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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

Sommerwind IM VINSCHGAU

2018

Extra- Beilage mit 23 tollen Wandertouren

Landschaften Menschen Attraktionen

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... dort, wo die Symbiose von Natur und Tradition zu einem besonderen Genuss fĂźhrt!

Sennerei Burgeis Burgeis 77 | 39024 Mals T +39 0473 831220

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Willkommen im Vinschgau

Ritter Kosmas, der Gupfete Am Eingang von Burg Hochnaturns sehen wir auf einem Fresko einen auf sein Schwert gestützten Ritter mit hohem Spitzhut und mahnend erhobenem Zeigefinger. Ehrbietig neigt sich vor ihm ein Bauer, der mit Weib und Kindern gekommen ist, um die geschuldeten Abgaben auf den Steintisch zu legen. Darüber steht geschrieben: „Ritter Kosmas, der Gupfete.“ Er stammte aus dem oberen Engadin und war seiner Abkunft nach gar kein Ritter, sondern ein Schafhirt, schön gewachsen und mit einer ungewöhnlichen Körperkraft versehen. Mit den Jahren trieb ihn aber die Wanderlust aus dem Hochtal, und auf seinem Weg durch den Vinschgau kam er nach Hochnaturns und verdingte sich dort als Knappe. Durch seine Zuverlässigkeit, Kraft und Treue gewann er bald die Zuneigung des Burgherrn, sodaß er dessen vertrauter Gefolgsmann wurde. Als dieser dem Aufruf zu einem Kreuzzug Folge leistete, zog Kosmas mit ihm ins Heilige Land und

in den blutigen Kämpfen stellte er seinen Mann wie der tapferste Ritter. Sein Wahlspruch war: „Wenn mein Herr und ich stürmen, so folgt uns; wenn wir fallen, rächt‘uns; wenn wir fliehen, schlagt uns tot!“ Nach vielen Monaten des Kampfes und der Strapazen glücklich in die Heimat zurückgekehrt, wurde er zum Lohn für seine Heldentaten zum Ritter geschlagen und der Burgherr wies ihm die beiden Stuben im Torbau zur eigenen Benützung an. Von hier aus spähte Ritter Kosmas scharfen Blicks durchs Tal, daß kein Unberufener und kein feindlicher Heerhaufen der Burg ungestraft zu nahe kommen konnte. Er war bekannt als strenger Wächter und wer sich dagegen verging, den packte Ritter Kosmas unsanft beim Kragen. Weil er überall, wo er ging und stand, einen hohen, spitzen Hut trug, nannte ihn das Volk den „Gupfeten“. (Quelle: Winkler Robert, Volkssagen aus dem

Sagenhaft ist der Vinschgau im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt kaum einen Teil in Südtirol, der so reich an Sagen und Geschichten ist, wie der Vinschgau. Mit einer Sage beginnen wir diesen „Sommerwind“ und führen damit in den Vinschgau ein. Eine Fortsetzung finden die Sagen auf den Seiten 6 bis 9 und wir verweisen damit auf einige unserer Geschichten in dieser Zeitung. Sagenhaft bleiben wir: Sie finden eine kleine Broschüre mit traumhaften Wanderungen in der Mitte dieses Heftes, bequem zum Herausnehmen, eine Orientierung, die wir Ihnen ans Wanderherz legen. Sagenhaft bunt ist der Sommer im Vinschgau: Auf den Seiten 48 bis 51 sind einige Veranstaltungen aufgelistet, die der Vinschgau im Juni, im Juli, im August und im September zu bieten hat. Eine Empfehlung für Einheimisch und Gäste. Wir wünschen einen schönen Sommer für das Vinschgerwind-Team Erwin Bernhart, Chefredakteur

Vinschgau. Bozen 1968. S. 328 f.)

Fam. Theo Kuenrath, Burgeis 138 Burgusio, I-39024 MalsMiml Vinschgau-Malles in Val Venosta I 39024 i Vi h Tel. +39 0473 831260, www.haidepark.com

Sommerwind 2018

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Der Sessellift ist im Juli & August freitags bis 20 Uhr geöffnet!

© IDM Südtirol/Frieder Blickle

osto Nelle mesi luglio & ag la seggiovia è aperta il ! venerdì fino alle ore 20

Tel. + 39 340 11 53 045

Tel. +39 334 15 62 692 Tel. + 39 340 11 53 045 www.almlounge.it

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ÖFFNUNGSZEITEN SESSELLIFT TARSCHER ALM

ORARIO D‘APERTURA SEGGIOVIA MALGA DI TARRES

Täglich: 9 - 12.30 Uhr & 14 - 18 Uhr bis 21. Oktober 2018 (witterungsabhängig) Stündlich verkehrende, öffentliche Buslinie vom Bahnhof Latsch zur Talstation Sessellift Tarscher Alm

Giornialiero: dalle ore 9 - 12.30 e dalle ore 14 - 18 fino il 21.ottobre 2018 (dipendente dalle condizioni atmosferiche) Dalla stazione ferroviaria di Laces è previsto ogni ora un collegamento bus per la stazione a valle della seggiovia Malga di Tarres

Aktiv & Genuss Almen · Sessellift Tarscher Alm in Tarsch/Latsch · Malghe Attività & Gourmet · Seggiovia Malga di Tarres in Tarres/Laces www.bergbahnen-latsch.com · info@bergbahnen-latsch.com · Tel. +39 0473 623 109


Inhalt Vielfalt

Kaunertal Reschen

Inhalt

Langtaufers Graun

Marienberg

Sommerwind 2018

Matsch Schluderns Schlanders Kastelbell

Impressionen

48–51

11–13

Vinschger Radweg

56–61

14–16

Partschins Wasserfall

62–64

20–22

Partschins

66–68

26–27

Naturns

70–72

Schellen und Glocken

28–30

Kastelbell

76–78

Marienberg

34–36

Kastelbell

80–82

Martin Fliri Dane

40–43

Latsch-Martell

84–91

44–46

Pagine italiane

92–94

Kaunertal

6–9

Sagen im Vinschgau Muss man fahren

Der Restaurator Neue Brücke Yes, we wood

Sagenhaft

Viele Möglichkeiten Mazia e castelli

Veranstaltungen

Sulden

Sta. Maria

Meran Naturns

Latsch Laas Goldrain

Prad

Partschins

Mals

Martell

Nicht verpassen

Bozen

Einkaufen Geheimtipps Laas Zuckerwürfel König Ortler kokurrenzlos

Der Schellenmann

Die Krypta

Die Blocher-Wurst

Obervinschgau Vielfalt

Vinschgerwind Impressum

Biker willkommen

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451

„Sommerwind 2018“ Beilage zum Vinschgerwind Nr. 11, 31.05.2018 Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler, Richard Spechtenhauser Chefredakteur: Erwin Bernhart Mitarbeit: Angelika Ploner, Ludwig Fabi, Gianni Bodini, Magdalena Dietl Sapelza, Andreas Waldner, Heinrich Zoderer, Cornelia Knoll, Karin Thöni, Anna Alber, Daniel Frizzi, Brigitte Maria Pircher, Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215, Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005; Eingetragen im ROC: Nr. 12485

www.vinschgerwind.it

Freizeitanlage Cafe/Bar Trattla Eisbecher, Kuchen, Imbisse NEUER MINIGOLFPLATZ, großer Spielplatz

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Sommerwind 2018

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Husch, Husch, kalt, kalt Zu einem der Höfe von Tarnell – einem Dorf unweit Laas gelegen – kam früher oft und oft ein Nörggele. Und zwar begab es sich immer in die Küche und zum offenen Herd dort, hielt seine Händlein zum Feuer hin, rieb sie dabei vergnüglich und murmelte in seinen struppigen Bart: „Husch, husch, kalt, kalt!“Nachdem es sich ein wenig gewärmt hatte, eilte es wieder hinaus und murmelte dabei wiederum: „Husch, husch, kalt, kalt!“ Die Bauersleute hatten zwar nichts gegen den Kleinen, nur daß er immer so stank nach dem und jenem, das störte die Bäuerin allmählich immer mehr. Und so beschloß sie denn auch, mit dem Männlein abzufahren. Jemand riet ihr, den ganzen Herd voll Asche zu streuen und darin, soviel wie möglich Eierschalen aufzustellen. Das tat sie auch, und als das Männlein wieder kam und die vielen Eierschalen erblickte, war es ganz überrascht, hielt aber doch seine Händlein über den kalten Herd, rieb sie und murmelte dabei: „Husch, husch, kalt, kalt! I denk jetz den Tarneller Wald neunmal jung und neunmal alt. Obr dös han i neu nia ‚it g‘heart: sou viele Hafelen af uen Heard!“ Darauf ging das Tarneller Nörggele fort und war das letztemal dagewesen. (Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen, Märchen und Gebräuche aus Tirol, Innsbruck 1859, S. 62 f.)

sh. Marmordorf Laas ab Seite 62


Untergegangene Stadt

(Quelle: Zingerle, Ignaz Vinzenz, Sagen aus Tirol, 2. Auflage, Innsbruck 1891, Nr. 626, S. 355.)

sh. Partschinser Wasserfall ab Seite 14

Fotos: Gianni Bodini

An der Stelle, wo jetzt Partschins steht, prangte einst eine große Stadt, und dort, wo jetzt der Töll-Graben sich befindet, ragte ein stolzes Schloß. Der letzte Ritter, der auf demselben in Saus und Braus lebte, hatte ein so steinhartes Herz, daß er seinen alten Vater in Rabland beinahe Hungers sterben ließ. Der junge Ritter hielt eines Tages seine Hochzeit, und bis tief in die Nacht hinein wurde gebechert und getanzt. Wie der Jubel am größten war, brach auf einmal der See aus, verschüttete die Stadt und riß das Schloß mit sich fort. Oft wurden auf der Heide, die teilweise die alte Stadt bedeckt, alte Münzen gefunden. In der Mitte derselben liegt heutzutage noch der große Stein, unter dem die große Glocke der untergegangenen Stadt vergraben liegt. Zu je hundert Jahren läutet der Teufel damit in einer Donnerstagnacht zur Angst Christi. – Vor beiläufig hundert Jahren gruben Bauern nach dieser Glocke. Schon hatten sie dieselbe beinahe aus dem Grunde gehoben und jubelten über ihren Fund, als plötzlich zwei Hexen vor ihnen standen, mit den Füßen auf die Glocke stießen und sprachen: „Tief in den Grund zu dieser Stund!“ Da sank sie noch tiefer in die Erde, und der große Stein bedeckt sie, daß sie niemand mehr heben kann.


Dreimal gegossen Die „Große“ in Mals stammt aus dem Jahr 1608 und besitzt einen außergewöhnlich vollen und klingenden Ton. Wie man erzählt, mußte sie aber dreimal gegossen werden, bis man einen reinen und schönen Ton erzielte. Zuerst sollte die Glocke nämlich nur bei den Beerdigungen von Geistlichen und Adeligen geläutet werden – da aber schlug die neugegossene Glocke nicht einmal an! Dann beschloß man, sie außer für die Adeligen und Geistlichen auch noch für die reichen und vornehmen Bürger läuten zu lassen. Nun schlug die Glocke wohl an, doch sie gab nur einen scheußlich scheppernden Ton von sich. Nun verstand man wohl, wo der Hase im Pfeffer liegen mußte, und beschloß, die „Große“, falls der Guß diesmal gelingen sollte, für alle Verstorbenen, arm und reich, hoch und niedrig, läuten zu lassen, sofern sie nicht unbußfertig dahingeschieden waren. Und siehe da! Auf das hin gelang der Guß aufs beste und gab die Glocke einen wunderbar reinen und vollen Ton von sich. (Quelle: R. Winkler, Glockensagen aus dem Vinschgau, in: Südtiroler Volkskultur, 1977, 88 - 91)

Foto: Gianni Bodini

sh. „Schellen und Glocken“ ab Seite 70


Der Riese Ortler Lange vor unserer Zeit lebte im oberen Vinschgau ein altes Riesengeschlecht, welches in düsteren Höhlen hauste und sich von Bären und wilden Auerochsen ernährte. Einer dieser Riesen war unter dem Namen „Ortler“ bekannt. Bereits als junger Riese überragte er alle anderen und war alsbald größer als die allerhöchsten Berggipfel im Tal. Voller Stolz und Hochmut ob seiner Größe und Stärke trampelte er alles nieder was ihm in den Weg kam und verbreitete so Furcht und Entsetzen. Doch, lebte in Stilfs auch ein altes Zwergengeschlecht und so machte sich eines Tages Zwerg Nudelkopf auf den Weg nach Sulden zum Riese Ortler. Frech kletterte der kleine Zwerg am Riesenbein hinauf, schlich heimlich über Bauch und Brust und landetet schlussendlich mit einem mutigen Satz auf dem Kopf des Riesen. Dort sprang er übermütig herum und sang: „Ach Riese Ortler bist du noch so klein, winziger als das putzige Nörggelein .Du bist gewachsen soviel tausend Jahr, streckst deine Nase in den Himmel sogar. Doch was nützt dir das, doch was nützt dir das?? … Der Stilfser Zwerg; der Nudeltopf; ist größer doch auf deinem Kopf!“ Der Riese Ortler wurde furchtbar wütend und versuchte den frechen Zwerg mit allen Mitteln von seinem Kopf zu schütteln… Er trampelte , schrie und raufte sich die Haare bis er irgendwann sehr, sehr müde wurde, sich kaum mehr rühren konnte und das Leben aus ihm wich. Langsam erstarrten Beinen, Arme und der Kopf zu hartem Fels und wurden von Schnee und ewigem Eise bedeckt. (Die „Sage vom Riesen Ortler“, nacherzählt von Cornelia Knoll)

Fotos: Gianni Bodini

sh. „König Ortler“ ab Seite 66


Vinschgau Radweg

Radeln auf der Via Claudia Augusta Der Vinschger Radweg Text & Fotos: Angelika Ploner

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eswegen lohnt es sich: Wegen der Natur, wegen der aktiven Erholung und ganz weil einfach Urlaubsstimmung aufkommt. Man hat nicht wirklich Urlaub im Vinschgau gemacht, ohne sich einmal aufs Rad gesetzt und - zumindest ein Stück - den Vinschger Radweg entlang geradelt zu sein. Die Route, die 80 Kilometer lang ist, ist Teil der Via Claudia Augusta, der römischen Heerstraße. Erpichte Radler schaffen den Vinschger Radweg - von Reschen bis Meran - an einem Tag, wesentlich lohnenswerter ist aber eine Erkundung Stück für Stück. Die Route folgt meist dem Wasserlauf der Etsch. Die (leichten) Anstrengungen können mit einer Einkehr an den vielzähligen Einkehren auch kulinarisch gemeistert werden. Kulinarium und Kultur reihen sich wie Perlen die Strecke entlang aneinander. Ins Blickfeld rücken Kloster Marienberg in Burgeis, die Churburg in Schluderns, das mittelalterliche Städtchen Glurns, der Laaser Marmor, Schloss Kastelbell oder das Prokulus-Kirchlein in Naturns. Es gibt viele Schätze zu entdecken. Tipp: Planen Sie in Ihrem Urlaub zumindest einen Radltag ein und radeln Sie ein Stück auf der Via Claudia Augusta. Unbedingt empfehlenswert: Einen Vinschger Apfelstrudel zu einem Macchiato oder einem Cappuccino genießen!

Tipp: Die Kombination Bahn und Rad ist eine lohnende, allerdings ist der Platz in der Vinschger Bahn selbst für Fahrräder begrenzt. Deshalb emphiehlt es sich das Rad in einem Sondertransport befördern zu lassen oder auszuleihen. Infos unter: https://www.sii.bz.it/de/vom-29-april-bis-zum-31-oktober-separater-fahrradtransport-laengs-der-vinschger-bahnlinie-meran-mals

Reschen (1497 m) - 3 km Graun (1520 m) - 4,5 km St. Valentin - 3 km Dörfl - 7 km Burgeis (1201 m) - 6,5 km Glurns (910 m) - 9 km Prad (913 m) - 15,8 km Schlanders (721 m ) - 11 km Kastelbell (600 m) - 10 km Naturns (554 m) - 13,5 km Algund (320 m-360 m) - 4 km Gesamt: etwa 86,5 km

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Graun 
 St. Valentin
 Dörfl
 Burgeis
 Glurns
 Prad
 Schlanders 
 Kastelbell 
 Naturns 
 Algund
 Meran (325 m)


Sommerwind 2018

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Vinschgau Radweg

Am Bahnhof Spondinig Unter Linden hausgemachte Limo, Imbisse, Kuchen und leckere Eisbecher genießen Mo. – Fr. 6.30 –20 Uhr Sa. & So. 8 – 20 Uhr www.gasthof-stern.it

Pizza gibt es von 12.00 bis 14.00 und von 17.00 bis 22.00 Uhr

I-39026 Prad am Stilfserjoch, Tel. 0473 616123, MONTAG RUHETAG

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Sommerwind 2018


Vinschgau Radweg

Göflan P.-M.-Tumler-Str. 5 Tel. 0473 621325 Montag Ruhetag Geöffnet von 17.00 bis 01.00 Uhr

Frühstücksrestaurant Sonnenterrasse mit Eisbecher & Drinks

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Der richtige Imbiss zu jeder Tageszeit bei Patrick & Hans Zischg in Naturns Geöffnet von MO–FR 10–23 Uhr; SO 11–21 Uhr durchgehend. Samstag Ruhetag

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MO Ruhetag | mittags Pizza | warme Küche Tel. 0473 62 41 28 Römerstraße 22 Kastelbell/Galsaun, direkt an der Hauptstraße

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aus dem Holzofen

Ein gemütlicher Treff für Radfahrer

Auf Ihr Kommen freut sich Fam. Gerstgrasser Dienstag Ruhetag Bahnhofstraße 24 | 39025 Plaus | Tel. 0473 66 00 02 Sommerwind 2018

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Partschins Gsund bleibm! Salute! Take Care!

Partschins Schlanders

Meran

NATUR HEIL KRAFT

Bozen

Hervorragend: Rund um den Partschinser Wasserfall im Zieltal herrschen Bedingungen, die einmalig sind. Die Luftqualität ist hervorragend und ähnliche Werte lassen sich nur im Atlantik finden. Wasserfall und Zieltal öffnen in Partschins neue Türen und Wege.

Rund um den Partschinser Wasserfall ist kontinentale Reinluft anzutreffen - die an Reinluftgebiete über dem Nordostatlantik oder der Arktis heranreicht. Partschins ist für die Klimatherapie geradezu prädestiniert

von Erwin Bernhart/Karin Thaler

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as Ding ist sauber! Das ist in Europa selten. Die Luft ist wunderbar.“ Solche Begeisterung ist in Wissenschaftskreisen selten. Vor allem, wenn es sich um Wasserchemie und um Luftzustände handelt. Solche Worte sagt Reinhard Nießner, langjähriger Professor für analytische Chemie an der Technischen Universität München. Seit 2017 ist er emeritiert und im Unruhestand. Denn Nießner ist auf seinem Gebiet mehrfach preisgekrönt und gefragt und weltweit als erfahrener Experte unterwegs. Nießner konnte 2015 für eine Expertise, für eine Studie über den Partschinser Wasserfall und dessen Umgebung gewonnen werden. Ein Glücksfall für den Wasserfall. Großteils dem beharrlichen Charme von Karin Thaler, der Direktorin des Tourismusvereines Partschins, Rabland und Töll geschuldet. Denn mit der Zusage von Nießner kam beinharte und kompromisslose Wissenschaft nach Partschins. Mit vier Doktoranden und insgesamt 12 Leuten rückte der Professor dem Wasserfall und

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seiner Umgebung zu Leibe. Das Einzugsgebiet des Wasserfalles und der Wasserfall selbst sollten auf anthropogene Einflüsse hin untersucht werden, die Hydrogeologie studiert, die Wasserchemie analysiert und vor allem auch der Luftzustand im Zieltal gemessen werden. 60 Parameter, chemische und mikrobiologische, hat Nießner mit seiner Crew gemessen. Eine kleine Messhütte am Fuße des Wasserfalls diente den Wissenschaftlern als Head-Quarter. Einen ausgezeichneten Wasserzustand attestiert Nießner dem über die Klippen springenden Zielbach. Keine Legionellen, keimfrei. „Das Ding ist sauber“, so fasste Nießner bei einer Pressekonferenz in Rabland seinen mehrere hundert Seiten starken Befund zusammen. Zudem ist die Luftreinheit erstklassig. Sogar a bissl Gold ist in der Luft - und mit 7 Mikrogramm pro Liter sogar etwas Rubidium. Rubidium, schmunzelt der Professor, wirkt wie ein Antidepressivum: „In Partschins müssten glückliche Leute wohnen.“

In der Nacht, von 20 Uhr abends bis 6 Uhr in der Früh, findet man rund um den Partschinser Wasserfall „extrem reine Luft“. Das sei in dieser Form, sagt Professor Nießner, in Europa extrem selten. Am Tag kommen mit dem warmen Aufwind einige Partikel aus der Talsohle hinzu. Die Wasserfallluft hat weniger als 10.000 Teilchen pro Kubikmeter Luft. In Städten werde das 10-fache gemessen. Was diese Luftreinheit für die Menschen bedeuten kann, dafür ist eine zweite Instanz zuständig: Angela Schuh. Schuh ist Professorin für medizinische Klimatologie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München - sie ist akademische Direktorin am Lehrstuhl für Public Health und Vorsorgeforschung der Ludwig Maximilian Universität und Leiterin des Fachgebietes Medizinische Klimatologie/Vorsorgeforschung Kurortmedizin. „Wir sind ein per Gesetz definiertes Tandem“, hatte Nießer angekündigt. Denn für die Zertifizierung


und für die Anerkennung als Heilbad, als Luftkurort und Ähnlichem in Bayern sitzen die beiden, Nießner und Schuh, im entsprechenden Fachausschuss. Angela Schuh hat rund um den Partschinser Wasserfall die heilklimatischen Bedingungen untersucht, eine mögliche therapeutische Nutzhung. „Die gute Luft und die Luftfeuchtigkeit eigenen sich besonders für die Prävention“, sagt Schuh. Vor allem für die primäre Prävention. Aber auch für chronische, nichtallergische Atemwegserkrankungen eigen sich das „hervorragende Heilklima beim Wasserfall“. Für jeden geeignet ist das Heilklima für primäre Prävention des Herz-Kreislaufsystems. Auch für Leute mit niedrigem oder hohem Blutdruck wirkt die feuchte Luft entspannend. Schuh schlägt auch Terrainkuren vor - Kneippkuren beispielsweise. Kaltes Wasser sei ohnehin gesundheitsfördernd. Entschleunigung bei stressbedingten Erkrankungen sei mit entsprechenden Programmen in der Umgebung des Wasserfalles ideal, für Achtsamkeitstraining perfekt. Schlafstörungen können mit dieser reinen und vom „Zielerwind“ vor allem nachts permanent gekühlten Luft begegnet werden. Die Klimatherapeutin Schuh sagt, dass Partschins „hervorragend für klimatherapeutische Maßnahmen geeignet“ sei. Schuh sagt: „Für Entschleunigung und Stressabbau ist Partschins und insbesondere der Aufenthalt am Wasserfall mit seiner Umgebung prädestiniert: Das Geborgenheitsgefühl aufgrund des engen Tals, die schöne, weitgehend unberührte Landschaft, das eindrucksvoll fallende Wasser,

„Die gute Luft und die Luftfeuchtigkeit eigenen sich besonders für die Prävention“ Angela Schuh

das gleichmäßige und beruhigende Rauschen des Wasserfalls (…), das Farbenspiel des Wassers, das Plätschern des Zielbachs, die am Rande liegenden Steine etc.“ Die von der Natur bereitgestellten Ressourcen, die Lage vor den Toren des Naturparks Texelgruppe, die Wandermöglichkeiten in drei Höhenlagen mit insgesamt 240 km ausgeschilderten Wegen, 13 Dreitausender und nicht zuletzt das Alleinstellungsmerkmal Wasserfall sind geradezu prädestiniert für die Schaffung einer naturheilkundlichen Outdoor-Destination. Bestärkt durch die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Studien und Auswertungen, haben Partschins‘ Touristiker in jüngerer Zeit verschiedene Programme und Initiativen auf den Weg gebracht, um die Entwicklung des Ferienorts als gesundheitsfördernde Destination voranzubringen. Aufbauend auf die 4 Säulen Natur, Bewegung, Bewusstsein und Ernährung, wurde ein ganzheitliches Konzept erarbeitet, das sich sowohl an Feriengäste als auch an Einheimische richtet, die ihr Leben achtsam und bewusster gestalten wollen. Landschaft hautnah erleben, Bewegung und Stille genießen, loslassen und das innere Gleichgewicht finden: das sind die Ziele, die das Gesundheitsprojekt Partschinser Wasserfall verfolgt.

In Zusammenarbeit mit Wanderführern, Klimatherapeuten, Gesundheitspsychologen, Wellnesstrainern und Medizinern wurde an einem umfangreichen wie vielfältigen Angebot getüftelt, das die Heilkraft des Wasserfalls und die Vorzüge der Partschinser Natur mit allen Sinnen spür- und erlebbar macht. Von heilsamen Waldbädern und nächtlichen Wanderungen In Partschins wartet die Natur mit einer schier unerschöpflichen Quelle der Ruhe, der Entschleunigung und der Kraft auf. Mit Entspannung, Wahrnehmungsübungen und verschiedenen Erlebnissen, die einen tiefen Einblick in die Natur ermöglichen, rückt der Alltag in weite Ferne, entsteht Platz für neue Sichtweisen und werden Kraftreserven neu gefüllt. So geht es beim „Waldbaden“ primär um meditatives Wandern und achtsames Naturerleben. Wer sich im Wald aufhält, baut Stress ab und stärkt die Psyche und das Herz: Was in Japan längst als offiziell anerkannte Methode zur Stärkung der Gesundheit gilt, ist nun auch in geführter Form in den Wäldern von Partschins erlebbar. Eine besondere Erfahrung für die Sinne ist auch die Nachtwanderung zum Partschinser Wasserfall. Unter dem verheißungsvollen Motto „Im Rausch der Sinne“ werden selbige beim Wandern in der Dunkelheit geschärft, und es entsteht eine besondere Mischung aus Spannung und Entspannung. Eine spirituelle Erfahrung, die bodenständig und authentisch ist, und Erholung und Entschleunigung mit sich bringt. Foto: Erwin Bernhart

Foto: TV Partschins Helmuth Rier

Partschins Gsund bleibm! Salute! Take Care!

Mit großer Freude werden die Ergebnisse der Studien in Rabland vorgestellt v.l.: die Direktorin und der Präsident des Tourismusvereines Partschins/ Rabland und Töll Karin Thaler und Hans Weiss, das Professoren-Tandem Angela Schuh und Reinhard Nießner.

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Partschins Gsund bleibm! Salute! Take Care!

Foto: TV Partschins Helmuth Rier

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist der Schlüssel für ein langes und gesundes Leben, und ein Aspekt, dem in der Erarbeitung des Partschinser Gesundheitsangebots entsprechend Rechnung getragen wurde.

Die Kraft des Wassers und dessen heilende Wirkung sind dagegen zentraler Bestandteil der Kneippwanderungen, die leichten Schrittes entlang idyllischer Wasserläufe führen und dabei Einblick, Anleitung und praktische Tipps rund um die uralte Lehre von Pfarrer Kneipp vermitteln. Neben Wasser, sind (kühle) Luft, Wind und Sonne die wichtigsten gesundheitsfördernden Wetter- und Klimaelemente. Frische Gebirgsluft und das beruhigende Wasserfallrauschen tragen zum Gleichgewicht von körperlichem und seelischem Wohlbefinden bei. Besonders eindrucksvoll ist diese Erfahrung im Rahmen der Klimatherapie. Von einem erfahrenen Klimatherapeuten angeleitet und begleitet, hilft die Klimatherapie am Partschinser Wasserfall bei chronischen Erkrankungen von Haut und Atemwegen, bei Stoffwechselproblemen, saisonaler Depression sowie Herzund Kreislaufpathologien.

Bewusste Ernährung als Gaumenund Sinnesfreude In der Prävention von Krankheiten und dem Erhalt des Gesundheitszustandes spielt selbstverständlich auch die Ernährung eine tragende Rolle. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist der Schlüssel für ein langes und gesundes Leben, und ein Aspekt, dem in der Erarbeitung des Partschinser Gesundheitsangebots entsprechend Rechnung getragen wurde. Slow-Food, der Bewusstseinswandel hin zu Regionalität, nachhaltig erzeugten Lebensmitteln und langsames Genießen –

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dieser Trend ist in Partschins seit jeher Teil der Alltagskultur und wird in den traditionellen Restaurants, Gasthäusern und Buschenschänken der Ortschaft entsprechend zelebriert. Einheimische Produkte, überlieferte Rezepte und die besondere Mischung aus alpenländischen Zutaten und mediterranen Akzenten lässt viel Spielraum für die Zubereitung leichter, gesunder Gerichte, die sowohl Grundlage für das eigene Wohlbefinden als auch Quelle neuer Inspirationen sind. Die Qualität der heimischen Lebensmittel ist hervorragend. Bauernhöfe, Weingüter und Sennereien bieten die Möglichkeit ihre Produkte direkt vor Ort zu erwerben, organisieren geführte Besichtigungen und lassen sich bei der Herstellung ihrer Erzeugnisse über die Schulter schauen. Teil des heimischen Gesundheitsangebots sind auch die geführten Wanderungen zum Thema Wild- und Heilkräuter. Bei schmackhaften Ausflügen durch die Wiesen und Wälder rund um Partschins vermitteln Kräuterexperten Wissenswertes und Kurioses rund um die Heilkraft der wild wachsenden Pflanzen, die nicht nur kulinarisch eine echte Bereicherung sind, sondern auch unsere Gesundheit positiv beeinflussen.

Einheimische Produkte und auch überlieferte Rezepte kommen in Partschins auf den Tisch - im Bild ein gemeinsames „Muas-Essen“

Gesundheit aus der Natur – rezeptund nebenwirkungsfrei Zusätzlich zu den gebotenen Aktivitäten besteht außerdem die Möglichkeit ein ärztliches Check-Up durchführen zu lassen, das Aufschluss über den persönlichen Gesundheitszustand gibt. Neben Anamnese, Labordiagnostik und Funktionstests, beinhaltet der Gesundheitscheck, den es als Basis- oder Premiumpaket gibt, auch die Erstellung eines individuellen Wander- und Trainingsprogramms mit einer wohldosierten Mischung aus Natur, Bewegung und Entspannung. Gäste und Einheimische sind eingeladen, das vielfältige Gesundheitsangebot des Ferienorts Partschins für sich zu entdecken und in der einzigartigen, von Sonne und Klima verwöhnten Natur aus dem Vollen zu schöpfen. Mit seinen naturgegebenen Ressourcen, einem imposanten Wasserfall mit Heilklima und der Vielfalt an Möglichkeiten für Aktive und Erholungssuchende, hat Partschins ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht, das Gesundheitsförderung und Prävention nicht nur möglich macht, sondern auch nachgewiesenermaßen Vorteile für das körperliche und seelische Wohlbefinden bringt.

Infos und Anmeldung: Tourismusverein Partschins, Rabland, Töll | Spaureggstr. 10 | I-39020 Partschins, Tel. +39 0473 967157 | www.tvpartschins.blogspot.com | www.partschins.com


texelbahn

Partschins Gsund bleibm! Salute! Take Care!

in eilbahn s a m a r o n ... die Pa

WIR FEIERN - NOI FESTEGGIAMO - WIR FEIERN - NOI FESTEGGIAMO

Partschinser Wasserfall

Auf über 1.500 m mitten im Naturpark Texelgruppe

25 JAHRE | 25 ANNI Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer Museo delle Macchine da Scrivere Peter Mitterhofer Feiern Sie mit uns: jeden 1. Sonntag im Monat, 14 -18 Uhr, Eintritt frei Festeggiate con noi: ogni 1° domenica del mese, ore 14 -18, entrata gratuita Partschins bei Meran | Parcines presso Merano Tel. +39 0473 967 581 – www.typewritermuseum.com

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in Partsch

Direkter Einstieg in den Meraner Höhenweg Abstieg zur Talstation über den Partschinser Wasserfall (höchster Wasserfall Südtirols) Wanderungen ins Zieltal zur Zielalm oder Lodnerhütte Gipfelerlebnis Zielspitz (3.006 m) Rundwanderweg über den Orenknott (2.258 m)

Museen

TEXELBAHN · Zielstraße 11 · I-39020 Partschins Tel. +39 0473 968295 · info@texelbahn.com · www.texelbahn.com


Zum Wandern

Zum Genießßen


Zum Staunen

Zum Gsundbleibm!

Partschins mit Rabland & Tรถll Die bezauberndsten Vororte von Meran www.pARTschins.co m

Gsund Bleibm! Salute! Take care! www.partschins.com


Partschins Kunst in Holz

Partschins Schlanders

Meran

Karl Hofer ist gelernter Holzbildhauer und restauriert Prozessions- und Kirchenstatuen, Holzreliefs und vieles andere. Karl schnitzt und malt - und hat seit Kurzem sein Atelier nach Partschins verlegt.

Bozen

Schnitzen, malen, restaurieren

Der Restaurator Der Holzbildhauer, Maler und Restaurator Karl Hofer lebt mit seiner Familie in Partschins. Ăœber den Vater und vor allem Ăźber den Pfarrer sei er zur Holzschnitzerei gekommen, sagt Karl Hofer.

Foto: Erwin Bernhart

von Erwin Bernhart

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Partschins Kunst in Holz

Das Hauen von Schriften für ” Friedhofsarbeiten, das hab’ ich von Laas mitnehmen können und verwende diese Technik gelegentlich heute noch.“ Karl Hofer

es nicht mehr“, sagt Karl. Die Gesellenprüfung machte er in Gröden. Seither ist Karl ausgebildeter Holzbildhauer. Danach kam er in Kontakt mit einem ganz anderen Material. Er besuchte ein Jahr lang den Grundlehrgang für Steinmetze an der Marmorfachschule in Laas. „Das war zach, das war steinhart“, lacht Karl. Denn die Langsamkeit, die Mühen bei der Bearbeitung des Marmors waren ein Schock. Ein große Herausforderung. Der Marmor hat einiges abverlangt. Eine Kugel, eine Pyramide, einen Würfel aus dem Stein zu hauen, das war harte Arbeit. Karl war weiches Holz gewohnt. „Das Hauen von Schriften für Friedhofsarbeiten, das hab’ ich von Laas mitnehmen können und verwende diese Technik gelegentlich heute noch“, sagt Karl. Aufgrund des Militärdienstes, bedauert Karl Hofer, konnte er eine begonnen Ausbildung nicht abschließen. Das Südtiroler Denkmalamt hat in einem zweijährigen Lehrgang Restauratoren ausgebildet. Das Auswahlverfahren schaffte Karl mühelos. Es wurden nur neun Leute in Sachen „Fassmalerei“ und alte Techniken berücksichtigt. Die Einberufung zum Militärdienst verhinderte allerdings den Abschluss des Lehrganges.

Karl Hofer heuerte beim Malerbetrieb Georg Thuile in Algund an. Thuile hat Hofers Talent und Geschick rasch erkannt und seinen Betrieb um Maler- und Restaurationsarbeiten in Kirchen und Kapellen und um die Fassmalerei - das Bemalen von Figuren nennt man „fassen“ - erweitert. Die erste Arbeit führte Karl Hofer ins heimatliche Passeiertal, nach St. Leonhard. Die Altäre in der Pfarrkirche hat er dort gereinigt. Die Arbeit führte ihn in die Pfarrkirchen von Matsch und Planeil - Altäre reinigen, fehlende Holzteile ersetzen, ergänzen, die Farben an Figuren erneuern und Ornamente neu vergolden. In Partschins hat er 1990 die Orgel nach der Restaurierung und Umstrukturierung neu bemalt. Seine Ausbildung bildete mit seiner Arbeit Synergien. Pfarrer und Pfarrgemeindepräsidenten brachten aus allen Tälern Prozessionsfiguren, die aufzurichten waren. Dort fehlten Finger, da Flügel, eine abgebrochene Hand... In Keller und Garage haben sich die Heiligen angesammelt. „Ich konnte nicht mehr schlafen vor lauter Heilige im Keller“, schmunzelt Karl. Nach vier Jahren im Malerbetrieb des aus Taufers im Münstertal gebürtigen Thuile wagte Karl 1994 den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich hatte viel Erfahrung und trotzdem ein Nichts vor mir“, sagt Karl. Aber auf viele Kontakte vor allem in die Pfarreien konnte Karl Hofer aufgrund seiner bisherigen Restaurationsarbeiten zählen. Auch Privatpersonen suchten mit Statuen, mit Bildern, mit Schnitzereien Karl Hofer auf, um ihn mit Restaurationsarbeiten zu beauftragen.

Obst aus Zirmholz oder aus Nussholz - Karl Hofer findet Zeit für formschöne Spielereien. Beim Schnitzen vergisst Karl die Welt um ihn herum - er taucht ein in Holz und Form

Foto: Erwin Bernhart

K

arl Hofer hat Bauchkribbeln. Denn er zieht um. Besser gesagt, er verlegt gerade sein Atelier von Algund nach Partschins. Außerhalb des Dorfes, mitten in den Obstwiesen in Richtung Töll hat Karl eine neue Bleibe gefunden, für seine Werke, für zu restaurierende Statuen, für seine Bilder, für aus Holz geschnitzes Obst... sein neues Atelier in der Zehentstraße 22 „Felderer“ nimmt er gerade in Beschlag. Bei der Familie Kofler wurde er herzlich aufgenommen. „In Algund“, sagt Karl „hat es nicht mehr gepasst.“ Baustellen mit Baukränen haben sein bisheriges Atelier in der Weingatnerstraße umzingelt. Das hat seine Kreativität beinahe erstickt, es habe zugetan, sagt Karl. Er suchte für sich ein neues Zentrum. Seit mehr als 22 Jahren wohnt Karl Hofer mit seiner Frau und seinen Kindern Magdalena und Lukas in Partschins - und nun ist sein Atelier nachgezogen. Hofer stammt aus Stuls in Passeier und dort vom TonigerHof auf 1300 Meter. Stuls ist die Passeirer Sonnenterrasse. Steil aber sonnig. „Deshalb hab ich mir auch ein sonniges Plätzchen zum Wohnen gesucht“, sagt Karl mit Blick auf Partschins. Auf dem elternlichen Bauernhof habe er alle in der Berglandwirtschaft anfallenden Arbeiten ausgeführt. „Mein Vater hat die Arbeitsgeräte alle selber hergestellt: Besen, Körbe, Sensenschieber, die Rechen mit Holzzähnen. Die Familie am Hof war noch Selbstversorger. Im Winter war die Stube voller Birkenreiser. Als Kinder haben wir dem Vater geholfen, Besen zu binden und Körbe zu flechten. Das war mein Erstkontakt mit dem Holz. In der Grundschule war es dann der langjährige Pfarrer von Stuls, Josef Wallnöfer, ein gebürtiger Allitzer, der uns Grundschüler das Schnitzen gezeigt hat. Der Pfarrer hat nicht nur Religion unterrichtet, sondern er hat auch Stuhllehnen geschnitzt. Das war der ernste Kontakt mit Schnitzgeräten“, erzählt Karl. Nach den Pflichtschuljahren trennten sich die Wege. Sein Zwillingsbruder blieb auf dem elterlichen Hof und Karl ist von Stuls an den östlichen Rand Südtirols, nach St. Jakob im Ahrntal, gegangen. Drei Jahre lang hat er dort die Schnitzereischule besucht. Dort hat er das Zeichnen, das Modellieren mit Gips und Ton, das Fassmalen und das Schnitzen erlernt - Ornamente, Krippenfiguren, Masken, Figuren nach Modellen zu schnitzen. „Diese Schule gibt

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Partschins restaurieren

Karl Hofer hat eine alte und schöne Nepomuckstatute nachgeschnitzt und bemalt.

Fotos: Karl Hofer

Wenn Zehen, Finger oder andere Körperteile an alten Statuten fehlen oder wenn Vergoldungen abgewaschen, Farben ausgebleicht oder abgeblättert sind: Karl Hofer ergänzt und malt mit großer Geduld. Die Statuen in Kirchen, Kapellen und bei Prozessionen erstrahlen in neuem Glanz. Nur geübte Augen erkennen die vorgenommenen Veränderungen

Karl Hofer fand die Zeit, Bilder auf Leinwand zu malen, Porträts und Aktbilder auch. „Vom Arbeiten im Malerbetrieb habe ich auch das Malen auf Mauern erlernt“, sagt Karl. Heiligenbilder in Kapellen malt Karl, Dekorationen. In seinem Heimatdorf Stuls etwa wurden die nackten Betonwände einige Jahre nach dem Bau als pietätlos empfunden. Karl hat die Leichenkapelle farblich gestaltet. Der Partschinser Pfarrgemeinderat um Pfarrgemeinderatspräsident Walter Kaserer hat Karl Hofer mit dem Entwurf und mit der Gestaltung einer Dorfkrippe beauftragt. Seit 10 Jahren haben die Partschinser in der Weihnachtszeit eine große moderne und in weichen Linien gestaltete Dorfkrippe. Die Partschinser Pfarrkirche zu Peter und Paul ist ihm vertraut, wie kaum einem anderen. Denn Karl Hofer hat die Altäre gereinigt. Im Zuge seiner Arbeitenund Aufträge hat sich Karl drei Standbeine erarbeitet.

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Das Restaurieren von Holzskulpturen, von Holzreliefs bildet den Hauptteil seiner Arbeit. Ein Auferstehungschristus zum Beispiel wartet bereits im neuen Atelier auf Erneuerung - abgebrochene Fahne, abgewaschene Farben, staubig, die goldenen Teile von Reinigungsdrang abgeschrubbt. Das Schnitzen von Figuren, von Heiligenfiguren nach alten Modellen, auch von Figürlichem bereitet Karl Hofer weiterhin große Freude. Obst aus Zirm- oder Nussholz, Trauben, Äpfel, Birnen, teilvergoldet, mit eigenwilligen Stielen aus alten Nägeln... Und als Drittes kommt das Malen hinzu. Mauer- und Fassadengestaltungen, Fensterumrandungen... Karl ist einer, der sagt, dass man nie ausgelernt hat und er besucht derzeit den Lehrgang „Konzeptuelle Denkmalpflege - Grundlagen des Gestaltens“ in Müstair und im Obervinschau. Dieser

Gestaltungskurs ist vom bekannten Schweizer Architekten Gion A. Caminada und von Josef Perger angeregt worden, der in Prad lebt und seit 2005 Mitglied des Forschungsteams am Lehrstuhl Caminada der ETH Zürich ist. Die Weiterbildungsuniversität Krems begeleitet den Lehrgang. Hofer ist wissbegierig und begeistert. Im Kloster St. Johann hat Karl Hofer zum Gaudium der Kursteilnehmer und auch der Ordensschwestern Kurzerhand eine Schaukel installiert. Der Austausch mit kreativen Leuten tue ihm gut, sagt Karl und die Landschaft und die Leute im Val Müstair und im Obervinschgau findet er inspirierende. Inspirierend ist auch der Umzug seines Ateliers nach Partschins. Nun hat Karl Hofer den Töllgraben, die geografische Grenze zwischen dem Vinschau und dem Burggrafenamt hinter sich gelassen und ist im Vinschgau gelandet.


Naturns Klettersteig

Bahnhofsstraße 11 - I-39025 Plaus bei Meran - Südtirol Tel. 0039 0473 66 01 23 - Fax 0473 66 01 91 info@plauserhof.info - www.plauserhof.info

Am Park 15 - I-39025 Plaus bei Meran Tel. +39 0473 660024 - Fax +39 0473 66 0164 E-Mail: info@etschland.it - www.etschland.it

Plaus ist die kleinste Gemeinde im Vinschgau / Meraner Land. Plaus hat etwas ganz Besonderes: Als Ausgangspunkt für Radausflüge liegt das kleine Dorf geradezu ideal, direkt am Vinschger Radweg. Inmitten von Obstanlagen und umrahmt von einmaligen Bergkulissen ist Plaus auch Ausgangspunkt für tolle Wanderungen und Bergtouren. Gleich mehrere Bergbahnen in der unmittelbaren Nähe ermöglichen Wanderungen auf alten Almpfaden mit Einkehr in Almen und Berghütten, oder am reizvollen Sonnenberg. Mit dem Vinschgerzug lässt sich auch der überaus reizvolle Vinschgau mit seinen Schlössern, romanischen Dörfern, interessanten Museen und vielem mehr erkunden. Wer Kulturelles sucht oder einen Stadtbummel in seine Urlaubsplanung miteinbeziehen will, der schätzt die Nähe zur Kurstadt Meran und Bozen. Der Plauserhof und das Park Hotel Villa Etschland befinden sich mitten drin. Beide Hotels sind modernst ausgestattet, werden familiär geführt und sind idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen aller Art und idealer Rückzugsort für Genuss und Erholung.

Wir, die Familie Gurschler, freuen uns darauf, Ihnen unsere Hotels bei einem Besuch vorstellen zu dürfen.


Events 2018 Mit Reinhold Messner auf Juval l 01. Juni 2018 Ein Nachmittag und Abend auf Juval: Wanderung, Museumsbesichtigung, Impulsvortrag und Abendessen im Schlosswirt – exklusiv mit Reinhold Messner.

Gipfeltreffen l 22. Juli, 19. August, 09. September 2018 Erleben Sie den Geschichtenerzähler Reinhold Messner am Gipfelplateau des Kronplatzes und einen morgendlichen Museumsbesuch im MMM Corones.

Yakauftrieb und Signierstunde l 27. Juni 2018 Alljährlicher Yakauftrieb mit Reinhold Messner in Sulden und anschließende Signierstunde ab 15 Uhr im MMM Ortles.

Gespräche am Feuer l 07./14./21./28. August 2018 Abendliche Museumsbesichtigung des MMM Firmian, ab 21 Uhr erzählt Reinhold Messner aus seinem Leben und beantwortet Ihre Fragen.

Bergvölker-Fest l 18. August 2018 Ein Wochenende mit Gesangseinlagen, kulinarischen Überraschungen und Diskussionsrunden zwischen geladenen Gästen und Reinhold Messner im MMM Ripa.

www.messner-mountain-museum.it

CORONES Kronplatz/Plan de Corones

FIRMIAN Bozen/Bolzano

DOLOMITES Cibiana di Cadore

JUVAL Kastelbell/Castelbello

RIPA Bruneck/Brunico

ORTLES Sulden/Solda


Höhenweg Brücke

Schlanders

Meran

Naturns

Foto: © Seilbahn Unterstell

Bozen

Meraner Höhenweg die neue Hängebrücke

Der beliebte Meraner Höhenweg ist um eine Attraktion reicher: Am Naturnser Sonnenberg wurde eine neue Hängebrücke über den Lahnbach gespannt. Sicherheit kann auch spektakulär sein. Text: Erwin Bernhart

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wischen den Bergstationen der Texelbahn und der Seilbahn Unsterstell verläuft jener Abschnitt des Meraner Höhenweges, der wohl am meisten begangen ist. Es ist eine Herrlichkeit, mit den Bahnen rasch auf den Meraner Höhenweg zu kommen und ebenso herrlich ist es, wenn nach ausgiebiger Wanderung beim Abstieg ins Tal anstelle einer Knie- und Gelenksbelastung eine bequeme Gondel zur Verfügung steht. Der Verbindungsweg hat Erlebniswert, vor allem auch die Begehung der „1000-Stufen-Schlucht“ am Lahnbach. Der Naturnser Sonnenberg liegt im Naturpark Texelgruppe, der 1976 eingerichtet worden ist. Der Abschnitt des Meraner Höhenweges im Bereich des Naturnser Sonnenberges bietet schöne Aussichten ins Burggrafenamt und in den Vinschgau. Die Wanderung zwischen den Bergstati-

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onen verlangt etwas Kondition und auch etwas Trittsicherheit. Aufgrund der günstigen Sonneneinstrahlung zu jeder Jahreszeit erfreut sich der Wanderweg großen Zuspruchs - von der Schneeschmelze bis zum Wintereinbruch. Am Wanderweg gibt es aber auch „freche“ Bäche. Den Lahnbach etwa. An normalen Tagen ein beschauliches Bächlein, bei heftigem Regen ein unberechenbarer Bach mit einem Hang zu Schlammlawinen, bei großen Schneemengen mit der Bereitschaft zu Schneelawinen. Der Forstbehörde hat der Lahnbach in der Vergangenheit durch Muren und Verschlammung immer wieder harte Arbeit abgerungen. Denn die Forstbehörde ist für die Instandhaltung des Weges zuständig. Die Prognose war, dass durch die vielen Muren der blanke Fels zum Vorschein kommt. Deshalb hätte

der Weg entweder in das Gestein gehauen oder mittels Stegen - mit Stahlverankerungen im Fels - errichtet werden müssen. Eine aufwändige und teure Angelegenheit, zudem nur eine temporäre Geschichte. Die Idee, dem Lahnbach mit einer Hängebrücke ein Schnippchen zu schlagen, war naheliegend. Bevor man allerdings ein Projekt dazu erarbeitet und bei den zuständigen Stellen eingereicht hat, hat der Naturnser Bürgermeister Andreas Heidegger einen Lokalaugenschein anberaumt, zu dem der örtliche Gemeinderat, Techniker und Geologen, die Seilbahnbetreiber, Vertreter des Forstamtes, Vertreter des Naturparkes Texelgruppe und Vertreter des Alpenvereines eingeladen waren. Der Auflauf war auch deshalb berechtigt, da es sich um eine sensible Zone im Naturpark handelt. Bei der anschließenden Diskus-


sion kam durchaus ein postives Echo für den Bau einer Hängebrücke. Das Projekt wurde vom Konsortium „Erlebniswelt Sonnenberg - Nörderberg“ in Auftrag gegeben und letzlich vom Tourismusverein Naturns eingereicht. Es hat einige Zeit gedauert, bis die Finanzierung gesichert werden konnte. Auch kritische Bürger in Naturns mussten von der sicherheitstechnischen Sinnhaftigkeit einer Hängebrücke überzeugt werden. Und nun ist die Brücke endlich verwirklicht. Das Projekt hat rund 160.00 Euro gekostet und wurde mit einem Landesbeitrag aus dem Landschaftsfonds, mit Geld von der Gemeinde und von den Seilbahnen und dem Tourismusverein Naturns ge-

Foto: © Seilbahn Unterstell Foto: © Seilbahn Unterstell

Foto: Angelika Ploner

Foto: © Seilbahn Unterstell

Höhenweg Brücke

meinsam gestemmt. Und seit kurzem ist es vollendet. Für die Wanderer steht damit eine neue Attraktion zur Verfügung. Aber vor allem ist für mehr Sicherheit gesorgt und mit der Hängebrücke über den Lahnbach ist Sicherheit auch spektakulär. Der Abschnitt des Meraner Höhenweges am Naturnser Sonnenberg kann so ganzjährig begangen werden. Mit der Hängebrücke über den Lahnbach ist eine Gefahrenstelle entlang des schönen Meraner Höhenweges wesentlich entschärft und damit ist der Weg zwischen den Seilbahnbergstationen attraktiver geworden. Darüber freuen sich auch die Raststätten entlang dieses Wegabschnittes.

info Die neue Hängebrücke über den Lahnbach ist eine „echte Hängebrücke“ Tragseile: 72 Meter, im Fels verankert Brückenlänge: 55 Meter Nettobreite: 1,20 Meter Gehbelag: Lärchenholz Unterkonstruktion: Stahl Geländer: Stahl mit vertikalen Stäben Handlauf: Lärchenholz, Höhe 1,10 Meter Höhe über dem Meer: 1.425 Meter

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Holz Handwerk

DajuWood Yes, we wood

DajuWood - dahinter verbirgt sich ein Kreativ-Unternehmen aus Kastelbell mit zwei jungen Menschen, die ihre Passion für Holz innovativ ausleben. Julian Gstrein und sein Freund Daniel entwerfen und designen Holz-Brieftaschen - eine spannende Geschichte. Text: Angelika Ploner

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ie sie entstehen ist kein Geheimnis, sondern hohe Handwerkskunst. Es braucht genau 17 Schritte bis zur Perfektion, 17 Arbeitsschritte von der Vorbereitung des Materials bis hin zum fertigen Produkt. Welches das ist? Holzbrieftaschen, genauer gesagt die Designer-Holzbrieftaschen von DajuWood - zwei jungen kreativen Holzexperten, der eine aus Brixen, der andere aus Kastelbell. Der eine ist Julian Gstrein, technischer Zeichner und Designer, der andere Daniel, Marketingexperte - zusammen ergeben sie DajuWood - abgeleitet von den Initialien ihrer Namen und dem englischen Begriff „wood“ - Holz. Denn das ist schließlich der Rohstoff der Kreationen: Holz. Holz hat Charakter, hat eine starke Persönlichkeit - so wie die Produkte von DajuWood. Die Holz-Brieftaschen haben klare Linien, Ecken und Kanten, sind langlebig,

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funktional, lässig und treten in verschiedenen Optiken auf: Einmal in dekorativem Zebrano, dann wieder in edlem Nussholz, elegantem Olivenholz oder Palisade. Vergangenes Jahr hat man sogar eine Serie Holz-Portemonnaies aus Marillenbaumholz gefertigt: Für die Veranstaltung „Marmor & Marille“. Schließlich trifft der kreative und innovative Geist der Laaser Kulturveranstaltung genau jenen von DajuWood. Seit 2015 ist das junge Unternehmen nun auf dem Markt, vornehmlich im Internet, geführt als Unterfirma der Tischlerei Gstrein in Kastelbell. Wie DajuWood entstanden ist? „Die Idee“, sagt Julian Gstrein, „die stammt von Daniel Merler.“ Daniel trat mit einem klaren Auftrag an Julian heran: Er wolle eine Holzbrieftasche haben. Nur für ihn. Ein Einzelstück. In der Tischlerei von Julians Vater - der Tischlerei Gstrein - fand man die

besten Voraussetzungen, die Idee in die Tat umzusetzen. „Wir sind unzählige Tage nach 18 Uhr bis spät in die Nacht hinein in der Werkstatt gesessen, haben getüftelt und probiert bis es endlich geklappt hat“, blickt Julian zurück. Die Funktionen einer Brieftasche hat man einfach in ihre Einzelteile zerlegt - und zum Schluss zusammengefügt. Die Holz-Brieftasche für Daniel war fertig - und DajuWood geboren. Denn das Produkt hatte sich bald herumgesprochen und die Nachfrage an den Holz-Brieftaschen war groß. „Schnapsidee“, sagte Vater Werner zur Idee die Holz-Brieftaschen herstellen und vermarkten zu wollen. „Dann erst recht“, dachten sich Julian und Daniel. Heute ist er stolz auf die beiden. Aus der anfänglichen Skepsis ist ein erfolgreiches Miteinander geworden. Während der Prototyp einfach ohne großes Innenleben gehalten war, perfektionierten Daniel und


Holz Handwerk

info

Die Produkte von Dajuwood sind im Onlineshop Dajuwood.com - oder bei folgenden Verkaufspunkten erhältlich: Onlineshop: Dajuwood.com Tischlerei Gstrein direkt an der Hauptstraße in Kastelbell Weinhandlung Forcher in Kastelbell/Galsaun

Schlanders

Meran

Kastelbell Bozen

Haus Nummer 13 in Meran Ontour4 you Megar in Meran

Julian die nachfolgenden Modelle. Solis, Dolomites, Ligna und Alpes - zusammen sind die Holzbrieftaschen mit Südtiroler Lifestyle-Namen die DajuWood-Familie. Bei „Solis“ etwa trifft luxuriöses Design auf Nachhaltigkeit und Natur. Das Modell ist ein echter Hingucker und bereitet im Alltag viel Freude. Deshalb hat es den Namen „Solis“ bekommen, was auf Latein soviel wie Sonne bedeutet. Das Modell „Solis“ ist Geldklammer als auch Holz-Portemonnaie, weil es auf der Vorderseite auch einen Stauraum für sechs Kredit- und Bankkarten zu bieten hat. „Ligna“ hingegen ist das raffinierteste unter den Modellen. „Ligna“ punktet nicht nur mit einzigartigem und sehr edlem Design, sondern auch mit der einzigartigen Technik zur Verstauung der Scheine, dem „Magic Wallet“, das wie von Zauberhand beim Schließen der Brieftasche die Geldscheine hinter einem Gummiband einordnet. Was dahintersteckt? „Wird nicht verraten“, schmunzelt Julian. Die Produktfamilie schließt auch Kreditkartenetuis und reine Geldklammern ein, Holzuhren und Handyhüllen sind hingegen ein Randprodukt von DajuWood. „Wir wollen unser Hauptaugenmerk auf die Portemonnaies legen“, sagt Julian. Diese können auf Wunsch sogar personalisiert werden. Weitere Ideen? Natürlich schwirren noch viele weitere Ideen im Kopf umher. Die Zeit spielt einen entscheidenden Faktor. Auch personelle Veränderungen. Nichtsdestotrotz. Die Geschichte von DajuWood geht weiter....ganz nach dem Motto: Yes, we wood.

Adresse: Produktion und Verkauf direkt an der Staatsstraße in Kastelbell oder www.dajuwood.com und in der Weinhandlung Forcher - Kastelbell/Galsaun.

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Holz Handwerk

Die Produktion Materialvorbereitung

Die Hölzer werden unter strengsten Kriterien ausgesucht und dann millimetergenau zugeschnitten und kalibriert. Ziel der Materialvorbereitung ist es, eine solide und qualitativ hochwertige Basis für ein einzigartiges Produkt zu schaffen.

Leimen

Der Leimauftrag erfolgt von Hand und erfordert großes Geschick. Die Kunst beim Auftragen des Leims besteht darin, keine Luftblasen zu erzeugen und Schmutzrückstände auf der zu verleimenden Fläche zu vermeiden.

Programmieren Taschenfräsung

Die vorbereiteten und auf den Millimeter genau vermessenen Holzstücke werden zum ersten Mal auf eine CNC-Fräse aufgespannt und bearbeitet. So werden die Innenräume bzw. Fächer für Bankkarten und Geldscheine hergestellt.

Lackieren (Grundlack)

Beim Auftragen des Grundlacks wird gleichmäßig eine dünne Schicht auf die Holzteile aufgesprüht, um die Holzporen zu schließen. Das Holz wird dadurch widerstandsfähiger und noch glatter.

Fräsen

Schleifen

Die Rohteile der Geldbörsen müssen alle von Hand geschliffen werden. Nachdem die Oberfläche glatt geschliffen worden ist, werden noch die Kanten gebrochen und die Rundungen in die Portemonnaies eingearbeitet.

Die bereits vorgefrästen und verleimten Holzstücke werden nun zum letzten Mal auf die CNC-Fräse gespannt und es erfolgt die Endfräsung. Die Rohteile der Designer Portemonnaies aus Holz sind fertig. Danach beginnt der größte Teil der Produktion der Unikate, welcher zu 100% in Handarbeit stattfindet.

Bänder einsetzen

Lackschleifen

Beim Lackschleifen wird ein geringer Teil des aufgetragenen Grundlacks nochmals abgetragen, um letzte Unebenheiten auszugleichen. Nach dem Lackschleifen folgt die Zwischenkontrolle.

Programmieren = optimieren. Je besser und exakter die Programmierung der CNC-Fräse erfolgt, umso schneller und präziser kann die Fräse die nötige Vorarbeit leisten.

Die Bänder müssen auf den Millimeter genau in die Verankerungen der vorgefrästen Holzteile eingesetzt werden und läuft nach dem Prinzip des „Magic Wallet“ ab.

Polieren

Sobald der Decklack vollständig ausgehärtet ist, werden die Geldbörsen poliert. Mit einem groben Papier wird vorpoliert, mit einem feinen der Hochglanz verliehen.

Lasern

Decklackierung

Der Decklack wird mit einem Spezialpräparat aufgetragen. Dieses garantiert, dass das Holz weiterhin seine Naturoptik behält. Der Decklack wird einen Tag lang bei geregelter Temperatur ausgehärtet. Diese Schutzschicht ist kratzfest und behält die Optik des Holzes über viele Jahre.

CAFÉ

Für jedes Portemonnaie wird in der rechten oberen Ecke ein Kreis mit 15 mm Durchmesser gelasert, damit an dieser Stelle die Goldplakette eingesetzt werden kann. Jede Geldbörse kann mit einer persönlichen Lasergravur bestückt werden und wird somit zu etwas ganz Besonderem.

HELENE

LATSCH

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Kastelbell-Tschars Vinschger Weinwanderweg

Via Vinum Venostis Vinschger Weinwanderweg Kastelbell-Tschars gilt unter den Vinschger Gemeinden als „Dorf der Genießer“. In den sonnigen Hanglagen der Umgebung von Schloss Kastelbell bis hin zu Schloss Juval produzieren kleine Hofkellereien vorzügliche Weine mit dem typischen Charakter dieser Gegend. Hochqualitative Vinschger Spitzenweine sind heute nicht nur Bestandteil des Südtiroler Weinsortiments, sie zeichnen sich auch durch internationale Prämierungen aus. Vielfältige Köstlichkeiten aus dem Garten der Natur, vom hochwertigen Kastelbeller Spargel im Frühling bis hin zu schmackhaften Kastanien im Herbst, tragen zu einem breiten Angebot für Genießer kulinarischer Köstlichkeiten bei. Zahlreiche Gastbetriebe laden zu Spezialitäten-Wochen ein. Der Vinschger Weinweg ist eine ganzjährige Einladung an den

Wanderer zu einer aufschlussreichen und genüsslichen Tour. Über weite Strecken folgt der Weinweg den Waalen, die einst als künstliche Bewässerungskanäle angelegt wurden. Teilweise führt er vorbei an Höfen oder durchquert private Grundstücke und Weinberge. Die Menschen die hier leben und arbeiten gewähren gerne und bereitwillig Einblick in ihre Lebens- und Arbeitsweise. Wanderer und Naturliebhaber sind aufgefordert Eigentum und Gebräuche dieser Gegend zu respektieren und sich der Natur mit Sorgfalt zu nähern. Entlang des Weges geben Hinweistafeln Informationen zu Landschaft, Wein, Gastbetrieben und Hofkellereien. Die rund 2,5 Stunden lange Wanderung kann auch in Teilabschnitten sowie in beide Richtungen begangen werden.

Verkauf und Verkostung - Vendita e degustazione - Sale and tasting 1 2 3 4

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Himmelreich-Hof Köfelgut Lehengut Marinushof

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Einkehrmöglichkeiten - Mangiare e bere - Food and drink 1

Obermairhof Rebhof Unterortlhof Weberhof

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AngerguterkellerBad Kochenmoos Hotel Bauhof Gasthof Gstirnerhof

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Hofschank Himmelreich-Hof Hotel Restaurant Himmelreich Genusshotel Panorama Hofschank Pfraumhof

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Hotel Restaurant Sand Vinschger Bauernladen Hotel Restaurant Winkler Pizzastube Zur Sonne 7 10

Latsch Laces

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Staben Stava

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Tschars - Ciardes

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Kastelbell - Castelbello 4

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Hauptweg - Sentiero principale - Main path Zustiege - Sentieri di accesso - Access paths Verkauf und Verkostung - Vendita e degustazione - Sale and tasting Einkehrmöglichkeiten - Mangiare e bere - Food and drink Infotafen - Pannelli informativi - Information boards

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Galsaun Colsano

Parkplatz - Parcheggio - Parking Infobüro - Ufficio informazioni - Information office Bahnhof - Stazione - Station


Kastelbell-Tschars 10. Weinsommer

10. Weinsommer in Kastelbell-Tschars Juli und August 2018 Kastelbell-Tschars liegt im Herzen des geschützten Ursprunggebietes DOC Vinschgau, das mit seinen nur 70 Hektare und einer Höhenlage von 550 bis 1300 Metern offiziell als „Heroischer Weinbau“ klassifiziert ist. Die arbeitsintensiven Steillagen am Sonnenberg eignen sich dank der zahlreichen Sonnenstunden sehr gut für die Kultivierung hochwertiger Weine.

Sonntag, 08. Juli Alm-Wein-Sommer Marzoner Alm Mit traditionellen Alm- und Wildgerichten verwöhnt sie die Marzoner Alm bei der neuen Stadlbar. Die dazu passenden Weine der teilnehmenden Winzer können zum Essen verkosten werden. Von 11.00 bis 17.00 Uhr. Marzoner Alm, Freiberg, Tel. +39 335 56 05 862, www.marzoneralm.it

Tel. +39 0473 62 47 17 oder +39 335 42 01 36 info@marinushof.it

Donnerstag, 02. August Geführte Blindverkostung von Spitzenweine aus Kastelbell-Tschars beim Cafè Seeber in Kastelbell. Kosten, riechen, schmecken und betrachten. Wenn man nicht weiß, welchen Wein man im Glas hat, kommen dabei sehr interessante, unvoreingenommene Meinungen zustande. Die Premierung der Weine erfolgt durch eine Fachjury. Von 19.30 Uhr bis ca. 22.00 Uhr.

Mittwoch, 11. Juli Eröffnung des Weinwanderweges „Via Vinum Venostis“ Auf Schloss Kastelbell wird der Vinschger Weinwanderweg eröffnet. Die beteiligten Gastronomiebetriebe und Winzer bieten ihre Gerichte und Weine an. Von 11.00 bis 12.30 Uhr.

Freitag, 13. Juli Weinbergwanderung am Lehengut, Galsaun Der Biowinzer vom Lehengut in Galsaun führt Sie durch die Weinberge, wo Sie die aktuellen Jahrgangsweine verkosten können. Von 16.00 bis 18.00 Uhr. Lehengut, Galsaun, Brunnenweg, Tel. +39 348 75 62 676, info@lehengut.it

Freitag, 20. Juli Offene Kellertür am Marinushof, Kastelbell Verkosten und Fachsimpeln im kühlen Keller steht ganz im Vordergrund: alle Weine des aktuellen Jahres sowie WeinRaritäten, Edelbrände und diverse Delikatessen (Almkäse, Olivenöle, Schokoladen); Live-Musik von Christian Theiner (17.00 – 20.00 Uhr), kleine Speisen. Preis: 10,00 € pro Person für Führung und Verkostung, Minderjährige frei, von 17.00 – 22.00 Uhr. Marinushof, KastelbellMarein, Alte Straße 9/b,

Freitag, 10. August Weinfest am Köfelgut, Kastelbell Gemütlicher Abend im bäuerlichen Ambiente mit unseren Weinen und Destillaten, kleinen Gerichten und Musik, fachkundige Führung in Keller und Weinberg, 18.00 – 22.00 Uhr. Köfelgut, Im Winkel 12, Tel +39 0473 62 46 34 oder +39 348 75 04 196, info@koefelgut.com

Sonntag, 19. August Sonntagskonzert mit der Musikkapelle Tschars Konzert der Musikkapelle Tschars, Häppchen und die Weine aus dem Weinsommer am Dorfplatz von Tschars in Zusammenarbeit mit dem Dorfcafé Tschars und der Pizzastube Zur Sonne. Beginn 10.00 Uhr.

Freitag, 24. August Hoffest am Rebhof, Galsaun Weinfest auf dem Rebhof ab 18.00 Uhr mit Kellerführungen und Verkostung verschiedener älterer Jahrgänge von Weiß- und Rotweinen. Musikalische Umrahmung mit

dem Trio Alpin aus dem Zillertal. Wir bieten Spezialitäten aus dem Vinschgau: Brettlmarende vom Niedermoarhof (Trumsberg), Gulaschsuppe, Polenta mit Pfifferlingen, sowie Grillteller und zuletzt Vinschgauer Bauernkrapfen. Parkplatzmöglichkeiten in der Handwerkerzone Galsaun, sowie Taxidienst. Auf Ihr Kommen freut sich das Rebhofteam. Galsaun, Römerstraße 23, Tel. +39 0473 62 46 92 od. +39 335 59 27 008 info@rebhof-vinschgau.com

Sonntag, 2. September Vinschger Wein- und Genusswanderung Treffpunkt ab 9.00 Uhr auf dem Dorfplatz beim Cafè Seeber, dort Aperitiv und Häppchen mit Rosè Weinen aus dem Vinschgau. Anschließend führt die Weinwanderung über „Köflgut“ durch die Rebanlagen zum Waalweg bis zur Mühle „Pinthof, dort erste Verkostung der Weine der Partschinser/ Rablander und Töller Winzer mit kulinarischen Köstlichkeiten. Die Wanderung führt weiter Richtung Schloss Kasten wo uns die Kastelbeller, Galsauner und Tscharser Winzer ihre Weine präsentieren und dazu Köstlichkeiten anbieten. Der Weg führt über die Weinberge runter zur Römerstraße nach Galsaun und zum Parkplatz hinter der Feuerwehrhalle, wo uns die Naturnser und Stabner Winzer ihre Weine vorstellen. Auch dazu wird ein passendes Gericht angeboten. Danach geht es über den Winkelweg zurück Richtung Kastelbell zum „Weinberg Pfaffenegg“, wo uns die Winzer aus Schlanders, Kortsch und Vezzan mit ihren Weinen und Köstlichkeiten erwarten. Die Kosten für die Wanderung inklusive Verkostungsweine und ein Präsent in Form eines Weinglases mit kleiner Schürze 15,00 € pro Person. Die Gerichte sind separat zu bezahlen. Der Vinschgauer Weinbauverein, freut sich auf eine zahlreiche Beteiligung. Nutzen sie die gemütliche Anfahrt mit der Vinschger Bahn. Anmeldung und Information im Tourismusbüro Kastelbell, +39 0473 624193, info@kastelbell-tschars.com

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Sagenhaftes Kastelbell

Schlanders

Meran

Kastelbell Bozen

Sagenhaftes aus Kastelbell und Umgebung

Das Gemeindegebiet von Kastelbell/Tschars ist ein uralter Siedlungsraum und reich an Sagen. Sagen sind mündlich überlieferte Erzählungen, beruhen auf einem historischen Hintergrund und stehen in Verbindung mit auffälligen Orten, magischen Erlebnissen und Naturereignissen in einer Region. Diese uralten Geschichten wurden im Laufe der Zeit ausgeschmückt und ständig umgestaltet. Sie transportieren Erinnerungen an weit zurückliegende Ereignisse und dienen als wichtige Quellen der Volkskunde, Kulturgeschichte und Sprachforschung. von Ludwig Fabi und Helga Pircher

D

ie Untervinschger Dörfer Kastelbell, Galsaun und Tschars liegen an den Ausläufern zweier Talflanken, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die bereits mediterran anmutende Vegetation des Vinschger Sonnenberges auf der orographischen linken Talseite, auffällig von einem grünen Streifen entlang des Schnalswaales durchzogen, setzt sich kontrastreich vom Nördersberg auf der orographischen rechten Seite ab. Einzelne Höfe-Gruppen lockern dort den dichten, immergrünen Nadelwald auf, der fast bis zum Talhorizont reicht. So vielfältig wie die Landschaft sind auch

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Kastelbell sagenhaft

die Sagengestalten und Geschichten im Gemeindegebiet von Kastelbell/Tschars. Auf den vielen Waal- und Wanderwegen kommt man an prähistorische Kultplätze, Schalensteine, Ruinen und Burgen vorbei, jenen Zeugen einer Jahrtausende alten Kultur, welche sich Aufgrund der einst vorherrschenden Au- und Sumpfgebiete im Talbecken an den steilen Berghängen, entwickelt hatte. Einige Bräuche und Sagen überlebten bis in die heutige Zeit und sind mit den Menschen in die jetzigen Dörfer mitgewandert. Sie erzählen von seltsamen und schaurigen Begegnungen mit unheimlichen Wesen. In anderen Sagen wiederum treiben Nörggelen, Geister, Hexen und sogar der Teufel ihr Unwesen, die das Böse tadeln und das Gute belohnen. Uralte Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, berichten von unheimlichen Erscheinungen, von armen Seelen, die um her irren oder von unbarmherzigen Menschen, die den Zorn übernatürlicher Mächte auf sich ziehen. So war es auch

mit der Wetterhexe in Latschinig, die um Nüsse bettelte und abgewiesen wurde. Als Rache löste sie eine Mure aus und bestrafte somit die Unbarmherzigen. Unsere Vorfahren waren überaus abergläubisch und brachten Katastrophen mit übernatürlichen Mächten in Verbindung. Obwohl vieles in den Sagen der Phantasie entspringt, so enthalten sie doch oft einen wahren Kern. Ein Projekt des Bildungsausschuss Kastelbell-Taschars, welches sich über zwei Jahre erstreckte, schuf ein neues Bewusstsein für die zahlreichen Sagen aus der Gegend. In Zusammenarbeit mit Vereinen, Schulen, Kindergärten oder interessierten Mitbürgern wurden Patenschaften für die Sagenfiguren übernommen. Anschließend begab man sich zu den Schauplätzen des geheimnisvollen, sagenhaften Treibens und ließ sich zur künstlerischen Auseinandersetzung mit den Sagenfiguren inspirieren. Herausgekommen sind dabei neue Interpretationen, die mit

Schnalswaalweg zum

info Schloss Juval

Einige Figuren trifft man am Schnalswaalweg, dieser wurde im 16. Jahrhundert erbaut und führt durch Kastanienhaine und Mischwald über die sonnigen Hänge des Untervinschgaus bis unterhalb von Schloss Juval www.vinschgau.net/de/ kastelbell-tschars

viel Freude und Phantasie in Form von Bildern, künstlerischen Objekten und gebastelten Figuren ausgedrückt wurden. Anschließend wurden sie am Schauplatz des Geschehens aufgestellt und sollen das Interesse der Betrachter wecken, welcher mittels QR-Code die Sagen übers Internet nachlesen kann.

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Kastelbell sagenhaft

Der Ritter von Juval Am Eingang ins wildromantische Schnalstal erhebt sich hoch am Berg, auf einer an drei Seiten abfallenden Felsklippe, die stolze Burg Juval. Unter ihr breiten sich einige Bauernhöfe aus, von denen stellenweise Weingärten ins Tal hinuntergrüßen. Auf einem dieser Bauernhöfe war es früher unheimlich, denn ein Ritter von Juval ging oft des Nachts dort um. Eines Abends saß nun die Bäuerin mit ihren Kindern noch spät am Abend in der Küche und erwartete die Rückkehr ihres Der Geist vom Ritter von Juval steht Mannes, der den Kastelbeller beim Sonnenhof neben dem SchnalsMarkt besucht hatte. Da öffnete waal auf Juval und wurde vom VKE sich plötzlich die Tür und ein Kastelbell- Tschars gestaltet. schöner Ritter, schwarz gekleidet, trat lautlos ein. Er trug drei Flaschen Wein bei sich, ergriff einen auf dem Tisch stehenden Becher, füllte ihn und bot ihn der Bäuerin an, doch diese wich scheu vor ihm zurück. Da reichte er den gefüllten Becher mit freundlicher Miene den verwunderten Kindern. Diese nippten anfangs nur, von dem köstlichen Wein. Da er ihnen aber mundete, wurden sie zutraulicher und tranken so lange davon, bis alle drei Flaschen geleert waren. Die Mutter stand verzagt daneben und wagte nicht, dagegen Einspruch zu erheben. Als der letzte Tropfen des Weines getrunken war, ging am harrenden Ritter eine wundersame Verwandlung vor sich. Er stand auf einmal schneeweiß in hellem Glanz vor ihnen, dankte für seine Erlösung und verschwand. Seitdem kehrte auf dem Hofe Ruhe ein. Quelle: Robert Winkler, Sagen aus dem Vinschgau

Die Latschiniger Wetterhexe So um 1860 herum stürzten über die Felder von Ortl und Faß, zwei Höfe von Freiberg, zwei große Muren hinunter und richteten viel Schaden an, indem sie das Land ringsum verwüsteten. Dieses furchtbare Wetter hatte eine Wetterhexe zusammengebraut. Das Ganze hatte sich folgendermaßen zugetragen: Beim Sprenger in Latschinig erschien eine Hexe und bat um die Erlaubnis, für ihren Bedarf Nüsse schütteln und sammeln zu dürfen. Der Sprengerbauer Die Latschiniger Wetterhexe wurde schlug ihre Bitte kurzerhand von Latschiniger Kindern gestaltet ab. Darüber war die Hexe sehr und hängt im „Schnoatstoll“ beim erzürnt. Kurzerhand trug sie in Latschiniger Dorfplatz. einem Lederschlauch Wasser hinauf bis zum Wetterkreuz in der Nähe vom „Mader Gampen“. Dort schüttete sie es aus. Sogleich brach beim schönsten Sonnenschein eine gewaltige Mure los und stürzte, alles verheerend, zu Tag. Erst auf „Platzen“ teilte sie sich. Ein Teil der Geröllmassen wälzte sich durch die Ortler Güter, der andere durch die von Faß. Beide „Gröbn“ bestehen zum Teil heute noch. Die Schuttmassen der Mure deckten die Felder zu bis hinunter zum Sprenger. Die damalige Judenhoferin wurde von der Mure mitgerissen und konnte nur mehr tot geborgen werden. Die erboste Hexe soll ausgerufen haben: „Hätte die Freiberger Geißschelle (kleine Glocke) nicht geläutet, wäre durch einen zweiten Schlauch Wasser ganz Latschinig begraben worden. Quelle: Robert Winkler, Sagen aus dem Vinschgau

Die Sage vom Tuiflknott spielt auf Hochgalsaun, wo ein stolzes Burgfräulein ständig in den Spiegel schaute, bis es der Teufel holte und in den Felsen drückte. Den Abdruck sieht man heute noch. Kindergroß und mysteriös, immer mit Wasser gefüllt, auch in heißen, trockenen Sommern am Sonnenberg.

Die hartherzigen Schwestern von Hochgalsaun wurden von den Grundschülern von Tschars gestaltet und sind am Steig nach Hochgalsaun zu sehen. Das Holzbuch zum Pfoffagonder hat der Tuiflverein Pfoffagonder gestaltet, es wird auf der Pfoffagond, am Weg zur oberen Marzoner Alm aufgestellt.

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Apfelgarten Vinschgau

Der fruchtige Geschmack des Sommers Gelbgoldene Marillen, saftige Kirschen oder süße Erdbeeren aus dem Vinschgau eignen sich hervorragend als erfrischende Stärkung während einer Wanderung: Die leckeren Früchte schenken nämlich nicht nur gesunde Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch echte Genussmomente. Der Vinschgau ist nämlich nicht nur ein Paradies für Äpfel, hier gedeihen auch weitere aromatische Obstsorten und knackiges Gemüse. Die Höhenlage bis zu 1.800 Metern, 300 Sonnentage mit wenig Regen, der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht – all diese klimatischen Vorzüge des Tales lassen Kirschen, Marillen, diverse Beeren, Blumen- und Rotkohl, oder Radicchio langsam reifen. Genügend Zeit also, um die fruchtspezifischen Aromen voll auszubilden. Dies schmeckt man! Schon mal eine köstliche Vinschger Marille, süße Erdbeeren, samtige Himbeeren und herbsüße Johannisbeeren aus dem Martelltal oder die saftigen Kirschen aus dem oberen Vinschgau probiert? Den Sommerfrüchten tut die Höhenluft und die liebevolle Pflege der Vinschger Bauern sichtlich gut, denn sie überzeugen weit über die Landesgrenzen hinaus mit ihrem intensiven Geschmack. Täglich erntefrisch gelangen das Obst und Gemüse je nach Reifegrad in die Regale der Detailgeschäfte der Vinschgauer Genossenschaften. Ein frisch-fruchtiger Gruß aus der Region, der den Sommer gleich doppelt versüßt!

Il gusto dell’estate Albicocche mature di color arancione acceso, succose ciliegie o dolci fragole della Val Venosta? Quali di questi frutti scegliere per uno spuntino rinfrescante durante un’escursione in montagna? Questi gustosi frutti non solo sono ricchi di vitamine e minerali sani, ma regalano anche momenti di puro piacere. La Val Venosta, infatti, non è soltanto un paradiso per le mele: nella nostra valle maturano anche altri frutti dall’aroma molto intenso nonché verdura dall’incredibile croccantezza. L’alta zona di produzione che si estende fino a 1800 metri, 300 giorni di sole con poca pioggia e la grande escursione termica fra giorno e notte sono i fattori che fanno sì che le nostre ciliegie, albicocche e piccoli frutti nonché il cavolfiore, cavolo rosso e radicchio maturino lentamente. Con queste condizioni hanno tutto il tempo per sviluppare il loro aroma tipico. E ciò si sente! Avete mai assaggiato una gustosa albicocca venostana, fragole dolci, lamponi vellutati e ribes rossi dal cuore aspro-dolci della Val Martello o ciliegie succose dell’Alta Val Venosta? L’aria di montagna e la cura affettuosa dei produttori venostani fanno evidentemente bene ai nostri frutti estivi, tanto che il loro gusto intenso è ben noto anche oltre confine. Negli scaffali dei punti vendita al dettaglio delle cooperative associate venostane troverete quindi frutta e verdura fresca appena raccolta. Prodotti freschi e gustosi della nostra regione che addolciscono l’estate! Hauptstraße 1/c Via Centrale 1/c 39021 Latsch (BZ) Laces (BZ) Tel: +39 0473 723300 info@vip.coop www.vip.coop www.facebook.com/melavalvenosta

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Der Vinschgau: Weit mehr als ein Apfelgarten. Dalla nostra Valle, non solo ottime mele.

Unsere Produkte persönlich kennenlernen. Verkauf in den Detailgeschäften der Genossenschaften: Conoscere personalmente i nostri prodotti. Vendita al dettaglio nelle cooperative associate: MIVOR: Latsch/Laces, Tel. +39 0473 749900 JUVAL: Kastelbell/Castelbello, Tel. +39 0473 727570 GEOS: Schlanders/Silandro, Tel. +39 0473 737100

OVEG: Eyrs/Oris, Tel. +39 0473 617581 SÜDTIROLER ERDBEERWELT: Trattla - Martell/Martello, Tel. +39 0473 745005

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Foto: © Heidi Inge Hintereck

Latsch-Martell Natur pur

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Latsch Laces Martell Val Martello

Latsch-Martelltal

Latsch-Martelltal – ein Schatz im Untervinschgau Das Feriengebiet Latsch-Martelltal besticht durch seine Einzigartigkeit: zahlreiche Wander- und Bikemöglichkeiten, Bergbahnen, glitzernde Seen, schmackhafte Köstlichkeiten, zahlreiche Kulturstätten und unvergessliche Veranstaltungen Wandern, Biken & Bergsteigen: in Latsch-Martelltal finden Sie ein dichtes, gut markiertes Wegenetz mit vielen Einkehrmöglichkeiten. Aktivurlauber beschreiten neue Pfade entlang der Waalwege, hochalpine Routen oder gemütliche Wanderungen zu zahlreichen Almen. Im Martelltal erhebt sich die alpine Landschaft im Herzen des Nationalparks mit seinem Wanderwegenetz in unberührter Natur. Besonders ist auch die Fahrt in die Bergwelt: Hoch hinaus kommen Sie mit der Seilbahn St. Martin und dem Sessellift zu den Aktiv und Genussalmen Tarscher und Latscher Alm. Auf steilen Pfaden & ebenen Wegen durch das Martelltal: die abwechslungsreiche Landschaft im Nationalpark Stilfserjoch ermöglicht Touren aller Ansprüche, von gemächlich bis hochalpin. Dem Himmel nahe sein können Sie auf den unzähligen Gipfeln der herrlichen Bergwelt des Martelltals.

Almen und Schutzhütten: Typische Spezialitäten in luftigen Höhen saftige Knödel, Südtiroler Brettelmarende oder Süßes, erwartet Sie auf den urigen Almen und Hofschänken rund um das Feriengebiet. Lassen Sie bei regionalen Köstlichkeiten und traumhaften Aussichten die Seele baumeln, Gaumenfreuden auf höchstem Niveau warten auf Sie. Hoch über dem hinteren Martelltal liegt die Lyfi Alm, die Soy Alm sowie die Marteller Hütte und die Zufallhütte. Die sonnige Tarscherund Latscher Alm, die gemütliche Almlounge und auch die urige Morterer Alm am Nörderberg sorgen für entspannte Stunden und köstliche Stärkung. Am Sonnenberg erwarten Sie typische Jausenstationen und

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Hofschänke, von selbstgemachten Käse bis hin zu schmackhaften Speck und Wildgerichten werden Sie mit Vinschger Leckerbissen verwöhnt.

Kultur & Sehenswertes: das Angebot ist groß; historische Sehenswürdigkeiten wie der Menhir in der Nikolauskirche von Latsch oder die St. Stephanskapelle mit den berühmten Fresken in Morter, bis hin zum architektonisch interessanten Nationalparkhaus culturamartell prägen das Landschaftsbild im Feriengebiet. Die Highlights 2018 im Feriengebiet Latsch-Martelltal · Südtiroler Erdbeerfest – „Beerige Stimmung“ | 23. – 24.06.2018 · 71. Internazionale Polizeisternfahrt | 26.06. – 01.07.2018 · Kulinarischer Seerundgang | 12.08.2018 · Vinschgau Cup | 24. – 26.08.2018 · Almabtrieb Tarscher Alm | 08.09.2018 · Latscher Waldele | 08.09.2018 · Almabtrieb Martelltal | 09.09.2018 · Herbstgenüsse | 08.09. – 07.10.2018 · Marteller Advent auf der Enzianalm | 07. – 09.12.2018

Feriengebiet Latsch-Martelltal Tourismusverein Latsch-Martell Hauptstraße 38/a – I-39021 Latsch Tel. +39 0473 62 31 09 – Fax +39 0473 62 20 42 info@latsch.it – www.latsch-martell.it

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Foto: © IDM Südtirol Kirsten Sörries

Laces-Val Martello Natura pura

Laces-Val Martello

Laces-Val Martello – un vero tesoro nella Bassa Val Venosta L’area vacanze Laces-Val Martello affascina per la sua unicità; numerose percorsi e trails, funicolari – le gustose delizie, i scintillanti Laghi e eventi indimenticabili. Escursionismo, ciclismo ed alpinismo: A Laces-Val Martello potete trovare una fitta rete di sentieri ben segnalati con molti posti di ristoro. Ospiti possono scegliere tra passeggiate lungo i sentieri delle rogge, percorsi in alta montagna o per raggiungere una delle numerose malghe. La Val Martello vi affascinerà con il suo paesaggio alpino al margine del Parco Nazionale con numerosi sentieri escursionistici in natura. Ospiti possono salire in alta quota con gli impianti di risalita con la funivia verso San Martino in Monte oppure con la seggiovia verso le malghe. Scoprire la Val Martello su sentieri ripidi e percorsi piani: Il paesaggio variegato del Parco Nazionale dello Stelvio vi permette di fare escursioni per tutti i gusti – da facili nel fondovalle ad esigenti in alta montagna. Conquistate una delle numerose vette della Val Martello per essere vicini al cielo.

Malghe e rifugi: Malghe e posti di ristoro nell’area vacanze vi aspettano con tipiche specialità come canederli, una tipica merenda o dolci. Rilassatevi e godete specialità regionali, piaceri culinari e viste stupende su in montagna. Su in Alta Val Martello si trova la Malga Lyfi, la Malga Soy, il Rifugio Martello e il Rifugio Corsi dove le cose semplici guadagnano importanza. Le soleggiate malghe di Tarres e Laces, l’accogliente Almlounge e la tradizionale Malga di Morter al Monte Tramontana garantiscono ore rilassanti e piatti gustosi. Al monte sole vi aspettano tipici rifugi con prodotti fatte in casa e delizie tipiche della Val Venosta.

Cultura ed attrazioni: L’offerta è grande e varia dalle attrazioni storiche come il menhir nella Chiesa di San Nicolò a Laces o la Cappella di San Stefano con i famosi affreschi a Morter al centro visite culturamartell interessante dal punto di vista architettonico caratterizzando il paesaggio dell’area vacanze.

I top eventi 2018 nell’area vacanze Laces-Val Martello

· Festa della Fragola – | 23 – 24/06/2018 · 71˚ Rally Internazionale della Polizia | 26/06 – 01/07/2018 · Percorso culinario | 12/08/2018 · Val Venosta Cup | 24-26/08/2018 · Transumanza Malga di Tarres | 08/09/2018 · Latscher Waldele | 08/09/2018 · Transumanza Val Martello | 09/09/2018 · Piaceri d‘autunno | 08/09 – 07/10/2018 · Mercatino d’Avvento in Val Martello alla Malga Genziana 07 – 09/12/2018

Area vacanze Laces- Val Martello Associazione Turistica Laces-Martello Via Principale 38/a – I-39021 Laces Tel. +39 0473 62 31 09 – Fax +39 0473 62 20 42 info@latsch.it – www.latsch-martell.it

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Latsch-Martell Natur pur

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Latsch Laces Martell Val Martello

Drahtseilakt in zwei Strophen Foto: © IDM Südtriol Frieder Blickle

Hoch hinaus mit den Bergbahnen Latsch

Die Berge erobern: Die facettenreiche Natur ist bei Gästen jeden Al-

ters und aus aller Welt beliebt. Nicht verwunderlich, immerhin sind beide Berge bequem mit Aufstiegsanlagen erreichbar. Ob mit einem traditionsreichen Zwei-Mann-Sessellift oder mit der modernen Gondel wird schon die Fahrt auf den Berg zum Erlebnis. Atmen Sie tief durch und genießen Sie atemberaubende Outdoor-Erlebnisse in der Vinschger Bergwelt – 315 Sonnentage inklusive!

Biken! Suchtgefahr: weit über die Grenzen des Landes hinaus ist das

Bikegebiet Latsch-Martelltal bekannt, sei es am sonnenverwöhnten Sonneberg den bekannten Monte Sole Trail zu genießen oder die flowigen Trails am Nörderberg zu spüren. Latsch-Martelltal bietet von einfachen bis hin zu anspruchsvollen Biketrails jede Menge an Adrenalin. Mit den Bergbahnen Seilbahn St. Martin und dem Sessellift Tarscher Alm können Sie und Ihr Bike sich gemütlich in luftige Höhen transportieren lassen um anschließend das pure Trailvergnügen zu haben.

Immer der Sonne nach: der Sonnenberg macht seinem Namen alle

Ehre. Die nach Süden ausgerichtete Talflanke punktet mit ihrem steppenähnlichen Landschaftsbild aus Trockengräsern und blühenden Kräutern. Mit der Seilbahn St. Martin können Sie sich gemütlich in 8 Minuten in das Bergdörfchen St. Martin im Kofel bringen lassen oben angekommen beginnt Ihre Entdeckungsreise auf dem sonnigen Hausberg von Latsch. Ein einzigartiges Wander-& Mountainbikeparadies eröffnet sich. Zwischen Steppengräsern und Flaumeichen säumen sich facettenreiche Wege und Trails. Schauen Sie bei Ihrem nächsten Besuch des Sonnebergs genau hin – vielleicht entdecken Sie eines der seltenen Insekten und Reptilien, welche sich am Sonnenberg heimisch fühlen.

Nörderberg für kühle Sommertage – Aktiv- & Genussalmen:

schattige, dichte Wälder und sattgrüne Almwiesen zeichnet den Nör-

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derberg aus somit bietet er das Gegenspiel zum Sonnenberg. Das Erlebnis beginnt schon bei der Fahrt mit den zweier Sessellifts zu den urigen Almen im Wandergebiet. Angekommen an der Bergstation erwartet Wanderer und Biker tausende Möglichkeiten. Entspannte Wanderungen wie zum Beispiel zum idyllischen Tarscher See oder eine Alpintour zum Hasenöhrl. Wer es gemütlich angehen möchte entspannt bei einem schmackhaften Essen in einem der Betriebe. Haben wir Ihre Lust geweckt? Dann schauen Sie vorbei im Wander-&Bikeparadies und überzeugen Sie sich selbst von der unberührten, Schönheit der Natur am Nörderberg von Latsch. In der Tarscher Alm, der Almlounge & Berghotel und in der Latscher Alm werden Sie mit schmackhaften, typischen Gerichten verwöhnt. Die Bergbahnen in Latsch versprechen Ihnen unzählige Möglichkeiten Ihre Tage zu etwas ganz besonderem zu machen. Überzeugen Sie sich selbst und fliehen Sie vom Alltag in die unberührte Bergwelt.

Foto: © IDM Südtirol Kirsten Sörries

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atte grüne Almwiesen, herrlich duftende Wälder und eine Bergkulisse der extra Klasse erwartet Sie im Wander-&Bikeparadies der besonderen Art. Die blühenden Obstgärten im Tal und die abwechslungsreichen Wanderwege in den Bergen: dies ist bei 315 Sonnentagen möglich, Wanderer, Biker, Gipfelstürmer und Genießer finden die idealen Bedingungen für einen perfekten Tag und Aktivurlaub.

Veranstaltungen der Aktiv & Genuss Almen:

· Berge in Flammen – Grillabend & gemütliches Beisammensein 10.06.2018 · Latscher Almfest | 15.07.2018 · Tarscher Almfest | 12.08.2018 · Internationales Bogenturnier | 08. – 09.09.2018 · Almabtrieb Tarsch | 08.09.2018

Bergbahnen Latsch Hauptstraße 38/A – I-39021 Latsch Tel. +39 0473 62 31 09 – Fax. +39 0473 62 20 42 info@bergbahnen-latsch.com – www.bergbahnen-latsch.com

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Due impianti, numerose possibilità Salire in alta quota con gli impianti di risalita di Laces

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l nostro paradiso escursionistico e ciclistico vi aspetta con pascoli verdi, boschi profumati e uno straordinario paesaggio montano caratterizzato da frutteti in fioritura nel fondovalle e variegati sentieri in montagna. Con 315 giorni di sole all’anno escursionisti, ciclisti MTB, alpinisti e buongustai possono trovare le condizioni ideali per una giornata perfetta e una vacanza attiva.

Conquistare le montagne: Ospiti di ogni età e da tutte le parti del

mondo amano la natura sfaccettata. Ciò non sorprende perché sia il Monte Sole che il Monte Tramontana sono comodamente raggiungibili con gli impianti di risaliti di Laces. Prendendo la tradizionale seggiovia per due o la funivia moderna anche la salita diventa un’esperienza speciale. Respirate profondamente e godete avventure mozzafiato all’aperto nelle montagne venostane – con 315 giorni di sole all’anno!

Ciclismo – pericolo di dipendenza: Il paradiso ciclistico LacesVal Martello è noto ben oltre i confini. Al soleggiato Monte Sole potete godere il famoso Monte Sole Trail, mentre il Monte Tramontana vi aspetta con fantastici flow trail. Laces-Val Martello offre sia trail facili che impegnativi …e un sacco di adrenalina. La funivia San Martino in Monte e la seggiovia Malga di Tarres trasportano la vostra bici in alta quota e vi permettono di godere puro divertimento trail. Sempre verso il sole: Il Monte Sole fa onore al suo nome. I pendii

verso sud si caratterizzano per il loro paesaggio steppico con erbe di steppa ed erbe in fioritura. In soli 8 minuti la funivia San Martino in Monte vi porta al paesino montano di San Martino in Monte dove potete iniziare il vostro viaggio di scoperta al Monte Sole di Laces, un paradiso escursionistico e ciclistico semplicemente unico. Sentieri e trail sfaccettati si snodano tra erbe di steppa e roverelle. Durante la vostra prossima escursione al Monte Sole vi suggeriamo di guardare bene – probabilmente potete vedere uno degli insetti e rettili rari che si sentono a loro agio al Monte Sole di Laces.

Monte Tramontana per giornate estive fresche – Malghe Attività & Gourmet: Il Monte Tramontana si caratterizza per pascoli

verdi e boschi fitti ed ombrosi e quindi rappresenta l‘opposto del Monte Sole. La prima avventura è la gita in seggiovia che vi porta

alle malghe tradizionali in questo paradiso escursionistico. Arrivati alla stazione a monte escursionisti e ciclisti MTB hanno migliaia di possibilità – da un’escursione rilassante all’idilliaco Lago di Tarres a un’escursione in alta montagna all’Orecchia di Lepre. Chi invece preferisce trascorrere una giornata rilassante può gustare piatti gustosi in una delle malghe. Vi è venuto voglia di scoprire questo paradiso escursionistico e ciclistico? Allora venite a trovarci e convincetevi della bellissima natura intatta al Monte Tramontana di Laces. La Malga di Tarres, l’Almlounge & Berghotel e la Malga di Laces vi aspettano con gustose specialità tipiche. Con gli impianti di risalita di Laces avete numerose possibilità per rendere le vostre giornate speciali. Cosa aspettate ancora? Scappate dalla vita quotidiana e tuffatevi nel mondo delle montagne.

Foto: © IDM Südtriol Frieder Blickle

Foto: © IDM Südtriol Frieder Blickle

Laces-Val Martello Natura pura

Eventi delle Malghe Attività & Gourmet:

· Montagne in fiamme – Grigliata e riunione tra amici al braciere 10/06/2018 · Festa della Malga alla Malga di Laces | 15/07/2018 · Festa della Malga alla Malga di Tarres | 12/08/2018 · Torneo internazionale di tiro con l’arco | 8 – 9/09/2018 · Transumanza Tarres | 8/09/2018

Bergbahnen Latsch – Impianti di risalita di Laces Via Principale 38/A – I-39021 Laces Tel. +39 0473 62 31 09 – Fax. +39 0473 62 20 42 info@bergbahnen-latsch.com – www.bergbahnen-latsch.com

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Alla scoperta di Mazia

Mazia:

il primo villaggio altoatesino degli alpinisti Testo e Foto: Gianni Bodini

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a Convenzione delle Alpi è un contratto di diritto internazionale che comprende gli otto stati alpini e sostiene da anni lo sviluppo sostenibile, a seguito di ciò i Club Alpini di diversi paesi europei hanno deciso di inserire in una lista particolare quei villaggi dell’arco alpino che, in base a certi parametri, si meritano il titolo di “Villaggio degli alpinisti” e nel 2017 Mazia (frazione del comune di Malles Venosta) è entrato a far parte di questa lista esclusiva che comprende finora 25 località! Da non dimenticare che le Nazioni Unite hanno dichi-

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arato il 2017 anno del turismo sostenibile. La valle di Mazia, una convalle della val Venosta, inizia a circa 1000 metri di quota e termina sulla vetta della Palla Bianca a 3739 metri. Il nucleo principale dell’omonimo paese si trova a 1580 metri, ma diversi masi abitati tutto l’anno sono posti a oltre 1800 metri sul livello del mare, per un totale di circa 460 abitanti. Qui predomina l’agricoltura tradizionale di montagna, ci sono ancora degli alpeggi estivi in attività e alcune strutture ricettive. Questa valle ospita una biodiversità sorprendente: fiori rari, farfalle,

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Alla scoperta di Mazia

I laghetti di Saldura si trovano tra 2700 e 2900 metri di quota in una larga conca.

Panoramica della Valle di Mazia con il paese e i ghiacciai dello Stelvio sullo sfondo

selvaggina, e poi laghetti d’alta quota, ghiacciai, corsi d’acqua, zone umide… un vero paradiso a pochi chilometri dal fondovalle venostano sfruttato ormai da anni dalle monocolture intensive dei meleti. A 2670 metri di quota sorge il rifugio alpino Oberettes, ricostruito nel 1988 sulle rovine del rifugio Höller, risalente al 1883, che testimonia della tradizionale vocazione di questa valle per l’alpinismo. Una vera sensazione è stata la scoperta casuale fatta da due alpinisti tedeschi nel 2011, che hanno rinvenuto sul giogo di Langgrubjoch (3017 m), valico

Una vera oasi di pace: il rifugio Oberettes a 2670 metri di quota

che mette in comunicazione la valle di Mazia con la val Senales, delle strutture in legno che emergevano dal piccolo ghiacciaio in fase di ritiro. Analizzati in laboratorio, i reperti lignei hanno “dichiarato” un’età di circa 3.300 anni! Gli esperti ipotizzano che facessero parte della copertura in larice di un edificio con funzioni di rifugio. Se così fosse, questo sarebbe molto probabilmente il rifugio alpino più alto e più antico finora ritrovato, e ciò sarebbe un’ulteriore conferma della lunga tradizione dell’alpinismo in questa stupenda valle!

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in val Venosta

Castel Coldrano

Costruito intorno al 1250. Abitato ma visitabile

Testo e Foto: Gianni Bodini

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Per maggiori informazioni rivolgersi alle aziende turistiche locali www.vinschgau.net Informazioni per Sluderno: +39 0473 615590 schluderns@ferienregion-obervinschgau.it Informazioni per Laces: +39 0473 62 31 09 - info@latsch.it Informazioni per Castelbello: +39 0473 62 41 93 info@kastelbell-tschars.com

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Castel Annaberg

Ospita un centro di formazione, in parte visitabile

Proprietá privata, non visitabile. Ottimo punto panoramico

Ospita mostre, concerti,manifestazioni culturali.

Castel Juval

a val Venosta è sempre stata un’importante via di transito transalpino e non a caso già 2000 anni fa l’imperatore Augusto la scelse per far costruire quella strada che partendo dalla laguna di Venezia, attraverso il passo di Resia, raggiungeva le rive del Danubio: la via Claudia Augusta! Nel corso dei secoli successivi lungo l’importante arteria sorsero locande, guarnigioni, stazioni di posta e centri abitati per ospitare e proteggere le genti di passaggio. A loro volta quelle strutture venivano “protette” dai signori locali che, controllando il traffico, incassavano dazi e “protezione”. Quei signori fecero erigere le loro dimore, inizialmente delle torri fortificate, in luoghi generalmente sopraelevati, che poi si trasformarono in castelli. Ecco perché in tante valli di transito, e in val Venosta in modo particolare, si trova ancora oggi un numero sorprendente di castelli, torri e manieri. Nel corso della storia alcuni di essi sono stati distrutti da guerre o da incendi, altri sono stati abbandonati e quindi andati in rovina, mentre alcuni sono rimasti intatti o addirittura si sono trasformati e sviluppati nel tempo divenendo splendide dimore. Alcuni sono visitabili, almeno in certi periodi dell’anno, altri ospitano centri culturali o educativi. In ogni caso una visita a un antico castello affascina sempre i visitatori sia per la bellezza degli ambienti che per la ricchezza degli addobbi o più semplicemente per il panorama che dall’alto delle mura si può godere. Insomma una visita a un castello permette a tutti di sognare ad occhi aperti, e chi non ha mai sognato di vivere almeno per un giorno in un castello?

Dimora di Reinhold Messner, in parte visitabile

Castello di Castelbello

Castelli

Castel Coira

I Castelli: i gioielli della valle


Willkommen in Mals Seit über 200 Jahren heißt Sie die Gastgeberfamilie Stecher in der Malser Mitte willkommen. Das Hotel „Zum Hirschen“, eingebettet zwischen altehrwürdigen Häusern und den sieben Türmen von Mals, bietet geräumige, helle Zimmer oder bequeme Appartements für zwei Personen mit Sat-TV, Telefon, Radiowecker und Schranksafe. Ein gratis Fahrradverleih ist in den Sommermonaten eines von unseren vielen Extras. Für Wanderer, Mals-Genießer oder Eis-Gourmets: Die hauseigene Eisdiele mit handwerklich hergestelltem Eis ist der Treffpunkt in Mals. Leckere Eisbecher sind unsere Spezialität. Wir laden Sie auf unsere Terrasse mit traumhaft gesegneter Aussicht auf das Ortlermassiv ein, unser Eis zu genießen. Oder kommen Sie auf einen Latte-Macchiato vorbei, oder auf ein Glas Südtiroler Rotwein oder ein frisch gezapftes Bier? Die Familie Stecher freut sich, Sie auf ihrer Terrasse begrüßen zu dürfen!

Preise Sommer 2018 Hochsaison Nebensaison

pro Person/Tag ab E 50 pro Person/Tag ab E 45

Einzelzimmeraufschlag E 10 Kinderermäßigung: bis 3 Jahre gratis, ab 3 Jahren – 50% Kleine Appartements pro Tag für 2 Personen

E 60

Alle Preise verstehen sich ab einem Aufenthalt von mind. 3 Tagen, bitte holen Sie sich ein Angebot ein! Ortstaxe zuzüglich zu den oben stehenden Preisen E 1,70 p. Pers/Tag

Gratis WLAN

Hotel Garni Zum Hirschen *** • Fam. Stecher • Bahnhofstraße 2 • I-39024 Mals im Vinschgau Telefon +39 0473 831 149 • Fax +39 0473 835 051 • E-Mail info@hotel-hirschen.it • www.hotel-hirschen.it


Kunterbunt im Sommer

Nicht verpassen Der Vinschgau ist als Kultur- und Sportregion im ganzen Land bekannt. Viele aktive Köpfe, Kultureinrichtungen und ehrenamtlich Engagierte in Vereinen vor Ort tragen dazu bei, dass dies auch unsere Gäste auf verschiedenster Weise zu spüren bekommen. Aus der Fülle an Angeboten haben wir in Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen, Kultureinrichtungen und Bildungsausschüssen im Tal eine Auswahl zusammengestellt, welche diese Vielfalt wiederspiegeln, aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Online kann man sich auf den Portalen www.kultur.bz.it oder grenzüberschreitend auf www.terraraetica.eu informieren. zusammengestellt von Ludwig Fabi

Juni 2018 ARCHEÄLOGIE

WANDERUNG

Sonntag, 24.06.2018 | 10.00 Uhr archeoParc-Schnalstal Eröffnung der Sonderausstellung zur Gewinnung und Verarbeitung

Mittwoch, 27.06.2018 ab 09.30 Uhr | Sulden Talstation der Seilbahn Die zotteligen Vierbeiner verbringen ihren Sommer am Madritsch-Joch. Wandern Sie mit und begleiten Sie die Yaks in ihr Sommerquartier am Fuße der Königspitze. • www.ortler.it

Birkenteer und Lärchenterpentin

MUSIK

Hasenscharten Freitag. 22.06.2018 | 20.30 Uhr Schlanders | Schlandersburg Ein Hechtsprung in die bayerische Seele mit Musik, Erzählungen, Lieder, Literatur, Mutmaßungen, Nonsens, Ausgedachtes, Aufgeschnapptes und Schmarrn von Andy Arnold und Andreas Koll • www.schlanders.it

BRAUCHTUM

Goasslschneller Jubiläumsmeisterschaft Sonntag, 24.06.2018 ab 9.30 Uhr Prad am Stilfserjoch Einige hundert Goasslschneller aus ganz Südtirol messen sich lautstark und mit viel Geschick und feiern zugleich das 25-jährige Bestehen der Prader Goasslschneller. • www.goasslschnellerprad.net

NOSTALGIE

Oldtimer-Traktor-Tour 2018

Kompatscher Festl

LANDWIRTSCHAFT

Fahnenschwingern, Musik und Festwägen. Mitwirkende: Schwegler und Trommler Burgstall, Jugendkapelle Naturns, Sepp Messner Windschnur, Storchnmusi Prad, Naturnser und Partschinser Böhmische, Jagdhornbläser Naturns, Ultner Bänklsänger, Rumplmusi, Ziachorglduo Walther und Norri. • www.naturnskultur.eu

Sa. 23.06. & So. 24.06.2018 Martelltal/Trattla Das Fest bildet den traditionellen Auftakt zur Beerenernte im höchstgelegenen zusammenhängenden Erdbeer-Anbaugebiet Europas. Das Fest wird von

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BRAUCHTUM

Fr. 22.06. bis So. 24.06.2018 Prad am Stilfserjoch Nostalgische Gefährte, an die 300 Traktoren, fahren auf der einzigartigen Passstraße aufs Stilfserjoch in einer unvergleichlichen Gebirgslandschaft. • www.oldtimer.bz.it

Südtiroler Erdbeerfest

Sommerwind 2018

von sogenannten Sekundärprodukten aus dem Wald. Welche „Schätze“ gewann bereits Ötzi aus Rinde und Holz? Mit diesen und weitere Fragen beschäftigt sich die diesjährige Sonderausstellung. • www.archeoparc.it

Sonntag, 24.06.2018 ab 10.00 Uhr Naturns/Kompatsch Umzug nach dem Gottesdienst mit

KUNST

2. Internationales Holzbildhauer-Symposium Mo. 25.06. bis Fr. 29.06.2018 ganztags | Fußgängerzone Schlanders Sechs internationalen Künstlern kann bei der Arbeit über die Schulter geschaut werden. Ein passendes Rahmenprogramm macht einen Besuch auf dem Symposium in der Schlanderser Fußgängerzone garantiert Lohnens wert. • www.schlanders.it

Reinhold Messner führt seine Yaks hoch

NATUR

Alpine Pflanzenwelt zum Kennenlernen Freitag, 29.06.2018 09.30 Uhr Nationalparkhaus naturatrafoi Exkursionen zum Kennenlernen der Pflanzenwelt alpiner Lebensräume. • www.naturatrafoi.it

AUSSTELLUNG

Ende erster Weltkrieg Sa. 30.06.2018 – Mi. 31.10.18 Schluderns | Vintschger Musem Sonderausstellung zum Ende des ersten Weltkrieges. Dieser endete am 3. November 1918 mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes. • www.vintschgermuseum.com

Foto: Franco Benetti

einem abwechslungs-reichen Rahmenprogramm mit Bauernmarkt, Kutschenfahrten und geführten Wanderungen, sowie einem spannenden Kinderprogramm begleitet. • www.martell.it


Kunterbunt im Sommer

Juli 2018 JAZZ

WANDERUNG

Hannah Paulsberg Concept Romans Weg

AUSSTELLUNG

contemplatio

Sonntag, 01.07.2018 | 14.00 Uhr Marmorbruch Göflan 2011 gewannen die vier bestens eingespielten Musiker den Wettbewerb Young Nordic Jazz Comets in Stockholm und erhielten beim Trondheim Jazzfestival den Preis als beste Nachwuchsband. • www.suedtiroljazzfestival.com/ jazzfestival-jazztours

Foto: Frieder Blickle

Samstag, 07.07.2018 | Oberettes- Sa. 14.07.2018 bis So. 26.08.2018 hütte – Sesvennahütte Karthaus/Schnalstal Diese Bergtour wurde nach dem Ausgehend vom vor einigen Jahren verunglückOrden der Kartäuser, ten Bergfreund Roman Burgo definiert die Kuratobenannt und wird jedes Jahr rin Brigitte Matthias anfangs Juli organisiert. „contemplatio“ als • www.ferienregion-obervinschgau.it rein kontemplatives Leitmotiv für die diesjährige Ausstellung. KULINARIK Weinsommer in Kastelbell • www.kulturverein-schnals.it Tschars Sonntag, 08.07.2018 SPORT Almweinsommer auf der MarzoTurmregatta Reschensee ner Alm 21.07. – 22.07. & 28.07. – 29.07.2018 Freitag, 13.07.2018 Reschensee MARKT Weinwanderung mit Verkostung • www.segelverein-reschensee.com Flohmarkt am Turm Weingut Lehenhof /Galsaun Sonntag, 01.07.2018 Freitag, 20.07.2018 ganztags Offene Kellertür Führungen und Graun/Kirchturm am See Verkostungen am Marinushof Flohmarkt in idyllischer Kulisse KONZERT • www.vinschgau.net neben dem Turm, welcher an „Lous a moll“ das überflutete Dorf erinnert. Dienstag, 24.07. 2018 | 20.30 Uhr Weitere Flohmärkte werden am Schlanders | Schlandersburg 05.08.2018 in St. Valentin und am Zum Repertoire zählen instru15.08.2018 in Reschen abgehalten. mentale Stücke mit verschie• www.reschenpass.it denen Einflüssen JAZZ und Texte FREILICHTKINO Stefan Pasborg – Dawda im Südtiro„Amelie rennt“ Jobarteh Sonntag, 01.07.2018 Sonntag, 08.07.2018 | 16.00 Uhr ler Dialekt • www.schlanders.it 21.15 Uhr | Schlanders Sulden/ Kulturhausplatz MMM Amelie lässt sich von Ortles KONZERT niemanden etwas sagen, Zwei Abendkonzert mit dem schon gar nicht von ihren Eltern, MusikEnsemble épique die sie nach einem lebensbekulturen und zwei Kontinente Mittwoch, 25.07.2018 | 20.30 Uhr drohlichen Asthmaanfall in eine kommen zusammen und zünden Schloss Kastelbell spezielle Klinik nach Südtirol ver- ein rhythmisches Feuerwerk. • www.schloss-kastelbell.com frachten. Genau das, was Amelie • www.suedtiroljazzfestival.com/ nicht will…..! jazzfestival-jazztours/ SPORT • www.kulturhaus.it 18. Internationales

KULTUR

Feel the Castle Samstag, 07.07.2018 | 19.00 Uhr Schloss Kastelbell • www.vinschgau.net/kastelbelltschars

KULTUR

Stabhochsprung Meeting

Freitag, 13.07.2018 18.00 – 24.00 Uhr | Glurns Ein Sommerabend voller gelebter Kultur, Kunst und Literatur spielt in mittelalterlicher Atmosphäre. Stadtführungen, Sagenwanderungen, Wirtshausmusik, Kunstausstellungen, Lesungen und Konzerte beleben die kleine Stadt. • www.glurns.eu

Fr. 27.07.2018 | 19.45 Uhr Kulturhausplatz | Schlanders Internationale TopAthleten treten auf diesem besonderen Schauplatz gegeneinander an und schrauben sich mit ihren Stäben in den Schlanderser Nachthimmel. • www.stabhochsprung.it

Nacht der Kultur

MARMOR

Bruchfest Samstag, 28.07.2018 Weißwasserbruch | Laas • www.marmorplus.it

BIKE-SPORT

YT Rolling Circus Sa. 28.07. – So. 29.07.2018 YTs Rolling Circus geht auf Tour und macht Halt in der Ferienregion Reschenpass: Beste Gelegenheit um diverse YT-Bikes zu testen. • www.reschenpass.it

BERGE

50 Jahre Bergrettung Laas Sonntag, 29.07.2018 | ab 11.00 Uhr | Laas auf der Unteren Alm Jubiläumsfeier mit Gottesdienst, Ausstellung und Kinderprogramm • www.bergrettung.it/laas

KONZERT

Vokalensemble Stimmwerck So. 29.07.2018 | 17.00 Uhr Tartsch | St.-Veit-Kirche • www.ferienregion-obervinschgau.it

KONZERT

„Bob Dylan Revisited“ Dienstag, 31.07.2018 20.30 Uhr Schlanders Schlandersburg Bekannte Songs werden in einem Jazz-BluesKontext arrangiert und mit unterschiedlicher Besetzung wiedergegeben. • www.schlanders.it

Sommerwind 2018

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Kunterbunt im Sommer

August 2018 BERGE

KONZERT

Mittwoch, 01.08.2018 | 21.00 Uhr Sulden | Freizeitcenter Multivisionsshow im Freizeitzentrum Sulden. • www.ortler.it

Dienstag, 21.08.18 | 20.30 Uhr Schlandersburg | Schlanders Ein Mix aus Latin-Jazz und Bossanova mit eigenen Sound. Die sechs Musiker präsentieren ihre aktuelle CD, in der sie ihre brasiKONZERT Westbound 3 Generations lianische Seele baumeln lassen und dazu einladen, entspannt for Africa HUMOR Dienstag, 14.08.2018 | 21.00 Uhr mitzuswingen. Laas Marmorwerk NATURNS lacht Der Erlös kommt dem KrankenMi. 08.08. – Fr. 24.08.2018 KULINARIK Internationale Künstler als Komi- haus Attat in Äthiopien zu Gute, Weinfest welches seit vielen Jahren von ker, Kabarettisten, Clowns, MuFr. 24.08.2018 ab 18.00 Uhr den Südtiroler Ärzte ohne Grensiker und Zauberer tauchen seit Rebhof | Kastelbell 2000 die Naturnser Freilichtarena zen unterstützt wird. Weinfest auf dem Rebhof mit in eine berauschende Kulisse für Kellerführungen und Verkoallerlei Schabernack und Geläch- KONZERT stung verschiedener älterer ter, Frohsinn und Hintersinn! Jahrgänge von Weiß- und Kreative Ensemble • www.naturnslacht.com Dienstag, 14.08.2018 | 21.00 Uhr Rotweinen Naturns | St. Prokulus Kirche Das Streichquartett wird unter UNESCO KULTURERBE SPORT anderem Werke von Johann SeKlosternacht 3 Länder Enduro Bike bastian Bach; Tommaso Albinoni Race Freitag, 10.08.2018 und 19.00 – 23.00 Uhr Fr. 24.08 bis So. 26.08.2018 Kloster St. Johann | Val Müstair Antonio Reschenpass Vivaldi • www.muestair.ch/aktuell/verAbwechslungsreiche und zum anstaltungen lange Trails bilden die perBesten fekte Grundlage für drei Tage geben. Enduro der Extraklasse. • www.reschenpass.it

Reinhold Messner Live!

Emissione

KONZERT

Stefano Pineto

KONZERT

Haga Zussa

Dienstag, 07.08.2018 | 20.30 Uhr Dienstag, 14.08.2018 | 20.30 Uhr Schlanders | Schlandersburg Schlandersburg | Das Repertoire besteht aus selbst Schlanders geschriebener InstrumentalStefano Pineto musik, die sich an Downtempo gelingt Genres orientiert, erweitert mit es mit Vocaltiteln ausgewählter PopseiFREILICHTKINO und Rocksongs. ner „Bach in Brazil“ akustischen Gitarre Gefühle Mittwoch, 01.08.2018 | 21.15 Uhr einzufangen und seine LebensSchlanders Kulturhausplatz erfahrungen in seinen Liedern Musikfilm/Komödie, ein Film fürs weiterzugeben. Herz und für die Seele.

SPORT

3D-Bogenturnier Sa. 04.08. – So.05.08.2018 Erlebnisberg Watles

WATLES 2018 Höchstgelegenstes Bogenturnier der Alpen auf 2150 m. Das tolle Panorama und die herrliche Landschaft auf 2150 m Meereshöhe haben ihren besonderen Reiz. • www.watles.it

KULINARIK/MARKT

Marmor & Marillen Sa. 04.08. – So. 05.08.2018 Dorfzentrum | Laas Buntes Markttreiben mit heimischen Produkten und Kunsthandwerkverschiedene KreativAusstellungen lokaler Künstler, musikalische Darbietungen, Führungen zum Thema Marmor sowie kulinarische Spezialitäten rund um die Marille werden geboten. • www.marmorundmarillen.com

KONZERT

Matinee mit Julia Aichner und Brunhild Gasser Sonntag, 05.08.2018 | 10.00 Uhr Schloss Kastelbell • www.schloss-kastelbell.com

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Sommerwind 2018

SPORT

Dynafit Sesvennalauf KULINARIK

Weinfest

Fr. 10.08.2018 | ab 18.00 Uhr Kastelbell | Köfelgut Gemütlicher Abend im bäuerlichen Ambiente mit unseren Weinen, kleinen Gerichten und Musik, sagenhafte Weinwanderung mit Musik und fachkundige Führung in Keller und Weinberg.

MITTELALTER

Südtiroler Ritterspiele

Mittwoch, 15.08.2018 am Fuße der Churburg Alle Teilnehmer spenden automa- Fr. 24.08. – So. 26.08.2018 tisch einen Teil des Startgeldes für einen guten Zweck • www.vinschgau.net

FEST

Country Fest Fr. 17.08. – So. 19.08.18 | Prad Country-Stimmung, Countrymusik und typische Kost in einer authentischen Westernstadt mit Saloon, Goldmine und Indianerzelt.


Kunterbunt im Sommer

Im geschichtsträchtigen Ambiente von Churburg, Burgruine Lichtenberg, Fürstenburg und Kloster Marienberg halten spektakuläre Schaukämpfe die Zuschauer in Atem. 1.400 Darsteller aus 12 Ländern bieten das umfangreichste Programm im Alpenraum! • www.ritterspiele.it

KONZERT

Abendkonzert des Rückert Ensemble

INNOVATION

BASIS CAMPO Mittwoch, 05.09.18 | 18.00 Uhr | Schlanders/Kasernenareal Von der Theorie zur praktischen Anwendung draußen auf dem Feld: Das ist CAMPO, branchenunabhängiges Veranstaltungsformat von BASIS Vinschgau Venosta für alle Unternehmen und jene, die am Starten sind. • www.schlanders.it

ALMWIRTSCHAFT

Eine Mischung aus Komödie, Vortrag und TherapieSonntag, 09.09.18 | Reschen sitzung und handelt Die geschmückten Kühe kehren von den Missverständnisnach dem Sommer auf der Alm wieder ins Tal zurück. Im Dorf wird sen zwischen Männern und der ausklingende Bergsommer mit Frauen mit Martin Luding. süßen Krapfen und anderen traditionellen Köstlichkeiten gefeiert. AUSTELLUNG

Reschner Almabtrieb

Herbstaustellung

KONZERT

Akademie „Konservatorium Claudio Monteverdi“ So. 09.09.18 | 19.00 Uhr Kulturhaus Schlanders Werke von W.A. Mozart und Gustav Mahler

Sonntag, 16.09. – 31.10.18 Schloss Kastelbell Prof. Italo Bressan • www.schloss-kastelbell.com

Sonntag, 26.08.18 | 18.00 Uhr Schloss Kastelbell

AUSTELLUNG

LANDWIRTSCHAFT

Mittwoch, 05.09.18 Mittwoch, 19.09.2018 19.00 Uhr | Partschins archeoparc-Schnalstal KABARETT Bild-Text-Arbeiten CAVEMAN Feiert Ötzis „Geburtstag“ mit aus der Sammstündlichen Führungen. Freitag, 14.09.2018 20.00 Uhr lung Museion. • www.archeopark.it Kulturhaus Schlanders Sonntag, 07.10.18 25-Jahr-Feier • www.schreibmaschinenAVIMUNDUS | SCHLANDERS museum.it · Feder-Workshop Jeden Dienstag bis 12. September 2018.

Schlanderser Apfeltage Fr. 31.08 – So. 09.09.2018 Schlanders Traditionelle und kreative Spezialitäten stehen im Mittelpunkt, umrahmt vom Flair des Kultur Ort Schlanders, wo der Apfel künstlerisch und handwerklich in Szene gesetzt wird.

September 2018 SPORT

Radtag Stilfserjoch Samstag, 01.09.2018 Die Stilfserjoch-Straße gehört allein den Radfahrern und ist für den Verkehr gesperrt. Auf einer Strecke von 27 km müssen ca. 1900 Höhenmeter überwunden werden.

BRAUCHTUM

40 Jahre Volkstanzgruppe Eyrs Sonntag, 02.09.2018 | 14.00 Uhr Eyrs/Remigiuskirche Nach einer Wort Gottes Feier wird auf dem Dorfplatz getanzt und gefeiert.

REVUE im Schreibmaschinenmuseum

AUSTELLUNG

Ötzitag im archeoParc

Den ganzen Sommer über

KONZERT

Ensemble „La Douceur et l’Esprit

· Kreativwerkstatt – Vögel aus Naturmaterialien Jeden Samstag bis 15. September 2018.

Mittwoch, 05.09.2018 | 20.30 Uhr Schloss Kastelbell

CULTURAMARTELL | MARTELL

ALMWIRTSCHAFT

· Rothirsche im Liebestaumel

Sa. 08.09.2018 | Langtaufers Bei der traditionellen „Schofschoad“ in Langtaufers kehren an die 1.000 Schafe von den Bergen ins Tal zurück. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt und es werden schmackhafte, typische Gerichte wie „Schöpsernes“ serviert.

· Naturmittel im Wildkräutergarten selbst herstellen

· Streifzug durch den Nationalpark Jeden Donnerstag bis 25. Oktober 2018

Schofschoad

KULTUR/MARKT

Vinschger Palabiratage Sa. 08.09. – So. 16.09.18 | Glurns Anlässlich der Vinschger Palabiratage werden Spezialitäten rund um die alte Birnensorte verkostet und verkauft und ein kulturelles Rahmenprogramm angeboten. • www.glurns.eu

Termine: 26., 28. und 30. September, 3., 5. und 7. Oktober Jeden Dienstag vom 14. Juni bis 27. September 2018

NATURATRAFOI | TRAFOI

· Naturwerkstatt Wuschlpuschl Jeden Donnerstag von 14. Juni bis 26. Juli 2018 Jeden Donnerstag und Freitag von 2. bis 31. August 2018

AQUAPRAD | PRAD

· Wo ist Hechti?

Interaktive Familienführung durch die Aquarienwelt Jeden Donnerstag 5. Juli bis 6. Sept. 2018 (außer 16. August)

SCHREIBMASCHINENMUSEUM | PARTSCHINS Jeden 1. Sonntag im Monat bis 2.12.2018 14.00 – 18.00 Uhr Eintritt frei

· Papierwerkstatt

Juli und August jeden Montag ab 17.00 Uhr

KLOSTER MARIENBERG | BURGEIS

· Alles hat seine Zeit im Museum/Kloster Marienberg Sommerwind 2018

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Erlebniswelt Naturnser Sonnenberg Similaun 3597

Hintere Schwärze 3624

Marzellspitzen 3500

Faulwand 3416

Hohe Wil 3482

Pfasser Spitz 3443

Texelspitz 3318 Blaulackenkopf 3163

Kaser Berg 2783

Gfallwand 3175 Kirchbachsp. Lahnbachspitz 3053 3081

Gingljoch 2938

Atzboden 2494

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Meraner Höhenweg Weithal 24 Kurzras Maso Corto

Sellboden Pfossental

Hühnerspielhof 1906 Schrofl 1708

Montfert

Katharinaberg Monte S.Caterina

Perfl Höfe 24

Schnalsburg 1245 32 Dursthof 1176

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Hängebrücke Meraner Höhenweg Galmein 1384

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Archäologischer Wanderweg A7

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Obere Moaralm 2095 Dicker Alm 2063

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Aussichtsplattform Unterstell 1300

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39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 50 Mobile +39 333 36 38 171

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 54 Tel. +39 333 25 80 316 www.innerunterstellhof.com info@innerunterstellhof.com

Dickeralm (2063m / 2 h 15)

Schnalsburg (1245 m / 2 h 15)

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 47 Tel. + Fax +39 0473 66 77 67 Mobile +39 347 78 77 895 www.patleidhof.it info@patleidhof.it Ruhetag: Montag

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 50 Mobile +39 333 36 38 171

39020 Schnals Katharinaberg Senales Monte S. Caterina 49 Tel. +39 0473 67 91 45 www.schnalsburg.com info@schnalsburg.com

Lint

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39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 51 Tel. +39 335 52 28 700 www.hofschank-wald.com info@hofschank-wald.com Ruhetag: Freitag

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 45 Tel. +39 333 63 47 195 www.hoeflhof.com info@hoeflhof.com

(1300 m)

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 46 Tel. +39 0473 66 77 47 www.unterstellhof.com info@unterstellhof.com Ruhetag: Fr. außer SEP. - OKT.

Patleid

(1386 m / 0 h 15)

(1464 m / 0 h 25)

U.a.d.B.

U.a.d.B.

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 48 Tel. + Fax +39 0473 66 78 84 www.linthof.com info@linthof.com

(1505 m / 0 h 50)

(1470 m / 0 h 40)

(1221 m / 0 h 10)

U.a.d.B.

U.a.d.B.


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Seelenkogel 3470 Hohe Weiße 3278 Lodner 3228 Kleine Weiße 3059

Sonklaspitz Wilder Freiger 3767 3418

Lazinser Rötelspitz 3037

Sefiarspitz 2846

Tschigat 3000

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Rötelspitz 2625

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Bildhornspitz 2578

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Kolbenspitz 2865

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Hochgangscharte 2441

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TausendStufenschlucht mit neuer Hängebrücke

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Weitgrub 91

Steinhof

Weintal

91B

Durster 1050 Wasserfall Cascata

2

Gruberhof 1121 26

Aufrain Unterwand 1023 1117

29 39

Lahnbach

Te xe lba hn

25

Karneil 1302

taud

Tabland - Tablà 1243

2

24

Meraner Höhenweg

2A

39

Salten Winklerhof

39

Unterrain 994

26

91

Meraner Waalrunde

Rabland Rablà

26 Happichl

580

528

91

Schmelch

91A

Weiherhof

91B

Stein Lanbach

Untermelz

Plaus 519

Moser Speckworld

St. Prokulus

641

Gander

Sonnenberger Panoramaweg

Fallrohr

Partschins Parcines

Gröber Tourismusbüro Ufficio turistico

Unterhilb

Nordic Walking - Nature Fitness Park Tourismusbüro Ufficio turistico Ferienwohnung Appartamento per le vacanze Nordic Walking - Nature Fitness Park Zimmer Camere Ferienwohnung Appartamento perauf le vacanze dem Bauernhof U.a.d.B. Urlaub Agriturismo Zimmer Camere

Oberhilb

Promenade Etschdamm

Galmein (1384 m / 0 h 25)

U.a.d.B.

Urlaub auf dem Bauernhof Agriturismo

Rofenhof (1030 m / 1 h)

U.a.d.B.

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 41 Tel. +39 0473 66 81 17

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 81 Tel. +39 0473 66 78 22 / +39 333 47 56 726 www.rofenhof.com info@rofenhof.com

Pirch

Oberversanthof (1130 m / 1 h 20)

(1445 m / 1 h)

U.a.d.B.

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 77a Tel. + Fax +39 0473 66 78 12 www.pirchhof.it info@pirchhof.it

Schnatz (1535 m / 1 h)

U.a.d.B.

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 78 Tel. +39 0473 66 77 44 www.schnatzhof.it info@schnatzhof.it

U.a.d.B.

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 55 Tel. +39 320 69 14 208 www.oberversanthof.com info@oberversanthof.com

Unterversanthof (1090 m / 1 h 20)

U.a.d.B.

39025 Naturns Sonnenberg Naturno Monte Sole, 56 Tel. +39 0473 67 91 41 www.unterversanthof.com info@unterversanthof.com

Wandern Sie mit den Original Südtiroler Spitzbuam am Naturnser Sonnenberg! St. Prokolus - Naturns www.spitzbuam.com


Kräuter Genuss

Schlanders

Meran

Goldrain Bozen

Das Kräuterparadies auf Erden Auf halbem Wege zwischen Goldrain und Morter liegt das Kräuterschlössl. Die sonnengelbe Fassade scheint mit Hausherrin Annemarie und ihrem sonnigen Gemüt um die Wette zu strahlen. Vier Generationen leben im Kräuterschlössl in Goldrain unter einem Dach. Schau-, Liebes- und Rosengarten stehen Besuchern kostenlos jeden Tag offen. Text: Angelika Ploner

D

er Bergarnika leuchtet in sattem Orange, nebenan steht die Pimpinelle, der kleine Wiesenknopf. Die Königskerze erhebt nur ein paar Schritte weiter ihr Haupt und Minzenduft bahnt sich den Weg in die Nase. Ein Garten für die Sinne ist das Kräuterschlössl in Goldrain, ein biologisches Kräuterparadies, in dem aber auch exotische Heilpflanzen Zuhause sind: Ingwer, Alang Alang, der Manuka Teebaum oder die Indianerbanane. Kostenlos darf hier an 7 Tagen in der Woche lustgewandelt werden. Hofführungen hingegen finden dann statt, wenn sich mindestens 10 Personen im Vorfeld im Kräuterschlössl anmelden. Es gibt Geschichten, die erzählen sich wie ein Märchen. Die Geschichte vom Kräuterschlössl ist so eine Geschichte. Seit 14 Jahren ist das Kräuterschlössl ein wunderbares Kräuterrefugium, ein - wie Hausherrin Annemarie es nennt - Nationalpark inmitten von Obstbäumen. Den Schalter umgelegt hat man aber schon früher: Vor fast 30 Jahren stellte Urban Gluderer den Betrieb auf Bio um und trotzt dem konventionellen Apfelanbau seitdem mit einer ganzen Reihe von Produkten: Tees, Kräutersalzen, Nudeln, Gewürzmischungen, Honigen, Fruchtaufstrichen, sogar eine Kosmetiklinie mit Reinhold Messner steht im Hofladen

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Sommerwind 2018

Welch eine Inspiration! Jede Blüte erzählt eine Geschichte, jede Biene, jeder Schmetterling, jede Libelle tanzt dazu. Die Herzen wollen träumen, mit offenen Augen Ein Gast über das Goldrainer Kräuterschlössl

zum Verkauf. Feinschmecker dürfen auf Schatzsuche gehen, Liebespaare hingegen auf Kuschelkurs. Im Liebesgarten auf dem Dach des Kräuterschlössls, dem Liebesnest samt Rosen- und Edelweißgarten hat schon mancher Gast Herzklopfen bekommen. Hier inmitten von Liebstöckl, Pimpernuss oder Muskatellersalbei lässt es sich wunderbar flirten, kokettieren und bei leiser Musik entspannen. Und manchmal kann man es hören, das heimliche Liebesgeflüster von der Weinraute zum Jiaogulan und sehen, wie der Schlafmohn ganz heimlich errötet. Und weil Liebe auch durch den Magen geht, gibt es im Liebesgarten - doch nicht nur - Ecken für Zweisamkeit samt Picknick. Den Picknickkorb füllt Marion Gluderer, die Tochter des Hauses mit dem Besten, was das Kräuterschlössl zu bieten hat. Apropos Liebe und Magen. Marion Gluderer hat den Kräutern ein Buch „So schmeckt’s in Südtirol“ gewidmet und ihre Faszination in 40 Kochrezepte, Tipps und Informationen rund

um Kräuter gepackt. Auch der Brauchtum - das Räuchern mit Kräutern - hat darin seinen gebührenden Auftritt. Parallel dazu hat die Familie Gluderer Räuchermischungen kreiert, jede einzelne mit einer ihr eigenen Botschaft: Harmonie zum Beispiel, Kreativität, Glück oder Stärke. Die Stärke des Kräuterschlössls aber ist nicht nur das Tüfteln und Kreieren, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen im Vinschgau: Mit Vinterra, einer Sozialgenossenschaft in Mals etwa ist eine Nudelproduktion geplant, die noch heuer starten soll. Es gehört fast schon zur lieb gewordenen Tradition hier im Kräuterschlössl, dass jedes Jahr mit neuen Ideen aufgewartet wird ... Kräuterschlössl - Schanzenstraße 50 Goldrain. Tel. 0473 742367 www. kraeuterschloessl.it „So schmeckts in Südtirol“ - 40 feine Rezepte vom Kräuterschlössl - eine Hommage an die Kräuter von Marion Gluderer, amtierende Kräuterkönigin.


Zona Zo na Ort rtle les s

• Foto: SMG, Drescher

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Gutbürgerliche Küche mit eigenem Innengarten im Zentrum von Schlanders

Il paradiso escursionistico alpino di prima classe

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Funivie Solda Rifugio Madriccio 2.800 m | ristorante a monte 2.600 m Seggiovia Pulpito ristorante a monte 2.350 m Seggiovia Orso ristorante a monte K2 2.350 m Seggiovia Trafoi Rifugio Forcola 2.200 m

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Kurse


Vinschgau Tipps

Einkehr- und Einkaufs-TIPPS Schmuck & Uhren aus Leidenschaft

Goldschmiede Zwick

Bäckerei Konditorei

Psenner

Ein Besuch in der Bäckerei Psenner ist wie ein Ausflug in die Welt des Genusses. Denn die Bäckerei ist gleichzeitig Konditorei und Cafeteria. Die Kombination begeistert die Kunden und ist beliebt. Weil das Konzept funktioniert, hat Psenner auch gleich mehrere Adressen. Neben dem Stammhaus und einer Filiale in Naturns, gibt es schön eingerichtete Treffpunkte auch in Terlan direkt am Dorfplatz, in Latsch und in Schlanders. Alle in prominenter Lage im Zentrum und mit einer einladenden, modernen Kaffeehaus-Atmosphäre. Im Inneren verschmelzen dann Brot – Weißbrot, Vollkornbrot oder Biobrot – mit täglich frischen Kuchen, Croissants und Kaffee. Den Fokus setzt man bei Psenner aber auf die Zutaten. Die Philosophie lautet: „Jedes Backwerk ist nur so gut, wie seine Zutaten.“ Hochwertige Rohstoffe, hausgemachte Feinstarbeit, Liebe und Begeisterung sind die Zutaten für die Backwaren von Psenner. Das schmeckt man.

Tipp:

Psenner hat auch Sonntag vormittags geöffnet.

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Sommerwind 2018

Eine Welt voller Glanz tut sich Kundinnen und Kunden auf. Die Rede ist von „Goldschmiede und Uhrmacher Zwick“ im Herzen von Mals. Erlesene Schmuckstücke finden sich hier, edler Markenschmuck glänzt hinter den Vitrinen. Johann und Manuela Zwick führen ein 5-GenerationenErbe weiter: Das verpflichtet und macht gleichzeitig stolz. Seit über 140 Jahren wird in der Familie Zwick das Goldschmiede- und Uhrmacherhandwerk gelebt. Deshalb entstehen Schmuckstücke, die Augen zum Leuchten bringen und Wünsche in Erfüllung gehen lassen....

Goldschmiede Zwick - Mals. Tel. 0473 83 19 36 oder info @goldschmiede-zwick.com

Genuss & Vielfalt

Despar Pinggera Despar Pinggera am Dorfeingang von Schluderns ist die Top-Einkaufsadresse für Feinschmecker. Im wohlsortierten Angebot befinden sich Bio-Produkte und eine Vielzahl an Erzeugnissen aus der heimischen Landwirtschaft, die sich auch bestens dazu eignen, ein Stück Vinschgau mit nach Hause zu nehmen. Im Sortiment finden sich Köstlichkeiten von Ahrntal-Natur, aus der Sennerei Burgeis, Käse und Joghurt aus Langtaufers, Käse aus Matsch, Brot aus Laatsch, Speck- Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Fleisch vom Laugenrind - alles aus artgerechter Tierhaltung. Im Sortiment sind Soja- und Laktose freie Produkte. Eine Besonderheit ist der Kuntrawant-Kaffee. Als Mitbringsel eignen sich auch edle Weine und Spirituosen aus Südtirol und Italien. Öffnungszeiten durchgehend: Montag bis Freitag: 7.30 bis 19.00 Uhr; Samstag: 7.30 - 18.00 Uhr

Info:

DESPAR Pinggera, Vinschgauer Straße 22, 39020 Schluderns Tel.: +39 0473 538010


Vinschgau Tipps

Alles zum Wandern und Radeln

Sport Folie Intersport Sport Folie INTERSPORT in Reschen am See ist die Top-Shoppingadresse für hochwertige Markenprodukte rund um Sport und Freizeit. Das Sport Folie Team berät freundlich, fachmännisch und kompetent. Im Sommer finden Sie alles zum Thema Wandern, Biken, Fitness oder einfach Freizeit. Es gibt eine Kinderabteilung. Und sogar die Jäger und Fischer finden eine große Auswahl. Leihen Sie sich bei Sport Folie ein Bike und machen Sie mit Ihrer Familie ein Runde um den Reschensee. Bikeverleih und Service im Geschäft und an der Talstation Schöneben (ab Juli) Öffnungszeiten: 8.30 bis 12,15 Uhr und 14,15 bis 19.00 Uhr; Das Geschäft ist auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet.

Sport Folie INTERSPORT, Hauptstraße 32, 39027 Reschen, Tel. +39 0473 633155, info@sport-folie.com

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Genießen Sie Brot- und Konditoreispezialitäten oder kleine Snacks Naturns, Gleis 2, Latsch, Schlanders, Meran, Terlan

www.baeckerei-psenner.com

Weil Sie bei uns ein vielfältiges Sortiment an Qualitätsprodukten zu attraktiven Preisen finden! Vinschger Straße 22b Öffnungszeiten: Schluderns - direkt an der SS40 MO-FR 7:30–19:00 Uhr Tel.: 0473 538 010 SA 7:30–18:00 Uhr

Mals Tel. 0473 831936 info@goldschmiede-zwick.com

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Vinschgau Tipps

Glurnser Mäuse

Schuhe Spechtenhauser

Ge(h)fühle

Einfach Schuhe verkauft werden bei Schuhe Spechtenhauser nicht. Vielmehr sind es Ge(h)fühle. Beim kompetenten Fuß-und Schuhspezialist im Herzen von Laas haben die Kunden den Auftritt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Reinschauen, probieren, wohlfühlen: Gemeinsam sucht und findet man den perfekt passenden Schuh. Das Team von Schuhe Spechtenhauser ist mit Begeisterung am Werk. Nur komfortable, modische und hochwertige Schuhe genügen dem hohen Qualitätsanspruch im Traditionshaus. Bei der Auswahl der Modelle fließt auch die langjährige Erfahrung und die Kompetenz aus der orthopädischen Schuhwerkstätte mit ein. Modische Neuheiten, Bequemschuhe oder hochwertige Berg- und Outdoorschuhe: Das Sortiment bei Schuhe Spechtenhauser hält für alle das richtige Modell bereit.

BÄCKEREI · KONDITOREI · CAFÉ

RIEDL

Malser-Straße · Glurns Tel. 0473 831 348

Konditorei- und Bäckereiwaren sowie hausgemachtes Eis alles von Meisterhand

… ein Hochgenuss

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Sommerwind 2018

Es ist schlicht eine Institution, das gemütliche fast schon nostalgisch anmutende Cafè Riedl in Glurns. Schon mehrmals wurde das Cafè – das Bäckerei und im Sommer auch Eisdiele ist – vom „Gambero Rosso“ - Italiens Genussbibel - ausgezeichnet. Alte Backtradition wird hier im Cafè Riedl hochgehalten, das „Vinschger Urpaarl“ wird nach alter Rezeptur des Marienberger Klosters gebacken, und für die Eigenkreation „Glurnser Mäuse“ kommen Einheimische und Gäste von weit her, um welche zu bekommen. Was die „Glurnser Mäuse“ sind? Schokoladenmäuse mit zartschmelzender Nougatcreme und zwei gerösteten Haselnüssen gefüllt. Im hausgemachten Eis schmeckt man vor allem die Früchte aus der Umgebung: Es wird das geadelt, was in und rund um Glurns wächst. Dem naturbelassenen Genuss hat man sich verschrieben, das gilt auch für die Kuchen und Torten und den hausgemachten Apfelstrudel. Kurzum: Das Cafè Riedl gehört zu den besten Genuss-Adressen im Vinschgau.

Foto: Angelika Ploner

Foto: Angelika Ploner

Cafè Riedl - Glurns


Vinschgau Tipps

Fohlenhof – Laas

Brennereien Zur Zeit der Monarchie war der Fohlenhof eine Zucht- und Sanitätsstation für Pferde. Weil man Leben in die Pferderassen bringen wollte, ist bei einer der zahlreichen Kreuzungen jene des Haflingers entstanden. Heute stehen am Fohlenhof hochprozentige Wässerchen zur Degustation bereit. Rudi Gartner, der Haus- und Hofherr am Fohlenhof ist nämlich ein Pionier unter

den bäuerlichen Brennereien im Vinschgau und hat eine feine Nase. Gäste dürfen bei den zahlreichen Hofführungen in die Welt der Edeldestillate eintauchen und die Quintessenz erahnen: Das feine Aroma der Golden Delicious Äpfel durchkreuzt von Vanillespuren aus der Holzlagerung oder das unverwechselbare Aroma der Williamsbirne oder der reine Fruchtgeschmack der reifen Marille und Zwetschge umgeben von leichten Bittermandelspuren und süßen Zimttönen.... Dazu gesellt sich der hofeigene Apfelsaft. Auch am Fohlenhof beliebt: Urlaub auf dem Bauernhof.

Käse

aft mult Alles Käse.... Nein, in der Hofkäserei „aft mult“ finden Kundinnen und Kunen auch Speck und Würste. Das Fleisch dazu stammt von den Schweinen und Rindern vom Hof. Das schmeckt man. Für den Käse wird ausschließlich frische silagefreie Rohmilch verwendet. Raffiniert wird dieser mit Gemüse und frischen Kräutern. Deshalb tragen die handlichen Käselaibe Namen wie La Punt, Leit oder Mutta. Mutta ist jener Käse, der ohne Zutaten auskommt, der Salasates hingegen ist mit Paprikaschoten und Gurken verfeinert, der „La Punt“ mit Pfeffer und Chilischoten.

Der „Leit“ überzeugt mit Kümmel, der „Raut“ mit Schnittlauch. Kreativ ist er, der Senn Ernst Patscheider, das muss man ihm lassen. Je nach Jahreszeit gibt es zudem Käse mit frischen saisonalen Kräutern, z.B. Bärlauch oder Rauke.

Tipp: Handgefertigte Holzkisten können von

Kunden und Gästen individuell gefüllt werden und sind ideal als Mitbringsel oder Geschenk.

Hofkäserei caseificio Ab Hof Verkauf Mittwoch bis Samstag von 9.00 bis 12.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung Patscheider Ernst – Ulten 115 – 39024 Mals Tel. 347 62 89 509

Handgefertigte Holzkisten individuell füllbar, als Mitbringsel oder die Geschenksidee für jeden Anlass.

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Vinschgau Tipps

Metzgerei Christanell

Tradition, die schmeckt

Cafè Helene

Eiskalte Verführung Eiskalte Verführung und Cocktails: Alles außer gewöhnlich ist das Cafè Helene in Latsch. Ständig tüftelt Hausherr Erhard an neuen Kreationen, die perfekt miteinander harmonieren. Die jüngste davon: Carbon Black, ein kohlrabenschwarzes Eis oder Black Emotion, die weiße Tahiti Vanille Variegata, die in einem eleganten schwarzen Cono serviert wird. Es sind dies die augenfälligsten Besonderheiten in der Eis-Vitrine in der Marktstraße in Latsch. Dass Eis machen pure Passion ist, davon ist Erhard überzeugt. Alle Eissorten sind aus den besten natürlichen Zutaten - Pistacchio Verde di Bronte 100 % zertifiziert oder Nocciola piemontese dell‘ALTA LANGA igp - ohne Geschmacksverstärker oder Farbstoffen. Das gehört zum Selbstverständnis des Eiskreateurs. Die Eismaschine brummt oft bis spät in die Nacht, weil die Ideen Überhand nehmen, um die bewährten Rezepturen zu verfeinern und Neues zu kreieren. Dabei sind nur die besten Zutaten gerade gut genug...

Tipp:

Garden- und Cocktaillounge im Cafè Helene in Latsch

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Sommerwind 2018

Bekannt ist die Metzgerei Christanell für ihren Speck und eines ist gewiss: Das Traditionsunternehmen im Herzen von Naturns ist einen Besuch wert. Mit Stolz blickt der Meisterbetrieb auf eine 115jährige Firmengeschichte zurück: Seit 1903 bürgt die Familie Christanell für Fleisch- und Wurstwaren erster Qualität. Alte Handwerkstradition wird hier in Ehren gehalten und trägt maßgeblich für die Qualität bei. Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter beraten die Kunden gerne. Erste Wahl sind der Südtiroler Speck g.g.A., der im Meisterbetrieb eine Herzensangelegenheit ist. G.g.A. – das heißt nichts anderes als geschützte geografische Angabe. Der Speck ist länger gereift und intensiver in seinem Aroma. Einheimische und Speck-Kenner wissen ihn besonders zu schätzen. Aus der eigenen Produktion kommen auch saftige Schinken, knackige Würstchen und spezielle Fertiggerichte. Kurzum: eine der besten Metzgereien, die der Vinschgau zu bieten hat.

Tipp:

Der Speck der Metzgerei Christanell - Tradition und Qualität, die man schmeckt.


Vinschgau Tipps

Mode Elvira

Exklusives aus den Modemetropolen Optik Gritsch

Der Brillenmacher 37 Jahre Erfahrung als Optiker: Das macht Peter Gritsch so schnell niemand nach. Wer ein herkömmliches Brillenfachgeschäft vermutet, der wird überrascht sein, wenn er den „Brillenmacher“ am Hauptplatz in Prad am Stilfserjoch betritt. Markengläser von Rodenstock und Zeiss bestimmen das Angebot an Sehbrillen und Kontaktlinsen. Wenn es um Qualität geht, lässt Peter Gritsch nichts aus der Hand: In der eigenen Werkstatt werden Brillen und Kontaktlinsen individuell angepasst. Instrumente der neuen Generation stehen im Einsatz. Außerdem besitzt der Brillenmacher die 3D-Zentrierung. Sonnenbrillen namhafter Hersteller und Designer werden über den Ladentisch gereicht. Adidas? Tom Ford? Oder doch lieber Gucci? Kundinnen und Kunden haben die Qual der Wahl. Der Service schließt die Reparatur von Uhren und Brillen mit ein und ist ausgesprochen freundlich.

Einkehrtipp:: Der

Brillenmacher, direkt im Herzen von Prad am Stilfserjoch

Elvira: Das Modegeschäft, ganz nach seiner Inhaberin Elvira Pfeifer benannt, liegt in der Fußgängerzone in Mals und macht schon von weitem auf sich aufmerksam. Exklusive Mode aus den europäischen Modemetroprolen finden Kundinnen hier in den Regalen: Mode von italienischen Designern, französische Mode aus der Nähe von Paris und Fashion aus London. Exklusive Mode für Sie und Ihn. Qualität und Passform haben hier Vorrang, die Preise sind fair und jede Woche dürfen Kundinnen in eine neue Modewelt eintauchen: Elvira kleidet sich regelmäßig mit den neuesten Modetrends ein. Moda Elvira veste la donna e l’uomo, proponendo capi di alta qualità per ogni occasione. Il negozio offre infatti un’ampia scelta di brands importanti dagli intramontabili fino alle ultime strabilianti tendenze.

Mode Elvira - ein Geheimtipp in Sachen Mode.

Damen&Herren

Elvira Pfeifer I-39024 Mals / Malles Via G. Verdross-Str. 21/A Tel. 0473 849507

Sommerwind 2018

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Laas Marmor

Von “Zuckerwürfeln”

und anderen verführerischen Reichtümern Das Marmordorf Laas brilliert durch seinen schneeweißen und einzigartigen Kalkstein. Doch die malerische Ortschaft im Herzen des Vinschgaus hat nicht nur für Hammer und Meißel etwas zu bieten. Eine Entdeckungsreise durch Kultur, Technik und Natur. von Anna Alber

Das weiße Gold zum Bestaunen und Erleben Die mit Marmor gepflasterten Gehsteige säumen die Straße, die in den Dorfkern führt: vorbei an wuchtigen Häusern, traditionellen Handwerksbetrieben und behaglichen Gasthäusern. „Schaut mal“ ruft eine Touristin begeistert ihrer Reisegruppe zu, „die Marmorquadrate sehen wie Zuckerwürfel aus“. Ein Vergleich, der zum Schmunzeln anregt. Auch die Grabsteine, Statuen und der Dorfbrunnen sind in mühsamer Arbeit aus dem berühmten Stein gemeißelt. In Laas ist das weiße Gold omnipräsent, und verfolgt seinen

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Sommerwind 2018

Besucher auf Schritt und Tritt. Das schimmernde Naturgestein wird im Weißwasserbuch auf 1.555 Meter Meereshöhe und im etwas höher gelegenen Jennwandbruch am Gebirgsstock der Jennwand abgebaut. Mittels einer Kabelseilbahn und der sogenannten „Schreigbouhn“ wird der Marmor zu Tal gebracht. Als „Meisterwerk der Technik“ beschreibt der langjährige Maschinist und Buchautor Hubert Tscholl die Schrägbahn, die seit 1930 als ökologisches Transportmittel in Betrieb ist. Das technische Glanzstück kann vom Dorf aus betrachtet oder über verschiedene Steige bewandert werden.

Wer mit offenen Augen durch Laas flaniert, kann die „Mutter mit Kindern“, den Kaiser Franz Josef von ÖsterreichUngarn – der lange Zeit in einem Schafstall versteckt war – und noch weitere Statuen begutachten, die von früherer und heutiger Handwerkskunst zeugen. Steinmetzbetriebe in Laas und Eyrs führen die Traditionen mit Hammer und Meißel fort. Bei spannenden und lehrreichen Führungen von „MarmorPlus“ und „Kulturführungen Laas“ können Interessierte tiefer in die faszinierende Welt des Marmors eintauchen.


Laas Marmor

der Dorfplatz

Kirchen und Bauten als Tor zur Vergangenheit Laas samt umliegende Ortsteile bergen aber auch weitere Kulturschätze: die zahlreichen und beeindruckenden Kirchen und Kapellen, wie die östlich von Laas gelegene Lourdes-Kirche. Viele Durchreisende kehren in das Gotteshaus ein, das der Marienverehrung und Wallfahrt dient. Ein ebenfalls lohnenswerter Besuch ist die Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer. Als das „Schönste und Wertvollste, das Laas besitzt“ beschrieb der Laaser Autor Alois Adolf Luggin die herrliche spätromanische Apsis der Pfarrkirche, die aus Marmor im 12. Jahrhundert gefertigt und in der heutigen Form rekonstruiert wurde. Am westlichen Dorfende von Laas thront auf einem Hügel eines der ältesten Kirchlein im Vinschgau. Die vorromanische Kirche ist auf einer urgeschicht-

lichen Kultstätte gebaut, wo einst „heidnische Opfer dampften“, wie der Theologe Beda Weber treffend formulierte. Das Bauwerk ist sehr schlicht gehalten, im Einklang mit der Kargheit der nördlich gelegenen Leiten. Einen Hauch Vergangenheit und Magie strömt das unscheinbare Kirchlein aus – wohl die Inspirationsquelle für viele Sagen, wie jene des Hunnenkönig Attila, der hier begraben liegen soll. Von „Sonta Sinus“ aus ist die gelbe, kahle Steppenvegetation der Leiten am Sonnenberg – und kontrastreich dazu – das saftige Grün des Fichten-Lärchenwaldes am Nördersberg zu beobachten. Mit diesem Wissen lässt sich auch ein weiteres historisches Bauwerk einordnen: der „Koundlwool“, ein noch teilweise erhaltenes Aquädukt, mit dem „Wasserwosser“ an die trockene nördliche Talseite geleitet wurde, um die Felder zu bewässern.

Fotos: Anna Alber

“In den Bildern meiner Kindheit sind alle Wege weiß. Marmorweiß”. Diese Aussage des Malers und Dichters Luis Stefan Stecher, der 1937 in Laas geboren wurde, ist ein Bekenntnis des Stolzes, über einen Stein, den es in seiner Art nirgendwo anders auf der Welt gibt.

die Grabsteine aus Marmor im Friedhof von Laas, mit Blick auf die Gleise der Marmorschrägbahn.

FREIBAD LAAS

Geöffnet: Mo. - So.: 10:00 - 19:00 Uhr; Nachtschwimmen: Mi.: 19:00 - 21:30 Uhr

Pizzeria St. Sisinius

Vinschgauerstr. 74 39023 Laas Tel. 0473 62 60 67 Montag Ruhetag

Sommerwind 2018

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Laas Marmor

Auf Wanderpfaden: von gemütlich bis anspruchsvoll In Laas kommen nicht nur Kultur- und Technikbegeisterte auf ihre Kosten: auch Wanderfreunde können über die viele Wanderwege die einmalige Tier-, Planzenund Bergwelt ergründen. An warmen Tagen bietet sich eine gemütliche Wanderung zum schattigen Herrensteig an, der über die Gleise der Schrägbahn zur Rodelbahn führt und folglich zur Schwefelquelle „Stinkabrunn“. Das nach faulen Eiern riechende Heilwasser kann unbedenklich gekostet werden und ist unter Kindern eine beliebte Mutprobe. Verdauungs-, Leber- und Hautprobleme können laut Dr. Helmut Moser mittels schwefelhaltigen Wassers therapiert werden. Die Wanderung kann nach Belieben bis Tschengls oder der Tschenglsburg fortgesetzt werden. Ein etwas anspruchsvoller Steig mit mehr Anstieg ist der Schrägbahnsteig. Er führt von der Talstation der Schrägbahn

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Sommerwind 2018

serpentinenartig zum St. Martin Kirchlein und zur Bergstation am Bremsberg. Für Abenteuerlustige ist eine Exkursion zur „Gurgel“ zu empfehlen, ein Wasserfall, der auf einer Holzbrücke überquert wird. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hierfür dringende Voraussetzung. Das Laaser Tal beherbergt ebenso zwei urige Almen, die Untere und Obere Laaser Alm. Zum jetzigen Zeitpunkt wird nur die Obere Alm bewirtschaftet und ist bis Ende Juni an jedem Wochenende geöffnet. Ab Juli bis Ende August werden Gäste rund um die Uhr in familiärer Atmosphäre mit einfachen, traditionellen Speisen und Getränken verköstigt – mit Blick auf die wunderschöne Laaser Bergwelt. Auf dieser AVS-Schutzhütte kann übernachtet werden, um vorherige Anmeldung wird gebeten. Die Untere bzw. Obere Alm sind ideale Startpunkte für Hochtouren, wie z. B. zur „Taitscheroi“ (3.141 m) oder dem etwas „gemütlicheren“ Gipfel „Sauriasl“ (2.727 m).

90 Jahre

„Was ist los in Loos“

Events im Sommer Laas bietet seinen Besuchern zahlreiche Veranstaltungen, um Land und Leute näher kennenzulernen. Im Mittelpunkt stehen dabei Musik, Kunst und Kultur, lokale Produkte und Geselligkeit. Allen voran ist dabei das Genuss- und Kulturfest „Marmor und Marille“ zu nennen, das vom 4. bis 5. August stattfinden wird. Beim Marmorsymposium können Interessierte internationalen Künstlern über die Schulter schauen und hautnah dabei sein, wenn dem weißen Stein „eine Seele eingehaucht wird“ und wundervolle Werke entstehen. Rund um den Laaser Ortskern lädt eine herrliche Flaniermeile dazu ein, qualitativ hochwertige Naturprodukte von den heimischen Betrieben zu verkosten oder traditionelle Handwerkskunst zu bestaunen. Für ein umfangreiches Rahmenprogramm ist gesorgt. Foto: Anna Alber

Foto: Kathrin Hauser

In der Höhe schmeckt’s einfach besser: Gäste werden mit einfachen, traditionellen Speisen auf der Oberen Laaser Alm verköstigt.

Bereits am 24. Juni findet auf dem Dorfplatz von Laas der „Sonta Hons“ Kirchtag statt, nach dessen Motto Gerichte und Kirchtagskrapfen serviert werden. Am Abend findet ein Konzert der hiesigen Musikkapelle statt. Wer wissen möchte, wo und wie der Marmor abgebaut wird und gerne Gutes tut, wird mit dem „Bruchfest“ am 28. Juli bedient, welches man zu Fuß oder mit dem Shuttle erreicht. Für Speis und Trank ist gesorgt und der Erlös wird für wohltätige Zwecke gespendet. Im Informationsbüro am Bahnhof in Laas werden zu allen genannten und weiteren Events genauere Auskünfte geboten.


SÜDTIROLER

SPECK

Der fein-würzige Südtiroler Speck, ideal zum Wandern, zum gemeinsamen Genuss oder als Geschenk für Freunde. Speck Alto Adige delicatamente speziato, ideale per le passeggiate, per gustarlo in compania o come regalo per gli amici.

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König Ortler konkurrenzlos

Schlanders

König Ortler

Sulden

Meran

Bozen

konkurrenzlos

König Ortler umranken viele Sagen und mit 3905 Metern Höhe ist er der höchste Berg Südtirols

Da steht er nun also, der vom kleinen Zwerg verhexte Riese „König Ortler“. Als höchster Berg Südtirols, umringt von einer großen Anzahl weiterer wunderschöner Bergspitzen in der Ortlergruppe, ist er wohl konkurrenzlos der schillernste und bekannteste Gipfel weitum. von Cornelia Knoll

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905 m in den dunkelblauen Himmel ragt sein einsamer Gipfel, sanft eingebettet in 1000 m hohes zerklüftetes Gletscherareal, welches talwärts in graues, felsiges Dolomitgestein mündet und schließlich in dichte Fichtenwälder übergeht. Es ist der Hausberg der Suldener und Trafoier der bereits seit über 90 Millionen Jahren dort fest an seinem Platze steht. Jahrtausendelang umspült von Urmeeren, geschichtet von magmatischen Explosionen, verwittert durch Hitze und Kälteepisoden der Erdgeschichte, hat er nunmehr seine ganz eigene Gestalt gefunden. Dem Betrachter in Sulden wird er sich imposant und hochaufgestreckt, einem Schutzmantel gleich präsentieren. Weitausgestreckten Armen gleich, zeigen seine schroffen Felsgrate direkt vom Gipfel ins darunterliegende Bergdorf und bilden so,

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Sommerwind 2018

die bei Extrembergsteigern bekannten steilen Schluchten und Nordwände. Auf des Ortlers gerundeter, etwas lieblicher wirkenden Rückseite, liegt auf 1850 m Höhe das idyllisch gelegenen Örtchen Trafoi. Der Geburtsort des berühmten Rennskifahrers Gustav Thöni bildet das Tor zur Stilfserjochstraße und darf sich als Ausgangspunkt der Erstbesteigung des Ortlers im Jahre 1804 rühmen. Damals, am 26. September erklomm der Gamsjäger Josef Pichler; genannt „Pseyrer Josele“ von Trafoi aus über die“ hinteren Wandlen“ das allererste Mal den König Ortler. Ohne Kletterseil, Eispickel, sowie jeglicher spezieller Bergausrüstung, erreichten sie auf dieser sehr schwierigen Route den Gipfel und entfachten dort zum Beweis der Besteigung ein großes Feuer. Der Bann der Unbezwingbarkeit war somit gebrochen, doch wurden erst Jahr-

zehnte später, neue Wege aller Schwierigkeitsgrade zur Besteigung des Bergriessens gefunden .Somit war König Ortler und seine beiden Dörfer Sulden und Trafoi bereits am Ende des 19.Jahrhunderts zum begehrten Anziehungspunkt vieler Profi-Bergsteiger aus der ganzen Welt geworden. Zusammen mit namhaften Einheimischen zählen diese Bergsteiger zu den Pionieren der örtlichen Berggeschichte. Diesem Pioniergeist ist es zu verdanken, dass Steige vom Tal hinauf zu den Einstiegsrouten der „Ortlergruppe-Gipfel“ausgebaut wurden. Auch erste Schutzhütten waren schon bald als Übernachtungs- und Schutzräume für die sich mehrenden Bergbezwinger errichtet. Eine dieser Schutzhütten ist die 3027 m hohe Payerhütte. Von der Sektion Prag des deutsch-österreichischen Alpenvereines im


König Ortler konkurrenzlos

Jahre 1804 aufgestellt, wurde die damalige Bergsteiger-Selbstversorgungshütte zum Ausgangspunkt der Ortler-Normalwegbesteigung. Auch heute noch thront die, nach dem berühmten Berg und Polarforscher Julius Payer benannte Hochgebirgshütte, auf dem auf dem luftigen Tabarettakamm .Die ehemals kleine Hütte ist nun zu einem stattlichen Bau geworden, welche bis zu 85 Schlafplätze, sowie Tagesgästen, Speise und Trank und ein sonniges Plätzchen zum Ausruhen bietet. Egal ob der Hochgebirgswanderer nun von Trafoi oder von Sulden seinen Weg zur Payerhütte wählt. Seine ersten Schritte werden ihn beidseits zuerst durch moosig duftenden Lärchenwald mit blühenden Alpenrosen und Enzian und langsam ansteigend zu den ersten Gesteins-Moränen führen, die vor hunderten von Jahren vom Gletscher gebildet wurden. An diesem Punkt, auf knapp 2500 m Höhe ist die Waldgrenze erreicht und erste freie Sicht Richtung Tal erfreut das Wandererherz. Nun auf Halbweg zur Payerhütte begegnet man auch den darunterliegenden Schutzhütte,die eine erste Rast und Erholungspause bieten. Auf der Suldener lädt die Tabarettahütte zur Einkehr ein, auf der Trafoierseite ist es die Berglhütte, welche zur Verschnaufpause bittet. Wer nun nicht die anspruchsvolle Besteigung des Ortlers ins Auge fasst, wird es sich wohl auf der Sonnenterasse der Payerhüt-

te oder in der urgemütlichen Gaststube bequem machen. Wird ehrfurchtsvoll in die eisige Nordwand des nahen Bergriesen blicken, Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel verfolgen und dabei genüsslich seinen wohlverdienten Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn verspeisen. Familie Wöll bewirtet die Payerhütte seit 1987 mit viel Einsatz, Freude und Herzblut. Herrmann Wöll als bekannter Küchenchef kümmert sich zusammen mit Sohn Bernhard, dem neuen Hüttenwirt, um das leibliche Wohl der Gäste. Frau Filomena Wöll hingegen, ist die gute Seele des Hauses und lässt jeden Gast sich hier oben „Zuhause fühlen“. Eine weitere Berghütte welche am Fuße des Ortlers weilt und als beliebtes Wanderziel, sowie als Ausgangspunkt zur Besteigung des „Ortler Hintergrats“, zum Monte Zebru und zur Königspitze gilt, ist die 2661 m hoch gelegenen Hintergradhütte in Sulden. Unterhalb des mächtigen Ortlerdreigestirns und des Suldengletschers gelegen, steht sie geschützt und fest inmitten grüner Wiesen. Schafe und Yaksherden weiden hier oben, laben sich an dem klaren Wasser des kleinen Gletschersees. Zahlreichen Wanderern begegnet man auf den vielen Wegen zur Hintergrathütte. Da gibt es den etwas gemütlicheren Weg von der Mittelstation der Seilbahn oder den interessanten Ertlsteig mit Wasserfall und Hängebrücke,

sowie den teils luftigen Morosiniweg. Zu den schönsten und erlebnisreichsten Wegen zählt jedoch der gut ausgewiesene Gletscherpfad von der Schaubachhütte zur Hintergradhütte. Hier wandert man oft auf Geröll und Eis direkt unter den Bergriesen vorbei, über sich, in sicherer Entfernung, senkrechte Nordwände und imposante Hängegletscher. Bereits 1805, als der Ortler erstmals über den Hintergrad bestiegen wurde, hatte man nahe am Anstieg eine erste Baracke errichtet. Später im Jahre 1872 erbaute ein russischer Staatsrat aus Warschau die Bäckmannhütte welche nahe dem heutigen Standort am unteren Gratsee auf 2611 m eröffnet wurde. Dieses aus Steinen errichtete Berghaus, diente als Schlafstelle für Touristen und Bergführer .Im 1. Weltkrieg wurde es es, wie alle Hütten im Ortlergebiet, von österreichischen Truppen als Stützpunkt benutzt und im Jahre 1915 leider von italienischen Granaten zerstört. 1920 erbauten die Suldener Bergführer schließlich die heutige Hintergradhütte (2661m)mit 70 Schlafplätzen, uriger Gaststube und einer wunderschönen Panoramaterasse. Familie Fritz Gutgsell übernahm als Besitzer die Hütte im Jahre 1947. Es folgte Ulf Gutgsell welcher nun mit seinen 3 Töchtern Pia, Kathrin und Petra jeden Sommer den vielen Gipfelstürmern hervorragende Hüttenkost, Schlafstätten und Gemütlichkeit bietet.

Parc Hotel Sulden Was unsere Gäste über unser Restaurant, Hartmanns Weinstube sagen: „ sie servieren den besten karamellisierten Kaiserschmarren der Welt.“ Anna Rosa Thomae in –Die Welt am Sonntag / Berliner Morgenpost

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König Ortler konkurrenzlos

Das drei Mädl-Haus „Und hier…unsere Polenta mit frischen Pfifferlingen“, ruft Kathrin fröhlich über die vollbesetzte Terrasse der Hintergradhütte und strahlt dabei mit der Bergsonne um die Wette. Am nächsten Tisch serviert die 17 jährige Pia eine riesen Portion Kaiserschmarrn mit Suldener Preiselbeeren, welche in der kleinen Hüttenküche von Schwester Petra und ihrem Vater zubereitet wurde. Es sind dies drei junge und fröhliche Schwestern, die bereits seit ihrer Geburt mit ihren Eltern Ulf und Gertraud jedes Jahr mindestens 3 Monate auf ihrer Hintergradhütte wohnen und zusammen dort arbeiten. Als Kinder war die Hütte mit ihren ringsum weiten Wiesen, Geröllhalden, Gletscherseen und Bergen eine einzige

Spielwiese für die 3 Mädchen. Im herrlich frischen Wasser der Seen schwammen sie um die Wette, kletterten so manch zerklüfteten Felsen auf und ab und spielten bei Regen und Schnee in der warmen Stube Karten oder erzählten sich Geschichten. Auch heute noch nach über 20 Jahren teilen sich die jungen Frauen eine Hütten-Schlafkammer und freun sich nach Schule und Studium im Tal, für 3 Monate so nah beieinander zu sein. „Natürlich ist es nicht immer einfach weitab von Freunden und 3,5 Monate täglich zusammen zu arbeiten“, erzählt Petra.“ Doch wir 3 Schwestern vertragen uns sehr gut und genießen die Zeit hier oben.“ Für sie wäre es beinah unvorstellbar nicht

auf der Hütte, die zu einer Heimat geworden ist, zu sein. Während sie Spiegeleier mit Speck und Bratkartoffeln brät, erzählt sie von den Bergführern, Stammgästen und Mitarbeitern, welche zu Freunden geworden sind. Erzählt von dem Aufstehen um 4 Uhr um gemeinsam 80 Gästen das Frühstück zu bereiten und vom Glück, inmitten der Familie hier hier oben aufgewachsen zu sein.

Von der Faszination auf einer Hochgebirgshütte zu leben In Gedanken versunken sitzt Filomena Wöll vor auf der Terrasse ihrer Payerhütte, genießt die wärmenden FrühlingsSonnenstrahlen und kostet ihre kurze Ruhepause vor dem nächsten Ansturm der Hüttengäste und Ortlerbesteiger. Gleich wird auch der Transport-Hubschrauber aus Trafoi kommen und auf dem schmalen Grat hier oben Nahrungsmittel, Getränke und Wäsche liefern. „Mit dem Hubschraubertransport seit 1998 ist nun vieles einfacher auf der Hütte geworden“, sagt Frau Filomena.“ Vor vielen Jahren noch haben wir täglich mit Mulis und später mit einem Pferd diese schwere tägliche Fracht über Wald und Geröllwegen heraufgeschuftet und erst ab der Edelweisshütte (2500m) mit der kleinen Materialseilbahn zur Hütte gezogen.“ Auch heute noch sei es nicht ganz einfach auf 3020 m Höhe, 3,5 Monate auf engstem Raum zu leben und zu arbeiten, berichtet die Hüttenwirtin. Doch würde sie sich seit über 40 Jahren, jeden Frühjahr erneut auf diese wunderschöne

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heimelige Berghütte mit ihrem ganz besonderen, beschützenden Charme freuen. Für Filomena ,ihren Mann Hermann und Sohn Bernhard als neuen Hüttenbetreiber, ist es jedes Jahr erneut eine spannende Herausforderung auf ausgesetztem Grat, umringt von König Ortler ihre Gäste zu bewirten. Bergsteiger sind feine, ehrliche und ganz besondere Leute, sagt sie lächelnd und bringt einem Bergführer sein Abendessen an den Ofenplatz in der gemütlichen getäfelten Stube, während die Männer noch an der Schmelzwasserleitung an der nahen Gletscherwächte werkeln. Bald wird es dunkel werden an diesem wunderschönen Frühlingstag auf der Payerhütte. Das Stromaggregat beendet seinen Dienst…, der Mond steht überm Ortler und taucht alles in wunderbare Stille…. Morgen früh um 4 Uhr morgens wird Frau Filomena wieder gut gelaunt den ersten Gipfelstürmer das Frühstück bringen und ihnen mit ihrem freundlichen Lächeln alles Gute für den Aufstieg wünschen.


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Schellen und Glocken

Die Filmfreunde von Prad und Stilfs haben in Prad ein kurzes Filmporträt von Max Kuntner gezeigt. Max Kuntner, geboren 1944, war Schilehrer auf dem Stilfserjoch und Bergbauer in Außersulden auf dem Oberrazoihof. Seit seiner Kindheit geht er einer außergewöhnlichen Leidenschaft nach. Er sammelt Schellen und Glocken und besitzt eine umfangreiche Sammlung.

Schlanders

Meran

Prad

Verkünder von Freude und Trauer

Schellen & Glocken

Max Kuntner stellt die Glocken und Schellen nicht einfach irgendwo ab, sondern verbringt täglich eine bestimmte Zeit mit ihnen und lässt so seinen Tag „ausklingen“. Das hat mich neugierig gemacht und als ich anrief, sagte er sofort zu, fragte aber ob ich schon genügend Zeit habe. von Heinrich Zoderer

Foto: Heinrich Zoderer

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ax Kuntner führt mich in sein Haus. Wir gehen die Stiegen hinauf bis zum Dachboden. Dort ist sein Reich. An der Tür zur Dachkammer hat Max ein Schild angebracht. Der Text fasst alles kurz und klar zusammen: „Symbol der Glocke. Die Kommenden begrüßt sie. Die Bleibenden begleitet sie. Die Scheidenden verabschiedet sie. Die Blitze zerreißt sie.“ Damit wird auch klar, dass Glocken für Max Kuntner mehr sind als Gegenstände, die Töne von sich geben. Wir betreten die Kammer, die mit Holzriemen vertäfelt ist und insgesamt 215 verschiedene Schellen und Glocken enthält. Alle sind in Reih und Glied auf einem dürren Ast aufgehängt. Sie müssen frei hängen, meint er. Einige Schellen ohne Lederriemen stehen aufgereiht auf einer Ablage.

Bozen


Schellen und Glocken

Dann beginnt eine lange Erzählung über die Herkunft und die verschiedenen Schellenschmiede. Max erzählt wann und wie er zu verschiedenen Schellen gekommen ist, wie sie hergestellt und verziert werden. Wir reden über den Klöppel, die Lederriemen und Schnallen, die Wintersingesen, die Pofelsingesen und die Schellen, die die Kühe auf der Alm tragen. Er kennt seine Kühe auf der Alm durch den Klang der Schellen, erzählt Max. Vor 5 Jahren hat er zum Geburtstag zwei Glocken der Firma Grassmayer aus Innsbruck erhalten. Die Glocken hat er selber ausgesucht, denn sie müssen zusammenstimmen, meint er. Für ihn war es das schönste Geburtstagsgeschenk. Die Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck gibt es seit dem Jahre 1599. Es gibt verschiedene Glocken: Kirchenglocken, Kuhglocken, Pausenglocken, Bahn- und Schiffsglocken, Sturmglocken, Totenglocken, Handglocken usw.

Die Glocke gibt dem Tag einen Rhythmus, sie gibt das Zeichen für den Beginn der Arbeit und der Feste.

Glocken bewahren die Harmonie zwischen der menschlichen Gemeinschaft und der kosmischen Ordnung“ Seit Jahrtausenden gibt es auf der ganzen Welt Glocken. China ist das Ursprungsland der Glocken. Sie sollen die Harmonie zwischen der menschlichen

Gemeinschaft und der kosmischen Ordnung bewahren. Verwendet wurden sie im Laufe der Geschichte für religiöse, militärische und alltägliche Zwecke. Die Glocke zählt zu den ältesten Musikinstrumenten. Durch die Glocke entsteht ein Dialog mit der Seele des Menschen, die Glocke ist die Verkünderin der Hora, der besonderen Stunde, des besonderen Momentes. Die Glocke gibt dem Tag einen Rhythmus, sie gibt das Zeichen für den Beginn der Arbeit und der Feste, sie rufen zum Morgen- oder Abendgebet. Glocken sind in Europa wie die Buschtrommeln in Afrika. Sie schützen vor Unheil, sind Verkünder von Freude und Trauer. Glocken kündigen große Feste, große Ereignisse an, Totenglocken begleiten Verstorbene auf dem letzten Weg. Auch bei mehreren Bräuchen werden Schellen eingesetzt, z.B. beim Zusslrennen in Prad soll durch den Lärm der Schellen der Winter vertrieben werden. „Die Pummerin“, mit 314 cm Durchmesser die größte Glocke Österreichs, erklingt zum Jahreswechsel vom Nordturm des Stephansdoms. Sie ist das Symbol für Friede und Freiheit und gilt als „die Stimme Österreichs“. Man darf aber auch nicht vergessen, dass viele Glocken in Kriegszeiten zu Kanonen umgewandelt wurden.

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Schellen und Glocken

Schellen, Treicheln, Glocken und Singesen Max Kuntner erklärt mir den Unterschied zwischen Schellen und Glocken. Glocken, bei uns, wenn es Kuhglocken sind, oft auch „Singesen“ genannt, werden gegossen und haben eine runde Form. Die Schellen sind aus Eisen- oder Kupferblech und werden vom Schellenschmied durch Hämmern geschmiedet, zurechtgebogen, vernietet und verlötet. Sie werden dann in Messing getaucht oder Messing wird durch eine besondere Technik auf das Blech draufgeklebt. Schellenschmiede waren besondere Schmiede, die es heute kaum mehr gibt. In seiner Schellenkammer hängt ein Sterbebild von Eduard Schuchter, einem bekannten Schellenschmied aus Pfunds, gestorben 1940. Die Pfundser Schellen ziehen ihn magisch an, die haben bei Kuntner den höchsten Stellenwert. In Kuenz gibt

Max Kuntner in seiner Schellen- und Glockenkammer. Über 200 Schellen und Glocken hat er in seinem Leben gesammelt. Jeden Tag zieht er sich dort zurück, um seinen Tag ausklingen zu lassen. Seine Glockenwelt ist seine Klangwelt, seine Seelenanstalt.

es noch einen Schmied, der auch Schellen macht und in Laas. Bekannt sind die Stubaier Schellen und Schellen aus Villach und aus Platt im Passeier. Stolz erzählt Kuntner, wie er mehrere Schellen vom Hotel Sulden gekauft hat, einige Schellen, die Gäste bereits mit nach Deutschland genommen haben. Die Schellen, die in der Schweiz auch „Treicheln“ genannt werden, sollen schlagen, die Glocken sollen singen. Früher trugen alle Kühe, auch Schafe und Ziegen Glocken oder Schellen. Durch den Klang der Glocken wusste man, welcher Bauer seine Tiere am Dorfbrunnen tränkte. Die Schellen und Glocken wurden öfters gewechselt. Im Winter trugen die Kühe kleine Glocken (Wintersingesen), auf der Weide waren die Glocken etwas größer (Poflsingesen), auf der Alm trugen sie Schellen. Diese alte Tradition ist beim Untergehen, meint Max. Er freut sich wenn er auf einer Alm die Kuhschellen hört oder wenn er über Tanas nach Schluderns fährt und die weidenden Kühe Glocken oder Schellen tragen. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Max meint, dass man Glocken nicht in einer dunklen Ecke abstellen und auch nicht zum Schweigen bringen soll. Er selber beendet jeden Tag in seiner Glockenkammer, bevor er schlafen geht. 15 bis 45 Minuten bleibt er dort alleine mit seinen Schellen und Glocken. Er nimmt zwei Glocken oder zwei Schellen in seine Hände und lässt sie erklingen. Er lauscht der Musik und taucht ein in seine Glockenwelt, seine Klangwelt. Wenn es draußen regnet, verzieht er sich auch während des Tages in seine Glockenkammer. Der Klang der Glocken tut ihm gut, es ist seine Seelenheilanstalt, so sagt er. Am Ende unserer langen Unterhaltung gibt er mir noch drei Bücher mit, damit ich noch tiefer in die Welt der Glocken und Schellen eintauchen kann.

Hotel Bella Vista – Fam. Gustav Thöni Stilfserjochstr. 17 | 39029 Trafoi T +39 0473 611716 hotel@bella-vista.it | www.bella-vista.it

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Nationalpark Stilfserjoch Natur erleben

Foto: Valerio Ferraro

Bartgeier (im Bild) und Steinadler haben ihren Lebensraum im Nationalpark Stilfserjoch

Nationalpark

Gesamtfläche:

130.734 ha

Stilfserjoch

Der Nationalpark Stilfserjoch ist das zweitgrößte Schutzgebiet im Alpenbogen und einer von derzeit 24 Nationalparks in Italien. Seine Fläche umfasst die gesamte Ortler-CevedaleGruppe, sowie die Täler von Livigno und Cancano. Südtirol hat mit 53.447 ha (40,6%) Anteil an der Parkfläche, davon die Gemeinden des Vinschgau mit 45.724 ha. Nationalpark Stilfserjoch mein Name: Der Steinadler ist mein Wappentier. Hirsch, Reh, Gämse, Insekten, Vögel, Edelweiß, Alpenrose, Moose, Flechten, Fichten, Lärchen, Zirben und viele andere mehr kleiden mich.

Dazu Gletscher, Bäche, Seen, Wälder und Wiesen, Leute bewohnen und bewirtschaften mich, und zusammen haben wir ein gemeinsames Ziel: Mich in meiner Vielfalt für die Nachwelt zu erhalten

Höchste Erhebung:

Ortler 3.905m

Nationalparkprovinzen:

Südtirol, Trient, Brescia und Sondrio 10 Nationalparkgemeinden in Südtirol:

Stilfs, Prad, Glurns, Taufers im Münstertal, Mals, Laas, Schlanders, Martell, Latsch, Ulten Gründung:

1935

Wappentier:

Steinadler

www.stelviopark.bz.it Sommerwind 2018

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Nationalpark Stilfserjoch Natur erleben

Häuser

Auch dieses Jahr wieder: Freier Eintritt für ABO+ Inhaber während der Sommerferien in allen Nationalparkhäusern!

vogelwelt | avifauna

Welt der Vögel Foto: Eugen Wallnöfer

Nationalpark

Sonderausstellung: Müll im Gebirge

Unter Fischen eine Reise in fremde Welten

Wald und Holz

Sonderausstellung: Blumen – Wiesen - Leben

Sonderausstellung: Gletscher - weiße Welt in Bewegung

Sonderausstellung: Die Lärche – Das Lichtkind der Alpen

Öffnungszeiten der Nationalparkhäuser Dienstag bis Samstag: 9:30–12:30 Uhr und 14:30–18:00 Uhr Nur im Juli und August auch Sonntag von 14:30–18:00 Uhr

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Foto: Mauro Lanfranchi

In Martell, in mein Tol

Foto: J IDM Südtirol Frieder Blickle

Leben an der Grenze

Nationalparkhaus aquaprad: Dienstag bis Freitag: 9:30–12:30 Uhr und 14:30–18:00 Uhr Samstag und Sonntag von 14:30–18:00 Uhr

Foto: Emilio Ricci

Foto: Fabrizio Moglia

Sonderausstellung: Fressen und gefressen werden


Nationalpark Stilfserjoch Natur erleben

erleben

Jeden Donnerstag: von 14. Juni bis 26. Juli Jeden Donnerstag und Freitag: von 2. bis 31. August

Jeden Dienstag: vom 5. Juni bis 3. Juli

Kreativwerkstatt- Vögel aus Naturmaterialien

Hofwanderung

Jeden Samstag: vom 9. Juni bis 15. September

Foto: Franco Paolinelli

vogelwelt | avifauna

Aus natürlichen Materialien basteln wir gemeinsam fantasievolle kleine Kunstwerke rund um den Vogel & Co.

Seit einigen Jahren brütet der Bartgeier wieder im Nationalpark. Im Zuge der geführten Wanderungen können Sie mit den Nationalpark-Förstern den seltenen Bartgeier beim Brüten beobachten und erfahren mehr über diesen majestätischen und knochenfressenden Vogel.

Foto: Roberto Li Calzi

Kinder basteln in der Naturwerkstatt mit selbstgesammelten Materialien. Tannenzapfen, Steine und Nüsse verwandeln sich in fantasievolle kleine Kunstwerke.

Bartgeier lernt fliegen

Foto: Katharina Blasl

Naturwerkstatt Wuschlpuschl

Gemütliche Rundwanderung von Prad nach Lichtenberg und zurück. Eine Hofbesichtigung bietet Einblick in das bäuerliche Leben, wobei zahlreiche bäuerliche Produkte verkostet werden können.

Foto: Maria Stella Ronzoni

Nationalpark Stilfserjoch

Jeden Mittwoch: vom 27. Juni bis 5. September

Radtag Stilfserjoch Die Stilfserjochstraße gehört allein den Radfahrern, sie ist von 08.00 bis 16.00 für den motorisierten Verkehr gesperrt. Der Nationalpark Stilfserjoch lädt alle Radfahrer zur Königsetappe!

www.stelviobike.com Samstag: 1. September

Viele weitere Wanderungen und Veranstaltungen finden Sie im Sommerheft des Nationalparks oder unter www.stelviopark.bz.it Informationen und Anmeldungen online oder telefonisch in den Nationalparkhäusern: aquaprad - 0473/618212 | avimundus - 0473/730156 | culturamartell - 0473/745027 | lahnersäge - 0473/798123 | naturatrafoi - 0473/612031

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Marienberg beeindruckende Romanik

Kloster Marienberg Schlanders

Meran

Bozen

Die Krypta

VON MARIENBERG Die Krypta von Marienberg wurde im Jahre 1160 geweiht und war damals der erste Raum, in dem Heilige Messen gefeiert wurden. Ab 1643 wurde die Krypta zum Bestattungsort der Mönche. Erst im Jahre 1980 wurden die Grufteinbauten entfernt. Dabei entdeckte man wunderschöne alte Fresken, die ein einzigartiges, unverwechselbares Denkmal romanischer Kunst darstellen. von Andreas Waldner

Foto: Andreas Waldner

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ir betreten die Marienberger Krypta von ihrer nördlichen Seite her und sehen einen langen, nord-südlich verlaufenden Gang. Durch die kleinen Fensteröffnungen der Hauptapsis und der beiden Nebenapsiden fällt vom Osten her spärliches Tageslicht. Die Westwand schmiegt sich an den Felsen, auf dessen Sockel das Kloster erbaut wurde. Fünf Kreuzgewölbe gliedern den schmalen, nur 3,6 Meter breiten, aber 19,4 Meter langen Kryptenraum. Zu einer Scheitelhöhe von nur 3 Metern erheben sich die Joche auf annähernd quadratischen Grundrissen. Eine Ausnahme macht das Mitteljoch, das durch seine ungewöhnliche querrechteckige Form überrascht. Die Maße von Apsisöffnung und Breite des Mitteljochs entsprechen sich und sind deutlich aufeinander bezogen. Der Altar gehört sowohl zur Apsis – dem Ort der Gegenwart Gottes, als auch zum Mitteljoch – dem Ort der Gläubigen, die sich dort versammeln, um die Eucharistie zu feiern. Der querrechte-

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ckige Grundriss des Mitteljochs ergibt mit dem Halbrund der Apsis zusammen ein potentielles Quadrat, aber auch einen potentiellen Kreis.

Die Apsis als Raum des Sohnes Mittelpunkt des Marienberger Freskenzyklus ist die Darstellung des erhöhten Christus: die Majestas Domini. Christus sitzt in der Mandorla auf dem Himmelsthron und stützt seine Füße auf das Erdenrund. Von dort blickt er herab, die rechte Hand zum Segnen erhoben, in der Linken das geöffnete Buch zeigend. Sein Gewand ist rot-bräunlich, der Hintergrund, welcher vom Erdenbogen bis weit über den Himmelsbogen reicht, ist in mattem Grün gehalten. Die Mandorla ist umrahmt von: zwei Seraphim, zwei Engeln mit Schriftbändern; links unten von Petrus, dem Markuslöwen und dem Johannesadler, rechts unten von Paulus, dem Lukasstier und dem Mathäusengel. Links unten ist das Fragment eines Kopfes mit Tonsur als Stifterbild des Abtes (Albert?) sichtbar. In der Laibung des Apsisfensters werden zwei Frauen mit Märtyrerpalmen, Panafreta und Climaria, dargestellt. Es handelt sich um Märtyrerinnen um die Hl. Ursula von Köln, deren Reliquien laut Klosterchronist Goswin (von 1370) in der Krypta verwahrt wurden. Die verschiedenen Farbstreifen der Kalotte dienen als Rahmensystem und Bühne für verschiedene Ebenen der Assistenzfiguren. So ist z.B. der unterste Farbstreifen durch Erdschollen und Pflänzchen als Erdstreifen anzusehen. Weiß, Gelb, Rot, Grün als Abstraktion eines Landschaftshintergrundes. Der goldene Streifen stellt die himmlische Sphäre dar. Die Mandorla schwebt im Blau sphärischer Dreiecke.


Marienberg beeindruckende Romanik

Die Krypta kann in den Sommermonaten von Montag bis Samstag besichtigt werden und zwar im Mai jeweils um 15.00 Uhr mit einer FĂźhrung, von Juni bis Oktober bei der Vesper um 17.30 Uhr.

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Marienberg beeindruckende Romanik

Foto: Andreas Waldner

Fresko des Mitteljochgewölbes. Die Grate bilden ein Schrägkreuz. Dadurch entstehen vier Gewölbekappen. Sie weisen nach den vier Himmelsrichtungen und sind jeweils durch einen Erzengel gekennzeichnet. Die Südkappe mit Raphael, die Nordkappe mit Uriel, die Ostkappe mit Gabriel und Westkappe mit Michael.

Das Mitteljochgewölbe als Raum des Vaters Die architektonischen Glieder werden gebildet durch das Schrägkreuz der Grate, das zwei stumpfwinklige und zwei spitzwinklige Kappen entstehen lässt. Jede der vier Gewölbekuppen ist gefüllt durch drei Engel. Das bedeutet: die Vier als Symbolzahl der Welt zeigt sich durchwirkt von der trinitäts- und himmelsbezogenen Zahl Drei. Auf diese Weise wird die Gegenwart des dreieinigen Gottes in der Welt, seiner Schöpfung, symbolisch zum Ausdruck gebracht. Es werden zwei verschiedene Engelklassen dargestellt: vier Erzengel und acht Angeloi. An der Spitze des Gewölbes der Westkappe zeigt sich ein weiß gekleideter dreizehnter Engel. Dieser scheint gleichsam aus dem zentralen Wolkenkranz herauszuwachsen. Unmittelbar unter ihm steht der Erzengel Michael. Über die ganze westliche Gewölbekappe

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verteilt befinden sich kleine Sonnen. Zwei Engel tragen „blühende“ Kreuzstäbe in der Hand.

Die Westwand als Raum des Heiligen Geistes Das Mittjochgewölbe wird nach Westen von einer ebenfalls bemalten Wand abgeschlossen. Wir blicken in ein offenes Gebäude, ähnlich einem Tempel, welcher von drei Säulen gestützt wird. Edelsteine umgeben das Dach des Baus wie eine Perlenkette. Zwischen den Säulen stehen jeweils drei Engelgestalten, die über ein geschwungenes weißes Band verbunden sind. Mit tief ernstem Blick schauen sie in Richtung des Weltenherrschers. Rechts und links außerhalb des Gebäudes sitzen geistliche Würdenträger. Auch sie tragen weiße Bänder über die Hände gelegt. Den Kopf leicht seitlich geneigt, haben sie den

Blick nach innen gerichtet. Die Westwand zeigt demnach den unvollendeten Bau des himmlischen Jerusalems. Darunter teilt ein Mäanderband eine Vorhangzone ab, aus der ein Mönch (Pförtner?) hervortritt. Zum Freskenzyklus gehört weiters das Stifterbild Utas von Tarasp mit Inschrift. Den betend erhobenen Händen Utas kommt im darüberliegenden Bogenfeld die Hand Christi mit dem Kreuz entgegen. Neben der Südtreppe entdecken wir eine fragmentarische Darstellung eines Wohltäters unter einer Rundbogenarkade, ohne Nimbus und ohne Charakterisierung eines Klerikers. Laut Madersbacher ist es der bis 1181 im Vinschgau amtierende Kanzler Hezilo von Sent. Es ist eines der frühesten „autonomen“ Bildnisse der Wandmalerei. Die Fresken gelten heute als eines der wichtigsten romanischen Kunstwerke des gesamten Alpenraums.


Treffpunkt in Laatsch Tradition und Gastfreundschaft werden im Gasthof Lamm in Laatsch mit dem Herzen gelebt. Die Gerichte adeln das, was aus der eigenen Landwirtschaft oder aus der Umgebung kommt, sind ambitioniert und authentisch. Doch nicht nur das, was auf die Teller kommt, überrascht im Gasthof Lamm: Der traditionelle Dorfgasthof wartet in den Zimmern mit sämtlichem Komfort auf, der keine Wünsche offen lässt. Gleichzeitig ist das Hotel und Restaurant – eingebettet in die einzigartige Kulturlandschaft des Vinschgaus – perfekter Ausgangspunkt für viele lohnende Wanderungen. Die Familie Wallnöfer freut sich auf Ihren Besuch.

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Die Blocher Wurst. Wer hat´s erfunden?

„Blocher ist jetzt eine Wurst. Ausgerechnet ein Ausländer hat zu Ehren des SVP-Übervaters eine Wurst erfunden“, so titelt die auflagenstarke Schweizer Tageszeitung BLICK am 29. März 2018. Und dieser Ausländer ist der Vinschger „Marillenpapst“ Martin Fliri Dane aus Taufers im Münstertal. von Magdalena Dietl Sapelza

Die Original r Salsiz Christoph Bloche

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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ie „Original Christoph Blocher Wurst“ trägt die Patentnummer IGE Nr. 707533 und ist die neueste Erfindung vom Martin Fliri Dane aus Taufers im Münstertal. Weitum bekannt ist er als „Marillenpapst“, weil er die Hunzamarille von Pakistan nach Südtirol gebracht hat und damit experimentiert. „Viele große Männer sind in Gerichten verewigt. Man denke an die Mozart Kugel, an den Bismarck Hering, an das Chateaubriand, an das Goulasch Stroganoff.... Und warum sollte der markante Schweizer Politiker Christoph Blocher nicht auch in die Liga der Musikgenies und Weltpolitiker aufsteigen“, sagt Fliri Dane mit verschmitztem Lächeln. Eine Wurst passe bestens zum schwergewichtigen Vertreter der Schweizerischen Volkspartei SVP. Denn sie zeige sich kompakt, bissfest, mit markanten Ecken und Kanten, ganz wie der Namensgeber. Zudem essen die Schweizer gerne Würste. Das gelte für Blochers Befürworter, wie auch für seine Gegner. Diese Tatsachen könnte sich gleichermaßen als umsatzsteigernd erweisen. Während die einen die Salsiz in Ehrfurcht genießen, könnten die anderen eine genüssliche Genugtuung verspüren, dem „Blocher“ ins „Fleisch zu schneiden“. Denn der oft als Volkstribun bezeichnete Politiker polarisiert und ist umstritten.


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Meran

Sta. Maria Bozen

Martin Fliri Dane ist als einfallsreicher Charakterkopf im Nobelkurort St. Moritz bestens bekannt. Er war Kellermeister im Hotel „Palace“ und Mitarbeiter der Bergbahnen. Der langjährige Polizeichef des Engadins Mario Salis stellte ihn am 17. Oktober 2014 im „Hotel Steffani“ dem Politiker Christoph Blocher und dessen Frau vor. Fliri Dane, der längst die Idee mit der Wurst im Kopf hatte, überreichte Blocher ein Glas Marillenmarmelade und äußert den Wunsch, dass dieser ihm die Erlaubnis erteilen möge, eine Roh-Esswurst mit dem Namen Blocher zu produzieren. Nach einer Minute Bedenkzeit sagte Blocher zu und unterstrich damit seinen Sinn für Humor. Fliri Dane erhielt auch das schriftliche Einverständnis. Ein Schweizer Millionär, der Stammgast in St. Moritz ist und nicht genannt werden will, war von der Wurst-Idee so begeistert, dass er sich spontan bereit erklärte, die Kosten für den Patentanwalt zu übernehmen. Die Blocher Wurst wurde dann im September 2017 vom Schweizer Institut für geistiges Eigentum anerkannt. Die Metzgerei Saxer in Sta. Maria übernahm die Produktion. Zu Weihnachten 2017 lag die erste „Blocher Salsiz“ auf dem Tisch.

Foto: „Wind“-Archiv

Eine Idee wird zur patentierten Wurst

Begegnung im Schweizer Nobelkurort St. Moritz: von rechts: Der Vinschger Wurst-Erfinder Martin Fliri Dane aus Taufers im Münstertal mit dem Schweizer SVP-Politiker Christoph Blocher und seiner Frau Silvia

info

Christoph Blocher, geb. 1940, ist ein Schweizer Unternehmer, Finanzier und rechtskonservativer Politiker der Schweizerischen Volkspartei SVP mit außerordentlichen rethorischen Fähigkeiten und politischer Breitenwirkung. Er ist Einwanderungsgegner und hat 1992 erfolgreich gegen einen Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum EWR gekämpft.

ROT

B PAARL

AUS H LAATSC

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Wurst Erfinder

Blocher Wurst und St. Magdalener Wein

Der Wursterfinder Martin Fliri Dane hofft nun, dass neben der Metzgerei Saxer auch weitere Schweizer Metzgereien ihr Interesse bekunden, die „Blocher Wurst“ zu produzieren. Bis jetzt hielten sich die Anfragen der Metzger in der Schweiz noch in Grenzen. Doch mit steigendem Bekanntheitsgrad der Wurst-Erfindung könnte sich das ändern.

Informationskarte zur Original Christoph Blocher Wurst. Auf www.blocher@rolmail.net kann man alles über die Wurst erfahren, über Markenschutz, produzierende Metzger und mehr.

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Foto: Erwin Bernhart

Kurz vor Silvester 2017 schickte Martin Fliri Dane ein Paket mit den ersten Würsten zusammen mit drei Flaschen Südtiroler Rotwein der Marke St. Magdalena an Chistoph Blocher. Dazu verfasste er den humorigen Hinweis. „In Südtirol ist die Magdalena schon heilig gesprochen“. Fliri Dane hatte den Magdalener Wein aus gutem Grund gewählt. Denn Blochers Tochter, die den Familienbetrieb EMS Chemie mit 3.000 Angestellten leitet, heißt Magdalena. Blocher habe sich über die Salsiz mit der spaßigen Etikette und über den Wein sehr erfreut gezeigt. „Die neue Schweizer Volkswurst! Ich werde den Magdalener zur Wurst genießen“, so habe er, laut Fliri Dane geantwortet. Die Wurst muss in der Schweiz produziert werden und aus 100 Prozent Schweizer Fleisch bestehen, ganz im Sinne des Paten Blocher, der für eine unabhängige neutrale Schweiz kämpft.

Ich bin überzeugt, wenn alle Wähler der Schweizerischen Volkspartei SVP eine Original Blocher Wurst kaufen, dann verdienen sich die Metzger eine goldene Nase. Martin Fliri Dane

Martin Fliri Dane hat ´s erfunden!

Martin Fliri Dane, geboren am 11.11. 1949 in Taufers i. M. und bekannt als „Marillenpapst“, ist ein wacher, vielseitig interessierter, kritischer und erfinderischer Geist, der mit seinen Ideen immer wieder überrascht. Als begeisterter Fotograf dokumentierte er unzählige Hochzeiten und Dorf-Originale. Zwei Skisaisonen lang begleitete er den Steilwand-Skifahrer Heini Holzer mit der Kamera auf seinen waghalsigen Touren. Fliri Dane war 18 Jahre lang Mitarbeiter der Dolomiten Redaktion im Vinschgau mit durchaus spitzer Feder und der erste Berichterstatter für den Raum Obervinschgau. Die Sanierung der mittelalterlichen Stadt Glurns begleitete er 14 Jahre lang als Sekretär im Sanierungsbüro im Auftrag des Südtiroler Landesamtes für Raumordnung. In der Kellerei Rametz in Meran führte er die Besucherinnen und Besucher neun Jahre lang als humoriger Touristenfüh-

rer in die Welt des Weines ein. Seine fundiertes Allgemeinwissen und das Wissen rund um den Rebensaft öffnete ihm die Tür ins Nobelhotel „Palace“ in St. Moritz, wo er den illustren Gästen drei Jahre lang als Kellermeister die Weinkultur erklärte. Von dort wechselte er zu den Bergbahnen in St. Moritz, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war. Nebenbei widmete sich Fliri Dane der „Vinschger Marille“ und deren Verarbeitung. Mehrere Forschungsreisen führten ihn ins Hunzatal in Pakistan. Dort lernte er die „Hunzamarille“ kennen. Seine Versuche mit den mitgebrachten Kernen glückten. Und schon bald verkaufte er die ersten Hunza Marillenbäume im Vinschgau. Viele trugen kleine Früchte. Mehreren Baum-Besitzern waren diese zu klein. Fliri Danes Versuche gehen also weiter. Mit Eifer bewirtschaftet er auch seinen Marillenacker in Laas. Dem Namen „Marillenpapst“ wird er nach wie vor gerecht.


Schluderns Churburg

DIE CHURBURG

Das Juwel des Vinschgaues

Über Schluderns im sonnigen Vinschgau erhebt sich die Churburg, eine der besterhaltenen Burganlagen Südtirols. Der wehrhafte Bau wurde 1259 errichtet und ist seit 1504 im Besitz der Grafen Trapp. Das residenzhafte Renaissanceschloss zeigt einen wunderschönen Arkadenhof und prunkhafte Räumlichkeiten mit sehenswerten Kostbarkeiten: Jakobszimmer, Matscher Saal, die romanische Kapelle. Weltruf genießt die Rüstkammer. Die weltweit größte private Sammlung dieser Art enthält maßgefertigte Rüstungen der Schlossbesitzer von unvergleichlich wertvoller künstlerischer Gestaltung.

CASTEL COIRA

Il gioiello della Val Venosta

Sopra Sluderno in Val Venosta erge Castel Coira, uno dei castelli meglio conservati dell’Alto Adige. La costruzione fu eretta nel 1259 e dal 1504 è di proprietà dei Conti Trapp. Oggi, chi visita il castello vi trova una residenza rinascimentale con uno splendido loggiato. La cappella in stile romanico, la sala degli antenati, la stanza di Giacomo ed altri vani sfarzosi sono dei tesori di particolare rilievo. Di fama internazionale è l’armeria, la raccolta privata più grande di questo genere con le corazze dei signori del castello fatte tutte su misura dai più famosi armaioli dell’epoca.

Führungen . Visite guidate 20. März bis 31. Oktober Dal 20 marzo fino al 31 ottobre Einlass . Orario d’ingresso 10.00 -12.00 . 14.00 -16.30 Führungen alle 15 Minuten Visite guidate ogni 15 minuti Ruhetag . Giorno di riposo Montag, ausgenommen Feiertage Lunedì, salvo giorni festivi www.churburg.com www.castelcoira.com


Bio Hotel

Mals Schlanders

Meran

Foto: Manuel Pazeller

Bozen

Bio Hotel

mit eigenem Garten und eigener Bio Brennerei Seit 30 Jahren führt Friedrich Steiner mit seiner Frau Thea das Bio Genuss Hotel Panorama in Mals, das 1. Bio Hotel in Italien. Viele Kräuter und Gemüse verwenden sie aus dem eigenen Bio Garten und in der Bio Brennerei produziert Steiner jährlich 700 l Qualitätsbrände und Edelliköre. Der Weg zum Biohotel war lang und steinig. Es gab Träume, äußere Zwänge, Rückschläge, Zweifel, glückliche Zufälle und immer wieder neue Ideen. Heute arbeiten auch die beiden Kinder Georg und Lena im Betrieb voll mit. In den vielen Jahren wurde ein stimmiges Gesamtkonzept vom gesunden Wohnen, Essen, Genießen und Erleben entwickelt. Es wurde in einem langen Lernprozess erarbeitet und es gibt noch einige Ideen, die Friedrich Steiner zusammen mit seinen Mitarbeitern umsetzen möchte. von Heinrich Zoderer

F

riedrich Steiner, geboren 1958, stammt aus Agums, einer kleinen Ortschaft zwischen Prad und Lichtenberg. Seine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft mit 4 – 5 Kühen. Friedrich half bei den landwirtschaftlichen Arbeiten mit und sein erstes Taschengeld verdiente er durch Kräutersammeln. Sein Onkel und TaufpateToni sammelte in den 60er und 70er Jahren verschiedene Kräuter, die er an eine Firma nach Mailand verkaufte. Mit seiner Großtante, der „Touta“ ist er oft in den nahen Wald gegangen, um Kräuter zu sammeln und mit seiner Mutter

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hat er Zelten gemacht. Dabei wurden auch Palabirnen (die Sommerapothekerbirne) verwendet. Friedrich Steiner erzählt von einem Schlüsselerlebnis in seiner Jugend. 1972 sind seine Mutter, der ältere Bruder und er nach Sulden gefahren, um in den Hotels das Gemüse aus ihrem Gemüseacker zu verkaufen, so wie in den vergangenen Jahren. Plötzlich gab es billiges Gemüse aus der Dose. Das frische Gemüse vom Acker wurde nicht mehr gekauft. Nach der Mittelschule machte Friedrich eine Ausbildung als Kellner und später auch als Sommelier. Mehrere Jahre arbeitete er

in Algund, aber auch in St. Moritz. 1985 heiratete er die Wirtstochter Dorothea Schenk aus Mals und wurde Gastwirt an der Hauptstraße in Mals. Der Gastbetrieb lebte in den 60er, 70er und 80er Jahren von den Bustouristen, die bei den Tagesfahrten von Süddeutschland nach Meran in Mals anhielten, auf die Toilette gingen, Kaffee und Kuchen aßen. Bereits 1984 machte Dorothea mit ihren Eltern den ersten Umbau. Die Haupteinnahmequelle wechselte vom „Busgeschäft“ zum Restaurant. Immer mehr heimische Produkte fanden den Weg in die Küche, nicht zuletzt durch den Ein-


Bio Hotel

Das Bio Hotel Panorama wird geführt von der Familie Steiner. Thea und ihr Sohn Georg sind die Hotelmanager, während Tochter Lena im Bio Garten für die Kräuter und das Gemüse verantwortlich ist. Friedrich macht Führungen und ist leidenschaftlicher Schnapsbrenner.

fluss von Friedrich Steiner. So wurde das Panorama zu einem Restaurantbetrieb mit rund 100 Essen pro Tag. 1992 wurde Friedrich Steiner als Vizepräsident vom Tourismusverein Mals mit anderen Tourismusvertretern zu einem Kurs über sanften Tourismus nach Hindelang ins Allgäu eingeladen. Thomas Theiner und Friedrich Steiner besuchten den Kurs. Dieser bestärkte in Friedrich die Absicht, dass innerhalb der Region die Gastronomie und die Landwirtschaft zusammenarbeiten sollten, um regionale Produkte anzubieten und die kleinen Kreisläufe zu stärken. Diese Idee hat Steiner nicht mehr losgelassen. Zurück nach Mals wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, man traf sich monatlich. Es wurde geredet, alle fanden die Idee schön und gut, aber niemand wagte den Schritt zur Umsetzung. Steiner wollte das ganze Dorf mitreißen und musste am Ende feststellen, dass er alleine dastand. Anfang der 90er Jahre beschäftigte er sich zusammen mit einer Umweltberaterin auch mit ökologischen Fragen. Es ging darum Wasser und Energie zu sparen, Müll zu vermeiden und zu trennen. Für das Engagement bekam die Familie 1995 das Umweltsiegel der Länder Tirol/Südtirol. Die Richtung hin zu einer nachhaltig, ökologischen Arbeitsweise war für Familie Steiner nun klar. 1997 hat Friedrich Steiner von der Gemeinde unmittelbar neben seinem Hotel einen 3.500m² großen Acker gepachtet, um selbst Gemüse und Kräuter anzubauen. Damals ging es noch nicht um biologische Produkte, sondern nur um regionale, hauseigene Produkte. Beim Zubau 1998 wurde bereits mit dem Architekten Kurt Stecher aus Prad überlegt, ökologische Kriterien zu berücksichtigen, z.B.: Holzständerbauweise, Netzfreischaltung, Regenwassertank uvm. Damit nahm man eine Vorreiterrolle ein. Nachdem der Restaurantbetrieb zurück ging und für den Hotelbetrieb die ökosensiblen Touristen fehlten, kamen schwere Zeiten auf Familie Steiner zu. Viele Gäste erkannten den hohen Einsatz an Arbeit und Ressourcen nicht.

Von natürlichen Produkten, kurzen Kreisläufen und dem Traum der Produktveredelung Für Steiner war klar, dass eine neue Gästeschicht aufgebaut werden musste. Er ging mit einem eigenen Stand auf Tourismusmessen nach Zürich und München. Das war mühsam, kostspielig und nicht sehr erfolgreich. 2001 wurde im Rahmen der Leaderprojekte ein halbjähriger Kurs mit dem Titel „Landwirtschaft und Gastwirtschaft an einem Strick“ abgehalten. Dabei haben mehrere Personen aus dem Obervinschgau ganz konkret überlegt, wie das umgesetzt werden kann. Zeitgleich gründete Ludwig Gruber aus Nassereith zusammen mit 12 Betrieben aus Österreich den Verein der Bio Hotels. Es ging in erster Linie um eine gesunde Ernährung mit biologischen Lebensmitteln aus der Region. Friedrich Steiner wurde von Österreich aus kontaktiert und wurde 2002 Mitglied. Durch diese Mitgliedschaft entstand ein Netz von Bio Hotels, um gemeinsam Werbung zu machen und auf Biofachmessen aufzutreten. So langsam wurde der Traum von einer besseren Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und der Gastronomie umgesetzt. 2003 wurde das Bio Hotel Panorama mit dem 1. Ökologiepreis Vinschgau von der Umweltschutzgruppe Vinschgau und weiteren Verbänden ausgezeichnet. Dies gab Familie Steiner Mut und Zuversicht, in den für sie noch immer schweren Zeiten. Heute wird ein Großteil vom Gemüse und von den Kräutern im eigenen Biogarten angebaut. Lena hat die landwirtschaftliche Schule in der Laimburg und Kräuterkurse besucht und macht eine Ausbildung zur Kräuterexpertin. Als schwierig erwies sich der Einkauf von Biofleisch von den Bio Bauern, denn es gab noch sehr wenige Bio Bauern. Mittlerweile werden im Hotel jährlich ca. 60 Lämmer, 15 – 20 Schweine, 10 Kälber und 3 Rinder von 5 verschiedenen Obervinschger Bio Bauern zu köstlichen Speisen verarbeitet.

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Bio Hotel

Fotos: Heinrich Zoderer

An der Hauptstraße vor Mals steht das neu umgebaute Bio Hotel Panorama. Von den Zimmern aus sieht man das Städtchen Glurns, den Ortler, den Eingang ins Münstertal, Kloster Marienberg und die Türme von Mals

Da es keine Schnäpse in Bioqualität gab, verwirklichte Friedrich Steiner einen alten Jugendtraum und machte in der Fürstenburg und in der Laimburg eine Ausbildung zum Schnapsbrenner. Im Jänner 2006 produzierte er seinen ersten selbst gebrannten Schnaps aus verschiedenen Apfelsorten, Marillen, Palabirnen und Kirschen. In der Zwischenzeit produziert er 37 verschiedene Produkte, 21 Qualitätsbrände und 16 Edelliköre, insgesamt 700 Liter. Fast die Hälfte davon macht der Marillen- und der Palabirnenbrand aus. Eine Besonderheit ist der „Gumperle“, genannt nach dem Hofnamen seiner Eltern. Einem Apfelbrand werden nach einer 4jährigen Lagerung in einem Holzfass 14 Kräuter beigemischt, so dass es ein richtiges Verdauungsgetränk wird. Zahlreiche Auszeichnungen bei der „Destillata“ in Wien und in Graz zeugen von der Qualität der Edelbrände und –liköre. Sehr stolz ist Friedrich auf die Prämierung „bester Palabirnenbrand“, anlässlich der Palabirnentage 2016 in Glurns. Das Destillate-Menü (immer sonntagabends mit 5 Gängen begleitet mit Destillaten und Likören) und die Verkostungen (immer montags) tragen dazu bei, dass die Hotelgäste die edlen Produkte kennen und schätzen lernen. Dadurch verkauft Friedrich 80% seiner Produkte direkt im Hotel.

Ohne Landwirtschaft kein Tourismus Die Familie Steiner hat in den letzten Jahren den alten Hoteltrakt nach bau-

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biologischen Kriterien zu interessanten Zimmern mit vielen schönen Details zusammen mit dem Planer Karl Heinz Steiner umgebaut. Heute verfügt der Betrieb über 62 Gästebetten. Beim Umbau wurden auch uralte Baumaterialien wie Holz, Kalk, Lehm und Hanf verwendet. Mit seinen Gästen macht Steiner Wanderungen zu Almen und zu den Bio Bauern, von denen er die Produkte bezieht, damit der Kreislauf der Produkte vom Bauer bis zum fertigen Menü auf dem Teller klar wird. Jeden Montag gibt es eine Verkostung der Edelbrände und Liköre. Friedrich Steiner erzählt dabei über die besonderen Produkte aus dem Vinschgau, wie das Getreide, die Marille und die Palabirne. Aus dem Korn wird Brot gebacken, aber auch die Marille und die Palabirne kann gedörrt, für Früchtebrot und „Zelten“ verwendet oder zu Marmelade verarbeitet werden. Eine besondere Art der Veredelung ist die Verarbeitung zu Edelbränden. Am Ende des Gesprächs machen wir einen Rundgang durch das Hotel, die Saunalandschaft und durch den Garten. Auf dem Parkplatz gibt es eine Ladestation für Elektrofahrzeuge, Regenwasser wird für die Klospülung und Gartenbewässerung verwendet, im Haus hängen Bilder des Malser Künstlers Erich Stecher, im Zimmer steht eine Badewanne, es gibt drehbare Betten und Hängematten auf den geräumigen Terrassen. Im Hause angeboten werden Gartenführungen, Yoga und Brotbackkurse. Derzeit macht Steiner in Neustift und im Kneippkurort Bad Wörishofen eine Ausbildung zum

Schnapsbrennen ist eine Kunst und jedes Mal eine Überraschung. In der Brennerei wird nicht nur verkostet, Friedrich Steiner macht eine genaue Protokollführung über die verwendeten Rohstoffe, den Verarbeitungsprozess und die Ergebnisse.

Kneipp-Gesundheitstrainer. Sein Ziel ist es in Schleis eine Kneippanlage zu errichten, um in den Morgenstunden mit den Gästen Wassertreten nach Sebastian Kneipp. Eine biologische Fischzucht ist ein weiterer Traum. Viele Jahre arbeitete Friedrich in der Küche und beschäftigte sich intensiv mit der Ernährung und den Nahrungsmitteln. Jetzt macht er lieber Führungen und Wanderungen, probiert und tüftelt in der Brennerei und denkt über neue Ideen nach, um den Urlaub für die Gäste zu einem bleibenden Erlebnis zu machen. Für die Zukunft wünscht sich Friedrich, dass mehr Betriebe bei den Bauern direkt einkaufen und dadurch die Landwirtschaft und deren Vielfalt stärken. Ganz nach seinem Kredo: Ohne Landwirtschaft kein Tourismus. Die Projekte der Ferienregion Obervinschgau, hin zur Naturregion zeigen auf, dass immer mehr Gastwirte Interesse haben ähnlich zu wirtschaften.

info

Biohotels gibt es nicht nur in Österreich und Deutschland, sondern auch in Italien, Slowenien und Griechenland. Insgesamt gibt es 90 Mitgliedsbetriebe, davon 7 in Südtirol. Mehr Infos finden Sie auf www.biohotels.info In den letzten Jahren sind viele Hofbrennereien entstanden, die sich im Verein der Südtiroler Hofbrennereien zusammengeschlossen haben: www.hofbrennereien.it


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Maseben Geheimtipp Langtaufers Schlanders

Meran

Bozen

Berghütte Maseben

Erholung und Natur pur Die Berghütte Maseben in Langtaufers ist der Geheimtipp des Vinschgaus. Weit weg von Lärm und Stress, dem Sternenhimmel nahe.

I

n Langtaufers, dem Seitental, welches von Graun in Richtung Osten zum Weißkugel-Massiv verläuft, gibt es ein spezielles Naturphänomen: lange Schatten. Weil das Tal in Ost-WestRichtung ausgerichtet und der Untergang der Abendsonne ein besonders langer Prozess ist, wirft die Abendsonne von allem sich der Sonne Entgegenstellendem besonders lange Schatten. Wer also am Abend talauswärts unterwegs ist, lässt seinen langen Schatten hinter sich. Taleinwärts geht der lange Schatten vor einem her und wird immer länger. Den Sonnenuntergang in Langtaufers zu erleben, ist also eine spezielle Sache. Noch spezieller wird es, wenn man den Sonnenuntergang in Gesellschaft hoch oben an der orografisch linken Seite des Karlinbaches erlebt. An der Waldgrenze dort steht die Berghütte Maseben. Die Berghütte Maseben erweist sich als exklusive Geschichte, fernab von Hektik, Lärm und Stress. Seit dem 11. Juni 2016 ist die Berghütte Maseben für den Sommerbetrieb geöffnet und bleibt dies bis Ende Oktober. Genießen Sie in unserer Hütte die Wärme und das Gefühl von Geborgenheit inmitten der Berge. Beim Frühstucksbüffet mit zahlreichen regionalen Produkten können Sie sich die nötige Kraft fürs Wandern oder für das Biken holen. Am Abend genießen Sie unser Salatbuffet und ein 3-Gänge Menü zubereitet mit regionalen und saisonalen Produkten.

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Der Personentransport ist gewährleistet, fragen Sie nach den Uhrzeiten. In der romantischen Stube im Feuerschein werden regionale Spezialitäten serviert.

Für Gruppen oder Jahrgangsfeiern oder Ähnlichem ist die Berghütte Maseben ein idealer Platz für Geselligkeit und für das Feiern. Mit 22 Betten, mehrere Doppelbettzimmer mit Dusche und WC können Gäste nahe dem Sternenhimmel übernachten, die einmalige Ruhe genießen und für den Alltag auftanken. Der Hüttenwirt Alessandro Secci und sein Team heißen Wanderer und Bergsteiger, Mountainbiker und Nordic-Walker, einfach alle Sportbegeisterten und all jene, die Erholung suchen, herzlich willkommen.

Infos und Reservierung: Berghütte Maseben Langtaufers Tel. 0473 63 31 06 347 2237090 www.maseben.it


Matsch Bauersleut

Alles,

was ein Tal braucht. Oder nicht? Mit-Gehen auf einem Streifzug durch die Biogemüseäcker des Bergsteigerdorfes Matsch. Von Superfood, Waalwegen, Bauern und dem Reigen der Jahreszeiten. von Karin Thöni

M

an stellt sich das Bauerndasein in einem Hochtal wie Matsch gemeinhin idyllisch vor. In der Natur sein, im Einklang mit den Jahreszeiten. Wind- und sonnengegerbte Haut, zufriedener Gesichtsausdruck. So weit, so verklärt. Dem Bergdoktor sei Dank weiß man inzwischen überall, wie es sich lebt in den Alpen, unter Bauern, auf dem Land.

Wilde Ritter und Ruinen. Der Blick hinunter vom Himbeeracker nach “Gschloss” erschließt wieder eine andere Welt, eine weitere Besonderheit des kleinen Matschertales. Hier herrschten einst die Matscher Vögte, zwei Ruinen und eine stolze Kapelle zeugen aus dieser Zeit. Von diesem “Gschlossbiechl” (Schlossbühel), wie ihn die Matscher nennen, ist der Ausblick auf König Ortler wahrlich königlich und der Weg hinunter über den Waal nach Schluderns eine Gaudi.

Die Pflanzen und die Pestizide. Der Frühling und die Himbeeren. Als erstes müssen die Himbeersträucher zurückgeschnitten und gejätet werde, knieend oder sitzend, über Tage. Dies passiert meist schon Anfang April das erste Mal, im Mai das zweite Mal. Gut, dass dieser Acker sich weit vor dem Dorf befindet, in den terrassenförmig angelegten Wiesen, die vom wärmeren Klima des Haupttales profitieren. Hier gedeihen auch Kirschen und, probeweise, auch Weinreben. Eine andere Welt draußen in “Zeneza”. Trockenmauern, mediterrane und zentralasiatische Pflanzen, seltene Schmetterlinge und Blumen. So gar nicht Hochtal, wenig Bergsteigerdorf.

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Aber zurück zu den fleißigen Bauersleut. Nach der Stallarbeit werden dann die Felder frisch umgepflügt und das Setzen der Biopflanzlinge beginnt. Und klarerweise ist nach der Stallarbeit immer vor der Stallarbeit. Kartoffeln, Lauch, Sellerie, Ronen, Blumenkohl, Krautköpfe, Zwiebeln, Romanesco-ja, all dieses Superfood wächst im lieblichen Matschertal! Und das auch ganz ohne Spritzmittel. Überhaupt erzählt die junge Bäuerin zum Thema Pestizide eine wohlig warme

Geschichte. So gar nicht politisch ist sie, diese kurze Erzählung inmitten der hitzigen Malser Debatten. Früher, erzählt sie, hätten sie auch ihr Gemüse gespritzt. Bis zu dem Tag, als ihr Mann zu ihr sagte, sie solle die Kinder eine Weile nicht aus dem Haus lassen, es sei zu gefährlich. Er müsse die Spritzmittel mischen und herrichten. Dann seien sie beide ins Grübeln geraten. “Ja was machen wir da eigentlich? “Und von da an haben sie umgeschwenkt auf biologische Landwirtschaft. “Bekehren”, so sagt sie noch, “kann und braucht man niemanden. Diese Entscheidung muss reifen.” Mit der Setzmaschine geht das Einsetzen geschwind, sogar die Kinder können schon mithelfen. Dann im Mai kommen jede Woche andere Gemüsesorten, nebenbei wird gejätet, aber auch die Kühe versorgt.

Das Bergsteigerdorf und die Bauern. Jetzt kommt auch das Bergsteigerdorf langsam in Schwung. Das Tal trägt diesen Titel erst ein knappes Jahr und war italienweit das Erste. Der Alpenverein zeichnet damit unverfälschte Bergorte mit

Strahlkraft und viel Natur aus. Täler die unverbaut, ursprünglich und alpin sind. Abseits der großen Touristenströme, mit gewachsenen Traditionen und einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Erste Radler bevölkern im Mai das Dorf auf 1500m, Wanderer erklimmen die meist schneefreie Spitzige Lun und Genießer flanieren auf dem Waalweg, der vom Dorf bis zu den Glieshöfen führt. Eine Vielzahl an Blumen und Blümchen lenken hier den Blick ab und zu weg vom Panorama der 25 umliegenden Dreitausendern. Das Waalwasser plätschert dabei beruhigend in den Städterohren. Abschalten ist hier wohl möglich. Sich von der Natur berauschen lassen auch. Die Bauern des Tales gehen derweil ihrer Wege, pflegen die satten Wiesen, bestellen die Äcker, versorgen ihre Tiere. Sonst wär’s bald zu Ende mit dem Bergsteigerdorf und dem verzückten „AH“ und „OH“ der Besucher. Der Sommer bricht herein, es riecht nach frisch gemähtem Gras, nach Heu. In den Bergen schellt es: Kühe, Kälber, Schafe, Ziegen. Einheimische und Touristen teilen sich die Straße, die Wanderwege, die Gasthausterrassen.


Matsch Bauersleut

Der Sommer und das Superfood. Für die Gemüsebauern geht Ende Juli die Ernte los. Acker um Acker leert sich, die Kisten für die Genossenschaft füllen sich. Gschmackige Erdäpfel, blütenweißer Blumenkohl, festes Blaukraut- einiges davon wird auf der hiesigen Alm und der AVS Schutzhütte verkocht. Die Küche im Dorf lassen lautet hier das Motto. Viel Urlaub auf dem Bauernhof wird geboten auf den umliegenden Höfen - mittendrin statt nur dabei. Einfach mal sitzen und schauen. Zuhören. Träumen. Gelassenheit üben. Wlan ausschalten. Im Urlaub sollte das drin sein. Einsame Wanderwege und Pfade schlängeln sich durch Wälder, Wiesen, auf Berge, Gipfel und Seen. Und wer will auch bis hin zum Gletscher und zur Weißkugel 3739m, der heimlichen Königin der Ötztaler Alpen. So lässt sich der Sommer aushalten und für Abwechslung wissen die Matscher zu sorgen: Almfest, Dorffest, Käseanschnitt, Almabtrieb oder einfach ein spontanes Zusammensein. Der letzte Acker der sich leert, ist alljährlich der, mit den himmlisch süßen Himbeeren.

Dunkelrot und fest, am besten werde sie direkt gegessen und genossen. Superfood müssen nicht unbedingt Avocado oder Chiasamen sein.

Leere Äcker und der Bergdoktor. Sobald die Kühe wieder zurück ins Tal getrieben werden, ist’s Herbst in Matsch. Die Pferde übernehmen die bräunlich werdenden Weiden, Almkäse und -butter werden unter den Bauern verteilt. Es gibt Hirsch, Gämse und Preiselbeeren. Die Luft wird klar, die ersten Lärchen färben sich - bestes Wanderwetter stellt sich ein. Eine besondere Atmosphäre. Alle haben dann mehr Zeit. Alle nutzen noch die letzten warmen Tage. Jeder will dem weichendem Sommer noch ein Schnippchen schlagen. Die Schutzdächer der Himbeeren werden endgültig geschlossen, die Äcker sind verwaist. Sie warten auf den nächsten Frühling, auf das erneute Erwachen der Natur.

Der Reigen der Jahreszeiten. Hat Matsch also alles, was ein Tal braucht? Das kann an dieser Stelle jeder selbst herausfinden. Sicher ist: Bergdoktor habmer halt keinen.

Bergsteigerdorf.

Matsch ist seit Juli 2017 das erste Bergsteigerdorf in Südtirol. Es gibt über 20, hauptsächlich in Österreich, eines in Deutschland, eines in Kroatien. Bergsteigerdörfer sind eine Initiative des Alpenvereins- sie sollen ein Gegenentwurf zum Tourismus in den Alpen sein. Sanfter, nachhaltiger, respektvoller. Die Natur soll geschützt, alpine Kultur und Tradition gewahrt, die Attraktivität im ländlichen Raum und regionale Kreisläufe gestärkt werden. Viele warten auf die großen Initiativen, doch darum geht es nicht. Mehr unter: www.bergsteigerdoerfer.org/Matsch

Biohochtal Matsch.

Auf die Initiative einiger Matscher, mit breiter Unterstützung vieler, hat das Tal beim Malser Bürgerhaushalt mit der Idee der „Machbarkeitsstudie Biohochtal Matsch“ den 1. Preis gewonnen. Damit erhält das Tal 40.000€ für die Verwirklichung vieler Ideen und Initiativen. EURAC und Uni Bozen.

Matsch gilt als best erforschteste Tal des Alpen.

Interdisziplinäre Studien untersuchen die Langzeitänderungen durch Klima und Landnutzungswandel.

Ortl Or tler erge gebi biet et mit ung äßig arte Erm k e t Gäs der

• Foto: SMG, Drescher

Fotos: Karin Thöni

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Das Wanderparadies der hochalpinen Extraklasse

Sulden | Trafoi

Seilbahn Sulden Madritschhütte 2.800 m | Bergrestaurant 2.600 m Kanzellift Bergrestaurant 2.350 m Langensteinlift Bergrestaurant K2 2.350 m Sessellift Trafoi Furkelhütte 2.200 m

Seilbahnen Sulden | www.seilbahnensulden.it

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Kaunertal „Soulful driving“ Kaunertal

Schlanders

Meran

Bozen

Mit dem Motorrad

auf der Kaunertaler Gletscherstraße

„SOULFUL DRIVING“ Bikers willkommen – so lautet das Motto im Tiroler Kaunertal. Die englischen Worte „soulful driving“ beschreiben wohl am besten das Fahrgefühl, das Motorradfahrer auf der Kaunertaler Gletscherstraße erfasst.. von Daniel Frizzi

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Kaunertal „Soulful driving“

Im Westen Tirols, genauer gesagt im hinteren Kaunertal, verbirgt sich ein besonderes Kleinod für Motorradfahrer. Im Winter meist unter einer dicken Schneedecke versteckt, kommen hier im Sommer faszinierende Naturschauspiele zum Vorschein, wie man sie nur am Gletscher findet. Entlang der 26 Kilometer langen, mautpflichtigen Kaunertaler Gletscherstraße, die bis auf über 2.750 Meter Meereshöhe führt, kann man Millionen Jahre Erdgeschichte in den unterschiedlichsten Facetten hautnah erleben.

Schönste Sackgasse in den Alpen Fahrgenuss und Naturgenuss lassen sich auf der Kaunertaler Gletscherstraße mühelos vereinen. Rund 1.500 Höhenmeter werden mit 29 Kehren vom Ort Feichten bis an den Gletscherrand des Weißseeferners – unter anderem vorbei am Gepatsch-Stausee (1765 m) – überwunden und bieten während der Fahrt eine traumhafte Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Liebhaber bezeichnen die Strecke als die „schönste Sackgasse in den Alpen“. Bei der Auffahrt verändert sich die Landschaft Höhenmeter für Höhenmeter. Auf Obstbäume und Ackerland im Tal folgen Lärchen- und Zirbenwälder, alpine Rasenlandschaften mit bunten Alpenblumen, Gebirgsseen, Moränen-Hänge und letztlich das nackte Gletschereis. Was hier auf sehr kurzer Distanz erlebt werden kann, kann man sonst nur auf einer Reise von Nord-Deutschland bis nach Grönland erfahren.

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Foto: Kaunertaler Gletscherbahnen

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anggezogene Serpentinen, eine hohe Kurvendichte und abwechslungsreiches Gefälle auf einer der schönsten Alpenstraßen Österreichs erzeugen ein Wechselspiel mit einer Bergwelt, die vor Millionen von Jahren vom Gletschereis geformt wurde.

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Gondeln bis zur Staatsgrenze Die Kaunertaler Gletscherstraße bietet auf ihrer Fahrt vom Tal bis an den Rand des ewigen Eises zahlreiche Einkehrmöglichkeiten – von urig bis klassischmodern. Oben angekommen, bietet sich für eine Rast und zur Stärkung das Gletscherrestaurant Weißsee an. Wer jedoch die Bergwelt des Kaunertaler Gletschers erkunden möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Grenzgänger bringt die Karlesjochbahn, die vom Gletscherparkplatz aus erreichbar ist, bequem auf 3.108 Meter zur Aussichtsplattform Dreiländerblick, von wo aus sich ein riesiges Bergpanorama in Österreich, Italien und der Schweiz eröffnet. Bei idealer Sicht kann man einige der höchsten alpinen Erhebungen wie die Weißseespitze (3.526 m – AT), die Weißkugel (3.738 m – AT), den Ortler (3.905 m – IT) oder die Berninagruppe (mit Piz Bernina, 4049 m – CH) betrachten. Oben am Grat verläuft zudem die Staatsgrenze zwischen Italien und Österreich. Somit ist es möglich, mit einem Fuß auf Südtiroler und mit dem anderen auf Tiroler Boden zu stehen.

100 Jahre altes Eis Für alle jene, die sich nach der Fahrt abkühlen wollen, ist am unteren Ende des Weißseeferners, ganz in der Nähe des Gletscherparkplatzes, eine VGletscherspalte für Besucher zugänglich. Das mehr als 100 Jahre alte Eis, das aus dem Nährgebiet des Weißseeferners bis in den Bereich der begehbaren Gletscherspalte geflossen ist, erzählt seine eigene Geschichte und wartet mit allen möglichen Blautönen sowie einem bezaubernden Lichterspiel auf.

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Sommerwind 2018

Auf 3.108 Meter liegt die Aussichtsplattform Dreiländerblick (oben) rechts v. oben: die schöne Panoramastraße im Bauch des Weißseeferner Rast im Gletscherrestaurant Weißsee

Wissenswertes für Motorradfahrer: • Öffnungszeiten: Ganzjährig: 7.00 – 17.00 Uhr / Juni – August: 7.00 – 19.00 Uhr • Mautpflichtig: Preise: 14.- Euro • Länge: 26 km • Steigung: Ø 10% (max. 12%) • Serpentinen: 29 Kehren und 28 m Kehrenradius • Höhendifferenz: 1.500 m (von 1.273 m bis 2.750 m) • Schwierigkeitsgrad: 3 – mittel • Region: Tirol / Österreich Biker-freundliche Hotels und Unterkünfte in der Umgebung: • Hotel Weißseespitze: www.weisseespitze.com • Hotel Edelweiß: www.hoteledelweiss.com • Hotel Kirchenwirt: www.kirchenwirt.com Weitere Informationen: www.kaunertaler-gletscher.at

Foto: Kaunertaler Gletscherbahnen

Foto: Daniel Zangerl

Foto: Daniel Zangerl

Foto: Kaunertaler Gletscherbahnen

Kaunertal „Soulful driving“


Landstraße 67 Via Principale | I-39027 St. Valentin am See | S. Valentino al Lago Tel. +39 0473 63 46 41 | Fax +39 0473 63 40 05 | info@hotel-lamm.it - www.hotel-lamm.it

Lamm

HOTEL • RESTAURANT • PIZZERIA

GANZTÄGIG Pizza aus dem Holzofen

Sommerspaß pur Gemütliches Ambiente zum Entspannen, gute Küche mit Tiroler und italienischen Spezialitäten, das bietet der Gasthof Lamm in St. Valentin. Wir verbinden mediterranes Flair mit urgemütlichem Tiroler Ambiente. Die Familie Johann Sprenger legt Wert auf Tradition. Deshalb sind sämtliche Zimmer im Tiroler Stil eingerichtet und bieten so eine Umgebung, in der sich jeder Gast in seinem Urlaub wohlfühlen kann. Mit 60 gemütlichen Sitzplätzen sind wir auch für größere Reisegruppen gerüstet. Damit sich auch alle wohlfühlen können, bieten wir getrennte Nichtraucher und Raucherräume. Gesundes finden Sie an unserer reichhaltigen Salatbar. Beim großen Frühstücksbuffet tanken Sie für den Tag in freier Natur. Der Gasthof Lamm ist aufgrund seiner idealen Lage auf der Obervinschger Seenplatte Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen rund um den Reschenpass, ein wahres Paradies für Radfahrer, Mountain-Biker, Segler, Surfer oder Paragleiter und Petri-Jünger. Willkommen also in einem Wander- und Sportparadies, welches seinesgleichen sucht und welches Ruheräume und Aktionsport unmittelbar erlebbar macht. Alle Zimmer unseres Hauses sind mit Dusche, WC, WIFI, Sat-TV und Safe ausgestattet.

Preise Sommer 2018 Zimmer mit Frühstück pro Person/Tag € 32 bis 45 Halbpension pro Person/Tag € 39 bis 65 Kurtaxe zzgl. 1,30 € pro Person/Tag


Bio Bäuerin

Mals Schlanders

Meran

Die 29-jährige Anna Folie aus Mals ist Biobäuerin aus Leidenschaft. Im Gemüsefeld arbeitet sie meist mit blosen Händen:

”Da habe ich ein besseres Gefühl.“

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Sommerwind 2018

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Bozen


Bio Bäuerin

Die Bio-Bäuerin vom Sockerhof

Ich will Erde spüren! Die Entscheidung den „Sockerhof“ ihres verstorbenen Onkels in Mals zu übernehmen, hat die junge Akademikerin Anna Folie ganz bewusst getroffen. Vor zwei Jahren hat sie mit dem Anbau von biologischem Gemüse begonnen, das sie in großer Vielfalt kultiviert und ab Hof verkauft. von Magdalena Dietl Sapelza

D

er jungen Biobäuerin Anna Folie vom Sockerhof in Mals geht die Arbeit nie aus. Doch das stört sie nicht. Denn sie liebt die Garten- und Feldarbeit. „Mir gefällt das“, betont sie. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst ist sie fast tagtäglich auf ihren Gemüsefeldern anzutreffen. Sie lockert den Boden mit dem „Grubber“, einem Gerät zur Bodenbearbeitung, das die Erde nicht wendet, sondern nur lockert. Sie setzt Gemüsepflanzen, bewässert sie, jätet, bringt die Ernte ein, stellt die Gemüsekisten zusammen, die Kundinnen und Kunden über Internet bestellt haben. Regelmäßig holen sich diese das Gemüse auch direkt vom Feld. Fünf Jahre lang studierte Anna in der Österreichischen Hauptstadt Wien. Nach dem „Bachelor“ in Agrarwissenschaft erwarb sie den „Master“ in angewandter Pflanzenwissenschaft. Bereits die Wahl ihres Studiums machte deutlich, wo ihre Interessen liegen. Nach dem Tod ihres kinderlosen Großonkels Anton Folie, genannt „Socker Toni“, im Jahre 2015 erklärte sie sich bereit, den Hof zu übernehmen. Sie wusste, was es heißt, in der Landwirtschaft zu arbeiten, denn sie hatte ihrem Onkel in den Semesterferien regelmäßig bei den Feldarbeiten geholfen. Er war ihr auch ein wichtiger Lehrmeister. Von ihm übernahm sie die behutsame Arbeitsweise, die Ehrfurcht vor der Natur. Es war ihm ein Dorn im Auge, wenn er sah, wie die großen Maschinen das getrocknete Heu lieblos herumwirbelten und die Heublumen durch die Luft flogen. Er wendete das Heu lieber mit der Hand. In seinem Sinne macht Anna nun weiter. Ihr Hof ist inzwischen biozertifiziert.

Sämtliche Gemüsepflanzen zieht Anna aus samenfesten Sorten. In den hofeigenen Wiesen holt sie sich dafür die Erde der Maulwurfhügel. Sie sammelt Samen aus aller Herren Länder. Wer Anna eine Freude machen will, der bringe ihr nur irgendwelche Samen, am liebsten von Gemüsepflanzen alter Sorten. Das wissen ihre Kolleginnen und Kollegen längst. Anna experimentiert gerne. Es ist ihr zum Beispiel erfolgreich gelungen, die exotische Frucht „Physalis“ zu kultivieren, die aus Südamerika stammt und für Nachtisch-Kreationen begehrt ist. Die Malser „Physalis“ schmecken um einiges besser, als jene aus Übersee, weil diese richtig ausreifen können und nicht grün gepflückt werden müssen, um den langen Transport zu überstehen. In diesem Jahr hat Anna erstmals den Versuch mit Kichererbsen gestartet. Sie verwendet keine Pflanzenschutzmittel und auch keinen Kunstdünger. Sie düngt mit verdünnter Brennesseljauche und mit dem Mist, den ihre sieben Ziegen und die fünf Wollschweine produzieren. An diese verfüttert sie das überschüssige Gemüse. Auf dem Hof hält Anna auch noch Enten, Hühner und Wachteln. Ihr treuer Begleiter ist der Hund „Hex“. Anna baut auch Kartoffeln und Roggen an. Sie ist Selbstversorgerin, was ihren eigenen Haushalt und den ihrer Eltern betrifft. „Ich möchte keine Bäuerin sein, die nur eine Sorte hat“, betont sie. Anna jätet ihre Gemüsefelder regelmäßig mit Bedacht, meist auf Knien und mit bloßen Händen. Sie will Erde spüren. Das so genannte Unkraut reißt sie nicht systematisch aus. Sie weist es solange es geht nur in die Schranken und wird erst aktiv, wenn es droht, die Gemüsepflanzen zu überwuchern.

Ich möchte keine Bäuerin sein, die nur eine Sorte hat Anna Folie

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Bio Bäuerin

Die natürliche Unordnung irritiert so manchen fleißig jätenden Gartenliebhaber. Dem erklärt Anna dann, das zu vieles Jäten sogar schaden kann. Das Unkraut sorgt für einen geschlossenen Boden, der dann nicht so leicht austrocknet. Und Unkraut hilft sogar bei der Schädlingsbekämpfung. Die „Melde“, im Vinschgau bekannt als „Scheißmolg“, zieht zum Beispiel die Läuse an. „Sonst hätte ich die Läuse auf meinem Gemüse“, sagt sie. Erst wenn die Melden zu groß werden und bevor sie Samen bilden, reißt Anna sie aus. Ihre Freunde sind auch viele Käfer, wie die Läuse fressenden Marienenkäfer, die sie als Nützlinge hegt und pflegt. Sie achtet auf richtig gewählte Pflanzgemeinschaften. Der Tomatengeruch vertreibt die Kohlweislinge, die den Kohlpflanzen zusetzen könnten. Und ihr Tomatensortiment ist groß. Rund dreißig Tomatensorten gedeihen auf ihrem Feld in allen Größen und Farben. Vor zwei Jahren hat sie begonnen, schwarze Tomaten zu züchten, aus den Samen, die ihr Kollegen geschenkt haben. Nun züchtet sie diese weiter, denn deren Geschmack überzeugt. „Vieles von dem was ich heute mache, habe ich studiert. Und das ist ein gutes Fundament für meine Arbeit“, erklärt sie.

Mittlerweile hat Anna den alten Heustadel des „Sockerhofes“ in seiner ursprünglichen Form saniert. Dort möchte sie ihre Produkte zum Verkauf anbieten oder auch Veranstaltungen organisieren, wie zum Beispiel Vorträge über biologischen Gartenbau. Denn bei ihren Begegnungen mit Menschen macht sie oft die Erfahrung, dass das Interesse daran groß ist. Das alte Wohnhaus muss mit der Sanierung noch warten. Ihr Ziel ist es, der „Sockerhof“ vollständig zu renovieren und ihn in seiner historischen Form zu erhalten.

info

Besonders wichtig ist Anna, dass ihre Kundinnen und Kunden wissen, was bei ihnen auf den Teller kommt. Deswegen arbeitet sie ohne Pflanzenschutzmittel jeglicher Art. Der „Sockerhof“ ist BIO-zertifiziert, das Gemüse unbehandelt. So wie früher eben. Sockerhof Russlandstraße 1 Mals | Tel. 0039 3807427212 E-Mail: info@sockerhof.it

Foto: Wind Archiv

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Anna Folie im Roggenfeld bei Mals mit ihrem Begleiter, dem Hund„Hex“. Sie führt das Lebenswerk ihres Großonkels auf dem Jahrhunderte alten „Sockerhof“ authentisch weiter.

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Sommerwind 2018


NEW OPENING JULI 2018 Im Seehotel Panorama Relax gehen neuer Glanz und altbewährter Charme Hand in Hand. Das stilvolle Ambiente und die authentische Gastfreundschaft bleiben weiterhin erhalten. Hinzu kommen Komfort und Wohlbefinden auf höchstem Niveau sowie noch mehr Landschaftskino in Form von großen Glasfassaden. Worauf Sie sich freuen dürfen: • Neue Suiten mit Blick auf den Reschensee und den majestätischen Ortler • Neuer Pool mit Panoramaverglasung und Liegewiese • Textil-Wellnessbereich für Familien mit Kindern • Neuer Wellnessbereich exklusiv für Erwachsene TIPP: Auch Nicht-Hotelgäste dürfen sich in unserer Beauty-Abteilung verwöhnen lassen. Buchen Sie jetzt schon Ihre Maniküre, Pediküre, Gesichtspflege oder Massage! Terminvereinbarung Tel. + 39 0473 633 118

Hotel • Restaurant • Café • Bar • Fam. Albert Folie • I-39027 Reschen • Tel. +39 0473 633 118 info@seehotel.it • www.seehotel.it


Kino Heimatverlust

Graun

Das versunkene Dorf

Schlanders

Meran

Bozen

Blick hinter die Kulissen des Kinodokumentarfilms

Seit bald 70 Jahren ist der Reschner Stausee Realität und der Turm im See weit über die Grenzen hinaus bekannt. Im April dieses Jahres feierte die Dokumentation „Das versunkene Dorf“ in Bozen bei den Filmtagen Premiere, weitere Aufführungen waren in Brixen und Meran zu sehen. von Brigitte Maria Pircher

F

ür die Regie verantwortlich zeichnete der Nordtiroler Georg Lembergh, der auch als Kameramann fungierte. Hansjörg Stecher, der aus der Gemeinde Graun stammt, produzierte den Film zusammen mit der Bozner Produktionsfirma Albolina Film, gleichzeitig war er als Historiker für die Durchführung der Interviews sowie für die Recherche und Beratung zuständig. Ein Interview mit den Filmemachern führt uns hinter die Kulissen der Dokumentation.

Sommerwind: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, diese Dokumentation zu drehen?

SCREENED AT THE

IM WETTBEWERB DES

66TH TRENTO FILM FESTIVAL

32. BOLZANO FILM FESTIVAL BOZEN

2018

2018

EI N FI LM VON GEORG LEMBERGH UND HANSJÖRG STECHER

HANSJÖRG STECHER: Seit Kindheitstagen

interessiere ich mich für erzählte Geschichte und für das Erzählen von Geschichten – und darum geht es ja letzten Endes beim Filmemachen: eine Geschichte visuell zu erzählen.

Sommerwind: Was wolltet ihr mit diesem Dokumentarfilm erreichen?

GEORG LEMBERGH: Es ging mir einerseits darum, das spannende historische Kapitel der Seestauung aufzuarbeiten und andererseits darum, zu zeigen, wie sich der Heimatverlust auf Menschen auswirkt und noch weiter bis in die nachfolgenden Generationen hineinwirkt. Der Grundtenor des Films

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Sommerwind 2018

„Das versunkene Dorf“ ist am 16. Juni um 20.00 Uhr ein weiteres Mal in Schlanders zu sehen. Im Herbst 2018 kommt der Film ins Kino.

ERSTMAL S IM VINS CHGA ZU SEHE U N

Das versunkene Dorf IT 2018, 82 min. Regie/Kamera: Georg Lembergh Historische Konzeption/ Produzent: Hansjörg Stecher Eine Produktion der ALBOLINA FILM GmbH

PREMIERE IM VINSCHGAU Samstag, 9. Juni 2018 um 17 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders mit kleinem Umtrunk im Anschluss WEITERE TERMINE IN SCHLANDERS

GEORG LEMBERGH: Mein Großvater stammte ursprünglich aus St. Valentin auf der Haide, er musste in den 1930ern nach Nordtirol auswandern. Ich kenne den Turm also schon seit meiner Kindheit.

info

Reservierungen: Montag, 4. Juni, bis Freitag, 8. Juni, 10-12 Uhr unter 0473 732 052 www.dasversunkenedorf.com Für weitere Informationen: office@albolina.org

» Samstag, 9. Juni 2018 um 20 Uhr » Sonntag, 10. Juni 2018 um 17 Uhr und 20 Uhr » Samstag, 16. Juni 2018 um 20 Uhr

ist versöhnlich, nicht nur zwischen den alten „Außigwasserten“ und den Jungen, die inzwischen am Reschensee sprichwörtlich zu neuen Ufern aufbrechen, sondern auch zwischen der Südtiroler und der italienischen Seite im Film. Mir ist es sehr wichtig, tiefere Einsichten zu vermitteln und dabei Schwarz-Weiß-Denken zu vermeiden. Die politischen Wurzeln der damals äußerst radikal und skrupellos durchgeführten Seestauung liegen im Mussolini-Faschismus und stehen außer Zweifel. Aber der einfache Arbeiter aus der Poebene oder der eine oder andere Grauner, der gezwungenermaßen am Staudammbau mitarbeiten musste, konnte natürlich nichts dafür. HANSJÖRG STECHER: Das unerwartete Ab-

leben von Peppi Plangger im April 2014 ließ den Entschluss in mir reifen, die Stimmen möglichst vieler der letzten Zeitzeugen in einem breit angelegten Zeitzeugenprojekt einzufangen. Und so nahm – den sozialen Netzwerken sei Dank – mit einem Anruf nach Wien an Georg Lembergh alles seinen Lauf. Georg hatte nämlich bereits seit einigen Jahren an einem Film über die Seestauung gearbeitet, war aber aufgrund des Fehlens finanzieller Mittel von Wien aus nicht zur entscheidenden Realisierung des Films gekommen. Mit dem Argument der letzten Chance sollten wir allerdings ab Ende 2014 bei den Fördergebern in Südtirol offene Türen vorfinden, sodass wir im Juni 2015 mit den Dreharbeiten beginnen konnten.

Sommerwind: Ihr habt über 25 Interviews geführt, schlussendlich hat es aber nur eine Handvoll auf die Leinwand geschafft. Wie das?

GEORG LEMBERGH: Damit der Zuseher eine größere Nähe zu den einzelnen Zeitzeugen entwickeln kann, mussten wir, anders als in einer TV-Doku mit vielen „Talking Heads“, im Kinofilm die ganze Geschichte der Seestauung anhand weniger Zeitzeugen erzählen. In Ergänzung dazu wurden dann die Inhalte sehr stark im Hinblick auf das große Ganze und den versöhnlichen Blick nach vorn ausgewählt.


Kino Heimatverlust

Hansjรถrg Stecher und Georg Lembergh bei der Arbeit

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Kino Heimatverlust

HANSJÖRG STECHER: Aufgrund der

Vielzahl an durchgeführten Interviews war es letzten Endes aus dramaturgischen Gründen leider nicht möglich, alle Interviewpartner im Film zu Wort kommen zu lassen. Es musste daher eine subjektive Auswahl getroffen werden, welche die erzählten Erinnerungen der anderen Zeitzeugen aber in keiner Weise schmälert. Denn erst alle Erinnerungen zusammen haben diesen Film entstehen lassen und sie erzählen uns von ihrer gemeinsamen Geschichte. Der Sicherung dieser Erinnerungen verpflichtet, war es letztlich eines meiner erklärten Ziele, etwas Bleibendes zu schaffen, das über den Dokumentarfilm hinausgeht, um das Erlebte auch für künftige Generationen zu bewahren und zugänglich zu machen. Vielleicht hätten wir diese hehre Absicht etwas klarer kommunizieren müssen, um keinen der Zeitzeugen zu kränken bzw. zu enttäuschen.

Sommerwind: Welche Herausforderungen haben eure Arbeit begleitet?

Erst alle Erinnerungen zusammen haben diesen Film entstehen lassen und sie erzählen uns von ihrer gemeinsamen Geschichte. Hansjörg Stecher

GEORG LEMBERGH: Es gab im Wesent-

lichen drei Herausforderungen: die immer kleiner werdende Anzahl der Zeitzeugen und der fehlende gestalterische Spielraum beim Drehen mit den betagten „Außigwasserten“. Weiters war es wirklich nicht einfach, die doch recht komplexe Geschichte der Seestauung ganz ohne Sprecher, der im Kinofilm unüblich ist, nur anhand von Interviews und eingeblendeten Informationstafeln zu erzählen. Und zuletzt ist ja der Vinschger nicht gerade dafür bekannt, sehr leicht zugänglich zu sein, obwohl uns die Gemeinde Graun wirklich toll unterstützt hat. Es hat, trotz „Heimvorteil“, da und dort etwas länger gedauert, bis wir mit unserer Arbeit ernstgenommen wurden.

Sommerwind: Seid ihr auch mit negativer Kritik konfrontiert worden? HANSJÖRG STECHER: Häufig wurde ich ge-

fragt, warum der Film seine Premiere nicht in Graun feierte. „Das versunkene Dorf“ ist als Kinofilm konzipiert und es wäre dem Film nicht gerecht geworden, ihn einfach auf einer Leinwand in einem Gemeindesaal zu präsentieren. Den Film muss man meines Erachtens im Kino erleben und hier haben wir als Wettbewerbsfilm beim Bozner Filmfestival eine wunderbare Bühne zur Uraufführung des Films erhalten. Die Veranstaltung der Premiere in Meran war als Kompromiss gedacht, damit auch möglichst viele Einwohner der Gemeinde Graun den Film zu sehen bekommen. Mit der Vinschger Premiere des Films in Schlanders kam der Film nun endlich vinschgauwärts, ehe er im Sommer endgültig heimkommen wird. Es war nämlich von Anfang an geplant, den Film in der Form einer besonderen Inszenierung am Ort des Geschehens zu zeigen. Sommerwind: Danke für das Interview.

links oben: Bei den Aufnahmen mit Ludwig Wilhalm (Klopair) oben: Mit Karl Stecher beim Staudamm vom Haidersee links: Peppi Plangger und Messmer Lois bei den Aufnahmen, beide sind mittlerweile verstorben

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Familie Wallnöfer I-39029 Sulden am Ortler - Hauptstraße 26 Tel. 0039 0473 613024 - Fax 0039 0473 613224 info@hotelpost.it - www.hotelpost.it

Mit Gutscheinen Freude schenken

Es ist ein ganz besonderes Flair – hier auf 1.900 m Höhe - das die Post Sulden unverwechselbar macht. Schwer zu greifen und doch deutlich zu spüren ... Manche behaupten, es sei die herbe Schönheit der umliegenden Berge, die durch die Panoramafenster nach drinnen fällt. Die Sommerfrische mit spritzig-klarer Bergluft, die - ganz nebenbei bemerkt - wohltuend für Allergiker ist. Oder die familiäre Atmosphäre, mit der Gastgeber & Team die Räume füllen. Andere behaupten, es läge an der spannenden Geschichte Suldens und den Geschichten, die das Haus davon erzählt. Und wieder andere sind sich sicher, es sei das Wohlfühl- das Wellnessprogramm: 2 Stockwerke alpine Spa- und Saunalandschaft mit riesigen Panoramafenstern und freiem Blick auf über 3.000 m hohe Berggipfel – braucht es der Worte noch mehr? In den Bergen Zuhause, das fühlen sich Gäste im Hotel Post. Eine Traumkulisse – umgeben von einem Gebirgsmassiv der Superlative allen voran der Ortler – bietet das Hotel Post in Sulden. Der Gast? Der Gast ist hier König. Und das Hotel Post liegt Ihnen zu Füßen...

Gaumenzauber.

Authentisch. Außergewöhnlich. Alpin. Für Feinschmecker ist die Küche im Hotel Post schlicht eine Institution. Ambitioniert stellt das Küchenteam das Produkt in den

Mittelpunkt, weiß wie man den Bogen zwischen Tradition und Moderne spannt und adelt das, was die Natur gerade auftischt oder im eigenen Biogarten wächst. Die Küche ehrt die regionalen Zutaten und

zelebriert sie förmlich. Dazu gesellen sich moderne Interpretationen der traditionellen italienischen und Südtiroler Küche. Authentisch statt austauschbar lautet das Motto.

Profile for Vinschgerwind

Sommerwind 2018 Vinschgau Südtirol Broschüre Magazin  

Sommer Magazin - Sommerwind 2018 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Wandern, Menschen, Urlaub, Berge, Landschaft, Radfahren, Reinhold Messner, Vi...

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Sommer Magazin - Sommerwind 2018 - Bezirk Vinschgau Südtirol - Wandern, Menschen, Urlaub, Berge, Landschaft, Radfahren, Reinhold Messner, Vi...

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