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f端r das Sanatorium Kettenbr端cke der Barmherzigen Schwestern GmbH 15. Jahrgang | 46. Ausgabe | April 2013

Foto: Christian Kneissl Inside April 2013 | 1


Editorial Offiziell eröffnet wird der neue Bauteil

Als Vertreter der ArbeitnehmerInnen

am 24. Mai, die Einladung wird zeitge-

des Sanatoriums sind Stefan Ort-

recht an Sie gehen.

ner, MSc und Dietmar Isser bestellt. Provinzoberin Sr. Johanna Maria Neu-

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen

Eine wesentliche Veränderung für die

rurer ist bei den Aufsichtsratssitzungen

Sanatorium Kettenbrücke GmbH gibt es

präsent. Wir haben damit ein tragfähiges

in der Vertretung unserer Eigentümerin:

und zukunftsorientiertes Team, das uns

Nachdem die Schwestern über viele Jah-

bei den wesentlichen Entscheidungen

re zur Unterstützung ihrer Eigentümer-

für das Sanatorium Kettenbrücke und

funktion einen Beirat engagiert hatten,

seine Zukunft unterstützen wird.

und Mitarbeiter, sehr geehrte

gibt es seit Anfang dieses Jahres einen

Ärztinnen und Ärzte!

freiwilligen Aufsichtsrat: Vorsitzender

Ich darf Ihnen viel Freude mit den inte-

ist der Innsbrucker Rechtsanwalt, Prof.

ressanten Artikeln dieses Inside wün-

Dr. Franz Pegger. Das Gremium setzt

schen und darf dem Redaktionsteam für

it der vorliegenden Ausgabe des

sich weiters aus der Steuerberaterin

die guten Ideen und das Engagement

Inside liegt die letzte klassische

Mag. Regina Steinbiller, dem Internisten

für unsere Hauszeitung danken.

Print-Version unserer Hauszeitung vor.

und ehemaligen ärztlichen Direktor

Gemeinsam mit dem Redaktionsteam

des Krankenhauses der Barmherzigen

Mag. Annette Leja

haben wir uns entschlossen, Aktuelles

Schwestern in Linz, Dr. Andreas Krau-

Geschäftsführung

noch zeitgerechter über das Intranet

ter, und dem Berater Mag. Michel Haas

zu transportieren. Der redaktionelle

zusammen.

M

Teil wird künftig auch seinen Platz im Intranet haben. Über den Sommer werden wir an der Neukonzeption arbeiten und Ihnen im Herbst unser „Inside 2.0“ präsentieren.

Die Themen dieser Inside-Ausgabe Editorial..........................................................................................................................................2 Vinzentinische Weggemeinschaft....................................................................................3-5

Der Neubau des OP- und Aufwachbereiches wird in den nächsten Wochen fertig gestellt, die Lagerräumlichkeiten sind bereits bezogen und die neue Sterilisation geht am 8. April in Betrieb.

Qualitätsbeauftragte.................................................................................................................5 Zertifizierung nach ProCumCert inkl. KTQ....................................................................6-8 KISS- Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System......................................................8 Digitales OP-Planungs- und Dokumentationssystem..................................................9 Neue MitarbeiterInnen und ÄrztInnen, Austritte..................................................10-11 Hochzeiten, Geburten, Pensionen, Neue Leitungsfunktionen...............................12

Die Übersiedlung von OP und Aufwach-

Rezeptionstraining..................................................................................................................13

raum findet in der Woche vom 1. Mai

Eine besondere Palmprozession..................................................................................14-15

statt. Im Laufe des Aprils gibt es für alle

Sportlich aktiv gegen den Winterspeck....................................................................16-17

MitarbeiterInnen und ÄrztInnen die Möglichkeit, den OP- und Aufwachbereich zu besichtigen. Die Termine finden Sie im Intranet, bitte melden Sie sich an.

2 | Inside April 2013

¡Hasta pronto! Ein Reisebericht aus Mexiko.............................................................18-19 Lachen und lächeln - Ansteckungsgefahr?..............................................................20-21 Kennen Sie das Ostergelächter?.........................................................................................21 Zum Gedenken an Luise von Marillac..............................................................................22 Frühlingsrezept.........................................................................................................................22 Buchtipps....................................................................................................................................23


vinzentinische weggemeinschaft der Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul in Innsbruck

I

mmer wieder sprachen wir Schwestern untereinander, dass es schön

wäre, im Rahmen unserer Gemeinschaft eine Weggemeinschaft zu haben. Doch diese Idee ins Werk umzusetzen, wollte nicht so recht Wirklichkeit werden. Oft ging mir die Aussage durch den Kopf: „Alle sagen, es geht nicht, bis einer kommt und es tut“. Schließlich waren es dann mehrere Schwestern, die es taten und ihre Überlegungen mittels Antrag in das Generalkapitel einbrachten. Bei unserem Generalkapitel im Jahr 2006 wurde dann die Gründung einer

Die Vinzentinische Weggemeinschaft ist ein Angebot für Menschen, die ihren Glauben im Alltag vertieft leben möchten.

Vinzentinischen Weggemeinschaft beschlossen. Darin äußert die Kongregation den Wunsch und die Bereitschaft,

Das Wesen der Vinzentinischen Weg-

hältnis zur Kongregation haben:

sich für Menschen zu öffnen, die auf der

gemeinschaft:

Mitarbeiter/-innen, Verwandte von

Suche nach einem vertieft gelebten

Sie ist eine religiös orientierte Gemein-

geistlichen Schwestern, Bekannte,

Glauben sind. Gleichzeitig möchten

schaft, die die Vinzentinische Spiritu-

die Schwestern mit den interessierten

alität zur Grundlage des konkreten

♦♦Menschen, die auf der Suche sind

Laien das Vinzentinische Erbe teilen und

Glaubenslebens nimmt. Die Wegge-

nach einem Leben aus dem Glauben,

so bewirken, dass der Vinzentinische

meinschaft beruht auf Freiwilligkeit,

die ihre je eigene Berufung im Heute

Auftrag weitergetragen wird (Protokoll

ohne finanziellen Beitrag und verfolgt

finden wollen.

des Generalkapitels).

keine politischen Ziele.

♦♦Menschen, die in verschiedener

Sie besteht aus Frauen und Männern,

Abstufung (Intensität) eine Art der

Diesem Auftrag sind alle drei Provinzen

Verheirateten und Unverheirateten, die

persönlichen Beheimatung in einer

nachgekommen. Es wurden Schwe-

sich durch die Taufe zur Christusnachfol-

Vinzentinischen Gemeinschaft su-

stern mit dieser Aufgabe betraut, die

ge berufen wissen.

chen.

sich sogleich mit Freude an die Arbeit

♦♦Menschen, die vor Ort (in ihrer Pfarre

machten.

Die Zielgruppe:

z. B.) die Idee des Heiligen Vinzenz

Für unsere Provinzen sind dies:

Wen wollen wir ansprechen, wer ist

verwirklichen und sich sozial enga-

Sr. Ruth Maria und Sr. Elisabeth von

eingeladen?

gieren wollen und dazu den Rück-

Meran, Sr. Maria Teresa von Treviso und Sr. Johanna Maria von Innsbruck.

♦♦Menschen, die – aus welchen Grün-

den auch immer – ein Nahever-

halt und die ideelle Unterstützung brauchen.

Inside April 2013 | 3


Unsere Zielsetzung: Wir wollen sein eine: ♦♦Glaubensgemeinschaft – Gebets-

gemeinschaft: Gemeinsames Beten und spirituelle Impulse sind Fixpunkte bei jedem Treffen. Es gibt die Verpflichtung zu einem kurzen täglichen Gebet und Denken aneinander, z. B. Engel des Herrn.

Jeden letzten Donnerstag im Monat trifft sich die Vinzentinische Weggemeinschaft, meist im Mutterhaus.

♦♦Erzählgemeinschaft: Wir schaf-

fen Begegnungsmöglichkeit und

zugleich unsere Gründung war am 17.

Anschließend entwickelt sich meist ein

Austausch untereinander. Das

Februar 2007.

intensives Gespräch zum vorgelegten

führt zur gegenseitigen Bestär-

Unsere Gruppe besteht aus 19 Mitglie-

Thema.

kung und Motivation, manchmal

dern, 13 Frauen und 2 Männern. Auch

ist auch Hilfestellung notwendig.

sind 4 Ordensschwestern mit dabei,

Erzählgemeinschaft - Austausch über

um das Miteinander leben zu lassen.

unser soziales Engagement:

♦♦Hoffnungsgemeinschaft: Es kommt

Wir treffen uns regelmäßig an jedem

Wir erzählen aus unserem konkreten

zur gegenseitigen Bereicherung, wir

letzten Donnerstag im Monat, meist im

Leben, von Freuden, Schwierigkeiten,

Schwestern lernen von Menschen,

Mutterhaus. Dabei halten wir uns an

unserem Engagement, aus dem Pfarr-

die von „außen“ kommen. Diese

eine gleichbleibende Struktur.

leben, aus der Gemeinschaft und von

wiederum machen sich gemeinsam

unseren Plänen. Das Wissen umeinan-

mit den Schwestern auf den Weg, um

Beginn mit der Vesper um 17.30 Uhr

der, das sich Mitfreuen oder Mitsorgen

zu erspüren, was es heißt, vinzenti-

gemeinsam mit den Schwestern des

ist uns sehr wichtig und stärkt unsere

nische Spiritualiät heute zu leben.

Mutterhauses.

Zusammengehörigkeit.

♦♦Soziale Gemeinschaft: Mitarbeit und

Religöser Impuls: Anschließend kom-

Unser Engagement:

Entwicklung konkreter, zeitgemäßer

men wir zusammen und jemand aus der

Da wir an ganz verschiedenen Orten

„vinzentinischer Projekte“ vor Ort

Gruppe hat einen Impuls vorbereitet.

leben, auch verschiedene persönliche

und im jeweiligen Lebensumfeld.

Eine kurze Auswahl der eingebrachten

Schwerpunkte haben, ist unser Enga-

Impulse: Die Themen werden meist

gement sehr vielfältig. Eine Gruppe

Wie sieht unsere Weggemeinschaft

am Beginn des Arbeitsjahres von den

kümmert sich um die Menschen im

konkret aus?

Mitgliedern der Gruppe ausgewählt.

Altersheim des Dorfes. Sie gestaltet im

Wir sind in jeder Provinz eine selb-

Immer wieder kommen Themen aus

Heim Gottesdienste und Andachten.

ständige Gruppe. Alle wichtigen Ver-

dem Leben des Heiligen Vinzenz und

Die Mitglieder legen besonders Wert auf

einbarungen und Dokumente werden

der Heiligen Luise, aber auch Bibelge-

persönliche Kontakte. Weitere Bereiche

gemeinsam erarbeitet und, sofern not-

spräche, ein Impuls über Gottesbilder,

sind: Mitarbeit in den verschiedenen

wendig, der Generalleitung vorgelegt.

Barmherzigkeit-Erbarmen, Vertrauen

Aufgaben der Pfarrgemeinde, Angebote

Ein kleiner Bericht aus dem Leben in der

in die Vorsehung Gottes, Mystische

von Gesprächen und geistlicher Beglei-

Provinz Innsbruck: (Da ich in der Provinz

Erfahrung und soziales Engagement,

tung, nicht zu vergessen das Apostolat

Innsbruck bin, kann ich nur über unsere

das Psalmengebet „Sähe die Freude im

des Gebetes.

Weggemeinschaft näher berichten.)

Garten deines Bruders, und du wirst sie

Wichtig scheint uns darauf zu achten,

in deinem Garten blühen sehen“, die

dass sich die Mitglieder unserer Gemein-

Wundertätige Medaille, u.a.

schaft nicht überfordern.

Unsere erste Zusammenkunft und

4 | Inside April 2013


Jahrestreffen: Einmal im Jahr kommen die Gruppen von Innsbruck und Meran für einen ganzen Tag zu Besinnung und Gemeinschaft zusammen. Womöglich treffen wir uns an einem Ort unserer Gemeinschaft, damit die Mitglieder auch die

Qualitätsbeauftragte

A

m 19. Februar 2013 trafen sich

Der Dokumanager dient als Informa-

die Qualitätsbeauftragten der

tionsquelle, in der sämtliche aktuelle

verschiedenen Werke kennenlernen

Abteilungen zum 2. Mal.

Prozessvereinbarungen, Leitlinien,

können.

Hauptthema war die Vorstellung des

Checklisten, Formulare etc. archiviert

Dokumanagers FSARM im Intranet.

werden und für jeden zugänglich sind.

Mitgliedschaft:

Bitte nutzt die Möglichkeit des Doku-

Die Mitgliedschaft in der Vinzenti-

Nach einer kurzen Einführung wurde in

managers, denn er dient dazu, unsere

nischen Weggemeinschaft ist in zwei

Gruppenarbeit der Dokumanager ge-

Arbeit im Alltag zu erleichtern und zu

Formen möglich:

nauestens unter die Lupe genommen.

verbessern.

♦♦Allgemeine Mitgliedschaft: Sie

Wir stellten fest, dass inzwischen schon

besteht in der Bereitschaft, die Ziele

sehr viele Dokumente, Formulare, Richt-

Zu finden ist er auf allen Intranetseiten

der Vinzentinischen Weggemein-

linien etc. vorhanden sind.

unter folgendem Button:

schaft zu vollziehen und im Leben

Doch ergaben sich durch die ange-

umzusetzen.

regten Diskussionen auch wieder neue

♦♦Engere Anbindung an die Vinzenti-

nische Weggemeinschaft, die durch

Anregungen und Wünsche, was noch ergänzt und verbessert werden könnte.

das Sprechen einer Aufnahmeformel zum Ausdruck gebracht wird. Für

Ein weiteres großes Thema war das

die engere Mitgliedschaft ist eine

Informationsmanagement.

Vorbereitungszeit in Begleitung einer

Welche Möglichkeiten und Wege der

Barmherzigen Schwester Bedingung.

Kommunikation stehen uns zur Verfügung um die

dokumanager

Die meisten Mitglieder der Weggemeinschaft entscheiden sich für die allgemeine Mitgliedschaft.

Benutzername und Passwort lauten:

♦♦Weiterleitung wichtiger Informati-

onen an die Abteilungen, ♦♦Kommunikation der Abteilungen

Für Wünsche und Anregungen betref-

Unsere Weggemeinschaft wurde von

und Berufsgruppen untereinander,

fend die Themen Dokumanager und In-

Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer

♦♦Information der MitarbeiterInnen

formationsmanagement stehen sowohl

am 2. Februar 2010 gutgeheißen und belobigt.

die zuständigen Qualitätsbeauftragten zu gewährleisten und zu verbessern?

Sr. Johanna Maria Neururer Provinzoberin

der jeweiligen Abteilungen bzw. auch die Projektassistentin Frau Sarah Weid-

Im Zuge der Treffen der Qualitätsbe-

mann gerne zur Verfügung.

auftragten wird zukünftig über neue Leitlinien, Prozessvereinbarungen etc.

Die Liste der qualitätsbeauftragten

berichtet und sollen die QB diese in den

MitarbeiterInnen finden Sie im Intranet

FOLDER zur Vinzentinischen

Teams vorstellen. Weiters werden diese

unter dem Menüpunkt "Qualität".

Weggemeinschaft liegen auch

Neuigkeiten auch im Intranet extra

in der Sanatoriumskapelle zur

angekündigt, sowie im monatlichen

Entnahme auf.

Newsletter.

Sabine Wildauer Stv. Leitung Finanz/Controlling

Inside April 2013 | 5


Zertifizierung nach proC umC ert inkl . KTQ

D

er Frühling steht vor der Tür! Alles strebt an die frische Luft

um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen, die Gärten erwachen zu neuem Leben und auch rund um die Zertifizierung pCC inkl. KTQ hat sich Die Präsentation der Ergebnisse ist für

BEHANDLUNGSSTANDARDS

den Workshop „Welt der Betreuung“ am

Ein weiteres wichtiges Thema im Rah-

14. Juni 2013 vorgesehen. Alle Informa-

men der Zertifizierung nach pCC inkl.

MITARBEITER/INNEN-ORIENTIERUNG

tionen finden Sie dann auch in unserem

KTQ ist die Einführung einheitlicher Be-

Die Arbeitsgruppe rund um die Mit-

Intranet.

handlungsstandards. Folgende Behand-

so einiges getan.

lungsstandards werden derzeit von

arbeiterInnenorientierung hat in Zusammenarbeit mit Frau Mag. Sylvia

Im Rahmen der fleißigen Bearbeitung

Vertretern der Fachgruppen erarbeitet:

Gafgo ein neues Fort- und Weiterbil-

der Themen der Mitarbeiterorientierung

♦♦peri-operative Antibiotika-Therapie

dungskonzept entwickelt, welches im

werden nun auch die Stellenbeschrei-

Herbst 2013 starten wird. Ziel dieses

bungen vereinheitlicht und anonymi-

neuen Konzeptes stellt ein fach- und

siert im Dokumanager zur Verfügung

berufsgruppenübergreifender Fort-

gestellt.

und Thromboseprophylaxe ♦♦Standards für die präoperativen Un-

tersuchungen ♦♦postoperative Schmerztherapie ♦♦Standards für die Mobilisierung nach

und Weiterbildungsplan dar. Darüber hinaus ist geplant, jede Veranstaltung

KTQ-PFLEGE

Hüft- und Knieoperationen und/oder

zu evaluieren, um im Nachhinein eine

Am 29. Januar 2013 fand das erste Tref-

Prothesen

Aussage über die entsprechende Quali-

fen für dieses Jahr statt. Das zweite steht

tät der Veranstaltung bzw. der Trainerin

jedoch schon Anfang April ins Haus und

oder des Trainers treffen zu können. Das

wird mit viel Tatendrang erwartet.

Feedback der MitarbeiterInnen spielt

Themen des letzten Workshops waren

dabei eine zentrale Rolle.

nochmals die Vergabe und der Umgang

♦♦Vereinheitlichung bei den Prothesen

(Orthopädie)

mit Arzneimitteln, Aufnahme und EntEine weitere Arbeitsgruppe, unter der

lassung sowie das PatientInnenidenti-

Leitung von Markus Schaupp, hat sich

fikationsband.

dem Thema Einarbeitung neuer Mitar-

NOTFALLMANAGEMENT

beiterInnen gewidmet. Hier soll die Um-

Im Februar fand das Kick-Off Notfall-

setzung des Konzepts auch bereits ab

management statt. Ziel dieser Gruppe

Herbst diesen Jahres erfolgen. Ziele der

ist vorerst, eine einheitliche fach- und

Arbeitsgruppen sind unter anderem die

berufsgruppenübergreifende Trainings-

Überarbeitung der MitarbeiterInnen-In-

und Schulungskultur zu erarbeiten. Ein

fomappe und geplante Hausführungen

nächstes Treffen ist im Juni 2013 ge-

für neue MitarbeiterInnen. Wir dürfen

plant, da dürfen wir auf die Ergebnisse

auf die Umsetzung gespannt sein!

gespannt sein.

6 | Inside April 2013


Ziele der Arbeitsgruppe

WELT DER BETREUUNG

FAHRPLAN ZERTIFIZIERUNG NACH PCC

Notfallmanagement:

Neben all den fleißigen Arbeitsgruppen

INKL. KTQ

♦♦Wahrnehmung und Bewusstseins-

und Workshops kamen auch die Lei-

Abschließend möchten wir Ihnen den

bildung bei MitarbeiterInnen und

tungen am Freitag, den 15. März 2013

vorläufig geplanten Ablauf zur Zertifi-

ÄrztInnen

zum Workshop „Welt der Betreuung“

zierung geben:

♦♦Entwicklung einer Übungs- bzw.

Schulungskultur

zusammen. Ein zentrales Thema dieses Freitages

♦♦Bereitstellung der Notfallausrüstung

waren Kennzahlen, Messgrößen und

♦♦Verfügbarkeit qualifizierter Mitar-

Methoden zur regelmäßigen, nachvoll-

beiterInnen

ziehbaren Überprüfung und Bewertung von Vorgaben, Maßnahmen und Prozessen. Darüber hinaus sollten sich

MEDIZINPRODUKTE

die TeilnehmerInnen Möglichkeiten zur

Des Weiteren hat sich ein Arbeitskreis

Informationsweitergabe zum Beispiel an

mit dem Thema Medizinprodukte

neue MitarbeiterInnen überlegen.

Selbstbewertung ♦♦Erstellung Visitationsplan bis Ende

Juli 2013 ♦♦Visitation (intern): 9. bis 11. Septem-

ber 2013 ♦♦Bewertungsworkshop: 12. Septem-

ber 2013

befasst. Das Ziel des Treffens war die Erhebung der Ist-Situation im Haus,

Der Nachmittag stand dann ganz im

Selbstbewertung, d.h. Begehungen

die mit einem guten Ergebnis erfolgen

Zeichen der Zertifizierung, mit einer

und Gespräche, kollegialer Dialog. Im

konnte.

Gruppenarbeit zum PDCA-Zyklus. Hier

Anschluss daran gibt es den Bewer-

Im Zuge dessen ist geplant, für jede Ab-

galt es, vier ausgewählte Kriterien an-

tungsworkshop, bei dem die einzelnen

teilung eine/n Gerätebeauftragte/n zu

hand des PLAN – DO – CHECK – ACT zu

Kriterien besprochen werden und die

benennen, dies soll bis zum Workshop

beschreiben.

Punktevergabe erfolgt.

Alles in allem war es ein kurzweiliger und

Fremdbewertung

„Welt der Betreuung“ im Juni erfolgen. Aufgaben Gerätebeauftragte: ♦♦erste/r AnsprechpartnerIn bzgl. me-

dizinischer Geräte

interessanter Tag, der überraschende Ergebnisse mit sich gebracht hat, so zum Beispiel ein Thema des Monats.

♦♦Visitationsplan bis Ende November

2013 ♦♦Visitation: geplant Januar 2014

♦♦darauf achten, dass Bedienungsanlei-

tungen vor Ort sind (Papierform, sind

Thema des Monats April 2013:

Die Fremdbewertung erfolgt ähnlich

auch im VFM System hinterlegt und

PatientInnenidentifikation

der Selbstbewertung, hier kommt ein

für die User einsehbar – Bedienung VFM vor Ort) ♦♦ordnungsgemäße Aufbereitung der

Geräte ♦♦MitarbeiterInnenunterweisung, Mit-

arbeiterInnentraining ♦♦AnsprechpartnerIn, Bindeglied zu

TSB (Technischer Sicherheitsbeauftragter) ♦♦Meldung von evtl. Defekten bzw.

Mängeln (VFM Störmeldesystem)

♦♦Wurde der/m PatientIn der Zweck

des PIB erklärt? ♦♦Wird regelmäßig vor jeder Maßnah-

me die Richtigkeit der PatientInnendaten überprüft? ♦♦Stimmen die Daten auf der An-

ordnung mit denen auf dem PIB

Visitoren-Team der Zertifizierungsgesellschaft, bestehend aus drei Visitoren und einem Visitationsbegleiter, aus den Bereichen: ♦♦Medizin ♦♦Geschäftsführung ♦♦Pflege

überein? ♦♦Kennen alle MitarbeiterInnen die Pro-

Die Visitoren sind zum Zeitpunkt der

zessvereinbarung„PatientInneniden-

Fremdbewertung aktiv in einem Kran-

tifikation“?

kenhaus in leitender Funktion tätig.

Inside April 2013 | 7


Zu guter letzt möchten wir nicht versäu-

Interessierte können unter www.ktq.de sowie unter www.procum-cert.de

men, Sie auf unser KTQ-Quiz aufmerk-

weitere Informationen rund ums Zertifizieren nachlesen.

sam zu machen. Lesen Sie den Artikel, beantworten Sie unsere Fragen, alleine

Sarah Weidmann, BSc

oder in Ihrem Team, reichen Sie die

Projektassistentin QM

Antworten ein und gewinnen Sie. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Raten und natürlich Gewinnen!

ktq-quiz

Gewinnen Sie mit KTQ und Ihrem Wissen tolle Preise! – Mit dieser Inside-Ausgabe: einen Buchgutschein im Wert von 20 Euro.

Frage 1: Wofür steht das Kürzel PDCA?

Frage 2: Wie läuft die Zertifizierung ab?

Frage 3: Welches Ziel verfolgt die Arbeitsgruppe "Notfallmanagement"? Spielen Sie mit und schicken Sie uns Ihre Antwort per Email an qm@sanatorium-kettenbruecke.at oder werfen Sie sie in die Ideenbox. Einsendeschluss: 31.05.2013 Aus allen Einsendungen wird die Gewinnerin/der Gewinner gelost und benachrichtigt. Die Gewinnerin des letzten KTQ-Quiz' ist Frau Susanne Dolzer-Gostner. Herzlichen Glückwunsch!

Kiss - krankenhausinfektions-surveillancesystem

I

m April 2013 startet ein Projekt zur

leine Werner (B4) und DGKS Michaela

Die Auswertung übernimmt Herr

Infektionsüberwachung entspre-

Troyer (A1), durch Herrn DGKP Hans

Hirschmann in seiner Funktion als Hy-

chend den gesetzlichen Vorgaben der

Hirschmann, externe Hygienefachkraft,

gienefachkraft.

Sanitätsbehörde.

eingeschult. Zentrale Aufgabe der Infektionsüberwachung bildet die Doku-

Nach Auswertung, Interpretation und

Das KISS, Krankenhaus-Infektions-

mentation des postoperativen Verlaufs

Vergleich mit den entsprechenden Re-

Surveillance-System, dient der fortlau-

der Wundheilung. Die Erfassung der

ferenzdaten erfolgt halbjährlich durch

fenden Überwachung, Dokumentation,

Daten erfolgt dabei anonym mittels

Herrn Hirschmann eine Rückmeldung

Analyse und Interpretation relevanter

standardisiertem Verfahren, dem KISS,

an das Hygieneteam. In diesem Rahmen

Daten zu nosokomialen Infektionen.

anhand von intern festgelegten Indika-

werden bei Bedarf Maßnahmen bespro-

Es bildet somit eine Form der internen

toroperationen. Die Wahl der Indikator-

chen und in Folge implementiert.

Qualitätssicherung.

OP wurde in der OP-Steuerungsgruppe

Im Vorfeld dazu wurden zwei Mitar-

beschlossen. Als Indikator-OP ist die

Sarah Weidmann, BSc

beiterInnen aus der Pflege, DGKS Mad-

Knie-Endoprothese vorgesehen.

Projektassistentin QM

8 | Inside April 2013


digitales Op-pLANUNGS- UND dOKUmentationsSYSTEM Professionelles OP-Management für bestmögliche PatientInnenbehandlung

M

it Eröffnung unseres neuen

MCC.OP Fa. Meierhofer - Produktbe-

Ziele der Einführung eines digitalen

OP-Traktes starten wir auch mit

schreibung

OP-Planungs- und Dokumentations-

einem digitalen OP-Planungs- und

Von der langfristigen Anmeldung über

systems:

Dokumentationssystem (MCC.OP FA.

das Tagesmanagement des OP-Koordi-

♦♦Umstellung der papierbasierten auf

MEIERHOFER).

nators bis hin zur OP-Dokumentation

eine digitale OP-Planung zur optima-

vereinbart MCC.OP die unterschied-

len Nutzung der vorhandenen bzw.

Das Projekt startete bereits Anfang

lichen Interessen und Anforderungen

neu geschaffenen Ressourcen.

letzten Jahres mit Formulierung des

der beteiligten Berufsgruppen.

Pflichtenheftes für die Ausschreibung

♦♦Webzugriff zur OP Anmeldung für

alle BelegärztInnen mit individuellen

und Besichtigung diverser Systeme im

Mit MCC.OP greift der/die AnwenderIn,

Kalenderansichten und Terminlisten

Rahmen von Produktpräsentationen

von jedem Arbeitsplatz aus, auf alle

♦♦Erfüllung der gesetzlichen Doku-

und Besuch von Krankenhäusern,

Funktionen aus OP-Planung und -Doku-

mentationspflichten, insbesondere

welche verschiedene EDV-Lösungen

mentation sowie auf Inhalte der Patien-

die IT-gestützte:

in Einsatz haben. Die Entscheidung für

tInnenakte zu. Digitale AssistentInnen

*Dokumentation des OP Verlaufes

das System der Fa. Meierhofer wurde auf

unterstützen ihn/sie dabei. Die Suche

durch ärztliches und pflegerisches

Basis der Kriterien Funktionen, Anwen-

nach freien OP-Terminen übernimmt

Personal

derfreundlichkeit, Produktportfolio und

das System, nach Eingabe weniger

Preis getroffen. Die Mitglieder der OP-

Parameter, automatisch. Zentrales Orga-

brauchs

Steuerungsgruppe mit VertreterInnen

nisationsinstrument zur Terminisierung

*Führung des Implantatregisters

der Fachgruppen Anästhesie, Neurochi-

von OPs sind die Kalenderansichten in

*Sicherstellung und Dokumentati-

rurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

MCC. Die OP-Dokumentation erfolgt in

onderEinhaltungvonPatientInnen-

waren in den Entscheidungsprozess

MCC.OP vor, während und nach dem

sicherheits-Standards

eingebunden. In der Projektgruppe

Eingriff.

arbeiten wir bereits intensiv an der

*Dokumentation des Sterilgutver-

♦♦Leistungsdokumentation zum Zweck

der Verrechnung (Privatversicherung

Vorbereitung für den Echtbetrieb. Das

Hinterlegte Formulare und Makros

Projekt wird durch einen externen

reduzieren den Aufwand, Pflichtfelder

♦♦Erfassung des Materialverbrauchs

Experten in Medizininformatik fachlich

gewährleisten die Vollständigkeit der

♦♦Erhebung und Auswertung stati-

begleitet und unterstützt.

Dokumentation.

und LKF)

stischer Daten und automatisierte OP-Management-Kennzahlen

Im ersten Schritt wird die OP-Planung und -Dokumentation auf das digitale System umgestellt. Bis 2015 soll die Einführung des speziellen AnästhesieModuls abgeschlossen sein.

Inbetriebnahme EDV-System Fa. Meierhofer: Dienstag, 21. Mai 2013 EDV-Schulung für ChirurgInnen: Dienstag, 07.05., 18 Uhr oder Montag, 13.05., 18 Uhr EDV-Schulung für AnästhesistInnen: Freitag, 26. 04, 15 Uhr EDV-Schulung MitarbeiterInnen OP/AN: Freitag/Samstag, 26./27.04.

Für Fragen zum neuen EDV-System wenden Sie sich an Mag.Olivia Kornherr.

Inside April 2013 | 9


herzlich willkommen Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter*

Melanie WurmManzenreiter, DGKS OP

Pauline Dreossi Sterilisationsfachkraft

Markus Nagl MA Haustechnik

Hannelore Neumair Physiotherapeutin

Angelika Albrecht DGKS An채sthesie

DI Andreas Nuener IT-Mitarbeiter EDV

Sabaheta Hodzic MA Hauswirtschaft

Silvia Wambacher DGKS OP

Sandra Unterlechner MA Hauswirtschaft

Barbara Luegger DGKS OP

Beatrice Meichau DGKS OP

Karin Pompernigg, MSc Hebamme Geburtshilfe

10 | Inside April 2013


herzlich willkommen Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter*

Maria Chromicz DGKS B2/B3

Daniel Schreiner DGKP Anästhesie

Gabriela Bucher Sekretärin RIK

Petra Aukenthaler Buchhaltung

*Die neuen MitarbeiterInnen wurden nach Eintrittsdatum gereiht.

Patrizia Franco Sekretärin Ärztesekretariat

Sandra Steidl MA Hauswirtschaft

Neue Ärztinnen und Ärzte

Dr. Evelyn Baumgartner FA für Gynäkologie und Geburtshilfe

mITARBEITER/

Innen-austritte Diane Rofner, MA Hauswirtschaft Elisabeth Daub, MA Hauswirtschaft Julia Schaumberger, DGKS B2/B3 Vesna Petojevic, DGKS OP Teresa Wolfsteiner, DGKS B2/B3 Eva Linser, DGKS A2 Kathrin Reinecke, Hebamme Melanie Kreuzberger, DGKS A1 Carmen Bachmann, DGKS B4/B5 Verena Henzinger, Hebamme Tamara Hougnon, Heilmasseurin

Wir wünschen den MitarbeiterInnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg!

Inside April 2013 | 11


herzliche Glückwünsche ... ... zur Geburt

... zur Hochzeit

Nina Jordan

zur Geburt ihres Sohnes Max am 12.12.2012 (im Bild: Max, Paul und Leni Jordan)

Sebastian Tschaikner

Dr. Sabine & Mag. Martin Harthaller

zur Geburt seines Sohnes Oskar am 02.02.2013

im September 2012

alles gute ... ... für die neue Leitungsfunktion

... für die Pension

Simone Kraßnitzer, Stv. Leitung Hauswirtschaft seit 01.02.2013 Eva Stolz am 28.02.2013

12 | Inside April 2013


Welcher Schlüssel führt wohl zum Erfolg? Seminarreihe für MitarbeiterInnen an den Rezeptionen des Sanatoriums Kettenbrücke "Zusammenarbeit und interne Kommunikation"

B

egonnen wurde die Seminarreihe im Herbst 2011 mit einem

einführenden Seminartag für alle MitarbeiterInnen an den Rezeptionen. Damit sind die MitarbeiterInnen aus den Bereichen der Hauptrezeption, Wirbelsäulenzentrum mit Ambulanzen und Ordinationen, Radiologie und der Therapie gemeint. Die Rückmeldungen der MitarbeiterInnen zum ersten Seminar waren durchwegs positiv, und daher wurden für das Jahr 2013 drei weitere Seminare vereinbart. Das Wetter am Samstag, den 23.02. lud zwar eigentlich zu diversen Wintersportaktivitäten ein, dennoch kamen

In der Abschlussrunde wurden mit

die MitarbeiterInnen der Rezeptionen

Hilfe von alten und neuen Schlüsseln

zu dem gemeinsamen Seminartag

die „Schlüsselerlebnisse“ des Tages in

zusammen.

Bezug auf die interne Kommunikation

Mittels einer Kommunikationslandkarte

reflektiert.

wurden die unterschiedlichen Arbeitsbereiche und Kommunikationswege

Dieses gemeinsame Seminar wird in den

zwischen den Frontoffices dargestellt

folgenden vier Terminen weitergeführt.

und analysiert. Anhand von Übersichten

Die nächsten Themen sind

der einzelnen Arbeitsbereiche und der

„Verhalten am Telefon“ und „Der/die

Analyse von Schnittstellen wurden

schwierige Patient/in“. Diese Termine

Entwicklungspotentiale evaluiert. Durch

sind für April und September vorge-

die gemeinsame Diskussion der Ergeb-

sehen.

nisse dieser Übersichten konnten einige Kommunikationswege aufgezeigt und verbessert werden.

Dipl. Soz. Päd. Markus Schaupp Leitung Rezeption

Inside April 2013 | 13


Eine besondere Palmprozession Ein alter Volksbrauch im tirolerischen Inntal

B

esonders eindrucksvoll ist in der Gemeinde Thaur der Palmsonn-

tag, zu dessen feierlicher Liturgie der sogenannte "Palmesel" wesentlichen Anteil hat. Es handelt sich dabei um eine geschnitzte lebensgroße Christusfigur, die auf einem Esel sitzt und auf einem Wagen bei der Palmweihe und der Palmprozession mitgezogen wird. Der Palmesel wurde wahrscheinlich um die Mitte des 18. Jahrhunderts geschnitzt. Die Bewohner der Gemeinde im Inntal halten noch heute mit Liebe und Freude an dem volkstümlichen Palmsonntagsbrauch aus alten Zeiten fest. Es handelt sich dabei um eine Frömmigkeitsform, die im Mittelalter weit verbreitet war, heute aber nur mehr sehr selten gepflegt wird. Die schönen noch erhaltenen Palmesel auf Rädern, welche

Aus Holz geschnitzt: Der Palmesel und die lebensgroße Christusfigur

bei den Prozessionen früher mitgeführt

Am frühen Nachmittag des Palmsonn-

gleitet wird der Herr auf dem Esel von

wurden, sind heute meist nur mehr in

tags gibt es in Thaur noch eine zweite

den Palmträgern mit ihren hübschen,

Museen zu bewundern.

traditionelle Palmprozession, die wie

selbstgestalteten "Palmbäumen" bzw.

eine Wallfahrt zu werten ist.

"Palmeseln".

Die Palmweihe findet am frühen Mor-

Ministranten ziehen den Palmesel, der

gen vor der Vigilkirche (Zunftkirche der

vom Priester und vielen Gläubigen

Nach Ankunft in der Kirche am Schloß-

ehemaligen Saline- und Bergknappen

begleitet wird, auf einem steilen Weg

bichl, dem sogenannten "Romedius-

aus dem Halltal und Solbad Hall) statt.

zur Schloßkirche hinauf. Zentrum der

kirchl" wird dort die Allerheiligenlitanei

Von dort zieht dann die feierliche Palm-

Prozession bildet wieder die holz-

gebetet und ein Leidenslied gesun-

prozession durch das Dorf Thaur in die

geschnitzte, lebensgroße Nachbildung

den.

Pfarrkirche zum Gottesdienst, bei dem

des Messias, auf einem Esel reitend,

Es kann schon vorkommen, dass ein

der Kirchenchor durch seine ehrwür-

wodurch der Einzug Jesu in Jerusalem

kurzer Schneeschauer die frühlingshafte

digen Gesänge festlich, aber zugleich

veranschaulicht werden soll. Segnend

Gebirgslandschaft vorübergehend mit

ernst die Gläubigen auf die Karwoche

hält der Herr die Rechte erhoben, die

weißen Flecken bedeckt. Scheint aber

einstimmt.

linke Hand trägt einen Palmzweig. Be-

gleich danach die Sonne wieder, dann

14 | Inside April 2013


glitzern zu beiden Seiten des Prozessionsweges die grünen Flächen und überall blühen die ersten Frühlingsboten. Hoch über dem Inntal setzt sich der malerische Zug wieder in Bewegung, dann geht es zurück nach Thaur und hinüber nach Rum. Auf dem ganzen Weg betet man den Rosenkranz. Bei einem Wegkreuz zwischen beiden Gemeinden, dem sogenannten "Leitl-Marterl" wird die Prozession vom Priester der Thaurer Nachbargemeinde in Begleitung seiner Ministranten emp-

Der Weg zum Romediuskirchl ist teilweise steil und führt an den Kreuzwegstationen vorbei.

fangen und zur Pfarrkirche geleitet. Viele Rumer und auswärtige Gäste warten vor und in der Kirche auf die Ankunft der Prozession mit dem Palmesel. In der Pfarrkirche Rum wird dieses Mal nicht gebetet, wohl aber singt der Rumer Kirchenchor das sogenannte "Palmlied", das aus dem vorigen Jahrhundert stammt und einen gewissen Lehrer Saurwein zum Urheber hat. Während dieses Liedes erhalten auf Grund einer alten Stiftung die Ministranten, die Palmeselzieher, die Bläser und der Priester aus Thaur in der Rumer Sakristei eine kleine Stärkung. wohl einzigartigen Prozession teilge-

Palmesel, der auf einem Brett am Sto-

Die Palmprozession kehrt dann über die

nommen. Dabei, wie es sich für einen

ckende des Palmbaumes befestigt ist

Felder wieder zurück und macht noch

Thaurer Burschen gehört, habe ich den

und in das Arrangement aus frischem

eine kurze Station in der St. Ulrichskir-

eigenen Palmesel mitgetragen. Dieser

Grün, Weidenkätzchen, Ölzweigen und

che. Die ganze Prozession wird auch von

wurde mir von meiner Großmutter

Bändern als zentraler Punkt eingefügt

einer Thaurer Bläsergruppe begleitet,

geschenkt und vom leider schon ver-

ist. Mit großem Eifer schmücken all-

die von Zeit zu Zeit Leidenslieder bläst.

storbenen Igler Bildhauer Rupert Reindl

jährlich die Buben, unter Mithilfe ihrer

Die Christusfigur auf dem Palmesel, die

geschnitzt.

Väter, ihren Palm, ein uraltes Sinnbild

bekleidet und beweglich ist, sieht man

des Sieges, der Freude und des Friedens,

dann einige Tage später am Gründon-

Bei den Palmeseln wird offenkundig,

auch noch mit Fastenbrezen, Äpfeln und

nerstag als blutschwitzender Heiland

dass der Brauch auch die heimischen

manchmal auch noch Orangen.

am Hochaltar.

Bildhauer anregte und die talentierten Bildschnitzer immer noch beschäftigt.

Ein Bericht von Christoph Waldner

In meiner Jugendzeit habe ich des

Denn jeder Palmbaum hat seinen ei-

mit Textausschnitten aus dem

öfteren an dieser wunderschönen und

genen kunstvoll geschnitzten kleinen

Romediusbüchlein Inside April 2013 | 15


sportlich aktiv gegen den Winterspeck Starten Sie gesund in den Frühling! „Für EinsteigerInnen ist es empfehlenswert, Sportarten zu wählen, die Spaß machen, den persönlichen Präferenzen entsprechen und gut in den Alltag integrierbar sind.“ Ein Artikel von Sabine Strauß, Physiotherapeutin im Sanatorium Kettenbrücke, erschienen im Alpenvereinsmagazin Bergauf.

W

enn die Tage wärmer werden und die Anzeige der Waage die

Auswirkungen der Winterschlemmereien preisgibt, nehmen sich zahlreiche

Training an Cardiogeräten. Als Aufwärm-

was sich günstig auf die Trainingseffekti-

Menschen vor, ihr Körpergewicht zu

programm sind zehn Minuten Koordi-

vität auswirkt. Um Fehlbelastungen des

reduzieren. Zum Erreichen dieses Zieles

nations- und Gleichgewichtsübungen

Bewegungsapparates bei koordinativ

sind regelmäßiges Ausdauertraining

sowie lockeres Durchbewegen aller

anspruchsvollen Sportarten (z.B. Lang-

sowie gesunde, ausgewogene Ernäh-

Körperpartien vorteilhaft.

laufen, Laufen) zu vermeiden, sollten

rung förderlich. Es ist empfehlenswert,

ambitionierte Hobbysportler ein Tech-

eine Gewichtsreduktion innerhalb von

Sportmedizinischer Check vor Trai-

niktraining unter professioneller Anlei-

mehreren Monaten anzustreben und

ningsbeginn

tung absolvieren und die Belastungs-

sich realistische Ziele zu stecken. Dies

Wird kein Pulsmessgerät verwendet, gilt

zeiten an das aktuelle Leistungsniveau

ist schonender für den Organismus

die Faustregel, dass man sich während

anpassen. LaufanfängerInnen fällt es

und beugt Verdruss und dem uner-

körperlicher Belastung noch problemlos

beispielsweise am Beginn leichter, im

wünschten Jo-Jo-Effekt vor.

unterhalten kann. Ausdauertraining

Wechsel zehn bis 15 Minuten zu joggen

sollte zumindest zwei bis drei mal

und flott zu marschieren.

Für EinsteigerInnen ist es empfehlens-

wöchentlich für mindestens 30 bis 120

Wesentliche Vorteile dabei sind, dass die

wert, Sportarten zu wählen, die Spaß

Minuten durchgeführt werden. Für

Wirbelsäulen und Beinachsen stabilisie-

machen, den persönlichen Präferenzen

Anfänger und Wiedereinsteiger ist es

rende Muskulatur nicht so intensiven

entsprechen und gut in den Alltag inte-

ratsam, sich zu Beginn des Trainings

Dauerbelastungen ausgesetzt ist, die

grierbar sind. In den Frühlingsmonaten

sportmedizinisch untersuchen zu las-

Bewegungsabläufe ökonomischer blei-

eignen sich Nordic Walking, Laufen,

sen. Dabei werden mögliche Kontraindi-

ben und weniger belastungsabhängige

Radfahren oder Wandern, aber auch

kationen festgestellt und die individuell

Schmerzen in Gelenken, Sehnen und

Indoortraining wie Schwimmen oder

optimalen Belastungskriterien ermittelt,

Bändern auftreten.

16 | Inside April 2013


Krafttraining als effiziente Ergänzung Einmal wöchentlich sollte auch ein

Zusatz- und Geschmacksstoffe als Fer-

1,5 bis 2 Liter Flüssigkeitszufuhr in Form

Krafttraining für die Rumpf-, Bein- und

tigprodukte. Um Heißhungerattacken

von Wasser, ungezuckertem Tee und

Armmuskulatur durchgeführt wer-

entgegen zu wirken, sollten mindestens

stark verdünnten Fruchtsäften (statt Li-

den. Die Intensität beträgt dabei 50

drei Mahlzeiten pro Tag verzehrt werden.

monaden und Energy-Drinks) zwischen

– 70 Prozent der Maximalkraft und es

Davon findet die reichhaltigste morgens

den Mahlzeiten reduziert das Hunger-

werden 15 bis 20 Wiederholungen in

statt und enthält ein ausgewogenes

gefühl. Nach Ausdauersportbelastung

drei bis vier Serien pro Muskelgruppe

Verhältnis an Eiweiß, Kohlenhydraten,

sollten die mit dem Schweiß ausge-

ausgeführt. Als Richtwert für die Bela-

Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen.

schiedene Flüssigkeit, Elektrolyte und

stungsintensität gilt, dass nach der 15.

Obst, Rohkost und Getreideprodukte

Vitamine wieder zugeführt werden.

Wiederholung eine deutliche Ermüdung

werden morgens und mittags am be-

der Muskulatur spürbar ist. Ein kräftiges

sten vertragen, was zu einem länger an-

Muskelkorsett gewährleistet bessere

haltenden Sättigungsgefühl führt. Das

Gelenksstabilität während Ausdauer-

Abendessen sollte – als kleinste Mahlzeit

belastungen und ein höherer Anteil an

des Tages – leicht bekömmlich sein und

Muskelmasse steigert den täglichen

nur wenige Kohlenhydrate enthalten.

Kalorienverbrauch, was sich positiv auf

Dafür eignen sich leicht verdauliche

eine Gewichtsreduktion auswirkt. Auch

Eiweißquellen mit gegartem Gemüse

sorgfältig angepasste Sportausrüstung

oder die besonders in der kalten Jah-

und ein individueller Trainingsplan tra-

reszeit beliebte Suppe.

gen zu anhaltender Motivation bei. Abwechslung im Speiseplan Gesunde Ernährung leicht gemacht

Förderlich zur Gewichtsreduktion ist

Viele Menschen, die ihr Körpergewicht

ein maßvoller Kohlenhydratverzehr,

reduzieren möchten, haben bereits

wobei Vollkornprodukte und Kartof-

Erfahrung mit Diäten, die eine rasche

feln gegenüber Weißmehlprodukten,

Gewichtsreduktion versprechen. Ein-

Zucker und Süßigkeiten vorzuziehen

seitige Abnehmprogramme, radikale

sind. Nahrungseiweiß sollte aus ver-

Ernährungsumstellungen oder Hunger-

schiedenen pflanzlichen und tierischen

kuren sind kritisch zu hinterfragen, da

Quellen stammen und in ausreichender

sie oft nicht wissenschaftlich fundiert

Menge verzehrt werden (ca. 0,8 Gramm

sind und gesundheitliche Risiken in

pro Kilogramm Körpergewicht). Zu den

sich bergen können. Eine ausgewogene

hochwertigen Eiweißquellen zählen un-

Mischkost bestehend aus regionalen,

ter anderem: Hühnerei, mageres Fleisch,

frisch zubereiteten Lebensmitteln mit

Fisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte.

einem hohen Anteil an Gemüse und

Beim Fettkonsum spielt die Qualität eine

Obst (500 bis 700 Gramm/Tag) ist für

wichtige Rolle: Kaltgepresste Öle mit

eine Gewichtsreduktion zielführend.

einem hohen Anteil an mehrfach unge-

Diese Ernährungsform bietet reichlich

sättigten Fettsäuren (z. B. Leinöl, Nussöl),

komplexe Kohlenhydrate, Vitamine,

Samen und Nüsse bilden die gesunde

Mineralstoffe und bioaktive Substanzen

Alternative zu gehärteten Fetten und

und enthält weniger versteckte Fette,

Margarine.

Wussten Sie schon? Will man während körperlicher Betätigung den Fettstoffwechsel ankurbeln, sollte die Intensität niedrig gewählt werden und der Belastungspuls dem Grundlagenausdauerbereich entsprechen. Für die meisten gesunden, durchschnittlich trainierten Menschen gilt dafür folgende Formel: Die maximale Herzfrequenz wird aus 220 minus Lebensalter berechnet. Davon sind – je nach körperlicher Fitness – 55 bis 75 Prozent der optimale Pulsbereich für das Grundlagenausdauertraining. Beispielsweise entspricht dies bei 20- bis 30-Jährigen einer Belastungsherzfrequenz von 120 bis 160 Schlägen pro Minute.

Inside April 2013 | 17


¡HASTA PRONTO Mexiko! Mexiko - ein Land der vier Jahreszeiten Los Voladores Eine über 1400 Jahre alte Tradition, ur-

Die vier Männer drehen sich 13 Mal um

sprünglich aus Kolumbien. Fünf Männer

den Mast, das ergibt die magische Zahl

klettern auf einen bis zu 25 m hohen

52 der Mayas. Das ist die Anzahl der Jah-

Baumpfahl, den „palo volador“.

re eines präkolumbischen Zeitalters.

COBA Das ehemalige Zeremonialzentrum mit der 24 Meter hohen Tempelpyramide „Iglesia“ (Kirche). Diese Stätte durfte von der Bevölkerung, die außerhalb dieser Anlage wohnte, nur anlässlich

M

exiko ein Urlaubsland der beson-

religiöser Zeremonien besucht werden.

deren Art. Jeder verbindet das

Ansonsten lebten in dieser riesigen

Land klassisch mit Sonne, Strand und

Anlage nur Priester und Herrscher mit

Meer. Das karibische Mexiko liegt östlich

ihrem Gefolge.

am Golf von Mexiko und westlich am pazifischen Ozean.

Auf seiner Spitze ist eine kleine dreh-

Erste Bewohner bereits 400 n. Ch. Die

bare Plattform befestigt, über die vier

Siedlung umfasste mehr als 6000 Ge-

Im Landesinneren in der Gegend von

Seile laufen. Die Männer stellen die 5

bäude und an die 50 Straßen. Diese

Chihuahua und Mexiko Stadt gibt

Elemente dar, Erde, Wasser, Feuer, Luft

Straßen (sacbeob) ziehen sich schnur-

es auch den typischen Winter mit

und der Flötenspieler die Sonne.

gerade durch den Dschungel und sind

Schneefall. Mexiko hat eine Fläche von

großteils noch nicht freigelegt. Eine

ca. 1.972.550 km² (Österreich: 83.879

gerade sacbé führt über 100 km von

km²) und ist somit fast 24 x so groß wie

Coba nach Yaxuná (nahe Chichén Itzá).

Österreich. Mexiko ist ein sehr fruchtbares Land, der Grund dafür ist der hohe Grundwasserspiegel. Im Landesinneren gibt es kaum

Ein Urlaubstipp:

einen freien Platz, überall wachsen Bäu-

Ein paar spanische Redewen-

me und andere Pflanzen, auch wenn der

dungen schätzen die Mexikaner

Boden voller Steine ist. Die Wurzeln boh-

sehr. Man sollte nicht verlangen,

ren sich durch den Boden und erreichen

dass überall Englisch gesprochen

den hohen Grundwasserspiegel.

wird. ¡HASTA PRONTO!

18 | Inside April 2013


Tulum (Zaun oder Mauer) Die Stadt hatte eine Ausdehnung von ca. 6 km und ist mit einer eigenen Steinmauer abgegrenzt. Das ehemalige Zeremonialzentrum wurde 1000 bis 1300 n. Chr. entlang der Küste erbaut. Die bekanntesten Gebäude sind neben dem sogenannten Schloss der „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, der „Tempel des Windes“ und der "Freskentempel". Tulum liegt auf einer Klippe Ballspielplatz

und hatte eine Art von Leuchtturm, der

Jede Stadt besaß mindestens einen, oft

Cobá wird von den Archäologen in

mit Fackeln ausgestattet war. Somit

mehrere gemauerte Ballspielplätze. Das

fünf Gebäudegruppen eingeteilt. Zur

fanden die Schiffe heil durch die Riffe

Ballspiel wurde, den verschiedenartigen

Gruppe Nohoch Mul gehört die bei 120

an die Küste.

Ballspielplätzen nach zu urteilen, in un-

Treppenstufen 42 m hohe Pyramide, El

terschiedlichen Varianten durchgeführt.

Castillo genannt.

Dietmar Isser Einkauf/BR

Spielten auf den kleinen Plätzen zwei bis vier Spieler, so bedurften die größeren

Auf der Spitze der Pyramide befindet

Plätze schon etwa zwanzig Personen aus

sich ein kleiner Ritualraum und ein stei-

zwei Mannschaften.

nerner Altar, der von den Mayapriestern vermutlich für Blutopfer an die Götter

Der Ball, der die Sonnenscheibe und

verwendet wurde.

damit das Leben symbolisierte, bestand entweder aus Gummi (mit einem Gewicht zwischen 500 und 1500 Gramm) oder aus einem mit Leder bezogenen Totenschädel. Die Spieler waren in der frühen Zeit meist Würdenträger, hochgestellte Persönlichkeiten, Fürsten oder Priester in der Tracht der Götter. Gefangene folgten erst zu einer viel späteren Zeit. Die Siegermannschaft wurde geopfert, um ihr den Zugang zum Pantheon zu öffnen und die Spieler damit die Ehre erhielten, selbst zu Göttern zu werden.

Inside April 2013 | 19


lachen und lächeln Ansteckungsgefahr?

V

or allem in den Wintermonaten schwirrt der Begriff Ansteckungsge-

fahr durch die (mit Bakterien gefüllten) Räume und ruft ad hoc Abwehrgefühle und negative Reaktionen hervor. Doch nicht jede Ansteckungsgefahr muss abgeblockt werden. Lachen und Lächeln zum Beispiel setzen körperliche und seelische Prozesse in Gang. So beginnt unser Herz schneller zu schlagen, und mehr Sauerstoff erreicht die Lunge. Durch das Lachen werden Stresshormone abgebaut, Heilungsprozesse werden gefördert und das Immunsystem wird gestärkt. Die Fähigkeit zu Lachen ist entscheidend für unsere Entwicklung. Kinder entwickeln sich umso besser und schneller, je mehr

Kinder haben's gut. Sie lachen bis zu 400 mal am Tag.

sie lächeln und lachen, und es gibt sogar eine Lachtherapie.

Im Alter zwischen vier und acht Wochen

einem Jahr kommt es zu Lachreaktionen

Aber eben das Beste: Lachen ist anste-

huscht das erste absichtliche Lächeln

auf komische Ereignisse.

ckend!

über das Säuglingsgesicht. Dies gilt auch für Säuglinge, die taub oder blind

Lachen ist die beste Medizin.

Am Anfang stand das Lachen.

zur Welt kommen. Zwar unterscheidet

Dies lehrt nicht nur der Volksmund, auch

Unsere Vorfahren lachten wahrschein-

sich das Klangmuster bei gehörlosen

viele wissenschaftliche Studien belegen

lich schon lange, bevor sie zu sprechen

etwas von dem gesunder Säuglinge,

dies. Seit den 70er Jahren beschäftigen

begannen, denn die Sprachzentren

aber ihre humoristische Entwicklung

sich Gelotologen (griech. Gelos: das

liegen in der entwicklungsgeschicht-

verläuft gleich. Lächeln ist der erste

Lachen) mit den körperlichen und

lich jüngeren Hirnrinde, während das

emotionale Austausch zwischen Baby

seelischen Auswirkungen des Lachens

Lachen einem älteren Gehirnteil zu-

und Mutter. Damit signalisiert es: „Ich

auf den homo ridens, den lachenden

geordnet wird. Am häufigsten lachen

bin offen für Kontakt“.

Menschen.

Babys und Kleinkinder, nämlich ca. 400

Auslöser hierfür war der Journalist Nor-

Mal am Tag, während der Erwachsene

Etwa ab dem vierten Lebensmonat setzt

man Cousins, der in den 60er Jahren

nur 15 Mal am Tag lacht! In den fünfzi-

das Lachen ein. Es entsteht zunächst

des vergangenen Jahrhunderts an der

ger Jahren lachten die Leute insgesamt

über Körperkontakt, z. B. wenn die Mut-

Wirbelsäule erkrankte. Als nichts gegen

noch täglich 18 Minuten lang. Heute

ter das Baby liebevoll an sich drückt und

die starken Schmerzen half, verordnete

nur noch sechs!

dabei lustige Geräusche macht. Erst mit

er sich selbst neben der medizinischen

20 | Inside April 2013


Behandlung eine Lachkur. Er sah sich komische Filme an und las witzige Bücher. Nach zehn Monaten war er schmerzlos. Der Stanford-Professor William F. Fry stellte fest, dass die Aktivität der natür-

Kennen Sie das ostergelächter?

D

er Begriff „Ostergelächter” oder

Im 16. und 17. Jahrhundert wurde

„Osterlachen” geht zurück ins

das „Ostermärlein“ verboten. Das Os-

phase ansteigt. Als er 1964 sein Institut

christliche Mittelalter. Die Ereignisse des

tergelächter wurde immer seltener.

zur Humorforschung gründete, wurde

Kirchenjahres wurden damals symbol-

Spätestens im 18. Jahrhundert war es

er belächelt. Seine Untersuchungen

haft und ideenreich verdeutlicht.

vielerorts (aber nicht überall) unterge-

lichen Killerzellen während der Lach-

erregten jedoch weltweit Aufsehen und

gangen.

heute gilt er als Vater der Gelotologie.

Über die „Osterfreude“ bzw. das „Oster-

Mag. Romana Thurnes

Science of Pleasure ist heute eine welt-

gelächter“ ist z. B. folgende Erzählung

Leitung Seelsorge

weit anerkannte Disziplin.

überliefert: Ein Priester habe während einer Osterpredigt die Männer aufgefor-

Die positiven Begleiterscheinungen

dert, das Lied „Christus ist erstanden“ zu

des Lachens:

singen. Es blieb still. Erst als er die Frauen

Es beschleunigt den Herzschlag, regt

bat, dieses Lied anzustimmen, erklang

somit den Blutdruck an und stärkt unser

dieses im Kirchenraum. (Die Männer

Immunsystem. Es setzt unsere Schmerz-

wussten nicht, dass der Priester dies

empfindlichkeit herab, erhöht den

vorher mit den Frauen bereits vereinbart

Sauerstoffverbrauch und fördert somit

hatte.) Bei dem nachfolgenden „Os-

die Verbrennungsvorgänge in unseren

tergelächter“ hatten die Frauen sicher

Zellen. Mit jeder Lachsalve trainieren wir

etwas mehr zu lachen als ihre Männer.

240 von insgesamt 630 Körpermuskeln. Lachen verschafft uns eine Pause von

(Überliefert ist dieser Vorgang aus dem

den Problemen des Alltags und einen

Jahr 1506 aus der Klosterkirche in Marchtal

Moment der Befreiung. Wer lernt, über

an der Donau.)

seine Missgeschicke zu lachen, anstatt sie in sich hineinzufressen, fördert seine

So gehörte es zur mittelalterlichen

Kreativität und findet leichter Problem-

Osterfreude ganz selbstverständlich

lösungen.

dazu, dass die Prediger in ihre öster-

Und auch der Lachmarkt floriert mittler-

lichen Festansprachen Scherze oder

weile mit Seminaren von der Lachthera-

überraschende Witze in ihre Predigten

pie bis hin zum Lachyoga.

einbauten. Diese waren bis in das 17.

International ist man sich heute einig:

Jahrhundert eher der Normalfall und

Humor ist eine Medizin ohne Risiken

fester Bestandteil des Volksostern.

und Nebenwirkungen! Nicht nur die Reformatoren, sondern Manuela Thurnbichler

auch die innerkirchlichen Kritiker hatten

Sekretariat GF

an den „liturgischen Einlagen“ dieser

(Auszüge aus einem Artikel von Dr. Char-

volkhaften Art und den dann damit ver-

maine Liebertz, Erziehungswissenschafterin,

bundenen klamaukhaften Auswüchsen

Buchautorin und Seminarleiterin)

wenig Freude.

OSTERGELÄCHTER halleluja das lachen beginnt es füllt neu das leben das land halleluja die lasten des tages sind freudig zu nehmen den staub des alltags von der seele gewaschen halleluja das herz ist neu offen für gott für die menschen hinein kann das neue der kommenden zeit halleluja die wege sind wagnis doch tragen sie sicher auch wenn nur die nächsten schritte du kennst halleluja sag singe und rufe so laut und behutsam dass jeder begreift halleluja ostern ist jetzt hier heute und morgen bei dir und bei mir beim freund und beim feind halleluja das lachen beginnt Almut Haneberg

Inside April 2013 | 21


Zum gedenken an Luise von Marillac

W

enn das Team der Begegnungzeit

„Gehe nie mit den Kranken nachlässig um,

mit Süßigkeiten für die Mitar-

sondern versorge sie mit einer warmher-

beiterInnen und ÄrztInnen im Haus

zigen Liebe.“

unterwegs ist, wissen viele KollegInnen bereits, dass der Grund dafür der

Eines der Zitate von

Gedenktag an die Heilige Luise von

Luise von Marillac (1591-1660)

Marillac ist, die Mitbegünderin der Barmherzigen Schwestern. Auch die PatientInnen konnten sich heuer bereits das 3. Mal in Folge über die kleine Auf-

Romana, Sarah, Olivia, Manuela und Fotografin Sonja nahmen sich Zeit für Begegnung.

merksamkeit freuen. Nicht nur für neue MitarbeiterInnen ist in der Begegnungszeitmappe (die in allen Abteilungen und Stationen aufliegt) der interessante Lebenslauf der Heiligen Luise von Marillac nachzulesen.

frühlingsrezept Spinat-Pastinakensuppe mit Kerbel Zutaten für 4 Personen

aufkochen. Zugedeckt 13 - 15 Minuten

2 Knoblauchzehen

leicht köcheln. Kurz vor der Garzeit Spi-

200 g Pastinaken

nat unterrühren. Kerbel fein schneiden.

50 g Kartoffeln mehlig

Suppe mit Kerbel fein pürieren. Durch

100 g Spinat passiert

ein Sieb streichen und portionsweise

800 ml Gemüsesuppe

anrichten. Mit Zitronenschale und Ker-

1/4 Biozitrone

bel garnieren.

1 EL Olivenöl

Zum Verfeinern kann man einen Kaffee-

20 g Kerbel frisch

löffel Sahne, Kochcreme oder Sojacreme

Muskatnuss

als zusätzliche Garnitur verwenden.

Zubereitung

Gutes Gelingen wünscht

Gemüse, Kartoffeln und Knoblauch

schneiden. Suppe mit Pastinaken,

Ewald Klemmer

putzen und schälen. In kleine Würfel

Kartoffeln, Öl, Muskat und Zitronensaft

Küchenchef

22 | Inside April 2013


Buchtipps

B

ischof Reinhold Stecher wurde

Bischof Stecher schrieb zahlreiche Bü-

Bischof Reinhold Stecher führt in die-

1921 in Innsbruck geboren, er trat

cher, die alle Bestseller wurden. Unter

sem ganz besonderen Buch Interviews

anderem:

mit interessanten Gesprächspartnern.

im Alter von 18 Jahren in das diözesane Priesterseminar in St. Michael in Schöf-

So näherte er sich in seinen fiktiven

ens bei Matrei am Brenner ein.

Gesprächen recht humorvoll ganz

In den 1940er Jahren wurde er von der

wichtigen Werten: wie Stille, Humor,

Gestapo verhaftet und drei Monate lang

Toleranz, Autorität, Vorurteilen und

gefangen gehalten. Ende des zweiten

Herzlichkeit. All die ihm wichtigen

Weltkrieges setzte er sein Theologiestu-

Werte waren seine Gesprächspartner.

dium fort und wurde 1947 zum Priester

Bischof Stecher, ein leidenschaftlicher

geweiht. Am 25. Jänner 1981 erhielt er

und begabter Maler, illustrierte sein

die Bischofsweihe und übte das Amt des

Bücher mit eigenen Aquarellen und

Bischofs bis 1997 in Innsbruck aus.

Zeichnungen und verlieh ihnen dadurch eine ganz besondere Individualität.

Am 29. Jänner 2013 verstarb der InnsGerlinde Überbacher

brucker Altbischof im Alter von 91

Hebamme

Jahren.

Die Autorin versteht es ausgezeichnet,

Charlotte Link versteht es ausgezeich-

bis tief in die unergründlichen Seiten

net, um diese zentrale Handlung noch

der Seele des Menschen zu blicken

einige andere Schicksale von Menschen

und auch in gewisser Weise bestimmte

zu erzählen, die letztendlich alle mitei-

Handlungen, wenn auch nur ansatzwei-

nander in Kontakt kommen und deren

se, verstehen zu lernen.

Wege sich auf irgendeine Weise kreuzen, schließlich solange, bis sich der Kreis um

Vanessa Willard, eine junge, verheiratete

die Geschichte schließt.

und wohlhabende Frau, wird entführt, in eine Höhle gebracht und dort in eine

Michaela Pircher

ch möchte gerne dieses Buch von

Kiste gesperrt. Ihr Entführer möchte

DGKS Endoskopie

Charlotte Link vorstellen. Sie schreibt

eigentlich nur Lösegeld von ihrem

fesselnd, spannend, psychologisch

Mann verlangen, wird aber inzwischen

tiefgründig, und als LeserIn bleibt man

wegen eines anderen Deliktes verhaf-

förmlich bis zur letzten Seite im Banne

tet. Er hat nicht den Mut, diese Tat zu

dieses Krimis gefangen.

gestehen …

I

Inside April 2013 | 23


die Zeit bleibt nicht stehen ... Letzte Printausgabe der Hauszeitung Inside 15 Jahrgänge. 46 Ausgaben. Vieles hat sich getan seit 1999 – im Haus. Über vieles wurde in der Hauszeitung kurz oder auch ausführlich berichtet. Ein motiviertes Redaktionsteam startete im Herbst 1999, sprühte vor Ideen und entwickelte im Laufe der Jahre die Hauszeitung inhaltlich und optisch weiter zum Inside, wie es sich aktuell präsentiert. Nun ist wieder ein Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen: Es gibt das Intranet und damit verbunden auch die Möglichkeit, das Inside jederzeit online lesen oder auch ausdrucken zu können. Für uns der Anlass, die Druckausgabe einzustellen und ein neues Konzept für das Inside über die Sommermonate auszuarbeiten. Sie können gespannt sein, was Sie im Herbst neu erwartet.

Das aktuelle Redaktionsteam wünscht Ihnen bis dahin eine schöne Frühlings- und Sommerzeit!

Das Gr ündun gsr Dietma r Isser, A e d a k t io n s te a m1999 nn Wiltrud : S o n ja Zecha u ette MadlenerTü r k , Ludwic nd Anit zek, a Kapfe rer

IMPRESSUM Medieninhaberin, Herausgeberin und Redaktion: Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern GmbH Für den Inhalt verantwortlich: GF Mag. Annette Leja Redaktion: Markus Schaupp, Manuela Thurnbichler, Mag. Romana Thurnes, Sonja Türk, Gerlinde Überbacher Gestaltung: Manuela Thurnbichler Druck: Ablinger.Garber, Hall Fotos: Titelbild/Christian Kneissl, Kongregation der Barmherzigen Schwestern, Christoph Waldner, Dietmar Isser, fotolia, i-Stockphoto


Inside Sanatorium Kettenbrücke