Page 1

www.shoez.biz

WAS IN DER ­BRANCHE LÄUFT | AUSGABE 04/2013 | D58282 | EUR 4,50

www.wilhelm-textil.de


editorialAKTUELL03

Was kommt nach

schwarz?

Klar, wir haben viel Farbe gesehen auf den Modemessen, in den Ordercentern, in den Kollektionen. Starke Edelsteinfarben wie Amethyst, Saphir, Smaragd, Rubin, Bernstein. Auch Brauntöne wie Cognac und Haselnuss. Wir haben noch die wohlbekannten und unausrottbaren Taupe-Nuancen gefunden und vor allem eines…Schwarz. Schwarz in allen erdenklichen Varianten: in tollen und wirklich innovativen Materialien, mal wie goldbestäubt, mal mit Silberfinish, in fast unmöglich erscheinenden Zurichtungen, mit atemberaubenden Schnallen, Schmucksteinen, Nieten oder Ösen, in ganz jungem Materialmix. Natürlich wundern wir uns nicht, denn es war klar, dass wir nach den vielen Saisons, in denen Farbe quasi das einzig wirklich Neue darstellte, irgendwann wieder Schwarz sehen würden. Aber muss das gleich in dieser Intensität sein? Vermutlich geht es nur so oder so, vermutlich driften wir mal wieder von einem Extrem ins Nächste – das zumindest lässt sich auch aus den Farbprognosen der Verbundgruppen und der wichtigsten deutschen Damenschuh-Anbieter schließen. Danach sieht man die Schwarz-Anteile für Pumps und Ballerinen bei 75 Prozent, für Stiefel und Stiefeletten bei immerhin 65 Prozent. Will heißen: Gut zwei Drittel bis drei Viertel der Damenschuhe, sieht man von ganz sportiven Modellen ab, sind Schwarz. Was das für die Schaufenster bedeutet, mag man sich nicht vorstellen. Auch bei aller Raffinesse und allem Variantenreichtum der schwarzen Schuhe – sie bleiben halt schwarz. Freilich können sich nun all diejenigen, die beim Ordern ohnehin lieber auf der ganz sicheren Seite sind, halbwegs beruhigt zurücklehnen: Es macht die Sache natürlich erheblich leichter, nicht mit spitzem Bleistift in Prozenten und Farbanteilen rechnen zu müssen. Fünf Prozent Blau, und insgesamt fünf Prozent für die neuen, wunderbaren Edelsteinfarben, noch etwas Braun – so sieht man allenthalben die Farbanteile der neuen Schuhmode. Klingt logisch und vermutlich werden sich die aus berufenem und erfahrenem Mund erstellten Prognosen letztendlich auch so erfüllen. Ein wenig schade finden wir es dennoch. Wir denken an die Frauen, die sich gerne lustvoll zu Beginn einer Saison auf Neues stürzen … und in düstere Schaufenster blicken. Wir denken an all jene, die schon so viele schwarze Schuhe im Schrank haben und meinen, es gäbe ja ohnehin nichts Neues und deshalb könne und wolle man nichts kaufen. Und wir bedauern, dass diesen vermutlich einige Nichtkauf-Argumente an die Hand gegeben werden. Und dennoch hoffen wir, dass zum Start der Herbstund Winter-Saison das Wetter endlich wieder mitspielt und dass sich dennoch nicht alles so düster darstellt, wie befürchtet. Es gibt nämlich auch – wortwörtlich – viele Silberstreifen am Horizont…

Nadine L'Allemand

SHOEZ 04/2013


04AKTUELLinhalt

SHOEZ 04/2013

07 M  essen: Schneechaos zur GDS

Schnee und Flughafen-Streiks beeinträchtigten die Düsseldorfer GDS. Wir berichten über Trends und Events.

15 Messen: Von Russland bis Spanien

Obwohl die konjunkturelle Situation überall nicht rosig ist, waren Besucher und Aussteller auf den Messen EuroShoes, I.L.M, Micam und Modacalzado weitgehend zufrieden.

22 S pecial: Schuhtechnik

Neosens

Destroy

Ist echtes Schuhhandwerk heutzutage noch gefragt? Wir sprachen mit einem Schuhmacher von nebenan und stellen einen Maßschuhmacher aus Baden-Baden vor.

SHOEZAKTUELL

03 05 07

Editorial Top-News GDS: Schneechaos zum Messestart

06 08 11 20

What’s in? GDS-Ordertrends Damenschuhe GDS-Ordertrends Herrenschuhe Presse-Guide

15 16 17 18 27 28 29 32 34 38 39

SHOEZFASHION

SHOEZBUSINESS

EuroShoes in Moskau legt zu I.L.M zieht positve Bilanz Micam betont globalen Führungsanspruch Die 31. Modacalzado in Madrid ANWR startet Marktplatz schuhe.de Schuhindustrie schwächelt nach zwei Boomjahren Handel Industrie Köpfe Messen Marktplatz

specialschuhtechnik

22 24 26

Interview mit Schuhmacher Michael Döring Vickermann & Stoya – Maßschuhe aus Baden-Baden Wilhelm Textil: Marktführer für Schuhtextilien

36

Impressum

04/2013SHOEZ


top-newsAKTUELL05

Gabor Footwear stellt den Vertrieb der Marke Snipe ein Die Geschäftsleitung der Gabor Footwear GmbH hat entschieden, aufgrund der mangelnden Wachstumsperspektiven den Vertrieb der Marke Snipe aus unternehmerischen und strategischen Gründen mit dem Ablauf der Saison Frühjahr/ Sommer 2013 einzustellen. Im Jahr 2009 hatte die Gabor Footwear GmbH die spanische Marke Snipe übernommen. Ziel war es, Snipe mit besonders hochwertigen und ökologischen Produkten im Segment der nachhaltigen Schuhmode zu positionieren. Obwohl diesem Marktsegment eine wachsende Bedeutung prognostiziert werde und die Snipe-Kollektionen von Handelspartnern positiv besprochen worden sei, wäre es

nicht gelungen, die gesteckten Ziele zu erreichen, teilte das Unternehmen mit. Das höhere Preisniveau der Marke, bedingt durch besonders ökologische Materialien und eine hochwertige Herstellungsweise in Europa, habe noch nicht den notwendigen Zuspruch des Marktes erhalten. Die Lieferung der Frühjahr/Sommer Kollektion wird komplett, inklusive eventueller Nachorder, erfolgen. Die Ware für Herbst/Winter 2013 wird nicht ausgeliefert. Brand Manager Rudy Haslbeck verlässt das Rosenheimer Unternehmen und wechselt als Head of Product und Design zu Birkenstock.

Geox und Gore legen Rechtsstreit bei Die italienischen Schuh- und Modeunternehmen Geox und W.L. Gore & Associates haben ihren Streit um das Patent der Gore-Tex-SurroundTechnologie beigelegt. Mit der abgeschlossenen Vereinbarung werden auch alle Rechtsstreitigkeiten zwischen Partnern und Händlern von Geox und Gore beigelegt. Auslöser für die Streitigkeiten war die Markteinführung der Surround-Produkttechnologie durch Gore, wonach von beiden Parteien in verschiedenen europäischen Ländern rechtliche Schritte zur Sicherung des geistigen Eigentums eingeleitet wurden. Geox und Gore haben vereinbart, dass Geox Gore eine langfristige Li-

Micam-Termin für 2014

Die italienische Schuhmesse Micam hat die Termine für 2014 bekanntgegeben. Im Frühjahr wird die Messe vom 2. bis 5. März stattfinden, im Herbst vom 14. bis 17. September. Damit bleibt es auch bei der Tagesfolge Sonntag bis Mittwoch.

zenz an bestimmten Geox-Patenten aus seinem Schutzrechtsbestand in Bezug auf „Der Schuh, der atmet“ gewähren wird. Außerdem erlangt Gore Rechtssicherheit darüber, dass Geox bestimmte Patente nicht gegen Gore für solche Schuhkonstruktionen geltend machen wird, die von Gore entwickelt wurden und nicht in den Anwendungsbereich der Lizenz fallen. „Die erzielte Einigung bedeutet Sicherheit über das jeweilige Patentportfolio und gewährleistet den Schutz der geistigen Eigentumsrechte beider Seiten“, erklärte Christian Langer, Global Business Leader für Gore-Tex-Footwear.

80 Aussteller zur Essenz-Premiere

Insgesamt 80 Aussteller haben ihre Teilnahme zur Premiere der Schuhordermesse Essenz in München zugesagt, die vom 5. bis 7. April im Münchener MOC stattfinden wird. Sie werden die Kollektionen von knapp 200 Marken zeigen. Gleichzeitig wollen auch die Mieter des Münchener Schuhordercenters ihre Showrooms während der Essenz öffnen. Alle Aussteller werden auf einer Ebene im ersten Stock des MOC ihre Kollektionen zeigen. Initiiert wurde die Ordermesse von einigen unzufriedenen Ausstellern der vom italienischen Schuhherstellerverband Anci veranstalteten Moda made in Italy, die ebenfalls im MOC stattfindet. Sie hatten vor allem die Termine und die „unverhältnismäßig hohen Kosten“ bemängelt.

MBT ist wieder da Die Berkemann GmbH hat seit März den Vertrieb von MBT in Deutschland und Österreich übernommen. „Im Markt ist eine Lücke entstanden, die nur durch das Original des physiologischen Schuhs – das ist nun mal der MBT – wieder zu füllen ist“, so Thomas Bauerfeind, Geschäftsführer der BerkemannGruppe, zu den Beweggründen für die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. Gestartet wird mit einer kompakten Frühjahr/Sommer 2013-Kollektion, die von April bis Juni 2013 geliefert wird, und der Vorstellung der Herbst/Winter 2013-Kollektion. Beide Kollektionen werden vom Berkemann- und Solidus-Außendienst vertrieben. „Unsere zwölf Außendienstler kennen sich mit dem Thema aus“, so Bauerfeind. Als Ziel für dieses Jahr hat der Berkemann-Geschäftsführer 25.000 Paar verkaufte Schuhe ausgegeben. Die Masai International Pte Ltd. aus Singapur hatte im August letzten Jahres die MBT International übernommen. Damit gelangte die MBT-Holding aus Winterthur, über die im Mai 2012 der Konkurs eröffnet worden war, samt ihrer internationalen Patente und Markenrechte in den Besitz des Unternehmers Andy Chaw, dessen Retail-Imperium in Asien Marken wie Nike, Asics, Lotto, Merrell oder Caterpillar vermarktet. Die Masai International Pte Ltd ist seit 2010 MBT-Vermarkterin in Asien. Mit drei internationalen Vertriebsorganisationen soll das Potential von MBT als globaler Brand genutzt werden. Neben den beiden Vertriebsorganisationen Amerika und Asien wird die Schweizer Distributionsfirma Swiss Masai Vertriebs AG in Gossau zur Europazentrale ausgebaut. SHOEZ 04/2013


W h at’s i n?

06AKTUELLWhat's In?

Floris van Bommel

KPM

Männer mit Farbpower

Farbe wird in der Männerschuhmode zum Motor der kommenden Saison. Ob in der klassischen Haka, in der lässigen Casualwear oder in der stylischen Avantgarde – echtes Sommerfeeling kommt über geballte Farbpower von kräftigen Tönen in Rot, Orange, Grün, Türkis, Blau und Gelb, gerne auch im Mix. Neu sind gebrannte Farbgebungen von Safrangelb bis zu mintfarbigen Grüntönen. Floris van Bommel setzt auf knallfarbenes Veloursleder mit pastellfarbenen Leightweight-Sohlen. Generell entwickelt der Mann Lust auf Farbe und wirkt dabei chic, aber unverkrampft und ohne an Lässigkeit zu verlieren. Daraus ergibt sich eine neue, urbane Hochwertigkeit, deren Look durch raffinierte Brüche charakterisiert wird.

Dinieren statt Essen

Die derzeitige wirtschaftliche Situation hat das Leben verändert und den Konsum in neue Bahnen gelenkt. Daraus entsteht ein neuer Wunsch nach Optimismus und gleichzeitig ein „dare to risk“. Die Folge: Luxus boomt. Bescheidenheit war gestern. Immer mehr Menschen haben vermehrt das Bedürfnis nach einem gewissen Status gepaart mit echten Luxusartikeln. Verbunden damit ist eine Rückkehr zu „echten Tischsitten“ und „echtem Dinnerambiente“. Dazu gehört ein festlich gedeckter Tisch mit allem, was dazu gehört für ein kultiviertes Ambiente wie hier von KPM.

Scandale

Für die kommende Saison ist klar: Die Konsumentin sucht Teile, die sie nicht schon in ihrem Kleiderschrank hat. Die Alternative zu Bewährtem und mehr Profil ist jetzt vor allem gefragt. Im Zuge dessen machen sich neuartige Linienführungen bei der Schulterbetonung breit wie bei Lacoste. Die Schulternähte sind locker abgesenkt und verleihen dem ansonsten scharfen Purismus eine gewisse Weichheit, indem die runde Form Struktur in die klaren Schnitte bringt. Ungewöhnlich und neu!

Strick bleibt Dauerbrenner

Braxmen

Sexy Kurven

Aufwendiger, raffinierter, hochwertig und teilweise richtig opulent zeigen sich die neuen Dessous. Neben zarten Spitzen, aufwendigen Stickereien und femininen Schleifchen werden oft auch spannende Materialkompositionen gezeigt. Dabei ist Funktion und Mode kein Widerspruch mehr. Vor allem neue Farben wie Rotnuancen rund um Weintöne über Purple bis hin zu Lila & Co. sind trendy. Schwarz kehrt als Modefarbe zurück und wird mit kräftigen Gewürztönen ergänzt. Raffinierte Sexyness heißt das Zauberwort.

Lacoste

Neuartige Schulterbetonung

Der Männer-Trend der Saison: Knitwear in allen Facetten. Der Stil bleibt sportiv und gewinnt an gepflegter Rustikalität. Dabei bleibt Strick der Dauerbrenner, ob bei Pullovern oder Strickjacken bis hin zum Mantel, ja selbst Krawatten bevorzugen „echte Maschen“. Ganz neu ist die Variante, eine Strickjacke über dem Sakko zu tragen wie es Bruno Cucinelli auf der vergangenen Männermodemesse Pitti Uomo zeigte. In den jüngeren Kollektionen werden kernige Strickjacken und Dufflecoats im Raw Cut verarbeitet. Generell sorgen der Einsatz von unterschiedlichen Strickstärken oder kontrastierend aufgesetzte Bündchen, Zipper und Paspeln für einen spannenden Mix aus Gegensätzen. 04/2013SHOEZ


GDSAKTUELL07

Schneechaos

zum Messestart

Düsseldorfer GDS startete unter keinen guten Vorzeichen

Die Gespräche am ersten Messetag drehten sich vor allem um eines: die Anreise der Besucher und Aussteller. Abenteuerliche Geschichten waren zu hören – von Übernachtungen auf der Autobahn bis zu fehlenden Kollektionen, die im Stau stecken geblieben waren. Zwar normalisierte sich die Situation recht bald, doch der eine oder andere potenzielle Besucher hatte auf den Besuch der Messen dann doch verzichtet. An den beiden letzten Messetagen änderte sich das Thema, es war aber nicht weniger prekär. Wegen des Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Köln wurde die Abreise erschwert oder sogar unmöglich gemacht. Ausstellerschwund hält an Ob der Besucherschwund nun auf die widrigen Umstände zurückzuführen ist oder ob er strukturelle Ursachen hat, lässt sich nicht mehr feststellen. Eines aber ist klar: Die Qualität der Aussteller ist weiter gesunken. Namhafte, langjährige Aussteller wie Josef Seibel, Romika, Napapijri, Tom Tailor oder Ricosta fehlten diesmal. Überwiegender Grund für deren Absage wie vieler anderer zuvor: der späte GDS-Termin. An dem wird sich auch 2014 – zumindest im Frühjahr – nichts ändern. Die Messe Düsseldorf hat den Termin auf den 12. bis 14. März 2014 festgelegt. Der Termin für die diesjährige September-Veranstaltung vom 11. bis 13. September hatte schon vorher festgestanden. Dass die Messeveranstalter trotz der prominenten Absagen mehr Aussteller vermeldeten als im Vorjahr – insgesamt stellen auf GDS und Global Shoes 1158 aus 39 Ländern aus – lag vor allem daran, dass Lücken mit kleineren Anbietern, wie etwa zwölf Aussteller von Mützen und Schals oder sechs portugiesische Designer, aufgefüllt wurden. Ein echter Ersatz für die weggebliebenen Marken war dies freilich nicht. Die Qualität der Besucher blieb hingegen auf der GDS auf hohem Niveau – sprich: aufgrund der zunehmenden Konzentration im Handel kommen vermehrt die Einkäufer größerer Unternehmen nach DüsselSHOEZ 04/2013

dorf. Allerdings fehlten diesmal viele Besucher aus Ländern wie Belgien oder Frankreich, die besonders stark vom Schneefall betroffen waren. 81,3 Prozent der Besucher gaben bei einer Umfrage an, über Einkaufs-Entscheidungskompetenz zu verfügen. Dass dieser Wert auch bei den letzten Veranstaltungen sehr hoch lag, sieht Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, als Bestätigung des Konzeptes: „Wir hören von Ausstellern immer wieder, dass die entscheidenden Einkäufer auf die GDS kommen. Düsseldorf ist und bleibt ein wichtiger Meeting- Point für die Schuhbranche. Das zeigt auch die Global Shoes, die viele internationale Besucher angezogen hat.“ Schwaches Nachordergeschäft Aufgrund des anhaltenden Winterwetters bis zum GDS-Termin und der damit einhergehenden geringen Frequenz in den Schuhgeschäften, die dazu geführt hatte, dass kaum Frühjahrsware abgeflossen war, fielen die Nachorderaufträge für die Aussteller in der Regel deutlich geringer aus als in „normalen“ Jahren. Eine einheitliche Bewertung der Messe gab es weder auf Aussteller- noch auf Besucherseite. Eines aber ist klar: Die Stimmung war schon mal besser! Georg Kamnakis Anzeige

Art.no. 3192

Schneechaos im ganzen Land und Streiks am Flughafen – die Schuhmessen GDS und Global Shoes standen unter wahrlich keinem guten Vorzeichen. So war es nicht verwunderlich, dass nur 21.300 Fachbesucher nach Düsseldorf kamen. Das waren acht Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor.


08FASHIONGDS

Gegen

ziehen an

GDS-Ordertrends Damenschuhe

Gegensätze charakterisieren die Schuhmode im Herbst/Winter 2013/14. Die Neuentdeckung von Schwarz versus die neuen Edelsteinfarben, die dramatische Inszenierung der Weiblichkeit und Opulenz versus cleaner Looks und Science Fiction, Innovation contra Nostalgie, rund contra spitz, flach contra hoch. Rockig statt rustikal lautete die Devise im Hinblick auf die Schnitte und Schuhtypen. Die neuen Looks gaben sich cool und scharf. Spitze Leisten sind wieder da und stießen auf sehr unterschiedliche Resonanz. Sie zeigten sich bei Pumps und Stiefeletten sehr clean oder skulptural mit wandigen Leisten, häufig innen liegendem Plateau und grazileren Absätzen. Demgegenüber feiern alte Klassiker wie der Doc Martens ein Comeback. Sehr stylish kommt der kernige Schnürboot jetzt auch auf hohen, blockigen Absätzen daher. Gut im Rennen lagen weiterhin knöchelhohe Booties zum Schnüren sowie kernige Biker- und Westernstiefel, letztere vor allem mit niedrigen Schäften und Millionen von Nieten versehen. Innovationen im Sneakerbereich zeigen sich unter anderem bei Modellen mit kompakten, brikett-ähnlichen Plateaus. Sportlichelegante Sneakerboots bestechen durch Material-Mix und wertige Details in Gold- oder Gun Metal-Optik. Neben Zippern, die als funktionelles oder Deko-Element dienen, sind weiterhin kleine, teilweise auch unter dem Leder verarbeitete Nieten gefragt. Mit Blick auf den angesagten Brit Chic in der Oberbekleidung werden auch Langschaftstiefel wieder gut besprochen. Cleane, geradlinige Schaftgestaltungen, edle Materialien und Details wie WappenPrints oder farbige Schaftabschlüsse unterstreichen die klassisch-edle Aussage der neuen Modelle. In dieses Thema passen auch Collegeschuhe und Hochfront-Loafer. Pantoffel-Schnitte und Chelseaboots wurden ebenfalls gut geschrieben. Nadine L’Allemand (Quelle: Modeurop) Caprice

Und genau so differenziert wie das Modebild, fielen auch die Orders aus. Es wurde viel über die neuen Farben gesprochen, die sich auf den ersten Blick sehr düster zeigten. Die Buntheit der vergangenen Saisons wird, so war zu sehen, durch dunkle Nuancen abgelöst. Schwarznahe Farben wie Nachtblau, Smaragdgrün, dunkles Viola und allen voran Ochsenblut lagen modisch auf der Überholspur. Hinzu kommen undefinierbare, nebulöse bis pastellige Nuancen, die sich zwischen Grau, Taupe und Mauve bewegen. Dunkles Braun, Khaki und Cognac sowie vereinzelt warme Gewürztöne beleben das Farbbild. Und dennoch gilt die Nichtfarbe Schwarz als neuer Favorit, mit dem es freilich schwierig sein dürfte, die Schaufenster im Herbst zu beleben. Materialkontraste, hier vor allem Matt/Glanz-Effekte, stießen auf großes Interesse der Einkäufer. Dazu gehören softe, samtige Nubukoder Veloursqualitäten, die mit glänzendem Lack und Brushleder kombiniert werden. Dezent schimmernde Metallisés haben deutlich an Bedeutung gewonnen und werden pur oder auch als Beschichtung bei Reptil- oder Nubukleder sichtbar. Wie immer kommt es auf das perfekte Finish an: Schwarz gecremt erzeugen die dunklen Rottöne zum Beispiel bei College- und Loafertypen in Brushleder eine ganz neue Optik. Burnish-Effekte und Schatten-Finish beleben die Schäfte von Stiefeln und Stiefeletten. Camouflage-Prints setzen Akzente. Vintage-Themen befinden sich auf dem Rückzug. Edle, genarbte Qualitaten wie gemilltes Kalbsleder, gewalkte Ziegen- oder Schafleder verleihen Oberflächen den gewünschten lebendigen, sportlicheleganten Look.

Liebeskind

Bullboxer

Clarks

Marco Tozzi

Der Kinohit „Django Unchained“ hat seine Spuren hinterlassen. Cowboy- und Gaucho-Looks erobern die Fashion-Prärie. Westernboots mit Nieten, Fransen, Stickereien und Kontrastnähten zeigen sich auf kurzen, knöchelhohen Schäften. Schräge Absätze sind ein Muss. Vielfältig die Obermaterialien, die von rustikalem Rauleder bis zu edlen Snake-Optiken reichen.

More & More

Tamaris

Django-Style

04/2013SHOEZ


Glitter & Gleam Contest

Mexx

s.Oliver

Marc Sioux

Evado

Mexx

Caprice Rockport SHOEZ 04/2013

s.Oliver

Leder leuchtet in neuen Dimensionen. Boots und Pumps werden mittels Metal Finish in glänzende Sphären gebeamt. Irisierende Platin-, Gold- oder Silber-Coatings auf Reptilprägungen, aber auch „Sternenstaub“ auf Nubuk läuten eine neue Ära brillanter Winterfarbigkeit ein. Glanz-Akzente setzen schillernde Graphittöne und Weltraumblau.

French Connection

Shimmering Shoes

Caprice

Ara

Evado

Tamaris

s.Oliver

Marco Tozzi

Högl

Die Designer sind im Deko-Fieber. Ornamentale Stickereien, Teppichmuster, opulente Schmucksteine, gold- und silberfarbene Ketten, Posamenten und Millionen von Nieten zieren Pumps, Ballerinas und Loafer. Sie lenken ebenso kunst- wie lustvoll den Blick aufs Bein und schimmern und glitzern um die Wette.

Sioux

Marc Elba

Gabor Comfort

Ash

GDSFASHION09

Edelstein-Farben In einer dunklen, mystischen, fast schon unheimlichen Atmosphäre tauchen Akzentfarben auf, die an Juwelen und Edelsteine erinnern. Nuancen wie Amethyst, Rubin, Saphir oder Smaragd senden starke, luxuriöse Impulse. Auf exklusiven, reichen Materialien wie Samt und Seide, aber auch auf geschmeidigem Velours und Nubuk entfalten die EdelsteinFarben ihre glamouröse Wirkung.


10FASHIONGDS Tamaris

Dr. Martens-Style

Unisa

Tamaris

French Connection

Rocket Dog

Dr. Martens

Marco Tozzi

Belmondo

Ash

Sie feiern ein fulminantes Comeback: roughe Schnür-Boots im Dr. Martens-Look. Mit derben Sohlen, groben Nähten und in vielen Farben, sogar in schimmerndem Gold, beleben sie die Fashion-Welt neu. Und wie immer wird das Original von diesem Hype profitieren.

Spitze Spitzen

Black is back

Caprice

Black is back! Sie dürfen Schwarz sehen! Die Farbe Schwarz ist allgegenwärtig und ein toughes Modethema für coole Schuhe und Accessoires. Ob derbe Boots zu Skinny Pants, mörderische High Heels zum Pencil Skirt oder schnörkelloser Stiefel zum Clean Chic - Schwarz ist die Farbe der Saison und zeigt sich selbstbewusst wie nie zuvor. Matt-/Glanz-Effekte sorgen in der düsteren Stimmung für Spannung. Brush- und Lackleder feiern ein fulminantes Comeback.

Berkemann

Marco Tozzi

Cinque

Lottusse

Replay

Gabor

Belmondo

Gabor

Replay

Joop Shoes

Scharf konturierte Schnitte kennzeichnen die neuen Pumps, Boots und Halbschuhe mit wieder längeren, teilweise extrem spitzen Leisten. Ihr zickiges Image haben spitze Schuhe längst abgeworfen. Clean und skulptural im Design setzen die Slim Shapes der Neuzeit moderne, ultra-feminine Akzente.

04/2013SHOEZ


Casual

&

GDSFASHION11

Farbe

GDS-Ordertrends Herrenschuhe Herbst/Winter 2013/2014

Clarks

Cinque

Buttero

Bei der Herrenschuhmode steht nach der GDS für die kommende Saison eins ganz klar fest: Die Casualisierung schreitet weiter voran. Elegant dürfen die Modelle für die Herren dabei aber trotzdem sein. Lochungen und aufwendige Finishs, Material- und Farbmixe sind bei diesen Casual Business-Schuhen ebenso gefragt wie kon­ trastierende Zwischensohlen und Schnürsenkel. Immer wichtiger wird auch das Thema Farbe beim Obermaterial und der Sohle. Und überhaupt nicht mehr wegzudenken vom Herrenfuß ist der Stiefel – ihn gibt es für die Männer in allen Farben und Variationen.

Melvin & Hamilton

Casual Business

SHOEZ 04/2013

camel active

Marc

Westland

Die klassischen Business- und Freizeitschuhe haben in den vergangenen Jahren Konkurrenz bekommen. Und zwar vom Casual Business-Schuh, der auf der GDS überall zu sehen war. Er eignet sich fürs Büro und den Barbesuch danach und ist vor allem eins: richtig modern. Vom Businessschuh hat er die Eleganz, die er durch seinen Schnitt, durch Lackoptiken, Schnallen, Quasten oder aufwendige Lochungen zeigt. Vom Freizeitschuh hat der Casual Business-Schuh die unbändige Lust auf Farbe, den kreativen Materialmix und die kontrastierenden Schnürsenkel oder Sohlen. Kurz: all das, was Spaß macht. Mit diesem Mix aus Eleganz und augenzwinkernder Ungezwungenheit gibt er dem modernen Mann viel Raum für Individualität und passt damit genau in die heutige Zeit, in der sich Arbeit und Freizeitleben immer mehr vermischen.


Prime Shoes

Colours Grau in grau ist bei den Herrenschuhen passé, auf der GDS war Farbe angesagt. Egal ob Chelsea Boot, klassischer Business- oder Freizeitschuh – die Herrenschuhe werden insgesamt immer farbiger. Neben dunklem Blau erfreuten sich herbstliche Rot-, Braun-, Grünund Gelbtöne großer Beliebtheit auf der Messe. Viele Modelle mit Materialmix spielten mit zwei und mehr Farben, und selbst bei den einfarbigen Modellen sorgte das Finish für Farbglanzeffekte oder einen farbigen Hell-Dunkelkontrast. Langweilig sieht anders aus.

Bogner

Melvin & Hamilton

Handstich

Floris van Bommel

Neosens

Marc

12FASHIONGDS

Lotusse

Boots

Lloyd Josef Seibel

Mexx

Ganter

Clarks

Cinque

Ob Schnürstiefel oder Chelsea Boot – die Stiefel liefen dem klassischen Herrenschuh auf der diesjährigen GDS immer mehr den Rang ab. Wie angesagt sie sind, konnte man an der Vielfalt der ausgestellten Modelle auf der Messe sehen: Mit Schnürung oder ohne, elegant oder sportlich, im Materialmix, mit Lochung, Nieten, mit Lack, aus Velours oder Nubuk und aufwendigem Finish – Stiefel waren sehr gefragt. Besonders angesagt sind sie im Materialmix, aus farbigem Velours oder mit Lammfellfütterung.

04/2013SHOEZ


GDSFASHION13

Statements Internationale Leitmesse für die Verarbeitung von textilen und flexiblen Materialien

Das Top-Event der Bekleidungsindustrie: 10. – 13. 6. 2013 in Frankfurt am Main. Horst Schlepper (Marc Shoes): Insgesamt hatten wir eine wirklich gute Messe. Richtig gut liefen bei uns vor allem die Chelsea-Typen. Auch das Thema Farbe wird immer wichtiger. Vor allem die herbstlichen Rot-, Blau-, Grau- und Grüntöne waren sehr gefragt.

Seien Sie dabei auf dem international wichtigsten Branchentreffpunkt der Bekleidungsindustrie. Alle Markt- und Technologieführer präsentieren Ihnen hier die neuesten Maschinen, Anlagen, Technologien, Dienstleistungen sowie IT- und Logistiklösungen. Weltweit einmalig: das Sonderareal Source it, Ihr direkter Zugang zu Lohnfertigungsbetrieben der global bedeutendsten Sourcing-Regionen. www.texprocess.com

Ulrich Focke (Lloyd): Die GDS lief für uns über Erwartung gut. Den größten Zuwachs hat bei uns zur Zeit das Thema Casual. Besonders gefragt sind gerade lässige Boots aus Velours mit Lammfellfütterung und farbigen Sohlen. Auch Farbe wird immer wichtiger. Bei den lässigen Boots waren gebranntes Rot, gewaschenes Grau und Blau sehr beliebt.

parallel:

11. – 13. 6. 2013

powered by

Jule Feldtkeller (Clarks): Eine ganz starke Nachfrage hatten bei uns die Brogues, aber auch lässige Stiefel sind sehr gefragt. Unsere Kollektion ist insgesamt sehr britisch aufgezogen, alle Modelle haben zum Beispiel ein Karoinnenfutter, was sehr gut ankam. SHOEZ 04/2013


14MESSENGDS Fernanda Brandão ist „Schuhfrau des Jahres 2013“ Gemeinsam mit dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie, dem HDS/L, hat die GDS dieses Jahr wieder drei Preise verliehen. Neben dem „Deutschen Schuhpreis 2013‘ und dem „HDS Junior Award 2013“ wurde im Rahmen eines glamourösen Events die Moderatorin und Musikerin Fernanda Brandão mit der Auszeichnung „Schuhfrau des Jahres 2013“ prämiert. Die nach eigenen Angaben „größte Schuhliebhaberin der Welt“ besitzt mehr als 300 Paar. Der „Deutsche Schuhpreis“ ging in diesem Jahr an den Kinderschuhhersteller Ricosta aus Donaueschingen. Mit dem Modell „Rallye“, entworfen von Gerhard Gaiß jr., präsentiert Ricosta einen Schuh, auf den Millionen von Eltern sehnsüchtig gewartet haben. Dank einer neuartigen Sohlenlösung bietet das Modell für Kleinkinder den perfekten Schutz vor Abrieb, zum Beispiel bei der Fortbewegung auf Laufrädern und anderen fahrbaren Untersätzen. „Go for glamour! Shiny and shimmering shoes!“ so lautete das Motto des diesjährigen „Junior Award“. Unter den kritischen Augen der hochkarätig besetzten Experten-Jury wurde als Siegermodell der Entwurf von Designerin Isabel van de Sand aus der Schuhstadt Pirmasens ermittelt. Ihre mörderisch hohen High Heels überzeugen durch den gekonnten Mix von Luxus, Hightech und Glamour.

Me s s e Split ter

HR Group zeichnet Gewinner aus

Sie lieferten die besten Entwürfe ab (von links): Jens Ludwig, Maurice Reg­ naut, Fabian Dellacher, Catharina Hartmann, Rebecca Haag und Tabea Bühler.

Trends Modeurop Am zweiten Messetag gab Modeurop-Trendexpertin Marga Indra-Heide einen Ausblick auf die Frühjahr/Sommer Trends 2014. Nach vielen Saisons der extremen Kontraste und expressiven Farben steht eine Rückbesinnung auf die Realität im Mittelpunkt der neuen Mode. Mit den drei Modethemen „Reality“, „Art“ und „World“ steht in der Frühjahr/Sommersaison 2014 ein neuer Realismus für klare Botschaften bei den Mode- und Schuhtrends. Strenge Schwarz/Weiß-Kontraste und glänzende Metallics sorgen für frischen Wind in den Kollektionen.

26 Studenten der Deutschen Schuhfachschule Pirmasens (DSF) haben für die Marken Sansibar und Young Spirit Herrenschuhe entworfen und modellisch umgesetzt. Die drei besten Entwürfe der jeweiligen Marke wurden von der HR Group im Rahmen der GDS ausgezeichnet. Seit September 2012 kooperiert die in Osnabrück ansässige HR Group mit der DSF. „Die Förderung junger Talente wird in unserem Unternehmen großgeschrieben, daher freuen wir uns umso mehr, dass wir dieses Projekt zusammen mit der deutschen Schuhfachschule realisieren konnten“, so der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Matthias Händle.

Wolfgang Roessing verabschiedet

Mit einer emotionalen Feier wurde am ersten GDS-Abend der langjährige Geschäftsführer der Rexor Schuh-Einkaufsvereinigungsgesellschaft mbH, Wolfgang Roessing, von den Mitgliedern in den Ruhestand verabschiedet. „Mr. Rexor“ war über 40 Jahre lang im Unternehmen tätig und hat alle Höhen und Tiefen des Unternehmens mitgemacht. Anlass der Feier war das 60-jährige Jubiläum der Düsseldorfer Verbundgruppe.

75 Jahre Marc

Luisa Hartema auf dem Catwalk

Es prickelte gewaltig am Marc-Messestand am ersten Messetag. Dorthin hatten Thomas Bauerfeind, Eigentümer von Marc Shoes, Marketing & Sales Director Christian Feldbusch und Geschäftsführer Klaus Bettermann (von links) aus Anlass des 75. Geburtstages des Hessisch-Oldendorfer Unternehmens zum Champagner-Umtrunk geladen. Die opulente Geburtstagstorte, ein Geschenk der Messe Düsseldorf, passte perfekt zum erlesenen Tropfen.

Genauso selbstverständlich wie Top-Entscheider sind auf der GDS mittlerweile die prominenten Gesichter. Diesmal sorgten die sympathische Luisa Hartema, Gewinnerin der CastingShow‚ Germany‘s next Topmodel‘ und First-Row-Gast Jana Pallaske für einen Presseauflauf am Catwalk, nachdem dort die Trends der kommenden Wintersaison präsentiert wurden.

Luisa Hartema 04/2013SHOEZ


MESSENBUSINESS15

Konzentration auf EuroShoes in Moskau legt zu

Qualität

Vom 19. bis 22. Februar fand in Moskau zum elften Mal die russische Schuhfachmesse EuroShoes statt. In drei Hallen des Sokolniki Exhibition Center präsentierten auf einer Bruttoausstellungsfläche von rund 15.000 Quadratmetern 210 Firmen ihre neuen Kollektionen für die Saison Herbst/Winter 2013/14 – insgesamt über 400 Marken. Der Schwerpunkt dabei lag wie gehabt bei Herstellern aus Deutschland, für die in vielen Fällen die EuroShoes längst zur wichtigsten Schuhfachmesse in Russland geworden ist. Daneben waren aber auch Firmen aus Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Slowenien und Spanien mit von der Partie; aus dem außereuropäischen Bereich präsentierten sich Aussteller aus Australien, Brasilien, Israel und den USA.

Speziell für viele deutsche Hersteller ist die EuroShoes heute die wichtigste Schuhfachmesse in Russland, Fotos: EuroShoes, Manfred Willsch (2)

Wie der Veranstalter der EuroShoes mitteilte, kamen zur jüngsten Messe rund 6500 Fachbesucher aus Russland und den GUS-Staaten. Eingeladen werden zu der Messe ausschließlich Facheinkäufer. Da es in Russland keine Orderzentren gibt und eine Kollektionsvorlage im Haus des Händlers eher unerwünscht ist, werden auf der Messe noch richtig Orders geschrieben. Schon am ersten Messetag waren daher auch gerade die Stände der „Großen“ im Russlandgeschäft rasch voll belegt. Nachdem die Lage auf dem russischen Markt eine Weile schwächer gewesen war, laufen die Geschäfte inzwischen wieder gut, insbesondere im mittleren Genre. Etwas differenzierter stellt sich die Lage im gehobenen Marktsegment dar, in dem aber auch viele Firmen sehr gute Geschäfte machen. Die meisten Aussteller zeigten sich mit dem Verlauf der EuroShoes überaus zufrieden, sie werden auch wieder beim nächsten Mal auf der Messe dabei sein. Während der vier Messetage hätten zudem bereits 15 neue Firmen einen Stand auf der nächsten Messe, die vom 20. bis 23. August stattfindet, gebucht. Die EuroShoes wird damit nach heutigem Stand der Dinge im August ihre Wachstumsstory fortschreiben, auch wenn Messechef Yan Belayev betont, dass es nicht sein Ziel sei, von Messe zu Messe jeweils weiter zu wachsen: „Wir wollen uns auf die Qualität der Veranstaltung konzentrieren und unseren Ausstellern wie Besuchern kreative Lösungen und besten Service liefern. Unser Ziel ist es, die qualitätsmäßig beste Messe in Europa zu sein.“ Die EuroShoes im Februar wurde jetzt von IT Systems auditiert, wobei dieses Unternehmen auch seitens des weltweiten Verbands der Messen UFI sowie der deutschen FKM anerkannt ist. Die Ergebisse dieser Prüfung werden erst im Laufe des nächsten Monats erwartet. Manfred Willsch SHOEZ 04/2013

ANZEIGE

92 %

unserer Händler betrachten Innovationen für den Verkauf als hilfreich! Ku n d e n u m f r a g e 2 0 1 1

WIR SAGEN DANKE!

www.pedag.de


16BUSINESSMESSEN

I.L.M zieht positive Bilanz Messechefin Diehl verabschiedet sich mit neuer Halle In guter Stimmung und durchweg positiv bewertet ging nach dreitägiger Dauer in Offenbach die 138. Internationale Lederwaren Messe - I.L.M Winter Styles zu Ende. 261 Firmen aus 16 Ländern stellten vom 9. bis 11. März in den Hallen der Messe Offenbach vor, was im kommenden Herbst/Winter bei Lederaccessoires Mode macht. Auf dem Ausstellungsprogramm der I.L.M Winter Styles standen neueste modische Taschen-Kollektionen, darunter eine Vielzahl internationaler Lifestyle- und Designerlabels und marktstarker Young-FashionAngebote, sowie neue Trendkollektionen bei Kleinlederwaren, Reise- und Freizeittaschen, Business- und Schulartikeln, Schirmen, Handschuhen, Gürteln und sonstigen Modeaccessoires.

Mit rund 5900 Besuchern übertraf der Besuch der I.L.M Winter Styles 2013 die Erwartungen der Messegesellschaft und die Besucherzahl der korrespondierenden Vorjahres-Veranstaltung um knapp zwei Prozent. Die positive Entwicklung leitet sich aus einem Zuwachs beim Auslandsbesuch ab, der einen leichten Rückgang beim Inlandsbesuch mehr als kompensieren konnte. Auch diesmal waren in den Messehallen an der Kaiserstraße wieder Einkäufer aus über 40 Ländern der Welt zu Gast. Sehr positiv kommentiert wurden von Ausstellern wie Besuchern die zu diesem Termin fertig gestellten neuen Ausstellungsflächen im Eingangsbereich und der komplett neu erstellten Messehalle C1. Für die Facheinkäufer von Lederwaren steht vom 21. bis 23. September die I.L.M Summer Styles mit den Modemusts und Neuheiten Frühjahr/Sommer 2014 auf dem Programm. Für Ursula Diehl in der Position der Geschäftsführerin der Messe Offenbach GmbH war es die letzte ILM. Sie verabschiedet sich nach über 30-jähriger Tätigkeit Ende Mai in den Ruhestand. Ihre Aufgaben übernimmt künftig Arnd Hinrich Kappe, der bereits seit Juli vergangenen Jahres die Geschäftsleitung ergänzt und künftig als alleiniger Geschäftsführer die Geschicke lenken wird.

Samsonite

Letzte I.L.M für Messechefin Ursula Diehl. Ihr Nachfolger ist Hinrich Kappe.

Lederwarenindustrie leicht im Plus Der Umsatz der deutschen Lederwaren- und Kofferindustrie ist 2012 um 1,7 Prozent auf 268,2 Millionen Euro gewachsen. Die Exporte erhöhten sich um 2,9 Prozent auf 1,253 Milliarden Euro, wichtigste Abnehmerländer waren Österreich, Frankreich, die Schweiz, Polen und Großbritannien. Auch die Einfuhren von Lederwaren und Reisegepäck legten zu: Sie erhöhten sich um 4,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Die Importe aus China machen die Hälfte aller Einfuhren nach Deutschland aus. Es folgen Italien, Indien, Frankreich und Vietnam. 04/2013SHOEZ


MESSENBUSINESS17

Micam betont ihren globalen Führungsanspruch Veranstalter im Höhenflug im Vorfeld der ersten Micam Shanghai Trotz eines leichten Besucherrückgangs, den die Micam anlässlich ihrer letzten Ausgabe vom 3. bis 6. März hinzunehmen hatte: Die Verantwortlichen befinden sich im Höhenflug. Grund dafür: Die positiven Zahlen im Vorfeld der ersten Micam Shanghai vom 9. bis 11. April. Vor allem aber die Tatsache, dass man sich mit dieser neuen Messe gegen die Konkurrenz aus Düsseldorf durchgesetzt hat. 1538 Aussteller präsentierten anlässlich der 75. Micam vom 3. bis 6. März auf einer Ausstellungsfläche von 68.000 Quadratmetern im Messegelände Fiera Milano Rho ihre neuen Kollektionen für die Herbst/Winter-Saison 2013/14. Sie lockten insgesamt 35.389 Fachbesucher an – ein Prozent weniger als zur entsprechenden Vorjahresveranstaltung (36.049). Speziell die wirtschaftliche Schwäche am nationalen Heimatmarkt kostete dabei die Micam Besucher, während der Zuspruch seitens der internationalen Fachbesucher weiter gestiegen ist; sie kamen aus über 100 Ländern nach Mailand. Anci-Geschäftsführer Fabio Aromatici erläuterte, dass infolge der Verschiebungen in der Besucherstruktur dieses Mal erstmals die Zahl der Auslandsbesucher über derjenigen der Inlandsbesucher gelegen habe. Und dass die Micam sich nunmehr eine Internationalisierungsstrategie auf die Fahnen geschrieben habe, mit der man die wachstumsstarken Regionen des Globus für Schuhmode made in Italy begeistern will. Den ersten Schritt unternimmt man dabei in die Wachstumsregion China. Mit besonderem Stolz präsentierten die Veranstalter der Presse dieses Mal die Zahlen zur Premiere der Micam Shanghai, die vom 9. bis 11. April im Shanghai Exhibition Centre auf einer Ausstellungsfläche von 15.000 Quadratmetern stattfindet – in Zusammenarbeit mit der Fiera Milano sowie Hannover Milano Fairs Shanghai, eingebettet in die Shanghai Fashion Week. Anci-Präsident Cleto Sagripanti erläuterte, dass man sich hier für die Erstveranstaltung 200 Teilnehmer als Ziel gesteckt hatte, de facto sei man aber schlussendlich bei 240 gelandet, wobei ein Drittel davon nicht aus Italien komme – aus insgesamt zwölf Ländern. Die Firmen sollen dabei allesamt im mittleren, gehobenen bis hin zum High-end-Markt aktiv sein. Enrico Pazzali, der Vorstandsvorsitzende der Mailänder Messegesellschaft, rief bereits zum Ziel aus, dass die Micam Shanghai die einzige Messe im Reich der Mitte sein solle, auf der die hochwertigsten Schuhkollektionen präsentiert würden. Und er machte keinen Hehl aus seiner großen Freude, dass man sich gegen einen großen Gegner, nämlich die Deutschen, durchgesetzt habe – ähnlich wie im Fußball.

Im Rahmen der Micam-Pressekonferenz standen internationalen Journalisten Rede und Antwort (von links nach rechts): Fabio Aromatici, Cleto Sagripanti und Enrico Pazzali. Fotos: theMicam SHOEZ 04/2013

Dieses Mal waren etwas weniger Besucher als vor Jahresfrist zur Micam gekommen – aber im Allgemeinen herrschte „Business as usual“.

Die Düsseldorfer Messe hatte bekanntlich die von ihr geplante Schuhmesse für China, die GDS Select, abgesagt. Demgegenüber steht bereits der Termin für die zweite Micam Shanghai: Sie ist für den 11. bis 13. Oktober angekündigt. Und laut Fabio Aromatici haben rund 60 Prozent der Teilnehmer an der Premierenveranstaltung direkt für die Folgemesse mitgebucht. Während man sich bei der Anci und deren Partnern über die Performance der Messen freuen konnte, war dies bei der Entwicklung der Schuhindustrie nicht der Fall. Im vergangenen Jahr ist die italienische Schuhproduktion wertmäßig um 1,4 Prozent, mengenmäßig sogar um 4,1 Prozent eingebrochen. Cleto Sagripanti schmerzte dabei, dass man mit 199,1 Millionen Paar die symbolische Schwelle von 200 Millionen Paar unterschritten hatte. Ursächlich dafür ist nicht zuletzt die schwierige Situation am Inlandsmarkt: Laut den Zahlen des Fashion Consumer Panel von Sita Ricerca war der private Schuhkonsum im Vorjahr mengenmäßig um 3,8 und wertmäßig um 4,5 Prozent rückläufig. Im Export hingegen hatte die italienische Schuhindustrie immerhin ein wertmäßiges Plus von 2,8 Prozent erzielen können; gleichwohl reduzierten sich auch hier die Ausfuhren mengenmäßig um gut sechs Prozent. Am Abend des zweiten Messetages wurde im Rahmen einer Abendgala wieder der Micam Award verliehen – an die „besten italienischen und internationalen Einkäufer“. Ausgezeichnet wurden dieses Mal Roberto Tassinari von Tassinari srl sowie Roger Bromley von Russel & Bromley. Die Galaveranstaltung „Mirror“ wurde dabei wieder in Kooperation mit Vogue Accessory organisiert, Veranstaltungsort war dieses Mal der traumhafte Spiegelsaal des Teatro Vetra. Die nächste Micam findet vom 15. bis 18. September statt. Manfred Willsch


18BUSINESSmessen

Im Fokus: [ Mode und Nachhaltigkeit ] Die 31. Modacalzado in Madrid Vom 9. bis 11. März war es wieder soweit: Madrid präsentierte die 31. Ausgabe der Modacalzado + Iberpiel. Mehr als 400 Marken stellten ihre neuen Kollektionen zur Saison Herbst-Winter 2013/2014 vor.

Neue Marken, neue Trends Überrascht wurde das Publikum in diesem Jahr von Newcomer-Marken, wie Frida, Guru oder Coolway, welche sich erstmalig in Madrid vorstellten, und sich zu den anderen Prestigemarken gesellten, die traditionell an der Messe teilnehmen, wie Pura Lopez, Desigual, Xti und Hispanitas. Modisch wird der Winter allemal, allerdings zeigt sich die HerbstWintermode ähnlich wie im letzten Jahr: Schwarze Leder-Ankleboots mit abgerundeten Goldspitzen und Nietenapplikationen dominieren im kommenden Winter sowohl bei der Marken „Sacha London“, als

Si by Sinela

Hispanitas

Destroy

Sacha London

Sixtyseven

Desigual

Pura Lopez

Menbur

Pons Quintana

Mustang

Madrid lud ein, und internationale Fachbesucher machten sich auf den Weg zur größten spanischen Schuhmesse, die dieses Jahr erneut vom Massenveranstalter IFEMA in Zusammenarbeit mit dem Schuhherstellerverband Fice veranstaltet wurde. Neben einem deutlichen Zuwachs an Ausstellern von 15 Prozent verzeichnete die Messe in diesem Jahr 7125 Einkäufer aus 63 Ländern. Somit waren schon am zweiten Tag alle Erwartungen übertroffen, und die Aussteller zeigten sich besonders, was Frequenz und Qualität der Besucher betraf, zufrieden. Ein großer Aspekt der diesjährigen Messe nahm erstmalig das Thema Nachhaltigkeit ein, das auch in Spanien eine immer größer werdende Rolle spielt, Am dritten Messetag präsentierte die „NGO Humana“ , welche auch in Deutschland vertreten ist, den Messebesu-

chern einen Beitrag zur Finanzierung von Kooperationsprojekten der Humana-Second-Hand-Läden, die es zum Ziel haben, die Sensibilisierung des neuen Modekonzeptes bei Herstellern und Vertreibern der Schuhbranche zu fördern. Humana kämpft bereits seit 25 Jahren in 42 verschiedenen Ländern weltweit gegen die Verschwendung von Klamotten und Schuhen.

04/2013SHOEZ


messenBUSINESS19

Konzentrierte Arbeitsatmosphäre herrschte in den Messehallen.

auch bei „Gaimo“. Bei „Pura Lopez“ spielt Femininität in der kommenden Saison eine entscheidende Rolle und so findet man neben Lack und Leder verspielte High Heels in zarten Farben. Und apropos Lack: Lack ist der Trend des Winters 2013: Ob an High Heels, Mid Heels oder Ankleboots, Lack zeigt sich als unauffällige Applikation oder gleich am kompletten Schuh, gerne in auffälligen, eleganten Rottönen. Die spanische Marke „Desigual“, die in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnt, schlägt ganz andere Wege ein. Mit der neuen Kollektion „We love“ möchte das Label für ein buntes Auftreten in der kalten Jahreszeit sorgen. Mit Animalprint und Military Style an den neu entwickelten Gummistiefeln sorgt Desigual definitiv für Aufsehen. Ob der Trend in Deutschland genau so gut ankommt wie in Spanien, bleibt abzuwarten.

Letzte Veranstaltung im Alleingang Diese Modacalzado+Iberpiel war die letzte, die im Alleingang stattfand. Ab der kommenden Ausgabe, die vom 6. bis zum 8. September stattfindet, wird die Modacalzado gemeinsam mit SIMM – Internationale Madrider Modesalons – im Rahmen eines neuen Projektes über die Bühne gehen, bei dem beide Messen mit ihren Namen unter dem Schirmbegriff MOMAD – Modeevents in Madrid – ausstellen werden. Dieses neue Projekt soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern und kommt dem in den letzten Jahren zunehmenden Trend des Gesamtoutfit-Gedankens entgegen, so Francesco Malatesta, Direktor der Modacalzado+Iberpiel. Lisa Hüttl

ANZEIGE

FLEX77 INNOVATION AUF HÖCHSTEM NIVEAU FLEXIBILITÄT. STABILITÄT. PREMIUMQUALITÄT.

• Von Spezialisten entwickelt und führenden Sportlern eingesetzt • Gibt dem Fuß Stabilität und Flexibilität durch schräg laufende Wellen • Außergewöhnlicher Design Präsenter • Emotionaler Werbefilm plus Fachinformationen zum Produkt

Weitere Informationen zu FLEX 77 und dem gesamten Bergal-Sortiment erhalten Sie unter fon: 0 61 31 – 9 64 25 10 oder web: www.bergal.de SHOEZ 04/2013


20fashionpresseguide

Frühlingsfrische

Farben

Auf Frühling und die warme Jahreszeit sind die April-Ausgaben der Fashion-Magazine eingestellt. Da werden pastellige Sandalen gezeigt, aber auch neonfarbene Sneaker. Ein Revival erlebt der Kitten Heel ebenso wie die Sixties-Sandalen mit ihren blockigen Absätzen. Und auch Metallic setzt frische und elegante Akzente bei Sommerstiefeletten und Pumps.

Top 10 * Konsum

1. Asos 2. Tamaris 3. Deichman n 4. Zara 5. Buffalo 6. Geox 7. Nike 8. Converse 9. Zalando 10. Högl

PETRA (April 2013) Ob Retro Heels, Dandy-Schnürer, Slingpumps oder Wedge-Sandalen – an den neuen, vielseitigen Sommermodellen kommt keine Frau vorbei. Als Newcomer gelten die so genannten Retro-Heels – hohe Blockabsätze, die mit interessanten Details für einen starken Auftritt sorgen.

Exklusiv

1 . Stuart Weitzman 2. Chanel 3. L’autre Chose 4. Attilo Giusti Leombrun i 5. Pierre Hardy 6. Nicolas Kirkwood 7. Gucci 8. Stella Mc Cartney 9. Jean-Mich el Cazabat 10. Unützer

*Anzahl der redaktionellen Abbildungen

MADAME

MAXI

(April 2013) Sie sind wieder da: die Kitten Heels. Designer wie Marc Jacobs, Anna Sui und Jimmy Choo setzen 2013 wieder auf den kleinen Absatz aus den 50er Jahren. Madame zeigt die exklusivsten Modelle von romantisch bis sexy.

(April 2013) Welche Schuhe trägt man zu Maxi-Röcken, zu Röhren-Hosen, zu Mini-Kleidern oder Schlag-Hosen? Die Maxi-Moderedaktion stellt mehrere Varianten vor und gibt Tipps, wie man nur durch die Wahl des richtigen Schuhs auch noch schlanker aussieht. 04/2013SHOEZ


presseguidefashion21

FREUNDIN

In

GRAZIA

(No.7/2013) Eine Prise Retro gefällig? Dann zu den neuen, alten Sixties-Sandalen mit mittelhohen Blockabsätzen greifen. Die Freundin-Redaktion zeigt die schönsten Modelle in sanften und kräftigen Farben, mit Schlangenprints, Fesselriemen oder Flechtdetails zwischen 50 und 250 Euro.

(No.12/2013) Stylish und glamourös sind die neuen Highheels in Metallic-Optiken. Ob allover oder mit schimmernder Zehenkappe, goldenen Riemchen oder Absätzen – ein glanzvoller Auftritt ist sicher. Gezeigt werden Modelle zwischen 45 Euro (Even & Odd) und 335 Euro (Stuart Weitzman).

(No.12/2013) Der Stil-Marathon hat begonnen: bunte Retro-Sneakers liegen voll im Trend und werden mittlerweile nicht mehr ausschließlich von Sportschuhanbietern, sondern auch von Vertikalen wie Topshop und Zara oder High-Fashion-Labels wie Sergio Rossi angeboten. Dementsprechend groß ist die Auswahl.

Tipp:

LAVIVA

JOLIE

(April 2013) Begleiter zu weiten Musterhosen oder 7/8-Röhrenhosen gesucht: Natürlich kommen da vor allem flache Ballerinas, Loafers und Schnürer infrage. Sie zeigen sich mit neuen Prints, silbernen Zehenkappen, Durchbrüchen oder in MetallicOptiken.

(April 2013) Sneakers oder Booties? Oder am besten beides? Die Jolie-Redaktion zeigt die trendigsten Modelle – vom bunten Retro-Sneaker bis zum Western-Boot in Snake-Optik.

SHOEZ 04/2013

High-Top-Sneakers? Da denken viele Frauen: „Schwierig zu stylen!“ Dabei passen diese Sneaker-Modelle immer (!) zu super-engen Hosen, egal ob diese aus Stoff sind, oder ob es sich um eine Röhren-Jeans handelt. Wichtig: „Die Hose muss immer in die Schuhe beziehungsweise hinter die Lasche gesteckt werden“, raten die Trend-Experten der Maxi-Redaktion. Luise Böhm


22SPECIALSchuhtechnik

Echte s Interview mit dem Bonner Schuhmacher Michael Döring Die derzeitige wirtschaftliche Situation hat das Leben verändert und den Konsum in neue Bahnen gelenkt. Daraus entstehen ein neuer Wunsch nach Optimismus und die Sehnsucht nach Besonderem. Die Folge: Luxus boomt. Im Zuge dessen wird echtes Schuhhandwerk wieder geschätzt und nachgefragt. Immer mehr hochwertige Schuhe finden ihren Weg zur Schuhreparaturwerkstatt. Klassische Schuhreparaturen bei qualifizierten Schuhmachermeistern sind wieder auf dem Vormarsch. SHOEZ ist der Fragestellung „Ist echtes Schuhhandwerk noch gefragt?“ nachgegangen und hat dazu den Schuhmachermeister Michael Döring interviewt, der in seiner Familie bereits auf eine lange Tradition im Schuhhandwerk zurückblicken kann, denn bereits sein Großvater wie auch sein Vater waren wie er Schuhmachermeister. Seinen Betrieb in der Bonner Südstadt führt Michael Göring seit 1992.

Schuhtechnik

SHOEZ: Ist heutzutage echtes Schuhhandwerk noch gefragt? Michael Döring: Ja, echtes Schuhhandwerk ist gefragt, auch wenn es zeitweise etwas rückläufig war. Billigimporte aus Asien haben große Auswirkungen auf unser Dienstleistungsgewerbe. Wenn Kunden dann bei Aldi oder Lidl Schuhe für 30 Euro kaufen, lassen sie diese nicht mehr reparieren. Einerseits nahm die Anzahl an Reparaturen erst einmal ab. Doch seit kurzer Zeit realisiere ich wieder einen Anstieg an Qualität. Dies lässt für die Zukunft hoffen. Jedoch sind die Umsätze generell immer stabil geblieben. Dies liegt sicher auch an der exponierten Lage in Bonn. Mittlerweile ist es so, dass meistens nur noch hochwertige Schuhe den Weg zur Schuhreparatur finden. Außer es sind Liebhaberstücke, dann kann es sein, dass man auch „Billigschuhe“ immer wieder repariert. Denn Kundenwünsche zu befriedigen ist meine oberste Maxime. SHOEZ: Lassen Menschen ihre Schuhe noch besohlen? Michael Döring: Auf jeden Fall, vor allem im hochwertigen Bereich. Dabei ist Hochwertigkeit ein dehnbarer Begriff. Für den einen sind Schuhe für 100 Euro hochwertig, für den anderen fängt Hochwertigkeit ab 300 Euro aufwärts an. Wie gesagt ist die Nachfrage in letzter Zeit wieder gestiegen. Dabei variieren die Modelle permanent, selbst Sneaker werden repariert. SHOEZ: Welche Tätigkeiten werden heute besonders nachgefragt? Michael Döring: Der überwiegende Teil sind natürlich Schuhreparaturen mit Fokus auf Absatzreparaturen von extremen Profilen, Decksohlen, komplette Besohlung, Durchnähen von Schuhen bis hin zu Handnäharbeiten. Doch generell mache ich alles von der Tasche bis hin zur Jackenreparatur. Zum Angebotsportfolio gehören auch Schlüsselverkauf aber auch das Weiten oder enger machen von Schuhen sowie auch von Stiefelschäften. Denn eine zunehmende Käuferschaft kauft ihre Schuhe im Internet. Dies führt oftmals zu Passformproblemen, da die Schuhe vor dem Kauf natürlich nicht anprobiert werden können. Selbst Stühle habe ich schon mit Leder bezogen, denn bei mir ist der Kunde König. Wenn es in meinem Ermessensspielraum liegt, werden alle Kundenwünsche erfüllt und realisiert. Die Kundezufrie04/2013SHOEZ


SchuhtechnikSPECIAL23

Sch u h h a n dwer k ist wieder auf dem Vormarsch denheit spiegelt sich darin wieder, dass die Kunden mit der Zeit zu Stammkunden avancieren. SHOEZ: Welche Materialien werden bearbeitet? Michael Döring: Generell werden erst einmal alle Materialien bearbeitet, auch wenn die Materialwelt im Gegensatz zu früheren Zeiten umfangreicher geworden ist mit PVC, PU, TVR, verschiedenen Kunststoffen und auch Latex. In erster Linie verarbeite ich jedoch Leder und Gummi für die Besohlung, manchmal sind es auch aufgeschäumte Materialien. SHOEZ: Was muss der Schuster auf dem Lager vorhalten? Michael Döring: Im Grunde genommen muss ich nicht so viel auf Lager vorhalten, da die Lieferanten zweimal pro Woche kommen. Dies ermöglicht eine hohe Flexibilität zu gleichbleibenden Konditionen. Doch macht es schon Sinn, gewisse Absätze und Sohlenmaterialien, die stark nachgefragt werden, in höheren Mengen einzukaufen. Dabei ist die Form der Absätze extrem modeabhängig, vor allem bei Frauen. Eine Zeit lang waren Stiftabsätze bei Pumps sehr beliebt, aber dies wandelt sich gerade wieder in breitere und flachere Varianten. In der Mode gibt es immer wieder Wellenbewegungen in den Trends, wo nach breiteren Varianten wieder schmalere angesagt sind und umgekehrt. Dabei gibt es regelrechte Dekadensprünge, denn zirka alle zehn Jahre wandelt sich das Bild.

SHOEZ: Haben sich die Materialien der eingereichten Schuhe in den letzten Jahren verändert? Michael Döring: Kann man nicht sagen. Ich denke es gab immer gute und schlechte Materialien. Als ich 1992 den Laden in der Bonner Südstadt übernahm, habe ich Materialien von meinem Vorbesitzer übernommen und diese waren nicht von sehr hoher Qualität. Ich stehe jedoch auf dem Standpunkt, man kann nur gute Qualität liefern, wenn vernünftige Materialien zum Einsatz kommen. Das hat seinen Preis, aber dafür haben die von mir reparierten Schuhe eine längere Lebensdauer. Die Kundenzufriedenheit ist dabei für mich immer wieder ein Beleg für die hohe Qualität meiner Arbeit. SHOEZ: Werden auch „billige“ Schuhe zum Besohlen gegeben? Michael Döring: Ja, das kommt auch schon einmal vor. Selbst wenn die Reparatur teurer ist als der gesamte Schuh gekostet hat. Ein Kunde sagte einmal, er habe keinen anderen Schuh, in denen er besser laufen könne oder diese Form und Farbgebung möge er besonders. Es gab einmal eine Begebenheit kurz nachdem ich das Geschäft eröffSHOEZ 04/2013

net hatte, da kam ein Kunde mit einem relativ guten Schuh, der aber schon sehr abgetragen war, so dass ich ihm geraten habe, den Schuh wegzuwerfen. Und der hat dann so lange gebettelt und gebettelt und gesagt: „Können Sie nicht doch noch einmal, ich kann so gut darin laufen…“ – und so habe ich mich erbarmt und ihm diese bestimmt über zehn Jahre lang immer wieder besohlt und überarbeitet. Am Ende war das Oberleder extrem brüchig und der Rahmen defekt, so dass er sich dennoch von diesem Schuh trennen musste. SHOEZ: Welche Kunden kommen zu Ihnen? Hat sich die Klientel verändert? Michael Döring: Kreuz und quer durch alle Schichten bis hin zu Studenten. Denn in allen Generationen wird wieder Wert auf gute Qualität bei Schuhen gelegt. Natürlich erkennt man, dass die ältere Generation vermehrt auf Qualität der eingesetzten Materialien achtet. Doch auch die junge Generation kommt mehr und mehr auf den Gedanken, ihre Schuhe möglichst lange zu erhalten. SHOEZ: Welcher Werdegang ist heute wichtig, um diesen Beruf auszuüben? Michael Döring: Klassischerweise die Ausbildung zum Schuhmachergesellen. Der Meisterzwang ist zwar nicht mehr gegeben, dennoch rate ich dazu. Denn gerade wenn man sich selbstständig machen möchte, erhält man während der Ausbildung zum Meister sehr viel mehr kaufmännisches Wissen. So wird bei der Meisterprüfung auf das kaufmännische Know-how fast mehr Wert gelegt als auf die Fachpraxis. SHOEZ: Wo sehen Sie Zukunftschancen im Schuhhandwerk? Michael Döring: Im Schuhhandwerk sehe ich schon gute Zukunftsperspektiven, da echtes Schuhhandwerk mehr und mehr nachgefragt wird. Es gibt einen spürbaren Wertewandel zu mehr Qualität und im Zuge dessen stehen die Zeichen auf positiv. Allerdings denke ich, dass viele Kollegen sich auf Maßschuhe spezialisieren, da dies sicher lukrativer ist. Interview: Heike Frömbgen


24SPECIALSchuhtechnik

Handwerk Deluxe Vickermann & Stoya – Maßschuhe aus Baden-Baden Ob klassische Damen- und Herrenschuhe, Sportschuhe oder ausgefallene Sonderanfertigungen aus Exotenleder: Ein Maßschuh aus der Werkstatt von Vickermann & Stoya steht für exzellentes Handwerk, beste Verarbeitung und hochwertige Materialien – und verbindet aufgrund seiner traditionellen Herstellung Stilsicherheit mit hervorragende Passform. Hinter der heute international erfolgreichen Schuhmanufaktur Vickermann & Stoya aus Baden-Baden stehen Matthias Vickermann und Martin Stoya. 2004 lernten sich die beiden Schuhmacher kennen, entdeckten ihre gemeinsame Leidenschaft für edle Maßschuhe und feinste Handwerkskunst und gründeten schon 2005 die „Vickermann & Stoya Maßschuhe GbR“. Sie entwickelten ein einzigartiges Konzept, um das Thema „Maßgefertigte Schuhe“ zu entstauben und erreichten es so, in diesem Segment eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Mit nur geringem Startkapital gründeten sie ihr Unternehmen und übernahmen Räumlichkeiten, Werkstatt und Kundenstamm von zwei alteingesessenen Baden-Badener Schuhmachern. Zunächst standen hauptsächlich Reparaturarbeiten im Zentrum des jungen Unternehmens. Inzwischen verfügt Vickermann & Stoya im Maßschuhbereich über einen festen nationalen und internationalen Kundenstamm. So schätzen seit längerem selbst Kunden aus Puerto Rico und dem Senegal den hohen Komfort der Produkte, den individuellen Service und die große Auswahl an Modellen. Rund 25 Paar handgefertigte Maßschuhe verlassen pro Monat die Baden-Badener Manufaktur – Tendenz steigend.

Nach dem Umzug in größere Räumlichkeiten bietet nun eine offene Manufaktur jedem Kunden die Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck von der exzellenten Arbeit der Schuhmacher zu verschaffen. Über der Werkstatt sind der „Schuhputzsalon“ nebst Bar und weiteren Räumen beheimatet, in denen regelmäßig Schuhputzseminare, Schulungen und Veranstaltungen gemeinsam mit anderen Manufakturen stattfinden. Traditionelles Handwerk – modernes Marketing Matthias Vickermann und Martin Stoya entwickeln ihr Unternehmen stets weiter. Daher präsentieren sie auf www.vickermannundstoya.de nicht nur ihre umfangreiche Kollektion feinster Maßschuhe, sondern bieten als besonderen Service ein Formular für den deutschlandweiten Reparaturservice zum downloaden. Auch die Social-Media Angebote Facebook, Twitter, Youtube und Co nutzen Vickermann & Stoya konsequent zur Gewinnung neuer Kunden sowie Bindung bestehender Kunden. Ein Online-Shop für hauseigenes Schuhputz-Zubehör www.schuhpflegekontor.de und eine eigene iPhone-App runden die Angebote ab. Maßschuh-Tage im Rocco-Forte „Hotel de Rome“ in Berlin und deutschlandweite Veranstaltungen auf Landpartien unterstützen die Bekanntheit maßgeblich. Seit April 2008 begleitet Matthias Vickermann zweimal im Jahr die „MS Europa“. An Bord hält Vickermann Fachvorträge über die Herstellung von Schuhen und lädt die Gäste zu Schuhputzseminaren ein. Ferner bietet er interessierten Gästen die Möglichkeit, ihre Füße vermessen zu lassen und ihre gewünschten Schuhmodelle auszusuchen.

Regelmäßig werden in der Werkstatt Schuhputzseminare veranstaltet. 04/2013SHOEZ


SchuhtechnikSPECIAL25

Ein maßgefertigter Schuh von Vickermann & Stoya kostet 1400 Euro. Die Erstbestellung (Damen oder Herren) inklusive Leisten und Probeschuh liegt bei 1800 Euro und dauert rund drei bis vier Monate. Trotz der hochpreisigen Produkte sieht sich Vickermann & Stoya nicht als elitärer Luxusbetrieb, sondern in erster Linie als Handwerksbetrieb. Der grundsätzliche Respekt gegenüber jedem Kunden ist eine entscheidende Grundlage der Geschäftsphilosophie. Bodenständigkeit, Warmherzigkeit und Offenheit sind gelebte Werte im Geschäftsalltag. Ob kleine Reparaturen oder Maßschuhe aus feinstem Leder: Jeder Kunde ist willkommen.

Die Firmengründer Matthias Vickermann (links) und Martin Stoya

ANZEIGE

WER WENDIG IST, KENNT KEINEN

SCHWIERIGEN BODEN

BK Giulini GmbH · BU Rhenoflex Giulinistraße 2 · 67065 Ludwigshafen / Germany Tel. +49 (0) 621 57 09 - 03 · Fax +49 (0) 621 57 09 - 6321 info@rhenoflex.com · www.rhenoflex.com

www.agentur-barth.de

In schwerer See heißt es beweglich und trittsicher sein. Rhenoflex als Global Player hat dafür unter dem Dach einer starken Holding frühzeitig die strategischen Grundlagen geschaffen. Nachhaltig produzierte und über ein weltweites Netzwerk verfügbare Schuhkomponenten sowie die stabile Zusammenarbeit mit namhaften Lieferanten schaffen eine herausragende Marktposition. Stützen Sie sich also ruhig auf uns.


26SPECIALSchuhtechnik

Familienunternehmen und Global Player Wilhelm Textil: Marktführer für Schuhtextilien und Futterstoffe in Europa Seit über 60 Jahren koordiniert Wilhelm Textil in Pirmasens die Produktion von Schuhtextilien und die vielfältigen Veredelungsprozesse. Diese langjährige Kompetenz im Schuhbereich, die hohe Qualitätsorientierung bei Material und Verarbeitung sowie die umfangreiche Kollektion in den Bereichen technische Stoffe, modische Oberstoffe und Futtermaterialien haben das Unternehmen zum Marktführer in Europa gemacht. Unter der Führung der Geschäftsführer Werner und Alexander Wilhelm steht die Orientierung des Unternehmens in internationalen Verkaufsmärkten im Vordergrund. Wilhelm Textil gründete in den vergangenen Jahren eigene Produktionsstätten in Indien und eine Niederlassung in Portugal. Darüber hinaus ist Wilhelm Textil mit eigenen Vertretungen global präsent. Wilhelm Textil ist ein „vollstufiger Betrieb“ mit allen Fertigungsund Veredelungsstufen, was dem Kunden Unabhängigkeit und Flexibilität bietet, da alle Kundenwünsche aus einer Hand geboten werden können. Die Schuhtextilien finden sich in vielen Schuhen und Endprodukten von internationalen Herstellern wieder. Egal ob Damen-, Herren- oder Kinderschuhe, elegant oder sportlich, für Beruf, Freizeit oder Zuhause – Wilhelm Textil bietet das passende Material für nahezu alle Anforderungen. Der Bereich Technische Stoffe ist ein Highlight des Produktpotfolios, denn bei den technischen Stoffen sind die Entwickler des Unternehmens immer am Puls der Zeit. Die kundenorientierte, individuelle

Beratung und Produktentwicklung gehören zu den Stärken von Wilhelm Textil. Im Bereich Textiloberstoffe setzt Wilhelm Textil jedes Jahr neue Highlights bei Obermaterialien, Applikationen oder Besatzstoffen. Die Mitarbeiter des Spezialanbieters transferieren bei ihren Kollektionen die neuesten modischen Trends und Tendenzen der Textilbranche auf den Schuhsektor. Gerade im Schuhinnenfutter-Segment bietet das Pirmasenser Unternehmen Schuhherstellern des gehobenen Qualitätsniveaus eine breite Angebotspalette. Dabei nimmt das Zusammenspiel von optischen und funktionellen Werten einen immer größeren Stellenwert bei Schuhen ein. Vom Trekking- und Sportschuh über den City- und Casualbereich bis hin zum Wind- und Wetterstiefel produziert das Unternehmen zahlreiche Futter-Alternativen von antitbakteriellen über klimaregulierende bis zu eleganten Futterstoffen. Als exklusiver Partner von Sympatex bietet Wilhelm Textil auch Funktionsfutter mit der Klimamembran.

Wilhelm Textiles India Pvt. Ltd, Tochterunternehmen der Werner Wilhelm GmbH in Pirmasens, erhielt zum zweiten Mal in Folge den Export-Award in Indien. Anlässlich der Indian International Leather Fair (IILF) wurde das Unternehmen mit dem ersten Platz in der Kategorie Export Award 2011/2012 Footwear Components ausgezeichnet. Wilhelm Textiles produziert bereits seit 1994 in Gurgaon (in der Nähe von Neu-Delhi) Futter- und Oberstoffe sowie technische Textilien und Einlagestoffe für die Schuhindustrie. Im südindischen Schuhzentrum Chennai ist Wilhelm Textiles mit einem Verkaufsbüro und Auslieferungslager vertreten. Das Unternehmen beliefert primär Premium-Schuhproduzenten in Indien und weiteren asiatischen Ländern. Mittlerweile zählen auch Bekleidungs- und Automobilindustrie zum Kundenkreis der expandierenden Wilhelm Textiles Pvt. Ltd.

Wilhelm Textil in Kürze Wilhelm Textil wurde 1948 in Pirmasens, dem industriellen Zentrum für Schuhverarbeitung in Deutschland, von Hermann Wilhelm gegründet. 1971 musste die Geschäftsführung der zunehmenden Expansion Tribut zollen und aus der Innenstadt an den heutigen Firmensitz im Erlenteich mit modernen Büroräumen, hohen Lagerkapazitäten und besten logistischen Möglichkeiten umziehen. Unter der Führung von Werner Wilhelm expandierte das Unternehmen seit Beginn der 90er Jahre verstärkt im internationalen Markt. Mit Alexander Wilhelm ist mittlerweile die dritte Generation im Familienbetrieb verantwortlich tätig. 04/2013SHOEZ


VERBUNDGRUPPENBUSINESS27

Top-Domain

schuhe.de ist online

ANWR Group startet Marktplatz mit 4200 Geschäften Unter der Top-Domain www.schuhe.de präsentiert sich seit dem 12. März der von der ANWR Group realisierte neue Online-Marktplatz für Schuhe und Accessoires. Er verbindet für die Schuhbranche erstmals die virtuellen Handelswelten von Online-Shops und die realen Standorte des Fachhandels. Die Handelskooperation aus Mainhausen hat dieses Angebot für die über 4200 Schuhfachgeschäfte der Gruppe in Deutschland realisiert. Der Online-Handel hat sich als Vertriebskanal für Produkte aller Art etabliert. Auch Schuhe finden über das Netz zunehmend ihre Kunden. Deshalb ist der stationäre Schuh-Fachhandel mehr denn je herausgefordert, in der virtuellen Welt präsent zu sein, will er langfristig erfolgreich sein. Auf schuhe.de erhält der Kunde nun nicht nur ein reines Online-Angebot. Der Wettbewerbsvorteil der Plattform liegt in der Verknüpfung mit dem stationären Handel: Dem Kunden wird nämlich nicht nur angezeigt, über welchen Shop er ein Produkt online erwerben kann. Zusätzlich sieht er via Geo-Codierung, welcher stationäre Händler in der Nähe die ausgewählte Marke führt. Möglich gemacht hat das neue Angebot die E-Commerce-Einheit der ANWR Group, die ANWR Data GmbH, mit Geschäftsführer Alexander Hock und Eike Höfer, Projektmanager E-Commerce. In Rekordzeit von fünf Monaten haben sie den Online-Marktplatz aufgebaut. Über 4200 Schuhfachgeschäfte arbeiten in Deutschland mit der ANWR-Gruppe zusammen. Es sind Fachhändler der Verbände ANWR Schuh, Garant Schuh, Rexor und Quick Schuh. Zum Start sind bereits über 1000 Geschäftsstandorte mit detaillierten Informationen und 15 Online-Shops eingebunden. Rund 15.000 Artikel stehen online zur Verfügung. Das Sortiment bezieht sich auf Damen-, Herren und Kinderschuhe sowie Accessoires, die im Schuhfachhandel einen festen Platz haben. Das Web-Angebot wird ergänzt um Informationen rund um den Schuh: Aktuelle Trends werden redaktionell aufbereitet, ein Schuh- Lexikon und Tipps zur Schuhpflege runden das Angebot ab. Ist ein Produkt ausgewählt, leitet schuhe.de die Anfrage nach dem Redirect-Modell auf den jeweiligen Online-Shop weiter. Der Kauf wird dort abgeschlossen, für den Versand ist der jeweilige Shop-Betreiber verantwortlich. „In enger Abstimmung mit den Warenwirtschaftssystemen werden wir die Artikelsuche weiter verfeinern. In weiteren Ausbaustufen wird die Verfügbarkeit des Produkts im Fachgeschäft angezeigt“, blickt Alexander Hock in die Zukunft. Denkbar sei dann der Service „Online bestellen – stationär abholen.“

Als Online-Marktplatz verbindet schuhe.de virtuelle Handelswelten der OnlineShops und den stationären Fachhandel. SHOEZ 04/2013

Die Macher hinter schuhe.de: Alexander Hock, Geschäftsführer der ANWR Data (rechts), und E-Commerce-Manager Eike Höfer haben schuhe.de für die ANWR Group umgesetzt.

Neben den Warenangeboten und Informationen, die schuhe.de bietet, sind auch Design und Markenbildung für die Attraktivität des Angebots überaus wichtig. Der Verbraucher soll sich auf schuhe.de wohlfühlen und den Online-Marktplatz zu seinen Favoriten wählen. schuhe.de muss jedoch ohne große Werbebudgets auskommen. Deshalb haben Alexander Hock und Eike Höfer großen Wert auf Suchmaschinenfreundliche Texte gelegt. Mit einer Facebook-Seite für schuhe.de und gezielter Online-Werbung soll es schnell gelingen, die Seite und das Angebot in das Bewusstsein der Verbraucher zu bringen. „Diese Aspekte, kombiniert mit der genialen Domain schuhe.de, wird uns ein großes Stück weiter bringen“, zeigt sich Alexander Hock zuversichtlich. Chancen für den stationären Fachhandel „Diese Brücke zu bauen zwischen der Online-Welt und dem stationären Fachhandel war unser wichtigstes Anliegen bei der Entwicklung von schuhe.de. Die Schuhfachhändler innerhalb der ANWR-Gruppe sind intelligent eingebunden, so dass Kunden jederzeit die Wahl zwischen online und offline haben“, unterstreicht Günter Althaus, Vorstandsvorsitzender der ANWR Group, die Bedeutung des neuen Marktplatzes und das Engagement der Handelskooperation in diesem Bereich. Jedes Fachgeschäft ist mit einer Microsite auf schuhe.de vertreten. Die kleinen Webseiten informieren über Öffnungszeiten, Ansprechpartner, besondere Serviceleistungen oder auch Bilder des Geschäfts und des Verkaufsteams und werden von den Fachhändlern selber gepflegt. Erste Reaktionen der Fachhändler auf schuhe.de sind äußerst positiv. Ein erfolgreicher Multi-Channel-Händler innerhalb der ANWR Gruppe, die Leifer Schuhmode KG aus Gotha mit sechs Standorten in Thüringen und dem eigenen Online-Shop Schuhfachmann.de, ist begeistert: „schuhe.de ist der richtige Ansatz. Wir können unser Angebot dort bündeln und profitieren von der starken Domain. Außerdem stoßen die Kunden direkt auf unsere Geschäfte, so dass auch das Geschäft vom Marktplatz profitiert.“ Nach Einschätzung von Mario Leifer kann schuhe.de einen wichtigen Beitrag leisten, den stationären Schuhhändler wieder ins Gespräch zu bringen, weil der Kunde bewusst wählen kann zwischen Online-Kauf und dem Kauf im Fachgeschäft. schuhe.de ist die Plattform für die Schuhfachhändler in Deutschland. Vergleichbare Angebote sind auch für die Fachhändlergruppen der ANWR-Gruppe in Frankreich oder den Niederlanden möglich. Auch der Lederwarenbereich kann auf diese Weise optimal dargestellt werden.


28BUSINESSindustrie

Schuhindustrie schwächelt Sowohl Ein- als auch Ausfuhren gehen zurück Die Umsätze der deutschen Schuhindustrie sind – nach den zwei Boomjahren 2010 und 2011 – im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Mit 2,38 Milliarden Euro lag der Umsatz um 3,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dies teilte Stefan Markert, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Schuh- und Lederwarenindustrie, anlässlich der GDS in Düsseldorf mit. Wegen der angespannten Situation auf vielen europäischen Absatzmärkten seien die Exportumsätze um vier Prozent auf 630 Millionen Euro geschrumpft. Insgesamt wurden 2012 in Deutschland rund 26 Millionen Paar Schuhe hergestellt, das waren 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Schuheinfuhren nach Deutschland verringerten sich um 9,6 Prozent auf 537 Millionen Paar. Nur noch jeder fünfte Schuh kam dabei aus einem EU-Land. Fast drei Viertel aller importierten Schuhe stammte aus Asien. Wegen der höheren Durchschnittspreise liegen die EU-Einfuhren wertmäßig aber immer noch bei 36 Prozent. Die Durchschnittspreise pro Paar, die bereits seit 2008 kontinuierlich steigen, erhöhten sich 2012 weiter um 10,8 Prozent auf 11,60 Euro. Vor allem die Preise für Lederschuhe aus China, mit einem Anteil von 53 Prozent der größte Schuhlieferant für Deutschland, legten deutlich zu. Während die Einfuhrzahlen aus Vietnam, Nummer zwei der Importrangliste, weiter stiegen, musste das klassische Schuhland Italien nach zwei Jahren mit Exportzuwächsen nach Deutschland einen kräftigen Rückschlag von 18,4 Prozent auf 24 Millionen Paar Schuhe hinnehmen. Die Schuhausfuhren verringerten sich um 9,6 Prozent auf 175 Millionen Paar. 84 Prozent aller Schuhexporte aus Deutschland gingen 2012 in Länder der Europäischen Union. An erster Stelle der Abnehmerländer steht trotz eines nicht unerheblichen Rückganges von 10,8 Prozent auf 25,9 Millionen Paar erneut Polen. Wertmäßig eroberte Frankreich mit einem Plus von 18,5 Prozent auf knapp 328 Millionen Euro Platz eins vor den Niederlanden.

nach zwei Boomjahren

Schuhimporte 2012 Die wichtigsten Lieferländer (in 1000 Paar)

Die wichtigsten Lieferländer (in 1000 Euro) 1. (1.)

China

1.917.084

-1,2  %

1. (1.)

China

284.061

-12,2 %

2. (2.)

Vietnam

803.857

+8,7 %

2. (2.)

Vietnam

63.788

-5,1 %

3. (3.)

Italien

632.682

-5,0  %

3. (3.)

Italien

23.798

-18,4 %

4. (4.)

Indonesien

362.182

+10,4  %

4. (4.)

Indonesien

23.579

+0,3 %

5. (6.)

Portugal

285.392

+4,8  %

5. (6.)

Niederlande

15.311

-7,9 %

6. (5.)

Indien

231.722

-18,1  %

6. (5.)

Indien

14.519

-23,3 %

7. (7.)

Slowakei

214.495

+5,1  %

7. (7.)

Portugal

11.012

+3,9 %

8. (8.)

Niederlande

205.262

+7,2 %

8. (8.)

Rumänien

8.656

+3,5 %

9. (9.)

Rumänien

175.826

+7,6 %

9. (9.)

Slowakei

8.465

+1,5 %

10. (13.)

Frankreich

149.231

+42,2 %

10. (10.)

Kambodscha

8.049

+2,1 %

11. (10.)

Österreich

126.264

+6,3 %

11. (13.)

Frankreich

6.790

+12,5 %

12. (13.)

Spanien

112.711

+7,4 %

12. (14.)

Marokko

5.983

+0,3 %

13. (15.)

Marokko

108.255

+6,2 %

13. (11.)

Spanien

5.970

-11,2 %

14. (12.)

Großbritannien

103.943

-2,1 %

14. (12.)

Tunesien

5.589

-7,9 %

15. (11)

Tunesien

100.055

-6,5 %

15. (16.)

Polen

4.838

+4,2 %

16. (16.)

Kambodscha

92.415

+4,4 %

16. (15.)

Türkei

4.314

-16,7 %

17. (17.)

Kroatien

63.606

-9,3 %

17. (18.)

Österreich

3.845

-4,5 %

18. (20.)

Tschechien

45.984

+10,4 %

18. (17.)

Großbritannien

3.822

-10,1 %

19. (19.)

Thailand

43.758

-18,5 %

19. (19.)

Irland

3.713

+20,0 %

20. (21.)

Ungarn

39.789

-4,4 %

20. (23.)

Tschechien

2.256

+3,6 %

Schuhexporte 2012 Die wichtigsten Ausfuhrländer (in 1000 Euro)

Die wichtigsten Ausfuhrländer (in 1000 Paar)

1. (4.)

Frankreich

327.891

+18,5 %

1. (1.)

Polen

25.885

-10,8 %

2. (1.)

Niederlande

297.969

-22,0 %

2. (2.)

Slowakei

22.467

+7,8 %

3. (3.)

Österreich

278.774

-6,7 %

3. (5.)

Frankreich

17.507

+15,6 %

4. (2.)

Polen

275.633

-8,3 %

4. (3.)

Niederlande

14.797

-28,3 %

5. (6.)

Großbritannien

181.176

-3,3 %

5. (4.)

Österreich

14.793

-9,9 %

6. (5.)

Schweiz

180.912

-5,3 %

6. (7.)

Großbritannien

7.454

-10,7 %

7. (7.)

Slowakei

164.451

+5,9 %

7. (8.)

Belgien

6.313

-13,1 %

8. (8.)

Belgien

138.065

-10,9 %

8. (9.)

Schweiz

6.139

-10,5 %

9. (10.)

Schweden

104.977

-7,8 %

9. (10.)

Tschechien

6.038

-11,2 %

10. (11.)

Tschechien

98.851

+1,2 %

10. (6.)

Italien

5.802

-41,4 %

11. (9.)

Italien

97.375

-21,6 %

11. (11.)

Türkei

5.486

-5,2 %

12. (13.)

Russland

89.550

+6,8 %

12. (12.)

Schweden

5.065

-9,1 %

13. (12.)

Dänemark

85.586

-4,8 %

13. (14.)

Dänemark

4.377

-3,5 %

14. (14.)

USA

65.657

+5,5 %

14. (13.)

Spanien

4.292

-15,0 %

15. (16.)

Türkei

53.883

+6,9 %

15. (16.)

Russland

2.816

+4,5 %

16. (16.)

Kambodscha

92.415

+4,4 %

16. (15.)

Ungarn

2.795

+2,2 %

17. (17.)

Kroatien

63.606

-9,3 %

17. (17.)

USA

2.444

-5,9 %

18. (20.)

Tschechien

45.984

+10,4 %

18. (19.)

Finnland

1.867

-8,1 %

19. (19.)

Thailand

43.758

-18,5 %

19. (25.)

Norwegen

1.144

+2,1 %

20. (21.)

Ungarn

39.789

-4,4 %

20. (24.)

Kanada

1.123

+0,1 % 04/2013SHOEZ


HandelNEWS29 Internet auch im Schuhhandel auf dem Vormarsch Der deutsche Schuheinzelhandel setzt zunehmend auf das Internet. Nahezu jeder fünfte stationäre Fachhändler biete sein Angebot inzwischen auch online an, sagte der Geschäftsführer des Branchenverbands BDSE, Siegfried Jacobs, in Düsseldorf zum Start der Internationalen Schuhmesse GDS. Rund zehn Prozent des Jahresumsatzes mit Schuhen in Höhe von zuletzt 11,5 Milliarden Euro setzte der Einzelhandel 2012 mit Internet-Verkäufen um, das entsprach gut 1,2 Milliarden Euro. Doch die branchenübergreifend wachsende Bedeutung der Bestellungen per Mausklick sei auch Grund zur Sorge, warnte Jacobs. Wenn immer mehr von zu Hause aus eingekauft werde, strömten weniger Menschen in die Innenstädte: „Der Vormarsch der Internet-Gesellschaft belastet insgesamt die Einzelhandelsgeschäfte.“ Außerdem ist der Verkauf von Schuhen im Internet nach den Worten von Jacobs bislang kein durchgängiges Erfolgsmodell: „Die Intensität des Wettbewerbs ist enorm. Bisher gelang es nur wenigen Anbietern, daraus ein rentables Geschäftsmodell zu machen.“ Hindernisse seien vor allem die erheblichen laufenden Investitionen in Software und Logistik sowie hohe Werbeausgaben bei zugleich hohen Retourenquoten. Der Internetboom trifft den Schuheinzelhandel in ohnehin schwierigen Zeiten. Im Vorjahr blieb der Umsatz

zwar nahezu stabil, doch musste fast jeder zweite Händler verstärkt zum Rotstift greifen und die Preise stärker senken als Jahr zuvor. „Das ging zulasten der Marge“, sagte Jacobs. Auch im laufenden Jahr rechnet nach einer Branchenumfrage nur jeder fünfte Schuhhändler mit besseren Umsätzen. Mehr als die Hälfte erwartet dagegen ein zum Vorjahr unverändertes Geschäft. Dennoch erhofft sich der Schuhhandel Impulse von der weiter stabilen Konjunktur und dem anhaltend guten Konsumklima. Von dem harten Wettbewerb dürften erneut die Verbraucher profitieren: Sie können sich weiter auf zumeist stabile Schuhpreise freuen. Für die nächsten Monate sei allenfalls mit „leicht steigenden“ Verkaufspreisen zu rechnen, erklärte der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie. Auch die Hersteller können wegen des Wettbewerbs steigende Produktionskosten kaum in größerem Stil an den Handel und damit die Kunden durchreichen. Dabei sei in den vergangenen Jahren ein Trading-up-Prozess zu beobachten, bei dem PremiumPreislagen und die gehobene modische Mitte ausgebaut werden, sagte Jacobs. So sind im vergangenen Jahr die Durchschnittspreislagen im Fachhandel leicht gestiegen. Sie betrugen bei Damenschuhen 62 Euro, bei Herrenschuhen 74 Euro und bei Kinderschuhen 41 Euro.

Aus Morlok wird Dielmann Der Darmstädter Schuhfilialist Dielmann ist in das ehemalige Schuhhaus Morlok in Karlsruhe-Durlach gezogen. Auf 320 Quadratmetern zeigt Dielmann ein breites Angebot an Markenschuhen für Damen, Herren und Kinder. Ende vergangenen Jahres waren sich die Dielmann-Inhaber Dr. Thomas Dielmann und Markus Dielmann mit dem Eigentümer des Schuhhauses Morlok einig geworden und hatten das Geschäft in der Pfinztalstraße 70 zum 1. Januar 2013 übernommen. Alle sieben Mitarbeiter von Morlok wurden übernommen. Mit der neuen Filiale ist Dielmann mit rund 330 Mitarbeitern an 25 Standorten vertreten.

Office London startet in Deutschland Der britische Young-Fashion-Schuh-Anbieter Office London kommt nach Deutschland. Das Unternehmen eröffnet seine ersten Filialen im März im CentrO Oberhausen und Anfang April in der Flinger Straße in Düsseldorf. Parallel zur Expansion in Europa startet Office London in diesem Sommer unter der Adresse www.officelondon.de seinen deutschen Online-Shop. Anzeige

Braun Markenschuhe eröffnet in Würzburg Das zur Darmstädter Dielmann-Gruppe gehörende Unternehmen Braun Markenschuhe hat in Würzburg-Lengfeld einen neuen Fachmarkt eröffnet. Auf 480 Quadratmetern werden über 100.000 Paar Schuhe von über 120 Marken zu Outletpreisen für Damen, Herren und Kinder angeboten. Das Geschäft in Würzburg ist das sechste Geschäft von Braun Markenschuhe. Die fünf anderen werden in den hessischen Orten Bad Vilbel-Dortelweil, Bad Homburg, Dreieich-Sprendlingen, Gründau-Lieblos und Weiterstadt betrieben.

Schuh-Welt eröffnet neu in Frankenthal Die Schuh-Welt hat in der Karolinenstraße 6 in Frankenthal ein neues Fachgeschäft für Damen-, Herren- und Kinderschuhe auf 600 Quadratmeter bezogen. Zuvor befand sich das Geschäft rund 20 Jahre lang in der Wormser Straße 119. Schuh-Welt ist ein mittelständisches Handelsunternehmen mit Sitz in Waldfischbach-Burgalben und acht Filialen in Rheinland-Pfalz und Hessen sowie einem Internet-Verkauf. SHOEZ 04/2013

»Ich bin bei GMS, weil weil gute Beratung dort ein kostenloser Service ist!« Ramona Hora Hippo Kinderschuhe, Garching www.GMS-Verbund.de


30NEWSHANDEL ANWR Schuh erwartet positive Entwicklung Einen Aufwärtstrend beim Orderverhalten der Schuhfachhändler stellt die ANWR Schuh für das Jahr 2013 fest. In den ersten beiden Monaten stieg der Zentralregulierungsumsatz um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen nannten die Geschäftsführer Fritz Terbuyken und Michael Decker anlässlich der GDS. Sie sind zuversichtlich, das Jahr 2013 wieder mit einem Plus bei der Zentralregulierung abzuschließen. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Verband ein Umsatzvolumen in Höhe von 794 Millionen Euro und damit gegenüber 2011 ein Minus von 7,0 Prozent. Der Handel habe deutlich zurückhaltender geordert, nachdem er ein schlechtes Abverkaufsjahr 2011 verkraften musste. Der Fokus habe darauf gelegen, Lagerbestände abzubauen und die Liquidität im Blick zu halten. Stabil zeigt sich seit Jahren die Anzahl der Verkaufsstellen im ANWR Verbund mit rund 3100. Die Anzahl der Unternehmen geht seit Jahren zurück – im Jahr 2012 waren es 985, im Jahr 2004 im Vergleich 1368 – die durchschnittliche Zahl der Verkaufsstellen pro Unternehmen steigt hingegen seit Jahren. Kamen im Jahr 2004 noch 2,18 Verkaufsstellen auf ein Unternehmen, so waren es 2012 bereits 3,15. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Zentralregulierungsumsatz um 50,4 Prozent. Mit einer Rückvergütung in Höhe von 27,4 Millionen Euro profitierten die Fachhändler der ANWR Schuh von der engen Zusammenarbeit mit der Verbundgruppe und den Industriepartnern. Die Mitglieder profitieren dadurch gleich mehrfach: Die „Allgemeine Anreizprämie“, die Provision auf die Umsätze mit den Vertragslieferanten, und die „Individuelle Anreizprämie“ aufgrund von Auftragskonzentration oder Teilnahme an den Warenprogrammen beliefen

sich auf 14,3 Millionen Euro im Jahr 2012. Der Mitgliederbonus belief sich auf weitere 13,1 Millionen Euro. „Die Rückvergütung unterstreicht unser Partnerschaftsmodell und trägt besonders zur Zukunftsfähigkeit der ANWR-Mitglieder bei“, erklärt Michael Decker. Den Wert der starken Gemeinschaft sieht er auch in der 30-tägigen kostenlosen Sondervaluta dokumentiert, den die ANWR den Schuhhändlern aktuell auf die Rechnungen im März gewährt. „Die dadurch freiwerdende Liquidität gibt unseren Mitgliedern in den nächsten Wochen zusätzlichen Spielraum, um aktiv am Markt zu agieren.“ Im vergangenen Herbst hat die ANWR Group mit dem Bau des Ordercenters auf dem Campus in Mainhausen begonnen. Zwischenzeitlich sind die 7400 Quadratmeter Ausstellungsfläche komplett an Lieferanten aus der Schuh- und der Sportbranche vermietet. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Mieter ihre Showrooms ab November einrichten. Eröffnet wird das OCM im Januar 2014. Die Top-Marken aus dem Schuh- und Sportbereich sind dort vertreten, neben vielen anderen auch Adidas, Puma und Reebok sowie Ara, Gabor, Wortmann und Paul Green.

Markenranking „Der Markt wandelt sich“, kommentierte ANWRGeschäftsführer Fritz Terbuyken die Veränderungen im Markenranking der Verbundgruppe. Während es auf den ersten sieben Plätzen keine Veränderungen gab, wurden die Ränge dahinter durcheinandergewirbelt. Neu geschafft unter die 20 meistgeorderten Marken der ANWR Schuh haben es Granit, Josef Seibel und Peter Kaiser.

Markenranking 2012 der ANWR Schuh 2012

2011

1

1

Lieferant Rieker

2

2

Wortmann

3

3

Gabor Shoes

4

4

Ecco

5

5

Paul Green

6

6

Ara Shoes

7

7

Wendel

8

12

Lloyd

9

10

camel active

10

13

Ricosta s.Oliver

11

9

12

11

Esprit

13

14

Legero

14

8

Clarks

15

17

Waldi

16

19

Lugina

17

15

Sioux

18

24

Granit Schuh

19

22

Josef Seibel

20

29

Peter Kaiser

ANWR Garant International: heterogene Entwicklung Eine äußerst heterogene Einzelhandelsentwicklung im vergangenen Jahr konstatierte der Vorstandssprecher der ANWR Garant International AG (AGI), Robert Natter, im Rahmen des traditionellen Pressegesprächs auf der GDS. Einer sehr positiven Entwicklung der Umsätze in Österreich, Belgien und Frankreich stehe ein Minus von rund vier Prozent in den Niederlanden gegenüber. Besonders in Frankreich habe sich, so Vorstand Matthias Grevener, mit einem Zuwachs von 15 Millionen Euro auf nunmehr 115 Millionen Euro ein deutlicher Zuwachs eingestellt. Auch für Österreich konnte Georg Schachl, Geschäftsführer der ANWR Garant Austria, ein deutliches Umsatzplus vermelden. „Wir sind mit einem Plus von 5,7 Prozent im Jahr 2012 sehr zufrieden, und auch der Beginn des Jahres verlief für unsere Mitglieder zufriedenstellend“, so Schachl. Seit Herbst vergangenen Jahres hat die Verbundgruppe dort ein innovatives Mehrmarken-Konzept in Zusammenarbeit mit einem Architekten entwickelt. Das erste Geschäft mit den Marken Gabor, Esprit, Högl, Ara, Ecco und Tamaris wurde am 4. März in Vöcklabruck eröffnet, noch im Frühjahr sollen zwei weitere Stores folgen. Das Konzept ist für Flächen zwischen 100 und 200 Quadratmeter vorgesehen, idealerweise sollen die Flächen mit fünf bis zehn abverkaufsstarken Marken bestückt werden. Auch in Deutschland, so

Georg Schachl, Matthias Grevener und Robert Natter (von links)

Jochen F. Obrecht, Geschäftsführer der Garant Deutschland GmbH, sei man auf einem guten Weg. Nach und nach konnten frühere Mitglieder zurückgewonnen werden. Als „individuelle Beratungscompany“ habe man sich mittlerweile gut etabliert. Sieben Berater seien unterwegs, um die rund 600 Kunden in Deutschland zu betreuen, ein Service, der sich auszahle. Dazu kommen Leistungen wie das Internetportal „Schuhe.de“ (siehe unsere Bericht auf Seite 27 dieser Ausgabe), die auch von den Garant-Mitgliedern in Anspruch genommen werden. 04/2013SHOEZ


HandelNEWS31 Axel Springer entwickelt DeichmannMagazin

Der Axel-Springer-Verlag entwickelt und produziert ab sofort das seit 2005 erscheinende Deichmann-Magazin Shoe Fashion. Das Heft erscheint in Deutschland zwei Mal jährlich – jeweils zum Start der Mode-Saison Ende Februar und Ende August – mit einer Auflage von 700.000 Exemplaren, zusätzlich wird das Magazin in einer internationalen Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren in neun weiteren Sprachen herausgegeben. Inhaltlich präsentiert Shoe Fashion nach einem umfassenden Relaunch große Bilderstrecken, Neues aus der Welt der Stars und viele Tipps und Tricks rund um die Themen Schuhe, Fashion und Styling. Das Magazin liegt in allen Deichmann-Filialen sowie Treffpunkten wie Bars, Kinos und Hotels aus.

Rexor: ZR-Umsatz ging zurück Dies Rexor GmbH hat im vergangenen Jahr einen Rückgang des Zentralregulierungsvolumens um acht Prozent auf 167,8 Millionen Euro hinnehmen müssen. Diese Zahl nannten die Geschäftsführer Niek Jansen und Günter Neunaber anlässlich der Partnerversammlung der Verbundgruppe in Düsseldorf. Der allgemeinen Entwicklung der Branche folgend, hätten auch die Rexor-Händler im letzten Jahr zurückhaltend geordert, hieß es zur Begründung. 447 Partnerunternehmen mit knapp 700 Verkaufsstellen gehören zu der Einkaufskooperation, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert. Für das Jubiläumsjahr erwarten Jansen und Neunaber wieder eine positive Entwicklung. Trotz des ZR-Umsatzrückgangs erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,3 Millionen Euro. 50 Prozent davon schüttet die Rexor als Dividende an die Mitglieder aus. Im Rahmen der Partnerversammlung wählten die Rexor-Mitglieder ihre Vertreter im Aufsichtsrat. Wiedergewählt wurden Michael Hartmann, Berlin (Schuhtick) und Michel Decremer, Tildonk/Belgien (Distri Shoe).

Aktiv Schuh startet mit Tivola-Konzept

Der Berliner Schuhhändler Aktiv Schuh hat in der Schlossstraße 30 in Berlin-Steglitz ein 1200 Quadratmeter großes Geschäft über zwei Etagen eröffnet. Es heißt Tivola und ist dem Unternehmen zufolge "Berlins schönstes Schuhhaus". Die Verbindung von Kunst und urbaner Architektur stehe im Mittelpunkt. Auf einem Fußerlebnispfad können Kunden verschiedene Oberflächenstrukturen erfühlen. Der Laden wurde vom Architekturbüro Moths gestaltet. Aktiv Schuh betreibt insgesamt 52 Filialen unter verschiedenen Namen und ist eigenen Angaben zufolge auf Expansionskurs.

Spartoo startet mit Bekleidung

Quick Schuh auf gutem Kurs

Der französische Schuh- und Taschen-Online-Versender Spartoo erweitert sein Sortiment um Bekleidung für Damen und Herren. Seit Mitte März sind Jacken, Kleider, T-Shirts und Jeans. Von über 100 Marken auf Spartoo.de erhältlich. Zum Service gehören die kostenlose Lieferung sowie ein kostenloser Rückversand innerhalb von 30 Tagen. Das Angebot ist in 20 europäischen Ländern erhältlich. Insgesamt will Spartoo „dieses Jahr mehrere Millionen Euro“ in Mode investieren, so Geschäftsführer Boris Saragaglia. Spartoo erzielte 2012 einen Umsatz in Höhe von 130 Millionen Euro.

Die Quick Schuh Handelsgesellschaft hat im Jahr 2012 den Umsatz um 13 Prozent auf 10,9 Millionen Euro gesteigert. Damit setzt sich das kontinuierliche Wachstum des FranchiseUnternehmens aus Mainhausen weiter fort. Rund 400 Fachgeschäfte in Deutschland und Österreich gehören dem Franchise-Konzept an. Mit 143 stagniert die Zahl der Franchisenehmer, die der Geschäfte stieg im vergangenen Jahr um zwei. 13 Schließungen standen 15 Neueröffnungen gegenüber. In diesem Jahr eröffneten bereits drei Stores in Bad Hersfeld, Rheda-Wiedenbrück und Bamberg. Mit seiner Akademie unterstreicht das Unternehmen die Bedeutung von Aus- und Fortbildung im Einzelhandel. Wichtiger Bestandteil sind die Quick Schuh-Tage, bei denen die Mitarbeiter im Verkauf im Mittelpunkt stehen. In Stuttgart, München und Hannover nahmen kürzlich 350 Mitarbeiter aus den Franchise-Filialen an diesem Programm teil – ein Teilnehmerrekord in der 14-jährigen Geschichte dieser Veranstaltungsreihe. „Unser neues Konzept, die Teilnehmer durch kleine Workshops aktiv und intensiv in die Themen einzubinden und ihnen so nachhaltiges Wissen zu vermitteln, ist aufgegangen“, freut sich Geschäftsführer Alfred Pusswald.

GMS präsentiert boys&girls-Logo

Der GMS Verbund startet in der Überzeugung, dass die Zukunft des Fachhandels in der Spezialisierung liegt, in Kürze ein neues Vermarktungskonzept für Kinderschuhe. Zielgruppe sind in erster Linie Vollsortimenter mit ausbaufähiger Kinderabteilung und Gründer. Noch vor dem offiziellen Start der beiden boys&girls-Pilotshops in Dresden und Potsdam präsentiert GMS das neue Logo für den Kinderschuhfachhandel in Form eines Wappens. Im Wappen enthalten sind ein Junge und ein Mädchen, die künftig an verschiedenen Stellen des CI-Konzeptes (Comics, Give Aways etc.) Verwendung finden. SHOEZ 04/2013


32NEWSINDUSTRIE Geox verliert Umsatz und Gewinn

Der Umsatz von Geox ist im vergangenen deutlich eingebrochen. Die Erlöse reduzierten sich um neun Prozent auf 807,6 Millionen Euro. Gleichzeitig verringerte sich der operative Gewinn (Ebit) von 82,9 auf 47 Millionen Euro. Vor allem im Wholesale gingen die Umsätze zurück. Hier erwirtschaftete die Marke nur noch 390,3 Millionen Euro und damit fast 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In den eigenen GeoxGeschäften kletterten die Erlöse dagegen um zehn Prozent, in den Franchising-Filialen sanken sie leicht um 2,4 Prozent. Besonders stark (-15,3 Prozent) sank der Umsatz im Heimatmarkt Italien, aber auch im Rest von Europa (-8,0 Prozent) schwächelte die Marke. Deshalb kündigte Geox-Gründer Mario Moretti Polegato an, künftig vor allem in China, Russland und Osteuropa kräftig zu investieren. So sind allein in China innerhalb der kommenden fünf Jahre 100 neue eigenbetriebe Stores und 400 Flächen, die von Partnern betrieben werden, geplant.

best of retail übernimmt Vertrieb von Goodforall

Die Kölner Vertriebsagentur best of retail baut ihr Accessoire-Portfolio aus. Zum Auftakt der neuen Saison Herbst/Winter 2013/14 hat die Agentur mit My Paper Bag, My Saddle Bag und Patch8 deutschlandweit den Vertrieb der Ledertaschen- und Accessoirelinien des Labels Goodforall aus den Niederlanden übernommen. Best of retail vertreibt unter anderem die Marken: Noosa Amsterdam, Mi Moneda, Shush, Agua Bendita und 10Days. Das Label Goodforall mit Sitz in Naarden, Niederlande, wurde 2007 von Marja Baas gegründet und setzt bei allen Produkten auf Fairtrade und ökologische Verarbeitung in Kombination mit einem hohen Anspruch an Design und Zweckmäßigkeit. Modell aus der Kollektion My Saddle Bag

camel active mit geballter Mediapower

Die Lifestylemarke camel active startet in diesem Frühjahr eine breit gestreute Media-Offensive zur Stärkung des Marken­ images. Seit März platziert die Marke die Motive aus der aktuellen Marokko-Kampagne in ausgewählten Medien. Neben der Imagekampagne streut camel active gemeinsam mit den Händlern drei Millionen Prospekte. Im Heimatmarkt Deutschland erreicht camel active durch die Schaltungen über 67 Millionen Kontakte sowie 55 Prozent der Zielgruppe. Schaltungszeitraum ist Anfang März bis Ende Juni 2013.

HaILY‘S feiert Markteintritt mit Schuhkollektion

Mit HaILY‘S tritt ab sofort eine neue Young-Fashion-Marke auf die Bühne. Zum Sortiment gehören auch eine Schuhkollektion sowie Accessoires. Die Schuhlinie und die Fashion-Kollektion sind eng aufeinander abgestimmt. Die Schuhmodelle liegen bei Verkaufspreisen zwischen 12,99 und 49,99 Euro. Hinter der Marke steht die neu gegründete TAM Fashion GmbH mit den Geschäftsführern Alexander Rump (vormals Vertriebsleiter International für Madonna) sowie Michael und Thomas Röther (Inhaber und Geschäftsführer des Modeparks Röther).

Estral organisiert DACH-Vertrieb neu André Hamouda (41) zeichnet neben seiner Position als Sales Manager ab sofort auch als Marketingmanager der Estral GmbH für die Schuhund Accessoire-Marken Fred de la Bretonière, Shabbies Amsterdam und Fretons im gesamten deutschsprachigen Raum verantwortlich. Bisher steuerte das holländische Unternehmen Fred de la Bretonière die Bereiche Vertrieb und Marketing zentral durch die Estral B.V. Im Zuge der Neupositionierung aller drei Brands auf den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz wurden einzelne Unternehmensstrukturen nun neu definiert. In diesem Zusammenhang entstand für den deutschsprachigen Markt aus der Estral B.V. die in Düsseldorf ansässige Estral GmbH. Mit dem neu gegründeten Ableger ist erstmals ein eigener Vertrieb für den DACH-Markt geschaffen worden, den Hamouda gemeinsam mit seinem Vertriebskollegen Patrick Loewig verantwortet. Über die GmbH soll ferner auch das Marketing für Deutschland, Österreich und die Schweiz gesteuert werden, welches Hamouda in der Position des Marketingmanagers übernimmt.

Neuer Look für Beheim Der Taschenhersteller Beheim International Brands hat seine Firmen-CI komplett neu gestaltet. Künftig werden der Name Beheim und das Wort Brands besonders hervorgehoben. Auch der Internetauftritt wurde überarbeitet. Beheim produziert und vertreibt die Lizenzmarken camel active, Gabor bags und Tom Tailor Bags. Beim Umsatz habe man das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt, sagte Geschäftsführer Michael Beheim anlässlich der I.L.M in Offenbach, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Künftig solle die Flächenbewirtschaftung, etwa bei Gabor-Shops, weiter ausgebaut werden. 04/2013SHOEZ


INDUSTRIENEWS33 Ecco erzielt Rekordergebnis

Der dänische Schuhhersteller Ecco hat das beste Geschäftsjahr aller Zeiten hingelegt. Der Umsatz stieg um 13,7 Prozent auf 8,061 Milliarden dänische Kronen (1,080 Milliarden Euro). Das Jahresergebnis lag nach Steuern bei 684 Millionen Kronen (91,74 Millionen Euro). „2012 war für Ecco ein außerordentlich gutes Jahr“, freut sich CEO Dieter Kasprzak. Besonders stark wuchs Ecco 2012 in den Märkten Asien und Nordamerika, aber auch in Europa legte das Unternehmen zu. Wichtigster Markt ist der Bereich EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) mit einem Umsatzanteil von 57 Prozent gefolgt von Asien (24 Prozent) und Nordamerika (19 Prozent). Überdurchschnittlich wuchs mit 15 Prozent der Bereich Accessoires. Außerdem steigerte Ecco seine Präsenz im Golfbereich und war 2012 der viertgrößte Golfschuh-

hersteller der Welt. Die Ecco Leather Group, die neben Ecco weitere Hersteller mit Leder beliefert, steigerte die externen Verkäufe um 29 Prozent. Für 2013 erwartet das Management ein insgesamt moderateres Wachstum. In der DACH-Region setzt Ecco auf einen weiteren Ausbau an Stores und Konzeptflächen. Im vergangenen Jahr öffneten in Berlin, Krefeld und Lüdenscheid drei neue Stores, in diesem Jahr folgten Eröffnungen in Neubrandenburg und Bocholt. Insgesamt sind 2013 acht bis zehn neue Ecco-Läden geplant. Derzeit gibt es in Deutschland 19 eigene und 37 Franchisestores sowie ein Outlet. Ausgebaut werden soll künftig mit Hilfe eines eigenen Vertriebsteams der Sport- und Kinderschuhbereich. Seit Februar ist Matthias Reichwald neuer General Manager von Ecco Schuhe DACH.

Lurchi-Fußmess-Aktion im Aquazoo Kinder tragen häufig nicht passende Schuhe. Das ist das Ergebnis einer großen Fußmess-Aktion, zu der am 12. März knapp 300 Kindergartenkinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren in den Aquazoo nach Düsseldorf gekommen waren. Veranstaltet wurde die Aktion vom Deutschen Schuhinstitut (DSI) in Zusammenarbeit mit dem Schuhhersteller Salamander mit der Kinderschuhmarke Lurchi anlässlich der GDS. Das Ergebnis im Einzelnen: 193 Kinder (68,9 Prozent) trugen zu kleine Schuhe, bei 33 Kindern (11,8 Prozent) waren die Schuhe zu groß und 54 Kinder (19,3 Prozent) der Kinder waren mit Schuhen in der richtigen Größe der Einladung von Lurchi gefolgt.

Fitwear: Umzug von München nach Berlin

Das Londoner Schuhunternehmen FitFlop Ltd., deren Produkte in Deutschland unter der Marke Fitwear vertrieben werden, hat den Sitz seiner Deutschland-Tochter Fitwear GmbH von München nach Berlin verlegt. Zusammen mit drei Mitarbeitern lenkt der neue Geschäftsführer Mirko Ostendörfer die Geschicke der Schuhmarke vom Spreeufer unweit des Hackeschen Marktes. Kernstück der neuen Räumlichkeiten ist der Showroom, in dem stets die gesamte Kollektion ausgestellt wird.

SHOEZ 04/2013

Tamaris und PrimaLoft gehen gemeinsame Wege Der Hersteller von Isolationsmaterialien PrimaLoft stattet ab der Herbst/Winter-Saison 2013/14künftig einen Teil der TamarisDamenschuhkollektion aus. Die Eco-Footwear-Isolation besticht durch ihre Wärmeleistung und hält selbst bei Eiseskälte sehr warm, bietet wasserabweisende Eigenschaften, wärmt selbst im nassen Zustand und trocknet zudem schnell. „Wir freuen uns sehr, dass Tamaris auf unsere Isolationskompetenz im Schuhbereich vertraut und die Kollektion mit PrimaLoft-Materialien technisch bereichert“, so Jochen Lagemann, Sales- und Marketing Director PrimaLoft Europa. „Dass wir mit PrimaLoft Vorreiter im Cityschuhbereich sind, bietet uns ein einmaliges Alleinstellungsmerkmal und macht uns besonders stolz“, freut sich Achim Tischer, Geschäftsführender Gesellschafter der Wortmann KG, dem Hersteller von Tamaris. Die Isolationstechnologie findet bei Tamaris Anwendung in der Kollektionslinie „Fab Fur“. Diese zeichnet sich durch Fellbesätze auf allen Sprengungen und Typen aus. Die Preisrange der Modelle liegt zwischen 65,95 und 130,00 Euro.


34NEWSKÖPFE Birkenstock erweitert Management Die Birkenstock-Gruppe strukturiert derzeit ihr Management um und vermeldet dabei zwei Neuzugänge. Die bisherige Brand Manger der Marke Snipe bei der Gabor Footwear GmbH in Rosenheim, Rudy Haslbeck, wechselt zum 1. Juni zum Schuhhersteller Birkenstock nach Vettelschoß. Dort wird er als Head of Product und Design für alle Marken der Birkenstock-Gruppe verantwortlich zeichnen. Bereits seit 1. März ist Randolf Friedel Vertriebsleiter für den Raum DACH und in dieser Funktion verantwortlich für alle Marken. Friedel war lange beim Rosenheimer Schuhhersteller Gabor tätig, bevor er als Geschäftsführer zur Quick Schuh nach Mainhausen und später als Vertriebsleiter zu Mephisto wechselte.

Randolf Friedel

Schuffelen legt AGI-Vorstandsmandat nieder

Frank Schuffelen, Mitglied des Vorstands der ANWR Garant International AG (AGI), hat dieses Amt zum 28. Februar niedergelegt. Nachdem der 44-jährige Finanzexperte sieben Jahre Mitglied des Vorstands der Garant Schuh + Mode AG gewesen war, übernahm er diese Funktion auch bei AGI, auf die Garant Ende Dezember 2012 verschmolzen worden war. Die AGI, eine 100prozentige Tochtergesellschaft der ANWR Group eG, steuert mit den Vorstandsmitgliedern Robert Natter und Matthias Grevener die Aktivitäten der Gruppe im internationalen Schuh- und Sportfachhandel. Schuffelen konzentriert sich nun ausschließlich auf seine Aufgaben als Mitglied des Vorstands der ANWR Group eG, dem er seit Januar 2011 angehört. Dort verantwortet er unter anderem das Finanzressort. Außerdem ist er seit 2012 Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden DZB Bank GmbH.

Rudy Haslbeck

AuSSendienst

Amer Sports: Frank Ahrweiler hat bei Amer Sports am 1. März die neugeschaffene Position eines Sports Field Sales Managers Nordrhein-Westfalen/ Norddeutschland übernommen. Der 39-jährige Betriebswirt steuert künftig vom Dienstsitz Neuss aus die Amer Sports-Salesteams an den Standorten Neuss, Aschaffenburg, Berlin, Hamburg und Dresden. Ahrweiler kommt vom Bastei Lübbe Verlag, wo er in den letzten Jahren als Vertriebsleiter tätig war. Lacoste Footwear: Als Verkaufsrepräsentant ist seit dem 1. April Tim Klenner für die Vertriebsaktivitäten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Bremen verantwortlich. Der 25-Jährige war zuvor als Sales Representative für die Klaus Steilmann GmbH & Co. KG tätig. Er folgt auf Mario Rusack, der Lacoste zum 31. März verlassen hat.

Neuer Geschäftsführer bei Lloyd Shoes Anfang März ist Poul Haugaard Petersen der Geschäftsführung des Sulinger Herrenschuhspezialisten Lloyd Shoes beigetreten. Der 61-Jährige tritt die Nachfolge von Maximilian Müller an, der innerhalb des Konzerns als vorstand zur ara AG gewechselt war. Petersen, der bereits früher schon einmal für Lloyd arbeitete, wird die Geschäftsbereiche Produktion, Kollektionsentwicklung, Logistik und Einkauf verantworten. Zuletzt war er zehn Jahre bei Ecco an verschiedenen Standorten in Asien und Europa tätig. Neben Petersen gehören Andreas Schaller (Marketing/Vertrieb/Retail) und Thomas Wahle (Finanzen, Personal, IT) der Geschäftsführung.

Meindl: Im Januar hat Klaus Peter Ditz seinen neuen zweiten Showroom im SOC Breitscheid bezogen. Auf rund 40 Quadratmetern Fläche werden bis zu 180 Schuhe in einem Umfeld aus natürlichen Materialien präsentiert.

Peter Kaiser trennt sich von Martin Burkhard Die Peter Kaiser Schuhfabrik GmbH hat sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Martin Burkhard getrennt. Die Entscheidung sei im gegenseitigen Einvernehmen und auf Wunsch des Beirats gefallen, teilte das Unternehmen mit. Der 47-Jährige war bisher für die Bereich Produktion, Kollektion und Einkauf zuständig. Grund für die Trennung sei die unterschiedliche Auffassung zur Ausrichtung der Produktion. Burkhard war im Januar 2008 in die Geschäftsführung von Peter Kaiser aufgestiegen. Einziger verbliebener Geschäftsführer ist Dr. Marcus Ewig, der im Sommer 2012 ins Unternehmen kam und die Bereiche Marketing, Vertrieb und Finanzen verantwortet. 04/2013SHOEZ


KÖPFENEWS35

HR Group stellt Geschäftsführung neu auf Die Hamm Reno Group in Osnabrück hat die Nachfolge für den Ende Februar ausgeschiedenen Erik van Heuven (52) geregelt und dabei die Geschäftsführung neu geordnet. Van Heuven, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen hatte, war seit Juni 2009 in der Geschäftsführung des Unternehmens tätig und zeichnete zuletzt für den Geschäftsbereich Wholesale und das internationale Geschäft verantwortlich. Hans-Jürgen de Fries (67), seit mehr als 40 Jahren für die Gruppe tätig und zuletzt Geschäftsführer Vertrieb Wholesale, übernimmt den Bereich Immobilien. Er übergibt die Geschäftsführung Wholesale an Uwe Niemann (47), der seine Karriere als Auszubildender in der Gruppe begann. Uwe Wesemann (54) wird Geschäftsführer des Bereiches „International“. Jens Rauschen (47) übernimmt den Geschäftsführungsbereich „strategischer Einkauf“. Dr. Matthias Händle, geschäftsführender Gesellschafter der HR Group freut sich, gerade im Jahr des 125- jährigen Jubiläums die Weichen auf Zukunft zu stellen: „Wir sind stolz, diese Schlüsselpositionen mit langjährigen Mitarbeitern zu besetzen.“ Die Holding-Geschäftsführung besteht weiterhin aus Dr. Matthias Händle (geschäftsführender Gesellschafter), Norbert Renzenbrink (Chief Financial Officer) und Dr. Thomas P. Ridder (Chief Operating Officer mit Verantwortung für Retail). Die Hamm-RenoGruppe ist mit Einzel- und Großhandel in mehr als 20 Ländern aktiv und betreibt 2520 Verkaufsstellen, davon 636 Reno-Filialen. Das sind 31 Reno-Geschäfte weniger als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen weist für 2012 einen Umsatz von rund 674,7 Millionen Euro (2011: 670,5 Millionen Euro) aus. SHOEZ 04/2013

Paul Janssen Lewin Berner

Bilgi Adnan

Berthold Niehoerster

Sioux verstärkt Management Zum 15. Januar wurde Adnan Bilgi zum Head of Operations bei Sioux berufen und zeichnet damit als Mitglied der Geschäftsführung im Bereich Produktion und Beschaffung für das Thema Qualitätssicherung verantwortlich. Der 49-Jährige war bereits von 1997 bis 2010 für Sioux als Leiter der Beschaffung tätig und kehrt nun, nach beruflichen Stationen bei Mephisto und der Lorenz Shoe Group, als Geschäftsführer zurück. Geschäftsführer Paul Janssen verantwortet nach wie vor als Head of Collection and Development die Bereiche Design und Kollektionsentwicklung. Auch in puncto Vertrieb gibt es Veränderungen. Dazu werden die Vertriebsstrukturen der Marken Sioux und Joop! separiert. Berthold Niehörster wurde zum Key Account Manager für den deutschen Markt ernannt. Daneben wird er weiterhin das Gebiet Nordrhein-Westfalen für Sioux vertrieblich betreuen. Zuvor war der 52-jährige bei Clarks und Ecco unter anderem als Regional Sales Manager im Einsatz. Niehörster übernimmt damit die Betreuung der Sioux-Key-Accounts von Andrés May, der die Marken Sioux und Joop! bisher als Vertriebsleiter in Deutschland verantwortete. May wird sich in Zukunft ausschließlich auf den Schuhvertrieb der Lizenzmarke Joop! konzentrieren. Darüber hinaus wird sich Sioux-CEO Lewin Berner künftig verstärkt von Gesellschafterseite aus in die vertriebliche Ausrichtung der Marke Sioux einbringen.

Leserbrief Schon mal darüber nachgedacht? Ein stationärer Händler bekommt 1 Lieferung mit 18 Paar Schuhen (1 Weg). Ein Versandhaus verschickt 18 Paar an seine Kunden (8 Wege). Laut Angaben der Versender kommen 50 Prozent zurück (9 Wege). Diese 9 Paar werden wieder verschickt (9 Wege). Davon die Hälfte zurück (4 Wege). Diese 4 Paar an neue Kunden (4 Wege). Die Hälfte zurück (2 Wege) usw, usw. 46 Wege zu einem Weg! Wen wundert es dass die Straßen verstopf sind, die Luft verschlechtert wird und unsinnige Kosten entstehen – und das soll modern und fortschrittlich sein? Hartmut Sand, Schuh Sand GmbH 70469 Stuttgart-Feuerbach

Mirapodo-Chefin Caspar geht Dr. Stephanie Caspar, Gründerin und Geschäftsführerin des zur Otto-Group gehörenden E-Commerce-Unternehmens Mirapodo, wird spätestens zum 1. August 2013 Verlagsgeschäftsführerin der Welt-Gruppe. Die 39-Jährige ist seit 2009 Geschäftsführerin von Mirapodo. Ihre berufliche Laufbahn startete sie als Unternehmensberaterin bei McKinsey. Darauf folgten Stationen bei Ebay, zuletzt als Direktorin Strategie, und bei Immobilienscout24, als Mitglied der Geschäftsleitung. Bereits Ende Februar hatte Norbert R. Meinike, bisher Head of Brand and Communications, den Online-Händler verlassen.


36BUSINESSanzeigenmarkt

SHOEZ 5 erscheint am 26. April 2013 Specials: • Wellness & Gesundheit • Furnituren und Strümpfe

Anzeigen-Hotline: (0641) 795 08-11

Anzeigenschluss: 12. April 2013

E-Mail: mw@shoez.biz

IMPRESSUM

Verlag und Herausgeber: Profashional Media GmbH, Im Westpark 15, D-­35435 ­Wettenberg Telefon-Sammelnummer: 06 41/7 95 08-0, Fax: 06 41/7 95 08-15; E-Mail: info@shoez.biz Geschäftsführer: Manfred Willsch, Nadine L’Allemand, Georg Kamnakis

Redaktion: Manfred Willsch, Dipl.-Oek. (v.i.S.d.P.) Telefon: 06 41/7 95 08-11, E-Mail: mw@shoez.biz Nadine L’Allemand M.A. Telefon: 06 41/7 95 08-12, E-Mail: nl@shoez.biz Georg Kamnakis M.A. Telefon: 06 41/7 95 08-13, E-Mail: gk@shoez.biz Ulrike Kossessa Telefon: 02131/3 14  47 66, E-Mail: mail@kossessa.de Service Abonnenten: Telefon: 06 41/7 95 08-13 (Leitung G. Kamnakis) Anzeigenverkauf: Telefon: 06 41/7 95 08-11 (Leitung M. Willsch) Vertretungen: Deutschland-West (Rheinland­- Pfalz, Nordrhein­-Westfalen, ­S aarland) Paul-Werner Jung-Stadié, Krefelder Wall 9, D-­50670 Köln, ­Telefon: 02 21/97 30 04-­0, Fax: 02 21/97 30 04­-90 E-Mail: jung­- stadie@stadie­- gmbh.de

Deutschland-Südost; Österreich (Bayern, Thüringen, Sachsen) Christian Saupe, SW Medienvertretung Saupe + Weber OHG Windmühlenstraße 44, D 73431 Aalen Telefon: 0 73 61 / 52 79 32-12 /-0, Fax: 0 73 61 / 52 79 32-32 E-Mail: christian.saupe@saupe-medien.de

Design & Satz: sumner groh + compagnie, Gießen Preise: Einzelheft außerhalb des Abonnements: € 4,50, im Abonnement jährlich € 49,90 (14 Ausgaben) inklusive Versandkosten und 7% MwSt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sonstige Länder auf Anfrage. Falls das Abonnement nicht mit einer Frist von

Deutschland-Nord & -Südwest; Schweiz (Hamburg, Bremen, Berlin, Schleswig­- Holstein, Nieder­sachsen, Mecklenburg­-Vorpommern, Brandenburg, ­S achsen­- Anhalt bzw. Baden­-Württem­berg, Hessen) Profashional Media GmbH, Im Westpark 15, D­-35435 Wettenberg Telefon: 06 41/7 95 08-11, Fax: 06 41/7 95 08-15 E-Mail: mw@shoez.biz

zwei Monaten vor Ablauf gekündigt wird, verlängert es sich auto-

Italien, Niederlande, Belgien Miep Ewals, TRIMITAL di Ewals Maria Viale Famagosta 30, I­-20142 Milano (Italien) Telefon: +39­/02/­45 47 71 78, Fax: +39­/02­/99 98 96 40 Mobil: +39­/ 33 58 45 72 02, E-Mail: maria_ewals@fastwebnet.it

Der Titel „SHOEZ – Was in der Branche läuft“ und alle darin

Spanien Laura Canós, C/. Historiadora Silvia Romeu, 6, 21a E­-46022 Valencia (Spanien), Telefon & Fax: +34/96/­3 56 26 80 E-Mail: lauracanos@telefonica.net Druck: Druckerei Hachenburg GmbH, Saynstraße 18, 57627 Hachenburg

matisch um ein weiteres Jahr. Bei Nichterscheinen infolge Streiks oder Störungen durch höhere Gewalt kein Anspruch auf Lieferung. Anzeigenpreise laut Anzeigenpreisliste Nr. 13, gültig seit Januar 2013. Erfüllungsort ist Wettenberg. Sonstiges: ent­hal­te­nen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit ausdrücklicher Ge­neh­mi­gung des Verlages erlaubt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Ver­breitung in elektronischen Medien. Für unverlangt eingesandte Manu­skripte und Abbildungen übernimmt die Redaktion keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Autoren wieder; diese muss nicht mit der Auffassung der Redaktion überein­s timmen. 04/2013SHOEZ


Rubrik: Größe:

Stellenmarkt 2spaltig x 236 mm, 4c

ANZEIGENMARKTBUSINESS37

A NZEIGENM A NZEIGENM A R KT

A NZEIGENM

Professionalität setzt sich durch!

Aktions- und Räumu

V

Wir sind Ihr Partner für: Sonderverkäufe Räumungsverkäufe Jubiläumsverkäufe Aktionsverkäufe Filialschließungen Inventarverwertungen Insolvenzverkäufe

Handel lebt vom Handeln. Handeln Sie jetzt!

V

Wir sind Ihr Partner für: Sonderverkäufe Räumungsverkäufe Jubiläumsverkäufe Aktionsverkäufe Filialschließungen Inventarverwertungen Insolvenzverkäufe

Aktions- und Räumungsverkäufe

Han Han

Der g hande Mögli

www.leicht-co.de Professionalität – einer unserer fünf Unternehmenswerte, Der größte Fehler ist, nicht zu Handeln mit uns die uvex in den Bereichen Arbeitsschutz sowie Sport und Räumungsverkäufe handeln - denn Sie es raubt Ihnen die - Wir h Aktionsund & Co.inGmbH Straße www.leicht-co.de Leicht Möglichkeit, Zukunft -zuBurscheider handeln. Freizeit zum führenden Anbieter gemacht Wenn Wir sind Ihr haben. Partner für: Tel. 02171-398344 - Fax 02171-3983 Handel lebt vom Handeln. Sonderverkäufe Handeln Sie mit uns - Wir handeln Zukunft! es um "protecting people" geht,Räumungsverkäufe sehen wir ganz genau Handeln SieGmbH jetzt! - Burscheider Straße 466 - 51381 Leverkusen Leicht & Co. Jubiläumsverkäufe hin. Auch bei Ihnen, als neuem/neuer Mitarbeiter/in für Tel. 02171-398344 - Fax 02171-398362 - www.leicht-co.de Aktionsverkäufe Der größte Fehler ist, nicht zu die UVEX ARBEITSSCHUTZ GMBH, als: Filialschließungen Lagerb

V

Kaufe sofort!

handeln - denn es raubt Ihnen die Lagerbestände, Restposten, Aktionsund Räumungsverkäufe www.leicht-co.de Möglichkeit, in Zukunft zu handeln. Insolvenzmasse, Auflösungen. Kaufesofort! alles KAUFE SCHUHE, Wir sind Ihr Partner für: Kaufe sofort! Kaufe Barzahlung Abholung sofort! Handel lebt& Geschäftsauflösungen, vom Handeln. Lagerbestände, Handeln Sie mit uns - Wir handeln Zukunft!

Konku und za Sonderverkäufe TEXTILIEN + TASCHEN Lagerbestände, Restposten, Lagerbestände, Restposten. Räumungsverkäufe Handeln Sie jetzt! Leicht & Co. GmbH - Burscheider Straße 466 51381 Leverkusen Konkurse und Hole ab Firma Firma Aydi sofort! Barzahlung &Restbestände. Abholung Jubiläumsverkäufe Auflösungen. •Insolvenzmasse, RESTPOSTEN 02171-398344 - Fax 02171-398362 - www.leicht-co.de Telefo (m/w) Strategic Business Unit Tel. Footwear Aktionsverkäufe und bar. & Abholung sofort! Tel. 0202 / 94 62 466 •Barzahlung MUSTERKOLLEKTIONEN Firma Aydi Derzahle größte Fehler ist, nicht zu Filialschließungen Fax: ( Eine Fax 0202 / 94 62 467 handeln -0202/94 denn es raubt • LAGERRESTE Orhun Inventarverwertungen Tel. 62Ihnen 466die Firma Aydi www.leicht-co.de Firma Aufgabenschwerpunkte Möglichkeit, in Zukunft zu handeln. unse Kaufe alles Insolvenzverkäufe Handy 0173 / 288 4000 Mobil Frank Mißfeld Telefon: (02 02) 7662 97 489 Steuerung der Qualitätsorganisation der SBU Footwear Tel. 0202 / 94 62 466 Fax 0202/94 467 Stocklot Trading GmbH Lagerbestände, Geschäftsauflösungen, tretu Handeln Sie mit uns - Wir handeln Zukunft! Fax:Handy (02 02) 64 61 00 Lagerbestände, Restposten, Planung und Umsetzung des QM-Systems, der erforderFax32, 0202 94 62 467 Malmöstr. 23560/Lübeck 0173/288 4000 Konkurse Restbestände. Hole ab Straße Leicht &und Co. GmbH - Burscheider 466Sie - 51381 Leverkusen Kau Haben RESTWARE? Insolvenzmasse, Auflösungen. Fach lichen Prozesse und der Qualitätssicherungsmaßnahmen Tel.: 04 51-59 98 93 75 Handy 0173 / 288 4000 Mobil: (0178) 30 30 177 E-Mail: Tel. 02171-398344 - Fax 02171-398362 - fa.aydi@gmail.com www.leicht-co.de aus und zahle bar. Barzahlung Abholung sofort! Mobil: 01 77-9 64 81 04 Mitwirkung bei der Auswahl und der Betreuung&von Rab Dann rufen Sie mich gleich an! frank@stocklot-trading.com Lage Eine Anzeige in SHOEZ kostet nur € 2 Lieferanten bzw. des Lieferantenmanagements, insb. der Firma Orhun Beste Preise! Barzahlung! Firma Aydi Kaufe Schuhe und Taschen Haben Sie RESTWARE? unseren attraktiven Kombi-Tarif! Wir Wen Weiterentwicklung im QM-/QS-Bereich Mobil: Kaufe 0173/524 12 13 Telefon: (02 02) 76 97 489 alles Tel. 0202 / 94 62 466 aus Geschäftsauflösungen, Hole Dann rufen mich gleich an! Tele Fax: 0541/970 60 57 zu SHOEZ tretungsanzeige parallel au Fax: (02 02)Sie 64 61 00 Lagerbestände, Geschäftsauflösungen, Lagerbestände, Restbestände, Fax 0202 / 94 62 467 Ö Lagerbestände, Restposten, Beste Preise! Barzahlung! Schwerpunkte Ihrer Qualifikationen Fachzeit schrift MORE laufen soll, erha Konkurse und Restbestände. Hole ab Muster. Tel. K a u f e s o f o r t Insolvenzmasse, Auflösungen. Handy 0173 / 288 4000 Mobil: (0178) 30 30 12 17713 Mobil: 0173/524 Abgeschlossenes technisches Studium, bevorzugt abSie zahle bar,nell ganzpro mm E-Ma Rabatt! €in2,85 und zahle bar. Barzahlung & Abholung KHole a u fund ezahlen sc nur h Die –f Fax: 0541/970 60 57sofort! Konkurs, Muster und RestSchuhingenieur und mehrjährige Berufserfahrung Österreich und Bayern! Eine Muster-, Konkurs-, LagerFirma Orhun Kaufe Schuhe und Taschen Haben Sie RESTWARE? Fundierte Kenntnisse im Bereich Qualitätsmanagement, Wir beraten Sie gerne! Firma Aydi Tel. 0043-(0)699 - 11 35Nähere 25 18 Informat APL unse und Insolvenzbestände ausTel. Geschäftsauflösungen, Telefon: (02 02) 795 76 9708-11, 489 auf. insbes. DIN EN ISO 9001 sowie NachhaltigkeitsLagerreste. Zahle in bar! 0202 /s 94 62 466 Dann rufen Sie mich gleich an! Telefon (0641) E-Mail mw@s E-Mail: get-keg@netcompany.at K a u fe c h nell Lagerbestände, Restbestände, tretun Tel. (0174) 35 45 666 managementsystemen und Sozialstandards Fax: (02 02) 64 61 00 Beste Preise! Barzahlung! Abholung in 62 ganz Fax 0202 / 94 467 G. Tschabitscher, W Muster-, Konkurs-, LagerMuster. Sicheres Auftreten auch in nichteuropäischen Fach Zahle (0178) bar / Abholung Mobil: 0173/524 12 13 A-9754 Deutschland. Handy 0173 / 288 4000 Mobil: 30Steinfeld 30 177 sofort B Hole Insolvenzbestände ab und zahle bar, in ganz Tel./Fax (0202) 5 15Fachmessen 68 97 • anaana@t-online.de und auf. KAUFE Die führenden in China Kulturkreisen, interkulturelle Erfahrung Fax: 0541/970 60 57 All C Raba Österreich und Mobil: 0157/83 02 67 Hongkong: Tel. (0174) 35Bayern! 4516 666 Ch Wir kaufen alles Tel. 0043-(0)699 11 35 25 18 Kaufe Schuhe und Taschen Haben Sie RESTWARE? APLF Materials, Manufacturing and Mobil: 0163/4 36 3101 Wir b Alle weiteren Informationen zu Aufgaben, Qualifikationen, etc. • Res Zahle bar / Abholung sofort Schuhhandel & Accessoires Barzahlung garantiert E-Mail: get-keg@netcompany.at aus Geschäftsauflösungen, Technology K a u f e s c h nell Dann Tel./Faxansrr@hotmail.de (0202) 5 Sie 15 68 97 • anaana@t-online.de Tele finden Sie unter www.uvex.de rufen mich gleich an! Telefo • Mus G. Tschabitscher, APLF Fashion Access Lagerbestände, An- und Verkauf vonRestbestände, Waren aller Art Muster-, Konkurs-, LagerPostenhandel Sauer Beste Preise! Barzahlung! Shanghai: • Ges A-9754 Steinfeld Muster. M. Bongies, Wuppertal 36167 Gotthards Mobil: 0173/524 12 13 und Insolvenzbestände auf. Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen senden Sie Schuhhandel & Accessoires All China Exhibition Hole ab Leather und zahle bar, in(ACLE) ganz Die fü Fax: 0541/970 60 57 bitte an: Telefon: 0 66 84 / 433 – Fax: -718 Tel. (0174) 35 45 666 China International Telefon: 0 21und 95Footwear /Bayern! 82 50Fair Österreich Frank kaufen alles An- Wir und Verkauf von Waren aller Art Schuh Handy: 0171 / 381 75 07 Moda Shanghai Zahle bar / Abholung sofort Tel.Fax: 0043-(0)699 3592 25 18 APLF M. Bongies, Wuppertal Barzahlung garantiert Tel.: 04 0 21Informationen: 95 / -671175 Tel./Fax (0202) 5 15 68 97 • anaana@t-online.de Altwa Nähere Am Schuhfranz@web.de E-Mail: get-keg@netcompany.at K a u fe sc h nell Mobil: Postenhandel Sauer gegen www.aplf.com UVEX WINTER HOLDING GmbH & Co. KG Mobil: 0160 / 96 21 92 10 G. Tschabitscher, 21 95 / 82 50 Telefon: 0 Muster-, Konkurs-, Tel: +49-(0)611 -drücken 7 16 87 41 (auch missfe 36167 Gotthards LagerPersonalmanagement Schuhe, die Sie A-9754 Steinfeld Schuhhandel & Accessoires E-Mail: schuhhandel-bongies@web.de und Insolvenzbestände auf. Fax: 0021 95/ 433 / 67–75 Frau Nicole Gantikow Telefon: 66 84 Fax:92 -718 Altware) und vieles mehr kaufe ich All Ch An- und Verkauf von Waren aller Art Tel. (0174) 35 45 Würzburger Str. 181 Chin gegen Bar und Abholung. Handy: 0171 / 381 7592 07666 Mobil: 0160 / 96 21 10 Wir kaufen alles M. Bongies, Wuppertal Restposten in Schuhen, E-Mai 90766 Fürth Zahle Schuhfranz@web.de bar / Abholung sofort Am 22. 2010 Tel. 0 51Januar 52 / 37 80 Barzahlung garantiert Tel./Fax (0202) 5 15 68 97 • anaana@t-online.de E-Mail: schuhhandel-bongies@web.de Textilien – Tel.: 0911/97 36 - 1426, e-mail: personal@uvex.de Fax 0 51 52usw. / 5 21 32 Telefon: 0 21 95 / 82 50 Postenhandel Sauer Barzahlung! Schuhe, die Sie drücken (auch Mobil 01 71 / 3 19Die 08 48 Januar-Au Me T 36167van Gotthards Fax: 0 21 95 / 67 75 92 Dalen Altware) und vieles kaufe ich Schuhhandel &inmehr Accessoires Restposten Schuhen, E-Mail:Firma j.drelichowski@yahoo.de neuen SHOEZ Telefon: 0 66 84 / 433 – Fax: -718 Sie sind auf der Suche nach einem Kaufe sofort sin Laanstraat 36 gegen Bar und Abholung. Textilien usw. – Mobil: 0160 / 96 21 92 10 An-Restposten und Verkauf+ von Waren aller Art Handy: / 381 75 07 0 51 Lagerbestände 52Wuppertal / 37 80 3762 KD 0171 Soest/Holland Barzahlung! Mitarbeiter/Vertreter (m/w) M.Tel. Bongies, E-Mail: schuhhandel-bongies@web.de Barzahlung + Abholung Mediadaten 2010 Am Specials: Schuhfranz@web.de Fax 0 51 52 / 5 21 32 Tel.: 0031-35 60 10 972 Firma van Dalen Tel.: 06 41/7 95 08-13 Te Dann sollten Sie die frische Schuhfachzeitschrift SHOEZ für Ihre PersoMobil 01 71 / 3 19 08 48 Firma Consiglio-Taha Mobil: 0031-62 47 03 233 0 21 95 / 82 50 Telefon: sind erschienen! Laanstraat 36 Trendthema Na Schuhe, die Sie drücken (auch nalsuche nutzen. Der Millimeterpreis fürRestposten Ihre Anzeige im 01 76-56 52 96 87 in Stellenmarkt Schuhen, EE-Mail:Tel.: j.drelichowski@yahoo.de Fax: 0031-35 64 68 035 Mail: gk@shoez.biz 3762 Soest/Holland Fax:Fax: 0KD 21 9522/50 673175 0 20 00 92 beträgt nur Euro 2,10. Nähere Infos erhalten SieTextilien unter Tel. 0641/79508-11 Altware)Anfordern und vieles mehr kaufe ichFashion Sports unter usw. – Tel.: 0031-35 60 10 972 E-Mail: taha452@gmail.com oder E-Mail: mw@shoez.biz gegen Bar und Abholung. Mobil: 0160 / 96 21 92 10 Barzahlung! Tel. (0641) 7 95 08-11 Mediadaten Mobil: 0031-62 47 2010 03 233 Tel. 0 51 52 / 37 80 Firma van Dalen W Anzeigenschluss: 8 E-Mail: schuhhandel-bongies@web.de E-Mail: Fax: 0031-35 64 68 035 SHOEZ 04/2013 Fax 0 mw@shoez.biz 51 52 / 5 21 32 sind erschienen! Laanstraat 36 Inventarverwertungen Insolvenzverkäufe

Leiter Qualitätsmanagement

V

Mi

Kaufe sofort!

Mitarbeiter oder Vertr

Kaufe sofort!

Mit

SHOEZ ABONNIEREN?

Mobil 01 71 / 3 19 08 48 Anzeigen-Hot


38NEWSMESSEN Neues ANWR-Warenprogramm für Accessoires Über 1000 Fachbesucher aus 360 Unternehmen nutzen auf der ANWR Second in Mainhausen vom 24. bis 26. Februar die Gelegenheit zur Information und Order für Herbst/Winter 2013. Premiere hatte auf der Second das neue Warenprogramm für Accessoires. Insgesamt wurden über 200 Kollektionen aus dem Kinder-, Wellness-, Outdoor- und Sportsegment gezeigt. Neue Marken auf dem Campus waren diesmal neben einigen anderen Bullboxer und Weber Schuh. Neben den Themenmessen wurden Workshops zum Verkauf angeboten und die MarketingAngebote präsentiert. Dem Trend, dass der Schuhfachhandel vermehrt auf modische Accessoires setzt, um das Sortiment abzurunden, begegnet ANWR Schuh seit einigen Messen mit einem erweiterten Angebot an Taschen, Gürteln, Tüchern und Modeschmuck. Erstmals wurden nun spezielle Angebote in einem Warenprogramm zusammenfasst – enthalten sind Taschen der Marken Rieker, Tamaris, Maestro/Funbag und ein junges Sortiment von Converse. Zur Auswahl stehen zwölf Taschenmodule, ergänzt um weitere mit Gürteln, Schals und Tüchern. Einen besonderen Raum nimmt auf der ANWR Second das Angebot für Kinder-, Haus- und Freizeitschuhe ein. Über 40 Aussteller – darunter erstmals Ruby Brown, Adelheid, Bellybutton und Hummel – präsentierten ihre Kollektionen für Klein- und Großkinder. Nicht nur die Schuhorder, sondern auch kleine Gesprächsrunden mit Experten aus Handel und Industrie rund um das Thema Kinderschuhe waren erstmals auf dem Programm. Neben Modeinformationen zur Disposition von Kinderschuhen, stand die Inszenierung dieser in den Geschäften im Fokus. Da-

bei gelte es, in den Kinderschuhabteilungen mit klaren Strukturen Orientierung zu bieten. Kind-gerechte Elemente sind wichtig, aber nicht überzubewerten. Unverzichtbar sei kompetentes Personal, das Freude am Umgang mit Kindern hat. Mit Outdoorschuhen im Kinderbereich könne der Handel schon seit einiger Zeit punkten. Zwei bis drei Marken müssten es sein, um Kompetenz auszustrahlen.

Taschen und Accessoires ergänzen das Angebot im Schuhfachhandel optimal. Die ANWR trägt diesem durch ein eigenes Warenprogramm Rechnung. Verantwortlich dafür ist Andrea Euler (links).

Beim Sabu drehte sich alles um die Schuhmode

Ralph Hanus präsentierte auf der Modenschau die neue Schuhmode.

Am 23. und 24. Februar fand die fünfte Sabu-Messe im Veranstaltungscenter redblue in Heilbronn statt. Knapp 500 interessierte Gäste informierten sich über die neuen Kollektionen Herbst/Winter 2013/2014. Insgesamt standen für die Sabu-Mitglieder rund 130 Schuh-, Accessoire- sowie Furniturenlieferanten auf über 5500 Quadratmeter Ausstellungsfläche bereit. Drei gut besuchte Modenschauen rückten die aktuellen Modetrends ins rechte Licht. Zu sehen waren außerdem die Sabu-Kollektionen der Orderrunde 2: das Programm der Exklusivmarke Andiamo, das Markenprogramm internationaler Hersteller und das Konditionen-Programm. Sabu-Geschäftsführer Ralph Hanus gab neben aller Modeinformation den Händlern einen wichtigen Rat mit auf den Weg: „Neben aller Begeisterung für die neue Mode: Die Anzahl der Menschen, die sich sportlich betätigen, um ihre Gesundheit zu bewahren bzw. zu fördern, nimmt laufend zu. Gerade diese Zielgruppe wünscht sich Schuhe, die den Füßen, ja dem ganzen Menschen gut tun. Sabu wird seinen Fokus in der nächsten Zeit deshalb speziell auf das Konzept „Laufgut“ setzen.“ Die nächste Sabu-Messe findet am 17. und 18. August statt.

Gefälschte Schuhe auf der Global Shoes

Hunderte gefälschte Schuhe haben Detektive bekannter Hersteller auf der Messe Global Shoes in Düsseldorf entdeckt. An zehn Ständen beschlagnahmten Zollfahnder mehr als 400 Muster-Schuhe, die Modellen von Nike, Adidas, Reebok, Converse, Puma oder Salomon zum Verwechseln ähnlich sahen. An einem Stand fanden die Ermittler fast 240 falsche Markenschuhe. Gegen die asiatischen Betreiber werde nun unter anderem wegen Verstoßes gegen das Markengesetz ermittelt, sagte ein Sprecher vom Zollamt Essen. Drei Firmen waren den Fahndern schon aus früheren Jahren bekannt. Insgesamt 13.000 Euro mussten die entlarvten Standbetreiber als erste Strafe gleich zahlen.

The Little Gallery: Kids-Fashion-Plattform in Düsseldorf

Die Igedo Company ruft vom 7. bis zum 9. Juli mit The Little Gallery in der „Botschaft“ ein neues Format für Kids-Fashion in Düsseldorf ins Leben, zu dem schon mehrere marktstarke Unternehmen zugesagt haben. Als zusätzlichen Benefit bietet die Messe den Besuchern ein umfangreiches Rahmenprogramm. Geplant sind Modenschauen, Podiumsdiskussionen und eine Trendarea sowie Get-Together-Events. Neben Fashion für Kids und Teens werden auch Maternity Wear, Accessoires und Lifestyle-Produkte gezeigt.

04/2013SHOEZ


marktplatzBUSINESS39 BELEUCHTUNG CEDES: Die Lichtfabrik GmbH Otto-Hahn-Straße 2 D-40721 Hilden Telefon: 0 21 03/58 23-0 Fax: 0 21 03/58 23-301 Web: www.licht-im-schuhhaus.de FACHLITERATUR Das große Buch der Lederpflege Das derzeit einzige umfassende Buch zum Thema Lederpflege von Kim & Axel Himer, 288 Seiten, ca. 500 Abbildungen, nur € 19,99 Faszination Leder Ein Brevier für Lederliebhaber von Karlheinz & Manuel Fuchs & Leo Derichs 256 Seiten, 192 Abbildungen Toll auch als Geschenk: nur € 29,80

FURNITUREN

HFS Vertrieb GmbH Gildestraße 3 D-21244 Buchholz Telefon: 0 41 81/92 30-0 Fax: 0 41 81/92 30-10 E-Mail: mail@hfs-vertrieb.com Web: www.hfs-vertrieb.com LADENBAU

Web: www.ober-und-ober.de E-Mail: info@ober-und-ober.de Telefon: 0 63 01/96 55 LEDER

Der Gerber Das Fachbuch zum Thema L­ eder. Für alle, die mit Leder zu tun haben. von Gerhard E. Moog 192 Seiten, 97 Abbildungen Standardwerk: nur € 39,90 Die Reptilhaut Das Fachbuch zum Thema Reptilleder. Von den beiden Reptilleder-Fachleuten Karlheinz und Manuel Fuchs. 408 Seiten, mit vielen Fotos, gebunden, in Deutsch und Englisch, nur: € 49,80 SHOEZ-Buchservice Telefon: 0641/795 08-13 E-Mail: gk@shoez.biz

MESSEN Hongkong: APLF – Materials, Manufacturing & ­Technology Fashion Access Cashmere World Schanghai: All China Leather Exhibition China Inter­national Footwear Fair Moda Shanghai 17/F., China Resources Building 26 Harbour Road Wanchai Hong Kong Web: www.aplf.com Kontakt in Europa: Tel. +49(0)6 11/7 16 87 41

RF-/RFID- Warensicherung

Oberleder, Futterleder Crust, Wet blue, Rohhäute Lammfelle

Universal Bossert GmbH Arnulfstraße 49, D-66954 Pirmasens Telefon: 0 63 31/80 02-0 Fax: 0 63 31/80 02-34 E-Mail: info@bossert.de Web: www.bossert.de

NEDAP Deutschland GmbH Otto-Hahn-Straße 3 D-40670 Meerbusch Deutschland Telefon: 0 21 59/81 45-0 Fax: 0 21 59/81 45-100 E-Mail: info@nedap.de Web: www.nedap-retail.de

PRO-LEDER Die deutsche Fachzeitschrift rund ums Leder. Kostenloses ­Probeheft anfordern: Telefon: 06 41/7 95 08-13, gk@pro-leder.de

BESTELL - COUPON Fax: 06 41/7 95 08-15 Hiermit buche ich ab der nächst erreichbaren Ausgabe im SHOEZ-Marktplatz (Bezugsquellenverzeichnis) ▪  für ein ganzes Jahr ▪  für ein halbes Jahr den nachfolgenden Eintrag (mindestens 3 Zeilen): Firma

Telefon

Straße

Fax

PLZ/Ort

E-Mail

Land

Webpage

Bitte drucken Sie unser Firmenlogo mit ab (Breite max. 58,5 mm):

▪  bis 8 mm Höhe in schwarz/weiß (€ 18,–) ▪  bis 8 mm Höhe in Farbe (€ 36,–) ▪  bis 16 mm Höhe in schwarz/weiß (€ 28,–) ▪  bis 16 mm Höhe in Farbe (€ 46,–)

Die Eintragungen im SHOEZ-Marktplatz kosten € 6,– pro Zeile mit maximal 35 Anschlägen. Die Preise sind nicht rabattierungsfähig. ­Rechnungsstellung erfolgt nach dem ersten Abdruck des Eintrags. Alle Preise verstehen sich pro Rubrik und Ausgabe, zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Der Eintrag soll unter folgender Rubrik bzw. Rubriken erscheinen:

Ort, Datum

Unterschrift (Firmenstempel)

SHOEZ 04/2013

Name


The most important volume footwear trade fair in the world more than 1,200 companies 12,500 visitors 32,000 square metres

RIVA DEL GARDA - ITALY Exhibition Centre

tel. + 39 0464 520000 fax + 39 0464 570130 www.exporivaschuh.it info@exporivaschuh.it Opening time: Saturday 15, Sunday 16, Monday 17: 9 a.m. - 6 p.m. | Tuesday 18: 9 a.m. - 4 p.m.

80th edition

15 > 18

06

2013

Shoez Ausgabe April 2013  

Shoez Ausgabe April 2013

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you