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OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

Januar/Februar

KUNSTSTOFF XTRA

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG

PRIMUS 16 Roboter für Pick & Place Anwendungen •klein •schnell •kostengünstig TeachBox R8.3 PRIMUS

WITTMANN Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 | CH-8722 Kaltbrunn | Tel.: +41-55293 4093 | info@wittmann-group.ch | www.wittmann-group.ch


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EDITORIAL

Und es gibt ihn doch, den Klimawandel Das WEF 2018 in Davos hat – wie jedes Jahr – die volle Medienaufmerksamkeit auf sich gezogen. Ausgiebig wurde berichtet, Wirtschaftskapitäne,

www.granula.ch www.granula.eu

KUNSTSTOFF XTRA

Politiker und Wissenschaftler standen im Rampenlicht. Viel beachtet war auch der Auftritt von Präsident Donald Trump am Wirtschaftsforum. Der New York Times war der Auftritt sogar so wichtig, dass der US-Präsident es mit Bild und Text auf die Frontseite schaffte. Der Januar geht in der Schweiz als der bisher wärmste Monat seit Messbeginn in die Geschichte ein. Im Durchschnitt lagen die Temperaturen im Flachland um 4,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Daran ändern auch die rekordverdächtigen Schneemassen nichts, die in den Bergen liegen und für tagelange Lawinengefahr der höchsten Stufe sorgten. Bereits der Kälteeinbruch im Osten der USA Ende 2017/Anfang Januar veranlasste Trump dazu, seine Zweifel an der Klimaveränderung zu twittern: «Perhaps we could use a little bit of that good old Global Warming that our Country, but not other countries, was going to pay trillions of dollars to protect against.» Wahrscheinlich bekräftigten die Schneemassen in Davos ihn in seiner Meinung, dass die Klimaerwärmung ein herbeigeredetes Hirngespinst sei. Und dann das: Roger Federer besiegte – bei Temperaturen von 40 °C – im Final des Australian Open den Kroaten Marin Cilic und brachte damit seinen 20. Grand-Slam-Titel ins Trockene. Den ersten Titel gewann er in Wimbledon 2003, als wohl manch einer sich fragte: Roger who? Dass ein Athlet nach 15 Jahren immer noch an der Weltspitze steht, ist sicher eine Ausnahmeerscheinung, kommt aber nicht von ungefähr. Ich nenne das einen verantworfür seinen Körper und hat Erfolg damit, Unternehmen tun dies zum Wohle der Firmenprofitabilität – Stichworte sind hier Energieeffizienz, Leichtbau, Kreislaufwirtschaft – und eventuell auch mit Blick auf die Umwelt und den Klimawandel.

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com

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Farbenvielfalt Medizinaltechnik

tungsvollen und nachhaltigen Einsatz der Ressourcen. Roger Federer tut dies


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INHALTSVERZEICHNIS

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FOKUS Die AM Expo legt zu und wird internationaler

Am 6. und 7. März 2018 findet bei der Messe Luzern die AM Expo statt, die einzige Fachmesse für professionellen 3D-Druck in der Schweiz. Nach der erfolgreichen ersten Austragung im September 2016 wird sie jetzt noch internationaler: Unter den über 100 Ausstellern sind neben Unternehmen aus der Schweiz auch zahlreiche bekannte Global Player der Branche.

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ADDITIVE FERTIGUNG Traumstart für die 3D-Druck-Lösung von HP

HP brachte vor ziemlich genau einem Jahr die – wie der US-amerikanische PC- und Druckerriese selbstbewussst sagt – revolutionäre HP Jet Fusion 3D Printing Technologie auf den Markt. Wie gut ist die hochgelobte 3D-Technologie im Markt angekommen? Ein Gespräch mit Martin Affolter, CEO der SGSolution AG, welche die HP-Drucker in der Schweiz vertritt.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für Werkstoffe – Verarbeitung – Anwendung Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 8. Jahrgang (2018) Druckauflage 5800 Exemplare WEMF / SW-Beglaubigung 2017 5451 Exemplare total verbreitete Auflage 1446 Exemplare davon verkauft ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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VERFAHRENSTECHNIK Propylen und Propan mit MOF getrennt

Einem internationalen Forscherteam der Leibniz Universität Hannover, der Universität Augsburg und des Boreskov-Instituts Novosibirsk ist es erstmals gelungen, durch das Anlegen von elektrischen Feldern die Gastransporteigenschaften von Metallorganischen Netzwerkverbindungen zu verändern. Das Verfahren könnte die Herstellung von Kunststoffen wie beispielsweise Polyethylen oder Polypropylen erheblich vereinfachen und dadurch helfen, die Produktionskosten zu senken.

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MESSEN/PRÜFEN/QS Schäume werden inline messbar

Die wesentlichen Produkteigenschaften von geschäumten Extrudaten sind die Rohdichte, die Zellgruppenverteilung und die Extrudatgeometrie. Um diese Eigenschaften inline zu quantifizieren, setzt das SKZ seit einiger Zeit erfolgreich die Terahertz-Technik (THz) ein.

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com

Vorstufe Triner Media + Print Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz Telefon +41 41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch

Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Abonnemente Telefon +41 41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Pfaffacherweg 189 Postfach 19 CH-5246 Scherz Telefon +41 56 619 52 52 Telefax +41 56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Druck Werner Druck & Medien AG Kanonengasse 32 Postfach 2212 CH-4001 Basel Telefon +41 61 270 15 15 www.wd-m.ch

Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto)

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2018 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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INHALTSVERZEICHNIS

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GEBÄUDEPLANUNG Zukunftssichere und nachhaltige Firmenzentrale

PLA-Abfälle im Abfallstrom

Die Anklin AG konnte mit einer feierlichen Eröffnung ihren neuen Firmensitz beziehen. Nachdem der alte Standort in Binningen den zukünftigen Anforderungen nicht mehr gewachsen war, entschied sich das Unternehmen für einen Neu- sowie Ausbau in Reinach. Die Gesamtverantwortung für Planung und Realisierung wurde der IE Technology in Zürich übergeben.

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Biobasierte Produkte, insbesondere als Verpackungsmaterialien, finden sich immer häufiger in den Verkaufsregalen und damit auch immer häufiger im Abfall. Das stellt unsere Recyclingsysteme vor neue Herausforderungen. Viele Abfallentsorger befürchten, dass biobasierte Kunststoffe die etablierten Verwertungswege stören.

VERBAND

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WIRTSCHAFT

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NEWS

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VERANSTALTUNGEN

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PRODUKTE

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LIEFERANTEN­ VERZEICHNIS

RECYCLING Vom Teppich bis zum Rucksack

Der neue WITTMANN Roboter PRIMUS 16 für kosteneffiziente Produktion

KUNSTSTOFF XTRA OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

Der neue PRIMUS 16 Roboter eröffnet die PRIMUS Baureihe, die in erster Linie für Pick & Place Anwendungen zum Einsatz kommen soll. Die speziell aus dem Kleinteilebereich kommende Anforderung, die Teile ohne Zuhilfenahme einer komplexen Automatisierung zu separieren, hatten den Anstoss für diese Entwicklung gegeben. Das Ergebnis zeigt sich nun in Form des PRIMUS 16, der mit seiner Tragkraft von bis zu 5 kg und der Absolut­ encoder-Regelung dafür bestens gerüstet ist. Der Absolutencoder kommt bei sämtlichen Kleingeräten von WITTMANN zum Einsatz. Die ohne vorhergehendes Referenzieren kon-

Januar/Februar

ZUM TITELBILD

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Der Anteil wächst, die Vielfalt auch: Immer mehr PET-Flaschen werden wiederverwertet, immer mehr Produkte aus recyceltem PET hergestellt. Verarbeitet zu Folien und Fasern findet recyceltes PET (rPET) innovative Einsatzbereiche – von Taschen oder Gardinen bis zu Teppichen. Die Übersicht zeigt spannende Einsatzgebiete.

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BIOKUNSTSTOFFE

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG

PRIMUS 16 Roboter für Pick & Place Anwendungen •klein •schnell •kostengünstig TeachBox R8.3 PRIMUS

WITTMANN Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 | CH-8722 Kaltbrunn | Tel.: +41-55293 4093 | info@wittmann-group.ch | www.wittmann-group.ch

stant vorliegende Positionsrückmeldung beschleunigt den Prozessstart beträchtlich. Die Horizontalachse des PRIMUS 16 verfügt über einen Hub von 1500 mm bzw. 2000 mm, die Vertikalachse über entweder 800, 1000 oder 1200 mm, und die Entformachse über 420 oder 620 mm. Wie bei allen WITTMANN Servorobotern erfolgt die Programmierung über die TeachBox R8, welche sich durch Nutzung der grafisch unterstützten QuickNew Programmieroberfläche für den Anwender äus­ serst komfortabel gestaltet. Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch

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Bild: Messe Luzern

Fokus

Für zwei Tage im März wird die Messe Luzern Treffpunkt der AM Community sein.

Fachmesse für professionellen 3D-Druck in Luzern

Die AM Expo legt zu und wird internationaler Am 6. und 7. März 2018 findet bei der Messe Luzern die AM Expo statt, die einzige Fachmesse für professionellen 3D-Druck in der Schweiz. Nach der erfolgreichen ersten Austragung im September 2016 wird sie jetzt noch internationaler: Unter den über 100 Ausstellern sind neben Unternehmen aus der Schweiz auch zahlreiche bekannte Global Player der Branche.

Die einzige Schweizer Fachmesse, die sich exklusiv dem 3D-Druck widmet, entwickelt sich mit einem Wachstum von 50 Prozent erfreulich: Rund 100 Aussteller aus den Bereichen Auftragsfertigung, Engineering, Software, Maschinen und Materialien präsentieren an der zweiten AM Expo ihre Innovationen im Additive Manufacturing (AM). Bereits die Premiere hat die Teilnehmer überzeugt, sodass 2018 einige namhafte internationale Firmen als Aussteller hinzukommen – wie die Trumpf Maschinen AG, Hewlett Packard, Renishaw GmbH und Stratasys GmbH – und der Messe Ausstrahlung über die Grenzen hinaus verleihen.

Gebündeltes Expertenwissen für die Praxis inbegriffen Das bewährte Messekonzept von 2016 wurde übernommen und weiterentwickelt. In neun Fokusthemen werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette relevante Bereiche für die Realisierung von AM-Projekten abgebildet. Sie schaffen Orientie4

rung und zeigen den erwarteten 2000 Besuchern auf, wie AM in Unternehmen rentabel eingesetzt werden kann. Noch praxisnaher geben Showcase-Präsentationen – konkret umgesetzte innovative Kundenprojekte – den Messebesuchern Inspiration für eigene AM-Projekte. Am nach Anwendungsgebieten gegliederten Innovation Symposium stellen Referenten aus Wissenschaft und Industrie in 42 Expertenvorträgen ausgewählte Showcases vor. Die AMX Night als Netzwerkanlass nach Messeschluss rundet das Programm der AM Expo 2018 ab.

Optimale Messevorbereitung und breite Trägerschaft Ein neuer Webauftritt mit zahlreichen Such-, Merk- und Vernetzungsfunktionen bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich optimal auf die Fachmesse vorzubereiten – zum Beispiel, um schon jetzt interessante Gesprächspartner in der rasant wachsenden AM Community zu finden und um Termine während der Messe zu

vereinbaren. Die AM Expo wird als Schweizer Hotspot für Innovation, Netzwerken und Wissenstransfer von nationalen Organisationen wie dem AM-Network Switzerland unterstützt. AM Expo in Kürze Name: Additive Manufacturing Expo Ort: Messe Luzern Datum: 6. und 7. März 2018 Öffnungszeiten: 9.00 bis 16.00 Uhr AMX Night: 6. März, 16.00 bis 18.00 Uhr Eintrittspreis: CHF 25.–, Lernende und Studierende kostenlos Strategischer Partner: Additively AG Veranstalterin: Messe Luzern AG Kontakt Messe Luzern AG Horwerstrasse 87 CH-6004 Luzern +41 41 318 37 54 fabienne.meyerhans@messeluzern.ch www.am-expo.ch n 1–2/2018


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Fokus

Exklusiv-Interview

Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft Kaum ein anderer Bereich der Kunststoffbranche ist im Moment so dynamisch wie der 3D-Druck respektive die additive Fertigung (AM Additive Manufacturing). Doch trotz grosser Entwicklungsschritte bei Engineering, Materialien und Druckerlösungen gibt es noch viel Luft nach oben. René Ziswiler, Leiter Industriemessen bei der Messe Luzern, und Matthias Baldinger, CEO und Co-Founder der Additively AG, sagen, weshalb sich ein Besuch der AM Expo in Luzern lohnt.

Marianne Flury Herr Ziswiler, die AM Expo wurde im Juni 2015 lanciert und fand erstmals im September 2016 statt. In Deutschland wurden damals gleich zwei Messen aus der Taufe gehoben, die das Thema der additiven Fertigung aufnahmen. Weshalb diese Messe in der Schweiz? René Ziswiler: Wir haben das Thema «additive Fertigung» ursprünglich nicht mit dem Gedanken aufgegriffen, eine Messe zu lancieren. Diverse Gespräche und Workshops mit Industrievertretern, Wissenschaft und Verbänden im Vorfeld haben aber ergeben, dass das Interesse an einer solchen Veranstaltung für die Schweiz – insbesondere für die KMU orientierte Fertigungsindustrie – klar bestand. Wie ist das Interesse der grossen internationalen Player im 3D-Druck, knapp vier Monate nach der formnext in Frankfurt? Ziswiler: Das Interesse ist stark zunehmend. Wir verzeichnen aber ein Wachstum quer durch die Branchen. An der 1. AMX hatten wir viele Auftragsfertiger aus der Schweiz und Handelsvertreter. Nun verbuchen wir Zuwächse entlang der ganzen Wertschöpfungskette, auch mit Anbietern aus dem Ausland. Matthias Baldinger: Wichtig für uns war auch, die vor- und nachgelagerten Bereiche abholen zu können, also Engineering- und Softwareunternehmen und auch die Nachbearbeitungsbetriebe. Das ist uns gelungen. Dann haben Sie das Ziel, mit der AM Expo die ganze Wertschöpfungskette abbilden zu wollen, erreicht? Ziswiler: An der 1. AMX hatten wir klar den Auftragsfertiger im Fokus. Den Blick1–2/2018

winkel haben wir insbesondere deshalb erweitert, weil inzwischen immer mehr Firmen in diese Technik investieren. Sie wollen die Fertigung selber an die Hand nehmen und nicht nur mit Auftragsfertigern zusammenarbeiten. Mit dem Einbezug der Firmen entlang der Wertschöpfungskette machen wir auch die Entwicklung des Marktes mit.

«Wir verbuchen Zuwächse entlang der ganzen Wertschöpfungskette»

Wie stark tangiert eine formnext die AMX? Ziswiler: Wir unterscheiden hier zwischen dem Auftragsfertiger, der hier in der Schweiz sein Einzugsgebiet hat und eher nicht an der formnext anzutreffen ist. Für ihn ist die AMX die Hausmesse. Für internationale Anbieter ist der Schweizer Markt durchaus interessant, vielleicht weniger vom Volumen als von der Qualität her. Deshalb wollen sie vor Ort präsent sein. Dabei geht es auch um den Marktaufbau, die Stärkung des Bekanntheitsgrades und um Imagepflege. Wer muss diese Messe besuchen? Ziswiler: Es gibt immer noch Firmen, die mit Additive Manufacturing Neuland betreten. Sie beginnen, sich mit dieser Technologie zu beschäftigen. Andere Firmen haben bereits Projekte und wollen vor allem Antworten darauf, wie man diese meistern kann. Entsprechend bieten wir im Rahmen des Symposiums Fokusthemen, die genau auf solche Fragen Antworten liefern.

Herr Baldinger, wie wichtig ist die Messe für Additively, den strategischen Partner der Messe? Baldinger: Für uns ist diese Messe natürlich sehr wichtig. Vor allem auch, weil Additively aktuell im Umbau ist. Wir waren ursprünglich ein Online-Marktplatz, d.h. ein Interessent konnte sein Bauteil hochladen und Angebote einholen. Da es aber meist nicht zielführend ist, ein traditionell gefertigtes Teil mittels eines additiven Verfahrens herzustellen, haben wir ein neues Konzept erarbeitet. Wir haben erkannt wie wichtig es ist, dass Firmen sich sehr früh in diesem Prozess mit einem externen Partner zusammensetzen und diskutieren, sei das nun ein Engineering-Dienstleister oder ein Auftragsfertiger. Deshalb haben wir den Marktplatz, so wie er bestanden hat, beendet und werden nun an der AM Expo im März unser neues Konzept vorstellen. Was ist der Kern des Konzepts und wer steht dahinter? Baldinger: Das Konzept entstand zusammen mit der Messe Luzern in einem Joint Venture. Ziel ist es, Firmen, die Additive Manufacturing einsetzen wollen, frühzeitig mit den richtigen Lösungsanbietern zusammenzubringen. Wir nennen das Content Marketing, das bedeutet, ein Anbieter listet nicht auf, was er in seinem Portfolio hat, sondern er stellt reale Anwendungsbeispiele online zur Verfügung. Online und offline ergänzen sich bei dieser Lösung: Die Showcases werden im Vorfeld der AMX auf der Messehomepage präsentiert, während der Messe werden sie physisch vorgestellt und nach der Messe stehen sie weiterhin auf der Additively-Plattform für die AM-Community zur Verfügung. 5


KUNSTSTOFF XTRA

Fokus

Was ist die grösste Herausforderung, das Potenzial auch nutzen zu können? Baldinger: Der wichtigste Punkt ist, dass ein grundlegendes Umdenken stattfinden muss bei den Anwenderfirmen dieser Technologie. Das grösste Manko im Moment ist, dass viele Firmen nicht wissen, bei welcher Art von Bauteil sie Additive Manufacturing wirklich gewinnbringend einsetzen können und wie die Bauteile konstruiert sein müssen, damit sie die Vorteile auch nutzen können. Das meine ich mit Umdenken. Wenn ich heute einen weichen oder einen harten Würfel fertigen will, mach ich das im Spritzguss über die entsprechende Materialwahl. Bei der additiven Fertigung ist das nicht zwingend. Ich kann das auch über ein anderes Engineering erreichen. Hier muss noch viel Entwicklungsarbeit geleistet werden, damit das Potenzial, das in dieser Technologie steckt, auch wirklich genutzt werden kann. Das Wissen über spritzgussgerechte Konstruktion wurde über Jahrzehnte aufgebaut und ist nun auf einem sehr hohen Niveau. Dieses Wissen fehlt noch in der additiven Fertigung. Was hebt die AM Expo von anderen, gleichgelagerten Messen ab? Ziswiler: Wir haben viel Zeit investiert und uns überlegt, was eine Messe bieten muss, damit jemand, der noch nicht weiss, was er nicht weiss, an die Messe kommt. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit der brandneuen Webseite – wo man sich inspirieren lassen kann, auf der man sich vernetzen kann, wo man sieht, welche Re6

Bild: Messe Luzern

Die additive Fertigung ist mittlerweile etabliert. Wo sehen Sie das grösste Potenzial resp. den grössten Handlungsbedarf? Baldinger: Etabliert ist etwas hochgegriffen. Ich würde sagen, Additive Manufacturing ist als Produktionsverfahren angekommen, aber es ist noch weit von der vollen Nutzung des Potenzials entfernt, das es längerfristig hat. Der Markt wird über die nächsten 10 Jahre zwischen 40 und 50 % jährlich wachsen. Das zeigt auch, welch grosses Potenzial in AM steckt. In den verschiedenen Anwendungsbereichen, die wir auch für die AMX definiert haben, sehen wir die Industrien mit dem grössten Potenzial. Dort wird in den nächsten Jahren die Post abgehen.

René Ziswiler (r.) und Matthias Baldinger: Damit der Besucher das durchgehende Konzept voll nutzen kann, muss er sich vorgängig auf die Messe vorbereiten.

ferate einen persönlichen Nutzen bringen können – wird der Besucher an den Punkt herangeleitet, der für ihn interessant sein kann. Dies im Gegensatz zu anderen Messen, deren Angebot eher auf der Nomenklatur basiert und weniger auf den Inhalt und auf Anschauungsbeispiele ausgerichtet ist. Gerade diese sollen den Aha-Effekt auslösen und einem User klarmachen, dass der Showcase x, realisiert eventuell mit einem anderen Material, genau für seine Anwendung die Lösung ist. Baldinger: Das durchgehende Konzept von analog und digital sieht man so auf keiner anderen AM-Messe. Damit der Besucher den vollen Nutzen daraus zieht, muss er sich vorgängig auf die Messe vorbereiten. Interessiert er sich zum Beispiel für Leichtbau, findet er eventuell unter den verschiedenen Showcases bereits im Vorfeld ein Beispiel, das zur Lösung seines Problems beitragen kann. Was ist das Highlight auf der AMX 2018? Ziswiler: Wir haben nicht das Highlight; wir haben viele Neuaussteller, die auch zahlreiche neue Anlagentypen präsentieren. Für den Schweizermarkt werden xPremieren zu sehen sein, also Exponate, die so noch nirgends in der Schweiz vorgestellt wurden. Ich glaube, es würde den Ausstellern nicht gerecht werden, wenn wir etwas aus dem breiten Angebot herausheben würden. Es wird viel Neues zu

entdecken geben – das ist das Highlight der Messe. Baldinger: Für jeden Besucher ist etwas anderes spannend und relevant. Der Besucher, der sich – um beim Beispiel Leichtbau zu bleiben – für «Performancesteigerung mittels AM im Leichtbau» interessiert, findet zahlreiche konkrete Anwendungsbeispiele alleine zu diesem Thema – Anwendungen, die auf der Messe ausgestellt werden. Dazu kommen fünf oder sechs Vorträge, die sich ebenfalls diesem Thema widmen. Ein anderes Fokusthema ist zum Beispiel, wie sich die Nachbearbeitung von additiv gefertigten Teilen sinnvoll machen lässt. Dass jeder Besucher seine individuelle Lösung finden kann, das ist für mich das Highlight der Messe.

Kontakte Messe Luzern Horwerstrasse 87 CH-6004 Luzern +41 41 318 37 00 rene.ziswiler@messeluzern.ch www.am-expo.ch Additively AG Gasometerstrasse 9 CH-8005 Zürich +41 44 552 44 60 matthias.baldinger@additively.ch www.additively.com

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Additive Fertigung

Jet Fusion 3D 4200

Traumstart für die 3D-Druck-Lösung von HP HP brachte vor ziemlich genau einem Jahr die – wie der US-amerikanische PC- und Druckerriese selbstbewussst sagt – revolutionäre HP Jet Fusion 3D Printing Technologie auf den Markt. Wie gut ist die hochgelobte 3D-Technologie im Markt angekommen? Ein Gespräch mit Martin Affolter, CEO der SGSolution AG, welche die HP-Drucker in der Schweiz vertritt.

Gibt es bereits Feedbacks von den Kunden? Affolter: Die gibt es. Wir haben auch aktiv Kunden befragt, denn wir sind natürlich interessiert daran, wie diese die neue Technologie aufnehmen — und unseren Service. Das Feedback war duchwegs positiv. So sagte z.B. Michael Knecht, Geschäftsführer der Zermec GmbH: «Der HP Jet Fusion 3D Printer ist seit Mitte Oktober 2017 bei uns im Einsatz, die Installation verlief problemlos, und wir konnten das System sehr schnell selbstständig bedienen. Der Produktservice von SGSolution AG und HP ist überdurchschnittlich gut, alle Fragen und Anregungen konnten jeweils innerhalb eines Tages gelöst werden. Dank dieser Technik hat sich unser Produkt in kürzester Zeit erheblich verbessert, bei der Hauptbaugruppe konnten wir über 50 Prozent der Teile einsparen.» Ein weiteres Zitat kommt von Stefan Bertschi, er ist Deputy Head of Robotics Platform bei 1–2/2018

maschine auf den Markt kommen, und dies auf der Basis von PA12-Pulver. Man möchte mit dieser Maschine ein tiefes Preissegment ansprechen. Sie wird mit einem kleineren Bauraum daherkommen als die 4200 und wird daher keine reine Produktionsmaschine sein. Bild: HP/SGSolution

Herr Affolter, HP ist im vergangenen Jahr mit einer disruptiven 3D-Drucktechnologie und zwei ersten Modellen auf den Markt gekommen. Wie ist der Start in der Schweiz verlaufen? Martin Affolter: Die Firma prodartis AG hat sich bereits früh für die neue HP-Technologie entschieden. Dies hatte den Effekt, dass ein sehr positives Signal in den Markt gesendet wurde. Daraufhin investierten viele andere Firmen ebenfalls in die HP-Technologie. Wir wussten zwar damals, dass HP mit einer überzeugenden Lösung auf den Markt kommen würde und dass das Bedürfnis nach so einer Lösung vorhanden war. Aber einen derart erfreulichen Start hatten wir nicht erwartet. Die Schweiz ist dank diesem Traumstart auch gleich zu einem der absatzstärksten Länder in Europa geworden.

Jet Fusion 3D 4200 für grosse Stückzahlen.

Wyss Zurich, dem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungszentrum der ETHZ und der Universität Zürich. Er meinte: «Wir sind überzeugt davon, mit dem HP Jet Fusion 3D Printer bereits in die Technologie der Zukunft eingestiegen zu sein und schätzen die Qualität und die günstigen Kosten der Druckteile enorm.» Die beiden ersten HP-3D-Drucker Jet Fusion 3D 3200 und 4200 sind für den Einsatz in der industriellen 3D-Fertigung gedacht, die mit geringen Stückkosten zurechtkommt. Nun steht der Jet Fusion 3D 4210 bereit. Was steckt hinter diesem Upgrade? Affolter: Mit dem Jet Fusion 3D 4200 können wir Losgrössen von bis zu 10 000 Stück oder mehr adressieren. Mit dem Jet Fusion 3D 4210 will HP den Break-even noch weiter verschieben, wobei wir hier von Losgrössen um die 110 000 Stück reden. Dies wird durch noch tiefere variable Kosten erreicht. Welche weiteren Entwicklungen darf man im Jahr 2018 von HP noch erwarten? Affolter: HP hat einiges bereits angekündigt. So wird im Jahr 2018 eine Vollfarb-

Und wie entwickelt sich die «Open Materials Platform», die für alle Firmen offensteht, um eigene Materialien für die HPDrucker zu entwickeln? Affolter: Das Interesse an der «Open Material Platform» ist gigantisch. Bereits sind 50 der weltgrössten Chemiekonzerne auf diese Plattform aufgesprungen. Deren Materialien werden derzeit noch umfangreich getestet — aber in Kürze dürften die ersten zur Verfügung stehen, sodass die Plattform in diesem Jahr noch erste Resultate dieser Kooperation präsentieren kann. Sie stellen auf der AM Expo in Luzern aus. Was werden Sie zeigen? Affolter: Wir werden spannende Anwendungen der aktuellen HP-Technologie vorstellen. Natürlich geben wir auch einen Ausblick auf die für das zweite Halbjahr angekündigte Farbmaschine. Und wir werden am 7. März auf der AM Expo unser 10-jähriges Bestehen feiern. Das «wie» werde ich hier nicht verraten, aber wir werden unsere Kunden mit etwas Tollem überraschen. Kontakt SGSolution AG Wynenmattenweg 1 CH-5722 Gränichen +41 62 855 06 60 info@sgsolution.ch www.sgsolution.ch AM Expo: Halle 02, Stand D2129

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Additive Fertigung

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Bahnbrechender Ansatz für F&E

Voxelgesteuerter 3D-Druck

Stratasys stellt mit GrabCAD Voxel Print eine neue Software für ihre J750 3DDrucklösung vor, die während des Designund 3D-Druckvorgangs eine echte VoxelSteuerung bietet. Die Manipulation von mikroskopisch kleinen Voxeln, den Bausteinen des 3D-Drucks, ermöglicht es Anwendern, 3D-gedruckte Effekte und Eigenschaften zu erzielen, die zuvor nicht möglich waren. Dies, kombiniert mit der 3D-Druckfunktionalität der Stratasys J750 3D-Drucklösung in Vollfarbe, eröffnet eine neue Welt der digitalen Materialien und fortschrittlichen Strukturen für eine Reihe von anspruchsvollen Kundenanwendungen, einschliesslich akademischer Forschung, Produktdesign und Biomedizin sowie Kunst, Design und Animation. «Mit GrabCAD Voxel Print greifen wir auf die Leistungsfähigkeit unserer einzigartigen PolyJet-Farb- und Multimaterial-Funktion zurück, die von Kunden auf der ganzen Welt genutzt wird, und steigern die Möglichkeiten, die sie bietet, exponentiell. Dieses Maschinensteuerungs-Dienstpro-

Bilder: Stratasys

Ein neues Software-Dienstprogramm kombiniert die Möglichkeiten des Multimaterial-3D-Drucks mit einer echten Steuerung auf Voxel-Level-Kontrolle, mit der Anwender erweiterte Strukturen, Farbverlaufsmuster, interne Eigenschaften und Texturen gemäss präziser Materialanforderungen erstellen können. Damit erschliesst Stratasys neue Möglichkeiten für Forschung & Entwicklung, Biomedizin und Produktdesign.

Mit GrabCAD Voxel Print können ultra-realistische anatomische Modelle – wie dieser poröse, gewebeartige Knochen – für chirurgische Eingriffe wie Schneiden, Schleifen und Bohren erstellt werden.

gramm ermöglicht es unseren Kunden, Tausende von Materialien auf der VoxelEbene zu manipulieren, um 3D-Modelle zu erstellen, die präzise Materialanforderungen erfüllen, die auf andere Weise

nicht möglich wären. Dadurch wird der Stratasys J750 3D-Drucker zur weltweit besten Plattform für Experimente, Entdeckungen und Innovationen», so Gina Scala, Director of Marketing for Global Education bei Stratasys. «Erstaunliche neue Produktideen werden oft im Forschungslabor geboren. Hier kann GrabCAD Voxel Print einen wesentlichen Einfluss auf Design und Fertigung haben.»

Unbegrenzt digitale Materialen kreieren

«Monkey» aus dem Stop-Motion-Film «Kubo – Der tapfere Samurai» von Laika Entertainment, im 3D-Druck von Laika mit Stratasys Multimaterial-Voxeldruck erstellt. Die daraus resultierende Genauigkeit sorgt für Farb- und Detailkonsistenz bei der Aufnahme.

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Die einzigartigen digitalen Materialien von Stratasys werden durch die Kombination von PolyJet-Photopolymeren im 3D-Drucker erreicht. Die mit GrabCAD Voxel Print ausgestattete Stratasys J750-Plattform ermöglicht die Manipulation dieser 3DDruckmaterialkonzentrationen, Strukturen und Farbabbildungen auf Voxel-Ebene. Auf diese Weise können Anwender völlig neue 1–2/2018


KUNSTSTOFF XTRA

Additive Fertigung

Dieser von der Singapore University of Technology und Design (SUTD) entworfene Tisch wurde mit GrabCAD Voxel Print auf dem Stratasys J750 Multicolor-3D-Drucker in 3D gedruckt. Die transparenten Tischbeine zeichnen sich durch ihre Ästhetik und Belastbarkeit aus und sind inspiriert von Holzoptik und Maserung, die1 dank Steuerung11:06 auf Voxel-Ebene möglich 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 11.10.12 war. Der Tisch wurde unter Verwendung von Topological Interlocking Joinery (TIJ) zusammengesetzt. 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf

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digitale Materialien für ihre speziellen Anforderungen erstellen. Mit dem 3D-Druck sind fortschrittliche Strukturen, Farbverlaufsmuster, interne Eigenschaften und Texturen möglich, die bisher noch nicht 0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf möglich waren, um präzise Materialanforderungen für unterschiedliche Anwendungen zu erfüllen.

11.10.12

11:06

«Mit dem 3D-Druck verhilft Laika der uralten Technik der Stop-Motion-Animation zu einem erfolgreichen Comeback. Das schickt uns auf eine fantastische Reise. Die Multimaterial-PolyJet-Technologie ver1 11.10.12 11:06 setzt unsere Animationstechniker in die Lage, die hochpräzisen Einstellungen auf Voxel-Ebene vorzunehmen, die notwendig

sind, um die komplexesten, kreativsten Charaktere zu erschaffen, die wir uns vorstellen können. Bei der Stop-Motion-Animation ist diese Detailgenauigkeit entscheidend, um solche Filme zum Leben zu erwecken. Das ist etwas, das Laika mit anderen Technologien nicht erreichen konnte», erklärte Brian McLean, Head of Rapid Prototyping bei Laika. Anwender können ihren eigenen Modellschichtungs-Slicer verwenden, um Eigenschaften auf der Voxel-Ebene Schicht für Schicht zuzuweisen, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, über einfache Begrenzungsflächenmodelle hinauszugehen und zu einem volumetrischen Modell zu gelangen. Stratasys ermöglicht es dem Anwender, ein Bauteil von innen nach aussen zu entwerfen und zu fertigen. GrabCAD Voxel Print erzeugt eine GrabCAD VoxelDatei (GCVF), die direkt in GrabCAD geladen und mit dem Stratasys J750 3D-Drucker gefertigt werden kann. «GrabCAD Voxel Print ist eine bahnbrechende Produktionstechnologie. Für uns geht es um die Erforschung neuer Designautomatisierungsansätze, die von Architektur- und Industrie- bis hin zu Ingenieurs-Design reichen und diese integrieren», so Martin Dunn, Associate Provost for Research und Co-Director des Digital Manufacturing and Design (DManD) Center der Singapore University of Technology and Design. (SUTD). «Dies führt zu neuen Wegen, Produkte zu entwerfen und zu fertigen, die die traditionelle Grenze zwischen Material und Struktur sowie die zwischen digitaler und physischer Welt verschwimmen lassen.» Kontakt Stratasys GmbH Airport Boulevard B 120 D-77836 Rheinmünster +49 7229 7772-0 www.stratasys.com/de AM Expo: Halle 02, Stand B2050

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Rohstoffland Schweiz InnoRecycling fördert Ressourcen

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InnoRecycling AG AG Rohstoffe aus Abfällen InnoRecycling Rohstoffe aus Abfällen Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, TelefonTelefon +41 71 973 80,973 info@innorecycling.ch Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, +417071 70 80, info@innorecycling.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Additive Fertigung

Nur das Original ist gut genug

Mit Rapid Tooling 1zu1 am Original Manchmal ist nur das Original gut genug – und das schon beim Bau des Prototyps. Für eine Nähmaschine entwickelte Bernina eine neue Spulenkapsel – ein filigranes Hightech-Kunststoffteil, das mit tausend Umdrehungen pro Minute rotiert. Für den funktionsfähigen Prototyp kam nur die Realisierung im Spritzguss infrage. 1zu1 baute dafür ein Aluminium-Werkzeug. Trotz zweier Iterationen liess sich die Spulenkapsel in nur vier Wochen realisieren.

Wenn die Projektberater von 1zu1 eine Anfrage hereinbekommen, geht es immer nur um eines: zu verstehen, was der Kunde wirklich braucht. Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Nähmaschinen-Hersteller Bernina begann mit einer Anfrage für einige Chassisteile, die mit Selektivem Lasersintern (SLS) gefertigt werden sollten. Thomas Kohler, Vertriebsleiter bei 1zu1 in Dornbirn (Vorarlberg/Österreich), hakte nach. Welche Anforderungen muss das Teil wirklich erfüllen? Welche Ansprüche an Optik und Funktion gibt es? Wie gross sind die Toleranzen? Der Vorschlag des österreichischen Unternehmens lautete schliesslich auf 3D-Druck mittels Fused Deposition Modeling (FDM). So fiel der Verzug geringer aus als beim Lasersintern, die Verkleidungsteile passten perfekt. «Mit diesem ersten Beratungsgespräch konnten wir das Vertrauen des Kunden gewinnen», mutmasst Kohler heute. «Die haben gemerkt, dass sie in uns einen kompetenten Partner haben, der nicht nur Bestellungen ausführt, sondern wirklich mitdenkt.»

Höchste Anforderungen So ging es rasch ans Eingemachte. Das war in diesem Projekt die Spulenkapsel – ein zylinderförmiges Hightech-Kunststoffteil mit knapp dreissig Millimeter Durchmesser, nicht einmal 20 Millimeter hoch. Die Wandstärke liegt an der dünnsten Stelle unter 0,5 Millimeter. Die Spulenkap¹ Wolfgang Pendl ist für die Öffentlichkeitsarbeit der 1zu1 Prototypen GmbH, Dornbirn (A), verantwortlich.

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Detailansicht des düsenseitigen Formeinsatzes: Gut sichtbar ist hier, dass der formgebende Einsatz wechselbar ist. Er besteht selbst wieder aus mehreren Teilen, damit Änderungen einfach und kostengünstig möglich sind.

Bilder: Darko Todorovic

Wolfgang Pendl ¹

Detailansicht des auswerferseitigen Formeinsatzes.

sel nimmt in der Nähmaschine die Spule mit dem Faden auf. Beim Nähen rotiert sie mit tausend Umdrehungen pro Minute und sorgt dafür, dass der Faden gleichmäs­ sig mit der gewünschten Spannung abgewickelt wird. Für das Greifersystem der Bernina 7-erSerie entwickelte der Schweizer Premiumhersteller eine neue Spulenkapsel mit 70 Prozent mehr Fassungsvermögen. Nicht weniger als 28 anspruchsvolle Spezifikationen gab der Hersteller in seiner Kon­s­ truktionszeichnung an – höchste Anforderungen an Material, Oberfläche und Masshaltigkeit.

Spiegel: «Wenn ich wirklich Serie simulieren will, muss ich eben auch das Verfahren der Serienproduktion wählen.» «Um ein Teil mit dieser Funktionsdichte und unseren hohen Anforderungen zu bauen, kommen normale Prototypen-Verfahren, wie 3D-Druck, Lasersintern oder Stereolithografie nicht infrage», bestätigt Patric Könner, Entwicklungsleiter und Vice President der Bernina International AG. «Wir benötigen annähernd die gleichen Materialeigenschaften wie im späteren Serienteil.»

Serienverfahren beim Prototyp

Spritzguss also. Doch wie lässt sich der bereits beim Bau des Prototyps einsetzen, ohne dass Zeitaufwand und Kosten explodieren? 1zu1 setzt dabei auf modular aufgebaute Aluminium-Werkzeuge, die sich rasch fertigen lassen und spätere Änderungen ermöglichen. Für die Bernina 7-er-Serie lieferte 1zu1 die ersten Spritzgussteile bereits nach drei Wochen. «Speed ist für uns natürlich ein

«Rasch war klar: Für echte Funktionstests muss der Prototyp wirklich sämtliche Anforderungen des späteren Serienteils erfüllen», erinnert sich 1zu1-Projektleiter Wolfgang Spiegel. Damit war auch klar: Die herkömmlichen Prototypen-Verfahren können diese Anforderungen nicht erfüllen.

Spritzguss in drei Wochen

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Additive Fertigung

wichtiger Faktor», betont Könner. Das gilt auch für die Geschwindigkeit bei Änderungen: Im Projekt waren die beiden Entwicklungsschritte jeweils in wenigen Tagen erledigt – Änderung der Werkzeuge, Produktion und Lieferung der nächsten Teile inklusive.

Modularer Aufbau Um das zu ermöglichen, konstruiert der Werkzeugbau von 1zu1 das Aluminiumwerkzeug von Beginn an mit sinnvollen Einsätzen. Sie werden auf den präzisen 5-Achs-Fräs- und Drehmaschinen des Unternehmens gefertigt. Dank des modernen Maschinenparks sind die realisierbaren Toleranzen minimal. Bei Änderungen muss nur der jeweilige Einsatz nachbearbeitet oder ausgetauscht werden. Der Bernina Entwicklungsleiter sieht das als wichtigen Vorteil: «Das Aluwerkzeug lässt sich relativ schnell und kostengünstig weiter tunen und man kann sich so in Schritten an die Serie herantasten», betont Könner. Er bringt es auf den Punkt: «Kleine Kosten, kleines Risiko.» Um höchste Präzision zu erreichen, entschied sich 1zu1 für ein vollautomatisches Werkzeug. «Die thermische Belastung des Teils ist beim Vollautomaten anders als bei der Handentnahme», erklärt Projektleiter Spiegel. «Mit einem vollautomatischen Werkzeug sind wir noch näher an der Serienfertigung.» Auch mit verschiedenen Kunststoffen für die Spulenkapsel konnten die Entwickler so experimentieren.

Entwickeln für die Serie Dass die Prototypen bereits im Serienverfahren hergestellt werden, sieht Könner als Vorteil auch für die Entwickler: «Sie ent-

Die Bedienungsblende mit transparenten und glänzenden Oberflächen, produziert im Vakuumguss. Dahinter die Silikonform.

Für die Verkleidung der Bernina Nähmaschine produzierte 1zu1 Teile mittels Lasersintern und Stereolithografie.

werfen von Beginn an kunststoffgerechte Teile, die sich später prozesssicher in Serie fertigen lassen.» Die Konstrukteure seien von Anfang an gezwungen, Möglichkeiten und Einschränkungen beim Spritzguss zu beachten. Zudem fliessen die Erfahrungen bei der Entwicklung des Aluminiumwerkzeugs in das spätere Serienwerkzeug ein. Hinterschneidungen, die Anordnung von Schiebern für das Entformen – all das kann von Beginn an optimiert werden. «Unsere Mitarbeiter hier am Standort gewinnen Knowhow, das uns später beim Outsourcing hilft», betont der Entwicklungschef des Schweizer Premium-Herstellers. Änderungen an einem Serienwerkzeug wären nicht nur ungleich teurer, auch die Qualität der Teile leidet. Schliesslich lassen sich die Aluwerkzeuge nützen, um einige tausend Stück für eine Kleinserie zu produzieren. So kann die Entscheidung für die Herstellung eines Serienwerkzeugs verschoben werden, bis die Serienfreigabe mit höchster Sicherheit getroffen werden kann. Auch die Zeit, bis das Serienwerkzeug fertig ist, lässt sich mit dem Aluwerkzeug überbrücken. Von der

Bernina 7-er-Serie wurden einige Maschinen für erste Markttests eingesetzt, bevor das Produkt in den Verkauf ging.

Das Endprodukt: Hightech-Spulenkapsel für Bernina.

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Enge Zusammenarbeit Wichtig ist 1zu1 die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden. «Entscheidend sind persönliche Gespräche – am besten vor Ort», ist Vertriebsleiter Thomas Kohler überzeugt. «Wir bringen viel Wissen über unsere Technologien mit. Der Kunde bringt seine langjährige Erfahrung ein.» In der Umsetzung gelte es, das Know-how aller Beteiligten zu bündeln. Bei der Spulenkapsel für Bernina holte 1zu1 firmenintern etwa seinen Werkzeugkonstrukteur von Beginn an ins Projektteam. Im Idealfall sitzen neben den Entwicklern auch die Verfahrenstechniker mit am Tisch. So können sehr rasch fundierte Entscheidungen getroffen werden. Diesen Austausch auf Augenhöhe schätzt auch Bernina Entwicklungsleiter Patric Könner: «Die Experten von 1zu1 haben uns immer wieder Vorschläge gemacht, wie wir ein Problem auch anders lösen können. Da lernen auch wir gerne dazu.»

Kontakt 1zu1 Prototypen GmbH & Co. KG Färbergasse 15 A-6850 Dornbirn +43 5572 52946-0 info@1zu1.eu www.1zu1prototypen.com AM Expo: Halle 02, Stand 2161

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Additive Fertigung

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Kombination von 3D-Mikrodruck und konventionellen Fertigungstechnologien

Hochpräzise Mikrobauteile aus dem 3D-Drucker

Komplexe Designs, schnelle Iterationspro­ zesse sowie kürzere Produktlebenszyklen verlangen von den Herstellern mikroopti­ scher, mikroelektronischer oder auch mi­ krofluidischer Komponenten eine immer grössere Flexibilität. Dabei stellt insbeson­ dere die Produktion von Freiformstruktu­ ren mit Auflösungen unter 10 µm eine Herausforderung dar, die mit herkömmli­ chen Fertigungsmethoden schwer zu be­ dienen ist Mit dem Photonic Professional GT hat Na­ noscribe ein wertvolles Werkzeug zur ad­ ditiven Fertigung nahezu beliebig komple­ xer Kunststoffteile mit Bauhöhen bis hin zu mehreren Millimetern entwickelt. Durch die zugrundeliegende Technologie des di­ rekten Laserschreibens in photosensitive Materialien wird damit die direkte und schnelle Fertigung von Polymermastern aus vorhandenen CAD-Daten möglich, die im Anschluss als Urform für Werkzeuge für

Bilder: Nanoscribe

Die Nanoscribe GmbH mit Firmensitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe zeigte auf der formnext im November 2017 in Frankfurt, wie additive Herstellungsverfahren für allerkleinste Skalen mit konventionellen Fertigungstechnologien kombiniert werden können.

Abformverfahren für Spritzguss: Gedruckter Polymermaster als Basis für einen Nickel-Shim.

3D-Drucker für Nano- und Mikrostrukturen: Photonic Professional GT.

abformende Verfahren wie Spritzguss oder Heissprägen Verwendung finden können.

Formgenauigkeit additiv fertigen, was z. B. der Medizintechnik oder Smartphone-In­ dustrie gänzlich neue Perspektiven eröff­ net. Diese 3D-gedruckten Mikrooptiken können senkrechte Steigungen, scharfe Kanten, asymmetrische Geometrien und Arrays aus verschiedenen Elementen auf­ weisen und als Polymermaster dienen. Mittels Galvanoformung kann der Poly­ mermaster danach in einen Nickel- Shim abgeformt werden. Dabei wird die 3Dgedruckte Polymerstruktur mit einer dün­ nen Metallschicht besputtert und ein Ni­ ckel-Shim galvanisch darauf abgeschieden. Die auf diese Weise hergestellte Replikati­ onsform lässt sich in die Prozesskette ver­ schiedener Spritzgiessverfahren integrie­ ren und stellt somit die Basis für weitere Serienfertigungsprozesse dar.

Polymermaster als Werkzeug Auf diese Weise lassen sich beispielsweise mikrooptische Elemente wie Mikrolinsen, Prismen oder Retroreflektoren mit hoher

Der Prozess

Schraube (Durchmesser 1,3 mm) mit passender Mutter.

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Die Nanoscribe Geräte arbeiten auf Basis der Zwei-Photonen-Polymerisation (2PP), bei der ein Laserstrahl ein photosensitives Material belichtet, um dieses im Fokus auszuhärten. In einem Lage-für-Lage Ver­ fahren können so nahezu beliebig design­ te 3D-Polymerstrukturen gedruckt werden. Mit dem laserlithografischen Verfahren ist 1–2/2018


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es möglich, Submikrometerdetails bis hin­ unter zu 200 nm Linienbreite zu erzielen, d. h. höchste Präzision auf einigen Millime­ tern Kantenlänge oder mikrostrukturierte Oberflächen mit Ausdehnungen bis in den Quadratzentimeterbereich. Da herkömm­ liche Verfahren wie die Stereolithografie bei Schichtdicken von 50 bis 150 µm an ihre Grenzen stossen, können dank dieses Verfahrens nun auch bisher nicht additiv fertigbare Teile gedruckt werden. In einem einfachen Workflow unterstützt die Software dabei den Druckprozess mit dem Import von STL-Daten, einer 3DVorschau des Schreibprozesses, einer Livecam zum Beobachten des Druckpro­ zesses sowie einer bedienerfreundlichen Benutzeroberfläche für die Auswahl soge­ nannter Rezepte. Diese enthalten techni­ sche Parametereinstellungen und sorgen weitestgehend automatisiert dafür, den Druckprozess auf unterschiedliche Leis­

Additive Fertigung

tungsmerkmale wie Geschwindigkeit, Oberflächenbeschaffenheit oder Form­ treue zu optimieren wie man es auch von manchen konventionellen 3D-Drucker­ standards kennt. Um die Leistungsstärke der Geräte optimal zu nutzen und bestmögliche Druckergeb­ nisse zu erzielen, bietet Nanoscribe für seine Geräte massgeschneiderte Druck­ materialien, die höchste mechanische Sta­ bilität, Formtreue und Oberflächenglattheit garantieren. Allerdings eignen sich auch eine Vielzahl anderer photosensitiver Ma­ terialien für den Druckprozess. So wurden bereits Strukturen aus biokompatiblen, biodegradierbaren, hydrophoben und hy­ drophilen Polymermaterialien mit unter­ schiedlichen mechanischen Eigenschaften sowie aus Hydrogelen gedruckt. Je nach Anwendung können die Polymerstrukturen auf verschiedenen Substraten (z.B. Glasoder Siliziumwafer) hergestellt werden.

Von Mikro bis Makro Neben mikrostrukturierten Oberflächen und µ-Bauteilen lassen sich mit dem Pho­ tonic Professional GT auch hochpräzise mechanische Komponenten in der Grös­ senordnung einiger Millimeter drucken, wie z. B. miniaturisierte Zahnräder, Klam­ mern, Schrauben oder Spiralen. Insbeson­ dere die Uhren- und MEMS-Industrie so­ wie die Medizintechnik verlangen nach solch innovativen Lösungen, um Pro­ duktentwicklungsprozesse und Iterations­ phasen weiter zu verkürzen. Kontakt Nanoscribe GmbH Hermann-von-Helmholtz-Platz 1 D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen +49 721 981 980-0 info@nanoscribe.com www.nanoscribe.com

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Additive Fertigung

Werkstoffe sind grundlegend für Anwendungsfelder der additiven Fertigung

Viel Luft nach oben bei Materialien Die additiven Fertigungsverfahren und die dabei eingesetzten Werkstoffe bieten so vielfältige Anwendungsmöglichkeiten wie nie zuvor. Rund 60 Experten nutzten das mittlerweile 4. Praxisforum 3D-Druck an der Hochschule Landshut (14. November 2017), um sich mit dem Thema «Werkstoffe und deren Anwendungsfelder in der additiven Fertigung» zu befassen.

Der 3D-Druck und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten zeigen die schnelle technologische Entwicklung gerade im Rahmen der Digitalisierung. «Diese werden Unternehmen revolutionieren», ist Prof. Dr. Stoffel in seiner Begrüssung überzeugt. Umso wichtiger seien Plattformen wie das Praxisforum 3D-Druck, in dem sich Wissenschaft und Unternehmen austauschen. Die Möglichkeiten der Additiven Fertigung wachsen stetig, erklärt Prof. Dr. Norbert Babel in seiner Themeneinführung. Ob Pizza, Organe, Zahnersatz oder Turnschuhe: Es stünden immer mehr Werkstoffe, neue Füllstoffe für optische und haptische Effekte für den 3D-Druck zur Verfügung. Auch Nano-Strukturen, die Gecko- oder Lotuseffekte ermöglichen, sowie Glas könne mittlerweile gedruckt werden. Besonders der Druck mit Endlosfasern wie Kohle-, Glas- oder Kevlarfasern, eingebettet in eine Kunststoffmatrix, die ein Optimum an Festigkeit und Steifigkeit ermöglichen, sowie der Druck von Silikonen bieten der Industrie interessante Einsatzmöglichkeiten. Doch nur, wenn die Auswahl des geeigneten Druckverfahrens, das richtige Material sowie eine 3D-Druck gerechte Konstruktion, unter Einbeziehung von modernen Simulationsverfahren, wie der Topologie­ optimierung in Kombination mit der Finiten Elemente Methode, optimal zusammenspielen, könne das Potenzial der Additiven Fertigung richtig genutzt werden. Babel sieht grosse Zukunftschancen u.a. im Druck kompletter Funktionseinheiten, ¹ Peter Patzelt M.A., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Hochschule Landshut.

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Bild: HAW

Peter Patzelt ¹

Unterschiedliche Werkstoffe für den 3D-Druck.

da dadurch Montageschritte wegfallen können. Auch hybride Fertigungsstrukturen, die Kombination von unterschiedlichen Materialien, biete ein grosses Potenzial. Vor allem die Automobilindustrie werde dazu beitragen den 3D-Druck in der Serienfertigung zu forcieren.

3D-Druck auf dem Weg in die Serienproduktion Dass sich das Additive Manufacturing (AM) schon längst auf dem Weg zur automobilen Serienproduktion befindet, beleuchtete Julius Riedelbauch von der BMW Group (Additive Manufacturing Center, München) in seinem Vortrag. BWM habe in Infrastruktur investiert, pro Jahr würden im 3D-Druck weit mehr als 100 000 Teile zentral gefertigt. Bereits 1989 habe man mit der ersten SLA-Anlage begonnen, das Segment sei kontinuierlich gewachsen und gerade in den letzten Jahren habe hier,

durch neue Player und neue Technologien, eine starke Ausweitung stattgefunden. In Einsatz komme additive Fertigung vor allem im Protoypenbau, im After Sales bzw. Ersatzteilbereich bei geringen Stückzahlen. Riedelbauch zeigte am Beispiel eines Wasserpumpenrads für die DTM, dass der 3DDruck in der Kleinserie günstiger ist und den hohen Anforderungen sogar besser entspricht als das ursprüngliche SpritzgussTeil. Auch bei Montagehilfsmitteln in der Produktion, wie z.B. zum Arretieren von Zahnrädern bei der Montage sowie bei individuell angepassten Daumenstützen, kommt die Additive Fertigung zum Einsatz. Neben der Kostenfrage stehen laut Riedelbauch die Reproduzierbarkeit und die Schaffung eines «added values» im Fokus. Besondere Chancen bieten dabei die Möglichkeiten der Individualisierung, z.B. bei Premiumfahrzeugen durch individuell vom Kunden mitgestaltete Designteile. Besonders bei der Serienfertigung steigen 1–2/2018


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Additive Fertigung

die Materialanforderungen, hier sieht er noch Handlungsbedarf, es bestehe Bedarf an abgesicherten Werkstoffeigenschaften. Im Design werde es weg von der Substitution, hin zu dezidiertem Design für die additive Fertigung gehen. Über die höheren Produktionsvolumina erwartet er ein Sinken der Materialpreise. Insgesamt seien bereits heute bei BMW viele verschiedene AM-Technologien und -Produkte im Einsatz, dies werde sich aber in den nächsten Jahren noch deutlich erhöhen.

Qualitativ hochwertige Filamente Als Spezialist für die Herstellung von Filamenten für das Additive Manufacturing betonte Sven Wohkittel (Rheneon Materials GmbH, Miellen) die Bedeutung von Kenntnissen über die eingesetzten Materialien und deren Eigenschaften. Diese seien grundlegend, um die 3D-Technologie weiter zu etablieren. Insgesamt müsste man gerade in der industriellen Produktion darauf achten, hochwertige Materialien zu verwenden. Dies beinhalte exzellente Farbmittel, die auch Ursache für die Schrumpfung und den Verzug von gedruckten Bauteilen sein können, hochwertige Polymere, eine hohe Lichtechtheit und UV-Stabilität. Zusätzlich müssten die Filamente eine gute Reproduzierbarkeit versprechen, einen geringen Wasseranteil aufweisen und natürlich den technischen Anforderungen entsprechen. Um optimale Ergebnisse erzielen zu können, sei die individuelle, auf die jeweiligen Anforderungen angepasste Verwendung bzw. Entwicklung von Filamenten notwendig. Eine stark steigende Nachfrage stellt er für den Bereich der faserverstärkten Materialien fest. Für den 3D-Druck müssten andere Filamente als beim Spritzguss eingesetzt werden. Unter anderem sei die zu verarbeitende Füllstoff-Teilchengrösse zu berücksichtigen und die Abnutzung der Anlagen infolge des Füllstoffeinsatzes müsse

ebenfalls berücksichtigt werden. Ein Füllgrad von 20 bis 40 Prozent CFK-Fasern sei möglich und bereits umgesetzt worden. Im Verbund zwischen Forschung und Wirtschaft neue und besonders auch faserverstärkte Materialien für den 3D-Druck umzusetzen, hat sich das Kooperationsnetzwerk 3D-CP zum Ziel gesetzt, das Markus Kafara (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Bayreuth) vorstellte. Gefördert durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, sollen speziell für den Einsatz bei KMU neue Filamente entwickelt werden.

Weiterentwicklung der additiven Produktionsverfahren Dr. Rainer Beccard vom Laseranlagenhersteller Lunovu GmbH (Herzogenrath) präsentierte intelligente LMD-Maschinensysteme für das Additive Manufacturing. Der Vorteil der LMD-Methode liegt darin, dass die 3D-Werkstücke im industriellen Massstab theoretisch überall erzeugt werden können, die Oberflächenqualität im Vergleich zu Pulverbettverfahren allerdings nicht so filigran ist. Ein Ziel des Unternehmens lautet, den Herstellprozess bzw. die Bedienung zu vereinfachen. In ihrer aktuellen Anlage für das Metallauftragsschweis­ sen im industriellen Massstab wurde die Prozesssteuerung mit einer Sensoriklösung vereinfacht, die Werkstückoberflächen per Scan erfasst, digitalisiert und automatisch die Bahnen für das Auftragsschweissen berechnet und generiert. Insgesamt stehe die sehr leistungsfähige LMD-Technik an der Schwelle zum Einsatz im industriellen AM; auch Multi-Material-Auftrag bei scharfen Materialübergängen ist möglich. Gerade für die Luftfahrtbranche, mit ihren kleinen Stückzahlen aber vielen Varianten, ist die Technik gut geeignet. Den optimierten Prozess für die Ersatzteilversorgung mittels additiver Fertigung

stellte Joachim Kleylein-Feuerstein (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Bayreuth) vor. Am Beispiel einer Fernbedienung für Industrieroboter, bei der Teile nicht mehr lieferbar waren, zeigte er, von der Analyse des gewünschten Bauteils und der Optimierung bis zum 3D-Druck, die Vorgehensweise für die Refabrikation auf. Wie mit 3D-Druck neue Geschäftsmodelle entstehen können, führte Prof. Dr. Thomas Lötzbeyer vom Institut für Lebensmitteltechnologie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf vor. Er zeigte am Beispiel des 3D-Food Printing Systems Bocusini Pro die Entwicklung des vor drei Jahren als Spin off der Hochschule gegründeten Unternehmens Print2Taste. Dabei skizzierte er von der ersten Idee, über die verschiedenen Evolutionsschritte, bis zur heutigen Generation des 3D-Food-Printers die Herausforderungen und Chancen der jungen Technologie zur Produktion von individualisierten Lebensmitteln. Bereits eingesetzt wird der Drucker in professionellen Küchen und bei Caterern für den Druck von Schokolade- und Marzipandesginelementen für die Erlebnisgastronomie. Ausserdem werden dem Nutzer über eine WebPlattform individuell gestaltete Vorlagen zur Verfügung gestellt. Entscheidend sei das Know-how im Lebensmittelbereich gewesen. Heute sind bereits, neben den schon genannten, 15 verschiedene Lebensmittel, wie z. B. verschiedenartige Pasta-, Fondant- und Cassisarten druckbar, die einfach per Kartusche in den Drucker eingelegt werden.

Kontakt Hochschule Landshut (HAW) Am Lurzenhof 1 D-84036 Landshut +49 871 5060 info@haw-landshut.de www.haw-landshut.de

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AKKREDITIERTES MESSLABOR

COMPUTERTOMOGRAFIE

REVERSE ENGINEERING

GEOMETRISCHE VORHALTUNG

WERKZEUG KORREKTUR 1–2/2018 INDUSTRIELLE MESSTECHNIK

VERZUGSANALYSE

PROZESSOPTIMIERUNG 15

ENGINEERING

CONSULTING

www.units.ch

DIE EINHEIT FÜR ERFOLG


Verfahrenstechnik

KUNSTSTOFF XTRA

Kammerflimmern in nanoporöser Gastrennmembran beseitigt

Propylen und Propan mit MOF getrennt

Die Herstellung von hochreinem Propylen für die Polymerisation zum Kunststoff Polypropylen (PP) ist sehr energieintensiv. Dies geschieht in der Regel durch das Verfahren der kryogenen (tiefkalten) Destillation, bei der hohe Temperaturspannen notwendig sind, da Temperaturen von bis zu –40 Grad Celsius erzeugt werden müssen. Ein neu entwickeltes Verfahren, das mit einer nanoporösen Gastrennmembran arbeitet, könnte diese aufwändige Destillation ablösen und bis zu 80 Prozent Energie einsparen. Dadurch sinkt ausserdem der CO² -Ausstoss. Die Gastrennmembranen bestehen aus Metallorganischen Netzwerkverbindungen (Metal-Organic Frameworks, kurz MOF), das heisst aus einer dichten Schicht nanoporöser Kristalle.

MOF als dünne Membranschichten «MOF haben durch ihre einstellbaren Porengrössen eigentlich optimale Eigenschaften, um Molekülgrössen zu sieben und zum Beispiel auf Erdgasfeldern Propylen von Propan zu trennen. Es sind allerdings weiche Kristalle und bei Raumtemperatur ist immer eine Vielzahl von Gerüstschwingungen aktiv. Der MOF atmet sozusagen», sagt Jürgen Caro vom Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Leibniz Universität Hannover. «Dies führt dazu, dass diese Kristalle unter ihrem eigentlichen Potenzial als Molekularsieb liegen und auch um ein Vielfaches grössere Moleküle durch die Porenöffnungen treten.» Um dieses Problem zu lösen, haben die Forscher MOF als dünne Membranschichten abgeschieden, durch die dann das zu trennende Gasgemisch geleitet wurde. Gleichzeitig wurde ein elektrisches Feld 16

Bild: Alexander Knebel

Einem internationalen Forscherteam der Leibniz Universität Hannover, der Universität Augsburg und des Boreskov-Instituts Novosibirsk ist es erstmals gelungen, durch das Anlegen von elektrischen Feldern die Gastransporteigenschaften von Metallorganischen Netzwerkverbindungen zu verändern. Das Verfahren könnte die Herstellung von Kunststoffen wie beispielsweise Polyethylen oder Polypropylen erheblich vereinfachen und dadurch helfen, die Produktionskosten zu senken.

«Die Laboranlage zur Messung der Gaspermeation. Zu sehen ist die modifizierte, komplett aus Teflon bestehende Wicke-Kallenbach Apparatur (weiss), in die Kabel eingelassen sind. Die Membran, eingebaut als Kondensator, kann dann mit dem Hochspannungsgerät defibrilliert werden. Alles ist über den Computer voll automatisiert.»

über eine Plattenkondensatoranordnung angelegt. Dazu musste die im Labor bestehende Technik neu designt und in der eigenen Werkstatt komplett aus Teflon gefertigt werden. «In unserem Messaufbau konnten wir dann den Effekt messen, den ein elektrisches Feld auf dieses Material hat», sagte Alexander Knebel und ergänzt: «Wir konnten die Gerüstschwingungen der Membran mit einem elektrischen Feld tatsächlich defibrillieren: Die Propylen-/Propan-Trennung verbesserte sich um 33 Prozent durch das elektrische Feld.» Der Grössenunterschied zwischen Propan und Propylen liegt bei nur 0,03 Nanometern. Eine Trennung dieser beiden Moleküle mithilfe von massgeschneiderter Membrantechnologie ist eine ökologisch und ökonomisch hochinteressante, fordernde und von der Industrie stark geförderte Aufgabe. An dem Erfolg hat ein internationales Team interdisziplinär zusammen gearbeitet. Für das Verständnis der Messeffekte war unter anderem die Zusammenarbeit

mit dem Festkörperchemiker Dirk Volkmer in Augsburg, dem Physiker Alexander Stepanov in Novosibirsk zur magnetischen Kernresonanz und dem Physiker Paul Heitjans in Hannover zur dielektrischen Spektroskopie entscheidend. Originalpublikation

A. Knebel, B. Geppert, K. Volgmann, D. I. Kolokolov, A. G. Stepanov, J. Twiefel, P. Heitjans, D. Volkmer, J. Caro, «Defibrillation of soft porous metal-organic frameworks with electric fields», Science 358 [6361], 347– 351; DOI: 10.1126/science.aal2456

Kontakt Leibniz Universität Hannover Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie Callinstrasse 3A D-30167 Hannover +49 511 762 2942 alexander.knebel@pci.uni-hannover www.pci.uni-hannover.de

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Messen/Prüfen/QS

Terahertz-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten

Schäume werden inline messbar

Der Einsatz der THz-Technik spart Zeit und Kosten, da keine Offline-Prüfungen notwendig sind. Darüber hinaus ermöglicht die THz-Technik statt Stichproben eine 100-Prozent-Kontrolle.

Das SKZ ist die Adresse, wenn es um den Einsatz von praxis­ tauglichen, in die Prozesse integrierte Qualitätssicherungsmassnahmen geht. Für die Arbeit zur Terahertz-Technologie wurde das Zentrum denn auch für den deutschen Zukunftspreis nominiert. So konnte die THzTechnologie bereits sehr erfolgreich zur Bestimmung von kunststoff­spezifischen Materialeigenschaften wie Füllstoff- oder Feuchtegehalt angewendet werden. Aus­ serdem können Schichtdicken – beispielsweise an Mehrschichtfolien – bis in den µm-Bereich inline und damit direkt produktionsbegleitend quantifiziert werden. Der Vorteil dieser relativ jungen Technologie liegt vor allem in der zerstörungsfreien und berührungslosen Arbeitsweise. Im Vergleich zu Techniken mit Röntgenstrahlung ist die THz-Technik nicht ionisierend und nicht gesundheitsgefährdend. 

 Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts, das bis zum 31. Mai 2018 läuft, werden extrudierte Polymerschäume verschiedener Hersteller mittels eines am SKZ entwickelten Demonstrators unter Inline-Bedingungen untersucht. Die THzMessdaten werden parallel zur Messung

Grafik: SK Z

Die wesentlichen Produkteigenschaften von geschäumten Extrudaten sind die Rohdichte, die Zellgruppenverteilung und die Extrudatgeometrie. Um diese Eigenschaften inline zu quantifizieren, setzt das SKZ seit einiger Zeit erfolgreich die Terahertz-Technik (THz) ein.

Schematische Messanordnung des THz-Systems an einer Extrusionsanlage zur Inline-Quantifizierung der wesentlichen Kenngrössen von polymeren Schäumen bestehend aus Rohdichte, Zellgrössenverteilung und Dicke des Extrudats.

angezeigt und in Echtzeit ausgewertet (siehe Bild). Damit kann die Geometrie sowie die Rohdichte des extrudierten Schaumes inline quantifiziert werden. Die Rohdichte steht dabei in direktem Zusammenhang mit dem Volumenanteil an Luftzellen. Aus­ serdem sind die Ergebnisse hinsichtlich der Quantifizierung der Zellgrössenverteilung vielversprechend. Im Gegensatz zur Ultraschalltechnologie können auch die Materialeigenschaften und die Dicke voluminöser Schaumschichten in extrudierten Rohren charakterisiert werden. Als Referenzmethode wurde die Computertomo-

grafie genutzt, deren Ergebnisse mit denen der THz-Untersuchungen übereinstimmen.
 Interessierte Unternehmen sind eingeladen, sich kostenfrei an dem laufenden Projekt zu beteiligen, um dieses nach ihren Bedürfnissen mitzugestalten.



 Kontakt FSKZ e.V. Frankfurter Strasse 15–17 D-97082 Würzburg +49 931 4104-197 info@skz.de, www.skz.de

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6. und 7. März 2018 1-2/2018 Messe Luzern

Die einzige Fachmesse für professionellen 3-D-Druck in der Schweiz

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Messen/Prüfen/QS

Computertomograph verschafft Durchblick

Schadensanalyse in Werkstoffen unter Last Unterschiedlichste Materialien zerstörungsfrei prüfen zu können, ist für Industrie und Wissenschaft in vielen Bereichen essentiell. Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat jetzt eine neue Methode entwickelt, die erstmals die mechanische Prüfung eines Bauteils unter realistischen Belastungen mit einer radiologischen Durchstrahlungsprüfung kombiniert.

Die Methode dient dazu, Materialien zu charakterisieren und sie erleichtert die Beurteilung von Einschlüssen oder Schädigungen im Werkstoff bezüglich deren Einflusses auf die Festigkeit und Lebensdauer. Damit liefert das Fraunhofer LBF Materialentwicklern und Herstellern sowie Wissenschaftlern wichtige Informationen zum besseren Verständnis von Materialverhalten und Materialcharakterisierung. «Zu verstehen, wie Schäden im Material eines Bauteils entstehen, während es realistischen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist, gehört zu den wesentlichen Fragen in der Materialwissenschaft und war bisher so nicht möglich», betont Oliver Schwarzhaupt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Funktionsintegrierter Leichtbau am Fraunhofer LBF. Bei der neuen Prüfmethode verbleibt das geprüfte Bauteil während der mechanischen Belastung in der Röntgenanlage. Dadurch kann der exakte Ort im Material während der gesamten Belastungsdauer beobachtet und analysiert werden. Bei bisherigen Konzepten konnte die notwendige Genauigkeit von wenigen Mikrometern durch den abwechselnden Ein- und Ausbau der Probe mit zwischenzeitlicher Durchstrahlungsprüfung nie erreicht werden. «Das neue Verfahren stellt einen sehr grossen Fortschritt in puncto Detail­auflösung und Genauigkeit sowie der Wiederauffindbarkeit von möglichen Schadens­ursprüngen dar», erklärt Schwarzhaupt. Während die Darmstädter Wissenschaftler das Bauteil einer mechanischen dynami¹ Anke Zeidler-Finsel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF.

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Bild: Raapke/Fraunhofer LBF

Anke Zeidler-Finsel 1

Mit einer neu entwickelten Methode kombiniert das Fraunhofer LBF erstmals die mechanische Prüfung eines Bauteils unter realistischen Belastungen mit einer radiologischen Durchstrahlungsprüfung.

schen Lebensdauerbelastung unterziehen, können sie durch die radiologische Untersuchung in diesem Zyklus das Entstehen und das Fortschreiten der Schädigung beobachten und darstellen. Bei Kräften der Prüfmaschine von bis zu 250 Kilonewton lassen sich auch hochfeste Bauteile aus Kohlenstofffaser, wie sie insbesondere im Flugzeugbau verwendet werden, untersuchen. «Im Verständnis über die Versagensmechanismen bei kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen gibt es noch viel Untersuchungsbedarf», betont Schwarzhaupt. Mit modernsten bildgebenden Verfahren lassen sich Risse und Schäden im Material

plastisch und dreidimensional darstellen und eröffnen damit viele Möglichkeiten der Analyse. Durch die Verwendung einer Mikrofokussionsröhre besitzt die Röntgenanlage im Fraunhofer LBF ein hohes Auflösungsvermögen von wenigen Mikrometern. Auf diesem Weg wird es möglich, feinste Schäden schon von Beginn der Entstehung an zu erkennen oder kleinste Unregelmäs­ sigkeiten im Material als Ort der Schadensentstehung nachzuweisen. Insbesondere im Bereich faserverstärkte Kunststoffe kann die Entstehung von Schäden auf Faserebene hin untersucht werden. Mit diesem Wissen über die Fehlerursache und Fehlersequenz können Entwickler, 1–2/2018


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Messen/Prüfen/QS

Bilder: Fraunhofer LBF

Ideal für Produktionsinseln!

Rissfortschritt in der Kerbe einer faserverstärkten Kunststoffprobe.

Dreidimensionale (3D) Darstellung eines Risses in der Kerbe einer faserverstärkten Kunststoffprobe.

Konstrukteure und Hersteller jetzt ihre Materialien, Komponenten und Herstellungsverfahren verbessern, noch bevor beispielsweise ein Anriss makroskopisch sichtbar wird. «Wir leisten mit dem neuen Konzept einen grossen Beitrag zum Thema Materialverständnis und können kundenspezifische Anforderungen im Bereich Materialversagen deutlich besser und in einem früheren Stadium beantworten», versichert Schwarzhaupt.

Kontakt Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF Bartningstrasse 47 D-64289 Darmstadt +49 6151 705-0 info@lbf.fraunhofer.de www.lbf.fraunhofer.de 1–2/2018

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KUNSTSTOFF XTRA

Messen/Prüfen/QS

Anlage analysiert umspritzte Stahlbuchsen

Prüfung im Fünf-Sekunden-Takt Vertrauen in die moderne Fertigungstechnik ist gut, eine umfassende Kontrolle erspart im Zweifelsfall viel Ärger. Deshalb wurde MartinMechanic mit dem Bau einer Prüfanlage beauftragt, die auf einem Rundschalttisch die Ummantelung von Stahlbuchsen analysiert und beschriftet.

Bild: Mar tinMechanic

Produziert werden Gleitlager für die Industrie. Dafür werden die Stahlbuchsen umspritzt. Hierzu legt der Werker zunächst die Rohteile in die bereit gestellten Magazine ein. Zwei Omron-Roboter entnehmen die Buchsen aus dem Magazinschacht. Sie führen sie zum Pendeltisch der Prüfanlage MAS242015. Die Multiliftsysteme der Spritzgiessmaschine legen die Rohteile mit ihrem schwenkbaren Greifer ins Werkzeug der Spritzgiessmaschine ein, wo sie mit Kunststoff umspritzt werden. Nach Fertigstellung entnehmen diese die Fertigteile auch wieder aus der Spritzgiessmaschine. Die Produktionsanlage ist sogar in der Lage, bis zu sechs unterschiedliche Teilevarianten ohne Umrüstzeiten zu bearbeiten. Der Multiliftgreifer bringt die umspritzten Teile zum Pendeltisch zurück. Ab jetzt geschieht der Austausch von Rohund Fertigteilen im ständigen Wechsel.

Bis zu sechs Varianten rüstfrei aufnehmen

Im Fünf-Sekunden-Takt prüft die Automationszelle MAS242015 von MartinMechanic die Umspritzung von Stahlbuchsen für die Industrie.

Nach der Aufnahme der fertigen Teile auf dem Rundtisch beginnt die eigentliche Arbeit der Prüfanlage von MartinMechanic, die ihrerseits zwei unterschiedliche Ausführungen zeitgleich begutachten und auch beschriften kann. Auch deren Werkstückaufnahmen sind so ausgestaltet, dass bis zu sechs Varianten der ummantelten Stahlbuchsen rüstfrei aufgenommen werden können. Die acht Stationen durchlaufen die zu prüfenden Teile in einer Zykluszeit von fünf Sekunden. An der ersten Station wird das Bauteil je nach Ausführung zunächst gewendet und einer trennenden Finishoperation unterzogen. Die Stärke der Kunststoff-Ummantelung wird an der zweiten Station gemessen. Dazu vergleicht die Steuerung Ist- und Sollwert des Kunststoffauftrags. Ein Faser-

laser versieht das fertige Bauteil an der dritten Station in einem geschlossenen Bereich mit dem DataMatrix-Code (DMC). Dazu zählen die Seriennummer, die Chargennummer und das Produktionsdatum. Mögliche Verunreinigungen werden über eine Absauganlage entfernt, die seitlich des Lasers angebracht wurde. Ein Scanner liest den DMC-Code nochmal aus, um zu testen, ob das Schriftbild klar erkennbar ist. Alle Bauteile, die nicht gegengelesen werden können oder deren Messung negativ ausfällt, werden bereits an der fünften Station aussortiert. Die doppelachsige Handling-Einheit wirft den Ausschuss über dem dazugehörigen Teileschacht ab. Die Buchsen, die das System als in Ordnung erkennt, wandern zur sechsten Stati-

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on weiter und von dort auf ein Förderband. Die Stationen 7 und 8 des Rundschalttisches dienen im Wechsel der Neuaufnahme von fertig umspritzten Bauteilen. Entwicklung, Konstruktion, Montage und Inbetriebnahme der neuen Prüfanlage dauerten nicht mal ein dreiviertel Jahr. Mit 12 Quadratmeter Grundfläche arbeitet die MAS242015 sehr platzsparend. Kontakt MartinMechanic Friedrich Martin GmbH & Co. KG Heinrich-Hertz-Strasse 2 D-72202 Nagold +49 7452 84660 info@MartinMechanic.com www.MartinMechanic.com

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KUNSTSTOFF XTRA

Gebäudeplanung

Anklin setzt auf IE Technology

Zukunftssichere und nachhaltige Firmenzentrale Die Anklin AG, Anbieter endoskopischer Instrumente und der entsprechenden Peripherie-Systeme konnte mit einer feierlichen Eröffnung ihren neuen Firmensitz beziehen. Nachdem der alte Standort in Binningen den zukünftigen Anforderungen nicht mehr gewachsen war, entschied sich die Anklin AG für einen Neu- sowie Ausbau in Reinach. Die Gesamtverantwortung für Planung und Realisierung wurde der IE Technology in Zürich übergeben.

Vom Ideal-Layout zur perfekten Lösung Im ersten Schritt erarbeitete die IE gemäss der bewährten Vier-Phasen-Methodik zusammen mit dem Bauherrn ein Funktionsund Raumprogramm, das dank des umfangreichen Branchen-Know-hows von IE Technology auf die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse der Firma abgestimmt ist. Die IE-Machbarkeitsstudie beleuchtete als Entscheidungsgrundlage für die Vorzugsvariante für den Bauherrn verschiedene Ausbauszenarien, wie die Parzelle zukünftig optimal genutzt und entwickelt werden kann. Daraus ergab sich ein Idealszenario, das folgendermassen umgesetzt wurde: Der damalige Shedbau wurde abgerissen und an seiner Stelle entstand ein repräsentativer und betrieblich funktionaler Neubau. Dieser kann zukünftig um zwei Geschosse aufgestockt werden und gewährleistet so die nötige Ausbaureserve. Die vermieteten Bestandsgebäude, eine eingeschossige Halle und ein dreigeschossiges Büro- und Gewerbehaus aus den 1–2/2018

Bild: IE Group

Die Anklin AG hat derzeit rund 60 Mitarbeiter im Unternehmen, in der 1988 erworbenen Liegenschaft an der Baslerstrasse in Binningen wurde es für die Anforderungen eines zukunftsgerichteten Betriebs zu eng. Darum machte man sich im Unternehmen Gedanken über einen Standortwechsel und fand in Reinach ein bereits bebautes und vermietetes Grundstück, das sie zu ihrem Firmensitz mit Produktion und Verwaltung umnutzen und erweitern wollten. Damit das Projekt für die Anklin AG zukunftssicher und nachhaltig realisiert wird, beauftragte das Unternehmen die IE Technology in Zürich mit dem Mandat.

Neue Firmenzentrale der Anklin AG in Reinach.

70er-Jahren, bleiben erhalten und werden statisch nach den aktuellen Normen ertüchtigt. Diese könnten bei Bedarf später einer Erweiterung des Neubaus weichen.

Nachhaltige Haustechnik Das Herzstück des Energiekonzeptes ist die Nutzung von Geothermie mittels 16 Erdwärmesonden bis in eine Tiefe von 180 Metern. Die Erdwärmepumpe liefert die notwendige Wärme für die Raumheizung und das Warmwasser. Die Wärmepumpe ist so ausgelegt, dass diese zusätzlich im Sommer auch als Kältemaschine betrieben werden kann. Die Rückkühlung erfolgt vorwiegend über das Erdwärmesondenfeld. Ist dieses ausgeschöpft, kann die überschüssige Energie über das entsprechende Rückkühlwerk vernichtet werden. Mit diesem System regeneriert sich das Erdreich schneller und effizienter.

Die elektrische Antriebsenergie für die Gebäudetechnik wird vorwiegend über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt. Hierbei generiert der jahresdurchschnittliche Ertrag die elektrische Hilfsenergie für Heizung, Warmwasser und Lüftung. Mit der Umsetzung dieses Nachhaltigkeitskonzeptes erfüllt die IE Technology eine wichtige Kernforderung der Anklin AG bei der Realisierung des Projektes. Somit ist der neue Standort für die verschiedenen Anforderungen der Zukunft optimal gerüstet.

Kontakt IE Technology Thomas Rieger Wiesenstrasse 7 CH-8008 Zürich +41 44 389 86 09 t.rieger@ie-group.com www.ie-group.com

n 21


Verband

Seminar eco-bau

Ein voller Erfolg

Kurt Röschli ¹ Im Verein eco-bau haben sich Bauämter von Bund, Kantonen und Städten zusammengeschlossen mit dem Zweck, das ökologische und gesunde Bauen zu fördern. Zu den Mitgliedern gehören auch Organisationen wie die KBOB und CRB ².

¹ Kurt Röschli, Geschäftsführer PVCH und Geschäftsführer Technik, Swiss Plastics. ² Die CRB bietet seit 1959 Dienstleistungen für alle Baufachleute an und vereinfacht dadurch die Kommunikation zwischen Bauherren, Planern, Unternehmern und Zulieferern – und zwar in der ganzen Schweiz in drei Landessprachen. Eingebunden in ein Netzwerk von Kunden, Verbänden, Produktions- und Vertriebspartnern sowie der öffentlichen Hand entwickelt und vertreibt CRB Arbeitsmittel zur effizienten Administration und zur besseren Verständigung im Bauwesen. Die bekannten und die neu entwickelten CRB-Standards stehen mit den aktuellen technischen Möglichkeiten zur Verfügung.

22

1968 als Koordinationsgremium der Bauorgane des Bundes ins Leben gerufen, namentlich für Fragen des Submissionswesens, der Teuerungsabgeltung auf Bauleistungen etc. Diese arbeitet sehr eng mit eco-bau zusammen.

Im Zentrum der Vereinsaktivitäten stehen die Entwicklung und Verbreitung von Planungswerkzeugen für nachhaltige, ökologische und gesunde Bauweise. Diese Werkzeuge dienen der Optimierung der Planung, der Realisierung und des Rückbaus. Der Verein aktualisiert die Angebote periodisch und entwickelt bei Bedarf neue Werkzeuge. Gemäss eigenen Angaben betreibt der Verein kein Lobbying. Mitglieder können öffentliche Bauträger (Bund, Kantone, Gemeinden) und Bildungsinstitutionen im Bau (Universitäten, Fachhochschulen, Höhere Fachschulen und Gewerbeschulen) sein.

Wer ist SIA? Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA ist der massgebende Berufsverband für qualifizierte Fachleute der Bereiche Bau, Technik und Umwelt. Mit seinen über sechzehntausend Mitgliedern aus dem Ingenieur- und Architekturbereich bildet der SIA ein hoch kompetentes, interdisziplinäres Netzwerk mit dem zentralen Anspruch, den Lebensraum Schweiz zukunftsfähig und qualitativ hochwertig zu gestalten. Der SIA und seine Mitglieder stehen für Baukultur, Qualität und Kompetenz. Bekannt ist der SIA für sein bedeutendes Normenwerk. Er erarbeitet, unterhält und

Wer oder was ist KBOB? Ressourcen sparen und Qualität steigern ist die übergeordnete Zielsetzung der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren KBOB, der Vereinigung der öffentlichen Bauherren der Schweiz. Die KBOB wurde

Abfallaufkommen in Deutschland (2008)* ca. 345 Mio. t _____________________________________ Anteil Bau- und Abbruchabfälle*

ca. 200 Mio. t

Anteil Abfälle aus Bergbau etc.*

ca. 102 Mio. t

Anteil Haushaltsabfälle*

ca. 43 Mio. t

ca.

Davon Kunststoffe** •

Davon PVC**

5 Mio. t

ca. 0,65 Mio. t

(0,2% des Abfallaufkommens) Quelle: Umwelt Technik

Pünktlich um 9.00 Uhr eröffnete Adolf Seidl, Präsident von PVCH und Vorstandsmitglied von Swiss Plastics, im Au Premier in Zürich das lange schon vorher angekündigte Seminar. Dieses kam auf Wunsch der Mitglieder der beiden Verbände zu Stande, die sich für eine vertiefende Information seitens eco- bau ausgesprochen hatten. Der Geschäftsführer von Swiss Plastics führte durch die Veranstaltung. Anwesend waren auch Behördenvertreter des AWEL (Amt für Abfall; Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich), sowie zwei Vertreter von einem Recyclingverband (VKRS). Weiter der Verantwortliche des europäischen Verbandes der Profilhersteller, der extra von Bonn nach Zürich angereist war. Im Weiteren war auch das SKZ (Süddeutsches Kunststoffzentrum) vertreten.

PVC im Kontext der Gesamtabfallmenge in Deutschland.

1–2/2018


Verband

Rohdichte/ Flächenmasse

BAUMATERIALIEN

[Bibliographie treeze, version 2.2:2016] Hinweis: Anzeigen der herstellerspezifischen und herstellerregionenspezifischen Daten durch Anklicken der '+' am linken Rand.

05

Fenster, Sonnenschutz, Fassadenverkleidungen

05.004 05.004.01 05.005 05.006 05.007

Fensterrahmen Aluminium Fensterrahmen Aluminium, WICLINE 75evo Fensterrahmen Holz Fensterrahmen Holz-Aluminium Fensterrahmen Kunststoff/PVC

Masse volumique/ surface kg/m2 -

m2 m2 2 m 2 m m2

erneuerbar renouvelable

Primärenergie Energie primaire nicht erneuerbar (Graue Energie) non renouvelable (énergie grise)

Total

Herstellung

Entsorgung

Total

Herstellung

Entsorgung

Total

Fabrication

Elimination

Total

Fabrication

Elimination

kWh oil-eq

kWh oil-eq

kWh oil-eq

kWh oil-eq

kWh oil-eq

kWh oil-eq

216 161 711 720 69.4

216 161 711 720 66.9

0.123 0.047 0.136 0.138 2.42

1'600 862 573 951 1'520

1'600 860 565 943 1'490

3.42 1.59 8.09 7.75 28.9

Quelle: Graue Energie

ID-Nummer No d'identification

KBOB / eco-bau / IPB 2009/1:2016

Bezug Référence

Ökobilanzdaten im Baubereich

Grafik: Ökobilanzdaten im Baubereich; KBOB / eco-bau / IPB 2009/1:2016

publiziert zahlreiche Normen, Ordnungen, Richtlinien, Empfehlungen und Dokumentationen, die für die schweizerische Bauwirtschaft massgebend sind. Rund 200 Kommissionen entwickeln das Normenwerk weiter und koordinieren sich selbstverständlich mit eco-bau und der KBOB.

Zurück zu eco-bau Causus Knaxus ist die von eco-bau definierte Einteilung aller Bauprodukte in 3 Klassen, die entsprechenden Bewertungskriterien, die dieser Einteilung zu Grunde liegen sowie die konkreten Produktelisten. Liegt ein Hersteller mit seinen Produkten nicht in diesen Klassen hat er keine Chancen in der öffentlichen Vergabe von Aufträgen und das ist die Crux! Man kann sich jetzt zu Recht fragen, was das Ganze soll und genau das machten die aus Deutschland extra angereisten Gäste von Profilherstellern sowie der verantwortliche Geschäftsführer des europäischen Verbandes der Profilhersteller. eco-bau und deren Einteilungskriterien ist eine typisch schweizerische Lösung für die Zulassung in Submissionen (Offerten, resp. Angebote) für öffentliche Bauten, die immer sehr konsequent und formal juristisch ausgeschrieben sind. Nach den einleitenden Worten der beiden Verbandsmanager startete Marianne Staehler in gewohnter interessanter und kompetenter Art und Weise mit dem Vorstellen des Vereins. Christian Pestalozzi führte die Zuhörer anschliessend in die spannenden Niederungen der Klasseneinteilung und deren Bewertungskriterien, dies anhand von 1–2/2018

konkreten Beispielen aus der Profil- und Fensterbranche. Hierbei zeigte sich, dass die Ökobilanzen der Kunststoffe relativ schlecht abschneiden und somit eine Einteilung nur noch in die Klasse Basis möglich ist (Grafik), was eine grosse Diskussion auslöste, waren doch ausschliesslich Vertreter der Kunststoffbranche zugegen. Pestalozzi zeigte dann fairerweise auch auf, wie die Einteilung zu beeinflussen ist und bot auch Hilfe an. Den eher theoretischen Referaten von eco-bau folgte dann die Welt der Praxis unter dem Titel «Was tut die Branche für die Nachhaltigkeit»? Alexander Möhne, Leiter Vertrieb der Veka Umwelttechnik (ein grosser Profilhersteller) zeigte anhand einiger Charts sehr eindrücklich die gros­ sen Anstrengungen der Kunststoffindus­ trie bezüglich Nachhaltigkeit namentlich des Recyclings. Interessant war das Chart des Abfallaufkommens in Deutschland, heruntergebrochen bis auf Stufe PVC. Adrian Schlumpf, COO von Swiss Windows, fasste als bedeutender Fensterhersteller der Schweiz die grossen Vorteile von Kunststofffenstern anhand der U-Werte zusammen. Der U-Wert, auch Isolationswert, zeigt den Wärme- resp. Kältedurchgang durch ein System auf. Die Masseinheit ist: W/m²K (Watt pro Quadratmeter Kelvin). Er zeigte den Teilnehmern auch den grossen Einsatz von Recyclingmaterial vor allem im Kern der Fensterprofile. eco- bau selbst resümierte: «Das müssen mehr als 60 % sein.» Die Charts verdeutlichten auch die Einflussmöglichkeiten auf die Fassaden eines Gebäudes, was letztlich auch CO² Exmittierung bedeutet oder schlicht Energiever-

schwendung bei nicht ordnungsgemässen Isolationen und entsprechender Produktewahl. Dr. Stefan Bokorny, Perlen Packaging, zeigte das Recyclingpotenzial von Medikamentenverpackungen, sogenannten Blisters, und Kreditkarten und legte den Einsatz von Recyclingmaterial in der Möbel und Bauindustrie dar, wie er wirklich ist. Er zeigte aber auch eindrücklich die Möglichkeit der thermischen Nutzung zur Herstellung von Papier. Dies soll gemäss seiner Ausführungen zu einer Produktion von thermischer Energie von 455 000 MWh führen. Dies zur Herstellung von Papier, die sonst anderweitig beschafft werden müsste. Als eindrücklicher Vergleich durch den Autor berechnet: Mit dieser Menge könnten rund 150 000 Haushalte für ein Jahr versorgt werden. Kurt Röschli fasste die wichtigen Themen vom Morgen kurz zusammen und kam zum Schluss, dass ohne Einteilung in eine der 3 Klassen bei öffentlichen Ausschreibungen jeder Aufwand umsonst wäre oder die Submission nicht zur Zulassung und entsprechend nicht zum Auftrag führen würde. Das Seminar wurde durch einen feinen Stehlunch gekrönt, wo heftig debattiert und «genetzwerkt» wurde. Kontakt Swiss Plastics Kurt Röschli Schachenallee 29C CH-5000 Aarau +41 62 834 00 67 k.roeschli@swiss-plastics.ch www.swiss-plastics.ch

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KUNSTSTOFF XTRA

Recycling

PET-Recycling ist im Trend

Vom Teppich bis zum Rucksack

Recycled Pet Pen von Uma Bei dem Recycled Pet Pen von Uma handelt es sich um einen langlebigen Kugelschreiber – und um einen nachhaltigen. Denn der Druckkugelschreiber in transparenten Gehäusefarben wird aus in Europa recycelten PET-Flaschen hergestellt. 24

Re-Kanken von Fjällräven.

Handgewebter Teppich von Liv.

Getränkeflaschen aus Recycling-PET Mehr als ein Viertel jeder neuen PET-Einwegflasche besteht bereits jetzt aus recycelten PET-Flaschen. Laut der Studie «Aufkommen und Verwertung von PETGetränkeflaschen in Deutschland 2015» im Auftrag des Forum PET sind das 121 Kilotonnen Recycling-PET, die in Deutschland jährlich in die Herstellung neuer aus alten Flaschen einfliessen. Damit nimmt das bottle-to-bottle-Recycling den grössten Stellenwert bei der Wiederverwertung von

Bild: Fröscher

Nachhaltiger Teppich von Liv Umweltbewusstes Wohnen: Liv stellt Designer-Inneneinrichtung her und setzt bei seinen Teppichen auf Nachhaltigkeit. Je nach Grösse werden dafür zwischen 100 und 750 recycelte PET-Flaschen benötigt. Daraus entsteht ein handgewebter Teppich aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff – produziert unter dem GoodWeave-Siegel, das für eine zertifizierte Herstellung ohne Kinderarbeit steht.

Permanent-Taschen von dm.

Bild: Liv

Rucksack Re-Kanken von Fjällräven Ein Klassiker neu gedacht: Seit Jahrzehnten ist der Re-Kanken der Marke Fjällräven im Einsatz. Mittlerweile besteht das Gewebe des Rucksacks zu 95 Prozent aus recyceltem Polyester und ist selbst recycelbar. Aus elf PET-Flaschen wird ein Re-Kanken produziert. Das recycelte Polyester stammt tatsächlich von Flaschen, die bereits benutzt wurden.

Bild: dm

Von der Flasche zur Tasche: Zu 80 Prozent bestehen die Permanent-Taschen der Drogeriekette dm aus recycelten PET-Flaschen. Die Tasche ist in zwei unterschiedlichen Grössen erhältlich. Aus zwei 1,5-Liter-Flaschen wird eine reissfeste und wasserbeständige Tasche mit einem Fassungsvermögen von 30 Litern. Und am Ende können Verbraucher sie in Deutschland dem Recycling-Prozess über die Wertstofftonne wieder zuführen.

Bild: Fjällräven

Der Anteil wächst, die Vielfalt auch: Immer mehr PET-Flaschen werden wiederverwertet, immer mehr Produkte aus recyceltem PET hergestellt. So bleibt PET ein wertvoller Rohstoff, auch wenn die Flasche leer ist – Polyethylenterephthalat ist zu 100 Prozent recycelbar und somit Grundlage für eine innovative Weiterverarbeitung. Verarbeitet zu Folien und Fasern findet recyceltes PET (rPET) innovative Einsatzbereiche – von Taschen oder Schuhen bis zu Teppichen. Die Übersicht zeigt spannende und manchmal kuriose Einsatzgebiete.

Die Netzbespannung und Kunststoffflächen dieses Stuhls von Fröscher bestehen zu 100 % aus rezykliertem PET und PP.

gebrauchten PET-Flaschen ein. Und das Gute dabei: Neue PET-Flaschen werden immer leichter. Auf der Getränkemesse drinktec präsentierte der Abfüll- und Verpackungsspezialist KHS kürzlich eine nur noch 5 Gramm leichte 0,5-Liter-PET-Einwegflasche für stilles Wasser. Fröscher – Stuhl klif Fröscher setzt beim Sitzen auf Nachhaltigkeit: Die Netzbespannung besteht zu 100 Prozent aus rezyklierten PET-Flaschen, die 1–2/2018


KUNSTSTOFF XTRA

NEU Bild: Daf f

Bild: Freitag

multiFlow Tasche R123 Woolf von Freitag.

Fiberixx Tischset von Daff.

Kunststoffflächen aus 100 Prozent rezykliertem Polypropylen – ein Standardkunststoff, der häufig in Verpackungen verwendet wird. Sie sind somit sortenrein trennbar. Für den Stuhl klif hat das Unternehmen nach eigenen Angaben zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

daff Platzset Nachhaltige Wohnaccessoires: Für ein Fiberixx Tischset von Daff werden fünf PETFlaschen recycelt. Am Ende des Prozesses entsteht eine strapazierfähige Textilfaser, die in ein wertiges, weiches und nachhaltiges Fliesprodukt umgewandelt wird. Plissees von Gardinia Mit dem neuen Plisseestoff «Planet» des Gardinentechnik- und Sonnenschutzsystem-Herstellers Gardinia kommen PETFlaschen jetzt vor das Fenster. Der Stoff ist zu 100 Prozent aus recycelten PET-Flaschen hergestellt; sechs Flaschen werden für einen Quadratmeter verarbeitet. rPET als hochwertige Textilfaser 80 600 Tonnen der aus deutschen PETGetränkeflaschen hergestellten Rezyklate werden zur Herstellung von Polyesterfasern eingesetzt. Das entspricht 22,6 Prozent der wiederverwerteten PET-Flaschen. Die aus 1–2/2018

Winner of 2017 Export Award.

Bild: Gardinia

Tasche R123 Woolf von Freitag Sie ist vieles in einem: ein bisschen Rucksack, etwas Seesack und auch Handtasche. Die R123 Woolf ist geschnitten aus einer Lastwagen-Plane und mit einem Innenfutter, das aus 100 Prozent rezykliertem PET besteht.

bis 230 °C.

Gardinen aus dem Plisseestoff «Planet» von Gardinia.

rPET hergestellten Polyesterfasern finden vielfältige Anwendungen insbesondere in sogenannten technischen Textilien – zum Beispiel im Home-Care-Bereich, für Matratzen, in der Automotive- oder Bauindustrie und in Spezialanwendungen. Der Einsatz von rPET in der Bekleidungsindustrie ist aufgrund der Verlagerung dieser Industrie nach Fernost vernachlässigbar. Ein Export von in Deutschland hergestellten Flakes aus Getränkeflaschen findet aufgrund der Kostenstruktur nahezu nicht statt.

Kontakt Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. Kaiser-Friedrich-Promenade 43 D-61348 Bad Homburg +49 6172 92 66-67 info@forum-pet.de www.forum-pet.de n 25


KUNSTSTOFF XTRA

Recycling

VDMA-Interview-Serie

Hochreines Rezyklat ist Neuware ebenbürtig

Herr Tinschert, werden Kunststoff-Rezy­ klate schon als Material in Spritzgiessmaschinen eingesetzt? Georg Tinschert: Das ist seit langem sehr verbreitet. Und das sollte man auch kommunizieren. Denn es ist ein Punkt, der hilft, das Image von Kunststoffen zu verbessern. Wir alle müssen stärker darauf hinweisen, dass Kunststoffe mehrfach verwendet werden können und auch tatsächlich verwendet werden. Eine drei-, vier oder auch fünfmalige Wiederverwertung ist heutzutage möglich. Wir haben Kunden, die setzen für ihre Anwendungen bis zu 100 Prozent Rezyklat ein. Das ist beispielsweise zum Teil der Fall bei Transportboxen für Gemüse. Gibt es besondere Anforderungen an Spritzgiessmaschinen, die Rezyklate einsetzen? Tinschert: Man muss genau betrachten, wie das Rezyklat beschaffen ist. Es können Fremdstoffe enthalten sein, die das Plastifiziersystem schädigen können, metallische Stoffe etwa, Glassplitter oder Verunreinigungen. Man muss einfach etwas mehr Vorsicht walten lassen. Wenn uns ein Kunde mitteilt, welches Rezyklat er verwenden wird, berücksichtigen wir das bei der Auslegung der Spritzeinheit. Es kann dann sein, dass wir höher verschleissbeständige Materialien im Bereich Zylinder und Schnecke einsetzen. Wir können auch einen Filter vorschalten, der verhindert, dass Fremdkörper in die Maschine gelangen. Filter und andere Anpassungen kosten aber Geld. Tinschert: Das kann Geld kosten, wenn man tatsächlich annehmen muss, dass Schadstoffe im eingesetzten Material vorhanden sind. Wenn der Verarbeiter aber 26

Bilder: Wittmann Battenfeld

Der dritte Gesprächspartner im Interview über Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffindustrie ist Georg Tinschert, Geschäftsführer von Wittmann Battenfeld in Kottingbrunn (A). Er erläutert, welche Änderungen beim Einsatz von Rezyklaten unter Umständen an der Spritzgiessmaschine vorgenommen werden können.

Georg Tinschert: Um die Produktionssicherheit zu gewährleisten, muss eine gleichbleibende Qualität des Rezyklats gewährleistet sein.

ein gut aufbereitetes Rezyklat mit einer sehr hohen Güte einsetzt, ist dieser Zusatz­aufwand in der Spritzgiessmaschine nicht nötig. Entsprechend fallen dafür auch keine Kosten an, dafür ist der Rezyklatpreis höher. Man muss ganz einfach sicherstellen, dass in die Spritzgiessmaschine sauberes Rezyklat kommt. Dieses Material hat dann ähnliche Verarbeitungseigenschaften wie Neuware. Dasselbe gilt für die Verarbeitung von Angüssen. Viele Kunden haben Werkzeuge mit Angusssystemen. Dort entsteht bei jedem Zyklus eine gewisse Menge an Abfall, der aber direkt an der Maschine wieder gemahlen und danach kontinuierlich dem Spritzgiessprozess zugeführt wird. Haben Sie als Spritzgiessmaschinenbauer Einfluss darauf, welches Material Ihre Kunden einsetzen? Tinschert: Wir führen Beratungsgespräche und erfahren dabei, welche Materialien der Kunde auf der Maschine verarbeiten will. Zur optimalen Auslegung der Maschi-

ne sind wir dann mit unserer Erfahrung gefragt. Wird dem Kunden keine Vorgabe für das Material hinsichtlich Zugabemenge von Rezyklat gegeben, können wir zum Beispiel darauf hinweisen, dass man für gewisse Anwendungen, beziehungsweise bei gewissen Verfahrenstechnologien wie etwa der Sandwichtechnologie, statt 100 Prozent frischen Kunststoff durchaus auch einen gewissen Anteil an Rezyklat verwenden kann. Damit lassen sich die Materialkosten reduzieren, denn Kunststoff-Rezyklat ist günstiger als Neuware. Haben die Kunden dafür ein offenes Ohr oder steht die Sorge um die Produktionssicherheit im Vordergrund? Tinschert: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden für dieses Thema sehr aufgeschlossen sind. Man muss einfach sehen, dass die Materialkosten den grössten Anteil an den Produktionskosten im Spritzguss haben. Durchschnittlich 60 Prozent der Kosten entfallen auf das Material. Da wiederverwerteter Kunststoff, auch wenn er sehr aufwändig rezykliert wurde und damit auch teurer ist als weniger aufwändig rezyklierter, immer noch günstiger ist als frischer Kunststoff, ist der Einsatz von Rezyklat aus wirtschaftlichen Gründen durchaus sinnvoll. Um die Produktionssicherheit zu gewährleisten, muss eine gleichbleibende Qualität des Rezyklats gewährleistet sein und die Bauteileigenschaften dürfen aufgrund der Zugabe von Sekundärrohstoffen nicht vermindert beziehungsweise beeinflusst werden. Spielen Bio-Kunststoffe auch schon eine Rolle im Spritzguss? Tinschert: Durchaus. Man kann sowohl die biobasierten, als auch die biologisch abbaubaren Kunststoffe spritzgiessen. Die 1–2/2018


KUNSTSTOFF XTRA

Recycling

Transportkisten für Zuchtchampignons.

Bio-Kunststoffe können technisch schon so aufbereitet werden, dass sie einem Standardkunststoff auf Ölbasis sehr nahe kommen. Dass sie heute erst wenig eingesetzt werden, hat sicherlich auch mit ihrem vergleichsweise hohen Preis zu tun. Wir sehen, dass Bio-Kunststoffe häufig dort zum Einsatz kommen, wo ein ökologisches Bewusstsein vorhanden ist. Bei Kinderspielzeug, zum Beispiel. Viele Eltern verbinden mit dem Kauf von Spielzeug aus Bio-Kunststoffen ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Auch im Verpackungsbereich ist dieses Material im Kommen. Das hilft, neben dem Ökoeffekt auch das Image von Kunststoffen beim Verbraucher zu verbessern. Man muss bei manchen Bio-Verpackungen zwar manchmal akzeptieren, dass etwa eine Folie nicht völlig durchsichtig ist oder sich ganz glatt anfühlt. Aber das Wissen um einen Bio-Kunststoff verbessert einfach das Image von Kunststoff insgesamt beim Verbraucher. Könnte auch die neue EU-Roadmap zur Kreislaufwirtschaft zu einem Imagegewinn führen? Tinschert: Die Roadmap ist sicher ein wichtiger Beitrag zur Imageverbesserung. Grosse Änderungen, die das Gebrauchsoder Verbrauchsverhalten von Menschen betreffen, müssen häufig durch gesetzliche Vorgaben initiiert werden. Wenn die Politik die Kreislaufwirtschaft als wichtiges strategisches Ziel für die Zukunft setzt, müssen entsprechende Regularien eta­bliert werden, um die Umsetzung sicher zu stellen. Wir haben das gut am Beispiel der Glühbir1–2/2018

nen gesehen, die durch Energiesparleuchten ersetzt wurden. Freiwillig hätte das kaum jemand oder nur sehr langsam gemacht. Wenn man so etwas durchsetzen will, muss man Vorschriften machen. Nur an das Gute im Menschen zu glauben, führt nicht zum Erfolg. Regularien, die für einen grossen Wirtschaftsraum gelten, haben auch den Vorteil, dass sie alle treffen, also wettbewerbsneutral sind. Da kann nicht in einem Land günstiger produziert werden, nur weil gewisse Vorschriften nicht beachtet werden müssen. Kontakt Battenfeld (Schweiz) AG Vogelsangstrasse 15 CH-8307 Illnau-Effretikon +41 44 908 65 65 info@battenfeld.ch www.battenfeld.ch

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Interview-Serie – bereits erschienen: –– KX11/2017: Akzeptanz für Rezyklate schaffen, Stefan Kaiser, Vecoplan AG, Bad Marienberg (D). –– KX12/2017: Gute Rezyklate erhöhen die Einsatzchancen, Peter Breuer, Motan Holding, Isny (D).

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KUNSTSTOFF XTRA

Recycling

Grundlagen für «grünere» Kunststoffverwertung

Mehr Recycling für weniger Rohstoffverbrauch Etwa sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfälle produzieren Verbraucher und Verbraucherinnen in Deutschland – Jahr für Jahr. Das sind 72 Kilogramm Kunststoff, die pro Person in den Müll wandern. Und diese Kunststoffe werden überwiegend aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt. Mit ihrer Forschung leistet die Technische Universität (TU) Chemnitz wichtige Grundlagen für eine «grünere» Kunststoffverwertung.

Katharina Wolfrum ¹, Diana Ruder ² In Zeiten von Rohstoff-Knappheit und Klimawandel geht der Weg hin zu einer Kreislaufwirtschaft mit hohen RecyclingQuoten sowie zum zunehmenden Einsatz biobasierter Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Ein Wissenschaftlerteam der TU Chemnitz forschte mit Partnern zuzsammen an «Biobasierten Kunststoffen im Post-Consumer-Recyclingstrom». «Wir haben untersucht, inwieweit biobasierte Kunststoffabfälle in der Recyclingpraxis erkannt, sortiert und anschliessend verwertet werden können», erklärt Tobias Hartmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Biopolymere und Naturfaserverbunde an der Professur SLK der TU Chemnitz. Dazu wurden elf Tonnen Kunststoffabfall mit acht Prozent Polylactid (PLA), einem synthetisch erzeugten Polyester, das sich in Industrieanlagen biologisch abbauen lässt und heute bereits für Verpackungen wie Joghurtbecher, Teebeutel und Einweggeschirr verwendet wird, angereichert. In Sortieranlagen bei Leipzig und Erfurt liessen die Wissenschaftler den Müll im normalen Praxisbetrieb mittels Nahinfrarot-Spektroskopie auf PLA sortieren. Nach einer branchenüblichen Aufbereitung, in der das Material unter anderem zerkleinert und gewaschen wird, wies es noch etwa 25 Prozent Verunreinigung, vor allem durch Papierreste, auf. Anschlies­send wurde es auf die Anwendbarkeit verschiedener Recyclingverfahren untersucht – mit positivem Ergebnis: «Mit unserer Forschung konnten wir effiziente Wege zur Erkennung, ¹  Katharina Wolfrum, TU Chemnitz, Bereich MB. ² Diana Ruder, Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz.

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Sortierung und Wiederverwertung von PLA im Post-Consumer-Recyclingstrom aufzeigen», bewertet Hartmann die Arbeiten.

Nachwachsende Rohstoffe gewinnen an Relevanz PLA-Abfälle mit einer Verunreinigung von bis zu fünf oder sogar zehn Prozent lassen sich problemlos auf sogenannten Schmelzefiltrations-Anlagen für Kunststoffe zu einem Regranulat verarbeiten. Diese Versuche fanden zum einen an der TU Chemnitz und zum anderen an Praxismaschinen der Partner mit einem Durchsatz von 400 Kilogramm Abfall pro Stunde statt: «So konnte auch für biobasierte Kunststoffe bestätigt werden, dass eine nachhaltige Wiederverwertung möglich, wenn auch aufgrund des geringen Vorkommens noch nicht wirtschaftlich ist», schlussfolgert Tobias Hartmann. Biobasierte Kunststoffe werden noch nicht häufig in handelsüblichen Produkten verwendet. Es gibt beispielsweise teilbiobasierte PET-Flaschen oder die Verwendung von Naturfasern in Snowboards, Helmen und ähnlichen Verbunderzeugnissen, welche an der TU Chemnitz entwickelt wurden. Da dies jedoch keine Verbrauchsgegenstände im klassischen Sinne, wie etwa Verpackungsmaterialien, sind, gelangen nur wenig biobasierte Kunststoffe in den Gelben Sack der Endverbraucher. «Die hier verwendeten biobasierten Kunststoffabfälle waren ausserdem immer mit Buntpapierresten verunreinigt, daher konnten wir kein reines Material herstellen, wie man es von handelsüblichen Plastikbechern kennt», beschreibt Hartmann die Herausforderungen im Forschungsprozess. Dennoch werden recycelte, biobasierte Kunststoffe auch schon in der Produktion

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) förderte den Forschungsverbund «Nachhaltige Verwertungsstrategien für Produkte und Abfälle aus biobasierten Kunststoffen» mit 2,76 Millionen Euro. Dafür forschten Wissenschaftler der Professur für Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK) der Technischen Universität Chemnitz seit 2014 gemeinsam mit dem Partner Knoten Weimar, Internationale Transferstelle Umwelttechnologien GmbH, an «Biobasierten Kunststoffen im Post-Consumer-Recyclingstrom». Es ist eines der fünf Teilprojekte des vom BMEL geförderten Forschungsverbundes. Am 28. und 29. November 2017 stellte das Team die Projekt-Ergebnisse auf der 12. European BioplasticsKonferenz in Berlin vor. verwendet, beispielsweise für die Herstellung von Pflanztöpfen. «Mit der Neuregelung des Verpackungsgesetzes in Deutschland ab dem 1. Januar 2019 fördert der Gesetzgeber eine verstärkte Verwendung von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Deswegen sind die Verwertungserfordernisse, die wir für das werkstoffliche Recycling erforscht haben, in der Zukunft noch relevanter», schliesst der Wissenschaftler seine Ausführungen. Kontakt Technische Universität Chemnitz Matthias Fejes Strasse der Nationen 62 D-09107 Chemnitz +49 371 531-32817 matthias.fejes@verwaltung.tu-chemnitz.de www.tu-chemnitz.de n 1–2/2018


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Biokunststoffe

Das Verhalten biobasierter Kunststoffe in etablierten Recyclingsystemen

PLA-Abfälle im Abfallstrom Biobasierte Produkte, insbesondere als Verpackungsmaterialien, finden sich immer häufiger in den Verkaufsregalen und damit auch immer häufiger im Abfall. Das stellt unsere Recyclingsysteme vor neue Herausforderungen. Viele Abfallentsorger befürchten, dass biobasierte Kunststoffe die etablierten Verwertungswege stören.

Dr. Lisa Mundzeck ¹ Über das Verhalten biobasierter Kunststof­ fe in Recyclingsystemen gibt es bisher nur wenige fundierte Untersuchungen, dem­ entsprechend fehlt auch das Wissen, ob Biopolymere sich negativ auf die Verwer­ tungswege auswirken. Deshalb hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Verbundvorha­ ben gefördert, das jetzt Empfehlungen für die abfallwirtschaftliche Behandlung von Biokunststoffen vorgelegt hat. Die Anzahl und die Vielfalt von Produkten aus biobasierten Kunststoffen steigen ins­ besondere im Bereich der Verpackungen seit Jahren kontinuierlich an. Auch die wei­ teren Marktprognosen sind überaus posi­ tiv. Biobasierte Kunststoffe werden in Zu­ kunft zu einem mengenmässig relevanten Bestandteil unserer Wirtschaftskreisläufe werden. Auch wenn das Recycling von bio­ basierten Verpackungen aufgrund fehlen­ der Masse derzeit noch nicht rentabel ist, müssen wir heute schon die Möglichkeiten für das werkstoffliche Recycling ausloten, um zukünftigen Verwertungserfordernis­ sen gerecht zu werden. Aus diesem Anlass hat das BMEL zwischen 2014 und 2017 über seinen Projektträger, ¹ Dr. Lisa Mundzeck, Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe IfBB, Hochschule Hannover, Hannover

die Fachagentur Nachwachsende Rohstof­ fe e.V. (FNR), acht Partner aus Wis­ senschaft und Industrie gefördert, die sich mit nachhaltigen Verwertungsstrategien für Produkte und Abfälle aus biobasierten Kunststoffen beschäftigen. Es sind dies: –– Fraunhofer-Institute für Angewandte Po­ lymerforschung (IAP), für Verfahrens­ technik und Verpackung (IVV), für Um­ welt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) sowie für Holzforschung (WKI) –– Hochschule Hannover, IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerk­ stoffe –– Knoten Weimar –– Technische Universität Chemnitz, Pro­ fessur Strukturleichtbau und Kunststoff­ verarbeitung (SLK) –– Bösel Plastic Management GmbH Das Hauptziel der Forschungsarbeiten war die Erarbeitung von Strategien für ein werkstoffliches Recycling von industriellen und Post-Consumer-Abfällen aus bioba­ sierten Verpackungen im etablierten Kunststoff-Verwertungssystem. Dabei lag der Fokus auf Verwertungsoptionen für den biobasierten Kunststoff Polymilchsäu­ re (PLA). PLA gehört zu den chemisch neuartigen Biokunststoffen und wird häu­ fig im Verpackungsbereich eingesetzt. Die Entsorgungsbranche äussert allerdings im­ mer wieder Bedenken, dass PLA das eta­ blierte Kunststoffrecycling stören könnte.

Ergebnispapier liegt auf dem Tisch Die Verbundpartner konnten mit ihren um­ fassenden Arbeiten zeigen, dass es ver­ schiedene Optionen für ein getrenntes PLA-Recycling gibt. Die wichtigsten For­ schungsergebnisse haben die Verbund­ partner zu einem Ergebnispapier «PLAAbfälle im Abfallstrom» zusammengestellt. Dieses Papier liefert eine gute Grundlage für die Einbindung von PLA-Abfällen in die etablierten Recyclingströme. Damit kommt das Papier genau zum richtigen Zeitpunkt: Zum 1. Januar 2019 wird die Neuregelung des Verpackungsgesetzes in Kraft treten, mit der u. a. eine verstärkte Verwendung von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen angestrebt wird. Das Ergebnispapier steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Kontakt Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe IfBB Hochschule Hannover Expo Plaza 4 D-30539 Hannover +49 511 9296-2269 lisa.mundzeck@hs-hannover.de www.ifbb-hannover.de

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Biokunststoffe

Produktionskapazitäten für Biokunststoffe

Positiver Wachstumstrend hält an

Die weltweiten Produktionskapazitäten für Biokunststoffe werden in den kommenden Jahren weiter ansteigen, von rund 2,05 Millionen Tonnen im Jahr 2017 auf etwa 2,44 Millionen Tonnen bis 2022. Innovative Biopolymere wie PLA (Polylactide) und PHA (Polyhydroxyalkanoate) sind die grössten Wachstumstreiber im Bereich der biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffe. PHA sind eine wichtige Polymerfamilie, die sich lange Zeit in der Entwicklung befand und nun in kommerziellen Mengen auf dem Markt erhältlich ist. Die Produktionskapazitäten für PHA werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich um das Dreifache steigen. Diese Polyester sind 100 Prozent biobasiert, biologisch abbaubar und bieten eine Fülle an Eigenschaften, abhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung. Die Produktionskapazitäten für PLA verzeichnen ebenfalls ein starkes Wachstum und werden bis 2022 voraussichtlich um 50 Prozent ansteigen. PLA ist ein vielseitiges Material mit hervorragenden Barriereeigenschaften, das in verschiedenen leistungsfähigen Sorten erhältlich und damit ein idealer Ersatz für PP, PS und ABS-Kunststoffe in anspruchsvolleren Anwendungen ist.

Fokus weg von PET, hin zu PEF Biobasiere, haltbare Kunststoffe, wie die sogenannten Drop-in Lösungen biobasiertes PE (Polyethylen) und biobasiertes PET (Polyethylentherephthalat) sowie biobasiertes PA (Polyamide), machen derzeit rund 56 Prozent (1,2 Millionen Tonnen) der weltweiten Produktionskapazitäten von Biokunststoffen aus. Die Produktion von biobasiertem PE wird aufgrund neuer 30

Grafik: European Bioplastics, nova-Institut (2017)

Gemäss einer aktuellen Marktdatenauswertung von European Bioplastics (EUBP) setzt sich der positive Wachstumstrend der Biokunststoffbranche fort. Der Markt für Biokunststoffe wird in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent wachsen. Die Bemühungen um den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft sowie die stärkere politische Unterstützung für die Bioökonomie und nicht zuletzt das gesteigerte Verbraucherbewusstsein für nachhaltige Produkte und Verpackungen tragen gemäss François de Bie, Vorsitzender von EUBP, zu dem Wachstum bei.

Weltweite Produktionskapazität für Biokunststoffe.

geplanter Kapazitäten in Europa weiter ansteigen. Der angekündigte Ausbau der Kapazitäten für PET wurde nicht, wie in den vergangenen Jahren vorhergesagt, realisiert. Stattdessen verlagert sich der Fokus auf die Entwicklung von PEF (Polyethylenfuranoat), einem neuen Polymer, das voraussichtlich 2020 am Markt erhältlich sein wird. PEF ist vergleichbar mit PET, jedoch 100 Prozent biobasiert und weist verbesserte Barriere- sowie thermische Eigenschaften auf und ist somit ein ideales Material für die Verpackung von Getränken, Nahrungsmitteln und Non-Food-Artikeln. Biobasiertes PP (Polypropylen) wird ebenfalls spätestens 2022 in kommerziellen Mengen auf dem Markt erhältlich sein. Auch hier wird aufgrund der vielseitigen

Einsatzmöglichkeiten von PP in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen mit einem starken Wachstum gerechnet.

Produktionskapazität in Europa wird zunehmen Verpackungen bleiben das führende Anwendungssegment für Biokunststoffe mit fast 60 Prozent (1,2 Millionen Tonnen) Anteil am gesamten Biokunststoffmarkt im Jahr 2017. Die Daten zeigen zudem, dass Biokunststoffe bereits in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden, einschliesslich Textilien, Gebrauchsgüter, Anwendungen im Automobil- und Verkehrsbereich sowie im Landwirtschafts- und Gartenbereich. Mit Blick auf die regionale Verteilung 1–2/2018


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Biokunststoffe

der Produktionskapazitäten bleibt Asien weiterhin die zentrale Produktionsstelle. Über 50 Prozent aller Biokunststoffe wurden 2017 in Asien produziert. Rund ein Fünftel der Produktionskapazitäten sind in Europa angesiedelt. Dieser Anteil wird bis 2022 voraussichtlich auf ein Viertel ansteigen. Der Entschluss der Europäischen Kommission zum Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft setzt wichtige Impulse für das Wachstum und die Entwicklung der Biokunststoffbranche in Europa.

den Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln genutzt werden. Trotz des prognostizierten Wachstums der Produktionskapazitäten von Biokunststoffen in den kommenden fünf Jahren wird der Anteil der Landnutzungsfläche bei rund 0,02 Prozent bleiben. Dies verdeutlicht, dass zwischen dem Anbau nachwachsender Rohstoffe für Nahrungs- und Futtermittel und für die Herstellung von Biokunststoffen keine Konkurrenz besteht. «Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich die Biokunststoffindustrie zu einer innovativen und schnell wachsenden Branche entwickelt», sagt de Bie. «Wir beo­ bachten eine steigende Zahl grosser Marken und Unternehmen, die von fossilen auf biobasierte oder biologisch abbaubare Kunststofflösungen für ihre Produkte umsteigen. Diese Unternehmen reagieren auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigeren Produkten sowie den generellen Wandel im Bewusstsein über die Umweltauswirkungen unserer Kaufentscheidun-

die Formteilqualität Formteilqualität die

Landnutzungsfläche ist marginal Die Landnutzungsfläche für den Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Produktion von Biokunststoffen belief sich im Jahr 2017 auf rund 0,82 Millionen Hektar. Dies entspricht einem Anteil von weniger als 0,02 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfläche von 5 Milliarden Hektar, wovon 97 Prozent als Weidefläche sowie für

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gen. Die Biokunststoffindustrie ist in der Lage, der wachsenden Nachfrage aufgrund erheblicher Investitionen in die Forschung und Entwicklung von biobasierten Produktlösungen für eine Kreislaufwirtschaft nachzukommen, angeführt von den vielen innovativen, kleinen und grossen Unternehmen unserer Branche.» Die Marktdaten 2017 wurden in Zusammenarbeit mit dem nova-Institut (Hürth, Deutschland) erhoben. Die Daten für die weltweiten Produktionskapazitäten von Biokunststoffen basieren auf der Marktstudie «Bio-based Building Blocks and Polymers» des nova-Instituts (2018). Kontakt European Bioplastics e.V. Kühlenund und Marienstrasse 19-20 Kühlen Temperierenmit mit D-10117 Berlin Temperieren +49 30 28482 353 System System info@european-bioplastics.org www.european-bioplastics.org n

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Wirtschaft

Marktanalyse von AMI

Die Polymernachfrage in Asien ist ungebrochen Asien zählte lange Jahre als Motor der Kunststoff verarbeitenden Industrie was den Verbrauch anbelangt. China ist und bleibt auch weiterhin der grösste Abnehmer, das Wachstum verlangsamt sich aber deutlich. Die grossen Wachstumsraten werden sich, gemäss der jüngsten Marktstudie von AMI, auf asiatische Länder verschieben, die bisher kaum Investoren anlockten.

46 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Kunststoffen kam 2016 aus Asien. Im ausgehenden letzten Jahrhundert sah sich Asien mit einer nie dagewesenen Wachstumsnachfrage konfrontiert. Heute ist der Kontinent geteilt in einen der meist gesättigten Märkte der Welt und einen Markt, der nach wie vor unterentwickelt ist.

Das Wachstum verschiebt sich

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Es erstaunt nicht, dass China den grössten Kunststoffverbrauch aufweist in Asien. Die immer noch relativ tiefen Fertigungskosten sorgen dafür, dass sich daran in der nächsten Zukunft auch nichts ändert. Die Wachstumsraten in China werden langsam zurückgehen und sich auf einem nachhaltigeren Niveau einpendeln. Im Gegenzug werden Länder, die bisher kaum auf der Investorenliste standen, stark wachsen.

Nachfrage nach Polymeren in China weiter zunimmt, sondern auch weil Märkte wie Vietnam, Indonesien und einige kleinere Schwellenländer wie Myanmar boomen. Die Marktanalyse von AMI zeigt, dass die wachsende Nachfrage nach Kunststoffen in Asien vor allem aus dem Bereich Verpackung kommt. Der Anteil am Gesamtvolumen der in der Region verarbeiteten Polymere betrug 2016 32 % . Dank der Investitionen in Infrastruktur und Gebäude legte auch der Bereich Bau massiv zu und war im gleichen Jahr mit 20 % der zweitgrösste Markt hinter Verpackungen. (mf)

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«Polymer demand in Asia», der jüngste Report des englischen Marktforschungsinstituts AMI, informiert im Detail über Grösse, Eigenschaften und Aussichten sowohl von Commodities wie auch Hochleistungskunststoffen. Die Region repräsentiert mit den 13 in der Studie gelisteten Ländern einen differenzierten Markt mit unterschiedlichen Aussichten für die Polymernachfrage. Obwohl einige Länder in den letzten Jahren Minimallöhne eingeführt haben, um die Ausbeutung der Arbeiter zu stoppen, gibt es in Asien immer noch billige Arbeitskräfte in Überfluss, was ausländische Investoren veranlasst, in die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen zu investieren. Auch der Export wird durch die günstigen Produktionskosten angekurbelt, ist doch für viele Länder importierte Ware aus Asien günstiger als heimische Produkte. Die Wirtschaftsaussichten für die Region Asien sind glänzend: dies nicht nur weil die

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NEWs

Bild: Feintool

Feintool mit neuer Führung

Knut Zimmer

Knut Zimmer hat zum 1. Januar 2018 die operative Führung des Technologieunternehmens Feintool übernommen. Der 54-Jährige führt – wie schon sein Vorgänger – das Segment der Teilefertigung System Parts in Personalunion. Zimmer stiess im Jahre 2012 – im Rahmen der Akquisition von Herzing + Schroth GmbH + Co.

KG (heute Feintool System Parts Obertshausen GmbH) – zu Feintool. Nach Abschluss der Integration führte er erfolgreich den aus der Akquisition neu entstandenen Bereich Forming Europe, darüber hinaus ist Knut Zimmer seit 2017 für das gesamte europäische Teilegeschäft der Feintool-Gruppe zuständig. Zimmer folgt auf Bruno Malinek, der zweieinhalb Jahre leitende Funktionen, zuletzt diejenige des CEO, innerhalb der Feintool-Gruppe innehatte und nun in beratender Funktion zu Mubea wechselt. Deren Inhaber ist Thomas Muhr, ein ehemaliger Grossaktionär von Feintool. www.feintool.com

Maag übernimmt Ettlinger Die in der Schweiz ansässige Maag Pump & Filtration Systems, ein Geschäftsbereich von Dover Corporation, baut ihre Präsenz durch die Akquisition des deutschen Unternehmens Ettlinger Kunststoffmaschinen GmbH aus. Die Erweiterung um die innovativen Produkte von Ettlinger, einem führenden Anbieter von Schmelzefiltern für die Polymer-, Compounding- und Recyclingindustrie, wird die Position von Maag auf dem Markt der Polymerfiltration verstärken und das Produktportfolio um eine neue Sparte Spritzgussmaschinen für grosse Spritzgussteile erweitern. Beide Unternehmen werden auf dem Markt weiter mit ihren bestehenden Markennamen auftreten. An der Spitze der Gruppe mit den Schlüsselmarken 1–2/2018

«Maag Pump & Filtration Systems», «Automatik Scheer Strand Pelletizers», «Gala Automatik Underwater Pelletizers» und «Reduction Pulverizing Systems» steht Maags Präsident Ueli Thuerig. «Die weltweite Präsenz von Maag wird uns neue Märkte eröffnen, in denen wir heute noch nicht aktiv sind, und wird uns ermöglichen, unsere bestehenden Kunden vor Ort besser und schneller zu bedienen», erläutert Mehrheitsaktionär Volker Neuber, CEO von Ettlinger. In den kommenden Wochen werden sich die Teams von Ettlinger und Maag darauf fokussieren, als ein nahtlos zusammengewachsenes Team nach aussen aufzutreten. www.maag.com

Husky wechselt den Besitzer Die US-amerikanische Investmentgesellschaft Platinum Equity übernimmt den kanadischen Spritzgiessmaschinenhersteller Husky Injection Molding Systems mit Sitz in Bolton, Kanada, für 3,85 Mrd. Dollar. Verkäufer sind die ebenfalls US-amerikanische Investmentgesellschaft Berkshire Partners und die kanadische Omers Private Equity, die Husky im Juni 2011 von der kanadischen Private-Equity-Gesellschaft Onex Corp. übernommen hatten. Die Transaktion soll im 2. Quartal 2018 abgeschlossen sein. Mitglieder des Husky Management-Teams bleiben Anteilseigner. Das erfahrene Management-Team von Husky wird denn auch weiterhin das Unternehmen führen.

«Husky hat einen ausgezeichneten und wohlverdienten Ruf für höchst innovative Technologien», betont Louis Samson der Platinum Equity Partner, der die Transaktion leitete. «John Galt und sein Team haben eines der erfolgreichsten Unternehmen Kanadas aufgebaut. Wir sind stolz, mit einer solch tollen Mannschaft zusammenzuarbeiten und werden mithelfen, die Latte weiterhin hoch zu halten.» Die 1995 von Tom Gores gegründete Platinum Equity verfügt über ein Anlagevermögen von 13 Mrd. US-Dollars und hat mehr als 30 Unternehmen in ihrem Portfolio. In den vergangenen 22 Jahren hat die Investmentgesellschaft mehr als 200 Unternehmen gekauft. www.husky.ca

Bionischer Filter zur Trennung von Mikroplastik Der steigende Kunststoffverbrauch und Verluste von Abfall gehen zunehmend mit einer Umweltbelastung durch Mikroplastik einher. In ihrer Masterarbeit hat Leandra Hamann deshalb Lösungen entwickelt, um die Abwasserbelastung durch Kunststoffpartikel kleiner als 5 mm mit bionischen Filtern zu reduzieren. Für diese praxisorientierte Lösung wurde die Fraunhofer-Umsicht-Mitarbeiterin mit dem Alfred-­ Kärcher-Förderpreis ausgezeichnet. Zur Lösungsfindung hat sich Hamann an Vorbildern in der Natur (Bionik) orientiert. Sogenannte Suspensionsfresser nutzen Filtersysteme für die Nahrungsaufnahme von im Wasser schwebenden Partikeln wie beispielsweise Schwämme,

Wasserflöhe oder Krill. Insgesamt wurden 24 Organismen analysiert und bewertet, um ihr Potenzial für eine bionische Anwendung zu identifizieren. Entdeckt wurden dabei Mechanismen, Strukturen, Formen und Materialien, die erste innovative Lösungen für einen technischen Filter bieten. Da­rauf aufbauend hat Hamann in einer Fallstudie zur Waschmaschine eine Übertragung erstmals theoretisch getestet, um die Emission von Mikroplastikfasern synthetischer Textilien in den Waschmaschinenabfluss zu verhindern. Denn Textilfasern bilden mit einem geschätzten Anteil von 250 Tonnen pro Jahr in Deutschland einen grossen Anteil der gesamten Mikroplastik-Emissionen. www.umsicht.fraunhofer.de 33


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NEWs

Lucks Kai, Hrsg: Praxishandbuch Industrie 4.0, Branchen, Unternehmen, M&A. Schäffer Poeschel Verlag Stuttgart. 2017. ISBN 978-3-7910-3851-3. Mit Begriffen wie «Intelligente Fabriken» oder «Smart Production» bewegt das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 Unternehmen fast aller Branchen. Für einige ist es noch ferne Vision, für andere bereits Realität. Das neue, fast 900 Seiten starke «Praxishandbuch Industrie 4.0» erweist sich für beide Gruppen als wertvoller Berater. Die fundierten Aufsätze bieten Praktikern eine Rundumschau zum Thema, die zahlreiche aktuelle

Lösungsansätze und wertvolle Handlungsempfehlungen beinhaltet. Die Autoren stellen die wichtigsten Akteure und Treiber vor, klären detailliert über Chancen und Gefahren auf und geben u.a. über rechtliche Herausforderungen oder risikogerechte Bewertungsmethoden Auskunft. Die Möglichkeiten für Start-ups werden ebenso vorgestellt wie das Feld der Allianzen und Unternehmensübernahmen (Mergers & Acquisitions). Und auch die aktuellen technologischen Entwicklungen der Initiativen «Industrial Internet of Things» in den USA und der «Industrie 2025» in China werden beleuchtet. Das Handbuch präsentiert eine Fülle an praktischen Lösungsansätzen aus allen relevanten Branchen von Banken über Logistik bis hin zur Stahlindustrie. Die Autoren gewähren dabei tiefe Einblicke in die Strategien ihrer Unternehmen. Und die reichen von totalem Umbruch bis zur behutsamen Veränderung. www.schaeffer-poeschel.de

Inneo kooperiert mit Novita in der Schweiz Die Schweizer Niederlassung der Inneo Solutions GmbH und Novita Engineering GmbH haben eine Kooperation zur Betreuung und dem weiteren Ausbau der Novita Kundenbasis getroffen. Beide Unternehmen sind seit gut 30 Jahren im gleichen Marktsegment tätig und ergänzen sich mit ihrem Wissensspektrum und Erfahrungsschatz. Novita wird sich zukünftig wieder auf das ursprüngliche Kerngeschäft Engineering und dazugehörige Dienstleistungen konzentrie34

ren. Das Geschäftsfeld rund um Lösungen des CAD/PDM/ IoT Anbieters PTC wird ab sofort vom weltweit führenden PTC-Partner Inneo Solutions im Sinne von Novita in enger Zusammenarbeit weitergeführt. Die Novita Kunden profitieren künftig vom umfassenden Service- und Supportangebot sowie den Inneo Lösungen rund um Produktentwicklung, Visualisierung, Informationstechnologie und Digitalisierung. www.inneo.com

Netzsch-Gruppe erweitert Geschäftsführung Moritz Netzsch hat zum 1. Januar 2018 die Geschäftsführung der Erich Netzsch GmbH & Co. Holding KG erweitert. Mit dem 33-jährigen Maschinenbauingenieur steht wieder ein Mitglied der Gesellschafterfamilie mit an der Spitze der Netzsch-Gruppe. Moritz Netzsch wird zukünftig gemeinsam mit den bisherigen Geschäftsführern Dietmar Bolkart und Dr. Hanns-Peter Ohl die Unternehmensgruppe führen. Das erste Jahr seiner neuen Tätigkeit wird Moritz Netzsch, der an der Technischen Universität München Maschinenbau studiert und in renommierten Unternehmen internationale Erfahrungen gesammelt hat, nutzen, um die Netzsch-Gruppe in allen Bereichen intensiv kennenzulernen. «Unsere Gruppe ist rund um den Globus mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsniederlassungen und Vertretungen engagiert. Deshalb ist es mir sehr wichtig, in die Regionen und Geschäftsbereiche hinein persönliche Kontakte aufzubauen. Für ein Familienunternehmen ist

Bild: Netzsch

Industrie 4.0 aktiv gestalten

Moritz Netzsch

das eine wichtige Säule des Erfolgs.» Die Netzsch-Gruppe hat in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung vollzogen. Der Umsatz steigerte sich über alle Geschäftsbereiche von 266 Mio. Euro im Jahr 2010 auf rund 480 Mio. Euro im Jahr 2016/17. «Unser Unternehmen ist sehr gut aufgestellt und für die kommenden Aufgaben in unseren technologieorientierten Geschäftsfeldern bestens gerüstet», sagt Dr. Hanns-Peter Ohl. In der Schweiz ist Netzsch durch die Firma Tracomme AG vertreten. www.netzsch.com

Verbesserung des Betriebserfolgs Die Todofis GmbH in Pratteln bietet eine besondere Dienstleistung für KMU der Kunststoffbranche an, dank der diese, gemäss Geschäftsführer Claude A. Fischer, ohne gros­sen zeitlichen und finanziellen Aufwand ihr Betriebsergebnis markant verbessern können. Dazu führt Todofis für interessierte Betriebe kostenlos eine wöchige EBIT-Verbesserungs-Analyse des Unternehmens durch und

erstellt ein massgeschneidertes Massnahmenpaket. Die Dienstleistung wird erst mit der Realisierung der finanziellen Verbesserungen bezahlt. Die junge Unternehmung verfügt über eine langjährige kombinierte Erfahrung in Unternehmensführung und Kunststofftechnologie und unterstützt die KMU professionnell in den komplexen Themen. www. todofis.com 1–2/2018


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NEWs

Das international tätige Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Ypsomed und IE Plast unterzeichneten einen Generalübernehmer(GÜ)-Werkvertrag für die Realisierung eines neuen Produktionswerks in Schwerin, in dem zukünftig Injektions- und Infusionssysteme produziert werden. Die Produktion startet in der ersten Jahreshälfte 2019. Am neuen Standort gilt es, ein Werk mit einer Fläche von ca. 24 000 m² zu bauen. Im Vordergrund stehen eine effiziente, zukunftssichere und erweiterbare Produktion mit modernen Arbeitsplätzen, ein hoher Anspruch an Gestaltung und Ästhetik des Gebäudes sowie Nachhaltigkeit. Bei dem Projekt

garantiert IE Plast die Einhaltung von Kosten, Qualität und Terminen. Wie bei allen IE-Projekten arbeiten auch hier Architekten und Betriebsplaner aus dem Hause IE unter einem Dach zusammen. Neben der Gebäudegestaltung liegt bei diesem Projekt der Fokus auf betriebsplanerischen Aspekten wie Produktions- und Prozess­ablauf, Waren- und Personenfluss sowie Hygiene- und Reinraumanforderungen, um die Fertigungsprozesse optimal zu gestalten. Dazu erklärt Projektleiter Thomas Fischer: «Die Herausforderung bei diesem Projekt besteht darin, eine Produktionsstätte zu planen und realisieren, die zum einen den spezifischen Produk-

Bild: IE Plast

IE Plast realisiert Produktionswerk für Ypsomed

Visualisierung des Ypsomed Produktionswerks in Schwerin.

tionsabläufen, zum Teil unter Reinraumbedingungen, und zum anderen dem Bedürfnis nach einer möglichst hohen Flexibilität gerecht wird. Dies ermöglicht es einerseits wirtschaftlich zu produzieren und andererseits auf die Bedürfnis-

se des Marktes schnell reagieren zu können. Hierzu sind intelligente Raum- und Versorgungskonzepte erforderlich, die im Rahmen eines engen Terminrahmens umzusetzen sind.» www.ie-group.com

SALES MANAGER WESTSCHWEIZ / MITTELLAND Für unsere Kundin, die ENGEL Schweiz AG, sind wir beauftragt einen technisch versierten Sales Manager / Projektleiter (w/m) zu rekrutieren. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Akquisition von Neukunden, sowie die Beratung der bestehenden Kunden von mondernsten ENGEL Spritzgussmaschinen und Automationsanlagen. Sie sind für die kommerzielle Begleitung, Projektleitung und Koordination der Verkaufsprojekte zuständig. Unsere Ausschreibung richtet sich an einen Kunststoff-Experten, der sich in Richtung Verkauf entwickeln möchte. Sie sprechen gutes Französisch und Deutsch und arbeiten nach einer umfassenden Einschulung und Einführung grundsätzlich vom Homeoffice aus. Die Aussendienst-Tätigkeit von ca. 60-70% und ein intensiver Kundenkontakt werten Sie als eine Bereicherung. Es erwartet Sie ein motiviertes Team, attraktive Anstellungsbedingungen mit modernstem Arbeitsequipment sowie ein Firmenfahrzeug. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann freuen wir uns sehr, Sie kennen zu lernen. Herr Tom Rüegge nimmt Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen gerne entgegen. Wir garantieren Ihnen absolute Diskretion und Exklusivität.

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Reifenhäuser kauft EDS und bündelt Stärken Mit Wirkung zum 17. Januar 2018 übernimmt die Reifenhäuser Gruppe die EDS GmbH, einen internationalen Anbieter von hochwertigen Extrusionswerkzeugen. Der Spezialist für Flachdüsen mit Hauptsitz in Reichshof-Wenrath (NRW), agiert innerhalb der Reifenhäuser Gruppe als eigenständige, unabhängige Geschäftseinheit. Die Geschäfte der EDS leitet weiterhin der ehemalige Inhaber Johannes P. Müller, gemeinsam mit Uwe Gaedike, Director Operations bei Reifenhäuser, der darüber hinaus die Entwicklung des Komponentengeschäfts der Reifenhäuser Gruppe verantwortet.

«EDS und Reifenhäuser ergänzen sich hervorragend im Hinblick auf Auslegungs- und Fertigungs-Know-how», so Bernd Reifenhäuser, CEO der Reifenhäuser Gruppe. Das Troisdorfer Unternehmen bleibt seiner Strategie mit der Übernahme treu: Für langfristigen Erfolg setzt es auf Technologieführerschaft durch eigene Entwicklungen und den Zukauf von Know-how in marktrelevanten Technologien. Am Standort Troisdorf werden nun neue Investitionen in die Herstellung von Komponenten getätigt. Der EDS Standort Reichshof wird Technologieund Service-Center für Düsen. www.reifenhauser.com

Bild: Kiefel

Kiefel: Neuer CEO bei Bosch Sprang

Erik Hodenpijl

Erik Hodenpijl führt seit dem 1. Januar 2018 als CEO die Geschicke beim niederländischen Werkzeugbauer Bosch Sprang. Sein Vorgänger Rob Smeulders

hat das Unternehmen verlassen. Hodenpijl ist seit 1. April 2017 als Director Innovation CIO (A. I.) im Unternehmen. Der 54-jährige Betriebswirt war bereits im Management sowie zuletzt als selbständiger Berater tätig. Bosch Sprang, der niederländische Spezialist für Thermoform-Werkzeuge, mit Standort in Sprang-Capelle, gehört seit März 2016 zur Kiefel GmbH und damit zur international agierenden Brückner-Gruppe. www.kiefel.com

Die Mold & Robotics Group kauft zu Die Mold & Robotics Group, zu der das Schweizer Unternehmen H. Müller-Fabrique de Moules SA gehört, akquiriert die CBW Automation mit Sitz in Fort Collins, USA. CBW Automation wurde 1970 gegründet und entwickelte das erste automatisierte System zur Verarbeitung von Cool Whip-Deckeln im Anschluss an den Spritzgiessprozess. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem führenden US-amerikanischen Hersteller von Robotern und Automatisierungslösungen mit Schwerpunkt auf Spritzgiess- und Thermoformanwendungen im Verpackungs- und Medizinmarkt entwickelt.

Müller wurde 1959 gegründet und ist ein Pionier und führendes Unternehmen in den Bereichen Verpackungsdesign, Werkzeug- und Automatisierungslösungen für spritzgegossene Dünnwandverpackungen mit speziellem Know-how in der In-Mold-Etikettierung. Es ist das Plattformunternehmen der kürzlich gegründeten Mold & Robotics Group. Durch ergänzende Akquisitionen soll das Unternehmen zu einem weltweit führenden und technologisch wegweisenden Industriekonzern im Werkzeugbau und in der Automatisierungstechnik ausgebaut werden. www.muller-iml.om

Evonik kauft AdditivCompounding-Geschäft von 3M Evonik übernimmt das Compounding-Geschäft mit hochkonzentrierten Additiven von 3M. Durch die Akquisition erhält der Spezialchemiekonzern Zugang zu einer Technologie, die es dem Unternehmen ermöglicht, seinen Kunden aus der kunststoffverarbeitenden Industrie neben den derzeitigen Flüssigadditiven auch Feststoffadditive anzubieten. Die Akquisition umfasst das in Obernburg (Bayern) produzierte Produktportfolio der Marke Accurel sowie den Standort von

3M in Obernburg, dessen rund 25 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Compounding-Technologie für hochkonzentrierte Additive ermöglicht es Kunststoffherstellern, grosse Mengen an Additiven über einen festen Polymerträger in eine Polymermatrix einzubringen. Damit kann sich Evonik neue Anwendungsgebiete zum Beispiel in der Verpackungsindustrie erschliessen. Das Geschäft soll in die BU Interface & Performance von Evonik integriert werden. www.evonik.com

Rotorschnellmühle p-14 PL mit Schneidrotor für Kunststoffe Dorfstrasse 8 • 8906 Bonstetten Tel. 044 709 07 07 • www.tracomme.ch • tracomme@tracomme.ch Der Nutzungsbereich der klassischen Schlagrotormühle p-14 wurde in der premium line Ausführung signifikant erweitert. Der Schneidrotor und Messeraufsatz schonen schlag- und temperatursensible Proben. Erhöhte Sicherheit und Leistung, einfache 3 6 reduzierter Schallpegel, Touchpad Bedienung mit vielen Funktionen wie Temperaturanzeige, Motorlast, Stoppuhr etc. Reinigung, Der optionale Hochleistungszyklon reduziert Staubentwicklung und kühlt den Mahlraum.

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KUNSTSTOFF XTRA

Kuka kauft zu Kuka, der Spezialist für massgeschneiderte Automatisierungslösungen, übernimmt die finnische Visual Components. Diese hat sich auf Softwarelösungen für die 3D-Simulation in der Fabrikplanung spezialisiert. Für Kuka ist das Simulationstool ein wichtiger Meilenstein mit grossem Potenzial bei der Gestaltung der Fabrik der Zukunft. Denn für Technologie­ innovationen wie Künstliche Intelligenz, Virtual and Augmented Reality, Cloud Technologie oder dem Internet der Dinge gehört Simulation zu den Schlüsselelementen. www.kuka.com

Positiver Ausblick Nachdem 2017 erstmals die 30-Milliarden-Marke überschritten werden konnte, rechnet Spectaris, der deutsche Indus­ trieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, und seine Mitglieder für 2018 erneut mit einem Umsatzplus von 5 Prozent.. Die Exportquote beträgt derzeit knapp 64 Prozent. Der aktuell grösste Einflussfaktor für die Branche ist die Digitalisierung. Die Themen, mit denen sich die Unternehmen beschäftigten, reichen vom vernetzten Krankenhaus und OP-Saal, Big Data, Telemedizin oder einer individualisierten Medizintechnik und dem 3D-Druck von Medizintechnik über computerassistierte Interventionen und Robotik bis hin zu feedbackgekoppelten oder diagnostischen Implantaten. Firmen, die aktiv sind, profitieren vom Branchenwachstum in einem überproportionalen Mass. www.spectaris.de

NEWs

Innosuisse löst die KTI ab Als neue Förderagentur des Bundes für die wissenschaftsbasierte Innovation hat Inno­ suisse ab Anfang 2018 die Funktion der heutigen Kommission für Technologie und Innovation KTI übernommen. Der Bundesrat hat am 8. Dezember 2017 die strategischen Ziele für die Innosuisse für die Jahre 2018–2020 gutgeheissen. Im

nosuisse auf nationaler und internationaler Ebene sowie in der Drittmittelbeschaffung. Nebst dem Kernanliegen, die Innovationskraft und Innovationsneigung von KMU zu stärken, ist auch die Einführung einer systematischen Wirkungsprüfung ein Thema. www.innosuisse.ch

Area Sales Manager International (w/m) Deine neue Herausforderung in St. Gallen! Wir brauchen einen kommunikativen, dynamischen Mitarbeiter mit einer fundierten technischen Ausbildung und einwandfreien Umgangsformen. Hilf mit, unsere internationale Technologieführerschaft weiter auszubauen. HB-Therm ist Marktleader der Temperiertechnik für die kunststoffverarbeitende Industrie und beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Mit modernsten Fertigungsmitteln entwickeln und produzieren wir High-Tech Produkte für unsere Kunden weltweit. Ausgeklügelte, geniale Lösungen entstehen bei uns durch den innovativen Einsatz neuester Technologien. Als Area Sales Manager im internationalen Vertrieb trägst du massgeblich zu unserem Erfolg bei. Du hast Freude an intensiver Reisetätigkeit bis zu 50 % in Europa und Übersee, arbeitest selbstständig und bist kommunikationssicher. Mit dir möchten wir unser Verkaufsteam am Standort St. Gallen stärken, damit wir auch in Zukunft erfolgreich wachsen können. Deine Verantwortung Zusammen mit der Verkaufsleitung und zwei weiteren Area Sales Managern bist du vollumfänglich für die optimale Betreuung deiner internationalen Vertriebspartner und Direktkunden verantwortlich. Dies beinhaltet auch technische Schulungen vor Ort sowie die Teilnahme an Messen und gemeinsame Kundenbesuche mit den Landesvertretungen. Als direkter Ansprechpartner deiner internationalen Kunden beherrschst du Englisch in Wort und Schrift verhandlungssicher. Jede weitere Sprache ist natürlich ein Plus. Falls du Erfahrung in der kunststoffverarbeitenden Industrie mitbringst, ist dies ebenfalls von Vorteil. Dein Hintergrund • Ausbildung als Techniker HF / Ingenieur FH • Sehr gute Deutsch- und Englisch-Kenntnisse • Ideales Alter: zwischen 30 und 45 Jahre Bewirb dich jetzt bei Sonja Germann unter: office@hb-therm.ch Weitere Informationen zu HB-Therm findest du unter: www.hb-therm.ch Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

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1–2/2018

Zentrum steht die Fortführung des bisherigen Auftrags der KTI: die Stärkung der Innovationskraft und Innovationsneigung der Kleineren und Mittleren Unternehmen (KMU). Weitere Schwerpunkte setzt der Bundesrat unter anderem in der Förderung von Start-up-Unternehmen, in der Digitalisierung, in der Zusammenarbeit der In-

18.01.18 08:26

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWs

Swisstech und Prodex neu im Frühjahr Die beiden Fachmessen Swisstech und Prodex, die bisher jeweils alle zwei Jahre im November durchgeführt wurden, werden künftig im Frühjahr stattfinden. Die nächste Ausgabe des Messeduos findet neu von 14. bis 17. Mai 2019 und im Jahr 2021 vom 18. bis 21. Mai in den Hallen der Messe Basel statt. Seit vielen Jahren sind die Swisstech und die Prodex zusammen die wichtigste Plattform für den Werkplatz Schweiz.

Rund 800 Aussteller und 50 000 Besucher kommen jeweils im Zweijahresrhythmus in die Hallen der Messe Basel, um Trends, Innovationen und Spitzenleistungen der MEM- und Zulieferindustrie zu erleben. Veranstalterin der beiden Messen ist die Exhibit & More AG – eine Gesellschaft der MCH Group AG.

www.swisstech-messe.ch www.prodex.ch

Produktionskapazität mieten statt kaufen Technisch immer auf dem neuesten Stand sein und das ohne Belastung in der Bilanz. Wer Maschinen mietet, bewahrt sich seine Flexibilität und kann Auftragsspitzen komfortabel abfedern. Krauss­ Maffei und Netstal bieten auf dem deutschen Markt seit der Fakuma 2017 ein umfassendes Finanzierungs-Modell für definierte Standardmaschinen bis 3000 kN an, das optional auch Wartung und Versicherung umfasst. Nach Ablauf der Lea-

sing-Laufzeit entscheidet der Kunde, ob er die Maschine zurückgibt oder übernimmt. KraussMaffei wird für diesen neuen Vertriebsweg CX ClassiX Kleinmaschinen in einem Lagerprogramm bevorraten, damit Kunden neben der Flexibilität auch von einer extrem schnellen Lieferzeit profitieren können. Konfigurationen, die im Pool aktuell nicht verfügbar sind, werden auftragsbezogen gefertigt. www.kraussmaffeigroup.com

 IN KÜRZE – IN KÜRZE IN KÜRZE – IN KÜRZE –

n  Seit über 15 Jahren vertraut die weltweit agierende Sigma Group auf Maschinen des in Oberösterreich ansässigen Kunststoff-Recycling-Maschinenbauers NGR. Im Dezember wurde die 1000ste Kunststoff-Recycling-Anlage übergeben und nach New Jersey ausgeliefert. In der Schweiz ist NGR vertreten durch die Ingenieurbureau Dr. Brehm AG. www.brehm.ch n Der Termin für die dritte Auflage der Moulding Expo 2019, Internationale Fachmesse des Werkzeug-, Modellund Formenbaus, steht: Vom 21. bis 24. Mai 2019 präsentieren sich die wichtigsten Vertreter der Branche auf dem Stuttgarter Messegelände. www.moulding-expo.de n 1zu1 Prototypen trägt der rasanten Entwicklung der Her-

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stellungsverfahren mit einem neuen Markenauftritt Rechnung: Aus 1zu1 Prototypen wird 1zu1. Im vom Designbüro Sägenvier entwickelten Erscheinungsbild sind künftig die drei Geschäftsbereiche Prototyping, Manufacturing und Tooling angeführt. Der Firmenwortlaut 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG bleibt unverändert. www.1zu1.eu n Der FSK – Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V. ist zum 1. Januar 2018 als fünfter Trägerverband dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) beigetreten. Die FSK-Mitgliedsunternehmen beschäftigen über 50 000 Mitarbeiter in der Polyurethanindustrie in Europa und erwirtschaften einen Umsatz von circa 9 Mrd. Euro. www.gkv.de

n  Das Jahr 2017 ist für den Robot-Produktbereich der Wittmann Gruppe überaus erfolgreich verlaufen. Insgesamt konnten aus den bislang vier Robot-Produktionsstätten in Europa, China und den USA 5000 Roboter ausgeliefert und damit ein neuer Absatzrekord erzielt werden. www.wittmann-group.com n Die 4 Messen – Midest, Smart-Industries, Industrie und Tolexpo – werden zu Global Industrie zusammengefasst. Die internationale Veranstaltung widerspiegelt die industrielle Wertschöpfungskette und findet vom 27. bis 30. März in Paris statt. www.global-industrie.com n Nach der Übernahme des Laupheimer Kunststoffverarbeiters Fischer GmbH Kunststoff Präzision im vergangenen Jahr

durch die Röchling-Gruppe hat die Firma nun einen neuen Namen: Röchling Industrial Laup­ heim GmbH. Der Unternehmensbereich Industrie, zu dem Fischer gehört, verarbeitet thermoplastische und duroplastische Kunststoffe für nahezu alle Industrien weltweit. www.roechling.com n  Das Weikersheimer Maschinenbauunternehmen CeraCon GmbH ist eine Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen AGA, Advanced Global Alliance, eingegangen. AGA verfügt über ein Team an Servicetechnikern, das über das ganze Land verteilt ist. Für die Zukunft setzt CeraCon durch diese Partnerschaft nicht nur auf Unterstützung im Servicebereich, sondern erhofft sich auch Verstärkung in der Vertriebs- und Projektabwicklung. www.ceracon.com

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KUNSTSTOFF XTRA

NEWs

ChemChina will KraussMaffei an die Börse bringen Das chinesische Unternehmen China National Chemical Corporation (ChemChina) will seine Tochter KraussMaffei, einen weltweit führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Gummi, in China an die Börse bringen. Dazu soll KraussMaffei in die Qingdao Tianhua Institute of Chemistry Engineering Co. Ltd eingebracht werden, die an der Börse in Shanghai notiert und ein Tochterunternehmen von ChemChina ist. Zusätzlich ist geplant, unter anderem drei Werke von ChemChina zur Herstellung von Maschinen für die Reifen- und Gummiproduktion in die Gesellschaft einzubringen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen zuständiger Gremien sowie Behörden. «Das Geschäft von KraussMaffei wird rund 85 Prozent des gelisteten Unterneh-

mens darstellen», erklärt Frank Stieler, CEO von KraussMaffei. KraussMaffei wird das Auslandsgeschäft aus Deutschland heraus weiter ausbauen und das chinesische Inlandsgeschäft lokal vorantreiben. Durch den geplanten Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt wird KraussMaffei seinen Wachstumskurs mittelfristig weiter beschleunigen können. Im Jahr 2016 hatte das Unternehmen bereits seinen Umsatz um 5,0 Prozent auf 1,27 Mrd. Euro gesteigert und steuert 2017 darauf zu, die Marke von 1,3 Mrd. Euro zu überschreiten. Im laufenden Geschäftsjahr sollen weltweit 350 Arbeitsplätze geschaffen werden. KraussMaffei ist seit April 2016 mehrheitlich im Besitz des führenden chinesischen Chemiekonzerns ChemChina. www.kraussmaffei.com

Inside 3D Printing – Konferenz und Ausstellung Mit über 10 000 Besuchern ist die Inside 3D Printing eigenen Angaben gemäss die führende B2B Konferenz zum Thema 3D Druck und additive Fertigung. Sie findet am 21. und 22. Fe­ bruar 2018 in Düsseldorf statt. Durch eine stark fokussierte Additive Manufacturing Ausstellung und den 3 parallel laufenden Konferenzen mit über 50 Sessions wird ein Maximum an Wissenstransfer und Networking garantiert. Die Inside 3D Printing als Leitkonferenz fokussiert sich auf die Neuheiten der Branche, auf Forschung und Entwicklung von Technologien und Ausrüs1–2/2018

tung und auch auf die Anwendung und Integration in eine vollständige Kette der Produkt­ realisation. Alle Interessensgruppen des 3D-Drucks werden von Inside 3D Printing adressiert. Programmdirektor Prof. Dr.- Ing. Franz-Josef Villmer ruft dazu auf, öfter mal einen Blick über den Horizont bzw. aus dem Bauraum hinauswerfen. «Chancen, Risiken und Innovationpotenzial gepaart mit einem rationalen Optimismus bilden das Fundament, auf dem wir die Zukunft der Produktion entwerfen und umsetzen.» www.inside3 dprinting.de

Der Master für anspruchsvolle Ingenieurinnen und Ingenieure Sind sie an interdisziplinärer Zusammenarbeit in den Bereichen der Werkstoff-, Verarbeitungs- und Maschinentechnik interessiert? Möchten sie basierend auf einem wirtschaftlichen Produktionsprozess innovative Produkte mit einem klar definierten Eigenschaftsprofil entwickeln? Für FH- und UniabsolventInnen bietet das Masterstudium Master of Science in Engineering MSE mit der einzigartigen Vertiefung in

Plastics Technology interessante Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Idee bis zum fertigen Produkt. Das attraktive Curriculum beinhaltet theoretische Grundlagen, praxisorientierte Ausbildung sowie die aktive Mitarbeit an Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung. Durch diese Kombination wird ihnen ein breites Fachwissen vermittelt bei gleichzeitiger Spezialisierung in der Kunststofftechnologie. Wählen und kombinieren Sie aus folgenden Forschungsschwerpunkten:

. Spritzgiessen / Polyurethantechnik . Compoundieren / Extrusion . Additive Manufacturing . Faserverbundtechnik / Leichtbau . Verbindungstechnik MSE INFO-ABEND IN RAPPERSWIL Dienstag, 20. März 2018, 18 Uhr Anmeldeschluss Herbstsemester: 31. März 2018 Studienbeginn Herbstsemester: 17. September 2018 KONTAKT Prof. Dr. Frank Ehrig Tel: +41 55 222 49 05, frank.ehrig@hsr.ch www.hsr.ch / mse

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KUNSTSTOFF XTRA

Ver anstaltungen

MÄRZ 2018

06./07.03.

Kurs: Grundlagen der Werkzeuginnendruckmessung Ort: Sindelfingen (D) Veranstalter: Kistler Instrumente AG Umberto-Nobile-Strasse 14 D-71063 Sindelfingen +49 7031 3090-0 training.de@kistler.com www.kistler.com AM Expo, Fachmesse für Additive Manufacturing Ort: Luzern Veranstalter: Messe Luzern AG Horwerstrasse 87, CH-6005 Luzern +41 41 318 37 00 rene.ziswiler@messeluzern.ch, www.am-expo.ch

06.–08.03.

Jec World 2017 – Internationale Composites Messe Ort: Paris Nord Villepinte Veranstalter: JEC Group 251 boulevard Pereire, F-75017 Paris +33 1 58 36 15 00 www.jeccomposites.com

08.03.

Kurs: Grundlagen Apparatebau und Handschweissen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

13.–15.03.

Lopec, Fachmesse mit Kongress für gedruckte Elektronik Ort: München Veranstalter: Messe München CH: BTO Solutions Schürch Pflanzschulstrasse 3, CH-8400 Winterthur +41 44 350 36 02 info@bto-solutions.ch www.lopec.com

14./15.03.

14./15.03.

Kurs: Spritzgiessen – Prozess- und Qualitätssicherung Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch 15. Extrusionstagung Ort: Duisburg Veranstalter: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG Kolbergerstrasse 22, D-81679 München +49 89 998 30-535 tagungen@hanser.de www.hanser-tagungen/extrusion Arburg Technologie-Tage 2018 Ort: Lossburg Veranstalter: Arburg GmbH + Co. KG Arthur-Hehl-Strasse, D-72290 Lossburg +49 7446 33-0 contact@arburg.com www.arburg.com

Bild: Pixelio

14.–17.03.

40

Kurs: Zusammenhänge in der Spritzgiesstechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

19.03.

Seminar: Serienfertigung von Faserverbundbauteilen Ort: Frankfurt am Main Veranstalter: AVK, Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Am Hauptbahnhof 10, D-60329 Frankfurt am Main +49 69 27 10 77-0 info@avk-tv.de, www.avk-tv.de

20./21.03.

KPA Kunststoff Produkte Aktuell Ort: Ulm Veranstalter: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG Kolbergerstrasse 22, D-81679 München +49 89 998 30-687 info@kpa-messe.de www.kpa-messe.de

21.03.

Infrarot-Workshop Ort: Karlsruhe/Ettlingen Veranstalter: Optris GmbH Ferdinand-Buisson-Strasse 14 D-13127 Berlin +49 30 500197-26 info@optris.de, www.optris.de

22./23.03.

Werkzeug- und Formenbautage Ort: Bregenz (A) Veranstalter: Meusburger Georg GmbH & Co. KG Kesselstrasse 42, A-6960 Wolfurt +43 5574 6706-1728 d.giesinger@meusburger.com www.meusburger.com

26.03.

Kurs: Plexiglas-Bearbeitung Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

27.–30.03.

Global Industrie Ort: Paris Nord Villepinte Veranstalter: GL Events Vertretung CH: Promosalons Suisse Route de Chêne 5 / Case postale 6298 CH-1211 Genève 6 +41 22 849 05 98 www.global-industrie.com

28.03.

2. Nationale Konferenz: MDR&IVDR Auswirkungen auf die Schweiz Ort: Bern Veranstalter: Swiss Medtech Schwarztorstrasse 31 CH-3007 Bern +41 31 330 97 79 office@swiss-medtech.ch www.swiss-medtech.ch

Bild: Pixelio, B. Lynen

06.03.

16.03.

1–2/2018


KUNSTSTOFF XTRA

Evonik hat ein neues Basis-Polymer

anwendungen entwickelt – etwa

für die Kunststoffindustrie entwi-

als hochgefüllte Formmasse. Es

ckelt. Vestamid HTplus TGP3717

handelt sich dabei um einen hoch-

überzeugt durch stabile mechani-

temperaturstabilen teilkristallinen Werkstoff auf Basis von Polyphtha-

sche Eigenschaften bei dauerhaft hohen Temperaturen.

gerade bei 15 %. Dank hoher Kristal-

Das neue Hochtemperatur-Polymer

linität weist das Kunststoffmaterial

hält mechanischen Beanspruchun-

die typischen Eigenschaften der

gen bis zu 135 °C stand; die Glas-

Vestamid HTplus Produktreihe auf,

Dolder AG

übergangstemperatur

bei

wie sehr gute Chemikalienbestän-

Immengasse 9

155 °C. Während der Elastizitätsmo-

digkeit, sehr gute Dimensionsstabili-

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dul eines Standardproduktes bei

tät sowie einfache Verarbeitung.

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120 °C um circa 80 % abfällt, liegt

Vestamid HTplus wurde speziell

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der Abfall des neuen Basis-Polymers

zum Ersatz von klassischen Metall-

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liegt

lamid (PPA).

IMS Messtaster von IBR sondern gleich im IBR-IMS Mess­

bungen. Die neue Sensorschnitt-

taster verarbeitet und digitalisiert.

stelle ISi-Bus erlaubt den Anschluss

Ein neuartiges Messverfahren und

von bis zu 60 IMS Messtastern

hochintegrierte Elektronik ermögli-

sowie Hand- und Fusstastern. Zur

chen diese neue Generation von

schnellen und einfachen Lösung

Messtastern. Die Verkabelung er-

von Messaufgaben sowie zur

folgt mit IBR-ISi Anschlussadaptern

Trend­ anzeige des Fertigungspro-

und steckbaren IBR-ISi Anschluss-

zesses wird das CD43/CD70 mit

kabeln zu einem ISi-Bus (in Serie).

der benutzerfreundlichen Software

Der Anschluss reduziert sich damit

ComGage Level 1 ausgeliefert. Ein

auf nur ein Kabel und kann via ISi-

Upgrade auf ComGage Level 2 ist

Eine neue Generation von lnduk-

USB, IMBus oder direkt auf ein

nur mit der CD 70 möglich.

tivmesstastern mit integrierter Sig-

Computer Display CD43/CD70

nalverarbeitung und einer digitalen

erfolgen.

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG

Schnittstelle zur Messwertausga-

Das IBR Computer Display CD43/

Heinrich Stutz-Strasse 20

be. Die sensiblen und störungs-

CD70 ist eine kompakte leistungs-

Postfach

empfindlichen analogen Messsig-

fähige Messwertanzeige. Das ro-

CH-8902 Urdorf

nale werden nicht mehr über Kabel

buste Aluminiumgehäuse und die

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nach aussen geführt und von einer

hohe Schutzklasse erlauben den

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externen Elektronik gemessen,

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Düsenbaureihe H6500 – 1 Düse, 1000 Möglichkeiten Heisskanalsysteme herstellen. Ein-

beiten werden signifikant erleichtert.

schleissbeständigkeit auf und ga-

tauchtiefen bis 300 mm sowie mit-

Die optimale Heizleistungsvertei-

rantieren eine äusserst scherungs-

telgrosse Spritzteile bis zu 2000 g

lung in Verbindung mit minimal­s­

arme Formteilfüllung.

Schussgewicht sind realisierbar.

ten Temperaturverlusten nur am

Grösstmöglicher Massedurchsatz

Die einschraubbaren Düsen, auf

vorderen Zentrierbereich sorgt für

bei kleinstmöglicher Bauweise

Basis der Baureihe Vario Shot ent-

ein bestmögliches Temperaturpro-

und höchster Stabilität waren

wickelt, gewährleisten die komplet-

fil. Durch die ideale Anordnung der

wichtige Vorgaben bei der Kons­

te Austauschbarkeit aller relevanten

Fe-CuNi-Thermofühler und die

truktion der Düse. Die kompakte

Bauteile wie Heizung, Thermofüh-

effiziente Isolierung zur kalten

Ausführung ermöglicht kleine Ein-

Das Hasco Düsenprogramm Vario

ler, Düsenkörper, Spitzen und Vor-

Form wird eine exakte und gleich-

bauräume, enge Stichmasse bei

Shot wurde um die Düsenbaurei-

kammern. Zudem bieten sie eine

mässige Temperatur über die ge-

Mehrfachanwendungen und einen

he H6500 erweitert. Diese ist ne-

exakte Temperaturführung und

samte Düsenlänge erreicht. So

geringen Energiebedarf.

ben vielen anderen Anwendungs-

hohe Wartungsfreundlichkeit.

lassen sich auch technische Kunst-

bereichen insbesondere für tech-

Durch die verschraubte, garantiert

stoffe mit engem Temperaturfens-

nische und verstärkte Kunststoffe

leckagefreie Verbindung zwischen

ter prozesssicher verarbeiten.

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samten Verteilersystems im Spritz-

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higkeit sowie eine hohe Ver-

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Resinex führt Polyamidpulver für das SLS im Portfolio Neu im Produktportfolio von Resi-

Beide Varianten ermöglichen die

nex sind die für das Selektive La-

schnelle Realisierung funktionaler,

sersintern (SLS) entwickelten Sin-

thermisch und mechanisch hoch

terline

von

belastbarer Teile. Sie kombinieren

Solvay. Prototypen, die daraus mit

eine hohe Steifigkeit von bis zu

dieser 3D-Drucktechnologie her-

6300 MPa mit hoher Heissluft-,

gestellt wurden, haben ähnlich

Heissöl- und Treibstoffbeständig-

Polyamid-6-Pulver

gute mechanisch-thermisch-che-

keit (800 h in Luft bei >110 °C,

mische Kennwerte wie konventio-

dauerhaft in Öl bei 120 °C und

Polyamid-Spritzgussteile.

72 h bei 150 °C, 240 h in Glykol bei

Damit sehen sie nicht nur aus wie

115 °C und >1000 h in Treibstoff

die späteren Serienprodukte, in

bei 115 °C). Damit und dank hoher

der Anwendung verhalten sie sich

Dimensionsstabilität und guter

auch annähernd identisch. Sinter-

Oberflächeneigenschaften eignen

line kann dadurch den Weg von

sich die Sinterline SLS-Pulver für

der CAD-Konstruktion zu praxisna-

Anwendungen in vielfältigen Be-

hen Funktionstests am Bauteil er-

reichen, von Fahrzeugteilen über

heblich verkürzen. Darüber hinaus

Hausgeräte und Sportartikel bis zu

eignen sich diese PA6-Pulver dank

Teilen für Sanitär, Transport, Bau

ihrer sehr guten Eigenschaften

und Elektro.

nelle

auch für die Produktion kleiner bis mittlerer Serien – ohne die teure und zeitaufwändige Herstellung

Resinex Switzerland AG

von Spritzgiesswerkzeugen.

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geln gefüllten Typ 6300 HT 110.

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42

1–2/2018


KUNSTSTOFF XTRA

Produkt

Neue KPN-Option für Netstal PET-Line In der Herstellung von Preforms

shots» können gar nicht erst entste-

ver­ r ingern Unterbrüche in der

hen. Die Dosierung für den nächs-

Strom­ versorgung die Anlagenver-

ten Schuss wird unterbrochen und

fügbarkeit und wirken sich negativ

das ganze System kontrolliert ge-

auf die Stückkosten aus. Mit der

stoppt. «Sämtliche Achsen werden

neuen KPN-Option bietet Netstal

in ihre sichere Endposition ge-

für die PET-Line eine praktische Lö-

bracht. Sobald der Strom wieder da

sung für raue Industrieumgebun-

ist, kann die Produktion einfach

gen an, die sich innerhalb kürzester

wieder aufgenommen werden»,

Zeit amortisiert und die höchste

erklärt Kleinfeld. KPN ist als Ver-

Anlagenverfügbarkeit zuverlässig

kaufsoption ab sofort für alle neuen

absichert. KPN steht für «Kontrol-

PET-Line Systeme von Netstal ver-

lierte Produktionsstilllegung nach

fügbar.

Netzausfall». «Unsere neue Lösung erhöht die Robustheit der PET-Line Netstal-Maschinen AG

gegenüber kurzen Netzunterbrüchen und verhindert die Entste-

System stellt bei sehr kurzen Netz-

ger, wird so viel Energie bereitge-

Tschachenstrasse 1

hung von nicht entformbaren Pre-

unterbrüchen aus­reichend Energie

stellt, damit der Zyklus kontrolliert

CH-8752 Näfels

forms absolut zuverlässig», sagt

zur Verfügung, damit der aktuelle

und sicher beendet werden kann.

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Zyklus weiter gefahren werden

Die Preforms werden sauber fertig

marketing@netstal.com

plikationsmanager bei Netstal. Das

kann. Ist der Netzausfall jedoch län-

gespritzt und entformt, «short

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multiPulse – kundenspezifisch anwendbar –– Prozessrelevante Temperaturen des Werkzeugs und der Hot-

trennten Kreisläufe für her-

sung ist beliebig erweiterbar. Reg-

spots werden bei bester Leis-

kömmliche proportionale Tem-

loplas Temperiergeräte sind direkt

tung stabil und präzise geregelt

perierung sowie Impulstempe-

adaptierbar und unterstreichen die stabile und präzise Regelung. Auf einen Blick:

–– Überwachung und Nachverfolgbarkeit werden mittels Datensatz gespeichert

–– Vielseitig einsetzbar und impulsgenaue Temperierung –– Kühlzeit pro Kreis individuell

–– Visualisierung auf TouchscreenBedienfeld (Steuerung) –– Individuelle und werkzeugnahe

rierung möglich –– Alle Regloplas Temperiergeräte sind mit multiPulse kompatibel –– Werkzeugnahe Vor- und Rückläufe sorgen für kürzere, optimierte Prozesszeiten.

Installation bei geringem Platz-

einstellbar

Je komplexer der Produktionspro-

–– Parallele Steuerung der ge-

bis 160 °C an, welche für 16 Temperierkreise ausgelegt ist. Die Lö-

zess, desto individueller und regel-

–– Verkürzung der Zykluszeiten,

genauer die geforderte Lösung.

bei optimaler Einstellung der

Bei der Impulstemperierung bietet

Parameter

Regloplas AG

bedarf möglich –– Höchste Flexibilität durch die Erweiterung von Temperierkreisen

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Die maax 100S bietet eine Bild-

mit den vier erfolgreichen Marken

schirmgrösse von 7“ mit max. zwei

Kundenwünsche wie z.B. Seiten-

«Maag Pump & Filtration Systems»,

Antrieben und max. 16 Heiz-Kühl-

aufbau, zusätzliche Seiten oder

«Automatik Scheer Strand Pelleti-

zonen. Die maax 600S kommt mit

spezielle Regelung von Komponen-

zers», «Gala Automatik Underwater

einer Bildschirmgrösse von 15“,

ten in einem bestimmten Rahmen

Pelletizers» und «Reduction Pulve-

max. vier Antrieben und 48 Heiz-

berücksichtigt werden.

rizing Systems» vollständige Bau-

Kühlzonen (in der Grundsoftware).

Momentan ist die Steuerung in

gruppen, bestehend aus extrex

Die neue maax 400S kann bis zu

Deutsch und Englisch erhältlich,

Zahnradpumpe,

Siebwechsler,

vier drehzahlveränderliche Antriebe

weitere Sprachen können hinzuge-

maax Automatisieringslösung und

regeln und bis zu einer max. Anzahl

fügt werden.

Antriebseinheit, für Extrusionsan-

von 32 Heiz-Kühlzonen (in der Grundsoftware) erweitert werden.

Maag Pump Systems AG

nen Teile, erhöht das expac Sys-

400S konnte nun mit der 12“ Bild-

Wie bei den bestehenden Steue-

Aspstrasse 12

tem die Produktivität des Extrusi-

schirmvariante die Lücke zu den

rungen wurden auch bei der maax

CH-8154 Oberglatt

onsprozesses. Nach der erfolg-

beiden bestehenden Steuerungen

400S die intuitive Bedienung, der

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reichen Einführung der verbesser-

maax 100S und maax 600S ge-

Aufbau der Bildschirmseite sowie

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schlossen werden.

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Spritzguss geeignet. Das gilt vor

nem 80 µm Gitter (Bild) und ei-

allem für die für die Fertigung von

nem Teilegewicht von 1,1 mg, der

Kleinst- und Mikroteilen entwickel-

für Mikropumpen oder für Inhala-

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Demontage ist grundsätzlich nicht

kann dann per Laserstrahl indivi-

erforderlich. Gehäuse und Rahmen

duell, hochwertig und nachhaltig

sind aus robustem Edelstahl gefer-

beschriftet werden – ohne dass es

tigt. Die neu integrierte Erdungsrol-

zu Beschädigungen kommt. Ne-

le und das im Trockeneisbehälter

ben Text können auch Logos oder

inte­grierte Schutzgitter garantieren

Sicherheitskennzeichnungen auf-

eine noch sicherere Handhabung

gedruckt werden – und das gesto-

während des Trockeneisstrahlens.

chen scharf. Das bedeutet auch

Mit der Produkteinführung des

Da es sich beim Trockeneisstrahlen

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einen Zeitgewinn für Unterneh-

Ascojet 1208 entwickelte das

um ein korrosionsfreies und nicht

eine Marke der Masterflex Group,

men, wenn es zu Fehlermeldun-

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Asco

abrasives Verfahren handelt, kön-

hat gemeinsam mit einem Herstel-

gen oder gar Stillstand der Maschi-

Kohlensäure AG ein kompaktes

nen auch empfindliche Oberflä-

ler von Lackieranlagen ein neuarti-

ne kommt oder wenn Ersatzteile

und einfach zu handhabendes Tro-

chen gereinigt werden.

ges Verfahren zur Beschriftung

bestellt werden sollen.

Unternehmen

von Fluorpolymer-Schläuchen ent-

ckeneisstrahlgerät, das sich besonders für den Einsatz in der Indus­trie

Asco Kohlensäure AG

wickelt. Diese Technologie ermög-

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arbeitet. Die äusseren Lamellen

Glasfaser verstärkten POM von Ce-

werden aus dem wärmestabilisier-

lanese umspritzt. Wichtig ist hier-

ten, mit 30 % Glasfasern verstärk-

bei, dass keine feste Verbindung

ten Polyamid 6-Compound Akro-

entsteht, sondern die Lamellen

mid B3 GF 30 1 von Akro-Plastic

beweglich bleiben. Die unter-

gefertigt. Die hohe Chargenkons-

schiedliche Schwindung zwischen

tanz und damit verbundene gleich-

dem PA und dem POM ist daher

bleibende Qualität des Akromid

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