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Meißen – Stadt mit Kultur Meißen-Magazin 2015 www.touristinfo-meissen.de


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Willkommen!

Willkommen ...

Es ist vor allem die Geschichte, die Jahr für Jahr so viele Besucher nach Meißen führt. Die „Wiege Sachsens“ hat den Dom, die Albrechtsburg, die alten Bürgerhäuser. Wer sich für die Historie interessiert, wer romantische Gassen und imposante alte Gebäude liebt, fühlt sich in Meißen wohl. Was bei aller Begeisterung über mehr als 1.000 Jahre Geschichte nicht jedem auf Anhieb einfällt: Meißen ist auch eine Stadt mit beeindruckender Kultur-Tradition und ein Ort, der interessante zeitgenössische Kunst bietet. Beides wollen wir Ihnen in diesem Heft ein wenig näher vorstellen. Den Begriff „Kultur“ haben wir dafür

Galerien, Bühnen, Konzertorte und natürlich die Meißner Künstler können Sie in diesem Magazin kennenlernen. Adressen der Kulturstätten und die wichtigsten Meißner Kultur-Termine des Jahres 2015 finden Sie auf den Seiten 26 bis 30.

ganz bewusst weit gefasst. Natürlich gehört in Meißen die Porzellan-Tradition der Stadt dazu. Schon vor 300 Jahren schufen hier Künstler beeindruckende Kreationen aus dem „weißen Gold“, dem ersten europäischen Hartporzellan. Auch heute arbeiten Meißner Kreative mit dem Werkstoff und setzen ihn in ihren Kunstwerken auf neue Art in Szene. Meißen war und ist eine Stadt der Maler und Musiker, der Schauspieler und Sänger … und der Bürger, die sich der Kultur verschrieben haben. Dass zum Leben nicht nur Arbeit, sondern auch der (Kunst-)Genuss gehört, weiß man hier seit alters her. Ihr Stadttheater – noch heute Heimstatt für Konzerte, Oper, Schauspiel und Tanz – richteten sich die Meißner vor über 150 Jahren in ihrem früheren Gewandhaus ein. Heute treffen sie sich bei Ausstellungen, zur „Langen Nacht der Kunst, Kultur und Architektur“, bei den Burgfestspielen oder beim selbst organisierten Kunstfest im Stadtteil Cölln. Es gibt viele Gründe, Meißen zu besuchen. Die Meißner Kultur gehört ohne Zweifel zu den besten.

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Was wollen Sie heute erleben? Hier gibt’s den Überblick Kultur und Kunst in Meißen? Wo anfangen? Am besten mit einem Überblick. Und den gibt es – sehr praktisch – im Internet. „Ateliers in Meißen“ heißt die Seite, auf der der Meißner Künstler Olaf Fieber seine in der Stadt ansässigen Kollegen vorstellt. Die Zahl der Ateliers, die Vielfalt der künstlerischen Genres und Handschriften überrascht. Meißen kann sich mit Recht als eine (kleine) „Kulturmetropole“ an der Elbe fühlen. Was hat Olaf Fieber dazu gebracht, eine Internetseite zu betreiben, die die vielen Facetten der Meißner Kultur präsentiert? „Es war eine Idee von mir und

zwei Meißner Freunden“, sagt er. „Zunächst sollte die Seite eine Plattform für Künstler sein, die zusammenarbeiten wollen. Später haben Frank Mehnert, Matthias Sperling und ich uns überlegt, doch lieber ein kompletteres Bild der Kultur unserer Stadt zu zeigen.“ Komplett ist die Liste noch nicht: Meißen hat viele Künstler. Doch die Kollegen machen gern mit und Erweiterungen sind eine Option. „Musiker stellen wir noch gar nicht vor“, sagt Olaf Fieber. „Dabei gehören die unbedingt zur Meißner Kultur dazu.“ Ein Veranstaltungskalender ist auf der Seite schon verlinkt. Der Überblick ist ein Anfang. Selbst sehen, selbst hören der nächste Schritt. www.ateliers-in-meissen.de

Gelesen und gelauscht

Beim Literaturfest wird die Altstadt von Meißen zur Lesebühne. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

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Kopfsteinpflaster. Alte Häuser mit hohen Giebeln reihen sich aneinander. Die Kulisse ist wie geschaffen für einen Mittelalter-Roman. Kulisse? Nein: Das ist die Meißner Altstadt, in deren Gassen man Geschichte und Geschichten von Jahrhunderten sieht und spürt. Die Sache mit dem Mittelalter-Roman passt aber trotzdem. Denn solche Fabeln werden hier regelmäßig gelesen: jedes Jahr im Juni beim „Literaturfest“. Das ist Deutschlands größtes „Open-Air-Lesefest“. Den Rekord verdankt man nicht zuletzt dem einzigartigen Flair der Meißner Altstadt. Das passt nämlich wunderbar zum Themenspektrum, dem sich das „Literaturfest“ widmet: Eine knappe Juni-Woche dreht sich in Meißen alles um Mit-

telalter, Fantasy, Historie und Märchen. Sonderthemen gibt es in jedem Jahr auch noch. Der Eintritt zum großen Literatur- und Lauschvergnügen ist frei. Nicht nur Prominente aus Kultur und Politik oder Autoren lesen vor. Auch Laien, Meißner Bürger, erfreuen die Besucher mit Lesungen an romantischen Orten der Altstadt.


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Was wollen Sie heute erleben? Rubrik

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Abendbummel zur Kultur Mit der „Langen Nacht“ hat es Meißen allen anderen vorgemacht. Sie war die erste „Museumsnacht“ in sächsischen Gefilden – und ist doch viel mehr als das: eben eine Meißner Besonderheit. Viele Menschen finden daran Gefallen, nachts durch Museen zu bummeln. Das stellte man in Meißen schnell fest, als es hier 1998 die erste „Lange Nacht“ gab. Doch hier fasste man das Konzept von Anfang an schon weiter. Zur Meißner „Langen Nacht der Kunst, Kultur und Architektur“ öffnen nicht nur die Museen, sondern auch Galerien, das Theater, Kleinkunstbühnen … Die Kulturszene der Stadt zeigt dann, was sie zu bieten hat. Die „Lange Nacht“ ist alljährlich der

Start in den Meißner Kultursommer. Das volle und bunt gemischte Programm kommt bei den Besuchern gut an. Zu Hunderten schlendern sie durch die Gassen der Altstadt, kehren ein zu Ausstellungsrundgängen, Theatervorführungen und kleinen Konzerten. Beginn und Abschluss einer Meißner „Langen Nacht“ finden stets im Herzen der Altstadt statt. Auf dem Markt wird zur Eröffnung das „Band der Langen Nacht“ geknüpft: ein Zeichen für den Zusammenhalt der hiesigen Kultur. Nach einem ereignisreichen Bummel trifft man sich dann wieder auf dem Markt: zum Abschlusskonzert und gern auch zu einem Sommernachtsplausch beim Meißner Wein.

Die „Lange Nacht der Kunst, Kultur und Architektur“ findet in jedem Jahr am letzten Wochenende vor den sächsischen Sommerferien statt. 2015 ist der Termin der 5. Juli.

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OPER Was fü W für ein Theater... h

BALLETT

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19. / 20. / 21.06. Der Glöckner von Notre Dame 20.06 dresdner blockflöten consort 23.06. MOZART - Wunderkind 25.06. Der Schimmelreiter 26.06. GROSSE OPERN-GALA 27.06. Dresdner Kapellknaben 27.06. 27 6 Märchenhaft Mä c enh Mär ha h afft Dan ani Minetti Miine etttti & Frank Fr k Fröhlich Fr Fr Daniel 28.06. Austellungseröffnung und Bürgerfestzug zum Burgberg 28.06. Liverpool Oratorio

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Von weißem Gold und weißen Elefanten

Ein neues Wahrzeichen: Die Saxonia, die größte frei stehende Porzellanskulptur der Welt, entstand 2014

Meißen und das Porzellan: Diese Beziehung ist wie eine lange Ehe. Über 300 Jahre währt sie, es gab Auf und Ab und doch ist es noch immer Liebe. Wie könnte das auch anders sein, wenn – wie bei langjährigen Ehepaaren – ein Name für beide steht. Im Ausland vielleicht sogar noch mehr als hierzulande. So einfach kann Symbiose sein. Und tatsächlich ist die Stadt, die 1709 vor allem wegen einer großen leer stehenden Immobilie – der Albrechtsburg – zur Heimat der Porzellan-Manufaktur wurde, wohl ein guter Boden für eben dieses Unternehmen. Im Museum der Porzellan-Manufaktur kann man das sehen. Muße für den Entwurf solch kühner Formen und lieblicher Dekore findet man nur in einer Stadt, die vieles bietet. Natur in der Umgebung und doch ein bisschen städtisches Leben, die Heimeligkeit enger Altstadtgassen, abends auf

alle Fälle viel Ruhe, aber immer wieder auch Anregungen aus der weiten Welt. Vor gut 150 Jahren zog die „Manu“ von der Albrechtsburg ins Triebischtal. Das Museum des Unternehmens residiert dort in einem Gebäudekomplex, der auf seine Weise Geschichte spiegelt. Das repräsentative frühere Empfangsgebäude der Manufaktur war zu klein geworden für die vielen Besucher, die nach Meißen kommen, um zu sehen, wie hier das weltberühmte Porzellan gefertigt wird. Seit einigen Jahren ergänzt nun ein modernes Besucherzentrum den alten Bau. Genau an der „Schnittstelle“ beider Häuser wird jetzt Meissener Porzellan aus drei Jahrhunderten ausgestellt. Reichtum an Formen und Farben Der Reichtum an Farben und Formen ist beeindruckend. Gleich nebenan beeindruckt dann, wie Künstler der heutigen Zeit mit Porzellan arbeiten. Der „Meissen Art Campus“ hat hier eine Galerie bekommen. Künstler aus aller


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Meißen und das Porzellan

Welt werden in die Manufaktur eingeladen, um ihre Entwürfe in Meissener Porzellan umzusetzen. Ihre Werke sind neben den Museumsräumen zu sehen. Die Prägung der Stadt durchs Porzellan hört jedoch nicht am Tor der Manufaktur auf. Das „weiße Gold“ ist zwar nicht überall, wohl aber an vielen Orten Meißens. Zum Beispiel in der Nikolaikirche. Die liegt nur wenige Schritte neben der Manufaktur, ist eher klein und von außen unscheinbar. In ihrem Inneren birgt die Kirche jedoch zwei große Schätze. Wertvolle mittelalterliche Wandmalereien sind der eine. Der andere ist ein Ensemble aus überlebensgroßen Porzellan-Figuren und -Dekorationen. In den 1920er Jahren wurden sie von Manufakturisten als Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gefertigt. Die Figuren sind die weltweit größten aus Meissener Porzellan. Das eindrucksvolle Denkmal erinnert heute an alle Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

In einer Stadt, in der sich so viele Menschen mit Porzellan beschäftigen, wird mit dem Werkstoff immer wieder Neues ausprobiert. Das war in Meißen schon immer so. Und deshalb gibt es hier auch viele ungewöhnliche „Porzellan-Orte“. Zum Beispiel mitten in der Altstadt, dort, wo deren größte Kirche den gemütlichen Marktplatz überragt. Mehrmals täglich tönt eine Melodie vom Turm der Frauenkirche: Das Glockenspiel ist in Aktion. Natürlich kein gewöhnliches: Es ist das weltweit älteste mit Glocken aus Porzellan. Im Jahr 1929 wurde es in den Turm der Frauenkirche eingebaut. Die Manufakturisten hatten mit der Entwicklung des Glockenspiels nicht nur eine technische Meisterleistung erbracht, sondern ihrer Stadt Meißen auch ein Geschenk zu deren 1.000. Geburtstag gemacht. Ein Geschenk, das noch immer erfreut: Besucher sind auch heute begeistert davon, wie lieblich Porzellan klingen kann. Der Traum, auf Porzellan musizieren zu können,

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Die erste Orgel aus Porzellan von Ludwig Zepner: Für die Porzellanpfeifen der neuen FrauenkirchOrgel werden jetzt Spenden gesammelt

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Tina Hopperdietzel, Sabine Wachs, Andreas Ehret, Sylvia Klöde und Olaf Fieber sind die Künstler der Gruppe „Weißer Elefant“

beschäftigte die Meißner Porzellanfans nach der geglückten Entwicklung des Glockenspiels weiter. Eine Orgel mit Pfeifen aus dem „weißen Gold“ hatte sich schon August der Starke gewünscht. Doch so sehr man auch tüftelte: das Material blieb über Hunderte Jahre zu schwierig. Beim Brennen verzogen sich die Orgelpfeifen. Gefertigt aus sprödem Porzellan ließen sie sich nicht stimmen. Es war der Porzellangestalter Ludwig Zepner (1931 – 2010), der sich nach vielen vergeblichen Versuchen noch einmal um den Bau einer Porzellanorgel bemühte. Und siehe da: Mit Beharrlichkeit, Akribie und jahrlanger Tüftelei gelang ihm, was so viele schaffen wollten. Im Jahr 2000 konnte die weltweit erste spielbare Orgel mit Pfeifen aus Porzellan „angespielt“ werden. Allerdings war das noch ein recht kleines und transportables Instrument. In Meißen plant man jetzt Größeres: In der Frauenkirche soll bald die erste fest installierte Orgel mit einem PorzellanpfeifenRegister gebaut werden. Sogar Musik auf Porzellan Doch von der Musik zurück zur bildenden Kunst. Auf diesem Gebiet ist die Meißner Liebe zum Porzellan nicht nur eine Sache von Traditionen und „Schon-immer-so-gewesen“. Kratervasen, Zwiebelmuster und Streublümchen-Dekore mögen die traditionelle Vorstellung von Meissener Porzellan prägen. Doch war das immer nur ein Teil des Schaffens der Porzellan-Manufaktur und die Manufaktur wiederum nur ein Teil der Meißener PorzellanSzene. Dass der Werkstoff hier auch über die

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„Manu“ hinaus Bedeutung hat, ist bei einem Besuch im Torhaus der Albrechtsburg zu sehen. Dort haben seit einigen Monaten die „Weißen Elefanten“ ihr Domizil. Weiße Elefanten? Das ist der Name einer Meißner Künstlergruppe. Ihre fünf Mitglieder – Andreas Ehret, Olaf Fieber, Tina Hopperdietzel, Sylvia Klöde und Sabine Wachs – arbeiten ausschließlich oder bevorzugt mit Porzellan. Das romantisch gelegene Torhaus haben sie zu ihrer Galerie gemacht. Zusammengefunden hatten sich die Künstler durch ihre Arbeit. „Wir kannten uns schon lange und haben früher auch alle in der Porzellan-Manufaktur gearbeitet“, sagt Olaf Fieber. Nach und nach gingen die fünf Designer und Porzellangestalter in die Selbstständigkeit. Jeder hat in oder bei Meißen sein eigenes Atelier. „Aber gemeinsam in die Öffentlichkeit zu gehen, war schon immer unsere Idee.“ Wo sonst als in Meißen? Weltweit steht der Name der Stadt für Porzellankunst. Die „Weißen Elefanten“ zeigen, wie vielfältig die heutzutage sein kann. Sehr unterschiedliche künstlerische Handschriften tragen die Skulpturen, Bilder und Gefäße, die sie im Torhaus ausstellen. Filigrane neben flächigen Dekoren, kubistisch anmutende neben sanft geschwungenen Formen, hintergründiger Witz neben ernster Weltsicht. In der Galerie geht das gut zusammen. Und auch im Miteinander der Künstler. „Wir können uns gut verständigen – trotz der Unterschiede“, sagt Olaf Fieber. Ihre erste gemeinsame Galerie hatte die Künstlergruppe in der Görnischen Gasse eingerichtet. In einem baufälligen alten Haus glänzte das kostbare Porzellan wie seltene Fundstücke. 2014 wurde der „Verein für zeitgenössische Porzellankunst“ gegründet. Man zog ins Torhaus der Albrechtsburg. Dessen kleine Kabinette sind wie geschaffen für die Ausstellung der Porzellan-Kunstwerke. Die Nähe zur Albrechtsburg ist ein weiterer Pluspunkt. Das zeitgenössische Porzellan ist damit in der Nähe des Ortes zu sehen, an dem die Meißner Porzellan-Tradition begann – und wo natürlich auch an die alte Liebe zwischen Meißen und seinem Porzellan erinnert wird.


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Kunst von heute in barockem Rahmen Unter wuchtiger Holzbalkendecke hängen die Bilder an weißen Wänden. Schriftzeichen, teilweise übermalt, schemenhafte Gestalten auf dem Papier. Schaut der Besucher aus dem Fenster, geht sein Blick auf Meißens puppenstubengleichen Marktplatz. Willkommen in der Galerie des Meißner Kunstvereins. Else Gold und Daniel Bahrmann, stellvertretende Chefin und Vorsitzender eben jenes Vereins, mögen diesen Ort genau so, wie er ist. „Das ist ein schöner Kontrast. Der prägt unsere Arbeit, bringt Bewegung und Leben in die Stadt“, sagt Else Gold. Zeitgenössische Kunst in Meißen ausstellen und bekannt machen: Das ist das Anliegen des Kunstvereins. Und das Verhältnis von Stadt und Kunst der Zeit kann man ganz gut in eine Metapher fassen, die zum Thema passt, meint Daniel Bahrmann: „Wie ein barocker Schmuckrahmen um ein Bild von Roy Lichtenstein oder Gerhard Richter. Das ist Spannung und Ausgleich.“ Groß ist sie nicht, die Galerie im ersten Stock des altehrwürdigen Bennohauses, das um 1600 erbaut wurde. Erste Adresse am Markt, doch etwas versteckt. Neben dem Café die Treppe hoch findet sich einer der wichtigsten

Kunst-Orte Meißens. Zu den Ausstellungen reist das Publikum auch aus der Großstadt an. Dass aber die Meißner Kunstsinn haben, bewies sich schon früh. Der hiesige Kunstverein ist ursprünglich eine Gründung aus dem Jahr 1917. „Da engagierten sich die Bürger der Stadt für die Kunst“, sagt Else Gold. Und das mit Erfolg. Schon um 1920 zählte der Verein um die 1.000 Mitglieder. Man organisierte Ausstellungen – übrigens auch mit den Werken damals zeitgenössischer Künstler. Der Zweite Weltkrieg ließ die Tradition der bürgerlichen Kunstpflege zunächst abbrechen. Wiedergegründet nach der Wende 1992 gründeten Meißner einen neuen Kunstverein. Diesmal waren es vor allem die Künstler der Stadt, die sich zusammenschlossen. „Das war eine Zeit des Umbruchs“, sagt Daniel Bahrmann. Und Else Gold erinnert sich: „Die Leute fühlten sich wieder frei, sie wollten ihre Kunst zeigen.“ Auch die beiden heutigen Chefs des Vereins sind selbst Künstler – und sich einig, wenn es darum geht, was die Galerie des Vereins nicht sein sollte. Kein Ort für

Die Räume stammen aus dem Barock, die Kunst aus dem Heute: Im Bennohaus befindet sich die Galerie des Meißner Kunstvereins


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die reine Traditionspflege, sondern ein Schaufenster für die Kunst der heutigen Zeit. Kein Vehikel, um nur die Werke von Mitgliedern zu zeigen, sondern ein Ort für künstlerische Anregungen, die gern auch von außerhalb Meißens kommen dürfen. Normierten Geschmack soll es im Ausstellungsprogramm nicht geben. „Wir zeigen Kunst, die mit der heutigen Welt zu tun hat“, nennt Else Gold die Leitlinie. „Und wir wollen auch die Vielfalt der möglichen künstlerischen Auseinandersetzungen zeigen.“ Viel Interesse für die Kunst Mit seinen Ausstellungen hat der Kunstverein Erfolg. Die Zahl der Besucher der kleinen Galerie im Bennohaus ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. 2013 wurden schließlich 11.000 gezählt. Sind das nun vor allem Kunstkenner, die aus Dresden anreisen? „Dort werden unsere Ausstellungen inzwischen mit großem Interesse wahrgenommen“, sagt Daniel Bahrmann. Für die Besucher aus der Stadt besitzt die Galerie jedoch eine noch etwas andere Bedeutung als für die von außerhalb Angereisten. „Meißen ist nicht wie das liebliche Ölbild, das alle zu kennen glauben“, meint Else Gold. „Aber die Stadt ist nicht sehr groß, und Kunst, die man nicht kennt, kann hier durchaus ein schwierigeres Thema sein.“ Kontrast und Spannung also auch hier – aber positiv, wie Daniel Bahrmann und Else Gold betonen. Aus Reibung entstehe geistige Auseinandersetzung – und Würze fürs Meißner Kulturleben. In das bringt sich der Kunstverein auch noch anders ein. Die Mitglieder organisieren Konzerte und andere Kunstaktionen. „Jazz im Keller“ eines alten Brauhauses ist in der Weihnachtszeit zu einer Meißner Tradition geworden und lockt Hunderte Zuhörer. Der jährliche „Grafikmarkt“ findet nach einigen Umzügen nun regelmäßig in der Albrechtsburg statt. Künstler aus Meißen, Dresden, Leipzig oder Halle verkaufen dort vor Ort

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ihre Werke. Die 50 Standplätze sind immer schnell vergeben. Auch bei den Besuchern ist der Meißner Grafikmarkt ein Erfolg – trotz ähnlicher Veranstaltungen im nahen Dresden und dem noch näheren Radebeul. Für Meißen spreche wohl zum einen das besondere Flair des Veranstaltungsorts, vermutet Daniel Bahrmann. Zum anderen gäbe es eben hier die Möglichkeit, direkt mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. „Der Grafikmarkt ist neben den Ausstellungen in unserer Galerie eines unserer wichtigsten Projekte“, sagt der Vereinsvorsitzende. Hier könnten die Besucher die Bandbreite zeitgenössischer Kunst kennenlernen und nicht zuletzt sei es auch für die beteiligten Künstler eine gute Gelegenheit, ihre Werke vorzustellen und zu verkaufen.

Else Gold und Daniel Bahrmann sind zwei Künstler, die in Meißen leben und arbeiten. Im Ehrenamt leiten sie seit einigen Jahren den Meißner Kunstverein.

Sein großes Programm stemmt der kleine Kunstverein – er hat nur knapp 50 Mitglieder – mit wenig Budget, viel Engagement und der Unterstützung von Kulturraum und Sponsoren. „Selbstausbeutung ist natürlich dabei“, sagt Else Gold, die genau wie ihr Künstler- und Vorstandskollege Daniel Bahrmann manchmal die Zeit für die Arbeit im eigenen Atelier abknapsen muss. Besonders in den Tagen, an


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Im Verein für die Kunst

Mitglieder abgeben, die gern auch neue Ideen einbringen sollen: Das haben sich die beiden Vorstände vorgenommen. Neue Sichten auf die Welt zu entwickeln, sei eben nicht nur Sache der Kunst, sondern auch in Vereinen immer wieder nötig. Apropos Sichten: Von der Kunstvereins-Galerie ist die Aussicht auf den Meißner Markt großartig … und spielt angesichts der interessanten Bilder und Skulpturen doch ganz und gar nicht die Hauptrolle. Die Häuser der alten Stadt als Rahmen für die Kunst dieser Tage: Das gefällt Else Gold und Daniel Bahrmann. „Das entspricht einfach dieser Stadt. Hier gibt es Kontrast, Spannung und Ausgleich.“

denen neue Ausstellungen vorbereitet und aufgebaut werden, ist jede Minute knapp. „Wenn ich dann aber die Ausstellung fertig aufgebaut vor mir sehe, weiß ich, dass sich die Mühe lohnt.“ Das finden auch die Meißner. Die Galerie im Bennohaus ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die hiesigen Kunstfreunde geworden und der Kunstverein zu einer Institution, die aus der Meißner Kultur nicht mehr wegzudenken ist. Grund zum Zurücklehnen? Bloß nicht, sagen Else Gold und Daniel Bahrmann. Kontrast, Spannung und Veränderung sollten den Verein weiter begleiten. Nachwuchs in den Verein holen, die Ausstellungsplanung Schritt für Schritt an

Alljährlich organisiert der Kunstverein einen Grafikmarkt. Künstler bieten dort ihre Werke an.

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Ulrich Jungermann – ein Meißner Künstler Der stadtbekannte Meißner Künstler Ulrich Jungermann steht mitten im Leben. Beinahe täglich sieht man ihn mit Staffelei und Fahrrad in oder um Meißen herum. Einige seiner Eindrücke und künstlerischen Interpretationen fängt dieses Büchlein ein. Ein „Must-have“ für jeden Meißen-Freund.

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Besonderes aus Meißen Von der Elbe in alle Welt Ein Archiv ist ein dunkler, lichtloser Kellerraum? Nicht hier. Charmant ist das Zimmer unter dem Dach des alten Meißner Geschäftshauses. Und in gemütlichem Sessel sitzt, wer einen Blick auf die hier gelagerten Schätze werfen darf. Jawohl: Schätze. Die Bilder im Archiv des Meißner Verlags „Brück & Sohn“ stammen aus aller Welt und aus weit über 100 Jahren. Versammelt sind hier fast alle Postkarten-Motive, die das traditionsreiche Meißner Unternehmen je drucken ließ und lässt. Kein Wunder, dass da eine beeindruckende Sammlung zusammengekommen ist. Der Verlag „Brück & Sohn“ wur-

de 1793 in Meißen gegründet. Er war immer ein Familienunternehmen: Die heutige Chefin Annette Brück steht für die siebente Generation, die den Verlag führt. Der ist noch heute ein bedeutender Hersteller von Postkarten. Der letzte, den es in Meißen gibt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das noch anders. „Meißen war damals ein Zentrum der Postkartenherstellung“, weiß Helmut Brück, der das Archiv verwaltet. Mehrere Verlage betrieben das Geschäft in einer Stadt, in die berühmter Sehenswürdigkeiten wegen viele Besucher kamen. Im Archiv ist aber zu sehen, dass „Brück & Sohn“ weltweit operierte. Verlegt wurden hier seit 1885 nicht nur „Urlaubsgrüße aus …“ Meißen, Dresden oder Radebeul. In ganz Europa, selbst in den USA und Mexiko gab es Postkarten dieses Meißner Unternehmens. Das bietet heute vor allem in Sachsen seine Karten an. Das Archiv mit inzwischen rund 35.000 Motiven wächst weiter. Handgeschriebene Grüße von schönen Orten sind immer noch modern. Die passende Ansichtskarte von Meißen gibt es natürlich in vielen Geschäften der Stadt.

Kunst des alten Handwerks Sie suchen eine besondere Erinnerung an den Urlaub in Meißen? Etwas Ausgefallenes für Freunde oder für sich selbst? Dann sollten Sie die Meißner Markttage nicht verpassen. Zum Beispiel den des Töpfermarkts, der alljährlich im Frühling stattfindet. Genauer gesagt ist es ein Markt-Wochenende, an dem die Meißner Altstadt zum Dorado der Töpfer, Keramiker, Kunst-

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handwerker und ihrer Kunden wird. Über 60 Anbieter stellen ihre Waren an den Ständen aus. Die Palette reicht von handgefertigem Geschirr bis zu Schmuck. Es wird nicht nur verkauft, sondern auch altes Handwerk vorgeführt und musiziert. Die „handspinnenden Weiber“ geben sich dann in Meißen ebenso ein Stelldichein wie Drehorgelspieler.


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Besonderes aus Meißen Rubrik

Der gute Ton Als Musik noch nicht vom Band kam, gründete Ferdinand Thürmer in Meißen seine „Pianofortefabrik“. Im Jahre 1834 war das – zu einer Zeit, in der auch die aufstrebenden Bürger in ihren Stuben oder Salons gern Klaviere oder Flügel aufstellten. Der „gute Ton“: Das hatte damals auch viel mit der Kunst des Musizierens zu tun. In Meißen wurden viele Jahrzehnte lang die begehrten Tasteninstrumente hergestellt und von hier in alle Welt verschickt. Thürmers Pianofortefabrik überstand wechselvolle Zeiten. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Meißen, später in Bochum. Thürmer-Flügel und -Klaviere kommen heute aus dem Ruhrgebiet. Mit seinem Gründungsort ist das Unternehmen aber nach wie vor eng verbunden. In dem sorgsam restaurierten Haus in der Meißner Innenstadt, das durch eine Fassadeninschrift als einstiger Sitz der Thür-

mer-Fabrik ausgewiesen ist, ist ein Museum eingerichtet. Dort wird Besuchern die Firmengeschichte vorgestellt. Zu sehen sind auch wertvolle Instrumente. Das Pianoforte-Museum ist aber auch ein Konzertort. Immer dann, wenn in Meißen das „Pianoforte-Fest“ stattfindet. In jedem Sommer holt der heutige Firmenchef Jan Thürmer exzellente junge Pianisten aus aller Welt zu einer Konzertreihe ins Elbland. Der „gute Ton“ hat in Meißen immer noch viel mit der Kunst des Musizierens zu tun.

Jan Thürmer organisiert in der früheren Heimatstadt seiner Familie alljährlich das „Pianoforte-Fest Meißen“

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Die Klänge der Stadt Wie klingt Meißen? Wie das Porzellan-Glockenspiel am Turm der Frauenkirche? Wie das muntere Parlando einer Reisegruppe vor dem Dom? Wie das Tuten des Schaufelraddampfers auf der Elbe? Wer die Suche nach den Klängen der Stadt in der Werkstatt von Caroline Zillmann und Steffen Milbradt beginnt, hört zunächst einmal die Geräusche konzentrierter Arbeit. Ein kurzer Strich mit einer Feile. Ein Pinsel, der über Holz gleitet. Und immer wieder ein paar Töne von Geige, Gitarre, Cello oder Laute. Caroline Zillmann und Steffen Milbradt sind Instrumentenbauer. Ihre Werkstatt und ihren Laden haben sich die beiden in der Schlossergasse eingerichtet – mitten in der Altstadt und doch etwas versteckt gelegen. Was hat zwei, die ein so seltenes Handwerk betreiben, nach Meißen gebracht? Da wäre die Liebe zur Heimat. Steffen Milbradt ist gebürtiger Meißner, Caroline Zillmann stammt aus Berlin. Kennengelernt haben sich die beiden bei Ausbildung und Studium im vogtländischen „Musikwinkel“, einer der weltweit bekanntesten Hochburgen des Musikinstrumentenbaus. Nach Abschluss und Meistertitel folgten Wanderjahre. „Wir haben in Werkstätten in Holland und in Berlin gearbeitet“, sagt Caroline Zillmann. „Dann fiel aber die Entscheidung für Meißen.“ Kein schlechter Ort für Instrumentenbauer, auch wenn die Stadt

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eine eher kleine ist. Dresden mit seinen großen und renommierten Orchestern ist nah. Emsige Musikschüler, ehrgeizige Laien und auch den einen oder anderen Musikprofi gibt es in Meißen und seinem Umland. „Natürlich könnte man von Musikern allein aus der Stadt nicht überleben“, sagt Steffen Milbradt. „Aber unsere Kunden kommen von weither – gerade für den Neubau und die Restaurierung von Instrumenten.“ Gebaut für Jahrhunderte Caroline Zillmann ist auf den Bau und die Pflege von Streichinstrumenten spezialisiert, Steffen Milbradt auf Zupfinstrumente. Zwei Sparten eines Handwerks, in denen eines jedoch gleich ist: Die Instrumentenbauer arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen. Die Auswahl des Holzes und der Saiten, die vielen Feinheiten beim Bau – all das bestimmt über den Klang. „Unsere Kunst ist es, an die Grenzen des Materials zu gehen und dabei Instrumente zu schaffen, die ihre Stabilität und ihren Klang über Jahrhunderte bewahren können“, sagt Caroline Zillmann. Ein gutes Instrument wachse mit dem Musiker, der es spielt. Und weil es eben dessen wichtigster Partner ist, sind Sorgfalt und Aufwand in der Werkstatt in der Meißner Schlossergasse groß. Bis zu 150 Arbeitsstun-


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Meißen wie es singt und klingt

den braucht es, bis ein Musiker eine neue Violine oder Laute „handmade in Meißen“ in Empfang nehmen kann. Spielen die beiden Meißner Instrumentenbauer denn selbst auch? „Natürlich wissen wir, wie die Instrumente zu bedienen sind, die wir hier bauen“, sagt Caroline Zillmann. Aber jeden Abend Hausmusik gäbe es nicht. „Da fehlt uns schon allein die Zeit zum Üben.“ Woran es nicht fehlt, ist die Liebe zur Musik und zum seltenen Handwerk. Nur ein paar Schritte sind es von der Schlosserzur Webergasse. Hier steht das alte Bahrmann’sche Brauhaus. Und das hat einen großen Brauereikeller. Bierfässer stehen hier schon lange nicht mehr. Dafür sitzen regelmäßig Musikliebhaber dicht an dicht. Genauer gesagt, Freunde des Jazz: Wenn „Jazz im Keller“ angesagt ist, wird geswingt, gefeiert und auch getanzt. „Bahrmanns Keller“ ist ein Meißner Konzertort mit Kultstatus und Tradition. Hingehen lohnt sich.

Tradition hat natürlich auch das Meißner Theater – auch wenn hier die Stadt wieder ganz anders klingt. Nach Operette und Oper zum Beispiel. Dafür war das Haus schon weithin berühmt, als es noch ein eigenes Ensemble hatte. Ein Theater richteten die Meißner in ihrem früheren Gewandhaus schon im Jahre 1851 ein. Damals gastierten hier reisende

Die Instrumentenbauer Caroline Zillmann und Steffen Milbradt in ihrer Werkstatt

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Mal klassisch, mal rockig: In Meißen liegt Musik in der Luft

Künstlertruppen. Sie spielten ihre Stücke „en suite“. Oper und vor allem Operette waren Publikumsrenner in Meißen. Davon berichteten die Chronisten auch in späteren Jahren. 1963 verlor das Haus sein festes Ensemble an Schauspielern und Sängern, es ist heute wieder eine Veranstaltungsstätte für Gastspiele. Mit großem Programm und vor allem viel Musik: Hier klingt Meißen mal wie eine Arie, wie ein Schlager, dann wieder wie ein Musical. Das Theater, Meißens bekanntester „Musentempel“, bietet sozusagen einen Querschnitt der hiesigen „Hochkultur“. Aber ist die Unterscheidung in „E“- und „U-Musik“ nicht ohnehin eine willkürliche? Ohren auf!

Denn nicht nur Oper hat Anspruch und auch Rock und Pop können gut gemacht und gut gespielt sein. In Meißen hört man solche Musik zum Beispiel in der „Hafenstraße“, einem soziokulturellen Zentrum und Veranstaltungshaus im Stadtteil Niederfähre. Dort treten junge und gestandene Bands auf. Die Bandbreite reicht von Rap bis zu Weltmusik. Der Meißner Klang: Das ist die Vielfalt. In der „Hafenstraße“ wird auch getanzt. Regelmäßig stehen Partys auf dem Programm. Apropos Tanzen: Dafür lohnt sich ein MeißenUrlaub auch in der Ballsaison. Zum Beispiel im „Burgkeller“ am Domplatz: Der lädt einmal jährlich zur rauschenden „Meißner Ballnacht“. Gefeiert wird in großer Robe im großen Saal. Ein Besuch bei diesem Ball ist nicht nur wegen der Stargäste, des exklusiven Menüs, des Ausblicks auf die Meißner Altstadt etwas Besonderes … , sondern auch wegen der Musik. Die kommt nicht vom Band. Auf der Bühne steht ein Ballorchester. Getanzt wird bis zum nächsten Morgen.

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Festspiele vor Burg und Dom

Auf Meißens schönster Bühne Ein Name, der klingt: „Burgfestspiele“. In Salzburg spielt man dabei Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“. So hat man in Meißen auch begonnen: vor 90 Jahren bei den ersten Meißner Burgfestspielen. 2015 wird bei den „Neuen Burgfestspielen“ in Meißen Quasimodo eine Hauptrolle spielen. Das Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ unterhält im Juni das Publikum auf dem Meißner Domplatz. Das wird schauen und staunen. Wo sonst gibt es so eine herrliche Kulisse für das Spektakel um Liebe, Laster und Leidenschaften? Auf Sachsens geschichtsträchtigstem Platz – im Schatten der Meißner Domtürme und mit Blick auf die Albrechtsburg – wird der Glöckner die schöne Esmeralda retten. Die Inszenierung des Musicals steuern die Landesbühnen Sachsen zu den Meißner Burgfestspielen bei. Regie führt Peter Kube. Im Kostüm des missgestalteten Quasimodos steckt der sächsische Schauspieler und Komiker Tom Pauls. Das flotte Musical ist längst nicht alles, was die Burgfestspiele an Programm bieten. Bespielt wird neben dem Domplatz der gesamte Meißner Burgberg. Konzerte in der Afra-Kirche und im Dom, Schauspiel in der Albrechtsburg, eine Operngala unter freiem Himmel: Der Juni 2015 wird kulturvoll. Daran arbeiten viele Partner mit: neben den Landesbühnen Sach-

sen, dem Hochstift Meißen, der Albrechtsburg und der Stadt gehören auch das Meißner Theater und sein Freundeskreis zur „Festspielgemeinschaft“, dem Kreis der Organisatoren. Intendantin Renate Fiedler bereitet für 2015 eine Ausstellung zur Geschichte der Meißner Burgfestspiele vor. Sie hat bei ihren Recherchen Interessantes entdeckt. Unter dem heutigen Titel startete die Meißner Festspieltradition anno 1925. Doch Musik und Schauspiel gab es auf dem Burgberg vielleicht schon Jahrhunderte früher. „Es gibt Zeugnisse davon, dass an diesem Ort schon im 17. Jahrhundert Schauspiele aufgeführt wurden.“ Als Kulturstadt hat Meißen eben eine lange Tradition. Dazu gehört es auch, dass der Sommer in dieser Stadt die Zeit der Feste und vielen FreiluftVeranstaltungen ist. „Meißen bietet in diesen Monaten einiges“, sagt Renate Fiedler. Die Burgfestspiele sind jedoch im Juni 2015 auf alle Fälle das wichtigste Meißner Kulturereignis. Zehn Veranstaltungen vom 19. bis zum 28. Juni 2015. Nähere Informationen im Internet unter www.neue-burgfestspiele-meissen.de .

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Ein Stadtteil feiert die Kultur Einmal im Jahr geht es richtig rund in MeißenCölln. Der Stadtteil, sonst eine ruhige Wohnadresse rechts der Elbe, wird alljährlich an einem Mai-Wochenende zum Gastgeber eines großen Fests. Einer Fete, die die Anwohner selbst organisieren. Die Kunst spielt beim „Kunstfest Meißen-Cölln“ die Hauptrolle. Über 12.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr, um Ausstellungen zu sehen, Bands zu hören und Kunsthandwerk zu kaufen. Organisiert werden die Cöllner Kunstfeste von einer ziemlich bunten Truppe. Cöllner, die am Lutherplatz und der Zaschendorfer Straße wohnen, Mitarbeiter des Meißner soziokulturellen Zentrums „Hafenstraße“: Um über das Fest, seine Geschichte und Zukunft zu erzählen, treffen sie sich in gewohnter „Arbeitsrunde“ unter dem Dach des Veranstaltungshauses „Hafenstraße“. Um Wortbeiträge muss nicht erst lange gebeten werden.

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Wer hatte denn die Idee, in Cölln ein Kunstfest zu veranstalten? Peter Falk, als Zauberkünstler der „Hexer von Meißen“, und die Cöllner Geschäftsfrau Dorit Suarez können sich noch gut erinnern. Peter Falk: Das erste Kunstfest gab es 2004. Bis dahin spielte sich in Meißen ja alles Kulturelle in der Altstadt ab. In Cölln hatte es mal einen Kunstfest-Vorläufer gegeben: das „Lindenfest“. Das war aber schon ein paar Jahre her. Wir wollten in unserem Stadtteil wieder was auf die Beine stellen. Und dazu haben wir uns eben von rund um den Lutherplatz zusammengefunden. Das erste Jahr lief aber eher schlecht als recht. Wir hatten Regen, da kamen nur 70 oder 80 Besucher. Dorit Suarez: Na ja: Das waren schon so um die

300. Das mit dem „Lindenfest“ hatte sich ja totgelaufen und eigentlich wollte ich zuerst kein Fest mehr mitorganisieren. Aber als dann jemand sagte, wir stellen die Kunst in den Mittelpunkt, hab ich doch zugesagt. Das erste Kunstfest hat einen Tag gedauert und war klein. Da gab es zum Beispiel noch keinen Markt. Mir hat besonders gefallen, dass es eben kein übliches Straßenfest war und werden sollte.


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Ein großes Fest für die Kultur

Wie kam der „Hafenstraße e.V.“ mit ins Boot, bei dem heute die Fäden der Organisation zusammenlaufen? Der Organisation eines groß gewordenen Kunstfestes: Beim jüngsten im Jahr 2014 wurden über 12.000 Besucher gezählt. Dorit Suarez: Die „Hafenstraße“ war eigentlich schon beim ersten Fest mit dabei. Der Verein hat einen Stadtrundgang zum Programm beigesteuert. Und war dann auch gleich mit in die Organisation eingebunden: Das hat vieles leichter gemacht, weil der Verein Erfahrung mit den nötigen Genehmigungen und so weiter hat.

Vom Verein „Hafenstraße“ kam auch Peter Hänke zum Kreis der Kunstfest-Organisatoren. Er ist heute als der „Logistik-Chef“ des Cöllner Großereignisses bekannt. Keiner kennt sich besser mit Kunsthandwerker-Markt und Bühnen-Programmen aus. Seinen Rücktritt von der stressigen Aufgabe hat er schon mehrfach angekündigt. In der Runde schmunzeln alle. Peter Hänke: Nach dem ersten Fest war es ja

dann ein bisschen schwierig. 2005 wollte keiner etwas Großes organisieren. Also hat die „Hafenstraße“ etwas Kleineres gemacht. Die Aktion hieß „Kunsthaus Cölln“: ein Wochenende lang wurden in einem unsanierten Haus Ausstellungen gezeigt. Da kamen auch viele Besucher, aber ein Jahr später gab es dann doch wieder ein Kunstfest. Da hat dann die „Hafenstraße“ die Organisation übernommen und ich wurde dafür eingesetzt.

Ein ganzes Wochenende lang wird nun stets gefeiert. Kunstfreunde schätzen die Ausstellungen in Ateliers und Ladengeschäften. Viel Publikum haben der Markt und die Bühnen. Im Johannesstift werden Kunstwerke gezeigt, die bei einem jährlichen Wettbewerb entstehen. Ein großes Feuerwerk sorgt für Begeisterung. Ist das nun alles nur noch von Profis gemachtes Programm? Welche Rolle spielen die Cöllner? Mit Karin Sauke meldet sich eine Neu-Cöllnerin zu Wort. Seit zwei Jahren beteiligt sich die Künstlerin an der FestOrganisation. Karin Sauke: Wir waren erst ganz frisch herge-

Dorit Suarez: (lacht) Und Peter kam zu mir in den Laden und hat mir lang und breit erklärt, was das Kunstfest ist … Peter Hänke: Ich hab ja lange Messen geleitet

und deshalb gesagt: „Etwas Kleines mach ich nicht.“ Ich wollte das Gelände um die Johanneskirche nutzen – und hab es für das Fest bekommen. Die Cöllner hab ich angesprochen und in die Kunstfest-Arbeitsgruppe geholt. Bei diesem Fest waren dann auch schon 70 Kunsthandwerker und Händler auf dem Markt dabei. Und wir haben damals schon gemerkt, dass das Gelände um die Kirche gar nicht ausreicht. Wir mussten schon angrenzende Straßen mit nutzen – und die Zahl der Besucher steigt seither.

zogen, als wir festgestellt haben, dass unser Haus ans Kunstfest-Gelände grenzt. Die Atmosphäre war gut: Wir haben einfach mitgefeiert. Und für mich war das Fest auch eine Art Schlüssel zum Viertel. Wenn man sich beteiligt, lernt man die Nachbarn kennen. Das Fest lebt vom Mitmachen. Im vergangenen Jahr hat Karin Sauke eine Skulptur auf dem Lutherplatz aufgestellt: einen Wunschbaum, an dem jeder seine aufgeschriebenen Wünsche für Cölln befestigen kann. Karin Sauke: Der wächst immer noch. Und das

find ich schön. Das regt die Kommunikation an, man lernt sich kennen und nimmt Anteil.

Beim Kunstfest kommen die Cöllner und die Gäste ins Gespräch

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und aller nötigen Organisation am Fest-Wochenende helfen uns Ehrenamtliche. Da brauchen wir eine ganze Menge. Ich rechne jedes Mal mit bis zu 150 Helfern. Peter Hänke: Sponsoren zu finden, ist nicht leicht. Aber uns kommen viele entgegen. Die Stadtverwaltung bei den Gebühren, das Landratsamt stellt eine Fläche zur Verfügung und auch die Cöllner Pfarrgemeinde hilft.

Wie soll es weitergehen mit dem immer größer gewordenen Kunstfest? Und haben die Organisatoren denn noch Lust auf die viele Arbeit bei der Vorbereitung?

Ein Wochenende im Jahr wird Cölln zu einem Markt für Kunst und Kunsthandwerk

Ist Cölln ein Viertel mit guter Nachbarschaft und welche Rolle spielt dabei das Fest? Peter Falk: Der Zusammenhalt ist auf alle Fälle

da. Ich würde sagen, dass das Kunstfest ihn auch noch größer gemacht hat. Da merkt man: Keiner stellt sich quer und die Leute bedanken sich auch für das schöne Fest. Martin Hornemann, Azubi beim „Hafenstraße“Verein und neuer Chef-Organisator des Kunstfestes, hat ein gutes Beispiel. Martin Hornemann: Am Lutherplatz gibt es

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Peter Hänke: Es ist klar, dass das Fest nicht endlos wachsen kann. Uns geht es um die Qualität im Programm. Die muss stimmen, dann kommen die Besucher gern und alle haben Freude am Fest. Kerstin Sauke: Für mich sind die kleinen Mo-

mente am Festwochenende schön. Wenn man mitten im Trubel mit anderen ins Gespräch kommt … Dorit Suarez: Ich organisiere zum Fest in mei-

nem Geschäft Kunstausstellungen. Die Künstler kommen da immer mit vielen Erwartungen. Auch wenn die sich materiell nicht immer erfüllen sollten, sind sie am Ende doch immer zufrieden – und das gefällt mir. Unser Fest ist einfach schön, die Atmosphäre ist entspannt und stimmig.

das neue Senioren-Wohnhaus, das wir auch schon fürs Fest nutzen durften. Und wir bitten die Bewohner in den Nächten doch ein bisschen mit aufzupassen, dass auf dem Gelände nichts wegkommt. Das funktioniert bestens.

Martin Hornemann: Zufrieden bin ich, wenn je-

Zäune gibt es rund ums Festgelände nicht. Der Eintritt ist für alle Besucher frei. Wie finanziert sich dann ein solches Großereignis? Kerstin Urban, die Leiterin der „Hafenstraße“, weiß es.

der mit seinem Stand den richtigen Platz gefunden hat, wenn der Zeitplan auf den Bühnen stimmt. Und Entspannung kommt auf, wenn man dann die Zeit hat, ein Konzert zu hören oder das große Feuerwerk zu sehen.

Kerstin Urban: Das ist eben eine Plus-Minus-

Kerstin Urban: Am Sonntagabend, wenn alles

Null-Geschichte, die wir machen, weil es uns einfach wichtig ist. Wir suchen Sponsoren, denn für Bühnen, Programm und Plakatierung brauchen wir Geld. Was der Kunsthandwerker-Markt einspielt, fließt auch gleich wieder in die Festgestaltung. Bei Auf- und Abbau

wieder aufgeräumt ist, sitzen wir alle noch mal zusammen. Dann sagen wir uns: „Es hat Spaß gemacht – obwohl man’s sicher nicht jedes Wochenende machen möchte.“ Und dann fangen wir schon bald wieder an, das nächste Kunstfest zu organisieren ...


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Rundgänge zur Kunst

Auf dem Weg zu den Ateliers Trotz der vielen Sehenswürdigkeiten: Meißen ist eine Stadt der kurzen Wege. Von den barocken Bürgerhäusern am Markt bis zum Dom ist es nur ein Katzensprung, vom Burgberg zur Porzellan-Manufaktur nur ein (gerade angenehmer) Spaziergang. Fußläufigkeit plus Fülle an Sehenswertem: Das Ergebnis dieser Gleichung macht Meißen zu einem idealen Ort für Stadtrundgänge. Geführte Touren durch die Stadt gibt es zu vielen Themen. Wollen Sie – ganz klassisch – die Kirchen und die Häuser der Altstadt ein bisschen besser kennenlernen? Wollen Sie wissen, wo und wie früher die Meißner Handwerker arbeiteten? Was die kulinarischen Spezialitäten der Stadt und des Elblands sind? Welche Sagen und Gruselgeschichten man sich hier zu nächtlicher Stunde erzählt? Zu all diesem und noch

Wie riecht Meißen? Was sind die kulinarischen Spezialitäten der Stadt? Auch darauf kann man bei Stadtführungen eine Antwort finden.

mehr geben die Meißner Stadtführer gern Auskunft. Die Touren zu Meißens geschichtsträchtigsten Orten und versteckten romantischen Winkeln der Stadt bucht man am besten in der Tourist-Information, die auch Treffpunkt für viele Führungen ist. Dort berät man zu den verschiedenen Angeboten, so dass jede und jeder Meißen nach seinem Interesse entdecken kann. Auch die Kunst-Liebhaber! Für sie bereiten die Mitarbeiter der Meißner Tourist-Information neue Rundgänge vor. Einer soll zu Galerien und Ateliers von Meißner Künstlern führen. Denn die Stadt glänzt nicht nur mit reicher Geschichte, sondern auch mit zeitgenössischer Kunst. Und wie immer in Meißen ist auch der Weg zu den anregenden Kunst-Orten nicht weit.

Bei den Stadtführungen durch Meißen spielt die Kunst eine wichtige Rolle

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Durch die Stadt spaziert Zum Schauen und zum Kaufen Zeitgenössische Kunst in Renaissance-Sälen: In der Albrechtsburg ist das kein außergewöhnlicher, sondern ein regelmä-

ßiger Anblick. Nicht nur bei den Sonderausstellungen, die in Deutschlands erstem Schlossbau gezeigt werden. Einmal im Jahr wird die Albrechtsburg zum Domizil des Meißner „Grafikmarkts“. Der Kunstverein Meißen lädt für ein Wochenende im Mai 50 Künstler aus der Region zwischen Dresden, Leipzig und Halle ein. Die stellen den Besuchern ihre Werke vor und bieten sie zum Verkauf an. Das Interesse ist groß, schließlich kann man auf dem Meißner Markt ebenso neue Bilder bekannter Künstler sehen und erstehen wie Nachwuchskünstler der Region kennenlernen. Die Fülle der künstlerischen Handschriften ist groß. Und wo sonst gibt es die Chance, die Schöpfer selbst zu ihren Bildern zu befragen? Der Meißner Grafikmarkt in der Albrechtsburg findet in diesem Jahr Anfang März statt. Der genaue Termin findet sich im Veranstaltungskalender am Ende dieses Heftes.

Gesammelte Kulturgeschichte

Zu den interessantesten Ausstellungsstücken des Museums gehören die „Nibelungenkartons“ des Julius Schnorr von Carolsfeld: Vorarbeiten des Künstlers für seine berühmten Fresken in der Münchner Residenz

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Von Alltag und Festtagen, von Handwerk, Gewerbe und Kunst: Ein Museum, das Erinnerung an die Geschichte einer Stadt bewahren will, hat ein wahrlich großes Sammelgebiet. Erst recht in einer Stadt, die schon fast 1.100 Jahre zählt. Das Meißner Stadtmuseum ist eines der größten und wichtigsten in Sachsen – und eines mit einer besonders wertvollen Sammlung. Das zeigt sich besonders an den Kunstwerken, die Meißens städtisches Museum beherbergt. Stadtansichten aus vielen Jahrhunderten, Porträts von Meißnern, Bilder, die von Meißnern ge-

malt wurden. Dazu kommen verschiedenste Kunstwerke, die Meißner Bürger dem Stadtmuseum überließen. Die Ausstellung des Museums wird in der früheren Franziskanerklosterkirche in der Meißner Altstadt präsentiert. Auch dieser ungewöhnliche und große Museumsbau reicht bei Weitem nicht aus, um die gesamte Fülle des Bestandes zu zeigen. So werden in kluger Auswahl wesentliche Stücke vorgestellt. Das gilt übrigens nicht nur für die Kunstwerke, sondern auch für Zeugnisse des Meißner Alltags in verschiedenen Jahrhunderten.


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Durch die Stadt spaziert

Wie Meißen feiert Geselligkeit ist eine Meißner Tugend. Man feiert hier gern. Beim Weinfest im September, einem der größten in der Region und in ganz Ostdeutschland, ist die gesamte Stadt auf den Beinen. In der Altstadt lässt man am Festwochenende beim sächsischen Wein die Winzer, einander und sich selbst hochleben. Musik und Feuerwerk gibt’s dazu. Beim Festumzug zeigt man stolz Meißner Geschichte und Gegenwart. Die „Meißner Weihnacht“ zum Jahresausklang findet zwar bei deutlich geringeren Außentemperaturen statt, wird von den Meißnern aber ebenso gern genutzt, um sich zu treffen und auszutauschen. Dann ist sächsischer Glühwein

das wichtigste Getränk. Die Kultur spielt aber wie beim Fest im Herbst auch im Winter eine Hauptrolle. Das imposante Rathaus der Stadt, gebaut im 15. Jahrhundert, wird für die „Meißner Weihnacht“ in einen überdimensionalen Adventskalender verwandelt. Täglich wird ein Fensterladen geöffnet: Die Überraschung kommt dann allen Gästen des Meißner Weihnachtsmarkts zugute. Auf großer Bühne treten große und kleine Künstler auf und unterhalten das Publikum.

Die sächsische Weinkönigin lädt ein: Zum Weinfest im September kommen Tausende Besucher nach Meißen

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An Inspiration gibt es keinen Mangel Vor diesem Schaufenster in der Burgstraße bleiben die Leute stehen. Keine Mäntel, keine Antiquitäten sind hier zu sehen, sondern Stadtansichten von Meißen. Der Dom, das Rathaus, Blicke auf Alltagsszenen in den kleinen Gassen und die Stadtsilhouette vom Elbufer aus. In den leuchtenden Farben eines Sommertags oder im Abendlicht. Festgehalten mit schnellen, doch sicheren Pinselstrichen. Vielleicht sitzt auch der Maler, der diese Bilder schuf, gerade nur einen Straßenzug entfernt. Dem Künstler Ulrich Jungermann begegnet man oft in Meißen. Seine Staffelei baut er auf einem Gehweg in der Altstadt, auf einem Weinberg oder nahe der Elbe auf. Ganz in seine Arbeit vertieft ist er dann. Mitten in Meißen lässt er sich zu seinen Bildern inspirieren. Ist er also der „Maler von

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Meißen“, als den ihn so viele sehen? „Das ist natürlich ein schöner Titel. Aber es geht mir eigentlich um etwas anderes. Ich arbeite in der Stadt und will etwas über sie mitteilen.“ Meißen zeigen, wie es ist, wie er es sieht: Das will Ulrich Jungermann. Der Maler Meißens Er zeigt die Stadt in vielen Facetten: die romantische Schauseite ebenso wie den Alltag der Meißner. Ein Schwatz auf dem Markt, Menschen beim Einkauf, eine verfallene Häuserzeile: Auch das findet sich auf Jungermanns Bildern und bekommt hier eigene Poesie. Schulen und Strömungen der Malerei kennt der Künstler, lässt sich aber dort nicht einordnen. Malt man nun besser abstrakt oder ge-


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Ulrich Jungermann: ein Maler in Meißen

genständlich? Jungermann bringt auf die Leinwand, was er sieht und was er fühlt. „Das sind Szenen aus dem täglichen Leben, die ich zum Heiteren und zum Leuchten bringe“, sagt er. Und so strahlt über vielen seiner Bilder von Meißen und der Elbland-Natur tatsächlich ein helles, heiteres Licht. Die pure Romantik? Nein, ganz und gar nicht, sagt Jungermann. „Gegen die Romantik hab ich nichts. Ich will aber nichts zum Schönen zurechtzubiegen, sondern das Leben zeigen.“ Das passt nun: So viel Meißner Alltag – mal liebevoll getupft, mal mit sarkastischem Strich – gibt es wohl bei keinem anderen Künstler. Meißen: Das ist eindeutig DAS Motiv von Jungermanns Werk. Er schätzt die kleine Stadt Dabei stammt der Maler ursprünglich aus einer ganz anderen Gegend. An der Ostseeküste, in Stralsund, ist er geboren und aufgewachsen. An die Elbe kam er als junger Mann. In der Meißner Porzellan-Manufaktur ließ sich Ulrich Jungermann in den 1970er Jahren zum Porzellanmaler ausbilden. Schließlich entdeckte er, dass noch weiteres künstlerisches Talent in ihm schlummerte, und ging zum Studium an die Dresdner Kunsthochschule. Heimat blieb Jungermann jedoch auch in diesen Jahren Meißen. Hat ihn denn nie die Großstadt gelockt? „Nein“, sagt er entschieden. Meißen sei seine Welt. „Ich schätze diese kleine, überschaubare Stadt.“ Die ja dann doch so viele Anregungen biete: „An Inspiration und an Motiven gibt es hier für mich keinen Mangel.“ „Sein“ Meißen und „sein“ Elbland erwandert oder erradelt sich der Künstler. Man sieht Ulrich Jungermann, wenn er sich mit seiner Staffelei und seinen Mal- und Zeichenutensilien auf den Weg macht. Fast jeden Winkel Meißens kennt er, hat vieles davon schon auf seinen Bildern festgehalten – und entdeckt es doch immer wieder neu. Jeder Tag hat sein spezielles Licht und Wetter, seine ganz besondere Stimmung. Und jeder Tag bringt auch neue Begegnungen mit Menschen. Oder besser Beobachtungen: Wenn Ulrich Jungermann seine Skizzen zeichnet, ist er nicht Akteur, sondern stiller und genauer Chronist.

Sein Atelier hat Ulrich Jungermann, der 2014 den städtischen Kunst- und Kulturpreis bekam, mitten in der Meißner Altstadt. Dort arbeitet er das, was er auf seinen Skizzen festgehalten hat, zu Bildern und zu Grafiken aus. Sogar zum Porzellan hat er jüngst wieder zurückgefunden. Für einen Sammler schmückte er ein Service aus der hiesigen Porzellan-Manufaktur mit seinen Malereien. Meißen en miniature und doch nicht als zuckersüße Romantik-Kulisse: Es sind Szenen aus dem Alltag der Stadt, die Jungermann aufs Porzellan malte. Immer wieder überraschend Der „Meißen-Maler“? Dann wohl doch. Der Eindruck ist zumindest, dass man in Meißen immer wieder auf Jungermanns Kunst stößt. Nicht nur am Schaufenster in der Burgstraße, sondern auch in Geschäften, Verwaltungsräumen ... Seine Bilder prägen inzwischen das Bild von Meißen mit. Ansichten von der Stadt sind aber nur ein Teil von Ulrich Jungermanns Schaffen. Seine Stillleben, auch seine Porträts sind sehr lohnende Entdeckungen. Dann ist er eben doch nicht der „Meißen-Maler“: „Ich will mit meinen Werken ja auch immer wieder überraschen und freue mich, wenn mir das gelingt.“

Der Meißner Künstler Ulrich Jungermann ist für seine Stadtansichten bekannt. Doch das ist nur ein Teil seines Werkes.

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Was ist wo? Galerien und Ateliers Kunstverein Meißen

hopperdietzel-porzellan

Meissener Bleikristall GmbH

Porzellangestaltung/Illustration/

Kalkberg 15

Dekorentwicklung/Kurse

www.meissener-bleikristall.de

Markt 9

Großenhainer Straße 134

www.kunstverein-meissen.de

www.hopperdietzel-porzellan.de

Staatliche Porzellan-Manufaktur MEISSEN GmbH

Daniel Bahrmann, Fotografie

Ulrich Jungermann

Webergasse 2

Malerie/Grafik/Publikationen

www.danielbahrmann.de

Baderberg 2 www.ulrich-jungermann.de

www.meissen.com Porzellanveredelung Steffen Richter Fleischergasse 2

Atelier Andre Bytomski Kopien Alter Meister/Portrait-

Talstraße 9

Atelier Frank Mehnert

malerei/ Landschaftsmalerei

Malerei/Grafik

Schloßberg 2

Hohlweg 5

www.ars-opus.com

www.art-mehnert.de

Atelier Andreas Ehret

Atelier Schwarz Malerei

www.richter-porzellan.de

Sehenswürdigkeiten in Meißen Albrechtsburg Meissen Domplatz 1

Porzellan

Birkenweg 11

Telefon: 03521 47 07 0

Görnische Gasse 6

www.schwarz-malerei-meissen.de

www.albrechtsburg-meissen.de

www.ehret-web.de Karin Sauke

Dom zu Meißen

Malerei/Unikate

Domplatz 7

Produktdesign/Industriedesign/

Zaschendorfer Straße 5

Telefon: 03521 45 24 90

Fahrzeugdesign

www.atelier-sauke.de

www.dom-zu-meissen.de

elbform | design studio

Schloßstufen 3 www.elbform.de Sylvia Fenk Grafik/Bühnen- und Kostümbild/

Zillmann & Milbradt

z.Zt. geschlossen

Schlossergasse 1

An der Frauenkirche 11

www.saitenspiel-zeug.de

Telefon: 03521 45 38 32

Textildesign Freiheit 1 www.sylviafenk.de AtelierFieber

www.sankt-afra-meissen.de „Weißer Elefant“ Künstlergruppe/Porzellan

www.olaffieber.de

Leipziger Straße 94

www.torhaus-meissen.de

Telefon: 03521 40 02 34 www.hahnemannzentrummeissen.de

Lehmann Zinn aus Meißen GmbH Leipziger Straße 22 Telefon: 03521 45 29 75

Else Gold Assamblagen/Installationen/

Museum Patrizierhaus Webergasse 1 Telefon: 03521 40 90 90

Zinngestaltung und Restaurierung

Objekte/literarische Projekte

Neugasse 18

Goldgrund 15

www.zinnmann.de

www.elsegold.de

Klosterruine „Zum heiligen Kreuz“

Torhaus, Domplatz 14 Porzellan/Malerei/Grafik Dammweg 4

Frauenkirche Meißen

Geigenbaumeister

Nikolaikirche Neumarkt 29 (Stadtpark) Telefon: 03521 45 38 32 www.sankt-afra-meissen.de

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Adressverzeichnis

Prälatenhaus

Sport- und Erlebnisbad „Wellenspiel“

Rote Stufen 3

Berghausstraße 2

Telefon: 0179 13 29 69 6

Telefon: 03521 70 11 30 www.wellenspiel-meissen.de

St. Afra Kirche Freiheit 15 www.sankt-afra-meissen.de

Telefon: 03521 41 55 0 www.theater-meissen.de

Porzellan-Manufaktur Meissen Tierpark Meißen Siebeneichener Straße 63

www.meissen.com

Telefon: 0172 35 35 23 2 www.tierpark-meissen.de

Stadtmuseum

Fun-22 Telefon: 03521 73 19 20 www.fun-22.de Aktiv Tours Meißen Wilsdruffer Straße 6

Apotheken in der Altstadt

Telefon: 03521 45 88 57

Telefon: 03521 40 75 01 www.reisen-meissen.de

Hahnemann-Apotheke Neugasse 11

Freizeitangebote

Bootsverleih

Elbtalstraße 22

Telefon: 03521 46 87 00

www.stadt-meissen.de

Kleinmarkt 5

Theater Meißen Theaterplatz 15

Heinrichsplatz 3

Stadtbibliothek Telefon: 03521 46 73 00

Telefon: 03521 45 38 32

Talstraße 9

Bibliothek

Fahrradpark- und Gepäckraum

Telefon: 03521 45 33 84 Tourist-Information

Filmpalast Meißen

Markt-Apotheke

Theaterplatz 14

Markt 4

Telefon: 03521 40 02 18

Telefon: 03521 45 90 51

Markt 3 Telefon: 03521 41 94

Fahrradreparatur

www.meissen.filmpalast-kino.de

Autovermietung Kegelbahn im Bahnhofsrestaurant SAXONIA

Tip-Top Fahrradservice AVIS Autovermietung

Großenhainer Straße 2

Großenhainer Straße 37

Telefon: 03521 73 87 26

Telefon: 03521 40 00 04

Großenhainer Straße 4 Telefon: 03521 40 64 65 Fahrradladen Rad-Schlag

Kegelbahn

Banken

im Hotel Burgkeller Domplatz 11 Telefon: 03521 41 40 0

Talstraße 5B Telefon: 03521 40 89 79

Deutsche Bank Rossmarkt 5

Fahrradverleih

www.hotel-burgkeller-meissen.de Commerzbank „Zur Kugel“

Heinrichsplatz 7

Bowlingbahn Bohnitzscher Straße14 Telefon: 03521 73 14 14

Tourist-Information Markt 3 Telefon: 03521 41 94 0

Sparkasse Meißen Neugasse 39 – 40; Dr.-Eberle-Platz 1

www.zurkugel.de

Fun-22 Elbtalstraße 22

Volksbank Raiffeisenbank Hahnemannsplatz 21

Telefon: 03521 73 19 20 www.fun-22.de

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Was ist wo? Kirchen

Öffentliche Internetzugänge

Dr. Kirsten Münchenhagen Markt 8

Evangelisch-Lutherisch

Stadtbibliothek, Kleinmarkt 5

Telefon: 03521 45 28 90

Bonsai Bar, Dresdner Straße 24 a Dom zu Meissen (Hochstift)

W-Lan auf dem Markt, kostenfrei

Neumarkt 7

Domplatz 7 Telefon: 03521 45 24 90 Johanneskirche

Ärzte/Zahnärzte in der Altstadt Allgemeinmedizin

Telefon: 03521 45 77 62 Dr. Lenzner / Dr. Wende Neugasse 33

Johannesplatz 1 Telefon: 03521 73 22 70

Dr. Dietrich Ripberger

Martina Berger

Telefon: 03521 45 25 21

Martinstraße 8 Trinitatiskirche

Telefon: 03521 45 26 16

Krankenhaus

Werdermannstraße 25 Telefon: 03521 73 29 00 Evangelische Akademie

Anne Nierade (Homöopathie)

Elblandklinikum Meißen

Freiheit 11

Nassauweg 7

Telefon: 03521 45 94 62

Telefon: 03521 74 30

Freiheit 16 Telefon: 03521 47 06 0

Dr. Olaf Perßen

Notdienste

Burgstraße 30 Kirchgemeinde St. Afra

Telefon: 03521 45 34 61

An der Frauenkirche 11 Telefon: 03521 45 38 32

Polizeirevier August-Bebel-Straße 4

Klaus-Günter Kliemant

Telefon: 03521 47 20

Rauhentalstraße 12 Frauenkirche

Telefon: 03521 45 26 67

An der Frauenkirche 11 z. Zt. Geschlossen

Telefon: 03521 73 85 21 Dr. Hansjörg Weber Gerbergasse 4

Lutherkirche

Öffentliche Toiletten

Telefon: 03521 45 44 49

Wilhelm-Walkhoff-Platz 7

Markt 3, 10 – 17 Uhr Zahnärzte

St. Afra Kirche Freiheit 15

Rettungsleitstelle

Rossmarkt, 10 – 18 Uhr (Saison) Busbahnhof Meißen

Dr. Birgit Grunau

Haltepunkt Altstadt/Neumarktarkaden

Martinstraße 5 Nikolaikirche

Telefon: 03521 45 24 46

Öffentlicher Nahverkehr

Neumarkt 29 Dr. Dietrich Heine Römisch-Katholisch

Markt 2

Großenhainer Straße 2

Telefon: 03521 45 30 29

Telefon: 03521 73 27 16

St.-Benno-Kirche Wettinstraße 15 Telefon: 03521 46 96 11

www.vvo-online.de Gudrun Knorr Neugasse 36 Telefon: 03521 45 20 64

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Kundenzentrum Busbahnhof


MeißenMagazin 2015_1_Layout 1 13.02.15 11:10 Seite 29

Adressverzeichnis

Postfilialen Postfiliale und Postbank-Finanzcenter Poststraße 26

Spielplätze Abenteuerspielplatz Kirchsteig, Triebischtal Bergstraße, Cölln

Postagentur Niederauer Straße 16

Beyerlein-Platz, Cölln Fellbacher Straße, Wohngebiet Niederauer Straße

Post-Partnerfiliale Schützestraße 1

Grundmannstraße, Spaar Heiliger Grund, Niederfähre Ilschnerstraße, Triebischtal

Paketeria-Post Volksbank Raiffeisenbank Hahnemannsplatz 21

Jugendspielplatz an der Nikolaikirche Käthe-Kollwitz-Park, Triebischvorstadt

Taxi Funk-Taxi Meißen

Querallee, Lercha

Fundbüro

Telefon: 03521 73 77 80 Bürgerbüro Taxivereinigung Großenhainer Straße 2

Burgstraße 32 Telefon: 03521 46 74 45

Telefon: 03521 73 23 23 Anrufsammeltaxi (AST) Telefon: 03521 73 34 41

Impressum Herausgeber: Polo Palmen

Titelbild:

S. 15: Toralf Grau

Texte und Redaktion: Toralf Grau

Ulrich Jungermann: „Meißen vom Ratsweinberg“

S. 16: Daniel Bahrmann

Anzeigen: Polo Palmen

Fotonachweis:

S. 17: Toralf Grau

Gesamtherstellung: Satztechnik Meißen GmbH in Zusammenarbeit mit Tourismusverein Meißen e. V. Verlag: Meißner Tageblatt Verlags GmbH Am Sand 1c, 01665 Nieschütz Telefon: 03525 71 86 0 Fax : 03525 71 86 12

S. 3: Tourismusverband Sächsisches Elbland (TVSE)/Sylvio Dittrich

S. 18: Claudia Hübschmann

S. 4: Tourismusverein Meißen

S. 20: Claudia Hübschmann

S. 6: Manufaktur Meissen S. 7: Manufaktur Meissen

S. 21: Toralf Grau, Tourismusverband Sächsisches Elbland (TVSE)

S. 8: Toralf Grau

S. 22: Daniel Bahrmann

S. 9: Daniel Bahrmann

S. 23: Toralf Grau

S. 10: Toralf Grau

S. 19: Claudia Hübschmann

S. 24: Repro Meißner Tageblatt Verlag

S. 11: Daniel Bahrmann

S. 25: Toralf Grau

S. 12: Verlag Brück & Sohn S. 13: Ferd. Thürmer Pianofortefabrik

S. 30: TVSE/Sylvio Dittrich, TVSE/Volkmar Heinz, Elbland Philharmonie Sachsen

S. 14: Daniel Bahrmann

S. 31: Weinbauverband Sachsen/Rühle

© 2015 für Texte und von uns gestaltete Anzeigen bei Urheber/Verlag. Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit schriftlicher Genehmigung.

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MeißenMagazin 2015_1_Layout 1 13.02.15 11:52 Seite 30

2015 Veranstaltungshöhepunkte 07./08. März 21. März 28. – 29. März 10. – 12. April 17. – 19. April 24. April – 01. November 30. April – 03. Mai Mai bis September 09./10. Mai 15./16. Mai 06. – 07. Juni 11. – 14. Juni 19. – 28. Juni 27. Juni 04. Juli 29./30. August 12./13. September 19. September 25. – 27. September 10. Oktober 10. – 11. Oktober 26. – 29. November 27. November – 24. Dezember

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Meißner Grafikmarkt, Albrechtsburg Meissen Kneipennacht, Altstadt Meißen Frühjahrsmarkt und verkaufsoffenes Wochenende, Altstadt Meißen 1. Namenstreffen der Meiß(ss/s)ner Meißner Hahnemanntage, Hahnemannzentrum Meißen Sonderausstellung „1000 Jahre Bier in Sachsen“, Albrechtsburg Meissen AlbrechtsBurgfest und Walpurgisnacht, Burghof Albrechtsburg Meissen Pianoforte-Fest Meißen Kunstfest Meißen, rund um die Johanneskirche Meißner Töpfermarkt, Altstadt Meißen Proschwitzer Parklust, Schloss Proschwitz Literaturfest Meißen, Altstadt Meißen Neue Burgfestspiele Meißen, Albrechtsburg Meissen Festkonzert zur Einweihung der Orgel in der St. Afra Kirche Lange Nacht Meißen, Altstadt Meißen Tage des offenen Weingutes in Sachsen Festwochenende zu „1000 Jahre Bier in Sachsen“, Albrechtsburg Meissen Meißner Modenacht, Altstadt Meißen Meißner Weinfest mit Festumzug am Sonntag, Altstadt Meißen 12. Elbtalweinlauf Herbstmarkt und verkaufsoffenes Wochenende, Altstadt Meißen Proschwitzer Weihnacht, Schloss Proschwitz Meißner Weihnacht mit anschließendem Wintermarkt, Altstadt Meißen


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Wir freuen uns auf Sie.

Museumsbummel, Galerienrundgang, Konzert oder Stadtführung: In Meißen gibt es viel zu entdecken. Wenn Sie auf die Meißner Kultur neugierig geworden sind, freuen wir uns über Ihren Besuch. Herzlich willkommen: Bis bald in Meißen!


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All Fuels to Europe ✦ bargeldlos tanken ✦ PIN-gesicherte Tankkarte ✦ bequeme Abrechnung ✦ Optimierungsmanagement ✦ Rabatte beim Tanken – Waschen – AdBlue Tankstelle Riesa – Lommatzscher Straße 6 | Meißen – Hafenstraße 54 Nünchritz – Riesaer Straße 15 | Obermuschütz – Am Gewerbepark 11 und unsere Pooltankstellen

Infos unter Telefon: 03521 / 7000-201 Unternehmensgruppe

Heizöl · Diesel · Biodiesel Kraftstoffe · Schmierstoffe Brennstoffe · AdBlue · Autogas Korbitzer Straße 21A · 01662 Meißen

✆ 03521 / 70 000

© Satztechnik Meißen GmbH, 2014

www.schneider-mineraloel-meissen.de

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