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9. Dezember 2010 touring 20 www.touring.ch AZA 1214 Vernier

Die Zeitung f端r den mobilen Menschen

Obligatorischer Abgastest

TCS will weniger Kontrollen 4

Elektronik im Auto

Wenn die Hilfe zu komplex wird 12 British Columbia

Ein Paradies f端r Tiefschneefreaks 36

Wettbewerb: Minivan Opel Meriva Rote Laterne f端r Lugano Europas schlechtester Zebrastreifen im Tessin 9

Suzuki Swift ist gewachsen Das agile Stadtauto punktet mit inneren Werten 24

57 Verkehrserziehung total Ren辿 Wittwer legte sich 35 Jahre lang ins Zeug 51


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Editorial und Inhalt

24 Suzuki Swift ist innen gewachsen

Als wendiges Stadtauto mit einer grosszügigen Ausstattung überzeugt der Kleinwagen im Test. Der neue Swift bietet für seine Klasse viel Platz im Innenraum.

Hybridfahrer sollten im Tessin wohnen

Morgens die ersten Schwünge in einen jungfräulichen Hang ziehen ist für Freaks das Grösste. In British Columbia überzeugen Gelände wie die Angebote.

Fokus

4 Abgastest: Weshalb der TCS für moderne Autos längere Kontrollintervalle verlangt.

Mensch und Mobilität

9 Fussgängerstreifen: Ein Luganeser-Übergang ist der schlechteste in einem Eurotest. 16 Qual der Wahl: Es gibt viele spannende Mobilitäts-Weihnachtsgeschenke.

Test und Technik

29 Batterietest: Nicht alle Markenprodukte überzeugen durch und durch. 31 Neue Ära: Stadt-Crossover finden immer mehr Anhänger.

Freizeit und Reisen

45 Alles ist Wurst: Auf dem Wurstweg zu den regionalen Wurstspezialitäten. 46 Flusskreuzfahrt: Moskau, St. Petersburg und das ländliche Russland entdecken.

Club und Mitglied

51 Verkehrserziehung: René Wittwer blickt auf 35 Jahre TCS-Engagement zurück. 53 Geschenke winken: Neue Mitglieder werben lohnt sich. 9 55 57 58

Ratgeber Verkehr TCS-Dienstleistungen, Standpunkt: Niklaus Lundsgaard-Hansen, TCS-Zentralpräsident Leserbriefe, Wettbewerb, Impressum Nachgefragt: Stefan Wiesner, Wurstspezialist.

Gil Egger

Einige Schweizer Kantone machen es schon, andere wie Bern oder BaselLand möchten ihre Motorfahrzeugsteuern ökologisieren. Es geht darum, energieeffiziente Autos zu entlasten und uneffiziente stärker zu belasten. Kurzum ein ökologisch gesteuertes Bonus- und Malussystem. Wer mit einem Hybridfahrzeug fährt, sollte sich im Kanton Tessin niederlassen. Denn dort wird er mit einer um 50% verringerten Steuer belohnt. Weitere Beispiele gefällig: Besitzer eines Hybriden wie etwa dem Toyota Prius bezahlen im Kanton Basel-Land keine Motorfahrzeugsteuern, im Kanton Genf während drei Jahren keine oder profitieren in den Kantonen Zürich, BaselStadt, Luzern, Tessin und Graubünden von einem Steuererlass. Das ganze System hat aber auch eine Schattenseite, denn wenn nun immer mehr Automobilisten auf ökologische Fahrzeuge umsteigen, könnte das Bonussystem Löcher in die Staatskassen reissen. Im Kanton Bern würde das zur Debatte stehende neue Steuermodell 20 Mio. Fr. weniger generieren. Da darf man gespannt sein, was den Regierungen künftig alles einfallen wird, um die Autofahrer trotz sparsamen Fahrzeugen zur Kasse zu bitten. Felix Maurhofer, Chefredaktor

36 Ein Riesenspass im Tiefschnee

Der Kleber, der manchmal Leben retten kann

Titelbild Fotograf: Fabian Unternährer

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Ein Auto landet mit 70 km/h auf dem Dach. Dieses Szenario beinhaltet ein Präventionsfilm der Stadt Genf, an welchem sich der TCS beteiligte. Er zeigt die Nützlichkeit der Rettungskarte unter der Sonnenblende. Mehr Infos: www.rettungskarte.ch.


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Fokus | touring 20 | 9. Dezember 2010

Unnötige Kontrolle zwischen Prüfungen Weil moderne Autos zuverlässig sind, schlägt der TCS vor, bei Modellen nach Euro5-Norm auf die Abgaskontrollen zwischen den amtlichen Prüfungen zu verzichten.

› Für Halter eines Fahrzeugs mit Katalysa-

tor ist es ein unumstössliches Ritual: Alle zwei Jahre müssen sie an ihrem Wagen die obligatorische Abgaswartung ausführen lassen, andernfalls droht eine Busse. Manche von ihnen werden festgestellt haben, dass ihr Auto diese oft extrem rasche, aber kostenpflichtige Kontrolle ohne das geringste Problem besteht. Wie der TCS bei seinen seit 1983 systematisch durchge-

führten Abgasmessungen festgestellt hat, nimmt nicht bloss der Schadstoffausstoss kontinuierlich ab, sondern auch die abgasrelevanten Bestandteile funktionieren auf Dauer zuverlässig. Die anlässlich von Langstreckentests nach einer Fahrstrecke von 100 000 km gemessenen Emissionen lagen nämlich alle innerhalb der bei der Zulassung der Neuwagen festgelegten Grenzwerte. Deshalb findet der TCS, dass man

Fakultativ: Der bekannte grüne Kleber muss nicht zwingend aufgeklebt werden.


9. Dezember 2010 | touring 20 | Fokus

auf die obligatorische Abgaswartung in den Jahren zwischen den amtlichen Prüfungen verzichten könnte. Dieser Vorschlag gilt ausschliesslich für moderne Autos, welche der 2010 neu eingeführten Euro5Norm entsprechen. Bei diesen Modellen überwacht nämlich die elektronische OnBoard-Diagnose laufend das gesamte Abgassystem; die geringste Fehlfunktion wird mit einer Warnleuchte angezeigt.

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die elektronischen Komponenten des Abgasreinigungssystems als zuverlässig erwiesen.

Vereinfachte Prüfung | Die seit 2001

für Fahrzeuge mit Benzinmotoren und ab 2004 auch beim Diesel vorgeschriebene OnBoard-Diagnose (EOBD) hat zu einer Vereinfachung der Abgaswartung dieser Modelle geführt. Die vorgängigen Kontrollen bleiben praktisch gleich, dagegen wird auf die Messung der Auspuffgase mit einem speziellen Gerät verzichtet. Der Garagist muss bei der Prüfung nur noch mit einem Diagnosegerät den EOBD-Fehlerspeicher abrufen und bei Bedarf allfällige für die Abgasqualität relevante Defekte beheben. Sofern die Warnlampe nicht aufleuchtet, ist das Abgasreinigungssystem in der Regel funktionstüchtig. Erwähnenswert ist ferner die Auflage an die Automobilhersteller, die Einhaltung der Grenzwerte über fünf Jahre bzw. 160 000 km sicherzustellen. Der technische Fortschritt und die positiven Erfahrungen des TCS lassen Zweifel an der Notwendigkeit aufkommen, bei Fahrzeugen nach Euro5-Norm ausserhalb der Intervalle von offiziellen Nachprüfungen zusätzliche Kontrollen vorzunehmen. Ein Abgastest vor der amtlichen Nachprüfung würde genügen. In Deutschland wurde dieses Verfahren anfangs 2010 eingeführt. Abgesehen vom Zeitgewinn würde diese Harmonisierung auch vermeiden, dass Autofahrer, die den Zeitpunkt für die Kontrolle verpasst haben, eine Busse erhalten. Diese ist ohnehin nicht gerechtfertigt, denn wenn die Warnleuchte nicht an ist, funktioniert das Abgasreinigungssystem perfekt. Marc-Olivier Herren

Ursprünglicher Grund | Die Abgaswar-

tung wurde 1986 eingeführt, um das einwandfreie Funktionieren der für die Entgiftung relevanten Komponenten zu überprüfen und allfällig aufgetretene Fehler zu beheben. Die Zielsetzung, die Schadstoffbelastung durch Strassenfahrzeuge zu verringern, war durchaus lobenswert. Unterdessen wurden die Schweizer Abgasvorschriften fünfmal verschärft, wobei der grösste Schritt mit der Einführung des Katalysators (FAV1-Norm von 1987, vgl. Grafik auf nächster Seite) erfolgte. Als Konsequenz dieser strengeren Normen sind die Emissionen der aktuellen Fahrzeuge sehr gering. Wurde der Ausstoss von Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoff (HC), Stickoxid (NOX) und Schwefelpartikeln noch vor kurzem in Gramm pro Kilometer gemessen, ermittelt man diese Emissionen heute in Milligramm pro Kilometer; bei warmem Motor sind sie praktisch nicht mehr erfassbar. Unabhängige Messungen an den Testwagen des TCS bestätigten diese Werte. Durch sie liessen sich anfängliche Zweifel an der Wirksamkeit und Langlebigkeit des Katalysators ausräumen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass der Katalysator praktisch unverwüstlich ist. Überdies haben sich auch

Zur traditionellen Abgaswartung gehört eine Schadstoffmessung.

Bilder Fabian Unternährer, mw

Intervalle und Bussen

Bei Autos mit On-Board-Diagnose erübrigt sich ein Öffnen der Haube. Zur Prüfung muss man nur das Lesegerät mit einem speziellen Stecker verbinden.

Bei Benzin- und Dieselmotor-Fahrzeugen mit Katalysator muss alle zwei Jahre eine Abgaswartung durchgeführt werden. Benziner ohne «Kat» benötigen eine jährliche Kontrolle, vor 1976 immatrikulierte Autos sind davon befreit. Die Garage bestätigt im Abgaswartungsdokument die bestandene Kontrolle. Der grüne Kleber, auf welchem Jahr und Monat der nächsten Wartung vermerkt sind, hat keine rechtliche Funktion und muss nicht zwingend auf einer Scheibe des Fahrzeugs angebracht werden. Es ist vorteilhaft, die Abgaswartung mit einem Servicetermin zu kombinieren. Die Missachtung der gesetzlich vorgeschriebenen Frist wird wie folgt geahndet: 1 Monat 40 Fr.; 3 Monate 100 Fr.; 6 Monate 200 Fr.; darüber hinaus Verzeigung. MOH


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Fokus

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So geht es nun weiter » Wie hoch ist der Prozentsatz der Autos,

die noch sehr schmutzig sind? Erich Schwizer: Sie meinen Autos ohne Katalysator und alte Diesel-Personenwagen ohne Emissionscode im Fahrzeugausweis? Von diesen gibt es nur noch etwa 135 000 Fahrzeuge oder gut 3 Prozent des PWBestandes. Viele sind Oldtimer mit kulturellem Wert, die nur noch wenig gefahren werden. Wie wurden solch enorme Fortschritte erzielt? Die Schweiz hatte, zusammen mit Schweden, als erstes Land in Europa die Abgasvorschriften so stark verschärft, dass ab 1987 nur noch Katalysatorautos zugelassen werden konnten. Bereits 1984 nahm der TCS das erste Katalysatorauto der Schweiz in Betrieb. Bleifreies Benzin haben wir anfangs in Kanistern eingekauft, bis es an den Tankstellen verfügbar war. Mit systematischen Tests und Aufklärung hat der TCS zur Akzeptanz der neuen Technologie beigetragen und weitere Verschärfungen der Abgasvorschriften jeweils befürwortet. Ist es richtig, dass dank extrem weniger Schadstoffe Suizide in abgeschlossenen Räumen verunmöglicht wurden? Mehrere Quellen aus Psychiatrie und Rechtsmedizin weisen darauf hin, dass Suizide durch CO-Vergiftung zurückgegangen sind. Der Katalysator wandelt das giftige CO in ungiftiges CO2 um. Ein Ersticken durch Sauerstoffmangel ist im geschlossenen Raum aber nach wie vor möglich. Gibt es problematische Schadstoffe, die es noch zu eliminieren gilt? Im Fokus standen in letzter Zeit die Russpartikel von Diesel-Personenwagen. Seit diesem Jahr gilt mit der Abgasvorschrift Euro 5 faktisch eine Filterpflicht. Bereits in den Jahren zuvor haben mehr als 90 Prozent aller Diesel-Personenwagen-Käufer freiwillig ein meist etwas teureres Modell mit Partikelfilter gewählt.

Aber das Problem CO2 ist immer noch aktuell. Wie packt man dieses an? CO2 ist kein Schadstoff. CO2 ist ein Treibhausgas. Solange der Mensch seine Bedürfnisse nach Mobilität und Wärme hauptsächlich mit Erdöl, Erdgas oder Kohle befriedigt, kann eine CO2-Reduktion nur über Verbesserungen bei der Energieeffizienz erfolgen. Wir empfehlen deshalb, beim Autokauf den Treibstoffverbrauch stark zu beachten. Eine grössere Nachfrage nach Fünf-, Vier- und Dreiliterautos motiviert die Hersteller am meisten, solche Modelle zu entwickeln. Der TCS hat sich als Konsumentenschutzorganisation seit Jahren in Sachen Schadstoffverminderung ins Zeug gelegt. Etwa mit Langstreckentests. Wie viel ist da total investiert worden? Allein die Testfahrzeuge und die Messungen kosteten bis heute mehrere Millionen Franken. Die Ergebnisse wurden gebraucht für die Mitgliederberatung, für politische Diskussionen und um darzulegen, dass der Konsument zu Recht ein Auto will, das im gesamten Gebrauchsbereich wenig Schadstoffe ausstösst. Wie geht es Ihrer Ansicht nach weiter? Mit der Abgasvorschrift Euro 6 werden 2014/15 die NOX-Emissionen bei Diesel-PW nochmals deutlich vermindert. Bei den Russpartikeln wird erstmals auch die emittierte Anzahl begrenzt. Wenn die Autohersteller eine Technologie anwenden, die auch ausserhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Messmethode sehr wirksam ist, wird bei den Autos wohl keine Euro 7-Abgasvorschrift mehr nötig sein. Interview: hwm

«

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9. Dezember 2010 | touring 20 | Mensch und Mobilität

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Ratgeber Verkehr

Urs-Peter Inderbitzin

Gabriele Putzu/Ti-Press

Abstand: Halber Tacho – oder zwei Sekunden

Dieser Fussgängerstreifen in Lugano belegt in einem europäischen Test den letzten Platz.

Lugano trägt das Schlusslicht Der Fussgängerstreifentest 2010 in 18 europäischen Städten hat zahlreiche Mängel zutage gefördert. Den gefährlichsten Fussgängerübergang hat Lugano.

› Im Allgemeinen gilt die Schweiz als vor-

bildlich, wenn es um Einrichtungen im Strassenverkehr geht. Da erstaunt es, dass gemäss Eurotest 2010 ausgerechnet Lugano den gefährlichsten Fussgängerstreifen haben soll. Er befindet sich ganz in der Nähe des Bahnhofs an der Kreuzung Via Genzana/Via San Gottardo und erfüllt praktisch kein Sicherheitskriterium, erweist er sich doch als ungeeignet für Seh- und Hörbehinderte. Er liegt hinter einer Kurve, ist in schlechtem Zustand, nachts kaum sichtbar und müsste dringend mit einer Verkehrsinsel ausgestattet werden, damit die Länge von 27 Metern in zwei Etappen überquert werden kann.

Grosse Unterschiede | Zum Glück für

Luganos Ruf wurden 10 der 15 getesteten Fussgängerübergänge als «gut» bewertet. Tendenziell ist Lugano die Stadt mit den gegensätzlichsten Resultaten: absolut einwandfrei geht einher mit ganz schlecht. Die übrigen 17 getesteten europäischen Städte sind bei den Ergebnissen homogener. Die am höchsten bewerteten Fussgängerübergänge befinden sich in Brüssel, wobei es hier sogar ohne Lichtsignale gelingt, den Verkehrsteilnehmern optimale Sicherheitsbedingungen zu bieten.

Auch die Zugänglichkeit für Behinderte haben die Eurotest-Inspektoren unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist enttäuschend, denn nur 54% erfüllen die erforderlichen Kriterien: «Heutzutage ist es inakzeptabel, dass so viele Fussgängerübergänge für Rollstuhlfahrer ein Problem darstellen», sagen die Experten. Sie stellen fest, dass viel zu wenig auf die Bedürfnisse von Schwerhörigen eingegangen wird. So gibt es praktisch keine visuellen Orientierungshilfen wie etwa animierte Piktogramme, Countdowns vor der grünen Phase oder Bodenmarkierungen, die anzeigen, aus welcher Richtung der Verkehr kommt.

Uneinheitlich | Ausserdem äussern die

Experten den Wunsch nach einer Vereinheitlichung der nationalen Gesetzgebung; gegenwärtig sorgen zum Teil erhebliche Diskrepanzen zwischen den Ländern Europas für Verwirrung. Schliesslich wird in der Schweiz bemängelt, dass das Gelb der Zebrastreifen nachts und bei schlechtem Wetter zu wenig sichtbar sei. jop

Touring-Info Der europäische Fussgängerstreifentest wird von 17 europäischen Automobilclubs, darunter der TCS, durchgeführt. Mehr zum Test auf www.strada.tcs.ch.

Auf Schweizer Strassen wird gedrängelt, was das Zeug hält. Dabei sind sich viele Autolenker gar nicht bewusst, mit welchen Konsequenzen sie zu rechnen haben, wenn sie dem vorderen Fahrzeug auf der Stossstange hocken. Für die Gerichte ist klar: Zu nahes Auffahren ist gefährlich und rücksichtslos und wird massiv geahndet. Wer zu nahe auffährt, wird zur Kasse gebeten. Wie etwa jener Ferrari-Lenker, der einem andern Fahrzeug bei Tempo 70 mit einem Abstand von 10 Metern oder 0,5 Sekunden folgte. Die DrängelFahrt, die mit einem risikoreichen Überholmanöver verbunden war, wurde mit einer unbedingten Geldstrafe von 12 400 Fr. (20 Tagessätze zu je 620 Fr.) sanktioniert. Vergeblich argumentierte der Lenker vor Bundesgericht, sein Ferrari habe eine überdurchschnittliche Reaktionsschnelle; es liege deshalb bloss eine einfache Verkehrsregelverletzung vor und er sei nur mit 600 Franken zu büssen (Urteil 6B_616/2010). Der Lenker sieht sich nun auch mit einem dreimonatigen Ausweisentzug konfrontiert – immer vorausgesetzt, er hatte verkehrsmässig noch nichts auf dem Kerbholz. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten folgende Faustregeln eingehalten werden: Mindestabstand zum vorderen Fahrzeug immer zwei Sekunden oder halber Tacho. Wer 80 km/h fährt, sollte mindestens 40 Meter Abstand (halber Tacho) einhalten. Dies entspricht einem zeitlichen Abstand von 1,8 Sekunden. Hält ein Lenker diese Werte nicht ein, dann muss er mit einer Bestrafung wegen einfacher Verkehrsregelverletzung rechnen. Gar eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln liegt vor, wenn die 1⁄6-Tacho-Regel missachtet wird. Wer also bei Tempo 120 weniger als 20 Meter Abstand einhält, muss mit einer saftigen Busse/Geldstrafe und einem Ausweisentzug von drei Monaten rechnen.

Der Autor ist Jurist und Bundesgerichtskorrespondent.


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Mensch und Mobilität | touring 20 | 9. Dezember 2010

«Hilfspersonal» an Bord Immer mehr Elektronik im Auto, ein Albtraum für viele Automobilisten und Automobilistinnen. «Das brauche ich doch alles nicht. Das stürzt nur ab.» Diesem Vorurteil begegnen Garagen, Importeure und der TCS mit Instruktionen und Kursen.

Ort des Geschehens an diesem Montag, mittags um halb eins, ist die Test & Training-Piste des TCS-Verkehrssicherheitszentrums Stockental im Berner Oberland: Der Leiter der Stockhornbahn AG, Alfred Schwarz, steuert seinen Siebner-BMW mit 80 km/h in eine enge Kurve, viel zu schnell. Dann bremst er voll, im falschen Moment, erst knapp vor der Kurve. Der Wagen bleibt in der Spur, trotz klatschnasser Piste. Grund: die Stabilitätskontrolle ESP (elektronische Stabilitätskontrolle) oder DSC (Dynamische Stabilitätskontrolle) und ABS (Antiblockiersystem bei Notbremsung) sind zugeschaltet.

Unfall wäre unvermeidlich | Alfred Schwarz erlebt die Funktion der Sicherheitssysteme. Der Computer berechnet in Bruchteilen von Sekunden Daten von

Viele Autos sind mit ausgeklügelten elektronischen Hilfsmitteln ausgestattet, doch das muss geübt sein.

Schwerkraft und physikalischen Gegebenheiten und «erteilt» den vier Rädern und den Bremsen entsprechende Verhaltensbefehle. Ein Ausscheren des Wagens ist praktisch nicht möglich. Chefinstruktor Iwan Isenschmid sitzt während der Testfahrt neben Schwarz: «Und jetzt schalten Sie die Systeme aus und fahren dieselbe Kurve nochmals mit derselben Geschwindigkeit. Keine Angst: Es geht nichts schief, es ist genügend Raum auf der Piste», sagt er zum verblüfften Fahrer. Jetzt sieht es anders aus: Das Auto schiesst über die Spur hinaus und dreht sich mehrmals. Ein schwerer Unfall wäre die Folge gewesen. Adrian Aeschbach, Leiter des Zentrums, findet, dass ESP/DSC und ABS heute in jedem neuen Fahrzeug vorhanden sein müssten: «Im Trainingszentrum können die Autofahrerinnen und Autofahrer die Si-

cherheitssysteme in Funktion erleben, ohne dass etwas passiert.» Das sei wichtig, denn man müsse wissen, «wie das Auto reagiert und wie man korrigieren muss».

Systeme kennen | Am Pistenrand beobachtet auch Jürg Freund, Mitinhaber der Freund & Brönnimann AG in Thun, die offizielle BMW-Vertretung, die Testfahrten von Alfred Schwarz. Freund arbeitet mit dem Verkehrssicherheitszentrum zusammen: «Hier können unsere Kundinnen und Kunden die gesamte Elektronik in ihrem Auto kennenlernen und erleben.» Wichtig sei: «Wer im Auto unterwegs ist, muss wissen, welche Sicherheitssysteme im Auto zur Verfügung stehen und aktiviert sind.» Die Forderung von Jürg Freund ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Elektronik im Auto wird immer komplexer. Es


9. Dezember 2010 | touring 20 | Mensch und Mobilität

steht eine Vielzahl von Hilfen zur Verfügung, zum Beispiel der Tempomat mit Abstandsregelung und Spurassistenzsysteme, die in einer Gefahrensituation korrigierend mit einer Gegenkraft in das Lenkrad eingreifen und somit aktiv dem Spurwechsel entgegenwirken. Auch der sogenannte «Toter-Winkel-Assistent» ist in modernen Fahrzeugen installiert. Er erfasst das Umfeld seitlich und hinter dem Auto. Befindet sich während der Fahrt ein anderes Fahrzeug in diesem Umfeld, wird der Fahrer oder die Fahrerin durch ein optisches Signal alarmiert. Viele Modelle bieten auch den Bremsassistenten und Kollisionsverhinderer. Er erkennt die Gefahrensituation anhand der Bewegungen der betätigten Pedale. Ein anderes elektronisch gesteuertes System «beobachtet» die Umgebung des Autos und «interpretiert» sie kritisch.

Systems ist eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe. Sie sendet alle 40 Millisekunden neue Daten, mit denen die Leuchtweite der variablen Xenon-Scheinwerfer angepasst werden. Auch den NachtsichtAssistenten, der die Fahrbahn mit unsichtbarem Infrarotlicht weit ausleuchtet, hat die Autoindustrie weiterentwickelt. Und der Clou ist der GeschwindigkeitslimitAssistent: Eine Kamera erblickt Verkehrsschilder und informiert den Fahrer.

Unbekanntes schafft Furcht | Die Angst der Kundschaft vor der Elektronik im Auto oder neuen Systemen, die sie nicht kennen, ist ein Problem, dem die Autoimporteure begegnen müssen, wollen sie ihre Kunden bei der Stange halten. Oliver Peter, Leiter Presse Mercedes-Benz Schweiz AG, weist darauf hin, dass mit jedem Fahrzeug eine CD mitgeliefert werde. Hier würden die neusten Assistenzsysteme «ganz genau erklärt». Bei der Fahrzeugübergabe werde der Kunde zudem von geschultem Verkaufspersonal in die Systeme eingeführt, und es würden auch Testfahrten durchgeführt. Donatus Grütter, PR-Manager der AMAG Automobil- und Motoren AG, erklärt auf Anfrage, «dass auch die VolkswagenPartner sämtliche Systeme beim Kauf erklären und während des ganzen Fahrzeuglebens für weitere Fragen zur Verfügung stehen». Und er kommt auf die Zukunft zu sprechen: «Die Fahrzeuge werden in Zukunft noch stärker mit der Umwelt und mit anderen Fahrzeugen kommunizieren (sogenannte ‹Car-to-Car-Kommunikation›).» Grenzen der Physik | TCS-Mann Adrian Aeschbach stellt klar, dass «bei allen technischen Neuerungen das Fahrkönnen und die Dominanz des Fahrers über die Technik im Vordergrund stehen». Und Diego Tomasini, Direktor Test & Training TCS AG, findet, dass man die Assistenz-Systeme symbolisch gesehen als zusätzlichen Sicherheitsrucksack betrachten müsse: «Sie dürfen nicht zu höheren Geschwindigkeiten und Risiken verleiten.» Auch mit den besten Systemen an Bord seien die physikalischen Gesetze gleichbleibend: «Ein Automobil ist auf vier Reifen unterwegs, die mit einer kaum grösseren Fläche als die einer Hand den Kontakt zwischen Auto und Fahrbahn sicherstellen müssen.» Und das bleibe so, trotz aller Elektronik: «Da liegen die Grenzen der Physik.» Kurt Venner

Bilder Kurt Venner

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Ausgeklügelte Systeme | Und neue, auf einer Kamera basierte Assistenzsysteme unterstützen den Autofahrer, zum Beispiel beim spurtreuen Fahren, beim Erkennen von Temposchildern, bei der situationsgerechten Steuerung der Scheinwerfer und beim Blick in die Dunkelheit: Der adaptive Fernlicht-Assistent stellt die bestmögliche Leuchtweite zur Verfügung. Kernstück des

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Touring-Info Die dreisprachige Broschüre «Uneingeschränkt mobil» kann kostenlos beim TCS bezogen werden. Auf wenigen Seiten werden unter anderem die neusten Techniken rund um das Fahrzeug erklärt und der Nutzen aufgezeigt. Der TCS testet seit langem Neufahrzeuge und auch die Neuentwicklungen der Assistenzsysteme. Übersicht der Tests: www.tcs.ch/ main/de/home/auto_moto/tests/zubehoer.html


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Mensch und Mobilität | touring 20 | 9. Dezember 2010

Spielzeuge, die animieren Eltern, Verwandte und Paten haben punkto Weihnachtsgeschenke die Qual der Wahl. Der «Touring» als Mobilitäts-Zeitung favorisiert natürlich entsprechende Spielzeuge.

Heute werden die Kinder auch bei den Spielsachen schon sehr früh mit nervösvirtuellen Geräten, Maschinen, Gefährten oder Gags konfrontiert. Im Zeitalter des Internets, der verrückt-faszinierenden Spiele, die heute womöglich über einen Beamer an die Wand projiziert werden, ist es für Erwachsene, die Kinder zu Weihnachten beschenken wollen, oft extrem schwierig, die richtige Wahl zu treffen. Vergessen wird oft, dass es auch Spielzeuge gibt, die funktionell bescheiden, währschaft sind, den Kindern aber viel Raum für Kreativität lassen. «Der Reiz des Spiels liegt für Kinder darin, im Spiel völlig selbst bestimmen zu können und nicht an den Massstäben und Ansprüchen der Erwachsenen gemessen zu werden», sagt dazu Kinderbuchautor Tomi Ungerer. Dass die Spielwarenindustrie nicht in jedem Fall

einseitig auf teilweise fragwürdig-schnelllebige Produkte ausgerichtet ist, zeigte sich an der Spielwarenmesse Swiss Toy in Bern: Eine gewisse Rückkehr zum schnörkellosen, solideren Spielzeug war zu beobachten. Was die Mobilitäts-Spielzeuge angeht, auf die sich der «Touring» bewusst konzentrierte, trifft diese Tendenz auch zu: Traditionelle, oft hölzerne Autos, Lastwagen, Züge und mehr sind wieder im Kommen, auf der anderen Seite gibts zukunftsträchtige Spiele, welche die Kinder herausfordern.

Heinz W. Müller PS. Budgetgeplagte Erwachsene vergessen oft, dass in vielen Börsen günstige Spielsachen gekauft werden können. Ludotheken sind oft eine noch bessere Ausweichmöglichkeit; dort können Spielsachen vielfach auch getauscht werden.

Diese Spielzeuge regen zur Kreativität an.

Vier Zufallstreffer, die Kindern Freude bereiten können

Bilder zvg, hwm

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zvg

9. Dezember 2010 | touring 20 | Mensch und Mobilität

Mit dem Nissan Leaf werden Elektroautos im nächsten Jahr serienreif.

Das Jahr des Durchbruchs Mit dem 2. Schweizer Forum Elektromobilität am 25./26. Januar 2011 in Luzern sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Dafür steht auch die neue Energieministerin, Doris Leuthard, ein.

› Vor einem Jahr lancierte die vom TCS initiierte Mobilitätsaka-

demie das 1. Forum Elektromobilität im Verkehrshaus in Luzern, dies im Beisein des damaligen Verkehrsministers. In einer «Charta von Luzern» bekannten sich wichtige Exponenten zur Elektromobilität. Die 2. Auflage dieser Veranstaltung, wiederum im Verkehrshaus, steht in doppelter Hinsicht unter einem guten Stern: «2011 ist das Jahr, in welchem der eigentliche Startschuss zur Elektromobilität gegeben wird, gelangen doch erste gängige Fahrzeuge auf den Markt, wie erwa der Leaf», sagt Jörg Beckmann, Geschäftsführer der Mobilitätsakademie, erfreut. Gleichzeitig übernimmt am 2. Forum die frischgebackene Verkehrs- und Energieministerin Doris Leuthard die Schirmherrschaft: «Hier in Luzern können Sie alle dazu beitragen, dass der Funke überspringt», schreibt die Bundesrätin im Grusswort zum Flyer. Am zweitägigen Forum wird mit kompetenten Rednern das Thema international und national ausgeleuchtet und in Workshops vertieft. Höhepunkt wird die Unterzeichnung der «Luzern Challenge». Mit ihr soll gezeigt werden, dass Elektromobilität keine Zukunftsvision mehr ist, sondern schon heute durch private Unternehmungen sowie Städte und Gemeinden in die Praxis umgesetzt wird. Diese Praxisanwendungen sollen dank der «Luzern Challenge» breit multipliziert werden.

Rolle des TCS | «Der TCS wird sich auch künftig für eine nutzerfreundliche Elektromobilität einsetzen», sagt TCS-Zentralpräsident Niklaus Lundsgaard-Hansen. Im Sommer unterstützte der TCS den Versuch mit der Elektroauto-Flotte «Alpmobil».

hwm Touring-Info Das 2. Schweizer Forum Elektromobilität findet am 25./26. Januar im Verkehrshaus Schweiz in Luzern statt. Anmeldeschluss: 15. Januar. Infos: www.mobilityacademy.ch. Telefon: 031 380 12 09.


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Kürzere Fahrzeiten Ab 12. Dezember wird die Zugverbindung Zürich–München aufgewertet. 2017 gibts einen Quantensprung.

› Die wichtige Bahnverbindung von Zürich

nach München entspricht nicht dem internationalen Standard. Noch immer wird nämlich dieser Zug ab Lindau bis in die bayrische Hauptstadt von einer Diesellokomotive (!) gezogen. Die Reisezeit beträgt so noch 4 Std. 12 Min. Das soll sich bis 2017 ändern, wie Vertreter der SBB und dem Bundesamt für Verkehr beteuern.

Vorfinanzierung | Die Schweiz, die alles

iStockphoto

Interesse an einer besseren Verbindung nach München hat, sprach für die Elektrifizierung und Beschleunigung der Strecke von Lindau in die bayrische Metropole ein Darlehen von 50 Mio. Euro. Für die Strecke von Zürich bis St. Margrethen sind zudem

Investitionen von 180 Mio. Fr. vorgesehen. Auf diese Weise und mit Neigezügen soll womöglich ab 2017 die Reisezeit um 45 Minuten auf 3 Std. 25 Min. verkürzt werden. Doch noch ist es nicht so weit: Immerhin verkehren ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember Eurocity-Züge der SBB, die modernisiert wurden und über Business- und Familienzonen sowie ein Veloabteil verfügen. In der Romandie ist man punkto Zugang zu den Hochgeschwindigkeitsstrecken viel weiter: Ab 12. Dezember wird die mit viel Aufwand reaktivierte Abkürzung Bellegarde–Bourg-en-Bresse in Frankreich eröffnet. Fahrzeitverkürzung für den TGV Genf–Paris: etwa 20 Minuten. Die Schweiz beteiligt sich mit 100 Mio. Euro. hwm

Ab 2017 soll München per Bahn von der Schweiz aus viel schneller erreichbar sein.

«Gerangel» auf dem Berner Flughafen

Zwei-Milliarden-Projekt in Zürich

Helvetic Airlines in der Bundesstadt

Durchmesserlinie Zürich ab 2015/16

Die in Zürich domizilierte Fluggesellschaft Helvetic Airways von Martin Ebner stationiert ab April eine ihrer sechs Maschinen vom Typ Fokker 100 in Bern-Belp und versorgt die Berner mit Charterflügen in die Mittelmeerregion. Die Berner Skywork, welche zuvor die meisten solchen Destinationen bediente, bietet dafür neue Destinationen an, so unter anderem London-City, Berlin und Hamburg. hwm

Kürzlich erfolgte der Durchstich des Weinbergtunnels – ein Meilenstein beim Bau der 9,6 km langen Durchmesserlinie Altstetten–Oerlikon. Herzstück der Linie, die 2014 teileröffnet und Ende 2015 ganz in Betrieb geht, ist der neue Tiefbahnhof Löwenstrasse; dadurch müssen gewisse IC-Züge nicht mehr in Zürich HB wenden. Für den West-Ost-Verkehr ergibt sich eine geringe Fahrzeitverkürzung. hwm

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9. Dezember 2010 | touring 20 | Mensch und Mobilität


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Test und Technik | touring 20 | 9. Dezember 2010

Swift punktet mit inneren Werten Der neue Swift ist ein agiles, attraktives und wertig verarbeitetes Stadtauto. Die Ausstattung des Kleinwagens ist sehr umfangreich. Test des Suzuki Swift 1.2 GL Top. Swift der Bestseller. Er ist seit 1984 auf dem Markt und hat sich bisher weltweit vier Mio. Mal verkauft. In der Schweiz rangiert das Modell Swift unter den 30 meist verkauften Modellen. Bei Neuauflagen von Erfolgsautos müssen die Designer sehr behutsam vorgehen, sonst kanns einen Misserfolg absetzen. Dies ist beim neuen, getesteten Suzuki Swift 1.2 GL Top keineswegs der Fall. Wohl deshalb sind rein äusserlich am Swift keine wesentlichen Änderungen vorgenommen worden. Auffallend sind bloss die modernen Rundungen und dominanten Scheinwerfer. Unter dem Blech ist aber einiges gegangen. Neu weist der Swift eine Länge von 3,85 Metern und eine Breite von 1,7 Metern auf. Daraus resultiert ein gutes Platzangebot auf den Vordersitzen mit ausreichender Kopffreiheit. Hinten sitzen zwei Personen bequem, wenn sie nicht allzu grossgewachsen sind. Bei diesen Massen ist klar, dass die Beinfreiheit für die Fondpassagiere am unteren Limit ist. Das auch für einen Kleinwagen eher bescheidene Kofferraumvolumen von gerade mal 211 Liter ist nichts für üppige Einkaufstouren. Bei umgelegten Rückbanklehnen wächst es zwar auf maximal 528 Liter an, doch entsteht dabei eine unpraktische Stufe. Insgesamt glänzt der Swift nicht durch hohe Variabilität, und da hätte der neue Swift im Vergleich zum Vorgänger punkten können.

Schnörkelloser Innenraum | Für die Preisklasse, in der sich der Swift bewegt, ist der Innenraum gut und ansprechend gestaltet. Im zweckmässig konzipierten Cockpit lassen sich die runden Primärinstrumente bestens ablesen und alle Bedienelemente sind logisch und funktional angeordnet. Etwas umständlich und fummelig zu bedienen ist der Bordcomputer. Schade auch, dass sich das multifunktionale Lenkrad nur beschränkt verstellen lässt. Die

Rundumsicht ist so, dass sich Einparkhilfen erübrigen, einzig die wuchtige C-Säule verdeckt etwas die Sicht nach hinten. Entsprechend der Klasse sind auch die Sitze ausgefallen. Der Seitenhalt ist ordentlich, doch ist die Polsterung etwas weich und auch die Sitzlänge für grossgewachsene Personen eher kurz.

Motor braucht Drehzahlen | Das Test-

modell ist mit einem 1,2-Liter-Benzinmotor bestückt, der eine Leistung von 94 PS entwickelt. Erhältlich ist der Swift mit demselben Motor auch als 4�4. Die Fahrleistungen sind unter der Voraussetzung akzeptabel, wenn man die Drehzahlen hoch hält. Wie in dieser Hubraumklasse üblich, fehlt es ihm an Durchzug unter 4000 Touren. An Steigungen oder bei Überholmanövern muss fleissig zurückgeschaltet werden, was mit der leichtgängigen Schaltung kein Problem ist. Dafür ist der Motor recht genügsam und verbraucht im Test nur gerade 6 Liter auf 100 Kilometer. Diesen Wert verdankt der Swift vor allem dem vernünftigen Fahr-

+ –

Fortsetzung auf Seite 27

Kurzbilanz

Bilder Fabian Unternährer

› Für den Hersteller Suzuki ist das Modell

Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, umfangreiche Komfortausrüstung, gefälliges Design und Interieur, gut abgestimmtes Fahrwerk mit agilem Fahrverhalten, präzise Lenkung, top Bremsen, Öko-Stopp-Start-Automatik.

Bescheidenes Kofferraumvolumen, ungenügende Variabilität, schwache Durchzugskraft, Vordersitze zu weich gepolstert, Rückwärtsgang steht zeitweise an, Windgeräusche auf Autobahn, kleines Tankvolumen.

Übersichtliche Primärinstrumente im Cockpit.


9. Dezember 2010 | touring 20 | Test und Technik

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Der neue Suzuki Swift hat prägnante Frontscheinwerfer und mehr Rundungen als das Vorgängermodell.

TCS-Vergleich Preis (Fr.) Hubraum (cm3) Leistung (kW/PS) Max. Drehmoment (Nm/min) Verbrauch (l/100 km) Innenlärm bei 120 km/h (dBA) Betriebskosten (Fr./km)3 Wartungskosten4 Test «Touring»

Suzuki Swift 1.2 GL Top

Citroën C3 1.4 VTi Chic

Ford Fiesta 1.2 Titanium

Mazda 2 1.3 Exclusive

21 990.– 1242 69/94 118/4800 5,0 A2 72 –.55 11113 20/2010

21 290.– 1397 70/95 135/4000 5,81 C2 715 –.56 11113 7/20105

22 650.– 1242 60/82 114/4200 5,71 C2 736 –.57 11333 20/20086

20 700.– 1349 63/86 122/3500 5,11 A2 — –.55 11133 —

Wert laut Importeur 2 Energieeffizienz laut Importeur 3 Bei 15 000 km/Jahr 4 Gesamtkosten auf 180 000 km bei 15 000 km/Jahr 5 Citroën C3 1.6 VTi 6 Ford Fiesta 1.4 16V 1

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touring lesen und Ski-Wochenende für 2 im ****Berg-Spa Hotel La Val in Brigels gewinnen In dieser Zeitung finden Sie einen Artikel über «Fussgängerstreifentest». Auf welcher Seite? Schicken Sie ein SMS mit tm09 xx (xx = Seitenzahl) an 5555 (CHF 1.50/SMS). Teilnahmeschluss 31. Dezember 2010.

Dieses Super Smartphone Samsung Galaxy i9000 16GB können Sie gewinnen: Lösen Sie das Sudoku! Unter den richtigen Lösungen des untenstehenden Sudoku verlosen wir ein Samsung Galaxy i9000 im Wert von 799 Schweizer Franken.

Hoch über dem tief eingeschnittenen Vorderrheintal versteckt sich eine ausgedehnte Sonnenterrasse, auf der Brigels eine geradezu beneidenswerte Lage einnimmt. Rings um das malerische Bergbauerndorf breiten sich sonnige Schneeflächen aus, auf denen Wanderer und Langläufer ihre Runden drehen, und darüber öffnen sich südseitige Skihänge, die geradezu geschaffen sind zum Skifahren. Die ursprünglichen, mit dem Schweizer Gütesiegel «Familien willkommen» ausgezeichneten Dörfer punkten mit wenig Verkehr, aber vielen Winteraktivitäten. Von der Früh weg liegen die Skihänge unter der Erhebung des Fil (2418 m) verführerisch in der Sonne. Geniessen Sie ein Ski-Wochenende für Zwei im Vier-Sterne-Bergspa Hotel La Val in Brigels, Schweiz, mit Halbpension à la carte und freier Nutzung des neuen Bergspa (www.laval. ch) inkl. 2 x 2-Tages-Skikarten im Wert von ca. CHF 1000.00 für das Skigebiet Brigels/ Waltensburg/Andiast. Preissponsor: Surselva Tourismus, www.surselva.info

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Viel Glück beim Mitspielen. Also: Sudoku lösen. Wenn Sie die grünen Felder ausgefüllt haben, SMS mit TM9 SUDOKU und den 3 Zahlen an 5555 (CHF 1.50/SMS) schicken. Teilnahmeschluss 31. Dezember 2010.

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9. Dezember 2010 | touring 20 | Test und Technik

Fortsetzung von Seite 24

Zahlen 93 cm �

m 1c –8 56

151 cm

Radstand 243 cm

� �

cm 08 –1 86

107 cm

Länge 385 cm (Breite 170 cm)

Innenbreite: vorne 136 cm, hinten 134 cm Kofferraum: 211–528 Liter Reifen: 185/55 R 16, min. 175/65 R 15

TESTFAHRZEUG Suzuki Swift, 1.2 GL Top, 5 Türen, 5 Plätze; Fr. 21 990.– (wie getestet: Fr. 22 580.–) Varianten: Suzuki Swift 1.2 GA (Fr. 16 990.–) bis Suzuki Swift 1.2 GL Top 4�4 (Fr. 23 990.–) Optionen (Auszug): Metallic-Lackierung (Fr. 590.–), Parkhilfe (Fr. 1350.–) Garantien: 3 Jahre/100 000 km Werk, 3 Jahre/100 000 km Mobilität; 12 Jahre Rostschutz (Auflagen) Importeur: Suzuki Automobile Schweiz AG, Industriestrasse, 5745 Safenwil, www.suzuki.ch

zeuggewicht von rund 1000 Kilogramm. Zur Sparsamkeit trägt auch das Stopp-StartSystem bei, welches in der Topversion eingebaut ist.

Agiles Kistchen | Auf der Strasse verhält sich der nur 1085 kg (mit Fahrer) schwere Swift sehr leichtfüssig und agil. Mit seiner direkten Lenkung und dem straffen sowie gut abgestimmten Fahrwerk ist er in der Stadt aber auch auf kurvigen Strassen in seinem Element. Nur bei groben Unebenheiten rollt der Kleine nicht gerade gediegen ab. Sehr wirkungsvoll sind die Bremsen mit einem Bremsweg von nur gerade 35,5 Metern. Punkto Ausstattung lässt der neue Swift wenig Wünsche offen. Bei kaum einem Modell ist die Liste der Optionen so kurz

wie beim Kleinwagen aus dem Hause Suzuki. Bereits das dreitürige Basismodell ist serienmässig mit ESP, sieben Airbags, einem Audiosystem sowie Bordcomputer ausgerüstet. Bei den erhältlichen Optionen unverhältnismässig teuer ist mit Fr. 1350.– die Parkhilfe vorne und hinten sowie das Lederpaket für Fr. 1950.– bis 2400.–. Der neue Suzuki Swift weist in seiner Klasse als Kleinwagen ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis auf. Mit seinen Abmessungen, seiner Übersicht und Wendigkeit spielt der Swift seine Stärken auf Kurz- und Mittelstrecken sowie in der Stadt aus. Im Test glänzte der Kleinwagen auch mit seiner Sparsamkeit, was sowohl ökonomisch als auch ökologisch positiv zu Buche schlägt. Er ist ein grundsolides und gut verarbeitetes Stadtauto.

Felix Maurhofer

Nebst dem Startknopf verfügt der Suzuki über ein Stopp-Start-System. Auch das Heck kommt ansprechend daher. Beim Umklappen der Rückbanklehnen entsteht eine hohe Stufe.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN Motor: 4 Zylinder Benzin 1.2 l, 94 PS; Frontantrieb, 5-Gang-Getriebe Gewichte: 1085 kg (wie Test), zulässiges Gesamtgewicht 1480 kg, Anhängelast 1000 kg

TCS-Exklusiv FAHRDYNAMIK Beschleunigung (0–100 km/h): Elastizität: 60–100 km/h (4. Gang) 80–120 km/h (4. Gang) Wendekreis: Innengeräusch: 60 km/h: 62 dB (A) 120 km/h: 72 dB (A)

11133 11133

SICHERHEIT Bremsweg (100–0 km/h): 35,5 m Ausstattung

11111 11111

11,7 s 12,7 s 13,4 s 11,0 m

KOSTEN SERVICE Wartung (km/Mte)

15 000/12 30 000/24 Gesamtkosten für 15 000 km/Jahr

Stunden

Arbeitskosten (Fr.)

1,1 2,4 Wartung 19,8

160.– 348.– auf 180 000 km: 4282.–

BETRIEBSKOSTEN km/Jahr

Rp./km

Fr./Monat feste variable

15 000 30 000

55 37

433.– 433.–

Suzuki Swift 1.2 GL Top: Detailübersicht

251.– 501.–

Stundenansatz für TCS-Berechnungen: Fr. 145.– (BFS), Suzuki-Händler von Fr. 80.– bis Fr. 168.–

NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND (80/1268/EWG) Städtisch

Ausserstädt. Gesamt

TCS 6,1 4,4 Werk 5,8 4,4 CO2-Emissionen: CO2-Durchschnitt CH 2009: EnergieEtikette (A–G): TESTVERBRAUCH 6,0 l/100 km

5,0 4,9 116 g/km 167 g/km A 11113

Reichweite 700 km

Tankinhalt: 42 Liter

TCS TUW: Robert Emmenegger

INNENRAUM 11123 Gemessen am Preis sind die verwendeten Materialien wertig und die Verarbeitung gut. Funktionelle Bedienung und gut ablesbare Instrumente. Vorne genug Platz, hinten akzeptabel. Keine Glanzpunkte sind der Kofferraum und die Variabilität. Beim Umlegen der Rückbank entsteht zudem eine hohe Kante. AUSSTATTUNG 11111 Umfangreiche Ausstattung mit Klimaautomatik, Tempomat, Sitzheizung, Radio/CD und Stopp-Start-System. KOMFORT 11113 Die Federung ist eher auf der straffen Seite, dennoch schluckfreudig und komfortabel. Wenn vom Motor Leistung gefordert wird, ist er akustisch präsent. Nicht ganz überzeugend sind die weichen Vordersitze.

27

SICHERHEIT 11113 Mit sieben Airbags (inkl. Knie-Airbag) umfangreiche Sicherheitsausrüstung. Wirkungsvolle und standfeste Bremsen. Alle Kopfstützen richtig einstellbar. FAHRLEISTUNG 11133 Der 1,2-Liter-Motor ist drehfreudig und nimmt recht spontan Gas an. Die Fahrleistungen sind akzeptabel unter der Voraussetzung, dass die Drehzahl hochgehalten wird. Die Getriebeabstufung ist passend, aber trotzdem ist häufiges Schalten mit der leichtgängigen Schaltung angesagt. FAHREIGENSCHAFTEN 11113 Das Fahrwerk hat noch deutliche Reserven. Lenkt spontan ein und vermittelt ein agiles Handling. Direkte und präzise Lenkung mit guter Rückmeldung.


9. Dezember 2010 | touring 20 | Test und Technik

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Autobatterien im Abstieg Die Qualität von Markenbatterien hat deutlich abgenommen. Nur zwei Modelle lieferten im TCS-Vergleichstest gute Resultate, bei Dreien musste der Test abgebrochen werden.

› Die

magere Bilanz des Vergleichstests, den der TCS mit Partnerclubs durchgeführt hat, stellt einen Bruch mit den guten Resultaten der früheren Tests (2002, 2004, 2007) dar. Unter den sieben getesteten Batterien mit einer Kapazität von 70 bis 74 Amperestunden ergab sich nur einmal die Bewertung «sehr empfehlenswert» und einmal ein «empfehlenswert». Noch störender ist, dass der Test der Modelle Banner Power Bull, Exide Premium und Patrouille TCS (siehe gegenüber) abgebrochen werden musste, weil die Werte für Kapazität und Kaltstartstrom nicht den Angaben entsprachen. Der Test legte den Schwerpunkt auf die Kapazität, welche die wichtigste Messgrösse für die speicherbare Energiemenge ist. Dieses Potential hängt direkt von der Bleimenge

Qualitätsprobleme bei Autobatterien

ab. Bei einem Batteriewechsel ist es empfehlenswert, ein Modell mit gleicher Kapazität zu kaufen. Batterien der billigsten Sorte können für alte Autos mit beschränkter Lebensdauer sinnvoll sein. tg

Der TCS hat sich 2007 aufgrund von sehr guten Testresultaten entschieden, im Rahmen der Pannenhilfe zukünftig Autobatterien der Firma Banner anzubieten. Die TCSPatrouilleure installieren seit 2008 mehrheitlich diese Qualitätsbatterien, dies zur Zufriedenheit aller TCS-Kunden. Bei Eingangskontrollen musste der TCS vor kurzem feststellen, dass bei Banner-Batterien des Typs 62 Ah/510 A und 74 Ah/660 A die Batterieleistung nicht mit den deklarierten Spezifikationen übereinstimmt. Betroffen sind ausschliesslich Batterien, welche zwischen Januar 2010 bis Ende November 2010 eingebaut wurden. Obschon die Lebensdauer und Leistung dieser Batterien kaum eingeschränkt ist sowie keine Pannen bekannt sind, reagiert der TCS. Seit Anfang Dezember verwendet er nur noch einwandfreie Autobatterien, die das Label «Generation 2011» tragen, und kommt Kunden, welche in der besagten Zeitspanne eine der zwei Batterietypen gekauft haben, entgegen. Betroffene erhalten einen 20-FrankenBenzingutschein, wenn sie an untenstehende Adresse den Garantieschein im Original zusammen mit der Empfangsadresse für den Gutschein einsenden. Adresse: Touring Club Schweiz, Contact Center – Batterie, Chemin de Blandonnet 4, 1214 Vernier.

Die Kapazität hängt von der Bleimenge ab.

TCS-Vergleichstest von Autobatterien Marke/Modell Kapazität/Kaltstart Garantie Preis ca. Fr. Kapazität Kaltstartstrom Haltbarkeit Technische Prüfungen TCS-Bewertung

Arktis High Tech 70 Ah/640 A 2 Jahre 192.– 38% 32% 14% 76% 11333

Arktis Qualitätsbatterie 72 Ah/640 A 2 Jahre 172.– 52% 32% 16% 80% 11333

Bosch Silver S4 72 Ah/680 A 2 Jahre 273.– 70% 38% 30% 84% 11133

Moll M3 Plus K2 71 Ah/590 A 2 Jahre 340.– 76% 46% 82% 76% 11113

Bei folgenden Batterien wurde der Test abgebrochen, weil die angegebenen Werte «Kapazität/Kaltstartstrom» nicht erfüllt waren: «Banner Power Bull 74 Ah/680 A», «Exide Premium 72 Ah/720A» und «Patrouille TCS 74 Ah/660 A». Die Bewertungen werden in % angegeben. 100% entspricht dem Maximalwert, 0% dem Minimalwert. Die Prozentzahl ist nicht als absoluter Wert zu verstehen, sondern als Note.

Das Bemühen der Franzosen in der Oberklasse san geerbte Mehrlenkerhinterachse. Deshalb weist dieses Auto ein sattes Fahrverhalten auf, bleibt aber komfortabel. Gekrönt wird das Ganze durch die Brillanz des von Renault stammen-

den V6-Diesels. Damit nähert sich der Latitude merklich einer europäischen Oberklasse. Die fast 5 m lange Limousine ist geräumig und weist Ausstattungselemente auf, die über der Norm liegen, wie eine Dreizonenklimatisierung, einen Ionisator zur Reinigung der Aussenluft oder einen Massagesitz für den Fahrer. Die Ambitionen dieser braven Limousine auf dem Markt sind bescheiden. Das letzte Wort von Renault in der Oberklasse ist aber noch nicht gesprochen. Statt sich mit der unabsetzbaren deutschen Konkurrenz zu messen, wird die Marke auf einen verfeinerten Espace setzen… allerdings erst in einigen Jahren. MOH Bilder TCS, zvg

Renault Latitude Die französischen Hersteller sind immer noch auf der Suche nach der richtigen Formel für die Oberklasse. Seit der Einstellung des nonkonformistischen Vel Satis in diesem noblen Segment nicht mehr vertreten, kehrt Renault jetzt mit dem Latitude diskret zurück. Dieser soll die Marke in erster Linie auf denjenigen globalen Märkten positionieren, auf denen opulente, klassische Limousinen gefragt sind. Es handelt sich dabei aber eher um eine Gelegenheit, als um eine Offensive. Die in Korea gebaute Stufenhecklimousine ist nichts anderes als eine überarbeitete Version des Samsung SM5 von der Renault-Tochter. Ausser einer neu gezeichneten Front erhält der Latitude ein gefälliges Interieur von europäischer Anmutung. Die superweiche koreanische Aufhängung macht Platz für eine von Nis-

Renault Latitude – Klassizismus auf Koreanisch.

Technik: Stufenheck-Limousine; Länge: 4,90 m; Kofferraum: 477 l; Motorisierungen: Diesel 173/240 PS; 6-Stufen-Automatikgetriebe Preise: ab etwa Fr. 47 000.–; Markteinführung im März 2011.


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Test und Technik

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Die Ära der Stadt-Crossover Crossover liegen voll im Trend und machen sich auf, die Städte zu erobern. Ihr andersartiger Look und die verringerte Grösse prädestinieren sie dazu.

› Die Crossover setzen auf einen Artenmix.

Wie beim Nissan Juke, wo die untere Partie an Geländewagen erinnert, dessen dynamische Linie aber Sportlichkeit ausdrückt. Diese neue Welle, die auf der Abwendung von grossen SUV (Sports Utility Vehicles) reitet, setzt sich zunehmend in den unteren Segmenten fest. Nach dem Erfolg des kompakten Crossovers Nissan Qashqai ist die Reihe jetzt am Kleinwagen-Segment. Mit einer Länge von

rund 4,10 m starten die beiden Kumpane Mini Countryman und Nissan Juke die Offensive auf die Stadtgebiete. Mit ihren Abmessungen und ihrem frechen Aussehen sind sie wie geschaffen, eine junge Kundschaft zu verführen. Die beiden Crossover haben zwar eine erhöhte Bodenfreiheit, sind aber nicht primär aufs Gelände ausgerichtet. Die Mehrheit wird übrigens mit 4�2-Antrieb angeboten. Ausser ihrer Kompaktheit haben die leichteren Crossover

auch die Besonderheit, dass sie von kleinen, spritzigen Motoren angetrieben werden. Daher weisen sie ein amüsantes Fahrverhalten und vernünftige Verbrauchswerte auf. Hinzu kommt die ausgefeilte Präsentation des Innenraums. Auch wenn der Countryman durch einen übertriebenen Hang zu Livestyle-Gadgets abfällt und das Platzangebot des Juke unter seinem schrägen Heck leidet; die beiden Crossover liefern schlagende Argumente. MOH

Explosiver Crossover

Mini Countryman Cooper S ALL4 Als erstes Modell mit vier Türen und einer Heckklappe will dieser Mini im XXL-Format mit dem Alltäglichen brechen. Davon zeugt die Variabilität der verschiebbaren Bank mit verstellbaren Lehnen. Und zudem weist der Kofferraum eine enorme Kapazität auf. Allerdings ist das Verhältnis Preis/Ausstattung eher oberklassig, wobei das Interieur sehr trendig gestaltet ist. Der Crossover sticht zudem durch hohen Federungskomfort hervor. Und auch wenn er sich ein bisschen vom kartmässigen Fahrverhalten entfernt, zeigt er trotz erhöhter Bodenfreiheit kaum Seitenneigung. Aber die Version mit permanentem Allradantrieb (elektrohydraulisches Mitteldifferenzial) profitiert vor allem von einer unvergleichlichen Traktion, die ideal zu einem der angenehmsten Turbomotoren passt.

Nissan Juke 1.6 Turbo 4T2 Sein auffälliges Auftreten macht ihn zum Urtyp der kleinen Crossover. Der Nissan Juke weist ein originelles Interieur mit sehr adretten Verzierungen auf, das aber durchaus funktionell ist. Sein Durchzug bei niedrigen Drehzahlen macht ihn ideal für die Stadt. Aber nicht nur, denn der charaktervolle Motor mit 190 PS sorgt auch für rasante Beschleunigung. Und weil das relativ straffe Fahrwerk unnachgiebig ist, erfreut sich der Juke eines ebenso agilen wie unbeschwerten Fahrverhaltens. Hervorzuheben gilt es noch, dass der Fahrer die Wahl zwischen drei Fahrabstimmungen (Eco, Normal, Sport) hat. Einige Negativpunkte sind die Kopffreiheit hinten und die knappe Kofferraumkapazität. Aber der Juke macht mit seiner reichhaltigen Ausstattung, darunter ein serienmässiges Navigationssystem, wieder Boden gut. Wer bietet mehr?

Vorteile: Endlich ein geräumiger Mini, variable Rücksitze, nutzbarer Kofferraum, Fahrkomfort, angenehmer und kräftiger Motor, effizientes Fahrverhalten und Traktion Nachteile: Preis, kümmerliche Ausstattung, Materialanmutung, mühsamer Rückwärtsgang, Dosierung der Kupplung (Anfahren).

Vorteile: Originelles Konzept, Innenraumgestaltung, agiles und sattes Fahrverhalten, Motor mit kräftigem Temperament und Durchzug bei tiefen Touren, makellose Ausstattung Nachteile: Beschränkter Kofferraum, enttäuschender Verbrauch, Tankvolumen, Lenkrad nicht in der Länge verstellbar.

Technik: Crossover; 5 Türen; 4/5 Plätze; Länge: 4,10 m; Kofferraum: 350 l; 1,6 l Turbo, 184 PS, 240 Nm bei 1600/min; 6-Gang-Getriebe, Permanenter Allradantrieb; 0–100 km/h in 7,6 s Testverbrauch: 8,5 l/ 100 km, Reichweite: 552 km Preis: Fr. 39 400.– (Cooper S ALL4).

Technik: Crossover; 5 Türen; Länge: 4,14 m; Kofferraum: 251 l; 1,6 l Turbo, 190 PS, 240 Nm bei 2000/min; 6-Gang-Getriebe, Antrieb 4�2; 0–100 km/h in 8,0 s Testverbrauch: 8,6 l/100 km, Reichweite: 488 km Preise: Fr. 31 500.– (1.6 T Tekna), Fr. 34 900.– (Version 4�4).

Fette Radläufe am stattlichen Mini Countryman.

Der Nissan Juke versteht sich offenkundig als Stadtfahrzeug.

Bilder MOH, zvg

Ein Mini im Maxiformat


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Test und Technik

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Minivan auf Koreanisch Der koreanische Ableger von Chevrolet zieht mit dem Orlando, einem Fahrzeug, dessen Design zum Crossover tendiert, ins Segment der kompakten Minivans ein.

schon hochentwickelten Welt der Kompaktvans keine neuartigen Lösungen, hebt sich aber durch seine massive Front und seine fliehende Dachlinie ab. Ein origineller Look, dem es nicht an Attraktivität fehlt. Der, auf der Plattform der Limousine Cruze aufgebaute Van soll weltweit angeboten werden. Er bietet sieben Plätze und gut konzipierte Variabilität. Die hinteren Passagiere verfügen über viel Beinfreiheit. Zum Erreichen der dritten Reihe lässt sich die mittlere Bank zusammenklappen, die beiden hintersten Sitze sind versenkbar. Das ist praktisch und das Platzangebot ist anständig. Desgleichen für die Kapazität des Kofferraums, der wegen der versenkten Sitze nicht riesig ist. Der starke Punkt des

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zvg

› Zwar bringt der Chevrolet Orlando in der

Der Chevrolet Orlando schwankt zwischen Van und SUV und erinnert an Crossover.

Orlando ist sein Preis-/Leistungsverhältnis. Bei der Version LTZ fehlt nichts. Die Atmosphäre im Innenraum ist angenehm und die Schalldämmung ist wirksam. Das Fahrverhalten ist gut, die Motoren sind hingegen weniger überzeugend. Der Benziner ist etwas schwächlich, der Diesel ist mit

einem ultra lang abgestuften Getriebe kombiniert. MOH

Technik: Kompaktvan; Länge: 4,65 m; Kofferraum: 454 bis 852 l; Motorisierungen: Benziner 1,8 l (141 PS), Turbodiesel 2 l (163 PS) Preise: Fr. 26 990.– (1.8 LS) bis Fr. 37 990.– (2.0 VCDi Automat LTZ); lieferbar ab März.


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Freizeit und Reisen | touring 20 | 9. Dezember 2010

Süchtig nach weissem Pulver Man kann es drehen und wenden wie man will: Heliskiing ist unbestritten die phantastischste Erfahrung für einen leidenschaftlichen Schneesportler.

› Zusammengekauert am Boden, die Hände

Cariboos

Adamants

BRITISH COLUMBIA

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Sieben Tage im siebten Himmel | Die Cariboo Mountains – wo wir solches erleben – liegen in der kanadischen Provinz British Columbia. Sie erstrecken sich über ein Gebiet von rund 8000 Quadratkilometern mit rund 382 Abfahrten. Zugegeben, das wohl grösste Heliskigebiet liegt nicht eben im Umkreis ökologisch vorbildlich erreich-

KANADA

Valemount

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Halt gehts in wundervollem Schwungrhythmus, fast tänzelnd, talwärts. Die Schwerkraft scheint aufgehoben. Oder doch nicht? Ein erstes, heftiges Ziehen in den Oberschenkeln breitet sich aus. Aber die Freude, der Rausch, die Euphorie über das scheinbar gewichtlose Gleiten im Pulver überwiegt. Das ist Abenteuer pur. Heisse Runs im coolen Schnee.

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schützend vor dem Gesicht – so verharrt die Gruppe auf einem der 3000er Gipfel bis der Helikopter abhebt. Er rattert unangenehm, der Schnee wirbelt nur so herum. Und dann: die wundervolle Stille. Vor uns ein bizarres Gipfelmeer und unendlich weite Tiefschneehänge. Die ersten Glücksgefühle erfassen jeden Einzelnen. Zeit zum Geniessen bleibt aber kaum. Alles geht nun sehr schnell. Otto, unser Guide, seit Jahrzehnten in der kanadischen Wildnis unterwegs, startet mit kräftigen Stockschüben und ruft: «Let’s go, lefthand side of my track.» Irgendwie schwebend gleitet er den Gletscherhang hinunter. Einer nach dem anderen folgt ihm. Jeder versucht, seine Spuren synchron zum Vorfahrer zu ziehen. Ohne

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9. Dezember 2010 | touring 20 | Freizeit und Reisen

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Es rattert und wirbelt. Der Heli bringt die Skigruppe auf die schönsten Gipfel dieser Welt.

Unberührte Hänge, soweit das Auge reicht, machen Skifreaks süchtig (oben). Schon früh am Morgen analysieren die Bergführer die Schnee- und Wettersituation (links). Im Helikopter kann es ganz schön laut werden, ein Hörschutz ist deshalb für jeden Passagier obligatorisch.

barer Skistationen. Zuerst gehts per Flugzeug über Toronto nach Calgary und in einer siebenstündigen Busfahrt zur HeliLandebasis. Dennoch: Für leidenschaftliche Schneesportfans ist Heliskiing so etwas «wie der siebte Skifahrer-Himmel». Minutenlang stiebend und schwerelos über weite Hänge brettern – Snow-Dreams der edlen Sorte. Locker, luftig und trocken ist dort der Schnee beschaffen – so ganz anders als bei uns. Weisser Pulverschnee, der süchtig macht. «Dirty Dancing», «Blackstone», «Wet Feet», «Prima Ballerina», «Cornflakes», so heissen die Abfahrten, die sich dann auch so anfühlen. Die Namen könnten nicht treffender sein. Sanfte Gletscherabfahrten, aber auch wilde, steile Waldpartien stehen diese Wo-

che für die begeisterten Schweizer Gäste auf dem sportlichen Programm.

Einen Traum erfüllen | Die Teilnehmer

sind alle der Faszination des Heli-Skisports erlegen und verfügen zudem über drei ganz entscheidende Ks: Können, Kondition und notabene Kaufkraft. Das winterliche Abenteuer in der Einsamkeit Kanadas ist nicht ganz billig. So auch für die Gruppe aus der Region Glarus und Schwyz. Die elf Kollegen hatten bereits eine Woche im Skigebiet Whistler Mountains in den Beinen, bevor sie nach Cariboo kamen. Sie sind allesamt geübte Skifahrer, Mitglieder des Skiclubs Siebnen und so auch in der Schweiz jedes Wochenende auf den Skis anzutreffen. Sie erfüllen sich so alle zwei, drei Jahre den

Traum vom puren Powdern. Auch Paul Romer aus Siebnen ist einer von ihnen. Er ist bereits zum zweiten Mal beim Heliskiing in Kanada dabei. «Was wir hier erleben, ist in der Schweiz einfach nicht möglich. Das Gebiet ist phantastisch, der Service ist top und die Guides bringen uns an die schönsten unberührten Hänge. Ich werde in ein paar Jahren wieder dabei sein. Dennoch, Heliskiing soll ein Traum bleiben.»

Skifahren bis zum Umfallen | Um 9 Uhr in der Früh steht der «Skilift» bereit. Ein Helikopter schleppt je elf Gäste auf die bis zu 3000 Meter hohen Gipfel. Mit im Gepäck die superbreiten Bretter, die in diesen TaFortsetzung auf Seite 39


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Freizeit und Reisen

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Bilder Silvia Mettler, Roger Laurilla, Karte TCS Visuell

Ein Heli-Skigebiet halb so gross wie die Schweiz

Die Cariboo Lodge bietet erstaunlich hohen Komfort, es fehlt den Skifahrern an Nichts.

Fortsetzung von Seite 37

gen die Welt bedeuten. Vor allem halten sie die Skifahrer im tiefsten Schnee an der Oberfläche. Ganz zu schweigen von der enormen Krafteinsparung, die solch breite Latten bringen. Bis zu zehn Abfahrten mit rund 10 000 Höhenmetern täglich – die gehen wirklich in die Oberschenkel. Das anfängliche Ziehen entwickelt sich zu einem rüden Brennen. Obwohl die Teilnehmer (vorwiegend männlich) allesamt trainierte Sportler und hervorragende Skifahrer sind, macht sich doch der eine oder andere so seine Gedanken. Hätte man nicht doch noch eine Sonderschicht im Fitnesscenter einlegen sollen? Der Heli bringt die müden Skifahrer sicher in die mit beachtlichem Luxus ausgestattete Lodge. Ein Service, der dazu gehört, wie etwa Sauna, Whirlpool und Massagen. Nach einem phantastischen Abendessen gehts früh zu Bett. An der Bar wurde zur späten Stunde jedenfalls niemand mehr gesichtet. Denn da träumt man in den weichen Federn bereits wieder vom neuen Tag auf unberührten Hängen mit luftig-leichtem Schnee.

Wiederholungstäter | Abend in der heimeligen Cariboo Lodge. Die ganze Crew gratuliert Christian stürmisch. Der passionierte Skifahrer ist mit einer Gruppe aus Reklame

dem Glarnerland angereist. Er ist eben in den erlauchten Kreis jener «Süchtigen» aufgenommen worden, die in ihrem Leben 1 Million feet (ca. 330 000 Höhenmeter) Heliskiing absolviert haben. Christian ist kein Einzelfall. 70 Prozent sind «Wiederholungstäter». Skifahren abseits der Zivilisation, ganz ohne Wartezeiten am Skilift, macht einfach süchtig. Silvia Mettler

Diese Reise wurde unterstützt von Knecht Reisen, Zürich.

Gut zu wissen Optimaler Reisezeitpunkt: von Dezember bis April. Preis: ab 5250 Fr., im Preis inbegriffen sind 7 Übernachtungen in der Cariboo Lodge, Basis 1⁄2 Doppelzimmer mit Dusche/WC, Vollpension (Mittagessen Lunchpaket), nicht alkoholische Getränke, 30 500 Höhenmeter, Betreuung durch einen qualifizierten Berg- und Skiführer, Lawinenverschütteten-Suchgerät und Leihskis/-Snowboard. Umfassende Informationen direkt von Profis und Reservationen: Knecht Reisen AG, Kenny Prevost, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, Telefon 044 360 46 00, Internet: www.knechtreisen.ch.

Vor über 45 Jahren hatte der Österreicher Hans Gmoser die Idee, mit dem Helikopter die bis anhin unzugängliche Columbia-Bergkette für Skifahrer zu erschliessen. Seine Firma CMH (Canadian Mountain Holidays) hat sich zum weltweit grössten Anbieter für Heliskiing entwickelt. Die Gesamtfläche des CMHGebietes beträgt 15 000 Quadratkilometer, die von der Freizeitfirma gepachtet wird. «CMH hat hohe Sicherheitsstandards», erklärt Kenny Prevost, Geschäftsführer des Branchenleaders Knecht Reisen, die CMH in der Schweiz exklusiv vertreten. Noch bevor die Gäste den ersten Schnee unter die Füsse kriegen, werden Übungen mit Lawinenverschüttungsgerät und Sonde durchgeführt. Während die Gäste noch schlafen und von den Pulverschneehängen träumen, sind die hochprofessionellen Guides und Piloten schon hellwach. Bei der täglichen Beurteilung der Schnee- und Lawinensituation wird nichts dem Zufall überlassen. Wettervorhersagen der grössten Wetterstationen treffen ein, aktuelle Lawinenbulletins aus der nationalen Lawinenstation werden analysiert und Wildbeobachtungen von anderen Heliski-Destinationen werden gemeldet. Der tägliche Sicherheitscheck dauert mehr als eine Stunde. Manchmal fliegen die Guides ins Gebiet, um abzuchecken, wie die aktuelle Lage aussieht. Rund 280 sogenannte «Runs» sind mit Bild, Schwierigkeitsgrad und Beschaffenheit elektronisch erfasst und werden von der Crew mit rot oder grün beurteilt. Jede Bewegung wird registriert, auch Sprengungen, die während der Saison nötig sind. Sagt einer der drei verantwortlichen Guides oder Piloten «nein» zu einer Abfahrt, wird diese nicht gefahren. Es gibt durchaus Tage, da stehen die Helikopter wegen Schlechtwetter oder Lawinengefahr still. Entscheidungen, die jeder Skifahrer akzeptieren muss und der Sicherheit der Gäste dienen. sme


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Freizeit und Reisen

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Aufgefallen

Christian Bützberger, Redaktor

© Iris Kürschner, www.powerpress.ch

Faire Ferien: Ein qualitativer Quantensprung

Spass mit Barry Bernhardinerhunden bereitet nichts mehr Spass, als bei grosser Kälte im hohen Schnee herumzutollen. Winterwanderungen mit den Hospizhunden in ChampexLac (VS) um den wunderbaren Bergsee sind denn auch ein Erlebnis für Jung und Alt. Naturliebhaber nennen dieses Gebiet zwischen Le Châtelet und Le Catogne, auf einem intakten Hochplateau gelegen, auch «das kleine Kanada». Um was geht es? Anderthalbstündige Wanderungen mit den Hospizhunden, begleitet von einem Bernhardiner-Gespann. Wann: Jeden Sonntag vom 19. Dezember bis Ende Februar 2011; im Februar auch an allen Samstagen. Treffpunkt ist immer um 9.50 und 13.50 Uhr im Tourismusbüro von 1938 Champex-Lac. Teilnehmerzahl: Minimum sechs, maximal 16 Personen. Erwachsene zahlen 45 Fr., Kinder von sechs bis 16 Jahre 9 Fr. und für Kinder unter sechs Jahren ist der Hundespass im Schnee kostenlos. Bitte frühzeitig anmelden bei der Fondation Barry, Telefon 027 722 65 42, st-bernard@fondation-barry.ch oder www.fondation-barry.ch. Bü

Reisen TCS News

Heisse Wunderwelt-Reisen Neuer Katalog Der Katalog umfasst 24 Reisen auf allen Kontinenten. Neu ist eine Entdeckungsreise nach Malaysia und Borneo, eine Reise mit Kontrasten zwischen Moderne und Tradition, Wolkenkratzern und Tierbeobachtungen. Ebenfalls neu ist die 13-tägige Natur- und Kulturreise nach Ägypten, die meist abseits der Touristenströme nach Alexandria und Luxor sowie in die Weisse Wüste und zu grünen Oasen führt. Verschiedene Reisen sind neu als «Preishit» publi-

ziert mit kürzerer Reisedauer, Unterkunft in Mittelklasshotels und ohne eingeschlossene Trinkgelder. TCS-Mitglieder erhalten bei frühzeitiger Buchung eine Reduktion. Katalog und Buchung in jeder KuoniFiliale oder auf www.reisen-tcs.ch/wunderwelt.

Günstige Mietwagenpreise 10% bei Sunny Cars im Dezember In dieser Weihnachtszeit macht auch Reisen TCS den Club-Mitgliedern ein Geschenk: Wer bis spätestens 31. Dezember auf www.reisen-tcs.ch ein Mietauto bucht, erhält auf den Mietpreis attraktive 10% Reduktion statt der üblichen 3%. Das Angebot für eine Mietwagenübernahme (weltweit) ist gültig bis 31. Oktober 2011.

Motorhome-Ferien buchen Frühbucherrabatt Unter www.reisen-tcs.ch, Rubrik Reisen>Wohnmobile/online können Motorhome-Fans ihr Fahrzeug online buchen. Und das in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, England, Frankreich, Deutschland und Skandinavien. TCS-Mitglieder erhalten einen Frühbucherrabatt von 100 Fr. auf jede bis zum 15.1.2011 getätigte Buchung.

Wer nicht nur Bananen, Kaffee oder Tee, sondern auch seine Ferien nach ethisch und ökologisch ausgerichteten Standards kaufen oder buchen will, kann dies jetzt tun. Der Schweizer Branchenleader Kuoni lanciert auf dem Schweizer Markt die ersten Fair-Trade-Reisen nach Südafrika. Was sind Fair-Trade-Reisen? Sämtliche Anbieter dieser Wertschöpfungskette, vom Reiseanbieter in der Schweiz wie der Reiseagentur vor Ort über den Hotelier bis zum Ausflugsveranstalter und Tourguide, halten bestimmte Kriterien des fairen Handels ein. Man erkennt sie an dem FTT-Logo (Fair Trade Travel). Ziel dieses Zertifizierungsverfahrens ist die Förderung von lokalen Produzenten und Anbietern, die Sicherstellung fairer Handelsbedingungen für alle Partner. Mit diesem Verfahren versucht man im Tourismus ein Niveau zu erreichen, das bei andern Fair-Trade-Produkten wie Kaffee oder Bananen von Max Havelaar längst etabliert ist. Was bei diesem weiteren Versuch, fairen und nachhaltigen Tourismus Realität werden zu lassen, Hoffnung weckt, ist das Mitwirken verschiedener Akteure. Mit Kuoni macht der Marktleader mit, engagiert ist auch die Eidgenossenschaft mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco. In Südafrika selber ist die Nonprofit-Organisation Fair Trade in Tourism South Africa (FTTSA) ein starker Partner, der in dieser Angelegenheit schon seit Jahren eine Vorreiterrolle einnimmt. Dass eine 16-tägige Rundreise bei Kuoni im höheren Preissegment angesiedelt ist, ist klar. Sie kostet denn auch ab stolzen 5590 Fr. pro Teilnehmer. Eingeschlossen in diesem Preis ist aber auch ein Fair-Trade-Beitrag von 5%. Dieser fliesst nicht etwa in die Kassen der Anbieter, sondern wird vom FTTSA in Südafrika wieder in neue Projekte investiert. Damit diese Fair-Trade-Pilotreisen zum Erfolg werden, müssen sie jetzt bloss gebucht werden. Mehr Infos zum Fair-Trade-Projekt unter www.fairunterwegs.ch, www.ananea.ch oder auch www.fairtourismsa.org.za.


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Freizeit und Reisen | touring 20 | 9. Dezember 2010

Leserreisen und Events 2011 Die einmalige Natur Grönlands bestaunen, die Kulturen Südindiens kennen lernen oder eine Schiffsreise über den Atlantik – der «Touring» hält für seine Leser auch im nächsten Jahr eine Palette interessanter Reisen bereit.

Discovery Grönland an Bord der MS Fram – eine Traumreise exklusiv für Touring-Leser An Bord dieses modernen Expeditionsschiffes entdecken Sie zur besten Reisezeit die einmalige Diskobucht an der Westküste Grönlands. Spezialgast ist der Schweizer Astrophysiker und Astronaut Claude Nicollier. Kroatien – Gastfreundschaft und Tradition Eine 9-tägige Reise im luxuriösen Edelline-Bus durch das traumhafte Kroatien: malerische Hafenstädte, wunderschöne Naturlandschaften zwischen Meer und Bergen, lokale Gastronomie und einheimisches Brauchtum.

Reisedaten: 2.–11.7.2011

Richtpreis Infos: � ab CHF 6500.–

Gruppe 1: 6.–14.5.2011 ab CHF 2780.– Gruppe 2: 23.–31.5.2011

Flusskreuzfahrt Nil/Ägypten Bequem mit dem Erstklassschiff MS Lilly von Mövenpick mit Zug und Flug Unvergessliches entdecken. Luxor, Assuan, Abu Simbel, Kairo erwarten Sie.

November/ Dezember 2011

Im 4�4-Fahrzeug Island entdecken Mit einem Allrad-Fahrzeug lassen sich auch Regionen durchqueren, die mit einem PW nicht zugänglich sind. Entdecken Sie die fantastischen Naturschönheiten Islands auf dieser begleiteten Gruppenreise.

ab CHF 5490.– Gruppe 1: 9.–16.7.2011 Gruppe 2: 23.–30.7.2011 (2 Pers./Fahrzeug) Gruppe 3: 6.–13.8.2011

Transatlantik-Kreuzfahrt an Bord der Queen Mary 2****(*) In 6 Tagen von Southampton nach New York an Bord dieses Luxusschiffes mit seinen umfassenden Annehmlichkeiten und danach den pulsierenden «Big Apple» (wieder)entdecken.

20.–30.9.2011

ab CHF 4490.–

Südindien – einmalige Zugsreise mit dem «Splendour of the South» Südindien fasziniert u.a. durch seine alten Kulturen, farbigen Tempel, die berühmten «Backwaters». Auf der Reise von Bangalore nach Kochi macht der komfortable Zug etliche Stopps für Besichtigungen. Fakultatives Anschlussprogramm Kerala und Badeferien.

Gruppe 1: Mitte Nov. 2011 Gruppe 2: Mitte März 2012

ab CHF 6800.–

Event: Mit nostalgischem Traumauto durch die Toskana Am Steuer eines chromblitzenden Alfa Romeo-Cabriolets aus den 50er-Jahren erleben Sie die malerischen Landschaften der Toskana einmal ganz anders. Eine begleitete Oldtimer-Reise von besonderem Erlebnis!

Gruppe 1: 15.–19.6.2011 Gruppe 2: 12.–16.10.2011

ab CHF 3990.–

ab CHF 1990.–

(N) ab CHF 3585.– (F) ab CHF 2150.– (F) ab CHF 2150.–

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Event: Grosses Military Tattoo in Edinburgh Auf Grund des Grosserfolgs im 2010 lädt Sie der Touring auch im 2011 zu diesem weltberühmten Anlass ein. Hunderte von Dudelsackspielern treten vor der eindrücklichen Kulisse eines mit Fackeln beleuchteten Schlosses auf. Eindrücklich! Event: Zwei begleitete Veloreisen 11 Tage Norwegen (Oslo, Seljord, Lunde, Rystad, Bergen, Stavanger, Hirtshals) oder 8 Tage Südfrankreich (Nimes, Carcassonne, Bordeaux, Entre-deux-Mers, Rocamadour). Anreise mit Luxusbus von Edelline, erfahrene Veloleiter. Mitnahme des eigenen Velos/Flyers möglich.

25.–28.8.2011

28.6.–8.7.2011 D/F 17.–24.9.2011 D 1.–8.10.2011 F

auf Anfrage

Detailprogramm bestellen: Kreuzen Sie in der letzten Kolonne die gewünschten Programme an und schicken Sie uns diese Seite. Nach Erscheinen der Programme lassen wir Ihnen diese gerne zukommen. Alle Leserreisen und Events finden Sie auch auf www.touring.ch und www.reisen-tcs.ch. Name

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� Ich möchte in Zukunft regelmässig den Newsletter von Reisen TCS per E-Mail erhalten. Einsenden an: Reisen TCS, chemin de Blandonnet 4, 1214 Vernier oder per Fax, 022 417 25 52 oder E-Mail an reisen-tcs@tcs.ch


9. Dezember 2010 | touring 20 | Freizeit und Reisen

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Wurst: Verpacktes Vertrauen Ein Buch mit dem vielversprechenden Titel «Alles ist Wurst» brachte den «Touring» auf die Idee, sich mit dem Autor und einem Wurstmacher näher zu befassen.

› Die

Schweiz ist ein Land von Wurstessern, so sehr, dass sogar ein Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde möglich wurde. Rund sechs Kilogramm Wurst pro Jahr und pro Kopf werden in unserem Land vertilgt, dies bei rund 400 verschiedenen Wurstsorten. Einer wollte es genau wissen und unternahm eine kulturgeschichtliche Reise auf dem Wurstweg durch die Schweiz: der Berner Fritz von Gunten, Berater für Öffentlichkeitsarbeit in der Kulturmühle Lützelflüh, Autor des Buches «Alles ist Wurst».

Idee von Gotthelf | Fritz von Gunten kam

durch die Kurzerzählung «Wurst wider Wurst» von Jeremias Gotthelf auf die «Wurstidee». Er merkte, dass es sich dabei nicht eigentlich um die Wurst, sondern um eine Redewendung handelt. «Da war es für mich klar, dass ich mich auf die Wurstreise machen werde und auch die Bedeutung der verschiedenen Redewendungen erforschen wollte. Hinter jeder Wurst steckt ein Geheimnis, nämlich das Rezept des Metzgers.» Vom 17-Punkte-Koch und «Hexer aus dem Entlebuch», Stefan Wiesner, stammt gar die Aussage «Wurst ist verpacktes Vertrauen» (siehe auch «Nachgefragt» in dieser Ausgabe!). Diese Meinung vertritt auch der 37-jährige Metzgermeister Adrian Gygax aus Lützelflüh: «Wenn das Vertrauen in den Metzger da ist, vertraut man auch seinen

Produkten und kauft sie.» Das Vertrauen seiner Kunden hat sich Gygax mit seinen elf Mitarbeitenden längst erworben – und behalten. Der innovative Berufsmann führt die (einzige) Metzgerei im emmentalischen Dorf Lützelflüh seit elf Jahren. Sein Ziel ist es beispielsweise, alle zwei Wochen eine Neuheit im Laden zu haben, «damit ich mit den Kunden nicht bloss übers Wetter, sondern über die neuen Angebote sprechen kann», schmunzelt er. Im Sommer sinds die Grill-Bratwürste, im Winter vor allem die Dauer- sowie Blut- und Leberwürste, die am häufigsten über die Theke gehen. Aktuell im Dezember wird es die Ramserwurst sein, eine geräucherte Rohwurst zum Gekochtessen. Der Ausdruck stammt vom «Ramsen», einem traditionellen Jass-Spiel,

das in der Region des Bucheggbergs im Kanton Solothurn ausschliesslich in der Altjahrswoche gespielt wird.

Täglich eine Wurst | Buchautor Fritz von Gunten ist überzeugt, dass man eine Wurst nur verstehen kann, wenn man sie auch isst. Metzger Gygax pflichtet bei, isst er doch täglich eine Wurst. «Ich versuche immer die erste Cervelat und das erste Wienerli!» Der kreative Jungmetzger hat weitere Pläne: Im elterlichen Bauernbetrieb baut er einen Stall in eine Rauchküche mit Ofen um, wo Küchenrauch hergestellt werden soll. «Die Nachfrage ist riesig, auch von Grossverteilern», sagt er begeistert. Es ist ihm also alles andere als Wurst, was mit der Wurst geschieht. Peter Widmer

Das Buch «Alles ist Wurst – auf dem Wurstweg durch die Schweiz» (nur in deutscher Sprache erhältlich) ist in enger Zusammenarbeit mit dem Verband der Schweizer Metzgermeister entstanden. Autor Fritz von Gunten bereiste jeden Kanton, führte auf seiner «Tour de Suisse» Gespräche mit den kantonalen Metzgermeister-Präsidenten, um die regionalen Wurst-Spezialitäten und das Brauchtum zu erforschen und in jedem Kapitel übersichtlich und appetitlich festzuhalten. Von der Idee bis zur BuchVernissage im Jahr 2006 verstrichen drei ereignisreiche, spannende Jahre. Die Wurstkreationen im Buch entstammen der Feder von Stefan Wiesner, Restaurant «Rössli», Escholzmatt. Weitere Infos: www.fritzvongunten.ch, www. hexer.ch, www.metzgerei-gygax.ch. wi

Peter Widmer

Alles ist Wurst

Oben: Konzentration an einem Wurstseminar in der Metzgerei Gygax, Lützelflüh. Unten: Buchautor Fritz von Gunten im Gespräch mit Metzgermeister Gygax; Monika und Adrian Gygax.


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Freizeit und Reisen | touring 20 | 9. Dezember 2010

Fahrt auf dem riesigen Onega-See zur Museumsinsel Kishi; sie gehört mit ihrem Freilichtmuseum und der hölzernen Kathedrale zum Unesco-Welterbe.

Von Moskau nach Sankt Petersburg Zwei Hauptstädte kennenlernen, dazwischen auf einer 1800 km langen und erholsamen Flusskreuzfahrt «dem anderen Russland» begegnen: Eine etwas andere Entdeckungsreise.

› Moskau. Die russische Kapitale. Eine ver-

rückt-faszinierende Stadt. Für Generationen Inbegriff des Schreckens. Und dann steht man plötzlich unbehelligt auf dem Roten Platz. Flaniert durch den sagenumwitterten Kreml und staunt über die prächtigen Kathedralen. Die Erlöser-Kirche, die Stalin 1931 sprengen liess und an deren Stelle ein Freibad lag, wurde rekonstruiert und 1997 wieder eingeweiht. Ein Muss ist die Metro, deren Stationen zum Teil allein eine Reise wert sind. Moskau ist die Stadt

Versunkene Dörfer (links), pittoreske Kirche in Uglitsch, eine der Perlen des «Goldenen Rings».


9. Dezember 2010 | touring 20 | Freizeit und Reisen

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250 km

Kishi

Mandrogi Kuzino Kirillow

St. Petersburg

Jaroslawl Uglitsch RUS Moskau

Bilder Viking Flusskreuzfahrten, Heinz W. Müller

Zwischen Moskau und St. Petersburg produzieren sich da und dort Einheimische für klingende Münzen.

der Gegensätze: Davon zeugt etwa das berühmte Kaufhaus GUM. Andernorts herrscht Aufbruchstimmung mit «westlicher» Architektur: Moskau City – ein waghalsiges neues Geschäftszentrum am Cityrand, das aus dem Boden spriesst. «Wir wollen nicht mehr zurück in alte Zeiten, auch wenn nicht alles besser ist», sinniert Reiseführerin Natalja. Vielerorts erstickt die schier endlose Stadt im Verkehr: «Ich halte es nicht mehr aus und wandere nach Zypern aus», klagt der litauische Taxifahrer, sagts und fährt wie ein Irrer drauflos.

Übernachten auf dem Schiff | Die Reiseteilnehmer können sich nach der Bekanntschaft mit der Millionenmetropole in die Kabine des Flusskreuzfahrtschiffes, in unserem Fall die «Viking Peterhof», zurückziehen, das leckere Essen geniessen und von dort aus die Kapitale weiter entdecken. Dann heissts aber «Leinen los» und die sechstägige Flusskreuzfahrt zur ehemaligen Hauptstadt St. Petersburg beginnt. Zuerst ists der Moskau-Kanal mit 128 km Länge und nicht weniger als sechs Schleusen. Insgesamt überwindet das Schiff auf der Reise 18 Schleusen und meistert auf diese Weise – Tag und Nacht – 162 Höhenmeter.

Wer solche immense Bauwerke noch nie gesehen hat, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Auf diese Weise gelangt das 190 Passagieren Platz bietende Flusskreuzfahrtschiff sanft in die stolze Wolga. Der Strom ist bereits sehr breit, die Ufer sind weit entfernt. Stille, Unendlichkeit und Idylle können bei gutem Wetter vom Sonnendeck aus genossen werden. Inklusive die ersten Blockhäuser, die uns von nun an treu begleiten. Relativ rasch haben die Passagiere das Schiff, das übersichtlich, aber nichts für Tritt-Unsichere ist, im Griff und auch schon Freundschaft mit der freundlichen russischen Crew geschlossen. Ebenso mit der Reiseleiterin der «Viking», in unserem Fall ist es Julia. In ihren Vorträgen zeichnet sie ein erstaunlich differenziertes Bild ihres Landes.

Eine Zeitreise | 24 Stunden später legt das Schiff in der Kleinstadt Uglitsch an. Nach Moskau fast etwas ein Kulturschock. Die Zeit scheint stillgestanden zu sein – das Russland der Fünfziger Jahre lässt grüssen. Souvenirhändler mit recht preiswerten Artikeln, allen voran mehrteilige Babuschkas, säumen die Einfallachse. Dann erklärt die lokale Fremdenführerin ausführlich die sehenswerten Kirchen mit den vielen Ikonen. Am andern Morgen erreicht das Schiff die 600 000-Seelen-Stadt Jaroslawl; sie ist eine Perle am «Goldenen Ring». Dank des Ensembles und der verschiedenen Kirchen gilt die Stadt als Unesco-Welterbe. Ein Bummel in der Markthalle zeigt das ursprüngliche, «unverdorbene» Russland. Die nächste Station heisst Goritzy. Zuvor kann ein Zeuge aus der brutalen Stalin-Zeit inmitten eines Stausees gesichtet werden: Ein Kirchturm eines Dorfes, das überflutet wurde. Die kurze Busfahrt von der Anlegestelle führt zur riesigen, befestigten Anlage des Kirillow-Belozerskij-Klosters, einst ein wichtiger Ort der orthodoxen Kirche. Eine lange Fahrt führt letztlich über den OnegaSee, das zweitgrösste Binnengewässer Europas. Wälder, Buchten und die Block-

häuser erinnern an Finnland, Norwegen, Schweden oder Kanada. Auf der Insel Kishi befindet sich die hölzerne Verklärungskirche mit 22 Kuppeln; das Ensemble ist auch ein Unesco-Welterbe. Bevor der LadogaSee, der grösste See Europas überhaupt, durchfahren wird, erreicht die zur verschworenen Kreuzfahrt-Familie zusammengewachsene Gesellschaft Mandrogi, ein seit 1996 im altrussischen Holzbaustil wieder errichtetes Freilichtmuseum mit vielen Souvenirläden.

St. Petersburg | Letzter Höhepunkt der Reise ist die geschichtsträchtige ehemalige Hauptstadt St. Petersburg, das einstige Leningrad. Es wäre Wasser in die Newa getragen, die Stadt hier vorzustellen. Man muss sie einfach erlebt haben. Womöglich in der Zeit der Weissen Nächte, wenn die Sonne kaum untergeht. Heinz W. Müller

Gut zu wissen Einreise: Schweizer Bürger benötigen für Russland ein Visum. Kleidung: Gute Windjacke, Regenschutz und gutes Schuhwerk. Währung: Auf dem Schiff bargeldlos. Rubel können nur in Russland gewechselt werden. Einkäufe: Souvenirs eher nicht in den Zentren kaufen. Infos/Buchungen: Kuoni Reisen, Tel. 044 27744 84, www.reisentcs.ch. Mitglieder-Vorteil: TCS-Mitglieder erhalten bei Buchung einer 13-tägigen Flussreise mit der «Viking Peterhof» (Moskau–St. Petersburg od. umgekehrt, ab 3770 Fr.) bis zum 31.1.2011 eine Reduktion von 100 Fr./Person. Gültig auf Abreisen vom 21.5., 14.6., 8.7., 1.+25.8., 18.9., 12.10.2011. Schwesterschiff «Kirov» auf Anfrage. Dazu 10% Rabatt bei Buchung/Bezahlung bis 3 Monate vor Abreise. Tipp für Einzelkabinen: Höher als Standard-Kategorie wählen. hwm


SCHWARZWALD

Ferien in Ă–sterreich


9. Dezember 2010 | touring 20 | Club und Mitglied

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Mister Verkehrserziehung 35 Jahre lang wurde die Verkehrserziehung beim TCS gleichgesetzt mit René Wittwer. Er hat viele positive Spuren hinterlassen, dies auch auf europäischer Ebene. Nun übergibt er den Stab seiner Nachfolgerin Natascha Amez-Droz. men mit seiner Gattin nur für einige Jahre seine Französisch-Kenntnisse im Welschland vertiefen, als er sich 1975 auf ein Inserat in der damaligen Basler «NationalZeitung» meldete. Es ging um eine Stelle als Mitarbeiter bei der Abteilung für Unfallverhütung des TCS in Genf. Daraus wurden ganze 35 Jahre. In dieser Zeit baute der in Winterthur und Basel aufgewachsene René Wittwer den Bereich Verkehrserziehung Schritt für Schritt auf. Schon zuvor hatte er eine Affinität zu Jugendlichen, machte er mit ihnen doch viele positive Erfahrungen im Freizeitbereich.

Platz für Kreativität | Erstes Ziel von Wittwer war es, neue Unterrichtsmittel für den Einsatz in der ganzen Schweiz zur Verfügung zu stellen. Das erste Projekt stand im Zusammenhang mit der Einführung der Prüfung für Motorfahrradfahrer. Es wurde ein Lehrmittel inklusive Handbuch und Testblätter geschaffen, worüber gar die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens berichtete. «Das Schöne war, dass ich immer sehr selbstständig arbeiten und ein Projekt von A bis Z durchziehen konnte», blickt er dankbar zurück. Aber René Wittwer arbeitete dennoch nicht etwa im stillen Kämmerlein, sondern er kooperierte eng mit Verkehrsinstruktoren der Polizei und der Lehrerschaft, wenn es darum ging, Lehrmittel zu kreieren: «Wir wollten ja Unterrichtsmaterial erarbeiten, das von den Verkehrsinstruktoren und Pädagogen auch eingesetzt wird», sagt der Fachmann auf der Schwelle zur Pensionierung. Breite Palette | Nebst den Unterlagen für die Veloprüfung, die landauf, landab bekannt sind, stand René Wittwer unzähligen Broschüren, Lehrmitteln und Kampagnen Pate, die aber auch ältere Semester betrafen. Neuerungen blieb er dabei nicht verschlossen: So umfasst das Lehrmittel «Verkehr – Unfall – Folgen», über welches der «Touring» berichtete und das von den schlimmen Folgen von Unfällen handelt, auch eine DVD und einen Internetauftritt. Nach wie vor führt der TCS den Lead bei der Schulbeginn-Kampagne; auch hier wird mit Partnern kooperiert und die Finanzierung erfolgt über den Fonds für Verkehrssicherheit. Nach Ansicht des scheidenden Verantwortlichen für diesen Bereich klappt die

Verkehrserziehung heute bis zum 6. Schuljahr – auf der Oberstufe und in den nachobligatorischen Schulen bestünden aber grosse Lücken. Auch bei den Eltern gebe es noch Verbesserungspotenzial.

Lob den Jungen | Trotz zahlreicher Ne-

gativ-Schlagzeilen will Wittwer nichts davon wissen, dass die Disziplin der Schüler im Verkehr in letzter Zeit schlechter geworden ist: «Es liegt einmal im Wesen der Jugendlichen, dass sie die Grenzen ausloten. Sie sind aber nicht schlechter geworden, höchstens ihre erwachsenen Vorbilder.» Das Ganze sei zudem ein Problem der Wahrnehmung: «Man ist auch empfindlicher geworden.» René Wittwer war nie ein «Stubenhocker»: Er suchte, wie schon erwähnt, den Kontakt zur Polizei und Lehrerschaft, aber auch zur Jugend selber: Viele Jahre organisierte er die Jugendfahrlager des

TCS; zudem war er auf internationaler Ebene beim europäischen Verkehrserziehungswettbewerb engagiert, den es seit 1986 gibt und zu dessen Gründern der TCS gehört. René Wittwer war federführend bei den nationalen Ausscheidungen und begleitete die vier Kinder zwischen 10 und 12 Jahren bei den Wettkämpfen im Ausland. Mit Freude verfolgte er, wie Balkanstaaten die Verkehrserziehung entdeckten und mitunter gar TCS-Broschüren «abkupferten». René Wittwer, der kürzlich mit seiner Gattin ins Berner Oberland gezogen ist, weil er die Berge so liebt, wird sich im Ruhestand selber treu bleiben: Er wird sich in Senioren-Organisationen und Schulen engagieren und dabei sein bisheriges Anliegen einbringen. Denn wie heisst es doch bekanntlich so schön: «Die Katze lässt das Mausen nicht.» Heinz W. Müller

Mathias Wyssenbach

› Eigentlich wollte René Wittwer zusam-

René Wittwer mit den Leuchtgürteln des TCS, die in der ganzen Schweiz bestbekannt sind.


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Club und Mitglied

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Sich selber bescheren

Willkommen im Camping

Es lohnt sich, den TCS Verwandten, Freunden oder Bekannten zu empfehlen: Werden diese Mitglied, winkt ein wunderschönes Geschenk. Eine tolle Idee zu Weihnachten.

TCS-Mitglieder können zu günstigen Konditionen Mitglied des TCS-Camping-Clubs werden und profitieren – so etwa auf Campingplätzen.

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jährlich nur 55 Fr. (Aargau 62 Fr., Zürich 60 Fr.) können alle TCS-Mitglieder (Kat. «Motorisiert», «Nichtmotorisiert» und «Cooldown Club») Camping-Mitglied werden und somit von 10 bis 25% Rabatt auf allen Campingplätzen profitieren, die der TCS in den schönsten Gegenden der Schweiz führt. Die Mitgliedschaft lohnt sich auch, wenn man keinen eigenen Camper besitzt, denn auf den Campingplätzen kann man mit 5% Rabatt Zelte, Wohnwagen und Bungalows mieten. Ausserdem profitiert man von 5 bis 25% Rabatt auf den Partner-Campingplätzen in Frankreich und Italien. Und: Die Camping-Mitglieder haben Priorität bei der Reservation von Saisonplätzen; Nichtmitglieder bezahlen einen Zuschlag von 100 Fr. Weitere miteingeschlossene Leistungen sind: Camping-Haftpflichtversicherung und CampingmaterialVersicherung; gratis Camping Card International, 10% Rabatt auf Campingzubehör bei Partnern. Im Mitgliederpreis ist die Zeitung «CampCar» inbegriffen. ac

Schulferien 2011

Der Onlinekalender

Er ist ein unabdingbares Tool, um die Familienferien fürs kommende Jahr rechtzeitig planen zu können. Zu finden ist der neue Kalender «Schulferien in der Schweiz» unter www.tcs.ch, Rubrik «Reisen & Freizeit» > Reiseinfos > Schulferien. Abrufbar sind auf diese Weise die vollständige Liste mit Schulanfang und -ende in allen Kantonen sowie ein separates «Feiertage»-File fürs Jahr 2011, ebenfalls fürs ganze Land gültig. Wer im Ausland Ferien verbringen will, findet auf derselben Website ausgewählte Informationen für jede Nation in Bezug auf Autobahngebühren (einschliesslich Online-Rechner für die Errechnung der Gebühren) und Benzinpreise. Ebenfalls sehr nützlich sind die Informationen über die in den einzelnen Ländern gültigen Geschwindigkeitsbeschränkungen und die erlaubten Blutalkoholgrenzen. tg

Bewilligung immer an Bord haben

Fahrzeug von Dritten

Viele tun es, doch wenige wissen Bescheid über die Konsequenzen: Im Ausland mit dem Fahrzeug einer Drittperson unterwegs zu sein, kann zu unangenehmen Überraschungen führen. Etwa bei Kontrollen, wenn die Ordnungshüter die Richtigkeit der Papiere des Lenkers überprüfen wollen, doch die Identität nicht identisch ist mit jener des Autobesitzers. Eine Erklärung hierzu in einer Fremdsprache abzugeben, ist nicht immer einfach. Schlimm wirds, wenn man in einen auch nur kleinen Verkehrsunfall verwickelt ist. Deshalb ist es klug, immer eine «Bewilligung zur Benutzung eines Fahrzeugs durch Drittpersonen» mit dabeizuhaben, die ausgefüllt und mit einer Unterschrift versehen wurde. Das in fünf Sprachen verfasste Dokument kann unter www.tcs.ch («Reisen & Freizeit» > Reiseinfos > Zolldokumente) heruntergeladen werden. ac

Touring-Info Alle Details finden Sie unter www.campingclubtcs.ch oder Tel. 0844 888 111.

mw

Stabmixer, ein Bohrer, ein Trolley-Koffer (Bild), eine Wetterstation, ein Tassenhalter/ Kapseldispenser von Nespresso, ein 6Monate-Abonnement für die «Schweizer Illustrierte», ein Sicherheitsset für die Reise, ein Handstaubsauger – das ist die komplette Liste der Geschenke, aus der Mitglieder wählen können, wenn sie als Club-Botschafter agieren. Sie brauchen dem TCS nur eine Person zu nennen, die dann Mitglied in der Kategorie «Motorisiert» wird. Unter www.tcs.ch (Rubrik TCS > Mitglied werden > Club-Botschafter) kann das Anmeldeformular online ausgefüllt werden. Weitere Informationen unter Telefon 0844 888 111. Bezahlt das Neumitglied den Mitgliederbeitrag innerhalb zweier Monate, erhalten die erfolgreichen Werber das Geschenk Ihrer Wahl nach Hause geliefert. Natürlich kann auch der Mitgliederbeitrag für einen Verwandten oder Freund bezahlt werden, dies als originelles Weihnachtsgeschenk. Im Gegenzug beschenkt der TCS dann die Schenkenden. tg

Mitglieder beim TCS-Campingclub profitieren von Rabatten auf den TCS-Plätzen.


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9. Dezember 2010 | touring 20 | Standpunkt

TCS-Dienstleistungen Telefon 0844 888 111 oder www.tcs.ch Mitgliedschaft www.tcs.ch Motorisiert (Automobilisten je nach Sektion und Motorradfahrer) und pro rata Partner-/Jugendkarte Fr. 44.– Nicht-motorisiert Fr. 32.– COOLDOWN CLUB MEMBERCARD Fr. 66.– Velofahrer (mit Velo-Assistance und Haftpflicht) Fr. 37.– Junioren (mit Velo-Assistance und Haftpflicht) je nach Sektion Camper (Nur für motorisierte oder nicht-motorisierte TCS-Mitglieder) Fr. 55.– (Camping-Club AG: + Fr. 7.–; ZH: + Fr. 5.–) ETI TCS www.eti.ch Europa motorisiert «Familie» Fr. 103.– Europa motorisiert «Einzelperson» Fr. 75.– Europa nicht-motorisiert «Familie» Fr. 77.– Europa nicht-motorisiert «Einzelp.» Fr. 65.– Erweiterung Welt «Familie» Fr. 88.– Erweiterung Welt «Einzelperson» Fr. 70.– Heilungskosten Europa Fr. 32.– Heilungskosten Welt Fr. 45.– Card Assistance www.cardassistance.tcs.ch für die ganze Familie Fr. 28.– 20% Rabatt für Inhaber des ETI TCS Firmenkarte TCS www.tcs.ch/firmen Für Firmenwagen, Pannenhilfe ab Fr. 134.– Verkehrs-Rechtsschutz ab Fr. 111.– ASSISTA www.assista.ch Rechtsschutzversicherung Verkehr «Familie» Fr. 96.– «Einzelp.» Fr. 66.– Privat (mit Verkehrs-Rechtsschutz) «Familie» Fr. 215.– «Einzelperson» Fr. 192.– Privat (ohne Verkehrs-Rechtsschutz) «Familie» Fr. 245.– «Einzelperson» Fr. 225.– Gebäude Fr. 95.– Auto TCS www.autotcs.ch Haftpflicht, Teilkasko, Kollisionskasko, Unfallversicherung, Bonusschutz, Parkschadenversicherung. auf Anfrage Zweirad www.versicherungentcs.ch Velo-Assistance mit Velo-Vignette, Rechtsschutz, Beistandsleistungen und KaskoDeckungs-Variante bis Fr. 2000.– Fr. 25.–* od. Kasko-Deckungs-Variante bis Fr. 5000.– Fr. 80.–* Velo-Vignette Fr. 6.50* Moto-Assistance (Pannenhilfe und Beistandsleistungen) Fr. 41.–* Für Motorräder in der Schweiz und im Ausland * Preis für TCS-Mitglied TCS Drive Kreditkarten TCS MasterCard drive Partnerkarte TCS American Express drive Gold Partnerkarte

Fr. 50.– Fr. 20.– Fr. 100.– Fr. 50.–

Infotech www.infotechtcs.ch Der TCS testet Fahrzeuge und Zubehör und stellt die kompetent und neutral erarbeiteten Informationen den TCS-Mitgliedern zur Verfügung. Test&Training www.test-und-trainingtcs.ch Preisermässigung auf das Kursangebot in den Verkehrssicherheitszentren Betzholz (ZH) und Stockental (BE) und Fahrtrainingszentren Lignières (NE), Plantin (GE) und Emmen (LU). Zweiphasenausbildung www.2phasen.tcs.ch Obligatorische Weiterbildungskurse zum definitiven Führerausweis. Reisen und Freizeit www.reisen-tcs.ch Reisen 0844 888 333 Camping www.campingtcs.ch 022 417 25 20 Hotels Schloss Ragaz, www.hotelschlossragaz.ch 081 303 77 77 Bellavista, www.hotelbellavista.ch 091 795 11 15 Velo und Freizeit www.rad.tcs.ch

Zweimal ist ein «Stopp» angesagt

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Das Dossier «Umweltzonen» hat Bundespräsidentin Doris Leuthard von ihrem Vorgänger Moritz Leuenberger geerbt. Sie kann und muss es rasch schliessen und stattdessen wichtige Themen anpacken. Die Umweltzonen wollen ältere Autos, Motorräder und Lastwagen aus den Städten verbannen, wenn sie moderne Standards nicht einhalten. Fahrzeuge, die damals bei ihrer Inverkehrssetzung alle staatlichen Vorschriften erfüllten, sollen jetzt plötzlich nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Das verletzt Treu und Glauben. Dagegen wehrt sich der TCS im Interesse der Konsumenten. Diese Umweltzonen nützen in der Schweiz praktisch nichts. Der Fahrzeugpark bei uns ist wesentlich sauberer als in Ländern, welche einen hohen Anteil alter Dieselfahrzeuge haben. Sogar im Ausland zeigt sich, dass Umweltzonen die Qualität der Luft nur minimal verbessern – das stellte jüngst der deutsche ADAC, Partnerclub des TCS, fest. Die Umweltzonen wären zudem bürokratische Monster. Sie lösen grossen Aufwand aus, verursachen hohe Kosten für die Bewirtschaftung der Plaketten und schaffen grosse Verwirrung bei Einheimischen und Gästen. Das Risiko, eine der uneinheitlichen Regeln ungewollt zu verletzen und gebüsst zu werden, wäre gross. Also: Die Umweltzonen, welche den FahrReklame

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zeugen am Stadtrand ein «Stopp-Signal» entgegenhalten wollen, sind sofort politisch zu stoppen, noch bevor sie in der Schweiz Schaden anrichten können. Vermeiden wir die Fehler, welche das Ausland gemacht hat. Und noch ein zweites «Stopp» muss der TCS ausrufen. Es gilt all den phantasievollen Ideen, welche in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden schiessen: Sie wollen bei den Automobilisten viel Geld abholen, um andere politische Vorhaben zu finanzieren. In der Politik ist die Versuchung immer gross, seine Probleme mit dem Geld der anderen zu lösen. Doch gegenüber den Automobilisten scheinen alle Hemmungen verschwunden. Und dies trotz der Tatsache, dass für die Bedürfnisse der Strasse – namentlich das Erhalten der guten Qualität des Netzes und das Beseitigen von Engpässen auf überlasteten Autobahnen – das Geld knapp wird und zusätzliche Mittel zu finden sind. Der TCS erteilt darum allen Ideen eine Absage, welche von der Strasse zusätzliches oder neues Geld holen wollen, um strassenfremde Zwecke zu erfüllen. Das Verursacherprinzip ist zu respektieren. Gerade der öffentliche Verkehr muss eigene Quellen der Finanzierung finden. Nicht zuletzt bei den Benutzern des öffentlichen Verkehrs selber.

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Niklaus Lundsgaard-Hansen, Zentralpräsident des Touring Club Schweiz (TCS)


9. Dezember 2010 | touring 20 | Leserseite

Leserbriefe

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Wettbewerb

Qualität nicht kaputt machen «Touring» 18/2010

Ich bin seit nahezu 40 Jahren Mitglied des TCS. Die Nr. 140 ist ein verlässlicher Helfer in Pannenfällen. Der Entscheid des Bakom, dass diese Nummer künftig geteilt werden soll, ist absolut weltfremd und nicht nachvollziehbar. Es ist deshalb völlig richtig, dass der TCS dagegen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat. Alois Amrein (@)

Sehr oft sind Autofahrende mit eingeschalteten Nebellampen unterwegs, obwohl es weit und breit keinen Nebel hat. Dies ist vor allem nachts und bei nasser Fahrbahn sehr unangenehm und störend, da es das entgegenkommende Fahrzeug blendet. Die Bezeichnung Nebellampe sollte eigentlich klar sein. Edith Verardo-Baumgartner (@) Via Sicura «Touring» 19/2010

Die Durchsetzung der Ordnungsbussenverordnung zu Lasten des Halters scheint mir inakzeptabel. Ich bin seit vielen Jahren Halter eines Fahrzeuges, das durch meine Frau gesteuert wird. Sie hat meines Wissens noch nie eine Ordnungsbusse bezahlt. Ich selber als Halter habe nie Auto fahren gelernt, also kann ich auch keine Ordnungsbusse erhalten. Balz von Rechenberg (@) Es nimmt mich wunder, wie viele alleinerziehende Eltern wie ich diese «Zwangs-Kurse» bezahlen müssen, weil die Kinder noch in der Ausbildung sind und gar kein Geld haben. Grade für alleinerziehende Eltern ist das teuer. Heidi Gysin (@) In dieser Rubrik gilt: Je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E-Mail (touring @tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen ebenfalls in der Online-Ausgabe des Touring (www.touring.ch).

zvg

Nebellampen

Opel Meriva als Weihnachtsgeschenk Als Auftakt zu den Feiertagen macht Ihnen der «Touring» ein wunderbares Geschenk. Sie haben die Gelegenheit, einen reich ausgerüsteten Opel Meriva Cosmo 1.4 Turbo zu gewinnen. Die zweite Auflage dieses Vorreiters unter den kleinen Minivans sticht durch seine gegenläufig öffnenden Türen und besonders gelungene Variabilität seines Innenraums hervor. Der elegante Minivan kann auf die Kraft seines 1,4-l-TurboBenzinmotors zählen. Die grosszügig ausgestattete Version Cosmo umfasst viele Annehmlichkeiten, wie eine Zweizonen-Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregler, elektrische Feststellbremse, elektrische Fensterheber hinten und vielfach verstellbare Sitze. Das vom «Touring» reservierte Exemplar verfügt über zusätzliche Raffinessen: Ergonomische Vordersitze, Abbiege- und Kurvenlicht, Lenkrad und Sitze beheizbar, automatisch abblendbarer Innenspiegel usw. Der muskatgrau- metallic lackierte Opel Meriva Cosmo 1.4 Turbo in diesem Wettbewerb hat einen Wert von 32 150 Fr. Preissponsor: General Motors Suisse SA, 8152 Glattpark, www.opel.ch.

Die Fragen: 1. Wie lang ist der Suzuki Swift, den wir getestet haben? 2. Wo kann man das Heliskiing, welches in dieser Ausgabe vorgestellt wird, erleben? 3. Aus welcher Region kommt der Koch Stefan Wiesner?

Antworten können per Post, SMS, E-Mail und im Internet www.touring.ch abgegeben werden (Absender nicht vergessen). Wettbewerb 18/2010: Die Uhr Citizen hat Richard Anken aus Bernex gewonnen. Teilnahmebedingungen: Zur Teilnahme am «Touring»-Wettbewerb ist jedermann zugelassen. Ausgenommen sind alle TCS-Mitarbeiter und deren Familienangehörige. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preise werden nicht bar ausbezahlt. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Redaktion Touring, Leserwettbewerb, Postfach, 3024 Bern, SMS «Touring» plus Antworten an 9988 (1.–/SMS), touring@tcs.ch (subject: Wettbewerb) Einsendeschluss: 2. Januar 2011

Impressum touring Zeitung des Touring Club Schweiz (TCS). Redaktion: Felix Maurhofer (fm, Chefredaktor); Heinz W. Müller (hwm, stv. Chefredaktor); Marc-Olivier Herren (MOH, stv. Chefredaktor); Christian Bützberger (Bü), Antonio Campagnuolo (ac), Jacques-Olivier Pidoux (jop), Peter Widmer (wi). Layout: Andreas Waber (Leitung), Stephan Kneubühl, Mathias Wyssenbach (mw). Redaktionsassistentinnen: Karin Kobel (D), Michela Ferrari (I), Sylvie Fallot (F), Irene Mikovcic-Christen (Chefredaktion). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 031 380 50 00, Fax 031 380 50 06. E-Mail: touring@tcs.ch. Herausgeber: Touring Club Schweiz, Postfach 820, 1214 Vernier (GE).

Auflage: Deutsche Ausgabe: 828 010, Totalauflage: 1325 035. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung), Gabriela Amgarten. Inserate: Publicitas Publimag AG, Seilerstrasse 8, 3011 Bern, Tel. 031 387 2116, Fax 031387 21 00. Herstellung: St. Galler Tagblatt AG, Basler Zeitung AG, CIE Centre d’impression Edipresse Lausanne S.A. Adressänderungen: Unter Angabe der Mitgliedernummer direkt an: TCS-Zentralsitz, Postfach 820, 1214 Vernier, Tel. 0844 888 111, E-Mail: service@tcs.ch. Abonnement: Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 20-mal jährlich. Für unverlangte Manuskripte wird jede Haftung abgelehnt.


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Nachgefragt | touring 20 | 9. Dezember 2010

Der schräge Hexer aus dem Entlebuch

Wo holen Sie denn all diese Zutaten her?

Seine Ingredienzen sind Torf, Goldplättchen oder Parfums. Der avantgardistische Gourmetkoch Stefan Wiesner passt in kein Schema und fasziniert eine wachsende Fangemeinde.

» Sie kochen mit Steinen, Holz, Heu und

servieren auch mal eine geräucherte Schneeflockensuppe. Wie definieren Sie Ihre Küche?

Stefan Wiesner: Ich koche sowohl die klassische Landküche als auch die Gourmetküche. Landküche ist Hausmannskost: Suppe, Hauptgang, Dessert und man ist satt. Gourmetküche ist Kunst, die verlangt Verständnis wie ein Theaterbesuch. Ein Gourmetkoch gibt mit seinen Kreationen, seinem

Charakter und seiner Persönlichkeit Ausdruck seines Schaffens. Sie haben sich als Hexer und Alchemist aus dem Entlebuch einen Namen erkocht.

Ich bin nur ein Koch, aber Hexer oder Alchemist sind treffende Ausdrücke für die Philosophie, für die Mystik, für die Anthroposophie und das ganzheitliche Denken, das in meiner Küche zum Ausdruck kommt.

Ich suche oft stundenlang eine Alpenrosenblüte. Dann hilft mir der Förster, der Archäologe, der Parfumeur, ein Kräuterspezialist. Die haben mir auch ihr Wissen vermittelt. Der Archäologe gibt mir etwa eine 4000 Jahre alte Mooreiche. Da spielen viele Elemente mit. Sie gelten als einer der kreativsten Köche des Landes. Stolz darauf?

Das ist ein Prozess. Die Grundzüge des Kochens habe ich natürlich gelernt. Was ich jetzt mache, ist autodidaktisch, das ist aus dem Leben heraus entstanden. Man muss das zulassen, das braucht auch eine gewisse Naivität, man machts ohne nach den Konsequenzen zu fragen. Sie haben sich einen Stern im Guide Michelin und 17 Gault-Millau-Punkte erkocht. Das bedingt Handwerk und Konstanz.

Das ist reines Handwerk. Dazu spiele ich mit meiner Küche Texturen, setze süsse, saure, scharfe oder milde Akkorde. Ich will den Gast mit jeder Gabel bei Laune halten. Sie gelten auch als totaler Wurstfreak.

Ich habe früher immer einen Gang mehr gekocht als bestellt wurde, den Wurstgang. Die Würste waren teils nur fingerlang. Noch heute ist beim sechsgängigen Gourmetmenu immer ein Wurstgang dabei. Was unterscheidet den guten Koch vom Spitzenkoch?

Die Gourmetküche lässt nicht den geringsten Kompromiss zu. Es braucht Idealismus und die besten Produkte. Wer nur rechnet, kann keine Gourmetküche führen. Kann ein Gast den Unterschied zwischen 16 und 18 Gault-Millau-Punkten unterscheiden?

Von 15 bis 18 Punkte ist das Handwerk dasselbe. Der 19. Punkt ist ein Schuss Kreativität mehr, die hohe Kunst, die Akkorde passen perfekter. Und auch Anerkennung für die jahrelange Konstanz am Herd. Diese Frage darf natürlich nicht fehlen: Was essen denn Sie am liebsten?

Ich esse, damit der Bauch Ruhe gibt. Ich kann nicht abschalten und geniessen. Ich ernähre mich quasi genussfrei. Mein Genuss ist, wenn die Gäste Freude beim Essen haben. Interview: Christian Bützberger

Christian Bützberger

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Stefan Wiesner, der kreative Kochkünstler, ist auch ein grosser Wurstspezialist.

Zur Person Stefan Wiesner ist verheiratet und hat mit seiner Monika zwei Kinder. Der Hexer hat voller Stolz in Alicante den avantgardistischen Köchen Europas mit Ferran Adrià, Klaus-Günther Wiesler etc. geschildert, wie seine Küche (www.gasthofroessli.ch) funktioniert. Er hat diesen Cracks auch gesagt, dass sie die Natur stärker in ihre Küche einbeziehen sollen.


Touring 20 / 2010 deutsch  

Die Zeitung für Mobilität, Ausgabe vom 9. Dezember 2010 // TCS Touring Club der Schweiz

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