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15. November 2012

Die Zeitung für Camping und Caravaning

Heini Hemmi, der ehemalige Riesenslalomsieger

Mit Wohnmobil in die Toskana

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Heizen mit Diesel oder Gas im Reisemobil

Persönlicher Entscheid 6 Der TCS-Camping «Punt Muragl» , Samedan

Ganzjährig Sonnenschein 20

CampCar 8


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15. November 2012 | CampCar 8

Caravaning: Mobiler Luxus – fast wie zuhause

4 Rückblende Suisse Caravan Salon

12 Der neue Carado A461

Das Eine tun und das Andere nicht lassen: Das Gefühl von Freiheit und Abenteuer lässt sich bequemer geniessen im komfortablen rollenden Eigenheim.

Der Carado ist die Günstig-Marke von Dethleffs und der A461 ist für knapp 50 000 Franken zu haben. Die Ausstattung kann durchaus als vernünftig bezeichnet werden.

Inhalt 6 Heizen mit Gas oder Diesel: Ein TCS-Test mit zwei Wohnmobilen zeigt die Vor- und Nachteile der zwei Systeme.

10 Leidenschaftlicher Wohnmobilist: Was er anpackt, macht er mit Überzeugung und Passion. Heini Hemmi, Skirennfahrer der 70er-Jahre, fährt seit Jahren ein Wohnmobil.

14 Innovatives Raumkonzept: Der Wohnwagen Südwind 580 QS von Knaus überzeugt durch einen hochstehenden Verarbeitungsstandard.

20 Ein Platz an der Sonne: Auch wenn der TCS-Camping in Samedan etwas im Schatten von St. Moritz steht – bei Schönwetter scheint im Februar die Sonne acht Stunden.

mw

Wer Campingferien macht, nimmt immer auch die Gemütlichkeit und die Freiheit mit auf Reisen. Dazu gehören Wohnlichkeit und Behaglichkeit, gewohnter Komfort und Luxus – letzterer nicht zu knapp, wenn man die Neuheiten am 45. Suisse Caravan Salon in Bern betrachtet. Camper bekommen eine zusätzliche Ferienqualität geboten, von der andere Touristen nur träumen können. Denn was die Schweizerinnen und Schweizer in den Ferien am meisten vermissen, zum Beispiel das eigene Bett, das gemütliche Zuhause, die Sauberkeit rundum, das gewohnte Essen, die Glotze, den iPad, den Laptop usw., das alles geht im rollenden Eigenheim mit auf Reisen. So wird das mobile Feriendomizil zum zweiten Zuhause. Camper können sich in der Fremde heimisch fühlen und sich dennoch – oder vielleicht gerade umso mehr – fremden Kulturen und Gepflogenheiten widmen, sich an Exotischem im Ausland ergötzen. Man kehrt ja immer wieder «zu sich nach Hause» zurück, in die eigenen vier Wände im Kleinformat. Und wo man sich zuhause fühlt, ists behaglich, vertraut eben. Das ist wohl das erlebnispsychologische Geheimnis des Campingtourismus und seines wirtschaftlichen Erfolgs. Peter Widmer

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Impressum Titelbild Mathias Wyssenbach

CampCar Herausgeber: Touring Club Schweiz (TCS), Postfach 820, 1214 Vernier (GE). Redaktion: Felix Maurhofer (fm, Chefredaktor), Peter Widmer (wi). Layout: TCS Visuell. Redaktionsassistenz: Karin Graniello (D), Sylvie Fallot (F). Korrespondenzadresse: Redaktion Touring, Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern, Tel. 058 827 35 00, Fax 058 827 50 25. E-Mail: touring@tcs.ch. Verlag/Medienmarketing: Reto Kammermann (Leitung). Inserate: Publicitas Publimag, Alfred Blaser (Anzeigenleiter), Seilerstrasse 8, 3001 Bern, Telefon 031 387 21 16, Fax 031 387 21 00. Auflage: Deutsche Ausgabe: 18 000, Totalauflage: 24 000.


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CampCar 8 | 15. November 2012

Bilder Mathias Wyssenbach

› Bereits

36 500 Besucherinnen und Besucher verzeichnete der diesjährige Suisse Caravan Salon.

Weniger Besucher, dafür «bessere» Der Suisse Caravan Salon 2012 ist bereits Geschichte. Weniger Besucherinnen und Besucher, aber dafür «kaufwilligere», dies der Grundtenor der Aussteller.

«Der Trend bei uns geht weiter hin zu den Wohnmobilen, und zwar zu den kleinen Vollintegrierten, immer im Bereich von 3,5 Tonnen. Am diesjährigen Salon beobachtete ich eine eher jüngere Käuferschaft, welche sich für Reisemobile interessiert. Die Verkäufe bewegten sich mindestens auf Vorjahresniveau, was ich als gut bezeichne. Die Caravaningbranche ist noch einer der wenigen Märkte in Europa, welcher die Zahlen halten kann. Mittlerweile sind wir euro-bereinigt; es rechnet sich für den Kunden nicht mehr, sein Fahrzeug direkt in Deutschland zu beschaffen.» Reto Ruchti, Ruchti AG, Steffisburg

«Wir hatten zwar gefühlsmässig etwas weniger Besucher als im letzten Jahr, dafür interessiertere, die sich vom Schnee nicht vom Messebesuch abhalten liessen. Ich bin sehr zufrieden mit dem diesjährigen Salon. An unserem attraktiven und grosszügigen Stand zeigten sich mehrheitlich Leute mit Campingerfahrung, eher Paare zwischen 50 und 60, die feste Vorstellungen mit Kaufabsichten mitbrachten. Auch bei uns sind die Wohnmobile im Trend, während wir den Marktanteil bei den Caravans halten konnten. Ein Ärgernis in Bern ist die unbefriedigende Parkplatzsituation.» Franco Riscazzi, Adria Mobil Schweiz

vor dem Suisse Caravan Salon 2012 spürten die Organisatoren die steigende Nachfrage aus der Branche: Die Messe war komplett ausgebucht. «Wir freuen uns, dass nun auch die über 36 500 Besucherinnen und Besucher am Suisse Caravan Salon diese Vorzeichen bestätigen», so Rolf Krähenbühl, Messeleiter des Caravan Salons. Mit ein Grund dafür, dass die Besucherzahl des Vorjahres nicht ganz erreicht werden konnte, sei der unerwartete Wintereinbruch am Messe-Wochenende. Zur Erinnerung: Pünktlich zur Umstellung auf die Winterzeit fielen im Flachland ungewohnte Schneemengen, was wohl viele davon abhielt, sich (noch mit Sommerpneus!) auf die Strasse zu wagen. Auch der Schweizerische Caravangewerbe-Verband caravaningsuisse bewertet den Verlauf der grössten nationalen Messe für Camping und Caravaning positiv, wie Präsident Christoph Hostettler bestätigt. «Die Anzahl der auf der Messe verkauften Fahrzeuge bewegt sich auf dem hohen Niveau der Vorjahre und die Händler zeigen sich sehr zufrieden». Eine Feststellung, welche die Gespräche mit einigen Ausstellern (siehe unten) untermauern.

Leicht, luxuriös, kompakt | Die rund 300 Aussteller haben Wohnmobile, Wohnwagen und Zubehör ausgestellt, Campingplätze oder Feriendestinationen präsentiert und so die Lust auf mobiles Reisen geweckt. Auch das diesjährige Rahmenprogramm vermochte die Besucherinnen und Besucher zu begeistern – und dank dem

«Wir konnten gute Gespräche führen und Verkäufe tätigen. Ich bin rundum zufrieden. Der Trend geht in Richtung Reisemobile; an unserem Fendt-Stand waren natürlich die Wohnwagen die Renner. Die Marke Fendt steht für Caravans, allerdings weniger für Familien. Auch der diesjährige Suisse Caravan Salon hat gezeigt, dass Bern nach wie vor eine Messe ist, wo verkauft wird. Etwas Sorgen mache ich mir über die mehrheitlich ausbleibenden jungen Familien mit Kindern. Es fehlt der Nachwuchs. Es zeigten sich mehr Leute am Stand, die sich vor dem Pensionsalter noch etwas gönnen wollen.» Adrian Wyss, Top Camp AG, Interlaken


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neuen Kinderparadies in der Halle 1 war der Suisse Caravan Salon 2012 einmal mehr ein Erlebnis für die ganze Familie. Die drei wichtigsten Trends für 2013 bei Campingfahrzeugen lauten: leichter, luxuriöser und kompakter. Dank verschiedenen Anpassungen im Leichtbau können immer mehr Reisemobile mit dem normalen Führerausweis gefahren werden. Das mobile Reisen wird so immer bequemer – und die Fahrzeuge bieten auch mehr Platz, beispielsweise für Familien. Die Top-Wohnmobile sind jedoch nach wie vor in der Klasse über 3,5 Tonnen angesiedelt. Grund dafür sind hochwertige Materialien wie massive Hölzer, die für die Ausstattung verwendet werden. Hier sieht beispielsweise Beat Maurer, Geschäftsführer der in Roggwil auf Individualausbau spezialisierten Maurer Fahrzeugbau AG, eine grosse Chance: «Ich denke, dass das mittlere Preissegment bei den Standardfahrzeugen zwischen 60 000 und 90 000 Franken wegbrechen wird. Die Zukunft liegt im Standardbereich bei den so genannten Discountfahrzeugen – aber das ist nur mein persönliches Gefühl», fügt er beschwichtigend hinzu... Auch bei den Wohnwagen sind Gewicht, Luxus und Design die Themen für die Saison 2013. Die Tendenz zu kleineren und sparsameren Personenwagen veranlasst die Branche dazu, gewichtsoptimierte Caravans zu produzieren. Peter Widmer

CampCar-Info Der Suisse Caravan Salon 2013 findet vom 24. bis 28. Oktober wiederum auf dem Messegelände der Bernexpo AG in Bern statt.

«Ich bin erst das zweite Mal am Suisse Caravan Salon und hatte den Eindruck, dass mehr Betrieb herrschte als letztes Jahr. Die Messe in Bern ist für uns sehr wichtig, liegt doch unser Campingplatz nahe der Schweizer Grenze im Markgräflerland. Viele Besucher wussten noch nicht, wo das liegt und dachten eher an Österreich als an Deutschland! Die meisten Besucher erkundigten sich nach Infrastruktur, Schwimmbad, Restaurant und Umgebung. An unserem Stand beobachtete ich weniger Familien, sondern mehr Senioren und Paare. Ich komme nächstes Jahr wieder.» Roland Grommek, Camping Sulzbachtal

Oben: Die Brüder Volker und Thomas Martins, alias Comedy-Duo «Oropax», sorgten für eine unterhaltsame Einlage am TCS-Stand. Unten: Gespräche am gelben Stand des TCS.

«Am letzten Messetag lief erstaunlicherweise am meisten. Ich betreue den TCSStand nun seit mehreren Jahren; einige Fragen werden immer wieder gestellt. So zum Beispiel das Problem WohnmobilStellplätze ausserhalb der Campingplätze. Ich gebe den Fragenden dann jeweils die Internet-Adresse www.stellplatz.ch, wo ein Verzeichnis mit über 100 Stellplätzen in der Schweiz bestellt werden kann. Gelobt wurden wir dieses Jahr vor allem für die Investitionen in Flaach, Sempach und Gordevio. Auch das Interesse an unseren TCSPods war überwältigend.» Viviane Nussbaum, TCS Camping, Genf

«Die Besucherqualität war für uns sehr gut. Mit unserem Starliner hatten wir dieses Jahr ein neues Fahrzeug, wofür wir vor dem Salon kräftig geworben haben. Das haben wir nun in unserem separaten Ausstellungszelt gespürt. Wir hatten Besucher, die schon zwei, drei Fahrzeuge gefahren sind und sich nun noch etwas Besonderes leisten wollten. Zurzeit sind wir bis September 2013 ausgebucht – einerseits erfreulich, andererseits sind die Lieferfristen entsprechend lang. In der Regel sind es sich solche Kunden aber gewöhnt, auf ihr Wunschfahrzeug mit individuellem Ausbau zu warten.» Beat Maurer, Maurer Fahrzeugbau AG

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Bilder zvg

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Die beiden Test-Vans: Citroën Jumper mit Dieselheizung (links) und Fiat Ducato mit Gasheizung.

Heizen in Wohnmobilen: Mit Diesel oder Gas? Das Heizen und Kochen mit Gas ist bekannt. Dass dies jedoch auch mit Diesel funktioniert, wissen noch lange nicht alle Besitzer von Freizeitfahrzeugen. Ein TCS-Test mit zwei Wohnmobilen zeigt, was die beiden Systeme können sowie die Vor- und Nachteile.

› Für den Test wurden zwei Wohnmobile

der Van-Kategorie ausgesucht. Diese sind jeweils als Zweiplätzer ausgebaut und sind betreffend Grösse und Form vergleichbar. Der Unterschied der beiden Fahrzeuge versteckt sich aber im Innern. Beim einen Testfahrzeug handelt es sich um einen Citroën Jumper 3.0 Diesel. Der Dieselkonsum beschränkt sich aber nicht nur auf den Motor. In diesem Campingfahrzeug werden auch die Heizung und das Kochfeld mit Diesel betrieben. Der Kühlschrank wird mit elektrischer Energie gespiesen. Somit entfällt die Gasflasche im Innenraum vollständig. Beim zweiten Fahrzeug handelt es sich um einen Fiat Ducato 3.0 Diesel. Dieser ist baugleich mit dem Citroën Jumper. Das Fahrzeug ist mit einer allseits bekannten Gasheizung und einem

Gaskochfeld ausgerüstet. Im Heck befinden sich zwei Propan-Gasflaschen, welche die Energiequelle der Heizung und des Kochfeldes darstellen. Zudem wird bei Bedarf auch der Kühlschrank mit Gas betrieben. Oft besteht gegenüber dem leicht flüchtigen Medium Gas ein natürlicher Respekt, da es nicht sichtbar und leicht entzündlich ist.

Kurztest Kochfelder | Beim Test der beiden Heizungen kämpfen die Kontrahenten nicht mit gleich langen Spiessen. Die im Citroën Jumper installierte Dieselheizung Webasto Airtop 2000 ST ist in Bezug auf die Leistung nicht mit der im Fiat Ducato verbauten Gasheizung Truma Combi 4E vergleichbar. Daher werden die Systeme auch nicht direkt miteinander verglichen. Beide erwähnten Heizungshersteller bieten auch

leistungsstärkere Heizungen an. Daher erstaunt es auch nicht wirklich, dass die mit 2.0 kW leistungsschwächere Dieselheizung für das Erwärmen des Innenraumes von 4°C auf 20°C knapp 90 Minuten benötigte. Die Gasheizung mit einer Leistung von 4.0 kW benötigte dafür lediglich 30 Minuten. Mit durchschnittlich 27 Watt verbrauchte die Dieselheizung rund dreieinhalb Mal so viel elektrische Energie wie die Gasheizung mit 7.5 Watt, was eine grössere Belastung für die Batterie bedeutet. Hingegen lag der Verbrauch an fossiler Energie bei der Gasheizung mit knapp einem Kilogramm Propangas höher als derjenige der Dieselheizung mit 0.65 Kilogramm Diesel, was umgerechnet etwa 0.7 Kilogramm Propangas entspricht. Es befanden sich während der Messungen übrigens keine Personen im


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Innenraum, die das Resultat hätten beeinflussen können. Interessant sind auch die Abgas- und Lärmbelastungen. Die Gasheizungen sind bekanntermassen fast geruchslos und sehr leise. Dies gilt auch für die Dieselheizung, wenn sie nach knapp fünf Minuten warm gelaufen ist. In den ersten Minuten der Startphase ist jedoch ein deutlicher Abgasgeruch bemerkbar. Auch das Kochfeld der beiden Testfahrzeuge wurde einem Kurztest unterzogen. So wurde geprüft, wie lange diese benötigen, um 1.5 Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Dass Kochen mit Gas zügig geht, bestätigt die Messung von knapp zehn Minuten. Auf dem Dieselkochfeld X100 von Webasto dauerte dies rund 19 Minuten. Zudem ist auch – wie bei der Heizung – in der Startphase ein leichter Abgasgeruch bemerkbar.

Im Citroën Jumper: Die Webasto DieselLuftheizung Airtop 2000 ST mit einer Heizleistung von 0.9 bis 2.0 kW.

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gasbetriebenen Wohnmobils fällt der niedrigere elektrische Energiebedarf aus, was beim Campieren ohne Stromversorgung vom Netz ein klarer Vorteil ist. Auch Gerüche aus Abgasen sind beim Gassystem praktisch nicht existent. Zudem ist das Kochen mit Gas sehr effizient. Die Vorteile des auf reinen Dieselbetrieb ausgelegten Wohnmobils sind jedoch auch nicht von der Hand zu weisen: Es benötigt keine Gasflaschen, was bezüglich Versorgung im Ausland und Platzbedarf im Fahrzeug ein klarer Vorteil ist. Diesel ist praktisch überall erhältlich und bedarf keiner besonderen Anschlüsse. Auch entfällt beim dieselbetriebenen Wohnmobil die alle fünf Jahre empfohlene Caravan-Gaskontrolle. Und nicht zuletzt bietet Diesel das kleinere Gefahrenpotential als leicht flüchtiges Gas.

Schwachstellen bei Isolation | Für ei-

Tipps und Fazit | Wer auch im harten

ne angenehme Innentemperatur ist nicht nur eine angemessene Heizung notwendig, sondern auch eine gute Fahrzeugisolation. Was bei der Gebäudetechnik schon seit Jahren umgesetzt wird, wird beim Fahrzeugbau eher vernachlässigt. Dies nicht ohne Grund, da in Fahrzeugen in der Regel genug Abwärme vom Motor zur Verfügung steht. Anhand der Wärmebilder konnten Schwachstellen bei der Isolation der Fahrzeuge aufgezeigt werden. Eine klare Schwachstelle bei beiden Fahrzeugen zeigte sich am Heck. So schliessen zum Beispiel die Flügeltüren im oberen Bereich schlecht, was zu einem Wärmeverlust führt. Hier könnte eine bessere Abdichtung für eine Verbesserung sorgen. Die Dieselheizung des Citroën Jumper ist ausserhalb des Fahrzeuges angebracht. Dadurch kann im Inneren Platz gespart werden. Die Strahlungswärme der Heizung geht jedoch verloren. Die Gasheizung des

Winter mit dem Camper unterwegs sein will, sollte bei der Heizung eine angemessene Leistungsstufe wählen. Die getestete Dieselheizung ist mit 2.0 kW auch im kleinen Wohnmobil bei harten Wintereinsätzen überfordert. Hier ist eine leistungsstärkere Version empfehlenswert. Wer komplett auf Gas verzichten will, muss sich des höheren elektrischen Energiebedarfes der Heizung, des Kühlschrankes sowie des Kochfeldes bewusst sein. Hier ist eine Solaranlage oder eine Brennstoffzelle empfehlenswert. Ob im Wohnmobil mit Gas oder Diesel geheizt und gekocht wird, bleibt eine persönliche Entscheidung. Wie die Tests zeigen, haben beide Systeme klare Vor- und Nachteile. Jedoch sollte im Wohnmobil auch auf eine gute Isolation Wert gelegt werden. Oft kann hier schon durch eine Pflege der Tür- und Fenstergummis eine Verbesserung erzielt werden. Test: Herbert Meier

Im Fiat Ducato: Die Gasheizung und Warmwasseraufbereitung Truma Combi 4E mit einer Heizleistung von 2.0 bis 4.0 kW bei Gasbetrieb.

Fiat Ducato ist im Innenraum untergebracht. Beim Wärmebild zeigt sich dadurch eine stark aufgewärmte Seitenwand des Fahrzeuges. Hier könnte eine bessere Isolation zur Verhinderung des Wärmeverlustes führen. Auch im Bereich der Wohnraumfenster gibt es durchaus noch Verbesserungspotential.

Nicht «gut oder schlecht» | Heizen und Kochen ist also mit beiden Systemen problemlos möglich. Aber welche Vor- und Nachteile bieten diese? Klar zu Gunsten des

Redaktion: Peter Widmer

Diese Wärmebilder zeigen die Schwachstellen der beiden Vans auf (dunkel = kalte Temperaturen, hell = hohe Temperaturen). Die Isolation wird beim Fahrzeugbau eher vernachlässigt. Links ein Testfahrzeug vor Messbeginn, rechts nach rund zwei Stunden Heizbetrieb, wo viel Wärme verloren geht.


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Vor 56 Jahren

Interieur-Design Mehr als 250 verschiedene Stilwelten: Die Wohnmobile Arto und Flair 100 mit neuen Wohlfühloptionen.

› Von innen bestechen die Baureihen Arto

In dieser Ausgabe ein Blick in frühere Camper-Zeiten: Aus der «Revue der Campeure und Kanufahrer des TCS», Oktober 1956.

Ein neues Autobett

und Flair 100 des deutschen Herstellers Niesmann+Bischoff GmbH zukünftig durch ein neues Designkonzept. So bieten die erfahrenen Motorcaravan-Entwickler aus Rheinland-Pfalz mehr als 250 verschiedene Stilwelten auf vier Rädern. Jeder künftige Besitzer der exklusiven Fahrzeuge schafft sich sein individuelles Zuhause zum Mitnehmen – ganz nach eigenem Geschmack und Einrichtungsstil. Käufer von Reisemobilen und Caravans müssen sich in der Regel damit begnügen, bei den Fabrikaten verschiedener Hersteller nur aus wenigen Standards

in Sachen Möblierung und Polsterung wählen zu können. Für die Baureihen Arto und Flair 100 können nun als Sitzpolster aus modernen Farbtönen ausgewählt werden: Anthrazit und Beige, optional auch Leder. Der Individualität sind kaum Grenzen gesetzt bei der Kombination mit den entsprechenden grossen, weichen Rückenpolstern: Für den Wohnraum stehen dem Wohnmobil-Fan insgesamt 14 Varianten zur Verfügung, von klassisch bis modern. wi

CampCar-Info www.niesmann-bischoff.com

Eine «Luftbrücke» «Eine neue Konstruktion des Autobettes fanden wir unter dem Namen Dauners-Autobett der Firma A. Fink, Diessenhofen. DaunersAutobett ist eine «Luftbrücke» von Sitz zu Sitz. Mit wenigen Handgriffen wird eine biegungsfeste, zum Teil freitragende Luftmatratze montiert, auf der sich wie zu Hause im Bett schlafen lässt. Dauners-Autobett lässt sich praktisch in jedem Wagen und zu bescheidenen Montagekosten einbauen. Für einen längeren Aufenthalt empfiehlt der Konstrukteur Finks Camping-ZeltGarage, die in kürzester Zeit aufgestellt ist und den Wagen vor allem Wetter schützt. Finks Camping-Zelt-Garage dient gleichzeitig als Wohn- und Aufenthaltsraum.» Eine weitere Kuriosität aus dem Jahre 1956: Mit dem legendären «Goggomobil 300» als Zugfahrzeug startete der deutsche Wohnwagenhersteller Dethleffs eine Versuchsfahrt mit dem 200 kg schweren Wohnanhänger «Camper». Das Gespann erreichte immerhin eine stabile Spitze von 75 km/h!

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«Es ist in der Tat nicht jedermanns Sache, im Zelt zu schlafen, und wie manchem Automobilisten war es nach langer Fahrt eine Qual, sein Zelt – womöglich in der finsteren Nacht – aufzustellen! Seit langem sind darum verschiedene Automobilfabrikanten dazu übergegangen, in ihren Wagen Liegesitze einzubauen. Diese Sitze haben allerdings in der Regel den kleinen Nachteil, oftmals nicht ganz ebene Liegeflächen zu haben, was anspruchsvollere Leute stören mag.»

Am Caravan Salon in Düsseldorf zeigte Niesmann+Bischoff seine farbenfrohen Stilwelten.

Truma LevelCheck zeigt Füllstand

Die Servicewelt der Tischer GmbH

Mehr Komfort für unterwegs

Absetzkabinen und Pick-Up-Fahrzeuge

Der Truma LevelCheck zeigt den Füllstand von Gasflaschen an und ist kinderleicht zu bedienen. Das Gerät wird waagrecht an die Gasflasche gehalten und erkennt mittels Ultraschall, ob sich am Punkt, an dem gemessen wird, flüssiges Gas in der Flasche befindet. So lässt sich schnell herausfinden, wie voll die Gasflasche ist. Der LevelCheck ist für alle Propan- und Butan-Stahl- oder Alu-Gasflaschen mit einem Durchmesser von 200 bis 350 mm geeignet. Weitere Infos unter www.truma.com. wi

Für das Auf- oder Absetzen der Kabine müsse man kein Experte sein, schreibt die für Freizeitfahrzeuge spezialisierte Tischer GmbH aus Kreuzwertheim. Innerhalb von 20 Minuten sei dies erledigt. Dabei helfen die ausfahrbaren Stützen. Das Unternehmen legt viel Wert auf die Innenausstattung. Die einzelnen Elemente, aus denen die Kabinen entstehen, produziert Tischer selbst. Das Material verfügt über beste Dämmwerte und ist im Schadenfall einfach zu reparieren. Weitere Infos unter www.tischer-pickup.com. wi


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Wintervorbereitung Das Campingfahrzeug winterfest zu machen, gehört zu den unverzichtbaren Arbeiten vor den ersten Nachtfrösten

Grossputz ist angesagt, und zwar von innen nach aussen. Wenn man das Fahrzeug im Winter einstellt, verringert sich die Arbeit im Frühling. Entrümpeln Sie den Caravan gleichzeitig von Ferienerinnerungen aller Art; räumen Sie Stauräume aus und entfernen Sie überflüssigen Ballast, der das Fahrzeug beschwert und den Treibstoffverbrauch erhöht. Frisch- und Abwassertank müssen im Herbst gründlich gereinigt werden. Um Einfrieren zu verhindern, muss das Wasser in Tank und Therme komplett abgelassen werden. Die Reinigung zuvor ist nötig. Dann lässt man alle Hähne geöffnet.

Heizen Sie das Fahrzeug probeweise einmal auf; nur so können Sie prüfen, ob tatsächlich alles funktioniert. Notwendig: Staub und Schmutz, der sich an Heizung und Gebläse angesammelt hat, muss weg, da er die Funktion beeinträchtigen kann. Bereits im Herbst den Gasvorrat langsam auf Propangas umstellen. Das im Sommer gebräuchliche Butangas ist bei Temperaturen unter + 5 Grad Celsius nicht mehr geeignet. wi

CampCar-Info Tipps vom Deutschen Camping-Club e.V. (DCC), www.camping-club.de

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Erwin Hymer Museum Am 28. Oktober beging das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee feierlich seinen ersten Geburtstag. Weithin sichtbar an der B30 zwischen Ulm und Friedrichshafen steht das vor einem Jahr eröffnete Museum. Bereits nach kurzer Zeit wurde das Museum zu einer festen Grösse in der Kultur- und Museumslandschaft der Bodenseeregion. Ein Erfolgsfaktor ist die interaktive Ausstellungsgestaltung und die thematische Ausrichtung als Reisemuseum, das die Kulturgeschichte des Caravanings erzählt. Die historischen Fahrzeuge, wie Wohnanhänger, Reisemobile, PKWs und Motorräder mit ihrer Geschichte sind inszenatorisch in eine Reise auf der Traumstrasse zu den Sehnsuchtsorten eingebunden. «90 000 Besucher im ersten Jahr ist ein toller Erfolg», freut sich Museumsleiterin Susanne Hinzen. In der Adventszeit gibts Events für die ganze Familie. wi CampCar-Info Täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr; www.erwin-hymer-museum.de.

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Futtern wie bei Muttern

Höchste Zeit, dafür zu sorgen, dass Caravan und Wohnmobil winterfest sind.

Frostschutz von certinox

Infrarot- und Katalytofen «Vulkana»

Damit Frost keine Chance hat

Wohlige Wärme für kalte Tage

Durch lange Stillstandzeiten des Wohnmobils und bei niedrigen Temperaturen im Winter kommt es schnell zu Frostschäden an Pumpen, Verteilern und Armaturen. Selbst beim Entleeren des Frischwassers verbleiben immer kleine Mengen Restwasser. Das in certinox-Frostschutz enthaltene Glycol verhindert das Einfrieren von Wasser und gewährleistet eine Frostsicherheit bis zu -68°C, wenn es unverdünnt angewendet wird. CertinoxFrostschutz ist in handlicher Ein-LiterFlasche erhältlich. www.certisil.de pd

Wer es beim Campen im Winter kuschelig warm mag, kann sich mit einem Infrarotoder Katalytofen von Frankana helfen. Im Katalytofen wird ein Gemisch aus Propanund Butangas an der Oberfläche der Keramikmatte in Wärme umgewandelt. Ein Katalytofen ist damit ein stromunabhängiges Kompaktheizgerät. Der Infrarotofen funktioniert mittels Infrarot-Strahlungstechnik. Als Katalysator dient hier ein festes Keramikbrennfeld. Ein Metallreflektor hinter dem Brennfeld strahlt die Wärme punktuell aus. www.frankana.de. pd

Camp Stove Oven Der Camp Stove Oven von Frankana ist ein kleiner Küchenherd, der mit auf Reisen geht. Er besteht aus Zweiflammenkocher und integriertem Backofen. Damit ist Kochen und Backen gleichzeitig möglich. Die Siedezeit für einen Liter Wasser beträgt nur sieben Minuten. Der Ofen ist ausgestattet mit zwei 1800-Watt-Kochern und einem Backofen mit 900 Watt. Abmessungen: 69�47�38 cm. www.frankana.de.

Das Haus im Haus Camping Arterhof Im Sommer 2012 wurde auf dem Fünfsterne-Camping Arterhof in Bad Birnbach das neue Premium-Sanitärgebäude eingeweiht. Sämtliche Technik versteckt sich platzsparend hinter den baulichen Attrappen und liefert ihre wertvollen Dienste zur täglichen Körperhygiene. Der Sanitärcharakter entschwindet auf diese Weise gänzlich. www.arterhof.de.


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Ihr Wohnmobil ist Susi und Heini Hemmi seit zehn Jahren zum treuen Begleiter geworden «und wird es wohl noch lange bleiben», wie Heini Hemmi hinzufügt.

Eine weitere grosse Leidenschaft von Heini Hemmi und seiner Frau gilt der Toskana, wo das Ehepaar seit Jahren mit seinem Euramobil die Ferien verbringt.

Der passionierte Hobby-Lachsfischer Heini Hemmi bezieht den Wildlachs von einem ihm bekannten Alaskakenner und Schweizer Importeur.


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Vom Rennsport zum Lachs Dichtes, schwarzes Haar, ebenso schwarzer Vollbart: Dies die einstigen äusseren Merkmale des Bündner Skirennfahrers Heini Hemmi. Das ehemalige Mitglied der Schweizer Skinationalmannschaft handelt heute mit Wildlachs aus Alaska und fährt Wohnmobil.

› Die Haare sind kürzer, etwas lichter und

Heini Hemmi Appetit aufs Reisen und Fotografieren. Die USA bereiste das Ehepaar mit einem gemieteten Wohnmobil. «Dort merkten wir endgültig, dass dies die Ferienform ist, die uns am meisten entspricht», sagen beide wie aus einem Munde. Während einigen Jahren reisten Hemmis mit Miet-Wohnmobilen durch mehrere Länder Europas. Dann, 2003, erstanden sie sich das Euramobil, das sie auch heute noch besitzen und ihren Ansprüchen nach wie vor voll genügt. «Es ist nicht zu gross, aber geräumig genug zum Wohnen, die Abläufe stimmen», sagt Heini, «vor allem in der Küche», fügt Gattin Susi hinzu.

grauer geworden; der Bart ist noch da, auch nicht mehr so dicht und schwarz wie vor 35 Jahren. Moderner und zeitgemässer, könnte man auch sagen. Unverändert geblieben sind die athletische Figur, die Bescheidenheit und das sympathische Wesen von Heini Hemmi, dem Riesenslalom-Goldmedaillengewinner 1976 von Innsbruck. Die Freude am Skifahren und die in den 70er-Jahren entdeckte Leidenschaft zur Fischerei pflegt er nach wie vor mit grossem Enthusiasmus. Er hat sie seit gut einem Jahr sogar zum Beruf gemacht: Der begeisterte Hobbyfischer handelt mit Wildlachs aus Alaska, den er an Privatkunden und die Gastronomie in der ganzen Schweiz vertreibt. In seinem «Lachshäuschen» vor seinem Wohnhaus an der Sartonserstrasse 23 in Valbella geben sich längst nicht mehr nur Insider die Klinke in die Hand, um die leckeren Qualitätsprodukte zu erstehen.

Bilder Mathias Wyssenbach, zvg

Vor allem Toskana | Elba, Korsika, Sar-

Passion Wohnmobil | Eine andere, weniger bekannte Leidenschaft des vielseitigen Bündners ist sein Wohnmobil. Obwohl er campingmässig nicht «vorbelastet» ist, kaufte sich der freiheitsliebende Heini Hemmi anfangs der 70er-Jahre einen alten VW-Bus, den er selber ausbaute. Zusammen mit seiner Frau Susi bereiste er – soweit es die knapp bemessene Zeit als Spitzensportler erlaubte – Europa. Nicht zuletzt durch den Skirennsport bekam

Zur Person Der 63-jährige Heini Hemmi wurde im bündnerischen Churwalden geboren. Von 1969 bis 1979 war er Mitglied der Schweizer Skinationalmannschaft. An den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck holte er eine Goldmedaille im Riesenslalom und war mehrfacher Weltcupsieger. 1976 wurde er «Sportler des Jahres». 1984 gründete er sein eigenes Unternehmen für Sicherheitskonstruktionen im Skirennsport. 2007 übergab er die Firma an Michael Bont. Seit 2011 vertreibt der leidenschaftliche Fischer Qualitäts-Wildlachs aus Alaska (www. hemmi-wildlachs.ch). Hemmi lebt mit seiner Frau Susi in Valbella. wi

Auf den Punkt gebracht Meine Erinnerungen in der Schweizer Skinati� � sind einmalig� wobei ich vielfach tief unten durch musste� Der Schweizer Skirennsport von heute ist� � wieder im Kommen� Er hat aber bei uns leider einen geringeren Stellenwert als in Österreich� Die Winterolympiade 1976 in Innsbruck� � war für mich das Highlight� ein Geschenk� welches mein ganzes Leben geprägt hat� Der damalige Skiverbandsdirektor Adolf Ogi war für mich� � Vorbild und «Leitwolf»� was heute im Skiverband fehlt�

dinien, Nordspanien, die Normandie – dies sind die bisherigen Wohnmobil-Destinationen der Hemmis. Ihre grosse Liebe gilt aber der Toskana, «der südlichen Toskana bei Siena», präzisiert Susi Hemmi. Dort quartieren sie sich meist auf dem ganzjährig geöffneten Campingplatz Le Soline in Casciano di Murlo ein. Susi Hemmi erzählt von Begegnungen, die in eine Freundschaft mündeten. So hörten sie auf einem Campingplatz in Elba aus der Ferne jemanden Handharmonika spielen, «was auf einen Schweizer schliessen liess», ergänzt Heini Hemmi. «Plötzlich gesellten sich jazzige Klarinettenklänge hinzu. Als wir die beiden Musikanten ausfindig machen konnten, bestätigte sich unsere Vermutung: ein Berner und ein Bündner!» Die Freundschaft hält noch heute. Wer fährt und kocht, wenn Hemmis mit dem Wohnmobil unterwegs sind? «Heini fährt, und zwar sehr gut und gerne, und ich koche, wohl auch ganz ordentlich und ebenso gerne», antwortet Susi Hemmi; klare Arbeitsteilung. Hotelaufenthalte sind eher selten geworden. «Während meiner Zeit in der Skinati verbrachte ich sehr viel Zeit in Hotels; mein Bedarf ist eigentlich gedeckt», begründet der ehemalige Skirennfahrer die Hotel-Abstinenz. Welches sind die nächsten WoMo-Pläne? Heini Hemmi ist sich noch nicht ganz schlüssig: «Schottland und Irland, aber nur im Hochsommer. Da wären dann aber auch noch Südspanien und Portugal», sinniert er. So oder so: Campingferien sind für ihn «die unkompliziertesten Ferien mit hilfsbereiten und toleranten Menschen!» Peter Widmer


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Carado A461: Weit mehr als nur das Nötigste Carado nennt sich die Günstig-Marke von Dethleffs, die wiederum ein Ableger des Hymerkonzerns ist. Keiner gönnt der Konkurrenz noch Gewinne.

› Mit den Carado- und den Sunlight-Mobi-

len versucht der Hymerkonzern die Günstigangebote aus Italien, Frankreich und Spanien zu unterlaufen. Das gelingt ganz gut. Für 2006 hat das deutsche Unternehmen mit der Marke Carado, in der ehemaligen Ostzone gefertigt, ein weiteres Standbein aufgestellt, das bestens läuft. Wegen des schwachen Euros kann die gesamte Modellpalette hierzulande unter 50 000 Franken angeboten werden. Das ist ein tolles Versprechen und mündet am obersten Ende der Carado-Skala in den bis zu sieben Schlafplätzen ausgerüsteten A461 mit vier festen Liegen, der unterwegs sechs Reisenden gurtgesicherte Fahrgelegenheiten offeriert. Theorie, wie man weiss. Aber immerhin kann der A461 von Carado mit seinem tiefen Leergewicht von knapp drei Tonnen runde 500 kg Nutzlast bieten. Das ist zwar angesichts der möglichen grossen Besatzung bescheiden, im Konkurrenzvergleich aber beachtlich. Man muss halt mit dem 461 darauf verzichten, den 113 Liter grossen Wassertank schon bei Ferienantritt aufzufüllen und den Carado A461 als praxisgerechten Vierschläfer sehen. Ein Carado ist, gleich in welcher Spezifikation, ein Frugalprodukt mit sehr schlichtem und laubsägeartigem Möbelbau. Die Verfugung aussen mit den überquellenden Klebestoffen hinterlässt dauerhaft unschöne Spuren. In der Dusche ist die Verfugung auch nicht perfekt ausgeführt. Aber es gibt dort ausreichend Verstauflächen.

auch bedenken, dass das Autochassis allein zwischen 30- und 40 000 Franken kostet. Die 64 cm Kopffreiheit im Alkoven (Liegefläche 210�160 cm) sind ziemlich knapp, wenn auch auf einem Lattenrost gelagert und mit einer Leuchte illuminiert. Die Etagenbetten im Heck – ebenfalls auf Lattenrosten – sind da komfortabler. Die untere Etagen-Bettstatt lässt sich kippen, so dass während der Fahrt in der Garage auch Fahrräder Platz finden. Die Carados, inzwischen mit neun Grundrissen als Teilintegrierte und mit drei Versionen als Alkoven verfügbar, bieten einen günstigen Preis, und sie sind vor allem für jene Reisemobilisten, die noch vor wenigen Jahren wohl eher mit einem Wohnwagen in die Sommerferien verreist wären, ein attraktives Angebot. So liegt die Marke voll im Trend, denn bei den Neuzulassungen haben die Wohnmobile inzwischen die Wohnwagen in der Schweiz überholt.

sich im Zwischenraum Alkoven/Aufbau stapeln. Weniger erfreulich ist die Beleuchtung ausschliesslich über Spotlampen im Wohnbereich. Immerhin ist der A461 tagsüber mit nicht weniger als vier Dachluken illuminiert.

Unter 60 000 Franken | Letztlich kommt man mit den fast zwingenden Optionen (2,3 l/130 PS-Motor statt 2,0 l/115 PS, Markise usw.) auf einen Gesamtbetrag immer noch klar unter 60 000 Franken; im Vergleich zu einem gut ausgestatteten BMW Einser Cabrio bleibt er ein so genanntes Schnäppchen. Soviel Auto bekommt man von den auf die Gross-Serie eingestellten Autoherstellern nicht. Man muss bei den Reisemobilen mit separatem Aufbau immer

Jürg Wick

Auf einen Blick GRUNDRISS 1113 Zweierdinette rechts. Querbetteinteilung im Alkoven mit geringer Höhe, gute Einteilung der Sanitärzelle. Variabler Kofferraum, ausreichendes Stauraumangebot. VERARBEITUNG 1133 Einfachste Möblierung mit gutem Funktionsschliff. Kanten nicht abgerundet. Verfugungen aussen «auf die Schnelle». Vorhängefenster. Belüftungsleitungen liegen offen.

Praktische Details | Überhaupt erfreuen

+ –

AUSSTATTUNG 1113 Vernünftige Wohnausstattung. Allerdings eher knappe Raumbeleuchtung ausschliesslich über Spotlampen; viele praktische Details. Nicht winterfest.

Kurzbilanz

WOHNEN 1113 Der Carado verfügt über eine ausreichende Autarkie. Genügend Stauräume und Ablagefächer vorhanden, grosser Kleiderkasten. Sehr bequeme Dinette.

Alkoven mit bis zu sieben Schlafplätzen und für sechs Personen unterwegs. Grundriss ohne Ecken und Kanten. Grosszügige Verglasung. Günstiger Preis. Optional ausreichend motorisiert. Wenig Nebengeräusche. Mit Optionen geringe Nutzlast. Raumteiler nur mit Vorhang. Frugaler Möbelbau. Schlafraum eng im Alkoven und in den Etagenbetten. Seitenwindempfindlich, Verbrauch.

Bilder Jürg Wick

praktische Details. Als da wären die Handtuchhalter an der Innenseite der Nasszellentür, die passgenaue Schliessung derselben mit Haushaltgriff und die clevere Einteilung der einteiligen Nasszelle an sich. Das gilt auch für die beiden Dinetten, wo die Rückenpolster komfortabel abgeschrägt sind. Da sitzt man auf Dauer bequemer als in vielen Luxusmobilen. Die Vorzeltleuchte fehlt nicht, der Kleiderschrank entspricht dem gängigen Niveau, an der Aufbautüre und innen sind klappbare Haken festgemacht, auch an offenen Ablagen fehlt es nicht. Die Rüttelkanten sind Staubfänger. Gröbere Daunenjacken lassen

FAHREN 1113 Während der Fahrt ziemlich geräuschfrei. Ordentliches Fahrverhalten mit nicht ganz stabilem Geradeauslauf. Hoher Treibstoffverbrauch, ausreichende Fahrleistungen (130 PS), niedriger Geräuschpegel beim Fahren auf der Autobahn.


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Die Carado-Modelle sind Wohnmobile in schlichter Machart, aber mit hohem Nutzwert.

Steckbrief Carado A461 Masse und Gewichte: 723�232�310 cm (L�B�H), Radstand 404 cm, Stehhöhe 195 cm, Innenbreite 219 cm, Leergewicht 3000 kg, Gesamtgewicht 3500 kg. Antrieb: Turbodiesel-Motor, direkt eingespritzt, Common Rail, 4 Zyl. 2287 cm3, 95 kW (130 PS) bei 3600 U/min, 330 Nm bei 2000 U/min, Vorderradantrieb, 6-Gang-Getriebe, Tankinhalt 90 l. Messwerte: Beschleunigung von null auf 80 km/h in 14,5 sec. Höchstgeschwindigkeit über 135 km/h; Verbrauch 12,8 l/100 km. Ausrüstung Wohnkabine: Check-Control-System, autom. Ladegerät, Bord-Batterie 95 Ah; Gasflaschenbox 2�11 kg, 3-Flamm-Kocher, Kühlschrank 113 l, Heizung Truma Combi C6; elektrische Druckwasserpumpe, Frischwassertank 122 l, Abwassertank 100 l. Einteilige Nasszelle mit Dusche, Thetford-Kassettentoilette. Preis: Carado A461/Fiat Ducato 2.3 Multijet, 7 Schlafstellen, Fr. 49 600.– (netto). Fahrzeuglieferant: Bantam Camping, 8902 Urdorf, Tel. 044 777 00 00, www.bantam.ch. Die Nasszelle ist sehr clever eingeteilt.

Zwei Dinetten bieten Platz für insgesamt sechs Passagiere.

Schlichter Küchenblock – wenig Rüstfläche.


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CampCar 8 | 15. November 2012

Ein idealer Reisebegleiter für eine vierköpfige Familie Seit 50 Jahren produziert Knaus den Südwind. Im Jahr 2013 kommt der Caravan mit neuen Grundrissen und neuem Design daher. Am komplett ausgestatteten Südwind 580 QS mit Kajütenbetten gibt es fast nichts auszusetzen.

› Vor genau 50 Jahren, im Jahre 1962, lief

der erste Südwind vom Band. Und es gibt den Bestseller heute noch. Schon von aussen fällt auf: Optisch erhielt der Südwind das Familiengesicht, wie es von den neuen Reisemobilen von Knaus bereits bekannt ist. Die Serie umfasst insgesamt 14 verschiedene Grund-Varianten. Der Südwind 580 QS, eine Modellvariante für zwei Erwachsene und zwei Kinder, lässt aufhorchen. Ein idealer Grundriss, verbunden mit grosszügigen Staumöglichkeiten, überzeugte in vielen Bereichen. Um ihn richtig nutzen zu können, empfiehlt sich allerdings eine Auflastung.

des Jahres. Im Südwind 580 QS sind Kinder bestens aufgehoben. Dafür sorgt ein Kajütenbett im Heck des Caravans, beide Betten mit eigener Lampe, eigenem Längsfenster und mit Blick nach aussen. Der Streit, wer oben liegen darf, ist garantiert vorprogrammiert. Der Kinderschlafraum kann mit einem Faltvorhang abgetrennt werden, so dass sich die Eltern weiterhin im benachbarten Essbereich aufhalten können. Auf der Dinette, die in einen Schlafplatz mit den Massen 214�104 cm umgebaut werden kann, sitzt es sich höchst bequem. Sie bietet Platz für vier Personen. Der Schlafplatz der Eltern, ein französisches Bett, befindet sich im Bug des Caravans und hat die Masse 199�149 cm. Auch dieser Schlafbereich kann mit einem Faltvorhang abgetrennt werden. Neckisch: Am Fussende findet sich eine Art kleiner Bettzeugkasten, in dem sich allerlei verstauen lässt. Urs-Peter Inderbitzin

Personen werden Mühe haben, sich dort zu duschen. Vielleicht sollte man die Wände einseifen und sich dann in der Dusche drehen, wie vor Jahren ein Witzbold auf einem Flusskreuzfahrtschiff in den USA erklärt hatte, als er sich über die zu kleine Dusche mokierte! Etwas schmal geraten ist auch der Spiegel gleich ausserhalb des Bades, dafür finden sich dort zwei Haken zum Aufhängen von Kleidern.

Ein Fest für Kinder | Für Kinder sind Ferien mit dem Wohnwagen – nebst Weihnachten und Geburtstag – der Höhepunkt

Küche vom Feinsten | Die mit einem

Klein geratene Dusche | Das Bad im linken Teil des Hecks ist erste Sahne. Es umfasst eine Dometic-Keramik-KassettenToilette, ein hübsch im Badzimmermöbel eingefügtes Lavabo, einen zweiteiligen Spiegelschrank sowie zahlreiche Abstellflächen, ausreichend für vier Personen. Ferner ist eine Aufhängevorrichtung für Badtücher vorhanden. Die im Südwind 580 QS serienmässig eingebaute Dusche ist allerdings etwas klein geraten. Korpulentere

Auf einen Blick EINRICHTUNG 1113 Überzeugt durch ein innovatives Raumkonzept und ist umfassend eingerichtet. Dank ausgeklügeltem Grundriss und der offenen Blickachsen vermittelt der Caravan viel Platz. Phantastisch der grosse Kühlschrank und die hübsche Küche; Negativpunkte: Etwas kleine Dusche und wackliger Tisch der Dinette. Truma Therme-Warmwasserversorgung für Küche und Bad gegen Aufpreis im Südwind-Paket.

Kurzbilanz

+ –

Bietet dank seiner Länge von 782 cm und seiner Breite von 250 cm sehr viel Platz. Gut ausgestattet und optisch ein Leckerbissen. Polster, Boden und Möbel farblich ideal aufeinander abgestimmt. Erwähnenswert sind der grosse, zweitürige Kühlschrank und das hübsche Bad. Im Innern des Wohnwagens ist es dank zahlreicher Fenster sehr hell. Geringe Zuladung von bloss 230 kg; das überzeugt nicht. Dieses Gewicht ist bei einer Ferienfahrt mit einer vierköpfigen Familie schnell erreicht. Es empfiehlt sich daher, das Zuladungsgewicht zu erhöhen und bereits ab Werk eine Auflastung auf 1700 kg (130 Fr.) oder gar auf 1800 kg (600 Fr.) zu ordern. Eine Deichselabdeckung würde dem Caravan ebenfalls gut anstehen.

FERTIGUNG 1111 Weder innen noch aussen irgendwelche Mängel erkennbar; die Verarbeitungsstandards sind hochstehend. Türen, Schubladen und Gaskastenzugang funktionieren einwandfrei; kein «Geknorze». Die Polster mit Lendenwirbelunterstützung und Ledereinsatz im oberen Bereich machen einen qualitativ sehr guten Eindruck. Höchst stylish auch die Heckleuchten, die an grosse Katzenaugen erinnern.

Bilder Urs-Peter Inderbitzin

Fenster versehene Eingangstür zum Caravan ist zweigeteilt und umfasst nebst einem Abfalleimer auch ein kleines Ablagefach für Schlüssel oder dergleichen. Oberhalb der Tür die Vorzeltlampe. Eine erste Überraschung gleich links vom Eingang: Im abgerundeten Küchenblock warten drei kleine Tablare, um mit Gegenständen aller Art, vielleicht auch mit Gewürzen, versehen zu werden. Der grosszügige Küchenblock mit recht viel Arbeitsfläche und mit tiefer Spüle sowie drei Kochstellen mit Glasabdeckung überzeugt ebenso wie der grosszügige 189 Liter-Kühlschrank mit separater Kühlfachtür (Aufpreis). Die höchst funktionale Küche glänzt zusätzlich mit zahlreichen Schubladen inklusive Besteckschublade und Staufächern; selbst ein Apothekerauszug und eine kleine Bar in einer Glasvitrine sind vorhanden. Ein Dunstabzug fehlt, dafür kann das Fenster im Bereich der Kochstellen geöffnet werden.

AUSSTATTUNG 1111 Bestens ausgerüstet für vier Personen, bei fünf wird es allerdings etwas knapp. Sehr viele Staumöglichkeiten. Die Platzeinteilung überzeugt. Sowohl die beiden Kajütenbetten als auch der frontseitige Schlafraum können mit je einem Faltvorhang abgetrennt werden. TVInstallation ist vorbereitet.


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Da freut sich auch «Ginger», der Testhund: Der Knaus Südwind 580 QS mit Alu-Hammerschlag, Bug und Heck in Glattblech.

Steckbrief Knaus Südwind 580 QS Masse und Gewichte: 782�250�257 cm (L�B�H). Nutzlänge 568 cm, Innenbreite 234 cm, Stehhöhe 196 cm. Fünf Schlafplätze: Bettenmass im Bug 199�149 cm, Bettenmass Heck Kajüte 2�193�77 cm, Leergewicht 1370 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1600 kg. Ausstattung aussen: ALKO-Fahrwerk mit Schräglenkerachse, 2 hydr. Radstossdämpfer, Rückfahrautomatik, Spurstabilisation AKS. Alu-Hammerschlag, Bug und Heck in Glattblech, Aussenstauklappe abschliessbar, geteilte Eingangstür mit Fenster, Ein-Schlüssel-Schliessanlage, Gaskasten mit Aussenklappe (2�11kg-Flaschen), Vorzeltleuchte 12 V, integr. Begrenzungs- und Bremsleuchten in LED-Technik. Frischwassertank 45 l, 230 V Euro-Aussenanschluss. Ausstattung innen: 3-Flammen-Kocher, Küchenschublade mit Besteckeinsatz, Apothekerauszug, geräumiger Küchenblock, 2-türiger Kühlschrank 189 l (+ Fr. 1070.–), 2 Faltvorhänge als Raumteiler, 5-Zonen-Komfort-Kaltschaummatratzen, TV-Inst. vorbereitet,Kassetten-Toilette Dometic, Gasheizung Truma S 5004. Hebe-Kippdach; Heki II und Insektenschutztür ganze Höhe (im Südwind Paket). Preis: Fr. 27 410.–. Testfahrzeug: Top Camp, Fabrikstr. 21, 3800 Interlaken, Tel. 033 826 40 50, www.topcamp.ch. Die Toilette mit zahlreichen Abstellflächen.

Die Kids freuts: Das Kajütenbett im Heck des Wohnwagens.

In dieser Küche macht das Zubereiten eines Mehrgang-Menüs Spass.


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CampCar 8 | 15. November 2012

Clubmitteilungen Aargau 26. Dezember–3. Januar 2013: Wintertreff mit Silvesterfeier. Findet wie letztes Jahr auf dem TCSCampingplatz «Les Iles» in Sion statt. Die Aktivitäten werden wie üblich auf dem Platz bekannt gegeben. Anmeldungen bis spätestens Montag, 3. Dezember an: Theres Mock, Hagenbüchlerstrasse 1, 5442 Fislisbach, Tel. 056 493 05 38, E-Mail: mock.theres@hispeed.ch oder www.cca-aargau.ch. 6. Januar 2013: Neujahrsbrunch. Am Sonntag, findet der Neujahrsbrunch statt. Wir treffen uns um 10.00 Uhr im Restaurant Quellen-Höfli in Bad Zurzach (grossen Parkplatz benützen). Da die Platzzahl beschränkt ist, werden die Reservationen nach Eingang der Anmeldungen vorgenommen. Aus Platzgründen sind nur CCA-Mitglieder und die im gleichen Haushalt lebenden Familienangehörigen zugelassen. Wer Lust und Zeit hat, kann anschliessend im attraktiven Thermalbad in Bad Zurzach den Nachmittag verbringen. Anmeldung mit Anzahl Erwachsenen und Kindern bis spätestens Montag, 31. Dezember an: Theres Mock, Hagenbüchlerstrasse 1, 5442 Fislisbach, Tel. 056 493 05 38 E-Mail: mock.theres@hispeed.ch oder www.cca-aargau.ch. Präsident: Markus Steiner, Bäbenmattweg 9, 5727 Oberkulm, Tel. 062 776 00 86, Natel 079 690 04 55, E-Mail: markus.steiner@ bluewin.ch, www.cca-aargau.ch

Beider Basel 1. Dezember: Klausjass. Der Klausjass findet dieses Jahr wiederum im Restaurant Rössli, 4153 Reinach, statt. Die Einschreibung der Teilnehmer findet ab 19.00 Uhr statt. Für diesen Anlass wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Schöne Preise warten wiederum auf alle Teilnehmer. Anmeldeschluss für diesen Anlass ist der 20. November. 9. Dezember: Kinderweihnacht. Für unsere Kleinen haben wir uns etwas Spezielles ausgedacht. Wir treffen uns um 14.30 Uhr beim Weihermatt-Schulhaus, 4153 Reinach. Danach besuchen wir das Märchen «Der Froschkönig». Nach der Vorstellung offerieren wir den Kleinen einen Imbiss bei Mc Donald’s in Therwil. Ein Transportdienst ist organisiert. Die Kinder können ab 18.00 Uhr beim Mc Donald’s wieder in Empfang genommen werden. Begleitpersonen sind auch willkommen, bezahlen den Eintritt und die Konsumationen jedoch selbst. Anmeldeschluss für diesen Anlass ist der 27. November. 13. Januar 2013: Winterbummel. Zum ersten Anlass im neuen Jahr treffen wir uns um 10.30 Uhr beim Bahnhof SBB in Dornach (SO). Nach einer der Witterung angepassten Wanderung werden wir gemeinsam ein Mittagessen in einer warmen Stube einnehmen. Startort und Endpunkt sind nicht am gleichen Ort. Rückfahrmöglichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmittel zum Startpunkt ist auf dem direkten Wege möglich. Für diesen Anlass wird ein Unkostenbeitrag von 10 Fr. vor Ort einkassiert. Anmeldeschluss für diesen Anlass ist der 5. Januar 2013. Anmeldungen AktivMitglieder erhalten wie immer für alle Anlässe eine persönliche Einladung resp. den Newsletter. Alle ande-

ren Interessierten melden sich bitte auf unserem Sekretariat oder informieren sich auf www.tcscampingbasel.ch. Voranzeige 8. Februar 2013: 63. Generalversammlung: Hotel� Restaurant Mittenza, Muttenz. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Nach dem offiziellen Teil wird ein Nachtessen serviert (pro Mitglied 1 Essen gratis). Traktandenliste: 1. Begr��ssung und Mitteilungen, 2. Protokoll der 62. Generalversammlung, 3. Jahresbericht des Präsidenten, 4. Kassa- und Revisorenbericht*, 5. Budget 2013, 6. Wahlen – Präsident – Kassier – übrige Vorstandsmitglieder – Revisoren und Ersatzrevisoren, 7. Jahresprogramm 2013�2014, 8. Anträge Mitglieder**, 9. Verschiedenes. *Mitglieder können die detaillierte Jahresrechnung, schriftlich auf unserem Sekretariat anfordern. **Anträge zu Handen der Generalversammlung sind schriftlich begründet bis spätestens 24. Januar 2013 an den Präsidenten des TCS Camping- und Caravaning-Club beider Basel, François Golay, Hauptstrasse 76, 4153 Reinach, zu richten. Später eingehende Anträge können an der 63. Generalversammlung nicht behandelt werden. Für das Nachtessen ist eine Anmeldung bis spätestens 24. Januar 2013 erforderlich. Öffnungszeiten Sekretariat: Unser Sekretariat ist jeweils donnerstags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten stehen wir Ihnen für sämtliche Auskünfte zur Verfügung. Telefon 061 712 02 40, Fax 061 599 34 18, Hauptstrasse 76, 4153 Reinach, E-Mail: buero@tcscampingbasel.ch, Homepage www. tcscampingbasel.ch. Präsident: François Golay-Vranic, Mattweg 159, 4144 Arlesheim, Tel. P 061 701 84 24, Natel 079 644 72 27, E-Mail: fgolay@intergga.ch

Bern 8. Dezember: Klausabend. Wir treffen uns um 18.00 Uhr in der GMMB-Hütte im Lerchenfeld. Der Samichlous kommt zu uns und hört sich gerne die Verslein der Kinder an. Jedoch sind alle Mitglieder, ob gross oder klein, herzlich eingeladen, um gemeinsam den letzten Anlass in diesem Jahr zu feiern. Es gibt einen kleinen Imbiss, demzufolge bitte Anmeldungen bis am 24. November an Ernst Schneider, Buchshalde 262, 3661 Uetendorf; Tel. 033 345 23 54, schneider.buchshalde@ bluewin.ch. Voranzeige 22. Februar 2013: Hauptversammlung: 20.00 Uhr im Restaurant Kreuz in Belp statt. Traktanden und die weiteren Details werden im CampCar Nr. 1�2013 und auf unserer Homepage www.tcs-ccb.ch publiziert. Gemäss Statuten, Art. 13 sind Anträge von Mitgliedern bis spätestens am 31.12.2012 dem Vorstand schriftlich und begründet einzureichen. Präsident: Ernst Grossenbacher, Pfisternstrasse 10, 3414 Oberburg, Tel. 034 422 34 83, Natel 079 560 25 68, E-Mail: ernstgbacher@vtxmail.ch

in Ros statt. Tagesordnung. 1. Begrüssung, 2. Protokoll der letzten Generalversammlung, 3. Jahresbericht des Präsidenten, 4. Aktivitäten 2013, 5. Bericht des Kassiers, 6. Bericht der Kassenrevisoren, 7. Budget 2013, 8. Vorstand Rücktritte�Wahlen, 9. Vorschläge der Mitglieder*), 10. Verschiedenes. Nach Abschluss der GV wird ein Imbiss offeriert. Anmeldungen bis 15. März 2013 an 079 471 54 74 oder 026 664 03 03 oder www.campingtcs.ch/club-fribourg. *) bis 28.02.2013 an folgende Adresse: caboussatg@bluewin.ch oder via www.campingtcs.ch/club-fribourg. April oder Mai 2013: Wie lenke ich einen Wohnwagen, ein Wohnmobil oder einen Anhänger? 18.–20. Mai 2013: Zusammenkunft. 2013 organisiert unser Klub die Zusammenkunft der TCS-CampingKlubs aus der Westschweiz in Estavayer-Le-Lac. Wir brauchen Unterstützung von unseren Klub-Mitgliedern. Anmeldung an unseren Präsidenten, Tel. 026 664 03 03, oder caboussatg@bluewin.ch. Besten Dank. Präsident: Gérald Caboussat, ch. des Roches 12, 1470 Estavayer-le-Lac, Tel. 026 664 03 03, E-Mail: caboussat@bluewin.ch, www.campingtcs.ch/club-fribourg

Graubünden 23. November: Jahresschlussfeier. Um 18.00 Uhr im Restaurant Landhaus, Jenaz. Anmeldung bis 19.11.2012 an Margret Thöny, Tel. 081 322 58 18� 079 633 62 56, E-Mail: margret.thoeny@bluewin.ch. Wir wünschen der ganzen Camper-Familie eine friedvolle Advenszeit und einen guten Rutsch ins 2013 mit vielen kameradschaftlichen Treffen. 15. Februar 2013: 55. Generalversammlung. Um 18.00 Uhr im Personalrestaurant der Ems-Chemie in Domat�Ems, mit Nachtessen. Anmeldung bis 31.1. 2013 an Margret Thöny, Tel. 081 322 58 18�079 633 62 56. E-Mail: margret.thoeny@bluewin.ch. Präsidentin: Margret Thöny, Im Lux 8, 7302 Landquart/GR, Tel. 081 322 58 18, Natel 079 633 62 56, E-Mail: margret.thoeny@bluewin.ch

Schaffhausen 3. Dezember: Jahresschluss 2012. Um 15.00 Uhr im Rest. Altes Schützenhaus, Saal. Filme – Video – Lotto. Anmeldung bis 30.11.2012 an Fridolin 052 659 65 57 oder info@tcs-ccsh.ch. Voranzeige 2013 provisorisch 6. Januar 2013: Winterplausch mit Apéro um 11.30 Uhr. 5. Februar 2013: 63. Mitgliederversammlung. 20.00 Uhr im Saal Rest. Altes Schützenhaus. Anträge bis 23.01.2012 an den Präsidenten Hanspeter Weder 052 625 37 11.

17. März 2013: Besuch der Poya-Brücke. In Freiburg, auch in deutscher Sprache. Anmeldung bis 1. März 2013 an 026 664 03 03.

5. März 2013: Jass + Kegelabend Plausch. Um 19.30 Uhr. Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2013 und wir freuen uns, euch im 2013 wieder an der einen oder anderen Veranstaltung begrüssen zu dürfen.

22. März 2013: Generalversammlung: Der Vorstand freut sich, Sie zu unserer Generalversammlung einzuladen. Diese findet um 20.00 Uhr im Café-Restaurant

Präsident: Hanspeter Weder, Weinsteig 176, 8200 Schaffhausen, Tel. 052 625 37 11, www.tcs-ccsh.ch

Freiburg


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Solothurn

det im Restaurant Krone in Pfyn statt. Wir werden um 17.00 Uhr mit den ersten beiden Lottorunden starten. Vor Beginn des Lottos kann von einer Speisekarte noch etwas Kulinarisches bestellt werden. Nach ca. zwei gespielten Lottorunden gibt es eine kleine Pause, um das bestellte Essen zu geniessen. Anschliessend werden nochmals ca. zwei Runden Lotto gespielt. Am Schluss der Runden werden anhand der Lose die Preise den Gewinnerinnen und Gewinnern zugelost. Nach dem Lotto kann man den Abend bei einem Gespräch ü � ber die bevorstehende Campingsaison ausklingen lassen. Anmeldung bitte schriftlich bis 15. Dezember an Michael Schmid.

3. November: «Marroni ganz heiss». Ab 15.00 Uhr im Blockhaus an der Emme, Derendingen. Mit anschliessendem Grillen (evtl. Klappstühle mitnehmen – Merci) 5. Januar 2013: Meisterschaftskegeln. Ab 18.30 Uhr im Restaurant «Goldener Schlüssel» in Wolfwil. 8. März 2013: 63. Generalversammlung. Beginn: 19.00 Uhr im Restaurant «Rössli», 4702 Oensingen. 29. November � 7. Februar 2013: Clubhöcks. Restaurant «Lido», TCS-Campingplatz Lido, Solothurn.

Präsident: Michael Schmid, Hauptstr. 46 a, 8546 Islikon, Tel. 052 366 55 47, G. 079 287 01 86, E-Mail: michael.r.schmid@bluewin.ch, www.tcs-cctg.ch

Präsident: Beat Zimmermann, Chrüzmatt 8, 4612 Wangen, Tel. 062 212 25 17, Natel 076 303 83 90, E-Mail: beat.zimmermann@jasibezi.ch

Waldstätte

St.Gallen/Appenzell

17. November: Saisonausklang. Im Gasthof zum Roten Löwen in Hildisrieden. Beginn 19.00 Uhr. Türöffnung ist um 18.00 Uhr. Wir vom Vorstand freuen uns auf einen unterhaltsamen Abend.

14. Januar 2013: Kegelabend. Ab 20.00 Uhr im Rest. Kreuz in St. Gallen-Winkeln. Zu gewinnen: Rundenpreise, Wanderpreis für den Gesamtsieger und Schokolade für alle Teilnehmer. Der Vorstand wünscht allen frohe Festtage und beim Kegeln «gut Holz».

9. Februar 2013: Schneetag in Sörenberg. Schneeschuhlaufen, Schlitteln oder... Nähere Informationen (Aktivitäten und Kosten) nach der Anmeldung. Anmeldung bis am 27. Januar an Beat Bachmann 079 302 17 99 oder be-ba@bluewin.ch.

Präsidentin: Yvonne Nadig-Boos, Fürschtweg 16, 8880 Walenstadt, Tel. 081 735 10 55, Natel 076 588 97 82, E-Mail: ynadig@gmx.ch

Wir suchen Verstärkung für unsern Vorstand. Hast du Interesse, aktiv im Vorstand mit zu arbeiten, deine Ideen zu verwirklichen? Dann bist du bei uns genau richtig. Bitte melde dich bei Beat Bachmann 079 302 17 99.

Thurgau 1. Dezember: Chlausabend. In diesem Jahr bekommt der Camping-Club wieder einen Besuch vom Chlaus. Der Vorstand freut sich, seine Mitglieder zum Chlausabend im Restaurant Krone in Pfyn einzuladen. Der Anlass beginnt um 17.30 Uhr. Wie in den vergangenen Jahren, wird vom Camping-Club ein Nachtessen offeriert, bevor uns der Chlaus besucht, um in Reimen ü � ber die verschieden Anekdoten von den vergangenen zwei Jahren zu berichten. Damit der Chlaus auch weiss, ü � ber wen es etwas zu berichten geben soll: Anmeldung bitte schriftlich bis 17. November an Michael Schmid.

Präsident: Beat Bachmann, Längmattweg 2, 6218 Ettiswil, Natel 079 302 17 99, E-Mail: be-ba@bluewin.ch, www.tcs-ccw.ch

Wallis 1. Dezember: Winterausflug. Wir besuchen den Weihnachtsmarkt in Montreux. Der Event wird von Beat Plaschy organisiert. Den genauen Treffpunkt erhalten Sie nach der Anmeldung. Um 12.30 Uhr gibt es eine gemeinsame Mahlzeit ansonsten indiviuelles Besuchen des Marktes. Bitte melden Sie sich bei Irène Mary bis am 12. November unter der Nummer 078 600 21 84 oder irene@fitfood.ch an.

12. Januar 2013: Lottoabend. Der Vorstand freut sich, seine Mitglieder zum Jahresstart zum traditionellen Lottoabend einladen zu dü � rfen. Der Lottoabend fin-

Präsident: Plaschy Beat, Chemin de la forêt de l'évêque 15, 1991 Salins, Tel. 027 207 21 60, Natel 079 570 51 75, campingclubvs@bluewin.ch, www.campingclubvs.ch

Zürich Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit und alles Gute für das Jahr 2013. Internet: www.tcs-ccz.ch , Infoline 079 300 80 66 oder info@tcs-ccz.ch

zvg

Gruppe Senioren des tcs camping club Zürich 21. Dezember: Wanderung Talheim-Altikon-Rickenbach und anschliessend Einkehr im Restaurant Alte Mühle. Obmann: Marco Picenoni, Tel. 044 431 59 31, senioren@tcs-ccz.ch

Der TCS-Campingclub Wallis besucht am 1. Dezember den Weihnachtsmarkt in Montreux.

Präsident: Hans-Ulrich Etter, Kleinzelglistr. 6, 8952 Schlieren, Natel 079 438 34 44, E-Mail: hans-ulrich.etter@tcs-ccz.ch

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In memoriam Käthi Sommer ›

Am 13. September ist Käthi Sommer, Product Manager TCS Campingclub, im 64. Altersjahr an ihrem Arbeitsort in Schönbühl tödlich verunfallt. Selber seit vielen Jahren aktive Camperin mit Wohnwagen, hat Käthi Sommer im Alter von 58 Jahren ihr geliebtes Hobby zum Beruf gemacht: Am 1. Januar 2007 hat sie die neu geschaffene Stelle als Product Manager TCS Campingclub angetreten. Dort war sie die Informations-Drehscheibe für die TCS-Campingabteilung, für die Leiterinnen und Leiter der TCS-Campingplätze, die Vorstände der TCS-Campingclubs sowie für die TCS-Arbeitsgruppe Camping. «Ich kehre fast nie von einem Campingaufenthalt zurück ohne neue Ideen. Camping ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens, es gehört zu mir», erzählte mir Käthi in einem Interview vor zwei Jahren. Das waren nicht bloss Lippenbekenntnisse; Käthi Sommer lebte für Camping, ja sie war für die TCS-Campingclubs die «Mutter Camping» schlechthin. Im Frühling 2013 wäre Käthi Sommer in den verdienten Ruhestand getreten. Darauf freute sie sich. Noch einen Tag vor ihrem tragischen Tod vertraute sie mir in einem längeren Telefongespräch an, wie sie mit ihren geliebten Enkeln nun noch mehr Zeit verbringen wolle. Für uns alle ist es unvorstellbar, dass solche Gespräche und Begegnungen ein so abruptes Ende gefunden haben und nie mehr stattfinden werden.

Peter Widmer


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CampCar 8 | 15. November 2012

Europa mit dem WoMo Der Journalist Patrick Steinemann und seine Frau Sandra sind mit einem Wohnmobil von der Schweiz aus 100 Tage quer durch Europa gefahren.

beiden zuerst ins Baltikum und nach Skandinavien, danach nach Frankreich, Spanien und Portugal. Die Eindrücke dieser Reise hat Steinemann in einem «Reiselogbuch» festgehalten. Nun liegt «Fjorde, Fado und flüchtige Fährten» auf dem Büchertisch. Der Titel des Buchs bezieht sich auf die ins Festland hineinreichenden Meeresarme in Norwegen (Fjorde), auf die melodramatische portugiesische Volksmusik (Fado) und auf die vielen Wege, die dazwischenliegen. Die Reise mit dem Wohnmobil wie auch das Buch sind in zwei Teile gegliedert. Die ersten 46 Tage sind dem Nordosten Europas gewidmet. Ein Autounfall in Nordnorwegen zwang die Reisenden dann zu einem ungewollten Unterbruch und zur Rückkehr in die Schweiz. Im zweiten Teil geht die Reise über Frankreich und Spanien bis nach Portugal. «Wir haben unsere Planung ziemlich unstrukturiert begonnen, mit vielen farbigen Klebzetteln auf einer Europakarte», verrät Steinemann. wi

CampCar-Info Das Buch ist in den Buchhandlungen erhältlich oder über www.meierbuchverlag.ch, 272 Seiten, mit Illustrationen, 39 Fr.

Bilder zvg

› Die abenteuerliche Fahrt führte die

Bequemer Zugang zum komfortablen, grossen Mittelbett im Flair 800i CFB.

Der längste Flair Grosszügiges Mittelbett, exklusives Wellness-Bad und viel Stauraum – dies die Attribute zum Flair 800i CFB.

In der Breite mit 2,39 Metern konstant, auch in der Höhe von 3,27 Metern unverändert überzeugend: Beim Flair 800i CFB von Niesmann+Bischoff GmbH ist es die Länge, die ihn einzigartig macht. Mit 9,12 Metern ist er das längste Fahrzeug im Flair-Programm.

Bettkästen mit Stauraum | Niesmann+

Patrick Steinemann: Eine Reise voller Information, Spannung, Humor und Poesie.

Bischoff bietet den Interessenten im Modelljahr 2013 damit 35 Zentimeter mehr als beim begehrten Grundmodell auf Basis des Iveco Daily 65 C 17. Aufgrund der veränderten Masse lässt sich der Grundriss neu konzipieren. So ist im Heckbereich des Flair 800i CFB ein grosszügiges Mittelbett der Blickfang, das bisher nur beim Flair 1000 verfügbar war. Das französische Bett ist 1,50 Meter breit und 2,04 Meter lang und bietet damit auch grossgewachsenen Wohnmobilisten eine bequeme Schlaf- und Entspannungsstätte. «Mit dem Flair 800i CFB werden wir der steigenden Nachfrage nach Fahrzeugen mit Mittelbett-Grundriss gerecht. Die Resonanz

seitens unserer Handelspartner mit Bestellungen aus ganz Europa ist riesig. Schon im September haben wir bereits eine grosse Serie an Musterwagen sowie für Endkunden produziert», sagt Geschäftsführer Hubert Brandl. Ein weiterer Grund für die hohe Popularität: Beim Flair 800i CFB bietet sich zusätzlicher Stauraum in den Bettkästen an, die über optisch ansprechende wie grosse Auszüge ideal zugänglich sind. Als weitere Neuerung dienen an der Heckwand zwei zusätzliche Kleiderschränke. Eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr stellt das geräumige und komfortable Wellness-Bad dar. Selbstverständlich profitiert der Flair 800i auch in allen anderen Belangen von dem neu eingeschlagenen Kurs von Niesmann+Bischoff – mit dem exklusiven Interieur-Design und über 500 verschiedenen Stilwelten, durch die der Kunde nach eigenem Geschmack sein individuelles Zuhause zum Mitnehmen schaffen kann. CC

CampCar-Info www.niesmann-bischoff.com


15. November 2012 | CampCar 8

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Präsidenten: «Yes we camp!» Wohl zum letzten Mal in dieser Form trafen sich die 18 regionalen TCS-CampingclubPräsidentinnen und -Präsidenten in Muttenz zur Jahreskonferenz.

› Ein

letzter und ein erster Auftritt an der Jahreskonferenz 2012 der TCS-Campingclub-Präsidenten in Muttenz: François Golay, Vorortspräsident, führte wie immer souverän durch die Traktanden. Gemäss Statuten des neu gegründeten «TCS Camping Club Schweiz (TCS CC Schweiz)» wird ab nächstem Jahr die Delegiertenversammlung die Jahreskonferenz der Präsidenten ablösen (siehe Kapitel «Club-Statuten»). Peter Goetschi, neuer TCS-Zentralpräsident, wandte sich mit sympathischen und ermunternden Worten an die Clubpräsidenten und strich deren Bedeutung hervor. Die Campingclubs bezeichnete er als «Fundament, als lebendige Zellen», welche dem TCS-Campingwesen «ein Gesicht geben».

Neue Tarifierung | Ebenfalls zum ersten

Jahres in den Genuss von 15% Rabatt auf den TCS-Campings kommen, TCS-Mitglieder 10%. Für Club-Rallyes in der Nebensaison, einschliesslich Ostern, Auffahrt und Pfingsten, wird ein Rabatt von 40% gewährt. «Auf den Touristenplätzen haben unsere Mitglieder immer den besten Preis!», rief Jaime Montaldo den Anwesenden zu.

Club-Statuten | Valentina Scrascia, Product Management TCS Camping Club, berichtete über die zahlreichen Marketingaktivitäten, dank derer 6% Neu-Akquisitionen verzeichnet werden konnten. So brachte zum Beispiel unter dem Motto «Yes we camp!» eine Incentive-Aktion mit dem Customer Interaction Center des TCS (CIC) 130 neue Campingmitglieder. Der Mitgliederbestand per 30.9.12 betrug 18 574 (+ 1% gegenüber 2011). Einstimmig genehmigten die Präsidenten die neuen Statuten des TCS Camping Club Schweiz (TCS CC Schweiz) sowie die Musterstatuten für die regionalen Clubs. Der TCS CC Schweiz wird somit der Dachverband der TCS Camping Clubs und Einzelcampeure. Die Gründungsversammlung findet am 16. März 2013 statt. Peter Widmer

Bilder wi

Mal an der Jahreskonferenz dabei war Sandra Herren, Direktorin der Division «Club» und Nachfolgerin des in den Ruhestand getretenen Beat Flückiger. Sie orientierte kurz über die Mitgliederentwicklung im TCS: Ende August zählte der TCS 1 582 933 Mitglieder, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 0,4% entspricht. Bei der ge-

planten neuen Mitgliedschaft stehe künftig die Person im Mittelpunkt, so u.a. auch bei einer Panne (nicht mehr das Fahrzeug). Weiter sei bei den Clubleistungen im Bereich Camping der Auf- und Ausbau von so genannten «Fangruppen» vorgesehen. Vorerst auf der Folie präsentierte Sandra Herren den neuen TCS-Generaldirektor, welcher sein Amt am 1. Januar 2013 antreten wird: Stephan Grötzinger, Ingenieur ETHZ und Inhaber des MBA (Master of Business Administration), 46-jährig, zweisprachig deutsch/ französisch, wohnhaft in Biel. Jaime Montaldo, Leiter TCS Camping, gab die ersten Zahlen der Campingsaison 2012 preis: ein leichtes Plus von 0,7% beim Umsatz und eine ebenso zarte Zunahme bei den Übernachtungen von 0,6%. Beachtlich die Investitionen auf den TCS-Plätzen in Flaach, Gordevio und Vésenaz: Sie alle glänzen mit einem neuen Sanitärgebäude. Für 2013 kündigte der höchste TCS-Campeur eine neue, einfachere Tarifstruktur in vier Kategorien an: parzellierte und unparzellierte Stellplätze, Personen, zusätzliche Leistungen (unterteilt in Neben- und Hochsaison). Das Campingmitglied soll neu während des ganzen

Sie gaben ihr Debüt vor den TCS-Campingclub-Präsidentinnen und -Präsidenten in Muttenz: Sandra Herren, neue Direktorin der Division «Club» (Nachfolgerin von Beat Flückiger), und Peter Goetschi, TCS-Zentralpräsident.


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CampCar 8 | 15. November 2012

Der Sonnenplatz im Oberengadin Bei schönem Wetter scheint die Sonne im Februar auf dem TCS-Camping «Punt Muragl» in Samedan acht Stunden lang. Die sehr zentrale Lage ermöglicht lange Wanderungen und Skitouren.

Der Flazbach und der Damm sind zwei Wahrzeichen des TCS-Dreistern-Campings «Punt Muragl» in Samedan.

Der Empfangsbereich mit Rezeption, Sitzplätzen und Sanitärgebäude.

Das flache Campinggelände erlaubt eine problemlose Zufahrt zum gewünschten Stellplatz – wahlweise sonnig oder schattig.


15. November 2012 | CampCar 8

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› Der

Dreistern-TCS-Camping «Punt Muragl» liegt im Oberengadin zwischen Samedan und Pontresina, direkt am rauschenden Flazbach. Von St. Moritz oder Samedan herkommend ist der grosse Kreisel, der sich bei unserem Besuch gerade im Bau befindet, nicht zu übersehen. Wenige Meter danach, auf der Strasse nach Pontresina, biegt man rechts ab und befindet sich unvermittelt beim neu gestalteten Empfang, inmitten von einladenden Blumenarrangements. Die lange Sonnenscheindauer, die windgeschützte, sehr zentrale Lage in der Weite des Engadins, die leichte Erreichbarkeit mit Bahn oder Bus, die 80 Kilometer Langlaufloipen direkt vor der Wohnwagentür im Winter, das sind nur einige der herausragendsten Merkmale des TCS-Platzes «Punt Muragl». Auch wenn Samedan etwas im Schatten des grossen Namens St. Moritz steht – verstecken brauchen sich weder die Ortschaft noch der Campingplatz. Denn die Ausflugsmöglichkeiten auf die Gipfel des Oberengadins sind dieselben und in wenigen Minuten erreicht der Campinggast zum Beispiel Pontresina und St. Moritz.

Bilder Mathias Wyssenbach, wi

Spürbare Verbesserungen | Die Berner

Links: Blick vom Damm auf Empfangsgebäude und Sanitäranlage. Rechts: Auf dem «Punt Muragl» findet jeder seine individuelle Nische.

Oberländerin Brigitte Conte, die den Platz seit nunmehr 29 Jahren leitet, sieht noch weitere Vorzüge «ihres» Platzes: «Es hat Sonnen- und Schattenstellplätze, ganz nach dem Geschmack des Gastes. Auch haben wir eine ideale, überblickbare Grösse, wo die individuelle Betreuung des Kunden noch möglich ist.» Damit aber nicht genug: Nach jahrelangen Verhandlungen wird diesen Herbst gegen die Strasse hin ein Erdwall als Sicht-Lärmschutz aufgeschichtet. Auch wurde mit neuen Elektrokästen die Stromstärke auf 16 Ampere pro Steckdose aufgerüstet – eine wesentliche Komfortverbesserung, aber ein Muss bei den vielen elektronischen Geräten, die heute von den Campern benützt werden. Auf den ersten Blick ersichtlich auch die neuen, pflegeleichten Bodenplatten in der Sanitäranlage. Dass der «Punt Muragl» den Ruf hat, besonders familiär zu sein, ist vor allem das Verdienst der erfahrenen Campingleiterin Brigitte Conte. Das beginnt schon optisch beim Empfang, wo wunderschöne Blumengebinde auf «Herzlich Willkommen» schliessen lassen. Der erste Eindruck ist oft entscheidend, und ein positiver Einstieg ins Camping- und Ferienabenteuer hält die Gäste bei Laune. Der TCS-Camping in Fortsetzung auf Seite 23


15. November 2012 | CampCar 8

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Fortsetzung von Seite 21

Samedan ist kein Transitplatz, der sich für Durchreisende eignet, sondern ein Ferienplatz, der zum Aufenthalt mehrerer Tage oder Wochen einlädt. «Die jüngeren Gäste bleiben in der Regel weniger lange. Sie kommen lieber fünf-, sechmal im Jahr für drei Tage», weiss Brigitte Conte zu berichten. Heute orientieren sich die Kunden fast ausschliesslich im Internet über Wetterund Schneeverhältnisse. Dementsprechend wird dann kurzfristiger reserviert.

Durchzogene Saison | Bei unserem Besuch Mitte Juli zeigte sich die Campingleiterin auf die Frage nach der Beurteilung der Saison noch verhalten. Die Belegung im Winter 2012 sei unterdurchschnittlich gewesen. Die Italiener und Deutschen seien diesmal weitgehend ausgeblieben, «wohl wegen des starken Schweizer Frankens», mutmasst Brigitte Conte, «zum Glück halten uns viele Schweizer Stammgäste die Treue». Im Sommer bevölkern etwa 60%, im Winter 20 bis 30% Schweizer Camper den ruhigen, ganzjährig geöffneten Platz in Samedan. In der Nebensaison treffen sich auf dem Platz mehrheitlich Ehepaare reiferen Alters, welche in den Sommerferien im August durch Familien mit Kindern abgelöst werden. «Bei uns wird im Sommer bei schlechtem Wetter sofort kalt, was etliche Outdoor-Aktivitäten einschränkt», sagt die Platzchefin. Fehlt die Sonne, können die Temperaturen selbst im Sommer frühmorgens schon mal in die Nähe des Gefrierpunktes sinken. Der «Punt Muragl» hat 50 Saison- und 60 bis 70 Touristenplätze, alle nicht parzelliert, bis auf jene am Fluss. Die sonnigen Plätze entlang des Dammes beim Flazbach sind am beliebtesten und demnach jeweils rasch ausgebucht. Die lichten Waldnischen sind vor allem im Sommer sehr begehrt. Man sieht: Auf dem «Punt Muragl» finden alle ihr Wunschplätzchen.

Entlang des Flazbaches lässt sich ausgezeichnet biken.

haltung kommt auf dem Oberengadiner Camping nicht zu kurz: Clowns, Tessiner Musik und Bündner Klänge aus Samedan, Zirkusartist Velinos, Alleinunterhalter William, Alphornbläser, um nur einige der Attraktionen zu erwähnen. Aber auch sportliche Betätigungen sind auf dem Platz gefragt: Pétanque-, Dart- und Tischtennisturniere und die Hüpfburg für Kinder erfreuen sich reger Nachfrage. Im Sommer gibts Risotto-, Raclette- und Grillabende.

Ausserhalb des Campings | Nicht nur auf dem Campingplatz, auch ausserhalb des Areals ist allerhand los. Schon nur allein ein Blick auf die Freizeitmöglichkeiten in Samedan lässt einen schier schwindlig werden! Samedan als Hauptort des Oberengadins ist nicht nur das politische Zentrum, sondern auch Hort der Engadiner Lebensart. Das Dorf ist Dreh- und Angelpunkt der Rhätischen Bahn, Heimat des kleinen internationalen Flughafens und Mekka der Se-

gelflieger. Das ebenso lebendige wie malerische Dorf mit seinen stattlichen Engadiner Häusern demonstriert Postkartenidylle, ohne kitschig zu wirken. Für Golfer bietet beispielsweise die mit Baujahr 1893 älteste Anlage der Schweiz eine einmalige Kulisse inmitten der höchsten Gipfel der Ostalpen. Wandern in Samedan, das heisst ein 580 Kilometer umfassendes Wanderwegnetz: Panoramaweg Muottas Muragl, Klimaweg Muottas Muragl–Segantini-Hütte–Alp Languard oder Naturlehrpfad La Senda. Für Biker werden 400 Kilometer ausgeschilderte MountainbikeRouten zum reinsten Fahrvergnügen. Wer sich lieber einem mystischen Baderitual unterziehen möchte, lässt sich in eine andere Welt im neuen Mineralbad & Spa in Samedan entführen. Im Winter stehen Schlitteln, Skifahren, Langlauf und Winterwandern in unmittelbarer Umgebung auf dem Programm. Es muss nicht immer nur St. Moritz sein… Peter Widmer

Platz-Unterhaltung | Im kleinen Laden können sich die Gäste mit Milch, Mineralwasser, Bier, Wein, Brot, Käse, Butter, Eier, Toilettenartikeln usw. eindecken. Das Brot kann am Vorabend bestellt werden und wird dann ofenfrisch am folgenden Morgen geliefert. Für grössere Einkäufe greifen die Camper auf die tadellose Infrastruktur im nur wenige Autominuten entfernten Dorf Samedan zurück. Auch kleinere Snacks, die von Brigitte Conte zubereitet werden, finden ihre Abnehmer: Pizzen, Knoblauchbrot, Schinken-/Käsetoast, Wurstplatten. Die gemütliche, heimelig eingerichtete Wohnstube im Empfangsgebäude dient zugleich als Aufenthaltsraum, der auch als «Beizli» genutzt wird. Aber auch die Unter-

TCS-Camping «Punt Muragl», Samedan Adresse: TCS-Camping «Punt Muragl», Via da Puntraschigna 56, 7503 Samedan, Tel./Fax 081 842 81 97, E-Mail: camping.samedan@tcs.ch, www.campingtcs.ch Leitung: Brigitte Conte Öffnungszeit: 23.11.12 bis Mitte April 2013, ab Ende Mai bis Anf. Oktober 2013 Anreise: Von der Strasse südlich des Ortes Richtung Pontresina abzweigen, noch ca. 100 m. In Kürze: Flaches Gelände, teils mit und teils ohne Bäume, direkt am Flazbach gelegen, 50 Saison- und 60 bis 70 Touristenplätze, Sanitäranlage gleich neben dem Empfangsgebäude mit 4 Herrentoiletten, 2 Pissoirs, 6 Damentoiletten, 2 Waschkabinen, je 4 Duschen, 7 Lavabos, Wickeltisch; Buvette mit Snacks, kleiner Laden mit Food- und Nonfoodartikeln für den täglichen Bedarf; 1 Mietwohnwagen; im Winter Ski- und Langlaufgebiet Infos für Ausflüge: www.engadin.stmoritz.ch wi


Die neue Kollektion

Lido S 42 DF 50˙580.00 Lido S 42 SL CHF 51˙980.00 CHF

Preise ab

CHF

Flexo SP 47˙210.00

www.sun-living.com/ch-de

Lido A 43 DK 53˙450.00 Lido A 49 DP CHF 54˙700.00 CHF

Lido M 46 SP 54˙990.00

CHF

HÄNDLER: CAMPING & CARAVAN CENTER AG · ARBON (TG) www.camping-caravan-center.ch • ELITE CARAVAN GmbH · KLOTEN (ZH) www.elite-caravan.ch • GARAGE METTLENBACH AG · MÖNCHALTORF (ZH) www.mettlenbachag.ch • GARAGE NEPPLE AG · PRATTELN (BL) www.garage-nepple.ch • STREWO CAMPER SHOP GMBH · WALTENSCHWIL (AG) www.strewo-campershop.ch • WOHNMOBILE KUNZ AG · GÜMLIGEN (BE) www.wohnmobile-kunz.ch • MARC TRAEGER S.A. · NYON (VD) www.traegerloisirs.ch


CampCar 08 / 2012 deutsch