragt worden wäre: Wollen wir Pestizide haben?“ Mit dieser Feststellung begann Helmut Burtscher, Experte für Pestizide und Chemie im UFI GLOBAL 2000, seinen wissenschaftlichen Vortrag. Im ersten Teil seines Referates ging er auf folgende Frage ein: Wie ist die Chemie in die Landwirtschaft gekommen? So richtig ist es ja nicht, dass man Produkte, die man anbaut, um sie dann zu essen, mit etwas einnebelt, das giftig ist und dass man damit die Gesundheit und die Umwelt gefährdet. Seit der grünen Revolution Ende der fünfziger Jahre hat man eine Hochleistungslandwirtschaft mit industriellen Mitteln betrieben. Es wurden Dünger, Maschinen und Pestizide eingesetzt ohne Berücksichtigung auf die Nebenwirkungen. Heute weiß man, dass vieles unnötig ist und nicht die gewünschten Ergebnisse

bringt. Die Monokulturen führten zu Bodenerrosion, ausgelaugten Äckern, Überdüngung und vergiftetem Grundwasser. Im zweiten Teil ging der Experte dann auf das Ergebnis dieses fast hundertjährigen Prozesses ein und zeigte auf, mit welchem Nutzen und Schaden im Hinblick auf die Umwelt, auf die Landwirtschaft, auf die Wirtschaft und auf die Volkswirtschaft nun zu rechnen sei und welche Risiken für die menschliche Gesundheit bestünden. Die „Sackgasse Pestizide“ müsse offen angegangen werden, denn sie erfordert einen Kurswechsel in der Landwirtschaft. „Ich finde es wunderbar, wenn sie hier der Motor sind und der Leuchtturm, der Vorbild ist auch noch für andere.“ So beendete Burtscher seinen Vortrag und warf noch ein Zitat von José Graziano da Silva, Direktor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Staaten FAO, an die Leinwand: „Wir haben hundert Jahre gebraucht, um die Chemie in die Landwirtschaft einzubringen, wir werden sie deutlich schneller wieder los werden.“ Im zweiten Referat des Abends stellte Adriano Marini, Bürgermeister der Trentiner Gemeinde Malosco, sein Anti-PestizidProgramm vor, in dem es ihm vor allem um den präventiven, prophylaktischen Gesundheitsschutz der Bürger geht. Der Widerstand gegen seine Verordnungen sei heftig gewesen. Aber gerade die Rekurse des Bauernverbandes, die bis Rom reichten, bewirkten ein großes Interesse an der Pestizid-Problematik in der Öffentlichkeit weit über die Provinz Trient hinaus. Marini ist zutiefst überzeugt, dass dem biologischen Landbau die Zukunft gehört. In Malosco jedenfalls kämen die Landwirte erwiesenermaßen auch ohne die verbotenen und giftigsten Pestizide aus. Andreas Waldner

Marienberg

Vortragsreihe mit der medienbekannten Ordensschwester Terese Zukic

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m Montag, den 17. März um 19.30 Uhr spricht Sr. TeresZukic im Kloster Marienberg über „Der befreiende Umgang mit Fehlern“. Für sie sind Fehler im Leben alltäglich und fragt, was Fehler mit den Menschen machen und fordert auf, Fehler zuzulassen. „Wer keinen Fehler zulassen will, macht schon einen Fehler“, sagt die Ordensschwester. Am Dienstag, den 18. März ebenfalls um 19.30 Uhr spricht sie über das „Abenteuer Christsein – 5 Schritte zu einem erfüllten Le-

ben“. Sie werden keine psychologischen Allgemeinplätze serviert bekommen, sondern das volle Leben einer lebenslustigen Ordensschwester. Freundschaft mit sich selbst hegen und pflegen, die Bibel lesen und leben, Gott loben, Ungewöhnliches gegen langweilige Gewohnheiten tun und vergeben, das werden die Kernbegriffe dieses Vortrages sein. Referentin: Schwester Terese. Sie ist Millionen von Deutschen durch ihre Fernsehauftritte, Musicals, Gottesdienste, Vor-

träge, Predigten und Bücher bekannt. Termine: Montag, 17. März um 19.30 Uhr Dienstag,18.März um 19.30 Uhr Ort: Kloster Marienberg Eintritt: Freiwillige Spende Informationen: unter Tel. 0473 843989 oder info@marienberg.it Zwei Lehrveranstaltungen vom Kloster Marienberg und der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung www.gwr.it


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Schlanders

Teures Marketing ber 270.000 Euro (MwSt. inbegriffen) hat Gerhard Rainalter von der Bregenzer Innovate Holding seit April 2011 bis heute erhalten. Soviel ließ sich die Gemeinde Schlanders das Ortsmarketing kosten, wohl auch weil man vom Land großzügige Zuschüsse erhalten hat. Nun geht der Beratungsauftrag zu Ende, „das Staffelholz wird an Karin Meister übergeben.“ (Gerhard Rainalter) Karin Meister trat am 3. Jänner ihren Dienst bei Schlanders Marketing, angesiedelt bei der Gemeinde, an. Ein Ortsmarketingbeirat wird ihr in Bälde an die Seite gestellt werden. Rainalter seinerseits hinterlässt Schlanders eine Marketingagenda in Prosa und in Stichworten. Je nach Vorliebe darf nachgelesen werden, was in den vergangenen drei Jahren erarbeitet wurde und in Zukunft stattfinden soll. Kleinarbeit steht hinter „Schlanders 2020“, betont Bürgermeister Dieter Pinggera. Rainalter selbst erklärt sein Konzept so: „Einen für eine Idee gewinnen, zeigen, dass es klappt und dann multiplizieren.“ Er selbst macht es vor. Die „Schlanderser Idee“ brachte er vor einem Jahr nach Kufstein und stand dort – zusammen mit Bürgermeister Die-

Fotos: Angelika Ploner

Ü

BM Dieter Pinggera: „Eine sehr intensive Zeit liegt hinter uns.“ Gerhard Rainalter (rechts): „Mit der Ortsmarketingstelle behält die Gemeinde die Fuchtel über die Qualität.“ ter Pinggera – den Kufsteinern Rede und Antwort. Denn auch in Kufstein sollen Zukunftsszenarien entwickelt werden. Das nur am Rande erwähnt. Eingespannt hat Rainalter in „Schlanders 2020“ viele: Politiker wie Bürger. Eine Genuss-Rallye, eine Vinschger-Genusswoche, ein Dorffest und eine „Lange Nacht der Musik“ nach Bregenzer Vorbild sind für den heurigen Sommer und Herbst in Planung, die Belegungsstrategie für das Kasernenareal ist im Groben erstellt, ein Ortsbildwettbewerb mit 17 ein-

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gereichten Projekten abgeschlossen. „Es wird nicht alles gelingen, aber man muss es versuchen“, bemüht sich Pinggera wie immer um Optimismus. Rainalter hingegen will die Eigenverantwortung beim Unternehmertum wissen: „Karin Meister ist für die Vermarktung zuständig und darf nicht zum Laufburschen werden.“ Dahingehend hat man mit zahlreichen Gesprächen Vorsorge getroffen. Und auch vom Land soll weiterhin Geld fließen: Zweimal 60.000 Euro sind bereits zugesagt. (ap)


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Stellungnahme zum Leserbrief von Frau Christiane Karnutsch, Laas, vom 06. 02. 2014 Einleitend möchte ich vermerken, dass ich mit meinem Leserbrief vom 24. 01. 2014 ein Foto vom überfüllten Vinschgerzug mitgeschickt hatte, welches leider fehlte. Somit hing der erste Teil meines Briefes sozusagen in der Luft. Vielleicht war das auch meine Schuld, da ich das Foto (von mir gemacht) nicht getrennt gemailt hatte. Und nun zu Ihrer Kritik. Am 12. 02. 2014 fuhr ich mit der Vinschgerbahn um 11.46 Uhr von Meran Richtung Schluderns. Es war ein sonniger Tag. Die Außentemperatur war angenehm, etwa 7 bis 8 Grad. Der Zug war noch nicht abgefahren. Ich merkte gleich, dass die Temperatur nicht stimmte. Kalte Luft blies von oben herab auf unseren Sitzplatz zu. Ich begab mich in das „Radabteil“. Dort war es angenehm, keine kalte Luft war zu spüren. Ich holte meine Sachen, setzte mich in das Abteil und hatte warm, ohne mir die Jacke überziehen zu müssen. In meinem vom 24. 01. geschilderten Fall (vor Weihnachten passiert) hatten meine Frau und ich im Vorderteil des Zuges gesessen. Mir war aufgefallen, dass mehrere Personen das Abteil wechselten. Anscheinend fühlten sie sich nicht wohl. Wir taten das nicht, obwohl ich allmählich fror. Leider zog ich mir nicht meine mitgebrachte Jacke über. Zwei Tage später war die Erkältung im Anzug, an der ich dann über einen Monat zu leiden hatte. Nun meine Frage an Sie, verehrte Dame: Finden Sie es für richtig, dass man in einem modernen, in der Schweiz hergestellten Zug frieren muss? Und wenn das passiert, meinen Sie, man muss das „erleiden“, ohne zu murren? Zug ist „Dienst am Bürger“, d. h. , wir zahlen Steuern, damit der Dienst funktioniert. Wenn ich beim Zugfahren meine Winterjacke überziehen muss, dann fahre ich mit dem Auto. Da funktioniert die Klima-Anlage. Wie es in Paris läuft, interessiert mich nicht. In London und Rom sind die U-Bahnen auch überfüllt, aber geheizt. Und das ist Dienst am Kunden. Übrigens:

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Wenn ich etwas nicht OK finde, setze ich mich an meinen PC und maile. Ich wäre froh, wenn mehrere das täten. Dann gäbe es weniger Kranke. Als Bürger eines demokratischen Landes habe ich bestimmte Rechte. Und wenn ich diese missachtet finde, halte ich es für meine Pflicht, dies mitzuteilen. Und da mein Name oben steht, muss ihn ja nicht jeder lesen ( Ich lese auch nicht jeden Leserbrief, obwohl ich ein fleißiger Leserbriefleser bin). Ich bin nun mal so. Und das soll auch so bleiben. Trotz Ihrer Kritik werde ich, wenn ich im Zug zu kalt habe, auch in Zukunft Dampf ablassen. Robert Ruepp, Schluderns

Dringlichkeitssitzung des Malser Gemeinderates Laut Informationen des Generalsekretariates der Gemeinde Mals steht ein Verfahren gegen BM Veith unmittelbar bevor. Eine Gemeinderatssitzung, in der der Gemeinderat über die aktuelle Situation in Kenntnis gesetzt wird, ist vor dem wahrscheinlichen Gerichtstermin nicht vorgesehen. Deshalb wird mit der Unterschrift von 4 Gemeinderäten, wie in der Gemeindesatzung vorgeschrieben, die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung gefordert. Auch weil in der Zwischenzeit dem Gemeinderat vorher nicht bekannte Elemente durch die Presse, aber auch durch das Beschlagnahme-Dekret (Auszug Grundbuch) bekannt geworden sind. Um die Institution des Gemeinderates, des Gemeindeausschusses und des Bürgermeisters vor etwaigem Schaden zu schützen, kommen folgende drei Beschlussanträge zur Abstimmung auf die Tagesordnung: - Der Gemeinderat widerruft bis auf Klärung der Sachlage den ursprünglichen Beschluss von November 2009, mit welchem BM Veith die Sozialabgaben von der Gemeinde bezahlt werden. - Der Gemeindeausschuss wird angehalten, die jährlichen Zahlungen oben genannter Abgaben bis zur Klärung der Sachlage auszusetzen. - Der Gemeinderat prüft die Einlassung in ein Zivilverfahren als Nebenkläger, um finanziellen

Schaden von derselben abzuwenden. Stecher Josef, Freie Wähler Stocker Erich, Freie Wähler Alber Egon, SVP Weirather Marcel, Freie Wähler

„Auskunft niemals erteilt“ Wir haben in Erfahrung gebracht, dass Herr Stecher Josef, freiheitliches Gemeinderatsmitglied, eine Pressemitteilung verschickt hat, in welcher u.a. Folgendes behauptet wird: „laut Aussage des Generalsekretariats steht ein Verfahren gegen den Bürgermeister unmittelbar bevor“. Wir weisen hiermit darauf hin, dass dies nicht der Wahrheit entspricht und eine solche Aussage oder Auskunft vom Generalsekretariat niemals an Herrn Stecher erteilt wurde. Schließlich ist noch nicht entschieden, ob es überhaupt zu einem Verfahren kommt. Der Vizegeneralsekretär, Dr. Martin Oberhofer

Richtigstellung des BM von Graun, Heinrich Noggler, zum Artikel „Säumige Gemeinde“ im Vinschgerwind 4-14 vom 20.02.2014: Von einer Bezirkszeitung erwarte ich mir eine objektive und ausgewogene Berichterstattung. In diesem Sinne gebe ich folgende Stellungnahme zum Schneehaufen an der Bedarfsbushaltestelle in St. Valentin ab: Bereits seit Jahrzehnten wird der Gehsteig vor dem Hause der

Foto: Heinrich Noggler

12 /Leserbriefe/

„Pension Hofer“ von den Fußgängern als solcher benützt. Nachdem die Bedarfsbushaltestelle auf dem Nachbargrundstück des Herrn Christoph Hofer errichtet wurde, beschwerte sich dieser, dass „sein Grundstück“ nicht als öffentlicher Gehsteig benützt werden dürfe.

Die Gemeindeverwaltung hat Herrn Hofer vorgeschlagen, sollte dies „sein Grundstück“ sein, ihm das Grundstück zum Wert eines Baugrundes im öffentlichen Interesse abzukaufen. Herr Hofer war mit diesem Vorschlag nicht einverstanden und verlangte, dass ihm die Gemeindeverwaltung sein Privatgrundstück in der Nähe des Fernheizwerkes, welches als landwirtschaftliches Grün ausgewiesen ist, in eine Wohnbauzone umwidmen solle. Daraufhin hat sich die Gemeindeverwaltung mit den zuständigen Ämtern der Landesverwaltung getroffen und die Möglichkeiten diesbezüglich überprüft. Die zuständigen Ämter der Landesverwaltung haben uns darauf hingewiesen, dass in Zusammenhang mit dem Abschluss eines Raumordnungsvertrages ein Gutachten des Landesschätzamtes eingeholt werden muss, das unter anderem bestätigt, dass die Gegenleistungen nicht zu Ungunsten der öffentlichen Verwaltung gewichtet sind (Art. 40/bis (6) Raumordnungsvertrag LG 11.08.1997 Nr. 13). D. h. der Wert des Grundstückes, welches die Gemeinde erhält, muss mindestens gleich viel sein, wie die Wertsteigerung von einem landwirtschaftlichen Grün in eine Wohnbauzone ausmacht. Da dies im genannten Fall bei weitem nicht zutraf, konnte die Gemeinde laut Gesetz auch keinen solchen Raumordnungsvertrag mit Herrn Hofer abschließen. Die Gemeindeverwaltung hat daraufhin, bereits Mitte Dezember 2013 und nicht erst nach Veröffentlichung des Artikels im Vinschgerwind, einen Geometer beauftragt, den Grund vor der „Pension Hofer“ auszumessen. Das Ergebnis der Vermessung ergab, dass ca. 1 m der Breite des Grundstückes entlang der Staatsstraße vor der „Pension Hofer“ Teil der Straßenparzelle ist und somit unberechtigter Weise von Herrn Hofer abgegrenzt und beansprucht wurde. Dieser Gehsteig wird im Frühjahr entsprechend gekennzeichnet und kann bereits jetzt weiterhin als öffentlicher Fußgängerweg benützt werden. BM Heinrich Noggler, Graun


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/Impressionen/ 13

Glurnser Köpfl (Teil 2.). Beim Abstieg in der herrlichen Einsamkeit tauchte plötzlich ein Mensch auf. Er stieg sehr mühsam und bedankte sich für meine Spuren, ohne die er nie soweit gekommen wäre. Wir saßen und plauderten eine Weile... Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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Kaiserschützen

Zeit - Schrift

Im Anschluss an die Gedenkmesse für die Lawinenopfer 1914 (Pfarrkirche Trafoi 18.30 Uhr) findet in naturatrafoi ein Vortrag von Kaiserschützen-BundesMajor Hans-Peter Gärtner statt.

Elisabeth Frei zeigt Sitzobjekte, Konrad Psaier Kalligrafien. Die Stuhlobjekte bestehen aus unzähligen, zu Papierfasermasse gekneteten „Die Zeit“-Ausgaben, Konrad Psaier widmet dazu seine kalligraphischen Schriftzüge. Das Thema der Ausstellung in der Schlandersburg: Zeit - Schrift. Zeit beschreiben - Zeit besitzen? Ein Künstlerversuch. Eröffnung: Samstag, 8. März um 18 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg. Ausstellungsdauer: bis am 28. März.

pr-info GWR

Tourismus nach vorn: 20plus

Die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig bietet ab 24. März einen Grundkurs „Kinaesthetics für pflegende Angehörige“ im Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius in Laas an. Dieser Grundkurs richtet sich an Personen, die ohne professionelle Ausbildung ihre pflegebedürftigen Angehörigen oder FreundInnen/Bekannte pflegen und betreuen. Durch die Stärkung der eigenen Bewegungskompetenz kann sich die Pflege von Angehörigen im positiven Sinne verändern und Erleichterung verschaffen. Der Kurs bietet die Möglichkeit sensibel für die eigene Bewegung zu werden, den Umgang mit Gewicht zu erleichtern und die Bewegungsmuster zu verstehen. Dieses Lernangebot soll die pflegenden Angehörigen unterstützen, sich auf einen Lernprozess in der Familie einzulassen und den Umgang mit Hilfsmittel einzuüben. Referent ist der Krankenpfleger und Kinaesthetics-Trainer Jakob Reichegger. (lu)

Foto: „Wind“-Archiv

Alle Einzelheiten finden sie auf der vorletzten Seite dieser Ausgabe im Bildungsprogramm der GWR-Spondinig oder unter www.gwr.it.

Wie man richtig bewegt, statt hebt

Naturns - Die schwierige wirtschaftliche Lage in Italien hat dem Tourismusverein Naturns-Plaus ein leichtes Nächtigungsminus im jahr 2013 beschert. Die Gäste aus Deutschland und aus der Schweiz blieben dagegen treu.

v.l.: Klaus Ladurner, Stefan und Marina Perathoner und Ewald Brunner

von Elke Wasmund

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ei der Vollversammlung des Tourismusvereins blickte Präsident Stefan Perathoner auf ein verhaltenes Vorjahr zurück. Im Jahre 2013 musste Naturns mit 504.978 Nächtigungen einen Rückgang von 4,84 Prozent (Ankünfte -1,38%) zum Vorjahr hinnehmen. Plaus mit 51.999 Nächtigungen verzeichnete ein Minus von 3,64 % (Ankünfte -1,07%) Rückgang. Insbesondere die schwierige Lage in Italien hat sich bemerkbar gemacht, während die Hauptmärkte Deutschland und Schweiz relativ stabil blieben. Bei der Jahresabschlussrechnung blieben bei einem Budget von knapp 900.000 € ein Überschuss von ca. 44.000 € übrig. Nach Einführung der Tourismusabgabe für die Gäste werden die Betriebe weiterhin freiwillige Nächtigungsbeiträge in Höhe von 132.640 € zahlen. In diesem Frühjahr soll nach 3 Jahren intensiver Verhand-

lungen das Mountainbike-Projekt Nörderberg abgeschlossen werden. 140 km MTB-Strecke inklusive Partschins, Plaus und Kastelbell sind entstanden. „Jetzt sieht es leicht aus, aber zähe Verhandlungen mit Grundeigentümern, Jägern, Almverwaltungen etc. sind die Grundlage gewesen.“ beschreibt Stefan Perathoner das Projekt und bedankt sich insbesondere bei Vizebürgermeister Helmuth Müller und dem Alpenverein für die Zusammenarbeit. Sicher neben der Ötzi Bike Academy, die auch 2013 sehr erfolgreich gearbeitet hat, eine Aufwertung für Naturns als Destination für Biker. Tourismusdirektor Ewald Brunner stellte die Marketingmaßnahmen 2014 vor. Im Bereich Veranstaltungen ist einiges vorgesehen: Neben der „Liabste Weis“-Sendung am 15. März, die BM Andreas Heidegger nach Naturns geholt hat, stehen der Ötzi-Alpin-Marathon, die Nacht der Lichter, das Comedy-Festival „Naturns lacht“ mit JubiläumsGala und die Rieslingtage auf

dem Programm, um nur einige Highlights zu nennen. Passende Urlaubspakete mit Aktivitäten runden das Programm ab. Vizepräsident Klaus Ladurner würdigte die 20-jährige wertvolle Arbeit von Stefan Perathoner für den Tourismusverein, der mit seiner Umsicht und Besonnenheit maßgeblich für den Erfolg der letzten beiden Jahrzehnte zeichnete. Landesrat Arnold Schuler und alle Ehrengäste schlossen sich diesem Lob in ihren Grußworten an und die Neuwahl des Vorstands bestätigte dies. Stefan Perathoner wurde mit 38 Vorzugsstimmen von 45 als Präsident bestätigt. Weitere Mitglieder sind: Elisabeth Elsler, Wolfram Gapp, Heinrich Kainz, Klaus Ladurner, Christoph Linter, Werner Mair, Helmuth Müller, Helmuth Pircher, Natali Raffeiner, Thomas Schuler, Heinrich Schweitzer, Alois Tappeiner und Hans Unterthurner. Der Aufsichtsrat mit Patrizia Brunner, Irene Fliri und Karl Peer wurde einstimmig gewählt.

Foto: Elke Wasmund

Pflege der Angehörigen erleichtern


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Schlanders

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/Lokales/ 15

s’Lorggagassl

Marzadro weicht Baukomplex Die falsche Braut

Den Platz des Marzadrohauses (rechts) wird ein moderner Wohnkomplex einnehmen, den Weg dazu haben die Gemeinderäte von Schlanders jüngst geebnet

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instimmig. Der Weg ist geebnet. Das Marzadrohaus in Schlanders – jüngst von den Schlanderser Gemeinderäten aus dem Ensembleschutz freigeschrieben - wird einem 17,6 Meter hohen und „architektonisch höchstinteressanten“ (BM Dieter Pinggera) Baukomplex weichen. 16 Wohnungen sollen darin Platz finden. Die Torfunktion, die das Marzadrohaus der-

zeit innehat, soll in Hinkunft der neue Baukomplex übernehmen. Ein architektonisch und verkehrstechnisch interessantes Detail: Das neue Gebäude wird „aufgelupft“, sodass die Straße unter einem Teil des Komplexes den Verkehr durchführt. Das Schlanderser Architekturbüro Marx/Ladurner hat das Projekt im Auftrag von Peter Paul Pohl ausgearbeitet. (ap)

s ist schon eine komplizierte Angelegenheit, die Geschichte von Liebe und Heirat - denn den, den man darf, will man nicht und den, den man liebt, darf man nicht! Exakt eine dermaßen verworrene Liebes- und Heiratsgeschichte greift das Lustspiel “Die falsche Braut“ von Toni Bichler auf, welches der Stilfser Theaterverein „s Lorggagassl“ heuer in gekonnt fideler Tradition auf die Bühnenbretter bringen wird; findet sich hier nämlich eine besonders knifflige Konstellation, welche es zu entwirren gilt: Die Bauerstochter liebt den Knecht, doch der Mutter wäre standesgemäß natürlich ein reicher Bauernsohn lieber und um die „abtrünnige“ Tochter in geregelte Bahnen zurückzubringen bedarf es der Dienste eines professionellen Heiratsvermittlers ... Ob sich der wahren Liebe dadurch allerdings ein Schnippchen schlagen lässt, werden die sechs Akteure um Regisseurin Petra Eller erst im Verlaufe des heiteren Dreiakters mit viel Elan und Schwung auflösen … (re) Aufführungstermine und Reservierungen siehe Theaterwind

In Stilfs wird der heitere Dreiakter fleißig geprobt

Foto: Renate Eberhöfer

Foto: Angelika Ploner

Rendering: arch. MArx/Ladurner

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16 /Lokales/

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§ Schule ist nicht gleich Schule

Schlanders

Aus dem Gerichtssaal

Neue Dienststelle für das Weiße Kreuz

Foto: „Wind“-Archiv

Die Technische Abteilung des Gesundheitsbezirkes Meran koordiniert einen weiteren Neubau auf dem Gelände des Krankenhauses Schlanders: Dort entsteht, neben den laufenden Umbauarbeiten am Bettentrakt, bis zum Sommer nächsten Jahres eine neue Dienststelle des Landesrettungs-

dienstes Weißes Kreuz. Rund 4.700 Kubikmeter oberirdische und rund 1.400 Kubikmeter unterirdische Kubatur werden verbaut: Es entstehen 10 Garagenplätze und ein Waschplatz für die Rettungsfahrzeuge, sowie Büros, Umkleide-, Aufenthalts- und Schlafräume für das Personal. Die Baukosten werden mit rund 2.279.000.- Euro beziffert.

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Schule ist nicht gleich Schule. Mit diesem Hinweis hat der Oberste Gerichtshof unlängst die Klage der Eltern eines Minderjährigen gegen eine Skischule und einen Skilehrer aus Wolkenstein in Gröden abgewiesen. Der Ausgangsfall könnte sich so überall im Lande zugetragen haben, deshalb ist er auch von allgemeinem Interesse: Ein Ehepaar aus Grosseto verbrachte seinen Winterurlaub in Gröden. Den fünfjährigen Sohn brachten sie in eine Skischule, wo er zusammen mit anderen Kindern an einem Skikurs für Anfänger teilnahm. Während einer Übungsfahrt auf dem „Idiotenhügel“ stürzte der Bub und brach sich ein Bein. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen verklagten die Eltern die Schule und den Lehrer. Ihr Argument: Wir haben unser Kind in eure Obhut gegeben, folglich wäre es eure

Pflicht gewesen, darüber zu wachen, dass unser Sprössling nicht zu Schaden kommt. Die Skischule hätte praktisch eine ähnliche Aufsichtspflicht, wie sie im normalen Schulbetrieb den Lehrern obliegt, nämlich die Jugendlichen nicht nur zu unterrichten sondern in und außerhalb der Klassenräume auch für deren körperliche Unversehrtheit zu sorgen. Der Fall wurde in der ersten Instanz vor dem Landesgericht in Bozen und in der Berufung vor dem Oberlandesgericht Trient verhandelt. Beide Gerichte wiesen die Klage ab. Deren Urteil wurde jetzt in der letzten Instanz vom Kassationsgericht in Rom bestätigt. Die Richter in den roten Roben halten zwar fest, dass auch zwischen Skischulen und Anwärtern ein Vertragsverhältnis zustande kommt, welches die Lehrer verpflichtet, auf die körperliche Unver-

sehrtheit der Schüler bedacht zu sein. So müssen die Lehrer bei der Wahl der Piste auf die skifahrerischen Fähigkeiten der Anwärter Rücksicht nehmen. Dann aber beweisen die Höchstrichter einen erstaunlichen Realitätssinn: Man dürfe bei allem juristischen Scharsinn nicht vergessen, dass das Skifahren ein Freilandsport ist, bei dessen Erlernen ein Sturz nun mal unvermeidlich ist und zum allgemein akzeptierten Risiko gehört. Deshalb also: kein Lernen ohne Stürze, keine Haftung der Lehrer für die Stürze. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

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/Menschen/ 17

„Mit dr Freiheit ischas dahin“ Eleonora Egua hatte im Alter von 14 Jahren eine Spenderniere bekommen. 24 Jahre lang führte sie ein fast normales Leben. Sie ging auf Reisen und feierte sportliche Erfolge. Nun wartet sie erneut auf eine Niere. Eleonora Egua, geb. 1973, lebt in Tartsch bei Mals: „Wenn ma a Niere kriag, isch deis wia a zweiter Geburtstog - i hoff iaz afn drittn“

von Magdalena Dietl Sapelza

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sie in der Sportgruppe kennen gelernt hatte, bereiste sie die Türkei, Ägypten, Sardinien, Calabrien… „I honn an morts Drong kopp unt mai Freiheit genossen“, schwärmt sie. Glücklich war sie über die Arbeit, die sie im Haus der Lebenshilfe in Schlanders gefunden hatte- als Vollzeitkraft. Ab März 2009 machte ihr Fieber zu schaffen und sie fühlte, dass die Niere versagen würde. Am 16. Oktober 2009 fuhr sie erstmals wieder zur Dialyse. Die Spenderniere musste entfernt werden. „Sel hot mea wea toun, als di Transplantation“, erinnert sie sich. Die Familie dachte an eine Lebendspende. Ihre Eltern wollten ihr eine Niere schenken, doch die Werte stimmten nicht. Dreimal in der Woche hängt sie nun wieder am Dialysegerät, diesmal im Krankenhaus Schlanders. „Dialyse hoaßt sechsmol di Woch stechn unt viele Stundn an dr Maschin“, erklärt sie. „Zun Glück wearn miar bestens betreut“. Oft fühlt sie sich kraftlos. Sie darf keine kaliumhaltige Nahrung essen, keine Banane… keine Schokolade. Das schmerzt am meisten. Sie kann nur noch in Teilzeit arbeiten und nicht mehr verreisen. „Mit dr Freiheit ischas dahin“, betont sie. Trotz Einschränkungen lässt sie sich nicht unterkriegen. „I bin sehr gläubig, unt sel hilft miar viel“, erklärt sie. Halt findet sie in der Familie und in der Selbsthilfegruppe der Vinschger Nierenpatienten. Dankbar ist sie, dass Organspende kürzlich in Schluderns zum Thema gemacht worden ist. Die Sensibilisierung erhöht die Bereitschaft zum Spenden. Eleonoras Name steht erneut auf der Warteliste. Sie wünscht sehnlichst eine Niere, die ihr die Freiheit zurückbringt. Und jedes Mal wenn sie die Sirene eines nahenden Rettungsfahrzeuges hört, hofft sie, dass sie sie holen. Foto: Magdalena Dietl Sapelza

atz kemman si mi holn“, denkt Eleonora als sie die Sirene des nahenden Rettungsautos hört. Es ist der 5. April 1987. Sie sitzt gerade in einem Saal in Bozen. Seit sechs Monaten ist sie Dialysepatientin und wartet auf eine Spenderniere. Kurz darauf rufen Rettungsmänner ihren Namen. Dann geht alles blitzschnell. Sie wird nach Innsbruck gebracht und in der Universitätsklinik transplantiert. In der Intensivstation öffnet sie die Augen, und ihre erste Frage lautet: „Wie geht es der neuen Niere?“ Als sie erfährt, dass alles gut gelaufen ist, fällt sie glücklich in den Dämmerschlaf zurück. Die Niere arbeitet. Bereits am 30. April kehrt sie zu ihren Eltern und den zwei Brüdern nach Mals zurück. Dass sie nun täglich bis zu 20 Tabletten schlucken muss, um eine Abstoßung des Organs zu verhindern, macht ihr nichts aus. Sie genießt ihre wieder gewonnene Freiheit. Denn die Dialyse hat ihr Leben sehr eingeschränkt. Eleonora war mit einer Schrumpfniere zur Welt gekommen. Als klar wurde, dass auch die zweite Niere nur teilweise arbeitete, wurde sie in der Urologie der Universitätsklinik Innsbruck behandelt. „Dr Professr Madersbacher hot long mit miar kämpft“, sagt Eleonora. Die Leistungsfähigkeit der Niere konnte bis zum 13. Lebensjahr erhalten werden. Im Oktober1986 musste sie sich mit der Dialyse anfreunden. Dreimal wöchentlich holten sie Rettungsmänner des Weißen Kreuzes Mals in Schlanders ab, wo sie die italienische Mittelschule besuchte, und brachten sie nach Bozen. Sehr oft war Luis Stocker der Fahrer: „Dr Luis hot mi ollm aufgmuntert unt miar jedes Mol eppas mitbrocht“, betont sie. Die Stunden am Blutreinigungsgerät nutze sie, um Schulaufgaben zu machen. Müde kam sie abends heim. Später - nach der Nieren-Transplantation fühlte sich Eleonora wie neugeboren. Das funktionierende Organ löste einen Wachs-

tumsschub aus. Innerhalb von drei Monaten schoss sie 30 Zentimeter in die Höhe (von 1,33 auf 1,62 Metern). Und die Schuhgröße kletterte von 33 auf 40. „Di Mama hot ollm nuie Turnpotschn kafn gmiaßt“, lacht sie. Eleonora stand schon bald auf den Skiern und begann mit dem Radfahren. In Begleitung ihres Vaters schaffte sie täglich 40 Kilometer. Dieses Training stellte die Weichen für ihre Sportkarriere im „Transplant Sport Club Südtirol“, die sich sehen lassen kann. 1991 wurde sie Weltmeisterin in Budapest, 1992 Italienmeisterin in Mailand, 1994 Europameisterin in Auer. 1996 Vize-Weltmeisterin in Vancouver. 1997 eroberte sie in Frankreich sogar den Weltmeister-Titel im Ski-Parallel-Slalom. Mit Freundinnen, die


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Eyrs

Tonzt, g’sungen und g’spielt

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Foto: Ludwig Fabi

m das Tanzen, Singen und Musizieren verstärkt miteinander zu vernetzen und vinschgauweit zu koordinieren, hat sich Anfang des Jahres eine Arbeitsgruppe „Hoangart“ gebildet. Diese setzt sich aus Vertretern von Volkstanzgruppen, Volksmusikkreis und Musikschulen im Bezirk Vinschgau zusammen. In Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen vor Ort werden dabei sechs Veranstaltungen in Gasthäusern von Eyrs, Laatsch und Latsch durchgeführt, welche von den Menschen aus dem Dorf und von Musikern, Sängern und Volkstänzern mitgestaltet werden. Das Auftaktangebot wurde kürzlich im Gasthaus Edelweiss in Eyrs abgehalten. Trotz widriger Wetterbedingungen lockte das gemeinsame Tanzen, Musizieren, Singen und „Hoangartn“ generationsübergreifend ins Gasthaus. Reinhard Zangerle von der Volks-

Der Eyrser Viergesang mit musikalischer Begleitung – Das Gasthaus wurde zum Tanzsaal tanzgruppe Eyrs moderierte die Auftritte von Musikschülern, Gesangsgruppen, Musikern und die Tanzeinlagen und animierte zum Mitmachen. Der nächste Termin unter dem Motto „Tonzt, g’sungen und g’spielt“ ist am Freitag, den 04.04.2014 im Gasthaus Lamm in Laatsch angesetzt. (lu)

„Es ist meine Berufung, dem Künstlerischen gerecht zu werden“, sagt der Prader Lorenz Kuntner. Er müsse dem Drang nachgeben. Sein 7. Buch, das er „Abheben, um zu entschweben“ nennt, ist kürzlich im Eigenverlag erschienen. Eine Ansammlung von in Gedichtform verfassten Texten, von Bildern seiner Skulpturen, Naturlandschaften und von bezaubernden Fotos seines Sohnes Elmar Kuntner ist so entstanden. Erhältlich ist das Buch um 28 Euro beim Autor an der Hauptstraße 129 in der Schmelz in Prad, Tel.: 0473 616096

Organspende bewegt Rund 400 Interessierte waren zum Themenabend „Organspende kann Leben retten“ nach Schluderns gekommen. Namhafte Fachleute klärten auf und beantworteten Fragen. Viele denken nun über Organspende nach. Die Organisatoren können zufrieden sein.

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

„Weil i di mog“: Buchvorstellung mit Toni Fiung. Mit vielen konkreten Tipps für die Beziehungspflege. Montag, 10. März 2014, 20.00 Uhr, Bibliothek Rabland

Kuntners Nummer 7 - neues Buch Foto: fiung.it

„Weil i di mog“

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Foto: Erwin Bernhart

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von Magdalena Dietl Sapelza

W

ie läuft eine Organentnahme ab, wird der Körper dann ausgeschlachtet? Das war eine Frage aus dem Publikum. „Die Entnahme der Organe erfolgt behutsam, wie bei einer Operation und in aller Würde“, antwortete Peter Zanon (Primar für Anästesie und Intenvivmedizin im Krankenhaus Bozen). „Behutsamer Umgang und Wahrung der Würde sind oberstes Prinzip.“ Neben Zanon standen Primar Bruno Giacon (ärztlicher Landeskoordinator für Transplantation) andere Fachleute und Betroffene im Kulturhaus von Schluderns Rede und Antwort. Mit Prof. Raimund Margreiter, dem ehemaligen Leiter der Transplantationschirurgie in der Universitätsklinik Innsbruck, referierte ein international anerkannter Pionier. Er verwies auf die Erfolge der Transplantationschirurgie in Innsbruck. 1974 wurde

dort die erste Niere verpflanzt. Bis 2009 waren es insgesamt 3.200 Nieren, 1.000 Leber und 326 Herzen. Viele Patienten waren Südtiroler. Derzeit stehen, laut Giacon, 80 Südtiroler in Innsbruck auf der Warteliste, neun auf den Listen italienischer Kliniken. Die Mehrheit wartet auf eine Niere. Eine neue Niere bedeutet für einen Dialysepatienten eine gewaltige Steigerung der Lebensqualität und eine Lebensverlän-

Prof. Raimund Margreiter; oben: der Saal im Schludernser Kulturhaus war bis auf den letzten Platz gefüllt

gerung. Je mehr Menschen ihre Bereitschaft zur Organspende bekunden, umso größer wird die Chance, ein Organ zu bekommen. „Wenn jemand in die Intesivstation kommt, wird alles getan um den Menschen zu retten“, stellt Zanon klar. Niemand stirbt vorzeitig, nur weil er Oragnspender ist. Tritt der Hirntod ein, muss dieser vor einer Organentnahme innerhalb von sechs Stunden mehrere Male von drei Ärzten bestätigt werden. „Die Todesdiagnose ist eine absolut sichere Sache“, sagt Zanon. In Südtirol/Italien kann jede/jeder Organspender werden, der seine Bereitschaft dokumentiert hat. Ansonsten entscheiden die Angehörigen. Deshalb ist es wichtig in der Familie darüber zu reden. Den Organisatoren des Themenabends ist es gelungen zu sensibilisieren, und sie geben gerne weitere Informationen. Infos: 3393645603 (Gustav Kofler) 3480927061 (Blaas Egon)


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Interview mit Christian Gamper, AVS-Sektion Schlanders

„Haben aktive Senioren“ Ich bin nach dem tragischen Tod von Manni im Februar 2013 zum ersten Vorsitzenden der AVS Sektion Schlanders gewählt worden und bin auch heuer gebeten worden, weiterhin den Vorsitz zu übernehmen. Der Alpenverein ist ein Verein, wo viele Platz haben, etwa der Bergrettungsdiens oder die Sportkletterer. Es gab Neuwahlen und damit neue Gesichter im Ausschuss. Was sind die Anliegen? Unser größtes Anliegen ist es, die AVS Sektion Schlanders noch abwechslungsreicher zu gestalten. Menschen mit besonderen Interessen und mit der Philosophie des Alpenvereins vertraut, könnten sich in die Sektionsleitung als Referent kooptieren lassen. Ich denke da speziell an das Mountainbiken oder andere Trendsportarten, die man in unseren Bergen ausüben kann. Sie selbst sind begeisterter Sportkletterer. Abseits der Kletterwand, wie oft sind Sie in den Bergen? Es hat lange gedauert, aber seit heuer bin ich auch mit den Skiern unterwegs. Somit bin ich auch abseits der Kletterei auf Fels und Eis in den Bergen unterwegs. Man lernt nie aus und die Berge halten noch viele Abenteuer bereit. Foto: Angelika Ploner

Interview: Angelika Ploner

Gewalt ist kein Schicksal!

ma.ma promotion

Vinschgerwind: Die AVS-Sektion Schlanders wächst jedes Jahr. Wieviele Mitglieder zählt man derzeit? Christian Gamper: Bis zum 25. Jänner zählte die AVS Sektion Schlanders genau 824 Mitglieder. Was bietet eine Mitgliedschaft beim AVS? Eine Mitgliedschaft bietet einen Versicherungsschutz, des weiteren Gemeinschaft, sportliche Herausforderungen, eine alpine Ausbildung und die Bildung von Umweltverantwortung. In den vergangenen Jahren bemängelte man immer wieder, dass es an Leuten fehle, die sich aktiv einbringen. In der AVS Sektion Schlanders haben wir eine sehr aktive Seniorengruppe, das ist die solide Basis des Vereins. Junge Menschen zu motivieren ist weitaus schwieriger, ich sehe das aber eher gelassen. Den jungen Menschen von heute eröffnen sich eine Vielzahl von Angeboten und Möglichkeiten. Deshalb werden Prioritäten gesetzt. Letztendlich bleibt der Faktor Zeit begrenzt und der ist ausschlaggebend. Ein Achtel der AVS Mitglieder ist unter 18, das zeigt, dass der AVS durchaus auch für junge Menschen attraktiv ist. Manfred Gemassmer ist im vergangenen Jahr plötzlich verstorben, nun stehen Sie der AVS-Sektion Schlanders vor.

Information und Beratung          kostenlos und anonym kostenlose NotruÅinie linea d’emergenza gratuita (0 - 24 h)

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Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Schluderns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Glurns

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Bildungsausschuss Prad

Prader

Gesundheitstage

Informations- und Kulturveranstaltungen Donnerstag, 06. März 2014 – Montag, 31. März 2014

Vortrag mit Workshop

Blick in die Hexenküche Salben und Tinkturen selbst herstellen Referentin: Brigitte Holzner Datum: Donnerstag, 06. März 2014 Beginn: 15.30 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: KVW Prad

Entspannungsklangbad mit Meditation Mit meditativen Klängen den Alltag loslassen Referentinnen: Christine Rabensteiner und Lidia Maria Fritz (AuraSound-Berater Ausbildung) Datum: Dienstag, 11. März 2014 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Saal der Musikschule Prad Veranstalter: SBO Bäuerinnen Prad Anmeldung und Info: Tel. 348 91 31 872 Vortrag

„Ursachen und Therapiemöglich-keiten bei chronischen Schmerzen der Wirbelsäule“

Vortrag – Power Point

Referenten: Dr. Elmar Ausserer und Dr. Herta Burger-Ausserer Datum: Freitag, 14. März 2014 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: Kath. Frauenbewegung

„Hilfe zur Selbsthilfe“ in Tansania

Für alle Interessierten

Referenten: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Martin und Patrik Mitterhofer Freitag, 07. März 2014 20.00 Uhr Bibliothek Prad Eine Welt Gruppe

Primel-Verkauf für die Krebsforschung Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Samstag, 08. März 2014 ab 8.00 Uhr Dorfplatz Prad SVP Frauen

Tag der Frau – Kulturabend

„Frau Dich“

Gestaltung: Annegret Rück und Christine Brenner (Klavier, Gesang, Texte) Datum: Sonntag, 09. März 2014 Beginn: 19.00 Uhr Ort: Saal der Musikschule Prad Veranstalter: Bildungsausschuss Prad

Erste-Hilfe-Kurs

(Mitglieder und Nichtmitglieder) Datum: Samstag, 15. März 2014 Beginn: 14.00 – 18.00 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: Weißes Kreuz Prad Anmeldung u. Info: Bibliothek Prad Tel.0473 617 060 oder Weißes Kreuz Prad

Farb und Stilberatung Ihr Äußeres spricht seine eigene Sprache Referentin: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Ingeborg Stecher Mittwoch, 19. März 2014 20.00 Uhr Bibliothek Prad Bildungsausschuss Prad

Informationsveranstaltung

Erste Hilfe im Haus Referent: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Klaus Obwegeser Donnerstag, 20. März 2014 14.00 Uhr Bibliothek Prad KVW Prad

Information und Anmeldung: Bibliothek Prad – Tel. 0473 617 060 Bildungsausschuss Tarsch

Ein Teller Suppe in der Fastenzeit Einladung zum traditionellen „Suppn Sunnta“ in Tarsch , am 16. März 2014 von 10.00- 14.00 Uhr im Vereinshaus Sigmunt Angerer.

Es erwarten euch wieder verschiedene leckere Suppen und Dank unserer vielen freiwilligen Helfer ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Der Erlös geht an das Projekt „Mädchenschule“ in SorotiUganda, welches wir bereits seit 14 Jahren unterstützen. Wir freuen uns auf euer Kommen! Die Initiativgruppe Suppn Sunnta


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Bildungsausschuss Laas

Bildungsausschuss Mals

Vorankündigung Diskussionsveranstaltung

Wer war Franz Tumler?

Ein Schriftsteller zwischen Ideologie und Moderne Samstag, 22.03.2014 von 14.00 bis 17.00 Uhr Laas – Bibliothek Franz Tumler

Grenzenlose Literatur an der Grenze Der Bildungsausschuss Mals ist im Rahmen seines ehrenamtlichen Bildungsauftrages nun bereits seit 20 Jahren bestrebt, verschiedene Themen aufzugreifen, neue Sichtweisen aufzuzeigen und damit Begegnungsorte in einer möglichst bunten Bildungslandschaft im gesamten Gemeindegebiet zu schaffen. Mit den Musikkapellen, den Chören und den Sibille Tschenett Theaterbühnen im Gemeindegebiet wurden – Vorsitzende Ba Gemeinschaftsveranstaltungen durchgeführt. Mals Jugendlichen - der Gemeinde Mals wurde es ermöglicht, grenzüberschreitende Musikprojekte umzusetzen - ja sogar eine Opernaufführung konnte dadurch erstmals in Mals realisiert werden. Im Rahmen des Gabriel-GrünerProjektes „Reportagen für Menschen“ hat der Bildungsausschuss eine themen- und länderübergreifende Brückenfunktion übernommen und weltweit engagierte Journalisten nach Mals geholt. Nicht zuletzt bietet die farbenfrohe Initiative „Malser Bildungsherbst“ durch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Vereinen der Gemeinde seit 1999 alljährlich eine Vielzahl an abwechslungsreichen Bildungs- und Kulturangeboten. Ein weiteres Bildungstor wurde im Jahr 2006 für Literaturinteressierte geöffnet. Dabei stand Johannes Fragner-Unterpertinger Pate und ist seitdem der künstlerische Leiter und Motor von Literaturprojekten, welche das Ziel haben, vielfältige Begabungen und Potentiale vor Ort in den Mittelpunkt zu stellen und mit anspruchsvollen Gastliteraten ein ansprechendes Programm für alle Bevölkerungsschichten anzubieten. Heuer nennt sich das Projekt „Literatur an der Grenze - Freiheit, Fraktionen, Fraktale“ und wird über mehrere Monate hinweg in allen Fraktionen der Gemeinde Mals bespielt. Was vor acht Jahren als kleine bescheidene Literaturveranstaltung begonnen hat, zeigt sich heuer mit einem Jahresprogramm als gelungene Symbiose und Vernetzung von Ehrenamt, Bildung, Kultur, Dorfgemeinschaft und Wirtschaft. (lu) Die Anthologie: „Literatur an der Grenze 2014 - Freiheit-FraktionenFraktale“ ist im Informationsbüro Mals – St. Benediktstraße 1. – gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro erhältlich. Alle weiteren Programminformationen finden Sie im Internet unter: www.ferienregion-obervinschgau.it oder www.mals-leben.com Freitag, 14.03.2014 „Dunkellöckchen und das Land von Licht“ – ein Märchen für Kinder von 10 bis 107 Jahren; Autorin: Hilde van den Dries „Freiheit und Grenzen in der Vinschger und Laatscher Geschichte“ Autor: Pepi Feichtinger Musikalische Begleitung: Chapella Val Mora (CH) Laatsch, Gasthof Lamm; Beginn: 20.00 Uhr Samstag, 22.03.2014 Freiheit in memorian Karl der Große – Lesung am offenen Kaminfeuer Vortragender: Ernst Theodor Amadeus Schweizer „Chasa de Capol“ – Ritterhaus S. Maria (CH) Beginn: 20.00 Uhr

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Bildungsausschuss Schlanders

Verschiedene Lochmuster im Sommerschal Strickkurs mit Mimi Datum: Ort: Anmeldung:

Mi. 12.03.2014 bis Mi. 09.04.2014 Jeweils mittwochs von 19.00 bis 21.00 Uhr StrickArt – Hauptstraße 111 in Schlanders StrickArt – Tel. 0473 730268 Bildungsausschuss Schlanders Tel. 333 3203093

Bildungsausschuss Goldrain

25 Jahre Goldrainer Dorftage Ein Bildungsprojekt über 25 Jahre ehrenamtlich und mit ansprechender Qualität erfolgreich umzusetzen, ist dem Bildungsausschuss Goldrain gelungen. Die Goldrainer Dorftage sind mittlerweile ein Fixpunkt in Goldrain und kamen heuer zum Jubiläum besonders gut an. Unzählige Inhalte in Form von Vorträgen, Seminaren, Kulturveranstaltungen, Buchvorstellungen, Lesungen, Filmvorführungen, Kabarett- und Musikveranstaltungen wurden in diesen 25 Jahren angeboten und haben sich an den Bedürfnissen von Einwohnern und Vereinen orientiert. Heuer waren es besonders geschichtliche Angebote, wie die Vorstellung der v.l. Veronika Traut (Vorsitzende), Thomas Jahreschronik von Lechthaler, Melanie Traut und Hansi GamGoldrain, das Dorfper sind auch bei der Abschlussveranstalbuch von 1583, Filme tung der 25 Dorftage noch wissenshungrig übers Dorfleben und folgen gespannt den Ausführungen und die Auseinaneines Biersommeliers dersetzung mit der Orts- und Flurnamen Entwicklung, die im Mittelpunkt standen. Informationsangebote über das Räuchern mit heimischen Kräutern und Tattoo-Techniken ergänzten diese Themen ebenso wie ein biografischer Vortragsabend mit Gräfin Sophie Brandis und eine geführte Bierreise durch Europa. Geschichtliches übers Dorf mit aktuellen Themen zu ergänzen, stehen bei der Programmerstellung immer im Vordergrund und dieses Konzept kommt an und motiviert die MitarbeiterInnen im Bildungsausschuss immer wieder aufs Neue. (lu)

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


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Schlanders

Schlonderser Foschingsumzug 2014 A des 5. Dezember oder der Grundschule Göflan - mit großem Aufwand in den vergangenen Wochen zusammengebaut, bildeten den „Schlonderser Foschingsumzug“ heuer, den fünften um genau zu sein. Gefeiert wurde bis in die späten Abendstunden: Der Faschingstross blieb nach dem Umzug in der Schlanderser Fußgängerzone und heizte dort die Stimmung ordentlich an. (ap)

Fotos: Angelika Ploner

lice im Wunderland, die FF-Ritterburg, die MGVLove-Parade, die Altweibermühle, Don Vetzan im Kampf gegen die Schottermühlen ..... die 18 Gruppen des „Schlonderser Foschingsumzugs“ am 1. März lockten viele Schaulustige in den Hauptort. Fantasievolle Kostümierungen – etwa jene der Muppets oder der Lego-Männer und -frauen und fahrbare Konstruktionen - der Rasta-Divers,

Schlanders

Jugenddienst weiterhin am Bahnhof Spondinig

Nachgefragt bei ...

Eingangsbereich des JD Obervinschgau kirchlichen Verantwortungsträger sowie die Funktionäre der Jugendarbeit zu unterstützen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über die sieben Gemeinden des Obervinschgaus. Der Jugenddienst arbeitet vor allem über die Kommunikationskanäle Telefon und E-Mail, sowie mit persönlichen Treffen vor Ort. Aufgrund dieser Arbeitsweise steht zwar der Ort der Positionierung des Büround Vereinssitzes nicht so im Vordergrund, aber eine optimale Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bildet ein zusätzliches Serviceangebot. (lu)

ferchirugie, Astrid Schönweger Vinschgerwind: Die Schlanderüber die Vinschger Typenlehre ser Gesundheitstage 2014 sind und - mit sehr großem Interesim Februar über die Bühne se verfolgt - Primar Bernhard gegangen. Ein Rückblick. ReSpechtenhauser darüber, ob nate Laimer: Die Schlanderser Darmkrebs heilbar ist. Der Saal Gesundheitstage sind mit growar da fast voll besetzt. ßer Resonanz über die Bühne Die Referate wurden von gegangen. Sie wurden das erste einem Rahmenprogramm beMal von Waltraud Peschel initgleitet. Werden die Gesundtiert und finden alle 2 Jahre mit heitstage in diesem Rahmen namhaften Referenten und infortgesetzt? teressanten Themen Das Rahmenprostatt. gramm mit CholesteWie war die Resorinmessungen sowie nanz auf das AngeBlutzucker und Blutbot, wie die Besudruck in Schlanders cherzahlen? Heuer Göflan und Kortsch waren durchschnittmorgens war sehr lich 80 bis 100 Pergut besucht. Wir sonen anwesend werden versuchen und haben sich rege in 2 Jahren wieder mit Fragen beteiligt. Gesundheitstage zu Susanne Pragal refeveranstalten , weil rierte über Tumorerwir überzeugt sind, krankungen, Klaus daß dieses Angebot Laimer und Gerhard Renate Laimer, Obfür die Bevölkerung Stefan über die Im- frau der SVP Frauen wichtig ist. plantologie und Kie- Schlanders Foto: Angelika Ploner

D

er „Jugenddienst Obervinschgau – Fachstelle zur Förderung der Jugendarbeit“ hat seit gut sechs Jahren seinen Sitz in Spondinig. Vor kurzem wurde der Vertrag zwischen dem Jugenddienst und der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung, dem Konzessionsinhaber des Bahnhofsgebäudes, bis ins Jahr 2020 verlängert. Die gute Zusammenarbeit der beiden Organisationen, aber auch die optimal gemeinsam genutzten Infrastrukturen waren zwei der vielen Gründe, die für eine Verlängerung sprachen. Neben dem Jugenddienst Obervinschgau sowie der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung sind auch der Bezirksservice für die Bildungsausschüsse im Vinschgau und die Vinschgau Incoming am Bahnhofsgelände angesiedelt. Die Fachstelle „Jugenddienst Obervinschgau“ hat zur Aufgabe, die politischen und

Foto: Ludwig Fabi

Spondinig/Obervinschgau


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Kortsch/Vinschgau

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Bauernbund-Senioren treffen sich

S

und Senioren und einem großen Herz für Bedürftige hatte Wellenzohn wertvolle Aufbauarbeit geleistet. Die Aktivitäten der Seniorenvereinigung umfassen vorwiegend gesellige Treffen (Kartenspiele, Törggelen, Faschings- und Weihnachtsfeiern) und Ausflüge. 2013 ging’s zum Beispiel zum Rundgemälde am Bergisel in Innsbruck, nach Klausen und Neustift. Die Aktivitäten fördern das Miteinander, den gegenseitigen Austausch. Kurz-

üdtirols Bauern sind gut organisiert, von der Jugend bis hin zu den Senioren. Die Vinschger Seniorenvereinigung traf sich kürzlich in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch zur Jahresversammlung. Der Vorsitzende Georg Stillebacher begrüßte die Abordnungen aus den einzelnen Ortsgruppen und erinnerte an die verstorbene Gründungspräsidentin Margareth Wellenzohn. Mit viel Gespür für die Bedürfnisse der Seniorinnen

links: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Jahresvollversammlung in Kortsch; rechts: Vorsitzender Georg Stillebacher aus Prad

um, sie bringen Abwechslung in den Lebensabend. Und es gibt immer wieder auch lehrreiche Vorträge. Vor den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Vollversammlung sprach Hildegard Kreiter aus Perdonig über Anwendung und Wirkung von Frühlingskräutern. Dass es im Vinschgau nur acht Ortsgruppen gibt, bemängelte Stillebacher. Je mehr Bauern organisiert sind, umso größer ist deren Einfluss auf politische Entscheidungen. (mds)

Volksbühne Laas

Erfrischend und erotisch prickelnd rfrischend, erotisch prickelnd und gut gespielt - so lässt sich die Darbietung der Schauspielerinnen und Schauspieler von der Volksbühne Laas beschreiben. Mit dem Stück „Pinguinwetter“ nach dem Roman von Britta Sabbag feierten sie am vergangenen Samstag im vollbesetzten Josefshaus Prämie. Die heitere Beziehungskomödie bedient viele Klischees, zeigt zwischenmenschliche Situationen auf, in denen man sich selbst wiederfindet - Entlassung, Arbeitslosigkeit, SingleLeben, nervige Freundinnen mit Kindern, Freund für erotische Stunden und Sehnsucht nach der großen Liebe. Für Lacher sorgen pointierte Aussagen. Oft unterbrechen Gedankenblitze die Dialoge. Die einzelnen Szenen werden durch gezielte Beleuchtung in den Focus gestellt. Das modern gestaltete Bühnenbild wechselt blitzschnell. Herbeigezaubert werden beispiels-

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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Charlotte (Eva Grassl) steht zwischen zwei Männern - ihrem Gelegenheits-Liebhaber Marc (Daniel Staffler - rechts) und dem sanften fürsorglichen Eric (Heinz Köfler - links am Telefon) weise ein Zoo-Eingang und eine Abflughalle. Zum Inhalt: Charlotte (Eva Grassl - sie meistert die Hauptrolle mit Bravour) verliert ihren Job. Ihre Freundinnen Mona (Melanie Horrer) und Trine (Helene Alber) sind mit ihren Ratschlägen lästig; Marc (Daniel Staffler), der Mann für besondere Stunden, tröstet und betrügt sie; der sanfte Eric (Heinz Köfler) beeindruckt sie. Drei Rollen

besetzt Anna Hauser. Sie spielt Charlottes Mutter Renate, die Frau vom Arbeitsamt und die Frau am Flughafen. Die Doppelrolle als Marcs Freundin Sarah Nadine und als Ticketfrau im Zoo spielt Jasmin Platzer. Das Team um Regisseurin Heidemarie Stecher erhielt kräftigen Applaus. (mds) Nächste Aufführungstermine: siehe Theaterwind

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Besser Schlafen Matratzenkauf Ist Vertrauenssache! Gesundheit wird manchen im Schlaf geschenkt: Das Schlafzimmer soll der ruhigste Ort der Wohnung sein, die Raumtemperatur zwischen 15 und 18 Grad Celsius liegen, die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent. Das Bett darf sich nicht über Störzonen (Wasseradern oder Erdstrahlen) und – laut Feng Shui – auch nicht in der Türlinie befinden. Und natürlich spielt das Bett für die Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle.

Empfehlung ° Eine gute Matratze ist die halbe Miete. Sparen Sie niemals an der falschen Stelle: Sie verbringen immerhin ein gutes Drittel Ihres Lebens im Bett. ° Hochwertige Bettensysteme sind wie orthopädische Schuhe: Sie passen sich so an, dass die Wirbelsäule ihre natürliche Form trotz bis zu 60 Lageveränderungen in einer Nacht beibehält.  orgendliche Kreuz- oder °M Nackenschmerzen haben ihre Ursache fast immer in der falschen Matratze bzw. im falschen Kopfkissen. ° Treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen nach kurzem Probeliegen. ° Achten Sie bei Matratzen auf abziehbare und waschbare Bezüge

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JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 08.03.14 von 19.30 bis 21.00 Uhr Tag der Frau Wir Mädls machen uns einen gemütlichen Abend Ö Fr. 14.03.14 ab 21.00 Uhr Konzert mit Sisyphos Jugendcafé Chillout Latsch Ö Fr. 7.03.14 ab 15.00 Uhr Filmabend mit Hot Dog Ö Mi. 12.03.14 ab 15.00 Uhr Girls only Info & Anmeldung bei Myri Ö Fr. 14.03.14 Workshop „Ich sag Nein“ Info & Anmeldung bei Myri Jugendtreff Tarsch Ö Fr. 14.03.14 Workshop „Ich sag Nein“ Info & Anmeldung bei Myri Jugendclub Taifun Martell Ö Di. 11.03.14 ab 19.00 Uhr Ausschusssitzung Jugendtreff Eyrs Ö Di. 18.03.14 ab 15.00 Uhr Spieleabend für Mittelschüler Jugendtreff Tschengls Ö Do. 20.03.2014 ab 17.00 Uhr Kochabend Jugendtreff Chill House Stilfs Ö Fr. 14.03.13 ab 15.00 Uhr Girls-Nachmittag Ö Sa. 15.03.14 ab 18.00 Uhr 1. Runde Qualifizierungen Calcetto-Cup Phönix Schluderns Ö Sa 15.03. ab 19.00 Uhr Vorausscheidung Calcettocup Ö Mi 19.03. ab 16.00 Uhr Handysammelaktion Citytreff Glurns Ö Fr 14.03.14 ab 19.00 Uhr Vorausscheidung Calcettocup Ö Sa 22.03.14 von 15.00 bis 17.00 Uhr Freerunning, Anmeldung bis zum 15.03. Jugendtreff JuZe Naturns Ö So. 09.03.14 16.00 – 20.00 Uhr JuZe-Sunntig Ö Fr. 14.03.14 ab 18.00 Uhr Ausflug zum Eiskletterturm Martell Ö Sa. 15.03.14 ab 20.00 Uhr Live-Konzert mit Jokerface & Homies 4 Life Kosmo Plaus Ö Fr. 07.03.14 um 9.00 Uhr Rodelausflug zusammen mit JuZe Naturns Ö Fr. 14.03.14 ab 18.00 Uhr Filmabend Jugendtreff JU!P Prad Ö Sa. 15.03.14 Anmeldeschluss für den Calcettocup Ö Mo. 17.03.14 ab 15.00 Uhr Girlsnachmittag Jugendtreff Burgeis Ö Mi. 12.03.14 ab 14.30 Uhr Geschenk für Vatertag machen Ö Sa.15.03.14 ab 18.00 Uhr Filmabend

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Das JuZe Naturns organisierte einen Bandcontest, bei dem sich insgesamt 9 Bands aus ganz Südtirol beworben hatten. Die Jury, bestehend aus einem Jugendarbeiter und Jugendlichen, die das Etsch Side Open Air organisieren, hatte den harten Job, eine Vorwahl aus den ganzen Bewerbern zu treffen: 4 Bands erhielten schlussendlich die Möglichkeit, ihr Talent beim „Take Your Chance“ Konzert unter Beweis zu stellen und sich einen Auftritt beim Etsch Side Open Air zu sichern. Blessed by Purity (Passeiertal), Cellar Head (Ahrntal), AddUsOnFacepukk (Kastelruth) und Fieberwahn (Sarntal), so sah schlussendlich das Line Up des Abends aus. Die Reihenfolge der Auftritte wurde zu Beginn ausgelost und Blessed by Purity eröffneten den Konzertabend mit aufwendig umgesetzten Dark Ambient Metal . Das Publikum war begeistert und die Stimmung konnte nur noch besser werden. Danach überzeugte Cellar Head aus dem Ahrntal mit alternativem, modernen, und eingängigem Metal. AddUsOnFacepukk aus Kastelruth blieben ihrem angekündigten Musikstil „Brutal Tscheggl Core“ treu und traten in blauen Schürzen auf. Zu guter

Letzt nutzte die Sarner Band Fieberwahn ihren Headliner–Vorteil gekonnt aus und brachte die Stimmung mit ihrem klassischen Death Metal zum Höhepunkt. Nun fehlte nur noch die Entscheidung der Jury. Wer würde die Band des Abends werden und sich somit einen Auftritt beim Etsch Side Open Air sichern? Die Entscheidung der Jury fiel äußerst knapp aus, aber es musste ja einen Gewinner geben: Die Jungs der Band Cellar Head aus dem „Toule“ machten schlussendlich das Rennen und sind nun mit dabei, wenn es am 14. Juni heißt: Etsch Side 2014!

Chill House Stilfs trifft

Weiß-Kreuz-Jugend Sulden

Unter dem Motto „Miteinander“ hielt kürzlich die Weiß-Kreuz-Jugend von Sulden im Jugendtreff Chill House Stilfs einen Vortrag ab. Unter fachkundiger Leitung von mehreren Betreuern und Suldner Jugendlichen wurden sogar die wichtigsten Soforthilf-Maßnahmen gezeigt. Die Jugendlichen vom Chill House bekamen so einen Einblick in die Tätigkeit der Weiß-KreuzJugend, die sehr vielfältig ist. Einige Betreuer und Jugendliche ließen es sich auch nicht nehmen, am Calcettotisch gegeneinander anzutreten. Die lockere Atmosphäre und tolle Stimmung während des Nachmittags sorgten für einen guten Abschluss der Veranstaltung, die der erste Teil des Projekts zum Thema „Sicherheit im Alltag“ ist.

Am 27. Dezember wurde im Jugendhaus Tschars gezockt, was das Zeug hielt. Nachdem am Nachmittag Computer montiert, Kabel verlegt und Monitore aufgestellt worden waren, ging es dann ab 19.00 Uhr so richtig los. Insgesamt 16 Jugendliche „kämpften“ auf 2 Etagen gegeneinander und zockten, bis Com-

puter heiß anliefen und Maustasten kaputt gingen. Um 6 Uhr morgens ergaben sich die ersten erschöpften Jugendlichen und warfen sich auf die Couch, um sich auszuruhen. Bis um 8 Uhr morgens gaben auch die größten eingefleischten Zocker auf und trotteten müde und glücklich nach Hause.


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/Jugend/ 25

Schlanders

Hinter die Schulmauern geblickt K

Beim Tag der offenen Tür an der Landesberufsschule Schlanders: links: die Tiefbauer beim Eingang; unten links: die Elektrotechniker mit Fachlehrer Harald Plörer (l.), unten rechts: die Maler- und Lackiererlehrlinge

Fotos: Angelika Ploner

leiden Sie sich Rot, erhöht das die Pulsfrequenz. Grün wirkt jugendlich und sanft, Blau hingegen elegant, diskret und seriös. Tragen Sie Orange, dann wirken Sie sonnig, fröhlich und ganz nebenbei steigert Orange Ihr Selbstwertgefühl. Welche Farbe für Sie jedoch die passende und die richtige ist, bestimmen Haut-, Augenfarbe und die Persönlichkeit. Zehn Farbtypen gibt es, vier davon wurden am 15. Februar beim Tag der offenen Tür in der Landesberufsschule Schlanders präsentiert: der Frühlings-, Sommer-, Herbst- und der Wintertyp. Dazu defilierten Models im Untergeschoss der Berufsschule, eingekleidet von Farb- und Stilberater Lukas Seifert und Live Jeans Wear, dem Schlanderser Modefachgeschäft. Der Abschluss gehörte den Handtaschen, die von den Auszubildenden mit den beiden Fachlehrerinnen Ulrike Schöpf und Tatjana Kaserer gefertigt wurden. Kreativität ist eben auch im späteren Berufsleben gefragt. Wohl mehr, denn je. Und darauf bereitet die Landesberufsschule Schlanders vor, gibt den Auszubildenden Wissen und Können in die Hand, vermittelt Techniken, damit sich die Schülerinnen und Schüler entfalten können. Das gilt auch für die übrigen Berufsgruppen, die Maler und Lackierer etwa, die jüngst – zusammen mit den Verkäuferinnen – den Schaufensterwettbe-

werb gewannen, die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, auch für die Maurer und Tiefbauer und die drei Berufsfachschulen, die an der Landesberufsschule angesiedelt sind: Metalltechnik, Steinbearbeitung und Bautechnik. Die Schüler der Fachschule für Metalltechnik fertigten ein Fitnessgerät für

den Tag der offenen Tür, ein sogenanntes „Klimmzuggerät“, mit Hanteln aus Laaser Marmor und farblich gestaltet von den Malern und Lackierern. Zwischen Gästen und Schülern wurde dann ein regelrechter Wettkampf ausgetragen. Der Spaß soll schließlich auch nicht zu kurz kommen. (ap)

Taufers/Minschuns

Fotos: Brigitte Alber

Skikurs für Kindergartenkinder

Spaß mit Snowly bei jedem Wetter; rechts: Iglu-bauen mit Tata

W

ährend Taufers eine Woche lang durch Steinschlag und Erdrutsche abgeschottet war, genossen die Kindergartenkinder des Dorfes an der Grenze eine Woche im Schnee. Gut die Hälfte von ihnen nahm am Skikurs in Minschuns teil, der zum dritten Mal als grenzübergreifendes Projekt stattfand. Am Vormittag starteten die Kindergartenkinder von beiden Seiten

des Münstertales und von einer Staatsgrenze war außer der anderen Sprache nichts zu spüren. Ausgerüstet mit Schikleidung, Helm, Brille, viel Spannung und guter Laune ging es mit dem Bus die kurvige Schneestraße hinauf zum Schigebiet. SchilehrerInnen, Schneekatzenfahrer und Liftmänner warteten bereits freundlich. Begeistert lernten die kleinen Schifahrer die

Kontrolle über die zwei Bretter zu gewinnen und eine besondere Freude war der tägliche Besuch von Snowly, dem Schneehasen. Eine kleinere Kindergruppe beschäftigte sich mit Spielen und Experimenten im Schnee im und um den Kindergarten in Taufers. Sie zogen es vor, auf sicheren Füßen zu bleiben und sammelten durch viele Angebote wertvolle Naturerfahrungen. (ba)


26 /Kultur/

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„Anstott alls wegwerfn, honni eppas draus gmocht“ In Göflan, dem zweiten Marmordorf im Vinschgau, kann man in einer unscheinbaren Nebenstraße eine kleine Kunstattraktion aus Marmor, Holz und Eisen finden. In 13 Stationen werden Gegebenheiten aus der Erdgeschichte und dem Dorfleben dargestellt. von Heinrich Zoderer

F

ranz Pircher, der Murrnfranz, wie er in Göflan genannt wird, wohnt am Plengweg, einer kleinen Sackgasse, die links vor dem Bahngleis abzweigt. Unten, am Fuße des Straßenrandes, fließt die Etsch vorbei, der Plengweg mündet in einen Privatweg und führt durch Wiesen weiter zum Holzbruggwaal. Wer hier vorbeispaziert, erlebt eine Überraschung. Am Straßengeländer sind mehrere Holzpfosten festgemacht, an denen allerlei Sachen aus Marmor, Holz und Eisen hängen. Es sind interessante Konstruktionen, dem Wind und dem Wetter ausgesetzt. Besonders die weißen Marmorsteine fallen ins Auge, sie sind aber nichts Besonderes, man ist ja schließlich in Göflan, dem lang vergessenen Marmordorf, das seit 2005 den weißen Marmor vom Göflaner Wandlbruch wieder zu Tal befördert. Auch entlang der Etsch kann man viele ausgewaschene weiße Marmorsteine finden. Der Murrnfranz sieht sich nicht als Künstler, aber er ist ein Sammler, ein Tüftler

Die Wunderweiber, die das Treiben auf der Straße beobachten

Verschiedene Steine entlang des Weges

und ein geschickter Bastler. Schon sein Vater hat Steine gesammelt und Trockenmauern errichtet. Viele Steine hatte er vor dem Haus, entlang des Weges abgestellt. Franz führt diese Traditionen fort. Wenn er auf der Straße am Nördersberg die Kehren ausputzt, hält er Ausschau nach besonderen Steinen, nach Wurzeln und interessanten Holzstücken. Auch wenn er mit dem Auto unterwegs ist und irgendwo einen schönen Stein sieht, nimmt er ihn mit. Wird etwas umgegraben oder abgerissen, ist der Franz vor Ort und nimmt Sachen mit, mit denen andere nichts anzufangen wissen. Angetan haben es ihm vor allem Steine mit einer besonderen Struktur, einer besonderen Farbe oder einer besonderen Form. Aber auch die alten Holzschuhe vom ehemaligen Senn der Göflaner Sennerei hat er an seinem Schuppen aufgehängt. Dort findet man auch eine „Steindörre“ und eine „Rechenmaschine“. „So haben die Göflaner rechnen gelernt“, sagt Franz. Zehn Steine, aufgefädelt auf einem Draht und darunter wieder ein Draht mit zehn Steinen. Verschiedene Holzstücke

hat er auf ein Stück Marmor geschraubt und aufgestellt. Am Hauseingang stehen weiße Marmorsteine, in die Franz Löcher gebohrt hat, um dann Kerzen, Tannenzapfen oder Holzstücke hineinzustecken. Oder auch Drähte, an denen Nüsse oder kleine Marmorsteine hängen. Das Bauen und Zusammenstellen verschiedener Konstruktionen aus Marmorsteinen, in Kombination mit Holz- oder Eisenabfällen hat Franz zu seinem Hobby gemacht. Auf so einem Hof mit einem großen Anger und mehreren Schuppen kommt im Laufe der Jahre und Jahrzehnte allerlei zusammen, vor allem wenn nichts weggeworfen wird. Letztes Jahr wollte Franz aufräumen und Unbrauchbares wegwerfen. Und da ist ihm eine Idee gekommen. Anstatt alles wegzuschaffen, hat er angefangen etwas daraus zu machen, ohne Plan. Franz hat einfach Holzpfosten am Straßengeländer angebunden und die alten Sachen dort aufgehängt. 13 Stationen hat er schon, eine 14. Station hat er im Kopf und was dann noch dazu kommt, das weiß er selbst noch nicht. „Es muss sich ergeben,


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/Kultur/ 27

das kann man nicht planen“, sagt er. Wir stehen am ersten Pfosten und ich bin ganz erstaunt, als Franz beginnt eine Geschichte zu erzählen, aus der Erdgeschichte und dem Leben in Göflan. Jeder Pfosten ist Teil dieser Geschichte und während Franz erzählt, werden die aufgehängten Steine und Eisenstücke lebendig. Es ist seine Geschichte, aber jeder, der vorbeigeht und die Kunstwerke betrachtet, kann für sich seine eigene Geschichte herauslesen. Die erste Station handelt von der Zeit, denn am Anfang war die Zeit. Aber sie ist nicht für alle gleich. In London ist es 12 Uhr und in Mitteleuropa bereits 13 Uhr. Bei uns in Südtirol ist es aber erst 5 vor 12. Franz meint: „Bei uns ist es höchste Zeit oder schon alles zu spät“. Dann kommt die Eiszeit und das Ende der Eiszeit. Eisbrocken schieben sich ins Tal, unter dem Eis kommen alte Baumstämme hervor. Es sind nicht gerade Stämme, sondern sie sind verbogen, durch die Zeit und das Eis. Die nächste Station stellt den Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht dar. Die Menschen haben verschiedene Arbeitsgeräte: Hammer, Gabel, Sichel. Und überall ist ein Stein aufgespießt, als Zeichen dafür, wie hart die Arbeit war. Die nächste Station stellt mehrere Erfindungen dar, die das harte Leben etwas erleichtert haben. Das Rad zum Beispiel, dargestellt durch einen Reifen aus Eisen. Dann kam der Strom. Lampen im Haus und auf der Straße haben den Tag verlängert und die Angst vor der Nacht genommen.

Fotos: Heinrich Zoderer

Franz Pircher, der Murrnfranz vor der „Rechenmaschine“

Strommasten auf den Dächern und entlang der Straßen und Felder sind Zeichen dieser Zeit. Die nächste Station zeigt einen Herd. In einer Pfanne werden „Spiegeleier“ gekocht. Marmorsteine stellen die Spiegeleier dar. Um die Bratpfanne herum sind Herdringe angebracht. So war es früher einmal. Der Herd als Zentrum des Hauses. Zwei weitere Stationen sollen über die Arbeit außerhalb des Hauses erzählen. Da ist einmal die Holzarbeit. Zu sehen ist eine Säge, ein „Zapin“ und ein „Lergatkibl“. Einige Stationen weiter wird das Thema „Wasserwosser“ dargestellt. Hauen, ein Wasserblech, Pickl und Schaufel hängen da, neben vielen Marmorsteinen. Die beiden Stationen dazwischen sind nicht leicht zu deuten. Franz sagt, eine Station stellt Mann und Frau dar, die andere die beiden Marmordörfer Laas und Göflan. Ein Zahnrad verbindet sie, zwingt zur Zusammenarbeit, obwohl sie Rivalen sind. Denn beide Dörfer sind die Heimstätten des weißen Goldes, das tief im Berg lagert und wartet, bis es ans Tageslicht gebracht wird.

Die letzte Station erzählt von den „Wunderweibern“. Viele Gesichter schauen vom Küchenfenster auf die Gassen und beobachten das Treiben im Dorf. Es sind fröhliche und traurige Gesichter. Als nächste Station will Franz die „Schalusiegeister“ aufstellen. Das sind die neugierigen Blicke hinter den Jalousien, die alles verfolgen und ausspionieren, was sich im Dorf tut und wer mit wem was bespricht und verhandelt. Es ist noch Platz für weitere Stationen und ich bin sicher, dass dem Franz noch viel Originelles einfallen wird. Am Ende der Kunstgasse unter dem ersten Nussbaum steht der „Marmormuch“. Es ist eine Sage, die nur die alten Göflaner kennen. Der Marmormuch hat im Göflaner Berg gehaust, er soll sehr stark gewesen sein und sogar einen Bär getötet haben. Er frisst Marmorsteine und einige speit er wieder aus. Mit der Motorsäge hat Franz aus einem Baumstamm den Marmormuch „geschnitzt“ und am Nussbaum hat er eine Gedenktafel aufgehängt, aus Göflaner Marmor.

Der Marmor Much hauste in den Göflaner Bergen

Konstruktionen aus Marmor, Holz und Eisen


28 /Gesellschaft/

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Schlanders

Die Nacht der Naturfilme

Foto: „Wind“-Archiv

Das Geheimnis der Bäume: Inmitten mächtiger Bäume erscheint der Mensch ganz klein

D

er Blickwinkel hat sich geändert. Umweltfilme waren früher Katastrophenfilme, die von der Zerstörung und vom Untergang der Welt erzählten und vielfach ohnmächtige Zuseher zurückließen. Neue Umweltfilme zeigen die Schönheiten, die Vielfalt und den Trickreichtum der Natur. Der Mensch wird wieder zu einem Teil dieser großen, starken Natur, mit der er lernen muss zusammenzuleben. Die Natur wird zu seiner Lehrmeisterin. Das ist die neue Phi-

losophie. Zwei dieser wunderschönen Filme wurden am 1. Februar im Kulturhaus von Schlanders gezeigt. In Zusammenarbeit mit der Umweltschutzgruppe Vinschgau, Aquaprad und der Pustertaler Gruppe „Naturtreff Eisvogel“ konnten die vielen Zuseher zuerst einen Film über die Ahrauen sehen und nach einer Pause ging es weiter mit dem neuen Film von Luc Jacquet „Das Geheimnis der Bäume“. Es ist bereits die siebte Filmnacht, wie der Präsident des Kulturhauses Martin

Trafoier erzählte und im Herbst wird es zwei weitere geben. Zur Einführung berichtete Klaus Graber, der Vorsitzende der Gruppe „Naturtreff Eisvögel“, wie die Bürgerinitiative „Flusspark Ahrauen“ entstanden ist und vor 10 Jahren der Verein gegründet wurde. Vor fünf Jahren hat der Verein angefangen, zusammen mit Hubert Schönegger einen Film über die Auenlandschaften in Südtirol zu drehen. Schönegger hat bereits Filme für den ORF gedreht, also Filme von höchster Qualität. Vier Jahre wurde gefilmt, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Bis vor 300 Jahren war die ganze Talsohle bedeckt von Auwäldern, heute sind nur noch wenige Reste davon übrig geblieben, als Ruhezonen und Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Im zweiten Film „Das Geheimnis der Bäume“ wird das Entstehen und die Vielfalt des Regenwaldes erzählt. Der Botaniker Francis Hallé, der im Regenwald lebt und die Bäume zeichnet, erscheint ganz klein, wenn er auf tausendjährigen Bäumen sitzt und über das Leben, das Zusammenspiel und die vielen wunderbaren Geheimnisse des Waldes und seiner Bewohner erzählt. (hzg)

Schlanders

Warnsignale deuten und erkennen rei.Wild, Symbole, Zahlen und Extremismus sind Thema bei den betreuten Jugendlichen im Juze Freiraum in Schlanders. Ein Informationsabend für Eltern jüngst im Jugendzentrum und gezielte Information demnächst in der Schule sollen über Extremismus aufklären und informieren. „Extremismus ist die fundamentale Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaates und die Sammelbezeichnung für antidemokratische Bestrebungen“, erklärte Paul Kofler vom Juze vorab. Das Freund-Feind-System, Verschwörungstheorien, Missionseifer und eine hohe Gewaltakzeptanz kennzeichnen Extremismus in seinen verschiedenen Formen. Dazu gehören Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Rechts- und Linksextremismus, Neonazismus und Rechtspopulismus. Während der Rassismus davon ausgeht, dass Menschen von Natur aus ungleich sind, zeigt sich Fremdenfeindlichkeit - früher Ausländerfeindlichkeit genannt - im Protest und der Feindseligkeit dem Fremden gegenüber. Antisemitismus und Nationalismus sind hingegen Auswüchse des Rechtsextremismus, der in Krisenzeiten immer an Zulauf gewinnt. Der Rechtsextremismus in seiner zugespitzten Form tritt als Neonazismus offen und aggressiv auf. Parteien wie die NPD, die FPÖ oder die Lega Nord

bedienen sich hingegen des Rechtspopulismus, um auf Stimmenfang zu gehen. Gemein ist allen, dass sie in Medien auf subtile oder offensive Art und Weise auftreten. Die Musik ist - neben Internet, Websides und Social Media - ein großes und essentielles Medium, um Ideen und Ansichten zu verbreiten. Vor allem der Rechtsextremismus arbeitet mit Zahlen und Symbolen. Zwei Beispiele: 88 steht für den achten Buchstaben im Alphabet, das H, und bedeutet Heil Hitler, 18 symbolisiert hingegen Adolf Hitler. Zu Frei.Wild nur soviel: Die Gruppe bezeichnet sich selbst als unpolitisch und zeichnet sich durch einen starken Patriotismus aus. Sie haben sich mehrmals vom Rechtsextremismus distanziert. Und doch ist das bis heute nie glaubhaft gelungen. Im Vinschgau war - bis vor rund sieben Jahren der Rechts- wie der Linksextremismus stark verbreitet. Gewaltbereitschaft und -akzeptanz waren hoch. „Jetzt hat sich das etwas gelegt“, erklärte Kofler. Und doch will man vorsorgen. „Deshalb sehen wir Informationsabend und Schulbesuche als Präventionsarbeit“, sagen Kofler und Astrid Zöschg. Kathrin Fleischmann, die Leiterin des Juze: „Wir müssen mit der Aufklärung bei den Eltern anfangen und Jugendliche zu einer bewussten Entscheidung heranführen.“ (ap)

Astrid Zöschg, Nachmittagsbetreuerin

Kathrin Fleischmann, Leiterin Juze

Fotos: Angelika Ploner

F

Paul Kofler, Nachmittagsbetreuer


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/Sonderthema/ 29

Vinschgerwind

Unternehmen&Umwelt

von Angelika Ploner

Oberstes Gebot: Die

Umwelt schonen

Schlanders - Die Energie- und Bauberatungsstelle Vinschgau bietet seit fünf Jahren kostenlose Beratungen für Bauherren. Dahinter steht Ingenieur Paolo Orrù. Sein Credo: „Ein vernünftiger Gebrauch der Energie ermöglicht die Symbiose von Mensch und Natur und einen optimalen Lebensraum.“

Foto: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Herr Orrù, die Energieund Bauberatungsstelle Vinschgau bietet kostenlose und unabhängige Energie- und Bauberatung an. Warum kostenlos und unabhängig? Paolo Orrù: Kostenlos deshalb, damit jede und jeder Interessierte sich einen ersten unkomplizierten und unbürokratischen Eindruck über bestmögliche Energiesparmaßen und dergleichen machen kann. Das Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich für das Thema Energie sparen zu sensibilisieren. Weitere Dienstleistungen, wie energetische Berechnungen, Qualitätskontrollen am Bau oder Ansuchen um Förderungen usw. müssen hingegen bezahlt werden. Die Energie- und Bauberatung sollte

unabhängig sein, um zu vermeiden, dass Produkte oder Firmen nur aus wirtschaftlichen Interessen bevorzugt werden. Wer kann sich an die Energieberatungsstelle Vinschgau wenden. All jene, die Informationen bezüglich einer energetischen Sanierung benötigen und wissen wollen, wie eine solche am effizientesten und kostenoptimalsten durchzuführen ist. Welches sind die häufigsten Fragen, mit denen Bürger zu Ihnen kommen? Am häufigsten fragen sich Bürger, ob sich eine energetische Sanierung der Gebäudehülle oder der Heizanlage überhaupt auszahlt, welcher Wohnkomfort erreicht wird, welche Dämm-

materialien und Dämmstärken sinnvoll sind, welche Vorteile eine kontrollierte Wohnraumlüftung hat, wie erneuerbare Energien, sprich Solarenergie oder Biomasse, optimal genutzt werden können, welche Förderungen und Bonusse es gibt oder wie bestimmte Bau- und Feuchteschäden zu vermeiden oder zu beheben sind. Sie bieten Energiemanagement an, was ist das? Die Aufgabe des Energiemanagers besteht darin, den Energieverbrauch von privaten, gewerblichen oder öffentlichen Gebäuden für mehrere Jahre zu überwachen und nötigenfalls zu reduzieren. Meist ist dies mit einer energetischen Sanierung verbunden. Oftmals genügt auch nur eine optimale Einstellung der Heizanlage, um die Heizspesen bis zu 10% zu reduzieren. Fünf Jahre Energie- und Bauberatungsstelle Vinschgau: ein

Am meisten fragen sich Bürger, ob sich eine energetische Sanierung überhaupt auszahlt. Paolo Orrù

kurzer Überblick. Die Anzahl unserer Besucher steigt von Jahr zu Jahr. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Energieeffizienz und Wohnkomfort wichtig sind. Es gibt aber auch Kunden, die nicht aus eigenem Willen unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, sondern weil die neuen Gesetzesbestimmungen sie zwingen, ihr zu sanierendes oder neu zu errichtendes Gebäude auf einen bestimmten energetischen Standard zu bringen, der gar nicht erwünscht war. In jedem Fall versuchen wir jedoch unsere Kunden zufriedenzustellen.


30 /Sonderthema/

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Keime und Erreger im Trinkwasser Glurns - Sie sind unsichtbar und geschmacklos, können aber insbesondere für ältere oder kranke Menschen, sowie auch für Kleinkinder lebensgefährlich werden: Keime und Bakterien im Trinkwasser. Nach einer deutschen Studie zur Trinkwasserqualität befinden sich in mehr als 13 Prozent aller Wasserinstallationen Legionellen im Trinkwasser über dem gesetzlichen Grenzwert.

I

n Rohrleitungen vermehren sich Mikroorganismen und Keime sehr schnell. Bei geringer Durchströmung (z.B. in Zwischensaisonen in Hotels, oder in den Sommermonaten in öffentlichen Einrichtungen, leer stehenden Wohnungen in Wohnanlagen, …) nehmen diese rasant zu, daher gilt die Stagnation (Stillstand) des Wassers als Hauptursache für Keime und Erreger im Trinkwasser. Spezielle Hygienesysteme nach dem neuesten Stand der Technik können jedoch verhindern, dass eine verminderte Trinkwasserqualität den Menschen gefährdet.

Keimfreie Trinkwasserinstallationen Das Unternehmen MORIGGL ist seit drei Generationen bekannt für seine innovativen und sauberen Lösungen im Bereich der Energie- und Wassertechnik. Bereits seit einigen Jahren plant und realisiert das Familienunternehmen keimfreie Trinkwasserinstallationen im In- und Ausland. Mittels eines durchdachten Installationssystems wird verhindert, dass sich die Legionellen (stäbchenförmige Bakterien und Erreger der Lungenkrankheit ‚Legionellose‘) im Trinkwasser entwickeln und vermehren können.

Und das alles rein mechanisch, ohne die chemische Aufbereitung des Trinkwassers, welches in unseren Breitengraden ja ohnehin von höchster Qualität ist von Gunnar Moriggl

Sowohl wirtschaftlich als auch in hygienischer Hinsicht ist eine keimfreie Wasserinstallation zu empfehlen. In einigen europäischen Ländern sind diese für Neuinstallationen bereits gesetzlich vorgeschrieben. Immer mehr häufen sich Fälle von verkeimtem Wasser, vorwiegend in größeren Infrastrukturen (Wohnanlagen, Hotels, Schulen, Kindergärten, …), wo aufgrund von Legionellenverseuchung des Trinkwassers aufwändige, langwierige und teure Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, um die einwandfreie Trinkwasserqualität garantieren zu können. Die thermischen Desinfektionen, wie sie vielfach durchgeführt werden, sind zwar kurzfristig effizient, aber langfristig kein Schutz gegen Keime im Trinkwasser. Der Gesetzgeber schreibt die jeweiligen Grenz-

werte von Bakterien im Trinkwasser vor, die Verantwortung für die Einhaltung dieser Werte liegt letztendlich beim Betreiber, bzw. Besitzer der Trinkwasseranlage.

„Die saubere Lösung!“ MORIGGL’s innovatives System zur Vermeidung von Stagnation und der daraus resultierenden negativen Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität bietet einmal mehr die passende Lösung und stellt die Trinkwasserhygiene für Installationen jedes Gebäudetyps sicher. MORIGGL gewährleistet durch den neuesten Stand der Technik, dass das Wasser innerhalb des Rohrsystems stets fließt und in Bewegung bleibt; Stagnation als Nährboden für Legionellen wird somit ausgeschlossen. „Und das alles rein mechanisch, ohne die chemische Aufbereitung des Trinkwassers, welches in unseren Breitengraden ja ohnehin von höchster Qualität ist“, bestätigt der Geschäftsführer Gunnar Moriggl. Die Beratung über keimfreie Trinkwasserinstallationen sind bei MORIGGL kostenlos und unverbindlich, jedoch sind Terminvormerkungen erwünscht. Weitere Infos sind im Internet unter www.moriggl.com und auf Facebook zu finden.


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Holzbau Pedross:

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/Sonderthema/ 31

Holz ist umweltfreundlich

Latsch - Holz ist biologisch abbaubar. Holz wächst nach. Holz ist recyclebar. Holz hat eine hervorragende CO2Bilanz. Und: Holz bewährt sich seit Jahrhunderten als erstklassiger ökologischer Baustoff.

S

chon bei der Rodung des Holzes beginnt die Einsparung von Energie. Kein anderer natürlicher Rohstoff wird mit so wenig Aufwand an Energie gewonnen, veredelt und verarbeitet. Holznutzung ist aktiver Umweltschutz und deshalb folgt die Firma Holzbau Pedross aus Latsch dem Prinzip der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes. Denn Holz ist jener Baustoff, der beim Holzbaubetrieb vornehmlich zum Einsatz kommt, ob bei den Zimmererarbeiten, bei Holzhausbauarbeiten, beim Nagelplatten-Bindersystem oder beim Lohnabbund. Bauen mit Holz ist jedenfalls eine Entscheidung für die Umwelt, denn bauen, leben und wohnen mit

Holz hat entscheidende Vorteile für die Gesundheit und für das Wohlbefinden.Die Vorteile des Holzbaus sind schnell erklärt: Ein Gebäude in Holzbau - von der Erstellung bis zum Rückbau - schöpft sämtliche ökologische Vorteile aus, wie kein anderes Gebäude es tut. Geringes Gewicht, die wärmedämmenden Vorteile, die positiven Gesundheitsaspekte des Naturmaterials Holz, die Vorfertigung und die damit verbundene Zeit- und Kostener-

sparnis, das angenehme Raumklima, das Behaglichkeit und Wärme ausstrahlt. Holz ist die erste Wahl und lässt sich auch bei der energetischen Sanierung oder der Bestandssanierung mit Erfolg einsetzen und ist eine effiziente Alternative nicht nur bei Um-, Zu- oder Aufbauten.

Schwemm: Im Dienste der Umwelt

Foto: Angelika Ploner

Schlanders - Der Schlanderser Betrieb Schwemm fußt auf zwei Standbeinen: dem Kaminkehrer- und Reinigungsservice. Beide Bereiche dienen der Umwelt.

Vinschgerwind: Der Kaminkehrerbetrieb Schwemm ist ein Meisterbetrieb und steht seit Generationen im Dienste

der Umwelt. Hanspeter Schwemm: Richtig, wir messen Öl-, Gas-, Pellet-und Holzheizungen und überprüfen sie auf die Emissionen von Schadstoffen. Und natürlich reinigen wir die genannten Heizungen auch, um eine bessere Verbrennung garantieren und einen höheren Wirkungsgrad erzielen zu können. Dasselbe gilt für Herde und Öfen. Eine regelmäßige Wartung und Reinigung von Öfen und Heizsystemen ist also eine

Investition in die Umwelt. Eine saubere Heizleistung erbringt mehr Heizleistung und spart natürlich deshalb Energie ein. Das zum einen. Zum anderen spart der Betreiber natürlich bares Geld. Ihr zweites Standbein Schwemm Reinigungservice bietet Fassaden- und Photovoltaikreinigung an. Ja, wir reinigen Photovoltaik-, Solaranlagen, Glasfassaden und Wintergärten mit entmineralisiertem Reinwasser. Das ist umweltfreundlich und weist

An die Reinigung denken, und kein Geld verschenken.

eine hervorragende Reinigungsleistung auf. Jetzt im Frühjahr legen wir unser Hauptaugenmerk natürlich auf das Reinigen von Photovoltaikanlagen. Durch die hohe Verschmutzung machen sich erhebliche Leistungsverluste bemerkbar, in Prozent ausgedrückt können das bis zu 30 Prozent sein. Mit einer Reinigung kann der Ertrag um diesen Prozentsatz gesteigert werden. Das wiederum dient natürlich der Umwelt und - nicht unerheblich - der Betreiber spart Geld. Spezialisierte Reinigung von Glas, Stein, Kunststoff und Mauerwerk

*Nähere Infos unter: www.schwemm.it

Hanspeter Schwemm - Malaunstr. 113 - 39028 Schlanders - Mobil 3409832859 - info@schwemm.it - www.schwemm.it


32 /Sonderthema/

Vinschgerwind 5-14

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Der Meisterbetrieb:

Bauunternehmen & Immobilien Schönthaler Schlanders - Die Firma Schönthaler ist seit über 25 Jahren als Bauunternehmen und seit über 15 Jahren als Immobilienfirma im Vinschgau unterwegs. Umweltbewusstsein gehört zur Firmenphilosophie.

S

eit mehr als 25 Jahren ist das gleichnamige Bauunternehmen Schönthaler Othmar mit einer verlässlichen Mannschaft im Vinschger Bauwesen unterwegs. Das Kerngeschäft ist nach wie vor der Hochbau: Rohbauten, Umbauten, Sanierungen, Verputzarbeiten, Wärmedämmungen, Estricharbeiten, Industrieböden usw.. Das zweite Standbein sind die Immobilien, die seit gut 15 Jahren realisiert werden. In Kürze fertig gestellt wird eine Wohnanlage mit Einfamilienhäusern und Wohnungen in Eyrs direkt neben dem Bahnhof. Gleichzeitig entsteht eine neue Wohnanlage

in Laas und eine weitere ist in Schlanders in Planung. Bauen ist Vertrauenssache. Deshalb bürgen zwölf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und die SOA-Zertifizierung für Qualität, Verlässlichkeit, Termintreue, Kostenmanagement und Umweltbewusstsein. Auf diesem Fundament fußen beide Unternehmensbereiche von Bauunternehmen & Immobilien Schönthaler. Und auf diesem Fundament wurden im vergangenen viertel Jahrhundert zahlreiche Projekte – Hotels, Betriebsgebäude, Hofstellen, Wohnanlagen, Einfamilienhäuser und unzählige Umbauten und Sanierungen – realisiert.

Die Firma Tappeiner:

Der Umweltdienstleister Schlanders - Die Firma Tappeiner mit Sitz im Gewerbegebiet Vetzan ist tagtäglich für eine saubere Umwelt unterwegs, „mit einem Minimum an Umweltbelastungen und einem Maximum an Effizienz“, sagt Juniorchef Martin Tappeiner.

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as Umweltbewusstsein in der Firma Tappeiner geht auf Konrad Tappeiner, den Betriebsgründer zurück. Seine Philosophie lautete: „Der Einsatz von technologisch hochwertigen Betriebs-und Arbeitsmitteln erzielt ein Maximum an Effizienz und gleichzeitig ein Minimum an Umweltbelastungen.“ Sohn Martin Tappeiner hält an dieser Philosophie des Familienunternehmens fest, mehr noch, er entwickelt sie ständig weiter. Für eine saubere Umwelt ist die Firma Tappeiner tagtäglich unterwegs. Abfallsammlung, Wiederverwertung und Entsorgung sowie Gebäude- und

Textilreinigung sind jene vier Bereiche, in denen sich das Schlanderser Unternehmen seit Jahrzehnten bewegt. 50 Mitarbeiter der Firma Tappeiner führen Dienstleistungen nicht nur im Vinschgau, sondern in ganz Südtirol aus und gewährleisten für nicht weniger als 70.000 Südtiroler Haushalte Tag für Tag eine reibungslose und hochqualifizierte Sammlung und Entsorgung verschiedenster Abfälle. Recycling und nachhaltiges Wirtschaften bleiben hier im Familienunternehmen nicht nur frommer Wunsch, sondern werden jeden Tag aufs Neue gelebt.

CONTAINERSERVICE & RECYCLING BAUSCH544sHOLZ s METALLE SPERRMÜLLsENTRÜMPELUNGEN ELEKTROSCHROTT s GRÜNSCHNITT

GEWERBEGEBIET VETZAN 37 – SCHLANDERS Tel. + Fax 0473 742 488 – www.tappeiner.bz


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Umweltfreundliche Reinigung von Wintergärten und Photovoltaik-Anlagen Glurns - Die Firma Windegger OHG in Glurns ist moderner Dienstleister in den Bereichen Transportund Kranservice, Land- und Baumaschinen- Reparaturen, Recycling und im Reinigungsdienst „Saubermann“. Eine hochwertige Putzmaschine der Marke „High Pure“ ermöglicht dank Nano-Technologie eine umweltfreundliche Reinigung glatter Flächen ausschließlich mit Wasser - ideal für Glasfronten und Photovoltaik-Anlagen.

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enken Sie derzeit daran, die großen Glasfronten ihres Wintergartens zu putzen? Wenn ihnen die nötige Zeit fehlt oder Ihnen der Aufwand zu groß ist, dann holen Sie sich ein Angebot für eine professionelle und kostengünstige Reinigung bei der Firma Windegger in Glurns. Dort wird seit kurzem eine neue umweltfreundliche, technisch hochwertige Putzmaschine verwendet, die mittels Bürste, die auf einer bis zu 20 Metern verlängerbaren Karbon-Stange montiert ist, alle glatten Flächen nur mit Wasser porentief reinigt. Auf Putzmittel wird gänzlich verzichtet. Durch Umkehrosmose schwämmen winzige Wassermoleküle sämtliche Staubpartikel selbst aus den mikroskopisch kleinen Unebenheiten einer Glasfläche aus. Die neue Technologie kam bereits in mehreren öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz, so zum Beispiel beim Hallenbad in Latsch, im Nationalparkhaus „natura trafoi“ und beim Dach im Foyer des Schludernser

Gemeindehauses. Auch Private zählen zu den Auftraggebern. Interessant ist die neue Reinigungstechnologie für Photovoltaik-Anlagen, denn abgelagerte Staubpartikel vermindern deren Leistungsfähigkeit. Alle zwei bis drei Jahre sollten die Anlagen gereinigt werden. „Nach zwei Jahren ist der Leistungsverlust in Euros ausgedrückt um das Vier- bis Fünffache höher als eine Reinigung kosten würde“, erklärt Firmeninhaber Armin Windegger. Der Preis ist von Fall zu Fall verschieden. Entscheidend sei die Größe, die Bauweise, die Höhe des Objektes, ob eine Hebebühne benötigt werde oder nicht und die benötigte Zeit. Die Reinigung eines einfachen Wintergartens ist bereits für rund 250 Euro zu haben. (mds) Armin Windegger &Co.OHG/SNC Punistraße 19; 39020 Glurns; Tel. 0473 831294; Handy: 3356915001; info@windegger.net; www.windegger.net


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Den Stromfressern auf der Spur Schluderns - Beim Stromverbrauch sollte man genauer hinschauen. Ein Verbrauchs-Check zeigt Sparmöglichkeiten auf. Die Firma ECS Energie Controlling in Schluderns hat sich neben herkömmlichen Elektroinstallationen auf die Wartungen von Elektro- und Photovoltaik-Anlagen spezialisiert und bietet Systemlösungen im Bereich erneuerbare Energien an. Schwerpunkte sind Energieeffizienz und Energieeinsparung.

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eit der Hotelier alte Geräte durch neue ersetzt und die BeleuchVielfaches mehr leisten. Die Folge ist höherer Stromverbrauch, der tung auf LED Technik umgestellt hat, spart er sich jährlich sich dann in der Stromrechnung niederschlägt. „Energieeffiziente einiges an Stromkosten. Eine Umstellung auf stromsparende Geräte verbrauchen heute rund 50 Prozent weniger an Strom“, sagt LED-Technik macht sich vor allem in der Gastronomie bezahlt, wo Stephan Schöpf, Inhaber der Firma ECS . Und das rechnet sich schon Tag und Nacht viele Lichter brennen. In vielen Haushalten sornach kurzer Zeit. Mit speziellen Checks lassen sich die Stromfresser gen die Stromrechnungen oft für Unverständnis. ausfindig machen. Schöpf bietet diese DienstleiDoch nur selten wird der Sache auf den Grund stung an. gegangen. Es wird einfach bezahlt. Ein genaues Er ist auch Ansprechpartner, wenn es um die OpHinschauen könnte nicht schaden, auch nicht ein timierung des Energieeinkaufes geht. In Absprache Blick auf die Rechnungen der Vorjahre. Schnellen mit den Kunden durchforstet er die Angebote des Energieeffiziente die Werte in die Höhe, sollte gehandelt werden. Ins freien Strommarktes und sucht nach dem günsGeräte verbrauchen Geld geht der Verbrauch vor allem bei Geräten, die tigsten Strom-Anbieter. Auch das hilft sparen. (mds) heute rund 50 Prozent über zehn Jahre alt sind. Bilden sich in Kühl- und weniger Strom als ECS EnergieControlling, Pfarrer Pali Straße 8, Gefrierschränken Eisschichten, ist die automanoch vor 10 Jahren 39020 Schluderns, Telefon 3896704596, tische Abtauung defekt oder schließen die Türen www.energiecontrolling.it nicht mehr richtig, dann müssen die Geräte um ein Stephan Schöpf

Vinschgerwind: Wie lässt sich der Stromverbrauch ermitteln? Stephan Schöpf: Die Messung des Stromverbrauches wird mit einem speziellen Gerät an den einzelnen Verbrauchsstellen ermittelt. Dann wird eine Bestandsaufnahme gemacht und eine Analyse erstellt. Was sind die größten Stromfresser? Es sind vor allem alte Geräte wie Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Elektroherd, Waschmaschine, Wäschetrockner und

Boiler. Der Verbrauch bei Geräten, die über zehn Jahre alt sind, geht ins Geld. Welche Maßnahmen zur Stromeinsparung sind sinnvoll? Man muss sich im jeweiligen Fall eine ganaue Rechnung machen. Wer beispielsweise seinen alten Kühlschrank durch einen neuen mit der Energieklasse A++ ersetzt, kann bis zu 40 Prozent an Strom sparen. Die Neuinvestition rechnet sich innerhalb weniger Jahre. Die Umstellung auf energiesparende LED-Lampen kann eine Einsparung bis zu 80 Prozent bringen. Interessant ist das vor allem in der Gastronomie, oder überall dort, wo Tag und Nacht Lichter brennen.

Ab welchen Verbrauchszahlen sollten die Allarmglocken läuten? Für einen Vier-Personen-Haushalt ist ein Durchschnittsverbrauch von 4500 bis 5000 kWh angegeben. Wer deutlich mehr benötigt, sollte reagieren. Jedoch auch der Durchschnittsverbrauch kann gedrosselt werden. Beim Verbrauch ist allerdings auch die Nutzung zu betrachten. Strom lässt sich auch durch geschickten Einkauf sparen? Ja, wer die Angebote auf dem freien Strommarkt durchstudiert, findet günstige Angebote. Der Anbieterwechsel (Kündigung und Neuzugang) dauert jeweils zirka drei Monate.


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Das Umweltproblem Schlanders - Eine Aufbereitungsanlage für Baurestmassen der Schlanderser Firma Marx AG sorgt in Schlanders für Diskussionen.

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orab eine Rückblende: Weil man aus allen Nähten platzt, ist man in der Schlanderser Firma Marx AG seit zehn Jahren auf Standortsuche für eine Aufbereitungsanlage der Baurestmassen. Übrig blieb bei den ins Visier genommenen Arealen einzig die firmeneigene Fläche gegenüber des Straßenstützpunktes, nur einen Steinwurf vom Sitz der Marx AG in Vetzan entfernt. Als man bei der Gemeinde Schlanders im vorigen Jahr um eine Bauleitplanänderung anklopfte und den Weg für die Aufbereitungsanlage der Baurestmassen ebnen wollte, ließ das Veto nicht lange auf sich warten: Bauern, Fraktion Vetzan und allen voran die Gastwirte – angeführt von HGV-Präsident Manfred Pinzger - machten mobil und führten als Hauptargument die Verschandelung des Landschaftsbildes ins Feld. Die Folge: Die Gemeinde Schlanders lehnte das Projekt ab. Obwohl das Projekt außerhalb des Blickfelds von Vetzan läge, und obwohl die Anlage überdacht und begrünt würde, also vollständigen Sichtschutz von der Straße her genießen würde. Seitdem sind der Marx AG die Hände

gebunden. Und das Bauschuttproblem im Vetzaner Sitz wächst. Sichtbar: Die Berge wachsen täglich an. Private Anlieferungen können bereits seit Monaten nicht mehr angenommen werden. Und war man in der Marx AG bislang bemüht, Energie zu sparen und Transportwege kurz zu halten, so müssen die restlichen Baurestmassen zur Firma Erdbau nach Meran gekarrt werden, um sie wieder aufbereiten, veredeln und einsatzfähig machen zu können. Aus dem Bauschutt wird nämlich Material in verschiedenen Körnungen aufbereitet, das recycelt etwa im Straßenbau wieder zum Einsatz kommt. Entgegen dem Willen der Marx AG nachhaltig zu wirtschaften und Ressourcen zu schonen, ist der Umweltgedanke – gezwungenermaßen und ungewollt - nach hinten gerückt. Denn mit dem Transport nach Meran wird die Umwelt belastet, die Straße strapaziert, der Ausstoß der Schadstoffe erhöht, der Lärm potenziert und die Kosten in die Höhe getrieben. Doch die Gemeindeväter in Schlanders scheint das wenig zu interessieren. Umweltorientierte Politik sieht anders aus.

Die Aufbereitungsanlage für Baurestmassen im Schnitt (o.) und unten (rot) der geplante Standort


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Nationalpark Stilfserjoch

Heimische Kleinfischarten Foto: Archiv Nationalpark Stilfserjoch (Alex Rowbotham)

Einladung zu einem winterlichen Besuch im Nationalparkhaus aquaprad

Wolfgang Platter, am Tag des Seligen Heinrich von Seuse, 2. März 2014

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it dem heutigen Beitrag möchte ich Ihnen einen Besuch des Nationalparkhauses aquaprad empfehlen. Es lohnt sich, die einheimischen Fische und unter ihnen vor allem die unscheinbareren Kleinfischarten zu bestaunen, wenn man sich allein über ihre mannigfachen Strategien der Fortpflanzung und Brutpflege informieren will.

Die verschiedenen Arten der Fortpflanzung Bei den Fischen gibt es verschiedene Formen der Fortpflanzung. Die Grundform ist die externe Befruchtung: Der Milchner (das Männchen) spritzt seinen milchig trüben Samen über den vom Rogner (Weibchen) abgelaichten Rogen (die Eier). Neben dieser körperexternen Befruchtung der Eier gibt es auch lebendgebärende Fische wie beispielsweise die Zahnkarpfen. Die Aqua-

rianer kennen den exotischen Warmwasserbewohner Millionenfisch oder Guppy als lebendgebärend. Bei wieder anderen Fischarten kommen Zwitter vor, Arten mit beiden Geschlechtern in einem Tier. Und eine weitere Entwicklungslinie hat im Laufe der Evolution sogar unisexuelle Arten hervorgebracht. So sind beispielsweise beim Giebel ganze Populationen ausschließlich aus weiblichen Tieren aufgebaut. Auch bei den in Südtirols Fließ- und Stillgewässern vorkommenden heimischen (autochthonen) und eingebürgerten (allochthonen) Kleinfischarten finden wir verschiedene Formen der Fortpflanzung und auch der Brutpflege. Die Fortpflanzungsorte und Laichzeiten sind artspezifisch und verschieden. Bei mehreren Arten gibt es eine geschlechterspezifische Körperausfärbung. In der Fachsprache spricht man von Geschlechterdimorphismus. In punkto Eizahl kann folgende Grundregel gelten: Fischarten ohne Brutpflege und Ablaicher in Gewässer mit hoher Strö-

mungsgeschwindigkeit legen große Zahlen von Eiern ab, weil auch der Verlust groß ist. Fische mit Brutpflege, vorwiegend in Stillgewässer ablaichend, produzieren wesentlich niedrigere Eizahlen. Lebendgebärende Fischarten, gepaart mit aktiver Brutpflege erfüllen mit noch geringeren Anzahlen von Nachkommen ihre Hauptaufgabe, nämlich die Erhaltung der Art. Sie verteidigen und schützen ihren Nachwuchs aktiv und müssen daher als Art weit weniger Verluste durch Fraßfeinde hinnehmen.

Kein Artenschutz ohne Lebensraumschutz Längst wissen wir es: Es gibt keinen tierischen und pflanzlichen Artenschutz ohne Schutz des dazugehörigen Lebensraumes. Lebensraumschutz ist unabdingbare Voraussetzung für den Artenschutz. Dies gilt auch für die Gewässerlebensräume der Fische als Kiemenatmer und wechselwarme Tiere. Die Lebensräume der Südtiroler Kleinfischarten reichen von den Hochgebirgsseen


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in der sauerstoffreichen, nährstoffarmen Kaltwasserregion bis zu Abflussgräben in den verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturflächen der Talsohlenböden mit warmen Wassertemperaturen und mehr oder weniger starker Eutrophierung.

keine Brutpflege und die Eier sind nach dem Ablaichen sich selbst überlassen. Trotz vieler Verluste überlebt die Art, weil es allein schon statistisch nicht möglich ist, dass alle Eier und Jungfische von Fraßfeinden vertilgt werden. Verschiedene Kleinfischarten unter der heimischen Fischfauna weisen eine weit geringere Fruchtbarkeit auf. Die Mühlkoppe, die Martens Grundel, der Dreistachlige Stichling, der Bitterling und der Sonnenbarsch beispielsweise erhalten die Art mit der Produktion und dem Ablegen von wenigen Dutzenden Eiern pro Weibchen. Dies deshalb, weil sie erstaunliche und verschiedenartige Strategien zur Pflege der Brut entwickelt haben.

Bedrohungen für die heimischen Fischarten

Ein paar Strategien der Brutpflege bei verschiedenen heimischen Kleinfischarten sollen genannt werden:

Es gibt Fischarten, die auf große Eizahlen setzen. Viele Vertreter aus der Familie der Karpfenartigen (Cypriniden) produzieren Eizahlen die in die Aberzehntausende je Weibchen gehen. Diese Fische betreiben

Diese Kleinfischart heftet ihre Eier an den Deckenboden der Wohnhöhle, wo sie vom Männchen besamt und während der Entwicklungszeit bewacht werden.

Der Dreistachlige Stichling

Foto: www.dokkadelta.com

Sich selbst überlassene Eier und Brutpflege

Die Martens Grundel

Das Männchen legt zur Laichzeit ein farblich auffälliges Hochzeitskleid an, dessen markanteste Farbtupfer die azurblaue Iris der Augen, die orange Brust und der blaugrün schimmernde Vorderbauch sind. Zur Laichzeit der Weibchen baut der Stichlingsmann ein Nest in Form einer kleinen Tunnelröhre: Am Gewässergrund werden abgestorbene Pflanzenteile mit einem Sekret aus der Nebenniere verklebt und sodann mit Sand überdeckt. Mit einem Werbetanz lockt das

Foto: wikipedia.org

Der Bitterling ist noch raffinierter. Er delegiert seine Brutpflege an verlässliche Ammen. Das laichbereite Weibchen legt seine Eier in das Innere von offenen Teich- und Malmuscheln ab, wo sie sich im sicheren Raum dieser kalkgepanzerten Kinderstube entwickeln können. Nach ca. einem Monat verlassen die Jungfische die Muschelstube.

Der Sonnenbarsch

Foto: wikipedia.org

Gefährdungsgrade Auf gesamteuropäischer Ebene sind in der Klassifizierung der Internationalen Union zum Schutz der Natur (IUCN) fast 40% aller Fischarten im Süßwasser als gefährdet eingestuft. Im Bereich des Mittelmeeres stuft dieselbe Organisation IUCN sogar mehr als die Hälfte aller Fischarten als bedroht ein. Die „Rote Liste der gefährdeten Tierarten Südtirols“ stuft sechs der Südtiroler Kleinfischarten als besonders bedroht ein: das Norditalienische Rotauge, den Gemeinen Steinbeißer, den Maskierten Steinbeißer, die Bachschmerle, den Dreistacheligen Stichling, die Martens Grundel. Weitere drei Arten werden als bedroht eingestuft: die Elritze oder Pfrille, die Norditalienische Laube oder Alborella, die Mühlkoppe (dialektal: der „Tolm“) Zwei Arten von Kleinfischen werden als nicht bedroht eingestuft: das Rotauge und die Rotfeder.

Der Bitterling

Die Mühlkoppe oder Groppe Das Männchen der Mühlkoppe (in unserem Dialekt der „Tolm“) bewacht die Eier nach deren externen Befruchtung während ihrer gesamten Entwicklungszeit. Die etwa 100200 Eier werden vom Weibchen im Frühjahr bei Wassertemperaturen von 8 – 10° C an die Unterseite größerer Steine geheftet. Während der mehrwöchigen Brutpflege nimmt das Männchen keine Nahrung auf und kommt gegen Ende der Bewachung in Hungersituationen. Es gibt Beobachtungen, dass das Männchen dann als Selbstschutz vor dem Hungertod einige Eier des arteigenen Geleges in kannibalischer Weise frisst.

/Nationalpark/ 37 Männchen eines oder mehrere Weibchen zur Eiablage in das Häuschen. Nach erfolgtem Ablaichen besamt der Stichlingsvater die Eier und bewacht die Eier und Jungbrut. Eindringlinge werden vom aggressiven und mutigen Winzling durch Schwimmattacken aus dem Nestrevier vertrieben. Für die Entschlüsselung dieser Verhaltensweisen im Brutgeschäft des Stichlings, aber auch für bahnbrechende Verhaltensforschungen beispielsweise an den Wespen hat der Holländer Nikolaas Tinbergen 1973 zusammen mit Konrad Lorenz und mit Karl von Frisch den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhalten. Konrad Lorenz wurde vor allem für seine Forschungsarbeiten zum Verständnis der Verhaltensweisen von Graugänsen und anderen Tieren, Karl von Frisch für die Entschlüsselung der Bienensprache geehrt.

Brutpflege

Foto: wikipedia.org

Welches sind nun die Hauptursachen für die Lebensraumveränderungen mit negativen Folgen für die Kleinfischarten in Südtirols Gewässern? • Die Beeinträchtigung des Lebensraumes vor allem durch Verminderung der Wasserführung zum Zweck der Erzeugung von hydroelektrischer Energie und dem oft damit zusammenhängenden Schwallbetrieb; • die Verbauung der Gewässer zum Hochwasser- und Überschwemmungsschutz. Sperrenstaffelungen mit unüberwindlichen Höhenunterschieden verunmöglichen den Fischen das Bachaufwärtsschwimmen, um die Laichplätze am Oberlauf der Gewässer zu erreichen; • die Wasserverschmutzung durch Einträge aus der landwirtschaftlichen Düngung, aus ungeklärten häuslichen oder industriellen Abwässern; • die Einbürgerung fremder Fischarten. Diese fremden Arten, welche bewusst oder zufällig importiert werden, bezeichnet man als Neozoen. Diese Neuankömmlinge können als invasive Arten die heimischen Fischarten auch stark bedrohen.

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Auch der bunt gefärbte SonnenbarschMann bewacht seinen Nachwuchs aktiv, indem er Artgenossen und andere Fischarten aus der Umgebung der Laichgrube vertreibt. Sein Mut beflügelt ihn dabei, so dass er Fische von der Brut fernhält, die ein Vielfaches größer sind als er selbst.

Lesetipp: Wer vertiefend lesen und mehr über die heimischen Kleinfischarten wissen will, besorge sich die Broschüre von Andreas Meraner „Schmerle, Steinbeißer, Koppe und Co.: Kleinfischarten in Südtirol“. Das Büchlein ist im Oktober 2013 erschienen. Es ist eine Initiative des Energiefonds, in welchen ein kleiner Teil der Wasserzinsgelder fließt. Die Ausarbeitung der Publikation wurde vom Landesamt für Jagd und Fischerei, Abteilung Forstwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen Südtirol koordiniert.


38 /Sport/

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Gelegenheit

Jakob Reichelt, vom veranstaltenden Verein ASV Mals Yoseikan Budo gelang in der Kategorie U12 –28 kg der Sieg. Somit qualifiziert er sich neben weiteren Vinschger Budokas zur Regionalmeisterschaft am 16. März in Brixen.

Im Vorfeld der Landesmeisterschaft bot sich die Gelegenheit an einem Training mit Jozef Dolyák (links), Trainer der slowakischen Nationalmannschaft, im Mals teilzunehmen. Dolyak begleitete die 3 slowakischen NationalTeam-Athleten für vier Tage nach Südtirol.

Foto: ASV Mals Yoseikan Budo

Glückwunsch

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Gelungene Landesmeisterschaft Yoseikan Budo – Am 15. und 16. Februar ging in Mals die diesjährige Landesmeisterschaft Yoseikan Budo Fighting System über die Bühne. Ein gelungener Auftakt in die diesjährige Wettkampfsaison in vielerlei Hinsicht – 268 teilnehmende Athleten, spannende Begegnungen, hochkarätige Kämpfe.

Foto: Iwan Tischler – Südtiroler Verband Yoseikan Budo

Reges Treiben am Sonntag, 16. Februar bei der Landesmeisterschaft 2014 in Mals

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eit Monaten wird organisiert und geplant. Der Aufwand hat sich bezahlt gemacht. Lob und Anerkennung wurden Thomas Mair, Alexander Niedermair und dem Team vom ASV Mals Yoseikan Budo zugetragen. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Yoseikan Budo in Mals kam ihnen die Ehre zuteil die Landesmeisterschaft 2014 zu organisieren. Über 250 Athleten aus ganz Südtirol, zudem Eltern, Zuschauer und viele Helfer trafen sich am Samstag, 15. und Sonntag, 16. Februar im Oberschulzentrum „Claudia von Medici“ in Mals und fanden perfekte Rahmenbedingungen vor. Den Start machten die Senioren, U21 und U18 am Samstag gegen 15 Uhr. Gekämpft wurde in verschiedenen Disziplinen (freies technisches Kämpfen und verschiedene Sportwaffen) als Einzel- und Mannschaftswettbewerbe. „Für mich war diese Meisterschaft eine Besondere. Dadurch, dass wir den Wettkampf organisiert haben, blickt man hinter die Kulissen und sieht auch wie viel Arbeit damit verbunden ist,“ so Franziska Riedl vom ASV Mals. Folgende Platzierungen ergaben sich:

ASV Mals Yoseikan Budo: Platz 2: Nikolai Karner (U18 –58kg), Platz 3: Jakob Klotz (U18 –58kg), Platz 2: Franziska Riedl (U18 open); ASC Schlanders Yoseikan Budo: Platz 3: Lena Ritsch (U18 open Einzel Emono), Platz 4: Lukas Pircher (U18 –64kg), Platz 4: Lena Ritsch (U18 –64kg), Highlight am Samstag, 15. Februar war der mit Spannung erwartete Vergleichskampf Slowakei vs. Südtirol. Gegen 20 Uhr standen sich die Athleten des Südtiroler Jugendkaders und die Athleten des slowakischen National-

Foto: Südtiroler Verband Yoseikan Budo

von Marion Fritz

Preisübergabe an das siegreiche Team der Slowakei mit der Auswahl des Südtiroler Jugendkaders; links: Herbert Fritz

Teams gegenüber. Nach dem feierlichen Einzug und den Nationalhymnen der Teilnehmer starteten die Einzel- und anschließend die Mannschaftswettbewerbe. Mit einem Sieg verabschiedete sich die Auswahl der slowakischen Budokas. Sonntag, der 16. Februar stand ganz im Zeichen der Jugend. Gegen 9.30 Uhr begannen die Wettkämpfe der U12 und U15. Eingeteilt in verschiedene Gewichtsklassen wurden auch hier Mannschafts- und Einzelwettbewerbe ausgetragen. Die Platzierungen: ASV Mals Yoseikan Budo: Platz 1: Jakob Reichelt (U12 –28kg); Platz 3: Karner/Klotz ASV Mals (U18 Team/ Yoseikan Mehrkampf), Platz 2: Michele Eller ASV Mals (U15 open), Platz 3: Melanie Kuenrath ASV Mals (U15 –54kg); ASC Schlanders Yoseikan Budo: Platz 2: Michael Pircher (U12 –28kg), Platz 1: Kai Platzgummer (U12 –48kg), Platz 2: Jan Platzgummer ASC Schlanders (U15 –60kg) Platz 3: Konrad Bachmann ASC Schlanders (U15 –60kg); Ein großer Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützern, ehrenamtlichen Helfern, Schiedsrichtern, sowie den Trainern, die die Kämpfer mit Professionalität und mit Begeisterung vorbereiten.


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Schlanders - Tischtennis

Herzschlagfinale im Grunddurchgang

Turnier bringt Medaillen

Mit dem Sieg über Varese zogen die Eisfix ins Viertelfinale ein

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s ist geschafft! Die Hockeycracks des AHC Vinschgau haben sich für die Play Offs qualifiziert. Und das mit einem Sieg im letzten und alles entscheidenden Spiel. Nachdem die Eisfix zu Hause Malé mit 5:2 besiegen konnten, bestritten sie das letzte Spiel des Grunddurchgangs auswärts in Varese. Nur ein Sieg der Eisfix sowie eine

gleichzeitige Niederlage von Como, das bis dato den letzten Play Off Platz besetzte, konnte den Vinschgern den achten Platz und damit die Teilnahme an den Play Offs garantieren. In einem spannenden Spiel gelang den Eisfix das Wunder und sie siegten auswärts in Varese mit 5:4. Dabei holten sie zwei Mal einen Rückstand auf und schließlich war es Mirko Clemente, der mit seinem Treffer den Latschern diesen wertvollen Sieg bescherte. Nun hieß es auf Informationen aus Como zu warten und tatsächlich verlor das Team das letzte Spiel gegen Bozen und die Vinschger kletterten auf Platz acht in der Tabelle. Nun treffen sie im Viertelfinale auf den Tabellenersten Alleghe. Der AHC ist krasser Außenseiter, doch egal wie die Serie auch endet, das Saisonziel haben die Eisfix auf alle Fälle erreicht. (sam)

pr-info Martell IBU-Cup

Martell lädt zum letzten IBU Cup der Saison ein Michael Rösch

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eim letzten gut besuchten VSS-Tischtennisturnier in Eppan haben auch 3 junge Spieler der Sektion Tischtennis des ASV Schlanders Raiffeisen mit voll überzeugendem Einsatz teilgenommen. Alle drei jungen Schlanderser haben erfolgreich gespielt und Medaillen heimgebracht: Hannes Tumler hat nämlich Gold, Simon Rechenmacher und Sascha Brigl haben Bronze erobert. Die Schlanderser Tischtennis-Sektion ist seit Jahren konstant aktiv und wird von mehreren passionierten

Leuten - genau gesagt zurzeit 24 Mitgliedern - welche die Bewegung lieben, mit Treue intensiv begleitet. Der Tischtennissport fordert menschliche Kontakte und Gespräche, bringt auch junge und ältere Spieler zusammen. Auch wenn eine größere Frauenbeteiligung wünschenswert wäre, wie Mitglied Gianni Bodini anmerkt. Jeden Mittwoch und Freitag treffen sich die Interessierten in der Großraumturnhalle in Schlanders ab 18 Uhr. Danach wird gemütlich geplaudert. (lp) v.l.: Hannes Tumler, Simon Rechenmacher, Sascha Brigl, Jonas Kurz posieren in charakteristischer Tischtennis-Pose

Foto: Leonardo Pellissetti

Foto: Sarah Mitterer

Eishockey Latsch

IBU-Cup

Biathlon

12.-16.3.2014 Martelltal - Val Martello www.biatlhon-martell.com

Programm programma Mi., 12.03.2014

Martell ist vom 12.3. bis 16.3.2014 der Austragungsort für den letzten IBU Cup in diesem Winter. Für alle Atheten gilt es jetzt nochmal nach Olympia sich in Szene zu setzen und mit guten Leistungen aufzuwarten. Besonders die deutschen Damen und Herren werden Vollgas geben um am Ende nochmal einen guten Eindruck zu hinterlassen, um sich eventuell nochmal für das Weltcupteam und den Abschluss in Oslo aufzudrängen. Und dann gibt es da noch einen “ehemaligen” Deutschen. Auch Michael Rösch, der “Neubelgier”, wird voraussichtlich in die Spur gehen und um die Quali für den Weltcup laufen. Spannend wird es allemal werden.

Do., 13.03.2014

Fr., 14.03.2014

Sa., 15.03.2014

So., 16.03.2014

offizielles Training - allenamento ufficiale 09.00-11.30 Frauen - donne 12.30-15.00 Männer - uomini Sprint 10.00 7,5 km Frauen - donne 13.00 10 km Männer - uomini 15.00 Siegerehrung im Biathlonzentrum premiazione al centro biathlon offizielles Training - allenamento ufficiale 09.00-11.30 Frauen - donne 12.30-15.00 Männer - uomini Verfolgung - inseguimento 10.00 10 km Frauen - donne 12.30 12,5 km Männer - uomini 19.00 Neon Party – Bürgerhaus Martell casa culturale Martello 14.15 Siegerehrung im Biathlonzentrum premiazione al centro biathlon Mixed-Staffel – staffetta mista 11.00 2x6km + 2x7km 13.00 Siegerehrung im Biathlonzentrum premiazione al centro biathlon Wir danken unseren Sponsoren und Partnern - Ringraziamo i nostri sponsor e partner


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Spielgemeinschaft Untervinschgau

Den Blick stets nach vorne gerichtet

SpG-Koordinator Günther Pföstl (links) mit dem IvoclarGeschäftsführer Markus Heinz felder, Roland Nischler, Thomas Gruber, Patrick Fliri und Ivan Gurschler haben den Kurs absolviert und die Prüfung bestanden. In den Wintermonaten veranstaltet die SpG Untervinschgau auch immer interne Fortbildungen. So haben acht Übungsleiter an einem dreiteiligen Seminar mit dem Partschinser Mentalcoach Artur

Franz Christanell (links) beim praktischen Erklären eines Tape-Verbandes bei Jugendtrainer Walter „Kalle“ Müller Schönweger teilgenommen. 24 Trainer, Betreuer und Funktionäre waren interessierte Teilnehmer beim Vortrag des Naturnser Physiotherapeuten Franz Christanell zum Thema Fußballverletzungen. Christanell ist seit kurzem auch der verantwortliche medizinische Betreuer des SSV Naturns. Um die besten Voraussetzungen für nachhaltige Aufbauarbeit zu garantieren, konnte

Besonderes Eisstock-Turnier

Fotos: Sarah Mitterer

homas Tragust, Torhüter beim HC Eppan, sicherte sich mit seinen Piraten den Meistertitel der Serie A2. Sowohl im Halbfinale, als auch im Finale trug der Goldrainer maßgeblich zum Meisterschaftsgewinn bei. Im Halbfinale behielt er gegen Gröden im Penaltyschießen die Nerven, auch das Finale gegen Neumarkt wurde im Penaltyschießen entschieden und Tragust war einer der gefei-

um fünften Mal wurde im IceForum Latsch ein Eisstockturnier ausgetragen. In diesem Jahr war es eine spezielle Ausgabe. So war die Veranstaltung dem kürzlich verstorbenen Roman Schweitzer gewidmet, der ein passionierter und hervorra-

Günther Pföstl

„Tschomby“ gewinnt Meistertitel

T

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vor kurzem ein mehrjähriger Sponsorvertrag mit der Firma Ivoclar Vivadent abgeschlossen werden. Das Naturnser Unternehmen unterstützt seit vielen Jahren den SSV Naturns im Industriepool und nun auch zusätzlich und ganz gezielt die SpG Untervinschgau. Dafür sei dem Geschäftsführer Markus Heinz herzlich gedankt!

Eishockey

Eisstocksport

Foto: Sarah Mitterer

it den regionalen Jugendteams steht die SpG Untervinschgau bereits seit mehreren Wochen im Einsatz. Die Junioren spielen nach wie vor um die vordersten Plätze und haben das Führungsduo Brixen-St. Georgen noch in Reichweite. Die A-Jugend ist mit zwei Siegen ausgezeichnet in die zweite regionale Phase gestartet und auch die B-Jugend kann sich unter den besten Teams des Landes gut in Szene setzen. Somit scheinen auch in den nächsten Jahren gut ausgebildete Nachwuchskicker für die ersten Mannschaften von Naturns, Partschins, Plaus und hoffentlich auch bald wieder von Schnals heranzureifen. Hauptverantwortlich für die gute Entwicklung der Jugendspieler sind die Trainer. Und in diesem Bereich hat sich auch wieder sehr viel getan. Fünf Naturnser Übungsleiter haben kürzlich den Trainerschein UEFA B erworben. Engl Grün-

Fotos: „Wind“-Archiv

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gender Eisstock-Schütze war. Zu seinen Ehren traten gleich vier Teams seiner Firma beim Turnier an. Der Sieg der heurigen Ausgabe ging an „Die Pensionisten“, die nun die Wandertrophäe bis zur nächsten Ausgabe ihr Eigen nennen können. (sam)

erten Helden. Bereits 2011 gewann er den Meistertitel in der zweiten italienischen Liga, damals mit dem WSV Sterzing. Auch in der INL gehört der 27-Jährige zu den besten Goalies der Liga. Nachdem der Grunddurchgang und die Zwischenrunde nun beendet sind, liegt „Tschomby“ in der Torhüterstatistik mit einer Fangquote von 93,77% auf Platz 1. (sam)

Terminankündigung: JG-Ski- und Snowboardrennen Die Junge Generation in der SVP veranstaltet im Vinschgau auch heuer wieder ihr mittlerweile traditionelles Bezirks-Skiund Snowboardrennen. Es findet am Sonntag, 9. März im Skigebiet „Haideralm“ statt. Alle Wintersportbegeisterten aus nah und fern sind dazu herzlich eingeladen. Weitere Informationen erhält man innerhalb Fr., 12.00 Uhr telefonisch 0473/730110 oder per E-Mail: svpschlanders@svp.eu.


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Reschner Alm/Vinschgau

Reschensee-Segler fördern den Nachwuchs E

links: Eines der vielen Farbtupfer, die den Reschensee schon bald wieder zieren werden unten: Luis Karner hält als rühriger Präsident die Zügel des „Segelvereins Reschensee“ fest und engagiert in den Händen ein Kalterersee im August, die Südtiroler Turm Regatta und die Jugend-Regatta im September. Erklärtes Ziel des „Segelvereins Reschensee“ ist es, junge Menschen für den Segelsport zu begeistern, zum Beispiel bei Schnuppertagen oder bei „Tagen der offenen Tür“. Diese können übrigens allen SegelInteressierten nutzen. Die Vertreter des Partnervereins Ägerisee überraschten die Vinschger Segler bei der Vollversammlung mit einem großzügigen Geschenk. Für das Jugendtraining werden sie sechs Einstiegsboote speziell für Jugendliche, sogenannte „Optimisten“ zum Re-

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

in bisschen müssen sich die Mitglieder im „Segelverein Reschensee“ noch gedulden, bis sie mit ihren Segelbooten wieder auslaufen können. Dezeit befinden sich die Boote in ihren Winterquartieren. Kürzlich blickten die Segler von der Reschner Alm aus auf den zugefrorenen See und hielten ihre Jahreshauptversammlung ab. Zu Gast war eine Abordnung des Segel Clubs Ägerisee aus der Schweiz. Der Vorstand mit Luis Karner als Präsidenten an der Spitze zog Bilanz über vergangene Tätigkeiten. Zu den Aktivitäten im Jahre 2013 zählten das Regattatraining mit Weltmeister Roman Koch, die internationale offene Schweizer meisterschaft und die 1.internationale Turmregatta im Juli, die Soling Sommermeisterschaft und ein Segelkurs für Kinder und Jugendliche mit Segellehrer Guido Fellin vom Segelver-

schensee bringen lassen. Einem Ausbau der Jugendarbeit steht also nichts mehr im Wege. Im Sommer 2014 stehen wiederum regelmäßige Regatten auf dem Programm, so die wöchentliche Mittwochsregatta, die Familienregatte jeden Samstag, die Vereinsmeisterschaft, die Jugendregatta, die Turmregatta.... Laufend werden Instandhaltungen und Verbesserungen am Clubhaus und am Clubgelände durchgeführt. Eine Schweizer Woche mit den Freunden vom Ägerisee ist ebenfalls gepant. Tatsache ist, die Segelschiffe auf dem Reschensee werden immer mehr. Sie sind wertvolle Farbtupfer, die im Oberland vieles in Bewegung bringen, in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Dem Segelverein Reschense also weiterhin: „Mast-und Schotbruch aber immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.“ (mds)

Lichtenberg

Schachzentrum im Obervinschgau or 60 Jahren war Lichtenberg, die kleine Ortschaft in der Gemeinde Prad, das Schmugglerzentrum, heute ist Lichtenberg das Schachzentrum im Obervinschgau. In den 80er Jahren haben einige Jugendliche mit dem Schachspielen angefangen. 1990 wurde der Schachverein gegründet und bis heute ist es gelungen, die Begeisterung für das Schachspiel zu erhalten und immer wieder Jugendliche für dieses Spiel zu gewinnen. Die Vereinsmitglieder stammen heute längst nicht mehr allein aus Lichtenberg. Höhepunkt in der heurigen Schachsaison war für den Schachverein Lichtenberg der 16. Februar. Reinhold Schöpf, der Vereinspräsident und seine fleißigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben im Haus der Dorfgemeinschaft in Lichtenberg alles unternommen, um dort reibungslos die Jugend Landesmeisterschaft U16 auszutragen. 54 Jugendliche aus

dem ganzen Land haben sich dem Wettkampf gestellt und in vier Kategorien (U10/8, U12, U14 und U16) um die ersten Plätze gekämpft. Insgesamt 20 Jugendliche aus Südtirol haben sich für die Italienmeisterschaft in Tarvisio (Provinz Udine) qualifiziert. Vom Schachverein Lichtenberg werden die Geschwister Stefanie und Theresa Wallnöfer teilnehDie jungen Spieler und Spielerinnen vom Schachverein Lichtenberg mit dem Präsidenten Reinhold Schöpf

Foto: Heinrich Zoderer

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men. Reinhold Schöpf berichtete, dass es dem Schachverein nicht in erster Linie darum geht, wenige gute Schachspieler zu fördern, sondern möglichst viele für dieses Spiel zu begeistern und so Konzentration und Ausdauer zu trainieren und das strategische Denken zu schulen. Es geht um eine breite Jugendarbeit, sich in geselligen Runden zu treffen

und gemeinsame Stunden beim Spielen zu verbringen, wofür der Verein von der Gemeinde Prad und auch von der Raiffeisenkasse Prad/Taufers eine finanzielle Unterstützung erhält. Neben dem Schachverein Lichtenberg gibt es im Vinschgau noch den Schachverein Latsch und im Untervinschgau den sehr starken Schachverein Naturns. (hzg)


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06.03.14

Ewald Holzner: ein Leben für den Fußball

30 Jahre für den Fußballsport ach langer aktiver Fußballlaufbahn als gefürchteter linker „Flügelflitzer“ ist Lehrer Ewald Holzner weiterhin seit 30 Jahren dem Fußballsport als Trainer treu geblieben. Unter seiner Führung übte er in verschiedenen Vinschger Vereinen seine Trainertätigkeit aus: in Schlanders, in Laas mit dem Aufstieg von der 3. in die 2. Amateurliga, in Glurns mit dem Aufstieg von der 2. in die 1. Liga, und mehrere Meistertitel gewann er mit verschiedenen Jugendmannschaften. Im Jahr 1987 wurde er mit dem AIAC Preis der Region Trentino Südtirol ausgezeichnet. Vinschgerwind: Gibt es besondere Ratschläge, um erfolgreich zu sein? Ewald Holzner: Den Garantieschein zum ständigen Erfolg, den gibt es nicht. Im Mannschaftssport hat sich der Trainer mit verschiedensten Charakteren auseinanderzusetzen. Er sollte Schwächen und Stärken seiner ihm anvertrauten Spieler erkennen, einfühlsam, aber

Ewald Holzner bei einem Turnier im Jahr 2008 in Tschengls

Foto: Angelika Ploner

N

auch entschlossen darauf eingehen, ausgleichen, mentale Stärke fördern, Leistungsbereitschaft und Gruppendisziplin einfordern, Motivator sein, sich um ein gezieltes und abwechslungsreiches Übungsangebot sorgen und gegenseitiges Vertrauen aufbauen und gewinnen. Letztlich tragen auch die Spieler Verantwortung und sind dazu aufgefordert, mit ihrer Einsatzfreude, ihrer Kooperations- und Leistungsbereitschaft den entscheidenden Anteil am erfolgreichen Gelingen zu leisten. Hat sich in Ihrer Tätigkeit im Laufe der Jahre etwas verändert?

daher den vielen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Daraus ergibt sich eine fragilere Belastbarkeit, Durchsetzungskraft und Leistungsbereitschaft lassen nach, was neben all dem Spaß und der Freude am Fußball jedoch auch wichtig ist im Mannschaftssport, wo Jugendliche sich ja messen, beweisen und behaupten wollen. Haben die Jungs früher fast täglich in Gassen und Hinterhöfen stundenlang Fußball gespielt, so ist das heute kaum mehr möglich. In 2 bis 3 Trainingseinheiten pro Woche wird es immer schwieriger, gewisse motorische Defizite zu kompensieren. Seit mehreren Jahren widme ich mich ausschließlich der Jugendarbeit und stehe gemeinsam mit einem engagierten Trainerteam in den Diensten der Spielgemeinschaft der Marktgemeinde Schlanders. Ich freue mich immer wieder Anteil nehmen zu dürfen an der Entwicklung junger Spieler und an der Freude, wenn etwas gut gelingt und dies zur allgemeinen Begeisterung beiträgt. (lp)

Ich würde behaupten sehr viel. Zumal noch vor einigen Jahren in vielen Vereinen die Nachwuchsarbeit im Jugenbereich vernachlässigt wurde, bemüht man sich heute mancherorts intensiv um eine gezieltere Jugendförderung. Die Begeisterung für den Fußballsport ist nach wie vor sehr groß. Allerdings hat die Jugend heute die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Freizeitangeboten zu wählen. Die Interessen sind vielseitig und das verlockt und verleitet dazu, sich auf mehr einzulassen. Es fällt auf, dass dies leider häufig zu einer Überbelastung des Heranwachsenden führt, der dann von einem Termin zum nächsten hetzt und

Martell - Sektion Langlauf

Weihnachtskurs Langlauf

Foto: „Wind“-Archiv

Viele Kinder haben am Langlaufkurs, organisiert von der Sektion Langlauf, im Biathlonzentrum von Martell teilgenommen

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om 27.12.13-31.12.13 organisierte die Sektion LanglaufBiathlon im Biathlonzentrum Martell den alljährlichen Langlaufkurs für Kinder. 50 Kinder

nahmen daran teil. Die optimalen Schneebedingungen trugen auch dazu bei, dass der Kurs ein voller Erfolg wurde. Die Kinder übten nicht nur das Langlau-

fen, sondern durften auch mit dem Luftdruckgewehr schießen. Auch die wohlverdiente Stärkung mit Tee und Keksen durfte nicht fehlen. Natürlich

wurde auch im Schnee herumgetobt. Zum Abschluss fand ein Gaudi-Abschlussrennen statt und jedes Kind erhielt einen Sachpreis. Ein großer Dank den Eltern für die Kekse, der Raiffeisenkasse Latsch für die Sachpreise und den vielen freiwilligen Trainern welche den Kinder das Langlaufen zeigten. Wenn auch du Lust hast das Langlaufen und Biathlon kennenzulernen, dann meld dich einfach bei Verena 335-7724607


06.03.14

Vinschgerwind 5-14

/Kleinanzeiger/ 43

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Jahrestag/Danksagungen Überall, wo wir sind, spüren wir deine Nähe.

Volksbühne Laas

1. Jahrestag

„Pinguinwetter“

Otto Gurschler *16.09.1923 † 18.03.2013 Schlanders

In großer Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich. Den Gedächtnisgottesdienst feiern wir am Samstag, 15. März 2014 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Deine Familie Nun ist der Lebenskampf zu Ende, vorbei ist aller Erden Schmerz. Es ruhen nun die fleißigen Hände und stille steht ein gutes Herz.

Marianna Wwe. Tumler geb. Grüner – Altbäuerin Eisenbrand

von Britta Sabbag (für die Bühne bearbeitet von Sabine Misiorny und Tom Müller) Regie: Heidemarie Stecher Ort: Josefshaus Laas Aufführungstermin: Sa. 08.03.14, 20.00 Uhr; So. 09.03.14, 18.00 Uhr; Sa. 15.03.14, 20.00 Uhr; So. 16.03.14, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 377 18 69 082 s‘Lorgagassl

Stilfs

„Die falsche Braut“

Lustspiel von Toni Bichler Regie: Petra Platzer Ort: Haus der Dorfgemeinschaft Stilfs Aufführungstermin: Premiere: Sa. 22.03.14, 20.30 Uhr; So. 23.03.14, 15.00 Uhr; Sa. 29.03.14, 20.30 Uhr; So. 30.03.14, 15.00 Uhr; Fr. 04.04.14, 20.30 Uhr; Sa. 05.04.14, 20.30 Uhr; So. 06.04.14, 15.00 Uhr; Reservierung: Tel. 348 85 38 821 (10.00 – 17.00 Uhr)

Jahrestag/Danksagungen

*22.01.1933 † 19.02.2014 Nördersberg Schlanders

Ein besonderer Dank geht an das Personal vom Day-Hospital Schlanders und Dr. Kaserer. Wir bedanken uns bei allen, für die Mitgestaltung und die Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Beerdigungsfeier, besonders beim Vorbeter Gottfried Gurschler. Danke für die Gedächtnisspenden und die Blumen. Die Trauerfamilien Und, bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.

2. Jahrestag

Stocker Richard *02.03.1955 † 08.03.2012 Schluderns

Am Samstag, den 8. März um 19.30 Uhr feiern wir für unseren lieben Richard den Gedächtnisgottesdienst in der Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen, danken wir herzlich. In Gedanken sind wir immer bei dir! In Liebe – deine Familie

Kein Tag vergeht, an dem wir nicht in Liebe und Dankbarkeit an dich denken!

2. Jahrestag

Mathilde Wwe. Pöhli geb. Markt

*25.05.1918 † 08.03.2012 Brugg

Liebe Mama, wir gedenken deiner, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 9. März um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders.

In Liebe deine Familie

Ein Frühling – ein Sommer ohne Dich. Ein Herbst – ein Winter ohne Dich. Ein Jahr. Unbegreiflich der Tag, an dem Du gingst, ob wir es jemals verstehen? Gedanken, Augenblicke – sie werden uns immer an Dich erinnern und glücklich und traurig stimmen. Und überall sind Spuren Deines Lebens… Deiner Liebe. 1. Jahrestag

Wenn ihr mich sucht sucht mich in eurem Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden lebe ich in euch weiter.

Meinrad Dietl *09.01 1923 † 06.03.2013 Taufers i. M.

2. Jahrestag

In Liebe gedenken wir Deiner am Sonntag, 9. März 2014 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Taufers i. M. Deine Familie

Erika Nauer * 09.09.1932 † 05.03.2012 Schluderns

In liebevoller und dankbarer Erinnerung gedenken wir unserer lieben Mama und Oma besonders am Samstag, 08. März um 19.30 Uhr bei der Hl. Messe in der Pfarrkirche von Schluderns.

Deine Lieben


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Vinschgerwind 5-14

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Runter vom Sofa! Ich will tanzen

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Tüten und Windlichter flechten

REFERENT/IN Irmgard Gurschler Klotz TERMIN Schlanders Sa, 15.03.2014 TERMIN MAls Sa, 29.03.2014 UHRZEIT 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT Schlanders WFO Schlanders ORT MAls OSZ Mals Kursbeitrag 35 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 12.03.2014 Freizeit

REFERENT/IN Ferdinand Gstrein TERMINE Mo, 24.03. – Mo 12.05.2014 (jeweils Mo) UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.30 Uhr, insgesamt 6 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Kursbeitrag 145 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 20.03.2014

Brain Gym Kinesiologie und Lernberatung REFERENT/IN Ferdinand Gstrein INFOABEND Mi, 12.03.2014 UHRZEIT um 19.00 Uhr ORT GWR Spondinig ANMELDESCHLUSS Mo, 10.03.2014

Kinaesthetics – Grundkurs für Pflegende Angehörige

IVHS – Freizeit

Filzerei für Kinder

REFERENT/IN Hedwig Brenner TERMINE Fr, 14.03. – Fr, 28.03.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT Sandweg 15/A, Prad am Stilfserjoch Kursbeitrag 27 Euro (zuzüglich Wolle nach Verbrauch)v ANMELDESCHLUSS Di, 11.03.2014 IVHS – Freizeit

Paradiesisch Kochen mit Eva.

Vegane Küche für Fortgeschrittene. REFERENT/IN Eva Runggaldier TERMINE Fr, 14.03. – Fr, 11.04.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 19.00 Uhr – 22.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 45 Euro ANMELDESCHLUSS Di, 11.03.2014

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it



Vinschgerwind ausgabe 5-14