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– B 8940 F –

139 Jahre

ZEITSCHRIFT DES BAYERISCHEN SOLDATENBUNDES 1874 E.V. 123. Jahrgang – Nr. 6 – November/Dezember 2013

Titelthema: Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr


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EDITORIAL Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Präsidium

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Allgemeines Nachrichten aus der Bundeswehr

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Titelthema Afghanistan 200 Tage Kunduz Die Multiformträger

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Aus bayerischen Standorten Kommandowechsel im Landeskommando Bayern

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Übergabeappell beim Sanitätskommando IV

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Foto: Kai Mörk

Leitartikel

Als Titelfoto für diese Ausgabe habe ich das Foto eines unserer Soldaten gewählt, der in einem Vorposten in Kunduz (Afghanistan) vor Beginn einer Angriffsoperation eine Ruhephase eingelegt hat. Das Foto entstand 2011. Hauptmann Marcel Bohnert hat es geschossen. Er war zu dieser Zeit als Kompaniechef der Task Force Kunduz III in Afghanistan. Lesen Sie seine Beiträge ab Seite 8, die er uns freundlicherweise zur Verfügung stellte. Ohne Honorar dafür zu verlangen. Zum einen, sagt er, sei er Berufssoldat und werde dadurch nicht ärmer, „zum anderen geht es mir wirklich um die Sache. Wenn noch mehr Kameraden einen tieferen Einblick in die Einsatzrealität gewinnen können, ist das schon Lohn genug“. Anfang Oktober diesen Jahres hat die Bundeswehr die deutsche Einsatzliegenschaft Kunduz an die afghanischen Partner übergeben. Sie hatte das „Provincial Reconstruction Team Kunduz“ (PRT) im Oktober 2003 von den USA übernommen. Zwei Beiträge erinnern an die Völkerschlacht von Leipzig vor 200 Jahren. Lesen Sie den Leitartikel unseres Präsidenten und den Artikel des BSB-Mitglieds Robert Krusche auf Seite 49. Beachten Sie auch das doppelseitige Bild in der Heftmitte. Mit einem Foto von der traditionellen Stallweihnacht in Bad Reichenhall wünsche ich Ihnen – auch im Namen unseres Präsidenten, Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt, und des gesamten BSB-Präsidiums – eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein neues, friedliches, glückliches neues Jahr! In diesem Sinne alles Gute! Ihr

Klaus D. Treude, Oberstleutnant a.D.

Bundeswehr hat Territoriale Aufgaben neu geregelt

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Letzte bayerische RSU-Einheiten in Dienst gestellt

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Reservisten übten mit den US-Partnern

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„Mit gutem Beispiel vorangehen“

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Militär-Max-Joseph-Orden bleibt aktuell

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Aus den Bezirken

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Vermischtes

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IMPRESSUM »Treue Kameraden« ist die offizielle Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. Sie erscheint zweimonatlich und wird allen Vereinen im Rahmen der Mitgliedschaft geliefert. Inhaber u. Verleger: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Ernst-vonBergmann-Kaserne, Neuherbergstraße 11, Geb 1 O, 80937 München, Tel.: (089)18999962, Fax (089) 18999963, Internet: kdt@klausdtreude.info Bankverbindung: Sparkasse München, Kto.-Nr. 53-129920, BLZ 70150000 Verantwortlicher Redakteur, einschließlich Anzeigen: Klaus D. Treude, Pirmin-Klaunzler-Str. 12, 86854 Amberg/Unterallgäu Telefon 08241/6242, Telefax 08241/4093710 E-Mail: kdt@klausdtreude.info

Foto: Gebirgsjägerbrigade 23

Regionalstäbe Ost und Nord üben einsatznah 20

BSB-Sozialwerk: München Satz und Druck: Schneider-Druck GmbH, Erlbacher Straße 102 91541 Rothenburg o. d. T., Telefon 09861/400-152, Fax 09861/400-154 Bezugspreis: 2,60  Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Einsender von Manuskripten, Briefen u. a. erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Texte mit Autorenvermerk geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangte Einsendungen.

Redaktionsschluss für die Ausgabe 1/2014 (Januar/Februar) ist der 3. Jan. 2014 2

Treue Kameraden 6/2013


Leitartikel

Die Völkerschlacht Wie gewöhnlich haben zahlreiche Aufgeregtheiten, mediale Strohfeuer oder vermeintliche Skandale im zurückliegenden Jahr Zeitungen und Sendungen beherrscht und politische Debatten erhitzt, die inzwischen fast vergessen sind. Umso bemerkenswerter war die Aufmerksamkeit, die im Oktober einem epochalen Ereignis vor 200 Jahren zuteil wurde: Der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Bemerkenswert, weil es ein kriegerisches Ereignis war, was man sonst in Deutschland tunlichst meidet. Weil es ein Ereignis war, das in besonderer Weise unsere Nation anging, die man ja längst lieber mit „den Menschen im Lande“ umschreibt. Und erst recht, weil damit an einen deutschen Sieg erinnert wurde, nicht an Niederlagen und Zusammenbruch. Die Berichte waren fast durchweg frei von Häme, Abfälligkeiten oder Herabsetzungen – auch das ungewöhnlich bei militärischen und nationalen Denkwürdigkeiten. Nur staatspolitisch nahm man keine Notiz von dem historischen Datum – anders als etwa dem Jahrestag der alliierten Invasion in der Normandie 1944 oder der jährlichen Siegesparade am 9. Mai in Moskau. Dabei ragt die Völkerschlacht von 1813 aus der europäischen Geschichte heraus wie wenige andere Ereignisse, als Höhepunkt einer Entwikklung, Schlußpunkt einer Epoche und Beginn einer neuen. Als Schlacht ragt sie heraus wegen ihrer Vorgeschichte, ihrer Ausmaße und ihrer Bedeutung für die folgende Geschichte Europas. Emporgespült aus den Umwälzungen in Frankreich am Ende des 18. Jahrhunderts, war aus einem unbedeutenden Offizier des Revolutionsheeres, Napoleon Bonaparte, in kürzester Zeit ein legendärer Feldherr, Eroberer, Staatsmann und Kaiser geworden, ein genialer Stratege, rücksichtsloser Truppenführer, grausamer Diktator, menschenverachtender Herrscher: „Eine Million Tote bedeuten mir nichts!“. Gefürchtet, verehrt, verherrlicht, gehaßt. Ursprünglich beseelt von der Mission, die Einheit Europas in den Ausdehnungen des christlichen Abendlandes wiederherzustellen – unter Frankreichs Führung. Am Ende verkommen zum ehrgeizigen beutegierigen Triumphator. In spektakulären Schlachten mit unermeßlichen Opfern hatte er die ruhmreichen Armeen Europas zerschlagen, Herrscher vertrieben, Günstlinge gekrönt, Staaten aufgelöst oder geschaffen, Großmächten Bedingungen gestellt oder verlockende Zugewinne verheißen, Bündnisse geschmiedet oder zerrissen. Seine Massenheere eroberten den Kontinent. Nie verlor der Korse eine Schlacht – Hohenlinden, Austerlitz, Jena und Auerstedt u.v.a., weshalb er schließlich als unbesiegbar galt – wenn nicht gar mit dem Teufel im Bunde. Wer sich entgegenstellte, wurde bitter bestraft, wer ihm folgte, belohnt. So zerschlug er das Alte Deutsche Reich (1806), schuf mit dem „Rheinbund“ Abhängigkeiten, demütigte Fürsten und erzwang sich Gefolgschaft.

Als sich endlich, erst im Geheimen, dann offen Widerstand in Preußen und Österreich (die im Gegensatz zu Rußland mehr verloren als gewonnen hatten) zu regen begann, rückte die Entscheidung zum erneuten Waffengang näher. Tatsächlich vermochte Erzherzog Karl 1809 das französische Heer bei Aspern (Wien) erstmals zu schlagen. Eine Sensation! Doch schon kurz darauf folgte die Niederlage bei Wagram. Auch Österreich mußte sich beugen. Erst der Feldzug nach Rußland und sein katastrophaler Verlauf deuteten auf die Grenzen der Allmacht Napoleons hin und beflügelten den Gedanken des nationalen Widerstands in Deutschland, wozu sich Österreich noch zählte. Fürst Metternich gilt als der Architekt des Widerstandes, in geheimen Verhandlungen mit Rußland und Preußen, wo der Widerstand sein en Ausgang genommen hatte, wurden Pläne und Bündnisse geschmiedet (in die auch Kronprinz Ludwig von Bayern eingeweiht war), vor allem aber Bedenken ausgeräumt und eigene Interessen zurückgestellt. Denn jede Großmacht war sich bewußt, daß es Napoleon ein Leichtes wäre, im Konflikt einzelne Mächte durch großartige verlockende Angebote zu Lasten der anderen auf seine Seite zu ziehen. Rußland war damals schon längst auf dem Vormarsch in osmanisches und persisches Gebiet und kam somit Habsburg auf dem Balkan in die Quere. Preußen konnte mit Norddeutschland, Polen und Schweden unter Druck gesetzt, Wien mit Italien und Schlesien gelockt werden. Dennoch wagten sie es, dem (vierundvierzigjährigen) Beherrscher Europas ultimative Forderungen zu stellen, die er kaum annehmen, und Verträge zu kündigen, was er nicht hinnehmen konnte. Die schwerwiegendste Entscheidung wurde dabei von Kaiser Franz verlangt. Seine Tochter, Prinzessin Marie Louise, war sozusagen als Trophäe mit Kaiser Napoleon verheiratet worden, der damit den Zugang zu den europäischen Dynastien gesucht hatte und sich dauerhafte Loyalität Habsburgs versprach. Nicht nur, daß Kaiser Franz einem Krieg gegen seinen Schwiegersohn (somit auch gegen Tochter und Enkel, dem kaiserlichen Thronfolger) zustimmen mußte: Er hätte sich bei einer Niederlage Rußlands und Preußens imperiale Vorteile versprechen können. Doch der österreichische Kaiser, bis vor wenigen Jahren noch deutscher Kaiser, dachte deutsch, und brach sein Versprechen ewiger Neutralität. Was wären die Folgen einer erneuten Niederlage gewesen? Auf dem europäischen Kontinent hätte sich auf absehbare Zeit keine weitere Macht mehr dem französischen Emporkömmling entgegengestellt. Deutschland wäre besetzt und dauerhaft zerstückelt worden, mit Fürsten von Frankreichs Gnaden, einem tributpflichtigen, zentral verwalteten Staatengebilde wie dem Rheinbund, ohne inneren Zusammenhalt, doch erheblich umfassender, bei stetiger Ausdehnung Frankreichs nach Osten, also Angliederungen an das Imperium, wie man es noch

1923 verfolgte. England hätte dennoch nicht besiegt werden können, und die Rivalität um die Vorherrschaft über Mitteleuropa zwischen Frankreich und Rußland hätte auch fortan für Konflikte und Feldzüge gesorgt – nach und durch Deutschland hindurch. Die von den vielen Feldzügen völlig ruinierten Staatsfinanzen Frankreichs hätten zu rücksichtsloser Ausbeutung, ja Ausplünderung führen müssen. Das hatten die preußischen Provinzen ja bereits leidvoll erfahren. Allen Beteiligten der Völkerschlacht war das bewußt. Auch die zu befürchtenden Opfer. Dennoch wagten sie den Kampf. Nie zuvor waren Truppen so vieler Völker in einer einzigen Schlacht mit – und gegeneinander aufgezogen. Mit der Grande Armée kämpften Deutsche der Rheinbundstaaten, vor allem Sachsen, sowie Polen, Italiener. Gegen sie standen Schweden, Engländer, Russen – und wiederum Deutsche, in drei Armeen, unter Oberbefehl Fürst Schwarzenbergs. Fast alle Truppenführer hatten bereits unter Napoleon gedient. Sie wußten, wie er dachte, und mieden den Zusammenstoß. Insgesamt standen sich nahezu 600.000 Krieger gegenüber, mehr als jemals in der Geschichte. Vier Tage wogte die Schlacht, mit unvorstellbarem Bedarf an Wasser, Futter, Verpflegung, Nachschub, Transportmitteln, Lazaretten. An die 100.000 Gefallene, schon damals überwiegend Deutsche, blieben schließlich im Felde (oder starben in den Pflegestellen), die Verwundeten, Erschlagenen, Ertrunkenen waren nur zu schätzen. Vom Sieg bei Leipzig 1813 führte der Weg deutscher Heere über den Rhein, nach Paris, endlich nach Belle Alliance (Waterloo). Seine Folge war der Wiener Kongreß 1815 und die Neuordnung Europas, bei weitgehender Schonung Frankreichs. Der alle Reformen in Preußen und Österreich leitende Gedanke, aus gehorsamen Untertanen getreue Staatsbürger zu machen, die bereit waren, für Volk, Vaterland und Fürsten Opfer zu bringen, der „Revolution von oben“, die kein Blut kostete, war 1813 gereift und wirksam. Das Volk fühlte sich als Nation und nahm die Botschaften von der nationalen Einheit in Freiheit auf. Paulskirchenparlament von 1848, erneute Reichsgründung im Januar 1871, die Reichsverfassungen von 1871 und 1919 (Weimar), Freikorps zum Schutze des Reiches gegen Feinde von innen und außen 1919 bis 23, schließlich wesentliche Elemente des Grundgesetzes – das alles nahm seinen Ausgang in der Völkerschlacht. Auch die wiedergewonnene deutsche Einheit von 1990 kann ihre Wurzeln bis 1813 zurückverfolgen. Wenn manche schon glauben, die eigene Niederlage von 1945 als Befreiung von sich selbst feiern zu müssen – um wieviel mehr wäre die Befreiung von Fremdherrschaft aus eigener Kraft ein Grund dafür!

Jürgen Reichardt Treue Kameraden 6/2013

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Aus den Bezirken/Niederbayern BV Niederbayern

Von Niederbayern an den Strela-Sund Informationsfahrt zur Marinetechnikschule in Stralsund Stralsund – Wie in den letzten Jahren führte auch heuer die Informations-Reise der Veteranen und Reservisten aus dem Bezirk Niederbayern zur Marinetechnikschule (MTS) in Stralsund, mit der seit vielen Jahren eine feste Patenschaft und – was weitaus wichtiger ist – eine echte Kameradschaft besteht. An der Fahrt vom 21. bis 25. August 2013 nahmen 65 Personen teil. Reiseorganisator und -leiter war erneut Hermann Diermeier. Wie in alten Zeiten Vom Start in Waldkirchen erreichten wir über mehrere Zwischenstopps die StrelasundKaserne in Parow, wo wir von Kapitänleutnant Thorsten Barkhorn und Kapitänleutnant a.D. HansJürgen Suhr herzlichst begrüßt wurden. Beim Beziehen der Stuben wurden alte Erinnerungen wach, als wir unsere Koje selbst beziehen durften. Aber gelernt ist gelernt, die Knoten an den Enden des Lakens nicht vergessen, denn nur so sitzt es faltenfrei auf der Matratze. Habe ich früher das Kopfkissen noch im 90°-Winkel gefaltet, sehe ich mittlerweile drüber hinweg. Beliebter Treffpunkt: Das „Vilshofer Stüberl“ Es folgte der obligatorische Kameradschaftsabend bei Gegrilltem und Fassbier. Dabei hatten alle Reiseteilnehmer die Gelegenheit, Kapitänleutnant a.D. Jürgen Suhr recht herzlich zu be-

grüßen. Suhr war bis zu seiner Pensionierung 2009 unser Verbindungsoffizier. Er pflegt aber weiterhin eine ausgezeichnete Freundschaft mit der gesamten Truppe, ist immer für uns erreichbar und reiste anlässlich unseres Besuches in Parow über 240 Kilometer aus Itzehoe an. Nach der Begrüßung durch Kapitänleutnant T. Barkhorn bedankte sich Hermann Diermeier für den Empfang. Die tolle Stimmung und das phantastische Wetter des ersten Tages sollte uns auch an den nächsten Tagen begleiten. Großen Anteil an der guten Stimmung hatte wieder einmal Musikerin Evi. Den Kehraus des ersten Tages feierten wir im Vilshofer Stüberl. Die Nacht wurde lang, aber die Zeit verging zu schnell. Rügen Der nächste Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück in der Kantine. Anschließend fuhren wir mit vier Booten der ehemaligen NVA vom Marine-Hafen der MTS zum Stralsunder Hafen, wo wir nahe der Gorch Fock 1 ankamen. Das einstmals stolze Schiff ist schwimm- aber nicht segelfähig. Zur Stadtführung starteten wir in drei Gruppen vor dem Ozeaneum, um uns die Sehenswürdigkeiten von professionellen Touristenführern erklären zu lassen. Anschließend ging es zurück Kaserne, wo wir mit den aktiven Soldaten gemeinsam unser Mittagessen einnahmen.

Neben Hermann Diermeier und Josef Kraus standen (v. l.) BSB-Justitiar Franz Rothkopf und Bezirks-Schriftführer Siegfried E. Wolf interessierten Besuchern Rede und Antwort. Nach dieser Stärkung fuhren wir mit unserem Bus über die Strelasund -Brücke nach Rügen, wo wir eine Fahrt mit dem „Rasenden Roland“, einer wunderbar restaurierten Schmalspurbahn mit Dampflok und Buffetwagen, unternahmen. Von Binz aus fuhren wir nach Ralswiek, wo uns der Höhepunkt unserer Informationsreise, ein Besuch der beeindruckenden Störtebeker-Festspiele, erwartete. Mit Musik und Gesang klang der Abend im „Vilshofer Stüberl“ aus. Besuch im Technik-Museum der NVA Am nächsten Morgen besuchten wir das Technik-Museum der ehemaligen NVA in Puttnitz mit seinem großen Freigelände. Dort befand sich vor der Wende im Jahre 1989 ein russischer Flugplatz mit Kaserne. Zwar interessierte uns vor allem die Amphibienschau, doch trafen die Teilnehmer mit Fahrzeugen aller Art aus der DDR und der Sowjetu-

nion nur spärlich ein. Wir mussten uns daher mit der Besichtigung von drei riesigen Hallen bzw. Hangars begnügen, wo vom Trabant über die russische Staatslimousine ZIL, NVA-Krankenwagen, Lkws wie Robur und IFA, vom Panzer T34 aus dem 2. Weltkrieg bis hin zum modernen russischen T 72 Panzer sowie Hubschrauber und MIG 21 zu sehen war. Das Museum verfügt auch über eine private Werkstatt, wo Schrauber vieles reparieren konnten. Allerdings gibt es Engpässe bei Ketten und Laufrädern für Panzer. Nach dem Besuch im Seebad Zingst und dem Abendessen im „Jagdhof“ – dem kulinarischen Höhepunkt der Reise – trafen wir uns wieder bei Evis Musik im „Vilshofer Stüberl“. BSB-Vertretung an der Küste Am Samstag, dem vorletzten Tag der Reise, bauten wir unseren Informationsstand beim Tag der offenen Tür am Hafen auf. Franz Rothkopf, Ehrenbezirksvorsit-

Die Reisegruppe aus Niederbayern vor der Marinetechnikschule in Stralsund. Treue Kameraden 6/2013

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Niederbayern zender Hermann Diermeier, der Kreisvorsitzende aus Viechtach, Josef Kraus und ich informierten Militärs und Bevölkerung in Gesprächen und das ausgelegte Informationsmaterial über den Bayerischen Soldatenbund. Am späten Nachmittag war dann auf dem Gelände der MTS so richtig was los. In der Kaserne waren sehr viele Info-Stände aufgebaut. Polizei, Bundespolizei, Zoll, das THW die Feuerwehr und andere Einheiten waren vertreten. Alles wurde von der Marine installiert, inszeniert und verwaltet, zivile Geschäftsleute von außerhalb waren hier nicht vertreten. Die Polizei zeigte auf einem abgesperrten Platz den Einsatz von Gebrauchshunden. Sie werden zum Aufspüren von Drogen, Waffen, Kraftstoffdieben und der Spuren Suche eingesetzt. Weiter-

hin wurden die Hunde darauf trainiert, mutmaßliche Täter zu stellen, kampfunfähig zu machen, oder sie einfach aus Distanz zu verbellen, um den Hundeführer darauf aufmerksam zu machen. Anschließend erfolgte auf dieser Fläche eine Gelöbnisabnahme der Rekruten. Verschiedene Interpreten und Gruppen traten „Open Air“ auf und schließlich gab es reichlich zu essen und zu trinken. Einige Reiseteilnehmer fuhren mit einer Barkasse zum Stralsunder Hafen, um einem Stadtbummel zu machen. Für den abendlichen Ausklang konnte es nur einen Treffpunkt geben: das „Vilshofer Stüberl“, in dem uns Jürgen Suhr während des gesamten Aufenthalts hervorragend bediente. Wir sind froh, dass wir ihn haben. Nach einer kurzen Nacht hieß es wie früher Bettwäsche tau-

kdt@klausdtreude.info schen und Schlüssel abgeben. Kapitänleutnant T. Barkhorn verabschiedete sich von uns und wünschte allen eine gute Heimreise. Hermann Diermeier bedankte sich bei ihm und Jürgen Suhr mit einem bayerischen Bierkrug samt Füllung. Die Rückfahrt mit mehreren Zwischenstopps war dann nicht mehr so sonnig wie die Hinfahrt, da es anfing zu regnen. Dank Hermann Diermeiers der Organisations-Leitung gelangten alle 65 Teilnehmer gesund und munter mit dem Bus sicher nach Hause. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen, die die Reise geplant und ermöglicht haben. Hermann Diermeier, der Marine, aber auch den Teilnehmern, deren diszipliniertes Verhalten zu dem guten Verlauf beigetragen hat. Text/Fotos: Siegfried E. Wolf

Organisierte auch in diesem Jahr die Info-Fahrt: Ehrenbezirksvorsitzender Hermann Diermeier

KV Freyung-Grafenau

Herbstwanderung Freyung-Grafenau – Unter der Leitung von Thomas Zipp von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises FreyungGrafenau führte der BSB-Kreisverband Freyung-Grafenau seine diesjährige Herbstwanderung durch. Angeführt vom Kreisvorsitzenden Franz Rothkopf sowie vom Vorstand des durchführenden Vereins SKV Neureichenau, Franz Raab, wanderten 55 Kameraden mit Angehörigen vom Dreisesselparkplatz über das Steinerne Meer zum Dreiländereck. Von dort ging es weiter zum Bayerischen Plöckenstein und zurück über den Grenzsteig zum Ausgangspunkt, wo die Truppe nach vier Stunden im Berggasthof Dreisessel einkehrte. An ausgewählten Punkten erklärte Thomas Zipp die Entwikklung des Dreisesselgebietes bis

Die Wandergruppe des KV Freyung-Grafenau mit Thomas Zipp (r.), Franz Rothkopf (Mitte) und Franz Raab (l.). hin zu seinem heutigen Aussehen. Er ging hierbei auch auf den Bewuchs und die Tierarten ein, die hier vor tausenden von Jah-

ren lebten. Ein großes Thema spielte die Auswirkung des Sturmes von 2004, der durch Entwurzelung fast des gesamten

Baumbestandes zu völlig neuen Perspektiven und Ausblicken geführt hat. Text: Franz Rothkopf/Foto: privat

SKV Neureichenau

Im Frankenland Roth/Gunzenhausen – Die Fränkische Seenplatte war Ende September Ziel eines zweitägigen Ausflugs des Soldaten- und Kriegervereins (SKV) Neureichenau. Georg Grimbs leitete die 50-köpfige Reisegruppe. Nach einer kombinierten Stadt- und Schlossführung in Roth, gab es mittags in einem Traditionsgasthaus erstmals fränkische Köstlichkeiten wie Schäufele mit Klos in Biersoße. Nachmittags erkundete manch

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Treue Kameraden 6/2013

Noch schnell ein Foto für die Vereinschronik: Die SKV Neureichenau auf Infofahrt ins Frankenland.


kdt@klausdtreude.info einer die Stadt Gunzenhausen und genoss bei herrlicher Herbstsonne Kaffee und Kuchen. Untergebracht war man im Hotel Adlerbräu, wo nach einem gemeinsamen Abendessen auch der allseits beliebte Kameradschaftsabend stattfand. Am Sonntagvormittag stand die „Kleine Spalter Bierwelt“ mit entsprechender Verkostung auf dem Programm. Viele Teilnehmer waren von dem stark angehopften

Bier sehr angetan und deckten sich mit einem Vorrat für zuhause ein. Nachmittags genoss man eine Schifffahrt auf dem Brombachsee bevor es durchs Altmühltal zurück in den Bayerischen Wald ging. Nachdem alle Reiseteilnehmer von dieser Reise recht angetan waren, wurde Kamerad Grimbs seitens der Vorstandschaft mit den Planungen des Jahresausflugs für 2014 beauftragt. Text: Franz Raab/Foto: privat

SKV Waldkirchen

150-jähriges Bestehen gefeiert Waldkirchen – Der Soldaten und Kriegerverein (SKV) Waldkirchen ist der älteste Verein der Stadt Waldkirchen und kann auf eine lange Tradition verweisen. Seit seiner Wiedergründung im Jahre 1954 widmet er sich dem Erhalt des deutschen Soldatentums und seiner großartigen Kameradschaft. Der Verein feierte nun unter dem Vorsitz von Johann Madl im September 2013 sein bisher größtes Fest in der Vereinsgeschichte. Lange Vereinsgeschichte 1862 trafen sich Waldkirchener Bürger mit dem Ziel, einen „Königlichen Soldaten- und Kriegerverein“ zu gründen. 1864 wurden die Vereinsstatuten beim Magistrat Waldkirchen eingereicht und genehmigt, 1873 wurde die Vereinsfahne geweiht. Der erste

Niederbayern

„Heldengottesdienst“ zu Ehren gefallener Waldkirchener wurde schon 1918 abgehalten. 1938 wurde das 75-jährige Gründungsfest gefeiert. Es folgte der verheerende zweite Weltkrieg. Bereits 1945 gestattete die USBesatzungsmacht dem Kriegerund Veteranen-Verein Waldkirchen, sich zu reaktivieren. 1955 folgte die Einweihung des neuen Kriegerdenkmals. 1963 feierte der SKV Waldkirchen sein 100 jähriges Bestehen. 1978 wurde das Kriegerdenkmal restauriert. Bei der Pfarrkirche Peter und Paul befindet sich auch die Ölbergkapelle, dort sind in einem Gedächtnispult, das vom Verein erstellt wurde, die Fotos aller vermissten und gefallenen Soldaten des 2. Weltkrieges mit Namen versehen und verewigt. 1986 traten die

Von links: BSB-Präsident Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt, Kreisvorsitzender Franz Rothkopf.

Von links: Fahnenmutter Rita Benkert, Bürgermeister Josef Höppler, SKV-Vorsitzender Johann Madl, Kreisvorsitzender Franz Rothkopf. Von rechts: Pressewart Siegfried Wolf, Bezirksvorsitzender Manfred Langer, Ehren-Bezirksvorsitzender Hermann Diermeier. Waldkirchener Kameraden dem neu gegründeten Soldaten- und Kameradschaftsbund DSKB Freyung-Grafenau bei. Zum 125jährigen Gründungsfest wurde eine neue Vereinsfahne beschafft. Innerhalb des SKV Waldkirchen entstand ein Reservistenverein, der sich dem Deutschen Reservistenverband anschloss. Nachdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, gibt es bekanntlich nur noch Freiwillige und Berufssoldaten. Da man um Mitgliederzugang nun bangen musste, änderte der Verein die Satzungen, der SKV Waldkirchen nimmt nun auch Mitglieder auf, die zwar nicht gedient haben, aber nun durch Tragen der Vereins-Uniform auch an allen öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen dürfen.

Der Vorstand des SKV Waldkirchen

Viele Ehrengäste Die Feier des 150-jährigen Jubiläums begann am Samstag mit dem feierlichen Einholen des Patenvereins Karlsbach und dessen Fahnenmutter, mit einem gemeinTreue Kameraden 6/2013

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Niederbayern samen Marsch zum Kriegerdenkmal am Bayerwalddom, wobei der Kreisvorsitzende Franz Rothkopf daran erinnerte, dass im 2. Weltkrieg mehr Opfer zu beklagen waren als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Bei einer beeindruckenden abendlichen Totenehrung, die so manchen nachdenklich werden ließ, erklangen die Deutsche Nationalhymne, das Lied der Bayern sowie das Lied vom guten Kameraden, intoniert durch die Blaskapelle Karlsbach. Nach der Kranzniederlegung für die Stadt durch den 1. Bürgermeister Josef Höppler und der Fahnenmutter Rita Benkert für den Verein, folgte ein Fackelkorso zum Bürgerhaus. Die Liste der geladenen Ehrengäste war lang, nach dem gemeinsa-

kdt@klausdtreude.info

men Abendessen folgten Reden und Glückwünsche von dem Präsident des BSB, Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt, dem 2. Bürgermeister Waldkirchens, Max Schwarz, dem BSB-Bezirksvorsitzenden Manfred Langer, Kreisvorsitzenden Franz Rothkopf, Stadtpfarrer Bruno Pöppl, und vielen anderen Gästen, darunter Kaplan Balazs Czuczor als Neumitglied des SKV, der an diesem Tag in Vereinsuniform erschien. Nach den Dankesworten und Ehrungen langjähriger Mitglieder begann der gemütliche Teil des Kameradschaftsabends, bestens durch die Blaskapelle Karlsbach begleitet. Sonntagmorgen begann dann der für alle zugängliche Teil des zweitägigen Jubiläums. Zahlrei-

che Zuschauer säumten die Straßen und 58 weitere Soldaten-Vereine unter anderem aus Österreich wurden eingeholt und von vier Kapellen, Trachtenverein und Feuerwehren auf Ihrem Einzug in die Karoli-Eishalle begleitet. Leider fielen der geplante Gottesdienst und der damit verbundene Aufmarsch zur Karoli-Kapelle dem „Wettergott“ zum Opfer, so dass Stadtpfarrer Pöppl den feierlichen Gottesdienst in die Eishalle verlegen musste. Es folgte die feierliche Bänderweihe. Nach der Messe begrüßte der 1. Vorsitzende Johann Madl erneut viele Ehrengäste, darunter BSB-Präsident Jürgen Reichardt, MdB Barthl Kalb, Landrat Ludwig Lankl, Waldkirchens 1. Bürgermeister Josef Höppler, die stellvertreten-

de Landrätin Renate Cerny sowie Waldkirchens Ehrenbürger Heinrich Schmidhuber. Nach den Grußworten der Ehrengäste verlas der 2. Vorstand des SKV, Richard Weiß, zusammen mit der Fahnenmutter Rita Benkert die Fürbitten. Die Stadtkapelle Waldkirchen umrahmte musikalisch den Gottesdienst sowie den geselligen Teil des Tages. Landrat Ludwig Lankl zeichnete Johann Madl für seine unermüdliche Vereinsarbeit mit der Ehrennadel des Landkreises aus. Es herrschte eine vorzügliche Stimmung in der zum Festzelt umfunktionierten Eishalle. Fazit: Es war ein gelungenes Fest. Die fast eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit haben sich gelohnt. Text/Fotos: Siegfried E. Wolf

tung teil. Beim anschließenden, erstmals durchgeführten Weinfest gab es nach Kaffee und Kuchen auch Zwiebelkuchen mit verschiedenen Weinen für die

Bewohner und Gäste. Für das nächste Jahr planen Heim und Ortsverband ein „Maibaumaufstellen“. Text/Foto: OV Deggendorf

OV Deggendorf

Ehrungen längst überfällig Deggendorf – Johann Weiß, Leiter des Elisatbethenheims, und der Musiker Ewald Frankl (Bildmitte) wurden kürzlich anlässlich eines Kaffeenachmittags für die Bewohner des Hauses für ihre Unterstützung von Aktivitäten des BSB-OV Deggendorf ausgezeichnet. Weiß erhielt die Ehrenurkunde für Nichtmitglieder und die Ehrennadel in Silber. Frankl durfte sich wegen der unentgeltlichen musikalischen Unterstützung, die er seit Jahren bei den Altennachmittagen leistet, über die goldene Auszeich-

nung freuen. Die Ehrungen waren längst überfällig, erklärte Vorsitzender Manfred Glashauser (2. v. l.), dessen Verein seit über 30 Jahren die schon traditionellen Kaffeenachmittage in verschiedenen Altenheimen ausrichtet. Deggendorfs 2. Bürgermeister Peter Volkmer (r.) und der BSBBezirks- und Kreisvorsitzende Manfred Langer (l.) würdigten bei ihren Grußworten die Arbeit des Ortsverbandes. Die Stadträte Karl-Adolf Pfestorf und Dr. Fritz Scholz nahmen an der Veranstal-

KSV Auerbach

Ein Danke für die Treue und besondere Verdienste Ehrenabend des Krieger- und Soldatenvereins Auerbach. Zum Dank für die langjährige Treue zum Verein hat der Krieger- und Soldatenverein seine Mitglieder zu einem Ehrenabend eingeladen. Nach einem gemeinsamen Essen wurden die langjährigen Mitglieder und Funktionäre des Vereins ausgezeichnet. Bezirks- und Kreisvorsitzender des BSB, Manfred Langer überbrachte die Glückwünsche des Bezirks- und Kreisverbandes Deggendorf-Straubing. Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung im Kreisverband. Ehren heiße Dank aussprechen, Dank für Treue zum Verein, Dank für jahrelange Mitarbeit und Führung des Vereins, betonte Manfred Langer.

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Treue Kameraden 6/2013

Bürgermeister Gerhard Strasser erinnerte an die 144-jährige Vereinsgeschichte. Dank viel Engagement konnte das Gedenken an die Opfer der Kriege bis heute aufrecht erhalten werden. Die Vereinsgründung war bereits im Jahr 1869. Die Neugründung fand 1953 von heimgekehrten Veteranen statt. Ziel war die Kameradschaft zu pflegen, aber noch wichtiger, der Gedanke und das damit verbundene Gedenken an die gefallenen oder vermissten Kameraden sowie die Verbundenheit mit den Hinterbliebenen zum Ausdruck zu bringen. Der Friede ist ein hohes Gut, dies war die Zielsetzung mit der unter dem 1. Vorsitzenden Michael Nothaft weitere Mitglieder gefunden werden konnten.

Für 10-jährige Treue zum Verein wurde Helmut Behammer, Andreas Pledl, Michael Pledl, Klaus Siedersberger, Reinhard Stadler und Xaver Strasser gedankt. 15 Jahre beim KSV sind Willi Ellerbeck jun., Matthias Hackl, Severin Hackl, Hermann Jeßberger und Josef Maier. Bereits 20 Jahre halten Stefan Loibl, Alois Ritzinger, Helmut Schosser und Albert Sigl dem Verein die Treue. 25 Jahre beim KSV sind Josef Artinger, Rudolf Artinger, Ludwig Ertl, Gerhard Feichtmeier, Heinrich Hensel, Fritz Hofmann, Lorenz Knoll, Johann Kolbeck, Manfred Leitl, Franz Niebauer, Helmut Nothaft, Hans Regner, Gerhard Spannmacher, Gerhard

Strasser, Siegfried Tomasi, Georg Weber und Hans-Jürgen Wittenzellner. 30 Jahre gehören Michael Brumbauer, Gerd Glatter, Robert Kauer, Georg Kribitzneck, Anton Kroiss, Franz Leitl, Günther Leitl, Josef Leitl, Reinhard Leitl, Josef Morbach, Josef Niedermeier, Peter Schliffenbacher, Josef Schober, Josef Seeböck, Max Seeböck, Xaver Spannmacher, Georg Steudtner, Josef Weber, Thomas Weiß und Hans Wittenzellner dem Verein an. Für 35 Jahre wurde Christian Drasch, Josef Hackl, Alfred Killinger, Konrad Klämpfl, Hans Morbach und Otto Weber gedankt. Eine Urkunde für 40 Jahre erhielten Willi Ellerbeck sen., Hel-


kdt@klausdtreude.info mut Fiedler, Ernst Fischerauer, Alois Kauer, Eduard Leitl, Martin Loibl, Konrad Müller, Alois Nothaft, Horst Olschak, Josef Seeböck und Bruno Weigand. 45 Jahre gehören Georg Gerstl, Georg Klarl, Erwin Mutz, Josef Reitberger und Xaver Zitzl zum Krieger- und Soldatenverein. Bereits 55 Jahre ist Konrad Weber dem KSV ein treues Mitglied. Ein besonderer Dank galt Ehrenmitglied und letztem Kriegsteilnehmer des Vereins, Bernhard Holmer. Er ist bereits seit 70 Jahren beim Krieger- und Soldatenverein. Auf Grund besonderer Verdienste wurden Willi Ellerbeck sen., Josef Seeböck, Bruno Weigand und Horst Olschak mit dem großen Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Alle Geehrten mit dem großen Verdienstkreuz am Bande sind über 30 Jahre in der Vorstandschaft aktiv und haben somit den Verein geprägt und gestützt, betonte Willi Ellerbeck jun.. Das Verdienstkreuz 1. Klasse ging an Anton Kroiss und Matthias Hackl. Das Verdienstkreuz 2.

Niederbayern

Bild langjährige Mitglieder: Seit Jahrzehnten halten diese Männer dem KSV die Treue. Mit (sitzend 4. v. Text/Foto: Bianca Nickl li.) BSB-Kreisvorsitzendem Manfred Langer. Klasse erhielten Hermann Jeßberger und Josef Weber. Das Ehrenkreuz erhielten Konrad Klämpfl, Reinhard Stadler, Gerhard Strasser und Willi Ellerbeck jun. Stellvertretend für Fahnenmutter Roswitha Glatter nahm ihr Ehemann den Verdienstorden in

Silber entgegen. Die Ehrungen wurden überreicht von den Vorsitzenden Willi Ellerbeck jun. und Franz Haimerl, von Bürgermeister Gerhard Strasser sowie von BSB-Kreisvorsitzendem Manfred Langer. Musikalisch bestens unterhal-

ten wurden die Anwesenden von Musiker Franz Kolotschi. Vorsitzender Willi Ellerbeck jun., wie auch sein Vater Willi Ellerbeck sen., bedankten sich bei allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die bei den Gartenfesten immer tatkräftig anpacken.

KSK Rainding

Trauer um Ehrenhauptmann Eduard Sammereier

Ehrenhauptmann Eduard Sammereier †

Rainding – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Rainding trauert um ihren Ehrenhauptmann Eduard Sammereier (Foto), der nach längerer Krankheit am 28. Oktober 2013 dennoch völlig überraschend im Alter von nur 67 Jahren verstarb. Eduard Sammereier prägte den Verein über viele Jahrzehnte hinweg. Im Jahr 1967 dem Verein beigetreten, engagierte er sich

von Anfang an in vorbildlicher Weise. Ab 1981 bekleidete er das Amt des Hauptmanns, ab 1999 vertrat er den Verein als 1. Vorstand. Bis zum Jahr 2011 – als er aufgrund einer akuten Erkrankung zurücktreten musste – bekleidete er beide Ämter in Doppelfunktion. Im Frühjahr 2012 ernannte ihn die neue Vorstandschaft zum Ehrenhauptmann und verlieh ihm zugleich das Große Verdienstkreuz in Gold am Ban-

de. Praktisch bis zum letzten Tag verfolgte er mit Interesse die Aktivitäten des Vereins und freute sich ganz besonders, dass es auch nach „seiner Zeit“ als Vorstand mit dem Verein weiter gehen wird. Die Kameraden der Kriegerund Soldatenkameradschaft Rainding werden ihm in aufrichtiger Dankbarkeit ein ehrendes Gedenken bewahren. Text/Foto: KSK Rainding

Wichtig! Redaktioneller Hinweis Bitte Beiträge an die Redaktion aus technischen Gründen bitte wieder an kdt@klausdtreude.info senden. Achten Sie darauf, dass folgende Angaben enthalten sind:

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Name des Vereins (ausgeschrieben und Abkürzung) Zuständiger Bezirk Vor- und Nachname des Autors Vor- und Nachname des Fotografen Aussagekräftige Bildunterschriften zu allen Fotos Treue Kameraden 6/2013

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Kameradschaft 1883 Rothenstadt

Hans Deisel spendete Geburtstagspokale Rothenstadt – Die Schützengruppe der Kameradschaft 1883 Rothenstadt trifft sich wöchentlich regelmäßig zum Trainingsschießen auf der Anlage im Sportzentrum Rothenstadt. Im Juli/August wurde heuer erstmals der „Hans-Deisel-Geburtstagspokal“ ausgeschossen. An insgesamt drei Schießabenden zielte man dabei auf ZehnerRingscheiben. Die Auswertung nahm Hans Deisel persönlich nach einem ganz besonderen, vorher nicht bekannten Schlüssel vor. Bei der Pokalverleihung im Verkaufsraum seiner Bäckerei lüftete er das Geheimnis. So wurden z. B. geschossene Zehner von der Wertung ausgenommen und die sonstigen Treffer gezählt. Es half demnach nicht, nur voll ins Schwarze zu treffen, sondern die

sogenannten „Abweichler“ ergaben die Wertung. Den Pokal bei den Herren gewann Karl Biller vor Claus Fiedler und Max Amm. Bei den Frauen gewann Monika Amm vor Rosa Mösbauer und Karolina Biller. Außer den Pokalen gab es für die Platzierten zusätzlich Einkaufsgutscheine. Alles in allem ein sehr gelungener Abend und eine Bereicherung des Schießbetriebs. Ein leckeres Essen, gespendet von der Familie Deisel, rundete den zünftigen Abend ab. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Tochter der Familie auf Ihrer „Steirischen“. Der erste Schießwart Hans Jürgen Sperling bedankte sich im Namen aller herzlich für die großzügigen Pokal- und Sachspenden sowie für die Einladung zum Abendessen. Text/Foto: Lorenz Kiener

Unser Foto zeigt die Sieger mit Hans und Helga Deisel (1. u. 3. v. r.)

Kameradschaft 1883 Rothenstadt

Rothenstädter Kameraden feierten 130-jähriges Vereinsjubiläum Rothenstadt – Am 12. Februar 1883 wurde die heutige Kameradschaft 1883 Rothenstadt unter dem damaligen Vereinsnamen „Krieger und Veteranenverein Rothenstadt“ gegründet. In einer Festversammlung am 19. September 2013 in der HöslBräu-Schänke wurde das 130jährige Jubiläum besonders ge-

feiert, verbunden mit dem 40jährigen Gründungsjubiläum der Schützengruppe. Der 1. Vorsitzende Alfons Landgraf konnte hierzu 35 Mitglieder begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem Ehrenvorsitzenden Karl Biller sowie den Ehrenmitgliedern Karl Zintl und Karolina Biller.

Pflege des „kameradschaftlichen Bandes der Treue“ Schriftführer Lorenz Kiener gab einen Rückblick auf 130 Jahre Vereinsgeschichte. Die Anfänge der Kameradschaft reichen bis in die Jahre 1870/71 zurück. Damals traf man sich in regelmäßigen Zeitabständen in der Hütten-

Sitzend von links: Mariele Zintl, Ehrenmitglied Karl Zintl, Inge Geweth, Ehrenmitglied Karolina Biller, Ehrenvorstand Karl Biller, 1. Vorstand Alfons Landgraf. Stehend dahinter: die anderen Vorstandsmitglieder zusammen mit den Ehrengästen und dem Kreisvorsitzenden Claus Fiedler (rechts).

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schänke zu Neubau. Nach mehreren Jahren loser Verbundenheit beschloss man, die Kameradschaft ins Leben zu rufen. Erster Vorstand war Bürgermeister Andreas Sparrer, Landwirt in Rothenstadt, zweiter Vorsitzender wurde Heinrich Gleißner, Ziegler in Ullersricht. Der Verein gab sich bei der Gründung 14 Statuten, wobei niedergeschrieben wurde, dass der Zweck des Vereins ist, „das gesellige Treiben im Felde im Gedächtnis zu bewahren, das kameradschaftliche Band der Treue fest geknüpft zu erhalten, Gesetz und Ordnungsliebe zu pflegen und sich in allen Wechselfällen des Lebens mit Rat und Tat beizustehen.“ Schon früh fand der Gedanke Zustimmung, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Durch Spenden wurde es ermöglicht, beim zehnjährigen Bestehen des Vereins 1893 eine eigene Vereinsfahne zu weihen. Diese Fahne ist heute im Traditionsraum der Stadt Weiden ausgestellt. Mit Ausbruch des ersten Weltkriegs musste notgedrungen das Vereinsleben nachlassen. Der größte Teil der Mitglieder wurde zu den Fahnen gerufen. Insgesamt hatte der Verein 34 Tote und mehrere Vermisste zu beklagen. Verboten und wiedergegründet Am 2. September 1923 wurde das erste Ehrenmal errichtet, die-


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kdt@klausdtreude.info ses wurde im Jahr 1952 wegen der Errichtung einer Volksschule an dieser Stelle wieder abgebaut. 1944 wurde der Verein durch die NSDAP verboten. Am 6. Mai 1956 erfolgte die Wiedergründung des Vereins mit dem Namen „Kriegerverein Rothenstadt“. Erster Vorsitzender wurde Josef Voit, sein Stellvertreter Konrad Hermann. Im März 1973 erfolgte dann die Gründung einer Sportschützengruppe mit ihrem ersten Schießwart Karl Biller. Ab Mai 1973 bestand auch ein freundschaftlicher Austausch mit der Kameradschaft Medailles Militaires in Caen in der Normandie (Frankreich). Weitere Patenschaften bestehen heute noch mit den Kameradschaften in Pirk und Pfreimd, sowie mit dem 7-er Kameradschaftsbund

in Weiden. 1976 entschloss man sich zur Namensänderung in „Kameradschaft 1883 Rothenstadt“. Mit diesem Schritt eröffnete man auch Ungedienten vorbehaltlos die Aufnahme in den Verein. Aktives Vereinsleben In den Folgejahren entwickelte sich vor allem die Schützengruppe zum heute noch aktiven Kern des Vereins. Viele Siege und Pokale zeugen von den guten Leistungen der Schützinnen und Schützen, auch auf Landes- und Bundesebene. Am 7. Januar 1979 übernahm Franz Geweth den Posten als 1. Vorsitzender, welchen er bis zum 20. Februar 1994 innehatte. Er starb am 6. Mai 2012, nachdem er lange Jahre Ehrenkreisvorsitzender und Ehrenvor-

sitzender der Kameradschaft war. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Großkreuz mit Strahlenkranz. Karl Biller führte die Kameradschaft vom 20. Februar 1994 bis 30. Januar 2009. 2002 wurde er zum Ehrenvorstand ernannt. Mit Engelbert Witt, Karl Zintl und Karolina Biller hat die Kameradschaft drei weitere Ehrenmitglieder. Der aktuelle Vorsitzende Alfons Landgraf übernahm die Verantwortung für die Kameradschaft am 30. Januar 2009. Weitere Vorstandsmitglieder sind Max Amm (2. Vorstand), Hans Baierl (Hauptkassier), Lorenz Kiener (Schriftführer) und Hans-Jürgen Sperling (1. Schießwart). Die Kameradschaft führt viele Aktivitäten durch: Teilnahme am Volkstrauertag, Vereinsausflüge, Tages-

fahrten der Schützengruppe, wöchentlich regelmäßiges Übungsschießen, Teilnahme am Kreisund Landesschießen, Pokalfeiern, Jagd- und Fischessen, Wanderungen etc. sind nur einige Termine im Laufe des Vereinsjahres. Nach Abschluss des offiziellen Teils und den Grußworten von Claus Fiedler und Gerd Müller leitete Alfons Landgraf über zum geselligen Teil der Festversammlung. Alle Anwesenden wurden zu einem Kalten Buffet, angerichtet vom Mitglied Hans Deisel mit seiner Gattin, zu Kaffee und Kuchen eigeladen. Mit „In Treue fest“ schloss der 1. Vorsitzende später mit dem Dank an alle aktiv Mitwirkenden die sehr gelungene Veranstaltung. Text: Lorenz Kiener Foto: Florian Landgraf

germeister der Stadt Auerbach, Norbert Gradl, an die anwesenden Gäste. Bei Kaffee, Kuchen und Grillspezialitäten fand nachmit-

tags die Preisverleihung des Kreisvergleichschießens des Kreisverbandes Eschenbach statt. Text/Foto: SRK Michelfeld

SRK Michelfeld

140-jähriges Jubiläum gefeiert Michelfeld – Mitte August feierte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Michelfeld ihr 140-jähriges im Pfarrzentrum St. Otto. Zum Auftakt der Veranstaltungen am Samstagabend gab es ein Preisschafkopfen, dessen Erlös einem sozialen Zweck zugute kommt. Der Sonntag wurde mit einem Kirchenzug mit 17 Vereinen zur St. Leonhards-Kirche begonnen. Auch die drei Patenvereine, die SKRK Ranna-Mosenberg, der Kanonierverein Weidlwang und der Soldaten- und Kameradschaftsverein 1890 Weiden (siehe Foto) nahmen an dem Festakt teil. Der Zug wurde angeführt von der Stadtkapelle Eschenbach, die auch den Dankgottesdienst mit-

gestaltete. Abbé Epiphane aus dem Senegal zelebrierte die Hl. Messe und bat die Gläubigen, sich für den Frieden einzusetzen. Die Feierlichkeiten am Ehrenmal für die Gefallenen wurden mit einem Musikstück eröffnet. Der 1. Vorsitzende der SRK Michelfeld, Uwe Fischer, gedachte in seiner Rede der Opfer von Krieg und Vertreibung der beiden Weltkriege. Das Gedenken endete mit dem „Lied vom Guten Kameraden“ und drei Böllerschüssen. Beim anschließenden Weißwurst-Frühschoppen gab Uwe Fischer einen kurzen Überblick über die Vereinsgeschichte. Grußworte richtete auch der Kreisvorsitzende des Kreisverbandes Eschenbach, Richard Hofmann, sowie der 3. Bür-

KV Sulzbach-Rosenberg

Pokalschießen Neutras – Zum jährlichen Wettbewerb im Luftgewehrschießen trafen sich die Mannschaften der sieben Soldaten- und/oder Reservistenkameradschaften des Kreises Sulzbach-Rosenberg im Bayerischen Soldatenbund (BSB). Im Schützenheim der „Silberdistel“ Neutras ging es um den Wanderpokal, den die SRK Edelsfeld als vorjähriger Sieger mitgebracht hatte. Jeder Teilnehmer hatte zehn Schuss, um mit dem besten Plattl seinem Team (drei Mann) zu einem guten Ergebnis zu verhelfen. Das Ergebnis überraschte dann doch, denn nicht die bisherigen und daher etwas favorisierten Gewinner hatten das bessere Ende für sich. Die „Senioren“ der SRK Sulzbach-Rosenberg zeigten den jüngeren Teilnehmern, dass bei Schützen das Alter keine Rolle spielt. Sie konnten sich vor SKV Königstein, SRK Neukirchen-Holnstein, SRK Edelsfeld, SRK Haunritz-Högen, SKK Weigendorf und SRK Illschwang platzieren. Mit Stolz nahmen sie den Pokal von Horst Embacher, Kreis- und Bezirksvorsitzender des BSB, entgegen, um dort als heuriger Sieger verewigt zu werden. Als bester Einzelschütze erzielte Manfred Titze (SRK Neukirchen-Holnstein) einen 147Teiler. Durch diese gemeinschaftliche Veranstaltung wurde die Kameradschaft untereinander gestärkt und man will sich 2014 wieder treffen.

(Von links) Horst Embacher, Manfred Titze, Werner Zeltner, Franz Text/Foto: fm Schneller, Leo Kurz (Siegerteam) Treue Kameraden 6/2013

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Oberpfalz

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7er-Kameradschaftsbund Weiden

Zoiglfahrt

Gruppenaufnahme vor der Bäckerei Rosner. Weiden – Wie bereits in den letzten beiden Jahren führte der 7er- und Kameradschaftsbund die bei allen Kameradinnen und Kameraden beliebte Zoiglfahrt durch. Zoigl ist ein untergäriges Bier, das vor allem in der nördlichen Oberpfalz verbreitet ist und von Privatpersonen gemeinschaftlich gebraut wird. Von der großen Beliebtheit der

Zoiglfahrt zeugte auch die große Zahl der Anmeldungen, weshalb gar ein größerer Omnibus mit 57 Sitzplätzen bestellt werden musste. Erste Station der Reise war die Schaubäckerei Rosner in Waldsassen an der tschechisch-bayerischen Grenze, wo – so Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in ihrem Buch „Das Beste vom Besten“ – die besten Lebkuchen der

Welt herkommen (und nicht aus Nürnberg). Dann ging es weiter zur Zoiglstube „Zum Rechersimer“ in Röthenbach bei Reuth. Diese Zoiglstube wurde ausgewählt, da sie genau den „7er“ als Logo besitzt wie ihn die Kameradschaft aus Weiden im Vereinsabzeichen führt. Dadurch kam die Reisegruppe auch schnell sehr intensiv mit dem Wirt Hans Käß ins

Gespräch, der an Ort und Stelle in den 7er- und Kameradschaftsbund Weiden aufgenommen wurde. Der gemütliche und lustige Abend wurde durch die „SperrMüllkracher“ musikalisch abgerundet. Die beiden Musikanten sind ebenfalls Mitglieder der Kameradschaft. Klar, dass auch für 2014 bereits eine Zoiglfahrt geplant ist. Text/Foto: Peter Ertl

Jura KV Parsberg

Neuwahlen beim Jura-Kreisverband im BSB Kreisvorsitzender Richard Preis für drei Jahre wiedergewählt Hamberg/Oberpfalz – Zur Herbstversammlung mit Neuwahlen der Kreisvorstandschaft fanden sich im Gasthof Nutz in Hamberg die Vertreter von 19 Ortskameradschaften des JuraKreisverbandes Parsberg im Bayerischen Soldatenbund ein. Neben den Berichten des Kreisvorsitzenden, Kreiskassiers, Reservistenbetreuers und Kreisschießwarts gab es auch eine Nachbetrachtung zum Kriegsgräberpflegeeinsatz in Frankreich sowie Informationen zur Kriegsgräbersammlung und Kreismeisterschaft. Als gastgebender Ortsvorsitzender der SRK Hamberg begrüßte Andreas Nutz die Teilnehmer. Einen besonderen Gruß richtete Kreisvorsitzender Richard Preis an den Landesreservistenbeauftragten und Vorsitzenden des Kreisverbandes Neumarkt, Oberstleutnant d.R. Christian Emmerling, sowie an den Ehrenvorsitzenden des Jura-Kreisverbandes, Oberstleutnant a.D. Lothar Eisenreich. Namentlich erinnerte Kreisgeschäftsführer Georg Münchsmeier bei der Totenehrung an die seit der Frühjahrs-

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Treue Kameraden 6/2013

Von links: Josef Kohnhäuser, Wolfgang Burger, Roland Scherbaum, Christian Emmerling, Georg Münchsmeier, Alfons Kollmer, Wolfgang Fröhler, Franz Vögerl, Richard Preis, Alois Schmidt, Anton Sedlmeier und Josef Paulus. versammlung verstorbenen Kameraden, denen ehrenvoll mit dem „Lied vom guten Kameraden“, gespielt von Anika Nutz auf der Klarinette, gedacht wurde. Rückblick und Ausblick Rückblickend erinnerte Preis an die Frühjahrsversammlung in

Hochdorf, den Kriegsgräberpflegeeinsatz in Frankreich, die 27. Marienwallfahrt nach Beratzhausen, das Böllerschießen in Oberpfraundorf, das Salutschießen zum Festzugauftakt der „Scambah“-Schützen in Hohenschambach und berichtete von mehreren Ausschusssitzungen.

Weiter berichtete Preis über Neuigkeiten aus dem BSB-Präsidium und forderte, das Sozialwerk des BSB besser zu nutzen. Bezuschusst werden Restaurierungen von Fahnen über 100 Jahre, Kriegerdenkmäler und bedürftige Kameraden. Vorausschauend informierte Preis über die auf


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kdt@klausdtreude.info Kreisebene geplanten Vorhaben. Kreisschießwart Roland Scherbaum informierte, dass der Kreisverband derzeit 44 Böllerschützen habe und deren Meldung an ihn mündlich oder bis 30. November erfolgen sollte. Nachmeldungen sind möglich. Über Schützenschnurschießen in Roth, Wehrübung für Katastrophenschutz in Grafenwöhr und RK-Leitertagung informierte Kreisreservistenbetreuer Wolfgang Burger. Mit einem neuem Konzept und der Zulassung von Förderern soll der Kreisreservistenwettkampf attraktiver gestaltet werden. Hier strebt der BSB einen Zusammenschluss mit dem Reser-

vistenverband an. Die Bezirksmeisterschaft 2014 ist in Rohrenstadt. Die Kasse stimmt Von einem Plus in der Geschäftskasse berichtete Kreiskassier Alois Schmidt und belegte dies anhand der Kontobewegungen. Die Kassenprüfer Anton Sedlmeier und Wolfgang Fröhler bestätigten eine ordentliche Kassenführung. Ihr Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft wurde angenommen. Zu großem Dank verpflichtet ist der Jura-Kreisverband den beiden scheidenden Ausschussmitgliedern Josef Kohnhäuser und Georg Münchsmeier. Sein blei-

bendes Werk ist die Broschüre zur 50-Jahrfeier des Jura-Kreisverbandes Parsberg. Neuer Kreisvorstand Zügig und per Akklamation wurden die Neuwahlen durchgeführt. Als 1. Kreisvorsitzender wurde Richard Preis aus Hohenschambach einstimmig wiedergewählt. Neu im Amt des 2. Vorsitzenden erhielt Wolfgang Fröhler aus Haugenried das Vertrauen. Wiedergewählt wurden Kreiskassier Alois Schmidt aus Hörmannsdorf, Schießwart Roland Scherbaum und Reservistenbetreuer Wolfgang Burger aus Parsberg, als Stellvertreter Bernhard

Götz aus Unterpfraundorf. Zum Kreisgeschäftsführer wurde Alfons Kollmer aus Hemau ernannt. Die Kassenprüfung übernehmen Anton Sedlmeier und Josef Paulus. Fahnenjunker sind Franz Vögerl aus Hemau und Anton Sedlmeier aus Laaber. Christian Emmerling verpflichtete die Gewählten, die Satzung des BSB zu beachten, Kameradschaft zu pflegen und für die Ehre der Soldaten einzutreten. Mit einem Dank an die Vorstandskollegen und an alle Ortskameradschaften klang die Versammlung „In Treue fest“ mit der Bayern- und Deutschlandhymne aus. Text/Foto: Alfons Kollmer

SRK Freihung

US-Soldaten sammeln erneut für deutsche Soldatengräber Freihung/Grafenwöhr – Zum Auftakt der diesjährigen Hausund Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Marktgemeinde Freihung statteten Kaspar Becher, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oberpfalz, zusammen mit dem Freihunger Bürgermeister und Reservistenchef, Oberstleutnant d. Res. Norbert Bücherl, dem neuen Kommandeur des US-Partnerschaftsverbandes, Lieutenant Colonel (LtCol) John Bretthorst vom 18. Combat Sustainment Support Batailion (CSSB), auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr einen Besuch ab. Becher erläuterte hierbei dem sehr interessierten US-Stabsoffizier, dessen Vorfahren aus Ostpreußen stammen und Mitte des 19. Jahrhunderts über Irland in die Vereinigten Staaten auswanderten, die Geschichte sowie Ziele und Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge. Auch 68 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges sucht der Volksbund weiterhin deutsche Kriegstote, vor allem in Osteuropa, um diesen Gefallenen eine würdige letzte Ruhestätte zu geben. Von den drei Millionen Gefallenen oder in Gefangenschaft verstorbenen gelten immer noch über eine Million deutsche Soldaten als vermisst. Seit der Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ konnten mehr als 760.000 Gefallene auf neu angelegten Soldatenfriedhöfen in Osteuropa bestattet werden. Die befreundeten US-Soldaten organisieren seit der Gründung der Partnerschaft mit dem Markt Freihung im Jahr 2007 jährlich eine truppeninterne Sammlung.

Volksbund-Bezirksgeschäftsführer Kaspar Becher (3. v. l.) übergibt zusammen mit dem RK-Vorsitzenden Norbert Bücherl (2. v. l.) dem neuen Bataillonskommandeur, LtCol John Bretthorst (links), die Sammelbüchsen des Volksbundes für die verbandsinterne Sammlung der US-Soldaten. Weiter im Bild v. r.: Captain Marshal Hammel, stellvertretender Kommandeur Major David Alvarez, USBeauftragter Stabsfeldwebel d. Res. Gerhard Lindthaler und Command Sergeant Major Ian Griffin. Für diese deutschlandweit einmalige Aktion wurde der USVerband bereits mehrmals, im Frühjahr dieses Jahres letztmalig, mit der silbernen Anerkennungsplakette des Volksbundes Deut-

sche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Oberpfalz, beim Jahresempfang in Nabburg ausgezeichnet. Text: Norbert Bücherl/ Foto: 18. CSSB

SuKK Cham

Damit die Erinnerung nicht verblasst SuKK Cham saniert die Namen der Kriegsopfer auf Totentafeln Cham – „Also mit’m Kurt bin i fertig“, sagt Johann Graf und erhebt sich unter Stöhnen. „Oh mei, meine Knie!“ Graf ist einer von vier Freiwilligen der Soldatenund Kriegerkameradschaft (SuKK) Cham, die kürzlich die Kriegsgräberanlage auf dem städ-

tischen Friedhof sanierten. „Alle sechs Jahre machen wir das“, erklärt Vorsitzender Karl Heinz Frank. Er beugt sich gerade über den Stein von Magdalena Schmitt. Die Tote ist nur 38 Jahre alt geworden. Vielleicht fiel sie im Bombenhagel vom 18. April

1945 oder sie wurde schon früher Opfer eines alliierten Tieffliegerangriffs. Das Gräberfeld an zentraler Stelle enthält die Gebeine von 116 Toten, an die jeweils eine Steintafel erinnert. 1957 hat die Verwaltung die KZ-Gräber exhumiert. „Dabei gingen die Überreste der französischen Häftlinge nach Frankreich, die der ungarischen nach Pöcking in einen eigens dort angelegten Friedhof und wieder andere in den Ehrenhain bei Flossenbürg“, erklärt Michael Bücherl vom Ordnungsamt Cham. Mit den verbliebenen Opfern aus zwei Weltkriegen legte die Treue Kameraden 6/2013

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Oberpfalz Stadt Cham das Gräberfeld an. Seitdem kümmert sie sich zusammen mit der SuKK Cham um dessen Erhalt. „Das ist uns Ehre und Verpflichtung zugleich“, sagt SuKK-Vorsitzender Frank und malt sorgfältig an dem „S“ von Schmitt. Keiner der Helfer war selbst im Krieg – und trotzdem gibt es wohl keinen unter ihnen, dessen Leben davon unbeeinflusst gewesen wäre.

kdt@klausdtreude.info „Mein Opa ist in Russland gefallen“, sagt Bürgermeisterin Karin Bucher. „Von meinen drei Onkeln ist keiner heimgekommen“, fügt Helmut Altmann, 2. Vorsitzender der SuKK Cham, hinzu. Und als der Vater „abgerissen nach sechs Jahren Kriegsgefangenschaft heimgekehrt ist, hab ich ihn nicht erkannt“, erzählt er. „Das vergess’ ich nie.“ Damit die Chamer und alle

Nachfahren, die keine Erinnerung mehr an den Krieg haben, nie die Namen der Toten vergessen, knien die Sukkler auf Kissen oder ganz ohne Knieschoner in den Rabatten. Und sie malen die Namen der Toten im Stein nach – ohne deren Rang und Ansehen, Geschlecht und Nationalität zu werten. Da sind die Toten aus den Luftangriffen, ein abgeschossener Flieger, den die Luftabwehr

noch am 24. April 1945 vom Himmel holte, die Soldaten aus den Chamer Lazaretten, die russischen Kriegsgefangenen und der Lehrer Schwan mit einem Großteil seiner Klasse, die in ChamWest bei der Bombardierung den Tod fanden. – Sie liegen nebeneinander. Still und friedlich und lesbar. Text/Fotos: Heinz-Herbert Schild

Machten sich viel Arbeit mit der Sanierung der Totentafeln: Vier Mitglieder der SuKK Cham.

Oberfranken KV Erlangen-Höchstadt

Erlangen-Höchstadter Krieger weihen neue Standarte Röttenbach bei Erlangen – Voller Stolz haben die Mitglieder des Kreisverbandes ErlangenHöchstadt im Bayerischen Soldatenbund (BSB) unter ihrem Vorsitzenden Major der Reserve Frank Greif die Weihe ihrer neuen Kreisstandarte mit einem großen Festakt im Rahmen des Sudfestes der Soldatenkameradschaft Röt-

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tenbach gefeiert. Anwesend waren auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Bundeswehr, Vereinen und BSB-Verbandsebene. Und was hatte sich der Kreisverband zusammen mit den Röttenbacher Kameraden unter Führung von Vorsitzendem Richard Schleicher alles für die Weihe ihrer Standarte einfallen lassen: so

bildete den Auftakt ein Festgottesdienst in der bestens besuchten St. Mauritius-Kirche unter der Leitung von Pfarrer Ringe aus Aisch. Zahlreiche Fahnenabordnungen der Mitgliedskameradschaften und anderer Vereine hatten sich zusammen mit dem Träger der Kreisstandarte, Anton Paulitsch, eingefunden. Kreisvor-

sitzender Frank Greif ging in der Kirche auf die Bedeutung der neuen Standarte für den Kreisverband ein. So solle diese den Verbandsmitgliedern Orientierung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sein und die Verbundenheit mit den Werten des Bayerischen Soldatenbundes symbolisieren. Als weiterer Redner trat Ehrenkreis-


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Oberfranken

Die Standarte beim Totengedenken am Kriegerdenkmal. Links im Bild der Röttenbacher Vorsitzende Richard Schleicher.

Ehrenkreisvorsitzender Peter Uebel bringt das Fahnenband des Volkbunds Deute Kriegsgräberfürsorge an die Kreisstandarte an.

vorsitzender Peter Uebel auf, der dem Kreisverband das Fahnenband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit der Aufschrift „mortui viventes obligant“ – „Die Toten verpflichten die Lebenden“ samt Urkunde überreichte. Uebel beteuerte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen BSB und Volksbund für die Verankerung des Gedenkens an die Gefallenen und für das Sammeln von Spenden für die Kriegsgräberfürsorge. Nach dem Gottesdienst gedachte die Festgesellschaft begleitet von der Röttenbacher Blasmusik und den Schüssen eines

und Getränke. Dort sprachen einige der anwesenden Ehrengäste Grußworte. Bürgermeister Ludwig Wahl beglückwünschte den Kreisverband zur Standarte und betonte die Wichtigkeit von Soldatenverbänden gerade nach dem Wegfall der Wehrpflicht. Stellvertretende Landrätin Karin Knorr lobte den Einsatz des Bayerischen Soldatenbundes im Landkreis ebenso wie Landesreservistenbeauftragter Christian Emmerling. Mit unter den Ehrengästen war für die Bundeswehr Hauptmann der Reserve Helmut Ferstl, der Vorsitzende des BSB-Kreisverbandes Neustadt-Aisch, Bernd Finkenber-

Böllers am Kriegerdenkmal der Opfer von Krieg und Vertreibung. Zu Ehren der Toten legten die Krieger auch einen Kranz am Denkmal nieder. Im Anschluss ging es mit einem Festumzug zurück zur Festhalle im Feuerwehrgerätehaus. Begrüßt wurden die Teilnehmer von einer beeindruckenden Ausstellung von Militärfahrzeugen und einer Kanone. Einziger Wehrmutstropfen: der vorher angekündigte Radpanzer aus dem Zweiten Weltkrieg konnte aufgrund eines Hydraulikschadens nicht antransportiert werden. In der vollen Festhalle gab es dann deftiges fränkisches Essen

ger, für den VdRBw Lorenz Mölkner sowie der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Mewes. Vorsitzender Greif dankte allen Helfern und Unterstützern für die Veranstaltung und allen Helfern und Spendern der Standarte, wobei er die Unterstützung seines Kassiers Peter Dittrich lobend und die der Kreissparkasse ErlangenHöchstadt als einziger Spenderbank besonders hervorhob. Nach dem offiziellen Teil feierten die Krieger noch ausgelassen und fröhlich bis spät in die Nacht weiter. Text/Fotos: Gerd Stingl

SK Marxgrün

Auf den Spuren von Krieg, Schrecken und Vertreibung Geschichtsträchtige Orte auf dem Rennsteig regen zum Nachdenken an Rennsteig – „Petrus muss ein Reservist sein“. Mit diesen Worten begrüßte erster Vorsitzender Michael Quecke die Teilnehmer am Rennsteigmarsch der Soldatenkameradschaft Marxgrün am Startpunkt in Blankenstein. War das Wetter Tage vorher eher schlecht, zeigte es sich am Marschtag von einer zum Marschieren eher günstigen trockenen Seite. Vorbei am „Steinernen Rennsteigwanderer“ von 1903 erreichten die Teilnehmer im flotten Marschtempo über den Rennsteigbrunnen und die Rennsteigeichen die Ortsteile Absang und Kießling. Halt an der Napoleonslinde Die nächsten Stationen des Marsches waren die Orte Schlegel und Rodacherbrunn. Hier wurde an der Napoleonslinde, gepflanzt zur Erinnerung an den Durchzug Napoleons auf dem Weg nach Jena 1806, eine kurze

Teilnehmer des Marsches vor dem Eingang zur Unterkunftsbaracke im KZ Laura Rast eingelegt. Das letzte Ziel auf dem Rennsteig, die Ortschaft Brennersgrün, wurde im Anschluss schnell erreicht. Auf dem

Ortsfriedhof besichtigten die Marschierer das Grab des 1894 von Wilddieben erschossenen Forstwarts Birnstiel.

Den Rennsteig verlassend ging es zum Altvaterturm auf dem Wetzstein. Der 35 Meter hohe Turm beeindruckte die Teilnehmer durch seine Optik und durch seine Ausgestaltung als Gedenkstätte für die Opfer der Vertreibungen nach 1945 aus den Ostgebieten. Leider verhinderte der einsetzende Nebel eine gute Fernsicht von der Aussichtsplattform. Der Originalturm im sudetendeutschen Altvatergebirge war 1957 von den Tschechen abgerissen worden. 1999 erfolgte de erste Spatenstich und 2004 die Einweihung des größtenteils durch Spenden erbauten Turmes auf dem Wetzstein. Im Anschluss an die Besichtigung der Kapelle im Untergeschoss des Altvaterturms und der vielen Gedenktafeln der Orte und Opfer von Flucht und Vertreibung der Nachkriegszeit fuhren die Teilnehmer mit bereitgestellten Autos zum KonzentrationsTreue Kameraden 6/2013

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Oberfranken lager Laura in Schmiedebach. Tief bewegt Tief bewegt informierten sich die Reservisten über das Leiden der Häftlinge im Lager, das von September 1943 bis April 1945 bei der Schiefergrube Oertelsbruch bestand. Mindestens 560 Menschen aus zehn Nationen fanden bei den unmenschlichen Zwangsarbeiten zur Prüfung der

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Raketentriebwerke für V2-Raketen den Tod. Im April 1945 befreiten die Amerikaner das Lager. Zum Abschluss des anspruchsvollen Marsch- und Besichtigungstages besuchten die Teilnehmer das Marxgrüner Weinfest. Aufgrund der positiven Resonanz plant die SK Marxgrün für das Frühjahr 2014 die nächste Etappe des Rennsteigs als Marsch ein Text/Foto: Michael Quecke

SK Schnabelwald

140 Jahre Soldatenkameradschaft Schnabelwaid Schnabelwaid – Die Soldatenkameradschaft (SK) Schnabelwaid feierte im August ihr 140 jähriges Bestehen. Bei herrlichsten Wetter und guter Organisation, ging der Festzug mit seinen Ortsvereinen und Gastvereinen zuerst zum Kriegerdenkmal, wo den Opfern der Weltkriege gedacht wurde. Der 1. Vorsitzende der SK Schnabelwaid Rüdiger Goller und der 1. Bürgermeister Hans-Walter Hofmann legten einen Kranz nieder. Danach ging der Festzug weiter durch den Ort zum Festgelände (Freigelände Freiberger). Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der SK Schnabelwaid, fand im Anschluss ein Ökumenischer Gottesdienst am Freigelände mit Fahnenweihe durch Pater Sebastian Paredom und Oberstleutnant d.R. Roland Schmieder statt. Sehr beeindruckend war, als die Poppendorfer Blaskapelle das Lied „Ich hatt einen Kameraden“ spielte und Oberstleutnant d.R. Roland Schmieder den Text dazu sprach. Es konnte beobachtet werden, wie bei einem älteren Kameraden dabei die Tränen kamen. Nach der Gastrede vom Bezirksvorsitzenden Oberfranken

Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, gab der Ehrenkreisvorsitzende aus dem Kreisverband Pegnitz und ehemaliger Vorstand der Soldatenkameradschaft Schnabelwaid Ernst Krodel, einen Rückblick in das Vereinsgeschehen. Weitere Attraktionen waren eine Oldtimer-Ausstellung und Paintball-Schießen auf Zielscheiben. Die Geschichte des Vereines Aus den noch vollzähligen Unterlagen der Vereinsgeschichte geht hervor, dass der Verein im Jahre 1873 von den Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben wurde. Als Gründungsmitglieder werden genannt Weinlein Johann Philipp, Büttner Ulrich, Preuß Hans, Lautner Johann, Brendel Kaspar, Stein Wilhelm aus Schnabelwaid, Weidenhammer, Tischhöfer Johann aus Schönfeld. Um die alte Vereinstradition weiter zu pflegen, wurde die Soldaten- und Kriegerkameradschaft 1958 von 34 Kameraden aus dem 1. und 2. Weltkrieg erneut gegründet. Eine große Stütze waren für sie die noch lebenden Altmitglieder aus früheren Jahren. Aus deren Mitte wählte man den ersten Obmann, Karl Bauer, der dieses Amt bis 1962 inne hatte. Dann lö-

Der Festzug wurde angeführt von den Kameraden der SK Schnabelwaid

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Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der SK Schnabelwaid Rüdiger Goller (links). Oberstleutnant d.R. Roland Schmieder (rechts).

Totengedenken am Kriegerdenkmal ste ihn Hans Kraft als Vorstand ab. Im Jahre 1962 wurde die Gründungsfahne überholt und 1965 zusammen mit der Fahne des Patenvereins Lindenhardt zum zweiten Mal geweiht. Die Fahnenweihe war verbunden mit dem 90jährigen Bestehen unser Kameradschaft. Hans Kraft gab 1977 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als ersten Vorstand ab. Von 1977 bis 1979 führte Johann Weinlein den Verein. Von Juli 1979 bis Januar 1980 leitete Manfred Goller den

Verein kommissarisch. Von Januar 1980 bis 1989 war Wenzel Kühnel Vereinsvorstand, von 1989 bis 2002 leitete Ernst Krodel den Verein und von 2002 bis 2006 Hans Walter Hofmann, Vereinsvorstand seit Januar 2006 bis zu seinem plötzlichen Tod war 1. Bürgermeister Wilhelm Friedrich. Bei der Generalversammlung am 11. 2 . 2007 wurde Rüdiger Goller einstimmig zum neuen Vorstand gewählt. Auszug aus der Gemeindeseite Schnabelwaid

Text: G. F. Fotos: SK Schnabelwaid

Ehrung mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Von links: 1 .Vorsitzender SK Schnabelwaid Rüdiger Goller, Kreisverbandsvorsitzender Jürgen Hädinger, Bezirksgeschäftsführer vom Volksbund Deutsche Kriegsgräber Robert Fischer, Ehrenvorstand SRK Wichsenstein Michael Hutzier, Ehrenkreisvorstand Pegnitz Ernst Krodel, Bezirksvorsitzender Oberfranken Dr. Klaus-Dieter Nitzsche, Bürgermeister Schnabelwaid Hans Walter Hofmann.


Oberfranken

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Gut in Schuss! Neuensee – Wenn die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Neuensee zur Ortsmeisterschaft mit dem Luftgewehr aufruft, lassen sich die Ortsvereine nicht lange bitten. Dreizehn Vereine, Familien, Firmen und Gruppierungen schickten insgesamt 61 Teilnehmer ins Rennen um die Meisterschaft um die begehrte Ehrenscheibe. Zwei Tage lang wurde auf dem Schießstand der SRK Neuensee um das beste Ergebnis gefighted. Besonderes Interesse zeigten die Damen aller Altersklassen am Schießsport mit meist besseren Ergebnissen als die Männerkonkurrenz. Eine besondere Überraschung bahnte sich beim Schießen auf die Ehrenscheibe an, wo sich dann aber Werner Parys vom Film u. Fotoclub Michelau mit einen 172,0 Teiler an die Spitze setzte. Auch bei der Klasse Schützen 19–50 Jahre konnte sich in diesem Jahr der 1860 Fan-Club „Die Neuen See-Löwen“ Neuensee nach einjähriger Abstinenz wieder durchsetzen und zum siebten Mal mit (517,2 Ringen) vor der FFW-Neuensee (516,4 Ringen) den ersten Platz belegen. An die-

Insgesamt 61 Teilnehmer nahmen an der Ortsmeisterschaft im Luftgewehrschießen der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Neuensee teil. Das Foto zeigt die Vertreter der Siegermannschaften der einzelnen Altersgruppen zusammen mit dem Gewinner der Ehrenscheibe, Werner Parys. sem Ergebnis sah man, dass es beim Kampf um die besten Platzierungen ziemlich knapp zuging. Die größten Teilnehmerfelder stellten dabei die CSU-Gemeinderäte mit sieben Schützen, der VfB Neuensee mit sechs Aktiven, der Kindergarten, die Minis und der

Gewinner der Ehrenscheibe (v. l.): 1. Vorstand Anton Zirkelbach, Werner Parys (Film u. Foto-Club Michelau) Gewinner der Ehrenscheibe, 2. Bürgermeister Klaus Krügl und 1. Schießwart Christian Stadler STK Lettenreuth

Katholische Deutsche Frauenbund mit jeweils sechs Startern. Die Familien und Firmen brachten es auf beachtliche neun Teilnehmer wie auch die meisten anderen größeren Vereine, angefangen von der Feuerwehr bis hin zum Liederkranz. Jeweils drei Schützen bildeten eine Mannschaft. Geschossen wurde auf der Zehnmeterdistanz, wobei es in den einzelnen Altersgruppen auf die höchste Ringzahl und bei der Ehrenscheibe auf den besten Tiefschuss ankam. Je nach Alter der Schützinnen und Schützen

musste dabei stehend Freihand oder sitzend Freihand aufgelegt werden. Die begehrte Ehrenscheibe, die ein Portrait des besten Schützen ziert, wurde in diesem Jahr von Werner Parys vom Film und Foto-Club Michelau mit einem 170,0 Teiler herausgeschossen. Er übertraf damit Mario Kestel von der Familie Kestel (222,0 Teiler) und die besten Dame, Ilona Speranza vom Katholischen Deutschen Frauenbund Neuensee (295,0 Teiler). Text/Fotos: (t.z.)

Siegermannschaften nach Altersgruppen: Jugend 12–18 Jahre: Minis mit Lucia Schmidt, Flettner Hanah, Aron Heil (362,0 Ringe). – Damen I 19–40 Jahre: Kindergarten Damen mit Nicole Würstlein-Mittlacher, Helen Arnold, Simone Raps (423,0). – Damen Senioren, 41-85 Jahre: KDFB I mit Heidrun Sittig, Bauer Petra, Ilona Speranza (563,7 Ringe). – Schützen 19-50 Jahre: Die Neuen See-Löwen mit Rauch Daniela, Zirkelbach Tobias, Hofmann Christian (517,2 Ringe). – Herren Senioren, Veteranen, Versehrte, 51–85 Jahre: VdK Neuensee mit Kremer Georg, Zirkelbach Anton, Reiter Adelheid (573,3 Ringe). – Familien u. Firmen gemischt: Familie Kestel mit Kestel Mario, Kestel Klaus, Kestel Christian.

Beste Schützen

Im Rahmen des Weinfestes der Soldaten- und Traditionskameradschaft Lettenreuth wurden die besten Schützen der Orts- und Vereinsmeisterschaft ausgezeichnet. Beim Mannschaftswettbewerb belegten die ersten Plätze: 1. Liederkranz, 2. FFW 2, 3. FCN-Fan Club 2. Die besten Treffer der Nichtmitglieder gelangen 1. Olaf Launer, 2. Jürgen Neumann, 3. Christian Müller. Bei der Glücksscheibe waren erfolgreich: 1. Bernd Wenzel, 2. Bernd Petschner, 3. Manfred Winter. Die EinzelwettbewerbSerie der Damen meisterten: 1. Katja Dietel, 2. Sonja Tischer, 3. Carolin Büchner. Bein Einzelwettbewerb der Herrn siegten: 1. Bernd Wenzel, Heinrich Göhring, Sven Dietel. Der beste Tiefschuss gelang: 1. Günther Weiß (13,4 Teiler), 2. Heinrich Göhring (40,4), Carolin Büchner (42,4). Text/Foto: arc

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Mittelfranken KV Ansbach

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„Große Kreisversammlung“ in Großhaslach

Großhaslach – Zur großen Kreisversammlung des BSBKreisverbandes Ansbach am 20. Oktober 2013 begrüßte Kreisvorsitzender Fritz Netter außer den Mitgliedern auch einige Ehrengäste wie Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Bürgermeister Lutz Egerer und den Bezirksstellenleiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Mewes. Hans Rudelberger, Vorsitzender der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Großhaslach, stellte die Aktivitäten seiner Kameradschaft vor. Bürgermeister Egerer berichtete aus der Gemeinde Petersaurach, zu der auch Großhaslach gehört. Er hob die Arbeit der SRK Großhaslach bei den verschiedenen Ortsveranstaltungen hervor. Landrat unterstreicht Bedeutung der Reservisten- und Soldatenverbände Der Landrat des Landkreises Ansbach, Dr. Jürgen Ludwig, nahm zum ersten Mal seit seiner Wahl an einer Versammlung des BSB teil. Er betonte die Wichtigkeit der Reservisten- und Soldatenverbände. Der Landrat wies darauf hin, dass es für ihn aufgrund der Größe des Landkreises es schwierig sei, an allen Veranstaltungen der vier BSB-Kreisverbandes und seiner Vereine teilzunehmen.

Der Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Mewes, wies auf die laufende Kriegsgräbersammlung hin und bedankte sich bei allen Sammlern für ihre Arbeit. Gemeinsam mit dem Landrat ehrte er Hans Boss aus Großhaslach mit der weißgoldenen Verdienstspange des Volksbundes für 25 Jahre Sammeltätigkeit. Großes Interesse an Schießwettbewerben Fritz Netter berichtete über die Aktivitäten des Verbandes seit der letzten Kreisversammlung. Besonders hob er das BSB-RAGSchießen (Großkaliberschießen) in Roth hervor und appellierte daran, möglichst rege teilzunehmen. Anlässlich der Feier zum 140-jährigen Jubiläum der RK Oberdachstetten im kommenden Jahr wird auch das Kreistreffen aller Ortskameradschaften stattfinden. Netter lud hierzu bereits Landrat Dr. Ludwig ein. An das Sozialwerk des BSB, so der Vorsitzende, wurden im abgelaufenen Zeitraum aus dem Bezirk Mittelfranken keine Anträge gestellt. Was den Auftritt im Internet des BSB-Bezirks Mittelfranken (www. bei bsb-mittelfranken.de) betrifft, hob Netter die gute Arbeit des Kreisgeschäftsführers hervor. Leider seien nur wenige Kameradschaften an der Internetpräsentation interessiert. Dabei sei

dies doch eine gute Möglichkeit, den Verein und die Aktivitäten vorzustellen. In Bezug auf das SEPA-Einzugsverfahren bat er Vereine, die Lastschriften tätigen darum, sich mit ihren Banken oder mit dem Kreisgeschäftsführer Robert Krusche in Verbindung zu setzen und die Umstellung zügig in Angriff zu nehmen. Der Kreisvorsitzende bedankte sich zu guter Letzt bei der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit und überreichte den Kameraden Adelbert Geese (Vestenberg) und Rudolf Reck (Windsbach) anlässlich ihres runden Geburtstages eine Flasche BSB-Wein. Schließlich trug Netter selbst den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr und den Kassenbericht vor. Der Kassenbericht weist einen ausgeglichenen Haushalt aus und somit konnte der abwesende Kreisgeschäftsführer Robert Krusche einstimmig entlastet werden. Kreisreservistenbetreuer Siegfried Schneider warb für das „Oberstleutnant Dr. Michael Sturm-Wanderpokalschießen“ in Roth. Ursprünglich wollte der Kommandeur des Regionalstabs NORD das Pokalschießen nicht mehr genehmigen, da nur noch zwei Schießveranstaltungen auf Kreisebene genehmigt würden. Nach Intervention und mit starker Unterstützung von Major d.R. Reiner Gernandt, Stabsfeldwebel

Biersbach, FwRes Hauptfeldwebel Marco Stresing und Kasernenfeldwebel Kaller wurde das Traditionsschießen des Kreisverbandes dann aber doch wieder in die DVag-Planung aufgenommen. Der nächste Wettbewerb – die 20. Auflage – findet am 20. September 2014, wieder in der Rother Kaserne statt. Kreisschießwart Peter Greß berichtete über die Aktivitäten der Schießsportgruppen im Kreisverband. Besonders erfreut war er über die starke Beteiligung an der Siegerehrung des Vergleichsschießens. Er bat darum, die neuen Mitgliedsnummern der Sportschützen in ihre Schießbücher einzutragen. Das Kreisvergleichsschießen findet im kommenden Jahr am 8./9. März wiederum in Wiedersbach statt. Greß regte ein Vergleichsschießen innerhalb des gesamten Kreisverbandes an. Kreisvorsitzender Fritz Netter bedankte sich bei den Kameraden für die Mitarbeit und wünschte ihnen und ihren Familien und Angehörigen eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für 2014. Termine: „Kleine Kreisversammlung“ am 30. März 2014 in Elpersdorf; Kreistreffen am 10. August 2014 in Oberdachstetten; „Große Kreisversammlung“ am 2. November 2014 in Elpersdorf. Text: Robert Krusche

Unterfranken Bezirksverband Unterfranken

Franz Sennefelder ist weiterhin Bezirksvorsitzender Unterschleichach – Bei der Bezirksversammlung des BSB-Bezirks Unterfranken, die in der Radsporthalle stattfand, wurde Oberstleutnant d. R. Franz Sennefelder wieder zum Bezirksvorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Stabsfeldwebel d. R. Ewald Vogel aus Obertheres. Nach der Begrüßung der circa 70 Teilnehmer folgte ein Totengedenken, bei dem man der gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege, sowie der bei der Ausübung ihrer Dienstpflicht getöteten und verunglückten Bundeswehrsoldaten gedachte.

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Im Anschluss daran stellte Bürgermeister Thomas Sechser die Gemeinde Oberaurach, in der die Versammlung stattfand, kurz vor. Zurückgehende Mitgliederzahlen Es folgte der Rechenschaftsbericht des Bezirksvorsitzenden Franz Sennefelder, in dem er die Arbeit und Aktivitäten des BSBBezirks Unterfranken seit Oktober 2012 darlegte. Der Bezirksverband Unterfranken ist in die Kreisverbände Hassberge, Fränkische Rhön, Gerolzhofen, Kitzingen, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt, Würzburg und Bad Kissingen sowie die Kameradschaft

Wetzlar (Hessen) untergliedert. Die Zahl der Soldatenkameradschaften in Unterfranken ging seit 2007 (155 mit 9.000 Mitgliedern) auf derzeit 140 Kameradschaften mit insgesamt 7.423 Mitgliedern zurück. Die finanzielle Ausstattung des Bezirkes, so Sennefelder, sei mit einem Beitragsanteil von 0,15 Euro pro zahlendes Mitglied noch ausreichend. An den Landesverband müssen 3,60 Euro je Mitglied im Jahr abgeführt werden. Der Kassenbestand des Bezirksverbandes betrage derzeit 6.144 Euro. Sennefelder wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass

die Versicherungen des BSB nur bei Beitragseingang wirksam werden. Volker Rommel trug den Bericht der Kassenrevisoren vor, die dem Kassenwart eine ordnungsgemäße Kassenführung bestätigten. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Neuer Vorstand Der neue Vorstand wurde in offener Abstimmung gewählt. Einstimmig wurde Franz Sennefelder zum Bezirksvorsitzenden und Ewald Vogel zu seinem Stellvertreter wiedergewählt. Zum Kassenwart wurde Erich Weidinger gewählt. Schriftführer ist wiede-


Unterfranken

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Gerhard Heilmann zum Ehrenkreisschießwart ernannt

Der neue Bezirksvorstand Unterfranken; vorn v.r.: Erich Weidinger, Bezirksvorsitzender Franz Sennefelder, stellvertretender Bezirksvorsitzender Ewald Vogel, Gerd Radimirsky, Klaus Lutz. Hinten, v.l.: Gerhard Heilmann, Erich Müller sowie die Beisitzer Erich Radimirsky und Herbert Karg. rum Gerd Radimirsky aus Gerolzhofen. Zu Beisitzern wurden Erich Radimirsky, Herbert Karg und Klaus Lutz berufen. Als Kassenrevisoren wurden Volker Rommel und Erich Müller bestellt. Das Amt des Bezirksschießwartes bekleidet in Zukunft Gerhard Heilmann. Als Reservistenbetreuer wurde Erich Weidinger gewählt und als Beauftragter für das Sozialwerk fungiert künftig Klaus Lutz. Franz Sennefelder verpflichtete die neu Gewählten per Handschlag zur treuen Amtsführung. Reizthema Fahnenversicherung Unter „Verschiedenes“ wies Sennefelder unter anderem auf ab

2014 geltenden Bestimmungen für die Abbuchung von Beiträgen nach dem „SEPA“-Bankverfahren hin und erläuterte die Neureglungen bei der Fahnenversicherung, sobald die Fahnen bewegt werden (s. Heft 5/2013 und 6/2013 „Aus dem Präsidium“). Er empfahl, Veranstaltungen, die schon zu Beginn des Jahres (wie z.B. Volkstrauertag, Fronleichnamsprozessionen usw.) feststehen, der Versicherung in einer „Sammelmeldung“ mitzuteilen. Für diejenigen Veranstaltungen, die man nicht vorhersehen könne, genüge eine Einzelmeldung. Text/Foto: Helmut Kistner

Gefäll – Gerhard Heilmann (Foto) aus Frankenbrunn wurde bei der Jahreshauptversammlung des BSB-Kreisverbandes (KV) Bad Kissingen Anfang Oktober zum Ehrenkreisschießwart des Kreises ernannt. Kreisvorsitzender Klaus Lutz zeichnete ihn für seine Verdienste um den BSB mit dem Ehrenbalken „Ehrenmitglied“ auf der Jahreshauptversammlung aus. Gerhard Heilmann ist der erste „Doppelbalkenträger“ im Kreis Bad Kissingen. Gerhard Heilmann war von 2004 bis 2013 Kreisschießwart. Während seiner Amtszeit zeichnete er maßgeblich für den Aufbau der Sportschützengruppe im Kreis Bad Kissingen verantwortlich. Aber nicht nur im Kreis, son-

dern auch in der Kameradschaft in Frankenbrunn ist Heilmann, der am 28. Oktober 2013 70 Jahre alt wurde, unermüdlich im Einsatz. Text/Foto: Klaus Lutz

SBK Hafenlohr

Herrentour nach Regensburg/Kelheim

KV Bad Kissingen Die Kameraden der SBK Hafenlohr auf der Steinernen Brücke in ReText/Fotos: Fritz Wabra gensburg am „Bruckmandl“.

Gefäll – Zum neuen Vorstand des BSB-Kreisverbandes Bad Kissingen (20 Kameradschaften mit 1.300 Mitgliedern) wurden (wieder-) gewählt: Klaus Lutz, l. (Kreisvorsitzender), Michael Rohner, 3. v. l. und Johannes Piekarski, 5. v. l. (gleichberechtigte Stellvertreter), Joachim Falkenberg, 2.v. l. (Kreiskassier, Kreisschießwart), Reinhard Kiesel, 4. v. l. (Reservistenbetreuer) und Harald Burtchen, re (Schriftführer). Text/Bild: Klaus Lutz

Hafenlohr – Alljährlich gehen die Männer der Soldaten- und Bürgerkameradschaft (SBK) Hafenlohr auf Herrentour. Ziel der diesjährigen Fahrt im Juli war Regensburg und Umgebung. 15 kulturinteressierte Mitglieder beteiligten sich an dem von Leo Fischer und Josef Ruppert ausgearbeiteten Ausflug. Die Anreise erfolgte mit eigenem PKW. Fritz Wabra nahm an der Fahrt teil. Er berichtet: „Unser erstes Ziel war die Befreiungshalle in Kelheim. Auf einem Rastplatz in der Nähe mit einem herrlichen Blick auf den weltberühmten Donaudurchbruch nahmen wir unsere traditionelle Brotzeit ein. Die Befreiungshalle wurde vom bayerischen König

Ludwig I. zur Erinnerung an die Befreiungskriege von 1813–1815 gegen Napoleon und für die Einheit Deutschlands errichtet. Ludwig I. ließ von seinem bevorzugten Baumeister Leo von Klenze dieses klassizistische Bauwerk errichten, es sollte die Würde eines antiken Tempels und die Wehrhaftigkeit eines Burgturms ausstrahlen. Klenze ließ das Gelände zwischen Donau-Altmühl-Zusammenfluss aufforsten, um die Tempelwirkung zu verstärken. Am 18. 10. 1863 wurde zum 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig das 18-eckige Gebäude eingeweiht. Die 18 Ecken mit Figuren symbolisieren die 18 deutschen Volksstämme. Frisch gestärkt erfolgte danach Treue Kameraden 6/2013

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Unterfranken

Der örtliche Heimatpfleger Georg Schindlbeck erläuterte der Herrengruppe aus Hafenlohr den Verlauf der Schlacht bei Eggmühl. Er trug die originalgetreue, bis ins Detail selbst hergestellte, Ausrüstung eines bayerischen Linieninfanteristen mit Gewehr. die Weiterfahrt nach Mallersdorf und Ascholtshausen in die Quartiere. Mit einem gemütlichen Abend im Bräustüberl des Klosters Mallersdorf, musikalisch begleitet von mit Musiker Willi, wurde der erste Tag beschlossen. Die Schlacht bei Eggmühl Am Samstag fuhren wir nach Lindach zum so genannten Napoleon-Aussichtspunkt. Der örtliche Heimatpflegers Georg Schindlbeck, der in der originalgetreuen, bis ins Detail selbst hergestellten Ausrüstung eines bayerischen Linieninfanteristen mit Gewehr erschienen war, schilderte uns bei seiner Führung den Verlauf der berühmten Schlacht bei Eggmühl am 22. April 1809. Außerdem ging Schindlbeck sehr anschaulich auf die damaligen Waffen und Ausrüstungsgegenstände ein. Nach dem Mittagessen im „Gasthaus Napoleon“ diskutierten wir lebhaft mit dem Heimatpfleger und wir erhielten weitere ausführliche Informationen zur

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Schlacht, insbesondere über Material und Organisation des damaligen Kampfes der Bayern unter Napoleon gegen die Österreicher. Am späten Nachmittag stand dann noch eine Besichtigung des Kloster Mallersdorf unter Führung von Schwester Emelda auf dem Programm. Nach soviel Kultur war die Zeit gekommen, etwas für die Geselligkeit zu tun. Und so klang der Abend in gemütlicher Runde im Gasthof Forstner in Ascholtshausen aus. Regensburg, Hauptstadt der Oberpfalz Am Sonntagmorgen stand dann ein Abstecher nach Regensburg – verbunden mit einem Rundgang durch die herrliche Altstadt – auf dem Programm. Zunächst erfolgte eine Führung durch Stadtamhof, den nach der Schlacht bei Eggmühl komplett zerstörten Stadtteil von Regensburg. Hier haben österreichische Kanoniere durch Beschuss vom

kdt@klausdtreude.info Dreifaltigkeitsberg aus versucht, die nachfolgenden französischen Soldaten auf der Steinernen Brücke zurückzudrängen. Dabei wurden angeblich 3.000 österreichische Soldaten durch ihre eigenen Kameraden getötet. Die „Hauptstadt der Oberpfalz“ und Universitätsstadt Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands, schon 90 n.Chr. wird sie erstmalig als Römerkastell erwähnt. Durch die Eroberung von Napoleon wurde die Industrialisierung der Stadt lahm gelegt. Heutzutage sind die Regensburger froh darüber, denn kaum etwas von der Altstadt wurde dadurch im zweiten Weltkrieg ausgebombt. Die Bombardierungen konzentrierten sich auf den Hafen und das Messerschmitt Flugzeugwerk im Stadtwesten. Am 13. 07. 2006 wurde die Stadt in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Die Altstadt mit dem mittelalterlichen Stadtkern steckt voller Geschichte und Leben. In den vielen verwinkelten Gassen macht es einfach Spaß, zu Fuß zu gehen, sich die alten Häuserfassaden anzusehen. Die Sehenswürdigkeiten im Altstadtkern überschlagen sich geradezu. Natürlich gehören der Dom St. Peter und die Steinerne Brücke mit der Figur des „Bruckmandls“ zum Pflichtprogramm jedes Touristen. Die Sage berichtet, der Brückenbaumeister und der Dombau-

meister hätten eine Wette abgeschlossen, wer mit seinem Bauwerk schneller fertig würde. Nachdem der Brückenbaumeister bald ins Hintertreffen geraten war, ließ er sich auf einen Pakt mit dem Teufel ein. Dieser habe dann die Brücke in nur elf Jahren erbaut, während der Dombau 250 Jahre dauerte. Doch als Lohn für seine Hilfe hatte der Teufel die ersten drei Seelen, die über die Brücke gehen, gefordert; der Brückenbaumeister jagte aber, um seine und andere menschliche Seelen zu retten, einen Hund über die Brücke, der zwei Hähne vor sich her trieb. Der Teufel war so erbost über den Betrug, dass er sich zunächst unter einen Brückenbogen stemmte, um die Brücke wieder zu zerstören – was ihm nicht gelang, sie war ja teuflisch gut gebaut – und schließlich in die Donau sprang, um von dort direkt in die Hölle zu fahren, wodurch der Sage nach der Donaustrudel entstand. Die Figur des Bruckmandls – heute auf der höchsten Stelle der Brücke, an der westlichen Brüstung aufgestellt – soll den Brückenbaumeister darstellen, der in südlicher Richtung zum Dom blickt, um zu sehen wie weit dieser schon gediehen ist. Wir statteten auch dem legendären Jazzweekend, das gerade stattfand, einen Besuch ab und machten uns nach einem Besuch in einem zünftigen Biergarten auf den Heimweg.“

KV Haßberge

SRK Biswang aus Altmühl stärkste Gruppe beim 7. Burgen-Marsch Unterpreppach – Die Reservisten-Gemeinschaft Unterpreppach lud in Zusammenarbeit mit dem BSB-KV Haßberge und dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. (VdRBw) Kreisgruppe Schweinfurt-Haßberge, Bezirksgruppe Unterfranken, zum 7. Burgenmarsch mit ziviler Beteiligung ein. Zur freien Auswahl waren Marschstrecken mit 10, 15 und 20 Kilometern Länge ausgeschrieben. Aktive Soldaten und Reservisten der Bundeswehr konnten diese Veranstaltung als anrechenbare Leistungsmärsche mit Strecken von 6, 9, und 12 Kilometer auf Zeit nach den Bestimmungen der Bundeswehr für das Leistungsabzeichen nutzen. Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Biswang im Altmühl, die Reservistenkameradschaft (RK) Knetzgau und die RK

Gochsheim stellten die teilnehmerstärksten Marschgruppen. Gute Arbeit mit der Organisation des Marsches hatte schon im Vorfeld die RG Unterpreppach mit ihrem ersten Vorsitzenden Hauptfeldwebel d.R. Michael Bezdeka geleistet. Sie sorgte dafür, dass die Veranstaltung trotz schwindender Teilnehmerzahlen zu einem Erfolg führte. Im Marschtempo von Burg zu Burg Zu Burgen und Schlössern verliefen die Marschrouten über 15 und 20 Kilometer vorbei an der Burgruine Raueneck, über Frickendorf nach Schloss Fischbach, Schloss Eyrichshof, zu den der Burgruinen Lichtenstein und Rotenhahn. Die Gesamtleitung des Marsches hatte Hauptfeldwebel der Reserve Michael Bezdeka, als Leitungsgehilfe fungierte Haupt-


Unterfranken

kdt@klausdtreude.info feldwebel d.R. Berthold Barth. Vom VdRBw und vom Landeskommando Bayern kam schon im Vorfeld des Marsches Unterstützung durch den Kreisorganisationsleiter der Kreisgruppe Schweinfurt-Haßberge, Stabsfeldwebel der Reserve Erich Weidinger und dem Feldwebel für Reservisten Angelegenheiten Stabsfeldwebel Josef Grasser sowie von Reservisten aus der Kreisgruppe. Als jeweils erste drei Reservisten auf den einzelnen Strecken kamen ins Ziel: Reinhard Schwenk SRK Biswang, der älteste Teilnehmer Herbert Karg RK Knetzgau und Jens Krüger SRK Biswang (10 km); Oliver Leder RK Coburg und Timo Schlesinger RK Hochstadt (12 km). Dieter Stöcker RK Bergrheinfeld, Lothar Bonfig und Reinhard Durst beide SRK Biswang (15 km); Dirk Reimer RK Gochsheim, Gerd Beil RK Nürnberg und Jürgen Marterstock RK Knetzgau (20 km). Bei den zivilen Marschierern liefen als erste ein: Elmar Barth Ortsverein Unterpreppach (10 km); Andrea Skore-

V. l.: Hauptfeldwebel d.R. Michael Bezdeka, der jüngste Teilnehmer André Hau, der älteste Teilnehmer Hauptfeldwebel d.R. Herbert Karg sowie die Vertreter der teilnehmerstärksten Gruppen. pa und Edi Schneider beide Time Hoff, der jüngste Teilnehmer André Hau für die RK Untereuerheim (15 km); Simon Morgenroth

SKV Püssensheim

sowie ein Erinnerungsgeschenk, die drei stärksten Teilnehmergruppen je ein Präsent. Text/Foto: Peter Vietze

SRK Schallfeld

SKV-Oktoberfest wieder gut besucht Püssensheim – Nachdem das Oktoberfest des Soldaten- und Kameradschaftsvereins (SKV) Püssensheim im vergangenen Jahr wegen Renovierung und Umbau des Gemeindehauses ausfallen musste, warteten viele Bürger in diesem Jahr wieder gespannt auf die fast schon traditionelle Veranstaltung. Hugo Grob hatte das Gemeindehaus für das Oktoberfest am 5. Oktober festlich weiß-blau geschmückt und so zum Festzelt umdekoriert. Es war erfreulich festzustellen, dass weit mehr als die Hälfte aller Gäste im schmucken Dirndl, bzw. in feschen Lederhosen erschienen. Nach einem zünftigen Haxenessen begrüßte 1. Vorstand Manfred Kuhn die zahlreichen Gäste und eröffnete anschließend mit Ehefrau Rosmarie den Tanz. Auf Grund der guten Rahmenbedin-

RK Schweinfurt-Haard, Max Bernhardt und Alfred Berg beide RK Gochsheim (20 km). Alle Teilnehmer erhielten Urkunden

gungen hatte Alleinunterhalter „Micha“ anschließend wenig Mühe, gleich zu Beginn seiner Darbietung weitere Paare auf die Tanzfläche zu bringen. Auch die Dorfjugend war in Tracht erschienen und in bester Laune. Nach Meinung der Vorstandschaft ist dies die beste Nachwuchswerbung für die örtlichen Vereine. Vergessen wurden aber nicht die Senioren und Witwen von verstorbenen Kameraden, die bei allen Vereinsveranstaltungen einen eigenen Stammtisch haben und entsprechend betreut werden. Man war sich auch diesmal einig: Im Zusammenwirken von Vorstand und Vergnügungsausschuss wurde wieder einmal eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt. Text/Foto: Manfred Kuhn

Sehnlich erwartet und gut besucht war das SKV-Oktoberfest in diesem Jahr.

Geschafft! Schallfelder Kameraden bestehen beim Totenkopfmarsch in Belgien Schallfeld/Bornem (Belgien) – Roland Bäuerlein und Rainer Hawelka von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Schallfeld nahmen im August eine Herausforderung der besonderen Art an – und bestanden sie! Sie absolvierten den DodentochtMarsch (Totenkopf-Marsch) über 100 Kilometer im belgischen Bornem. 24 Stunden dürfen die Marschierer höchstens für den Marsch benötigen, nach 22 Stunden und 31 Minuten kamen die Schallfelder Kameraden ins Ziel. Seit Januar fieberten Bäuerlein und Hawelka dem Ereignis entgegen, hatten sich bis 15 Tage vor dem Start mit Trainingsmärschen bis zu 65 Kilometern im Steigerwald vorbereitet. Quälen ab Kilometer 85 Am 9. August, abends um 21.13 Uhr war es dann soweit: Roland Bäuerlein und Rainer Hawelka überschritten die Startlinie zum 100-Kilometer-Marsch. Während der Nacht konnten die beiden nur wenige Eindrücke vom Streckenverlauf sammeln. Nach ungefähr zehn Stunden hatten sie die ersten 50 km absolviert, wie die gesamte Distanz überwiegend auf Beton-, Pflaster- und Teerstraßen. Während Kaltverpflegung und Getränke im Startgeld enthalten

waren, mussten sie für eine warme Mahlzeit extra zahlen. Durch eine für einen Steigerwälder wenig reizvolle Landschaft, geprägt vom Einheitsgrün der Wiesen und landwirtschaftlicher Monokultur sowie dem Einheitsgrau der verklinkerten Häuser führte die Strecke über Deiche zum Ausgangspunkt, zum Ziel zurück. Wurden die ersten 50 km durchaus gut absolviert, so merkten Bäuerlein und Hawelka während des letzten Viertels der Strecke dann doch die körperliche und psychische Belastung. Die Pausen wurden öfter und länger. Trotz der guten Vorbereitung und Ausrüstung stellten sich letztendlich ab Kilometer 85–90 Blasen und andere Blessuren ein, die den Durchhaltewillen doch stark forderten. Gastfreundschaft und Herzlichkeit Ausgeglichen wurde der wenig attraktive landschaftliche Aspekt durch die sehr gute Organisation, vor allem aber durch die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die den Teilnehmern entgegengebracht wurde. In jeder Ortschaft wurden die Teilnehmer von der Bevölkerung empfangen. An insgesamt 15 Kontrollstellen wurden die Marschierer ausreichend mit Nahrungsmitteln und Getränken Treue Kameraden 6/2013

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versorgt. Über 450 Rettungskräfte des Belgischen Roten Kreuzes kümmerten sich um die Teilnehmer. Noch mal so viele taten ihren Dienst in den Kontrollstellen, bei Essensausgabe und Getränkeversorgung. Text: Roland Bäuerlein SRK Schallfeld

Drei Tage im Berg Schauplätze von Kämpfen im 1. Weltkrieg Schallfeld/Kötschasch-Mauthen (Österreich) – Kötschach-Mauthen in Österreich, direkt an der Italienischen Grenze, war das Ziel der diesjährigen Bergtour von 13 Mitgliedern der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Schallfeld am dritten Septemberwochenende. Ausgewählt wurde das Gebiet, in dem während des 1. Weltkrieges vor fast 100 Jahren heftig gekämpft wurde, wegen seiner guten Wander- und Klettermöglichkeiten. Bereits am ersten Tag stand mit dem Millnatzenklettersteig eine sehr interessante Klettertour auf dem Programm. Immer dem Bachverlauf der Millnatzen folgend, ging es dann an Steilwänden und über Seilstege entlang nach oben, wo man sich mit der Wandergruppe am Ausgang des Klettersteiges wieder traf. Beim Kameradschaftsabend des Kameradschaftsbunds Köt-

Hier kommt es auf Trittsicherheit an! schach-Mauthen zu Ehren der Schallfelder Kameraden stellten sich die Vereine zunächst offiziell gegenseitig vor. Im Anschluss erfuhren die Mitglieder beider Vereine in privaten Gesprächen noch mehr voneinander. Am Tag darauf ging es vom Plöckenpass aus in Richtung Cellon. Die Wandergruppe folgte einem Bergpfad nach oben, während die Kletterer durch einen vor 100 Jahren erbauten Versorgungsstollen durch den Berg nach oben stiegen. Beide Gruppen erreich-

ten um die Mittagszeit den Cellonsattel, wo dann auch die verdiente Mittagsrast gehalten wurde. Danach ging es zum Ausgangspunkt am Plöckenpass zurück. Im Anschluss wurde ein Heldenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg besucht. Den Tagesabschluss bildete ein Besuch im Museum 1915–1918 in Kötschach-Mauthen. Das Museum zeigt viele Bilder, Ausrüstungsgegenstände und Dokumente aus der Kriegszeit, und versucht damit, den Besucher an diese schreckliche Zeit mit ih-

ren Entbehrungen zu erinnern. Am dritten Tag verabredete man sich mit dem Kameradschaftsbund auf dem Plöckenpass, um die wieder hergestellten Stellungen, Bunker und Schützengräben bei einer Exkursion unter fachkundiger Führung zu begehen. Nach einem knapp drei Stunden langen Rundweg und dem Austausch von Gastgeschenken fuhren die Schallfelder Kameraden mit neu gewonnen Freundschaften und Eindrücken nach Hause zurück. Text/Foto: Peter Pfister

KV Rhön-Grabfeld

Herbstversammlung mit Ehrung der Sammler für die Kriegsgräberfürsorge Ostheim/Rhön – Abordnungen von 20 der insgesamt 32 Ortskameradschaften des BSB-Kreisverbandes (KV) Rhön-Grabfeld und eine ganze Reihe weiterer Gäste konnte Kreisvorsitzender Günter Neundorf zur Herbstversammlung im Hotel Café Kaak begrüßen. Wichtiges Bindeglied zwischen Bevölkerung und Bundeswehr, Mahner für Frieden und Freiheit Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs – selbst aktives Mitglied in der örtlichen Soldaten- und in der Reservistenkameradschaft – äußerte seine Freude darüber, dass man Ostheim als Veranstaltungsort gewählt hatte. Waldsachs bezeichnete die Kameradschaften als wichtiges Bindeglied zwischen Bevölkerung und Bundeswehr sowie als Mahner für Frieden und Freiheit. Er stellte mit Hinweis auf die langjährige, von 1986 bis zur Schlie-

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ßung der Hainbergkaserne Mellrichstadt im Jahr 2006 bestehende Partnerschaft mit dem Panzergrenadierbataillon 352 die enge Verbindung, die Stadt und Bundeswehr gepflegt haben, heraus. Viel Lob ließ er auch der örtlichen Soldatenkameradschaft zukommen, sie vertrete nicht nur würdig die Aufgaben und Ziele des BSB, sondern sei darüber hinaus eine sehr rührige Gemeinschaft und verlässlicher Partner bei den städtischen Veranstaltungen. Im Namen der gastgebenden Ortskameradschaft begrüßte deren 1. Vorsitzender Peter Amthor alle Versammlungsteilnehmer, im Besonderen die Abordnung der Patenkameradschaft aus Heufurt und wünschte der Versammlung einen harmonischen Verlauf. Neundorf freute sich, dass sich unter den Gästen auch Oberstleutnant a. D. Gerhard Höhn, Vorsitzender des Kameradschafts- und Freundeskreis der Garnison Mell-

richstadt, befand. Höhn stellte den bundesweit 280 Mitglieder zählenden Verein vor, der mit der Auflösung des Bataillons vor acht Jahren entstand und der das Dokumentationszentrum Hainbergkaserne geschaffen hat. Der Freundeskreis gehört zwar nicht dem BSB an, man habe aber viele Gemeinsamkeiten mit den Kameradschaften, so Höhn. Als Beispiel nannte er die gemeinsame Sorge um die Zukunft der Streitkräfte. Die Reduzierung des Personals, der Wegfall der Wehrpflicht mit dem einhergehenden Nachwuchsmangel – all dies stelle die Bundeswehr in Anbetracht der Fülle ihrer Aufgaben vor große Probleme. Wichtige Arbeit für die Kriegsgräber Der Kreisvorsitzende umriss kurz das Geschehen im KV, wobei er auch auf die nicht zu verhindernde Auflösung der Soldaten-

kameradschaft Sondheim/Grabfeld und die von der Kameradschaft Sulzfeld ausgerichtete Friedenswallfahrt einging. Neundorf kam auch auf die anstehende Kriegsgräbersammlung zu sprechen und bat um rege Unterstützung der Aktion. In diesem Zusammenhang freute er sich Stefan Wagenhäuser, Geschäftsführer beim Bezirksverband Unterfranken des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, begrüßen zu können. Der Volksbund sei auf die Hilfe der Kameradschaften und das Ehrenamt angewiesen, erklärte Wagenhäuser, der für die alljährliche Unterstützung dankte. Er gab ein Kurzportrait des Volksbundes, der sich nicht nur einsetzt für die Instandhaltung und den Bau der mehr als 800 deutschen Soldatenfriedhöfe für 2,5 Millionen Tote in 45 Staaten in aller Welt, sondern auch friedenspädagogische Projekte unterhält. Als bundes-


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Unterfranken

weit einzigartig nannte Wagenhäuser das im Zuge der Jugendund Schularbeit in Unterfranken eingerichtete Friedensforum. Wagenhäuser berichtete, dass im letzten Jahr in Unterfranken 237.000 Euro an Spenden gesammelt wurden, davon fast 90.000 Euro über die Kameradschaften. Der BSB-KV Rhön-Grabfeld kann mit 9.480 Euro das zweitbeste Sammelergebnis hinter Würzburg/Main-Spessart vorweisen. Die Kameradschaften aus RhönGrabfeld, (Ostheim, Burglauer, Arnshausen und Haselbach) die besonders eifrig gesammelt hatten und beim Bezirksempfang nicht dabei sein konnten, zeichnete er nachträglich noch mit einer Medaille aus (s. Foto). Fahnenversicherung sorgt für Aufregung Nach der im vergangenen Jahr erfolgten Fusion mit dem KV Fränkische Rhön ist der KV Rhön-Grabfeld mit seinen 32 Mitgliedskameradschaften der größte in Unterfranken, wie Bezirksvorsitzender Franz Sennefelder bemerkte und für die gute Zusammenarbeit dankte. Sennefelder gab aktuelle Verbandsinformationen, wobei die neuen Modalitäten zur Fahnenversicherung für größere Diskussion sorgten. Von allen anwesenden Ortskameradschaften wurden die vorzule-

V. l. Bürgermeister Ullrich Waldsachs, Kreisvorsitzender Günter Neundorf, Hans-Joachim Fuß (Vorsitzender KSK Haselbach), Hans-Peter Amthor (Vorsitzender Ostheim), Bezirksgeschäftsführer Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Stefan Wagenhäuser, und BSB-Bezirksvorsitzender Franz Sennefelder. gende Jahresmeldung und besonders die Nachmeldung bei unvorhersehbaren Einsätzen kritisiert und für total unsinnig erklärt (s. hierzu die Beiträge unter „Aus dem Präsidium“ in Heft 5 und 6/2013).

Zum Abschluss der Zusammenkunft berichtete Klemens Enders, der von der Versammlung als neuer Schießwart bestätigt wurde, von der Kreisschützengruppe, welche auch am Bezirksund Landesschießen teilgenom-

men hat. Kreiskassier Egon Mußmächer informierte über die Einführung von SEPA und die damit verbundenen Änderungen im Zahlungsverkehr. Text/Foto: Siegbert Diemer, Eva Wienröder

Oberbayern VKV Laim

Fahrt zu den Gedächtnisstätten am Gardasee Gardasee – Ziel der diesjährigen Herbstinfofahrt des Veteranen- und Kriegervereins (VKV) Laim 1890 e.V. waren die Gedächtnisstätten in Solferino, Custoza und Costermano am Gardasee. Zudem besichtigten die Laimer Kameraden auch Meran, Sirmione, Malcesine, Peschiera, Garda und Desenzano mit seinem alten Hafen, dem Castello und dem Denkmal der Alpini. In Solferino wurde Henry Dunant 1859 Zeuge einer der abscheulichsten Feldschlachten seit Waterloo. 40.000 gefallene und verwundete Soldaten waren ein grausamer Anblick. Am 24. Juni 1859 hatte er die Idee, wie den verwundeten Soldaten geholfen werden konnte. In Fortführung dieser Idee entwickelte sich später die „Genfer Konventionen“.

Die Reisenden aus Laim legten an der Gedächtnisstätte des Roten Kreuzes zu Ehren von Henry Dunant und die bei ihrer weltweiten Hilfe getöteten verstorbenen Rot Kreuz-Mitarbeiter/innen ein Kranzgebinde nieder. Auch auf dem Soldatenfriedhof Costermano in der Nähe von Garda legten die Kameraden an der durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge angelegten Begräbnisstätte für die gefallenen und hier begrabenen deutschen Soldaten des II. Weltkrieges einen Kranz nieder. Im Beinhaus von Custoza bestieg die Gruppe den 38 Meter hohen Turm der Gedächtnisstätte. Im Beinhaus liegen die Gebeine der in der Schlacht von Custoza (24. Juni 1866) gefallenen Soldaten. Text: Gerhard Krämer Foto: Clemens Tix

Auf dem Soldatenfriedhof Costermano gedachten Martin Kapfinger, Peter Röhl, Peter Laumbacher, Clemens Tix (nicht auf dem Foto), Gerhard Krämer und Rudolf Reitinger der Gefallenen. Treue Kameraden 6/2013

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Oberbayern

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VSV Germering

Vereins bei der Beerdigung verstorbener Kameraden. Auch um die Durchführung von Schießsport-Veranstaltungen der Reservisten kümmerte er sich. Sehr viel Arbeit investierte er in die Ausrichtung der 140-Jahr-Feier des VSV Germering. Wolfgang Bruning wurde am 25. Oktober 2013 auf dem Friedhof St. Martin in Germering unter großer Anteilnahme der Bevölkerung mit militärischen Ehren bestattet. Zahlreiche Vereine mit ihren Fahnen waren zugegen. Text: Engelbert Kainzinger Foto: privat

Trauer um Vereinsvorsitzenden Wolfgang Bruning Germering – Der Veteranenund Soldatenverein (VSV) Germering trauert um seinen allseits beliebten, unermüdlich tätigen 1. Vorstand Wolfgang Bruning (Foto), der am 22. Oktober 2013 an seinem 78. Geburtstag verstarb. Der gebürtige Osnabrücker war Oberleutnant d. R. der Bundeswehr und außer im Bayerischen Soldatenbund (BSB) in zahlreichen weiteren Institutionen und Vereinen tätig. Er wurde national und international vielfach ausgezeichnet. Der BSB würdigte ihn mit dem Großkreuz, dem Großen Verdienstkreuz in Gold, Ärmelstreifen für Wehrübungen in Gold, Silber und Bronze, den Reservisten-Verdienstkreuzen in Silber und Gold, dem Verdienstkreuz I. Klasse sowie der Verdienstnadel mit goldenem Eichenkranz. Trotz seiner körperlichen Behinderung leitete Wolfgang Bruning den Ortsverein mit großer Umsicht. Er organisierte alle Veranstaltungen des Vereins, zum

Wolfgang Bruning † Beispiel zum Bundestag und der bayerischen Landesvertretung in Berlin, zum Europaparlament in Straßburg mit Colmar und zur Maginot-Linie, nach Salzburg, Bad Reichenhall und zum Obersalzberg sowie zum Sächsischen Landtag in Dresden. Der Verstorbene organisierte die jährlichen Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge mit beachtlichen Ergebnissen, führte die Gefallenenehrung durch und organisierte die Beteiligung des

KSV Petzenhausen

Trauer um Ehrenvorstand Eberhard Landbrecht Petzenhausen – Der Kriegerund Soldatenverein (KSV) Petzenhausen trauert um seinen Ehrenvorstand Eberhard Landbrecht (Foto), der am 20. Mai 2013 im Alter von 74 Jahren plötzlich und unerwartet verstarb. Eberhard Landbrecht gehörte dem KSV seit 1978 an und wurde 1980 zum 2.Vorstand und 1984 zum 1.Vorstand gewählt.

Eberhard Landbrecht † Dieses Amt hatte er bis zum vergangenen Februar inne. Mit unermüdlichem Engagement und Einfühlvermögen meisterte er seine Aufgaben stets zum Wohle des Vereins. Ausgewogenheit und Umsicht zeichneten seine Arbeit aus. Dafür wurde er im Februar 2013 zum Ehrenvorstand ernannt. Die Vereinskameraden achten ihn wegen seiner Arbeit und Treue und sagen ihm ein herzliches „Vergelt’s Gott“. Sie werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Text/Foto: KSV Petzenhausen

RK Rott/Lech

Reservisten aus Rott erneut Sieger beim Milizschießen im österreichischen Glanegg Glanegg – Die Schützengruppe der Reservistenkameradschaft (RK) Rott/Lech war bei ihrer mittlerweile siebten Teilnahme am Milizschießen in Glanegg/Salzburg erneut nicht zu schlagen. Bei einer Beteiligung von 739 Schützen ging die RK Rott auch dieses Jahr als Sieger aus der hervorragend organisierten Großveranstaltung des Salzburger Kameradschaftsbundes (SKB) hervor. Die Schützengruppe der RK Rott/Lech trat diesmal gleich mit drei Mannschaften in Glanegg an, wo beim Schießen mit dem Sturmgewehr 77 des österreichischen Bundesheeres der jährliche Meister gesucht wurde. Die Rotter Schützen senden auf diesem Wege noch einmal ein besonderes Dankeschön an den Vizepräsidenten des SKB, Bezirksobmann Johann Hinterseer und Finanzreferentin Sylvia Wittek für die freundliche Einladung und die hervorragende Betreuung. Text: Robert Drechsler Foto: Salzburger Kameraschaftsbund

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Siegte in der Gästewertung mit 356 Ringen: Die RK Rott/Lech mit Christian Martin, Wolfgang Martin, Florian Vogt, Florian Schilcher, Roland Böck. Im Bild mit Oberst Franz Pritz, Präsident Josef Hohenwarter, Dr. Christian Möller, Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf und Finanzreferentin Sylvia Wittek.


Oberbayern

kdt@klausdtreude.info RK Rott/Lech

27. Internationale Friedenswallfahrt in Maria Plain Maria Plain – Nach erneuter Einladung des Salzburger Kameradschaftsbundes zur Teilnahme an der 27. Internationalen Friedenswallfahrt in Maria Plain, entschloss sich die Reservistenkameradschaft (RK) Rott/Lech dieses Großereignis wieder mit einem Zweitages-Ausflug zu verbinden. Die Reservisten trafen sich bereits sehr früh am Vereinsheim „Bunker“, fuhren nach Salzburg und bezogen ein gebuchtes Hotel. Begleitet wurde die RK/Rott dieses Mal vom Bezirksvorsitzenden Oberbayern Heinz Leitner, dem KV-Vorsitzenden Landsberg/Lech Bernhard Bienek, sowie Josef Giggenbach mit seiner beeindruckenden Uniform des Münchner Traditionsvereins des ehemaligen Königlich Bayerischen 4. Chevauleger-Regiments „König“. Am Nachmittag wurde die RKRott/Lech von der Finanzreferentin des Salzburger Kameradschaftsbundes Sylvia Witteck zu einer sehr interessanten Brauereibesichtigung in die Stiegl Brauerei/Salzburg geführt. Nach einer gelungenen Führung und einer guten Bierverkostung ging es weiter zum „Hangar 7“, einem außergewöhnlichen Museum von RedBull. Hier konnte Vereinsmitglied Hermann Witteck sehr interessante Einblicke in das Bauwerk

Teile der Delegation der RK-Rott mit Finanzreferentin Sylvia Witteck und Familie. und die in der Bauphase entstandenen Probleme geben, da er damals als Bauleiter für dieses Objekt zuständig war. Die eine oder andere Anekdote aus erster Hand sorgte dafür, dass keine Langeweile aufkam und Sylvia Witteck zum nächsten Termin, einem gemeinsamen Abendessen drängen musste. Hier klang der ereignisreiche Tag aus und es wurde bis in die späten Abendstunden intensive Kameradschaft gepflegt. Am nächsten Morgen rückten die Gäste nach Maria Plain ab, die Reservisten der RK-Rott/Lech

nahmen wie üblich als Ehrengäste einen Platz an der Spitze des Zuges ein. Nach zahlreichen Böllerschüssen marschierten dann die unzähligen Fahnenabordnungen den Berg hinauf zur Wallfahrtskirche. Die Veranstaltung wurde erneut von zahlreichen hochrangigen Politikern und Ehrengästen besucht. Der Schwerpunkt der Ansprachen wurde in diesem Jahr von dem klaren Votum der Österreicher gegen die Abschaffung der Wehrpflicht bestimmt. Beim Thema Abschaffung/Beibehal-

Foto: Alex Witteck

tung der Wehrpflicht hatte der Kameradschaftsbund im Vorfeld sehr gute und intensive Aufklärungsarbeit geleistet und trug daher maßgeblich zum Erfolg bei. Nach der feierlichen Veranstaltung wurden die Kameraden der RK-Rott Empfang der Vorstandschaft und Ehrengäste des Salzburger Kameradschaftsbundes eingeladen. Nach gutem Essen, einigen Gläsern Bier und sehr netten Gesprächen folgte schließlich die Heimfahrt nach Deutschland. Text: Robert Drechsler Foto: Alex Witteck

Schwaben KV Ries

Unterwegs auf der Schwäbischen Alb Zwiefalten/Hechingen – Bei sonnigem Herbstwetter machten sich die Mitgliedsvereine des BSB-Kreisverbandes aus Oettingen, Ehingen, Hainsfarth, Fremdingen, Schopflohe, Marktoffingen und Minderoffingen zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden für Schwaben, Ernst-Christian Kluge, unter der Leitung von Kreisvorsitzendem Georg Ostermeyer und Bezirksreservistenbetreuer Josef Ruhland auf zu einem Tagesausflug ins benachbarte Baden-Württemberg. Erstes Ziel war der alte Kloster- und Wallfahrtsort Zwiefalten mit dessen Mittelpunkt, dem Münster „Unserer lieben Frau“. Die Füh-

Die Reisegruppe vor dem Münster „Unserer lieben Frau“ in Zwiefalten. Treue Kameraden 6/2013

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Schwaben rung durch das barocke Gotteshaus der ehemaligen Benediktinerabtei mit seiner prachtvollen Ausstattung war überaus beeindruckend. Nach einer Stärkung in der Brauereigaststätte „Zwiefalten“ ging es weiter in den Zollernalbkreis nach Hechingen zur Burg Hohenzollern, dem Stammsitz des preußischen Königshauses und der Fürsten zu Hohenzollern. Auch dort erfuhr man interessante Details zur Geschichte der Burg und ihrer Bauherrn. Die Fernsicht von der hochgelegenen Burganlage über die Schwäbische Alb ließ erahnen, warum die Zollernalb ein beliebtes Ziel für Natur- und Wanderfreunde ist. Text/Foto: Manfred Thorwarth

kdt@klausdtreude.info RK – Oberbeuren

Oberbeurer Reservisten besuchen Airpower 2013 in Zeltweg

Formationsflug der Frecce-Tricolori aus Italien

„Nichts hört/liest der Mensch so gern wie seinen eigenen Namen!“ Daher die Personen in Ihren Beiträgen immer mit Vor- und Nachname, ggf. auch Dienstgrad oder Amtsbezeichnung und Funktion aufführen. Man wird es Ihnen danken!

Zeltweg – Die Airpower ist eine Leistungsschau der Militärluftfahrt in Österreich. Mit 300.000 Besuchern erzielten die Veranstalter mit ihrer perfekten, unfallfreien und erlebnisreichen Flugshow bei kühlem aber schönen Sommerwetter in diesem Jahr einen neuen Rekord. Star des Tages war Felix Baumgartner, der vor der Stratos-Kapsel Fragen zu seinem spektakulären Fallschirmsprung beantwortete und Autogramme gab. Reservisten aus Oberbeuren unter Leitung ihres Vorsitzenden Siegfried Kratz – selbst Pilot – kamen bei der Flugshow voll auf ihre Kosten. Mit unterschiedlichen Luft-

fahrzeugen aus den Anfängen der Luftfahrt bis zu jenen neuesten Datums wurden Flugbegeisterte aus ganz Europa mit einem fantastischen Flugprogramm in Erstaunen versetzt. Neben SoloProgrammen waren auch die weltbesten Kunstflugstaffeln, wie Frecce Tricolori, Patrouille Suisse, Türkish Stars, Patrulla Aguila usw. angereist, um in zentimeternahem Präzisionsflug über das Flugfeld zu donnern und dem Publikum ihr Können zu zeigen. Eine weitere Aktion wurde den Zuschauern geboten, als ein Dutzend Fallschirmspringer der Cobra und des Jagdkommandos lautlos zu Boden schwebten. Ihnen folg-

Text/Foto: Siegfried Kratz:

ten acht Hubschrauber im Tiefflug. Scharfschützen an den offenen Türen sicherten die Kollegen, die sich blitzschnell abseilten und ihre Positionen einnahmen. Genauso flink, wie sie gekommen waren, verschwanden die Soldaten in einer Menschentraube auch wieder in den Himmel. Ein Hör- und Seherlebnis bot sich dem staunenden AirpowerVolk, als sich die Oldtimer-Vögel mit sonoren Motorbrummen und ihrem prächtigen Erscheinungsbild in den Himmel hoben. Eine DC-6 mit ihren vier Doppelsternmotoren von je 2.500 PS, erinnern an einen Schwarm Harley-Davidson-Motorräder.

Selbstständige Kameradschaften RK Wisserland

Mehr Projekte als je zuvor beim 3. Wissener Freiwilligentag Wissener Reservistenkameradschaft packte kräftig an

Das Ehrenmal auf dem Schönsteiner Friedhof nicht gerade in einem Foto: Jochen Stentenbach würdigen Zustand.

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Treue Kameraden 6/2013

Wissen/Region. Trotz des durchwachsenen Wetters wurden beim diesjährigen Freiwilligentag der Verbandsgemeinde Wissen wieder viele ehrenamtliche Projekte angepackt – von Müllsammelaktionen über Seniorenprojekte bis hin zu Malerarbeiten. Mit über 20 Projekten war der Aktionstag diesmal noch größer als die ersten beiden Events dieser Art. Die Wissener Reservistenkameradschaft trat zum ersten Mal beim Freiwilligentag an und nahm sich die Pflege des Kriegerdenkmals auf dem Friedhof in Schönstein vor. Das Kriegerehrenmal wurde freigeschnitten und

gereinigt. Da hier weder Strom noch Wasser vorhanden war, stellte Anlieger Michael Langenbach kurzerhand beides zur Verfügung – ein herzliches Dankeschön hierfür! Das Ehrenmal sieht nunmehr aus wie neu. Engagiert! Mit Gartengeräten und einem Hochdruckreiniger bewaffnet gingen Sabine und Manfred Giebeler, der 1. Stellvertretende RKVorsitzende Klaus Schneider, Armin Schupp und Ingolf Wagner ans Werk und rückten Unkraut und Moos zuleibe. Mit Motorsense und Heckenschere


Selbstständige Kameradschaften RK Otterbach

Otterbacher Reservisten kochen für verwundete NATO-Soldaten Landstuhl – Im Oktober folgte die Reservistenkameradschaft (RK) Otterbach e.V. einer Bitte, anlässlich des 238. Geburtstages der US-Armee für die verwundeten Soldaten der NATO und deren Pflegeteams am US-Hospital in Landstuhl auf dem Kirchberg zu kochen. 480 Portionen Gulasch mit Nudeln und Rotkraut wurden in der Feldküche vor Ort zubereitet und ausgegeben. Neben der RK Otterbach waren Hilfs- und Rettungsdienste sowie Sponsoren aus der Wirtschaft anwesend. Die U.S. Army Europe Band sorgte für die musikalische Umrahmung. Rundfunk und Fernsehen berichteten über die Veranstaltung. Somit rückte Otterbach, wieder einmal, in den Fokus der Öffentlichkeit. Herzliche Dankesworte der Soldaten und Soldatinnen wurden den Reservisten zu Teil. Der Kommandeur lobte die Leistungs- und Einsatzbereitschaft der RK Otterbach. Leider konnten nicht alle der ca. 800 Besucher aus der Feldküche versorgt werden, denn mit solch einem Ansturm hatten die Organisatoren nicht gerechnet. Im nächsten Jahr, so die Bitte, mögen die Reservisten aus Otterbach wieder teilnehmen. Vielleicht dann mit zwei Feldküchen, aber das müssen die Organisatoren entscheiden. Text/Foto: RK Otterbach Ingolf Wagner aus Molzhain (rechts) säuberte den Brunnenschacht Foto: Klaus Schneider vor dem Ehrenmal. wurde das Ehrenmal freigeschnitten. Klaus Eiteneuer, Beigeordneter der Stadt Wissen besuchte die Fleißigen, um ihnen stellvertretend für Bürgermeister Michael Wagener den Dank der Stadt und Verbandsgemeinde zu überbringen. Während den Reinigungsarbeiten zollten Anwohner und Friedhofbesucher den Schaffenden großes Lob für ihr ehrenamtliches Engagement und dies umso mehr bei den herrschenden widrigen Witterungsverhältnissen. Die Bauverwaltung des Rathauses wird im Nachgang die Steinplatten neu verfugen lassen, um das Ehrenmal für die nächsten Jahre fit zu machen. Die Frauen der kfd Schönstein wer-

den die übrigen Bereiche des Friedhofes in Kürze von Unkraut befreien. Ein gemeinsames gemütliches Grillen für alle Helfer und Helferinnen des Tages am Schützenhaus in Schönstein rundete den Freiwilligentag ab. Hier bedankte sich Bürgermeister Michael Wagener bei allen für das hohe ehrenamtliche Engagement. Ein besonderer Dank ging an Marion Schwan, welche gemeinsam mit ihrem Team für die kulinarischen Genüsse sorgte, sowie der Schützenbruderschaft Schönstein als Gastgeber für das DankeschönGrillen. Text: Jochen Stentenbach/ Axel Wienand

Fast wieder wie neu erstrahlte das Ehrenmal nach der zeitintensiven Foto: Klaus Schneider Säuberungsaktion.

Enjoy your meal!

5. Strahlesellauf in Erlenbach RK-Otterbach e.V. zum fünften Mal mit dabei Erlenbach – Seinen 5. Strahlesellauf veranstaltete der Förderverein Fußball beim FC Erlenbach in diesem Jahr. Über 120 Läufer und Läuferinnen aller Altersklassen gingen für einen guten Zweck an den Start, kommt doch der Erlös der Veranstaltung der Jugend des Vereines zu Gute. Seit über fünf Jahren unterstützt die Reservistenkameradschaft (RK) Otterbach e.V. um ihren Vorsitzenden R. Christmann die Veranstaltung mit einer ihrer drei Feldküchen. Die Kameraden versorgten nicht nur die Teilnehmer mit einer herzhaften Gulaschsuppe oder einer heißen Wurst, sondern auch alle begeisterten Besucher und Helfer. Für einen guten Zweck, für soziale oder karitative Einrichtungen, stehen die Mitglieder der RK-Otterbach e.V. gerne zur Verfügung, so der Vorsitzende Christmann. Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Heribert Korn, dankte der Reservistenkameradschaft Otterbach e.V., für ihre uneigennützige Hilfe und der Zusage, die Warmverpflegung wähText/Foto: RK Otterbach rend der Veranstaltung zu übernehmen.

Läufer, Besucher und Helfer ließen sich das Essen aus der Feldküche der RK Otterbach gut schmecken. Treue Kameraden 6/2013

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