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23. September 2010

CampCar 7

Die Zeitung für Camping und Caravaning

TCS-Camping «Lido», Solothurn

Ferien vor der Haustür

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Caravaning-Neuheiten aus Düsseldorf

Es geht aufwärts 4

29. Wohnbustreffen in Thayngen

Eldorado der Fantasie 8


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4 Keine bahnbrechenden Trends

Mein Name ist Ginger und ich wohne zusammen mit CampCar-Wohnwagentester Urs-Peter Inderbitzin und seiner Frau Antoinette im luzernischen Herlisberg. Weil ich so fotogen bin, sehen Sie mich öfters vor einem Caravan, denn ich begleite Urs regelmässig bei seinen Testfahrten. Ist ja klar, vier Augen sehen schliesslich mehr als zwei. Nicht selten belle ich ihn auf den einen oder anderen Punkt im Caravan aufmerksam, den er glattweg übersehen würde. Sie sehen, wir sind seit mehr als einem Jahr ein eingespieltes Team, ein «dream team» sozusagen. Weil ich so – etwas im Hintergrund zwar – aktiv die Fäden ziehe und nicht unwesentlich zum Gelingen der Wohnwagentests beitrage, habe ich von CampCar-Redaktor Peter Widmer die Erlaubnis erhalten, einmal das Editorial zu verfassen, das sonst fast ausschliesslich ihm vorbehalten ist. Der ist nämlich noch eitler als ich und kann kaum genug davon bekommen, sich im CampCar zu sehen und zu lesen. Aber das bleibt unter uns. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich mit Urs und Antoinette mal Campingferien machen werde, denn ich möchte das Caravaning-Feeling einmal länger spüren dürfen. Im Camping-Reglement des TCS habe ich mir vorbellen lassen, dass Hunde grundsätzlich auf den Campingplätzen zugelassen sind. Allerdings müsste ich an der Leine gehalten werden, was ich nicht so schätze. Ich bin nämlich harmoniebedürftig, einzig vierbeinige Katzen und Bauernhof-Hühner gehen mir mächtig auf den Keks. Ginger, freier CampCar-Mitarbeiter

8 Stelldichein der Tüftler

Zum 29. Mal trafen sich Wohnbus-Freaks mit ihren über 3,5 Tonnen schweren Fahrzeugen, die sie in unzähligen Arbeitsstunden zu Wohnmobilen ausgebaut haben.

Inhalt 12 Angriff im Hochpreissegment: Der teilintegrierte luxuriöse Polaris SL des

slowenischen Herstellers Adria wartet mit beinahe kompletter Ausstattung auf.

24 Der Name verpflichtet: Wer den Namen Leonardo da Vinci für ein Produkt verwendet, pokert hoch: Der Da Vinci 450 TD von Tabbert ist ein komfortabler Reisewohnwagen.

29 Gut aufgehoben: Wer auf einem TCS-Camping etwas zu bemängeln hat und sich an die Camping-Zentrale wendet, trifft auf Viviane Nussbaum. Sie behandelt Reklamationen.

31 Familientreffen: Seit langem geplant - endlich verwirklicht; die Familie der Liestaler Stadtpräsidentin Regula Gysin traf sich auf dem TCS-Camping «Lido» in Solothurn.

32 Mit eigenem Hafen: Der Vierstern-TCS-Camping «Lido» in Solothurn bietet Boots-

besitzern eine Anlegestelle für ihren schwimmenden Untersatz – und noch viel mehr.

mw

Campieren ist wahrhaftig ein Hundeleben

Realistischer Optimismus und Zuversicht prägten den diesjährigen internationalen Caravan-Salon in Düsseldorf. Ein Blick auf den Modelljahrgang 2011.

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Impressum Titelbild Mathias Wyssenbach

CampCar Herausgeber: Touring Club Schweiz (TCS), Postfach 820, 1214 Vernier (GE). Redaktion: Felix Maurhofer (fm, Chefredaktor), Peter Widmer (wi). Layout: TCS Visuell. Redaktionsassistenz: Sylvie Fallot (F). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 031 380 50 00, Fax 031 380 50 06. E-Mail: touring@tcs.ch. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung), Gabriela Amgarten. Inserate: Publicitas Publimag, Alfred Blaser (Anzeigenleiter), Seilerstrasse 8, 3001 Bern, Telefon 031 387 21 16, Fax 031 387 21 00. Auflage: Deutsche Ausgabe: 18 000, Totalauflage: 24 000.


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Entdecke deine Welt Das war das Motto des Caravan-Salons in Düsseldorf, wo die Freizeitfahrzeuge mit Modelljahrgang 2011 präsentiert wurden – ohne bahnbrechende Trends.

› Beklagten

machen. Die Branche hat als Konsequenz aus den Turbulenzen des krisengeschüttelten letzten Geschäftsjahres die Konzepte verfeinert, setzt vermehrt auf Konsolidierung, statt alles neu zu erfinden.

schwierigen Jahr 2009 die Caravaningmärkte schneller als erwartet stabilisiert. Der europäische Markt hat sich im ersten Halbjahr 2010 bei 95 000 Neuzulassungen eingependelt: Die Europäer haben 50 907 neue Wohnwagen (2009: 51 973) und 44 456 neue Reisemobile (2009: 43 744) zugelassen. Mit 12 433 neu zugelassenen Wohnmobilen

Aussteller, Verbands- und Messeverantwortliche am letztjährigen Caravan-Salon in Düsseldorf allesamt die herrschende Krise im Caravaninggewerbe, so war in diesem Jahr viel Optimismus und Zuversicht zu verspüren, viel von Aufschwung und teils ordentlich gestiegenen Zuwachsraten die Rede. Indes, bahnbrechende Neuheiten waren an der weltweit grössten Caravaning-Messe keine auszu-

Stabiler Markt | Wie Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), an der Eröffnungs-Medienkonferenz darlegte, haben sich nach dem

Die Travelbirds von T.E.C.

Terrestra von Eura Mobil

Comeback von Weinsberg

Um im kompakten und leichten Segment zu punkten, hat der deutsche Hersteller T.E.C. aus Sassenberg in der Saison 2007 eine Baureihe kreiert, die Leichtigkeit mit hochwertiger Qualität in Technik und Erscheinungsbild kombiniert. Der Name dieser Baureihe ist «Travelbird» – Zugvogel – ein Wohnwagen, der fürs Reisen bestimmt ist. Der Travelbird hat Aussenbreiten von 2,12 bzw. 2,22 Meter (je nach Modell) und ist damit 20 bis 40 Zentimeter schmaler als ein Standardcaravan. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 900 Kilogramm ist die Baureihe auch für kleine Zugfahrzeuge geeignet. Optisch haben die Travelbirds mit Jahrgang 2011 ein paar Frische-Akzente erhalten. Die Hängeschrankklappen sind mit einer Zierleiste eingerahmt und die Griffe schimmern in mattem Chrom. Praxisorientiert ist das neue, einteilige Küchendeck, das in den Küchenblock integriert ist und dank seiner ovalen Form rundum Arbeitsfläche frei lässt. Für alle sechs Modelle der Baureihe gibt es das Travelbird-Paket, bestehend aus einer grossen Serviceklappe, einer Vorzeltleuchte, einer Reserveradhalterung im Flaschenkasten, Antennenkabelverlegung und einer Sicherheitskupplung. Infos: www.tec-caravan.de.

An das erste teilintegrierte Wohnmobil mit Hubbett hat Eura Mobil besondere Anforderungen gestellt: Trotz winterfestem Doppelboden sollte die Hubbettvariante des Terrestra T 710 HB in der Höhe nicht zulegen. Mit einer Aussenhöhe von 2,79 m unterbietet der Terrestra selbst Mitbewerber mit Fahrzeugen ohne Doppelboden. Der Hersteller aus Sprendlingen hat dabei ein Hubbett mit einer technischen Besonderheit installiert: Beim Absenken schwenkt das Bett gleichzeitig einige Zentimeter vor, so dass die volle Sitzgruppenbreite für das Absenken des Bettes genutzt werden kann. Im Bett selbst entsteht eine komfortable, lichte Höhe von über 70 cm. Im hochgefahrenen Zustand sorgt eine elektrische Selbstjustierung für die perfekte Anpassung der Matratze an das Dach, so dass die optimale Stehhöhe unter dem Bett erreicht wird. Unter dem Bett sind zwei breite Unterschränke montiert, die zahlreiche Staumöglichkeiten bieten. Im Heck startet der T 710 HB zudem mit einem stufenlos hydraulisch verstellbaren Bett in die neue Saison, so dass die Garagen- bzw. Betteinstiegshöhe den individuellen Nutzungssituationen angepasst werden kann: maximale Garagenhöhe oder besonders komfortable Betteinstiegshöhe. Infos: www.euramobil.de.

Unkompliziert, frech, funktional, zeitlos und dabei verblüffend preiswert: So kündigt die Knaus Tabbert GmbH die aus der «Versenkung» geholte traditionsreiche Wohnmobil-Marke Weinsberg zum Salon in Düsseldorf an. «Simply you» ist die gut gelaunte Botschaft an alle, die auf einfache, aber effektvolle Art und Weise modernen Camping-Urlaub ohne viel Aufwand und Budget verbringen wollen. Das Erfolgskonzept der neuen Marke liegt in der trendgemässen Kombination aus individuellem Lebensstil zu günstigen Preisen und solider Qualität aus dem Hause Knaus Tabbert. Ebenso einfach wie smart ist demzufolge auch das neue WeinsbergBaureihen-Portfolio: Neben einer teilintegrierten Fahrzeugreihe gibt es Alkoven-Reisemobile in wenigen, populären Grundrissvarianten sowie einen clever konzipierten Campingbus und die «CaraOne»-Serie, die erste kreative Wohnwagen-Baureihe von Weinsberg. Wenige Modellvarianten und gängige Grundrisse, viel Serienausstattung und Basis-Komfort – damit sollen Einsteiger und preisbewusste Caravaning-Profis schnell und günstig an ihr Wunschfahrzeug kommen. Im Gegensatz zu vielen Billigmarken positioniert sich Weinsberg nach eigenen Angaben eindeutig im qualitativen Bereich. Infos: www.knaustabbert.de.

Die «Zugvögel» von T.E.C., die bewährte Baureihe.

Terrestra, der Teilintegrierte von Eura Mobil.

Fortsetzung auf Seite 7

Auferstanden: Weinsberg von KnausTabbert GmbH.


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Avantgarde in Motion: Extravagantes am Caravan-Salon in D端sseldorf: Futuria, ein Show- und Design-Truck mit Prototypen-Charakter als Kleinstserie.

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Fortsetzung von Seite 4

im ersten Halbjahr 2010 ist Deutschland das Reisemobil-Land Nummer eins in Europa.

Modellpflege bei Hobby

Sonic von Adria

Cruiser Daily von Concorde

Der Fockbeker Hersteller Hobby wertet sein Wohnwagenprogramm zur Saison 2011 durch umfassende Modellpflege gezielt auf. Dazu gehören ein edleres Aussendesign, eine verbesserte Innenausstattung und zahlreiche konstruktive Massnahmen zur Optimierung des Raumangebots. Das schicke Aussendesign wird durch grosse LED-Markierungsleuchten zusätzlich betont. Sie dienen aber nicht nur der Optik, sondern vor allem der Sicherheit und dem Portemonnaie, denn die Leuchten verbessern die Sichtbarkeit des Gespanns im Strassenverkehr und wirken sich darüber hinaus Strom sparend aus. Davon profitieren selbstverständlich alle 51 HobbyModelle der insgesamt fünf Caravan-Baureihen. Auch in der Saison 2011 hält Weltmarktführer Hobby an seinen bewährten Baureihen De Luxe, Excellent, Prestige, La Vita veneto und La Vita bionda fest. Grosses Augenmerk hat Hobby diesmal auf das Segment der kompakten Reisewohnwagen gelegt. Mit den Modellen 350 TB, 380 TB, 400 SFe und 420 KB gibt es beim De Luxe gleich vier neue Grundrissvarianten, die sich bereits mit Zugfahrzeug der Golf-Klasse bestens kombinieren lassen. Infos: www.hobby-caravan.de.

Zum zweiten Mal präsentiert der slowenische Hersteller Adria in einem Jubiläumsjahr ein integriertes Wohnmobil; in Bezug auf die Produktentwicklung wurde der 40. Geburtstag von Adria durch die Vorstellung des Vision geprägt, dem ersten integrierten Reisemobil. Der Adria Sonic feierte zum 45-Jahr-Jubiläum in Düsseldorf seine Premiere und wird auf dem europäischen Markt ab Juli 2011 verfügbar sein. Besondere Aufmerksamkeit wurde beim Sonic auf Design und Technologie für die Konstruktion der Frontwand gelegt, eine Kombination aus einem einteiligen GfK-Teil und ABSTeilen für die aerodynamische Gestaltung, Stabilität, Ausformung und Materialien zur bestmöglichen Wasserableitung, einzigartiges Design mit Frontmaske und integriertem Panoramafenster. Das Äussere des 7,4 m langen Adria Sonic passt exakt zum durchdachten Innendesign. Systematisch positionierte Fenster und Innenbeleuchtung schaffen ein perfektes Ambiente für die Verwendung bei Tag und Nacht. Das Hubbett (1,5!1,9 m) im Frontbereich ist gut integriert und unauffällig. Den Sonic gibts in drei Grundrissen: SP – grosse Garage, SC – freistehendes Inselbett, SL – Längs-Einzelbetten. Infos: adria-mobil.com.

Die Concorde Reisemobile GmbH aus Aschbach ist bekannt für durchdachte Konstruktionen und innovative Fahrzeugkonzepte. Der neue Cruiser Daily ergänzt nun die Kompetenz des Reisemobilherstellers im Alkoven-Segment. Mit dem neuen Modell knüpft Concorde an das integrierte Erfolgsmodell D-Liner, das im letzten Jahr entwickelt wurde, an und baut einen Luxus-Alkoven auf das wendige Fahrgestell des Iveco Turbo Daily auf. Durch das schlanke Iveco-Fahrgestell bleibt der Cruiser Daily mit seiner zulässigen Gesamtmasse unter 7,5 t, ohne dabei grosse Zuladungsreserven einzubüssen. Der Alkoven kann noch bis zu 1400 kg zusätzlich aufnehmen. Zu diesen Vorteilen kommt ein Wohnraum mit allen Annehmlichkeiten, welche die ConcordePremiumklasse zu bieten hat. Ein funktionales Wohnraumkonzept, das von formschönem Design und hochwertigen Materialien dominiert wird. Vier Grundrissvarianten stehen zur Wahl, zwei davon noch mit zwei unterschiedlichen Sitzgruppen. Das Modell 891 RL verfügt über eine grosszügige Rundsitzgruppe im Heck und zwei Längseinzelbetten im Alkoven. Damit bedient sich Concorde eines Klassikers der Wohnraumgestaltung. Infos: www.concorde.eu.

Hobby hält an seinen bwährten Baureihen fest.

Der zweite Integrierte von Adria: der Sonic.

Düsseldorfer Premiere: Cruiser Daily von Concorde.

Bilder wi, zvg

In zehn Hallen die weltweit grösste Auswahl rund um den mobilen Urlaub: Salon in Düsseldorf.

Kompakt und vielseitig | Rund 580 Aussteller mit 120 Caravan- und Wohnmobilmarken präsentierten am Salon ihre Neuenwicklungen und bewährten Modelle. Modelle, denen man grossenteils auch am Suisse Caravan Salon vom 28.10. bis 1. 11.2010 begegnet. Traditionell werden bei der Düsseldorfer Leitmesse zahlreiche Premieren und einige besonders spektakuläre Fahrzeuge vorgestellt. Der Trend geht weiterhin zu kompakten, aerodynamischen Fahrzeugen, die allen Komfort bieten. Vor diesem Hintergrund legen die Hersteller grossen Wert auf raffinierte und innovative Innenraumlösungen. Peter Widmer


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Am jährlichen Bustreffen, heuer in Thayngen, finden sich die ungewöhnlichsten und äusserst individuellen Fahrzeuge ein.

Lisbeth und Paul Gähwiler: Mit offenem Ofen und Basilikum bis nach Griechenland.

Mieke und Hans Gendera: Sie kamen mit ihrem violetten Bus von Antwerpen und hatten den weitesten Weg.

Fredi Morger in seinem Saurer, Jahrgang 1965, hat noch kein Bustreffen verpasst.


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Treffen für Individualisten Der Ausbaustandard kann bescheiden sein oder von Satellitenfernseher bis hin zu Waschmaschine und Schlauchboot reichen. Eines haben die umgebauten Wohnbusse aber gemeinsam: Es sind alles Unikate nach Wunsch ihres Besitzers.

› Sie hatten den weitesten Weg, aber sind

tig gemacht. Viel Holztäfer ziert das Innere des Wohnbusses, mit dem Fredi schon nach Kroatien, Norwegen und Schweden in die Ferien gefahren ist. Wo er ankommt, sorgt er für grosse Augen. «Manchmal ist es schon anstrengend, immer die selbe Geschichte vom Umbau zu erzählen», gesteht er. Das Selbstbauer-Virus hat Fredi schon in Teenagerjahren befallen, denn seit dem ersten Wohnbustreffen vor 29 Jahren war Fredi schon mit seinem Vater dabei. «Am dritten Wochenende im August bin ich einfach immer am Wohnbustreffen, das weiss jeder», lacht Fredi, und: «man sieht halt doch jedes Mal wieder etwas Neues.»

als erste am Wohnbustreffen in Thayngen (siehe Kasten) angekommen: Mieke und Hans van Gendera aus Antwerpen in Belgien. Mitgebracht haben sie ein äusserst farbenfrohes Exemplar von einem Wohnbus, der mit seinem leuchtenden Violett sogleich ins Auge springt. «Hans wollte ihn maisgelb anstreichen», erinnert sich Mieke, «aber ich bestand auf lila.» Auch das Wageninnere ist in dieser Farbe ausgeschmückt: Blaues Batiktischtuch und mauve-farbene Vorhänge geben dem Bus ein wohnliches Ambiente, der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Die Ausbauelemente sind in gemütlichem Holz gehalten, das einstige Kajütenbett der Kinder wurde mittlerweile zu einem Vorratskasten umgebaut. Grossen Komfort oder Luxus findet man hier an Bord nicht, «wer braucht das schon», sagt Hans, der mit seinem umgebauten Wohnbus oft nach Texol in Holland in die Ferien fährt.

Wie daheim | Ganz anderer Meinung ist

punkto Ausbaustandard Hugo Schlumpf, der sein High-Tec-Fahrzeug gleich neben den Belgiern parkiert hat. Sein Fahrzeug ist voll autark, denn ob Solarbetrieb, Diesel oder Gas – er kann sich den lokalen Gegebenheiten anpassen. Im Allrad-betriebenen Fahrzeug fahren immer 700 Liter Wasser und 800 Liter Diesel mit. Auch Satellitenfernseher, Kühlschrank mit Tiefkühlfach und Waschmaschine sind für Hugo eine Selbstverständlichkeit. In der «Garage» findet sich nebst dem Schlauchboot auch ein Töff, der sich mittels Seilwinde herunterladen lässt. «Was man eben braucht, wenn man der Wärme nachgeht», meint er und erzählt von Reisen nach Senegal, Mali und Mauretanien. Auf einer Reise in den Süden haben die Schlumpfs auch schon Halt in Marokko gemacht. Von dort stammen auch die Malereien, die Hugos Gefährt aussen zieren. Ein lokaler Künstler hatte spontan den Vorschlag gemacht und die Kunstwerke auf die Seitenwände aufgebracht. «Eine Woche hat das gedauert», erinnert sich Hugo, der stolz vor der Wüstenlandschaft inklusive Palmen, Beduinen und Kamelen posiert. Nun, da die Pensionierung naht, hat Hugo noch ganz andere Pläne: Nach Südamerika zieht es ihn, zusammen mit seiner Frau und dem

Bilder Pascale Marder

... die Post ist da | Was man an diesem

Hugo Schlumpf vor seinem autarken Wohnmobil: Sogar das Schlauchboot ist ständig mit dabei.

autarken Gefährt. «Zwei Jahre werden wir dann schon unterwegs sein.» Auch Fredi Morger hat viel Arbeit in sein Gefährt gesteckt. Vom Schrottplatz hat er seinen Saurer, Jahrgang 1965, geholt und in liebevoller Kleinstarbeit in sieben Jahren zum Wohnwagen umgebaut und fahrtüch-

Jährliches Bustreffen Das diesjährige Bus- & Wohnbus-Oldtimertreffen wurde vom Wohnbusclub Hintergüggelsberg organisiert und findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Nächstes Jahr feiert der Anlass sein 30-Jahr-Jubiläum und findet vermutlich im Jura statt. Das Treffen richtet sich nicht nur an Busbesitzer, die sich bei anderen Teilnehmern Ideen für den eigenen Ausbau holen können, sondern an alle Interessierte, die einmal sehen wollen, was man aus dem Innern eines Busses alles machen kann. Nächste Veranstaltungen: www.wohnbus.ch.

Treffen des öfteren sieht, sind ehemalige Postautos. So auch der gelbe Riese von Lisbeth und Paul Gähwiler. Das rote Metallschild «Pfingsteggbahn–Gletscherschlucht» weist heute noch auf den Einsatzort des ehemaligen Postautos hin. Von 1972 bis 1993 war es nämlich in der Region Grindelwald im Einsatz. Heute schafft es das Schweizer Unikum sogar bis nach Griechenland, wohin die Gähwilers oft in die Ferien fahren. «Ab Venedig nehmen wir die Fähre», erzählt Paul. Dennoch, die Bergund Griechenlandfahrten schlagen mittlerweile mit stattlichen 1,3 Mio. Kilometern zu Buche. Mit dabei ist immer ein Basilikum, der seinen festen Platz auf der Specksteinabdeckung der Küche hat. Und noch eine Besonderheit fährt im Bus mit, die man auch in der Selbstbauerszene selten sieht: Ein offenes Cheminée. «Es hat uns an kalten Abenden schon gute Dienste geleistet», meint Lisbeth, die ihren Wohnbus wegen der breiten Fensterfront liebt. «Wir haben unser Postauto eben nicht überladen, so wirkt alles hell und luftig», erklärt sie das Umbaukonzept. Und damit alles auch schön sauber bleibt, gilt für alle Besucher die Regel: Schuhe am Ausgang ausziehen! Spezielle Wohnbusse gäbe es noch viele. So sind die Zugfans Michi und Pascal mit ihrer Modelleisenbahn angereist, welche sie um ihr Wohnmobil kreisen lassen. Und Werner, einst Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Winterthur, äussert den meistgesagten Satz des Tages: «Richtig fertig ist man ja nie!» Pascale Marder


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Vor 46 Jahren

Winter mit Tempo Die besondere Dachkonstruktion des dwt-Winterzelts «Tempo» verhindert ein Schleifen der Wohnwagentür.

› Camper wissen den Komfort ihres Wohn-

In jeder Ausgabe ein Blick in frühere Camper-Zeiten: Aus der «Revue der Campeure und Kanufahrer des TCS», Oktober 1964.

TCS-Campingbewegung

wagens auch in der kalten Jahreszeit zu schätzen. Die Dachkonstruktion des Winterzelts «Tempo» von dwt-Zelte verhindert ein Schleifen der Wohnwagentür am Zeltdach. Das Modell passt an alle gängigen Wohnwagenmodelle. Mit besonderem Augenmerk wurde hier eine Lösung für Fahrzeuge mit einem verringerten Abstand zwischen Türoberkante und Einzugsschiene am Wohnwagen (z. B. Hymer Nova ab Modelljahr 2005 und Bürstner) geschaffen. Dies wurde durch ein abgewinkeltes Zeltdach ermöglicht. Die Wohnwagentür reibt sich somit nicht am

Zeltdach. Die Dachschräge und die besonders glatte Oberfläche des Materials bieten noch weitere entscheidende Vorteile: Sie verhindern Schmutzansammlungen und garantieren das einfache Abrutschen von Schnee. Mit seinen drei Grössen (Breite 210, 240 und 270 cm) zeigt sich «Tempo» ausserdem äusserst vielseitig. Bei allen Grössen lässt sich die Vorderwand ganz herausnehmen oder zur Veranda abklappen. Dach und Wände sind abwaschbar, verrottungsfest und wetterbeständig. cc

CampCar-Info www.dwt-zelte.com.

Kredite bewilligt «Der neuen Camping- und Caravaningkommission wurde die besonders wichtige Mission übertragen, einen Fünfjahresplan über die vom TCS in Zukunft zu verfolgende Camping-Politik auszuarbeiten, ein Ausbauprogramm zusammenzustellen, die Preispolitik für 1965 zu revidieren, eine Neueinteilung der Plätze in die verschiedenen Kategorien vorzunehmen usw. Auch wollen wir anerkennend der Grosszügigkeit unseres Verwaltungsrates gedenken, der am 20. Juni 1964 einen Kredit in der Höhe von 413 000 Franken zum Ausbau des Campingplatzes Gampelen bewilligte. Ein anderer Kredit von 102 000 Franken soll für Verbesserungen auf den Plätzen Salavaux, Maroggia, Piodella, Punt Muragl, Flaach, Maloja und Tenero dienen. So belaufen sich die gesamten Kredite, die der TCS dem Camping 1964 zusprach, auf 515 000 Franken.»

Bilder zvg

«Die Statistiken zeigen, dass die Bestände an Campeuren und Wohnwagenbesitzern Jahr für Jahr zunehmen. Diese Tatsache ist erfreulich, gestattet es aber immer weniger, zu übersehen, dass die Zahl der Campingplätze sich vermindert und dass deshalb die übrigen um so mehr belastet werden. Der TCS stellte 1964 seinerseits den Campeuren 87 Plätze zur Verfügung, von denen fünf ganz ihm gehören; deren 70 sind von ihm gemietet und eingerichtet worden, während 12 nur in sein Netz eingegliedert wurden. Was aber viel zu wenig bekannt ist, sind die Anstrengungen, die unser grosser Verband für die Campingbewegung unternimmt.»

Das neue dwt-Winterzelt «Tempo» passt an jedes gängige Wohnwagenmodell.

Suisse Caravan Salon 2010 in Bern

Neue Thetford-Cassettentoilette C-500

Mit dem Shuttle gratis an den Salon

Einzigartiges Design und einfacher Einbau

Wie schon in den Vorjahren, können sich Besucherinnen und Besucher des Suisse Caravan-Salons (28.10.–1.11.10) in Bern gratis mit dem Shuttle-Bus vom TCSCamping «Bern-Eymatt» an die Ausstellung auf dem Gelände von BEA bern expo chauffieren lassen. Der Bus fährt zu verschiedenen Zeiten morgens und abends je zweimal. Diese Dienstleistung steht Gästen zur Verfügung, die auf dem TCSCamping übernachten. Infos: TCS-Camping «Bern-Eymatt», camping.bern@tcs.ch, Tel. 031 901 10 07, www.campingtcs.ch. wi

Unlängst hat Thetford, der führende Hersteller von mobilen WC-Systemen, seine neueste Toilette, die C-500, vorgestellt. Diese moderne Einbautoilette setzt nach Angaben des Unternehmens «neue Massstäbe für die nächste Generation von Toiletten für Wohnwagen und Wohnmobile». Die Verkleidung ist abnehmbar und dadurch auswechselbar. Die C-500 entstand durch eine Kooperation zwischen dem Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek und Thetford aus dem niederländischen Etten-Leur. Infos: www.thetford.eu. pd


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Jetzt trägt Adria dick auf Mit preisgünstigen und soliden Reisemobilen hat der Campingfahrzeug-Hersteller Adria einen guten Lauf. Mit dem Polaris auf der Basis des Mercedes Sprinter starten die Slowenen nun einen Angriff im Hochpreissegment.

› Schon die Aussenoptik schafft hohe Er-

wartungen. Der Adria Polaris SL ist ein mächtiges Ding, wirkt dank einem sauberen Übergang zwischen Fahrerhaus und Wohnaufbau aber irgendwie schlank; gut gemacht. Adria bietet den Flaggschiff-Teilintegrierten vorläufig nur in einer Version für das allein reisende Paar an. Eine Liege für ein Kleinkind lässt sich mit einer Verbindungsmatratze zwischen den beiden längs installierten Heckbetten erreichen. Und bei Bedarf kann man die Dinette in ein Einzelbett umwandeln. Aber die Ausrichtung ist klar: Höchster Komfort für zwei Personen soll geboten werden. Die momentan gefragteste Aufbauart ist denn auch der Teilintegrierte mit Einzelbetten. Die recht hoch gesteckten Erwartungen von Adria könnten aufgehen, sofern im Reisemobilsektor nicht gilt, was bei den Autoherstellern mittlerweile festgeschrieben ist: Fahrzeuge in Hochpreisregionen müssen auch den entsprechenden Markennamen tragen, sonst ist das Produkt – und sei es noch so gut – zum Scheitern verurteilt. Sachlich jedenfalls kann man dem Polaris mit Ausnahme der bescheidenen Nutzlast (Auflastung auf 3800 kg möglich) kaum etwas vorwerfen, sofern man bereit ist, ein doch ziemlich parasitär auftretendes Fahrzeug spazieren zu fahren. Problematisch ist der grosse hintere Überhang beim Auslenken aus engen Parkplätzen.

ten die Rüttelkanten bei den vorhandenen Ablagen effektiver ausgeformt sein.

Schade, dass es zwischen Schlafraum und Wohnbereich keinen festen Raumteiler, sondern lediglich einen Vorhang gibt.

Mercedes fahren | Serienmässig ist der

Viel Stauraum | Der erste Blick in den ne-

Polaris mit einem 130 PS starken 2,1-LiterMotor ausgestattet. Wenn schon denn schon wird das hochpreisige Produkt aber vorwiegend mit dem potenteren DreiliterCDI mit 190 PS sowie mit Getriebeautomatik geordert. Danke, das genügt, Leistungsmangel gibt es kaum, auch die Laufruhe ist ausgezeichnet. Diesbezüglich hat aber auch die Konkurrenz Ähnliches zu bieten, der Mercedes steht nicht über den Dingen, sondern ist einfach dabei. Erwähnenswert ist der kleine Wendekreis dank Heckantrieb. Der Polaris erfüllt höchste Ansprüche, nicht zuletzt auch optisch mit opulenten Designmerkmalen im Fahrzeug-Innern. So stimmt schliesslich sogar der hohe Preis für jene anspruchsvolle Kundschaft, die es braucht. Für den «typischen» Adria-Kunden (gibt es ihn überhaupt?) hat man mit dem Polaris aber dick aufgetragen.

ben dem Eingang platzierten Kleiderkasten enttäuscht: Vergeblich sucht man eine Beleuchtung oder einen ausziehbaren Bügelträger. Adria macht dies aber mit einem zweiten Kleiderkasten wieder gut. Dieser ist unter dem linken Einzelbett angeordnet und über eine Roulade erreichbar. Insgesamt ist das Stauraumangebot immens, die Heckgarage ist von beiden Seiten her erreichbar, mit Zusatzfächern ausgestattet, beleuchtet und beheizbar. Wenn man kritisieren will, so ist dies über den Mangel an offenen Stellflächen im Wohnbezirk statthaft. Oder – Verbesserungsvorschlag an Adria – wenigstens soll-

Auf einen Blick GRUNDRISS 1111 Wunschgrundriss vieler allein reisender Paare mit zwei Einzelbetten längs im Heck. Mittige Winkelküche ergibt praktisch eine Dreizimmer-Einteilung. Kein fester Raumteiler. Grosse, beheizbare Heckgarage mit zwei Türen.

Praktischer Grundriss | Dank der zwi-

VERARBEITUNG 1113 Die Machart ist gediegen, die Möbel haben keine scharfen Kanten. Sauber verfugte Nasszelle, stabile Metallbeschläge, während der Fahrt nicht ganz klapperfrei.

+ –

AUSSTATTUNG 1111 Beinahe komplette Ausstattung mit Fahrerhausisolation und vielen Staufächern. Weitreichende automotive Ausstattung.

Kurzbilanz

Luxuriöser Teilintegrierter mit beinahe kompletter Ausstattung und (Aufpreis) starker Motorisierung. Bequemer Einstieg, praxisgerechter Grundriss, sorgfältige Verarbeitung.

Hohes Gewicht mündet in wenig Nutzlast. Der lange hintere Überhang kann Probleme beim Rangieren machen. Teilweise unpraktische Bedienung.

WOHNEN 1111 Gute Autarkie, winterfest. Dank cleverer Raumaufteilung kommt man sehr gut aneinander vorbei. Bequemes Einzelsofa, grosse Kleiderkästen.

Bilder Jürg Wick

schen Schlafzimmer und Dinette winkelförmig angeordneten Küche kommt ein Feeling wie in einer Wohnung auf, man gerät sich wegen der klar abgesteckten Bereiche kaum in die Quere. Das rechtsseitig angeordnete Einzelsofa ist bequem und kann einem das Drehen der Fahrerhaussitze ersparen (das funktioniert allerdings leicht). Der kompakte Küchenblock mit CorianArbeitsplatte und serienmässigem Dampfabzug ist mit aufwändig geformten grossen Schubladen und einem Designer-Wasserhahn dotiert, der Kühlschrank ist riesig, auch an Handtuchhalter wurde gedacht. Mit kaum 20 cm ist der Einstieg ohne ausfahrbare Trittstufe sehr bequem, in der teilweise verglasten Türe ist ein Abfalleimer integriert. Die Vorzeltleuchte erhält der Kunde serienmässig.

Jürg Wick

FAHREN 1113 Nicht ganz geräuschfreier Aufbau. Auf Wunsch mit Getriebeautomatik. Hohes Leistungsvermögen, kleiner Wendekreis. Akzeptabler Verbrauch. Mit 7,5 Metern Aussenlänge wird Parkieren zum Problem.


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Riesiger hinterer Überhang und gekonntes Design zeichnen den Adria Polaris SL aus.

Steckbrief Adria Polaris SL Masse und Gewichte: 749!230!274 cm (L!B!H), Radstand 410 cm, Stehhöhe 190 cm, Innenbreite 220 cm, Leergewicht 3116 kg, Gesamtgewicht 3500 kg. Antrieb: Turbodiesel-Motor, direkt eingespritzt, Common Rail, V6 Zyl. 2987 cm3, 140 kW (190 PS) bei 3800/min, 4400 Nm bei 1600–2600/min, 5-Stufen-Automatik-Getriebe, Tankinhalt 100 l (optional), Serie 72 l. Messwerte: Beschleunigung von null auf 80 km/h in ca. 11 sec. Höchstgeschwindigkeit über 145 km/h; Verbrauch 11,5 l/100 km. Ausrüstung Wohnkabine: Check-Control-System, autom. Ladegerät, GEL-Batterie 85 Ah; Gasflaschenbox 2!11 kg, 3-Flamm-Kocher, Kühlschrank 150 l, Warmwasserheizung ALDE 3010 mit Boiler; Frischwassertank 110 l; Abwassertank 110 l; zweiteilige Nasszelle mit Dusche, Kassettentoilette drehbar. Preis: Adria Polaris SL/Mercedes Sprinter 319 CDI, 3+1 Schlafstellen Fr. 130 900.–. Lieferant: Strewo Camper Shop, 5622 Waltenschwil, 056 622 86 02,www.strewo-campershop.ch. Prima Nasszelle, sauber verarbeitet.

Bei Bedarf können sich bis fünf Personen um den Tisch gruppieren.

Aufstieg zur Bettstatt über drei Stufen, davor die Winkelküche.


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• Musikübertragung per Funk – ohne komplizierten Kabelsalat oder Installationen können Sie mit den Funklautsprechern überall Musik hören • Spritzwasserdicht, somit auch für den Einsatz im Freien geeignet, auf der Terrasse, auf dem Balkon, im Garten, beim Pool etc. • Ideal auch im Hausinnern, in der Küche, im Hobbyraum, überall dort wo keine Kabel verlegt werden können • Die neue 2,4-GHz-Digitaltechnik ermöglicht eine erstklassige Übertragungsqualität ohne Rauscheinbrüche, mit extrem hohem Rauschabstand und vollem Frequenzbereich! • Die Funkreichweite des Systems beträgt bis zu 80 m, das Einund Ausschalten der Funkboxen, sowie die Lautstärkeeinstellung erfolgen bequem per Fernbedienung • Der Aufbau ist absolut problemlos – einfach Sender an die Audioquelle (Radio, TV, Hi-Fi, iPhone, iPod, CD/MP3/DVD-Player oder PC) anschließen, Lautsprecher einschalten, automatisch abstimmen lassen – fertig! • Die leistungsfähigen Funk-Lautsprecher können mit Batterien (nicht im Lieferumfang inbegriffen) oder über ein Netzteil betrieben werden • Übertragungsfrequenz 2.4 GHz – 100%ig digital; Audio-Frequenzbereich 20 Hz – 20 KHz; Verzerrung < 1%; Reichweite bis 80 Meter; Audio-Ausgangsleistung 5W (RMS); Batterielebensdauer bis 14 Std. (bei normaler Lautstärke und neuen Alkali-Batterien) • Masse: Sender Durchmesser: 91,5 mm, Höhe: 35 mm Lautsprecher Durchmesser: 130 mm, Höhe 250 mm Gewicht: Sender 72 g, Lautsprecher je 1033 g

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Ratgeber Camping

Urs-Peter Inderbitzin

Bilder mw, zvg

Hagelschaden – beim Fachhandel reparieren lassen

TCS Beach Soccer Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Organisatoren des ersten Beach SoccerEvents, das im August beim TCS-Camping «Sportzentrum» in Buochs abgehalten wurde. Trotzdem, das Wetter vermochte die Freude nicht zu trüben. Mit 75 angemeldeten Kindern zwischen 10 und 16 Jahren lieferten sich nach der Einteilung sieben Teams – Knaben und Mädchen – spannende Spiele auf dem Sand. Auch der VIPKick zwischen TCS-Exponenten und lokalen Persönlichkeiten liess nichts an Nervenkitzel vermissen. Camping TCS-Chef André Ginzery legte sich derart ins Zeug, dass ihm sogar ein gezieltes Kopfgoal ins gegnerische Tor gelang. Trotz zeitweiliger aktiver Unterstützung von Stephan Meier, dem Star der Schweizer Beach Soccer-Nationalmannschaft, verlor das TCS-Team gegen die Promis mit 4:7. wi

Camping-Ferienpark Orsingen, Bodensee

Camping Sulzbachtal, Markgräfler Land

Herbstgenüsse

Spitzenköche

Im Camping- und Ferienpark Orsingen beim Bodensee gibts ab 15. September so genannte Sparwochen und Bambinizeiten. Keine «Schnapsidee» ist zum Beispiel das dreitägige Seminar, wo gezeigt wird, wie aus Äpfeln ein feiner Edelbrand, der «Campinggeist», entsteht. Auch andere Herbsterlebnisse locken auf dem 105 000 m2 grossen Areal und im Spielhaus. Infos: www.camping-orsingen.de pd

Die Genussregion Markgräfler Land stellt sich vom 1. bis 3. Oktober 2010 in Sulzburg im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg vor unter dem Motto «Heimat der Sinne – Baden-Württemberg isst und trinkt» und lässt dabei auch alle mobilen Gäste vielfach schlemmen. Parallel dazu finden im Künstlerstädtchen Sulzburg die Sulzburger Ateliertage statt. Infos: www.camping-sulzbachtal.de pd

Der Sommer 2010 hat sich für Camper von seiner unangenehmen Seite gezeigt. Mehrfach sind starke Unwetter mit Hagel durchs Land gezogen und haben Schäden verursacht, auch an Wohnmobilen und Caravans. Die Dellen auf dem Dach sind nicht nur optisch unschön und ärgerlich. Haarrisse oder grössere Schäden können gar die Lebensdauer des Fahrzeugs beeinträchtigen. Ob man den Hagelschaden reparieren lassen oder von der Teilkasko-Versicherung eine Entschädigung kassieren will, muss jeder selber entscheiden. Bei Haarrissen oder grösseren Schäden empfiehlt es sich, diese reparieren zu lassen, damit keine Feuchtigkeit ins Fahrzeug eindringen kann. Entscheidet man sich zur Reparatur des Hagelschadens, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Fahrzeug fachmännisch repariert wird. Fachmännisch bedeutet nicht, dass sich irgendein Autospengler um die Reparatur bemüht, sondern dass der Hagelschaden von einem offiziellen Caravaning-Fachmann der entsprechenden Marke behoben wird. Denn der Aufbau eines Wohnmobils oder Wohnwagens unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von der Carrosserie eines Personenwagens, beispielsweise weil das Dach nicht aus Blech, sondern aus Kunststoff oder aus Aluminium besteht und Teil einer Sandwich-Konstruktion ist. Dementsprechend erfordert die Reparatur spezielle Kenntnisse; oft werden Spezialwerkzeuge eingesetzt. Wird die Reparatur nicht von einem offiziellen Partner der entsprechenden Marke durchgeführt, besteht die Gefahr des Verlustes der Herstellergarantie. Dies ist besonders unangenehm, wenn später Undichtigkeit festgestellt wird und Feuchtigkeit ins Fahrzeuginnere dringt. Idealerweise lässt man den Schaden vom Caravaning-Händler beurteilen, der sich mit der Schadensabwicklung bei Versicherungen auskennt.

Der Autor ist Jurist und Bundesgerichtskorrespondent.


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Da Vinci hat das Zeug zum Klassenbesten Ein gelungener Grundriss, eine qualitativ hochstehende Verarbeitung und ein erfrischendes Wohnambiente zeichnen den überarbeiteten Da Vinci 450 TD von Tabbert aus. Ein idealer Reisewohnwagen für zwei Personen oder eine kleine Familie.

› Wer sich den Namen des Erfinders Da Vin-

ci ausleiht, um eine Wohnwagenserie so zu benennen, stellt an sich selber hohe Ansprüche. Nun: Einen Wohnwagen neu erfinden ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Höchst selten gelingt ein Wurf, der wirklich noch nie Gesehenes bringt. So ist es auch beim Da Vinci 450 TD.Trotzdem: Die Reihe hat einige Besonderheiten, welche es rechtfertigen, diesen Namen zu tragen. Technisch ist die 2011er-Ausführung des Da Vinci 450 TD mit den früheren Modellen identisch. Der Caravan hat auch den gleichen, ausgewogenen Grundriss wie die alten Da-Vinci-Modelle. Komplett überarbeitet wurde das Interieur: Das Innenleben des Caravans zeigt sich neu in Birnbaum, sämtliche Klappen sind neu gerundet und verfügen über grosse, moderne Griffe. Aufgewertet wurde der Wohnwagen auch durch ein neues Lichtkonzept: Unter der Ablage sorgt ein umlaufendes, dimmbares LED-Licht für eine angenehme Atmosphäre; auch die Vitrine ist neuerdings beleuchtet. Im Wohnwagen – vor allem im Bad, beim Lavabo und im Küchenbereich – sorgen zahlreiche in der Decke integrierte Spotlampen für helles Licht. An allen vier Schlafplätzen finden sich spezielle Leselampen.

lenbereich lassen sich durch zwei Faltvorhänge vollumfänglich vom übrigen Wohnwagen trennen, was vor allem bei Besetzung mit vier Personen von Vorteil ist. Ideal präsentiert sich auch der Nassbereich unmittelbar neben dem Schlafraum. Das Lavabo mit einem grossen Spiegel und zahlreichen Abstellmöglichkeiten ist der eigentlichen Nasszelle vorgelagert. Letztere umfasst eine Duschwanne sowie im hinteren Bereich eine schwenkbare Thetford-Kassettentoilette, die von aussen geleert werden kann. Ein Frischwassertank mit 45 Litern Inhalt sorgt für ausreichend Wasser. Verantwortlich für die Warmwasserversorgung in Küche und im Nassbereich ist eine Truma Therme. Die Eingangstüre zum Wohnwagen lässt sich zweiteilen und verfügt über ein Fenster. Praktisch ist der abnehmbare Abfallkorb im Türbereich. Eine Vorzeltleuchte im Aussenbereich und die beidseitigen Vorzeltleisten, an denen auch ein Sonnensegel befestigt werden kann, runden das angenehme Bild dieses eleganten und höchst funktionalen Wohnwagens ab. Urs-Peter Inderbitzin

Abwaschbecken und zahlreiche Schubladen mit dem «Soft Close Einzug» fehlen eben so wenig wie eine Hängevorrichtung für zwei Tücher sowie Abstellflächen für Gewürze. Clever und durchdacht ist die Position des Abwaschbeckens: Dank der erhöhten Anordnung schafft man Platz für die Füsse im Schlafbereich – und beim Abwasch kann man aufrecht stehen.

Getrennter Nassbereich | Höchst komfortabel ist das Doppelbett mit den Massen 195"145 cm im Bug des Caravans. Ein Lattenrost, im Kopfbereich aufstellbar, und das punktelastische Bettsystem sorgen für ideale, individuell einstellbare Liegeverhältnisse. Der Schlafraum und der Nasszel-

Auf einen Blick

Bequeme Sitzecke | Die Essecke im Heck

+ –

EINRICHTUNG 1113 Der Da Vinci 450 TD glänzt mit erstaunlichen Platzverhältnissen und verfügt dennoch über alles, was Camper von einem modernen Reisewohnwagen verlangen. Lob verdient der Schlafbereich mit dem punktelastischen Bettsystem (im Comfort Plus Paket enthalten).

Kurzbilanz

Ein pfiffiger Reisecaravan, für zwei Personen perfekt. Komfortable Ausstattung und idealer Grundriss mit viel Stauraum und grossen Ablageflächen. Hervorragende Verarbeitungsqualität. Sichere Schlösser.

Mit vier Personen wird es platzmässig knapp. Vorhänge und Polster machen einen etwas langweiligen Eindruck. Mikrowelle oder Backofen nur gegen Aufpreis.

FERTIGUNG 1111 Dem Caravan sieht man die deutsche Wertarbeit an. Nirgends sind irgendwelche Halbheiten erkennbar. Ein Wohnwagen, der auch bei einem allfälligen Wiederverkauf noch nach Jahren einen guten Preis bringen wird. Bilder Urs-Peter Inderbitzin

des Wohnwagens bietet vier bis sechs Personen Platz. Sie kann bei Bedarf zu einem Doppelbett umfunktioniert werden. Dank den grossen Panoramafenstern rund um die Sitzecke kann man von allen Plätzen aus praktisch ohne Behinderung sehen, was draussen abläuft. Für Licht und Luft sorgen die grossen Fenster, die beiden Dachhauben und die teilbare Eingangstüre. Ideal auch der vorgesehene Platz für einen Fernseher, der auf eine Art Sideboard, in welchem der Kühlschrank untergebracht ist, zu stehen kommt. Steckdose und vorbereitete SAT-Anschlussbuchse sind in Griffnähe. Gleich rechts vom Eingang liegt die Küche, die – mit Ausnahme des fehlenden Dunstabzugs – nichts zu wünschen übrig lässt. Ein drei-Flammen-Gasherd, ein abdeckbares

AUSSTATTUNG 1113 Der Preis für diesen idealen Reisewohnwagen liegt im Rahmen. Das Comfort Plus Paket schlägt allerdings mit 860 Franken zu Buche. Und ohne Auflastung auf 1500 kg zum Preis von 370 Franken wird es gewichtsmässig knapp.


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Prädestiniert für die Fahrt mit zwei Personen: Der Tabbert Da Vinci 450 TD.

Steckbrief Tabbert Da Vinci 450 TD Masse und Gewichte: 662!230!262 cm (L!B!H). Innenlänge/Nutzlänge 465 cm, Stehhöhe 195 cm. Bettenmass im Bug 195!145 cm, Liegeplatz im Wohn/Essbereich 206!136/121 cm. Leergewicht in fahrbereitem Zustand 1145 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1300 kg, Auflastung auf 1500 kg gegen Aufpreis von 370 Franken. Ausstattung aussen: Breitspur-Sicherheitsfahrwerk mit Achsstossdämpfer, Stabilisator-Sicherheitskupplung AKS, Niederquerschnittreifen, integrierter Flaschenkasten mit Reserveradhalterung, Service-Klappe in Seitenwand, Sicherheits-Heckleuchtenträger mit runden Einzelleuchten, Vorzeltleuchte 12 V über Eingangstüre. Ausstattung innen: Möbeldekor Birnbaum, Fussboden in Parkettoptik, 3-Flammen-Kocher, Frischwassertank 45 l, Thetford-Kassetten-Toilette, Dusche mit Deckenbeleuchtung, Kühlschrank Dometic 85 l, grosse und kleine Dachluke, 5 Steckdosen, Heizung Truma S 3002. Preis Testfahrzeug: Inkl. Comfort Plus Paket und Auflastung auf 1500 kg, Fr. 26 510.— Testfahrzeug: Chapuy Caravaning AG, Baselstrasse, 4147 Aesch BL, www.chapuyag.ch. Die Nasszelle mit Duschwanne und Toilette.

Leider fehlt ein Dunstabzug – sonst ist die Küche tadellos und praktisch.

Die geräumige Sitzecke bietet problemlos bis zu sechs Personen Platz.


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Clubmitteilungen Aargau 6. November: Camperbuffet. Das traditionelle Saisonabschlussfest mit Tanzmusik ist organisiert. Wir offerieren wieder ein sehr reichhaltiges Buffet. Ab 19 Uhr treffen wir uns im Restaurant Traube in Küttigen. Dieser kulinarisch-gesellschaftliche Anlass kostet für TCS-/CCA-Mitglieder 30 Fr. Pro Campingmitglied gelangen maximal zwei Personen in den Genuss dieses Spezialpreises. TCS-Mitglieder bezahlen 40 Fr. und Nichtmitglieder 55 Fr. Die definitive Anmeldung gilt nach erfolgter Einzahlung auf das PC-Konto 50-70576-0 zu Gunsten des TCS-Camping-Clubs Aargau (bitte Mitgliederausweis und ES-Abschnitt mitbringen). Da die Platzzahl beschränkt ist, werden die Reservationen nach Eingang der Anmeldungen vorgenommen. Anmeldungen sind bis spätestens 23. Oktober unter Angabe der Anzahl Personen schriftlich, telefonisch oder per E-Mail zu richten an: Theres Mock, Hagenbüchlerstrasse 1, 5442 Fislisbach, Tel. 056 493 05 38 E-Mail: mock.theres@hispeed.ch oder www.cca-aargau.ch. Präsident: Markus Steiner, Bäbenmattweg 9, 5727 Oberkulm, Tel. 062 776 00 86, Natel 079 690 04 55, E-Mail: markus.steiner@ bluewin.ch, www.cca-aargau.ch

Beider Basel 24. Oktober: Herbstausflug. Unser Herbstausflug führt uns ins Emmental zu einer Betriebsbesichtigung der Firma Biketec AG in Huttwil (Hersteller der Elektrofahrräder FLYER). Nebst der Betriebsbesichtigung sind auch kostenlose Probefahrten auf dem Werksgelände möglich. Danach offeriert Ihnen der Klub eine kleine Verpflegung. Die Anfahrt nach Huttwil erfolgt individuell (Fahrgemeinschaften bilden!). Anmeldeschluss ist der 13. Oktober. 27. November: Klausjass. Der Klausjass findet dieses Jahr wiederum im Restaurant Rössli, 4153 Reinach, statt. Die Einschreibung der Teilnehmer findet ab 19 Uhr statt. Für diesen Anlass wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Schöne Preise warten wiederum auf alle Teilnehmer. Anmeldungen: Aktiv-Mitglieder erhalten wie immer für beide Anlässe eine persönliche Einladung resp. den Newsletter. Alle anderen Interessierten melden sich bitte auf unserem Sekretariat oder informieren sich auf www.tcscampingbasel.ch. Abstellplätze: Lüsselmatt, Zwingen. Auf unserem Abstellplatz in Zwingen sind noch einige wenige Plätze zu vermieten. Der Platz ist parzelliert und jederzeit erreichbar. Interessenten melden sich auf unserem Sekretariat oder informieren sich auf www.tcscampingbasel.ch. Freie Parzellen: Campingplatz Camp Uf der Hollen, Hochwald/SO. Auf unserem ganzjährig geöffneten Campingplatz in Hochwald haben wir immer wieder frei werdende Parzellen zu vergeben. Der Platz liegt ruhig auf den Jurahöhen und bietet einen guten Komfort. Jede Parzelle ist mit Strom und Kabelfernsehen erschlossen. WIFI, Kinderspielplatz und Boules-

bahn gehören ebenso zur Infrastruktur. Interessenten melden sich bitte während den Bürozeiten auf unserem Sekretariat oder informieren sich auf www. tcscampingbasel.ch. Öffnungszeiten Sekretariat: Unser Sekretariat ist jeweils donnerstags zwischen 18 und 20 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten stehen wir Ihnen für sämtliche Auskünfte zur Verfügung. Telefon: 061 712 02 40, Fax: 061 599 34 18, Hauptstrasse 76, 4153 Reinach, E-Mail: buero@tcscampingbasel.ch, www. tcscampingbasel.ch. Präsident: François Golay-Vranic, Mattweg 159, 4144 Arlesheim, Tel. P 061 701 84 24, Natel 079 644 72 27, E-Mail: fgolay@intergga.ch

Bern 15. Oktober: Bowlingabend. Alt und Jung treffen sich um 19.45 Uhr im Bowlingcenter in der Freizeitanlage Rubigen zu einem gemütlichen Abend. Die Bowlingspieler müssen sich bis am 9. Oktober bei Heinz Mast, Tel. 033 437 79 71, anmelden. Es braucht keine Vorkenntnisse. Der Weg ist vor Rubigen (Richtung Thun) beschildert. Wegweiser «1001 Freizeitanlage» folgen. Alle Nichtbowlingspieler sind genauso willkommen und treffen sich zu einem Jass oder Billardspiel oder einfach zu einem gemütlichen Höck. 28. Oktober-1. November: Suisse Caravan Salon. «Camping pur» in der Campinglandschaft. In der Halle 633 (Zelthalle beim Eingang Guisanplatz) erfahren Sie alles über das Campieren in der Schweiz. Am Clubstand können Sie die Mitgliedschaft Motorisiert, Nichtmotorisiert oder Camping erwerben oder bei einer Tasse Kaffee neue Kräfte tanken und an unserem Wettbewerb teilnehmen. Fragen zu den TCS Camping-Plätzen beantwortet Ihnen gerne das Personal von Camping TCS. Benötigen Sie Eintrittsgutscheine (Reduktion 3 Fr. vom Normalpreis, nicht für AHV-Bezüger), dann senden Sie ein frankiertes und an Sie adressiertes Kuvert an Alfred Aeschimann, Wagnershaus 43, 3453 Heimisbach, mit der Angabe, wie viele Gutscheine Sie brauchen. 19.November: Altjahreshöck. Um 20 Uhr im Saalbau Kirchberg (Türöffnung ab 19 Uhr). Theaterlüüt Flamatt präsentieren uns «E Geischt als Hotelgascht». Unkostenbeitrag pro Person von 10 Fr. wird beim Einlass in den Saal bar einkassiert. Anschliessend gemütliches Beisammensein mit Nachtessen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Der Eintrag in die Teilnehmerliste erfolgt entsprechend der Reihenfolge der eingereichten Anmeldungen. Anmeldungen bis 6. Novermber an Hans Grogg, Tel. 034 422 25 93, E-Mail h.e.grogg@besonet.ch. 4. Dezember: Klausabend. Wir treffen uns um 18 Uhr in der GMMB-Hütte im Lerchenfeld. Der Samichlous kommt zu uns und hört sich gerne die Verslein der Kinder an. Jedoch sind alle Mitglieder, ob gross oder klein, herzlich eingeladen, um gemeinsam den letzten Anlass in diesem Jahr zu feiern. Es gibt einen kleinen Imbiss, demzufolge bitte Anmeldungen bis am 20. November an Ernst Schneider, Buchshalde 262, 3661 Uetendorf; Tel. 033 345 23 54, schneider.buchshalde@bluewin.ch. Präsident: Alfred Aeschimann, Wagnershaus 43, 3453 Heimisbach, Tel. 034 431 45 22, 079 461 45 01, E-Mail: alfredae@bluewin.ch, www.tcs-ccb.ch

Biel-Seeland Platzschliessung in Burgdorf: Der Campingplatz Waldegg in Burgdorf schliesst am 17. Oktober. An diesem Tag findet ein für Dauercamper obligatorischer Arbeitstag statt. Treffpunkt: 9 Uhr auf Platz. Für Verpflegung wird gesorgt. Voranzeige: Der nächste Höck der Senioren findet am 7. Oktober statt. Präsident: Urs Henzi, Fluhweg 7a, 2542 Pieterlen, Tel. 032 652 81 00, E-Mail: urs_henzi@hotmail.com Präsident: Gérald Caboussat, ch. des Roches 12, 1470 Estavayer-le-Lac, Tel. 026 664 03 03, E-Mail: caboussat@bluewin.ch

Graubünden 26. November: Jahresschlussfeier. Um 18 Uhr im Restaurant Tircal, Gassa suto 50, Domat/Ems. Anmeldungen bis 20. November an Rosmarie Dauer, Tel. 081 353 10 79/079 565 30 53, E-Mail: rodau@ orangemail.ch. Unkostenbeitrag 18 Fr. pro Person, wird am Abend eingezogen. 18. Februar 2011: Generalversammlung Achtung, wir haben zwei Termine: Um 17 Uhr zeigt Fredi den Film über die Russland- Reise im Personalrestaurant der Ems-Chemie in Domat/Ems; 18 Uhr im Personalrestaurant der Ems-Chemie in Domat/Ems, mit Nachtessen. Anmeldungen bis 31. Januar 2011 an Fredi Burkhalter, Tel. 081 322 17 40/079 221 33 62 Email: igis.burki@bluewin.ch. Februar 2011: Eisstockschiessen in Oberurmein, Datum noch nicht bekannt. Bitte unter www.tcsgr.ch Infos und Detailprogramme ansehen. Präsident: Fredi Burkhalter, Luxgasse 8a, 7206 Igis/GR, Tel. 081 322 1740, Natel 079 221 33 62, E-Mail: igis.burki@bluewin.ch

Schaffhausen 20.-25. September: Exkursionswoche im Kinzigtal. Ausgangspunkt ist der Trendcampingplatz in WolfachHalbmeil. Anreise am Sonntag, Standplatz mit 2 Personen 14 €/Nacht, exkl. Strom, KT. Programm (Teilnahme freiwillig): Wir besuchen einen Steinofen-Kochund Backkurs der Fa. Benz in Ohlsbach, eine Brauerei, eine Grosssägerei und ein Silberbergwerk. Der Kochkurs mit 5-Gangmenü kostet 35 €. Weitere Angebote auf dem Platz. Auskunft und Anmeldung an Köbi Knöpfli, 079 442 77 79, knoepfli_ch@bluewin.ch. 5. Oktober: Höck. Rest. Schützenhaus ab 19.30 h. 23. Oktober: Besichtigung Hauptbahnhof Zürich. In diesem Jahr fahren wir zu einer Besichtigung des Hauptbahnhofs Zürich. Natürlich nicht im Parterre, sondern in den vielen Untergeschossen. Wir treffen uns um 12.50 Uhr im Bahnhof Schaffhausen. Abfahrt mit dem Zug über Bülach nach Zürich um 13.09 Uhr. Führung durch den Untergrund im Bahnhof Zürich von 14 bis ca. 16 Uhr. Nach der Führung werden wir einen Imbiss in einem Restaurant im Zürcher Hauptbahnhof geniessen und um 18.10 Uhr werden wir wieder den Zug besteigen und nach Schaffhausen zurückkehren. Ankunft in Schaffhausen um 18.54 Uhr. Anmeldungen


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sind bis spätestens 20. Oktober an Magdalena oder Fridolin, 052 659 65 57, zu richten. Bei der Anmeldung bitte unbedingt angeben, wer ein Halbtax-Abo hat. 2.November: Hauptversammlung. Jahresprogramm 2011/Diverses im Saal Rest. Altes Schützenhaus. Anträge bis 30.Oktober an den Präsidenten. 4.Dezember: Jahresabschluss. Im Saal Rest. Altes Schützenhaus, Saal, Filme-Video-Lotto-Jassen. Anm. Franz Nitecki 043 422 06 70 Weitere Infos auf: www.tcs-ccsh.ch. Präsident: Hanspeter Weder, Weinsteig 176, 8200 Schaffhausen, Tel. 052 625 37 11, www.tcs-ccsh.ch

Solothurn 6. November: «Marroni ganz heiss». In Derendingen ab 15.00 Uhr im Blockhaus an der Emme, Derendingen. 8. Januar: Meisterschaftskegeln. Im Restaurant Goldener Schlüssel in Wolfwil ab 18.30 Uhr. 18. März 2011: 61. Generalversammlung. Restaurant Rössli, 4702 Oensingen. Beginn: 19.30 Uhr. Clubhöcks Restaurant Lido, TCS-Campingplatz Lido, Solothurn 7. Oktober/4. November/2. Dezember/3. Februar/ 3. März. Präsident: Beat Zimmermann, Chrüzmatt 8, 4612 Wangen, Tel. 062 212 94 79, Natel 076 303 83 90, E-Mail: beat.zimmermann@ggs.ch

St. Gallen/Appenzell 5. November: Kegelabend im Rest. Kreuz in Haag um 20 Uhr. Schon wirds wieder Herbst und es gilt den neuen Herbst-Kegelmeister zu ermitteln. Wir laden auch Neumitglieder herzlich ein zu diesem Anlass, er bietet eine gute Gelegenheit, das Clubleben kennen zu lernen. Auch Anfänger und die Jungmannschaft dürfen teilnehmen. Wie gewohnt, gibts für jeden, der ein Babeli oder einen Kranz wirft, Schleckereien. Auch alle Rundensieger werden belohnt. Jasser können bei genügend Teilnehmern ebenfalls ihrem Sport frönen. Der Vorstand erwartet eine grosse Teilnehmerschar, damit die Preise nicht zu leicht verdient werden. Er wünscht schon jetzt allen «gut Holz». 28. November: Wanderung mit Marronibraten. Wir besammeln uns um 14 Uhr auf dem Parkplatz des Rest. Schäfli an der St. Gallerstrasse 204 in 9200 Gossau. Von dort wandern wir ca. 1 Std. zum Hinterberg, wo wir uns mit heissen Marroni stärken werden. Anschliessend gehts auf Wanderwegen zurück zum Parkplatz. Bei schlechtem Wetter werden wir die Wanderung kürzen. Kosten: 5 Fr. pro Erwachsenen, Kinder sind gratis. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Wir würden uns über einen grossen Aufmarsch von Teilnehmenden freuen. Anmeldung (mit Angabe von Anlass, Name, Vorname, PLZ/Wohnort, Anzahl Erwachsene, Kinder und Jugendliche) bis spätestens am 21. November an: René Wick, Andwilerstr. 2b, 9200 Gossau, Tel. 071 385 08 49; E-Mail: rwick2@bluewin.ch. Präsidentin: Yvonne Nadig-Boos, Fürschtweg 16, 8880 Walenstadt, Tel. 081 735 10 55, Natel 076 588 97 82, E-Mail: ynadig@gmx.ch

Thurgau 17. November: Betriebsbesichtigung. Die Besichtigung der Zwicky AG in Mühlheim muss leider infolge Umbauarbeiten auf einen anderen Termin verschoben werden. Die Betriebsbesichtigung findet neu am Mittwoch, den 17. November, von 14–16 Uhr, statt. Die Besichtigung ist für Personen, die nicht gut zu Fuss sind, leider nicht geeignet, da die Produktion der Firma Zwicky sich über mehrere Etagen erstreckt, die mit Treppen oder Leitern verbunden sind. Für einen reibungslosen Ablauf der Betriebsbesichtigung wurde von der Firma Zwicky ein Merkblatt für die Besucher abgegeben. Dieses ist auf der Homepage des tcs camping club abgelegt. Damit die Firma Zwicky weiss, wie viele Personen an der Betriebsbesichtigung teilnehmen, benötigen wir eine schriftliche Anmeldung bis 16. Oktober. Präsident: Michael Schmid, St. Gallerstr. 91 b, 9320 Arbon, Tel. 071 446 24 21, Fax 071 446 42 06, E-Mail: michael.r.schmid@bluewin.ch, www.tcs-cctg.ch

Waldstätte 2.–3. Oktober: Herbsttreffen/Ferienwoche vom 4.–10. Oktober. Auf dem Camping am Kaiserstuhl in Ihringen (D). Wer Lust hat, bleibt nach dem Herbsttreffen noch eine Woche in Ihringen. Anmeldeschluss ist der 15. September. Anmeldung an Julia Wagner, Tel. 041 610 75 34, elektro-wagner@bluewin.ch oder über unsere Homepage www.cc-waldstaette.ch. 5. November: Filmabend. Der Film- und Dia-Abend ist wiederum im Clubhaus des FC Alpnach. Beginn um 20 Uhr. Es ist keine Anmeldung nötig. 27. November: Saison–Ausklang. Im Gasthof zum Roten Löwen in Hildisrieden. Mit Nachtessen und Unterhaltung. Türöffnung um 19 Uhr. Anmeldeschluss ist der 14. November. Anmeldung an Margrit Studer, Tel. 041 741 45 67, vm.studer@bluewin.ch oder über unsere Homepage www.cc-waldstaette.ch. Camping-Höck: Im Oktober und November 2010 sowie Januar bis März 2011 treffen wir uns jeweils am letzten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr zu einem gemütlichen Treffen im Restaurant Emmenbaum in Emmenbrücke. Präsident: Beat Bachmann, Längmattweg 2, 6218 Ettiswil, Tel. 041 980 00 32, Natel 079 302 17 99, E-Mail: be-ba@bluewin.ch.

Wallis 2. Oktober: Car-Ausflug ins Musikdosen-Museum mit anschliessendem Essen in der Region Pontarlier. 27. November: Winterausflug ins Thermalbad von Lavey-les-Bains. Präsident: Plaschy Beat, Chemin de la forêt de l'évêque 15, 1991 Salins, Tel. 027 207 21 60, Natel 079 570 51 75, planetch@bluewin.ch

Zürich 23. Oktober: Fahrkurse mit Tipps und Tricks. Ort: Carrosserie Riedweg AG, Bergermoosstrasse 10, 8902 Urdorf. «Wie manövriere ich mein Gefährt besser?» Entdecken Sie neue Methoden, um Aussenschäden am Wohnmobil günstig zu reparieren! Anmeldun-

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gen bitte bis 14. Oktober an: markus.moosmann@tcsccz.ch, die Kursbestätigung und weitere Infos erhalten Sie danach. Gruppe Senioren des tcs camping club Zürich 14.–26. September: Ferientage. Auf dem Camping «Marina di Venezia» in Cavaliono, I. (Anmeldung erforderlich). Obmann: Marco Picenoni, Tel. 044 431 59 31, senioren@tcs-ccz.ch. Gruppe Unterland des tcs camping club Zürich 6. Oktober: Programmhöck. Obmann: Hans Messmer, Tel. 044 860 05 38, unterland@tcs-ccz.ch. Platzschliessungen: 2. Oktober: Rässenwies in 8415 Kleinandelfingen 16. Oktober: Maurholz in 8124 Maur. Präsident: Hans-Ulrich Etter, Kleinzelglistr. 6, 8952 Schlieren, Natel 079 438 34 44, E-Mail: hans-ulrich.etter@tcs-ccz.ch

F.I.C.C. International 18.–25. Juni: FICC-Rallye in südlichen Gefilden Das 76. FICC-Rallye wurde dieses Jahr vom 18.–25. Juni auf dem Kamp Park Umag in Zusammenarbeit mit der Campingvereinigung von Kroatien durchgeführt. Die 599 Einheiten fanden auf dem weitläufigen wunderschön gelegenen Campingplatz ohne Mühe einen schönen Platz, sei es auf dem offenen Wiesengelände mit Blick aufs Meer oder unter Schatten spendenden Bäumen im Wald. Die verschiedenen Restaurants, Einkaufsläden und sanitären Einrichtungen liessen keine Wünsche offen. Nur das Wetter zeigte sich anfänglich von der schlechten Seite, drei Tage lang hing ein Regentief über Istrien, welches den lehmigen rötlichen Waldboden und das Wiesengelände in Morast verwandelte und einigen Campeuren zu schaffen machte. Doch die gute Laune konnte das nicht trüben. Das einwöchige Campingfest erfüllte alle Erwartungen, angefangen bei der farbenprächtigen Eröffnungsfeier, bei welcher die zahlreich angereisten Türken und Polen sich besonders gut in Szene zu setzen vermochten. Die grösste Delegation stellten allerdings die Finnen, die mit 123 Einheiten vom Norden her gereist waren. Bei den vielen gut organisierten Exkursionen konnten Land und Leute kennen gelernt werden, sogar ein Schiffsausflug nach Venedig war auf dem Programm. Im grossen Festzelt am Meer wurde am Abend tüchtig das Tanzbein zu verschiedensten Klängen geschwungen. In gemütlicher Runde wurde dabei manche Camping-Freundschaft geschlossen und alte wieder aufgefrischt. Spezielles Engagement zeigte auch dieses Jahr die deutsche Delegation, welche durch eine lange Gasse von Campingwagen Köstlichkeiten aus Deutschland offerierte. Einen Höhepunkt bildete der sympathische Empfang der vielen Finnen auf dem grossen Wiesengelände mit Blick aufs grünblaue Meer. Dabei wurde angekündigt, dass das Weltrallye 2014, anlässlich des 50-Jahr-Clubjubiläums in Pori/Finnland stattfinden wird. TCS-Delegierter bei der F.I.C.C.: Dr. Eric Adam, Drosselstrasse 59, 4059 Basel, Tel. 061 361 76 61, E-Mail: eadam@dplanet.ch


23. September 2010 | CampCar 7

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Behandelt jede Beschwerde Ihr fröhliches Lachen ist ansteckend, obwohl es ihr nicht immer ums Lachen sein dürfte: Viviane Nussbaum bearbeitet bei Camping TCS die Beanstandungen.

› In der Regel ist sie die erste Ansprechper-

son, wenn man der Campingabteilung in der TCS-Zentrale in Genf-Vernier telefoniert: Viviane Nussbaum, die 24-jährige Sekretärin aus Bern. Die deutsch, französisch und englisch sprechende und schreibende Mitarbeiterin nimmt Telefonanrufe entgegen, besorgt das Sekretariat für die drei Camping-Regionalleiter, verkauft Campingchèques, schreibt Briefe und E-Mails, übersetzt französische Korrespondenz ins Deutsche – und behandelt die Reklamationen von Kundinnen und Kunden, welche die derzeit 29 TCS-Campingplätze besuchen.

Seriöse Abklärung | Beschwerden haben

es nicht so viele und zweitens kann sie abschalten und macht so die Beschwerden nicht zum eigenen Problem. Anteilnahme, aber trotzdem eine gesunde Distanz sind wohl die besten Ratgeber, um diese anspruchsvolle Aufgabe erfolgreich bewältigen zu können. Die meisten Beanstandungen gibts im August und September, wenn sich die Campingsaison zu Ende neigt. Was rät die Problemlöserin einem erbosten Campinggast? «Bevor man in die Tasten oder zum Telefonhörer greift, sollte man erst mal eine Nacht darüber schlafen. Am andern Tag sieht das Problem schon etwas anders aus. Man wird sachlicher, emotionsloser.» Peter Widmer

Zur Person Viviane Nussbaum (24) ist in Bern aufgewachsen und hat die Lehre als Detailhandelsangestellte in der Bekleidungsbranche abgeschlossen. Nach dem Lehrabschluss zog sie nach Genf und arbeitete dort vorderhand auf dem Beruf, wechselte dann zu einer Privatjet-Gesellschaft. Seit dem 1. Juli 2009 arbeitet Viviane Nussbaum bei Camping TCS als Sekretärin. Hobbys: Reisen, Aerobic, Biking, Lesen, Natur.

wi

im allgemeinen einen negativen Bezug. Indes, Viviane Nussbaum sieht das anders: «In Reklamationen stecken Chancen! Wenn es sich um konstruktive Kritik handelt, soll uns diese als Verbesserungsvorschläge gelten», sagt die junge Frau selbstbewusst. Das ist zweifellos die richtige Einstellung, um Beschwerden einer Lösung zur Zufrie-

denheit aller zuzuführen. «Bei uns wird jede Beanstandung behandelt», sagt Viviane Nussbaum. Die Reklamationen kämen entweder direkt vom Kunden, vom Campingleiter oder vom Regionalleiter. Wichtig sei eine minutiöse Abklärung der Sachverhalte mit den involvierten Personen. «Wenn ein Kunde aufgebracht telefoniert, höre ich ihm ruhig zu, mache ihn aber darauf aufmerksam, dass er sein Anliegen schriftlich – zum Beispiel per E-Mail – äussern soll, damit wir die Beschwerde seriös behandeln können», erklärt die Camping-Sekretärin. Wie lange muss der Kunde auf eine Antwort warten? «Die Behandlung einer Reklamation sollte normalerweise einen Monat nicht übersteigen – je nach Komplexität. Auf alle Fälle erhält der Beschwerdeführer vorerst eine Eingangsbestätigung», so Viviane Nussbaum. Ziel der Behandlung von Beanstandungen sei eine möglichst hohe Zufriedenheitsrate. Nun ist es aber nicht so, dass Reklamationen Viviane Nussbaum rund um die Uhr beschäftigen: Erstens sind

Die Bernerin Viviane Nussbaum behandelt bei Camping TCS am TCS-Hauptsitz in Genf-Vernier die Beanstandungen der Campinggäste.


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CampCar 7 | 23. September 2010

Jubiläum bei Dethleffs ›

2011 werden es 80 Jahre her sein, dass Arist Dethleffs den Wohnwagen in Deutschland – damals von ihm noch «Wohnauto» genannt – erfunden hat. Eigens für diesen runden Geburtstag hat Dethleffs eine Sonderedition entworfen. Der Dethleffs «Eighty» wurde zum ersten Mal auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf präsentiert. Der Eighty ist ein moderner, auffallender Wohnwagen und hat mit seinem Ursprung, dem Wohnauto, nicht mehr viel gemein. Schon das zweifarbig mit Holzoptik und getönten Fenstern gestaltete Aussendesign zeigt, dass der Eighty ein besonderes Fahrzeug ist. Das Interieur des Jubiläumscaravans ist hochmodern und für genussfreu-

Reklame

zvg

Der Allgäuer Hersteller Dethleffs feiert im kommenden Jahr das 80-jährige Bestehen und stellte auf dem CaravanSalon in Düsseldorf eine auf 80 Fahrzeuge limitierte Wohnwagen-Sonderedition vor.

Zum Firmen-Jubiläum ein Caravan: Der Dethleffs «Eighty» macht eine gute Figur.

dige Menschen, die auch in den Ferien ein zeitgemässes Ambiente bevorzugen, konzipiert, denn es verbindet aussergewöhnliches Design mit ausgereifter Technologie und hochwertigen Materialien. Hochglanzoberflächen in Schwarz und Weiss in Verbindung mit Edelstahl und Aluminium so-

wie eine Textilausstattung in Lederoptik verleihen dem Innenraum eine aussergewöhnliche Eleganz. Der Eighty ist auf 80 Fahrzeuge limitiert und basiert auf dem Beduin 515 DB, der durch ein grosszügiges Raumgefühl brilliert. Weitere Infos: www.dethleffs.de. pd


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Bilder zvg, mw

23. September 2010 | CampCar 7

Die Grossfamilie Gysin trifft sich auf dem TCS-Camping «Lido» in Solothurn. Mutter Regula Gysin ist Stadtpräsidentin von Liestal BL.

Spass und Erholung für alle Familienmitglieder Regula und Andreas Gysin aus Liestal haben sechs erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder. Alle campieren mehr oder weniger regelmässig. Im August fand auf dem TCS-Camping «Lido» in Solothurn das grosse Gysin-Happening statt.

› «CampCar» traf Regula Gysin (66) erst-

mals im Dezember 2009 in ihrem Büro im Rathaus von Liestal. Denn Regula Gysin amtiert seit 2004 als Stadtpräsidentin der 13 500 Einwohner zählenden Hauptstadt des Kantons Basel-Landschaft (siehe Porträt im «CampCar» Nr. 1 vom 28.1.10). Und sie campiert leidenschaftlich gerne. Aber nicht nur sie, sondern die ganze Familie – und die ist gross. Regula Gysin ist sechsfache Mutter und zurzeit fünffache Grossmutter. Nun hat sich an einem AugustWochenende fast die ganze Familie mit insgesamt 15 Personen auf dem TCS-Camping «Lido» in Solothurn versammelt. Einzig zwei Söhne konnten nicht teilnehmen.

Zeit schenken | «Ich wünschte mir ein

solches Meeting zu Weihnachten», blickt Regula Gysin zurück. «In unserem Alter hat

man keine materiellen Wünsche mehr, aber wenn uns jemand Zeit schenkt, ist dies das Kostbarste und durch nichts zu ersetzen.» Wie ist es gelungen, die ganze Familie für die Ferienform Camping zu begeistern? Dazu Gatte Andreas Gysin (72): «Als ehemaliger Pfadiführer war ich mit dem Zelt schon sehr vertraut. Es war immer unser Wunsch, eine grosse Familie zu gründen. Meine Frau, die auch gerne reiste, liess sich bald überzeugen.» Die Ferienmöglichkeiten für Grossfamilien sind aus mehreren Gründen beschränkt, «und auf Campingplätzen haben alle Familienangehörigen ihren Spass und ihre Erholung», ergänzt Regula Gysin. Matthias Gysin (41), der älteste Sohn, zeltet auch schon seit Pfadfinderzeiten. «Meine Frau, die aus Venezuela stammt, musste ich aber erst fürs Camping motivieren; in ihrer Heimat ist diese Urlaubsform nicht üb-

lich.» Der Kompromiss war der Kauf eines komfortablen Wohnwagens, «da konnte sich meine Frau nicht mehr widersetzen», lacht Matthias. Für die älteste Tochter Isabella Gysin Egli (37) war es klar, dass sie ihre Begeisterung den beiden Kindern weitergeben wollte: «Ich liebe das Spontane, Unkomplizierte und auch ein wenig Abenteuerliche. Es ist schön, dass wir hier auf dem ‘Lido’ das Ende der Sommerferien im Kreise unserer Familie ausklingen lassen dürfen. Unsere beiden Buben sind schon sehr reisetauglich.» Im Gegensatz zu früher, kocht Regula Gysin heute nicht mehr für die ganze Familie. «Jede Familie hat ihre eigenen Essgewohnheiten, ist eine Gruppierung für sich; das soll auch so sein. Ich brachte lediglich das Fleisch für alle mit.» Die Familienidylle auf dem «Lido» war ungetrübt. Peter Widmer


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CampCar 7 | 23. September 2010

Zwischen Berg und See Auf dem TCS-Vierstern-Camping «Lido» in Solothurn verbringt der Campinggast seine Ferien zwischen Wiese, Fluss und Jura am westlichen Stadtrand von Solothurn. An sonnigen Tagen steht einem erfrischenden Bad in der Aare – auch für Kinder geeignet – nichts im Wege.

Der ****TCS-Camping «Lido Solothurn» liegt direkt an der Aare mit Hafenanlage und Bootsplätzen für Campingkunden.

Auf dem «Lido» in Solothurn verhungert niemand: Im platzeigenen Mini-Markt gibts alles für den täglichen Bedarf.

Der Zugang zu den Stellplätzen ist flach, breit und bequem. Der Camping befindet sich inmitten einer unverbauten Grünzone.


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› Als wir den TCS-Campingplatz «Lido» vor

einigen Jahren besuchten – damals hiess er noch «Muttenhof» –, war die Zufahrt noch etwas mühsam und führte mitten durch die Stadt Solothurn und Wohnquartiere. Heute, nach dem Bau der Westtangente, welche die kantonale Hauptstrasse mit dem Autobahnanschluss Solothurn-West verbindet, ist der Zugang zum Camping wesentlich erleichtert und verkürzt. Gleich nach der Autobahnausfahrt Solothurn West ist der Weg zum Camping «Lido» gut beschildert – nach zwei Minuten steht der Besucher vor dem Empfangsgebäude.

Weltenbummlerin | Begrüsst werden

Bilder Mathias Wyssenbach

die Camping-Kundinnen und -Kunden von Silvia Frey (43), welche den Platz seit dem Frühjahr 2009 leitet. Die gelernte kaufmännische Angestellte bezeichnet ihren Job als ideal und auf sie zutreffend: «Ich komme gerne mit Leuten zusammen. Am liebsten ist mir eine Kombination zwischen Bürotätigkeit und Kundenkontakt. Hier werden diese Anforderungen optimal erfüllt», sagt sie zufrieden. Den Umgang mit Kunden hat die gebürtige Solothurnerin während ihrer mehrjährigen Tätigkeit als Leiterin der Sandwich-Bar in Solothurn gelernt. Und die Flexibilität und Offenheit konnte sie auf ihrem fünfjährigen Trip auf einer Jacht erleben. Voraussetzungen, die ihr nun für ihre anspruchsvolle und vielseitige Aufgabe als Campingleiterin zugute kommen. «Diese Stelle beinhaltet für mich einen grossen ‹Funfaktor›», erzählt Silvia Frey begeistert, «ich erlebe die grosse Mehrzahl der Gäste als unbeschwert, locker, tolerant und stets in Ferienlaune. Das ist ansteckend und motiviert!» Mit der ersten Hälfte der Saison von März bis Juli ist Silvia Frey sehr zufrieden: «Wir konnten im Vergleich zum letzten Jahr in der selben Periode noch etwas zulegen. Der Hafen, wo vor allem die Saisonniers ihr eigenes Boot anlegen können, erweist sich als Publikumsmagnet.»

Links: Im Restaurant «Lido» lässt es sich bei traumhafter Aussicht vorzüglich tafeln. Rechts: Spielwiese, Kinderspielplatz, Tischtennis und Planschbecken gehören zur Platzausstattung.

Gäste aus der Region | Silvia Frey beschäftigt während der Hochsaison zwei Angestellte im Büro, eine Person für den Unterhalt und zwei Mitarbeiterinnen in der Reinigung. An Arbeit fehlt es nicht, denn der Platz hat 45 Saison- und 130 Touristenplätze, Miet-Holzbungalows («Cabanes»), einen Laden, einen Aufenthaltsraum, ein Fortsetzung auf Seite 35


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Fortsetzung von Seite 33

Planschbecken, einen Kinderspielplatz mit Hüpfburg. Diese Infrastruktur muss von den Mitarbeitenden gewartet werden, damit die Gäste einen ungetrübten Urlaub geniessen können. Wie die Campingleiterin erzählt, stammen die meisten Touristen, die den «Lido» besuchen, aus der Deutschschweiz, seltsamerweise viele aus der Region. Woran das wohl liegt? Möglich, dass der «Lido» derart schön platziert ist, dass er den Solothurner Gästen die perfekte Ferienidylle quasi vor ihrer Haustür vermittelt. Darum gilt: «Warum denn in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah’?» Der Mix der ausländischen Gäste ist bunt: Deutschland, Holland, England, Österreich, Griechenland, Zypern, Polen, Irland. Gemeinsam haben sie alle, dass es sich dabei ausschliesslich um Transit-Touristen handelt, die auf der Durchreise sind. «Die Schweizer bleiben durchschnittlich zwei bis drei Tage», weiss Silvia Frey zu berichten. Nicht wenige rücken mit dem Fahrrad an; sie haben die vom Reiseveranstalter SwissTrails in Zusammenarbeit mit Camping TCS organisierte Aare-Route oder die Flüsse- und Seen-Tour gebucht und übernachten dabei jeden Tag auf einem anderen TCS-Camping entlang der Strecke. Aufgefallen ist der Platzleiterin, dass in der diesjährigen Saison viele Familien mit Zelt anreisen. Sie schätzt den Zeltanteil etwa auf 30%. Während sich die Familienzelte unter die Caravans und Reisemobile mischen, werden die kleinen Igluzelte auf einer separaten, nicht parzellierten Wiese platziert, wo jeder seine Stoffbehausung nach Belieben aufstellen kann.

Innovative Animationen | Ebenso bunt wie die Gästeschar präsentiert sich auf dem «Lido» das Animationsprogrammm, hier einige Beispiele als «Appetitanreger»: Einstündige Schlauchbootfahrt auf der Aare. Die Kunden werden dabei vom Campingpersonal in die Storchenstation Altreu gefahren, wo die Fahrt beginnt. Geführter Ausflug zum Seilpark Balmberg. Ein- bis zweimal im Monat Barbecues; die Gäste bringen das Fleisch, fachmännisch gegrillt wird es von Camping-Mitarbeitenden. Kinderanimation einmal in der Woche mit Piraten-Schatzsuche auf dem CampingGelände, Mohrenkopf-Schiessen mit einem Feuerwehrschlauch, Masken basteln, Camping-Olympiade, Büchsenschiessen mit Preisen. Kinder-Hüpfburg, Clowninnen Tschini & Pfupf, Zaubererduo La Rue, Kinderzirkus Toamême, Karaoke mit Karayann. In diesem Sommer richtete sich zudem das Solothurner Lokalradio 32 während drei Wochen auf dem Camping «Lido» ein

Die schmucken, vollständig ausgerüsteten «Cabanes» für vier bis sechs Personen.

und sendete unter dem Titel «Ueli der Camper» jeden Tag eine Story zum Campingleben. Die Gäste selbst standen im Mittelpunkt, wurden interviewt und erlebten Radioarbeit live im mobilen Studio. «Das allein war schon eine Animation und machte allen Riesenspass», blickt Silvia Frey zurück.

Vielseitiger Mini-Markt | Die Einkaufsmöglichkeiten liegen etwa 20 Fussminuten vom Campinggelände entfernt, entweder im Stadtzentrum oder in der Weststadt, mit dem Fahrrad sind die Einkaufstempel in fünf Minuten zu erreichen. Aber für Artikel des täglichen Bedarfs findet der Gast im Campingladen, dem so genannten Mini-Markt, meist das Gewünschte: Kleine Snacks, Teigwaren, Gemüse, Früchte, Fleisch, Milchprodukte, Brot (Bestellungen am Vorabend bis 17 Uhr), Getränke, Toilettenartikel. Die Frage, was denn so einzigartig sei am Camping «Lido», beantwortet Silvia Frey

spontan und schlagfertig: «Es ist die ruhige Lage zwischen Berg und Wasser. Der Biker kann beispielsweise wählen, ob er eine flache oder lieber eine gebirgige Strecke fahren möchte.» Ebendiese Lage erlaubt schier unbegrenzte Ausflugsmöglichkeiten. Solothurn, die schönste Barockstadt der Schweiz mit ihren zahlreichen Brunnen, Brücken und Museen, zeugt von ihrer alten Tradition und verbindet harmonisch italienische Grandezza mit französischem Charme und schweizerischer Bodenständigkeit. Das ganze Jahr über beleben kulturelle Anlässe die Stadt: Solothurner Filmtage, Fasnacht, Marktfest, Jazz Festival, Swiss Walking Event, Alternativkultur und Theater sind nur einige davon. Dazu findet jeden Mittwoch und Samstag in der Altstadt ein Markt statt, auf welchem die Bauern aus der Umgebung Blumen, Früchte, Gemüse und regionale Produkte feilbieten.

Peter Widmer

Tatort TCS-Camping «Lido», Solothurn Adresse: TCS-Camping «Lido», Glutzenhofstrasse 5, 4500 Solothurn, Tel. 032 621 89 35, Fax 032 621 89 39, E-Mail: camping.solothurn@tcs.ch, www.campingtcs.ch Leitung: Silvia Frey Öffnungsperiode: 1.1. bis 31.12.2010 (ausgenommen 20.12. bis 31.12.) Anfahrt: Autobahn Zürich–Bern–Basel, Ausfahrt Solothurn West; beschildert In Kürze: Flaches Wiesengelände direkt an der Aare gelegen. Hafen, öffentlicher Strandweg, Grillstellen an der Aare. Schwimmbad, Strandbad und Sportzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft. Mini-Markt, Aufenthaltsraum, Restaurant «Lido», Mietbungalows (Cabanes) Ausflüge: Bootsausflüge auf der Aare, Seilpark Balmberg, Biketouren, Barockstadt Solothurn, Einsiedelei Verenaschlucht, Weissenstein, Raubtierpark Subingen Infos: www.solothurn-city.ch wi


CampCar 07/2010 deutsch  

Die Zeitung für Camping und Caravaning / 23. September 2010

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