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Offizielles Magazin von swiss unihockey, www.swissunihockey.ch

Nr. 5 | Mai 2012 | CHF 6.–

Wieder Wiler! Der Serienmeister sichert sich seinen achten Titel

Cupsiege fĂźr Malans und Red Ants

Piranhas beissen zu

Pascal Meier will an die WM


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Inhalt

Editorial

Wo Berge sich erheben… 5

Gewinner und Verlierer, ab Seite

SML Saison

Eine Bilanz, ab Seite

10

Unparteiisch

1000 mal Baumgartner / Kläsi, ab Seite 12

Cupfinals

Wilers Wankdorf-Fluch, ab Seite

Herren-WM 2012

Volunteers gesucht, ab Seite

Cool and Clean

Unihockey ohne Snus, auf Seite

Damen U19

Auf ins Abenteuer Nitra, ab Seite

14 20 25 26

Blick ins Ausland

Portrait von Kurt Westerlund, ab Seite 28

Rivella Games

Schülerschweizermeisterschaft, auf Seite 31

Vom Unihockeyspieler zum… … Nationalrat, ab Seite

1. Liga Kleinfeld

Die Schweizermeister/innen, ab Seite

Romandie

Match de Gala, ab Seite

Inside

News von swiss unihockey, ab Seite

Impressions

Cupfinals, ab Seite

Nachgefragt

Bei Lars Neyer, auf Seite

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34 38 41 44 46

Auf Wolke 8: Wiler-Ersigens unglaubliche Titelserie Foto: Hans-Ueli Mülchi

Edwin Wiedmer

SML Playoffs

…sind die Gipfel nicht mehr weit! Liebe Unihockeyfreunde. Anfangs dieser Saison, also im Herbst 2011, haben sich wiederum viele Mannschaften auf den Weg gemacht, den Gipfel, oder anders gesagt, den Meistertitel ihrer Kategorie zu erobern. Ich gratuliere an dieser Stelle allen Meisterinnen und Meistern – und speziell den Titelträgern der Swiss Mobiliar League und der Nationalliga B. In der zweithöchsten Spielklasse bescherte sich der NLB-Meister Unihockey Mittelland nicht nur den Meistertitel, sondern darüber hinaus auch den Aufstieg in die SML. Den Frauen von Aergera Giffers-Marly blieb der Aufstieg hingegen trotz ihres NLB-Meistertitels verwehrt. In der SML haben es die Frauen von Piranha Chur zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte geschafft, sich zum Schweizer Meister zu krönen. Bei den Männern erreichte der SV Wiler-Ersigen gar zum achten Mal den Gipfel des sportlichen Erfolgs. Eine aussergewöhnliche Performance! Solche Erfolge fallen niemandem in den Schoss! Die Besteigung eines Gipfels gehört zu den grössten Herausforderungen, denen man sich stellen kann. Um sie zu bestehen, braucht es ein ausgewogenes, aufeinander abgestimmtes Team, die richtige Ausbildung, eine gute körperliche Verfassung sowie auch eine verlässliche Ausrüstung. Nicht zu vergessen ist auch die Vorbereitung auf ein solches Unterfangen. Es gilt dabei, die Wege und Routen zu planen, die zeitlichen Abhängigkeiten richtig einzuschätzen, die äusseren Einflüsse zu beurteilen, die Risiken sichtbar zu machen und sich auch über Alternativen Gedanken zu machen. Bevor sich also eine solche Gipfelbesteigung machen lässt, müssen viele Rahmenbedingen geschaffen und erfüllt werden, um letztendlich erfolgreich dem Gipfelkreuz zustreben zu können. Mit solchen Überlegungen und Vorbereitungen sind meiner Ansicht nach auch die Mitglieder von swiss unihockey mit ihren Mannschaften immer wieder konfrontiert – und zwar sowohl die Spitzenteams der SML als auch die Vereine in den unteren Ligen. Ich möchte es an dieser Stelle nicht unterlassen, allen Funktionären, Helferinnen und Helfern aber auch allen Sportlerinnen und Sportlern für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Es ist wie beim Bergsteigen: Wir hängen alle am gleichen Seil. Vertrauen, Sicherheit und eine gute Zusammenarbeit sollen uns dabei leiten und begleiten! Um diese hohen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir uns auch im Zentralvorstand und in der Geschäftsstelle neu ausgerichtet und verschiedene Positionen neu besetzt. Das ausgewogene Team steht also grösstenteils. In einem weiteren Schritt geht es nun darum, in Rahmen einer mit den Mitgliedern von swiss unihockey abgestimmten Planung die richtige Routenwahl (Strategie), die Festlegung der organisatorischen Rahmenbedingungen (Gefässe, Zuständigkeiten, Zusammenarbeit, Ausbildung usw.) sowie die damit verbundenen finanziellen Möglichkeiten (Finanzen, Sponsoring) in Angriff zu nehmen. Mit der Einführung eines Sportausschusses (SPA) haben wir dazu im sportlichen Bereich bereits die ersten Schritte gewagt. Nun gilt es, den Verband finanziell und wirtschaftlich solide abzustützen und mit einer klaren Strategie erfolgreich in der Sportwelt zu positionieren und zu veranker – damit wir dann nach den höchsten Gipfeln streben können. Ich danke dabei allen für ihre Unterstützung und Mitarbeit – ganz nach dem uns bekannten Motto: swiss unihockey – Dynamik, die bewegt! Freuen wir uns gemeinsam auf die kommende, neue Meisterschaft und die Unihockey Herren Weltmeisterschaften im Dezember 2012 in Zürich und Bern. ■ Edwin Wiedmer, Zentralpräsident swiss unihockey powerplay · Nr. 5 · 11/12

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RATULATION

Interhockey und EXEL gratulieren 芦Matthias Hofbauer禄 zum Topskorer der Qualifikation Saison 2011 / 2012

4 Design: www.as-graficdesign.ch

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INTERHOCKEY AG Industrie Neuhof 8 d CH-3422 Kirchberg/Switzerland Phone : +41 34 448 80 80 www.interhockey.ch


SML Playoffs

SVWE zum Achten! Der neue und zugleich alte Schweizer Meister heisst SV Wiler-Ersigen. Der Titelverteidiger konnte sich in der best-of-seven Finalserie gegen die Grasshoppers aus Zürich mit 4:1-Siegen durchsetzen und gewann damit zum achten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Schweizer Meistertitel. Text: Etienne Güngerich Fotos: Hans-Ueli Mülchi

Nachdem der SV Wiler-Ersigen im Viertelfinal gegen Grünenmatt mehr Mühe gehabt hatte, als erwartet, präsentierte sich der Titelverteidiger in Runde 2 wieder von seiner besten Seite und eliminierte Malans glatt mit 4:0 Siegen. Im ersten Finalspiel wurde dann schnell deutlich, dass die Ersiger nun auch den kürzesten Weg zum Titelgewinn nehmen wollten. Keine 14 Minuten waren in der Finalserie absolviert, da führte der Serienmeister nach Toren von Fankhauser (2) und Berlinger bereits mit 3:0 und legte damit den Grundstein für den 8:4-Startsieg. Tags darauf strebte GC vor eigenem Anhang den Ausgleich in der Serie an. Trotz starker Leistung der Zürcher sicherte sich Wiler aber in der Saalsporthalle einen zweiten klaren Sieg.

GC zeigt Charakter Viele Experten rechneten danach bereits mit einem Sweep, doch die Hoppers gaben sich noch nicht geschlagen und bewiesen im dritten Finaspiel, dass sie über ein intaktes Team mit einem starken Charakter verfügen. Erstmals gelang es GC die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten. Die Disziplin trug Früchte, die Hoppers verdienten sich den ersten Finalsieg und konnten so die Saison etwas verlängern. Im vierten Aufeinandertreffen agierte WilerErsigen dann aber wieder eine Klasse besser als die Zürcher und erspielte sich einen Viertore-

Vorsprung. In den letzten 10 Minuten kam GC dank mutigem Spiel (teils ohne Goalie und mit sechs Feldspielern) zwar bis auf einen Treffer an die Berner heran, ein Penalty von Esa Jussila sorgte dann aber für die Entscheidung zugunsten des Serienmeisters.

Eindrückliche Kulisse in Zuchwil Gross war die Vorfreude auf das fünfte Spiel, das in in der Eishalle in Zuchwil ausgetragen wurde. 1536 Zuschauer fanden sich im Stadion ein, um dem achten Titelgewinn des SV Wiler-Ersigen beizuwohnen (insgesamt verfolgten 5901 Zuschauer die fünf Spiele der Finalserie). Zwar war die Entscheidung bereits nach dem Startdrittel gefallen – Wiler spielte sich bis zur ersten Pausensirene einen 6:1-Vorsprung heraus – das Erscheinen dürften die zahlreichen Supporter allerdings nicht bereut haben. Denn zum Abschluss der Saison 2011/2012 wurde noch einmal bestes und spektakuläres Unihockey mit 16 Toren geboten. Der ungefährdete 11:5-Sieg bescherte Wiler den achten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte.

Der logische Meister Betrachtet man die ganze Saison, konnte es eigentlich gar keinen anderen Schweizer Meister als Wiler-Ersigen geben. Trotz gewichtigen Abgängen (Flury, Thorsell, Schneeberger, Zürcher und Krähenbühl) – die allerdings auch beinahe adäquat ersetzt wurden – stellten die Emmentaler in der Quali mit 217 Treffern eine neue Rekordmarke auf. In insgesamt 37 Spielen in der Saison 2011/2012 (inkl. Playoffs) musste der

SVWE nur gerade fünf Mal das Feld als Verlierer verlassen. Obwohl mit Heikki Lukkonen zu Saisonbeginn ein neuer Trainer mit anderen Ideen, einem frischen Konzept und nicht zuletzt einem neuem System engagiert wurde, gelang die Umstellung relativ reibungslos. Und über die ohne Zweifel vorhandene individuelle Klasse, die in engen Spielen für den Unterschied sorgen kann, muss man bei Wiler nicht diskutieren. Etwas überraschend kristallisierten sich allerdings in der Finalserie nicht etwa Jussila, Hofbauer oder Zimmermann als beste Skorer heraus, sondern der junge Philipp Fankhauser. In fünf Spielen realisierte der Flügel neun Skorerpunkte und spielte sich so auch ins Nationalmannschaftsaufgebot für die Euro Floorball Tour in Bern. Und GC? Für die Hoppers war es nach 2005 die erste Finalteilnahme in der noch jungen Klubgeschichte. Nach dem etwas überraschenden Cupsieg von 2011 konnten die Zürcher an ihre letzte starke Saison anknüpfen. Vor allem die Offensivabteilung um die torgefährlichen Nico Scalvinoni, Linard Parli, Michael Zürcher oder Christoph Meier war bei den anderen SMLTeams gefürchtet. Zuversichtlich stimmen dürfte die Zürcher indes vor allem die Halbfinalserie gegen die Unihockey Tigers, wo man drei der vier Siege in der Verlängerung einfahren konnte und damit bewies, dass man auch für schwieri■ ge Herausforderungen bereit ist. SV Wiler-Ersigen – GC Unihockey 4:1 (8:4, 8:4, 2:6, 7:5, 11:5)

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SML Playoffs

Stimmen zum Final Interviews: Etienne Güngerich Fotos: zvg

Präsenz und Willensstärke ausstrahlen, was sich nicht selten auf die Mitspieler überträgt.

Kaspar Schmocker, SVWE: «Jeder bei uns ist in der Lage, eine Entscheidung herbeizuführen»

In der Finalserie gegen GC startete Wiler – mit Ausnahme des vierten Spiels – furios und legte jeweils im ersten Drittel mit vielen Toren den Grundstein zum Erfolg. Worauf führst du dies zurück? Es fällt schon auf, dass wir in den wichtigsten Spielen meistens von Anfang an bereit waren. Ich denke, der Grund dafür liegt bei jedem Spieler selber. Wir bereiten uns alle professionell vor und pushen einander bis ans Limit. Vor allem die erfahrenen Spieler tragen ihren Teil dazu bei, indem sie bereits vor dem Spiel physische

Patrick Pons, Assistenztrainer GC: «Können von diesen Erfahrungen lernen»

Wie gross war die Enttäuschung nach dem verlorenen Final gegen Wiler-Ersigen? Wenn man im Final steht, will man diesen auch gewinnen. Entsprechend gross ist die Enttäuschung, dass es nicht gereicht hat. Über die ganze Serie gesehen war Wiler jedoch die stärkere Mannschaft und hat letzten Endes verdient gewonnen.

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Gab es für dich in der Finalserie eine Schlüsselszene? Der Sieg am Ostermontag (zum 3:1, Red.) kann vielleicht als Knackpunkt angesehen werden. Dass GC beim Stand von 2:1 keineswegs locker lassen und uns weiterhin fordern würde, war uns allen klar. Deswegen war der Sieg am Montag ein wichtiger Schritt zum Meistertitel. Ab da war für alle klar, dass wir die Serie beim nächsten Heimspiel in der Eishalle unbedingt beenden wollten.

Was hat aus deiner Sicht schlussendlich den Unterschied in der Finalserie gegen GC ausgemacht?

beiden Spielen wichtige Akzente. Kann man auf ein ausgeglichenes Arsenal an Spieler zurückgreifen, spart dies nicht nur Kräfte sondern schafft auch Vertrauen. Jeder Block und jeder Spieler ist in der Lage, in wichtigen Momenten eine Entscheidung herbeizuführen. Spielt eine Linie nicht auf dem gewohnten Level, tritt eine andere in den Vordergrund und wächst über sich hinaus.

Inwiefern trägt Headcoach Heikki Lukkonen Anteil am Erfolg? Sein neues Spielsystem und seine Philosophie brachten neuen Wind ins Team und waren für jeden Spieler motivierend und fordernd zugleich. Seine Mischung zwischen Lockerheit und Fokus fand grosse Zustimmung im Team.

Ohne eine alte Leier zu bemühen: Wir verfügen über drei ausgeglichene und starke Linien. Besonders der dritte Block setzte in den ersten

Der SVWE ging in fast sämtlichen Spielen in Führung. Hast du eine Erklärung dafür?

dass es nie aufgibt, selbst wenn wir mit mehreren Toren im Rückstand liegen. Leider wurde unsere Aufholjagd in Spiel vier nicht belohnt.

Wiler ist in drei von fünf Spielen in Führung gegangen, insofern ist die Aussage etwas zu relativieren. Fakt ist aber, dass wir insbesondere bei den Auswärtsspielen stets etwas Zeit brauchten, um das hohe Anfangstempo mitzugehen.

Was hat aus deiner Sicht schlussendlich den Unterschied in der Finalserie gemacht?

Die GC-Tormaschinerie kam im Finale nicht so wie in der Quali ins Rollen. Erst als die Partie eigentlich schon verloren war und man den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, fielen plötzlich die Tore. Wir waren im Abschluss zu wenig effizient. Es spricht aber für den Charakter unseres Teams,

Wir haben uns in einigen Situationen zu viele einfache Fehler erlaubt und die Tore nicht gemacht. Diesbezüglich war Wiler stärker, zudem hat der Faktor Erfahrung sicher auch für Wiler gesprochen. Für uns war diese Finalserie aber wichtig für die Zukunft. Von diesen Erfahrungen – so schmerzvoll sie im Moment sind – können wir lernen, an solchen Aufgaben müs■ sen wir wachsen.


SML Playoffs

Zuerst gekämpft, dann gezaubert In einer bis fast zuletzt spannenden Finalserie, die mit Haken und Ösen geführten Unihockeysport bot, das Publikum aber erst im letzten Spiel auch spielerisch von den Sitzen riss, setzte sich Piranha Chur gegen den UHC Dietlikon verdientermassen mit 3:1 Siegen durch und holte so den im Vorjahr an die Red Ants Rychenberg Winterthur verlorenen Meistertitel wieder ins Bündnerland zurück.

gerten Glückseligkeit und mit der «Leichtigkeit des Seins» Tor an Tor. Gleichsam eine Klammer ums Geschehen bildete, dass eine zweite Triplette, diesmal innert 51 Sekunden, den Schlusspunkt setzte und die mitgereisten frenetisch mitgehenden Bündner Zuschauer in einen wahren Freudentaumel entliess…

Vor der Kür die Pflicht Text: René Bachmann Fotos: André Burri

Am Ende ging es schnell, sehr schnell sogar – und vor allem eindeutig zu schnell für den UHC Dietlikon. Eine Vorentscheidung in der vierten Finalpartie der Damen fiel bereits in der fünften Minute, als Piranha Chur das seltene Kunststück einer Tortriplette innert 29 Sekunden gelang. Der anfängliche Schwung Dietlikons war damit jäh gestoppt. Dietlikon kämpfte sich zwar von da nochmals zurück ins Spiel, spätestens bei Spielmitte erstickte aber Mirca Anderegg mit dem 7:3 die aufkeimenden Hoffnungen der Zürcherinnen endgültig. Was danach folgte, war ein Schaulaufen, ja geradezu eine Machtdemonstration der leicht favorisiert in die Finalserie gestarteten Churerinnen. Mit viel Tempo, geschickten Spielverlagerungen und nahezu traumwandlerischer Sicherheit zeigten sie dem in den Seilen hängenden Gegner mit eiserner Faust seine Limiten auf und reihten wie im Rausche einer von Adrenalin geschwän-

Anders als im Vorjahr wurden die Churerinnen 2011/2012 ihrer Favoritenrolle gegen einen spielerisch unterlegenen, physisch und kämpferisch aber starken Kontrahenten gerecht. Einer der Gründe dafür war, dass sie sich dieses Jahr nicht nur auf ihre spielerischen Vorteile und die individuelle Klasse ihrer Aushängeschilder verliessen und nicht zwei Matches, sondern nur ein Drittel benötigten, um den verbissenen Kampf um jeden Zentimeter Feld anzunehmen. Ein weiterer Grund war, dass die Piranhas sich diesmal nicht in kunstvollem Unihockey ergingen, sondern geradliniger, schneller und zielstrebiger nach vorne spielten. Ganz nach dem Gusto ihres Trainers. Und last but not least vermochten sie sich Dietlikons forschem Forechecking in aller Regel zu entziehen und liessen darum kaum einfache Gegentore zu. Indes war es in den ersten drei Partien ein erbittertes Ringen um Spielanteile und Torchancen. Dietlikon versteckte sich keineswegs, sondern trug Wesentliches dazu bei, dass die im Schnitt fast 700 Zuschauer in den Genuss erfreulich offensiv geführter Partien und zahlreicher «Straf-

raumszenen» kamen. Dietlikon verlangte Chur alles ab und war nahe dran an einer Überraschung. Mit mehr Wettkampfglück hätten die Zürcherinnen in der Serie 2:0 oder 2:1 in Führung gehen können. Nach dem schmeichelhaften Erfolg in Spiel 1 schien ihnen Fortuna jedoch nicht mehr gewogen.

Zwei Knackpunkte Im Kampf um den Meistertitel 2011/2012 als entscheidend erwiesen sich letztlich zwei Szenen aus den hart umkämpften Spielen 2 und 3. Das eine Mal überstand Chur in der Schlussphase eine Fünfminutenstrafe unbeschadet und erzielte kurz darauf das siegsichernde 6:4. Das andere Mal griffen die Unparteiischen zum Leidwesen Dietlikons mit zwei zumindest fragwürdigen Entscheiden ins Geschehen ein und begünstigten damit Churs Sieg im dritten Spiel. Freilich war dieser alles in allem keinesfalls unverdient. Churs zweiter Meistertitel war primär ein Produkt des Kollektivs. So waren beispielsweise Géraldine Rossier und Manuela Dominioni aus der dritten Formation stete Gefahrenherde, als die Leistungsträgerinnen noch nicht richtig in Fahrt waren. Nichtsdestotrotz, es waren Churs Nationalspielerinnen, die das Zünglein an der Waage bildeten. So war WM-All Star Corin Rüttimann ab Spiel 2 allzeit die überragende Figur auf dem Feld. Die kreativen Verteidigerinnen Sabrina Arpagaus, Ramona Gabathuler, Flurina Marti und Tiia Ukkonen lancierten die Angriffe mit viel Zug nach vorne und trafen

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selbst sieben Mal ins Netz. Und Anderegg wirbelte nach überstandener Magenverstimmung wie gewohnt durch die Reihen. Dazu kam eine, die vermutlich niemand so sehr auf der Rechnung hatte: Sonja Putzi. Die Stossstürmerin offenbarte Killerinstinkt und avancierte mit sechs Toren und vier Assists überraschend zur Topskorerin der Finalserie.

Ein würdiger Final Insgesamt mag die Finalserie den Ästheten leicht enttäuscht haben, weil er erst im letzten Spiel auf seine Rechnung kam. Dennoch, die beiden Finalisten boten den zuweilen vor Anspannung und Aufregung erstarrten, zuweilen lautstark mitfiebernden Zuschauer intensives, mutiges und wohltuend offensiv orientiertes

Unihockey. Nach dem Dämpfer an den Weltmeisterschaften im Dezember letzten Jahres ein zuversichtlich stimmendes Lebenszeichen ■ der Schweizer Unihockey-Frauen. Piranha Chur - UHC Dietlikon 3:1 (3:4 n.P., 6:5, 5:2, 15:4)

Stimmen zur Finalserie Interviews: René Bachmann Fabian Disch, Cheftrainer von Piranha Chur

Vor einem Jahr starb Chur in den ersten Spielen der Finalserie gegen die kämpferischen Red Ants in Schönheit. Wie sahen Sie diesmal den Auftakt in die Serie? «Wir starteten sehr nervös ins erste Spiel. Es passte spielerisch wenig zusammen, doch fanden wir ab dem Mitteldrittel zusehends besser hinein und zeigten eine Verlängerung, in der wir die Entscheidung hätten herbeiführen können, ja müssen. Im zweiten Match agierten wir vierzig Minuten lang verunsichert, doch danach konzentrierten wir uns nur noch auf die einzelnen Drittel und verloren in der Folge kein einziges mehr.»

Was gab letztlich den Ausschlag zugunsten Ihrer Mannschaft? «Einerseits war die Stimmung sehr, sehr gut. Captain Sabrina Arpagaus trug vor allem in den Trainings sehr viel Gutes dazu bei. Andererseits brachten uns die Anpassungen in unserer Spielweise Vorteile. Meine eigenen Erfahrungen hatten mich dazu bewogen, von schön auf schnell und geradlinig umzustellen. Schaffen wir es, diese Taktik umzusetzen, sind wir in der Schweiz nicht zu stoppen.»

Richtig gut klappte dies im letzten Spiel… «Ja, da haben wir Dietlikon physisch kaputt gemacht.» Sabrina Arpagaus, Captain von Piranha Chur

Den 2010 /11 verlorenen Meistertitel konntet Ihr dieses Jahr gegen Dietlikon wieder zurückholen. Was war diesmal besser? «Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war sehr überzeugend. Jede war jederzeit für jede

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da. Dies konnte man daran ablesen, dass wir einige Vorfälle (Verletzungen u. ä.) zu beklagen hatten, darob aber nicht haderten. Es sprang ‹einfach› die Nächste in die entstandene Lücke. Unsere Emotionen waren immer positiv, selbst nach der Niederlage im ersten Finalspiel.»

und um die Früchte unserer Anstrengungen. Während uns ein reguläres Tor zum 1:1 (18.) aberkannt wurde, erhielt Chur jenes zum 4:1 (31.) geschenkt. Es waren Nackenschläge, die wir nicht zu verdauen vermochten.»

Und was geschah im vierten Spiel? Im vierten Finalspiel konntet Ihr nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugen. Das war zu Beginn der Serie noch anders. «Richtig. Vom Spielerischen her war unser Auftritt im Startspiel sehr bescheiden. Wir zeigten keine Kombinationen. Doch schon in den ersten Partien machten wir kollektiv alles, um das Wettkampfglück zu erzwingen. Und zu keinem Zeitpunkt der Serie liessen wir nach.»

Warum konntet Ihr Euch im letzten Spiel derart steigern? «Das schnelle 3:0 (5.) brachte uns einen grossen, unter anderem mentalen Vorteil. Danach wurde es sehr viel einfacher für uns.» Benjamin Cernela, Cheftrainer des UHC Dietlikon

Ihre Mannschaft hat die Finalserie 1:3 verloren. Wie sieht Ihr Fazit aus? «Ich bin stolz auf unsere Leistungen. In den ersten drei Spielen waren wir voll im Geschäft. Chur spielte leicht überlegen, was keineswegs überraschte, schliesslich spielen die Churerinnen seit drei, vier Jahren zusammen, während wir einen grossen Umbruch hinter uns haben. Die Unterschiede waren aber geringfügig.»

Welches war der Knackpunkt in der Serie? «Im dritten Spiel besassen wir ein deutliches Chancenplus, doch zeigte sich Chur einerseits im Abschluss effizienter und brachten uns andererseits Nebenschauplätze aus dem Konzept

«Wie das vierte Spiel verlief, war sehr schmerzlich für uns. Wir begannen gut und drückten in den ersten Minuten aufs Führungstor. Nach dem ersten Gegentor zerbrachen wir jedoch komplett.» Simone Berner, Captain des UHC Dietlikon

In den ersten drei Spielen wart Ihr nah dran an Chur… «Die ersten drei Spiele waren eng. Chur war mehr im Ballbesitz und besass spielerische Vorteile. Wir hingegen mussten all unsere Torchancen erarbeiten und dabei viel Aufwand betreiben. Letztlich ausschlaggebend war in diesen Matches allerdings Churs grössere Effizienz im Abschluss.»

Das letzte Spiel erzählt dann freilich eine andere Geschichte… «Das letzte Spiel war sehr bitter für uns. Ich hatte gehofft, es würde nochmals eng werden, doch leider traf dies nicht ein.»

Ihre Enttäuschung ist kurz nach dem letzten Match verständlicherweise gross. Trotzdem, finden Sie bereits positive Worte zu den Auftritten Ihrer Mannschaft in der Finalserie? «Im Allgemeinen verkauften wir uns recht gut. Unser grösstes Manko war, dass der Mehrzahl unserer Spielerinnen noch die Erfahrung ab■ geht.»


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SML Saison

Facts und Figures 2011/12 Swiss Mobiliar League: Damen Tabelle nach der Qualifikation Rg Team 1. Piranha Chur 2. UHC Dietlikon 3. Red Ants Rychenberg Winterthur 4. Zug United 5. Burgdorf Wizards 6. Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti 7. Bern Capitals 8. UHC Höfen

Sp 21 21 21 21 21 21 21 21

S 19 16 14 8 7 7 5 3

SnV/P 0 0 0 3 1 1 0 0

U 0 0 0 0 0 0 0 0

NnV/P 0 1 0 0 2 0 0 2

N 2 4 7 10 11 13 16 16

Tore 151:59 121:75 96:62 66:84 70:86 74:102 79:124 47:112

+/+92 +46 +34 –18 –16 –28 –45 –65

P 57 49 42 30 25 23 15 11

Playoffs Final Piranha Chur – UHC Dietlikon 3:1 (3:4 n. Pen., 6:5, 5:2, 15:4)

Halbfinal Piranha Chur – Zug United 3:0 (17:0, 8:0, 3:0) UHC Dietlikon – Red Ants Rychenberg Winterthur 3:0 (6:2, 3:2 n.Vrl.,11:2) Playouts Bern Capitals – UHC Höfen 3:0 (4:3, 6:5, 6:2)

Auf- / Abstiegsspiele SML / NLB Unihockey Aergera Giffers-Marly (NLB) – UHC Höfen 0:3 (7:8 n. Vrl., 3:6, 3:4)

Goalgetter (Qualifikation & Playoff / Playout) Rg 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Schützin Anderegg Mirca Bärtschi Nina Zwinggi Katrin Walther Fabienne Wiki Michelle Rüttimann Corin Vögeli Violetta Suter Julia Ulber Seraina Frick Alexandra

Team Piranha Chur UHC Dietlikon Piranha Chur Bern Capitals UHC Dietlikon Piranha Chur UHC Dietlikon UHC Dietlikon Piranha Chur Red Ants Rychenberg Winterthur

Raubeine (Qualifikation & Playoff / Playout) Rg Täterin Team Spiele 1. Putzi Sonja Piranha Chur 28 2. Mischler Brigitte Burgdorf Wizards 21 3. Stettler Daniela R. A. Rychenberg Winterthur 24 4. Anderegg Mirca Piranha Chur 28 Gabathuler Ramona Piranha Chur 28 6. Kathriner Michaela R. A. Rychenberg Winterthur 24 Umbricht Naika Zug United 24 Winkler Tiffany UHC Höfen 24 9. Berner Simone UHC Dietlikon 28 Streiff Andrea UHC Dietlikon 28

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Qualifikation Rg T A P 5. 7 24 31 4. 15 18 33 3. 22 14 36 1. 30 8 38 2. 27 11 38 6. 20 8 28 7. 14 12 26 10. 14 9 23 9. 15 8 23 8. 11 14 25

Strafminuten 31 18 18 12 12 10 10 10 10 10

Playoff/-out Sp T A P 7 3 17 20 7 9 8 17 7 6 5 11 3 5 2 7 7 4 3 7 7 8 7 15 7 7 2 9 7 6 2 8 7 5 2 7 3 4 1 5

Sp 28 28 28 24 28 28 28 28 28 24

Saison T A 10 41 24 26 28 19 35 10 31 14 28 15 21 14 20 11 20 10 15 15

P 51 50 47 45 45 43 35 31 30 30

Zuschauer: Heimspiele (Qualifikation & Playoff / Playout) Rg Team Spiele Zuschauer Ø Ø Quali Min. Max. 1. Piranha Chur 15 4237 282 200 107 743 2. UHC Dietlikon 15 3012 201 119 86 712 12 1884 157 148 87 256 3. R. A. Rychenberg Winterthur 4. Bern Capitals 13 1562 120 114 60 250 5. UHC Höfen 11 895 81 82 35 150 6. Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti 10 830 83 83 43 212 7. Burgdorf Wizards 10 721 72 72 52 98 8. Zug United 11 779 71 68 30 150


SML Saison

Swiss Mobiliar League: Herren Tabelle nach der Qualifikation Rg Team 1. SV Wiler-Ersigen 2. Grasshopper-Club Zürich 3. Unihockey Tigers Langnau 4. Floorball Köniz 5. HC Rychenberg Winterthur 6. Chur Unihockey 7. UHC Alligator Malans 8. UHC Grünenmatt 9. UHC Uster 10. UHC Waldkirch-St. Gallen 11. Kloten-Bülach Jets 12. Zug United

Sp 22 22 22 22 22 22 22 22 22 22 22 22

S 20 13 14 12 10 10 10 9 7 4 3 1

SnV/P 0 2 1 2 4 2 1 2 1 2 2 0

U 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

NnV/P 1 2 0 3 0 3 3 1 2 3 1 0

N 1 5 7 5 8 7 8 10 12 13 16 21

Tore 217:113 166:118 169:123 132:111 155:144 146:125 146:126 130:137 124:164 104:146 101:164 88:207

+/+104 +48 +46 +21 +11 +21 +20 –7 –40 –42 –63 –119

P 61 45 44 43 38 37 35 32 25 19 14 3

Playoffs Viertelfinal SV Wiler-Ersigen – UHC Grünenmatt 4:2 (8:10, 6:5, 7:8 n.Vrl., 6:3, 8:5, 8:6)

Halbfinal SV Wiler-Ersigen – UHC Alligator Malans 4:0 (3:1, 10:2, 5:3, 10:2)

Grasshopper-Club Zürich – Chur Unihockey 4:1 (9:11, 7:5, 5:2, 4:3 n.Vrl., 7:5)

Grasshopper-Club Zürich – Unihockey Tigers Langnau 4:0 (6:5 n.Vrl., 6:5 n.Vrl., 10:6, 7:6 n.Vrl.)

Unihockey Tigers Langnau – HC Rychenberg Winterthur 4:3 (0:8, 6:2, 8:5, 10:12, 7:6, 2:7, 5:4 n.Vrl.)

Final SV Wiler-Ersigen – Grasshopper-Club Zürich 4:1 (8:4, 8:4, 2:6, 7:5, 11:5)

Floorball Köniz – UHC Alligator Malans 1:4 (6:7 n.Vrl., 1:4, 4:7, 5:4, 4:8) Playouts UHC Uster – Zug United 4:3 (2:12, 3:9, 4:7, 10:5, 6:2, 8:4, 5:3)

Auf- / Abstiegsspiele SML / NLB Unihockey Mittelland (NLB) – Zug United 3:1 (5:7, 6:4, 12:7, 6:3)

UHC Waldkirch-St. Gallen – Kloten-Bülach Jets 1:4 (5:6, 5:6 n.Vrl., 6:7, 4:3, 5:6 n.Vrl.)

UHT Eggiwil (NLB) – UHC Waldkirch-St. Gallen 0:3 (4:8, 3:4, 4:7)

Goalgetter (Qualifikation & Playoff / Playout) Rg 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Schütze Hofbauer Matthias Jussila Esa (Fin) Hautaniemi Mikko (Fin) Skalík Vojtech (Cze) Hofbauer Christoph Zürcher Michael Koskelainen Kari Juhani (Fin) Zimmermann Adrian Meier Christoph Scalvinoni Nico Dominioni Sandro Riedi Paolo

Team SV Wiler-Ersigen SV Wiler-Ersigen HC Rychenberg Winterthur HC Rychenberg Winterthur SV Wiler-Ersigen Grasshopper-Club Zürich Chur Unihockey SV Wiler-Ersigen Grasshopper-Club Zürich Grasshopper-Club Zürich UHC Alligator Malans Chur Unihockey

Raubeine (Qualifikation & Playoff / Playout) Rg Täter Team 1. Lutz Gianluca UHC Alligator Malans 2. Helfenstein Pascal Grasshopper-Club Zürich 3. Häkkinen Teemu (Fin) UHC Uster 4. Krähenbühl Joel Unihockey Tigers Langnau 5. Wälti Dario Floorball Köniz 6. Ladner Andris Kloten-Bülach Jets 7. Vetsch Patrick UHC Alligator Malans 8. Brandenberger Severin Kloten-Bülach Jets 9. Wittwer Dave SV Wiler-Ersigen 10. Gassmann Niklaus HC Rychenberg Winterthur

Spiele 31 36 29 33 27 27 31 27 37 29

Qualifikation Rg T A P 1. 39 21 60 5. 14 37 51 3. 38 18 56 2. 33 27 60 7. 22 23 45 8. 19 24 43 4. 28 24 52 29 8 37 9. 28 13 41 24 10 34 6. 27 18 45 10. 18 23 41

Strafminuten 42 41 39 36 35 32 28 26 22 22

Sp 15 15 7 7 15 14 5 15 14 14 9 5

Playoffs T A 12 10 12 15 12 5 10 3 16 8 9 13 5 6 14 8 7 8 10 12 7 1 4 8

P 21 27 17 13 24 22 11 22 15 22 8 12

Sp 37 37 29 29 37 36 27 37 36 36 31 27

Saison T A 51 31 26 52 50 23 43 30 38 31 28 37 33 30 43 16 35 21 34 22 34 19 22 31

P 82 78 73 73 69 65 63 59 56 56 53 53

Zuschauer: Heimspiele (Qualifikation & Playoff / Playout) Rg Team Spiele Zuschauer Ø Ø Quali Min. Max. 1. SV Wiler-Ersigen 19 12 227 644 525 390 1536 2. Unihockey Tigers Langnau 17 8459 498 525 340 935 3. Grasshopper-Club Zürich 18 8138 452 280 225 1385 4. UHC Alligator Malans 15 6329 422 337 191 785 5. Floorball Köniz 13 4687 361 353 286 450 6. UHC Grünenmatt 14 4540 324 245 143 731 7. Chur Unihockey 13 4397 338 294 216 670 8. UHC Uster 15 4139 276 245 170 720 9. HC Rychenberg Winterthur 14 4090 292 250 189 462 10. UHC Waldkirch-St. Gallen 13 2931 225 231 135 280 11. Kloten-Bülach Jets 14 2893 207 215 116 453 12. Zug United 14 2670 191 183 84 314

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Unparteiisch

1000 X

Baumgartner / Kläsi Thomas Baumgartner und Thomas Kläsi haben am 25. März 2012 ihren 1000. gemeinsamen Einsatz bestritten und damit eine beeindruckende Marke erreicht. Seit 1995 sorgen die beiden wohl einzigen Schweizer Unparteiischen mit eigener Facebook-Fanpage gemeinsam für Ruhe und Ordnung auf dem Spielfeld. Zeit für Powerplay, den beiden Schirilegenden auf den Zahn zu fühlen!

Interview: Sarah Brunner Foto: zvg

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Herzliche Gratulation zu eurem 1000. gemeinsamen Einsatz. Wie seid ihr mit eurem Jubiläumsspiel zufrieden?

nächsten Spiele, ob es noch mal 1000 sind, werden wir sehen!

Thomas Baumgartner: Das Spiel ist uns sehr gut gelungen. Wir haben einen nächsten Schritt zur Professionalisierung gemacht und das neuste Kommunikationsset im Einsatz gehabt, das z. B. im Fussball von den Schiedsrichtern eingesetzt wird. Für uns ein grosser Schritt, um noch besser zu werden! Mich hat aber vor allem das Erscheinen vieler bekannter Gesichter sehr gefreut! Dass es sich unser SK-Chef nicht nehmen lies, persönlich zu gratulieren, oder dass unser Vereinspräsident extra nach Uster fährt, trotz Aufstiegsplayoffs unserer U21. Dies zeigt die grosse Wertschätzung und motiviert! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, all denen, die uns immer wieder unterstützen!

Wann seid ihr eigentlich generell mit einem Spiel zufrieden? Wenn sich keiner beklagt, wenn man euch nicht wahrnimmt oder nur schon, wenn euch die Zuschauer nicht auspfeifen?

Thomas Kläsi: Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden. Klar gibt es auch im 1000. Spiel Dinge, die wir besser hätten lösen können. Das 1000. Spiel in Uster zu leiten war für uns eine grosse Ehre und wir sind stolz, diese Marke erreicht zu haben! Die Feier später in der Garderobe war ausgiebig. Wir sind motiviert für die

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Thomas Baumgartner: Wir finden immer Kritikpunkte. Natürlich ist es gut, wenn man als Schiri nicht wahrgenommen wird oder sogar mal ein Lob von den Teams bekommt. Wir wollen aber immer noch besser werden, deshalb analysieren wir immer sehr selbstkritisch und akribisch. Thomas Kläsi: Als erstes höre ich immer auf meinen Bauch. Nach fast 20 Jahren Schiedsrichterei kann man sich selber recht gut einschätzen. Dann gibt es aber immer wieder auch Situationen, bei denen erst der Videobeweis zeigt, ob wir richtig oder falsch lagen.

Es besteht ja das Klischee, dass Schiedsrichter Machtmenschen sind, welche Zuhause nichts zu melden haben und da-


Unparteiisch

rum die anderen auf dem Spielfeld nach ihrer Pfeife tanzen lassen… Worin besteht eure Motivation, Schiedsrichter zu sein? Thomas Baumgartner: Sicher die Freude an unserem coolen Sport und an der Schiedsrichterei. Es ist eine riesige Herausforderung und ich lerne sehr viel fürs tägliche Leben. So hat mich das Schiri sein auch beruflich und als Mensch im Allgemeinen weiter gebracht. Thomas Kläsi: Diese Frage wird mir sehr oft gestellt und ist wirklich nicht einfach zu beantworten. Mir persönlich gibt die Schiedsrichterei einfach sehr viel zurück. Schiedsrichter zu sein ist eine grosse Herausforderung die punkto Kommunikation, Auftreten und Verkaufen sehr viel abverlangt. Es ist die ideale Ergänzung zu meinem Beruf und meiner Familie.

Was hat sich im Schiedsrichterwesen verändert, seit ihr angefangen habt? Thomas Baumgartner: Es wird alles viel «professioneller». Der zeitliche Aufwand ist viel grösser geworden und die Anforderungen an uns sind gestiegen. Thomas Kläsi: Früher waren die Spieler froh, wenn überhaupt ein Schiedsrichter da war. Heute muss man alles geben, um gute Spiele leiten zu dürfen.

«Boumi», ganz ehrlich: Was nervt dich an deinem Schiri-Partner? Thomas Baumgartner: Dass er immer gewinnt, wenn wir was wetten!

«Kläsi», das ist deine Gelegenheit, der Unihockeywelt einmal zu berichten, welche nervigen Eigenschaften «Boumi» hat. Thomas Kläsi: Die erste Nacht an internationalen Turnieren kann manchmal schon etwas nervig sein: Kann doch Boumi nur schlafen wenn… Licht aus, Fenster geschlossen, TV ausgeschaltet, Bett nicht zu weich oder zu hart, Vorhang

gezogen usw. Gut bin ich nicht mit ihm verheiratet.

Welches war euer witzigstes Erlebnis als Schiedsrichter? Thomas Baumgartner: Als wir vor einem NLA Spiel in Uznach vorgestellt wurden und der Speaker anstelle unserer Namen fälschlicherweise unsere damaligen Wohnorte vorstellte und sagte: «Das Spiel wird geleitet durch die Herren Grünenmatt und Hasle-Rüegsau»

Es gibt in eurer Karriere auch unschöne Erinnerungen. Nach dem WM-Finale von 2006 seid ihr ganz schön in der Kritik gestanden… Thomas Baumgartner: Der Druck nach dem Spiel durch Medien und einige Protagonisten des finnischen Teams war enorm. Auch die unschönen E-Mails und anonymen Anrufe waren nicht spassig! Das Spiel bleibt aber in guter Erinnerung und ich schaue es mir immer wieder gerne auf DVD an. Thomas Kläsi: Ich habe immer gewusst, dass so etwas passieren kann. So kann man sich entsprechend auf solche Situationen einstellen. Auch war die Kritik zum Teil berechtigt. Für uns war es wichtig, die nötigen Schlüsse daraus zu ziehen und auch zu den gemachten Fehlern zu stehen. Der WM-Final bleibt für aber auch für mich immer in positiver Erinnerung - und das kann uns auch keiner mehr nehmen.

Denkt ihr heute schon an die HerrenWM in der Schweiz? Thomas Baumgartner: Selbstverständlich! Unser grosses Ziel ist es, im Dezember unsere 5. Herren-WM zu bestreiten. Um das zu erreichen, arbeiten wir schon seit Beginn der Saison! Wir möchten uns mit guten Leistungen für die Heim-WM empfehlen! Thomas Kläsi: Wir werden alles daran setzen, bei der WM im eigenen Land dabei zu sein. ■

Die Karriere von Baumgartner/Kläsi im Überblick: Schweiz: NLA/SML Schiedsrichter seit 1998 Internationale Schiedsrichter seit 2001 International (IFF): WFC M U19 2001, Weissenfels (D) Studenten WM 2002, Göteborg (SWE) WFC W 2003, Bern (CH) WFC M 2004, Kloten (CH) Europacup-Finals 2005, Zürich (CH) WFC M 2006, Stockholm (SWE) Studenten WM, 2006, Bern (CH) Europacup-Finals, 2007, Warberg (SWE) WFC M U19, 2007, Kirchberg & Zuchwil (CH) WFC M 2008, Prag & Ostrava (CZ) Europacup-Finals 2008, Winterthur (CH) Europacup-Finals 2009, Frederikshavn (DEN) Europacup-Finals 2010, Valmiera (LET) WFC M 2010, Helsinki (FIN) Europacup-Finals 2011, Rakonievice (PL) WFC M Quali Europa 2, Slovenien (SL) Baumgartner / Kläsi auf Facebook: www.facebook.com/Baumgartner.Klaesi

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Cupfinals

Cupfinals: «Wankdorf-Fluch» bleibt bestehen Im Ligacup nahm der UHC Oekingen Revanche für die letztjährige Niederlage, während die Berner Hurricanes souverän ihren Titel verteidigten. Den Swiss Mobiliar Cup der Damen gewannen die Red Ants Rychenberg Winterthur zum dritten Mal in Folge. Für die Red Ants in Feierlaune.

Überraschung des Tages sorgte dann bei den Herren der UHC Alligator Malans, der dem SV Wiler Ersigen eine weitere schmerzhafte Cupfinalniederlage zufügte. Text: Dominic Bleisch Fotos: Christian Pfander (Keystone)

Ligacup Damen: Geglückte Revanche Auch dieses Jahr trafen sich die verbleibenden zwei Teams der Damen und Herren im Ligaund Swiss-Mobiliar-Cup zum Kräftemessen in der Berner Wankdorfhalle. Eröffnet wurde der Tag mit dem Liga-Cupfinal der Damen. Hier trafen wie im Vorjahr erneut der UHCevi Gossau und der UHC Oekingen aufeinander. Anders als im letztjährigen Final übernahmen aber nicht die Ostschweizerinnen das Spieldiktat, sondern die Solothurnerinnen. Bis Ende des ersten Drittels waren sie bereits mit 3:1 davongezogen. Nach der Pause erhöhte dann Gossau den Druck und kam kurz vor der zweiten Pause zum Anschlusstreffer.

sechs Minuten trugen die Bemühungen Früchte, als Captain Pia Eugster den ersehnten Treffer zum 3:3 erzielen konnte. Die Antwort auf die im Publikum aufgekommenen Zweifel an ihrem Sieg gaben die Solothurnerinnen aber nur drei Minuten später, als Corinne Jäggi ihre Farben erneut in Führung schoss. In der verbleibenden Spielzeit beschränkte sich der UHC Oekingen auf das Verwalten des Vorsprungs, wobei auch Cevi Gossau überraschend passiv blieb. Die Zuschauer brachten ihren Unmut über das abgeflachte Spiel mit Pfiffen zum Ausdruck. Am Ende brachte Oekingen den knappen Vorsprung schliesslich über die Zeit und konnte sich über die gelungene Revanche für die Vorjahresniederlage freuen. UHCevi Gossau – UHC Oekingen 3:4 (1:3, 1:0, 1:1)

Feuerwerk wurde zu spät gezündet

Alligatoren in Euphorie.

In den letzten 20 Minuten schaltete Cevi Gossau noch einmal einen Gang höher und versuchte zeitweise, mit einer zusätzlichen vierten Feldspielerin den Ausgleich zu erzwingen. Nach

Ligacup Herren: Viele Tore beim Generationentreffen Deutlicher hätte der Altersunterschied im LigaCupfinal bei den Herren nicht sein können:

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Cupfinals

Während bei Nuglar United der älteste Spieler gerade einmal 27 Jahre alt ist, rennt der 50-jährige Thomas Lüthi immer noch wie in seinen besten Jahren für die Canes übers Feld. Die erfahrenen Hurricanes zeigten ihrem Gegner von Beginn an, wer in der Wankdorfhalle der Hausherr ist. Nach elf Spielminuten waren sie bereits auf 3:1 davongezogen. Die Basler hielten aber tapfer dagegen und gestalteten das Skore bis zur Spielmitte ausgeglichen. Erst in der 38. Minute schafften die Stadtberner mit einem Doppelschlag die vorentscheidende Differenz.

Ants Rychenberg Winterthur im Damenfinal aufeinandertrafen. Die Red Ants strebten ihren dritten Cupsieg in Folge an, während Dietlikon Revanche für die Niederlage im Finalspiel 2011 nehmen wollte. Das Startdrittel begann sehr ausgeglichen; beide Teams warteten auf ihre Chancen und lauerten auf Fehler des Gegners. Einzig Frick in der vierten und Rittmeyer in der sechzehnten Minute trafen je einmal für ihre Teams. Den matchentscheidenden Vorsprung schafften die Winterthurerinnen bei Spielmitte, als Kunz, Dirksen und Kathriner innert Minuten dreimal eiskalt vollstreckten. Suter schaffte es kurz vor Drittelsende noch, das 2:4 zu erzielen.

Christianová macht hinten dicht

Tränen bei Dietlikon. In der Folge bauten die Canes den Vorsprung stetig aus und gewannen den Ligacupfinal schliesslich verdient mit 12:8. Von der Niederlage liessen sich die Spieler von Nuglar United nicht entmutigen: «Wir kommen wieder», kündigte Topskorer Thomas Voegtli im Hinblick auf den Final 2013 voller Selbstvertrauen an. Auf der anderen Seite war die Freude über den sechsten Sieg im sechsten Final bei Canes-Captain und «Teamoldie» Thomas Lüthi gross: «Ich habe immer noch einen riesigen Spass, hier zu spielen». UHC Nuglar United – Berner Hurricanes II 8:12 (2:4, 3:3, 3:5)

Swiss Mobiliar Cup Damen: Vorgezogenes Zürcher Playoffduell

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Am Nachmittag wurde das Spielfeld für den Swiss Mobiliar Cup umgebaut, wo zuerst die beiden Zürcher Clubs UHC Dietlikon und Red

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Dietlikon reagierte in der zweiten Drittelspause auf die drohende Niederlage und stellte auf zwei Linien um. Die Massnahme schien Wirkung zu zeigen, vermehrt war nun das Red-AntsGehäuse im Brennpunkt des Geschehens. Praktisch alle Bälle wurden jedoch zur sicheren Beute von Jana Christianová. Erst in der 58. Minute wurde sie durch Suter zum dritten Mal bezwungen. Nach einem Timeout riskierte Dietlikon noch einmal alles und spielte die letzte Minute ohne Torhüterin - vergebens. Schlussendlich gewannen die Ameisen dank des Zwischenspurts im Mitteldrittel zum zehnten Mal den Cup. Mit ihren eigens vergoldeten Sonnenbrillen strahlten sie anschliessend beim obligaten Siegerfoto um die Wette. Für den scheidenden Red-Ants-Trainer Rolf Kern (wechselt nächste Saison zu den Herren des HC Rychenberg) war der Titel ein weiterer Erfolg in seinem grossen Trophäenschrank. «Die Mannschaft hat wieder einmal gezeigt, dass sie sich trotz einer eher dürftigen Qualifikation im richtigen Moment besonders gut fokussieren kann, unser Gameplan ist genau aufgegangen».

Auf der anderen Seite stand den Spielerinnen des UHC Dietlikon die Enttäuschung über das erneute Scheitern deutlich ins Gesicht geschrieben: «In der Kabine ist eine grosse Enttäuschung spürbar, wir waren vor allem in den Zweikämpfen und im Abschluss zu harmlos», analysierte Captain Simone Berner nach der Medaillenübergabe die Niederlage. Dietlikon – Red Ants Rychenberg Winterthur 3:4 (1:1; 1:3; 1:0)


Cupfinals

Swiss Mobiliar Cup Herren: Offensivschlacht als Tageshöhepunkt Die Finalpartie der Herren zwischen Alligator Malans und dem SV Wiler Ersigen versprach, ein besonderer Leckerbissen zu werden, war diese Affiche doch genau wie der Damenfinal auch ein Vorgeschmack auf die Playoff-Halbfinals. Trotz der ernüchternden Cupbilanz des Serienmeisters schrieben die meisten Zuschauer vor der Partie Wiler-Ersigen die Favoritenrolle zu. Es waren jedoch die Bündner, die das Spiel sofort an sich rissen und von Beginn an Druck machten. Die Berner schienen hingegen – vielleicht mental durch den «Cupfluch» gebremst – nicht so richtig bereit zu sein und liessen Malans grösstenteils gewähren, was sich aufs Brutalste in einen DreiTore-Rückstand nach zehn Minuten niederschlug. Nach einem Timeout Lukkonens kam Wiler aber etwas besser ins Spiel, der Anschlusstreffer gelang Christoph Hofbauer nach einem Missverständnis zwischen dem Malanser Torhüter Martin Hitz und Captain Michael Pfiffner.

Wilers Rehabilitation Nach der Auslosung der Gruppen für die anfangs Dezember in Zürich und Bern stattfindende Herren-WM ging es weiter mit der Partie. Wiler schien nun endlich aufgewacht zu sein und spielte wie verwandelt nach vorne. Bis zur zweiten Drittelspause verkürzte der Meister auf 5:4. Wiler reduzierte für die letzten 20 Minuten auf zwei Linien und erhöhte den Druck weiter. Mit Erfolg: In der 48. Minute glich Christoph Hofbauer den Final aus. Das Spiel schien zu kippen, plötzlich schien Wiler die Oberhand zu haben. Doch einmal mehr sollte der Cup seine eigenen Gesetze schreiben: Mitten in einer Berner Druckphase gelang Patrick Wardi 8 Minuten vor Schluss der entscheidende Treffer zum 6:5 für Malans. UHC Alligator Malans – SV Wiler-Ersigen ■ 6:5 (4:1, 1:3, 1:1)

WM-Gegner: Estland, Slowakei, Singapur.

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Cupfinals

«Ein einfach unbeschreibliches Gefühl» Sandro Dominioni konnte den Sieg seiner Malanser nach Spielschluss noch gar nicht fassen und war über den Cupsieg einfach nur glücklich. Interview: Dominic Bleisch Foto: Christian Pfander (Keystone)

Sandro, wie fühlt es sich an, wenn man soeben den Serienmeister geschlagen hat und Cupsieger ist? Es ist einfach unbeschreiblich, es gibt momentan im Leben für mich nichts Schöneres. Ich bin so stolz auf die gesamte Mannschaft, wir haben eines unserer besten Spiele in dieser Saison gezeigt.

Wart ihr nicht überrascht, dass ihr das Spiel in der Startphase diktiert habt und nach zehn Minuten bereits mit 3:0 geführt habt? Der Spielstand war schon etwas ungewöhnlich, wir wussten aber, dass sich Wiler nicht einfach geschlagen geben und den Weg zurück ins Spiel zu finden versuchen wird.

Du hast im Spiel drei Mal den Pfosten getroffen, was ging dir danach auf der Bank durch den Kopf? Klar hat es mich geärgert, dass ich in dieser Phase des Spiels mehrmals nur das Aluminium getroffen habe. Wir trauerten den verpassten Chancen aber nicht lange nach und glaubten weiterhin an den Sieg.

Wie beurteilst du eure Leistung über das gesamte Spiel gesehen? Wir haben sehr gut gespielt und waren die bessere Mannschaft. Vor allem unser starkes Pressing hat geholfen, von Anfang an einen grossen Druck aufzubauen. So zwangen wir Wiler, sich weit in die eigene Hälfte zurückzuziehen und verleiteten sie immer wieder zu Fehlpässen, die wir durch schnelle Konter auszunutzen wussten.

Hat der oft zitierte «Wankdorf-Fluch» von Wiler vielleicht auch eine Rolle gespielt? Ich glaube eher nicht. Klar, der Druck auf Wiler, nach all den Anläufen endlich wieder hier zu gewinnen, war sicher sehr hoch. Wir konnten aber als Aussenseiter befreiter aufspielen und hatten zudem auch ein tolles Publikum im Rücken. An dieser Stelle noch einmal ein grosses Danke■ schön an die aus dem Bündnerland zahlreich mitgereisten Fans!


Cupfinals

«Haben das Spiel im Startdrittel verloren» Während auf der anderen Seite überschwängliche Freude herrschte, stand den Verantwortlichen des SV Wiler Ersigen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Cheftrainer Heikki Luukkonen versuchte nach dem Spiel, die ersten Schlüsse aus der schmerzhaften Niederlage zu ziehen. Interview: Dominic Bleisch Foto: Hans-Ulrich Mülchi

Herr Luukkonen, Ihr Team hat einmal mehr einen Cupfinal in der Wankdorfhalle verloren. Wie gross ist Ihre persönliche Enttäuschung? Die Niederlage ist natürlich bitter, zumal mir dieser Titel selbst noch im Palmarès fehlt. Wir haben eine Lektion erteilt bekommen und gelernt, dass wir mit einer Durchschnittsleistung keinen Blumentopf gewinnen können.

Kann man in diesem Fall beim SVWE von einem «Wankdorffluch» sprechen? Klar, dass wir bis jetzt sechs unserer sieben Cupfinals in dieser Halle verloren haben, spricht schon für diese Theorie. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der Ort nichts mit den Resultaten zu tun hat. Im Gegenteil: Vor einem solch grossen Publikum spielen zu können, spornt uns normalerweise eher noch mehr an.

Durch den schnellen Rückstand waren Sie schon nach zehn Minuten gezwungen, ein Timeout zu nehmen. Was haben Sie da Ihrer Mannschaft gesagt? Ich habe allen Spielern klar gemacht, dass die bis anhin gezeigte Leistung heute für einen Sieg nicht reichen wird und sie nun alle einen Gang höher schalten müssten. Zudem wies ich meine Mannschaft an, härter und nicht so zaghaft wie bis anhin in die Zweikämpfe zu gehen.

Wo orten Sie die Ursachen für die Niederlage?

Hat auf Ihnen und der Mannschaft ein grösserer Druck als sonst gelastet, den Titel wieder einmal zu holen?

Wir haben das Spiel ganz klar im Startdrittel verloren, vielleicht haben wir Malans vor Beginn zu wenig ernst genommen und gedacht, es werde ein Sonntagsspaziergang werden. Der Spielverlauf hat uns dann eines Besseren belehrt.

Der Druck ist vor einem solchen Endspiel logischerweise höher als üblich, von Vereinsseite her habe ich aber keinen grösseren Druck als sonst gespürt. Ich werde die gesamte Vorbereitung und den Match aber noch im ■ Detail analysieren müssen.

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Herren-WM 2012

Volunteers an der Herren Unihockey Weltmeisterschaft 2012

Der Ball liegt bei dir!

Vom 2. bis zum 9. Dezember 2012 gastiert die Weltelite des Unihockey an der Herren-WM in Bern und Zürich. Als Volunteer hast du die Chance, bei diesem Highlight hautnah dabei zu sein und deinen Beitrag zu einem unvergesslichen Unihockeyfest zu leisten!

Text: René Knoepfel Als Volunteer machst du dir die WM zum Geschenk und zu einem unvergesslichen Erlebnis. Du bist ganz einfach näher dran, mitten drin statt nur dabei!

Weitere Infos: www.facebook.com/wfc2012ch www.twitter.com/wfc2012ch

erhältst ein cooles sportliches Outfit, das du nach der WM als Erinnerungsstück behalten darfst

Neben tollen Erlebnissen und wertvollen Erfahrungen, kannst du auf zusätzliche Benefits zählen.

Der Ball liegt ganz bei dir – engagier dich und bring ein paar Freunde mit. Gemeinsam macht die Sache noch mehr Spass!

Du…

Get delightet – lass dich entzücken und sei Teil dieses einmaligen Events, erlebe eine unvergessliche Woche voller Spannung und melde dich als Volunteer für die Herren Unihockey ■ Weltmeisterschaft 2012 an.

erwirbst das Volunteer-Zertifikat von Swiss Olympics. Es belegt, dass du neben deinem Beruf engagiert bist. Ein Zeugnis, das du deinen Bewerbungsunterlagen beilegen kannst und das für dich spricht! lernst spannende Menschen aus aller Welt kennen und kannst wertvolle Kontakte knüpfen

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hast in vielen Funktionen Zugang zu den Spielen und zu den Begleitanlässen

Du betreust Teams, Gäste, Medien-Vertreter oder VIPs, stehst in direktem Kontakt mit Spielern, Zuschauern und Sponsoren, oder nimmst eines der vielen anderen Ämter wahr, als Bandenrichter z. B. oder hinter den Kulissen im administrativen und technischen Bereich.

www.wfc2012.ch

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siehst hinter die Kulissen des Spielbetriebs, der Medienarbeit, der Organisation, der Sponsorenauftritte etc.

wirst angemessen mit Verpflegung und Getränken versorgt

Anmeldung Anmelden kannst du dich ab Mai über die Webseite von Swiss Olympic Volunteer. Weitere Informationen: volunteers@wfc2012.ch.


Herren-WM 2012

Freiwilligenarbeit – «das Fundament des Schweizer Sports»

Ohne Freiwillige (Volunteers) geht im Schweizer Sport und in anderen gesellschaftlichen Bereichen gar nichts. Während die Bedeutung der freiwilligen Einsätze unverändert hoch ist, wandeln sich gleichzeitig ihr Bild und die Praxis. Neue Formen wenden sich speziell an Jugendliche, deren Bedürfnisse und Anliegen in der herkömmlichen Vereinsarbeit oft unberücksichtigt bleiben.

Text: René Knoepfel Über 350 000 ehrenamtliche Mitarbeiterstellen gibt es laut einer Schätzung im schweizerischen Vereinswesen, darunter gut 22 000 Sportvereine. Der durchschnittliche Aufwand beträgt pro Stelle ca. 11 Stunden im Monat. Wenn man die Sportveranstaltungen dazu zählt, setzen sich 735 000 Freiwillige ehrenamtlich für den Sport ein. Das entspricht einem Industriesektor mit 37 000 Vollstellen oder einem Geldwert von gut 3 Milliarden Franken. Ohne freiwillige Helfer wären sportliche Grossanlässe nicht durchführbar. Die Budgets der Organisatoren würden bei weitem nicht ausreichen, um die Kosten zu decken.

Strukturprobleme beseitigen Allerdings schwinden in den letzten Jahren die Bindung an die Vereine und die Bereitschaft, ein Amt zu übernehmen. Besonders jüngere Mitglieder sind immer weniger bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das liegt nicht an einem grundsätzlichen fehlenden Engagement,

sondern eher an den überlieferten Strukturen des Vereinswesen, die für Jugendliche wenig attraktiv sind.

Attraktivität und Motivation steigern Neue Ansätze zielen deshalb auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen, auf eine Steigerung der Attraktivität, die Entlastung von administrativen Aufgaben, die zeitliche Delegation von Teilaufgaben und auf eine bessere Vernetzung zwischen den Vereinen und unterschiedlichen Sportbereichen. Das Volunteer-Programm von Swiss Olympic verfolgt diesen Weg konsequent und mit neuen Ideen und Anreizen. Es bietet eine übergreifende Plattform für alle jene, die sich freiwillig und nach ihren zeitlichen Möglichkeiten im Schweizer Sport engagieren möchten.

Die neue Plattform für Volunteers Die Teilnahme ist denkbar einfach: InteressentInnen tragen sich kostenlos mit ihrem Profil auf der Plattform ein und melden sich für Sportveranstaltungen an, bei denen sie als Volunteers

teilnehmen können. Einsatzpläne und Trainingsaufgebote lassen sich mit wenigen Klicks durchblättern. Wer am Programm teilnimmt, sammelt mit jedem Einsatz «Volunteer Points», die er / sie im «Volunteer Shop» einlösen kann. Weitere Benefits: man knüpft neue Kontakte und baut das persönliche Netzwerk auf, nimmt am Wettbewerb «Volunteer des Jahres» teil und erhält ein Volunteer-Zertifikat, das die erbrachten Leistungen bestätigt. Freiwillige können damit ihr Engagement belegen. Das Zertifikat kann den Bewerbungsunterlagen beigelegt werden und dem Arbeitgeber einen zusätzlichen positiven Eindruck in Sachen Motivation vermitteln.

Die WM hautnah erleben Die Herren Unihockey Weltmeisterschaft bildet die ideale Gelegenheit für Unihockey-Begeisterte, einen wertvollen persönlichen Beitrag zu ■ leisten. «Get delightet – lass dich entzücken!» Anmeldung und Links siehe Seite 20.

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Vermarktung

Get DELIGHTED! Zürich / Bern

02. – 07. 12. 2012 Sporthalle Wankdorf Bern / Saalsporthalle Zürich 08. – 09. 12. 2012 Hallenstadion Zürich www.wfc2012.ch


Herren-WM 2012

Pascal Meier, der gelassene «Rookie» Noch ist es über ein halbes Jahr hin bis zu den Weltmeisterschaften in Zürich und Bern. Und noch dauert es Monate, bis Nationaltrainer Petteri Nykky sich auf einen Kader festlegen wird. Einer, der sich reelle Chancen auf eine Selektion ausrechnen kann, ist Pascal Meier. Mit der Junioren-Nationalmannschaft hat der Torhüter des HC Rychenberg Winterthur schon internationale Erfahrung gesammelt, bei den Aktiven wäre es für Meier

die WM-Premiere. Im Interview spricht er über die WM und alles, was dazu gehört. Interview: René Bachmann Foto: Claudio Schwarz

Herr Meier, Sie werden im Sommer erst 22 Jahre alt, haben aber beim HC Rychenberg bereits zwei Saisons als Stammspieler in der SML hinter sich. Das ist für einen Torhüter ungewöhnlich. Sind Sie selber darüber erstaunt? Ja, schon. Vor zwei Jahren hatte Edi-Marc Schütz überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben und so bekam ich plötzlich die Chance, mit Pascal Hauri um die Nummer 1 zu kämpfen. Dabei profitierte ich sehr von unserem damaligen Trainer Lars Eriksson, der mir sein Vertrauen schenkte und mich nicht gleich beim ersten Fehler auswechselte. So befreite er mich vom Druck: «Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Ich gebe sie dir.» Viel gelernt habe ich auch in der U19– und in der A-Nationalmannschaft, der ich seit rund einem Jahr angehöre. Der wesentliche Unterschied zwischen A-Länderspielen und SML-Partien besteht darin, dass das Tempo international viel höher ist. Vielleicht, weil in den Klubteams fast immer ein paar Spieler herausragen, während in den Nationalmannschaften alle grosse Qualitäten mitbringen.

Sie haben erst eine Handvoll Spiele mit der A-Nationalmannschaft bestritten. Fühlen Sie sich schon ganz angekommen? Je länger desto mehr fühle ich mich angekommen. Inzwischen kenne ich die Abläufe, und ich habe volles Vertrauen in unsere eingespielte Trainercrew. Diese arbeitet sehr professionell und hat nicht nur ein klares Ziel vor Augen, son-

dern kennt auch einen ebenso klaren Weg dorthin. Uns Torhüter betreut in erster Linie Roger Lötscher, der Goalietrainer des SV Wiler-Ersigen.

Mit Blick auf die bisherigen Vorbereitungsspiele bekommt man von aussen den Eindruck, als hätten Sie gute Chancen, an der Heim-WM dabei zu sein. Wie stufen Sie Ihre Chancen selber ein? Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Ich lasse Selektion und WM auf mich zukommen und arbeite derweil weiter hart an mir, nicht nur für die WM, sondern um mich generell weiterzubringen. Eine Nichtberücksichtigung wäre kein Drama. Ich bin jung und habe ich noch Zeit. Ein wichtiges Selektionskriterium wird sein, wie gut ich im November und Dezember in Form bin. Bislang hat mich Nationaltrainer Petteri Nykky lediglich gebeten, die Termine zu notieren.

Welches sind Ihre härtesten Konkurrenten um einen Platz im Kader? Zuletzt waren immer Martin Hitz (Anm.: Torhüter von Malans), Daniel Streit (Wiler-Ersigen) und ich dabei. Ob sich Philipp Gerber (Langnau) selber eine Pause verordnet hat und ebenfalls noch in den Kampf um die WM-Tickets eingreifen wird, weiss ich nicht.

Die Resultate in den bisherigen Vorbereitungsspielen waren okay, mehr aber auch nicht. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass die Mannschaft an der WM ihr bestes Unihockey wird abrufen können? Ich habe ein gutes Gefühl. Wir entwickeln uns Schritt für Schritt vorwärts. Freilich kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die

eineinhalb Jahre, die uns und den Trainern zur Verfügung stehen, zu knapp bemessen sein könnten. Schliesslich hatten Nykky und sein Assistent Jussi Jäntti mit der finnischen Nationalmannschaft vier Jahre benötigt, um das grosse Ziel zu erreichen, Schweden zu entthronen.

Was erwarten Sie von der WM? In erster Linie viele Zuschauer.

Spüren Sie schon Vorfreude auf die WM oder Nervosität? Nein, dafür ist es noch zu früh. Bislang weiss ich einfach, dass im Dezember die WM stattfinden wird und trainiere mehr. Erst nach erfolgter Kaderselektion wird womöglich ein Kribbeln einsetzen. Aus meiner Erfahrung von zwei Junioren-Weltmeisterschaften weiss ich aber, dass es genial ist, während zwei Wochen Profi zu sein und sich um nichts als ums Unihockey zu kümmern. An der U19-WM 2009 in Turku hatte ich ab dem dritten Spiel jene Gelassenheit gefunden, die meinem Naturell entspricht und es mir danach ermöglicht hatte, mich von Spiel zu Spiel zu steigern.

Schweizer Teams haben an Weltmeisterschaften vor heimischem Publikum oft ihre liebe Mühe… Ich bin überzeugt, dass uns dies nicht passieren wird. Wir werden uns nicht verkrampfen, sondern mit einer Egal-wer-kommt-Einstellung auftreten und darum einen echten Heimvorteil haben; auch weil jeder im Team ein Leader ist und darum die Verantwortung breit abgestützt ist. Einzig die Rahmenbedingungen werden etwas anders sein: Mehr Publikum, mehr Interes■ se der Medien etc.

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Cool and Clean

Unihockey ohne Snus? swiss unihockey und «cool and clean» engagieren sich gemeinsam für einen snusfreien Unihockeysport. Während der Saison 2011/ 2012 erhielten alle Vereine mit Nachwuchsabteilung fünf Flyer zum Thema «Snus: Hände weg!». Der Flyer zeigt Wege auf, wie man als Trainer oder Vereinsfunktionär mit der Problematik Snus umgehen kann. Darin abgedruckt ist auch ein Interview mit dem ehemaligen Nationaltrainer René Berliat, der sich seit Jahren gegen Snus stark macht. Nach Saisonschluss ist es nun an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Text: Reto Balmer Foto: Keystone, «Snus»

Wie steht es heute, ein halbes Jahr nach Start der Informationskampagne von «cool and clean» und swiss unihockey um den Snuskonsum von Unihockeyspielerinnen und Unihockeyspielern? Um es vorweg zu nehmen: Geändert hat sich (noch) wenig. Snusen gilt immer noch als «cool». Kaum jemand wagt es, sich dagegen auszusprechen. (Zu) viele Sportler und Vereine denken immer noch, dass Snus und Unihockey einfach zusammengehören. Das primäre Ziel von swiss unihockey und «cool and clean» war es denn auch, Snus aus der Anonymität zu holen und Trainer und Spieler zum Nachdenken anzuregen. Wirft man einen Blick über den Unihockey-Tellerrand, erkennt man nämlich, dass Snus entgegen weit verbreiteten Annahmen überhaupt nicht nötig ist, um «aggressiv» und «wach» zu sein. Snus ist vornehmlich ein Problem von Sportarten mit nordischem Einfluss, während es in anderen Disziplinen wie Fussball oder Basketball nahezu unbekannt ist. Auch in diesen Sportarten ist eine gesunde Portion Aggressivität gefragt, aber Snus gehört dennoch nicht zur Kultur. Im Eishockey gehört die Unsitte

Snus hingegen ebenfalls zum Alltag, und auch dort ist man daran, Snus aus der Anonymität zu holen und präventiv auf die Junioren einzuwirken. Doch warum sollte die Unihockeyszene dieses Ziel nicht vor den Eishockeyanern erreichen und ein Zeichen für sauberen Sport setzen? Ein weiterer Grund für den immer noch viel zu hohen Snuskonsum im Unihockey ist die Verharmlosung. Snus erscheint vielen Spielern und Trainern als ungefährlich. Das mag zuerst plausibel klingen: Snus hat weniger krebserregende Stoffe als eine Zigarette (anstatt 40 sind es 28…) und die Gefahr, durch Snus an Lungenkrebs zu erkranken, ist gleich gross wie bei einem durchschnittlichen Nichtraucher. Das bedeutet aber keineswegs, dass Snus harmlos ist! Die typische Snus-Karriere eines Unihockeyspielers beginnt im Alter von 14 bis 18 Jahren. Erfahrenere Spieler bringen das Nikotinprodukt in den Trainingsalltag von Nachwuchsmannschaften. Ausprobieren tun es dort dann die meisten. Bei einigen Junioren bleibt es beim einmaligen Probieren, andere geraten hingegen in die Sucht. Aufhören ist schwierig, zumal man sich in einem Umfeld bewegt, in dem Snus «dazugehört». Zudem ist Nikotin eine Substanz, die

extrem schnell abhängig macht. Dies ergibt ein Wechselspiel aus psychischer und physischer Abhängigkeit, welches die Tabakfirmen ausnutzen, um ihr Produkt zu vertreiben. Nicht selten «spenden» Snuskonsumenten über 1000.– pro Jahr an die Tabakfirmen. Wer nach seiner Unihockey-Laufbahn aufhören will, merkt dann plötzlich, wie stark er abhängig ist und welche Auswirkungen der Konsum auf seine Gesundheit hatte. Wie geht es im Schweizer Unihockey bezüglich Snus weiter? Der Anfang ist gemacht. Nun liegt der Ball bei den Vereinen. Das Ziel ist, dass jede Nachwuchsabteilung und dadurch jede(r) Nachwuchstrainer(in) sich dem Thema annimmt und mit seinen Junioren Abmachungen bezüglich Snuskonsum trifft. Ein Snusverbot auf allen Juniorenstufen ist angebracht; und mit der nötigen Konsequenz lässt es sich auch ein durchsetzen. Das sind wir unseren Junioren schuldig – und auch unserer Sportart. «cool and clean» bleibt ebenfalls dran und wird auch in der neuen Saison swiss unihockey in dieser Thematik ■ unterstützen.

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Damen U19 WM

Reise ins Ungewisse Die Schweizer Damen U19-Nationalmannschaft tritt vom 1. bis 5. Mai im slowakischen Nitra zur 5. Weltmeisterschaft an. Die Ziele der Schweizerinnen sind tief angesetzt. Erstmals muss um den Halbfinaleinzug gebangt werden. Text: Reto Voneschen Foto: Red Ants Rychenberg Winterthur

Vor vier Jahren wurden die Schweizer U19-Damen völlig überraschend Weltmeister, zwei Jahre danach erreichten die Schweizerinnen nur noch den vierten Rang. Grund dafür war vor allem der eingeleitete Generationenwechsel, der in diesem Jahr endgültig vollzogen wurde. So sind die Ziele der Schweizerinnen bewusst bescheiden angesetzt: «Wir wollen ins Halbfinale, aber nur schon das wird ein schweres Stück Arbeit», sagt Co-Nationaltrainer Bernhard Nussbaum. Der Berner nimmt seine vierte Weltmeisterschaft in Angriff, «die voraussichtlich letzte», wie er sagt. Der Rücktritt nach der WM ist angekündigt. Als Cheftrainerin fungiert Gaby Breitenstein, die einstige Weltmeisterin, welche mit den Winterthurer Red Ants viele nationale Meistertitel und den Europacup gewann.

Startspiel als Schlüsselpartie «Ich bin gespannt auf die WM», sagt Trainer Nussbaum. Vor allem das Startspiel ist eine grosse Herausforderung. Es wird die Schlüsselpartie für den Halbfinal-Einzug der Schweizerinnen. Das Schwere dabei: Gastgeber Slowakei erwartet die Schweiz. Im letzten Vorbereitungsspiel am Polish-Cup anfangs Februar setzte es gegen die aufstrebenden Osteuropäerinnen eine 3:4-Niederlage ab. «Es war ein enges Spiel, wir hätten auch genauso gut knapp gewinnen können», schaut Nussbaum zurück. Trotzdem ist klar: Ein Sieg muss her gegen die Slowakei, denn nur zwei Teams der Gruppe A kommen in die Halbfinals. Als Gruppensieger ist Weltmeister Schweden mit seinem grossen Reservoir an Unihockey-Spielerinnen fast schon gesetzt.

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Starke Schweizer Torhüterinnen Die Stärken der Schweizer Equipe sind im Angriff zu suchen. Mit Fabienne Walther (Bern Capitals) und Nina Bärtschi (Dietlikon) stehen sogar die Liga-Topskorerinnen Nummer 1 und 2 im Kader. «Die zwei verleihen dem Team viel Sicherheit», freut sich Nussbaum. Grosse Stücke hält er auf seine Churer Torhüterinnen Lara Heini und Simona Stock. «Kein anderes Team hat so ein starkes Goalieduo», ist Nussbaum überzeugt. «In der Abwehr dagegen fehlt es etwas an Breite», mussten die Schweizer Trainer feststellen. In der Vorbereitung wollen sie denn auch dem ganzen Team und vor allem den Abwehrspielerinnen mehr Selbstvertrauen vermitteln.

Fehlende Unterstützung Auf einige gute Kräfte mussten Gaby Breitenstein und Bernhard Nussbaum aber verzichten. Mena Casutt, bereits an der letzten WM dabei, fehlt aus schulischen Gründen (Prüfungen), andere Spielerinnen verzichteten, da ihnen der Mehraufwand für eine Landesauswahl zu gross ist. Unverständlich für Coach Nussbaum. «Wir werden hie und da kritisiert, weil einige starke Spielerinnen nicht im Aufgebot stehen. Dabei wollen die Angesprochenen gar nicht für die U19 spielen. Das ist schon sehr frustrierend», ärgert er sich. Auch die Zusammenarbeit mit den Clubtrainern gestaltete sich zunehmend schwieriger. «Viele interessiert die U19-Auswahl gar nicht», musste Nussbaum feststellen. Von seinem Abgang erhofft er sich einen Neu■ anfang, gerade auch bei den Clubs.

Hilfe an der Bande Das Schweizer Trainerduo Breitenstein/Nussbaum erhält an der WM in Nitra prominente Unterstützung. Die neue Winterthurer Cheftrainerin Kati Eteläpää unterstützt die beiden an der Bande. Die Finnin war in den letzten beiden Saisons Assistentin bei den Winterthurerinnen und gewann einmal die Meisterschaft und zweimal den Cup. «Wir freuen uns sehr über Eteläpääs Unterstützung und erhoffen uns einige Inputs von ihr», so Bernhard Nussbaum. Die Finnin war vor ihrem Engagement bei den Red Ants lange beim finnischen Spitzenclub Porvoo tätig. Nussbaums WM-Tipp «Finnland ist mein Top-Favorit auf WM-Gold. Sie haben in den letzten beiden Jahren sehr gut gearbeitet. Die U19 spielte beispielsweise in der zweithöchsten Meisterschaftsliga mit. Schweden dagegen hat etwas zu kämpfen, es fehlen die herausragenden Individualistinnen wie vor zwei Jahren.» Spielplan Dienstag, 1. Mai 17 Uhr – Slowakei – Schweiz Mittwoch, 2. Mai 11.30 Uhr – Schweden – Schweiz Donnerstag, 3. Mai 11.30 Uhr – Schweiz – Ungarn Freitag, 4. Mai Finalspiele


Damen U19 WM

«Wir wollen Vollgas geben» Fabienne Walther von den Bern Capitals reist zum zweiten Mal an eine U19-Damen-Weltmeisterschaft. Viele Tore werden von der aktuellen Topskorerin der Swiss Mobiliar League erwartet. Im Interview erzählt Fabienne Walther, wie sie mit dem Druck umgeht und was ihre Hoffnungen zur WM sind.

Interview: Reto Voneschen Foto: Florian Büchting

Fabienne Walther, welche Gedanken kommen Dir in den Sinn, wenn Du an die WM in Nitra denkst? Ich spüre eine grosse Vorfreude. Wiedergutmachung ist angesagt, ich hoffe es reicht dieses Jahr für eine Medaille. Man erlebt immer sehr viel an einer WM, es ist etwas ganz anderes als der Alltag im Club.

Du warst vor zwei Jahren in Olomouc bereits dabei. Hat sich deine Rolle im Team verändert? Ja, sehr. Vor zwei Jahren war ich noch in der Gruppe der Teamküken, wo alle zu uns geschaut haben. Nun habe ich eine gewisse Erfahrung und will diese auch den jüngeren Mitspielerinnen weitergeben.

Was erwartest du aus sportlicher Sicht für das Schweizer Team? Den Halbfinal zu erreichen, muss ganz klar das Ziel sein. Vom Final darf man sicher auch träumen, auch wenn das sehr, sehr schwierig werden dürfte. Realistisch gesehen liegt das kleine Finale drin, auch wenn die letzten Resultate nicht so gut waren.

Du bist als Topskorerin der Swiss Mobiliar League eine der wichtigsten Spielerinnen der U19. Wie gehst du damit um? Ich spüre schon, dass viel von mir verlangt wird, das macht es nicht immer einfach. Andererseits erwarte auch ich selbst viel von mir. Zudem gibt es auch noch andere Spielerinnen, wie beispielsweise Nina Bärtschi oder Corina Krebs, die Verantwortung übernehmen können. Schlussendlich muss jede im Team ihren Teil dazu beitragen, wenn wir Erfolg haben wollen.

Wie beurteilst du die aktuelle U19-Auswahl im Vergleich zum Team von 2010? Ich habe das Gefühl, wir sind etwas ausgeglichener besetzt. Es hat aber weniger erfahrene Spielerinnen dabei, dafür viele junge Talente.

Dein Schlusswort? Wir wollen Vollgas geben an der WM. Wenn es vorbei ist, möchte ich sagen können, wir haben alles probiert und nicht denken, «ach hätten wir doch». Aber ich bin zuversichtlich und überzeugt, ■ dass wir dieses Jahr eine Medaille holen!

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Blick ins Ausland

Stolzer Wikinger und erfolgreicher Showman Man sagt, die Finnen seien ruhig und verschlossen. Kurt Westerlund, der Manager des finnischen Serienmeisters SSV Helsinki, ist das pure Gegenteil. Ein Portrait über den Macher des SSV Helsinki, der im finnischen Unihockey tiefe Spuren hinterlassen hat und für seine extravaganten Auftritte bekannt ist. Text: Timo Mäkynen, Remy Scherrer (floorballstar.com) Fotos: Mikko Hyvärinen

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Der SSV Helsinki ist das Mass aller Dinge im finnischen Klub-Unihockey. Seit der Gründung im Jahre 1999 nimmt Kurt Westerlund in diesem Verein eine wichtige Rolle ein. Neben seiner Funktion als Manager ist Kurre, wie ihn alle nennen, bekannt für seine extravaganten Auftritte. Regelmässig zelebriert er die Erfolge seiner Mannschaft in ausgefallenen Verkleidungen und beweist ein ums andere Mal Showman-Qualitäten. Was dabei öfters in den Hintergrund gerät, ist die Tatsache, dass Westerlund eine lange und enorm erfolgreiche Karriere als Manager auf Vereins- und Verbandsebene hingelegt hat. Wir haben uns mit dem extrovertierten Finnen, der weit mehr ist als ein Showman, unterhalten und wollten von ihm wissen, wie er soweit gekommen ist.

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«Zum Unihockey kam ich im Jahre 1986, als der Club Viikingit gegründet wurde. Zeitgleich wurde auch der finnische Unihockeyverband ins Leben gerufen. Seit damals habe ich ziemlich viele Funktionen und Ämter im Unihockeybereich übernommen. Gegen Ende der 80er führte ich sogar den finnischen Unihockeyverband», so Kurre Westerlund.

Erfolgreiche Fusion Westerlund war zudem 6 Jahre im Member Board des IFF und Teamleiter der finnischen Nationalmannschaft. Daneben führte er aber immer seinen Verein Viikingit, der Ende der 90er Jahre in Schwierigkeiten geriet. Obwohl man zu diesem Zeitpunkt noch über eine gute Mannschaft verfügte, sahen die sportlichen Aussich-


Wikinger in Feststimmung.

ten düster aus. Viikingits Truppe war überaltert und auf direktem Weg in den sportlichen Ruhestand. Deswegen begannen die Verhandlungen mit SSV, einem anderen Team aus Helsinki, das eine breite und erfolgreiche Jugendbewegung hatte und somit das optimale Gegenstück zum Spitzenteam Viikingit darstellte.

«Die Idee der Fusion mit SSV kam mir im Jahre 1999, als ich Viikingit führte und die Zukunft nicht gerade rosig aussah. Diese Vorstellung begeisterte mich und liess mich nicht mehr los. Nach einigen Verhandlungen wurde die Zusammenarbeit Tatsache und auch der Name des neuen Vereins war logisch und ziemlich schnell gefunden: SSViikingit. Heutzutage sind diese Wikinger besser bekannt als SSV Helsinki.» Durch die Fusion entstand ein überaus erfolgreiches Team. Die Erfolgsgeschichte von SSV lässt sich durchaus mit der Vormachtstellung des SV Wiler-Ersigen in der Schweiz vergleichen. Seit der Jahrtausendwende hat sich SSV 8 der 11 Meistertitel gesichert und in diesem Jahr steht man erneut im Playoff-Finale. Auch auf der europäischen Bühne konnte SSV Helsinki Titel feiern. So etwa in dieser Saison, als man den Champions Cup für sich entschied. Trotz den vielen Titeln fühlt sich der ehrgeizige Westerlund noch nicht gesättigt und will noch mehr.

«Ich bin ein Wettkampftyp. Erfolgreich zu sein macht Spass und treibt mich an, für SSV tue ich alles. Heutzutage kann ich aber auch verlieren. Es geht mir aber nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um die eigenen Ambitionen. Am meisten Energie schöpfe ich daraus, wenn jemand nicht an uns glaubt.»

Tanz auf vielen Hochzeiten Die Erfolgsgeschichte Westerlunds beschränkt sich nicht nur aufs Unihockey. Neben dem Sport leitet Kurre eine eigene Unternehmung, in der mehrere Spieler des SSV Helsinki beschäftigt sind. Zudem ist er ein begeisterter Sänger, der vor mehr als 20 Jahren einen wichtigen finnischen Song Contest namens Syksyn Sävel gewann. Westerlund, der mit einer ehemaligen Miss Finnland verheiratet ist, tritt auch heutzutage noch regelmässig auf finnischen Bühnen auf. «Ich mache drei verschiedene Dinge: Das Geschäft, Unihockey sowie die Musik. In den frühen Neunzigern hatte ich rund 150 Auftritte als Sänger pro Jahr und das Geschäft rückte dabei in den Hintergrund. Heutzutage stehe ich noch etwa 15 –20 Mal pro Jahr auf einer Bühne, was sich gut mit meinen anderen Tätigkeiten vereinbaren lässt». Unklar ist, wie lange Kurre seine Rolle beim finnischen Meister noch weiterspielen und sich

neben seinen anderen Aktivitäten so aktiv für seine Liebe SSV einsetzen wird. «Damit werde ich öfters konfrontiert, auch von den Spielern und meiner Frau. Zurzeit stellt sich mir selbst diese Frage aber nicht. Ich hoffe jedoch, in Zukunft jemanden zu finden, der meine Aufgaben mit der gleichen Überzeugung übernehmen wird.»

Das finnische Unihockey braucht Publizität Kurre Westerlund ist und bleibt ein Showman. Doch wie reagieren die für ihre Zurückhaltung bekannten Finnen auf seine extrovertierte Art? Für Menschen, die sich um die Reputation und die Ernsthaftigkeit der Sportart sorgen, wenn er wieder mal in schräger Wikingerverkleidung nach einem Titel auftritt, hat er nur ein müdes Lächeln übrig. «Diese Diskussion bringt mich zum Lachen. Es geht mir nicht darum, mich in den Mittelpunkt zu stellen, die Auftritte sind langsam Tradition. Wenn man alles gibt, kann man auch mal eine verrückte Aktion durchziehen. Sollten meine Darbietungen auffallen, führt das zu einer anderen Art von Publizität für den Sport. Und das ist genau, was Unihockey braucht, um Leute zu erreichen, die nichts mit dem Sport am Hut ■ haben.»

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erdmannpeisker

Ein grosser Kulturförderer der Schweiz. Rivella ist ein gern gesehener Gast. Von Jodlertreffen über Open-Air-Kinos bis zu urbanen Anlässen, in der Schweiz findet kaum ein Volksfest oder kulturelles Highlight ohne Rivella statt. Denn eine natürliche und genussvolle Erfrischung passt immer und zu jedem Anlass. rivella.ch/kultur


Rivella Games

Schülerschweizermeisterschaft Bald ist es wieder soweit: Am Wochenende des 16. und 17. Juni 2012 treffen sich wie jedes Jahr die besten Schweizer Schülerteams aus allen Kantonen zu den Rivella Games. Eine grosse logistische Herausforderung, wenn 900 Teilnehmer am gleichen Ort Unihockey spielen. Powerplay hat sich mit Projektleiter Michel Chaperon über den Megaevent unterhalten. Interview: Dominic Bleisch

Wie arbeitet das OK zusammen?

Das ist schwierig zu sagen, ich schätze aber, dass rund 100 Bälle draufgehen dürften.

Dank der langjährigen Zusammenarbeit sind wir mittlerweile ein eingespieltes Team, wir müssen jeweils nur wenig neu organisieren. An den Sitzungen wird geplant, wer welches Material zur Verfügung stellt (Banden, Tore, etc.). Zudem müssen die Helfereinsätze untereinander aufgeteilt werden.

Wie qualifiziert man sich eigentlich als Mannschaft für den Finaltag?

Wann wird damit begonnen, die beiden Hallen für die Spiele vorzubereiten?

In allen Kantonen (ausser dem Jura) werden Ausscheidungsturniere durchgeführt. Die Sieger jeder Kategorie (fünfte bis neunte Klasse) reisen dann am Finaltag nach Aarau, um den Schweizermeister zu ermitteln. Je nach Kanton gibt es noch spezielle Regelungen für die 9. Klassen, hier kann zum Teil auch die zweitplatzierte Mannschaft zum Zug kommen.

Die zwölf Mitglieder des OK treffen sich am Freitagmorgen um acht Uhr, um die Infrastruktur in der Schachenhalle aufzustellen. Um ca. 17 Uhr wechseln wir mit dazu gestossenen freiwilligen Helfern in die Tellihalle, da diese erst ab dann nicht mehr durch die Schule benützt wird.

Ein Turnier mit 900 Kindern zu organisieren bedeutet einen riesigen Aufwand. Wann beginnst du mit den ersten Vorbereitungen?

Nebst swiss unihockey und den lokalen Vereinen ist auch die Firma Rivella mit von der Partie, sie stellen uns jedes Jahr zwei Mitarbeiter zur Verfügung, die uns während beiden Tagen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Michel, was glaubst du, wie viele Unihockeybälle werden wohl an diesem Wochenende von den Teilnehmern zerstört?

Etwa 14 Monate vor dem Austragungsdatum reserviere ich als erstes die beiden Hallen für das darauffolgende Jahr. Danach geschieht lange nichts mehr, das Organisationskomitee (bestehend aus Vertretern der beiden Vereine Lok Reinach und Unihockey Mittelland) trifft sich erst Ende März das erste Mal.

Wer ist bei der Durchführung alles involviert?

Wie viele Personen sorgen an den beiden Turniertagen für einen reibungslosen Ablauf? Total sind etwa 150 Personen im Einsatz, die insgesamt rund 800 Mannstunden leisten.

Nebst freiwilligen Helfern wird sehr viel Material benötigt. Was transportiert ihr alles in die Schachen- und Tellihalle? Alleine Rivella karrt jedes Jahr rund sechs Tonnen nach Aarau, swiss unihockey zusätzlich einen grossen LKW voll. Bei Lok Reinach und Unihockey Mittelland dürfte es noch um einiges mehr sein.

Wie schon erwähnt wird in zwei separaten Sportanlagen gespielt. Wie funktioniert die Organisation trotzdem? Für den Fall, dass an einem Ort etwas fehlen sollte, setzen wir sogenannte «Troubleshooter» ein, die bei Bedarf zwischen den beiden Hallen hin und her fahren.

Ebenfalls benötigt werden an beiden Tagen viele Schiedsrichter. Wie werden diese rekrutiert? Als wir 2006 das erste Turnier durchführten, mussten wir noch behelfsmässig mit Spielern der beiden Vereine auskommen. Mittlerweile melden sich die Schiedsrichter freiwillig, spätestens 24 Stunden nach der Ausschreibung per Mail sind alle 28 benötigten Personen gefunden. Dass sogar ehemalige Spitzenschiedsrichter wie Thomas Erhard schon dabei gewesen sind, hat sich in der Szene natürlich herumgesprochen und sicherlich geholfen.

Auf was freust du dich an diesem Wochenende besonders? Ganz klar auf die Kinder. Es ist jedes Jahr etwas Besonderes, wenn sie völlig aufgeregt in der Halle eintreffen und später mit strahlenden Augen herumrennen. Solche erlebten Dinge entschädigen einen nachher für die geleistete Arbeit, besonders die Jubelszenen und die ohrenbetäubenden Freudenschreie der Mädchen ■ berühren mich jedes Mal sehr.

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Vom Unihockeyspieler zum…

Vom Unihockeyspieler zum Nationalrat Christian Wasserfallen (31) ist der Unihockey-Botschafter im Bundeshaus. Der Berner FDP-Nationalrat hat neben seiner politischen Karriere während mehr als 10 Jahren bei verschiedenen Vereinen in der Region Bern aktiv Unihockey gespielt. Ganz an den Nagel gehängt hat er den Schläger bis heute nicht. powerplay sprach mit dem vielleicht einflussreichsten Unihockeyaner der Schweiz unter anderem über Sportpolitik, freiwilliges Engagement und die WM in der Schweiz.

Interview: Matthias Fiechter Foto: Matthias Fiechter

Christian, wie bist du zum Unihockey gekommen? Ich erinnere mich noch genau, wie ich im Jahr 1993 zum ersten Mal mit Freunden in ein Training des UHC Muri Gümligen gegangen bin und sofort von dieser Sportart begeistert war. Von da an bin ich dabei geblieben.

Als Sohn von Kurt Wasserfallen (verstorbener Alt-Gemeinderat Bern und Nationalrat, Red.) und später als aktiver Jungpolitiker warst du während deiner Unihockey-Laufbahn immer eine bekannte und vielleicht auch kontroverse Person. Wie bist du damit umgegangen? Das Schöne am Unihockey ist, dass das nie eine Rolle gespielt hat. Auf dem Spielfeld sind alle gleich, ich kann mich nicht daran erinnern, dass Politik da je ein Thema war. Gerade darum war Unihockey für mich immer ein wertvoller Ausgleich zum Alltag.

Bleibt dir heute neben deiner politischen Arbeit und dem Job überhaupt Zeit für diesen Ausgleich?

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Eine Lizenz habe ich nicht mehr, weil ich einfach zu oft keine Zeit hätte, um an den Spielen teilzunehmen. Aber ich trainiere weiterhin mit den Hornets Moosseedorf mit und sehe mir so oft ich kann auch Unihockeyspiele an.

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Vom Unihockeyspieler zum…

Einen UHC Nationalrat gibt es aber nicht? Nein, so viele Unihockeyspielerinnnen und -spieler gibt es im Bundeshaus leider noch nicht. Vielleicht kommt es ja einmal so weit, ich wäre jedenfalls dabei! Ich glaube, im finnischen Parlament gibt es beispielsweise eine Unihockey-Gruppe, einen ersten Gegner hätten wir also schon mal.

Finnland scheint uns wie auch Schweden generell sportlich voraus zu sein, insbesondere im Unihockey. Beide Länder sind in Sachen Bevölkerung mit der Schweiz vergleichbar. Was machen wir falsch? Ich glaube nicht, dass wir viel falsch machen. Man muss auch bedenken, dass junge Leute gerade in Skandinavien oft weniger Auswahlmöglichkeiten haben; in vielen ländlichen Regionen gibt es ausser Unihockey schlicht keine Angebote. In der Schweiz gibt es hingegen überall auch noch einen Fussballklub, ein Handballteam, die Pfadi und andere Vereine respektive Aktivitäten. Da ist es naheliegend, dass diese Länder im Bereich Unihockey einen Vorteil haben.

Was kann sportpolitisch gemacht werden, um diese Lücke zu schliessen? Meiner Meinung nach leistet sich die Schweiz eine ausgezeichnete Sportförderung. Man denke nur an die tolle Infrastruktur, die uns in Magglingen zur Verfügung steht. Es ist aber wichtig, dass gerade auch der Breitensport nicht vergessen geht und Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, sich sportlich zu betätigen. Dafür haben wir wirkungsvolle Instrumente und Mittel, beispielsweise «Jugend + Sport» oder die Einnahmen aus Geldspielen, die zu einem guten Teil dem Sport zugute kommen. Wenn man da noch etwas mehr tun kann, etwa «Jugend + Sport» auch jüngeren Kindern zugänglich zu machen, dann ist das aber sicher zu unterstützen.

sich so viele Leute ehrenamtlich dafür einsetzen, davon lebt der Sport. Zudem erwerben all diese Freiwilligen sehr viele Kompetenzen für ihr ganzes Leben.

Was hast du persönlich im Unihockey gelernt? Auch für mich war der Sport die beste Lebensschule. Nirgendwo kann man die oft zitierten Soft Skills, die heute mehr denn je gefragt sind, besser erlernen als im Mannschaftssport. Man entwickelt Teamgeist, man lernt, Kompromisse zu schmieden, sich für den anderen einzusetzen und sich auf den anderen zu verlassen. Ich bin überzeugt, dass mich Unihockey in jeder Hinsicht weitergebracht hat. Auch die Agilität auf den Beinen, um noch schnell für eine Abstimmung in den Nationalratssaal zu sprinten ist ein wichtiger Vorteil (lacht).

Ende Jahr steigt in Bern und Zürich die Unihockey-HerrenWM. Für dich als unihockeyspielender Berner Politiker ein besonderes Highlight? Auf jeden Fall. Ich möchte mir unbedingt möglichst viele Spiele anschauen. Die WM ist für das Unihockey in der Schweiz eine grosse Chance, ein besseres Schaufenster gibt es nicht. Ich bin gespannt, welche Ideen der Verband hat, um das Potential der WM auch für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen und viele neue Leute für Unihockey zu begeistern. Wir sind sicher, dass swiss unihockey diesbezüglich gerne auf dich zu■ kommen wird. Vielen Dank für das Gespräch.

Trotz diesen Mitteln und der grossen Popularität fehlt es im Unihockey wie in anderen Sportarten immer noch vielerorts an professionellen Strukturen, der Spielbetrieb kann nur dank Freiwilligenarbeit sichergestellt werden. Hat die Schweiz da kein Defizit? Das muss man positiv betrachten. Ich fände es ausgesprochen schade, wenn der Aspekt des freiwilligen Engagements aus dem Sport verschwinden würde. Es ist die Stärke des Unihockeys und anderer Sportarten, dass

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Kleinfeld Meisterschaften

Herren 1. Liga KF: Lengnau mit Kurzprogramm zum Titel Mit zwei hart erkämpften Siegen schnappte White Horse Lengnau dem UHCevi Gossau den Meistertitel weg. Mit diesem Coup wird seit zehn Jahren ausser den Zürcher Oberländern und den Berner Hurricanes endlich wieder einmal ein anderes Team die beste Kleinfeldmannschaft der Schweiz. Text: Dominic Bleisch Foto: Hans Widmer

Der Playoff-Final der Herren versprach eine spannende Affiche zu werden, zumal sich sowohl der UHCevi Gossau als auch White Horse Lengnau ohne grosse Probleme für den Schlussgang qualifiziert hatten. Die Favoritenrolle wurde in dieser Serie klar dem Titelverteidiger Gossau zugeteilt.

Wie nicht anders zu erwarten, brannten beide Mannschaften zu Beginn des ersten Spiels kein offensives Feuerwerk ab, keiner schien mehr Risiko als nötig auf sich nehmen zu wollen. Erst im zweiten Drittel fassten sich die Gäste aus Lengnau ein Herz und erlösten die knapp 200 Zuschauer in der Halle vom taktischen Geplänkel. Was dann in nur knapp 16 Spielminuten geschah, war schier unglaublich: Die Surbtaler schossen gegen den amtierenden Meister fünf Tore und konnten mit einem Viertorevorsprung beruhigt in die zweite Pause gehen. Das Heimpublikum hatte die Partie wohl schon abgeschrieben, als schliesslich doch noch eine Reaktion von Seiten Gossaus kam: Nun bestimmten sie das Spielgeschehen und schossen plötzlich haufenweise Tore. Am Ende musste schliesslich die Verlängerung über den Ausgang des ersten Spiels entscheiden, wo Valentin Müller sich und seiner Mannschaft den Auswärtssieg sicherte.

Alles war für die Belle vorbereitet Trotz der ärgerlichen Startniederlage liess sich der Favorit aus Gossau nicht aus der Ruhe bringen und war fest von einem Entscheidungsspiel am Sonntag überzeugt. An einen allfälligen Vizemeistertitel wurde kein Gedanke verschwendet.

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Es entwickelte sich ein körperbetontes und schnelles zweites Finalspiel. Beide Teams schenkten sich nichts und schossen schon in den ersten zwanzig Minuten sieben Tore. Bis kurz vor der

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zweiten Drittelspause war das Spiel ausgeglichen, ehe sich Lengnau wohl vorentscheidend mit 7:4 absetzte. Der Versuch Gossaus, mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torhüters wieder an die Surbtaler heranzukommen, schien am Anfang keine Früchte zu tragen, der Abstand vergrösserte sich nur noch um weitere sechs Tore. Die Lengnauer Funktionäre bereiteten wohl schon die Pokalübergabe vor, als Gossau sich nach einem Timeout noch einmal rehabilitierte und den wohl letzten Strohhalm zu fassen versuchte. Und tatsächlich: Das Polster des Gastgebers schmolz beträchtlich, plötzlich bestand lediglich noch ein Zweitorevorsprung. Am Ende behielt Lengnau aber die Nerven und konnte mit dem Meistertitel die Dominanz des UHCevi Gossau und der Berner Hurricanes brechen.

«Lengnau hat den Titel nicht gestohlen» Cevis Captain Matthias Keller war nach dem verlorenen Finale total frustriert, aber auch fair: «Lengnau hat den Meistertitel bestimmt nicht gestohlen, sie waren über die gesamte Serie hinweg gesehen ausgeglichener und effizienter. Vielleicht wog die unglückliche Niederlage in der Verlängerung im ersten Spiel doch schwerer, als wir zuerst gedacht haben». ■

UHCevi Gossau – White Horse Lengnau 0:2 (6:7 n. Vrl., 8:11)


Kleinfeld Meisterschaften

Damen 1. Liga KF: Gossau krönt sich wieder zum Schweizermeister Ebenfalls nach nur zwei Spielen war auch die Finalserie bei den Damen beendet: Cevi Gossau sicherte sich wie schon im letzten Jahr den Meistertitel und beschenkte sich nach dem verlorenen Cupfinal im März damit gleich selber.

Text: Dominic Bleisch Foto: David Kündig

Cevi Gossau dominiert das Kleinfeld! Neben den Herren standen auch die Damen erneut im Kleinfeld-Playoff-Final. Sowohl die Zürcher Oberländerinnen als auch ihre Gegnerinnen, der UHC Oekingen, hatten für die Finalqualifikation über die volle Distanz von drei Siegen gehen müssen. Die Neuauflage des letztjährigen Endspiels und des Cupfinals 2012 war völlig offen.

Beiden Mannschaften war zu Beginn der Reprise eine Spur von Nervosität anzumerken, das Spiel verlief ausserordentlich ruhig. Einzig Melanie Egli nutzte bis zur ersten Pause einen Abwehrfehler Oekingens eiskalt aus. In den nächsten 20 Minuten brach Gossau dann den Bann aber endgültig: Ein Ball nach dem anderen fand den Weg ins Solothurner Tor, Cevi führte bald mit 5:1. Um die drohende Startniederlage noch abzuwenden, versuchte Oekingen im letzten Drittel

mit einem verstärkten Pressing mehr Fehler beim Spielaufbau des Gegners zu provozieren. Den Solothurnerinnen gelang aber nur ein weiterer Treffer, während sich die Torausbeute der Zürcher Oberländer mit weiteren vier Toren äusserst ertragreich gestaltete. Gossau durfte nach diesem Sieg schon einmal vorsorglich die Meisterfeier planen. Trotz des deutlichen Ausgangs von Spiel eins durfte sich der Zuschauer nicht blenden lassen: Das Resultat war, gemessen am Spielverlauf, eindeutig zu hoch gewesen. So herrschte denn auch weiter Zuversicht bei Oekingen: Um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen, war extra eine laute Fangruppe nach Uster angereist.

Entscheidende Differenz im Abschluss Der Beginn der zweiten Partie war denn auch eher harzig, niemand wollte sich eine Blösse geben. Die kleine, aber entscheidende Differenz schaffte Gossau mit zwei Toren durch Seraina Kilchsberger. Die Zürcher Oberländerinnen verwalteten den Vorsprung während dem zweiten

Drittel sorgfältig, das Abwehrbollwerk bekam erst in der 25. Minute nach einem Gegentor in Unterzahl erstmals Risse.

Aus Rissen wurden bald klaffende Lücken, und so gingen die Gäste bis zur Spielmitte gar erstmals in Führung. Nach wenigen Minuten schlug Gossau aber zurück. Nach dem Ausgleich waren die Titelverteidiger dann endgültig beflügelt, der Pokal konnte in der Folge mit zwei weiteren Toren sicher in die Ostschweiz geholt werden. Mit goldenen Leibchen feierten die Spielerinnen anschliessend ihren erneuten Meisterschaftssieg.

«Defensiv sehr stabil gestanden» James Büchler, der Trainer der Zürcher Oberländerinnen, war nach dem Sieg über den gewonnen Final überglücklich: «Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir waren in den meisten Fällen defensiv sehr stabil und hatten eine herausra■ gende Torhüterin im Rücken». UHC Oekingen – UHCevi Gossau 0:2 (2:9, 3:5)

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| Nr. 2

Offizielles Magazin von swiss unihockey Erscheint 6x jährlich, Ausgabe Nr. 5 2011/2012

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Impressum

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Herausgeber: swiss unihockey, Ostermundigenstr. 69, Postfach 621, 3000 Bern 22, Telefon 031 330 24 44, Telefax 031 330 24 49 www.swissunihockey.ch, info@swissunihockey.ch Verlagsleitung / Anzeigenleitung: printgraphic AG Bern, Zikadenweg 39, 3000 Bern 6 Telefon 031 330 20 60, powerplay@printgraphic.ch Layout und Litho: printgraphic AG Bern, Zikadenweg 39, 3000 Bern 6 Telefon 031 330 20 60, powerplay@printgraphic.ch Druck: printgraphic AG Bern, Zikadenweg 39, 3000 Bern 6 Telefon 031 330 20 60, powerplay@printgraphic.ch Redaktionsleitung: Sarah Brunner, swiss unihockey brunner@swissunihockey.ch

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Redaktion: Matthias Fiechter, printgraphic AG Bern Telefon 079 744 02 50, redaktion.powerplay@printgraphic.ch Redaktionelle Mitarbeit dieser Ausgabe: René Bachmann, Reto Balmer, Dominic Bleisch, Sylvain Bolt, Matthias Fiechter, Etienne Güngerich, René Knöpfel, Timo Mäkynen, Remy Scherrer, Reto Voneschen, Edwin Wiedmer

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Bilder in dieser Ausgabe: Florian Büchting, André Burri, Matthias Fiechter, Mikko Hyvärinen, David Kündig, Hans-Ueli Mülchi, Christian Pfander, Red Ants Rychenberg Winterthur, Claudio Schwarz, swiss unihockey, Fabian Trees, Hans Widmer Auflage: 31945 Ex., WEMF (beglaubigt): 26 947 Ex. Papier: MultiArt Silk weiss halbmatt, 90gm2, FSC-Mixed credit Abonnemente, Adressänderungen: «powerplay» wird allen lizenzierten Spielern, Schiedsrichtern und Funktionären von swiss unihockey zugestellt. Externe Abonnementsbestellungen (Fr. 30.– jährlich) und Adressänderungen an: swiss unihockey, Postfach 621, 3000 Bern 22, info@swissunihockey.ch Die Redaktion dankt allen Beteiligten für die Mitarbeit. Die Weiterverwendung von Artikeln/Fotos aus dem Magazin ist nur mit Genehmigung der Redaktionsleitung und Fotografen erlaubt.

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powerplay · Nr. 5 · 10/11

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Les étoiles du sport se batteront à Lausanne.

Un match au sommet pour promouvoir le unihockey en Romandie Parvenir à réunir deux des meilleures équipes du championnat suisse – Wiler-Ersigen (7 fois champion de suisse, champion d’Europe 2005) et Floorball Köniz (vainqueur de la coupe de suisse à deux reprises) – pour disputer un match de gala organisé en Suisse-Romande ? C’est le pari fou que se sont lancé des membres du club lausannois LUC Unihockey. Cet événement exceptionnel en Romandie se déroulera à la salle du Vieux-Moulin (Lausanne) le samedi 23 juin 2012.

Photo : Fabian Trees

Comment avez-vous eu l’idée et la motivation d’organiser un tel événement ?

A deux mois de la manifestation, « powerplay » a rencontré l’un des organisateurs de la manifestation, le directeur technique du LUC Unihockey Stéphane Billeter.

L’idée est venue suite au cours Jeunesse et Sport qui a été suivi par notre Président, Spike Braunius. Il l’a suivi en allemand et a eu l’occasion d’y rencontrer des personnes de Köniz, de Wiler et de Suisse-Allemande en général. Pen-

Interview : Sylvain Bolt

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Romandie

dant ce cours, il a notamment rencontré une personne responsable de l’information de Wiler, avec laquelle il a beaucoup discuté et il a pu ainsi tisser des contacts. A la suite de cela, l’idée nous est venue de faire la promotion du unihockey autant au niveau de la ville de Lausanne qu’au niveau régional (population alentour). Cet événement est pour nous une très bonne opportunité de faire parler de ce sport.

Pourquoi avoir invité ces deux équipes ? Il y avait des contacts plus poussés avec WilerErsigen. Puis c’est ce même club qui a pris contact avec Köniz car la distance géographique était proche et visiblement ces deux équipes ont quelques affinités et s’apprécient bien sur le terrain.

À partir du moment où nous avions des contacts avec Wiler, nous leur avons directement posé la question de savoir s’ils avaient des préférences et voir s’il y avait des équipes qu’il ne fallait même pas essayer de contacter.

Avez-vous des adaptations à faire au niveau de vos infrastructures ? On imagine que ces deux équipes vont attirer un peu plus de monde que d’habitude… (Rires). On l’espère bien ! Au niveau de la salle du Vieux-Moulin, on sait que l’on devrait pouvoir accueillir entre 500 et 800 personnes. Après il faudra voir les dimensions exactes et la place à disposition pour les personnes. Mais en tout cas d’un point de vue des infrastructures en place, nous devrions pouvoir accueillir jusqu’à 800 personnes.

Et qu’en est-il du budget ? Le budget est d’environ 5000 CHF pour toute la manifestation. Il y a les frais de déplacements des deux équipes qui sont pris en charge, la nourriture sur place, les frais de location et évidemment quelques autres frais (apéro VIP, communication et pub).

Ces frais sont-ils entièrement à la charge de votre club ? Ces frais sont pour l’instant pris en charge par le club. Nous avons encore la possibilité d’ob-

tenir des subventions de la Ville de Lausanne qui offre son soutien pour certains évènements particuliers comme ce match de gala. Nous n’avons pas encore entamé les démarches car ils souhaitent avoir un budget précis pour savoir quelle somme allouer. Enfin, le LUC Unihockey étant un club universitaire, nous obtenons aussi de l’argent de la part de l’université.

Quelles sont les retombées d’un tel événement pour le club et la région ? Du point de vue du club et de son comité, c’est la possibilité de faire reconnaître le unihockey auprès de la municipalité et des administrations communales. Le but est qu’ils puissent découvrir ce sport, car au niveau des infrastructures et de certaines disponibilités, c’est parfois difficile. Ce que je peux comprendre car cette discipline, comme d’autres sports peu populaires, souffre d’un manque d’intérêt. Ensuite de l’autre côté, ce qui nous intéresse aussi, c’est de pouvoir faire de la publicité au niveau des écoles et des jeunes pour leur proposer ce sport. Evidemment ce que l’on cherche, c’est de pouvoir croître le mieux possible pour pouvoir arriver à maturité et puis pourquoi pas évoluer un jour avec une équipe dans les premières catégories.

Pensez-vous possible le fait d’avoir un jour une équipe romande compétitive en ligue nationale ? Un jour, oui ! Je pense que c’est tout à fait possible, il n’y a pas de raison que ça ne se produise pas. Ce sont des choses qui sont faisables et possibles au niveau du football, du hockey sur glace et au niveau du basket. Maintenant, et c’est un avis personnel, c’est surtout la solidité structurelle des clubs suisse-alémaniques qui assure souvent la stabilité de leurs clubs. Ensuite, au niveau de l’activité sportive, nous avons des jeunes joueurs qui sont partis par exemple à Wiler, qui jouent avec des équipes M21 compétitives et qui ont les capacités nécessaires. Le but maintenant serait de pouvoir offrir à nos jeunes la possibilité d’évoluer dans

des équipes de ce niveau pour qu’ils puissent rester à Lausanne. Si l’on peut donner un objectif chiffré, disons que si d’ici 5 à 10 ans, nous pouvions avoir mis en place une première équipe en 1ère ligue, ce serait déjà une bonne première étape. Il y aurait ainsi déjà une bonne stabilité par rapport aux équipes juniors.

Ce rapprochement avec un club de l’élite – comme Wiler – peut-il mener à des échanges, notamment au niveau de vos jeunes joueurs ? Alors absolument ! C’est encore des choses qu’il est possible de discuter mais si un club comme Wiler-Ersigen peut être intéressé par des jeunes joueurs talentueux qui jouent chez nous, la possibilité pour nos jeunes d’évoluer chez eux grâce à nos contacts serait magnifique. De plus, cela pourrait jouer dans le sens inverse également. Il y a beaucoup de jeunes suisse-allemands qui viennent apprendre le Français en Romandie, ce serait l’occasion pour eux de jouer dans notre club, même qu’une année, et de pousser ainsi les équipes juniors vers le haut.

La préparation du match de gala vous donne-t-il des idées quant à l’organisation d’autres évènements dans le futur ? Oui, il y a plusieurs possibilités. Nous avons à un moment donné un peu rêvé sur la possibilité d’organiser des championnats du monde ou autres mais malheureusement il s’avère qu’ils se déroulent déjà en Suisse en 2012. (Les 9èmes championnats du monde de unihockey se dérouleront à Berne et à Zürich du 2 au 9 décembre 2012.) Cela va donc forcément déplacer les délais. Mais sachant que Lausanne est une cité olympique et qu’il y a souvent des compétitions internationales qui s’y déroulent, organiser un jour une manifestation d’envergure serait quelque chose d’imaginable. Le but derrière tout cela sera forcément d’essayer de trouver d’autres collaborations avec des clubs comme Wiler-Ersigen ou Floorball Köniz pour continuer de promouvoir le uniho■ ckey en Suisse-Romande.

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Fachschulung «Einführung in die Sportmassage» swiss unihockey und Vifor Pharma, mit ihrer Marke Perskindol, laden ein … Teilnehmer:

Kursmaterial:

Trainer, Teambetreuer, Masseure, Medical Coaches und Interessenten

– Produkte der Perskindol Relax-, Classic-, Cool- und Dolo-Linie – Kursunterlagen

Kurskosten inkl. Kursmaterial: CHF 90.– pro TeilnehmerIn Kursbeschrieb: – passende Massage für den Mannschaftsund/oder Laufsport – Unterschied der Massagetechniken (vor und nach der sportlichen Betätigung) – praktische Anwendung vor Ort (Sportbekleidung)

Referenten: – Jack Eugster, Sporttherapeut und ehem. Chefmasseur Schweizer Eishockey Nationalmannschaft – Barbara Sigrist, Mitglied vom Jack Eugster’s Med Coaching Team

Schulungsdaten: Zuchwil, Mittwoch 30. Mai 2012 Gossau, Dienstag 26. Juni 2012 Kursdauer: 19.00 Uhr bis ca. 21.00/21.30 Uhr

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Fa c hsc h u l u n g «Ei nfü h ru n g i n d ie Sportm assage»

Name/Vorname:

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Bitte in Blockschrift und vollständig ausfüllen.

Einsenden an: Vifor Pharma, Olga Huber, Rte de Moncor 10, case postale , 1752 Villars-sur-Glâne 1 oder olga.huber@viforpharma.com Anmeldeschluss Fachschulung «Einführung in die Sportmassage»: 14 Tage vor dem Kursdatum

Zuchwil, Mittwoch 30. Mai 2012 Gossau, Dienstag 26. Juni 2012


swiss unihockey inside

Wir suchen… Die Technische Kommission von swiss unihockey ist als ehrenamtliche Fachkommission für die Organisation des gesamten Unihockey-Spielbetriebs in der Schweiz zuständig. Wir suchen für folgende Vakanzen geeignete KandidatInnen: Ressortchef Reglemente/Lizenzen/Transfers Aufgaben: – Verantwortung über die Anpassungen im Wettspielreglement, Wettspiel Cup, Lizenzreglement – Mitarbeit in Arbeitsgruppen zum Thema Reglemente / Lizenzen / Transfers – Überwachung Lizenzierungen und Transfers – Enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen der Geschäftsstelle Ressortchef Kleinfeld und Cup Aufgaben: – Organisation des Meisterschaftsbetriebes (Modus, Spieldaten) aller Kleinfeldligen Damen und Herren – Organisation des Cup-Spielbetriebes (Weisung Cup, Spieldaten, Cupauslosung) für den Swiss Mobiliar – Cup und Liga-Cup Damen und Herren – Mitarbeit in Arbeitsgruppen zum Thema Kleinfeld – Bearbeitung und Beantwortung der Anfragen und Anträge im Bereich Kleinfeld und Cup – Enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen der Geschäftsstelle

Interessiert? Weitere Informationen (Voraussetzungen, Bedingungen und Benefits) sind unter www.swissunihockey.ch ersichtlich.

Nr. 5 | Mai 2012

Ein Tag auf der Geschäftsstelle mit…

Simon Leuenberger Zwischen 8.00 und 8.30 komme ich gewöhnlich ins Büro. Seit ich 1997 mein Hobby zum Beruf machen durfte, arbeite ich mit grosser Begeisterung für swiss unihockey. Ich bin auf der Geschäftsstelle für die Nationalteams zuständig. Das heisst, ich betreue die A- sowie die U19 Auswahlen der Damen und Herren und drei Regionalauswahlen. Dabei bin ich oft der Junge für Alles: Ich übernehme viele administrative Arbeiten wie etwa das Beantworten allgemeiner Mails, den Versand der Aufgebote oder das Schreiben von Urlaubsgesuchen, organisiere aber auch Reisen, Material und Verpflegung für die Natis.

Ich bin auch dafür zuständig, gemeinsam mit den Trainercrews Lehrgänge und Zusammenzüge zu organisieren. Wenn Länderspiele anstehen, gehören Flug- und Hotelbuchungen, Transporte, Reisprogramme und die Koordination mit anderen Nationalteams zu meinem Job.

Ich schätze die Vielseitigkeit meiner Aufgaben bei swiss unihockey sehr. Zudem habe ich viel Spass am Kontakt mit den verschiedenen Leuten, mit denen ich durch meine Arbeit zu tun habe, von den Spielern und Trainern über Partner wie Gast Reisen, Adidas, Interhockey, Rivella und Vofor Pharma bis hin zu den Betreuern der ausländischen Nationalteams. Höhepunkte sind für mich als Verantwortlicher der Nationalteams natürlich jeweils die Weltmeisterschaften. Die Damen-WM in St. Gallen ist mir trotz der sportlichen Enttäuschung noch in bester Erinnerung und entsprechend gross ist die Vorfreude auf die Heim-WM der Herren! Ich bin dabei vor allem im Support tätig, schicke beispielsweise regelmässig Informationen an die teilnehmenden Nationen. Zudem helfe ich, am WM-Standort Bern für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen! Gegen 17.30 Uhr neigt sich mein Tag auf der Geschäftsstelle meist dem Ende zu – und fast immer verlasse ich das Büro mit dem guten Gefühl, an meinem Job rund ums Unihockey und die Nationalteams viel Freude zu haben.

Agenda 13.05.2012 – 15.05.2012

Nationale Selektion U17

23.05.2012–27.05.2012

Studenten-WM Prag

16.06.2012 – 17.06.2012

Finaltage Rivella Games und Unihockey Challenge

16.06.2012 – 17.06.2012

Unihockey Challenge Finaltage

23.06.2012

Delegiertenversammlung Altdorf

02.07.2012

Erscheinungstermin nächstes Powerplay

08.07.2012 – 14.07.2012

Summer Camp Fiesch I

14.07.2012 – 20.07.2012

Summer Camp Frutigen I

15.07.2012 – 21.07.2012

Summer Camp Fiesch II

22.07.2012 – 28.07.2012

Summer Camp Zuchwil

28.07.2012 – 03.08.2012

Summer Camp Frutigen II

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Leserbrief

Die Pokale gehören dazu! Leserbrief Eigenartig fand ich es, als ich vor sechs Jahren mit dem Unihockey anfing. Wozu braucht denn jeder einzelne Gruppensieger einen Pokal? Vom Fussball her kommend war ich mir das nicht gewohnt. Mit der Zeit begann ich aber zu verstehen, dass diese meist kleinen, günstig angefertigten Pokale für viele eine Bedeutung haben. In diversen Hallen sind sie in einer Vitrine ausgestellt, um die Entwicklung des lokalen Vereins zu dokumentieren. Und es ist eben doch etwas besonderes, wenn man am letzten Spieltag einen Pokal in den Händen halten darf. Wenigstens einmal im Leben einen «Kübel» gewinnen. So erging es mir letzte Saison. Es war nur der Gruppensieg in der 5. Liga, aber es war trotzdem ein Erfolg. Und der Pokal hat einen Ehrenplatz bekommen. Bei mir zu Hause auf der Wohnwand steht er und wartet darauf, dereinst in einer würdigen Vereinsvitrine ausgestellt zu werden.

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Vergangenheit. Ab dieser Saison gibt es keine Pokale mehr. Die Gruppensiege sind einfach nur noch Gruppensiege. Es fehlt der spezielle Touch, es fehlt eben der Kübel, den man eigenhändig mit Rivella auffüllt und mit dem man fröhlich zu einem Foto posiert. Sparen mag gut und recht sein, aber hier spart der Verband am falschen Ort. Auf der einen Seite wird von den Breitensportlern Geld für die WM eingezogen, auf der anderen Seite beraubt man genau jene Aktiven der unteren Ligen. Man beraubt sie um die mögliche Erfahrung, einen eigens erspielten Meisterpokal in Händen zu halten, um das Gefühl mal aus einem Pokal zu trinken. Der Entscheid zu dieser Sparmassnahme ist sehr bedauerlich. Denn die Meisterpokale gehören zu den Dingen, die das Unihockey ausmachen. Genauso wie das Fairplay, das in diesem Sport vorbildlich gelebt wird. Unihockey ist nicht Fussball – zum Glück. Es muss sich nicht

anderen Sportarten anpassen. Und darum darf es auch Pokale für alle Gruppensieger geben. Philipp Indermühle, Zofingen Unihockey Mittelland


Damen Nationalmannschaft

Rücktritte

verdienter Nationalspielerinnen Mit Sabrina Arpagaus, Daniela Stettler und Natalie Stadelmann treten drei langjährige und höchst verdiente Nationalspielerinnen per Ende Saison aus der A-Nationalmannschaft zurück.

Alle drei Spielerinnen gehörten zum Kader des Weltmeisterteams 2005 in Singapur und holten auch 2007 sowie 2009 für die Schweiz internationales Edelmetall. Ihr Auftritt an der Weltmeisterschaft von 2011 in St. Gallen wird somit ihr letzter im Schweizer Dress gewesen sein.

Text: swiss unihockey Fotos: Florian Büchting, André Burri, swiss unihockey

swiss unihockey dankt Sabrina, Daniela und Natalie für ihre grosse Verdienste und gratuliert ihnen herzlich zu ihren grandiosen Karrieren im Dress der Schweiz. Für ihre Zukunft ■ wünschen wir ihnen nur das Beste!

Sabrina Arpagaus

Natalie Stadelmann

Daniela Stettler

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-impressions

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Fotos: Christian Pfander (Keystone)


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Nachgefragt

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Powerplay Nr.5 2012  

Das offizielle Verbandsorgan von swiss unihockey