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RAHMEN

UND REALITÄT WIE DER KONTEXT UNSER SCHAFFEN BEEINFLUSST.

PROGRAMM


RAHMEN UND REALITÄT

WIE DER KONTEXT UNSER SCHAFFEN BEEINFLUSST. Welchen Rahmen braucht Kunst oder, vielleicht wichtiger, welchen Realität brauchen Künstler*innen? Welche Bedingungen erlauben es, aus dem Rahmen zu fallen oder denselben zu sprengen? Wie kann dem Neuen in die Welt geholfen werden? Wie verändern sich die Ansprüche durch Material und Arbeitsweise? Welches Umfeld motiviert, welches hemmt? Wir stehen mitten im Wandel der Realitäten. Nicht der Inhalt oder die Geschichten, sondern die Methoden und Umstände haben sich in den letzten Jahren rasant verändert. Neue Wege und Werkzeuge entstehen und vergehen in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. 2017 wollen wir für uns ein wenig Klarheit schaffen. Gemeinsam mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und unseren Partnern werden wir das Thema des Rahmens, des Arbeitsraums und der Arbeitsrealitäten mit Fokus auf Kunst, Forschung und Material erörtern. Ziel ist es, Einblick und Gefühl zu vermitteln, sowie Dialog zu schaffen. subnetTALK 2017 schlägt ein neues Kapitel auf. Gemeinsam mit dem Center for Human-Computer Interaction der Universität Salzburg (HCI) wechseln wir in eine neue Lokalität, das Techno-Z. Zugleich erweitern wir auch das Format des subnetTALKs. Nicht nur der Impuls, sondern auch der offene moderierte Dialog wird von FS1 begleitet und aufgezeichnet. Wir laden Sie herzlichst ein, im Rahmen der acht subnetTALKs mit uns gemeinsam und offen zu diskutieren. Rüdiger Wassibauer

Bild: DeconstructiveInteractionsLab - Schmiede16 Credit: Redox Game Labs


Vortra sprachgse

DE

SIMON SCHÄFER

den Kontext bestimmen Wir selbst. Mi, 22.2.17 · 19:00 der-warst.de | schaefersimon.de


TALK Ich komm vorbei und erzähle irgend etwas über mich und meine Wahrnehmung und mein Leben als Künstler. Mit der Realität beschäftige ich mich während sie passiert. Der Rahmen ergibt sich im Prozess. Vielleicht bring ich noch was oder wen mit. Das wird sicher ganz gut. Rerzwörpasplepo rerj, Nastwölp egi rerlmast.

SPEAKER Simon Schäfer ist Bildhauer, Medien- und Performancekünstler, Circuitbender, Musiker und Schwadroneur. Im Laufe seines Lebens hat er neben zwei saftigen akademischen Titeln von international angesehenen Instituten (HfG Offenbach und RCA London) eine schwer überschaubare Menge von Habseligkeiten in fremden Kellern angehäuft. Weiterhin besetzte er Häuser, verarbeitet Depressionen, mitbegründete Bands und Performancebewegungen, flog ins Weltall, und ließ sich nach Salzburg bitten, um Theater zu machen. Sein audiovisueller Lärmparasit “der Warst” telefoniert Bühnen zu Fetzen. der-warst.de schaefersimon.de Bildcredit: fraeuleinflora.at


TALK The impulse will focus on the future possibilities of material and design. Revealing a number of changes mankind might be facing within the next 30 years, the presentation will shift towards the use of advanced materials and highlight the importance of a material literacy to employ these progressively. It will conclude with an exemplary overview of research and student projects.

SPEAKER Dr. Manuel Kretzer is currently visiting professor at the Braunschweig University of Art, teaching the subject ‘Digital Crafting’ as well as Studio Master at the Dessau International Architecture Graduate School (DIA). Manuel is the founder of the ‘materiability research network’, an educational platform that provides open access to cutting edge new material developments and technologies. He is also founding partner of ‘responsive design studio’ based in Cologne, a design office that works on various scales, including architecture, interior architecture, landscape architecture, furniture and object design. materiability.com


Vort r spra agsche

EN

MANUEL KRETZER material eCologies

Mi, 15.3.17 · 19:00 materiability.com


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DE

WOLFGANG MADER

Vom Freiraum Otelo zur Unternehmung Otelo eGen Mi, 12.4.17 · 19:00 oteloegen.at | otelo.or.at


TALK 2010 entstand in Vöcklabruck das erste OTELO, das offene Technologielabor. Dieser kommunale Kreativ- und Freiraum war 2014 der ideale Rahmen und Humus um mit neuen Formen von Arbeiten und Wirtschaften zu experimentieren und damit für die Gründung der Otelo eGen, der ersten Beschäftigungsgenossenschaft in Österreich. Die Otelo eGen ist ein Modell für ein lernendes, soziokratisch organisiertes Unternehmen, dessen AkteurInnen sowohl UnternehmerInnen als auch ArbeitnehmerInnen sind. Die Angestellten leben und entwickeln ihre Potentiale, teilen Wissen und Ressourcen und unterstützen sich gegenseitig, um ein Leben in Zeit- und Einkommenswohlstand zu verwirklichen.

SPEAKER Wolfgang Mader stärkt und unterstützt Menschen & Gruppen das Ihre zu tun und daran zu wachsen. Ganzheitliches Denken, Prozessbegleitung, Innovationskultur, Bildung und systemische Beratung, die Menschen befähigt es selbst zu tun, sind seine Arbeitsfelder. Wirksam wird er dadurch in Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklungsprozessen ebenso wie in der Begleitung von Klein- und Mittelunternehmen. Im Verein Otelo Vöcklabruck ist er im Vorstand tätig und in der Otelo eGen als Mitgründer und derzeit noch als deren Obmann aktiv. oteloegen.at otelo.or.at German Bildcredit: Robert Maybach .Fotografie


TALK The lecture-performance will focus on the hedonic auditory body framing digital worlds, on sound-gestures as emotional interfaces creating adaptive environments shaped by soundscapes. Performative samples of auditory media-art studies will try to make experienceable bridging the gap between science and art - both having epistemological interests. Soundbased emotional interaction will turn the idea of modernism of social “feasibility” to a policy of intimacy - to a homeostatic life of the hedonic body with virtualities based on emotional partnership.

SPEAKER Werner Jauk is professor at the University of Graz, head of „pop/music + media/art“ working on music as role model for media arts & post-digital lives. Founder of “grelle musik” (together with Doris Jauk-Hinz) - working in an institutional as well as in an independent space. After studies in cybernetics, experimental aesthetics and digital music (KFUG/ KUG/ IRCAM), his arts-based research is focused on emotional gesture-interfaces creating material worlds by immaterial codes. Scientific and artistic experiments in sound- and auditory-studies published in international journals, presented at various festivals (Biennale di Venezia / Ars Electronica / Steirischer Herbst / Spring-Festival / ICMWT 2014 - Beijing / TransMediaAkademie … at last: Art+Science - Belgrade / Shape-Festival Dresden) homepage.uni-graz.at/de/werner.jauk Bildcredit: Dorsi Jauk-Hinz /spring-festival


Vort r spra agsche

DE/

EN

WERNER JAUK

The hedonic body -framing virtuality sound-gestures, the body & postdigital culture Mi, 17.5.17 ¡ 19:00 homepage.uni-graz.at/de/werner.jauk


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KATRIN WOLF

The digital in the arts and in exhibitions Sa, 23.9.17 · 19:00 katrinwolf.info


TALK Exhibition spaces as well as exhibits become smart through technology. They may know where and who the audience is. Exhibitions may remember their visitors; they may teach or consult them - guided by individual interest schemes. Exhibits may be connected to the artists who made them or be embedded in their bodies. This talk is presenting existing projects as well as visions of the digital in the arts and exhibitions to inspire a fruitful discussion on how we wish to create, exhibit and explore art in the future.

SPEAKER Katrin Wolf is professor for Media Informatics at Hamburg University of Applied Sciences. Prior to that she was professor for Media Informatics at BTK - University of Art and Design in Berlin. She was a postdoctoral researcher in the Human Computer Interaction Group in the Institute for Visualization and Interactive Systems and the SimTech Cluster for Simulation Technology at the University of Stuttgart. Her focus of research is in human computer interaction and interaction design to create interactive systems and mediated realities. katrinwolf.info

ORT

Schmiede Hallein Saline, Pernerinsel,

Hallein


TALK Gerade für Start-ups aus dem Bereich “Kreativwirtschaft” gibt es vor allem in Ballungsgebieten immer weniger Raum. Das erkennen auch Städte und Kommunen, die gegen eine regelrechte Landflucht des kreativen Potenzials zu kämpfen haben. Gleichzeitig brechen mit der Flut an ankommenden Flüchtlingen solche Räume weg. Die Kombination aus Flüchtlingsunterkunft und Kreativquartier ist attraktiver denn je...

SPEAKER Thomas Philipp leitet das außeruniversitäre Forschungsinstitut „LIquA - Linzer Institut für qualitative Analysen“. Seit seinem Bestehen hat er zahlreiche Studien, Workshops und Vorträge durchgeführt, insbesondere für öffentliche Behörden, aber auch Universitäten, NGOs oder privatwirtschaftliche Unternehmen. LIquA zeichnet u. a. für die wissenschaftliche Begleitung zum Kulturentwicklungsplan KEP Land Salzburg verantwortlich. Philipp ist wissenschaftlicher Projektmitarbeiter an der Universität Mozarteum Salzburg und Lehrbeauftragter für gesellschafts-, sozial- und kulturwissenschaftliche Themen an der Johannes Kepler Universität Linz, der Kunstuniversität Linz und der Fachhochschule Oberösterreich. Er ist auch in verschiedenen Kunst- und Kulturinitiativen aktiv. kep-landsalzburg.at liqua.net Bildcredit: Andreas Kepplinger


ragsVort ache spr

DE

THOMAS PHILIPP

guTe KulTurpoliTiK machT KÜnsTler*innen glÜcKlich Mi, 25.10.17 · 19:00 kep-landsalzburg.at | liqua.net


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DE

CLAUDIA ROHRMOSER

Ladies andGentlemen we are floating in space Mi, 15.11.17 · 19:00 cinemavertigo.tv | rohrmoser.tv


TALK Einen guten Film zu sehen ist wie ein Rausch, in dem die eigene Existenz für kurze Zeit unterbrochen ist. Dabei spielt auch die glaubwürdige Erzählung des Raums eine wesentliche Rolle. Der Vortrag stellt Überlegungen zum Verhältnis von Film, Format und Raumdarstellung an und beleuchtet die Wirkung filmischer Raumkonzepte in Kino, Medieninstallation und VR. Welche Darstellungsstrategien lassen die Zuschauer in einen Illusionsraum eintauchen? Lassen sich traditionelle 2D Gestaltungsprinzipien in den virtuellen Raum übertragen? Wie wird sich die Wahrnehmung von Film verändern, wenn es keinen Rahmen mehr gibt?

SPEAKER Claudia Rohrmoser wurde in Salzburg geboren. Sie studierte MultiMediaArt/Computeranimation an der FH Salzburg und Medienkunst an der Universität der Künste Berlin. 2009 gründete sie mit der Schmiede Hallein das “Cinema Vertigo” als Experimentierraum für künstlerische Forschung im Medium des bewegten Bildes. In ihren Videoarbeiten beschäftigt sie sich sich mit audiovisuellen Installationen, Visual Music und experimenteller Animation. Sie lehrt und forscht als Professorin für Motion Design und Media Spaces an der BTK-Hochschule für Gestaltung in Berlin. cinemavertigo.tv rohrmoser.tv


TALK Moya Hoke, beschäftigt sich mit sozial- und konsumkritischen Themen und setzt diese an der Schnittstelle zwischen Design, Kunst und Handwerk um. In ihrer theoretischen Auseinandersetzung widmet sich Moya Hoke dem kultur- und gesellschaftsprägenden Aspekt von Design sowie der politischen Dimension von Gestaltung im Allgemeinen.

SPEAKER Moya Hoke ist gelernte Modistin und studierte Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie nahm an Ausstellungen in Wien und Mailand teil, arbeitete in Kooperationen in London sowie in Kyoto und hielt Vorträge in Deutschland und Österreich. Hoke lehrt momentan an der NDU-Pölten im Studiengang Design, Handwerk und materielle Kultur. moyahoke.com


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DE

MOYA HOKE

Gestaltung als Rahmen und Spiegel unseres Handelns Mi, 29.11.17 ¡ 19:00 moyahoke.com


Das Anliegen von subnet ist es, Kooperationen mit kulturellen und universitären Institutionen in Salzburg einzugehen und damit das Netzwerk des Publikums wie auch der potenziellen RednerInnen zu erweitern und neue Einflüsse zu erhalten. Ort: Center for Human Computer Interaction der Universität Salzburg, Techno 5, Studio 3, Jakob-Haringer-Straße 8, 5020 Salzburg Beginn: 19:00 Sprache: siehe Angabe (Deutsch oder Englisch) Dauer: Impus ca. 20 min, Dialog ca. 40 min. Dokumentationen: vimeo.com/subnettalk subnetTALK 2017 ist eine Kooperation zwischen dem Center for Human Computer Interaction der Universität Salzburg ( hci.sbg.ac.at ) und subnet ( subnet.at )

Center for Human-Computer Interaction University of Salzburg

Veranstalter: subnet.at

subnetTALK ist ein offenes Dialogformat. subnet lädt Künstler*innen und Forscher*innen ein, einen Impuls zu Themen im Spannungsfeld Kunst, Material und Forschung zu geben. Dieser Impuls ist Grundlage für den folgenden Dialog. Beides - Impuls wie Dialog werden von FS1 aufgezeichnet und gesendet. Rüdiger Wassibauer moderiert den Dialog.

Design:

subnetTALK Einblick und Dialog im Spannungsfeld: Kunst, Forschung, Material.

subnetTALK 2017 Rahmen und Realität.  

Wie der Kontext unser Schaffen beeinflusst. Neues Jahr neues Glück, Rahmen meinte ich. Ab jetzt findet Mann und Frau subnetTALK in den neue...

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