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42. Jahrgang · 4,00 € · Juli | August 2020

people · lifestyle · art

DER HARZ ERFINDET SICH NEU

SCHMUCKTRENDS WOMIT SIE IM SOMMER GLÄNZEN

IN ZWEI STUNDEN IM URLAUBSGLÜCK FERIEN ZUM GREIFEN NAH

ISABELLA MÜLLER-REINHARDT HAT DEUTSCHLANDS TOP-TRAINER INTERVIEWT


Foto: Lorena Kirste

Editorial

Schöne Ferienzeit – wo auch immer ...

I

ch war noch nie im Harz. Für unsere große Reportage über diese wunderschöne Region bin ich über meinen großen Schatten aus Vorurteilen gesprungen. Woher die kamen? Vor allem aus Erzählungen der Elterngeneration. So reagierte mein Onkel mit den Worten: „In den Harz? Oh nein, da mussten wir als Kinder immer zum Wandern hin, nach Clausthal-Zellerfeld.“ Und auch manch‘ andere wirkte nicht sonderlich begeistert, wenn ich das H-Wort aussprach. Schmeißen Sie Ihre Bedenken über Bord und schnuppern Sie in unsere große Story über den „neuen Harz“ ab Seite 36 rein. So jung, so innovativ und designorientiert war diese Region noch nie, Fördermittel der EU sei Dank. Aber nicht nur den Harz möchte ich Ihnen vorstellen, auch unsere anderen Ausflugsziele unter zwei Stunden Fahrtzeit – echte Urlaubsquickies. Da wäre das Weserbergland (S. 28), wo meine Großeltern leben und wo ich den größten Teil meiner Kindheit verbracht habe. Aber auch das Steinhuder Meer (S. 50) wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Welchen Schmuck Sie anlegen können, wenn Sie dann an der Uferpromenade entlanglaufen oder ein köstliches Frühstück im Hotelrestaurant einnehmen, verrät Ihnen Helene Kilb in unserem Schmuck-Report (S. 16). Ich hätte nicht gedacht, dass zum Beispiel flexible Ringe, die sich weiten und zusammenziehen, derart funktional und schön zugleich sind.

Illustration: catherinecml - stock.adobe.com

Unsere Autoren stellen sich Ihnen auch auf der letzten Seite mit einem Bild und ihrem Lieblingsort für den heimischen

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nobilis

Urlaub vor. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wohin es mich in diesen Sommer zieht? Ich bin ehrlich: Ich wage den Sprung zu unseren Nachbarn ins Elsass. Genauer nach Straßburg. Aber erst, nachdem ich in Holzminden war und entlang des Weserradwegs ein paar Kilometer auf dem Fahrrad gestrampelt bin (S. 30) – nur um mich danach bei einem regionalen Bier im Garten herrlich entspannen zu können. Ich finde, wir haben uns diese Leichtigkeit nach diesem außergewöhnlichen Frühjahr redlich verdient. Genießen Sie das Eis mit Sahne und prickelnden Roséprosecco auf der Sonnenliege! Alles Gute wünscht

Marleen Gaida Chefredakteurin

nobilis_magazin

nobilis 07-08/2020

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Inhalt

36 HIPPER HARZ   Das nobilis-Team hat sich auf die Suche nach der neuen Identität des Harz gemacht.

people

society

life

58 RADIKAL ANDERS  Lena Kußmanns spezielle Inszenierungen bleiben im Gedächtnis – so auch ihr aktuelles Projekt als Antwort auf die Corona-Krise.

style

06 NEUES CITYHOTEL „Me and all“ am Aegidientor

14 SCHLUSS MIT KURZSICHTIG Innovation aus der Augenoptik

10 JUST MARRIED Jakob M. Bach & Bob Siefert

16 SO SCHMUCK IST DER SOMMER Schmuck-Trends aus Hannover

11 ERÖFFNUNG IM SOMMER? Ekkehard Reimanns „p‘tit Clichy“

36 WENN DAS GUTE LIEGT SO NAH Die schönsten Seiten des Harz

11 ÜBER LUXUS-CHRONOMETER Ausstellung bei Juwelier Laufer

Foto: Shino Photography

Foto: Lorena Kirste

Ausgabe 07–08/2020

culture

art

58 SPEZIELLES THEATER Über die Dramaturgin Lena Kußmann

food

friends

66 JETZT AUCH AUTORIN Isabella Müller-Reinhardt im Gespräch

sport

nature

74 18 LÖCHER, 18 FRAGEN ... an Reisegepäckhersteller Axel Bree 78 EVENTS 82 VORSCHAU 82 IMPRESSUM

62 KLANGZAUBER & SEELENTIEFE Neuer Chefdirigent: Stephan Zilias

DIE FASHION-KOLUMNE VON LUISA

Die Titelthemen sind farbig gekennzeichnet.

Seite 22

Titelfoto: Shino Photography

advertorials

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VITALQUARTIER DER HEIMKEHR Nur 20 Minuten von Hannovers Zentrum entsteht ein besonderes Projekt im Grünen: das Vitalquartier „An der Seelhorst“. Vorstand Martin Schneider berichtet, wie Wohnen mit Jung und Alt funktionieren wird.

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23 SCHÄTZE SCHÜTZEN BEI DEGUSSA Wer in Hannover Schmuck verkaufen oder sich in u­ nsicheren Zeiten eine solide Vermögensanlage in Form von Edelmetallbarren oder -münzen zulegen möchte, wendet sich am besten an die Degussa Goldhandel.

24 WOHNKOMFORT AN DER LEINE Ein Zuhause mit Wohlfühlfaktor, das urban, gleichzeitig noch zentral und im Grünen liegt – das gibt es bei meravis: mit dem Wohnensemble „Am Flebbehof“ in Alt-Laatzen und dem neuen Wohn­ projekt „Weitsicht“ in der Wasserstadt.


people society

Leuchtschrift: Im Me-and-all-Hotel gibt es viele Designkniffe.

Prominenz wie Martin Kind und Mousse T lieรŸ es sich nicht nehmen, hรถchstpersรถnlich bei der Erรถffnung des ME-AND-ALL-Hotels am Aegi dabei zu sein, das viel Lokalkolorit verspricht. TEXT: MARLEEN GAIDA

Oben: Der Wellnessbereich wartet mit verspiegelten Deko-Elementen auf. Rechtes Bild: TV-Moderatorin Khadra Stuffi und Musikproduzenten Mousse T

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FOTOS: LORENA KIRSTE


Berauschend: Vom Hotel hat man eine tolle Aussicht.

Von vorne links: Otto Lindner, Francisco Sordo und Andreas Krökel von Lindner Hotels aus Düsseldorf freuen sich über die Neueröffnung in Hannover.

Natürlich gut schlafen

D

ie internationale Hotelgruppe Lindner hat ein urbanes Cityhotel mit dem Namen „Me-and-all“ am Aegidientorplatz eröffnet und greift dabei auf lokale Akteure – sogenannte Local Heros – zurück. Designambiente, eine Bar und Essen und Trinken aus der Heimat – Hannover. Und so kommt es, dass das Restaurant von bekannten Gesichtern, von La Rock-Szenewirt Frank Ochotta und seinem Koch Ronny Spaniel, betrieben wird – vorerst bis Ende August. Das Bier liefern die Herrenhäuser Brauerei und die Jungs von Mashsee. Der Kaffee kommt aus den Anbaugebieten der Hannoverschen Kaffeemanufaktur und das Eis aus Linden von der Frioli Eismanufaktur.

Lokale Helden liefern Essen und Trinken Aber nicht nur schlemmen und schlafen stehen in dem Eckgebäude mit Blick über die Stadt auf dem Programm. Sondern auch Kunst und Kultur. Lesungen, Stand-up-Comedians und Konzerte. Hoteldirektor Francisco Sordo verkündet: „Wir freuen uns sehr, das Wohnzimmer von Hannover zu sein.“ Das Haus ist sowohl für Übernachtungsgäste als auch für spontane Barbesucher geöffnet. Frank Ochotta, der erst zehn Tage vor Eröffnung den Zuschlag nobilis 07-08/2020

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Seit 1986 produzieren wir Polstermöbel im familieneigenen Betrieb. Mit dieser Erfahrung fertigen wir langlebige Boxspringbetten, die sich individuell gestalten lassen. Lernen Sie zum Beispiel das Aurea kennen – den Testsieger der Stiftung Warentest (test 09/2016). Es ist atmungsaktiv und ökologisch nachhaltig aus zertifizierten europäischen Materialien handgefertigt.

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STANDART F I N E S T

W O M E N ‘ S

C L O T H I N G

&

people society

A R T

by Ingrid Wittler

Rindertatar und Pommes frites mit Trüffelmayo gibt es zukünftig nicht nur in der Voßstraße im La Rock, sondern bis Ende August auch im Me-and-all. Oben: Francisco Sordo (links) mit Frank Ochotta vom La Rock

Witzig: Zitronen im Glas peppen das Ambiente auf.

Öffnungszeiten Di - Fr 11.00 -19.00 Uhr Sa 1 1. 00 -16. 00 U h r Leinstraße 32 30159 Hannover 0511 26 159 232 w w w. s t a n d a r t - h a n n o v e r. d e Besuchen Sie unser Digitales S c h a u f e n s t e r a u f Fa c e b o o k oder Instagram. w w w. f a c e b o o k . c o m / S TA N D A R T. H a n n o v e r instagram: standart_by_ingrid_wittler

für das Pop-up-Restaurant bekommen hat, sagt: „Das Me-and-all-Hotel ist wie gemacht für uns. Hier können wir unseren Rock-‘n‘-Roll-Style verwirklichen.“ Etwas abgerockt sieht es durchaus aus in dem Vier-Sterne-Haus. Und das soll genau so sein: An den Decken offenbaren sich freigelegte Rohre und Leitungen. Die Wände sind nicht verputzt. Industrial-Chic für das junge Publikum also, New York, Boston und ein bisschen Hamburg lassen grüßen, so Otto Lindner. Für ihn ist die zentrale Lage am Aegi, wo gleich mehrere Bahnlinien zusammentreffen, der Hit. Er sagt: „Autofahren ist sowieso blöd, passt nicht mehr so recht in die Zeit.“ Er sei extrem stolz, den besten Platz in Hannover gefunden zu haben. Und auch Hannovers Prominenz ließ es sich nicht nehmen, den potenziellen Hotspot zu erkunden. Mousse T und seine charmante Begleitung sowie Martin Kind schauten für einen exklusiven Lunch mit dem Chef vorbei. W

Setzt auf lokale Akteure im Hotel: Otto Lindner will Leute wie den hannoverschen DJ Ferry Ultra vor Ort haben.


Ihr

Foto: Nancy Heusel

GARTEN der neue

RAUM

für Ihren

Urlaub

Wir gestalten zusammen mit Ihnen Ihre Urlaubs-Oase für die ganze Familie.

Ur laubs-O asen mit dem T

Klassik im Garten statt Altstadt

K

lassik in der Altstadt muss dieses Jahr ausfallen, dafür gibt es ab dem 9. Juli ein Programm namens „Klassik im Garten“. Organisatorin Ariane Jablonka: „Die jungen Künstler sind begeistert, nun doch noch Auftrittsmöglichkeiten zu bekommen.“ Die Konzerte werden in Parks, Gärten und ausgewählten Seniorenresidenzen stattfinden. Details zum Ablauf folgen.

eam von

STEINBERG

.GÄRTEN

Illustration: kebay - fotolia.com

Unterstützt wird Klassik im Garten von Manfred Günther (zweiter von links), erster Vorsitzender von „Klassik in der Klinik e. V.“: „Wertvolle Synergien“, nennt es Ariane Jablonka (links). Nastja Schkinder (Akkordeon) und Magdalena Hinz (Gesang) freuen sich auf das Publikum.

Gartenplanung Gartengestaltung Gartenpflege Schwimmteiche Naturpools

Mutter Beimer zu Gast in Hannover

Foto: Rainer Dröse

N

a sieh‘ einer an! Marie-Luise Marjan war Anfang Juni zu Gast bei der GDA in Kleefeld, um vor einem intimen Kreis der Seniorenresidenz eine Lesung abzuhalten. Zur Veranstaltungsreihe des Hauses, „Rotes Sofa“, auf dem zu Beginn des Jahres auch schon Franz Müntefering Platz nahm, kommen immer wieder prominente Gäste.

Ottostraße 22 a 30519 Hannover Telefon 0511 – 83 06 55 info@steinberg-gaerten.de www.steinberg-gaerten.de Illustrer Gast: Marie-Luise Marjan war zu Gast auf dem roten Sofa der Seniorenresidenz GDA in Kleefeld. nobilis 07-08/2020

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Wir sind für Sie da: Mo. bis Fr. 8.00 – 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.


Foto: Privat

people society Ohne Champagner und gute Gäste geht es nicht: Giacomo Magnanelli (v. l.) und seine Begleitung Marie Martirosov waren bei der kleinen PromiHochzeit von Jakob M. Bach (mittig) und Bob Siefert.

Die wohl lässigste Hochzeitsparty

Vergnügt: Auch Bettina Wulff war in der Speiserei bei der Hochzeit der beiden Männer zu Gast.

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Illustration: Marina Zlochin - stock.adobe.com

Von links nach rechts: Jakob M. Bach stieß mit Christoph Eisermann, Christian SchulzHausbrandt und Patrick Döring auf seine Vermählung mit dem Hamburger Zahnarzt Bob Siefert an.

Foto: Privat

Foto: Privat

D

ass die Speiserei von Oldus Weißer, Berliner Allee, sich mehr und mehr zu dem SzeneLokal Hannovers mausert, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Im Juni fand dort die wohl lässigste Hochzeit des Frühjahrs statt: Gastronomieexperte Jakob M. Bach, der ebenso wie sein Ehemann Bob Siefert ganz casual in Mokassins und weißen Hemd heiratete, hatte nicht nur Christian und Anneke Schulz-Hausbrandt, Gastronom Christoph Eisermann und Ehefrau Vanessa, sondern auch Bettina Wulff und JanHenrik Behnken für die exklusive Feier eingeladen. Wulff freute sich besonders über die Creme-Torte, wie man hörte ...


Ekkehard Reimann eröffnet p‘tit Clichy

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ur vor dem Fernseher ist es doch langweilig: Ekkehard Reimann eröffnet noch in diesem Sommer sein p‘tit Clichy in der Weißekreuzstraße 31. Fast genau dort, wo er vor zwei Jahren sein Restaurant Clichy nach 39 Jahren aufgab. Gerade baut er den ehemaligen Kiosk um und renoviert das kleine Lokal, das 14 Plätze umfassen wird. Französische und regionale Kost soll es geben und „keine Mangos aus Brasilien“, wie der vorab Lister verrät.

Luxuriöse, begehrliche Cashmere-Mode Unter fairen und ethisch korrekten Bedingungen produziert.

Foto: Juwelier Laufer

Im p‘tit Clichy wird es eine kleine Karte geben, die alle zwei Wochen wechselt – mit französischer Küche.

Foto: Rainer Dröse

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ROBERT FRIEDMAN

Patek-PhilippeAusstellung

V Melanie und Olrik Laufer freuen sich auf Besucher zum Event mit Voranmeldung.

om 8. bis 11. Juli. präsentiert Juwelier Laufer in Minden gemeinsam mit der berühmten Uhrenmanufaktur Patek Philippe eine Auswahl zeitloser, eleganter und klassischer Uhrenmodelle. Ein exklusiver Einblick in die Welt der letzten unabhängigen Manufaktur.

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Am Fiedeler Platz · 30519 Hannover-Döhren Telefon 05 11/9 84 51 23 Mo bis Fr: 10.00-14.00 Uhr · 15.00-18.00 Uhr Sa: 10.00-13.30 Uhr E-Mail: info@lapiazzetta-damenmode.de

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Mit der Heimkehr vital wohnen In nur 20 Minuten von Hannovers Zentrum entfernt entsteht im Grünen ein besonderes ­Wohnprojekt: das VITALQUARTIER An der Seelhorst. Die Wohnungsgenossenschaft Heimkehr eG startet im zweiten Halbjahr mit der Vermietung. Vorstand Martin Schneider berichtet der ‡ über das Wohnen von Jung und Alt und besonderen Services innerhalb des Quartiers.

Z

u wohnen bedeutet nicht nur, ­eine W ­ ohnung zu besitzen, ­sondern im ­besten Fall auch ­eine Gemeinschaft um sich zu ­haben und eine erfüllende Freizeit vor Ort zu ­erleben, davon ist Heimkehr-­Vorstand Martin Schneider überzeugt. S­ eine ­Augen leuchten, wenn er von dem Wohnbauprojekt der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr eG im Grünen spricht: dem VITALQUARTIER An der S­ eelhorst. Es bietet ab dem 1. Dezember 60 moderne und barrierearme Wohnungen mit dem gewissen Extra an Lebensqualität und Service. Von dem gemeinnützigen ­Unternehmen Di-

akovere als Partner des großangelegten Projekts wird es vor Ort nicht nur ein Pflegeberatungs­büro g­ eben, sondern auch ­Zusatzleistungen rund um ­Sicherheit, Hausmeisterdienste und ein Team für Besorgungen sowie ein Notruftelefon. Das Angebot richtet sich an ­Senioren, junge Paare, aber auch Menschen mit Handicap und Familien. Heimkehr-­Vorstand Martin Schneider freut sich schon jetzt auf das Neubaugebiet zwischen B­ emerode und Seelhorst und sagt: „Wir h­ aben die ­Premiumlage innerhalb des ­Quartiers, das wir mit hannoverschen ­Wohnungsunternehmen entwickelt haben.“

Ein Quartier zum Leben und ­Wohlfühlen Ein besonderes Merkmal des ­Vitalquartiers ist ein kleines Zentrum mit ­Supermarkt, ­Bäckerei, einem Café und weiteren Dienstleistungsangeboten. Auch s­ ollen ­eine neue Kindertagesstätte der D ­ iakovere, die ­Mira-­Lobe-Grundschule und -­Oberschule in ­direkter Nähe ein umfassendes ­Bildungs- und Betreuungsangebot gewährleisten. „Fußläufige, kurze Wege im ­VITALQUARTIER schaffen ein familienfreundliches Lebensgefühl und Miteinander. Das Auto kann in der Tiefgarage parken“, zählt Martin Schneider die Vorzüge auf.

Mit einer klaren Zukunftsvision vor Augen: Heimkehr-­ Vorstand Martin Schneider

„WIR SIND EIN STARKER PARTNER FÜR DIE WOHNBAUOFFENSIVE “ MARTIN SCHNEIDER

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Sie ­wollen Mieter ­werden? Die Vermietung für das ­VITALQUARTIER ­Seelhorst ­beginnt zum 1. Dezember 2020. Schon in wenigen ­Wochen startet die ­Vermarktung.

Fotos: MACINA digital film GmbH & Co. Kg

Auf der Webseite www.heimkehr.de finden Sie mehr Informationen zum Projekt und zur Heimkehr.

Ein neuer, großer Quartiers-Spielplatz auf circa tausend Quadratmeter, die bekannte W ­ eidenkirche und ein weitläufiger Park, zwei Sportvereine, Tennisplätze und viele weitere ­Freizeit- und Sportangebote runden das ­Angebot ab.

Heimkehr baut auf die Zukunft Für Martin Schneider steht fest: „Das Heimkehr-Vermietungsteam kann es kaum abwarten, unseren zukünftigen M ­ ietern tolle Wohnungen zu bieten.“ Für ihn ­besticht das Quartier durch s­ eine ­besondere ­Lage, tolle Infrastruktur und die Nähe zur ­Natur. Eines steht für den 50-­jährigen Verwaltungs-Professor für Immobilienwirtschaft

aber immer im ­Vordergrund j­eglicher Wohn­entwicklungsprojekte: das Wir. Und so l­autet der S­ logan der Wohnungsgenossenschaft, die dieses Jahr ihr 120-jähriges ­Jubiläum ­feiert, nicht u­ msonst „Wir wohnt ­besser“. Er sagt: „Die ­Genossenschaft ist für mich die i­deale Rechtsform zum B­ etreiben eines W ­ ohnungsunternehmens, nur so ­können wir dem Produkt Wohnen als ­soziales Gut in besonderer Weise Rechnung ­tragen.“ Und mit dem VITALQUARTIER ist für den ­Immobilienexperten noch längst nicht Schluss mit der ­Wohnungsbau­offensive in Hannover. Sein Motto lautet „Auf Z­ ukunft bauen“

Linkes Bild: So könnte der Wohnbereich einer Heimkehr-Wohnung aussehen (Beispiel). Die ­Wohnungen haben eine moderne und ansprechende Architektur und wurden vom hannoverschen Architekturbüro Rüßmann Architekten gestaltet.

und ­dabei immer die s­ oziale ­Komponente im Auge behalten. ­Qualitativ hochwertige Wohnungen bei einer durchschnittlichen Miete von 6,50 ­Euro für den gesamten Wohnungsbestand und ­Mieter, die ­aufgrund demokratischer Strukturen der Genossenschaft Entwicklungen mitbestimmen können. Schneider hat ­eine klare Vorstellung von der Genossenschaft, die er als Vorstand seit sieben Jahren erfolgreich führt. Er fasst die Vorteile der Wohnungsgenossenschaft Heimkehr wie folgt zusammen: „Unsere Mieter wohnen in Wohnungen überdurchschnittlicher Q ­ ualität mit hohem Servicegrad zu fairen Preisen.“   W nobilis 07-08/2020

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life style

Myopie bei Kindern erfolgreich behandeln Kurzsichtigkeit stellt im allt채glichen Leben eine Belastung dar. Besonders f체r Kinder bedeutet die Erkrankung des Auges eine starke Beeintr채chtigung beim Lernen. ine neue Einmal-Kontaktlinse soll das Fortschreiten der Erkrankung stoppen. Ein Besuch bei AUGENOPTIKERIN SABINE SIEGMUND, die die neuartige Linse als einziges Fachgesch채ft in der Region vertreibt. TEXT: MARLEEN GAIDA

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Foto (Hintergrund): Sean Sinclair on Unsplash

Myopie bei Kindern ist oft genetisch bedingt „Gerade heute morgen hatte ich einen 10-jährigen Jungen mit Kurzsichtigkeit hier, der extra aus Hannover angereist ist“, sagt Siegmund. Die Mutter einer 20-jährigen Tochter freut sich ganz besonders, wenn sie Schulkindern helfen kann, schnell wieder aktiver am Unterricht teilzunehmen und Tafelbilder wieder klar zu sehen. Aber was geschieht bei Kurzsichtigkeit im Auge überhaupt? Siegmund klärt auf: „Die Kurzsichtigkeit wird durch ein zu lang gewachsenes Auge verursacht. Dies führt zu einem verschwommenen Sehen in der Ferne, da das Licht vor und nicht auf der Netzhaut fokussiert wird.“ Geringe Aktivität im Freien, langes Lesen und Spielen auf digitalen Geräten plus schlechte Beleuchtung könnten die Entwicklung der Kurzsichtigkeit beschleunigen. Eine Brille kann dem Kind helfen, wieder klar zu sehen. Aber das moderne Myopie-Management sieht eine andere Methode im Vorteil: die Einmal-Kontaktlinsen. Siegmund: „Ich empfehle bei Kindern im Alter von 8 bis etwa 16 Jahren

My-Sight-1-day-Kontaktlinsen, da sie nachgewiesenerweise das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verlangsamen.“ Umgang mit Linsen wird schnell erlernt Kinder seien unbedarft im Umgang mit den Linsen und würden sie schnell in ihren Alltag integrieren, sagt Siegmund. Später sei das Einsetzen der Linsen wie Schuhebinden – Routine. Kurzsichtigkeit beginne oft schon in der Grundschulzeit. Wichtig sei die einfühlsame Kommunikation mit den Jüngsten, findet Siegmund. Die Optikerin nimmt sich bei einer Besprechung extra viel Zeit und erklärt den Kindern, was sich in ihrem Auge überhaupt abspielt und wie eine Linse leicht eingesetzt wird. Diese sollten sie mindestens sechs bis acht Stunden am Tag tragen, um das Auge optimal zu unterstützen. Und während die Kinder den Umgang mit den unsichtbaren Mini-Brillen lernen, können Mütter und Väter sich ganz in Ruhe nach den neuesten Sonnenbrillen-Modellen von Victoria Beckham und Marni umsehen. Eine Inspirationsquelle für stilbewusste Damen und Herren, die das gewisse Extra suchen, ist das Fachgeschäft der Myopie-Managerin nämlich auch. W

Fotos: Marleen Gaida

K

opfschmerzen, müde Augen, ständiges Blinzeln? Das alles können Symptome für eine Myopie – Kurzsichtigkeit – sein. Sind Erwachsene von diesen Einschränkungen betroffen, können sie die Probleme meist schnell mit einem Besuch beim Optiker erledigen. Bei jüngeren Kindern nimmt die Kurzsichtigkeit schnell die Freude am Lernen in der Schule oder am Ballspielen mit Freunden. Dann sind die richtige Sehhilfe und eine kompetente Beratung mit Einfühlungsvermögen vonnöten. Die bringt Sabine Siegmund von Siegmund Augenoptik & Hörakustik aus Pattensen mit. Vor Kurzem hat die 52-Jährige eine Zusatzausbildung für Kurzsichtigkeit bei Kindern des Unternehmens CooperVision erfolgreich abgeschlossen. Jetzt darf Siegmund das Zertifikat „Myopie-Management“ in ihrem Fachgeschäft am Marktplatz 11 aufhängen – ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. „Die Bevölkerung wird immer kurzsichtiger. Das liegt zum einen an der Digitalisierung und an der vermehrten Nutzung von Geräten mit blau-violettem Licht und zum anderen an der Vererbung von Myopie.“ Das Risiko dieser Augenerkrankung steige, wenn beide Eltern kurzsichtig seien. Es liegt dann bei einer Wahrscheinlichkeit von 46 Prozent.

Sabine Siegmund erklärt kompetent, was bei Kurzsichtigkeit geschieht. Die Behandlung von Kurzsichtigkeit bei Kindern liegt ihr am Herzen.

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life style

So schmuck wird der Schon die Modedesignerin Coco Chanel wusste: „Schmuck ist nicht dazu da, Neid zu erwecken – bestenfalls Staunen.“ Was uns jetzt staunen lässt, sind unter anderem neue Materialien, kreative Ideen und verschiedene Trends rund um dieses Thema. Wie genau diese aussehen, wissen die VIER SCHMUCK-EXPERTEN aus der Region Hannover, die wir dazu befragt haben. TEXT: HELENE KILB


Foto: Christian Schwier | Ring: Pomellato

Schmucktrend direkt aus Mailand: Der Rosenquarz-Ring des italienischen Labels Pomellato zeigt, wie Leichtigkeit geht.

OLRIK LAUFER, JUWELIER AUS MINDEN

Haut- und Haarfarbe geben einen Anhaltspunkt, zu welchem Edelmetall Sie am ehesten greifen sollten: Menschen mit gebräunter oder dunkler Haut oder dunkelblondem bis dunkelbraunem sowie rötlichem Haar steht Gelbgold meist am besten. Hellere Haut, weiß- bis aschblondes oder schwarzes Haar wird durch Silber, Platin oder Weißgold schön betont. Roségold entfaltet bei heller Haut seine Wirkung.

Foto (links): Jamie Coupaud on Unsplash | Illustrationen: blagorodez - stock.adobe.com

E

s besteht aus nur zentimetergroßen, an einer Seite durchlöcherten Meeresschneckenhäusern, teilweise mit glänzender Oberfläche, teilweise mit Spuren von OckerVerzierungen: das bisher älteste gefundene Schmuckstück der Welt, dessen Alter auf rund 75.000 Jahre geschätzt wird. Um die Schneckenhäuser als Kette tragen zu können, waren sie wohl auf einer Tiersehne aufgereiht. Heutzutage setzen (Hobby-)Schmuckdesigner weniger auf Accessoires aus Muschelkalk. Stattdessen fertigen sie diese aus den verschiedensten natürlichen und künstlichen Materialien: So gibt es mittlerweile Ketten, Ohrringe und Co. aus Plexiglas wie von Milko Boyarov sowie Upcycling-Preziosen aus plattgehämmerten Nespresso-Kapseln, alten Schallplatten und Elektroschrott – sogar aus Barbiepuppen-Teilen wie bei der Künstlerin Margaux Lange. Diese Freude am Experimentieren und Gestalten, die sich hier manifestiert, kennt auch die studierte Schmuckdesignerin Christina Timmermann: Sie bietet seit über zehn Jahren Schmuckkurse an, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen: „Ich bekomme so viele Anfragen“, erzählt die Künstlerin aus Hemmingen. „Die Menschen wollen kreativ sein, gerade viele, die nicht so einen fantasievollen Job haben.“ Außerdem entwirft sie alles, was sie in ihrem Atelier anbietet, selbst – und das bereits seit 25 Jahren. Zwar fertigt sie ihre Ketten, Ringe und Ohrringe fast ausschließlich aus Edelsteinen sowie den klassischen Edelmetallen Gold und Silber. Dennoch schafft sie es, diesen

einen nahezu unverwechselbaren Charakter zu verleihen: „Strukturen sind mir wichtig“, sagt sie, „mein Schmuck muss haptisch erfahrbar sein. Daher verwandle ich oft Dinge aus dem Alltag in ein Schmuckstück.“ Zum Beispiel hat sie für die Ringe ihrer Kollektion Pallino mit Zuckerperlen gearbeitet, mit denen man normalerweise Gebäck verziert. Ein neues Bewusstsein und moderne Techniken Doch nicht nur solche neuen Kreationen verändern gerade die Welt des Schmucks. Auch was das eher traditionelle Sortiment betrifft, wie man es aus dem Juweliergeschäft kennt, tut sich einiges. Wie in vielen anderen Lebensbereichen ist Nachhaltigkeit immer stärker gefragt – etwa in Form von recycelten oder ethisch geschürften Edelmetallen oder Steinen. Darüber hinaus eröffnet die Technik neue Möglichkeiten – etwa das sogenannte DNA-Fingerprinting für Perlen und Edelkorallen, um deren genetischen Fingerabdruck sowie das Alter zu bestimmen. Bei einer Perle lässt sich auf diese Weise erkennen, von welcher Muschelart sie abstammt – und ob es sich bei ihr um eine Zuchtperle oder um eins der äußerst seltenen natürlichen Exemplare handelt. Sogar die Produktion per 3D-Drucker ist möglich. Aus einer Vorlage erstellt dieser ein Wachsmodell, aus dem dann das eigentliche Schmuckstück entsteht. Auch in Hannover gibt es einen Hersteller, der dieses Verfahren einsetzt: die Goldschmiede Stichnoth. Anders als andere Hersteller setzen die beiden Inhaber Dirk und Jörg Stichnoth allerdings nicht nobilis 07-08/2020

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CHRISTINA TIMMERMANN, SCHMUCKDESIGNERIN

Foto: Heikaus Interior GmbH

Foto: Sebastian Pavel

Foto: Christina Timmermann

life style

DIRK STICHNOTH, GOLDSCHMIED AUS HANNOVER

KARIN BIELERT-BOPPERT, JUWELIERIN AUS NEUSTADT

auf Massenproduktion. Unterstützt von einem 3D-Drucker Boppert, in vierter Generation Inhaberin des Neustädter Juentwerfen und fertigen sie stattdessen Unikate nach den Vor- weliergeschäfts Bielert: „2020 darf es an Ohr, Arm und Destellungen ihrer Kunden. kolleté kräftig glänzen“, sagt sie. „Die Lust am Schmücken drückt sich vor allem durch Statement-Schmuck aus“ – also Mut zum Mondänen solchen mit besonders auffälligen Designs oder großen SteiNeben der Qualität spielt zudem die Optik eine große Rolle, nen, die alle Blicke auf sich ziehen. Des Weiteren verrät sie: sodass sich Liebhaber in diesem Sommer gleich auf mehrere „Gliederketten gehören zu den Top-Schmucktrends in diesem Trends freuen dürfen. Auf welche genau, weiß Karin Bielert- Jahr, ob massiv und schwer, luftig und leicht, kurz oder lang.“ Weitere Neuheiten kennt der Mindener Juwelier Olrik Laufer. Er hat verschiedene internationale Schmuckmessen besucht, die noch vor der Coronakrise stattfinden konnten. „Der Trend zu mehr Lässigkeit bleibt bestehen“, sagt er, „daher werden Ketten in allen Varianten kombiniert.“ Sogar die Perlenkette aus Großmutters Schatzkästchen erlebt nun ihre Renaissance: „Perlen verabschieden sich von ihrem bisher eher biederen Image. Kombiniert mit Edelmetallen dienen sie jetzt als Sommerschmuck.“ Wie schön das aussehen kann, zeigt beispielsweise das Label Gellner, das dabei auf die sehr exklusiven Marutea-Zuchtperlen setzt. Zudem ergänzt Laufer: „Zahlreiche Hersteller gehen dazu über, Ringe mit Dehnbarkeit herzustellen. Verändert sich der Finger, passt sich der Ring an und sitzt so immer bequem.“ Auch flexible Armbänder seien gefragt. Kaufen kann man diese etwa bei den beiden Luxus-Labels Fope oder Capolavoro. Was die Welt der farbigen Edelsteine betrifft, wird es romantisch: Als herausragende Neuheit nennt Juwelier Laufer dabei die Nudo-Brillantlinie des Mailänder Labels Pomellato, bei dem Rosenquarz auf zartes Rosé- und Weißgold trifft.

Alle schönen Dinge sind drei: Die Ringe aus der Serie Pallino stammen von der Schmuckdesignerin Christina Timmermann. Foto: Christina Timmermann

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Den eigenen Stil finden Wie genau das neue Lieblingsstück letztlich aussieht, ist dem eigenen Geschmack überlassen. Sicher ist jedoch: „Mit dem passenden Schmuck oder einer Uhr kann man hervorragend seinen Typ betonen“, sagt Karin Bielert-Boppert vom Juwe-


liergeschäft Bielert. Aber wie findet man diesbezüglich zu seinem ganz persönlichen Stil? „Am besten durch Neugier und den Mut, einmal etwas zu wagen“, rät die Juwelierin. Darüber hinaus könne man sich selbst fragen, zu welchen Anlässen der Schmuck seinen Einsatz haben solle und ob der Träger oder die Trägerin bereits einige Lieblingsstücke besitze, mit denen die neuen kombiniert werden sollen. Wichtig ist auch das richtige Maß: „Die Kunst, die eigene Persönlichkeit mit Schmuck zu unterstreichen, zeigt sich in der Dosierung“, sagt Karin Bielert-Boppert. „Ist er zu dezent, kann er übersehen werden. Zu viele Stücke wirken überladen. Daher ist es eine gute Regel, sich auf wenige Teile zu begrenzen.“ Meistens, sagt sie, liege man mit seiner Wahl aber intuitiv richtig. Um das zu beweisen, genügt oft ein Blick in die eigene Schmuckschatulle: Denn was darin auf weichem Stoff gebettet liegt, hat in der Regel die Berechtigung, so sorgsam verwahrt zu werden. Sei es, weil die jeweilige Kostbarkeit einfach nur gefällt – oder weil sie eine Geschichte voller zauberhafter Erinnerungen erzählt. W

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iebevoll gestaltete Ringe, Kettenanhänger und mehr gibt es im Atelier von Christina Timmermann, in dem sie auch Schmuckkurse anbietet. Aus Metallkügelchen und Tropfen gebildete Strukturen sind ihr zentrales Gestaltungselement: „Meine Schmuckstücke sind kleine Skulpturen und sollen haptisch erfahrbar sein.“ Sie verarbeitet Alltägliches in ihrem Schmuck. So entstanden die Modelle der Pallino-Serie (Ringe oben) aus einer Vielzahl von aneinandergereihten Globuli. Atelier: Kapellenweg 7 | Hemmingen geöffnet Di. 12–18 Uhr | Tel. 0511 31053123 www.schmuckundkurse.de

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Die Gespinst-Kugel, Ausdruck von Leichtigkeit, Lebenslust und Sommerfrische. Emotion, gefasst in goldener Hülle, getragen vom Platin, dem edelsten Material, das der Goldschmied kennt.

Handwerk trifft Innovation

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ereits seit Jahrzehnten stellt sie eine feste Größe in ­Hannovers Schmuckwelt dar: die G ­ oldschmiede ­Stichnoth. Hier ­verbinden die Inhaber und ­­Goldschmiedemeister Dirk und Jörg S­ tichnoth traditionelle Handwerkskunst mit m ­ odernster I­nnovation. So ist es bei S­ tichnoth ­unter anderem möglich, ein ­komplett i­ndividuelles Schmuckstück ­entwerfen und als 3D-Druck ausgeben zu lassen, das wiederum in traditionellem Gussverfahren zum hochkarätigen Unikat wird.

Fotos: Christina Timmermann

Georgstraße 35 | Hannover | Tel. 0511 360840 | www.stichnoth.de

Künstlerin mit Leib und Seele: Nach ihrem Metalldesign-Studium hat sich Christina Timmermann als Schmuckdesignerin selbstständig gemacht – vor fast 25 Jahren.

Marktplatz 11 . 30982 Pattensen . Tel: 05101 - 120 60 . www.die-augenoptiker.de Brillen . Sonnenbrillen . Kontaktlinsen . Hörgeräte

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Kleidet euch ein – der Sommer ist da Foto: Vitaliy Zalishchyker

Ein Laden voller Kleider aus feinen Stoffen? Bei Sönksen Mode wird dieser Traum wahr.

DIE FASHION-KOLUMNE VON LUISA

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ie schwer es manches Mal ist, seine femininen Formen in das passende Kleid zu hüllen, davon kann wohl jede Frau ein Lied singen. Wenn es dann noch ein außergewöhnlicher Look sein soll, dann rennt man gerne mal stundenlang durch die Stadt. Laufen Sie lieber gleich zu Dagmar Sönksen und Martina Mahrholdt in die Galerie Luise. Bei den Langeschen Höfen in der Theaterstraße 14 gegenüber der Commerzbank können Sie sich in Ruhe umschauen. Ob „Kleider für kleine Anlässe“, wie Sönksen sagt, oder Wendekleider mit auffälligen Prints – hier werden Sie gut beraten. „Ich habe auch alles an Schummelwäsche da“, verrät sie mit einem Augenzwinkern. „Es gibt für alles die richtige Lösung.“ Größen 34 bis 42 sowie 36 bis 46 – für jeden Typ Frau lässt sich hier etwas finden. Die Schneidermeisterin bietet Marken wie Va bene, Mark Aurel und Expresso an. W

Öffnungszeiten: Montag bis Sonnabend von 10:30 bis 19 Uhr 22

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Verkleiden heißt für mich nicht, bei Amazon ein BieneMaja-Kostüm für Karneval zu bestellen, sondern kreativ zu sein. Für meinen diesjährigen 35. Geburtstag wählte ich das Motto „Lady Gaga“. Niemand bot diesen Nährboden an Stylings, den sie und ihr Stylist Nicola Formichetti oder später Brandon Maxwell kreierten. Sich für eines ihrer unzähligen perfekten Kostüme zu entscheiden, war eine Mammutaufgabe. Natürlich wog ich kurz ab, vier Kilo dünn geschnittenen Serrano-Schinken mit der Kindernähmaschine meiner Tochter zu einem Dress zusammenzuschneidern, aber da die Veranstaltung draußen stattfand, hatte ich Angst vor Fliegen. Also wählte ich die Version eines Madonnenabbilds, mit der sie 2010 auf der New York Fashion Show von Marc Jacobs performte. Den Catsuit bestellte ich für 16 Euro bei Beate Uhse und nähte Löcher zu, die an dem Abend vielleicht doch zu intime Einblicke gewährt hätten. Den Heiligenschein bastelte ich aus blonden Extensions und Draht, den ich noch vom Bau des Hasenkäfigs übrig hatte. Die Schuhe fand ich am Steintor – 25-Zentimeter-Absatz, Lack und rot – und überlegte, ob ich eine Schubkarre mit zur Location nehmen sollte, um mich übers Kopfsteinpflaster zum Tisch schieben zu lassen.

Born this way Den Veranstalter hatte ich vorgewarnt – wann sitzt man schon mal neben 16 Lady Gagas? An meine Freunde und Familie: unendlich dankbar, dass ihr jeden Quatsch mitmacht. Allerliebst,

Illustrationen: Natalya Levish - stock.adobe.com

Blusenkleid mit Mantel und Täschchen? Bei Sönksen gibt es den Look!

Fotos: Popkendesign

Fame Monster


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Schätze schützen – Wertgegenstände sicher einlagern bei Degussa Wer in Hannover nicht mehr genutzten Schmuck oder Ähnliches verkaufen oder sich in unsicheren Zeiten eine solide Vermögensanlage in Form von Edelmetallbarren oder -münzen zulegen möchte, kann sich bekanntermaßen an die DEGUSSA GOLDHANDEL wenden.

Fotos: Degussa

Degussa, der größte Edelmetallhändler Deutschlands, zeichnet sich durch Seriosität und Professionalität aus. Allerdings sind mit dem Kauf von Gold, Silber & Co. oft noch nicht alle Fragen geklärt. Denn wo verwahrt man Wertvolles am besten? Die Aufbewahrung in den eigenen vier Wänden beinhaltet immer auch Kosten und Risiken. Aus diesem Grund bietet die Degussa Schließfächer zur Miete an, in denen man Wertgegenstände sicher lagern kann. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Schließfachanlage in der Degussa-Niederlassung Hannover in der Theaterstraße 7 auf über 1.000 Fächer erweitert. Dabei entspricht die Anlage den modernsten Sicherheitsstandards, vergleichbar mit größeren Banken. Die Schließfächer haben immer eine Breite von 25 cm und eine Tiefe von 38 cm. Bei der Höhe stehen Varianten zwischen 5 und 30 cm zur Auswahl. Der Standardvertrag bietet eine Versicherung der Wertgegenstände von 30.000 Euro, auch eine individuelle Versicherungserweiterung ist möglich. Anmietung der Schließfächer donnerstags von 10 bis 18 Uhr und montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr.

KURZ-INTERVIEW mit dem Niederlassungsleiter Hannover, Thorsten Staller vonKersten, über den Tresor-Service: Was waren die Gründe für die Erweiterung der Schließfachanlage in Hannover? Viele Menschen möchten nur ungern ihre Besitztümer in der eigenen Wohnung lagern. Abgesehen von hohen Kosten bei der Anschaffung eines Tresors kommt oft noch ein ungutes Gefühl hinzu. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass die Nachfrage nach Lagerungsmöglichkeiten außer Haus sehr hoch ist und weiter steigt. Da diese aber zum Beispiel bei Banken begrenzt und dadurch oft schon ausgelastet sind, ist es für uns ein logischer und wichtiger Schritt, dem Kundenwunsch zu entsprechen. Welche Vorteile bringt ein Schließfach bei der Degussa mit sich? Neben unseren erstklassigen Sicherheitsstandards sehen wir auch die hohe Verfügbarkeit als grundlegenden Vorteil. Bei der Degussa muss nicht etwa auf ein Schließfach gewartet oder gehofft werden. Im Gegenteil, es gibt sogar noch flexible Auswahlmöglichkeiten bei der Größe der Schließfächer und beim individuell anpassbaren Versicherungsschutz. Kann man in den Schließfächern nur Goldbarren und Münzen von Degussa einlagern? Nein, die Anmietung unserer Schließfächer passiert absolut unabhängig vom Erwerb unserer Produkte. Von daher lagern beispielsweise Schmuck, Erbstücke, wichtige Dokumente wie Wertpapiere und Besitzurkunden in unseren Schließfächern – der Inhalt ist ausschließlich die Angelegenheit des Kunden. W Degussa Goldhandel GmbH, Theaterstraße 7, 30159 Hannover Telefon: 0511 / 8973380, E-Mail: hannover@degussa-goldhandel.de nobilis 07-08/2020

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Fotos: meravis

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an der Leine für Alleinlebende, Paare und Familien Ein Zuhause mit Wohlfühlfaktor, welches urban, gleichzeitig noch zentral und im Grünen liegt. Das gibt es hier: das Wohnensemble AM FLEBBEHOF in Alt-Laatzen mit Blick in die Leinemasch sowie in direkter Wasserlage im grünen Stadtteil Hannover-Limmer – das Wohnprojekt WEITSICHT IN DER WASSERSTADT.

Durch die bodentiefen Fenster fällt Sonnenlicht auf gemütliche Holzböden, von der Loggia aus blickt man direkt auf die Leine, und großzügig geschnittene ­Räume vermitteln einen luftigen E­ indruck: Wer nach einem neuen Zuhause direkt vor ­Hannover sucht, findet es mit Sicherheit in der Ortschaft Alt-Laatzen, genauer bei dem kürzlich abgeschlossenen Bauprojekt „Am Flebbehof“. Hierbei ist rund um den denkmalgeschützten und sanierten ­Flebbehof ein modernes Quartier entstanden, das insgesamt 26 Reihenhäuser und

37 Eigentumswohnungen umfasst. Das ­Projekt wurde mit großer Begeisterung angenommen – wie auch die Zahlen verraten: Denn die Reihenhäuser sind mittlerweile alle verkauft, von den Eigentumswohnungen sind nur noch zwei frei. Bei ­einer handelt es sich sogar um ein attraktives lichtdurchflutetes Penthouse, das ganz bequem mit dem Aufzug zu erreichen ist: Im höchsten Stockwerk gelegen, beeindruckt es nicht nur mit einer Größe von 170 ­Quadratmetern, sondern auch mit großen Fenstern, einer Dachterrasse und

Lichtdurchflutet mit einem guten Blick auf die umliegende Landschaft: das attraktive Penthouse in Alt-Laatzen, das im Zuge des Wohnprojekts „Am Flebbehof“ gebaut wurde.

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einem fantastischen Blick auf den Park am Alten Rathaus sowie die Leine. Umgeben ist das neu gestaltete ­Quartier von vielen Grünflächen, die es ­ermöglichen, sich unmittelbar vor der eigenen Haustür vom oft stressigen Alltag zu ­erholen. Darüber hinaus finden Familien, Paare und Alleinlebende jeden Alters hier ­alles, was es zum Leben braucht: zahlreiche ­Einkaufsmöglichkeiten und charmante ­Restaurants, eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sowie eine Kindertagesstätte und eine Pflegeeinrichtung.


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Wohnen am Wasser: So soll das Projekt „Weitsicht“ im Jahr 2022 aussehen, wenn der Bau beendet ist.

Weitere Informationen zu noch freien Wohnungen In Alt-Laatzen unter www.am-flebbehof.de Zum Bauvorhaben in der Wasserstadt und dem dazugehörigen Projekt „Weitsicht“ unter www.wasserstadt-limmer.de und www.weitsicht-wasserstadt.de Zuständig für die Wohnungsvergabe ist die I­mmobiliengruppe ­Meravis: Kontakt und ­Terminvereinbarung unter Tel. 0511 67510777 oder unter der E-Mail verkauf@meravis.de Hell und großzügig: Die Visualisierung zeigt eine „Weitsicht“-Musterwohnung.

Unterkünfte für ­Stadtmenschen Wer sich (noch) nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, außerhalb der Stadt zu leben, findet sein zukünftiges perfektes ­Zuhause mit Sicherheit an diesem Ort: in der Wasserstadt. Denn dort, auf dem ­Gelände zwischen der Leine und dem Stichkanal Hannover-Linden, auf dem einst die Continentalwerke standen, gehen für zahlreiche Stadtliebhaber bald lang gehegte Wohnträume in Erfüllung – sei es mit einem kompakten Mikro-Apartment, ­einer komfortablen Drei- oder Vier-Zimmer-­ Wohnung oder gar einem romantischen Stadthaus. Nicht umsonst hat das gesamte Bauprojekt Wasserstadt Limmer als erste Quartiers­entwicklung in Niedersachsen die DGNB-Gold-Vorzertifizierung von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen erhalten: Schließlich überzeugt es mit höchster Qualität sowie der Tatsache, dass hier vor allem der Wohlfühlfaktor für die

Infos unter www.meravis.de

zukünftigen Quartiersbewohner im Fokus steht. Der erste Teil ist bereits in vollem Gange, angefangen mit dem Projekt „Weitsicht“, bei dem 51 moderne Eigentumswohnungen entstehen. Auch wenn die Bauarbeiten a­ ktuell noch auf Hochtouren laufen, lohnt es sich, ein wenig vorauszudenken: Auf diese Weise können sich Wohnungssuchende gleich „ihre“ Traumresidenz sichern, eigene Wünsche mit in die Gestaltung einfließen lassen – und nicht zuletzt die Vorfreude genießen, bis das neue Zuhause im Herbst 2022 dann bezugsfertig ist.

Wohnen im Einklang mit der Natur Gebaut wird jedes der Wohngebäude als sogenanntes Effizienzhaus Plus. Auf ­diese Weise ist es möglich, besonders ­energieund ressourcenschonend zu ­wohnen und die laufenden Kosten entsprechend ­gering zu halten. Was die Innenarchitektur ­angeht, setzt man in den Wohnungen daher zum Beispiel auf eine Fußboden-

heizung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizsystemen verbraucht diese nicht nur deutlich weniger Energie, sondern sorgt auch für einen höheren Wohnkomfort. Apropos Komfort: Jede Wohnung ­verfügt über hochwertiges Parkett sowie über eine Terrasse oder eine L­ oggia, die den Wohnraum um einige Quadratmeter unter freiem Himmel erweitern. Auch das Gelände rundherum überzeugt mit zahlreichen Vorzügen: Lange Promenaden laden zu ausgedehnten Spaziergängen am Wasser entlang ein. Neben öffentlichen Parkanlagen verfügen auch die Wohnanlagen über eigene kleine Rückzugsorte mit Spielplätzen oder Sitzgelegenheiten. Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sind nicht weit, g­ enau wie eine Kindertagesstätte und ­eine Einrichtung für betreutes Wohnen. Und das alles mitten in Hannover, sodass a­ lle, die es dann ab und zu ins Stadtzentrum zieht, nur 15 Fahrradminuten bis dorthin brauchen.  W nobilis 07-08/2020

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URLAUB, WO DAS HERZ ZU HAUSE IST

Foto: Willian Justen de Vasconcellos - Unsplash | Illustration: Marina Zlochin - stock.adobe.com

‡ hat für Sie die SCHÖNSTEN URLAUBSZIELE mit unter zwei Stunden Fahrtzeit zusammengestellt. Lassen Sie sich überraschen – reisen Sie mit uns in den Harz, ins Weserbergland oder ans Meer nach Steinhude und kehren Sie mit vielen neuen Inspirationen zurück.

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Ferien im Land Wer an das WESERBERGLAND denkt, hat es vielleicht nicht als Urlaubsziel vor Augen. Dabei bietet diese reizvolle Landschaft, was viele sich im Urlaub wünschen: Wasser, Berge, Kultur und zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu sein. Und das in maximal 70 Kilometer Entfernung von Hannover... TEXT: ANNA WIEMANN

Vom Hohenstein geht der Blick über den Naturpark Weserbergland bis fast zum Teutoburger Wald. Foto: Weserbergland Tourismus

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Illustrationen: davooda | Happy Art - stock.adobe.com | Foto (rund): Anna Wiemann

Rattenfänger oder Rattenkönig Die zwei berühmtesten Persönlichkeiten des Weserberglandes sind zweifellos der „Baron von Münchhausen“ aus Bodenwerder und der „Rattenkönig von Hameln“. Mitreißend und höchst professionell erzählt, in NichtCorona-Zeiten jeden Mittwoch, das Musical „Rats“ die Geschichte vom Rattenfänger in Hamelns malerischer Altstadt. Anschließend bittet der „Rattenkönig“ alle, die sich trauen, zu einer ganz besonderen Stadtführung. Ein ganz anderes Flair verströmt dagegen Bad Pyrmont, dessen Heilquellen schon die Römer vor 2.000 Jahren schätzten und das als Kurort gekrönter Häupter um 1700 Weltruhm erlangte. Mit dem Quellentempel „Hylliger Born“, der Haupt-

Foto: Anna Wiemann

Karte statt Navi – perfekt, um abgelegenere Strecken zu erkunden

Das Hamelner Museum (o.) und die Hämelschenburg (r.) zeigen die Vielfalt der Architektur der Weserrenaissance.

Foto: Anna Wiemann

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a gibt es – fast vor den Toren Hannovers und sogar bequem mit der S-Bahn zu erreichen – die romantische Fachwerkstadt Hameln, die mit einem bunten Mix aus kleinen und großen Geschäften in historischer Kulisse zum Shoppen einlädt. Gleich nebenan warten malerische Dörfer, imposante Schlösser und Burgen sowie alte Klöster darauf, entdeckt zu werden. Aber auch jede Menge Action wie abenteuerliche Mountainbike-Abfahrten, alpiner Kletterspaß oder Kanutouren sind an und auf der Weser möglich. Wer es gemächlicher mag, der radelt mit dem E-Bike entlang des Flusses, entdeckt den Reiz des Naturparks auf einem der Qualitätswanderwege oder genießt ganz bequem mit dem Auto malerisch-schöne Strecken mit reizvollen Ausblicken und den letzten Gierseil-Fähren Norddeutschlands. Wir nehmen Sie mit auf einen Streifzug durch das Land, das auch für Sagen, Märchen und Innovationen steht. Innovationen? Ja! In der Weserstadt Holzminden entstehen Duft- und Aromastoffe, die in die ganze Welt gehen, in der Rattenfängerstadt Hameln entstand revolutionäre Autotechnik und im kleinen Dorf Wallensen wurden 1976 die ersten Asphaltschlittschuhe mit Stopper erfunden. Der Inline-Skater, der damals noch „Rools“ hieß, war geboren und landete auf der Titelseite der New York Times. Diese und andere spannende Geschichten kann man in den 21 Museen der Museumslandschaft Weserbergland erfahren, zu der auch das Deutsche Stuhlmuseum in Eimbeckhausen oder die Schillat-Höhle im Naturpark Weserbergland gehören.

Foto: Heidi Pomowski

der Schlösser

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Foto: Schlosshotel Münchhausen

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Foto: Anna Wiemann

Foto: Anna Wiemann

In diesem romantischen Zimmer im Schlosshotel Münchhausen sind barocke Träume gewiss.

Der „Hyllige Born“, die heilige Quelle, zog schon die Römer vor über 2000 Jahren in den berühmten Kurort Bad Pyrmont. Kultur- und Wellnessort in einem: das Schlosshotel Münchhausen

Reisetipps:

Foto: Weserbergland Tourismus

Märchenschloss mit Sterneküche: Schlosshotel Münchhausen Schwöbber 9, 31855 Aerzen/Hameln Infos unter www.schlosshotel-muenchhausen.com

Foto: Anna Wiemann

Radfahren, wandern und historische Städte – das Weserbergland als Reiseland erleben: www.weserbergland-tourismus.de

Oben: Der WeserRadweg ist der beliebteste Fernradweg Deutschlands. Links: In Grohnde kann man die Weser mit einer der letzten Gierseil-Fähren überqueren.

Kultur und Architektur von der Romanik bis zum Barock: www.sieben-schloesser.de Rattenscharfe Erlebnisse in Hameln: www.hameln.de Heilige Quellen und fürstliche Sommer: www.badpyrmont.de Spannende Produktions- und Erlebnismuseen von Rinteln bis Bodenwerder: www.museen-hameln-pyrmont.de Lesenswert: „Unterwegs im Landkreis Hameln-Pyrmont – Kultur, Natur und Geschichte entdecken! Reisebildband mit Geschichten“, erschienen im Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 112 Seiten, 19,80 Euro, ISBN 978-3-95954-080-3


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Illustrationen: davooda - stock.adobe.com

Schloss Schwöbber, 1570 als Prunkbau der frühen Weserrenaissance erbaut, beherbergt seit 2004 das Schlosshotel Münchhausen.

Foto: Schlosshotel Münchhausen

allee als erster Fußgängerzone der Welt und dem nördlichs- Pflanzensammlung Europas mit Zitruspflanzen, Dattelpalten Palmengarten in einem der schönsten Kurparks Europas men, Feigen, Kaffeesträuchern und eben der Ananaszucht.“ ist es eher eine Oase der Ruhe. Die Ananas ist heute das Symbol des Schlosses, auch weil sie für Herzlichkeit und Gastfreundschaft steht. Im Zeichen der Ananas Von über 800 Jahren höfischer Kultur erzählen die „Sie- Glanz der Sterne ben Schlösser im Weserbergland“. Die imposanten Burgen Die Gastronomie verwöhnt mit kulinarischer Vielfalt auf und prachtvollen Schlösser mit ihren weitläufigen Parks hohem Niveau: Neben dem Schlosskeller-Restaurant mit wie das Weltkulturerbe Schloss Corvey, das Fürstenschloss Seeterrasse führt im Gourmet-Restaurant Küchendirektor Bückeburg oder die Hämelschenburg lassen in das Leben frü- Achim Schwekendiek Regie. Er wurde gerade zum 25. Mal herer Jahrhunderte eintauchen. in Folge mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Kulinarik Zu den Sieben Schlössern gehört auch das prunkvolle und Kultur gehen im Schlosshotel Münchhausen eine enWeserrenaissance- und Münchhausenschloss Schwöbber. ge Verbindung ein. Es gibt in der Reihe „Matinee & Buffet“ Zehn Kilometer vor den Toren der Rattenfängerstadt Ha- Klassik- und Jazzkonzerte und Open-Air-Konzerte in der bemeln kann man sich hier im Schlosshotel Münchhausen, eindruckenden Kulisse des Schlosshofes. Für Hochzeitspaare einem 5-Sterne-Superior-Hotel mit Michelin-Stern gekrönter aus aller Welt ist das Märchenschloss, in dem kirchlich in Küche, wie Prinz und Prinzessin fühlen. Das 2004 mit Liebe der romantischen Schlosskapelle oder auch standesamtlich zum Detail restaurierte Schloss hat 68 Suiten und Zimmer. geheiratet werden kann, die Traumkulisse für den schönsten 1570 von Hilmar von Münchhausen als Prunkbau der Weser- Tag des Lebens. renaissance erbaut, war es schon immer der gesellschaftliche Für einen Weserberglandurlaub ist Schloss Schwöbber das und kulturelle Mittelpunkt der Region und ein Vorbild in der ideale Quartier im Dreieck zwischen Hameln, Bodenwerder Gartengestaltung. „Wo vor 300 Jahren die Ananas wuchs, und Bad Pyrmont. Und sportlich kann man hier auch sein. genießen unsere Gäste heute die weitläufige Parklandschaft Auf Golfer warten zwei direkt angrenzende landschaftlich des 1740 geschaffenen, frühesten englischen Landschafts- und sportlich attraktive 18-Loch-Plätze. Nach einem ereiggartens auf dem Kontinent. Ein Pavillon erinnert an den nisreichen Tag lockt Entspannung pur im lichtdurchfluteten Besuch von Zar Peter dem Großen 1716, der wegen der Ananas Spa mit Innenpool, Saunabereich, Sanarium, Dampfbädern, nach Schwöbber kam“, weiß Hoteldirektor Thomas Bonan- Salina Lounge, Erlebnisduschen, Eisbrunnen und Außenterni zu erzählen. „Damals berühmt für die größte exotische rasse. Warum also nicht mal Urlaub im Weserbergland? W nobilis 07-08/2020

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WEISSES GOLD von der Weser

STILVOLLE LEBENSART ist nicht nur das, was auf dem Teller liegt,

sondern auch der Teller selbst. TEXT: BEATE ROSSBACH

Eleganz pur für die Tafel: Fürstenberg-Porzellan steht für 300 Jahre edle Tischkultur.

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Foto: Lorena Kirste

Foto: Rainer Dröse

Neu im Fürstenberg-Aufsichtsrat: Dr. Eckhard Scholz. Er freut sich auf eine spannende Aufgabe (siehe S. 34).

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Foto (links): Lorena Kirste

Porzellan-Hype vor 300 Jahren Industriespionage gab es schon damals, denn auch andere Herrscher wollten nachziehen. 1763 gründete Friedrich der Große seine Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Aber – und das ist vielen Porzellanfreunden gar nicht so be­ wusst – die Fürstenberger Porzellanmanufaktur war schnel­ ler und ist die historische Nummer zwei. Schloss Fürstenberg, idyllisch gelegen auf einem Hügel hoch über der Weser, war das Jagdschloss von Herzog Carl I. zu Braunschweig-Lüneburg, ein ländliches Refugium, das

Foto: Lorena Kirste

Das Schloss, das heute das Museum beherbergt, wurde bereits im 13. Jahrhundert als Burganlage errichtet.

Beachtlich: Über 20.000 Exponate aus Porzellan befinden sich in den Räumlichkeiten des Museums Schloss Fürstenberg.

Foto: Lorena Kirste

rühstücken Sie gerade von einem ausgesucht schönen Service? Dann drehen Sie die Untertasse doch einmal diskret um. Sehen Sie dort ein blaues geschwungenes „F“? Dann handelt es sich um edles Porzellan der Marke Fürs­ tenberg. Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg wurde 1747 gegründet und befindet sich heute immer noch am selben Ort, als Teil des Ensembles von Schloss Fürstenberg, einem prachtvollen Denkmal der Weserrenaissance. Porzellan war im 17. Jahrhundert ein begehrtes Produkt. In China wurde es bereits seit Jahrhunderten hergestellt, aber wie, das war ein streng gehütetes Geheimnis. Marco Polo war der Erste, der davon berichtete und ihm den Namen „porcellana“ gab – nach dem weißen schimmernden Gehäuse der Kauri- oder Porzellanschnecken, denn man glaubte, da­ raus würde das Porzellan gewonnen. In Europa löste chinesisches Porzellan an den Höfen und in den Häusern des Adels eine regelrechte Sammelwut aus. Besonders August der Starke in Dresden scheute keine Kos­ ten und Mühen, um an das begehrte, teure Gut, das „weiße Gold“, zu kommen. 1702 beauftragte er den jungen Alche­ misten Johann Friedrich Böttger damit, das Geheimnis der Herstellung zu entschlüsseln. Böttger experimentierte, quasi als Gefangener des Hofes, auf der Albrechtsburg in Meißen so lange, bis das erste, damals noch braune porzellanartige Steinzeug aus dem Brennofen kam. Durch Zusatz von Kaolin wurde es weiß, und im Jahr 1710 gründete August der Starke die erste europäische Porzellanmanufaktur – die Geburts­ stunde des berühmten Meißner Porzellans.

Cora Althusmann und Christopher Kahle lieben die Klassiker und die Moderne – Beispiele für die Vielfalt der Fürstenberg-Kollektionen. nobilis 07-08/2020

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Der Schauraum, die Schatzkammer des Hauses, zeigt die wertvolle historische Sammlung des Museums.

Foto: (Blume) Lorena Kirste

Vom Auto zum Porzellan Das Fürstenberg Schlossmuseum ist eine gemeinnützige GmbH, die Porzellanmanufaktur hingegen ein Wirtschaftsunternehmen, das es in der Vergangenheit nicht immer leicht hatte. Seit 2019 gehört es dem Land Niedersachsen und untersteht daher aktuell dem Niedersächsischen Finanzministerium. Kürzlich wurde der Aufsichtsrat neu gebildet. Mit dabei ist Hannovers ExOberbürgermeisterkandidat Dr.-Ing. Eckhard Scholz – aus Idealismus, wie er betont. Der Weg von den Autos zum feinen Porzellan ergebe durchaus Sinn sagt er, denn: „Die Fürstenberg Porzellanmanufaktur ist ein einzigartiges niedersächsisches Kulturgut. Auf der anderen Seite ist es kein

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Unternehmen, das finanziell Freude macht. Aber es geht um Güter, die auch Emotionen auslösen. Ich komme aus der Industrie, kenne diverse Herstellungs- und Vertriebsprozesse, sodass ich vielleicht die eine oder andere Anregung geben kann. Die Aufgabe ist spannend. Das Ganze muss auch global funktionieren. Man muss Kunden finden, die bereit sind, für ein edles Gut gutes Geld zu zahlen. Das ist ähnlich wie bei Automobilen. Marke ist wichtig.“ Seine Frau und er, sagt Scholz, legen Wert auf Kultur und einen gepflegten Lebensstil. Dazu gehört auch ein schön gedeckter Tisch. Das Service im Hause Scholz ist klassisch, mit einem dezenten Veilchen-Dekor. Es handelt sich nicht um die Marke mit dem blauen „F“. Aber das kann sich ja bald ändern.

Foto: Lorena Kirste

noch heute als hinreißendes Ausflugsziel lohnt. Allein der Blick von der Aussichtsterrasse über die weite Landschaft mit dem Weserbogen ist atemberaubend. Herzog Carl bemerkte jedoch, dass seine Nachkommen offensichtlich andere Inte­ ressen hatten als die Jagd, und er hatte wohl ein glückliches Händchen für ein erfolgreiches Start­up. So suchte und fand er eine sinnvolle Nachnutzung der Burg durch die Gründung der Porzellanmanufaktur im Jahr 1747. Staunen, stöbern und genießen Zum Schlossensemble gehören eine Reihe von Nebengebäu­ den. Für die Besucher sind das historische Jagdschloss selbst mit Museum und Besucherwerkstatt zugänglich sowie neben­ an der Werksverkauf der Manufaktur. Hier gibt es die Gele­ genheit, vom kleinen Fürstenberg­Souvenir bis zur Komplett­ Ausstattung für die feine Tischkultur zu Hause hemmungslos und lustvoll zu shoppen. Zur Erholung wartet dann das „Bis­ tro Carl“, das ab 1. Juli unter neuer Leitung die Türen öffnet. Es präsentiert sich im historischen Fachwerkbau, aber innen mit modernem Design, geradlinig und klar, aber auch gemüt­ lich und voller liebevoller Details. Das kulinarische Angebot ist zeitgemäß und frisch, saisonal und regional.


Foto: Lorena Kirste

Aus wie vielen Teilen entsteht ein kleiner Mops? Christopher Kahle demonstriert in der Besucherwerkstatt, wie kompliziert es ist, eine Porzellanfigur zu modellieren – Hingabe und Geduld sind hier in jedem Fall von Vorteil.

Foto (Mopsfiguren oben): Lorena Kirste

Faszinierende Einblicke in ein aufwendiges Handwerk Als einer der Höhepunkte der Tour lädt Christopher Kahle schließlich in die Besucherwerkstatt ein, wo an mehreren Tischen und mit einer perfekt konzipierten Präsentation gezeigt wird, wie die benachbarte Manufaktur arbeitet. Hier können die Besucher sogar selbst aktiv werden, eigene Stücke bemalen oder einmal probieren, eine Porzellanfigur zu modellieren. Normalerweise gibt es in den Ferien ein spezielles Son­ derprogramm für Kinder und Familien, das hoffentlich bald wieder starten kann. Christopher Kahle demonstriert, wie aufwendig es ist, den Mops Anna, das kleine Manufaktur­ maskottchen, aus mehreren Teilen zusammenzusetzen. Und

noch viel komplizierter ist es, das berühmte Fürstenberg­ Niedersachsenross auf die Hinterbeine zu stellen. Dafür gibt es einen Trick, den die Besucherwerkstatt verrät. Insgesamt bietet das Museum einen beeindruckenden Rundgang durch die Welt des Porzellans, eine Möglichkeit, die es so nirgendwo anders gibt, sagt Museumsdirektor Dr. Christian Lechelt: „Bei uns können Sie Fürstenberg authen­ tisch, umfassend und unterhaltsam erleben. ‚Porzellan ist der schönste Werkstoff, den der Mensch sich selbst geschenkt hat‘, lautet ein bekanntes Zitat aus Meißen. Dem stimme ich vollkommen zu. Porzellan ist unvergleichlich in seiner Äs­ thetik, seine Geschichte ist vielfältig und hoch spannend. Davon kann man sich in unserem Museum überzeugen.“ W

Foto: Christian Rose, Museum A. Kestner

Für den Museumsbesuch sollte man sich Zeit nehmen. Er lädt ein zu einer Reise durch 300 Jahre Fürstenberger Porzellan. Die Ausstellung wurde 2017 völlig neu gestaltet und bietet für jeden etwas. Faszinierende Details über die Manufakturgeschichte und ihre berühmtesten Stücke, viel Wissenswertes zu Formgebung, Dekoren, Bemalung, Glasur bis hin zum fertigen Stück – ein Blick hinter die Kulissen. Schautafeln, Videos und Mitmachstationen vermitteln eine Vielzahl von Informationen für Besucher jeden Alters, und wenn die Hygieneregeln wieder lockerer werden, darf auch vieles wieder angefasst werden. „Wir möchten den Besuchern zum Beispiel demonstrieren, wie sich eine Fürstenbergtasse anfühlt. Dass sie keineswegs so klein und zerbrechlich ist, dass sie nicht berührt werden darf, sondern auch heute noch in unseren Alltag passt“, sagt Kunsthistorikerin Cora Althusmann, die durch die Ausstel­ lung führt. Ihr Kollege Christopher Kahle ist ausgebildeter Industriekeramiker, Fachrichtung Verfahrenstechnik, ein dreijähriger Ausbildungsberuf. Er kennt sich bestens in allen Fragen der Technik aus und zeigt in einem anderen Raum, wie moderne Trinkbecher entstehen. Sie enthalten eine raf­ finierte Doppelwand, sodass der Kaffee heiß und der Oran­ gensaft kühl bleibt. Auch das kann Porzellan heute.

Prunk! August der Starke und das Porzellan Der sächsische Kurfürst Friedrich August I., genannt August der Starke, war fasziniert von Porzellan. In diesem Jahr jährt sich zum 350. Mal der Geburtstag des Herrschers, der 1710 die Meißener Manufaktur gründete. Aus diesem Anlass präsentiert das Museum August Kestner den eigenen Bestand an Meißener Porzellan. Noch bis zum 24. Januar 2021 im Museum August Kestner

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Raus in die Natur, rein in das Harzer Mittelgebirge. Was sie brauchen sind festes Schuhwerk und Neugier fĂźr den „neuen“ Harz.

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Gelsenkirchener Barock, 30 Euro die Nacht und dazu noch ein Kännchen Kaffee? In der Ferienregion Harz prallen gerade zwei Welten aufeinander: Zum einen der ALTE HARZ mit all seiner gepflegten Gemütlichkeit und dem morbiden Charme und zum anderen der HIPPE HARZ mit Unterkünften, in die die ein oder andere Million investiert wurde. TEXT: LUISA VERFÜRTH UND MARLEEN GAIDA FOTOS: LORENA KIRSTE

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THE HEARTS HOTEL

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Herberge für Stadtflüchtige Hamburg, Kalifornien, Harz Meik Lindbergs letzte Stecknadeln auf der Landkarte. Die dritte ging ins Herz – ins The Hearts Hotel nach Braunlage. 2018 unterschrieb der Fotokasten-Gründer mit seinem Geschäftspartner Ralf Hesse den Kaufvertrag für das Hotel. Vorher war in der typischen Harzer Höhenvilla ein Schulungszentrum der Barmer Ersatzkasse.  Meik Lindberg und Ralf Hesse hatten eine Vision:  Das The Hearts sollte ein Hotel für Stadtausbrecher werden. Für junge Leute zwischen 28 und 50, die aus den Großstädten wie Hamburg, Berlin, Hannover und Umgebung kommen, wenig Garten haben und wieder raus in die Natur wollen. „Unsere Zielgruppe ist sehr hip und trendorientiert, weiß gutes Essen und guten Kaffee zu schätzen“, sagt Lindberg. Eigentlich wollte der im Harz geborene Unternehmer 2018 nur kurz in den Harz kommen, um beim Umbau nach dem Rechten zu sehen. Er blieb vier Monate. „Ich hatte noch nicht mal Wintersachen dabei“. Dort verliebte er sich in Tatjana Westphal und flehte sie an, mit ihm dort zu bleiben.  Das Ergebnis: Ihre Handschrift als Möbelhändlerin und -designerin und ihre Beziehungen nach Frankreich, Schweden und Holland ziehen sich thematisch durch die 64 Zimmer und die Anlage, die das Boutique-Hotel umgibt. (LV)

Meik Lindberg hat nicht nur den Fotoservice Fotokasten gegründet, sondern er hatte auch die Idee für das Hotel.

Elegantes Design bestimmt das Interieur des Hotels. Hier sollen sich vor allem Großstädter wohlfühlen.


Der Treff in Braunlages Bermudadreieck  Egal, in welche Himmelsrichtung man von Braunlage aus schweifen möchte – an Puppe’s kommt man nicht vorbei. Denn an den Hochtischen vor dem Haus trinkt man im Sommer den hauseigenen „Hexensecco“, im Winter Glühwein. Und man genießt auch das Sehen und Gesehen werden bei einer hervorragenden Brotzeitplatte, geräucherter lauwarmer Harzer Forelle aus der anliegenden Bode oder einem krossen Flammkuchen mit Harzer Schinken.  Joachim Kleden führt das Lokal mit angrenzendem Souvenir- und Kleinkunstladen in der dritten Generation. 1920 hatten seine Großeltern Puppe’s gegründet. „Dieses Jahr wäre unser 100. Geburtstag gewesen, aber leider kam Corona dazwischen. Jetzt feiern wir nächstes Jahr den 101. Geburtstag und den umso doller.“  Puppe’s bietet urgemütliche Après-Ski- oder Après-Wanderung-Stimmung. Ganzjährig legt ein DJ vor der Tür in angenehmer Lautstärke Musik auf, während die Kellner den wilden „Hirschkuss“ oder die „Wilde Hexe“ (beides Schnäpse) servieren. Selbst wer in der Großstadt nicht mehr viel Wurst oder Fleisch isst, sollte einmal Puppe’s Brotzeitplatte probieren, auf der neben Harzer Roller, Schmalz und Gurken vor allem sensationelle  Leberwurst, Knappwurst, Schinken, Blutwurst und viele andere Fleischspezialitäten aus dem Südharz und dem Eichsfeld zu finden sind. „Die Produkte beziehe ich alle von drei Bauern und einer Metzgerei aus der Region“, so Kleden. (LV)

PUPPE´S

Auf eine Wurstplatte bei Puppe’s

Altes Haus: Hier heißt es im Sommer sehen und gesehen werden.

Joachim Kleden ist Unternehmer aus Braunlage und führt das Puppe‘s in dritter Generation mit seiner Frau.

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Robin Pietsch kann zu Recht stolz sein auf das, was er in kurzer Zeit erreicht hat: Sterne-Niveau.

Nouvelle cuisine des Ostens Sachsen-Anhalts einzige Sternerestaurants Robin Pietsch. Sein 2012 in Wernigerode eröffnetes Wohnzimmer-Restaurant Zeitwerk by Robin Pietsch wurde 2017 mit dem Michelin-Stern geadelt. Im Mai 2019 ging Pietsch mit dem Tresen-Restaurant Pietsch an den Start, das nur 400 Meter entfernt liegt, im März 2020 ebenfalls den Guide Michelin überzeugte und den nächsten Stern einfing. „Ich mache mit meinem Team zusammen das, worauf wir Bock haben. Wir sind Autodidakten, kochen nach Lust und Laune und probieren auch mal gern Sachen aus, von denen man denkt: ‚Das kann doch gar nicht passen.‘ Und dann passt es eben doch perfekt.“ Pietsch betont: „Das Zeitwerk ist ein regionales Restaurant mit Zutaten, die nicht weiter entfernt aus der Umgebung kommen als 50 bis 60 Kilometer. Mit Lieferanten, die wir kennen. Daraus entstehen immer wieder wechselnde Menüs, die an alte, traditionelle Gerichte angelehnt sind wie Soljanka oder Tote Oma. Im Pietsch sind wir einfach weltoffen und kochen frei nach unserem Bauchgefühl.“ (LV)

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Das Restaurant Zeitwerk liegt in einem alten Fachwerkhaus in der Großen Bergstraße 2A in Wernigerode. Sogar die Einrichtung hat Robin Pietsch selbst bestimmt und ausgewählt.


WLODGEONE Peter De Wit hat am Hang in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße 59 in Braunlage ein Kleinod geschaffen.

Alpine Hütten und Appartements Der Hannoveraner Peter De Wit, Gründer der Taschen-Marke Fritzi von Preußen, hat am Hang in Braunlage eine neue Hotel- und Appartementanlage mit Panoramablick im Premiumniveau errichtet.

Von der Dachterrasse kann man den Blick schweifen lassen.

Unter dem Motto „Let’s go wild“ und „Urban Soul meets the heart“ will der Familienvater sportbegeisterte Familien in den Harz locken. Zimmer und Appartements für Freunde und Bekannte, die gemeinsam einen entspannten Aktivurlaub verbringen wollen. Auch ein Frühstück kann auf Wunsch hinzugebucht werden. Wellness-Faktor: Manche Appartements sind mit einer eigenen Sauna ausgestattet und haben einen sprudelnden Hotpot auf der Terrasse. Im Sommer sind Yogakurse mit Ausblick geplant und auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz. „Wir bieten ChampagnerTastings und Sushi-Kochkurse an“, verspricht De Wit, der es kaum erwarten kann, dass es losgeht. Vor der Tür befinden sich die Rodelwiese und der Skilift. „Während die Kleinen Ski fahren, können die Erwachsenen am Glühweinstand entspannt das Geschehen beobachten.“ Die Hütten und Suiten haben allesamt alpinen Charakter. Nach Österreich fahren für Schnee und Apès-Ski? Für De Wit nicht nötig. Von Hannover sei man in einer Stunde und 30 Minuten im Mittelgebirge von Braunlage und im Winter im Schnee. (MGA)

STRANDBERG´S VIELFALT

Kaffee und Feinkost

Und wo deckt man sich mit Köstlichkeiten ein, die den Aufenthalt versüßen? Zum Beispiel bei Strandberg’s Feinkost in der Marktstraße 6 von Braunlage. Hier schlagen nicht nur Champagner-Herzen höher – auch Fans von feinstem Kaffee und italienischer Feinkost werden sich an den prall gefüllten Regalen erfreuen. Kunden müssen sich bei den vielen Leckereien nur noch entscheiden, ob es abends noch Linguine mit Tomatensauce sein soll und zum Dessert feine Nugat-Pralinés oder doch lieber Penne rigate mit Basilikumpesto. Bei der Beratung hilft die gute Seele des Hauses, Christian Lindner. Der Wernigeroder zaubert auch die köstlichen Cappuccinos mit Schaumherz von der italienischen Rösterei Hausbrandt aus Triest. (MGA)

Christian Lindner ist der Kaffee-Fachmann des Feinkostladens in Braunlage. nobilis 07-08/2020

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Die Turmhäuser fallen optisch sofort auf. Architektonisch sind sie einmalig in der Region und bringen zeitlose Eleganz in den Ort. Sie können für zwei Nächte à 720 Euro gebucht werden.

Edles Designambiente am Hang Sie fallen auf, sie fallen raus aus dem komplett anderen Look, der sich sonst durch die Architektur Braunlages zieht:

RODELHAUS HAUS

die sogenannten „Turmhäuser“. Eine moderne und funktionale Gestaltung zeichnet die Objekte am Hang aus, die vier Häuser sind dreigeschossige Kästen, die mit verglasten Fronten ausgestattet sind und mit Holz verkleidet wurden. Auch im Inneren wurde an Transparenz nicht gespart: So blickt man vom obersten Geschoss durch eine Glasdecke direkt nach unten in den Bereich der Wohnküche. Im oberen Bereich können sich die Gäste an einem Fitnessgerät auspowern und beim Yoga den Blick in die Ferne schweifen lassen. Die Wohneinheiten sind gedacht für bis zu sechs Paare und weisen je drei Schlafzimmer auf. Eine kleine Sauna sorgt für Schwitzmomente in geselliger Runde. Gedeckte Farben, Verzicht auf Kunst und zu viele Dekorationseinheiten beruhigen. (MGA)

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Oben angekommen werden hausgebackene Waffeln serviert.

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Etwas Bewegung tut gut: ein Spaziergang zum Rodelhaus Eine Runde an die frische Luft, Kinder! Omas Ausspruch im Kopf laufen wir los ... Denn auch junge Leute wie wir müssen an die Bewegung unserer größten Muskelgruppe denken: der Beine. Und so gehört zu einem gelungenen Wochenende im Harz auch eine Wanderung als „Muss“ dazu. Ziel ist das Rodelhaus auf der Mittelstation des Wurmbergs. Knapp eine halbe Stunde geht es eine leichte Steigung hinauf. Ein fester Fußweg schlängelt sich durch den dichten Nadelwald, vorbei an gefällten Bäumen, die bereit zum Abtransport am Wegesrand liegen. Oben angekom-

men, werden die Wanderer von Wirtin Judith Bothe verwöhnt. Das Credo der Küche lautet seit einigen Jahren „Slow Food“, was Bothe wie folgt beschreibt: „Alles, was Sie im Rodelhaus schmecken, riechen, sehen und erleben, sind Produkte, die gut, sauber und fair erzeugt und gehandelt werden, und was die Region in der jeweiligen Saison zu bieten hat. Fleisch, Eier, Milch und Käse – alles kommt von glücklichen Tieren aus regionaler Landwirtschaft direkt in unsere Küche.“ (MGA)


Das schicke Familienhotel Und wieder sind es Hannoveraner, die sich auf in den Harz gemacht haben, um ihn ein Stück moderner und zugänglicher zu machen. Gerade junge Familien mit Anspruch und Kurzurlauber mit Sinn für Design und Liebe zum Detail dürften sich in den Räumlichkeiten des Hotels wohlfühlen. Das Berg und Tal Hotel & Appartements wurde von Florian Verfürth und Marek Triene 2019 errichtet und 2020 eröffnet. Warum haben sie sich gerade jetzt entschieden, ein Hotel im Harz zu eröffnen? Für den Hannoveraner und Geschäftsführer Florian Verfürth war schnell klar, warum er genau hierher möchte: „Der Harz bietet eine gewachsene Tradition und Geschichte. Vom Wald, der sich gerade wieder vom Borkenkäfer erholt, über die Wanderwege, die ursprüngliche Gastronomie rund um Forelle und Wild bis hin zu den ganzen Sagen und Geschichten, die sich um Hexen und Teufel drehen und wunderbar verknüpft sind mit den Sehenswürdigkeiten der Region. Der Harz hat etwas Unverbrauchtes. Man kann ihn noch entdecken. Und es ist an der Zeit für unsere Gäste, diese Chance zu ergreifen.“ Ein schöner Ort für Pärchen und Familien, die sich abseits des Großstadttrubels einfach mal einkuscheln und verwöhnen lassen wollen. (MGA)

Von der Familiensuite aus kann man die Wolken sehen und von der nächsten Wanderung träumen.

Chefredakteurin Marleen Gaida (links) und Autorin Luisa Verfürth

BERG UND TAL nobilis 07-08/2020

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Torsten Rau (links) und Thomas Rader betreiben die Harzresort Bergwald Lofts und das Restaurant Montevino in Schierke.

Italien-Flair in Schierke Pioniere: 2014 gehörten Thomas Rader und Torsten Rau zu den ersten Investoren neben dem Torfhaus Harzresort, die anfingen, den Harz aus seinem Schönheitsschlaf wieder wachzuküssen. 5.300 Quadratmeter Brachland waren in dem durch Schierker Feuerstein bekannten 700-Seelen-Dorf Schierke frei, die Rau und Rader für den Bau von sechs Bergwald-Lofts aufkauften. 2016 eröffneten sie, nachdem sie rund drei Millionen Euro investiert hatten. Doch 1.200 Quadratmeter direkt vor den Wohnungen waren bisher noch frei. Und genau dort, Die kleinen Chichetti, belegte Brotscheiben, gibt es zum Aperitif. wo 1695 in Schierke die erste Gaststätte „Der Krug“ eröffnete, sollte 325 Jahre später eine neue Gastronomie folgen: Das neu errichtete Montevino.  Rader, ein großer VenedigFan und der Cicchettis, sah folgendes Problem: „Du kannst in Schierke und Umgebung wunderbar herzhaft, deftig und mit viel Wild essen gehen. Aber die junge italienische, gute Küche, die fehlte.“ Ursprünglich sollte das am 4. Juni eröffnete Montevino nur eine schöne Weinbar werden. Aber dann sagte Rau: „Wenn ich Wein trinke, möchte ich dazu auch Pizza essen können.“ Und so wurde aus der Weinbar ein modernes gemütliches Restaurant mit Pasta, Pizza und eben den besonderen Chicchetti, die Thomas Rader in Venedig entdeckt hatte. „Chicchetti sind eigentlich verschieden belegte kleine Häppchen, die in Italien in den Weinbars zum Getränk gereicht werden, damit der Abend eben nicht so schnell endet. Einige sind mit einer Thunfischmousse mit Kakaopulver belegt, andere mit angeschwitztem rotem Radicchio und Knoblauch, weitere mit Käse und Feigen.“ (LV) W

Nostalgisches Flair: Die Harzer Schmalspurbahn schlängelt sich auf ihrem Weg nach Schierke durch das Gebirge.

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Genusswege Abwechslungsreiche Landschaften, schöne Wanderwege, kühle Seen und kulinarische Überraschungen – der Harz bietet von allem etwas. ‡ zeigt, welche urigen WALDGASTSTÄTTEN Sie unbedingt besuchen sollten. TEXT: UTA PREUSSE

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Fotos: Kerstin Werner

Auf ins Vergnügen Für ein deftiges Mittagessen ist das Sperberhaier Dammhaus samt ­Biergarten eine gute Adresse. Hier stehen unter anderem Hirschgulasch, Rouladen und echtes Harzer Sauerfleisch auf der Speisekarte. Doch ehe es so weit war, ging es für die Autorin zunächst einmal an den Mittleren Grumbacher Teich: Er ist einer von insgesamt sechs Teichen, die alle von der Grumbach durchflossen werden.

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Fotos (links): Renee Quost

ie, Du willst wirklich in den Harz?“ Meine beste Freundin schaut, als wollte ich mich für die nächs­ te Mondlandung anmelden. Das letzte Mal ist sie als Kind dort gewesen, mit ihrem Eltern zum Rodeln. „Der Harz ist doch eher was für Rentner, die mit ihren Wanderstöcken die Gegend unsicher machen“, meint Gerti. Warum nicht in den Harz, frage ich mich, schließlich ist Deutschlands höchstes Mittelgebirge nur einen Katzensprung von Hannover ent­ fernt, und um frische Waldluft zu schnuppern, muss ich ja nicht gleich bis in die Alpen. An einem ruhigen Montag­ morgen mache ich mich mit dem Auto auf den Weg, erstmal Richtung Clausthal-Zellerfeld. Zwei Tage will ich wandern, ausspannen und einige der typischen Waldgaststätten besu­ chen, von denen ich schon einiges gehört und gelesen hatte. In die Natur eintauchen Meine erste Station ist das Sperberhaier Dammhaus am Sperberhaier Damm. Das gelbe Holzhaus am Straßenrand ist kaum zu verfehlen. Es hat etwas morbiden Charme, ist das nun typisch für den Harz? Wir werden sehen. Es ist Traum­ wetter, und so suche ich mir ein schönes Plätzchen im groß­ en Biergarten und bestelle erstmal ein kühles Als­ter. Von der nahe gelegenen Straße dröhnt Motorenlärm, er stammt von

einer Gruppe Biker, die auf dem Parkplatz vor dem Damm­ haus Halt machen. Mein Blick fällt auf die umgebende Land­ schaft: Tannen wohin ich schauen kann, Blumen und Gräser überall. Nach dem Mittagessen, einem köstlichen Wildtopf, lasse ich mich auf die bunte Blumenwiese fallen, durch die der Wind streift wie mit einem Kamm. Die weißen Wolken malen skurrile Bilder in den blauen Himmel. Nach einer kleinen Ruhepause will ich mehr über das Sperberhaier Dammhaus wissen und angle eine Postkarte aus dem Briefkasten am Haus. Ich erfahre, dass das histo­ rische Gebäude zwischen 1732 und 1734 anlässlich des Sper­ berhaier Dammbaus errichtet wurde, zunächst der Beherber­ gung der am Bau beteiligten Bergleute diente und danach als Dienstwohnung für Grabenreiniger, die nebenbei eine kleine Gastwirtschaft betrieben. Weiter erfahre ich, dass der 940 Meter lange Sperberhaier Damm 2010 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ich mache mich auf den Weg nach St. Andreasberg. Auf der Strecke dorthin ändert sich das Wetter etwa alle fünf Mi­ nuten. Während an der ersten Kreuzung noch dunkle Wol­ ken über die Tannen hinwegziehen, strahlt an der nächs­ten die Sonne am blauen Himmel. Das gibt mir Hoffnung, die Wetterprognosen sehen für heute nicht allzu gut aus. nobilis 07-08/2020

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life style Ich parke mein Auto auf dem Parkplatz Dreibrode und wandere Richtung Rehberger Grabenhaus, immer entlang des Rehberger Grabens, der auf der linken Seite des Weges plätschert. Auf der rechten Seite öffnet sich eine Schlucht und ermöglicht den Blick auf die gegenüberliegenden Berge. Ich atme die frische Bergluft und erfreue mich an der schö­ nen Landschaft. Doch immer wieder fällt mein Blick auf die vielen kahlen Tannen. Der Borkenkäfer hat den Bäumen im Harz in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. Ist dies womöglich die Rache der Natur für frühere Umweltsünden? Wer weiß. Neben dem Rehberger Grabenhaus sind Wald­ arbeiter damit beschäftigt, die beschädigten Bäume abzuhol­ zen. Das Grabenhaus entstand schon im 18. Jahrhundert als Dienstwohnung für das Personal des Rehberger Grabens. Der wurde von Bergleuten Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und zur Energieversorgung in den Bergwerken von St. Andreas­ berg genutzt. Im 20. Jahrhundert entstand die Gaststätte, die bis heute müden Wanderern und Besuchern des Grabens harztypische Speisen und kühle Erfrischungen serviert. Lei­ der komme ich nicht in den Genuss, denn heute ist Ruhetag. Auf dem Weg zurück stehe ich plötzlich an einer Weggabe­ lung, ein Schild zeigt zwei Wege Richtung Rinderstall, einer nach oben, der andere nach unten. Da ich Steigungen nicht sonderlich liebe, entscheide ich mich für die zweite Variante. Der Weg führt schön bergab durch den Wald, hier begegnen mir auch andere Wanderer. Ich teile sie in zwei Kategorien ein: die eher jüngeren sind stylish mit Outdoor­Kleidung,

Weitere Infos zu den genannten Orten: www.mandelholz.de www.dammhaus-harz.de www.rehberger-grabenhaus.de www.rabenklippe.de

farblich passenden Rucksäcken und teurem Schuhwerk unterwegs, die anderen mit Wanderstöcken aus Holz, an denen Plaket­ ten von diversen Stationen befestigt sind, und eher schlichten Wanderjacken. Egal, wandern ist eben etwas für jede Altersgrup­ pe. Wo ich mich dabei selbst einordnen soll, darüber bin ich mir nicht sicher. Irgendwo in der Mitte vielleicht. Als ich am Rinder­ stall ankomme, herrscht auf der Terrasse schon viel Betrieb. Es ist Mittagszeit und mein Hunger riesengroß. Ich suche mir einen Platz in der Sonne und genieße die Aussicht in das weite Tal. Der Rinderstall, der früher wirklich mal einer war, ist wohl eine der schönsten Waldgaststätten im Harz, mit viel Holz gebaut und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Serviert wird „deftige Wanderkost“, genau das brauche ich jetzt und bestelle eine Linsensuppe all you can eat mit Wurst. Gut ge­ stärkt mache ich mich auf den Rückweg, nun geht’s leider

Mitten durch die Natur Fotoss: Kerstin Werner

Berge, Wälder und eine schöne Gaststätte: Folgt man dem Weg am Rehberger Graben entlang, ist von allem etwas dabei. Dank seiner geringen Steigung eignet sich der Weg auch gut für Fahrradfahrer. Nach dem Rehberger Grabenhaus, das an dem Tag leider Ruhetag hatte, ging es für die Autorin weiter auf ein Getränk zum Rinderstall.

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Fotos: (Seilbahn, rund): Stadtmarketing Bad Harzburg

Foto: Hotel Mandelholz

Foto: Kersin Werner

Links: Von Bad Harzburg fährt eine Seilbahn auf den Burgberg. Von dort aus geht es zu Fuß weiter zur Felsformation Rabenklippen und zur Waldgaststätte Rabenklippe, wo ein deftiges ­Mittagessen wartet. Bilder rechts: Eine schöne Unterkunft für müde Wanderer ist das Hotel Mandelholz.

doch bergauf, aber „so sind nun mal die Harzer Berge“, wür­ de meine Freundin Gerti sagen. Am Ende des schönen Wandertags fahre ich über Braun­ lage in den Ostharz. Am Wegesrand hat „Kukki‘s“ seinen Räucherofen für Forellen und seine Gulaschkanone aufge­ baut. Einige Gäste sitzen an rustikalen Holztischen, essen und trinken Bier. Ich nehme ein paar Dosen Erbsensuppe für zu Hause mit und fahre weiter nach Mandelholz. Das Hotel in dem kleinen Ort wird von Liesgret Wewer betrieben, die in ihrem Restaurant gutbürgerliche Harzer Küche anbietet. Mein Zimmer ist gemütlich eingerichtet, vom Fens­ter habe ich einen schönen Ausblick auf einen kleinen See. Nach einem Saunagang im Wellness-Haus will ich mich im Restaurant verwöhnen lassen und bestelle die Harzer Fo­ relle aus Wendefurth mit hausgemachter Kräutervinaigrette und Salzkartoffeln. Köstlich! Zum Abschluss, das muss sein, noch einen Schierker Feuerstein. Der Kräuterschnaps ist im Harz allgegenwärtig, schließlich stammt er von hier. Tag zwei: hoch hinaus zur Rabenklippe Am nächsten Tag mache ich mich auf nach Bad Harzburg. Von der Talstation fahre ich mit der Bergbahn auf den rund 850 Meter hohen Burgberg, ein beliebtes Wanderziel. Oben angekommen führt der Weg Richtung Rabenklippe weiter aufwärts. Auf der rechten Seite schaue ich Richtung Bro­ cken, der etwas wolkenverhangen, aber trotzdem schön ist,

Foto: Hotel Mandelholz

Abwechslungsreich unterwegs

einfach schön. Meine Wanderjacke brauche ich heute nicht, es ist sonnig und warm. An jeder Wegbiegung tut sich ein anderes faszinierendes Panorama auf. Strammen Schrittes stapfe ich meinem Ziel entgegen, den Rabenklippen. Die mächtigen Felsen wirken in der lieblichen Landschaft et­ was unheimlich. Ich klettere über die großen Stufen hinauf und genieße den Ausblick über den Harz. Wieder unten an­ gelangt, suche ich mir einen Platz auf der großen Terrasse der Waldgaststätte Rabenklippe. Die Kneipe ist Kult und bei Wanderern sehr beliebt. Auf der Karte stehen viele Wild­ spezialitäten, die überwiegend hausgemacht sind. Ich bestel­ le eine Wildsülze mit Preiselbeermeerrettich, dazu Bratkar­ toffeln. Gut gesättigt schaue ich noch am Luchsgehege vorbei. Nur leider sind die Pinselohren nachtaktiv und lassen sich nicht blicken. Oder doch? Auf einem Felsen weiter hinten räkelt sich einer. Vom vielen Wandern doch etwas erschöpft, nehme ich doch lieber den Bus zurück nach Bad Harzburg. Auf dem Parkplatz sind die nächsten Wanderer am Start und sortie­ ren ihre Utensilien. Auf der Rückfahrt lasse ich alle Erleb­ nisse Revue passieren. Dabei fällt mir eine Textzeile aus dem Lied „Hundert Leben“ von Johannes Oerding ein: „Am An­ fang wollte keiner weg, doch dann haben wir entdeckt, das Leben hinterm Ortsschild ist“. Für hundert Leben hat mein Ausflug noch nicht gereicht, deshalb will ich unbedingt bald wiederkommen.  W nobilis 07-08/2020

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Sportlich über die Wellen fliegen und abends entspannt den Sonnenuntergang genießen, direkt am Wasser, mit einem Drink in der Hand… Dafür müssen Hannoveraner nicht nach Sylt, in die Karibik oder auf die Seychellen. Wir haben das STEINHUDER MEER. TEXT: BEATE ROSSBACH

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Foto: Inselgasthaus Wilhelmstein


INSELGLÜCK V

Die Inselfestung Wilhelmstein – heute ein spannendes Museum

Badetüchern zum Mieten, inklusive Bewirtung aus dem Gasthaus. Dazu hat sich der pfiffige Inselgastronom ein passendes Veranstaltungskonzept ausgedacht, den Sunset-Club auf dem Wilhelmstein: Uferpartys in den Abendstunden, mit Musik und Get-together, ab und zu Weinproben oder Motto-Abende, Chill & Grill, bis die Sonne im Meer versinkt. Auf der extra Sunset-Club-Speisekarte steht eine große Auswahl an Fisch, Fleisch, Fleischlosem und Kuchen. Die Getränkekarte bietet alles. Der Hit sind die Cocktails, die genauso spannend schmecken, wie sie heißen, z. B. „Sex auf Wilhelmstein“, „Seglers Untergang“ und „Geiler Fischer“. Geplant war, dass in diesem Sommer bekannte Bands im Sunset-Club auftreten. Corona-bedingt wurden diese Pläne ausgebremst, aber Musik vom DJ gibt es im Juli und August immer. Und was macht der Tagestourist sonst noch? Er geht ins Inselmuseum! Hier ein kleines historisches Update: Die Insel wurde im Jahr 1761 von Graf Wilhelm, dem Vorfahren von Fürst Alexander, aufgeschüttet und zu einer Festung mit Kaserne und Militärschule ausgebaut. Man hatte damals Angst, dass die kriegerischen Hessen über das Wasser kommen und die Grafschaft Schaumburg-Lippe belagern. Den baulichen Mittelpunkt der Insel bildet der Sitz des Kommandanten, das Festungsgebäude, das von 1778 bis 1867 zu einem grauen, feuchten und ausbruchsicheren Gefängnis wurde, aber schon im 19. Jahrhundert zum Museum. Vor der Tür lagern immer noch sehr dekorativ die historischen Kanonen. Im Turm, von dem sich ein herrlicher Blick über das Schaumburger Land bietet, hatte sich der vielseitig interessierte Graf Wilhelm ein Observatorium eingerichtet. Das kleine Museum lädt ein zu einer Zeitreise in die Vergangenheit, auf eine heute bunte Insel, die als Party-Hochburg begeistert.

Foto: Inselgasthaus Wilhelmstein

Infos unter www.wilhelmstein.de

ielen Dank an die Eiszeitgletscher, die uns den größten See Niedersachsens beschert haben. Er liegt nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt und ist heute die Garantie für Naherholung, Freizeitspaß und grandiosen Wassersport. Mitten im Meer liegt der Wilhelmstein, eine künstliche Insel und ein beliebtes Ausflugsziel, das in den letzten Jahren noch attraktiver geworden ist. Die Insel gehört dem Fürstenhaus zu Schaumburg-Lippe, und Hausherr Fürst Alexander hat vor zehn Jahren alle Gebäude gründlich saniert. Im letzten Jahr zog der neue Inselgastronom Peter Dombrowski ein, der jede Menge gute Ideen mitbrachte. Auf der Speisekarte des Inselgasthauses finden sich jetzt kleine Köstlichkeiten, frischer Fisch, leckere Snacks und frisch gebackener Kuchen, sodass ein Tagesausflug vom Frühstück bis zum Sonnenuntergang auch ohne eigenen Picknickkorb vergnüglich wird. Stichwort Sonnenuntergang: Dank Peter Dombrowski lockt der Wilhelmstein mit einem ganz neuen Konzept. Auf den einladenden Grünflächen direkt am Wasser ist jetzt der Beach-Club eingerichtet, zum zwanglosen Entspannen, Sonnen und Baden oder etwas stilvoller mit Sonnenliegen und

Foto: Inselgasthaus Wilhelmstein

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chon mal daran gedacht, Kiten zu lernen? Oder liegt der Drachen etwa im Keller, weil die Fahrt zum Atlantik derzeit unmöglich ist? Bloß nicht, denn Kites fliegen auch am Steinhuder Meer. An windigen Tagen ist der Himmel voller bunter Tupfen. Am nördlichen, am Mardorfer Ufer ist ein breiter Sandstrand speziell für die Kitesurfer reserviert. Ein anderer Bereich gehört den Windsurfern, sodass sich niemand in die Quere kommt. Die gesamte Uferzone ist Teil des Naturparks Steinhuder Meer. Daher stehen die Wege nur Fußgängern und Radfahrern offen. Autos sind auf dem Uferweg nur in Ausnahme- und Notfällen erlaubt. Ein Pfad führt über die Düne zur Wassersport-Basis Surfer‘s Paradise von Ralf Madert, dem „Urgestein des Kitesurfens“, wie ihn viele nennen. Madert ist ein Globetrotter und ein „Wassermann“. Zwölf Jahre hat er das Ausland erobert, die Malediven, Ibiza, Italien, Ägypten und Tunesien. Dann kam er zurück nach Deutschland, nach Niedersachsen. 1997 begann er mit der neuen Funsport-Art Kiten, das er als eine Art Pionier ab 1998 in seiner weltweit ersten Schule unterrichtete. Heute ist das Surfer‘s Paradise am Steinhuder Meer die perfekt ausgestattete Zentrale, um Kitesurfen, Windsurfen, Segeln und Stand-up-Paddeln bei professionell ausgebildeten Lehrern zu lernen – von der Pike auf, vom ersten trockenen Sortieren der Leinen und des Equipments bis zu den hohen Luftsprüngen über schäumenden Wellen. Ralf Madert, der auch internationale Stationen an den besten Revieren in Deutschland, Dänemark, Italien und Spanien betreibt, bietet für Kitesurfsport-Anfänger ZweiTageskurse zum Einstieg plus Lizenz an, ein Schein, den man braucht, um selbstständig in der Mardorfer Kitezone aufs Wasser gehen zu dürfen. Keine Angst vor diesem Sport, der so akrobatisch aussieht, aber, so versichern seine Fans, nicht so schwierig ist wie Wellenreiten oder Skateboarden. Man braucht Körperspannung, aber keine akrobatischen Fähigkeiten. Und bitte keine Vorurteile! Wer Windsurfen nicht mag, sollte dennoch vor dem Kitesurfen nicht zurückschrecken: Experten sagen, dass dieser Sport wesentlich weniger

Fotos: Shino Photography

LUFTSPRÜNGE S

Wassersport-Pionier Ralf Madert und sein Surfer‘s Paradise sind die beste Adresse, um mit dem Kite-Drachen fliegen zu lernen.

anstrengend und leichter zu erlernen ist, denn man geht mit dem Wind. Alles ist viel flexibler und schneller, auch die Fortschritte beim Lernen. Wer es kann, kann auf dem Brett unheimlich schnell werden und sehr hoch springen – Spaß und Adrenalin pur. Das Steinhuder Meer ist das ideale Gewässer für alle Arten von Wassersport, versichert Ralf Madert. Es hat unterschiedliche Tiefen, sodass knackig auf Kiel gesegelt werden kann. Aber es gibt auch jede Menge flache Uferzonen, wo man überall stehen und sich völlig aufs Kiten konzentrieren kann. Ein ideales Übungsrevier also, und einen Mangel an Wind gibt es auch eher selten.  W www.steinhudermeer.surfers-p.de nobilis 07-08/2020

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Urlaubsfeeling im eigenen Garten

W Auf ins erfrischende Nass! Ein Naturpool erfreut Nutzer jeden Alters – und darüber hinaus auch die Umwelt. Foto: Steinberg Gärten

Eine Seereise der etwas anderen Art wartet bei Star Clippers Kreuzfahrten.

irekt an der deutsch-niederländischen Grenze, inmitten in der idyllischen Wald- und Wiesenlandschaft der Region Twente, liegt das Relais & Châteaux „Parkhotel de Wiemsel“. Dank 70.000 Quadratmetern Hotelpark, großem Spa-Bereich und den Köstlichkeiten des Küchenchefs Gerhard Müller dürfen sich Besucher hier auf eine rundum erholsame Zeit in dem Vier-Sterne-Superior-Hotel freuen. Verschiedene Wander- und Radwege starten direkt an der Einfahrt des Hotels. Leihräder, Tipps für Touren und einen Picknickkorb gibt es vorher im Hotel. Ebenfalls vor den Toren des Hotels liegt das reizvolle Künstlerstädtchen Ootmarsum, wo zahlreiche kleine Gassen, charmante Galerien und Skulpturen, aber auch Boutiquen, Cafés und Restaurants warten. Das Parkhotel freut sich auf Sie!

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Platz nehmen und die Seele baumeln lassen im Parkhotel de Wiemsel

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Illustrationen (2): glorcza - fotolia.com

Foto: Parkhotel de Wiemsel

Illustration: kamenuka - fotolia.com

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Entspannung pur für alle Sinne

Kleine Schiffe mit großen Chancen

leine Schiffe wie die Vier- und Fünfmaster von Star Clippers werden die ersten sein, die nach Abflauen der Coronakrise wieder auf große Fahrt gehen – da sind sich die Experten einig. Darüber hinaus werden Schiffe mit überschaubaren Größen auch langfristig im Trend der Kreuzfahrt liegen: Denn sie laufen in puncto Massenabfertigung mit fehlendem Social Distancing, Overtourismus und Umweltschutz den Kreuzfahrtriesen mit ihren vielen tausend Passagieren den Rang ab. Als zweites Trendthema zeigt sich die Naturbewusstsein mit der Forderung nach schadstoffarmen Maschinen. Auch in dieser Hinsicht punktet Star Clippers, denn gefahren wird hier vorzugsweise mit der Kraft des Windes – grüner geht es nicht.

Foto: Star Clippers Kreuzfahrten

asser bildet das magische Herzstück eines jeden Gartens – vor allem in Form eines eigenen Pools. Dass dies auch mit natürlich gereinigtem Wasser ganz ohne Chemie funktioniert, zeigen die Naturpools von Pool for Nature: modernste Filtertechnik, wissenschaftlich erprobt und ganz ohne Bepflanzung. Dadurch wird der Pflegeaufwand gegenüber einem Schwimmteich auf ein Minimum reduziert. Dieses nachhaltige Pool-Konzept lässt auch alle Ausstattungs- und Komfortmerkmale wie Wassererwärmung, Poolabdeckungen, Gegenstromanlagen und Unterwasserbeleuchtung zu. Die naturnahe Pool-Alternative braucht Erfahrung: Der Hannoveraner Gartengestalter STEINBERG.GÄRTEN hat sie und schafft so Urlaubsoasen für die ganze Familie.


Die Kröpcke Passage hat geöffnet! Die Geschäfte der Passage sind wieder für Sie da, mit drei Neueröffnungen!

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Foto Vosshage

Luisenstraße – Ecke Rathenaustraße www.kroepcke-passage.de


Zuhause ist der Ort, der einem Sicherheit, Geborgenheit und Wohlbefinden gibt. Um ihn zu erschaffen braucht es aber auch besondere Einrichtungsideen und Möbel, die sich an individuelle Bedürfnisse EINLADUNG ZUM GUTEN LEBEN – DIE DESIGN-EINRICHTER IN HANNOVER

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Lena Kußmann vor dem Ihme-Zentrum, das ihr bereits als Kulisse für die Inszenierung von „Tante Titanik“ diente Foto: Shino Photography

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Lena Kußmann und die Liebe zu Kunst & Pflanzen Ver-rückt: Ein Gespräch mit LENA KUSSMANN, künstlerische Leitung des Glocksee-Theater, zeigt: Grenzen zwischen Theaterinszenierungen und Wirklichkeit sind bei ihr fließend. TEXT: JÖRG WORAT

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orstellungen für einen Zuschauer? Ein zehnteiliges Pflanzenprojekt? Eine Titanik-Version am IhmeZentrum? Wer glaubt, er habe in Sachen Theater schon alles erlebt, kann sich durch Lena Kußmann eines Besseren belehren lassen – Mangel an Fantasie gehört sicherlich nicht zu den Eigenarten dieser vielseitigen Regisseurin, Schauspielerin und Dramaturgin. Die 40-Jährige hat zusammen mit Jonas Vietzke und Milena Fischer die künstlerische Leitung des Theaters an der Glock­see inne. An dieser traditionsreichen freien Bühne ist man seit jeher auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen und bindet immer wieder das Publikum ins Geschehen ein. Kußmann hat schon bei ihrem Hannover-Debüt die Stadt gleichsam im Sturm erobert: Als sie 2012 zusammen mit Glock­see-Gründungsmitglied Helga Lauenstein und Vietzke „Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt“ von Tu sal Mo ul spielte, wurde sie im Jahrbuch der Zeitschrift „Theater Heute“ in der Kategorie „Beste Darstellerin“ gelistet – das ist so etwas wie ein Ritterschlag der Szene. Nun, acht Jahre später, steht das besagte Pflanzenprojekt namens „Plantkingdom“ im Mittelpunkt. „Menschen“, sagt Kußmann, „sind nicht die einzigen Bewohner auf diesem

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Planeten. Pflanzen gibt es schon wesentlich länger, und mir ist aufgefallen, dass sie im Theater eigentlich kaum einmal eine Rolle spielen. Wie können wir mit ihnen in Kontakt treten? Können wir sogar etwas von den Pflanzen lernen?“ Und wer wäre besser geeignet, solche Fragen zu untersuchen, als die Theatermacherin, die vor ihrem Abschluss an der privaten Hamburger Schauspielschule Frese ein Vordiplom im Fach Biologie erworben hat und nun wieder im Austausch mit Botanikern der Leibniz Universität steht.

Foto: Shino Photography

Nah am Publikum Der Auftakt der Reihe hieß „Connection“ und band, wiewohl die Idee dafür schon lange vor der Corona-Krise entstand, auf schlüssige Weise die aktuelle Situation ein. Jeweils ein einziger Besucher verfolgte dabei Kußmanns stummes

Spiel – sie trug eine Atemmaske, die mit einer echten Pflanze verbunden war, und stellte eine Astronautin auf einer nicht klar definierten Reise dar. Per Videoeinspielung kam die sprachliche Ebene in Gestalt von Reflexionen über die Welt der Flora hinzu, und zum Abschluss begegnete man der Pflanze selbst. In ganz außergewöhnlicher Form: „Ich habe ein Computerprogramm entdeckt“, sagt Kußmann, „mit dem man die akustischen Signale, die Pflanzen aussenden, für das menschliche Ohr erfahrbar machen kann.“ Klingt spannend? Das fand auch das Team der KunstFestSpiele Herrenhausen, das für die in den Herbst verschobene Ausgabe des hochkarätigen Festivals den vierten Projektteil namens „No Border Plants“ eingeladen hat. „Das soll eine Art Prozession sein“, verrät Kußmann. „Ein mobiler Gewächshauswagen wird von einem Performance-Sextett durch die Straßen bewegt. Die Besucher können sich anschließen, als wären sie Mitglieder einer Pflanzen-Sekte.“ Da haben wir sie ja schon, die Publikumsbeteiligung. Die kann durchaus auch im Theaterinneren stattfinden: „Ich liebe es, neue Räume nicht nur für die Darsteller, sondern auch für die Zuschauer zu entwickeln“, sagt Kußmann. Das war etwa bei ihrer ersten eigenen Glocksee-Regiearbeit angesagt: Janne Tellers Gedankenexperiment „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ handelt davon, dass die Deutschen in Umkehrung der tatsächlichen Verhältnisse nach Afrika oder in den Nahen Osten fliehen müssten – folgerichtig fanden sich die Besucher, von ihren säuberlich nummerierten Sitzen vertrieben, irgendwann auf sandigem Untergrund wieder.

In Kußmanns „Titanik“-Adaption wurde das Ihme-Zentrum zum Schiff; als Eisberg diente ein schwimmendes Styroporgebilde.

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Foto: Jonas Vietzke

Kunst und Leben Und wenn es nach draußen geht, weichen die Grenzen naturgemäß noch mehr auf. Eine Projektreihe mit dem schönen Titel „Das wundersame Aktionsbündnis der Tante Trottoir“ pflegt die muntere Anarchie. So mussten die Passanten bei einer durchgeknallten Version der „Titanic“-Story vor und auf der Ihme, laut Kußmann eine „Kamikaze-Inszenierung“, zwar auf Kate Winslet und Leonardo DiCaprio verzichten, bekamen dafür aber um so mehr schrägen Humor geboten. Hinter ebendem kann sich ja auch große Ernsthaftigkeit verbergen: Als die Tante Trottoir 2015 am Steintor zur „Demo der Verwirrten“ bat, bei der es Schilder mit kryptischen Aufschriften wie „Macht doch nix“ oder „Menno“ herumzutragen galt, spiegelte die Aktion die verbreitete Unsicherheit über die Frage, wer inzwischen eigentlich mit welchen Mitteln und unter welchem Namen für was auf die Straße geht. Die speziellen Qualitäten von Kußmanns Wirken sind nicht verborgen geblieben. So ist sie Mitglied des Kulturrats, der die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 begleitet. Bei der erfolgreichen Vorstellung des künstlerisch gestalteten Bid Books in Berlin übernahm sie die Inszenierung und übte unter anderem mit Kulturdezernentin Konstanze

Beckedorf und Oberbürgermeister Belit Onay ein, wie man sich und seine Sache eindringlich präsentieren kann. Im Gespräch fällt auf, dass die Trennungslinie zwischen Kunst und Leben für Kußmann offenbar schmal ist. Die Arbeit am Theater wird somit auch stets zur Arbeit an der eigenen Person, wie sich etwa in der Beziehung zu Jonas Vietzke zeigt, mit dem die Künstlerin seit zehn Jahren liiert ist und den sie 2019 geheiratet hat: „Ich hatte riesigen Respekt vor der Aufgabe, dass wir gemeinsam dieses Theater leiten, und es gab eine Zeit, in der unsere Beziehung daran fast zerbrochen wäre. Aber inzwischen ergänzen wir uns hervorragend, haben herausgefunden, dass wir oft die gleichen Ziele haben, nur die Wege dorthin unterscheiden sich. Als ich etwa bei den Proben zu ,Connection‘ total in eine Sackgasse geraten bin, wusste Jonas sofort, wie ich dort wieder herauskomme.“ Unter dem Strich wird deutlich, dass hier offenbar jemand den eigenen Weg gefunden hat: „Ich kenne viele Ängste und Unsicherheiten. Aber über die Kunst kann ich immer wieder Türen von mir zu den Menschen und zwischen den Menschen schaffen. Dadurch werden neue Begegnungen möglich, und bestenfalls vertrauen wir so einander mehr.“ W

Illustration: aksol - stock.adobe.com

Foto: Jonas Wompner

In „Hannah und der Punk“ treffen Hannah Arendts Texte auf die Emotionalität einer politischen Punkband.

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Klangzauber und Seelentiefe Frischer Wind in der Staatsoper Hannover: STEPHAN ZILIAS ist der neue Generalmusikdirektor.

Illustrationen: kebay - fotolia.com

TEXT: JÖRG WORAT

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FOTOS: SIMON PAULY


Das lange Auswahlverfahren hat er fĂźr sich entschieden: der Dirigent Stephan Zilias.

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annover“, sagt Stephan Zilias, „ist eine sehr reiche Stadt. Reich an Kultur. Es gibt hier eine tolle Musikhochschule, unzählige Chöre, hervorragende Kammermusik und so vieles mehr.“ Und womöglich wird dieser Reichtum demnächst noch gesteigert – als neuer Generalmusikdirektor der hannoverschen Staatsoper will Zilias zumindest seinen Teil dazu beitragen. Ein Jahr hat sich das Haus Zeit gelassen, um einen Nachfolger für Ivan Repušic´ zu bestimmen. Eine Reihe von Dirigenten hat sich in der vergangenen Saison auf dem Podium vorgestellt, nun ist die Wahl auf den erst 34-jährigen Zilias gefallen, der zuletzt als Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin tätig war. Das hannoversche Publikum überzeugte er mit seiner Stabführung sowohl bei Richard Strauss‘ „Salome“ als auch bei einem ebenso hochkarätigen wie originellen Symphoniekonzert im Januar: Dutilleux, Bartók und Schumann standen damals auf dem Programm, und wer dabei war, erinnert sich vielleicht noch daran, wie Zilias zwischendurch mit einer temperamentvollen Geste die Noten des Konzertmeisters vom Pult fegte. Daraus zu schließen, der neue Generalmusikdirektor sei vor allem auf die große Show erpicht, wäre allerdings verfehlt. Er stellt ganz andere Qualitäten in den Vordergrund: „Ehrlichkeit hilft ungemein, Engagement und Offenheit in der Kommunikation sind wichtig. Und der Dirigent muss immer gut vorbereitet sein – wenn er ein Schaumschläger ist, spüren die Musiker das sofort.“ Gut vorbereitet hat Zilias offenbar auch das Programm der Symphoniekonzerte in der kommenden Saison. Es bietet zwar die eine oder andere Extravaganz, wenn etwa der israelisch-­britische Videokünstler Tal Rosner bei einem Sibe­ lius-Abend im Februar mit von der Partie ist, wirkt aber nicht bemüht auf Effekt getrimmt: „Provokation als Selbstzweck ist ohnehin nicht mein Stil“, betont der Dirigent. Kontraste und Fusionen Gern stellt er bei jedem Konzert ein Hauptwerk in den Mittelpunkt, an dem sich das restliche Programm ausrichtet. Das kann indes auf höchst unterschiedliche Weise geschehen: Der zurzeit für Ende September geplante Auftakt setzt 64

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auf Kontraste, wird doch „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss mit Beethovens „Leonoren-Ouvertüre“ und einem Werk von Ligeti kombiniert. Das zweite Konzert ist für Zilias dagegen eher eine Zusammenführung: „Bei Debussy findet sich dieser französische Klangzauber, bei Mussorgsky angedunkelte russiche Seelentiefe. Und Strawinskys ,Le Sacre du Printemps‘ bildet dann zum Abschluss so etwas wie ein Amalgam dieser Elemente.“ In Sachen Oper wird der Generalmusikdirektor unter anderem bei den Neuinszenierungen von „Carmen“ und „Otello“ auf dem Podium stehen. Eine Oper war es auch, die einst für eine Art musikalisches Erweckungserlebnis sorgte, denn im Alter von etwa zehn Jahren entdeckte Zilias Alban Bergs „Wozzeck“ für sich: „Ich habe alles besorgt, was ich darüber finden konnte. Die Wiesbadener Musikbibliothek hat damals sehr gut an mir verdient ...“ Nun ist dieses Werk ja nicht gerade einschmeichelnd – die Begeisterung eines derart jungen Gemüts könnte etwas befremdlich wirken? „Mich hat die Direktheit der Handlung mitgerissen“, erläutert Zilias, der obendrein ganz pragmatische Argumente ins Feld führt: „Ich habe damals Posaune gespielt und fand alle Musik ohne dieses Instrument blöd. Im ,Wozzeck‘ gibt es gleich vier Posaunen, die obendrein das gesamte Register von sehr tiefen bis zu sehr hohen Partien abdecken. Und es war eine Oper in deutscher Sprache, die ich direkt nachvollziehen konnte.“ Möglicherweise mussten die Eltern damals mehr Alban Berg hören, als ihnen lieb war, doch obwohl der Vater als Elektroingenieur und die Mutter als Sonderschullehrerin Musik nicht im Hauptberuf ausübten, waren sie sehr dafür zu haben: „Mein Vater hat sehr gut Oboe gespielt, in Amateur­ orchestern auch wirklich anspruchsvolle Literatur.“ Eine


Die Oper muss zu den Menschen gehen Der junge Stephan Zilias spielte zwar in der Schulband und nahm an der Musical AG teil, liebäugelte aber auch mit anderen Zukunftsplanungen: „Jura konnte ich mir damals vorstellen oder Altphilologie, weil ich Latein sehr mochte. Schließlich wurde mir klar, dass ich die meisten Möglichkeiten in der Musik haben würde – hier stößt man nie an eine Grenze und kann immer wieder etwas Neues entdecken.“ So studierte Zilias Klavier und Dirigieren in Köln, Düsseldorf und London; an den Tasten sitzt er übrigens immer noch gern und kann sich diesbezüglich künftig weitere kammermusikalische Aktivitäten vorstellen. Sofern dafür die Zeit reicht. Denn neben den beruflichen Verpflichtungen gibt es die Familie: Mit Ehefrau Julia, einer Pianistin, hat Zilias zwei Söhne, den dreieinhalbjährigen Konstantin und den acht Monate alten Anton. Ihr hiesiges Domizil bezieht das Quartett in Bemerode: „Das ist optimal“, findet der Generalmusikdirektor. „Ich wollte etwas außerhalb wohnen, um die Möglichkeit zu haben, auf den Fahrten über die Arbeit nachdenken zu können und mich nicht immer von gleich auf jetzt hineinstürzen zu müssen.“ Von seiner neuen Wirkungsstätte schwärmt Zilias jetzt schon: „Ich kann mit dem größten Orchester Niedersachsens arbeiten, und die Musikhistorie Hannovers ist einfach beeindruckend. Händel ist hier gewesen, Agostino Steffani, Joseph Joachim, es gab eine Opern-Uraufführung von Henze – großartig.“ Natürlich gilt es, die Stadt näher kennenzulernen, nicht zuletzt aus einem programmatischen Ansatz heraus: „Man kann heutzutage nicht mehr verlangen, dass die Menschen in die Oper kommen, sie muss auch selbst zu den Menschen gehen.“ So sind Konzerte in Museen, Fabrikgebäuden und an anderen Orten im Außenraum angedacht. Überhaupt scheint Hannovers neuer Generalmusikdirektor kein elitärer Bewohner des Elfenbeinturms zu sein. Freimütig bekennt er sich dazu, auch mal gerne die Beatles oder die Doors zu hören, äußerst sich nachgerade verzückt über das Orgelsolo in „Lingus“ von Snarky Puppy, und die Antwort auf die Frage nach Hobbys wirkt eher bodenständig als abgehoben: „Ich koche gern. Meine Bolognese ist wohl ganz gut ...“  W

SUMMER SESSION 2020 OPER, BALLETT UND KONZERT IN DEN HERRENHÄUSER GÄRTEN 19.06.–12.07.2020 staatsoper-hannover.de

Giovanni Visone FOTO Robert Robinson

Tante, die in Osnabrück als Cellistin tätig war, könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass es in der Zilias-Sippe so etwas wie ein musisches Gen gibt. Ebenfalls künstlerisch, nämlich als Schauspielerin, arbeitet Marlene, die auf den Tag genau zwei Jahre jüngere Schwester des Generalmusikdirektors.

Wir danken unserem Kooperationspartner

Mit freundlicher Unterstützung

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Verrat‘ mir dein Geheimnis, Trainer! Als TV-Moderatorin interviewte ISABELLA MÜLLER-REINHARDT die Top-Fußballtrainer der N ­ ation. Für ihr Buch „Mensch Trainer“ hat sie Hitzfeld, Neururer & Co. noch einmal getroffen. TEXT: MARLEEN GAIDA FOTOS: SHINO PHOTOGRAPHY

Wie ist die Idee entstanden, das Buch mit dem Titel „Mensch ­Trainer: Die Erfolgsstrategien der Fußballcoaches – und was wir von ihnen ­lernen können“ zu schreiben? Isabella Müller-Reinhardt: Ich habe in den letzten 20 bis 25 Jahren für das Fernsehen ganz viele Interviews mit verschiedenen Trainern gemacht. Natürlich nur begrenzt in der Länge und Ausführung. Da konnte ich immer nur Fragen zu aktuellen Themen oder zum derzeitigen Fußballgeschehen stellen. Grundsätzliche Fragen, die ich mir selbst gestellt habe, konnte ich dort nie fragen. Deswegen habe ich gedacht, ich wage es einfach mal, und es gibt bestimmt auch andere Menschen, die gewisse Dinge interessieren. Dann habe ich beschlossen: Da mach‘ ich jetzt ein Buch draus. Sie spielen selbst nicht Fußball, oder? Isabella Müller-Reinhardt: Nein, aber ich bin ein totaler Fußballfan, seit ich sieben Jahre alt war. Damals habe ich in Madrid gewohnt, ich bin in Spanien aufgewachsen. Mein Vater hat keinen Sohn, und er war ein totaler Fußballfan. Also hat er mich schon als kleines Mädchen ins Stadion mitgenommen. Das hat mich fasziniert. Seit ich kleines Mädchen war, bin ich also mit dem Fußballvirus infiziert. Privat mache

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ich Pilates, das finde ich großartig. Ich bin so ein Boden-Mattenturner. Das macht mir viel mehr Spaß, als an Geräten zu arbeiten. Ich war in ganz vielen Fitnessstudios Mitglied. Beim letzten musste mein Schwiegervater mich mit einem Attest raus­holen. Ich gehe auch sehr gerne in der Natur joggen. Manchmal mache ich es dreimal die Woche, dann wieder drei Monate gar nicht. Ich spiele außerdem Tennis. Heute gab es Erdbeerkuchen mit Sahne zum Kaffee, gehen Sie nachher eine Extra-Runde laufen? Isabella Müller-Reinhardt: Es gibt nichts, was ich nicht esse wegen der Kalorien. Ich habe das große Glück, dass ich mich grundsätzlich sehr gesund ernähre, weil ich seit 25 Jahren Vegetarierin bin. Ich esse kein Fleisch, ich esse Fisch. Auf meinem Teller würde nie ein fettiges Steak oder dergleichen landen. Ich verzichte auch weitestgehend auf Kuhmilch-Produkte. Ich würde jetzt nie vegan leben können und wollen. Aber ich glaube trotzdem, dass ein sehr hoher Fettanteil reduziert ist, wenn man auf Wurst und Fleisch verzichtet. Ich liebe Pizza, und ich würde mir die auch nie nehmen lassen. Aber ich weiß schon, wenn ich Pizza und danach noch ein Tiramisu gegessen habe, dass ich dann am nächsten Tag lieber auf die Kalorien achte. Ich gönne mir

alles, versuche aber einen Ausgleich dafür zu finden. Sie haben eine beachtliche Karriere als TV-Moderatorin hinter sich. Wie sind Sie zum Fernsehen gekommen? Isabella Müller-Reinhardt: Es gab damals in München einen regionalen Fernsehsender: TV-München. Da bin einfach hingegangen und habe gesagt: Ich bin Fußballfan und möchte bei euch in der Sportredaktion ein Praktikum machen. Ich habe dann pa­ rallel noch mit einem Journalismus-Studium angefangen, habe es aber nicht beendet, weil ich drei Jahre später nach Hamburg gezogen bin. Ich musste mich entscheiden: Festanstellung in meinem Traumjob, bei TM3, die hatten damals die Rechte für die Champions League, oder bleibe ich in München und studiere weiter? Dann habe ich mein Studium geschmissen und bin aus Liebe zum Job nach Hamburg gezogen. Was folgte, waren Stationen bei ­renommierten Sendern. Isabella Müller-Reinhardt: Ja, jeder Sender, bei dem ich war, hat nach zwei oder drei Jahren immer die Rechte verloren. Ich war erstmal bei TM3, danach habe ich für das Deutsche Sportfernsehen, mittlerweile Sport1 und Sat1, gearbeitet. Dann war ich kurze Zeit bei Neun Live, die hatten


Isabella Mßller-Reinhardt wohnt idyllisch in Isernhagen KB mit ihrem Mann, dem Journalisten Christoph Maier, und dem achtjährigen Sohn.

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ein Fußballformat, das ich moderiert habe. Dann war ich bei Arena, danach war ich beim Bayerischen Rundfunk und der ARD. Dann war ich bei Sky. Danach habe ich vier Jahre lang für I-TV gearbeitet: Das ist das, was hier RTL ist, in England. Der Sender hatte die Bundesligarechte; für ihn habe ich aus Deutschland eine Sendung moderiert. Zuletzt habe ich ein Fußballformat für Sport1 moderiert. Mir ist aufgefallen, dass in dem Buch vor allem männliche Trainer porträtiert werden, außer einer Trainerin – Imke Wübbenhorst. Warum ist der Job immer noch so männerdominiert? Isabella Müller-Reinhardt: Ich glaube, dass die Spieler selbst heutzutage viel offener sind für eine weibliche Trainerin als die Spieler vor zehn Jahren. Ich glaube, die

Debüt: „Mensch Trainer“ Trainer tragen die Verantwortung fürs Ganze, für die Mannschaft und stehen meist allein für Misserfolg und Fehler gerade. Wie schaffen sie es, dass ihre Spieler für sie durchs Feuer gehen? Müller-Reinhardts feinfühlige Porträts zeigen den Menschen hinter der Fassade, handeln nicht von Taktik, sondern von sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Ein faszinierender Bericht über Trainer als Psychologen des Erfolgs. Hardcover, 208 Seiten, riva, 19,99 Euro


Illustration: annagolant - stock.adobe.com | Foto (Schokolade): Joscha Nivergallt - stock.adobe.com

junge Generation hat damit ein viel geringeres Problem als die, die das Sagen im Fußball haben. Wenn es nach den Spielern ginge, würden mehr Frauen in dem Bereich arbeiten. Die Verantwortlichen sind noch die älteren Herren, die zum einen beim DFB, aber auch in den ganzen Vereinen in Aufsichtsräten oder in Vorständen sitzen, die mit der Idee „Frau und Fußball“ ein großes Problem haben. Aber als ich damals angefangen habe, hatte ich die gleichen Probleme. Es gab noch die Kollegin Monica Lierhaus, und das war es dann auch schon. Heutzutage hat jeder Sender, salopp gesagt, seine zwei bis drei Quoten-Blondinen. Ich weiß noch, wie ich ganz alleine als Frau mit 20 männlichen Journalisten am Spielfeldrand stand, um Interviews zu führen. Heute ist es schon ganz anders, es ist auch nicht mehr unbedingt etwas Besonderes mehr, als Frau im Sportjournalismus zu arbeiten. Welcher Trainer hat Sie während Ihrer Recherche am meisten beeindruckt und warum? Isabella Müller-Reinhardt: Wahnsinnig beeindruckt war ich schon immer von Ottmar Hitzfeld. Er ist ein unglaublich freundlicher, zuvorkommender Gentleman. Ich habe mich immer gefragt, wie er es trotzdem schafft, in diesem knallharten Business erfolgreich zu sein. Er zählt zu den erfolgreichsten Trainern Europas und war deutscher Meister mit verschiedenen Vereinen. Er hat alles an Titeln gewonnen, was man nur gewinnen kann. Felix Magath ist zum Beispiel auch erfolgreich, das ist aber so ein harter Hund. Deswegen habe ich mich immer gefragt, wie ein Typ wie Ottmar Hitzfeld die Balance hält zwischen dieser unglaublichen Freundlichkeit und der gewissen Härte, um die Mannschaft zu motivieren. Welche Tipps und Tricks haben Sie für Ihr eigenes Leben aus den geführten Interviews gezogen? Isabella Müller-Reinhardt: Sehr viele! Es sieht erstmal aus wie ein Fußballbuch, und es ist bestimmt für Menschen, die eine Af-

Genießt das Landleben in Isernhagen: Die 45-Jährige kann entspannt auf eine erfolgreiche Karriere als Sportmoderatorin zurückblicken und freut sich jetzt auf eine Zukunft als Autorin und Kolumnistin.

finität zu Fußball haben, spannender als für jemanden, der gar nichts mit Fußball zu tun hat. Aber die Top-Trainer sind ja alle nicht ohne Grund erfolgreich. Ich bin zwar keine Führungskraft oder kein Chef, ich glaube aber, dass diese Strategien gerade für Menschen interessant sind, die mit anderen Leuten arbeiten. Solche, die es schaffen müssen, andere Menschen von ihren Ideen und sich selbst zu überzeugen und Mitarbeiter zu motivieren. Ich war zum Beispiel sehr beeindruckt von Oliver

Glasner, dem Trainer vom VFL Wolfsburg, weil er sehr antiautoritär ist. Er ist Vater von vier Kindern. Er macht es mit seinen Spielern so, wie er es auch mit ihnen macht: Er erzieht seine Mannschaft zur Eigenverantwortung. Wir haben ganz lange darüber geredet und ich habe als Mutter eines achtjährigen Sohnes gemerkt, dass ich davon sehr viel lernen kann. Im Umgang mit meinem Kind ist es mir wichtig, dass ich es mit dem Ziel, eigenverantwortlich und selbstbewusst zu sein, erziehe. W nobilis 07-08/2020

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Illustration: timonko - stock.adobe.com

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in gibt es mittlerweile in vielen GeschmacksVarianten, die Limited Gold Edition 2020 aus Hemmingen ist wohl einzigartig. Die Idee dazu hatten Sandra Strathmann, Gin-Liebhaberin, und Lutz Müller im Casa del Vino in Hemmingen. „Es sollte etwas Regionales sein, nicht allzu abgehoben und doch etwas sehr Besonderes.“ So entstand das neue Destillat, veredelt mit 22-karätigem, essbarem Blattgold. „In diesem Jahr gibt es so viele Einschränkungen, deshalb wollte ich zumindest das Genussleben etwas schöner und goldiger gestalten“, meint Sandra Strathmann. Casa-Chef Lutz Müller schwärmt: „Es ist ein sehr milder und feiner Gin mit einer weichen Pfirsichnote.“ Casa del Vino, Rathausplatz 9, 30966 Hemmingen, Telefon: 0511 234 3027

Sandra Strathmann und Lutz Müller sind die Entwickler des „Gold Gin“.

Foto: Privat

The Show must go on: Das GOP Varieté-Theater startet Anfang Juli als eines der ersten Theater in Deutschland seinen Spielbetrieb mit der Premiere von „Funky Town“. „Selbstverständlich haben bei der Wiederaufnahme unseres Spielbetriebs die Gesundheit und Sicherheit unserer Besucher sowie natürlich auch die unserer Mitarbeiter und Künstler oberste Priorität“, erklärt Dennis M. Bohnecke, Direktor des GOP Hannover. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt: Die Besucher können im Theatersaal ein zweigängiges Menü bestellen – mit Fleisch oder vegetarisch. Durch die Show führen der Beatbox-Jongleur und Hannoveraner Robert Wicke und der Godfather of Breakdance Kai Eikermann. Die beiden waren gerade mit Circus Roncalli auf großer Europa-Tour und sind jetzt die Bürgermeister von „Funky Town“.

Das Craftbeerkontor in der hannoverschen Südstadt bietet viele Sorten.

Lust auf ein Honigbier?

www.variete.de Foto: GOP Entertainment Group GmbH & CO. KG

TEXTE: UTA PREUSSE

Das GOP genießen

Bierliebhaber können im Craftbeerkontor in der hannoverschen Südstadt zwischen rund 300 Biersorten wählen. Janine Crowder bietet nach der verordneten Pause wieder regelmäßig BierTastings an, bei denen sieben verschiedene Sorten verkostet werden können. Neu im Angebot ist ein Honigbier mit hochwertigem Manukahonig aus Neuseeland. „Wir unternehmen eine gemeinsame Reise durch die Craftbeer-Welt und erleben die Vielfalt der Geschmäcker“, erläutert die Biersommelière. Sie vermittelt auf unterhaltsame Weise mehr über Bier, Brauereien und Genuss. www.craftbeerkontor.de

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Foto: Privat

Leinen los, einfach mal wieder chillen und sich verwöhnen lassen. Das Café Heimathafen ist eine der besten Frühstücksadressen am Steinhuder Meer. Ob süß oder sauer: Für jeden Geschmack findet sich auf der Speisekarte eine passende Variante. Eines der Highlights ist das Fischfrühstück mit Brötchen, Brot, hausgemachtem Frischkäse, Rauch- und Gravedlachs, Heringstopf und Heringssalat. Süßmäuler können unter anderem köstliche Waffeln mit heißen Kirschen und Sahnehauben bestellen. Mit ihrem Café hat sich Johanna Schmidt einen Traum erfüllt: „Während meines BWLStudiums habe ich immer schon gerne gebacken. Als ich gemerkt habe, dass ein Bürojob nichts für mich ist, wollte ich lieber mit und für Menschen in der

Foto: Café Heimathafen | Illustration: redchocolatte

Steinhude ahoi

Gastronomie arbeiten.“ Das Ambiente ihres Heimathafens ist mit vielen maritimen Accessoires aufgepeppt und einfach zum Wohlfühlen – drinnen und draußen. www.heimathafencafe.de

Fotos: Nordmedia

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Das Team um Geschäftsführer Nicky Berke (links) freut sich auf den neuen Stand in der Markthalle. Hier soll es deftig zugehen.

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n dem neuen Bistro „Gourmet Schmiede“ in der Markthalle können Sie eine große Auswahl an nationalen und internationalen Köstlichkeiten probieren. Zu den Spezialitäten gehören unter anderem der Hannover 96 Burger, das Caesar Chicken Club Sandwich, die traditionelle Variante des Lángos, eine feurige ungarische Gulaschsuppe und die hausgemachten Kuchenspezialitäten – Kaminstriezel. Die Speisekarte bietet individuelle Menüs, saisonale Gerichte, Tagesangebote, hausgemachte Salate und Suppen sowie eine vegetarische Auswahl an Speisen, die stets frisch zubereitet werden. An der Bar können Sie bei einem Bier, einem Glas Wein oder bei einem regionalen und internationalen Digestif den Tag ausklingen lassen.

Foto (Tischdecke): nys - stock.adobe.com

Karmarschstr. 49, Hannover (Markthalle, Stand 51,52,53)

Die beliebten Lángos wird es zukünftig auch in der Markthalle geben. Frittiert und gefüllt.


food friends

Frank und Rolf Müller vom Gasthaus Müller in Göxe haben sich für ein neues To-go-Konzept entschieden.

Foto: Manufaktur Müller

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eine Zeit zum Kochen oder für Überraschungsgäste? Dann sollten Sie darauf vorbereitet sein: Rolf und Frank Müller vom Gasthaus Müller in Göxe bei Barsinghausen haben ihre Müller Manufaktur eröffnet. Das Motto: Müller-to-go. „In der Zeit, in der wir unser Restaurant schließen mussten, haben viele Gäste das Take-out-Angebot sehr gut angenommen. So entstand die Idee, etwas davon beizubehalten. Als leckeres Abendessen, ohne dafür selbst einzukaufen und am Herd zu stehen, oder als Vorrat für den häuslichen Kühlschrank bieten die Müllers köstliche Suppen, darunter Hummer- und Curryschaum, und verschiedene Fisch- und Fleischsaucen an. Die Speisen und Zutaten werden alle per Hand in schöne Gläschen abgefüllt. An den Wochenenden kreieren die beiden Küchenchefs mehrgängige Menüs zum Mitnehmen.

Foto: Gasthaus Müller

Die Müller Manufaktur

www.gasthausmueller.de

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www.plaza-lauenau.de nobilis 07-08/2020

www.fremdessen.com Foto: Privat

Burger gibt es in vielen Varianten: Wie wär‘s mal mit einem italienischen? Im Restaurant Plaza in Lauenau präsentiert Gastgeber Bojan Djordjevic seinen Burger mit Beef vom Black-Angus-Rind mit Brioche Bun, Büffelmozzarella, Basilikummayonnaise, Lardo-Speck, Rucola und Fries. Wer auf Sommertrüffel steht, wird hin und wieder mit einem köstlichen Menü verwöhnt: Rindercarpaccio mit Albatrüffel, getrüffelte Selleriesuppe und Deister-Rehkeule mit Trüffel-Kartoffelpüree. Am besten telefonisch nach dem saisonalen Angebot fragen oder sich einfach überraschen lassen. Passend zu den Gerichten empfiehlt Bojan Djordjevic erlesene Weine.

Die Schwestern Sonja und Mirjana Schütze organisieren Streetfoodevents in Hannover und im Umland. Auf Festplätzen oder anderen Locations reisen Food-Trucks an, die mit ihrer leckeren Ladung Speisen vor Ort zubereiten. Mit dabei ist unter anderem die Wilderei von Judith und Bernd Anklam aus Lauenau. Sie bieten unter anderem köstliche Burger mit Wild- oder Rindfleisch, verfeinert mit passenden Dressings. Der Truck Wilde Hilde hat Pulled Beef im Angebot, die Milchbar Softeis und Kaffeespezialitäten. Sonja und Mirjana Schütze sind mit ihrer Brausebude dabei. „Das Essen muss schmecken, und die Personen hinterm Tresen müssen menschlich passen.“ Sie sind sich einig: Ziel ist es auch, ohne Plastikmüll auszukommen. In ihrer Brausebude in der Landwehrstraße 53 in Döhren ist das kein Problem: Sprudel & Co. gibt es in Glasflaschen.

Illustration: oldesign - stock.adobe.com

TEXTE: UTA PREUSSE

Foto: Privat

„Fremdessen“ erwünscht


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Eine schöne Beschäftigung für Kinder im Restaurant: Eine eigene Pizza malen.

Foto: Privat

alen nach Zahlen, das kann jeder, aber eine Pizza malen? Kinder, die dazu Lust haben, können ihre Wunschpizza im Restaurant Al Mano in der Autostadt Wolfsburg selbst zusammenstellen. Dafür gibt es eine Malvorlage mit verschiedenen Feldern für die Toppings. Wer gerne ausgiebig frühstücken möchte, kann sich in der Lagune von 8:30 bis 11 Uhr an den Stationen etwas Leckeres zusammenstellen. Neu im Beefclub ist das Mittagsangebot für Gäste, die es eilig haben. Der Express-Lunch bietet montags bis freitags eine tägliche Auswahl an gesunden, veganen und vegetarischen Speisen an.

Alpines Flair am Beach Auf der Alm, da gibt‘s koa Sünd, auf der Strandalm am Silbersee in Langenhagen auch keine Berge, dafür Hanöversch Bier und Biercocktails. „Wir wollten unseren Gästen etwas Frisches für die heißen Sommertage anbieten“, erzählt Chefin Lisa Aulich. Die Strandalm ist die perfekte Location zum Chillen und Grillen. Vom Rost gibt es unter anderem Bratwurst, Nackensteaks und Schinkengriller, dazu diverse Salatvarianten je nach Marktangebot. Besucher können am Strand oder auf der großen Terrasse relaxen, im See schwimmen oder mit dem Stand-upBoard paddeln. Bei gutem Wetter gibt es hin und wieder Livemusik: Einfach auf der Website nachsehen.

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Foto: Autostadt Wolfsburg Illustration: yuromanovich - stock.adobe.com

Neuzugang: Gold Bistro

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s muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“ Was leidenschaftlich anmutet, ist der Leitgedanke des neuen Lokals „Gold Bistro“ zwischen List und Oststadt am Wedekindplatz, erklärt Andrea Schonrath. Sie betreibt dekindplatz, gemeinsam mit Franziska ter Horst, einer Künstlerin, das Bistro. Goldig ist übrigens nicht nur der Name, sondern auch das Interieur und die kleine Speisekarte. Quiches, Tartes und hausgemachte Kuchen stehen auf den Tafeln an der Wand. Hinten in der Küche werden die Speisen von den beiden Küchenfeen frisch gebacken. Aber auch Käseplatten mit Feigensenf und Brot werden zu einem Rosato oder einer Weinschorle auf der Terrasse unter den hohen Bäumen der Drostestraße gereicht. Verreisen? Nicht nötig. Urlaub wie in Frankreich gibt es direkt hier.

Illustrationen: artbalitskiy stock.adobe.com | blagorodez - stock.adobe.com

Foto: Lorena Kirste

www.strandalm.de

Andrea Schonrath und Franziska ter Horst haben gemeinsam das Gold Bistro eröffnet.

Gold Bistro, Drostestraße 2, Telefon 0511 56867390 73


sport nature

18 Löcher. 18 Fragen.

Eine Persönlichkeit Die Golfplätze in der Region sind jetzt wieder geöffnet. ‡-Autor Christian Bendig trifft sich wieder für jede Ausgabe mit einer Persönlichkeit auf eine Runde Golf. Diesmal mit Reisegepäckhersteller AXEL BREE im Burgdorfer Golfclub. TEXT: CHRISTIAN BENDIG FOTOS: TIM SCHAARSCHMIDT

Was wäre Ihre Alternative, wenn wir Sie nicht am frühen Morgen zu einer Golfrunde gebeten hätten? Axel Bree: Wie an jedem W ­ ochenende ­wäre ich früh morgens durch die ­Isernhägener Feldmark gejoggt. Wie fühlt es sich an, zehn Kilome­ ter von Ihrer ehemaligen Wirkungs­ stätte entfernt eine kleine weiße Ku­ gel zu schlagen? Axel Bree: Sehr vertraut. Ich verbinde mit diesem Platz viele persönliche Erinnerungen. Mein Vater wohnte hier gegenüber und ich war früher Mitglied im Club. Die Tatsache, dass es hier um die Ecke mehr

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als 30 Jahre lang ein erfolgreiches Taschen­ unternehmen gab, erfüllt mich mit Stolz. Nur mit Stolz – oder vielleicht auch mit einer Spur Wehmut? Axel Bree: Nein, überhaupt nicht. Ich habe viele schöne Erinnerungen. Dazu zählt auch die schöne Tradition unseres vor gut zweieinhalb Jahren verkauften Familienunternehmens Bree. Die Woche über arbeiten Sie in ­Rodgau bei Frankfurt und krempeln dort als Miteigentümer den Reise­ gepäckhersteller Stratic behutsam um. Wie kam es dazu?

Axel Bree: Nach der Bree-Insolvenz hatte ich mich um einen Rückkauf bemüht. Im Bieterprozess lernte ich ein Family Office aus Hamburg kennen. Die privaten Investoren verspürten so wie ich bei der in die Jahre gekommenen Marke Stratic einen großen Reiz. Nun sind wir Co-Inhaber. Wo liegt für Sie der Reiz dieser Aufgabe? Axel Bree: Wir stellen technisch grundsolides, hochwertiges Reisegepäck her. Die Marke besteht seit 1946, ist mit den ­Jahren etwas eingestaubt und bedarf einer ­durchgängigen Aktualisierung. Darin liegen für mich Reiz und Herausforderung.


„ICH WÜRDE MIR EINEN GEMISCHTEN FLIGHT MIT ALICIA KEYS, KYLIE JENNER UND – IN ERINNERUNG – MIT KARL LAGERFELD WÜNSCHEN.“ AXEL BREE AUF DIE FRAGE NACH DREI WUNSCH-MITSPIELERN

Wie ist die Perspektive für einen Hersteller mit Tradition, wo doch seit Monaten das Reisen in der Welt stillsteht? Axel Bree: Reisen steht für Emotionen, ­positive Bilder und Erlebnisse. Das Gefühl, sich mit der Natur angelegt zu haben, muss schnell wieder dem Gefühl für Sicherheit und Vertrauen weichen. Dann wird auch die Lust auf das Reisen zurückkehren. Bree war über die Jahre auf dem Weg zu einer echten Lifestyle-Marke. ­Planen Sie mit Stratic eine Wieder­ holung dieser Reise? Axel Bree: Die Reise wird nicht in Richtung Lifestyle gehen. Ich verfolge das Ziel ­einer nachhaltigen Qualitätsmarke. Wir ­wollen, wie wir es zurzeit mit unserem Koffer aus Stroh und Polypropylen erfolgreich ­unter Beweis stellen, den Weg zu einer designbasierten, nachhaltigen Qualitäts­marke ­gehen.

Und was hat das hessische Rodgau, was Hannover und Isernhagen nicht haben? Axel Bree: Eine seit 1946 b­ estehende ­Koffermarke, meine unique ­Wochenherberge „Die Wolfsschlucht“ mit dem ­Wasserturm als Wahrzeichen der Stadt und ­natürlich die Monotones. Und wie stellen sich dort im ­Rhein-Main-Gebiet die Möglichkeiten zum Golfspielen dar? Axel Bree: Die Plätze in Hanau, in Frankfurt, in der bayerischen Nachbarschaft und natürlich rüber nach Rheinland-Pfalz ­bieten, was das Golferherz begehrt. Abends

spiele ich zur Entspannung gerne auf der Anlage in Seligenstadt am Kortenbach. Welches ist Ihr absoluter Traumplatz in der Welt, den Sie schon einmal ­gespielt haben oder den Sie unbe­ dingt e­ inmal spielen wollen? Axel Bree: Der Mauna Kea Golf Course auf Hawaii direkt am Pazifischen Ozean ist die größte Golferinnerung meines Lebens. Überlegen Sie einmal: Wenn Sie sich drei Mitspieler/-innen für Ihren Flight frei wünschen dürften, mit wem würden Sie auf eine Runde auf den Golfplatz gehen?

Was hat eigentlich mehr Esprit, ­„made in Isernhagen“ oder „made in Rodgau“? Axel Bree: Im Herzen bin ich I­sernhägener. Mein Beitrag aus Rodgau für die Ge­ nesung unseres Landes lautet aber made in ­Germany für alle. Was vermissen Sie an Hannover? Axel Bree: Das norddeutsche ­Understatement, die Coolness und ­Gelassenheit sowie die Vielfalt Hannovers auf überschaubarer Fläche.

Im Herzen Isernhägener: Axel Bree auf dem Golfplatz nahe seiner ehemaligen Wirkungsstätte nobilis 07-08/2020

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sport nature

Die unternehmerische Ader wurde Axel Bree gewissermaßen in die Wiege gelegt – dazu kommt die langjährige Erfahrung, die er jetzt bei Stratic einsetzt.

Axel Bree: Ich würde mir einen gemischten Flight mit Alicia Keys, Kylie Jenner und – in Erinnerung – mit Karl Lagerfeld wünschen. Wäre Golfgepäck für die Zukunft ­vielleicht eine Option für eine ­Erweiterung Ihrer Produktpalette? Axel Bree: Das würde ich als Spezial­ produkt gerne einmal machen. Im Design ist da noch vieles zu optimieren. Es ist allerdings die ultimative Herausforderung, denn die Vertriebswege bei Golfausstattung sind sehr kompliziert. Aber schauen wir einfach mal. Werden Sie sich mit Ihrem neuen ­Unternehmen in irgendeiner Art im Golfsport engagieren? Axel Bree: Wenn das im Marketingmix in Betracht käme, dann als Ausstattungspartner im Nachwuchsbereich. Wo wünschen Sie sich persönlich und als Unternehmer, in drei Jahren zu stehen? Axel Bree: Persönlich möchte ich weiterhin offen für viele Ideen mitten in einem ­aktiven Leben stehen. Unternehmerisch wünsche ich mir, dass ich eine neue Ära im

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Gepäckmarkt eingeleitet habe, indem ich die Marke Stratic zum Innovationsführer bei nachhaltigem und modernem Qualitäts­ gepäck gemacht habe. Wie lautet Ihr Rat für ­diejenigen, die sich einmal von Hannover ­abgewendet haben, aber stets wieder zurückkehren? Axel Bree: Es ist immer gut zu wissen, wo deine Wurzeln sind. Hannover ist i­mmer

e­ inen längeren Aufenthalt wert, denn der Charme der Stadt entfaltet sich stets auf den zweiten Blick. Weltweit habe ich ­wenige Plätze mit einem höheren Lebenskomfort kennengelernt. Verraten Sie uns: Wie lautet Ihr per­ sönliches ­Lebensmotto? Axel Bree: Stets offen sein für Neues zu sein und neugierig bleiben, um immer den Blick um die nächste Ecke zu werfen.  W


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HANNOVERS KULTUR ERLEBEN Foto: Raimund Zakowski | Illustration: geraria - stock.adobe.com

Foto: Hassan Mahramzadeh

Noch ist sie nicht die alte – aber so langsam nimmt die Kulturszene wieder ihren Betrieb auf. FREUEN SIE SICH auf spannende Lesungen, ästhetische Ausstellungen und unterhaltsame Kleinkunst!

KLEINER TROST BIS 3.8.2020  Best of „Kleines Fest im Gartentheater“ Das bekannte Juli-Kleinkunstevent „Kleines Fest im Großen Garten“ musste leider ­abgesagt ­werden – doch bis 3. August präsentieren die Veranstalter ein Best of: Vom 14. Juli bis zum 3. August treten die Publikumslieblinge der ­letzten Festivaljahre im berühmten Garten­ theater in Hannover-Herrenhausen auf. Herrenhäuser Gärten | täglich zwei Shows Beginn: 17:30 Uhr bzw. 20:15 Uhr

NATUR IM DETAIL VERLÄNGERT BIS 23. AUGUST 2020  Herbst im Paradies

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PERSÖNLICHE WORTE AB AUGUST  Geschichten aus der Schublade

READY FOR THE BEACH AB 12.7.  Summerfeeling pur Lust auf einen bunten Mix aus Musik, Comedy und Kleinkunst? Das Leibniz Theater und der „Seaside Beachclub“ am Blauen See in Garbsen laden ein zu einer Reihe von sommerlichen Veranstaltungen. Los geht‘s am 12. Juli mit Juliano Rossi und That‘s Amore. Beach Club „The Beach“ | 18:00 Uhr | www.leibniz-theater.de nobilis 07-08/2020

Foto: Jasmin Mittag

Illustration: Karolina Madej - stock.adobe.com

„Herbst im Paradies“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers Jean-Luc Mylayne in Deutschland. Mylayne konzentriert sich seit über 40 Jahren auf die Begegnung mit Vögeln, die er mit analogen Kamerasystemen, einer Hasselblad-Mittelformat­ kamera, einer Sinar-Fachkamera und mit verschiedenartig geschnittenen und geschliffenen Linsen aufnimmt. Für jede Aufnahme investiert er meist mehrere Monate in die Suche nach der richtigen Komposition. Kestnergesellschaft | Öffnungszeiten: Do 11–20 Uhr Fr bis So 11 bis 18 Uhr | www.kestnergesellschaft.de

Die Poetin N ­ inia LaGrande und Jasmin Mittag starten im Juli was Neues: Sie sammeln Briefe und Tagebücher und lesen daraus vor. Zunächst online und ab November 2020 im Theater im Küchengarten in Hannover. Lesungen bei Instagram-Live @schubladen_lesungen | 20.8.2020, 21 Uhr 29.9.2020, 21 Uhr | 19.11.2020, 21 Uhr


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JULIANO ROSSI LIVE Am Blauen See in Garbsen ist nun Schluss mit der ­Eventpause: Am 12. Juli tritt zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Kultur on the beach“ der sympathische Entertainer im Seaside Beachclub auf. Mit etwas Glück können Sie ­dabei sein! Gewinnen Sie für sich und eine Begleitperson ein Ticket für den Aufritt des beliebten Sängers.

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Foto: Leibniz Theater

Termin: Sonntag, 12. Juli 2020, 18:00 Uhr Verlosung: 1 x 2 Tickets


Impressum Das neue Heft erscheint am 31. August 2020

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Herausgeber und Verlag: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Postanschrift: 30130 Hannover Adresse: Hans-Böckler-Allee 7 30173 Hannover Tel. 0511 8550-0 Fax 0511 8550-2403 www.schluetersche.de www.nobilis.de Redaktion: Marleen Gaida (Chefredaktion, V.i.S.d.P.) Tel. 0511 8550-2632 gaida@schluetersche.de

Das ‡-Team verabschiedet sich in die Sommerferien, um neue Themen zu sammeln und um ein bisschen Urlaub zu machen ...

Torsten Hamacher (Content Manager) Tel. 0511 8550-2456 hamacher@schluetersche.de

Ich freue mich auf meine Ferien in unserem kleinen Ferienhaus an der Nordsee in Dorum. Urlaub in Deutschland: zum Wandern in den Harz mit der Familie oder auch an die Küste. Luisa Verfürth, Autorin

Lorena Kirste, Fotografin

Anzeigenverkauf: Olaf Blumenthal (Leitung) Tel. 0511 8550-2524 blumenthal@schluetersche.de Gesche Svenson Tel. 0511 8550-2431 gesche.svenson@schluetersche.de Derzeit gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 42 vom 01.01.2020 Grafik/Producing: Jessica Mora Lara

Ich freue mich auf Zeit mit der Familie, Ausflüge in die Natur und Malen in der Sommerakademie.

Druckunterlagen: anzeigendaten-nob@schluetersche.de Tel. 0511 8550-2522 Fax 0511 8550-2401 Leser-/Abonnement-Service: Christian Engelmann Tel. 0511 8550-2424 Fax 0511 8550-2405 vertrieb@schluetersche.de

Jessica Mora Lara, Grafikerin

Erscheinungsweise: zehn Ausgaben im Jahr

Ich mache mit meiner Familie zwei Wochen Urlaub in Büsum in einer Ferienwohnung. Helene Kilb, freie Redakteurin

Gilbert Keith Chesterton im Original lesen und Spaziergänge durch die Ricklinger Masch vornehmen. Jörg Worat, Autor

Ich werde das Museum der Varusschlacht, das Neanderthal Museum bei Düsseldorf besuchen.

Fotos: privat | Alexander Raths - stock.adobe.com

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Einzelheft € 4,00 zzgl. Versandkosten. Die Mindestbezugszeit eines Abonnements beträgt ein Jahr. Danach kann es jederzeit mit einer Frist von 6 Wochen zum Jahresende gekündigt werden. Der laufende Jahrgang wird anteilig berechnet. ISSN 1437-6237 Druck: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG Gewerbering West 27 39240 Calbe

Beate Rossbach, Autorin

Sie möchten keine Ausgabe von ‡ mehr verpassen? Mehr Infos über unsere Abos finden Sie auf nobilis.de

Bezugspreis: Jahresabonnement: € 39,00 inkl. Versand und MwSt.

Ich bin in Hannover und würde mich freuen, noch einige Hochzeiten fotografieren zu können. Shino Photography, Fotograf

In der aktuellen Ausgabe ist eine Beilage von VDV Immobilien enthalten. Wir bitten um Beachtung.

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nobilis - Ausgabe 07-08 2020  

nobilis - Das Lebensart-Magazin für die schönen Seiten des Lebens in der Region Hannover und darüber hinaus.

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