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Mai 2019

KUNSTSTOFF XTRA OFFIZIELLES ORGAN VON SWISS PLASTICS

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE – VERARBEITUNG – ANWENDUNG

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EDITORIAL

PET-Flaschen top, Getränkekartons ein Flop Deutschland und die Schweiz nennen sich Weltmeister beim Recycling, besonders was die Wiederverwertung von PET anbelangt. In Deutschland

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werden rund 95 %, in der Schweiz 83 % der PET-Getränkeflaschen der Wiederverwertung zugeführt. Diese Quoten lassen sich sehen. Nicht ganz so top präsentiert sich die Verwertung der Getränkekarton-Verbundverpackungen in der Schweiz. Aldi hatte 2016 ein eigenes Sammelsystem auf die Beine gestellt und liess die Verpackungen wiederverwerten. Nun meldet der Discounter, dass er dieses Projekt einstellt. Nicht etwa, weil zu wenig gesammelt wird – nein, Herr und Frau Schweizer sammelten im Gegenteil so viele Getränkekartons, dass das Volumen die Kapazitäten solchen Logistiksystems für das Unternehmen viel zu teuer zu stehen komme. Das sei nur machbar, wenn andere mitziehen, und dies schaut im Moment nicht danach aus. Was bei den Getränkekartons nicht klappt, klappt bei der PET-Sammlung und

Die Fachmesse für den drittgrössten Medtech-Markt Europas

dem PET-Recycling umso besser. Im April 2019 wurde in Bilten eine nach dem neuesten Stand der Technik gebaute PET-Recycling-Anlage in Betrieb genommen (siehe S. 4/5). Die Betreiberin, die Poly Recycling AG, hat ehrgeizige Ziele: Mit dem High-End-Prozess Solid State – ein Spezialverfahren, das chemische Verschmutzung bei hohen Temperaturen in einem Hochvakuum entfernt – ist es möglich, den Recyclinganteil in PET-Getränkeflaschen massiv zu erhöhen. Beschränkt wird die Limite nach oben einzig durch die erzielte Sammelmenge der Flaschen. Was hier in der Schweiz vorbildlich getan wird, ist in anderen Ländern in weiter Ferne. Sei es, dass die Technologie, das Geld oder der politische Wille

10. bis 11. September 2019 Messe Luzern

fehlen. Wenn wir das Problem mit dem Kunststoffabfall in den Griff kriegen wollen, müssen wir mit unserem Know-how dort ansetzen, wo die Müllkata­ strophe ihren Anfang nimmt: beim achtlosen Wegwerfen des Wertstoffs Kunststoff. Die beste Technologie nützt nichts, wenn nach dem Lebensende eines Kunststoffprodukts dieses nicht in den Kreislauf zurückgeführt und – wo dies nicht möglich resp. nicht sinnvoll ist – thermisch verwertet wird.

Masterbatch für Biopolymere Medizinaltechnik

des Discounters übersteigt. Aldi sagt dazu, dass die Aufrechterhaltung eines

eller t s s u A Jet z t den! wer medtech-expo.ch

Marianne Flury, Redaktorin m.flury@sigwerb.com 5/2019

Organisationspartner

Veranstalterin


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INHALTSVERZEICHNIS

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FOKUS rPET vergleichbar mit Neuware

Am 3. April 2019 nahm die Poly Recycling AG in Bilten die eigenen Angaben gemäss modernste PET-Recyclinganlage Europas in Betrieb. Sie setzt in puncto Sicherheit, Qualität und Rückverfolgbarkeit im Produktionsprozess neue Massstäbe. Alles, was dort an PET-Flaschen angeliefert wird, verlässt zu quasi 100 Prozent den Betrieb als rPET-Granulat, ein Grossteil davon für Anwendungen im Lebensmittelbereich.

Gut simuliert ist halb gedruckt

Ein neues Modul der Siemens NX-Software für Produktentwicklung und -fertigung simuliert den Prozess der additiven Fertigung vorab. So können Produktentwickler den Fertigungsprozess virtuell optimieren, um ihr Bauteil fehlerfrei auszudrucken – ohne lokale Überhitzungen oder Verzüge.

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Wanddickenverteilungen in einem herzustellenden Formteil lassen sich besser realisieren, wenn zusätzlich zur Positionsänderung des Fliesskanalspalts die Wanddicke auch über dessen Umfang verändert wird. Bisher war diese Lösung sehr aufwändig und entsprechend teuer. Eine Lösung bietet nun die patentierte Gross Wanddickensteuerung (GWDS).

IMPRESSUM

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Die Fachzeitschrift für Werkstoffe – Verarbeitung – Anwendung Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 9. Jahrgang (2019) Druckauflage 5500 Exemplare WEMF / SW-Beglaubigung 2018 5104 Exemplare total verbreitete Auflage 1329 Exemplare davon verkauft ISSN-Nummer 1664-3933 Internet www.kunststoffxtra.com Geschäftsleiter Andreas A. Keller

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WERKZEUG-/ FORMENBAU Moulding Expo geniesst hohen Stellenwert

VERARBEITUNG Wanddickensteuerung beim Extrusionsblasformen

ADDITIVE FERTIGUNG

Werkzeug-, Modell- und Formenbauer sowie deren Kunden und Technologiezulieferer aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt treffen sich vom 21. bis 24. Mai auf der Moulding Expo in Stuttgart. Der Messeveranstalter erwartet rund 700 Aussteller, der Anteil der ausländischen Teilnehmer ist auf einen neuem Höchststand.

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PUBLIREPORTAGE

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10, Postfach CH-6302 Zug Telefon +41 41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com

Vorstufe Triner Media + Print Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz Telefon +41 41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch

Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler

Abonnemente Telefon +41 41 711 61 11 info@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Alte Bahnhofstrasse 9a CH-5610 Wohlen Telefon +41 56 619 52 52 Telefax +41 56 619 52 50 info@sigimedia.ch Chefredaktion Marianne Flury St. Niklausstrasse 55 CH-4500 Solothurn Telefon +41 32 623 90 17 m.flury@sigwerb.com www.kunststoffxtra.com

Druck Procom SA Via Industria Casella postale 104 CH-6934 Bioggio Telefon +41 91 605 19 82 www.procom-sa.ch

Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto)

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Copyright 2019 by SIGWERB GmbH, CH-6302 Zug

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INHALTSVERZEICHNIS

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RECYCLING Aus ‹‹Gras›› mache hochwertige Bodenprofile

In enger Zusammenarbeit mit einer hessischen Bioraffinerie schaffte SLS die technologischen Voraussetzungen für die wirtschaftliche Extrusion hochwertiger Terrassendielen aus einem innovativen Ökogranulat.

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USA übertrifft China um mehr als das Doppelte

In den USA haben die Verkaufszahlen von Industrierobotern mit rund 38 000 Einheiten einen neuen Höchststand erreicht. Das ist das achte Jahr in Folge ein neuer Rekord (2010–2018). Die Roboterdichte der US-Fertigungsindustrie ist aktuell mehr als doppelt so hoch wie in China und liegt weltweit auf Platz sieben.

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NEWS

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VERANSTALTUNGEN

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MESSEN

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PRODUKTE

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LIEFERANTEN­ VERZEICHNIS

NORMEN Rohrmasse und überraschende Zusammenhänge

Die vollelektrische PX-Baureihe: Mehr Flexibilität bei steigender Produktivität.

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ZUM TITELBILD

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Wer von Klimaveränderung und Schonen von Ressourcen redet, denkt kaum daran, dass beides Konsequenzen für Rohre im Haus hat und neue Anforderungen an die öffentliche Abwasserinfrastruktur stellt. Weil das nicht offensichtlich ist, braucht es Normen, bei deren Erarbeitung bereits mögliche Zukunftsszenarien in Betracht gezogen werden.

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Robuste Mechanik, hochpräzise und dynamische Antriebstechnologien sowie ein intelligentes Energiemanagement machen die PX zu einem zuverlässigen, produktiven und effizienten Leistungsträger in jedem Spritzgiessbetrieb. Aus einem grossen Modulbaukasten lässt sich die PX passgenau nach individuellen Fertigungsanforderungen zusammenstellen. Mit der PX 25, 201, 250, 251 und PX 320 hat KraussMaffei das Schliesskraftspektrum zudem an beiden

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Enden erweitert. Die PX-Baureihe besticht durch Flexibilität während der gesamten Lebenszeit und setzt damit neue Massstäbe für vollelektrische Maschinen: – Flexibel bei der Auswahl – Flexibel während der Produktion – Flexibel in der Nachrüstung

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WIRTSCHAFT

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Fokus

Die modernste Recycling-PET-Anlage Europas ist in Betrieb

rPET vergleichbar mit Neuware Am 3. April 2019 nahm die Poly Recycling AG in Bilten, Kanton Glarus, die eigenen Angaben gemäss modern­s­te PET-Recyclinganlage Europas in Betrieb. Sie setzt in puncto Sicherheit, Qualität und Rückverfolgbarkeit im Produktionsprozess neue Massstäbe. Alles, was dort an PET-Flaschen angeliefert wird, verlässt zu quasi 100 Prozent den Betrieb als rPET-Granulat, ein Grossteil davon für Anwendungen im Lebensmittelbereich.

«Nach so vielen Monaten der Planung und des Baus sind wir alle überglücklich, dass wir endlich den Betrieb aufnehmen kön­ nen. Die neue Anlage ist ein Meilenstein für unsere Firma, die Schweiz und ganz Europa. Weil wir die Anlage exklusiv für den Schweizer Markt konstruieren konn­ ten, sind unsere Verfahren und unsere Anlagen perfekt auf die lokalen Gegeben­ heiten abgestimmt. Damit erreichen wir die bestmögliche Qualität und damit auch den höchsten Umweltnutzen», sagte Cas­ per van den Dungen, Geschäftsführer der Poly Recycling AG, in seiner Eröffnungs­ rede vor den Medien. In der Tat liefert der Betrieb in Bilten ein­ drucksvolle Zahlen und Fakten: Lag der Bottle-to-Bottle-Anteil bisher bei 30 Pro­ zent (die EU schreibt 25 % vor), erwartet van den Dungen in diesem Jahr eine Stei­ gerung auf 40 Prozent. Für 2020/2021 hat der Firmenchef 50 Prozent im Visier. Die technischen Möglichkeiten der Anlage schätzt van den Dungen noch höher ein. Vom gesamten Sammelmaterial können 65 % für Lebensmittelanwendungen ein­ gesetzt werden. Tatsächlich könnte dieser Anteil noch grösser sein, würden mehr Flaschen in den Kreislauf zurückgeführt werden. Der Rest wird im Non-Food-Be­ reich zu Textilien, Umreifungsbänder u.ä. eingesetzt. Die Prozesse sind alle rückver­ folgbar, d.h. der Nachweis wird erbracht, dass das Ursprungsmaterial aus 100 % Post Consumer Abfall stammt, die Qualität von rPET ist auf einem bisher nicht er­ reichten Niveau. «Die Anlage ist für die Zukunft gebaut, sie ist so ausgelegt, dass wir auf Änderungen im Flaschendesign re­ agieren können. Damit setzen wir Mass­ stäbe», so der Chef von Poly Recycling. 4

Bild: Poly Recycling

Marianne Flury

Im 15 Meter hohen Turm werden die angelieferten PET-Ballen von ihrer Verdrahtung befreit und aufgelockert.

Das Rezyklat lebensmittelecht herzustellen ist das eine, der ästhetische Aspekt das an­ dere. Mit der bisherigen Anlage war es nicht möglich, ein bezüglich Farbe mit Neumate­ rial vergleichbares Rezyklat herzustellen. «Mit dem optimierten Prozess, bei dem ein rPET-Anteil von 40 und mehr Prozent in ei­ ner PET-Flasche realisierbar ist, ist dies machbar», erklärt van den Dungen.

Die Farben sind eine grosse Herausforderung Herr und Frau Schweizer mögen es gerne bunt. Aber genau das ist bei der Wieder­ verwertung von PET (und auch anderen Kunststoffen) eine grosse Herausforde­ rung. Bisher können nur transparente und

hellblaue Fraktionen zu lebensmittelech­ ten Materialien wiederaufbereitet werden. Mit der heute zur Verfügung stehenden Technologie wird sich dies ändern: In An­ griff genommen werden jetzt auch die braun und grün Fraktionen. Der 15 Meter hohe Turm mit vier grossen Flakesortern unterscheidet das Material bis in den Nu­ ancenbereich. «Wollen wir den Rezyklat­ anteil der Flaschen erhöhen, ist eine Sor­ tierung nach Farben zwingend», so der Firmenchef. Die Anlage in Bilten, in die rund CHF 25 Mio. investiert wurde, ist auf 30 000 jato ausgelegt. «In der Schweiz brauchen wir ca. eine Kapazität von 40 000 Tonnen. In Frauenfeld, dem zweiten Standort in der Schweiz, an dem PET-Flaschen rezykliert 5/2019


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Bild: Marianne Flur y

werden, werden knapp 20 000 Tonnen PET verarbeitet; das bedeutet, die Anla­ genbetreiber kaufen gegen 10 000 Ton­ nen PET aus dem Ausland zu», schätzt Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer vom Verein PET-Recycling Schweiz.

Bild: Poly Recycling

Fokus

Von der Ballenware zum lebensmittelechten rPET Der Herstellungsprozess von der ge­ brauchten PET-Getränkeflasche zum sor­ tenreinen PET-Regranulat ist äusserst kom­ plex und einmalig am Standort Bilten. Von den Sortieranlagen werden die Ballen aus PET-Getränkeflaschen nach Farbe und Qualität sortiert angeliefert und anschlies­ send kontrolliert. Ist alles in Ordnung, wer­ den die PET-Ballen von ihrer Verdrahtung befreit und aufgelockert. In einem ersten Schritt erfolgt die Aussenreinigung, bei der die Flaschen mit hohem Wasserdruck an rotierenden Klingen vorbeigespült werden. Dabei trennt ein überdimensionierter «Staubsauger» die Etiketten und andere, äussere Verschmutzungen von den Fla­ schen. Ein Metallabscheider entfernt me­ tallische Verunreinigungen. Danach werden die äusserlich vorgereinigten PET-Geträn­ keflaschen zu PET-Flakes gemahlen. Diese werden in der Folge heiss gewaschen und anschliessend durch das «Schwimm-SinkVerfahren» von anderen Kunststoffen ge­ trennt. Ein mehrfacher Spülvorgang und die Trocknung bilden den Abschluss des Waschprozesses. Die PET-Flakes haben jetzt eine so hohe Reinheit, dass sie für

Poly Recycling AG Das Unternehmen wird 1975 in Weinfel­ den gegründet. Im Jahr 2000 splittet die damalige Besitzerin, die Model AG, das Unternehmen in die Bereiche PET und PE auf. Der PET-Bereich wird an die amerikanische ITW Illinois Tool Works veräussert, aus dem PE-Bereich entsteht die heutige InnoRecycling AG in Eschli­ kon. Im Oktober 2017 verkauft IWT Poly Recycling an die belgische Resilux AG, Herstellerin von PET-Getränkeflaschen. Im Dezember 2018 erfolgt der Umzug aller Anlagen und der gesamten Beleg­ schaft (ca. 30 Mitarbeiter) nach Bilten, der Standort der Resilux Schweiz AG.

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Casper van den Dungen: Das Granulat entsteht in einem Durchgang auf der neuen Anlage (rechts die Flakes).

Die endgültige Reinheit erhält das rPET-Material bei der Granulierung im sogenannten «Solid Stater».

Produkte im Nicht-Lebensmittelbereich eingesetzt werden können. Für eine nahezu 100-prozentige Reinheit sorgen mehrere, hintereinander geschalte­ te «Flakesorter», die jedes einzelne PETFlake kontrollieren: Wirbelstromabschei­ der, Kameras und Nahinfrarotstrahlen erkennen kleinste Fremdstoffe wie Metal­ le, Verunreinigungen oder Verfärbungen und sortieren diese präzise aus. Der letzte Schliff der rPET-Aufbereitung erfolgt in der Schmelzfiltrierung und Gra­

nulierung. Die sauberen PET-Flakes wer­ den während mehrerer Stunden erhitzt und geschmolzen. Durch die Schmelzfil­ trierung werden kleinste Verunreinigungen bis 40 Mikrometer entfernt. Damit wird verhindert, dass das Rezyklat später schwarze Einschlüsse enthält. Die endgül­ tige Reinheit entsteht bei der Granulierung während der sogenannten Solid State Po­ limerisation (SSP). Im «Solid Stater» wer­ den chemische Verschmutzungen bei ho­ hen Temperaturen in einem Hochvakuum entfernt. Gleichzeitig können die techni­ schen Eigenschaften (u.a. Bruch- und Zug­ festigkeit) des Granulats feinjustiert wer­ den, indem die Molekülketten des Polymers verlängert werden. Die Poly Recycling AG ist seit 1975 Jahren am Markt. Nun beginnt nach van den Dun­ gen mit der neuen Anlage auch eine neue Zeitrechnung für das Recycling von PETGetränkeflaschen.

PET-Recycling in der Schweiz In der Schweiz gelangen jährlich 1,6 Mrd. PET-Getränkeflaschen in Umlauf. 83 % davon werden rezykliert. Zwei Re­ cyclingbetriebe (in Bilten und Frauen­ feld) sorgen für die Wiederaufbereitung des Materials. Insgesamt gibt es fünf Sortieranlagen an vier Standorten. Finan­ ziert wird die Entsorgung durch die zwei Rappen, die auf jeder PET-Flasche erho­ ben werden. Hinter der Logistik steht der Verein PET Recycling Schweiz (PRS), der rund 50 000 Sammelstellen mit 30 Transportunternehmen betreut. www.petrecycling.ch

Kontakt Poly Recycling AG Industrie Ost CH-8865 Bilten +41 55 619 34 00 plastic@polyrecycling.com www.polyrecycling.com

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Verarbeitung

Patentierte GWDS

Wanddickensteuerung beim Extrusionsblasformen Wanddickenverteilungen in einem herzustellenden Formteil lassen sich besser realisieren, wenn zusätzlich zur Positionsänderung des Fliesskanalspalts die Wanddicke auch über dessen Umfang verändert wird. Bisher war diese Lösung sehr aufwändig und entsprechend teuer. Eine Lösung bietet nun die patentierte Gross Wanddickensteuerung (GWDS).

Heutige Blasformmaschinen besitzen eine Vorrichtung, mit der die relative Position zwischen der Düse und dem Kern verändert werden kann. Dies wird genutzt, um während des Ausstossens der Schmelze die Wanddicke des Vorformlings in Umfangsrichtung zu verändern. Es ist seit Jahrzehnten Stand der Technik, dass dazu sowohl die Düse als auch der Dorn am Ende konisch ausgeführt sind. Wird die relative Position zwischen der Düse und dem Dorn verschoben, dann ändert sich auch der Spalt, aus dem die Schmelze ausgetragen wird. Folglich verändert sich die Wanddicke des Vorformlings insgesamt gleichmässig über dem Umfang. Bessere Wanddickenverteilungen im herzustellenden Formteil lassen sich aber realisieren, wenn zusätzlich auch die Wanddicke über dem Umfang verändert wird. Um dies zu erreichen, ist es momentan Stand der Technik eine sehr aufwändige und damit auch teure technische Lösung zur partiellen Wanddickensteuerung (PWDS-System) des Vorformlings einzusetzen. Damit der Fliesskanalspalt am Ende der Düse über seinem Umfang verändert werden kann, muss die Düse nämlich erst einmal konstruktiv so gestaltet sein, dass sie sich deformieren lässt. Dann sind zusätzlich starke Aktuatoren notwendig, mit denen die Düse über dem Umfang deformiert wird. Da Metalle sich nur in einem eingeschränkten Bereich linear elastisch deformieren lassen, können mit dieser Lösung natürlich nur begrenzte Veränderungen der Spaltweiten realisiert werden. NachDr.-Ing. Heinz Gross Kunststoff-Verfahrenstechnik, Rossdorf (D)

teilig ist auch, dass diese Wanddickensteuerung bei kleinen Düsen nicht eingesetzt werden kann.

Zylindrisch statt konisch Deutlich erweiterte und verbesserte Möglichkeiten zur Profilierung der Wanddicke des Vorformlings ergeben sich aber mit der patentierten Gross Wanddickensteuerung (GWDS-System). Dazu muss der Fliesskanal am Ende der Düse nicht konisch, sondern vorrangig zylindrisch gestaltet werden, und entweder nur der Dorn oder auch der Dorn und die Düse profiliert werden. Mit GWDS-Düsen lassen sich durch eine Veränderung der relativen Position zwischen der Düse und dem Dorn unterschiedliche Spaltgeometrien realisieren, die genau auf die Form des herzustellenden Hohlkörpers zugeschnitten werden können. Dies lässt sich dann auch bei allen Düsen, unabhängig vom jeweils verwendeten Düsendurchmesser, einsetzen. Dafür werden weder deformierbare Düsen noch kostspielige Aktuatoren benötigt. Die technischen Voraussetzungen und Fakten zur dynamischen radialen Wanddickensteuerung mit Hilfe einer massiven, vornehmlich zylindrischen GWDS-DüseDorn Gestaltung sind vielfältig. So darf ein

Dorn im Durchmesser nirgendwo grösser sein als der Düsendurchmesser und er lässt sich problemlos aus der Düse herausfahren. Eine massive Düse und ein massiver Dorn erfordern auch keine Wartung, und da sie sich nicht berühren können, kann auch kein Schaden und keine Maschinenstörung erzeugt werden. Wenn der Dorn aus der Düse herausgefahren wird, dann beeinflusst der Bereich, der aus der Düse heraussteht, die Massestromverteilung der Schmelze in der Düse nicht; der herausstehende Bereich des Dorns kann folglich gezielt so profiliert werden, wie es eine kritische Stelle des herzustellenden Formteils erfordert. Wenn diese Profilierung benötigt wird, dann wird der Dorn hochgezogen und die Profilierung wird wirksam. Sobald der Bereich vorbei ist, wird die Profilierung wieder herausgefahren. Der Dorn kann so profiliert werden, dass beim Verschieben in einem bestimmten Bereich über dem Umfang die Wanddicke verändert wird, in den übrigen Bereichen aber unverändert bleibt. Bei einem vorzugsweise parallelen Fliess-

Bilder: Heinz Gross

Heinz Gross 1

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Bild 1: Treibstoffkanister für Kettensäge

Bild 2: Dornprofilierung

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Verarbeitung

kanalspalt lässt sich der Massestrom in bestimmten Bereichen so balancieren, dass trotz unterschiedlicher Düsenspalte am Ende der Düse die Austrittsgeschwindigkeit der Schmelze gleich bleibt. So kann erreicht werden, dass der Vorformling trotz variierender Wanddicke gerade und frei von Wellen austritt. Das ist bei einem konventionell konisch gestalteten Fliesskanal nicht möglich, insbesondere dann nicht, wenn grosse Wanddickenunterschiede erreicht werden müssen. Auch mit einem vorrangig zylindrischen Fliesskanal kann die Wanddicke des Vorformlings insgesamt verändert werden, wenn nur der Dorn oder nur die Düse im Endbereich konisch gestaltet wird. Die Technologie kann auf jeder Blasformanlage ohne jede Um- oder Nachrüstung der Anlage installiert werden, da in jeder Anlage der Dorn auf und ab bewegt werden kann. Auch jeder existierende Kopf kann in einfacher Weise relativ kostengünstig umgerüstet werden.

Eine massive vornehmlich zylindrische Düse und ein massiver vornehmlich zylindrischer Dorn kosten in der Herstellung nicht mehr als eine konventionelle konische Ausführung. Natürlich müssen entweder die Düse oder der Dorn oder auch beide zusätzlich profiliert werden. Dies sollte idealerweise mit Unterstützung von Simulationssoftware erfolgen. Im Vergleich zu einem PWDS-System sind die Kosten verschwindend gering, dies obwohl wahrscheinlich für fast alle existierenden Formteile eine bessere Wanddickenverteilung erreichbar ist.

Beispiele zur Verbesserung der Wanddickenverteilung

ckensteuerung weiter verbessert werden. Selbst eine einfache runde Flasche besitzt aktuell mehr oder weniger starke Wanddickenunterschiede zwischen den Enden der Quetschnaht und den Bereichen senkrecht zur Quetschnaht. Diese Wanddickendifferenzen lassen sich bei jeder Flasche mit Hilfe eines oval gestalteten Dornendes in einfacher Weise signifikant verringern. Je mehr die Formteilgeometrie von der einfachen runden Geometrie abweicht, je interessanter wird die Möglichkeit, den Unterschieden in den lokalen Verstreckgraden durch eine gezielte Änderung der Wanddicke des Vorformlings gerecht zu werden. Das funktioniert auch bei kleinen Düsendurchmessern, bei denen kein PWDS-System eingesetzt werden kann.

1. Formteile, die ohne PWDS hergestellt werden (wegen eines für ein PWDS-System zu geringen Düsendurchmessers) Die Wanddicken eines nahezu jeden aktuell existierenden kleinen Formteils könnten durch eine dynamische radiale Wanddi-

Kühlen und 2. Formteile, dieKühlen mit Düsendurchmessern und Temperieren mit gefertigt werden,Temperieren für die ein PWDS-System mit verfügbar ist System System – Bei allen Formteilen, bei denen sich der Verstreckgrad in einem sehr begrenzten

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Verarbeitung

lokalen Bereich ändert, ist ein PWDS-Systems ungeeignet, um die Wanddickenverteilung zu verbessern. Beispiel: Treibstoffkanister für Kettensäge (Bild 1). Um die geforderte Wanddicke von 1 mm am Beginn des Einfüllgewindes des Kanisters zu erreichen, muss man mit einem konisch gestalteten Fliesskanal die Wanddicke über dem gesamten Umfang und über die Länge des Einfüllstutzens extrem vergrössern (Bild 1, unten). Mit der GWDS-Technik wird der Dorn nur in dem relevanten Bereich sehr lokal begrenzt profiliert, während der Fliesskanalspalt über dem restlichen Umfang gleich bleibt. Bild 1, oben, zeigt die resultierende Wanddickenverteilung, das Gewicht und die Zykluszeit, die mit einer GWDS-Düse erreicht worden ist. Bild 2 zeigt die lokal begrenzte Dornprofilierung, die in den vornehmlich zylindrischen Dorn eingebracht wurde, um die Wanddicke des Vorformlings für den Bereich des Einfüllstutzens des Kanisters gezielt zu vergrös­sern. Darüber wurde die geforderte Wanddicke am Beginn des Gewindes des Einfüllstutzens erreicht, ohne dass die Wanddicke des übrigen Umfangs des Kanisters ebenfalls vergrössert werden musste.

Bild 3: Scheibenwasch-Wasserbehälter

Bild 5: Optimierung der Düse für einen Bobby Car Anhänger

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– Technische Formteile mit einer nicht symmetrischen Geometrie Beispiel: Scheibenwasch-Wasserbehälter für einen Geländewagen (Bild 3) Mit Hilfe des Austauschs der konventionellen konischen Düse und des konischen Dorns durch eine zylindrische Düse und einen profilierten zylindrischen Dorn konnte die Wanddickenverteilung des Behälters bedeutend verbessert werden. Es wurde eine Gewichtsreduktion von über 20 % und eine Verringerung der Zykluszeit um über 10 % erreicht (Gewicht mit konischer Düsengestaltung 990 g, Gewicht mit einer vorrangig zylindrischen Düsengeometrie 790 g). Trotz der über dem Umfang sehr begrenzten, gravierenden Vergrösserung des Fliesskanalspalts durch die lokale Profilierung des Dorns (Bild 4, links), konnte ein gerader, wellenfreier Vorformling zur Herstellung des Behälters ausgetragen werden (rechts im Bild). Dies war nur möglich, weil mit Hilfe einer nur mit einem zylindrischen Fliesskanal möglichen Schmelzestrombalancierung die Austrittsgeschwindigkeit des Vorformlings über dem Umfang konstant gehalten wurde. Beispiel: Anhänger des Bobby Cars Bild 5 veranschaulicht die Optimierung der

Bild 4: Dorn (links) und Vorformling (rechts)

Bild 6: Dickenverteilung Vorformling

Düse für den Bobby Car Anhänger. Mit Hilfe des Austauschs einer konventionellen konischen Düse durch eine in erster Näherung zylindrischen Düse konnte die Wanddickenverteilung erheblich verbessert werden. Als Resultat wurde sowohl das Gewicht als auch die Zykluszeit um 15 % verringert. – Technische Teile mit einer extrem komplexen nicht symmetrischen Geometrie Beispiel: Vorformling für ein ursprünglich rotationsgeformtes Teil mit einer für das Blasformen eigentlich völlig ungeeigneten Geometrie In Bild 6 ist die Wanddickenverteilung zu sehen, die erforderlich war, um das Teil auch im Blasformverfahren aufblasen zu können. Trotz der extremen Wanddickenunterschiede (Faktor >3) verliess der Vorformling die Düse ausreichend gerade, um immer sicher den Blasdorn zu treffen. Die Wellung über dem Umfang entstand beim Abkühlen des Vorformlings. Es ist absolut unmöglich eine derartige Wanddickenverteilung in einem Vorformling mit einer konventionellen konischen Düse-Dorn Anordnung zu erreichen.

Fazit Im Vergleich zu konventionellen Düsen, bei denen es momentan noch weltweit Stand der Technik ist, sowohl die Düse als auch den Kern konisch zu gestalten, bietet eine in erster Näherung zylindrische Fliesskanalgestaltung im Endbereich der Düse deutlich bessere Ausgangsvoraussetzungen, um die Wanddicke des Vorformlings über dem Umfang zu verändern. Das ermöglicht eine effektivere und besser auf den jeweils herzustellenden Hohlkörper zugeschnittene Wanddickenprofilierung des Vorformlings. Zudem können erheblich verbesserte Dickenverteilungen in Blasformteilen erreicht werden. Sowohl das Gewicht des Hohlkörpers als auch die Zykluszeit können signifikant verringert werden. Kontakt Dr.-Ing. Heinz Gross KunststoffVerfahrenstechnik Ringstrasse 137 D-64380 Rossdorf +49 6154 695240 www.gross-k.de

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Additive Fertigung

Im ersten Anlauf richtig drucken

Gut simuliert ist halb gedruckt Ein neues Modul der Siemens NX-Software für Produktentwicklung und -fertigung simuliert den Prozess der additiven Fertigung vorab. So können Produktentwickler den Fertigungsprozess virtuell optimieren, um ihr Bauteil fehlerfrei auszudrucken – ohne lokale Überhitzungen oder Verzüge. Idee und Algorithmen stammen von Experten der Corporate Technology (CT).

Die additive Fertigung von Metallteilen funktioniert bisher nicht so reibungslos, wie die Nutzer sich das wünschen. Noch nähern sich die Ingenieure meist in mehreren Iterationen dem optimalen Prozess an. Sie variieren die Druck-Parameter wie zum Beispiel Geschwindigkeit oder Leistung des Lasers so lange, bis das Bauteil die exakt richtigen Masse und Materialeigenschaften aufweist. Üblicherweise funktioniert das nicht beim ersten Mal, weil lokale Überhitzungen oder Verzüge auftreten.

Ziel: Auf Anhieb richtig drucken Daher simuliert Daniel Reznik, Experte für additive Fertigung bei Corporate Technology, den Prozess des selektiven Laserschmelzens (SLM). Er hat mit seinem Team aus Prozess- und Modellierungs-Experten spezielle Algorithmen entwickelt, die Überhitzungen und Verzüge vorhersagen. So kann er den Prozess vorab virtuell optimieren. «Damit sind wir unserem Ziel einen grossen Schritt nähergekommen, ein mit CAD entworfenes Produkt auf Anhieb fehlerfrei ausdrucken zu können», sagt Reznik. Für das neue Modul implementierten Experten von der SiemensDivision Digital Factory (DF) Rezniks Algorithmen anschliessend in NX, gestalteten die Benutzeroberfläche und erstellten die derzeit in der Testphase befindliche BetaVersion. Omar Fergani, Produktmanager bei DF, ist die Durchgängigkeit des neuen Moduls ¹ Fenna Bleyl ist Wissenschaftsjournalistin.

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Grafik: Siemens

Fenna Bleyl ¹

«Die Simulation des Druckprozesses ist eine der Schlüsselkomponenten, um den Fertigungsprozess stabil und berechenbar zu machen.»

besonders wichtig. «Das Modul stellt eine durchgehende digitale Datenkette dar. Es kombiniert mehrere Software-Pakete so, dass der Nutzer mit einem einzigen mächtigen Interface alle Schritte vom Design über die Prozesssimulation bis zur Druckausführung mit demselben Tool umsetzen kann.» Diese Integration ermöglicht es dem Nutzer, zwischen Design und Prozesssimula­ tion hin- und herzuspringen und zum Beispiel für den Prozess vorausberechnete Verzüge des Bauteils schon im Design zu kompensieren. Die Software passt anschlies­send alle nötigen Details in der Prozesssteuerung an. Dave Madeley, Architekt des DF-Programms für Additive Manufacturing, hat die Entwicklung des neuen Moduls mit grossem Interesse verfolgt: «Die Simulation des Druckprozesses ist eine der Schlüsselkomponenten, um diesen anspruchsvollen Fertigungsprozess stabil und berechenbar zu machen. Wir werden weiter in diesen Bereich investieren, sodass das Expertenteam aus DF und CT auf seiner schon geleisteten Arbeit aufbauen kann.

Geplant: Immer bessere Korrekturen Fergani hat schon Pläne für die nächsten Modulversionen: Er arbeitet zusammen mit Reznik an der Korrektur von Überhitzungen und überträgt die digitale Prozesskette auch auf andere additive Fertigungsverfahren, wie die drahtbasierte Fertigung oder das Pulverauftragsschweissen. Zusätzlich arbeitet Fergani mit der Simulations-Expertin Lucia Mirabella bei CT in Princeton an neuen Funktionen, um den NX-Workflow zu verbessern. Ferganis Ziel ist die Entwicklung des leistungsstärksten auf dem Markt erhältlichen digitalen Zwillings für den additiven Fertigungsprozess.

Kontakt Siemens AG Werner-von-Siemens-Strasse 1 D-80333 München +49 89 636-0 sebastian.webel@siemens.com www.siemens.de

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Additive Fertigung

KUNSTSTOFF XTRA

Grosse Kunststoffteile additiv hergestellt

Ultraschallschweissen macht’s möglich Um den Kundenanforderungen nach grösseren Bauteilen gerecht zu werden, werden heutzutage vermehrt Bauteile verklebt oder mittels Ultraschallschweissen gefügt. Dieses Verfahren bietet eine hohe Designfreiheit, da sich 3D-Fügenähte in kurzen Schweisszyklen ohne Nachbearbeitung realisieren lassen. In Zusammenarbeit mit der Firma prodartis AG hat das IWK eine Machbarkeitsstudie zum Ultraschallschweissen von mittels SLS und MJF gefertigten Bauteilen aus PA12 durchgeführt.

Die additive Fertigung stellt aufgrund einer Vielzahl von Vorteilen ein attraktives Verfahren für viele industrielle Bereiche dar. Kurze Lieferzeiten, Geometriefreiheit und die Funktionsintegration haben in den letzten Jahren für einen stark wachsenden Markt gesorgt. Die prodartis AG mit Sitz in Appenzell CH produziert additiv gefertigte Kunststoffteile in Serie mittels Selective Laser Sintering (SLS) und Multi Jet Fusion (MJF). Der begrenzte Bauraum beim 3DDruck stellt bei grossen Geometrien jedoch einen Nachteil dar. Neben Kleben von grossen Bauteilen stellt das Ultraschallschweissen von additiv gefertigten Bauteilen ein attraktives Verfahren dar. Dabei werden die zu verbindenden Kunststoffe durch hochfrequente mechanische Schwingungen und die dadurch entstehende Molekular- und Grenzflächenreibung in der Fügezone plastifiziert. Nach dem Aufschmelzen wird durch kurze Abkühlzeiten unter Beibehaltung des Fügedrucks eine homogene Verfestigung in der Fügezone erreicht. Die mechanischen Schwingungen werden erzeugt indem im Konverter mittels PiezoElemente die vom Generator zur Verfügung gestellte elektrische in mechanische Schwingung umgewandelt wird. Die dadurch erzeugten mechanischen Längenänderungen betragen wenige Mikrometer, was für das Ultraschallschweissen meist nicht ausreicht. Deshalb wird mit dem Endwerkzeug, der sogenannten Sonotro¹ IWK, HS R Rapperswil ² Prodartis AG

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Bilder: IWK

Prof. Dr. Pierre Jousset ¹, Pascal Schiesser ¹, Mauritius Mazenauer ²

Zugscherprobe mit parallelen ERG vor dem Ultraschallschweissprozess.

de, und einem dazwischenliegenden Booster die Amplitude der mechanischen Schwingung verstärkt. Mit der Sonotrode werden die Schwingungen auf die zu verschweissenden Bauteile aufgebracht. Der nötige Anpressdruck wird mit einem pneumatischen Zylinder, der den Zusammenbau – bestehend aus Konverter, Booster und Sonotrode – auf die Werkstücke presst, sichergestellt.

Schnelles Anschmelzen des Materials Die Untersuchung der Schweissbarkeit von additiv gefertigten PA12 Bauteilen wurde anhand von Zugscherproben durchgeführt. Dabei wurden jeweils zwei 3D-gedruckte Platten mit unterschiedlichen Schweissparametern verschweisst und mithilfe einer Zugprüfmaschine auf ihre Festigkeit untersucht. Bei den einstellbaren Schweisspara-

metern handelt es sich um Anpressdruck, Oberflächenbeschaffenheit und Ausrichtung des Energierichtungsgebers (ERG). Der ERG ist ein erhöhtes, V-förmiges Profil auf einer der beiden PA-Platten. Diese Geometrie bewirkt eine linienförmige Berührung beim anfänglichen Kontakt der Platten. Die Folge ist ein sehr konzentriertes Einleiten der Ultraschallenergie und damit ein schnelles Erwärmen und Anschmelzen des Materials. Die Erwärmung im Erweichungs- oder Schmelzbereich bewirkt einen Anstieg des mechanischen Verlustfaktors, wodurch die Umsetzung von Energie in Wärme und damit die Plastifizierung beschleunigt wird. Unter Einwirkung der Pressenkraft wird die Schmelze über die gesamte Kontaktfläche verteilt und nach aussen gequetscht. Für die Machbarkeitsstudie wurden Ausrichtungen des ERG längs und quer zur Zugrichtung, sowie eine gekreuzte Form untersucht. 5/2019


KUNSTSTOFF XTRA Made in Switzerland Die additiv gefertigten Bauteile konnten mit allen ERG-Ausrichtungen erfolgreich verschweisst werden. Mit der gekreuzten ERG-Anordnung hat die Schweissnaht gehalten, während ein Bruch in den Substraten stattgefunden hat. Dabei konnte die geringste Streuung der maximalen Festigkeit der Zugscherproben erreicht werden, wobei bei allen geprüften Proben, aufgrund der wesentlich kleineren Querschnittfläche des Substrats im Vergleich zur Schweissfläche (75 mm2 vs. 312,5 mm2), Substratbrüche auftraten. Die Zugfestigkeit der Substrate bei verschweissten Probekörpern betrug ca. 6 % der Zugfestigkeit der unverschweissten Substrate (31 MPa vs. 48 MPa). Die Zugfestigkeiten können nicht 1:1 verglichen werden, da nicht komplett identische Spannungszustände herrschen – nämlich Substratbruch bei der Zugscherprüfung im Vergleich zur Zugprüfung eines einzelnen Substrats – sie bieten aber einen Anhaltspunkt zur Beurteilung, ob die Substrate während dem Ultraschallschweissprozess geschädigt wurden. Bei einer Reduktion der Zugfestigkeit der Substrate um 35 % ist von einer leichten Schädigung der Substrate durch das Ultraschallschweissen auszugehen.

Eine genaue Aussage über die Festigkeit der Schweissnaht ist aufgrund der Sub­ stratbrüche nicht möglich. Die Zugscherproben mit quer und längs zur Zugrichtung ausgerichtetem ERG zeigten nicht nur Substratbrüche, sondern auch Brüche in der Schweissnaht, wobei jeweils nur ein Bruchteil der maximalen Kraft erreicht wurde. Dies ist auf eine ungenügende Schweissqualität zurückzuführen. Beim Einfluss der Oberflächenrauheit und des Anpressdrucks auf die erreichten Festigkeiten der Schweissnaht haben sich nur kleine, nicht signifikante Unterschiede herausgestellt.

Ultraschallschweissen – eine valable Alternative Abschliessend lassen sich die Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie zum Ultraschallschweissen von additiv gefertigten PA12 Bauteilen folgendermassen zusammenfassen. Es konnten mit verschiedenen ERG-Ausrichtungen und Schweissparametern gute Schweissverbindungen, auch bei unbehandelter Oberfläche der Bauteile, hergestellt werden. Allerdings ist die Eignung eines Bauteils zum Ultraschallschweis­ sen an verschiedene Bedingungen geknüpft. So ist bei teilkristallinen Werkstoffen nur ein kleiner Abstand von max. 6 mm zwischen Sonotrode und Schweissfläche möglich und es muss konstruktiver Mehraufwand betrieben werden um geeignete Fügeflächen inkl. ERG sicherzustellen. Trotzdem bietet das Ultraschallschweis­sen eine Alternative zum Kleben zur Ermöglichung von Bauteilen grösser als der Bauraum des 3D-Druckers. Kontakte IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung Fachbereich Verbindungstechnik Prof. Dr. Pierre Jousset Oberseestrasse 10 CH-8640 Rapperswil +41 55 222 40 53 pierre.jousset@hsr.ch www.iwk.hsr.ch

Dreipunktbiegeversuch von einem mit Ultraschallschweissen verbundenen Bauteil.

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KUNSTSTOFF XTRA

Additive fertigung

Highspeed-3D-Drucker für Hochleistungskunststoffe

SEAM, ein ultraschnelles 3D-System Die additive Fertigung grossvolumiger Kunststoffbauteile ist zeitaufwändig. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU haben nun mit SEAM (Screw Extrusion Additive Manufacturing) ein System und Verfahren entwickelt, das im Vergleich zum herkömmlichem 3D-Druck acht Mal schneller ist.

Auf Messen werden sie gerne genutzt: 3D-Drucker, die kleine Souvenirs schichtweise aus geschmolzenem Kunststoff aufbauen. Bis zu einer Stunde kann es dauern, so ein Mitbringsel im Hosentaschenformat herzustellen. Dieses Verfahren ist viel zu langsam, um damit Bauteile in Grossserien herzustellen, wie sie beispielsweise die Automobilindustrie benötigt. Ein System des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz ändert dies nun und hebt den 3D-Druck damit auf eine neue Stufe: Für die Fertigung eines 30 Zentimeter hohen Bauteils aus Kunststoff benötigt die Highspeed-Technologie lediglich 18 Minuten. Ein Forscherteam des Fraunhofer IWU hat es für die Additive Fertigung grossvolumiger, belastbarer Kunststoffbauteile entwickelt. Werkzeughersteller, aber auch die Automobil- und Luftfahrtbranche profitieren von dem neuartigen 3D-Drucker, der eine um den Faktor 8 gesteigerte Prozessgeschwindigkeit erreicht. Er nutzt das an dem Chemnitzer Institut entwickelte Fertigungsverfahren SEAM, kurz für Screw Extrusion Additive Manufacturing.

Acht Mal schneller drucken als bisher Doch wie erzielt SEAM die hohen Prozessgeschwindigkeiten? «Indem wir Werkzeugmaschinen-Technologie mit 3D-Druck kombinieren», sagt Dr. Martin Kausch, Wissenschaftler am Fraunhofer IWU. Zur Verarbeitung des Kunststoffs verwenden die Forscher eine eigens konstruierte Einheit, Britta Widmann, Kommunikation, Fraunhofer IWU, Chemnitz

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Bilder: Fraunhofer IWU

Britta Widmann1

Mit SEAM lässt sich die Additive Fertigung von Kunststoffbauteilen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um das Achtfache beschleunigen. Diese ultraschnelle Fertigungsgeschwindigkeit erreicht das Verfahren durch die Kombination von 3D-Druck mit dem Bewegungssystem einer Werkzeugmaschine.

die das Rohmaterial aufschmilzt und mit einer hohen Austragsleistung ausstösst. Diese Einheit installierten sie über einer Bauplattform, die sich mithilfe des Bewegungssystems einer Werkzeugmaschine auf sechs Achsen schwenken lässt. «Diese Kombination ist bislang einzigartig», so Dr. Kausch. Auf der Bauplattform wird der heis­se Kunststoff in Schichten abgelegt. Das Bewegungssystem der Maschine sorgt dafür, dass die Bauplatte so unter der Düse entlanggleitet, dass die zuvor programmierte Bauteilform erzeugt wird. Der Tisch lässt sich mit einer Geschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde in die X-, Y- sowie Z-Achse bewegen und auch um bis zu 45 Grad kippen. «Damit drucken wir

acht Mal schneller als herkömmliche Verfahren. Herstellungszeiten von Kunststoffbauteilen lassen sich somit enorm reduzieren.»

3D-Drucker verarbeitet preisgünstiges Ausgangsmaterial Pro Stunde werden bis zu sieben Kilogramm Kunststoff durch die heisse Düse mit dem Durchmesser von einem Millimeter gedrückt. Die vergleichbaren 3D-Druckverfahren FDM (Fused Deposition Modeling) oder FLM (Fused Filament Modeling) erreichen in der Regel nur 50 Gramm Kunststoff pro Stunde oder anders ausgedrückt, benötigen 20 Stunden für den 5/2019


KUNSTSTOFF XTRA

Additive fertigung

flexibel in der vernetzung

Dieses Versuchsbauteil ist ein Hybrid aus CFK-Blech und 3D-gedruckten Strukturen – mit SEAM ist es erstmals möglich, auf Spritzgiess-Komponenten oder Bleche aufzudrucken.

Druck von einem Kilogramm Kunststoff. Die Besonderheit: SEAM verarbeitet statt teurem FLM-Filament rieselfähiges, preisgünstiges Standard-Kunststoffgranulat zu belastbaren, faserverstärkten, mehrere Meter grossen Bauteilen. Auf diese Weise lassen sich die Materialkosten um das 200-fache senken. Mit SEAM können die Forscherinnen und Forscher komplexe Geometrien ohne Stützstrukturen umsetzen. Der Clou: Mit dem neuen System gelingt es sogar, auf bereits bestehende Spritzgiessbauteile aufzudrucken. «Da sich unsere Bauplattform schwenken lässt, sind wir in der Lage, mit einer separat bewegten Z-Achse auf gekrümmte Strukturen aufzudrucken», sagt Kausch. «In Tests konnten wir verschiedenste Kunststoffe verarbeiten. Dies reicht von thermoplastischen Elastomeren, Polypropylen bis hin zu Polyamid 6 mit 40 Prozent Kohlenstofffaseranteil (PA6 CF). Das sind für die Industrie besonders relevante Materialien mit hoher Steifigkeit und Festigkeit oder auch einer hohen Elastizität, die sich mit klassischen 3D-Druckern nicht verarbeiten lassen.» Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Seam-Verfahren die Möglichkeiten zur effizienten Herstellung von Kunststoffbauteilen in einem 3D-Druckverfahren deutlich erweitert. Aufgrund der geringen Materialkosten und der kurzen Herstellungszeiten können die Bauteilkosten um ein Vielfaches reduziert werden. Die Oberflächenqualitäten sind vergleichbar mit denjenigen, die beim Standard-FLM-Prozess erreicht werden. Die Weltneuheit wurde erstmals Anfang April 2019 auf der Hannover Messe präsentiert. Kontakt Fraunhofer-Institut für Werkzeug­maschinen und Umformtechnik IWU Reichenhainer Strasse 88 D-09126 Chemnitz +49 371 5397-1020 www.iwu.fraunhofer.de 5/2019

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Additive Fertigung

KUNSTSTOFF XTRA

Dressler gibt Ideen eine Form

Kunststoffpulver für 3D-Druck optimiert Kaum eine Technik eignet sich derart gut, den Megatrend Digitalisierung buchstäblich greifbar zu machen wie der 3D-Druck. Dabei gibt es diese Technik eigentlich schon seit über 30 Jahren. Zudem steht der Begriff für viele unterschiedliche Verfahren. In jedem Fall aber werden die Anwendungsmöglichkeiten immer spektakulärer, die Relevanz in allen Industrie- und Lebensbereichen nimmt quasi täglich zu. Und die Dressler Group leistet dazu einen essentiellen Beitrag

Bei manchen Nachrichten muss man genau auf das Datum schauen, sonst könnte man nur an einen Aprilscherz glauben. Ein paar Beispiele: Der italienische Nudelhersteller Barilla hat einen Nudeldrucker vorgestellt, der Pasta vor Ort nach Kundenwunsch herstellen kann. Oder: Die amerikanisch-russische Firma Apis Cor druckt mit einem Roboter kompakte Häuser aus Beton für rund 10 000 US-Dollar. Oder: Mercedes-Benz druckt aus Metall bestimmte LKW-Ersatzteile für ältere Baureihen. Oder: Adidas steigt mit dem Druck der Sohlen für ein Turnschuhmodell in die Massenfertigung ein. Oder: In der Medizintechnik werden Zahnkronen aus Keramik, Hörgeräte aus Kunststoff, künstliche Kniegelenke aus Metall gedruckt – und in Zukunft womöglich sogar ganze Organe aus sogenanntem Alginat, das lebende Zellen beinhaltet.

Additive Fertigung in ihrer Variantenvielfalt Erfunden hat den ersten 3D-Drucker der amerikanische Physiker und Ingenieur Charles Hull bereits im Jahr 1984, also vor rund 35 Jahren. Damals hiess das Verfahren auch noch nicht 3D-Druck, sondern – ebenso wie heute – Stereolithographie. Tatsächlich gibt es viele verschiedene Verfahren, die umgangssprachlich als 3DDruck verallgemeinert werden: Neben der genannten Stereolithographie etwa Laserschmelzen, Lasersintern, Polyjet-Modeling, Claudia Rosenberger, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Dressler Group, Meckenheim

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Bild: Dressler

Claudia Rosenberger ¹

Dank der von Dressler entwickelten Spherical Powder Technology können PEEK-Kunststoffe mit einem Feinheitsgrad von unter 80 µ hergestellt werden und sind trotzdem extrem rieselund fliessfähig.

Digital Light Processing und Fused Deposition Modeling. Welches davon jeweils zur Anwendung kommt, hängt vom Rohstoff ab. Verwendung finden vor allem Keramik, Kunstharze, Metall – und Kunststoff, die Domäne der Dressler Group. Was alle Verfahren grundsätzlich gemeinsam haben: Sie werden als additive Fertigung bezeichnet, weil der Materialaufbau durch Hinzufügen erfolgt, in der Regel schichtweise. Das Gegenstück ist die subtraktive Fertigung, bei der solange Material beispielsweise durch Fräsen, Drehen oder Bohren abgetragen wird, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. «Man kann keinesfalls pauschal sagen, dass eines der beiden Fertigungsverfahren dem anderen überlegen ist», sagt Jan

Dressler, Gesellschafter und CEO der Dressler Group. «Denn für beide gibt es Anwendungsfälle, für die das jeweils an­ dere Verfahren weniger oder gar nicht geeignet ist». Wo eine additive Fertigung in Frage kommt, dürfen die neuesten Entwicklungen (vorgenannte Beispiele) fraglos als revolutionär gelten. Soweit beide Verfahren angewendet werden könnten, haben die verschiedenen additiven Varianten teils erhebliche Vorteile. Die Effizienz etwa. Zum einen hinsichtlich des Materialeinsatzes. Schliesslich wird nicht Überflüssiges abgetragen, sondern nur das Nötige hinzugefügt. Das spart Kosten sowie Verarbeitungs- und Reinigungsschritte. Zum anderen bedeutet das in vielen Fällen auch echte Zeitvorteile, dann nämlich, 5/2019


KUNSTSTOFF XTRA

wenn dadurch klassischer Formen- und Werkzeugbau überflüssig werden. Unter dem Strich macht das Kleinserien oder sogar Einzelstücke rentabel möglich und minimiert gleichzeitig den Lagerbedarf – Stichwort Rapid Prototyping und Print on Demand. Durch den schichtweisen Aufbau können auch extrem komplexe, filigrane Formen oder innenliegende Hohlräume gefertigt werden, die subtraktiv nur sehr aufwändig oder gar nicht hergestellt werden könnten. Und es lassen sich vollständig funktionsfähige Prototypen oder Serienteile mit minimalem Aufwand herstellen. Bei welcher Anwendung und in welcher benötigten Stückzahl welches Verfahren optimal ist, muss aber immer im Einzelfall geprüft werden.

Bindeglied zwischen Roh­stoff und Druckvorgang Die Dressler Group kommt ins Spiel, wenn es sich um Kunststoffe handelt, die auf die (Druck)Maschinen gebracht werden müssen. «Die Erfahrung und der regelmässige Austausch mit unseren Kunden hat gezeigt, dass wir quasi ein ‹missing link› zwischen der Rohware einerseits und dem Druckvorgang andererseits sind», sagt Dressler. «Denn letztlich ist vor allem die Spezifikation des von uns verarbeiteten und veredelten Kunststoffes erfolgsentscheidend und weniger die Rohware an sich.» Mit anderen Worten: Erst die von der Dressler Group entwickelten Mahlund Veredelungsverfahren machen die Rohstoffe überhaupt druckbar und erlauben nunmehr Anwendungen, die bis dato technisch nicht möglich waren. Massgeblich dafür sind etwa die Kornformen, die Korngrössen, die Fliesseigenschaften, die optionale Freiheit von Additiven und die Reinheit der Pulver. Anderenfalls wären beispielsweise bestimmte Details und Strukturen nicht zu fertigen, die Festigkeit und die Haltbarkeit wären nicht ausreichend oder die Maschinen wären störungsanfällig, weil sie verkleben könnten. Und auch hinsichtlich der Effizienz und des Umweltschutzes eröffnen die Dressler-Verfahren neue Möglichkeiten. Denn durch die besonderen Eigenschaften sind die Reste vollständig wiederverwertbar, die Materialausbeute ist damit deutlich höher und der gesamte Energieeinsatz gerin5/2019

ger. Verunreinigtes Material und Reste entfallen. Sämtliche Verfahren und Anlagen werden seit über 35 Jahren von und in der Dressler Group selbst entwickelt. Das hat zwei Vorteile: Erstens absolute Diskretion. Und zweitens grösstmögliche Individualität. Zu letzterer gehört auch, dass alle Verfahren auditsicher dokumentiert werden. Für die Kunden bedeutet dies absolute Reproduzierbarkeit zu jeder Zeit und in jeder beliebigen Menge. «Wir sind auch deshalb gut darin, das Maximum aus Kunststoffpulvern herauszuholen, weil unsere Chemiker, Verfahrenstechniker und Anlagenbauer sehr eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten», sagt Dressler «Schliesslich fertigen wir für deren Bedarf, nicht für unseren». Die Experten tauschen sich dazu intensiv mit führenden Herstellern von Kunststoffpulvern und 3DDruckern aus. Diese Hand-in-Hand-Kompetenz macht die Dressler Group seit jeher zum Problemlöser und «Ermöglicher» bei ihren Kunden.

”46% Time Saving and a Better Curing with NETZSCH Kinetics Neo” Dr. Chiara Leonardi, R&D Manager Blacks Srl.

Taktik der kleinen Schritte Insgesamt arbeiten mehr als 100 Experten unter einem Dach. In den beiden eigenen Forschungseinrichtungen Innovation Lab und Technikum können Klein- und Kleinstmengen bereits ab wenigen Gramm hergestellt und erprobt werden. Zudem kooperiert die Dressler Group mit Hochschulen; Forschung, Lehre und Praxis sind also optimal verzahnt. Damit sind Effizienz und Qualitätssicherung von Anfang an gewährleistet, denn durch die Taktik der kleinen Schritte sind teure Fehlentwicklungen- und Investitionen praktisch ausgeschlossen. Eine Revolution kann schliesslich erst dann gelingen, wenn auf die Basics Verlass ist.

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Werkzeug-/Formenbau

KUNSTSTOFF XTRA

Internationalität nimmt zu

Moulding Expo geniesst hohen Stellenwert

Die Messe – entstanden in einer Kooperation mit den vier deutschen PartnerVerbänden BVMF, VDMA, VDW und VDWF – wurde von der Branche für die Branche gestaltet. «Mittlerweile hat sich die Moulding Expo (MEx) zu einer der wichtigsten Wirtschaftsplattformen des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus und seiner Zulieferer entwickelt», sagt Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Landesmesse Stuttgart GmbH. «Die Moulding Expo ist der Marktplatz für den gegenseitigen Austausch der Akteure innerhalb der Branche.» Insbesondere die Bandbreite und die Qualität der Moulding Expo Aussteller seien für den internationalen Erfolg der Fachmesse verantwortlich. Kaum eine Messe biete einen vergleichbar hohen Anteil an Werkzeug-, Modell- und Formenbauern. «Eine erfolgreiche Fachmesse wie die Moulding Expo bringt die richtigen Menschen zusammen, damit sie gemeinsam reden, gemeinsam nachdenken und schliesslich gemeinsam neue Produkte, Ideen oder Projekte entwickeln. Der Mehrwert des Branchen-Events ist durch das umfangreiche Rahmenprogramm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Sonderschauen und renommierte Parallelveranstaltungen, wie beispielsweise die Automotive Shows von UKi Media & Events Ltd. sehr hoch.»

Ohne valide Werkzeuge keine erfolgreiche Volkswirtschaft Bob Williamson, Präsident des Werkzeugmacher-Weltverbands ISTMA, unterstreicht die Relevanz der Moulding Expo als internationalem Treffpunkt: «Nicht nur die deutschen Werkzeug-, Modell- und Formenbauer treffen sich hier in Stuttgart, 16

Bilder: Messe Stuttgar t

Werkzeug-, Modell- und Formenbauer sowie deren Kunden und Technologie-Zulieferer aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt treffen sich vom 21. bis 24. Mai auf der Moulding Expo in Stuttgart. Der Messeveranstalter erwartet rund 700 Aussteller, der Anteil der ausländischen Teilnehmer ist auf einen neuen Höchststand von 36 Prozent gestiegen. Die meisten internationalen Aussteller kommen aus Portugal, Italien und der Türkei.

Zur zweiten Moulding Expo 2017 kamen rund 760 Aussteller und 14 000 Fachbesucher nach Stuttgart.

sondern Unternehmer aus der ganzen Welt. Wenn man in der Branche erfolgreich sein möchte, muss man kommunizieren – auch mit möglichen Mitbewerbern im Markt.» Messen wie die Moulding Expo verdeutlichen der Industrie den Stellenwert des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. «Es gibt keine Produktion ohne unsere Branche. Zero. Weit über 60 Prozent der möglichen Kosteneffizienz, von egal welchem Produkt, ist direkt abhängig von der Wahl der richtigen Werkzeuge und Formen für den Herstellungsprozess», sagt der südafrikanische Maschinenbauingenieur und Unternehmer. Valide Produktionsmittel seien die lebenswichtige Grundlage für die effektive industrielle Produktion in jeder

Volkswirtschaft. «Als ein internationaler Marktplatz ist die Moulding Expo genau die richtige Plattform, um sich als Einkäufer oder als Werkzeugmacher bzw. als Modellbauer zu informieren.»

Forum für Kunststoff­ produkte Erstmals wird parallel zur Messe während drei Tagen ein Forum für Kunststoffprodukte stattfinden. Neuer Kunde der Messe Stuttgart ist der GKV/TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e. V. «Mit dem neuen Forum bringen wir noch mehr Entscheider und Interessenten zusammen, die durch die Kombination komplementärer Kompetenzen und Informationen ihre 5/2019


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Werkzeug-/Formenbau

Potenziale gemeinsam steigern können», erklärt Florian Niethammer, Projektleiter der MEx. Positioniert im hochfrequentierten Eingang Ost – vor dem L-Bank-Forum – finden zunächst 80 Aussteller auf einer Gesamtfläche von 1400 m2 Platz. Konzipiert wurde die Gemeinschaftsfläche mit messeerfahrenen Kunststoffverarbeitern und auch mit interessierten Neueinsteigern.

Erlebendes Lernen Die Messe engagiert sich auch direkt in der Weiterbildung und in der Ausbildung des Nachwuchses. Wie spannend und einmalig die Erfahrung ist, ein Produkt zu erschaffen, wird auf der Moulding Expo erlebbar. Dazu tritt die Messe Stuttgart als «Auftraggeber» auf. Eine Gruppe von Maschinenbau-Studenten unter der Leitung von Steffen Ritter, Professor an der Fakultät Technik der Hochschule Reutlingen, konzipierten, entwickelten und bauten mit Unterstützung von Projektpartnern inner-

Ulrich Kromer von Baerle: Mittlerweile hat sich die Moulding Expo zu einer der wichtigsten Wirtschaftsplattformen des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus und seiner Zulieferer entwickelt.

halb eines Semesters das Werkzeug für das Giveaway der MEx 2019: die MEx Box, eine zweiteilige Brotzeitdose mit Filmscharnieren. «Wir vom Messeteam sind dabei als konkreter Auftraggeber aufgetre-

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0_IR_Ins_1-3q_183x85_fbg_Rohstoffland.pdf 1 11.10.12 11:06 Skizze Hallenbelegung und Lage der neuen Gemeinschaftsfläche für Kunststoffprodukte

während der Moulding Expo 2019.

ten und haben die Anforderungen an das Produkt in das Studienprojekt eingebracht», sagt Niethammer. Wichtig sei dabei auch gewesen, dass der zu entwickelnde Artikel im Alltag einen echten Nutzen bringt. Dass das MEx Box-Werkzeug in einer Spritzgiessmaschine live auf der Messe im Einsatz zu sehen sein und produziert wird, freut Niethammer besonders: «Eine Idee mit einem halben Jahr Entwicklungszeit verwandelt sich dann in jeweils 20 Sekunden Produktionszeit in das Giveaway für die Fachbesucher der Moulding Expo.» Beteiligt an diesem Projekt waren u.a. Meusburger als Partner für die Normalien und PSG, die den Heisskanal projektiert hat. Borealis unterstützt das Projekt mit seinem Kunststoff und Granula stellt mit seinem Sortiment an Masterbatch eine breite Farbvielfalt zur Verfügung. Auch die Gewinnung des geeigneten Nachwuchses ist ein Thema. Um junge Menschen für das Berufsfeld zu begeistern, haben Schulklassen auf dem Messegelände in Stuttgart die Möglichkeit, sich während der Moulding Expo mit Ausbildern und Auszubildenden auszutauschen. Unter dem Motto «Bring Deine Zukunft in Form!» werden ausserdem von Geschäftsführern oder Verbandsfunktionären aus der Branche Touren über die Fachmesse angeboten, um zu zeigen, was der Werkzeug-, Modell- und Formenbau an technologischen und beruflichen Möglichkeiten zu bieten hat. Die Initiative wird von den vier Branchenverbänden BVMF, VDMA, VDW und VDWF gemeinsam unterstützt. Kontakt Landesmesse Stuttgart GmbH Messepiazza 1 D-70629 Stuttgart +49 711 18560-0 info@messe-stuttgart.de www.moulding-expo.com

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Rohstoffland Schweiz InnoRecycling fördert Ressourcen

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InnoRecycling AG AG Rohstoffe aus Abfällen InnoRecycling Rohstoffe aus Abfällen Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, TelefonTelefon +41 71 973 80,973 info@innorecycling.ch Hörnlistrasse 1, CH-8360 Eschlikon, +417071 70 80, info@innorecycling.ch

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Werkzeug-/Formenbau

KUNSTSTOFF XTRA

Hochwertige und funktionalisierte Oberflächen

Beherrschung aller Prozessschritte ist das A und O

Bei Formen für optische oder medizintechnische Produkte sind sie unabdingbar: spiegelglatte Oberflächen. An deren Herstellung knüpfen sich zwei Bedingungen, zum einen sollen sie schnell verfügbar sein und zum anderen muss sich die Oberflächengüte einhundertprozentig reproduzieren lassen. Das Werkzeug- und Formenbauunternehmen Leonhardt setzt dafür auch das Glanzfräsen ein. Um Oberflächenrauheiten von 50 Nanometer zu erreichen, ist ein ausbalanciertes System aus Maschine, Werkzeug, Software, Mensch und Umgebung erforderlich. Maschinenseitig setzt Leonhardt Mikrofräsanlagen ein, die sich in Schritten von 0,1 Mikrometer steuern lassen. Sie minimieren Welligkeiten, sodass in der Regel keine Nacharbeit erforderlich ist.

Funktionalisieren mittels Fräsen Damit nicht genug, kann Leonhardt die Oberflächen von Formen und Kavitäten auch funktionalisieren – ebenfalls mittels Fräsen. Ob eine spezielle Oberflächenanmutung gewünscht ist oder ob eine Markierung für Fälschungssicherheit sorgen soll, in beiden Fällen kann ein Hologramm die optimale Lösung sein. Leonhardt hat jetzt eine prozessintegrierte Methode im Portfolio, mit der oberflächenintegrierte Hologramme in Spritzgiessformen gefräst werden können. In diese Hologramme lassen sich viele anspruchsvolle Details einarbeiten, die sichtbar, jedoch kaum fühlbar sind. Die Anforderungen an die Oberflächengüte bleiben so auch im Bereich des Hologramms zuverlässig erfüllt. Form und Oberflächenfunktion werden in einem einzigen Prozessschritt gefertigt, es ist kein 18

Bilder: Leonhardt

Hochwertige Oberflächen bei Formen und Werkzeugen gehören bei Leonhardt von Beginn an zum Credo. So ist es nicht verwunderlich, dass das Unternehmen in den vergangenen Monaten sein Portfolio erneut ergänzt hat, erst durch das Fräsen spiegelglatter Oberflächen, später durch oberflächenintegrierte Hologramme, die ebenfalls im Fräsverfahren erzeugt werden. Voraussetzung für die hohe Qualität und Zuverlässigkeit ist die Beherrschung aller Prozessschritte.

Form für eine LED mit glanzgefräster Oberfläche.

Gefrästes Hologramm – gut zu sehen, aber kaum zu fühlen.

zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich. Das hat zur Folge, dass eine gleichbleibende Qualität garantiert werden kann.

Betrieb genommen wurde, ist mit leistungsfähigen Spritzgiessmaschinen unterschiedlicher Grösse ausgestattet, die mit Schnittstellen für Kernzüge und Heisskanäle ausgerüstet sind. In zwei der drei Spritzgiessmaschinen sind Handlingssysteme integriert. Das ermöglicht, Werkzeug und Verarbeitungsprozess unter den späteren Serienbedingungen auf Herz und Nieren zu testen, sodass ein reibungsloser Produktionsanlauf beim Auftraggeber garantiert werden kann.

Komplette Kompetenz im eigenen Haus Für zuverlässig höchste Qualität sowohl hinsichtlich der Genauigkeit im Mikrometerbereich als auch der Oberflächenbeschaffenheit ist es wichtig, den gesamten Prozess im Detail zu beherrschen. Deshalb hat Leonhardt die Kompetenz für alle Prozessschritte im eigenen Haus etabliert. Das beginnt mit der Konstruktion von Bauteil und zugehöriger Form, erstreckt sich über die Wahl von Material und Bearbeitungstechnologie und die Fertigung bis hin zur messtechnischen Prüfung und zur Bemusterung. Das neue klimatisierte Bemusterungstechnikum, das im Herbst 2018 in

Kontakt Leonhardt e.K. Mozartstrasse 26 D-73269 Hochdorf +49 7153 9594-0 info@leonhardt-gravuren.de www.leonhardt-gravuren.de Moulding Expo: Halle 7, Stand 7B40 n 5/2019


KUNSTSTOFF XTRA

Werkzeug-/Formenbau

Synergien nutzen

Werkzeugbau on demand Im Werkzeugbau für die Spritzgiessfertigung sind schwarze Schafe keine Seltenheit. Hier ein kleines Einmaleins, worauf es bei der Auswahl kompetenter Partner zu achten gilt.

Tobias Fischer ¹ Der Werkzeug- und Formenbau ist wie kaum eine andere industrielle Teildisziplin auf Sonderanfertigungen spezialisiert und ist dadurch häufig von Qualitätsschwankungen geprägt. Vor allem die Produktion von Werkzeugen für die Fertigung von Spritzgiessteilen unterscheidet sich bisweilen stark, je nachdem welche Losgrösse für das produzierte Teil angestrebt wird. Dabei sind für Kunden besonders kleine Produktionsvolumen mit nur wenigen Serienteilen interessant, denn auch die indus­ trielle Produktion ist von der Entwicklung hin zur Individualisierung betroffen. Werkzeugmacher stehen dadurch vor der Schwierigkeit, schnell Formen bereitstellen zu müssen, die qualitativ hochwertige Produkte versprechen – eine Herausforderung, die für den traditionellen Werkzeugbau nur schwer zu meistern ist. Vor allem für die hochspezialisierten Unternehmen kann dies in einen Qualitätsverlust der Endprodukte und auch der Werkzeuge münden. Ganz anders sieht die Qualität von Werkzeugen – und damit verbunden auch den Spritzgiessteilen – bei Anbietern aus, die alle entsprechenden Arbeitsschritte und zugehöriges Know-how unter einem Dach vereinen. Ein Beispiel für einen solchen Hersteller stellt Protolabs dar, der sich neben additiver Fertigung und der Produktion durch CNC-Fräsen auch auf die Herstellung von Spritzgiessteilen spezialisiert hat.

Fachliche Kompetenz und Know-how sind das A und O Wie bei jeder anderen regulären Dienstleistung, sei es dem Wechseln eines Reifens oder bei der Auswahl einer neuen ¹ Tobias Fischer, Senior Marketing Manager, Protolabs

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Küche, erkennt man gute Anbieter daran, dass sie auf die Anforderungen und Wünsche der Kunden eingehen und sich verständnisvoll deren Probleme anhören. Erst wenn das Ziel klar artikuliert und von beiden Seiten verstanden ist, werden sinnvolle Massnahmen ergriffen, um dieses zu erreichen. Im Spritzguss sowie besonders im Werkzeugbau bedeutet dies, dass zwischen Kunde und Werkzeugbauer und letztlich auch dem Unternehmen, das die Teile im Spritzguss schliesslich produziert, unmittelbare und direkte Kommunikation stattfinden muss. Im besten Fall findet direkt bei der ersten Kontaktaufnahme und Begutachtung der Bauteile eine Einschätzung zu Machbarkeit und Aufwand statt, die Rückschlüsse auf die Umsetzbarkeit des Produkts gibt. In einem weiteren Schritt können fachkundige Experten des Unternehmens weitere Verbesserungsvorschläge und detaillierte Analysen gewähren.

Moderne Wirtschaft erfordert On-Demand-Fertigung Ein wichtiges Kriterium, das für hohe Qualität im Werkzeugbau spricht, ist, dass Kunden ihre Teile aus der Spritzgiessproduktion zu dem Zeitpunkt erhalten, zu dem sie sie benötigen. Die moderne Wirtschaft ist darauf ausgelegt, ohne Lagerbestände auszukommen und Einzelteile zu dem Zeitpunkt vorliegen zu haben, zu dem sie in der Produktion benötigt werden. Professionelle Betriebe, die alle Arbeitsschritte durchführen können, stellen für Kunden einen unschätzbaren Vorteil dar. Dadurch, dass alle Produktionsschritte, von der Planung der Werkzeuge für den Spritzguss bis hin zur Spritzgiessfertigung selbst, in einer Hand liegen, ist für die Kunden eine wesentlich flexiblere Auftragsausführung möglich. Auch grosse Stückmengen lassen

sich durch diese vorteilhafte Kompetenzbündelung in kürzester Zeit produzieren.

Lebenslange Werkzeuggarantie Ein letztes Qualitätsmerkmal, das für Werkzeugbauer spricht, die wertige Spritzgiessteile für ihre Kunden produzieren wollen, erkennt man an der gleichbleibenden Qualität der produzierten Teile. Für die Endproduktion ist es zwingend erforderlich, dass es in qualitativer Hinsicht irrelevant ist, ob gerade das erste produzierte Spritzgiessteil in der Maschine verarbeitet wird oder das 25 000ste. Wichtig ist, dass durch eine unablässige Qualitätskontrolle und gegebenenfalls einen Austausch des Werkzeugs, der Produktionsstandard zu allen Zeiten aufrechterhalten bleibt. Protolabs geht hier mit seiner lebenslangen Werkzeuggarantie noch einen Schritt weiter und stellt für seine Kunden sicher, dass Spritzgiessteile und Werkzeuge auch Jahre später in derselben Qualität bereitgestellt werden können. Zusammengefasst kommt es bei der Werkzeugproduktion für die Herstellung von Spritzgiessteilen darauf an, einen verlässlichen Partner zur Hand zu haben, um sowohl kurz- als auch langfristig eine hohe Qualität zu erreichen. Vor allem wenn es darum geht, in kurzer Zeit Prototypen zu erhalten, ist es sinnvoll, auf Partner zu setzen, die alle Schritte unter einem Dach vereinen – von der Produktion der Werkzeuge bis hin zur Herstellung der Spritzgiessteile. Kontakt Proto Labs GmbH Alte-Neckarelzer-Strasse 24 D-74821 Mosbach +49 6261 6436-947 www.protolabs.de Moulding Expo: Halle 5, Stand 5D54 n 19


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Stark im Werkzeug- und Formenbau.

Den Kundennutzen im Visier

Massgeschneidertes Planungstool Die Kunden der Schaub Werkzeugbau AG erhalten über ein Webportal laufend Übersicht über ihre Projekte – inklusive Angaben zum Fortschritt, Details zu Meilensteinen und einer Chatfunktion für die direkte Kommunikation. Das Portal basiert auf den Projektdaten, die Schaub auch für die interne Planung nutzt.

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Schwierige Suche nach Planungswerkzeug Schaub hat lange nach einem elektronischen Planungstool gesucht, das die Anforderungen erfüllt, und musste viele Optionen wieder verwerfen. Manche Software war kompliziert zu bedienen, war zu teuer oder bot zu viele Features, die man gar nicht brauchte. Eine extrem detaillierte Planung war gar nicht gewünscht. Gesucht war ein einfaches System, das jeder versteht und sofort nutzen kann – getreu dem Motto «so wenig wie möglich, so viel wie nötig». Für die interne Planung benötigt Schaub zu jedem Zeitpunkt den genauen Status jedes

Projekts. Massgeblich sind neben dem vereinbarten Endtermin die Meilensteine auf dem Weg von der Entwicklung und Kons­ truktion im CAD-System über Fertigung, Einpass- und Montagearbeiten bis zur Verpackung und Lieferung. Parallel dazu muss das Planungstool jederzeit eine Schätzung liefern, wie viele Arbeitsstunden ein Projekt noch erfordert – dies ermöglicht eine Prognose der Auslastung des Betriebs über sämtliche Projekte hinweg.

Die Lösung: Selbst entwickeln Nachdem der Softwaremarkt kein wirklich passendes Standardtool hergab, wurde zu-

Bilder: Schaub Werk zeugbau

Bis vor kurzem nutzte man bei der Schaub Werkzeugbau AG für die Planung der Kundenprojekte die altbewährte Papiermethode. Flipchart und Notizblock waren die Werkzeuge der Wahl. Und vieles ging rein mental vor sich: «Wenn der Produktionsleiter etwas plant, kann ihm niemand in den Kopf schauen. Benutzt man ein Flipchart, können es intern alle Mitarbeitenden einsehen. Aber die Kunden wissen dann immer noch nicht, wie es um ihr Projekt steht», hält Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident Peter Zweifel fest. Doch genau dies wäre wichtig, denn das Unternehmen arbeitet sehr eng mit seinen Kunden zusammen. Die Projekte sind komplex und nicht einfach zu planen. Kundennähe ist zentral, die Projekte lassen sich nicht im Voraus durchgängig spezifizieren. Im Werkzeugbau und im Spritzguss seien Änderungen eher die Regel als die Ausnahme, betont Zweifel: «Kaum hat man etwas geplant, kommt eine neue Idee, und man muss neu planen – es ist, wie es der frühere US-Präsident Eisenhower einmal gesagt hat: Pläne sind nichts, planen ist alles!» Kommt hinzu, dass der Spritzgiessformenbau im Detail für NichtFachleute schwierig zu verstehen ist. Umso wichtiger ist die reibungslose Kommunikation mit den Kunden – gerade auch in Terminangelegenheiten.

Auf Basis der Auslastungsprognose lässt sich klar voraussagen, wann ein Projekt umgesetzt werden kann.

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sammen mit der Partnerfirma ScreenMedia GmbH eine individuelle webbasierte Lösung entwickelt – und zwar in nur zwei Monaten. Seit Ende 2018 nutzt die Firma intern das neue Planungswerkzeug. «Es hilft uns enorm. Wir können die Projekte ruhiger angehen. Es gibt viel weniger ‹Gejufel›, weil die Planung sauber dokumentiert und für alle Mitarbeitenden einsehbar ist», meint der Geschäftsführer. Mit der Transformation der Planung vom papierbasierten Prozess zur massgeschneiderten Softwareunterstützung erlangte Schaub Werkzeugbau nicht nur gesteigerte Effizienz und durchgängige Visibilität aller Projekte, sondern auch ein Mehr an Selbstvertrauen: «Auf Basis der Auslastungspro­ gnose können wir dem Kunden klar sagen, wann wir sein Projekt umsetzen können und wann nicht. Das kann auch mal heis­ sen, dass der Kunde warten muss – eine deutliche Ansage ist letztlich auch zum Vorteil der Kunden.» Dies passt ganz zur Fir-

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Mit einem Login auf der Schaub-Website erhalten die Kunden die Übersicht über ihre Projekte auf Basis der gleichen Daten, wie sie für die interne Planung genutzt werden.

menstrategie: Zusammen mit der Verbesserung der internen Planung hatte Peter Zweifel von Anfang an einen Mehrnutzen für die Kunden im Auge. «Ich wollte nicht einfach ein hübsches elektronisches Flipchart, sondern eine Lösung, die uns selbst und unseren Kunden etwas bringt.»

Massiver Kundennutzen Schaub in Kürze Die Schaub Werkzeugbau AG wurde 1980 von den drei Brüdern Walter, Ernst und Hans Rudolf Schaub gegründet und verfügt über grosses Know-how im Bau von Präzisionswerkzeugen für den Kunststoffspritzguss. Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern ist die Firma nicht auf einzelne Kunststoff- oder Teiletypen spezialisiert: Schaub Werkzeugbau stellt Werkzeuge für Thermoplaste, Duroplaste und Silikon her und bedient unterschiedliche Industrien. Heute beschäftigt Schaub insgesamt 11 Mitarbeitende in Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Service und Unterhalt. Die Schweizerfirma mit Sitz in Diessenhofen steht seit vier Jahren unter der Leitung von Peter Zweifel, der über Erfahrung in Maschinenbau und Finanzdienstleistungen verfügt.

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Der Kundennutzen liegt jedoch nicht bloss in der besseren Information über die aktuelle Betriebsauslastung. Denn Schaub stellt die Planungsdaten über ein Kundenportal ganz direkt zur Verfügung – ein Novum in der Werkzeugbau-Branche. Mit einem Login auf der Schaub-Website erhalten die Kunden die Übersicht über ihre Projekte auf Basis der gleichen Daten, wie sie für die interne Planung genutzt werden. Dazu gehören der Endtermin, diverse Basisangaben, ein Link zur Auftragsbestätigung, die einzelnen Projektschritte mit prozentualer Fortschrittsangabe, der Gesamtfortschritt sowie ein Bild des Kunststoffteils, das mit dem jeweiligen Werkzeug gefertigt werden soll. Darüber hinaus lässt sich im Portal auch die Auslastungsprognose einsehen. Pro Kalenderwoche informiert ein Farbfeld auf den ersten Blick über die freien Kapazitäten. Für die Kommunikation zwischen Schaub und Kunden bietet das Portal zusätzlich

eine Konversationsfunktion. Schaub-Mitarbeitende und Projektleiter der Kunden können per Text-Chat kommunizieren, sei es um Probleme zu besprechen oder um telefonische Abmachungen schriftlich festzuhalten. Laut Zweifel ist dies viel effizienter als ein Austausch per E-Mail: «Alle Informationen sind direkt beim Projekt und nicht irgendwo in einem Mail-Ordner, wo man sie mühsam suchen muss.» Dank der Chat-Funktion habe zudem der Telefonverkehr spürbar nachgelassen: «Früher wurde viel hin- und hertelefoniert. Oft riefen an einem Tag mehrere Projektleiter eines Kunden wegen der gleichen Information an. Jetzt können alle nachlesen, was passiert ist, und mitchatten.» Die Resonanz der ersten Kunden, die das Portal nutzen, sei durchwegs positiv, resümiert Peter Zweifel: «Und wir werden als relativ kleine Firma nun professioneller wahrgenommen. Die Kunden sprechen auf Augenhöhe mit uns. Das spüren wir auch am Telefon und im E-Mail-Verkehr.»

Kontakt Schaub Werkzeugbau AG Rottmühle 6 CH-8253 Diessenhofen +41 52 566 52 52 info@scwb.ch www.schaub-werkzeugbau.ch

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Recycling

Vorzeige Ökobilanz

Aus «Gras» mache hochwertige Bodenprofile In enger Zusammenarbeit mit einer hessischen Bioraffinerie schaffte SLS die technologischen Voraussetzungen für die wirtschaftliche Extrusion hochwertiger Terrassendielen aus einem innovativen Öko-Granulat. Dabei stellt die Verarbeitung des leichten Verbundmaterials aus Wiesengras-Zellulose und recycelten Thermoplasten ganz besondere strenge Anforderungen an den Werkzeugbau und die Verfahrenssteuerung.

«Das ist ein umweltfreundliches Endprodukt mit einer exzellenten Ökobilanz, das sogar den deutlich vernehmbaren Duft von Heu und Gras verströmt», sagt SLS-Geschäftsführer Marco Streck über die Bodenprofile aus dem Öko-Granulat AgriPlast von Biowert. Hierbei handelt es sich um einen innovativen Verbundwerkstoff aus 75 Prozent Grasfaser-Zellulose und 25 Prozent recyceltem Polypropylen oder Polyethylen. Hergestellt wird er von einer Bioraffinerie im hessischen Odenwald.

Bei SLS in Dahn stand hingegen die Frage auf der Agenda, wie sich daraus in der Extrusionstechnik belastbare, wetterfeste und formbeständige Terrassendielen präzise und wirtschaftlich fertigen lassen. Diese Aufgabenstellung beschäftigte Marco Streck und seine Entwicklungsingenieure über mehrere Wochen recht intensiv. «Wir konnten hierbei zwar auf unseren Erfahrungen aus dem Engineering von HolzKunststoff-Verbundlösungen – sogenann-

Bild: SLS

Terrassendielen wirtschaftlich fertigen

Die Verarbeitung des Öko-Granulats AgriPlast stellt besondere Anforderungen an den Werkzeugbau.

ten Wood Plastic Composites – aufbauen, mussten uns aber dennoch sehr intensiv mit den materialtechnischen Besonderhei-

ten des Grasfaser-Granulats befassen», betont der Geschäftsführer.

Bild: Biower t

Alle Parameter sehr präzise regeln

Bei SLS entstehen in der Extrusionstechnik belastbare, wetterfeste und formbeständige Terrassendielen aus AgriPlast.

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Das Öko-Granulat AgriPlast erlaubt die Herstellung sehr formstabiler Produkte mit einer höheren Beständigkeit gegenüber mechanischem Abrieb, Hitze, Kälte und Feuer als viele sortenreine Thermoplaste. Es entspricht den Kriterien der europäischen Spielzeugnorm EN 71-3 und enthält weder Antimon noch Halogene. Zudem ist es zu 100 Prozent recyclingfähig. Dank dieser erstaunlichen Eigenschaften verfügt es über eine geradezu vorbildliche Ökobilanz und reduziert den ökologischen Fuss5/2019


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Recycling

Zellulose konnte SLS sowohl die Kompetenzen seines hauseigenen Werkzeugbaus als auch sein werkstoff- und verfahrenstechnisches Know-how aktiv einbringen. Inzwischen produziert das Unternehmen die Terrassendielen aus dem Öko-Granulat in Serie – in den Farben Natur, Braun und Schwarz. Sie werden gefertigt, kundengerecht abgelängt, konfektioniert und oberflächenschonend verpackt, bevor sie bedarfsorientiert an die Odenwälder Bioraffinerie ausgeliefert werden. «Die Entwicklung und Produktion der Boden-

profile für Biowert ist ein überaus erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt und ein Paradebeispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Granulathersteller und Kunststoffverarbeiter», sagt Streck. Kontakt SLS Kunststoffverarbeitungs GmbH & Co. KG Industriestrasse 11 D-66994 Dahn +49 6391 92 43-0 info@sls-kunststoffprofile.de www.sls-kunststoffprofile.de n

Das Öko-Granulat AgriPlast ist ein Verbundwerkstoff aus 75 Prozent Grasfaser-Zellulose und 25 Prozent recyceltem PP oder PE.

abdruck der Endprodukte deutlich. Allerdings – und das wurde auch den Extrusionsspezialisten von SLS schnell klar – lässt sich das Öko-Granulat nicht mit herkömmlichen Standardwerkzeugen der Extrusionstechnik verarbeiten. Wie im Fall anderer faserverstärkter Kunststoffe auch, sind hier beispielsweise die enormen Druckbelastungen im Werkzeug und die abrasive Wirkung der Materialien in der Maschine und im Werkzeug zu berücksichtigen. Sie stellen besondere Anforderungen an den Werkzeugbau und erfordern in der Produktion eine besonders harmonische Auslegung und Feinabstimmung des Extrusionsverfahrens.

Innovative Ansätze gefragt Wie SLS-Geschäftsführer Streck erläutert, muss man sich dabei auch von einigen Aspekten des traditionellen Werkzeugbaus verabschieden: «Neben viel Erfahrung sind hier vor allem innovative Ansätze gefragt. Das betrifft beispielsweise die Auslegung und Aussteuerung der Werkzeugdüse, die Dimensionierung der Kalibratoren und den damit verbundenen Kühlprozess im Werkzeug. Damit das Endprodukt – in diesem Fall also die Terrassendielen – allen Qualitätskriterien standhält und sich erfolgreich im Markt etablieren kann, müssen bei uns in der Extrusion alle Produktionsparamater mit höchster Genauigkeit gefahren werden. Kleinste Abweichungen in der Prozessregelung entscheiden hier zwischen Erfolg und Misserfolg.» Für die Verarbeitung des innovativen ÖkoGranulats auf der Basis von Wiesengras5/2019

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Recycling

Nachhaltig und wirtschaftlich

Recyceln von Faserverbundkunststoffen

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Gerd Wehnert von der Fakultät Angewandte Chemie der TH Nürnberg entwickelt im Forschungsprojekt «Ceres» (Chemisches Recycling epoxidharzbasierter Stoffe) eine Methode, Faserverbundkunststoffe einfach, schnell und mit geringem Energieaufwand zu recyceln. Ein Durchbruch könnte der Wirtschaft einen grossen Mehrgewinn bringen. Der Airbus A350, der BMW i3 und Windkraftanlagen haben eines gemeinsam: Sie alle werden aus Faserverbundkunststoffen hergestellt. Faserverbundkunststoffe bestehen aus Verstärkungsfasern und einer Kunststoffmatrix. Sie bilden eine synergetische Kombination der Eigenschaften ihrer Einzelkomponenten: die verstärkenden, kraftaufnehmenden Fasern sowie die formgebende Matrix, die auch als Schutz vor äusseren Einflüssen dient. Die Faser-

Bild: Herber t Schlachter

Der Industrieeinsatz von Faserverbundkunststoffen im Leichtbau, wie in der Luftfahrt oder der Automobilbranche, wächst stetig. Daher haben die Wirtschaft und die Politik ein grosses Interesse daran, die ausrangierten Bauteile aus Faserverbundkunststoffen wieder zu verwerten. Ein Forschungsteam der TH Nürnberg entwickelt nun ein innovatives Recyclingverfahren mit geringem Energieaufwand.

Carbonfasern (oben), Prüfstäbe aus Harz (gelbe Stäbe links) und CFK-Verbundwerkstoff (Platte unten)

verbundkunststoffe haben eine hohe Festigkeit und Steifheit bei vergleichsweise

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geringer Dichte – das macht sie für den Leichtbau wie in der Luftfahrt oder im Au-

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tomobilbau, aber auch für die Sport- und Freizeitindustrie interessant. Die Faserverbundkunststoffe bestehen teilweise aus einer Kunststoffmatrix. Diese ist oftmals ein Epoxidharz – ein aushärtendes Kunstharz, das starke Belastungen aushält. Der jährliche Gesamtumsatz an Epoxidharzen liegt bei rund 9,2 Mrd. US-Dollar, das birgt ein hohes Potenzial. «Nach aktuellem Stand der Technik können gerade die häufig eingesetzten epoxidharzbasierten Verbundkunststoffe nur sehr energie- und zeitaufwändig und damit kostenintensiv recycelt werden», so Prof. Wehnert. Duroplaste, durch chemische Reaktion vernetzte Kunststoffe, lassen sich nicht mehr aufschmelzen – sie können bisher nicht effizient recycelt werden. Eine gute Möglichkeit zur Weiterverwendung würde in einem chemischen Recycling bestehen, bei dem die Vernetzungsstellen chemisch gespalten und der Duroplast so in kleinere, lösliche Moleküle zerlegt wird.

Recycling

Matrix des epoxidharzbasierten Bauteils angegriffen hat, wird die zersetzte Matrix von den Fasern gewaschen. Dieses Verfahren sichert die kostbaren Fasern, die anschliessend für die Herstellung neuer Faserverbundkunststoffe wiederverwertet werden können. Die Forscher leisten mit diesem Projekt nicht nur einen Beitrag für die Nachhaltigkeit, sondern auch für die Wirtschaftlichkeit. So weist ein Kilogramm von zehn Millimeter langen, matrixfreien Carbonkurzfasern einen Marktwert von etwa 150

Euro auf. Auf die Gesamtproduktion eines Jahres gerechnet, haben die recycelten Fasern einen Wert von etwa 3,5 Milliarden Euro, für die Wirtschaft ist das ein erheblicher Mehrwert. Kontakt Technische Hochschule Nürnberg Kesslerplatz 12 D-90489 Nürnberg +49 911 5880-0 info@th-nuernberg.de www.th-nuernberg.de

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Forschungsprojekt «Ceres» Bei Epoxidharzen, wie der Kunststoffmatrix bei den Faserverbundkunststoffen, ist es noch nicht gelungen, dieses Prinzip technisch anzuwenden. An diesem Punkt setzt das Forschungsprojekt «Ceres» an. Prof. Wehnert und sein Team forschen an einem Recyclingreagenz, mit dem die Solvolyse der Faserverbundkunststoffe möglich ist, d.h. der Bruch der chemischen Bindung durch ein spezielles Reagenz. Das Ziel ist, dabei die kostspieligen Fasern nicht zu beschädigen, eine Wiederverwertung ist so möglich. Als Agens für diese Reaktion untersucht das Forschungsteam eine Chemikalienkombination, die Epoxidharznetzwerke bereits bei geringem Energieaufwand einfach, schnell und nahezu vollständig zersetzen könnte. «Für das Recycling von epoxidharzbasierten Faserverbundkunststoffen liegt der Schlüssel in der chemischen Spaltung. Wir entwickeln deshalb in diesem Forschungsprojekt ein Reagenz zur Zersetzung der Vernetzungsstellen von Epoxidharzen», so Prof. Wehnert. «Wir stellen Epoxidharzmodellnetzwerke her und erproben daran Reagenzien, die die Modellnetzwerke spalten können. Ist ein Reagenz technisch einsatzfähig, übertragen wir es auf epoxidharzbasierte Faserverbundstoffe.» Sobald das Reagenz die 5/2019

MIT WENIGEN KLICKS ZUR HEISSEN KONSTRUKTION

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Recycling

Hin zur Kreislaufwirtschaft

«Bio» nimmt Sonderstellung ein Biobasierte sowie biologisch abbaubare Kunststoffe nehmen im Rahmen der aktuell forcierten Diskussion um die ökologische Sinnhaftigkeit und die Folgen des Einsatzes von Kunststoffen eine noch wenig bekannte Sonderstellung ein. Als Hersteller und Inverkehrbringer bescheinigt FKuR beiden Produktgruppen, dass gerade sie ein hohes Potenzial bieten, um die Forderungen der aktuellen EU-Direktiven zu erfüllen, die diese Thematik angehen.

Die FKuR Kunststoff GmbH unterstreicht die hervorragende Eignung der biobasierten Thermoplaste für das konventionelle stoffliche Recycling, während sie biologisch abbaubare Kunststoffe als effiziente und praxisbewährte Lösungen für all jene Anwendungen sieht, wo diese Eigenschaft einen Zusatznutzen für das Endprodukt generiert. Dazu Carmen Michels, Geschäftsführerin von FKuR: «Mit ihrer einzigartigen Kombination aus geringem Gewicht, Vielseitigkeit, Leistung, Beständigkeit und Kosteneffizienz leisten Kunststoffe seit Jahrzehnten entscheidende Beiträge zu besseren Lebensbedingungen, nachhaltigeren Produkten und zur Vermeidung von Abfällen. Aber gerade angesichts ihrer Allgegenwart sind Industrie, Handel und Verbraucher gleichermassen gefordert, sie verantwortungsvoll einzusetzen, wiederzuverwenden, zu entsorgen, zu recyceln und schliesslich ordnungsgemäss zu verwerten. Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe bieten attraktive Möglichkeiten, um alle Aspekte dieser Forderung zu erfüllen.»

Ein zentraler Punkt des im Dezember 2015 veröffentlichten EU-Aktionsplans «European Commission Circular Economy Package» ist der Wechsel vom linearen Wirtschaftsmodel zur Kreislaufwirtschaft. Darauf aufbauend, erarbeitete die Kommission Anfang 2018 eine europäische Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft «EU Strategy for Plastics in the Circular Economy». Nach diesen Plänen sollen ab 2030 alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sein und der Verbrauch von Einwegkunststoffen reduziert werden. 26

Grafiken: FKuR

Mit Biokunststoffen Kreisläufe schliessen

Zwei erprobte Wege zu reduzierter Umweltbelastung: Während sich die biobasierten Kunststoffe, oft in Form von Drop-in-Produkten für ihre erdölbasierten Pendants, für die stoffliche Wiederverwertung eignen, sind die biologisch abbaubaren Kunststoffe für das organische Recycling ausgelegt.

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Recycling

Für Patrick Zimmermann, Leiter Vertrieb & Marketing von FKuR, spielen Biokunststoffe eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der EU-Richtlinien: «Nachhaltige Konzepte lassen sich insbesondere mit Drop-in-Biokunststoffen gleich auf zweifache Weise umsetzen, denn zum einen besteht ein Produkt aus Biokunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen und zum anderen kann es nach Gebrauch über bestehende Recyclingsysteme dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Somit werden nicht nur fossile Ressourcen gespart, Verpackungen beispielsweise werden darüber hinaus zu einem kostbaren Werkstoff zur Herstellung von anderen Produkten. Wir begrüssen daher ausdrücklich die von der EU an die Mitgliedstaaten gerichtete Forderung, die Verwendung von biobasierten Materialien für die Herstellung von Verpackungen zu unterstützen und die Marktbedingungen für solche Produkte zu verbessern.»

Organisches und werkstoffliches Recycling ist sinnvoll Für Biokunststoffe erweisen sich sowohl das stoffliche als auch das organische Recycling als sinnvoll. –– Das für herkömmliche (erdölbasierte) Kunststoffe etablierte, ressourcensparende werkstoffliche Recycling ist uneingeschränkt auch für die biobasierten, oft als direktes Drop-inProdukt eingesetzten Alternativen (wie Bio-PE oder Bio-PET) nutzbar. Rezyklate gelangen sooft zurück in den Wertstoffkreislauf, bis daraus hergestellte Produkte aus unterschiedlichen Gründen letztlich einer energetischen Verwertung zugeführt werden müssen. So lässt sich aus biobasierten Kunststoffen erneuerbare Energie gewinnen, die kein zusätzliches schädliches CO2 produziert – ein geschlossener CO2-Kreislauf, ganz nach dem Vorbild der Natur. –– Biologisch abbaubaren Kunststoffen, die der Norm zur industriellen Kompostierbarkeit entsprechen (z.B. EN 13432), steht der Weg des organischen Recyclings offen. Dieser ist insbesondere dann effizient, wenn Kunststoffartikel mit Lebensmitteln kontaminiert sind und ein werkstoffliches Recycling un­ angemessen aufwändig wäre. Durch die einfache und hygienische Handhabung sorgen kompostierbare Bio-Müllbeutel zudem dafür, dass weniger wertvoller Bioabfall über die Restmülltonne entsorgt wird. Dadurch haben sie das Potenzial, die Menge an getrennt erfassten Bioabfällen und damit zugleich die Ausbeute an wertvollem Kompost zu erhöhen. Dieser dient später als Dünger, beispielsweise für diejenigen Nutzpflanzen, die am Anfang dieses Kreislaufs stehen.

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Kreislauffähige Verpackungen

Bewertungstool ermittelt Recyclingfähigkeit Hersteller von Kunststoffverpackungen stehen vor der grossen Herausforderung, für diese eine geschlossene Kreislaufführung im Sinne von Circular Economy zu schaffen. Die Voraussetzung dafür sind recyclingfähige Verpackungen. Doch: Wie kann die Recyclingfähigkeit so einfach und zuverlässig wie möglich ermittelt werden? Fraunhofer Umsicht hat ein von Henkel entwickeltes Software-Tool getestet.

Iris Kumpmann ¹ Das Unternehmen Henkel AG & Co. KGaA engagiert sich schon lange für nachhaltige Verpackungen und eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe – und hat sich konkrete Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2025 werden 100 Prozent der Verpackungen von Henkel recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar sein. Im selben Zeitraum soll der Anteil von Rezyklat in den Kunststoffverpackungen für Henkel-Konsumentenprodukte in Europa auf 35 Prozent erhöht werden. Um bereits während der Produktentwicklung eine schnelle und zuverlässige Überprüfung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu ermöglichen, hat Henkel ein einfach zu bedienendes Software-Tool auf Basis von öffentlichen und anerkannten Kriterienkatalogen wie z. B. von Plastics Recyclers Europe entwickelt.

Handhabung des Tools Die Software bewertet die Recyclingfähigkeit von Verpackungen anhand ihrer Zusammensetzung und der einzelnen Gewichtsanteile der jeweiligen Bestandteile: Grundmaterialien, Verschlusssysteme, La¹ Dipl.-Chem. Iris Kumpmann, Abteilung Public Relations, Fraunhofer Umsicht

bels, Beschriftung, Farben etc. Für alle in Frage kommenden Materialien ist die jeweilige Eignung für die Identifizierung bei der Sortierung sowie für die Aufbereitung zum Recycling (z. B. gute Trennbarkeit bei Schwimm-Sink-Trennung) hinterlegt. Auf dieser Basis werden nach einem strikten Ampelbewertungssystem klare Ergebnisse z. B. für den Verpackungsdesigner angezeigt. Die Ergebnisse des Tools machen klar, welches Design zu welchem Prozentsatz recyclingfähig ist und welche Materialkombinationen ein Recycling verhindern.

Prüfung durch Fraunhofer Umsicht Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht hat das Tool unabhängig und kritisch auf Nutzbarkeit, Angemessenheit und Logik geprüft. Die Wissenschaftler des Instituts analysierten die Bewertungssoftware und deren Ergebnisse und verglichen sie mit nationalen sowie internationalen Standards. «Wir haben uns in die finale Entwicklung eingebracht und können bestätigen, dass mit dem Tool die Recyclingfähigkeit von Produktverpackungen sehr gut bewertet werden kann», sagt Dr.-Ing. Markus Hiebel, Abteilungsleiter für Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement bei Fraunhofer Umsicht.

Anwendung und Ausblick Das Tool wird bei Henkel künftig weltweit eingesetzt werden und ermöglicht die schnelle und übersichtliche Bewertung für die wichtigsten Kunststoff-Verpackungstypen. Dr. Thorsten Leopold, Leiter der Internationalen Verpackungsentwicklung Home Care: «Wir freuen uns, dass unser Tool auch der kritischen Prüfung der Wissenschaftler standgehalten hat. Es wird uns dabei unterstützen, weitere Fortschritte bei der Recyclingfähigkeit unseres Verpackungsportfolios zu erzielen und somit unsere ambitionierten Ziele für 2025 zu erreichen.» Dass die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten industrieübergreifend zusammenarbeiten, ist Motivation für Henkel, dieses Tool auch anderen zur Verfügung zu stellen. «Auf Anfrage werden wir die Anwendung gerne teilen, sodass sie breiter genutzt werden und einem erweiterten Kreis einen Mehrwert bieten kann», sagt Leopold. Kontakt Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Umsicht Dr. Markus Hiebel Osterfelder Strasse 3 D-46047 Oberhausen +49 208 8598-0 markus.hiebel@umsicht.fraunhofer.de www.umsicht.fraunhofer.de n

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5/2019 DIE EINHEIT FÜR IHREN ERFOLG


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Recycling

Vermeidung von Granulatverlusten

Kunststoff-Wertschöpfung nimmt Fahrt auf In Flüssen und Meeren werden nicht nur Endverbraucherprodukte gefunden, sondern auch Granulate. Ziel des Programms Operation Clean Sweep (OCS) der Kunststofferzeuger in Europa ist es, Granulat-Verluste zu vermeiden. OCS richtet sich dabei an alle an der Lieferkette beteiligten Akteure, von der Produktion über Lagerung und Transport bis zur Compoundierung und Weiterverarbeitung. Der aktuelle Bericht zum Programm belegt eindrucksvoll: Die Zahl der OCS-Unterzeichner in Europa hat sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Schon der erste Bericht aus dem Jahr 2017 präsentierte umfangreiche Erfolge der Branche zur Verringerung von Granulatverlusten. Laut aktuellem Report ist mittlerweile ein Grossteil der Mitgliedsunternehmen von PlasticsEurope der OCS beigetreten. Der jüngste Report geht auch auf wichtige Trends und Entwicklungen innerhalb des Programms ein: So ist es PlasticsEurope mit OCS gelungen, die Zusammenarbeit mit der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette zu stärken. Für die Förderung des verantwortungsvollen Umgangs aller Beteiligten mit KunststoffGranulaten ist es zudem ein erfreuliches Signal, dass allein im Jahr 2018 weitere 250 Unternehmen vom Erzeuger über den Verarbeiter bis zum Logistiker eine OCSVerpflichtung unterschrieben haben. Karl-H. Foerster, Executive Director von PlasticsEurope, bilanziert die Fortschritte: «Die Kunststoffindustrie setzt sich weiterhin mit Nachdruck für Lösungen ein, die Einträge von Kunststoffabfällen in die Umwelt verhindern helfen. Als wesentlicher Bestandteil des PlasticsEurope Voluntary Commitments 2030 hat die Kunststoffindustrie Operation Clean Sweep vorangetrieben. Das Programm fördert Best Practice im Umgang mit Granulaten auf hohem Qualitätsniveau und trägt so dazu bei, dass immer weniger Pellets in die Umwelt gelangen.»

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Bild: Stock Adobe

Normen

Bei der Normengebung muss heute bereits an morgen gedacht werden: Die Klimaveränderung wird sich auch auf die Rohrdimensionen auswirken.

100 Jahre SNV

Rohrmasse und überraschende Zusammenhänge Wer von Klimaveränderung und Schonen von Ressourcen redet, denkt kaum daran, dass beides Konsequenzen für Rohre im Haus hat und neue Anforderungen an die öffentliche Abwasser-Infrastruktur stellt. Weil das nicht offensichtlich ist, braucht es Normen, bei deren Erarbeitung bereits mögliche Zukunftsszenarien in Betracht gezogen werden.

Susanne Brenner ¹ Extreme Wetterlagen oder das zunehmen­ de Bewusstsein unserer Gesellschaft für einen nachhaltigen Umgang mit natürli­ chen Ressourcen führen sowohl im Hoch­ bau wie im Tiefbau zu neuen Herausfor­ derungen. Ganz konkret betroffen sind Rohre im und am Haus sowie die Frage, welche Rohrmas­se künftigen Anforderun­ gen gerecht werden. Welche Rohre für welchen Gebrauch verwendet werden ist in der in der Schweiz und Europa ange­ wendeten Norm «12056:2001 Schwer­ kraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden» festgehalten. Diese muss über kurz oder lang angepasst werden.

Susanne Brenner ist freie Wissenschaftsjournalistin

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Grössere Rohre wegen starkem Regen

Kleinere Rohre wegen erfolgreichem Wassersparen

Absehbar ist, dass die Kapazität für abflies­ sendes Regenwasser aufgrund der Klima­ veränderung erhöht werden muss. Denn statistisch gesehen fällt seit einiger Zeit mehr Regen in kürzerer Zeit und Prognosen zeigen, dass sich dieser Trend verstärken wird. Es braucht also künftig Leitungen, die mehr Wasser schneller abtransportieren können. Grössere Abflussrohre von den Hausdächern haben Folgen für die Entwäs­ serungssysteme in den Gemeinden: Diese müssen auf höhere Kapazitäten ausgelegt werden. Geht das Regenwasser in Sammel­ becken, müssen diese grösser gebaut wer­ den als heute üblich. In natürlichen Gewäs­ sern steigt das Wasser auch schneller und mehr an. Dies muss bei Dämmen sowie bei Bach- und Flussmündungen ebenfalls berücksichtigt werden.

Ein anderes Thema sind unsere Bemühun­ gen, Wasser zu sparen. Wo frühere Toilet­

Schweizerische Normen-Vereinigung 100-jährig – und noch immer spielt die Schweizerische Normen-Vereinigung (SNV) als Impulsgeberin für die Wirt­ schaft, für die Forschung und für die Lehre in der Schweiz eine wichtige Rol­ le in der Normung. Ihre Mitglieder sind als Expertinnen und Experten in natio­ nalen und internationalen Normengre­ mien unterwegs. Sie bearbeiten aktu­ ellste Themen wie z.B. Industrie 4.0, Smart-Technologien, Building Informa­ tion Modeling (BIM), Blockchain, Kli­ mafragen oder Nachhaltigkeit.

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ten 9 Liter Spülungswasser brauchten, kom­ men neue WCs mit 4,5 Litern aus. Wassersparende Duschbrausen kommen zum Einsatz, Wasch- und Geschirrspülma­ schinen brauchen weniger Wasser. Die Fol­ ge: Es fliesst weniger Wasser durch die Ablaufleitungen. Dadurch werden sie weni­ ger durchgespült, was wiederum zur Folge hat, dass sich in den für die «alte Menge Wasser» konzipierten Leitungen Rückstände bilden, was vermehrt zu Ablagerungen und zu unangenehmen Gerüchen führt. Dies kann nur verhindert werden, wenn dünnere Rohre verlegt werden. Auch das hat Folgen für die öffentliche Abwasser­entsorgung: Da aus jedem einzelnen Haushalt weniger Wasser abfliesst, kommt es in den zu gross bemessenen Rohren zum gleichen Effekt wie im Haus: Verstopfte Rohre aufgrund von Schmutzablagerungen, die teils auch austrocknen. Das geschieht besonders im Sommer. In solchen Fällen müssen die Lei­ tungen mit viel Frischwasser kräftig durch­ gespült werden. Dies macht die Sparbemü­ hungen insgesamt wieder zunichte.

Die Gemeinden müssen Rohrmasse anpassen Die heutigen Abwassersysteme in den Ge­ meinden sind unterschiedlich organisiert. Es gibt Systeme, bei denen Abwasser und Re­ genwasser getrennt geführt werden, und es gibt Mischsysteme, die Regenwasser und Abwasser der Wohngebiete zusammen ab­ führen. Beide sind von den veränderten Rahmenbedingungen betroffen und müssen die Abwasserinfrastruktur längerfristig anpas­ sen. Konkret sind das viele tausend Meter Rohre, die grösstenteils im Untergrund sind.

Normen

obachtet werden, liegt es für diese Nor­ mendiskussion nahe, mit der International Organisation for Standardization (ISO) und der World Health Organization (WHO) zusammenzuarbeiten. Die Schweizerische Normen-Vereinigung (SNV) schickt jeweils Vertreterinnen oder Vertreter aus ihren nationalen Komitees in diese internationa­ len Gremien. Vorgängig diskutieren diese die Themen aus der Sicht und Praxis der Schweiz. Bei Starkregenereignissen zeich­ net sich zudem ein Wandel im Vorgehen ab. Denn üblicherweise stützen sich Nor­

men auf validierte Daten, beispielsweise auf meteorologische Langzeitmessungen, um Temperaturprofile zu erstellen. Bei die­ ser Thematik müssen jedoch, in Anbe­ tracht der Klimaveränderung, zwingend Zukunftsszenarien berücksichtigt werden. Kontakt Schweizerische Normen-Vereinigung Sulzerallee 70, Postfach CH-8404 Winterthur +41 52 224 54 54 info@snv.ch, www.snv.ch

n

Wasser bis 230 °C. Ultraschall-Durchflussmessung – Bypass-Kühlung – Heizung mit lebenslanger Garantie Die bewährte Technologie der Temperiergeräte-Reihe Thermo-5 steht den Anwendern für Wasser bis 230 °C zur Verfügung. Das Hochtemperaturgerät macht viele neue Anwendungen möglich.

Normengremien denken voraus Doch wie sollen die Rohrmasse künftig aussehen? Auf diese Frage versucht die Normung passende Antworten zu finden. Das Europäische Komitee für Normung CEN hat beispielsweise Anfang 2018 ihre Technischen Komitees aufgefordert, über den Einfluss der Klimaveränderung in ih­ ren Bereichen nachzudenken. Direkt da­ von betroffen ist wie erwähnt die Norm SN EN 12056:2001, die Anleitungen für den Umgang mit grossen Regenmengen bietet. Da solche Veränderung global be­

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Wirtschaft

Roboterdichte

USA übertrifft China um mehr als das Doppelte In den USA haben die Verkaufszahlen von Industrierobotern mit rund 38 000 Einheiten einen neuen Höchststand erreicht. Das ist das achte Jahr in Folge ein neuer Rekord (2010-2018). Die Roboterdichte der US-Fertigungsindustrie ist aktuell mehr als doppelt so hoch wie in China und liegt weltweit auf Platz sieben. Diese Ergebnisse hat die International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht.

Die Roboterdichte in der US-Fertigungsindustrie liegt derzeit bei 200 Robotern pro 10 000 Mitarbeiter im Vergleich zu 97 Einheiten in China (2017). Wichtigster Treiber für Roboterinstallationen in den USA ist der fortgesetzte Automationstrend für die Produktion im In- und Ausland. Das grösste Wachstum verzeichnet dabei der allgemeine Industriesektor, insbesondere die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie (+64 %) und die Kunststoff- und Chemieprodukteindustrie (+30 %).

ten im Jahr 2018. Der Anteil an den gesamten Installationen liegt bei 38 %. Die Roboterdichte in der Automobilindustrie stieg zwischen 2012 und 2017 um 52 % – von 790 Industrie-Robotern auf 1200 Einheiten pro 10 000 Mitarbeiter (Roboterdichte China 2017: 539 Einheiten). Nach Angaben des Bureau of Labour Statistics USA hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie um 22 % von 824 400 auf 1 005 000 Arbeitsplätze (2013-2018) erhöht.

Automobilindustrie

Elektro-/Elektronikindustrie

Aufgeschlüsselt nach Marktanteilen zeigt sich die Automobilbranche als wichtigster Kunde für Industrieroboter. Der Automarkt in den USA ist nach China der zweitgrös­ste Automobilmarkt weltweit. Innerhalb des Sektors entfallen zwei Drittel der Installationen auf die Automobilzulieferer: Der Umsatz stieg um 9 % (2017-2018). Die Automobilhersteller (OEM) investierten dagegen zuletzt weniger in die Automatisierung – die Installationen gingen um 26 Prozent zurück. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Roboterumsätze in der US-amerikanischen Automobilindus­ trie betrug zwischen 2013 und 2018 sieben Prozent. Von einem Höchststand mit 16 311 Einheiten im Jahr 2016 sank der Roboterabsatz um fünf Prozent auf 15 400 Einheiten im Jahr 2017 und 14 600 Einhei-

Die Elektro-/Elektronikindustrie war 2018 der zweitwichtigste Kunde für Industrieroboter mit einem Marktanteil von 18 % am Gesamtmarkt. Von 2013 bis 2018 stiegen die Roboterinstallationen im Durchschnitt um 15 % pro Jahr. Die Zahl der Installationen stieg 2018 um rund zwei Prozent auf fast 6700 Einheiten. Im Zuge von Neuentwicklungen wurden in den letzten Jahren mehrere Produktionsstätten für LithiumIonen-Batterien sowie für Chips und Sensoren geschaffen. Weitere werden in den kommenden Jahren aufgebaut.

Nordamerika – USA, Kanada, Mexiko «Die nordamerikanischen Länder – USA, Kanada und Mexiko – verfügen nach Chi-

Roboterdichte – G20 Länder. Die USA liegen weltweit auf dem 7. Platz.

na über den zweitgrössten operativen Bestand an Industrierobotern weltweit», sagt Junji Tsuda, Präsident der International Federation of Robotics. «Während zahlreiche wichtige Systemintegratoren für Roboter aus Nordamerika stammen, sind die meisten grossen Roboterhersteller in Japan, Korea und Europa ansässig.» Kontakt IFR International Federation of Robotics c/o VDMA Robotik + Automation Lyoner Str. 18 D-60528 Frankfurt/Main +49 69 6603-1124 sf@ifr.org, www.ifr.org n

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News

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Brasilianischer Markt für Kunststoffmaschinen Brasilien ist Europas wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Im Jahr 2018 belief sich der Export von Kunststoff- und Gummimaschinen aus der EU nach Brasilien auf 169 Millionen Euro. Wegen der grossen Bedeutung, hat Euromap den brasilianischen Markt für Kunststoffmaschinen genauer unter die Lupe genommen. MaxiQuim, das grösste brasilianische Beratungsunternehmen für die chemische Industrie, analysiert im Auftrag von Euromap die aktuellen Maschineninstallationen und bewertet die Perspektiven für die Zukunf. Als erstes Marktsegment wurde die brasilianische Verpackungsindustrie analysiert. Dazu befragte MaxiQuim 75 Unternehmen, die Konsum- und Indu­s­­trieverpackungen herstellen. Der Markt wird von kleineren Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und einer Kapazität von unter 5000 Tonnen verarbeitetem Material pro Jahr dominiert. Mit einem Durchschnittsalter der Maschinen von 10 Jahren ist die Situation in Brasilien ähnlich wie in Europa. Die wirtschaftliche Rezession der

letzten Jahre hat sich auf die Investitionen ausgewirkt und die Maschinenauslastung war relativ niedrig (durchschnittlich 75%). Allerdings planen 40% der Unternehmen in den nächsten 5 Jahren Investitionen, teilweise von mehr als 1 Million Euro. Für den Spritzguss werden höhere Investitionen erwartet als für die Extrusion. Insgesamt hängen die zukünftigen Investitionen von der Maschinenauslastung ab. Produkte mit höherer Wertschöpfung, wie mehrschichtige flexible Verpackungen, werden als Zukunftstrend identifiziert. Als Konsequenz wurde die Qualität der Maschine als wichtigster Kauffaktor genannt, gefolgt vom Preis. Obwohl ein zunehmender Automatisierungs- und Produktivitätsgrad gefordert ist, hat Industry 4.0 (Smart Factory) Brasilien noch nicht wirklich erreicht. Euromap plant die Durchführung weiterer Studien zur Aktualisierung der Zahlen und Ergebnisse und zur Betrachtung anderer Segmente, wie beispielsweise Automotive.

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Neue Geschäftsmodelle mit 3D-Druck in der DACH-Region Additive Fertigung hat das Potenzial internationale Wertschöpfungs- und Lieferketten grundlegend zu verändern. Neue Geschäftsmodelle zeichnen sich mit Chancen für die Grenzregion AlpenrheinBodensee-Hochrhein ab. In einem neu gestarteten und von Interreg geförderten Projekt geht es darum, lokale KMU dabei zu unterstützen, sich an dem neu entstehenden, globalen Markt erfolgreich zu beteiligen. Projektleiter und Technologieund Innovationsexperte Leendert den Haan vom Hightech Zentrum Aargau sieht darin grosse Chancen für lokale KMU. «Innovative Produktentwickler aus unserer Region können innert kürzester Zeit den globalen Markt bedienen, indem Herstelldatenpakete nach erfolgter Lizenzvereinbarung in Druckern mit beliebigem Stand-

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ort eingelesen und aktiviert werden. Umgekehrt können 3D-Druck Dienstleister in unserer Region Produkte herstellen, für die in weiter Entfernung eine Lizenz erworben wurde. Nur KMU mit räumlicher Nähe zu den Endabnehmern können schnell und agil auf sich ständig verändernde Kundenwünsche reagieren. Sie sind damit ein Schlüssel zum Erhalt unserer Produktionsarbeitsplätze.» Insgesamt untersuchen derzeit 20 Partner die wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Aspekte neuer 3D-Druck Geschäftsmodelle und erproben diese grenzübergreifend.

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News

Clemens Rösler übernimmt die Verantwortung für die Automotive Sparte bei Grafe. Neue Lösungen zur Modifizierung von Kunststoffen in den Bereichen Gewichtsreduzierung, Flammschutz, Prozessoptimierung etc. sowie innovative Ideen und Trends im Farbdesign und der gesamten optischen Anmutung der auto­ motiven Bauteile fordern Kompetenz, Erfahrung und fachliches Know-how. Diesen Herausforderungen nimmt sich das Unternehmen an.

Die Fachmesse für den drittgrössten Medtech-Markt Europas

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Clemens Rösler

«Schwerpunkt meiner neuen Aufgabe sehe ich in der Optimierung der Strukturen und Prozesse sowie der Erschlies­ sung weiterer Vertriebskanäle

mit dem Anspruch, auf allen Märkten und für alle Kunden das höchste Mass an Produktund Servicequalität, Flexibilität und Innovationskraft anzubieten», so Clemens Rösler. Rösler stammt aus Weimar und ist seit 2015 im Unternehmen. Durch seine Erfahrung im Vertrieb bringt er für seine neue Position umfangreiches Knowhow mit, kennt die Zielmärkte bestens und verfügt über eine enge Vernetzung mit zahlreichen Experten der Branche. www.grafe.com

Gurit erwirbt PET-Recycling-Betrieb in Italien Die neu gegründete Gesellschaft von Gurit – Gurit Italy PET Recycling S.r.l. – übernimmt die PET-Recycling-Produktionsanlagen von Valplastic S.r.l. in Italien zu einem nicht veröffentlichten Kaufpreis. Die Transaktion wird für Ende Mai 2019 erwartet. Gurit investiert weltweit weiterhin signifikant in die Herstellung von recyceltem PET-Kernmaterial für Kunden aus der Wind- und Nicht-Windindustrie,

um den Materialbedarf zu decken. Um über genügend Rohstoffe aus qualitätskontrolliertem und richtig gemischtem PET für den Extrusionsprozess zu verfügen, benötigt Gurit einen guten Zugang zu diesem Teil der Wertschöpfungskette. Valplastic ist spezialisiert auf das Recycling von PET-Flaschen und die Herstellung von recycelten PET-Flakes und Granulaten, die später für die Extrusion von recyceltem PET-Kernmate-

rial verwendet werden. Die Transaktion wird es Gurit ermöglichen, die Qualität und kostengünstige Rohstoffversorgung für seine PET-Strategie sicherzustellen. Gurit übernimmt die derzeit ca. 30 Mitarbeiter mit Sitz in Carmignano di Brenta, Provinz Padua. Alle Aktivitäten werden unter dem Markennamen Gurit geführt.

www.gurit.com

Plastics Recycling Awards Europe 2019 an Erema und Interseroh

eller t s s u A Jet z t den! wer

Organisationspartner

Bild: Grafe

Neuer Teamleiter Automotive bei Grafe

Veranstalterin

Im Rahmen der Plastics Recy­ cling Show Europe in Amsterdam wurden der Umweltdienstleister und der Tech­ nologiehersteller für das Kaskaden-Extrusionssystem Corema in der Kategorie «Recycling Machinery Innovation of the Year» ausgezeichnet. Mit Corema ist es erstmals möglich, massgeschneiderte

Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen. Die innovative Technologie wurde in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt. Der «One-Extrusion-Process» ermöglicht passgenaue Rezepturen nach Kundenwunsch

und senkt den Energie- und Ressourcenverbrauch. Selbst bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spart das neue Verfahren bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein. www.erema-group.com www.interseroh.de 5/2019


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News

Alpla und Fromm gründen Joint Venture Die Zusammenarbeit der beiden Spezialisten für Verpackungslösungen Alpla (A) und Fromm (CH) im PET-Recycling wird mit der Gründung eines Joint Ventures auf eine neue Basis gestellt. Derzeit errichtet Texplast, ein Tochterunternehmen der Fromm Plastics GmbH, eine dritte Extrusionslinie am Standort Wolfen. Diese wird im Mai in Betrieb gehen und die Jahreskapazität für lebensmitteltaugliches rPET um 15 000 Tonnen erhöhen. Als nächsten Schritt gründen Alpla und Fromm ein JointVenture, die PET Recycling

Team Wolfen GmbH. Deren Ziel ist die Verwertung der PET-Flaschenfraktion aus der haushaltsnahen Sammlung in Deutschland. Auf dem Areal von Texplast in Wolfen investieren die Kooperationspartner 7 Millionen Euro in Sortier- und Aufbereitungsanlagen. Mit der Realisierung soll noch 2019 begonnen werden. PET Recycling Team Wolfen wird PET aus dem Gelben Sack in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Zu Beginn wird der Fokus auf PET-Hohlkörpern liegen, das sind vorwiegend nicht bepfandete Lebensmittel- und Getränkeflaschen sowie Fla-

schen von Reinigungsprodukten. «Wir wollen die klare Flaschenfraktion aus dem Gelben Sack so aufbereiten, dass aus dem Rezyklat wieder Flaschen erzeugt werden können. Den bunten Anteil verarbeiten wir zu Flakes für die Herstellung von Umreifungsbändern», sagt Georg Lässer, Head of Recy­ cling bei Alpla. Einen grossen Nachholbedarf gibt es bei anderen PET-Verpackungen wie Schalen, Tiefziehfolien oder Blister. Dazu gehören zum Beispiel Obstschalen, Verpackungen für Wurst und Käse oder auch Speicherkarten. «Die Investition schafft die

Voraussetzungen, um den Recyclingprozess für diese Frak­ tion zusammen mit der Fo­ lienindustrie in industriellem Massstab weiterzuentwickeln. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der gesetzlichen Recyclingziele», ist Matthias Schäfer von Texplast überzeugt. «Ausserdem stellen wir so sicher, dass wir unsere PET-Umreifungsbänder weiterhin zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial produzieren können», so Schäfer.

www.alpla.com www.fromm-pack.com

Netstal bester Spritzgiessmaschinen-Hersteller 2019 Netstal wurde im Rahmen der Manufacturing and Packaging Awards 2019 der Fachpublikation Global Health and Pharma (GHP) als Hersteller der besten Spritzgiessmaschinen für

Verpackungsanwendungen ausgezeichnet. Mit der Preisverleihung wird in über 50 Kategorien die Innovationskraft der Branche für medizinische Verpackungen gewürdigt.

Die Schweizer Spritzgiessexperten wurden nach gründlicher interner Recherche, Stakeholder-Befragungen und abschliessender Beurteilung durch das Vergabegremium

ausgewählt. Das GHP-Panel setzt sich aus internationalen Vertretern aus Industrie, Forschung und Journalismus zusammen. www.netstal.com

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News

Handbuch zu Spritzgiesswerkzeugen Hopmann, C., Menges, G., Michaeli, W., Mohren, P.: Spritzgiesswerkzeuge – Auslegung, Bau, Anwendung. Carl Hanser Verlag München, 7. Aufl. 2018. ISBN 978-3-446-45192-6

die Zusammenhänge von Materialeigenschaften, Spritzgiess­ prozess und Formteilqualität neu gegliedert sowie inhaltlich aktualisiert und ausgebaut. Schwerpunkte der Überarbeitung sind das Rapid Tooling, Sonderverfahren, spezielle Werkzeugkonstruktionen, Prozessoptimierung, die Überwachung von Werkzeugen, Produktion und Qualität im Betrieb u.a.m. Das reich und anschaulich illustrierte Hand-

Es gibt kaum einen Aspekt des Themas Spritzgiesswerkzeuge, der in diesem fast 1000 Seiten starken Standardwerk nicht kompetent und praxisbezogen abgehandelt würde. Die Neuausgabe wurde im Hinblick auf

buch aus dem Aachener Institut für Kunststoffverarbeitung IKV wendet sich nicht nur an Fachleute, die am Entstehungsweg von Formteilen mitwirken, es dient auch Studierenden, die sich in die Materie vertiefen wollen. Eine umfangreiche Stichwortliste unterstützt das Nachschlagen bei Fragen im technischen Alltag. Prof. Johannes Kunz www.hanser.de

Sitek übernimmt die Marcel Bützer AG Die Sitek AG in Grenchen hat rückwirkend auf Anfang Jahr die Marcel Bützer AG in Münchenbuchsee als Teil ihrer Wachstumsstrategie übernommen. Sitek wird sämtliche Geschäftstätigkeiten unter ihrem Namen übernehmen und am Standort Grenchen weiterführen. Der Integrationsprozess wird im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen. Für die Marcel Bützer AG ist damit die Unter-

nehmensnachfolge gesichert. Mit der Übernahme kann Sitek ihre Kompetenzen im Engineering, Kunststoffspritzguss, in der Décolletage und vor allem in der Herstellung von Hybridteilen und Baugruppen stärken und damit das Kundenangebot erweitern. Der bisherige Geschäftsführer der Sitek AG, Thomas Teuscher, hat sich bereits vor der Übernahme entschieden, die Sitek

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zu verlassen. Er tritt Mitte Mai 2019 aus der Sitek AG aus. Anfang April 2019 hat Urs Rutz als bisheriger Geschäftsführer bei Bützer die Leitung übernommen und sorgt für Kontinuität. Für die Integration der Marcel Bützer AG in Grenchen baut Sitek ihren Standort aus und schafft rund 1000 m2 zusätzliche Fläche, um mit verbesserten Produktionsabläufen und mehr Automatisierung höchste

Anwe ndung

Qualitätsansprüche ihrer Kunden zu erfüllen. Anfang Juni 2019 beginnt die Verlagerung der ersten Arbeitsplätze von Münchenbuchsee nach Grenchen. Der Standort in Münchenbuchsee wird nach dem Abschluss der Integration im 2020 aufgelöst. Ab Frühjahr 2020 beliefert die Sitek AG alle Kunden vom Produktions­ standort in Grenchen aus. www.sitek.ch

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I N K Ü R Z E 

News

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IN KÜRZE

n Engel (Schweiz) bietet neu ein Maschinen- und Roboter-Training im Trainingszentrum Frauenfeld an. Zur Verfügung steht eine vollelektrische Trainingsmaschine mit viper Roboter und mehreren Spritzgiesswerkzeugen für praktische Versuche während der Trainings. Zudem kann jeder Teilnehmer mit der Engel virt Mold Simulation die Bedienung zur Einstellung des Produktionsablaufs exakt trainieren. Eine frühzeitige Anmeldung ist zwingend (training.ch@engel.at). www.engelglobal.com/ch

kompetenz im Bereich der Pultrusion. Pultrex zählt zu den führenden Anbietern von Pultrusionsanlagen, Pullwinding- sowie Filament-WindingAnlagen und ist selbst Hersteller von Pultrusions-Profilen. www.kraussmaffei.com

n Die Corvaglia-Gruppe mit Sitz in der Schweiz hat ihre erste Produktionsstätte in den USA, Newnan, Georgia, eingeweiht. Das Unternehmen stellt weltweit zu 100 % recycelbare Kunststoffverschlüsse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie her. Die neue US-Fabrik ergänzt die bestehenden Ak­tivitäten von Corvaglia in Eschlikon (CH) und Ixtlahuaca, Mexiko. www.corvaglia.ch

n Die Sumitomo (SHI) Demag Gruppe mit Sitz in Schwaig und Produktions­ standorten in Schwaig, Wiehe und Ningbo meldet für das Geschäftsjahr 2018 durchweg positive Zahlen. Der weltweite Umsatz stieg um 13 % auf 294,9 Mio. Euro, der Auftragseingang um 6 % auf 314,2 Mio. Euro. Insbesondere die Nachfrage nach der vollelek­ trischen Spritzgiessmaschine IntElect sowie der Verpackungsmaschine El-Exis trug zum Wachstum bei. www.sumitomo-shi-demag.eu

n  Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des deutschen Marktes für die Woojin Plaimm-Gruppe (Südkorea) hat die Woojin Plaimm GmbH, Leobersdorf (A), in Berlin ein eigenes Büro eröffnet. www.woojin.eu n  Am 21. Februar 2019 hat KraussMaffei einen Kaufvertrag zur Übernahme der Pul­ trex Ltd. mit Sitz in Manningtree, Essex/UK, unterzeichnet. Mit dieser Akquisition stärkt KraussMaffei seine System-

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n  Netstal hat mit Plastics Bavaria erstmals eine Vertretung in Rumänien. Gute Wachstumschancen in Rumänien sieht Netstal in den Branchen Getränkeverpackung, Dünnwandverpackung und Medizintechnik. www.netstal.com

n Reife Märkte wie Europa, die USA oder Japan sind für die Schweizer Exportwirtschaft essenziell. Eine neue Studie von Switzerland Global Enterprise (S-GE) und Credit Suisse zeigt, dass hoch entwickelte Indus­triestaaten der Motor des Schweizer Aussenhandels sind. Etwa drei von vier Exportfranken verdient die Schweiz in reifen Märkten. www.s-ge.com

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Mit Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 (per 1.4.) zog sich Klaus Feichtinger auf eigenen Wunsch als CEO der Erema Group GmbH zurück. Er wird sein Know-how aber weiterhin als Manager im Bereich IP und neue Technologien einbringen. Gemeinsam mit Manfred Hackl, CEO, kümmert sich nun Horst Wolfsgruber, CFO, um die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe. Um sich voll auf die Aufgaben in der Erema Group konzentrieren zu können, gibt Manfred Hackl die operative Führung des Tochterunternehmens Erema ab. Markus Huber-Lindinger übernimmt als Geschäftsführer die Bereiche Technik und Pro-

Saudischer Staatsbetrieb übernimmt Mehrheit an Sabic

Bild: Erema

Erema: Verändungen in der Geschäftsführung

Das neue Geschäftsführungsduo bei Erema: Markus Huber-Lindinger (l.) und Michael Heitzinger

duktion. Gemeinsam mit Michael Heitzinger, als Geschäftsführer verantwortlich für die Bereiche Verkauf, Kundenservice und Projektierung, bildet er das neue Führungsduo bei Erema. www.erema-group.com

Der saudische Öl-Konzern Saudi Aramco übernimmt für 69 Milliarden USD 70 Prozent am ebenfalls saudischen Chemiekonzern Sabic. Die restlichen 30 Prozent der börsenkotierten Aktien von Sabic sind nicht Teil der Transaktion, und gemäss Saudi Aramco besteht kein Interesse an deren Erwerb. Die Transaktion unterliegt noch der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. «Sabic wird von der zusätzlichen Grössenordnung, der Technologie, dem Investitionspotenzial und den Wachstumschancen profitieren, die Saudi Aramco als weltweit führendes Unternehmen in der integrierten Energieund Chemieproduktion bieten

wird, während wir uns gleichzeitig auf die Bedürfnisse unserer Kunden und die Schaffung von Mehrwert für alle unsere Aktionäre konzentrieren», sagt Yousef Al-Benyan, Vizepräsident und CEO von Sabic. Die Übernahme wird ein wichtiger Pfeiler für Sabic und Saudi Aramco bei der Entwicklung der petrochemischen Industrie in Saudi-Arabien sein und die abgestimmten Ziele zur Schaffung eines bevorzugten globalen Chemieunternehmens verstärken. Die Transaktion wird auch die Position von Saudi Aramco als eines der weltweit grössten integrierten Energie- und Chemieunternehmen stärken. www.sabic.com

Astorplast und Astorit fusionieren zur Astortec Die in Einsiedeln ansässigen Schwesterunternehmen Astorplast AG und Astorit AG wurden per 29. März 2019 zur Astortec AG fusioniert. Das neu gegründete Unternehmen gehört ebenfalls zum Mutterkonzern Astor-Holding AG. Das beste-

hende Produktsortiment aus beiden Firmen wird weitergeführt und erhält dank erweiterter Kompetenz mehr Innovationskraft. Astortec produziert weiterhin an zwei Standorten in Einsiedeln Klebstoffe, Dichtmaterialien, Stanzteile und Sta-

pelscheiben. Die Firma ist auch Spezialistin für Roboter applizierte Dichtschäume und mischt und konfektioniert nach Kundenwunsch Reaktionsharze, Klebstoffe und chemische Roh­stoffe. Die bisherigen 45 Mitarbeitenden werden eben-

falls weiter beschäftigt. «Dank guter Auftragslage und neuen Projekten aus dem In- und Ausland ist gar ein Ausbau des Personalbestands vorgesehen», sagt Geschäftsführer Roland Leimbacher. www.astortec.ch

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News

Seit 1. April 2019 liegt die Verantwortung für die Motan Gmbh und als COO (Chief Operating Officer) für die weltweiten motan Produktionseinheiten bei Michael Tregner. Er löst damit Ulrich Eberhardt ab, der nach 40 Jahren des erfolgreichen Einsatzes für die motan Gruppe in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Bild: motan

Neuer COO in der motan Gruppe

Michael Tregner

Michael Tregner (52 Jahre) verantwortete nahezu 20 Jahre als Geschäftsführer die Geschicke unterschiedlicher produzierender Industrieunternehmen. Er gilt als ausgewiesener Fachmann in Operational Excellence und Lean Management.

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Spritzgussteile konstruieren für Praktiker Jaroschek, C.: Spritzgussteile kons­truieren. Carl Hanser Verlag München, 2019. ISBN 978-3446-45508-5; mit E-Book. Das unter diesem Titel neu erschienene Buch entspricht den Ansprüchen der anvisierten Zielgruppe vollauf. Es kommt mit einem Minimum an Theorie aus, was aber der Sachbezogenheit keinen Abbruch tut. Interessante Beispiele, auch solche aus dem Alltag, und zahlreiche Illustrationen veranschaulichen die Beschreibungen. Die anspruchsvolle Aufgabe des Konstruierens wird am

Beispiel von Spritzgussteilen verständlich erklärt. Der Autor stellt die Bauteilgestaltung in den Zusammenhang von An-

wendung, Werkstoffeigenschaften, Spritzgiessverfahren und Werkzeugtechnik, wobei er letztere besonders gewichtet. Das Buch ist primär für den Praktiker gedacht. Es eignet sich aber auch für Quereinsteiger, die sich mit den Grundlagen der Kunststofftechnik als für sie neue Welt vertraut machen wollen. Und selbst der Fachmann kann aus dem Buch Gewinn ziehen, findet er doch die eine oder andere Rosine im gelungenen Werk.

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Armbänder aus «Plastikmüll» als Giveaway Anlässlich des Weltwassertags am 22. März hat das Berliner Familienunternehmen Knick Elektronische Messgeräte 1000 recycelte Armbänder erworben und trägt dadurch zur Finanzierung einer weltweiten Umweltkampagne bei, die dem zunehmenden Vermüllen der Ozeane den Kampf angesagt hat. Die Armbänder stammen vom US-amerikanischen Unternehmen 4Ocean, das mit 5/2019

dem Verkauf der Armbänder weitgreifende, regelmässige Säuberungsaktionen durchführt. Für jedes verkaufte Armband können rund 500 g Plastikmüll aus den Weltmeeren und von Küstengebieten entfernt werden. So konnte das Unternehmen in den letzten zwei Jahren mithilfe von 150 Angestellten und unzähligen freiwilligen Helfern in 27 Ländern mehr als 1,8 Millionen

Kilogramm Müll aufsammeln. Mit dem Erwerb von 1000 Armbändern trägt Knick dazu bei, dass bei zukünftigen Aktionen rund 500 kg Plastikmüll entfernt und zu neuen Armbändern verarbeitet werden kann. Die Armbänder verteilt Knick als Giveaways an Mitarbeiter, Kunden und Messestandbesucher. www.knick.de

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Kurs: Spritzgiessen Verfahrenstechnik Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

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Automation & Electronics Ort: Zürich Veranstalter: Easyfairs Schweiz GmbH St. Jakobs-Strasse 170a, CH-4132 Muttenz +41 61 228 10 00 schweiz@easyfairs.com, www.easyfairs.com/schweiz

12.06.

Kurs: Alterungsverhalten von thermoplastischen Polymerwerkstoffen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

13.06.

Swissmem Industrietag 2019: Eng verflochten Ort: Luzern Veranstalter: Swissmem Pfingstweidstrasse 102 Postfach, CH-8037 Zürich +41 44 384 41 11 industrietag@swissmem.ch www.swissmem.ch/industrietag

13./14.06.

Vorbereitungskurs für Spritzgiessen optimieren Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

15.06.

Ems-Chemie: Tag der offenen Tür Ort: Domat/Ems Veranstalter: Ems-Chemie AG Via Innovativa 1 CH-7013 Domat/Ems +41 81 632 61 11 www.ems-TagderoffenenTuer.ch

Wir machen mehr aus Kunststoff

17.–21.06.

Kurs: Spritzgiessen optimieren Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

18./19.06.

Conference: Plastics Recycling Technology 2019 Ort: Düsseldorf Veranstalter: Applied Market Information Ltd. Third Floor, One Brunswick Square Bristol, BS2 8PE, UK +44 117 314 8111 Sabrina.shutter@ami.international www.ami.international

24.–26.06.

Trainingskurs: Spritzgiessen Ort: Aarau Veranstalter: KATZ Schachenallee 29, CH-5000 Aarau +41 62 836 95 36 info@katz.ch, www.katz.ch

24.–27.06.

Laser World of Photonics Ort: München Veranstalter: Messe München CH: BTO Solutions Schürch Pflanzschulstrasse 3, CH-8400 Winterthur +41 44 350 36 02 info@bto-solutions.ch www.world-of-photonics.com

25.–27.06.

Rapid.Tech – Internationale Messe & Konferenz für additive Technologien Ort: Erfurt Veranstalter: Messe Erfurt GmbH Gothaer Strasse 34 D-99094 Erfurt +49 361 400-0 rapidtech@messe-erfurt.de www.rapidtech.de

27.06.

Conception de moules d’injection Ort: Freiburg Veranstalter: Swiss Plastics Cluster Passage du Cardinal 11, CH-1700 Fribourg +41 26 429 67 72 info@swissplastics-cluster.ch aurelie.auffret@swissplastics-cluster.ch www.swissplastics-cluster.ch

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5/2019


KUNSTSTOFF XTRA

Messen Rückblick

Branchentreff der Verpackung

Erfreuliche Bilanz für 2019 Der wichtigste Schweizer Treffpunkt der Verpackung fand am 10. und 11. April 2019 in Zürich statt. Rund 4500 Besucher erlebten an den parallel durchgeführten Fachmessen Empack und Packaging Innovations live die neuesten Innovationen der Verpackungsindustrie und die aktuellsten Trends in den Bereichen Verpackungsdesign und Branding.

Debora Holdener, Content Event Manager, zieht eine positive Bilanz des Messejahrgangs 2019: «Mit den Themen Green und Smart Packaging haben wir den Nerv der Branche getroffen. Gemeinsam mit unseren Kompetenzpartnern Schaffner & Conzelmann und dem Schweizerischen Ver­p ackungsinstitut SVI konnten wir ein spannendes und topaktuelles Konferenzprogramm umsetzen, das auf grosse Resonanz gestossen ist. Im Konzept für die Verpackungsmesse 2020 werden die Gefässe für den Wissens- und Erfahrungsaustausch noch mehr Raum erhalten.»

Attraktives Konferenz­ programm An den PI- und den E-Talks konnten sich Interessierte aus erster Hand über den aktuellen Stand der Technologie und über neue Lösungsansätze in den Bereichen Green und Smart Packaging informieren. Themen der E-Talks waren unter anderem die Chancen und Grenzen des KunststoffRecyclings im Verpackungsbereich, neue digitale Möglichkeiten bei der Planung, Konstruktion und Inbetriebnahme von Verpackungsmaschinen sowie Cradle to Cradle Verpackungen. An den als geschlossene Konferenz durchgeführten PI-Talks kam die veränderte Rolle des Packaging-Designs in Zeiten von E-Commerce und digitalen Regalen zur Sprache, aber auch neue, detaillierte Methodiken, um Produkte und Verpackungen ganzheitlich hinsichtlich Sensorik und Haptik zu optimieren. Besonders animiert verliefen die Panel-Diskussionen mit den verschiedenen Referenten, an denen sich das Publikum rege beteiligte.

5/2019

Highlight wurde vom Sponsor Grand Casino Baden AG ein komplettes Spielcasino mit echten Roulette-, Black Jack- und Big-ShotTischen installiert – bedient von echten Croupiers. Ab 17 Uhr füllte sich das Ad-hocCasino unter dem Dach des Messegebäudes mit gut gelaunten Gästen, die in der lockeren Atmosphäre schnell miteinander ins Gespräch kamen und eifrig mit Chips – jedoch ohne Bargeldeinsatz – spielten.

Es darf gezockt werden: Gute gelaunte Gäste an der Casino Night.

VR und AR auf dem Vormarsch Virtual- und Augmented Reality werden immer wieder als Konkurrenz oder sogar Bedrohung für das Format Messe bezeichnet. Die Veranstalterin Easyfairs hat an der Empack 2019 eindrücklich gezeigt, wie sich diese neuen digitalen Technologien an einer Fachmesse spannend als ergänzendes und bereicherndes Element einsetzen lassen. Gemeinsam mit dem Basler Unternehmen Wion GmbH wurde ein originelles virtuelles Erlebnis für die Besucher kreiert, das einen Vorgeschmack darauf lieferte, welche fantastischen, neuen Möglichkeiten sich durch VR und AR in den Bereichen Produktpräsentation, Schulung oder auch Service/Support eröffnen.

Casino Night als Networking Highlight Am Abend des ersten Messetages trafen sich die Aussteller und Besucher zum ungezwungenen Austausch bei Häppchen, Drinks und… Gambling! Als abendliches

Messekonzept für 2020 mit zahlreichen Neuerungen Easyfairs zeigt sich sehr zufrieden mit der diesjährigen Ausgabe und arbeitet bereits mit Hochdruck an der Empack 2020, die am 22. und 23. April in Zürich stattfinden und mehrere Neuerungen bringen wird. Als wichtigste Änderung werden die bisher parallel geführten Messebrands Packaging Innovations sowie Label&Print wieder in die Empack integriert. Die Messe wird um die Themenfelder Primär,- Sekundärverpackungen, Design & Markenbildung, PoS & Displays, Etikettierungs- & Markierungstechnik, Drucktechnologien, Technologie zur Erkennung & Identifizierung und Druckveredelungs- & Verarbeitungstechniken erweitert. Unter dem Motto «discover», «learn» und «connect» bietet die Messe innovative Produkte und Dienstleistungen an und neu auch Möglichkeiten, sich durch diverse Formate über die Industrie zu informieren. Kontakt Easyfairs Switzerland GmbH St. Jakobs-Strasse 170a CH-4132 Muttenz +41 61 228 10 00 schweiz@easyfairs.com www.empack-zuerich.ch

n

41


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Effiziente LSR-Verarbeitung Schritten eine perfekte Feinbalan-

Mini-Feinzentrierung auch für dynamische Anwendungen

cierung der Formfüllung. Da keine manuelle Längenabstimmung der

Expertenwissen gewechselt wer-

Nadeln notwendig ist, wird der

den. Und weil die Mini-Feinzen­

Zeitaufwand für die Einrichtung

trierung spielfrei arbeitet ist eine

des Systems sowie für Nachjustie-

perfekte Präzision des Werkzeugs

rungsarbeiten im laufenden Pro-

sichergestellt.

duktionsprozess erheblich redu-

Mittlerweile hat Agathon die Mini-

ziert. Dies gilt insbesondere auch

Feinzentrierung nochmals weiter-

für die Fertigung von Teilen mit

entwickelt und deren Anwen-

kleinen und kleinsten Schussge-

dungsbereich ausgeweitet. Neu

wichten. Die Nadelsteuerung er-

kann

folgt mit leistungsfähiger Steuer-

auch für dynamische Anwendun-

die

Mini-Feinzentrierung

Auf der Moulding Expo 2019 zeigt

technik mit komfortabler Touch-

Ewikon ein umfangreiches Pro-

Screen-Bedienung. Mittels Tablet

Die Mini-Feinzentrierung nun auch

dere die Zentrierung schwimmend

gramm an Heisskanallösungen mit

(iOS, Android, Windows) und

für dynamische Anwendungen,

gelagerter Kavitäten in Multikavitä-

Schwerpunkt auf hochfachigen

VNC-Viewer ist auch der Zugriff

wartungsfreie Gleitbuchse und

tenwerkzeugen dürfte ein breites

Anwendungen. Des Weiteren ist

per Remote-Control möglich. Je

grössere Durchmesser bei der

Anwendungsfeld bieten. Dank des

ein neuentwickeltes Kaltkanalsys-

nach verwendetem LSR-Typ sind

Agathon-Feinzentrierung – das

geringen Platzbedarfs der Mini-

tem für die Verarbeitung von Flüs-

die wassergekühlten Kaltkanaldü-

sind die Neuheiten, mit denen

Feinzentrierung kann die Anzahl

sigsilikon (LSR) verfügbar.

sen mit verschiedenen Spitzenva-

Agathon an die Moulding Expo

der Kavitäten um bis zu 30 % er-

Das neue Coolshot Hochleistungs-

rianten erhältlich. Damit wird eine

2019 fährt. Die ursprüngliche Ver-

höht werden. Da die Mini-Feinzen-

Kaltkanalsystem (Bild) ermöglicht

auf den Prozess abgestimmte

sion der Agathon Mini-Feinzentrie-

trierung nicht gepaart ist, können

die zuverlässige und prozesssiche-

thermische Trennung erreicht, die

rung wurde im vergangenen Jahr

zusätzliche Buchsen der Norm

re Verarbeitung unterschiedlichs-

es ermöglicht, immer mit optima-

zunächst für statische Anwendun-

7989 eingesetzt werden – insbe-

ter LSR-Typen. Eine Schlüssel­

ler Formtemperatur zu produzie-

gen lanciert. Doch bereits mit die-

sondere für Drehwerkzeuge oder

technologie bildet dabei die Elek­-

ren und damit die Zykluszeiten zu

sem fokussierten Einsatzbereich

Automationslösungen bietet dies

tro-Nadelverschlusstechnik,

verkürzen.

hat die Mini-Feinzentrierung (nicht

neue Anwendungsmöglichkeiten.

die

gen eingesetzt werden. Insbeson-

nur) unter den Formenbauern vie-

Ewikon als Pionier und Technologieführer in diesem Bereich be-

Ewikon Heisskanalsysteme GmbH

le Freunde gewonnen. Denn: Die-

Agathon AG

reits seit Jahren erfolgreich in der

Siegener Strasse 35

ses recht unscheinbar wirkende

Gurzelenstrasse 1

Heisskanaltechnik einsetzt. In LSR-

D-35066 Frankenberg

Produkt ermöglicht völlig neue

CH-4512 Bellach

Werkzeugen erlauben die verwen-

+49 6451 501-0

Werkzeugkonzepte. Das heisst,

+41 32 617 45 00

deten Linear-Schrittmotoren durch

info@ewikon.com

dank

normalien@agathon.ch

hochpräzise Positionierung der

www.ewikon.com

können Formeinsätze blitzartig so-

www.agathon.ch

Verschlussnadeln in 0,01 mm

Moulding Expo: Halle 7, Stand D31

wie ohne Spezialwerkzeug und

Moulding Expo: Halle 7, Stand A15

der

Mini-Feinzentrierung

SNV - 100 Jahre und kein bisschen müde Zu unserem 100. Geburtstag im 2019 erzählen wir Ihnen Monat für Monat, was wir in unseren 100 Jahren alles erlebt haben und informieren Sie, wann und wo wir unseren Geburtstag feiern.

Schweizerische Normen-Vereinigung (SNV)

Schauen Sie regelmässig auf www.snv.ch/100jahre rein und lassen Sie sich überraschen.

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42

5/2019


KUNSTSTOFF XTRA

PhotoIonizer sind elektrostatische

– Pulver

Entladesysteme, die mit Hilfe der

– Wiederaufladbare Batterien

«Photoionisation» niederenergeti-

– Beschichtung/Lackierung.

sche weiche Röntgenstrahlen (Soft

Aufgrund der sehr kleinen Röntgen­

X-Ray) aufbringen, um statische

energie genügt es, den Röntgen-

Ladung zu entfernen. Die Photo­

strahlungsbereich zu isolieren ohne

ionisation ist ein innovatives Ioni­

zu umschliessen. Dies ist z.B. mit

sationsverfahren, das statische La-

einem dünnen PVC oder Alumini-

dungen zuverlässig, effizient und

umblech und einem Sicherheits­

vollständig neutralisiert. Weitere

interlock machbar.

Vorteile sind: kein Luftstrom erfor-

verschiedenen Anwendungsberei-

derlich, keine Überkompensation,

chen eingesetzt werden:

Hamamatsu Photonics

neutralisiert statische Ladungen auf

– Flüssigkristall- und organische

Dornacherplatz 7

komplexen Strukturen und über

EL-Displays

CH-4500 Solothurn

einen grossen Bereich. Durch die

– Halbleiter

+41 32 625 60 60

Vielseitigkeit und Benutzerfreund-

– Druckverarbeitung

swiss@hamamatsu.ch

lichkeit kann der Photo­ Ionizer in

– Folien

www.hamamatsu.ch

Baoli Stranggranulator Auf der Chinaplas 2019 (21.–24.

reits rund 800 Baoli Granulatoren

Mai in Guangzhou), präsentiert

in China installiert. Wie schon bei

Maag, ein global führender Her-

den vorangehenden Generationen

steller von Zahnradpumpen, Gra-

ermöglicht

nulier- und Filtrationssystemen

Schneidkammer-Verriegelungssys-

sowie von Pulvermühlen für an-

tem ein schnelles Handling, wäh-

spruchsvolle Anwendungen, Ein-

rend es zugleich die Sicherheit des

blicke in sein breites Portfolio. Im

Bedieners unterstützt.

das

Ihr Ihr zuverlässiger zuverlässiger Partner, Partner, wenn es um Peripherie wenn es um Peripherie in in der der Kunststoffverarbeitung Kunststoffverarbeitung geht! geht!

Entfernung statischer Ladungen mit Soft X-Ray

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Bereich der Granulierungen setzt Maag Pump Systems AG

Maag einen Schwerpunkt bei den

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Baoli-3 Trockenschnitt-Stranggranulatoren der dritten Generation

alle Ausführungen erfüllen die in

CH-8154 Oberglatt

für die Verarbeitung harter und

Deutschland geltenden Sicher-

+41 44 278 82 00

weicher Materialien. Die Schlüssel-

heitsstandards. Maag greift auf

welcome@maag.com

komponenten dieser Granulatoren

eine über 60jährige Erfahrung bei

www.maag.com

werden in Deutschland gefertigt,

Granulatoren zurück und hat be-

Chinaplas: Halle 5.1, Stand S51 Unsere Lieferanten & Partner

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KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Sicherheits-Schnellkupplungen für hohe Temperaturen Für einen optimalen Verarbei-

von +180 °C aufweist. Die Ausfüh-

tungsprozess beim Spritzgiessen

rung als Sicherheitskupplung mit

erfordern immer mehr Hightech-

mechanischer Verriegelung verhin-

Kunststoffe hohe Werkzeugtem-

dert unbeabsichtigtes Öffnen der

peraturen. Chemische Eigenschaf-

Verbindungen, womit die Unfallge-

ten des Kühlmediums, sowie die

fahr auf ein Minimum reduziert

Art der Verwendung der Kupplung

werden kann.

(wechselnde Belastungen, häufi-

Dank 100% Kompatibilität mit gän-

ges Ent-/Ankuppeln) stellen gros­

gigen Standardsystemen «Form H»

se Herausforderungen an eine

ist das Nachrüsten problemlos ge-

Kupplung, rsp. an deren Dicht­el­e ­

währleistet.

– 100% kompatibel zu gängigen

Die neuen Hochtemperaturkupp-

mente.

Die neuen Hochtemperaturkupp-

Standardsystemen «Form H»

lungen bieten Prozesssicherheit

Die Sicherheits-Schnellkupplun-

lungen haben sich in vielen Sprit-

– kompatibel mit standard An-

auch unter schwierigsten Bedin-

gen für Temperierung im höheren

zereien als Problemlöser etabliert

schlussnippeln «Form H»

gungen. Infos unter www.brw.ch

Temperaturbereich bieten dauer-

und werden erfolgreich eingesetzt.

– erhältlich in verschiedenen

– Schnellsuche – «HT-Kupplungen»

Formen (gerade, abgewinkelt

hafte Dicht- und Sicherheit unter dynamischer- und statischer Be-

Die Merkmale der Hochtempera-

lastung im Langzeiteinsatz.

turkupplungen auf einen Blick:

Das neue Sortiment (Zusatzbe-

– Temperaturbeständigkeit (Dau-

zeichnung «HT») mit rotem Strei-

ereinsatztemperatur) Öl und

fen auf der Hülse als Erkennungs-

Wasser –15 °C bis +180 °C

merkmal, verfügt über FFKM-Dich-

– dauerhaft hochtemperaturbe-

tungen, welche die geforderte

ständig und dicht dank FFKM-

Dauer temperaturbeständigkeit

Dichtungen

45 °/90 °, mit Aussengewinde) – nur als Sicherheitskupplung

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG

mit mechanischer Verriege-

Heinrich Stutz-Strasse 20

lung erhältlich

Postfach

– lieferbar mit und ohne Absperrventil – entsprechen der EU-Sicherheitsrichtlinie 97/23 EF

CH-8902 Urdorf +41 44 736 63 63 verkauf.normteile@brw.ch www.brw.ch

WaterCare – ressourcen- und geräteschonend – Einsatz von waterCare verhin-

Für Anwendungen bei höheren

Insgesamt reduziert sich der Auf-

Wassertemperaturen ist eine Was-

wand für eine Wartung und Reini-

seraufbereitung

unumgänglich.

gung der Temperiergeräte um ein

Prinzipiell ist das bei Wassertempe-

Vielfaches. Durch die ressourcen-

raturen von über 140 °∆C der Fall.

und geräteschonende Lösung wer-

intervalle der Anlage und der

Bei Temperaturen über 200 °∆C ist

den die Cost of Ownership der

angeschlossenen Temperierge-

die Verwendung von konditionier-

Maschine minimiert.

räte können deutlich verlängert

tem Wasser zwingend notwendig.

Auf einen Blick:

Verschmutzung und Verkalkung

– Mobile Systemwasseraufberei-

von Form und Gerät führen zu

tungsanlage

schlechterer Leistung durch die Re-

– Voraussetzung für den Betrieb

duktion des Wärmeübergangs zwi-

von Temperiergeräten über

schen Form / Heizung und dem

200 °∆C

dert Kalk- und Schmutzablagerungen – Wartungs- und Reinigungs­

werden – Der Einsatz des waterCare reduziert die Cost of Ownership der Maschine

Regloplas AG

Temperiermedium. Das Regloplas

nuell mit einem entsprechenden

– Energieeffizienz durch Druck-

waterCare ist eine mobile Wasser-

Korrosionsschutzmittel konditio-

speicherung, minimale Pum-

Flurhofstrasse 158

aufbereitungsanlage, die geeigne-

niert. Durch zusätzliche Filter wer-

peneinschaltdauer

CH-9000 St. Gallen

tes Systemwasser zur Verfügung

den auch Schmutzpartikel, bei-

– Systemwasservolumen 23 Liter

+41 71 282 58 00

stellt. Das Wasser wird automatisch

spielsweise aus der Form, wirksam

– Geregelte Systemwasser­

info@regloplas.com

voll entsalzt und anschliessend ma-

aus dem Systemkreislauf gefiltert.

temperatur

www.regloplas.com

HAUG BIEL AG Johann-Renfer-Str. 60 Postfach CH-2500 Biel/Bienne 6 Tel.: +41 (0) 32 344 96 96 Fax: +41 (0) 32 344 96 97 info@haug.swiss

www.haug.swiss

44

5/2019


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Neuer Mehrzonenregler setzt Massstäbe

Mit einer innovativen Generation

fangreiche Überwachungsfunktio-

von Regelgeräten der Baureihe

nen für den Schutz von Regler,

H1280/…

das

Heisskanalsystem und Werkzeug.

Heisskanal-Produktportfolio. Die-

Einzigartig ist dabei der Trouble

ser Regler überzeugt durch hohe

Shooting Agent, der ein schnelles

Funktionalität, umfassende Diagno-

Lokalisieren der Störungsursache

se und setzt einen neuen Standard

ermöglicht und darüber hinaus

beim Bedienkomfort. Es stehen

eine bebilderte Anleitung zur Stö-

drei Gehäusegrössen von 6 bis 36

rungsbehebung enthält.

Zonen als Tischgeräte zur Verfü-

Einen weiteren entscheidenden

gung.

Vorteil bietet der robuste und ser-

Die neue, intuitive Touch-Be-

vicefreundliche Aufbau. Die aus­

dienoberfläche ermöglicht eine

senliegenden Kühlkörper sorgen

einfache Bedienung des Reglers.

für eine ideale Wärmeabgabe, wo-

Einzigartige und innovative Bedien-

durch eine höhere Zuverlässigkeit

funktionen unterstützen den An-

und Lebensdauer der Elektronik

wender von Anfang an während der

gewährleistet wird. Die Fühlerein-

Eingabe auf allen Navigationsebe-

gänge sind mit einem Spannungs-

nen. Der Schnellstartassistent führt

schutz ausgestattet, der zu hohe

per Dialog durch die wichtigsten

Spannungen detektiert und die

Einstellungen und ermöglicht auch

betreffende Zone in kürzester Zeit

nicht eingewiesenem Personal

abschaltet.

eine sichere Regler-Inbetriebnah-

Eine spezielle Anfahrroutine er-

me in kürzester Zeit.

kennt Kurzschlüsse in Sekunden-

Mit einer durchgehend integrierten

bruchteilen – lange bevor eine Si-

Hilfefunktion steht für alle Funktio-

cherung ausfallen kann. Mit OPC

nen per Knopfdruck eine umfas-

UA ist der Regler prädestiniert für

sende Hilfe zur Verfügung. Mit der

moderne Industrie 4.0 Anwendun-

neuartigen, smarten Navigation

gen.

ergänzt

Hasco

behält der Nutzer jederzeit den Überblick. Ein weiteres Highlight ist die individuell einstellbare Zonenanzeige. Je

Hasco Hasenclever GmbH+Co KG

nach Wunsch können unterschied-

Römerweg 4

liche Werte zur Anzeige gebracht

D-58513 Lüdenscheid

werden.

+49 2351 957-0

Zum Funktionsumfang des Heiss-

pmast@hasco.com

kanalreglers gehören ebenfalls um-

www.hasco.com

5/2019

45


KUNSTSTOFF XTRA

Produkte

Vernetzungs-Prozesse mit rheologischen Methoden optimieren Eine exakte und detaillierte Analy-

mehrstufig – ebenso wie das Tem-

Beziehungen erkennbar werden.

se und Optimierung von Vernet-

peraturprofil sehr genau gesteuert,

Dieser Messaufbau kann darüber

zungsvorgängen kann mithilfe der

sodass sich auch eine Kombinati-

hinaus auch für die Untersuchung

modularen Rheometer-Plattform

on von UV-Vernetzung mit thermi-

von UV-Stabilität verwendet wer-

Haake Mars (Modular Advanced

scher Vernetzung oder Härtung

den.

Rheometer System) von Thermo

untersuchen und optimieren lässt.

Scientific vorgenommen werden.

Wie sich die makroskopischen Pro-

Ob 1- oder 2-Komponentensyste-

dukteigenschaften z. B. bei einer

Tracomme AG

me, durch die Oszillationsmes-

Vernetzung und Härtung ändern,

Dorfstrasse 8


sung wird der Netzaufbau nicht

zeigt die rheologische Messung.

CH-8906 Bonstetten

gestört. Bei UV-Applikation wird

Was dabei auf molekularer Ebene

über die Rheometer-Software so-

passiert, wird aus den FTIR-Spek­

genommen werden können, so

tracomme@tracomme.ch

wohl die UV-Dosis – einstufig oder

tren erkennbar, die simultan auf-

dass klare Struktur/Eigenschafts-

www.tracomme.ch

+41 44 709 07 07

Aus über 1000 Materialsystemen die für jede Anwendung beste Lösung Mit über 20 Jahren Erfahrung ist

Formschäumen, Verkleben und

Weichschaumdichtung entsteht,

Sonderhoff Services der Produk­

Vergiessen von Bauteilen auf Do-

die unter Raumtemperatur aus­

hohe Prozessqualität wird Aus-

tionspartner der Industrie für das

sieranlagen von Sonderhoff Engi-

härtet. Durch Kompression der

schuss vermieden, wodurch letzt-

Dichten, Kleben und Vergiessen

neering. Für die vollautomatische

Schaumdichtung werden Ferti-

lich deutliche Kostenersparnisse

von Bauteilen aus den unter-

konturgenaue Dosierung auf Bau-

gungstoleranzen eines Bauteils

bei gleichbleibender hoher Quali-

schiedlichsten Branchen. Durch

teile kann der Lohnfertiger aus

ausgeglichen und rundum gut ab-

tät möglich sind.

die Zugehörigkeit zur Henkel Grup-

über 1000 Sonderhoff Material-

gedichtet.

pe profitieren Kunden der Sonder-

systemen auf Basis von Polyure-

Die dabei eingesetzte Formed In-

hoff Services von dem umfangrei-

than, Silikon und PVC wählen. Das

Place (FIP) Technologie ist in der

Sonderhoff Holding GmbH

chen Produktportfolio von Henkel.

bei der Dosierung flüssige Material

Industrie bereits in vielen Bran-

Richard-Byrd-Strasse 24

Sonderhoff Services übernimmt

verfliesst am Anfang und Ende der

chen Produktionsstandard. Durch

D-50829 Köln

für die Zulieferer und OEMs aus

Dichtung ineinander, so dass nach

den automatisierten Auftrag kön-

+49 221 95 685-0

sehr unterschiedlichen Anwender-

dem Aufschäumen durch chemi-

nen höhere Taktzeiten als bei ei-

info@sonderhoff.com

branchen das Dichtungs- und

sche Reaktion eine «nahtlose»

nem manuellen Prozess erreicht

www.sonderhoff.com

werden. Und durch eine konstant

Konturenmessung abseits klassischer Wege Die ConturoMatic TS-Familie bie-

stellungen werden durch die Soft-

meinsamen Softwarebasis, gleich-

tet modulare Konturenmessgerä-

ware verwaltet und entsprechend

zeitig für alle Systeme zur Verfü-

te, die durch Flexibilität und gros­

der benötigten Messfunktion auto-

gung.

sem Leistungsvermögen sowohl in

matisch eingestellt.

der Fertigungsumgebung als auch

Als mechanische Basis dient Gra-

Weitere Informationen finden sich

im Messlabor einsetzbar sind.

nit von höchster Qualität. Durch

im ToolShop www.brw.ch, unter

Das Konzept hinter allen Systemen

die Verwendung präziser Grund­

der Artikel-Nr. 149155. Spezialis-

der ConturoMatic TS-Serie besteht

elemente ist eine nachträgliche

ten stehen Interessenten für eine

in der Hauptsache aus der Tren-

und aufwändige Fehlerkompensa-

Beratung und/oder eine unver-

nung der motorisch geregelten X

tion nicht nötig. Stabilität und

bindliche Vorführung im Prüf- und

und Z Achse. Die Vorschubachse

Langlebigkeit sind Grundelemente

Messraum zur Verfügung.

trägt den Prüfling, die Z-Achse

ren auf modernster Digitaltechnik.

der Konturenmessgeräte!

übernimmt ausschliesslich die Pro-

Die technischen Innovationen lie-

Das modulare Konzept erlaubt den

Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG

filabtastung. Unabhängig von der

gen unter anderem im wartungs-

Einstieg in die TS-Klasse mit der

Heinrich Stutz-Strasse 20

Steigung des Konturverlaufes wer-

freien, elektromechanischen Sys-

Möglichkeit, jederzeit per Option

Postfach

den beide Achsen so geregelt, dass

tem zur Tastkrafteinstellung. Damit

weitere Funktionen nachzurüsten,

CH-8902 Urdorf

die Geschwindigkeit konstant zur

kann die Auflagekraft jedes Tastar-

einfach per Softwarefreischaltung.

+41 44 736 63 63

Kontur bleibt. Sowohl Steuerung

mes für den Kontur- und Rauheits-

Erweiterungen

sales@brw.ch

als auch Messwerterfassung basie-

betrieb justiert werden. Diese Ein-

Neuerungen stehen, dank der ge-

46

und

innovative

www.brw.ch

5/2019


KUNSTSTOFF XTRA DICHTUNGSPROFILE

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Substitution von PE und PP ist die falsche Richtung

Bunte PET-Verpackungen behindern Recycling Bei Kunststoffflaschenverpackungen zeichnet sich ein Trend zu vielfarbigen PET-Verpackungen ab. Der europäische Verband Plastics Recyclers Europe rechnet künftig europaweit mit jährlich rund 300 000 Tonnen dieser farbigen ADDITIVE FERTIGUNG Kunststoffe, die den Recyclern massive Probleme bereiten werden. Die Recyclingunternehmer Michael Scriba, Geschäftsführer von mtm plastics, und Herbert Snell, Geschäftsführer von Multiport und MultiPet, erläutern, wel welche Probleme das sind und welche Alternativen besser für das Recycling geeignet sind.

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Safilo produziertunseren Brillengestelle in Rekordzeit verwertbaren Input, sondern verursacht zusätzliche Kosten, weil wir das Material ausschleusen und kostenpflichtig entsorgen lassen müssen», erläutert Scriba. Der Rat der Recyclingexperten ist einSafilo, der weltweit zweitgrösste Brillenhersteller, beschleunigt seine Prozesse jetzt mit einem 3D-Drucker von gesucht hat. Ein Ergebnis waren die soge soge- sehr hohen Crash-Anforderungen genüdeutig: Flaschen etwa für ReinigungsmitStratasys Ltd. Dank des Multimaterialnannten Tailored Blanks, massgeschneider massgeschneider- gen. Derzeit wird dieses anspruchsvolle tel, Shampoos und oder Multifarb-Druckers Kosmetika sollten J750 ist das italienische Unternehmen in der Lage, Brillengestelle Prozent schneller herzustellen als mit herkömmlichen Prototyping-Methoden. te Bleche unterschiedlicher Form, Dicke Bauteil noch in den meisten fotorealistische Autos aus aus den60 Materialien PP oder PE-HD herund Festigkeit, die heute in den Autos stan stan- einem relativ dicken Stahl hergestellt. Aber gestellt werden. Die Substitution von PP dardmässig verwendet werden. Auch die die Werkstoffkonkurrenz holt auf. «Ich und PS im Schalenbereich durch PET ist Entwicklung hochfester Stähle ist eine Kon Kon- kann mir gut vorstellen, dass die B-Säule aus ihrer Sicht ein Negativbeispiel für die Bislang dauerte die Herstellung mittels sequenz aus dem Wettbewerb der Materi Materi- in Zukunft auch mit carbonfaserverstärkEntwicklung, die jetzt auch bei FlaschenCNC-Maschine plus manueller Endbearalien. Kirchhoff rechnet damit, dass sich tem Kunststoff realisiert wird. Der grosse verpackungen erwartet wird. beitungderlaut Daniel Tomasin, Product diese Entwicklung jetzt, wo die Kunststoffe Vorteil von Carbonfasern ist ja neben Die PET-Schalen und Blister werden zurCoordinator bei Safilo, rund 15 und die hybriden Bauteile ins Rennen hohen Steifigkeit zum Gewicht Sample auch eine zeit nahezu vollständig verbrannt, anstatt Stunden. kommen, wiederholen wird. «Die Stahlher Stahlher- hohe Energieabsorption im Falle einesJetzt konnte diesezuZeitspanne einem neuen Rohstoff für die kunstDer Trend zu bunten Verpackungen aus PET verteuert den Recyclingprozess. durch den Einsatz des J750 auf 3 Stunden steller werden versuchen, noch festere Aufpralls», sagt Nicolas Beyl, Geschäftsfühstoffverarbeitende Industrie verarbeitet verkürzt werden. Aufgrund der hohen Geder KraussMaffei Stähle zu entwickeln, die Aluminiumher Aluminiumher- rer Reaktionstechnik Die Kunststoffrecyclingunternehmen mtm Markt bei kommen, schätzt PRE. Diese Ent- zu werden. Die Einfärbungen und Mehrschwindigkeit des Druckers, der ultraglatsteller machen plastics es ähnlich. Durch aus den Niedergebra Wett- Technologies Wett GmbH sowie GmbH. wicklung hat schwerwiegende Auswir- schichtigkeit der Verpackungen sind der ten Oberflächen sowie farbenreichen Debewerb der verschiedenen Sicherheit für die Autoinsassen zu erMulitPet GmbH Werkstoffe und Multiport Die GmbH aus kungen auf den Recyclingprozess: Wer- Grund. Dagegen haben Produktdesigner tails kann Safilo nun schnell aufsehenerschaukeln sich Bernburg alle nach oben. Bislang ist derhöhen, ist schon ein grosses Ziel transparenten beim Einsatz der Polyolefine PE oder PP schliessen sich Warnung denimmer die bunten mit den regende Prototypen herstellen – und das noch keine Technologie hinten herunterge heruntergeder Plastics Konstrukteure gewesen. Nun stehen gesammelt, für die Verpackungen volle Freiheit in der des europäischen Verbands Verpackungen gemeinsam sowohl für die Eigenmarken Safilo, Carrera fallen», ist Kirchhoff überzeugt. ihnen Möglichkeiten Re- in einem zu- Farbgestaltung, da diese Kunststoffe seit Recyclers Europe (PRE) an: Der sichverschiedene ab- müssen die farbigender Anteile und Polaroid als auch für Luxusmarken wie offen.sätzlichen «Es laufenSchritt Entwicklungen, zeichnende Trend zu immer alisierung vielfarbigesepariert und anschlies- Jahren nachweislich erfolgreich zu recyDior, Hugo Boss, Max Mara oder Jimmy die Materialien entsprechend Belas-eingefärbt wer- celn sind, betonen die Recycling-Unterren PET-Verpackungen behindert massiv send grau oder der schwarz Paradebeispiel B-Säule Choo. B-Säule das Kunststoffrecycling. Dabei tungen wäre esimsoVerlauf den,der bevor sie auszuwähin den Verkauf gehen nehmer. «Mit unserem J750 von Stratasys können Die B-Säule muss als seitliche len. So kommen hier Kombinationen von einfach: NutzenVerbindung die Verpackungsherstelkönnen. Doch gebe es für ein solches wir Prototypen innerhalb weniger Stunden zwischen Fahrzeugboden und hoch- Stahl, hoch hochfesten Stählen Kunststofler PP oder PE-dach als Material, spielen für Produkt ausund grauem oder schwarzem entwerfen und produzieren. Darüber hinbelastbar sein und Sicherheitsgründen fen zum Einsatz. Eine solche B-Säule biedenaus Recyclingerfolg Farben keine Rolle, Recycling-PET auf absehbare Zeit kaum aus erlaubt uns seine grosse Bauplattform, sagen mtm-Geschäftsführer Michael Scri- Nachfrage, bestätigt Snell die Einschät- Kontakte mehrere Varianten eines Brillengestells im ba und MultiPet- und Multiport-Ge- zung des europäischen Verbands zu den mtm plastics GmbH 1selben 1 / 2 0 Druckauftrag 16 herzustellen, wodurch Auch Brillengestelle für Modebrands entstehen im 3D-Drucker und dies in einer unglaublischäftsführer Herbert Snell. Vermarktungschancen. «Die Extrakosten D-99759 Niedergebra wir unsere Produktentwicklungskosten chen Designvielfalt. für den Sortieraufwand sind kaum zu leis- Telefon +49 (0)36338 325-0 senken und gleichzeitig die kreative Entfalten bei einem Rezyklatmarkt, der ohnehin m-scriba@mtm-plastics.eu tung fördern können», erläutert Tomasin. Die Zusatzkosten rechnen schon unter Druck steht», befürchtet er. www.mtm-plastics.eu frühzeitig perfektionieren, um so die neu- seppe Cilia, der italienische Vertriebsleiter sich nicht Auch die PE/PP-Verwerter blicken mit esten Fashion-Modelle rechtzeitig auf den von Stratasys. «Das bedeutet, dass UnterHalte der vom Marketing getriebene Sorge auf die neue Entwicklung: «Auch Multiport GmbH und MultiPet GmbH Schnellere Reaktion Markt zu bringen und unseren Wettbe- nehmen nun innovativere Produkte Wechsel zu farbenfrohen PET-Verpackun- bei uns landen immer mehr PET-Verpa- D-06406 Bernburg auf Markttrends werbsvorteil zu behaupten», sagt Iarossi. schneller auf den Markt bringen können. gen an, könnten demnächst europaweit ckungen, die vorher aus gut zu recyceln- Telefon +49 (0)3471 6404-0 David Iarossi ist Kreativdirektor bei Safilo «Der 3D-Druck mit dem J750 ist fantas- In vielen Branchen – und dazu gehört jährlich rund 300 000 Tonnen dieser far- den Polyethylen oder Polypropylen her- snell@mp-bbg.eu und zuständig für Brillenmarken wie Car- tisch, weil die so hergestellten Gestelle die auch die Modeindustrie – sind Geschwinbigen Kunststoffe zusätzlich auf den gestellt waren. Das mindert nicht nur www.mp-bbg.eu n rera, Givenchy und Havanianas. Für ihn ist manuell gefertigten übertreffen. Darüber digkeit und Innovation ein entscheidender die Möglichkeit, Prototypen mit der glei- hinaus müssen wir uns keine Sorgen mehr Faktor für Erfolg. Und das macht Safilo und chen Farbgebung und Textur wie das End- über das Verblassen Stratasys zu perfekten Partnern in diesem 4 / 2 0der 1 6 Farben machen, 18 produkt in 3D drucken zu können, ein da die Farbe ja in das 3D-gedruckte Mo- Spiel.» entscheidender Faktor, wenn es darum dell integriert ist.» geht, schnell auf Markttrends zu reagieren. «Safilo ist ein Paradebeispiel dafür, wie die «Dies ist der Beginn eines neuen Zeitalters 3D-Drucktechnologie des J750 unseren für Designer. Dank der Fähigkeit des J750, Kunden einen unbestreitbaren Mehrwert Kontakt eine nahezu unbegrenzte Palette unter- bietet. Durch die Kombination von Stratasys Ltd. schiedlichster Farben mit diversen Trans- 360 000 verschiedenen Farben, verschie- EMEA Regional Office parenzlevels zu kombinieren, ist es uns densten Materialeigenschaften und ultra- Airport Boulevard B 120 möglich, eine ganze Reihe völlig unter- glatten Oberflächen produziert der J750 D-77836 Rheinmünster schiedlicher Gestelle zu erzeugen. Auf die- produktrealistische Prototypen in einem Telefon +49 (0)7229 7772-0 se Art können wir verschiedene Designs einzigen Druckvorgang», unterstreicht Giu- www.stratasys.com/de n Die Karrosserie des i3 von BMW ist komplett aus CFK gebaut.

Top-Modemarken aus dem 3D-Drucker

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12/2016

Bild: Stratasys

Bild: Dollarphotoclub, Zoe

Die Autoindustrie steht unter enormem Druck. Sie muss es schaffen, die Abgase der Fahrzeuge drastisch zu reduzieren, um die von der EU vorgeschriebenen niedrigen CO2-Grenzwerte zu erreichen. Diese Emissionsverringerung wird neben effizienteren Antrieben in erster Linie durch eine Verringerung des Gewichts erreicht. Leichtbau ist deshalb in dieser Branche das Gebot der Stunde. Der Zwang zu leichteren Karossen hat dazu geführt, dass die Entwicklung von Faserverbundwerkstoffen, hauptsächlich von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK), in den letzten Jahren rasant und sehr erfolgreich vorangetrieben wurde. Mit dem i3 von BMW gibt es mittlerweile ein Auto, dessen Karosse komplett aus CFK gebaut ist. Ähnlich dem Audi A8, dessen Karosse nahezu zu hundert Prozent aus Aluminium besteht, ist es ein Beispiel, das zeigt, was technisch machbar ist. Dennoch werden künftig nicht alle Autos aus CFK bestehen, ebenso wenig, wie der A8 den Werkstoff Stahl verbannt hat. Die Erfahrung bei früheren Entwicklungen spricht dafür, dass es künftig eine sinnvolle Mischung von Werkstoffen wie CFK, Kunststoff, Stahl, Aluminium oder Magnesium geben wird. Hybrider Leichtbau wird die Zukunft im Auto bestimmen. Diese Entwicklungen werden auch anderen Branchen zugutekommen, etwa der Luftfahrtindustrie oder der Elektrotechnik. «Es wird einen zunehmenden Wettbewerb der Materialien und Materialverbindungen geben, aber ich sehe keinen Verdrängungswettbewerb», sagt Marc Kirchhoff vom Branchenmanagement Leichtbau und Elektromobilität bei der Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH. Er verweist darauf, dass die Stahlbranche nach Entwicklung des Audi A8 ihrerseits nach Leichtbaulösungen

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KunststoffXtra 5/2019  

KunststoffXtra 5/2019