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Ausgabe 2 | 2019 3,90

DIE

NEUEN

SEITEN

DER

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WIRTSCHAFT

WAHLEN

2019

Pamela Rendi-Wagner: „Glaubt an Eure Ziele!“ Plus: Frauenpolitik im Check

KARRIERE Die neuen Jobs im Web Gründen ist weiblich

ANLAGE Die Geldmaschinen von morgen: Robotics, autonomes Fahren, Cybersecurity

Frauen &Technik :

DER PROGRAMMIERTE ERFOLG – MUTIG, SOUVERÄN UND ABSEITS DER KLISCHEES

Microsoft-Chefin Dorothee Ritz über ihren ungewöhnlichen Werdegang

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SEITENTITEL STANDARD

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Liebe Leserin, lieber Leser Unsere ersten beiden Ausgaben widmeten sich den Schwerpunkten „Netzwerke“ und „­ Identität“, diesmal beschreiten wir – im überarbeiteten Layout – ein ebenso fruchtbares wie ­gefürchtetes Terrain: Frauen und Technik. Kaum ein anderer Bereich des Lebens ist mit so vielen Vorurteilen behaftet und wird seit Jahrhunderten und Jahrzehnten vorwiegend von Männern beackert. Und doch bietet kaum ein zweiter Bereich Frauen derzeit so fantastische Karrierechancen wie die Technik. Dass es für große Schritte nach oben nicht immer eine entsprechende Fachausbildung braucht, beweist die Vielzahl der Männer ohne technische Ausbildung an der Spitze von Technikunternehmen. Wird deshalb ihre Kompetenz angezweifelt? Sehen Sie, das ist etwas, was wir Frauen noch üben müssen – wie Herta ­Scheidinger, ab dieser Ausgabe Chefin vom Dienst, beim TECHNIK-ROUND TABLE im Büro von Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien, feststellt (S. 66).

„Frauen können alles!“, ruft SPÖ-VORSITZENDE PAMELA RENDI-WAGNER ermutigend ihren ­Geschlechtsgenossinnen zu und erläutert, wie sie sich künftig für eine Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen für Frauen einsetzen will (Seite 24). Wie sie ihren ungewöhnlichen Karriereweg von der Medienmanagerin beim deutschen Konzern Bertelsmann zur General Managerin von ­Microsoft Österreich hinlegte, erzählt DOROTHEE RITZ IM INTERVIEW mit Robert Prazak (S. 46). FÜNF ­TOP-­MANAGERINNEN AUS DEM TECHNIKBEREICH, die es auch ohne fachspezifische Ausbildung an die Spitze geschafft haben, verraten Isabell Widek, worauf es ankommt (S. 50). Dass die Digitalisierung gerade für Frauen zahlreiche neue Wege ebnet, zeigt Anna Reinthaler mit ihrem Report „ARBEITSPLATZ INTERNET“ (Seite 62). Dabei werden immer mehr Frauen eigeninitiativ: 56,9 Prozent der Neugründungen gingen im Vorjahr von Frauen aus – welche Faktoren für die Neo-Entrepreneurinnen dabei entscheidend sind, zeichnet Sandra Wobrazek in ihrer Story „FRAUEN GRÜNDEN ANDERS“ auf (S. 82). Unsere aktuelle Ausgabe ist all jenen gewidmet, die die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den Sprung ins kalte Wasser gewagt haben. Den Querdenkerinnen, den Technik-Aufsteigerinnen, den ­Gestalterinnen. Schwimmen Sie mit, auch wenn es manchmal gegen den Strom geht. Sie werden sehen, wie gut das tut! Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen -Redaktion Ihre

Herta ­Scheidinger

Robert Prazak

Sandra Wobrazek

Isabell Widek

Foto: Ian Ehm, Richard Tanzer

IMPRESSUM MEDIENINHABER SHE Wirtschaftsmedien GmbH VERLAG & REDAKTION Marialhilfer Straße 88a/II/2a, 1170 Wien T +43 1342 242-0 E-Mail: office@sheconomy.at HERAUSGEBERIN: Carina Felzmann CHEFREDAKTEURIN: Michaela Ernst CHEFIN VOM DIENST: Herta Scheidinger GRAFISCHE LEITUNG: Martin Völker MITARBEITERINNEN UND AUTORINNEN: Karin Cerny, Paul Jezek, Raja Korinek, Lara Miciak, Robert Prazak, Anna Reinthaler, Nina Schedlmayr, Nicole Spilker, Irmie Schüch-Schamburek, Ursula

Vybiral, Sarah Wetzlmayr, Isabell Widek, Sandra Wobrazek FOTOREDAKTION: Natascha Trimmel LEKTORAT: Cornelia Derdak, Katharina Schniebs FOTOGRAFEN: Isabell Farkasch, Sebastian Freiler, Geli Goldmann, Nadja Meister, Richard Tanzer VERLAGSLEITUNG SALES: Hermann Sporrer KEY ACCOUNTS: Josef Fattinger, Vendula Ortmann, Zoriana Iurechko GESCHÄFTSFÜHRUNG: Andreas Dressler DIGITAL PUBLISHERS: Andreas Dressler & Nadia Weiss VERLAGSSEKRETARIAT: Brigitte Janko T +43 1 342 242-0, office@sheconomy.at

OFFENLEGUNG GEMÄSS § 25 MEDIENGESETZ: MEDIENINHABER: SHE Wirtschaftsmedien Beteiligungs GmbH Mariahilferstr. 88a/II/2a | 1070 Wien FN 405483 z | UID: ATU68289666 UNTERNEHMENSGEGENSTAND: Verlag GESCHÄFTSFÜHRUNG: Andreas Dressler GESELLSCHAFTER: Andreas Dressler (75 %), Simone Dressler (20 %), Nadia Weiss (5 %) REDAKTIONSADRESSE: Mariahilfer Str. 88a/II/2a, 1070 Wien, T +43 1 342 242-0

SHEconomy – Die neuen Seiten der Wirtschaft will Wirtschaft anders ­ enken, Grenzen neu definieren, d ­Bewegung in die Gesellschaft bringen. Wo Frauen in der Wirtschaft das Ruder übernehmen oder mit Verantwortung versehen sind, läuft vieles in eine neue, unkonventionelle, erfolgreiche Richtung. SHEconomy ermutigt Frauen, ihre beruflichen Ambitionen auszuleben und präsentiert Erfolgsgeschichten aus dem Top-Management, KMU- oder EPU-­ Bereich ebenso wie Anlage-, Lifestyleund wertvolle Karrieretipps.


ANSAGE

traut euch, frauen! 3 gute Gründe, für Hoffnung auf mehr Technikerinnen

Chefredakteurin Michaela Ernst und Herausgeberin Carina Felzmann

Drei gute Gründe sprechen jedoch dafür, dass sich in der Zukunft mehr Mädchen und Frauen mit dem technisch-naturwissenschaftlichen Weg beschäftigen:

 aut Studie war es für beide Geschlechter 1. L selbstverständlich, dass auch Mädchen technische Berufe ergreifen – wenn sie doch nur wollten. 2. W  irtschaft und Wissenschaft suchen gleicher­ maßen händeringend mehr Frauen für ihre Technik- und Innovationsteams. 3. D  ie neue Arbeitswelt verlangt nach Eigenschaften, die vor allem Frauen zugeordnet werden. Unter den zehn gefragtesten Skills, die das World Economic Forum zum Thema „Zukunft der Arbeit“ auflistete, sind die Hälfte typisch weibliche Stärken. Dazu zählen: Problemlösungskompetenz, People Management, Koordinationsfähigkeit mit anderen, emotionale Intelligenz, Serviceorientierung und kognitive F ­ lexibilität. Über die weiteren Eigenschaften verfügen Frauen im Wesentlichen genauso gut wie Männer (siehe auch www.weforum.org). Woran hakt es also? An der Weitergabe tradierter Muster, die sich vor allem im deutschen Sprachraum hartnäckig halten. An fehlenden Role-Models. An der Didaktik und Sprache. Und an dem verschwindend geringen Selbstbewusstsein von Frauen, wenn es darum geht, sich von Klischees zu lösen und neue Terrains zu erobern. Zum Abschluss sei daher noch einmal Anna Steiger zitiert, die zu bedenken gibt: „Wir sollten uns bewusst sein, dass jene, die im Moment die Welt von morgen programmieren, 25-jährige Männer sind. Umso wichtiger wäre es, dass wir Frauen uns massiv einbringen.“ Das Land braucht Technikerinnen, Innovatorinnen, Grenzüberschreiterinnen. Traut Euch, Frauen! Es gibt genug zu tun.

Ihre

4

Michaela Ernst

Carina Felzmann

Chefredakteurin

Herausgeberin

Foto: www.sebastianfreiler.com

Diese Beobachtung ist doch wirklich inter­ essant: „Jeder will das neueste Handy, aber an der Entwicklung solcher Geräte sind nur mehr wenige interessiert“, hält Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender an der Technischen Universität Wien im Gespräch mit SHEconomy fest (Seite 80). Ihre Feststellung entspricht keiner Einzelwahrnehmung – sie spiegelt auch das Ergebnis einer qualitativen Untersuchung des bm:vit unter SchülerInnen zwischen zehn und achtzehn Jahren wider: Demnach würden die Jugendlichen zwar über eine große Vorstellungskraft zur Zukunft der Technik verfügen, gleichzeitig zeigten sie aber wenig Interesse daran, selbst technische Berufe zu ergreifen. Zu abgehoben erscheinen ihnen technische Berufsbilder.


PALFINGER AG · 5101 Bergheim, Österreich · E-Mail h.roither@palfinger.com

Rahofer.

VORSTANDSVORSITZENDE 2064 An später denken lohnt sich. Weil PALFINGER mit seinen innovativen „Lifting Solutions“ nicht nur an die Gegenwart denkt, sondern auch jetzt schon an kommende Generationen und ihre Umwelt. Das macht uns auch in Zukunft zu einem nachhaltig erfolgreichen Global Player.

PALFINGER.AG

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INHALT

I

II

FEATURE themen, thesen, trends

22

I

II

8 WEITBLICK Ein Gespräch mit EVA EGGELING, Leiterin des Geschäftsbereichs Visual Computing der ­Fraunhofer Austria Research GmbH in Graz.

10 WATCHLIST Neues aus der Welt der Wirtschaft

14 ZAHLEN BITTE! Die Zahlen zeigen es: der Frauenanteil in technischen Berufen jedoch weiterhin deutlich zu niedrig.

16 STANDPUNKTE Gastkommentare von MARIA RAUCH-KALLAT, GABRIELE ­HEINISCH-HOSEK, RENATE ANDERL, ISABELL HAMETNER, RENATE ALTENHOFER und RUDI MELZER

24 INTERVIEW SPÖ-Vorsitzende PAMELA RENDI WAGNER im Gespräch

27 VERANSTALTUNG Im Rahmen einer Veranstaltung von „Frau im Fokus“ präsentieren vier Politikerinnen wesentliche Inhalte zu Ihrer Frauenpolitik.

28 TECHNIK Drei Technologietrends unter der Lupe

32 PORTEMONNAIE Mit ausgewählten Investments auf chancenreiche Zukunftstrends setzen

34 BETONGOLD CAROLA MEIXNER und BIRGIT KEDERST Development-Managerinnen bei der Buwog-Gruppe über ihre Erfahrungen in der Immobilienbranche

36 WERTSCHÖPFUNG Steuerberaterin CHRISTIANE HOLZINGER verrät, worauf man bei der Digitalisierung von Belegen achten sollte wir können das! 40 INVESTMENT Füllfedern als Investment und Sammelobjekt

PERFORMANCE II

I

4 Leitartikel von SHEconomy Chefredakteurin MICHAELA ERNST und Herausgeberin CARINA FELZMANN

TECHNIK 44

42 PORTFOLIO Was die Kunstszene Aufregendes zu bieten hat

46 INTERVIEW Die General Managerin von Microsoft Österreich, DOROTHEE RITZ, ber den niedrigen Frauenanteil in der IT-Branche und ihren ungewöhnlichen Karriereweg

50 REPORT I Weil sie es machen – Frauen in Führungspositionen technischer Unternehmen

56 REPORT II Hot-Tech-Spots – Zahlreiche Initiativen beschäftigen sich mit Technik, IT und Forschung

62 REPORT III Arbeitsplatz Internet

personal ­management 66 ROUND TABLE Expertinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen diskutieren

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salon schönes für körper, geist und seele

96 6

über die Schwierigkeit Frauen für Technik zu begeistern

70 MODE Öko-Mode aus neuen, nachhaltigen Textilien

76 PERSONAL MANGEMENT Ausbildung in Technik-Berufen

80 INTERVIEW TU-Vize-Rektorin für Personal und Gender, ANNA STEIGER, über Förderprogramme und die Gestaltung der Welt von morgen.

82 WEIBLICH GRÜNDEN Worauf Entrepreneurinnen achten

98 INTERVIEW BIRGIT LINARD-KASER, Managing Direcor bei Breitling Österreich, im Gespräch

100 DIE ZEITMACHERINNEN Die Damen an der Spitze von Luxusuhrenmarken 106 GENUSS Ernährungscoach URSULA VYBIRAL hat keine Not mit gutem Brot 108 SMARTE GADGETS Dinge die dem Arbeitsalltag eine eigene Handschrift aufzudrücken

110 KOSMETIK Erkenntnisse aus der Stammzellenforschung

112 KUNST Selbstportraits: Frauen in Bildern

114 SCHLUSSPUNKT Auf ein Glas Champagner mit Architektin TIINA PAKKINEN


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WEITBLICK

Eva Eggeling baut Brücken zwischen Forschung und Wirtschaft.

„mathematik ist die grundlage für vieles“ Sie befasst sich tagtäglich mit Visual Computing, ­Zukunftsmodellen und hochkomplexer Mathematik. Eva Eggeling leitet den ­Geschäftsbereich Visual Computing der Fraunhofer Austria Research GmbH in Graz. Schon als Mädchen hat sie ihre Liebe zur Mathematik entdeckt – und findet, dass man als Führungskraft immer eine offene Tür haben muss. Von Sandra Wobrazek

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Zahlen, Berechnungen, Modelle – schon als Kind war das, was für viele Schüler ein Angstfach ist, für Eva Eggeling schön, leicht und logisch: Mathematik. Dass die Tochter mit Begeisterung gerätselt und getüftelt hat, wurde von den Eltern wohlwollend unterstützt. Kein Wunder, ist der Vater doch Physiker, die Mutter war als Steuerberaterin tätig. „Bei uns war es cool“, erinnert sich Eva Eggeling, „wenn man sich mit Zahlen beschäftigt. In der Schule hatte ich fantastische Lehrer, die mich ermutigt und nicht davon abgehalten haben, Mathematik weiter zu lieben. Ich glaube aber, dass man durch schlechten Unterricht sehr viel kaputt machen kann.“ Im Fall der Bonnerin war genau das Gegenteil der Fall: Sie studierte Mathematik, promovierte in Köln. Schon während des Studiums hatte sie einen Studentenjob beim Fraunhofer Institut für wissenschaftliches Rechnen und Algorithmen. Nach dem Studium blieb sie dann dort und machte ihr erstes Industrieprojekt: Tiefpressen-Optimierung bei Daimler Chrysler in Stuttgart.

den Unternehmen zuhört und mit dem anderen Ohr an den Universitäten ist, ist doch jedes Fraunhofer-Institut immer mit einer universitären Einrichtung verknüpft. Gemeinsam arbeitet man daran, Problemstellungen der Unternehmen an die Universitäten zu bringen, die dann in Kooperation mit Fraunhofer praxistaugliche Lösungen erarbeiten. „Es geht um das Brückenbilden zwischen Forschung und Wirtschaft – das ist das, was mich an Fraunhofer so begeistert.“ Eine dieser Brücken ist DAVE, das reale Tor der TU Graz und des Fraunhofer Instituts in simulierte 3D-Welten. DAVE (Definitely Affordable Virtual Environment) ist unter anderem im Zuge der Konzeption des Wiener Hauptbahnhofs zum Einsatz gekommen, wo es darum ging, herauszufinden, ob eine kontrollierte virtuelle Testumgebung nützlich sein könne, eine Verkehrsinfrastruktur bereits in der Planungsphase zu testen. So konnte man mithilfe eines digitalen Modells virtuell in den Hauptbahnhof eintauchen und mittels Probanden das Leitsystem virtuell prüfen. Eva Eggeling betont, dass das einer der Punkte sei, der sie an Mathematik so fasziniere: Dass sie „universell einsetzbar ist. Mathematik ist für mich die Grundlage für vieles, wenn nicht alles. In der Mathematik ist etwas entweder richtig oder falsch. Das ist auch eine sehr befriedigende Sache, weil die Dinge entweder schwarz oder weiß sind.“ Mathematik jedenfalls ist bei Familie Eggeling – Evas Mann ist Mechatroniker – nie uncool. Auch ihre beiden Töchter haben einen guten Draht zur Zahlenwelt. „Ich erzähle meiner Familie immer, dass Mathematik in allen Bereichen des Lebens ständig auftaucht – gleich, ob durch Bionik, wo man sich von Tieren und Pflanzen Eigenschaften abschaut und sie in der Technik umsetzt, oder was man alles so berechnen kann.“ Die Reaktion der Töchter? Sie nehmen es mit Humor, lachen und sagen dann „Ja, ja, Mathematik ist überall.“

Von den USA in die Steiermark. „Das war für mich sehr spannend, weil ich dort erlebt habe, wie Mathematik und angewandte Forschung in die Industrie eingeflossen sind. Danach habe ich ein Angebot bekommen, an die Carnegie Mellon University in Pittsburgh zu gehen.“ Eva Eggeling war zu diesem Zeitpunkt schon verheiratet und hatte eine kleine Tochter. Ihr Mann, „ein sehr bodenständiger Bonner“, war der Ansicht, „wenn wir das jetzt nicht machen, machen wir das nie. Wir sind dann kurzerhand mit Sack und Pack in die USA gegangen – und aus einem Jahr wurden fast drei Jahre.“ In einem interdisziplinären Zentrum (MRSEC) arbeitete die Mathematikerin an einem Materialforschungsprojekt mit und befasste sich mit den Veränderungen polykristalliner Stoffe. Eines Tages, mittlerweile war Eva Eggeling zweifache Mutter, kam der überraschende Anruf von Fraunhofer, da man eine Standortleiterin für die neu gegründete Entspannen kann Eva Eggeling in ihrer Freizeit am Fraunhofer-Auslandstochter mit Standort in Graz für den Bereich Visual Computing suchte. besten, wenn sie Klavier spielt, neue Länder und Städte entdeckt oder Kleidung für sich näht. Ihr LieblingsUnd sie kehrte nach Europa zurück. buch: „Deep Learning“ von Ian Goodfellow. Seit elf Seit 2009 leitet Eva Eggeling nun den Jahren ist sie mittlerweile in einer Leitungsfunktion tätig. Geschäftsbereich Visual Computing Und was macht eine gute Führungskraft aus? „Man der Fraunhofer Austria Research GmbH in Graz. muss ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter haben und Fraunhofer sieht sich als Vermittler von wisseneine gewisse Gelassenheit an den Tag legen. Was mir schaftlichem Know-how in die Praxis. Was möchte die auch in meinem eigenen beruflichen Umfeld wichtig Forscherin mit ihrer Arbeit bewirken? „Das Spannende ist: Dass man Probleme ansprechen kann und es an meiner Aufgabe ist, dass man Unternehmen Zugang einen fairen Umgangston gibt. Auch, wenn man in der zu Innovationen erleichtert und Forschungsergebnisse, Hierarchie höher steigt, muss man dennoch immer an die aus Grundlagenforschung an den Universitäten ent- sich arbeiten und seine soziale Kompetenz weiterentwistehen, nutzbar macht – für große Unternehmen, aber ckeln.“ Deshalb wird in Eva Eggelings Team auch die gerade auch für die KMUs, die sich vielleicht keine eigene Kultur der offenen Türe praktiziert – „dadurch wird Forschungs- und Entwicklungsabteilung leisten könnman eingeladen, reinzukommen und ein Gespräch zu ten.“ Eva Eggeling sagt, dass ihr Team mit einem Ohr führen“.

INFOS: Ende 2008 wurde Fraunhofer Austria als selbstständige Auslandsgesellschaft der Fraunhofer-Gesellschaft gegründet. In Wien, Graz und Wattens arbeiten mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an anwendungsorientierten Lösungen zum Nutzen der Wirtschaft und zum Vorteil der Gesellschaft.

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Das Ziel der Fraunhofer-­ Projekte: die Entwicklung und Umsetzung innovativer, individueller und wirtschaftlicher Lösungen.

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Der Geschäftsbereich Visual Computing mit Sitz in Graz konzentriert sich auf anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung mit dem Schwerpunkt „Data-Driven Design“.

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WATCHLIST

die

feuerfeste Head of Global bei RHI Magnesita, Weltmarktführer für ­Feuerfestprodukte, hat Simone Oremovic es binnen kürzester Zeit geschafft, in einer technischen und vor allem männerdominierten Branche die Karriereleiter hochzuklettern. Von Lara Miciak

Zwei Dinge zeichnen Simone Oremovic besonders aus: Frauen für technische Berufe zu begeistern und die Frauenquote konsequent steigern zu wollen. Denn schon allein aufgrund ihrer eigenen Geschichte weiß sie, wie man in einer männerdominierten Branche mehr Frauen ins Boot holt. Vor ihrem beruflichen Siegeszug bei RHI Magnesita, brachte Simone Oremovic bereits 19 Jahre Erfahrung in diversen LeadershipPositionen im Personalbereich mit – unter anderem war sie für die Telekom Austria tätig. Ihr beruflicher Werdegang verschlug sie auch öfter ins Ausland, spezifischer nach Irland und Großbritannien. In ihrer Position bei RHI Magnesita ist es ihre ­Aufgabe, geeignete MitarbeiterInnen für das Unternehmen zu rekrutieren. Einen höheren Frauenanteil im Unternehmen zu generieren bezeichnet sie als ihr „Herzensanliegen“. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist das firmeninterne Frauennetzwerk: „Man kann sich darüber austauschen, welchen Karriereschritt man sich als nächstes wünscht und dafür ­sorgen, dass Kolleg­innen das wissen und daran ­denken, wenn sich in ihrem unmittelbaren ­Arbeitsumfeld eine Möglichkeit auftut.“ Als HR-Chefin möchte sie vor allem mehr ­Frauen für technische Berufe begeistern. Laut Simone

Oremovic funktioniert das momentan im White-­ Collar- wesentlich besser als im Blue-Collar-Bereich. Als Grund für diesen Umstand vermutet sie eine zu geringe Förderung bereits von Kindesschuhen an: „Man muss die Mädchen ab dem Kindergarten für Technik und Naturwissenschaften begeistern, damit sie als junge Frauen in diesem Bereich arbeiten wollen.“

„Man muss die Mädchen ab dem Kindergarten für Technik und Naturwissenschaften ­begeistern.“

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Wer viel leistet, braucht dementsprechend viel Energie. Ein positives, stärkendes Umfeld, bestehend aus einem großen Freundeskreis und einer tollen Familie, stellen für sie die wichtigste Stütze dar. Sie betont auch, dass es durchaus notwendig sei, sich bewusst Auszeiten vom Arbeitsalltag zu nehmen, um mit vollstem ­Einsatz weitermachen zu können. Auch das Lesen spielt in ihrer ­Freizeit eine wichtige Rolle, am liebsten macht sie es sich mit einem spannenden Krimi oder einem ­nostalgischen, historischen Roman gemütlich.

Foto: RHI Magnesita/OTS

MEINE POWER-QUELLEN:


neues aus der welt der wirtschaft Unternehmungslust Seit geraumer Zeit macht sich in der Finanzwelt ein deutlicher Wandel bemerkbar – auch dort sind immer mehr Frauen auf dem Vormarsch. Betrachtet man die jüngsten Entwicklungen, wird das deutlich sichtbar. So wurden vor wenigen Wochen die Ökonominnen Kristalina Georgieva als neue Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds und Judy Shelton als zukünftige Fed-Chefin vorgeschlagen. Auch in Österreich hat die Aufholjagd der Frauen im Finanzwesen begonnen. Mit Anfang Juli 2019 haben zwei Frauen Vorstandspositionen bei der Erste Group übernommen. Zum einen Alexandra Habeler-Drabek, sie war vor ihrem Eintritt in die Erste Group im Jahr 2010 in verschiedenen Managementfunktionen im Risiko­management innerhalb der UniCredit-Gruppe tätig. 2017 wechselte

sie zur „Slovenská Sporitel’na“, der slowakischen Tochterbank der Erste Group, bei der sie Führungspositionen im unternehmensweiten Risk Management übernahm. Nun wird ihr die Funktion als Chief Risk Officer bei der Erste Group zuteil. Die Position als Finanz- und Risikovorständin in der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG übernimmt seit ersten Juli Gerda Holzinger-Burgstaller. Sie begann ihre Laufbahn bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht im Bereich Bankenaufsicht. Dort war sie in der Zeit von 2013 bis 2015 als Head of Group Prudential Affairs tätig. Danach leitete sie mehr als drei Jahren das Generalsekretariat der Holding und ist seit 2017 Vorstands­ mitglied der Zweite Wiener Vereins-Sparcasse AG. LM

Expertenstatus Das Bundesministerium wählte Verena Venek zur FEMtech Expertin des Monats. ­Gemeinsam mit ihrem Team forscht sie an der Optimierung der menschlichen Bewegungsabläufe. Bereits seit 2005 zeichnet das BMVIT Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank aus, um die Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie zu fördern. LM

www.femtech.at

GLÜCK IST EIN ABEND, DEN MAN NIE VERGISST „Glücksspiel mit Verantwortung“ ist Leitgedanke für alle unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Die gesellschaftliche Verantwortung von Casinos Austria geht daher weit über den Spielerschutz hinaus. Kultur-Sponsoring wurde schon mit der Unternehmensgründung 1968 in der Unternehmensphilosophie verankert. Wir ermöglichen durch unsere vielfältigen Kooperationen einen niederschwelligen Zugang zur Kultur, stärken die österreichische Identität und tragen dazu bei, dass Österreich ein Kulturland bleibt. Und schaffen damit für viele Menschen unvergessliche Augenblicke des Glücks. Weitere Infos unter www.sponsoring.casinos.at


WATCHLIST

Vorsorgen Home Office Innovation Mit dem Beschluss der vollen Karenzanrechnung und dem Recht auf das „Papamonat“ wurde bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gesetzt. Der Blick in die Zukunft wirft jedoch eine essentielle Frage auf: Wie sieht optimale Vorsorge aus? Diesem Thema widmet sich aktuell die Donau Versicherung. Besonders Frauen mit Kindern können im Rahmen der Aktion „Frauen Aktiv“ unter anderem von Monatsprämien enorm profitieren. Private Vorsorge stellt eine optimale ­Lösung dar, um dem Gender-Pension-Gap aktiv entgegenzuwirken. LM

Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie zum Thema „Arbeitszeit“ und „Arbeitsort“ liefert widersprüchliche Ergebnisse zum Thema Home Office. Seit 2017 hat sich die Anzahl der MitarbeiterInnen, welche effektiv Gebrauch von der alternativen Arbeitsmöglichkeit machen, verdoppelt. 85% der befragten Unternehmen gaben aber trotzdem an, großen Wert auf physische Anwesenheit im Büro zu legen. Problematisch ist vor allem, dass daraus die Gleichstellung von Anwesenheit mit Leistung resultiert. Als Folge lehnen MitarbeiterInnen Home Office im Zweifel lieber ab. Insbesondere für berufstätige Mütter fällt so eine flexible Möglichkeit weg, Berufs- und Familienleben besser kombinieren zu können. LM

So lautet das Motto des diesjährigen „Tag der Frau in der Wirtschaft“, welcher am 24. September erneut stattfindet. Mit hochkarätigen Gästen wird es offene Diskussionsrunden („Fishbowls“) geben. ZuschauerInnen haben die Möglichkeit, sich mit Themenvorschlägen miteinzubringen. Im Fokus stehen in diesem Jahr vor allem die Themen Innovation und Technologie. „Frau in der Wirtschaft“ der WKO Wien ist ein Unternehmerinnennetzwerk dessen Ziel es vorrangig ist, Anliegen und Interessen starker, selbstständiger Frauen in der Wirtschaft zu fördern. LM

… hier wird gut ­gegessen, genetzwerkt, und es werden vor allem Ideen, Mut und ­Inspiration getankt …

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Ein Tag der beruflichen Inspiration – erstmals in Wien. Am 24.10. findet in der METAStadt in 1220 Wien von 9 bis 19 Uhr das Female Future Festival statt – ein Event mit Festivalcharakter, das fit für die b ­ erufliche­­Zukunft ­machen soll. Top-Speakerinnen wie Zukunftsforscherin Lena Papasabbas, Modedesignerin Lena Hoschek, ­Trail­runnerin Gela Allmann uvm. offerieren im Rahmen von Vorträgen, Interviews oder Diskussionsrunden neue ­Denkansätze und eine Plattform zum regen Austausch. Natürlich wird dabei auch gut gegessen, genetzwerkt, und es werden vor allem Ideen, Mut und Inspiration getankt, um den eigenen beruflichen Weg noch besser gehen zu können. Das erklärte Ziel des Female Future Festivals ist Empowerment! Infos und Anmeldung unter www.femalefuturefestival.com. PJ

Foto: Stefan F. Mayr

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FACTS & FIGURES

zahlen bitte!

Frauen und Technik – zwei Paar Schuhe, die nicht z ­ usammenpassen? Wirft man einen Blick auf die zahlreichen bahnbrechenden E ­ rfindungen renommierter Wissenschaftlerinnen wie Marie Curie, wird deutlich, dass das nicht stimmen kann. Laut aktuellen Studien ist der Frauenanteil in technischen Berufen jedoch weiterhin deutlich zu n ­ iedrig. von Lara Miciak

AUSBILDUNG

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Insbesondere an Universitäten würde man sich eine höhere Frauenquote wünschen. Im Jahr 2009/10 zählen öffentliche Universitäten insgesamt 4.063 Studienabschlüsse im Bereich Technik – 931 davon sind Frauen. Auch in Lehrberufen lassen die Zahlen zu wünschen übrig. Erhebungen der Statistik Austria aus dem Jahr 2008/09 verzeichnen, dass auf 13.391 Ausbildungsabschlüsse nur 3.366 Frauen kommen.

3 GRÜNDE FÜR UNTERREPRÄSENTATION DER FRAU IN TECHNISCHEN BERUFEN Soziales Umfeld Erwartungen der Eltern spielen bei der Berufswahl häufig eine Rolle.

Fehlende Role Models Das Fehlen weiblicher Vorbilder wird in Studien ebenfalls oft als Ursache für den geringen Frauenanteil genannt. Unternehmenskultur Das „Male-Breadwinner“-Modell in Form einer ­Vollzeit-Erwerbskarriere ohne Unterbrechung gilt in vielen Unternehmen immer noch als Norm. Quelle: SOR Studie, OMV Gender und Technik, 2012

ZUFRIEDENHEIT IM JOB

I

Positive Ergebnisse gibt es jedoch beim Thema Zufriedenheit im Job. Befragungen im Bereich der technischen Berufe ergaben, dass rund 84 % der Frauen zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz sind, doch nur 74 % der Männer gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.

GEHALT 1.407 Euro – das ist das Durchschnittseinkommen einer vollzeitbeschäftigten Frau im Berufsfeld Technik, männliche Kollegen verdienen hingegen im Durchschnitt 1.639. Und das, obwohl Frauen meist bessere Bildungsstrukturen aufweisen.

FRAUEN IN DER WISSENSCHAFT Hypatia Die erste Mathematikerin Maria Goeppert-Mayer Sie löste das Rätsel der ,,magischen Zahlen“ Caroline Herschel Die Frau, die Kometen jagte Dorothy Hodgkin Die Meisterin der Kristallstruktur-Durchleuchtung Iréne Joliot-Curie Die Entdeckerin der künstlichen Radioaktivität Sofja Kowalewskaja Die Pionierin der Mathematik Maria Gräfin von Linden Die erste deutsche Doktorin der Naturwissenschaften Ada Byron King, Countess of Lovelace erste Programmiererin Rosalyn Sussmann Yalow Die Physikerin und Nuklearmedizinerin von Weltrang

Quelle: SOR Studie, OMV Gender u. Technik, 2012

Quelle: http://www.fortunecity.de/business/schlemmer/35/frauenbiographien.html

TEILZEIT- UND VOLLZEIT­ BESCHÄFTIGUNG IN ­TECHNISCHEN BERUFEN

­FACHARBEITERINNEN­­ IN ÖSTERREICH – ­MÄDCHEN IN DER TECHNIK NEHMEN ZU

MÄDCHEN IN TECHNISCHEN ­LEHRBERUFSGRUPPEN

Lehrlinge nach Geschlecht

Chemie/Kunststoff

62 % der Frauen

1239

95 % der Männer in techn. Berufen arbeitet in Vollzeit

609

Maschinen/Fahrzeuge/Metall 71.452

22.192

1.714

32 % der Frauen Elektrotechnik/Elektronik

3 % der Männer

14

in techn. Berufen arbeitet in Teilzeit

35.161

Quelle: technikqueen.at: Frauen und Technik

Quelle: Lehrlingsstatisik, 2017, WKO

9.699 Quelle: Lehrlingsstatisik, 2017, WKO

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Mi., 25. September 2019, 18.00 Uhr

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Projektmanagement Lehrgang und Zertifizierung Do., 26. September 2019, 18.00 Uhr

Contentkreation durch Storytelling und Prototyping Do., 26. September 2019, 18.00 Uhr

Ausbildung zum/zur FundraiserIn

Do., 3. Oktober 2019, 18.00 Uhr

Do., 17. Oktober 2019, 18.00 Uhr

Experte/Expertin für HSP (Hochsensitive/Hochsensible Personen) Do., 24. Oktober 2019, 18.00 Uhr

Platten- und FliesenlegerIn Vorbereitung auf die Meisterprüfung Fr., 25. Oktober 2019, 18.00 Uhr

Berufsreifeprüfung Mo., 14. November 2019, 18.30 Uhr

Di., 1. Oktober 2019, 18.00 Uhr

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wifiwien.at/info

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STANDPUNKTE

I

nicht aufgeben! „Frauen werden von ­Baufirmen und technischen Unternehmen dringend gesucht und gebraucht.“

Frauen in technischen Studien und Berufen sind immer noch in sehr geringer Zahl anzutreffen!

Und das, obwohl Frauen von Baufirmen und technischen Unternehmen dringend gesucht und gebraucht werden – und nicht nur gute Karrierechancen, sondern auch gute Bezahlung winken.

Frauenorganisationen und Firmen versuchen seit mehr als zwanzig Jahren, mit Töchtertagen und Schnupperwochen Mädchen und jungen Frauen die Angst vor der Technik zu nehmen und sie zur Wahl eines technischen Berufs zu ermutigen. Frauenreferate an Universitäten bemühen sich seit Jahren, Maturantinnen für technische Studienrichtungen zu begeistern. Wir geben nicht auf! Seit 2007 gibt es im Club alpha die TechWomen, die sich in diesem Bereich engagie-

Maria Rauch-Kallat ist CEO bei MRK Diversity Management, ehemalige Frauenministerin und Vorsitzende des Alpha-Frauennetzwerkes

ren – eine Gruppe junger Technikerinnen, die gerade frischen Wind ins Netzwerk bringt. Wer Interesse hat, die TechWomen kennenzulernen, kann dies beim Karriere-Talk des Mentory Club mit Rektorin Sabine Seidler am 23.9. im TUtheSky tun oder am 25.9. im Club alpha „Im Gespräch mit Doris Partel-Niederreiter“ (Raiffeisen IT). Nähere Informationen zu den beiden Veranstaltungen finden Sie unter www.mentory.at und www.alphafrauen.org

kennen sie laura bassi, caroline herschel oder ada lovelace? 1733 war Laura Bassi die erste Professorin einer

europäischen Universität, zwischen 1786 und 1797 entdeckte Caroline Herschel acht Kometen, und Ada Lovelace entwickelte 1843 einen Algorithmus für eine mechanische Rechen­maschine, also das erste Computerprogramm. Diese drei Beispiele zeigen, dass Frauen schon immer an Technik interessiert waren, nie schlechter forschten als Männer, aber selten die Gelegenheit hatten zu publizieren – und somit Geschichte zu schreiben. Ist heute das Bild der Technik noch immer vom Klischee der Männerdomäne geprägt? Wenn es um das Einkommen von MINT-Absolventinnen (Mathematik, Informatik, NaturwissenGabriele Heinisch-Hosek schaften, Technik) geht – dann ja! Laut ist Abgeordnete zum Nationalrat, einer IHS-Studie verdienen sie zwischen SPÖ-Frauensprecherin und 500 und 600 Euro pro Monat weniger ehemalige SPÖ-Frauenministerin als ihre männlichen Kollegen. Ein 16 Fazit dieser Studie besagt auch, dass

die Zahl der MINT-Absolventinnen stetig steigt, auch wenn noch Luft nach oben ist. Der „Women in Tech Survery Report 2018“ bestätigt diese Bilanz der Diskriminierung. Als größte Herausforderung gilt bei 40 Prozent der befragten Frauen die ungleiche Bezahlung. Fast zwei Drittel geben an, aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt zu werden. Ein Drittel hatte schon einmal Erfahrung mit Sexismus. 43 Prozent der Frauen vermissen weibliche Vorbilder. Also, was tun? Die Website „meine TECHNIK“

(Mädchen – Frauen – Technik: die Plattform) und zahlreiche Projekte einzelner Institutionen leisten jetzt schon einen wesentlichen Beitrag für Mädchen und technische Berufe. Und die Politik hat die geeigneten Rahmenbedingungen für Frauen zu verbessern. Es geht um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Lohntransparenz, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit. Unternehmen müssen für Technikerinnen attraktiver werden, innerbetriebliche Maßnahmen für Karriere setzen und um die Technikerinnen der Zukunft werben.


es braucht gezielte maßnahmen Mit der Mathematik auf Kriegsfuß – das wurde und wird Mädchen und Frau-

en oft einfach unterstellt. Dass dem nicht so ist, beweisen weibliche Lehrlinge in technischen Berufen und Frauen in Technik und Wissenschaft. Dennoch sind es immer noch zu wenige. Aus einer Studie wissen wir, dass uns Frauen der Berufseinstieg erschwert wird und unsere Karrieren weniger steil verlaufen als jene der Männer. Denn wir Frauen werden seltener zu einer einschlägigen Ausbildung ermutigt, auch fühlen wir uns von Stellenausschreibungen weniger angesprochen. Oder die Jobs werden gleich auf Basis von Belegschaftsempfehlungen besetzt – frei nach dem Motto: Mann empfiehlt Mann. Es braucht daher gezielte Maßnahmen, um den Anteil von Frauen in technischen Berufen zu steigern. Dazu gehören verbindliche Zielvorgaben, Frauenförderung in den Unternehmen und die Koppelung von öffentlichen Fördermitteln an Aktivitäten zur Erhöhung des Frauenanteils. Und last but not least muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden – was aber selbstverständlich für alle Branchen gilt! 

Renate Anderl ist Präsidentin der Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte

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frauen, macht technik! Technische Berufsbilder sind stark mit ­Annahmen und Bildern ­verknüpft: Es geht um körperliche Anstrengung, ­Werkzeuge, Lärm und Schmutz, oder einsames Arbeiten mit Daten und Listen.

Die OMV möchte mit diesem Vorurteil aufräumen und möchte immer

mehr junge Frauen für technische Berufe durch Initiativen wie die Teilnahme an den „Girls Days“, Schnuppermöglichkeiten und Sommerjobs für Schülerinnen sowie Schulbesuche von OMV-Technikerinnen begeistern. Die faszinierende Technikwelt der OMV ist groß und vielfältig – Der Konzern ist mit mehr als 20.000 Mitarbeitern einer der größten Industriebetriebe Österreichs, Frauen stellen hier bereits rund 20 Prozent der Mitarbeiter im Bereich Technik.

„Technikerinnen in der OMV schätzen ­besonders die Dynamik, die Vielfalt und die lösungs­ orientierte Teamarbeit.“

Unsere Technikerinnen schätzen an ihrem Job besonders die Dynamik, die Vielfalt und die lösungsorientierte Teamarbeit. Ziel der OMV ist es, dieses positive Berufsbild verstärkt zu verbreiten und auch den Anteil an weiblichen Lehrlingen weiter zu steigern. Aktuell sind 15 der 87 Lehrlinge Frauen.

Isabell Hametner ist Senior Vice President HR der OMV

Die OMV verfolgt keine Quote, sondern ein Ziel: Bis 2025 sollen 25 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sein. Somit sollen für weibliche Mitarbeiter noch mehr weibliche Vorbilder geschaffen werden!

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STANDPUNKTE

„­Weibliche Spitzen­ leistungen in der Forschung und Technik in der öffentlichen Wahnnehmung stärken.“

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Die Innovationsleistung der EU liegt im internationalen Vergleich auf Platz 5 gestärkt durch die Dynamik der vergangenen Jahre. Auch Österreich gilt als „strong innovator“. Der Trend Innovation wird weiter vorangetrieben und fordert innerhalb der Unternehmen immer stärkere Führungsqualität. Es braucht Leader um mit dem Altbewährten zu brechen und Zukunftsperspektiven zu verwirklichen. Frauen haben nicht nur das Potenzial diese Leader zu sein – sie sind es bereits! Frauen in Innovationspositionen sind nicht rar, sondern oftmals unbeachtet.

In Österreich beträgt der Frauenanteil in technischen Berufen nur rund 15 Prozent. Frauen im High Tech Bereich sind, insbesondere bei Startups, besonders unterrepräsentiert – weltweit. Frauen als Erfinderinnen: Nur 6 Prozent aller individuellen Patentanmeldungen beim Österreichischen Patentamt stammen von Frauen. Frauen repräsentieren immer noch Minderheiten, nur etwa 25 Prozent aller Technikstudierenden sind Frauen in der Informatik Renate Altenhofer und anderen ist Initiatorin des Women MINT-Bereichen Leadership Forum (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaft und Technologie). Noch weniger Frauen sind (Mit-) Gründerinnen innovativer Startups, unabhängig von Technologien und Regionen. Wir müssen nicht nur alles tun, um das Potenzial von Frauen in MINT zu heben, sondern auch Frauen als Benutzer und Kunden zu verstehen, wenn wir als Unternehmen auftreten und das Wachstum und den Wettbewerbsvorteil von Unternehmen und Gesellschaften unterstützen wollen. Wir brauchen sie als weibliche Führungskräfte und Gründerinnen. Erfolgreiche Frauen in diesem Feld gibt es zwar, sie werden aber in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Deshalb ist es besonders wichtig, die weiblichen Spitzenleistungen in der Forschung und Technik in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken, und den Anteil der Frauen am wissenschaftlichen Fortschritt ins Bewusstsein der Allgemeinheit zu rücken. Je früher die junge Generation für technische Themen begeistert wird, umso eher gelingt der Einstieg in Bereichen der MINT Fächer. Die Forschung ist im besonderen Maße von der digitalen Transformation beeinflusst und hat gleichzeitig die Aufgabe, neue Impulse für den gesellschaftlichen Wandel zu setzen. Die aktuellen und zukünftigen Forschungsfragen sind stark mit dem Thema Digitalisierung verbunden. Die Digitalisierung verändert unsere Art der Kommunikation- und Informationsbereitstellung in einer noch nie da gewesenen Geschwindigkeit und stellt die Aus- und Weiterbildung vor große neue Herausforderungen. Gerade für die MINT-Fächer ist das eine riesige Chance, Mädchen durch speziell angepasste didaktische Methoden an naturwissenschaftliche Fächer heranzuführen, in denen sie dringend gebraucht werden. Leider sind technische Berufe immer noch sehr stark mit „männlichen“ Werten, wie Hochleistung, Anstrengung, Konkurrenz und Individualität belegt. Frauen fehlen daher oft „Role Models“, die beweisen, dass auch andere Werte gelebt werden und andere Karrieren möglich sind. Ein positives Vorbild für junge Frauen im Forschungsbereich Fuß zu fassen, ist für mich die österreichische Wissenschaftlerin Verena Fuchsberger-Staufer, ihres Zeichens erste Hedy Lamarr-Preisträgerin, die im Spannungsfeld zwischen Informatik und den Sozialwissenschaften arbeitet und sich mit Chancen und Risiken der Verschmelzung von Mensch und Maschine beschäftigt. Die digitale Transformation stellt also nicht nur eine Herausforderung dar, sie eröffnet auch enorme Chancen für Veränderung und neue Führungspositionen.

Foto: Jeff Mangione, Philipp Simonis, Sebastian Philipp, Patrick Lehmann, Katharina Schiffl, Michael Hetzmannseder

die weibliche innovationskraft – tech power women gesucht!


digitale bildung als voraussetzung Immer wieder hört man von Klagen, dass Frauenquoten im technischen Bereich zu niedrig seien. Dafür mag es viele Gründe geben. Fest steht, dass mehr digitale Bildung schon von Kindesbeinen an den Frauen das richtige Rüstzeug dafür mitgeben kann. Isabella Mader, ihres Zeichens Top-CIO des Jahres 2013 in Österreich, Vorstand des Excellence Instituts sowie des Global Peter Drucker Forums sagte erst kürzlich im Rahmen des Digitalen Salons: „Die traditionelle Einordnung von Berufsbildern wird leider immer noch von Kindesbeinen an gelernt. Dabei ist digitale Bildung das neue Lesen und Schreiben. Mit Programmierung ist man in der Lage, bestehende Technologien für sich nutzbar zu machen. Wenn wir so weit sind, dass das alle können, haben wir das Problem mit den geringen Frauen-Quoten in den Studiengängen nicht mehr.“ Im internationalen Forum für Wirtschaftskommunikation achten wir immer darauf, Rudolf J. Melzer ist ein möglichst ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei allen Veranstaltungen Gründer und Präsident des zu haben. Das ist zwar zugegebenermaßen nicht immer einfach, aber sowohl Internationalen Forums für beim Wirtschaftsforschungsinstitut als auf der TU Wien finden sich sehr Wirtschaftskommunikation, kompetente Frauen zu verschiedensten Wirtschafts- und Technikthemen. IFWK

CHANCEN AUFSTIEGS

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R E H C I S A N

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PRÄMIEN


POST

„expedition elly“ – das leuchtturmprojekt der Österreichischen Post AG Die „Expedition Elly“ – benannt nach der Flugpionierin Elly Beinhorn – entwickelte 2018 eine Strategie für Gender Balance in der Österreichischen Post AG, um Initiativen für einen ausgewogeneren Geschlechteranteil zu setzen. WERDEN BEI DER POST WEIBLICHE UND MÄNNLICHE TALENTE IM GLEICHEN AUSMASS GEFÖRDERT?

Gute Leute zu finden und sie langfristig zu begeistern, ist wichtig für das Unternehmen. Dazu tragen Durchlässigkeit und eine offene Unternehmenskultur, die Frauen wie Männer, insbesondere auch der jüngeren Generation, ansprechen, enorm bei. Ich fördere als Führungskraft gezielt Talente beider Geschlechter und gebe Vielfalt in meinen Entscheidungsprozessen Raum und Gewicht.

Verena Knott-Birklbauer

Verena Knott-Birklbauer begleitet als Leiterin des Konzern-Rechnungswesens und der Treasury mit ihrem Pioniergeist Veränderungsprozesse im Unternehmen. Seit 2018 ist sie mit der Erarbeitung einer nachhaltigen Gender-Balance-Strategie betraut und stieß mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern einen Kulturveränderungsprozess bei der Post an. FRAU KNOTT-BIRKLBAUER, WARUM IST GENDER BALANCE FÜR EIN UNTERNEHMEN WIE DIE POST SO WICHTIG?

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Nur rund ein Drittel unserer Post-Belegschaft ist heute weiblich, in den Führungsebenen sind derzeit noch weniger Frauen beschäftigt. Vor allem Frauen sind also in vielen Bereichen noch unterrepräsentiert, in manchen auch Männer. Wir lassen dadurch viel Potenzial liegen. Gleichzeitig bewegt sich die Post mit ihrem Geschäftsmodell in einem dynamischen Umfeld mit erheblichem Veränderungsdruck. Perspektivenvielfalt und Lösungsorientierung durch kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist daher wichtig.

WELCHE MASSNAHMEN UND INITIATIVEN WERDEN GESETZT, UM EINEN AUSGEWOGENEN GESCHLECHTERANTEIL BEI DER POST HERBEI-ZUFÜHREN?

Unsere Gender-Balance-Maßnahmen werden in Teams aus unterschiedlichen Bereichen und Hierarchien der Post entwickelt. Dabei nehmen wir die Gewinnung und Entwicklung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genauso in den Fokus wie die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen und das Management von Auszeiten und Wiedereinstiegen. Erfolgsfaktoren dafür sind das Commitment der Führungskräfte, die kommunikative Begleitung und die entsprechende Verankerung in den HR-Prozessen. Ein solcher Kulturveränderungsprozess erfordert Raum und Zeit. Um in der Flugsprache zu bleiben: Das ist keine Kurzstrecke. Wir haben gemeinsam eine Weltumrundung vor Augen. Jutta Benedek leitet das Property Management im Bereich Konzernimmobilien. Das Property Management umfasst das Immobilienmanagement, das Facility Management sowie das Flächen-management der Österreichischen Post. Aktuell sind hier 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.


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Daniel Mühlbach leitet bei der Österreichischen Post AG die Abteilung CSR und Umweltmanagement. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen erstellt er Nachhaltigkeitsberichte, implementiert und betreut Umweltmanagementsysteme und verantwortet die Initiative CO2 NEUTRAL ZUGESTELLT. HERR MÜHLBACH, SIE HABEN DIE VÄTERKARENZ IN ANSPRUCH GENOMMEN. WAS WAREN DIE GRÜNDE DAFÜR?

Jutta Benedek

FRAU BENEDEK, KÖNNEN SIE UNS ETWAS ÜBER IHRE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN MIT DEN GENDER-BALANCE-INITIATIVEN, DIE VON DER POST AG GESETZT WERDEN, ERZÄHLEN?

Besonders beindruckt hat mich, wie intensiv unser Vorstand das Thema mitgetragen und gepusht hat. Mit diesem Wind im Rücken wurden im Zuge des Programms rund 37 Ideen im Detail betrachtet und davon in kürzester Zeit 16 konkrete Maßnahmen ausgearbeitet. Einige davon befinden sich schon in Umsetzung. Hier zeigt sich wieder: Wo ein Wille, ist auch ein Weg. Ich habe noch nie erlebt, dass ein derartig umfassendes Programm so rasch und effizient in solch einem großem Unternehmen umgesetzt wurde. Das gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen und, vom eigenen Ansporn angetrieben, dieselben Ziele verfolgen!

Ausschlaggebend war ein Gespräch mit einem erfahrenen Vater aus der Männerberatung Wien. Dabei wurde mir klar, welche Erfahrungen, Eindrücke und Gefühle sich mir durch den Papamonat und eine anschließende Karenz erschließen werden. WIE WURDE IHR WUNSCH, IN VÄTERKARENZ ZU GEHEN, VOM UNTERNEHMEN UNTERSTÜTZT?

Das Unternehmen kann den Rahmen vorgeben und das macht die Post sehr gut. Entscheidend ist aber das Verhältnis zum direkten Vorgesetzten. In meinem Fall ist dieses Verhältnis durch beiderseitiges Vertrauen und Verständnis geprägt. Daher wurde meinem Wunsch mit sehr großer Unterstützung entsprochen. WAS BEDEUTET GENDER BALANCE FÜR DIE VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist einer der wesentlichen Punkte für ein erfülltes und glückliches Leben. Maßnahmen im Rahmen von Gender BEMERKEN SIE IN IHREM ARBEITSBalance sind daher sehr wichtig. Auch wirken sie UMFELD VORTEILE VON GEMISCHTEN sich aus meiner Sicht positiv auf die wirtschaftliche TEAMS? Entwicklung des Unternehmens aus. Die UnternehGanz klar! Aus meiner Sicht sind gemischte Teams in vielerlei Hinsicht leistungsstärker, da sie men bekommen für ihre Anstrengungen nämlich im Idealfall untereinander Stärken und Schwächen geistig und körperlich ausgeglichene sowie glückliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. ausgleichen, der Diversität unserer Kundinnen und Kunden besser entsprechen und so wirksamer auf deren Bedürfnisse eingehen können. Daniel Mühlbach

KANN SO EINE BESSERE VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF GELINGEN?

Ich zum Beispiel werde nun mit 40 zum ersten Mal Mutter. In anderen Unternehmen wäre dies vielleicht eine Karriere-Zäsur – nicht so bei der Post. Gemeinsam mit meinem Bereichsleiter haben wir ein Überbrückungsmodell ausgearbeitet und meine Agenden an verschiedene Kolleginnen und Kollegen verteilt. Nach ein paar Monaten Karenz möchte ich wieder einsteigen, da mein Partner den Hauptteil der Karenz übernehmen wird. Für diese Möglichkeit bin ich dem Unternehmen sehr dankbar!

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FEATURE

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themen, thesen, trends 22


EATURE >

 AMELA RENDI-WAGNER IM GESPRÄCH P Die SPÖ-Vorsitzende über Politik mit Vorbildwirkung und die Kraft der ­Erfahrung

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 O MUSS FRAUENPOLITIK! S Das Wichtigste im Überblick  ECHNOLOGIE ALS ANLAGE T Die neuen ­Themenführer – Roboter, eSecurity und Mobilität BETONGOLD zwei Immo-­Developerinnen im Gespräch FEDERFÜHREND Füllfedern als g ­ ewinnbringende ­Sammelobjekte  ENDLICH MEHR GELD! Tipps fürs Kunstsammlerinnen, ­Anlegerinnen und ­Steueroptimiererinnen

STANDPUNKT Maria Rauch-Kallat, Gabriele Heinisch-Hosek, Renate Anderl, Isabel Hametner, Rudolf J. Melzer 23


FEATURE INTERVIEW

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„frauen können alles!“


Pamela Rendi-Wagner, erste weibliche Vorsitzende der SPÖ, über Kinderbetreuung als Schlüssel zur Gleichberechtigung, Politik mit Vorbildwirkung und wie man es schafft, aus Erfahrungen gestärkt hervorzugehen. Interview: Michaela Ernst

Es gibt einen neuen Trend in Europa, und

Ein noch schwierigeres Thema als Frauen in der

der heißt: Frauen lässt man vor allem dann

Politik ist selbst im 21. Jahrhundert das Thema

in Führungspositionen, wenn das Risiko des

Frauenpolitik: Warum lassen sich Themen wie

Scheiterns groß ist – Theresa May nach dem

gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder 50 Prozent

unrühmlichen Abgang von David Cameron, in

des „Alltagsmanagements“ verpflichtend für

Deutschland Andrea Nahles und in ­Österreich

Männer so schwer durchsetzen?

Sie, nachdem die Sozialdemokratischen

Der Blick in die Vergangenheit zeigt zwar, dass bereits viel passiert ist. Angefangen bei der allerersten Frauenministerin Johanna Dohnal bis hin zu Barbara Prammer und dem Gewaltschutzgesetz, das wir durchsetzen konnten. Wir haben auch Gleich­ stellungsgesetze, die sehr fortgeschritten sind, aber ich gebe Ihnen Recht, dass wir noch immer einen weiten Weg zu gehen haben. Die größte Ungerechtigkeit ist, dass Frauen in Österreich immer noch 20 Prozent weniger Lohn und fast um die Hälfte weniger Pension haben als Männer. Und das, obwohl Frauen heutzutage – das zeigen alle Studien – im Schnitt besser ausgebildet sind als Männer. Das heißt, wir haben in der Bildungsfrage deutlich nachgeholt, und das war auch nur durch eine aktive Bildungs­ politik der letzten Jahrzehnte möglich, die die Sozial­demokratie mit ermöglicht hat.

Parteien in die Krise gekommen sind. Sehen Sie das auch so?

Ich habe ja einige berufliche Entscheidungen in meinem Leben treffen müssen und dürfen und habe mich nie vor Herausforderungen gescheut. Ich gestehe, das ist jetzt sicher die größte Herausforderung, die ich bisher hatte, aber ich bin immer positiv aus meinen Erfahrungen herausgegangen. Auch als Frauenministerin habe ich jungen Frauen den Ratschlag gegeben, in Bezug auf ihre berufliche Karriere im Zweifelsfall „Ja“ zu sagen. Traut euch was zu! Das ist es, was junge Frauen und Frauen überhaupt stärker brauchen, dieses Empowerment und diesen Zuspruch, sich etwas zuzutrauen. Frauen können alles – davon bin ich überzeugt. Das habe ich als Ärztin gemacht, als Wissenschafterin, als Gesundheitsministerin und als ich mich entschieden habe, erste weibliche Parteivorsitzende der Sozial­ demokratie zu werden. Warum tut man sich das an – sind Frauen, die sich was trauen etwa mutiger als Männer, die sich was trauen?

Ich halte nicht sehr viel von diesen Zuschreibungen und denke eher, dass Entscheidungen grundsätzlich sehr oft in Verbindung mit Verantwortung und Mut stehen. Aber die Frage „Warum tut man sich das an?“ habe ich mir eigentlich noch nie gestellt, denn sobald ich eine Entscheidung getroffen habe, packe ich an und mache ich.

I

„Die größte ­Ungerechtigkeit ist, dass Frauen in Österreich immer noch 20 Prozent weniger Lohn, und fast um die Hälfte weniger Pension haben als Männer …“

Wo liegen heute die dringlichsten Aufgaben in der Frauenpolitik?

Die erste Maßnahme, die wir setzen müssen, ist eine Offensive beim Ausbau einer ganztägigen Kinderbetreuung, beginnend ab dem vollendeten ersten Lebensjahr des Kindes. Ich war jetzt acht Wochen in Österreich unterwegs, habe mit vielen Frauen geredet. Bei jeder zweiten jungen Frau ist ein Riesenthema, dass es im ländlichen Bereich kaum ganztägigen Kindergartenplätze gibt. Daraus ergibt sich, dass Frauen in Teilzeit arbeiten müssen, weniger verdienen und am Ende weniger Pension bekommen. Deswegen haben wir noch im Juli eine bessere Anrechen-

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FEATURE INTERVIEW „Derzeit kriegen Frauen etwa 110 Euro auf die Pension­ drauf, wenn sie Kinder groß gezogen haben. Wir als SPÖ wollen das künftig auf 160 Euro anheben.“

barkeit der Karenzzeiten – sprich ­Vorrückungen, Urlaubsansprüche und dergleichen – im Parlament beschlossen und damit den Gender-Pay-Gap um etwa zwei Prozent geschlossen. Auch in der nächsten Legislaturperiode bleibt unser Thema, dass Frauenpensionen eindeutig erhöht werden. Ich will eine bessere Anrechenbarkeit der Kinderer­ziehungszeiten für Frauen mit Kindern, die in ­Pension gehen und bis zu 40 Prozent weniger ­Pension haben. Derzeit bekommen Frauen etwa 110 Euro auf die ­Pension drauf, wenn sie Kinder groß gezogen haben. Wir als SPÖ wollen das künftig auf 160 Euro anheben. Das ist eine Korrekturmaßnahme, eine Reparatur für die Frauen, die jetzt die Rechnung für ihre Kinderbetreuungszeiten zahlen. Künftig wünsche ich mir, dass alle Frauen volle Wahlfreiheit in Bezug auf ihre Arbeitsform und wir österreichweit eine flächendeckende, ganz­tägige ­Kinderbetreuung sowie ganztägige Schulformen haben.

Kindergärtnerin im städtischen Kindergarten – im Gemeinde­bau, in dem ich dann auch betreut wurde. Man muss aber klar und laut sagen, dass diese Chancen, die wir hatten, nicht auf den Bäumen, nicht auf der grünen Wiese wachsen. Das ist politische Arbeit, die dahintersteckt. Deshalb müssen wir auch in Zukunft darauf schauen, dass diese Chancen nicht verloren gehen und noch größer werden.

Trotz Einführung der Quote beträgt der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten 22,3 Prozent, bei den Vorstandsmitgliedern ist die Zahl mit 4,8 Prozent extrem dürftig. Oft heißt es, es gäbe keine geeigneten Kandidatinnen – aber ist es nicht viel mehr so, dass Frauen nicht ­hinauf­gelassen werden?

Es gibt genug hochqualifizierte Frauen, und ich bin froh, dass wir die Quote für Aufsichtsräte eingeführt haben. Denn wir müssen die bisherige Praxis durchbrechen. Die Männer stellen sich immer sofort an, wenn’s um Posten geht. Das habe ich in der Politik genauso wie im AKH beobachtet. Ich bin überzeugt, dass gerade die Politik die Verantwortung hat, mit gutem Vorbild voran zu gehen. Digitalisierung eröffnet gerade Frauen viele neue Chancen: orts- und zeitunabhängige Arbeit und auch typische weibliche Skills wie Team-, Kommunikationsfähigkeit oder Lösungsorientiertheit sind besonders gefragt. Trotzdem erkennen wenige diese Opportunities. Warum?

Sie selbst erzählen immer wieder, in der ­Kreisky-Zeit von einer Alleinerzieherin

­aufgezogen worden zu sein. Was war damals

Rendi-Wagner

anders? Oder war ihre Mutter eben eine

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Meine Mutter war in den 1970er-Jahren in keiner ­guten Ausgangssituation. Mein Vater war nach wenigen Monaten ausgezogen und weggegangen, sie stand alleine da und war auf sich gestellt – aber sie hatte die Unterstützung der Politik. Die Politik und die Gesellschaft haben uns nicht fallen gelassen, sie haben uns Rahmenbedingungen geboten, die uns Sicherheit und mir einen guten Start ins Leben ermöglichten: ein sicheres Dach über dem Kopf durch die Gemeindebauwohnung im 10. Bezirk, ihr einen sicheren Job. Sie war ja in Ausbildung zur

­besonders toughe Frau?

Sie sind selbst Mutter zweier Töchter. Wenn die später mal als erwachsene Frauen in ihrer Lebensmitte sagen: „Das habe ich von meiner Mutter gelernt!“ – was sollte dies Ihren ­Wunschvorstellungen zufolge sein?

Glaubt immer an eure Ziele und an euch selbst! Vielen Dank für das Gespräch.

Foto: Geli Goldmann

Chefredakteurin ­Michaela Ernst im Gespräch mit SPÖ-­ Vorsitzender P ­ amela

Klar ist, dass wir nicht früh genug beginnen können, Mädchen in Richtung technische Ausbildung und technische Berufe zu begeistern. Meiner Erfahrung nach muss diese Arbeit im Kindergarten beginnen und darf auch vor dem Zugang zu Spielzeug nicht Halt machen. Nicht, dass ich etwas verbieten würde – meine ­Tochter liebt es mit Puppen zu spielen. Aber bei uns gab’s halt auch eine Playmobil-Kiste. Und dann natürlich in der Schule, wo es darum gehen muss, die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften mehr in den Mittelpunkt zu stellen – bis hin zu Weiterbildungsprogrammen und Umschulungs­programmen für Frauen, die schon jetzt im ­Berufsleben stehen.


so muss frauenpolitik!

I

In der Bel-Etage des Café Landtmann ­präsentierten im ­Rahmen der „Löwinnenrunde“ von „Frau im Fokus“ vier Politikerinnen ­wesentliche ­Inhalte zu ihrer ­Frauenpolitik. -­Herausgeberin Carina F ­ elzmann moderierte den Event – hier lesen Sie eine ­Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. ­ Übrigens: Die FPÖ sandte trotz Einladung keine ihrer Vertreterinnen. Gabriele ­Heinisch-Hosek,

Maria Smodic-­Neumann, ­Abgeordnete zum

Ewa Bettina Ernst-­Dziedzic, Emmerling, ­Mitglied des Bundesra- ­Abgeordnete zum

Herta Emmer, ­Spitzenkandidatin

Nationalrat ÖVP

tes Die Grünen

Wiener Landtag und Gemeinderat Neos

Burgenland der Liste Jetzt

Ja zur Quote. Die Einhaltung der Quote im öffentlichen Dienst ist vorbildlich, in staatsnahen Betrieben sehr gut. Wir befürworten, dass das Gesetz weiterentwickelt wird.

Quote war anfänglich wichtig als erster Anstoß. Wir dürfen aber nicht in die unternehmerische Freiheit eingreifen.

Pro Quote, ganz klar! Es braucht gesetzliche Regelungen, damit Frauen in Führungspositionen kommen. Wir dürfen nicht nur einen Kuchen, sondern müssen die ganze Bäckerei fordern!

Das derzeitige Gesetz ist nicht sehr effektiv, um strukturelle Ungleichheiten aufzubrechen. Da gehört noch viel mehr getan.

Das Gesetz gehört verschärft. So, wie es jetzt ist, ist es lächerlich.

Krankengeld ab dem 1. Tag! Neue Zahlungsmodalitäten bei der Sozialversicherung, indem man zum Beispiel auf monatliche Zahlungsraten umstellt. Neue Kriterien bei der Absetzbarkeit von PKWs: Gerade berufstätige Mütter können sich oft nur ein „Spuckerl“ leisten.

Selbstständigkeit gibt einem die Freiheit, den Tag so einzuteilen, wie man will. Diese Flexibilität wirkt für manche, die arbeiten und Kinder haben wollen, sogar erleichternd.

Maximale Flexibilität darf nicht zu maximaler Selbstausbeutung führen!

Schwangerschaft, Karenz oder Pflegeverpflichtungen zählen sicher zu Hemmnissen bei der Selbstständigkeit, das ist ein Problem, das zu wenig thematisiert wird.

Gründungen geschehen oft aus einer Notmaßnahme heraus, es werden immer mehr in eine Scheinselbstständigkeit gedrängt. Daher braucht es mehr Aufklärung in diese Richtung.

Digitale Kompetenz und spezielle Lernprogramme ab dem Kindergarten!

Deren Wichtigkeit kann ich nur unterstreichen!

Initiativen wie der „Girls Day“ gehören noch weiter promotet und verstärkt, da sie Vorbildfunktion haben. Diese Richtungen müssen schon ab dem Kindergarten gefördert werden.

Man kann nicht früh genug damit beginnen - am besten schon vor dem Kindergarten!

Wir unterstützen Initiativen, die mehr Frauen in MINTBerufe und mehr Männer in Sozialberufe führen.

Es gibt viel guten Willen, aber da gehört unbedingt noch mehr bewegt.

Jede Familie muss das individuell für sich vereinbaren.

Die Gesellschaft ist hier oft weiter als die Politik. Man muss gleiche Rahmenbedingungen für beide Elternteile herstellen.

Der Papamonat, wie er derzeit aufgestellt ist, ist ein Greenwashing für die Väter.

Hier herrscht noch Nachschärfungspotenzial.

Kaviar wird mit 10 Prozent, Tampons mit 20 Prozent besteuert. Wir haben das mehrfach thematisiert, eine Lösung konnte niemals durchgesetzt werden.

Was abweichende GenderPreise bei gleicher Leistung etwa bei Friseuren oder Putzereien betrifft: Es braucht hier sicher mehr Kontrollen.

Es geht nicht, dass FrauenHygieneartikel genauso hoch besteuert sind wie Champagner! Da braucht es mehr Kontrollen und Sanktionsmöglichkeiten.

Keine Frage - es braucht hier unbedingt mehr Kontrollen, zum Beispiel bei abweichenden Friseurpreisen.

Der jüngste, große Einsatz für eine Verbilligung der Damenhygiene ist von unserer Partei aus gegangen.

Die Entwicklung bis 2050 wird sich nicht mehr wesentlich erhöhen. Daher treten wir für eine Mindestpension von 1.200 Euro netto ein sowie für die Anrechnung aller Ersatzzeiten.

Die Anrechnung der Karenzzeiten als Angleichung fürs Pensionsalter.

Das faktische Pensionsantrittsalter unterscheidet sich bei Männern und Frauen nur um ein bis zwei Jahre. Solange nicht Erziehungsund Pflegezeiten komplett angeglichen sind, kann man auch nicht das Pensionsantrittsalter vereinheitlichen.

Die Generationengerechtigkeit erfordert automatisch ein Pensionensplitting.

Wir setzen uns ein für eine Grundsicherung für PensionistInnen, die bei 900 bis 1000 Euro pro Monat liegt.

Abgeordnete zum Nationalrat SPÖ und SPÖ-Frauensprecherin

QUOTE

SELBSTSTÄNDIGKEIT

MINT-FÄCHER

PAPAMONAT

Foto: Isabella Farkasch

GENDERPRICING

PENSIONEN

Bettina Emmerling, Herta Emmer, Gabriele H ­ einischHosek, Maria Smodic-­Neumann, Ewa Ernst-­Dziedzic

Mehr über diese Diskussion lesen Sie unter www.frauimfokus.at

Profile for Sarah Wetzlmayr

Sheconomy | Ausgabe 2 (Auszug), 2019  

Sie möchten Sheconomy besser kennenlernen und durch wirklich alle neuen Seiten der Wirtschaft blättern? Wir würden uns sehr freuen, Sie als...

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