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24. Juni 2010

CampCar 5

Die Zeitung für Camping und Caravaning

Sylvia und Christian Müller aus Wohlen BE

Caravan-Einsteiger

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Einst VW Bulli – heute VW California

Comfortline macht dem Namen Ehre 10

Camping «Pierre de Coubertin» in Ribeauvillé (Elsass)

Waldohreulen und Störche 22


24. Juni 2010 | CampCar 5

4 Kein Kofferschleppen

Kein Zweifel: Camping und Caravaning boomen. 2009 war für die Schweizer Camping-Branche ein Rekordjahr, und die Aussichten für 2010 sind weiter positiv. Mit rund 19 Mio. Franken erzielte Camping TCS letztes Jahr zum fünften Mal in Folge einen Rekordumsatz; dies entspricht einem Wachstum von 5,5% gegenüber 2008. Die einfachste Erklärung wäre nun – und man hört sie zuweilen –, die Wirtschaftskrise sei daran schuld, man suche nach günstigen Ferien und finde daher zu Camping. Um es vorwegzunehmen: Was günstig ist und was nicht, ist eine Frage der Optik – und des Geldbeutels. Finden die Einen, 3000 Franken für die zweiwöchige Miete eines Wohnmobils für vier Personen (zuzüglich Verpflegung, Ausflüge usw.) seien günstig, ist diese Ausgabe für andere unerreichbar. Der Kauf eines Wohnwagens für 45 000 Franken mag auf den ersten Blick erschwinglich erscheinen, aber dazu brauchts ein kräftiges Zugfahrzeug. Für viele ist der Kauf eines neuen Wohnmobils ab 80 000 Franken eine echte Investition... «Wer unter der Wirtschaftskrise leidet, gibt nicht so viel Geld aus», sagt auch der Chef von Camping TCS, André Ginzery. Kommt dazu, dass die Medien in den letzten Jahren Camping «entdeckt» haben, so rückt diese Urlaubsform häufiger ins Bewusstsein der Bevölkerung. Nähe zur Natur, Besinnung auf Gesundheit und Sport – dies sind wohl vielmehr die wahren Gründe für den Campingboom. Was Camping dem Ferienhungrigen bietet, ist seinen Preis wert. Daher sprechen wir lieber von preis-werten Ferien. Peter Widmer

14 Für alle Jahreszeiten

Mit dem Wohnwagen Alpina 563 UL des slowenischen Herstellers Adria lässt sich problemlos auch im Winter campieren. Für ein Paar ist der Alpina ideal.

Inhalt 7 «Glamping» – ein neuer Trend? Die Wortkombination aus «glamorous» und «camping» stammt aus den USA, wo sich ein neuer Trend abzeichnet.

10 Lässt kaum Wünsche offen: In Bezug auf automotive Ausstattung ist am VW California Comfortline kaum etwas auszusetzen.

21 Ein neues Gesicht bei Camping TCS: Seit einem Jahr arbeitet Michaela Kessler als Sachbearbeiterin in der Campingabteilung des TCS-Hauptsitzes in Genf-Vernier.

22 Inmitten von Reben: Direkt an der Weinstrasse liegt der elsässische ViersterneCampingplatz «Pierre de Coubertin» in Ribeauvillé.

24 Vor allem Transit-Camping: Auch der legendäre Kult-Caravan «Airstream» war

zugegen bei unserem Besuch auf dem TCS-Camping «Bosco di Molinazzo» in Bellinzona.

mw

Campingferien = Billigferien – oder doch nicht?

Der ehemalige Gemeindepräsident von Wohlen BE, Christian Müller, und seine Frau Sylvia sind froh, dass sie die nötige Infrastruktur immer bei sich haben.

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Impressum Titelbild Mathias Wyssenbach

CampCar Herausgeber: Touring Club Schweiz (TCS), Postfach 820, 1214 Vernier (GE). Redaktion: Felix Maurhofer (fm, Chefredaktor), Peter Widmer (wi). Layout: TCS Visuell. Redaktionsassistenz: Sabine Rothacher (D), Sylvie Fallot (F). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 031 380 50 00, Fax 031 380 50 06. E-Mail: touring@tcs.ch. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung), Gabriela Amgarten. Inserate: Publicitas Publimag, Alfred Blaser (Anzeigenleiter), Seilerstrasse 8, 3001 Bern, Telefon 031 387 21 16, Fax 031 387 21 00. Auflage: Deutsche Ausgabe: 18 000, Totalauflage: 24 000.


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CampCar 5 | 24. Juni 2010

«Wichtig ist die Hygiene» Jugendlich, sportlich und dynamisch wirkt er, kein Gramm Übergewicht trübt sein Äusseres: Christian Müller, bis Ende 2009 vollamtlicher Präsident der Berner Gemeinde Wohlen, ist zusammen mit seiner Frau Sylvia leidenschaftlicher Camper.

» Weder meine Frau noch ich haben als

Heute mit Caravan | Im 2008 entschlossen wir uns dann, einen Wohnwagen zu kaufen. Lange stellten wir uns bei der Evaluation die Grundsatzfrage: Wohnmobil oder Wohnwagen? Es war wohl in erster Linie eine Frage der Bequemlichkeit: Wir wollten mal ein festes Dach über dem Kopf. Auch können wir den Caravan abkoppeln und mit dem PW Ausflüge unternehmen. Kommt dazu, dass man für relativ wenig Geld viel Wohnkomfort erhält mit einem Caravan. Für die gleiche Wohnqualität müsste ich bei einem Reisemobil weit über 80 000 Franken hinblättern. Schliesslich erstanden wir uns bei Bantam Camping in Hindelbank den Eriba Feeling von Hymer. Heute würden wir uns wohl sogar für das kleinere Modell, den Eriba Touring, ent-

schliessen, der würde uns auch genügen. Aber ich bereue den Kauf keineswegs. Einzig das Manövrieren habe ich noch nicht hundertprozentig im Griff. Im TCS-Verkehrssicherheitszentrum Stockental besuchten wir ein ausgezeichnetes Fahrsicherheitstraining, das uns das Gefühl fürs Fahren mit Wohnanhänger vermittelte.

Selber kochen | Mit unserem Eriba Feeling fuhren wir durch Deutschland, an die französische Atlantikküste, nach Kroatien und nächstens sind einige Tage im Schwarzwald geplant. Im Herbst steht Ramatuelle an der Côte d’Azur auf dem Programm. Seit ich nicht mehr berufstätig bin, habe ich natürlich mehr Zeit, und die Erholungsbedürfnisse haben sich geändert. Stand früher das stationäre Ausspannen im Vordergrund, reisen wir heute vermehrt von Ort zu Ort. Das heisst, wir bleiben höchstens zwei, drei Nächte auf einem Campingplatz. Vorzugsweise reisen wir in der Nebensaison, da kriegt man meist ohne Reservation einen Stellplatz. Grossmehrheitlich kochen wir selbst, genau gesagt: meine Frau... Aber für sie ist es kein Muss, kochen gehört zu ihren Hobbys – und sie beherrscht es auch ausgezeichnet!

Auf den Punkt gebracht Der Wohnwagen bedeutet mir... ... viel Lebensqualität. Ein Burkaverbot in der Schweiz... ... befürworte ich, weil ich die Burka als Provokation empfinde. Die wenigen Burkaträgerinnen schaden allen übrigen Islamisten.

«

Aufgezeichnet von Peter Widmer

Zur Person

Die Ölpest im Golf von Mexiko... ... bereitet mir grosse Sorgen. Die Auswirkungen dieser Umweltkatastrophe sind noch gar nicht im ganzen Ausmass bekannt. Die Aschewolke des Island-Vulkans... ... zeigt, dass die Menschen letztlich der Natur unterlegen sind. Auch dieses Ereignis ist noch nicht ausgestanden.

Bilder Mathias Wyssenbach, zvg

Kinder mit den Eltern je campiert. Aber als Jugendlicher fuhr ich mal mit Kollegen aus Langenthal mit Velo und Zelt an den Neuenburgersee. Es wäre aber jetzt übertrieben zu sagen, der Funke sei gesprungen oder der Virus ‹Camping› hätte mich gepackt. Sowohl meine Frau Sylvia als auch ich sind einfach so ‘reingerutscht’. Schwer zu erklären, was uns dann zu Dauercampern hat werden lassen. Sicher waren es damals auch finanzielle Gründe, die uns veranlassten, in einem kleinen Spatz-Zelt die Ferien zu verbringen. Später, als dann unsere Söhne dazu stiessen, wechselten wir auf ein grosses Hauszelt, das uns bis anfangs der 80er-Jahre Hotel und Ferienhaus ersetzte. Dann kauften wir uns einen Zeltklappanhänger, der uns bis 2008 ein treuer Begleiter war. Mit dem Zelt fuhren wir beispielsweise während sechs Wochen durch Ex-Jugoslawien bis zur albanischen Grenze; Geld brauchten wir fast keines. Wir übernachten auch heute meist auf Campingplätzen. In den meisten Ländern ist wildes Campieren ohnehin nicht erlaubt, und wir möchten keine Scherereien in den Ferien. Auf den Campingplätzen steht die Hygiene an erster Stelle, da bin ich geradezu pingelig. Es stösst mir heute noch sauer auf, wenn ich an einige Toilettenanlagen im damaligen Jugoslawien denke!

Christian Müller (65) ist in Lotzwil bei Langenthal aufgewachsen. In Bern liess er sich zum Primarlehrer ausbilden. Drei Jahre wirkte er als Lehrer in Matten bei Interlaken. Dann folgte das Studium zum lic. phil. hist. in Bern. An der Sekundarschule in Uettligen BE unterrichtete Christian Müller 30 Jahre lang, amtete auch als Schulvorsteher. 16 Jahre politisierte er als Parteiloser im Gemeinderat von Wohlen, die letzten acht Jahre bis Ende 2009 als vollamtlicher Gemeindepräsident. Müller ist verheiratet mit Sylvia; die beiden haben zwei erwachsene Söhne und leben in Wohlen. wi


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Christian und Sylvia Müller aus dem bernischen Wohlen vor ihrem Hymer-Caravan Eriba Feeling, den sie sich vor drei Jahren erstanden haben.

Das Ehepaar Müller verpflegt sich grösstenteils im Wohnwagen, weil Sylvia Müller eine passionierte Köchin ist.

Müllers sind «Urcamper»: Vor dem Kauf des Wohnwagens im Jahre 2008 verbrachte die Familie ihre Campingferien im Zelt.

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Ratgeber Camping

Urs-Peter Inderbitzin

Gnädige Richter fand der WohnmobilLenker, der für einen schweren Unfall eines Radfahrers mitverantwortlich ist. Der Vorfall hatte sich im Juli 2009 im Kanton Thurgau zugetragen. Der Lenker des Wohnmobils hatte sein Gefährt nach einer Kreiselausfahrt kurz angehalten, um seinen Mitfahrer aussteigen zu lassen, der zwei Riegelhäuser filmen wollte. Er fuhr dann auf der ansteigenden Strasse 150 Meter weiter, stoppte an der rechten Strassenseite und schaltete die Warnblinkanlage ein, um auf seinen Kollegen zu warten. Das so abgestellte Wohnmobil blockierte nicht nur den eigenen Fahrstreifen mehr als hälftig, sondern auch den daran anschliessenden Radweg vollständig. Nachdem der Mitfahrer wieder eingestiegen war, hörten sie von hinten ein Geräusch. Als sie nachschauten, fanden sie hinter dem Fahrzeug einen Radfahrer, der vom Kreisel herkommend mit seinem Rennvelo ungebremst in das Heck geprallt war. Der Radfahrer verletzte sich schwer, er konnte nur dank sofortiger Reanimation auf der Unfallstelle gerettet werden. Seit dem Unfall ist der Radfahrer querschnittgelähmt und hirngeschädigt. Die Thurgauer Justiz verurteilte den Lenker des Wohnmobils nur wegen Parkierens auf einem Radstreifen und missbräuchlicher Verwendung des Warnblinkers. Vom Vorwurf der schweren Körperverletzung sprach ihn das Gericht frei. Das Bundesgericht hat diesen Freispruch – trotz Fehlverhaltens des WoMo-Lenkers – nun bestätigt (Urteil 6B_163/2010). Grund: Das Wohnmobil mit den blinkenden Warnlichtern war für den Radfahrer bereits aus einer Distanz von 150 Metern sichtbar. Dies lässt vermuten, dass der Radfahrer «blindlings» gefahren war. Laut Bundesgericht ist das «Fahren auf kurze Sicht» als grosse Unvorsichtigkeit einzustufen, mit der schlechthin nicht gerechnet werden musste.

Der Autor ist Jurist und Bundesgerichtskorrespondent.

Bilder zvg

Wohnmobil falsch parkiert, Radfahrer verunfallt

TCS Beach Soccer Am 14. und 15. August 2010 geht die Post ab auf dem TCS-Camping «Sportzentrum» in Buochs: Zusammen mit Swiss Beach Soccer veranstaltet Camping TCS einen zweitägigen Beach Soccer Event für Besuchende und TCS-Mitglieder. Dabei fehlt es nicht an Spannung und Unterhaltung: An einem Junior Day können sich Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahre trainieren lassen oder am Samstag von 17 bis 18 Uhr gibt die Schweizer Beach Soccer-Nationalmannschaft ein Showtraining zum Besten. TCS-Vertreter und Politiker treten auf dem Sand bei einem VIP-Kick gegeneinander an. Weiter gibts eine Erlebniszone für die ganze Familie mit Chillout-Zonen, Festwirtschaft, Hüpfburg, Danceshows und weiteren Publikumsspielen. Infos: Camping TCS, Genf-Vernier, Tel. 022 417 25 20 (Michaela Kessler), cpg@tcs.ch wi

Winzergemeinschaft Franken

Domaine de la Rive, Côte Atlantique Sud

Sonne und Silvaner

Neue Bäderanlage

Die Winzergemeinschaft Franken (GWF) ist im fränkischen Weinanbaugebiet zu Hause. Nun bietet sie vom 1. Juni bis 31. August 2010 eine Sommeraktion: Neukunden erhalten zehn Prozent Rabatt auf ausgewählten Sommerweinen. Dazu einfach den Coupon ausdrucken: www.gwffrankenwein.de/reisesommer oder in der Vinothek der GWF in Repperndorf abholen. Infos: www.gwf-frankenwein.de pd

Die Domaine de la Rive liegt an der Atlantikküste am Ufer des Sees Cazaux Sanguinet, nur 20 km von der berühmten Düne von Pyla entfernt. Die Anlage wurde nun erweitert und bietet noch mehr Raum als bisher für optimalen Badespass. Hinzu kommt ein nagelneuer Wellnessbereich. Die neue Anlage umfasst 1000 m2 mit Wellen- und Sprudelbad, Spa, Wasserfall, Massageweg. Infos: www.larive.fr wi


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Glamping statt Camping Neuerdings geistert eine neue Wortschöpfung durch die Medien: «Glamping» – wie so vieles, kommt der Trend aus den USA. Wissenschaftlich ist noch wenig bekannt.

In der 24. Auflage aus dem Jahre 2006 des «Duden», dem Standardwerk der deutschen Rechtschreibung, ist der Begriff Glamping (noch) nicht aufgeführt. Das lässt darauf schliessen, dass es sich um eine neuere Wortkombination handelt. Trotzdem treffen wir im Zusammenhang mit der Urlaubsform Camping mehr denn je auf Glamping, den offenbar neuen Trend für Luxusliebende.

Kein Widerspruch | Die Kombination aus

Grenzen fliessend | Wie Adrian Obi vom

Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus (FIF) der Universität Bern bestätigt, scheint der Begriff im wissenschaftlichen Diskurs (noch) nicht grosse Wellen zu schlagen: «Uns sind keine Quellen bekannt,

die zu diesem Thema wesentliche Beiträge liefern könnten.» Die Entwicklung sei wohl zu neu, zu speziell oder spiele eine untergeordnete Rolle. Ob die Fahrt im eigenen, 200 000-fränkigen Wohnmobil bereits zu Glamping zählt, ist wissenschaftlich nicht belegt. Peter Widmer

Was ist «Glamping»? Buchstabe für Buchstabe ausgesprochen, hört sich der Begriff an wie eine exotische Spezialität aus dem Chinarestaurant oder wie ein asiatischer Städtename. Doch mit beiden hat er eher wenig zu tun. Glamping ist aus den zwar englischen, aber durchaus international gebräuchlichen Wörtern «glamorous» und «camping» zusammengesetzt und steht für die Kombination aus Luxus und Camping. Eine klare Trennung, wo denn Glamping beginnt, gibt es nicht. wi

zvg

Luxus und Camping ist keineswegs ein Widerspruch. Auch wenn im Zelt geschlafen wird und die Nähe zur Natur eine wichtige Rolle spielt, enden hier bereits die Gemeinsamkeiten solcher Luxuscamps mit einem Pfadfinderlager samt Isomatten und Gemeinschaftsduschen. Denn um solche Luxuscamps handelt es sich bei Glamping. So wird zum Beispiel im indischen Bundesstaat Rajasthan das Camp «Aman-i-Khas» angeboten. Die Zwei-Personenzelte sind sechs Meter hoch, über 100 m2 gross und

klimatisiert; es gibt ein Ankleide- und ein Schlafzimmer mit Kingsize-Bett und zwei Schreibtischen, ein Bad mit Wanne. Komplettiert wird das Camp durch ein Dining-, ein Lounge- und ein Spa-Zelt. So muss der Gast auf keine der Annehmlichkeiten eines Fünfsternhotels verzichten. Dies alles ab zirka 850 Fr. pro Nacht und Zelt. Doch um Glamper zu werden, muss man nicht unbedingt weit reisen – die richtige Ausrüstung reicht. So interpretierte die bekannte britische Kaufhauskette Marks & Spencer das Wort «glamorous» recht frei und brachte eine «Glamping collection» auf den Markt: Ein Zelt mit pink-blau-weissem Blumenmuster samt farblich passendem Grill; Flowerpower auf dem Campingplatz.

«Glamping» verspricht die Annehmlichkeiten eines Fünfsterne-Hotels, verbunden mit Outdoor-Feeling.


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Vor 46 Jahren

mw

In jeder Ausgabe ein Blick in frühere Camper-Zeiten: Aus der «Revue der Campeure und Kanufahrer des TCS», Mai 1964.

TCS-Muster-Zeltplatz

Auch Camping TCS und TCS-Campingclub sind jedes Jahr am Suisse Caravan Salon präsent.

«Der zweifellos schönste Zeltplatz des TCS wurde am Pfingsttag eröffnet. Der Bau der Autobahn ermöglichte es der Stadt Morges, durch den aus dem Raume Riond-Bosson anfallenden Aushub am Seeufer ein Terrain von 60 000 m2 zu gewinnen. Nicht nur besitzt Morges nun einen vier Kilometer langen Quai, der Unternehmungsgeist der Stadtbehörden liess dazu ein sportliches und touristisches Zentrum entstehen, zu welchem auch ein Bootshafen und ein Schwimmbad gehören.»

Ritt auf der Caravaning-Welle Der Suisse Caravan Salon, welcher vom 28. Oktober bis 1. November 2010 auf dem Gelände der BEA bern expo AG stattfindet, profitiert vom Trend zum Caravaning.

› Die neuesten statistischen Zahlen, die für

die ersten drei Monate des Jahres 2010 eine Zunahme der Neuzulassungen von Wohnmobilen und Wohnwagen von über 25% aufweisen und damit an die Zahlen des Rekordjahres 2008 anknüpfen, stimmen Martin Maraggia, Präsident von caravaningsuisse, positiv, dass das Interesse am Caravaning weiter wächst: «Wir spürten 2009 sicher eine gewisse Kaufzurückhaltung, aber sowohl die steigenden Besucherzahlen am Suisse Caravan Salon als auch die Resultate aus der Wohnmobilvermietung zeigten, dass es nicht am Interesse am Caravaning mangelte. Jetzt wirkt sich das auch wieder in Fahrzeugverkäufen aus.»

Touristik am Salon | Nach einem Besucherzuwachs am Suisse Caravan Salon 2009 ist Messeleiter Rolf Krähenbühl zuversichtlich, auch dieses Jahr erfreuliche Besucherzahlen aufweisen zu können: «Wer sich für Camping und Caravaning interessiert, kommt heute um den Besuch des Suisse Caravan Salon Ende Oktober in Bern kaum mehr herum.» Denn, anders als vielleicht noch vor zehn Jahren, werden in Bern nicht nur neue Wohnmobile und Wohnwa-

gen ausgestellt, sondern auch interessante touristische Campingdestinationen, Campingplätze, Zubehör und vieles mehr präsentiert. Belegen lässt sich der Trend zum Caravaning anhand der in der Schweiz zum Strassenverkehr zugelassenen Wohnmobile und Wohnwagen. «Waren es vor 20 Jahren noch keine 50 000 Fahrzeuge, so sind es heute über 75 000 Fahrzeuge», erklärt Christoph Hostettler, Vizepräsident von caravaningsuisse. «Dass die Neuzulassungen nach dem krisenbedingten Rückgang im letzten Jahr so rasch wieder Fahrt gewinnen, ist überraschend. Wir können von einer richtigen Caravaning-Welle sprechen.» Als Gründe für die Attraktivität sieht er einerseits die Naturverbundenheit des Campings, die Flexibilität und Vielfalt des Caravanings, die von Natur-Campingplätzen bis zu Luxus- und Wellness-Campings reicht, die Familienfreundlichkeit auf den Plätzen sowie erhöhte Reiselust und Mobilität älterer Leute, die so teils monatelang in den eigenen vier Wänden durch Europa reisen. pd

CampCar-Info Suisse Caravan Salon in Bern, 28.10. bis 1.11.2010, www.suissecaravansalon.ch

Platzreservation «Der TCS-Campingplatz, der sich diesem Komplex einfügt, umfasst eine Fläche von 34 000 m2. Er wurde so angelegt, dass Zelte und Wohnwagen auf Rasenparzellen aufgestellt werden, während die Fahrzeuge auf asphaltierten Wegen Platz finden. Die 207 Parzellen sind viereckige Flächen im Ausmass von etwa 50 m2, wo jeder Campeur und Wohnwagenbesitzer mit seiner Familie einen angemessenen Lebensraum vorfindet. Man erhält sogar eine Reservation, wenn man rechtzeitig darum nachsucht; die einzelnen Plätze sind nummeriert. Nimmt man drei Personen als Mittel jeder Zelt- oder Wohnwagenbesetzung an, beträgt das Fassungsvermögen der ganzen Anlage also mehr als 1000 Menschen. Der Zeltplatz Morges ist der erste, der mit einem Lebensmittelladen mit Selbstbedienung und Snack-Bar ausgerüstet ist. An weiterem Komfort finden wir: Rationelle sanitäre Installationen, Waschmaschinen, Stromanschlüsse bei den Wohnwagen, Spielplatz, freien Zutritt zu den Schwimmbädern usw.»


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Der VW California legt das Urmeter neu auf Mit der Westfalia-Campingbox für den VW Bulli fing es an. Das Campieren mit einem Auto, das man auf einem normalen Parkplatz abstellen kann. Der aktuelle VW California Comfortline ist der vorläufige Höhepunkt in der rund 60-jährigen Geschichte des VW- Campingcars. mit der Campingbox sind ganze Caravanwelten entstanden, und zwar bis hin zum über eine Million Franken teuren Motorhome mit Autogarage, ausziehbaren Erkern und Waschmaschine an Bord. Der schlichte VW-Bus als Urmeter aller Campingfahrzeuge hat sich gehalten, ist populärer denn je. Nur baut Volkswagen das Konzept jetzt in Eigenregie, weil Westfalia zwischenzeitlich unter die Fittiche der DaimlerChrysler AG geraten ist. Westfalia hat mittlerweile einen eigenen kompakten Campingbus präsentiert. Wir haben den «Michelangelo» getauften Westfalia auf der Basis des Fiat Scudo in «CampCar» Nr. 2/2010 vorgestellt: Alles in einem, Personenwagen, Zügelwagen, Campingfahrzeug; genau so wie der VW California.

Neuer VW | Die jüngste Version des California zu prüfen drängte sich vor allem wegen des runderneuerten Basismodells VW T5 auf, die Architektur der Campingversion ist weitestgehend unangetastet geblieben. Motorisch und getriebeseitig gibt es viel versprechende Neuerungen. Als Antrieb dient jetzt aussschliesslich ein zwei Liter grosser Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung, im Testwagen mit 140 PS, wahlweise sind eine 102 PS-Variante sowie ein überpotentes 180 PS-Aggregat lieferbar. Gegen Aufpreis steht für die beiden stärkeren Versionen anstelle der 6-Gang-Handschaltung ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zur Verfügung, das wie eine flotte Getriebeautomatik funktioniert und tolle Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch ermöglicht. Das Cockpit ist noch PW-ähnlicher geworden, und man vermerkt die bessere Geräuschdämmung. Im Zuge des so genannten Fortschritts muss man sich allerdings mit einer unlogischen Radiobedienung und einem überstylten Lenkrad abfinden, das wegen der Kanten im Kranz unbequem zu greifen ist. Angenehme Fortschritte | Gegenüber

den ersten California-Ausbauten, die Volkswagen in Eigenregie gefertigt hat, lässt sich ein verbesserter Funktionsschliff ausma-

Zu zweit mit Hund | Der Aufstieg in die

chen. Die Passgenauigkeit ist geblieben, aber jetzt bestehen ausreichende Toleranzen, damit sich alles ohne grossen Kraftaufwand verschieben, bzw. öffnen und schliessen lässt. Das elektrisch ausfahrbare und einziehbare Dach arbeitet nun ohne händische Nacharbeiten perfekt und sehr schnell. Die Bedienung des Campingdisplays für Standheizung und Dachmechanik ist leicht durchschau- und bedienbar. Konzeptionsbedingt sind die Bettenbreiten schmal (oben mit Lattenrost 120 cm, unten 116 cm), und die Stehhöhe ohne hochgefahrenes Dach beträgt lediglich 133 cm, das reicht aber gut, um aufrecht sitzen zu können. Gekocht wird sitzend von der längsverschiebbaren Sitzbank aus. Zur Wahl stehen zwei sauber im Aufbau verankerte Tische, der eine klein, der andere gross mit vier Beinen, dieser ist im Freien nutzbar.

obere Etage verlangt Gelenkigkeit. Nach unseren Erfahrungen wird der Camper von VW meistens nur von zwei Personen genutzt, was sich auch auf die Prospektunterlagen überträgt, wo stets ein Paar mit Hund zu sehen ist. Und so empfiehlt sich der California bestens, erscheint gar nicht mehr als so teuer, wenn er nicht bloss als Campingfahrzeug, sondern auch als Alltagsauto eingesetzt wird. Dies gilt umso mehr, seit geräumige Minivans und hoch bauende SUVs zu Publikumslieblingen geworden sind, und der T5 in seiner neuesten Ausgabe – wahlweise auch mit Allradantrieb lieferbar – im Fahrgefühl einem solchen Auto noch näher gekommen ist. Und da gilt es positiv zu erwähnen, dass der California punkto automotiver Ausstattung – entgegen der deutschen Gepflogenheiten – kaum Wünsche offen lässt. Jürg Wick

Auf einen Blick GRUNDRISS 1113 Aufwändiger Umbau zum Laderaum. Während der Fahrt sehr geräumig. Der linke Vordersitz ist schwierig zu drehen, die Schlafstellen sind eng, der Zugang zum Kleiderschrank ist schwierig. VERARBEITUNG 1113 Gute Funktionalität mit hoher Passgenauigkeit. Clevere Lösungen, teilweise nicht auf Anhieb durchschaubar. Leider nicht klapperfrei. AUSSTATTUNG 1111 Gute automotive Ausstattung inkl. Klimaanlage, Radio/CD, ESP und 4 Airbags. In dieser Klasse ist ein separater Sanitärraum nicht möglich. Elektrisches Aufstelldach.

+ –

WOHNEN 1133 Mit mehr als zwei Personen wird es eng. Begrenzte Autarkie, nicht winterfest. Verstreutes Ablageangebot. Kein richtiger Kleiderkasten. Der Fahrersitz ist schwierig zu drehen, und der Aufstieg nach oben ist eng. Attraktives Design.

Kurzbilanz

PW-mässiges Fahrgefühl dank kompakten Aussenmassen, guter Leistung und hochwertiger Anmutung. Variabler Laderaum, gute Verarbeitung, vollständige Auto-Ausstattung.

Konzeptbedingt schmale Schlafstellen oben und unten. Das Stauraumangebot ist verwinkelt. Klappergeräusche beim Fahren. Teuer.

Bilder Jürg Wick

› Hervorgegangen aus der schlichten Idee

FAHREN 1111 Fahrgefühl liegt nahe am PW. Laufruhiger, durchzugkräftiger Motor, guter Fahrkomfort. Wahlweise DSG-Automatik und Allradantrieb. Geringe Seitenwindempfindlichkeit. Dank kompaktem Format kommt man überall hin, sparsam.


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Ohne Markise ginge der California fast als Kombiwagen durch.

Steckbrief VW California Comfortline Masse und Gewichte: 489!199,5!190,5 cm (L!B!H), Radstand 300 cm, Stehhöhe min. 133 cm, Innenbreite unten 117 cm, Leergewicht 2445 kg, Gesamtgewicht 3000 kg. Antrieb: Turbodiesel-Motor, direkt eingespritzt, Common Rail, 4 Zyl. 1968 cm3 103 kW (140 PS) bei 4000/min, 340 Nm bei 1750/min, Vorderradantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), Tankinhalt 80 l. Messwerte: Beschleunigung von null auf 80 km/h in ca. 11 sec. Höchstgeschwindigkeit über 160 km/h; Verbrauch 8,6 l/100 km. Ausrüstung Wohnkabine: Check-Control-System, 2 zusätzliche Batterien 75 Ah; Gasflaschenbox 2,8 kg, 2-Flamm-Kocher, Kühlschrank 42 l; Frischwasserpumpe; Frischwassertank 27 l, Abwassertank 30 l. Diesel-Standheizung mit Zeitschaltuhr. Preis: VW California Comfortline 140 PS/DSG, 4 Schlafstellen Fr. 73 000.–. Fahrzeuglieferant: AMAG, 5116 Schinznach-Bad, Tel. 056 463 91 91; www.vw-nutzfahrzeuge.ch. Kofferraum wird durch Bettenverlängerung geteilt.

Den Küchenblock bedient man im Sitzen.

Der Fahrersitz ist schwierig zu drehen.


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Reisespass mit der CCI Die Camping Card International (CCI) wird von den meisten europäischen Campingplätzen als Ausweis akzeptiert und ist auch mit Ermässigungen und Vorteilen verbunden. Für TCS-Campingmitglieder ist die CCI gratis, muss aber ausdrücklich angefordert werden.

Campingferien. Das war in den 50er-Jahren auch der Grund für mehrere Automobilund Touring-Clubs, die Camping Card International ins Leben zu rufen. Eine Campingkarte, die es dem Gast ermöglicht, seinen Reisepass auf dem Campingplatz bei sich zu behalten und ihm eine zusätzliche Haftpflichtdeckung bietet, falls einmal Schaden vor Ort verursacht werden sollte. Und zugleich ist die CCI eine Ermässigungskarte, die dem Camper etwaige Sorgen über seine Campingrechnung wegnimmt, denn bei mehr als 1600 Camping-

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plätzen in Europa hat die CCI dafür gesorgt, dass der Campinggast Ermässigungen vor Ort erhält, und zwar bis zu 20%; in einigen Fällen sogar in der Hochsaison. Ein CCI-Karteninhaber braucht seinen Reisepass nicht mehr beim Empfang eines Campings abzugeben, denn er kann die CCI

als Ausweis benutzen. Für TCS-Campingmitglieder, welche die CCI besitzen, ersetzt sie den grünen Campingmitglieder-Ausweis. Weitere Infos und Bezug der Broschüre mit allen CCI-Plätzen: www.campingclubtcs.ch, www.campingcardinternational.com, Tel. 0844 888 111. CC


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Ein Wohnwagen für alle vier Jahreszeiten Camping auch im Winter gefällig? Mit einem Adria Alpina 563 UL mit Warmwasserheizung samt integrierter Bodenheizung steht bzw. liegt man auf der richtigen Seite. Und das zu einem Preis von weit unter 40 000 Franken. erste Eindruck war überwältigend. Mit dem Adria Alpina 563 UL und seinem grösseren Bruder 743 UK ist dem Hersteller aus Slowenien ein grosser Wurf gelungen. Die Farben und die verwendeten Materialien sind edel und ideal aufeinander abgestimmt. Die Polster – gegen Aufpreis von 2000 Franken auch aus hellem Leder – und hübsche Nachtvorhang-Attrappen korrespondieren wunderbar mit der hellen Decke und dem zweifarbigen Dekor der Hängeschränke. Für ein behagliches Gefühl sorgen die dezente LED-Beleuchtung und die Spots im Schlaf- und im Essbereich. Beim genaueren Hinsehen fällt auf, dass es im Wohnwagen relativ dunkel ist. Verantwortlich dafür sind der dunkle Holzboden, die Wände im Holzdekor und die kleine Fensterfläche. Letzteres wohl ein Zugeständnis an die Wintertauglichkeit des Adria Alpina.

Raffinierte Küche | Die Küche im Alpina ist ebenso raffiniert wie grosszügig. Ein Vier-Flammen-Herd, ein 190-Liter-Kühlschrank mit herausnehmbarem Gefrierfach (damit mehr Flaschen Platz haben) und ein Back- und Grillofen lassen keine Wünsche offen. Eine Nische für den Mikrowellengrill ist vorhanden, das Gerät ist gegen Aufpreis erhältlich. Raffiniert ist die Platzausnützung in der Küche. Dank einem herausziehbaren Brett kann die knapp bemessene Rüstfläche fast verdoppelt werden. Auch der hübsche Küchenschrank rechts des Kochherdes lässt sich nach vorne in Richtung Gang ziehen, womit er besser zugänglich ist. Durchdacht ist schliesslich auch die Konstruktion des halbrunden Küchenschrankes rechts unten neben dem Backofen, der viel Stauraum freigibt, sobald man ihn öffnet. Ein Dunstabzugsventilator mit integrierten Leuchten vervollständigt das umfassende Angebot in der Küche. Relativ kleine Nasszelle | Der Schlafraum mit getrennten Betten und gemeinsamem Nachttisch ist grosszügig bemessen. Die Lattenroste und die Federkernmatratzen sorgen für guten Schlafkomfort. Jedes

und gelenkig sein. Der Wasserhahn für das Lavabo ist ausziehbar und dient gleichzeitig als Duschkopf. Die Nasszelle hat eine Art Radiator für die Warmwasserheizung.

der beiden grossen Betten (200"84 cm) verfügt über eine Leselampe. Ein Faltvorhang ermöglicht Intimität. Die vollständige Schliessung des Faltvorhangs erfordert jedoch, dass der Küchenschrank in der Auszug-Stellung ist. Negativ ist, dass der doch recht grosse Wohnwagen weder über einen Ganzkörperspiegel noch über einen Kleiderschrank verfügt, der diesen Namen auch verdient. Sonst ist der Stauraum grosszügig bemessen. Nicht dem üblichen Standard entspricht auch die Grösse der Nasszelle. Wer hier duschen will, muss sehr schlank

Dinette mit Stil | Edel präsentiert sich

der Salon, der mit wenigen Handgriffen in eine Liegefläche mit der Grösse 225"154 cm verwandelt werden kann. Die Essecke mit dem ovalen Tisch und der Rundsitzgruppe bietet genügend Platz für maximal sechs Personen. Die Stoffpolster sind weich und unverwüstlich. Auf dem Sideboard neben der Essecke ist Platz für einen Fernsehapparat; die TV-Antennensteckdose samt Verkabelung ist vorbereitet. Sämtliche Fenster des Wohnwagens sind getönt, aufklappbar und mit Kassettenrollo samt Fliegenschutzrollo ausgerüstet. Der Frontraum bietet für zwei Gasflaschen Platz; hier findet sich auch serienmässig ein Reserverad. Deichselabdeckung und Schwerlast-Kürbelstützen sind ebenso serienmässig wie eine Antischlingerkupplung und die ALKOSchräglenkerachse mit Breitspurfahrwerk.

Urs-Peter Inderbitzin

Auf einen Blick

+ –

EINRICHTUNG 1113 Luxus und Optik sind bei diesem Caravan gross geschrieben, Grundriss und Raumgefühl sehr ansprechend. Leider ist die Nasszelle etwas klein geraten, was bei einem wintertauglichen Caravan etwas unangenehm ist.

Kurzbilanz

Wer seinen Wohnwagen nicht nur in den Sommerferien, sondern das ganze Jahr über verwenden will, erhält mit dem Adria Alpina einen preiswerten Alljahres-Caravan mit sehr vielen Annehmlichkeiten. Für zwei Personen ist der kleine Alpina ideal.

Die Wintertauglichkeit fordert ihren Tribut: Der Alpina hat ein Leergewicht von 1530 kg und ein zulässiges Gesamtgewicht von 1800 kg. Dies stellt Ansprüche an das Zugfahrzeug. In der Nasszelle hats vereinzelt Verarbeitungsmängel, die leicht zu beheben sind.

FERTIGUNG 1111 Bei der Konstruktion gibt es wenig zu meckern. Dachaussenhaut und Seitenwände sind aus GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff) gefertigt. Die Isolation des Bodens und der Seitenwände ist allwettertauglich. Bilder Urs-Peter Inderbitzin

› Der

AUSSTATTUNG 1111 Die Ausstattung lässt nichts zu wünschen übrig. Besonders die Küche ist grosszügig bestückt. Salon und Schlafraum sind ein Traum. Die Warmwasserheizung mit Fussbodenheizung wärmen in der kalten Jahreszeit. Radio/CDund Fernsehvorbereitung sind vorhanden.


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Ideal für ein Paar (mit Hund): Der Adria Alpina 563 UL ist ein preiswerter Ganzjahres-Wohnwagen.

Steckbrief Adria Alpina 563 UL Masse und Gewichte: 760!248!258 cm (L!B!H), Aufbaulänge 628 cm, Innenlänge/Nutzlänge 564 cm, Innenbreite 231 cm, Innenhöhe 195 cm. Schlafplatz im Heck 2!200!84 cm, Liegeplatz im Wohn/Essbereich 225!154 cm. Leergewicht ca. 1530 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1800 kg. Ausstattung aussen: Fahrwerk: ALKO-Schräglenkerachse mit Breitspurfahrwerk, Deichselabdeckung, Anti-Schlingerkupplung AKS, Buglaufrad, Kurbelstützen, Schwerlast-Kurbelstützen, Ersatzrad im Gaskasten. Aufbau: Front- und Rückwand Polyester, Dachaussenhaut und Seitenwand aus GFK. Ungeteilte Eingangstüre mit Fenster und Sicherheitsschloss. Vorzeltleuchte vorhanden. Ausstattung innen: Warmwasserheizung Alde 3010 inkl. Boiler, Rahmenfenster Seitz, alle zum Öffnen, Frischwassertank mit Aussenbefüllung 50 l, zentraler Wasserablauf, elektrische Kassettentoilette C 200 CS, Kühlschrank Dometic 190 l, 4-Flammen-Kochherd mit Grill und Ofen, Edelstahlspüle, Dachhaube Heki II, Federkernmatratzen und Lattenrostbetten. Preis und Testfahrzeug-Lieferant: Fr. 36 700.–. Strewo Camper-Shop, 5622 Waltenschwil, Telefon 056 622 86 02, www.strewo-campershop.ch. Etwas gar klein geraten ist die Nasszelle.

Die Polster sind bequem, wirken in der Stoffversion aber etwas altbacken.

Eine Küche wie zuhause - oder noch schöner. Sie lässt keine Wünsche offen.


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Clubmitteilungen Aargau 21. August: Spiel- und Plauschtag in Sulz. Der Spielund Plauschnachmittag mit anschliessendem Nachtessen findet auf dem Campingplatz in Sulz statt. Wir treffen uns mit oder ohne Wohnwagen (bei der Anmeldung bitte angeben). Die Spiele sind nicht nur für die Kinder gedacht, sondern ein grosser Plausch für Jung und Alt. Die Spiele beginnen um 15.00 Uhr und das Nachtessen ist für 18.00 Uhr vorgesehen. Bei der Anmeldung Anzahl Teilnehmer für Spiele und Nachtessen angeben. Es ist nur das Geschirr mitzubringen, eine Festbestuhlung ist vorhanden. Anmeldung ab 26. Juli bis Mittwoch, 11. August 2010 an: Chris Schweizer, Entwiesenstr. 18, 5330 Bad Zurzach, Mail: camping@schweizer-partner.ch oder unter www.cca-aargau.ch. 2.–17. Oktober: Voranzeige Herbst-Treff. Dieser findet in Muzzano-Lugano auf dem TCS-Camping «La Piodella» statt. Nähere Infos folgen. Präsident: Markus Steiner, Bäbenmattweg 9, 5727 Oberkulm, Tel. 062 776 00 86, Natel 079 690 04 55, E-Mail: markus.steiner@ bluewin.ch, www.cca-aargau.ch

Beider Basel Bündelidaag-Sommerferien: Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern schöne Sommerferien und gute Erholung. Unser Büro ist während den Schulferien nur reduziert besetzt. Wir danken für Ihr Verständnis. 21.–22. August: Camping-Treff Courtavon (F). Unser Camping-Treff nach den Sommerferien findet dieses Jahr in Courtavon (F) statt. Der Platz liegt an einem kleinen See. Badegelegenheit und Bootsverleih neben dem Camping vorhanden. Apero und Grillade wird vom Klub gestiftet. Für diesen Anlass benötigen wir Ihre Anmeldung bis spätestens 10. August 2010. Aktiv-Mitglieder erhalten wie gewohnt eine persönliche Einladung resp. den Newsletter. Alle anderen Interessenten melden sich bitte auf unserem Sekretariat oder Infos unter www.tcscampingbasel.ch.

Öffnungszeiten Sekretariat: Unser Sekretariat ist jeweils donnerstags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten stehen wir Ihnen für sämtliche Auskünfte zur Verfügung. Telefon: 061 712 02 40, Fax: 061 599 34 18, Hauptstrasse 76, 4153 Reinach, E-Mail: buero@tcscampingbasel.ch, Homepage www. tcscampingbasel.ch. Präsident: François Golay-Vranic, Mattweg 159, 4144 Arlesheim, Tel. P 061 701 84 24, Natel 079 644 72 27, E-Mail: fgolay@intergga.ch

Bern 15. August: Tagesausflug. Besichtigung eines Kleinkraftwerkes in Burgdorf. Kurze, leichte Wanderung entlang der Emme und des Kanals zum Turbinenhaus. Besammlung: 09.30 Uhr, hinterer Parkplatz der Firma Ypsomed, Loch 26, Lochbachstrasse, 3414 Oberburg. Anschliessend gemütliches Beisammensein auf dem Grillplatz des Sportplatzes Oberburg beim offerierten Imbiss (Besteck mitnehmen). Getränkeverkauf zum Selbstkostenpreis. Anmeldungen bis am 24. Juli 2010 an Hans Grogg, Progressastrasse 38, 3414 Oberburg, Tel. 034 422 25 93/E-Mail: h.e.grogg@besonet.ch. 28. August–4.September: 2010 CCB-Clubwoche. Die Clubwoche führen wir auf dem Campingpark Breitenauersee/D in der «Schwäbischen Toskana» durch. Distanz ab Bern ca. 400 km. Der Campingplatz liegt im Naturpark «Schwäbisch-Fränkischer Wald» am See umgeben von Weinbergen. TCS-Camping-Führer, Seite 303, oder www.breitenauer-see.de. Voraussichtliche Kosten: 7 Nächte für 2 Personen inkl. Platz, Taxen und Strom, Ausflüge und einige Mahlzeiten ca. 500 Fr. Zusätzliche Erwachsene CCB-Mitglieder ca. 250 Fr. Anmeldungen mit Autokennzeichen und Tel.-Nr. bis am 10.07.2010 an Heinz Mast, Astrastr. 40, 3612 Steffisburg. Tel. 033 437 79 71 oder heinz.mast@ swissonline.ch. E-Mail Anmeldungen gelten erst nach persönlicher Bestätigung. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. A-Konto Überweisungen von 450 Fr. (Zusatzperson 200 Fr.) bis am 14.07.2010 auf unser Veranstaltungskonto PC 30-453847-5 (Vermerk CCB Clubwoche). 24.–26. September: Herbsttreffen auf dem Campingplatz Rive Bleue in Le Bouveret. Abseits vom lärmigen Verkehr, am Ostufer des Genfersees gelegen, finden Sie in Bouveret-Plage eine Oase der Ruhe und

18.–19. September: Herbstrallye – Voranzeige. Unser diesjähriges Herbstrallye führt uns an den Zürichsee auf den Camping «Fischers Fritz» in 8038 ZürichWollishofen. Weitere Einzelheiten folgen im nächsten CampCar. Anmeldeschluss ist der 7. September 2010.

Freie Parzellen: Campingplatz Camp Uf der Hollen, Hochwald/SO. Auf unserem ganzjährig geöffneten Campingplatz in Hochwald haben wir immer wieder frei werdende Parzellen zu vergeben. Der Platz liegt ruhig auf den Jurahöhen und bietet einen guten Komfort. Jede Parzelle ist mit Strom und Kabelfernsehen erschlossen. WIFI, Kinderspielplatz und Boulesbahn gehören ebenso zur Infrastruktur. Interessenten melden sich bitte während den Bürozeiten auf unserem Sekretariat oder informieren sich auf www.tcscampingbasel.ch.

zvg

Abstellplätze: Lüsselmatt, Zwingen. Auf unserem Abstellplatz in Zwingen sind noch einige wenige Plätze zu vermieten. Der Platz ist parzelliert und jederzeit erreichbar. Interessenten melden sich auf unserem Sekretariat oder informieren sich auf www.tcscampingbasel.ch.

der Entspannung. Wenn Sie ausfliegen möchten: 100 m entfernt ist der neue, attraktive AQUAPARC oder per Dampfschifffahrt auf dem Genfersee, mit dem Fahrrad oder zu Fuss zum Schloss Chillon. Kosten pro Einheit 110 Fr. (2 Nächte für 2 Personen), Ausflug, Nacht- und Morgenessen. Mehrpreise: pro Kind 30 Fr. pro Zusatzperson 50 Fr.; pro Hund 6 Fr. Anmeldungen an Ernst Grossenbacher 034 422 34 83 oder ernstgbacher@vtxmail.ch bis 28.08.10 (Platzzahl beschränkt). Die Teilnahmegebühren bitte bis am 02.9.10 auf unser Veranstaltungskonto, PC 30-453847-5 (Vermerk Herbsttreffen), überweisen. Präsident: Alfred Aeschimann, Wagnershaus 43, 3453 Heimisbach, Tel. 034 431 45 22, 079 461 45 01, E-Mail: alfredae@bluewin.ch, www.tcs-ccb.ch

Biel-Seeland 21. August: Waldeggtreffen in Burgdorf. 17. Oktober: Platzschliessung Burgdorf. November: Soirée. Dezember: Waldweihnacht. Senioren (offen für alle): Juli und August: Ferien. 27. August-5. September: Herbstcamp im Jura in les Cerneux. 7. Oktober: Höck. 4. November: Höck. 9. Dezember: Weihnachtsessen ab 16.00 Uhr. Jeweils ab 14.00 Uhr im Restaurant Traube in Schwadernau. Präsident: Urs Henzi, Tel. 076 490 06 71 Obmänner Senioren: Ernst Lehmann, Tel. 032 342 00 47, Erich Galame, Tel. 032 652 57 39 Präsident: Urs Henzi, Fluhweg 7a, 2542 Pieterlen Tel. 032 652 81 00, E-Mail: urs_henzi@hotmail.com

Freiburg 10. Juli: Geführter Stadtrundgang durch Estavayer-le-Lac. Treffpunkt: 13.30 Uhr Porte du Camus, Estavayer-le-Lac. Auskunft und Anmeldung bis 8. Juli unter: Tel. 026 664 03 03. 4. September: Jahresausflug der Sektion. Weekend


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im Camping Sion. Auskunft und Anmeldung bis 26.8.: Tel. 079 401 76 16. Präsident: Gérald Caboussat, ch. des Roches 12, 1470 Estavayer-le-Lac, Tel. 026 664 03 03, E-Mail: caboussat@bluewin.ch

Präsident: Fredi Burkhalter, Luxgasse 8a, 7206 Igis/GR, Tel. 081 322 1740, Natel 079 221 33 62, E-Mail: igis.burki@bluewin.ch

Graubünden

20. August: Grillabend. Ab 18.00 Uhr im Armbrustschützenhaus Bibern, Anmeldung bis 18. August an Fridolin Vehyl.

10.–12. September: Ostschweizer-Rallye. Auf dem Campingplatz Seebucht in Zürich-Wollishofen. Die Kosten betragen 150 Fr. pro Einheit (Vorauszahlung). Es gibt einen Ausflug/Besichtigung/Nachtessen mit Musik/Apéro/und Frühstück wie üblich. Anmeldung bis 20.8.10 an Rosmarie Dauer, Tel. 081 353 10 79/ 079 565 30 53, E-Mail: rodau@orangemail.ch. Gemeinschaftsanlass TCS-Regionalgruppe und TCS-Camping-Club GR

Schaffhausen

10.–12. September: Ostschweizer Treffen. Freitag bis Sonntag. Organisation: TCS-Camping-Club Zürich. Infos bei der Sektion Zürich beachten! 23. Oktober: Exkursion/Besichtigung. Wie/Wo/ Was noch unbekannt.

Chur

17. September: Event bei Air Grischa Helikopter AG Ab 15.00 Uhr bei der Basis der Air Grischa Helikopter AG, 7204 Untervaz. 15.00 Uhr Führung und Besichtigung der Air Grischa/ Apéro. 16.00 Uhr Beginn der Schnupperrundflüge, 5 Min. übers Churer Rheintal, Festwirtschaft. Wir offerieren: Schnupperrundflug/Führung/Besichtigung/Apéro/Grillwurst mit 1 Getränk/Festwirtschaftsbetrieb. Kosten: 50 Fr. pro Teilnehmer mit Flug oder 10 Fr. pro Teilnehmer ohne Flug. Der Betrag wird in Untervaz eingezogen. Anmeldungen: Für beide Gruppen an: Frau Rosmarie Dauer, Fliederweg 1, 7203 Trimmis, Tel. 081 353 10 79/079 565 30 53/Email: rodau@orangemail.ch oder Anmeldetalon an obige Adresse senden. Anmeldeschluss 10.09.2010. 26. November: Jahresschlussfeier. 18.00 Uhr im Restaurant Tircal, Gassa suto 50, Domat/Ems. Anmeldungen bis 20.11.2010 an Rosmarie Dauer, Tel. 081 353 10 79/079 565 30 53, Email: rodau@orangemail.ch/Unkostenbeitrag 18 Fr. pro Person, wird am Abend eingezogen. Wichtig: Kostenanteile sind mit der Anmeldung zu bezahlen an Raiffeisenbank Calanda, Zizers: Postcheckkonto 70-165-7; Konto Nr. 1048/65272813, Vermerk, welches Rallye, nicht vergessen. Bitte unter www.tcsgr.ch Infos und Detailprogramme ansehen.

Das traditionelle Herbsttreffen des TCS-Campingclubs Bern führt die Mitglieder vom 24. bis 26. September an die Gestade des Genfersees: Auf den Campingplatz «Rive Bleue» in Le Bouveret.

Vorstandmitglied gesucht. War es auch schon Ihr Wunsch, sich aktiv in unserem Club zu engagieren? Wir suchen 2–3 aktive Mitglieder als Aktuar oder Beisitzer. Unser Präsident Hanspeter Weder oder ein anderes Vorstandsmitglied geben Ihnen gerne Auskunft. Weitere Infos auf: www.tcs-ccsh.ch. Präsident: Hanspeter Weder, Weinsteig 176, 8200 Schaffhausen, Tel. 052 625 37 11, www.tcs-ccsh.ch

St. Gallen/Appenzell 22. August: Velotour/Wanderung in der Linthebene. Zur Velotour treffen wir uns am Sonntag, 22.8.10, und nicht am Samstag. Treffpunkt: 10.30 Uhr auf dem Parkplatz des Jumbo-Marktes an der Biltnerstrasse 34 in 8718 Schänis. Die Tour führt uns ohne nennenswerte Steigungen rund um den Büchel, den Hausberg von Benken. Unterwegs eine Pause beim Forsthaus mit Imbiss und Getränk, vom Club spendiert. Jene, die das Wandern bevorzugen, dürfen auch kommen, die Fussroute führt über ca. 10 km, 2,5 Std. Mitnehmen: Gute Laune, Regenschutz und schönes Wetter. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Sollte Petrus allzu übel mitspielen, werden wir eine verkürzte Variante oder ein Ersatzprogramm anbieten. Der Vorstand freut sich schon jetzt auf eine grosse Teilnehmerschar. Unkostenbeitrag 5 Fr./Person. Anmeldungen sind möglichst schriftlich, bis spätestens 6. August, mit Angabe von Anlass, Name, Vorname, Wohnort, Anzahl Erwachsene und Kinder, zu senden an: Yvonne Nadig; Fürschtweg 16; 8880 Walenstadt. E-Mail: ynadig@gmx.ch, ansonst Tel. 081 735 10 55 nur abends. 10.–12. September: Ostschweizertreffen. Der Veranstaltungsort für das Treffen ist zurzeit noch nicht bekannt, da der Camping Seebucht evtl. ausfällt. Genaueres wird auf der Homepage www.tcs-ccz.ch unserer Zürcher Kollegen oder im CampCar und Kontakt Nr. 6 zu erfahren sein. Der Preis für Teilnehmer unserer Sektion wurde auf 100 Fr. pro Einheit mit 2 Erwachsenen, 70 Fr. mit 1 Erw. festgesetzt. Kinder und Jugendliche in Ausbildung sind im Preis inbegriffen, zusätzliche Personen über 16 Jahre kosten 60 Fr. In der Gebühr eingeschlossen: Platzgebühr für 2 Nächte mit Strom, Besichtigung und ein Nachtessen mit Abendunterhaltung. Der Beitrag wird auf dem Platz eingezogen. Anmeldungen sind schriftlich bis 30. Juli an Yvonne Nadig zu senden. Für verspätete Anmeldungen bis spätestens 1. September wird ein Zuschlag von 20 Fr. erhoben. Anmeldung mit Angabe von Anlass, Name, Vorname, PLZ/Ort, Anzahl Erwachsene, Kinder unter 16 Jahre, Jugendliche über 16 Jahre. Präsidentin: Yvonne Nadig-Boos, Fürschtweg 16, 8880 Walenstadt, Tel. 081 735 10 55, Natel 076 588 97 82, E-Mail: ynadig@gmx.ch

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Thurgau 10.–12. September: Ostschweizer Rallye. Unsere Kollegen vom tcs camping club zürich führen in diesem Jahr das Ostschweizer Rallye durch. Das Rallye findet auf dem Campingplatz Seebucht in Zürich Wollishofen statt. Die Kosten pro Einheit mit 2 Erwachsenen und eigenen Kindern beträgt 150 Fr. Ein zusätzlicher Erwachsener kostet 60 Fr., zusätzliche Kinder/Grosskinder je 40 Fr., Hunde kosten ebenfalls noch zusätzlich 5 Fr. Die Kosten sind für das gesamte Wochenende. Anmeldeschluss ist der 24. Juli 2010. Eine Nachmeldung ist nicht möglich. Der Vorstand des tcs camping club thurgau freut sich bereits jetzt darauf, viele seiner Mitglieder in Zürich Wollishofen begrüssen zu dürfen. Für die bevorstehenden Sommerferien wünscht der Vorstand allen Mitgliedern gutes Campingwetter und eine unfallfreie Fahrt. Anmeldung zu den Anlässen bitte schriftlich an: Michael Schmid, St. Gallerstrasse 91B, 9320 Arbon oder www.tcs-cctg.ch, info@tcs-cctg.ch. Präsident: Michael Schmid, St. Gallerstr. 91 b, 9320 Arbon, Tel. 071 446 24 21, Fax 071 446 42 06, E-Mail: michael.r.schmid@bluewin.ch, www.tcs-cctg.ch

Wallis 28. August: Barbecue beim Camping de Finges. 2. Oktober: Ausflug mit dem Car ins MusikdosenMuseum mit anschliessendem Essen in der Region Pontarlier. 27. November: Winterausflug ins Thermalbad nach Lavey-les-Bains. Präsident: Plaschy Beat, Chemin de la forêt de l’évêque 15, 1991 Salins, Tel. 027 207 21 60, Natel 079 570 51 75, planetch@bluewin.ch

Zürich 10.–12. September: Ostschweizertreffen. Bitte Informationen auf unserer Homepage www.tcs-ccz.ch beachten. Anmeldungen an: markus.moosmann@tcsccz.ch. Gruppe Senioren des tcs camping club Zürich 1. Juli: Grillplausch. Ab 11.00 Uhr in Fehraltdorf ZH. Org. Werner Moll, Tel. 044 954 11 10 (Anmeldung erforderlich). 5. August: Höck. Ab 14.30 Uhr im Rest. Schlachthof. Obmann: Marco Picenoni, Tel. 044 431 59 31, senioren@tcs-ccz.ch. Gruppe Unterland des tcs camping club Zürich 26. Juni: Grillfest. Lienheim D/Campingplatz. Org. Fritz Beer, Tel. 044 862 23 53, Obmann: Hans Messmer, Tel. 044 860 05 38, unterland@tcs-ccz.ch. Club E-Mail-Adresse, Infoline und Internet: E-Mail: info@tcs-ccz.ch; Infoline 079 300 80 66, Internet: www.tcs-ccz.ch. Präsident: Hans-Ulrich Etter, Kleinzelglistr. 6, 8952 Schlieren, Natel 079 438 34 44, E-Mail: hans-ulrich.etter@tcs-ccz.ch


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Das Allrad-Abenteuer mit Bocklet Am Zusammenfluss von Rhein und Mosel baut die Bocklet Fahrzeugbau GmbH aus Koblenz seit 25 Jahren hochwertige Expeditions-, Wohn- und Fernreisemobile.

duktion. So stehen insgesamt 24 Vorwärtsund vier Rückwärtsgänge zur Verfügung. Für ordentliche Reichweite sorgt ein Treibstoffvorrat von 200 Litern. Das speziell für Offroad-Einsatz konzipierte Fahrgestell bietet mit 5,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht noch Zuladungsreserven. Das komplette Fahrzeug ist mit Wohnaufbau 630 cm lang, 218 cm breit und 320 cm hoch. Das Fahrerhaus kann mit verschliessbarer Tür vom Wohnabteil getrennt werden. An die Fahrerkabine schliesst sich auf der Fahrerseite das Sanitärabteil mit Kassetten-WC, Dusche und Waschbecken an. Die auf einem Doppelboden ruhende Vierer-Sitzgruppe ist mittig angeordnet. Gegenüber liegt der Küchenblock mit 90-Liter-Kühlschrank. Das im Heck angeordnete Doppelbett kann per Knopfdruck auf eine Liegefläche von 200"145 cm gebracht werden. CC

› Ein

Reklame

zvg

Beispiel: Der Bocklet Dakar 630 E macht sich während der Fahrt relativ klein und bietet im Stand überraschend viel Wohn- und Lebensraum. Möglich wird dies durch einen «Slide-Out», einen ausfahrbaren Erker am Heck. Der Wohnaufbau ist eine GFK-Sandwich-Konstruktion mit Wandund Dachstärke von 50 mm, die Bodenplatte ist 60 mm stark. Basis des Fernreisemobils ist ein Iveco Daily 55 S 18 W mit Allradantrieb und einem Radstand von 3400 mm. Angetrieben wird der Allradler von einem VierzylinderCommon Rail Turbodiesel. Für den Einsatz in schwerem Gelände verfügt der Daily 4"4 neben dem Allradantrieb über Differenzialsperren. Ausgestattet ist der Allrad-Iveco mit einem 6-Gang-Getriebe und einem Verteilergetriebe mit Splitter und Geländere-

Der Bocklet Dakar 630 E: Wohnraumlänge 370 cm, Breite 205 cm, Stehhöhe 195 cm.

CampCar-Info Bocklet Fahrzeugbau GmbH, D-56070 Koblenz, Tel. 0049 261 802 504, www.bocklet.eu, info@bocklet.eu.


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Mit schwäbischem Dialekt Wer einen TCS-Campingführer bestellt, hört den sympathischen schwäbischen Dialekt von Michaela Kessler, Sachbearbeiterin bei Camping TCS in Genf.

› Der Kontakt mit den Kunden ist meist tele-

fonisch. Michaela Kessler, seit Juni letzten Jahres Sachbearbeiterin in der Campingabteilung am TCS-Hauptsitz in Genf-Vernier, nimmt Bestellungen für Broschüren, Campingführer und Campingchèques entgegen. Aber auch Fragen zu Camping in der Schweiz beantwortet sie kompetent und mit viel Einfühlungsvermögen. Kein Wunder, als selber aktive Zeltlerin kann sie aus dem Vollen schöpfen und kennt diese Ferienform nicht bloss aus der Theorie. Ein Vorteil für ihre Tätigkeit, wie sie selber sagt. Was fasziniert sie denn am Campen? «Camping ist nicht so spiessig, sondern unkompliziert», antwortet die Freiheitsliebende spontan und denkt dabei an Lagerfeuerromantik.

Gutes Arbeitsklima | Hauptsächlich be-

Mehr Projekte | In diesem Sommer war-

ten zwei besondere Herausforderungen auf die junge Camping-Sachbearbeiterin: «Carefree», eine englische Reisegruppe, besucht mit ihren Wohnmobilen im August während zwei Wochen die Schweiz und berücksichtigt dabei fünf TCS-Campingplätze. Michaela Kessler ist für den rei-

bungslosen Ablauf besorgt, für die Buchungen und die Ausflüge der Engländer. Weiter findet am 14. und 15. August 2010 auf dem TCS-Camping in Buochs ein TCSCamping-Beach-Soccer-Event statt. An diesem Anlass jagt ein Highlight das andere: Showtraining mit der Schweizer Beach Soccer-Nationalmannschaft, Plauschturnier, Mini-WM für Camping-Mitglieder verschiedener Länder und Open Beach. Hier ist die ausgebildete Tourismus-Fachfrau stark in die Organisation eingebunden. «Das gibt Abwechslung in den Zahlen-Alltag», lacht Michaela. Wenn alles klappt, wünscht sie sich, auch bei weiteren touristischen Projekten mithelfen zu können. Peter Widmer

CampCar-Info Michaela Kessler (28) ist in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Kaufmännisches Abitur mit Fremdsprachen, gelernte Industrie-Kauffrau, mehrmonatige Auslandaufenthalte in Südamerika und Australien. Tourismus-Studium in Dresden. Seit Juni 2009 bei Camping TCS als Sachbearbeiterin. Wohnt in Cessy (F). Hobbys: Snowboard, Skifahren, Klettern, Nordic Walking, Gitarre spielen, Camping.

wi

fasst sich Michaela Kessler bei Camping TCS mit Zahlen. Sie kontrolliert und kontiert sämtliche Rechnungen, die auf den 30 TCS-Campingplätzen anfallen, und leitet sie dann an die Buchhaltung zur Zahlung

weiter. Dadurch ergeben sich regelmässige Kontakte zu den Campingleitern, Handwerkern und Lieferanten, wenn etwas mit den Rechnungen unklar ist. Nach ihrem grössten Aufsteller befragt, muss die sympathische Stuttgarterin nicht lange überlegen: «Die Kolleginnen und Kollegen hier. Ein solch tolles Arbeitsklima hatte ich zuvor noch nie!» Sie habe innerhalb des TCS schon einige Freundschaften knüpfen können. Vielleicht liege das auch daran, dass sie in Genf fernab der Heimat lebe und arbeite und sich hier nun ein soziales Netz aufbaue, überlegt Michaela Kessler.

Michaela Kessler ist Touristikerin, liebt Camping, die Natur und betreibt Sport: Ideale Voraussetzungen für ihren Job bei Camping TCS.


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Camping auf der Route du vin Unten Bürstner-Caravan – oben Waldohreule. Das ist wörtlich zu nehmen und so gesichtet auf dem Camping «Pierre de Coubertin» im elsässischen Ribeauvillé. Hätte uns Campingleiter Martin Drescher nicht darauf aufmerksam gemacht, wäre diese aussergewöhnliche Idylle unentdeckt geblieben. Während eine Camperfamilie gemütlich vor ihrem Wohnwagen unter der Birke frühstückt, sitzt gut getarnt oben auf dem Ast eine Waldohreule. «Es ist ein Pärchen mit Jungen. Tagsüber ist es ruhig, aber nachts...», verrät Martin Drescher. Es sei auch keine Seltenheit, dass Störche übers Campingareal stelzen, im Elsass ja ein häufig gesichteter Vogel.

Berühmter Namensgeber | Der Campingplatz vor den Toren der Kleinstadt Ribeauvillé wurde nach dem französischen Pädagogen, Historiker und Gründer des Internationalen Olympischen Komitees (IOK), Pierre de Coubertin, benannt. Dieser präsidierte das IOK von 1896 bis 1925. Der Camping «Pierre de Coubertin» gehört der Gemeinde Ribeauvillé, und das Leiter-Ehepaar Isabelle und Martin Drescher sind somit «Stadtangestellte», wie Martin Drescher selber sagt. Seinem Arbeitgeber stellt er ein gutes Zeugnis aus: «Die Stadt steht voll hinter dem Platz und weiss um dessen Bedeutung. Er ist im touristischen Angebot integriert.» Isabelle und Martin Drescher leiten den Platz seit 2000; vorher lebten sie in der Bretagne und arbeiteten dort als Reiseleiter. Tourismus und der Umgang mit Gästen sind ihnen also nicht fremd. Der Camping fasst 226 parzellierte, durchschnittlich 100 m2 grosse TouristenStellplätze. Plätze für Dauermieter, wie sie auf den TCS-Campings in der Schweiz üblich sind, gibts in Ribeauvillé nicht. «Hier ist im Juli und August viel los, da benötigen wir jede Parzelle für die Touristen», begründet Martin Drescher das Fehlen von Saisonplätzen. Die Zelte befinden sich auf einer separaten Wiese, weil der Boden dort für Wohnwagen und Reisemobile zu wenig stabil ist. «Kommt dazu, dass die Lebensweise der

Zeltler eine etwas andere ist», sagt Campingleiter Drescher. «Die Leute mögen diese Zeltecke ganz gern, dann sind sie unter sich.» Die Zelte seien wieder stark im Kommen, seien zu einer neuen Philosophie geworden, beobachtet Drescher, glaubt aber auch an einen praktischen Grund dahinter: «Die Zelte sind leichter geworden und rascher aufgebaut.»

Stellplätze für Wohnmobile | Kürzlich hat die Stadt Ribeauvillé auf ihrem Camping 18 stabile Stellplätze eigens für Wohnmobile errichtet. «Jetzt können wir bei jedem Wetter Reisemobilisten aufnehmen», freut sich Martin Drescher. Und weiter: «Es ist auch praktisch, wenn diese Kunden beieinander sind. Denn sie sind mobiler, reisen häufiger, da gibts immer viel Bewegung.» Für Gäste, welche die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes nicht nutzen (wollen), hat die Stadt an der Hauptstrasse gleich vor Ribeauvillé einen kostenpflichtigen Platz für Reisemobile hergerichtet, Servicesäule für Strom und Wasser inklusive. Wie sieht die Gästestruktur auf dem Camping von Ribeauvillé aus? Dazu Campingchef Drescher: «In der Vor- und Nachsaison sind es vor allem Rentner, an den Feiertagswochenenden und im Sommer hingegen Familien.» Allerdings sei das Elsass generell nicht ein typisches Familienziel, sagt Martin Drescher. Familien mit Kindern bevorzugten vielmehr Destinationen mit Wasser und Strand. Deshalb gibt es auf dem «Pierre de Coubertin» auch keinen Kids-Club oder ein Schwimmbad. Kinder müssen sich aber trotzdem nicht langweilen: Auf dem Platz gibts einen Spielplatz, Tischtennis, gleich neben dem Campingplatz ein Sportgelände und in der Nähe ein Hallen- und Freibad. Paradies für Dänen | Niemand wisse eigentlich warum, aber auf dem Camping in Ribeauvillé seien viele dänische Gäste anzutreffen. «Wir sind wohl der einzige Cam-

wi

› Zugegeben:

pingplatz in Europa, der mehr Dänen als Holländer hat!», schmunzelt Martin Drescher. Das habe sich in Dänemark wohl so herumgesprochen. Im dänischen Ferienmonat Juli stammten etwa 70% der Camper aus Dänemark. «Aus Deutschland und der Schweiz sinds vor allem Kurzurlauber und der August gehört den Franzosen», so Drescher.

Keine Animationen | Im Untergeschoss des Aufenthaltsgebäudes betreibt ein Bäcker aus Ribeauvillé einen kleinen Laden, der stundenweise geöffnet ist. Dort gibts frisches Brot und «Croissants», im Sommer auch Gemüse und Früchte. Der Supermarkt, der sich gleich hinter dem Camping befindet, führt hingegen ein Riesensortiment, welches sich für Grosseinkäufe eignet.


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Der Camping «Pierre de Coubertin» ist flach und gut zugänglich. Rechts unten: Der TCS-Campingclub Solothurn verbringt sein Pfingst-Rallye in Ribeauvillé.

Ebensowenig stellt sich die Restaurantfrage: In Ribeauvillé und im übrigen Elsass, dem «Gastronomieparadies» schlechthin, hat es genügend Restaurants. Auch Animationen sucht der Gast vergebens. Martin Drescher liefert die Begründung: «Die meisten besuchen das Elsass, um Ausflüge zu unternehmen; wir befinden uns hier mitten in der berühmten Weinstrasse und alle besuchenswerten Dörfer liegen bloss 10 bis 15 km entfernt. Die Leute sind also tagsüber beschäftigt.» Im Juli und August wirbt Isabelle Drescher jeden Montag mit einer Diaschau für Ribeauvillé, und danach kredenzt jeweils ein Winzer aus der Umgebung seine vergorenen Säfte. Viele Kunden mögen diesen Platz, weil es keine Animationen gibt, fasst Martin Drescher zusammen. Peter Widmer

«Pierre de Coubertin», Ribeauvillé (F) Adresse: Camping Municipal Pierre de Coubertin, 23, rue Landau, F-68150 Ribeauvillé, Tel./Fax 0033 389 73 66 71, E-Mail: camping.ribeauville@wanadoo.fr, www.ribeauville-riquewihr.com Leitung: Isabelle und Martin Drescher Öffnungszeiten: 15.3. bis 15.11.2010 In Kürze: Der städtische 4-Sterne-Platz «Pierre de Coubertin» mit seinen 226 Touristen-Stellplätzen (keine Saisonplätze), zwischen Vogesen und Rheinebene mitten in den Weinbergen der elsässischen Weinstrasse gelegen, eignet sich für einen ruhigen, entspannten Urlaub mit unzähligen Ausflugsmöglichkeiten. In nächster Nähe liegen ein Frei- und ein Hallenbad mit Rutschbahn, Sauna und Solarium. Das malerische Städtchen Ribeauvillé mit seinen Restaurants und Weinstuben ist nach nur 15-minütigem Spaziergang zu erreichen. Auch die Winzer der Stadt und in der Umgebung haben stets offene Kellertüren. Von den drei Burgruinen, welche Ribeauvillé seit Jahrhunderten überragen, geniesst der Gast eine atemberaubende Aussicht über die Rheinebene und die Weinberge bis hin zum Schwarzwald. wi


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«Ich bin gerne Gastgeber» Der Dreistern-TCS-Campingplatz «Bosco di Molinazzo» in Bellinzona wird von den meisten Kunden als Zwischenhalt auf ihrer Reise in den Süden benutzt. Genau betrachtet ist er aber ein idealer Ausgangspunkt, um den Kanton Tessin zu erkunden.

Die Zufahrt zu den Stellplätzen auf dem TCS-Camping «Bosco di Molinazzo» in Bellinzona ist grosszügig und problemlos.


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› Der Espresso, den uns der junge Campin-

gleiter Roman Leonardi zu Beginn unseres Besuchs offeriert, schmeckt vorzüglich, gerade richtig mit dem «Schäumchen», wie man es im Süden erwartet. Ein guter Einstieg. Denn auf der Reise in den Süden befinden sich alle Gäste, die den TCS-Camping «Bosco di Molinazzo» berücksichtigen, manche schalten auch noch eine Nacht ein, bevor sie das «Tor zum Norden», den Gotthard-Tunnel, auf der Heimreise wieder passieren. Und viele sind sich eigentlich gar nicht bewusst, dass sie auf dem Camping in Bellinzona auch mehrere Tage verweilen könnten, denn der Platz in der Hauptstadt des Kantons Tessin liegt ideal, um die ganze Vielfalt dieses Südschweizer Kantons kennen zu lernen. Roman Leonardi unter-

lässt dabei nichts, die Gäste darauf aufmerksam zu machen. So verkürzt er ihnen zum Beispiel die Wartezeit beim Einchecken mit dem Vorführen einer Werbe-DVD über das Tessin. «Nicht wenige überlegen es sich dann anders und bleiben etwas länger», verrät uns der rührige Campingleiter.

Jährliche Zuwachsraten | Dass seine

Bemühungen fruchten, zeigt sich nicht zuletzt an der stetig steigenden Zahl der Übernachtungen, seit Leonardi mitten in der Saison 2004 den Platz übernommen hat. Weshalb kommen denn die Gäste so gerne auf den Platz, viele sogar jedes Jahr? Hier macht Roman Leonardi auf Understatement: Er könne es sich eigentlich auch nicht schlüssig erklären, meint er bescheiden.

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Das Wetter allein ist es auf jeden Fall nicht. Es sind halt oft die kleinen, unspektakulären Dinge, die das «gewisse Etwas» ausmachen. So steht beispielsweise im Sommer bei der Rezeption eine Karaffe mit kühlem Quellwasser und Becher, wo sich der durstige Gast aus dem Norden erfrischen kann, bevor er eincheckt. «Ich denke an die Holländer, die bereits acht Stunden unterwegs waren und todmüde bei uns eintreffen», lässt sich Roman Leonardi entlocken. Und er weiss, wovon er spricht, wenn er Verständnis für die Reisenden hat. Vor der Platzübernahme reiste er mit seiner damalige Freundin Mirella – und heutigen Gattin – mit einem VW-Bus bis Japan, alles auf Fortsetzung auf Seite 27


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dem Landweg! Fehlt dem Ehepaar heute das Nomadentum? «Nein, wir haben die Reisen derart intensiv erlebt, dass ich heute gerne Gastgeber bin. Ich gebe den Gästen jene Leistungen, die wir selber auch schätzen, wenn wir als Touristen unterwegs sind; so einfach ist das.» Im Winter, wenn der Platz geschlossen ist, verreist die Familie Leonardi mit ihren beiden kleinen Kindern aber nach wie vor in ferne Länder, einfach etwas «kindgerechter».

Oben der kleine Laden, unten das Rezeptionsgebäude und rechts der Ticino.

TCS-Camping «Bosco di Molinazzo», Bellinzona

Bilder Mathias Wyssenbach

Adresse: TCS-Camping «Bosco di Molinazzo», 6500 Bellinzona, Tel. 091 829 11 18, Fax 091 829 23 55, E-Mail: camping.bellinzona@tcs.ch, www.campingtcs.ch Leitung: Roman Leonardi Öffnungsperiode: 1.4. bis 10.10.2010 Anfahrt: Ausfahrt A13 Bellinzona-Nord, Richtung Bellinzona, beschildert. In Kürze: Ebener, langgezogener Rasenstreifen, am Fluss Ticino gelegen, 40 parzellierte Touristen- und 25 Saisonplätze, Planschbecken, kleiner Laden, Buvette mit warmen Snacks, Tessiner Musik, Vorführungen von Schülern der Scuola teatro Dimitri aus Verscio, Alphornkonzert am 1. August. Ausflüge: Wanderungen, z.B. in der Leventina, im Calanca-Tal, im Verzasca-Tal oder im Maggia-Tal, Locarno, Ascona, Brissago-Insel, Borromäische Inseln, Markt von Luino (I), Orta-See, Lugano, Monte Brè, Monte San Salvatore, Swiss Miniatur in Melide. Infos: www.bellinzonaturismo.ch, www.ticino.ch.

Tessiner Einlagen | Die Nachfrage nach Animationen hält sich nach Aussage des Campingleiters in Grenzen. Einzig in den Hochsommermonaten Juli und August, wenn die Gäste schon mal zwei, drei Wochen bleiben, wird ein Tessiner Trio engagiert, welches «canzoni ticinesi» zum Besten gibt und den Campern in Erinnerung ruft, wo sie eigentlich sind. Schülerinnen und Schüler der «Scuola teatro» des berühmten Clowns Dimitri in Verscio beweisen auf dem Camping ihr bereits beachtliches künstlerisches Niveau. Für den Nationalfeiertag am 1. August 2010 ist es Roman Leonardi erstmals gelungen, Tessiner Alphornbläser zu engagieren. Von Camping TCS zentral eingekaufte Attraktionen wie Karaoke und Kinderzirkus runden das Angebot nach Abwechslung ab.

Der zentral gelegene Camping, und doch im Grünen mit mediterraner Vegetation. Links das Planschbecken.

Peter Widmer


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