SHEconomy Ausgabe 03/2020 (Auszug)

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Ausgabe 3 | 2020

DIE

NEUEN

SEITEN

DER

WIRTSCHAFT

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MARIA FURTWÄNGLER Sichtbar machen! Wie der ,Tatort‘-Star für starke Frauen kämpft

ERNEUERINNEN

Die Macherinnen in Energiekonzernen und ,Zebra‘-Start-ups

Fränzi Kühne, Digitalprofi, Gründerin, Aufsichtsrätin: „Niemand kann sich wegducken vor der neuen Welt.“

!nnovation Generation

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BMW Wien


Editorial

Liebe Leserin, Lieber Leser,

A

ls wir – der Verleger Andreas Dressler, die Geschäftsführerin Carina Felzmann, der Verlagsleiter Hermann Sporrer und ich – gemeinsam mit engagierten MitstreiterInnen vor zwei Jahren das Projekt SHEconomy ins Leben hoben, schüttelten die BranchenkollegInnen den Kopf: „Welch ein Wagnis, in Zeiten wie diesen ein Wirtschaftsmagazin für Frauen zu gründen!“

Der schöne Begriff dazu lautet: Women Empowerment. Darin sehen wir von SHEconomy unsere Aufgabe! Mit Yvonne Molek, Herausgeberin von SHEconomy-Deutschland und bis vor einem Jahr Chefin einer der umsatzstärksten Tourismus-Kommunikationsagenturen Deutschlands, haben wir eine erfahrene und starke Botschafterin an Bord: Sie selbst ist in mehreren Frauennetzwerken aktiv, wie im Bayern-Vorstand des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU),

dem größten und aussagekräftigsten Frauennetzwerk Deutschlands. Darüber hinaus hat Yvonne Molek vor Kurzem ein Start-up mitbegründet. Auch in diesem Punkt ist sie uns also sehr nahe, denn SHEconomy funktioniert wie ein Start-up. Zum aktuellen Heft: Unsere Schwerpunkte sind Innovation, Energie und Nachhaltigkeit – drei Zukunftsbereiche, in denen es, nicht erst seit Greta Thunberg, viele spannende weibliche Vorbilder gibt. Auch sie brauchten Mut und Ausdauer, um Rollenklischees zu durchbrechen. Auch sie trugen, selbst in Momenten von Niederlagen oder des äußeren Widerstands, diese Zuversicht in sich, die die österreichische Frauenministerin im Interview, als Rat für Töchter, zusammenfasst: „Zeigt, was ihr könnt, traut euch, und lasst euch von niemandem kleinmachen! Geht euren Weg!“ Dieser Leitspruch taugt auch für Erwachsene. Somit wünschen wir Ihnen bei der Lektüre von SHEconomy: Spaß, Inspiration und Rückenstärkung! Ihre Michaela Ernst

Fotos: Sebastian Freiler, Peter M. Mayr, Simone Naumann Fotografie

Doch schon ab der zweiten Ausgabe spürten wir, den richtigen Nerv getroffen zu haben. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen sowie die wichtigsten österreichischen Frauennetzwerke bestärkten uns auf unterschiedlichste Art, unseren Weg zu gehen – nämlich, Frauen mit beispielhaften Karrieren, Ideen und Wissen öffentlich sichtbar zu machen und sie in ihrem Mut und ihren Ambitionen zu bestärken. Vieles hat sich seither getan. SHEconomy gibt es nicht nur als Printmagazin, sondern wir dürfen uns mittlerweile auch über eine starke Online- und Social Media Community freuen.

Dieselbe Erfolgsgeschichte streben wir jetzt in Deutschland an: Mit dieser Ausgabe, die Sie in Händen halten, erscheinen wir erstmals in Bayern. Weil auch wir die Überzeugung der bayerischen Frauenministerin Carolina Trautner – im Doppelinterview mit ihrer österreichischen Amtskollegin Susanne Raab – teilen (ab Seite 16): „Für beide Länder gilt: Wir müssen die Chancengerechtigkeit verbessern und die gläserne Decke durchbrechen. Frauen müssen nicht nur Bildungsgewinnerinnen, sondern auch Karrieregewinnerinnen sein.“

Das SHEconomy-Team (v.l.n.r.): Yvonne Molek, Herausgeberin D., Carina Felzmann, Geschäftsführerin und Herausgeberin Ö., Michaela Ernst, Co-Founder und Chefredakteurin, Hermann Sporrer, Co-Founder und Verlagsleiter.

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Inhalt 3 Editorial

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6 Weitblick In Deutschland und Österreich leiten Frauen das Patentamt. Doch die meisten Erfindungen sind von Männern

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10 Watchout Die neuen Event-Formate von SHEconomy: die Konferenz SHETech und der „Minerva“-Award, der Diversity-Preis für Unternehmen

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22 Wild, weiblich und wunderbar Bayern, Böhmen, Oberösterreich: Ein Dreiländereck-Netzwerk feiert den 15. Geburtstag 26 F inanzreport – Energiewende Wie Nachhaltigkeit die ­Aktienkurse von Unternehmen positiv beeinflusst

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34 Betongold Die digitale Hausverwaltung

Aktuell

45 Innovation

46 Coverstory: Fränzi Kühne im Interview Die Digitalisierungsexpertin über „remote work“ und neue Führungsaufgaben

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52 So muss Innovation! Wie man Neuentwicklungen erfolgreich in Gang bringt

68 Die Energiemacherinnen Wie Frauen den Wandel zu den Erneuerbaren mitgestalten

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38 Gedankenspur Kommentare von Brigitte Maria Gruber, Sonja Kato-Mailath, Kristina Knezevic, Jasmin Soravia, Sandra Bichl und Anke van Beekhuis

Aktuell S I E R D O S EN THEM EN S E TH DS TREN

29 Portemonnaie Zaster mit Zukunft

36 Steuer-Erklärung Claudia Stadler: Wie digitalisierte Buchhaltung das Verhältnis zwischen SteuerberaterInnen und KundInnen verändert

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12 Facts & Figures Nachhaltige Power: Frauen in der Engergiebranche 16 Interview Doppelgespräch mit den Frauenministerinnen Carolina Trautner (Bayern) und Susanne Raab (Österreich)

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Aktuell

83 Netzwerke

72 Round Table Expertinnen aus Bayern und Österreich über die Zukunft der Energie 78 Maria Furtwängler: „Eine Frau, die man kennt“ Warum die „Tatort“-Kommissarin eine feministische Stiftung gründete

S Ö N E , R S C H E P ÖR LE FÜR K & S E ENE T S I G ET H E M

83 Neues aus der Welt der Netzwerke

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Speisezimmer: Wie nachhaltig ist vegan?

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Weitblick

In Österreich und Deutschland werden nur sechs Prozent aller ­Patente von Frauen eingereicht. Auf fehlenden Erfindergeist sei das allerdings nicht zurückzuführen. Davon ist nicht nur Mariana ­Karepova, Chefin des Österreichischen Patentsamts, überzeugt, sondern auch ihre deutsche Kollegin Cornelia Rudloff-Schäffer. Von Sarah Wetzlmayr

Das erklärt vieles, aber längst noch nicht alles. Gemeinsam mit der Wirtschaftsuniversität Wien hat das Österreichische Patentamt deshalb fünfzehn besonders innovative Firmen genauer unter die Lupe genommen. Mit folgendem Ergebnis: „Patente entstehen vor allem in Projekten, in Netzwerken. Frauen haben da Nachteile. Das Handwerk des Netzwerkens erlernen Männer früher als Frauen. Und wenn Frauen bei Forschungsprojekten mitarbeiten, bewegen sie sich eher am Rand des Netzwerks. Frauen ist es auch oft nicht wichtig genug, im Patent als Erfinderinnen genannt zu werden.“ Darüber hinaus hätten Frauen auch in puncto Selbstvertrauen einiges aufzuholen, denn auch in diesem Bereich sei es ungemein wichtig, sich nicht von Vorbildern und „großen Namen“ einschüchtern zu lassen. „Frauen nehmen sich schneller aus dem Spiel, weil sie der Meinung sind, sicher nichts Neues oder Großes erfunden zu haben“, fasst Karepova zusammen, die Vorbildern eine wichtige Rolle zuweist. Und zwar den positiven wie auch den negativen. „Von den negativen kann man auch wunderbar lernen, wie man es nicht machen soll. Eine Erfahrung von unschätzbarem Wert.“

Ob sie sich selbst als Vorbild sieht? „Das weiß ich nicht, das müssen wir die anderen fragen. Was ich aus meiner bisherigen Berufs- und Lebenserfahrung gerne teilen würde, ist die Bereitschaft, sich zu verändern und Neuland zu betreten.“ Kurz: öfter „ja“ zu sagen, wenn man gefragt wird, obwohl es manchmal eine Überwindung ist. Schließlich kann es ja sein, dass der eigene Erfindergeist schon seit einiger Zeit im dunkelsten Turm des Ideenreichs festsitzt und dort darauf wartet, befreit zu werden. Eine Erfindung ist der ersten Frau an der Spitze des Österreichischen Patentamts in der letzten Zeit besonders im Gedächtnis geblieben: „Charlotte Ohonin hat ein Gerät erfunden, mit dem menschliche Stammzellen genützt werden, um komplexe Gehirngewebe herzustellen. Sie kann damit Medikamente für neurologische Erkrankungen eines konkreten Patienten testen, ohne seinen Körper zu berühren. Dafür wird eine Miniatur des Organs auf einem Chip – und eben nicht im Körper – hergestellt. Organ-on-Chip nennt sich die Technologie, die sich gerade zum Megatrend auswächst.“ Biotechnologie, Pharmazie und diverse chemische Disziplinen sind auch jene Bereiche, in denen Frauen am häufigsten Patente anmelden. Unterrepräsentiert sind sie hingegen im Maschinenbau und der Elektrotechnik. Die Mehrzahl der Patentanmeldungen kommt allerdings aus diesen männerlastigen Industriezweigen. Der Blick nach Deutschland ergibt ein ähnliches Bild. Auch bei unseren Nachbarn im Norden sitzt eine Frau an der Spitze des ­Patentamts, Cornelia Rudloff-Schäffer – während der Großteil der Patente von Männern angemeldet wird. Wie eine statistische Analyse des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) ergab, lag der Frauenanteil bei den Erfinderbenennungen für die im Jahr 2017 in Deutschland veröffentlichten Patentanmeldungen bei 6,3 Prozent. In den klassischen Ingenieurbereichen war die Quote noch wesentlich geringer, während sie in den Naturwissenschaften deutlich über dem Durchschnitt lag. „Frauen haben die gleichen

Foto: Susanne Einzenberger

A

ls Chefin des Österreichischen Patentamts ist Mariana Karepova Hüterin über eine Vielzahl an Erfindungen. Doch auch ihr Ideenreich ist nicht frei von Ungleichheiten. Nur sechs Prozent aller individuellen Patentanmeldungen kommen von Frauen. „Das hat mehrere Gründe“, erklärt die studierte Volkswirtin. „Patente melde ich dann an, wenn ich eine Absicht habe. Wenn ich eine Innovation für mich in Anspruch nehmen will, weil ich zum Beispiel ein Unternehmen starten möchte. Oder auch, wenn ich Patente für meine Karriere oder bloß für meine Selbstbestätigung brauche.“ Im Vergleich zur Forschung, die in erster Linie von Neugierde getrieben wird, seien das vor allem „egoistische“ Gründe. „Und wir wissen, dass es mit ‚Egoismus‘ bei Frauen im Beruf meistens nicht so gut aussieht“, so Karepova.

Hüterinnen 6


„ Wir wissen, dass es mit ‚Egoismus‘ bei Frauen im Beruf meistens nicht so gut aussieht.“ Mariana Karepova

der Ideen 7


Weitblick „ Frauen haben die gleichen ­Fähigkeiten wie Männer. Mit gut sechs ­Prozent Erfinderinnenanteil nutzen wir das Innovationspotenzial unseres Landes aber nicht ­optimal aus.“ Cornelia Rudloff-Schäffer

Fähigkeiten wie Männer. Mit gut sechs Prozent Erfinderinnenanteil nutzen wir das Innovationspotenzial unseres Landes aber nicht optimal aus“, sagt DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer. „Wir müssen die Fähigkeiten von Frauen stärker nutzbar machen, wenn wir unsere Spitzenstellung in Forschung und Entwicklung behaupten wollen.“ Die geringe Anzahl weiblicher Patentanmeldungen im Bereich technischer Innovationen ist auch das Ergebnis eines anhaltenden Geschlechterungleichgewichts in den Studiengängen der sogenannten MINT-Fächer. Aber nicht nur, wie Cornelia Rudloff-Schäffer in einer Pressemeldung des DPMA betont.

Erfindungen im Überblick Österreich: Fast 11.000 Innovationen sind 2019 im ­Österreichischen Patentamt eingegangen, darunter

Impressum 8

MEDIENINHABER SHE Wirtschaftsmedien GmbH VERLAG & REDAKTION Mariahilfer Straße 88 a/II/2 a, 1170 Wien T +43 1 34 22 42-0 E-Mail: office@sheconomy.at HERAUSGEBERIN: Carina Felzmann CHEFREDAKTEURIN: Michaela Ernst CHEFIN VOM DIENST: Herta Scheidinger CREATIVE-DIRECTOR: Manfred Klimek ART-DIRECTOR: Martin Völker MITARBEITERINNEN UND AUTORINNEN: Angelica Freyler, Manfred Klimek, Raja Korinek, Lara Miciak, Alexandra Russ, Nicole Spilker,

­Claudia Stadler, Anna Tost, Helene Tuma, Ursula Vybiral, Antonia Wemer, Sarah Wetzlmayr, Sandra Wobrazek FOTOREDAKTION: Natascha Trimmel LEKTORAT: Cornelia Derdak FOTOGRAFEN: Sebastian Freiler, Maximilian ­Lottmann, Alexandra Kinga Fekete, Matthias Bothor VERLAGSLEITUNG: Hermann Sporrer KEY ACCOUNTS: Josef Fattinger, Vendula Ortmann, Zoriana Iurechko, Isabelle Roche GESCHÄFTSFÜHRUNG: Carina Felzmann DIGITAL PUBLISHERS: Andreas Dressler & Nadia Weiss

6.261 Marken und 2.724 Erfindungen. 41 ­Prozent der Erfindungen stammen aus der Sparte ­Maschinenbau, nur 11 Prozent aus dem Bereich Chemie. Mit 169 ­angemeldeten Erfindungen hat die AVL List am meisten Patente angemeldet.

Deutschland: 67.437 Patente wurden im Jahr 2019 in Deutschland angemeldet, mehr als 15.000 davon in Baden-­ Württemberg. 86,4 % der Patente wurden online ­eingereicht. Mit 12.836 Anmeldungen liegt das Technologiefeld „Transport“ in Deutschland ganz vorne.

VERLAGSSEKRETARIAT: Brigitte Janko T +43 1 342 242-0, office@sheconomy.at OFFENLEGUNG GEMÄSS § 25 MEDIENGESETZ: MEDIENINHABER: SHE Wirtschaftsmedien Beteiligungs GmbH Mariahilfer Str. 88 a/II/2 a | 1070 Wien FN 405483 z | UID: ATU68289666 UNTERNEHMENSGEGENSTAND: Verlag GESCHÄFTSFÜHRUNG: Andreas Dressler GESELLSCHAFTER: Andreas Dressler (75 %), Simone Dressler (20 %), Nadia Weiss (5 %) REDAKTIONSADRESSE: Mariahilfer Str. 88 a/II/2 a, 1070 Wien, T +43 1 34 22 42-0

SHEconomy – Die neuen Seiten der Wirtschaft will Wirtschaft anders ­denken, Grenzen neu definieren, ­Bewegung in die Gesellschaft bringen. Wo Frauen in der Wirtschaft das Ruder übernehmen oder mit Verantwortung versehen sind, läuft vieles in eine neue, unkonventionelle, erfolgreiche Richtung. SHEconomy ermutigt Frauen, ihre beruflichen Ambitionen auszuleben, und präsentiert Erfolgsgeschichten aus dem Topmanagement, KMU- oder EPU-­ Bereich ebenso wie Anlage-, Lifestyleund wertvolle Karrieretipps.

Foto: Barbara Gandenheimer

Immerhin liegt der Anteil der Absolventinnen technischer Studiengänge wie Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik in Deutschland seit mehr als 15 Jahren bei über 20 Prozent, in den Naturwissenschaften sind es sogar mehr als 40 Prozent. „Die Zahlen legen nahe, dass mit der Wahl des Studiengangs noch lange nicht alle Weichen gestellt sind“, so Rudloff-Schäffer. „Auf dem Weg von der Hochschule bis zur marktfähigen Erfindung wird ein erheblicher Teil weiblichen Innovationspotenzials nicht ausgeschöpft.“ Traditionelle Gesellschaftsbilder, die Frauen den Großteil der Versorgungsarbeit zuschreiben, dürften dabei ebenso eine Rolle spielen, wie das von Mariana Karepova angesprochene fehlende Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wenn es nach der Chefin des Österreichischen Patentamts geht, sind aber auch die Institutionen gefragt: „Frauen haben größere Chancen, in Patentanmeldungen namentlich genannt zu werden, wenn man sie in den Projektteams an die leitenden Stellen setzt.“


Wirtschaft braucht Strom.

Saubere Energie & sichere Stromversorgung für die nächsten Jahrzehnte Die Stromversorgung in der Corona-Pandemie hat Austrian Power Grid (APG) einen Blick in die Zukunft ermöglicht und eines verdeutlicht: Die Zukunft der sicheren Stromversorgung entscheidet sich jetzt. In der Pandemie gab es deutliche Verbrauchsrückgänge, bei gleichzeitig hoher Erzeugung aus Erneuerbaren. Eigentlich ideale energiewirtschaftliche Entwicklungen: Allerdings fehlen leistungsfähige Stromnetze. Ohne unverzüglichem Netzausbau ist die Klimawende in Gefahr. Denn nur mit leistungsstarken Netzen kann die Energie aus erneuerbaren in die Ballungszentren, zur Industrie oder ins Ausland transportiert werden.

Austrian Power Grid www.apg.at/corona-info

Über Austrian Power Grid (APG) Austrian Power Grid (APG) ist Österreichs unabhängiger Stromnetzbetreiber, der das über überregionale Stromtransportnetz steuert und verantwortet. Ihre Infrastruktur ist die Lebensader Österreichs, der Bevölkerung und seiner Unternehmen. APG schaff t Sicherheit in der Stromversorgung, damit alle Strom haben, wenn sie ihn brauchen. Als one Stop Shop ist APG ein wichtiger Dienstleister der Energiewirtschaft. Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 350 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur 2020 gibt APG der heimischen Bauindustrie einen kräftigen Impuls. Insgesamt wird APG rund 2,9 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren in den Netzaus- und Umbau investieren. Das sind rund 16 Prozent der insgesamt 18 Milliarden Euro, die die E-Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren in den Netzausbau investieren wird.


watchout

Event einmal anders Innovationspotenzial Krise: Wandel und Veränderung stellen stetige Begleiter von Wirtschaftsschaffenden dar, trotzdem forderte Covid­19 ein völlig neues Level an Flexibilität und Weiterentwicklung. Besonders die Eventbranche musste von Grund auf umdenken. Auch SHEconomy bietet eine Reihe neuer Forma­ te – allen voran die Technikkonferenz SHEtech und der Diversity­Award Minerva.

D

ie Unternehmerin, Touristikexpertin und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz formulierte die aktuelle Ausnahmesituation folgendermaßen: „Eine der größten Herausforderungen für UnternehmerInnen im Jahr 2020 stellt die unmögliche Planbarkeit dar.“ Gilt dies jedoch auch für Events? Auch SHEconomy erlebte mit der Krise den externen Druck zur Transformation bisheriger Arbeitsprozesse. Die Konzeption neuer Formate, sowie die Digitalisierung davon, sorgten für

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Die SHEconomy-Minerva, entworfen von Designer Andreas Felzmann

das Entstehen vieler innovativer Ideen, ganz vorne mit dabei die am 19. November 2020 stattfindende Online-Konferenz „SHEtech“. Die Konferenz möchte damit insbesondere Absolventinnen, Gründerinnen und weibliche Nachwuchsführungskräfte ansprechen. Durch Impulsvorträge, Key Notes und Paneldiskussionen sollen Anregungen geschaffen werden, um anschließend die Debatte darüber zu eröffnen. Thematisch werden Interessensfelder wie „Technology & Jobs“, „How to attract women for these jobs“ und „How women innovate“ eine zentrale Rolle einnehmen.

Fotos: iStock, beigestellt

Von Anna Trost


Hochqualifizierte Expertise wird durch SpeakerInnen vom AIT (Austrian Institute of Technology), der Porsche Holding, Magenta, den Wiener Linien und einigen anderen renommierten Unternehmen sichergestellt. Auch der Punkt der Branchenvielfalt wurde mitberücksichtigt, was für ein Aufeinandertreffen von Sektoren der Mobilität, IT, Medien, Finanzen, Wissenschaft, Recht sowie Human Resources sorgen wird. Nähere Details werden laufend über die Website www.sheconomy.at veröffentlicht.

Ein zweites Highlight stellt der MinervaAward dar. Gerade als neues Wirtschaftsmagazin aus dem Blickwinkel der unabhängigen Frau, möchte SHEconomy mit dem Award jene Persönlichkeiten und Unternehmen auszeichnen, die für Innovation und Diversität in Berufs- und Lebenswelt sorgen, Karrieremodelle von Frauen unterstützen und Frauenförderung als Gesellschaftsverantwortung ansehen. Eine 10-köpfige ExpertInnen-Jury übernimmt die Bewertung und Zuordnung in die jeweilige MinervaAward-Kategorie, von denen es insgesamt sieben

verschiedene gibt. Alle PreisträgerInnen, Projekte und Initiativen werden im Rahmen einer ORF-Gala im Frühjahr 2021 vor den Vorgang geholt und geehrt. „Die Vielzahl an interessanten Einreichungen hat uns überrascht und verspricht ein spannendes Voting“, so die Minerva-Award-Initiatorin Nadia Weiss über die mehr als 100 Einreichungen, von denen 55 es in die Voting-Runde geschafft haben. Besonders viele Initiativen sind für die Kategorien SHEsuccess, SHElifestyle und SHEinnovate eingegangen. Die Ergebnisse werden nach Beendigung des Votings bekannt gegeben. Somit konnte Covid-19 auch in der Eventbranche einen Geltungsanspruch statuieren, wenn jedoch nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Geburtsstunde der inzwischen schon fast als „normal“ angesehenen Online-Event-Szene.

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Facts & Figures

Nachhaltige Power Nachhaltigkeit ist wohl eines der aktuellsten und meist diskutierten Themen unserer Zeit. Dennoch stehen die Frauen in der Energiebranche den Männern um vieles nach. Wirft man jedoch einen Blick auf die Erneuerbaren, bessern sich die Verhältnisse ganz deutlich. Von Lara Miciak

Betrachtet man die österreichischen Zahlen zum Thema Frauenanteil in der Energiebranche, wird eines sofort klar: Dieser Wirtschaftssektor zählt auch heutzutage noch zu einem zum Großteil männerdominierten Arbeitsbereich. Eine ausführliche Erhebung aus dem Jahr 2016 ergab, dass der Frauenanteil in Österreich im Hinblick auf die gesamte Branche nur 19,3%, und bei Führungspositionen 11% beträgt. Wirft man jedoch einen Blick auf den Bereich erneuerbarer Energien, liegt der Anteil bei diesen Unternehmen mit 29,6% im Durchschnitt und 18% bei Führungspositionen deutlich höher.

Frauenanteil in Führungspositionen nach Sektor Wirft man einen Blick nach Deutschland, so wird klar, dass auch hier Frauen in Unternehmen der Energiewirtschaft deutlich unterrepräsentiert sind. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Energiesektor bei 12%. Im Vergleich zu 2014 konnte der Anteil nur um zwei Prozentpunkte gesteigert werden. Blickt man jedoch auf Politik und Wissenschaft im Fachbereich Energie, zeigt sich ein anderes Bild. Hier ist der Frauenanteil in leitenden Positionen deutlich höher. An der Spitze steht hier mit 27% der Sektor Politik und Behörden, gefolgt von wissenschaftlichen Instituten mit 22%. Verbände und Interessensvertretungen folgen mit 18%. In der Energiewirtschaft sind 12% der leitenden Positionen an Frauen vergeben. Mit 11% bildet der Sektor der erneuerbaren Energien hier das Schlusslicht. Quelle: PWC, 2019, Link: https://www.pwc.de/de/energiewirtschaft/pwc-infografik-frauen-in-fuehrungspositionen-energiewirtschaft.pdf

27 % Politik und Behörden 22 % Wissenschaftliche Institute 18 % Verbände/Interessensvertretungen 12 % Energiewirtschaft 11 % Erneuerbare Energien

Top-10-Frauen in der Technik

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Österreich

Sabine Bendiek CEO Microsoft Deutschland

Michaela Novak-Chaid CEO von Apple Austria

Claudia Nemat Vorstandsmitglied Technologie und Innovation, Deutsche Telekom

Dorothee Ritz CEO Microsoft Österreich

Hiltrud Dorothea Werner Vorstandsmitglied Integrität und Recht, VW AG

Patricia Neumann Generaldirektorin IBM Österreich

Marlies Gebetsberger Mitglied der GF, Philips GmbH Market DACH

Mag. Michaela Latzelsberger CEO Philips Austria

Ilka Horstmeier Vorstandsmitglied Personal- und Sozialwesen, BMW AG

Dr. Karin Exner-Wöhrer CEO Salzburger Aluminium

Valentina Daiber Vorstand Recht & Corporate Affairs, Telefónica D Holding AG

Dipl.-Ing. Dr. Sabine Herlitschka MBA, CEO, Infineon Technologies Austria AG

Renata Jungo Brüngger Vorstandsmitglied Integrität und Recht, Daimler AG

Elena Skvortsova Vorstandsmitglied Chief Commercial Officer, OMV

Jutta Gräfensteiner Direktor, Channel und Partnerorganisation, Cisco Deutschland

Maria Zesch Chief Commercial Officer Business & Digitalization, Magenta

Christin Eisenschmid Managing Director, VP and General Manager Intel Germany

Mag. Dr. Eveline Steinberger-Kern Founder & CEO, Blue Minds

Dr. Elke Frank Chief Human Resources Officer, Software AG

Ute Teufelberger BEÖ (Bundesverband Elektromobilität Österreich), Vorsitzende

Foto: iStock

Deutschland


Die Millennial-Generation als Vorbild und Wachstumstreiber

W

ir beobachten den Lebensstil der Millennial-Generation, also der 1980 bis 1999 Geborenen, seit Jahren – intern bezeichnen wir diese auch als Generation der „Digital Natives“. Der weltweite Wandel, den diese Generation in der Wirtschaft bereits ausgelöst hat, wurde durch die Pandemie nochmal massiv beschleunigt. Skalierbare Online-Geschäftsmodelle und ein Fokus auf Technologie sind klare Wachstumstreiber.

Die Millennial-Generation dient als Vorbild Menschen jeder Generation, die vorher vielleicht noch nie Online-Lieferdienste für Lebensmittel oder Videokonferenz-

Apps genutzt hatten, mussten ihre Gewohnheiten plötzlich ändern. Auch das Klassenzimmer wurde rund um den Globus durch Online-Lernen ersetzt. Viele Bereiche des täglichen Lebens, die bisher offline stattfanden, von der Partnersuche bis hin zum gemeinsamen Kaffee trinken oder Filmeabend, wurden aus Notwendigkeit auf das Internet verlegt. Die Abhängigkeit vom Internet und unseren Mobilgeräten hat ein neues Niveau erreicht. Wir glauben, der neu eingeschlagene digitale Lebensweg und unsere Vertrautheit damit, wird auch nach der aktuellen Krise noch fortgesetzt werden.

„Alle Generationen mussten sich an der Millennial-Generation orientieren und vom Online-Shopping bis hin zum Online-Banking neue Verhaltensweisen annehmen. Viele dieser Verhaltensweisen werden voraussichtlich bleiben, selbst nachdem die Lockdowns auf der ganzen Welt zu Ende gehen.“ Laura Destribats Co-Portfoliomanagerin, GSAM Global Millennials Equity Strategy

Sprechen Sie noch heute mit Ihrer Bank oder Finanzberatung, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie bei der Geldanlage vom „Millennial-Effekt“profitieren können. Bei diesen Informationen handelt es sich um Werbung. Dieses Dokument dient der Unterstützung unserer Vertriebspartner und ist für die Berater in Deutschland, Österreich und im EWR bestimmt. Das vorliegende Dokument wurde von Goldman Sachs International herausgegeben, die durch die britische Prudential Regulation Authority (PRA) zugelassen ist und durch die Financial Conduct Authority und die PRA beaufsichtigt wird. Goldman Sachs Bank Europe SE unterstützt Goldman Sachs International bei ihren Aktivitäten in Deutschland und Österreich. Die hier vertretenen Auffassungen und Meinungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Empfehlung von GSAM dar, bestimmte Wertpapiere zu kaufen, zu verkaufen oder zu halten. Die hier geäußerten Auffassungen und Meinungen gelten nur zum Datum dieses Dokuments. Sie können sich ändern und sind nicht als Anlageberatung aufzufassen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Der Wert von Anlagen und des daraus erzielten Einkommens schwankt und kann sowohl steigen als auch fallen. Der Verlust des Kapitals ist möglich. Zudem kann die vom Anleger erwartete Rendite unabhängig von der Wertentwicklung des Fonds durch Wechselkursänderungen steigen oder fallen. Dieses Dokument stellt kein Angebot zum Kauf von Fondsanteilen dar. Vor einer Anlage sollten interessierte Anleger sowohl die neuesten Wesentlichen Anlegerinformationen als auch die Verkaufsunterlagen sorgfältig lesen. Hierzu gehört neben weiteren Dokumenten der Fondsprospekt, der unter anderem eine umfassende Beschreibung relevanter Risiken enthält. Anteilsscheine an diesen Fonds werden ausschließlich auf Basis der jeweils aktuellen Versionen von Goldman Sachs Funds SICAV ausgegeben, die kostenlos an der Zahl- und Informationsstelle in Österreich (Raiffeisen Bank International Aktiengesellschaft, Am Stadtpark 9, 1030 Wien) erhältlich sind. © 2020 Goldman Sachs. Alle Rechte vorbehalten. 215776-OTU-1264450


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Die jüngste Das ist der Vorspann. Geschichte Urzeigt, aut aliatus, wie wichtig que deres Technologie pratis dusa ist, sium at unser quatusapiet estorum sere preperround Sozialmolla Arbeitsleben cusdandae zusammenzuhalten. cor sunt vollese ndandunt, solut offictendit hiligent el is quiatum eaquatia aperumquo qui quatin nonsequ iaepedis

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„Für mich ist immer der Businessaspekt spannend,“ sagt die 36-Jährige, die mit ihrem multidisziplinären Hintergrund hohes Verständnis für die Eigenheiten von Märkten, aber auch einzelne, unternehmensspezifische Herausforderungen mitbringt. „Bei der Vielzahl an Produkten, die sich am heutigen Markt drängen, wird ein Alleinstellungsmerkmal und ein echterBildtext Kundennutzen immer wichtiger. Dafür muss sowohl das Bedürfnis der NutzerInnen, als auch ein klares ssitassunde ne si conserum bequia Businessziel desint, Unternehmens se volor reptatis volesequodit exkannt sein. UnserutFokus am Center ces dolo ommolum facim dicatur, liegt hier auf Experience alseaAnsatz ut laborep erisquam estrum velecepzu Innovation, Diversifikation und tat estrupi enimodi gnaturDenn sunt eum Fundament der Strategie. ohne quas simus maio moloribus. Experience, kein Business.“ Unti corum ut voluptat quiaeceptio Während Margherita Kramer am odio. Udignis sinvenisfür dolest atia Center verantwortlich industrielle derum sum quiae lit laturest opKollaborationen und strategische tatinvenis exerum rerciandi blabo. Entwicklung von marktrelevanten Itassecea cum Prozessen und evendis Servicesaborae ist, be-lia doloriscitsie es sich parum aut eliquos eos schäftigt nebenher mit der re, nos moloratatur? Quiam, nectorEntwicklung von AIT-Spin-offs. unt, voluptaspannend spedis ipsaepe lecatur, Besonders wird es, wenn sendis magnisqui dolecti im umquati skalierbare Technologien Spiel sum und aut eatiument poris eruptur sind hauseigene Produkte in sinimi,Ausgründung quam niatempor simusci einer bis zur Markreife audis iumwerden. qui nis aces num es anditec gebracht „Hieri geht nicht totaspelique sitiiss imusam, mehr nur um sitem die Forschung, sondern sed das molutatiora qui optamet et um richtige Team, darum,utein vellupt atetur?aufzubauen. Dazu geUnternehmen Dae auch iduntus soluptasit auhört derdaectiore, Fit mit den passenden dam sin non consedis endebis eum Investoren sowie die Gratwanderung endiae. ItaFlexibilität sum harchicid quo imus zwischen und on-point-

Margherita Kramer

Foto: Rita Skof

sowie in Interfaces und Interaktionen übersetzen können. Dadurch entsteht die optimale Grundlage für spätere Produkte und Services.

Entwicklung nach Plan im limitierten Budget und Zeitrahmen.“ Foto: xxxx

Mit Technologie meinen wir nicht Ris aut audamentur? Veratatur alistis mehr nur die Intelligenz, die in den poris a dendaero tessteckt, eosamsonarumqui heutigen Systemen ssitassunde nedie int,Schnittstelle si conserumzum quia dern vor allem se volor reptatis ut volesequodit Menschen. In Zeiten von Social exces dolo ommolum facimdenn ea dicatur, Distancing ist man mehr je auf ut laborep erisquam estrum velecepdie Hilfe von Kommunikationstechtat estrupiangewiesen enimodi gnatur eum nologien – undsunt damit quas simus maio moloribus. Technisollen nicht nur ausgebildete Unti corum ut voluptat quiaeceptio kerInnen umgehen können, sondern odio. Udignis sinvenis dolestsich atia ein jeder mit dem Bedürfnis, derum sum quiae litmitzuteilen laturest op-und anderen Menschen tatinvenis exerum blabo. mit ihnen im Dialogrerciandi zu stehen. Sei es Itassecea cum evendis aborae lia für den Job oder im Privaten. doloriscit es parum aut eliquos eos Damit wir genauQuiam, da angelangt, re, nossind moloratatur? nectorwo Center for Technology unt,das volupta spedis ipsaepe lecatur, Experience des AITdolecti Austrian Inssendis magnisqui umquati titute of Technology ansetzt: Was sum aut eatiument poris eruptur ist das quam dahinterstehende Bedürfnis sinimi, niatempor simusci eines Wozune braucht er audis Menschen? ium qui nis aces nihilis pa eine Technologie? Was will er damit qui num anditec totaspelique sitem erreichen? Wie sed muss die Schnittstelsitiiss imusam, molutatiora qui le zum Menschen beschaffen optamet ut et vellupt atetur? sein, damit das Ziel auch erreicht werden Dae iduntus daectiore, soluptasit kann? vor allem: Wasendebis bedeutet audamUnd sin non consedis dies ein Produkt ein Sereum für endiae. Ita sumoder harchicid quo vice? Diesen Frageninvelle widmetsciesich imus sum adignima Margherita in mehrquodita als nur tus molupidKramer ma cuptatur, einem Belangen. esidinevenem ihrer Rolle tibusdam ra verisSei mos als Business Developerin ulluptatis audior anitia dusam si AIT cuptati Center for velloribus Technology usciis aut saExperience sitia que cor oder in ihrer Rolleoccusandis als Unterstützerin ad que nat quidi volores für aus dem Hause AIT. sumSpin-offs atatur, temolupis sequiat. Denn macht eine Technologie Harumwas re volorer chilique volupid für NutzerInnen undnducili KundInnen eimoleseque reperia tatempe gentlich – undaut relevant? rfereruminteressant quas et utaspit volore Als Business Developerin kann sie ad ullis im fugitassed molorrum as dabei auf ein Team von consecum volenda sint.ForscherInnen zurückgreifen, welche die et Tem vel ilia conem num ut estore Bedürfnisse des Menschen in der Ris aut audamentur? Veratatur alistis Interaktion mit Technologie poris a dendaero tes eosamerheben arumqui

Nach über 250 Start-ups, die Margherita Kramer seit 2012 in ganz Europa als Mentorin begleitet hat, ist sumauch adignima invelle scietus molu- In das zur Routine geworden. pid ihrer ma cuptatur, quoditahat tibusdam Berufslaufbahn sie sowohl ra veris mos id evenem die Corporate World,ulluptatis das Start-up audior anitia si die cuptati usciis aut Leben, alsdus auch Arbeit im öffentlivelloribus sa sitia que cor ad que chen Dienst kennengelernt. Mitnat einer quidi occusandis volores sum atatur, Vorgeschichte in Multi-Stakeholdertemolupis sequiat.venis dolest atia Projektmanagement, Strategieentderum sum quiae lit laturest opwicklung, Innovation und Kommunitatinvenis exerum rerciandi blabo. für kation sitzt die FEMtech-Expertin Itassecea cum evendis aborae lia Innovationsmanagement regelmäßig doloriscit esfür parum aut eliquos eos in Jurys Zukunftsprojekte. Zusätzre, nos moloratatur? Quiam, nectorlich unterstützt Margherita Kramer unt,als volupta spedis ipsaepe lecatur, Entrepreneur in Residence der sendis magnisqui dolecti um. TU Wien Start-ups in strategischen Belangen und ist Speaker auf Konferenzen. „Die Arbeit mit den Spinnis offs dolest atia derum: ist besonders charmant, da die sumGründerInnen quiae lit laturest ihre optatinvenis eigene Geschichte exerum rerciandi blabo. schreiben“, sagt Kramer. Dem Schreiben von Geschichten Itassecea: cumdie evendis aborae lia im widmet sich Kärntnerin auch doloriscit esLeben. parumAls autBestsellerautorin eliquos eos privaten re, nos von moloratatur? Jugendbüchern veröffentlicht Quia: sie2.000 im Herbst 2020 ihren 13. Roman.


N E M E TH N E S E TH S D N E TR

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Böhmen

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n e Tisch- u ar und g d k r e w nd Kunstha


Aktuell Interview

„Lasst Euch nicht kleinmachen“ Interview: Michaela Ernst

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Foto: Maximilian Lottmann

Egal, ob es um die Integration weiblicher Flüchtlinge, Frauen in Aufsichtsräten, den Backlash durch Corona oder tradiertes Denken über Frauen in Technikberufen geht – darin sind sich die Österreichische Frauenministerin Susanne Raab und ihre bayerische Amtskollegin Carolina Trautner einig: Für Besserung braucht es weitere Stärkung weiblichen Selbstbewusstseins und mehr Freiraum für Männer, um Familienarbeit zu leisten.


„Einer meiner Schwerpunkte in der Frauenpolitik ist der entschlossene Kampf gegen Gewalt an Frauen.“ Susanne Raab

SHEconomy: Corona hat vor allem die Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Gibt es von Ihrer Seite her Initiativen, die dieser Tendenz Einhalt gebieten könnten? Susanne Raab: Ich plädiere dafür, dass man Arbeitsmarktzahlen seriös analysiert und sie vor allem auch im Kontext saisonaler Effekte betrachtet. Die Zahlen aus dem Arbeitsministerium zeigen, dass die Arbeitslosigkeit bei Männern und Frauen während Corona etwa in gleichem Ausmaß gestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jedoch im August mehr Männer arbeitslos. Was die Auswirkungen von Corona betrifft, hat die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen getroffen: Etwa den Corona-Bonus von 360 Euro pro Kind, von dem Frauen in besonderem Ausmaß profitieren: Sie machen mehr als 80 Prozent der Anspruchsberechtigten aus.

Carolina Trautner: Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bayern weiter zu verbessern, haben sich beispielsweise die Bayerische Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft zu einer schlagkräftigen Partnerschaft in Form des „Familienpakt Bayern“ zusammengeschlossen. Durch Corona wurde wieder einmal klar, dass Haushalt und Kinderbetreuung in erster Linie auf den Schultern der Frauen lasten. Wie kann man die Väterbeteiligung erhöhen? Raab: Frauen haben in der Krise Enormes geleistet – und für sie gab es auch erfreuliche Entwicklungen in der Corona-Krise: Mehr Väter als davor waren hauptverantwortlich für die Kinderbetreuung. Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen. Ein wichtiges

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Aktuell

Instrument dafür ist der Papamonat: Seit der Einführung vor rund einem Jahr können sich Väter nach der Geburt einen Monat ausschließlich der Familie und dem Kind widmen, ohne berufliche Nachteile befürchten zu müssen. Das ist ein konkreter Anreiz für Väter, sich noch mehr in der Kinderbetreuung zu engagieren. Trautner: Es stimmt, Frauen leisten nach wie vor den Großteil der Care-Arbeit. Um das zu ändern, braucht es einen tiefen Bewusstseinswandel in der gesamten Gesellschaft. Ich sehe es ebenfalls so, dass die Corona-Pandemie da schon Positives hervorgebracht hat: Vor allem jüngere Väter sieht man nun deutlich öfter als vor der Pandemie mit ihrem Nachwuchs durch die Straßen gehen oder auf dem Spielplatz. Diesen persönlichen Eindruck haben nun auch erste Studien bestätigt. Dies zeigt, dass die bereits begonnenen Maßnahmen, wie etwa der Ausbau der Kinderbetreuung sowie gezielte Projekte für Berufsrückkehrerinnen, Wirkung zeigen. Was kann sich Österreich in Sachen Frauenpolitik von Deutschland abschauen? Und was könnten die Deutschen von uns lernen? Raab: Österreich hat während der Ratspräsidentschaft 2018 einen Schwerpunkt auf die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzt – das ist auch jetzt im deutschen EU-Ratsvorsitz ein wichtiges Anliegen. Ich habe mir als einen meiner Schwerpunkte in der

Frauenpolitik den entschlossenen Kampf gegen Gewalt an Frauen gesetzt: Zum ersten Mal seit zehn Jahren haben wir eine Erhöhung des Frauenbudgets durchgesetzt. Mehr als die Hälfte des Budgets werden in den Gewaltschutz fließen. Trautner: Im Moment schaue ich auf die To-do-Liste beider Länder. Wir haben noch einige Baustellen, an denen wir arbeiten müssen, denn die tatsächliche Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt ist noch nicht erreicht. Für beide Länder gilt: Wir müssen die Chancengerechtigkeit verbessern und die gläserne Decke durchbrechen. Frauen müssen nicht nur Bildungsgewinnerinnen, sondern auch Karrieregewinnerinnen sein. Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt bedeutet aber auch gleichzeitig, dass auch Männer Freiräume für Familienarbeit erhalten müssen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einmal in einem Interview gesagt, dass es Nachteile für Unternehmen geben sollte, die nicht die Quote einhalten. Eine verfolgenswerte Idee? Raab: Wir haben einen Frauenanteil von etwa 40 Prozent für Aufsichtsräte in staatsnahmen Unternehmen eingeführt, und zusammen mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck habe ich das Equal-Pay-Siegel equalitA umgesetzt. Eines möchte ich aber auch betonen: Wir können nicht alles über Quoten regeln – grundsätzlich ist mein Zugang eher jener der Motivation und nicht des Strafens.

„ Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt bedeutet, dass auch Männer Freiräume für Familienarbeit erhalten müssen.“ Carolina Trautner

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Foto: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS)

Interview


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Aktuell Interview

Trautner: In Deutschland müssen bereits seit 2016 börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen, in denen also Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen in den Kontrollgremien vertreten sind, mindestens 30 Prozent Frauen in ihren Aufsichtsräten sitzen haben. Bei Verstoß bleibt der Aufsichtsratsposten unbesetzt. Zwar gilt für die Vorstände der 160 deutschen Börsenunternehmen keine verbindliche Frauenquote, jedoch sind diese gesetzlich dazu verpflichtet, sich selbst feste Zielgrößen für die Steigerung des Frauenanteils in ihren Vorständen zu setzen und zu veröffentlichen – aktuell für den Zeitraum bis 2022. Es ist allerdings möglich, hierbei die „Zielgröße Null“ anzugeben. Im Koalitionsvertrag des Bundes wurden Sanktionen für Börsenunternehmen vereinbart, die sich selbst eine „Zielgröße Null“ an Frauen in ihren Vorständen setzen. Diese Ausgabe von SHEconomy steht unter dem Schwerpunkt Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit. Warum ist es immer noch so schwer, Frauen für technische Berufe zu begeistern? Raab: Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Damit sich Frauen in Zukunft vermehrt zutrauen, in diesen Branchen tätig zu sein, braucht es noch mehr weibliche Vorbilder. Unser Ziel muss es sein, Berührungsängste abzubauen und zugleich neue Berufsbilder fernab der „typischen“ Frauenberufe sichtbarer zu machen. Denn fast die Hälfte der weiblichen Lehrlinge wählen immer noch Berufe wie Einzelhandelskauffrau oder Friseurin. Trautner: Ich denke auch, dass hier ein Bewusstseinswandel vonnöten ist, diese tradierten Denkmuster müssen aufgebrochen werden. Dass Frauen und Technik nicht zusammenpassen, ist ein Klischee, mit dem leider schon Klein- und Grundschulkinder konfrontiert werden. Zum Glück lassen sich junge Frauen immer weniger von solchen Stereotypen abhalten. Ich bin sehr dankbar, dass es schon seit vielen Jahren den Girls Day gibt, an dem Mädchen genau das aufgezeigt wird: Ihr könnt alles werden, was ihr wollt. Bei den wichtigsten Skills für die Zukunft listet das World Economic Forum auffallend viele „typisch weibliche“ auf. Dennoch klafft die Theorie über Frauen in der Arbeitswelt nach wie vor weit auseinander von der gelebten Realität. Was ist da los? Raab: Wir wissen aus diversen Studien, dass Frauen in Führungspositionen entscheidend zum Erfolg von Unternehmen beitragen können: Sie haben einen positiven Einfluss auf Unternehmenskultur und Führungsstil sowie auf die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen in Krisenzeiten. Es gibt Betriebe, die hier mit positivem Beispiel vorangehen. Diese gilt es sichtbarer zu machen. Das tun wir mit dem bereits erwähnten Gütesiegel equalitA. Trautner: Politik und Wirtschaft sind seit jeher durch als typisch männlich geltende Eigenschaften geprägt: Stärke, Autorität, Kompromisslosigkeit. Aber auch diese Denkweise entstammt einem überholten Geschlechterbild. Dass Frauen Dinge sehr wohl anders machen, aber keinesfalls schlechter, muss noch in den Unternehmen ankommen.

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Ein weiteres aktuelles Thema sind die Folgen der Flüchtlingskrise, für die nun – fünf Jahre nach der dramatischen Völkerwanderung – die ersten Langzeitstudien vorliegen. Welche Maßnahmen können getroffen werden, um Frauen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren? Raab: Frauen sind die Integrationsmotoren für künftige Generationen. Vor allem die Berufstätigkeit ist ein wesentlicher Faktor für die Integration. Allerdings ist die Erwerbsbeteiligung von geflüchteten Frauen immer noch sehr niedrig: Nur etwas mehr als jede zehnte Frau, die während der Flüchtlingskrise 2015 nach Österreich gekommen ist, hat nach vier Jahren einen Job. Daher wird sich der unabhängige Expertenrat für Integration in meinem Auftrag in den kommenden Monaten intensiv mit Möglichkeiten der Frauenförderung in der Integration befassen und neue Konzepte entwickeln. Trautner: Nach wie vor werden Versorgungs-, Erziehungs- sowie Pflegeaufgaben überall hauptsächlich von Frauen übernommen. Dies gilt besonders oft für Frauen aus patriarchalisch geprägten Kulturkreisen. Deshalb können Frauen ihre Potenziale in der Arbeitswelt nicht optimal einsetzen. Wir fördern mit dem bayerischen Arbeitsmarktfonds zielgenaue Qualifizierungsprojekte, um die Chancen von Frauen im Arbeitsleben zu verbessern. Welche sind die wichtigsten Lektionen, die man aus der Gastarbeiterzuwanderung der 1960er Jahre mitnehmen kann – und wie weit lassen sich diese heute noch anwenden? Raab: Früher dachte man, Integration passiert von allein, wenn alle tolerant genug sind. Aber heute wissen wir: Es braucht nicht nur Angebote vonseiten der Aufnahmegesellschaft, sondern auch Eigeninitiative und Engagement von den Zuwanderern selbst. Zentral dabei sind die verpflichtende Vermittlung unserer Sprache sowie unserer Werte, aber auch Sanktionen, wenn diese Integrationsmaßnahmen verweigert werden. Trautner: Es ist wichtig, dass die Menschen, die zu uns kommen, mit uns, nicht neben uns und nicht gegen uns leben. Entscheidendes Fundament für eine gelingende Integration ist der Zugang zu Arbeit und Ausbildung, denn er bedeutet auch Unabhängigkeit von staatlichen Transferleistungen. Zum Schluss: Wenn Sie eine Tochter hätten, die kurz davor wäre, ins eigene Leben zu starten, welchen Satz würden Sie ihr mit auf dem Weg geben? Raab: Ich würde ihr vermitteln, dass Mädchen und Frauen in Österreich alles erreichen und werden können, was sie möchten. Daher appelliere ich an alle jungen Mädchen: Zeigt, was ihr könnt, traut euch und lasst euch von niemandem kleinmachen! Geht euren Weg! Trautner: Meine Tochter ist Ende 20 und konnte bereits erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln. Eine meiner liebsten Weisheiten – und die habe ich ihr auch mitgegeben – ist: Fang nie an, aufzuhören und hör nie auf, anzufangen!


SHEadvertorial by Volksbank

Frauen investieren nachhaltiger

Studie belegt: Nachhaltigkeit steht nicht ausschließlich für Umwelt Union Investment führte mit dem Markforschungsinstitut Produkt + Markt eine Studie durch und befragte im Februar und März 2020 deutsche FinanzentscheiderInnen zwischen 18 und 69 Jahren. Unter anderem wurden deren Positiv- und Ausschlusskriterien im Zusammenhang mit der Umsetzung nachhaltiger Geldanlagen erhoben. Die Ergebnisse zeigen: Menschenfreundliche Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung bei den Positivkriterien sind am wichtigsten. Zu den absoluten Ausschlusskriterien gehören etwa Kinderarbeit und Verstöße gegen die Menschenrechte. Laut der Studie möchten InvestorInnen, die nachhaltig anlegen, etwas Positives bewirken. Die TeilnehmerInnen

wurden außerdem aufgefordert, einen Anlagebetrag aufzuteilen. Dabei wurden rund 50 Prozent fiktiv in Firmen investiert, welche sich hin zu mehr Nachhaltigkeit entwickeln. Die restliche Summe ging an Unternehmen und Staaten, welche bereits mit gutem Beispiel vorangehen und sich besonders verantwortungsvoll verhalten. Nachhaltigkeit ist für AnlegerInnen somit weit mehr als Umwelt- und Klimaschutz. Staatliche Auszeichnung für nachhaltige Fonds aus dem Angebot der Volksbanken Um auf die steigende Nachfrage im privaten Sektor zu reagieren, baut die Volksbank ihr Angebot nachhaltiger Geldanlagen in Kooperation mit Union Investment weiter aus. Die zwei Fonds UniNachhaltig Aktien Global und UniRak Nachhaltig Konservativ A wurden 2020 sogar mit dem Österreichischen Umweltzeichen prämiert. Dieses staatliche Gütesiegel zertifiziert ethisch orientierte Projekte und Unternehmen im Finanzbereich, die Gewinne durch nachhaltige Investitionen erzielen. Dabei muss eine Reihe von Kriterien erfüllt werden, die einer strengen gesamtheitlichen Beurteilung unterliegen. Wie wird nachhaltiges Wirtschaften geprüft? ExpertInnen prüfen die infrage kommenden Anlagen mittels einer eingehenden Nachhaltigkeitsanalyse. Ein internes Nachhaltigkeitsrating bewertet dann die Aspekte Umwelt,

Gerald Fleischmann Soziales und Führungsqualitäten. Auch zählen beispielsweise die öffentliche Wahrnehmung der jeweiligen Unternehmen sowie die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells. Nach Anwendung diverser Ausschlusskriterien prüft das Fondsmanagement in einem letzten Schritt, ob die Anlage neben nachhaltigen auch wirtschaftlichen Anforderungen genügt und ein positiver Nutzen für den Fonds zu erwarten ist. Erst wenn alle Bewertungen positiv ausfallen kommt eine Investition in Frage. Für wen sind nachhaltige Fonds die richtige Wahl? Nachhaltige Fonds eignen sich sowohl für Unternehmen, die mehr Stabilität in ihre Geldanlage bringen möchten, als auch für Private, egal ob als regelmäßiges Ansparen in Fonds oder als Einmalinvestition. Sie sind ebenfalls eine Alternative zu niedrig verzinsten Anlagen. Weitere Informationen unter www.volksbank.at

Die vorliegende Marketingmitteilung dient ausschließlich der unverbindlichen Information. Die Inhalte stellen weder ein Angebot bzw. eine Einladung zur Stellung eines Angebots zum Kauf/Verkauf von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Kauf/Verkauf, oder eine sonstige vermögensbezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar und dienen überdies nicht als Ersatz für eine umfassende Risikoaufklärung bzw. individuelle, fachgerechte Beratung. Sie stammen überdies aus Quellen, die wir als zuverlässig einstufen, für die wir jedoch keinerlei Gewähr übernehmen. Die hier dargestellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Die VOLKSBANK WIEN AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit der Angaben und Inhalte. Druckfehler vorbehalten.

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Fonds sind das Anlagemittel der Wahl Für Frauen steht die Sicherheit bei der Veranlagung an oberster Stelle. Gender Pay Gap und die höhere Lebenserwartung lassen Frauen nachhaltiger mit ihrem Geld umgehen. Von Einzelaktien und schnellem Handel lassen sie laut Handelsblatt die Finger. Wenn investiert wird, dann nachhaltig und am liebsten in Fonds. Das erfreuliche: Nachhaltigkeit und Rendite sind kein Widerspruch. Wie AnlegerInnen zu Nachhaltigkeit in Bezug auf Geldanlagen stehen, beleuchtet die repräsentative Befragung von Union Investment, Fondspartner der Volksbank.

Foto: Robert Polster

Nachhaltigkeit ist in einer Welt des Wandels in vielerlei Hinsicht ein bedeutender Erfolgsfaktor. Durch die intensive Diskussion um den Klimawandel hat das Thema auch für Anlegerinnen an Bedeutung gewonnen.

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Aktuell

International

Wild, weiblich

Von Antonia Wemer

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Foto: Roswitha Prasser

Der Verein „wild & weiblich – Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich“ vernetzt seit 15 Jahren Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Geschäftsführerinnen aus drei Ländern. Vereinsvorsitzende und Gründungsmitglied Roswitha Prasser (5. v. l.) erklärt, wie man wild entschlossen Grenzen überwindet und dabei gleichzeitig regionales Bewusst­ sein schafft.


& wunderbar

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Aktuell

International

A

us spontanen Einfällen entstehen manchmal nachhaltige Entwicklungen. Im Frühling des Jahres 2004 hatte die Werbe- und Presseagenturinhaberin Roswitha Prasser die Idee, anlässlich des EU-Beitritts Tschechiens ein deutschtschechisches Unternehmerinnentreffen zu organisieren. Unterstützung fand sie bei den Wirtschaftsjunioren Freyung-Grafenau und bei der IHK für Niederbayern in Passau. Das länderübergreifende Get-together fand direkt an der Grenze Haidmühle/Nové Udolí statt – und sollte langfristige Folgen haben. Denn das positive Echo führte dazu, dass ein reger Austausch mit den südböhmischen Firmenchefinnen begann. „Die Kontakte zu den tschechischen Kolleginnen wurden durch gegenseitige Besuche intensiviert“, erinnert sich Prasser, „Es entstand die Idee, einen Unternehmerinnenverein zu gründen.“

Vereinbarkeit Familie und Beruf und die Freude an dem gegenseitigen Austausch und der Erkenntnis, dass wir alle, egal in welchem Land, im selben Boot sitzen.“

„Wild & weiblich“ verbindet aber nicht nur Regionen, sondern setzt sich auch für nachhaltige Regionalentwicklung ein. Durch das Bewusstsein für regionale Wertschöpfung, den Besuch von regionalen Einrichtungen und den Einkauf von regionalen Produkten und Dienstleistungen wird dazu beigetragen, dieses Thema über verschiedene Kanäle ins Bewusstsein der Bevölkerung zu platzieren – sowohl persönlich, als auch durch Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus engagieren sich einige Mitglieder beruflich oder ehrenamtlich in verschiedenen regionalen Organisationen. Der Verein ist Mitglied bei der EUREGIO Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn, einem Verein, der die regionale Verankerung des europäischen Gedankens zum Ziel hat, und steht in regelmäßigem Am 20. Mai 2005 war es dann soweit: In ihrem Heimatort GrafeAustausch mit kommunalen Leistungsträgern und kulturellen und nau, in dem damaligen Mercure Hotel Sonnenhof, schloss sie sich wirtschaftlichen Organisationen – wie beispielsweise in verschienach dem Motto „wild entschlossen mit weiblichem Charme“ mit denen Arbeitskreisen der Industrie- und Handelskammer IHK für 19 Unternehmerinnen zu „wild & weiblich – Unternehmerinnen im Niederbayern in Passau. Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e.V.“ zusammen. „Die Idee ist eine Plattform, auf der sich Selbstständige austauschen, durch Betriebsbesichtigungen, Vorträge und Workshops wertvolle Tipps für ihren Unternehmerinnenalltag gewinnen und umsetzen und dadurch regional, aber auch über die Grenzen hinweg zu unseren Nachbarn Österreich und Tschechien Kontakte aufbauen und vertiefen zu können“, erklärt die Vereinsvorsitzende das Konzept, das in der Region großen Anklang fand: In nur wenigen Monaten stieg die Mitgliederzahl auf 60 Frauen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Passau und Deggendorf. Die Folgejahre waren geprägt von regelmäßigen Treffen der Vereinsmitglieder in den verschiedenen Landkreisen. Dazu kam ein intensiver Austausch mit tschechischen Unternehmerinnen von Südböhmen bis nach Prag sowie Mitgliedern der österreichischen Organisation „Frau in der Wirtschaft“ von Linz über die Wachau bis nach Salzburg. „Die 15 Jahre sind verflogen!“, sagt Roswitha Prasser. „Wir haben in dieser Zeit die Sichtbarkeit unseres Netzwerks regional, aber auch über die Grenzen hinweg gestärkt.“ Dabei haben sich nicht nur berufliche Kooperationen entwickelt, sondern auch Freundschaften. „Gleichzeitig hat sich die Stabilität des Netzwerks konsolidiert. Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit werden immer wieder Unternehmerinnen auf uns aufmerksam und treten unserem Verein bei.“ (siehe Kasten)

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„ Wir haben die Sichtbarkeit unseres Netzwerks regional, aber auch über die Grenzen hinweg gestärkt.“

Zum 15. Jubiläum nach den Höhepunkten des Netzwerklebens gefragt, fällt Roswitha Prasser die Entscheidung schwer. „Jeder Treff ist ein Highlight“, meint sie. „Im Besonderen natürlich die gegenseitigen grenzüberschreitenden Besuche mit den österreichischen und tschechischen Kolleginnen. Der Austausch, die Firmenbesichtigungen oder die Teilnahme an Europäischen Unternehmerinnenkonferenzen in Erfurt oder auch in Salzburg haben das Netzwerk nicht nur regional, sondern auch länderübergreifend gestärkt.“ Umso mehr bedauert sie, dass seit März keine persönlichen Treffen stattfinden konnten. Durch Corona lagen „nicht nur die länderübergreifenden persönlichen Kontakte brach, sondern auch die regionalen.“ Der Austausch konnte nur digital stattfinden.

Jetzt soll, so die Entwicklung es zulässt, im Oktober beziehungsweise November ein erstes regionales Treffen stattfinden. „Ich freue mich auf die Möglichkeit, dass wir uns wieder persönlich sehen und austauschen können”, sagt Prasser. „Die Stille um das Netzwerk in Länderbezogene Differenzen gab es in der Kooperation bisher keine zu überwinden. „In all den vielen Begegnungen haben wir ge- den letzten Monaten ist befremdend, und ein digitaler Austausch merkt, dass es außer den in erster Linie sprachlichen Unterschieden kann ein persönliches Netzwerk nicht ersetzen. Menschen brauchen zu unseren tschechischen Kolleginnen keine eklatanten Unterschie- den persönlichen Kontakt – nicht nur aus sozialen Gründen, de gibt. Uns allen gemein ist das Ziel, erfolgreich zu sein, die Ups sondern auch, um erfolgreich zu sein. Um Entscheidungen treffen zu können, bedarf es einfach mehr als Zoom-Sessions, E-Mails und Downs in jedem Unternehmerinnenleben, das Thema von oder Telefonate.“


WISSENSWERT Engagierten Frauen, die in der Zukunft selbst ein Netzwerk gründen möchten, rät Prasser zu Mut und Durchhaltevermögen. „Es ist immer gut, wenn sich Gleichgesinnte zusammenschließen und durch gegenseitigen Austausch stärken.“ Allerdings sei der Zusammenschluss allein zu wenig. „Für die Idee, für die man brennt, muss man ganz nach dem Motto ,Steter Tropfen höhlt den Stein‘ motiviert und zielstrebig am Ball bleiben. Das, was in dir brennt, muss in allen Anderen brennen.“ Denn der Aufbau eines neuen Netzwerks locke zwar schnell viele Begeisterte an, wichtig sei es jedoch, die Begeisterung in echtes Interesse und Mitverantwortungsgefühl zu lenken. „Das erfordert viel persönlichen Einsatz und einen langen Atem. Aber der Einsatz lohnt sich. Es ist ein wunderschönes Gefühl, Menschen kennenzulernen, die mit dir in die gleiche Richtung gehen und gemeinsam Ziele verwirklichen wollen. Die Welt steht allen offen, die wie selbstverständlich immer wieder aufstehen, das Krönchen richten und weitergehen.“

Der 2005 gegründete Verein „wild & weiblich – Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e.V.“ hat das Ziel, seine Mitglieder zu vernetzen – unter anderem durch Erfahrungsaustausch in regelmäßigen Treffen, gegenseitige Unterstützung, Workshops und Seminare sowie Betriebsbesichtigungen – und den Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik für die Herausforderungen des täglichen Unternehmerinnenlebens zu stärken. Der Verein setzt sich unter anderem für eine nachhaltige Regionalentwicklung ein und pflegt ein grenzüberschreitendes Netzwerk zu Unternehmerinnen in den Nachbarländern Tschechien und Österreich.

Wer kann Mitglied werden? Ordentliches Mitglied kann jede Unternehmerin, Freiberuflerin oder Geschäftsführerin werden. Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen. Über den Antrag entscheidet der Gesamtvorstand. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Mitgliedschaft. Förderndes Mitglied des Vereins kann jede natürliche und jede juristische Person des privaten und öffentlichen Rechts sein. Fördernde Mitglieder können nicht in Vereinsämter gewählt werden und haben kein Stimmrecht. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Jahr 100 Euro. Weitere Informationen: www.wildundweiblich.com

SHEadvertorial by Accent

Start-up SuperBee Keeper digitalisiert die Honigbienen Augmented Reality und Artificial Intelligence sind in der Lage, Schädlinge im Bienenstock zu erkennen sowie Prognosen und Vergleiche mittels standardisierter Daten zu ermöglichen. Das von Andrea Kirchmayer und David Lechner gegründete und im niederösterreichischen Bad Schönau ansässige Start-up SuperBee Keeper hat sich der Gefahr angenommen, die von der Varroamilbe ausgeht, und eine einzigartige App entwickelt. „Wir unterstützen Imkerinnen und Imker mit neuen Technologien, um die Zukunft der Honigbienen nachhaltig zu gestalten“, betont SuperBee-KeeperGründerin Andrea Kirchmayer. „Mit SuperBee Keeper können ImkerInnen standardisierte Daten sammeln, auswerten, austauschen und neue Erkenntnisse zu ihren Bienenvölkern

gewinnen. Die App zur Erfassung der imkerlichen Arbeitsschritten wird demnächst im Google-Play-Store zum Download bereitstehen“. Ein besonderes Asset stellt die Echtzeiterkennung des Varroamilben-Befalls mittels Augmented Reality dar. Diese ermöglicht mit den heutigen hochauflösenden Handykameras eine sofortige Erkennung vor Ort mit automatischer Speicherung der Daten. Damit sind Diagnose und eine Empfehlung zur Behandlung der einzelnen Bienenvölker möglich. Der Technologieinkubator accent begleitet das Projekt von der Idee

bis zur Umsetzung. „Im Laufe der accent-Betreuung konnte das Konzept von dem Varroa-Monitoring auf weitere Anwendungen wie Verringerung und Vermeidung von Verlusten von Bienenvölkern, Vernetzung von Daten und die ökologisch nachhaltige, flächendeckende Bestäubung ausgeweitet werden“, ergänzt Michael Moll, Geschäftsführer der accent Inkubator GmbH. „Die Kernaufgabe von SuperBee Keeper ist die Erkennung beziehungsweise das Monitoring von Schadorganismen zur Steigerung der Vitalität und der Wirtschaftlichkeit von Honigbienen“.

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Aktuell

Finanzreport

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Um die v ­ oranschreitende ­Erderwärmung einzu­ bremsen, braucht es eine ­nachhaltige Wende bei der globalen Energie­ politik. Nur so kann der Ausstoß an schädlichen ­Treibhausgasen kräftig ge­ senkt werden. Innovative Lösungen gibt es bereits entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Energieerzeugung hin zu dem wachsenden ­Verbrauch in der Elektro­ mobilität. Anlegern eröffnet das eine Menge zukunfts­ trächtiger Chancen.

er Kampf gegen den voranschreitenden Klimawandel wird nicht einfach zu gewinnen sein. Das verdeutlicht schon allein die zögerliche Umsetzung der Pariser Klimaziele der Vereinten Nationen, die Ende 2015 von insgesamt 197 Staaten unterzeichnet wurden. Deren Ziel ist ebenso klar wie dringlich: die Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen, um die voranschreitende Erderwärmung einzudämmen. Schließlich sind die Folgen deutlich sichtbar. Wetterextreme und ein zunehmender Trinkwassermangel suchen immer mehr Regionen auf dem Planeten heim. Die Staaten wollen deshalb umweltfreundliche Maßnahmen ergreifen, um zwischen 2050 und 2100 Klimaneutralität zu erreichen. Damit dieses Vorhaben auch gelingt, müssen bis dahin sämtliche Emissionen mit ausstoßsenkenden Maßnahmen ausgeglichen werden. Zudem soll die Erderwärmung auf gut 1,5 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts begrenzt werden. Doch dazu muss vor allem beim größten Verursacher angesetzt werden. Gemeint ist das globale Energiesystem, das für rund 70 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich ist. Und weil auch noch der weltweite Energieverbrauch jährlich steigt, sind innovative Lösungen umso dringender gefragt. So evaluiert zum Beispiel der österreichische Energiekonzern OMV Möglichkeiten zur unterirdischen (End-)Lagerung von Kohlendioxid aus Kraftwerksabgasen. Genannt wird dieser Vorgang „Carbon Capture and Storage“. Der deutsche Stromriese RWE beschaffte sich hingegen im Frühjahr zwei Milliarden Euro frisches Kapital, um seine erneuerbaren Energieprojekte auszubauen. Damit soll der schrittweise Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Braunkohle gelingen.

Das hat auch die Europäische Union (EU) erkannt. Sie möchte mit dem neuen „Green Deal“ aus dem Vorjahr künftig den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region kräftig forcieren. Auch die

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„Vermutlich werden jene Unternehmen profitieren, die in der Stromerzeugung aus Erneuerbaren führend sind, ebenso die Anbieter von Stromspeichern.“

Nannette Hechler-Fayd’herbe

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Bemühungen wie diese, die Energiewende zu forcieren, dürften noch zunehmen. Die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs meinen, dass bereits 2021 die Ausgaben allein für erneuerbare Energien ein Viertel der Gesamtausgaben für die Energieerzeugung ausmachen werden. Und das wird auch langfristig die Energieproduktion beeinflussen. Nannette Hechler-Fayd’herbe, Anlagechefin International Wealth Management und Global Head Economics & Research der Credit Suisse, verweist auf den jährlichen World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA): „Den Berechnungen zufolge werden Wind- und Sonnenenergie bis 2040 rund 40 Prozent der gesamten Stromproduktion ausmachen, verglichen mit sechs Prozent im Jahr 2017“. Zugleich dürfte der Kohleanteil an der globalen Stromerzeugung auf 5,5 Prozent schrumpfen. Hechler-Fayd’herbe sagt, „von der grundlegenden Veränderung werden vermutlich jene Unternehmen profitieren, die in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien führend sind, sowie Anbieter von Stromspeichern.“

Von Raja Korinek