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Die Zeitung für den mobilen Menschen

Wettbewerb: Übernachtungen und Skiplausch für die ganze Familie im Wallis Es weihnachtet sehr Autohersteller liefern Geschenkideen

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Einmal Kapitän sein Mit dem Hausboot durch Norddeutschland 30

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Lernen mit sprachen.ch Sprechen wie der Pizzaiolo – zum Beispiel in Rom 38


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4. Dezember 2008

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Jacques-Olivier Pidoux

Trügerische Sicherheit

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4 Ein Blick zurück: Das Jahr 2008 hat die Welt der Mobilität mit Innovationen, Krisen und politischen Vorstössen geprägt. Ein Überblick.

1 1 Achtung Fussgänger: Schweizer Fussgängerstreifen sind ein heisses Pflaster.

Test und Technik 20 Der neue Ford Fiesta im Test: Der kleine Flitzer mit den prägnanten Farben hat für seinen Preis einiges an Komfort zu bieten.

25 Crashtest: Die Bewertungskriterien werden nächstes Jahr strenger.

Freizeit und Reisen 30 Jeder sein eigener Kapitän: Die Landschaft bestimmt das Tempo. Mit dem Hausboot auf der Havel durch Mecklenburg-Vorpommern.

Club und Mitglied 38 Sprachaufenthalt: Es ist nie zu spät, eine neue Sprache zu lernen. Die Kurse für Leute über 50 Jahre sind speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten.

43 Zentralpräsident des TCS: Niklaus Lundsgaard-Hansen über «Elefantenrennen». Ratgeber Verkehr 13 | TCS-Dienstleistungen 43 | Leserbriefe, Wettbewerb, Impressum 45 | Nachgefragt: Franz Steinegger, Präsident des Vereins Verkehrshaus 46 Titelbild: Raphael Forster (7Pictures)

«ECO4you»-Challenge: Vier souveräne Sparmeister Matthias Obrecht, Anita Furter, Pauline Nicod und Beat Wyss (von links) haben die 8. Auflage der «ECO4you»-Challenge gewonnen; auf dem TCS-Testgelände verbrauchten sie nur 4,112 Liter auf 100 km. TCS, Michelin, Opel und BP offerieren den Siegern eine komplette Fahrausbildung.

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Editorial und Inhalt 3

Mensch und Mobilität

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Fragt man ein Kind, wo es über die Strasse geht, dann wird es antworten, es nehme immer den Fussgängerstreifen, denn, so wird es sagen, «dort ist man in Sicherheit». Ein Blick auf die Statistiken relativiert dieses Bild: 20% der Verkehrstoten sind Fussgänger – ein Anteil, der die Schweiz zu einem der gefährlichsten Länder Europas macht (siehe Artikel auf Seite 11). Schwer zu glauben, dass ein so fortschrittlicher und reglementierter Staat wie unser Land so schlecht abschneidet. Sind es die unaufmerksamen Automobilisten, die ungenügenden Polizeikontrollen und die Fussgänger mit dem Handy am Ohr? Sicher spielt alles ein wenig mit. Die 60 Massnahmen des eidgenössischen Verkehrssicherheitsprogrammes «Via sicura» sind die Antwort auf diese Umstände, ebenso wie die Präventionskampagnen in den Medien.Genauso angebracht ist die Frage nach den technischen Normen. Denn die Gestaltung der Fussgängerstreifen wird durch komplizierte Vorschriften geregelt. Auch wenn die Absicht lobenswert ist: Der Anspruch, Sicherheit zu garantieren, und die Überfülle von komplexen Normen machen ihre Anwendung sehr schwierig. Ein Gewirr von Artikeln mit zu spezialisiertem Inhalt. Sie zu interpretieren und in die Praxis umzusetzen erweist sich als Ding der Unmöglichkeit, besonders für kleine Agglomerationen mit zu beschränkten finanziellen Mitteln, um sich einen hochkarätigen Ingenieur leisten zu können. Resultat: Mangels klarer und pragmatischer Regelung behilft sich jeder auf seine Weise, und so entstehen schlecht platzierte, schlecht beleuchtete oder zu lange Fussgängerstreifen. Deshalb ist es vordringlich, den Planern leichtere, zuverlässige Normen zu liefern, die sich aufs Wesentliche beschränken und – für Jeden nachvollziehbar sind.

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4 Mensch und Mobilität

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4. Dezember 2008

Unstabiler Ölpreis Im Januar geschah das Undenkbare: Der Ölpreis erreichte 100 Dollar pro Barrel. Doch damit nicht genug. Der Ölpreis sollte stetig steigen, bis er Mitte Jahr den Höchststand von 147 Dollar erreichte. Seither sinkt der Preis – nicht zuletzt wegen der weltweiten Finanzkrise – wieder und entlastet damit auch den Geldbeutel der Autofahrer.

Düstere Aussichten in der Autoindustrie Autohersteller mussten im Jahr 2008 einiges einstecken. Zuerst plante die EU eine Regelung zur Minimierung des CO2-Ausstosses bei Neuwagen. Im Sommer kamen die Hersteller leistungsstarker Motoren wegen der steigenden Benzinpreise unter Druck. Und nun schüttelt die Finanzkrise die Konzerne durch.

Erste automatische Metro der Schweiz Nachdem Verkehrsminister Moritz Leuenberger die Metro M2 bereits im September einweihte, hiess es für die Lausannerinnen und Lausanner am 27. Oktober «Einsteigen bitte». Die erste automatische U-Bahn der Schweiz ist 5,9 Kilometer lang und umfasst 14 Stationen.


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Mensch und Mobilität 5

Billigautos Anfangs Jahr sorgte das indische Budgetauto Tata Nano für Furore. Unterdessen ist es ruhig geworden um das 100 000 Rupien Auto. Tata konnte das Autowerk in Westbengalen wegen Protesten der Lokalbevölkerung nicht in Betrieb nehmen. Die auf September geplante Markteinführung verzögerte sich deshalb.

Neuer TCS-Zentralpräsident Fürsprecher Niklaus Lundsgaard-Hansen (51) wurde im Juni von den TCS-Delegierten in einer Kampfwahl zum neuen Zentralpräsident gewählt. Der einstige persönliche Mitarbeiter von Bundesrat Adolf Ogi ist ein klassischer Quereinsteiger mit profunden Kenntnissen im Verkehrsbereich.

2008 im Rückblick

Im fast vergangenen Jahr wurde die Welt der Mobilität durchgeschüttelt. Themen wie die Finanzkrise und deren Folgen auf die Autoindustrie, unstabiler Ölpreis oder technische Neuerungen dominierten im «Touring».

Bilder Keystone, Maurice Schobinger, SBB, mw

Grünstreifen auf Autobahn Sie sind eine helvetische Eigenheit: die begrünten Mittelstreifen auf der Autobahn. Nun hat sich der Bund für ihre Abschaffung ausgesprochen. Der Unterhalt der Grünflächen gefährde die Sicherheit der Strassenarbeiter, so die Begründung. Zukünftig werden die Mittelstreifen pflegeleicht asphaltiert.

Gelbe Karte für die SBB Überfüllte Züge, Verspätungen, verpasste Anschlusszüge. Der Alltag für SBB-Pendler ist kein Zuckerschlecken. Als Paul Blumenthal, Leiter des Personenverkehrs, zu Spitzenzeiten auch noch teurere Preise einführen wollte, ergoss sich eine Welle der Entrüstung über die SBB. Das Projekt wurde zurückgezogen – vorläufig.


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Mensch und Mobilität 7

Raser Furchtbare Unfälle infolge überhöhter Geschwindigkeit erschütterten die Schweiz. Zur Lösung des Raserproblems werden verschiedene Vorschläge herumgeboten. Von der Verschrottung der Autos über strengere Vorschriften für Leasingfirmen bis hin zur Bekanntgabe der Schulnoten für Junglenker reichen die Ideen.

Bilder RDB (Blick/Ralph Donghi), ex-press, Keystone, TCS

Cooldown Club Mit dem Cooldown Club wurde in diesem Jahr erstmals ein TCS für Jugendliche aus der Taufe gehoben. Nebst der Pannenhilfe erfreuen sich die Mitglieder speziell an den Zusatzdienstleistungen, dank derer sie vergünstigt zur 2-PhasenAusbildung, Benzin, Kinoeintritten und der Autobahnvignette kommen.

Ticketgebühren Die Reisebranche ist erfinderisch, wenn es um Zuschläge geht. Für Kerosin, das Zahlen mit Kreditkarte, das Aufgeben von Gepäck und dem Privileg, zuerst einsteigen zu dürfen, erheben Fluggesellschaften Gebühren. Wie eine Erhebung des «Touring» ergab, sind bis zu 37% des Flugpreises auf Gebühren zurückzuführen.

Via sicura 60 Massnahmen wie z.B. dem Autofahren mit Licht am Tag bis hin zum Verbot von Warnungen vor Verkehrskontrollen präsentierte Bundesrat Moritz Leuenberger (im Bild mit Vizekanzler Oswald Sigg) der Öffentlichkeit. Die Vorschläge werden während der Vernehmlassungsphase diskutiert, welche bis zum 15. März 2009 dauert.


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Das andere Weihnachtspräsent Weihnachten steht vor der Tür und es gilt noch, einen Autofreak zu beschenken? Kein Problem. Die meisten grossen Automarken verfügen über einen Webshop, der auch den ausgefallendsten Geschmack bedient.

Gepflegter Auftritt mit Ferrari Eigentlich handelt es sich bei den Silberkugeln in Form einer GT-Gangschaltung um Manschettenknöpfe. Wahlweise kann das Accessoire auch an die stilbewusste Elle verschenkt werden. Sie könnte den Manschettenknöpfen in Form eines Bauchnabelpiercings zu einem besonderen Auftritt verhelfen. Ferrari versteht sich auf die Vermarktung des sich aufbäumenden Rappens. Vom Kaffeeservice bis zur Kerze ist im Onlineshop alles zu finden. www.ferraristore.com

Spiel und Spass mit Ford-Artikeln Der amerikanische Autohersteller gibt sich bodenständig. Für die Kleinen hat er die Spielmatte für Modellautos im Angebot (Bild). Ansonsten verziert Ford Outdoorartikel mit seinem blauen Logo. Seien es Golfbälle, Strandzelte oder Thermosflaschen, wenn es darum geht, Sportler oder Ausflugsfreudige zu beschenken, ist die Ford-Boutique die richtige Adresse. www.ford.de > Finanzen und Service > Ford Boutique

Der heisse Schlitten von VW Es ist ein Geschenk, welches die Herzen von Schneehäschen und Wassernixen höher schlagen lässt. Denn der aufblasbare «Speedcarver» von Volkswagen ist sowohl auf dem nassen, als auch auf dem gefrorenen Element rassig unterwegs. Ansonsten ist VW in seinem Onlineshop eher bieder unterwegs. Dennoch gibt es immer wieder Freunde oder Verwandte, welche man mit einem «trendigen» SciroccoT-Shirt oder einem passenden Schlüsselband den Weihnachtsabend etwas versalzen kann. Denn irgendwie muss man sich ja einmal bei seinem Bruderherz für die tolle Lavalampe unterm Weihnachtsbaum revanchieren. www.volkswagen-zubehoer-shop.de > Lifestyle

Oh Tannenbaum

Ihr Liebster bekocht Sie zu wenig und Sie denken an einen Wink mit dem Zaunpfahl? Rettung naht. Mit einer Pfeffermühle von Peugeot sagen Sie’s ihm durch die Blume. Und schenken ihm erst noch ein echtes Qualitätsprodukt, das auf eine 166-jährige Tradition zurückblicken kann. Denn noch bevor die Familie Peugeot Fahrzeuge baute, kam sie mit der Herstellung von Gewürzmühlen zu Geld.

Das Mercedes-Weihnachtsangebot lässt sich schnell auf den Punkt bringen: Einfallslos, aber teuer. Wer träumt denn schon von Glasuntersetzern, Kragenstäbchen oder einem Sommeliermesser mit einem Stern darauf? Stellvertretend für alle Geschmacksverirrungen für Gutbetuchte wollen wir hier die Mercedes-Weihnachtskugel präsentieren. Sie ist so banal, dass sie Kultstatus erreichen könnte.

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4. Dezember 2008

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Mensch und Mobilität 11

Gefahr für Fussgänger Warum so viele Tote auf den Fussgängerstreifen? Um dies herauszufinden, haben europäische Automobilclubs in 17 Städten eine Erhebung durchgeführt.

› Etwa 8000 Fussgänger werden in Europa jedes Jahr getötet, davon 2000 auf einem geschützten Übergang, der eigentlich als sicher gilt. Angesichts dieser beunruhigenden Bilanz haben die 18 europäischen Automobilclubs eine eingehende Untersuchung in 17 Städten durchgeführt, darunter Paris, London, Wien, Rom, Brüssel und Zürich. In jeder Stadt haben die Experten ein Dutzend Fussgängerstreifen nach mehreren Kriterien und insbesondere auf die Sichtbarkeit bei Tag und bei Nacht, die Qualität der Einrichtung sowie auf die Zugänglichkeit für Behinderte und Personen mit eingeschränkter Mobilität untersucht.

Schlecht geregelte Ampeln | Rund 13% der Fussgängerstreifen bieten nur unbefriedigende Sicherheit, während knapp die Hälfte als «gut» und ein Drittel als «genügend» eingestuft wird. In 28 Fällen schlagen die Fachleute Alarm und rufen die lokalen Behörden dringend zum Handeln auf. Zu den häufigsten Mängeln gehören schlecht eingestellte Ampeln mit zu kurzen

grünen Phasen, fehlende Sicherheitsinseln, und eine für Rollstühle unpassierbare Fahrbahnbeschaffenheit.

Lorbeeren für Zürich | Mit Ausnahme von London, das die Rangliste anführt, ist in den meisten Städten gleichzeitig das Beste und das Schlimmste zu finden. So gibt es im selben Quartier perfekt eingerichtete, aber auch zwischen zwei Reihen parkierter Autos kaum sichtbare Fussgängerstreifen. Die frohe Überraschung: Zürich, wo dieses Problem nicht besteht, schneidet mit 8 «gut» und 5 «genügend» über dem Durchschnitt ab. Ebenfalls Lorbeeren erntet die Limmatstadt für ihre auf Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugeschnittenen Fussgängerstreifen, die von Hindernissen befreit und mehrheitlich mit abgeflachten Trottoirs und akustischen Signalen für Sehbehinderte ausgestattet sind. Ein weiterer Vorteil: Die Ampeln wechseln nicht ohne Vorwarnung von Grün auf Rot: Die orange Übergangsphase ermöglicht es verspätet gestarteten Fussgängern, sich beim Über-

queren der Strasse zu beeilen. Gründe, die Zürich an der Spitze dieses Eurotests rangieren lassen. Anders Brüssel, das zwar Sitz der grössten Institutionen in Sachen Verkehrssicherheit ist, aber über einige der schlechtesten Fussgängerstreifen verfügt. Den letzten Rang in der Bewertung teilt sich die belgische Hauptstadt mit Rom und München.

Schweiz nicht top | Das schmeichelhafte Resultat von Zürich verleitet zu Euphorie, aber Vorsicht: Es gilt nicht für die Schweiz insgesamt. Der ernüchternde Blick auf die Verkehrsstatistiken zeigt, dass unser Land in Sachen Sicherheit auf den Fussgängerstreifen zu den Schlechtesten gehört, und dies seit vielen Jahren. Noch schlimmer, betonen die Autoren von Eurotest, wenn man die Zahl der getöteten Fussgänger mit der Zahl von Verkehrstoten in der Schweiz ins Verhältnis setzt, denn da rangiert die Schweiz quasi als Schlusslicht Fortsetzung auf Seite 13

Raphael Forster (7Pictures)

Es besteht Nachholbedarf punkto Sicherheit auf Fussgängerstreifen.


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Mensch und Mobilität 13

Ratgeber Verkehr

Raphael Forster (7Pictures)

Vorsicht vor der Italien-Falle

Für Fussgängers gilt es, den Blickkontakt zu suchen und den Vortritt nicht zu erzwingen.

Fortsetzung von Seite 11

Europas, gefolgt einzig von Norwegen. «Die Schweiz ist mit einer signifikant steigenden Zahl von getöteten Fussgängern konfrontiert», hält der Schlussrapport fest. «Dies sollte umso mehr Anlass zu Beunruhigung geben, als die Schweiz mit Norwegen und Finnland zu den Ländern mit der schlech-

testen Sicherheit bei den Fussgängerstreifen gehört.» Eine Bilanz, die als Warnung an die helvetischen Behörden zu verstehen ist, die nun zu reagieren haben (siehe untenstehenden Kasten). Jacques-Olivier Pidoux

Touring-Info Der Eurotest der Fussgängerstreifen kann auf www.strada.tcs.ch eingesehen werden.

Verbesserungspotenzial in der Schweiz »

Aus den Schweizer Strassenverkehrsstatistiken geht hervor, dass einer von fünf Toten ein Fussgänger ist. Beunruhigt Sie das? Natürlich. Wir sind uns bewusst, dass die Situation nicht befriedigend ist. Das Verkehrssicherheitsprogramm Via sicura beinhaltet Massnahmen zur Verbesserung der Fussgängersicherheit. Zudem geht eine Arbeitsgruppe den Hauptproblemen auf Fussgängerstreifen auf den Grund. Aber wo drückt der Schuh? In erster Linie sind zahlreiche Unfälle auf Autolenker zurückzuführen, die nur widerwillig anhalten oder unkonzentriert sind, weil sie telefonieren. Seitens des Fussgängers gilt es, den Blickkontakt mit dem Autolenker zu suchen und den Vortritt nicht zu erzwingen. Drängen sich bei der Infrastruktur andere Bodenmarkierungen, Verkehrsinseln usw. auf? Es gibt Dinge, die verbessert werden müssen. Für den Moment besteht die vordringliche Aufgabe der Arbeitsgruppe darin, den bestehenden Normenkatalog zu prüfen. Werden die Normen nicht eingehalten? Tatsächlich stellen wir fest, dass eine beträchtliche Anzahl von Normen nicht eingehalten wer-

den – weil sie erhöhte Kosten verursachen oder aus gemeindepolitischen Motiven heraus. Wie das? Zum Beispiel legt eine Norm fest, dass ein wenig benutzter Fussgängerstreifen aufgehoben werden muss. Stattdessen lassen die Behörden ihn auf Druck der Bevölkerung oder von Interessengruppen stehen. Mit dem Resultat, dass sich Unfälle ereignen, weil die Autofahrer nie jemanden sehen und infolgedessen nicht aufpassen. Aber geht das nicht auf Kosten der Sicherheit, wenn Normen abgeschafft werden? Nicht unbedingt. Zu strenge Normen, die nicht mehr eingehalten werden, nützen uns nichts. Vorzuziehen ist eine weniger strikte Reglementierung, die aber überall befolgt wird. Gibt es in Sachen Fussgängerstreifen ein Land, das Vorbildcharakter hat? Ja, die Niederlande. Nebst der Gesetzgebung und den Infrastrukturen spielt sicher auch die Mentalität eine Rolle. jop

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Stefan Huonder ist Bereichsleiter Verkehrsregeln beim Bundesamt für Strassen.

Kürzlich war ich mit meinem Auto in Italien. Dabei bin ich bei Alessandria in eine Radarfalle geraten. Wieder zuhause, flatterte eine Rechnung über 155 Euro ins Haus. Obwohl ich diese Busse rechtzeitig bezahlt habe, erhielt ich von der Polizei erneut eine Busse, allerdings über einen andern Betrag. Was soll ich tun? Z.O. in L. Das ganze hat schon seine Richtigkeit. Italien hat im Sommer 2003 ein Punktesystem eingeführt. Bei Ausstellung des Führerscheins werden dem Lenker 20 Punkte gutgeschrieben. Wer nun etwa zu schnell fährt oder mit Alkohol unterwegs ist, der muss nicht nur eine Busse bezahlen, sondern ihm werden auch einige Punkte vom Führerschein abgezogen. Um diesem Punktesystem Nachachtung zu verschaffen, werden auch ausländische Lenker registriert. Fehlbaren Ausländern kann zwar nicht der Führerausweis entzogen werden, sie müssen aber mit einem Fahrverbot für Italien rechnen, wenn die 20 Punkte aufgebraucht sind. Um die Identität des fehlbaren Lenkers (aus dem Ausland) festzustellen, wird der Bussenverfügung bei gröberen Verkehrsregelverstössen ein Formular beigelegt. Darin wird Auskunft darüber verlangt, wer im fraglichen Zeitpunkt das Fahrzeug gelenkt hat. Wird das Formular nicht ausgefüllt, kann nach italienischem Recht eine zusätzliche Geldstrafe ausgesprochen werden. Es genügt also nicht, einfach nur die ursprüngliche Busse zu bezahlen. Tipp Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, empfehlen der «Touring» und die Assista Folgendes: Wer in Italien eine Busse wegen Verkehrsdelikten aufgebrummt erhält, soll diese innert Frist bezahlen, sofern sie nicht zu bestreiten ist. Wichtig: Die Bussenverfügung der Polizei aufmerksam durchlesen. Wird darin die Identität des Fahrers verlangt, sollte das beigelegte Formular ausgefüllt werden, um eine weitere Geldstrafe zu vermeiden. Das Formular ist dann zusammen mit einer Kopie des Führerscheins des Lenkers – auch wenn Lenker und Halter identisch sind – per Einschreiben an die zuständige italienische Behörde zurückzuschicken. UPI


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4. Dezember 2008

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Das SBB-Korsett wird noch enger Die SBB verbessern mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember ihr Angebot markant, aber die Engpässe bleiben bestehen. Ein Ärgernis ist der Cisalpino-Neigezug.

› Auch der «Touring» berichtete über die Kapazitätsprobleme und häufigen Unpünktlichkeiten der SBB. Eine teilweise Antwort darauf haben die SBB im Hinblick auf den Fahrplanwechsel: Obschon das Netz praktisch ausgereizt ist, werden stolze 5,5 Prozent mehr Zugskilometer angeboten. «Seit 2003 verzeichnen wir damit ein Angebotswachstum von 26 Prozent», verkündete SBB-CEO Andreas Meyer. In vielen Regionen erfährt das Zugsangebot eine deutliche Verbesserung, insbesondere auch auf Paradestrecken während der Spitzenzeiten sowie frühmorgens und spätabends. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Sorgenkind Lausanne–Genf, wo optimiert wird. Die Kapazität des Netzes muss aber laut Meyer unbedingt erhöht werden, sonst droht es angesichts der rekordverdächtigen Auslastung zu kollabieren; dies erst recht, wenn die Bestellungen von zusätzlichem Rollmaterial (11 Milliarden Franken zwischen 2009 und 2020!) zum Tragen kommen soll. «Wir brauchen dringend den Ausbau des Schienennetzes», sagte Andreas Meyer.

Ärger mit Cisalpino | Über die weiteren Verzögerungen bei der Auslieferung der 14 neuen Cisalpino-Neigezüge beklagte sich auch Paul Blumenthal, Chef Personenverkehr der SBB. Um die ohnehin schon sensibilisierten Zugpassagiere nicht noch mehr zu ärgern, werden die neuen Flitzer erst in Dienst gestellt, wenn alles rund läuft. hwm

Keystone

Touring-Info Detaillierte Infos über die vielen Neuerungen auf www.sbb.ch (Medien) oder bei den Bahnhöfen, wo rechtzeitig Fahrpläne aufgelegt werden.

Überfüllte Perrons und Züge während der Stosszeiten gehören zum Alltag – die SBB versuchen dies zu korrigieren.


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4. Dezember 2008

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Mensch und Mobilität 17

Nach jahrzehntelangem Hin und Her, inklusive Volksabstimmung 2002, nimmt der Neufeld-Zubringer in Bern Formen an: Darunter ist ein 600 Meter langer, von der Autobahnausfahrt Bern-Neufeld (A1) ausgehender Tunnel zu verstehen, der auf die Tiefenaustrasse (Bild mit RBS-Zug) führt. Auf diese Weise werden zwar Teile des Länggass-Quartiers vom Durchgangsverkehr befreit, aber wegen zusätzlicher Verkehrsberuhigungsmassnahmen wirds für auswärtige und einheimische Autofahrer eventuell eher noch mühsamer als bis anhin. Die Eröffnung erfolgt im Sommer 2009. hwm

Mathias Wyssenbach

Neues Berner Loch

Mehr Kapazität auf den Luftstrassen

Die Motorradfahrer sind exponiert

Die Schweiz soll Teil eines gemeinsam bewirtschafteten Luftraumes in Zentraleuropa werden. Der Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) und der Chef des Luftwaffenstabs haben zusammen mit ihren Amtskollegen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden eine Absichtserklärung zur Schaffung eines Luftraumblocks für das Gebiet der sechs Staaten unterzeichnet. Gleichzeitig haben die beteiligten Flugsicherungen mit einer Vereinbarung die Basis für eine verstärkte Zusammenarbeit auf operationeller Ebene gelegt. Damit können die Kapazitäten besser genutzt werden. pd

Motorradfahren ist gefährlich: In der Schweiz werden dabei jährlich rund 1500 Personen schwer verletzt und bis zu 100 Menschen getötet. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat in einer Studie fast 600 Motorradfahrer drei Mal innert zehn Jahren befragt, um mehr über ihre psychischen Merkmale herauszufinden und Risikofaktoren zu identifizieren. Rund 16 Prozent der Befragten erlitten innerhalb der zehn Jahre dauernden Studie mindestens einen Unfall mit Personenschaden, d.h. jeder Sechste musste sich während dieser Zeitspanne wegen eines Motorradunfalles in ärztliche Behandlung begeben. tg


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Die Antwort finden Sie in der nächsten MotorShow TCS vom: 7. Dezember, 21.40 Uhr 14. Dezember 2008, 19.00 Uhr

14. Dezember 2008, ab 19.30 Uhr stündlich

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20 Test und Technik

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4. Dezember 2008

Frech und

recht rassig Der Dauerbrenner Ford Fiesta wirkt reizvoller als früher. Wir prüften die kräftig motorisierte Version 1.6 Titanium. dass seine Ahnengalerie bis ins Jahr 1976 zurückreicht. Trotz des etwas abgegriffenen Namens gehört die jüngste Auflage von Fords Stadtflitzer zu den attraktivsten aller Generationen. Kein Wunder, teilt doch der Fiesta die Bodengruppe mit dem für seine Fahrwerksqualitäten bekannten Mazda 2. Weitere Trümpfe dieses sicheren Werts unter den Stadtautos sind das frische Design, die praktisch unveränderten Aussenmasse und das moderate Gewicht.

Aussagekräftiges Design | Mit der eher extrovertiert gestylten Karosserie bekennt der Fiesta Farbe, und die gleiche Designphilosophie wird im Innenraum sichtbar. Für eine schicke Note sorgen die ausladende Mittelkonsole, die Einlagen im Alulook und die mit hochwertigen Materialien bezogene Armaturentafel, auch wenn insgesamt harter Plastik vorherrscht. Das Ambiente wird unterstrichen durch grosszügige Platzverhältnisse auf den Vordersitzen, deren ausgeformte Lehnen den Rücken in einem für dieses Segment unüblichen Ausmass stützen. Angesichts der Kompaktheit des Wagens (Länge 3,95 m) ist der für Erwachsene etwas knappe Knieraum im Fond tolerierbar, umso mehr als man auf der bequemen Sitzbank reichlich Kopffreiheit geniesst. Veraltete Modularität | Der Kofferraum (+25 l) gehört zu den geräumigsten des Segments. Kritik verdient jedoch neben der hohen Ladekante die Variabilität der Rücksitzbank. Deren Lehnen lassen sich leicht vorklappen, sie bilden aber einen erheblichen Absatz im Boden und erschweren das Beladen. Den neusten Erkenntnissen entsprechen hingegen die Instrumentierung und die Funktionalität der Bedienelemente. So sind beispielsweise die zahlreichen Tasten in der Mittelkonsole gut dimensioniert.

Einzig die Schalter für die elektrischen Scheiben befinden sich zu weit hinten in den Türverkleidungen. Die Serienausstattung des Fiesta ist ordentlich. Wer mehr Komfort- oder Luxusattribute wünscht, muss zu Optionspaketen greifen, die allerdings zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.

Temperamentvoll | Da der Fiesta beim Generationenwechsel nicht schwerer geworden ist, haben die 120 Pferde des 1,6-Liters leichtes Spiel. Der Motor dreht locker bis in den roten Bereich des Tourenzählers, und sein Temperament kommt dank der knackig-präzisen Schaltung optimal zum Ausdruck. Der Griff zum Schalthebel bereitet wirklich Spass, eher eine Ausnahmeerscheinung bei Stadtautos. Dies geht übrigens nicht auf Kosten der Elastizität, entwickelt der Fiesta doch schon bei geringen Drehzahlen reichlich Durchzugskraft. Ein Nachteil der eher kurzen Getriebeuntersetzung ist allerdings die beträchtliche Geräuschkulisse bei Autobahntempo. Sonst wirkt der Motor aber glücklicherweise nicht aufdringlich. Wie aufgrund der technischen Verwandtschaft mit dem Mazda 2

Der Fiesta ist attraktiv gestylt. Die 17”-Räder sind hübsch, schmälern aber den Komfort.

Fortsetzung auf Seite 23

Die speziell gestylte Mittelkonsole prägt den Innenraum. Eine moderne Lösung vermisst man hingegen beim Abklappsystem der Rücksitze, deren Lehnen nicht im Boden verschwinden. Praktischer ist die Tankklappe, die auf einen zusätzlichen Deckel verzichtet.

Bilder Wälti

› Man merkt dem neuen Fiesta nicht an,


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Test und Technik 21


Christmas Joy with Suzanne Klee  Besinnliche Weihnachtsstimmung mit wunderschönen traditionellen Christmas Songs Silent Night, Coventry Carol, O Little Town Of Bethlehem, Jingle Bells, Cherry Tree Carol, Noel Noel, Away In A Manger, Down Home Country Christmas, O Holy Night, Amazing Grace, We Wish You a Merry Christmas und 2 wunderschön gemixte Medleys

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cm –77 60

148 cm

쑺 쑸

cm 107 91–

98 cm

109 cm

Radstand 249 cm

쑸 쑸

Test und Technik 23

Fortsetzung von Seite 20

Zahlen

touring 20

Länge 395 cm (Breite 172 cm)

Innenbreite: vorne 143 cm, hinten 138 cm Kofferraum: 295–979 Liter Reifen: 205/40 R 17, min. 175/65 R 14

Preise und Modelle Testfahrzeug: Ford Fiesta 1.6 Titanium; Limousine, 5 Türen, 5 Plätze: Fr. 24 150.– (wie getestet: Fr. 27420.–) Varianten: 1.25 Ambiente (60 PS), Fr. 16 450.– bis 1.6 TDCI Titanium (90 PS), Fr. 25 850.– Technische Spezifikationen Motor: 4 Zylinder, 1596 cm3, 88 kW/120 PS bei 6000/min, 152 Nm bei 4050/min; Frontantrieb, 5-Gang-Getriebe Gewichte: 1054 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1500 kg, Anhängelast 900 kg Sicherheit: Airbags: 5 Serie Optionen: Metallic-Lack (Fr. 500.–), Kopf-Airbag (Fr. 450.–), ESP (Fr. 650.–)

Kurzbilanz

+ –

Markantes Design, spontanes und agiles Fahrverhalten, ausgezeichnete Bremsen, kräftiger Motor, Getriebeschaltung, innere Aufmachung, komfortable Sitze, progressive Federung. Variabilität der Rücksitze, Beinfreiheit hinten, hoher Wendekreis und Abrollgeräusche (17’’Räder), eingeschränkte Sicht nach hinten, fehlender sechster Gang.

zu erwarten war, bietet auch der Ford Fiesta viel Fahrspass. Der agile Stadtflitzer reagiert spontan auf Befehle der direkt ausgelegten Lenkung und folgt präzis der vorgegebenen Richtung. Ausserdem verfügt der Fiesta über eine Bremsanlage, deren Verzögerungswerte den Vergleich mit echten Sportwagen nicht zu scheuen brauchen. Die optionalen 17-Zoll-Räder schmälern zwar den Abrollkomfort, die progressive Fahrwerksabstimmung besitzt aber ein ausreichendes Schluckvermögen. Wirklich störend für einen Stadtwagen ist allerdings der grosse Wendekreis dieser Version. Dieser Makel vermag die jugendliche Frische des neuen Fiesta nicht zu schmälern. Er gehört zu den attraktivsten Erzeugnissen der langen Modellgeschichte, und für ein Auto, das weltweit gefallen soll, ist er wirklich ein gelungener Wurf.

Marc-Olivier Herren

Garantien: 2 Jahre Werk + 1 Jahr, 2 Jahre Mobilität, 12 Jahre Rostschutz (Auflagen)

Ford Fiesta 1.6 Titanium: Detailübersicht

Importeur: Ford Switzerland, 8304 Wallisellen, Tel. 043 233 22 22, www.ford.ch

Innenraum

11113 Die originelle Mittelkonsole wertet das Ambiente im Innern auf. Trotz viel hartem Plastik ist die Materialqualität korrekt. Vorne vermittelt der Fiesta beachtliches Raumgefühl, im Fond ist der Platz für die Beine beschränkt. Das Kofferraumvolumen ist ausreichend, aber beim Abklappen der Rücksitzbank entsteht ein hoher Absatz.

Fahrleistung

Komfort

11113 Die progressive Federung sorgt trotz hart abrollender 17-Zoll-Räder (Option) für ansprechenden Fahrkomfort. Obschon die Vordersitze weich sind, sitzt man gut, und der Rücken wird wirksam gestützt. Das Geräuschniveau ist bei Autobahntempo recht hoch, bleibt aber akzeptabel.

Fahreigenschaften

Ausstattung

Sicherheit

TCS-Exklusiv Fahrdynamik Beschleunigung: 0–100 km/h in 9,9 s Elastizität: von 60 auf 100 km/h in 10,0 s und 80 auf 120 km/h in 10,5 s Wendekreis: 11,9 m; Bremsweg: 100–0 km/h in 35,2 m 11111 Innengeräusch: 60 km/h: 63 dB, 120 km/h: 73 dB 11133 Kosten Service-Intervalle Wartung (km/Mte)

Stunden

Arbeitskosten (Fr.)

20 000/12 40 000/24 80 000/48

0,6 1,1 1,3

87.– 160.– 190.-

Gesamtkosten für Wartung auf 180 000 km 15 000 km/Jahr 24,5 5371.– Betriebskosten km/Jahr

Rp./km

Fr./Monat feste variable

15 000 30 000

60 41

474.– 474.–

11113 Ausstattungsumfang im klassenüblichen Rahmen. Die Ausführung Titanium verfügt über Klimaautomatik, Radio/CD, Bordcomputer und Alufelgen. Hintere Scheibenheber gegen Aufpreis.

11113 Der spritzige 1,6-Liter dreht spontan hoch und besitzt fast einen sportlichen Charakter, nicht zuletzt dank der präzisen und leichtgängigen Schaltung. Die Durchzugskraft profitiert von der eher kurzen Getriebeübersetzung, dafür ist die Drehzahl bei Autobahntempo etwas hoch. Die Verbrauchswerte sind nicht spektakulär. 11112 Der Fiesta bietet viel Fahrspass. Sein Fahrverhalten ist handlich, spontan und präzis, die Lenkübersetzung sehr direkt. Dazu kommt eine extrem wirksame Bremsanlage. Mit 17-Zoll-Rädern ist der Wendekreis gross. Erwähnenswert ferner ist die beschränkte Sicht nach hinten. 11123 Die Dotation ist bloss durchschnittlich. Ein Knieairbag ist inbegriffen, Kopfairbags und ESP gibt es nur auf Wunsch, allerdings zu moderaten Preisen. Hinten fehlt eine dritte Kopfstütze.

279.– 557.–

Stundenansatz für TCS-Berechnungen: Fr. 145.– (BFS), Ford-Händler von Fr. 94.– bis Fr. 100.–

Umweltaspekte Kohlenmonoxid (CO) 11113, Kohlenwasserstoffe (HC) 11113, Stickoxide (NOx) 11133 Messlabor (Zyklus/Konstantfahrten): EMPA «energieEtikette» (A-G) Kategorie B CO2-Emissionen (CH-Ø 204 g/km): 146 g/km (TCS-Messung) Normverbrauch auf Prüfstand (80/1268/EWG) Städtisch Ausserstädt. Gesamt

TCS Werk

8,5 7,9

4,8 4,7

6,2 5,9

Testverbrauch 11333 7,2 l/100 km Reichweite 625 km Tankinhalt: 45 Liter TCS TUW: Robert Emmenegger

Im TCSVergleich Preis (Fr.) Hubraum (cm3) Leistung (kW/PS) Max. Drehmoment (Nm/min) Verbrauch (l/100 km) Innenlärm bei 120 km/h (dBA) Betriebskosten (Fr./km)3 Wartungskosten4 Test «Touring» 1

Ford Fiesta 1.6 16V Titanium

Fiat Punto 1.4 T-Jet 120 Sporting

Peugeot 207 1.6 VTi Sport

Skoda Fabia 1.6 16V Elegance

24 150.– 1596 88/120 152/4050 6,2 B2 73 –.60 11133 20/2008

24 950.– 1368 88/120 200/1750 6,6 1 C2 715 –.61 11133 9/20065

23 960.– 1598 88/120 160/4250 6,1 1 B2 716 –.60 11113 10/20066

24 370.– 1598 77/105 153/3800 6,91 C2 727 –.60 11111 12/2007

Wert laut Importeur 2 Energieeffizienz laut Importeur 3 Bei 15 000 km/Jahr 4 Gesamtkosten auf 180 000 km bei 15 000 km/Jahr 5 Fiat Grande Punto 1.3 JTD 6 Peugeot 207 1.6 110 PS 7 Skoda Fabia 1.4 Classic


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Test und Technik 25

Hauptkriterium Preis

Bilder zvg, mw

Die Crashtests werden nun künftig nochmals strenger.

Weniger Sterne?

Autokauf Der Preis bleibt das wichtigste, von den Automobilisten vorgebrachte Kaufkriterium. Das ergab eine Umfrage unter den Besuchern des letzten Genfer Autosalons. Das verhindert allerdings nicht, dass der Betrag, den die befragten Personen zu investieren bereit sind, nämlich Fr. 40 790.–, weiter ansteigt. Eine interessante Tatsache ist, dass der Verbrauch nur an vierter Stelle (10%), der genannten Kriterien erscheint. Diese Haltung hat sich mit der Inflation bei den Treibstoffpreisen sicher geändert. Das Interesse für das Auto ist aber immer noch hoch. Das zeigen die 61 000 Besucher der Auto Züri.

Die 5-Sterne-Flut wird reduziert: bei den Euro NCAPCrashtests gelten strengere Bewertungsmassstäbe.

› Die Ergebnisse der jüngsten Euro NCAPCrashtests sind erfreulich, erhalten doch 15 der 21 geprüften Modelle beim Insassenschutz das Maximum von fünf Sternen. Aber diese schmeichelhafte Bilanz ist bald überholt, denn auf 2009 hin verschärft die Crashtest-Organisation ihre seit 1997 gültigen Kriterien. Neben dem Schutz der Insassen, der Kinder und der Fussgänger wird ein vierter Aspekt mit dem Namen «Safety Assist» einbezogen. Es geht um die aktive Sicherheit, denn sie bewertet die Assistenzsysteme. So liegt die Höchstnote von 5 Sternen für die meisten Fahrzeuge künftig kaum mehr drin, wenn sie nicht über eine Stabilitätskontrolle (ESP) verfügen. Als weitere Neuheit wird der Heckaufprall (Whiplash) in die Crashtests integriert. Mit diesem Aufprall wird ein Schleudertrauma simuliert und abgeklärt, in welchem

Ausmass die Sitze die Insassen gegen Halswirbelverletzungen schützen. Eine sinnvolle Massnahme, wenn man die ersten Ergebnisse der untenstehenden Tabelle betrachtet. Von den 25 geprüften Modellen erhielten nämlich nur deren fünf die Note «gut», während acht als «schlecht» beurteilt wurden. Ziel der 1995 gegründeten unabhängigen Euro NCAP ist es, die Sicherheit der Autos zu verbessern. Ihre Vorreiterrolle auf dem Gebiet der passiven Sicherheit wurde mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt. Insgesamt wurden rund 230 Fahrzeuge geprüft. Zu den Mitgliedern gehören mehrere Staaten und Automobilclubs, darunter der TCS als einziger Schweizer Vertreter. MOH

Touring-Info Resultate der Crashtests in den TCS-Geschäftsstellen oder unter www.tcs.ch Auto-Moto/Tests/Autos.

Insassenschutz gut, bei Fussgängern mangelhaft Modell

Renault Megane Volvo XC60 Alfa Romeo Mito Peugeot 308CC VW Golf Opel Insignia Skoda Superb Ford Fiesta Audi A4 Seat Ibiza Lancia Delta Mercedes-Benz ML Hyundai i30 Ford Kuga Renault Koleos Ford Ka Mercedes-Benz Viano Citroën Berlingo VW T5 Hyundai i10 Daihatsu Cuore Dacia Sandero

Insassenschutz Erwachsene Punkte Sterne 37 11111 37 11111 36 11111 36 11111 36 11111 35 11111 35 11111 34 11111 34 11111 34 11111 34 11111 34 11111 34 11111 33 11111 33 11111 28 11113 31 11113 27 11113 27 11113 26 11113 25 11113 24 11133

Kinder Punkte 39 39 29 34 41 39 40 38 41 38 33 34 38 38 39 29 36 39 40 37 32 38

Sterne 11113 11113 11133 11133 11113 11113 11113 11113 11113 11113 11133 11133 11113 11113 11113 11133 11133 11113 11113 11113 11133 11113

Fussgängerschutz Punkte Sterne 11 1133 17 1133 18 1133 12 1133 22 1113 14 1133 18 1133 20 1113 14 1133 19 1113 15 1133 6 1333 14 1133 20 1113 14 1133 11 1133 1 1333 10 1133 3 1333 21 1113 12 1133 6 1333

Heckkollision (Schleudertrauma) Note Bewertung 2,38 ausreichend 3,54 gut 3,35 gut 0,00 mangelhaft 3,31 gut 3,06 gut 2,22 ausreichend 2,21 ausreichend 3,15 gut 1,94 ausreichend 2,62 ausreichend 1,82 ausreichend 2,21 ausreichend 0,44 mangelhaft 2,94 ausreichend – – – – 1,04 mangelhaft – – 0,94 mangelhaft 1,10 mangelhaft 1,58 ausreichend

Ein Hoch auf den 4쎹4 Skoda führend Mit dem Familienauto Octavia, dem meistverkauften Allradmodell in der Schweiz, wird die tschechische Marke zu einem Hauptakteur im 4쎹4-Segment. Diese Rolle wird verstärkt durch die Neuerscheinung von 4쎹4-Versionen der Limousine Superb. Sie kostet 2500 Franken mehr. Die Topversion ist ein 3,6 l 4쎹4 mit 260 PS. Der kleine SUV Yeti wird für 2010 erwartet.

Porsche tankt Diesel Ehre für den Cayenne Die kommenden CO2Vorschriften bringen mehr als ein Tabu zu Fall: Obwohl man den Diesel immer ablehnte, hat sich Porsche nun entschlossen, den grossen SUV Cayenne ab Februar mit einem 3 l V6 tdi (240 PS) von Audi auszurüsten. Das ist immer noch billiger als ein Hybrid.

Balsam für Opel Der Insignia ist Auto des Jahres Eine gute Nachricht in der Flut von Unsicherheiten, welche die deutsche Tochter von General Motors umgibt. Die Limousine Insignia hat den Titel europäisches Auto des Jahres 2009 eingeheimst. Mit 321 Punkten lag sie vor dem Ford Fiesta (320). Seit 22 Jahren hatte Opel diese von einer aus Journalisten zusammengesetzten Jury verliehene Auszeichnung nicht mehr erhalten. Aber die unmittelbare Zukunft wird hart: Opel wartet auf die Entscheidung des deutschen Staates, der mit einem Darlehen das Überleben sichern soll. Ein überlebenswichtiges Weihnachtsgeschenk.


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4. Dezember 2008

photos ldd, mw

Neuer Konsens Der Renault Megane III ist keinesfalls reizlos. Dennoch wurde er im Vergleich zum Vorgänger konsensfähiger. vorherigen Megane, welcher in den lateinischen Ländern geschätzt, im deutschsprachigen Raum aber abgelehnt wurde. Renault spielt nicht mehr an einem lebenswichtigen Modell herum, dessen europäische Produktion 310 000 Einheiten pro Jahr erreicht. Mit sanften Rundungen zeigt dieses Kompaktauto eine harmonische Linienführung. Wer mehr Aggressivität wünscht, wählt die zu einem echten Coupé gewordene dreitürige Version (siehe Kasten).

Wieder mit Kofferraum | Mit 10 cm mehr Länge bietet der Megane III ein Platzangebot, das der Norm dieser Kategorie entspricht. Aber es ist vor allem der Kofferraum, der von der konventionelleren Form der Heckklappe profitiert. Ab jetzt liegt seine Kapazität (372 l + 33 l ohne Reserverad) oben im Segment. Einzig die wenig ausgeklügelte Vorrichtung zum Umklappen der Sitzbank sorgt für Abstriche. Im Übrigen überzeugt das Interieur, mit seinen wertvoll wirkenden Kunststoffen. Das ausgezeichnete Geräuschniveau und der Fahrkomfort machen diesen Kompaktwagen zu einem guten Langstreckenfahrzeug. Dazu kommen weiche Vordersitze mit bemerkenswerter Abstützung des Rückens. Dem Fahrer steht ein Tachometer mit Digitalanzeige zur Verfügung. Solide sind auch die Fahreigenschaften. Mit verbreiterter Spur will der Megane eher sicher, als spielerisch wirken. Besonders geschätzt haben

Test und Technik 27

Komfort und Sicherheit

Ohne die extravagante Heckklappe zeigt der Megane III eine fliessende Linie.

› Schluss mit dem exzentrischen Look des

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wir die viel gefühlvollere und Rückmeldung vermittelnde Lenkung. Wenig Überraschendes gibt es vorerst bei den Motoren. Ausser sparsamen Dieselmotoren (kaum 5 l/100 km) gibt es einen 2-l-Turbo mit 180 PS. Ab Frühjahr wird er durch einen 1.4 l mit Downsizing und 130 PS unterstützt. Ausser dem fehlenden ESP (+ Fr. 600.–) in der Basisversion ist der Megane III gut ausgestattet und bietet angemessene Preise. MOH

Technik: Kompakte Limousine, 5 Türen; Länge: 4,30 m; Kofferraum: 405 l Motorisierungen: Benziner 110/140 (CVT Getriebe)/180 PS und Diesel 110/131 PS Preis: Fr. 24 900.– (1.6 Expression) bis 35 900.– (dCi 130 Privilège); im Frühjahr: 1.4 Benziner 130 PS und 2-l-Diesel 150/160 PS.

Test Volvo XC60 D5 Rassige Karosserie und ein durchgestylter Innenraum: Der kompakte SUV von Volvo strahlt eine gewisse Klasse aus. Seine Länge von 4,63 m und seine Breite ordnen ihn oben in seinem Segment ein, in dem er durch seinen Fahrkomfort hervorsticht. Ausgezeichnete Geräuschdämmung und eine samtene Dämpfung gehen mit einem gepflegten Interieur einher. Hinzu kommen ein angemessener Innen- und Laderaum. Der XC60 sticht auch durch seine Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen hervor, darunter auch ein Lasersensor zur Vermeidung von Kollisionen im Stadtverkehr. Allerdings können die Töne und Warnleuchten dieser Vorrichtungen, die meist optional sind, den Fahrer irritieren. Das ist beim Fahrverhalten nicht der Fall. Trotz des hohen Gewichts und einer Bodenfreiheit von 23 cm bleibt es gesetzt und zeigt wenig Seitenneigung. Ausserdem sorgen die 185 PS des Diesels für nicht weniger als progressive Dynamik. Wermutstropfen: Die ziemlich bescheidene Handlichkeit. Vorteile: Attraktives Design, bemerkenswerte Interieurgestaltung, Fahrkomfort, neuartige Fahrerassistenzsysteme, Preis-/Ausstattungsverhältnis. Nachteile: Enttäuschende Handlichkeit, hohes Gewicht, Preise der Optionen, hohe Ladekante, wenig praktisches Anlassen ohne Schlüssel. MOH Technik: SUV; Kofferraum: 495 bis 1455 l; Anhängelast: 2000 kg; 5-Zylinder-Diesel, 2400 cm3, 185 PS, 400 Nm bei 2000/min; Allradantrieb (Lamellenkupplung); autom. 6-Ganggetriebe; 0–100 km/h in 9,9 s Gesamtverbrauch (Test): 10,2 l/100 km, Reichweite 686 km Preis: XC60 D5 Aut. ab Fr. 54 600.–

Weg zum Coupé Die dreitürige Version ist neu mit einem Coupé verwandt und schliesst sich dem aktuellen Trend an, der unter anderem vom VW Scirocco und Volvo C30 eingeleitet wurde. Ausser durch den heruntergezogenen Aufbau und den aggressiven Bug unterscheidet sich das Coupé durch ein abgesenktes und straffer abgestimmtes Fahrwerk. Hinten finden 3 Passagiere Platz. Das nur als Version Dynamique mit guter Ausstattung vorgesehene Megane Coupé kostet 800 Franken mehr, als die Limousine und kommt im Januar auf den Markt. MOH

Volvo XC60: Schmaler Bug und eine breite Schulterpartie hinten.


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30 Freizeit und Reisen

touring 20

4. Dezember 2008

› Mal kommt ein Schwanenpaar mit neun Jungen auf uns zu, mal schwimmt eine Entenfamilie in einer Pfeilformation entgegen. Wir sind auf einem Hausboot und fahren über die mit Kanälen und Flüssen verbundenen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte und befinden uns inmitten einer weitgehend noch naturbelassenen Landschaft. Die blauen, glasklaren Seen reihen sich wie eine Perlenkette entlang der schiffbaren Havel; gelegentlich gilt es, eine Schleuse zu meistern; ab und zu heisst es, das Sonnendeck einfahren, damit das Boot unter einer Brücke durchfahren kann. Seit einigen Jahren ist dieses Vergnügen auch für Freizeitkapitäne zu haben. Solange man nicht in die nähere Umgebung der

Auf verschlungenen Wasserwegen durchs Mecklenburgische gleiten. Da fühlen sich sichtlich nicht nur die Menschen wohl auf dem Boot.

Hauptstadt Berlin schippert, braucht es keinen Schiffsführerschein. Schiffsneulinge werden gründlich in die neue Aufgabe eingeführt. Theorie und praktische Handhabung des Boots dauern rund drei Stunden. Wer diesen Kurs absolviert hat, erhält einen Charterschein. Damit dürfen Boote bis 15 Meter Länge gefahren werden, wobei die Höchstgeschwindigkeit auf 12 km/h beschränkt ist. Gerade für erstmalige Schiffsführer sind die Seen, Kanäle und Flüsse in Mecklenburg-Vorpommern besonders geeignet. Die Seen sind breit und es herrscht wenig Berufsverkehr. Zudem sind kaum enge Brücken oder heikle Schleusen zu bewältigen. Was vor Stunden noch Mühe bereitete, wird schon bald zur Routine: Das Kreu-


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Freizeit und Reisen 31

zen mit andern Schiffen, das Einfahren in die Schleuse oder das Anlegen am Steg werden – bei nötiger Vorsicht – zum Kinderspiel.

Ein wahres Paradies | Einmal gemächlich mit der fahrenden Ferienwohnung unterwegs, sind alle von der Natur überwältigt. Da ist das Wassernetz mit einem Ausmass, das in Europa seinesgleichen sucht. Mehrere hundert kleinere und grössere Seen warten darauf, entdeckt zu werden. Oft sind die beschaulichen Seen praktisch unberührt und von Schilfgürteln gesäumt, gelegentlich finden sich Campingplätze, Fortsetzung auf Seite 33

Etwas für

die Seele Wenn der Weg das Ziel ist: Eine Entdeckungsreise hoch zu Boot auf der Mecklenburgischen Seenplatte im Norden Deutschlands ist wohl das Schönste und Beschaulichste, was sich Freizeitkapitäne wünschen können.


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40 km

Schwerin Plauer See Müritz See Bilder Urs-Peter Inderbitzin, Karte TCS Visuell

Matzlow

Fürstenberg Rheinsberg Deutschland

Templin Havel

Schweiz

Berlin

Als eigener Kapitän auf einem Boot einen Teil Norddeutschlands auf dem Wasser erkunden. Lauschiges, architektonisch modern gestyltes Plätzchen an der Sonne. Schleusenwärter im harten Einsatz. Mit diesem Hebel wird Gas gegeben und gebremst. Blick zurück vom Boot.

Fortsetzung von Seite 31

Bootsstege oder vereinzelte Ferienhäuser am Ufer. Aus dem Boden gestampfte Marinas oder moderne Hotel- und Ferienanlagen sind kaum vorhanden, was auf den Umstand zurückzuführen ist, dass das Gebiet bis zum Mauerfall zur ehemaligen DDR gehörte und heute weitgehend in der Naturschutzzone liegt. Vielerorts sind lauschige Badebuchten anzutreffen, wo es sich auch über Nacht gut ankern lässt. Dass die Natur in und um die Gewässer in Ordnung ist, zeigt auch der Artenreichtum: Nebst unzähligen Vogelarten, darunter Kraniche, Störche oder Adler, sind im norddeutschen Seenland Otter und Biber anzutreffen. Beeindruckend ist auch der Fischreichtum. In der Fischerhütte im Flecken Zechlin am Schwarzen See standen Aal, Zander, Hecht, Schleie, Barsch, Forelle, Maräne und Karpfen zum Verzehr oder Verkauf.

Frau Merkels Templin | Kulturell und bauhistorisch hat die Gegend ebenfalls Einiges zu bieten. Etwa die Stadt Templin, wo die heutigen Bundeskanzlerin Angela Merkel den grössten Teil ihrer Jugend verbracht hat. Templin ist eine der wenigen Städte Deutschlands mit historischem

Stadtkern und rundum intakter Stadtmauer. Himmelpfort und seine Gastronomie ist auch Etappenort des Fahrradwegs Berlin– Kopenhagen. Überhaupt: Wer es sportlich und aktiv mag, der findet im Seenland Velo- und Wanderwege, die den Gewässern entlang oder durch prächtige Mischwälder führen.

Mit halber Kraft | Der Reiz einer Reise im Hausboot durch die Seen- und Flusslandschaft liegt in der Gemächlichkeit. Es geht

nicht darum, innert möglichst kurzer Zeit viele Seemeilen zurückzulegen und zahlreiche Ortschaften anzufahren. Man sollte den Rhythmus der Natur übernehmen und die phantastische Landschaft einmal aus einer andern Perspektive in sich aufsaugen. Und plagt der Hunger, taucht bestimmt bald ein Steg auf, der zu einer gemütlichen Hafenkneipe oder einem schön gelegenen Seerestaurant führt, wo ein Fischteller mit Zander für unter zehn Euro angeboten wird. Urs-Peter Inderbitzin

Gut zu wissen Luxusboote: Cardinal Boating Holidays bietet in Fürstenberg (D) Hausboote (Europa 400/600) der Fünfsterne-Klasse mit jeglichem Komfort (Kühlschrank auf Oberdeck, Satellitenfernsehen, Dusche auf der Badeplattform) an. Weitere Anbieter im Katalog «Als eigener Kapitän», der unter www.atelierduvoyage.ch bestellt werden kann. Anreise: Mit dem Auto auf der Autobahn. Tipp: Auf der Hin- und Rückreise in einer deutschen Kleinstadt preiswert übernachten. Mit dem Zug oder Flugzeug via Berlin. Preise: Die Preise in den Restaurants sind moderat. Es findet sich kaum ein Gericht, das mehr als 15 Euro kostet. Achtung: Viele Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern nehmen keine Kreditkarten. Reisezeit: Beste Reisemonate sind Juni, September, Oktober. Im Juli und August ist an den Schleusen mit Wartezeiten zu rechnen, da auch viele Einheimische mit ihren Booten unterwegs sind. Buchen: Telefon 0844 888 333, www.reisentcs.ch oder bei einem TCS-Reisebüro in ihrer Nähe. UPI


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4. Dezember 2008

Zum Lernen ist es

nie zu spät Der TCS-Partner «sprachen.ch» bietet Sprachaufenthalte im Ausland für über 50-Jährige. Zum Beispiel in Rom. reich, Jan und Monika sind ein Ärzteehepaar aus Schweden, Wilma ist eine elegante Dame aus Brasilien, Noelle eine Hausfrau aus Frankreich, Helmut ein Angestellter aus Deutschland und Suzanne eine Rentnerin aus Kanada. Was verbindet diese Personen aus aller Welt, die jetzt die antiken Ruinen des Forum Romanum besichtigen? Genau zwei Dinge: sie sind alle über fünfzig (einige sogar weit darüber!) und in Rom, um Italienisch zu lernen. Sie besuchen den speziellen Kurs «50 Plus» an der renommierten «Dilit»-Schule, die vom angesehenen Fachmagazin «Language Travel Magazine» als «beste Sprachschule Italiens» ausgezeichnet wurde.

Aus Begeisterung | «sprachen.ch», der Spezialist für Sprachaufenthalte und Partner von TCS Reisen (siehe Interview), arbeitet mit der Dilit-Schule zusammen und bietet seit diesem Jahr Kurse für über 50-Jährige an, die eine neue Sprache lernen möchten. Die grauhaarigen, eleganten Herren und vornehmen Damen, die sich zwischen Gruppen von Jugendlichen aus aller Welt in den Korridoren der römischen Schule bewegen,

Nicht nur «50 Plus» Nebst dem Programm «50 Plus», das Aufenthalte in verschiedenen europäischen Städten zum Englisch-, Französisch-, Spanisch- oder Italienischlernen umfasst, bietet «sprachen.ch» auch Aufenthalte in englischsprachigen Ländern auf der ganzen Welt an. Der Besuch dieser Sprachkurse ist unabhängig vom Alter, dem Sprachniveau oder dem Beruf der Lernenden, die anerkannte Sprachdiplome auf verschiedenen Stufen erwerben können. Der Unterricht findet in kleinen Gruppen oder einzeln statt. ac

bieten ein besonderes Bild. Fast könnte man meinen, es handle sich für diese «over 50» bloss um ein Spiel, das ihnen ihre Jugend zurückbringt. Im Klassenzimmer folgen sie dem spannenden Unterricht aber mit grossem Interesse und einem Lernwillen, wie sie bei jüngeren Lernenden selten zu sehen ist. Giorgio Piva, Direktor der Dilit-Schule bestätigt: «Die meisten sind nicht hier, weil sie die Sprache für bestimmte, zum Beispiel berufliche Zwecke benötigen. Sie kommen ganz einfach aus Begeisterung für die italienische Sprache und Kultur zu uns.» Einige haben bereits wenige in den Ferien erworbenen Kenntnisse, andere hingegen, wie die Hostessen Susan und Lauren aus den USA, sind echte Anfänger. Schliesslich gibt es auch Personen wie Valerio, pensionierter Kleinunternehmer aus Thun (BE) mit Tessiner Wurzeln, die die Sprache ihrer Vorfahren wieder lernen möchten.

Bilder Antonio Campagnuolo

› Hannelore ist eine Rentnerin aus Öster-

Unterricht im Freien | Der touristische und kulturelle Aspekt wird gross geschrieben. Während des zweiwöchigen «50 Plus»Kurses sind zahlreiche Exkursionen geplant. Die Schönheiten, Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der «Ewigen Stadt» bieten ein ausgefülltes Programm. Die Ausflüge führen aber auch nach Neapel und Pompeji und in die Castelli Romani. Die Fahrt ins hügelige Gebiet vor den Toren der Hauptstadt wird besonders geschätzt und auch die Verantwortlichen der Dilit-Schule messen ihr grosse Bedeutung zu. Weshalb, erklärt Giorgio Piva: «Ein Tourist, aber auch wer aus beruflichen Gründen oder zur Ausbildung nach Rom kommt, bleibt meistens die ganze Zeit in der Stadt, selbst bei einem ein- oder zweimonatigen Aufenthalt.» Dabei sind die als Gebiet der Castelli Romani bekannten dichten Wälder und die Kraterseen der Albaner Berge bereits nach 30 bis 40 Minuten Busfahrt erreicht. Zu den Castelli Romani, der Heimat der alten Latiner, gehören zwölf Dörfer mit alten Festungen und imposanten Landhäusern römischer

Adelsfamilien. Eines dieser Dörfer, Frascati, ist vielen dank dem gleichnamigen Weisswein ein Begriff. Die Besichtigung eines Weinkellers und eine Degustation mit lokalen Spezialitäten dürfen nicht fehlen. Und was eignet sich besser als ein fürstliches Nachtessen in einem Restaurant mit Aussicht in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo, um den abwechslungsreichen Tag nach der Besichtigung etlicher Touristenziele und den Sprachlektionen im Freien gebührend abzuschliessen. Wenn die Fettuccine mit Steinpilzen aufgetragen werden, wird es andächtig still. Auch das ist italienische Kultur! Antonio Campagnuolo

Touring-Info Der Katalog 50 Plus von sprachen.ch ist bei Reisen TCS erhältlich, Tel. 0844 888 333.


4. Dezember 2008

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Club und Mitglied 39

Eine Italienischstunde im Forum Romanum. Rechts: Direktor Giorgio Piva auf Stadtführung, Ansicht von Nemi, eine Lektion «50 Plus».

«Heute wollen viele Leute Ferien und Kultur verbinden»

»

Wie entstand die Idee, Personen eines gewissen Alters Sprachaufenthalte anzubieten? Die Nachfrage ist in der Schweiz steigend. Wir hatten das Angebot bereits vor rund zehn Jahren lanciert, allerdings mit geringem Erfolg. Heute sind die Leute viel aktiver und ihnen gefällt die Vorstellung, Ferien und Kultur zu verbinden und zugleich nette Gleichaltrige kennen zu lernen. Zudem gibt es weltweit immer mehr «50 Plus»-Kurse mit etwas gemächlicherem Tempo. Zur Zeit verzeichnen diese Sprachaufenthalte das grösste Wachstum. Wo sind Ihre Kursteilnehmenden untergebracht?

Diesem Punkt schenken wir zusammen mit unsern Partnerschulen, welche die Gastfamilien auswählen, besondere Aufmerksamkeit. Es handelt sich um eine Kundschaft, deren Bedürfnisse nicht mit denjenigen von 20-Jährigen verglichen werden können. Aus diesem Grund schlagen wir Familien im gleichen Alter und mit gehobenem Lebensstandard vor. Selbstverständlich kann auch im Hotel oder in einem möblierten Appartement logiert werden. Die Variante «Gastfamilie» ist und bleibt aber die beste, um eine Sprache zu lernen. Wie sieht ein typischer over 50Kunde aus? Ausser dem Alter, das sich zwischen 55

und 70 bewegt (einige sind aber auch über achtzig), gibt es keine typischen Merkmale. Viele haben die Sprache in jungen Jahren gelernt, hatten dann aber keine Zeit, sie zu vertiefen. Einige können zum ersten Mal zwei Wochen alleine wegfahren. Andere wählen jedes Jahr eine andere Stadt. Viele geniessen es einfach, mit sympathischen Personen etwas zu erleben. Und dann gibt es auch solche, die bekommen die Reise von ihren Kindern geschenkt.

«

Kurt Krummenacher, 47, aus Zürich, ist Inhaber von sprachen.ch und seit 20 Jahren im Bereich Sprachaufenthalte tätig.


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Club und Mitglied 41

Smartbox: das gelungene Geschenk Dank Smartbox viele Geschenkideen in den TCS-Geschäftsstellen: Übernachtungen in Traumhotels, Wellnessbehandlungen oder sportliche Abenteuer.

› Die Vorweihnachtszeit steht oft im Zeichen der Wahl der Geschenke. Oft führt sie gar zu Stress, vor allem wenn die Ideen aus-

bleiben oder die zu Beschenkenden «eigentlich schon alles haben». In diesen Fällen kommen die Krawatte, der «warme» Wollschal oder die «immer nützlichen» Handschuhe zum Zug. Geschenke, denen es an Originalität fehlt und die den Beschenkten denn auch bloss ein höfliches Dankeschön entlocken. Geschenkideen, die ganz be-

stimmt Erfolg haben und geschätzt werden, stehen jetzt dank der Smartbox in den TCSGeschäftsstellen zur Verfügung. Jede der originellen Geschenkboxen enthält einen Gutschein, mit dem die Überraschung auf jeden Fall gelingt, können doch die Beschenkten selbst wählen, wo sie ihn einlösen möchten. Die Schenkenden wählen nur den Themenbereich und natürlich den Preis.

Bilder zvg

Grosse Auswahl | Zur Auswahl steht ein sehr vielfältiges Angebot. Die Smartbox «Wellness» beispielsweise bietet 80 Entspannungsaufenthalte und die Smartbox «Abenteuer» 65 diverse Aktivitäten (Rafting, Karting, Wassersport, Golf usw.). Die Variante «Sensationen» steht hingegen für ganz einmalige Erlebnisse. Zum Beispiel einen Lamborghini mit 500 PS fahren oder ein Flugzeug selbst steuern. Und dann gibt es noch eine Reihe weiterer Smartboxes mit vielversprechenden Titeln: «Erlebnis Weekend», «Gourmet Ausflug», «Stadttrip», «Träumen & Geniessen». In einer der neun Themengebiete ist bestimmt das passende Geschenk dabei. ac

Werbung für den TCS mit Geschenk belohnt Die Weihnachtszeit ist eine günstige Gelegenheit, um nicht nur seinen Lieben, sondern auch sich selbst ein schönes Geschenk zu machen. Im Idealfall ist es sogar kostenlos. Das TCS-Programm «Club-Botschafter» kommt da sehr gelegen. Mitglieder, die ein

Wer ein neues Mitglied wirbt, erhält vom TCS ein nützliches Geschenk nach Wahl.

neues Mitglied werben, werden vom Club mit einem kostbaren Geschenk nach Wahl belohnt. Zur Auswahl stehen dieses Jahr ein Erste-Hilfe-Kit mit allem Notwendigen für die Sicherheit im Auto, eine moderne Wetterstation «Cresta» mit Innen- und Aussentemperaturanzeige, ein Spielzeug-Rettungs-Set für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, ein Regenschirm Samsonite und eine handliche Akku-Bohrmaschine mit Zubehör und Koffer. Um eines dieser Geschenke zu erhalten, steht das Onlineformular auf der Homepage www.tcs.ch (Rubrik: Mitglied werden > Club-Botschafter) zur Verfügung. Dieses gilt es, auszufüllen und abzuschicken. Bezahlt das von Ihnen neu geworbene TCSMitglied seinen Mitgliederbeitrag in der Kategorie motorisiert, bekommen Sie das ausgesuchte Geschenk direkt nach Hause geliefert. Das Formular «Club-Botschafter» kann auch telefonisch unter der Nummer 0844 888 111 bestellt werden. ac

Touring-Info Die Smartboxes sind bis Ende Januar in allen TCSGeschäftsstellen erhältlich. Die ganze Kollektion und Preiseangaben finden Sie unter: www.smartbox.com/ch.

Dank ETI auf einer Kreuzfahrt Jubiläumswettbewerb Weitere zwei Gewinner des Jubiläumswettbewerbs zum 50jährigen Bestehen des ETI-Schtuzbriefes wurden erkoren. Im Oktober winkte das Glück Armin Bösch aus Stäfa (ZH). Für den Monat November traf es Marcel Maier aus Thun. Die Glückspilze gewannen eine MSC-Kreuzfahrt nach Wahl im Wert von 5000 Franken. Es gibt immer noch fünf weitere Chancen, eine Kreuzfahrt an Bord von MSC-Luxuslinern auf allen Weltmeeren zu gewinnen. Die Teilnahmebedingungen wurden zusammen mit dem ETI-Erneuerungsmailing an die Mitglieder gesendet.


Exklusive Geschenkideen… … passend zur Jahreszeit. Wir präsentieren Ihnen heute ein Superfernrohr mit einem sensationellen Vergrösserungsfaktor von 100x und ein digitales Nachtsichtgerät, das die Nacht zum Tag macht – und das Sie auch tagsüber einsetzen können.

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Fernrohr mit zwei Zoomobjektiven: 1x Vergrösserung 6-25x, ø 25 mm, 1x Vergösserung 25-100x, ø 100 mm, ideal für das rasche Erfassen von Objekten und das genaue Beobachten von Details, Tieren und Naturereignissen auf mittlere bis grosse Entfernung. Drehbares Okular; leichte, robuste, spritzwasserfeste Konstruktion.

Das digitale Monokular liefert hochaufgelöste Schwarz-Weiss-Bilder, die begeistern. Helligkeit und Scharfeinstellung sind einfach zu regeln und dank dem integrierten 2-stufigen Infrarotlicht ist das Sehen auch in absoluter Dunkelheit möglich (Hallen, Grotten usw.). Das Gerät kann auch bei Tageslicht eingesetzt werden und verfügt über einen Videoausgang.

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TCS-Dienstleistungen

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Standpunkt 43

Solche «Elefantenrennen» auf den Autobahnen sind nicht tolerierbar.

Clubdienste: 0844 888 111, www.tcs.ch Mitgliedschaft Motorisiert (Automobilisten und Motorradfahrer) je nach Sektion Cooldown Club www.cooldownclub.ch Die Pannenhilfe für Junge Fr. 66.– Partner-/Jugendkarte Fr. 44.– Nicht-Motorisiert Fr. 32.– Radfahrer (mit Velo-Assistance und Haftpflicht) Fr. 37.– Junioren (mit Velo-Assistance und Haftpflicht) je nach Sektion Beitrag für TCS-Camping-Mitglieder (nur für motorisierte oder nicht-motorisierte TCS-Mitglieder) Fr. 55.–* *Camping-Club AG: + Fr. 7.–; ZH: + Fr. 5.– Fr. Fr. Fr Fr Fr. Fr. Fr. Fr.

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Welche Automobilisten kennen diese Situation nicht? Ein Lastwagen überholt auf einer zweispurigen Autobahn andere Lastwagen mit einer Geschwindigkeit von rund 90 km/h. Der Unterschied der Geschwindigkeit beider Lastwagen ist sehr klein. Darum dauert ein solcher Überholvorgang mehrere Minuten und zieht sich über Kilometer hin. In dieser Zeit stauen sich die sonst mit 120 km/h fahrenden Personenwagen hinter dem Lastwagen. Sie müssen stark abbremsen und bilden eine kompakte Kolonne, in der die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden. Die Unfallrisiken sind gross. Der Verkehrsfluss wird massiv gestört.

Klare Sache | Solche «Elefantenrennen» sind auch beim Schweizerischen Nutzfahrzeugverband Astag verpönt. Er ruft seine Mitglieder mit klaren Argumenten zum Verzicht auf Überholmanöver auf. Seine Hauptargumente: Stress für den Fahrer, schlecht für das Image,Verschwendung von Treibstoff, schädlich für Natur und Umwelt, kaum Zeitgewinn. Die Wirklichkeit auf den Schweizer Autobahnen zeigt: diese Aufrufe wirken zuwenig. Darum sind jetzt behördliche Anordnungen nötig. Auf ausländischen Autobahnen – zum Beispiel in Deutschland – haben sich solche Fahrverbote im Alltag bewährt. Sie gelten für bestimmte längere Strecken. Meistens sind sie auf die Zeit von 6 bis 19 Uhr beschränkt, also zu den Stosszeiten. Die gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz erlauben es dem Bundesamt für Strassen, solche Anordnungen zu treffen; vorher hat dieses direkt betroffene Kreise (z.B. die An-

liegerkantone) anzuhören. Für eine gesamtschweizerische Lösung könnte der Bundesrat in der Verordnung zum Strassenverkehrsgesetz solche Überholverbote für Lastwagen zusätzlich absichern. Europäische Verträge stehen unseres Erachtens solchen Lösungen nicht entgegen. Dringend sind solche Verbote für die meisten zweispurigen Abschnitte auf den Hauptachsen Basel–Gotthard–Tessin sowie auf der A1 im Raum St. Gallen, Winterthur–Zürich–Bern, im Raum Lausanne/Genf und auf weiteren neuralgischen Strecken insbesondere mit Steigungen. Damit auf Strecken mit Überholverboten die Lastwagen keine «undurchdringlichen» Kolonnen bilden, welche das Aus- und Einfahren bei den Ausfahrten behindern, müsste die Polizei die Sicherheitsabstände zwischen den LKWs besser durchsetzen. Im Interesse der Verkehrssicherheit, des Abbaus von Unfallrisiken und Aggressionen sowie der Verflüssigung des Verkehrs auf unseren Autobahnen rufe ich das Bundesamt für Strassen und das Eidg. Verkehrsdepartement auf, in Zusammenarbeit mit TCS, Astag und Kantonen solche Überholverbote für Lastwagen für eine grössere Zahl stark beanspruchter zwei- respektive vierspuriger Autobahnen anzuordnen.

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Niklaus Lundsgaard-Hansen, Zentralpräsident des Touring Club Schweiz (TCS)


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Leserbriefe

touring 20

Leserseite 45

Wettbewerb laden etc. zu erledigen. Da aber der Staat als «Mehrfachverdiener» immer mehr Anwohnerkarten verkauft, ist die blaue Zone zu Dauerparkplätzen umfunktioniert worden. Dadurch entsteht wieder vermehrt der so verpönte Suchverkehr. Mein Vorschlag wäre: Einführung einer neuen roten oder grünen Parkierzone im Sinne der ehemaligen Blauen. Hans Donatsch, Allschwil Sicherer mit Tagesfahrlicht

Zweite Gotthardröhre

«Touring» 19/2008

«Touring» 18/2008

Man sieht sie das ganze Jahr hindurch, in der helleren und in der dunkleren Jahreszeit: Die Autos mit normalem Licht und zugeschalteten Nebellichtern, die mehr blenden als das sie nützen. Man weiss ja, dass dies eigentlich nur bei Nebel oder extrem schlechten Sichtverhältnissen erlaubt ist. Ich lese auch im «Touring» immer wieder, wie wichtig eine gute Beleuchtung – auch tagsüber – ist. Dagegen habe ich absolut nichts einzuwenden. Aber ich habe kein Verständnis, wenn bei schönstem Sonnenschein Autos mit eingeschalteten Nebelscheinwerfern umherkurven.

Die zweite Gotthardröhre existiert bereits. Gegen 2015 soll die Neat zwischen Erstfeld und Biasca dem Verkehr übergeben werden. Schon heute verkehren durch den Tunnel keine Regio-Züge mehr. Es ist auch anzunehmen, dass keine schweren Güterzüge mehr über den Berg geschleppt werden. Damit würden zwischen Göschenen und Airolo keine Züge mehr verkehren, d.h. der bisherige Gotthard-Bahn-Tunnel wird (voraussichtlich, Red.) still gelegt. Es dürfte doch auf der Hand liegen, das bestehende Loch auszubauen. Dies würde wesentlich billiger zu stehen kommen, als neu zu bohren. Dass es eine zweite Röhre braucht, unterstreichen die endlosen Staus, verursacht durch die Verkehrsführung von zwei auf eine Spur, die zahlreichen Unfälle sowie die Unterbrüche zufolge von Sanierungsarbeiten. Hans Latscha, Winterthur

Via sicura – Bussengeld für Sicherheit «Touring» 19/2008

Im sonnigen Walliser Ferienort Grächen befinden sich die sechs familiär geführten Matterhorn Valley Hotels. Das persönliche Engagement der Besitzer garantiert unvergessliche Ferienerlebnisse für Familien, junge und ältere Paare sowie Sportbegeisterte. Die hoteleigenen Restaurants bieten Gourmet-Menüs in gemütlicher Atmosphäre. Zum Relaxen eignet sich der Wellnessbereich. Als Preis winken 2 Übernachtungen (für 2 Personen oder eine Familie mit 2 Kindern 6–16 J.) in einem der 6 Hotels inkl. Halbpension und Skipass sowie einem Überraschungsgeschenk.

Heinz Tschudin, Birsfelden Eco-Drive «Touring» 19/2008

Diese Eco-Drive-Aktion ist dekadent. Da fahren doch wirklich x Fahrzeuge «benzinsparend» 3000 km von Barcelona nach Den Haag. Mal abgesehen vom Energieaufwand drum herum: Was soll denn daran «eco-logisch» sein? Bruno Baumann, Villigen

Wenn ich den Führerschein zu Hause vergessen habe und hoch bestraft werden soll, finde ich das im Zeitalter des Computers absurd. Wen habe ich gefährdet oder verletzt? Wichtiger wäre z.B. die «Nicht-Blinker» im Kreisel zu bestrafen, denn sie sind eine Gefahr, aber da ist weit und breit kein Ordnungshüter. Strafen und Bussen sollten nur bei denen erfolgen, die für andere eine Gefahr sind. N. Zöllner, Rieden

Preissponsor: Matterhorn Valley Hotels, Grächen www.matterhornvalleyhotels.ch

Bilder key, 7P

Die Fragen: 1. Von welcher Seenplatte ist in der Hausboot-Reportage die Rede? 2. Wie viel kostet der von uns getestete Fort Fiesta 1.6 Titanium? 3. Wie heisst der Inhaber von sprachen.ch?

Parkplätze – Blaue Zone

Die blauen Zonen waren ja ursprünglich für limitiertes Parkieren gedacht um rasch Einkäufe zu tätigen, kurzfristiges Ent- und Be-

Walliser Gemütlichkeit

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Impressum touring Zeitung des Touring Club Schweiz (TCS). Redaktion: Heinz W. Müller (hwm, Chefredaktor a.i.); Marc-Olivier Herren (MOH, stv. Chefredaktor); Christian Bützberger (Bü), Antonio Campagnuolo (ac), Pascale Marder (pam), Jacques-Olivier Pidoux (jop), Peter Widmer (wi). Art Director/Bildredaktion: Martin Lobsiger (mlo). Layout: Andreas Waber (Leitung), Stephan Kneubühl, Mathias Wyssenbach (mw). Redaktionsassistentinnen: Nadia Visentini (D), Michela Ferrari (I), Sylvie Fallot (F), Irene Mikovcic-Christen (Chefredaktion). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 031 380 50 00, Fax 031 380 50 06. E-Mail: touring@tcs.ch. Herausgeber: Touring Club Schweiz, Postfach 820, 1214 Vernier (GE). Auflage: Deutsche Ausgabe: 839 252, Totalauflage: 1 355 061. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung), Gabriela Amgarten. Inserate: Publicitas Publimag AG, Seilerstrasse 8, 3011 Bern, Tel. 031 387 21 16, Fax 031387 21 00. Herstellung: St. Galler Tagblatt AG, Basler Zeitung AG, CIE Centre d’impression Edipresse Lausanne S.A. Adressänderungen: Unter Angabe der Mitgliedernummer direkt an: TCS-Zentralsitz, Postfach 820, 1214 Vernier, E-Mail: service@tcs.ch, oder bei Ihrer nächsten Geschäftsstelle (Tel. 0844 888 111, Fax 0844 888 112). Abonnement: Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 20-mal jährlich. Für unverlangte Manuskripte wird jede Haftung abgelehnt.

Antworten können per Post (nur Postkarten), E-Mail oder auf dem Telefonbeantworter abgegeben werden (Absender nicht vergessen). Wettbewerb 18/2008: Die 2 Wake-up Lights gehen an: Pierre-André Richard, Biel, Markus Pulfer, Frutigen. Teilnahmebedingungen: Zur Teilnahme am «Touring»-Wettbewerb ist jedermann zugelassen. Ausgenommen sind alle TCS-Mitarbeiter und deren Familienangehörige. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preise werden nicht bar ausbezahlt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Redaktion Touring, Leserwettbewerb, Postfach, 3024 Bern, Telefon 0901 58 11 01 (86 Rp./Min.), touring@tcs.ch (subject: Wettbewerb) Einsendeschluss: 4. Januar 2009


46 Nachgefragt

touring 20

4. Dezember 2008

Blick auf andere Länder kann man sich fragen, ob bei einer solch wichtigen Institution und des Themas der Bund nicht etwas spendabler hätte sein können…

Verkehrshaus für Zukunft gerüstet

… natürlich könnte man sich fragen, ob es nicht voll eine Aufgabe der Eidgenossenschaft wäre, da es sich um ein nationales Museum handelt; aber dass sich nun Standortstadt und -Kanton jetzt auch finanziell einen Beitrag leisten, geht doch in Ordnung.

Franz Steinegger, Präsident des Vereins Verkehrshaus, zu Umbau und Neuausrichtung des Publikumlieblings.

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Im Zusammenhang mit dem 50-JahrJubiläum im nächsten Jahr rüstet das Verkehrshaus der Schweiz mit der grossen Kelle an: 50 Millionen werden in Neu- und Umbauten investiert. Woher haben Sie das Geld?

Wenn man bedenkt, dass wir vor einem halben Jahrhundert entstanden sind, so ist das – verkürzt ausgedrückt – aufgeschobener Unterhalt, den wir jetzt vornehmen. Die Finanzierung erfolgt durch eine glückliche Verbindung von privater und öffentlicher

Seite, die zum Erfolg geführt hat. Es beteiligen sich Bund, Kanton und Stadt Luzern, zusätzlich die Innerschweizer Kantone. Für die Ausstellungsinhalte kommen Sponsoren und Mäzene auf. Dank dem hohen Besucheraufkommen können wir uns auch etwas verschulden und das amortisieren sowie verzinsen.

Internet, Europapark und Disneyland: Ist das Verkehrshaus nicht ein Auslaufmodell?

Das Verkehrshaus der Schweiz ist das meistbesuchteste Museum der Schweiz. Mit dem

Ausserhalb des Verkehrshauses befinden sich in grossen Lagern Museumsgüter. Je nach Bedürfnis und Ideen der Gestalter findet hier ein Austausch statt. Es gibt aber einige «Musts», die immer gezeigt werden.

Franz Steinegger auf dem Balkon des multifunktionellen Eingangsgebäudes «FutureCom» im Verkehrshaus Luzern.

Nein, sicher nicht. Aber etwas in diese Richtung muss auch das Verkehrshaus gehen, sonst hätten wir nicht so viele Besucher. Im Zuge des teilweisen Neukonzeptes soll sich das Ausstellungsgut vermehrt ändern. Wie ist das zu verstehen?

Das Auto hat im Verkehrshaus in den letzten Jahren eher ein Mauerblümchendasein gefristet. Wird mit der neuen Strassenverkehrshalle ein neues Zeitalter eingeläutet?

Zu den ganz alten Bauten des Verkehrshauses gehörte die Strassenverkehrshalle. Aber die Verhältnisse waren eng und schwierig. Immerhin hat das Auto bei kürzlichen Sommerausstellungen schon eine wichtige Rolle gespielt. Die neue Halle ist ein absolutes Highlight und dank dem Zusammenspannen mit der Automobilwelt erhält das ganze einen anderen Stellenwert. Welches ist Ihr Lieblingsort im Verkehrshaus?

Ich berücksichtige da immer die Wünsche meines Sohnes; er hält sich am liebsten in der Luftfahrthalle auf. Wo steht das Verkehrshaus in 25 Jahren?

Es wird immer noch das nationale Museum für Mobilität sein. Und diese wird auch dann eine grosse Rolle spielen. Welches Verhältnis zur Mobilität haben Sie?

Wenn man relativ vielfältig engagiert ist, muss man mobil sein, sonst kann man das Pensum gar nicht bewältigen.

Heinz W. Müller

Interview: Heinz W. Müller

Zur Person Franz Steinegger (65) ist Präsident des Vereins Verkehrshaus der Schweiz. Der Freisinnige gehörte von 1980–2003 dem Nationalrat an und war von 1989–2001 Präsident der FDP Schweiz. Er ist u.a. Suva-Verwaltungsratspräsident und im Moment Mediator im Fall SBB Cargo im Werk Bellinzona.



Touring 20/2008 deutsch