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Nr. 7 / September 2012 CHF 5.50

Schweizer

Gesundheits-Magazin Hypnosetherapie

Ein modernes Heilverfahren

Zöliakie

Beschwerdefrei geniessen

Wie läuft’s? Harnwege im Fokus


8 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser Am 17. Juni wurde über die Managed Care-Vorlage abgestimmt. Die Verwerfung dieser Vorlage durch das Stimmvolk wurde meiner Meinung nach auch stark durch den Meinungswechsel im Bundeshaus beeinflusst. Wie soll sich die Bevölkerung Klarheit über eine Abstimmung verschaffen, bei der sich nicht mal National- und Ständeräte einig waren. Es wäre doch schön, wenn Nationalräte und Ständeräte für Abstimmungen klare Meinungen kommunizieren und auch dabei bleiben würden.  Damit würde es sicher einfacher – auch für eine erfolgreiche politische Zukunft. Bereits am gleichen Tag wurden neue Modelle im Bundeshaus diskutiert, die eine Kostensenkung durch die Reduzierung der Spezialisten erlauben würden. Ob dies der richtige Weg ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen! Auf jeden Fall wäre es ein guter Weg, wenn sich Herr und Frau Schweizer Gedanken zu einem gesunden Leben mittels Prävention machen würden. Wenn die Bevölkerung die Gesundheitsprävention selber in die Hand nehmen würde, wäre dies sicher ein kleiner oder sogar grosser Beitrag an die Kosten im schweizerischen Gesundheitswesen. Geniessen Sie den Spätsommer und haben Sie Freude an den schönen Tagen. Daniel M. Späni Verleger

13 INHALTSVERZEICHNIS

11   Nr. 7 / September 2012

Vista Dossier 13 – 23 Wie läuft’s?

Harnwege im Fokus

Gesundheit aktuell 8 – 9 Kopfläuse

Der Schreck der Eltern

41 – 42 Scheidenpilz

Die Ursache liegt meist im Darm

Gesundheitspolitik 32 – 34 Stossende Willkür

Versicherungsschutz je nachdem?

Gesunde Ernährung 36 – 37 Zöliakie

Beschwerdefrei geniessen

Beauty und Medizin 44 – 45 Gepflegte Hände

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Besser als jede Visitenkarte


Badewannen-

Lifte Das Original vom

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So einfach kann es sein, in die Wanne hinein und heraus zu kommen!

Komplementärmedizin 4 – 6 Hypnosetherapie

WANNENLIFT-SPEZIALISTEN

Ein modernes Heilverfahren

• Mietkauf

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Vista Life

11 Ballenberg

«Der Nase nach» durch die Jahrhunderte

30 – 31 Liebe, Leben, Laster Frauen sind anders, Männer sowieso In jedem Vista 10, 43 Marktinfos

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Endlich wieder

48 – 49 Gesundheits-News

Freude beim Baden!

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29 Kreuzworträtsel

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Nr. 7 / September 2012

Komplementärmedizin

Die medizinische Hypnose hat sich als wissenschaftlich belegtes Heilverfahren etabliert. Vista sprach mit einem Zahnarzt, einer Schmerztherapeutin und einer Anästhesistin über die Vorteile der Hypnose als begleitende Therapie. Athena Tsatsamba Welsch

Hypnosetherapie Bild: © Lakshmi / Fotolia.com

Ein modernes Heilverfahren

Der Begriff Hypnose stammt aus dem Griechischen und leitet sich vom Wort «Hypnos» (Schlaf) ab. Die Hypnose ist ein sehr altes Therapieverfahren; im vergan­ genen Jahrhundert hat der amerikanische Psychiater Milton H. Erickson (1901 bis 1980) die Hypnose wiederentdeckt und als moderne Heilmethode geprägt. Hypnose als begleitende Therapie Die Hypnose ist keine eigenständige Therapie, sondern sie wird begleitend in der Zahnmedizin, Medizin und Psycho­ therapie eingesetzt. Bevor eine Behand­ 4

lung unter Hypnosebegleitung beginnt, findet ein Vorgespräch statt. Der Patient wird vom behandelnden Arzt über die Hypnose aufgeklärt, es wird eine Dia­ gnose erstellt und gemeinsam das Ziel der Behandlung festgelegt. In der Regel wird im Vorgespräch eine Probe­hypnose durchgeführt. In der medizinischen Hyp­ nose steht immer der therapeutische Nutzen im Zentrum der Behandlung. Die medizinische Hypnose hat nichts mit Bühnenshows zu tun, bei denen der Eindruck entstehen soll, dass die hyp­ notisierten Personen zu ferngesteuer­

ten Wesen werden. «Hypnose ist ein zu Heilzwecken wissenschaftlich belegtes Therapieverfahren, mit welchem verän­ derte, natürliche Bewusstseins­zustände erzeugt werden. So können zum Beispiel Wahrnehmungen wie Schmerzen abge­ schwächt und Angstblockaden gelöst werden», betont Dr. med. dent. Harald Kraus, Inhaber der Zahnarztpraxis Eich­ wiesen in Fällanden und Mitglied der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Hypnose (SMSH).


Einleitung und Auflösung der Trance Der Hypnotiseur leitet die Trance mit Atemübungen und gezielten Formulie­ rungen ein, die den Patienten an seinen persönlich sicheren inneren Ruheort, dem sogenannten «Safe Place», führen. Dieser Ort kann der Strand, der Wald oder ein anderer Wohlfühlort sein. Durch das angenehme Grundgefühl ge­ rät der Patient allmählich in den Trance­ zustand. Anhand äusserlicher Merkmale wie z. B. eine tiefere Atmung, ein ent­ spannter Gesichtsausdruck, Lidflattern bei geschlossenen Augen wie auch die Entspannung von Armen und Beinen merkt der Arzt, dass sich der Patient in Trance befindet. Fälschlicherweise wird Hypnose oft mit Schlaf gleichgesetzt. «Der Trancezustand ist mit einem höchst konzentrierten Bewusstheitszustand vergleichbar, in dem der Patient bei vol­ lem Bewusstsein ist und der freie Wille bestehen bleibt», betont der Zahnarzt. Während der Behandlung findet ein Rapport statt, der Hypnotiseur stellt dem Patienten Fragen und erhält Feedback von ihm. Am Ende der Behandlung wird der Patient durch die Reorientierung wieder aus der Trance zurückgeholt, in­ dem er aufgefordert wird, tief einzuat­ men, Arme und Beine zu bewegen und die Augen langsam zu öffnen. Hypnose in der Zahnbehandlung Wer kennt nicht plötzliches Magengrum­ meln vor dem bevorstehenden Zahn­ arzttermin? Nicht selten wird eine Rou­ tinekontrolle aus Angst auf die lange Bank geschoben. Hat man sich doch überwunden, zum Zahnarzt zu gehen, kann allein der sterile Geruch in der Zahnarztpraxis Panikattacken auslösen. Eine unbeschwerte Behandlung für Arzt und Patienten ist unter diesen Vorraus­ setzungen kaum möglich. Gerade bei Dentalphobikern wendet Dr. Kraus die Hypnose an, um ihnen die Angst zu nehmen und um ihnen die Zahnbe­ handlung zu erleichtern. «Die Hypnose eignet sich auch bei Patienten mit ex­ tremen Würgereiz oder allergischen Re­ aktionen auf Lokalanästhetika.» Doch wie kann Hypnose dem Patienten die Angst nehmen? «Die Hypnose ver­ setzt den Patienten in einen intuitiven

Trancezustand, in welchem der Patient seine Ängste auf einer anderen Be­ wusstseinsebene erleben kann. Durch den erlangten Trancezustand wird ein ko­ operatives, angstfreies Klima zwischen Zahnarzt und Patient erzeugt, was eine optimale Behandlung ermöglicht.» Da­ rüber hinaus wirke sich die Hypnose auch auf den Heilungsprozess aus. «Gerade bei zahnmedizinisch-chirurgischen Eingriffen wird eine deutlich bessere Wundheilung festgestellt.» Unter Hypnose seien die Patienten entspannter und der behan­ delnde Arzt müsse weniger Kraft auf­ wenden, was sich positiv auf den Hei­ lungsprozess auswirke. Hypnose in der Schmerztherapie Die Hypnose hat sich auch in der akuten und chronischen Schmerztherapie be­ währt, wenn andere Methoden nicht mehr ausreichen. «Ziel ist es, dass sich Be­ troffene vom Schmerz distanzieren kön­ nen und mit dem verbleibenden Schmerz umgehen lernen», betont Dr. med. Susan Balogh, Fachärztin Anästhesiologie FMH und Hypnose (SMSH) am Zentrum für Schmerzmedizin im Schweizer Paraplegi­ ker-Zentrum in Nottwil. Für chronische Schmerzpatienten sei die Hypnose eine wahre Wohltat. Deswegen nehme die Selbsthypnose in der Schmerztherapie einen zentralen Stellenwert ein. «Oft ha­ ben Schmerzpatienten schmerzbedingte Schlafstörungen. Patienten werden gezielt angeleitet, in diesen und anderen auftre­ tenden Schmerzsituationen Selbsthyp­ nose anzuwenden, um die Schmerzen all­ mählich selbst ohne einen Therapeuten bewältigen zu können.» Dafür sei eine Ko­ operation und eine grosse Disziplin von Seiten der Betroffenen nötig. Zu Beginn der Therapie finden die Sit­ zungen ungefähr im wöchentlichen Tur­ nus statt, später in längeren Abständen mit dem Ziel, dass Patienten die Selbst­ hypnose dann bei Bedarf anwenden können. «Einer meiner Patienten hat es geschafft, sich vom Schmerz zu distan­ zieren, indem er sich vorstellt, dass der Schmerz auf dem Stuhl sitzen bleibt, wenn sein Körper sich vom Stuhl er­ hebt.» Bei einer Migränepatientin konnte

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die Medikation durch Hypnose um mehr als die Hälfte reduziert werden. Bei auf­ tretenden Kopfschmerzen stelle sie sich vor, dass sie den Schmerz wie durch ein Ventil bewusst aus dem Körper ausleite. «Auch wenn eine hundertprozentige Schmerzfreiheit in den meisten Fällen unrealistisch ist, erhalten Betroffene durch eine Schmerzreduktion und tem­ poräre Schmerzfreiheit wieder mehr Le­ bensqualität zurück.» Hypnose in der Anästhesie Die Hypnose wird auch als Narkosebeglei­ tung angewandt. «Das Ziel einer hypno­ therapeutischen Begleitung bei einer Operation ist es, dem Patienten in dieser Ausnahmesituation Vertrauen und Sicher­ heit zu vermitteln», sagt Dr. med. Ursula Speck, Oberärztin am Institut für Anästhe­ siologie des Kantonsspitals St. Gallen und ebenfalls Mitglied der SMSH. Zudem wirke sich Hypnose positiv auf die Genesung aus. «Klinische Studien konnten nachwei­ sen, dass sich ein Vorgespräch in Kombi­ nation mit hypnotischen Suggestionen in allen untersuchten Kategorien (post­ operativer Schmerzmittelbedarf, Anzahl von Komplikationen, Dauer des Aufent­ haltes auf der Intensivstation und im Spital und die Zeit bis zur Rückkehr zum Arbeitsplatz) positiv auswirkte im Ver­ gleich zu Vorgesprächen ohne hypno­ tische Suggestionen.» Das Anästhesie-Team wird darin ge­ schult, dem Patienten auf ruhige Art zu begegnen und seine Worte bewusst zu wählen. «Wir vermeiden Schmerzbe­ griffe. Bei der Lokalanästhesie sagen wir dem Patienten, dass er diese spüren wird und umgehen die Worte Spritze, Stechen und Brennen, da Studien zeig­

Bild: © suzannmeer / Fotolia.com

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Durch «Utilisieren» (Nutzbarmachen) wird bspw. der Sauerstoff, der der Atemmaske entströmt, zur frischen Brise auf der Waldwiese und verliert somit seine belastende Wirkung.

ten, dass dieses ‹Vorwarnen› Angst und Schmerzempfindung steigert.» Eine He­ rausforderung stelle zudem das betrieb­ same und laute operative Umfeld dar. Durch hypnotherapeutische Techniken wie das «Utilisieren» (Nutzbarmachen) und das «Reframing» (Umdeuten) ver­ lieren diese Umgebungsfaktoren ihre belastende Wirkung. «So wird der Sauer­ stoff, der der Atemmaske entströmt, zur frischen Brise auf der Waldwiese und die Hintergrundgeräusche zu einem Rauschen des Windes in den Bäumen.» Unter Anleitung des Anästhesieperso­ nals wählt der Patient auch hier einen «Safe Place» aus. Während sich der Pa­ tient an seinen sicheren inneren Ruhe­ ort begibt, wird die Anästhesie eingelei­ tet und die Operation kann beginnen.

Ausblick Hypnose hat sich als begleitende Therapie­methode bewährt. Um sich jedoch vor Missbrauch zu schützen, sollten sich Interessierte nur an ausgebildete Fachpersonen wenden. In der Schweiz gibt es zwei anerkannte Hypnosegesell­ schaften: Die SMSH (Schweizerische Ärzte­gesellschaft für Hypnose) und die GHypS (Gesellschaft für klinische Hyp­ nose Schweiz). In beide Fachgesell­ schaften können nur Ärzte, Psychologen und Zahnärzte beitreten. Eine Therapeu­ tenliste kann im Internet unter den je­ weiligen Fachgesellschaften herunterge­ laden werden. Quellen www.smsh.ch  |  www.hypnos.ch

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Klinische Tests mit Wallwurzextrakt haben gezeigt, dass die Pflanze eine Reihe von Wirkstoffen enthält, die sich hervorragend zur Behandlung von Bewegungsschmerzen eignen. Doch nur sorgfältig zubereitete Extrakte garantieren eine gute Wirkung.

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Für die Extraktion gelten strenge Regeln. Dr. Andres: «Für einen guten Extrakt sollen nur Lösungsmittel verwendet werden, an die der menschliche Körper seit Jahr­ tausenden gewöhnt ist. In unserem Fall ist dies ein Gemisch von Wasser und Alko­ hol.» Nur so kann vermieden werden, dass Stoffe aus der Pflanze herausgelöst wer­ den, die der Körper nicht kennt und die nicht selten zu Nebenwirkungen führen. Wallwurz gegen Schmerzen Dank der sorgfältigen Zubereitung ist die Original Dr. Andres Wallwurzsalbe so er­ folgreich. Schmerzen in Gelenken bei Rheuma, Arthritis und Arthrose, Sportver­ letzungen, Venenentzündungen, Krampf­ adern und Hämorrhoiden lassen sich wirksam behandeln.

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Rasche Wirkung bei Rückenschmerzen Eine 2009 veröffentlichte Studie attestiert einer pflanzlichen Salbe mit Wallwurzextrakt eine effektive und rasche Wirkung bei Rückenschmerzen. Die 120 Patienten mit Schmerzen im oberen Rückenbereich wurden während vier bis sechs Tagen dreimal täglich mit vier Gramm Wallwurzsalbe behan­ delt. Gegenüber dem Scheinmedi­kament (Placebo) war die Verringerung der Schmerzintensität um 95 Prozent hoch überlegen (Placebo: 37,8 Prozent). Zudem reduzierten sich bereits innerhalb einer Stunde nach der ersten Anwendung Ruhe- und Bewegungsschmerzen deutlich.

Wallwurz bei Sportverletzungen Präparate mit Wallwurzextrakt gelten bei Muskel- und Gelenkbeschwerden als pflanzliche Alternative zur Standard­ therapie mit Diclofenac (z. B. Voltaren®). Besondere Beachtung fand eine 2005 publizierte Studie, welche bei einer akuten Verstauchung des Sprunggelenks eine Wallwurz­ salbe mit dem Wirkstoff Diclofenac verglich. Bei vier Anwendungen pro Tag während sechs bis acht Tagen war die Schmerztoleranz auf Druck bei der Wallwurzsalbe dem Standardpräparat überlegen, bei der Wirkung auf Ruhe- und Bewegungsschmerz sowie Gelenkschwellung ebenbürtig.

British Journal of Sports Medicine, 2009

Ars Medici, Thema Phytotherapie, 1/2010

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Nr. 7 / September 2012

Gesundheit aktuell

Läuse sind lästig und widerstandsfähig. Sie verursachen juckende Stiche auf der Kopfhaut und hinterlassen weisse Nissen im Haar. Laustante Rut Schäppi kennt sich aus im Kampf gegen die kleinen Biester. Alexandra Uster

Kopfläuse

Der Schreck der Eltern schliessen können. «Während wir früher nur zwei- bis dreimal pro Jahr ausrücken mussten, wurden wir in den letzten Jahren doppelt so häufig gerufen.» Statistische Schätzungen gehen davon aus, dass etwa sieben Prozent der Kinder von Läusen befallen und durchschnittlich ein Kind pro Klasse betroffen ist. «Läuse fühlen sich in unserer Umwelt wohler als noch vor einigen Jahren, als DDT als Insektizid eingesetzt wurde», vermutet Rut Schäppi. Je besser den Läusen die Umgebung gefällt, umso länger leben sie und umso fleissiger vermehren sie sich. Drei bis zehn Eier legt die ausgewachsene Laus pro Tag. Sieben bis zehn Tage später schlüpfen daraus die Jungen und wachsen zu vermehrungsfähigen Läusen heran.

Kinder lachen, spielen, stecken die Köpfe zusammen, ihre Haare berühren sich – und schon ist es passiert: Wie an Lianen angeln sich die Läuse vom einen zum anderen Kopf. Die sechsbeinigen Parasiten können zwar nicht springen, aber mit ihren hakenförmigen Klauen sind sie bestens ausgerüstet, um sich an unseren Haaren festzuhalten und fortzubewegen. So gut, dass sie durch alleiniges Waschen oder Kämmen der Haare nicht entfernt werden können.

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Hochsaison nach den Ferien «Läuse sind so alt wie die Menschheit und clever, deshalb haben sie so lange überlebt.» Die gelernte Krankenschwester Rut Schäppi arbeitet seit vielen Jahren als Laustante und rückt aus, wenn an ihrer Schule Laus-Alarm herrscht. Dies ist insbesondere nach den Ferien häufig der Fall. «Kinder nehmen an Lagern teil, treffen neue Kollegen und verbringen mehr Zeit zusammen.» Zeit, in der sie die Köpfe zusammenstecken und die Läuse frisches Kopfterrain er-

Konsequent behandeln Läuse sind zwar lästige, aber ungefährliche Gäste. Ungemach bereiten sie durch juckende Stiche, berüchtigt sind sie wegen ihrer Widerstandsfähigkeit. Deshalb lässt man sich bei Lausbefall am besten in einer Apotheke oder Drogerie bezüglich der Wahl des Lausmittels beraten. Rut Schäppi empfiehlt eindringlich, sich bei der Anwendung des Lausmittels genau an die Vorschriften auf der Packungsbeilage zu halten und die Nissen konsequent mit dem Lauskamm auszukämen. «Zur erfolgreichen Behandlung müssen die Entlausungskuren an den vorgeschriebenen Tagen durchgeführt und die Ein-


wirkzeit eingehalten werden. Wenn Eltern wenige Tage nach der ersten Behandlung wieder eine halblebendige Laus im Haar ihres Kindes entdecken, behandeln einige vor Schreck vorzeitig gleich nochmals. Das ist kontraproduktiv!» Es ist durchaus auch möglich, die Läuse konservativ – ohne Lausmittel – mit Lauskamm und Pflegespülung loszuwerden. In diesem Falle wird die soge­nannte Nissenkamm-Haarspülung-Methode angewendet. Diese eignet sich sowohl zur Feststellung von Läusen als auch für das konservative Entfernen derselben. Dem Kind werden alle zwei bis drei Tage während zweier Wochen Pflegespülung in grösserer Menge auf die nassen Haare aufgetragen. Die Läuse werden dadurch immobil und können ausgekämmt werden. «Was immer man tut, wichtig ist, sich konsequent an das Behandlungsprozedere zu halten», erklärt Rut Schäppi. Zudem dürfen die übrigen Familienmitglieder nicht vergessen werden. Denn auch Mami, Papi oder Geschwister können ebenfalls bereits von den Läusen betroffen sein. Unnötig sind aufwendige Reinigungsaktionen der Umgebung, da Kopfläuse ausserhalb des Kopfs innert ein bis zwei Tagen sterben. Nicht im Geheimen behandeln Erst zwei Wochen nach Abschluss der Behandlung darf Bilanz gezogen werden. Ist zu diesem Zeitpunkt in Kopfesnähe keine Laus in Sicht, so war die Behandlung erfolgreich. Doch das Kind wird nur lausfrei bleiben, wenn auch die Kameraden lausfrei sind. Deshalb sollte ein Lausbefall sofort gemeldet werden, damit auch die anderen befallenen Kinder

Achtung, die Läuse sind da! • Sichere Massnahmen, um einem Lausbefall vorzubeugen, gibt es keine. Es kann allerdings helfen, lange Haare zusammenzubinden und weder Mützen noch Haarbürsten auszutauschen. • Überprüfen Sie den Lausbefall, indem Sie grosszügig Pflegespülung auftragen und die Haare mit einem Lauskamm nach Läusen absuchen. Sollten Sie tatsächlich fündig werden und auf Läuse stossen, melden Sie dies umgehend der Schule. • Finden Sie nur einzelne Nissen, bleiben Sie wachsam und überprüfen in regelmässigen Zeitabständen die Haare. • Eine Behandlung kann mit oder ohne Einbezug eines Laus-Shampoos erfolgen. Lassen Sie sich in einer Apotheke oder Drogerie beraten. Benötigt wird in jedem Fall ein guter Lauskamm. • Konzentrieren Sie sich auf die betroffenen Köpfe, aufwendige Putzaktionen der Umgebung sind nicht nötig. • Nützliche Informationen erhalten Sie unter www.kopflaus.ch oder telefonisch beim schulärztlichen Dienst des Kantons. • Nissen sind ovale, transparent bis bräunliche Eier, und etwa so gross wie ein Sandkorn. Sie lassen sich nur mit einem gewissen Widerstand vom Haar streifen, da sie am Haar kleben. • Kopfläuse sind zwei bis vier Millimeter gross, zu vergleichen mit einem Sesamsamen. Nach dem Schlüpfen sind sie transparent, nach der Einnahme der ersten Blutmahlzeit rot, später bräunlich. Ihre Farbe variiert je nach Verdauungszustand. •N  issen nennt man die leeren Eihüllen, nachdem die junge Laus geschlüpft ist. Im Volksmund wird mit «Nisse» jedoch das Lausei allgemein bezeichnet.

entlaust werden können. Laustante Rut Schäppi: «Wenn Läuse zu Hause ohne Meldung behandelt werden, das Kind aber bereits andere Kinder angesteckt hat, kommen die Läuse mit Sicherheit zurück – und die Behandlung beginnt wieder von vorn.» Zu häufig würden Läuse im Geheimen zu Hause behandelt, dabei sei ein Lausbefall kein Grund, sich zu schämen. «Läuse fühlen sich auf ungewaschenen Haaren genauso wohl, wie auf gewaschenen. Der Befall hat ­keinerlei Zusammenhang mit Hygiene.»

Durch Zusammenbinden von langen Haaren können zwar die Kontaktmög­ lichkeiten minimiert werden, doch sichere Präventionsmassnahmen gibt es keine. Rut Schäppi kennt Familien, die kämpfen nach jeden Ferien erneut mit Läusen. «Eine Plage!» Nichtsdestotrotz freut sie sich, wenn sie eine lebendige Laus fangen und den Kindern zeigen kann. «Das ist das Schönste an der Tätigkeit als Laustante.»

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Nr. 7 / September 2012

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Nr. 7 / September 2012

Vista Life

«Der Nase nach durch den Ballenberg» heisst das Jahresthema des Schweizerischen Freilichtmuseums. Eine aus­sergewöhnliche Entdeckungsreise durch die Vergangenheit ist garantiert.  Manuel Lüthy

Ballenberg

«Der Nase nach» durch die Jahrhunderte Das Freilichtmuseum Ballenberg ver­ mittelt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Schweiz. Oberhalb von Brienz gelegen, gehört es mit ­seinem einmaligen Angebot zu den beliebtes­ ten Ausflugszielen der Schweiz. Auf dem 66 Hektaren umfassenden, natürlichen Gelände können mehr als 100 traditio­ nelle Bauten besichtigt werden. Ballen­ berg zeigt, wie die ländliche Bevölke­ rung früher gewohnt, gearbeitet und ihr Brauchtum gepflegt hat. Täglich werden mindestens neun traditionelle Hand­ werke vorgeführt. Weiter machen 250 Bauernhofnutztiere sowie zahlreiche Gär­ ten und Felder das Freilichtmuseum zum unvergesslichen Erlebnis. Gärten und Felder Ohne einen Garten kann man sich ein Bauernhaus kaum vorstellen. Im späten 18. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Lande eine reiche Gartenkultur mit ein­ drücklichen Anlagen. Weltweite Kontakte liessen vor allem im 19. Jahrhundert bis­ her unbekanntes Gemüse, Blumen und Sträucher heimisch werden. Eine der be­ kanntesten dieser Pflanzen ist die aus Südafrika stammende Geranie. Alltagsgeschichten Die meisten Handwerke, die im Freilicht­ museum Ballenberg demonstriert wer­ den, übten die Bauernfamilien bis weit ins 19. Jahrhundert im Neben­erwerb aus. Die kargen Erträge der kleinen Land­

wirtschaften machten einen Zusatzver­ dienst notwendig. Die Uhr­macherei und das Spitzen­klöppeln im Jura, die vor al­ lem im Sensegebiet und im Freiamt be­ triebene Strohflechterei, die baselländi­ sche Posamenterei, die appenzellische Stickerei, die Holzschnitzerei und Span­ schachtelherstellung im Berner Ober­ land: All diesen Beispielen regionstypi­ scher Heimindustrien und Heimarbeiten können Sie auf dem Ballenberg in den entsprechenden Häusern begegnen. Weitere Informationen Schweizerisches Freilichtmuseum Ballenberg Tel. 033 952 10 30 info@ballenberg.ch, www.ballenberg.ch

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2.8.2012

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Es passiert so vielen!

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Woher kommt dieses peinliche Problem, das die ganze Lebensfreude vergällen kann? Der Harnröhren-Schliessmuskel und das Muskelgeflecht des Beckenbodens sind bei vielen Frauen sehr zart und wenig trainiert. Geburts-Strapazen schwächen sie erst recht. Und wenn im Bauchraum Druck entsteht, passiert es halt, völlig ungewollt: Ein paar Tropfen oder mehr entweichen unwillkürlich.

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Nr. 7 / September 2012

Vista Dossier

Wie läuft’s?

Harnwege

Langwierige, lästige Erkrankungen Blasenentzündungen, Inkontinenz, Nierensteine: Auch bei Erkrankungen der Harnwege ist eine rechtzeitige und wirksame Behandlung ­wichtig. Falsche Scham, das Thema bei einem Arztbesuch anzusprechen, ist fehl am Platz.  Jürg Lendenmann

Unsere Nieren regulieren nicht nur das Säure-Basen-Gleichgewicht und den Wasser- und Elektrolythaushalt, sondern sind ein wichtiges Entgiftungsorgan. Rund 200 Liter Primärharn filtern sie täglich aus dem Blutplasma und engen das Volumen auf rund 1,5 Liter (Sekundär-) Harn ein. Mit dem Urin werden hauptsächlich anorganische Substanzen wie Chlorid-, Natrium- und Kalium-­Ionen sowie Endprodukte des Stoffwechsels der Eiweisse (Harnstoff), der Purine (Harnsäure) und der Muskulatur (Kreatinin) ausgeschieden. Er fliesst über die beiden Harnleiter in die Harnblase, die zwischen 300 und 500 ml Flüssigkeit zwischenspeichern kann. Über die Harnröhre wird der Urin ausgeschieden. Die Harnorgane sind räumlich wie funktionell mit den Geschlechtsorganen verknüpft; beide Organsysteme werden unter dem Begriff Urogenitalsystem zusammengefasst. Nicht nur stehen die verschiedenen Erkrankungen der Harnwege – Entwicklungsstörungen, Infek­ tionen, Abflussbehinderungen, Tumoren, Steinbildung – in Wechselwirkung miteinander; auch Erkrankungen des Genitalsystems können das Harnwegsystem direkt oder indirekt beeinflussen. Blasenentzündungen: schmerzhaft und langwierig Häufiger und zwingender Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und im Unterbauch sind die häufigsten Symp-

tome einer Blasenentzündung. In jüngeren Jahren sind vor allem Frauen ­davon betroffen; in höherem Alter ist die Häufigkeit bei beiden Geschlechtern gleich. «Ein Risikofaktor für Blasenentzündungen sind Blasenentleerungs­störungen», sagt die Urogynäkologin Dr. med. Mariele Keller. Bei Frauen könnten sie in Zusammenhang mit einer Gebärmuttersenkung auftreten. Bei Männern, so die Ärztin, stünden sie oft in Zusammenhang mit der Prostata – wenn die Blase nicht mehr richtig entleert werden könne und Restharn zurückbleibe. Bei unkomplizierten Blasenentzündungen können pflanzliche Wirkstoffe das Ausschwemmen der Keime unterstützen (siehe Seite 22). Als kompliziert gelten Blasenentzündungen bei Kindern, Männern, Schwangeren sowie bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Erkrankungen wie Dia­ betes oder einer Nierenunterfunktion. Bei komplizierten Blasenentzündungen, bei blutigem Urin sowie bei Fieber und Schmerzen im Nierenbereich sollte der Arzt möglichst schnell aufgesucht werden. Mehr zum Thema Blasenentzündungen lesen Sie auf Seite 15. Blasenschwäche – ein Tabu­thema Jede vierte Frau und jeder zehnte Mann kann den Harn nicht mehr willentlich zurückhalten. Gehäuft tritt eine Blasenschwäche (Inkontinenz) ab 55 Jahren auf,

Dossier-Übersicht S. 13 –14 Harnwege Langwierige, lästige Erkrankungen S. 15 –17 Entzündete Blase Diverse Behandlungsmöglichkeiten S. 18 –19 Urin verlieren Betroffene können handeln S. 20 – 21 Prostata Das Problemorgan des Mannes S. 22 – 23 Gut zu wissen Tipps für gesunde Harnwege

da durch die altersbedingte Veränderung das Gewebe an Spannkraft verliert. Blasenschwäche ist noch ein Tabu­thema und wird von Betroffenen oft auch in der Sprechstunde nicht angesprochen; viele ziehen sich wegen ihrer Inkontinenz vom aktiven Leben zurück, werden depressiv und vereinsamen. Drei Formen von (Harn-)Inkontinenz werden unterschieden: Die Belastungs­ inkontinenz (Stressinkontinenz) ist die häufigste Form (60 Prozent). Von ihr sind mehrheitlich Frauen betroffen. Denn ihr

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Schliessmuskelsystem, zu dem der Blasenschliessmuskel und die Beckenbodenmuskeln gehören, kann durch Geburten und jahrelange körperliche Arbeit geschwächt werden. Ein kleiner Druckanstieg in der Blase, wie es beim Lachen, Husten oder Heben von Lasten vorkommt, kann genügen, dass Harn unwillkürlich austritt. Die Dranginkontinenz (überaktive Blase) ist das Hauptblasenleiden älterer Frauen. Bei dieser Form der Inkontinenz (25 Prozent) kommt das Signal zur Entleerung nicht mehr nur vom Füllungsreiz, sondern es können psychische, motorische und Berührungsreize einen Harndrang auslösen. An einer Überlaufinkontinenz, die durch einen stetigen, tröpfelnden Harnverlust charakterisiert ist, leiden mehrheitlich Männer. In vielen Fällen liegt die Ur­ sache in einer Verengung der Harnröhre, wie sie bei einer Prostatavergrösserung auftritt. Dadurch, dass die Blase dann nicht mehr vollständig entleert wird,

steigt der Druck an und führt zum tröpfelnden Überlaufen. Weiterführendes zum Thema Inkontinenz finden Sie auf Seite 18. Prostatabeschwerden «90 Prozent der Männer zeigen ein Pros­tatawachstum, das nicht unbedingt behandelt werden muss», sagt der Urologe Dr. Ralph Furrer. «Zudem gibt es Männer mit einer grossen Prostata, die normal urinieren können, während bei anderen mit einer kleinen Prostata ein Harnverhalt – die volle Blase kann nicht spontan entleert werden – auftritt. Da der Wachstumsprozess sehr langsam vonstattengeht, merken die Betroffenen die Veränderungen nicht.» Nicht nur das Wachstum der Prostata, ob gut- oder bösartig, könne Beschwerden hervorrufen, sondern auch eine Prostataentzündung, so Dr. Furrer. Es seien vor allem jüngere Männer, die den Arzt wegen einer Prostatitis aufsuchen. Warum sie auftritt, sei noch nicht be-

kannt. «Wir können die Entzündung nur symptomatisch mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandeln. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederkommt, ist sehr gross.» Mehr zum Thema Prostata siehe Seite 20. Gefürchtete Nierensteine Bei Personen, die bereits einmal Nierensteine (fünf Prozent der Bevölkerung) entwickelt haben, beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens 60 Prozent. Nierensteine – sie werden je nach Lage auch als Harnleiter- oder Blasensteine bezeichnet – können heftige krampfartige Schmerzen (Koliken) auslösen. Steine unter 6 mm gehen oft von alleine ab; grös­ sere können mit Stosswellen (gebündelte Schallwellen) oder endoskopisch mit Laser­licht zertrümmert, bei geeigneter Zusammensetzung auch mit Medikamenten aufgelöst werden. Viel trinken (Mineralwasser, Tee) hilft zu verhindern, dass sich neue Steine bilden; täglich sollten 2,5 Liter Urin ausgeschieden werden.

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Vista Dossier Wie läuft’s?

Entzündete Blase Diverse Behandlungsmöglichkeiten

Bild: Jürg Lendenmann

Frauen leiden zehnmal häufiger an Blasenentzündung. Weshalb das so ist, welche Bakterien verantwortlich sind und wie die Entzündung behandelt werden kann, erklärt Dr. med. Mariele Keller.  Katharina Schwab

Dr. med. Mariele Keller, Urogynäkologin mit Praxis in Zürich.

Es schmerzt und brennt. Dauernd muss man auf die Toilette rennen und dann kommen nur ein paar Tropfen – fast alle Frauen erleben mindestens einmal eine akute Blasenentzündung (auch Zystitis genannt). Denn Frauen leiden bis zu zehnmal häufiger an Blasenentzün­ dungen als Männer. Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits ist die weibliche Harnröhre viel kürzer, deshalb können die Bakterien, die eine Blasenentzün­ dung verursachen, einfacher hinauf in die Blase wandern. Andererseits sind oft Frauen während und nach den Wechsel­ jahren betroffen. Der Hormonspiegel sinkt, dadurch ist das Gewebe weniger elastisch, ist dünner und verletzungs­ anfälliger. Somit funktioniert auch die

Abwehr nur eingeschränkt. Die Wahr­ scheinlichkeit, nach der Ausheilung ei­ ner akuten Blasenentzündung wieder­ holt an Entzündungen zu erkranken, liegt bei 20 bis 30 Prozent. Wichtige Intimhygiene In der Regel stammen die Erregerbak­ terien aus der eigenen Darmflora. Des­ halb hat die Intimhygiene einen hohen Stellenwert. «Bei der Intimhygiene sind einige Regeln zu beachten», sagt Dr. med. Mariele Keller, Urogynäkologin aus Zürich. So ist es wichtig, sich nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten zu reinigen, alka­ lifreie Seifen für die Intim­hygiene zu ver­ wenden, sich nur einmal am Tag zu wa­ schen und keine Wasch­lappen zu

benutzen: «Waschlappen sind bereits nach dem ersten Benutzen mit Bakterien verunreinigt. Auch String-­Tangas begüns­ tigen die Keimverschleppung vom Darm in Richtung Harnröhre und sollten von an­ fälligen Frauen unbedingt gemieden wer­ den.» Für eine unkomplizierte akute Zys­ titis sind mit Abstand am häufigsten die Escherichia-coli-Bakterien verantwortlich. Diese werden mit Antibiotika als EinmalDosis oder als Dreitages-Kur behandelt. Wenn ein Harnwegsinfekt nicht behandelt wird, können die Erreger weiter hinauf in die Niere wandern und eine Nieren­ beckenentzündung verursachen. Oder es kommt zu einer wiederkehrenden, chro­ nischen Blasenentzündung. Auch eine Reizblase kann sich als Folge einer Blasen­ entzündung entwickeln, wenn durch die antibiotische Therapie zwar die Bakterien eliminiert sind, aber die Symptome der Blasenentzündung wie Harndrang, häufi­ ges Wasserlösen oder Schmerzen beste­ hen bleiben. Von einer wiederkehrenden Zystitis spricht man, wenn eine Frau mindestens drei­ mal pro Jahr an einer Blasenentzün­ dung erkrankt. «Auch junge Frauen, bei­ spielsweise mit neuem Partner, kommen oft mit diesem Problem in meine Sprechstunde», sagt Dr. Keller. Sie be­ obachtet, dass die normale Urinunter­ suchung oft unauffällig ausfällt. Also

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Zutrauen zur Blase «Eine chronische Zystitis kann zu einer gros­sen Belastung in der Partnerschaft führen», so die Ärztin. Die Frau habe Angst, nach dem Geschlechtsverkehr wieder zu erkranken, und die Männer

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BlasenGesundheit

wollen nicht die Ursache der Erkrankung ihrer Partnerin sein. Ihre Patientinnen aus dieser Spirale der Angst und Un­ sicherheit zu führen, sei ihre Aufgabe. Oft bräuchten die Frauen nach einer erfolgreichen Behandlung eine längere Zeit, um Zutrauen zu ihrem Körper und vor allem ihrer Blase zurückzugewinnen: «Mit Geduld erreicht man in den meisten Fällen eine gute Lebensqualität», sagt die Urogynäkologin überzeugt. Lokale Hormonbehandlung Bei älteren Frauen mit chronischer Blasenentzündung wird der Infekt zunächst antibiotisch behandelt. Eventuell kann man anschliessend zur Prophylaxe mit einer niedrigeren Dosierung fortfahren. Dr. Keller behandelt Frauen während und nach den Wechseljahren wann immer möglich lokal mit dem Hormon Östro-

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macht sie Spezialuntersuchungen auf bestimmte Keime wie Mycoplasmen sowie Ureaplasmen. Diese Keime, oft Auslöser von hartnäckigen oder chronischen Blasenentzündungen, werden durch Geschlechtsverkehr weiterverbreitet. «Es ist eine grosse Entlastung für die Paare, wenn sich so ein Keim nachweisen lässt», so Dr. Keller. Die Patientin macht zusammen mit ihrem Partner eine spezifische Antibiotika-Kur: Wenn der Partner nicht mitmache, bestehe die Gefahr, dass die Bakterien immer hin und her übertragen werden.

gen. Das sei keine systemische Hormonersatztherapie, sondern örtlich begrenzt auf die Schleimhäute der Scheide und Blase. Dadurch werde das Gewebe elastischer und weniger verletzungsanfällig, was eine Basistherapie gegen Blasenentzündungen darstelle. Aber die Spezia­ listin muss Überzeugungsarbeit leisten: «Die Frauen reagieren oft zurückhaltend auf eine Hormontherapie, weil sie durch Pressemitteilungen verunsichert sind», so Dr. Keller. Schliesslich verzichte ein Diabetiker auch nicht auf sein Insulin, nur weil es ein Hormon ist. Bei wiederkehrenden Blasenentzün­ dungen ist auch die Kontrolle des Rest­urins wichtig. Der wird mittels Ultraschalluntersuchung bestimmt. «Zu erhöhten Resturinmengen nach dem Wasserlösen kann es bei Frauen beispielsweise im Zusammenhang mit einer Blasen- oder Gebärmuttersenkung kommen», erklärt Dr. Keller. Wenn immer ein Urinrest in der Blase verbleibe, sei das ein idealer Nährboden für die Bakterienvermehrung. Wenn die Ursache der Blasenentzün­dungen weiter unklar bleibt, rät sie zu einer Blasenspiegelung. Vielfach sehe sie dann eine Veränderung auf der Schleimhaut, die auf eine chronische Entzündung hinweise, auch wenn keine Bakterien nachweisbar sind. Manchmal entdeckt man auch Tumore oder Fehlbildungen der Niere und der ableitenden Harnwege. Jungen Frauen, deren Zystitis allein mit dem Geschlechtsverkehr zusammenhängt, empfiehlt Dr. Keller in manchen Fällen eine Infektprophylaxe: Das heisst, direkt nach dem Akt eine niedrige Dosis Antibiotika nehmen. Es gebe aber auch Alternativen zur Antibiotikagabe.

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Wie läuft’s?

Vom Zucker zur Beere «Ich persönlich habe überzeugende Erfolge mit der Immunmodulationstherapie», sagt die Spezialistin. Das sind Medikamente, die aus Teilen der häufigen Erreger Escherichia coli bestehen und die körpereigene Abwehr aktivieren sollen, damit der Körper effektiver auf die Entzündungskeime reagiert. Dr. Keller empfiehlt eine dreimonatige Kur mit täglich einer Tablette. «Ich setze die Immunmodulationstherapie oft direkt nach der antibiotischen Behandlung ein.» Als weitere nicht antibiotische Therapie empfiehlt die Urogynäkologin D-Mannose. Das ist eine Zuckerart, die bei Zystitis eine schonende Möglichkeit biete, die Krankheitserreger auf natürliche Art zu bekämpfen. Das Prinzip ist einfach: Die Mannose setzt sich zwischen Blasenwand und Bakterien, verbindet sich mit den Bakterien, und dann werden diese Komplexe mit dem Urin ausgespült. Entsprechend kann dieser Zucker sowohl zur Behandlung als auch zur Prophylaxe eingenommen werden. Dafür eigne sich auch die Preiselbeere. Die Gerbstoffe der Beere aktivieren die Schutzschicht in der Blasenschleimhaut und machen die Blase unempfindlicher für Keime und Entzündungen. «Es reicht aber nicht, ab und zu einmal Preiselbeeren zu essen.

Um eine möglichst gute Wirkung zu erzielen, sollten Saft, Beeren oder Dragees regelmässig eingenommen werden.» Andere präventive Massnahmen sind, nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette zu gehen, Füsse und Nieren warm zu halten, auf String-Tangas zu verzichten, synthetische Unterwäsche und Slipeinlagen zu meiden, weil sie eine feuchte Kammer schaffen, in der sich Bakterien wohlfühlen. Und ganz viel zu trinken. Ob Wasser oder Blasentee, der harntreibend wirkt – «Hauptsache genug trinken», so Dr. Keller. Sie empfiehlt eine Trinkmenge von zwei bis zweieinhalb Liter pro Tag. Auch Männer betroffen Fast könnte man meinen, nur Frauen seien von Blasenentzündungen betroffen. Das stimmt nicht. Der Urologe Dr. med. Ralph Furrer erklärt, dass mit zunehmendem Alter auch Männer an Zystitis leiden können. So führe oft eine Verengung der Harnröhre durch die Prostata zu Restharn in der Blase: «Damit entsteht ein idealer Nährboden für Keime», so Dr. Furrer. Klar ist, eine Blasenentzündung sollte in jedem Fall behandelt werden; ansonsten drohen weitere Erkrankungen.

Tipps Vorbeugung • Ausreichend trinken (2 bis 2,5 Liter am Tag): stilles Wasser, Kräuter-, Früchte- oder Blasentee, verdünnte Fruchtsäfte • Zu viel Kaffee, Schwarztee und kohlensäure­haltige Getränke meiden • Vor und nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren • Preiselbeerprodukte regelmässig einnehmen • D -Mannose-Kur • String-Tangas, synthetische Unterwäsche und Slipeinlagen meiden • Füsse und Nieren warm halten • Frauen während und nach den Wechseljahren: lokale Hormontherapie in Betracht ziehen

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Urin verlieren

Betroffene können handeln Inkontinenz ist zu einer Volkskrankheit geworden. Am unkontrollierten und ungewollten Urinverlust leiden mehr Menschen als gedacht. Marlise von Siebenthal vom Blasenzentrum Frauenfeld gibt Auskunft, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.  Katharina Schwab

Bild: Jürg Lendenmann

delt wird, als eine Drang­inkontinenz oder auch eine Reizblase (siehe Einleitungstext Seite 13).

Marlise von Siebenthal, Fachfrau für Blasen- und Intimbeschwerden im Blasenzentrum Frauenfeld.

Es tropft, fliesst, spritzt. Schätzungen zufolge leiden 500 000 Schweizerinnen und Schweizer an einer Form von Inkontinenz. Wenn ein Mensch die Kontrolle über seine Blase verliert, verliert er auch das Vertrauen in seinen Körper. Dieses wieder aufzubauen, sieht Marlise von Siebenthal als ihre Aufgabe. Sie ist Fachfrau für Blasen- und Intimbeschwerden am Blasenzentrum Frauenfeld und behandelt seit über dreissig Jahren Frauen mit Blasenschwächen. «Blasenbeschwerden bringen einen Patienten nicht um, aber sie nehmen ihm das Leben», sagt von Siebenthal. Die psychischen Folgen von Inkontinenz – in welcher Form auch immer – seien gravierend. Oft gehen die Betroffenen nicht mehr gerne aus, 18

verzichten auf Besuche, auf Sport, haben Angst vor dem Geschlechtsverkehr, weil auch dann Urin verloren gehen kann, reisen nicht mehr, verschliessen sich innerlich. «Sie lassen die Blase ihren Alltag bestimmen», so die Fachfrau. Eine Frau sollte laut von Siebenthal dann einen Arzt aufsuchen, «sobald sie beginnt, sich mit ihrer Blase zu beschäftigen», wenn sie beispielsweise extra weniger trinkt, wenn sie sehr häufig Urin lassen muss und wenn sie ihre Blase ständig «spürt» und sich im Alltag durch die Blase eingeschränkt fühlt. Bei Urinverlust muss als Allererstes die Form der Inkontinenz bestimmt werden, weil eine Belastungsinkontinenz mit Urinverlust beim Husten ganz anders behan-

Vom Pessar zur Schlinge Bei einer Belastungsinkontinenz kann Beckenbodentraining, Biofeedbacktraining und Elektrostimulation helfen, den Beckenboden besser wahrzunehmen und die richtigen Muskeln zu trainieren. Da Inkontinenzbeschwerden nicht selten im Zusammenhang mit den Wechseljahren und damit dem Hormonmangel auftreten, sei auch eine Behandlung mit lokalen Östrogenpräparaten sinnvoll, damit die Schleimhaut und das Bindegewebe aufgebaut werden, sagt von Siebenthal. Sie arbeitet auch mit Pessaren; das sind Medizinprodukte aus Silikon oder Schaumstoff, die den Beckenboden stützen. Es brauche eine gewisse Überwindung, das Pessar zu benutzen. Aber gerade, wenn eine Frau beispielsweise nur beim Sport Urin verliert, könne sie das Pessar genau für diesen Zeitraum tragen und sei damit kontinent. «Generell hilft ideal gewähltes Pessar, die Blase zu trainieren», sagt von Siebenthal. Die Patientinnen verlieren dann die Angst, Urin zu verlieren, was ihnen ermöglicht, wieder mehr zu trinken und die Blase und den Beckenboden zu trainieren. Bei schweren Formen von Belastungsinkontinenz bleibt die Möglichkeit einer Operation. Bei der soge­nannten Schlingenoperation wird in lokaler Betäubung ein netzartiges feines Band um die


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mittlere Harnröhre gelegt. Damit wird die Harnröhre stabilisiert, so dass sie beim Sport nicht mehr aufgepresst wird, kein Urin mehr verloren geht aber die Blase nach wie vor gut entleert werden kann. «Den Mut nicht verlieren» Wenn sich die Blase immer wieder un­ kontrolliert zusammenzieht, sich die Toi­ lettengänge am Tag und in der Nacht häufen, der Urinabgang aber noch kont­ rolliert werden kann, spricht man von ei­ ner Reizblase. Gerade bei jungen Patien­ ten mit einer Reizblase stelle sie vielfach fest, dass «die Blase ein Spiegel der Seele» sei, sagt von Siebenthal «ähnlich wie andere psychosomatische Krankhei­ ten, zum Beispiel gewisse Formen von Migräne, Reizdarm oder Rückenschmer­ zen». Bei solchen Fällen greift die Fach­ frau auch auf die Komplementärmedizin zurück und setzt unter anderem auf Farbtherapie.

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Eine Dranginkontinenz liegt dann vor, wenn es den Menschen nicht mehr auf die Toilette reicht. «Ja nicht den Mut ver­ lieren», sagt von Siebenthal dazu. Denn über die Ursachen von Dranginkonti­ nenz und Reizblase ist zwar noch wenig bekannt, dafür gibt es umso mehr Me­ thoden, dagegen vorzugehen. So ist bei­ spielsweise ein Trink- und Blasentraining unabdingbar. Insbesondere bei der Reiz­ blase hilft die Elektrostimulation; da­ durch wird die Beckenbodenmuskulatur stimuliert und der Blasenmuskel kann sich entspannen. Weiter arbeitet von Sie­ benthal mit Vibrationstrainings und ver­ abreicht blasenentspannende Medika­ mente. Als allerletzte Möglichkeit sieht sie die Botox-Injektion in die Harnblasen­ wand, die den Harndrang abschwächt, den Blasenmuskel entspannt und die Blase vergrössert. «Diese Behandlung wirkt sehr rasch und hält mindestens ei­ nige Monate an, mit gutem nachfolgen­

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dem Trink- und Blasentraining kann oft eine nachhaltige Wirkung erreicht wer­ den. Leider wird diese wirkungsvolle Therapie aber von den Kassen immer noch nicht bezahlt», sagt die Fachfrau für Blasen- und Intimbeschwerden.

Tipps Präventionsmöglichkeiten • Genug trinken (zwei bis drei Liter pro Tag) • Nur dann auf die Toilette gehen, wenn es dringend ist • Möglichst früh mit dem Becken­bodentraining beginnen (Übungen siehe Seite 22)

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Prostata

Das Problemorgan des Mannes

Bild: Katharina Schwab

Mit der Geschlechtsreife beginnt die Prostata zu wachsen. Wie schnell und ob gut- oder bösartig ist vor allem genetisch bedingt. Nach der ­Lebensmitte empfiehlt sich die erste Vorsorgeuntersuchung. Sie kann lebensrettend sein.  Jürg Lendenmann

Dr. med. Ralph Furrer ist Spezialarzt für Urologie FMH in Horgen, ZH.

«Die Prostata beginnt zu wachsen, sobald die männlichen Geschlechtshormone aktiv werden», erklärt Dr. med. Ralph Furrer, «doch weiss man nicht, warum bei manchen Männern die Prostata sehr gross wird, bei andern nicht. Die meisten Prostata-Patienten kommen zu mir, weil sie mehrmals in der Nacht aufstehen müssen. Weitere häufige Symptome bei einer Prostatavergrösserung sind der imperative Harndrang und das Harnstottern. Während beim Harndrang schnell das WC aufgesucht werden muss, damit nicht ungewollt Urin austritt, kann beim Harnstottern die Blase nicht in einem Strahl entleert werden.» Vorsorgeuntersuchung ab 50 Mit dem Tastuntersuch, mit Ultraschall und dem Uroflowmeter, der den Harn20

fluss misst, wird der Zustand der Prostata abgeklärt. «Darüber hinaus zeigt die Messung des prostataspezifischen Antigens (PSA-Test), wer aufgrund der Familiengeschichte und den Ergebnissen des Tastbefundes eher einen Prostatakrebs hat und wer nicht», sagt Dr. Furrer. «Auch die Anstiegsgeschwindigkeit der PSA-Werte über eine längere Zeit gibt uns einen wertvollen Hinweis, ob ein Krebs vorhanden sein könnte.» Männer sollten mit 50 zur ersten Prostata-Vorsorgeuntersuchung zum Hausarzt. «Ist bekannt, dass in der Familie Prostatakrebs aufgetreten ist, sollte sich ein Mann bereits mit 45 vom Urologen untersuchen lassen.» Medikamente bei gutartiger Prostatavergrösserung Stellt sich eine Prostatavergrösserung als gutartig heraus, wird je nach Beschwerde­ grad behandelt. Bei geringen Beschwerden können pflanzliche Medikamente eingesetzt werden (siehe Seite 22); ihre Wirkung sei jedoch verhältnismässig gering. «Wenn die Beschwerden gross sind und der Patient jung ist, wird entweder ein Alphablocker alleine verabreicht oder kombiniert mit einem 5-AlphaReduktasehemmer. Rein statistisch verbessert die medikamentöse Behandlung die Symptomatik um zehn Prozent.» Bei ­Alphablockern könne als unerwünschte Wirkung Schwindel auftreten. Die Behandlung mit 5-Alpha-Reduktase­

hemmern führe in höherer Dosierung häufig zu einem gewissen ­Libidoverlust. «Viele Patienten haben unbegründete Angst vor einer Prostataoperation», sagt der Urologe, «vor allem weil sie befürchten, nachher impotent zu sein. Doch die Zahlen zeigen: Die Impotenzrate ist nach der Operation gleich wie vor der Operation. Was aber nach der Operation nicht mehr auftritt, ist ein ­Samenerguss; es gibt nur noch einen ‹plaisir sec › – einen trockenen Orgasmus.» Operationsmethoden «Bei der Operation der gutartigen Prostatavergrösserung ist der Goldstandard die transurethrale Resektion der Prostata (TURP): Bei ihr wird das Prostatagewebe durch die Harnröhre mit einer elektrischen Drahtschlinge ‹abgehobelt›. Eine andere bekannte minimalinvasive Methode verwendet einen KTP-Laser, der das zu entfernende Gewebe verdampft», erklärt Dr. Furrer. Die Resultate dieser beiden kleinen Operationen seien die gleichen; der Vorteil der TURP liege darin, dass das abgeschabte Gewebe untersucht werden könne, wobei noch relativ oft Tumoren entdeckt würden. Sei die Prostata über 100 Gramm gross, werde eine «grosse» oder «offene» Pros­ tataoperation durchgeführt – eine bewährte Operation, die jedoch am Verschwinden sei, da heute Männer viel früher in die Sprechstunde kommen und sich operieren lassen wollen.


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Diagnose Prostatakrebs Besteht nach dem Tastbefund oder ­einem hohen PSA-Wert ein Verdacht auf Prostatakrebs, werden über den Enddarm mit einer «Pistole» sechs bis zwölf Gewebeproben entnommen. «Die Prozedur ist in der Regel schmerzlos, wird ambulant ausgeführt und dauert nur drei Minuten», sagt der Spezialist. «50 Prozent aller 70-jährigen Männer ­haben einen Prostatakrebs; er ist der häufigste bösartige Tumor beim Mann. Da er in der Regel ganz langsam wächst, braucht es nicht in jedem Fall eine Therapie.» Während bei Männern ab 75 Jahren abgewartet und das Fortschreiten des Krebswachstums beobachtet werde, sollte bei jüngeren Patienten, deren ­Lebenserwartung über zehn Jahre liegt, der Prostatakrebs behandelt werden. Hormontherapie: «Fehlen männliche Hormone (Testosteron und andere An­ drogene), stellen Prostatakrebszellen ihr Wachstum ein», so der Spezialist. «Es wird bei einer ‹Anti-Hormon-Behandlung› entweder das androgenproduzierende Gewebe der Hoden entfernt (chirur­gische Kastration) oder die Bildung der männlichen Hormone medikamentös gestoppt (chemische Kastration) – eine Behandlung, die alle drei bis sechs Monate erneuert werden muss (Spritzen).» Während eine Hormontherapie bei älteren Männern angewandt werde, sollten jüngere Männer zwischen 45 und 75 kurativ behandelt werden. Prostatakrebsoperation: Das Krebsgewebe wird entweder über einen Bauchschnitt, mit einer Schlüsselloch-Opera-

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tion oder computerassistiert (Roboter, Da Vinci) entfernt. «Wie man es macht, spielt keine Rolle», sagt der erfahrene Operateur. «Das Resultat muss überzeugen: Der Tumor muss entfernt sein, der Patient darf nicht unkontrolliert Urin verlieren und die Potenz soll sich, wenn möglich, nicht verschlechtert haben.» Gegenüber dem Bestrahlen habe eine Operation den Vorteil, dass man das entfernte Gewebe histologisch untersuchen könne. Bestrahlen: Beim Bestrahlen von aus­ sen wie von innen wird nicht nur das Krebsgewebe, sondern auch umliegendes Gebiet bestrahlt. «Das kann zu unerwünschten Nebenwirkungen in der Harnröhre, der Blase oder dem Darm

führen», sagt der Urologe. Ein weiterer Nachteil der Bestrahlungsmethode sei, dass im bestrahlten Gebiet später nicht mehr operiert werden könne. Prostatakrebs: gut im Griff «Den Prostatakrebs hat man heute gut im Griff», zieht Dr. Furrer Fazit. «Vor allem wenn man ihn früh erkennt. Die Prostata­ krebsoperation, gleich um welche Methode es sich handelt, ist heute so weit entwickelt, dass sie mehr als zumutbar ist. Früher wurde sie bis zu einem Alter von 70 Jahren empfohlen, heute operiert man Patienten bis 75 Jahre.»

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Gut zu wissen

Tipps für gesunde Harnwege

Über Erkrankungen der Harnwege wird noch zu wenig gesprochen. Wir zeigen Ihnen, wo Sie weiterführende Informationen zum Thema finden können und geben hilfreiche Tipps.

Beckenbodentraining

Hilfreiche Arzneipflanzen

Bevor Frau mit dem Beckenbodentraining beginnt, sollte sie die richtige Muskelpartie kennen. Folgende Übung dazu:

Unkomplizierte Blasenentzündung Die Wirkung von Cranberry-Saft (Moosbeere, Preiselbeere; s. auch S. 15) sowie einer Kombination von Kapuzinerkresse und Meerrettich wurde in mehreren klinischen Studien untersucht. Teeauszüge aus Echter Goldrute (Solidago virgaurea; s. Bild unten) werden bei leichten Beschwerden und einer geringen Keimzahl (unter 105/ml) zum Ausschwemmen von Keimen (Durchspültherapie) angewendet; neben ­ihrer harntreibenden Wirkung besitzt die Heilpflanze auch krampflösende und entzündungshemmende ­Eigenschaften und ist ein häufiger Bestandteil von Blasen-/Nierentees. Auch die Blätter der Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) gelten als Harndesinfektionsmittel.

Die Schliessmuskeln zusammenkneifen, als ob der Harnstrahl angehalten würde. Wenn es die richtigen Muskeln sind, sollten Sie eine leichte Hebung oben und innen am Becken spüren. Körperteile wie Po und Bauch sollten sich dabei möglichst nicht bewegen. Übung 1 Sie sitzen, stehen oder liegen und spannen den Beckenboden so stark wie möglich an. Diese Übung zehnmal wiederholen und die Muskeln jeweils sechs bis acht Sekunden anspannen. Übung 2 Aufrecht hinstellen, Beine spreizen und die Hände auf das Gesäss legen. Nun die Beckenbodenmuskeln nach oben und innen ziehen. Dabei kontrollieren die Hände, dass die Gesässmuskulatur stillhält. Übung 3 Flach auf den Bauch legen und ein Bein anwinkeln. Abwechslungsweise die Bauch-, Gesäss- und Beckenbodenmuskeln für jeweils zwei bis drei Sekunden halten. Diese Übung mindestens achtmal wiederholen. Übung 4 Mit leicht geöffneten Beinen auf den Boden knien, die Füsse berühren sich. Den Kopf auf die Hände legen, das Gesäss anheben und die Knie zusammenziehen, indem die Beckenbodenmuskeln angespannt werden. Diese Übung mindestens achtmal wiederholen.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

Leichte Prostatabeschwerden Pflanzliche Arzneien haben in der Behandlung leichter Prostatabeschwerden eine lange Tradition und gelten als nebenwirkungsarm. Eingesetzt werden BetaSitosterol (pflanzliches Sterin), Kürbissamen, Brennnesselwurzeln und Sägepalmenfrüchte. Quelle: Pschyrembel

Wissenswertes rund um die Prostata www.prostata.de

Übung 5 Mit leicht angezogenen Knien auf den Rücken legen. Beim Ausatmen das Gesäss heben und den Bauch für zwei bis drei Sekunden einziehen. Diese Übung mindestens achtmal wiederholen. Übung 6 Im Schneidersitz sitzen, den Rücken gerade halten und mit den Händen abstützen. Nun die Beckenbodenmuskeln nach oben und innen heben. Diese Übung mindestens achtmal wiederholen. Quelle: www.frauenaerzte-im-netz.de Bild: Echte Goldrute (Solidago virgaurea) © emer / Fotolia.com

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Vista Dossier

Nr. 7 / September 2012

Wie läuft’s?

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Blasenschwäche: Was tun?

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– im Stehen Die Pibella®-UriniersystemeUriniersystem haben sichfür alsFrauen praktische Uri- oder Sitzen Female urination system – standing or sitting nierhilfe für Frauen im Stehen, Sitzen oder Liegen erwiesen und haben sich auch im Klinikeinsatz und auf Reisen bewährt. Dank der Formgebung wird Pibella fast automatisch richtig platziert; die sanfte, anatomisch geformte Andocköffnung umschliesst den Harnausgang komplett. Der Harnstrahl wird sauber über das Röhrchen abgeleitet. Bei Pibella Comfort wird der Urin im Urinbeutel aufgefangen und kann mit dem Deckel Uriniersystem für Frauen – im Stehen ode dicht und geruchsneutral verschlossen werden.

Wenn Sie an Blasenschwäche leiden, dürfen Sie auf keinen Fall weniger trinken. Holen Sie sich frühzeitig Rat bei Fachpersonen in Apotheke oder Drogerie, einer Arztpraxis oder einer entsprechenden Fachstelle (siehe unten).

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Blasenzentrum Frauenfeld, Frauenklinik Kantonsspital, 8501 Frauenfeld Tel. 052 723 70 60, www.blasenzentrum-frauenfeld.ch Die Broschüre «Harnverlust und Blasenbeschwerden der Frau» kann gratis bestellt werden. Schicken Sie entweder ein frankiertes Rückantwortkuvert oder senden Sie ein E-Mail an info@blasenzentrum-frauenfeld.ch

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Gesellschaft für Inkontinenzhilfe, Schweiz Bruggenmattweg 32, 8906 Bonstetten Tel. 056 496 46 73, www.inkogesellschaft.ch Schweizerische Gesellschaft für Blasenschwäche Gewerbestrasse 12, 8132 Egg Tel. 044 994 74 30, www.inkontinex.ch

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Question Question

Answers Answers

3.3. Wo Wo lassen lassen SieSie sich sich bei bei Harnwegserkrankungen Harnwegserkrankungen behandeln? behandeln?

Resultate Vista-Umfrage

Stebler.net GmbH · Geisshaldenweg 24 · CH-5242 Lupfig Tel. +41 56 427 48 80 · Fax +41 56 427 48 81 3.3. Wo Wo lassen lassen SieSie sich sich bei bei Harnwegserkrankungen Harnwegserkrankungen behandeln? behandeln? contact@pibella.com · www.pibella.com

Question Question

Wir freuen uns, Ihnen auf dieser Seite einige Resultate der letzten Vista-Onlineumfrage zum Thema «Harnwegserkrankungen» vorstellen zu können. Die Konsumenten haben folgendermassen geantwortet:

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Wo lassen Sie sich bei Harnwegserkrankungen behandeln? Hausarzt 

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Facharzt (Urologe)  Frauenarzt  Drogerie 

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Apotheke 

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Naturheilarzt 

4%

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4.4. Welche Welche Therapieansätze Therapieansätze bevorzugen bevorzugen SieSie bei bei Harnwegserkrankungen? Harnwegserkrankungen?

Welche Therapieansätze bevorzugen Sie bei Harnwegserkrankungen? 4.4. Welche Welche Therapieansätze Therapieansätze bevorzugen bevorzugen SieSie bei bei Harnwegserkrankungen? Harnwegserkrankungen? 0% 0%

Kombination aus schul- und komplementärmedizinischer Therapie 0% 0% Schulmedizinische Therapie Komplementärmedizinische Therapie

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Rheumaliga Schweiz informiert

Auch wenn Muskeln und Gewebe schmerzen: Fibromyalgie-­Kranke sollten sich vermehrt bewegen. Körperliche Aktivität steigert die Ausdauer, verbessert die Schlafqualität und hilft, positive Seiten des Lebens verstärkt wahrzunehmen.

Diffuser Schmerz

Vielschichtige Therapie Oft steht die Diagnose «FibromyalgieSyndrom» erst nach einer langen Odyssee von Arzt zu Arzt fest. Bis heute sind die Ursachen der noch nicht heilbaren Krankheit ungeklärt. Störungen in der Stressverarbeitung scheinen eine gros­se Rolle zu spielen. Bei der Therapie der ­Fibromyalgie sind Medikamente nur ­einer der vielen Bausteine. Zur multimodalen Schmerztherapie gehören ebenso die ärztliche Betreuung, Psychotherapie, Entspannungsverfahren, Trainingstherapie – und die Bewegung im Alltag. Regelmässige körperliche Aktivitäten helfen erwiesenermassen, die Beschwerden zu lindern oder besser damit zurechtzukommen. Schritt für Schritt das Leben meistern Doch wie motiviert man Patientinnen mit Weichteilschmerzen, sich mehr zu 24

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Zermürbende Schmerzen in Muskeln und Gewebe sind das Hauptsymptom der ­Fibromyalgie. Betroffen von der chronischen Krankheit sind in der Schweiz bis zu 400 000 Menschen – deutlich mehr Frauen als Männer. Die meisten Fibromyalgie-Kranken zeigen zusätzlich Symptome, für die der Arzt keine körperliche Ursache findet: zum Beispiel chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen oder Gedächtnisprobleme.

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Fibromyalgie: Sich bewegen hilft

Aktionswoche Rheuma 2012: Fibromyalgie – wenn alles schmerzt Fibromyalgie: Wenn alles schmerzt Öffentlicher Gesundheitstag Eintritt frei Montag, 3. September 2012 Inselspital Bern

Die zarte Fruchthülle der Physalis symbolisiert die Dünnhäutigkeit und Empfindlichkeit der Fibromyalgie-Kranken.­

Vom 3. bis 11. September 2012 können sich ­Betroffene und Interessierte an zwölf Orten in der ganzen Schweiz (Bad Zurzach, Basel, Bern, Fribourg, Genf, La Tour-de-Peilz, Lugano, Rheinfelden, Schinznach, St. Gallen, Weinfelden und Zürich) umfassend über die Krankheit informieren. Weitere Informationen: www.rheumaliga.ch oder Tel. 044 487 40 00

bewegen? «Wir schlagen ihnen vor, die Inten­sität und Dauer einer Alltagsaktivität ­allmählich zu erhöhen», sagt die dipl. Physiotherapeutin Barbara Zindel von der Rheumaliga Schweiz. «So können sie aus dem Teufelskreis ‹Passivität – mehr Schmerzen – Schlafstörungen – Müdigkeit – noch mehr Passivität› herausfinden. Bewährt haben sich Schrittzähler, mit denen sich Patientinnen überprüfbare Ziele setzen können, z. B. jeden Tag 100 Schritte mehr. So steigt die Ausdauer schnell, und sie weckt Lust auf mehr ­Aktivität.» Sich mit Spass bewegen lenke vom Schmerz ab, zudem verbessere sich die Schlafqualität.

Mehr Bewegung heisse nicht zwangs­ läufig weniger Schmerzen – doch würden sie weniger wahrgenommen, da­ der Schmerz nicht mehr im Zentrum steht. Ideale Bewegungsformen seien solche, bei denen der ganze Körper harmonisch belastet werde, etwa Nordic Walking, Spazieren, Wandern, Velofahren, Schwimmen, Wassertherapien, Yoga oder Qi Gong. «Ideal ist», ergänzt die Physiotherapeutin Barbara Zindel, «wenn in einem Kurs auf die Bedürfnisse der Fibromyalgie-Kranken eingegangen werden kann. Die Rheumaliga Schweiz bietet rund 3000 Bewegungsangebote an und schult Leiterinnen und Leiter entsprechend.»


7.– 10. September 2012

EXPO

G E S U N D H E I T

E R LE B E N !

Das grösste Gesundheitserlebnis der Schweiz!  Ganz natürlich: Natur-Corner  Aussagekräftige Fach-Tests  Spannende Vorträge  Professionelle Beratung  Gratis Rikscha-Fahrt

Öffnungszeiten Freitag, 7. Sept., bis Montag, 10. Sept. 2012 Freitag Samstag Sonntag Montag

14.00 – 21.00 Uhr 9.00 – 18.00 Uhr 9.00 – 18.00 Uhr 9.00 – 17.00 Uhr

GUTSCHEIN Mit diesem Gutschein erhalten Sie und Ihre Begleitperson einen ermässigten Eintritt von CHF 8.– pro Person (Normaltarif CHF 16.–).

Veranstaltungsort StageOne Event & Convention Hall in Zürich-Oerlikon. Hinter dem Bahnhof, neben der ABB-Halle

Einzulösen direkt an der Messekasse.

www.vistaexpo.ch

7.– 10. September 2012

EXPO

G E S U N D H E I T

E R LE B E N !

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Nr. 7 / September 2012

Vista EXPO

Möchten Sie gerne Ihre gesundheitliche Situation testen? Sind Sie generell an Gesundheit interessiert? Dann dürfen Sie die Vista EXPO vom 7. bis 10. September auf keinen Fall verpassen. Kommen Sie und geniessen Sie das Erlebnis.  Daniel Späni

Gesundheit erleben Eine Messe voller Überraschungen «Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.» Diese Weisheit des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer (1788 –1860) hat noch heute Gültigkeit – und wie. Wer will nicht gesund bleiben, am besten bis ans Lebensende? Zum sich gesund erhalten gehört auch das Wissen. Wissen über den eigenen Körper, Wissen über verschiedene Methoden, Wissen über Heilmittel.

(denr Vortragsplan und den Zeitplan finden Sie auf Seite 28). Auch für Besucherinnen und Besucher, die mehr über die komplementärmedizinische Seite wissen wollen, gibt es interessante Vorträge. So beispielsweise über Schüssler-Salze, Spagyrik, Antroposophie, Omega-3-Fettsäuren und viele mehr. Nach jedem Referat werden die Fachpersonen noch für Fragen zur Verfügung stehen.

Spannende Vorträge Das Ziel der diesjährigen Gesundheitsmesse Vista EXPO ist es, dieses Wissen in allen Bereichen zu vergrössern. Namhafte Fachpersonen und Ärzte werden Referate zu Themen wie trockene Augen, Blutdruck, Rückengesundheit, Krampfadern, Herz und Sport oder Atemwege halten

Was stimmt, was nicht Der Entdeckergeist von jedem und jeder ist gefragt. Über 75 Aussteller werden mit Gesundheitstests, Produkteneuheiten und einigen Überraschungen aufwarten. Wer möchte nicht wissen, wo was im Körper stimmt – oder eben nicht? Die Besucher sind eingeladen, aus ei-

nem vielfältigen Angebot die Tests zu machen, die für sie wichtig sind. Beispielsweise werden drei InBody Körpermessgeräte vorhanden sein, mit denen eine Muskel-Fett-Analyse oder eine Körperzusammensetzungs-Analyse gemacht werden kann. Und der Sinnesparcours bietet für alle Sinne etwas. Dieses Jahr neu ist der Naturcorner. In dieser «grünen Ecke», wie sie auch genannt wird, gibt es alles rund um die Komplementärmedizin und Naturkosmetik zu entdecken. Und an der dort angesiedelten Bar kann dem Durst mit Cocktails aus natürlichen Säften entgegengewirkt werden.

7.– 10. September 2012

EXPO

G E S U N D H E I T

E R LE B E N !

Freitag, 7. September, bis Montag, 10. September 2012 in der StageOne Event&Convention Hall Zurich, einer restaurierten Fabrikhalle im früheren ABB-Areal in Zürich-Oerlikon, drei Minuten vom Bahnhof Oerlikon entfernt. Es hat auch Parkplätze und Tiefgaragen, aber wir empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, ab Bahnhof Oerlikon mit asiatischen Fahrrad-Rikschas transportiert zu werden. Die Liste mit allen Ausstellern und den Hallenplan finden Sie auf der Homepage www.vistaexpo.ch. Öffnungszeiten: Freitag, ab 14 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag, ab 9 bis 18 Uhr, sowie Montag, ab 9 bis 17 Uhr.

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Genug Zeit einberechnen Die Messe wird vier Tage laufen. Charlotte B. aus Engstringen kam letztes Jahr an die Vista EXPO, hatte allerdings nur zweieinhalb Stunden eingerechnet. «Viel zu wenig», sagte sie damals, «beim nächsten Mal rechne ich mindestens einen halben wenn nicht gar einen ganzen Tag ein, damit ich alle Tests machen kann, die mir wichtig sind und noch ein paar Vorträge hören gehen kann.» Egal, wie lange man an der Vista EXPO bleibt, irgendwann meldet sich der Magen. Um das leibliche Wohl der Besucher und Aussteller ist das Kochmobil von Christoph Hager besorgt. Die Köche von C.Ha.-Gourmet bereiten frische Pasta mit verschiedenen Saucen zu, auf dem Feuer grillieren sie Kalbsbratwürste

und Rindfleischspiesse, und für Gesundheitsbewusste gibt es Hirtensalat und frischen Fruchtsalat: alles frisch gekocht und aus biologischen Anbau. Ein letzter Tipp Wenn Sie zu den Glücklichen gehören und in der Mitte dieses Heftes einen Einhefter mit 48 Bons finden mit Gutscheinen, Wettbewerben und Eintrittsvergünstigungen an die Messe, können Sie diese an der Vista EXPO einlösen. Wenn Sie keine Bons vorfinden, können Sie an der Kasse beim Eingang einfach danach fragen und erhalten diese kostenlos. Kommen Sie an die Vista EXPO und profitieren Sie, damit nicht alles nichts ist – frei nach Schopenhauer. Impressionen 2011

Unsere wichtigsten Medienpartner an der Vista EXPO:

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7.– 10. September 2012

Vorträge

EXPO

G E S U N D H E I T

E R LE B E N !

Freitag, 7. September 2012 Zeit

Thema

Referent

Vortragsraum

15.00

Omega-3-Fettsäuren und Konsequenzen bei einem Mangel

Dr. med. Sedat Sevimli, DOETSCH GRETHER AG

4

16.00

Offene Beine und Krampfadern – Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Dr. med. Jürg Traber, Direktor, Venenklinik Bellevue, Kreuzlingen

1

17.00

Spagyrische Essenzen

Tobias Rutkowsky, Heilpraktiker, Spagyros

4

18.00

Das trockene Auge – Ursachen und Behandlung

Dr. med. Dietmar Thumm, Augenarzt Praxis Dr. Thumm

1

Samstag, 8. September 2012 Thema

Referent

Vortragsraum

11.00

Zeit

Blutdruck, Blutfette & andere Risikofaktoren fürs Herz

PD Dr. med. Isabella Sudano, Klinik für Kardiologie, Universitätsspital Zürich

1

12.00

Naturkosmetik echt natürlich und Fairtrade?

Silke Nickel, Aroma-Gesundheitspraktikerin, PRIMAVERA LIFE

4

14.00

Obere Atemwege: Schnarchen, Infekte, Polypen

Prof. Dr. med. M. Gericke Estermann, faceclinic

1

15.00

Highlights der Schüssler-Therapie

Walter Käch, eidg. dipl. Drogist, Schüssler-Experte, Selbstständiger Schüssler-Ausbildner

4

16.30

Einfluss von Strath auf den Knochenbau

Martin Bernhard, eidg. dipl. Drogist, Bio-Strath AG

4

Sonntag, 9. September 2012 Thema

Referent

Vortragsraum

11.00

Zeit

Rückengesundheit

Dr. med. Markus Rühli, Wirbelsäulen-und-Schmerz-Clinic-Zürich

1

12.00

Säure-Basen-Haushalt – der leichte Einstieg!

Adina Herzog, dipl. Ernährungsberaterin HF, Biotta AG

4

15.00

Highlights der Schüssler-Therapie

Walter Käch, eidg. dipl. Drogist, Schüssler-Experte, Selbstständiger Schüssler-Ausbildner

4

15.30

Herz & Sport

Dr. med. Christian Schmied, Klinik für Kardiologie, Universitätsspital Zürich

1

16.30

Anthroposophie – im Einklang mit Mensch und Natur

René Schwarz, kant. geprüfter Naturarzt, Naturarzt Schwarz

4

Thema

Referent

Vortragsraum

11.00

Gesund schlafen

Dr. Peter Gündner, Leiter Medical-Center Alpentherme Leukerbad

1

12.00

Naturkosmetik echt natürlich und Fairtrade?

Silke Nickel, Aroma-Gesundheitspraktikerin, PRIMAVERA LIFE

4

15.00

Spagyrische Arzneimittel

Gabriella Klausberger, Drogistin HF, HEIDAK AG

4

15.30

Offene Beine und Krampfadern – Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Dr. med. Jürg Traber, Direktor, Venenklinik Bellevue, Kreuzlingen

1

Montag, 10. September 2012 Zeit

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Gewinnen Sie einen Aufenthalt im VICTORIA-JUNGFRAU Grand Hotel & Spa Interlaken im Wert von CHF 4000.– Geniessen Sie zwei Übernachtungen in einer unserer luxuriösen Bel Air Suiten mit Frühstück inkl. 2 Dinner für 2 Personen. Entdecken Sie eine Oase von Ruhe und Entspannung. Wir verwöhnen Sie mit kostbaren Gerichten und einer 3-stündigen Behandlung im SENSAI SELECT SPA. www.victoria-jungfrau.ch Und so sind Sie an der Verlosung dabei: Senden Sie eine SMS mit dem folgenden Text: VISTA7 (Abstand) und das Lösungswort (Beispiel: VISTA7 FITNESS) an 919 (CHF 1.50/SMS) oder wählen Sie die Tel.-Nr. 0901 333 121 und nennen Sie das Lösungswort, Ihren Namen, Ihre Adresse und private Tel.-Nr. (CHF 1.50/Anruf, Festnetztarif), oder Gratisteilnahme per Wap: http://win.wap.919.ch. Teilnahmeschluss: 30. September 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

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Nr. 7 / September 2012

Vista Life

Liebe, Leben, Las

Frauen sind anders, Fette Bettwanzen Insektenfreunde finden abseits luxuriöser Ferienorte die Erfüllung ihrer geheimsten Träume, die Freundschaft von Insekten in unvorstellbarer Form und Anzahl. Eine Tauglichkeitsprüfung der Reisebegleitung ist angebracht. Andy Stuckert

Vorsichtig steuern wir unser altes Vehikel auf eine riesige dunkle Wolke zu, welche sich wenige Zen­ timeter über der staubigen Strasse bewegt, Regen ist nicht in Sicht. Knirschend prallen die libellen­ artigen Flieger in die Frontscheibe, gross wie Brat­ würste, der Kühlergrill ist sofort verstopft. Ein paar landen auf unserer Begleitung. Kurz bevor sie in Ohnmacht fällt, würgt sie uns, wir verlieren die Be­ herrschung. Der Strassengraben ist kein bequemer Rastplatz, reicht jedoch für gekonnte Wiederbele­ bungsmassnahmen. Tausend Kilometer und nach Riesenheuschrecken, Gottesanbeterinnen und Un­ bekanntem später ist das verlockende Meer er­ reicht, die Verfassung unserer Dame ist gründlich ramponiert. Der menschenleere Strand spendet romantischen Trost, in freudiger Erregung entledi­ gen wir uns der schweissnassen Kleidung. Nur Mi­ nuten später ist jede Stelle unserer Körper mit di­ cken schwarzen Fliegen besetzt, ein beherzter Sprung ins eiskalte Wasser verspricht Rettung. Mit folgenschweren Versprechungen, unter anderem die Freiheit im Land der unbegrenzten Möglichkei­ ten zu genies­sen, durchqueren wir auch noch den Rest des Fliegenkontinents. Wie im Film Die aufgebretzelte Blondine hohen Alters hüstelt diskret, als sie uns den Schlüssel zum verlasse­ nen Motelzimmer überreicht, Unverheiratete be­ kommen hier normalerweise kein Doppelzimmer. Der Wind treibt Grasballen über den Platz und die

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Holzdielen knirschen. Ergriffen drehen wir am Kugel­g riff und die letzten Sonnenstrahlen bre­ chen im Staub, seltsame Schatten huschen über den Boden. Mit angezogenen Beinen und star­ rem Blick auf das riesige aber vergammelte Bett sitzt die Mitreisende auf dem einzigen Stuhl. Ka­ kerlaken sind neugierig, unser Gepäck eine will­ kommene Abwechslung. Der Lösungsvorschlag, die Nacht auf den Liegesitzen des alten Strassen­ kreuzers zu überstehen, belohnt uns mit einem gigantischen Sonnenuntergang im wilden Wes­ ten, Autokino ganz ohne Strom. In dieser Nacht hatten wir viel Zeit, um über die Vorzüge zukünf­ tiger Reisebegleiterinnen nachzudenken; neben gutem Aussehen und hoher Sozialkompetenz sollte sie auch noch einen ungetrübten Sinn für Flora und Fauna haben, kulinarische Unbefangen­ heit wäre ebenfalls ein Plus. Reisen bildet erheb­ lich mehr als im Voraus anzunehmen ist, uner­ wünschte Erfahrungen und Nebenwirkungen lassen sich auch gut in den persönlichen Alltag integrieren. Glücklicherweise wurden wir aus di­ versen Gründen von einigen Versprechen entbun­ den, das Auftauchen von Elefantenmücken hat sich seither drastisch reduziert. Abends können wir auch alleine in unserem Doppelbett Freude haben, stellt sich Besuch eines süssen Käferchens ein, wollen wir das Lager sogar hemmungslos tei­ len. Ganz frei von Vorurteilen sind wir jedoch nicht, wir leiden nämlich an einer unverarbeite­ ten Abneigung gegen fette Bettwanzen.


ter  Männer sowieso Echte Laustante Ein Sack Flöhe hüten ist einfacher als Kinder im Ferienlager zu betreuen, neben Fremdsprachen ist der Umgang mit allerlei Viehzeug gefragt. Hobbypsychologen raten nur multiresistenten Müttern zur Annahme des Jobs.  Sandra Poller

«Unglaublich was die eben gesagt hat», japst Bea und hämmert das Telefon auf den Tisch. «Ihre Toch­ ter hat Läuse, na und, deshalb brauchen wir sie nicht anzurufen, das ist bei Kinder in diesem Alter völlig normal.» Zufällig hat Bea bei dem Mädchen die Kopfläuse entdeckt, als es aus dem Schwimm­ becken gekommen ist. Nun studiert sie die Zimmer­ liste, alle Kinder im gleichen Raum müssen wir un­ tersuchen. Als Chefin des Ferienlagers ist sie auch für die Gesundheit zuständig, gleich am nächsten Morgen besorgen wir uns in einem Fachgeschäft die entsprechenden Gegenmittel. Nicht mit meiner Schere Trotz intensivem Einsatz der chemischen Keulen lassen sich die Läuse nicht aus dem langen und dichten Haar des Mädchens entfernen, «ab­ schneiden, auch auf die Gefahr hin, dass ich nach­ her eine Klage wegen Körperverletzung am Hals habe», beschliesst Bea nach dem Frühstück, «hof­ fentlich hat dieses Kaff auch einen Frisörsalon.» Wir fragen beim nahen Bäcker nach. Lachend ver­ neint er unsere Frage und meint bemerken zu müssen, als feine Stadtladys wären wir mit die­ sen Viechern sicher überfordert. Telefonisch kon­ taktieren wir das Haarstudio in der nächsten Ort­ schaft und erklären offen den Sachverhalt. Aus hygienischen Gründen und zur Sicherheit ihren Kunden gegenüber kann die Inhaberin uns keine Hilfe anbieten, dafür gibt sie uns die Adresse ei­ ner praktizierenden Laustante.

Ferienlager mit Folgen Elsbeth ist eine eloquente Dame und hat als ehe­ malige Lehrerin die Sache im Griff, Spezialkämme und Geduld sind ihre Stärken. Nach zwei Stun­ den intensiven Kämmens gibt sie auf. «Auch wenn es mich meine Lizenz als Lagerleiterin kostet, ab­ schneiden», entscheidet Bea. Die bitteren Tränen des Mädchens sind kaum zu ertragen, «mach dich nützlich und kläre die anderen Kinder auf, was nun alles passieren wird.» Nachdem ich verspro­ chen habe, dass kein Kind eine Glatze bekommt, beruhigt sich die Meute wieder und ich kann die Kinder zur Kontrolle einteilen. «Jetzt dürfen wir noch den ganzen Papierkram erledigen», seufzt Bea und gönnt sich einen kleinen Schlummer­ trunk. «Ist doch toll, wenn dein Kind mit einer Ein­ ladung zur Lauskontrolle nach Hause kommt. Dazu dürfen wir noch alle betreffenden Schulen und Lehrer informieren. Start mal deinen Com­ puter, das wird ein langer Rapport.» Am letzten Abend können wir zum ersten Mal entspannt die Beine hochlagern. «Für alles brauchst du heute ein Di­plom, aber Kinder kannst du ohne jegliche Ahnung aufziehen. Wenn das Kind Glück hat, trifft es ab und zu auf dumme Kühe wie wir, die alles wieder ins Lot bringen, gesellschaftliche Verant­ wortung nennt sich denn das, zum Wohl.» Die tödlichen Blicke der betroffenen Mutter am Bahn­ hof kann Bea verkraften, «dafür ist ihr Styling ab­ solut perfekt, auch eine Leistung.»

Die Beschäftigung mit Unwichtigem erlaubt Andy Stuckert wohlwollende Worte über diverse Künstlerinnen zu verfassen. Freude hat er an den Reaktionen der Leserinnen und Leser, manche erleben fast haarscharf die gleichen Geschichten. Das privat finanzierte Fitnesstraining zahlt sich langsam aus, ein gestärkter Rücken hat unbezahlbare Vorteile.

Sandra Poller geniesst ihren ersten Arbeitsurlaub, Malunterricht im Jura steht auf dem Programm. Ein digitaler Heiratsantrag schmeichelt ihr, aber als Ersatzmutter und Hotel­ betreiberin verspricht sie sich keine gleich­berechtigte Zukunft. Wasser im Keller benötigt ihre handwerklichen Fähigkeiten, eine Grube im Garten ist schon ausgebuddelt.

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Nr. 7 / September 2012

Gesundheitspolitik

Das kann passieren: Dem Patienten A wird ein Medikament vergütet, dem Patienten B das gleiche nur teilweise und dem Patienten C gar nicht. Damit entsteht für die Patienten Rechtsunsicherheit und Rechtsungleichheit. Was ist zu tun?  Hans Wirz

Stossende Willkür Bild: zVg

Versicherungsschutz je nachdem?

Interview mit: Doris Seltenhofer, Managing Director der Merck (Schweiz) AG. Merck ist mit 443 Jahren das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

Eine neue bundesrätliche Verordnung im Gesundheitswesen gibt zu Reden. Medikamente, die noch nicht auf die Spezialitätenliste aufgenommen sind und damit grundsätzlich von der obligatorischen Grundversicherung noch nicht vergütet werden, können nach Artikel 71a/b KVV (Verordnung über die Krankenversicherung) in freiem Ermessen der einzelnen Krankenversicherer vergütet werden, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Konkret bedeutet dies, dass die Versicherer den Nutzen eines Medikamentes und dessen Vergütungshöhe in der Grundversicherung selbst bestimmen können. Die Kritiker dieser Verordnung bemängeln, dass damit eine Vergütung solcher Medikamente im Rahmen der Grundversicherung willkürlich erfolgt. Vista hat zum Thema die Fachfrau Doris Seltenhofer befragt. Was ist die Spezialitätenliste? Auf dieser Liste sind alle Medikamente aufgeführt, die von der Grundversicherung vergütet werden. 32

Und wann werden diese in die Spezialitätenliste aufgenommen? Gemäss dem Krankenversicherungs-Gesetz KVG müssen Medikamente – wie alle anderen medizinischen Leistungen –, wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein. Will ein Unternehmen ein Medikament auf den Markt bringen, muss es vorerst ein entsprechendes Gesuch mit ausführlichen Studienresultaten an die Zulassungsbehörde Swissmedic zur Registrierung richten. Dann ist das Medikament akzeptiert und auf der Liste? Nein. Genehmigt Swissmedic aufgrund der Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten die Registrierung, ist das Medikament zwar zur Vermarktung in der Schweiz genehmigt, es ist aber noch nicht auf der Spezialitätenliste. Über diesen nächsten, zweiten Schritt entscheidet das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Diese Amtsstelle befindet über die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit eines Medikamentes. Kommt das BAG zu einem positiven Befund, wird ein Medikament auf die Spezialitätenliste aufgenommen. Und ein Medikament, das auf die Spezialitätenliste aufgenommen ist, muss von den Krankenkassen im Rahmen der obligatorischen Grundversicherung vergütet werden. Therapien, von denen bei schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten ein grosser Nutzen erwartet wird, müssen von der Krankenversicherung aber auch bezahlt werden, wenn sie nicht auf der Spezialitätenliste sind, wenn (noch) keine Alternative verfügbar ist. Dies regelt neu der Artikel 71a/b KVV. Was sagt der im Kern aus? Dass jede Krankenkasse den Nutzen eines Medikamentes frei beurteilen kann und ob sie die entsprechenden Kosten übernehmen will, bis zu welchem Betrag und für welche Zeitdauer.


Das wollen Patientinnen und Patienten Zur Erinnerung an die Erbringer von medizinischen Leistungen: Die Patientinnen und Patienten wollen • Berechenbarkeit, also Wissen darüber, was sie erwarten können; • Sicherheit, dass alle gleich behandelt werden; • Fortschritte in der Behandlung, also kreative Ärzte, Forscher und Pharmaunternehmen; • keine Rationierung, auch nicht im Alter; • dass Therapien das bringen, was sie versprechen und kosten; • einfache medizinische Lösungen, möglichst ohne Nebenwirkungen; • Zugriff zu vielfältigen Informationen; • genügend Hintergrund zur Verträglichkeit von Medikamenten; Bild: © anoli, Fotolia.com

• Mitsprache und Mitbestimmung, dann auch die Übernahme von Mitverantwortung; • Zeit für Gespräche; • sehr gut aus- und weitergebildete Fachkräfte. Zum Schluss genannt, aber wohl an erster Stelle: gesund bleiben und sich wohlfühlen als höchstes Gut.

Als Patientin oder Patient bin ich also dem willkürlichen Entscheid der Krankenkasse ausgeliefert; ich muss einfach das Glück haben, in einer Kasse zu sein, die die betreffende Therapie bezahlt? So ist es. Deshalb hat die vips Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz bereits vor Inkrafttreten dieser Verordnung gewarnt. Was waren die Befürchtungen? Dass es Ungerechtigkeiten geben wird. Und Unsicherheit. Sowie aufwendige Verfahren in vielen Fällen, verbunden mit unnötigen Kosten. Die Patientinnen und Patienten könnten nicht nachvollziehen, dass ihnen wirksame Behandlungen faktisch versagt bleiben, nur weil sie (noch) nicht auf der Spezialitätenliste sind – das ist auch eine Frage der Ethik. Und diese Befürchtungen sind eingetreten? Ja, das ist so, man kennt entsprechende Fälle. Aber die vollständige Transparenz hat niemand, da die Krankenkassen nicht verpflichtet sind, entsprechende Ablehnungen zu melden. Grosse Kassen haben inzwischen ihre eigenen internen Richtlinien geschaffen, kleinere entscheiden von Fall zu Fall. Lassen Sie mich dazu den Präsidenten der Krebsforschung, Prof. Dr. med. Thomas Cerny, zitieren: «Tausende von unseren Patienten stehen nun jedes Jahr unter grösstem Stress vor dieser faktischen Willkür, da auch wir behandelnden Ärzte nicht mehr voraussagen können, welche Kasse bei welcher Indikation ja oder nein sagt: Alle Permutationen kommen nun vor, im Extremfall bis zur Nichtbeantwortung von Anfragen. (…) Der an sich zuständige Vertrauensarzt kann durchaus eine Indikation bejahen und die KK wird sie dennoch ablehnen, und dies ist sogar zur Regel geworden.»

Beispielsweise bei Krebsbehandlungen wäre der Zeitfaktor aber sehr wichtig … Allerdings. Darum drängen sich Änderungen im Artikel 71a/b KVV zugunsten der Patientinnen und Patienten auf. Wie stellen sich die Krankenversicherer zur Kritik? Auch sie sind nicht glücklich mit der gegenwärtigen Regelung. Denn sie müssen schwierige ethische Entscheidungen fällen, die andernorts getroffen werden müssten. Momentan versuchen die Kassen, individuelle Verträge mit den Herstellern abzuschliessen, damit dann bei aktuellem Bedarf schneller entschieden werden kann. Dies ist zwar grundsätzlich als positiv zu bewerten, aber das Problem der Gleichberechtigung aller Patientinnen und Patienten ist damit nicht gelöst. Denn: Das Grundproblem bleibt, dass damit zwar möglicherweise für einzelne Patienten Lösungen gefunden werden, die jedoch für Patienten, die bei anderen Kassen versichert sind, keine Gültigkeit haben. Damit ist eine flächendeckende Rechtsgleichheit für die Patienten nicht sichergestellt. Was schlagen Sie vor? Man muss die Verordnung anpassen, damit sie sozial gerecht und einfach umsetzbar wird. Rechtsgleichheit und -sicherheit sind dringend nötig. Sowie allgemeine Verbindlichkeit. Wichtig ist auch, den Zulassungsprozess beim BAG effizienter zu gestalten, damit die Zeitspanne zwischen der Zulassung durch die Swissmedic und die Aufnahme in die Spezialitätenliste zugunsten einer patientenfreundlichen und rechtsgleichen

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Medikamentenversorgung verkürzt werden kann. Vielleicht braucht es Zwischenlösungen, beispielsweise für die Vergütung von Orphan-drugs und Off-label-use. Was sind Orphan-drugs und Off-label-use-Medikamente? Orphan-drugs sind Medikamente zur Behandlung seltener Krankheiten, die beispielsweise nur ein paar dutzend Mal in einem Land auftreten. Weltweit also vielleicht 20 000 Mal. Und deren hohe Entwicklungskosten also mit sehr kleinen Mengen verkaufter Packungen finanziert werden müssen. Offlabel-use bedeutet den Einsatz von Medikamenten für Krankheiten, für die sie von Swissmedic (noch) nicht zugelassen wurden, aber aufgrund erster Studien wertvoll sein könnten. Haben Sie Beispiele dafür? Häufig werden Medikamenten-Wirksamkeitsprüfungen – aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen – nicht systematisch auf Kinder ausgeweitet. Oftmals können sie aber trotzdem mit Erfolg eingesetzt werden, wenn entsprechende Alternativen fehlen. In diesem Fall trägt aber der verschreibende Arzt die Verantwortung. Von Off-label-use spricht man auch, wenn ein für eine bestimmte Krankheit zugelassenes Medikament zur Heilung einer ganz anderen Krankheit eingesetzt wird. Das sind heikle Situationen. Auch bezüglich der KostenNutzen-Frage. Die störende und ungerechte Situation, dass jede Kasse selber entscheiden kann, welche der infrage kommenden Therapien sie vergüten will oder nicht, ist das eine. Das andere, wie hoch denn die Preise für diese Medikamente sein sollen oder können, ist aber auch offen? Unter Art. 71a/b KVV bestimmen de facto die Krankenkassen über die zu bezahlenden Höchstpreise. Das kann nicht sein, weil so Rechtsungleichheiten entstehen und die verschiedenen Versicherer dieselbe Behandlung unterschiedlich vergüten. Und wer sollte nach Ihrer Meinung den Preis eines solchen Medikamentes bestimmen? Die Hersteller, mit Anfechtungsrecht der Krankenkassen. Was bedeutet … … dass die Gerichte angerufen werden können, wenn zwischen dem verlangten Preis und dem therapeutischen Nutzen ein offensichtliches Missverhältnis besteht. Dann muss die Differenz vom Hersteller zurückvergütet werden. Die Patientinnen und Patienten müssen aber aus eventuellen Querelen um die Kosten herausgehalten werden. Anders ausgedrückt: In entsprechenden Situationen muss zuerst die Behandlung sofort einsetzen, dann erst wird über Vergütungen diskutiert. Damit wird dem Krankenversicherungs-Gesetz Genüge getan – in dem übrigens auch die Verpflichtung zur Gleichbehandlung festgelegt ist.

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Schreiben Sie uns! Finden Sie es richtig, dass Ansprüche, Regelungen und Gesetze für alle Patientinnen und Patienten in gleichem Masse gelten sollten? Schreiben Sie uns bis 17. September 2012 an: Sanatrend AG, Vista Leserbrief 7, Zürcherstrasse 17, 8173 Neerach, oder schicken Sie eine Mail an: contact@sanatrend.ch. Ein Auszug der ersten Einsendungen wird nach Möglichkeit ab Ende Juni auf www.vistaonline.ch veröffentlicht. Absender nicht vergessen.

Das heisst, die Pharmafirmen sind in der Preisfestsetzung völlig frei? Theoretisch ja, aber der Heilerfolg muss entsprechend sein. Sonst gibt es die erwähnten Korrekturmöglichkeiten. Die heute gültige Regelung ist also rechtlich unsicher und kompliziert? Ja. Mit der von den Herstellern vorgeschlagenen Neufassung des Art. 71a/b KVV kämen wir auf das bewährte Niveau zurück: Die Hersteller bestimmen den Preis, die Versicherer können sich wirksam wehren, wenn das Preis-LeistungsVerhältnis nicht stimmt. Damit wäre die Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit für die Patienten wieder hergestellt. Und für mehr Effizienz gesorgt. Wie soll oder wie wird es nun weitergehen? Anders als bei Gesetzen, wo die Räte und das Stimmvolk entscheiden, sind Vorordnungen Sache der Administration, respektive des Bundesrates. Es geht also erst mal darum, breit zu informieren. Im Zentrum müssen dabei immer die Interessen der Patientinnen und Patienten stehen. Genügt das, mehr Information? Information ist die Basis. Dann macht es Sinn, einen gewissen Druck aufzubauen, damit die Dringlichkeit und Sinnhaftigkeit von Anpassungen wirklich erkannt werden und entsprechende Aktionen im Bundesrat auslösen. Versicherer, Ärzte, Politiker, verschiedene Organisationen und speziell solche, die Patienteninteressen vertreten, können zur Sensibilisierung und für Änderungen aktiv einstehen. Wichtig ist, dass mit unserer Lösung dafür gesorgt ist, dass zuerst die Behandlung des Patienten schnell geregelt wird. Wenn nachfolgend eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen Versicherer und Pharmafirma stattfindet, betrifft dies den Patienten und seine Behandlung nicht mehr.


PreCon AG informiert

Sechs Teams aus der Schweiz traten im Abnehm-Duell während drei Monaten gegeneinander an. Astrid Gutmann und ihre zwei Kollegen haben mit 36,1 Kilos am meisten Gewicht verloren. Wie es ihr während der Diät ergangen ist, erzählt Astrid Gutmann hier.

Diät für den Alltag

Das Abnehm-Duell hat drei Gewinner Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Abnehm-Duells! Haben Sie und Ihre beiden Kol­ legen damit gerechnet? Überhaupt nicht. Wir hatten auch keine Ahnung, wie viele Kilos die anderen Teams verloren haben. Aber, ehrlich gesagt, stand der Sieg bei uns nie im Vordergrund. Schliesslich haben wir schon dadurch gewonnen, dass wir abgenommen haben – das war unser Ziel. Sie haben gemeinsam über 36 Kilos verloren; rechneten Sie von Anfang an mit so vielen? In unserem Team lief der erste Monat sensationell, der zweite sehr gut und im dritten harzte es bei mir ein wenig. Meine Hosen spannten weniger und ich hatte das Gefühl, dass ich mir doch einiges erlauben könnte. Trotzdem trage ich insgesamt 11,5 Kilo weniger mit mir herum. Was war besonders gut an der Precon-Diät? Ich fand es toll, selber zu wählen, welche Mahlzeiten ich durch Riegel, Shake oder Suppe ersetze und wann ich richtig esse. Das brachte eine grosse Flexibilität mit sich und es war kein Problem, die Diätvorlagen in meinen Alltag – ob bei der Arbeit oder zu Hause – zu integrieren. Nachdem ich schon einige Diäten ausprobiert habe, kann ich kurz und bündig sagen: Diese Diät ist einfach, machbar und effektiv.

Das Ziel von Astrid Gutmann und ihren Kollegen: möglichst viele Kilos verlieren.

Das haben sie dank der «einfachen, machbaren und effektiven» Precon-Diät erreicht.

Was machte Ihnen Mühe? Eigentlich ging mir alles sehr ring. Und ich empfehle diese Diät ohne Wenn und Aber auch meinen Freundinnen weiter. Und jetzt; achten Sie immer noch auf die Ernährung? Auf jeden Fall. Während des Programms wurden wir auch in der Ernährung beraten und diese Empfehlungen werde ich weiterhin berücksichtigen.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.precon.ch oder rufen Sie uns auf 00800 2500 3500 (kostenlos) an.

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Nr. 7 / September 2012

Gesunde Ernährung

Weizen ist eines unserer liebsten Körner und steht bei den meisten täglich auf dem Speisezettel. Doch auch wer weizen- oder glutenhaltige Lebensmittel meiden muss, kann aus einem grossen Angebot von verträglichem Essen wählen. Ursula Haas

Zöliakie

Uraltes Korn Unser heutiger Saatweizen stammt ursprünglich aus dem vorderen Orient. Die ältesten Funde des sogenannten Nacktweizens datieren in die Zeit zwischen 7800 und 5200 vor Christus – somit ist Weizen nach Gerste die zweitälteste Getreideart. Aus einer Kreuzung mehrerer Getreide- und Wildgrasarten und Züchtungen entstand der Weichweizen, der heute vorwiegend angebaut wird. Aber so beliebt Weizenprodukte auch sind, immer mehr Menschen vermuten, 36

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Brötchen, Pasta, Pizza: Weizen ist hierzulande ein Grundnahrungsmittel und Bestandteil jeder Mahlzeit. Rund 50 Kilo Brot und Backwaren konsumieren wir jährlich pro Kopf, stellte der Schweizer Agrarbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft fest. Nach Mais und Reis ist Weizen das weltweit am häufigsten angebaute Getreide.

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Beschwerdefrei geniessen

Roter und weisser Quinoa – mögliche Zutaten für ein glutenfreies Brot.

dass sie Weizen nicht vertragen. Eine echte Allergie ist zum Glück relativ selten. Bei der Weizenallergie reagiert der Körper auf verschiedene Proteine in Korn und Schale und bekämpft den Eindringling mit einer immunologischen Reaktion. Dazu kann schon eine winzige Menge des Allergens ausreichen. Allergie und Unverträglichkeit Neben der Weizenallergie existiert auch die Glutenunverträglichkeit, Zöliakie oder Glute genannt. Dabei reagiert der Körper auf Klebereiweiss. Dies ist aber keine

Allergie, sondern eine Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, welche überempfindlich reagiert. Häufiger jedoch taucht die Diagnose Weizenunverträglichkeit, beziehungsweise -intoleranz auf. Darunter wird eine breite Palette an Symptomen subsumiert, die ähnlich sind mit denen einer Allergie. Oft sind auch die Verdauungsorgane, die Haut oder die Atemwege betroffen, vielfach werden die Symptome allerdings mit einem Reizdarm verwechselt. Da die Weizenunverträglichkeit weder über Blut- oder Hauttests feststellbar ist, kann


einzig eine detaillierte Selbstbeobachtung des Essverhaltens mit einem Diättagebuch über mehrere Wochen Aufschluss geben. Erschwerend kommt hinzu, dass bei einer Unverträglichkeit kleine Mengen des entsprechenden Nahrungsmittels noch keine Beschwerden auslösen. Alternative Lebensmittel Doch wer tatsächlich an einer Weizenoder Glutenallergie leidet, muss die entsprechenden Lebensmittel meiden, denn Therapiemöglichkeiten existieren noch keine. Inzwischen gibt es eine ganze Palette an möglichen Alternativen. Im Müller Reformhaus im GlattzentrumWallisellen stehen beispielsweise acht Regale voller gluten- und weizenfreier Lebensmittel. «Bei einer Weizen- oder Glutenunverträglichkeit muss man kaum auf etwas verzichten», sagt Christian Mullis, Filialleiter des Müller Reformhauses. So

stehen in seinem Sortiment neben Backwaren in süsser und salziger Geschmacksrichtung auch glutenfreie Pralinees, saisonale Angebote wie etwa «Weihnachtsguetzli», ja sogar Bier, gebraut aus Hirsemalz und Quellwasser. Brot ohne Gluten «Unsere Brotmischungen bestehen aus Getreide, welches kein Gluten enthält, also aus Maisstärke, Reismehl, Buchweizen oder Hirse, Reis und Quinoa», erklärt Mullis. Allerdings komme es manchmal vor, dass von Natur aus glutenfreies Getreide durch die Produktionsweise doch Gluten enthält. Man müsse immer darauf achten, dass das Glutenfrei-Logo vorhanden sei, sagt er. Zudem komme Weizen oft versteckt vor, führt Mullis aus: «Weizenmehl wird als Verdickungsmittel vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln zugesetzt, deklariert als Getreide-

bindemittel, Getreideeiweiss oder Pflanzeneiweiss.» Dies ist bei den gluten- und weizenfreien Lebensmitteln nicht der Fall. Ärztliche Abklärung empfohlen Neben Leuten, die aufgrund einer ärztlich diagnostizierten Glutenunverträglichkeit im Reformhaus einkaufen, kommen aber auch etliche mit einer Selbstdia­ gnose. Hier raten Christian Mullis und sein Team zu einer gründlichen ärztlichen Abklärung, nur so könne eine eventuell unnötige Diät vermieden werden. Doch deckt man sich mit Produkten aus dem Reformhaus ein, hat man dennoch Vorteile: «Wir sehen immer mehr Leute, die unspezifische Unverträglichkeiten haben», sagt Mullis. Bei diesen Lebensmitteln fallen zumindest etliche der Zusatzstoffe weg, die manchmal schlecht vertragen werden.

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Sandoz Pharmaceuticals AG informiert

Die Arznei ist klein wie eine Briefmarke, zergeht sofort auf der Zunge und kann ohne Wasser eingenommen werden: Möglich macht dies der Solufilm®, eine von Sandoz entwickelte neue Darreichungsform. Für eine einfache Einnahme in allen Lebenslagen.

Sandoz Solufilm

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Das Medikament, das auf der Zunge zergeht

Erkrankungen auf – nehmen nicht gerne feste Arzneiformen ein. Wem Schlucken von Tabletten unangenehm ist, «vergisst» gerne, sie einzunehmen; dies wirkt sich auf den Behandlungserfolg in aller Regel nachteilig aus. Da dank dem Solufilm® Medikamente auch von Patienten mit Schluckbeschwerden eingenommen werden können, verbessert dies die ������� Compliance. Das heisst: Die vom Arzt/von der Ärztin angeordnete Einnahme des Medikaments wird konsequenter befolgt. Durch die verbesserte Compliance wird der Behandlungserfolg unterstützt. In der über 125-jährigen Geschichte von Sandoz hat die Entwicklung von neuen Medikamenten und Darreichungs­formen Tradition. Dank grossem Know-how ist es dem Schweizer Pharma-­Unternehmen gelungen, eine bei Medikamentenpflastern bewährte Technologie weiterzuentwickeln und eine neue pharmazeutische Darreichungsform zu schaffen: den Solufilm®. Das ist ein kleiner Filmstreifen, der auf die Zunge gelegt wird. Diese innovative ­Galenik stellt einen weiteren Höhepunkt von Sandoz in der Entwicklung von Arzneimittelformen dar. Eine Arzneiform, so klein wie eine Briefmarke Nur so dünn und so klein wie eine Briefmarke (2 bis 8 cm2) sind die wirkstoffhaltigen Arzneimittelträger oder «Plättchen». Auf die Zunge gelegt, beginnt der 38

Solufilm® sich aufzulösen, sobald er mit dem Speichel in Kontakt kommt. In der Regel hat sich der Schmelzfilm (s. Abbildung) innerhalb einer Minute vollständig aufgelöst. Kein Tablettenschlucken nötig Da ein Solufilm® nur auf (oder unter) die Zunge gelegt wird, entfällt das Schlucken einer Tablette oder Kapsel. Dies ­erweist sich für verschiedene Patientengruppen als vorteilhaft. Zum einen haben Kinder oft Angst vor dem Schlucken von Tabletten oder Kapseln. Zum anderen vermögen ältere Menschen grössere Arzneiformen oft nur mit Mühe zu schlucken und können aus ­diesem Grund die Einnahme von Medikamenten verweigern. Auch Menschen mit Schluckbeschwerden – sie treten häufig auch bei Patienten mit chronischen

Einnahme ohne Wasser Ein weiterer Vorteil der neuen Arzneiform: Sie kann ohne Wasser eingenommen werden. Dank Solufilm® kann ein Medikament auch unterwegs unkompliziert eingenommen werden. Da der Solufilm® an der Zunge haften bleibt, kann er nicht ohne weiteres ausgespuckt werden. Dies erleichtert das Verabreichen von verordneten Medikamenten an Kinder oder ältere Patienten auch in Altersheimen und Spitälern. Handlich und diskret Die Schmelzfilme sind einzeln verpackt in einem schützenden Sachet – platzsparend und diskret. Dem Solufilm® selbst sieht man nicht an, dass es sich um ein Medikament handelt. Denn im Handel sind ähnlich aussehende Pro-


Vergleich von Medikamentenformen

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Tablette

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Schmelztablette

Einnahme ohne Wasser

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dukte erhältlich, die keine Arzneien sind: beispielsweise «Plättchen» zur Erfrischung des Atems. Patienten, die regelmässig Medikamente einnehmen müssen, können dies dank der unauffälligen Form des Solufilms® diskret tun. Sie müssen nicht mehr befürchten, aufgrund des häufigen Griffs nach ihrem Medikament von anderen ausgegrenzt zu werden (Stigmatisierung).

Mit dem Wegfall dieser Angst entfällt ein wichtiger Grund, ein Medikament nicht regelmässig einzunehmen; dies erhöht wiederum die Compliance und verbessert den Therapieerfolg. Kontrollierte Wirkstoffabgabe Je nach Grösse können die Schmelzfilme 15 bis 75 mg Wirkstoff enthalten. Die Wirkstoffmoleküle sind im Film

gleichmässig verteilt, deren Freisetzung erfolgt kontrolliert und dosierungsgetreu. Da der Wirkstoff schnell und teilweise schon über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, eignet sich der ­Solufilm® ideal auch für Wirkstoffe, die nach dem Schlucken in den Magen gelangen und Übelkeit und Erbrechen hervorrufen können. Das Solufilm-Herstellungsverfahren konnte so optimiert werden, dass die Konsumentenpreise der Medikamente in der neuen galenischen Form günstiger sind als die der Originalmedikamente. Ausblick Mit der neuen Arzneiform des Solu­ films® erreicht Sandoz einen weiteren Höhepunkt der Darreichungsentwicklung von Medikamenten und lässt damit Innovation buchstäblich auf der Zunge zergehen – schweizweit erstmalig und einzigartig mit Sandoz Solufilm®.

Jede Entwicklung hat ihren Höhepunkt. Jede Entwicklung Jede Entwicklung hat ihren Höhepunkt.

hat ihren Höhepunkt.

Ein Höhepunkt der galenischen Entwicklung – Sandoz Solufilm

Ein Höhepunkt der galenischen Entwicklung – Sandoz Solufilm Ein Höhepunkt der galenischen Innovation, die auf der Zunge zergeht: Donepezil Sandoz Solufilm Entwicklung – Sandoz Solufilm ®

Kurzinformation – Donepezil Sandoz® 5/10 Filmtabletten und Solufilm W: Donepezili hydrochloridum. Hilfsstoffe Solufilm: Levomentholum, Vanillinum et alia I: Symptomatische Behandlung der leichten bis mittelschweren Demenz vom Alzheimer-Typ. D: Die Behandlung sollte mit einer Dosis von einmal täglich 5 mg begonnen werden, eine Steigerung auf 10 mg einmal täglich sollte erst nach klinischer Beurteilung einer 1monatigen Therapie durchgeführt werden. Donepezil Sandoz sollte unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Beim Auftreten von Schlafstörungen kann die Einnahme auf den Morgen verschoben werden. KI: Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, Piperidin-Derivaten oder einem der Hilfsstoffe. Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose (Child Pugh C). VM: Vorsicht bei Anästhesie, Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, erhöhtem Risiko für Magengeschwüre. Generalisierte Krampfanfälle, extrapyramidale Symptome. Vorsicht bei Patienten mit Asthma oder anderen obstruktiven Lungenerkrankungen in der Anamnese. Gleichzeitige Gabe mit Acetylcholinesterase-Hemmern sowie Agonisten oder Antagonisten des cholinergen Systems sollte vermieden werden. Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen kann beeinträchtigt sein. IA: Wichtigste Isoenzyme für den Metabolismus von Donepezil sind CYP3A4 und CYP2D6. Inhibitoren dieser Isoenzyme können in vitro die Metabolisierung von Donepezil hemmen. Enzyminduktoren wie z.B. Rifampicin und Alkohol könnten die Plasmaspiegel von Donepezil erniedrigen. Anticholinergika. Nicht-depolarisierende neuromuskuläre Blocker. Schwangerschaft und Stillzeit: Sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet

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Nr. 7 / September 2012

Gesundheit aktuell

Wenn Scheidenpilz die Intimgesundheit stört, kann das für betroffene Frauen sehr unangenehm sein. Vista sprach mit Naturarzt Johann Schmid über häufige Ursachen, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugende Massnahmen. Athena Tsatsamba Welsch

Scheidenpilz

Die Ursache liegt meist im Darm Es brennt und juckt im Intimbereich, oft schmerzt es auch beim Wasserlassen. Diese Symptome sowie Rötungen und manchmal auch weiss krümeliger Ausfluss können auf eine Vaginalmykose, eine Pilzinfektion der Scheide, hinweisen. Auch wenn die Beschwerden bei jeder Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sein können, sollte die Infektion schnellstmöglich behandelt werden, um die Lebensqualität zu verbessern und chronische Beschwerden zu vermeiden. Definition und Ursachen «Die Vaginalmykose ist eine Infektion der Scheide, die in der Regel durch ­Hefepilze der Gattung Candida albicans verursacht wird. Da sich Hefepilze vor allem im Verdauungstrakt befinden, ist die Ursache, dass diese Pilze eine Infektion auslösen, in einer sich veränderten Darmflora zu sehen», erläutert Johann Schmid, Naturarzt aus Heiden. Bei einer gesunden Vaginalflora ist das Scheidenmilieu ausgeglichen. Die Laktobazillen (Milchsäurebakterien) schaffen ein leicht saures Scheidenmilieu und bilden dadurch einen natürlichen Schutz vor Erregern. Gerät dieses Milieu aus dem Gleichgewicht, können Erreger in die Scheide geraten und eine Infektion, wie z. B. eine Vaginalmykose, auslösen. «Dieses innere Milieu wird durch Antibiotika, Schwangerschaft, Wechseljahre aber auch durch eine falsche Ernährung verändert.» Das gesunde Schei-

denmilieu kann ebenso durch eine übermässige wie auch ungenügende Hygiene aus dem Gleichgewicht geraten. Ein geschwächtes Immunsystem oder die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus zählen ebenfalls zu den Risikofaktoren. Verbreitung und Folgen Naturarzt Johann Schmid schätzt, dass rund zwei Drittel der Frauen mindestens einmal im Verlauf ihres Lebens an Scheidenpilz erkranken. Bei Auftreten der o. g. Beschwerden sei die Konsultation eines Arztes, der alternative Behandlungsmethoden und keine Antibiotika einsetzt, ratsam, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Scheidenpilz handelt. Das gelte vor allem für Schwangere, um das Ungeborene nicht zu gefährden. Werde Scheidenpilz nicht behandelt, können Beschwerden chronisch werden. «Durch fehlerhafte Therapien und vor allem dann, wenn die Ursache nicht beseitigt wird, kann eine Vaginalmykose chronisch verlaufen.» Verschiedene Therapieansätze In der Regel ist der Gynäkologe die erste Anlaufstelle bei auftretenden Beschwerden. Bevor Betroffene jedoch einen Arzt konsultieren, versuchen einige Frauen, den Scheidenpilz mit Hausmitteln wie ­Joghurt, Teebaumöl oder Knoblauch selbst in den Griff zu bekommen. Ärzte reagieren auf diese Methoden skeptisch. «Eine Behandlung mit in Teebaumöl

g­ etränkten Tampons reizt die Scheidenschleimhaut und kann sogar zu viralen Krankheiten führen», räumt Johann Schmid ein. Dies schade mehr als es nütze. Im An­fangsstadium sei nichts dagegen einzuwenden, den Scheidenpilz in Selbstmedikation durch eine rezeptfreie Kom­bi­therapie aus Vaginalcreme in Verbindung mit Vaginaltabletten zu behandeln. Werde die Mykose dadurch nicht geheilt, empfiehlt Schmid den Scheidenpilz im fortgeschrittenen Stadium naturärztlich, d. h. mit biologischen Medikamenten therapieren zu lassen. Von einer schulmedizinischen Behandlung mit Antibiotika rät der Naturarzt entschieden ab. Der Einsatz von Antibiotika sei kontraproduktiv. «Durch die Wirkung von Antibiotika verändert sich die Darmflora, sodass sich Darmpilze vermehren und zu Scheidenpilz oder einer chronischen Blasenentzündung führen können.» Weil das Grundproblem im Darm liege, setzt Schmid auf biologische Medikamente, wie z. B. Zäpfen zur rektalen Anwendung mit den enthaltenen Wirkstoffen Candida albicans D3, Candida parapsilosis D3, Penicillium roquefortii D3. «Das sind die am meisten vorkommenden Darmpilze, die es zu therapieren gilt.» In der Akutphase könne die Therapie bis zu drei Wochen dauern.

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Bild: zVg

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Wir setzen auf biologisch ganzheitliche Medizin Interview mit: Johann Schmid, kant. appr. dipl. Naturarzt und Geschäftsfßhrer der Naturpraxis Johann Schmid in Heiden.

Sie sind Naturarzt. Sind Sie ßberhaupt die richtige Anlaufstelle fßr Betroffene? Ein Naturarzt, der biologisch ganzheitliche Medizin betreibt, ist sicher die richtige Anlaufstelle. Wenn während der Schwangerschaft eine Vaginalmykose eintritt, sind wir ohnehin die richtige Anlaufstelle, da der Gynäkologe mit seiner Chemie nicht therapieren darf. Was machen Sie in der Behandlung anders als Schulmediziner? Grundsätzlich versuchen wir mittels Dunkelfeld-Mikroskopie-Blutanalyse die jeweilige Ursache zu finden, im Gegensatz zum Schulmediziner der in der Regel symptomatisch vorgeht. Mit dem Dunkelfeld-Mikroskop wird das lebende Blut betrachtet. Damit kÜnnen Blutveränderungen gesehen werden, die mit einem normalen Mikroskop nicht ersichtlich sind. Welche Präparate haben sich in der Therapie bewährt? Wir setzen vor allem Medikamente der Firma Sanum Kehlbeck ein, wie z. B. Exmykehl-Zäpfchen zur rektalen Anwendung. Diese haben jedoch eine so genannte AR-Registrierung, d. h. sie sind nur im Kanton Appenzell Ausserrhoden zugelassen und nur dort in Apotheken oder bei Naturärzten, die eine Bewilligung zur Medikamentenabgabe haben, erhältlich. Mit diesen Präparaten haben wir grosse Erfolge erzielt.

Tipps Frauen, die an Scheidenpilz erkranken, sollten sich nicht aus Scham mit Hausmitteln selbst therapieren, sondern einen Arzt aufsuchen. Bei einer unbehandelten Vaginalmykose warnt Naturarzt Schmid vor gesundheitlichen Folgen: Eine nicht oder falsch behandelte Vaginalmykose kann zu einer massiven Infektion im Unterleib ausarten und ist gesundheitsschädigend. Mit einer derartigen Infektion haben die leidtragenden Frauen keine Lebensqualität mehr. Folgende Tipps helfen eine Pilzinfektion vorzubeugen: • Den Intimbereich mit klarem Wasser und nicht mit Seife waschen. • Den Intimbereich nach dem Toilettengang von vorne nach hinten abwischen. • Bequeme Baumwollunterwäsche tragen. • Auf enge, synthetische Kleidung verzichten. • Keine kunststoffbeschichteten Slipeinlagen verwenden. • Nasse Badekleidung nach dem Schwimmen wechseln. • Ernährung anpassen, d. h. wenig Zucker, keine Hefeprodukte und abends keine Rohkost essen. • Wenn gesundheitlich mÜglich auf die Einnahme von Antibiotika verzichten.

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Nr. 7 / September 2012

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Nr. 7 / September 2012

Beauty und Medizin

Unsere Hände sind ständigen Belastungen ausgesetzt: Kälte, Sonne, aggressiven Reinigungsmitteln. Umso mehr Zeit sollten wir uns für ihre Pflege nehmen. Denn neben unserem Gesicht stehen auch unsere Hände immer im Mittelpunkt. Alice Werner

Gepflegte Hände Besser als jede Visitenkarte

Gegen trockene Haut Zumal unsere Hände, die häufig der Kälte oder dem Sonnenlicht ausgesetzt sind und oft mit chemischen (Reinigungs-)Mitteln in Berührung kommen, schneller altern als der übrige Körper. Die Haut des Handrückens ist extrem dünn, besitzt nur wenige Talgdrüsen und kaum Unterfettgewebe, das im Alter sogar noch abnimmt. Weil unsere Hände so empfindlich sind, neigen sie zu Falten und Trockenheit. Vorbeugend sollte man daher immer eine schonende, möglichst rückfettende Seife zur Handreinigung verwenden, etwa Babyseife oder Handwaschöle auf der Basis von Mandelöl. Nach jedem Waschen gilt: Hände gut eincremen und dabei die Nagelhaut nicht vergessen. Harnstoffhaltige Produkte eignen sich gut für feuchtigkeitsarme Haut, weil sie den 44

oberen Hautschichten mehr Geschmeidigkeit schenken. Handcremes mit Shea­butter ziehen schnell ein und fetten nicht. Für besonders rissige Haut sind Pflege­produkte aus kaltgepressten pflanzlichen Ölen empfehlenswert. Inhaltsstoffe wie Panthenol oder Thermalwasser beru­higen strapazierte Hände. Fragen Sie in der Apotheke oder Drogerie nach, wenn Sie einen bestimmten Wunsch haben. Mittlerweile gibt es auch auf den Hauttyp der Hände abgestimmte Pflegelinien. Verwöhnkur für die Hände Gönnen Sie Ihren Händen wöchentlich ein Rundum-Pflegeprogramm, das über die normale Handcreme hinausgeht. Beginnen Sie mit einem Peeling, das selbst raue Hände wieder seidenweich macht. Dazu einfach einen Esslöffel grobkör­ niges Meersalz mit Olivenöl vermischen und die Hände mit kreisenden Bewegungen massieren. Abgestorbene Hautschüppchen werden auf diese Weise entfernt und die Durchblutung angeregt. Gegen kleine Trockenheitsfältchen hilft eine vietnamesische Handmaske: Die Hände mit angewärmtem Sesamöl einreiben und dann mit einer Mischung aus einem Esslöffel Reismehl und etwas Milch bedecken. Zehn Minuten einwirken lassen und anschliessend lauwarm abspülen. Alternativ können Sie Ihre Hände und Nägel auch über Nacht pflegen: Lauwarmes Jojobaöl einmassieren

Bild: © Ramona Heim / Fotolia.com

Ertasten, schreiben, modellieren, Klavier spielen: Unsere Hände sind unser «Werkzeug» für Alltag und Freizeit. Gleichzeitig nutzen wir sie als Kommunikationsinstrument, wir gestikulieren, wir reichen uns zur Begrüssung die Hand, streichen einem Kind über den Kopf. Unsere Hände sind also nicht nur unser wichtigstes Arbeitswerkzeug, sondern auch unser Aushängeschild im sozialen Miteinander. Längst sind glatte, geschmeidige Hände und gepflegte Nägel auch bei Männern ein Hingucker. Gute Pflege ist dabei Voraussetzung.


und dünne Baumwollhandschuhe über­ ziehen. So haben die Pflegestoffe opti­ mal Zeit, tief einzuziehen. Nagelpflege und Lack Zu schönen Händen gehören gepflegte Fingernägel. Deshalb sollten Sie auch Wert auf eine sorgfältige Maniküre le­ gen. Wichtig ist das regelmässige Kür­ zen der Nägel mit einer Feile; danach wird die Nagelhaut sanft zurückgescho­ ben und ein spezielles Nagelöl einmas­ siert. Einmal im Monat können Sie die Fingernägel mit einer Polierfeile bearbei­ ten, die eventuelle Verfärbungen durch Rauchen schonend entfernt und die Oberfläche der Nägel glättet. Nagelpilz tritt nur sehr selten an den Händen auf; Menschen, die am Arbeitsplatz Haus­ haltshandschuhe tragen müssen, sind am meisten gefährdet. Sind die Finger­ nägel verdickt, verfärbt oder verformt,

kann es sein, dass Sie eine Nagelpilz­ infektion haben. Holen Sie den Rat einer Fachperson ein, damit die Erkrankung optimal behandelt werden kann. Normaler modischer Nagellack schadet den Fingernägeln übrigens nicht. Einziger Nachteil von stark deckenden, meist dunklen Lacken sind mögliche Nagelver­ färbungen. Kosmetikerinnen empfehlen daher, vorher einen hellen Unterlack auf­ zutragen, der meist sogar einige Pflege­ stoffe enthält. Und soll die Farbe wieder runter, dann lieber einen Nagellackent­ ferner auf Ölbasis verwenden. Azeton trocknet die Nägel zu stark aus.

Tipps Vier Tipps für gepflegte Hände

• Zur Handreinigung immer eine schonende, möglichst rückfettende Handreinigung verwenden. • Nach jedem Waschen die Hände gut eincremen. • Handcremes mit Sheabutter ziehen schnell ein und fetten nicht. • Einmal in der Woche: Rundum-Pflegeprogramm mit Peeling, danach eine Handmaske.

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und ArthroSeSchmerzen lindern.

Knirschende Gelenke, schmerzende und steife Finger – so kann sich die zunehmende Verschleisserscheinung des Gelenkknorpels (Arthrose) bemerkbar machen. Ab 40 Jahren leidet fast jeder an einer Abnutzung des Gelenkknorpels – oft ohne die Arthrose als solche zu erkennen. Seit Mai 2012 steht neu Voltaren Dolo forte Emulgel bei akuten Arthrose- und Gelenkschmerzen rezeptfrei zur Verfügung. Voltaren Dolo forte Emulgel muss nur alle 12 Stunden angewendet werden und wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Somit können alltägliche Bewegungen wieder erträglicher werden. Voltaren Dolo forte Emulgel unterstützt das Engagement der Rheumaliga Schweiz gegen Arthrose. Mehr Informationen finden Sie unter www.voltaren-dolo.ch

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Airlux informiert

Schlafunterlagen mit Luft ermöglichen vielen Menschen wieder schmerzfreies, erholsames Schlafen. Dass eine gute Schlafqualität viel zu einer guten Lebensqualität beitragen kann, weiss auch TV-Star und Ex-Spitzensportler Paul Sahli aus eigener Erfahrung.

Schlafen auf Luft Guter Schlaf heisst Lebensqualität

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AIRLUX®-Luftschlafsystem mit isolierender Auflage 1 , Schaumstoffrahmen 2 , weichem Pumpenkörper 3 , Luft-Reservoir 4 und Druckregler 5 .

Ein ganzes Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf – Grund genug, ein Schlafsystem zu wählen, das unseren individuellen Bedürfnissen am besten gerecht wird. Zwei Faktoren sind ­dabei entscheidend: das Klima eines Bettsystems und die Ergonomie. Bettklima und Ergonomie bestimmen Lebensqualität mit Sowohl Wärme- wie Feuchtigkeitshaushalt eines Bettsystems lassen sich über dessen Material und die Kontakttextilien steuern. Hochwertige Schlafsysteme setzen dabei vermehrt auf Seide- und Kapokfasern, die sich sehr gut mit Baumwolle, Schurwolle und synthetischen Fasern kombinieren lassen. 46

Eine gute ergonomische Schlafunterlage muss exponierte Körperpartien wie Schulter oder Hüfte so entlasten können, dass kein Druck ausgeübt wird. Der Körper muss immer in seiner natürlichen Form stabilisiert und der Druck gleichmässig auf die ganze Aufliegefläche verteilt werden, welche Schlafposition wir auch immer einnehmen. Optimieren wir die Schlafqualität, optimieren wir auch die Lebensqualität! Luft lässt einen «wie auf einer Wolke» schlafen Nur zwei Medien können aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften eine gleichmässige Druckverteilung ermöglichen: Wasser und Luft. Bei weniger dy-

namischen Materialien wie Schaumstoff und Metallfedern müssen Kompromisse eingegangen werden; eine optimale Druckverteilung ist mit diesen Materialien nicht möglich. Im Gegensatz zu Wasserbetten benötigen Luftschlafsysteme keine Heizung und sind zudem in der Handhabung wesentlich angenehmer. Darüber hinaus leitet Luft, anders als Wasser, keine Bewegungsenergie weiter und lässt die Partnerin oder den Partner nicht jede Bewegung mitspüren. Kurz: Wenn es ein Element gibt, auf dem sich «wie auf einer Wolke» schlafen lässt, muss es Luft sein. Das Geheimnis der AIRLUX®-Betten ist Luft, präziser: ein einzigartiges Luftschlafsystem mit integriertem Druckausgleich, das ohne Motor und Strom auskommt. Alle AIRLUX®-Luftschlafsysteme können individuell eingestellt werden: So wird stets eine optimale Anpassung an den Körper erreicht. Wie man sich auch auf dem Bett platziert: Der Körper wird in seiner Form stabilisiert und der Druck gleichmässig auf die ganze Auflagefläche verteilt. «Wie man sich bettet, so liegt man», sagt der Volksmund. «… und so schläft man», wäre zu ergänzen. Denn oft bekommt das Airlux-Team zu hören: «Ich schlafe auf dem AIRLUX®Bett wie auf einer Wolke.»


Für eine bessere Gesundheit Durch das individuelle Anpassen und die ideale und direkte Druckverteilung entstehen weniger schmerzhafte Druckflächen. Da der Körper gleichmässig von unten gestützt wird, können sich die Rückenmuskeln optimal entspannen und die Bandscheiben werden perfekt entlastet. Speziell bei orthopädischen Krankheiten wie degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen und Hüftarthrosen verbessern sich Schlafdauer und -qualität nachweislich. Denn je weniger sich ein Patient während der Schlafphase dreht oder wach wird, desto grösser ist der für die Gesundheit wichtige Tiefschlafeffekt. Darum erstaunt es auch kaum, dass neben dem Ex-Jongliermeister Paul Sahli auch renommierte Rehabilitationszentren wie die RehaClinic in Bad Zurzach auf AIRLUX®-Luftschlafsysteme setzen. Das zeigt: Ein gesunder Schlaf ist eine tragende Säule in der Rehabilitation. Übrigens: AIRLUX®-Luftbetten sind auch für Menschen geeignet, die (noch) keinen Leidensdruck kennen. Gutes Schlafen ist eine der besten Investitionen in die eigene Gesundheit. TV-Star setzt auf AIRLUX® Mit Fuss-, Tennis- oder Medizinbällen ging er auf Rekordjagd – 27 Jahre lang: Paul Sahli bereiste als Spitzensportler die ganze Welt. Über 1500 Auftritte bestritt der Lostorfer, dessen Name vor allem in der Nordwestschweiz bekannt­ ist. Dreimal trat der Profi-Jongleur und aktuelle Weltmeister im Fussball-Jonglie­ren sogar in der TV-Show «Wetten, dass …?» auf. Mehr noch: Paul Sahli steht mit unglaublichen 66 Einträgen im Guinnessbuch der Rekorde. Doch dann geschieht das Unglück. Am 31. Juli 2009 wird Paul Sahli Opfer eines Auffahrunfalls. Seine Karriere als Spitzensportler ist mit einem Schlag beendet. Paul Sahli wird invalid und muss sich Spezialtherapien unterziehen. «Die Schmerzen begleiten mich jeden Tag», sagt der ehemalige Profi-Jongleur. «Und nachts schlafe ich selten mal eine Stunde am Stück.»

7.– 10. September 2012

EXPO

G E S U N D H E I T

E R LE B E N !

Paul Sahli: mit Airlux an der Vista EXPO Wer von Paul Sahli Näheres über seine Erfahrungen mit AIRLUX® erfahren möchte, hat dazu während der Gesundheitsmesse Vista EXPO in Zürich-Oerlikon Gelegenheit (www.vistaexpo.ch). Der TV-Star freut sich, am 9. und 10. September beim AirluxStand Nr. 02 interessante Gespräche mit Messebesuchern zu führen. Vista-EXPO-Tipp: Am Montag, 10. September, wird Dr. Peter Gündner, Leiter MedicalCenter Alpentherme Leukerbad, um 11 Uhr im Vortragsraum 1 zum Thema «Gesund schlafen» reden. www.vistaexpo.ch

So war das zumindest bis vor wenigen Wochen. Ein Fan des «Wetten, dass ...?»Stars empfahl ihm, zur Schmerzlinderung auf einem Luftbett zu schlafen und stellte den Kontakt zur Firma Airlux her. Kurz darauf wurde Sahli vom Schweizer Unternehmen zum Probeliegen in die Basler Filiale eingeladen. Das Luftbett gefällt dem Ex-Spitzensportler und er entscheidet sich spontan zum Kauf. Verblüfft von der Wirkung des neuen Bettes schwärmt Paul Sahli wenige Tage später: «Ich hätte nie für möglich gehalten, dass so ein Bett eine solch positive Wirkung auf meinen Rücken haben könnte. Nach drei Jahren habe ich das erste Mal wieder richtig gut geschlafen.

Bezugsquellen AIRLUX® Land of Sleeping 8951 Fahrweid, Brunaustrasse 185, Tel. 043 5000 200 3011 Bern, Gerechtigkeitsgasse 55, Tel. 043 5000 222 4052 Basel, Dufourstrasse 9, Tel. 043 5000 221 1870 Monthey, Avenue du Simplon 23, Tel. 021 533 28 28 Weitere Infos auf www.airlux.ch AIRLUX® gewährt Ihnen beim Kauf eine Erfolgsgarantie: Sie gewinnen mit dem neuen Bett Lebensqualität – oder Sie erhalten Ihr Geld zurück.

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Bild: zVg

Gut altern mit Shiatsu

Internationale Shiatsu-Tage, 10. – 18. September Shiatsu ist eine manuelle Therapie, die aus der chinesischen Massage (Tunia) hervorgegangen ist. Mit Daumen, Händen, Ellbogen und Knien werden die Bahnen (Meridiane) behandelt, in denen die Lebensenergie (jap. Ki, chin. Qi) fliesst. Auf diese Weise können die Selbstregulierungsmechanismen des Körpers, die Genesung und die Vitalität verbessert werden und die Lebensqualität wird gefördert. Daher eignet sich Shiatsu auch als therapeutische Begleitung im Älterwerden vortrefflich. Shiatsu-Therapeutinnen und -Therapeuten laden in verschiedenen Städten und Ortschaften der Schweiz während der Internationalen Shiatsu-Tage zu Informationen, Vorträgen und Probebehandlungen ein. Eine ideale Gelegenheit, um Shiatsu kennenzulernen oder einfach einmal auszuprobieren. Quelle: www.shiatsuverband.ch Bienen können Gehirn «verjüngen» Übernehmen betagte Honigbienen im Bienenstock das «Babysitting», mit dem sonst jüngere Ammenbienen betraut sind, verjüngt dies das Gehirn. Dies berichteten ­Forscher der Norwegian University of Life Sciences. Die neuen «Babysitter» waren nachweisbar lernfähiger als ihre Altersgenossen. In ihrem Gehirn fanden die Forscher u. a. ein neu gebildetes Protein, das auch beim Menschen ­Zellen vor Beschädigung durch Stress schützen kann. Quelle: pressetext.com Ozeanbakterien gegen «Pelz auf Zähnen» Kariesbakterien bilden auf den Zähnen nach kurzer Zeit einen Biofilm: die Plaque. Die Plaque zu entfernen, ist mühsam und gelingt auch mit diszipliniertem Reinigen der Zähne und Zahnzwischenräume kaum. Auf der ­Suche nach einem Reinigungsmittel für Schiffsrümpfe sind Forscher um Nick Jakubovics von der Newcastle University auf das Bakterium «Bacillus licheniformis» gestossen, das im Meer und auf Vogelfedern vorkommt. Bewegt sich das Bakterium, setzt es ein Enzym frei, das die Plaque auflöst und die schädlichsten Kariesbakterien entweder ­tötet oder vor ihnen schützt. Geplant ist, das Bakterien­enzym in Zahnpasten oder Mundspülungen einzusetzen. Quelle: pressetext.com

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Sport in jedem Alter schützt vor Krebs Regelmässige sportliche Aktivität trägt dazu bei, das ­Risiko für Krebs, auch für Brustkrebs, zu senken. In einer Studie mit rund 3000 Frauen mit und ohne Brustkrebs konnten Dr. Lauren E. McCullough und ihr Team von der Univer­ sität North Carolina zeigen: Sowohl Intensität wie Dauer der körperlichen Aktivität senken das Brustkrebsrisiko ­gleichermassen. Im Vergleich zu Frauen, die nie körperlich aktiv gewesen waren, hatten jene Frauen das geringste Brustkrebsrisiko (–30 Prozent), die zwischen der Geburt des ersten Kindes und der Menopause regelmäs­ sig während 10 bis 19 Stunden pro Woche körperlich aktiv waren. Aber auch Frauen, die ab der Menopause ­aktiver waren, profitierten davon. Ein Faktor machte die ­erhoffte geplante Krebsvorsorge durch regelmässige ­körperliche Aktivität ­allerdings zunichte: Eine Gewichtszunahme von mindestens drei Kilo. Quelle: Ärzte Zeitung Krebstherapie: Ultraschall macht Bestrahlung wirksamer Eine neue Krebstherapie haben kanadische Forscher erfolgreich an Mäusen getestet. Bei ihr werden winzige Gasbläschen in den Blutkreislauf gebracht, die auch in die feinen Blutgefässe der Krebsgeschwulst gelangen. Wird der Tumor anschliessend gezielt mit Ultraschall bestrahlt, geraten die Bläschen in Schwingung, die Blutgefässe werden zerstört und die benachbarten Krebszellen beginnen abzusterben. Nach dieser Behandlung zeigt eine Strahlentherapie eine viel grössere Wirkung. Dadurch können kleinere Strahlendosen eingesetzt werden, was die Nebenwirkungen reduziere. Quelle: www.scinexx.de Facebook & Co. auch für Gesundheitsbotschaften nutzen Welche Methoden eignen sich im Gesundheitssystem, um Verhaltensänderungen auszulösen? Dieser Frage ging Thomas W. Valente, Professor für Präventive Medizin an der Keck School of Medicine der University of Southern California, nach. Er kam zum Schluss: «Die Anzeichen weisen darauf hin, dass das Eingreifen in soziale Netzwerke ziemlich wirksam ist.» Allerdings wisse man noch kaum, wie Netzwerke verwendet werden können, um Verhaltensänderungen zu beschleunigen oder organisatorische Leistungen zu verbessern. Der Gesundheitssektor hätte erst damit begonnen, zu realisieren, dass es Werkzeuge wie Facebook oder Twitter einfacher gemacht haben, ­Informationen zu sammeln und zu verbreiten. Quelle: Science Daily


Bild: Europa Rosarium Sangerhausen

Blumenkönigin ist Heilpflanze des Jahres 2013

Die Damaszener-Rose (Rosa damascena) ging als «Heilpflanze des Jahres 2013» aus der Wahl des Naturheilver­ eins NHV Theophrastus hervor. Sie zeichnet sich nicht nur durch einen besonders edlen Duft aus, sondern wirkt entzündungshemmend, krampflösend und fiebersenkend. Ihr ätherisches Öl hebt die Stimmung, lindert nervöse Herzbeschwerden und harmonisiert die Nerven. In der Kosmetik wird die Damaszener-Rose wegen ihrer ausgeprägten Anti-Aging-Eigenschaften geschätzt. Quelle: NHV Theophrastus

IMPRESSUM Herausgeber / Verlag / Anzeigen   Sanatrend AG Zürcherstrasse 17 Postfach 8173 Neerach Tel. 044 859 10 00 E-Mail: contact@sanatrend.ch www.sanatrend.ch Verleger: Daniel M. Späni Leitung Printmedien: Isabelle Mahrer Leitung Prepress und Online: Anita Küng Druck: Burda Druck GmbH Titelbild: Fotografie bei Pascale Weber Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.de 

Hausarbeit hilft bei Prostatabeschwerden Aus früheren Studien war bekannt: Sport mindert bei alternden Männern die durch das Wachstum der Prostata bedingten Probleme beim Wasserlassen. Eine neue Studie von amerikanischen Urologen um Dr. Jay Fowke von der Vanderbilt Universität in Nashville zeigte: Auch schon geringere Anstrengungen wie engagierte Garten- oder Hausarbeit wirken sich positiv aus. Der Effekt war, und zwar unabhängig vom Prostatavolumen, bei den übergewichtigen Männern am meisten ausgeprägt. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse dadurch zustande kamen, dass schwere Harnwegpro­ bleme die Männer in ihrer Aktivität bremsten. Quelle: Ärzte Zeitung Besser schlafen mit Strassenlärm Schlafende träumen bei Vogelgezwitscher schlechter, als wenn sie Motorengeräusche hören. Dies ergab eine Studie des Teams von Richard Wisemann von der University of Hertfordshire. Die Klanglandschaften ­waren zufällig ­gewählt: Einige Schläfer hörten Naturgeräusche, andere Verkehrslärm, wieder­um andere durften in einem stillen Raum schlafen. Aus der Studie den Schluss zu ziehen, dass man sich an Verkehrslärm gewöhnen könne oder dass natürliche Geräusche negativ in das Traumgeschehen eingewoben würden, sei nicht zulässig, so Michael Schredl, Psychologe am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Die Forscher hätten es versäumt zu prüfen, wie gestresst die Versuchspersonen waren. Quelle: Ärzte Zeitung In eigener Sache Auf der Rätselseite (S. 34/35) in Vista Nr. 6 / Juli wurde die Teilnahmebedingugn unklar formuliert. Alle Teilnehmer die das richtige Lösungswort sowohl mit dem Text VS6 wie auch mit VISTA6 eingesendet hatten, nahmen an der Verlosung teil.

Muster AG informiert Redaktionsteam Ursula Haas, Jürg Lendenmann, Manuel Lüthy, Sandra Poller, Katharina Schwab, Andy Stuckert, Athena Tsatsamba Welsch, Alexandra Uster, Alice Werner, Hans Wirz Vista Leserservice Postfach 6002 Luzern Tel. 041 329 22 62 Fax 041 329 22 04 www.vistaonline.ch Rätsel und Leserbriefe Auflösungen der Rätsel und Leserbriefe der letzten Ausgaben auf www.vistaonline.ch

GESUNDHEITS-NEWS

Zeige dich von links Menschen, die ihrem Gegenüber die linke Gesichtshälfte zuwenden, kommen besser an, als jene, die ihre rechte Gesichtshälfte zeigen. Dies ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Wake Forest University. Warum die linke Gesichtshälfte attraktiver wirke, erklären die Forscher damit, dass dort Gefühle stärker wiedergegeben werden. Quelle: Doc Medicus

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VORSCHAU Vista Nr. 8 / 2012, erscheint ab   26. September 2012 • Grosses Hauptthema: Komplementärmedizin • Gesunde Zähne • Wähen • Mehrlingsgeburten

Distribution Vista gelangt mit 11 Tageszeitungen in die Haushaltungen der deutschsprachigen Schweiz. Druckauflage: 580 830 Expl. (WEMF-beglaubigt 625 981 Expl.; Erhebungsperiode 7.10 – 6.11).

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Vista 7 / Juli 2012